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Europäisches Institut für Klima und Energie

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Europäisches Institut für Klima und Energie
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Rechtsform <text>
Tätigkeitsbereich Lobbyarbeit zur Leugnung eines Klimawandels
Gründungsdatum Februar 2007
Hauptsitz Spitzfeldenweg 107, 07743 Jena
Lobbybüro
Lobbybüro EU <text>
Webadresse www.eike-klima-energie.eu/

Das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) gilt als die Speerspitze der Lobby, die den menschengemachten Klimawandel leugnet.[1], [2]


Kurzdarstellung und Kritik

Das 2007 als gemeinnütziger Verein gegründete Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) mit Sitz in Erfurt bietet eine Plattform für Diskussionen und Publikationen, erstellt Gutachten, organisiert Symposien und Kongresse. Die wichtigste Veranstaltungsreihe sind die Internationalen Klima- und Energiekonferenzen. EIKE leugnet den menschengemachten Kimawandel und lehnt jegliche Klimapolitik ab.[3] Nach Angaben des Bundesumweltamtes verbreitet EIKE Thesen, die dem wissenschaftlichen Konsens widersprechen.[4] Nach Auffassung von Gabor Paal, einem Journalisten des SWR, hält kein Beweis und kaum eine Behauptung der Klimaskeptiker von EIKE einer Nachprüfung stand.[5] Zum großen Teil stützten sie sich auf Rest-Unsicherheiten in der Forschung, die es tatsächlich gibt oder arbeiteten mit Diffamierungen einzelner Wissenschaftler. Laut dem EIKE-Pressesprecher Hans-Joachim Lüdecke brauchen wir ohnehin keine Klimaforscher, schließlich gebe es keine wissenschaftlichen Beweise dafür dass CO2 die Atmosphäre aufheize.[6]

Der Präsident (Holger Thuß), der Vizepräsident (Michael Limburg) und der Generalsekretär (Wolfgang Müller) sind Mitglieder der Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft. Müller ist außerdem Mitglied des neoliberalen Elitenetzwerks Mont Pelerin Society.

Verbindungen

Institut für Unternehmerische Freiheit

EIKE arbeitet eng mit dem Institut für Unternehmerische Freiheit (IUF) zusammen, das in Klima- und Energiefragen ähnliche Positionen vertritt. Mit diesem neoliberalen Netzwerk organisiert EIKE seit 2009 regelmäßig gemeinsame Veranstaltungen, so die 7. Internationale Klima- und Energiekonferenz vom 10. April 2014[7] und die 9. Internationale Klima- und Energiekonferenz vom 11. Dezember 2015.[8]

Wolfgang Müller, der Generalsekretär von EIKE, ist gleichzeitig Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des Institut für Unternehmerische Freiheit.

Liberales Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung

Das Liberale Institut war Mitveranstalter der 2. Internationalen Klimakonferenz vom 4. Dezember 2099[9] und der 3. Internationalen Energie- und Klimakonferenz vom 3. - 4. Dezember 2010[10]

Detmar Doering, Leiter des Liberalen Instituts, ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Institut für Unternehmerische Freiheit, dem regelmäßigen Mitveranstalter der Internationalen Klima- und Energiekonferenzen von EIKE.

Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft

Zentrale Akteure von EIKE und deren Kooperationspartnern Institut für Unternehmerische Freiheit sowie Liberales Institut sind Mitglieder der Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft. Dieses neoliberale Netzwerk hat sich in jüngster Zeit zunehmend ideologisiert und radikalisiert. Aus Protest gegen diese Entwicklung sind Vertreter des wirtschaftsliberalen Flügels im Sommer 2015 aus der Gesellschaft ausgetreten.

Committee for a Constructive Tomorrow (CFACT)

Das CFACT ist ein Institut, das u. a. von Chrysler, Exxonmobil und Chevron finanziert wird.[11] [12] Das CFACT bzw. sein Ableger CFACT Europe waren Mitveranstalter der 2. Internationalen Klimakonferenz vom 4. Dezember 2009[13] und der 3. Internationalen Klimakonferenz vom 3. - 4. Dezember 2010, die von CFACT auch gesponsert worden ist.[14]

Der Präsident von EIKE, Holger Thuß, hat CFACT Europe 2004 mit gegründet und ist dessen Geschäftsführer. Wolfgang Müller, Generalsekretär von EIKE, ist für das CFACT Climate Change Programme verantwortlich.[15]

Heartland Institute

EIKE kooperiert mit dem Heartland Institute, das Spenden der Industrie einwirbt, um damit Internetblogs und scheinbar neutrale Organisationen für die Verbreitung von Zweifeln am Klimawandel zu finanzieren.[16][17] Beispiele sind die Organisation des Heartland Institute's ICCC-8[18], die 8. Internationale Klima- und Energiekonferenz in München[19] und die 9. Internationale Klima- und Energiekonferenz in Essen, auf der Vertreter von EIKE, des Heartland Institute und des Institut für Unternehmerische Freiheit (IUF) referieren.[20]

Organisationsstruktur und Personal

Leitung

Fachbeirat

  • Helmut Alt, Dipl.-Ing., FH Aachen, i.R., ehem. Mitarbeiter von RWE/BV Düren, Honorarprofessor, Ehrenmitglied der Kerntechnische Gesellschaft
  • Dieter Ameling, Dipl.-Ing., TU Clausthal, ehem. Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl und des Stahlinstitut VDEH
  • Horst Borchert, Physiker, Uni Mainz, i.R.
  • Robert M. Carter, Paläontologe
  • Richard S. Courtney, Geologe, Kutztown University, Pennsylvania USA
  • Friedrich-Karl Ewert, Geologe, Uni Paderborn, i.R.
  • Karl-Otto Greulich, Physiker, Fritz Lipmann Institut, Uni Jena
  • Gerhard Hosemann, Dipl.-Ing., Uni Erlangen, i.R.
  • Hans Jelbring, Klimatologe, Uni Stockholm
  • Hans-Burkhard Horlacher, Dipl.-Ing., Uni Dresden, i.R.
  • Hans H.J. Labohm, Ökonom u. Publizist (1987-1992 OECD-Vertreter der Niederlande) IPCC Expert Reviewer AR4 (2007)
  • Horst-Joachim Lüdecke, Physiker, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saalandes, i.R.
  • Horst Malberg, Meteorologe, FU Berlin, ehem. Direktor des meteorologischen Instituts der FU, i.R.
  • Eberhard Menzel, ehem. Rektor der FH Dortmund und Gründungsrektor der FH Westliches Ruhrgebiet
  • Lubos Motl, Physiker, Uni Prag
  • Niels Mörner, Ozeanograph, Uni Stockholm
  • Christopher Monckton, Journalist, Cambridge University (England)
  • Gernot Patzelt, Hochgebirgsforschung, Uni Innsbruck, i.R.
  • Ian Plimer, Geologe, University of Adelaide (Australien)
  • Carl Otto Weiss, Physiker, ehem. Direktor der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt
  • Zbigniew Jaworowski, Klimatologe, Uni Krakau (Polen)
  • Heinz Zöttl, Forstwissenschaft, Uni Freiburg, ehem. Direktor des Instituts für Bodenkunde, i.R.

(Stand: Oktober 2015) Quelle: [28]

Finanzen

Laut seiner Webseite finanziert sich das Institut über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Die Namen der Spender werden nicht bekannt gegeben.

Lobbystrategien und Einfluss

Ziele, Interessen, Ausrichtung (national vs. europ/internat.), Politkfelder; erkennbare Konstanten, Einflussstrategien; Abschätzung des Einflusses; Wichtigkeit des Akteurs

Fallstudien und Kritik

genauere Recherchen zu einzelnen Lobbyprojekten, Kampagnen

Weiterführende Informationen

Broschüre: Und sie erwärmt sich doch Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel, Hrsg. Umweltbundesamt, 1. Aufl. 2013

Dealing in Doubt The Climate Denials Machine Vs Climate Science, Greenpeace USA, September 2013

Einzelnachweise

  1. Andreas Kraft: Klares Ziel: Keine Kompromisse, Frankfurter Rundschau online vom 29. November 2010, fronline, abgerufen am 30. April 2013
  2. Cordula Meyer: Lobbyisten: Wie einige US-Wissenschaftler Zweifel am Klimawandel säen, Spiegel online, 4. Oktober 2010
  3. EIKE, Webseite EIKE, abgerufen am 23. 10. 2015
  4. Und sie erwärmt sich doch Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel, Hrsg. Umweltbundesamt, 1. Aufl. 2013, S. 110
  5. Kommentar von Gabor Paal im SWR2 Journal am Morgen vom 29. 11. 2010, Webseite SWR, abgerufen am 22. 10. 2015
  6. Jeanne Rubner: Wir brauchen keine Klimaforscher, Süddeutsche Zeitung online vom 31. März 2010, Webseite abgerufen am 22. 10. 2015
  7. Programm der Veranstaltung auf der Webseite des IUF, abgerufen am 22. 10. 2015
  8. 9. Internationale Klima- und Energiekonferenz, Programm: 11. Dezember 2015. Webseite IUF, abgerufen am 23. 10. 2015
  9. 2. Internationale Klimakonferenz, Webseite EIKE, abgerufen am 23. 10. 2015
  10. Internationale Energie- und Klimakonferenz: 3. - 4. Dezember 2010, Webseite EIKE, abgerufen am 23. 10. 2015
  11. Anita Blasberg und Kerstin Kohlenberg: Die Klimakrieger, ZEIT online vom 22. November 2012, Webseite abgerufen am 14. 10. 2015
  12. Jeanne Rubner: Wir brauchen keine Klimaforscher, Süddeutsche Zeitung online vom 31. März 2010, Webseite abgerufen am 22. 10. 2015
  13. 2. Internationale Klimakonferenz, Webseite EIKE, abgerufen am 23. 10. 2015
  14. CFACT cosponsors international climate conference, 10. November 2010, Webseite CFACT, abgerufen am 24. 10. 2015
  15. Meet the skeptics at CFACT`s COP16 press conference Monckon, Spencer & Rothbard on Climate Science & Policy December 9, 2010, Website cfact, abgerufen am 01.05.2013
  16. Und sie erwärmt sich doch Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel, Hrsg. Umweltbundesamt, 1. Aufl. 2013, S. 105
  17. Dealing in Doubt The Climate Denials Machine Vs Climate Science, Greenpeace USA, September 2013
  18. Scientists Advocate Climate Realism at Hertland Institute's ICCC-8, Januar 2013, Webseite Heartland Institute, abgerufen am 22. 10. 2015
  19. Kevin Grania: EIKEs neuer Freund, Webseite Klimaretter, abgerufen am 24. 10. 2015
  20. 9. Internationale Klima- und Energiekonferenz, Programm: 11. Dezember 2015. Webseite IUF, abgerufen am 23. 10. 2015
  21. Unterzeichner der Erklärung zur Hayek-Gesellschaft vom 24. Juli 2015
  22. Unterzeichner der Erklärung zur Hayek-Gesellschaft vom 24. Juli 2015
  23. Malte Kreuzfeld: Energieausschuss der AfD, taz.de vom 27. 9. 2013, abgerufen am 23. 10. 2015
  24. Energiepolitisches Manifest, 30. 01. 2014, Webseite EIKE, abgerufen am 24. 10. 2015
  25. Meet the skeptics at CFACT`s COP16 press conference Monckon, Spencer & Rothbard on Climate Science & Policy December 9, 2010, Website cfact, abgerufen am 01.05.2013
  26. Unterzeichner der Erklärung zur Hayek-Gesellschaft vom 24. Juli 2015
  27. Bund Freiheit der Wissenschaften 28. 12. 2005 Gemeinsame Tagung mit der Friedrich-Naumann-Stiftung, Website bund-freiheit-der wissenschaft, abgerufen am 5. Mai 2012
  28. Webseite EIKE - Fachbeirat abgerufen am 24.10.2015