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	<title>Lobbypedia - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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	<updated>2026-05-16T01:43:38Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bundesvereinigung_der_Deutschen_Ern%C3%A4hrungsindustrie&amp;diff=228396</id>
		<title>Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie</title>
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		<updated>2024-01-31T11:33:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: Weiterleitung nach Lebensmittelverband &amp;amp; Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#Redirect [[Lebensmittelverband &amp;amp; Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=BVE&amp;diff=228394</id>
		<title>BVE</title>
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		<updated>2024-01-31T11:32:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: Weiterleitung nach Lebensmittelverband &amp;amp; Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#Redirect [[Lebensmittelverband &amp;amp; Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228392</id>
		<title>Lebensmittelverband Deutschland</title>
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		<updated>2024-01-31T11:31:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: Weiterleitung nach Lebensmittelverband &amp;amp; Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#Redirect [[Lebensmittelverband &amp;amp; Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_%26_Bundesvereinigung_der_Deutschen_Ern%C3%A4hrungsindustrie&amp;diff=228390</id>
		<title>Lebensmittelverband &amp; Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie</title>
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		<updated>2024-01-31T11:22:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = &lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1955 (Lebensmittelverband, vormals BLL), 1949 (BVE) &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Berlin, Claire-Waldorff-Straße 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = 1040 Brüssel, Avenue des Nerviens 9-31&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.lebensmittelverband.de/ lebensmittelverband.de] [https://www.bve-online.de/ bve-online.de]  }}&lt;br /&gt;
Der '''Lebensmittelverband Deutschland''' e.V. und die '''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie''' agieren als Doppelverband der Ernährungswirtschaft. Neben einer Bürogemeinschaft, teilen sie sich auch die gleiche Geschäftsführung. Der Lebensmittelverband, bis Juli 2019 Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), ist hierbei der öffentlichkeitswirksame Arm. Er tritt auf als der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft und nach eigenen Angaben wichtiger Gesprächspartner von Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Verbraucherorganisationen und Medien im Politikfeld Lebensmittel und Verbraucherschutz. Er repräsentiert die gesamte Lebensmittelkette, beginnend mit der Landwirtschaft, über die Industrie, das Handwerk bis hin zum Handel sowie die Großverbraucher, alle Zulieferbereiche einschließlich des Futtermittelsektors und die Tabakbranche. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/13159?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die BVE ist der wirtschaftspolitische Teil des Doppelverbands. Damit gehen auch anderen inhaltliche Schwerpunkte als beim Lebensmittelverband einher. Die BVE betreibt weniger Öffentlichkeitsarbeit, gerichtet auf Konsument:innen und tritt eher als Interessenvertreter der Ernährungs- und Lebensmittelwirtschaft auf. Sie beschreiben ihr Anliegen darin, die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungsindustrie zu erhalten. Dies geht mit Kampagnen gegen mehr Regulierung von Ernährungskonzernen, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ernaehrungs-umschau.de/news/08-05-2023-diskussion-um-bmel-entwurf-zur-regulierung-der-an-kinder-gerichteten-lebensmittelwerbung/ Ernährungspolitik: Diskussion um Regulierung der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung], ernaehrungs-umschau.de vom 08.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Abbau von Bürokratie &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Glaeserne-Gesetze/Stellungnahmen/3-aend-marktowmeldv-bve.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 Dritte Verordnung zur Änderung der Marktordnungswaren-Meldeverordnung], bmel.de, vom 29.09.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; und einer diskursiven Verschiebung auf die Eigenverantwortung von Bürger:innen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/verbraucher/leitbild-verbraucher/verbraucherleitbild Verbraucher in der Eigenverantwortung], bve-online.de vom 29.05.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; einher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Kontakte zu nationalen und europäischen Institutionen===&lt;br /&gt;
Die Verbände sind die ernährungspolitische Interessenvertretung gegenüber der  Bundesregierung und dem Bundestag, den Länderregierungen und den Länderparlamente. Auf europäischer Ebene sind sie z. B. im Rahmen des europäischen Verbands [[FoodDrinkEurope]] und mittels Kontakte zum Europäischen Parlament aktiv.  Der Lebensmittelverband beteiligt sich zusätzlich noch an den Arbeiten der weltweit tätigen FAO (Food and Agriculture Organization) und der WHO (World Health Organization) im Rahmen des Codex Alimentarius. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem BMEL und dem Auswärtigen Amt organisiert die BVE seit 2009 &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ost-ausschuss.de/de/1-au-enwirtschaftstag-der-agrar-und-ern-hrungswirtschaft 1. Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], ost-ausschuss.de vom 18.06.2009, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; die &amp;quot;Außenwirtschaftstage der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftstag-der-agrar-und-ernaehrungswirtschaft Website BVE Konferenzen Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2015 auch die &amp;quot;Außenwirtschaftsseminare der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftsseminar Website BVE Konferenzen 4. Außenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft 08. Juni 2022], bve-online.de vom 24.02.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese werden nur von dem BMEL und der BVE organisiert und beinhalten einen stärkeren Praxisbezug.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://afc.net/termine/referent-bmelbve-aussenwirtschaftsseminar-in-berlin Refernt: BMEL/BVE &amp;quot;Außenwirtschaftsseminar&amp;quot; in Berlin], afc.net, vom 16.09.2015, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Netzwerktreffen dienen laut BMEL dem Zusammentreffen von Politik und Wirtschaft. Ziel ist es, dass &amp;quot;die Köpfe der Unternehmen mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik&amp;quot; zusammen treffen, dort &amp;quot;tauschen [sie] sich aus und informieren sich über attraktive Absatz- und Beschaffungsmärkte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.auwitag-ernaehrung.de/ Website Aussenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft], auwitag-ernaehrung.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Sponsoren der Außenwirtschaftstage sind u. a. die [[Rentenbank]], die [[Deutsche Bank]], [[Sopexa]] (Kommunikationsagentur für Lebensmittel- und Getränkeindustrie9 und [[AON]] Versicherungsmakler sowie die [[DLG]] (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng verbunden ist die BVE außerdem mit dem BMEL über die Gestaltung und Programmorganisation von Auslandsmessen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/bmel-auslandsmessen Website BVE Messen BMEL-Auslandsmesseprogramm], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Als Teil ihrer &amp;quot;Förderung der Exportaktivitäten der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot; stellt das BMEL 8,8 Millionen Euro für Auslandsmessen zur Verfügung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/rede-der-bundesministerin-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-julia-kloeckner--1937872 Rede der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner], bundesregierung.de, vom 26.06.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die BVE ermöglicht den Unternehmen dann Zugang zu dem Exportabsatzmarkt, indem sie Teilnahmen und Programme für die 36 Fachmessen auf fünf Kontinenten mit koordiniert. &lt;br /&gt;
Teil des Exportförderprogramms des BMEL &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/internationales/aussenwirtschaftspolitik/handel-und-export/exportfoerderprogramm.html Exportförderprogramm für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; sind außerdem Unternehmensreisen zur Markterkundung, welche das BMEL mit ihrem Programm mit 3 Millionen mitfinanziert.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;/&amp;gt;Die BVE gibt auch hier eine Vorauswahl an das BMEL für relevante Auslandsmärkte und unterstützt das Ministerium bei der Auswahl von Unternehmerreisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/aussenwirtschaft/exportfoerderung-1/gefoerderte-unternehmerreisen-und-informationsveranstaltungen Geförderte Unternehmerreisen und Informationsveranstaltungen], bve-online.de vom 04.10.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyregisterangaben===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister geben die Verbände an (Stand: 30.01.2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lebensmittelverband'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 900.001 bis 910.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 21 bis 30 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen vier namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050 zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 630.001 bis 640.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 11 bis 20 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen zwei namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut EU Transparenzregister lagen die Lobbyausgaben in Brüssel für das Jahr 2022 beim Lebensmittelverband zwischen 100.000 und 199.999 Euro und bei der BVE zwischen 10.000 und 24.999 Euro. Der Lebensmittelverband beschäftigt 3 Lobbyist:innen beschäftigt (2 Vollzeitäquivalent), während die BVE 1 Lobbyisten beschäftigt (0,2 Vollzeitäquivalent).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=583851318567-80 Eintrag Lebensmittelverband], ec.europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=700829026603-04 Eintrag BVE], ec. europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit===&lt;br /&gt;
Die Jahrestagung des Lebensmittelverbands ist jährlicher Treffpunkt der deutschen Lebensmittelwirtschaft mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung, Lebensmittelbranche und Medien. Weitere Veranstaltungen sind Messen, Tagungen/Konferenzen und Seminare. Ein Beispiel ist die Tagung „Zukunft der Ernährung“ vom 05.12.2022 mit Udo di Fabio, Bundesverfassungsrichter a.D., als Referenten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20221206-tagung-zukunft-der-ernaehrung-lebensmittelverband-stellt-eckpunkte-fuer-ernaehrungsstrategie-der-zukunft-vor Pressemitteilung: Tagung „Zukunft der Ernährung“] lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Publikationen des Lebensmittelverbands gehören Broschüren/Flyer, Leitfäden/Leitlinien, Positionspapiere, Toolboxen, Berichte/Schriften und Schulmaterialien. Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland hat zudem den Podcast „ErnährungPlus“ gestartet. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20210224-podcast-ernaehrungplus-start ErnährungPlus: Podcast zu gesunder Ernährung mit Leichtathletin und Influencerin Alica Schmidt] lebensmittelverband.de, vom 02.08.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Messeausrichtung'''&lt;br /&gt;
Neben den BMEL-Auslandsmessen ist die BVE auch &amp;quot;ideele Trägerin&amp;quot; der Grünen Woche in Berlin, der Anuga in Köln und der Internoga. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen Website BVE Veranstaltungen Messen], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Anuga stellt die BVE einen Firmengemeinschaftsstand, sogenannten &amp;quot;German Pavilion&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.anuga.de/fuer-aussteller/aussteller-werden/individuelle-beteiligungsmoeglichkeiten/german-pavilion/ German Pavilion: Jetzt beim Deutschen Firmengemeinschaftsstand anmelden], anuga.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; gemeinsam mit dem BMEL zur Verfügung. Große Unternehmen sind damit unter dem &amp;quot;made in Germany&amp;quot; Dach prominenter vetreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-koelnmesse/anuga-firmengemeinschaftsbeteiligung Deutsche Firmengemeinschaftsbeteiligung], bve-online.de vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/die-anuga-2015-schliesst-ihre-tore-gemeinschaftsstand-von-bmel-und-bve-mit-abwechslungsreichem-programm-106394/ Die Anuga 2015 schließt ihre Tore: Gemeinschaftsstand von BMEL und BVE mit abwechslungsreichem Programm], verbaende. com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Auch für die Grüne Woche in Berlin stellt der BVE ein ähnliches Angebot zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Lebensmittelverband sind unter einem geteilten 700qm großen Gemeinschaftsstand &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.messen.de/de/7756/news/gruene-woche-2023-bve-gemeinschaftstand-im-zeichen-der-nachhaltigen-ernaehrung Grüne Woche 2023: BVE Gemeinschaftsstand im Zeichen der nachhaltigen Ernährung], messen.de vom 8.12.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; mehrere große Ernährungsunternehmen zusammen vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-internationale-gruene-woche/bildergalerie-gruene-woche-2023 &amp;quot;Wie schmeckt die Zukunft?&amp;quot; - Gemeinschaftsstand von BVE und Lebensmittelverband auf der Internationalen Grünen Woche 2023], bve-online.de vom 30.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/20231122-lebensmittelwirtschaft-auf-der-gruenen-woche-vielfalt-fuer-ernaehrungssicherung-und-nachhaltigkeit Pressemitteilung Lebensmittelwirtschaft auf der Grünen Woche - Vielfalt für Ernährungssicherung und Nachhaltigkeit], lebensmittelverband.de vom 22.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2023 umfasste der BVE Gemeinschaftsstand u. a. die Unternehmen Danone, Mars, McDonalds , Nestlé und REWE. Alle Aussteller sind [https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit hier] zu sehen. Der Gemeinschaftsstand wird gefördert durch die [[Rentenbank]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit Pressemitteilung Wie schmeckt die Zukunft: Lebensmittelwirtschaft zeigt auf der Grünen Woche 2023 Innovation für mehr Nachhaltigkeit], bve-online.de vom 19.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht===&lt;br /&gt;
In rechtlichen Fragen arbeitet der Lebensmittelverband Deutschland mit der Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht der Universität Bayreuth zusammen, die auf Initiative des Arbeitskreises der Bayerischen Ernährungswirtschaft (ABEW) mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung zu Anfang des Jahres 1990 gegründet worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl der Lebensmittelverband, als auch die BVE sind zudem eng verbunden mit dem [[FEI Forschungskreis der Ernährungsindustrie]]. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/industrieorganisationen FEI-Netzwerk Partnerorganisationen], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Götz Kröner, der Vorstandsvorsitzende des FEI ist auch Vorstandsmitglied im BVE.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/fei-vorstand Vorstand], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand Vorstand], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Der FEI ist Teil des Dachverbands [[AiF]] (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e. V.), einem Netzwerk aus 100 Forschungsvereinigungen aus der Industrie, die zum Ziel haben die &amp;quot;Leistungsfähigkeit des Mittelstands in allen Wirtschaftsbereichen&amp;quot; zu stärken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/dachorganisationen FEI-Netzwerk Dachorganisation: Die AiF], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Plattform Ernährung und Bewegung===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband (frühere Bezeichnung: BLL) ist Mitbegründer der [https://www.pebonline.de/ Plattform Ernährung und Bewegung]. Die gemeinsame Initiative von Politik, Verbänden und Wirtschaft wurde im September 2004 in Berlin zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und weiteren Verbänden gegründet, um sich im Bereich der Übergewichtsprävention von Kindern und Jugendlichen zu engagieren. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20050315.html Pressemitteilung: Deutsche Lebensmittelwirtschaft in der europaweit beispielhaften Plattform Ernährung und Bewegung stark engagiert] lebensmittelverband.de, vom 15.03.2005, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/aktionsprogramm-in-form/plattform-ernaehrung-bewegung-peb.html BMEL - Plattform Ernährung und Bewegung (peb)] bmel.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2018 erklärten die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und die Deutsche Adipositasgesellschaft (DAG) ihren gemeinsamen Ausstieg aus der Plattform Ernährung und Bewegung. Grund hierfür seien die in dem Verein starken Differenzen mit wirtschaftlichen Interessen sowie das gescheiterte Thema der Selbstverpflichtung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97967/Mehrere-Verbaende-beenden-Mitgliedschaft-in-der-Plattform-Ernaehrung-und-Bewegung Mehrere Verbände beenden Mitgliedschaft in der Plattform Ernährung und Bewegung] aerzteblatt.de, vom 18.09.2018, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Talkformat &amp;quot;Küchenkabinett&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Das „Küchenkabinett“ ist ein Talkformat des Lebensmittelverbands Deutschland in Kooperation mit dem Magazin Cicero, das vom Verbands-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff moderiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Videos erscheinen auf der Webseite und dem YouTube-Kanal von Cicero.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitgliedschaften==&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und die BVE teilen sich zudem eine Bürogemeinschaft mit der [[ANG Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss]] und arbeiten mit dieser auch eng zusammen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk Netzwerk], bve-online.de vom 07.08.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ANG ist der &amp;quot;sozialpolitische&amp;quot; Spitzenverband der Ernährungsindustrie mit einem Bundesverband und neun Landesverbänden, sowie vier Fachverbänden &amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/die-ang.html Die ANG], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die ANG-Hauptgeschäftsführerin Stefanie Sabet ist auch Teil der BVE-Geschäftsführung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/ANG_-_Gesch%C3%A4ftsstelle.html Geschäftsstelle], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team Team], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Lebensmittelverband Deutschland&amp;quot; - Lobbyregister beim Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://zaw.de/ Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft] (ZAW)&lt;br /&gt;
*[https://iccwbo.org/about-us/ International Chamber of Commerce] (ICC) Germany&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die BVE ist laut Lobbyregsiter nur bei [[FoodDrinkEurope]] Mitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie&amp;quot; - Lobbyregister im Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Homepage des[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Lebensmittelverbands] und der [https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk BVE] finden sich jedoch noch einige (teilweise gemeinsame) Partnerschaften mit den folgenden Organisationen: &lt;br /&gt;
*[[FoodDrinkEurope]] &lt;br /&gt;
*[https://www.ang-online.com/de/ Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V.] (ANG) &lt;br /&gt;
*[https://www.fei-bonn.de/ Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V.] (FEI) &lt;br /&gt;
*[https://www.germanexport.org/ German Export Association for Food and Agriproducts] (GEFA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland e.V. ist zudem Mitglied im europäischen und internationalen Verband der Nahrungsergänzungsmittelindustrie:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland], lebensmittelverband.de, abgerufen am 09.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://foodsupplementseurope.org/ Food Supplements Europe] &lt;br /&gt;
*[https://www.iadsa.org/ International Alliance of Dietary/Food Supplements Associations] (IADSA) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Kritik &amp;amp; Kampagne gegen Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung===&lt;br /&gt;
Ende Februar 2023 stellte Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, ein Gesetzesvorhaben vor, mit dem an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit viel Zucker, Salz oder Fett verboten werden soll. Demnach soll es nicht mehr zulässig sein, für bestimmte Lebensmittel, die den Anforderungen des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestimmten Nährwertprofils widersprechen, und die nach Art, Inhalt oder Gestaltung an Kinder gerichtet sind, zu werben (wesentliche Inhalte können [https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2023/024-lebensmittelwerbung-kinder.html hier] nachgelesen werden). In einem „Faktencheck“ übte der Lebensmittelverband Kritik an dem Gesetzesvorhaben. Kritisiert wird v.a. die Orientierung an den Richtwerten der WHO, denn dies führe laut dem Verband dazu, dass 70 Prozent aller auf dem Markt befindlichen Produkte von dem Verbot betroffen wären. Der Lebensmittelverband spricht deshalb von einem „nahezu vollständige[m] Werbe- und Sponsoringverbot“ und bestreitet, dass Lebensmittelwerbung einen nachhaltigen Einfluss auf das Ernährungsverhalten von unter 14-Jährigen habe. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230303-faktencheck-gesetzesvorhaben-fuer-mehr-kinderschutz-in-der-werbung Behauptungen des BMEL genauer betrachtet: Faktencheck „Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung“] lebensmittelverband.de, vom 03.03.2023, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Dieses Gesetzesvorhaben ist Teil einer größer angelegten &amp;quot;Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten&amp;quot; des BMEL,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/reduktionsstrategie-zucker-salz-fette.html Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;die bis Ende 2025 gehen soll. Sowohl die BVE als auch der Lebensmittelverband sind Mitglieder im Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/begleitgremium-reduktions-innovationsstrategie.html Das Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Dass ein Teil dieser Strategie auch auf die Werbung bestimmter Produkte abzielt und gerade der Konsum ungesunder Produkte durch Jugendliche begrenzt werden soll, wusste der Lebensmittelverband bereits 2018 bei der Unterzeichnung der Grundsatzerklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ernaehrung/Reduktionsstrategie/GrundsatzvereinbarungReduktion.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=4 Grundsatzvereinbarung zwischen dem BMEL und den teilnehmenden Wirtschaftsverbänden des Runden Tisches], bmel.de, vom 16.09.2018, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie spricht mit Verweis auf den [[Zentralverband der Werbewirtschaft (ZAW)]] von einem „Totalverbot für Werbung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/warum-ein-werbeverbot-allen-schadet Warum ein Werbeverbot allen schadet] bve-online.de, vom 23.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem rief die BVE die Kampagne [https://xn--lieber-mndig-klb.de/ „#liebermündig“] ins Leben, im Rahmen derer u.a. Anzeigen in Zeitungen unter dem Titel „Cem Özdemirs Verbotskatalog“ aufgeführt wurden, um sich öffentlichkeitswirksam gegen das geplante Werbeverbot zu stellen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Werbeverbote-fuer-ungesunde-Lebensmittel/!5921521/ Werbeverbote für ungesunde Lebensmittel: Irreführende Kampagne der Industrie] taz.de, vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BVE_online/status/1640313618129354756 Ernährungsindustrie BVE auf Twitter] twitter.com, vom 27.03.2023, angerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Allianz für Nicht-Übertragbare Krankheiten (DANK)]], ein Bündnis aus 22 medizinischen und wissenschaftlichen Fachverbänden, antwortete auf die Kampagnen mit ihrem eigenen Faktencheck ([https://www.dank-allianz.de/files/content/dokumente/public/2023-04-11_BVE-Kampagne_Faktencheck-DANK_final.pdf hier]). Die Sprecherin der DANK und Geschäftsführerin der [[Deutschen Diabetes Gesellschaft (DAG)]] erklärt, wie die #liebermündig-Kampagne v. a. dazu diene, dass Problem zu verharmlosen und Eigenverantwortung auf die Bürger:innen zu übertragen.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;&amp;gt;[https://adipositas-gesellschaft.de/faktencheck-zu-aussagen-der-ernaehrungsindustrie-dank-diese-kampagne-ist-irrefuehrend-auf-allen-ebenen/ Faktencheck zu Aussagen der Ernährungsindustrie - DANK: &amp;quot;Diese Kampagne ist irreführend auf allen Ebenen&amp;quot;], adipositas-gesellschaft.de vom 11.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Zusätzlich sei die Kampagne auch wissenschaftlich „irreführend auf allen Ebenen“. Die DANK erklärt, die Ernährungsindustrie bediene sich hier „eins zu eins der Strategien der Tabaklobby“.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf diese Vorwürfe antwortet der Lebensmittelverband und die BVE in gemeinsamen Stellungsnahmen und streitet die Behauptungen der wissenschaftlich unsauberen und irreführenden Darstellung des Werbeverbots von ihrer Seite ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/irrefuehrender-faktencheck-der-dank-zur-kampagne-liebermuendig Irreführender Faktencheck der DANK zur Kampagne #liebermündig], bve-online.de vom 18.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20231108-streit-ums-kinder-lebensmittel-werbegesetz-lebensmittelwirtschaft-kontert-dank Streit um Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz - Lebensmittelwirtschaft kontert DANK], lebensmittelverband.de vom 08.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Verteidigung der #liebermündig-Kampagne folgen daraufhin mehrere wissenschaftliche Studien. &lt;br /&gt;
Die BVE &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/bitte-zu-ende-denken Pressemitteilung BITTE ZU ENDE DENKEN! Initiative von Branchenverbänden und Vermarktern zum geplanten Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz], bve-online.de vom 20.10.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; bezieht sich auf den „Wettbewerbsexperten“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/download/geht-oezdemirs-werbeverbot-fuer-ungesunde-lebensmittel-zu-weit Abends keine Gummibärchen: Geht Özdemirs Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel zu weit?], tagesspiegel.de vom 01.07.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Justus Haucap]] und seine Studie „Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes-„KLWG“ für die Medien- und Werbewirtschaft&amp;quot;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dus-competition.de/media/pages/download/34686f609d-1687519496/2023_gutachten_oekonomische_wirkung_klwg.pdf Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes - &amp;quot;KLWG&amp;quot; für die Medien- und Werbewirtschaft], dus-competition.de vom Juli 2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;in welcher die negativen ökonomischen Folgen für die Werbeindustrie durch den BMEL-Gesetzesentwurf erforscht werden. Diese wurde vom [[Markenverband]] in Auftrag gegeben.  Der [[Markenverband]] ist eine Partnerorganisation des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft [[(ZAW)]] und der [[Internationalen Handelskammer (ICC)]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.markenverband.de/verband/netzwerk Netzwerk], markenverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; in denen auch der Lebensmittelverband Mitglied ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Lobbyregistereintrag Lebensmittelverband], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen vom 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem [[ZAW]] hat der Lebensmittelverband auch ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230426-gesetzesentwurf-zu-werbeverboten-ist-verfassungs-und-europarechtswidrig Juristisches Gutachten von Professor Dr. Martin Burgi, LMU München: Gesetzesentwurf zu Werbeverboten ist verfassungs- und europarechtswidrig], lebensmittelverband.de vom 26.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;In diesem kommt ein Rechtswissenschaftsprofessor zu dem Ergebnis, dass der Gesetzesentwurf des BMEL nicht verfassungs- und europarechtskonform sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch kritisiert die irreführenden Aussagen der Lebensmittel- und Werbewirtschaft. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-foodwatch-kritisiert-desinformationskampagne-von-lobbyverbaenden-fdp-und-cdu/ Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: foodwatch kritisiert Desinformationskampagne von Lobbyverbänden, FDP und CDU] foodwatch.org, vom 14.03.2023, abgerufen am 30.01.2024 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kampagne erwecke den Eindruck, dass das geplante Gesetz Werbung für ganze Produktkategorien wie Jogurt, Käse oder Müsli verbiete. Dies sei jedoch falsch, da weiterhin viele Produkte aus diesen und weiteren Kategorien beworben werden dürfen. 40 Prozent aller Lebensmittel würden die vorgegebenen Grenzwerte generell einhalten und seien deshalb nicht betroffen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2023/oezdemirs-geplante-werbeschranken-diese-produkte-sind-wirklich-betroffen/ Özdemirs geplante Werbeschranken: Diese Produkte sind wirklich betroffen: Foodwatch DE] foodwatch.org, vom 04.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt nennt Foodwatch das Gesetzesvorhaben einen „Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/presse-statement-zu-werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-ein-meilenstein-im-kampf-gegen-fehlernaehrung/ Presse-Statement zu Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: &amp;quot;Ein Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung&amp;quot;] foodwatch.org, vom 27.02.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2020: Aktivitäten zur Verwässerung des Nutri-Score===&lt;br /&gt;
Die Lebensmittel-Ampel  Nutri-Score soll in vereinfachter Form zeigen, wie gesund ein Lebensmittel ist. Ökotest berichtete am 16.07. 2020 unter Berufung auf foodwatch darüber, dass der Lebensmittelverband mit Hochdruck daran arbeite, die Berechnungsgrundlagen des Nutri-Score zu verändern, um ungesunde Produkte besser aussehen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oekotest.de/essen-trinken/Lebensmittel-Lobby-will-Nutri-Score-verwaessern-Sieben-Beispiele-in-Bildern_11375_1.html Lebensmittel-Lobby will Nutri-Score verwässern], oekotest.de vom 16.07.2020, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2020/kampf-um-nutri-score-das-sind-die-7-dreistesten-forderungen-der-lebensmittellobby/ Kampf um Nutriscore, Pressemitteilung vom 16.07.2020], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Foodwatch hat außerdem dokumentiert, dass die europäische Ernährungsindustrie über eine Milliarde Euro in eine jahrelange Lobbyschlacht investiert hat, um eine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz in Ampelfarben zu verhindern und ihre eigenen Vorstellungen durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/informieren/ampelkennzeichnung/mehr-zum-thema/lobby-aktivitaeten-gegen-die-ampel/ Lobby-Aktivitäten gegen die Ampel], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2010/06/red-light-consumer-information A red light for consumer information], corporateeurope.org vom 10.06.2010, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2016: Mineralöle in Lebensmitteln===&lt;br /&gt;
Im März 2016 warf der Verein Foodwatch e.V. dem BLL vor, eine Initiative von Aldi Süd gegen Mineralölverunreinigungen zu blockieren. Aldi Süd hatte zuvor in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-02-10_Rundschreiben_Aldi-Sued.pdf Schreiben] an seine Zuliefererbetriebe verlangt, dass in den Lebensmitteleigenmarken in Zukunft keine Mineralölbestandteile nachweisbar sind. Daraufhin hat der BLL in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-03-07_bll_mineraloel_schreiben_aldi.pdf Rundschreiben] an Aldi Süd und seine eigenen Mitgliedern gefordert, die Vorgaben zurückzunehmen, da diese „weder praktisch erfüllbar noch unter Verbraucherschutzaspekten [...] gerechtfertigt“ seien. Foodwatch zufolge stellte sich der BLL damit gegen die gesundheitliche Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Der BLL wies den Vorwurf von Foodwatch „mit Nachdruck“ zurück. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2016/mineraloel-in-lebensmitteln-lobbyverband-will-initiative-von-aldi-sued-fuer-mehr-verbraucherschutz-verhindern/ Mineralöl in Lebensmitteln: Lobbyverband will Initiative von Aldi Süd für mehr Verbraucherschutz verhindern] foodwatch.de, vom 05.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20160306-foodwatch-mineraloel Pressemitteilung: Foodwatch führt Verbraucher und Medien in die Irre!] lebensmittelverband.de, vom 06.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Verteidigung von TTIP===&lt;br /&gt;
Als 2014 eine Diskussion um ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP) entbrannte, gehörte die BVE zu den Verteidigern des Abkommens. Gegen die Zweifel von Kritikern des Abkommens bezogen auf Umwelt- und Sozialstandards, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/freihandelsabkommen-wie-ttip-nationale-standards-aushebeln-100.html Freihandelsabkommen: Wie TTIP nationale Standards aushebeln kann], deutschlandfunk.de vom 11.07.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/diskussion-um-freihandelsabkommen-hohe-erwartungen-und-scharfe-kritik/?cn-reloaded=1 Diskussion um Freihandelsabkommen: hohe Erwartung und scharfe Kritik], nachhaltigkeitsrat.de vom 15.01.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;konterte die BVE mit einer eigenen Umfrage, nach der die meisten deutschen Herrsteller sich Vorteile von einem Freihandelsabkommen versprechen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/infothek/publikationen-jahresbericht/pwc-bve-exportbarometer-mai2014 PwC/BVE Exportbarometer Mai 2014], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-20140623-ttip-pk Pressemitteilung &amp;quot;TTIP sichert der Branche Wachstum - in den USA und weltweit.&amp;quot;], bve-online.de vom 24.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die öffentliche Debatte, die über TTIP entfachte, erklärte der Geschäftsführer Christoph Minhoff, als &amp;quot;oft antiamerikanisch motiviert&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Debatte-um-Freihandelsabkommen-TTIP/!5039253/ Debatte um Freihandelsabkommen TTIP: Freier Handel für freies Bier], taz.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Auch Transparenzsorgen über den Ausschluss der Öffentlichkeit von den Verhandlungsprozessen empfand Minhoff als überzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/die-ernahrungsindustrie-schwort-auf-freihandel-3570133.html TTIP Die Ernährungsindustrie schwört auf Freihandel], tagesspiegel.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragwürdige Transparenzstudie der Lebensmittelwirtschaft===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und weitere Verbände der Lebensmittelbranche, wie der [[Deutscher Bauernverband|Deutsche Bauernverband]] (DBV) und die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, haben im Jahr 2012 den als Kommunikationsplattform dienenden Verein &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot; gegründet. Die Lebensmittelwirtschaft sollte der aufkommenden Kritik und dem angeschlagenen Image im Zuge der Fleischskandale ein adäquates Gegengewicht in Form von „sachlichen Informationen“ entgegenbringen. Geschäftsführer wurde Stephan Becker-Sonnenschein, der zuvor u.a. für [[Telefónica]], als PR-Manager für den Tabakkonzern [[Philip Morris]] und für [[RWE]] gearbeitet hatte. Vorsitzender der Lebensmittelwirtschaft wurde der Deutschlandchef von [[Nestlé]], Gerhard Berssenbrügge. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prreport.de/singlenews/uid-6200/becker-sonnenschein-fuehrt-die-lebensmittelwirtschaft-ev/ PRReport | Becker-Sonnenschein führt &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot;] prreport.de, vom 31.10.2012, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/public-affairs/diener-vieler-herren/ Diener vieler Herren] politik-kommunikation.de, vom 16.07.2013, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein betrieb einerseits klassischen Lobbyismus und führte Gespräche mit Vertretern aus der Politik, wie mit dem damaligen Landwirtschaftsminister [[Christian Schmidt]] ([[CSU]]). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20150720174330/https:/www.presseportal.de/pm/110636/2787622 Den Dialog aufrechterhalten - Die Lebensmittelwirtschaft beim Ministergespräch | Pressemitteilung Die Lebensmittelwirtschaft e.V.] web.archive.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits griff der Lobbyverein auch in politisch umstrittene Themen ein, wie die Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln. Dies geschah etwa durch eine Auftragsstudie zum Thema „Verbraucherverständnis von Transparenz“, deren Ergebnisse in der Pressekommunikation der Lebensmittelwirtschaft - zugunsten der Position der Branche - in ein gutes Licht gestellt wurden. Foodwatch beklagte daraufhin die grobe Verzerrung der Ergebnisse. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/lobbyverein-verfaelscht-ergebnisse-von-eigener-studien Lobbyverein verfälscht Ergebnisse von eigener Studien] foodwatch.org, vom 05.11.2014, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/fileadmin/foodwatch.de/news/Transparenz_ueber_die_Transparenzstudie.pdf Presseerklärung der Lebensmittelwirtschaft - Einordnung von Foodwatch] foodwatch.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Immerhin lautete das Resümee der Lebensmittelwirtschaft, dass existierende Informationen (auf Lebensmitteln) nicht oder kaum genutzt würden und ein Großteil der Verbraucher:innen keine zusätzlichen oder umfangreicheren Informationen einfordern würde. Agrarökonom und Studienautor Achim Spiller betonte hingegen, dass ein klares Bedürfnis nach mehr Transparenz bestehe. Nicht wünschenswerte Ergebnisse, wie etwa das mangelnde Vertrauen in die Lebensmittelindustrie wurden seitens der Lebensmittelwirtschaft nicht aufgegriffen. Die Präsentation mit den Studienergebnissen kann [https://www.uni-goettingen.de/de/document/download/a350cc3497e9b5f827c9976121a26561.pdf/Verbraucherverstndnis_von_Transparenz.pdf hier] abgerufen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Januar 2017 gab der Lobbyverein seine Auflösung bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen== &lt;br /&gt;
===Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
'''Hauptgeschäftsführer:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph Minhoff, Journalist, ist außerdem Moderator des Talkformats „Küchenkabinett“ des Lebensmittelverbands in Kooperation mit dem Magazin Cicero als Medienpartner. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Minhoff ist wie Gundula Ehlig und Romy Epphardt (beides Assistentinnen der Hauptgeschäftsführung) ebenfalls an der Spitze der Geschäftsführung der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team BVE - Team] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender (Präsident) des Lebensmittelverbands: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* René Püchner, Managing Director bei Capri Sun Vertriebs GmbH, ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand BVE - Vorstand] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Christian von Boetticher, ehemaliger Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein und ehemaliger Parteivorsitzender der CDU Schleswig-Holstein ist ebenfalls Mitglied im Kuratoium des Lebensmittelverbands.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium Kuratorium], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Mitglieder des Lebensmittelverbandvorstands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/vorstand hier] abrufbar und alle Mitglieder des BVE-Vorstands [https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Kuratoriums sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat und Ausschüsse des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Auf der Homepage gibt der Lebensmittelverband an, dass ihm Wissenschaftliche Beiräte als beratende Gremien zur Seite stehen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/wir-ueber-uns Wir über uns: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese bestehen aus 40 Vertreter:innen der Natur- und Rechtswissenschaften und sind in ihrer Position ehrenamtlich tätig. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/wissenschaftlicher-beirat Beiräte: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mitglieder des Beirates tragen u.a. auch bei den Veranstaltungen des Verbands eine zentrale Rolle, etwa wenn es um Themen wie Gentechnik im Lebensmittelbereich oder die Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie geht. Sie sind, ebenso wie die Mitglieder der Fachausschüsse und des Rechtsausschusses, auf der Homepage nicht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband hat insgesamt 459 Mitgliedern (Stand: 29.01.2024, Angabe aus dem Lobbyregistereintrag). Dabei handelt es sich um Verbände, Unternehmen aus Industrie, Handel und Systemgastronomie bzw. Großverbraucher sowie um Persönliche/Korporative Mitglieder wie z.B. Anwaltskanzleien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder Mitglieder], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie hat 109 Mitglieder, wobei diese sich in Fachverbände, Unternehmen und Fördermitglieder unterteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve Mitglieder], bve-online.de vom 20.10.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den prominensten Mitgliedern des Lebensmittelverbands und der BVE zählen, u. a. : &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Capri Sun]]&lt;br /&gt;
*[[Coca-Cola]]&lt;br /&gt;
*[[Conditorei Coppenrath &amp;amp; Wiese]]&lt;br /&gt;
*[[Danone]]&lt;br /&gt;
*[[Ferrero]]&lt;br /&gt;
*[[Nestlé]]&lt;br /&gt;
*[[Nordzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Dr. Oetker]]&lt;br /&gt;
*[[Südzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Unilever]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollständigen Mitglieder des Lebensmittelverbands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder hier] und die der BVE sind [https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve hier] abrufbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM)===&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland ist eine im Jahr 2003 gegründete Plattform für die Interessenvertretung der Nahrungsergänzungsmittelbranche in Deutschland. Zu den 50 Mitgliedern, die im Arbeitskreis zum „Austausch über rechtliche und wissenschaftliche Fragestellungen zu Nahrungsergänzungsmitteln“ beitragen, zählen Herstellerfirmen von Nahrungsergänzungsmitteln, Rohwarenhersteller und Dienstleister (Laboratorien, Anwaltskanzleien, Beratungsfirmen). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Die gesamten Einnahmen des Lebensmittelverbands (Mitgliedsbeiträge, Sondereinnahmen Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller, Auflösungen aus Rücklagen) wurden im Jahr 2023 mit 4.252.881 Euro angeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 21 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/b1/dd/211720/20230606_LMVD_Kostenverteilung_2022.pdf LMVD Kostenverteilung 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamteinnahmen der BVE wurden im Jahr 2023 mit 2.977.222 Euro angegeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 27 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/05/1d/212637/Guv-und-Bilanz-2022.pdf GUV und Bilanz 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228376</id>
		<title>Lebensmittelverband Deutschland</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228376"/>
		<updated>2024-01-30T18:28:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = &lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1955 (Lebensmittelverband, vormals BLL), 1949 (BVE) &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Berlin, Claire-Waldorff-Straße 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = 1040 Brüssel, Avenue des Nerviens 9-31&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.lebensmittelverband.de/ lebensmittelverband.de] [https://www.bve-online.de/ bve-online.de]  }}&lt;br /&gt;
Der '''Lebensmittelverband Deutschland''' e.V. und die '''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie''' agieren als Doppelverband der Ernährungswirtschaft. Neben einer Bürogemeinschaft, teilen sie sich auch die gleiche Geschäftsführung. Der Lebensmittelverband, bis Juli 2019 Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), ist hierbei der öffentlichkeitswirksame Arm. Er tritt auf als der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft und nach eigenen Angaben wichtiger Gesprächspartner von Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Verbraucherorganisationen und Medien im Politikfeld Lebensmittel und Verbraucherschutz. Er repräsentiert die gesamte Lebensmittelkette, beginnend mit der Landwirtschaft, über die Industrie, das Handwerk bis hin zum Handel sowie die Großverbraucher, alle Zulieferbereiche einschließlich des Futtermittelsektors und die Tabakbranche. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/13159?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die BVE ist der wirtschaftspolitische Teil des Doppelverbands. Damit gehen auch anderen inhaltliche Schwerpunkte als beim Lebensmittelverband einher. Die BVE betreibt weniger Öffentlichkeitsarbeit, gerichtet auf Konsument:innen und tritt eher als Interessenvertreter der Ernährungs- und Lebensmittelwirtschaft auf. Sie beschreiben ihr Anliegen darin, die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungsindustrie zu erhalten. Dies geht mit Kampagnen gegen mehr Regulierung von Ernährungskonzernen, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ernaehrungs-umschau.de/news/08-05-2023-diskussion-um-bmel-entwurf-zur-regulierung-der-an-kinder-gerichteten-lebensmittelwerbung/ Ernährungspolitik: Diskussion um Regulierung der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung], ernaehrungs-umschau.de vom 08.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Abbau von Bürokratie &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Glaeserne-Gesetze/Stellungnahmen/3-aend-marktowmeldv-bve.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 Dritte Verordnung zur Änderung der Marktordnungswaren-Meldeverordnung], bmel.de, vom 29.09.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; und einer diskursiven Verschiebung auf die Eigenverantwortung von Bürger:innen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/verbraucher/leitbild-verbraucher/verbraucherleitbild Verbraucher in der Eigenverantwortung], bve-online.de vom 29.05.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; einher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Kontakte zu nationalen und europäischen Institutionen===&lt;br /&gt;
Die Verbände sind die ernährungspolitische Interessenvertretung gegenüber der  Bundesregierung und dem Bundestag, den Länderregierungen und den Länderparlamente. Auf europäischer Ebene sind sie z. B. im Rahmen des europäischen Verbands [[FoodDrinkEurope]] und mittels Kontakte zum Europäischen Parlament aktiv.  Der Lebensmittelverband beteiligt sich zusätzlich noch an den Arbeiten der weltweit tätigen FAO (Food and Agriculture Organization) und der WHO (World Health Organization) im Rahmen des Codex Alimentarius. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem BMEL und dem Auswärtigen Amt organisiert die BVE seit 2009 &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ost-ausschuss.de/de/1-au-enwirtschaftstag-der-agrar-und-ern-hrungswirtschaft 1. Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], ost-ausschuss.de vom 18.06.2009, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; die &amp;quot;Außenwirtschaftstage der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftstag-der-agrar-und-ernaehrungswirtschaft Website BVE Konferenzen Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2015 auch die &amp;quot;Außenwirtschaftsseminare der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftsseminar Website BVE Konferenzen 4. Außenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft 08. Juni 2022], bve-online.de vom 24.02.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese werden nur von dem BMEL und der BVE organisiert und beinhalten einen stärkeren Praxisbezug.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://afc.net/termine/referent-bmelbve-aussenwirtschaftsseminar-in-berlin Refernt: BMEL/BVE &amp;quot;Außenwirtschaftsseminar&amp;quot; in Berlin], afc.net, vom 16.09.2015, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Netzwerktreffen dienen laut BMEL dem Zusammentreffen von Politik und Wirtschaft. Ziel ist es, dass &amp;quot;die Köpfe der Unternehmen mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik&amp;quot; zusammen treffen, dort &amp;quot;tauschen [sie] sich aus und informieren sich über attraktive Absatz- und Beschaffungsmärkte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.auwitag-ernaehrung.de/ Website Aussenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft], auwitag-ernaehrung.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Sponsoren der Außenwirtschaftstage sind u. a. die [[Rentenbank]], die [[Deutsche Bank]], [[Sopexa]] (Kommunikationsagentur für Lebensmittel- und Getränkeindustrie9 und [[AON]] Versicherungsmakler sowie die [[DLG]] (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng verbunden ist die BVE außerdem mit dem BMEL über die Gestaltung und Programmorganisation von Auslandsmessen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/bmel-auslandsmessen Website BVE Messen BMEL-Auslandsmesseprogramm], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Als Teil ihrer &amp;quot;Förderung der Exportaktivitäten der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot; stellt das BMEL 8,8 Millionen Euro für Auslandsmessen zur Verfügung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/rede-der-bundesministerin-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-julia-kloeckner--1937872 Rede der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner], bundesregierung.de, vom 26.06.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die BVE ermöglicht den Unternehmen dann Zugang zu dem Exportabsatzmarkt, indem sie Teilnahmen und Programme für die 36 Fachmessen auf fünf Kontinenten mit koordiniert. &lt;br /&gt;
Teil des Exportförderprogramms des BMEL &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/internationales/aussenwirtschaftspolitik/handel-und-export/exportfoerderprogramm.html Exportförderprogramm für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; sind außerdem Unternehmensreisen zur Markterkundung, welche das BMEL mit ihrem Programm mit 3 Millionen mitfinanziert.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;/&amp;gt;Die BVE gibt auch hier eine Vorauswahl an das BMEL für relevante Auslandsmärkte und unterstützt das Ministerium bei der Auswahl von Unternehmerreisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/aussenwirtschaft/exportfoerderung-1/gefoerderte-unternehmerreisen-und-informationsveranstaltungen Geförderte Unternehmerreisen und Informationsveranstaltungen], bve-online.de vom 04.10.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyregisterangaben===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister geben die Verbände an (Stand: 30.01.2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lebensmittelverband'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 900.001 bis 910.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 21 bis 30 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen vier namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050 zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 630.001 bis 640.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 11 bis 20 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen zwei namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut EU Transparenzregister lagen die Lobbyausgaben in Brüssel für das Jahr 2022 biem Lebensmittelverband zwischen 100.000 und 199.999 Euro und bei der BVE zwischen 10.000 und 24.999 Euro. Der Lebensmittelverband beschäftigt 3 Lobbyist:innen beschäftigt (2 Vollzeitäquivalent), während die BVE 1 Lobbyisten beschäftigt (0,2 Vollzeitäquivalent).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=583851318567-80 Eintrag Lebensmittelverband], ec.europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=700829026603-04 Eintrag BVE], ec. europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit===&lt;br /&gt;
Die Jahrestagung des Lebensmittelverbands ist jährlicher Treffpunkt der deutschen Lebensmittelwirtschaft mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung, Lebensmittelbranche und Medien. Weitere Veranstaltungen sind Messen, Tagungen/Konferenzen und Seminare. Ein Beispiel ist die Tagung „Zukunft der Ernährung“ vom 05.12.2022 mit Udo di Fabio, Bundesverfassungsrichter a.D., als Referenten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20221206-tagung-zukunft-der-ernaehrung-lebensmittelverband-stellt-eckpunkte-fuer-ernaehrungsstrategie-der-zukunft-vor Pressemitteilung: Tagung „Zukunft der Ernährung“] lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Publikationen des Lebensmittelverbands gehören Broschüren/Flyer, Leitfäden/Leitlinien, Positionspapiere, Toolboxen, Berichte/Schriften und Schulmaterialien. Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland hat zudem den Podcast „ErnährungPlus“ gestartet. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20210224-podcast-ernaehrungplus-start ErnährungPlus: Podcast zu gesunder Ernährung mit Leichtathletin und Influencerin Alica Schmidt] lebensmittelverband.de, vom 02.08.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Messeausrichtung'''&lt;br /&gt;
Neben den BMEL-Auslandsmessen ist die BVE auch &amp;quot;ideele Trägerin&amp;quot; der Grünen Woche in Berlin, der Anuga in Köln und der Internoga. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen Website BVE Veranstaltungen Messen], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Anuga stellt die BVE einen Firmengemeinschaftsstand, sogenannten &amp;quot;German Pavilion&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.anuga.de/fuer-aussteller/aussteller-werden/individuelle-beteiligungsmoeglichkeiten/german-pavilion/ German Pavilion: Jetzt beim Deutschen Firmengemeinschaftsstand anmelden], anuga.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; gemeinsam mit dem BMEL zur Verfügung. Große Unternehmen sind damit unter dem &amp;quot;made in Germany&amp;quot; Dach prominenter vetreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-koelnmesse/anuga-firmengemeinschaftsbeteiligung Deutsche Firmengemeinschaftsbeteiligung], bve-online.de vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/die-anuga-2015-schliesst-ihre-tore-gemeinschaftsstand-von-bmel-und-bve-mit-abwechslungsreichem-programm-106394/ Die Anuga 2015 schließt ihre Tore: Gemeinschaftsstand von BMEL und BVE mit abwechslungsreichem Programm], verbaende. com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Auch für die Grüne Woche in Berlin stellt der BVE ein ähnliches Angebot zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Lebensmittelverband sind unter einem geteilten 700qm großen Gemeinschaftsstand &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.messen.de/de/7756/news/gruene-woche-2023-bve-gemeinschaftstand-im-zeichen-der-nachhaltigen-ernaehrung Grüne Woche 2023: BVE Gemeinschaftsstand im Zeichen der nachhaltigen Ernährung], messen.de vom 8.12.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; mehrere große Ernährungsunternehmen zusammen vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-internationale-gruene-woche/bildergalerie-gruene-woche-2023 &amp;quot;Wie schmeckt die Zukunft?&amp;quot; - Gemeinschaftsstand von BVE und Lebensmittelverband auf der Internationalen Grünen Woche 2023], bve-online.de vom 30.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/20231122-lebensmittelwirtschaft-auf-der-gruenen-woche-vielfalt-fuer-ernaehrungssicherung-und-nachhaltigkeit Pressemitteilung Lebensmittelwirtschaft auf der Grünen Woche - Vielfalt für Ernährungssicherung und Nachhaltigkeit], lebensmittelverband.de vom 22.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2023 umfasste der BVE Gemeinschaftsstand u. a. die Unternehmen Danone, Mars, McDonalds , Nestlé und REWE. Alle Aussteller sind [https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit hier] zu sehen. Der Gemeinschaftsstand wird gefördert durch die [[Rentenbank]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit Pressemitteilung Wie schmeckt die Zukunft: Lebensmittelwirtschaft zeigt auf der Grünen Woche 2023 Innovation für mehr Nachhaltigkeit], bve-online.de vom 19.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht===&lt;br /&gt;
In rechtlichen Fragen arbeitet der Lebensmittelverband Deutschland mit der Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht der Universität Bayreuth zusammen, die auf Initiative des Arbeitskreises der Bayerischen Ernährungswirtschaft (ABEW) mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung zu Anfang des Jahres 1990 gegründet worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl der Lebensmittelverband, als auch die BVE sind zudem eng verbunden mit dem [[FEI Forschungskreis der Ernährungsindustrie]]. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/industrieorganisationen FEI-Netzwerk Partnerorganisationen], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Götz Kröner, der Vorstandsvorsitzende des FEI ist auch Vorstandsmitglied im BVE.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/fei-vorstand Vorstand], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand Vorstand], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Der FEI ist Teil des Dachverbands [[AiF]] (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e. V.), einem Netzwerk aus 100 Forschungsvereinigungen aus der Industrie, die zum Ziel haben die &amp;quot;Leistungsfähigkeit des Mittelstands in allen Wirtschaftsbereichen&amp;quot; zu stärken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/dachorganisationen FEI-Netzwerk Dachorganisation: Die AiF], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Plattform Ernährung und Bewegung===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband (frühere Bezeichnung: BLL) ist Mitbegründer der [https://www.pebonline.de/ Plattform Ernährung und Bewegung]. Die gemeinsame Initiative von Politik, Verbänden und Wirtschaft wurde im September 2004 in Berlin zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und weiteren Verbänden gegründet, um sich im Bereich der Übergewichtsprävention von Kindern und Jugendlichen zu engagieren. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20050315.html Pressemitteilung: Deutsche Lebensmittelwirtschaft in der europaweit beispielhaften Plattform Ernährung und Bewegung stark engagiert] lebensmittelverband.de, vom 15.03.2005, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/aktionsprogramm-in-form/plattform-ernaehrung-bewegung-peb.html BMEL - Plattform Ernährung und Bewegung (peb)] bmel.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2018 erklärten die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und die Deutsche Adipositasgesellschaft (DAG) ihren gemeinsamen Ausstieg aus der Plattform Ernährung und Bewegung. Grund hierfür seien die in dem Verein starken Differenzen mit wirtschaftlichen Interessen sowie das gescheiterte Thema der Selbstverpflichtung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97967/Mehrere-Verbaende-beenden-Mitgliedschaft-in-der-Plattform-Ernaehrung-und-Bewegung Mehrere Verbände beenden Mitgliedschaft in der Plattform Ernährung und Bewegung] aerzteblatt.de, vom 18.09.2018, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Talkformat &amp;quot;Küchenkabinett&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Das „Küchenkabinett“ ist ein Talkformat des Lebensmittelverbands Deutschland in Kooperation mit dem Magazin Cicero, das vom Verbands-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff moderiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Videos erscheinen auf der Webseite und dem YouTube-Kanal von Cicero.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitgliedschaften==&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und die BVE teilen sich zudem eine Bürogemeinschaft mit der [[ANG Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss]] und arbeiten mit dieser auch eng zusammen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk Netzwerk], bve-online.de vom 07.08.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ANG ist der &amp;quot;sozialpolitische&amp;quot; Spitzenverband der Ernährungsindustrie mit einem Bundesverband und neun Landesverbänden, sowie vier Fachverbänden &amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/die-ang.html Die ANG], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die ANG-Hauptgeschäftsführerin Stefanie Sabet ist auch Teil der BVE-Geschäftsführung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/ANG_-_Gesch%C3%A4ftsstelle.html Geschäftsstelle], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team Team], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Lebensmittelverband Deutschland&amp;quot; - Lobbyregister beim Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://zaw.de/ Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft] (ZAW)&lt;br /&gt;
*[https://iccwbo.org/about-us/ International Chamber of Commerce] (ICC) Germany&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die BVE ist laut Lobbyregsiter nur bei [[FoodDrinkEurope]] Mitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie&amp;quot; - Lobbyregister im Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Homepage des[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Lebensmittelverbands] und der [https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk BVE] finden sich jedoch noch einige (teilweise gemeinsame) Partnerschaften mit den folgenden Organisationen: &lt;br /&gt;
*[[FoodDrinkEurope]] &lt;br /&gt;
*[https://www.ang-online.com/de/ Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V.] (ANG) &lt;br /&gt;
*[https://www.fei-bonn.de/ Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V.] (FEI) &lt;br /&gt;
*[https://www.germanexport.org/ German Export Association for Food and Agriproducts] (GEFA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland e.V. ist zudem Mitglied im europäischen und internationalen Verband der Nahrungsergänzungsmittelindustrie:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland], lebensmittelverband.de, abgerufen am 09.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://foodsupplementseurope.org/ Food Supplements Europe] &lt;br /&gt;
*[https://www.iadsa.org/ International Alliance of Dietary/Food Supplements Associations] (IADSA) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Kritik &amp;amp; Kampagne gegen Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung===&lt;br /&gt;
Ende Februar 2023 stellte Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, ein Gesetzesvorhaben vor, mit dem an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit viel Zucker, Salz oder Fett verboten werden soll. Demnach soll es nicht mehr zulässig sein, für bestimmte Lebensmittel, die den Anforderungen des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestimmten Nährwertprofils widersprechen, und die nach Art, Inhalt oder Gestaltung an Kinder gerichtet sind, zu werben (wesentliche Inhalte können [https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2023/024-lebensmittelwerbung-kinder.html hier] nachgelesen werden). In einem „Faktencheck“ übte der Lebensmittelverband Kritik an dem Gesetzesvorhaben. Kritisiert wird v.a. die Orientierung an den Richtwerten der WHO, denn dies führe laut dem Verband dazu, dass 70 Prozent aller auf dem Markt befindlichen Produkte von dem Verbot betroffen wären. Der Lebensmittelverband spricht deshalb von einem „nahezu vollständige[m] Werbe- und Sponsoringverbot“ und bestreitet, dass Lebensmittelwerbung einen nachhaltigen Einfluss auf das Ernährungsverhalten von unter 14-Jährigen habe. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230303-faktencheck-gesetzesvorhaben-fuer-mehr-kinderschutz-in-der-werbung Behauptungen des BMEL genauer betrachtet: Faktencheck „Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung“] lebensmittelverband.de, vom 03.03.2023, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Dieses Gesetzesvorhaben ist Teil einer größer angelegten &amp;quot;Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten&amp;quot; des BMEL,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/reduktionsstrategie-zucker-salz-fette.html Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;die bis Ende 2025 gehen soll. Sowohl die BVE als auch der Lebensmittelverband sind Mitglieder im Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/begleitgremium-reduktions-innovationsstrategie.html Das Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Dass ein Teil dieser Strategie auch auf die Werbung bestimmter Produkte abzielt und gerade der Konsum ungesunder Produkte durch Jugendliche begrenzt werden soll, wusste der Lebensmittelverband bereits 2018 bei der Unterzeichnung der Grundsatzerklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ernaehrung/Reduktionsstrategie/GrundsatzvereinbarungReduktion.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=4 Grundsatzvereinbarung zwischen dem BMEL und den teilnehmenden Wirtschaftsverbänden des Runden Tisches], bmel.de, vom 16.09.2018, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie spricht mit Verweis auf den [[Zentralverband der Werbewirtschaft (ZAW)]] von einem „Totalverbot für Werbung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/warum-ein-werbeverbot-allen-schadet Warum ein Werbeverbot allen schadet] bve-online.de, vom 23.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem rief die BVE die Kampagne [https://xn--lieber-mndig-klb.de/ „#liebermündig“] ins Leben, im Rahmen derer u.a. Anzeigen in Zeitungen unter dem Titel „Cem Özdemirs Verbotskatalog“ aufgeführt wurden, um sich öffentlichkeitswirksam gegen das geplante Werbeverbot zu stellen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Werbeverbote-fuer-ungesunde-Lebensmittel/!5921521/ Werbeverbote für ungesunde Lebensmittel: Irreführende Kampagne der Industrie] taz.de, vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BVE_online/status/1640313618129354756 Ernährungsindustrie BVE auf Twitter] twitter.com, vom 27.03.2023, angerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Allianz für Nicht-Übertragbare Krankheiten (DANK)]], ein Bündnis aus 22 medizinischen und wissenschaftlichen Fachverbänden, antwortete auf die Kampagnen mit ihrem eigenen Faktencheck ([https://www.dank-allianz.de/files/content/dokumente/public/2023-04-11_BVE-Kampagne_Faktencheck-DANK_final.pdf hier]). Die Sprecherin der DANK und Geschäftsführerin der [[Deutschen Diabetes Gesellschaft (DAG)]] erklärt, wie die #liebermündig-Kampagne v. a. dazu diene, dass Problem zu verharmlosen und Eigenverantwortung auf die Bürger:innen zu übertragen.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;&amp;gt;[https://adipositas-gesellschaft.de/faktencheck-zu-aussagen-der-ernaehrungsindustrie-dank-diese-kampagne-ist-irrefuehrend-auf-allen-ebenen/ Faktencheck zu Aussagen der Ernährungsindustrie - DANK: &amp;quot;Diese Kampagne ist irreführend auf allen Ebenen&amp;quot;], adipositas-gesellschaft.de vom 11.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Zusätzlich sei die Kampagne auch wissenschaftlich „irreführend auf allen Ebenen“. Die DANK erklärt, die Ernährungsindustrie bediene sich hier „eins zu eins der Strategien der Tabaklobby“.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf diese Vorwürfe antwortet der Lebensmittelverband und die BVE in gemeinsamen Stellungsnahmen und streitet die Behauptungen der wissenschaftlich unsauberen und irreführenden Darstellung des Werbeverbots von ihrer Seite ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/irrefuehrender-faktencheck-der-dank-zur-kampagne-liebermuendig Irreführender Faktencheck der DANK zur Kampagne #liebermündig], bve-online.de vom 18.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20231108-streit-ums-kinder-lebensmittel-werbegesetz-lebensmittelwirtschaft-kontert-dank Streit um Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz - Lebensmittelwirtschaft kontert DANK], lebensmittelverband.de vom 08.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Verteidigung der #liebermündig-Kampagne folgen daraufhin mehrere wissenschaftliche Studien. &lt;br /&gt;
Die BVE &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/bitte-zu-ende-denken Pressemitteilung BITTE ZU ENDE DENKEN! Initiative von Branchenverbänden und Vermarktern zum geplanten Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz], bve-online.de vom 20.10.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; bezieht sich auf den „Wettbewerbsexperten“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/download/geht-oezdemirs-werbeverbot-fuer-ungesunde-lebensmittel-zu-weit Abends keine Gummibärchen: Geht Özdemirs Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel zu weit?], tagesspiegel.de vom 01.07.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Justus Haucap]] und seine Studie „Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes-„KLWG“ für die Medien- und Werbewirtschaft&amp;quot;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dus-competition.de/media/pages/download/34686f609d-1687519496/2023_gutachten_oekonomische_wirkung_klwg.pdf Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes - &amp;quot;KLWG&amp;quot; für die Medien- und Werbewirtschaft], dus-competition.de vom Juli 2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;in welcher die negativen ökonomischen Folgen für die Werbeindustrie durch den BMEL-Gesetzesentwurf erforscht werden. Diese wurde vom [[Markenverband]] in Auftrag gegeben.  Der [[Markenverband]] ist eine Partnerorganisation des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft [[(ZAW)]] und der [[Internationalen Handelskammer (ICC)]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.markenverband.de/verband/netzwerk Netzwerk], markenverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; in denen auch der Lebensmittelverband Mitglied ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Lobbyregistereintrag Lebensmittelverband], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen vom 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem [[ZAW]] hat der Lebensmittelverband auch ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230426-gesetzesentwurf-zu-werbeverboten-ist-verfassungs-und-europarechtswidrig Juristisches Gutachten von Professor Dr. Martin Burgi, LMU München: Gesetzesentwurf zu Werbeverboten ist verfassungs- und europarechtswidrig], lebensmittelverband.de vom 26.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;In diesem kommt ein Rechtswissenschaftsprofessor zu dem Ergebnis, dass der Gesetzesentwurf des BMEL nicht verfassungs- und europarechtskonform sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch kritisiert die irreführenden Aussagen der Lebensmittel- und Werbewirtschaft. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-foodwatch-kritisiert-desinformationskampagne-von-lobbyverbaenden-fdp-und-cdu/ Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: foodwatch kritisiert Desinformationskampagne von Lobbyverbänden, FDP und CDU] foodwatch.org, vom 14.03.2023, abgerufen am 30.01.2024 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kampagne erwecke den Eindruck, dass das geplante Gesetz Werbung für ganze Produktkategorien wie Jogurt, Käse oder Müsli verbiete. Dies sei jedoch falsch, da weiterhin viele Produkte aus diesen und weiteren Kategorien beworben werden dürfen. 40 Prozent aller Lebensmittel würden die vorgegebenen Grenzwerte generell einhalten und seien deshalb nicht betroffen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2023/oezdemirs-geplante-werbeschranken-diese-produkte-sind-wirklich-betroffen/ Özdemirs geplante Werbeschranken: Diese Produkte sind wirklich betroffen: Foodwatch DE] foodwatch.org, vom 04.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt nennt Foodwatch das Gesetzesvorhaben einen „Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/presse-statement-zu-werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-ein-meilenstein-im-kampf-gegen-fehlernaehrung/ Presse-Statement zu Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: &amp;quot;Ein Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung&amp;quot;] foodwatch.org, vom 27.02.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2020: Aktivitäten zur Verwässerung des Nutri-Score===&lt;br /&gt;
Die Lebensmittel-Ampel  Nutri-Score soll in vereinfachter Form zeigen, wie gesund ein Lebensmittel ist. Ökotest berichtete am 16.07. 2020 unter Berufung auf foodwatch darüber, dass der Lebensmittelverband mit Hochdruck daran arbeite, die Berechnungsgrundlagen des Nutri-Score zu verändern, um ungesunde Produkte besser aussehen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oekotest.de/essen-trinken/Lebensmittel-Lobby-will-Nutri-Score-verwaessern-Sieben-Beispiele-in-Bildern_11375_1.html Lebensmittel-Lobby will Nutri-Score verwässern], oekotest.de vom 16.07.2020, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2020/kampf-um-nutri-score-das-sind-die-7-dreistesten-forderungen-der-lebensmittellobby/ Kampf um Nutriscore, Pressemitteilung vom 16.07.2020], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Foodwatch hat außerdem dokumentiert, dass die europäische Ernährungsindustrie über eine Milliarde Euro in eine jahrelange Lobbyschlacht investiert hat, um eine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz in Ampelfarben zu verhindern und ihre eigenen Vorstellungen durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/informieren/ampelkennzeichnung/mehr-zum-thema/lobby-aktivitaeten-gegen-die-ampel/ Lobby-Aktivitäten gegen die Ampel], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2010/06/red-light-consumer-information A red light for consumer information], corporateeurope.org vom 10.06.2010, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2016: Mineralöle in Lebensmitteln===&lt;br /&gt;
Im März 2016 warf der Verein Foodwatch e.V. dem BLL vor, eine Initiative von Aldi Süd gegen Mineralölverunreinigungen zu blockieren. Aldi Süd hatte zuvor in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-02-10_Rundschreiben_Aldi-Sued.pdf Schreiben] an seine Zuliefererbetriebe verlangt, dass in den Lebensmitteleigenmarken in Zukunft keine Mineralölbestandteile nachweisbar sind. Daraufhin hat der BLL in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-03-07_bll_mineraloel_schreiben_aldi.pdf Rundschreiben] an Aldi Süd und seine eigenen Mitgliedern gefordert, die Vorgaben zurückzunehmen, da diese „weder praktisch erfüllbar noch unter Verbraucherschutzaspekten [...] gerechtfertigt“ seien. Foodwatch zufolge stellte sich der BLL damit gegen die gesundheitliche Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Der BLL wies den Vorwurf von Foodwatch „mit Nachdruck“ zurück. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2016/mineraloel-in-lebensmitteln-lobbyverband-will-initiative-von-aldi-sued-fuer-mehr-verbraucherschutz-verhindern/ Mineralöl in Lebensmitteln: Lobbyverband will Initiative von Aldi Süd für mehr Verbraucherschutz verhindern] foodwatch.de, vom 05.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20160306-foodwatch-mineraloel Pressemitteilung: Foodwatch führt Verbraucher und Medien in die Irre!] lebensmittelverband.de, vom 06.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Verteidigung von TTIP===&lt;br /&gt;
Als 2014 eine Diskussion um ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP) entbrannte, gehörte die BVE zu den Verteidigern des Abkommens. Gegen die Zweifel von Kritikern des Abkommens bezogen auf Umwelt- und Sozialstandards, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/freihandelsabkommen-wie-ttip-nationale-standards-aushebeln-100.html Freihandelsabkommen: Wie TTIP nationale Standards aushebeln kann], deutschlandfunk.de vom 11.07.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/diskussion-um-freihandelsabkommen-hohe-erwartungen-und-scharfe-kritik/?cn-reloaded=1 Diskussion um Freihandelsabkommen: hohe Erwartung und scharfe Kritik], nachhaltigkeitsrat.de vom 15.01.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;konterte die BVE mit einer eigenen Umfrage, nach der die meisten deutschen Herrsteller sich Vorteile von einem Freihandelsabkommen versprechen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/infothek/publikationen-jahresbericht/pwc-bve-exportbarometer-mai2014 PwC/BVE Exportbarometer Mai 2014], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-20140623-ttip-pk Pressemitteilung &amp;quot;TTIP sichert der Branche Wachstum - in den USA und weltweit.&amp;quot;], bve-online.de vom 24.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die öffentliche Debatte, die über TTIP entfachte, erklärte der Geschäftsführer Christoph Minhoff, als &amp;quot;oft antiamerikanisch motiviert&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Debatte-um-Freihandelsabkommen-TTIP/!5039253/ Debatte um Freihandelsabkommen TTIP: Freier Handel für freies Bier], taz.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Auch Transparenzsorgen über den Ausschluss der Öffentlichkeit von den Verhandlungsprozessen empfand Minhoff als überzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/die-ernahrungsindustrie-schwort-auf-freihandel-3570133.html TTIP Die Ernährungsindustrie schwört auf Freihandel], tagesspiegel.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragwürdige Transparenzstudie der Lebensmittelwirtschaft===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und weitere Verbände der Lebensmittelbranche, wie der [[Deutscher Bauernverband|Deutsche Bauernverband]] (DBV) und die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, haben im Jahr 2012 den als Kommunikationsplattform dienenden Verein &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot; gegründet. Die Lebensmittelwirtschaft sollte der aufkommenden Kritik und dem angeschlagenen Image im Zuge der Fleischskandale ein adäquates Gegengewicht in Form von „sachlichen Informationen“ entgegenbringen. Geschäftsführer wurde Stephan Becker-Sonnenschein, der zuvor u.a. für [[Telefónica]], als PR-Manager für den Tabakkonzern [[Philip Morris]] und für [[RWE]] gearbeitet hatte. Vorsitzender der Lebensmittelwirtschaft wurde der Deutschlandchef von [[Nestlé]], Gerhard Berssenbrügge. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prreport.de/singlenews/uid-6200/becker-sonnenschein-fuehrt-die-lebensmittelwirtschaft-ev/ PRReport | Becker-Sonnenschein führt &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot;] prreport.de, vom 31.10.2012, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/public-affairs/diener-vieler-herren/ Diener vieler Herren] politik-kommunikation.de, vom 16.07.2013, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein betrieb einerseits klassischen Lobbyismus und führte Gespräche mit Vertretern aus der Politik, wie mit dem damaligen Landwirtschaftsminister [[Christian Schmidt]] ([[CSU]]). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20150720174330/https:/www.presseportal.de/pm/110636/2787622 Den Dialog aufrechterhalten - Die Lebensmittelwirtschaft beim Ministergespräch | Pressemitteilung Die Lebensmittelwirtschaft e.V.] web.archive.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits griff der Lobbyverein auch in politisch umstrittene Themen ein, wie die Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln. Dies geschah etwa durch eine Auftragsstudie zum Thema „Verbraucherverständnis von Transparenz“, deren Ergebnisse in der Pressekommunikation der Lebensmittelwirtschaft - zugunsten der Position der Branche - in ein gutes Licht gestellt wurden. Foodwatch beklagte daraufhin die grobe Verzerrung der Ergebnisse. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/lobbyverein-verfaelscht-ergebnisse-von-eigener-studien Lobbyverein verfälscht Ergebnisse von eigener Studien] foodwatch.org, vom 05.11.2014, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/fileadmin/foodwatch.de/news/Transparenz_ueber_die_Transparenzstudie.pdf Presseerklärung der Lebensmittelwirtschaft - Einordnung von Foodwatch] foodwatch.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Immerhin lautete das Resümee der Lebensmittelwirtschaft, dass existierende Informationen (auf Lebensmitteln) nicht oder kaum genutzt würden und ein Großteil der Verbraucher:innen keine zusätzlichen oder umfangreicheren Informationen einfordern würde. Agrarökonom und Studienautor Achim Spiller betonte hingegen, dass ein klares Bedürfnis nach mehr Transparenz bestehe. Nicht wünschenswerte Ergebnisse, wie etwa das mangelnde Vertrauen in die Lebensmittelindustrie wurden seitens der Lebensmittelwirtschaft nicht aufgegriffen. Die Präsentation mit den Studienergebnissen kann [https://www.uni-goettingen.de/de/document/download/a350cc3497e9b5f827c9976121a26561.pdf/Verbraucherverstndnis_von_Transparenz.pdf hier] abgerufen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Januar 2017 gab der Lobbyverein seine Auflösung bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen== &lt;br /&gt;
===Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
'''Hauptgeschäftsführer:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph Minhoff, Journalist, ist außerdem Moderator des Talkformats „Küchenkabinett“ des Lebensmittelverbands in Kooperation mit dem Magazin Cicero als Medienpartner. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Minhoff ist wie Gundula Ehlig und Romy Epphardt (beides Assistentinnen der Hauptgeschäftsführung) ebenfalls an der Spitze der Geschäftsführung der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team BVE - Team] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender (Präsident) des Lebensmittelverbands: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* René Püchner, Managing Director bei Capri Sun Vertriebs GmbH, ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand BVE - Vorstand] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Christian von Boetticher, ehemaliger Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein und ehemaliger Parteivorsitzender der CDU Schleswig-Holstein ist ebenfalls Mitglied im Kuratoium des Lebensmittelverbands.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium Kuratorium], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Mitglieder des Lebensmittelverbandvorstands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/vorstand hier] abrufbar und alle Mitglieder des BVE-Vorstands [https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Kuratoriums sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat und Ausschüsse des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Auf der Homepage gibt der Lebensmittelverband an, dass ihm Wissenschaftliche Beiräte als beratende Gremien zur Seite stehen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/wir-ueber-uns Wir über uns: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese bestehen aus 40 Vertreter:innen der Natur- und Rechtswissenschaften und sind in ihrer Position ehrenamtlich tätig. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/wissenschaftlicher-beirat Beiräte: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mitglieder des Beirates tragen u.a. auch bei den Veranstaltungen des Verbands eine zentrale Rolle, etwa wenn es um Themen wie Gentechnik im Lebensmittelbereich oder die Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie geht. Sie sind, ebenso wie die Mitglieder der Fachausschüsse und des Rechtsausschusses, auf der Homepage nicht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband hat insgesamt 459 Mitgliedern (Stand: 29.01.2024, Angabe aus dem Lobbyregistereintrag). Dabei handelt es sich um Verbände, Unternehmen aus Industrie, Handel und Systemgastronomie bzw. Großverbraucher sowie um Persönliche/Korporative Mitglieder wie z.B. Anwaltskanzleien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder Mitglieder], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie hat 109 Mitglieder, wobei diese sich in Fachverbände, Unternehmen und Fördermitglieder unterteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve Mitglieder], bve-online.de vom 20.10.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den prominensten Mitgliedern des Lebensmittelverbands und der BVE zählen, u. a. : &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Capri Sun]]&lt;br /&gt;
*[[Coca-Cola]]&lt;br /&gt;
*[[Conditorei Coppenrath &amp;amp; Wiese]]&lt;br /&gt;
*[[Danone]]&lt;br /&gt;
*[[Ferrero]]&lt;br /&gt;
*[[Nestlé]]&lt;br /&gt;
*[[Nordzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Dr. Oetker]]&lt;br /&gt;
*[[Südzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Unilever]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollständigen Mitglieder des Lebensmittelverbands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder hier] und die der BVE sind [https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve hier] abrufbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM)===&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland ist eine im Jahr 2003 gegründete Plattform für die Interessenvertretung der Nahrungsergänzungsmittelbranche in Deutschland. Zu den 50 Mitgliedern, die im Arbeitskreis zum „Austausch über rechtliche und wissenschaftliche Fragestellungen zu Nahrungsergänzungsmitteln“ beitragen, zählen Herstellerfirmen von Nahrungsergänzungsmitteln, Rohwarenhersteller und Dienstleister (Laboratorien, Anwaltskanzleien, Beratungsfirmen). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Die gesamten Einnahmen des Lebensmittelverbands (Mitgliedsbeiträge, Sondereinnahmen Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller, Auflösungen aus Rücklagen) wurden im Jahr 2023 mit 4.252.881 Euro angeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 21 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/b1/dd/211720/20230606_LMVD_Kostenverteilung_2022.pdf LMVD Kostenverteilung 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamteinnahmen der BVE wurden im Jahr 2023 mit 2.977.222 Euro angegeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 27 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/05/1d/212637/Guv-und-Bilanz-2022.pdf GUV und Bilanz 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228374</id>
		<title>Lebensmittelverband Deutschland</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228374"/>
		<updated>2024-01-30T18:28:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = &lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1955 (Lebensmittelverband, vormals BLL), 1949 (BVE) &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Berlin, Claire-Waldorff-Straße 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = 1040 Brüssel, Avenue des Nerviens 9-31&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.lebensmittelverband.de/ lebensmittelverband.de] [https://www.bve-online.de/ bve-online.de]  }}&lt;br /&gt;
Der '''Lebensmittelverband Deutschland''' e.V. und die '''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie''' agieren als Doppelverband der Ernährungswirtschaft. Neben einer Bürogemeinschaft, teilen sie sich auch die gleiche Geschäftsführung. Der Lebensmittelverband, bis Juli 2019 Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), ist hierbei der öffentlichkeitswirksame Arm. Er tritt auf als der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft und nach eigenen Angaben wichtiger Gesprächspartner von Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Verbraucherorganisationen und Medien im Politikfeld Lebensmittel und Verbraucherschutz. Er repräsentiert die gesamte Lebensmittelkette, beginnend mit der Landwirtschaft, über die Industrie, das Handwerk bis hin zum Handel sowie die Großverbraucher, alle Zulieferbereiche einschließlich des Futtermittelsektors und die Tabakbranche. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/13159?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die BVE ist der wirtschaftspolitische Teil des Doppelverbands. Damit gehen auch anderen inhaltliche Schwerpunkte als beim Lebensmittelverband einher. Die BVE betreibt weniger Öffentlichkeitsarbeit, gerichtet auf Konsument:innen und tritt eher als Interessenvertreter der Ernährungs- und Lebensmittelwirtschaft auf. Sie beschreiben ihr Anliegen darin, die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungsindustrie zu erhalten. Dies geht mit Kampagnen gegen mehr Regulierung von Ernährungskonzernen, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ernaehrungs-umschau.de/news/08-05-2023-diskussion-um-bmel-entwurf-zur-regulierung-der-an-kinder-gerichteten-lebensmittelwerbung/ Ernährungspolitik: Diskussion um Regulierung der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung], ernaehrungs-umschau.de vom 08.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Abbau von Bürokratie &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Glaeserne-Gesetze/Stellungnahmen/3-aend-marktowmeldv-bve.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 Dritte Verordnung zur Änderung der Marktordnungswaren-Meldeverordnung], bmel.de, vom 29.09.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; und einer diskursiven Verschiebung auf die Eigenverantwortung von Bürger:innen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/verbraucher/leitbild-verbraucher/verbraucherleitbild Verbraucher in der Eigenverantwortung], bve-online.de vom 29.05.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; einher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Kontakte zu nationalen und europäischen Institutionen===&lt;br /&gt;
Die Verbände sind die ernährungspolitische Interessenvertretung gegenüber der  Bundesregierung und dem Bundestag, den Länderregierungen und den Länderparlamente. Auf europäischer Ebene sind sie z. B. im Rahmen des europäischen Verbands [[FoodDrinkEurope]] und mittels Kontakte zum Europäischen Parlament aktiv.  Der Lebensmittelverband beteiligt sich zusätzlich noch an den Arbeiten der weltweit tätigen FAO (Food and Agriculture Organization) und der WHO (World Health Organization) im Rahmen des Codex Alimentarius. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem BMEL und dem Auswärtigen Amt organisiert die BVE seit 2009 &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ost-ausschuss.de/de/1-au-enwirtschaftstag-der-agrar-und-ern-hrungswirtschaft 1. Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], ost-ausschuss.de vom 18.06.2009, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; die &amp;quot;Außenwirtschaftstage der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftstag-der-agrar-und-ernaehrungswirtschaft Website BVE Konferenzen Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2015 auch die &amp;quot;Außenwirtschaftsseminare der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftsseminar Website BVE Konferenzen 4. Außenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft 08. Juni 2022], bve-online.de vom 24.02.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese werden nur von dem BMEL und der BVE organisiert und beinhalten einen stärkeren Praxisbezug.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://afc.net/termine/referent-bmelbve-aussenwirtschaftsseminar-in-berlin Refernt: BMEL/BVE &amp;quot;Außenwirtschaftsseminar&amp;quot; in Berlin], afc.net, vom 16.09.2015, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Netzwerktreffen dienen laut BMEL dem Zusammentreffen von Politik und Wirtschaft. Ziel ist es, dass &amp;quot;die Köpfe der Unternehmen mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik&amp;quot; zusammen treffen, dort &amp;quot;tauschen [sie] sich aus und informieren sich über attraktive Absatz- und Beschaffungsmärkte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.auwitag-ernaehrung.de/ Website Aussenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft], auwitag-ernaehrung.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Sponsoren der Außenwirtschaftstage sind u. a. die [[Rentenbank]], die [[Deutsche Bank]], [[Sopexa]] (Kommunikationsagentur für Lebensmittel- und Getränkeindustrie9 und [[AON]] Versicherungsmakler sowie die [[DLG]] (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng verbunden ist die BVE außerdem mit dem BMEL über die Gestaltung und Programmorganisation von Auslandsmessen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/bmel-auslandsmessen Website BVE Messen BMEL-Auslandsmesseprogramm], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Als Teil ihrer &amp;quot;Förderung der Exportaktivitäten der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot; stellt das BMEL 8,8 Millionen Euro für Auslandsmessen zur Verfügung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/rede-der-bundesministerin-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-julia-kloeckner--1937872 Rede der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner], bundesregierung.de, vom 26.06.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die BVE ermöglicht den Unternehmen dann Zugang zu dem Exportabsatzmarkt, indem sie Teilnahmen und Programme für die 36 Fachmessen auf fünf Kontinenten mit koordiniert. &lt;br /&gt;
Teil des Exportförderprogramms des BMEL &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/internationales/aussenwirtschaftspolitik/handel-und-export/exportfoerderprogramm.html Exportförderprogramm für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; sind außerdem Unternehmensreisen zur Markterkundung, welche das BMEL mit ihrem Programm mit 3 Millionen mitfinanziert.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;/&amp;gt;Die BVE gibt auch hier eine Vorauswahl an das BMEL für relevante Auslandsmärkte und unterstützt das Ministerium bei der Auswahl von Unternehmerreisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/aussenwirtschaft/exportfoerderung-1/gefoerderte-unternehmerreisen-und-informationsveranstaltungen Geförderte Unternehmerreisen und Informationsveranstaltungen], bve-online.de vom 04.10.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyregisterangaben===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister geben die Verbände an (Stand: 30.01.2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lebensmittelverband'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 900.001 bis 910.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 21 bis 30 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen vier namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050 zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 630.001 bis 640.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 11 bis 20 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen zwei namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut EU Transparenzregister lagen die Lobbyausgaben in Brüssel für das Jahr 2022 biem Lebensmittelverband zwischen 100.000 und 199.999 Euro und bei der BVE zwischen 10.000 und 24.999 Euro. Der Lebensmittelverband beschäftigt 3 Lobbyist:innen beschäftigt (2 Vollzeitäquivalent), während die BVE 1 Lobbyisten beschäftigt (0,2 Vollzeitäquivalent).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=583851318567-80 Eintrag Lebensmittelverband], ec.europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=700829026603-04 Eintrag BVE], ec. europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit===&lt;br /&gt;
Die Jahrestagung des Lebensmittelverbands ist jährlicher Treffpunkt der deutschen Lebensmittelwirtschaft mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung, Lebensmittelbranche und Medien. Weitere Veranstaltungen sind Messen, Tagungen/Konferenzen und Seminare. Ein Beispiel ist die Tagung „Zukunft der Ernährung“ vom 05.12.2022 mit Udo di Fabio, Bundesverfassungsrichter a.D., als Referenten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20221206-tagung-zukunft-der-ernaehrung-lebensmittelverband-stellt-eckpunkte-fuer-ernaehrungsstrategie-der-zukunft-vor Pressemitteilung: Tagung „Zukunft der Ernährung“] lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Publikationen des Lebensmittelverbands gehören Broschüren/Flyer, Leitfäden/Leitlinien, Positionspapiere, Toolboxen, Berichte/Schriften und Schulmaterialien. Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland hat zudem den Podcast „ErnährungPlus“ gestartet. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20210224-podcast-ernaehrungplus-start ErnährungPlus: Podcast zu gesunder Ernährung mit Leichtathletin und Influencerin Alica Schmidt] lebensmittelverband.de, vom 02.08.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Messeausrichtung'''&lt;br /&gt;
Neben den BMEL-Auslandsmessen ist die BVE auch &amp;quot;ideele Trägerin&amp;quot; der Grünen Woche in Berlin, der Anuga in Köln und der Internoga. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen Website BVE Veranstaltungen Messen], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Anuga stellt die BVE einen Firmengemeinschaftsstand, sogenannten &amp;quot;German Pavilion&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.anuga.de/fuer-aussteller/aussteller-werden/individuelle-beteiligungsmoeglichkeiten/german-pavilion/ German Pavilion: Jetzt beim Deutschen Firmengemeinschaftsstand anmelden], anuga.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; gemeinsam mit dem BMEL zur Verfügung. Große Unternehmen sind damit unter dem &amp;quot;made in Germany&amp;quot; Dach prominenter vetreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-koelnmesse/anuga-firmengemeinschaftsbeteiligung Deutsche Firmengemeinschaftsbeteiligung], bve-online.de vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/die-anuga-2015-schliesst-ihre-tore-gemeinschaftsstand-von-bmel-und-bve-mit-abwechslungsreichem-programm-106394/ Die Anuga 2015 schließt ihre Tore: Gemeinschaftsstand von BMEL und BVE mit abwechslungsreichem Programm], verbaende. com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Auch für die Grüne Woche in Berlin stellt der BVE ein ähnliches Angebot zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Lebensmittelverband sind unter einem geteilten 700qm großen Gemeinschaftsstand &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.messen.de/de/7756/news/gruene-woche-2023-bve-gemeinschaftstand-im-zeichen-der-nachhaltigen-ernaehrung Grüne Woche 2023: BVE Gemeinschaftsstand im Zeichen der nachhaltigen Ernährung], messen.de vom 8.12.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; mehrere große Ernährungsunternehmen zusammen vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-internationale-gruene-woche/bildergalerie-gruene-woche-2023 &amp;quot;Wie schmeckt die Zukunft?&amp;quot; - Gemeinschaftsstand von BVE und Lebensmittelverband auf der Internationalen Grünen Woche 2023], bve-online.de vom 30.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/20231122-lebensmittelwirtschaft-auf-der-gruenen-woche-vielfalt-fuer-ernaehrungssicherung-und-nachhaltigkeit Pressemitteilung Lebensmittelwirtschaft auf der Grünen Woche - Vielfalt für Ernährungssicherung und Nachhaltigkeit], lebensmittelverband.de vom 22.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2023 umfasste der BVE Gemeinschaftsstand u. a. die Unternehmen Danone, Mars, McDonalds , Nestlé und REWE. Alle Aussteller sind [https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit hier] zu sehen. Der Gemeinschaftsstand wird gefördert durch die [[Rentenbank]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit Pressemitteilung Wie schmeckt die Zukunft: Lebensmittelwirtschaft zeigt auf der Grünen Woche 2023 Innovation für mehr Nachhaltigkeit], bve-online.de vom 19.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht===&lt;br /&gt;
In rechtlichen Fragen arbeitet der Lebensmittelverband Deutschland mit der Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht der Universität Bayreuth zusammen, die auf Initiative des Arbeitskreises der Bayerischen Ernährungswirtschaft (ABEW) mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung zu Anfang des Jahres 1990 gegründet worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl der Lebensmittelverband, als auch die BVE sind zudem eng verbunden mit dem [[FEI Forschungskreis der Ernährungsindustrie]]. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/industrieorganisationen FEI-Netzwerk Partnerorganisationen], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Götz Kröner, der Vorstandsvorsitzende des FEI ist auch Vorstandsmitglied im BVE.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/fei-vorstand Vorstand], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand Vorstand], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Der FEI ist Teil des Dachverbands [[AiF]] (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e. V.), einem Netzwerk aus 100 Forschungsvereinigungen aus der Industrie, die zum Ziel haben die &amp;quot;Leistungsfähigkeit des Mittelstands in allen Wirtschaftsbereichen&amp;quot; zu stärken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/dachorganisationen FEI-Netzwerk Dachorganisation: Die AiF], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Plattform Ernährung und Bewegung===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband (frühere Bezeichnung: BLL) ist Mitbegründer der [https://www.pebonline.de/ Plattform Ernährung und Bewegung]. Die gemeinsame Initiative von Politik, Verbänden und Wirtschaft wurde im September 2004 in Berlin zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und weiteren Verbänden gegründet, um sich im Bereich der Übergewichtsprävention von Kindern und Jugendlichen zu engagieren. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20050315.html Pressemitteilung: Deutsche Lebensmittelwirtschaft in der europaweit beispielhaften Plattform Ernährung und Bewegung stark engagiert] lebensmittelverband.de, vom 15.03.2005, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/aktionsprogramm-in-form/plattform-ernaehrung-bewegung-peb.html BMEL - Plattform Ernährung und Bewegung (peb)] bmel.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2018 erklärten die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und die Deutsche Adipositasgesellschaft (DAG) ihren gemeinsamen Ausstieg aus der Plattform Ernährung und Bewegung. Grund hierfür seien die in dem Verein starken Differenzen mit wirtschaftlichen Interessen sowie das gescheiterte Thema der Selbstverpflichtung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97967/Mehrere-Verbaende-beenden-Mitgliedschaft-in-der-Plattform-Ernaehrung-und-Bewegung Mehrere Verbände beenden Mitgliedschaft in der Plattform Ernährung und Bewegung] aerzteblatt.de, vom 18.09.2018, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Talkformat &amp;quot;Küchenkabinett&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Das „Küchenkabinett“ ist ein Talkformat des Lebensmittelverbands Deutschland in Kooperation mit dem Magazin Cicero, das vom Verbands-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff moderiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Videos erscheinen auf der Webseite und dem YouTube-Kanal von Cicero.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitgliedschaften==&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und die BVE teilen sich zudem eine Bürogemeinschaft mit der [[ANG Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss]] und arbeiten mit dieser auch eng zusammen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk Netzwerk], bve-online.de vom 07.08.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ANG ist der &amp;quot;sozialpolitische&amp;quot; Spitzenverband der Ernährungsindustrie mit einem Bundesverband und neun Landesverbänden, sowie vier Fachverbänden &amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/die-ang.html Die ANG], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die ANG-Hauptgeschäftsführerin Stefanie Sabet ist auch Teil der BVE-Geschäftsführung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/ANG_-_Gesch%C3%A4ftsstelle.html Geschäftsstelle], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team Team], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Lebensmittelverband Deutschland&amp;quot; - Lobbyregister beim Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://zaw.de/ Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft] (ZAW)&lt;br /&gt;
*[https://iccwbo.org/about-us/ International Chamber of Commerce] (ICC) Germany&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die BVE ist laut Lobbyregsiter nur bei [[FoodDrinkEurope]] Mitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie&amp;quot; - Lobbyregister im Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Homepage des[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Lebensmittelverbands] und der [https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk BVE] finden sich jedoch noch einige (teilweise gemeinsame) Partnerschaften mit den folgenden Organisationen: &lt;br /&gt;
*[[FoodDrinkEurope]] &lt;br /&gt;
*[https://www.ang-online.com/de/ Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V.] (ANG) &lt;br /&gt;
*[https://www.fei-bonn.de/ Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V.] (FEI) &lt;br /&gt;
*[https://www.germanexport.org/ German Export Association for Food and Agriproducts] (GEFA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland e.V. ist zudem Mitglied im europäischen und internationalen Verband der Nahrungsergänzungsmittelindustrie:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland], lebensmittelverband.de, abgerufen am 09.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://foodsupplementseurope.org/ Food Supplements Europe] &lt;br /&gt;
*[https://www.iadsa.org/ International Alliance of Dietary/Food Supplements Associations] (IADSA) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Kritik &amp;amp; Kampagne gegen Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung===&lt;br /&gt;
Ende Februar 2023 stellte Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, ein Gesetzesvorhaben vor, mit dem an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit viel Zucker, Salz oder Fett verboten werden soll. Demnach soll es nicht mehr zulässig sein, für bestimmte Lebensmittel, die den Anforderungen des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestimmten Nährwertprofils widersprechen, und die nach Art, Inhalt oder Gestaltung an Kinder gerichtet sind, zu werben (wesentliche Inhalte können [https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2023/024-lebensmittelwerbung-kinder.html hier] nachgelesen werden). In einem „Faktencheck“ übte der Lebensmittelverband Kritik an dem Gesetzesvorhaben. Kritisiert wird v.a. die Orientierung an den Richtwerten der WHO, denn dies führe laut dem Verband dazu, dass 70 Prozent aller auf dem Markt befindlichen Produkte von dem Verbot betroffen wären. Der Lebensmittelverband spricht deshalb von einem „nahezu vollständige[m] Werbe- und Sponsoringverbot“ und bestreitet, dass Lebensmittelwerbung einen nachhaltigen Einfluss auf das Ernährungsverhalten von unter 14-Jährigen habe. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230303-faktencheck-gesetzesvorhaben-fuer-mehr-kinderschutz-in-der-werbung Behauptungen des BMEL genauer betrachtet: Faktencheck „Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung“] lebensmittelverband.de, vom 03.03.2023, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Dieses Gesetzesvorhaben ist Teil einer größer angelegten &amp;quot;Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten&amp;quot; des BMEL,&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/reduktionsstrategie-zucker-salz-fette.html Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;die bis Ende 2025 gehen soll. Sowohl die BVE als auch der Lebensmittelverband sind Mitglieder im Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/begleitgremium-reduktions-innovationsstrategie.html Das Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Dass ein Teil dieser Strategie auch auf die Werbung bestimmter Produkte abzielt und gerade der Konsum ungesunder Produkte durch Jugendliche begrenzt werden soll, wusste der Lebensmittelverband bereits 2018 bei der Unterzeichnung der Grundsatzerklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ernaehrung/Reduktionsstrategie/GrundsatzvereinbarungReduktion.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=4 Grundsatzvereinbarung zwischen dem BMEL und den teilnehmenden Wirtschaftsverbänden des Runden Tisches], bmel.de, vom 16.09.2018, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie spricht mit Verweis auf den [[Zentralverband der Werbewirtschaft (ZAW)]] von einem „Totalverbot für Werbung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/warum-ein-werbeverbot-allen-schadet Warum ein Werbeverbot allen schadet] bve-online.de, vom 23.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem rief die BVE die Kampagne [https://xn--lieber-mndig-klb.de/ „#liebermündig“] ins Leben, im Rahmen derer u.a. Anzeigen in Zeitungen unter dem Titel „Cem Özdemirs Verbotskatalog“ aufgeführt wurden, um sich öffentlichkeitswirksam gegen das geplante Werbeverbot zu stellen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Werbeverbote-fuer-ungesunde-Lebensmittel/!5921521/ Werbeverbote für ungesunde Lebensmittel: Irreführende Kampagne der Industrie] taz.de, vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BVE_online/status/1640313618129354756 Ernährungsindustrie BVE auf Twitter] twitter.com, vom 27.03.2023, angerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Allianz für Nicht-Übertragbare Krankheiten (DANK)]], ein Bündnis aus 22 medizinischen und wissenschaftlichen Fachverbänden, antwortete auf die Kampagnen mit ihrem eigenen Faktencheck ([https://www.dank-allianz.de/files/content/dokumente/public/2023-04-11_BVE-Kampagne_Faktencheck-DANK_final.pdf hier]). Die Sprecherin der DANK und Geschäftsführerin der [[Deutschen Diabetes Gesellschaft (DAG)]] erklärt, wie die #liebermündig-Kampagne v. a. dazu diene, dass Problem zu verharmlosen und Eigenverantwortung auf die Bürger:innen zu übertragen.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;&amp;gt;[https://adipositas-gesellschaft.de/faktencheck-zu-aussagen-der-ernaehrungsindustrie-dank-diese-kampagne-ist-irrefuehrend-auf-allen-ebenen/ Faktencheck zu Aussagen der Ernährungsindustrie - DANK: &amp;quot;Diese Kampagne ist irreführend auf allen Ebenen&amp;quot;], adipositas-gesellschaft.de vom 11.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Zusätzlich sei die Kampagne auch wissenschaftlich „irreführend auf allen Ebenen“. Die DANK erklärt, die Ernährungsindustrie bediene sich hier „eins zu eins der Strategien der Tabaklobby“.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf diese Vorwürfe antwortet der Lebensmittelverband und die BVE in gemeinsamen Stellungsnahmen und streitet die Behauptungen der wissenschaftlich unsauberen und irreführenden Darstellung des Werbeverbots von ihrer Seite ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/irrefuehrender-faktencheck-der-dank-zur-kampagne-liebermuendig Irreführender Faktencheck der DANK zur Kampagne #liebermündig], bve-online.de vom 18.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20231108-streit-ums-kinder-lebensmittel-werbegesetz-lebensmittelwirtschaft-kontert-dank Streit um Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz - Lebensmittelwirtschaft kontert DANK], lebensmittelverband.de vom 08.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Verteidigung der #liebermündig-Kampagne folgen daraufhin mehrere wissenschaftliche Studien. &lt;br /&gt;
Die BVE &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/bitte-zu-ende-denken Pressemitteilung BITTE ZU ENDE DENKEN! Initiative von Branchenverbänden und Vermarktern zum geplanten Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz], bve-online.de vom 20.10.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; bezieht sich auf den „Wettbewerbsexperten“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/download/geht-oezdemirs-werbeverbot-fuer-ungesunde-lebensmittel-zu-weit Abends keine Gummibärchen: Geht Özdemirs Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel zu weit?], tagesspiegel.de vom 01.07.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Justus Haucap]] und seine Studie „Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes-„KLWG“ für die Medien- und Werbewirtschaft&amp;quot;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dus-competition.de/media/pages/download/34686f609d-1687519496/2023_gutachten_oekonomische_wirkung_klwg.pdf Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes - &amp;quot;KLWG&amp;quot; für die Medien- und Werbewirtschaft], dus-competition.de vom Juli 2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;in welcher die negativen ökonomischen Folgen für die Werbeindustrie durch den BMEL-Gesetzesentwurf erforscht werden. Diese wurde vom [[Markenverband]] in Auftrag gegeben.  Der [[Markenverband]] ist eine Partnerorganisation des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft [[(ZAW)]] und der [[Internationalen Handelskammer (ICC)]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.markenverband.de/verband/netzwerk Netzwerk], markenverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; in denen auch der Lebensmittelverband Mitglied ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Lobbyregistereintrag Lebensmittelverband], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen vom 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem [[ZAW]] hat der Lebensmittelverband auch ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230426-gesetzesentwurf-zu-werbeverboten-ist-verfassungs-und-europarechtswidrig Juristisches Gutachten von Professor Dr. Martin Burgi, LMU München: Gesetzesentwurf zu Werbeverboten ist verfassungs- und europarechtswidrig], lebensmittelverband.de vom 26.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;In diesem kommt ein Rechtswissenschaftsprofessor zu dem Ergebnis, dass der Gesetzesentwurf des BMEL nicht verfassungs- und europarechtskonform sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch kritisiert die irreführenden Aussagen der Lebensmittel- und Werbewirtschaft. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-foodwatch-kritisiert-desinformationskampagne-von-lobbyverbaenden-fdp-und-cdu/ Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: foodwatch kritisiert Desinformationskampagne von Lobbyverbänden, FDP und CDU] foodwatch.org, vom 14.03.2023, abgerufen am 30.01.2024 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kampagne erwecke den Eindruck, dass das geplante Gesetz Werbung für ganze Produktkategorien wie Jogurt, Käse oder Müsli verbiete. Dies sei jedoch falsch, da weiterhin viele Produkte aus diesen und weiteren Kategorien beworben werden dürfen. 40 Prozent aller Lebensmittel würden die vorgegebenen Grenzwerte generell einhalten und seien deshalb nicht betroffen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2023/oezdemirs-geplante-werbeschranken-diese-produkte-sind-wirklich-betroffen/ Özdemirs geplante Werbeschranken: Diese Produkte sind wirklich betroffen: Foodwatch DE] foodwatch.org, vom 04.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt nennt Foodwatch das Gesetzesvorhaben einen „Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/presse-statement-zu-werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-ein-meilenstein-im-kampf-gegen-fehlernaehrung/ Presse-Statement zu Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: &amp;quot;Ein Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung&amp;quot;] foodwatch.org, vom 27.02.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2020: Aktivitäten zur Verwässerung des Nutri-Score===&lt;br /&gt;
Die Lebensmittel-Ampel  Nutri-Score soll in vereinfachter Form zeigen, wie gesund ein Lebensmittel ist. Ökotest berichtete am 16.07. 2020 unter Berufung auf foodwatch darüber, dass der Lebensmittelverband mit Hochdruck daran arbeite, die Berechnungsgrundlagen des Nutri-Score zu verändern, um ungesunde Produkte besser aussehen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oekotest.de/essen-trinken/Lebensmittel-Lobby-will-Nutri-Score-verwaessern-Sieben-Beispiele-in-Bildern_11375_1.html Lebensmittel-Lobby will Nutri-Score verwässern], oekotest.de vom 16.07.2020, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2020/kampf-um-nutri-score-das-sind-die-7-dreistesten-forderungen-der-lebensmittellobby/ Kampf um Nutriscore, Pressemitteilung vom 16.07.2020], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Foodwatch hat außerdem dokumentiert, dass die europäische Ernährungsindustrie über eine Milliarde Euro in eine jahrelange Lobbyschlacht investiert hat, um eine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz in Ampelfarben zu verhindern und ihre eigenen Vorstellungen durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/informieren/ampelkennzeichnung/mehr-zum-thema/lobby-aktivitaeten-gegen-die-ampel/ Lobby-Aktivitäten gegen die Ampel], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2010/06/red-light-consumer-information A red light for consumer information], corporateeurope.org vom 10.06.2010, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2016: Mineralöle in Lebensmitteln===&lt;br /&gt;
Im März 2016 warf der Verein Foodwatch e.V. dem BLL vor, eine Initiative von Aldi Süd gegen Mineralölverunreinigungen zu blockieren. Aldi Süd hatte zuvor in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-02-10_Rundschreiben_Aldi-Sued.pdf Schreiben] an seine Zuliefererbetriebe verlangt, dass in den Lebensmitteleigenmarken in Zukunft keine Mineralölbestandteile nachweisbar sind. Daraufhin hat der BLL in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-03-07_bll_mineraloel_schreiben_aldi.pdf Rundschreiben] an Aldi Süd und seine eigenen Mitgliedern gefordert, die Vorgaben zurückzunehmen, da diese „weder praktisch erfüllbar noch unter Verbraucherschutzaspekten [...] gerechtfertigt“ seien. Foodwatch zufolge stellte sich der BLL damit gegen die gesundheitliche Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Der BLL wies den Vorwurf von Foodwatch „mit Nachdruck“ zurück. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2016/mineraloel-in-lebensmitteln-lobbyverband-will-initiative-von-aldi-sued-fuer-mehr-verbraucherschutz-verhindern/ Mineralöl in Lebensmitteln: Lobbyverband will Initiative von Aldi Süd für mehr Verbraucherschutz verhindern] foodwatch.de, vom 05.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20160306-foodwatch-mineraloel Pressemitteilung: Foodwatch führt Verbraucher und Medien in die Irre!] lebensmittelverband.de, vom 06.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Verteidigung von TTIP===&lt;br /&gt;
Als 2014 eine Diskussion um ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP) entbrannte, gehörte die BVE zu den Verteidigern des Abkommens. Gegen die Zweifel von Kritikern des Abkommens bezogen auf Umwelt- und Sozialstandards, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/freihandelsabkommen-wie-ttip-nationale-standards-aushebeln-100.html Freihandelsabkommen: Wie TTIP nationale Standards aushebeln kann], deutschlandfunk.de vom 11.07.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/diskussion-um-freihandelsabkommen-hohe-erwartungen-und-scharfe-kritik/?cn-reloaded=1 Diskussion um Freihandelsabkommen: hohe Erwartung und scharfe Kritik], nachhaltigkeitsrat.de vom 15.01.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;konterte die BVE mit einer eigenen Umfrage, nach der die meisten deutschen Herrsteller sich Vorteile von einem Freihandelsabkommen versprechen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/infothek/publikationen-jahresbericht/pwc-bve-exportbarometer-mai2014 PwC/BVE Exportbarometer Mai 2014], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-20140623-ttip-pk Pressemitteilung &amp;quot;TTIP sichert der Branche Wachstum - in den USA und weltweit.&amp;quot;], bve-online.de vom 24.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die öffentliche Debatte, die über TTIP entfachte, erklärte der Geschäftsführer Christoph Minhoff, als &amp;quot;oft antiamerikanisch motiviert&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Debatte-um-Freihandelsabkommen-TTIP/!5039253/ Debatte um Freihandelsabkommen TTIP: Freier Handel für freies Bier], taz.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Auch Transparenzsorgen über den Ausschluss der Öffentlichkeit von den Verhandlungsprozessen empfand Minhoff als überzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/die-ernahrungsindustrie-schwort-auf-freihandel-3570133.html TTIP Die Ernährungsindustrie schwört auf Freihandel], tagesspiegel.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragwürdige Transparenzstudie der Lebensmittelwirtschaft===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und weitere Verbände der Lebensmittelbranche, wie der [[Deutscher Bauernverband|Deutsche Bauernverband]] (DBV) und die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, haben im Jahr 2012 den als Kommunikationsplattform dienenden Verein &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot; gegründet. Die Lebensmittelwirtschaft sollte der aufkommenden Kritik und dem angeschlagenen Image im Zuge der Fleischskandale ein adäquates Gegengewicht in Form von „sachlichen Informationen“ entgegenbringen. Geschäftsführer wurde Stephan Becker-Sonnenschein, der zuvor u.a. für [[Telefónica]], als PR-Manager für den Tabakkonzern [[Philip Morris]] und für [[RWE]] gearbeitet hatte. Vorsitzender der Lebensmittelwirtschaft wurde der Deutschlandchef von [[Nestlé]], Gerhard Berssenbrügge. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prreport.de/singlenews/uid-6200/becker-sonnenschein-fuehrt-die-lebensmittelwirtschaft-ev/ PRReport | Becker-Sonnenschein führt &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot;] prreport.de, vom 31.10.2012, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/public-affairs/diener-vieler-herren/ Diener vieler Herren] politik-kommunikation.de, vom 16.07.2013, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein betrieb einerseits klassischen Lobbyismus und führte Gespräche mit Vertretern aus der Politik, wie mit dem damaligen Landwirtschaftsminister [[Christian Schmidt]] ([[CSU]]). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20150720174330/https:/www.presseportal.de/pm/110636/2787622 Den Dialog aufrechterhalten - Die Lebensmittelwirtschaft beim Ministergespräch | Pressemitteilung Die Lebensmittelwirtschaft e.V.] web.archive.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits griff der Lobbyverein auch in politisch umstrittene Themen ein, wie die Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln. Dies geschah etwa durch eine Auftragsstudie zum Thema „Verbraucherverständnis von Transparenz“, deren Ergebnisse in der Pressekommunikation der Lebensmittelwirtschaft - zugunsten der Position der Branche - in ein gutes Licht gestellt wurden. Foodwatch beklagte daraufhin die grobe Verzerrung der Ergebnisse. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/lobbyverein-verfaelscht-ergebnisse-von-eigener-studien Lobbyverein verfälscht Ergebnisse von eigener Studien] foodwatch.org, vom 05.11.2014, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/fileadmin/foodwatch.de/news/Transparenz_ueber_die_Transparenzstudie.pdf Presseerklärung der Lebensmittelwirtschaft - Einordnung von Foodwatch] foodwatch.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Immerhin lautete das Resümee der Lebensmittelwirtschaft, dass existierende Informationen (auf Lebensmitteln) nicht oder kaum genutzt würden und ein Großteil der Verbraucher:innen keine zusätzlichen oder umfangreicheren Informationen einfordern würde. Agrarökonom und Studienautor Achim Spiller betonte hingegen, dass ein klares Bedürfnis nach mehr Transparenz bestehe. Nicht wünschenswerte Ergebnisse, wie etwa das mangelnde Vertrauen in die Lebensmittelindustrie wurden seitens der Lebensmittelwirtschaft nicht aufgegriffen. Die Präsentation mit den Studienergebnissen kann [https://www.uni-goettingen.de/de/document/download/a350cc3497e9b5f827c9976121a26561.pdf/Verbraucherverstndnis_von_Transparenz.pdf hier] abgerufen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Januar 2017 gab der Lobbyverein seine Auflösung bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen== &lt;br /&gt;
===Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
'''Hauptgeschäftsführer:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph Minhoff, Journalist, ist außerdem Moderator des Talkformats „Küchenkabinett“ des Lebensmittelverbands in Kooperation mit dem Magazin Cicero als Medienpartner. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Minhoff ist wie Gundula Ehlig und Romy Epphardt (beides Assistentinnen der Hauptgeschäftsführung) ebenfalls an der Spitze der Geschäftsführung der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team BVE - Team] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender (Präsident) des Lebensmittelverbands: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* René Püchner, Managing Director bei Capri Sun Vertriebs GmbH, ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand BVE - Vorstand] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Christian von Boetticher, ehemaliger Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein und ehemaliger Parteivorsitzender der CDU Schleswig-Holstein ist ebenfalls Mitglied im Kuratoium des Lebensmittelverbands.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium Kuratorium], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Mitglieder des Lebensmittelverbandvorstands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/vorstand hier] abrufbar und alle Mitglieder des BVE-Vorstands [https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Kuratoriums sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat und Ausschüsse des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Auf der Homepage gibt der Lebensmittelverband an, dass ihm Wissenschaftliche Beiräte als beratende Gremien zur Seite stehen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/wir-ueber-uns Wir über uns: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese bestehen aus 40 Vertreter:innen der Natur- und Rechtswissenschaften und sind in ihrer Position ehrenamtlich tätig. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/wissenschaftlicher-beirat Beiräte: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mitglieder des Beirates tragen u.a. auch bei den Veranstaltungen des Verbands eine zentrale Rolle, etwa wenn es um Themen wie Gentechnik im Lebensmittelbereich oder die Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie geht. Sie sind, ebenso wie die Mitglieder der Fachausschüsse und des Rechtsausschusses, auf der Homepage nicht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband hat insgesamt 459 Mitgliedern (Stand: 29.01.2024, Angabe aus dem Lobbyregistereintrag). Dabei handelt es sich um Verbände, Unternehmen aus Industrie, Handel und Systemgastronomie bzw. Großverbraucher sowie um Persönliche/Korporative Mitglieder wie z.B. Anwaltskanzleien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder Mitglieder], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie hat 109 Mitglieder, wobei diese sich in Fachverbände, Unternehmen und Fördermitglieder unterteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve Mitglieder], bve-online.de vom 20.10.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den prominensten Mitgliedern des Lebensmittelverbands und der BVE zählen, u. a. : &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Capri Sun]]&lt;br /&gt;
*[[Coca-Cola]]&lt;br /&gt;
*[[Conditorei Coppenrath &amp;amp; Wiese]]&lt;br /&gt;
*[[Danone]]&lt;br /&gt;
*[[Ferrero]]&lt;br /&gt;
*[[Nestlé]]&lt;br /&gt;
*[[Nordzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Dr. Oetker]]&lt;br /&gt;
*[[Südzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Unilever]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollständigen Mitglieder des Lebensmittelverbands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder hier] und die der BVE sind [https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve hier] abrufbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM)===&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland ist eine im Jahr 2003 gegründete Plattform für die Interessenvertretung der Nahrungsergänzungsmittelbranche in Deutschland. Zu den 50 Mitgliedern, die im Arbeitskreis zum „Austausch über rechtliche und wissenschaftliche Fragestellungen zu Nahrungsergänzungsmitteln“ beitragen, zählen Herstellerfirmen von Nahrungsergänzungsmitteln, Rohwarenhersteller und Dienstleister (Laboratorien, Anwaltskanzleien, Beratungsfirmen). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Die gesamten Einnahmen des Lebensmittelverbands (Mitgliedsbeiträge, Sondereinnahmen Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller, Auflösungen aus Rücklagen) wurden im Jahr 2023 mit 4.252.881 Euro angeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 21 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/b1/dd/211720/20230606_LMVD_Kostenverteilung_2022.pdf LMVD Kostenverteilung 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamteinnahmen der BVE wurden im Jahr 2023 mit 2.977.222 Euro angegeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 27 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/05/1d/212637/Guv-und-Bilanz-2022.pdf GUV und Bilanz 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228372</id>
		<title>Lebensmittelverband Deutschland</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228372"/>
		<updated>2024-01-30T18:27:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = &lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1955 (Lebensmittelverband, vormals BLL), 1949 (BVE) &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Berlin, Claire-Waldorff-Straße 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = 1040 Brüssel, Avenue des Nerviens 9-31&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.lebensmittelverband.de/ lebensmittelverband.de] [https://www.bve-online.de/ bve-online.de]  }}&lt;br /&gt;
Der '''Lebensmittelverband Deutschland''' e.V. und die '''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie''' agieren als Doppelverband der Ernährungswirtschaft. Neben einer Bürogemeinschaft, teilen sie sich auch die gleiche Geschäftsführung. Der Lebensmittelverband, bis Juli 2019 Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), ist hierbei der öffentlichkeitswirksame Arm. Er tritt auf als der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft und nach eigenen Angaben wichtiger Gesprächspartner von Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Verbraucherorganisationen und Medien im Politikfeld Lebensmittel und Verbraucherschutz. Er repräsentiert die gesamte Lebensmittelkette, beginnend mit der Landwirtschaft, über die Industrie, das Handwerk bis hin zum Handel sowie die Großverbraucher, alle Zulieferbereiche einschließlich des Futtermittelsektors und die Tabakbranche. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/13159?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die BVE ist der wirtschaftspolitische Teil des Doppelverbands. Damit gehen auch anderen inhaltliche Schwerpunkte als beim Lebensmittelverband einher. Die BVE betreibt weniger Öffentlichkeitsarbeit, gerichtet auf Konsument:innen und tritt eher als Interessenvertreter der Ernährungs- und Lebensmittelwirtschaft auf. Sie beschreiben ihr Anliegen darin, die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungsindustrie zu erhalten. Dies geht mit Kampagnen gegen mehr Regulierung von Ernährungskonzernen, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ernaehrungs-umschau.de/news/08-05-2023-diskussion-um-bmel-entwurf-zur-regulierung-der-an-kinder-gerichteten-lebensmittelwerbung/ Ernährungspolitik: Diskussion um Regulierung der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung], ernaehrungs-umschau.de vom 08.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Abbau von Bürokratie &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Glaeserne-Gesetze/Stellungnahmen/3-aend-marktowmeldv-bve.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 Dritte Verordnung zur Änderung der Marktordnungswaren-Meldeverordnung], bmel.de, vom 29.09.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; und einer diskursiven Verschiebung auf die Eigenverantwortung von Bürger:innen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/verbraucher/leitbild-verbraucher/verbraucherleitbild Verbraucher in der Eigenverantwortung], bve-online.de vom 29.05.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; einher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Kontakte zu nationalen und europäischen Institutionen===&lt;br /&gt;
Die Verbände sind die ernährungspolitische Interessenvertretung gegenüber der  Bundesregierung und dem Bundestag, den Länderregierungen und den Länderparlamente. Auf europäischer Ebene sind sie z. B. im Rahmen des europäischen Verbands [[FoodDrinkEurope]] und mittels Kontakte zum Europäischen Parlament aktiv.  Der Lebensmittelverband beteiligt sich zusätzlich noch an den Arbeiten der weltweit tätigen FAO (Food and Agriculture Organization) und der WHO (World Health Organization) im Rahmen des Codex Alimentarius. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem BMEL und dem Auswärtigen Amt organisiert die BVE seit 2009 &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ost-ausschuss.de/de/1-au-enwirtschaftstag-der-agrar-und-ern-hrungswirtschaft 1. Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], ost-ausschuss.de vom 18.06.2009, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; die &amp;quot;Außenwirtschaftstage der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftstag-der-agrar-und-ernaehrungswirtschaft Website BVE Konferenzen Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2015 auch die &amp;quot;Außenwirtschaftsseminare der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftsseminar Website BVE Konferenzen 4. Außenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft 08. Juni 2022], bve-online.de vom 24.02.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese werden nur von dem BMEL und der BVE organisiert und beinhalten einen stärkeren Praxisbezug.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://afc.net/termine/referent-bmelbve-aussenwirtschaftsseminar-in-berlin Refernt: BMEL/BVE &amp;quot;Außenwirtschaftsseminar&amp;quot; in Berlin], afc.net, vom 16.09.2015, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Netzwerktreffen dienen laut BMEL dem Zusammentreffen von Politik und Wirtschaft. Ziel ist es, dass &amp;quot;die Köpfe der Unternehmen mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik&amp;quot; zusammen treffen, dort &amp;quot;tauschen [sie] sich aus und informieren sich über attraktive Absatz- und Beschaffungsmärkte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.auwitag-ernaehrung.de/ Website Aussenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft], auwitag-ernaehrung.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Sponsoren der Außenwirtschaftstage sind u. a. die [[Rentenbank]], die [[Deutsche Bank]], [[Sopexa]] (Kommunikationsagentur für Lebensmittel- und Getränkeindustrie9 und [[AON]] Versicherungsmakler sowie die [[DLG]] (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng verbunden ist die BVE außerdem mit dem BMEL über die Gestaltung und Programmorganisation von Auslandsmessen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/bmel-auslandsmessen Website BVE Messen BMEL-Auslandsmesseprogramm], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Als Teil ihrer &amp;quot;Förderung der Exportaktivitäten der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot; stellt das BMEL 8,8 Millionen Euro für Auslandsmessen zur Verfügung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/rede-der-bundesministerin-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-julia-kloeckner--1937872 Rede der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner], bundesregierung.de, vom 26.06.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die BVE ermöglicht den Unternehmen dann Zugang zu dem Exportabsatzmarkt, indem sie Teilnahmen und Programme für die 36 Fachmessen auf fünf Kontinenten mit koordiniert. &lt;br /&gt;
Teil des Exportförderprogramms des BMEL &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/internationales/aussenwirtschaftspolitik/handel-und-export/exportfoerderprogramm.html Exportförderprogramm für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; sind außerdem Unternehmensreisen zur Markterkundung, welche das BMEL mit ihrem Programm mit 3 Millionen mitfinanziert.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;/&amp;gt;Die BVE gibt auch hier eine Vorauswahl an das BMEL für relevante Auslandsmärkte und unterstützt das Ministerium bei der Auswahl von Unternehmerreisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/aussenwirtschaft/exportfoerderung-1/gefoerderte-unternehmerreisen-und-informationsveranstaltungen Geförderte Unternehmerreisen und Informationsveranstaltungen], bve-online.de vom 04.10.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyregisterangaben===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister geben die Verbände an (Stand: 30.01.2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lebensmittelverband'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 900.001 bis 910.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 21 bis 30 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen vier namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050 zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 630.001 bis 640.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 11 bis 20 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen zwei namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut EU Transparenzregister lagen die Lobbyausgaben in Brüssel für das Jahr 2022 biem Lebensmittelverband zwischen 100.000 und 199.999 Euro und bei der BVE zwischen 10.000 und 24.999 Euro. Der Lebensmittelverband beschäftigt 3 Lobbyist:innen beschäftigt (2 Vollzeitäquivalent), während die BVE 1 Lobbyisten beschäftigt (0,2 Vollzeitäquivalent).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=583851318567-80 Eintrag Lebensmittelverband], ec.europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=700829026603-04 Eintrag BVE], ec. europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit===&lt;br /&gt;
Die Jahrestagung des Lebensmittelverbands ist jährlicher Treffpunkt der deutschen Lebensmittelwirtschaft mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung, Lebensmittelbranche und Medien. Weitere Veranstaltungen sind Messen, Tagungen/Konferenzen und Seminare. Ein Beispiel ist die Tagung „Zukunft der Ernährung“ vom 05.12.2022 mit Udo di Fabio, Bundesverfassungsrichter a.D., als Referenten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20221206-tagung-zukunft-der-ernaehrung-lebensmittelverband-stellt-eckpunkte-fuer-ernaehrungsstrategie-der-zukunft-vor Pressemitteilung: Tagung „Zukunft der Ernährung“] lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Publikationen des Lebensmittelverbands gehören Broschüren/Flyer, Leitfäden/Leitlinien, Positionspapiere, Toolboxen, Berichte/Schriften und Schulmaterialien. Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland hat zudem den Podcast „ErnährungPlus“ gestartet. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20210224-podcast-ernaehrungplus-start ErnährungPlus: Podcast zu gesunder Ernährung mit Leichtathletin und Influencerin Alica Schmidt] lebensmittelverband.de, vom 02.08.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Messeausrichtung'''&lt;br /&gt;
Neben den BMEL-Auslandsmessen ist die BVE auch &amp;quot;ideele Trägerin&amp;quot; der Grünen Woche in Berlin, der Anuga in Köln und der Internoga. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen Website BVE Veranstaltungen Messen], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Anuga stellt die BVE einen Firmengemeinschaftsstand, sogenannten &amp;quot;German Pavilion&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.anuga.de/fuer-aussteller/aussteller-werden/individuelle-beteiligungsmoeglichkeiten/german-pavilion/ German Pavilion: Jetzt beim Deutschen Firmengemeinschaftsstand anmelden], anuga.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; gemeinsam mit dem BMEL zur Verfügung. Große Unternehmen sind damit unter dem &amp;quot;made in Germany&amp;quot; Dach prominenter vetreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-koelnmesse/anuga-firmengemeinschaftsbeteiligung Deutsche Firmengemeinschaftsbeteiligung], bve-online.de vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/die-anuga-2015-schliesst-ihre-tore-gemeinschaftsstand-von-bmel-und-bve-mit-abwechslungsreichem-programm-106394/ Die Anuga 2015 schließt ihre Tore: Gemeinschaftsstand von BMEL und BVE mit abwechslungsreichem Programm], verbaende. com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Auch für die Grüne Woche in Berlin stellt der BVE ein ähnliches Angebot zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Lebensmittelverband sind unter einem geteilten 700qm großen Gemeinschaftsstand &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.messen.de/de/7756/news/gruene-woche-2023-bve-gemeinschaftstand-im-zeichen-der-nachhaltigen-ernaehrung Grüne Woche 2023: BVE Gemeinschaftsstand im Zeichen der nachhaltigen Ernährung], messen.de vom 8.12.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; mehrere große Ernährungsunternehmen zusammen vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-internationale-gruene-woche/bildergalerie-gruene-woche-2023 &amp;quot;Wie schmeckt die Zukunft?&amp;quot; - Gemeinschaftsstand von BVE und Lebensmittelverband auf der Internationalen Grünen Woche 2023], bve-online.de vom 30.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/20231122-lebensmittelwirtschaft-auf-der-gruenen-woche-vielfalt-fuer-ernaehrungssicherung-und-nachhaltigkeit Pressemitteilung Lebensmittelwirtschaft auf der Grünen Woche - Vielfalt für Ernährungssicherung und Nachhaltigkeit], lebensmittelverband.de vom 22.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2023 umfasste der BVE Gemeinschaftsstand u. a. die Unternehmen Danone, Mars, McDonalds , Nestlé und REWE. Alle Aussteller sind [https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit hier] zu sehen. Der Gemeinschaftsstand wird gefördert durch die [[Rentenbank]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit Pressemitteilung Wie schmeckt die Zukunft: Lebensmittelwirtschaft zeigt auf der Grünen Woche 2023 Innovation für mehr Nachhaltigkeit], bve-online.de vom 19.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht===&lt;br /&gt;
In rechtlichen Fragen arbeitet der Lebensmittelverband Deutschland mit der Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht der Universität Bayreuth zusammen, die auf Initiative des Arbeitskreises der Bayerischen Ernährungswirtschaft (ABEW) mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung zu Anfang des Jahres 1990 gegründet worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl der Lebensmittelverband, als auch die BVE sind zudem eng verbunden mit dem [[FEI Forschungskreis der Ernährungsindustrie]]. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/industrieorganisationen FEI-Netzwerk Partnerorganisationen], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Götz Kröner, der Vorstandsvorsitzende des FEI ist auch Vorstandsmitglied im BVE.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/fei-vorstand Vorstand], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand Vorstand], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Der FEI ist Teil des Dachverbands [[AiF]] (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e. V.), einem Netzwerk aus 100 Forschungsvereinigungen aus der Industrie, die zum Ziel haben die &amp;quot;Leistungsfähigkeit des Mittelstands in allen Wirtschaftsbereichen&amp;quot; zu stärken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/dachorganisationen FEI-Netzwerk Dachorganisation: Die AiF], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Plattform Ernährung und Bewegung===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband (frühere Bezeichnung: BLL) ist Mitbegründer der [https://www.pebonline.de/ Plattform Ernährung und Bewegung]. Die gemeinsame Initiative von Politik, Verbänden und Wirtschaft wurde im September 2004 in Berlin zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und weiteren Verbänden gegründet, um sich im Bereich der Übergewichtsprävention von Kindern und Jugendlichen zu engagieren. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20050315.html Pressemitteilung: Deutsche Lebensmittelwirtschaft in der europaweit beispielhaften Plattform Ernährung und Bewegung stark engagiert] lebensmittelverband.de, vom 15.03.2005, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/aktionsprogramm-in-form/plattform-ernaehrung-bewegung-peb.html BMEL - Plattform Ernährung und Bewegung (peb)] bmel.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2018 erklärten die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und die Deutsche Adipositasgesellschaft (DAG) ihren gemeinsamen Ausstieg aus der Plattform Ernährung und Bewegung. Grund hierfür seien die in dem Verein starken Differenzen mit wirtschaftlichen Interessen sowie das gescheiterte Thema der Selbstverpflichtung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97967/Mehrere-Verbaende-beenden-Mitgliedschaft-in-der-Plattform-Ernaehrung-und-Bewegung Mehrere Verbände beenden Mitgliedschaft in der Plattform Ernährung und Bewegung] aerzteblatt.de, vom 18.09.2018, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Talkformat &amp;quot;Küchenkabinett&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Das „Küchenkabinett“ ist ein Talkformat des Lebensmittelverbands Deutschland in Kooperation mit dem Magazin Cicero, das vom Verbands-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff moderiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Videos erscheinen auf der Webseite und dem YouTube-Kanal von Cicero.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitgliedschaften==&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und die BVE teilen sich zudem eine Bürogemeinschaft mit der [[ANG Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss]] und arbeiten mit dieser auch eng zusammen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk Netzwerk], bve-online.de vom 07.08.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ANG ist der &amp;quot;sozialpolitische&amp;quot; Spitzenverband der Ernährungsindustrie mit einem Bundesverband und neun Landesverbänden, sowie vier Fachverbänden &amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/die-ang.html Die ANG], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die ANG-Hauptgeschäftsführerin Stefanie Sabet ist auch Teil der BVE-Geschäftsführung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/ANG_-_Gesch%C3%A4ftsstelle.html Geschäftsstelle], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team Team], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Lebensmittelverband Deutschland&amp;quot; - Lobbyregister beim Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://zaw.de/ Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft] (ZAW)&lt;br /&gt;
*[https://iccwbo.org/about-us/ International Chamber of Commerce] (ICC) Germany&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die BVE ist laut Lobbyregsiter nur bei [[FoodDrinkEurope]] Mitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie&amp;quot; - Lobbyregister im Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Homepage des[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Lebensmittelverbands] und der [https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk BVE] finden sich jedoch noch einige (teilweise gemeinsame) Partnerschaften mit den folgenden Organisationen: &lt;br /&gt;
*[[FoodDrinkEurope]] &lt;br /&gt;
*[https://www.ang-online.com/de/ Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V.] (ANG) &lt;br /&gt;
*[https://www.fei-bonn.de/ Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V.] (FEI) &lt;br /&gt;
*[https://www.germanexport.org/ German Export Association for Food and Agriproducts] (GEFA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland e.V. ist zudem Mitglied im europäischen und internationalen Verband der Nahrungsergänzungsmittelindustrie:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland], lebensmittelverband.de, abgerufen am 09.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://foodsupplementseurope.org/ Food Supplements Europe] &lt;br /&gt;
*[https://www.iadsa.org/ International Alliance of Dietary/Food Supplements Associations] (IADSA) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Kritik &amp;amp; Kampagne gegen Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung===&lt;br /&gt;
Ende Februar 2023 stellte Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, ein Gesetzesvorhaben vor, mit dem an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit viel Zucker, Salz oder Fett verboten werden soll. Demnach soll es nicht mehr zulässig sein, für bestimmte Lebensmittel, die den Anforderungen des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestimmten Nährwertprofils widersprechen, und die nach Art, Inhalt oder Gestaltung an Kinder gerichtet sind, zu werben (wesentliche Inhalte können [https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2023/024-lebensmittelwerbung-kinder.html hier] nachgelesen werden). In einem „Faktencheck“ übte der Lebensmittelverband Kritik an dem Gesetzesvorhaben. Kritisiert wird v.a. die Orientierung an den Richtwerten der WHO, denn dies führe laut dem Verband dazu, dass 70 Prozent aller auf dem Markt befindlichen Produkte von dem Verbot betroffen wären. Der Lebensmittelverband spricht deshalb von einem „nahezu vollständige[m] Werbe- und Sponsoringverbot“ und bestreitet, dass Lebensmittelwerbung einen nachhaltigen Einfluss auf das Ernährungsverhalten von unter 14-Jährigen habe. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230303-faktencheck-gesetzesvorhaben-fuer-mehr-kinderschutz-in-der-werbung Behauptungen des BMEL genauer betrachtet: Faktencheck „Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung“] lebensmittelverband.de, vom 03.03.2023, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Dieses Gesetzesvorhaben ist Teil einer größer angelegten &amp;quot;Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten&amp;quot; des BMEL,&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/reduktionsstrategie-zucker-salz-fette.html Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;die bis Ende 2025 gehen soll. Sowohl die BVE als auch der Lebensmittelverband sind Mitglieder im Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/begleitgremium-reduktions-innovationsstrategie.html Das Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Dass ein Teil dieser Strategie auch auf die Werbung bestimmter Produkte abzielt und gerade der Konsum ungesunder Produkte durch Jugendliche begrenzt werden soll, wusste der Lebensmittelverband bereits 2018 bei der Unterzeichnung der Grundsatzerklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ernaehrung/Reduktionsstrategie/GrundsatzvereinbarungReduktion.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=4 Grundsatzvereinbarung zwischen dem BMEL und den teilnehmenden Wirtschaftsverbänden des Runden Tisches], bmel.de, vom 16.09.2018, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie spricht mit Verweis auf den [[Zentralverband der Werbewirtschaft (ZAW)]] von einem „Totalverbot für Werbung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/warum-ein-werbeverbot-allen-schadet Warum ein Werbeverbot allen schadet] bve-online.de, vom 23.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem rief die BVE die Kampagne [https://xn--lieber-mndig-klb.de/ „#liebermündig“] ins Leben, im Rahmen derer u.a. Anzeigen in Zeitungen unter dem Titel „Cem Özdemirs Verbotskatalog“ aufgeführt wurden, um sich öffentlichkeitswirksam gegen das geplante Werbeverbot zu stellen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Werbeverbote-fuer-ungesunde-Lebensmittel/!5921521/ Werbeverbote für ungesunde Lebensmittel: Irreführende Kampagne der Industrie] taz.de, vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BVE_online/status/1640313618129354756 Ernährungsindustrie BVE auf Twitter] twitter.com, vom 27.03.2023, angerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Allianz für Nicht-Übertragbare Krankheiten (DANK)]], ein Bündnis aus 22 medizinischen und wissenschaftlichen Fachverbänden, antwortete auf die Kampagnen mit ihrem eigenen Faktencheck ([https://www.dank-allianz.de/files/content/dokumente/public/2023-04-11_BVE-Kampagne_Faktencheck-DANK_final.pdf hier]). Die Sprecherin der DANK und Geschäftsführerin der [[Deutschen Diabetes Gesellschaft (DAG)]] erklärt, wie die #liebermündig-Kampagne v. a. dazu diene, dass Problem zu verharmlosen und Eigenverantwortung auf die Bürger:innen zu übertragen.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;&amp;gt;[https://adipositas-gesellschaft.de/faktencheck-zu-aussagen-der-ernaehrungsindustrie-dank-diese-kampagne-ist-irrefuehrend-auf-allen-ebenen/ Faktencheck zu Aussagen der Ernährungsindustrie - DANK: &amp;quot;Diese Kampagne ist irreführend auf allen Ebenen&amp;quot;], adipositas-gesellschaft.de vom 11.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Zusätzlich sei die Kampagne auch wissenschaftlich „irreführend auf allen Ebenen“. Die DANK erklärt, die Ernährungsindustrie bediene sich hier „eins zu eins der Strategien der Tabaklobby“.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf diese Vorwürfe antwortet der Lebensmittelverband und die BVE in gemeinsamen Stellungsnahmen und streitet die Behauptungen der wissenschaftlich unsauberen und irreführenden Darstellung des Werbeverbots von ihrer Seite ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/irrefuehrender-faktencheck-der-dank-zur-kampagne-liebermuendig Irreführender Faktencheck der DANK zur Kampagne #liebermündig], bve-online.de vom 18.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20231108-streit-ums-kinder-lebensmittel-werbegesetz-lebensmittelwirtschaft-kontert-dank Streit um Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz - Lebensmittelwirtschaft kontert DANK], lebensmittelverband.de vom 08.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Verteidigung der #liebermündig-Kampagne folgen daraufhin mehrere wissenschaftliche Studien. &lt;br /&gt;
Die BVE &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/bitte-zu-ende-denken Pressemitteilung BITTE ZU ENDE DENKEN! Initiative von Branchenverbänden und Vermarktern zum geplanten Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz], bve-online.de vom 20.10.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; bezieht sich auf den „Wettbewerbsexperten“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/download/geht-oezdemirs-werbeverbot-fuer-ungesunde-lebensmittel-zu-weit Abends keine Gummibärchen: Geht Özdemirs Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel zu weit?], tagesspiegel.de vom 01.07.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Justus Haucap]] und seine Studie „Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes-„KLWG“ für die Medien- und Werbewirtschaft&amp;quot;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dus-competition.de/media/pages/download/34686f609d-1687519496/2023_gutachten_oekonomische_wirkung_klwg.pdf Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes - &amp;quot;KLWG&amp;quot; für die Medien- und Werbewirtschaft], dus-competition.de vom Juli 2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;in welcher die negativen ökonomischen Folgen für die Werbeindustrie durch den BMEL-Gesetzesentwurf erforscht werden. Diese wurde vom [[Markenverband]] in Auftrag gegeben.  Der [[Markenverband]] ist eine Partnerorganisation des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft [[(ZAW)]] und der [[Internationalen Handelskammer (ICC)]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.markenverband.de/verband/netzwerk Netzwerk], markenverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; in denen auch der Lebensmittelverband Mitglied ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Lobbyregistereintrag Lebensmittelverband], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen vom 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem [[ZAW]] hat der Lebensmittelverband auch ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230426-gesetzesentwurf-zu-werbeverboten-ist-verfassungs-und-europarechtswidrig Juristisches Gutachten von Professor Dr. Martin Burgi, LMU München: Gesetzesentwurf zu Werbeverboten ist verfassungs- und europarechtswidrig], lebensmittelverband.de vom 26.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;In diesem kommt ein Rechtswissenschaftsprofessor zu dem Ergebnis, dass der Gesetzesentwurf des BMEL nicht verfassungs- und europarechtskonform sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch kritisiert die irreführenden Aussagen der Lebensmittel- und Werbewirtschaft. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-foodwatch-kritisiert-desinformationskampagne-von-lobbyverbaenden-fdp-und-cdu/ Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: foodwatch kritisiert Desinformationskampagne von Lobbyverbänden, FDP und CDU] foodwatch.org, vom 14.03.2023, abgerufen am 30.01.2024 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kampagne erwecke den Eindruck, dass das geplante Gesetz Werbung für ganze Produktkategorien wie Jogurt, Käse oder Müsli verbiete. Dies sei jedoch falsch, da weiterhin viele Produkte aus diesen und weiteren Kategorien beworben werden dürfen. 40 Prozent aller Lebensmittel würden die vorgegebenen Grenzwerte generell einhalten und seien deshalb nicht betroffen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2023/oezdemirs-geplante-werbeschranken-diese-produkte-sind-wirklich-betroffen/ Özdemirs geplante Werbeschranken: Diese Produkte sind wirklich betroffen: Foodwatch DE] foodwatch.org, vom 04.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt nennt Foodwatch das Gesetzesvorhaben einen „Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/presse-statement-zu-werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-ein-meilenstein-im-kampf-gegen-fehlernaehrung/ Presse-Statement zu Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: &amp;quot;Ein Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung&amp;quot;] foodwatch.org, vom 27.02.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2020: Aktivitäten zur Verwässerung des Nutri-Score===&lt;br /&gt;
Die Lebensmittel-Ampel  Nutri-Score soll in vereinfachter Form zeigen, wie gesund ein Lebensmittel ist. Ökotest berichtete am 16.07. 2020 unter Berufung auf foodwatch darüber, dass der Lebensmittelverband mit Hochdruck daran arbeite, die Berechnungsgrundlagen des Nutri-Score zu verändern, um ungesunde Produkte besser aussehen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oekotest.de/essen-trinken/Lebensmittel-Lobby-will-Nutri-Score-verwaessern-Sieben-Beispiele-in-Bildern_11375_1.html Lebensmittel-Lobby will Nutri-Score verwässern], oekotest.de vom 16.07.2020, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2020/kampf-um-nutri-score-das-sind-die-7-dreistesten-forderungen-der-lebensmittellobby/ Kampf um Nutriscore, Pressemitteilung vom 16.07.2020], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Foodwatch hat außerdem dokumentiert, dass die europäische Ernährungsindustrie über eine Milliarde Euro in eine jahrelange Lobbyschlacht investiert hat, um eine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz in Ampelfarben zu verhindern und ihre eigenen Vorstellungen durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/informieren/ampelkennzeichnung/mehr-zum-thema/lobby-aktivitaeten-gegen-die-ampel/ Lobby-Aktivitäten gegen die Ampel], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2010/06/red-light-consumer-information A red light for consumer information], corporateeurope.org vom 10.06.2010, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2016: Mineralöle in Lebensmitteln===&lt;br /&gt;
Im März 2016 warf der Verein Foodwatch e.V. dem BLL vor, eine Initiative von Aldi Süd gegen Mineralölverunreinigungen zu blockieren. Aldi Süd hatte zuvor in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-02-10_Rundschreiben_Aldi-Sued.pdf Schreiben] an seine Zuliefererbetriebe verlangt, dass in den Lebensmitteleigenmarken in Zukunft keine Mineralölbestandteile nachweisbar sind. Daraufhin hat der BLL in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-03-07_bll_mineraloel_schreiben_aldi.pdf Rundschreiben] an Aldi Süd und seine eigenen Mitgliedern gefordert, die Vorgaben zurückzunehmen, da diese „weder praktisch erfüllbar noch unter Verbraucherschutzaspekten [...] gerechtfertigt“ seien. Foodwatch zufolge stellte sich der BLL damit gegen die gesundheitliche Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Der BLL wies den Vorwurf von Foodwatch „mit Nachdruck“ zurück. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2016/mineraloel-in-lebensmitteln-lobbyverband-will-initiative-von-aldi-sued-fuer-mehr-verbraucherschutz-verhindern/ Mineralöl in Lebensmitteln: Lobbyverband will Initiative von Aldi Süd für mehr Verbraucherschutz verhindern] foodwatch.de, vom 05.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20160306-foodwatch-mineraloel Pressemitteilung: Foodwatch führt Verbraucher und Medien in die Irre!] lebensmittelverband.de, vom 06.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Verteidigung von TTIP===&lt;br /&gt;
Als 2014 eine Diskussion um ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP) entbrannte, gehörte die BVE zu den Verteidigern des Abkommens. Gegen die Zweifel von Kritikern des Abkommens bezogen auf Umwelt- und Sozialstandards, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/freihandelsabkommen-wie-ttip-nationale-standards-aushebeln-100.html Freihandelsabkommen: Wie TTIP nationale Standards aushebeln kann], deutschlandfunk.de vom 11.07.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/diskussion-um-freihandelsabkommen-hohe-erwartungen-und-scharfe-kritik/?cn-reloaded=1 Diskussion um Freihandelsabkommen: hohe Erwartung und scharfe Kritik], nachhaltigkeitsrat.de vom 15.01.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;konterte die BVE mit einer eigenen Umfrage, nach der die meisten deutschen Herrsteller sich Vorteile von einem Freihandelsabkommen versprechen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/infothek/publikationen-jahresbericht/pwc-bve-exportbarometer-mai2014 PwC/BVE Exportbarometer Mai 2014], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-20140623-ttip-pk Pressemitteilung &amp;quot;TTIP sichert der Branche Wachstum - in den USA und weltweit.&amp;quot;], bve-online.de vom 24.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die öffentliche Debatte, die über TTIP entfachte, erklärte der Geschäftsführer Christoph Minhoff, als &amp;quot;oft antiamerikanisch motiviert&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Debatte-um-Freihandelsabkommen-TTIP/!5039253/ Debatte um Freihandelsabkommen TTIP: Freier Handel für freies Bier], taz.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Auch Transparenzsorgen über den Ausschluss der Öffentlichkeit von den Verhandlungsprozessen empfand Minhoff als überzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/die-ernahrungsindustrie-schwort-auf-freihandel-3570133.html TTIP Die Ernährungsindustrie schwört auf Freihandel], tagesspiegel.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragwürdige Transparenzstudie der Lebensmittelwirtschaft===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und weitere Verbände der Lebensmittelbranche, wie der [[Deutscher Bauernverband|Deutsche Bauernverband]] (DBV) und die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, haben im Jahr 2012 den als Kommunikationsplattform dienenden Verein &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot; gegründet. Die Lebensmittelwirtschaft sollte der aufkommenden Kritik und dem angeschlagenen Image im Zuge der Fleischskandale ein adäquates Gegengewicht in Form von „sachlichen Informationen“ entgegenbringen. Geschäftsführer wurde Stephan Becker-Sonnenschein, der zuvor u.a. für [[Telefónica]], als PR-Manager für den Tabakkonzern [[Philip Morris]] und für [[RWE]] gearbeitet hatte. Vorsitzender der Lebensmittelwirtschaft wurde der Deutschlandchef von [[Nestlé]], Gerhard Berssenbrügge. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prreport.de/singlenews/uid-6200/becker-sonnenschein-fuehrt-die-lebensmittelwirtschaft-ev/ PRReport | Becker-Sonnenschein führt &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot;] prreport.de, vom 31.10.2012, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/public-affairs/diener-vieler-herren/ Diener vieler Herren] politik-kommunikation.de, vom 16.07.2013, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein betrieb einerseits klassischen Lobbyismus und führte Gespräche mit Vertretern aus der Politik, wie mit dem damaligen Landwirtschaftsminister [[Christian Schmidt]] ([[CSU]]). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20150720174330/https:/www.presseportal.de/pm/110636/2787622 Den Dialog aufrechterhalten - Die Lebensmittelwirtschaft beim Ministergespräch | Pressemitteilung Die Lebensmittelwirtschaft e.V.] web.archive.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits griff der Lobbyverein auch in politisch umstrittene Themen ein, wie die Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln. Dies geschah etwa durch eine Auftragsstudie zum Thema „Verbraucherverständnis von Transparenz“, deren Ergebnisse in der Pressekommunikation der Lebensmittelwirtschaft - zugunsten der Position der Branche - in ein gutes Licht gestellt wurden. Foodwatch beklagte daraufhin die grobe Verzerrung der Ergebnisse. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/lobbyverein-verfaelscht-ergebnisse-von-eigener-studien Lobbyverein verfälscht Ergebnisse von eigener Studien] foodwatch.org, vom 05.11.2014, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/fileadmin/foodwatch.de/news/Transparenz_ueber_die_Transparenzstudie.pdf Presseerklärung der Lebensmittelwirtschaft - Einordnung von Foodwatch] foodwatch.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Immerhin lautete das Resümee der Lebensmittelwirtschaft, dass existierende Informationen (auf Lebensmitteln) nicht oder kaum genutzt würden und ein Großteil der Verbraucher:innen keine zusätzlichen oder umfangreicheren Informationen einfordern würde. Agrarökonom und Studienautor Achim Spiller betonte hingegen, dass ein klares Bedürfnis nach mehr Transparenz bestehe. Nicht wünschenswerte Ergebnisse, wie etwa das mangelnde Vertrauen in die Lebensmittelindustrie wurden seitens der Lebensmittelwirtschaft nicht aufgegriffen. Die Präsentation mit den Studienergebnissen kann [https://www.uni-goettingen.de/de/document/download/a350cc3497e9b5f827c9976121a26561.pdf/Verbraucherverstndnis_von_Transparenz.pdf hier] abgerufen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Januar 2017 gab der Lobbyverein seine Auflösung bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen== &lt;br /&gt;
===Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
'''Hauptgeschäftsführer:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph Minhoff, Journalist, ist außerdem Moderator des Talkformats „Küchenkabinett“ des Lebensmittelverbands in Kooperation mit dem Magazin Cicero als Medienpartner. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Minhoff ist wie Gundula Ehlig und Romy Epphardt (beides Assistentinnen der Hauptgeschäftsführung) ebenfalls an der Spitze der Geschäftsführung der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team BVE - Team] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender (Präsident) des Lebensmittelverbands: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* René Püchner, Managing Director bei Capri Sun Vertriebs GmbH, ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand BVE - Vorstand] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Christian von Boetticher, ehemaliger Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein und ehemaliger Parteivorsitzender der CDU Schleswig-Holstein ist ebenfalls Mitglied im Kuratoium des Lebensmittelverbands.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium Kuratorium], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Mitglieder des Lebensmittelverbandvorstands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/vorstand hier] abrufbar und alle Mitglieder des BVE-Vorstands [https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Kuratoriums sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat und Ausschüsse des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Auf der Homepage gibt der Lebensmittelverband an, dass ihm Wissenschaftliche Beiräte als beratende Gremien zur Seite stehen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/wir-ueber-uns Wir über uns: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese bestehen aus 40 Vertreter:innen der Natur- und Rechtswissenschaften und sind in ihrer Position ehrenamtlich tätig. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/wissenschaftlicher-beirat Beiräte: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mitglieder des Beirates tragen u.a. auch bei den Veranstaltungen des Verbands eine zentrale Rolle, etwa wenn es um Themen wie Gentechnik im Lebensmittelbereich oder die Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie geht. Sie sind, ebenso wie die Mitglieder der Fachausschüsse und des Rechtsausschusses, auf der Homepage nicht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband hat insgesamt 459 Mitgliedern (Stand: 29.01.2024, Angabe aus dem Lobbyregistereintrag). Dabei handelt es sich um Verbände, Unternehmen aus Industrie, Handel und Systemgastronomie bzw. Großverbraucher sowie um Persönliche/Korporative Mitglieder wie z.B. Anwaltskanzleien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder Mitglieder], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie hat 109 Mitglieder, wobei diese sich in Fachverbände, Unternehmen und Fördermitglieder unterteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve Mitglieder], bve-online.de vom 20.10.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den prominensten Mitgliedern des Lebensmittelverbands und der BVE zählen, u. a. : &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Capri Sun]]&lt;br /&gt;
*[[Coca-Cola]]&lt;br /&gt;
*[[Conditorei Coppenrath &amp;amp; Wiese]]&lt;br /&gt;
*[[Danone]]&lt;br /&gt;
*[[Ferrero]]&lt;br /&gt;
*[[Nestlé]]&lt;br /&gt;
*[[Nordzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Dr. Oetker]]&lt;br /&gt;
*[[Südzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Unilever]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollständigen Mitglieder des Lebensmittelverbands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder hier] und die der BVE sind [https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve hier] abrufbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM)===&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland ist eine im Jahr 2003 gegründete Plattform für die Interessenvertretung der Nahrungsergänzungsmittelbranche in Deutschland. Zu den 50 Mitgliedern, die im Arbeitskreis zum „Austausch über rechtliche und wissenschaftliche Fragestellungen zu Nahrungsergänzungsmitteln“ beitragen, zählen Herstellerfirmen von Nahrungsergänzungsmitteln, Rohwarenhersteller und Dienstleister (Laboratorien, Anwaltskanzleien, Beratungsfirmen). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Die gesamten Einnahmen des Lebensmittelverbands (Mitgliedsbeiträge, Sondereinnahmen Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller, Auflösungen aus Rücklagen) wurden im Jahr 2023 mit 4.252.881 Euro angeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 21 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/b1/dd/211720/20230606_LMVD_Kostenverteilung_2022.pdf LMVD Kostenverteilung 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamteinnahmen der BVE wurden im Jahr 2023 mit 2.977.222 Euro angegeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 27 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/05/1d/212637/Guv-und-Bilanz-2022.pdf GUV und Bilanz 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228370</id>
		<title>Lebensmittelverband Deutschland</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228370"/>
		<updated>2024-01-30T18:26:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = &lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1955 (Lebensmittelverband, vormals BLL), 1949 (BVE) &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Berlin, Claire-Waldorff-Straße 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = 1040 Brüssel, Avenue des Nerviens 9-31&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.lebensmittelverband.de/ lebensmittelverband.de] [https://www.bve-online.de/ bve-online.de]  }}&lt;br /&gt;
Der '''Lebensmittelverband Deutschland''' e.V. und die '''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie''' agieren als Doppelverband der Ernährungswirtschaft. Neben einer Bürogemeinschaft, teilen sie sich auch die gleiche Geschäftsführung. Der Lebensmittelverband, bis Juli 2019 Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), ist hierbei der öffentlichkeitswirksame Arm. Er tritt auf als der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft und nach eigenen Angaben wichtiger Gesprächspartner von Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Verbraucherorganisationen und Medien im Politikfeld Lebensmittel und Verbraucherschutz. Er repräsentiert die gesamte Lebensmittelkette, beginnend mit der Landwirtschaft, über die Industrie, das Handwerk bis hin zum Handel sowie die Großverbraucher, alle Zulieferbereiche einschließlich des Futtermittelsektors und die Tabakbranche. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/13159?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die BVE ist der wirtschaftspolitische Teil des Doppelverbands. Damit gehen auch anderen inhaltliche Schwerpunkte als beim Lebensmittelverband einher. Die BVE betreibt weniger Öffentlichkeitsarbeit, gerichtet auf Konsument:innen und tritt eher als Interessenvertreter der Ernährungs- und Lebensmittelwirtschaft auf. Sie beschreiben ihr Anliegen darin, die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungsindustrie zu erhalten. Dies geht mit Kampagnen gegen mehr Regulierung von Ernährungskonzernen, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ernaehrungs-umschau.de/news/08-05-2023-diskussion-um-bmel-entwurf-zur-regulierung-der-an-kinder-gerichteten-lebensmittelwerbung/ Ernährungspolitik: Diskussion um Regulierung der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung], ernaehrungs-umschau.de vom 08.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Abbau von Bürokratie &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Glaeserne-Gesetze/Stellungnahmen/3-aend-marktowmeldv-bve.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 Dritte Verordnung zur Änderung der Marktordnungswaren-Meldeverordnung], bmel.de, vom 29.09.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; und einer diskursiven Verschiebung auf die Eigenverantwortung von Bürger:innen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/verbraucher/leitbild-verbraucher/verbraucherleitbild Verbraucher in der Eigenverantwortung], bve-online.de vom 29.05.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; einher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Kontakte zu nationalen und europäischen Institutionen===&lt;br /&gt;
Die Verbände sind die ernährungspolitische Interessenvertretung gegenüber der  Bundesregierung und dem Bundestag, den Länderregierungen und den Länderparlamente. Auf europäischer Ebene sind sie z. B. im Rahmen des europäischen Verbands [[FoodDrinkEurope]] und mittels Kontakte zum Europäischen Parlament aktiv.  Der Lebensmittelverband beteiligt sich zusätzlich noch an den Arbeiten der weltweit tätigen FAO (Food and Agriculture Organization) und der WHO (World Health Organization) im Rahmen des Codex Alimentarius. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem BMEL und dem Auswärtigen Amt organisiert die BVE seit 2009 &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ost-ausschuss.de/de/1-au-enwirtschaftstag-der-agrar-und-ern-hrungswirtschaft 1. Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], ost-ausschuss.de vom 18.06.2009, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; die &amp;quot;Außenwirtschaftstage der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftstag-der-agrar-und-ernaehrungswirtschaft Website BVE Konferenzen Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2015 auch die &amp;quot;Außenwirtschaftsseminare der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftsseminar Website BVE Konferenzen 4. Außenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft 08. Juni 2022], bve-online.de vom 24.02.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese werden nur von dem BMEL und der BVE organisiert und beinhalten einen stärkeren Praxisbezug.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://afc.net/termine/referent-bmelbve-aussenwirtschaftsseminar-in-berlin Refernt: BMEL/BVE &amp;quot;Außenwirtschaftsseminar&amp;quot; in Berlin], afc.net, vom 16.09.2015, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Netzwerktreffen dienen laut BMEL dem Zusammentreffen von Politik und Wirtschaft. Ziel ist es, dass &amp;quot;die Köpfe der Unternehmen mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik&amp;quot; zusammen treffen, dort &amp;quot;tauschen [sie] sich aus und informieren sich über attraktive Absatz- und Beschaffungsmärkte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.auwitag-ernaehrung.de/ Website Aussenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft], auwitag-ernaehrung.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Sponsoren der Außenwirtschaftstage sind u. a. die [[Rentenbank]], die [[Deutsche Bank]], [[Sopexa]] (Kommunikationsagentur für Lebensmittel- und Getränkeindustrie9 und [[AON]] Versicherungsmakler sowie die [[DLG]] (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng verbunden ist die BVE außerdem mit dem BMEL über die Gestaltung und Programmorganisation von Auslandsmessen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/bmel-auslandsmessen Website BVE Messen BMEL-Auslandsmesseprogramm], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Als Teil ihrer &amp;quot;Förderung der Exportaktivitäten der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot; stellt das BMEL 8,8 Millionen Euro für Auslandsmessen zur Verfügung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/rede-der-bundesministerin-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-julia-kloeckner--1937872 Rede der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner], bundesregierung.de, vom 26.06.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die BVE ermöglicht den Unternehmen dann Zugang zu dem Exportabsatzmarkt, indem sie Teilnahmen und Programme für die 36 Fachmessen auf fünf Kontinenten mit koordiniert. &lt;br /&gt;
Teil des Exportförderprogramms des BMEL &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/internationales/aussenwirtschaftspolitik/handel-und-export/exportfoerderprogramm.html Exportförderprogramm für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; sind außerdem Unternehmensreisen zur Markterkundung, welche das BMEL mit ihrem Programm mit 3 Millionen mitfinanziert.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;/&amp;gt;Die BVE gibt auch hier eine Vorauswahl an das BMEL für relevante Auslandsmärkte und unterstützt das Ministerium bei der Auswahl von Unternehmerreisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/aussenwirtschaft/exportfoerderung-1/gefoerderte-unternehmerreisen-und-informationsveranstaltungen Geförderte Unternehmerreisen und Informationsveranstaltungen], bve-online.de vom 04.10.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyregisterangaben===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister geben die Verbände an (Stand: 30.01.2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lebensmittelverband'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 900.001 bis 910.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 21 bis 30 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen vier namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050 zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 630.001 bis 640.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 11 bis 20 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen zwei namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut EU Transparenzregister lagen die Lobbyausgaben in Brüssel für das Jahr 2022 biem Lebensmittelverband zwischen 100.000 und 199.999 Euro und bei der BVE zwischen 10.000 und 24.999 Euro. Der Lebensmittelverband beschäftigt 3 Lobbyist:innen beschäftigt (2 Vollzeitäquivalent), während die BVE 1 Lobbyisten beschäftigt (0,2 Vollzeitäquivalent).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=583851318567-80 Eintrag Lebensmittelverband], ec.europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=700829026603-04 Eintrag BVE], ec. europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit===&lt;br /&gt;
Die Jahrestagung des Lebensmittelverbands ist jährlicher Treffpunkt der deutschen Lebensmittelwirtschaft mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung, Lebensmittelbranche und Medien. Weitere Veranstaltungen sind Messen, Tagungen/Konferenzen und Seminare. Ein Beispiel ist die Tagung „Zukunft der Ernährung“ vom 05.12.2022 mit Udo di Fabio, Bundesverfassungsrichter a.D., als Referenten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20221206-tagung-zukunft-der-ernaehrung-lebensmittelverband-stellt-eckpunkte-fuer-ernaehrungsstrategie-der-zukunft-vor Pressemitteilung: Tagung „Zukunft der Ernährung“] lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Publikationen des Lebensmittelverbands gehören Broschüren/Flyer, Leitfäden/Leitlinien, Positionspapiere, Toolboxen, Berichte/Schriften und Schulmaterialien. Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland hat zudem den Podcast „ErnährungPlus“ gestartet. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20210224-podcast-ernaehrungplus-start ErnährungPlus: Podcast zu gesunder Ernährung mit Leichtathletin und Influencerin Alica Schmidt] lebensmittelverband.de, vom 02.08.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Messeausrichtung'''&lt;br /&gt;
Neben den BMEL-Auslandsmessen ist die BVE auch &amp;quot;ideele Trägerin&amp;quot; der Grünen Woche in Berlin, der Anuga in Köln und der Internoga. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen Website BVE Veranstaltungen Messen], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Anuga stellt die BVE einen Firmengemeinschaftsstand, sogenannten &amp;quot;German Pavilion&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.anuga.de/fuer-aussteller/aussteller-werden/individuelle-beteiligungsmoeglichkeiten/german-pavilion/ German Pavilion: Jetzt beim Deutschen Firmengemeinschaftsstand anmelden], anuga.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; gemeinsam mit dem BMEL zur Verfügung. Große Unternehmen sind damit unter dem &amp;quot;made in Germany&amp;quot; Dach prominenter vetreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-koelnmesse/anuga-firmengemeinschaftsbeteiligung Deutsche Firmengemeinschaftsbeteiligung], bve-online.de vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/die-anuga-2015-schliesst-ihre-tore-gemeinschaftsstand-von-bmel-und-bve-mit-abwechslungsreichem-programm-106394/ Die Anuga 2015 schließt ihre Tore: Gemeinschaftsstand von BMEL und BVE mit abwechslungsreichem Programm], verbaende. com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Auch für die Grüne Woche in Berlin stellt der BVE ein ähnliches Angebot zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Lebensmittelverband sind unter einem geteilten 700qm großen Gemeinschaftsstand &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.messen.de/de/7756/news/gruene-woche-2023-bve-gemeinschaftstand-im-zeichen-der-nachhaltigen-ernaehrung Grüne Woche 2023: BVE Gemeinschaftsstand im Zeichen der nachhaltigen Ernährung], messen.de vom 8.12.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; mehrere große Ernährungsunternehmen zusammen vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-internationale-gruene-woche/bildergalerie-gruene-woche-2023 &amp;quot;Wie schmeckt die Zukunft?&amp;quot; - Gemeinschaftsstand von BVE und Lebensmittelverband auf der Internationalen Grünen Woche 2023], bve-online.de vom 30.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/20231122-lebensmittelwirtschaft-auf-der-gruenen-woche-vielfalt-fuer-ernaehrungssicherung-und-nachhaltigkeit Pressemitteilung Lebensmittelwirtschaft auf der Grünen Woche - Vielfalt für Ernährungssicherung und Nachhaltigkeit], lebensmittelverband.de vom 22.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2023 umfasste der BVE Gemeinschaftsstand u. a. die Unternehmen Danone, Mars, McDonalds , Nestlé und REWE. Alle Aussteller sind [https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit hier] zu sehen. Der Gemeinschaftsstand wird gefördert durch die [[Rentenbank]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit Pressemitteilung Wie schmeckt die Zukunft: Lebensmittelwirtschaft zeigt auf der Grünen Woche 2023 Innovation für mehr Nachhaltigkeit], bve-online.de vom 19.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht===&lt;br /&gt;
In rechtlichen Fragen arbeitet der Lebensmittelverband Deutschland mit der Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht der Universität Bayreuth zusammen, die auf Initiative des Arbeitskreises der Bayerischen Ernährungswirtschaft (ABEW) mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung zu Anfang des Jahres 1990 gegründet worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl der Lebensmittelverband, als auch die BVE sind zudem eng verbunden mit dem [[FEI Forschungskreis der Ernährungsindustrie]]. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/industrieorganisationen FEI-Netzwerk Partnerorganisationen], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Götz Kröner, der Vorstandsvorsitzende des FEI ist auch Vorstandsmitglied im BVE.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/fei-vorstand Vorstand], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand Vorstand], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Der FEI ist Teil des Dachverbands [[AiF]] (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e. V.), einem Netzwerk aus 100 Forschungsvereinigungen aus der Industrie, die zum Ziel haben die &amp;quot;Leistungsfähigkeit des Mittelstands in allen Wirtschaftsbereichen&amp;quot; zu stärken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/dachorganisationen FEI-Netzwerk Dachorganisation: Die AiF], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Plattform Ernährung und Bewegung===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband (frühere Bezeichnung: BLL) ist Mitbegründer der [https://www.pebonline.de/ Plattform Ernährung und Bewegung]. Die gemeinsame Initiative von Politik, Verbänden und Wirtschaft wurde im September 2004 in Berlin zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und weiteren Verbänden gegründet, um sich im Bereich der Übergewichtsprävention von Kindern und Jugendlichen zu engagieren. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20050315.html Pressemitteilung: Deutsche Lebensmittelwirtschaft in der europaweit beispielhaften Plattform Ernährung und Bewegung stark engagiert] lebensmittelverband.de, vom 15.03.2005, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/aktionsprogramm-in-form/plattform-ernaehrung-bewegung-peb.html BMEL - Plattform Ernährung und Bewegung (peb)] bmel.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2018 erklärten die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und die Deutsche Adipositasgesellschaft (DAG) ihren gemeinsamen Ausstieg aus der Plattform Ernährung und Bewegung. Grund hierfür seien die in dem Verein starken Differenzen mit wirtschaftlichen Interessen sowie das gescheiterte Thema der Selbstverpflichtung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97967/Mehrere-Verbaende-beenden-Mitgliedschaft-in-der-Plattform-Ernaehrung-und-Bewegung Mehrere Verbände beenden Mitgliedschaft in der Plattform Ernährung und Bewegung] aerzteblatt.de, vom 18.09.2018, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Talkformat &amp;quot;Küchenkabinett&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Das „Küchenkabinett“ ist ein Talkformat des Lebensmittelverbands Deutschland in Kooperation mit dem Magazin Cicero, das vom Verbands-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff moderiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Videos erscheinen auf der Webseite und dem YouTube-Kanal von Cicero.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitgliedschaften==&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und die BVE teilen sich zudem eine Bürogemeinschaft mit der [[ANG Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss]] und arbeiten mit dieser auch eng zusammen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk Netzwerk], bve-online.de vom 07.08.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ANG ist der &amp;quot;sozialpolitische&amp;quot; Spitzenverband der Ernährungsindustrie mit einem Bundesverband und neun Landesverbänden, sowie vier Fachverbänden &amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/die-ang.html Die ANG], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die ANG-Hauptgeschäftsführerin Stefanie Sabet ist auch Teil der BVE-Geschäftsführung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/ANG_-_Gesch%C3%A4ftsstelle.html Geschäftsstelle], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team Team], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Lebensmittelverband Deutschland&amp;quot; - Lobbyregister beim Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://zaw.de/ Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft] (ZAW)&lt;br /&gt;
*[https://iccwbo.org/about-us/ International Chamber of Commerce] (ICC) Germany&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die BVE ist laut Lobbyregsiter nur bei [[FoodDrinkEurope]] Mitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie&amp;quot; - Lobbyregister im Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Homepage des[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Lebensmittelverbands] und der [https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk BVE] finden sich jedoch noch einige (teilweise gemeinsame) Partnerschaften mit den folgenden Organisationen: &lt;br /&gt;
*[[FoodDrinkEurope]] &lt;br /&gt;
*[https://www.ang-online.com/de/ Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V.] (ANG) &lt;br /&gt;
*[https://www.fei-bonn.de/ Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V.] (FEI) &lt;br /&gt;
*[https://www.germanexport.org/ German Export Association for Food and Agriproducts] (GEFA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland e.V. ist zudem Mitglied im europäischen und internationalen Verband der Nahrungsergänzungsmittelindustrie:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland], lebensmittelverband.de, abgerufen am 09.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://foodsupplementseurope.org/ Food Supplements Europe] &lt;br /&gt;
*[https://www.iadsa.org/ International Alliance of Dietary/Food Supplements Associations] (IADSA) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Kritik &amp;amp; Kampagne gegen Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung===&lt;br /&gt;
Ende Februar 2023 stellte Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, ein Gesetzesvorhaben vor, mit dem an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit viel Zucker, Salz oder Fett verboten werden soll. Demnach soll es nicht mehr zulässig sein, für bestimmte Lebensmittel, die den Anforderungen des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestimmten Nährwertprofils widersprechen, und die nach Art, Inhalt oder Gestaltung an Kinder gerichtet sind, zu werben (wesentliche Inhalte können [https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2023/024-lebensmittelwerbung-kinder.html hier] nachgelesen werden). In einem „Faktencheck“ übte der Lebensmittelverband Kritik an dem Gesetzesvorhaben. Kritisiert wird v.a. die Orientierung an den Richtwerten der WHO, denn dies führe laut dem Verband dazu, dass 70 Prozent aller auf dem Markt befindlichen Produkte von dem Verbot betroffen wären. Der Lebensmittelverband spricht deshalb von einem „nahezu vollständige[m] Werbe- und Sponsoringverbot“ und bestreitet, dass Lebensmittelwerbung einen nachhaltigen Einfluss auf das Ernährungsverhalten von unter 14-Jährigen habe. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230303-faktencheck-gesetzesvorhaben-fuer-mehr-kinderschutz-in-der-werbung Behauptungen des BMEL genauer betrachtet: Faktencheck „Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung“] lebensmittelverband.de, vom 03.03.2023, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Dieses Gesetzesvorhaben ist Teil einer größer angelegten &amp;quot;Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten&amp;quot; des BMEL,&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/reduktionsstrategie-zucker-salz-fette.html Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;die bis Ende 2025 gehen soll. Sowohl die BVE als auch der Lebensmittelverband sind Mitglieder im Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/begleitgremium-reduktions-innovationsstrategie.html Das Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Dass ein Teil dieser Strategie auch auf die Werbung bestimmter Produkte abzielt und gerade der Konsum ungesunder Produkte durch Jugendliche begrenzt werden soll, wusste der Lebensmittelverband bereits 2018 bei der Unterzeichnung der Grundsatzerklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ernaehrung/Reduktionsstrategie/GrundsatzvereinbarungReduktion.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=4 Grundsatzvereinbarung zwischen dem BMEL und den teilnehmenden Wirtschaftsverbänden des Runden Tisches], bmel.de, vom 16.09.2018, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie spricht mit Verweis auf den [[Zentralverband der Werbewirtschaft (ZAW)]] von einem „Totalverbot für Werbung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/warum-ein-werbeverbot-allen-schadet Warum ein Werbeverbot allen schadet] bve-online.de, vom 23.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem rief die BVE die Kampagne [https://xn--lieber-mndig-klb.de/ „#liebermündig“] ins Leben, im Rahmen derer u.a. Anzeigen in Zeitungen unter dem Titel „Cem Özdemirs Verbotskatalog“ aufgeführt wurden, um sich öffentlichkeitswirksam gegen das geplante Werbeverbot zu stellen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Werbeverbote-fuer-ungesunde-Lebensmittel/!5921521/ Werbeverbote für ungesunde Lebensmittel: Irreführende Kampagne der Industrie] taz.de, vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BVE_online/status/1640313618129354756 Ernährungsindustrie BVE auf Twitter] twitter.com, vom 27.03.2023, angerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Allianz für Nicht-Übertragbare Krankheiten (DANK)]], ein Bündnis aus 22 medizinischen und wissenschaftlichen Fachverbänden, antwortete auf die Kampagnen mit ihrem eigenen Faktencheck ([https://www.dank-allianz.de/files/content/dokumente/public/2023-04-11_BVE-Kampagne_Faktencheck-DANK_final.pdf hier]). Die Sprecherin der DANK und Geschäftsführerin der [[Deutschen Diabetes Gesellschaft (DAG)]] erklärt, wie die #liebermündig-Kampagne v. a. dazu diene, dass Problem zu verharmlosen und Eigenverantwortung auf die Bürger:innen zu übertragen.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;&amp;gt;[https://adipositas-gesellschaft.de/faktencheck-zu-aussagen-der-ernaehrungsindustrie-dank-diese-kampagne-ist-irrefuehrend-auf-allen-ebenen/ Faktencheck zu Aussagen der Ernährungsindustrie - DANK: &amp;quot;Diese Kampagne ist irreführend auf allen Ebenen&amp;quot;], adipositas-gesellschaft.de vom 11.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Zusätzlich sei die Kampagne auch wissenschaftlich „irreführend auf allen Ebenen“. Die DANK erklärt, die Ernährungsindustrie bediene sich hier „eins zu eins der Strategien der Tabaklobby“.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf diese Vorwürfe antwortet der Lebensmittelverband und die BVE in gemeinsamen Stellungsnahmen und streitet die Behauptungen der wissenschaftlich unsauberen und irreführenden Darstellung des Werbeverbots von ihrer Seite ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/irrefuehrender-faktencheck-der-dank-zur-kampagne-liebermuendig Irreführender Faktencheck der DANK zur Kampagne #liebermündig], bve-online.de vom 18.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20231108-streit-ums-kinder-lebensmittel-werbegesetz-lebensmittelwirtschaft-kontert-dank Streit um Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz - Lebensmittelwirtschaft kontert DANK], lebensmittelverband.de vom 08.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Verteidigung der #liebermündig-Kampagne folgen daraufhin mehrere wissenschaftliche Studien. &lt;br /&gt;
Die BVE &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/bitte-zu-ende-denken Pressemitteilung BITTE ZU ENDE DENKEN! Initiative von Branchenverbänden und Vermarktern zum geplanten Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz], bve-online.de vom 20.10.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; bezieht sich auf den „Wettbewerbsexperten“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/download/geht-oezdemirs-werbeverbot-fuer-ungesunde-lebensmittel-zu-weit Abends keine Gummibärchen: Geht Özdemirs Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel zu weit?], tagesspiegel.de vom 01.07.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Justus Haucap]] und seine Studie „Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes-„KLWG“ für die Medien- und Werbewirtschaft&amp;quot;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dus-competition.de/media/pages/download/34686f609d-1687519496/2023_gutachten_oekonomische_wirkung_klwg.pdf Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes - &amp;quot;KLWG&amp;quot; für die Medien- und Werbewirtschaft], dus-competition.de vom Juli 2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;in welcher die negativen ökonomischen Folgen für die Werbeindustrie durch den BMEL-Gesetzesentwurf erforscht werden. Diese wurde vom [[Markenverband]] in Auftrag gegeben.  Der [[Markenverband]] ist eine Partnerorganisation des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft [[(ZAW)]] und der [[Internationalen Handelskammer (ICC)]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.markenverband.de/verband/netzwerk Netzwerk], markenverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; in denen auch der Lebensmittelverband Mitglied ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Lobbyregistereintrag Lebensmittelverband], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen vom 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem [[ZAW]] hat der Lebensmittelverband auch ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230426-gesetzesentwurf-zu-werbeverboten-ist-verfassungs-und-europarechtswidrig Juristisches Gutachten von Professor Dr. Martin Burgi, LMU München: Gesetzesentwurf zu Werbeverboten ist verfassungs- und europarechtswidrig], lebensmittelverband.de vom 26.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;In diesem kommt ein Rechtswissenschaftsprofessor zu dem Ergebnis, dass der Gesetzesentwurf des BMEL nicht verfassungs- und europarechtskonform sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch kritisiert die irreführenden Aussagen der Lebensmittel- und Werbewirtschaft. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-foodwatch-kritisiert-desinformationskampagne-von-lobbyverbaenden-fdp-und-cdu/ Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: foodwatch kritisiert Desinformationskampagne von Lobbyverbänden, FDP und CDU] foodwatch.org, vom 14.03.2023, abgerufen am 30.01.2024 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kampagne erwecke den Eindruck, dass das geplante Gesetz Werbung für ganze Produktkategorien wie Jogurt, Käse oder Müsli verbiete. Dies sei jedoch falsch, da weiterhin viele Produkte aus diesen und weiteren Kategorien beworben werden dürfen. 40 Prozent aller Lebensmittel würden die vorgegebenen Grenzwerte generell einhalten und seien deshalb nicht betroffen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2023/oezdemirs-geplante-werbeschranken-diese-produkte-sind-wirklich-betroffen/ Özdemirs geplante Werbeschranken: Diese Produkte sind wirklich betroffen: Foodwatch DE] foodwatch.org, vom 04.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt nennt Foodwatch das Gesetzesvorhaben einen „Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/presse-statement-zu-werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-ein-meilenstein-im-kampf-gegen-fehlernaehrung/ Presse-Statement zu Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: &amp;quot;Ein Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung&amp;quot;] foodwatch.org, vom 27.02.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2020: Aktivitäten zur Verwässerung des Nutri-Score===&lt;br /&gt;
Die Lebensmittel-Ampel  Nutri-Score soll in vereinfachter Form zeigen, wie gesund ein Lebensmittel ist. Ökotest berichtete am 16.07. 2020 unter Berufung auf foodwatch darüber, dass der Lebensmittelverband mit Hochdruck daran arbeite, die Berechnungsgrundlagen des Nutri-Score zu verändern, um ungesunde Produkte besser aussehen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oekotest.de/essen-trinken/Lebensmittel-Lobby-will-Nutri-Score-verwaessern-Sieben-Beispiele-in-Bildern_11375_1.html Lebensmittel-Lobby will Nutri-Score verwässern], oekotest.de vom 16.07.2020, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2020/kampf-um-nutri-score-das-sind-die-7-dreistesten-forderungen-der-lebensmittellobby/ Kampf um Nutriscore, Pressemitteilung vom 16.07.2020], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Foodwatch hat außerdem dokumentiert, dass die europäische Ernährungsindustrie über eine Milliarde Euro in eine jahrelange Lobbyschlacht investiert hat, um eine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz in Ampelfarben zu verhindern und ihre eigenen Vorstellungen durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/informieren/ampelkennzeichnung/mehr-zum-thema/lobby-aktivitaeten-gegen-die-ampel/ Lobby-Aktivitäten gegen die Ampel], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2010/06/red-light-consumer-information A red light for consumer information], corporateeurope.org vom 10.06.2010, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2016: Mineralöle in Lebensmitteln===&lt;br /&gt;
Im März 2016 warf der Verein Foodwatch e.V. dem BLL vor, eine Initiative von Aldi Süd gegen Mineralölverunreinigungen zu blockieren. Aldi Süd hatte zuvor in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-02-10_Rundschreiben_Aldi-Sued.pdf Schreiben] an seine Zuliefererbetriebe verlangt, dass in den Lebensmitteleigenmarken in Zukunft keine Mineralölbestandteile nachweisbar sind. Daraufhin hat der BLL in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-03-07_bll_mineraloel_schreiben_aldi.pdf Rundschreiben] an Aldi Süd und seine eigenen Mitgliedern gefordert, die Vorgaben zurückzunehmen, da diese „weder praktisch erfüllbar noch unter Verbraucherschutzaspekten [...] gerechtfertigt“ seien. Foodwatch zufolge stellte sich der BLL damit gegen die gesundheitliche Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Der BLL wies den Vorwurf von Foodwatch „mit Nachdruck“ zurück. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2016/mineraloel-in-lebensmitteln-lobbyverband-will-initiative-von-aldi-sued-fuer-mehr-verbraucherschutz-verhindern/ Mineralöl in Lebensmitteln: Lobbyverband will Initiative von Aldi Süd für mehr Verbraucherschutz verhindern] foodwatch.de, vom 05.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20160306-foodwatch-mineraloel Pressemitteilung: Foodwatch führt Verbraucher und Medien in die Irre!] lebensmittelverband.de, vom 06.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Verteidigung von TTIP===&lt;br /&gt;
Als 2014 eine Diskussion um ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP) entbrannte, gehörte die BVE zu den Verteidigern des Abkommens. Gegen die Zweifel von Kritikern des Abkommens bezogen auf Umwelt- und Sozialstandards, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/freihandelsabkommen-wie-ttip-nationale-standards-aushebeln-100.html Freihandelsabkommen: Wie TTIP nationale Standards aushebeln kann], deutschlandfunk.de vom 11.07.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/diskussion-um-freihandelsabkommen-hohe-erwartungen-und-scharfe-kritik/?cn-reloaded=1 Diskussion um Freihandelsabkommen: hohe Erwartung und scharfe Kritik], nachhaltigkeitsrat.de vom 15.01.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;konterte die BVE mit einer eigenen Umfrage, nach der die meisten deutschen Herrsteller sich Vorteile von einem Freihandelsabkommen versprechen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/infothek/publikationen-jahresbericht/pwc-bve-exportbarometer-mai2014 PwC/BVE Exportbarometer Mai 2014], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-20140623-ttip-pk Pressemitteilung &amp;quot;TTIP sichert der Branche Wachstum - in den USA und weltweit.&amp;quot;], bve-online.de vom 24.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die öffentliche Debatte, die über TTIP entfachte, erklärte der Geschäftsführer Christoph Minhoff, als &amp;quot;oft antiamerikanisch motiviert&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Debatte-um-Freihandelsabkommen-TTIP/!5039253/ Debatte um Freihandelsabkommen TTIP: Freier Handel für freies Bier], taz.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Auch Transparenzsorgen über den Ausschluss der Öffentlichkeit von den Verhandlungsprozessen empfand Minhoff als überzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/die-ernahrungsindustrie-schwort-auf-freihandel-3570133.html TTIP Die Ernährungsindustrie schwört auf Freihandel], tagesspiegel.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragwürdige Transparenzstudie der Lebensmittelwirtschaft===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und weitere Verbände der Lebensmittelbranche, wie der [[Deutscher Bauernverband|Deutsche Bauernverband]] (DBV) und die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, haben im Jahr 2012 den als Kommunikationsplattform dienenden Verein &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot; gegründet. Die Lebensmittelwirtschaft sollte der aufkommenden Kritik und dem angeschlagenen Image im Zuge der Fleischskandale ein adäquates Gegengewicht in Form von „sachlichen Informationen“ entgegenbringen. Geschäftsführer wurde Stephan Becker-Sonnenschein, der zuvor u.a. für [[Telefónica]], als PR-Manager für den Tabakkonzern [[Philip Morris]] und für [[RWE]] gearbeitet hatte. Vorsitzender der Lebensmittelwirtschaft wurde der Deutschlandchef von [[Nestlé]], Gerhard Berssenbrügge. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prreport.de/singlenews/uid-6200/becker-sonnenschein-fuehrt-die-lebensmittelwirtschaft-ev/ PRReport | Becker-Sonnenschein führt &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot;] prreport.de, vom 31.10.2012, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/public-affairs/diener-vieler-herren/ Diener vieler Herren] politik-kommunikation.de, vom 16.07.2013, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein betrieb einerseits klassischen Lobbyismus und führte Gespräche mit Vertretern aus der Politik, wie mit dem damaligen Landwirtschaftsminister [[Christian Schmidt]] ([[CSU]]). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20150720174330/https:/www.presseportal.de/pm/110636/2787622 Den Dialog aufrechterhalten - Die Lebensmittelwirtschaft beim Ministergespräch | Pressemitteilung Die Lebensmittelwirtschaft e.V.] web.archive.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits griff der Lobbyverein auch in politisch umstrittene Themen ein, wie die Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln. Dies geschah etwa durch eine Auftragsstudie zum Thema „Verbraucherverständnis von Transparenz“, deren Ergebnisse in der Pressekommunikation der Lebensmittelwirtschaft - zugunsten der Position der Branche - in ein gutes Licht gestellt wurden. Foodwatch beklagte daraufhin die grobe Verzerrung der Ergebnisse. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/lobbyverein-verfaelscht-ergebnisse-von-eigener-studien Lobbyverein verfälscht Ergebnisse von eigener Studien] foodwatch.org, vom 05.11.2014, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/fileadmin/foodwatch.de/news/Transparenz_ueber_die_Transparenzstudie.pdf Presseerklärung der Lebensmittelwirtschaft - Einordnung von Foodwatch] foodwatch.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Immerhin lautete das Resümee der Lebensmittelwirtschaft, dass existierende Informationen (auf Lebensmitteln) nicht oder kaum genutzt würden und ein Großteil der Verbraucher:innen keine zusätzlichen oder umfangreicheren Informationen einfordern würde. Agrarökonom und Studienautor Achim Spiller betonte hingegen, dass ein klares Bedürfnis nach mehr Transparenz bestehe. Nicht wünschenswerte Ergebnisse, wie etwa das mangelnde Vertrauen in die Lebensmittelindustrie wurden seitens der Lebensmittelwirtschaft nicht aufgegriffen. Die Präsentation mit den Studienergebnissen kann [https://www.uni-goettingen.de/de/document/download/a350cc3497e9b5f827c9976121a26561.pdf/Verbraucherverstndnis_von_Transparenz.pdf hier] abgerufen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Januar 2017 gab der Lobbyverein seine Auflösung bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen== &lt;br /&gt;
===Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
'''Hauptgeschäftsführer:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph Minhoff, Journalist, ist außerdem Moderator des Talkformats „Küchenkabinett“ des Lebensmittelverbands in Kooperation mit dem Magazin Cicero als Medienpartner. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Minhoff ist wie Gundula Ehlig und Romy Epphardt (beides Assistentinnen der Hauptgeschäftsführung) ebenfalls an der Spitze der Geschäftsführung der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team BVE - Team] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender (Präsident) des Lebensmittelverbands: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* René Püchner, Managing Director bei Capri Sun Vertriebs GmbH, ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand BVE - Vorstand] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Christian von Boetticher, ehemaliger Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein und ehemaliger Parteivorsitzender der CDU Schleswig-Holstein ist ebenfalls Mitglied im Kuratoium des Lebensmittelverbands.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium Kuratorium], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Mitglieder des Lebensmittelverbandvorstands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/vorstand hier] abrufbar und alle Mitglieder des BVE-Vorstands [https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Kuratoriums sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat und Ausschüsse des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Auf der Homepage gibt der Lebensmittelverband an, dass ihm Wissenschaftliche Beiräte als beratende Gremien zur Seite stehen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/wir-ueber-uns Wir über uns: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese bestehen aus 40 Vertreter:innen der Natur- und Rechtswissenschaften und sind in ihrer Position ehrenamtlich tätig. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/wissenschaftlicher-beirat Beiräte: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mitglieder des Beirates tragen u.a. auch bei den Veranstaltungen des Verbands eine zentrale Rolle, etwa wenn es um Themen wie Gentechnik im Lebensmittelbereich oder die Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie geht. Sie sind, ebenso wie die Mitglieder der Fachausschüsse und des Rechtsausschusses, auf der Homepage nicht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband hat insgesamt 459 Mitgliedern (Stand: 29.01.2024, Angabe aus dem Lobbyregistereintrag). Dabei handelt es sich um Verbände, Unternehmen aus Industrie, Handel und Systemgastronomie bzw. Großverbraucher sowie um Persönliche/Korporative Mitglieder wie z.B. Anwaltskanzleien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder Mitglieder], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie hat 109 Mitglieder, wobei diese sich in Fachverbände, Unternehmen und Fördermitglieder unterteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve Mitglieder], bve-online.de vom 20.10.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den prominensten Mitgliedern des Lebensmittelverbands und der BVE zählen, u. a. : &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Capri Sun]]&lt;br /&gt;
*[[Coca-Cola]]&lt;br /&gt;
*[[Conditorei Coppenrath &amp;amp; Wiese]]&lt;br /&gt;
*[[Danone]]&lt;br /&gt;
*[[Ferrero]]&lt;br /&gt;
*[[Nestlé]]&lt;br /&gt;
*[[Nordzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Dr. Oetker]]&lt;br /&gt;
*[[Südzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Unilever]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollständigen Mitglieder des Lebensmittelverbands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder hier] und die der BVE sind [https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve hier] abrufbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM)===&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland ist eine im Jahr 2003 gegründete Plattform für die Interessenvertretung der Nahrungsergänzungsmittelbranche in Deutschland. Zu den 50 Mitgliedern, die im Arbeitskreis zum „Austausch über rechtliche und wissenschaftliche Fragestellungen zu Nahrungsergänzungsmitteln“ beitragen, zählen Herstellerfirmen von Nahrungsergänzungsmitteln, Rohwarenhersteller und Dienstleister (Laboratorien, Anwaltskanzleien, Beratungsfirmen). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Die gesamten Einnahmen des Lebensmittelverbands (Mitgliedsbeiträge, Sondereinnahmen Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller, Auflösungen aus Rücklagen) wurden im Jahr 2023 mit 4.252.881 Euro angeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 21 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/b1/dd/211720/20230606_LMVD_Kostenverteilung_2022.pdf LMVD Kostenverteilung 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamteinnahmen der BVE wurden im Jahr 2023 mit 2.977.222 Euro angegeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 27 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/05/1d/212637/Guv-und-Bilanz-2022.pdf GUV und Bilanz 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228368</id>
		<title>Lebensmittelverband Deutschland</title>
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		<updated>2024-01-30T18:25:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = &lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1955 (Lebensmittelverband, vormals BLL), 1949 (BVE) &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Berlin, Claire-Waldorff-Straße 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = 1040 Brüssel, Avenue des Nerviens 9-31&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.lebensmittelverband.de/ lebensmittelverband.de] [https://www.bve-online.de/ bve-online.de]  }}&lt;br /&gt;
Der '''Lebensmittelverband Deutschland''' e.V. und die '''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie''' agieren als Doppelverband der Ernährungswirtschaft. Neben einer Bürogemeinschaft, teilen sie sich auch die gleiche Geschäftsführung. Der Lebensmittelverband, bis Juli 2019 Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), ist hierbei der öffentlichkeitswirksame Arm. Er tritt auf als der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft und nach eigenen Angaben wichtiger Gesprächspartner von Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Verbraucherorganisationen und Medien im Politikfeld Lebensmittel und Verbraucherschutz. Er repräsentiert die gesamte Lebensmittelkette, beginnend mit der Landwirtschaft, über die Industrie, das Handwerk bis hin zum Handel sowie die Großverbraucher, alle Zulieferbereiche einschließlich des Futtermittelsektors und die Tabakbranche. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/13159?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die BVE ist der wirtschaftspolitische Teil des Doppelverbands. Damit gehen auch anderen inhaltliche Schwerpunkte als beim Lebensmittelverband einher. Die BVE betreibt weniger Öffentlichkeitsarbeit, gerichtet auf Konsument:innen und tritt eher als Interessenvertreter der Ernährungs- und Lebensmittelwirtschaft auf. Sie beschreiben ihr Anliegen darin, die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungsindustrie zu erhalten. Dies geht mit Kampagnen gegen mehr Regulierung von Ernährungskonzernen, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ernaehrungs-umschau.de/news/08-05-2023-diskussion-um-bmel-entwurf-zur-regulierung-der-an-kinder-gerichteten-lebensmittelwerbung/ Ernährungspolitik: Diskussion um Regulierung der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung], ernaehrungs-umschau.de vom 08.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Abbau von Bürokratie &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Glaeserne-Gesetze/Stellungnahmen/3-aend-marktowmeldv-bve.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 Dritte Verordnung zur Änderung der Marktordnungswaren-Meldeverordnung], bmel.de, vom 29.09.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; und einer diskursiven Verschiebung auf die Eigenverantwortung von Bürger:innen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/verbraucher/leitbild-verbraucher/verbraucherleitbild Verbraucher in der Eigenverantwortung], bve-online.de vom 29.05.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; einher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Kontakte zu nationalen und europäischen Institutionen===&lt;br /&gt;
Die Verbände sind die ernährungspolitische Interessenvertretung gegenüber der  Bundesregierung und dem Bundestag, den Länderregierungen und den Länderparlamente. Auf europäischer Ebene sind sie z. B. im Rahmen des europäischen Verbands [[FoodDrinkEurope]] und mittels Kontakte zum Europäischen Parlament aktiv.  Der Lebensmittelverband beteiligt sich zusätzlich noch an den Arbeiten der weltweit tätigen FAO (Food and Agriculture Organization) und der WHO (World Health Organization) im Rahmen des Codex Alimentarius. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem BMEL und dem Auswärtigen Amt organisiert die BVE seit 2009 &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ost-ausschuss.de/de/1-au-enwirtschaftstag-der-agrar-und-ern-hrungswirtschaft 1. Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], ost-ausschuss.de vom 18.06.2009, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; die &amp;quot;Außenwirtschaftstage der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftstag-der-agrar-und-ernaehrungswirtschaft Website BVE Konferenzen Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2015 auch die &amp;quot;Außenwirtschaftsseminare der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftsseminar Website BVE Konferenzen 4. Außenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft 08. Juni 2022], bve-online.de vom 24.02.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese werden nur von dem BMEL und der BVE organisiert und beinhalten einen stärkeren Praxisbezug.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://afc.net/termine/referent-bmelbve-aussenwirtschaftsseminar-in-berlin Refernt: BMEL/BVE &amp;quot;Außenwirtschaftsseminar&amp;quot; in Berlin], afc.net, vom 16.09.2015, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Netzwerktreffen dienen laut BMEL dem Zusammentreffen von Politik und Wirtschaft. Ziel ist es, dass &amp;quot;die Köpfe der Unternehmen mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik&amp;quot; zusammen treffen, dort &amp;quot;tauschen [sie] sich aus und informieren sich über attraktive Absatz- und Beschaffungsmärkte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.auwitag-ernaehrung.de/ Website Aussenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft], auwitag-ernaehrung.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Sponsoren der Außenwirtschaftstage sind u. a. die [[Rentenbank]], die [[Deutsche Bank]], [[Sopexa]] (Kommunikationsagentur für Lebensmittel- und Getränkeindustrie9 und [[AON]] Versicherungsmakler sowie die [[DLG]] (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng verbunden ist die BVE außerdem mit dem BMEL über die Gestaltung und Programmorganisation von Auslandsmessen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/bmel-auslandsmessen Website BVE Messen BMEL-Auslandsmesseprogramm], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Als Teil ihrer &amp;quot;Förderung der Exportaktivitäten der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot; stellt das BMEL 8,8 Millionen Euro für Auslandsmessen zur Verfügung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/rede-der-bundesministerin-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-julia-kloeckner--1937872 Rede der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner], bundesregierung.de, vom 26.06.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die BVE ermöglicht den Unternehmen dann Zugang zu dem Exportabsatzmarkt, indem sie Teilnahmen und Programme für die 36 Fachmessen auf fünf Kontinenten mit koordiniert. &lt;br /&gt;
Teil des Exportförderprogramms des BMEL &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/internationales/aussenwirtschaftspolitik/handel-und-export/exportfoerderprogramm.html Exportförderprogramm für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; sind außerdem Unternehmensreisen zur Markterkundung, welche das BMEL mit ihrem Programm mit 3 Millionen mitfinanziert.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;/&amp;gt;Die BVE gibt auch hier eine Vorauswahl an das BMEL für relevante Auslandsmärkte und unterstützt das Ministerium bei der Auswahl von Unternehmerreisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/aussenwirtschaft/exportfoerderung-1/gefoerderte-unternehmerreisen-und-informationsveranstaltungen Geförderte Unternehmerreisen und Informationsveranstaltungen], bve-online.de vom 04.10.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyregisterangaben===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister geben die Verbände an (Stand: 30.01.2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lebensmittelverband'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 900.001 bis 910.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 21 bis 30 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen vier namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050 zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 630.001 bis 640.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 11 bis 20 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen zwei namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut EU Transparenzregister lagen die Lobbyausgaben in Brüssel für das Jahr 2022 biem Lebensmittelverband zwischen 100.000 und 199.999 Euro und bei der BVE zwischen 10.000 und 24.999 Euro. Der Lebensmittelverband beschäftigt 3 Lobbyist:innen beschäftigt (2 Vollzeitäquivalent), während die BVE 1 Lobbyisten beschäftigt (0,2 Vollzeitäquivalent).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=583851318567-80 Eintrag Lebensmittelverband], ec.europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=700829026603-04 Eintrag BVE], ec. europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit===&lt;br /&gt;
Die Jahrestagung des Lebensmittelverbands ist jährlicher Treffpunkt der deutschen Lebensmittelwirtschaft mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung, Lebensmittelbranche und Medien. Weitere Veranstaltungen sind Messen, Tagungen/Konferenzen und Seminare. Ein Beispiel ist die Tagung „Zukunft der Ernährung“ vom 05.12.2022 mit Udo di Fabio, Bundesverfassungsrichter a.D., als Referenten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20221206-tagung-zukunft-der-ernaehrung-lebensmittelverband-stellt-eckpunkte-fuer-ernaehrungsstrategie-der-zukunft-vor Pressemitteilung: Tagung „Zukunft der Ernährung“] lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Publikationen des Lebensmittelverbands gehören Broschüren/Flyer, Leitfäden/Leitlinien, Positionspapiere, Toolboxen, Berichte/Schriften und Schulmaterialien. Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland hat zudem den Podcast „ErnährungPlus“ gestartet. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20210224-podcast-ernaehrungplus-start ErnährungPlus: Podcast zu gesunder Ernährung mit Leichtathletin und Influencerin Alica Schmidt] lebensmittelverband.de, vom 02.08.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Messeausrichtung'''&lt;br /&gt;
Neben den BMEL-Auslandsmessen ist die BVE auch &amp;quot;ideele Trägerin&amp;quot; der Grünen Woche in Berlin, der Anuga in Köln und der Internoga. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen Website BVE Veranstaltungen Messen], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Anuga stellt die BVE einen Firmengemeinschaftsstand, sogenannten &amp;quot;German Pavilion&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.anuga.de/fuer-aussteller/aussteller-werden/individuelle-beteiligungsmoeglichkeiten/german-pavilion/ German Pavilion: Jetzt beim Deutschen Firmengemeinschaftsstand anmelden], anuga.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; gemeinsam mit dem BMEL zur Verfügung. Große Unternehmen sind damit unter dem &amp;quot;made in Germany&amp;quot; Dach prominenter vetreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-koelnmesse/anuga-firmengemeinschaftsbeteiligung Deutsche Firmengemeinschaftsbeteiligung], bve-online.de vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/die-anuga-2015-schliesst-ihre-tore-gemeinschaftsstand-von-bmel-und-bve-mit-abwechslungsreichem-programm-106394/ Die Anuga 2015 schließt ihre Tore: Gemeinschaftsstand von BMEL und BVE mit abwechslungsreichem Programm], verbaende. com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Auch für die Grüne Woche in Berlin stellt der BVE ein ähnliches Angebot zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Lebensmittelverband sind unter einem geteilten 700qm großen Gemeinschaftsstand &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.messen.de/de/7756/news/gruene-woche-2023-bve-gemeinschaftstand-im-zeichen-der-nachhaltigen-ernaehrung Grüne Woche 2023: BVE Gemeinschaftsstand im Zeichen der nachhaltigen Ernährung], messen.de vom 8.12.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; mehrere große Ernährungsunternehmen zusammen vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-internationale-gruene-woche/bildergalerie-gruene-woche-2023 &amp;quot;Wie schmeckt die Zukunft?&amp;quot; - Gemeinschaftsstand von BVE und Lebensmittelverband auf der Internationalen Grünen Woche 2023], bve-online.de vom 30.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/20231122-lebensmittelwirtschaft-auf-der-gruenen-woche-vielfalt-fuer-ernaehrungssicherung-und-nachhaltigkeit Pressemitteilung Lebensmittelwirtschaft auf der Grünen Woche - Vielfalt für Ernährungssicherung und Nachhaltigkeit], lebensmittelverband.de vom 22.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2023 umfasste der BVE Gemeinschaftsstand u. a. die Unternehmen Danone, Mars, McDonalds , Nestlé und REWE. Alle Aussteller sind [https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit hier] zu sehen. Der Gemeinschaftsstand wird gefördert durch die [[Rentenbank]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit Pressemitteilung Wie schmeckt die Zukunft: Lebensmittelwirtschaft zeigt auf der Grünen Woche 2023 Innovation für mehr Nachhaltigkeit], bve-online.de vom 19.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht===&lt;br /&gt;
In rechtlichen Fragen arbeitet der Lebensmittelverband Deutschland mit der Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht der Universität Bayreuth zusammen, die auf Initiative des Arbeitskreises der Bayerischen Ernährungswirtschaft (ABEW) mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung zu Anfang des Jahres 1990 gegründet worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl der Lebensmittelverband, als auch die BVE sind zudem eng verbunden mit dem [[FEI Forschungskreis der Ernährungsindustrie]]. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/industrieorganisationen FEI-Netzwerk Partnerorganisationen], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Götz Kröner, der Vorstandsvorsitzende des FEI ist auch Vorstandsmitglied im BVE.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/fei-vorstand Vorstand], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand Vorstand], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Der FEI ist Teil des Dachverbands [[AiF]] (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e. V.), einem Netzwerk aus 100 Forschungsvereinigungen aus der Industrie, die zum Ziel haben die &amp;quot;Leistungsfähigkeit des Mittelstands in allen Wirtschaftsbereichen&amp;quot; zu stärken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/dachorganisationen FEI-Netzwerk Dachorganisation: Die AiF], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Plattform Ernährung und Bewegung===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband (frühere Bezeichnung: BLL) ist Mitbegründer der [https://www.pebonline.de/ Plattform Ernährung und Bewegung]. Die gemeinsame Initiative von Politik, Verbänden und Wirtschaft wurde im September 2004 in Berlin zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und weiteren Verbänden gegründet, um sich im Bereich der Übergewichtsprävention von Kindern und Jugendlichen zu engagieren. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20050315.html Pressemitteilung: Deutsche Lebensmittelwirtschaft in der europaweit beispielhaften Plattform Ernährung und Bewegung stark engagiert] lebensmittelverband.de, vom 15.03.2005, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/aktionsprogramm-in-form/plattform-ernaehrung-bewegung-peb.html BMEL - Plattform Ernährung und Bewegung (peb)] bmel.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2018 erklärten die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und die Deutsche Adipositasgesellschaft (DAG) ihren gemeinsamen Ausstieg aus der Plattform Ernährung und Bewegung. Grund hierfür seien die in dem Verein starken Differenzen mit wirtschaftlichen Interessen sowie das gescheiterte Thema der Selbstverpflichtung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97967/Mehrere-Verbaende-beenden-Mitgliedschaft-in-der-Plattform-Ernaehrung-und-Bewegung Mehrere Verbände beenden Mitgliedschaft in der Plattform Ernährung und Bewegung] aerzteblatt.de, vom 18.09.2018, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Talkformat &amp;quot;Küchenkabinett&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Das „Küchenkabinett“ ist ein Talkformat des Lebensmittelverbands Deutschland in Kooperation mit dem Magazin Cicero, das vom Verbands-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff moderiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Videos erscheinen auf der Webseite und dem YouTube-Kanal von Cicero.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitgliedschaften==&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und die BVE teilen sich zudem eine Bürogemeinschaft mit der [[ANG Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss]] und arbeiten mit dieser auch eng zusammen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk Netzwerk], bve-online.de vom 07.08.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ANG ist der &amp;quot;sozialpolitische&amp;quot; Spitzenverband der Ernährungsindustrie mit einem Bundesverband und neun Landesverbänden, sowie vier Fachverbänden &amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/die-ang.html Die ANG], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die ANG-Hauptgeschäftsführerin Stefanie Sabet ist auch Teil der BVE-Geschäftsführung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/ANG_-_Gesch%C3%A4ftsstelle.html Geschäftsstelle], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team Team], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Lebensmittelverband Deutschland&amp;quot; - Lobbyregister beim Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://zaw.de/ Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft] (ZAW)&lt;br /&gt;
*[https://iccwbo.org/about-us/ International Chamber of Commerce] (ICC) Germany&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die BVE ist laut Lobbyregsiter nur bei [[FoodDrinkEurope]] Mitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie&amp;quot; - Lobbyregister im Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Homepage des[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Lebensmittelverbands] und der [https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk BVE] finden sich jedoch noch einige (teilweise gemeinsame) Partnerschaften mit den folgenden Organisationen: &lt;br /&gt;
*[[FoodDrinkEurope]] &lt;br /&gt;
*[https://www.ang-online.com/de/ Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V.] (ANG) &lt;br /&gt;
*[https://www.fei-bonn.de/ Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V.] (FEI) &lt;br /&gt;
*[https://www.germanexport.org/ German Export Association for Food and Agriproducts] (GEFA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland e.V. ist zudem Mitglied im europäischen und internationalen Verband der Nahrungsergänzungsmittelindustrie:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland], lebensmittelverband.de, abgerufen am 09.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://foodsupplementseurope.org/ Food Supplements Europe] &lt;br /&gt;
*[https://www.iadsa.org/ International Alliance of Dietary/Food Supplements Associations] (IADSA) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Kritik &amp;amp; Kampagne gegen Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung===&lt;br /&gt;
Ende Februar 2023 stellte Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, ein Gesetzesvorhaben vor, mit dem an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit viel Zucker, Salz oder Fett verboten werden soll. Demnach soll es nicht mehr zulässig sein, für bestimmte Lebensmittel, die den Anforderungen des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestimmten Nährwertprofils widersprechen, und die nach Art, Inhalt oder Gestaltung an Kinder gerichtet sind, zu werben (wesentliche Inhalte können [https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2023/024-lebensmittelwerbung-kinder.html hier] nachgelesen werden). In einem „Faktencheck“ übte der Lebensmittelverband Kritik an dem Gesetzesvorhaben. Kritisiert wird v.a. die Orientierung an den Richtwerten der WHO, denn dies führe laut dem Verband dazu, dass 70 Prozent aller auf dem Markt befindlichen Produkte von dem Verbot betroffen wären. Der Lebensmittelverband spricht deshalb von einem „nahezu vollständige[m] Werbe- und Sponsoringverbot“ und bestreitet, dass Lebensmittelwerbung einen nachhaltigen Einfluss auf das Ernährungsverhalten von unter 14-Jährigen habe. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230303-faktencheck-gesetzesvorhaben-fuer-mehr-kinderschutz-in-der-werbung Behauptungen des BMEL genauer betrachtet: Faktencheck „Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung“] lebensmittelverband.de, vom 03.03.2023, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Dieses Gesetzesvorhaben ist Teil einer größer angelegten &amp;quot;Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten&amp;quot; des BMEL,&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/reduktionsstrategie-zucker-salz-fette.html Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;die bis Ende 2025 gehen soll. Sowohl die BVE als auch der Lebensmittelverband sind Mitglieder im Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/begleitgremium-reduktions-innovationsstrategie.html Das Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Dass ein Teil dieser Strategie auch auf die Werbung bestimmter Produkte abzielt und gerade der Konsum ungesunder Produkte durch Jugendliche begrenzt werden soll, wusste der Lebensmittelverband bereits 2018 bei der Unterzeichnung der Grundsatzerklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ernaehrung/Reduktionsstrategie/GrundsatzvereinbarungReduktion.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=4 Grundsatzvereinbarung zwischen dem BMEL und den teilnehmenden Wirtschaftsverbänden des Runden Tisches], bmel.de, vom 16.09.2018, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie spricht mit Verweis auf den [[Zentralverband der Werbewirtschaft (ZAW)]] von einem „Totalverbot für Werbung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/warum-ein-werbeverbot-allen-schadet Warum ein Werbeverbot allen schadet] bve-online.de, vom 23.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem rief die BVE die Kampagne [https://xn--lieber-mndig-klb.de/ „#liebermündig“] ins Leben, im Rahmen derer u.a. Anzeigen in Zeitungen unter dem Titel „Cem Özdemirs Verbotskatalog“ aufgeführt wurden, um sich öffentlichkeitswirksam gegen das geplante Werbeverbot zu stellen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Werbeverbote-fuer-ungesunde-Lebensmittel/!5921521/ Werbeverbote für ungesunde Lebensmittel: Irreführende Kampagne der Industrie] taz.de, vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BVE_online/status/1640313618129354756 Ernährungsindustrie BVE auf Twitter] twitter.com, vom 27.03.2023, angerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Allianz für Nicht-Übertragbare Krankheiten (DANK)]], ein Bündnis aus 22 medizinischen und wissenschaftlichen Fachverbänden, antwortete auf die Kampagnen mit ihrem eigenen Faktencheck ([https://www.dank-allianz.de/files/content/dokumente/public/2023-04-11_BVE-Kampagne_Faktencheck-DANK_final.pdf hier]). Die Sprecherin der DANK und Geschäftsführerin der [[Deutschen Diabetes Gesellschaft (DAG)]] erklärt, wie die #liebermündig-Kampagne v. a. dazu diene, dass Problem zu verharmlosen und Eigenverantwortung auf die Bürger:innen zu übertragen.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;&amp;gt;[https://adipositas-gesellschaft.de/faktencheck-zu-aussagen-der-ernaehrungsindustrie-dank-diese-kampagne-ist-irrefuehrend-auf-allen-ebenen/ Faktencheck zu Aussagen der Ernährungsindustrie - DANK: &amp;quot;Diese Kampagne ist irreführend auf allen Ebenen&amp;quot;], adipositas-gesellschaft.de vom 11.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Zusätzlich sei die Kampagne auch wissenschaftlich „irreführend auf allen Ebenen“. Die DANK erklärt, die Ernährungsindustrie bediene sich hier „eins zu eins der Strategien der Tabaklobby“.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf diese Vorwürfe antwortet der Lebensmittelverband und die BVE in gemeinsamen Stellungsnahmen und streitet die Behauptungen der wissenschaftlich unsauberen und irreführenden Darstellung des Werbeverbots von ihrer Seite ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/irrefuehrender-faktencheck-der-dank-zur-kampagne-liebermuendig Irreführender Faktencheck der DANK zur Kampagne #liebermündig], bve-online.de vom 18.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20231108-streit-ums-kinder-lebensmittel-werbegesetz-lebensmittelwirtschaft-kontert-dank Streit um Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz - Lebensmittelwirtschaft kontert DANK], lebensmittelverband.de vom 08.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Verteidigung der #liebermündig-Kampagne folgen daraufhin mehrere wissenschaftliche Studien. &lt;br /&gt;
Die BVE &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/bitte-zu-ende-denken Pressemitteilung BITTE ZU ENDE DENKEN! Initiative von Branchenverbänden und Vermarktern zum geplanten Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz], bve-online.de vom 20.10.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; bezieht sich auf den „Wettbewerbsexperten“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/download/geht-oezdemirs-werbeverbot-fuer-ungesunde-lebensmittel-zu-weit Abends keine Gummibärchen: Geht Özdemirs Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel zu weit?], tagesspiegel.de vom 01.07.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Justus Haucap]] und seine Studie „Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes-„KLWG“ für die Medien- und Werbewirtschaft&amp;quot;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dus-competition.de/media/pages/download/34686f609d-1687519496/2023_gutachten_oekonomische_wirkung_klwg.pdf Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes - &amp;quot;KLWG&amp;quot; für die Medien- und Werbewirtschaft], dus-competition.de vom Juli 2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;in welcher die negativen ökonomischen Folgen für die Werbeindustrie durch den BMEL-Gesetzesentwurf erforscht werden. Diese wurde vom [[Markenverband]] in Auftrag gegeben.  Der [[Markenverband]] ist eine Partnerorganisation des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft [[(ZAW)]] und der [[Internationalen Handelskammer (ICC)]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.markenverband.de/verband/netzwerk Netzwerk], markenverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; in denen auch der Lebensmittelverband Mitglied ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Lobbyregistereintrag Lebensmittelverband], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen vom 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem [[ZAW]] hat der Lebensmittelverband auch ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230426-gesetzesentwurf-zu-werbeverboten-ist-verfassungs-und-europarechtswidrig Juristisches Gutachten von Professor Dr. Martin Burgi, LMU München: Gesetzesentwurf zu Werbeverboten ist verfassungs- und europarechtswidrig], lebensmittelverband.de vom 26.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;In diesem kommt ein Rechtswissenschaftsprofessor zu dem Ergebnis, dass der Gesetzesentwurf des BMEL nicht verfassungs- und europarechtskonform sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch kritisiert die irreführenden Aussagen der Lebensmittel- und Werbewirtschaft. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-foodwatch-kritisiert-desinformationskampagne-von-lobbyverbaenden-fdp-und-cdu/ Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: foodwatch kritisiert Desinformationskampagne von Lobbyverbänden, FDP und CDU] foodwatch.org, vom 14.03.2023, abgerufen am 30.01.2024 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kampagne erwecke den Eindruck, dass das geplante Gesetz Werbung für ganze Produktkategorien wie Jogurt, Käse oder Müsli verbiete. Dies sei jedoch falsch, da weiterhin viele Produkte aus diesen und weiteren Kategorien beworben werden dürfen. 40 Prozent aller Lebensmittel würden die vorgegebenen Grenzwerte generell einhalten und seien deshalb nicht betroffen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2023/oezdemirs-geplante-werbeschranken-diese-produkte-sind-wirklich-betroffen/ Özdemirs geplante Werbeschranken: Diese Produkte sind wirklich betroffen: Foodwatch DE] foodwatch.org, vom 04.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt nennt Foodwatch das Gesetzesvorhaben einen „Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/presse-statement-zu-werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-ein-meilenstein-im-kampf-gegen-fehlernaehrung/ Presse-Statement zu Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: &amp;quot;Ein Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung&amp;quot;] foodwatch.org, vom 27.02.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2020: Aktivitäten zur Verwässerung des Nutri-Score===&lt;br /&gt;
Die Lebensmittel-Ampel  Nutri-Score soll in vereinfachter Form zeigen, wie gesund ein Lebensmittel ist. Ökotest berichtete am 16.07. 2020 unter Berufung auf foodwatch darüber, dass der Lebensmittelverband mit Hochdruck daran arbeite, die Berechnungsgrundlagen des Nutri-Score zu verändern, um ungesunde Produkte besser aussehen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oekotest.de/essen-trinken/Lebensmittel-Lobby-will-Nutri-Score-verwaessern-Sieben-Beispiele-in-Bildern_11375_1.html Lebensmittel-Lobby will Nutri-Score verwässern], oekotest.de vom 16.07.2020, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2020/kampf-um-nutri-score-das-sind-die-7-dreistesten-forderungen-der-lebensmittellobby/ Kampf um Nutriscore, Pressemitteilung vom 16.07.2020], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Foodwatch hat außerdem dokumentiert, dass die europäische Ernährungsindustrie über eine Milliarde Euro in eine jahrelange Lobbyschlacht investiert hat, um eine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz in Ampelfarben zu verhindern und ihre eigenen Vorstellungen durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/informieren/ampelkennzeichnung/mehr-zum-thema/lobby-aktivitaeten-gegen-die-ampel/ Lobby-Aktivitäten gegen die Ampel], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2010/06/red-light-consumer-information A red light for consumer information], corporateeurope.org vom 10.06.2010, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2016: Mineralöle in Lebensmitteln===&lt;br /&gt;
Im März 2016 warf der Verein Foodwatch e.V. dem BLL vor, eine Initiative von Aldi Süd gegen Mineralölverunreinigungen zu blockieren. Aldi Süd hatte zuvor in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-02-10_Rundschreiben_Aldi-Sued.pdf Schreiben] an seine Zuliefererbetriebe verlangt, dass in den Lebensmitteleigenmarken in Zukunft keine Mineralölbestandteile nachweisbar sind. Daraufhin hat der BLL in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-03-07_bll_mineraloel_schreiben_aldi.pdf Rundschreiben] an Aldi Süd und seine eigenen Mitgliedern gefordert, die Vorgaben zurückzunehmen, da diese „weder praktisch erfüllbar noch unter Verbraucherschutzaspekten [...] gerechtfertigt“ seien. Foodwatch zufolge stellte sich der BLL damit gegen die gesundheitliche Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Der BLL wies den Vorwurf von Foodwatch „mit Nachdruck“ zurück. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2016/mineraloel-in-lebensmitteln-lobbyverband-will-initiative-von-aldi-sued-fuer-mehr-verbraucherschutz-verhindern/ Mineralöl in Lebensmitteln: Lobbyverband will Initiative von Aldi Süd für mehr Verbraucherschutz verhindern] foodwatch.de, vom 05.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20160306-foodwatch-mineraloel Pressemitteilung: Foodwatch führt Verbraucher und Medien in die Irre!] lebensmittelverband.de, vom 06.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Verteidigung von TTIP===&lt;br /&gt;
Als 2014 eine Diskussion um ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP) entbrannte, gehörte die BVE zu den Verteidigern des Abkommens. Gegen die Zweifel von Kritikern des Abkommens bezogen auf Umwelt- und Sozialstandards, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/freihandelsabkommen-wie-ttip-nationale-standards-aushebeln-100.html Freihandelsabkommen: Wie TTIP nationale Standards aushebeln kann], deutschlandfunk.de vom 11.07.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/diskussion-um-freihandelsabkommen-hohe-erwartungen-und-scharfe-kritik/?cn-reloaded=1 Diskussion um Freihandelsabkommen: hohe Erwartung und scharfe Kritik], nachhaltigkeitsrat.de vom 15.01.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;konterte die BVE mit einer eigenen Umfrage, nach der die meisten deutschen Herrsteller sich Vorteile von einem Freihandelsabkommen versprechen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/infothek/publikationen-jahresbericht/pwc-bve-exportbarometer-mai2014 PwC/BVE Exportbarometer Mai 2014], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-20140623-ttip-pk Pressemitteilung &amp;quot;TTIP sichert der Branche Wachstum - in den USA und weltweit.&amp;quot;], bve-online.de vom 24.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die öffentliche Debatte, die über TTIP entfachte, erklärte der Geschäftsführer Christoph Minhoff, als &amp;quot;oft antiamerikanisch motiviert&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Debatte-um-Freihandelsabkommen-TTIP/!5039253/ Debatte um Freihandelsabkommen TTIP: Freier Handel für freies Bier], taz.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Auch Transparenzsorgen über den Ausschluss der Öffentlichkeit von den Verhandlungsprozessen empfand Minhoff als überzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/die-ernahrungsindustrie-schwort-auf-freihandel-3570133.html TTIP Die Ernährungsindustrie schwört auf Freihandel], tagesspiegel.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragwürdige Transparenzstudie der Lebensmittelwirtschaft===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und weitere Verbände der Lebensmittelbranche, wie der [[Deutscher Bauernverband|Deutsche Bauernverband]] (DBV) und die [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]], haben im Jahr 2012 den als Kommunikationsplattform dienenden Verein &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot; gegründet. Die Lebensmittelwirtschaft sollte der aufkommenden Kritik und dem angeschlagenen Image im Zuge der Fleischskandale ein adäquates Gegengewicht in Form von „sachlichen Informationen“ entgegenbringen. Geschäftsführer wurde Stephan Becker-Sonnenschein, der zuvor u.a. für [[Telefónica]], als PR-Manager für den Tabakkonzern [[Philip Morris]] und für [[RWE]] gearbeitet hatte. Vorsitzender der Lebensmittelwirtschaft wurde der Deutschlandchef von [[Nestlé]], Gerhard Berssenbrügge. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prreport.de/singlenews/uid-6200/becker-sonnenschein-fuehrt-die-lebensmittelwirtschaft-ev/ PRReport | Becker-Sonnenschein führt &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot;] prreport.de, vom 31.10.2012, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/public-affairs/diener-vieler-herren/ Diener vieler Herren] politik-kommunikation.de, vom 16.07.2013, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein betrieb einerseits klassischen Lobbyismus und führte Gespräche mit Vertretern aus der Politik, wie mit dem damaligen Landwirtschaftsminister [[Christian Schmidt]] ([[CSU]]). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20150720174330/https:/www.presseportal.de/pm/110636/2787622 Den Dialog aufrechterhalten - Die Lebensmittelwirtschaft beim Ministergespräch | Pressemitteilung Die Lebensmittelwirtschaft e.V.] web.archive.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits griff der Lobbyverein auch in politisch umstrittene Themen ein, wie die Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln. Dies geschah etwa durch eine Auftragsstudie zum Thema „Verbraucherverständnis von Transparenz“, deren Ergebnisse in der Pressekommunikation der Lebensmittelwirtschaft - zugunsten der Position der Branche - in ein gutes Licht gestellt wurden. Foodwatch beklagte daraufhin die grobe Verzerrung der Ergebnisse. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/lobbyverein-verfaelscht-ergebnisse-von-eigener-studien Lobbyverein verfälscht Ergebnisse von eigener Studien] foodwatch.org, vom 05.11.2014, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/fileadmin/foodwatch.de/news/Transparenz_ueber_die_Transparenzstudie.pdf Presseerklärung der Lebensmittelwirtschaft - Einordnung von Foodwatch] foodwatch.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Immerhin lautete das Resümee der Lebensmittelwirtschaft, dass existierende Informationen (auf Lebensmitteln) nicht oder kaum genutzt würden und ein Großteil der Verbraucher:innen keine zusätzlichen oder umfangreicheren Informationen einfordern würde. Agrarökonom und Studienautor Achim Spiller betonte hingegen, dass ein klares Bedürfnis nach mehr Transparenz bestehe. Nicht wünschenswerte Ergebnisse, wie etwa das mangelnde Vertrauen in die Lebensmittelindustrie wurden seitens der Lebensmittelwirtschaft nicht aufgegriffen. Die Präsentation mit den Studienergebnissen kann [https://www.uni-goettingen.de/de/document/download/a350cc3497e9b5f827c9976121a26561.pdf/Verbraucherverstndnis_von_Transparenz.pdf hier] abgerufen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Januar 2017 gab der Lobbyverein seine Auflösung bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen== &lt;br /&gt;
===Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
'''Hauptgeschäftsführer:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph Minhoff, Journalist, ist außerdem Moderator des Talkformats „Küchenkabinett“ des Lebensmittelverbands in Kooperation mit dem Magazin Cicero als Medienpartner. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Minhoff ist wie Gundula Ehlig und Romy Epphardt (beides Assistentinnen der Hauptgeschäftsführung) ebenfalls an der Spitze der Geschäftsführung der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team BVE - Team] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender (Präsident) des Lebensmittelverbands: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* René Püchner, Managing Director bei Capri Sun Vertriebs GmbH, ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand BVE - Vorstand] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Christian von Boetticher, ehemaliger Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein und ehemaliger Parteivorsitzender der CDU Schleswig-Holstein ist ebenfalls Mitglied im Kuratoium des Lebensmittelverbands.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium Kuratorium], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Mitglieder des Lebensmittelverbandvorstands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/vorstand hier] abrufbar und alle Mitglieder des BVE-Vorstands [https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Kuratoriums sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat und Ausschüsse des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Auf der Homepage gibt der Lebensmittelverband an, dass ihm Wissenschaftliche Beiräte als beratende Gremien zur Seite stehen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/wir-ueber-uns Wir über uns: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese bestehen aus 40 Vertreter:innen der Natur- und Rechtswissenschaften und sind in ihrer Position ehrenamtlich tätig. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/wissenschaftlicher-beirat Beiräte: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mitglieder des Beirates tragen u.a. auch bei den Veranstaltungen des Verbands eine zentrale Rolle, etwa wenn es um Themen wie Gentechnik im Lebensmittelbereich oder die Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie geht. Sie sind, ebenso wie die Mitglieder der Fachausschüsse und des Rechtsausschusses, auf der Homepage nicht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband hat insgesamt 459 Mitgliedern (Stand: 29.01.2024, Angabe aus dem Lobbyregistereintrag). Dabei handelt es sich um Verbände, Unternehmen aus Industrie, Handel und Systemgastronomie bzw. Großverbraucher sowie um Persönliche/Korporative Mitglieder wie z.B. Anwaltskanzleien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder Mitglieder], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie hat 109 Mitglieder, wobei diese sich in Fachverbände, Unternehmen und Fördermitglieder unterteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve Mitglieder], bve-online.de vom 20.10.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den prominensten Mitgliedern des Lebensmittelverbands und der BVE zählen, u. a. : &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Capri Sun]]&lt;br /&gt;
*[[Coca-Cola]]&lt;br /&gt;
*[[Conditorei Coppenrath &amp;amp; Wiese]]&lt;br /&gt;
*[[Danone]]&lt;br /&gt;
*[[Ferrero]]&lt;br /&gt;
*[[Nestlé]]&lt;br /&gt;
*[[Nordzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Dr. Oetker]]&lt;br /&gt;
*[[Südzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Unilever]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollständigen Mitglieder des Lebensmittelverbands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder hier] und die der BVE sind [https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve hier] abrufbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM)===&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland ist eine im Jahr 2003 gegründete Plattform für die Interessenvertretung der Nahrungsergänzungsmittelbranche in Deutschland. Zu den 50 Mitgliedern, die im Arbeitskreis zum „Austausch über rechtliche und wissenschaftliche Fragestellungen zu Nahrungsergänzungsmitteln“ beitragen, zählen Herstellerfirmen von Nahrungsergänzungsmitteln, Rohwarenhersteller und Dienstleister (Laboratorien, Anwaltskanzleien, Beratungsfirmen). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Die gesamten Einnahmen des Lebensmittelverbands (Mitgliedsbeiträge, Sondereinnahmen Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller, Auflösungen aus Rücklagen) wurden im Jahr 2023 mit 4.252.881 Euro angeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 21 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/b1/dd/211720/20230606_LMVD_Kostenverteilung_2022.pdf LMVD Kostenverteilung 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamteinnahmen der BVE wurden im Jahr 2023 mit 2.977.222 Euro angegeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 27 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/05/1d/212637/Guv-und-Bilanz-2022.pdf GUV und Bilanz 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228366</id>
		<title>Lebensmittelverband Deutschland</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228366"/>
		<updated>2024-01-30T18:22:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = &lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1955 (Lebensmittelverband, vormals BLL), 1949 (BVE) &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Berlin, Claire-Waldorff-Straße 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = 1040 Brüssel, Avenue des Nerviens 9-31&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.lebensmittelverband.de/ lebensmittelverband.de] [https://www.bve-online.de/ bve-online.de]  }}&lt;br /&gt;
Der '''Lebensmittelverband Deutschland''' e.V. und die '''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie''' agieren als Doppelverband der Ernährungswirtschaft. Neben einer Bürogemeinschaft, teilen sie sich auch die gleiche Geschäftsführung. Der Lebensmittelverband, bis Juli 2019 Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), ist hierbei der öffentlichkeitswirksame Arm. Er tritt auf als der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft und nach eigenen Angaben wichtiger Gesprächspartner von Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Verbraucherorganisationen und Medien im Politikfeld Lebensmittel und Verbraucherschutz. Er repräsentiert die gesamte Lebensmittelkette, beginnend mit der Landwirtschaft, über die Industrie, das Handwerk bis hin zum Handel sowie die Großverbraucher, alle Zulieferbereiche einschließlich des Futtermittelsektors und die Tabakbranche. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/13159?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die BVE ist der wirtschaftspolitische Teil des Doppelverbands. Damit gehen auch anderen inhaltliche Schwerpunkte als beim Lebensmittelverband einher. Die BVE betreibt weniger Öffentlichkeitsarbeit, gerichtet auf Konsument:innen und tritt eher als Interessenvertreter der Ernährungs- und Lebensmittelwirtschaft auf. Sie beschreiben ihr Anliegen darin, die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungsindustrie zu erhalten. Dies geht mit Kampagnen gegen mehr Regulierung von Ernährungskonzernen, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ernaehrungs-umschau.de/news/08-05-2023-diskussion-um-bmel-entwurf-zur-regulierung-der-an-kinder-gerichteten-lebensmittelwerbung/ Ernährungspolitik: Diskussion um Regulierung der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung], ernaehrungs-umschau.de vom 08.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Abbau von Bürokratie &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Glaeserne-Gesetze/Stellungnahmen/3-aend-marktowmeldv-bve.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 Dritte Verordnung zur Änderung der Marktordnungswaren-Meldeverordnung], bmel.de, vom 29.09.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; und einer diskursiven Verschiebung auf die Eigenverantwortung von Bürger:innen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/verbraucher/leitbild-verbraucher/verbraucherleitbild Verbraucher in der Eigenverantwortung], bve-online.de vom 29.05.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; einher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Kontakte zu nationalen und europäischen Institutionen===&lt;br /&gt;
Die Verbände sind die ernährungspolitische Interessenvertretung gegenüber der  Bundesregierung und dem Bundestag, den Länderregierungen und den Länderparlamente. Auf europäischer Ebene sind sie z. B. im Rahmen des europäischen Verbands [[FoodDrinkEurope]] und mittels Kontakte zum Europäischen Parlament aktiv.  Der Lebensmittelverband beteiligt sich zusätzlich noch an den Arbeiten der weltweit tätigen FAO (Food and Agriculture Organization) und der WHO (World Health Organization) im Rahmen des Codex Alimentarius. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem BMEL und dem Auswärtigen Amt organisiert die BVE seit 2009 &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ost-ausschuss.de/de/1-au-enwirtschaftstag-der-agrar-und-ern-hrungswirtschaft 1. Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], ost-ausschuss.de vom 18.06.2009, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; die &amp;quot;Außenwirtschaftstage der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftstag-der-agrar-und-ernaehrungswirtschaft Website BVE Konferenzen Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2015 auch die &amp;quot;Außenwirtschaftsseminare der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftsseminar Website BVE Konferenzen 4. Außenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft 08. Juni 2022], bve-online.de vom 24.02.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese werden nur von dem BMEL und der BVE organisiert und beinhalten einen stärkeren Praxisbezug.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://afc.net/termine/referent-bmelbve-aussenwirtschaftsseminar-in-berlin Refernt: BMEL/BVE &amp;quot;Außenwirtschaftsseminar&amp;quot; in Berlin], afc.net, vom 16.09.2015, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Netzwerktreffen dienen laut BMEL dem Zusammentreffen von Politik und Wirtschaft. Ziel ist es, dass &amp;quot;die Köpfe der Unternehmen mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik&amp;quot; zusammen treffen, dort &amp;quot;tauschen [sie] sich aus und informieren sich über attraktive Absatz- und Beschaffungsmärkte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.auwitag-ernaehrung.de/ Website Aussenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft], auwitag-ernaehrung.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Sponsoren der Außenwirtschaftstage sind u. a. die [[Rentenbank]], die [[Deutsche Bank]], [[Sopexa]] (Kommunikationsagentur für Lebensmittel- und Getränkeindustrie9 und [[AON]] Versicherungsmakler sowie die [[DLG]] (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng verbunden ist die BVE außerdem mit dem BMEL über die Gestaltung und Programmorganisation von Auslandsmessen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/bmel-auslandsmessen Website BVE Messen BMEL-Auslandsmesseprogramm], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Als Teil ihrer &amp;quot;Förderung der Exportaktivitäten der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot; stellt das BMEL 8,8 Millionen Euro für Auslandsmessen zur Verfügung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/rede-der-bundesministerin-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-julia-kloeckner--1937872 Rede der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner], bundesregierung.de, vom 26.06.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die BVE ermöglicht den Unternehmen dann Zugang zu dem Exportabsatzmarkt, indem sie Teilnahmen und Programme für die 36 Fachmessen auf fünf Kontinenten mit koordiniert. &lt;br /&gt;
Teil des Exportförderprogramms des BMEL &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/internationales/aussenwirtschaftspolitik/handel-und-export/exportfoerderprogramm.html Exportförderprogramm für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; sind außerdem Unternehmensreisen zur Markterkundung, welche das BMEL mit ihrem Programm mit 3 Millionen mitfinanziert.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;/&amp;gt;Die BVE gibt auch hier eine Vorauswahl an das BMEL für relevante Auslandsmärkte und unterstützt das Ministerium bei der Auswahl von Unternehmerreisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/aussenwirtschaft/exportfoerderung-1/gefoerderte-unternehmerreisen-und-informationsveranstaltungen Geförderte Unternehmerreisen und Informationsveranstaltungen], bve-online.de vom 04.10.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyregisterangaben===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister geben die Verbände an (Stand: 30.01.2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lebensmittelverband'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 900.001 bis 910.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 21 bis 30 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen vier namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050 zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 630.001 bis 640.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 11 bis 20 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen zwei namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut EU Transparenzregister lagen die Lobbyausgaben in Brüssel für das Jahr 2022 biem Lebensmittelverband zwischen 100.000 und 199.999 Euro und bei der BVE zwischen 10.000 und 24.999 Euro. Der Lebensmittelverband beschäftigt 3 Lobbyist:innen beschäftigt (2 Vollzeitäquivalent), während die BVE 1 Lobbyisten beschäftigt (0,2 Vollzeitäquivalent).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=583851318567-80 Eintrag Lebensmittelverband], ec.europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=700829026603-04 Eintrag BVE], ec. europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit===&lt;br /&gt;
Die Jahrestagung des Lebensmittelverbands ist jährlicher Treffpunkt der deutschen Lebensmittelwirtschaft mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung, Lebensmittelbranche und Medien. Weitere Veranstaltungen sind Messen, Tagungen/Konferenzen und Seminare. Ein Beispiel ist die Tagung „Zukunft der Ernährung“ vom 05.12.2022 mit Udo di Fabio, Bundesverfassungsrichter a.D., als Referenten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20221206-tagung-zukunft-der-ernaehrung-lebensmittelverband-stellt-eckpunkte-fuer-ernaehrungsstrategie-der-zukunft-vor Pressemitteilung: Tagung „Zukunft der Ernährung“] lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Publikationen des Lebensmittelverbands gehören Broschüren/Flyer, Leitfäden/Leitlinien, Positionspapiere, Toolboxen, Berichte/Schriften und Schulmaterialien. Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland hat zudem den Podcast „ErnährungPlus“ gestartet. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20210224-podcast-ernaehrungplus-start ErnährungPlus: Podcast zu gesunder Ernährung mit Leichtathletin und Influencerin Alica Schmidt] lebensmittelverband.de, vom 02.08.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Messeausrichtung'''&lt;br /&gt;
Neben den BMEL-Auslandsmessen ist die BVE auch &amp;quot;ideele Trägerin&amp;quot; der Grünen Woche in Berlin, der Anuga in Köln und der Internoga. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen Website BVE Veranstaltungen Messen], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Anuga stellt die BVE einen Firmengemeinschaftsstand, sogenannten &amp;quot;German Pavilion&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.anuga.de/fuer-aussteller/aussteller-werden/individuelle-beteiligungsmoeglichkeiten/german-pavilion/ German Pavilion: Jetzt beim Deutschen Firmengemeinschaftsstand anmelden], anuga.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; gemeinsam mit dem BMEL zur Verfügung. Große Unternehmen sind damit unter dem &amp;quot;made in Germany&amp;quot; Dach prominenter vetreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-koelnmesse/anuga-firmengemeinschaftsbeteiligung Deutsche Firmengemeinschaftsbeteiligung], bve-online.de vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/die-anuga-2015-schliesst-ihre-tore-gemeinschaftsstand-von-bmel-und-bve-mit-abwechslungsreichem-programm-106394/ Die Anuga 2015 schließt ihre Tore: Gemeinschaftsstand von BMEL und BVE mit abwechslungsreichem Programm], verbaende. com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Auch für die Grüne Woche in Berlin stellt der BVE ein ähnliches Angebot zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Lebensmittelverband sind unter einem geteilten 700qm großen Gemeinschaftsstand &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.messen.de/de/7756/news/gruene-woche-2023-bve-gemeinschaftstand-im-zeichen-der-nachhaltigen-ernaehrung Grüne Woche 2023: BVE Gemeinschaftsstand im Zeichen der nachhaltigen Ernährung], messen.de vom 8.12.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; mehrere große Ernährungsunternehmen zusammen vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-internationale-gruene-woche/bildergalerie-gruene-woche-2023 &amp;quot;Wie schmeckt die Zukunft?&amp;quot; - Gemeinschaftsstand von BVE und Lebensmittelverband auf der Internationalen Grünen Woche 2023], bve-online.de vom 30.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/20231122-lebensmittelwirtschaft-auf-der-gruenen-woche-vielfalt-fuer-ernaehrungssicherung-und-nachhaltigkeit Pressemitteilung Lebensmittelwirtschaft auf der Grünen Woche - Vielfalt für Ernährungssicherung und Nachhaltigkeit], lebensmittelverband.de vom 22.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2023 umfasste der BVE Gemeinschaftsstand u. a. die Unternehmen Danone, Mars, McDonalds , Nestlé und REWE. Alle Aussteller sind [https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit hier] zu sehen. Der Gemeinschaftsstand wird gefördert durch die [[Rentenbank]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit Pressemitteilung Wie schmeckt die Zukunft: Lebensmittelwirtschaft zeigt auf der Grünen Woche 2023 Innovation für mehr Nachhaltigkeit], bve-online.de vom 19.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht===&lt;br /&gt;
In rechtlichen Fragen arbeitet der Lebensmittelverband Deutschland mit der Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht der Universität Bayreuth zusammen, die auf Initiative des Arbeitskreises der Bayerischen Ernährungswirtschaft (ABEW) mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung zu Anfang des Jahres 1990 gegründet worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl der Lebensmittelverband, als auch die BVE sind zudem eng verbunden mit dem [[FEI Forschungskreis der Ernährungsindustrie]]. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/industrieorganisationen FEI-Netzwerk Partnerorganisationen], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Götz Kröner, der Vorstandsvorsitzende des FEI ist auch Vorstandsmitglied im BVE.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/fei-vorstand Vorstand], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand Vorstand], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Der FEI ist Teil des Dachverbands [[AiF]] (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e. V.), einem Netzwerk aus 100 Forschungsvereinigungen aus der Industrie, die zum Ziel haben die &amp;quot;Leistungsfähigkeit des Mittelstands in allen Wirtschaftsbereichen&amp;quot; zu stärken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/dachorganisationen FEI-Netzwerk Dachorganisation: Die AiF], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Plattform Ernährung und Bewegung===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband (frühere Bezeichnung: BLL) ist Mitbegründer der [https://www.pebonline.de/ Plattform Ernährung und Bewegung]. Die gemeinsame Initiative von Politik, Verbänden und Wirtschaft wurde im September 2004 in Berlin zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und weiteren Verbänden gegründet, um sich im Bereich der Übergewichtsprävention von Kindern und Jugendlichen zu engagieren. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20050315.html Pressemitteilung: Deutsche Lebensmittelwirtschaft in der europaweit beispielhaften Plattform Ernährung und Bewegung stark engagiert] lebensmittelverband.de, vom 15.03.2005, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/aktionsprogramm-in-form/plattform-ernaehrung-bewegung-peb.html BMEL - Plattform Ernährung und Bewegung (peb)] bmel.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2018 erklärten die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und die Deutsche Adipositasgesellschaft (DAG) ihren gemeinsamen Ausstieg aus der Plattform Ernährung und Bewegung. Grund hierfür seien die in dem Verein starken Differenzen mit wirtschaftlichen Interessen sowie das gescheiterte Thema der Selbstverpflichtung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97967/Mehrere-Verbaende-beenden-Mitgliedschaft-in-der-Plattform-Ernaehrung-und-Bewegung Mehrere Verbände beenden Mitgliedschaft in der Plattform Ernährung und Bewegung] aerzteblatt.de, vom 18.09.2018, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Talkformat &amp;quot;Küchenkabinett&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Das „Küchenkabinett“ ist ein Talkformat des Lebensmittelverbands Deutschland in Kooperation mit dem Magazin Cicero, das vom Verbands-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff moderiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Videos erscheinen auf der Webseite und dem YouTube-Kanal von Cicero.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitgliedschaften==&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und die BVE teilen sich zudem eine Bürogemeinschaft mit der [[ANG Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss]] und arbeiten mit dieser auch eng zusammen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk Netzwerk], bve-online.de vom 07.08.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ANG ist der &amp;quot;sozialpolitische&amp;quot; Spitzenverband der Ernährungsindustrie mit einem Bundesverband und neun Landesverbänden, sowie vier Fachverbänden &amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/die-ang.html Die ANG], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die ANG-Hauptgeschäftsführerin Stefanie Sabet ist auch Teil der BVE-Geschäftsführung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/ANG_-_Gesch%C3%A4ftsstelle.html Geschäftsstelle], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team Team], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Lebensmittelverband Deutschland&amp;quot; - Lobbyregister beim Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://zaw.de/ Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft] (ZAW)&lt;br /&gt;
*[https://iccwbo.org/about-us/ International Chamber of Commerce] (ICC) Germany&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die BVE ist laut Lobbyregsiter nur bei [[FoodDrinkEurope]] Mitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie&amp;quot; - Lobbyregister im Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Homepage des[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Lebensmittelverbands] und der [https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk BVE] finden sich jedoch noch einige (teilweise gemeinsame) Partnerschaften mit den folgenden Organisationen: &lt;br /&gt;
*[[FoodDrinkEurope]] &lt;br /&gt;
*[https://www.ang-online.com/de/ Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V.] (ANG) &lt;br /&gt;
*[https://www.fei-bonn.de/ Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V.] (FEI) &lt;br /&gt;
*[https://www.germanexport.org/ German Export Association for Food and Agriproducts] (GEFA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland e.V. ist zudem Mitglied im europäischen und internationalen Verband der Nahrungsergänzungsmittelindustrie:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland], lebensmittelverband.de, abgerufen am 09.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://foodsupplementseurope.org/ Food Supplements Europe] &lt;br /&gt;
*[https://www.iadsa.org/ International Alliance of Dietary/Food Supplements Associations] (IADSA) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Kritik &amp;amp; Kampagne gegen Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung===&lt;br /&gt;
Ende Februar 2023 stellte Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, ein Gesetzesvorhaben vor, mit dem an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit viel Zucker, Salz oder Fett verboten werden soll. Demnach soll es nicht mehr zulässig sein, für bestimmte Lebensmittel, die den Anforderungen des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestimmten Nährwertprofils widersprechen, und die nach Art, Inhalt oder Gestaltung an Kinder gerichtet sind, zu werben (wesentliche Inhalte können [https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2023/024-lebensmittelwerbung-kinder.html hier] nachgelesen werden). In einem „Faktencheck“ übte der Lebensmittelverband Kritik an dem Gesetzesvorhaben. Kritisiert wird v.a. die Orientierung an den Richtwerten der WHO, denn dies führe laut dem Verband dazu, dass 70 Prozent aller auf dem Markt befindlichen Produkte von dem Verbot betroffen wären. Der Lebensmittelverband spricht deshalb von einem „nahezu vollständige[m] Werbe- und Sponsoringverbot“ und bestreitet, dass Lebensmittelwerbung einen nachhaltigen Einfluss auf das Ernährungsverhalten von unter 14-Jährigen habe. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230303-faktencheck-gesetzesvorhaben-fuer-mehr-kinderschutz-in-der-werbung Behauptungen des BMEL genauer betrachtet: Faktencheck „Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung“] lebensmittelverband.de, vom 03.03.2023, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Dieses Gesetzesvorhaben ist Teil einer größer angelegten &amp;quot;Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten&amp;quot; des BMEL,&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/reduktionsstrategie-zucker-salz-fette.html Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;die bis Ende 2025 gehen soll. Sowohl die BVE als auch der Lebensmittelverband sind Mitglieder im Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/begleitgremium-reduktions-innovationsstrategie.html Das Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Dass ein Teil dieser Strategie auch auf die Werbung bestimmter Produkte abzielt und gerade der Konsum ungesunder Produkte durch Jugendliche begrenzt werden soll, wusste der Lebensmittelverband bereits 2018 bei der Unterzeichnung der Grundsatzerklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ernaehrung/Reduktionsstrategie/GrundsatzvereinbarungReduktion.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=4 Grundsatzvereinbarung zwischen dem BMEL und den teilnehmenden Wirtschaftsverbänden des Runden Tisches], bmel.de, vom 16.09.2018, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie spricht mit Verweis auf den [[Zentralverband der Werbewirtschaft (ZAW)]] von einem „Totalverbot für Werbung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/warum-ein-werbeverbot-allen-schadet Warum ein Werbeverbot allen schadet] bve-online.de, vom 23.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem rief die BVE die Kampagne [https://xn--lieber-mndig-klb.de/ „#liebermündig“] ins Leben, im Rahmen derer u.a. Anzeigen in Zeitungen unter dem Titel „Cem Özdemirs Verbotskatalog“ aufgeführt wurden, um sich öffentlichkeitswirksam gegen das geplante Werbeverbot zu stellen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Werbeverbote-fuer-ungesunde-Lebensmittel/!5921521/ Werbeverbote für ungesunde Lebensmittel: Irreführende Kampagne der Industrie] taz.de, vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BVE_online/status/1640313618129354756 Ernährungsindustrie BVE auf Twitter] twitter.com, vom 27.03.2023, angerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Allianz für Nicht-Übertragbare Krankheiten (DANK)]], ein Bündnis aus 22 medizinischen und wissenschaftlichen Fachverbänden, antwortete auf die Kampagnen mit ihrem eigenen Faktencheck ([https://www.dank-allianz.de/files/content/dokumente/public/2023-04-11_BVE-Kampagne_Faktencheck-DANK_final.pdf hier]). Die Sprecherin der DANK und Geschäftsführerin der [[Deutschen Diabetes Gesellschaft (DAG)]] erklärt, wie die #liebermündig-Kampagne v. a. dazu diene, dass Problem zu verharmlosen und Eigenverantwortung auf die Bürger:innen zu übertragen.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;&amp;gt;[https://adipositas-gesellschaft.de/faktencheck-zu-aussagen-der-ernaehrungsindustrie-dank-diese-kampagne-ist-irrefuehrend-auf-allen-ebenen/ Faktencheck zu Aussagen der Ernährungsindustrie - DANK: &amp;quot;Diese Kampagne ist irreführend auf allen Ebenen&amp;quot;], adipositas-gesellschaft.de vom 11.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Zusätzlich sei die Kampagne auch wissenschaftlich „irreführend auf allen Ebenen“. Die DANK erklärt, die Ernährungsindustrie bediene sich hier „eins zu eins der Strategien der Tabaklobby“.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf diese Vorwürfe antwortet der Lebensmittelverband und die BVE in gemeinsamen Stellungsnahmen und streitet die Behauptungen der wissenschaftlich unsauberen und irreführenden Darstellung des Werbeverbots von ihrer Seite ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/irrefuehrender-faktencheck-der-dank-zur-kampagne-liebermuendig Irreführender Faktencheck der DANK zur Kampagne #liebermündig], bve-online.de vom 18.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20231108-streit-ums-kinder-lebensmittel-werbegesetz-lebensmittelwirtschaft-kontert-dank Streit um Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz - Lebensmittelwirtschaft kontert DANK], lebensmittelverband.de vom 08.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Verteidigung der #liebermündig-Kampagne folgen daraufhin mehrere wissenschaftliche Studien. &lt;br /&gt;
Die BVE &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/bitte-zu-ende-denken Pressemitteilung BITTE ZU ENDE DENKEN! Initiative von Branchenverbänden und Vermarktern zum geplanten Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz], bve-online.de vom 20.10.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; bezieht sich auf den „Wettbewerbsexperten“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/download/geht-oezdemirs-werbeverbot-fuer-ungesunde-lebensmittel-zu-weit Abends keine Gummibärchen: Geht Özdemirs Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel zu weit?], tagesspiegel.de vom 01.07.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Justus Haucap]] und seine Studie „Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes-„KLWG“ für die Medien- und Werbewirtschaft&amp;quot;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dus-competition.de/media/pages/download/34686f609d-1687519496/2023_gutachten_oekonomische_wirkung_klwg.pdf Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes - &amp;quot;KLWG&amp;quot; für die Medien- und Werbewirtschaft], dus-competition.de vom Juli 2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;in welcher die negativen ökonomischen Folgen für die Werbeindustrie durch den BMEL-Gesetzesentwurf erforscht werden. Diese wurde vom [[Markenverband]] in Auftrag gegeben.  Der [[Markenverband]] ist eine Partnerorganisation des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft [[(ZAW)]] und der [[Internationalen Handelskammer (ICC)]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.markenverband.de/verband/netzwerk Netzwerk], markenverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; in denen auch der Lebensmittelverband Mitglied ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Lobbyregistereintrag Lebensmittelverband], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen vom 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem [[ZAW]] hat der Lebensmittelverband auch ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230426-gesetzesentwurf-zu-werbeverboten-ist-verfassungs-und-europarechtswidrig Juristisches Gutachten von Professor Dr. Martin Burgi, LMU München: Gesetzesentwurf zu Werbeverboten ist verfassungs- und europarechtswidrig], lebensmittelverband.de vom 26.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;In diesem kommt ein Rechtswissenschaftsprofessor zu dem Ergebnis, dass der Gesetzesentwurf des BMEL nicht verfassungs- und europarechtskonform sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch kritisiert die irreführenden Aussagen der Lebensmittel- und Werbewirtschaft. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-foodwatch-kritisiert-desinformationskampagne-von-lobbyverbaenden-fdp-und-cdu/ Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: foodwatch kritisiert Desinformationskampagne von Lobbyverbänden, FDP und CDU] foodwatch.org, vom 14.03.2023, abgerufen am 30.01.2024 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kampagne erwecke den Eindruck, dass das geplante Gesetz Werbung für ganze Produktkategorien wie Jogurt, Käse oder Müsli verbiete. Dies sei jedoch falsch, da weiterhin viele Produkte aus diesen und weiteren Kategorien beworben werden dürfen. 40 Prozent aller Lebensmittel würden die vorgegebenen Grenzwerte generell einhalten und seien deshalb nicht betroffen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2023/oezdemirs-geplante-werbeschranken-diese-produkte-sind-wirklich-betroffen/ Özdemirs geplante Werbeschranken: Diese Produkte sind wirklich betroffen: Foodwatch DE] foodwatch.org, vom 04.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt nennt Foodwatch das Gesetzesvorhaben einen „Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/presse-statement-zu-werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-ein-meilenstein-im-kampf-gegen-fehlernaehrung/ Presse-Statement zu Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: &amp;quot;Ein Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung&amp;quot;] foodwatch.org, vom 27.02.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2020: Aktivitäten zur Verwässerung des Nutri-Score===&lt;br /&gt;
Die Lebensmittel-Ampel  Nutri-Score soll in vereinfachter Form zeigen, wie gesund ein Lebensmittel ist. Ökotest berichtete am 16.07. 2020 unter Berufung auf foodwatch darüber, dass der Lebensmittelverband mit Hochdruck daran arbeite, die Berechnungsgrundlagen des Nutri-Score zu verändern, um ungesunde Produkte besser aussehen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oekotest.de/essen-trinken/Lebensmittel-Lobby-will-Nutri-Score-verwaessern-Sieben-Beispiele-in-Bildern_11375_1.html Lebensmittel-Lobby will Nutri-Score verwässern], oekotest.de vom 16.07.2020, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2020/kampf-um-nutri-score-das-sind-die-7-dreistesten-forderungen-der-lebensmittellobby/ Kampf um Nutriscore, Pressemitteilung vom 16.07.2020], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Foodwatch hat außerdem dokumentiert, dass die europäische Ernährungsindustrie über eine Milliarde Euro in eine jahrelange Lobbyschlacht investiert hat, um eine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz in Ampelfarben zu verhindern und ihre eigenen Vorstellungen durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/informieren/ampelkennzeichnung/mehr-zum-thema/lobby-aktivitaeten-gegen-die-ampel/ Lobby-Aktivitäten gegen die Ampel], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2010/06/red-light-consumer-information A red light for consumer information], corporateeurope.org vom 10.06.2010, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2016: Mineralöle in Lebensmitteln===&lt;br /&gt;
Im März 2016 warf der Verein Foodwatch e.V. dem BLL vor, eine Initiative von Aldi Süd gegen Mineralölverunreinigungen zu blockieren. Aldi Süd hatte zuvor in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-02-10_Rundschreiben_Aldi-Sued.pdf Schreiben] an seine Zuliefererbetriebe verlangt, dass in den Lebensmitteleigenmarken in Zukunft keine Mineralölbestandteile nachweisbar sind. Daraufhin hat der BLL in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-03-07_bll_mineraloel_schreiben_aldi.pdf Rundschreiben] an Aldi Süd und seine eigenen Mitgliedern gefordert, die Vorgaben zurückzunehmen, da diese „weder praktisch erfüllbar noch unter Verbraucherschutzaspekten [...] gerechtfertigt“ seien. Foodwatch zufolge stellte sich der BLL damit gegen die gesundheitliche Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Der BLL wies den Vorwurf von Foodwatch „mit Nachdruck“ zurück. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2016/mineraloel-in-lebensmitteln-lobbyverband-will-initiative-von-aldi-sued-fuer-mehr-verbraucherschutz-verhindern/ Mineralöl in Lebensmitteln: Lobbyverband will Initiative von Aldi Süd für mehr Verbraucherschutz verhindern] foodwatch.de, vom 05.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20160306-foodwatch-mineraloel Pressemitteilung: Foodwatch führt Verbraucher und Medien in die Irre!] lebensmittelverband.de, vom 06.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Verteidigung von TTIP===&lt;br /&gt;
Als 2014 eine Diskussion um ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP) entbrannte, gehörte die BVE zu den Verteidigern des Abkommens. Gegen die Zweifel von Kritikern des Abkommens bezogen auf Umwelt- und Sozialstandards, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/freihandelsabkommen-wie-ttip-nationale-standards-aushebeln-100.html Freihandelsabkommen: Wie TTIP nationale Standards aushebeln kann], deutschlandfunk.de vom 11.07.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/diskussion-um-freihandelsabkommen-hohe-erwartungen-und-scharfe-kritik/?cn-reloaded=1 Diskussion um Freihandelsabkommen: hohe Erwartung und scharfe Kritik], nachhaltigkeitsrat.de vom 15.01.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;konterte die BVE mit einer eigenen Umfrage, nach der die meisten deutschen Herrsteller sich Vorteile von einem Freihandelsabkommen versprechen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/infothek/publikationen-jahresbericht/pwc-bve-exportbarometer-mai2014 PwC/BVE Exportbarometer Mai 2014], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-20140623-ttip-pk Pressemitteilung &amp;quot;TTIP sichert der Branche Wachstum - in den USA und weltweit.&amp;quot;], bve-online.de vom 24.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die öffentliche Debatte, die über TTIP entfachte, erklärte der Geschäftsführer Christoph Minhoff, als &amp;quot;oft antiamerikanisch motiviert&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Debatte-um-Freihandelsabkommen-TTIP/!5039253/ Debatte um Freihandelsabkommen TTIP: Freier Handel für freies Bier], taz.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Auch Transparenzsorgen über den Ausschluss der Öffentlichkeit von den Verhandlungsprozessen empfand Minhoff als überzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/die-ernahrungsindustrie-schwort-auf-freihandel-3570133.html TTIP Die Ernährungsindustrie schwört auf Freihandel], tagesspiegel.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragwürdige Transparenzstudie der Lebensmittelwirtschaft===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und weitere Verbände der Lebensmittelbranche, wie der [[Deutscher Bauernverband|Deutsche Bauernverband]] (DBV) und die [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]], haben im Jahr 2012 den als Kommunikationsplattform dienenden Verein &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot; gegründet. Die Lebensmittelwirtschaft sollte der aufkommenden Kritik und dem angeschlagenen Image im Zuge der Fleischskandale ein adäquates Gegengewicht in Form von „sachlichen Informationen“ entgegenbringen. Geschäftsführer wurde Stephan Becker-Sonnenschein, der zuvor u.a. für [[Telefónica]], als PR-Manager für den Tabakkonzern [[Philip Morris]] und für [[RWE]] gearbeitet hatte. Vorsitzender der Lebensmittelwirtschaft wurde der Deutschlandchef von [[Nestlé]], Gerhard Berssenbrügge. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prreport.de/singlenews/uid-6200/becker-sonnenschein-fuehrt-die-lebensmittelwirtschaft-ev/ PRReport | Becker-Sonnenschein führt &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot;] prreport.de, vom 31.10.2012, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/public-affairs/diener-vieler-herren/ Diener vieler Herren] politik-kommunikation.de, vom 16.07.2013, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein betrieb einerseits klassischen Lobbyismus und führte Gespräche mit Vertretern aus der Politik, wie mit dem damaligen Landwirtschaftsminister [[Christian Schmidt]] ([[CSU]]). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20150720174330/https:/www.presseportal.de/pm/110636/2787622 Den Dialog aufrechterhalten - Die Lebensmittelwirtschaft beim Ministergespräch | Pressemitteilung Die Lebensmittelwirtschaft e.V.] web.archive.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits griff der Lobbyverein auch in politisch umstrittene Themen ein, wie die Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln. Dies geschah etwa durch eine Auftragsstudie zum Thema „Verbraucherverständnis von Transparenz“, deren Ergebnisse in der Pressekommunikation der Lebensmittelwirtschaft - zugunsten der Position der Branche - in ein gutes Licht gestellt wurden. Foodwatch beklagte daraufhin die grobe Verzerrung der Ergebnisse. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/lobbyverein-verfaelscht-ergebnisse-von-eigener-studien Lobbyverein verfälscht Ergebnisse von eigener Studien] foodwatch.org, vom 05.11.2014, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/fileadmin/foodwatch.de/news/Transparenz_ueber_die_Transparenzstudie.pdf Presseerklärung der Lebensmittelwirtschaft - Einordnung von Foodwatch] foodwatch.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Immerhin lautete das Resümee der Lebensmittelwirtschaft, dass existierende Informationen (auf Lebensmitteln) nicht oder kaum genutzt würden und ein Großteil der Verbraucher:innen keine zusätzlichen oder umfangreicheren Informationen einfordern würde. Agrarökonom und Studienautor Achim Spiller betonte hingegen, dass ein klares Bedürfnis nach mehr Transparenz bestehe. Nicht wünschenswerte Ergebnisse, wie etwa das mangelnde Vertrauen in die Lebensmittelindustrie wurden seitens der Lebensmittelwirtschaft nicht aufgegriffen. Die Präsentation mit den Studienergebnissen kann [https://www.uni-goettingen.de/de/document/download/a350cc3497e9b5f827c9976121a26561.pdf/Verbraucherverstndnis_von_Transparenz.pdf hier] abgerufen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Januar 2017 gab der Lobbyverein seine Auflösung bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen== &lt;br /&gt;
===Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
'''Hauptgeschäftsführer:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph Minhoff, Journalist, ist außerdem Moderator des Talkformats „Küchenkabinett“ des Lebensmittelverbands in Kooperation mit dem Magazin Cicero als Medienpartner. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Minhoff ist wie Gundula Ehlig und Romy Epphardt (beides Assistentinnen der Hauptgeschäftsführung) ebenfalls an der Spitze der Geschäftsführung der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team BVE - Team] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender (Präsident) des Lebensmittelverbands: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* René Püchner, Managing Director bei Capri Sun Vertriebs GmbH, ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand BVE - Vorstand] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Christian von Boetticher, ehemaliger Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein und ehemaliger Parteivorsitzender der CDU Schleswig-Holstein ist ebenfalls Mitglied im Kuratoium des Lebensmittelverbands.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium Kuratorium], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Mitglieder des Lebensmittelverbandvorstands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/vorstand hier] abrufbar und alle Mitglieder des BVE-Vorstands [https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Kuratoriums sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat und Ausschüsse des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Auf der Homepage gibt der Lebensmittelverband an, dass ihm Wissenschaftliche Beiräte als beratende Gremien zur Seite stehen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/wir-ueber-uns Wir über uns: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese bestehen aus 40 Vertreter:innen der Natur- und Rechtswissenschaften und sind in ihrer Position ehrenamtlich tätig. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/wissenschaftlicher-beirat Beiräte: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mitglieder des Beirates tragen u.a. auch bei den Veranstaltungen des Verbands eine zentrale Rolle, etwa wenn es um Themen wie Gentechnik im Lebensmittelbereich oder die Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie geht. Sie sind, ebenso wie die Mitglieder der Fachausschüsse und des Rechtsausschusses, auf der Homepage nicht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband hat insgesamt 459 Mitgliedern (Stand: 29.01.2024, Angabe aus dem Lobbyregistereintrag). Dabei handelt es sich um Verbände, Unternehmen aus Industrie, Handel und Systemgastronomie bzw. Großverbraucher sowie um Persönliche/Korporative Mitglieder wie z.B. Anwaltskanzleien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder Mitglieder], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie hat 109 Mitglieder, wobei diese sich in Fachverbände, Unternehmen und Fördermitglieder unterteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve Mitglieder], bve-online.de vom 20.10.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den prominensten Mitgliedern des Lebensmittelverbands und der BVE zählen, u. a. : &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Capri Sun]]&lt;br /&gt;
*[[Coca-Cola]]&lt;br /&gt;
*[[Conditorei Coppenrath &amp;amp; Wiese]]&lt;br /&gt;
*[[Danone]]&lt;br /&gt;
*[[Ferrero]]&lt;br /&gt;
*[[Nestlé]]&lt;br /&gt;
*[[Nordzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Dr. Oetker]]&lt;br /&gt;
*[[Südzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Unilever]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollständigen Mitglieder des Lebensmittelverbands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder hier] und die der BVE sind [https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve hier] abrufbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM)===&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland ist eine im Jahr 2003 gegründete Plattform für die Interessenvertretung der Nahrungsergänzungsmittelbranche in Deutschland. Zu den 50 Mitgliedern, die im Arbeitskreis zum „Austausch über rechtliche und wissenschaftliche Fragestellungen zu Nahrungsergänzungsmitteln“ beitragen, zählen Herstellerfirmen von Nahrungsergänzungsmitteln, Rohwarenhersteller und Dienstleister (Laboratorien, Anwaltskanzleien, Beratungsfirmen). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Die gesamten Einnahmen des Lebensmittelverbands (Mitgliedsbeiträge, Sondereinnahmen Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller, Auflösungen aus Rücklagen) wurden im Jahr 2023 mit 4.252.881 Euro angeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 21 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/b1/dd/211720/20230606_LMVD_Kostenverteilung_2022.pdf LMVD Kostenverteilung 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamteinnahmen der BVE wurden im Jahr 2023 mit 2.977.222 Euro angegeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 27 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/05/1d/212637/Guv-und-Bilanz-2022.pdf GUV und Bilanz 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228364</id>
		<title>Lebensmittelverband Deutschland</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228364"/>
		<updated>2024-01-30T18:21:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = &lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1955 (Lebensmittelverband, vormals BLL), 1949 (BVE) &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Berlin, Claire-Waldorff-Straße 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = 1040 Brüssel, Avenue des Nerviens 9-31&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.lebensmittelverband.de/ lebensmittelverband.de] [https://www.bve-online.de/ bve-online.de]  }}&lt;br /&gt;
Der '''Lebensmittelverband Deutschland''' e.V. und die '''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie''' agieren als Doppelverband der Ernährungswirtschaft. Neben einer Bürogemeinschaft, teilen sie sich auch die gleiche Geschäftsführung. Der Lebensmittelverband, bis Juli 2019 Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), ist hierbei der öffentlichkeitswirksame Arm. Er tritt auf als der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft und nach eigenen Angaben wichtiger Gesprächspartner von Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Verbraucherorganisationen und Medien im Politikfeld Lebensmittel und Verbraucherschutz. Er repräsentiert die gesamte Lebensmittelkette, beginnend mit der Landwirtschaft, über die Industrie, das Handwerk bis hin zum Handel sowie die Großverbraucher, alle Zulieferbereiche einschließlich des Futtermittelsektors und die Tabakbranche. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/13159?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die BVE ist der wirtschaftspolitische Teil des Doppelverbands. Damit gehen auch anderen inhaltliche Schwerpunkte als beim Lebensmittelverband einher. Die BVE betreibt weniger Öffentlichkeitsarbeit, gerichtet auf Konsument:innen und tritt eher als Interessenvertreter der Ernährungs- und Lebensmittelwirtschaft auf. Sie beschreiben ihr Anliegen darin, die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungsindustrie zu erhalten. Dies geht mit Kampagnen gegen mehr Regulierung von Ernährungskonzernen, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ernaehrungs-umschau.de/news/08-05-2023-diskussion-um-bmel-entwurf-zur-regulierung-der-an-kinder-gerichteten-lebensmittelwerbung/ Ernährungspolitik: Diskussion um Regulierung der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung], ernaehrungs-umschau.de vom 08.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Abbau von Bürokratie &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Glaeserne-Gesetze/Stellungnahmen/3-aend-marktowmeldv-bve.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 Dritte Verordnung zur Änderung der Marktordnungswaren-Meldeverordnung], bmel.de, vom 29.09.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; und einer diskursiven Verschiebung auf die Eigenverantwortung von Bürger:innen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/verbraucher/leitbild-verbraucher/verbraucherleitbild Verbraucher in der Eigenverantwortung], bve-online.de vom 29.05.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; einher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Kontakte zu nationalen und europäischen Institutionen===&lt;br /&gt;
Die Verbände sind die ernährungspolitische Interessenvertretung gegenüber der  Bundesregierung und dem Bundestag, den Länderregierungen und den Länderparlamente. Auf europäischer Ebene sind sie z. B. im Rahmen des europäischen Verbands [[FoodDrinkEurope]] und mittels Kontakte zum Europäischen Parlament aktiv.  Der Lebensmittelverband beteiligt sich zusätzlich noch an den Arbeiten der weltweit tätigen FAO (Food and Agriculture Organization) und der WHO (World Health Organization) im Rahmen des Codex Alimentarius. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem BMEL und dem Auswärtigen Amt organisiert die BVE seit 2009 &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ost-ausschuss.de/de/1-au-enwirtschaftstag-der-agrar-und-ern-hrungswirtschaft 1. Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], ost-ausschuss.de vom 18.06.2009, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; die &amp;quot;Außenwirtschaftstage der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftstag-der-agrar-und-ernaehrungswirtschaft Website BVE Konferenzen Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2015 auch die &amp;quot;Außenwirtschaftsseminare der Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/konferenzen/aussenwirtschaftsseminar Website BVE Konferenzen 4. Außenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft 08. Juni 2022], bve-online.de vom 24.02.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese werden nur von dem BMEL und der BVE organisiert und beinhalten einen stärkeren Praxisbezug.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://afc.net/termine/referent-bmelbve-aussenwirtschaftsseminar-in-berlin Refernt: BMEL/BVE &amp;quot;Außenwirtschaftsseminar&amp;quot; in Berlin], afc.net, vom 16.09.2015, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Netzwerktreffen dienen laut BMEL dem Zusammentreffen von Politik und Wirtschaft. Ziel ist es, dass &amp;quot;die Köpfe der Unternehmen mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik&amp;quot; zusammen treffen, dort &amp;quot;tauschen [sie] sich aus und informieren sich über attraktive Absatz- und Beschaffungsmärkte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.auwitag-ernaehrung.de/ Website Aussenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft], auwitag-ernaehrung.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Sponsoren der Außenwirtschaftstage sind u. a. die [[Rentenbank]], die [[Deutsche Bank]], [[Sopexa]] (Kommunikationsagentur für Lebensmittel- und Getränkeindustrie9 und [[AON]] Versicherungsmakler sowie die [[DLG]] (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng verbunden ist die BVE außerdem mit dem BMEL über die Gestaltung und Programmorganisation von Auslandsmessen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/bmel-auslandsmessen Website BVE Messen BMEL-Auslandsmesseprogramm], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Als Teil ihrer &amp;quot;Förderung der Exportaktivitäten der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft&amp;quot; stellt das BMEL 8,8 Millionen Euro für Auslandsmessen zur Verfügung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/rede-der-bundesministerin-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-julia-kloeckner--1937872 Rede der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner], bundesregierung.de, vom 26.06.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die BVE ermöglicht den Unternehmen dann Zugang zu dem Exportabsatzmarkt, indem sie Teilnahmen und Programme für die 36 Fachmessen auf fünf Kontinenten mit koordiniert. &lt;br /&gt;
Teil des Exportförderprogramms des BMEL &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/internationales/aussenwirtschaftspolitik/handel-und-export/exportfoerderprogramm.html Exportförderprogramm für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; sind außerdem Unternehmensreisen zur Markterkundung, welche das BMEL mit ihrem Programm mit 3 Millionen mitfinanziert.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;RedeJK&amp;quot;/ref&amp;gt;Die BVE gibt auch hier eine Vorauswahl an das BMEL für relevante Auslandsmärkte und unterstützt das Ministerium bei der Auswahl von Unternehmerreisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/aussenwirtschaft/exportfoerderung-1/gefoerderte-unternehmerreisen-und-informationsveranstaltungen Geförderte Unternehmerreisen und Informationsveranstaltungen], bve-online.de vom 04.10.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyregisterangaben===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister geben die Verbände an (Stand: 30.01.2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lebensmittelverband'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 900.001 bis 910.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 21 bis 30 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen vier namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050 zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie'''&lt;br /&gt;
* im Jahr 2022 630.001 bis 640.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 11 bis 20 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen zwei namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut EU Transparenzregister lagen die Lobbyausgaben in Brüssel für das Jahr 2022 biem Lebensmittelverband zwischen 100.000 und 199.999 Euro und bei der BVE zwischen 10.000 und 24.999 Euro. Der Lebensmittelverband beschäftigt 3 Lobbyist:innen beschäftigt (2 Vollzeitäquivalent), während die BVE 1 Lobbyisten beschäftigt (0,2 Vollzeitäquivalent).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=583851318567-80 Eintrag Lebensmittelverband], ec.europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=700829026603-04 Eintrag BVE], ec. europa.eu, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit===&lt;br /&gt;
Die Jahrestagung des Lebensmittelverbands ist jährlicher Treffpunkt der deutschen Lebensmittelwirtschaft mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung, Lebensmittelbranche und Medien. Weitere Veranstaltungen sind Messen, Tagungen/Konferenzen und Seminare. Ein Beispiel ist die Tagung „Zukunft der Ernährung“ vom 05.12.2022 mit Udo di Fabio, Bundesverfassungsrichter a.D., als Referenten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20221206-tagung-zukunft-der-ernaehrung-lebensmittelverband-stellt-eckpunkte-fuer-ernaehrungsstrategie-der-zukunft-vor Pressemitteilung: Tagung „Zukunft der Ernährung“] lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Publikationen des Lebensmittelverbands gehören Broschüren/Flyer, Leitfäden/Leitlinien, Positionspapiere, Toolboxen, Berichte/Schriften und Schulmaterialien. Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland hat zudem den Podcast „ErnährungPlus“ gestartet. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20210224-podcast-ernaehrungplus-start ErnährungPlus: Podcast zu gesunder Ernährung mit Leichtathletin und Influencerin Alica Schmidt] lebensmittelverband.de, vom 02.08.2021, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Messeausrichtung'''&lt;br /&gt;
Neben den BMEL-Auslandsmessen ist die BVE auch &amp;quot;ideele Trägerin&amp;quot; der Grünen Woche in Berlin, der Anuga in Köln und der Internoga. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen Website BVE Veranstaltungen Messen], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Anuga stellt die BVE einen Firmengemeinschaftsstand, sogenannten &amp;quot;German Pavilion&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.anuga.de/fuer-aussteller/aussteller-werden/individuelle-beteiligungsmoeglichkeiten/german-pavilion/ German Pavilion: Jetzt beim Deutschen Firmengemeinschaftsstand anmelden], anuga.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; gemeinsam mit dem BMEL zur Verfügung. Große Unternehmen sind damit unter dem &amp;quot;made in Germany&amp;quot; Dach prominenter vetreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-koelnmesse/anuga-firmengemeinschaftsbeteiligung Deutsche Firmengemeinschaftsbeteiligung], bve-online.de vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/die-anuga-2015-schliesst-ihre-tore-gemeinschaftsstand-von-bmel-und-bve-mit-abwechslungsreichem-programm-106394/ Die Anuga 2015 schließt ihre Tore: Gemeinschaftsstand von BMEL und BVE mit abwechslungsreichem Programm], verbaende. com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Auch für die Grüne Woche in Berlin stellt der BVE ein ähnliches Angebot zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Lebensmittelverband sind unter einem geteilten 700qm großen Gemeinschaftsstand &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.messen.de/de/7756/news/gruene-woche-2023-bve-gemeinschaftstand-im-zeichen-der-nachhaltigen-ernaehrung Grüne Woche 2023: BVE Gemeinschaftsstand im Zeichen der nachhaltigen Ernährung], messen.de vom 8.12.2022, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; mehrere große Ernährungsunternehmen zusammen vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/veranstaltungen/messen/messe-internationale-gruene-woche/bildergalerie-gruene-woche-2023 &amp;quot;Wie schmeckt die Zukunft?&amp;quot; - Gemeinschaftsstand von BVE und Lebensmittelverband auf der Internationalen Grünen Woche 2023], bve-online.de vom 30.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/20231122-lebensmittelwirtschaft-auf-der-gruenen-woche-vielfalt-fuer-ernaehrungssicherung-und-nachhaltigkeit Pressemitteilung Lebensmittelwirtschaft auf der Grünen Woche - Vielfalt für Ernährungssicherung und Nachhaltigkeit], lebensmittelverband.de vom 22.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2023 umfasste der BVE Gemeinschaftsstand u. a. die Unternehmen Danone, Mars, McDonalds , Nestlé und REWE. Alle Aussteller sind [https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit hier] zu sehen. Der Gemeinschaftsstand wird gefördert durch die [[Rentenbank]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-190123-wie-schmeckt-die-zukunft-lebensmittelwirtschaft-zeigt-auf-der-gruenen-woche-2023-innovationen-fuer-mehr-nachhaltigkeit Pressemitteilung Wie schmeckt die Zukunft: Lebensmittelwirtschaft zeigt auf der Grünen Woche 2023 Innovation für mehr Nachhaltigkeit], bve-online.de vom 19.01.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht===&lt;br /&gt;
In rechtlichen Fragen arbeitet der Lebensmittelverband Deutschland mit der Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht der Universität Bayreuth zusammen, die auf Initiative des Arbeitskreises der Bayerischen Ernährungswirtschaft (ABEW) mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung zu Anfang des Jahres 1990 gegründet worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl der Lebensmittelverband, als auch die BVE sind zudem eng verbunden mit dem [[FEI Forschungskreis der Ernährungsindustrie]]. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/industrieorganisationen FEI-Netzwerk Partnerorganisationen], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Götz Kröner, der Vorstandsvorsitzende des FEI ist auch Vorstandsmitglied im BVE.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/fei-vorstand Vorstand], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand Vorstand], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Der FEI ist Teil des Dachverbands [[AiF]] (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e. V.), einem Netzwerk aus 100 Forschungsvereinigungen aus der Industrie, die zum Ziel haben die &amp;quot;Leistungsfähigkeit des Mittelstands in allen Wirtschaftsbereichen&amp;quot; zu stärken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/partnerorganisationen/dachorganisationen FEI-Netzwerk Dachorganisation: Die AiF], fei-bonn.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Plattform Ernährung und Bewegung===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband (frühere Bezeichnung: BLL) ist Mitbegründer der [https://www.pebonline.de/ Plattform Ernährung und Bewegung]. Die gemeinsame Initiative von Politik, Verbänden und Wirtschaft wurde im September 2004 in Berlin zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und weiteren Verbänden gegründet, um sich im Bereich der Übergewichtsprävention von Kindern und Jugendlichen zu engagieren. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20050315.html Pressemitteilung: Deutsche Lebensmittelwirtschaft in der europaweit beispielhaften Plattform Ernährung und Bewegung stark engagiert] lebensmittelverband.de, vom 15.03.2005, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/aktionsprogramm-in-form/plattform-ernaehrung-bewegung-peb.html BMEL - Plattform Ernährung und Bewegung (peb)] bmel.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2018 erklärten die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und die Deutsche Adipositasgesellschaft (DAG) ihren gemeinsamen Ausstieg aus der Plattform Ernährung und Bewegung. Grund hierfür seien die in dem Verein starken Differenzen mit wirtschaftlichen Interessen sowie das gescheiterte Thema der Selbstverpflichtung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97967/Mehrere-Verbaende-beenden-Mitgliedschaft-in-der-Plattform-Ernaehrung-und-Bewegung Mehrere Verbände beenden Mitgliedschaft in der Plattform Ernährung und Bewegung] aerzteblatt.de, vom 18.09.2018, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Talkformat &amp;quot;Küchenkabinett&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Das „Küchenkabinett“ ist ein Talkformat des Lebensmittelverbands Deutschland in Kooperation mit dem Magazin Cicero, das vom Verbands-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff moderiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Videos erscheinen auf der Webseite und dem YouTube-Kanal von Cicero.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitgliedschaften==&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und die BVE teilen sich zudem eine Bürogemeinschaft mit der [[ANG Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss]] und arbeiten mit dieser auch eng zusammen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk Netzwerk], bve-online.de vom 07.08.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ANG ist der &amp;quot;sozialpolitische&amp;quot; Spitzenverband der Ernährungsindustrie mit einem Bundesverband und neun Landesverbänden, sowie vier Fachverbänden &amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/die-ang.html Die ANG], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die ANG-Hauptgeschäftsführerin Stefanie Sabet ist auch Teil der BVE-Geschäftsführung.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;ANG&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ang-online.com/de/ANG_-_Gesch%C3%A4ftsstelle.html Geschäftsstelle], ang-online.com, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team Team], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Lebensmittelverband Deutschland&amp;quot; - Lobbyregister beim Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://zaw.de/ Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft] (ZAW)&lt;br /&gt;
*[https://iccwbo.org/about-us/ International Chamber of Commerce] (ICC) Germany&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die BVE ist laut Lobbyregsiter nur bei [[FoodDrinkEurope]] Mitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000283/21355?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DBundesvereinigung%2Bder%2Bdeutschen%2BErn%25C3%25A4hrungsindustrie%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie&amp;quot; - Lobbyregister im Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Homepage des[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Lebensmittelverbands] und der [https://www.bve-online.de/die-bve/netzwerk BVE] finden sich jedoch noch einige (teilweise gemeinsame) Partnerschaften mit den folgenden Organisationen: &lt;br /&gt;
*[[FoodDrinkEurope]] &lt;br /&gt;
*[https://www.ang-online.com/de/ Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V.] (ANG) &lt;br /&gt;
*[https://www.fei-bonn.de/ Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V.] (FEI) &lt;br /&gt;
*[https://www.germanexport.org/ German Export Association for Food and Agriproducts] (GEFA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland e.V. ist zudem Mitglied im europäischen und internationalen Verband der Nahrungsergänzungsmittelindustrie:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland], lebensmittelverband.de, abgerufen am 09.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://foodsupplementseurope.org/ Food Supplements Europe] &lt;br /&gt;
*[https://www.iadsa.org/ International Alliance of Dietary/Food Supplements Associations] (IADSA) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Kritik &amp;amp; Kampagne gegen Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung===&lt;br /&gt;
Ende Februar 2023 stellte Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, ein Gesetzesvorhaben vor, mit dem an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit viel Zucker, Salz oder Fett verboten werden soll. Demnach soll es nicht mehr zulässig sein, für bestimmte Lebensmittel, die den Anforderungen des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestimmten Nährwertprofils widersprechen, und die nach Art, Inhalt oder Gestaltung an Kinder gerichtet sind, zu werben (wesentliche Inhalte können [https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2023/024-lebensmittelwerbung-kinder.html hier] nachgelesen werden). In einem „Faktencheck“ übte der Lebensmittelverband Kritik an dem Gesetzesvorhaben. Kritisiert wird v.a. die Orientierung an den Richtwerten der WHO, denn dies führe laut dem Verband dazu, dass 70 Prozent aller auf dem Markt befindlichen Produkte von dem Verbot betroffen wären. Der Lebensmittelverband spricht deshalb von einem „nahezu vollständige[m] Werbe- und Sponsoringverbot“ und bestreitet, dass Lebensmittelwerbung einen nachhaltigen Einfluss auf das Ernährungsverhalten von unter 14-Jährigen habe. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230303-faktencheck-gesetzesvorhaben-fuer-mehr-kinderschutz-in-der-werbung Behauptungen des BMEL genauer betrachtet: Faktencheck „Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung“] lebensmittelverband.de, vom 03.03.2023, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Dieses Gesetzesvorhaben ist Teil einer größer angelegten &amp;quot;Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten&amp;quot; des BMEL,&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/reduktionsstrategie-zucker-salz-fette.html Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;die bis Ende 2025 gehen soll. Sowohl die BVE als auch der Lebensmittelverband sind Mitglieder im Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktionsstrategie/begleitgremium-reduktions-innovationsstrategie.html Das Begleitgremium der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie], bmel.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Dass ein Teil dieser Strategie auch auf die Werbung bestimmter Produkte abzielt und gerade der Konsum ungesunder Produkte durch Jugendliche begrenzt werden soll, wusste der Lebensmittelverband bereits 2018 bei der Unterzeichnung der Grundsatzerklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ernaehrung/Reduktionsstrategie/GrundsatzvereinbarungReduktion.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=4 Grundsatzvereinbarung zwischen dem BMEL und den teilnehmenden Wirtschaftsverbänden des Runden Tisches], bmel.de, vom 16.09.2018, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie spricht mit Verweis auf den [[Zentralverband der Werbewirtschaft (ZAW)]] von einem „Totalverbot für Werbung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/warum-ein-werbeverbot-allen-schadet Warum ein Werbeverbot allen schadet] bve-online.de, vom 23.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem rief die BVE die Kampagne [https://xn--lieber-mndig-klb.de/ „#liebermündig“] ins Leben, im Rahmen derer u.a. Anzeigen in Zeitungen unter dem Titel „Cem Özdemirs Verbotskatalog“ aufgeführt wurden, um sich öffentlichkeitswirksam gegen das geplante Werbeverbot zu stellen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Werbeverbote-fuer-ungesunde-Lebensmittel/!5921521/ Werbeverbote für ungesunde Lebensmittel: Irreführende Kampagne der Industrie] taz.de, vom 31.03.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BVE_online/status/1640313618129354756 Ernährungsindustrie BVE auf Twitter] twitter.com, vom 27.03.2023, angerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Allianz für Nicht-Übertragbare Krankheiten (DANK)]], ein Bündnis aus 22 medizinischen und wissenschaftlichen Fachverbänden, antwortete auf die Kampagnen mit ihrem eigenen Faktencheck ([https://www.dank-allianz.de/files/content/dokumente/public/2023-04-11_BVE-Kampagne_Faktencheck-DANK_final.pdf hier]). Die Sprecherin der DANK und Geschäftsführerin der [[Deutschen Diabetes Gesellschaft (DAG)]] erklärt, wie die #liebermündig-Kampagne v. a. dazu diene, dass Problem zu verharmlosen und Eigenverantwortung auf die Bürger:innen zu übertragen.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;&amp;gt;[https://adipositas-gesellschaft.de/faktencheck-zu-aussagen-der-ernaehrungsindustrie-dank-diese-kampagne-ist-irrefuehrend-auf-allen-ebenen/ Faktencheck zu Aussagen der Ernährungsindustrie - DANK: &amp;quot;Diese Kampagne ist irreführend auf allen Ebenen&amp;quot;], adipositas-gesellschaft.de vom 11.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Zusätzlich sei die Kampagne auch wissenschaftlich „irreführend auf allen Ebenen“. Die DANK erklärt, die Ernährungsindustrie bediene sich hier „eins zu eins der Strategien der Tabaklobby“.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;DAG&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf diese Vorwürfe antwortet der Lebensmittelverband und die BVE in gemeinsamen Stellungsnahmen und streitet die Behauptungen der wissenschaftlich unsauberen und irreführenden Darstellung des Werbeverbots von ihrer Seite ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/irrefuehrender-faktencheck-der-dank-zur-kampagne-liebermuendig Irreführender Faktencheck der DANK zur Kampagne #liebermündig], bve-online.de vom 18.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20231108-streit-ums-kinder-lebensmittel-werbegesetz-lebensmittelwirtschaft-kontert-dank Streit um Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz - Lebensmittelwirtschaft kontert DANK], lebensmittelverband.de vom 08.11.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Verteidigung der #liebermündig-Kampagne folgen daraufhin mehrere wissenschaftliche Studien. &lt;br /&gt;
Die BVE &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/bitte-zu-ende-denken Pressemitteilung BITTE ZU ENDE DENKEN! Initiative von Branchenverbänden und Vermarktern zum geplanten Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz], bve-online.de vom 20.10.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; bezieht sich auf den „Wettbewerbsexperten“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/download/geht-oezdemirs-werbeverbot-fuer-ungesunde-lebensmittel-zu-weit Abends keine Gummibärchen: Geht Özdemirs Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel zu weit?], tagesspiegel.de vom 01.07.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Justus Haucap]] und seine Studie „Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes-„KLWG“ für die Medien- und Werbewirtschaft&amp;quot;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dus-competition.de/media/pages/download/34686f609d-1687519496/2023_gutachten_oekonomische_wirkung_klwg.pdf Ökonomische Wirkung des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes - &amp;quot;KLWG&amp;quot; für die Medien- und Werbewirtschaft], dus-competition.de vom Juli 2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;in welcher die negativen ökonomischen Folgen für die Werbeindustrie durch den BMEL-Gesetzesentwurf erforscht werden. Diese wurde vom [[Markenverband]] in Auftrag gegeben.  Der [[Markenverband]] ist eine Partnerorganisation des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft [[(ZAW)]] und der [[Internationalen Handelskammer (ICC)]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.markenverband.de/verband/netzwerk Netzwerk], markenverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; in denen auch der Lebensmittelverband Mitglied ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/20696?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Lobbyregistereintrag Lebensmittelverband], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen vom 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem [[ZAW]] hat der Lebensmittelverband auch ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230426-gesetzesentwurf-zu-werbeverboten-ist-verfassungs-und-europarechtswidrig Juristisches Gutachten von Professor Dr. Martin Burgi, LMU München: Gesetzesentwurf zu Werbeverboten ist verfassungs- und europarechtswidrig], lebensmittelverband.de vom 26.04.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;In diesem kommt ein Rechtswissenschaftsprofessor zu dem Ergebnis, dass der Gesetzesentwurf des BMEL nicht verfassungs- und europarechtskonform sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch kritisiert die irreführenden Aussagen der Lebensmittel- und Werbewirtschaft. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-foodwatch-kritisiert-desinformationskampagne-von-lobbyverbaenden-fdp-und-cdu/ Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: foodwatch kritisiert Desinformationskampagne von Lobbyverbänden, FDP und CDU] foodwatch.org, vom 14.03.2023, abgerufen am 30.01.2024 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kampagne erwecke den Eindruck, dass das geplante Gesetz Werbung für ganze Produktkategorien wie Jogurt, Käse oder Müsli verbiete. Dies sei jedoch falsch, da weiterhin viele Produkte aus diesen und weiteren Kategorien beworben werden dürfen. 40 Prozent aller Lebensmittel würden die vorgegebenen Grenzwerte generell einhalten und seien deshalb nicht betroffen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2023/oezdemirs-geplante-werbeschranken-diese-produkte-sind-wirklich-betroffen/ Özdemirs geplante Werbeschranken: Diese Produkte sind wirklich betroffen: Foodwatch DE] foodwatch.org, vom 04.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt nennt Foodwatch das Gesetzesvorhaben einen „Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/presse-statement-zu-werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-ein-meilenstein-im-kampf-gegen-fehlernaehrung/ Presse-Statement zu Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: &amp;quot;Ein Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung&amp;quot;] foodwatch.org, vom 27.02.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2020: Aktivitäten zur Verwässerung des Nutri-Score===&lt;br /&gt;
Die Lebensmittel-Ampel  Nutri-Score soll in vereinfachter Form zeigen, wie gesund ein Lebensmittel ist. Ökotest berichtete am 16.07. 2020 unter Berufung auf foodwatch darüber, dass der Lebensmittelverband mit Hochdruck daran arbeite, die Berechnungsgrundlagen des Nutri-Score zu verändern, um ungesunde Produkte besser aussehen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oekotest.de/essen-trinken/Lebensmittel-Lobby-will-Nutri-Score-verwaessern-Sieben-Beispiele-in-Bildern_11375_1.html Lebensmittel-Lobby will Nutri-Score verwässern], oekotest.de vom 16.07.2020, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2020/kampf-um-nutri-score-das-sind-die-7-dreistesten-forderungen-der-lebensmittellobby/ Kampf um Nutriscore, Pressemitteilung vom 16.07.2020], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Foodwatch hat außerdem dokumentiert, dass die europäische Ernährungsindustrie über eine Milliarde Euro in eine jahrelange Lobbyschlacht investiert hat, um eine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz in Ampelfarben zu verhindern und ihre eigenen Vorstellungen durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/informieren/ampelkennzeichnung/mehr-zum-thema/lobby-aktivitaeten-gegen-die-ampel/ Lobby-Aktivitäten gegen die Ampel], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2010/06/red-light-consumer-information A red light for consumer information], corporateeurope.org vom 10.06.2010, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2016: Mineralöle in Lebensmitteln===&lt;br /&gt;
Im März 2016 warf der Verein Foodwatch e.V. dem BLL vor, eine Initiative von Aldi Süd gegen Mineralölverunreinigungen zu blockieren. Aldi Süd hatte zuvor in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-02-10_Rundschreiben_Aldi-Sued.pdf Schreiben] an seine Zuliefererbetriebe verlangt, dass in den Lebensmitteleigenmarken in Zukunft keine Mineralölbestandteile nachweisbar sind. Daraufhin hat der BLL in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-03-07_bll_mineraloel_schreiben_aldi.pdf Rundschreiben] an Aldi Süd und seine eigenen Mitgliedern gefordert, die Vorgaben zurückzunehmen, da diese „weder praktisch erfüllbar noch unter Verbraucherschutzaspekten [...] gerechtfertigt“ seien. Foodwatch zufolge stellte sich der BLL damit gegen die gesundheitliche Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Der BLL wies den Vorwurf von Foodwatch „mit Nachdruck“ zurück. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2016/mineraloel-in-lebensmitteln-lobbyverband-will-initiative-von-aldi-sued-fuer-mehr-verbraucherschutz-verhindern/ Mineralöl in Lebensmitteln: Lobbyverband will Initiative von Aldi Süd für mehr Verbraucherschutz verhindern] foodwatch.de, vom 05.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20160306-foodwatch-mineraloel Pressemitteilung: Foodwatch führt Verbraucher und Medien in die Irre!] lebensmittelverband.de, vom 06.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Verteidigung von TTIP===&lt;br /&gt;
Als 2014 eine Diskussion um ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP) entbrannte, gehörte die BVE zu den Verteidigern des Abkommens. Gegen die Zweifel von Kritikern des Abkommens bezogen auf Umwelt- und Sozialstandards, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/freihandelsabkommen-wie-ttip-nationale-standards-aushebeln-100.html Freihandelsabkommen: Wie TTIP nationale Standards aushebeln kann], deutschlandfunk.de vom 11.07.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/diskussion-um-freihandelsabkommen-hohe-erwartungen-und-scharfe-kritik/?cn-reloaded=1 Diskussion um Freihandelsabkommen: hohe Erwartung und scharfe Kritik], nachhaltigkeitsrat.de vom 15.01.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;konterte die BVE mit einer eigenen Umfrage, nach der die meisten deutschen Herrsteller sich Vorteile von einem Freihandelsabkommen versprechen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/infothek/publikationen-jahresbericht/pwc-bve-exportbarometer-mai2014 PwC/BVE Exportbarometer Mai 2014], bve-online.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-20140623-ttip-pk Pressemitteilung &amp;quot;TTIP sichert der Branche Wachstum - in den USA und weltweit.&amp;quot;], bve-online.de vom 24.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die öffentliche Debatte, die über TTIP entfachte, erklärte der Geschäftsführer Christoph Minhoff, als &amp;quot;oft antiamerikanisch motiviert&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Debatte-um-Freihandelsabkommen-TTIP/!5039253/ Debatte um Freihandelsabkommen TTIP: Freier Handel für freies Bier], taz.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Auch Transparenzsorgen über den Ausschluss der Öffentlichkeit von den Verhandlungsprozessen empfand Minhoff als überzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/die-ernahrungsindustrie-schwort-auf-freihandel-3570133.html TTIP Die Ernährungsindustrie schwört auf Freihandel], tagesspiegel.de vom 25.06.2014, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragwürdige Transparenzstudie der Lebensmittelwirtschaft===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und weitere Verbände der Lebensmittelbranche, wie der [[Deutscher Bauernverband|Deutsche Bauernverband]] (DBV) und die [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]], haben im Jahr 2012 den als Kommunikationsplattform dienenden Verein &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot; gegründet. Die Lebensmittelwirtschaft sollte der aufkommenden Kritik und dem angeschlagenen Image im Zuge der Fleischskandale ein adäquates Gegengewicht in Form von „sachlichen Informationen“ entgegenbringen. Geschäftsführer wurde Stephan Becker-Sonnenschein, der zuvor u.a. für [[Telefónica]], als PR-Manager für den Tabakkonzern [[Philip Morris]] und für [[RWE]] gearbeitet hatte. Vorsitzender der Lebensmittelwirtschaft wurde der Deutschlandchef von [[Nestlé]], Gerhard Berssenbrügge. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prreport.de/singlenews/uid-6200/becker-sonnenschein-fuehrt-die-lebensmittelwirtschaft-ev/ PRReport | Becker-Sonnenschein führt &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot;] prreport.de, vom 31.10.2012, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/public-affairs/diener-vieler-herren/ Diener vieler Herren] politik-kommunikation.de, vom 16.07.2013, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein betrieb einerseits klassischen Lobbyismus und führte Gespräche mit Vertretern aus der Politik, wie mit dem damaligen Landwirtschaftsminister [[Christian Schmidt]] ([[CSU]]). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20150720174330/https:/www.presseportal.de/pm/110636/2787622 Den Dialog aufrechterhalten - Die Lebensmittelwirtschaft beim Ministergespräch | Pressemitteilung Die Lebensmittelwirtschaft e.V.] web.archive.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits griff der Lobbyverein auch in politisch umstrittene Themen ein, wie die Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln. Dies geschah etwa durch eine Auftragsstudie zum Thema „Verbraucherverständnis von Transparenz“, deren Ergebnisse in der Pressekommunikation der Lebensmittelwirtschaft - zugunsten der Position der Branche - in ein gutes Licht gestellt wurden. Foodwatch beklagte daraufhin die grobe Verzerrung der Ergebnisse. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/lobbyverein-verfaelscht-ergebnisse-von-eigener-studien Lobbyverein verfälscht Ergebnisse von eigener Studien] foodwatch.org, vom 05.11.2014, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/fileadmin/foodwatch.de/news/Transparenz_ueber_die_Transparenzstudie.pdf Presseerklärung der Lebensmittelwirtschaft - Einordnung von Foodwatch] foodwatch.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Immerhin lautete das Resümee der Lebensmittelwirtschaft, dass existierende Informationen (auf Lebensmitteln) nicht oder kaum genutzt würden und ein Großteil der Verbraucher:innen keine zusätzlichen oder umfangreicheren Informationen einfordern würde. Agrarökonom und Studienautor Achim Spiller betonte hingegen, dass ein klares Bedürfnis nach mehr Transparenz bestehe. Nicht wünschenswerte Ergebnisse, wie etwa das mangelnde Vertrauen in die Lebensmittelindustrie wurden seitens der Lebensmittelwirtschaft nicht aufgegriffen. Die Präsentation mit den Studienergebnissen kann [https://www.uni-goettingen.de/de/document/download/a350cc3497e9b5f827c9976121a26561.pdf/Verbraucherverstndnis_von_Transparenz.pdf hier] abgerufen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Januar 2017 gab der Lobbyverein seine Auflösung bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen== &lt;br /&gt;
===Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
'''Hauptgeschäftsführer:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph Minhoff, Journalist, ist außerdem Moderator des Talkformats „Küchenkabinett“ des Lebensmittelverbands in Kooperation mit dem Magazin Cicero als Medienpartner. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Minhoff ist wie Gundula Ehlig und Romy Epphardt (beides Assistentinnen der Hauptgeschäftsführung) ebenfalls an der Spitze der Geschäftsführung der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team BVE - Team] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender (Präsident) des Lebensmittelverbands: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* René Püchner, Managing Director bei Capri Sun Vertriebs GmbH, ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand BVE - Vorstand] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Christian von Boetticher, ehemaliger Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein und ehemaliger Parteivorsitzender der CDU Schleswig-Holstein ist ebenfalls Mitglied im Kuratoium des Lebensmittelverbands.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium Kuratorium], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Mitglieder des Lebensmittelverbandvorstands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/vorstand hier] abrufbar und alle Mitglieder des BVE-Vorstands [https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Kuratoriums sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat und Ausschüsse des Lebensmittelverbands===&lt;br /&gt;
Auf der Homepage gibt der Lebensmittelverband an, dass ihm Wissenschaftliche Beiräte als beratende Gremien zur Seite stehen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/wir-ueber-uns Wir über uns: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese bestehen aus 40 Vertreter:innen der Natur- und Rechtswissenschaften und sind in ihrer Position ehrenamtlich tätig. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/wissenschaftlicher-beirat Beiräte: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mitglieder des Beirates tragen u.a. auch bei den Veranstaltungen des Verbands eine zentrale Rolle, etwa wenn es um Themen wie Gentechnik im Lebensmittelbereich oder die Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie geht. Sie sind, ebenso wie die Mitglieder der Fachausschüsse und des Rechtsausschusses, auf der Homepage nicht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband hat insgesamt 459 Mitgliedern (Stand: 29.01.2024, Angabe aus dem Lobbyregistereintrag). Dabei handelt es sich um Verbände, Unternehmen aus Industrie, Handel und Systemgastronomie bzw. Großverbraucher sowie um Persönliche/Korporative Mitglieder wie z.B. Anwaltskanzleien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder Mitglieder], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie hat 109 Mitglieder, wobei diese sich in Fachverbände, Unternehmen und Fördermitglieder unterteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve Mitglieder], bve-online.de vom 20.10.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den prominensten Mitgliedern des Lebensmittelverbands und der BVE zählen, u. a. : &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Capri Sun]]&lt;br /&gt;
*[[Coca-Cola]]&lt;br /&gt;
*[[Conditorei Coppenrath &amp;amp; Wiese]]&lt;br /&gt;
*[[Danone]]&lt;br /&gt;
*[[Ferrero]]&lt;br /&gt;
*[[Nestlé]]&lt;br /&gt;
*[[Nordzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Dr. Oetker]]&lt;br /&gt;
*[[Südzucker AG]]&lt;br /&gt;
*[[Unilever]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollständigen Mitglieder des Lebensmittelverbands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder hier] und die der BVE sind [https://www.bve-online.de/mitglieder/mitglieder-der-bve hier] abrufbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM)===&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland ist eine im Jahr 2003 gegründete Plattform für die Interessenvertretung der Nahrungsergänzungsmittelbranche in Deutschland. Zu den 50 Mitgliedern, die im Arbeitskreis zum „Austausch über rechtliche und wissenschaftliche Fragestellungen zu Nahrungsergänzungsmitteln“ beitragen, zählen Herstellerfirmen von Nahrungsergänzungsmitteln, Rohwarenhersteller und Dienstleister (Laboratorien, Anwaltskanzleien, Beratungsfirmen). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Die gesamten Einnahmen des Lebensmittelverbands (Mitgliedsbeiträge, Sondereinnahmen Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller, Auflösungen aus Rücklagen) wurden im Jahr 2023 mit 4.252.881 Euro angeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 21 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/b1/dd/211720/20230606_LMVD_Kostenverteilung_2022.pdf LMVD Kostenverteilung 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamteinnahmen der BVE wurden im Jahr 2023 mit 2.977.222 Euro angegeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 27 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/05/1d/212637/Guv-und-Bilanz-2022.pdf GUV und Bilanz 2022], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lebensmittelverband_Deutschland&amp;diff=228350</id>
		<title>Lebensmittelverband Deutschland</title>
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		<updated>2024-01-30T11:24:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = &lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1955(Lebensmittelverband, vormals BLL), 1949 (BVE) &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Berlin, Claire-Waldorff-Straße 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = 1040 Brüssel, Avenue des Nerviens 85 (Lebensmittelverband); 1040 Brüssel, Rue de Trèves 61&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.lebensmittelverband.de/ lebensmittelverband.de] [https://www.bve-online.de/ bve-online.de]  }}&lt;br /&gt;
Der '''Lebensmittelverband Deutschland''' e.V. und die '''Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie''' agieren als Doppelverband der Ernährungswirtschaft. Neben einer Bürogemeinschaft, teilen sie sich auch die gleiche Geschäftsführung. Der Lebensmittelverband, bis Juli 2019 Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), ist hierbei der öffentlichkeitswirksame Arm. Er tritt auf als der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft und nach eigenen Angaben wichtiger Gesprächspartner von Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Verbraucherorganisationen und Medien im Politikfeld Lebensmittel und Verbraucherschutz. Er repräsentiert die gesamte Lebensmittelkette, beginnend mit der Landwirtschaft, über die Industrie, das Handwerk bis hin zum Handel sowie die Großverbraucher, alle Zulieferbereiche einschließlich des Futtermittelsektors und die Tabakbranche. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/13159?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die BVE ist der wirtschaftspolitische Teil des Doppelverbands. Damit gehen auch anderen inhaltliche Schwerpunkte als beim Lebensmittelverband einher. Die BVE betreibt weniger Öffentlichkeitsarbeit, gerichtet auf Konsument:innen und tritt eher als Interessenvertreter der Ernährungs- und Lebensmittelwirtschaft auf. Sie beschreiben ihr Anliegen darin, die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungsindustrie zu erhalten. Dies geht mit Kampagnen gegen mehr Regulierung von Ernährungskonzernen, &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ernaehrungs-umschau.de/news/08-05-2023-diskussion-um-bmel-entwurf-zur-regulierung-der-an-kinder-gerichteten-lebensmittelwerbung/ Ernährungspolitik: Diskussion um Regulierung der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung], ernaehrungs-umschau.de vom 08.05.2023, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Abbau von Bürokratie &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Glaeserne-Gesetze/Stellungnahmen/3-aend-marktowmeldv-bve.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 Dritte Verordnung zur Änderung der Marktordnungswaren-Meldeverordnung], bmel.de, vom 29.09.2020, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; und einer diskursiven Verschiebung auf die Eigenverantwortung von Bürger:innen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/verbraucher/leitbild-verbraucher/verbraucherleitbild Verbraucher in der Eigenverantwortung], bve-online.de vom 29.05.2019, abgerufen am 30.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; einher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Kontakte zu nationalen und europäischen Institutionen===&lt;br /&gt;
Die Verbände sind die ernährungspolitische Interessenvertretung gegenüber der  Bundesregierung und dem Bundestag, den Länderregierungen und den Länderparlamente. Auf europäischer Ebene sind sie z. B. im Rahmen des europäischen Verbands [[FoodDrinkEurope]] und mittels Kontakte zum Europäischen Parlament aktiv.  Der Lebensmittelverband beteiligt sich zusätzlich noch an den Arbeiten der weltweit tätigen FAO (Food and Agriculture Organization) und der WHO (World Health Organization) im Rahmen des Codex Alimentarius. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner und Netzwerk], lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Lobbyarbeit relevant sind die folgenden Themen: EU-Binnenmarkt; EU-Gesetzgebung; Fischerei/Aquakultur; Land- und Forstwirtschaft; Lebensmittelsicherheit; Lebens- und Genussmittelindustrie; Sonstiges im Bereich „Landwirtschaft und Ernährung“; Öffentliches Recht; Sonstiges im Bereich „Recht“; Artenschutz/Biodiversität; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Tierschutz. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/13159?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt der Verband an (Stand: 06.02.2023):&lt;br /&gt;
* im Jahr 2021 860.001 bis 870.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und &lt;br /&gt;
* 21 bis 30 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen vier namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/15735?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut EU Transparenzregister lagen die Lobbyausgaben in Brüssel für das Jahr 2021 zwischen 100.000 und 199.999 Euro. Es werden 3 Lobbyist:innen beschäftigt (2 Vollzeitäquivalent). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=583851318567-80 Eintrag], ec.europa.eu, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit===&lt;br /&gt;
Die Jahrestagung ist jährlicher Treffpunkt der deutschen Lebensmittelwirtschaft mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung, Lebensmittelbranche und Medien. Weitere Veranstaltungen sind Messen, Tagungen/Konferenzen und Seminare. Ein Beispiel ist die Tagung „Zukunft der Ernährung“ vom 05.12.2022 mit Udo di Fabio, Bundesverfassungsrichter a.D., als Referenten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20221206-tagung-zukunft-der-ernaehrung-lebensmittelverband-stellt-eckpunkte-fuer-ernaehrungsstrategie-der-zukunft-vor Pressemitteilung: Tagung „Zukunft der Ernährung“] lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Publikationen gehören Broschüren/Flyer, Leitfäden/Leitlinien, Positionspapiere, Toolboxen, Berichte/Schriften und Schulmaterialien. Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland hat zudem den Podcast „ErnährungPlus“ gestartet. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20210224-podcast-ernaehrungplus-start ErnährungPlus: Podcast zu gesunder Ernährung mit Leichtathletin und Influencerin Alica Schmidt] lebensmittelverband.de, vom 02.08.2021, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht===&lt;br /&gt;
In rechtlichen Fragen arbeitet der Lebensmittelverband Deutschland mit der Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht der Universität Bayreuth zusammen, die auf Initiative des Arbeitskreises der Bayerischen Ernährungswirtschaft (ABEW) mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung zu Anfang des Jahres 1990 gegründet worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Partner], lebensmittelverband.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Plattform Ernährung und Bewegung===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband (frühere Bezeichnung: BLL) ist Mitbegründer der [https://www.pebonline.de/ Plattform Ernährung und Bewegung]. Die gemeinsame Initiative von Politik, Verbänden und Wirtschaft wurde im September 2004 in Berlin zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und weiteren Verbänden gegründet, um sich im Bereich der Übergewichtsprävention von Kindern und Jugendlichen zu engagieren. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20050315.html Pressemitteilung: Deutsche Lebensmittelwirtschaft in der europaweit beispielhaften Plattform Ernährung und Bewegung stark engagiert] lebensmittelverband.de, vom 15.03.2005, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/aktionsprogramm-in-form/plattform-ernaehrung-bewegung-peb.html BMEL - Plattform Ernährung und Bewegung (peb)] bmel.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2018 erklärten die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und die Deutsche Adipositasgesellschaft (DAG) ihren gemeinsamen Ausstieg aus der Plattform Ernährung und Bewegung. Grund hierfür seien die in dem Verein starken Differenzen mit wirtschaftlichen Interessen sowie das gescheiterte Thema der Selbstverpflichtung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97967/Mehrere-Verbaende-beenden-Mitgliedschaft-in-der-Plattform-Ernaehrung-und-Bewegung Mehrere Verbände beenden Mitgliedschaft in der Plattform Ernährung und Bewegung] aerzteblatt.de, vom 18.09.2018, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Talkformat &amp;quot;Küchenkabinett&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Das „Küchenkabinett“ ist ein Talkformat des Lebensmittelverbands Deutschland in Kooperation mit dem Magazin Cicero, das vom Verbands-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff moderiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Videos erscheinen auf der Webseite und dem YouTube-Kanal von Cicero.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitgliedschaften==&lt;br /&gt;
Der Verband ist Mitglied in den folgenden Organisationen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002050/13159?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DLebensmittelverband%2BDeutschland%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Registereintrag &amp;quot;Lebensmittelverband Deutschland&amp;quot; - Lobbyregister beim Deutschen Bundestag], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 09.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
*[https://zaw.de/ Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft] (ZAW)&lt;br /&gt;
*[https://iccwbo.org/about-us/ International Chamber of Commerce] (ICC) Germany &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/partner Homepage] gibt der Verband weitere Partnerschaften mit den folgenden Organisationen an: &lt;br /&gt;
*[[FoodDrinkEurope]] &lt;br /&gt;
*[https://www.bve-online.de/ Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V.] (BVE) &lt;br /&gt;
*[https://www.ang-online.com/de/ Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V.] (ANG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland e.V. ist zudem Mitglied im europäischen und internationalen Verband der Nahrungsergänzungsmittelindustrie &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland], lebensmittelverband.de, abgerufen am 09.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
*[https://foodsupplementseurope.org/ Food Supplements Europe] &lt;br /&gt;
*[https://www.iadsa.org/ International Alliance of Dietary/Food Supplements Associations] (IADSA) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Kritik am Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung===&lt;br /&gt;
Ende Februar 2023 stellte Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, ein Gesetzesvorhaben vor, mit dem an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit viel Zucker, Salz oder Fett verboten werden soll. Demnach soll es nicht mehr zulässig sein, für bestimmte Lebensmittel, die den Anforderungen des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestimmten Nährwertprofils widersprechen, und die nach Art, Inhalt oder Gestaltung an Kinder gerichtet sind, zu werben (wesentliche Inhalte können [https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2023/024-lebensmittelwerbung-kinder.html hier] nachgelesen werden). In einem „Faktencheck“ übte der Lebensmittelverband Kritik an dem Gesetzesvorhaben. Kritisiert wird v.a. die Orientierung an den Richtwerten der WHO, denn dies führe laut dem Verband dazu, dass 70 Prozent aller auf dem Markt befindlichen Produkte von dem Verbot betroffen wären. Der Lebensmittelverband spricht deshalb von einem „nahezu vollständige[m] Werbe- und Sponsoringverbot“ und bestreitet, dass Lebensmittelwerbung einen nachhaltigen Einfluss auf das Ernährungsverhalten von unter 14-Jährigen habe. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20230303-faktencheck-gesetzesvorhaben-fuer-mehr-kinderschutz-in-der-werbung Behauptungen des BMEL genauer betrachtet: Faktencheck „Gesetzesvorhaben für mehr Kinderschutz in der Werbung“] lebensmittelverband.de, vom 03.03.2023, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Partnerorganisation des Lebensmittelverbandes, die [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE), spricht mit Verweis auf den [[Zentralverband der Werbewirtschaft]] (ZAW) von einem „Totalverbot für Werbung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/themen/die-ernaehrungsindustrie/warum-ein-werbeverbot-allen-schadet BVE - Warum ein Werbeverbot allen schadet] bve-online.de, vom 23.03.2023, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem rief die BVE die Kampagne [https://xn--lieber-mndig-klb.de/ „#liebermündig“] ins Leben, im Rahmen derer u.a. Anzeigen in Zeitungen unter dem Titel „Cem Özdemirs Verbotskatalog“ aufgeführt wurden, um sich öffentlichkeitswirksam gegen das geplante Werbeverbot zu stellen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Werbeverbote-fuer-ungesunde-Lebensmittel/!5921521/ Werbeverbote für ungesunde Lebensmittel: Irreführende Kampagne der Industrie] taz.de, vom 31.03.2023, abgerufen am 05.05.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BVE_online/status/1640313618129354756 Ernährungsindustrie BVE auf Twitter] twitter.com, vom 27.03.2023, angerufen am 05.05.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch kritisiert die irreführenden Aussagen der Lebensmittel- und Werbewirtschaft. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-foodwatch-kritisiert-desinformationskampagne-von-lobbyverbaenden-fdp-und-cdu/ Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: foodwatch kritisiert Desinformationskampagne von Lobbyverbänden, FDP und CDU] foodwatch.org, vom 14.03.2023, abgerufen am 05.05.2023 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kampagne der BVE erwecke den Eindruck, dass das geplante Gesetz Werbung für ganze Produktkategorien wie Jogurt, Käse oder Müsli verbiete. Dies sei jedoch falsch, da weiterhin viele Produkte aus diesen und weiteren Kategorien beworben werden dürfen. 40 Prozent aller Lebensmittel würden die vorgegebenen Grenzwerte generell einhalten und seien deshalb nicht betroffen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2023/oezdemirs-geplante-werbeschranken-diese-produkte-sind-wirklich-betroffen/ Özdemirs geplante Werbeschranken: Diese Produkte sind wirklich betroffen: Foodwatch DE] foodwatch.org, vom 04.05.2023, abgerufen am 05.05.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt nennt Foodwatch das Gesetzesvorhaben einen „Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2023/presse-statement-zu-werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-ein-meilenstein-im-kampf-gegen-fehlernaehrung/ Presse-Statement zu Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: &amp;quot;Ein Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung&amp;quot;] foodwatch.org, vom 27.02.2023, abgerufen am 05.05.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2020: Aktivitäten zur Verwässerung des Nutri-Score===&lt;br /&gt;
Die Lebensmittel-Ampel  Nutri-Score soll in vereinfachter Form zeigen, wie gesund ein Lebensmittel ist. Ökotest berichtete am 16.07. 2020 unter Berufung auf foodwatch darüber, dass der Lebensmittelverband mit Hochdruck daran arbeite, die Berechnungsgrundlagen des Nutri-Score zu verändern, um ungesunde Produkte besser aussehen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oekotest.de/essen-trinken/Lebensmittel-Lobby-will-Nutri-Score-verwaessern-Sieben-Beispiele-in-Bildern_11375_1.html Lebensmittel-Lobby will Nutri-Score verwässern], oekotest.de vom 16.07.2020, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2020/kampf-um-nutri-score-das-sind-die-7-dreistesten-forderungen-der-lebensmittellobby/ Kampf um Nutriscore, Pressemitteilung vom 16.07.2020], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Foodwatch hat außerdem dokumentiert, dass die europäische Ernährungsindustrie über eine Milliarde Euro in eine jahrelange Lobbyschlacht investiert hat, um eine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz in Ampelfarben zu verhindern und ihre eigenen Vorstellungen durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/informieren/ampelkennzeichnung/mehr-zum-thema/lobby-aktivitaeten-gegen-die-ampel/ Lobby-Aktivitäten gegen die Ampel], foodwatch.org, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2010/06/red-light-consumer-information A red light for consumer information], corporateeurope.org vom 10.06.2010, abgerufen am 31.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2016: Mineralöle in Lebensmitteln===&lt;br /&gt;
Im März 2016 warf der Verein Foodwatch e.V. dem BLL vor, eine Initiative von Aldi Süd gegen Mineralölverunreinigungen zu blockieren. Aldi Süd hatte zuvor in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-02-10_Rundschreiben_Aldi-Sued.pdf Schreiben] an seine Zuliefererbetriebe verlangt, dass in den Lebensmitteleigenmarken in Zukunft keine Mineralölbestandteile nachweisbar sind. Daraufhin hat der BLL in einem [https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Mineraloel/Dokumente/2016-03-07_bll_mineraloel_schreiben_aldi.pdf Rundschreiben] an Aldi Süd und seine eigenen Mitgliedern gefordert, die Vorgaben zurückzunehmen, da diese „weder praktisch erfüllbar noch unter Verbraucherschutzaspekten [...] gerechtfertigt“ seien. Foodwatch zufolge stellte sich der BLL damit gegen die gesundheitliche Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Der BLL wies den Vorwurf von Foodwatch „mit Nachdruck“ zurück. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/pressemitteilungen/2016/mineraloel-in-lebensmitteln-lobbyverband-will-initiative-von-aldi-sued-fuer-mehr-verbraucherschutz-verhindern/ Mineralöl in Lebensmitteln: Lobbyverband will Initiative von Aldi Süd für mehr Verbraucherschutz verhindern] foodwatch.de, vom 05.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20160306-foodwatch-mineraloel Pressemitteilung: Foodwatch führt Verbraucher und Medien in die Irre!] lebensmittelverband.de, vom 06.03.2016, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragwürdige Transparenzstudie der Lebensmittelwirtschaft===&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelverband und weitere Verbände der Lebensmittelbranche, wie der [[Deutscher Bauernverband|Deutsche Bauernverband]] (DBV) und die [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]], haben im Jahr 2012 den als Kommunikationsplattform dienenden Verein &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot; gegründet. Die Lebensmittelwirtschaft sollte der aufkommenden Kritik und dem angeschlagenen Image im Zuge der Fleischskandale ein adäquates Gegengewicht in Form von „sachlichen Informationen“ entgegenbringen. Geschäftsführer wurde Stephan Becker-Sonnenschein, der zuvor u.a. für [[Telefónica]], als PR-Manager für den Tabakkonzern [[Philip Morris]] und für [[RWE]] gearbeitet hatte. Vorsitzender der Lebensmittelwirtschaft wurde der Deutschlandchef von [[Nestlé]], Gerhard Berssenbrügge. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prreport.de/singlenews/uid-6200/becker-sonnenschein-fuehrt-die-lebensmittelwirtschaft-ev/ PRReport | Becker-Sonnenschein führt &amp;quot;Die Lebensmittelwirtschaft e.V.&amp;quot;] prreport.de, vom 31.10.2012, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/public-affairs/diener-vieler-herren/ Diener vieler Herren] politik-kommunikation.de, vom 16.07.2013, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein betrieb einerseits klassischen Lobbyismus und führte Gespräche mit Vertretern aus der Politik, wie mit dem damaligen Landwirtschaftsminister [[Christian Schmidt]] ([[CSU]]). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20150720174330/https:/www.presseportal.de/pm/110636/2787622 Den Dialog aufrechterhalten - Die Lebensmittelwirtschaft beim Ministergespräch | Pressemitteilung Die Lebensmittelwirtschaft e.V.] web.archive.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits griff der Lobbyverein auch in politisch umstrittene Themen ein, wie die Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln. Dies geschah etwa durch eine Auftragsstudie zum Thema „Verbraucherverständnis von Transparenz“, deren Ergebnisse in der Pressekommunikation der Lebensmittelwirtschaft - zugunsten der Position der Branche - in ein gutes Licht gestellt wurden. Foodwatch beklagte daraufhin die grobe Verzerrung der Ergebnisse. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/lobbyverein-verfaelscht-ergebnisse-von-eigener-studien Lobbyverein verfälscht Ergebnisse von eigener Studien] foodwatch.org, vom 05.11.2014, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/fileadmin/foodwatch.de/news/Transparenz_ueber_die_Transparenzstudie.pdf Presseerklärung der Lebensmittelwirtschaft - Einordnung von Foodwatch] foodwatch.org, abgerufen am 06.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Immerhin lautete das Resümee der Lebensmittelwirtschaft, dass existierende Informationen (auf Lebensmitteln) nicht oder kaum genutzt würden und ein Großteil der Verbraucher:innen keine zusätzlichen oder umfangreicheren Informationen einfordern würde. Agrarökonom und Studienautor Achim Spiller betonte hingegen, dass ein klares Bedürfnis nach mehr Transparenz bestehe. Nicht wünschenswerte Ergebnisse, wie etwa das mangelnde Vertrauen in die Lebensmittelindustrie wurden seitens der Lebensmittelwirtschaft nicht aufgegriffen. Die Präsentation mit den Studienergebnissen kann [https://www.uni-goettingen.de/de/document/download/a350cc3497e9b5f827c9976121a26561.pdf/Verbraucherverstndnis_von_Transparenz.pdf hier] abgerufen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Januar 2017 gab der Lobbyverein seine Auflösung bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen== &lt;br /&gt;
===Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
'''Hauptgeschäftsführer:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph Minhoff, Journalist, ist außerdem Moderator des Talkformats „Küchenkabinett“ des Lebensmittelverbands in Kooperation mit dem Magazin Cicero als Medienpartner. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/12796/4103617 „Küchenkabinett“], presseportal.de vom 11.11.2018, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Minhoff ist wie Gundula Ehlig und Romy Epphardt (beides Assistentinnen der Hauptgeschäftsführung) ebenfalls an der Spitze der Geschäftsführung der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/team BVE - Team] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geschäftsführer und Leiter des Büros Brüssel:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Peter Loosen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Mitglieder der Geschäftsstelle sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/geschaeftsstelle hier] abrufbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
'''Vorstandsvorsitzender (Präsident): '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* René Püchner, Managing Director bei Capri Sun Vertriebs GmbH, ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei der [[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bve-online.de/die-bve/organisation/vorstand BVE - Vorstand] bve-online.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Mitglieder des Vorstands sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/vorstand hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Kuratoriums sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/kuratorium hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat und Ausschüsse===&lt;br /&gt;
Auf der Homepage gibt der Lebensmittelverband an, dass ihm Wissenschaftliche Beiräte als beratende Gremien zur Seite stehen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/wir-ueber-uns Wir über uns: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese bestehen aus 40 Vertreter:innen der Natur- und Rechtswissenschaften und sind in ihrer Position ehrenamtlich tätig. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/wissenschaftlicher-beirat Beiräte: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 13.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mitglieder des Beirates tragen u.a. auch bei den Veranstaltungen des Verbands eine zentrale Rolle, etwa wenn es um Themen wie Gentechnik im Lebensmittelbereich oder die Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie geht. Sie sind, ebenso wie die Mitglieder der Fachausschüsse und des Rechtsausschusses, auf der Homepage nicht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Bei den insgesamt 459 Mitgliedern (Stand: 06.02.2023, Angabe aus dem Lobbyregistereintrag) handelt es sich um Verbände, Unternehmen aus Industrie, Handel und Systemgastronomie bzw. Großverbraucher sowie um Persönliche/Korporative Mitglieder wie z.B. Anwaltskanzleien. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/mitglieder/unsere-mitglieder Mitglieder], lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/mitglieder hier] abrufbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM)===&lt;br /&gt;
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland ist eine im Jahr 2003 gegründete Plattform für die Interessenvertretung der Nahrungsergänzungsmittelbranche in Deutschland. Zu den 50 Mitgliedern, die im Arbeitskreis zum „Austausch über rechtliche und wissenschaftliche Fragestellungen zu Nahrungsergänzungsmitteln“ beitragen, zählen Herstellerfirmen von Nahrungsergänzungsmitteln, Rohwarenhersteller und Dienstleister (Laboratorien, Anwaltskanzleien, Beratungsfirmen). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/organisation/arbeitskreis-nahrungsergaenzungsmittel-ak-nem Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland: Lebensmittelverband Deutschland] lebensmittelverband.de, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Die gesamten Einnahmen (Mitgliedsbeiträge, Sondereinnahmen Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller, Auflösungen aus Rücklagen) wurden für das Jahr 2021 mit 4.331.701 Euro angegeben. Der Lobbyanteil dessen betrug 23 Prozent. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/ed/2f/167219/20221024-LMVD-Radar-GuV.pdf Haushaltsrechnung 2021], lobbyregister.de, abgerufen am 30.01.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=227871</id>
		<title>Deutscher Bauernverband</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=227871"/>
		<updated>2024-01-11T14:26:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Landwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. (DBV) mit Sitz in Berlin  ist als Spitzenverband der deutschen Landwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Subventionierung der Landwirtschaft===&lt;br /&gt;
Die Lobbarbeit ist auch wegen der hohen Agrarsubventionen von großer Bedeutung für die Landwirtschaft. Nach Angaben des Bauernverbands entfallen 2023 69 Prozent der EU-Agrarausgaben von 58,3 Milliarden Euro auf die auflagengebundenen Direktzahlungen, 5 Prozent auf Agrarmarktausgaben, 26 Prozent kommen der Ländlichen Entwicklung zugute. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.situationsbericht.de/4/41-eu-agrarhaushalt-mehrjaehriger-finanzrahmen Situationsbericht 4.1 EU-Agrarhaushalt/Mehrjähriger Finanzrahmen], situationsbericht.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Durchschnitt zahle jeder EU-Bürger 25 Cent am Tag für die EU-Agrarpolitik. Der Agraranteil am EU-Gesamtbudget sei von 31 Prozent in der Förderperiode 2007-2013 auf rund 28 Prozent in der Förderperiode 2014-2020 zurückgegangen. Nach dem Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 sinke der Agraranteil weiter auf rund 24 Prozent. In Deutschland stellt das Bundesfinanzministerium für den Haushalt 2023 Subventionen (Steuervergünstigungen und Finanzhilfen) von rd. 2,65 Mrd. Euro zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/infografik/31506/hoehe-der-subventionen-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-auf-bundesebene/ So finanziert der Bund seine Landwirt:innen], statista.com, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace erstellte [https://www.greenpeace.de/publikationen/GPD-2024-01%20Studie%20Subventionen%20und%20Abgaben%20im%20Agrarsektor.pdf Kurzstudie] vom Januar 2024 zeigt den Spielraum auf, der beim Abbau umweltschädlicher Subventionen genutzt werden muss, um Anreize für eine sozial- gerechte Agrar- und Ernährungswende zu setzen und eine umwelt- und klimaverträgliche Land- und Forstwirtschaft gezielt zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutschland===&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der [[CDU]], steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;SZ&amp;quot;&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 14.06.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen verbesserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des [[Forum Moderne Landwirtschaft]], dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; DBV-Präsident [[Joachim Rukwied]] ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gruene-passauland.de/nachrichten/nachricht/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten-7746 Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], gruene-passau.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.moderne-landwirtschaft.de/ueber-uns/ Über Uns], moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 15.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt der Deutsche Bauernverband an (Stand: 02.08.2023).&lt;br /&gt;
*im Jahr 2022 3.820.001 bis 3.830.000 € für seine Lobbytätigkeit auszugeben und&lt;br /&gt;
*31 bis 40 Lobbyist:innen zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002175/23273?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DDeutscher%2BBauernverband%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Deutscher Bauernverband], lobbyregister.de vom 02.08.2023, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Brüssel===&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Florian Dalstein. Der DBV beschäftigt 3 Lobbyisten auf EU-Ebene (Vollzeitäquivalent: 2,5). Davon ist eine Person beim [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] akkreditiert. Seit 2014 hat der Verband an 24 Treffen der [[EU-Kommission]] teilgenommen (Stand: Dezember 2021). Das EU-Transparenzregister führt Lobby-Ausgaben des DBV in Höhe von 200.000-299.999 € im Jahr 2022 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=73085531345-65 Transparenz-Register: Deutscher Bauernverband], Transparenz-Register, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]], dessen Präsident Joachim Rukwied war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der ehem. Bundestagsabgeordnete und Landwirt [[Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz|Agrarbeirats der Bundesregierung]], im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertrat Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig war der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20191114225909/https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 10.01.2024 aus dem WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter von 2005 bis 2021 war er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring war weiterhin bis September 2020 Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fuehrungswechsel-im-qs-fachbeirat-beringmeier-loes.html Fürhungswechsle im QS-Fachbeirat - Beringmeier löst Röring als Vorsitzender des Fachbeirats Rind und Schwein ab], q-s.de vom 24.09.202, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/qs-system/wofuer-steht-das-qs-pruefzeichen.html Wofür steht das QS-Prüfzeichen], q-s.de, abgerufen am 10.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq-de/anforderungen-von-qs-pruefsystem-ueber-gesetzliche.html FAQ], q-s.de, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/qs-system/qs-ueber-gesetz.html QS-Anforderungen &amp;quot;über Gesetz&amp;quot;], q-s.de, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter hatten ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20161112041150/https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, vom 22.09.2016, abgerufen am 11.01.2024 aus dem WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.agrarheute.com/tier/stallaufnahmen-kontrollbehoerden-stellen-keine-tierschutzverstoesse-fest-527841 Stallaufnahmen: Kontrollbehörden stellen keien Tierschutzverstöße fest], agrarheute.de, vom 17.10.2016, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;SZ&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&lt;br /&gt;
name=&amp;quot;SZ&amp;quot;/&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Bauernverband gegen EU-Naturschutzpläne===&lt;br /&gt;
Der „Green Deal“ der EU sieht im Gesetzesvorschlag zur Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Law &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/fs_22_3748 European Commission, Factsheet, 22.06.2022], abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;), der am 22.6.2023 dem EU-Umweltausschuss vorgelegt wurde, u.a. vor, dass bis 2030 auf 10 % der landwirtschaftlichen Fläche Natur wieder hergestellt werden muss, der Pestizid-Eintrag reduziert und 30% der Moore in der Agrarlandschaft wieder vernässt werden sollen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2022/738183/EPRS_BRI(2022)738183_DE.pdf EU-Parlament, Briefing, EU-Verordnung über die  Wiederherstellung der Natur, 2022] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Grundsatzrede am Bauerntag &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/6599/5545724 Presseportal DBV vom 28.06.2023] abgerufen am 30.06.2023 &amp;lt;/ref&amp;gt;, 28.6.2023, lehnt DBV-Präsident Rukwied die zentralen Naturschutzvorhaben der EU-Kommission ab. Die pauschalen Vorgaben und Verbote der Sustainable Use Regulation und des Nature Restoration Law würden in erster Linie zahlreiche Betriebe in ihrer Existenz gefährden und zu einer Verringerung der landwirtschaftlichen Erzeugung in Europa führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mediengruppe Bayern gegenüber äußert sich Rukwied folgendermaßen: '' „... vor allem zwei Vorschläge aus Brüssel. Da geht es einmal um das Thema Pflanzenschutzmittel-Reduktion. Kommt die EU damit durch, würden die landwirtschaftlichen Erzeugungsmengen deutlich zurückgehen und die Abhängigkeit vom Ausland zunehmen. Ganze Flächen müssten aus der Bewirtschaftung genommen werden beziehungsweise auf diesen könnten Pflanzenschutzmittel nicht mehr eingesetzt werden. Das Zweite ist eine Naturschutz-Gesetzgebung, mit der zehn Prozent unserer Flächen für den Naturschutz reserviert werden müssten. Damit würden die Landwirte weitere Erzeugung verlieren. Zudem käme dieser Vorschlag letztlich einem Eingriff in Eigentumsrechte sehr nahe.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pnp.de/nachrichten/wirtschaft/bauernpraesident-eu-plaene-gefaehrden-ernaehrungssicherheit-12151465 Bauernpräsident: „EU-Pläne gefährden Ernährungssicherheit“] , abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;'' Martin Hofstetter, Agraringenieur von Greenpeace, wirft Rukwied eine bewusste Fehlinterpretation vor. Die 10% der naturnahen Flächen könnten z.B. aus selten gemähten Wiesen oder Feldgehölzen bestehen. Laut dem Entwurf müssen somit keine Flächen stillgelegt werden, da es stattdessen um die biologisch vielfältige Gestaltung dieser gehe. Zudem sei die Ernährungssicherheit nicht gefährdet, so wie es Rukwied andeutete. Deutschland sei Getreideexporteur und es gebe eine Überproduktion an Getreide und Fleisch.'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Pestizidverbote-und-mehr-Artenvielfalt/!5932864/ taz.de, Bauern gegen EU-Naturschutzpläne vom 29.06.2023] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2020: Corona-Pandemie als Vorwand===&lt;br /&gt;
Die Lobbyisten vieler Industriezweige verpacken alte Forderungen neu oder nutzen die Corona-Krise, um bereits getroffene Vereinbarungen infrage zu stellen, obwohl es in vielen Fällen keinen Zusammenhang mit dem Gesundheitsnotstand gibt. Darüber berichtet Corporate Europe Observatory: &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Bauernverband hat weniger strenge Umweltvorschriften zur Nitratverschmutzung gefordert, die zum Schutz des Grundwassers erlassen wurden. Die Organisation behauptet, laxere Regeln seien notwendig, um die notwendigen Vorräte zu sichern, obwohl es keine Anzeichen für eine Verknappung gibt. Die deutschen Großbauern wehren sich seit Jahren gegen die EU-Vorschriften zur Nitratverschmutzung. Die EVP im Europäischen Parlament hat den Vorschlag unterstützt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2020/05/corona-lobby-watch Main actor: Bauernverband, German big farmers lobby] corporateeurope.org, Corona Lobby Watch vom 01.05.2020, abgerufen am 18.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/pressemitteilung/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
Lt. EU Transparenzregister ist der DBV als landwirtschaftlicher Spitzenverband ein Verband der Verbände. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige. Als ordentliche Mitglieder gehören dem DBV die 18 Landesbauernverbände, der Deutsche  Raiffeisenverband und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung an. Assoziierte Mitglieder sind Verbände und Institutionen, die über diese Einbindung an der Arbeit des DBV mitwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: November 2023):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
*Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Zentralen Koordination Handel-Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vertretungsberechtigte Person des Hauptstadtbüros Bioenergie (ein Gesellschafter ist der DBV)&lt;br /&gt;
*Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, LAND-DATA GmbH, Messe Berlin GmbH, Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Verwaltungsrats: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Landwirtschaftliche Rentenbank, LBV-Unternehmensberatungsdienste GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedzuckergroup.com/sites/default/files/2022-11/Rukwied_SZ_Lebenslauf_2022_neu.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzuckergroup.com, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche?q=Joachim+Rukwied&amp;amp;filter%5Bactivelobbyist%5D%5Btrue%5D=true Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.de, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Januar 2024). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/der-verband/geschaeftsstelle Geschäftsstelle], bauernverband.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar. Vorsitzender des Ausschusses für Schweinefleisch ist Johannes Röring.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/der-verband/geschaeftsstelle/Anlage_1_Organigramm_2023_03_01.pdf Organisationsplan des Deutschen Bauernverbands]&lt;br /&gt;
*[https://taz.de/Bauernpraesident-ueber-Folgen-des-Kriegs/!5845862&amp;amp;s=Auch+Futter+ern%C3%A4hrt+indirekt Interview mit DBV-Präsident Rukwied zu den Folgen des Ukraine-Krieges: Auch Futter ernährt indirekt Menschen, taz vom 5.4.2022]&lt;br /&gt;
*[https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/agrarreform/190429-studie-agrarlobby-iaw.pdf Verflechtungen und Interessen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) April 2019, Auftraggeber: NABU Bearbeitung: Institut Arbeit und Wirtschaft]&lt;br /&gt;
*[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
*[https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=227869</id>
		<title>Deutscher Bauernverband</title>
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		<updated>2024-01-11T14:22:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Landwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. (DBV) mit Sitz in Berlin  ist als Spitzenverband der deutschen Landwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Subventionierung der Landwirtschaft===&lt;br /&gt;
Die Lobbarbeit ist auch wegen der hohen Agrarsubventionen von großer Bedeutung für die Landwirtschaft. Nach Angaben des Bauernverbands entfallen 2023 69 Prozent der EU-Agrarausgaben von 58,3 Milliarden Euro auf die auflagengebundenen Direktzahlungen, 5 Prozent auf Agrarmarktausgaben, 26 Prozent kommen der Ländlichen Entwicklung zugute. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.situationsbericht.de/4/41-eu-agrarhaushalt-mehrjaehriger-finanzrahmen Situationsbericht 4.1 EU-Agrarhaushalt/Mehrjähriger Finanzrahmen], situationsbericht.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Durchschnitt zahle jeder EU-Bürger 25 Cent am Tag für die EU-Agrarpolitik. Der Agraranteil am EU-Gesamtbudget sei von 31 Prozent in der Förderperiode 2007-2013 auf rund 28 Prozent in der Förderperiode 2014-2020 zurückgegangen. Nach dem Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 sinke der Agraranteil weiter auf rund 24 Prozent. In Deutschland stellt das Bundesfinanzministerium für den Haushalt 2023 Subventionen (Steuervergünstigungen und Finanzhilfen) von rd. 2,65 Mrd. Euro zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/infografik/31506/hoehe-der-subventionen-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-auf-bundesebene/ So finanziert der Bund seine Landwirt:innen], statista.com, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace erstellte [https://www.greenpeace.de/publikationen/GPD-2024-01%20Studie%20Subventionen%20und%20Abgaben%20im%20Agrarsektor.pdf Kurzstudie] vom Januar 2024 zeigt den Spielraum auf, der beim Abbau umweltschädlicher Subventionen genutzt werden muss, um Anreize für eine sozial- gerechte Agrar- und Ernährungswende zu setzen und eine umwelt- und klimaverträgliche Land- und Forstwirtschaft gezielt zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutschland===&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der [[CDU]], steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 14.06.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen verbesserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des [[Forum Moderne Landwirtschaft]], dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; DBV-Präsident [[Joachim Rukwied]] ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gruene-passauland.de/nachrichten/nachricht/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten-7746 Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], gruene-passau.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.moderne-landwirtschaft.de/ueber-uns/ Über Uns], moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 15.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt der Deutsche Bauernverband an (Stand: 02.08.2023).&lt;br /&gt;
*im Jahr 2022 3.820.001 bis 3.830.000 € für seine Lobbytätigkeit auszugeben und&lt;br /&gt;
*31 bis 40 Lobbyist:innen zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002175/23273?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DDeutscher%2BBauernverband%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Deutscher Bauernverband], lobbyregister.de vom 02.08.2023, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Brüssel===&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Florian Dalstein. Der DBV beschäftigt 3 Lobbyisten auf EU-Ebene (Vollzeitäquivalent: 2,5). Davon ist eine Person beim [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] akkreditiert. Seit 2014 hat der Verband an 24 Treffen der [[EU-Kommission]] teilgenommen (Stand: Dezember 2021). Das EU-Transparenzregister führt Lobby-Ausgaben des DBV in Höhe von 200.000-299.999 € im Jahr 2022 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=73085531345-65 Transparenz-Register: Deutscher Bauernverband], Transparenz-Register, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]], dessen Präsident Joachim Rukwied war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der ehem. Bundestagsabgeordnete und Landwirt [[Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz|Agrarbeirats der Bundesregierung]], im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertrat Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig war der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20191114225909/https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 10.01.2024 aus dem WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter von 2005 bis 2021 war er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring war weiterhin bis September 2020 Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fuehrungswechsel-im-qs-fachbeirat-beringmeier-loes.html Fürhungswechsle im QS-Fachbeirat - Beringmeier löst Röring als Vorsitzender des Fachbeirats Rind und Schwein ab], q-s.de vom 24.09.202, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/qs-system/wofuer-steht-das-qs-pruefzeichen.html Wofür steht das QS-Prüfzeichen], q-s.de, abgerufen am 10.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq-de/anforderungen-von-qs-pruefsystem-ueber-gesetzliche.html FAQ], q-s.de, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/qs-system/qs-ueber-gesetz.html QS-Anforderungen &amp;quot;über Gesetz&amp;quot;], q-s.de, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter hatten ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20161112041150/https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, vom 22.09.2016, abgerufen am 11.01.2024 aus dem WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.agrarheute.com/tier/stallaufnahmen-kontrollbehoerden-stellen-keine-tierschutzverstoesse-fest-527841 Stallaufnahmen: Kontrollbehörden stellen keien Tierschutzverstöße fest], agrarheute.de, vom 17.10.2016, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000-2 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Bauernverband gegen EU-Naturschutzpläne===&lt;br /&gt;
Der „Green Deal“ der EU sieht im Gesetzesvorschlag zur Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Law &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/fs_22_3748 European Commission, Factsheet, 22.06.2022], abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;), der am 22.6.2023 dem EU-Umweltausschuss vorgelegt wurde, u.a. vor, dass bis 2030 auf 10 % der landwirtschaftlichen Fläche Natur wieder hergestellt werden muss, der Pestizid-Eintrag reduziert und 30% der Moore in der Agrarlandschaft wieder vernässt werden sollen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2022/738183/EPRS_BRI(2022)738183_DE.pdf EU-Parlament, Briefing, EU-Verordnung über die  Wiederherstellung der Natur, 2022] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Grundsatzrede am Bauerntag &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/6599/5545724 Presseportal DBV vom 28.06.2023] abgerufen am 30.06.2023 &amp;lt;/ref&amp;gt;, 28.6.2023, lehnt DBV-Präsident Rukwied die zentralen Naturschutzvorhaben der EU-Kommission ab. Die pauschalen Vorgaben und Verbote der Sustainable Use Regulation und des Nature Restoration Law würden in erster Linie zahlreiche Betriebe in ihrer Existenz gefährden und zu einer Verringerung der landwirtschaftlichen Erzeugung in Europa führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mediengruppe Bayern gegenüber äußert sich Rukwied folgendermaßen: '' „... vor allem zwei Vorschläge aus Brüssel. Da geht es einmal um das Thema Pflanzenschutzmittel-Reduktion. Kommt die EU damit durch, würden die landwirtschaftlichen Erzeugungsmengen deutlich zurückgehen und die Abhängigkeit vom Ausland zunehmen. Ganze Flächen müssten aus der Bewirtschaftung genommen werden beziehungsweise auf diesen könnten Pflanzenschutzmittel nicht mehr eingesetzt werden. Das Zweite ist eine Naturschutz-Gesetzgebung, mit der zehn Prozent unserer Flächen für den Naturschutz reserviert werden müssten. Damit würden die Landwirte weitere Erzeugung verlieren. Zudem käme dieser Vorschlag letztlich einem Eingriff in Eigentumsrechte sehr nahe.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pnp.de/nachrichten/wirtschaft/bauernpraesident-eu-plaene-gefaehrden-ernaehrungssicherheit-12151465 Bauernpräsident: „EU-Pläne gefährden Ernährungssicherheit“] , abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;'' Martin Hofstetter, Agraringenieur von Greenpeace, wirft Rukwied eine bewusste Fehlinterpretation vor. Die 10% der naturnahen Flächen könnten z.B. aus selten gemähten Wiesen oder Feldgehölzen bestehen. Laut dem Entwurf müssen somit keine Flächen stillgelegt werden, da es stattdessen um die biologisch vielfältige Gestaltung dieser gehe. Zudem sei die Ernährungssicherheit nicht gefährdet, so wie es Rukwied andeutete. Deutschland sei Getreideexporteur und es gebe eine Überproduktion an Getreide und Fleisch.'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Pestizidverbote-und-mehr-Artenvielfalt/!5932864/ taz.de, Bauern gegen EU-Naturschutzpläne vom 29.06.2023] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2020: Corona-Pandemie als Vorwand===&lt;br /&gt;
Die Lobbyisten vieler Industriezweige verpacken alte Forderungen neu oder nutzen die Corona-Krise, um bereits getroffene Vereinbarungen infrage zu stellen, obwohl es in vielen Fällen keinen Zusammenhang mit dem Gesundheitsnotstand gibt. Darüber berichtet Corporate Europe Observatory: &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Bauernverband hat weniger strenge Umweltvorschriften zur Nitratverschmutzung gefordert, die zum Schutz des Grundwassers erlassen wurden. Die Organisation behauptet, laxere Regeln seien notwendig, um die notwendigen Vorräte zu sichern, obwohl es keine Anzeichen für eine Verknappung gibt. Die deutschen Großbauern wehren sich seit Jahren gegen die EU-Vorschriften zur Nitratverschmutzung. Die EVP im Europäischen Parlament hat den Vorschlag unterstützt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2020/05/corona-lobby-watch Main actor: Bauernverband, German big farmers lobby] corporateeurope.org, Corona Lobby Watch vom 01.05.2020, abgerufen am 18.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/pressemitteilung/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
Lt. EU Transparenzregister ist der DBV als landwirtschaftlicher Spitzenverband ein Verband der Verbände. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige. Als ordentliche Mitglieder gehören dem DBV die 18 Landesbauernverbände, der Deutsche  Raiffeisenverband und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung an. Assoziierte Mitglieder sind Verbände und Institutionen, die über diese Einbindung an der Arbeit des DBV mitwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: November 2023):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
*Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Zentralen Koordination Handel-Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vertretungsberechtigte Person des Hauptstadtbüros Bioenergie (ein Gesellschafter ist der DBV)&lt;br /&gt;
*Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, LAND-DATA GmbH, Messe Berlin GmbH, Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Verwaltungsrats: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Landwirtschaftliche Rentenbank, LBV-Unternehmensberatungsdienste GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedzuckergroup.com/sites/default/files/2022-11/Rukwied_SZ_Lebenslauf_2022_neu.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzuckergroup.com, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche?q=Joachim+Rukwied&amp;amp;filter%5Bactivelobbyist%5D%5Btrue%5D=true Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.de, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Januar 2024). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/der-verband/geschaeftsstelle Geschäftsstelle], bauernverband.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar. Vorsitzender des Ausschusses für Schweinefleisch ist Johannes Röring.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/der-verband/geschaeftsstelle/Anlage_1_Organigramm_2023_03_01.pdf Organisationsplan des Deutschen Bauernverbands]&lt;br /&gt;
*[https://taz.de/Bauernpraesident-ueber-Folgen-des-Kriegs/!5845862&amp;amp;s=Auch+Futter+ern%C3%A4hrt+indirekt Interview mit DBV-Präsident Rukwied zu den Folgen des Ukraine-Krieges: Auch Futter ernährt indirekt Menschen, taz vom 5.4.2022]&lt;br /&gt;
*[https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/agrarreform/190429-studie-agrarlobby-iaw.pdf Verflechtungen und Interessen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) April 2019, Auftraggeber: NABU Bearbeitung: Institut Arbeit und Wirtschaft]&lt;br /&gt;
*[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
*[https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=227867</id>
		<title>Deutscher Bauernverband</title>
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		<updated>2024-01-11T14:18:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Landwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. (DBV) mit Sitz in Berlin  ist als Spitzenverband der deutschen Landwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Subventionierung der Landwirtschaft===&lt;br /&gt;
Die Lobbarbeit ist auch wegen der hohen Agrarsubventionen von großer Bedeutung für die Landwirtschaft. Nach Angaben des Bauernverbands entfallen 2023 69 Prozent der EU-Agrarausgaben von 58,3 Milliarden Euro auf die auflagengebundenen Direktzahlungen, 5 Prozent auf Agrarmarktausgaben, 26 Prozent kommen der Ländlichen Entwicklung zugute. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.situationsbericht.de/4/41-eu-agrarhaushalt-mehrjaehriger-finanzrahmen Situationsbericht 4.1 EU-Agrarhaushalt/Mehrjähriger Finanzrahmen], situationsbericht.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Durchschnitt zahle jeder EU-Bürger 25 Cent am Tag für die EU-Agrarpolitik. Der Agraranteil am EU-Gesamtbudget sei von 31 Prozent in der Förderperiode 2007-2013 auf rund 28 Prozent in der Förderperiode 2014-2020 zurückgegangen. Nach dem Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 sinke der Agraranteil weiter auf rund 24 Prozent. In Deutschland stellt das Bundesfinanzministerium für den Haushalt 2023 Subventionen (Steuervergünstigungen und Finanzhilfen) von rd. 2,65 Mrd. Euro zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/infografik/31506/hoehe-der-subventionen-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-auf-bundesebene/ So finanziert der Bund seine Landwirt:innen], statista.com, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace erstellte [https://www.greenpeace.de/publikationen/GPD-2024-01%20Studie%20Subventionen%20und%20Abgaben%20im%20Agrarsektor.pdf Kurzstudie] vom Januar 2024 zeigt den Spielraum auf, der beim Abbau umweltschädlicher Subventionen genutzt werden muss, um Anreize für eine sozial- gerechte Agrar- und Ernährungswende zu setzen und eine umwelt- und klimaverträgliche Land- und Forstwirtschaft gezielt zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutschland===&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der [[CDU]], steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 14.06.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen verbesserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des [[Forum Moderne Landwirtschaft]], dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; DBV-Präsident [[Joachim Rukwied]] ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gruene-passauland.de/nachrichten/nachricht/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten-7746 Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], gruene-passau.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.moderne-landwirtschaft.de/ueber-uns/ Über Uns], moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 15.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt der Deutsche Bauernverband an (Stand: 02.08.2023).&lt;br /&gt;
*im Jahr 2022 3.820.001 bis 3.830.000 € für seine Lobbytätigkeit auszugeben und&lt;br /&gt;
*31 bis 40 Lobbyist:innen zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002175/23273?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DDeutscher%2BBauernverband%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Deutscher Bauernverband], lobbyregister.de vom 02.08.2023, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Brüssel===&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Florian Dalstein. Der DBV beschäftigt 3 Lobbyisten auf EU-Ebene (Vollzeitäquivalent: 2,5). Davon ist eine Person beim [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] akkreditiert. Seit 2014 hat der Verband an 24 Treffen der [[EU-Kommission]] teilgenommen (Stand: Dezember 2021). Das EU-Transparenzregister führt Lobby-Ausgaben des DBV in Höhe von 200.000-299.999 € im Jahr 2022 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=73085531345-65 Transparenz-Register: Deutscher Bauernverband], Transparenz-Register, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]], dessen Präsident Joachim Rukwied war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der ehem. Bundestagsabgeordnete und Landwirt [[Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz|Agrarbeirats der Bundesregierung]], im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertrat Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig war der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20191114225909/https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 10.01.2024 aus dem WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter von 2005 bis 2021 war er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring war weiterhin bis September 2020 Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fuehrungswechsel-im-qs-fachbeirat-beringmeier-loes.html Fürhungswechsle im QS-Fachbeirat - Beringmeier löst Röring als Vorsitzender des Fachbeirats Rind und Schwein ab], q-s.de vom 24.09.202, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/qs-system/wofuer-steht-das-qs-pruefzeichen.html Wofür steht das QS-Prüfzeichen], q-s.de, abgerufen am 10.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq-de/anforderungen-von-qs-pruefsystem-ueber-gesetzliche.html FAQ], q-s.de, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/qs-system/qs-ueber-gesetz.html QS-Anforderungen &amp;quot;über Gesetz&amp;quot;], q-s.de, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter hatten ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20161112041150/https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, vom 22.09.2016, abgerufen am 11.01.2024 aus dem WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.agrarheute.com/tier/stallaufnahmen-kontrollbehoerden-stellen-keine-tierschutzverstoesse-fest-527841 Stallaufnahmen: Kontrollbehörden stellen keien Tierschutzverstöße fest], agrarheute.de, vom 17.10.2016, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000-2 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Bauernverband gegen EU-Naturschutzpläne===&lt;br /&gt;
Der „Green Deal“ der EU sieht im Gesetzesvorschlag zur Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Law &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/fs_22_3748 European Commission, Factsheet, 22.06.2022], abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;), der am 22.6.2023 dem EU-Umweltausschuss vorgelegt wurde, u.a. vor, dass bis 2030 auf 10 % der landwirtschaftlichen Fläche Natur wieder hergestellt werden muss, der Pestizid-Eintrag reduziert und 30% der Moore in der Agrarlandschaft wieder vernässt werden sollen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2022/738183/EPRS_BRI(2022)738183_DE.pdf EU-Parlament, Briefing, EU-Verordnung über die  Wiederherstellung der Natur, 2022] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Grundsatzrede am Bauerntag &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/6599/5545724 Presseportal DBV vom 28.06.2023] abgerufen am 30.06.2023 &amp;lt;/ref&amp;gt;, 28.6.2023, lehnt DBV-Präsident Rukwied die zentralen Naturschutzvorhaben der EU-Kommission ab. Die pauschalen Vorgaben und Verbote der Sustainable Use Regulation und des Nature Restoration Law würden in erster Linie zahlreiche Betriebe in ihrer Existenz gefährden und zu einer Verringerung der landwirtschaftlichen Erzeugung in Europa führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mediengruppe Bayern gegenüber äußert sich Rukwied folgendermaßen: '' „... vor allem zwei Vorschläge aus Brüssel. Da geht es einmal um das Thema Pflanzenschutzmittel-Reduktion. Kommt die EU damit durch, würden die landwirtschaftlichen Erzeugungsmengen deutlich zurückgehen und die Abhängigkeit vom Ausland zunehmen. Ganze Flächen müssten aus der Bewirtschaftung genommen werden beziehungsweise auf diesen könnten Pflanzenschutzmittel nicht mehr eingesetzt werden. Das Zweite ist eine Naturschutz-Gesetzgebung, mit der zehn Prozent unserer Flächen für den Naturschutz reserviert werden müssten. Damit würden die Landwirte weitere Erzeugung verlieren. Zudem käme dieser Vorschlag letztlich einem Eingriff in Eigentumsrechte sehr nahe.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pnp.de/nachrichten/wirtschaft/bauernpraesident-eu-plaene-gefaehrden-ernaehrungssicherheit-12151465 Bauernpräsident: „EU-Pläne gefährden Ernährungssicherheit“] , abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;'' Martin Hofstetter, Agraringenieur von Greenpeace, wirft Rukwied eine bewusste Fehlinterpretation vor. Die 10% der naturnahen Flächen könnten z.B. aus selten gemähten Wiesen oder Feldgehölzen bestehen. Laut dem Entwurf müssen somit keine Flächen stillgelegt werden, da es stattdessen um die biologisch vielfältige Gestaltung dieser gehe. Zudem sei die Ernährungssicherheit nicht gefährdet, so wie es Rukwied andeutete. Deutschland sei Getreideexporteur und es gebe eine Überproduktion an Getreide und Fleisch.'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Pestizidverbote-und-mehr-Artenvielfalt/!5932864/ taz.de, Bauern gegen EU-Naturschutzpläne vom 29.06.2023] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2020: Corona-Pandemie als Vorwand===&lt;br /&gt;
Die Lobbyisten vieler Industriezweige verpacken alte Forderungen neu oder nutzen die Corona-Krise, um bereits getroffene Vereinbarungen infrage zu stellen, obwohl es in vielen Fällen keinen Zusammenhang mit dem Gesundheitsnotstand gibt. Darüber berichtet Corporate Europe Observatory: &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Bauernverband hat weniger strenge Umweltvorschriften zur Nitratverschmutzung gefordert, die zum Schutz des Grundwassers erlassen wurden. Die Organisation behauptet, laxere Regeln seien notwendig, um die notwendigen Vorräte zu sichern, obwohl es keine Anzeichen für eine Verknappung gibt. Die deutschen Großbauern wehren sich seit Jahren gegen die EU-Vorschriften zur Nitratverschmutzung. Die EVP im Europäischen Parlament hat den Vorschlag unterstützt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2020/05/corona-lobby-watch Main actor: Bauernverband, German big farmers lobby] corporateeurope.org, Corona Lobby Watch vom 01.05.2020, abgerufen am 18.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
Lt. EU Transparenzregister ist der DBV als landwirtschaftlicher Spitzenverband ein Verband der Verbände. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige. Als ordentliche Mitglieder gehören dem DBV die 18 Landesbauernverbände, der Deutsche  Raiffeisenverband und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung an. Assoziierte Mitglieder sind Verbände und Institutionen, die über diese Einbindung an der Arbeit des DBV mitwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: November 2023):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
*Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Zentralen Koordination Handel-Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vertretungsberechtigte Person des Hauptstadtbüros Bioenergie (ein Gesellschafter ist der DBV)&lt;br /&gt;
*Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, LAND-DATA GmbH, Messe Berlin GmbH, Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Verwaltungsrats: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Landwirtschaftliche Rentenbank, LBV-Unternehmensberatungsdienste GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedzuckergroup.com/sites/default/files/2022-11/Rukwied_SZ_Lebenslauf_2022_neu.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzuckergroup.com, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche?q=Joachim+Rukwied&amp;amp;filter%5Bactivelobbyist%5D%5Btrue%5D=true Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.de, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Januar 2024). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/der-verband/geschaeftsstelle Geschäftsstelle], bauernverband.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar. Vorsitzender des Ausschusses für Schweinefleisch ist Johannes Röring.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/der-verband/geschaeftsstelle/Anlage_1_Organigramm_2023_03_01.pdf Organisationsplan des Deutschen Bauernverbands]&lt;br /&gt;
*[https://taz.de/Bauernpraesident-ueber-Folgen-des-Kriegs/!5845862&amp;amp;s=Auch+Futter+ern%C3%A4hrt+indirekt Interview mit DBV-Präsident Rukwied zu den Folgen des Ukraine-Krieges: Auch Futter ernährt indirekt Menschen, taz vom 5.4.2022]&lt;br /&gt;
*[https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/agrarreform/190429-studie-agrarlobby-iaw.pdf Verflechtungen und Interessen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) April 2019, Auftraggeber: NABU Bearbeitung: Institut Arbeit und Wirtschaft]&lt;br /&gt;
*[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
*[https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
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		<title>Deutscher Bauernverband</title>
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		<updated>2024-01-11T14:17:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Landwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. (DBV) mit Sitz in Berlin  ist als Spitzenverband der deutschen Landwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Subventionierung der Landwirtschaft===&lt;br /&gt;
Die Lobbarbeit ist auch wegen der hohen Agrarsubventionen von großer Bedeutung für die Landwirtschaft. Nach Angaben des Bauernverbands entfallen 2023 69 Prozent der EU-Agrarausgaben von 58,3 Milliarden Euro auf die auflagengebundenen Direktzahlungen, 5 Prozent auf Agrarmarktausgaben, 26 Prozent kommen der Ländlichen Entwicklung zugute. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.situationsbericht.de/4/41-eu-agrarhaushalt-mehrjaehriger-finanzrahmen Situationsbericht 4.1 EU-Agrarhaushalt/Mehrjähriger Finanzrahmen], situationsbericht.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Durchschnitt zahle jeder EU-Bürger 25 Cent am Tag für die EU-Agrarpolitik. Der Agraranteil am EU-Gesamtbudget sei von 31 Prozent in der Förderperiode 2007-2013 auf rund 28 Prozent in der Förderperiode 2014-2020 zurückgegangen. Nach dem Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 sinke der Agraranteil weiter auf rund 24 Prozent. In Deutschland stellt das Bundesfinanzministerium für den Haushalt 2023 Subventionen (Steuervergünstigungen und Finanzhilfen) von rd. 2,65 Mrd. Euro zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/infografik/31506/hoehe-der-subventionen-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-auf-bundesebene/ So finanziert der Bund seine Landwirt:innen], statista.com, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace erstellte [https://www.greenpeace.de/publikationen/GPD-2024-01%20Studie%20Subventionen%20und%20Abgaben%20im%20Agrarsektor.pdf Kurzstudie] vom Januar 2024 zeigt den Spielraum auf, der beim Abbau umweltschädlicher Subventionen genutzt werden muss, um Anreize für eine sozial- gerechte Agrar- und Ernährungswende zu setzen und eine umwelt- und klimaverträgliche Land- und Forstwirtschaft gezielt zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutschland===&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der [[CDU]], steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 14.06.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen verbesserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des [[Forum Moderne Landwirtschaft]], dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; DBV-Präsident [[Joachim Rukwied]] ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gruene-passauland.de/nachrichten/nachricht/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten-7746 Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], gruene-passau.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.moderne-landwirtschaft.de/ueber-uns/ Über Uns], moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 15.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt der Deutsche Bauernverband an (Stand: 02.08.2023).&lt;br /&gt;
*im Jahr 2022 3.820.001 bis 3.830.000 € für seine Lobbytätigkeit auszugeben und&lt;br /&gt;
*31 bis 40 Lobbyist:innen zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002175/23273?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DDeutscher%2BBauernverband%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Deutscher Bauernverband], lobbyregister.de vom 02.08.2023, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Brüssel===&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Florian Dalstein. Der DBV beschäftigt 3 Lobbyisten auf EU-Ebene (Vollzeitäquivalent: 2,5). Davon ist eine Person beim [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] akkreditiert. Seit 2014 hat der Verband an 24 Treffen der [[EU-Kommission]] teilgenommen (Stand: Dezember 2021). Das EU-Transparenzregister führt Lobby-Ausgaben des DBV in Höhe von 200.000-299.999 € im Jahr 2022 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=73085531345-65 Transparenz-Register: Deutscher Bauernverband], Transparenz-Register, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]], dessen Präsident Joachim Rukwied war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der ehem. Bundestagsabgeordnete und Landwirt [[Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz|Agrarbeirats der Bundesregierung]], im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertrat Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig war der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20191114225909/https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 10.01.2024 aus dem WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter von 2005 bis 2021 war er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring war weiterhin bis September 2020 Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fuehrungswechsel-im-qs-fachbeirat-beringmeier-loes.html Fürhungswechsle im QS-Fachbeirat - Beringmeier löst Röring als Vorsitzender des Fachbeirats Rind und Schwein ab], q-s.de vom 24.09.202, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/qs-system/wofuer-steht-das-qs-pruefzeichen.html Wofür steht das QS-Prüfzeichen], q-s.de, abgerufen am 10.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq-de/anforderungen-von-qs-pruefsystem-ueber-gesetzliche.html FAQ], q-s.de, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/qs-system/qs-ueber-gesetz.html QS-Anforderungen &amp;quot;über Gesetz&amp;quot;], q-s.de, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter hatten ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20161112041150/https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, vom 22.09.2016, abgerufen am 11.01.2024 aus dem WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.agrarheute.com/tier/stallaufnahmen-kontrollbehoerden-stellen-keine-tierschutzverstoesse-fest-527841 Sallaufnahmen: Kontrollbehörden stellen keien Tierschutzverstöße fest], agrarheute.de, vom 17.10.2016, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000-2 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Bauernverband gegen EU-Naturschutzpläne===&lt;br /&gt;
Der „Green Deal“ der EU sieht im Gesetzesvorschlag zur Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Law &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/fs_22_3748 European Commission, Factsheet, 22.06.2022], abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;), der am 22.6.2023 dem EU-Umweltausschuss vorgelegt wurde, u.a. vor, dass bis 2030 auf 10 % der landwirtschaftlichen Fläche Natur wieder hergestellt werden muss, der Pestizid-Eintrag reduziert und 30% der Moore in der Agrarlandschaft wieder vernässt werden sollen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2022/738183/EPRS_BRI(2022)738183_DE.pdf EU-Parlament, Briefing, EU-Verordnung über die  Wiederherstellung der Natur, 2022] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Grundsatzrede am Bauerntag &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/6599/5545724 Presseportal DBV vom 28.06.2023] abgerufen am 30.06.2023 &amp;lt;/ref&amp;gt;, 28.6.2023, lehnt DBV-Präsident Rukwied die zentralen Naturschutzvorhaben der EU-Kommission ab. Die pauschalen Vorgaben und Verbote der Sustainable Use Regulation und des Nature Restoration Law würden in erster Linie zahlreiche Betriebe in ihrer Existenz gefährden und zu einer Verringerung der landwirtschaftlichen Erzeugung in Europa führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mediengruppe Bayern gegenüber äußert sich Rukwied folgendermaßen: '' „... vor allem zwei Vorschläge aus Brüssel. Da geht es einmal um das Thema Pflanzenschutzmittel-Reduktion. Kommt die EU damit durch, würden die landwirtschaftlichen Erzeugungsmengen deutlich zurückgehen und die Abhängigkeit vom Ausland zunehmen. Ganze Flächen müssten aus der Bewirtschaftung genommen werden beziehungsweise auf diesen könnten Pflanzenschutzmittel nicht mehr eingesetzt werden. Das Zweite ist eine Naturschutz-Gesetzgebung, mit der zehn Prozent unserer Flächen für den Naturschutz reserviert werden müssten. Damit würden die Landwirte weitere Erzeugung verlieren. Zudem käme dieser Vorschlag letztlich einem Eingriff in Eigentumsrechte sehr nahe.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pnp.de/nachrichten/wirtschaft/bauernpraesident-eu-plaene-gefaehrden-ernaehrungssicherheit-12151465 Bauernpräsident: „EU-Pläne gefährden Ernährungssicherheit“] , abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;'' Martin Hofstetter, Agraringenieur von Greenpeace, wirft Rukwied eine bewusste Fehlinterpretation vor. Die 10% der naturnahen Flächen könnten z.B. aus selten gemähten Wiesen oder Feldgehölzen bestehen. Laut dem Entwurf müssen somit keine Flächen stillgelegt werden, da es stattdessen um die biologisch vielfältige Gestaltung dieser gehe. Zudem sei die Ernährungssicherheit nicht gefährdet, so wie es Rukwied andeutete. Deutschland sei Getreideexporteur und es gebe eine Überproduktion an Getreide und Fleisch.'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Pestizidverbote-und-mehr-Artenvielfalt/!5932864/ taz.de, Bauern gegen EU-Naturschutzpläne vom 29.06.2023] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2020: Corona-Pandemie als Vorwand===&lt;br /&gt;
Die Lobbyisten vieler Industriezweige verpacken alte Forderungen neu oder nutzen die Corona-Krise, um bereits getroffene Vereinbarungen infrage zu stellen, obwohl es in vielen Fällen keinen Zusammenhang mit dem Gesundheitsnotstand gibt. Darüber berichtet Corporate Europe Observatory: &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Bauernverband hat weniger strenge Umweltvorschriften zur Nitratverschmutzung gefordert, die zum Schutz des Grundwassers erlassen wurden. Die Organisation behauptet, laxere Regeln seien notwendig, um die notwendigen Vorräte zu sichern, obwohl es keine Anzeichen für eine Verknappung gibt. Die deutschen Großbauern wehren sich seit Jahren gegen die EU-Vorschriften zur Nitratverschmutzung. Die EVP im Europäischen Parlament hat den Vorschlag unterstützt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2020/05/corona-lobby-watch Main actor: Bauernverband, German big farmers lobby] corporateeurope.org, Corona Lobby Watch vom 01.05.2020, abgerufen am 18.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
Lt. EU Transparenzregister ist der DBV als landwirtschaftlicher Spitzenverband ein Verband der Verbände. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige. Als ordentliche Mitglieder gehören dem DBV die 18 Landesbauernverbände, der Deutsche  Raiffeisenverband und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung an. Assoziierte Mitglieder sind Verbände und Institutionen, die über diese Einbindung an der Arbeit des DBV mitwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: November 2023):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
*Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Zentralen Koordination Handel-Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vertretungsberechtigte Person des Hauptstadtbüros Bioenergie (ein Gesellschafter ist der DBV)&lt;br /&gt;
*Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, LAND-DATA GmbH, Messe Berlin GmbH, Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Verwaltungsrats: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Landwirtschaftliche Rentenbank, LBV-Unternehmensberatungsdienste GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedzuckergroup.com/sites/default/files/2022-11/Rukwied_SZ_Lebenslauf_2022_neu.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzuckergroup.com, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche?q=Joachim+Rukwied&amp;amp;filter%5Bactivelobbyist%5D%5Btrue%5D=true Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.de, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Januar 2024). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/der-verband/geschaeftsstelle Geschäftsstelle], bauernverband.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar. Vorsitzender des Ausschusses für Schweinefleisch ist Johannes Röring.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/der-verband/geschaeftsstelle/Anlage_1_Organigramm_2023_03_01.pdf Organisationsplan des Deutschen Bauernverbands]&lt;br /&gt;
*[https://taz.de/Bauernpraesident-ueber-Folgen-des-Kriegs/!5845862&amp;amp;s=Auch+Futter+ern%C3%A4hrt+indirekt Interview mit DBV-Präsident Rukwied zu den Folgen des Ukraine-Krieges: Auch Futter ernährt indirekt Menschen, taz vom 5.4.2022]&lt;br /&gt;
*[https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/agrarreform/190429-studie-agrarlobby-iaw.pdf Verflechtungen und Interessen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) April 2019, Auftraggeber: NABU Bearbeitung: Institut Arbeit und Wirtschaft]&lt;br /&gt;
*[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
*[https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=227863</id>
		<title>Deutscher Bauernverband</title>
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		<updated>2024-01-11T13:24:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Landwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. (DBV) mit Sitz in Berlin  ist als Spitzenverband der deutschen Landwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Subventionierung der Landwirtschaft===&lt;br /&gt;
Die Lobbarbeit ist auch wegen der hohen Agrarsubventionen von großer Bedeutung für die Landwirtschaft. Nach Angaben des Bauernverbands entfallen 2023 69 Prozent der EU-Agrarausgaben von 58,3 Milliarden Euro auf die auflagengebundenen Direktzahlungen, 5 Prozent auf Agrarmarktausgaben, 26 Prozent kommen der Ländlichen Entwicklung zugute. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.situationsbericht.de/4/41-eu-agrarhaushalt-mehrjaehriger-finanzrahmen Situationsbericht 4.1 EU-Agrarhaushalt/Mehrjähriger Finanzrahmen], situationsbericht.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Durchschnitt zahle jeder EU-Bürger 25 Cent am Tag für die EU-Agrarpolitik. Der Agraranteil am EU-Gesamtbudget sei von 31 Prozent in der Förderperiode 2007-2013 auf rund 28 Prozent in der Förderperiode 2014-2020 zurückgegangen. Nach dem Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 sinke der Agraranteil weiter auf rund 24 Prozent. In Deutschland stellt das Bundesfinanzministerium für den Haushalt 2023 Subventionen (Steuervergünstigungen und Finanzhilfen) von rd. 2,65 Mrd. Euro zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/infografik/31506/hoehe-der-subventionen-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-auf-bundesebene/ So finanziert der Bund seine Landwirt:innen], statista.com, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace erstellte [https://www.greenpeace.de/publikationen/GPD-2024-01%20Studie%20Subventionen%20und%20Abgaben%20im%20Agrarsektor.pdf Kurzstudie] vom Januar 2024 zeigt den Spielraum auf, der beim Abbau umweltschädlicher Subventionen genutzt werden muss, um Anreize für eine sozial- gerechte Agrar- und Ernährungswende zu setzen und eine umwelt- und klimaverträgliche Land- und Forstwirtschaft gezielt zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutschland===&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der [[CDU]], steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 14.06.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen verbesserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des [[Forum Moderne Landwirtschaft]], dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; DBV-Präsident [[Joachim Rukwied]] ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gruene-passauland.de/nachrichten/nachricht/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten-7746 Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], gruene-passau.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.moderne-landwirtschaft.de/ueber-uns/ Über Uns], moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 15.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt der Deutsche Bauernverband an (Stand: 02.08.2023).&lt;br /&gt;
*im Jahr 2022 3.820.001 bis 3.830.000 € für seine Lobbytätigkeit auszugeben und&lt;br /&gt;
*31 bis 40 Lobbyist:innen zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002175/23273?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DDeutscher%2BBauernverband%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Deutscher Bauernverband], lobbyregister.de vom 02.08.2023, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Brüssel===&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Florian Dalstein. Der DBV beschäftigt 3 Lobbyisten auf EU-Ebene (Vollzeitäquivalent: 2,5). Davon ist eine Person beim [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] akkreditiert. Seit 2014 hat der Verband an 24 Treffen der [[EU-Kommission]] teilgenommen (Stand: Dezember 2021). Das EU-Transparenzregister führt Lobby-Ausgaben des DBV in Höhe von 200.000-299.999 € im Jahr 2022 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=73085531345-65 Transparenz-Register: Deutscher Bauernverband], Transparenz-Register, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]], dessen Präsident Joachim Rukwied war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der ehem. Bundestagsabgeordnete und Landwirt [[Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz|Agrarbeirats der Bundesregierung]], im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertrat Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig war der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20191114225909/https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 10.01.2024 aus dem WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter von 2005 bis 2021 war er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring war weiterhin bis September 2020 Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fuehrungswechsel-im-qs-fachbeirat-beringmeier-loes.html Fürhungswechsle im QS-Fachbeirat - Beringmeier löst Röring als Vorsitzender des Fachbeirats Rind und Schwein ab], q-s.de vom 24.09.202, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/qs-system/wofuer-steht-das-qs-pruefzeichen.html Wofür steht das QS-Prüfzeichen], q-s.de, abgerufen am 10.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq-de/anforderungen-von-qs-pruefsystem-ueber-gesetzliche.html FAQ], q-s.de, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/qs-system/qs-ueber-gesetz.html QS-Anforderungen &amp;quot;über Gesetz&amp;quot;], q-s.de, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter hatten ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000-2 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Bauernverband gegen EU-Naturschutzpläne===&lt;br /&gt;
Der „Green Deal“ der EU sieht im Gesetzesvorschlag zur Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Law &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/fs_22_3748 European Commission, Factsheet, 22.06.2022], abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;), der am 22.6.2023 dem EU-Umweltausschuss vorgelegt wurde, u.a. vor, dass bis 2030 auf 10 % der landwirtschaftlichen Fläche Natur wieder hergestellt werden muss, der Pestizid-Eintrag reduziert und 30% der Moore in der Agrarlandschaft wieder vernässt werden sollen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2022/738183/EPRS_BRI(2022)738183_DE.pdf EU-Parlament, Briefing, EU-Verordnung über die  Wiederherstellung der Natur, 2022] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Grundsatzrede am Bauerntag &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/6599/5545724 Presseportal DBV vom 28.06.2023] abgerufen am 30.06.2023 &amp;lt;/ref&amp;gt;, 28.6.2023, lehnt DBV-Präsident Rukwied die zentralen Naturschutzvorhaben der EU-Kommission ab. Die pauschalen Vorgaben und Verbote der Sustainable Use Regulation und des Nature Restoration Law würden in erster Linie zahlreiche Betriebe in ihrer Existenz gefährden und zu einer Verringerung der landwirtschaftlichen Erzeugung in Europa führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mediengruppe Bayern gegenüber äußert sich Rukwied folgendermaßen: '' „... vor allem zwei Vorschläge aus Brüssel. Da geht es einmal um das Thema Pflanzenschutzmittel-Reduktion. Kommt die EU damit durch, würden die landwirtschaftlichen Erzeugungsmengen deutlich zurückgehen und die Abhängigkeit vom Ausland zunehmen. Ganze Flächen müssten aus der Bewirtschaftung genommen werden beziehungsweise auf diesen könnten Pflanzenschutzmittel nicht mehr eingesetzt werden. Das Zweite ist eine Naturschutz-Gesetzgebung, mit der zehn Prozent unserer Flächen für den Naturschutz reserviert werden müssten. Damit würden die Landwirte weitere Erzeugung verlieren. Zudem käme dieser Vorschlag letztlich einem Eingriff in Eigentumsrechte sehr nahe.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pnp.de/nachrichten/wirtschaft/bauernpraesident-eu-plaene-gefaehrden-ernaehrungssicherheit-12151465 Bauernpräsident: „EU-Pläne gefährden Ernährungssicherheit“] , abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;'' Martin Hofstetter, Agraringenieur von Greenpeace, wirft Rukwied eine bewusste Fehlinterpretation vor. Die 10% der naturnahen Flächen könnten z.B. aus selten gemähten Wiesen oder Feldgehölzen bestehen. Laut dem Entwurf müssen somit keine Flächen stillgelegt werden, da es stattdessen um die biologisch vielfältige Gestaltung dieser gehe. Zudem sei die Ernährungssicherheit nicht gefährdet, so wie es Rukwied andeutete. Deutschland sei Getreideexporteur und es gebe eine Überproduktion an Getreide und Fleisch.'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Pestizidverbote-und-mehr-Artenvielfalt/!5932864/ taz.de, Bauern gegen EU-Naturschutzpläne vom 29.06.2023] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2020: Corona-Pandemie als Vorwand===&lt;br /&gt;
Die Lobbyisten vieler Industriezweige verpacken alte Forderungen neu oder nutzen die Corona-Krise, um bereits getroffene Vereinbarungen infrage zu stellen, obwohl es in vielen Fällen keinen Zusammenhang mit dem Gesundheitsnotstand gibt. Darüber berichtet Corporate Europe Observatory: &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Bauernverband hat weniger strenge Umweltvorschriften zur Nitratverschmutzung gefordert, die zum Schutz des Grundwassers erlassen wurden. Die Organisation behauptet, laxere Regeln seien notwendig, um die notwendigen Vorräte zu sichern, obwohl es keine Anzeichen für eine Verknappung gibt. Die deutschen Großbauern wehren sich seit Jahren gegen die EU-Vorschriften zur Nitratverschmutzung. Die EVP im Europäischen Parlament hat den Vorschlag unterstützt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2020/05/corona-lobby-watch Main actor: Bauernverband, German big farmers lobby] corporateeurope.org, Corona Lobby Watch vom 01.05.2020, abgerufen am 18.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
Lt. EU Transparenzregister ist der DBV als landwirtschaftlicher Spitzenverband ein Verband der Verbände. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige. Als ordentliche Mitglieder gehören dem DBV die 18 Landesbauernverbände, der Deutsche  Raiffeisenverband und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung an. Assoziierte Mitglieder sind Verbände und Institutionen, die über diese Einbindung an der Arbeit des DBV mitwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: November 2023):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
*Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Zentralen Koordination Handel-Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vertretungsberechtigte Person des Hauptstadtbüros Bioenergie (ein Gesellschafter ist der DBV)&lt;br /&gt;
*Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, LAND-DATA GmbH, Messe Berlin GmbH, Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Verwaltungsrats: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Landwirtschaftliche Rentenbank, LBV-Unternehmensberatungsdienste GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedzuckergroup.com/sites/default/files/2022-11/Rukwied_SZ_Lebenslauf_2022_neu.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzuckergroup.com, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche?q=Joachim+Rukwied&amp;amp;filter%5Bactivelobbyist%5D%5Btrue%5D=true Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.de, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Januar 2024). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/der-verband/geschaeftsstelle Geschäftsstelle], bauernverband.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar. Vorsitzender des Ausschusses für Schweinefleisch ist Johannes Röring.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/der-verband/geschaeftsstelle/Anlage_1_Organigramm_2023_03_01.pdf Organisationsplan des Deutschen Bauernverbands]&lt;br /&gt;
*[https://taz.de/Bauernpraesident-ueber-Folgen-des-Kriegs/!5845862&amp;amp;s=Auch+Futter+ern%C3%A4hrt+indirekt Interview mit DBV-Präsident Rukwied zu den Folgen des Ukraine-Krieges: Auch Futter ernährt indirekt Menschen, taz vom 5.4.2022]&lt;br /&gt;
*[https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/agrarreform/190429-studie-agrarlobby-iaw.pdf Verflechtungen und Interessen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) April 2019, Auftraggeber: NABU Bearbeitung: Institut Arbeit und Wirtschaft]&lt;br /&gt;
*[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
*[https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=227861</id>
		<title>Deutscher Bauernverband</title>
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		<updated>2024-01-11T13:12:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Landwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. (DBV) mit Sitz in Berlin  ist als Spitzenverband der deutschen Landwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Subventionierung der Landwirtschaft===&lt;br /&gt;
Die Lobbarbeit ist auch wegen der hohen Agrarsubventionen von großer Bedeutung für die Landwirtschaft. Nach Angaben des Bauernverbands entfallen 2023 69 Prozent der EU-Agrarausgaben von 58,3 Milliarden Euro auf die auflagengebundenen Direktzahlungen, 5 Prozent auf Agrarmarktausgaben, 26 Prozent kommen der Ländlichen Entwicklung zugute. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.situationsbericht.de/4/41-eu-agrarhaushalt-mehrjaehriger-finanzrahmen Situationsbericht 4.1 EU-Agrarhaushalt/Mehrjähriger Finanzrahmen], situationsbericht.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Durchschnitt zahle jeder EU-Bürger 25 Cent am Tag für die EU-Agrarpolitik. Der Agraranteil am EU-Gesamtbudget sei von 31 Prozent in der Förderperiode 2007-2013 auf rund 28 Prozent in der Förderperiode 2014-2020 zurückgegangen. Nach dem Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 sinke der Agraranteil weiter auf rund 24 Prozent. In Deutschland stellt das Bundesfinanzministerium für den Haushalt 2023 Subventionen (Steuervergünstigungen und Finanzhilfen) von rd. 2,65 Mrd. Euro zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/infografik/31506/hoehe-der-subventionen-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-auf-bundesebene/ So finanziert der Bund seine Landwirt:innen], statista.com, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace erstellte [https://www.greenpeace.de/publikationen/GPD-2024-01%20Studie%20Subventionen%20und%20Abgaben%20im%20Agrarsektor.pdf Kurzstudie] vom Januar 2024 zeigt den Spielraum auf, der beim Abbau umweltschädlicher Subventionen genutzt werden muss, um Anreize für eine sozial- gerechte Agrar- und Ernährungswende zu setzen und eine umwelt- und klimaverträgliche Land- und Forstwirtschaft gezielt zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutschland===&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der [[CDU]], steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 14.06.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen verbesserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des [[Forum Moderne Landwirtschaft]], dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; DBV-Präsident [[Joachim Rukwied]] ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gruene-passauland.de/nachrichten/nachricht/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten-7746 Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], gruene-passau.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.moderne-landwirtschaft.de/ueber-uns/ Über Uns], moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 15.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt der Deutsche Bauernverband an (Stand: 02.08.2023).&lt;br /&gt;
*im Jahr 2022 3.820.001 bis 3.830.000 € für seine Lobbytätigkeit auszugeben und&lt;br /&gt;
*31 bis 40 Lobbyist:innen zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002175/23273?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DDeutscher%2BBauernverband%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Deutscher Bauernverband], lobbyregister.de vom 02.08.2023, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Brüssel===&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Florian Dalstein. Der DBV beschäftigt 3 Lobbyisten auf EU-Ebene (Vollzeitäquivalent: 2,5). Davon ist eine Person beim [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] akkreditiert. Seit 2014 hat der Verband an 24 Treffen der [[EU-Kommission]] teilgenommen (Stand: Dezember 2021). Das EU-Transparenzregister führt Lobby-Ausgaben des DBV in Höhe von 200.000-299.999 € im Jahr 2022 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=73085531345-65 Transparenz-Register: Deutscher Bauernverband], Transparenz-Register, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]], dessen Präsident Joachim Rukwied war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der ehem. Bundestagsabgeordnete und Landwirt [[Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz|Agrarbeirats der Bundesregierung]], im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertrat Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig war der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20191114225909/https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 10.01.2024 aus dem WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter von 2005 bis 2021 war er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring war weiterhin Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fachbeirat-unter-neuer-fuehrung.html Fachbeirat unter neuer Führung], q-s.de vom 24.01.2013, abgerufen am 18.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/qs-system/wofuer-steht-das-qs-pruefzeichen.html Wofür steht das QS-Prüfzeichen], q-s.de, abgerufen am 10.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq-de/anforderungen-von-qs-pruefsystem-ueber-gesetzliche.html FAQ], q-s.de, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/qs-system/qs-ueber-gesetz.html QS-Anforderungen &amp;quot;über Gesetz&amp;quot;], q-s.de, abgerufen am 11.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter haben ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000-2 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Bauernverband gegen EU-Naturschutzpläne===&lt;br /&gt;
Der „Green Deal“ der EU sieht im Gesetzesvorschlag zur Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Law &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/fs_22_3748 European Commission, Factsheet, 22.06.2022], abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;), der am 22.6.2023 dem EU-Umweltausschuss vorgelegt wurde, u.a. vor, dass bis 2030 auf 10 % der landwirtschaftlichen Fläche Natur wieder hergestellt werden muss, der Pestizid-Eintrag reduziert und 30% der Moore in der Agrarlandschaft wieder vernässt werden sollen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2022/738183/EPRS_BRI(2022)738183_DE.pdf EU-Parlament, Briefing, EU-Verordnung über die  Wiederherstellung der Natur, 2022] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Grundsatzrede am Bauerntag &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/6599/5545724 Presseportal DBV vom 28.06.2023] abgerufen am 30.06.2023 &amp;lt;/ref&amp;gt;, 28.6.2023, lehnt DBV-Präsident Rukwied die zentralen Naturschutzvorhaben der EU-Kommission ab. Die pauschalen Vorgaben und Verbote der Sustainable Use Regulation und des Nature Restoration Law würden in erster Linie zahlreiche Betriebe in ihrer Existenz gefährden und zu einer Verringerung der landwirtschaftlichen Erzeugung in Europa führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mediengruppe Bayern gegenüber äußert sich Rukwied folgendermaßen: '' „... vor allem zwei Vorschläge aus Brüssel. Da geht es einmal um das Thema Pflanzenschutzmittel-Reduktion. Kommt die EU damit durch, würden die landwirtschaftlichen Erzeugungsmengen deutlich zurückgehen und die Abhängigkeit vom Ausland zunehmen. Ganze Flächen müssten aus der Bewirtschaftung genommen werden beziehungsweise auf diesen könnten Pflanzenschutzmittel nicht mehr eingesetzt werden. Das Zweite ist eine Naturschutz-Gesetzgebung, mit der zehn Prozent unserer Flächen für den Naturschutz reserviert werden müssten. Damit würden die Landwirte weitere Erzeugung verlieren. Zudem käme dieser Vorschlag letztlich einem Eingriff in Eigentumsrechte sehr nahe.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pnp.de/nachrichten/wirtschaft/bauernpraesident-eu-plaene-gefaehrden-ernaehrungssicherheit-12151465 Bauernpräsident: „EU-Pläne gefährden Ernährungssicherheit“] , abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;'' Martin Hofstetter, Agraringenieur von Greenpeace, wirft Rukwied eine bewusste Fehlinterpretation vor. Die 10% der naturnahen Flächen könnten z.B. aus selten gemähten Wiesen oder Feldgehölzen bestehen. Laut dem Entwurf müssen somit keine Flächen stillgelegt werden, da es stattdessen um die biologisch vielfältige Gestaltung dieser gehe. Zudem sei die Ernährungssicherheit nicht gefährdet, so wie es Rukwied andeutete. Deutschland sei Getreideexporteur und es gebe eine Überproduktion an Getreide und Fleisch.'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Pestizidverbote-und-mehr-Artenvielfalt/!5932864/ taz.de, Bauern gegen EU-Naturschutzpläne vom 29.06.2023] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2020: Corona-Pandemie als Vorwand===&lt;br /&gt;
Die Lobbyisten vieler Industriezweige verpacken alte Forderungen neu oder nutzen die Corona-Krise, um bereits getroffene Vereinbarungen infrage zu stellen, obwohl es in vielen Fällen keinen Zusammenhang mit dem Gesundheitsnotstand gibt. Darüber berichtet Corporate Europe Observatory: &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Bauernverband hat weniger strenge Umweltvorschriften zur Nitratverschmutzung gefordert, die zum Schutz des Grundwassers erlassen wurden. Die Organisation behauptet, laxere Regeln seien notwendig, um die notwendigen Vorräte zu sichern, obwohl es keine Anzeichen für eine Verknappung gibt. Die deutschen Großbauern wehren sich seit Jahren gegen die EU-Vorschriften zur Nitratverschmutzung. Die EVP im Europäischen Parlament hat den Vorschlag unterstützt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2020/05/corona-lobby-watch Main actor: Bauernverband, German big farmers lobby] corporateeurope.org, Corona Lobby Watch vom 01.05.2020, abgerufen am 18.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
Lt. EU Transparenzregister ist der DBV als landwirtschaftlicher Spitzenverband ein Verband der Verbände. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige. Als ordentliche Mitglieder gehören dem DBV die 18 Landesbauernverbände, der Deutsche  Raiffeisenverband und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung an. Assoziierte Mitglieder sind Verbände und Institutionen, die über diese Einbindung an der Arbeit des DBV mitwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: November 2023):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
*Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Zentralen Koordination Handel-Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vertretungsberechtigte Person des Hauptstadtbüros Bioenergie (ein Gesellschafter ist der DBV)&lt;br /&gt;
*Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, LAND-DATA GmbH, Messe Berlin GmbH, Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Verwaltungsrats: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Landwirtschaftliche Rentenbank, LBV-Unternehmensberatungsdienste GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedzuckergroup.com/sites/default/files/2022-11/Rukwied_SZ_Lebenslauf_2022_neu.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzuckergroup.com, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche?q=Joachim+Rukwied&amp;amp;filter%5Bactivelobbyist%5D%5Btrue%5D=true Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.de, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Januar 2024). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/der-verband/geschaeftsstelle Geschäftsstelle], bauernverband.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar. Vorsitzender des Ausschusses für Schweinefleisch ist Johannes Röring.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/der-verband/geschaeftsstelle/Anlage_1_Organigramm_2023_03_01.pdf Organisationsplan des Deutschen Bauernverbands]&lt;br /&gt;
*[https://taz.de/Bauernpraesident-ueber-Folgen-des-Kriegs/!5845862&amp;amp;s=Auch+Futter+ern%C3%A4hrt+indirekt Interview mit DBV-Präsident Rukwied zu den Folgen des Ukraine-Krieges: Auch Futter ernährt indirekt Menschen, taz vom 5.4.2022]&lt;br /&gt;
*[https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/agrarreform/190429-studie-agrarlobby-iaw.pdf Verflechtungen und Interessen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) April 2019, Auftraggeber: NABU Bearbeitung: Institut Arbeit und Wirtschaft]&lt;br /&gt;
*[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
*[https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=227848</id>
		<title>Deutscher Bauernverband</title>
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		<updated>2024-01-10T15:32:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Landwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. (DBV) mit Sitz in Berlin  ist als Spitzenverband der deutschen Landwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Subventionierung der Landwirtschaft===&lt;br /&gt;
Die Lobbarbeit ist auch wegen der hohen Agrarsubventionen von großer Bedeutung für die Landwirtschaft. Nach Angaben des Bauernverbands entfallen 2023 69 Prozent der EU-Agrarausgaben von 58,3 Milliarden Euro auf die auflagengebundenen Direktzahlungen, 5 Prozent auf Agrarmarktausgaben, 26 Prozent kommen der Ländlichen Entwicklung zugute. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.situationsbericht.de/4/41-eu-agrarhaushalt-mehrjaehriger-finanzrahmen Situationsbericht 4.1 EU-Agrarhaushalt/Mehrjähriger Finanzrahmen], situationsbericht.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Durchschnitt zahle jeder EU-Bürger 25 Cent am Tag für die EU-Agrarpolitik. Der Agraranteil am EU-Gesamtbudget sei von 31 Prozent in der Förderperiode 2007-2013 auf rund 28 Prozent in der Förderperiode 2014-2020 zurückgegangen. Nach dem Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 sinke der Agraranteil weiter auf rund 24 Prozent. In Deutschland stellt das Bundesfinanzministerium für den Haushalt 2023 Subventionen (Steuervergünstigungen und Finanzhilfen) von rd. 2,65 Mrd. Euro zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/infografik/31506/hoehe-der-subventionen-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-auf-bundesebene/ So finanziert der Bund seine Landwirt:innen], statista.com, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace erstellte [https://www.greenpeace.de/publikationen/GPD-2024-01%20Studie%20Subventionen%20und%20Abgaben%20im%20Agrarsektor.pdf Kurzstudie] vom Januar 2024 zeigt den Spielraum auf, der beim Abbau umweltschädlicher Subventionen genutzt werden muss, um Anreize für eine sozial- gerechte Agrar- und Ernährungswende zu setzen und eine umwelt- und klimaverträgliche Land- und Forstwirtschaft gezielt zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutschland===&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der [[CDU]], steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 14.06.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen verbesserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des [[Forum Moderne Landwirtschaft]], dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; DBV-Präsident [[Joachim Rukwied]] ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gruene-passauland.de/nachrichten/nachricht/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten-7746 Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], gruene-passau.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.moderne-landwirtschaft.de/ueber-uns/ Über Uns], moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 15.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt der Deutsche Bauernverband an (Stand: 02.08.2023).&lt;br /&gt;
*im Jahr 2022 3.820.001 bis 3.830.000 € für seine Lobbytätigkeit auszugeben und&lt;br /&gt;
*31 bis 40 Lobbyist:innen zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002175/23273?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DDeutscher%2BBauernverband%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Deutscher Bauernverband], lobbyregister.de vom 02.08.2023, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Brüssel===&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Florian Dalstein. Der DBV beschäftigt 3 Lobbyisten auf EU-Ebene (Vollzeitäquivalent: 2,5). Davon ist eine Person beim [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] akkreditiert. Seit 2014 hat der Verband an 24 Treffen der [[EU-Kommission]] teilgenommen (Stand: Dezember 2021). Das EU-Transparenzregister führt Lobby-Ausgaben des DBV in Höhe von 200.000-299.999 € im Jahr 2022 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=73085531345-65 Transparenz-Register: Deutscher Bauernverband], Transparenz-Register, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]], dessen Präsident Joachim Rukwied war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der ehem. Bundestagsabgeordnete und Landwirt [[Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz|Agrarbeirats der Bundesregierung]], im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertrat Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig war der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20191114225909/https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 10.01.2024 aus dem WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter von 2005 bis 2021 war er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring war weiterhin Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fachbeirat-unter-neuer-fuehrung.html Fachbeirat unter neuer Führung], q-s.de vom 24.01.2013, abgerufen am 18.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/qs-system/wofuer-steht-das-qs-pruefzeichen.html Wofür steht das QS-Prüfzeichen], q-s.de, abgerufen am 10.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Vergleich mit gesetzlichen Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter haben ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000-2 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Bauernverband gegen EU-Naturschutzpläne===&lt;br /&gt;
Der „Green Deal“ der EU sieht im Gesetzesvorschlag zur Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Law &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/fs_22_3748 European Commission, Factsheet, 22.06.2022], abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;), der am 22.6.2023 dem EU-Umweltausschuss vorgelegt wurde, u.a. vor, dass bis 2030 auf 10 % der landwirtschaftlichen Fläche Natur wieder hergestellt werden muss, der Pestizid-Eintrag reduziert und 30% der Moore in der Agrarlandschaft wieder vernässt werden sollen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2022/738183/EPRS_BRI(2022)738183_DE.pdf EU-Parlament, Briefing, EU-Verordnung über die  Wiederherstellung der Natur, 2022] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Grundsatzrede am Bauerntag &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/6599/5545724 Presseportal DBV vom 28.06.2023] abgerufen am 30.06.2023 &amp;lt;/ref&amp;gt;, 28.6.2023, lehnt DBV-Präsident Rukwied die zentralen Naturschutzvorhaben der EU-Kommission ab. Die pauschalen Vorgaben und Verbote der Sustainable Use Regulation und des Nature Restoration Law würden in erster Linie zahlreiche Betriebe in ihrer Existenz gefährden und zu einer Verringerung der landwirtschaftlichen Erzeugung in Europa führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mediengruppe Bayern gegenüber äußert sich Rukwied folgendermaßen: '' „... vor allem zwei Vorschläge aus Brüssel. Da geht es einmal um das Thema Pflanzenschutzmittel-Reduktion. Kommt die EU damit durch, würden die landwirtschaftlichen Erzeugungsmengen deutlich zurückgehen und die Abhängigkeit vom Ausland zunehmen. Ganze Flächen müssten aus der Bewirtschaftung genommen werden beziehungsweise auf diesen könnten Pflanzenschutzmittel nicht mehr eingesetzt werden. Das Zweite ist eine Naturschutz-Gesetzgebung, mit der zehn Prozent unserer Flächen für den Naturschutz reserviert werden müssten. Damit würden die Landwirte weitere Erzeugung verlieren. Zudem käme dieser Vorschlag letztlich einem Eingriff in Eigentumsrechte sehr nahe.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pnp.de/nachrichten/wirtschaft/bauernpraesident-eu-plaene-gefaehrden-ernaehrungssicherheit-12151465 Bauernpräsident: „EU-Pläne gefährden Ernährungssicherheit“] , abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;'' Martin Hofstetter, Agraringenieur von Greenpeace, wirft Rukwied eine bewusste Fehlinterpretation vor. Die 10% der naturnahen Flächen könnten z.B. aus selten gemähten Wiesen oder Feldgehölzen bestehen. Laut dem Entwurf müssen somit keine Flächen stillgelegt werden, da es stattdessen um die biologisch vielfältige Gestaltung dieser gehe. Zudem sei die Ernährungssicherheit nicht gefährdet, so wie es Rukwied andeutete. Deutschland sei Getreideexporteur und es gebe eine Überproduktion an Getreide und Fleisch.'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Pestizidverbote-und-mehr-Artenvielfalt/!5932864/ taz.de, Bauern gegen EU-Naturschutzpläne vom 29.06.2023] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2020: Corona-Pandemie als Vorwand===&lt;br /&gt;
Die Lobbyisten vieler Industriezweige verpacken alte Forderungen neu oder nutzen die Corona-Krise, um bereits getroffene Vereinbarungen infrage zu stellen, obwohl es in vielen Fällen keinen Zusammenhang mit dem Gesundheitsnotstand gibt. Darüber berichtet Corporate Europe Observatory: &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Bauernverband hat weniger strenge Umweltvorschriften zur Nitratverschmutzung gefordert, die zum Schutz des Grundwassers erlassen wurden. Die Organisation behauptet, laxere Regeln seien notwendig, um die notwendigen Vorräte zu sichern, obwohl es keine Anzeichen für eine Verknappung gibt. Die deutschen Großbauern wehren sich seit Jahren gegen die EU-Vorschriften zur Nitratverschmutzung. Die EVP im Europäischen Parlament hat den Vorschlag unterstützt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2020/05/corona-lobby-watch Main actor: Bauernverband, German big farmers lobby] corporateeurope.org, Corona Lobby Watch vom 01.05.2020, abgerufen am 18.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
Lt. EU Transparenzregister ist der DBV als landwirtschaftlicher Spitzenverband ein Verband der Verbände. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige. Als ordentliche Mitglieder gehören dem DBV die 18 Landesbauernverbände, der Deutsche  Raiffeisenverband und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung an. Assoziierte Mitglieder sind Verbände und Institutionen, die über diese Einbindung an der Arbeit des DBV mitwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: November 2023):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
*Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Zentralen Koordination Handel-Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vertretungsberechtigte Person des Hauptstadtbüros Bioenergie (ein Gesellschafter ist der DBV)&lt;br /&gt;
*Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, LAND-DATA GmbH, Messe Berlin GmbH, Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Verwaltungsrats: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Landwirtschaftliche Rentenbank, LBV-Unternehmensberatungsdienste GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedzuckergroup.com/sites/default/files/2022-11/Rukwied_SZ_Lebenslauf_2022_neu.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzuckergroup.com, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche?q=Joachim+Rukwied&amp;amp;filter%5Bactivelobbyist%5D%5Btrue%5D=true Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.de, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Januar 2024). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/der-verband/geschaeftsstelle Geschäftsstelle], bauernverband.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar. Vorsitzender des Ausschusses für Schweinefleisch ist Johannes Röring.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/der-verband/geschaeftsstelle/Anlage_1_Organigramm_2023_03_01.pdf Organisationsplan des Deutschen Bauernverbands]&lt;br /&gt;
*[https://taz.de/Bauernpraesident-ueber-Folgen-des-Kriegs/!5845862&amp;amp;s=Auch+Futter+ern%C3%A4hrt+indirekt Interview mit DBV-Präsident Rukwied zu den Folgen des Ukraine-Krieges: Auch Futter ernährt indirekt Menschen, taz vom 5.4.2022]&lt;br /&gt;
*[https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/agrarreform/190429-studie-agrarlobby-iaw.pdf Verflechtungen und Interessen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) April 2019, Auftraggeber: NABU Bearbeitung: Institut Arbeit und Wirtschaft]&lt;br /&gt;
*[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
*[https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=227846</id>
		<title>Deutscher Bauernverband</title>
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		<updated>2024-01-10T15:23:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Landwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. (DBV) mit Sitz in Berlin  ist als Spitzenverband der deutschen Landwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Subventionierung der Landwirtschaft===&lt;br /&gt;
Die Lobbarbeit ist auch wegen der hohen Agrarsubventionen von großer Bedeutung für die Landwirtschaft. Nach Angaben des Bauernverbands entfallen 2023 69 Prozent der EU-Agrarausgaben von 58,3 Milliarden Euro auf die auflagengebundenen Direktzahlungen, 5 Prozent auf Agrarmarktausgaben, 26 Prozent kommen der Ländlichen Entwicklung zugute. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.situationsbericht.de/4/41-eu-agrarhaushalt-mehrjaehriger-finanzrahmen Situationsbericht 4.1 EU-Agrarhaushalt/Mehrjähriger Finanzrahmen], situationsbericht.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Durchschnitt zahle jeder EU-Bürger 25 Cent am Tag für die EU-Agrarpolitik. Der Agraranteil am EU-Gesamtbudget sei von 31 Prozent in der Förderperiode 2007-2013 auf rund 28 Prozent in der Förderperiode 2014-2020 zurückgegangen. Nach dem Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 sinke der Agraranteil weiter auf rund 24 Prozent. In Deutschland stellt das Bundesfinanzministerium für den Haushalt 2023 Subventionen (Steuervergünstigungen und Finanzhilfen) von rd. 2,65 Mrd. Euro zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/infografik/31506/hoehe-der-subventionen-fuer-ernaehrung-und-landwirtschaft-auf-bundesebene/ So finanziert der Bund seine Landwirt:innen], statista.com, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace erstellte [https://www.greenpeace.de/publikationen/GPD-2024-01%20Studie%20Subventionen%20und%20Abgaben%20im%20Agrarsektor.pdf Kurzstudie] vom Januar 2024 zeigt den Spielraum auf, der beim Abbau umweltschädlicher Subventionen genutzt werden muss, um Anreize für eine sozial- gerechte Agrar- und Ernährungswende zu setzen und eine umwelt- und klimaverträgliche Land- und Forstwirtschaft gezielt zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutschland===&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der [[CDU]], steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 14.06.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen verbesserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des [[Forum Moderne Landwirtschaft]], dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; DBV-Präsident [[Joachim Rukwied]] ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gruene-passauland.de/nachrichten/nachricht/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten-7746 Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], gruene-passau.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.moderne-landwirtschaft.de/ueber-uns/ Über Uns], moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 15.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt der Deutsche Bauernverband an (Stand: 02.08.2023).&lt;br /&gt;
*im Jahr 2022 3.820.001 bis 3.830.000 € für seine Lobbytätigkeit auszugeben und&lt;br /&gt;
*31 bis 40 Lobbyist:innen zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002175/23273?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DDeutscher%2BBauernverband%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Deutscher Bauernverband], lobbyregister.de vom 02.08.2023, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Brüssel===&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Florian Dalstein. Der DBV beschäftigt 3 Lobbyisten auf EU-Ebene (Vollzeitäquivalent: 2,5). Davon ist eine Person beim [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] akkreditiert. Seit 2014 hat der Verband an 24 Treffen der [[EU-Kommission]] teilgenommen (Stand: Dezember 2021). Das EU-Transparenzregister führt Lobby-Ausgaben des DBV in Höhe von 200.000-299.999 € im Jahr 2022 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=73085531345-65 Transparenz-Register: Deutscher Bauernverband], Transparenz-Register, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]], dessen Präsident Joachim Rukwied war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der ehem. Bundestagsabgeordnete und Landwirt [[Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz|Agrarbeirats der Bundesregierung]], im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertrat Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig war der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20191114225909/https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 10.01.2024 aus dem WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter von 2005 bis 2021 war er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring war weiterhin Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fachbeirat-unter-neuer-fuehrung.html Fachbeirat unter neuer Führung], q-s.de vom 24.01.2013, abgerufen am 18.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Vergleich mit gesetzlichen Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter haben ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000-2 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2023: Bauernverband gegen EU-Naturschutzpläne===&lt;br /&gt;
Der „Green Deal“ der EU sieht im Gesetzesvorschlag zur Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Law &amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/fs_22_3748 European Commission, Factsheet, 22.06.2022], abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;), der am 22.6.2023 dem EU-Umweltausschuss vorgelegt wurde, u.a. vor, dass bis 2030 auf 10 % der landwirtschaftlichen Fläche Natur wieder hergestellt werden muss, der Pestizid-Eintrag reduziert und 30% der Moore in der Agrarlandschaft wieder vernässt werden sollen. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2022/738183/EPRS_BRI(2022)738183_DE.pdf EU-Parlament, Briefing, EU-Verordnung über die  Wiederherstellung der Natur, 2022] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Grundsatzrede am Bauerntag &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/6599/5545724 Presseportal DBV vom 28.06.2023] abgerufen am 30.06.2023 &amp;lt;/ref&amp;gt;, 28.6.2023, lehnt DBV-Präsident Rukwied die zentralen Naturschutzvorhaben der EU-Kommission ab. Die pauschalen Vorgaben und Verbote der Sustainable Use Regulation und des Nature Restoration Law würden in erster Linie zahlreiche Betriebe in ihrer Existenz gefährden und zu einer Verringerung der landwirtschaftlichen Erzeugung in Europa führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mediengruppe Bayern gegenüber äußert sich Rukwied folgendermaßen: '' „... vor allem zwei Vorschläge aus Brüssel. Da geht es einmal um das Thema Pflanzenschutzmittel-Reduktion. Kommt die EU damit durch, würden die landwirtschaftlichen Erzeugungsmengen deutlich zurückgehen und die Abhängigkeit vom Ausland zunehmen. Ganze Flächen müssten aus der Bewirtschaftung genommen werden beziehungsweise auf diesen könnten Pflanzenschutzmittel nicht mehr eingesetzt werden. Das Zweite ist eine Naturschutz-Gesetzgebung, mit der zehn Prozent unserer Flächen für den Naturschutz reserviert werden müssten. Damit würden die Landwirte weitere Erzeugung verlieren. Zudem käme dieser Vorschlag letztlich einem Eingriff in Eigentumsrechte sehr nahe.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pnp.de/nachrichten/wirtschaft/bauernpraesident-eu-plaene-gefaehrden-ernaehrungssicherheit-12151465 Bauernpräsident: „EU-Pläne gefährden Ernährungssicherheit“] , abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;'' Martin Hofstetter, Agraringenieur von Greenpeace, wirft Rukwied eine bewusste Fehlinterpretation vor. Die 10% der naturnahen Flächen könnten z.B. aus selten gemähten Wiesen oder Feldgehölzen bestehen. Laut dem Entwurf müssen somit keine Flächen stillgelegt werden, da es stattdessen um die biologisch vielfältige Gestaltung dieser gehe. Zudem sei die Ernährungssicherheit nicht gefährdet, so wie es Rukwied andeutete. Deutschland sei Getreideexporteur und es gebe eine Überproduktion an Getreide und Fleisch.'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Pestizidverbote-und-mehr-Artenvielfalt/!5932864/ taz.de, Bauern gegen EU-Naturschutzpläne vom 29.06.2023] abgerufen am 30.06.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2020: Corona-Pandemie als Vorwand===&lt;br /&gt;
Die Lobbyisten vieler Industriezweige verpacken alte Forderungen neu oder nutzen die Corona-Krise, um bereits getroffene Vereinbarungen infrage zu stellen, obwohl es in vielen Fällen keinen Zusammenhang mit dem Gesundheitsnotstand gibt. Darüber berichtet Corporate Europe Observatory: &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Bauernverband hat weniger strenge Umweltvorschriften zur Nitratverschmutzung gefordert, die zum Schutz des Grundwassers erlassen wurden. Die Organisation behauptet, laxere Regeln seien notwendig, um die notwendigen Vorräte zu sichern, obwohl es keine Anzeichen für eine Verknappung gibt. Die deutschen Großbauern wehren sich seit Jahren gegen die EU-Vorschriften zur Nitratverschmutzung. Die EVP im Europäischen Parlament hat den Vorschlag unterstützt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/en/2020/05/corona-lobby-watch Main actor: Bauernverband, German big farmers lobby] corporateeurope.org, Corona Lobby Watch vom 01.05.2020, abgerufen am 18.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
Lt. EU Transparenzregister ist der DBV als landwirtschaftlicher Spitzenverband ein Verband der Verbände. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige. Als ordentliche Mitglieder gehören dem DBV die 18 Landesbauernverbände, der Deutsche  Raiffeisenverband und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung an. Assoziierte Mitglieder sind Verbände und Institutionen, die über diese Einbindung an der Arbeit des DBV mitwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: November 2023):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
*Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der Zentralen Koordination Handel-Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
*Vertretungsberechtigte Person des Hauptstadtbüros Bioenergie (ein Gesellschafter ist der DBV)&lt;br /&gt;
*Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, LAND-DATA GmbH, Messe Berlin GmbH, Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Verwaltungsrats: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Landwirtschaftliche Rentenbank, LBV-Unternehmensberatungsdienste GmbH&lt;br /&gt;
*Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedzuckergroup.com/sites/default/files/2022-11/Rukwied_SZ_Lebenslauf_2022_neu.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzuckergroup.com, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche?q=Joachim+Rukwied&amp;amp;filter%5Bactivelobbyist%5D%5Btrue%5D=true Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.de, abgerufen am 14.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Januar 2024). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/der-verband/geschaeftsstelle Geschäftsstelle], bauernverband.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar. Vorsitzender des Ausschusses für Schweinefleisch ist Johannes Röring.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/der-verband/geschaeftsstelle/Anlage_1_Organigramm_2023_03_01.pdf Organisationsplan des Deutschen Bauernverbands]&lt;br /&gt;
*[https://taz.de/Bauernpraesident-ueber-Folgen-des-Kriegs/!5845862&amp;amp;s=Auch+Futter+ern%C3%A4hrt+indirekt Interview mit DBV-Präsident Rukwied zu den Folgen des Ukraine-Krieges: Auch Futter ernährt indirekt Menschen, taz vom 5.4.2022]&lt;br /&gt;
*[https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/agrarreform/190429-studie-agrarlobby-iaw.pdf Verflechtungen und Interessen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) April 2019, Auftraggeber: NABU Bearbeitung: Institut Arbeit und Wirtschaft]&lt;br /&gt;
*[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
*[https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=VNG&amp;diff=227822</id>
		<title>VNG</title>
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		<updated>2024-01-08T17:03:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = VNG AG&lt;br /&gt;
| Logo             =  [[Datei: 1920px-VNG AG logo.svg.png|mini]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Energieversorgung&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Gas Vertrieb/Speicher/Transport&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Braunstraße 7, 04347 Leipzig, Deutschland&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Taubenstr. 19, 10117 Berlin (Mitte)&lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.vng.de/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''VNG AG''' mit Sitz in Leipzig ist ein europaweit aktiver Gashandelskonzern der mehrheitlich der [[EnBW]] gehört (mit 80% der Geschäftsanteile). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/ueber-vng Homepage VNG], vng.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Neben den  Geschäftsbereichen Handel und Vertrieb, Transport und Biogas ist VNG zudem ein relevanter Gasspeicherer. And die VNG AG sind angeschlossen die Konzerngesellschaften VNG Handel &amp;amp; Vertrieb GmbH und die VNG Speicher GmbH. VNG gehört zu den umsatzstärksten Unternehmen Ostdeutschlands. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/25-jahre-wiedervereinigung-das-sind-die-groessten-ostdeutschen-unternehmen/12400420.html Das sind die größten ostdeutschen Unternehmen], wiwo.de, vom 03.10.2015, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mz.de/mitteldeutschland/leipzig/grosster-ostdeutscher-konzern-leipziger-gas-unternehmen-vng-verdoppelt-gewinn-1544597 Größter ostdeutscher Konzern: Leipziger Gas-Unternehmen VNG verdoppelt Gewinn], mz.de, vom 13.04.2019, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die VNG AG hatte jahrzehnte lange enge Verbindungen zum russischen Konzern [[Gazprom]]. Diese Verbindung entsprang auch aus der Geschichte des Konzerns als ursprünglich VEB Verbundnetz Gas. Gemeinsam haben die beiden Konzerne das inzwischen aufgelöste Deutsch-Russische Rohstoffforum (DRRF) initiiert,  welches als Knotenpunkt der Deutsch-Russischen Gaslobbynetzwerke galt.&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Lobbytätigkeit konzentriert sich auf den Hochlauf von Wasserstoff, also die Transformation hin zu grünen Gasen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/wasserstoff Wasserstoff für ein klimaneutrales Energiesystem], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Projekte in diesem Bereich werden laut [https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche?q=VNG&amp;amp;searchReferer=%2Fstartseite&amp;amp;filter%5Bactivelobbyist%5D%5Btrue%5D=true Eintrag im Lobbyregister] vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Vorstandsmitglied Hans-Joachim Polk saß noch bis September 2023 für den Bereich Infrastruktur im Beirat der bundeseigenen GmbH „NOW - Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230924213520/https://www.now-gmbh.de/ueber-uns/struktur/ Homepage NOW GmbH], now-gmbH.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Stelle hat nun Timm Kehler übernommen, Vorstandsvorsitzender des Lobbyverbands [[Zukunft Gas]], in welchem VNG ebenfalls seit Gründung Mitglied ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.now-gmbh.de/ueber-uns/struktur/ Homepage NOW GmbH], now-gmbh.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://gas.info/verband-zukunft-gas Homepage Zukunft Gas], gas.info.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://gas.info/verband-zukunft-gas/mitglieder Mitglieder Zukunft Gas], gas.info.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Lobbyausgaben, Zahl der Lobbyist:innen, Treffen mit der Bundesregierung===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt die VNG AG an, (Stand: 08.12.2023) im Jahr 2022 140.001 bis 150.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und 11 bis 20 Lobbyist:innen zu beschäftigen .&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002373 Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Lobbyausgaben der VNG Handel &amp;amp; Vertrieb GmbH lagen 2022 zwischen 80.001 und 90.000 Euro, die der VNG Gasspeicher GmbH zwischen 290.001 und 300 Tsd. Euro. 2022 trafen sich VNG-Vertreter:innen 39 mal mit der Bundesregierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/gaslobby-studie-lobbycontrol.pdf Pipelines in die Politik S.82], lobbycontrol.de, abgerufen am 10.03.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cheflobbyisten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bernhard Kaltefleiter]], Direktor der Unternehmenskommunikation, Mitglied der Lenkungsausschüsse Kommunikation sowie Umwelt- und Energiepolitik des [[BDEW]], war zwischen 1995 und 2000 im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit als Referent für Bergbau, später als Referent für Energie tätig. Außerdem war er Vorsitzender des inzwischen aufgelösten Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums e. V.&lt;br /&gt;
*[[André Deichsel]], Lobbyist mit Fokus auf die Bundesebene und die ostdeutschen Länder, war 2008 Projektmanager bei der [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft|Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitgliedschaften===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Arbeitgeberverband energie- und versorgungswirtschaftlicher Unternehmen e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Atlantik-Brücke|Atlantik-Brücke e.V.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft|BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;DIN Deutsches Institut für Normung e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Europäische Metropolregion Mitteldeutschland e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R004786 Gaskoalition]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Stifterverband der Deutschen Wissenschaft e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Wirtschafts-Club Leipzig e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Wirtschaftsrat der CDU]] e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Zukunft Gas]] e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===Sächsisch-Russisches Gaslobbynetzwerk===&lt;br /&gt;
Rund um den Leipziger Gaskonzern VNG AG, hat sich ein Lobbynetzwerk aus [[CDU]]/[[CSU]]-Politiker:innen und der beteiligten Gasunternehmen gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot;&amp;gt;[https://background.tagesspiegel.de/energie-klima/russlands-gas-netzwerk-in-sachsen Russlands Gas-Netzwerk in Sachsen] background.tagesspiegel.de vom 20.06.22, abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter fällt z.B. der russische Gaskonzern [[Gazprom]], welcher bis 2015 etwa 10 Prozent der VNG-Anteile hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/enbw-uebernimmt-leipziger-gasversorger-vng-von-oldenburger-ewe_id_5019200.html EnBW übernimmt Leipziger Gasversorger VNG von Oldenburger EWE], focus.de vom 16.10.2015, abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Matthias Warnig]] vertrat die Interessen von Gazprom im Aufsichtsrat der VNG AG. Bis zum russischen Angriff auf die Ukraine waren VNG und [[Gazprom]] über gemeinsame Gasinfrastruktur wie den Erdgasspeicher Katharina in Sachsen-Anhalt und langfristige Lieferverträge eng miteinander verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt;Die VNG wiederum steht der [[CDU]] nahe, sie ist regelmäßiger Sponsor der sächsischen CDU und der einflussreichen [[Mittelstands- und Wirtschaftsunion|Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT)]]. Das Unternehmen ist Mitglied im Lobbyverband „[[Wirtschaftsrat der CDU]]“ und sponsert regelmäßig dessen Veranstaltungen. Als VNG-Chef Ulf Heitmüller 2019 einen langlaufenden Liefervertrag mit Gazprom-Chef [[Alexej Miller]] unterzeichnete, pries der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer dies auf Twitter als ''„Vertrauensbeweis für die engen Handelsbeziehungen zwischen Sachsen und Russland.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/mpkretschmer/status/1136967752261033984?lang=de Twitter Post von Michael Kretschmer], twitter.com vom 07.06.2019, abgerufen am 08.11.022&amp;lt;/ref&amp;gt; Der CDU-Politiker traf sich auch selbst mit Präsident Putin und forderte anschließend einen Abbau der EU-Sanktionen infolge der russischen Krim-Annexion.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/darum-ist-die-nachsicht-mit-putin-in-ostdeutschland-so-gross-4646671.html „Ende der Russland-Sanktionen?: Darum ist die Nachsicht mit Putin in Ostdeutschland so groß“] tagesspiegel.de vom 11.06.2019, abgerufen am 08.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch als sich im Februar 2022 der russische Angriffskrieg auf die Ukraine abzeichnete, betonte VNG Chef Ulf Heitmüller in einem Interview, dass man sich um den Konflikt keine Sorgen machte: &amp;quot;Die VNG AG habe fast 50 Jahre Geschäftsbeziehungen zu Gazprom [...] Die Russen sind verlässliche Vertragspartner&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20220204152714/https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/ukraine-russland-ergasversorgung-deutschland-100.html Gashandelskonzern VNG: &amp;quot;Die Russen sind verlässliche Vertragspartner&amp;quot;] mdr.de vom 04.02.2022. abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später blieben Gaslieferungen aus und der Konzern musste Staatshilfe beantragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/energiekrise-streit-um-rettung-der-enbw-tochter-vng/28671276.html Florian Güßgen: &amp;quot;Streit um Rettung der EnBW-Tochter VNG &amp;quot;] wiwo.de, vom 9. September 2022, abgerufen am 11.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Deutsch-Russisches Rohstoffforum===&lt;br /&gt;
Im Zentrum des sächsisch-russischen Lobby-Netzwerks stand das inzwischen aufgelöste &amp;lt;ref&amp;gt;[https://wtz.org/de/veranstaltungen/15-beendete-projekte/25-rohstoff-forum.html WTZ Mitteilung zur Auflösung des DRRF], wtz.de vom 29.03.2022, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Deutsch-Russische Rohstoffforum (DRRF). Offiziell initiiert wurde es von zwei Hochschulen in Sachsen und St. Petersburg. Das Forum organisierte seit 2007 im jährlichen Wechsel in Deutschland und Russland Rohstoffkonferenzen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rohstoff Forum&amp;quot;&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20220518071841/https://www.rohstoff-forum.org/rohstoff-forum/ Rohstoff Forum], rohstoff-forum.org, abgerufen am 28.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;, die nach außen als wissenschaftliche Veranstaltungen erschienen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rohstoff Forum&amp;quot; /&amp;gt;Für die Öffentlichkeit blieb unsichtbar, dass das Forum von dem Leipziger Gashandelskonzern VNG und [[Gazprom]] initiiert und zu einem großen Teil von VNG finanziert und inhaltlich mitkonzipiert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt; Gazprom beteiligte sich regelmäßig als Sponsor der Konferenzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt; Auch in den Gremien des [[DRRF]] war die Union sehr präsent: Schirmherr des Rohstoffforums war der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/auch-die-union-hat-ein-russland-problem-a-3a0f19cd-4c80-404f-b481-699718acba7a „Auch die Union hat ein Russlandproblem“], spiegel.de vom 17.06.2022, abgerufen am 28.11.2023&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sächsischen Ministerpräsidenten [[Stanislaw Tillich]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313075229/https://www.rohstoff-forum.org/conference/7-rohstoff-konferenz-2014-in-dresden// 7. Rohstoff-Konferenz 2014 in Dresden] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Michael Kretschmer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230207190644/https://www.rohstoff-forum.org/conference/13-deutsch-russische-rohstoff-konferenz/ 13. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz]  rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; (beide CDU) traten ebenfalls als Schirmherren auf. Mitglied des Präsidiums war der ehemalige CSU-Chef [[Edmund Stoiber]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230207172109/https://www.rohstoff-forum.org/conference/12-deutsch-russische-rohstoff-konferenz/ 12. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier pflegten hochrangige Vertreter:innen der russischen und deutschen Gasindustrie den Austausch mit Politiker:innen aus beiden Ländern. Alexander Medwedew, Generaldirektor von [[Gazprom]] Export, trat bei Veranstaltungen des Forums ebenso auf wie der damalige Wirtschaftsminister [[Peter Altmaier]] ([[CDU]]) oder Sachsen-Anhalts Ministerpräsident [[Rainer Haseloff]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;11DRRK&amp;quot;&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313090038/http://www.rohstoff-forum.org/conference/11-deutsch-russische-rohstoff-konferenz-in-potsdam-2018/ 11. Deutsch-Russische Rohstoff Konferenz in Potsdam 2018] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die [[SPD]] Politiker wie der damalige Außenministers [[Sigmar Gabriel]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313080630/https://www.rohstoff-forum.org/conference/9-rohstoff-konferenz-2016-in-duesseldorf/ 9. Rohstoff-Konferenz 2016 in Düsseldorf] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der damaligen Brandenburgischer Ministerpräsident [[Matthias Platzeck]] waren dabei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;11DRRK&amp;quot; /&amp;gt;  Offiziell ging es bei den Konferenzen um die Transformation der Energiebeziehungen in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Hauptinteresse der Veranstalter dürfte aber wohl gewesen sein, wie sich die deutsch-russische Rohstoff-Kooperation weiter vertiefen lässt. Da Russland in seiner Energiepolitik vor allem auf seine fossilen Rohstoffe setzte, betrieb die russische Gasindustrie intensive Lobbyarbeit für die Rolle dieser Rohstoffe in der Klimaschutzpolitik. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://background.tagesspiegel.de/energie-klima/gazprom-sucht-rolle-in-der-wasserstoffzukunft „Gazprom sucht Rolle in der Wasserstoffzukunft“] background.tagesspiegel.de vom 17.02.2020 abgerufen am 09.11.2022&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem durften auf einer Konferenz des [[DRRF]] im April 2021 russische Energiemanager ihre Pläne unterbreiten, wie Wasserstoff aus Kohle und Atom zum Klimaschutz beitragen sollte. &amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
VNG ist ein europaweit aktiver Unternehmensverbund mit über 20 Gesellschaften und rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der 2022 einen Umsatz von über 36 Mrd. Euro erzielte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/newsroom/finanzinformationen Finanzinformationen], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; 2022 beliefen sich die Verluste auf 337 Mio. Euro. Der Konzern betätigt sich als Gasimporteur und Großhändler sowie als Betreiber von kritischer Gasinfrastruktur und verfolgt einen Pfad für einen Markthochlauf erneuerbarer und dekarbonisierter Gase wie Biogas und Wasserstoff. Die Tochtergesellschaften sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/vng-unternehmen-auf-einen-blick hier] abrufbar. VNG sorgt auch dafür, dass LNG über das Terminal Wilhelmshaven direkt nach Deutschland importiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/sites/default/files/2023-04/VNG_Geschaeftsbericht_2022_schreibgesch%C3%BCtzt.pdf Geschäftsbericht 2022], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob VNG selbst das LNG-Transportschiff chartert oder andere das tun, sei zunächst einmal weniger relevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VNG beliefert gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften Stadtwerke, Regionalversorger und Industrieunternehmen mit Erdgas in Deutschland, Italien, Österreich, Polen und Tschechien. Ihre Tochter VNG Gasspeicher ist mit einem Arbeitsgasvolumen von rund 2,2 Mrd. m³ der drittgrößte Speicherbetreiber Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/vng-gasspeicher-gmbh VNG Gasspeicher GmbH], vng.de, abgerufen am 25.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Tochter Ontras Gastransport GmbH stellt Deutschlands zweitlängstes Ferngasleitungsnetz bereit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/ontras-gastransport-gmbh ONTRAS Gastransport GmbH], vng.de, abgerufen am 25.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; An das ONTRAS-Netz sind auch Biogasanlagen angeschlossen. Zudem speisen zwei Power-to-Gas-Anlagen Wasserstoff und synthetisches Methan in das ONTRAS-Netz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der jahrzehnte langen engen Beziehungen zu Russland &amp;lt;ref name=&amp;quot;nda22&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1162773.ukraine-krieg-hahn-nach-osten-zugedreht.html Hahn nach Osten zugedreht], nd-aktuell.de vom 05.04.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; als Hauptgaslieferer für VNG traf der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die darauf folgenden Sanktionen das Gasunternehmen besonders stark. Zeitweilig soll VNG täglich Verluste im zweistelligen Millionenbereich verzeichnet haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1172221.energie-gashaendler-vng-ueberlebt-trennung-von-russland.html Gashändler VNG überlebt Trennung von Russland], nd-aktuell.de vom 04.04.2023, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Konzern selber bezifferte die Gesamtverluste für 2022 mit circa einer Milliarde Euro.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.saechsische.de/wirtschaft/energie/vng-leipzig-gas-russland-5842805.html Gas-Riese VNG erfindet sich ohne Russland neu], saechsische.de vom 04.04.2023, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Diese Einbüßen konnten nicht länger von dem Haupteigentümer [[EnBW]] sowie den acht ostdeutschen Kommunen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1169145.energiepolitik-der-staat-hilft-vng-beim-kalten-entzug.html Der Staat hilft VNG beim kalten Entzug], nd-aktuell.de vom 07.12.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; abgefangen werden &amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt;, weshalb VNG am 09.September 2022 einen Antrag beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf Staatshilfen nach § 29 Energiesicherungsgesetz stellte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rnd22&amp;quot;&amp;gt;[https://www.rnd.de/wirtschaft/gasimporteur-vng-braucht-staatshilfe-was-steckt-dahinter-S2HMFY6FZZEANMZU6ZC7MUDLUA.html Bundes­regierung unter Zugzwang: Was hinter dem Hilferuf nach Staats­anleihen des Gasimporteurs VNG steckt], rnd.de vom 09.09.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  VNG war verantwortlich für 20% der gesamten Gasversorgung Deutschlands &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/energiekrise-streit-um-rettung-der-enbw-tochter-vng/28671276.html Streit um Rettung der EnBW-Tochter VNG], wiwo.de vom 09.09.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;, damit drittgrößter Gasversorger des Landes und belieferte 400 Stadtwerke und Industrien. Gerade in Ostdeutschland sind sie Gashauptversorger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rnd22&amp;quot; /&amp;gt;Die Hilfen des Staates beliefen sich auf eine dreistellige Millionensumme aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfond. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.merkur.de/wirtschaft/millionen-entschaedigung-fuer-gasimporteur-vng-zr-91953996.html Millionen-Entschädigung für Gasimporteur VNG], merkur.de vom 04.12.2022, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/vng-finanzhilfe-100.html Staatshilfe. VNG erhält Verlustausgleich in dreistelliger Millionenhöhe], mdr.de vom 02.12.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; VNG beteuerte nach Beendigung der Zusammenarbeit, Lieferbeziehungen mit Norwegen und Holland zu vertiefen &amp;lt;ref name=&amp;quot;nda22&amp;quot; /&amp;gt; sowie verstärkt in Wasserstoff und Biogase investieren zu wollen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt;, wobei der Konzernchef Ulf Heitmüller auch betont, dass die Abhängigkeit von Erdgas (und damit auch die Versorgung durch VNG) noch einige Jahre andauern wird. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/gashaendler-vng-interview-heitmueller-speicher-gewinn-100.html Gashändler VNG: Mit vollen Speichern wieder in die Gewinnzone], mdr.de vom 27.08.2023, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Leitungsgremien==&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/der-vorstand#:~:text=Der%20Vorstand%20der%20VNG%20AG,Polk%20und%20Bodo%20Rodestock%20an. hier] abrufbar. Vorstandsvorsitzender ist [https://www.bdew.de/documents/3856/vng_curriculum_vitae_ulf_heitmueller_sept2018_de.pdf Ulf Heitmüller], Vizepräsident des [[BDEW]], Mitglied des Lenkungskreises Gas des [[BDEW]], Mitglied im Vorstand von EUROGAS, Mitglied im Präsidium des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Vorstandsvorsitzender der inzwischen aufgelösten Stiftung Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum.&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/zusammensetzung-des-aufsichtsrats-der-vng-ag hier] abrufbar. Vorsitzender ist Dirk Güsewell, Vorstand Systemkritische Infrastruktur bei der [[EnBW]]. Zu den weiteren Mitgliedern gehört Antonio Hurtado, Leiter des Instituts für Energietechnik an der TU Dresden.{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=VNG&amp;diff=227820</id>
		<title>VNG</title>
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		<updated>2024-01-08T17:02:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = VNG AG&lt;br /&gt;
| Logo             =  [[Datei: 1920px-VNG AG logo.svg.png|mini]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Energieversorgung&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Gas Vertrieb/Speicher/Transport&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Braunstraße 7, 04347 Leipzig, Deutschland&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Taubenstr. 19, 10117 Berlin (Mitte)&lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.vng.de/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''VNG AG''' mit Sitz in Leipzig ist ein europaweit aktiver Gashandelskonzern der mehrheitlich der [[EnBW]] gehört (mit 80% der Geschäftsanteile). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/ueber-vng Homepage VNG], vng.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Neben den  Geschäftsbereichen Handel und Vertrieb, Transport und Biogas ist VNG zudem ein relevanter Gasspeicherer. And die VNG AG sind angeschlossen die Konzerngesellschaften VNG Handel &amp;amp; Vertrieb GmbH und die VNG Speicher GmbH. VNG gehört zu den umsatzstärksten Unternehmen Ostdeutschlands. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/25-jahre-wiedervereinigung-das-sind-die-groessten-ostdeutschen-unternehmen/12400420.html Das sind die größten ostdeutschen Unternehmen], wiwo.de, vom 03.10.2015, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die VNG AG hatte jahrzehnte lange enge Verbindungen zum russischen Konzern [[Gazprom]]. Diese Verbindung entsprang auch aus der Geschichte des Konzerns als ursprünglich VEB Verbundnetz Gas. Gemeinsam haben die beiden Konzerne das inzwischen aufgelöste Deutsch-Russische Rohstoffforum (DRRF) initiiert,  welches als Knotenpunkt der Deutsch-Russischen Gaslobbynetzwerke galt.&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Lobbytätigkeit konzentriert sich auf den Hochlauf von Wasserstoff, also die Transformation hin zu grünen Gasen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/wasserstoff Wasserstoff für ein klimaneutrales Energiesystem], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Projekte in diesem Bereich werden laut [https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche?q=VNG&amp;amp;searchReferer=%2Fstartseite&amp;amp;filter%5Bactivelobbyist%5D%5Btrue%5D=true Eintrag im Lobbyregister] vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Vorstandsmitglied Hans-Joachim Polk saß noch bis September 2023 für den Bereich Infrastruktur im Beirat der bundeseigenen GmbH „NOW - Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230924213520/https://www.now-gmbh.de/ueber-uns/struktur/ Homepage NOW GmbH], now-gmbH.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Stelle hat nun Timm Kehler übernommen, Vorstandsvorsitzender des Lobbyverbands [[Zukunft Gas]], in welchem VNG ebenfalls seit Gründung Mitglied ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.now-gmbh.de/ueber-uns/struktur/ Homepage NOW GmbH], now-gmbh.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://gas.info/verband-zukunft-gas Homepage Zukunft Gas], gas.info.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://gas.info/verband-zukunft-gas/mitglieder Mitglieder Zukunft Gas], gas.info.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Lobbyausgaben, Zahl der Lobbyist:innen, Treffen mit der Bundesregierung===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt die VNG AG an, (Stand: 08.12.2023) im Jahr 2022 140.001 bis 150.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und 11 bis 20 Lobbyist:innen zu beschäftigen .&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002373 Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Lobbyausgaben der VNG Handel &amp;amp; Vertrieb GmbH lagen 2022 zwischen 80.001 und 90.000 Euro, die der VNG Gasspeicher GmbH zwischen 290.001 und 300 Tsd. Euro. 2022 trafen sich VNG-Vertreter:innen 39 mal mit der Bundesregierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/gaslobby-studie-lobbycontrol.pdf Pipelines in die Politik S.82], lobbycontrol.de, abgerufen am 10.03.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cheflobbyisten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bernhard Kaltefleiter]], Direktor der Unternehmenskommunikation, Mitglied der Lenkungsausschüsse Kommunikation sowie Umwelt- und Energiepolitik des [[BDEW]], war zwischen 1995 und 2000 im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit als Referent für Bergbau, später als Referent für Energie tätig. Außerdem war er Vorsitzender des inzwischen aufgelösten Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums e. V.&lt;br /&gt;
*[[André Deichsel]], Lobbyist mit Fokus auf die Bundesebene und die ostdeutschen Länder, war 2008 Projektmanager bei der [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft|Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitgliedschaften===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Arbeitgeberverband energie- und versorgungswirtschaftlicher Unternehmen e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Atlantik-Brücke|Atlantik-Brücke e.V.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft|BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;DIN Deutsches Institut für Normung e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Europäische Metropolregion Mitteldeutschland e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R004786 Gaskoalition]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Stifterverband der Deutschen Wissenschaft e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Wirtschafts-Club Leipzig e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Wirtschaftsrat der CDU]] e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Zukunft Gas]] e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===Sächsisch-Russisches Gaslobbynetzwerk===&lt;br /&gt;
Rund um den Leipziger Gaskonzern VNG AG, hat sich ein Lobbynetzwerk aus [[CDU]]/[[CSU]]-Politiker:innen und der beteiligten Gasunternehmen gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot;&amp;gt;[https://background.tagesspiegel.de/energie-klima/russlands-gas-netzwerk-in-sachsen Russlands Gas-Netzwerk in Sachsen] background.tagesspiegel.de vom 20.06.22, abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter fällt z.B. der russische Gaskonzern [[Gazprom]], welcher bis 2015 etwa 10 Prozent der VNG-Anteile hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/enbw-uebernimmt-leipziger-gasversorger-vng-von-oldenburger-ewe_id_5019200.html EnBW übernimmt Leipziger Gasversorger VNG von Oldenburger EWE], focus.de vom 16.10.2015, abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Matthias Warnig]] vertrat die Interessen von Gazprom im Aufsichtsrat der VNG AG. Bis zum russischen Angriff auf die Ukraine waren VNG und [[Gazprom]] über gemeinsame Gasinfrastruktur wie den Erdgasspeicher Katharina in Sachsen-Anhalt und langfristige Lieferverträge eng miteinander verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt;Die VNG wiederum steht der [[CDU]] nahe, sie ist regelmäßiger Sponsor der sächsischen CDU und der einflussreichen [[Mittelstands- und Wirtschaftsunion|Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT)]]. Das Unternehmen ist Mitglied im Lobbyverband „[[Wirtschaftsrat der CDU]]“ und sponsert regelmäßig dessen Veranstaltungen. Als VNG-Chef Ulf Heitmüller 2019 einen langlaufenden Liefervertrag mit Gazprom-Chef [[Alexej Miller]] unterzeichnete, pries der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer dies auf Twitter als ''„Vertrauensbeweis für die engen Handelsbeziehungen zwischen Sachsen und Russland.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/mpkretschmer/status/1136967752261033984?lang=de Twitter Post von Michael Kretschmer], twitter.com vom 07.06.2019, abgerufen am 08.11.022&amp;lt;/ref&amp;gt; Der CDU-Politiker traf sich auch selbst mit Präsident Putin und forderte anschließend einen Abbau der EU-Sanktionen infolge der russischen Krim-Annexion.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/darum-ist-die-nachsicht-mit-putin-in-ostdeutschland-so-gross-4646671.html „Ende der Russland-Sanktionen?: Darum ist die Nachsicht mit Putin in Ostdeutschland so groß“] tagesspiegel.de vom 11.06.2019, abgerufen am 08.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch als sich im Februar 2022 der russische Angriffskrieg auf die Ukraine abzeichnete, betonte VNG Chef Ulf Heitmüller in einem Interview, dass man sich um den Konflikt keine Sorgen machte: &amp;quot;Die VNG AG habe fast 50 Jahre Geschäftsbeziehungen zu Gazprom [...] Die Russen sind verlässliche Vertragspartner&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20220204152714/https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/ukraine-russland-ergasversorgung-deutschland-100.html Gashandelskonzern VNG: &amp;quot;Die Russen sind verlässliche Vertragspartner&amp;quot;] mdr.de vom 04.02.2022. abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später blieben Gaslieferungen aus und der Konzern musste Staatshilfe beantragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/energiekrise-streit-um-rettung-der-enbw-tochter-vng/28671276.html Florian Güßgen: &amp;quot;Streit um Rettung der EnBW-Tochter VNG &amp;quot;] wiwo.de, vom 9. September 2022, abgerufen am 11.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Deutsch-Russisches Rohstoffforum===&lt;br /&gt;
Im Zentrum des sächsisch-russischen Lobby-Netzwerks stand das inzwischen aufgelöste &amp;lt;ref&amp;gt;[https://wtz.org/de/veranstaltungen/15-beendete-projekte/25-rohstoff-forum.html WTZ Mitteilung zur Auflösung des DRRF], wtz.de vom 29.03.2022, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Deutsch-Russische Rohstoffforum (DRRF). Offiziell initiiert wurde es von zwei Hochschulen in Sachsen und St. Petersburg. Das Forum organisierte seit 2007 im jährlichen Wechsel in Deutschland und Russland Rohstoffkonferenzen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rohstoff Forum&amp;quot;&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20220518071841/https://www.rohstoff-forum.org/rohstoff-forum/ Rohstoff Forum], rohstoff-forum.org, abgerufen am 28.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;, die nach außen als wissenschaftliche Veranstaltungen erschienen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rohstoff Forum&amp;quot; /&amp;gt;Für die Öffentlichkeit blieb unsichtbar, dass das Forum von dem Leipziger Gashandelskonzern VNG und [[Gazprom]] initiiert und zu einem großen Teil von VNG finanziert und inhaltlich mitkonzipiert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt; Gazprom beteiligte sich regelmäßig als Sponsor der Konferenzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt; Auch in den Gremien des [[DRRF]] war die Union sehr präsent: Schirmherr des Rohstoffforums war der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/auch-die-union-hat-ein-russland-problem-a-3a0f19cd-4c80-404f-b481-699718acba7a „Auch die Union hat ein Russlandproblem“], spiegel.de vom 17.06.2022, abgerufen am 28.11.2023&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sächsischen Ministerpräsidenten [[Stanislaw Tillich]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313075229/https://www.rohstoff-forum.org/conference/7-rohstoff-konferenz-2014-in-dresden// 7. Rohstoff-Konferenz 2014 in Dresden] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Michael Kretschmer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230207190644/https://www.rohstoff-forum.org/conference/13-deutsch-russische-rohstoff-konferenz/ 13. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz]  rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; (beide CDU) traten ebenfalls als Schirmherren auf. Mitglied des Präsidiums war der ehemalige CSU-Chef [[Edmund Stoiber]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230207172109/https://www.rohstoff-forum.org/conference/12-deutsch-russische-rohstoff-konferenz/ 12. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier pflegten hochrangige Vertreter:innen der russischen und deutschen Gasindustrie den Austausch mit Politiker:innen aus beiden Ländern. Alexander Medwedew, Generaldirektor von [[Gazprom]] Export, trat bei Veranstaltungen des Forums ebenso auf wie der damalige Wirtschaftsminister [[Peter Altmaier]] ([[CDU]]) oder Sachsen-Anhalts Ministerpräsident [[Rainer Haseloff]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;11DRRK&amp;quot;&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313090038/http://www.rohstoff-forum.org/conference/11-deutsch-russische-rohstoff-konferenz-in-potsdam-2018/ 11. Deutsch-Russische Rohstoff Konferenz in Potsdam 2018] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die [[SPD]] Politiker wie der damalige Außenministers [[Sigmar Gabriel]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313080630/https://www.rohstoff-forum.org/conference/9-rohstoff-konferenz-2016-in-duesseldorf/ 9. Rohstoff-Konferenz 2016 in Düsseldorf] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der damaligen Brandenburgischer Ministerpräsident [[Matthias Platzeck]] waren dabei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;11DRRK&amp;quot; /&amp;gt;  Offiziell ging es bei den Konferenzen um die Transformation der Energiebeziehungen in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Hauptinteresse der Veranstalter dürfte aber wohl gewesen sein, wie sich die deutsch-russische Rohstoff-Kooperation weiter vertiefen lässt. Da Russland in seiner Energiepolitik vor allem auf seine fossilen Rohstoffe setzte, betrieb die russische Gasindustrie intensive Lobbyarbeit für die Rolle dieser Rohstoffe in der Klimaschutzpolitik. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://background.tagesspiegel.de/energie-klima/gazprom-sucht-rolle-in-der-wasserstoffzukunft „Gazprom sucht Rolle in der Wasserstoffzukunft“] background.tagesspiegel.de vom 17.02.2020 abgerufen am 09.11.2022&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem durften auf einer Konferenz des [[DRRF]] im April 2021 russische Energiemanager ihre Pläne unterbreiten, wie Wasserstoff aus Kohle und Atom zum Klimaschutz beitragen sollte. &amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
VNG ist ein europaweit aktiver Unternehmensverbund mit über 20 Gesellschaften und rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der 2022 einen Umsatz von über 36 Mrd. Euro erzielte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/newsroom/finanzinformationen Finanzinformationen], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; 2022 beliefen sich die Verluste auf 337 Mio. Euro. Der Konzern betätigt sich als Gasimporteur und Großhändler sowie als Betreiber von kritischer Gasinfrastruktur und verfolgt einen Pfad für einen Markthochlauf erneuerbarer und dekarbonisierter Gase wie Biogas und Wasserstoff. Die Tochtergesellschaften sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/vng-unternehmen-auf-einen-blick hier] abrufbar. VNG sorgt auch dafür, dass LNG über das Terminal Wilhelmshaven direkt nach Deutschland importiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/sites/default/files/2023-04/VNG_Geschaeftsbericht_2022_schreibgesch%C3%BCtzt.pdf Geschäftsbericht 2022], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob VNG selbst das LNG-Transportschiff chartert oder andere das tun, sei zunächst einmal weniger relevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VNG beliefert gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften Stadtwerke, Regionalversorger und Industrieunternehmen mit Erdgas in Deutschland, Italien, Österreich, Polen und Tschechien. Ihre Tochter VNG Gasspeicher ist mit einem Arbeitsgasvolumen von rund 2,2 Mrd. m³ der drittgrößte Speicherbetreiber Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/vng-gasspeicher-gmbh VNG Gasspeicher GmbH], vng.de, abgerufen am 25.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Tochter Ontras Gastransport GmbH stellt Deutschlands zweitlängstes Ferngasleitungsnetz bereit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/ontras-gastransport-gmbh ONTRAS Gastransport GmbH], vng.de, abgerufen am 25.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; An das ONTRAS-Netz sind auch Biogasanlagen angeschlossen. Zudem speisen zwei Power-to-Gas-Anlagen Wasserstoff und synthetisches Methan in das ONTRAS-Netz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der jahrzehnte langen engen Beziehungen zu Russland &amp;lt;ref name=&amp;quot;nda22&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1162773.ukraine-krieg-hahn-nach-osten-zugedreht.html Hahn nach Osten zugedreht], nd-aktuell.de vom 05.04.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; als Hauptgaslieferer für VNG traf der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die darauf folgenden Sanktionen das Gasunternehmen besonders stark. Zeitweilig soll VNG täglich Verluste im zweistelligen Millionenbereich verzeichnet haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1172221.energie-gashaendler-vng-ueberlebt-trennung-von-russland.html Gashändler VNG überlebt Trennung von Russland], nd-aktuell.de vom 04.04.2023, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Konzern selber bezifferte die Gesamtverluste für 2022 mit circa einer Milliarde Euro.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.saechsische.de/wirtschaft/energie/vng-leipzig-gas-russland-5842805.html Gas-Riese VNG erfindet sich ohne Russland neu], saechsische.de vom 04.04.2023, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Diese Einbüßen konnten nicht länger von dem Haupteigentümer [[EnBW]] sowie den acht ostdeutschen Kommunen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1169145.energiepolitik-der-staat-hilft-vng-beim-kalten-entzug.html Der Staat hilft VNG beim kalten Entzug], nd-aktuell.de vom 07.12.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; abgefangen werden &amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt;, weshalb VNG am 09.September 2022 einen Antrag beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf Staatshilfen nach § 29 Energiesicherungsgesetz stellte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rnd22&amp;quot;&amp;gt;[https://www.rnd.de/wirtschaft/gasimporteur-vng-braucht-staatshilfe-was-steckt-dahinter-S2HMFY6FZZEANMZU6ZC7MUDLUA.html Bundes­regierung unter Zugzwang: Was hinter dem Hilferuf nach Staats­anleihen des Gasimporteurs VNG steckt], rnd.de vom 09.09.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  VNG war verantwortlich für 20% der gesamten Gasversorgung Deutschlands &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/energiekrise-streit-um-rettung-der-enbw-tochter-vng/28671276.html Streit um Rettung der EnBW-Tochter VNG], wiwo.de vom 09.09.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;, damit drittgrößter Gasversorger des Landes und belieferte 400 Stadtwerke und Industrien. Gerade in Ostdeutschland sind sie Gashauptversorger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rnd22&amp;quot; /&amp;gt;Die Hilfen des Staates beliefen sich auf eine dreistellige Millionensumme aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfond. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.merkur.de/wirtschaft/millionen-entschaedigung-fuer-gasimporteur-vng-zr-91953996.html Millionen-Entschädigung für Gasimporteur VNG], merkur.de vom 04.12.2022, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/vng-finanzhilfe-100.html Staatshilfe. VNG erhält Verlustausgleich in dreistelliger Millionenhöhe], mdr.de vom 02.12.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; VNG beteuerte nach Beendigung der Zusammenarbeit, Lieferbeziehungen mit Norwegen und Holland zu vertiefen &amp;lt;ref name=&amp;quot;nda22&amp;quot; /&amp;gt; sowie verstärkt in Wasserstoff und Biogase investieren zu wollen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt;, wobei der Konzernchef Ulf Heitmüller auch betont, dass die Abhängigkeit von Erdgas (und damit auch die Versorgung durch VNG) noch einige Jahre andauern wird. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/gashaendler-vng-interview-heitmueller-speicher-gewinn-100.html Gashändler VNG: Mit vollen Speichern wieder in die Gewinnzone], mdr.de vom 27.08.2023, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Leitungsgremien==&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/der-vorstand#:~:text=Der%20Vorstand%20der%20VNG%20AG,Polk%20und%20Bodo%20Rodestock%20an. hier] abrufbar. Vorstandsvorsitzender ist [https://www.bdew.de/documents/3856/vng_curriculum_vitae_ulf_heitmueller_sept2018_de.pdf Ulf Heitmüller], Vizepräsident des [[BDEW]], Mitglied des Lenkungskreises Gas des [[BDEW]], Mitglied im Vorstand von EUROGAS, Mitglied im Präsidium des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Vorstandsvorsitzender der inzwischen aufgelösten Stiftung Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum.&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/zusammensetzung-des-aufsichtsrats-der-vng-ag hier] abrufbar. Vorsitzender ist Dirk Güsewell, Vorstand Systemkritische Infrastruktur bei der [[EnBW]]. Zu den weiteren Mitgliedern gehört Antonio Hurtado, Leiter des Instituts für Energietechnik an der TU Dresden.{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=VNG&amp;diff=227816</id>
		<title>VNG</title>
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		<updated>2024-01-08T16:52:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = VNG AG&lt;br /&gt;
| Logo             =  [[Datei: 1920px-VNG AG logo.svg.png|mini]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Energieversorgung&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Gas Vertrieb/Speicher/Transport&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Braunstraße 7, 04347 Leipzig, Deutschland&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Taubenstr. 19, 10117 Berlin (Mitte)&lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.vng.de/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''VNG AG''' mit Sitz in Leipzig ist ein europaweit aktiver Gashandelskonzern der mehrheitlich der [[EnBW]] gehört (mit 80% der Geschäftsanteile). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/ueber-vng Homepage VNG], vng.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Neben den  Geschäftsbereichen Handel und Vertrieb, Transport und Biogas ist VNG zudem ein relevanter Gasspeicherer. And die VNG AG sind angeschlossen die Konzerngesellschaften VNG Handel &amp;amp; Vertrieb GmbH und die VNG Speicher GmbH. VNG gehört zu den umsatzstärksten Unternehmen Ostdeutschlands. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/25-jahre-wiedervereinigung-das-sind-die-groessten-ostdeutschen-unternehmen/12400420.html Das sind die größten ostdeutschen Unternehmen], wiwo.de, vom 03.10.2015, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;    &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mz.de/mitteldeutschland/leipzig/grosster-ostdeutscher-konzern-leipziger-gas-unternehmen-vng-verdoppelt-gewinn-1544597 &lt;br /&gt;
Größter ostdeutscher Konzern: Leipziger Gas-Unternehmen VNG verdoppelt Gewinn], mz.de, vom 13.04.2019, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die VNG AG hatte jahrzehnte lange enge Verbindungen zum russischen Konzern [[Gazprom]]. Diese Verbindung entsprang auch aus der Geschichte des Konzerns als ursprünglich VEB Verbundnetz Gas. Gemeinsam haben die beiden Konzerne das inzwischen aufgelöste Deutsch-Russische Rohstoffforum (DRRF) initiiert,  welches als Knotenpunkt der Deutsch-Russischen Gaslobbynetzwerke galt.&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Lobbytätigkeit konzentriert sich auf den Hochlauf von Wasserstoff, also die Transformation hin zu grünen Gasen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/wasserstoff Wasserstoff für ein klimaneutrales Energiesystem], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Projekte in diesem Bereich werden laut [https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche?q=VNG&amp;amp;searchReferer=%2Fstartseite&amp;amp;filter%5Bactivelobbyist%5D%5Btrue%5D=true Eintrag im Lobbyregister] vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Vorstandsmitglied Hans-Joachim Polk saß noch bis September 2023 für den Bereich Infrastruktur im Beirat der bundeseigenen GmbH „NOW - Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230924213520/https://www.now-gmbh.de/ueber-uns/struktur/ Homepage NOW GmbH], now-gmbH.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Stelle hat nun Timm Kehler übernommen, Vorstandsvorsitzender des Lobbyverbands [[Zukunft Gas]], in welchem VNG ebenfalls seit Gründung Mitglied ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.now-gmbh.de/ueber-uns/struktur/ Homepage NOW GmbH], now-gmbh.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://gas.info/verband-zukunft-gas Homepage Zukunft Gas], gas.info.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://gas.info/verband-zukunft-gas/mitglieder Mitglieder Zukunft Gas], gas.info.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Lobbyausgaben, Zahl der Lobbyist:innen, Treffen mit der Bundesregierung===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt die VNG AG an, (Stand: 08.12.2023) im Jahr 2022 140.001 bis 150.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und 11 bis 20 Lobbyist:innen zu beschäftigen .&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002373 Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Lobbyausgaben der VNG Handel &amp;amp; Vertrieb GmbH lagen 2022 zwischen 80.001 und 90.000 Euro, die der VNG Gasspeicher GmbH zwischen 290.001 und 300 Tsd. Euro. 2022 trafen sich VNG-Vertreter:innen 39 mal mit der Bundesregierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/gaslobby-studie-lobbycontrol.pdf Pipelines in die Politik S.82], lobbycontrol.de, abgerufen am 10.03.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cheflobbyisten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bernhard Kaltefleiter]], Direktor der Unternehmenskommunikation, Mitglied der Lenkungsausschüsse Kommunikation sowie Umwelt- und Energiepolitik des [[BDEW]], war zwischen 1995 und 2000 im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit als Referent für Bergbau, später als Referent für Energie tätig. Außerdem war er Vorsitzender des inzwischen aufgelösten Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums e. V.&lt;br /&gt;
*[[André Deichsel]], Lobbyist mit Fokus auf die Bundesebene und die ostdeutschen Länder, war 2008 Projektmanager bei der [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft|Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitgliedschaften===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Arbeitgeberverband energie- und versorgungswirtschaftlicher Unternehmen e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Atlantik-Brücke|Atlantik-Brücke e.V.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft|BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;DIN Deutsches Institut für Normung e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Europäische Metropolregion Mitteldeutschland e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R004786 Gaskoalition]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Stifterverband der Deutschen Wissenschaft e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Wirtschafts-Club Leipzig e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Wirtschaftsrat der CDU]] e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Zukunft Gas]] e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===Sächsisch-Russisches Gaslobbynetzwerk===&lt;br /&gt;
Rund um den Leipziger Gaskonzern VNG AG, hat sich ein Lobbynetzwerk aus [[CDU]]/[[CSU]]-Politiker:innen und der beteiligten Gasunternehmen gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot;&amp;gt;[https://background.tagesspiegel.de/energie-klima/russlands-gas-netzwerk-in-sachsen Russlands Gas-Netzwerk in Sachsen] background.tagesspiegel.de vom 20.06.22, abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter fällt z.B. der russische Gaskonzern [[Gazprom]], welcher bis 2015 etwa 10 Prozent der VNG-Anteile hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/enbw-uebernimmt-leipziger-gasversorger-vng-von-oldenburger-ewe_id_5019200.html EnBW übernimmt Leipziger Gasversorger VNG von Oldenburger EWE], focus.de vom 16.10.2015, abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Matthias Warnig]] vertrat die Interessen von Gazprom im Aufsichtsrat der VNG AG. Bis zum russischen Angriff auf die Ukraine waren VNG und [[Gazprom]] über gemeinsame Gasinfrastruktur wie den Erdgasspeicher Katharina in Sachsen-Anhalt und langfristige Lieferverträge eng miteinander verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt;Die VNG wiederum steht der [[CDU]] nahe, sie ist regelmäßiger Sponsor der sächsischen CDU und der einflussreichen [[Mittelstands- und Wirtschaftsunion|Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT)]]. Das Unternehmen ist Mitglied im Lobbyverband „[[Wirtschaftsrat der CDU]]“ und sponsert regelmäßig dessen Veranstaltungen. Als VNG-Chef Ulf Heitmüller 2019 einen langlaufenden Liefervertrag mit Gazprom-Chef [[Alexej Miller]] unterzeichnete, pries der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer dies auf Twitter als ''„Vertrauensbeweis für die engen Handelsbeziehungen zwischen Sachsen und Russland.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/mpkretschmer/status/1136967752261033984?lang=de Twitter Post von Michael Kretschmer], twitter.com vom 07.06.2019, abgerufen am 08.11.022&amp;lt;/ref&amp;gt; Der CDU-Politiker traf sich auch selbst mit Präsident Putin und forderte anschließend einen Abbau der EU-Sanktionen infolge der russischen Krim-Annexion.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/darum-ist-die-nachsicht-mit-putin-in-ostdeutschland-so-gross-4646671.html „Ende der Russland-Sanktionen?: Darum ist die Nachsicht mit Putin in Ostdeutschland so groß“] tagesspiegel.de vom 11.06.2019, abgerufen am 08.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch als sich im Februar 2022 der russische Angriffskrieg auf die Ukraine abzeichnete, betonte VNG Chef Ulf Heitmüller in einem Interview, dass man sich um den Konflikt keine Sorgen machte: &amp;quot;Die VNG AG habe fast 50 Jahre Geschäftsbeziehungen zu Gazprom [...] Die Russen sind verlässliche Vertragspartner&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20220204152714/https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/ukraine-russland-ergasversorgung-deutschland-100.html Gashandelskonzern VNG: &amp;quot;Die Russen sind verlässliche Vertragspartner&amp;quot;] mdr.de vom 04.02.2022. abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später blieben Gaslieferungen aus und der Konzern musste Staatshilfe beantragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/energiekrise-streit-um-rettung-der-enbw-tochter-vng/28671276.html Florian Güßgen: &amp;quot;Streit um Rettung der EnBW-Tochter VNG &amp;quot;] wiwo.de, vom 9. September 2022, abgerufen am 11.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Deutsch-Russisches Rohstoffforum===&lt;br /&gt;
Im Zentrum des sächsisch-russischen Lobby-Netzwerks stand das inzwischen aufgelöste &amp;lt;ref&amp;gt;[https://wtz.org/de/veranstaltungen/15-beendete-projekte/25-rohstoff-forum.html WTZ Mitteilung zur Auflösung des DRRF], wtz.de vom 29.03.2022, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Deutsch-Russische Rohstoffforum (DRRF). Offiziell initiiert wurde es von zwei Hochschulen in Sachsen und St. Petersburg. Das Forum organisierte seit 2007 im jährlichen Wechsel in Deutschland und Russland Rohstoffkonferenzen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rohstoff Forum&amp;quot;&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20220518071841/https://www.rohstoff-forum.org/rohstoff-forum/ Rohstoff Forum], rohstoff-forum.org, abgerufen am 28.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;, die nach außen als wissenschaftliche Veranstaltungen erschienen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rohstoff Forum&amp;quot; /&amp;gt;Für die Öffentlichkeit blieb unsichtbar, dass das Forum von dem Leipziger Gashandelskonzern VNG und [[Gazprom]] initiiert und zu einem großen Teil von VNG finanziert und inhaltlich mitkonzipiert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt; Gazprom beteiligte sich regelmäßig als Sponsor der Konferenzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt; Auch in den Gremien des [[DRRF]] war die Union sehr präsent: Schirmherr des Rohstoffforums war der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/auch-die-union-hat-ein-russland-problem-a-3a0f19cd-4c80-404f-b481-699718acba7a „Auch die Union hat ein Russlandproblem“], spiegel.de vom 17.06.2022, abgerufen am 28.11.2023&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sächsischen Ministerpräsidenten [[Stanislaw Tillich]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313075229/https://www.rohstoff-forum.org/conference/7-rohstoff-konferenz-2014-in-dresden// 7. Rohstoff-Konferenz 2014 in Dresden] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Michael Kretschmer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230207190644/https://www.rohstoff-forum.org/conference/13-deutsch-russische-rohstoff-konferenz/ 13. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz]  rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; (beide CDU) traten ebenfalls als Schirmherren auf. Mitglied des Präsidiums war der ehemalige CSU-Chef [[Edmund Stoiber]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230207172109/https://www.rohstoff-forum.org/conference/12-deutsch-russische-rohstoff-konferenz/ 12. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier pflegten hochrangige Vertreter:innen der russischen und deutschen Gasindustrie den Austausch mit Politiker:innen aus beiden Ländern. Alexander Medwedew, Generaldirektor von [[Gazprom]] Export, trat bei Veranstaltungen des Forums ebenso auf wie der damalige Wirtschaftsminister [[Peter Altmaier]] ([[CDU]]) oder Sachsen-Anhalts Ministerpräsident [[Rainer Haseloff]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;11DRRK&amp;quot;&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313090038/http://www.rohstoff-forum.org/conference/11-deutsch-russische-rohstoff-konferenz-in-potsdam-2018/ 11. Deutsch-Russische Rohstoff Konferenz in Potsdam 2018] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die [[SPD]] Politiker wie der damalige Außenministers [[Sigmar Gabriel]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313080630/https://www.rohstoff-forum.org/conference/9-rohstoff-konferenz-2016-in-duesseldorf/ 9. Rohstoff-Konferenz 2016 in Düsseldorf] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der damaligen Brandenburgischer Ministerpräsident [[Matthias Platzeck]] waren dabei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;11DRRK&amp;quot; /&amp;gt;  Offiziell ging es bei den Konferenzen um die Transformation der Energiebeziehungen in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Hauptinteresse der Veranstalter dürfte aber wohl gewesen sein, wie sich die deutsch-russische Rohstoff-Kooperation weiter vertiefen lässt. Da Russland in seiner Energiepolitik vor allem auf seine fossilen Rohstoffe setzte, betrieb die russische Gasindustrie intensive Lobbyarbeit für die Rolle dieser Rohstoffe in der Klimaschutzpolitik. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://background.tagesspiegel.de/energie-klima/gazprom-sucht-rolle-in-der-wasserstoffzukunft „Gazprom sucht Rolle in der Wasserstoffzukunft“] background.tagesspiegel.de vom 17.02.2020 abgerufen am 09.11.2022&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem durften auf einer Konferenz des [[DRRF]] im April 2021 russische Energiemanager ihre Pläne unterbreiten, wie Wasserstoff aus Kohle und Atom zum Klimaschutz beitragen sollte. &amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
VNG ist ein europaweit aktiver Unternehmensverbund mit über 20 Gesellschaften und rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der 2022 einen Umsatz von über 36 Mrd. Euro erzielte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/newsroom/finanzinformationen Finanzinformationen], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; 2022 beliefen sich die Verluste auf 337 Mio. Euro. Der Konzern betätigt sich als Gasimporteur und Großhändler sowie als Betreiber von kritischer Gasinfrastruktur und verfolgt einen Pfad für einen Markthochlauf erneuerbarer und dekarbonisierter Gase wie Biogas und Wasserstoff. Die Tochtergesellschaften sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/vng-unternehmen-auf-einen-blick hier] abrufbar. VNG sorgt auch dafür, dass LNG über das Terminal Wilhelmshaven direkt nach Deutschland importiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/sites/default/files/2023-04/VNG_Geschaeftsbericht_2022_schreibgesch%C3%BCtzt.pdf Geschäftsbericht 2022], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob VNG selbst das LNG-Transportschiff chartert oder andere das tun, sei zunächst einmal weniger relevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VNG beliefert gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften Stadtwerke, Regionalversorger und Industrieunternehmen mit Erdgas in Deutschland, Italien, Österreich, Polen und Tschechien. Ihre Tochter VNG Gasspeicher ist mit einem Arbeitsgasvolumen von rund 2,2 Mrd. m³ der drittgrößte Speicherbetreiber Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/vng-gasspeicher-gmbh VNG Gasspeicher GmbH], vng.de, abgerufen am 25.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Tochter Ontras Gastransport GmbH stellt Deutschlands zweitlängstes Ferngasleitungsnetz bereit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/ontras-gastransport-gmbh ONTRAS Gastransport GmbH], vng.de, abgerufen am 25.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; An das ONTRAS-Netz sind auch Biogasanlagen angeschlossen. Zudem speisen zwei Power-to-Gas-Anlagen Wasserstoff und synthetisches Methan in das ONTRAS-Netz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der jahrzehnte langen engen Beziehungen zu Russland &amp;lt;ref name=&amp;quot;nda22&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1162773.ukraine-krieg-hahn-nach-osten-zugedreht.html Hahn nach Osten zugedreht], nd-aktuell.de vom 05.04.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; als Hauptgaslieferer für VNG traf der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die darauf folgenden Sanktionen das Gasunternehmen besonders stark. Zeitweilig soll VNG täglich Verluste im zweistelligen Millionenbereich verzeichnet haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1172221.energie-gashaendler-vng-ueberlebt-trennung-von-russland.html Gashändler VNG überlebt Trennung von Russland], nd-aktuell.de vom 04.04.2023, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Konzern selber bezifferte die Gesamtverluste für 2022 mit circa einer Milliarde Euro.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.saechsische.de/wirtschaft/energie/vng-leipzig-gas-russland-5842805.html Gas-Riese VNG erfindet sich ohne Russland neu], saechsische.de vom 04.04.2023, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Diese Einbüßen konnten nicht länger von dem Haupteigentümer [[EnBW]] sowie den acht ostdeutschen Kommunen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1169145.energiepolitik-der-staat-hilft-vng-beim-kalten-entzug.html Der Staat hilft VNG beim kalten Entzug], nd-aktuell.de vom 07.12.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; abgefangen werden &amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt;, weshalb VNG am 09.September 2022 einen Antrag beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf Staatshilfen nach § 29 Energiesicherungsgesetz stellte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rnd22&amp;quot;&amp;gt;[https://www.rnd.de/wirtschaft/gasimporteur-vng-braucht-staatshilfe-was-steckt-dahinter-S2HMFY6FZZEANMZU6ZC7MUDLUA.html Bundes­regierung unter Zugzwang: Was hinter dem Hilferuf nach Staats­anleihen des Gasimporteurs VNG steckt], rnd.de vom 09.09.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  VNG war verantwortlich für 20% der gesamten Gasversorgung Deutschlands &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/energiekrise-streit-um-rettung-der-enbw-tochter-vng/28671276.html Streit um Rettung der EnBW-Tochter VNG], wiwo.de vom 09.09.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;, damit drittgrößter Gasversorger des Landes und belieferte 400 Stadtwerke und Industrien. Gerade in Ostdeutschland sind sie Gashauptversorger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rnd22&amp;quot; /&amp;gt;Die Hilfen des Staates beliefen sich auf eine dreistellige Millionensumme aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfond. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.merkur.de/wirtschaft/millionen-entschaedigung-fuer-gasimporteur-vng-zr-91953996.html Millionen-Entschädigung für Gasimporteur VNG], merkur.de vom 04.12.2022, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/vng-finanzhilfe-100.html Staatshilfe. VNG erhält Verlustausgleich in dreistelliger Millionenhöhe], mdr.de vom 02.12.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; VNG beteuerte nach Beendigung der Zusammenarbeit, Lieferbeziehungen mit Norwegen und Holland zu vertiefen &amp;lt;ref name=&amp;quot;nda22&amp;quot; /&amp;gt; sowie verstärkt in Wasserstoff und Biogase investieren zu wollen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt;, wobei der Konzernchef Ulf Heitmüller auch betont, dass die Abhängigkeit von Erdgas (und damit auch die Versorgung durch VNG) noch einige Jahre andauern wird. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/gashaendler-vng-interview-heitmueller-speicher-gewinn-100.html Gashändler VNG: Mit vollen Speichern wieder in die Gewinnzone], mdr.de vom 27.08.2023, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Leitungsgremien==&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/der-vorstand#:~:text=Der%20Vorstand%20der%20VNG%20AG,Polk%20und%20Bodo%20Rodestock%20an. hier] abrufbar. Vorstandsvorsitzender ist [https://www.bdew.de/documents/3856/vng_curriculum_vitae_ulf_heitmueller_sept2018_de.pdf Ulf Heitmüller], Vizepräsident des [[BDEW]], Mitglied des Lenkungskreises Gas des [[BDEW]], Mitglied im Vorstand von EUROGAS, Mitglied im Präsidium des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Vorstandsvorsitzender der inzwischen aufgelösten Stiftung Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum.&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/zusammensetzung-des-aufsichtsrats-der-vng-ag hier] abrufbar. Vorsitzender ist Dirk Güsewell, Vorstand Systemkritische Infrastruktur bei der [[EnBW]]. Zu den weiteren Mitgliedern gehört Antonio Hurtado, Leiter des Instituts für Energietechnik an der TU Dresden.{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=VNG&amp;diff=227810</id>
		<title>VNG</title>
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		<updated>2024-01-08T16:47:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = VNG AG&lt;br /&gt;
| Logo             =  [[Datei: 1920px-VNG AG logo.svg.png|mini]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Energieversorgung&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Gas Vertrieb/Speicher/Transport&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Braunstraße 7, 04347 Leipzig, Deutschland&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Taubenstr. 19, 10117 Berlin (Mitte)&lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.vng.de/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''VNG AG''' mit Sitz in Leipzig ist ein europaweit aktiver Gashandelskonzern der mehrheitlich der [[EnBW]] gehört (mit 80% der Geschäftsanteile). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/ueber-vng Homepage VNG], vng.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;Neben den  Geschäftsbereichen Handel und Vertrieb, Transport und Biogas ist VNG zudem ein relevanter Gasspeicherer. And die VNG AG sind angeschlossen die Konzerngesellschaften VNG Handel &amp;amp; Vertrieb GmbH und die VNG Speicher GmbH. VNG gehört zu den umsatzstärksten Unternehmen Ostdeutschlands. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/25-jahre-wiedervereinigung-das-sind-die-groessten-ostdeutschen-unternehmen/12400420.html Das sind die größten ostdeutschen Unternehmen], wiwo.de, vom 03.10.2015, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mz.de/mitteldeutschland/leipzig/grosster-ostdeutscher-konzern-leipziger-gas-unternehmen-vng-verdoppelt-gewinn-1544597 &lt;br /&gt;
Größter ostdeutscher Konzern: Leipziger Gas-Unternehmen VNG verdoppelt Gewinn], mz.de, vom 13.04.2019, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die VNG AG hatte jahrzehnte lange enge Verbindungen zum russischen Konzern [[Gazprom]]. Diese Verbindung entsprang auch aus der Geschichte des Konzerns als ursprünglich VEB Verbundnetz Gas. Gemeinsam haben die beiden Konzerne das inzwischen aufgelöste Deutsch-Russische Rohstoffforum (DRRF) initiiert,  welches als Knotenpunkt der Deutsch-Russischen Gaslobbynetzwerke galt.&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Lobbytätigkeit konzentriert sich auf den Hochlauf von Wasserstoff, also die Transformation hin zu grünen Gasen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/wasserstoff Wasserstoff für ein klimaneutrales Energiesystem], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Projekte in diesem Bereich werden laut [https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche?q=VNG&amp;amp;searchReferer=%2Fstartseite&amp;amp;filter%5Bactivelobbyist%5D%5Btrue%5D=true Eintrag im Lobbyregister] vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Vorstandsmitglied Hans-Joachim Polk saß noch bis September 2023 für den Bereich Infrastruktur im Beirat der bundeseigenen GmbH „NOW - Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230924213520/https://www.now-gmbh.de/ueber-uns/struktur/ Homepage NOW GmbH], now-gmbH.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Stelle hat nun Timm Kehler übernommen, Vorstandsvorsitzender des Lobbyverbands [[Zukunft Gas]], in welchem VNG ebenfalls seit Gründung Mitglied ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.now-gmbh.de/ueber-uns/struktur/ Homepage NOW GmbH], now-gmbh.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://gas.info/verband-zukunft-gas Homepage Zukunft Gas], gas.info.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://gas.info/verband-zukunft-gas/mitglieder Mitglieder Zukunft Gas], gas.info.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Lobbyausgaben, Zahl der Lobbyist:innen, Treffen mit der Bundesregierung===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt die VNG AG an, (Stand: 08.12.2023) im Jahr 2022 140.001 bis 150.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und 11 bis 20 Lobbyist:innen zu beschäftigen .&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002373 Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Lobbyausgaben der VNG Handel &amp;amp; Vertrieb GmbH lagen 2022 zwischen 80.001 und 90.000 Euro, die der VNG Gasspeicher GmbH zwischen 290.001 und 300 Tsd. Euro. 2022 trafen sich VNG-Vertreter:innen 39 mal mit der Bundesregierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/gaslobby-studie-lobbycontrol.pdf Pipelines in die Politik S.82], lobbycontrol.de, abgerufen am 10.03.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cheflobbyisten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bernhard Kaltefleiter]], Direktor der Unternehmenskommunikation, Mitglied der Lenkungsausschüsse Kommunikation sowie Umwelt- und Energiepolitik des [[BDEW]], war zwischen 1995 und 2000 im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit als Referent für Bergbau, später als Referent für Energie tätig. Außerdem war er Vorsitzender des inzwischen aufgelösten Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums e. V.&lt;br /&gt;
*[[André Deichsel]], Lobbyist mit Fokus auf die Bundesebene und die ostdeutschen Länder, war 2008 Projektmanager bei der [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft|Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitgliedschaften===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Arbeitgeberverband energie- und versorgungswirtschaftlicher Unternehmen e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Atlantik-Brücke|Atlantik-Brücke e.V.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft|BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;DIN Deutsches Institut für Normung e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Europäische Metropolregion Mitteldeutschland e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R004786 Gaskoalition]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Stifterverband der Deutschen Wissenschaft e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Wirtschafts-Club Leipzig e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Wirtschaftsrat der CDU]] e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Zukunft Gas]] e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===Sächsisch-Russisches Gaslobbynetzwerk===&lt;br /&gt;
Rund um den Leipziger Gaskonzern VNG AG, hat sich ein Lobbynetzwerk aus [[CDU]]/[[CSU]]-Politiker:innen und der beteiligten Gasunternehmen gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot;&amp;gt;[https://background.tagesspiegel.de/energie-klima/russlands-gas-netzwerk-in-sachsen Russlands Gas-Netzwerk in Sachsen] background.tagesspiegel.de vom 20.06.22, abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter fällt z.B. der russische Gaskonzern [[Gazprom]], welcher bis 2015 etwa 10 Prozent der VNG-Anteile hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/enbw-uebernimmt-leipziger-gasversorger-vng-von-oldenburger-ewe_id_5019200.html EnBW übernimmt Leipziger Gasversorger VNG von Oldenburger EWE], focus.de vom 16.10.2015, abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Matthias Warnig]] vertrat die Interessen von Gazprom im Aufsichtsrat der VNG AG. Bis zum russischen Angriff auf die Ukraine waren VNG und [[Gazprom]] über gemeinsame Gasinfrastruktur wie den Erdgasspeicher Katharina in Sachsen-Anhalt und langfristige Lieferverträge eng miteinander verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt;Die VNG wiederum steht der [[CDU]] nahe, sie ist regelmäßiger Sponsor der sächsischen CDU und der einflussreichen [[Mittelstands- und Wirtschaftsunion|Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT)]]. Das Unternehmen ist Mitglied im Lobbyverband „[[Wirtschaftsrat der CDU]]“ und sponsert regelmäßig dessen Veranstaltungen. Als VNG-Chef Ulf Heitmüller 2019 einen langlaufenden Liefervertrag mit Gazprom-Chef [[Alexej Miller]] unterzeichnete, pries der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer dies auf Twitter als ''„Vertrauensbeweis für die engen Handelsbeziehungen zwischen Sachsen und Russland.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/mpkretschmer/status/1136967752261033984?lang=de Twitter Post von Michael Kretschmer], twitter.com vom 07.06.2019, abgerufen am 08.11.022&amp;lt;/ref&amp;gt; Der CDU-Politiker traf sich auch selbst mit Präsident Putin und forderte anschließend einen Abbau der EU-Sanktionen infolge der russischen Krim-Annexion.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/darum-ist-die-nachsicht-mit-putin-in-ostdeutschland-so-gross-4646671.html „Ende der Russland-Sanktionen?: Darum ist die Nachsicht mit Putin in Ostdeutschland so groß“] tagesspiegel.de vom 11.06.2019, abgerufen am 08.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch als sich im Februar 2022 der russische Angriffskrieg auf die Ukraine abzeichnete, betonte VNG Chef Ulf Heitmüller in einem Interview, dass man sich um den Konflikt keine Sorgen machte: &amp;quot;Die VNG AG habe fast 50 Jahre Geschäftsbeziehungen zu Gazprom [...] Die Russen sind verlässliche Vertragspartner&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20220204152714/https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/ukraine-russland-ergasversorgung-deutschland-100.html Gashandelskonzern VNG: &amp;quot;Die Russen sind verlässliche Vertragspartner&amp;quot;] mdr.de vom 04.02.2022. abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später blieben Gaslieferungen aus und der Konzern musste Staatshilfe beantragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/energiekrise-streit-um-rettung-der-enbw-tochter-vng/28671276.html Florian Güßgen: &amp;quot;Streit um Rettung der EnBW-Tochter VNG &amp;quot;] wiwo.de, vom 9. September 2022, abgerufen am 11.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Deutsch-Russisches Rohstoffforum===&lt;br /&gt;
Im Zentrum des sächsisch-russischen Lobby-Netzwerks stand das inzwischen aufgelöste &amp;lt;ref&amp;gt;[https://wtz.org/de/veranstaltungen/15-beendete-projekte/25-rohstoff-forum.html WTZ Mitteilung zur Auflösung des DRRF], wtz.de vom 29.03.2022, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Deutsch-Russische Rohstoffforum (DRRF). Offiziell initiiert wurde es von zwei Hochschulen in Sachsen und St. Petersburg. Das Forum organisierte seit 2007 im jährlichen Wechsel in Deutschland und Russland Rohstoffkonferenzen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rohstoff Forum&amp;quot;&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20220518071841/https://www.rohstoff-forum.org/rohstoff-forum/ Rohstoff Forum], rohstoff-forum.org, abgerufen am 28.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;, die nach außen als wissenschaftliche Veranstaltungen erschienen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rohstoff Forum&amp;quot; /&amp;gt;Für die Öffentlichkeit blieb unsichtbar, dass das Forum von dem Leipziger Gashandelskonzern VNG und [[Gazprom]] initiiert und zu einem großen Teil von VNG finanziert und inhaltlich mitkonzipiert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt; Gazprom beteiligte sich regelmäßig als Sponsor der Konferenzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt; Auch in den Gremien des [[DRRF]] war die Union sehr präsent: Schirmherr des Rohstoffforums war der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/auch-die-union-hat-ein-russland-problem-a-3a0f19cd-4c80-404f-b481-699718acba7a „Auch die Union hat ein Russlandproblem“], spiegel.de vom 17.06.2022, abgerufen am 28.11.2023&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sächsischen Ministerpräsidenten [[Stanislaw Tillich]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313075229/https://www.rohstoff-forum.org/conference/7-rohstoff-konferenz-2014-in-dresden// 7. Rohstoff-Konferenz 2014 in Dresden] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Michael Kretschmer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230207190644/https://www.rohstoff-forum.org/conference/13-deutsch-russische-rohstoff-konferenz/ 13. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz]  rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; (beide CDU) traten ebenfalls als Schirmherren auf. Mitglied des Präsidiums war der ehemalige CSU-Chef [[Edmund Stoiber]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230207172109/https://www.rohstoff-forum.org/conference/12-deutsch-russische-rohstoff-konferenz/ 12. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier pflegten hochrangige Vertreter:innen der russischen und deutschen Gasindustrie den Austausch mit Politiker:innen aus beiden Ländern. Alexander Medwedew, Generaldirektor von [[Gazprom]] Export, trat bei Veranstaltungen des Forums ebenso auf wie der damalige Wirtschaftsminister [[Peter Altmaier]] ([[CDU]]) oder Sachsen-Anhalts Ministerpräsident [[Rainer Haseloff]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;11DRRK&amp;quot;&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313090038/http://www.rohstoff-forum.org/conference/11-deutsch-russische-rohstoff-konferenz-in-potsdam-2018/ 11. Deutsch-Russische Rohstoff Konferenz in Potsdam 2018] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die [[SPD]] Politiker wie der damalige Außenministers [[Sigmar Gabriel]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313080630/https://www.rohstoff-forum.org/conference/9-rohstoff-konferenz-2016-in-duesseldorf/ 9. Rohstoff-Konferenz 2016 in Düsseldorf] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der damaligen Brandenburgischer Ministerpräsident [[Matthias Platzeck]] waren dabei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;11DRRK&amp;quot; /&amp;gt;  Offiziell ging es bei den Konferenzen um die Transformation der Energiebeziehungen in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Hauptinteresse der Veranstalter dürfte aber wohl gewesen sein, wie sich die deutsch-russische Rohstoff-Kooperation weiter vertiefen lässt. Da Russland in seiner Energiepolitik vor allem auf seine fossilen Rohstoffe setzte, betrieb die russische Gasindustrie intensive Lobbyarbeit für die Rolle dieser Rohstoffe in der Klimaschutzpolitik. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://background.tagesspiegel.de/energie-klima/gazprom-sucht-rolle-in-der-wasserstoffzukunft „Gazprom sucht Rolle in der Wasserstoffzukunft“] background.tagesspiegel.de vom 17.02.2020 abgerufen am 09.11.2022&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem durften auf einer Konferenz des [[DRRF]] im April 2021 russische Energiemanager ihre Pläne unterbreiten, wie Wasserstoff aus Kohle und Atom zum Klimaschutz beitragen sollte. &amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
VNG ist ein europaweit aktiver Unternehmensverbund mit über 20 Gesellschaften und rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der 2022 einen Umsatz von über 36 Mrd. Euro erzielte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/newsroom/finanzinformationen Finanzinformationen], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; 2022 beliefen sich die Verluste auf 337 Mio. Euro. Der Konzern betätigt sich als Gasimporteur und Großhändler sowie als Betreiber von kritischer Gasinfrastruktur und verfolgt einen Pfad für einen Markthochlauf erneuerbarer und dekarbonisierter Gase wie Biogas und Wasserstoff. Die Tochtergesellschaften sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/vng-unternehmen-auf-einen-blick hier] abrufbar. VNG sorgt auch dafür, dass LNG über das Terminal Wilhelmshaven direkt nach Deutschland importiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/sites/default/files/2023-04/VNG_Geschaeftsbericht_2022_schreibgesch%C3%BCtzt.pdf Geschäftsbericht 2022], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob VNG selbst das LNG-Transportschiff chartert oder andere das tun, sei zunächst einmal weniger relevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VNG beliefert gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften Stadtwerke, Regionalversorger und Industrieunternehmen mit Erdgas in Deutschland, Italien, Österreich, Polen und Tschechien. Ihre Tochter VNG Gasspeicher ist mit einem Arbeitsgasvolumen von rund 2,2 Mrd. m³ der drittgrößte Speicherbetreiber Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/vng-gasspeicher-gmbh VNG Gasspeicher GmbH], vng.de, abgerufen am 25.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Tochter Ontras Gastransport GmbH stellt Deutschlands zweitlängstes Ferngasleitungsnetz bereit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/ontras-gastransport-gmbh ONTRAS Gastransport GmbH], vng.de, abgerufen am 25.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; An das ONTRAS-Netz sind auch Biogasanlagen angeschlossen. Zudem speisen zwei Power-to-Gas-Anlagen Wasserstoff und synthetisches Methan in das ONTRAS-Netz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der jahrzehnte langen engen Beziehungen zu Russland &amp;lt;ref name=&amp;quot;nda22&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1162773.ukraine-krieg-hahn-nach-osten-zugedreht.html Hahn nach Osten zugedreht], nd-aktuell.de vom 05.04.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; als Hauptgaslieferer für VNG traf der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die darauf folgenden Sanktionen das Gasunternehmen besonders stark. Zeitweilig soll VNG täglich Verluste im zweistelligen Millionenbereich verzeichnet haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1172221.energie-gashaendler-vng-ueberlebt-trennung-von-russland.html Gashändler VNG überlebt Trennung von Russland], nd-aktuell.de vom 04.04.2023, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Konzern selber bezifferte die Gesamtverluste für 2022 mit circa einer Milliarde Euro.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.saechsische.de/wirtschaft/energie/vng-leipzig-gas-russland-5842805.html Gas-Riese VNG erfindet sich ohne Russland neu], saechsische.de vom 04.04.2023, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Diese Einbüßen konnten nicht länger von dem Haupteigentümer [[EnBW]] sowie den acht ostdeutschen Kommunen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1169145.energiepolitik-der-staat-hilft-vng-beim-kalten-entzug.html Der Staat hilft VNG beim kalten Entzug], nd-aktuell.de vom 07.12.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; abgefangen werden &amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt;, weshalb VNG am 09.September 2022 einen Antrag beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf Staatshilfen nach § 29 Energiesicherungsgesetz stellte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rnd22&amp;quot;&amp;gt;[https://www.rnd.de/wirtschaft/gasimporteur-vng-braucht-staatshilfe-was-steckt-dahinter-S2HMFY6FZZEANMZU6ZC7MUDLUA.html Bundes­regierung unter Zugzwang: Was hinter dem Hilferuf nach Staats­anleihen des Gasimporteurs VNG steckt], rnd.de vom 09.09.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  VNG war verantwortlich für 20% der gesamten Gasversorgung Deutschlands &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/energiekrise-streit-um-rettung-der-enbw-tochter-vng/28671276.html Streit um Rettung der EnBW-Tochter VNG], wiwo.de vom 09.09.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;, damit drittgrößter Gasversorger des Landes und belieferte 400 Stadtwerke und Industrien. Gerade in Ostdeutschland sind sie Gashauptversorger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rnd22&amp;quot; /&amp;gt;Die Hilfen des Staates beliefen sich auf eine dreistellige Millionensumme aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfond. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.merkur.de/wirtschaft/millionen-entschaedigung-fuer-gasimporteur-vng-zr-91953996.html Millionen-Entschädigung für Gasimporteur VNG], merkur.de vom 04.12.2022, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/vng-finanzhilfe-100.html Staatshilfe. VNG erhält Verlustausgleich in dreistelliger Millionenhöhe], mdr.de vom 02.12.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; VNG beteuerte nach Beendigung der Zusammenarbeit, Lieferbeziehungen mit Norwegen und Holland zu vertiefen &amp;lt;ref name=&amp;quot;nda22&amp;quot; /&amp;gt; sowie verstärkt in Wasserstoff und Biogase investieren zu wollen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt;, wobei der Konzernchef Ulf Heitmüller auch betont, dass die Abhängigkeit von Erdgas (und damit auch die Versorgung durch VNG) noch einige Jahre andauern wird. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/gashaendler-vng-interview-heitmueller-speicher-gewinn-100.html Gashändler VNG: Mit vollen Speichern wieder in die Gewinnzone], mdr.de vom 27.08.2023, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Leitungsgremien==&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/der-vorstand#:~:text=Der%20Vorstand%20der%20VNG%20AG,Polk%20und%20Bodo%20Rodestock%20an. hier] abrufbar. Vorstandsvorsitzender ist [https://www.bdew.de/documents/3856/vng_curriculum_vitae_ulf_heitmueller_sept2018_de.pdf Ulf Heitmüller], Vizepräsident des [[BDEW]], Mitglied des Lenkungskreises Gas des [[BDEW]], Mitglied im Vorstand von EUROGAS, Mitglied im Präsidium des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Vorstandsvorsitzender der inzwischen aufgelösten Stiftung Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum.&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/zusammensetzung-des-aufsichtsrats-der-vng-ag hier] abrufbar. Vorsitzender ist Dirk Güsewell, Vorstand Systemkritische Infrastruktur bei der [[EnBW]]. Zu den weiteren Mitgliedern gehört Antonio Hurtado, Leiter des Instituts für Energietechnik an der TU Dresden.{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=VNG&amp;diff=227808</id>
		<title>VNG</title>
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		<updated>2024-01-08T16:46:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CeliaS: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = VNG AG&lt;br /&gt;
| Logo             =  [[Datei: 1920px-VNG AG logo.svg.png|mini]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Energieversorgung&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Gas Vertrieb/Speicher/Transport&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Braunstraße 7, 04347 Leipzig, Deutschland&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Taubenstr. 19, 10117 Berlin (Mitte)&lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.vng.de/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''VNG AG''' mit Sitz in Leipzig ist ein europaweit aktiver Gashandelskonzern der mehrheitlich der [[EnBW]] gehört (mit 80% der Geschäftsanteile). &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/ueber-vng Homepage VNG], vng.de, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; . Neben den  Geschäftsbereichen Handel und Vertrieb, Transport und Biogas ist VNG zudem ein relevanter Gasspeicherer. And die VNG AG sind angeschlossen die Konzerngesellschaften VNG Handel &amp;amp; Vertrieb GmbH und die VNG Speicher GmbH. VNG gehört zu den umsatzstärksten Unternehmen Ostdeutschlands. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/25-jahre-wiedervereinigung-das-sind-die-groessten-ostdeutschen-unternehmen/12400420.html Das sind die größten ostdeutschen Unternehmen], wiwo.de, vom 03.10.2015, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mz.de/mitteldeutschland/leipzig/grosster-ostdeutscher-konzern-leipziger-gas-unternehmen-vng-verdoppelt-gewinn-1544597 &lt;br /&gt;
Größter ostdeutscher Konzern: Leipziger Gas-Unternehmen VNG verdoppelt Gewinn], mz.de, vom 13.04.2019, abgerufen am 08.01.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die VNG AG hatte jahrzehnte lange enge Verbindungen zum russischen Konzern [[Gazprom]]. Diese Verbindung entsprang auch aus der Geschichte des Konzerns als ursprünglich VEB Verbundnetz Gas. Gemeinsam haben die beiden Konzerne das inzwischen aufgelöste Deutsch-Russische Rohstoffforum (DRRF) initiiert,  welches als Knotenpunkt der Deutsch-Russischen Gaslobbynetzwerke galt.&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Lobbytätigkeit konzentriert sich auf den Hochlauf von Wasserstoff, also die Transformation hin zu grünen Gasen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/wasserstoff Wasserstoff für ein klimaneutrales Energiesystem], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Projekte in diesem Bereich werden laut [https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche?q=VNG&amp;amp;searchReferer=%2Fstartseite&amp;amp;filter%5Bactivelobbyist%5D%5Btrue%5D=true Eintrag im Lobbyregister] vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Vorstandsmitglied Hans-Joachim Polk saß noch bis September 2023 für den Bereich Infrastruktur im Beirat der bundeseigenen GmbH „NOW - Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230924213520/https://www.now-gmbh.de/ueber-uns/struktur/ Homepage NOW GmbH], now-gmbH.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Stelle hat nun Timm Kehler übernommen, Vorstandsvorsitzender des Lobbyverbands [[Zukunft Gas]], in welchem VNG ebenfalls seit Gründung Mitglied ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.now-gmbh.de/ueber-uns/struktur/ Homepage NOW GmbH], now-gmbh.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://gas.info/verband-zukunft-gas Homepage Zukunft Gas], gas.info.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://gas.info/verband-zukunft-gas/mitglieder Mitglieder Zukunft Gas], gas.info.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Lobbyausgaben, Zahl der Lobbyist:innen, Treffen mit der Bundesregierung===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt die VNG AG an, (Stand: 08.12.2023) im Jahr 2022 140.001 bis 150.000 Euro für Lobbyarbeit auszugeben und 11 bis 20 Lobbyist:innen zu beschäftigen .&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002373 Eintrag im Lobbyregister], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Lobbyausgaben der VNG Handel &amp;amp; Vertrieb GmbH lagen 2022 zwischen 80.001 und 90.000 Euro, die der VNG Gasspeicher GmbH zwischen 290.001 und 300 Tsd. Euro. 2022 trafen sich VNG-Vertreter:innen 39 mal mit der Bundesregierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/gaslobby-studie-lobbycontrol.pdf Pipelines in die Politik S.82], lobbycontrol.de, abgerufen am 10.03.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cheflobbyisten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bernhard Kaltefleiter]], Direktor der Unternehmenskommunikation, Mitglied der Lenkungsausschüsse Kommunikation sowie Umwelt- und Energiepolitik des [[BDEW]], war zwischen 1995 und 2000 im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit als Referent für Bergbau, später als Referent für Energie tätig. Außerdem war er Vorsitzender des inzwischen aufgelösten Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums e. V.&lt;br /&gt;
*[[André Deichsel]], Lobbyist mit Fokus auf die Bundesebene und die ostdeutschen Länder, war 2008 Projektmanager bei der [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft|Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitgliedschaften===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Arbeitgeberverband energie- und versorgungswirtschaftlicher Unternehmen e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Atlantik-Brücke|Atlantik-Brücke e.V.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft|BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;DIN Deutsches Institut für Normung e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Europäische Metropolregion Mitteldeutschland e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R004786 Gaskoalition]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Stifterverband der Deutschen Wissenschaft e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;Wirtschafts-Club Leipzig e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Wirtschaftsrat der CDU]] e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;[[Zukunft Gas]] e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;span class=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===Sächsisch-Russisches Gaslobbynetzwerk===&lt;br /&gt;
Rund um den Leipziger Gaskonzern VNG AG, hat sich ein Lobbynetzwerk aus [[CDU]]/[[CSU]]-Politiker:innen und der beteiligten Gasunternehmen gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot;&amp;gt;[https://background.tagesspiegel.de/energie-klima/russlands-gas-netzwerk-in-sachsen Russlands Gas-Netzwerk in Sachsen] background.tagesspiegel.de vom 20.06.22, abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter fällt z.B. der russische Gaskonzern [[Gazprom]], welcher bis 2015 etwa 10 Prozent der VNG-Anteile hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/enbw-uebernimmt-leipziger-gasversorger-vng-von-oldenburger-ewe_id_5019200.html EnBW übernimmt Leipziger Gasversorger VNG von Oldenburger EWE], focus.de vom 16.10.2015, abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Matthias Warnig]] vertrat die Interessen von Gazprom im Aufsichtsrat der VNG AG. Bis zum russischen Angriff auf die Ukraine waren VNG und [[Gazprom]] über gemeinsame Gasinfrastruktur wie den Erdgasspeicher Katharina in Sachsen-Anhalt und langfristige Lieferverträge eng miteinander verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt;Die VNG wiederum steht der [[CDU]] nahe, sie ist regelmäßiger Sponsor der sächsischen CDU und der einflussreichen [[Mittelstands- und Wirtschaftsunion|Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT)]]. Das Unternehmen ist Mitglied im Lobbyverband „[[Wirtschaftsrat der CDU]]“ und sponsert regelmäßig dessen Veranstaltungen. Als VNG-Chef Ulf Heitmüller 2019 einen langlaufenden Liefervertrag mit Gazprom-Chef [[Alexej Miller]] unterzeichnete, pries der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer dies auf Twitter als ''„Vertrauensbeweis für die engen Handelsbeziehungen zwischen Sachsen und Russland.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/mpkretschmer/status/1136967752261033984?lang=de Twitter Post von Michael Kretschmer], twitter.com vom 07.06.2019, abgerufen am 08.11.022&amp;lt;/ref&amp;gt; Der CDU-Politiker traf sich auch selbst mit Präsident Putin und forderte anschließend einen Abbau der EU-Sanktionen infolge der russischen Krim-Annexion.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/darum-ist-die-nachsicht-mit-putin-in-ostdeutschland-so-gross-4646671.html „Ende der Russland-Sanktionen?: Darum ist die Nachsicht mit Putin in Ostdeutschland so groß“] tagesspiegel.de vom 11.06.2019, abgerufen am 08.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch als sich im Februar 2022 der russische Angriffskrieg auf die Ukraine abzeichnete, betonte VNG Chef Ulf Heitmüller in einem Interview, dass man sich um den Konflikt keine Sorgen machte: &amp;quot;Die VNG AG habe fast 50 Jahre Geschäftsbeziehungen zu Gazprom [...] Die Russen sind verlässliche Vertragspartner&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20220204152714/https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/ukraine-russland-ergasversorgung-deutschland-100.html Gashandelskonzern VNG: &amp;quot;Die Russen sind verlässliche Vertragspartner&amp;quot;] mdr.de vom 04.02.2022. abgerufen am 27.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später blieben Gaslieferungen aus und der Konzern musste Staatshilfe beantragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/energiekrise-streit-um-rettung-der-enbw-tochter-vng/28671276.html Florian Güßgen: &amp;quot;Streit um Rettung der EnBW-Tochter VNG &amp;quot;] wiwo.de, vom 9. September 2022, abgerufen am 11.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Deutsch-Russisches Rohstoffforum===&lt;br /&gt;
Im Zentrum des sächsisch-russischen Lobby-Netzwerks stand das inzwischen aufgelöste &amp;lt;ref&amp;gt;[https://wtz.org/de/veranstaltungen/15-beendete-projekte/25-rohstoff-forum.html WTZ Mitteilung zur Auflösung des DRRF], wtz.de vom 29.03.2022, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Deutsch-Russische Rohstoffforum (DRRF). Offiziell initiiert wurde es von zwei Hochschulen in Sachsen und St. Petersburg. Das Forum organisierte seit 2007 im jährlichen Wechsel in Deutschland und Russland Rohstoffkonferenzen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rohstoff Forum&amp;quot;&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20220518071841/https://www.rohstoff-forum.org/rohstoff-forum/ Rohstoff Forum], rohstoff-forum.org, abgerufen am 28.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;, die nach außen als wissenschaftliche Veranstaltungen erschienen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rohstoff Forum&amp;quot; /&amp;gt;Für die Öffentlichkeit blieb unsichtbar, dass das Forum von dem Leipziger Gashandelskonzern VNG und [[Gazprom]] initiiert und zu einem großen Teil von VNG finanziert und inhaltlich mitkonzipiert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt; Gazprom beteiligte sich regelmäßig als Sponsor der Konferenzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt; Auch in den Gremien des [[DRRF]] war die Union sehr präsent: Schirmherr des Rohstoffforums war der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/auch-die-union-hat-ein-russland-problem-a-3a0f19cd-4c80-404f-b481-699718acba7a „Auch die Union hat ein Russlandproblem“], spiegel.de vom 17.06.2022, abgerufen am 28.11.2023&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sächsischen Ministerpräsidenten [[Stanislaw Tillich]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313075229/https://www.rohstoff-forum.org/conference/7-rohstoff-konferenz-2014-in-dresden// 7. Rohstoff-Konferenz 2014 in Dresden] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Michael Kretschmer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230207190644/https://www.rohstoff-forum.org/conference/13-deutsch-russische-rohstoff-konferenz/ 13. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz]  rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; (beide CDU) traten ebenfalls als Schirmherren auf. Mitglied des Präsidiums war der ehemalige CSU-Chef [[Edmund Stoiber]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230207172109/https://www.rohstoff-forum.org/conference/12-deutsch-russische-rohstoff-konferenz/ 12. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier pflegten hochrangige Vertreter:innen der russischen und deutschen Gasindustrie den Austausch mit Politiker:innen aus beiden Ländern. Alexander Medwedew, Generaldirektor von [[Gazprom]] Export, trat bei Veranstaltungen des Forums ebenso auf wie der damalige Wirtschaftsminister [[Peter Altmaier]] ([[CDU]]) oder Sachsen-Anhalts Ministerpräsident [[Rainer Haseloff]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;11DRRK&amp;quot;&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313090038/http://www.rohstoff-forum.org/conference/11-deutsch-russische-rohstoff-konferenz-in-potsdam-2018/ 11. Deutsch-Russische Rohstoff Konferenz in Potsdam 2018] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die [[SPD]] Politiker wie der damalige Außenministers [[Sigmar Gabriel]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20230313080630/https://www.rohstoff-forum.org/conference/9-rohstoff-konferenz-2016-in-duesseldorf/ 9. Rohstoff-Konferenz 2016 in Düsseldorf] rohstoff-forum.org, abgerufen am 08.12.2023 aus WebArchive&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der damaligen Brandenburgischer Ministerpräsident [[Matthias Platzeck]] waren dabei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;11DRRK&amp;quot; /&amp;gt;  Offiziell ging es bei den Konferenzen um die Transformation der Energiebeziehungen in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Hauptinteresse der Veranstalter dürfte aber wohl gewesen sein, wie sich die deutsch-russische Rohstoff-Kooperation weiter vertiefen lässt. Da Russland in seiner Energiepolitik vor allem auf seine fossilen Rohstoffe setzte, betrieb die russische Gasindustrie intensive Lobbyarbeit für die Rolle dieser Rohstoffe in der Klimaschutzpolitik. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://background.tagesspiegel.de/energie-klima/gazprom-sucht-rolle-in-der-wasserstoffzukunft „Gazprom sucht Rolle in der Wasserstoffzukunft“] background.tagesspiegel.de vom 17.02.2020 abgerufen am 09.11.2022&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem durften auf einer Konferenz des [[DRRF]] im April 2021 russische Energiemanager ihre Pläne unterbreiten, wie Wasserstoff aus Kohle und Atom zum Klimaschutz beitragen sollte. &amp;lt;ref name=&amp;quot;background&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
VNG ist ein europaweit aktiver Unternehmensverbund mit über 20 Gesellschaften und rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der 2022 einen Umsatz von über 36 Mrd. Euro erzielte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/newsroom/finanzinformationen Finanzinformationen], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; 2022 beliefen sich die Verluste auf 337 Mio. Euro. Der Konzern betätigt sich als Gasimporteur und Großhändler sowie als Betreiber von kritischer Gasinfrastruktur und verfolgt einen Pfad für einen Markthochlauf erneuerbarer und dekarbonisierter Gase wie Biogas und Wasserstoff. Die Tochtergesellschaften sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/vng-unternehmen-auf-einen-blick hier] abrufbar. VNG sorgt auch dafür, dass LNG über das Terminal Wilhelmshaven direkt nach Deutschland importiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/sites/default/files/2023-04/VNG_Geschaeftsbericht_2022_schreibgesch%C3%BCtzt.pdf Geschäftsbericht 2022], vng.de, abgerufen am 24.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob VNG selbst das LNG-Transportschiff chartert oder andere das tun, sei zunächst einmal weniger relevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VNG beliefert gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften Stadtwerke, Regionalversorger und Industrieunternehmen mit Erdgas in Deutschland, Italien, Österreich, Polen und Tschechien. Ihre Tochter VNG Gasspeicher ist mit einem Arbeitsgasvolumen von rund 2,2 Mrd. m³ der drittgrößte Speicherbetreiber Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/vng-gasspeicher-gmbh VNG Gasspeicher GmbH], vng.de, abgerufen am 25.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Tochter Ontras Gastransport GmbH stellt Deutschlands zweitlängstes Ferngasleitungsnetz bereit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vng.de/de/ontras-gastransport-gmbh ONTRAS Gastransport GmbH], vng.de, abgerufen am 25.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; An das ONTRAS-Netz sind auch Biogasanlagen angeschlossen. Zudem speisen zwei Power-to-Gas-Anlagen Wasserstoff und synthetisches Methan in das ONTRAS-Netz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der jahrzehnte langen engen Beziehungen zu Russland &amp;lt;ref name=&amp;quot;nda22&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1162773.ukraine-krieg-hahn-nach-osten-zugedreht.html Hahn nach Osten zugedreht], nd-aktuell.de vom 05.04.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; als Hauptgaslieferer für VNG traf der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die darauf folgenden Sanktionen das Gasunternehmen besonders stark. Zeitweilig soll VNG täglich Verluste im zweistelligen Millionenbereich verzeichnet haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1172221.energie-gashaendler-vng-ueberlebt-trennung-von-russland.html Gashändler VNG überlebt Trennung von Russland], nd-aktuell.de vom 04.04.2023, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Konzern selber bezifferte die Gesamtverluste für 2022 mit circa einer Milliarde Euro.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.saechsische.de/wirtschaft/energie/vng-leipzig-gas-russland-5842805.html Gas-Riese VNG erfindet sich ohne Russland neu], saechsische.de vom 04.04.2023, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;Diese Einbüßen konnten nicht länger von dem Haupteigentümer [[EnBW]] sowie den acht ostdeutschen Kommunen &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1169145.energiepolitik-der-staat-hilft-vng-beim-kalten-entzug.html Der Staat hilft VNG beim kalten Entzug], nd-aktuell.de vom 07.12.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; abgefangen werden &amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt;, weshalb VNG am 09.September 2022 einen Antrag beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf Staatshilfen nach § 29 Energiesicherungsgesetz stellte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rnd22&amp;quot;&amp;gt;[https://www.rnd.de/wirtschaft/gasimporteur-vng-braucht-staatshilfe-was-steckt-dahinter-S2HMFY6FZZEANMZU6ZC7MUDLUA.html Bundes­regierung unter Zugzwang: Was hinter dem Hilferuf nach Staats­anleihen des Gasimporteurs VNG steckt], rnd.de vom 09.09.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;  VNG war verantwortlich für 20% der gesamten Gasversorgung Deutschlands &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/energiekrise-streit-um-rettung-der-enbw-tochter-vng/28671276.html Streit um Rettung der EnBW-Tochter VNG], wiwo.de vom 09.09.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;, damit drittgrößter Gasversorger des Landes und belieferte 400 Stadtwerke und Industrien. Gerade in Ostdeutschland sind sie Gashauptversorger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rnd22&amp;quot; /&amp;gt;Die Hilfen des Staates beliefen sich auf eine dreistellige Millionensumme aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfond. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.merkur.de/wirtschaft/millionen-entschaedigung-fuer-gasimporteur-vng-zr-91953996.html Millionen-Entschädigung für Gasimporteur VNG], merkur.de vom 04.12.2022, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/vng-finanzhilfe-100.html Staatshilfe. VNG erhält Verlustausgleich in dreistelliger Millionenhöhe], mdr.de vom 02.12.2022, abgerufen am 11.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; VNG beteuerte nach Beendigung der Zusammenarbeit, Lieferbeziehungen mit Norwegen und Holland zu vertiefen &amp;lt;ref name=&amp;quot;nda22&amp;quot; /&amp;gt; sowie verstärkt in Wasserstoff und Biogase investieren zu wollen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Verlust&amp;quot; /&amp;gt;, wobei der Konzernchef Ulf Heitmüller auch betont, dass die Abhängigkeit von Erdgas (und damit auch die Versorgung durch VNG) noch einige Jahre andauern wird. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/gashaendler-vng-interview-heitmueller-speicher-gewinn-100.html Gashändler VNG: Mit vollen Speichern wieder in die Gewinnzone], mdr.de vom 27.08.2023, abgerufen am 08.12.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Leitungsgremien==&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/der-vorstand#:~:text=Der%20Vorstand%20der%20VNG%20AG,Polk%20und%20Bodo%20Rodestock%20an. hier] abrufbar. Vorstandsvorsitzender ist [https://www.bdew.de/documents/3856/vng_curriculum_vitae_ulf_heitmueller_sept2018_de.pdf Ulf Heitmüller], Vizepräsident des [[BDEW]], Mitglied des Lenkungskreises Gas des [[BDEW]], Mitglied im Vorstand von EUROGAS, Mitglied im Präsidium des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Vorstandsvorsitzender der inzwischen aufgelösten Stiftung Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum.&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [https://www.vng.de/de/wer-wir-sind/zusammensetzung-des-aufsichtsrats-der-vng-ag hier] abrufbar. Vorsitzender ist Dirk Güsewell, Vorstand Systemkritische Infrastruktur bei der [[EnBW]]. Zu den weiteren Mitgliedern gehört Antonio Hurtado, Leiter des Instituts für Energietechnik an der TU Dresden.{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CeliaS</name></author>
		
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