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	<title>Lobbypedia - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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	<updated>2026-06-24T19:30:03Z</updated>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Crop_Protection_Association&amp;diff=38063</id>
		<title>European Crop Protection Association</title>
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		<updated>2016-09-27T13:05:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* ab 2012: Lobbying bei TTIP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Crop Protection Association (ECPA)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Förderung der agrochemischen Industrie in Europa&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. Van Nieuwenhuyse B-1160 Brussels Belgium&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue E. Van Nieuwenhuyse, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ecpa.eu www.ecpa.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''European Crop Protection Association''' (ECPA) ist der europäische Verband der agrochemischen Industrie (Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung, Biotechnologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
ECPA ist der europäische Interessenverband von multinationalen Pestizidherstellern wie Syngenta, Monsanto, Bayer CropScience oder Dow AgroSciences. &lt;br /&gt;
Er tritt für weniger scharfe Pflanzenschutzmittelauflagen ein und betreibt aggressiven Lobbyismus, um seine Interessen durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband verfügt über eine erhebliche Präsenz bei den EU-Organen und ist Mitglied einer großen Anzahl von beratenden Ausschüssen im Agrar-, Gesundheits-, Handels-, Wachstums- und Umweltbereich. Weiterhin gehört er drei Sachverständigengruppen der EU-Kommission an und der Interfraktionellen Arbeitsgruppe ([[Intergroups]]) des Europäischen Parlamentes zu „Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Biodiversität“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECPA ist personell gut vernetzt, denn einige der Mitarbeiter traten bereits durch die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft: Ehemalige Angestellte der EU-Institutionen sind nun Pestizidlobbyisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pestizid-Lobby sponsert das Brüsseler Politik-Magazin Politico, die damit werben, das meist gelesenste Medium der EU-Entscheidungsträger zu sein. &lt;br /&gt;
In den Artikeln des Lobbyverbandes wird das europäische Vorsorgeprinzip diskreditiert und Pestizide als Garanten für die Sicherstellung der Welternährung dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/author/ecpa/ Politico], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Strategie der Pestizid-Lobby besteht darin, auf agrarfreundliche EU-Mitgliedsstaaten Einfluss auszuüben, sodass diese ihrerseits die europäische Gesetzgebung nach den Interessen der Industrie ausgestalten. So fokussierte sich ECPA in der Vergangenheit insbesondere auf Großbritannien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://theferret.scot/bid-block-ban-gender-bender-pesticides/ Bid to block ban on controversial pesticides], The Ferret, März 2016, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012: Kampagne gegen ein Teilverbot von Bienenkiller-Pestiziden===&lt;br /&gt;
Anfang 2012 hatten mehrere unabhängige Studien die Gefahr der Insektengifte der Neonicotinoiden für Bienen belegt.&lt;br /&gt;
Neonicotinoide schädigen das zentrale Nervensystem der Tiere und haben oft tödliche Folgen für ganze Bienenvölker.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.greenpeace.de/kampagnen/bienen Kampagne &amp;quot;Pestizide töten Bienen Die Bienen brauchen unsere Hilfe], Webseite Greenpeace, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mehrere EU-Regierungen hatten daraufhin entsprechende Schutzmaßnahmen gefordert. Die [[EU-Kommission]] beauftragte die [[European Food Safety Authority]] (EFSA), zu diesem Thema Stellung zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/agribusiness/2013/04/pesticides-against-pollinators Recherche von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY &amp;quot;Pesticides against pollinators&amp;quot;, 11. April 2013, Corporate Europe Observatory], Webseite CEO, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EFSA empfahl ein Teilverbot für Neonicotinoide.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf reagierte die Pestizid-Industrie mit einer Kampagne unter Federführung der Hersteller [[Bayer]] und [[Syngenta]] sowie der ECPA, in der die Aussagekraft der unabhängigen Studien in Frage gestellt und unrealistisch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft beschworen wurden. Die Kampagne wurde mit angeblich unabhängigen Studien wirtschaftsnaher Institute unterfüttert. Die ECPA behauptete in einer Stellungnahme, die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen könnten zu  Ertragseinbußen von bis zu 10% bei Raps und Getreide, von 30 % bei Zuckerrüben und 50 % bei Mais führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/letter_from_the_european_crop_protection_association_to_commissioner_john_dalli_13th_june_2012.pdf Schreiben an Kommissar Dalli vom 13. Juni 2012, Webseite CEO]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 2013 hat die EU-Kommission nach Angaben von Greenpeace die 3 schlimmsten bienenschädlichen Neonicotinoide in allen 27 Mitgliedstaaten teilweise verboten – allerdings nur vorübergehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab 2012: Lobbying bei [[TTIP]] ===&lt;br /&gt;
Die für die Verhandlungen zuständige Generaldirektion Handel der [[EU-Kommission]] forderte die ECPA möglichst gemeinsam mit ihrem US-Partnerverband [[CropLife America]]  in einer E-Mail vom 26. Oktober 2012 dazu auf , die positiven Auswirkungen des TTIP darzulegen: &amp;quot;''I would thus encourage you to share with us your innovative ideas as to the possible improvements that could be made in the context of a trade agreement''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/email-to-ecpa.pdf E-mail von Geraldine Emberger an Friedhelm Schmider, veröffentlicht auf der Webseite von CEO], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später reichte EPCA gemeinsam mit [[CropLife America]] die erbetene Stellungnahme ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/enterprise/policies/international/cooperating-governments/usa/jobs-growth/files/consultation/regulation/ecpa-cla-comments_en.pdf Schreiben von CropLife und ECP vom 13. November 2012,  veröffentlicht auf der Webseite von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Inhaltlich wird dabei der Fokus unter anderem auf die Harmonisierung von Bestimmungen zu Pestizid-Rückständen in Nahrungsmitteln gelegt sowie der Wunsch nach einer regulatorischen Kooperation zum Ausdruck gebracht. Die Verwirklichung beider Vorschläge hätte einen Verlust der höheren europäischen Standards zur Folge. &lt;br /&gt;
Das Niveau der erlaubten Pestizid-Rückstände in Nahrungsmitteln beträgt in den USA in einigen Fällen sogar das Hundertfache der erlaubten Höhe in der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/sustainable-business/2015/jan/07/ttip-trade-agreement-pesticides-toxics-health-environment Report: transatlantic trade agreement could increase toxic pesticide use], Guardian, Elizabeth Grossman, Januar 2015, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen Januar 2012 und Februar 2014 nahm ECPA an fünf und CropLife America an zwei Treffen der EU-Verhandlungsführer zu TTIP teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls], CEO: Dataset for infographics on TTIP lobbying for period Jan 2012 to Feb 2014, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regulatorische Kooperation'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im März 2014 formulierten ECPA und CropLife America erneut einen „Vorschlag zur transatlantischen regulatorischen Kooperation“. Die Nichtregierungsorganisation CIEL (Center for International Environmental Law) kommt 2015 in einem Bericht zu dem Schluss, dass durch die Forderungen der Pestizidverbände, „Handelsverhandlungen manipuliert werden, um die EU dazu zu nötigen, die progressiven Gesetzgebungen zu Umweltgesundheit und Lebensmittelsicherheit mit wenig Rücksicht auf ökologische oder gesundheitliche Folgen aufzuweichen“. Regulatorische Kooperation wird von Seiten der Industrie als Euphemismus für eine Adaption des „kleinsten gemeinsamen Nenners“ - in diesem Fall für die Rechtsgültigkeit des geringsten Standards – verwendet. &lt;br /&gt;
CIEL unterstreicht auch, dass durch die juristische Institutionalisierung einer regulatorischen Kooperation das europäische Vorsorgeprinzip außer Kraft gesetzt werden soll. Dieses Prinzip, welches den europäischen Chemie- und Pestizidpolitiken zu Grunde liegt, zielt darauf ab Verbote und Regulierungen schon dann erlassen zu können, wenn auch nur ein Verdacht besteht, dass ein Produkt für Sicherheit, Gesundheit oder Umwelt ein Risiko darstellen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ciel.org/wp-content/uploads/2015/06/LCD_TTIP_Jan2015.pdf CIEL: Lowest Common Denominator: How the proposed EU-US trade deal threatens to lower standards of protection from toxic pesticides, 2015], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ECPA allerdings sucht das Vorsorgeprinzip durch einen '''„wissenschaftlichen und risikobasierten Ansatz“''' zu ersetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://enrd.ec.europa.eu/themes/research-and-innovation-gateway-development/organisation/kt-resource/institutions-and-organisations/european-crop-protection_de Das Europäische Netzwerk für ländliche Entwicklung (ENRD)], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter ist sowohl ein Ansatz zu verstehen, welcher auf Risikoabschätzungen und Kosten-Nutzen-Analysen beruht, als auch jenes Wissenschaftsprinzip, welches seither die amerikanische Gesetzgebung prägt. Demnach müssen mögliche Belastungen und Schäden, die Produkte auslösen könnten, zweifelsfrei wissenschaftlich nachgewiesen sein, um eine Regulierung durch politische Organe zu rechtfertigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell sind 82 der erlaubten Pestizide in Amerika in der EU verboten, während 33 der 36 Pestizid-Rückstandshöchstwerte für Nahrungsmittel in den USA schwächere Standards aufweisen als in der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;David Pimentel, Environmental and economic costs of the application of pesticides primarily in the United States, 2005, Environment, Development and Sustainability 7, Seite 229-252&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung des Wissenschaftsprinzipes und somit eine Angleichung an amerikanische Gesetzgebungsstrukturen via regulatorischer Kooperation würde den Pestizidherstellern einen neuen, bis dato streng regulierten, Absatzmarkt erschließen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn der leitende Verhandlungsführer der Generaldirektion Handel der EU der Öffentlichkeit im November 2014 versicherte, dass keine Gesetze zur Lebensmittelsicherheit durch TTIP verändert werden würden, geht es der Pestizid-Lobby nicht um eine Änderung der aktuellen Gesetzgebung, sondern vielmehr um die Umgestaltung des Prozesses, wie Gesetze in Zukunft gemacht und Regulationen erlassen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/section/agriculture-food/interview/commission-official-the-eu-is-not-going-to-change-its-food-legislation-because-of-ttip/ Euractiv, Commission official: The EU is not going to change its food legislation because of TTIP, 20.11.2014], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Endokrine Disruptoren (ED)'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Endokrine Disruptoren sind Chemikalien, welche durch ihre Wirkungsweise das Hormonsystem verändern und dadurch bei Menschen die Fortpflanzung gefährden, Krebserkrankungen befördern und bei Tieren ganze Populationen bedrohen können. Auf Grund der intrinsischen Gefahr, die ihnen anhaftet, sind sie dem Vorsorgeprinzip folgend aktuell in der EU streng reguliert. &lt;br /&gt;
Die Vorschläge von ECPA und CLA zur regulatorischen Kooperation, drohen allerdings „Bemühungen zur Regulierung von endokrinen (hormonellen) Disruptoren zu schwächen, zu verlangsamen oder zu stoppen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ciel.org/wp-content/uploads/2015/06/LCD_TTIP_Jan2015.pdf CIEL: Lowest Common Denominator: How the proposed EU-US trade deal threatens to lower standards of protection from toxic pesticides, 2015], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Europäische Verbraucherverband BEUC stellte sogar fest, dass die EU-Institutionen den TTIP-Verhandlungspartnern sowie den Pestizid-Lobbyisten bereits mit einem vorauseilenden Gehorsam begegneten: Aus Angst einer Gefährdung des Abkommens wurden Initiativen für ambitioniertere ED-Regulierungen nur halbherzig angegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.beuc.eu/publications/beuc-x-2016-007_beuc_ttip_and_chemicals_position_paper.pdf BEUC, The Incompatible Chemistry Between the EU and the US: BEUC Position on Chemicals in TTIP, January 2016], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Team===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Teams sind [http://www.ecpa.eu/content/about-ecpa hier] abrufbar. Zu ihnen gehören u.a.:&lt;br /&gt;
*Martin Dawkins (Präsident), ehemaliger Leiter der Regionalabteilung Europa, Naher Osten und Afrika für Bayer CropScience&lt;br /&gt;
*Jean-Charles Bocquet (Generaldirektor), ehemaliger Generaldirektor des französischen Pestizidverbandes&lt;br /&gt;
*Aurélie Dhaussy (Regulatory Affairs Manager)&lt;br /&gt;
*Euros Jones (Director Regulatory Affairs)&lt;br /&gt;
*Jess O'Flynn (Governmental Affairs Manager)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den Mitgliedern gehören alle europäischen Großunternehmen und alle nationalen Verbände, die im Bereich der Agrochemie tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [http://www.ecpa.eu/our-network Unternehmensmitgliedern] gehören: [[BASF]], [[Bayer]] [[CropScience]], Dow AgroSciences, DuPont, ADAMA, [[Monsanto]] Europe und [[Syngenta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die assoziierten und mittelständischen Unternehmensmitglieder sind auf der [http://www.ecpa.eu/page/our-network Website] von ECPA abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der deutsche [[Industrieverband Agrar]] e.V. ist in dem Netzwerk vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Die ECPA ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
* [[CropLife International]]&lt;br /&gt;
* [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC)&lt;br /&gt;
* [[European Initiative for Substainable Development in Agriculture]] (EISA)&lt;br /&gt;
* [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppe der EU-Kommission]]: &amp;quot;Advisory Group on the Food Chain, Animal Health and Plant Health&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=groupDetail.groupDetail&amp;amp;groupID=860  Name:&lt;br /&gt;
Advisory Group on the Food Chain and Animal and Plant Health (E00860)] Register der Expertengruppen der EU-Kommission, abgerufen am 20.01.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing]] (EPPA)&lt;br /&gt;
* [[Knowledge4Innovation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Allerdings stellt diese Summe nur einen Teil des Gesamtbudgets dar. Das verbleibende Budget wird unter anderem auf das Erstellen von Analysen, auf beratende Tätigkeiten und auf die Organisation von Veranstaltungen verwendet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0649790813-47&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true&lt;br /&gt;
, EU-Transparenzregister], abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Ihr Tätigkeitsschwerpunkt besteht darin, die europäische Gesetzgebung und Verwaltungspraxis über Kontakte zur EU-Kommission und zu EU-Parlamentariern im Interesse ihrer Mitglieder auszugestalten. Laut Eintrag im Transparenz-Register der EU beschäftigt die ECPA 12 Lobbyisten, von denen 4 für den Zugang zu Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil im Transparenz-Register], Webseite abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
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		<title>European Crop Protection Association</title>
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		<updated>2016-09-27T13:05:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Fallstudien und Kritik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Crop Protection Association (ECPA)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Förderung der agrochemischen Industrie in Europa&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. Van Nieuwenhuyse B-1160 Brussels Belgium&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue E. Van Nieuwenhuyse, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ecpa.eu www.ecpa.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''European Crop Protection Association''' (ECPA) ist der europäische Verband der agrochemischen Industrie (Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung, Biotechnologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
ECPA ist der europäische Interessenverband von multinationalen Pestizidherstellern wie Syngenta, Monsanto, Bayer CropScience oder Dow AgroSciences. &lt;br /&gt;
Er tritt für weniger scharfe Pflanzenschutzmittelauflagen ein und betreibt aggressiven Lobbyismus, um seine Interessen durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband verfügt über eine erhebliche Präsenz bei den EU-Organen und ist Mitglied einer großen Anzahl von beratenden Ausschüssen im Agrar-, Gesundheits-, Handels-, Wachstums- und Umweltbereich. Weiterhin gehört er drei Sachverständigengruppen der EU-Kommission an und der Interfraktionellen Arbeitsgruppe ([[Intergroups]]) des Europäischen Parlamentes zu „Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Biodiversität“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECPA ist personell gut vernetzt, denn einige der Mitarbeiter traten bereits durch die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft: Ehemalige Angestellte der EU-Institutionen sind nun Pestizidlobbyisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pestizid-Lobby sponsert das Brüsseler Politik-Magazin Politico, die damit werben, das meist gelesenste Medium der EU-Entscheidungsträger zu sein. &lt;br /&gt;
In den Artikeln des Lobbyverbandes wird das europäische Vorsorgeprinzip diskreditiert und Pestizide als Garanten für die Sicherstellung der Welternährung dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/author/ecpa/ Politico], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Strategie der Pestizid-Lobby besteht darin, auf agrarfreundliche EU-Mitgliedsstaaten Einfluss auszuüben, sodass diese ihrerseits die europäische Gesetzgebung nach den Interessen der Industrie ausgestalten. So fokussierte sich ECPA in der Vergangenheit insbesondere auf Großbritannien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://theferret.scot/bid-block-ban-gender-bender-pesticides/ Bid to block ban on controversial pesticides], The Ferret, März 2016, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012: Kampagne gegen ein Teilverbot von Bienenkiller-Pestiziden===&lt;br /&gt;
Anfang 2012 hatten mehrere unabhängige Studien die Gefahr der Insektengifte der Neonicotinoiden für Bienen belegt.&lt;br /&gt;
Neonicotinoide schädigen das zentrale Nervensystem der Tiere und haben oft tödliche Folgen für ganze Bienenvölker.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.greenpeace.de/kampagnen/bienen Kampagne &amp;quot;Pestizide töten Bienen Die Bienen brauchen unsere Hilfe], Webseite Greenpeace, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mehrere EU-Regierungen hatten daraufhin entsprechende Schutzmaßnahmen gefordert. Die [[EU-Kommission]] beauftragte die [[European Food Safety Authority]] (EFSA), zu diesem Thema Stellung zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/agribusiness/2013/04/pesticides-against-pollinators Recherche von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY &amp;quot;Pesticides against pollinators&amp;quot;, 11. April 2013, Corporate Europe Observatory], Webseite CEO, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EFSA empfahl ein Teilverbot für Neonicotinoide.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf reagierte die Pestizid-Industrie mit einer Kampagne unter Federführung der Hersteller [[Bayer]] und [[Syngenta]] sowie der ECPA, in der die Aussagekraft der unabhängigen Studien in Frage gestellt und unrealistisch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft beschworen wurden. Die Kampagne wurde mit angeblich unabhängigen Studien wirtschaftsnaher Institute unterfüttert. Die ECPA behauptete in einer Stellungnahme, die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen könnten zu  Ertragseinbußen von bis zu 10% bei Raps und Getreide, von 30 % bei Zuckerrüben und 50 % bei Mais führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/letter_from_the_european_crop_protection_association_to_commissioner_john_dalli_13th_june_2012.pdf Schreiben an Kommissar Dalli vom 13. Juni 2012, Webseite CEO]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 2013 hat die EU-Kommission nach Angaben von Greenpeace die 3 schlimmsten bienenschädlichen Neonicotinoide in allen 27 Mitgliedstaaten teilweise verboten – allerdings nur vorübergehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ab 2012: Lobbying bei [[TTIP]] ===&lt;br /&gt;
Die für die Verhandlungen zuständige Generaldirektion Handel der [[EU-Kommission]] forderte die ECPA möglichst gemeinsam mit ihrem US-Partnerverband [[CropLife America]]  in einer E-Mail vom 26. Oktober 2012 dazu auf , die positiven Auswirkungen des TTIP darzulegen: &amp;quot;''I would thus encourage you to share with us your innovative ideas as to the possible improvements that could be made in the context of a trade agreement''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/email-to-ecpa.pdf E-mail von Geraldine Emberger an Friedhelm Schmider, veröffentlicht auf der Webseite von CEO], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später reichte EPCA gemeinsam mit [[CropLife America]] die erbetene Stellungnahme ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/enterprise/policies/international/cooperating-governments/usa/jobs-growth/files/consultation/regulation/ecpa-cla-comments_en.pdf Schreiben von CropLife und ECP vom 13. November 2012,  veröffentlicht auf der Webseite von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Inhaltlich wird dabei der Fokus unter anderem auf die Harmonisierung von Bestimmungen zu Pestizid-Rückständen in Nahrungsmitteln gelegt sowie der Wunsch nach einer regulatorischen Kooperation zum Ausdruck gebracht. Die Verwirklichung beider Vorschläge hätte einen Verlust der höheren europäischen Standards zur Folge. &lt;br /&gt;
Das Niveau der erlaubten Pestizid-Rückstände in Nahrungsmitteln beträgt in den USA in einigen Fällen sogar das Hundertfache der erlaubten Höhe in der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/sustainable-business/2015/jan/07/ttip-trade-agreement-pesticides-toxics-health-environment Report: transatlantic trade agreement could increase toxic pesticide use], Guardian, Elizabeth Grossman, Januar 2015, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen Januar 2012 und Februar 2014 nahm ECPA an fünf und CropLife America an zwei Treffen der EU-Verhandlungsführer zu TTIP teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls], CEO: Dataset for infographics on TTIP lobbying for period Jan 2012 to Feb 2014, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regulatorische Kooperation'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im März 2014 formulierten ECPA und CropLife America erneut einen „Vorschlag zur transatlantischen regulatorischen Kooperation“. Die Nichtregierungsorganisation CIEL (Center for International Environmental Law) kommt 2015 in einem Bericht zu dem Schluss, dass durch die Forderungen der Pestizidverbände, „Handelsverhandlungen manipuliert werden, um die EU dazu zu nötigen, die progressiven Gesetzgebungen zu Umweltgesundheit und Lebensmittelsicherheit mit wenig Rücksicht auf ökologische oder gesundheitliche Folgen aufzuweichen“. Regulatorische Kooperation wird von Seiten der Industrie als Euphemismus für eine Adaption des „kleinsten gemeinsamen Nenners“ - in diesem Fall für die Rechtsgültigkeit des geringsten Standards – verwendet. &lt;br /&gt;
CIEL unterstreicht auch, dass durch die juristische Institutionalisierung einer regulatorischen Kooperation das europäische Vorsorgeprinzip außer Kraft gesetzt werden soll. Dieses Prinzip, welches den europäischen Chemie- und Pestizidpolitiken zu Grunde liegt, zielt darauf ab Verbote und Regulierungen schon dann erlassen zu können, wenn auch nur ein Verdacht besteht, dass ein Produkt für Sicherheit, Gesundheit oder Umwelt ein Risiko darstellen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ciel.org/wp-content/uploads/2015/06/LCD_TTIP_Jan2015.pdf CIEL: Lowest Common Denominator: How the proposed EU-US trade deal threatens to lower standards of protection from toxic pesticides, 2015], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ECPA allerdings sucht das Vorsorgeprinzip durch einen '''„wissenschaftlichen und risikobasierten Ansatz“''' zu ersetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://enrd.ec.europa.eu/themes/research-and-innovation-gateway-development/organisation/kt-resource/institutions-and-organisations/european-crop-protection_de Das Europäische Netzwerk für ländliche Entwicklung (ENRD)], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter ist sowohl ein Ansatz zu verstehen, welcher auf Risikoabschätzungen und Kosten-Nutzen-Analysen beruht, als auch jenes Wissenschaftsprinzip, welches seither die amerikanische Gesetzgebung prägt. Demnach müssen mögliche Belastungen und Schäden, die Produkte auslösen könnten, zweifelsfrei wissenschaftlich nachgewiesen sein, um eine Regulierung durch politische Organe zu rechtfertigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell sind 82 der erlaubten Pestizide in Amerika in der EU verboten, während 33 der 36 Pestizid-Rückstandshöchstwerte für Nahrungsmittel in den USA schwächere Standards aufweisen als in der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;David Pimentel, Environmental and economic costs of the application of pesticides primarily in the United States, 2005, Environment, Development and Sustainability 7, Seite 229-252&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung des Wissenschaftsprinzipes und somit eine Angleichung an amerikanische Gesetzgebungsstrukturen via regulatorischer Kooperation würde den Pestizidherstellern einen neuen, bis dato streng regulierten, Absatzmarkt erschließen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn der leitende Verhandlungsführer der Generaldirektion Handel der EU der Öffentlichkeit im November 2014 versicherte, dass keine Gesetze zur Lebensmittelsicherheit durch TTIP verändert werden würden, geht es der Pestizid-Lobby nicht um eine Änderung der aktuellen Gesetzgebung, sondern vielmehr um die Umgestaltung des Prozesses, wie Gesetze in Zukunft gemacht und Regulationen erlassen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/section/agriculture-food/interview/commission-official-the-eu-is-not-going-to-change-its-food-legislation-because-of-ttip/ Euractiv, Commission official: The EU is not going to change its food legislation because of TTIP, 20.11.2014], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Endokrine Disruptoren (ED)'''&lt;br /&gt;
Endokrine Disruptoren sind Chemikalien, welche durch ihre Wirkungsweise das Hormonsystem verändern und dadurch bei Menschen die Fortpflanzung gefährden, Krebserkrankungen befördern und bei Tieren ganze Populationen bedrohen können. Auf Grund der intrinsischen Gefahr, die ihnen anhaftet, sind sie dem Vorsorgeprinzip folgend aktuell in der EU streng reguliert. &lt;br /&gt;
Die Vorschläge von ECPA und CLA zur regulatorischen Kooperation, drohen allerdings „Bemühungen zur Regulierung von endokrinen (hormonellen) Disruptoren zu schwächen, zu verlangsamen oder zu stoppen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ciel.org/wp-content/uploads/2015/06/LCD_TTIP_Jan2015.pdf CIEL: Lowest Common Denominator: How the proposed EU-US trade deal threatens to lower standards of protection from toxic pesticides, 2015], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Europäische Verbraucherverband BEUC stellte sogar fest, dass die EU-Institutionen den TTIP-Verhandlungspartnern sowie den Pestizid-Lobbyisten bereits mit einem vorauseilenden Gehorsam begegneten: Aus Angst einer Gefährdung des Abkommens wurden Initiativen für ambitioniertere ED-Regulierungen nur halbherzig angegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.beuc.eu/publications/beuc-x-2016-007_beuc_ttip_and_chemicals_position_paper.pdf BEUC, The Incompatible Chemistry Between the EU and the US: BEUC Position on Chemicals in TTIP, January 2016], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Team===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Teams sind [http://www.ecpa.eu/content/about-ecpa hier] abrufbar. Zu ihnen gehören u.a.:&lt;br /&gt;
*Martin Dawkins (Präsident), ehemaliger Leiter der Regionalabteilung Europa, Naher Osten und Afrika für Bayer CropScience&lt;br /&gt;
*Jean-Charles Bocquet (Generaldirektor), ehemaliger Generaldirektor des französischen Pestizidverbandes&lt;br /&gt;
*Aurélie Dhaussy (Regulatory Affairs Manager)&lt;br /&gt;
*Euros Jones (Director Regulatory Affairs)&lt;br /&gt;
*Jess O'Flynn (Governmental Affairs Manager)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den Mitgliedern gehören alle europäischen Großunternehmen und alle nationalen Verbände, die im Bereich der Agrochemie tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [http://www.ecpa.eu/our-network Unternehmensmitgliedern] gehören: [[BASF]], [[Bayer]] [[CropScience]], Dow AgroSciences, DuPont, ADAMA, [[Monsanto]] Europe und [[Syngenta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die assoziierten und mittelständischen Unternehmensmitglieder sind auf der [http://www.ecpa.eu/page/our-network Website] von ECPA abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der deutsche [[Industrieverband Agrar]] e.V. ist in dem Netzwerk vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Die ECPA ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
* [[CropLife International]]&lt;br /&gt;
* [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC)&lt;br /&gt;
* [[European Initiative for Substainable Development in Agriculture]] (EISA)&lt;br /&gt;
* [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppe der EU-Kommission]]: &amp;quot;Advisory Group on the Food Chain, Animal Health and Plant Health&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=groupDetail.groupDetail&amp;amp;groupID=860  Name:&lt;br /&gt;
Advisory Group on the Food Chain and Animal and Plant Health (E00860)] Register der Expertengruppen der EU-Kommission, abgerufen am 20.01.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing]] (EPPA)&lt;br /&gt;
* [[Knowledge4Innovation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Allerdings stellt diese Summe nur einen Teil des Gesamtbudgets dar. Das verbleibende Budget wird unter anderem auf das Erstellen von Analysen, auf beratende Tätigkeiten und auf die Organisation von Veranstaltungen verwendet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0649790813-47&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true&lt;br /&gt;
, EU-Transparenzregister], abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Ihr Tätigkeitsschwerpunkt besteht darin, die europäische Gesetzgebung und Verwaltungspraxis über Kontakte zur EU-Kommission und zu EU-Parlamentariern im Interesse ihrer Mitglieder auszugestalten. Laut Eintrag im Transparenz-Register der EU beschäftigt die ECPA 12 Lobbyisten, von denen 4 für den Zugang zu Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil im Transparenz-Register], Webseite abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Crop_Protection_Association&amp;diff=38061</id>
		<title>European Crop Protection Association</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Crop_Protection_Association&amp;diff=38061"/>
		<updated>2016-09-27T13:04:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* ab 2012: Lobbying bei TTIP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Crop Protection Association (ECPA)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Förderung der agrochemischen Industrie in Europa&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. Van Nieuwenhuyse B-1160 Brussels Belgium&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue E. Van Nieuwenhuyse, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ecpa.eu www.ecpa.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''European Crop Protection Association''' (ECPA) ist der europäische Verband der agrochemischen Industrie (Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung, Biotechnologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
ECPA ist der europäische Interessenverband von multinationalen Pestizidherstellern wie Syngenta, Monsanto, Bayer CropScience oder Dow AgroSciences. &lt;br /&gt;
Er tritt für weniger scharfe Pflanzenschutzmittelauflagen ein und betreibt aggressiven Lobbyismus, um seine Interessen durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband verfügt über eine erhebliche Präsenz bei den EU-Organen und ist Mitglied einer großen Anzahl von beratenden Ausschüssen im Agrar-, Gesundheits-, Handels-, Wachstums- und Umweltbereich. Weiterhin gehört er drei Sachverständigengruppen der EU-Kommission an und der Interfraktionellen Arbeitsgruppe ([[Intergroups]]) des Europäischen Parlamentes zu „Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Biodiversität“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECPA ist personell gut vernetzt, denn einige der Mitarbeiter traten bereits durch die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft: Ehemalige Angestellte der EU-Institutionen sind nun Pestizidlobbyisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pestizid-Lobby sponsert das Brüsseler Politik-Magazin Politico, die damit werben, das meist gelesenste Medium der EU-Entscheidungsträger zu sein. &lt;br /&gt;
In den Artikeln des Lobbyverbandes wird das europäische Vorsorgeprinzip diskreditiert und Pestizide als Garanten für die Sicherstellung der Welternährung dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/author/ecpa/ Politico], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Strategie der Pestizid-Lobby besteht darin, auf agrarfreundliche EU-Mitgliedsstaaten Einfluss auszuüben, sodass diese ihrerseits die europäische Gesetzgebung nach den Interessen der Industrie ausgestalten. So fokussierte sich ECPA in der Vergangenheit insbesondere auf Großbritannien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://theferret.scot/bid-block-ban-gender-bender-pesticides/ Bid to block ban on controversial pesticides], The Ferret, März 2016, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012: Kampagne gegen ein Teilverbot von Bienenkiller-Pestiziden===&lt;br /&gt;
Anfang 2012 hatten mehrere unabhängige Studien die Gefahr der Insektengifte der Neonicotinoiden für Bienen belegt.&lt;br /&gt;
Neonicotinoide schädigen das zentrale Nervensystem der Tiere und haben oft tödliche Folgen für ganze Bienenvölker.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.greenpeace.de/kampagnen/bienen Kampagne &amp;quot;Pestizide töten Bienen Die Bienen brauchen unsere Hilfe], Webseite Greenpeace, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mehrere EU-Regierungen hatten daraufhin entsprechende Schutzmaßnahmen gefordert. Die [[EU-Kommission]] beauftragte die [[European Food Safety Authority]] (EFSA), zu diesem Thema Stellung zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/agribusiness/2013/04/pesticides-against-pollinators Recherche von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY &amp;quot;Pesticides against pollinators&amp;quot;, 11. April 2013, Corporate Europe Observatory], Webseite CEO, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EFSA empfahl ein Teilverbot für Neonicotinoide.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf reagierte die Pestizid-Industrie mit einer Kampagne unter Federführung der Hersteller [[Bayer]] und [[Syngenta]] sowie der ECPA, in der die Aussagekraft der unabhängigen Studien in Frage gestellt und unrealistisch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft beschworen wurden. Die Kampagne wurde mit angeblich unabhängigen Studien wirtschaftsnaher Institute unterfüttert. Die ECPA behauptete in einer Stellungnahme, die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen könnten zu  Ertragseinbußen von bis zu 10% bei Raps und Getreide, von 30 % bei Zuckerrüben und 50 % bei Mais führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/letter_from_the_european_crop_protection_association_to_commissioner_john_dalli_13th_june_2012.pdf Schreiben an Kommissar Dalli vom 13. Juni 2012, Webseite CEO]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 2013 hat die EU-Kommission nach Angaben von Greenpeace die 3 schlimmsten bienenschädlichen Neonicotinoide in allen 27 Mitgliedstaaten teilweise verboten – allerdings nur vorübergehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ab 2012: Lobbying bei [[TTIP]] ===&lt;br /&gt;
Die für die Verhandlungen zuständige Generaldirektion Handel der [[EU-Kommission]] forderte die ECPA möglichst gemeinsam mit ihrem US-Partnerverband [[CropLife America]]  in einer E-Mail vom 26. Oktober 2012 dazu auf , die positiven Auswirkungen des TTIP darzulegen: &amp;quot;''I would thus encourage you to share with us your innovative ideas as to the possible improvements that could be made in the context of a trade agreement''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/email-to-ecpa.pdf E-mail von Geraldine Emberger an Friedhelm Schmider, veröffentlicht auf der Webseite von CEO], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später reichte EPCA gemeinsam mit [[CropLife America]] die erbetene Stellungnahme ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/enterprise/policies/international/cooperating-governments/usa/jobs-growth/files/consultation/regulation/ecpa-cla-comments_en.pdf Schreiben von CropLife und ECP vom 13. November 2012,  veröffentlicht auf der Webseite von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Inhaltlich wird dabei der Fokus unter anderem auf die Harmonisierung von Bestimmungen zu Pestizid-Rückständen in Nahrungsmitteln gelegt sowie der Wunsch nach einer regulatorischen Kooperation zum Ausdruck gebracht. Die Verwirklichung beider Vorschläge hätte einen Verlust der höheren europäischen Standards zur Folge. &lt;br /&gt;
Das Niveau der erlaubten Pestizid-Rückstände in Nahrungsmitteln beträgt in den USA in einigen Fällen sogar das Hundertfache der erlaubten Höhe in der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/sustainable-business/2015/jan/07/ttip-trade-agreement-pesticides-toxics-health-environment Report: transatlantic trade agreement could increase toxic pesticide use], Guardian, Elizabeth Grossman, Januar 2015, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen Januar 2012 und Februar 2014 nahm ECPA an fünf und CropLife America an zwei Treffen der EU-Verhandlungsführer zu TTIP teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls], CEO: Dataset for infographics on TTIP lobbying for period Jan 2012 to Feb 2014, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regulatorische Kooperation'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im März 2014 formulierten ECPA und CropLife America erneut einen „Vorschlag zur transatlantischen regulatorischen Kooperation“. Die Nichtregierungsorganisation CIEL (Center for International Environmental Law) kommt 2015 in einem Bericht zu dem Schluss, dass durch die Forderungen der Pestizidverbände, „Handelsverhandlungen manipuliert werden, um die EU dazu zu nötigen, die progressiven Gesetzgebungen zu Umweltgesundheit und Lebensmittelsicherheit mit wenig Rücksicht auf ökologische oder gesundheitliche Folgen aufzuweichen“. Regulatorische Kooperation wird von Seiten der Industrie als Euphemismus für eine Adaption des „kleinsten gemeinsamen Nenners“ - in diesem Fall für die Rechtsgültigkeit des geringsten Standards – verwendet. &lt;br /&gt;
CIEL unterstreicht auch, dass durch die juristische Institutionalisierung einer regulatorischen Kooperation das europäische Vorsorgeprinzip außer Kraft gesetzt werden soll. Dieses Prinzip, welches den europäischen Chemie- und Pestizidpolitiken zu Grunde liegt, zielt darauf ab Verbote und Regulierungen schon dann erlassen zu können, wenn auch nur ein Verdacht besteht, dass ein Produkt für Sicherheit, Gesundheit oder Umwelt ein Risiko darstellen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ciel.org/wp-content/uploads/2015/06/LCD_TTIP_Jan2015.pdf CIEL: Lowest Common Denominator: How the proposed EU-US trade deal threatens to lower standards of protection from toxic pesticides, 2015], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ECPA allerdings sucht das Vorsorgeprinzip durch einen '''„wissenschaftlichen und risikobasierten Ansatz“''' zu ersetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://enrd.ec.europa.eu/themes/research-and-innovation-gateway-development/organisation/kt-resource/institutions-and-organisations/european-crop-protection_de Das Europäische Netzwerk für ländliche Entwicklung (ENRD)], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter ist sowohl ein Ansatz zu verstehen, welcher auf Risikoabschätzungen und Kosten-Nutzen-Analysen beruht, als auch jenes Wissenschaftsprinzip, welches seither die amerikanische Gesetzgebung prägt. Demnach müssen mögliche Belastungen und Schäden, die Produkte auslösen könnten, zweifelsfrei wissenschaftlich nachgewiesen sein, um eine Regulierung durch politische Organe zu rechtfertigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell sind 82 der erlaubten Pestizide in Amerika in der EU verboten, während 33 der 36 Pestizid-Rückstandshöchstwerte für Nahrungsmittel in den USA schwächere Standards aufweisen als in der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;David Pimentel, Environmental and economic costs of the application of pesticides primarily in the United States, 2005, Environment, Development and Sustainability 7, Seite 229-252&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung des Wissenschaftsprinzipes und somit eine Angleichung an amerikanische Gesetzgebungsstrukturen via regulatorischer Kooperation würde den Pestizidherstellern einen neuen, bis dato streng regulierten, Absatzmarkt erschließen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn der leitende Verhandlungsführer der Generaldirektion Handel der EU der Öffentlichkeit im November 2014 versicherte, dass keine Gesetze zur Lebensmittelsicherheit durch TTIP verändert werden würden, geht es der Pestizid-Lobby nicht um eine Änderung der aktuellen Gesetzgebung, sondern vielmehr um die Umgestaltung des Prozesses, wie Gesetze in Zukunft gemacht und Regulationen erlassen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/section/agriculture-food/interview/commission-official-the-eu-is-not-going-to-change-its-food-legislation-because-of-ttip/ Euractiv, Commission official: The EU is not going to change its food legislation because of TTIP, 20.11.2014], abgerufen am 27.09.2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Endokrine Disruptoren (ED)'''&lt;br /&gt;
ndokrine Disruptoren sind Chemikalien, welche durch ihre Wirkungsweise das Hormonsystem verändern und dadurch bei Menschen die Fortpflanzung gefährden, Krebserkrankungen befördern und bei Tieren ganze Populationen bedrohen können. Auf Grund der intrinsischen Gefahr, die ihnen anhaftet, sind sie dem Vorsorgeprinzip folgend aktuell in der EU streng reguliert. &lt;br /&gt;
Die Vorschläge von ECPA und CLA zur regulatorischen Kooperation, drohen allerdings „Bemühungen zur Regulierung von endokrinen (hormonellen) Disruptoren zu schwächen, zu verlangsamen oder zu stoppen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ciel.org/wp-content/uploads/2015/06/LCD_TTIP_Jan2015.pdf CIEL: Lowest Common Denominator: How the proposed EU-US trade deal threatens to lower standards of protection from toxic pesticides, 2015], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Europäische Verbraucherverband BEUC stellte sogar fest, dass die EU-Institutionen den TTIP-Verhandlungspartnern sowie den Pestizid-Lobbyisten bereits mit einem vorauseilenden Gehorsam begegneten: Aus Angst einer Gefährdung des Abkommens wurden Initiativen für ambitioniertere ED-Regulierungen nur halbherzig angegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.beuc.eu/publications/beuc-x-2016-007_beuc_ttip_and_chemicals_position_paper.pdf BEUC, The Incompatible Chemistry Between the EU and the US: BEUC Position on Chemicals in TTIP, January 2016], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Team===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Teams sind [http://www.ecpa.eu/content/about-ecpa hier] abrufbar. Zu ihnen gehören u.a.:&lt;br /&gt;
*Martin Dawkins (Präsident), ehemaliger Leiter der Regionalabteilung Europa, Naher Osten und Afrika für Bayer CropScience&lt;br /&gt;
*Jean-Charles Bocquet (Generaldirektor), ehemaliger Generaldirektor des französischen Pestizidverbandes&lt;br /&gt;
*Aurélie Dhaussy (Regulatory Affairs Manager)&lt;br /&gt;
*Euros Jones (Director Regulatory Affairs)&lt;br /&gt;
*Jess O'Flynn (Governmental Affairs Manager)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den Mitgliedern gehören alle europäischen Großunternehmen und alle nationalen Verbände, die im Bereich der Agrochemie tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [http://www.ecpa.eu/our-network Unternehmensmitgliedern] gehören: [[BASF]], [[Bayer]] [[CropScience]], Dow AgroSciences, DuPont, ADAMA, [[Monsanto]] Europe und [[Syngenta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die assoziierten und mittelständischen Unternehmensmitglieder sind auf der [http://www.ecpa.eu/page/our-network Website] von ECPA abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der deutsche [[Industrieverband Agrar]] e.V. ist in dem Netzwerk vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Die ECPA ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
* [[CropLife International]]&lt;br /&gt;
* [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC)&lt;br /&gt;
* [[European Initiative for Substainable Development in Agriculture]] (EISA)&lt;br /&gt;
* [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppe der EU-Kommission]]: &amp;quot;Advisory Group on the Food Chain, Animal Health and Plant Health&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=groupDetail.groupDetail&amp;amp;groupID=860  Name:&lt;br /&gt;
Advisory Group on the Food Chain and Animal and Plant Health (E00860)] Register der Expertengruppen der EU-Kommission, abgerufen am 20.01.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing]] (EPPA)&lt;br /&gt;
* [[Knowledge4Innovation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Allerdings stellt diese Summe nur einen Teil des Gesamtbudgets dar. Das verbleibende Budget wird unter anderem auf das Erstellen von Analysen, auf beratende Tätigkeiten und auf die Organisation von Veranstaltungen verwendet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0649790813-47&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true&lt;br /&gt;
, EU-Transparenzregister], abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Ihr Tätigkeitsschwerpunkt besteht darin, die europäische Gesetzgebung und Verwaltungspraxis über Kontakte zur EU-Kommission und zu EU-Parlamentariern im Interesse ihrer Mitglieder auszugestalten. Laut Eintrag im Transparenz-Register der EU beschäftigt die ECPA 12 Lobbyisten, von denen 4 für den Zugang zu Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil im Transparenz-Register], Webseite abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Crop_Protection_Association&amp;diff=38059</id>
		<title>European Crop Protection Association</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Crop_Protection_Association&amp;diff=38059"/>
		<updated>2016-09-27T12:44:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* ab 2012: Lobbying bei TTIP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Crop Protection Association (ECPA)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Förderung der agrochemischen Industrie in Europa&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. Van Nieuwenhuyse B-1160 Brussels Belgium&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue E. Van Nieuwenhuyse, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ecpa.eu www.ecpa.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''European Crop Protection Association''' (ECPA) ist der europäische Verband der agrochemischen Industrie (Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung, Biotechnologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
ECPA ist der europäische Interessenverband von multinationalen Pestizidherstellern wie Syngenta, Monsanto, Bayer CropScience oder Dow AgroSciences. &lt;br /&gt;
Er tritt für weniger scharfe Pflanzenschutzmittelauflagen ein und betreibt aggressiven Lobbyismus, um seine Interessen durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband verfügt über eine erhebliche Präsenz bei den EU-Organen und ist Mitglied einer großen Anzahl von beratenden Ausschüssen im Agrar-, Gesundheits-, Handels-, Wachstums- und Umweltbereich. Weiterhin gehört er drei Sachverständigengruppen der EU-Kommission an und der Interfraktionellen Arbeitsgruppe ([[Intergroups]]) des Europäischen Parlamentes zu „Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Biodiversität“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECPA ist personell gut vernetzt, denn einige der Mitarbeiter traten bereits durch die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft: Ehemalige Angestellte der EU-Institutionen sind nun Pestizidlobbyisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pestizid-Lobby sponsert das Brüsseler Politik-Magazin Politico, die damit werben, das meist gelesenste Medium der EU-Entscheidungsträger zu sein. &lt;br /&gt;
In den Artikeln des Lobbyverbandes wird das europäische Vorsorgeprinzip diskreditiert und Pestizide als Garanten für die Sicherstellung der Welternährung dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/author/ecpa/ Politico], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Strategie der Pestizid-Lobby besteht darin, auf agrarfreundliche EU-Mitgliedsstaaten Einfluss auszuüben, sodass diese ihrerseits die europäische Gesetzgebung nach den Interessen der Industrie ausgestalten. So fokussierte sich ECPA in der Vergangenheit insbesondere auf Großbritannien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://theferret.scot/bid-block-ban-gender-bender-pesticides/ Bid to block ban on controversial pesticides], The Ferret, März 2016, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012: Kampagne gegen ein Teilverbot von Bienenkiller-Pestiziden===&lt;br /&gt;
Anfang 2012 hatten mehrere unabhängige Studien die Gefahr der Insektengifte der Neonicotinoiden für Bienen belegt.&lt;br /&gt;
Neonicotinoide schädigen das zentrale Nervensystem der Tiere und haben oft tödliche Folgen für ganze Bienenvölker.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.greenpeace.de/kampagnen/bienen Kampagne &amp;quot;Pestizide töten Bienen Die Bienen brauchen unsere Hilfe], Webseite Greenpeace, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mehrere EU-Regierungen hatten daraufhin entsprechende Schutzmaßnahmen gefordert. Die [[EU-Kommission]] beauftragte die [[European Food Safety Authority]] (EFSA), zu diesem Thema Stellung zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/agribusiness/2013/04/pesticides-against-pollinators Recherche von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY &amp;quot;Pesticides against pollinators&amp;quot;, 11. April 2013, Corporate Europe Observatory], Webseite CEO, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EFSA empfahl ein Teilverbot für Neonicotinoide.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf reagierte die Pestizid-Industrie mit einer Kampagne unter Federführung der Hersteller [[Bayer]] und [[Syngenta]] sowie der ECPA, in der die Aussagekraft der unabhängigen Studien in Frage gestellt und unrealistisch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft beschworen wurden. Die Kampagne wurde mit angeblich unabhängigen Studien wirtschaftsnaher Institute unterfüttert. Die ECPA behauptete in einer Stellungnahme, die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen könnten zu  Ertragseinbußen von bis zu 10% bei Raps und Getreide, von 30 % bei Zuckerrüben und 50 % bei Mais führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/letter_from_the_european_crop_protection_association_to_commissioner_john_dalli_13th_june_2012.pdf Schreiben an Kommissar Dalli vom 13. Juni 2012, Webseite CEO]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 2013 hat die EU-Kommission nach Angaben von Greenpeace die 3 schlimmsten bienenschädlichen Neonicotinoide in allen 27 Mitgliedstaaten teilweise verboten – allerdings nur vorübergehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ab 2012: Lobbying bei [[TTIP]] ===&lt;br /&gt;
Die für die Verhandlungen zuständige Generaldirektion Handel der [[EU-Kommission]] forderte die ECPA möglichst gemeinsam mit ihrem US-Partnerverband [[CropLife America]]  in einer E-Mail vom 26. Oktober 2012 dazu auf , die positiven Auswirkungen des TTIP darzulegen: &amp;quot;''I would thus encourage you to share with us your innovative ideas as to the possible improvements that could be made in the context of a trade agreement''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/email-to-ecpa.pdf E-mail von Geraldine Emberger an Friedhelm Schmider, veröffentlicht auf der Webseite von CEO], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später reichte EPCA gemeinsam mit [[CropLife America]] die erbetene Stellungnahme ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/enterprise/policies/international/cooperating-governments/usa/jobs-growth/files/consultation/regulation/ecpa-cla-comments_en.pdf Schreiben von CropLife und ECP vom 13. November 2012,  veröffentlicht auf der Webseite von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Inhaltlich wird dabei der Fokus unter anderem auf die Harmonisierung von Bestimmungen zu Pestizid-Rückständen in Nahrungsmitteln gelegt sowie der Wunsch nach einer regulatorischen Kooperation zum Ausdruck gebracht. Die Verwirklichung beider Vorschläge hätte einen Verlust der höheren europäischen Standards zur Folge. &lt;br /&gt;
Das Niveau der erlaubten Pestizid-Rückstände in Nahrungsmitteln beträgt in den USA in einigen Fällen sogar das Hundertfache der erlaubten Höhe in der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/sustainable-business/2015/jan/07/ttip-trade-agreement-pesticides-toxics-health-environment Report: transatlantic trade agreement could increase toxic pesticide use], Guardian, Elizabeth Grossman, Januar 2015, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen Januar 2012 und Februar 2014 nahm ECPA an fünf und CropLife America an zwei Treffen der EU-Verhandlungsführer zu TTIP teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls], CEO: Dataset for infographics on TTIP lobbying for period Jan 2012 to Feb 2014, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Team===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Teams sind [http://www.ecpa.eu/content/about-ecpa hier] abrufbar. Zu ihnen gehören u.a.:&lt;br /&gt;
*Martin Dawkins (Präsident), ehemaliger Leiter der Regionalabteilung Europa, Naher Osten und Afrika für Bayer CropScience&lt;br /&gt;
*Jean-Charles Bocquet (Generaldirektor), ehemaliger Generaldirektor des französischen Pestizidverbandes&lt;br /&gt;
*Aurélie Dhaussy (Regulatory Affairs Manager)&lt;br /&gt;
*Euros Jones (Director Regulatory Affairs)&lt;br /&gt;
*Jess O'Flynn (Governmental Affairs Manager)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den Mitgliedern gehören alle europäischen Großunternehmen und alle nationalen Verbände, die im Bereich der Agrochemie tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [http://www.ecpa.eu/our-network Unternehmensmitgliedern] gehören: [[BASF]], [[Bayer]] [[CropScience]], Dow AgroSciences, DuPont, ADAMA, [[Monsanto]] Europe und [[Syngenta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die assoziierten und mittelständischen Unternehmensmitglieder sind auf der [http://www.ecpa.eu/page/our-network Website] von ECPA abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der deutsche [[Industrieverband Agrar]] e.V. ist in dem Netzwerk vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Die ECPA ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
* [[CropLife International]]&lt;br /&gt;
* [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC)&lt;br /&gt;
* [[European Initiative for Substainable Development in Agriculture]] (EISA)&lt;br /&gt;
* [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppe der EU-Kommission]]: &amp;quot;Advisory Group on the Food Chain, Animal Health and Plant Health&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=groupDetail.groupDetail&amp;amp;groupID=860  Name:&lt;br /&gt;
Advisory Group on the Food Chain and Animal and Plant Health (E00860)] Register der Expertengruppen der EU-Kommission, abgerufen am 20.01.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing]] (EPPA)&lt;br /&gt;
* [[Knowledge4Innovation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Allerdings stellt diese Summe nur einen Teil des Gesamtbudgets dar. Das verbleibende Budget wird unter anderem auf das Erstellen von Analysen, auf beratende Tätigkeiten und auf die Organisation von Veranstaltungen verwendet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0649790813-47&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true&lt;br /&gt;
, EU-Transparenzregister], abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Ihr Tätigkeitsschwerpunkt besteht darin, die europäische Gesetzgebung und Verwaltungspraxis über Kontakte zur EU-Kommission und zu EU-Parlamentariern im Interesse ihrer Mitglieder auszugestalten. Laut Eintrag im Transparenz-Register der EU beschäftigt die ECPA 12 Lobbyisten, von denen 4 für den Zugang zu Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil im Transparenz-Register], Webseite abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Crop_Protection_Association&amp;diff=38058</id>
		<title>European Crop Protection Association</title>
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		<updated>2016-09-27T12:43:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Fallstudien und Kritik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Crop Protection Association (ECPA)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Förderung der agrochemischen Industrie in Europa&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. Van Nieuwenhuyse B-1160 Brussels Belgium&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue E. Van Nieuwenhuyse, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ecpa.eu www.ecpa.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''European Crop Protection Association''' (ECPA) ist der europäische Verband der agrochemischen Industrie (Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung, Biotechnologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
ECPA ist der europäische Interessenverband von multinationalen Pestizidherstellern wie Syngenta, Monsanto, Bayer CropScience oder Dow AgroSciences. &lt;br /&gt;
Er tritt für weniger scharfe Pflanzenschutzmittelauflagen ein und betreibt aggressiven Lobbyismus, um seine Interessen durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband verfügt über eine erhebliche Präsenz bei den EU-Organen und ist Mitglied einer großen Anzahl von beratenden Ausschüssen im Agrar-, Gesundheits-, Handels-, Wachstums- und Umweltbereich. Weiterhin gehört er drei Sachverständigengruppen der EU-Kommission an und der Interfraktionellen Arbeitsgruppe ([[Intergroups]]) des Europäischen Parlamentes zu „Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Biodiversität“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECPA ist personell gut vernetzt, denn einige der Mitarbeiter traten bereits durch die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft: Ehemalige Angestellte der EU-Institutionen sind nun Pestizidlobbyisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pestizid-Lobby sponsert das Brüsseler Politik-Magazin Politico, die damit werben, das meist gelesenste Medium der EU-Entscheidungsträger zu sein. &lt;br /&gt;
In den Artikeln des Lobbyverbandes wird das europäische Vorsorgeprinzip diskreditiert und Pestizide als Garanten für die Sicherstellung der Welternährung dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/author/ecpa/ Politico], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Strategie der Pestizid-Lobby besteht darin, auf agrarfreundliche EU-Mitgliedsstaaten Einfluss auszuüben, sodass diese ihrerseits die europäische Gesetzgebung nach den Interessen der Industrie ausgestalten. So fokussierte sich ECPA in der Vergangenheit insbesondere auf Großbritannien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://theferret.scot/bid-block-ban-gender-bender-pesticides/ Bid to block ban on controversial pesticides], The Ferret, März 2016, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012: Kampagne gegen ein Teilverbot von Bienenkiller-Pestiziden===&lt;br /&gt;
Anfang 2012 hatten mehrere unabhängige Studien die Gefahr der Insektengifte der Neonicotinoiden für Bienen belegt.&lt;br /&gt;
Neonicotinoide schädigen das zentrale Nervensystem der Tiere und haben oft tödliche Folgen für ganze Bienenvölker.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.greenpeace.de/kampagnen/bienen Kampagne &amp;quot;Pestizide töten Bienen Die Bienen brauchen unsere Hilfe], Webseite Greenpeace, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mehrere EU-Regierungen hatten daraufhin entsprechende Schutzmaßnahmen gefordert. Die [[EU-Kommission]] beauftragte die [[European Food Safety Authority]] (EFSA), zu diesem Thema Stellung zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/agribusiness/2013/04/pesticides-against-pollinators Recherche von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY &amp;quot;Pesticides against pollinators&amp;quot;, 11. April 2013, Corporate Europe Observatory], Webseite CEO, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EFSA empfahl ein Teilverbot für Neonicotinoide.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf reagierte die Pestizid-Industrie mit einer Kampagne unter Federführung der Hersteller [[Bayer]] und [[Syngenta]] sowie der ECPA, in der die Aussagekraft der unabhängigen Studien in Frage gestellt und unrealistisch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft beschworen wurden. Die Kampagne wurde mit angeblich unabhängigen Studien wirtschaftsnaher Institute unterfüttert. Die ECPA behauptete in einer Stellungnahme, die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen könnten zu  Ertragseinbußen von bis zu 10% bei Raps und Getreide, von 30 % bei Zuckerrüben und 50 % bei Mais führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/letter_from_the_european_crop_protection_association_to_commissioner_john_dalli_13th_june_2012.pdf Schreiben an Kommissar Dalli vom 13. Juni 2012, Webseite CEO]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 2013 hat die EU-Kommission nach Angaben von Greenpeace die 3 schlimmsten bienenschädlichen Neonicotinoide in allen 27 Mitgliedstaaten teilweise verboten – allerdings nur vorübergehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ab 2012: Lobbying bei [[TTIP]] ===&lt;br /&gt;
Die für die Verhandlungen zuständige Generaldirektion Handel der [[EU-Kommission]] forderte die ECPA möglichst gemeinsam mit ihrem US-Partnerverband [[CropLife America]]  in einer E-Mail vom 26. Oktober 2012 dazu auf , die positiven Auswirkungen des TTIP darzulegen: &amp;quot;''I would thus encourage you to share with us your innovative ideas as to the possible improvements that could be made in the context of a trade agreement''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/email-to-ecpa.pdf E-mail von Geraldine Emberger an Friedhelm Schmider, veröffentlicht auf der Webseite von CEO], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später reichte EPCA gemeinsam mit [[CropLife America]] die erbetene Stellungnahme ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/enterprise/policies/international/cooperating-governments/usa/jobs-growth/files/consultation/regulation/ecpa-cla-comments_en.pdf Schreiben von CropLife und ECP vom 13. November 2012,  veröffentlicht auf der Webseite von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Inhaltlich wird dabei der Fokus unter anderem auf die Harmonisierung von Bestimmungen zu Pestizid-Rückständen in Nahrungsmitteln gelegt sowie der Wunsch nach einer regulatorischen Kooperation zum Ausdruck gebracht. Die Verwirklichung beider Vorschläge hätte einen Verlust der höheren europäischen Standards zur Folge. &lt;br /&gt;
Das Niveau der erlaubten Pestizid-Rückstände in Nahrungsmitteln beträgt in den USA in einigen Fällen sogar das Hundertfache der erlaubten Höhe in der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/sustainable-business/2015/jan/07/ttip-trade-agreement-pesticides-toxics-health-environment Report: transatlantic trade agreement could increase toxic pesticide use], Guardian, Elizabeth Grossman, Januar 2015, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen Januar 2012 und Februar 2014 nahm ECPA an fünf und CropLife America an zwei Treffen der EU-Verhandlungsführer zu TTIP teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls CEO: Dataset for infographics on TTIP lobbying for period Jan 2012 to Feb 2014], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Team===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Teams sind [http://www.ecpa.eu/content/about-ecpa hier] abrufbar. Zu ihnen gehören u.a.:&lt;br /&gt;
*Martin Dawkins (Präsident), ehemaliger Leiter der Regionalabteilung Europa, Naher Osten und Afrika für Bayer CropScience&lt;br /&gt;
*Jean-Charles Bocquet (Generaldirektor), ehemaliger Generaldirektor des französischen Pestizidverbandes&lt;br /&gt;
*Aurélie Dhaussy (Regulatory Affairs Manager)&lt;br /&gt;
*Euros Jones (Director Regulatory Affairs)&lt;br /&gt;
*Jess O'Flynn (Governmental Affairs Manager)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den Mitgliedern gehören alle europäischen Großunternehmen und alle nationalen Verbände, die im Bereich der Agrochemie tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [http://www.ecpa.eu/our-network Unternehmensmitgliedern] gehören: [[BASF]], [[Bayer]] [[CropScience]], Dow AgroSciences, DuPont, ADAMA, [[Monsanto]] Europe und [[Syngenta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die assoziierten und mittelständischen Unternehmensmitglieder sind auf der [http://www.ecpa.eu/page/our-network Website] von ECPA abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der deutsche [[Industrieverband Agrar]] e.V. ist in dem Netzwerk vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Die ECPA ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
* [[CropLife International]]&lt;br /&gt;
* [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC)&lt;br /&gt;
* [[European Initiative for Substainable Development in Agriculture]] (EISA)&lt;br /&gt;
* [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppe der EU-Kommission]]: &amp;quot;Advisory Group on the Food Chain, Animal Health and Plant Health&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=groupDetail.groupDetail&amp;amp;groupID=860  Name:&lt;br /&gt;
Advisory Group on the Food Chain and Animal and Plant Health (E00860)] Register der Expertengruppen der EU-Kommission, abgerufen am 20.01.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing]] (EPPA)&lt;br /&gt;
* [[Knowledge4Innovation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Allerdings stellt diese Summe nur einen Teil des Gesamtbudgets dar. Das verbleibende Budget wird unter anderem auf das Erstellen von Analysen, auf beratende Tätigkeiten und auf die Organisation von Veranstaltungen verwendet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0649790813-47&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true&lt;br /&gt;
, EU-Transparenzregister], abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Ihr Tätigkeitsschwerpunkt besteht darin, die europäische Gesetzgebung und Verwaltungspraxis über Kontakte zur EU-Kommission und zu EU-Parlamentariern im Interesse ihrer Mitglieder auszugestalten. Laut Eintrag im Transparenz-Register der EU beschäftigt die ECPA 12 Lobbyisten, von denen 4 für den Zugang zu Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil im Transparenz-Register], Webseite abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Crop_Protection_Association&amp;diff=38057</id>
		<title>European Crop Protection Association</title>
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		<updated>2016-09-27T12:42:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Fallstudien und Kritik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Crop Protection Association (ECPA)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Förderung der agrochemischen Industrie in Europa&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. Van Nieuwenhuyse B-1160 Brussels Belgium&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue E. Van Nieuwenhuyse, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ecpa.eu www.ecpa.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''European Crop Protection Association''' (ECPA) ist der europäische Verband der agrochemischen Industrie (Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung, Biotechnologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
ECPA ist der europäische Interessenverband von multinationalen Pestizidherstellern wie Syngenta, Monsanto, Bayer CropScience oder Dow AgroSciences. &lt;br /&gt;
Er tritt für weniger scharfe Pflanzenschutzmittelauflagen ein und betreibt aggressiven Lobbyismus, um seine Interessen durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband verfügt über eine erhebliche Präsenz bei den EU-Organen und ist Mitglied einer großen Anzahl von beratenden Ausschüssen im Agrar-, Gesundheits-, Handels-, Wachstums- und Umweltbereich. Weiterhin gehört er drei Sachverständigengruppen der EU-Kommission an und der Interfraktionellen Arbeitsgruppe ([[Intergroups]]) des Europäischen Parlamentes zu „Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Biodiversität“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECPA ist personell gut vernetzt, denn einige der Mitarbeiter traten bereits durch die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft: Ehemalige Angestellte der EU-Institutionen sind nun Pestizidlobbyisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pestizid-Lobby sponsert das Brüsseler Politik-Magazin Politico, die damit werben, das meist gelesenste Medium der EU-Entscheidungsträger zu sein. &lt;br /&gt;
In den Artikeln des Lobbyverbandes wird das europäische Vorsorgeprinzip diskreditiert und Pestizide als Garanten für die Sicherstellung der Welternährung dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/author/ecpa/ Politico], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Strategie der Pestizid-Lobby besteht darin, auf agrarfreundliche EU-Mitgliedsstaaten Einfluss auszuüben, sodass diese ihrerseits die europäische Gesetzgebung nach den Interessen der Industrie ausgestalten. So fokussierte sich ECPA in der Vergangenheit insbesondere auf Großbritannien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://theferret.scot/bid-block-ban-gender-bender-pesticides/ Bid to block ban on controversial pesticides], The Ferret, März 2016, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012: Kampagne gegen ein Teilverbot von Bienenkiller-Pestiziden===&lt;br /&gt;
Anfang 2012 hatten mehrere unabhängige Studien die Gefahr der Insektengifte der Neonicotinoiden für Bienen belegt.&lt;br /&gt;
Neonicotinoide schädigen das zentrale Nervensystem der Tiere und haben oft tödliche Folgen für ganze Bienenvölker.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.greenpeace.de/kampagnen/bienen Kampagne &amp;quot;Pestizide töten Bienen Die Bienen brauchen unsere Hilfe], Webseite Greenpeace, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mehrere EU-Regierungen hatten daraufhin entsprechende Schutzmaßnahmen gefordert. Die [[EU-Kommission]] beauftragte die [[European Food Safety Authority]] (EFSA), zu diesem Thema Stellung zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/agribusiness/2013/04/pesticides-against-pollinators Recherche von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY &amp;quot;Pesticides against pollinators&amp;quot;, 11. April 2013, Corporate Europe Observatory], Webseite CEO, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EFSA empfahl ein Teilverbot für Neonicotinoide.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf reagierte die Pestizid-Industrie mit einer Kampagne unter Federführung der Hersteller [[Bayer]] und [[Syngenta]] sowie der ECPA, in der die Aussagekraft der unabhängigen Studien in Frage gestellt und unrealistisch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft beschworen wurden. Die Kampagne wurde mit angeblich unabhängigen Studien wirtschaftsnaher Institute unterfüttert. Die ECPA behauptete in einer Stellungnahme, die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen könnten zu  Ertragseinbußen von bis zu 10% bei Raps und Getreide, von 30 % bei Zuckerrüben und 50 % bei Mais führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/letter_from_the_european_crop_protection_association_to_commissioner_john_dalli_13th_june_2012.pdf Schreiben an Kommissar Dalli vom 13. Juni 2012, Webseite CEO]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 2013 hat die EU-Kommission nach Angaben von Greenpeace die 3 schlimmsten bienenschädlichen Neonicotinoide in allen 27 Mitgliedstaaten teilweise verboten – allerdings nur vorübergehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ab 2012: Lobbying bei [[TTIP]] ===&lt;br /&gt;
Die für die Verhandlungen zuständige Generaldirektion Handel der [[EU-Kommission]] forderte die ECPA möglichst gemeinsam mit ihrem US-Partnerverband [[CropLife America]]  in einer E-Mail vom 26. Oktober 2012 dazu auf , die positiven Auswirkungen des TTIP darzulegen: &amp;quot;''I would thus encourage you to share with us your innovative ideas as to the possible improvements that could be made in the context of a trade agreement''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/email-to-ecpa.pdf E-mail von Geraldine Emberger an Friedhelm Schmider, veröffentlicht auf der Webseite von CEO], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später reichte EPCA gemeinsam mit [[CropLife America]] die erbetene Stellungnahme ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/enterprise/policies/international/cooperating-governments/usa/jobs-growth/files/consultation/regulation/ecpa-cla-comments_en.pdf Schreiben von CropLife und ECP vom 13. November 2012,  veröffentlicht auf der Webseite von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Inhaltlich wird dabei der Fokus unter anderem auf die Harmonisierung von Bestimmungen zu Pestizid-Rückständen in Nahrungsmitteln gelegt sowie der Wunsch nach einer regulatorischen Kooperation zum Ausdruck gebracht. Die Verwirklichung beider Vorschläge hätte einen Verlust der höheren europäischen Standards zur Folge. &lt;br /&gt;
Das Niveau der erlaubten Pestizid-Rückstände in Nahrungsmitteln beträgt in den USA in einigen Fällen sogar das Hundertfache der erlaubten Höhe in der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/sustainable-business/2015/jan/07/ttip-trade-agreement-pesticides-toxics-health-environment Report: transatlantic trade agreement could increase toxic pesticide use], Guardian, Elizabeth Grossman, Januar 2015, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen Januar 2012 und Februar 2014 nahm ECPA an fünf und CropLife America an zwei Treffen der EU-Verhandlungsführer zu TTIP teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls CEO, Dataset for info-graphics on TTIP lobbying, for period Jan 2012 to Feb 2014], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Team===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Teams sind [http://www.ecpa.eu/content/about-ecpa hier] abrufbar. Zu ihnen gehören u.a.:&lt;br /&gt;
*Martin Dawkins (Präsident), ehemaliger Leiter der Regionalabteilung Europa, Naher Osten und Afrika für Bayer CropScience&lt;br /&gt;
*Jean-Charles Bocquet (Generaldirektor), ehemaliger Generaldirektor des französischen Pestizidverbandes&lt;br /&gt;
*Aurélie Dhaussy (Regulatory Affairs Manager)&lt;br /&gt;
*Euros Jones (Director Regulatory Affairs)&lt;br /&gt;
*Jess O'Flynn (Governmental Affairs Manager)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den Mitgliedern gehören alle europäischen Großunternehmen und alle nationalen Verbände, die im Bereich der Agrochemie tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [http://www.ecpa.eu/our-network Unternehmensmitgliedern] gehören: [[BASF]], [[Bayer]] [[CropScience]], Dow AgroSciences, DuPont, ADAMA, [[Monsanto]] Europe und [[Syngenta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die assoziierten und mittelständischen Unternehmensmitglieder sind auf der [http://www.ecpa.eu/page/our-network Website] von ECPA abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der deutsche [[Industrieverband Agrar]] e.V. ist in dem Netzwerk vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Die ECPA ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
* [[CropLife International]]&lt;br /&gt;
* [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC)&lt;br /&gt;
* [[European Initiative for Substainable Development in Agriculture]] (EISA)&lt;br /&gt;
* [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppe der EU-Kommission]]: &amp;quot;Advisory Group on the Food Chain, Animal Health and Plant Health&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=groupDetail.groupDetail&amp;amp;groupID=860  Name:&lt;br /&gt;
Advisory Group on the Food Chain and Animal and Plant Health (E00860)] Register der Expertengruppen der EU-Kommission, abgerufen am 20.01.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing]] (EPPA)&lt;br /&gt;
* [[Knowledge4Innovation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Allerdings stellt diese Summe nur einen Teil des Gesamtbudgets dar. Das verbleibende Budget wird unter anderem auf das Erstellen von Analysen, auf beratende Tätigkeiten und auf die Organisation von Veranstaltungen verwendet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0649790813-47&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true&lt;br /&gt;
, EU-Transparenzregister], abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Ihr Tätigkeitsschwerpunkt besteht darin, die europäische Gesetzgebung und Verwaltungspraxis über Kontakte zur EU-Kommission und zu EU-Parlamentariern im Interesse ihrer Mitglieder auszugestalten. Laut Eintrag im Transparenz-Register der EU beschäftigt die ECPA 12 Lobbyisten, von denen 4 für den Zugang zu Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil im Transparenz-Register], Webseite abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Crop_Protection_Association&amp;diff=38054</id>
		<title>European Crop Protection Association</title>
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		<updated>2016-09-27T12:03:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Lobbystrategien und Einfluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Crop Protection Association (ECPA)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Förderung der agrochemischen Industrie in Europa&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. Van Nieuwenhuyse B-1160 Brussels Belgium&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue E. Van Nieuwenhuyse, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ecpa.eu www.ecpa.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''European Crop Protection Association''' (ECPA) ist der europäische Verband der agrochemischen Industrie (Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung, Biotechnologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
ECPA ist der europäische Interessenverband von multinationalen Pestizidherstellern wie Syngenta, Monsanto, Bayer CropScience oder Dow AgroSciences. &lt;br /&gt;
Er tritt für weniger scharfe Pflanzenschutzmittelauflagen ein und betreibt aggressiven Lobbyismus, um seine Interessen durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband verfügt über eine erhebliche Präsenz bei den EU-Organen und ist Mitglied einer großen Anzahl von beratenden Ausschüssen im Agrar-, Gesundheits-, Handels-, Wachstums- und Umweltbereich. Weiterhin gehört er drei Sachverständigengruppen der EU-Kommission an und der Interfraktionellen Arbeitsgruppe ([[Intergroups]]) des Europäischen Parlamentes zu „Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Biodiversität“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECPA ist personell gut vernetzt, denn einige der Mitarbeiter traten bereits durch die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft: Ehemalige Angestellte der EU-Institutionen sind nun Pestizidlobbyisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pestizid-Lobby sponsert das Brüsseler Politik-Magazin Politico, die damit werben, das meist gelesenste Medium der EU-Entscheidungsträger zu sein. &lt;br /&gt;
In den Artikeln des Lobbyverbandes wird das europäische Vorsorgeprinzip diskreditiert und Pestizide als Garanten für die Sicherstellung der Welternährung dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/author/ecpa/ Politico], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Strategie der Pestizid-Lobby besteht darin, auf agrarfreundliche EU-Mitgliedsstaaten Einfluss auszuüben, sodass diese ihrerseits die europäische Gesetzgebung nach den Interessen der Industrie ausgestalten. So fokussierte sich ECPA in der Vergangenheit insbesondere auf Großbritannien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://theferret.scot/bid-block-ban-gender-bender-pesticides/ Bid to block ban on controversial pesticides], The Ferret, März 2016, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012: Kampagne gegen ein Teilverbot von Bienenkiller-Pestiziden===&lt;br /&gt;
Anfang 2012 hatten mehrere unabhängige Studien die Gefahr der Insektengifte der Neonicotinoiden für Bienen belegt.&lt;br /&gt;
Neonicotinoide schädigen das zentrale Nervensystem der Tiere und haben oft tödliche Folgen für ganze Bienenvölker.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.greenpeace.de/kampagnen/bienen Kampagne &amp;quot;Pestizide töten Bienen Die Bienen brauchen unsere Hilfe], Webseite Greenpeace, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mehrere EU-Regierungen hatten daraufhin entsprechende Schutzmaßnahmen gefordert. Die [[EU-Kommission]] beauftragte die [[European Food Safety Authority]] (EFSA), zu diesem Thema Stellung zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/agribusiness/2013/04/pesticides-against-pollinators Recherche von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY &amp;quot;Pesticides against pollinators&amp;quot;, 11. April 2013, Corporate Europe Observatory], Webseite CEO, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EFSA empfahl ein Teilverbot für Neonicotinoide.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf reagierte die Pestizid-Industrie mit einer Kampagne unter Federführung der Hersteller [[Bayer]] und [[Syngenta]] sowie der ECPA, in der die Aussagekraft der unabhängigen Studien in Frage gestellt und unrealistisch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft beschworen wurden. Die Kampagne wurde mit angeblich unabhängigen Studien wirtschaftsnaher Institute unterfüttert. Die ECPA behauptete in einer Stellungnahme, die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen könnten zu  Ertragseinbußen von bis zu 10% bei Raps und Getreide, von 30 % bei Zuckerrüben und 50 % bei Mais führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/letter_from_the_european_crop_protection_association_to_commissioner_john_dalli_13th_june_2012.pdf Schreiben an Kommissar Dalli vom 13. Juni 2012, Webseite CEO]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 2013 hat die EU-Kommission nach Angaben von Greenpeace die 3 schlimmsten bienenschädlichen Neonicotinoide in allen 27 Mitgliedstaaten teilweise verboten – allerdings nur vorübergehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: EU-Kommission fordert ECPA zu positiver Stellungnahme zum Freihandelsabommen [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) auf===&lt;br /&gt;
Die für die Verhandlungen zuständige Generaldirektion Handel der [[EU-Kommission]] hat die ECPA mit E-mail vom 26. Oktober 2012 aufgefordert, die positiven Auswirkungen des TTIP - möglichst gemeinsam mit ihrem US-Partnerverband [[CropLife America]] - darzulegen: &amp;quot;''I would thus encourage you to share with us your innovative ideas as to the possible improvements that could be made in the context of a trade agreement''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/email-to-ecpa.pdf E-mail von Geraldine Emberger an Friedhelm Schmider, veröffentlicht auf der Webseite von CEO], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später reichte EPCA gemeinsam mit [[CropLife America]] die erbetene Stellungnahme ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/enterprise/policies/international/cooperating-governments/usa/jobs-growth/files/consultation/regulation/ecpa-cla-comments_en.pdf Schreiben von CropLife und ECP vom 13. November 2012,  veröffentlicht auf der Webseite von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Team===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Teams sind [http://www.ecpa.eu/content/about-ecpa hier] abrufbar. Zu ihnen gehören u.a.:&lt;br /&gt;
*Martin Dawkins (Präsident), ehemaliger Leiter der Regionalabteilung Europa, Naher Osten und Afrika für Bayer CropScience&lt;br /&gt;
*Jean-Charles Bocquet (Generaldirektor), ehemaliger Generaldirektor des französischen Pestizidverbandes&lt;br /&gt;
*Aurélie Dhaussy (Regulatory Affairs Manager)&lt;br /&gt;
*Euros Jones (Director Regulatory Affairs)&lt;br /&gt;
*Jess O'Flynn (Governmental Affairs Manager)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den Mitgliedern gehören alle europäischen Großunternehmen und alle nationalen Verbände, die im Bereich der Agrochemie tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [http://www.ecpa.eu/our-network Unternehmensmitgliedern] gehören: [[BASF]], [[Bayer]] [[CropScience]], Dow AgroSciences, DuPont, ADAMA, [[Monsanto]] Europe und [[Syngenta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die assoziierten und mittelständischen Unternehmensmitglieder sind auf der [http://www.ecpa.eu/page/our-network Website] von ECPA abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der deutsche [[Industrieverband Agrar]] e.V. ist in dem Netzwerk vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Die ECPA ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
* [[CropLife International]]&lt;br /&gt;
* [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC)&lt;br /&gt;
* [[European Initiative for Substainable Development in Agriculture]] (EISA)&lt;br /&gt;
* [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppe der EU-Kommission]]: &amp;quot;Advisory Group on the Food Chain, Animal Health and Plant Health&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=groupDetail.groupDetail&amp;amp;groupID=860  Name:&lt;br /&gt;
Advisory Group on the Food Chain and Animal and Plant Health (E00860)] Register der Expertengruppen der EU-Kommission, abgerufen am 20.01.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing]] (EPPA)&lt;br /&gt;
* [[Knowledge4Innovation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Allerdings stellt diese Summe nur einen Teil des Gesamtbudgets dar. Das verbleibende Budget wird unter anderem auf das Erstellen von Analysen, auf beratende Tätigkeiten und auf die Organisation von Veranstaltungen verwendet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0649790813-47&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true&lt;br /&gt;
, EU-Transparenzregister], abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Ihr Tätigkeitsschwerpunkt besteht darin, die europäische Gesetzgebung und Verwaltungspraxis über Kontakte zur EU-Kommission und zu EU-Parlamentariern im Interesse ihrer Mitglieder auszugestalten. Laut Eintrag im Transparenz-Register der EU beschäftigt die ECPA 12 Lobbyisten, von denen 4 für den Zugang zu Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil im Transparenz-Register], Webseite abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Crop_Protection_Association&amp;diff=38053</id>
		<title>European Crop Protection Association</title>
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		<updated>2016-09-27T12:02:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Lobbystrategien und Einfluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Crop Protection Association (ECPA)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Förderung der agrochemischen Industrie in Europa&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. Van Nieuwenhuyse B-1160 Brussels Belgium&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue E. Van Nieuwenhuyse, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ecpa.eu www.ecpa.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''European Crop Protection Association''' (ECPA) ist der europäische Verband der agrochemischen Industrie (Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung, Biotechnologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
ECPA ist der europäische Interessenverband von multinationalen Pestizidherstellern wie Syngenta, Monsanto, Bayer CropScience oder Dow AgroSciences. &lt;br /&gt;
Er tritt für weniger scharfe Pflanzenschutzmittelauflagen ein und betreibt aggressiven Lobbyismus, um seine Interessen durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband verfügt über eine erhebliche Präsenz bei den EU-Organen und ist Mitglied einer großen Anzahl von beratenden Ausschüssen im Agrar-, Gesundheits-, Handels-, Wachstums- und Umweltbereich. Weiterhin gehört er drei Sachverständigengruppen der EU-Kommission an und der Interfraktionellen Arbeitsgruppe ([Intergroups]) des Europäischen Parlamentes zu „Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Biodiversität“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECPA ist personell gut vernetzt, denn einige der Mitarbeiter traten bereits durch die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft: Ehemalige Angestellte der EU-Institutionen sind nun Pestizidlobbyisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pestizid-Lobby sponsert das Brüsseler Politik-Magazin Politico, die damit werben, das meist gelesenste Medium der EU-Entscheidungsträger zu sein. &lt;br /&gt;
In den Artikeln des Lobbyverbandes wird das europäische Vorsorgeprinzip diskreditiert und Pestizide als Garanten für die Sicherstellung der Welternährung dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/author/ecpa/ Politico], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Strategie der Pestizid-Lobby besteht darin, auf agrarfreundliche EU-Mitgliedsstaaten Einfluss auszuüben, sodass diese ihrerseits die europäische Gesetzgebung nach den Interessen der Industrie ausgestalten. So fokussierte sich ECPA in der Vergangenheit insbesondere auf Großbritannien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://theferret.scot/bid-block-ban-gender-bender-pesticides/ Bid to block ban on controversial pesticides], The Ferret, März 2016, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012: Kampagne gegen ein Teilverbot von Bienenkiller-Pestiziden===&lt;br /&gt;
Anfang 2012 hatten mehrere unabhängige Studien die Gefahr der Insektengifte der Neonicotinoiden für Bienen belegt.&lt;br /&gt;
Neonicotinoide schädigen das zentrale Nervensystem der Tiere und haben oft tödliche Folgen für ganze Bienenvölker.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.greenpeace.de/kampagnen/bienen Kampagne &amp;quot;Pestizide töten Bienen Die Bienen brauchen unsere Hilfe], Webseite Greenpeace, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mehrere EU-Regierungen hatten daraufhin entsprechende Schutzmaßnahmen gefordert. Die [[EU-Kommission]] beauftragte die [[European Food Safety Authority]] (EFSA), zu diesem Thema Stellung zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/agribusiness/2013/04/pesticides-against-pollinators Recherche von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY &amp;quot;Pesticides against pollinators&amp;quot;, 11. April 2013, Corporate Europe Observatory], Webseite CEO, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EFSA empfahl ein Teilverbot für Neonicotinoide.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf reagierte die Pestizid-Industrie mit einer Kampagne unter Federführung der Hersteller [[Bayer]] und [[Syngenta]] sowie der ECPA, in der die Aussagekraft der unabhängigen Studien in Frage gestellt und unrealistisch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft beschworen wurden. Die Kampagne wurde mit angeblich unabhängigen Studien wirtschaftsnaher Institute unterfüttert. Die ECPA behauptete in einer Stellungnahme, die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen könnten zu  Ertragseinbußen von bis zu 10% bei Raps und Getreide, von 30 % bei Zuckerrüben und 50 % bei Mais führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/letter_from_the_european_crop_protection_association_to_commissioner_john_dalli_13th_june_2012.pdf Schreiben an Kommissar Dalli vom 13. Juni 2012, Webseite CEO]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 2013 hat die EU-Kommission nach Angaben von Greenpeace die 3 schlimmsten bienenschädlichen Neonicotinoide in allen 27 Mitgliedstaaten teilweise verboten – allerdings nur vorübergehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: EU-Kommission fordert ECPA zu positiver Stellungnahme zum Freihandelsabommen [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) auf===&lt;br /&gt;
Die für die Verhandlungen zuständige Generaldirektion Handel der [[EU-Kommission]] hat die ECPA mit E-mail vom 26. Oktober 2012 aufgefordert, die positiven Auswirkungen des TTIP - möglichst gemeinsam mit ihrem US-Partnerverband [[CropLife America]] - darzulegen: &amp;quot;''I would thus encourage you to share with us your innovative ideas as to the possible improvements that could be made in the context of a trade agreement''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/email-to-ecpa.pdf E-mail von Geraldine Emberger an Friedhelm Schmider, veröffentlicht auf der Webseite von CEO], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später reichte EPCA gemeinsam mit [[CropLife America]] die erbetene Stellungnahme ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/enterprise/policies/international/cooperating-governments/usa/jobs-growth/files/consultation/regulation/ecpa-cla-comments_en.pdf Schreiben von CropLife und ECP vom 13. November 2012,  veröffentlicht auf der Webseite von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Team===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Teams sind [http://www.ecpa.eu/content/about-ecpa hier] abrufbar. Zu ihnen gehören u.a.:&lt;br /&gt;
*Martin Dawkins (Präsident), ehemaliger Leiter der Regionalabteilung Europa, Naher Osten und Afrika für Bayer CropScience&lt;br /&gt;
*Jean-Charles Bocquet (Generaldirektor), ehemaliger Generaldirektor des französischen Pestizidverbandes&lt;br /&gt;
*Aurélie Dhaussy (Regulatory Affairs Manager)&lt;br /&gt;
*Euros Jones (Director Regulatory Affairs)&lt;br /&gt;
*Jess O'Flynn (Governmental Affairs Manager)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den Mitgliedern gehören alle europäischen Großunternehmen und alle nationalen Verbände, die im Bereich der Agrochemie tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [http://www.ecpa.eu/our-network Unternehmensmitgliedern] gehören: [[BASF]], [[Bayer]] [[CropScience]], Dow AgroSciences, DuPont, ADAMA, [[Monsanto]] Europe und [[Syngenta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die assoziierten und mittelständischen Unternehmensmitglieder sind auf der [http://www.ecpa.eu/page/our-network Website] von ECPA abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der deutsche [[Industrieverband Agrar]] e.V. ist in dem Netzwerk vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Die ECPA ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
* [[CropLife International]]&lt;br /&gt;
* [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC)&lt;br /&gt;
* [[European Initiative for Substainable Development in Agriculture]] (EISA)&lt;br /&gt;
* [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppe der EU-Kommission]]: &amp;quot;Advisory Group on the Food Chain, Animal Health and Plant Health&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=groupDetail.groupDetail&amp;amp;groupID=860  Name:&lt;br /&gt;
Advisory Group on the Food Chain and Animal and Plant Health (E00860)] Register der Expertengruppen der EU-Kommission, abgerufen am 20.01.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing]] (EPPA)&lt;br /&gt;
* [[Knowledge4Innovation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Allerdings stellt diese Summe nur einen Teil des Gesamtbudgets dar. Das verbleibende Budget wird unter anderem auf das Erstellen von Analysen, auf beratende Tätigkeiten und auf die Organisation von Veranstaltungen verwendet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0649790813-47&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true&lt;br /&gt;
, EU-Transparenzregister], abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Ihr Tätigkeitsschwerpunkt besteht darin, die europäische Gesetzgebung und Verwaltungspraxis über Kontakte zur EU-Kommission und zu EU-Parlamentariern im Interesse ihrer Mitglieder auszugestalten. Laut Eintrag im Transparenz-Register der EU beschäftigt die ECPA 12 Lobbyisten, von denen 4 für den Zugang zu Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil im Transparenz-Register], Webseite abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Crop_Protection_Association&amp;diff=38052</id>
		<title>European Crop Protection Association</title>
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		<updated>2016-09-27T12:02:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Lobbystrategien und Einfluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Crop Protection Association (ECPA)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Förderung der agrochemischen Industrie in Europa&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. Van Nieuwenhuyse B-1160 Brussels Belgium&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue E. Van Nieuwenhuyse, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ecpa.eu www.ecpa.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''European Crop Protection Association''' (ECPA) ist der europäische Verband der agrochemischen Industrie (Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung, Biotechnologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
ECPA ist der europäische Interessenverband von multinationalen Pestizidherstellern wie Syngenta, Monsanto, Bayer CropScience oder Dow AgroSciences. &lt;br /&gt;
Er tritt für weniger scharfe Pflanzenschutzmittelauflagen ein und betreibt aggressiven Lobbyismus, um seine Interessen durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband verfügt über eine erhebliche Präsenz bei den EU-Organen und ist Mitglied einer großen Anzahl von beratenden Ausschüssen im Agrar-, Gesundheits-, Handels-, Wachstums- und Umweltbereich. Weiterhin gehört er drei Sachverständigengruppen der EU-Kommission an und der Interfraktionellen Arbeitsgruppe ([Intergroup]) des Europäischen Parlamentes zu „Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Biodiversität“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECPA ist personell gut vernetzt, denn einige der Mitarbeiter traten bereits durch die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft: Ehemalige Angestellte der EU-Institutionen sind nun Pestizidlobbyisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pestizid-Lobby sponsert das Brüsseler Politik-Magazin Politico, die damit werben, das meist gelesenste Medium der EU-Entscheidungsträger zu sein. &lt;br /&gt;
In den Artikeln des Lobbyverbandes wird das europäische Vorsorgeprinzip diskreditiert und Pestizide als Garanten für die Sicherstellung der Welternährung dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/author/ecpa/ Politico], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Strategie der Pestizid-Lobby besteht darin, auf agrarfreundliche EU-Mitgliedsstaaten Einfluss auszuüben, sodass diese ihrerseits die europäische Gesetzgebung nach den Interessen der Industrie ausgestalten. So fokussierte sich ECPA in der Vergangenheit insbesondere auf Großbritannien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://theferret.scot/bid-block-ban-gender-bender-pesticides/ Bid to block ban on controversial pesticides], The Ferret, März 2016, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012: Kampagne gegen ein Teilverbot von Bienenkiller-Pestiziden===&lt;br /&gt;
Anfang 2012 hatten mehrere unabhängige Studien die Gefahr der Insektengifte der Neonicotinoiden für Bienen belegt.&lt;br /&gt;
Neonicotinoide schädigen das zentrale Nervensystem der Tiere und haben oft tödliche Folgen für ganze Bienenvölker.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.greenpeace.de/kampagnen/bienen Kampagne &amp;quot;Pestizide töten Bienen Die Bienen brauchen unsere Hilfe], Webseite Greenpeace, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mehrere EU-Regierungen hatten daraufhin entsprechende Schutzmaßnahmen gefordert. Die [[EU-Kommission]] beauftragte die [[European Food Safety Authority]] (EFSA), zu diesem Thema Stellung zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/agribusiness/2013/04/pesticides-against-pollinators Recherche von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY &amp;quot;Pesticides against pollinators&amp;quot;, 11. April 2013, Corporate Europe Observatory], Webseite CEO, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EFSA empfahl ein Teilverbot für Neonicotinoide.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf reagierte die Pestizid-Industrie mit einer Kampagne unter Federführung der Hersteller [[Bayer]] und [[Syngenta]] sowie der ECPA, in der die Aussagekraft der unabhängigen Studien in Frage gestellt und unrealistisch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft beschworen wurden. Die Kampagne wurde mit angeblich unabhängigen Studien wirtschaftsnaher Institute unterfüttert. Die ECPA behauptete in einer Stellungnahme, die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen könnten zu  Ertragseinbußen von bis zu 10% bei Raps und Getreide, von 30 % bei Zuckerrüben und 50 % bei Mais führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/letter_from_the_european_crop_protection_association_to_commissioner_john_dalli_13th_june_2012.pdf Schreiben an Kommissar Dalli vom 13. Juni 2012, Webseite CEO]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 2013 hat die EU-Kommission nach Angaben von Greenpeace die 3 schlimmsten bienenschädlichen Neonicotinoide in allen 27 Mitgliedstaaten teilweise verboten – allerdings nur vorübergehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: EU-Kommission fordert ECPA zu positiver Stellungnahme zum Freihandelsabommen [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) auf===&lt;br /&gt;
Die für die Verhandlungen zuständige Generaldirektion Handel der [[EU-Kommission]] hat die ECPA mit E-mail vom 26. Oktober 2012 aufgefordert, die positiven Auswirkungen des TTIP - möglichst gemeinsam mit ihrem US-Partnerverband [[CropLife America]] - darzulegen: &amp;quot;''I would thus encourage you to share with us your innovative ideas as to the possible improvements that could be made in the context of a trade agreement''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/email-to-ecpa.pdf E-mail von Geraldine Emberger an Friedhelm Schmider, veröffentlicht auf der Webseite von CEO], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später reichte EPCA gemeinsam mit [[CropLife America]] die erbetene Stellungnahme ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/enterprise/policies/international/cooperating-governments/usa/jobs-growth/files/consultation/regulation/ecpa-cla-comments_en.pdf Schreiben von CropLife und ECP vom 13. November 2012,  veröffentlicht auf der Webseite von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Team===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Teams sind [http://www.ecpa.eu/content/about-ecpa hier] abrufbar. Zu ihnen gehören u.a.:&lt;br /&gt;
*Martin Dawkins (Präsident), ehemaliger Leiter der Regionalabteilung Europa, Naher Osten und Afrika für Bayer CropScience&lt;br /&gt;
*Jean-Charles Bocquet (Generaldirektor), ehemaliger Generaldirektor des französischen Pestizidverbandes&lt;br /&gt;
*Aurélie Dhaussy (Regulatory Affairs Manager)&lt;br /&gt;
*Euros Jones (Director Regulatory Affairs)&lt;br /&gt;
*Jess O'Flynn (Governmental Affairs Manager)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den Mitgliedern gehören alle europäischen Großunternehmen und alle nationalen Verbände, die im Bereich der Agrochemie tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [http://www.ecpa.eu/our-network Unternehmensmitgliedern] gehören: [[BASF]], [[Bayer]] [[CropScience]], Dow AgroSciences, DuPont, ADAMA, [[Monsanto]] Europe und [[Syngenta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die assoziierten und mittelständischen Unternehmensmitglieder sind auf der [http://www.ecpa.eu/page/our-network Website] von ECPA abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der deutsche [[Industrieverband Agrar]] e.V. ist in dem Netzwerk vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Die ECPA ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
* [[CropLife International]]&lt;br /&gt;
* [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC)&lt;br /&gt;
* [[European Initiative for Substainable Development in Agriculture]] (EISA)&lt;br /&gt;
* [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppe der EU-Kommission]]: &amp;quot;Advisory Group on the Food Chain, Animal Health and Plant Health&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=groupDetail.groupDetail&amp;amp;groupID=860  Name:&lt;br /&gt;
Advisory Group on the Food Chain and Animal and Plant Health (E00860)] Register der Expertengruppen der EU-Kommission, abgerufen am 20.01.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing]] (EPPA)&lt;br /&gt;
* [[Knowledge4Innovation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Allerdings stellt diese Summe nur einen Teil des Gesamtbudgets dar. Das verbleibende Budget wird unter anderem auf das Erstellen von Analysen, auf beratende Tätigkeiten und auf die Organisation von Veranstaltungen verwendet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0649790813-47&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true&lt;br /&gt;
, EU-Transparenzregister], abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Ihr Tätigkeitsschwerpunkt besteht darin, die europäische Gesetzgebung und Verwaltungspraxis über Kontakte zur EU-Kommission und zu EU-Parlamentariern im Interesse ihrer Mitglieder auszugestalten. Laut Eintrag im Transparenz-Register der EU beschäftigt die ECPA 12 Lobbyisten, von denen 4 für den Zugang zu Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil im Transparenz-Register], Webseite abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Crop_Protection_Association&amp;diff=38051</id>
		<title>European Crop Protection Association</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Crop_Protection_Association&amp;diff=38051"/>
		<updated>2016-09-27T12:01:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Lobbystrategien und Einfluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Crop Protection Association (ECPA)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Förderung der agrochemischen Industrie in Europa&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. Van Nieuwenhuyse B-1160 Brussels Belgium&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue E. Van Nieuwenhuyse, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ecpa.eu www.ecpa.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''European Crop Protection Association''' (ECPA) ist der europäische Verband der agrochemischen Industrie (Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung, Biotechnologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
ECPA ist der europäische Interessenverband von multinationalen Pestizidherstellern wie Syngenta, Monsanto, Bayer CropScience oder Dow AgroSciences. &lt;br /&gt;
Er tritt für weniger scharfe Pflanzenschutzmittelauflagen ein und betreibt aggressiven Lobbyismus, um seine Interessen durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband verfügt über eine erhebliche Präsenz bei den EU-Organen und ist Mitglied einer großen Anzahl von beratenden Ausschüssen im Agrar-, Gesundheits-, Handels-, Wachstums- und Umweltbereich. Weiterhin gehört er drei Sachverständigengruppen der EU-Kommission an und der Interfraktionellen Arbeitsgruppe ([[Intergroup]]]) des Europäischen Parlamentes zu „Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Biodiversität“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECPA ist personell gut vernetzt, denn einige der Mitarbeiter traten bereits durch die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft: Ehemalige Angestellte der EU-Institutionen sind nun Pestizidlobbyisten.(Siehe #REDIRECT [[Team]]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pestizid-Lobby sponsert das Brüsseler Politik-Magazin Politico, die damit werben, das meist gelesenste Medium der EU-Entscheidungsträger zu sein. &lt;br /&gt;
In den Artikeln des Lobbyverbandes wird das europäische Vorsorgeprinzip diskreditiert und Pestizide als Garanten für die Sicherstellung der Welternährung dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/author/ecpa/ Politico], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Strategie der Pestizid-Lobby besteht darin, auf agrarfreundliche EU-Mitgliedsstaaten Einfluss auszuüben, sodass diese ihrerseits die europäische Gesetzgebung nach den Interessen der Industrie ausgestalten. So fokussierte sich ECPA in der Vergangenheit insbesondere auf Großbritannien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://theferret.scot/bid-block-ban-gender-bender-pesticides/ Bid to block ban on controversial pesticides], The Ferret, März 2016, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012: Kampagne gegen ein Teilverbot von Bienenkiller-Pestiziden===&lt;br /&gt;
Anfang 2012 hatten mehrere unabhängige Studien die Gefahr der Insektengifte der Neonicotinoiden für Bienen belegt.&lt;br /&gt;
Neonicotinoide schädigen das zentrale Nervensystem der Tiere und haben oft tödliche Folgen für ganze Bienenvölker.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.greenpeace.de/kampagnen/bienen Kampagne &amp;quot;Pestizide töten Bienen Die Bienen brauchen unsere Hilfe], Webseite Greenpeace, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mehrere EU-Regierungen hatten daraufhin entsprechende Schutzmaßnahmen gefordert. Die [[EU-Kommission]] beauftragte die [[European Food Safety Authority]] (EFSA), zu diesem Thema Stellung zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/agribusiness/2013/04/pesticides-against-pollinators Recherche von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY &amp;quot;Pesticides against pollinators&amp;quot;, 11. April 2013, Corporate Europe Observatory], Webseite CEO, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EFSA empfahl ein Teilverbot für Neonicotinoide.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf reagierte die Pestizid-Industrie mit einer Kampagne unter Federführung der Hersteller [[Bayer]] und [[Syngenta]] sowie der ECPA, in der die Aussagekraft der unabhängigen Studien in Frage gestellt und unrealistisch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft beschworen wurden. Die Kampagne wurde mit angeblich unabhängigen Studien wirtschaftsnaher Institute unterfüttert. Die ECPA behauptete in einer Stellungnahme, die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen könnten zu  Ertragseinbußen von bis zu 10% bei Raps und Getreide, von 30 % bei Zuckerrüben und 50 % bei Mais führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/letter_from_the_european_crop_protection_association_to_commissioner_john_dalli_13th_june_2012.pdf Schreiben an Kommissar Dalli vom 13. Juni 2012, Webseite CEO]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 2013 hat die EU-Kommission nach Angaben von Greenpeace die 3 schlimmsten bienenschädlichen Neonicotinoide in allen 27 Mitgliedstaaten teilweise verboten – allerdings nur vorübergehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: EU-Kommission fordert ECPA zu positiver Stellungnahme zum Freihandelsabommen [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) auf===&lt;br /&gt;
Die für die Verhandlungen zuständige Generaldirektion Handel der [[EU-Kommission]] hat die ECPA mit E-mail vom 26. Oktober 2012 aufgefordert, die positiven Auswirkungen des TTIP - möglichst gemeinsam mit ihrem US-Partnerverband [[CropLife America]] - darzulegen: &amp;quot;''I would thus encourage you to share with us your innovative ideas as to the possible improvements that could be made in the context of a trade agreement''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/email-to-ecpa.pdf E-mail von Geraldine Emberger an Friedhelm Schmider, veröffentlicht auf der Webseite von CEO], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später reichte EPCA gemeinsam mit [[CropLife America]] die erbetene Stellungnahme ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/enterprise/policies/international/cooperating-governments/usa/jobs-growth/files/consultation/regulation/ecpa-cla-comments_en.pdf Schreiben von CropLife und ECP vom 13. November 2012,  veröffentlicht auf der Webseite von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Team===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Teams sind [http://www.ecpa.eu/content/about-ecpa hier] abrufbar. Zu ihnen gehören u.a.:&lt;br /&gt;
*Martin Dawkins (Präsident), ehemaliger Leiter der Regionalabteilung Europa, Naher Osten und Afrika für Bayer CropScience&lt;br /&gt;
*Jean-Charles Bocquet (Generaldirektor), ehemaliger Generaldirektor des französischen Pestizidverbandes&lt;br /&gt;
*Aurélie Dhaussy (Regulatory Affairs Manager)&lt;br /&gt;
*Euros Jones (Director Regulatory Affairs)&lt;br /&gt;
*Jess O'Flynn (Governmental Affairs Manager)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den Mitgliedern gehören alle europäischen Großunternehmen und alle nationalen Verbände, die im Bereich der Agrochemie tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [http://www.ecpa.eu/our-network Unternehmensmitgliedern] gehören: [[BASF]], [[Bayer]] [[CropScience]], Dow AgroSciences, DuPont, ADAMA, [[Monsanto]] Europe und [[Syngenta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die assoziierten und mittelständischen Unternehmensmitglieder sind auf der [http://www.ecpa.eu/page/our-network Website] von ECPA abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der deutsche [[Industrieverband Agrar]] e.V. ist in dem Netzwerk vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Die ECPA ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
* [[CropLife International]]&lt;br /&gt;
* [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC)&lt;br /&gt;
* [[European Initiative for Substainable Development in Agriculture]] (EISA)&lt;br /&gt;
* [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppe der EU-Kommission]]: &amp;quot;Advisory Group on the Food Chain, Animal Health and Plant Health&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=groupDetail.groupDetail&amp;amp;groupID=860  Name:&lt;br /&gt;
Advisory Group on the Food Chain and Animal and Plant Health (E00860)] Register der Expertengruppen der EU-Kommission, abgerufen am 20.01.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing]] (EPPA)&lt;br /&gt;
* [[Knowledge4Innovation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Allerdings stellt diese Summe nur einen Teil des Gesamtbudgets dar. Das verbleibende Budget wird unter anderem auf das Erstellen von Analysen, auf beratende Tätigkeiten und auf die Organisation von Veranstaltungen verwendet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0649790813-47&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true&lt;br /&gt;
, EU-Transparenzregister], abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Ihr Tätigkeitsschwerpunkt besteht darin, die europäische Gesetzgebung und Verwaltungspraxis über Kontakte zur EU-Kommission und zu EU-Parlamentariern im Interesse ihrer Mitglieder auszugestalten. Laut Eintrag im Transparenz-Register der EU beschäftigt die ECPA 12 Lobbyisten, von denen 4 für den Zugang zu Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil im Transparenz-Register], Webseite abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Crop_Protection_Association&amp;diff=38050</id>
		<title>European Crop Protection Association</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Crop_Protection_Association&amp;diff=38050"/>
		<updated>2016-09-27T12:01:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Crop Protection Association (ECPA)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Förderung der agrochemischen Industrie in Europa&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. Van Nieuwenhuyse B-1160 Brussels Belgium&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue E. Van Nieuwenhuyse, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ecpa.eu www.ecpa.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''European Crop Protection Association''' (ECPA) ist der europäische Verband der agrochemischen Industrie (Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung, Biotechnologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
ECPA ist der europäische Interessenverband von multinationalen Pestizidherstellern wie Syngenta, Monsanto, Bayer CropScience oder Dow AgroSciences. &lt;br /&gt;
Er tritt für weniger scharfe Pflanzenschutzmittelauflagen ein und betreibt aggressiven Lobbyismus, um seine Interessen durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband verfügt über eine erhebliche Präsenz bei den EU-Organen und ist Mitglied einer großen Anzahl von beratenden Ausschüssen im Agrar-, Gesundheits-, Handels-, Wachstums- und Umweltbereich. Weiterhin gehört er drei Sachverständigengruppen der EU-Kommission an und der Interfraktionellen Arbeitsgruppe ([[Intergroup]]]) des Europäischen Parlamentes zu „Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Biodiversität“.&amp;lt;ref/&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECPA ist personell gut vernetzt, denn einige der Mitarbeiter traten bereits durch die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft: Ehemalige Angestellte der EU-Institutionen sind nun Pestizidlobbyisten.(Siehe #REDIRECT [[Team]]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pestizid-Lobby sponsert das Brüsseler Politik-Magazin Politico, die damit werben, das meist gelesenste Medium der EU-Entscheidungsträger zu sein. &lt;br /&gt;
In den Artikeln des Lobbyverbandes wird das europäische Vorsorgeprinzip diskreditiert und Pestizide als Garanten für die Sicherstellung der Welternährung dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/author/ecpa/ Politico], abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Strategie der Pestizid-Lobby besteht darin, auf agrarfreundliche EU-Mitgliedsstaaten Einfluss auszuüben, sodass diese ihrerseits die europäische Gesetzgebung nach den Interessen der Industrie ausgestalten. So fokussierte sich ECPA in der Vergangenheit insbesondere auf Großbritannien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://theferret.scot/bid-block-ban-gender-bender-pesticides/ Bid to block ban on controversial pesticides], The Ferret, März 2016, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012: Kampagne gegen ein Teilverbot von Bienenkiller-Pestiziden===&lt;br /&gt;
Anfang 2012 hatten mehrere unabhängige Studien die Gefahr der Insektengifte der Neonicotinoiden für Bienen belegt.&lt;br /&gt;
Neonicotinoide schädigen das zentrale Nervensystem der Tiere und haben oft tödliche Folgen für ganze Bienenvölker.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.greenpeace.de/kampagnen/bienen Kampagne &amp;quot;Pestizide töten Bienen Die Bienen brauchen unsere Hilfe], Webseite Greenpeace, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mehrere EU-Regierungen hatten daraufhin entsprechende Schutzmaßnahmen gefordert. Die [[EU-Kommission]] beauftragte die [[European Food Safety Authority]] (EFSA), zu diesem Thema Stellung zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/agribusiness/2013/04/pesticides-against-pollinators Recherche von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY &amp;quot;Pesticides against pollinators&amp;quot;, 11. April 2013, Corporate Europe Observatory], Webseite CEO, abgerufen am 18.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EFSA empfahl ein Teilverbot für Neonicotinoide.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf reagierte die Pestizid-Industrie mit einer Kampagne unter Federführung der Hersteller [[Bayer]] und [[Syngenta]] sowie der ECPA, in der die Aussagekraft der unabhängigen Studien in Frage gestellt und unrealistisch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft beschworen wurden. Die Kampagne wurde mit angeblich unabhängigen Studien wirtschaftsnaher Institute unterfüttert. Die ECPA behauptete in einer Stellungnahme, die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen könnten zu  Ertragseinbußen von bis zu 10% bei Raps und Getreide, von 30 % bei Zuckerrüben und 50 % bei Mais führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/letter_from_the_european_crop_protection_association_to_commissioner_john_dalli_13th_june_2012.pdf Schreiben an Kommissar Dalli vom 13. Juni 2012, Webseite CEO]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 2013 hat die EU-Kommission nach Angaben von Greenpeace die 3 schlimmsten bienenschädlichen Neonicotinoide in allen 27 Mitgliedstaaten teilweise verboten – allerdings nur vorübergehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: EU-Kommission fordert ECPA zu positiver Stellungnahme zum Freihandelsabommen [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) auf===&lt;br /&gt;
Die für die Verhandlungen zuständige Generaldirektion Handel der [[EU-Kommission]] hat die ECPA mit E-mail vom 26. Oktober 2012 aufgefordert, die positiven Auswirkungen des TTIP - möglichst gemeinsam mit ihrem US-Partnerverband [[CropLife America]] - darzulegen: &amp;quot;''I would thus encourage you to share with us your innovative ideas as to the possible improvements that could be made in the context of a trade agreement''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/email-to-ecpa.pdf E-mail von Geraldine Emberger an Friedhelm Schmider, veröffentlicht auf der Webseite von CEO], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später reichte EPCA gemeinsam mit [[CropLife America]] die erbetene Stellungnahme ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/enterprise/policies/international/cooperating-governments/usa/jobs-growth/files/consultation/regulation/ecpa-cla-comments_en.pdf Schreiben von CropLife und ECP vom 13. November 2012,  veröffentlicht auf der Webseite von CORPORATE EUROPE OBSERVATORY], Webseite abgerufen am 19. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Team===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Teams sind [http://www.ecpa.eu/content/about-ecpa hier] abrufbar. Zu ihnen gehören u.a.:&lt;br /&gt;
*Martin Dawkins (Präsident), ehemaliger Leiter der Regionalabteilung Europa, Naher Osten und Afrika für Bayer CropScience&lt;br /&gt;
*Jean-Charles Bocquet (Generaldirektor), ehemaliger Generaldirektor des französischen Pestizidverbandes&lt;br /&gt;
*Aurélie Dhaussy (Regulatory Affairs Manager)&lt;br /&gt;
*Euros Jones (Director Regulatory Affairs)&lt;br /&gt;
*Jess O'Flynn (Governmental Affairs Manager)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den Mitgliedern gehören alle europäischen Großunternehmen und alle nationalen Verbände, die im Bereich der Agrochemie tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [http://www.ecpa.eu/our-network Unternehmensmitgliedern] gehören: [[BASF]], [[Bayer]] [[CropScience]], Dow AgroSciences, DuPont, ADAMA, [[Monsanto]] Europe und [[Syngenta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die assoziierten und mittelständischen Unternehmensmitglieder sind auf der [http://www.ecpa.eu/page/our-network Website] von ECPA abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der deutsche [[Industrieverband Agrar]] e.V. ist in dem Netzwerk vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Die ECPA ist Mitglied in den folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
* [[CropLife International]]&lt;br /&gt;
* [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC)&lt;br /&gt;
* [[European Initiative for Substainable Development in Agriculture]] (EISA)&lt;br /&gt;
* [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppe der EU-Kommission]]: &amp;quot;Advisory Group on the Food Chain, Animal Health and Plant Health&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=groupDetail.groupDetail&amp;amp;groupID=860  Name:&lt;br /&gt;
Advisory Group on the Food Chain and Animal and Plant Health (E00860)] Register der Expertengruppen der EU-Kommission, abgerufen am 20.01.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing]] (EPPA)&lt;br /&gt;
* [[Knowledge4Innovation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Allerdings stellt diese Summe nur einen Teil des Gesamtbudgets dar. Das verbleibende Budget wird unter anderem auf das Erstellen von Analysen, auf beratende Tätigkeiten und auf die Organisation von Veranstaltungen verwendet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0649790813-47&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true&lt;br /&gt;
, EU-Transparenzregister], abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Ihr Tätigkeitsschwerpunkt besteht darin, die europäische Gesetzgebung und Verwaltungspraxis über Kontakte zur EU-Kommission und zu EU-Parlamentariern im Interesse ihrer Mitglieder auszugestalten. Laut Eintrag im Transparenz-Register der EU beschäftigt die ECPA 12 Lobbyisten, von denen 4 für den Zugang zu Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0711626572-26&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil im Transparenz-Register], Webseite abgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38049</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-27T11:44:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
Die  Beziehung zwischen EU-Kommission und dem ESF ist in vielen Bereichen so eng, dass in dem Zusammenhang auch von „reverse lobbying“ also umgekehrtem Lobbyismus gesprochen wird: Oft begann das Forum erst mit seiner Interessenvertretung gegenüber der Kommission, nachdem diese es dazu aufgefordert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab 2012: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Die enge Beziehung zwischen dem Forum und der Generaldirektion Handel der EU-Kommission spiegelt sich insbesondere in zwei Inhalten von TTIP wieder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die '''Liberalisierung von Dienstleistungen''': Das könnte zur Privatisierung und Verteuerung essentieller Bereiche der Gesundheitsversorgung führen. Auch werden dadurch weitere Deregulierungen des Finanzsektors ermöglicht, welche zur Instabilität des Wirtschaftssystem führen. Sowohl Lohnsenkungen als auch einer Verringerung von Arbeitnehmerrechten wird der Weg bereitet.&lt;br /&gt;
*Der '''Investitionsschutz''': Konzerne sollen Staaten vor privaten Schiedsgerichten auf Schadensersatz verklagen können, wenn diese unliebsame Entscheidungen fällen. Das ESF trat aggressiv für eine Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS) ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 2012 und 2014, der Vorbereitungsphase und dem Beginn der TTIP-Verhandlungen, fanden zahlreiche Treffen des ESF mit der EU-Generaldirektion Handel statt. Dazu gehörten 19 Lobby-Kontakte und 11 Treffen hinter verschlossenen Türen. Damit hatte das European Services Forum gemeinsam mit der Arbeitgeber-Lobby,  [[BusinessEurope]], die meisten Kontakte mit der GD Handel. &lt;br /&gt;
ESF traf sich auch mit dem Direktor für Dienstleistungen und Investitionen, Rupert Schlegelmilch. Das Forum erklärte später, dass „das Treffen von Rupert nachgefragt worden sei“. Er habe sich Impulse aus der Dienstleistungsbranche geben lassen wollen. Die Ansprache mit Vornamen zeugt erneut von der engen und informellen Beziehung des ESF zu den EU-Verhandlungsführern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls CEO, Dataset for info-graphics on TTIP lobbying, for period Jan 2012 to Feb 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den typischen Veranstaltungsformaten des ESF gehören die vierteljährlichen „Policy Committee Meetings“, bei welchen immer auch die Generaldirektion Handel vertreten ist. Alle sechs Monate sitzen dort auch hohe Beamte der EU-Mitgliedsstaaten mit am Tisch, die das ESF über den neusten Stand von verschiedenen Wirtschaftsverhandlungen aufklären.  Normalerweise enden die Gesprächsrunden mit einem Cocktailempfang.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2015/08/ESF-draft-v4-2014.pdf ESF-Broschüre 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zu dem einflussreichen Ausschuss für Handelspolitik (Trade Policy Committee, TPC), welcher die Kommission bei der Aushandlung von Handelsabkommen mit Drittländern oder in internationalen Organisationen berät, pflegt das ESF engen und informellen Kontakt.  Im März 2016 rief der Lobbyist Pascal Kerneis den Ausschuss dazu auf sich noch intensiver TTIP zu widmen.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Email to Trade Policy Committee Members from Pascal Kerneis, Subject: Fw: European Services industries Call for an ambitious TTIP, 18.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch der Vorsitzende des ESF, Sir Thomas Harris plädierte an EU-Handelskommissarin Malmström für ein ambitioniertes TTIP, welches andere Abkommen wie [[TiSA]], [[GPA]], oder [[TPP]] in ihrer Reichweichte übertreffen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Letter to Commissioner Malmström from Sir Thomas Harris, Subject: Call for an ambitious TTIP, 16.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Malmström versicherte der Dienstleistungslobby daraufhin, dass die Kommission das Streben nach einem ehrgeizigen Dienstleistungsabkommen und einer weiteren Liberalisierung des Sektors mit den Unternehmensvertretern teile.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/carol/index.cfm?fuseaction=download&amp;amp;documentId=090166e5a8392ad7&amp;amp;title=SIGNED_LETTER.pdf Commissioner Malmström, Letter to Sir Thomas Harris 20.04.2016] abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Im Juni 2016 formte das ESF gemeinsam mit anderen Verbänden und Konzernen die [[Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition]]. Zusammen mit [[TheCityUK]], der [[US-Handelskammer]], dem [[Trans-Atlantic Business Council]] und vielen anderen, tritt das Forum dort für eine '''regulatorische Kooperation''' zwischen der EU und den USA ein. Dabei fokussiert sich die Koalition insbesondere auf die Regulierungszusammenarbeit im Finanzsektor. Denn eben diese Branche wurde vonseiten der US-Regierung nach der Finanzkrise im Jahr 2008 verstärkt reguliert. Eine regulatorische Kooperation würde die amerikanischen Standards demnach vermutlich senken. Die US-Regierung verweigerte sich deshalb bis dato diese bezogen auf den Finanzsektor einzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.transatlanticbusiness.org/wp-content/uploads/2016/06/Transatlantic-Coalition-on-financial-services-7-June.pdf ESF et al, Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition: Financial Regulation in the TTIP, Juni 2016], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Politico Pro: Trans-Atlantic firms up ante on push for TTIP financial cooperation, Victoria Guida, 7.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Investitionsschutz''':&lt;br /&gt;
Einer der umstrittensten Inhalte von [[TTIP]] sind sie Bestimmungen zum Investorenschutz. Der Mechanismus der Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS) wurde von der Kommission geringfügig und medienwirksam in das Investment Court System (ICS) umgeändert. Inhaltlich geht es dennoch um dasselbe: Die Bestimmung soll Konzernen erlauben die EU und EU-Mitgliedsstaaten vor privaten Schiedsgerichten auf Entschädigung zu verklagen, sollte diese regulatorische Änderungen im Dienstleistungssektor vornehmen, welche die Profite der Unternehmen schmälern könnten. In der Vergangenheit waren bereits Regulierungen zu Höchstpreisen auf Wasser Grund für Klagen vor privaten Schiedsgerichten. &lt;br /&gt;
Das ESF argumentiert, dass  starke Bestimmungen zum Investitionsschutz in der EU ausländische Direktinvestitionen anziehen würden. Laut der Dienstleistungslobby führt deshalb der Investitionsschutz zur Schaffung von Arbeitsplätzen und wirtschaftlichen Wachstum.&amp;lt;ref&amp;gt;Leaked document from 8 October 2015, Dokument liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei gibt es in der EU und den EU-Mitgliedsstaaten bereits funktionierende Rechtssysteme, die die Notwendigkeit von privaten Schiedsgerichten in Frage stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-&lt;br /&gt;
trade/2014/07/ttip-debunking-business-propaganda-over-investor-rights TTIP: debunking the business propaganda over investor rights], CEO, Juli 2014, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organisationsstruktur und Personal ===&lt;br /&gt;
*'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: siehe Seitenwechsel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Vorsitzender des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
[[Tilmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
[[Pascal Kerneis]]: Mitglied der [[TTIP Advisory Group]], siehe Seitenwechsel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[Businesseurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt dieser auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] hin und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[Centre for European Policy Studies|CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Es war die Idee der EU-Kommission eine europaweite Interessenvertretung für den Dienstleistungssektor zu schaffen. Den Grund dafür lieferten die Verhandlungen der Welthandelsorganisation ([[WTO]]) zum General Agreement on Trade in Services ([[GATS]]). &lt;br /&gt;
Bei der konstituierenden Sitzung des European Services Forum im Januar 1999 bekannte der damalige EU-Handelskommissar [[Leon Brittan]], dass er künftig auf das Input und die Unterstützung des ESF zähle. Zusätzlich unterstrich er, dass er sich die Prioritäten der Dienstleistungslobby zur Verfolgung einer weiteren Liberalisierung des Handels zu Herzen nehmen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/pdfs/documents/speeches/splb0199.pdf Sir Leon Brittan, Speech at the ESF launching session, 26 January 1999], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Verhandlungsführer der EU-Generaldirektion Handel bemerkte, dass  „für die Kommission der Beitrag des ESF absolut entscheidend ist. Die Verhandlungspositionen die wir einnahmen, glichen wir zuvor mit dem ESF ab, sodass wir sicherstellen konnten, dass es seinen Bedürfnissen entsprach.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lietaert, Matthieu (2009): New strategy, new partnership. EU Commission and the City of London in trade in services policy, paper &lt;br /&gt;
prepared for the PSA annual conference, 7-9 April, Manchester, S.15, Übersetzung des Verfassers&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38048</id>
		<title>European Services Forum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38048"/>
		<updated>2016-09-27T11:43:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
Die  Beziehung zwischen EU-Kommission und dem ESF ist in vielen Bereichen so eng, dass in dem Zusammenhang auch von „reverse lobbying“ also umgekehrtem Lobbyismus gesprochen wird: Oft begann das Forum erst mit seiner Interessenvertretung gegenüber der Kommission, nachdem diese es dazu aufgefordert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab 2012: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Die enge Beziehung zwischen dem Forum und der Generaldirektion Handel der EU-Kommission spiegelt sich insbesondere in zwei Inhalten von TTIP wieder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die '''Liberalisierung von Dienstleistungen''': Das könnte zur Privatisierung und Verteuerung essentieller Bereiche der Gesundheitsversorgung führen. Auch werden dadurch weitere Deregulierungen des Finanzsektors ermöglicht, welche zur Instabilität des Wirtschaftssystem führen. Sowohl Lohnsenkungen als auch einer Verringerung von Arbeitnehmerrechten wird der Weg bereitet.&lt;br /&gt;
*Der '''Investitionsschutz''': Konzerne sollen Staaten vor privaten Schiedsgerichten auf Schadensersatz verklagen können, wenn diese unliebsame Entscheidungen fällen. Das ESF trat aggressiv für eine Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS) ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 2012 und 2014, der Vorbereitungsphase und dem Beginn der TTIP-Verhandlungen, fanden zahlreiche Treffen des ESF mit der EU-Generaldirektion Handel statt. Dazu gehörten 19 Lobby-Kontakte und 11 Treffen hinter verschlossenen Türen. Damit hatte das European Services Forum gemeinsam mit der Arbeitgeber-Lobby,  [[BusinessEurope]], die meisten Kontakte mit der GD Handel. &lt;br /&gt;
ESF traf sich auch mit dem Direktor für Dienstleistungen und Investitionen, Rupert Schlegelmilch. Das Forum erklärte später, dass „das Treffen von Rupert nachgefragt worden sei“. Er habe sich Impulse aus der Dienstleistungsbranche geben lassen wollen. Die Ansprache mit Vornamen zeugt erneut von der engen und informellen Beziehung des ESF zu den EU-Verhandlungsführern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls CEO, Dataset for info-graphics on TTIP lobbying, for period Jan 2012 to Feb 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den typischen Veranstaltungsformaten des ESF gehören die vierteljährlichen „Policy Committee Meetings“, bei welchen immer auch die Generaldirektion Handel vertreten ist. Alle sechs Monate sitzen dort auch hohe Beamte der EU-Mitgliedsstaaten mit am Tisch, die das ESF über den neusten Stand von verschiedenen Wirtschaftsverhandlungen aufklären.  Normalerweise enden die Gesprächsrunden mit einem Cocktailempfang.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2015/08/ESF-draft-v4-2014.pdf ESF-Broschüre 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zu dem einflussreichen Ausschuss für Handelspolitik (Trade Policy Committee, TPC), welcher die Kommission bei der Aushandlung von Handelsabkommen mit Drittländern oder in internationalen Organisationen berät, pflegt das ESF engen und informellen Kontakt.  Im März 2016 rief der Lobbyist Pascal Kerneis den Ausschuss dazu auf sich noch intensiver TTIP zu widmen.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Email to Trade Policy Committee Members from Pascal Kerneis, Subject: Fw: European Services industries Call for an ambitious TTIP, 18.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch der Vorsitzende des ESF, Sir Thomas Harris plädierte an EU-Handelskommissarin Malmström für ein ambitioniertes TTIP, welches andere Abkommen wie [[TiSA]], [[GPA]], oder [[TPP]] in ihrer Reichweichte übertreffen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Letter to Commissioner Malmström from Sir Thomas Harris, Subject: Call for an ambitious TTIP, 16.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Malmström versicherte der Dienstleistungslobby daraufhin, dass die Kommission das Streben nach einem ehrgeizigen Dienstleistungsabkommen und einer weiteren Liberalisierung des Sektors mit den Unternehmensvertretern teile.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/carol/index.cfm?fuseaction=download&amp;amp;documentId=090166e5a8392ad7&amp;amp;title=SIGNED_LETTER.pdf Commissioner Malmström, Letter to Sir Thomas Harris 20.04.2016] abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Im Juni 2016 formte das ESF gemeinsam mit anderen Verbänden und Konzernen die [[Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition]]. Zusammen mit [[TheCityUK]], der [[US-Handelskammer]], dem [[Trans-Atlantic Business Council]] und vielen anderen, tritt das Forum dort für eine '''regulatorische Kooperation''' zwischen der EU und den USA ein. Dabei fokussiert sich die Koalition insbesondere auf die Regulierungszusammenarbeit im Finanzsektor. Denn eben diese Branche wurde vonseiten der US-Regierung nach der Finanzkrise im Jahr 2008 verstärkt reguliert. Eine regulatorische Kooperation würde die amerikanischen Standards demnach vermutlich senken. Die US-Regierung verweigerte sich deshalb bis dato diese bezogen auf den Finanzsektor einzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.transatlanticbusiness.org/wp-content/uploads/2016/06/Transatlantic-Coalition-on-financial-services-7-June.pdf ESF et al, Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition: Financial Regulation in the TTIP, Juni 2016], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Politico Pro: Trans-Atlantic firms up ante on push for TTIP financial cooperation, Victoria Guida, 7.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Investitionsschutz''':&lt;br /&gt;
Einer der umstrittensten Inhalte von [[TTIP]] sind sie Bestimmungen zum Investorenschutz. Der Mechanismus der Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS) wurde von der Kommission geringfügig und medienwirksam in das Investment Court System (ICS) umgeändert. Inhaltlich geht es dennoch um dasselbe: Die Bestimmung soll Konzernen erlauben die EU und EU-Mitgliedsstaaten vor privaten Schiedsgerichten auf Entschädigung zu verklagen, sollte diese regulatorische Änderungen im Dienstleistungssektor vornehmen, welche die Profite der Unternehmen schmälern könnten. In der Vergangenheit waren bereits Regulierungen zu Höchstpreisen auf Wasser Grund für Klagen vor privaten Schiedsgerichten. &lt;br /&gt;
Das ESF argumentiert, dass  starke Bestimmungen zum Investitionsschutz in der EU ausländische Direktinvestitionen anziehen würden. Laut der Dienstleistungslobby führt deshalb der Investitionsschutz zur Schaffung von Arbeitsplätzen und wirtschaftlichen Wachstum.&amp;lt;ref&amp;gt;Leaked document from 8 October 2015, Dokument liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei gibt es in der EU und den EU-Mitgliedsstaaten bereits funktionierende Rechtssysteme, die die Notwendigkeit von privaten Schiedsgerichten in Frage stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-&lt;br /&gt;
trade/2014/07/ttip-debunking-business-propaganda-over-investor-rights TTIP: debunking the business propaganda over investor rights], CEO, Juli 2014, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: siehe Seitenwechsel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Vorsitzender des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
[[Tilmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
[[Pascal Kerneis]]: Mitglied der [[TTIP Advisory Group]], siehe Seitenwechsel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[Businesseurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt dieser auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] hin und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[Centre for European Policy Studies|CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Es war die Idee der EU-Kommission eine europaweite Interessenvertretung für den Dienstleistungssektor zu schaffen. Den Grund dafür lieferten die Verhandlungen der Welthandelsorganisation ([[WTO]]) zum General Agreement on Trade in Services ([[GATS]]). &lt;br /&gt;
Bei der konstituierenden Sitzung des European Services Forum im Januar 1999 bekannte der damalige EU-Handelskommissar [[Leon Brittan]], dass er künftig auf das Input und die Unterstützung des ESF zähle. Zusätzlich unterstrich er, dass er sich die Prioritäten der Dienstleistungslobby zur Verfolgung einer weiteren Liberalisierung des Handels zu Herzen nehmen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/pdfs/documents/speeches/splb0199.pdf Sir Leon Brittan, Speech at the ESF launching session, 26 January 1999], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Verhandlungsführer der EU-Generaldirektion Handel bemerkte, dass  „für die Kommission der Beitrag des ESF absolut entscheidend ist. Die Verhandlungspositionen die wir einnahmen, glichen wir zuvor mit dem ESF ab, sodass wir sicherstellen konnten, dass es seinen Bedürfnissen entsprach.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lietaert, Matthieu (2009): New strategy, new partnership. EU Commission and the City of London in trade in services policy, paper &lt;br /&gt;
prepared for the PSA annual conference, 7-9 April, Manchester, S.15, Übersetzung des Verfassers&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38047</id>
		<title>European Services Forum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38047"/>
		<updated>2016-09-27T11:17:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
Die  Beziehung zwischen EU-Kommission und dem ESF ist in vielen Bereichen so eng, dass in dem Zusammenhang auch von „reverse lobbying“ also umgekehrtem Lobbyismus gesprochen wird: Oft begann das Forum erst mit seiner Interessenvertretung gegenüber der Kommission, nachdem diese es dazu aufgefordert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab 2012: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Die enge Beziehung zwischen dem Forum und der Generaldirektion Handel der EU-Kommission spiegelt sich insbesondere in zwei Inhalten von TTIP wieder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die '''Liberalisierung von Dienstleistungen''': Das könnte zur Privatisierung und Verteuerung essentieller Bereiche der Gesundheitsversorgung führen. Auch werden dadurch weitere Deregulierungen des Finanzsektors ermöglicht, welche zur Instabilität des Wirtschaftssystem führen. Sowohl Lohnsenkungen als auch einer Verringerung von Arbeitnehmerrechten wird der Weg bereitet.&lt;br /&gt;
*Der '''Investitionsschutz''': Konzerne sollen Staaten vor privaten Schiedsgerichten auf Schadensersatz verklagen können, wenn diese unliebsame Entscheidungen fällen. Das ESF trat aggressiv für eine Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS) ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 2012 und 2014, der Vorbereitungsphase und dem Beginn der TTIP-Verhandlungen, fanden zahlreiche Treffen des ESF mit der EU-Generaldirektion Handel statt. Dazu gehörten 19 Lobby-Kontakte und 11 Treffen hinter verschlossenen Türen. Damit hatte das European Services Forum gemeinsam mit der Arbeitgeber-Lobby,  [[BusinessEurope]], die meisten Kontakte mit der GD Handel. &lt;br /&gt;
ESF traf sich auch mit dem Direktor für Dienstleistungen und Investitionen, Rupert Schlegelmilch. Das Forum erklärte später, dass „das Treffen von Rupert nachgefragt worden sei“. Er habe sich Impulse aus der Dienstleistungsbranche geben lassen wollen. Die Ansprache mit Vornamen zeugt erneut von der engen und informellen Beziehung des ESF zu den EU-Verhandlungsführern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls CEO, Dataset for info-graphics on TTIP lobbying, for period Jan 2012 to Feb 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den typischen Veranstaltungsformaten des ESF gehören die vierteljährlichen „Policy Committee Meetings“, bei welchen immer auch die Generaldirektion Handel vertreten ist. Alle sechs Monate sitzen dort auch hohe Beamte der EU-Mitgliedsstaaten mit am Tisch, die das ESF über den neusten Stand von verschiedenen Wirtschaftsverhandlungen aufklären.  Normalerweise enden die Gesprächsrunden mit einem Cocktailempfang.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2015/08/ESF-draft-v4-2014.pdf ESF-Broschüre 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zu dem einflussreichen Ausschuss für Handelspolitik (Trade Policy Committee, TPC), welcher die Kommission bei der Aushandlung von Handelsabkommen mit Drittländern oder in internationalen Organisationen berät, pflegt das ESF engen und informellen Kontakt.  Im März 2016 rief der Lobbyist Pascal Kerneis den Ausschuss dazu auf sich noch intensiver TTIP zu widmen.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Email to Trade Policy Committee Members from Pascal Kerneis, Subject: Fw: European Services industries Call for an ambitious TTIP, 18.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch der Vorsitzende des ESF, Sir Thomas Harris plädierte an EU-Handelskommissarin Malmström für ein ambitioniertes TTIP, welches andere Abkommen wie [[TiSA]], [[GPA]], oder [[TPP]] in ihrer Reichweichte übertreffen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Letter to Commissioner Malmström from Sir Thomas Harris, Subject: Call for an ambitious TTIP, 16.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Malmström versicherte der Dienstleistungslobby daraufhin, dass die Kommission das Streben nach einem ehrgeizigen Dienstleistungsabkommen und einer weiteren Liberalisierung des Sektors mit den Unternehmensvertretern teile.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/carol/index.cfm?fuseaction=download&amp;amp;documentId=090166e5a8392ad7&amp;amp;title=SIGNED_LETTER.pdf Commissioner Malmström, Letter to Sir Thomas Harris 20.04.2016] abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Im Juni 2016 formte das ESF gemeinsam mit anderen Verbänden und Konzernen die [[Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition]]. Zusammen mit [[TheCityUK]], der [[US-Handelskammer]], dem [[Trans-Atlantic Business Council]] und vielen anderen, tritt das Forum dort für eine '''regulatorische Kooperation''' zwischen der EU und den USA ein. Dabei fokussiert sich die Koalition insbesondere auf die Regulierungszusammenarbeit im Finanzsektor. Denn eben diese Branche wurde vonseiten der US-Regierung nach der Finanzkrise im Jahr 2008 verstärkt reguliert. Eine regulatorische Kooperation würde die amerikanischen Standards demnach vermutlich senken. Die US-Regierung verweigerte sich deshalb bis dato diese bezogen auf den Finanzsektor einzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.transatlanticbusiness.org/wp-content/uploads/2016/06/Transatlantic-Coalition-on-financial-services-7-June.pdf ESF et al, Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition: Financial Regulation in the TTIP, Juni 2016], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Politico Pro: Trans-Atlantic firms up ante on push for TTIP financial cooperation, Victoria Guida, 7.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Investitionsschutz''':&lt;br /&gt;
Einer der umstrittensten Inhalte von [[TTIP]] sind sie Bestimmungen zum Investorenschutz. Der Mechanismus der Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS) wurde von der Kommission geringfügig und medienwirksam in das Investment Court System (ICS) umgeändert. Inhaltlich geht es dennoch um dasselbe: Die Bestimmung soll Konzernen erlauben die EU und EU-Mitgliedsstaaten vor privaten Schiedsgerichten auf Entschädigung zu verklagen, sollte diese regulatorische Änderungen im Dienstleistungssektor vornehmen, welche die Profite der Unternehmen schmälern könnten. In der Vergangenheit waren bereits Regulierungen zu Höchstpreisen auf Wasser Grund für Klagen vor privaten Schiedsgerichten. &lt;br /&gt;
Das ESF argumentiert, dass  starke Bestimmungen zum Investitionsschutz in der EU ausländische Direktinvestitionen anziehen würden. Laut der Dienstleistungslobby führt deshalb der Investitionsschutz zur Schaffung von Arbeitsplätzen und wirtschaftlichen Wachstum.&amp;lt;ref&amp;gt;Leaked document from 8 October 2015, Dokument liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei gibt es in der EU und den EU-Mitgliedsstaaten bereits funktionierende Rechtssysteme, die die Notwendigkeit von privaten Schiedsgerichten in Frage stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-&lt;br /&gt;
trade/2014/07/ttip-debunking-business-propaganda-over-investor-rights TTIP: debunking the business propaganda over investor rights], CEO, Juli 2014, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[Businesseurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt dieser auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] hin und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[Centre for European Policy Studies|CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Es war die Idee der EU-Kommission eine europaweite Interessenvertretung für den Dienstleistungssektor zu schaffen. Den Grund dafür lieferten die Verhandlungen der Welthandelsorganisation ([[WTO]]) zum General Agreement on Trade in Services ([[GATS]]). &lt;br /&gt;
Bei der konstituierenden Sitzung des European Services Forum im Januar 1999 bekannte der damalige EU-Handelskommissar [[Leon Brittan]], dass er künftig auf das Input und die Unterstützung des ESF zähle. Zusätzlich unterstrich er, dass er sich die Prioritäten der Dienstleistungslobby zur Verfolgung einer weiteren Liberalisierung des Handels zu Herzen nehmen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/pdfs/documents/speeches/splb0199.pdf Sir Leon Brittan, Speech at the ESF launching session, 26 January 1999], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Verhandlungsführer der EU-Generaldirektion Handel bemerkte, dass  „für die Kommission der Beitrag des ESF absolut entscheidend ist. Die Verhandlungspositionen die wir einnahmen, glichen wir zuvor mit dem ESF ab, sodass wir sicherstellen konnten, dass es seinen Bedürfnissen entsprach.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lietaert, Matthieu (2009): New strategy, new partnership. EU Commission and the City of London in trade in services policy, paper &lt;br /&gt;
prepared for the PSA annual conference, 7-9 April, Manchester, S.15, Übersetzung des Verfassers&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
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		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-27T11:16:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Beziehungen zur EU-Kommission */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
Die  Beziehung zwischen EU-Kommission und dem ESF ist in vielen Bereichen so eng, dass in dem Zusammenhang auch von „reverse lobbying“ also umgekehrtem Lobbyismus gesprochen wird: Oft begann das Forum erst mit seiner Interessenvertretung gegenüber der Kommission, nachdem diese es dazu aufgefordert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Zwischen 2012 und 2014, der Vorbereitungsphase und dem Beginn der TTIP-Verhandlungen, fanden zahlreiche Treffen des ESF mit der EU-Generaldirektion Handel statt. Dazu gehörten 19 Lobby-Kontakte und 11 Treffen hinter verschlossenen Türen. Damit hatte das European Services Forum gemeinsam mit der Arbeitgeber-Lobby,  [[BusinessEurope]], die meisten Kontakte mit der GD Handel. &lt;br /&gt;
ESF traf sich auch mit dem Direktor für Dienstleistungen und Investitionen, Rupert Schlegelmilch. Das Forum erklärte später, dass „das Treffen von Rupert nachgefragt worden sei“. Er habe sich Impulse aus der Dienstleistungsbranche geben lassen wollen. Die Ansprache mit Vornamen zeugt erneut von der engen und informellen Beziehung des ESF zu den EU-Verhandlungsführern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls CEO, Dataset for info-graphics on TTIP lobbying, for period Jan 2012 to Feb 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den typischen Veranstaltungsformaten des ESF gehören die vierteljährlichen „Policy Committee Meetings“, bei welchen immer auch die Generaldirektion Handel vertreten ist. Alle sechs Monate sitzen dort auch hohe Beamte der EU-Mitgliedsstaaten mit am Tisch, die das ESF über den neusten Stand von verschiedenen Wirtschaftsverhandlungen aufklären.  Normalerweise enden die Gesprächsrunden mit einem Cocktailempfang.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2015/08/ESF-draft-v4-2014.pdf ESF-Broschüre 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zu dem einflussreichen Ausschuss für Handelspolitik (Trade Policy Committee, TPC), welcher die Kommission bei der Aushandlung von Handelsabkommen mit Drittländern oder in internationalen Organisationen berät, pflegt das ESF engen und informellen Kontakt.  Im März 2016 rief der Lobbyist Pascal Kerneis den Ausschuss dazu auf sich noch intensiver TTIP zu widmen.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Email to Trade Policy Committee Members from Pascal Kerneis, Subject: Fw: European Services industries Call for an ambitious TTIP, 18.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch der Vorsitzende des ESF, Sir Thomas Harris plädierte an EU-Handelskommissarin Malmström für ein ambitioniertes TTIP, welches andere Abkommen wie [[TiSA]], [[GPA]], oder [[TPP]] in ihrer Reichweichte übertreffen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Letter to Commissioner Malmström from Sir Thomas Harris, Subject: Call for an ambitious TTIP, 16.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Malmström versicherte der Dienstleistungslobby daraufhin, dass die Kommission das Streben nach einem ehrgeizigen Dienstleistungsabkommen und einer weiteren Liberalisierung des Sektors mit den Unternehmensvertretern teile.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/carol/index.cfm?fuseaction=download&amp;amp;documentId=090166e5a8392ad7&amp;amp;title=SIGNED_LETTER.pdf Commissioner Malmström, Letter to Sir Thomas Harris 20.04.2016] abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Im Juni 2016 formte das ESF gemeinsam mit anderen Verbänden und Konzernen die [[Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition]]. Zusammen mit [[TheCityUK]], der [[US-Handelskammer]], dem [[Trans-Atlantic Business Council]] und vielen anderen, tritt das Forum dort für eine '''regulatorische Kooperation''' zwischen der EU und den USA ein. Dabei fokussiert sich die Koalition insbesondere auf die Regulierungszusammenarbeit im Finanzsektor. Denn eben diese Branche wurde vonseiten der US-Regierung nach der Finanzkrise im Jahr 2008 verstärkt reguliert. Eine regulatorische Kooperation würde die amerikanischen Standards demnach vermutlich senken. Die US-Regierung verweigerte sich deshalb bis dato diese bezogen auf den Finanzsektor einzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.transatlanticbusiness.org/wp-content/uploads/2016/06/Transatlantic-Coalition-on-financial-services-7-June.pdf ESF et al, Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition: Financial Regulation in the TTIP, Juni 2016], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Politico Pro: Trans-Atlantic firms up ante on push for TTIP financial cooperation, Victoria Guida, 7.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Investitionsschutz''':&lt;br /&gt;
Einer der umstrittensten Inhalte von [[TTIP]] sind sie Bestimmungen zum Investorenschutz. Der Mechanismus der Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS) wurde von der Kommission geringfügig und medienwirksam in das Investment Court System (ICS) umgeändert. Inhaltlich geht es dennoch um dasselbe: Die Bestimmung soll Konzernen erlauben die EU und EU-Mitgliedsstaaten vor privaten Schiedsgerichten auf Entschädigung zu verklagen, sollte diese regulatorische Änderungen im Dienstleistungssektor vornehmen, welche die Profite der Unternehmen schmälern könnten. In der Vergangenheit waren bereits Regulierungen zu Höchstpreisen auf Wasser Grund für Klagen vor privaten Schiedsgerichten. &lt;br /&gt;
Das ESF argumentiert, dass  starke Bestimmungen zum Investitionsschutz in der EU ausländische Direktinvestitionen anziehen würden. Laut der Dienstleistungslobby führt deshalb der Investitionsschutz zur Schaffung von Arbeitsplätzen und wirtschaftlichen Wachstum.&amp;lt;ref&amp;gt;Leaked document from 8 October 2015, Dokument liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei gibt es in der EU und den EU-Mitgliedsstaaten bereits funktionierende Rechtssysteme, die die Notwendigkeit von privaten Schiedsgerichten in Frage stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-&lt;br /&gt;
trade/2014/07/ttip-debunking-business-propaganda-over-investor-rights TTIP: debunking the business propaganda over investor rights], CEO, Juli 2014, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[Businesseurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt dieser auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] hin und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[Centre for European Policy Studies|CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Es war die Idee der EU-Kommission eine europaweite Interessenvertretung für den Dienstleistungssektor zu schaffen. Den Grund dafür lieferten die Verhandlungen der Welthandelsorganisation ([[WTO]]) zum General Agreement on Trade in Services ([[GATS]]). &lt;br /&gt;
Bei der konstituierenden Sitzung des European Services Forum im Januar 1999 bekannte der damalige EU-Handelskommissar [[Leon Brittan]], dass er künftig auf das Input und die Unterstützung des ESF zähle. Zusätzlich unterstrich er, dass er sich die Prioritäten der Dienstleistungslobby zur Verfolgung einer weiteren Liberalisierung des Handels zu Herzen nehmen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/pdfs/documents/speeches/splb0199.pdf Sir Leon Brittan, Speech at the ESF launching session, 26 January 1999], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Verhandlungsführer der EU-Generaldirektion Handel bemerkte, dass  „für die Kommission der Beitrag des ESF absolut entscheidend ist. Die Verhandlungspositionen die wir einnahmen, glichen wir zuvor mit dem ESF ab, sodass wir sicherstellen konnten, dass es seinen Bedürfnissen entsprach.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lietaert, Matthieu (2009): New strategy, new partnership. EU Commission and the City of London in trade in services policy, paper &lt;br /&gt;
prepared for the PSA annual conference, 7-9 April, Manchester, S.15, Übersetzung des Verfassers&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38045</id>
		<title>European Services Forum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38045"/>
		<updated>2016-09-27T11:14:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Zwischen 2012 und 2014, der Vorbereitungsphase und dem Beginn der TTIP-Verhandlungen, fanden zahlreiche Treffen des ESF mit der EU-Generaldirektion Handel statt. Dazu gehörten 19 Lobby-Kontakte und 11 Treffen hinter verschlossenen Türen. Damit hatte das European Services Forum gemeinsam mit der Arbeitgeber-Lobby,  [[BusinessEurope]], die meisten Kontakte mit der GD Handel. &lt;br /&gt;
ESF traf sich auch mit dem Direktor für Dienstleistungen und Investitionen, Rupert Schlegelmilch. Das Forum erklärte später, dass „das Treffen von Rupert nachgefragt worden sei“. Er habe sich Impulse aus der Dienstleistungsbranche geben lassen wollen. Die Ansprache mit Vornamen zeugt erneut von der engen und informellen Beziehung des ESF zu den EU-Verhandlungsführern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls CEO, Dataset for info-graphics on TTIP lobbying, for period Jan 2012 to Feb 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den typischen Veranstaltungsformaten des ESF gehören die vierteljährlichen „Policy Committee Meetings“, bei welchen immer auch die Generaldirektion Handel vertreten ist. Alle sechs Monate sitzen dort auch hohe Beamte der EU-Mitgliedsstaaten mit am Tisch, die das ESF über den neusten Stand von verschiedenen Wirtschaftsverhandlungen aufklären.  Normalerweise enden die Gesprächsrunden mit einem Cocktailempfang.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2015/08/ESF-draft-v4-2014.pdf ESF-Broschüre 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zu dem einflussreichen Ausschuss für Handelspolitik (Trade Policy Committee, TPC), welcher die Kommission bei der Aushandlung von Handelsabkommen mit Drittländern oder in internationalen Organisationen berät, pflegt das ESF engen und informellen Kontakt.  Im März 2016 rief der Lobbyist Pascal Kerneis den Ausschuss dazu auf sich noch intensiver TTIP zu widmen.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Email to Trade Policy Committee Members from Pascal Kerneis, Subject: Fw: European Services industries Call for an ambitious TTIP, 18.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch der Vorsitzende des ESF, Sir Thomas Harris plädierte an EU-Handelskommissarin Malmström für ein ambitioniertes TTIP, welches andere Abkommen wie [[TiSA]], [[GPA]], oder [[TPP]] in ihrer Reichweichte übertreffen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Letter to Commissioner Malmström from Sir Thomas Harris, Subject: Call for an ambitious TTIP, 16.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Malmström versicherte der Dienstleistungslobby daraufhin, dass die Kommission das Streben nach einem ehrgeizigen Dienstleistungsabkommen und einer weiteren Liberalisierung des Sektors mit den Unternehmensvertretern teile.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/carol/index.cfm?fuseaction=download&amp;amp;documentId=090166e5a8392ad7&amp;amp;title=SIGNED_LETTER.pdf Commissioner Malmström, Letter to Sir Thomas Harris 20.04.2016] abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Im Juni 2016 formte das ESF gemeinsam mit anderen Verbänden und Konzernen die [[Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition]]. Zusammen mit [[TheCityUK]], der [[US-Handelskammer]], dem [[Trans-Atlantic Business Council]] und vielen anderen, tritt das Forum dort für eine '''regulatorische Kooperation''' zwischen der EU und den USA ein. Dabei fokussiert sich die Koalition insbesondere auf die Regulierungszusammenarbeit im Finanzsektor. Denn eben diese Branche wurde vonseiten der US-Regierung nach der Finanzkrise im Jahr 2008 verstärkt reguliert. Eine regulatorische Kooperation würde die amerikanischen Standards demnach vermutlich senken. Die US-Regierung verweigerte sich deshalb bis dato diese bezogen auf den Finanzsektor einzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.transatlanticbusiness.org/wp-content/uploads/2016/06/Transatlantic-Coalition-on-financial-services-7-June.pdf ESF et al, Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition: Financial Regulation in the TTIP, Juni 2016], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Politico Pro: Trans-Atlantic firms up ante on push for TTIP financial cooperation, Victoria Guida, 7.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Investitionsschutz''':&lt;br /&gt;
Einer der umstrittensten Inhalte von [[TTIP]] sind sie Bestimmungen zum Investorenschutz. Der Mechanismus der Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS) wurde von der Kommission geringfügig und medienwirksam in das Investment Court System (ICS) umgeändert. Inhaltlich geht es dennoch um dasselbe: Die Bestimmung soll Konzernen erlauben die EU und EU-Mitgliedsstaaten vor privaten Schiedsgerichten auf Entschädigung zu verklagen, sollte diese regulatorische Änderungen im Dienstleistungssektor vornehmen, welche die Profite der Unternehmen schmälern könnten. In der Vergangenheit waren bereits Regulierungen zu Höchstpreisen auf Wasser Grund für Klagen vor privaten Schiedsgerichten. &lt;br /&gt;
Das ESF argumentiert, dass  starke Bestimmungen zum Investitionsschutz in der EU ausländische Direktinvestitionen anziehen würden. Laut der Dienstleistungslobby führt deshalb der Investitionsschutz zur Schaffung von Arbeitsplätzen und wirtschaftlichen Wachstum.&amp;lt;ref&amp;gt;Leaked document from 8 October 2015, Dokument liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei gibt es in der EU und den EU-Mitgliedsstaaten bereits funktionierende Rechtssysteme, die die Notwendigkeit von privaten Schiedsgerichten in Frage stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-&lt;br /&gt;
trade/2014/07/ttip-debunking-business-propaganda-over-investor-rights TTIP: debunking the business propaganda over investor rights], CEO, Juli 2014, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[Businesseurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt dieser auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] hin und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[Centre for European Policy Studies|CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Es war die Idee der EU-Kommission eine europaweite Interessenvertretung für den Dienstleistungssektor zu schaffen. Den Grund dafür lieferten die Verhandlungen der Welthandelsorganisation ([[WTO]]) zum General Agreement on Trade in Services ([[GATS]]). &lt;br /&gt;
Bei der konstituierenden Sitzung des European Services Forum im Januar 1999 bekannte der damalige EU-Handelskommissar [[Leon Brittan]], dass er künftig auf das Input und die Unterstützung des ESF zähle. Zusätzlich unterstrich er, dass er sich die Prioritäten der Dienstleistungslobby zur Verfolgung einer weiteren Liberalisierung des Handels zu Herzen nehmen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/pdfs/documents/speeches/splb0199.pdf Sir Leon Brittan, Speech at the ESF launching session, 26 January 1999], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Verhandlungsführer der EU-Generaldirektion Handel bemerkte, dass  „für die Kommission der Beitrag des ESF absolut entscheidend ist. Die Verhandlungspositionen die wir einnahmen, glichen wir zuvor mit dem ESF ab, sodass wir sicherstellen konnten, dass es seinen Bedürfnissen entsprach.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lietaert, Matthieu (2009): New strategy, new partnership. EU Commission and the City of London in trade in services policy, paper &lt;br /&gt;
prepared for the PSA annual conference, 7-9 April, Manchester, S.15, Übersetzung des Verfassers&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38044</id>
		<title>European Services Forum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38044"/>
		<updated>2016-09-27T11:13:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Zwischen 2012 und 2014, der Vorbereitungsphase und dem Beginn der TTIP-Verhandlungen, fanden zahlreiche Treffen des ESF mit der EU-Generaldirektion Handel statt. Dazu gehörten 19 Lobby-Kontakte und 11 Treffen hinter verschlossenen Türen. Damit hatte das European Services Forum gemeinsam mit der Arbeitgeber-Lobby,  [[BusinessEurope]], die meisten Kontakte mit der GD Handel. &lt;br /&gt;
ESF traf sich auch mit dem Direktor für Dienstleistungen und Investitionen, Rupert Schlegelmilch. Das Forum erklärte später, dass „das Treffen von Rupert nachgefragt worden sei“. Er habe sich Impulse aus der Dienstleistungsbranche geben lassen wollen. Die Ansprache mit Vornamen zeugt erneut von der engen und informellen Beziehung des ESF zu den EU-Verhandlungsführern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls CEO, Dataset for info-graphics on TTIP lobbying, for period Jan 2012 to Feb 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den typischen Veranstaltungsformaten des ESF gehören die vierteljährlichen „Policy Committee Meetings“, bei welchen immer auch die Generaldirektion Handel vertreten ist. Alle sechs Monate sitzen dort auch hohe Beamte der EU-Mitgliedsstaaten mit am Tisch, die das ESF über den neusten Stand von verschiedenen Wirtschaftsverhandlungen aufklären.  Normalerweise enden die Gesprächsrunden mit einem Cocktailempfang.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2015/08/ESF-draft-v4-2014.pdf ESF-Broschüre 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zu dem einflussreichen Ausschuss für Handelspolitik (Trade Policy Committee, TPC), welcher die Kommission bei der Aushandlung von Handelsabkommen mit Drittländern oder in internationalen Organisationen berät, pflegt das ESF engen und informellen Kontakt.  Im März 2016 rief der Lobbyist Pascal Kerneis den Ausschuss dazu auf sich noch intensiver TTIP zu widmen.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Email to Trade Policy Committee Members from Pascal Kerneis, Subject: Fw: European Services industries Call for an ambitious TTIP, 18.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch der Vorsitzende des ESF, Sir Thomas Harris plädierte an EU-Handelskommissarin Malmström für ein ambitioniertes TTIP, welches andere Abkommen wie [[TiSA]], [[GPA]], oder [[TPP]] in ihrer Reichweichte übertreffen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Letter to Commissioner Malmström from Sir Thomas Harris, Subject: Call for an ambitious TTIP, 16.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Malmström versicherte der Dienstleistungslobby daraufhin, dass die Kommission das Streben nach einem ehrgeizigen Dienstleistungsabkommen und einer weiteren Liberalisierung des Sektors mit den Unternehmensvertretern teile.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/carol/index.cfm?fuseaction=download&amp;amp;documentId=090166e5a8392ad7&amp;amp;title=SIGNED_LETTER.pdf Commissioner Malmström, Letter to Sir Thomas Harris 20.04.2016] abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Im Juni 2016 formte das ESF gemeinsam mit anderen Verbänden und Konzernen die [[Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition]]. Zusammen mit [[TheCityUK]], der [[US-Handelskammer]], dem [[Trans-Atlantic Business Council]] und vielen anderen, tritt das Forum dort für eine regulatorische Kooperation zwischen der EU und den USA ein. Dabei fokussiert sich die Koalition insbesondere auf die Regulierungszusammenarbeit im Finanzsektor. Denn eben diese Branche wurde vonseiten der US-Regierung nach der Finanzkrise im Jahr 2008 verstärkt reguliert. Eine regulatorische Kooperation würde die amerikanischen Standards demnach vermutlich senken. Die US-Regierung verweigerte sich deshalb bis dato diese bezogen auf den Finanzsektor einzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.transatlanticbusiness.org/wp-content/uploads/2016/06/Transatlantic-Coalition-on-financial-services-7-June.pdf ESF et al, Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition: Financial Regulation in the TTIP, Juni 2016], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Politico Pro: Trans-Atlantic firms up ante on push for TTIP financial cooperation, Victoria Guida, 7.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Investitionsschutz'''&lt;br /&gt;
Einer der umstrittensten Inhalte von [[TTIP]] sind sie Bestimmungen zum Investorenschutz. Der Mechanismus der Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS) wurde von der Kommission geringfügig und medienwirksam in das Investment Court System (ICS) umgeändert. Inhaltlich geht es dennoch um dasselbe: Die Bestimmung soll Konzernen erlauben die EU und EU-Mitgliedsstaaten vor privaten Schiedsgerichten auf Entschädigung zu verklagen, sollte diese regulatorische Änderungen im Dienstleistungssektor vornehmen, welche die Profite der Unternehmen schmälern könnten. In der Vergangenheit waren bereits Regulierungen zu Höchstpreisen auf Wasser Grund für Klagen vor privaten Schiedsgerichten. &lt;br /&gt;
Das ESF argumentiert, dass  starke Bestimmungen zum Investitionsschutz in der EU ausländische Direktinvestitionen anziehen würden. Laut der Dienstleistungslobby führt deshalb der Investitionsschutz zur Schaffung von Arbeitsplätzen und wirtschaftlichen Wachstum.&amp;lt;ref&amp;gt;Leaked document from 8 October 2015, Dokument liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei gibt es in der EU und den EU-Mitgliedsstaaten bereits funktionierende Rechtssysteme, die die Notwendigkeit von privaten Schiedsgerichten in Frage stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-&lt;br /&gt;
trade/2014/07/ttip-debunking-business-propaganda-over-investor-rights TTIP: debunking the business propaganda over investor rights], CEO, Juli 2014, abgerufen am 27.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[Businesseurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt dieser auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] hin und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[Centre for European Policy Studies|CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Es war die Idee der EU-Kommission eine europaweite Interessenvertretung für den Dienstleistungssektor zu schaffen. Den Grund dafür lieferten die Verhandlungen der Welthandelsorganisation ([[WTO]]) zum General Agreement on Trade in Services ([[GATS]]). &lt;br /&gt;
Bei der konstituierenden Sitzung des European Services Forum im Januar 1999 bekannte der damalige EU-Handelskommissar [[Leon Brittan]], dass er künftig auf das Input und die Unterstützung des ESF zähle. Zusätzlich unterstrich er, dass er sich die Prioritäten der Dienstleistungslobby zur Verfolgung einer weiteren Liberalisierung des Handels zu Herzen nehmen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/pdfs/documents/speeches/splb0199.pdf Sir Leon Brittan, Speech at the ESF launching session, 26 January 1999], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Verhandlungsführer der EU-Generaldirektion Handel bemerkte, dass  „für die Kommission der Beitrag des ESF absolut entscheidend ist. Die Verhandlungspositionen die wir einnahmen, glichen wir zuvor mit dem ESF ab, sodass wir sicherstellen konnten, dass es seinen Bedürfnissen entsprach.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lietaert, Matthieu (2009): New strategy, new partnership. EU Commission and the City of London in trade in services policy, paper &lt;br /&gt;
prepared for the PSA annual conference, 7-9 April, Manchester, S.15, Übersetzung des Verfassers&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38043</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-27T09:25:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Zwischen 2012 und 2014, der Vorbereitungsphase und dem Beginn der TTIP-Verhandlungen, fanden zahlreiche Treffen des ESF mit der EU-Generaldirektion Handel statt. Dazu gehörten 19 Lobby-Kontakte und 11 Treffen hinter verschlossenen Türen. Damit hatte das European Services Forum gemeinsam mit der Arbeitgeber-Lobby,  [[BusinessEurope]], die meisten Kontakte mit der GD Handel. &lt;br /&gt;
ESF traf sich auch mit dem Direktor für Dienstleistungen und Investitionen, Rupert Schlegelmilch. Das Forum erklärte später, dass „das Treffen von Rupert nachgefragt worden sei“. Er habe sich Impulse aus der Dienstleistungsbranche geben lassen wollen. Die Ansprache mit Vornamen zeugt erneut von der engen und informellen Beziehung des ESF zu den EU-Verhandlungsführern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls CEO, Dataset for info-graphics on TTIP lobbying, for period Jan 2012 to Feb 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den typischen Veranstaltungsformaten des ESF gehören die vierteljährlichen „Policy Committee Meetings“, bei welchen immer auch die Generaldirektion Handel vertreten ist. Alle sechs Monate sitzen dort auch hohe Beamte der EU-Mitgliedsstaaten mit am Tisch, die das ESF über den neusten Stand von verschiedenen Wirtschaftsverhandlungen aufklären.  Normalerweise enden die Gesprächsrunden mit einem Cocktailempfang.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2015/08/ESF-draft-v4-2014.pdf ESF-Broschüre 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zu dem einflussreichen Ausschuss für Handelspolitik (Trade Policy Committee, TPC), welcher die Kommission bei der Aushandlung von Handelsabkommen mit Drittländern oder in internationalen Organisationen berät, pflegt das ESF engen und informellen Kontakt.  Im März 2016 rief der Lobbyist Pascal Kerneis den Ausschuss dazu auf sich noch intensiver TTIP zu widmen.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Email to Trade Policy Committee Members from Pascal Kerneis, Subject: Fw: European Services industries Call for an ambitious TTIP, 18.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch der Vorsitzende des ESF, Sir Thomas Harris plädierte an EU-Handelskommissarin Malmström für ein ambitioniertes TTIP, welches andere Abkommen wie [[TiSA]], [[GPA]], oder [[TPP]] in ihrer Reichweichte übertreffen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Letter to Commissioner Malmström from Sir Thomas Harris, Subject: Call for an ambitious TTIP, 16.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Malmström versicherte der Dienstleistungslobby daraufhin, dass die Kommission das Streben nach einem ehrgeizigen Dienstleistungsabkommen und einer weiteren Liberalisierung des Sektors mit den Unternehmensvertretern teile.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/carol/index.cfm?fuseaction=download&amp;amp;documentId=090166e5a8392ad7&amp;amp;title=SIGNED_LETTER.pdf Commissioner Malmström, Letter to Sir Thomas Harris 20.04.2016] abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Im Juni 2016 formte das ESF gemeinsam mit anderen Verbänden und Konzernen die [[Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition]]. Zusammen mit [[TheCityUK]], der [[US-Handelskammer]], dem [[Trans-Atlantic Business Council]] und vielen anderen, tritt das Forum dort für eine regulatorische Kooperation zwischen der EU und den USA ein. Dabei fokussiert sich die Koalition insbesondere auf die Regulierungszusammenarbeit im Finanzsektor. Denn eben diese Branche wurde vonseiten der US-Regierung nach der Finanzkrise im Jahr 2008 verstärkt reguliert. Eine regulatorische Kooperation würde die amerikanischen Standards demnach vermutlich senken. Die US-Regierung verweigerte sich deshalb bis dato diese bezogen auf den Finanzsektor einzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.transatlanticbusiness.org/wp-content/uploads/2016/06/Transatlantic-Coalition-on-financial-services-7-June.pdf ESF et al, Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition: Financial Regulation in the TTIP, Juni 2016], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Politico Pro: Trans-Atlantic firms up ante on push for TTIP financial cooperation, Victoria Guida, 7.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[Businesseurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt dieser auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] hin und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[Centre for European Policy Studies|CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Es war die Idee der EU-Kommission eine europaweite Interessenvertretung für den Dienstleistungssektor zu schaffen. Den Grund dafür lieferten die Verhandlungen der Welthandelsorganisation ([[WTO]]) zum General Agreement on Trade in Services ([[GATS]]). &lt;br /&gt;
Bei der konstituierenden Sitzung des European Services Forum im Januar 1999 bekannte der damalige EU-Handelskommissar [[Leon Brittan]], dass er künftig auf das Input und die Unterstützung des ESF zähle. Zusätzlich unterstrich er, dass er sich die Prioritäten der Dienstleistungslobby zur Verfolgung einer weiteren Liberalisierung des Handels zu Herzen nehmen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/pdfs/documents/speeches/splb0199.pdf Sir Leon Brittan, Speech at the ESF launching session, 26 January 1999], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Verhandlungsführer der EU-Generaldirektion Handel bemerkte, dass  „für die Kommission der Beitrag des ESF absolut entscheidend ist. Die Verhandlungspositionen die wir einnahmen, glichen wir zuvor mit dem ESF ab, sodass wir sicherstellen konnten, dass es seinen Bedürfnissen entsprach.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lietaert, Matthieu (2009): New strategy, new partnership. EU Commission and the City of London in trade in services policy, paper &lt;br /&gt;
prepared for the PSA annual conference, 7-9 April, Manchester, S.15, Übersetzung des Verfassers&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38041</id>
		<title>European Services Forum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38041"/>
		<updated>2016-09-26T14:45:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Zwischen 2012 und 2014, der Vorbereitungsphase und dem Beginn der TTIP-Verhandlungen, fanden zahlreiche Treffen des ESF mit der EU-Generaldirektion Handel statt. Dazu gehörten 19 Lobby-Kontakte und 11 Treffen hinter verschlossenen Türen. Damit hatte das European Services Forum gemeinsam mit der Arbeitgeber-Lobby,  [[BusinessEurope]], die meisten Kontakte mit der GD Handel. &lt;br /&gt;
ESF traf sich auch mit dem Direktor für Dienstleistungen und Investitionen, Rupert Schlegelmilch. Das Forum erklärte später, dass „das Treffen von Rupert nachgefragt worden sei“. Er habe sich Impulse aus der Dienstleistungsbranche geben lassen wollen. Die Ansprache mit Vornamen zeugt erneut von der engen und informellen Beziehung des ESF zu den EU-Verhandlungsführern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls CEO, Dataset for info-graphics on TTIP lobbying, for period Jan 2012 to Feb 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den typischen Veranstaltungsformaten des ESF gehören die vierteljährlichen „Policy Committee Meetings“, bei welchen immer auch die Generaldirektion Handel vertreten ist. Alle sechs Monate sitzen dort auch hohe Beamte der EU-Mitgliedsstaaten mit am Tisch, die das ESF über den neusten Stand von verschiedenen Wirtschaftsverhandlungen aufklären.  Normalerweise enden die Gesprächsrunden mit einem Cocktailempfang.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2015/08/ESF-draft-v4-2014.pdf ESF-Broschüre 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zu dem einflussreichen Ausschuss für Handelspolitik (Trade Policy Committee, TPC), welcher die Kommission bei der Aushandlung von Handelsabkommen mit Drittländern oder in internationalen Organisationen berät, pflegt das ESF engen und informellen Kontakt.  Im März 2016 rief der Lobbyist Pascal Kerneis den Ausschuss dazu auf sich noch intensiver TTIP zu widmen.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Email to Trade Policy Committee Members from Pascal Kerneis, Subject: Fw: European Services industries Call for an ambitious TTIP, 18.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch der Vorsitzende des ESF, Sir Thomas Harris plädierte an EU-Handelskommissarin Malmström für ein ambitioniertes TTIP, welches andere Abkommen wie [[TiSA]], [[GPA]], oder [[TPP]] in ihrer Reichweichte übertreffen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Letter to Commissioner Malmström from Sir Thomas Harris, Subject: Call for an ambitious TTIP, 16.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Malmström versicherte der Dienstleistungslobby daraufhin, dass die Kommission das Streben nach einem ehrgeizigen Dienstleistungsabkommen und einer weiteren Liberalisierung des Sektors mit den Unternehmensvertretern teile.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/carol/index.cfm?fuseaction=download&amp;amp;documentId=090166e5a8392ad7&amp;amp;title=SIGNED_LETTER.pdf Commissioner Malmström, Letter to Sir Thomas Harris 20.04.2016] abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Im Juni 2016 formte das ESF gemeinsam mit anderen Verbänden und Konzernen die [[Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition]]. Zusammen mit [[TheCityUK]], der [[US-Handelskammer]], dem [[Trans-Atlantic Business Council]] und vielen anderen, tritt das Forum für eine regulatorische Kooperation zwischen der EU und den USA ein. Dabei fokussiert sich die Koalition insbesondere auf die Regulierungszusammenarbeit im Finanzsektor. Denn eben diese Branche wurde vonseiten der US-Regierung nach der Finanzkrise im Jahr 2008 verstärkt reguliert. Eine regulatorische Kooperation würde die amerikanischen Standards demnach vermutlich senken. Die US-Regierung verweigerte sich deshalb bis dato diese bezogen auf den Finanzsektor einzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.transatlanticbusiness.org/wp-content/uploads/2016/06/Transatlantic-Coalition-on-financial-services-7-June.pdf ESF et al, Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition: Financial Regulation in the TTIP, Juni 2016], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Politico Pro: Trans-Atlantic firms up ante on push for TTIP financial cooperation, Victoria Guida, 7.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[Businesseurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt dieser auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] hin und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[Centre for European Policy Studies|CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Es war die Idee der EU-Kommission eine europaweite Interessenvertretung für den Dienstleistungssektor zu schaffen. Den Grund dafür lieferten die Verhandlungen der Welthandelsorganisation ([[WTO]]) zum General Agreement on Trade in Services ([[GATS]]). &lt;br /&gt;
Bei der konstituierenden Sitzung des European Services Forum im Januar 1999 bekannte der damalige EU-Handelskommissar [[Leon Brittan]], dass er künftig auf das Input und die Unterstützung des ESF zähle. Zusätzlich unterstrich er, dass er sich die Prioritäten der Dienstleistungslobby zur Verfolgung einer weiteren Liberalisierung des Handels zu Herzen nehmen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/pdfs/documents/speeches/splb0199.pdf Sir Leon Brittan, Speech at the ESF launching session, 26 January 1999], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Verhandlungsführer der EU-Generaldirektion Handel bemerkte, dass  „für die Kommission der Beitrag des ESF absolut entscheidend ist. Die Verhandlungspositionen die wir einnahmen, glichen wir zuvor mit dem ESF ab, sodass wir sicherstellen konnten, dass es seinen Bedürfnissen entsprach.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lietaert, Matthieu (2009): New strategy, new partnership. EU Commission and the City of London in trade in services policy, paper &lt;br /&gt;
prepared for the PSA annual conference, 7-9 April, Manchester, S.15, Übersetzung des Verfassers&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38040</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-26T14:44:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Zwischen 2012 und 2014, der Vorbereitungsphase und dem Beginn der TTIP-Verhandlungen, fanden zahlreiche Treffen des ESF mit der EU-Generaldirektion Handel statt. Dazu gehörten 19 Lobby-Kontakte und 11 Treffen hinter verschlossenen Türen. Damit hatte das European Services Forum gemeinsam mit der Arbeitgeber-Lobby,  [[BusinessEurope]], die meisten Kontakte mit der GD Handel. &lt;br /&gt;
ESF traf sich auch mit dem Direktor für Dienstleistungen und Investitionen, Rupert Schlegelmilch. Das Forum erklärte später, dass „das Treffen von Rupert nachgefragt worden sei“. Er habe sich Impulse aus der Dienstleistungsbranche geben lassen wollen. Die Ansprache mit Vornamen zeugt erneut von der engen und informellen Beziehung des ESF zu den EU-Verhandlungsführern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls CEO, Dataset for info-graphics on TTIP lobbying, for period Jan 2012 to Feb 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den typischen Veranstaltungsformaten des ESF gehören die vierteljährlichen „Policy Committee Meetings“, bei welchen immer auch die Generaldirektion Handel vertreten ist. Alle sechs Monate sitzen dort auch hohe Beamte der EU-Mitgliedsstaaten mit am Tisch, die das ESF über den neusten Stand von verschiedenen Wirtschaftsverhandlungen aufklären.  Normalerweise enden die Gesprächsrunden mit einem Cocktailempfang.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2015/08/ESF-draft-v4-2014.pdf ESF-Broschüre 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zu dem einflussreichen Ausschuss für Handelspolitik (Trade Policy Committee, TPC), welcher die Kommission bei der Aushandlung von Handelsabkommen mit Drittländern oder in internationalen Organisationen berät, pflegt das ESF engen und informellen Kontakt.  Im März 2016 rief der Lobbyist Pascal Kerneis den Ausschuss dazu auf sich noch intensiver TTIP zu widmen.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Email to Trade Policy Committee Members from Pascal Kerneis, Subject: Fw: European Services industries Call for an ambitious TTIP, 18.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch der Vorsitzende des ESF, Sir Thomas Harris plädierte an EU-Handelskommissarin Malmström für ein ambitioniertes TTIP, welches andere Abkommen wie [[TiSA]], [[GPA]], oder [[TPP]] in ihrer Reichweichte übertreffen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;ESF, Letter to Commissioner Malmström from Sir Thomas Harris, Subject: Call for an ambitious TTIP, 16.03.2016, liegt CEO vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Malmström versicherte der Dienstleistungslobby daraufhin, dass die Kommission das Streben nach einem ehrgeizigen Dienstleistungsabkommen und einer weiteren Liberalisierung des Sektors mit den Unternehmensvertretern teile.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/carol/index.cfm?fuseaction=download&amp;amp;documentId=090166e5a8392ad7&amp;amp;title=SIGNED_LETTER.pdf Commissioner Malmström, Letter to Sir Thomas Harris 20.04.2016] abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Im Juni 2016 formte das ESF gemeinsam mit anderen Verbänden und Konzernen die [[Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition]]. Zusammen mit [[TheCityUK]], der [[US-Handelskammer]], dem [[Transatlantic Business Council]] und vielen anderen, tritt das Forum für eine regulatorische Kooperation zwischen der EU und den USA ein. Dabei fokussiert sich die Koalition insbesondere auf die Regulierungszusammenarbeit im Finanzsektor. Denn eben diese Branche wurde vonseiten der US-Regierung nach der Finanzkrise im Jahr 2008 verstärkt reguliert. Eine regulatorische Kooperation würde die amerikanischen Standards demnach vermutlich senken. Die US-Regierung verweigerte sich deshalb bis dato diese bezogen auf den Finanzsektor einzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.transatlanticbusiness.org/wp-content/uploads/2016/06/Transatlantic-Coalition-on-financial-services-7-June.pdf ESF et al, Transatlantic Financial Regulatory Coherence Coalition: Financial Regulation in the TTIP, Juni 2016], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Politico Pro: Trans-Atlantic firms up ante on push for TTIP financial cooperation, Victoria Guida, 7.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[Businesseurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt dieser auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] hin und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[Centre for European Policy Studies|CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Es war die Idee der EU-Kommission eine europaweite Interessenvertretung für den Dienstleistungssektor zu schaffen. Den Grund dafür lieferten die Verhandlungen der Welthandelsorganisation ([[WTO]]) zum General Agreement on Trade in Services ([[GATS]]). &lt;br /&gt;
Bei der konstituierenden Sitzung des European Services Forum im Januar 1999 bekannte der damalige EU-Handelskommissar [[Leon Brittan]], dass er künftig auf das Input und die Unterstützung des ESF zähle. Zusätzlich unterstrich er, dass er sich die Prioritäten der Dienstleistungslobby zur Verfolgung einer weiteren Liberalisierung des Handels zu Herzen nehmen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/pdfs/documents/speeches/splb0199.pdf Sir Leon Brittan, Speech at the ESF launching session, 26 January 1999], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Verhandlungsführer der EU-Generaldirektion Handel bemerkte, dass  „für die Kommission der Beitrag des ESF absolut entscheidend ist. Die Verhandlungspositionen die wir einnahmen, glichen wir zuvor mit dem ESF ab, sodass wir sicherstellen konnten, dass es seinen Bedürfnissen entsprach.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lietaert, Matthieu (2009): New strategy, new partnership. EU Commission and the City of London in trade in services policy, paper &lt;br /&gt;
prepared for the PSA annual conference, 7-9 April, Manchester, S.15, Übersetzung des Verfassers&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38037</id>
		<title>European Services Forum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38037"/>
		<updated>2016-09-26T14:21:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Fallstudien und Kritik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Zwischen 2012 und 2014, der Vorbereitungsphase und dem Beginn der TTIP-Verhandlungen, fanden zahlreiche Treffen des ESF mit der EU-Generaldirektion Handel statt. Dazu gehörten 19 Lobby-Kontakte und 11 Treffen hinter verschlossenen Türen. Damit hatte das European Services Forum gemeinsam mit der Arbeitgeber-Lobby,  [[BusinessEurope]], die meisten Kontakte mit der GD Handel. &lt;br /&gt;
ESF traf sich auch mit dem Direktor für Dienstleistungen und Investitionen, Rupert Schlegelmilch. Das Forum erklärte später, dass „das Treffen von Rupert nachgefragt worden sei“. Er habe sich Impulse aus der Dienstleistungsbranche geben lassen wollen. Die Ansprache mit Vornamen zeugt erneut von der engen und informellen Beziehung des ESF zu den EU-Verhandlungsführern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls CEO, Dataset for info-graphics on TTIP lobbying, for period Jan 2012 to Feb 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den typischen Veranstaltungsformaten des ESF gehören die vierteljährlichen „Policy Committee Meetings“, bei welchen immer auch die Generaldirektion Handel vertreten ist. Alle sechs Monate sitzen dort auch hohe Beamte der EU-Mitgliedsstaaten mit am Tisch, die das ESF über den neusten Stand von verschiedenen Wirtschaftsverhandlungen aufklären.  Normalerweise enden die Gesprächsrunden mit einem Cocktailempfang.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2015/08/ESF-draft-v4-2014.pdf ESF-Broschüre 2014], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[BusinessEurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt dieser auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] hin und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[Centre for European Policy Studies|CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Es war die Idee der EU-Kommission eine europaweite Interessenvertretung für den Dienstleistungssektor zu schaffen. Den Grund dafür lieferten die Verhandlungen der Welthandelsorganisation ([[WTO]]) zum General Agreement on Trade in Services ([[GATS]]). &lt;br /&gt;
Bei der konstituierenden Sitzung des European Services Forum im Januar 1999 bekannte der damalige EU-Handelskommissar [[Leon Brittan]], dass er künftig auf das Input und die Unterstützung des ESF zähle. Zusätzlich unterstrich er, dass er sich die Prioritäten der Dienstleistungslobby zur Verfolgung einer weiteren Liberalisierung des Handels zu Herzen nehmen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/pdfs/documents/speeches/splb0199.pdf Sir Leon Brittan, Speech at the ESF launching session, 26 January 1999], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Verhandlungsführer der EU-Generaldirektion Handel bemerkte, dass  „für die Kommission der Beitrag des ESF absolut entscheidend ist. Die Verhandlungspositionen die wir einnahmen, glichen wir zuvor mit dem ESF ab, sodass wir sicherstellen konnten, dass es seinen Bedürfnissen entsprach.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lietaert, Matthieu (2009): New strategy, new partnership. EU Commission and the City of London in trade in services policy, paper &lt;br /&gt;
prepared for the PSA annual conference, 7-9 April, Manchester, S.15, Übersetzung des Verfassers&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38036</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-26T13:25:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[BusinessEurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt dieser auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] hin und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[Centre for European Policy Studies|CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Es war die Idee der EU-Kommission eine europaweite Interessenvertretung für den Dienstleistungssektor zu schaffen. Den Grund dafür lieferten die Verhandlungen der Welthandelsorganisation ([[WTO]]) zum General Agreement on Trade in Services ([[GATS]]). &lt;br /&gt;
Bei der konstituierenden Sitzung des European Services Forum im Januar 1999 bekannte der damalige EU-Handelskommissar [[Leon Brittan]], dass er künftig auf das Input und die Unterstützung des ESF zähle. Zusätzlich unterstrich er, dass er sich die Prioritäten der Dienstleistungslobby zur Verfolgung einer weiteren Liberalisierung des Handels zu Herzen nehmen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esf.be/pdfs/documents/speeches/splb0199.pdf Sir Leon Brittan, Speech at the ESF launching session, 26 January 1999], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Verhandlungsführer der EU-Generaldirektion Handel bemerkte, dass  „für die Kommission der Beitrag des ESF absolut entscheidend ist. Die Verhandlungspositionen die wir einnahmen, glichen wir zuvor mit dem ESF ab, sodass wir sicherstellen konnten, dass es seinen Bedürfnissen entsprach.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lietaert, Matthieu (2009): New strategy, new partnership. EU Commission and the City of London in trade in services policy, paper &lt;br /&gt;
prepared for the PSA annual conference, 7-9 April, Manchester, S.15, Übersetzung des Verfassers&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38035</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-26T13:16:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Verbindungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[BusinessEurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt dieser auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] hin und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[Centre for European Policy Studies|CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38034</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-26T13:15:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Verbindungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[BusinessEurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt dieser auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] hin und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[https://lobbypedia.de/wiki/Centre_for_European_Policy_Studies|CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
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		<title>European Services Forum</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Verbindungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[BusinessEurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt dieser auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] hin und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
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		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-26T13:06:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des ESF sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]]. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
*Das ESF arbeitet eng mit [[BusinessEurope]], der einflussreichen Arbeitgeber-Lobby zusammen; nach eigener Angabe sowohl bei alltäglichen Projekten, als auch bei sozialen, fiskalen oder juristischen Angelegenheiten. &lt;br /&gt;
*Mitglied in der [[Global Services Coalition]], einem internationalen Zusammenschluss von Dienstleistungsunternehmen und -verbänden. Aktuell drängt diese auf den Abschluss des Dienstleistungsabkommens [[TiSA]] und versucht darin Liberalisierungen, die über die Reichweite von [[GATS]] hinausgehen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://servicescoalition.org/images/2016_Global_Services_Summit/GSC_Statement_-_July_2016_-_Final_Draft.pdf Global Services	Coalition call on the  TiSA negotiators to intensify efforts toward a high ambition agreement July 2016], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Regelmäßiger Kontakt zu [[Denkfabriken]], wie [[ECIPE]], [[CEPS]], [[EIAS]] und [[EU-Asia Center]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzregister], abgerufen am 26.09.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38030</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-26T12:39:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Verbindungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Mitglieder sind 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38029</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-26T12:38:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Mitglieder sind 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (von Finanzen über IT bis zu Logistik) wie HSBC, IBM und Microsoft. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). Die deutschen Mitglieder sind: der [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), die [[Deutsche Bank]], die [[Deutsche Post DHL Group]] sowie die [[Deutsche Telekom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Der einflussreiche europäische Arbeitgeberverband [[Businesseurope]] ist Mitglied des ESF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38028</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-26T11:45:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Mitglieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Mitglieder sind 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). Die deutschen Mitglieder sind: [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), [[Deutsche Bank]], [[Deutsche Post DHL Group]] und [[Deutsche Telekom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Der einflussreiche europäische Arbeitgeberverband [[Businesseurope]] ist Mitglied des ESF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38027</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-26T11:44:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Organisationsstruktur und Personal */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder ===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Mitglieder sind 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich. Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). Die deutschen Mitglieder sind: [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), [[Deutsche Bank]], [[Deutsche Post DHL Group]], [[Deutsche Telekom]] und [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Der einflussreiche europäische Arbeitgeberverband [[Businesseurope]] ist Mitglied des ESF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
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		<title>European Services Forum</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
*seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mitglieder'''&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Die deutschen Mitglieder sind: [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), [[Deutsche Bank]], [[Deutsche Post DHL Group]], [[Deutsche Telekom]] und [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Der einflussreiche europäische Arbeitgeberverband [[Businesseurope]] ist Mitglied des ESF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
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		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-26T11:31:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Lobbystrategien und Einfluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel === &lt;br /&gt;
- seit der Gründung des ESF im Jahr 1999 ist [[Pascal Kerneis]] der Managing Director. Zuvor arbeitete er als juristischer Sachverständiger für die EU-Kommission und als Lobbyist für den Europäischen Bankenverband ([[European Banking Federation]]). Dort war er in Verhandlungen der WTO zu finanziellen Dienstleistungen im Rahmen von GATS (General Agreement on Trade in Services) involviert. &amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/who-we-are/organisation/managing-director/ Biografie von Pascal Kerneis], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
- [[Sir Thomas Harris]] ist seit 2013 der Vorsitzende des ESF. Am Anfang seiner Karriere war er im diplomatischen Dienst Großbritanniens tätig und als Staatsmann für die britischen Werbeprogramme für den Handel mit den USA verantwortlich, bevor er Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]] wurde.  Er sitzt im Vorstand der [[TheCityUK]] und in zwei Beiräten des [[British American Business]].&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.esf.be/new/wp-content/uploads/2013/05/Sir-Thomas-Harris-bio-Sept-2012-2.pdf Biografie von Sir Thomas Harris], abgerufen 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mitglieder'''&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Die deutschen Mitglieder sind: [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), [[Deutsche Bank]], [[Deutsche Post DHL Group]], [[Deutsche Telekom]] und [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Der einflussreiche europäische Arbeitgeberverband [[Businesseurope]] ist Mitglied des ESF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38024</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-26T11:24:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Nicht profitorientiert - Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Zentraler Punkt der ESF-Tätigkeit ist die Liberalisierung – in der Realität auch Privatisierung – öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung und Wasser. Sie nimmt auf bilaterale Verhandlungen der EU Einfluss, aber auch auf die Tätigkeiten der Welthandelsorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur Europäischen Kommission (EU-Kommission) ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
Das European Services Forum gehört drei Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist es in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 26.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mitglieder'''&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Die deutschen Mitglieder sind: [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), [[Deutsche Bank]], [[Deutsche Post DHL Group]], [[Deutsche Telekom]] und [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Der einflussreiche europäische Arbeitgeberverband [[Businesseurope]] ist Mitglied des ESF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=38023</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-26T11:17:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Kein rechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU  = Avenue de Cortenbergh, 168, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur Europäischen Kommission (EU-Kommission) ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mitglieder'''&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Die deutschen Mitglieder sind: [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), [[Deutsche Bank]], [[Deutsche Post DHL Group]], [[Deutsche Telekom]] und [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Der einflussreiche europäische Arbeitgeberverband [[Businesseurope]] ist Mitglied des ESF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=38022</id>
		<title>European Chemical Industry Council</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=38022"/>
		<updated>2016-09-26T08:36:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* EU-Chemikalienverordung REACH */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der sehr einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer|Bayer]] und [[BP|BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie|VCI (Verband der Chemischen Industrie)]]. 2015 konnte der Cefic 10 Millionen Euro für Lobbyarbeit in Brüssel ausgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 Profil CEFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der [[EU-Kommission]] und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, Eintrag vom 22. April 2016, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic-lri.org/about-lri LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 08.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2016) sind bei Cefic 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 27 davon haben eine Akkreditierung für das Europäische Parlament. Er verfügte 2015 über ein Budget von 40 Millionen Euro, von dem er 10 Millionen für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||1. Januar - 31. Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||1. Januar - 31. Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Millionen Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf vier Millionen Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Der Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach Inkrafttreten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang zu den Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der GD Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der GD Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden auszuwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker|Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Chemikalienverordung REACH ===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die sogenannte Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Hierbei werden Gesetzesinitiativen bevor sie in den gewählten Parlamenten besprochen werden, nach den Auswirkungen auf den Handel beurteilt. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 670 Mitglieder (Stand August 2016). Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
*Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
*Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie. Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
*Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen. Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
*Affiliated Associations sind europäische Verbände, die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
*Partner sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten. Zu ihnen gehört z. B. Südzucker&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Our-Members/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind &lt;br /&gt;
[http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören  &lt;br /&gt;
* [[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzende von [[BASF]]&lt;br /&gt;
* [[Michael König]], Vorstandsmitglied von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.&lt;br /&gt;
lobbypedia.de&lt;br /&gt;
== Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européan de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=38021</id>
		<title>European Chemical Industry Council</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=38021"/>
		<updated>2016-09-26T08:35:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* EU-Chemikalienverordung REACH */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der sehr einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer|Bayer]] und [[BP|BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie|VCI (Verband der Chemischen Industrie)]]. 2015 konnte der Cefic 10 Millionen Euro für Lobbyarbeit in Brüssel ausgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 Profil CEFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der [[EU-Kommission]] und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, Eintrag vom 22. April 2016, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic-lri.org/about-lri LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 08.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2016) sind bei Cefic 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 27 davon haben eine Akkreditierung für das Europäische Parlament. Er verfügte 2015 über ein Budget von 40 Millionen Euro, von dem er 10 Millionen für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
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||1. Januar - 31. Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||1. Januar - 31. Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Millionen Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf vier Millionen Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Der Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach Inkrafttreten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang zu den Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der GD Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der GD Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden auszuwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker|Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Chemikalienverordung REACH ===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; . Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die sogenannte Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Hierbei werden Gesetzesinitiativen bevor sie in den gewählten Parlamenten besprochen werden, nach den Auswirkungen auf den Handel beurteilt. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 670 Mitglieder (Stand August 2016). Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
*Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
*Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie. Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
*Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen. Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
*Affiliated Associations sind europäische Verbände, die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
*Partner sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten. Zu ihnen gehört z. B. Südzucker&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Our-Members/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind &lt;br /&gt;
[http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören  &lt;br /&gt;
* [[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzende von [[BASF]]&lt;br /&gt;
* [[Michael König]], Vorstandsmitglied von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.&lt;br /&gt;
lobbypedia.de&lt;br /&gt;
== Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européan de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=38020</id>
		<title>European Chemical Industry Council</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=38020"/>
		<updated>2016-09-26T08:06:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der sehr einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer|Bayer]] und [[BP|BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie|VCI (Verband der Chemischen Industrie)]]. 2015 konnte der Cefic 10 Millionen Euro für Lobbyarbeit in Brüssel ausgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 Profil CEFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der [[EU-Kommission]] und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, Eintrag vom 22. April 2016, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic-lri.org/about-lri LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 08.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2016) sind bei Cefic 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 27 davon haben eine Akkreditierung für das Europäische Parlament. Er verfügte 2015 über ein Budget von 40 Millionen Euro, von dem er 10 Millionen für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||1. Januar - 31. Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||1. Januar - 31. Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Millionen Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf vier Millionen Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Der Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach Inkrafttreten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang zu den Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der GD Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der GD Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden auszuwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker|Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Chemikalienverordung REACH ===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;. Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die sogenannte Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Hierbei werden Gesetzesinitiativen bevor sie in den gewählten Parlamenten besprochen werden, nach den Auswirkungen auf den Handel beurteilt. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 670 Mitglieder (Stand August 2016). Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
*Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
*Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie. Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
*Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen. Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
*Affiliated Associations sind europäische Verbände, die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
*Partner sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten. Zu ihnen gehört z. B. Südzucker&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Our-Members/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind &lt;br /&gt;
[http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören  &lt;br /&gt;
* [[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzende von [[BASF]]&lt;br /&gt;
* [[Michael König]], Vorstandsmitglied von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.&lt;br /&gt;
lobbypedia.de&lt;br /&gt;
== Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européan de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=38019</id>
		<title>European Chemical Industry Council</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=38019"/>
		<updated>2016-09-26T08:05:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Fallbeispiele */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der sehr einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer|Bayer]] und [[BP|BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie|VCI (Verband der Chemischen Industrie)]]. 2015 konnte der Cefic 10 Millionen Euro für Lobbyarbeit in Brüssel ausgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 Profil EFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der [[EU-Kommission]] und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, Eintrag vom 22. April 2016, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic-lri.org/about-lri LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 08.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2016) sind bei Cefic 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 27 davon haben eine Akkreditierung für das Europäische Parlament. Er verfügte 2015 über ein Budget von 40 Millionen Euro, von dem er 10 Millionen für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||1. Januar - 31. Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||1. Januar - 31. Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Millionen Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf vier Millionen Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Der Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach Inkrafttreten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang zu den Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der GD Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der GD Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden auszuwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker|Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Chemikalienverordung REACH ===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;. Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die sogenannte Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Hierbei werden Gesetzesinitiativen bevor sie in den gewählten Parlamenten besprochen werden, nach den Auswirkungen auf den Handel beurteilt. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 670 Mitglieder (Stand August 2016). Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
*Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
*Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie. Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
*Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen. Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
*Affiliated Associations sind europäische Verbände, die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
*Partner sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten. Zu ihnen gehört z. B. Südzucker&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Our-Members/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind &lt;br /&gt;
[http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören  &lt;br /&gt;
* [[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzende von [[BASF]]&lt;br /&gt;
* [[Michael König]], Vorstandsmitglied von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.&lt;br /&gt;
lobbypedia.de&lt;br /&gt;
== Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européan de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=38018</id>
		<title>European Chemical Industry Council</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=38018"/>
		<updated>2016-09-26T07:53:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der sehr einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer|Bayer]] und [[BP|BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie|VCI (Verband der Chemischen Industrie)]]. 2015 konnte der Cefic 10 Millionen Euro für Lobbyarbeit in Brüssel ausgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 Profil EFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der [[EU-Kommission]] und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, Eintrag vom 22. April 2016, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic-lri.org/about-lri LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 08.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2016) sind bei Cefic 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 27 davon haben eine Akkreditierung für das Europäische Parlament. Er verfügte 2015 über ein Budget von 40 Millionen Euro, von dem er 10 Millionen für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||1. Januar - 31. Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||1. Januar - 31. Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Millionen Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf vier Millionen Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Der Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach in Kraft treten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang auf die Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der DG Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der DG Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden abzustimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker|Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Chemikalienverordung REACH ===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;. Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 670 Mitglieder (Stand August 2016). Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
*Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
*Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie. Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
*Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen. Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
*Affiliated Associations sind europäische Verbände, die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
*Partner sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten. Zu ihnen gehört z. B. Südzucker&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Our-Members/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind &lt;br /&gt;
[http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören  &lt;br /&gt;
* [[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzende von [[BASF]]&lt;br /&gt;
* [[Michael König]], Vorstandsmitglied von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.&lt;br /&gt;
lobbypedia.de&lt;br /&gt;
== Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européan de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=37987</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-20T12:59:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Kurzdarstellung und Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue de Cortenbergh 168, B-1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur Europäischen Kommission (EU-Kommission) ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mitglieder'''&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Die deutschen Mitglieder sind: [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), [[Deutsche Bank]], [[Deutsche Post DHL Group]], [[Deutsche Telekom]] und [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Der einflussreiche europäische Arbeitgeberverband [[Businesseurope]] ist Mitglied des ESF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=37986</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-20T12:55:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Finanzen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue de Cortenbergh 168, B-1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur Europäischen Kommission (EU-Kommission) ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mitglieder'''&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Die deutschen Mitglieder sind: [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), [[Deutsche Bank]], [[Deutsche Post DHL Group]], [[Deutsche Telekom]] und [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Der einflussreiche europäische Arbeitgeberverband [[Businesseurope]] ist Mitglied des ESF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Das Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. Mitglieder sind 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (Stand: Dezember 2013). Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen zwischen 200.000 und 299.999 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02 Transparenzregister], abgerufen am 29. 05. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Services_Forum&amp;diff=37985</id>
		<title>European Services Forum</title>
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		<updated>2016-09-20T12:54:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue de Cortenbergh 168, B-1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur Europäischen Kommission (EU-Kommission) ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mitglieder'''&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Die deutschen Mitglieder sind: [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), [[Deutsche Bank]], [[Deutsche Post DHL Group]], [[Deutsche Telekom]] und [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Der einflussreiche europäische Arbeitgeberverband [[Businesseurope]] ist Mitglied des ESF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Die Finanzierung des Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge getragen..&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true EU-Transparenzegister], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. Mitglieder sind 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (Stand: Dezember 2013). Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen zwischen 200.000 und 299.999 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02 Transparenzregister], abgerufen am 29. 05. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
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		<title>European Services Forum</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Finanzen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  European Services Forum (ESF) &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ESF-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit zur Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1998&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue de Cortenbergh 168, B-1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.esf.be www.esf.be]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''European Services Forum''' ('''ESF''') ist eine einflussreiche Lobbyorganisation bedeutender europäischer Dienstleister und ihrer Verbände mit besten Kontakten zu den EU-Instutionen. Es arbeitet eng mit [[Businesseurope]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
=== Beziehungen zur Europäischen Kommission (EU-Kommission) ===&lt;br /&gt;
Laut ihrer Webseite wird das ESF von der [[EU-Kommission]] und den EU-Regierungen als die Stimme der europäischen Dienstleistungsindustrie anerkannt. Es durfte als Teil der offiziellen Delegation der EU-Kommission an den WTO-Treffen in Seattle, Doha, Cancun und Hong Kong teilnehmen. Als &amp;quot;business NGO&amp;quot; hat die ESF bei der EU-Kommission einen Beobachterstatus (&amp;quot;observer status&amp;quot;) und wird den von den EU-HandelskommissarInnen direkt gebrieft . Es gibt regelmäßige Treffen der ExpertInnen der Wirtschaftsministerien der EU-Mitgliedstaaten mit den ESF-Mitgliedern im sogenannten 133er-Auschuss (benannt nach Artikel 133 Abs. 3 EG - Vertrag). Nach Art. 133 führt die EU-Kommission  Verhandlungen über eine gemeinsame Handelspolitik &amp;quot;im Benehmen&amp;quot; mit diesem Ausschuss. Nach Einschätzung des ESF werden im 133er-Ausschuss die eigentlichen Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2014: Haltung zum TISA-Abkommen ===&lt;br /&gt;
Die im ESF zusammengeschlossenen großen international agierenden Konzerne, wie [[Deutsche Post]], [[Deutsche Telekom]] oder [[Siemens]], stehen hinter dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen [[TISA]]. Ihr Interesse besteht darin, möglichst viele Handelsbeschränkungen zu minimieren oder zu beseitigen, mit dem Ziel weitere Märkte erschließen und Wachstum erzielen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tisa-102.html Geheime Verhandlungen über TISA-Abkommen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit] tagesschau.de vom 19.06.2014, abgerufen am 20.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012-2014: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP ===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation ''CEO'' hatte das ESF (gemeinsam mit  [[Businesseurope]]) von allen Lobbyorgansiationen die meisten Kontakte mit der Generaldirektion Handel der EU-Kommission zum Thema [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?, Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope], abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman)'''&lt;br /&gt;
[[Thomas Harris]]: Vizepräsident der [[Standard Chartered Bank]], non-executive director des &amp;quot;Trade Policy Panel&amp;quot; der [[British Bankers Association]] und Mitglied zweier Beiräte von [[British American Business]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''European Services Leader Group'''&lt;br /&gt;
Diese setzt sich aus führenden Repräsentanten (GEOs oder Board members) der EFS-Mitglieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Policy Committee'''&lt;br /&gt;
Dieses besteht aus Vertretern der EFS-Mitglieder und persönlichen Mitarbeitern (&amp;quot;sherpas&amp;quot;) von Mitgliedern der European Service Leader Group.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorsitzender (Chairman) des &amp;quot;Policy Committee&amp;quot;''' [[Tillmann Kupfer]]: Lobbyist für [[British Telecom]] in Brüssel, Mitglied des Board der [[Kangaroo Group]] und ehemaliger &amp;quot;Public Affairs Consultant&amp;quot; bei [[Hill+Knowlton]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Managing Director'''&lt;br /&gt;
Pascal Kerneis, Mitglied der [[TTIP Advisory Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mitglieder'''&lt;br /&gt;
Die Mitglieder sind [http://www.esf.be/new/links/alphabetical-order/ hier] abrufbar. Die deutschen Mitglieder sind: [[Bundesverband der Freien Berufe]] (BFB), [[Deutsche Bank]], [[Deutsche Post DHL Group]], [[Deutsche Telekom]] und [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Der einflussreiche europäische Arbeitgeberverband [[Businesseurope]] ist Mitglied des ESF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Die Finanzierung des Forums wird von den Mitgliedern durch jährliche Beiträge getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Das 1998 gegründete ESF bezeichnet sich auf seiner Webseite als ein Netzwerk von Vertretern des europäischen Dienstleistungssektors zur Förderung der Liberalisierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen. Die Hauptaufgaben seien die WTO (World Trade Organization) GATS (General Agreement on Trade in Services) Verhandlungen und die bilateralen Verhandlungen der EU über Dienstleistung und Investitionen. Mitglieder sind 22 europäische Großunternehmen und 30 einflussreiche Unternehmensverbände mit Aktivitäten im Dienstleistungsbereich (Stand: Dezember 2013). Außerdem sponsert das ESF gemeinsam mit [[Businesseurope]] die [[European Services Platform]] (ESP). Laut EU-Transparenzregister liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen zwischen 200.000 und 299.999 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3562594969-02 Transparenzregister], abgerufen am 29. 05. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Businesseurope&amp;diff=37983</id>
		<title>Businesseurope</title>
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		<updated>2016-09-20T12:00:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = BUSINESSEUROPE&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-BUSINESSEUROPE_Logo.svg.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Vertretung von Arbeitgeberinteressen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = März 1958, 2007 umbenannt in BUSINESSEUROPE, the confederation of European business&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Av. de Cortenbergh 168, 1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.businesseurope.eu businesseurope.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''BusinessEurope''' ist ein europäischer Dachverband der Arbeitgeber. In der EU zählt er zu den größten und einflussreichsten Lobbyorganisationen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Businesseurope hat intensive Lobbyarbeit geleistet unter anderem bei der Aufweichung konkreter EU Klimaziele und bei der Verschärfung des europäischen Wachstums- und Stabilitätspakts im September 2011. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Businesseurope pflegt auf höchster Ebene intensive Kontakte in alle Institutionen, die in der EU an der Ausarbeitung, Verabschiedung und Umsetzung von Gesetzen, Richtlinien, und anderen Regularien beteiligt sind. Insbesondere im Bereich der Sozialpolitik gilt BusinessEurope als einer der wichtigsten Ansprechpartner für die Europäische Kommission. Während des gesamten Gesetzgebungsprozesses nehmen die Lobbyisten von BusinessEurope sowohl auf die strategische Ausrichtung als auch auf die konkrete Ausgestaltung durch Stellungnahmen, Verbesserungsvorschläge und Abstimmungsempfehlungen direkten Einfluss. Wegen des hohen Mobilisierungspotentials und der großen Anzahl an abrufbaren Experten zählt BusinessEurope zu den größten und einflussreichsten Lobbyorganisationen innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transparenzregister EU ===&lt;br /&gt;
Im [[Transparenzregister EU]] hat BusinessEurope 30 Vollzeit-Lobbyisten registriert, von denen 25 für den Zugang zu den Räumlichkeiten des europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BUSINESSEUROPE im Transparenzregister], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: September 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
BusinessEurope gehört 10 Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist der Arbeitgeberverband in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew&amp;amp;page=1 Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel ===&lt;br /&gt;
*[[Marten Westrup]] arbeitete bis September 2010 für die ''Generaldirektion Unternehmen und Industrie'' in der [[EU-Kommission]] und nahm anschließend einen Beraterjob bei BusinessEurope an, um den Arbeitgeberverband in Klimafragen zu beraten. 2011 wechselte er zurück in die EU-Kommission zur ''Generaldirektion Energie''. Die Kommission erteilte für diesen Wechsel eine Ausnahmegenehmigung.&lt;br /&gt;
*[[Eoin O'Malley]] arbeitete vier Jahre lang als &amp;quot;Senior Advisor on International Relations&amp;quot; für BusinessEurope. Im Juni 2010 wechselte er zur EU-Generaldirektion für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und später zur EU-Generaldirektion Handel, wo er Teil des Strategie-Teams ist. Die Kommission weigerte sich erarbeitete Dokumente oder Reden von O'Malley zu veröffentlichen. Nach einer Konferenz im März 2015 zu den Auswirkungen von TTIP auf Malta wurde er auf Twitter zitiert: “Die EU-Kommission braucht Input und Teilnahme der Unternehmen in der Debatte. Die Menschen müssen wissen, was die ökonomischen Vorteile sind.&amp;quot; (Übersetzung des Verfassers) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/revolving-doors/2015/07/revolving-door-greasing-wheels-ttip-lobby, The revolving door: greasing the wheels of the TTIP lobby], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== European Business Summit ===&lt;br /&gt;
Der [[European Business Summit]] (EBS) ist eine jährlich stattfindende Gipfelveranstaltung, bei der UnternehmensvertreterInnen auf hochrangige EU-Politiker treffen. BusinessEurope und die [[Federation of Enterprises in Belgium]] (FEB) sind die Initiatoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== BusinessEurope Day ===&lt;br /&gt;
Der [[BusinessEurope Day]] findet seit 2014 jährlich statt. Das selbsterklärte Ziel besteht darin, eine ausgesuchte Gruppe an Führungspersonen aus Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern zusammenzubringen, um über bestimmte, den Handel betreffende Politiken zu diskutieren. 2014 stand die Frage nach der Bedeutung der Industrie in Fokus, 2015 der neue Investitionsplan der EU und 2016 die Leistungsfähigkeit Europas. Zu den Sprechern aus der Politik gehörten Donald Tusk, &lt;br /&gt;
Elżbieta Bieńkowska, Jean-Claude Juncker, Martin Schulz, José Manuel Barroso und viele mehr. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseuropeday.eu/ BUSINESSEUROPE Day], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012-2016: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation &amp;quot;Corporate Europe Observatory&amp;quot; hatte BusinessEurope (gemeinsam mit dem [[European Services Forum]]) von allen Lobbyorgansiationen den meisten Kontakt mit der EU-Generaldirektion Handel zum Thema [[TTIP]]. In den ersten zwei Jahren der Vorbereitungen und Verhandlungen zum Abkommen nahm BusinessEurope an 15 Treffen teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?], Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope, abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2013 wurde ein Papier der EU-Kommission zu regulatorischer Kooperation geleakt. Durch das Prinzip der regulatorischen Kooperation sollen Handelshemmnisse zwischen den Vertragspartnern nach Abschluss des Abkommens abgebaut und somit eine Angleichung der Standards ermöglicht werden. Kritisch ist dies, da die amerikanischen bzw. kanadischen Standards in vielen Punkten stark von den europäischen abweichen. Besonders im Bereich des Umweltschutzes, der Chemikalienzulassung oder der Fahrzeugsicherheit sind sie sogar deutlich niedriger und deshalb kostengünstiger für Konzerne. Zentral bei der regulatorischen Kooperation ist hierbei die Einführung von Prozessen, die Unternehmen und US-Regierung früh und vor den Parlamenten in die Gesetzgebung einbinden soll. Sie erhalten dadurch eine enorme Gestaltungsmacht. Aus diesem Grund bezeichnet die [[ US-Handelskammer]], die amerikanische Arbeitgeber-Lobby, die regulatorische Kooperation als &amp;quot;Geschenk, dass immer weiter schenkt&amp;quot;(Übersetzung des Verfassers).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/11/ttip-verhandlungen-eu-kommission-verschafft-exxonmobil-privilegierten-zugang/ TTIP-Verhandlungen: EU-Kommission verschafft ExxonMobil privilegierten Zugang], Artikel vom 27.11.2015, Webseite LobbyControl, abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BusinessEurope forderte bereits im Herbst 2012 eine „formale und vorrangige Beraterrole“ für Unternehmen ein. Vertraglich muss die EU-Kommission einen ausgewogenen Dialog mit verschiedenen Interessenvertretern führen. Dennoch stellte sie klar, dass eine Beraterrolle und somit  eine Institutionalisierung des priveligierten Zugangs zu Gesetzgebungsprozessen in einer branchenspezifischen regulatorischen Kooperation möglich sei. &lt;br /&gt;
Die branchenspezifische regulatorische Kooperation bezieht sich auf 9 Industriesektoren; unter anderem geht es hierbei um die Regulierung von Arzneimitteln, Chemikalien und Pestiziden. Dazu wurden bisher keine Vertragsentwürfe veröffentlicht, sodass der Einfluss von Unternehmen auf diese stark zu vermuten, jedoch nicht überprüfbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/sites/default/files/commission-assess-ment-bechamber-paper.pdf European Commission, BE-Chamber paper on a Regulatory cooperation component to an EU-US economic agreement (TRADE internal assessment of relevance for EU-US Trade negotiations), 12 November 2012], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man die Vorschläge der beiden Arbeitgeberverbände BusinessEurope und der [[US-Handelskammer]] aus den Jahren 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uschamber.com/sites/default/files/legacy/international/files/USTR-2012-0001-%20US%20Chamber-%20BusinessEurope%20FRN%20US%20EU%20High%20Level%20Working%20Group.pdf US Chamber of Commerce and BusinessEurope, Letterto Daniel Mullaney, Re: Docket USTR-2012-0001, US Chamber of - BusinessEurope submission to the Federal Register Notice on the US-EU High-Level Working Group on Jobs and Growth, 2 February 2012],  abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2014&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/sites/buseur/files/media/imported/2014-00496-E.pdf US Chamber of Commerce and BusinessEurope, Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP), 2014],  abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit den Verhandlungspositionen der EU-Kommission im Jahr 2016&amp;lt;ref&amp;gt;[http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2016/march/tradoc_154377.pdf European Commission, TTIP – EU proposal,  abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; erkennt man eine erstaunliche Ähnlichkeit. Obgleich sie nicht explizit zeigen, dass die Arbeitgeber-Lobbys TTIP mitschrieben, beinhalten die vorgeschlagenen Alternativen der EU-Kommission Formulierungen, die eben jene Ziele der Verbände letztendlich doch ermöglichen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2015 wurde bekannt, dass die EU-Kommission der Erdöllobby besonders guten Zugang zu den Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen verschaffte. Vertreter von Businesseurope trafen mit US-Verhandlern aus dem Außen- und Energieministerium zusammen, um über das Energiekapitel des Abkommens zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/11/ttip-verhandlungen-eu-kommission-verschafft-exxonmobil-privilegierten-zugang/ TTIP-Verhandlungen: EU-Kommission verschafft ExxonMobil privilegierten Zugang], Artikel vom 27.11.2015, Webseite LobbyControl, abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Juli 2016 veröffentlichte Businesseurope unter anderen gemeinsam mit [[AmCham EU]], [[European Services Forum]] und [[Trans-Atlantic Business Council]], der sogenannnten &amp;quot;Business Alliance for TTIP&amp;quot;, ein Statement, in welchem die hohen Erwartungen an die 14. Verhandlungsrunde zu TTIP betont werden. Die Allianz übt Druck aus, um vor dem Ende der Obama-Administration einem Abschluss des TTIP-Abkommens näherzukommen. Es bräuche &amp;quot;konstruktive und kreative Ansätze&amp;quot; und einen &amp;quot;substanziellen Fortschritt&amp;quot; in den Verhandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/publications/joint-statment-high-expectations-14th-round-eu-and-us-must-deliver-now-ttip Joint Statment: High expectations for 14th round – EU and US must deliver now on TTIP], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2011: Verschärfung des europäischen Wachstums- und Stabilitätspakts (Sixpack)===&lt;br /&gt;
Businesseurope setzte sich massiv für die im September 2011 verabschiedete Verschärfung der Stabilitätskriterien in der Europäischen Union ein, welche der [[EU-Kommission]] weitreichende Kompetenzen bei der Gestaltung der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik übertrug. Kritiker sehen in den automatischen Sanktionen und der zentralen Rolle der EU Kommission bei deren Umsetzung eine Gefahr für den demokratischen Prozess in Europa. Businesseurope jedoch zeigte sich zufrieden damit, dass eine Vielzahl der Empfehlungen seiner Lobbyisten in diesem neuen Vertrag übernommen worden seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/blog/undemocratic-economic-governance An undemocratic economic governance?], Corporate Europe Observatory, abgerufen am 01.06.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Lobbying zur Verhinderung effektiver Klimapolitik===&lt;br /&gt;
Für die aktive und aggressive Rolle, die Mitarbeiter von Businesseurope bei der Verwässerung der EU-Klimaziele spielten, wurde der mächtige Arbeitgeberverband im Jahr 2010 in der Kategorie Worst Climate Lobbying für die [[Worst EU Lobbying Awards]] nominiert. Offiziell unterstützte Businesseurope damals die Notwendigkeit, den vom Menschen verursachten Klimawandel zu stoppen. Tatsächlich jedoch wurden bestehende EU-Pläne zur Verminderung von CO2-Emissionen aktiv untergraben. Während die Industrielobbyisten vorgaben, im Interesse aller europäischen Unternehmen zu handeln, haben sie tatsächlich in erster Linie für die energieintensivsten Unternehmen der Öl-, Stahl- und Chemieindustrie Lobbyarbeit betrieben – und letztendlich eine effektive Klimapolitik auf EU-Level verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/nominee/businesseurope BusinessEurope: Worst Climate Lobbying], worstlobby.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch 2015 wurde Kritik an dem Verband laut, da er sich weiterhin stark gegen Klimaschutz einsetzt: Investoren forderten Firmen sogar dazu auf, den Verband zu verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rtcc.org/2015/09/02/investors-urge-businesses-to-quit-climate-unfriendly-eu-lobby-groups/ Investors urge businesses to quit climate-unfriendly EU lobby groups], Webseite &amp;quot;Responding to Climate Change (RTCC)&amp;quot;, 1. September 2015, zuletzt aufgerufen am 2.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
BusinessEurope gehören 40 Mitgliedsverbände aus 34 Staaten an. Die Organisation repräsentiert nach eigenen Angaben 20 Millionen Unternehmen (Stand März 2016). Aktuelle Präsidentin von BusinessEurope ist [[Emma Marcegaglia]], CEO des italienischen Stahlkonzerns Marcegaglia S.p.A.. Generaldirektor ist [[Markus  J. Beyrer]], ehemaliger Generalsekretär der Vereinigung der Österreichischen Industrie (IV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitgliedsverbände aus Deutschland sind:&lt;br /&gt;
* der [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) und&lt;br /&gt;
* die [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/members Members], businesseurope.com, abgerufen am 16.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bietet BusinessEurope über ihre &amp;quot;Corporate Advisory and Support Group&amp;quot; ausgewählten Großunternehmen besondere Dienstleistungen an. Zu den 68 Unternehmen (Stand: Januar 2016) gehören u.a. [[BASF]], [[Bayer]], [[BMW]], [[Daimler]], [[Siemens]] und [[Volkswagen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/about-us/asgroup-our-partner-companies ASGroup - our partner companies], businesseurope.com, abgerufen am 16.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation besteht aus 7 Richtlinienkomitees, denen insgesamt 60 Arbeitsgruppen unterstellt sind. In diesen Gruppen arbeiten etwa 1200 meist externe Fachleute um Gesetzesentwürfe und EU-Programme zu analysieren und aus Unternehmensperspektive zu verbessern. Neben den nationalen Verbänden, die BusinessEurope mit Ressourcen und Infrastruktur unterstützen, besteht noch eine sogenannte 'Corporate Advisory and Support Group'. Deren Mitglieder, allesamt multinationale Konzerne von beachtlicher Größe, genießen innerhalb der Organisation einen besonderen Stellenwert. Ihre Mitglieder pflegen nicht nur intensive politische Kontakte auf höchster Ebene, sondern sind auch an allen 60 Arbeitsgruppen beteiligt, welche gemeinsame Positionen erarbeiten und erheblichen Einfluss auf die Politikgestaltung der gesamten EU ausüben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Alliance for a Competitive European Industry]], die 2004 von 11 einflussreichen europäischen Industrieverbänden gegründet wurde und sich für arbeitgeberfreundliche Sozialgesetzgebung einsetzt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseurope.eu/content/default.asp?PageID=605''Alliance for a Competitive European Industry''], businesseurope.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Alliance for CSR]], einer im Jahr 2006 von der EU Kommission ins Leben gerufenen informellen Arbeitsgruppe, die sich mit der Weiterentwicklung von Themen im Bereich [[Corporate Social Responsibility]] beschäftigt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseurope.eu/content/default.asp?PageID=606''Alliance for CSR''], businesseurope.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Mitglied des [[European Services Forum]] (ESF), einer Lobbyorganisation großer europäischer Dienstleister und ihrer Verbände&lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
BusinessEurope legt seine Finanzierung nicht offen. Laut [[EU-Transparenzregister]] liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 4 und rund 4,25 Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BUSINESSEUROPE im EU-Transparenzregister], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Laut Selbstdarstellung repräsentiert BusinessEurope in Brüssel die politischen Interessen von 20 Millionen Mitgliedsunternehmen aus 35 Staaten. Als Hauptaufgabe versteht BusinessEurope die Verteidigung dieser Interessen gegenüber den europäischen Institutionen, und als Hauptziel die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen im internationalen Vergleich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/mission-and-priorities Mission and Priorities], businesseurope.com, abgerufen am 02.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies soll vor allem durch eine arbeitgeberfreundliche Gesetzgebung in den Bereichen Arbeit und Soziales sowie Umwelt und Klima erfolgen. Auch die Außen- und Wirtschaftspolitik der EU und ihrer Mitgliedsländer sind von zentraler Bedeutung. Übergeordnetes Ziel der Arbeit von BusinessEurope ist ein beständiges ökonomisches Wachstum innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Reihe nationaler Arbeitgeberverbände gründete 1949 den europäischen Dachverband Conseil des Fédérations Industrielles d'Europe (CIFE). Innerhalb dieses Rahmenvertrags schlossen sich im selben Jahr die nationalen Industrieverbände aus den 6 Mitgliedsstaaten der späteren Montanunion (EGKS) zusammen. Aus dieser ging im März 1958 die &amp;quot;Union des industries de la communauté européenne&amp;quot; (UNICE) hervor, die am 23. Januar 2007 in BusinessEurope umbenannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.powerbase.info/index.php/BusinessEurope''Businesseurope''], PowerBase, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt; Businesseurope ist ein internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* Businesseurope im freiwilligen [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79&amp;amp;isListLobbyistView=true Lobbyregister der EU].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Businesseurope&amp;diff=37982</id>
		<title>Businesseurope</title>
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		<updated>2016-09-20T10:57:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* 2012-2016: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = BUSINESSEUROPE&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-BUSINESSEUROPE_Logo.svg.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Vertretung von Arbeitgeberinteressen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = März 1958, 2007 umbenannt in BUSINESSEUROPE, the confederation of European business&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Av. de Cortenbergh 168, 1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.businesseurope.eu businesseurope.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Businesseurope''' ist ein europäischer Dachverband der Arbeitgeber. In der EU zählt er zu den größten und einflussreichsten Lobbyorganisationen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Businesseurope hat intensive Lobbyarbeit geleistet unter anderem bei der Aufweichung konkreter EU Klimaziele und bei der Verschärfung des europäischen Wachstums- und Stabilitätspakts im September 2011. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Businesseurope pflegt auf höchster Ebene intensive Kontakte in alle Institutionen, die in der EU an der Ausarbeitung, Verabschiedung und Umsetzung von Gesetzen, Richtlinien, und anderen Regularien beteiligt sind. Insbesondere im Bereich der Sozialpolitik gilt Businesseurope als einer der wichtigsten Ansprechpartner für die Europäische Kommission. Während des gesamten Gesetzgebungsprozesses nehmen die Lobbyisten von Businesseurope sowohl auf die strategische Ausrichtung als auch auf die konkrete Ausgestaltung durch Stellungnahmen, Verbesserungsvorschläge und Abstimmungsempfehlungen direkten Einfluss. Wegen des hohen Mobilisierungspotentials und der großen Anzahl an abrufbaren Experten zählt Businesseurope zu den größten und einflussreichsten Lobbyorganisationen innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transparenzregister EU ===&lt;br /&gt;
Im [[Transparenzregister EU]] hat Businesseurope 30 Vollzeit-Lobbyisten registriert, von denen 25 für den Zugang zu den Räumlichkeiten des europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BUSINESSEUROPE im Transparenzregister], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: September 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
BusinessEurope gehört 10 Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist der Arbeitgeberverband in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew&amp;amp;page=1 Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel ===&lt;br /&gt;
*[[Marten Westrup]] arbeitete bis September 2010 für die ''Generaldirektion Unternehmen und Industrie'' in der [[EU-Kommission]] und nahm anschließend einen Beraterjob bei BusinessEurope an, um den Arbeitgeberverband in Klimafragen zu beraten. 2011 wechselte er zurück in die EU-Kommission zur ''Generaldirektion Energie''. Die Kommission erteilte für diesen Wechsel eine Ausnahmegenehmigung.&lt;br /&gt;
*[[Eoin O'Malley]] arbeitete vier Jahre lang als &amp;quot;Senior Advisor on International Relations&amp;quot; für BusinessEurope. Im Juni 2010 wechselte er zur EU-Generaldirektion für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und später zur EU-Generaldirektion Handel, wo er Teil des Strategie-Teams ist. Die Kommission weigerte sich erarbeitete Dokumente oder Reden von O'Malley zu veröffentlichen. Nach einer Konferenz im März 2015 zu den Auswirkungen von TTIP auf Malta wurde er auf Twitter zitiert: “Die EU-Kommission braucht Input und Teilnahme der Unternehmen in der Debatte. Die Menschen müssen wissen, was die ökonomischen Vorteile sind.&amp;quot; (Übersetzung des Verfassers) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/revolving-doors/2015/07/revolving-door-greasing-wheels-ttip-lobby, The revolving door: greasing the wheels of the TTIP lobby], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== European Business Summit ===&lt;br /&gt;
Der [[European Business Summit]] (EBS) ist eine jährlich stattfindende Gipfelveranstaltung, bei der UnternehmensvertreterInnen auf hochrangige EU-Politiker treffen. Businesseurope und die [[Federation of Enterprises in Belgium]] (FEB) sind die Initiatoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Businesseurope Day ===&lt;br /&gt;
Der [[Businesseurope Day]] findet seit 2014 jährlich statt. Das selbsterklärte Ziel besteht darin, eine ausgesuchte Gruppe an Führungspersonen aus Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern zusammenzubringen, um über bestimmte, den Handel betreffende Politiken zu diskutieren. 2014 stand die Frage nach der Bedeutung der Industrie in Fokus, 2015 der neue Investitionsplan der EU und 2016 die Leistungsfähigkeit Europas. Zu den Sprechern aus der Politik gehörten Donald Tusk, &lt;br /&gt;
Elżbieta Bieńkowska, Jean-Claude Juncker, Martin Schulz, José Manuel Barroso und viele mehr. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseuropeday.eu/ BUSINESSEUROPE Day], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012-2016: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation &amp;quot;Corporate Europe Observatory&amp;quot; hatte BusinessEurope (gemeinsam mit dem [[European Services Forum]]) von allen Lobbyorgansiationen den meisten Kontakt mit der EU-Generaldirektion Handel zum Thema [[TTIP]]. In den ersten zwei Jahren der Vorbereitungen und Verhandlungen zum Abkommen nahm BusinessEurope an 15 Treffen teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?], Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope, abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2013 wurde ein Papier der EU-Kommission zu regulatorischer Kooperation geleakt. Durch das Prinzip der regulatorischen Kooperation sollen Handelshemmnisse zwischen den Vertragspartnern nach Abschluss des Abkommens abgebaut und somit eine Angleichung der Standards ermöglicht werden. Kritisch ist dies, da die amerikanischen bzw. kanadischen Standards in vielen Punkten stark von den europäischen abweichen. Besonders im Bereich des Umweltschutzes, der Chemikalienzulassung oder der Fahrzeugsicherheit sind sie sogar deutlich niedriger und deshalb kostengünstiger für Konzerne. Zentral bei der regulatorischen Kooperation ist hierbei die Einführung von Prozessen, die Unternehmen und US-Regierung früh und vor den Parlamenten in die Gesetzgebung einbinden soll. Sie erhalten dadurch eine enorme Gestaltungsmacht. Aus diesem Grund bezeichnet die [[ US-Handelskammer]], die amerikanische Arbeitgeber-Lobby, die regulatorische Kooperation als &amp;quot;Geschenk, dass immer weiter schenkt&amp;quot;(Übersetzung des Verfassers).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/11/ttip-verhandlungen-eu-kommission-verschafft-exxonmobil-privilegierten-zugang/ TTIP-Verhandlungen: EU-Kommission verschafft ExxonMobil privilegierten Zugang], Artikel vom 27.11.2015, Webseite LobbyControl, abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BusinessEurope forderte bereits im Herbst 2012 eine „formale und vorrangige Beraterrole“ für Unternehmen ein. Vertraglich muss die EU-Kommission einen ausgewogenen Dialog mit verschiedenen Interessenvertretern führen. Dennoch stellte sie klar, dass eine Beraterrolle und somit  eine Institutionalisierung des priveligierten Zugangs zu Gesetzgebungsprozessen in einer branchenspezifischen regulatorischen Kooperation möglich sei. &lt;br /&gt;
Die branchenspezifische regulatorische Kooperation bezieht sich auf 9 Industriesektoren; unter anderem geht es hierbei um die Regulierung von Arzneimitteln, Chemikalien und Pestiziden. Dazu wurden bisher keine Vertragsentwürfe veröffentlicht, sodass der Einfluss von Unternehmen auf diese stark zu vermuten, jedoch nicht überprüfbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/sites/default/files/commission-assess-ment-bechamber-paper.pdf European Commission, BE-Chamber paper on a Regulatory cooperation component to an EU-US economic agreement (TRADE internal assessment of relevance for EU-US Trade negotiations), 12 November 2012], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man die Vorschläge der beiden Arbeitgeberverbände BusinessEurope und der [[US-Handelskammer]] aus den Jahren 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uschamber.com/sites/default/files/legacy/international/files/USTR-2012-0001-%20US%20Chamber-%20BusinessEurope%20FRN%20US%20EU%20High%20Level%20Working%20Group.pdf US Chamber of Commerce and BusinessEurope, Letterto Daniel Mullaney, Re: Docket USTR-2012-0001, US Chamber of - BusinessEurope submission to the Federal Register Notice on the US-EU High-Level Working Group on Jobs and Growth, 2 February 2012],  abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2014&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/sites/buseur/files/media/imported/2014-00496-E.pdf US Chamber of Commerce and BusinessEurope, Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP), 2014],  abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit den Verhandlungspositionen der EU-Kommission im Jahr 2016&amp;lt;ref&amp;gt;[http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2016/march/tradoc_154377.pdf European Commission, TTIP – EU proposal,  abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; erkennt man eine erstaunliche Ähnlichkeit. Obgleich sie nicht explizit zeigen, dass die Arbeitgeber-Lobbys TTIP mitschrieben, beinhalten die vorgeschlagenen Alternativen der EU-Kommission Formulierungen, die eben jene Ziele der Verbände letztendlich doch ermöglichen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2015 wurde bekannt, dass die EU-Kommission der Erdöllobby besonders guten Zugang zu den Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen verschaffte. Vertreter von Businesseurope trafen mit US-Verhandlern aus dem Außen- und Energieministerium zusammen, um über das Energiekapitel des Abkommens zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/11/ttip-verhandlungen-eu-kommission-verschafft-exxonmobil-privilegierten-zugang/ TTIP-Verhandlungen: EU-Kommission verschafft ExxonMobil privilegierten Zugang], Artikel vom 27.11.2015, Webseite LobbyControl, abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Juli 2016 veröffentlichte Businesseurope unter anderen gemeinsam mit [[AmCham EU]], [[European Services Forum]] und [[Trans-Atlantic Business Council]], der sogenannnten &amp;quot;Business Alliance for TTIP&amp;quot;, ein Statement, in welchem die hohen Erwartungen an die 14. Verhandlungsrunde zu TTIP betont werden. Die Allianz übt Druck aus, um vor dem Ende der Obama-Administration einem Abschluss des TTIP-Abkommens näherzukommen. Es bräuche &amp;quot;konstruktive und kreative Ansätze&amp;quot; und einen &amp;quot;substanziellen Fortschritt&amp;quot; in den Verhandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/publications/joint-statment-high-expectations-14th-round-eu-and-us-must-deliver-now-ttip Joint Statment: High expectations for 14th round – EU and US must deliver now on TTIP], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2011: Verschärfung des europäischen Wachstums- und Stabilitätspakts (Sixpack)===&lt;br /&gt;
Businesseurope setzte sich massiv für die im September 2011 verabschiedete Verschärfung der Stabilitätskriterien in der Europäischen Union ein, welche der [[EU-Kommission]] weitreichende Kompetenzen bei der Gestaltung der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik übertrug. Kritiker sehen in den automatischen Sanktionen und der zentralen Rolle der EU Kommission bei deren Umsetzung eine Gefahr für den demokratischen Prozess in Europa. Businesseurope jedoch zeigte sich zufrieden damit, dass eine Vielzahl der Empfehlungen seiner Lobbyisten in diesem neuen Vertrag übernommen worden seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/blog/undemocratic-economic-governance An undemocratic economic governance?], Corporate Europe Observatory, abgerufen am 01.06.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Lobbying zur Verhinderung effektiver Klimapolitik===&lt;br /&gt;
Für die aktive und aggressive Rolle, die Mitarbeiter von Businesseurope bei der Verwässerung der EU-Klimaziele spielten, wurde der mächtige Arbeitgeberverband im Jahr 2010 in der Kategorie Worst Climate Lobbying für die [[Worst EU Lobbying Awards]] nominiert. Offiziell unterstützte Businesseurope damals die Notwendigkeit, den vom Menschen verursachten Klimawandel zu stoppen. Tatsächlich jedoch wurden bestehende EU-Pläne zur Verminderung von CO2-Emissionen aktiv untergraben. Während die Industrielobbyisten vorgaben, im Interesse aller europäischen Unternehmen zu handeln, haben sie tatsächlich in erster Linie für die energieintensivsten Unternehmen der Öl-, Stahl- und Chemieindustrie Lobbyarbeit betrieben – und letztendlich eine effektive Klimapolitik auf EU-Level verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/nominee/businesseurope BusinessEurope: Worst Climate Lobbying], worstlobby.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch 2015 wurde Kritik an dem Verband laut, da er sich weiterhin stark gegen Klimaschutz einsetzt: Investoren forderten Firmen sogar dazu auf, den Verband zu verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rtcc.org/2015/09/02/investors-urge-businesses-to-quit-climate-unfriendly-eu-lobby-groups/ Investors urge businesses to quit climate-unfriendly EU lobby groups], Webseite &amp;quot;Responding to Climate Change (RTCC)&amp;quot;, 1. September 2015, zuletzt aufgerufen am 2.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
BusinessEurope gehören 40 Mitgliedsverbände aus 34 Staaten an. Die Organisation repräsentiert nach eigenen Angaben 20 Millionen Unternehmen (Stand März 2016). Aktuelle Präsidentin von BusinessEurope ist [[Emma Marcegaglia]], CEO des italienischen Stahlkonzerns Marcegaglia S.p.A.. Generaldirektor ist [[Markus  J. Beyrer]], ehemaliger Generalsekretär der Vereinigung der Österreichischen Industrie (IV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitgliedsverbände aus Deutschland sind:&lt;br /&gt;
* der [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) und&lt;br /&gt;
* die [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/members Members], businesseurope.com, abgerufen am 16.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bietet BusinessEurope über ihre &amp;quot;Corporate Advisory and Support Group&amp;quot; ausgewählten Großunternehmen besondere Dienstleistungen an. Zu den 68 Unternehmen (Stand: Januar 2016) gehören u.a. [[BASF]], [[Bayer]], [[BMW]], [[Daimler]], [[Siemens]] und [[Volkswagen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/about-us/asgroup-our-partner-companies ASGroup - our partner companies], businesseurope.com, abgerufen am 16.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation besteht aus 7 Richtlinienkomitees, denen insgesamt 60 Arbeitsgruppen unterstellt sind. In diesen Gruppen arbeiten etwa 1200 meist externe Fachleute um Gesetzesentwürfe und EU-Programme zu analysieren und aus Unternehmensperspektive zu verbessern. Neben den nationalen Verbänden, die BusinessEurope mit Ressourcen und Infrastruktur unterstützen, besteht noch eine sogenannte 'Corporate Advisory and Support Group'. Deren Mitglieder, allesamt multinationale Konzerne von beachtlicher Größe, genießen innerhalb der Organisation einen besonderen Stellenwert. Ihre Mitglieder pflegen nicht nur intensive politische Kontakte auf höchster Ebene, sondern sind auch an allen 60 Arbeitsgruppen beteiligt, welche gemeinsame Positionen erarbeiten und erheblichen Einfluss auf die Politikgestaltung der gesamten EU ausüben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Alliance for a Competitive European Industry]], die 2004 von 11 einflussreichen europäischen Industrieverbänden gegründet wurde und sich für arbeitgeberfreundliche Sozialgesetzgebung einsetzt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseurope.eu/content/default.asp?PageID=605''Alliance for a Competitive European Industry''], businesseurope.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Alliance for CSR]], einer im Jahr 2006 von der EU Kommission ins Leben gerufenen informellen Arbeitsgruppe, die sich mit der Weiterentwicklung von Themen im Bereich [[Corporate Social Responsibility]] beschäftigt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseurope.eu/content/default.asp?PageID=606''Alliance for CSR''], businesseurope.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Mitglied des [[European Services Forum]] (ESF), einer Lobbyorganisation großer europäischer Dienstleister und ihrer Verbände&lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
BusinessEurope legt seine Finanzierung nicht offen. Laut [[EU-Transparenzregister]] liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 4 und rund 4,25 Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BUSINESSEUROPE im EU-Transparenzregister], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Laut Selbstdarstellung repräsentiert BusinessEurope in Brüssel die politischen Interessen von 20 Millionen Mitgliedsunternehmen aus 35 Staaten. Als Hauptaufgabe versteht BusinessEurope die Verteidigung dieser Interessen gegenüber den europäischen Institutionen, und als Hauptziel die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen im internationalen Vergleich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/mission-and-priorities Mission and Priorities], businesseurope.com, abgerufen am 02.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies soll vor allem durch eine arbeitgeberfreundliche Gesetzgebung in den Bereichen Arbeit und Soziales sowie Umwelt und Klima erfolgen. Auch die Außen- und Wirtschaftspolitik der EU und ihrer Mitgliedsländer sind von zentraler Bedeutung. Übergeordnetes Ziel der Arbeit von BusinessEurope ist ein beständiges ökonomisches Wachstum innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Reihe nationaler Arbeitgeberverbände gründete 1949 den europäischen Dachverband Conseil des Fédérations Industrielles d'Europe (CIFE). Innerhalb dieses Rahmenvertrags schlossen sich im selben Jahr die nationalen Industrieverbände aus den 6 Mitgliedsstaaten der späteren Montanunion (EGKS) zusammen. Aus dieser ging im März 1958 die &amp;quot;Union des industries de la communauté européenne&amp;quot; (UNICE) hervor, die am 23. Januar 2007 in BusinessEurope umbenannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.powerbase.info/index.php/BusinessEurope''Businesseurope''], PowerBase, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt; Businesseurope ist ein internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* Businesseurope im freiwilligen [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79&amp;amp;isListLobbyistView=true Lobbyregister der EU].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<title>Businesseurope</title>
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		<updated>2016-09-20T10:26:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* 2012-2016: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = BUSINESSEUROPE&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-BUSINESSEUROPE_Logo.svg.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Vertretung von Arbeitgeberinteressen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = März 1958, 2007 umbenannt in BUSINESSEUROPE, the confederation of European business&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Av. de Cortenbergh 168, 1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.businesseurope.eu businesseurope.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Businesseurope''' ist ein europäischer Dachverband der Arbeitgeber. In der EU zählt er zu den größten und einflussreichsten Lobbyorganisationen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Businesseurope hat intensive Lobbyarbeit geleistet unter anderem bei der Aufweichung konkreter EU Klimaziele und bei der Verschärfung des europäischen Wachstums- und Stabilitätspakts im September 2011. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Businesseurope pflegt auf höchster Ebene intensive Kontakte in alle Institutionen, die in der EU an der Ausarbeitung, Verabschiedung und Umsetzung von Gesetzen, Richtlinien, und anderen Regularien beteiligt sind. Insbesondere im Bereich der Sozialpolitik gilt Businesseurope als einer der wichtigsten Ansprechpartner für die Europäische Kommission. Während des gesamten Gesetzgebungsprozesses nehmen die Lobbyisten von Businesseurope sowohl auf die strategische Ausrichtung als auch auf die konkrete Ausgestaltung durch Stellungnahmen, Verbesserungsvorschläge und Abstimmungsempfehlungen direkten Einfluss. Wegen des hohen Mobilisierungspotentials und der großen Anzahl an abrufbaren Experten zählt Businesseurope zu den größten und einflussreichsten Lobbyorganisationen innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transparenzregister EU ===&lt;br /&gt;
Im [[Transparenzregister EU]] hat Businesseurope 30 Vollzeit-Lobbyisten registriert, von denen 25 für den Zugang zu den Räumlichkeiten des europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BUSINESSEUROPE im Transparenzregister], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: September 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
BusinessEurope gehört 10 Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist der Arbeitgeberverband in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew&amp;amp;page=1 Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel ===&lt;br /&gt;
*[[Marten Westrup]] arbeitete bis September 2010 für die ''Generaldirektion Unternehmen und Industrie'' in der [[EU-Kommission]] und nahm anschließend einen Beraterjob bei BusinessEurope an, um den Arbeitgeberverband in Klimafragen zu beraten. 2011 wechselte er zurück in die EU-Kommission zur ''Generaldirektion Energie''. Die Kommission erteilte für diesen Wechsel eine Ausnahmegenehmigung.&lt;br /&gt;
*[[Eoin O'Malley]] arbeitete vier Jahre lang als &amp;quot;Senior Advisor on International Relations&amp;quot; für BusinessEurope. Im Juni 2010 wechselte er zur EU-Generaldirektion für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und später zur EU-Generaldirektion Handel, wo er Teil des Strategie-Teams ist. Die Kommission weigerte sich erarbeitete Dokumente oder Reden von O'Malley zu veröffentlichen. Nach einer Konferenz im März 2015 zu den Auswirkungen von TTIP auf Malta wurde er auf Twitter zitiert: “Die EU-Kommission braucht Input und Teilnahme der Unternehmen in der Debatte. Die Menschen müssen wissen, was die ökonomischen Vorteile sind.&amp;quot; (Übersetzung des Verfassers) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/revolving-doors/2015/07/revolving-door-greasing-wheels-ttip-lobby, The revolving door: greasing the wheels of the TTIP lobby], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== European Business Summit ===&lt;br /&gt;
Der [[European Business Summit]] (EBS) ist eine jährlich stattfindende Gipfelveranstaltung, bei der UnternehmensvertreterInnen auf hochrangige EU-Politiker treffen. Businesseurope und die [[Federation of Enterprises in Belgium]] (FEB) sind die Initiatoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Businesseurope Day ===&lt;br /&gt;
Der [[Businesseurope Day]] findet seit 2014 jährlich statt. Das selbsterklärte Ziel besteht darin, eine ausgesuchte Gruppe an Führungspersonen aus Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern zusammenzubringen, um über bestimmte, den Handel betreffende Politiken zu diskutieren. 2014 stand die Frage nach der Bedeutung der Industrie in Fokus, 2015 der neue Investitionsplan der EU und 2016 die Leistungsfähigkeit Europas. Zu den Sprechern aus der Politik gehörten Donald Tusk, &lt;br /&gt;
Elżbieta Bieńkowska, Jean-Claude Juncker, Martin Schulz, José Manuel Barroso und viele mehr. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseuropeday.eu/ BUSINESSEUROPE Day], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012-2016: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation &amp;quot;Corporate Europe Observatory&amp;quot; hatte BusinessEurope (gemeinsam mit dem [[European Services Forum]]) von allen Lobbyorgansiationen den meisten Kontakt mit der EU-Generaldirektion Handel zum Thema [[TTIP]]. In den ersten zwei Jahren der Vorbereitungen und Verhandlungen zum Abkommen nahm BusinessEurope an 15 Treffen teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?], Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope, abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2013 wurde ein Papier der EU-Kommission zu regulatorischer Kooperation geleakt. Durch das Prinzip der regulatorischen Kooperation sollen Handelshemmnisse zwischen den Vertragspartnern nach Abschluss des Abkommens abgebaut und somit eine Angleichung der Standards ermöglicht werden. Kritisch ist dies, da die amerikanischen bzw. kanadischen Standards in vielen Punkten stark von den europäischen abweichen. Besonders im Bereich des Umweltschutzes, der Chemikalienzulassung oder der Fahrzeugsicherheit sind sie sogar deutlich niedriger und deshalb kostengünstiger für Konzerne. Zentral bei der regulatorischen Kooperation ist hierbei die Einführung von Prozessen, die Unternehmen und US-Regierung früh und vor den Parlamenten in die Gesetzgebung einbinden soll. Sie erhalten dadurch eine enorme Gestaltungsmacht. Aus diesem Grund bezeichnet die [[ US-Handelskammer]], die amerikanische Arbeitgeber-Lobby, die regulatorische Kooperation als &amp;quot;Geschenk, dass immer weiter schenkt&amp;quot;(Übersetzung des Verfassers).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/11/ttip-verhandlungen-eu-kommission-verschafft-exxonmobil-privilegierten-zugang/ TTIP-Verhandlungen: EU-Kommission verschafft ExxonMobil privilegierten Zugang], Artikel vom 27.11.2015, Webseite LobbyControl, abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BusinessEurope forderte bereits im Herbst 2012 eine „formale und vorrangige Beraterrole“ für Unternehmen ein. Vertraglich muss die EU-Kommission einen ausgewogenen Dialog mit verschiedenen Interessenvertretern führen. Dennoch stellte sie klar, dass eine Beraterrolle und somit  eine Institutionalisierung des priveligierten Zugangs zu Gesetzgebungsprozessen in einer branchenspezifischen regulatorischen Kooperation möglich sei. &lt;br /&gt;
Die branchenspezifische regulatorische Kooperation bezieht sich auf 9 Industriesektoren; unter anderem geht es hierbei um die Regulierung von Arzneimitteln, Chemikalien und Pestiziden. Dazu wurden bisher keine Vertragsentwürfe veröffentlicht, sodass der Einfluss von Unternehmen auf diese stark zu vermuten, jedoch nicht überprüfbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/sites/default/files/commission-assess-ment-bechamber-paper.pdf European Commission, BE-Chamber paper on a Regulatory cooperation component to an EU-US economic agreement (TRADE internal assessment of relevance for EU-US Trade negotiations), 12 November 2012], abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man die Vorschläge der beiden Arbeitgeberverbände BusinessEurope und der [[US-Handelskammer]] aus den Jahren 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uschamber.com/sites/default/files/legacy/international/files/USTR-2012-0001-%20US%20Chamber-%20BusinessEurope%20FRN%20US%20EU%20High%20Level%20Working%20Group.pdf US Chamber of Commerce and BusinessEurope, Letterto Daniel Mullaney, Re: Docket USTR-2012-0001, US Chamber of - BusinessEurope submission to the Federal Register Notice on the US-EU High-Level Working Group on Jobs and Growth, 2 February 2012],  abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2014&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/sites/buseur/files/media/imported/2014-00496-E.pdf US Chamber of Commerce and BusinessEurope, Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP), 2014],  abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit den Verhandlungspositionen der EU-Kommission im Jahr 2016&amp;lt;ref&amp;gt;[http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2016/march/tradoc_154377.pdf European Commission, TTIP – EU proposal,  abgerufen am 20.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; erkennt man eine erstaunliche Ähnlichkeit. Obgleich sie nicht explizit zeigen, dass die Arbeitgeber-Lobbys TTIP mitschrieben, beinhalten die vorgeschlagenen Alternativen der EU-Kommission Formulierungen, die eben jene Ziele der Verbände letztendlich doch ermöglichen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem [[European Services Forum]] (ESF) hat Businesseurope am 22. November 2013 die folgende Stellungnahme zum geplanten Freihandelsabkommen [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) abgegeben: [http://www.esf.be  European business calls for inclusion of financial services regulatory cooperation into TTIP talks]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2015 wurde bekannt, dass die EU-Kommission der Erdöllobby besonders guten Zugang zu den Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen verschaffte. Vertreter von Businesseurope trafen mit US-Verhandlern aus dem Außen- und Energieministerium zusammen, um über das Energiekapitel des Abkommens zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/11/ttip-verhandlungen-eu-kommission-verschafft-exxonmobil-privilegierten-zugang/ TTIP-Verhandlungen: EU-Kommission verschafft ExxonMobil privilegierten Zugang], Artikel vom 27.11.2015, Webseite LobbyControl, abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Juli 2016 veröffentlichte Businesseurope unter anderen gemeinsam mit [[AmCham EU]], [[European Services Forum]] und [[Trans-Atlantic Business Council]], der sogenannnten &amp;quot;Business Alliance for TTIP&amp;quot;, ein Statement, in welchem die hohen Erwartungen an die 14. Verhandlungsrunde zu TTIP betont werden. Die Allianz übt Druck aus, um vor dem Ende der Obama-Administration einem Abschluss des TTIP-Abkommens näherzukommen. Es bräuche &amp;quot;konstruktive und kreative Ansätze&amp;quot; und einen &amp;quot;substanziellen Fortschritt&amp;quot; in den Verhandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/publications/joint-statment-high-expectations-14th-round-eu-and-us-must-deliver-now-ttip Joint Statment: High expectations for 14th round – EU and US must deliver now on TTIP], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2011: Verschärfung des europäischen Wachstums- und Stabilitätspakts (Sixpack)===&lt;br /&gt;
Businesseurope setzte sich massiv für die im September 2011 verabschiedete Verschärfung der Stabilitätskriterien in der Europäischen Union ein, welche der [[EU-Kommission]] weitreichende Kompetenzen bei der Gestaltung der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik übertrug. Kritiker sehen in den automatischen Sanktionen und der zentralen Rolle der EU Kommission bei deren Umsetzung eine Gefahr für den demokratischen Prozess in Europa. Businesseurope jedoch zeigte sich zufrieden damit, dass eine Vielzahl der Empfehlungen seiner Lobbyisten in diesem neuen Vertrag übernommen worden seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/blog/undemocratic-economic-governance An undemocratic economic governance?], Corporate Europe Observatory, abgerufen am 01.06.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Lobbying zur Verhinderung effektiver Klimapolitik===&lt;br /&gt;
Für die aktive und aggressive Rolle, die Mitarbeiter von Businesseurope bei der Verwässerung der EU-Klimaziele spielten, wurde der mächtige Arbeitgeberverband im Jahr 2010 in der Kategorie Worst Climate Lobbying für die [[Worst EU Lobbying Awards]] nominiert. Offiziell unterstützte Businesseurope damals die Notwendigkeit, den vom Menschen verursachten Klimawandel zu stoppen. Tatsächlich jedoch wurden bestehende EU-Pläne zur Verminderung von CO2-Emissionen aktiv untergraben. Während die Industrielobbyisten vorgaben, im Interesse aller europäischen Unternehmen zu handeln, haben sie tatsächlich in erster Linie für die energieintensivsten Unternehmen der Öl-, Stahl- und Chemieindustrie Lobbyarbeit betrieben – und letztendlich eine effektive Klimapolitik auf EU-Level verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/nominee/businesseurope BusinessEurope: Worst Climate Lobbying], worstlobby.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch 2015 wurde Kritik an dem Verband laut, da er sich weiterhin stark gegen Klimaschutz einsetzt: Investoren forderten Firmen sogar dazu auf, den Verband zu verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rtcc.org/2015/09/02/investors-urge-businesses-to-quit-climate-unfriendly-eu-lobby-groups/ Investors urge businesses to quit climate-unfriendly EU lobby groups], Webseite &amp;quot;Responding to Climate Change (RTCC)&amp;quot;, 1. September 2015, zuletzt aufgerufen am 2.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
BusinessEurope gehören 40 Mitgliedsverbände aus 34 Staaten an. Die Organisation repräsentiert nach eigenen Angaben 20 Millionen Unternehmen (Stand März 2016). Aktuelle Präsidentin von BusinessEurope ist [[Emma Marcegaglia]], CEO des italienischen Stahlkonzerns Marcegaglia S.p.A.. Generaldirektor ist [[Markus  J. Beyrer]], ehemaliger Generalsekretär der Vereinigung der Österreichischen Industrie (IV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitgliedsverbände aus Deutschland sind:&lt;br /&gt;
* der [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) und&lt;br /&gt;
* die [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/members Members], businesseurope.com, abgerufen am 16.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bietet BusinessEurope über ihre &amp;quot;Corporate Advisory and Support Group&amp;quot; ausgewählten Großunternehmen besondere Dienstleistungen an. Zu den 68 Unternehmen (Stand: Januar 2016) gehören u.a. [[BASF]], [[Bayer]], [[BMW]], [[Daimler]], [[Siemens]] und [[Volkswagen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/about-us/asgroup-our-partner-companies ASGroup - our partner companies], businesseurope.com, abgerufen am 16.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation besteht aus 7 Richtlinienkomitees, denen insgesamt 60 Arbeitsgruppen unterstellt sind. In diesen Gruppen arbeiten etwa 1200 meist externe Fachleute um Gesetzesentwürfe und EU-Programme zu analysieren und aus Unternehmensperspektive zu verbessern. Neben den nationalen Verbänden, die BusinessEurope mit Ressourcen und Infrastruktur unterstützen, besteht noch eine sogenannte 'Corporate Advisory and Support Group'. Deren Mitglieder, allesamt multinationale Konzerne von beachtlicher Größe, genießen innerhalb der Organisation einen besonderen Stellenwert. Ihre Mitglieder pflegen nicht nur intensive politische Kontakte auf höchster Ebene, sondern sind auch an allen 60 Arbeitsgruppen beteiligt, welche gemeinsame Positionen erarbeiten und erheblichen Einfluss auf die Politikgestaltung der gesamten EU ausüben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Alliance for a Competitive European Industry]], die 2004 von 11 einflussreichen europäischen Industrieverbänden gegründet wurde und sich für arbeitgeberfreundliche Sozialgesetzgebung einsetzt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseurope.eu/content/default.asp?PageID=605''Alliance for a Competitive European Industry''], businesseurope.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Alliance for CSR]], einer im Jahr 2006 von der EU Kommission ins Leben gerufenen informellen Arbeitsgruppe, die sich mit der Weiterentwicklung von Themen im Bereich [[Corporate Social Responsibility]] beschäftigt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseurope.eu/content/default.asp?PageID=606''Alliance for CSR''], businesseurope.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Mitglied des [[European Services Forum]] (ESF), einer Lobbyorganisation großer europäischer Dienstleister und ihrer Verbände&lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
BusinessEurope legt seine Finanzierung nicht offen. Laut [[EU-Transparenzregister]] liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 4 und rund 4,25 Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BUSINESSEUROPE im EU-Transparenzregister], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Laut Selbstdarstellung repräsentiert BusinessEurope in Brüssel die politischen Interessen von 20 Millionen Mitgliedsunternehmen aus 35 Staaten. Als Hauptaufgabe versteht BusinessEurope die Verteidigung dieser Interessen gegenüber den europäischen Institutionen, und als Hauptziel die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen im internationalen Vergleich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/mission-and-priorities Mission and Priorities], businesseurope.com, abgerufen am 02.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies soll vor allem durch eine arbeitgeberfreundliche Gesetzgebung in den Bereichen Arbeit und Soziales sowie Umwelt und Klima erfolgen. Auch die Außen- und Wirtschaftspolitik der EU und ihrer Mitgliedsländer sind von zentraler Bedeutung. Übergeordnetes Ziel der Arbeit von BusinessEurope ist ein beständiges ökonomisches Wachstum innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Reihe nationaler Arbeitgeberverbände gründete 1949 den europäischen Dachverband Conseil des Fédérations Industrielles d'Europe (CIFE). Innerhalb dieses Rahmenvertrags schlossen sich im selben Jahr die nationalen Industrieverbände aus den 6 Mitgliedsstaaten der späteren Montanunion (EGKS) zusammen. Aus dieser ging im März 1958 die &amp;quot;Union des industries de la communauté européenne&amp;quot; (UNICE) hervor, die am 23. Januar 2007 in BusinessEurope umbenannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.powerbase.info/index.php/BusinessEurope''Businesseurope''], PowerBase, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt; Businesseurope ist ein internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* Businesseurope im freiwilligen [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79&amp;amp;isListLobbyistView=true Lobbyregister der EU].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Businesseurope&amp;diff=37980</id>
		<title>Businesseurope</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Businesseurope&amp;diff=37980"/>
		<updated>2016-09-20T08:57:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* 2012-2016: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = BUSINESSEUROPE&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-BUSINESSEUROPE_Logo.svg.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Vertretung von Arbeitgeberinteressen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = März 1958, 2007 umbenannt in BUSINESSEUROPE, the confederation of European business&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Av. de Cortenbergh 168, 1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.businesseurope.eu businesseurope.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Businesseurope''' ist ein europäischer Dachverband der Arbeitgeber. In der EU zählt er zu den größten und einflussreichsten Lobbyorganisationen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Businesseurope hat intensive Lobbyarbeit geleistet unter anderem bei der Aufweichung konkreter EU Klimaziele und bei der Verschärfung des europäischen Wachstums- und Stabilitätspakts im September 2011. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Businesseurope pflegt auf höchster Ebene intensive Kontakte in alle Institutionen, die in der EU an der Ausarbeitung, Verabschiedung und Umsetzung von Gesetzen, Richtlinien, und anderen Regularien beteiligt sind. Insbesondere im Bereich der Sozialpolitik gilt Businesseurope als einer der wichtigsten Ansprechpartner für die Europäische Kommission. Während des gesamten Gesetzgebungsprozesses nehmen die Lobbyisten von Businesseurope sowohl auf die strategische Ausrichtung als auch auf die konkrete Ausgestaltung durch Stellungnahmen, Verbesserungsvorschläge und Abstimmungsempfehlungen direkten Einfluss. Wegen des hohen Mobilisierungspotentials und der großen Anzahl an abrufbaren Experten zählt Businesseurope zu den größten und einflussreichsten Lobbyorganisationen innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transparenzregister EU ===&lt;br /&gt;
Im [[Transparenzregister EU]] hat Businesseurope 30 Vollzeit-Lobbyisten registriert, von denen 25 für den Zugang zu den Räumlichkeiten des europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BUSINESSEUROPE im Transparenzregister], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: September 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
BusinessEurope gehört 10 Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist der Arbeitgeberverband in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew&amp;amp;page=1 Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel ===&lt;br /&gt;
*[[Marten Westrup]] arbeitete bis September 2010 für die ''Generaldirektion Unternehmen und Industrie'' in der [[EU-Kommission]] und nahm anschließend einen Beraterjob bei BusinessEurope an, um den Arbeitgeberverband in Klimafragen zu beraten. 2011 wechselte er zurück in die EU-Kommission zur ''Generaldirektion Energie''. Die Kommission erteilte für diesen Wechsel eine Ausnahmegenehmigung.&lt;br /&gt;
*[[Eoin O'Malley]] arbeitete vier Jahre lang als &amp;quot;Senior Advisor on International Relations&amp;quot; für BusinessEurope. Im Juni 2010 wechselte er zur EU-Generaldirektion für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und später zur EU-Generaldirektion Handel, wo er Teil des Strategie-Teams ist. Die Kommission weigerte sich erarbeitete Dokumente oder Reden von O'Malley zu veröffentlichen. Nach einer Konferenz im März 2015 zu den Auswirkungen von TTIP auf Malta wurde er auf Twitter zitiert: “Die EU-Kommission braucht Input und Teilnahme der Unternehmen in der Debatte. Die Menschen müssen wissen, was die ökonomischen Vorteile sind.&amp;quot; (Übersetzung des Verfassers) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/revolving-doors/2015/07/revolving-door-greasing-wheels-ttip-lobby, The revolving door: greasing the wheels of the TTIP lobby], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== European Business Summit ===&lt;br /&gt;
Der [[European Business Summit]] (EBS) ist eine jährlich stattfindende Gipfelveranstaltung, bei der UnternehmensvertreterInnen auf hochrangige EU-Politiker treffen. Businesseurope und die [[Federation of Enterprises in Belgium]] (FEB) sind die Initiatoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Businesseurope Day ===&lt;br /&gt;
Der [[Businesseurope Day]] findet seit 2014 jährlich statt. Das selbsterklärte Ziel besteht darin, eine ausgesuchte Gruppe an Führungspersonen aus Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern zusammenzubringen, um über bestimmte, den Handel betreffende Politiken zu diskutieren. 2014 stand die Frage nach der Bedeutung der Industrie in Fokus, 2015 der neue Investitionsplan der EU und 2016 die Leistungsfähigkeit Europas. Zu den Sprechern aus der Politik gehörten Donald Tusk, &lt;br /&gt;
Elżbieta Bieńkowska, Jean-Claude Juncker, Martin Schulz, José Manuel Barroso und viele mehr. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseuropeday.eu/ BUSINESSEUROPE Day], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012-2016: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation &amp;quot;Corporate Europe Observatory&amp;quot; hatte BusinessEurope (gemeinsam mit dem [[European Services Forum]]) von allen Lobbyorgansiationen den meisten Kontakt mit der EU-Generaldirektion Handel zum Thema [[TTIP]]. In den ersten zwei Jahren der Vorbereitungen und Verhandlungen zum Abkommen nahm BusinessEurope an 15 Treffen teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?], Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope, abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2013 wurde ein Papier der EU-Kommission zu regulatorischer Kooperation geleakt. Durch das Prinzip der regulatorischen Kooperation sollen Handelshemmnisse zwischen den Vertragspartnern nach Abschluss des Abkommens abgebaut und somit eine Angleichung der Standards ermöglicht werden. Kritisch ist dies, da die amerikanischen bzw. kanadischen Standards in vielen Punkten stark von den europäischen abweichen. Besonders im Bereich des Umweltschutzes, der Chemikalienzulassung oder der Fahrzeugsicherheit sind sie sogar deutlich niedriger und deshalb kostengünstiger für Konzerne. Zentral bei der regulatorischen Kooperation ist hierbei die Einführung von Prozessen, die Unternehmen und US-Regierung früh und vor den Parlamenten in die Gesetzgebung einbinden soll. Sie erhalten dadurch eine enorme Gestaltungsmacht. Aus diesem Grund bezeichnet die [[ US-Handelskammer]], die amerikanische Arbeitgeber-Lobby, die regulatorische Kooperation als &amp;quot;Geschenk, dass immer weiter schenkt&amp;quot;(Übersetzung des Verfassers).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/11/ttip-verhandlungen-eu-kommission-verschafft-exxonmobil-privilegierten-zugang/ TTIP-Verhandlungen: EU-Kommission verschafft ExxonMobil privilegierten Zugang], Artikel vom 27.11.2015, Webseite LobbyControl, abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Papier tauchen Positionen hinsichtlich der Einflussmöglichkeiten von &amp;quot;stakeholdern&amp;quot; auf, die Businesseurope und [[ US-Handelskammer]] bereits im Herbst 2012 geäußert hatten. Das spiegelt den enormen Einfluss der beiden Lobbyakteure wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/sites/default/files/the-gift-that-keeps-on-giving.pdf Dokument herausgegeben an CEO: EU-Delegation to the US, Report of the visit of Ditte Juul-Joergensen, Director DG Trade F, to Washington, 16.-18.Januar 2013, abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem [[European Services Forum]] (ESF) hat Businesseurope am 22. November 2013 die folgende Stellungnahme zum geplanten Freihandelsabkommen [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) abgegeben: [http://www.esf.be  European business calls for inclusion of financial services regulatory cooperation into TTIP talks]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2015 wurde bekannt, dass die EU-Kommission der Erdöllobby besonders guten Zugang zu den Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen verschaffte. Vertreter von Businesseurope trafen mit US-Verhandlern aus dem Außen- und Energieministerium zusammen, um über das Energiekapitel des Abkommens zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/11/ttip-verhandlungen-eu-kommission-verschafft-exxonmobil-privilegierten-zugang/ TTIP-Verhandlungen: EU-Kommission verschafft ExxonMobil privilegierten Zugang], Artikel vom 27.11.2015, Webseite LobbyControl, abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Juli 2016 veröffentlichte Businesseurope unter anderen gemeinsam mit [[AmCham EU]], [[European Services Forum]] und [[Trans-Atlantic Business Council]], der sogenannnten &amp;quot;Business Alliance for TTIP&amp;quot;, ein Statement, in welchem die hohen Erwartungen an die 14. Verhandlungsrunde zu TTIP betont werden. Die Allianz übt Druck aus, um vor dem Ende der Obama-Administration einem Abschluss des TTIP-Abkommens näherzukommen. Es bräuche &amp;quot;konstruktive und kreative Ansätze&amp;quot; und einen &amp;quot;substanziellen Fortschritt&amp;quot; in den Verhandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/publications/joint-statment-high-expectations-14th-round-eu-and-us-must-deliver-now-ttip Joint Statment: High expectations for 14th round – EU and US must deliver now on TTIP], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2011: Verschärfung des europäischen Wachstums- und Stabilitätspakts (Sixpack)===&lt;br /&gt;
Businesseurope setzte sich massiv für die im September 2011 verabschiedete Verschärfung der Stabilitätskriterien in der Europäischen Union ein, welche der [[EU-Kommission]] weitreichende Kompetenzen bei der Gestaltung der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik übertrug. Kritiker sehen in den automatischen Sanktionen und der zentralen Rolle der EU Kommission bei deren Umsetzung eine Gefahr für den demokratischen Prozess in Europa. Businesseurope jedoch zeigte sich zufrieden damit, dass eine Vielzahl der Empfehlungen seiner Lobbyisten in diesem neuen Vertrag übernommen worden seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/blog/undemocratic-economic-governance An undemocratic economic governance?], Corporate Europe Observatory, abgerufen am 01.06.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Lobbying zur Verhinderung effektiver Klimapolitik===&lt;br /&gt;
Für die aktive und aggressive Rolle, die Mitarbeiter von Businesseurope bei der Verwässerung der EU-Klimaziele spielten, wurde der mächtige Arbeitgeberverband im Jahr 2010 in der Kategorie Worst Climate Lobbying für die [[Worst EU Lobbying Awards]] nominiert. Offiziell unterstützte Businesseurope damals die Notwendigkeit, den vom Menschen verursachten Klimawandel zu stoppen. Tatsächlich jedoch wurden bestehende EU-Pläne zur Verminderung von CO2-Emissionen aktiv untergraben. Während die Industrielobbyisten vorgaben, im Interesse aller europäischen Unternehmen zu handeln, haben sie tatsächlich in erster Linie für die energieintensivsten Unternehmen der Öl-, Stahl- und Chemieindustrie Lobbyarbeit betrieben – und letztendlich eine effektive Klimapolitik auf EU-Level verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/nominee/businesseurope BusinessEurope: Worst Climate Lobbying], worstlobby.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch 2015 wurde Kritik an dem Verband laut, da er sich weiterhin stark gegen Klimaschutz einsetzt: Investoren forderten Firmen sogar dazu auf, den Verband zu verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rtcc.org/2015/09/02/investors-urge-businesses-to-quit-climate-unfriendly-eu-lobby-groups/ Investors urge businesses to quit climate-unfriendly EU lobby groups], Webseite &amp;quot;Responding to Climate Change (RTCC)&amp;quot;, 1. September 2015, zuletzt aufgerufen am 2.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
BusinessEurope gehören 40 Mitgliedsverbände aus 34 Staaten an. Die Organisation repräsentiert nach eigenen Angaben 20 Millionen Unternehmen (Stand März 2016). Aktuelle Präsidentin von BusinessEurope ist [[Emma Marcegaglia]], CEO des italienischen Stahlkonzerns Marcegaglia S.p.A.. Generaldirektor ist [[Markus  J. Beyrer]], ehemaliger Generalsekretär der Vereinigung der Österreichischen Industrie (IV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitgliedsverbände aus Deutschland sind:&lt;br /&gt;
* der [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) und&lt;br /&gt;
* die [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/members Members], businesseurope.com, abgerufen am 16.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bietet BusinessEurope über ihre &amp;quot;Corporate Advisory and Support Group&amp;quot; ausgewählten Großunternehmen besondere Dienstleistungen an. Zu den 68 Unternehmen (Stand: Januar 2016) gehören u.a. [[BASF]], [[Bayer]], [[BMW]], [[Daimler]], [[Siemens]] und [[Volkswagen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/about-us/asgroup-our-partner-companies ASGroup - our partner companies], businesseurope.com, abgerufen am 16.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation besteht aus 7 Richtlinienkomitees, denen insgesamt 60 Arbeitsgruppen unterstellt sind. In diesen Gruppen arbeiten etwa 1200 meist externe Fachleute um Gesetzesentwürfe und EU-Programme zu analysieren und aus Unternehmensperspektive zu verbessern. Neben den nationalen Verbänden, die BusinessEurope mit Ressourcen und Infrastruktur unterstützen, besteht noch eine sogenannte 'Corporate Advisory and Support Group'. Deren Mitglieder, allesamt multinationale Konzerne von beachtlicher Größe, genießen innerhalb der Organisation einen besonderen Stellenwert. Ihre Mitglieder pflegen nicht nur intensive politische Kontakte auf höchster Ebene, sondern sind auch an allen 60 Arbeitsgruppen beteiligt, welche gemeinsame Positionen erarbeiten und erheblichen Einfluss auf die Politikgestaltung der gesamten EU ausüben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Alliance for a Competitive European Industry]], die 2004 von 11 einflussreichen europäischen Industrieverbänden gegründet wurde und sich für arbeitgeberfreundliche Sozialgesetzgebung einsetzt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseurope.eu/content/default.asp?PageID=605''Alliance for a Competitive European Industry''], businesseurope.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Alliance for CSR]], einer im Jahr 2006 von der EU Kommission ins Leben gerufenen informellen Arbeitsgruppe, die sich mit der Weiterentwicklung von Themen im Bereich [[Corporate Social Responsibility]] beschäftigt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseurope.eu/content/default.asp?PageID=606''Alliance for CSR''], businesseurope.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Mitglied des [[European Services Forum]] (ESF), einer Lobbyorganisation großer europäischer Dienstleister und ihrer Verbände&lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
BusinessEurope legt seine Finanzierung nicht offen. Laut [[EU-Transparenzregister]] liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 4 und rund 4,25 Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BUSINESSEUROPE im EU-Transparenzregister], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Laut Selbstdarstellung repräsentiert BusinessEurope in Brüssel die politischen Interessen von 20 Millionen Mitgliedsunternehmen aus 35 Staaten. Als Hauptaufgabe versteht BusinessEurope die Verteidigung dieser Interessen gegenüber den europäischen Institutionen, und als Hauptziel die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen im internationalen Vergleich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/mission-and-priorities Mission and Priorities], businesseurope.com, abgerufen am 02.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies soll vor allem durch eine arbeitgeberfreundliche Gesetzgebung in den Bereichen Arbeit und Soziales sowie Umwelt und Klima erfolgen. Auch die Außen- und Wirtschaftspolitik der EU und ihrer Mitgliedsländer sind von zentraler Bedeutung. Übergeordnetes Ziel der Arbeit von BusinessEurope ist ein beständiges ökonomisches Wachstum innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Reihe nationaler Arbeitgeberverbände gründete 1949 den europäischen Dachverband Conseil des Fédérations Industrielles d'Europe (CIFE). Innerhalb dieses Rahmenvertrags schlossen sich im selben Jahr die nationalen Industrieverbände aus den 6 Mitgliedsstaaten der späteren Montanunion (EGKS) zusammen. Aus dieser ging im März 1958 die &amp;quot;Union des industries de la communauté européenne&amp;quot; (UNICE) hervor, die am 23. Januar 2007 in BusinessEurope umbenannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.powerbase.info/index.php/BusinessEurope''Businesseurope''], PowerBase, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt; Businesseurope ist ein internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* Businesseurope im freiwilligen [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79&amp;amp;isListLobbyistView=true Lobbyregister der EU].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Businesseurope&amp;diff=37979</id>
		<title>Businesseurope</title>
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		<updated>2016-09-20T08:54:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* 2012-2016: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = BUSINESSEUROPE&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-BUSINESSEUROPE_Logo.svg.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Vertretung von Arbeitgeberinteressen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = März 1958, 2007 umbenannt in BUSINESSEUROPE, the confederation of European business&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Av. de Cortenbergh 168, 1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.businesseurope.eu businesseurope.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Businesseurope''' ist ein europäischer Dachverband der Arbeitgeber. In der EU zählt er zu den größten und einflussreichsten Lobbyorganisationen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Businesseurope hat intensive Lobbyarbeit geleistet unter anderem bei der Aufweichung konkreter EU Klimaziele und bei der Verschärfung des europäischen Wachstums- und Stabilitätspakts im September 2011. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Businesseurope pflegt auf höchster Ebene intensive Kontakte in alle Institutionen, die in der EU an der Ausarbeitung, Verabschiedung und Umsetzung von Gesetzen, Richtlinien, und anderen Regularien beteiligt sind. Insbesondere im Bereich der Sozialpolitik gilt Businesseurope als einer der wichtigsten Ansprechpartner für die Europäische Kommission. Während des gesamten Gesetzgebungsprozesses nehmen die Lobbyisten von Businesseurope sowohl auf die strategische Ausrichtung als auch auf die konkrete Ausgestaltung durch Stellungnahmen, Verbesserungsvorschläge und Abstimmungsempfehlungen direkten Einfluss. Wegen des hohen Mobilisierungspotentials und der großen Anzahl an abrufbaren Experten zählt Businesseurope zu den größten und einflussreichsten Lobbyorganisationen innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transparenzregister EU ===&lt;br /&gt;
Im [[Transparenzregister EU]] hat Businesseurope 30 Vollzeit-Lobbyisten registriert, von denen 25 für den Zugang zu den Räumlichkeiten des europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BUSINESSEUROPE im Transparenzregister], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: September 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
BusinessEurope gehört 10 Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist der Arbeitgeberverband in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew&amp;amp;page=1 Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel ===&lt;br /&gt;
*[[Marten Westrup]] arbeitete bis September 2010 für die ''Generaldirektion Unternehmen und Industrie'' in der [[EU-Kommission]] und nahm anschließend einen Beraterjob bei BusinessEurope an, um den Arbeitgeberverband in Klimafragen zu beraten. 2011 wechselte er zurück in die EU-Kommission zur ''Generaldirektion Energie''. Die Kommission erteilte für diesen Wechsel eine Ausnahmegenehmigung.&lt;br /&gt;
*[[Eoin O'Malley]] arbeitete vier Jahre lang als &amp;quot;Senior Advisor on International Relations&amp;quot; für BusinessEurope. Im Juni 2010 wechselte er zur EU-Generaldirektion für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und später zur EU-Generaldirektion Handel, wo er Teil des Strategie-Teams ist. Die Kommission weigerte sich erarbeitete Dokumente oder Reden von O'Malley zu veröffentlichen. Nach einer Konferenz im März 2015 zu den Auswirkungen von TTIP auf Malta wurde er auf Twitter zitiert: “Die EU-Kommission braucht Input und Teilnahme der Unternehmen in der Debatte. Die Menschen müssen wissen, was die ökonomischen Vorteile sind.&amp;quot; (Übersetzung des Verfassers) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/revolving-doors/2015/07/revolving-door-greasing-wheels-ttip-lobby, The revolving door: greasing the wheels of the TTIP lobby], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== European Business Summit ===&lt;br /&gt;
Der [[European Business Summit]] (EBS) ist eine jährlich stattfindende Gipfelveranstaltung, bei der UnternehmensvertreterInnen auf hochrangige EU-Politiker treffen. Businesseurope und die [[Federation of Enterprises in Belgium]] (FEB) sind die Initiatoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Businesseurope Day ===&lt;br /&gt;
Der [[Businesseurope Day]] findet seit 2014 jährlich statt. Das selbsterklärte Ziel besteht darin, eine ausgesuchte Gruppe an Führungspersonen aus Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern zusammenzubringen, um über bestimmte, den Handel betreffende Politiken zu diskutieren. 2014 stand die Frage nach der Bedeutung der Industrie in Fokus, 2015 der neue Investitionsplan der EU und 2016 die Leistungsfähigkeit Europas. Zu den Sprechern aus der Politik gehörten Donald Tusk, &lt;br /&gt;
Elżbieta Bieńkowska, Jean-Claude Juncker, Martin Schulz, José Manuel Barroso und viele mehr. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseuropeday.eu/ BUSINESSEUROPE Day], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012-2016: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation &amp;quot;Corporate Europe Observatory&amp;quot; hatte BusinessEurope (gemeinsam mit dem [[European Services Forum]]) von allen Lobbyorgansiationen den meisten Kontakt mit der EU-Generaldirektion Handel zum Thema [[TTIP]]. In den ersten zwei Jahren der Vorbereitungen und Verhandlungen zum Abkommen nahm BusinessEurope an 15 Treffen teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?], Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope, abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2013 wurde ein Papier der EU-Kommission zu regulatorischer Kooperation geleakt. Durch das Prinzip der regulatorischen Kooperation sollen Handelshemmnisse zwischen den Vertragspartnern nach Abschluss des Abkommens abgebaut und somit eine Angleichung der Standards ermöglicht werden. Kritisch ist dies, da die amerikanischen bzw. kanadischen Standards in vielen Punkten stark von den europäischen abweichen. Besonders im Bereich des Umweltschutzes, der Chemikalienzulassung oder der Fahrzeugsicherheit sind sie sogar deutlich niedriger und deshalb kostengünstiger für Konzerne. Zentral bei der regulatorischen Kooperation ist hierbei die Einführung von Prozessen, die Unternehmen und US-Regierung früh und vor den Parlamenten in die Gesetzgebung einbinden soll. Aus diesem Grund bezeichnet die [[ US-Handelskammer]] die regulatorische Kooperation als &amp;quot;Geschenk, dass immer weiter schenkt&amp;quot;(Übersetzung des Verfassers).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/11/ttip-verhandlungen-eu-kommission-verschafft-exxonmobil-privilegierten-zugang/ TTIP-Verhandlungen: EU-Kommission verschafft ExxonMobil privilegierten Zugang], Artikel vom 27.11.2015, Webseite LobbyControl, abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Papier tauchen Positionen hinsichtlich der Einflussmöglichkeiten von &amp;quot;stakeholdern&amp;quot; auf, die Businesseurope und [[ US-Handelskammer]] bereits im Herbst 2012 geäußert hatten. Das spiegelt den enormen Einfluss der beiden Lobbyakteure wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/sites/default/files/the-gift-that-keeps-on-giving.pdf Dokument herausgegeben an CEO: EU-Delegation to the US, Report of the visit of Ditte Juul-Joergensen, Director DG Trade F, to Washington, 16.-18.Januar 2013, abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem [[European Services Forum]] (ESF) hat Businesseurope am 22. November 2013 die folgende Stellungnahme zum geplanten Freihandelsabkommen [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) abgegeben: [http://www.esf.be  European business calls for inclusion of financial services regulatory cooperation into TTIP talks]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2015 wurde bekannt, dass die EU-Kommission der Erdöllobby besonders guten Zugang zu den Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen verschaffte. Vertreter von Businesseurope trafen mit US-Verhandlern aus dem Außen- und Energieministerium zusammen, um über das Energiekapitel des Abkommens zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/11/ttip-verhandlungen-eu-kommission-verschafft-exxonmobil-privilegierten-zugang/ TTIP-Verhandlungen: EU-Kommission verschafft ExxonMobil privilegierten Zugang], Artikel vom 27.11.2015, Webseite LobbyControl, abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Juli 2016 veröffentlichte Businesseurope unter anderen gemeinsam mit [[AmCham EU]], [[European Services Forum]] und [[Trans-Atlantic Business Council]], der sogenannnten &amp;quot;Business Alliance for TTIP&amp;quot;, ein Statement, in welchem die hohen Erwartungen an die 14. Verhandlungsrunde zu TTIP betont werden. Die Allianz übt Druck aus, um vor dem Ende der Obama-Administration einem Abschluss des TTIP-Abkommens näherzukommen. Es bräuche &amp;quot;konstruktive und kreative Ansätze&amp;quot; und einen &amp;quot;substanziellen Fortschritt&amp;quot; in den Verhandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/publications/joint-statment-high-expectations-14th-round-eu-and-us-must-deliver-now-ttip Joint Statment: High expectations for 14th round – EU and US must deliver now on TTIP], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2011: Verschärfung des europäischen Wachstums- und Stabilitätspakts (Sixpack)===&lt;br /&gt;
Businesseurope setzte sich massiv für die im September 2011 verabschiedete Verschärfung der Stabilitätskriterien in der Europäischen Union ein, welche der [[EU-Kommission]] weitreichende Kompetenzen bei der Gestaltung der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik übertrug. Kritiker sehen in den automatischen Sanktionen und der zentralen Rolle der EU Kommission bei deren Umsetzung eine Gefahr für den demokratischen Prozess in Europa. Businesseurope jedoch zeigte sich zufrieden damit, dass eine Vielzahl der Empfehlungen seiner Lobbyisten in diesem neuen Vertrag übernommen worden seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/blog/undemocratic-economic-governance An undemocratic economic governance?], Corporate Europe Observatory, abgerufen am 01.06.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Lobbying zur Verhinderung effektiver Klimapolitik===&lt;br /&gt;
Für die aktive und aggressive Rolle, die Mitarbeiter von Businesseurope bei der Verwässerung der EU-Klimaziele spielten, wurde der mächtige Arbeitgeberverband im Jahr 2010 in der Kategorie Worst Climate Lobbying für die [[Worst EU Lobbying Awards]] nominiert. Offiziell unterstützte Businesseurope damals die Notwendigkeit, den vom Menschen verursachten Klimawandel zu stoppen. Tatsächlich jedoch wurden bestehende EU-Pläne zur Verminderung von CO2-Emissionen aktiv untergraben. Während die Industrielobbyisten vorgaben, im Interesse aller europäischen Unternehmen zu handeln, haben sie tatsächlich in erster Linie für die energieintensivsten Unternehmen der Öl-, Stahl- und Chemieindustrie Lobbyarbeit betrieben – und letztendlich eine effektive Klimapolitik auf EU-Level verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/nominee/businesseurope BusinessEurope: Worst Climate Lobbying], worstlobby.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch 2015 wurde Kritik an dem Verband laut, da er sich weiterhin stark gegen Klimaschutz einsetzt: Investoren forderten Firmen sogar dazu auf, den Verband zu verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rtcc.org/2015/09/02/investors-urge-businesses-to-quit-climate-unfriendly-eu-lobby-groups/ Investors urge businesses to quit climate-unfriendly EU lobby groups], Webseite &amp;quot;Responding to Climate Change (RTCC)&amp;quot;, 1. September 2015, zuletzt aufgerufen am 2.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
BusinessEurope gehören 40 Mitgliedsverbände aus 34 Staaten an. Die Organisation repräsentiert nach eigenen Angaben 20 Millionen Unternehmen (Stand März 2016). Aktuelle Präsidentin von BusinessEurope ist [[Emma Marcegaglia]], CEO des italienischen Stahlkonzerns Marcegaglia S.p.A.. Generaldirektor ist [[Markus  J. Beyrer]], ehemaliger Generalsekretär der Vereinigung der Österreichischen Industrie (IV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitgliedsverbände aus Deutschland sind:&lt;br /&gt;
* der [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) und&lt;br /&gt;
* die [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/members Members], businesseurope.com, abgerufen am 16.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bietet BusinessEurope über ihre &amp;quot;Corporate Advisory and Support Group&amp;quot; ausgewählten Großunternehmen besondere Dienstleistungen an. Zu den 68 Unternehmen (Stand: Januar 2016) gehören u.a. [[BASF]], [[Bayer]], [[BMW]], [[Daimler]], [[Siemens]] und [[Volkswagen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/about-us/asgroup-our-partner-companies ASGroup - our partner companies], businesseurope.com, abgerufen am 16.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation besteht aus 7 Richtlinienkomitees, denen insgesamt 60 Arbeitsgruppen unterstellt sind. In diesen Gruppen arbeiten etwa 1200 meist externe Fachleute um Gesetzesentwürfe und EU-Programme zu analysieren und aus Unternehmensperspektive zu verbessern. Neben den nationalen Verbänden, die BusinessEurope mit Ressourcen und Infrastruktur unterstützen, besteht noch eine sogenannte 'Corporate Advisory and Support Group'. Deren Mitglieder, allesamt multinationale Konzerne von beachtlicher Größe, genießen innerhalb der Organisation einen besonderen Stellenwert. Ihre Mitglieder pflegen nicht nur intensive politische Kontakte auf höchster Ebene, sondern sind auch an allen 60 Arbeitsgruppen beteiligt, welche gemeinsame Positionen erarbeiten und erheblichen Einfluss auf die Politikgestaltung der gesamten EU ausüben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Alliance for a Competitive European Industry]], die 2004 von 11 einflussreichen europäischen Industrieverbänden gegründet wurde und sich für arbeitgeberfreundliche Sozialgesetzgebung einsetzt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseurope.eu/content/default.asp?PageID=605''Alliance for a Competitive European Industry''], businesseurope.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Alliance for CSR]], einer im Jahr 2006 von der EU Kommission ins Leben gerufenen informellen Arbeitsgruppe, die sich mit der Weiterentwicklung von Themen im Bereich [[Corporate Social Responsibility]] beschäftigt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseurope.eu/content/default.asp?PageID=606''Alliance for CSR''], businesseurope.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Mitglied des [[European Services Forum]] (ESF), einer Lobbyorganisation großer europäischer Dienstleister und ihrer Verbände&lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
BusinessEurope legt seine Finanzierung nicht offen. Laut [[EU-Transparenzregister]] liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 4 und rund 4,25 Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BUSINESSEUROPE im EU-Transparenzregister], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Laut Selbstdarstellung repräsentiert BusinessEurope in Brüssel die politischen Interessen von 20 Millionen Mitgliedsunternehmen aus 35 Staaten. Als Hauptaufgabe versteht BusinessEurope die Verteidigung dieser Interessen gegenüber den europäischen Institutionen, und als Hauptziel die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen im internationalen Vergleich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/mission-and-priorities Mission and Priorities], businesseurope.com, abgerufen am 02.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies soll vor allem durch eine arbeitgeberfreundliche Gesetzgebung in den Bereichen Arbeit und Soziales sowie Umwelt und Klima erfolgen. Auch die Außen- und Wirtschaftspolitik der EU und ihrer Mitgliedsländer sind von zentraler Bedeutung. Übergeordnetes Ziel der Arbeit von BusinessEurope ist ein beständiges ökonomisches Wachstum innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Reihe nationaler Arbeitgeberverbände gründete 1949 den europäischen Dachverband Conseil des Fédérations Industrielles d'Europe (CIFE). Innerhalb dieses Rahmenvertrags schlossen sich im selben Jahr die nationalen Industrieverbände aus den 6 Mitgliedsstaaten der späteren Montanunion (EGKS) zusammen. Aus dieser ging im März 1958 die &amp;quot;Union des industries de la communauté européenne&amp;quot; (UNICE) hervor, die am 23. Januar 2007 in BusinessEurope umbenannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.powerbase.info/index.php/BusinessEurope''Businesseurope''], PowerBase, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt; Businesseurope ist ein internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* Businesseurope im freiwilligen [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79&amp;amp;isListLobbyistView=true Lobbyregister der EU].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Businesseurope&amp;diff=37978</id>
		<title>Businesseurope</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Businesseurope&amp;diff=37978"/>
		<updated>2016-09-19T15:01:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* 2012-2016: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = BUSINESSEUROPE&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-BUSINESSEUROPE_Logo.svg.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Vertretung von Arbeitgeberinteressen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = März 1958, 2007 umbenannt in BUSINESSEUROPE, the confederation of European business&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Av. de Cortenbergh 168, 1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.businesseurope.eu businesseurope.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Businesseurope''' ist ein europäischer Dachverband der Arbeitgeber. In der EU zählt er zu den größten und einflussreichsten Lobbyorganisationen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Businesseurope hat intensive Lobbyarbeit geleistet unter anderem bei der Aufweichung konkreter EU Klimaziele und bei der Verschärfung des europäischen Wachstums- und Stabilitätspakts im September 2011. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Businesseurope pflegt auf höchster Ebene intensive Kontakte in alle Institutionen, die in der EU an der Ausarbeitung, Verabschiedung und Umsetzung von Gesetzen, Richtlinien, und anderen Regularien beteiligt sind. Insbesondere im Bereich der Sozialpolitik gilt Businesseurope als einer der wichtigsten Ansprechpartner für die Europäische Kommission. Während des gesamten Gesetzgebungsprozesses nehmen die Lobbyisten von Businesseurope sowohl auf die strategische Ausrichtung als auch auf die konkrete Ausgestaltung durch Stellungnahmen, Verbesserungsvorschläge und Abstimmungsempfehlungen direkten Einfluss. Wegen des hohen Mobilisierungspotentials und der großen Anzahl an abrufbaren Experten zählt Businesseurope zu den größten und einflussreichsten Lobbyorganisationen innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transparenzregister EU ===&lt;br /&gt;
Im [[Transparenzregister EU]] hat Businesseurope 30 Vollzeit-Lobbyisten registriert, von denen 25 für den Zugang zu den Räumlichkeiten des europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BUSINESSEUROPE im Transparenzregister], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: September 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
BusinessEurope gehört 10 Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist der Arbeitgeberverband in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew&amp;amp;page=1 Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel ===&lt;br /&gt;
*[[Marten Westrup]] arbeitete bis September 2010 für die ''Generaldirektion Unternehmen und Industrie'' in der [[EU-Kommission]] und nahm anschließend einen Beraterjob bei BusinessEurope an, um den Arbeitgeberverband in Klimafragen zu beraten. 2011 wechselte er zurück in die EU-Kommission zur ''Generaldirektion Energie''. Die Kommission erteilte für diesen Wechsel eine Ausnahmegenehmigung.&lt;br /&gt;
*[[Eoin O'Malley]] arbeitete vier Jahre lang als &amp;quot;Senior Advisor on International Relations&amp;quot; für BusinessEurope. Im Juni 2010 wechselte er zur EU-Generaldirektion für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und später zur EU-Generaldirektion Handel, wo er Teil des Strategie-Teams ist. Die Kommission weigerte sich erarbeitete Dokumente oder Reden von O'Malley zu veröffentlichen. Nach einer Konferenz im März 2015 zu den Auswirkungen von TTIP auf Malta wurde er auf Twitter zitiert: “Die EU-Kommission braucht Input und Teilnahme der Unternehmen in der Debatte. Die Menschen müssen wissen, was die ökonomischen Vorteile sind.&amp;quot; (Übersetzung des Verfassers) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/revolving-doors/2015/07/revolving-door-greasing-wheels-ttip-lobby, The revolving door: greasing the wheels of the TTIP lobby], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== European Business Summit ===&lt;br /&gt;
Der [[European Business Summit]] (EBS) ist eine jährlich stattfindende Gipfelveranstaltung, bei der UnternehmensvertreterInnen auf hochrangige EU-Politiker treffen. Businesseurope und die [[Federation of Enterprises in Belgium]] (FEB) sind die Initiatoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Businesseurope Day ===&lt;br /&gt;
Der [[Businesseurope Day]] findet seit 2014 jährlich statt. Das selbsterklärte Ziel besteht darin, eine ausgesuchte Gruppe an Führungspersonen aus Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern zusammenzubringen, um über bestimmte, den Handel betreffende Politiken zu diskutieren. 2014 stand die Frage nach der Bedeutung der Industrie in Fokus, 2015 der neue Investitionsplan der EU und 2016 die Leistungsfähigkeit Europas. Zu den Sprechern aus der Politik gehörten Donald Tusk, &lt;br /&gt;
Elżbieta Bieńkowska, Jean-Claude Juncker, Martin Schulz, José Manuel Barroso und viele mehr. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseuropeday.eu/ BUSINESSEUROPE Day], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012-2016: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation &amp;quot;Corporate Europe Observatory&amp;quot; hatte BusinessEurope (gemeinsam mit dem [[European Services Forum]]) von allen Lobbyorgansiationen den meisten Kontakt mit der EU-Generaldirektion Handel zum Thema [[TTIP]]. In den ersten zwei Jahren der Vorbereitungen und Verhandlungen zum Abkommen nahm BusinessEurope an 15 Treffen teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?], Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope, abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2013 wurde ein Papier der EU-Kommission zu regulatorischer Kooperation geleakt. Durch das Prinzip der regulatorischen Kooperation sollen Handelshemmnisse zwischen den Vertragspartnern nach Abschluss des Abkommens abgebaut und somit eine Angleichung der Standards ermöglicht werden. Kritisch ist dies, da die amerikanischen bzw. kanadischen Standards in vielen Punkten stark von den europäischen abweichen. Besonders im Bereich des Umweltschutzes, der Chemikalienzulassung oder der Fahrzeugsicherheit sind sie sogar deutlich niedriger und deshalb kostengünstiger für Konzerne. Zentral bei der regulatorischen Kooperation ist hierbei die Einführung von Prozessen, die Unternehmen und US-Regierung früh und vor den Parlamenten in die Gesetzgebung einbinden soll. Aus diesem Grund bezeichnet die [[U.S. Chamber of Commerce]] die regulatorische Kooperation als &amp;quot;Geschenk, dass immer weiter schenkt&amp;quot;(Übersetzung des Verfassers).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/11/ttip-verhandlungen-eu-kommission-verschafft-exxonmobil-privilegierten-zugang/ TTIP-Verhandlungen: EU-Kommission verschafft ExxonMobil privilegierten Zugang], Artikel vom 27.11.2015, Webseite LobbyControl, abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Papier tauchen Positionen hinsichtlich der Einflussmöglichkeiten von &amp;quot;stakeholdern&amp;quot; auf, die Businesseurope und [[ US-Handelskammer]] bereits im Herbst 2012 geäußert hatten. Das spiegelt den enormen Einfluss der beiden Lobbyakteure wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/sites/default/files/the-gift-that-keeps-on-giving.pdf Dokument herausgegeben an CEO: EU-Delegation to the US, Report of the visit of Ditte Juul-Joergensen, Director DG Trade F, to Washington, 16.-18.Januar 2013, abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem [[European Services Forum]] (ESF) hat Businesseurope am 22. November 2013 die folgende Stellungnahme zum geplanten Freihandelsabkommen [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) abgegeben: [http://www.esf.be  European business calls for inclusion of financial services regulatory cooperation into TTIP talks]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2015 wurde bekannt, dass die EU-Kommission der Erdöllobby besonders guten Zugang zu den Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen verschaffte. Vertreter von Businesseurope trafen mit US-Verhandlern aus dem Außen- und Energieministerium zusammen, um über das Energiekapitel des Abkommens zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/11/ttip-verhandlungen-eu-kommission-verschafft-exxonmobil-privilegierten-zugang/ TTIP-Verhandlungen: EU-Kommission verschafft ExxonMobil privilegierten Zugang], Artikel vom 27.11.2015, Webseite LobbyControl, abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Juli 2016 veröffentlichte Businesseurope unter anderen gemeinsam mit [[AmCham EU]], [[European Services Forum]] und [[Trans-Atlantic Business Council]], der sogenannnten &amp;quot;Business Alliance for TTIP&amp;quot;, ein Statement, in welchem die hohen Erwartungen an die 14. Verhandlungsrunde zu TTIP betont werden. Die Allianz übt Druck aus, um vor dem Ende der Obama-Administration einem Abschluss des TTIP-Abkommens näherzukommen. Es bräuche &amp;quot;konstruktive und kreative Ansätze&amp;quot; und einen &amp;quot;substanziellen Fortschritt&amp;quot; in den Verhandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/publications/joint-statment-high-expectations-14th-round-eu-and-us-must-deliver-now-ttip Joint Statment: High expectations for 14th round – EU and US must deliver now on TTIP], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2011: Verschärfung des europäischen Wachstums- und Stabilitätspakts (Sixpack)===&lt;br /&gt;
Businesseurope setzte sich massiv für die im September 2011 verabschiedete Verschärfung der Stabilitätskriterien in der Europäischen Union ein, welche der [[EU-Kommission]] weitreichende Kompetenzen bei der Gestaltung der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik übertrug. Kritiker sehen in den automatischen Sanktionen und der zentralen Rolle der EU Kommission bei deren Umsetzung eine Gefahr für den demokratischen Prozess in Europa. Businesseurope jedoch zeigte sich zufrieden damit, dass eine Vielzahl der Empfehlungen seiner Lobbyisten in diesem neuen Vertrag übernommen worden seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/blog/undemocratic-economic-governance An undemocratic economic governance?], Corporate Europe Observatory, abgerufen am 01.06.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Lobbying zur Verhinderung effektiver Klimapolitik===&lt;br /&gt;
Für die aktive und aggressive Rolle, die Mitarbeiter von Businesseurope bei der Verwässerung der EU-Klimaziele spielten, wurde der mächtige Arbeitgeberverband im Jahr 2010 in der Kategorie Worst Climate Lobbying für die [[Worst EU Lobbying Awards]] nominiert. Offiziell unterstützte Businesseurope damals die Notwendigkeit, den vom Menschen verursachten Klimawandel zu stoppen. Tatsächlich jedoch wurden bestehende EU-Pläne zur Verminderung von CO2-Emissionen aktiv untergraben. Während die Industrielobbyisten vorgaben, im Interesse aller europäischen Unternehmen zu handeln, haben sie tatsächlich in erster Linie für die energieintensivsten Unternehmen der Öl-, Stahl- und Chemieindustrie Lobbyarbeit betrieben – und letztendlich eine effektive Klimapolitik auf EU-Level verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/nominee/businesseurope BusinessEurope: Worst Climate Lobbying], worstlobby.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch 2015 wurde Kritik an dem Verband laut, da er sich weiterhin stark gegen Klimaschutz einsetzt: Investoren forderten Firmen sogar dazu auf, den Verband zu verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rtcc.org/2015/09/02/investors-urge-businesses-to-quit-climate-unfriendly-eu-lobby-groups/ Investors urge businesses to quit climate-unfriendly EU lobby groups], Webseite &amp;quot;Responding to Climate Change (RTCC)&amp;quot;, 1. September 2015, zuletzt aufgerufen am 2.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
BusinessEurope gehören 40 Mitgliedsverbände aus 34 Staaten an. Die Organisation repräsentiert nach eigenen Angaben 20 Millionen Unternehmen (Stand März 2016). Aktuelle Präsidentin von BusinessEurope ist [[Emma Marcegaglia]], CEO des italienischen Stahlkonzerns Marcegaglia S.p.A.. Generaldirektor ist [[Markus  J. Beyrer]], ehemaliger Generalsekretär der Vereinigung der Österreichischen Industrie (IV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitgliedsverbände aus Deutschland sind:&lt;br /&gt;
* der [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) und&lt;br /&gt;
* die [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/members Members], businesseurope.com, abgerufen am 16.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bietet BusinessEurope über ihre &amp;quot;Corporate Advisory and Support Group&amp;quot; ausgewählten Großunternehmen besondere Dienstleistungen an. Zu den 68 Unternehmen (Stand: Januar 2016) gehören u.a. [[BASF]], [[Bayer]], [[BMW]], [[Daimler]], [[Siemens]] und [[Volkswagen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/about-us/asgroup-our-partner-companies ASGroup - our partner companies], businesseurope.com, abgerufen am 16.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation besteht aus 7 Richtlinienkomitees, denen insgesamt 60 Arbeitsgruppen unterstellt sind. In diesen Gruppen arbeiten etwa 1200 meist externe Fachleute um Gesetzesentwürfe und EU-Programme zu analysieren und aus Unternehmensperspektive zu verbessern. Neben den nationalen Verbänden, die BusinessEurope mit Ressourcen und Infrastruktur unterstützen, besteht noch eine sogenannte 'Corporate Advisory and Support Group'. Deren Mitglieder, allesamt multinationale Konzerne von beachtlicher Größe, genießen innerhalb der Organisation einen besonderen Stellenwert. Ihre Mitglieder pflegen nicht nur intensive politische Kontakte auf höchster Ebene, sondern sind auch an allen 60 Arbeitsgruppen beteiligt, welche gemeinsame Positionen erarbeiten und erheblichen Einfluss auf die Politikgestaltung der gesamten EU ausüben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Alliance for a Competitive European Industry]], die 2004 von 11 einflussreichen europäischen Industrieverbänden gegründet wurde und sich für arbeitgeberfreundliche Sozialgesetzgebung einsetzt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseurope.eu/content/default.asp?PageID=605''Alliance for a Competitive European Industry''], businesseurope.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Alliance for CSR]], einer im Jahr 2006 von der EU Kommission ins Leben gerufenen informellen Arbeitsgruppe, die sich mit der Weiterentwicklung von Themen im Bereich [[Corporate Social Responsibility]] beschäftigt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseurope.eu/content/default.asp?PageID=606''Alliance for CSR''], businesseurope.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Mitglied des [[European Services Forum]] (ESF), einer Lobbyorganisation großer europäischer Dienstleister und ihrer Verbände&lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
BusinessEurope legt seine Finanzierung nicht offen. Laut [[EU-Transparenzregister]] liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 4 und rund 4,25 Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BUSINESSEUROPE im EU-Transparenzregister], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Laut Selbstdarstellung repräsentiert BusinessEurope in Brüssel die politischen Interessen von 20 Millionen Mitgliedsunternehmen aus 35 Staaten. Als Hauptaufgabe versteht BusinessEurope die Verteidigung dieser Interessen gegenüber den europäischen Institutionen, und als Hauptziel die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen im internationalen Vergleich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/mission-and-priorities Mission and Priorities], businesseurope.com, abgerufen am 02.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies soll vor allem durch eine arbeitgeberfreundliche Gesetzgebung in den Bereichen Arbeit und Soziales sowie Umwelt und Klima erfolgen. Auch die Außen- und Wirtschaftspolitik der EU und ihrer Mitgliedsländer sind von zentraler Bedeutung. Übergeordnetes Ziel der Arbeit von BusinessEurope ist ein beständiges ökonomisches Wachstum innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Reihe nationaler Arbeitgeberverbände gründete 1949 den europäischen Dachverband Conseil des Fédérations Industrielles d'Europe (CIFE). Innerhalb dieses Rahmenvertrags schlossen sich im selben Jahr die nationalen Industrieverbände aus den 6 Mitgliedsstaaten der späteren Montanunion (EGKS) zusammen. Aus dieser ging im März 1958 die &amp;quot;Union des industries de la communauté européenne&amp;quot; (UNICE) hervor, die am 23. Januar 2007 in BusinessEurope umbenannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.powerbase.info/index.php/BusinessEurope''Businesseurope''], PowerBase, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt; Businesseurope ist ein internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* Businesseurope im freiwilligen [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79&amp;amp;isListLobbyistView=true Lobbyregister der EU].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Businesseurope&amp;diff=37977</id>
		<title>Businesseurope</title>
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		<updated>2016-09-19T14:36:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;CharlotteE: /* Fallstudien und Kritik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = BUSINESSEUROPE&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-BUSINESSEUROPE_Logo.svg.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Vertretung von Arbeitgeberinteressen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = März 1958, 2007 umbenannt in BUSINESSEUROPE, the confederation of European business&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Av. de Cortenbergh 168, 1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.businesseurope.eu businesseurope.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Businesseurope''' ist ein europäischer Dachverband der Arbeitgeber. In der EU zählt er zu den größten und einflussreichsten Lobbyorganisationen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Businesseurope hat intensive Lobbyarbeit geleistet unter anderem bei der Aufweichung konkreter EU Klimaziele und bei der Verschärfung des europäischen Wachstums- und Stabilitätspakts im September 2011. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Businesseurope pflegt auf höchster Ebene intensive Kontakte in alle Institutionen, die in der EU an der Ausarbeitung, Verabschiedung und Umsetzung von Gesetzen, Richtlinien, und anderen Regularien beteiligt sind. Insbesondere im Bereich der Sozialpolitik gilt Businesseurope als einer der wichtigsten Ansprechpartner für die Europäische Kommission. Während des gesamten Gesetzgebungsprozesses nehmen die Lobbyisten von Businesseurope sowohl auf die strategische Ausrichtung als auch auf die konkrete Ausgestaltung durch Stellungnahmen, Verbesserungsvorschläge und Abstimmungsempfehlungen direkten Einfluss. Wegen des hohen Mobilisierungspotentials und der großen Anzahl an abrufbaren Experten zählt Businesseurope zu den größten und einflussreichsten Lobbyorganisationen innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transparenzregister EU ===&lt;br /&gt;
Im [[Transparenzregister EU]] hat Businesseurope 30 Vollzeit-Lobbyisten registriert, von denen 25 für den Zugang zu den Räumlichkeiten des europäischen Parlaments akkreditiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BUSINESSEUROPE im Transparenzregister], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: September 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Gruppen ===&lt;br /&gt;
BusinessEurope gehört 10 Expertengruppen der EU-Kommission an. Unter anderem ist der Arbeitgeberverband in der Beratergruppe zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew&amp;amp;page=1 Register der Expertengruppen der EU-Kommission], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel ===&lt;br /&gt;
*[[Marten Westrup]] arbeitete bis September 2010 für die ''Generaldirektion Unternehmen und Industrie'' in der [[EU-Kommission]] und nahm anschließend einen Beraterjob bei BusinessEurope an, um den Arbeitgeberverband in Klimafragen zu beraten. 2011 wechselte er zurück in die EU-Kommission zur ''Generaldirektion Energie''. Die Kommission erteilte für diesen Wechsel eine Ausnahmegenehmigung.&lt;br /&gt;
*[[Eoin O'Malley]] arbeitete vier Jahre lang als &amp;quot;Senior Advisor on International Relations&amp;quot; für BusinessEurope. Im Juni 2010 wechselte er zur EU-Generaldirektion für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und später zur EU-Generaldirektion Handel, wo er Teil des Strategie-Teams ist. Die Kommission weigerte sich erarbeitete Dokumente oder Reden von O'Malley zu veröffentlichen. Nach einer Konferenz im März 2015 zu den Auswirkungen von TTIP auf Malta wurde er auf Twitter zitiert: “Die EU-Kommission braucht Input und Teilnahme der Unternehmen in der Debatte. Die Menschen müssen wissen, was die ökonomischen Vorteile sind.&amp;quot; (Übersetzung des Verfassers) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/revolving-doors/2015/07/revolving-door-greasing-wheels-ttip-lobby, The revolving door: greasing the wheels of the TTIP lobby], abgerufen am 19.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== European Business Summit ===&lt;br /&gt;
Der [[European Business Summit]] (EBS) ist eine jährlich stattfindende Gipfelveranstaltung, bei der UnternehmensvertreterInnen auf hochrangige EU-Politiker treffen. Businesseurope und die [[Federation of Enterprises in Belgium]] (FEB) sind die Initiatoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Businesseurope Day ===&lt;br /&gt;
Der [[Businesseurope Day]] findet seit 2014 jährlich statt. Das selbsterklärte Ziel besteht darin, eine ausgesuchte Gruppe an Führungspersonen aus Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern zusammenzubringen, um über bestimmte, den Handel betreffende Politiken zu diskutieren. 2014 stand die Frage nach der Bedeutung der Industrie in Fokus, 2015 der neue Investitionsplan der EU und 2016 die Leistungsfähigkeit Europas. Zu den Sprechern aus der Politik gehörten Donald Tusk, &lt;br /&gt;
Elżbieta Bieńkowska, Jean-Claude Juncker, Martin Schulz, José Manuel Barroso und viele mehr. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseuropeday.eu/ BUSINESSEUROPE Day], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012-2016: Lobbying für das geplante Freihandelsabkommen TTIP===&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung der lobbykritischen Organisation &amp;quot;Corporate Europe Observatory&amp;quot; hatte BusinessEurope (gemeinsam mit dem [[European Services Forum]]) von allen Lobbyorgansiationen den meisten Kontakt mit der EU-Generaldirektion Handel zum Thema [[TTIP]]. In den ersten zwei Jahren der Vorbereitungen und Verhandlungen zum Abkommen nahm BusinessEurope an 15 Treffen teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/international-trade/2014/07/who-lobbies-most-ttip Who lobbies most on TTIP?], Artikel vom 8. Juli 2014, Webseite coporateeurope, abgerufen am 12.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2013 wurde ein Papier der EU-Kommission zu regulatorischer Kooperation geleakt. Diese steht für die Einführung von Konsultationsprozessen, die neuen Gesetzesinitiativen vorausgehen sollen. Das heißt, dass Unternehmen und US-Regierung vor den Parlamenten am Gesetzgebungsprozess beteiligt wären. In dem Papier tauchen Positionen hinsichtlich der Einflussmöglichkeiten von &amp;quot;stakeholdern&amp;quot; auf, die Businesseurope und [[ US-Handelskammer]] bereits im Herbst 2012 geäußert hatten. Das spiegelt den enormen Einfluss der beiden Lobbyakteure wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2013/12/freihandelsabkommen-noch-mehr-einfluss-fuer-lobbyisten/ Freihandelsabkommen: Noch mehr Einfluss für Lobbyisten?], Artikel vom 17.12.2013, Webseite LobbyControl, abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem [[European Services Forum]] (ESF) hat Businesseurope am 22. November 2013 die folgende Stellungnahme zum geplanten Freihandelsabkommen [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) abgegeben: [http://www.esf.be  European business calls for inclusion of financial services regulatory cooperation into TTIP talks]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2015 wurde bekannt, dass die EU-Kommission der Erdöllobby besonders guten Zugang zu den Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen verschaffte. Vertreter von Businesseurope trafen mit US-Verhandlern aus dem Außen- und Energieministerium zusammen, um über das Energiekapitel des Abkommens zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/11/ttip-verhandlungen-eu-kommission-verschafft-exxonmobil-privilegierten-zugang/ TTIP-Verhandlungen: EU-Kommission verschafft ExxonMobil privilegierten Zugang], Artikel vom 27.11.2015, Webseite LobbyControl, abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Juli 2016 veröffentlichte Businesseurope unter anderen gemeinsam mit [[AmCham EU]], [[European Services Forum]] und [[Trans-Atlantic Business Council]], der sogenannnten &amp;quot;Business Alliance for TTIP&amp;quot;, ein Statement, in welchem die hohen Erwartungen an die 14. Verhandlungsrunde zu TTIP betont werden. Die Allianz übt Druck aus, um vor dem Ende der Obama-Administration einem Abschluss des TTIP-Abkommens näherzukommen. Es bräuche &amp;quot;konstruktive und kreative Ansätze&amp;quot; und einen &amp;quot;substanziellen Fortschritt&amp;quot; in den Verhandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/publications/joint-statment-high-expectations-14th-round-eu-and-us-must-deliver-now-ttip Joint Statment: High expectations for 14th round – EU and US must deliver now on TTIP], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2011: Verschärfung des europäischen Wachstums- und Stabilitätspakts (Sixpack)===&lt;br /&gt;
Businesseurope setzte sich massiv für die im September 2011 verabschiedete Verschärfung der Stabilitätskriterien in der Europäischen Union ein, welche der [[EU-Kommission]] weitreichende Kompetenzen bei der Gestaltung der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik übertrug. Kritiker sehen in den automatischen Sanktionen und der zentralen Rolle der EU Kommission bei deren Umsetzung eine Gefahr für den demokratischen Prozess in Europa. Businesseurope jedoch zeigte sich zufrieden damit, dass eine Vielzahl der Empfehlungen seiner Lobbyisten in diesem neuen Vertrag übernommen worden seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/blog/undemocratic-economic-governance An undemocratic economic governance?], Corporate Europe Observatory, abgerufen am 01.06.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Lobbying zur Verhinderung effektiver Klimapolitik===&lt;br /&gt;
Für die aktive und aggressive Rolle, die Mitarbeiter von Businesseurope bei der Verwässerung der EU-Klimaziele spielten, wurde der mächtige Arbeitgeberverband im Jahr 2010 in der Kategorie Worst Climate Lobbying für die [[Worst EU Lobbying Awards]] nominiert. Offiziell unterstützte Businesseurope damals die Notwendigkeit, den vom Menschen verursachten Klimawandel zu stoppen. Tatsächlich jedoch wurden bestehende EU-Pläne zur Verminderung von CO2-Emissionen aktiv untergraben. Während die Industrielobbyisten vorgaben, im Interesse aller europäischen Unternehmen zu handeln, haben sie tatsächlich in erster Linie für die energieintensivsten Unternehmen der Öl-, Stahl- und Chemieindustrie Lobbyarbeit betrieben – und letztendlich eine effektive Klimapolitik auf EU-Level verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/nominee/businesseurope BusinessEurope: Worst Climate Lobbying], worstlobby.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch 2015 wurde Kritik an dem Verband laut, da er sich weiterhin stark gegen Klimaschutz einsetzt: Investoren forderten Firmen sogar dazu auf, den Verband zu verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rtcc.org/2015/09/02/investors-urge-businesses-to-quit-climate-unfriendly-eu-lobby-groups/ Investors urge businesses to quit climate-unfriendly EU lobby groups], Webseite &amp;quot;Responding to Climate Change (RTCC)&amp;quot;, 1. September 2015, zuletzt aufgerufen am 2.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
BusinessEurope gehören 40 Mitgliedsverbände aus 34 Staaten an. Die Organisation repräsentiert nach eigenen Angaben 20 Millionen Unternehmen (Stand März 2016). Aktuelle Präsidentin von BusinessEurope ist [[Emma Marcegaglia]], CEO des italienischen Stahlkonzerns Marcegaglia S.p.A.. Generaldirektor ist [[Markus  J. Beyrer]], ehemaliger Generalsekretär der Vereinigung der Österreichischen Industrie (IV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitgliedsverbände aus Deutschland sind:&lt;br /&gt;
* der [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) und&lt;br /&gt;
* die [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/members Members], businesseurope.com, abgerufen am 16.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bietet BusinessEurope über ihre &amp;quot;Corporate Advisory and Support Group&amp;quot; ausgewählten Großunternehmen besondere Dienstleistungen an. Zu den 68 Unternehmen (Stand: Januar 2016) gehören u.a. [[BASF]], [[Bayer]], [[BMW]], [[Daimler]], [[Siemens]] und [[Volkswagen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/about-us/asgroup-our-partner-companies ASGroup - our partner companies], businesseurope.com, abgerufen am 16.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation besteht aus 7 Richtlinienkomitees, denen insgesamt 60 Arbeitsgruppen unterstellt sind. In diesen Gruppen arbeiten etwa 1200 meist externe Fachleute um Gesetzesentwürfe und EU-Programme zu analysieren und aus Unternehmensperspektive zu verbessern. Neben den nationalen Verbänden, die BusinessEurope mit Ressourcen und Infrastruktur unterstützen, besteht noch eine sogenannte 'Corporate Advisory and Support Group'. Deren Mitglieder, allesamt multinationale Konzerne von beachtlicher Größe, genießen innerhalb der Organisation einen besonderen Stellenwert. Ihre Mitglieder pflegen nicht nur intensive politische Kontakte auf höchster Ebene, sondern sind auch an allen 60 Arbeitsgruppen beteiligt, welche gemeinsame Positionen erarbeiten und erheblichen Einfluss auf die Politikgestaltung der gesamten EU ausüben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Alliance for a Competitive European Industry]], die 2004 von 11 einflussreichen europäischen Industrieverbänden gegründet wurde und sich für arbeitgeberfreundliche Sozialgesetzgebung einsetzt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseurope.eu/content/default.asp?PageID=605''Alliance for a Competitive European Industry''], businesseurope.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Alliance for CSR]], einer im Jahr 2006 von der EU Kommission ins Leben gerufenen informellen Arbeitsgruppe, die sich mit der Weiterentwicklung von Themen im Bereich [[Corporate Social Responsibility]] beschäftigt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businesseurope.eu/content/default.asp?PageID=606''Alliance for CSR''], businesseurope.eu, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Mitglied des [[European Services Forum]] (ESF), einer Lobbyorganisation großer europäischer Dienstleister und ihrer Verbände&lt;br /&gt;
*Mitglied der [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
BusinessEurope legt seine Finanzierung nicht offen. Laut [[EU-Transparenzregister]] liegen die geschätzten Kosten der direkten Lobbyarbeit bei den EU-Organen im Geschäftsjahr 2015 zwischen 4 und rund 4,25 Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BUSINESSEUROPE im EU-Transparenzregister], abgerufen am 08.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Laut Selbstdarstellung repräsentiert BusinessEurope in Brüssel die politischen Interessen von 20 Millionen Mitgliedsunternehmen aus 35 Staaten. Als Hauptaufgabe versteht BusinessEurope die Verteidigung dieser Interessen gegenüber den europäischen Institutionen, und als Hauptziel die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen im internationalen Vergleich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.businesseurope.eu/mission-and-priorities Mission and Priorities], businesseurope.com, abgerufen am 02.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies soll vor allem durch eine arbeitgeberfreundliche Gesetzgebung in den Bereichen Arbeit und Soziales sowie Umwelt und Klima erfolgen. Auch die Außen- und Wirtschaftspolitik der EU und ihrer Mitgliedsländer sind von zentraler Bedeutung. Übergeordnetes Ziel der Arbeit von BusinessEurope ist ein beständiges ökonomisches Wachstum innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Reihe nationaler Arbeitgeberverbände gründete 1949 den europäischen Dachverband Conseil des Fédérations Industrielles d'Europe (CIFE). Innerhalb dieses Rahmenvertrags schlossen sich im selben Jahr die nationalen Industrieverbände aus den 6 Mitgliedsstaaten der späteren Montanunion (EGKS) zusammen. Aus dieser ging im März 1958 die &amp;quot;Union des industries de la communauté européenne&amp;quot; (UNICE) hervor, die am 23. Januar 2007 in BusinessEurope umbenannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.powerbase.info/index.php/BusinessEurope''Businesseurope''], PowerBase, abgerufen am 31.05.2012 &amp;lt;/ref&amp;gt; Businesseurope ist ein internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* Businesseurope im freiwilligen [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79&amp;amp;isListLobbyistView=true Lobbyregister der EU].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>CharlotteE</name></author>
		
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