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	<title>Lobbypedia - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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	<updated>2026-05-31T17:38:23Z</updated>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Verband_der_Automobilindustrie&amp;diff=31424</id>
		<title>Verband der Automobilindustrie</title>
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		<updated>2014-12-18T10:16:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Vorstand &amp;amp; Präsidium */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-VDA-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Interessenvertretung für die deutschen Automobilkonzerne&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  =  19.01.1901&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Behrenstr. 35, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.vda.de www.vda.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''Verband der Automobilindustrie''' (VDA) ist der Spitzenverband der deutschen Automobilunternehmen. Er gehört zu den einflussreichsten Interessenverbänden in der Bundesrepublik. Im Namen seiner rund 600 Mitgliedsunternehmen aus der Automobilindustrie übt der Verband, dank seiner großen Nähe zu den Entscheidungsträgern, seinen Einfluss auf die Politik aus und vertritt gezielt und effektiv die Interessen der Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der ''Verein Deutscher Motorfahrzeug-Industrieller'' (VDMI) wurde am 19.01.1901 in Eisenach von den Vertretern damaliger Maschinen und Automobilunternehmen gegründet. Zu den Aufgabengebieten, die die damaligen Gründungsmitglieder festlegten, zählten die Förderung des Straßenverkehrs, der Zollschutz, die Kontrolle der Automobilausstellungen und die Abwehr von &amp;quot;belastenden behördlichen Maßnahmen&amp;quot; (wie z.B. Besteuerung und Haftpflicht).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von 1923 bis 1946 hieß der Verband ''Reichsverband der Automobilindustrie'' (RDA). Am 2. Mai 1946 wurde er dann umbenannt in den ''Verband der Automobilindustrie'' (VDA).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vda.de/de/verband/historie.html VDA-Historie] Webseite VDA, abgerufen am 26.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
=== Verbandsstruktur===&lt;br /&gt;
Der Verband ist gegliedert in drei Themen- bzw. Produktgebiete, denen jeweils ein Geschäftsführer zugeordnet ist:&amp;lt;br /&amp;gt; Bereich (A): Kraftfahrzeuge und deren Motoren (Dr.-Ing. Ulrich Eichhorn); &amp;lt;br /&amp;gt; Bereich (B): Anhänger, Aufbauten und Busse (Klaus Bräunig); &amp;lt;br /&amp;gt; Bereich (C): Kraftfahrzeugteile und -Zubehör (Dr. Kay Lindemann).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Darüber hinaus verfügt der Verband zur Zeit über ca. 35 Arbeitskreise, die sich in den meisten Fällen aus Vertretern aller drei Produktbereiche zusammensetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vda.de/de/verband/organisation/geschaeftsfuehrer.html VDA-Organisation] Webseite VDA, abgerufen am 26.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorstand &amp;amp; Präsidium ===&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot; &amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; background-color: #f2f2f2;&amp;quot;| Vorstand &amp;amp; Präsidium&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; background-color: #f2f2f2;&amp;quot;| Konzern&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; background-color: #f2f2f2;&amp;quot;| Weitere Posten und Mitgliedschaften &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Matthias Wissmann]] (Präsident) &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Vizepräsident des [[BDI]]&lt;br /&gt;
* [[CDU]], ehem. Bundesverkehrminister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ulrich Schöpker (Vizepräsident)&lt;br /&gt;
| Schmitz Cargobull AG&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dieter Zetsche]] (Vizepräsident)&lt;br /&gt;
| [[Daimler]] AG&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[BDI]], Mitglied des Präsidiums &lt;br /&gt;
* [[RWE]] Power AG, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bernhard Mattes&lt;br /&gt;
| [[Ford]]-Werke GmbH&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[American Chamber of Commerce in Germany]] (AmCham Germany), Präsident&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Matthias Müller&lt;br /&gt;
| Porsche AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Karl-Thomas Neumann&lt;br /&gt;
| Adam Opel AG&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Georg Pachta-Reyhofen&lt;br /&gt;
| MAN Nutzfahrzeuge AG&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Norbert Reithofer&lt;br /&gt;
| [[BMW]] AG&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Technische Universität München, Mitglied des Hochschulrats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rupert Stadler]]&lt;br /&gt;
| Audi AG&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD), Vorstandsmitglied &lt;br /&gt;
* [[Förderkreis der Deutschen Industrie]], Mitglied &lt;br /&gt;
* [[Atlantik-Brücke]], Mitglied im internationalen Beraterkreis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Martin Winterkorn]]&lt;br /&gt;
| [[Volkswagen]] AG&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Atlantik-Brücke]], Vorstandsmitglied&lt;br /&gt;
* [[Global CEO Advisory Council]], Mitglied (Aufgabenbereich: Beratung des Chinesischen Ministerpräsidenten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Weitere Vorstandsmitglieder: Daniel Böhmer, Elmar Degenhart, Volkmar Denner, Gertrud Moll-Möhrstedt, Stefan Sommer, Jürgen Spier, Stefan Wolf&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2013) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vda.de/de/verband/organisation/vorstand.html Vorstand &amp;amp; Präsidium] Webseite VDA, abgerufen am 31.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Verbindungen===&lt;br /&gt;
Matthias Wissmann und Angela Merkel: Die beiden kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit als Regierungsmitglieder während in den Kabinetten IV und V der Kohl Ära. In Kabinett IV war Wissmann zunächst Bundesminister für Bildung und Forschung war und dann ab 1993 das Amt des Bundesverkehrsministers innehatte und Merkel Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend war. Im Kabinett V behielt Wissmann das Amt des Bundesverkehrsministers und Merkel übernahm die Behördenleitung für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthias Wissmann und Günther Oettinger: Einem Artikel der ZEIT-online zufolge verbindet Wissmann mit dem EU- Energiekommissar seit ihrer gemeinsamen Zeit als Jugendpolitiker „eine tiefe Freundschaft“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2013/37/autoindustrie-bundesregierung-lobbyismus/seite-3 Gift für das Klima] Zeit-Online vom 12.09.2013, abgerufen am 26.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
''Leider gibt es auf der Homepage des VDA keine konkreten Informationen hierzu.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
=== Ziele und Interessen===&lt;br /&gt;
Selbst formuliertes Ziel des VDA ist es, die Interessen der Automobilhersteller und Zulieferunternehmen national und international zu vertreten, ''&amp;quot;damit sie ihre Erfahrung und Kompetenz weiterhin wettbewerbsführend einsetzen können&amp;quot;''. Dabei stehe der Varband ''&amp;quot;in regem Dialog mit Industrie, Öffentlichkeit, Politik und Kunden.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vda.de/de/verband/aufgabe.html VDA- Unsere Aufgaben] Webseite VDA, abgerufen am 26.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die dabei für den Verband relevanten Themen und Politikfelder umfassen Bereiche wie Umwelt, Klima, Sicherheit und Forschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einflussstrategien===&lt;br /&gt;
'''Direkter Austausch mit Entscheidungsträgern'''&amp;lt;br /&amp;gt; Der VDA sucht regelmäßigen persönlichen Kontakt mit Entscheidungsträgern durch Zusammenkünfte, die sowohl formeller Art (Gesprächsrunden, Besuche in Firmen oder an Messeständen und Konferenzen etc.), wie auch eher informeller Art sind (Essenstermine etc.). Hervorgehend aus einer Kleinen Anfrage der Linksfraktion, welche auch Belege dafür lieferte, dass von Klaeden während seiner Amtszeit durchaus direkte Kontakte zur Autolobby hatte, gab es während der vergangenen Legislaturperiode allein mindestens 40 solcher Treffen zwischen Vertretern der Automobilindustrie und der Bundeskanzlerin und ihrem Staatsminister, bei denen es sich zu 80% um Einladungen der Autoindustrie ins Bundeskanzleramt handelte. Die übrigen Treffen beinhalteten Besuche der Regierungsvertreter bei den Firmen oder an Messeständen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachhaltig-links.de/images/stories/Verkehr/Dokumente3/17-14550-AW-KA-Auto-Luftfahrt-Bau-Lobby.PDF Kleine Anfrage] Kleine Anfrage der Linksfraktion, abgerufen am 18.12.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2013-43.html Eckis Erzählungen] DER SPIEGEL 43/2013, abgerufen am 27.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Öffentliche und Private Briefe''' &amp;lt;br /&amp;gt; Der Verband äußert seine Interessen und Ziele in öffentlichen Politikbriefen, welche zwei mal jährlich erscheinen und auf der Homepage des Verbandes veröffentlicht sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vda.de/de/publikationen/politikbrief/index.html VDA- Publikationen] Webseite VDA, abgerufen am 26.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Eine umstrittenere Art der Interessenvertretung stellen persönliche Briefe an Entscheidungsträger dar, wie zum Beispiel ein persönlicher Brief, den Wissmann im Mai in Sachen CO2 EU-Richtlinie an die Bundeskanzlerin schrieb. In diesem Brief erinnert er die „Liebe Angela...“, dass „wir unser leistungsfähiges und starkes Premiumsegment, das fast 60 Prozent der Arbeitsplätze unserer Automobilhersteller in Deutschland ausmacht, nicht über willkürlich gesetzte Grenzwerte buchstäblich kaputt regulieren lassen dürfen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/eu-fordert-dreiliterauto-autoindustrie-bittet-kanzlerin-um-hilfe-12189219.html) Christoph Ruhkamp: Autoindustrie bittet Kanzlerin um Hilfe] faz online, abgerufen am 26.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich erwies sich die Einflussnahme der VDA Konzerne in Sachen CO2-Richtlinie als sehr erfolgreich (siehe Absatz zur EU CO2-Richtlinie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spenden der Automobilkonzerne an CDU/CSU 2009–2013 ===&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot; &amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #FF7100; color: white; &amp;quot;| Jahr&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #FF7100; color: white; &amp;quot;| BMW &lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #FF7100; color: white; &amp;quot;| Daimler&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #FF7100; color: white; &amp;quot;| Quandt/Klatten&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #FF7100; color: white; &amp;quot;| Sonstige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009 &lt;br /&gt;
| k. A.&lt;br /&gt;
| 150.000, 00 €&amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&amp;lt;br&amp;gt; 45.000, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(FDP)&lt;br /&gt;
| 600.000, 00 €&amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&amp;lt;br&amp;gt;195.000, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(FDP)&lt;br /&gt;
| 268.455, 62 €&amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&amp;lt;br&amp;gt;135.886, 41 € &amp;lt;br&amp;gt;(FDP)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| 133.236, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&lt;br /&gt;
| 150.000, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(CSU/CSU)&amp;lt;br&amp;gt; 45.000, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(FDP)&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| 175.129, 42 € &amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&amp;lt;br&amp;gt; 65.129, 35 € &amp;lt;br&amp;gt;(FDP)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011&lt;br /&gt;
|  56.129, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&lt;br /&gt;
| 150.000, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&amp;lt;br&amp;gt; 45.000, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(FDP)&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| 298.548, 34 € &amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&amp;lt;br&amp;gt; 84.024, 04 € &amp;lt;br&amp;gt;(FDP)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2012&lt;br /&gt;
|  57.048, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&lt;br /&gt;
| 150.000, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| k. A.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013&amp;lt;br&amp;gt;(soweit vorhanden)&lt;br /&gt;
|  k. A.&lt;br /&gt;
| 100.000, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&lt;br /&gt;
| 690.000, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&amp;lt;br&amp;gt;210.000, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(FDP)&lt;br /&gt;
| 143.817, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| gesamt&amp;lt;br&amp;gt;(soweit angegeben)&lt;br /&gt;
| 246.413, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 700.000, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&amp;lt;br&amp;gt;135.000, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(FDP)&lt;br /&gt;
| 1.290 .000, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&amp;lt;br&amp;gt;405.000, 00 € &amp;lt;br&amp;gt;(FDP)&lt;br /&gt;
| 885.950, 38 € &amp;lt;br&amp;gt;(CDU/CSU)&amp;lt;br&amp;gt;285.039, 80 € &amp;lt;br&amp;gt;(FDP)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Sonstige: Anton Häring Werk für Präzisionstechnik, Bayrische Motoren Werke AG,  (im VDA vertreten als Kirchhoff GmbH &amp;amp; Co. KG), MarqKirchhoff Holding GmbH &amp;amp; Co. KGuardt GmbH, Dr.Ing.h.c.F.Porsche AG, Robert Bosch GmbH, Schaeffler Technologies Ag &amp;amp; Co. TRIMET Aluminium AG, VOITH GmbH (im VDA vertreten als Voith Turbo GmbH &amp;amp; Co. KG), KG, Martin Wiesmann (im VDA vertreten mit der Wiesmann GmbH &amp;amp; Co. KG), Winkelmann Group (im VDA vertreten als Winkelmann Powertrain Components GmbH &amp;amp; Co. KG)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== 2013: VDA schreibt das Effizienzlabel für Autos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der VDA hat offenbar das umstrittene Effizienzlabel geschrieben, welches seit Anfang 2012 für Neuwagen gilt. Das belegen interne Dokumente aus dem [[Bundeswirtschaftsministerium]], die die [[Deutsche Umwelthilfe]] (DUH) mit einer Klage vor dem [[Europäischer Gerichtshof|Europäischen Gerichtshof]] erstritten und am 28. Oktober 2013 der Öffentlichkeit vorstellt hat. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das PKW-Effizienzlabel soll den Käufern von Autos eigentlich zeigen, wie effizient das Fahrzeug beim Kraftstoffverbrauch und wie sparsam es beim Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) ist. Die Autos werden aber in Effizienzklassen eingestuft. Das Gewicht der Autos wird in die Formel mit einberechnet. Autos werden nur innerhalb ihrer eigenen Gewichtsklasse verglichen: mit dem Ergebnis, dass ein schwerer Geländewagen ein besseres Effizenzlabel erhalten kann als ein leichter Kleinwagen, obwohl er natürlich absolut deutlich mehr CO2 pro gefahrenen Kilometer ausstößt. Umweltverbände halten diese Effizienzklassen deshalb für irreführend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung des PKW-Effizienzlabel wurde durch eine Novellierung der ''Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung'' (Pkw-EnVKV) festgelegt. In den entscheidenden Monaten vorher waren Großspenden aus der Autoindustrie bzw. von BMW-Hauptanteilseignern in der Rekordhöhe von knapp 800.000 Euro bei den drei Regierungsparteien [[CDU]], [[CSU]] und [[FDP]] eingegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der VDA wandte sich auch direkt an die beteiligten Ministerien, mit der Bitte die Interessen der Automobilhersteller zu berücksichtigen. Insbesondere zu Beginn des neuen Kennzeichnungssystems, schreibt die VDA-Geschäftsführung im April 2010 an 3 Ministerien, &amp;quot;sollte sichergestellt werden, dass alle Hersteller ihre Top-Produkte auch in den vordersten Rängen wiederfinden&amp;quot;. Die Vorgaben für die beste Effizienzklasse sollten deshalb spürbar gesenkt werden.&lt;br /&gt;
Quellen: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://duh.de/pressemitteilung.html?&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3202&amp;amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=84&amp;amp;PRINTPREVIEW=true Christina Deckwirth: Autolobby hat das Effizienzlabel für Autos selbst geschrieben, Lobbycontrol vom 29. Oktober 2013], Webseite Lobbycontrol, abgerufen am 01.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;[http://duh.de/pressemitteilung.html?&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3202&amp;amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=84&amp;amp;PRINTPREVIEW=true Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe vom 28.10.2013: Autolobby schrieb Rechtsverordnung zur Energiekennzeichnung von PkW in weiten Teilen selbst] Webseite Deutsche Umwelthilfe, abgerufen am 01.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit2&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/mobilitaet/2013-10/autoindustrie-lobby-energielabel Andreas Maisch: Lobbyismus Automobilverband bestimmte über umstrittenes Ökolabel mit] Zeit-Online vom 27.10.2013, abgerufen am 01.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vermittlung zwischen den Ministerien===&lt;br /&gt;
Der VDA war auch eng in die Absprache zwischen den Ministerien eingebunden. DIE ZEIT bezeichnete die Vorgehensweise des VDA in Sachen Effizienzlabel als ein „bisher nicht gekanntes Ausmaß von Lobbyismus“: So habe der VDA direkten Einfluss auf die Konzipierung und Abstimmung des Effizienslabels zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs von Pkws genommen, indem er zwischen den in die Konzipierung involvierten Instanzen vermittelte und so geschickt sein eigenen Interessen auf den Tisch brachte. Aus einem internen Brief- und Mailwechsel des BMWi gehe hervor, dass ein VDA Abteilungsleiter eine Ministerialrätin des BMWi bat, dem BMU die Formeln zur Berechnung des Labels noch einmal vorzustellen, da das BMU diese „falsch verstehe“, so die ZEIT.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU CO2-Richtlinie===&lt;br /&gt;
Im Juni 2013 hatten EU-Parlament und Rat einen Kompromiss geschlossen, demzufolge der Grenzwert für den CO2-Ausstoß bei Neuwagen von 2015 bis 2020 von ursprünglich 130 auf 90 Gramm je Kilometer gesenkt werden sollte. Damit stand ein Schritt in Richtung einer klimafreundlicheren Abgasnorm unmittelbar bevor. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/auto/aktuell/co2-abgas-grenzwerte-deutschland-laesst-abstimmung-scheitern-a-908190.html  EU-Abgaskompromiss: Deutschland lässt Abstimmung über CO2-Grenzwerte scheitern] Zeit online vom 27. 10. 2013, abgerufen am 01.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drei Tage nach der Einigung scheiterte das Unterfangen jedoch: Vertreter des deutschen Kanzleramtes ließen die Abstimmung über die Richtlinie von der Tagesordnung verschwinden und verhinderten damit eine Abstimmung der Richtlinie im EU Rat. Wie DIE ZEIT berichtet, verbargen sich hinter dieser Blockade, die für Verärgerung in diplomatischen Kreisen sorgte, die Interessen der alarmierten Autolobby mit VDA Präsident Matthias Wissmann an der Spitze. Schon im Mai hatte dieser sich in einem privaten Brief an Merkel gegen schärfere Grenzwerte und für mehr Flexibilität der Konzerne in Sachen CO2 Ausstoß ausgesprochen. Der ZEIT zufolge sensibilisierte nicht nur Wissmanns vorbereitender Einfluss Merkel auf die Bedürfnisse der Autoindustrie. In den drei Tagen zwischen Kompromissfindung und geplanter Abstimmung mobilisierten die Konzernchefs der Autoindustrie ihre direkten Kontakte und baten unter anderem um Unterstützung in der Staatskanzlei des bayrischen Ministerpräsidenten Seehofer, welcher sofort bei der Kanzlerin intervenierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insiderberichten zufolge zog Merkel daraufhin alle Register und nahm Kontakt zu einer Vielzahl anderer Regierungschefs auf, um die Richtlinie zu kippen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;/&amp;gt; Die Abstimmung  wurde im Oktober zwei weitere Male verschoben. Im gleichen Monat ging auch die 690.000 € schwere Großspende der BMW Anteilseigner Quandt/Klatten bei der CDU ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/union-erhaelt-riesenspende-von-bmw-eignern-klatten-und-quandt-a-927871.html  Parteienfinanzierung: CDU erhält Riesenspende von BMW-Großaktionären] SPIEGEL online vom 15. 10. 2013, abgerufen am 26.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Zusammenhang zwischen dieser enormen Spende und der heiklen politischen Entscheidung wird jedoch bestritten. Zuletzt hatte sich Bundesumweltminister Peter Altmaier beim Treffen der EU- Umweltminister für eine Aufweichung der Grenzwerte eingesetzt und den Kompromiss so ein weiteres mal blockiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/auto/aktuell/eu-umweltminister-vertagen-streit-um-co2-grenzwerte-a-927663.html Sieg der Autolobby: Bundesregierung verhindert strengere Abgasnormen] SPIEGEL online vom 14. 10. 2013, abgerufen am 26.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 26.11 sieht es allerdings so aus, als hätte sich die Anstrengung der Autolobby nun endgültig ausgezahlt: Vertreter des Europaparlaments und der EU-Staaten kamen zu einer Einigung, bei der die Richtlinie deutlich an die Interessen der deutschen Autokonzerne angepasst wurde. Die bedeutenden Unterschiede zum vorherigen Beschluss beinhalten eine zwölfmonatige &amp;quot;Gnadenfrist&amp;quot; für die Autohersteller, um den Grenzwert von 95 Gramm zu erreichen. Außerdem ist es den Herstellern nun möglich, besondere Boni für Elektroautos und klimafreundliche Innovationen als Credits für die Grenzwerte zu nutzen. Das bedeutet, dass in der Praxis Konzerne, die über diese &amp;quot;Supercredits&amp;quot; verfügen, ihre Grenzwerte massiv überschreiten können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Deutscher-Lobbyismus-in-Bruessel/!128334/ Der Sieg der Autokanzlerin] TAZ online vom 27. 11. 2013, abgerufen am 02.12.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://taz.de/Klimavorgaben-fuer-Neuwagen/!128288/ Einigung der EU Abgasnorm] TAZ online vom 27. 11. 2013, abgerufen am 02.12.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
* ''„Wir verstehen uns ausdrücklich als Dienstleister der deutschen Unternehmen.“'' Guido Westerwelle auf einer Konferenz im Auswärtigen Amt vor den Vertretern der Automobilindustrie&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''„Hiesige Automobil-Lobbyisten bringen die Bundeskanzlerin dazu, den Klimaschutz und diplomatische Umgangsformen hintanzustellen. Sie bringen die Regierung dazu, andere EU-Regierungen zu locken und ihnen zu drohen.“'' Die ZEIT-online über die deutsche Autolobby&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''„Manchmal wussten die Lobbyisten der Autobranche über die Pläne der Bundesregierung offenbar sogar besser Bescheid als die Beamten in den Ministerien selbst“'' DIE ZEIT online über die deutsche Autolobby&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.vda.de/de/index.html Webseite des VDA]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Automobil]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Allianz&amp;diff=31409</id>
		<title>Allianz</title>
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		<updated>2014-12-15T13:32:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{unvollstaendig}}&lt;br /&gt;
{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Allianz SE&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:Allianz_logo.jpg|none|250x75px]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Versicherungen und Finanzdienstleistungen &lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Versicherungen&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Königinstraße 28, 80802 München&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Allianz SE, European Affairs Office Brussesls, Avenue des Arts 27, B - 1040 Bruxelles &lt;br /&gt;
| Homepage         = https://www.allianz.com/de/index.html}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung, Konzernstruktur und Geschäftsfelder==&lt;br /&gt;
Die Allianz ist ein Versicherungskonzern, der sich weltweit als Finanzdienstleister betätigt. Dachgesellschaft der Allianz Gruppe ist die Allianz SE. Eine vereinfachte Struktur der Allianz Gruppe mit dem Stand 31. Dezember 2013 findet sich [https://www.allianz.com/v_1399895031000/media/about_us/who_we_are/documents/Struktur_Allianz_Gruppe.pdf  hier]. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit besteht im Versicherungsgeschäft, in dem die Allianz in Deutschland Marktführer ist. Daneben ist die Allianz auch als Vermögensverwalter (Assett Manger) aktiv. Das Vermögensverwaltungsgeschäft ist auf zwei Anlageverwalter aufgeteilt: PIMCO und Allianz Global Investors. Deren Leitungsgesellschaft ist die Allianz Assett Mangement (AAM). Die Umstrittenen Kreditausfallversicherungen (Credit-Default-Swaps) werden von einer Tochtergesellschaft der Allianz der EULER Hermes, welche sich zum größten Kreditversicherungsunternehmen entwickelt abgewickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.eulerhermes.de/euler-hermes-deutschland/Pages/firmengeschichte.aspx EULER Hermes Firmengeschichte] abgerufen am 15.12.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die Allianz einen Gesamtumsatz in Höhe von rd. 110 Mrd. Euro. (Stand: August 2014) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leitungsgremien/wichtige Personen==&lt;br /&gt;
===Vorstand der Allianz SE===&lt;br /&gt;
[[Michael Diekmann]] (Vorsitzender des Vorstands der Allianz SE), Oliver Bäte, Manuel Bauer, Gary C. Bhojwani, Clement B. Booth, Helga Jung, Christof Mascher, Jay Ralph, Dieter Wemmer, Werner Zedelius, Maximilian Zimmerer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/vorstand/mitglieder.html Webseite Allianz - Management: Vorstand] abgerufen am 03.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: August 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat der Allianz SE===&lt;br /&gt;
[[Helmut Perlet]] (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE), [[Wulf H. Bernotat]] (Stellv. Vorsitzender, ehem. Vorsitzender des Vorstands der [[E.ON]] AG), Rolf Zimmermann (Stellv. Vorsitzender), Dante Barban, Christine Bosse, Gabriele Burkhardt-Berg, Jean-Jacques Cette, Ira Gloe-Semler ([[ver.di]]), Franz Heiß, Renate Köcher (Geschäftsführerin [[Institut für Demoskopie Allensbach]]), Jim Hagemann Snabe (Geschäftsführer der Snabe ApS), Peter Denis Sutherland (Chairman [[Goldman Sachs]] International).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/aufsichtsrat/mitglieder.html Webseite Allianz -  Management: Aufsichtsrat] abgerufen am 3.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: August 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem International Executive Committee (IEC) gehören alle Vorstandsmitglieder der Allianz SE und die Vertreter der größten Tochtergesellschaften der Allianz Gruppe an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gemeinsamer Beirat der Allianz Gesellschaften===&lt;br /&gt;
*Helmut Perlet (Vorsitzender), Aufsichtsratsvorsitzender Allianz SE&lt;br /&gt;
*Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender [[BASF]]&lt;br /&gt;
*Thomas Enders, Chief Executive Officer [[EADS]] N.V.&lt;br /&gt;
*Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung Robert Bosch GmbH&lt;br /&gt;
*Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Bahn]] AG&lt;br /&gt;
*Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher SAP AG&lt;br /&gt;
*Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender adidas AG&lt;br /&gt;
*Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Heraeus Holding GmbH&lt;br /&gt;
*[[Dieter Hundt]], Vorsitzender des Aufsichtsrats Allgaier Werke GmbH	&lt;br /&gt;
*Hans-Peter Keitel, Vize-Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) &lt;br /&gt;
*Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Trumpf GmbH + Co. KG&lt;br /&gt;
*Thomas Rabe, CEO &amp;amp; Chairman of the Executive Board Bertelsmann SE &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender BMW Group&lt;br /&gt;
*Harry Roels, &lt;br /&gt;
*Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender Henkel AG &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Manfred Schneider, Aufsichtsratsvorsitzender Bayer AG&lt;br /&gt;
*Dennis J. Snower, Präsident des [[Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel]] (IfW)&lt;br /&gt;
*Peter Terium, Vorsitzender des Vorstands RWE AG&lt;br /&gt;
*Heinrich Weiss, Vorsitzender der Geschäftsführung der SMS Holding GmbH, Mitglied der Europäischen Gruppe der [[Trilaterale Kommission|Trilateralen Kommission]]&lt;br /&gt;
*Manfred Wennemer, Präsident des Verwaltungsrats Sulzer AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/v_1395247952000/media/investor_relations/de/berichte_und_finanzdaten/geschaeftsbericht/gb2013/gb2013_Allianz_Gruppe.pdf Allianz Konzerngeschäftsbericht, S. 265], Webseite Allianz, abgerufen am 3. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, (Stand: 31.12.2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allianz verfügt über große Finanzmittel und dementsprechend stark verhält sich auch deren Lobbyingaktivität. Alleine in diesem Jahr kaufte die Allianz drei Top-Politiker für ihre Lobbytätigkeit und deren Beziehungen ein. Auch mit einem Büro in Brüssel nimmt sie auf die EU-Institutionen Einfluss. Hierfür stehen der Allianz alleine in Brüssel offiziell fünf Lobbyisten (Burkhard Ober, Anne Ploeger, Bernd Rakers, Susanne Doboczky und Jaqueline Hérin) zur Verfügung. Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt; [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54  Transparenzregister] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Neben der Beschäftigung eigener Lobbyisten auf EU- und Bundesebene, kann die Allianz auch auf die Arbeit von 17 Verbänden zurückgreifen. Dabei ist sie nicht nur Mitglied in diesen Verbänden, sondern auch zum Teil deren Stimme, in dem sie teilweise deren Leitungspositionen unterwandert hat. So ist beispielsweise Dr. Markus Faulhaber, Vorsitzender des Vorstandes der Allianz Lebensversicherungs-AG und gleichzeitig Mitglied des Präsidiums des [[Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft]] (GDV).  &amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.gdv.de/ueber-uns/struktur/praesidium/ GDV Struktur] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.allianzdeutschland.de/unternehmen/vorstand-und-aufsichtsrat-allianz-lebensversicherungs-ag Allianz Unternehmen] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnlich verhält es sich bei [[Michael Diekmann]], dem Vorstandsvorsitzende der Allianz SE, der im 20-köpfigen Vorstandskollegium des [[European Financial Services Roundtable]] (EFR) sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.efr.be/members.aspx EFR Members] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich hat die Allianz auch die Möglichkeit, durch ihre eigene Forschungseinrichtung Economic Research Studien zu verfassen, welche für ihre Interessen als Informationsgrundlage für Politiker verwendet werden kann. Mit diesen Wissenschaftlichen Studien kann die Allianz indirektes aber auch direktes Lobbying betreiben.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seitenwechsler===&lt;br /&gt;
* Der ehem. britische Abgeordnete im europäischen Parlament [[Peter Skinner]] wird Lobbyist bei der Allianz SE. Skinner war vor allem im [[Ausschuss für Wirtschaft und Währung]] (ECON) tätig. Dort war er federführend an der europäischen Regulierung des Versicherungswesens beteiligt.  Skinner wechselt nun in die Branche, für die er jahrelang die Rahmenbedingungen mit geschaffen hatte. Gegenüber LobbyControl erklärte die Allianz, mit Skinner sei vereinbart worden, dass er ein Jahr lang keinen Kontakt zur [[EU-Kommission]] oder dem [[EU-Parlament]] aufnehmen darf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/allianz-holt-ex-versicherungsregulierer-als-lobbyisten/ Allianz holt Ex-Versicherungsregulierer als Lobbyisten] LobbyControl vom 25. November 2014, abgerufen am 25. November 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ehemalige Bundesgesundheitsminister [[Daniel Bahr]] arbeitet seit dem 1. November 2014 als Generalbevollmächtigter für die &amp;quot;Allianz Private Krankenversicherung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
https://www.allianz.com/de/presse/news/unternehmen/personalien/140929_veraenderungen-in-der-geschaeftsleitung.html Pressemeldung des Allianz-Konzerns], abgerufen am 29.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung nahm Bahr dazu Stellung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fdp-politiker-ex-gesundheitsminister-bahr-wird-allianz-vorstand-1.2152098 Sueddeutsche.de: Ex-Gesundheitsminister Bahr wird Allianz-Vorstand], abgerufen am 29.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Birgit Grundmann]] wurde am 1. September 2014 &amp;quot;Vorstandsbevollmächtigte Politik und Verbände&amp;quot; und damit Cheflobbyistin bei der Allianz Deutschland AG. Bis Januar 2014 war sie Beamtete Staatssekretärin und damit &amp;quot;Amtschefin&amp;quot; im [[Bundesjustizministerium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbandsmitgliedschaften===&lt;br /&gt;
Die Allianz ist Mitglied der folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
*[[Transatlantic Policy Network]](TPN)&lt;br /&gt;
*[[Geneva Association]](GA)&lt;br /&gt;
*[[Insurance Europe]](CEA)&lt;br /&gt;
*[[Pan-European Insurance Forum]](PEIF)&lt;br /&gt;
*[[Chief Financial Officers Forum]](CFO-Forum)&lt;br /&gt;
*[[Chief Risk Officers Foru]](CRO-Forum&lt;br /&gt;
*[[Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft]](GDV)&lt;br /&gt;
*[[European Financial Services Roundtable]](EFR)&lt;br /&gt;
*[[European Fund and Asset Managers Association]](EFAMA)&lt;br /&gt;
*[[Forum of European Fund Managers]](FEAM)&lt;br /&gt;
*[[International Institute of Finance]](IIF)&lt;br /&gt;
*[[World Economic Forum]] (WEF)&lt;br /&gt;
*[[EUROFI Financial Forums and Seminars]](EUROFI)&lt;br /&gt;
*[[Bundesverband der Deutschen Industrie]](BDI)&lt;br /&gt;
*[[Bundesverband deutscher Banken]](BdB)&lt;br /&gt;
*[[European Justice Forum]](EJF)&lt;br /&gt;
*[[Center for European Policy Studies]](CEPS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt; [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54  Transparenzregister] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
Laut dem freiwilligem [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU hat die Allianz SE im Geschätsjahr 2011 zwischen 250.000€ und 300.000€ für direkte Lobbyarbeit bei den EU-Organe ausgegeben. (Vgl.: 2010: 200.000 € - 250.000 €)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54 EU-Lobbyregister], Stand: 23.08.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
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		<title>Allianz</title>
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		<updated>2014-12-15T13:27:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{unvollstaendig}}&lt;br /&gt;
{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Allianz SE&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:Allianz_logo.jpg|none|250x75px]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Versicherungen und Finanzdienstleistungen &lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Versicherungen&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Königinstraße 28, 80802 München&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Allianz SE, European Affairs Office Brussesls, Avenue des Arts 27, B - 1040 Bruxelles &lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.allianz.com/de/index.html]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung, Konzernstruktur und Geschäftsfelder==&lt;br /&gt;
Die Allianz ist ein Versicherungskonzern, der sich weltweit als Finanzdienstleister betätigt. Dachgesellschaft der Allianz Gruppe ist die Allianz SE. Eine vereinfachte Struktur der Allianz Gruppe mit dem Stand 31. Dezember 2013 findet sich [https://www.allianz.com/v_1399895031000/media/about_us/who_we_are/documents/Struktur_Allianz_Gruppe.pdf  hier]. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit besteht im Versicherungsgeschäft, in dem die Allianz in Deutschland Marktführer ist. Daneben ist die Allianz auch als Vermögensverwalter (Assett Manger) aktiv. Das Vermögensverwaltungsgeschäft ist auf zwei Anlageverwalter aufgeteilt: PIMCO und Allianz Global Investors. Deren Leitungsgesellschaft ist die Allianz Assett Mangement (AAM). Die Umstrittenen Kreditausfallversicherungen (Credit-Default-Swaps) werden von einer Tochtergesellschaft der Allianz der EULER Hermes, welche sich zum größten Kreditversicherungsunternehmen entwickelt abgewickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.eulerhermes.de/euler-hermes-deutschland/Pages/firmengeschichte.aspx EULER Hermes Firmengeschichte] abgerufen am 15.12.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die Allianz einen Gesamtumsatz in Höhe von rd. 110 Mrd. Euro. (Stand: August 2014) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leitungsgremien/wichtige Personen==&lt;br /&gt;
===Vorstand der Allianz SE===&lt;br /&gt;
[[Michael Diekmann]] (Vorsitzender des Vorstands der Allianz SE), Oliver Bäte, Manuel Bauer, Gary C. Bhojwani, Clement B. Booth, Helga Jung, Christof Mascher, Jay Ralph, Dieter Wemmer, Werner Zedelius, Maximilian Zimmerer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/vorstand/mitglieder.html Webseite Allianz - Management: Vorstand] abgerufen am 03.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: August 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat der Allianz SE===&lt;br /&gt;
[[Helmut Perlet]] (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE), [[Wulf H. Bernotat]] (Stellv. Vorsitzender, ehem. Vorsitzender des Vorstands der [[E.ON]] AG), Rolf Zimmermann (Stellv. Vorsitzender), Dante Barban, Christine Bosse, Gabriele Burkhardt-Berg, Jean-Jacques Cette, Ira Gloe-Semler ([[ver.di]]), Franz Heiß, Renate Köcher (Geschäftsführerin [[Institut für Demoskopie Allensbach]]), Jim Hagemann Snabe (Geschäftsführer der Snabe ApS), Peter Denis Sutherland (Chairman [[Goldman Sachs]] International).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/aufsichtsrat/mitglieder.html Webseite Allianz -  Management: Aufsichtsrat] abgerufen am 3.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: August 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem International Executive Committee (IEC) gehören alle Vorstandsmitglieder der Allianz SE und die Vertreter der größten Tochtergesellschaften der Allianz Gruppe an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gemeinsamer Beirat der Allianz Gesellschaften===&lt;br /&gt;
*Helmut Perlet (Vorsitzender), Aufsichtsratsvorsitzender Allianz SE&lt;br /&gt;
*Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender [[BASF]]&lt;br /&gt;
*Thomas Enders, Chief Executive Officer [[EADS]] N.V.&lt;br /&gt;
*Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung Robert Bosch GmbH&lt;br /&gt;
*Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Bahn]] AG&lt;br /&gt;
*Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher SAP AG&lt;br /&gt;
*Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender adidas AG&lt;br /&gt;
*Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Heraeus Holding GmbH&lt;br /&gt;
*[[Dieter Hundt]], Vorsitzender des Aufsichtsrats Allgaier Werke GmbH	&lt;br /&gt;
*Hans-Peter Keitel, Vize-Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) &lt;br /&gt;
*Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Trumpf GmbH + Co. KG&lt;br /&gt;
*Thomas Rabe, CEO &amp;amp; Chairman of the Executive Board Bertelsmann SE &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender BMW Group&lt;br /&gt;
*Harry Roels, &lt;br /&gt;
*Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender Henkel AG &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Manfred Schneider, Aufsichtsratsvorsitzender Bayer AG&lt;br /&gt;
*Dennis J. Snower, Präsident des [[Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel]] (IfW)&lt;br /&gt;
*Peter Terium, Vorsitzender des Vorstands RWE AG&lt;br /&gt;
*Heinrich Weiss, Vorsitzender der Geschäftsführung der SMS Holding GmbH, Mitglied der Europäischen Gruppe der [[Trilaterale Kommission|Trilateralen Kommission]]&lt;br /&gt;
*Manfred Wennemer, Präsident des Verwaltungsrats Sulzer AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/v_1395247952000/media/investor_relations/de/berichte_und_finanzdaten/geschaeftsbericht/gb2013/gb2013_Allianz_Gruppe.pdf Allianz Konzerngeschäftsbericht, S. 265], Webseite Allianz, abgerufen am 3. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, (Stand: 31.12.2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allianz verfügt über große Finanzmittel und dementsprechend stark verhält sich auch deren Lobbyingaktivität. Alleine in diesem Jahr kaufte die Allianz drei Top-Politiker für ihre Lobbytätigkeit und deren Beziehungen ein. Auch mit einem Büro in Brüssel nimmt sie auf die EU-Institutionen Einfluss. Hierfür stehen der Allianz alleine in Brüssel offiziell fünf Lobbyisten (Burkhard Ober, Anne Ploeger, Bernd Rakers, Susanne Doboczky und Jaqueline Hérin) zur Verfügung. Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt; [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54  Transparenzregister] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Neben der Beschäftigung eigener Lobbyisten auf EU- und Bundesebene, kann die Allianz auch auf die Arbeit von 17 Verbänden zurückgreifen. Dabei ist sie nicht nur Mitglied in diesen Verbänden, sondern auch zum Teil deren Stimme, in dem sie teilweise deren Leitungspositionen unterwandert hat. So ist beispielsweise Dr. Markus Faulhaber, Vorsitzender des Vorstandes der Allianz Lebensversicherungs-AG und gleichzeitig Mitglied des Präsidiums des [[Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft]] (GDV).  &amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.gdv.de/ueber-uns/struktur/praesidium/ GDV Struktur] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.allianzdeutschland.de/unternehmen/vorstand-und-aufsichtsrat-allianz-lebensversicherungs-ag Allianz Unternehmen] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnlich verhält es sich bei [[Michael Diekmann]], dem Vorstandsvorsitzende der Allianz SE, der im 20-köpfigen Vorstandskollegium des [[European Financial Services Roundtable]] (EFR) sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.efr.be/members.aspx EFR Members] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich hat die Allianz auch die Möglichkeit, durch ihre eigene Forschungseinrichtung Economic Research Studien zu verfassen, welche für ihre Interessen als Informationsgrundlage für Politiker verwendet werden kann. Mit diesen Wissenschaftlichen Studien kann die Allianz indirektes aber auch direktes Lobbying betreiben.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seitenwechsler===&lt;br /&gt;
* Der ehem. britische Abgeordnete im europäischen Parlament [[Peter Skinner]] wird Lobbyist bei der Allianz SE. Skinner war vor allem im [[Ausschuss für Wirtschaft und Währung]] (ECON) tätig. Dort war er federführend an der europäischen Regulierung des Versicherungswesens beteiligt.  Skinner wechselt nun in die Branche, für die er jahrelang die Rahmenbedingungen mit geschaffen hatte. Gegenüber LobbyControl erklärte die Allianz, mit Skinner sei vereinbart worden, dass er ein Jahr lang keinen Kontakt zur [[EU-Kommission]] oder dem [[EU-Parlament]] aufnehmen darf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/allianz-holt-ex-versicherungsregulierer-als-lobbyisten/ Allianz holt Ex-Versicherungsregulierer als Lobbyisten] LobbyControl vom 25. November 2014, abgerufen am 25. November 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ehemalige Bundesgesundheitsminister [[Daniel Bahr]] arbeitet seit dem 1. November 2014 als Generalbevollmächtigter für die &amp;quot;Allianz Private Krankenversicherung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
https://www.allianz.com/de/presse/news/unternehmen/personalien/140929_veraenderungen-in-der-geschaeftsleitung.html Pressemeldung des Allianz-Konzerns], abgerufen am 29.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung nahm Bahr dazu Stellung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fdp-politiker-ex-gesundheitsminister-bahr-wird-allianz-vorstand-1.2152098 Sueddeutsche.de: Ex-Gesundheitsminister Bahr wird Allianz-Vorstand], abgerufen am 29.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Birgit Grundmann]] wurde am 1. September 2014 &amp;quot;Vorstandsbevollmächtigte Politik und Verbände&amp;quot; und damit Cheflobbyistin bei der Allianz Deutschland AG. Bis Januar 2014 war sie Beamtete Staatssekretärin und damit &amp;quot;Amtschefin&amp;quot; im [[Bundesjustizministerium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbandsmitgliedschaften===&lt;br /&gt;
Die Allianz ist Mitglied der folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
*[[Transatlantic Policy Network]](TPN)&lt;br /&gt;
*[[Geneva Association]](GA)&lt;br /&gt;
*[[Insurance Europe]](CEA)&lt;br /&gt;
*[[Pan-European Insurance Forum]](PEIF)&lt;br /&gt;
*[[Chief Financial Officers Forum]](CFO-Forum)&lt;br /&gt;
*[[Chief Risk Officers Foru]](CRO-Forum&lt;br /&gt;
*[[Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft]](GDV)&lt;br /&gt;
*[[European Financial Services Roundtable]](EFR)&lt;br /&gt;
*[[European Fund and Asset Managers Association]](EFAMA)&lt;br /&gt;
*[[Forum of European Fund Managers]](FEAM)&lt;br /&gt;
*[[International Institute of Finance]](IIF)&lt;br /&gt;
*[[World Economic Forum]] (WEF)&lt;br /&gt;
*[[EUROFI Financial Forums and Seminars]](EUROFI)&lt;br /&gt;
*[[Bundesverband der Deutschen Industrie]](BDI)&lt;br /&gt;
*[[Bundesverband deutscher Banken]](BdB)&lt;br /&gt;
*[[European Justice Forum]](EJF)&lt;br /&gt;
*[[Center for European Policy Studies]](CEPS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt; [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54  Transparenzregister] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
Laut dem freiwilligem [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU hat die Allianz SE im Geschätsjahr 2011 zwischen 250.000€ und 300.000€ für direkte Lobbyarbeit bei den EU-Organe ausgegeben. (Vgl.: 2010: 200.000 € - 250.000 €)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54 EU-Lobbyregister], Stand: 23.08.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
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		<title>Allianz</title>
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		<updated>2014-12-15T12:19:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{unvollstaendig}}&lt;br /&gt;
{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Allianz SE&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Versicherungen und Finanzdienstleistungen &lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Versicherungen&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Königinstraße 28, 80802 München&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Allianz SE, European Affairs Office Brussesls, Avenue des Arts 27, B - 1040 Bruxelles &lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.allianz.com/de/index.html]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung, Konzernstruktur und Geschäftsfelder==&lt;br /&gt;
Die Allianz ist ein Versicherungskonzern, der sich weltweit als Finanzdienstleister betätigt. Dachgesellschaft der Allianz Gruppe ist die Allianz SE. Eine vereinfachte Struktur der Allianz Gruppe mit dem Stand 31. Dezember 2013 findet sich [https://www.allianz.com/v_1399895031000/media/about_us/who_we_are/documents/Struktur_Allianz_Gruppe.pdf  hier]. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit besteht im Versicherungsgeschäft, in dem die Allianz in Deutschland Marktführer ist. Daneben ist die Allianz auch als Vermögensverwalter (Assett Manger) aktiv. Das Vermögensverwaltungsgeschäft ist auf zwei Anlageverwalter aufgeteilt: PIMCO und Allianz Global Investors. Deren Leitungsgesellschaft ist die Allianz Assett Mangement (AAM). Die Umstrittenen Kreditausfallversicherungen (Credit-Default-Swaps) werden von einer Tochtergesellschaft der Allianz der EULER Hermes, welche sich zum größten Kreditversicherungsunternehmen entwickelt abgewickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.eulerhermes.de/euler-hermes-deutschland/Pages/firmengeschichte.aspx EULER Hermes Firmengeschichte] abgerufen am 15.12.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die Allianz einen Gesamtumsatz in Höhe von rd. 110 Mrd. Euro. (Stand: August 2014) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leitungsgremien/wichtige Personen==&lt;br /&gt;
===Vorstand der Allianz SE===&lt;br /&gt;
[[Michael Diekmann]] (Vorsitzender des Vorstands der Allianz SE), Oliver Bäte, Manuel Bauer, Gary C. Bhojwani, Clement B. Booth, Helga Jung, Christof Mascher, Jay Ralph, Dieter Wemmer, Werner Zedelius, Maximilian Zimmerer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/vorstand/mitglieder.html Webseite Allianz - Management: Vorstand] abgerufen am 03.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: August 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat der Allianz SE===&lt;br /&gt;
[[Helmut Perlet]] (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE), [[Wulf H. Bernotat]] (Stellv. Vorsitzender, ehem. Vorsitzender des Vorstands der [[E.ON]] AG), Rolf Zimmermann (Stellv. Vorsitzender), Dante Barban, Christine Bosse, Gabriele Burkhardt-Berg, Jean-Jacques Cette, Ira Gloe-Semler ([[ver.di]]), Franz Heiß, Renate Köcher (Geschäftsführerin [[Institut für Demoskopie Allensbach]]), Jim Hagemann Snabe (Geschäftsführer der Snabe ApS), Peter Denis Sutherland (Chairman [[Goldman Sachs]] International).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/aufsichtsrat/mitglieder.html Webseite Allianz -  Management: Aufsichtsrat] abgerufen am 3.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: August 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem International Executive Committee (IEC) gehören alle Vorstandsmitglieder der Allianz SE und die Vertreter der größten Tochtergesellschaften der Allianz Gruppe an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gemeinsamer Beirat der Allianz Gesellschaften===&lt;br /&gt;
*Helmut Perlet (Vorsitzender), Aufsichtsratsvorsitzender Allianz SE&lt;br /&gt;
*Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender [[BASF]]&lt;br /&gt;
*Thomas Enders, Chief Executive Officer [[EADS]] N.V.&lt;br /&gt;
*Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung Robert Bosch GmbH&lt;br /&gt;
*Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Bahn]] AG&lt;br /&gt;
*Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher SAP AG&lt;br /&gt;
*Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender adidas AG&lt;br /&gt;
*Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Heraeus Holding GmbH&lt;br /&gt;
*[[Dieter Hundt]], Vorsitzender des Aufsichtsrats Allgaier Werke GmbH	&lt;br /&gt;
*Hans-Peter Keitel, Vize-Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) &lt;br /&gt;
*Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Trumpf GmbH + Co. KG&lt;br /&gt;
*Thomas Rabe, CEO &amp;amp; Chairman of the Executive Board Bertelsmann SE &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender BMW Group&lt;br /&gt;
*Harry Roels, &lt;br /&gt;
*Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender Henkel AG &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Manfred Schneider, Aufsichtsratsvorsitzender Bayer AG&lt;br /&gt;
*Dennis J. Snower, Präsident des [[Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel]] (IfW)&lt;br /&gt;
*Peter Terium, Vorsitzender des Vorstands RWE AG&lt;br /&gt;
*Heinrich Weiss, Vorsitzender der Geschäftsführung der SMS Holding GmbH, Mitglied der Europäischen Gruppe der [[Trilaterale Kommission|Trilateralen Kommission]]&lt;br /&gt;
*Manfred Wennemer, Präsident des Verwaltungsrats Sulzer AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/v_1395247952000/media/investor_relations/de/berichte_und_finanzdaten/geschaeftsbericht/gb2013/gb2013_Allianz_Gruppe.pdf Allianz Konzerngeschäftsbericht, S. 265], Webseite Allianz, abgerufen am 3. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, (Stand: 31.12.2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allianz verfügt über große Finanzmittel und dementsprechend stark verhält sich auch deren Lobbyingaktivität. Alleine in diesem Jahr kaufte die Allianz drei Top-Politiker für ihre Lobbytätigkeit und deren Beziehungen ein. Auch mit einem Büro in Brüssel nimmt sie auf die EU-Institutionen Einfluss. Hierfür stehen der Allianz alleine in Brüssel offiziell fünf Lobbyisten (Burkhard Ober, Anne Ploeger, Bernd Rakers, Susanne Doboczky und Jaqueline Hérin) zur Verfügung. Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt; [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54  Transparenzregister] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Neben der Beschäftigung eigener Lobbyisten auf EU- und Bundesebene, kann die Allianz auch auf die Arbeit von 17 Verbänden zurückgreifen. Dabei ist sie nicht nur Mitglied in diesen Verbänden, sondern auch zum Teil deren Stimme, in dem sie teilweise deren Leitungspositionen unterwandert hat. So ist beispielsweise Dr. Markus Faulhaber, Vorsitzender des Vorstandes der Allianz Lebensversicherungs-AG und gleichzeitig Mitglied des Präsidiums des [[Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft]] (GDV).  &amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.gdv.de/ueber-uns/struktur/praesidium/ GDV Struktur] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.allianzdeutschland.de/unternehmen/vorstand-und-aufsichtsrat-allianz-lebensversicherungs-ag Allianz Unternehmen] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnlich verhält es sich bei [[Michael Diekmann]], dem Vorstandsvorsitzende der Allianz SE, der im 20-köpfigen Vorstandskollegium des [[European Financial Services Roundtable]] (EFR) sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.efr.be/members.aspx EFR Members] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich hat die Allianz auch die Möglichkeit, durch ihre eigene Forschungseinrichtung Economic Research Studien zu verfassen, welche für ihre Interessen als Informationsgrundlage für Politiker verwendet werden kann. Mit diesen Wissenschaftlichen Studien kann die Allianz indirektes aber auch direktes Lobbying betreiben.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seitenwechsler===&lt;br /&gt;
* Der ehem. britische Abgeordnete im europäischen Parlament [[Peter Skinner]] wird Lobbyist bei der Allianz SE. Skinner war vor allem im [[Ausschuss für Wirtschaft und Währung]] (ECON) tätig. Dort war er federführend an der europäischen Regulierung des Versicherungswesens beteiligt.  Skinner wechselt nun in die Branche, für die er jahrelang die Rahmenbedingungen mit geschaffen hatte. Gegenüber LobbyControl erklärte die Allianz, mit Skinner sei vereinbart worden, dass er ein Jahr lang keinen Kontakt zur [[EU-Kommission]] oder dem [[EU-Parlament]] aufnehmen darf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/allianz-holt-ex-versicherungsregulierer-als-lobbyisten/ Allianz holt Ex-Versicherungsregulierer als Lobbyisten] LobbyControl vom 25. November 2014, abgerufen am 25. November 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ehemalige Bundesgesundheitsminister [[Daniel Bahr]] arbeitet seit dem 1. November 2014 als Generalbevollmächtigter für die &amp;quot;Allianz Private Krankenversicherung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
https://www.allianz.com/de/presse/news/unternehmen/personalien/140929_veraenderungen-in-der-geschaeftsleitung.html Pressemeldung des Allianz-Konzerns], abgerufen am 29.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung nahm Bahr dazu Stellung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fdp-politiker-ex-gesundheitsminister-bahr-wird-allianz-vorstand-1.2152098 Sueddeutsche.de: Ex-Gesundheitsminister Bahr wird Allianz-Vorstand], abgerufen am 29.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Birgit Grundmann]] wurde am 1. September 2014 &amp;quot;Vorstandsbevollmächtigte Politik und Verbände&amp;quot; und damit Cheflobbyistin bei der Allianz Deutschland AG. Bis Januar 2014 war sie Beamtete Staatssekretärin und damit &amp;quot;Amtschefin&amp;quot; im [[Bundesjustizministerium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbandsmitgliedschaften===&lt;br /&gt;
Die Allianz ist Mitglied der folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
*[[Transatlantic Policy Network]](TPN)&lt;br /&gt;
*[[Geneva Association]](GA)&lt;br /&gt;
*[[Insurance Europe]](CEA)&lt;br /&gt;
*[[Pan-European Insurance Forum]](PEIF)&lt;br /&gt;
*[[Chief Financial Officers Forum]](CFO-Forum)&lt;br /&gt;
*[[Chief Risk Officers Foru]](CRO-Forum&lt;br /&gt;
*[[Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft]](GDV)&lt;br /&gt;
*[[European Financial Services Roundtable]](EFR)&lt;br /&gt;
*[[European Fund and Asset Managers Association]](EFAMA)&lt;br /&gt;
*[[Forum of European Fund Managers]](FEAM)&lt;br /&gt;
*[[International Institute of Finance]](IIF)&lt;br /&gt;
*[[World Economic Forum]] (WEF)&lt;br /&gt;
*[[EUROFI Financial Forums and Seminars]](EUROFI)&lt;br /&gt;
*[[Bundesverband der Deutschen Industrie]](BDI)&lt;br /&gt;
*[[Bundesverband deutscher Banken]](BdB)&lt;br /&gt;
*[[European Justice Forum]](EJF)&lt;br /&gt;
*[[Center for European Policy Studies]](CEPS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt; [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54  Transparenzregister] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
Laut dem freiwilligem [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU hat die Allianz SE im Geschätsjahr 2011 zwischen 250.000€ und 300.000€ für direkte Lobbyarbeit bei den EU-Organe ausgegeben. (Vgl.: 2010: 200.000 € - 250.000 €)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54 EU-Lobbyregister], Stand: 23.08.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]][[Datei:Allianz_logo.jpg|none|1000x375px]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
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		<updated>2014-12-15T09:43:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: Branche Hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{unvollstaendig}}&lt;br /&gt;
{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Allianz SE&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Versicherungen und Finanzdienstleistungen &lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Versicherungen&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Königinstraße 28, 80802 München&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.allianz.com/ www.allianz.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung, Konzernstruktur und Geschäftsfelder==&lt;br /&gt;
Die Allianz ist ein Versicherungskonzern, der sich weltweit als Finanzdienstleister betätigt. Dachgesellschaft der Allianz Gruppe ist die Allianz SE. Eine vereinfachte Struktur der Allianz Gruppe mit dem Stand 31. Dezember 2013 findet sich [https://www.allianz.com/v_1399895031000/media/about_us/who_we_are/documents/Struktur_Allianz_Gruppe.pdf  hier]. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit besteht im Versicherungsgeschäft, in dem die Allianz in Deutschland Marktführer ist. Daneben ist die Allianz auch als Vermögensverwalter (Assett Manger) aktiv. Das Vermögensverwaltungsgeschäft ist auf zwei Anlageverwalter aufgeteilt: PIMCO und Allianz Global Investors. Deren Leitungsgesellschaft ist die Allianz Assett Mangement (AAM). Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die Allianz einen Gesamtumsatz in Höhe von rd. 110 Mrd. Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leitungsgremien/wichtige Personen==&lt;br /&gt;
===Vorstand der Allianz SE===&lt;br /&gt;
[[Michael Diekmann]] (Vorsitzender des Vorstands der Allianz SE), Oliver Bäte, Manuel Bauer, Gary C. Bhojwani, Clement B. Booth, Helga Jung, Christof Mascher, Jay Ralph, Dieter Wemmer, Werner Zedelius, Maximilian Zimmerer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/vorstand/mitglieder.html Webseite Allianz - Management: Vorstand] abgerufen am 03.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: August 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat der Allianz SE===&lt;br /&gt;
[[Helmut Perlet]] (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE), [[Wulf H. Bernotat]] (Stellv. Vorsitzender, ehem. Vorsitzender des Vorstands der [[E.ON]] AG), Rolf Zimmermann (Stellv. Vorsitzender), Dante Barban, Christine Bosse, Gabriele Burkhardt-Berg, Jean-Jacques Cette, Ira Gloe-Semler ([[ver.di]]), Franz Heiß, Renate Köcher (Geschäftsführerin [[Institut für Demoskopie Allensbach]]), Jim Hagemann Snabe (Geschäftsführer der Snabe ApS), Peter Denis Sutherland (Chairman [[Goldman Sachs]] International).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/aufsichtsrat/mitglieder.html Webseite Allianz -  Management: Aufsichtsrat] abgerufen am 3.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: August 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem International Executive Committee (IEC) gehören alle Vorstandsmitglieder der Allianz SE und die Vertreter der größten Tochtergesellschaften der Allianz Gruppe an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gemeinsamer Beirat der Allianz Gesellschaften===&lt;br /&gt;
*Helmut Perlet (Vorsitzender), Aufsichtsratsvorsitzender Allianz SE&lt;br /&gt;
*Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender [[BASF]]&lt;br /&gt;
*Thomas Enders, Chief Executive Officer [[EADS]] N.V.&lt;br /&gt;
*Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung Robert Bosch GmbH&lt;br /&gt;
*Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Bahn]] AG&lt;br /&gt;
*Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher SAP AG&lt;br /&gt;
*Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender adidas AG&lt;br /&gt;
*Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Heraeus Holding GmbH&lt;br /&gt;
*[[Dieter Hundt]], Vorsitzender des Aufsichtsrats Allgaier Werke GmbH	&lt;br /&gt;
*Hans-Peter Keitel, Vize-Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) &lt;br /&gt;
*Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Trumpf GmbH + Co. KG&lt;br /&gt;
*Thomas Rabe, CEO &amp;amp; Chairman of the Executive Board Bertelsmann SE &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender BMW Group&lt;br /&gt;
*Harry Roels, &lt;br /&gt;
*Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender Henkel AG &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Manfred Schneider, Aufsichtsratsvorsitzender Bayer AG&lt;br /&gt;
*Dennis J. Snower, Präsident des [[Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel]] (IfW)&lt;br /&gt;
*Peter Terium, Vorsitzender des Vorstands RWE AG&lt;br /&gt;
*Heinrich Weiss, Vorsitzender der Geschäftsführung der SMS Holding GmbH, Mitglied der Europäischen Gruppe der [[Trilaterale Kommission|Trilateralen Kommission]]&lt;br /&gt;
*Manfred Wennemer, Präsident des Verwaltungsrats Sulzer AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/v_1395247952000/media/investor_relations/de/berichte_und_finanzdaten/geschaeftsbericht/gb2013/gb2013_Allianz_Gruppe.pdf Allianz Konzerngeschäftsbericht, S. 265], Webseite Allianz, abgerufen am 3. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, (Stand: 31.12.2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Seitenwechsler===&lt;br /&gt;
* Der ehem. britische Abgeordnete im europäischen Parlament [[Peter Skinner]] wird Lobbyist bei der Allianz SE. Skinner war vor allem im [[Ausschuss für Wirtschaft und Währung]] (ECON) tätig. Dort war er federführend an der europäischen Regulierung des Versicherungswesens beteiligt.  Skinner wechselt nun in die Branche, für die er jahrelang die Rahmenbedingungen mit geschaffen hatte. Gegenüber LobbyControl erklärte die Allianz, mit Skinner sei vereinbart worden, dass er ein Jahr lang keinen Kontakt zur [[EU-Kommission]] oder dem [[EU-Parlament]] aufnehmen darf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/allianz-holt-ex-versicherungsregulierer-als-lobbyisten/ Allianz holt Ex-Versicherungsregulierer als Lobbyisten] LobbyControl vom 25. November 2014, abgerufen am 25. November 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ehemalige Bundesgesundheitsminister [[Daniel Bahr]] arbeitet seit dem 1. November 2014 als Generalbevollmächtigter für die &amp;quot;Allianz Private Krankenversicherung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
https://www.allianz.com/de/presse/news/unternehmen/personalien/140929_veraenderungen-in-der-geschaeftsleitung.html Pressemeldung des Allianz-Konzerns], abgerufen am 29.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung nahm Bahr dazu Stellung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fdp-politiker-ex-gesundheitsminister-bahr-wird-allianz-vorstand-1.2152098 Sueddeutsche.de: Ex-Gesundheitsminister Bahr wird Allianz-Vorstand], abgerufen am 29.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Birgit Grundmann]] wurde am 1. September 2014 &amp;quot;Vorstandsbevollmächtigte Politik und Verbände&amp;quot; und damit Cheflobbyistin bei der Allianz Deutschland AG. Bis Januar 2014 war sie Beamtete Staatssekretärin und damit &amp;quot;Amtschefin&amp;quot; im [[Bundesjustizministerium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbandsmitgliedschaften===&lt;br /&gt;
Die Allianz ist Mitglied der folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
*[[Transatlantic Policy Network]](TPN)&lt;br /&gt;
*[[Geneva Association]](GA)&lt;br /&gt;
*[[Insurance Europe]](CEA)&lt;br /&gt;
*[[Pan-European Insurance Forum]](PEIF)&lt;br /&gt;
*[[Chief Financial Officers Forum]](CFO-Forum)&lt;br /&gt;
*[[Chief Risk Officers Foru]](CRO-Forum&lt;br /&gt;
*[[Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft]](GDV)&lt;br /&gt;
*[[European Financial Services Roundtable]](EFR)&lt;br /&gt;
*[[European Fund and Asset Managers Association]](EFAMA)&lt;br /&gt;
*[[Forum of European Fund Managers]](FEAM)&lt;br /&gt;
*[[International Institute of Finance]](IIF)&lt;br /&gt;
*[[World Economic Forum]] (WEF)&lt;br /&gt;
*[[EUROFI Financial Forums and Seminars]](EUROFI)&lt;br /&gt;
*[[Bundesverband der Deutschen Industrie]](BDI)&lt;br /&gt;
*[[Bundesverband deutscher Banken]](BdB)&lt;br /&gt;
*[[European Justice Forum]](EJF)&lt;br /&gt;
*[[Center for European Policy Studies]](CEPS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt; [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54  Transparenzregister] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
Laut dem freiwilligem [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU hat die Allianz SE im Geschätsjahr 2011 zwischen 250.000€ und 300.000€ für direkte Lobbyarbeit bei den EU-Organe ausgegeben. (Vgl.: 2010: 200.000 € - 250.000 €)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54 EU-Lobbyregister], Stand: 23.08.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
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		<updated>2014-12-15T09:36:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Vorstand der Allianz SE */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{unvollstaendig}}&lt;br /&gt;
{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Allianz SE&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Finanzen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Versicherungen&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Königinstraße 28, 80802 München&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.allianz.com/ www.allianz.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung, Konzernstruktur und Geschäftsfelder==&lt;br /&gt;
Die Allianz ist ein Versicherungskonzern, der sich weltweit als Finanzdienstleister betätigt. Dachgesellschaft der Allianz Gruppe ist die Allianz SE. Eine vereinfachte Struktur der Allianz Gruppe mit dem Stand 31. Dezember 2013 findet sich [https://www.allianz.com/v_1399895031000/media/about_us/who_we_are/documents/Struktur_Allianz_Gruppe.pdf  hier]. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit besteht im Versicherungsgeschäft, in dem die Allianz in Deutschland Marktführer ist. Daneben ist die Allianz auch als Vermögensverwalter (Assett Manger) aktiv. Das Vermögensverwaltungsgeschäft ist auf zwei Anlageverwalter aufgeteilt: PIMCO und Allianz Global Investors. Deren Leitungsgesellschaft ist die Allianz Assett Mangement (AAM). Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die Allianz einen Gesamtumsatz in Höhe von rd. 110 Mrd. Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leitungsgremien/wichtige Personen==&lt;br /&gt;
===Vorstand der Allianz SE===&lt;br /&gt;
[[Michael Diekmann]] (Vorsitzender des Vorstands der Allianz SE), Oliver Bäte, Manuel Bauer, Gary C. Bhojwani, Clement B. Booth, Helga Jung, Christof Mascher, Jay Ralph, Dieter Wemmer, Werner Zedelius, Maximilian Zimmerer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/vorstand/mitglieder.html Webseite Allianz - Management: Vorstand] abgerufen am 03.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: August 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat der Allianz SE===&lt;br /&gt;
[[Helmut Perlet]] (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE), [[Wulf H. Bernotat]] (Stellv. Vorsitzender, ehem. Vorsitzender des Vorstands der [[E.ON]] AG), Rolf Zimmermann (Stellv. Vorsitzender), Dante Barban, Christine Bosse, Gabriele Burkhardt-Berg, Jean-Jacques Cette, Ira Gloe-Semler ([[ver.di]]), Franz Heiß, Renate Köcher (Geschäftsführerin [[Institut für Demoskopie Allensbach]]), Jim Hagemann Snabe (Geschäftsführer der Snabe ApS), Peter Denis Sutherland (Chairman [[Goldman Sachs]] International).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/aufsichtsrat/mitglieder.html Webseite Allianz -  Management: Aufsichtsrat] abgerufen am 3.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: August 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem International Executive Committee (IEC) gehören alle Vorstandsmitglieder der Allianz SE und die Vertreter der größten Tochtergesellschaften der Allianz Gruppe an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gemeinsamer Beirat der Allianz Gesellschaften===&lt;br /&gt;
*Helmut Perlet (Vorsitzender), Aufsichtsratsvorsitzender Allianz SE&lt;br /&gt;
*Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender [[BASF]]&lt;br /&gt;
*Thomas Enders, Chief Executive Officer [[EADS]] N.V.&lt;br /&gt;
*Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung Robert Bosch GmbH&lt;br /&gt;
*Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Bahn]] AG&lt;br /&gt;
*Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher SAP AG&lt;br /&gt;
*Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender adidas AG&lt;br /&gt;
*Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Heraeus Holding GmbH&lt;br /&gt;
*[[Dieter Hundt]], Vorsitzender des Aufsichtsrats Allgaier Werke GmbH	&lt;br /&gt;
*Hans-Peter Keitel, Vize-Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) &lt;br /&gt;
*Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Trumpf GmbH + Co. KG&lt;br /&gt;
*Thomas Rabe, CEO &amp;amp; Chairman of the Executive Board Bertelsmann SE &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender BMW Group&lt;br /&gt;
*Harry Roels, &lt;br /&gt;
*Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender Henkel AG &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Manfred Schneider, Aufsichtsratsvorsitzender Bayer AG&lt;br /&gt;
*Dennis J. Snower, Präsident des [[Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel]] (IfW)&lt;br /&gt;
*Peter Terium, Vorsitzender des Vorstands RWE AG&lt;br /&gt;
*Heinrich Weiss, Vorsitzender der Geschäftsführung der SMS Holding GmbH, Mitglied der Europäischen Gruppe der [[Trilaterale Kommission|Trilateralen Kommission]]&lt;br /&gt;
*Manfred Wennemer, Präsident des Verwaltungsrats Sulzer AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/v_1395247952000/media/investor_relations/de/berichte_und_finanzdaten/geschaeftsbericht/gb2013/gb2013_Allianz_Gruppe.pdf Allianz Konzerngeschäftsbericht, S. 265], Webseite Allianz, abgerufen am 3. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, (Stand: 31.12.2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Seitenwechsler===&lt;br /&gt;
* Der ehem. britische Abgeordnete im europäischen Parlament [[Peter Skinner]] wird Lobbyist bei der Allianz SE. Skinner war vor allem im [[Ausschuss für Wirtschaft und Währung]] (ECON) tätig. Dort war er federführend an der europäischen Regulierung des Versicherungswesens beteiligt.  Skinner wechselt nun in die Branche, für die er jahrelang die Rahmenbedingungen mit geschaffen hatte. Gegenüber LobbyControl erklärte die Allianz, mit Skinner sei vereinbart worden, dass er ein Jahr lang keinen Kontakt zur [[EU-Kommission]] oder dem [[EU-Parlament]] aufnehmen darf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/allianz-holt-ex-versicherungsregulierer-als-lobbyisten/ Allianz holt Ex-Versicherungsregulierer als Lobbyisten] LobbyControl vom 25. November 2014, abgerufen am 25. November 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbandsmitgliedschaften===&lt;br /&gt;
Die Allianz ist Mitglied der folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
*[[Transatlantic Policy Network]](TPN)&lt;br /&gt;
*[[Geneva Association]](GA)&lt;br /&gt;
*[[Insurance Europe]](CEA)&lt;br /&gt;
*[[Pan-European Insurance Forum]](PEIF)&lt;br /&gt;
*[[Chief Financial Officers Forum]](CFO-Forum)&lt;br /&gt;
*[[Chief Risk Officers Foru]](CRO-Forum&lt;br /&gt;
*[[Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft]](GDV)&lt;br /&gt;
*[[European Financial Services Roundtable]](EFR)&lt;br /&gt;
*[[European Fund and Asset Managers Association]](EFAMA)&lt;br /&gt;
*[[Forum of European Fund Managers]](FEAM)&lt;br /&gt;
*[[International Institute of Finance]](IIF)&lt;br /&gt;
*[[World Economic Forum]] (WEF)&lt;br /&gt;
*[[EUROFI Financial Forums and Seminars]](EUROFI)&lt;br /&gt;
*[[Bundesverband der Deutschen Industrie]](BDI)&lt;br /&gt;
*[[Bundesverband deutscher Banken]](BdB)&lt;br /&gt;
*[[European Justice Forum]](EJF)&lt;br /&gt;
*[[Center for European Policy Studies]](CEPS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt; [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54  Transparenzregister] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
Laut dem freiwilligem [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU hat die Allianz SE im Geschätsjahr 2011 zwischen 250.000€ und 300.000€ für direkte Lobbyarbeit bei den EU-Organe ausgegeben. (Vgl.: 2010: 200.000 € - 250.000 €)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54 EU-Lobbyregister], Stand: 23.08.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Verbandsmitgliedschaften */  Weitere Mitgliedschaften wurden ergänzt sowie Seitenwechsel vom Abschnitt Wichtige Personen verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{unvollstaendig}}&lt;br /&gt;
{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Allianz SE&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Finanzen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Versicherungen&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Königinstraße 28, 80802 München&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.allianz.com/ www.allianz.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung, Konzernstruktur und Geschäftsfelder==&lt;br /&gt;
Die Allianz ist ein Versicherungskonzern, der sich weltweit als Finanzdienstleister betätigt. Dachgesellschaft der Allianz Gruppe ist die Allianz SE. Eine vereinfachte Struktur der Allianz Gruppe mit dem Stand 31. Dezember 2013 findet sich [https://www.allianz.com/v_1399895031000/media/about_us/who_we_are/documents/Struktur_Allianz_Gruppe.pdf  hier]. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit besteht im Versicherungsgeschäft, in dem die Allianz in Deutschland Marktführer ist. Daneben ist die Allianz auch als Vermögensverwalter (Assett Manger) aktiv. Das Vermögensverwaltungsgeschäft ist auf zwei Anlageverwalter aufgeteilt: PIMCO und Allianz Global Investors. Deren Leitungsgesellschaft ist die Allianz Assett Mangement (AAM). Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die Allianz einen Gesamtumsatz in Höhe von rd. 110 Mrd. Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leitungsgremien/wichtige Personen==&lt;br /&gt;
===Vorstand der Allianz SE===&lt;br /&gt;
[[Michael Diekmann]] (Vorsitzender des Vorstands der Allianz SE), Oliver Bäte, Manuel Bauer, Gary C. Bhojwani, Clement B. Booth, Helga Jung, Christof Mascher, Jay Ralph, Dieter Wemmer, Werner Zedelius, Maximilian Zimmerer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/vorstand/mitglieder.html Webseite Allianz - Management: Vorstand] abgerufen am 03.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: August 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ehemalige Bundesgesundheitsminister [[Daniel Bahr]] arbeitet seit dem 1. November 2014 als Generalbevollmächtigter für die &amp;quot;Allianz Private Krankenversicherung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
https://www.allianz.com/de/presse/news/unternehmen/personalien/140929_veraenderungen-in-der-geschaeftsleitung.html Pressemeldung des Allianz-Konzerns], abgerufen am 29.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung nahm Bahr dazu Stellung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fdp-politiker-ex-gesundheitsminister-bahr-wird-allianz-vorstand-1.2152098 Sueddeutsche.de: Ex-Gesundheitsminister Bahr wird Allianz-Vorstand], abgerufen am 29.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Birgit Grundmann]] wurde am 1. September 2014 &amp;quot;Vorstandsbevollmächtigte Politik und Verbände&amp;quot; und damit Cheflobbyistin bei der Allianz Deutschland AG. Bis Januar 2014 war sie Beamtete Staatssekretärin und damit &amp;quot;Amtschefin&amp;quot; im [[Bundesjustizministerium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat der Allianz SE===&lt;br /&gt;
[[Helmut Perlet]] (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE), [[Wulf H. Bernotat]] (Stellv. Vorsitzender, ehem. Vorsitzender des Vorstands der [[E.ON]] AG), Rolf Zimmermann (Stellv. Vorsitzender), Dante Barban, Christine Bosse, Gabriele Burkhardt-Berg, Jean-Jacques Cette, Ira Gloe-Semler ([[ver.di]]), Franz Heiß, Renate Köcher (Geschäftsführerin [[Institut für Demoskopie Allensbach]]), Jim Hagemann Snabe (Geschäftsführer der Snabe ApS), Peter Denis Sutherland (Chairman [[Goldman Sachs]] International).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/aufsichtsrat/mitglieder.html Webseite Allianz -  Management: Aufsichtsrat] abgerufen am 3.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: August 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem International Executive Committee (IEC) gehören alle Vorstandsmitglieder der Allianz SE und die Vertreter der größten Tochtergesellschaften der Allianz Gruppe an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gemeinsamer Beirat der Allianz Gesellschaften===&lt;br /&gt;
*Helmut Perlet (Vorsitzender), Aufsichtsratsvorsitzender Allianz SE&lt;br /&gt;
*Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender [[BASF]]&lt;br /&gt;
*Thomas Enders, Chief Executive Officer [[EADS]] N.V.&lt;br /&gt;
*Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung Robert Bosch GmbH&lt;br /&gt;
*Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Bahn]] AG&lt;br /&gt;
*Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher SAP AG&lt;br /&gt;
*Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender adidas AG&lt;br /&gt;
*Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Heraeus Holding GmbH&lt;br /&gt;
*[[Dieter Hundt]], Vorsitzender des Aufsichtsrats Allgaier Werke GmbH	&lt;br /&gt;
*Hans-Peter Keitel, Vize-Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) &lt;br /&gt;
*Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Trumpf GmbH + Co. KG&lt;br /&gt;
*Thomas Rabe, CEO &amp;amp; Chairman of the Executive Board Bertelsmann SE &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender BMW Group&lt;br /&gt;
*Harry Roels, &lt;br /&gt;
*Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender Henkel AG &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Manfred Schneider, Aufsichtsratsvorsitzender Bayer AG&lt;br /&gt;
*Dennis J. Snower, Präsident des [[Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel]] (IfW)&lt;br /&gt;
*Peter Terium, Vorsitzender des Vorstands RWE AG&lt;br /&gt;
*Heinrich Weiss, Vorsitzender der Geschäftsführung der SMS Holding GmbH, Mitglied der Europäischen Gruppe der [[Trilaterale Kommission|Trilateralen Kommission]]&lt;br /&gt;
*Manfred Wennemer, Präsident des Verwaltungsrats Sulzer AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/v_1395247952000/media/investor_relations/de/berichte_und_finanzdaten/geschaeftsbericht/gb2013/gb2013_Allianz_Gruppe.pdf Allianz Konzerngeschäftsbericht, S. 265], Webseite Allianz, abgerufen am 3. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, (Stand: 31.12.2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Seitenwechsler===&lt;br /&gt;
* Der ehem. britische Abgeordnete im europäischen Parlament [[Peter Skinner]] wird Lobbyist bei der Allianz SE. Skinner war vor allem im [[Ausschuss für Wirtschaft und Währung]] (ECON) tätig. Dort war er federführend an der europäischen Regulierung des Versicherungswesens beteiligt.  Skinner wechselt nun in die Branche, für die er jahrelang die Rahmenbedingungen mit geschaffen hatte. Gegenüber LobbyControl erklärte die Allianz, mit Skinner sei vereinbart worden, dass er ein Jahr lang keinen Kontakt zur [[EU-Kommission]] oder dem [[EU-Parlament]] aufnehmen darf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/allianz-holt-ex-versicherungsregulierer-als-lobbyisten/ Allianz holt Ex-Versicherungsregulierer als Lobbyisten] LobbyControl vom 25. November 2014, abgerufen am 25. November 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbandsmitgliedschaften===&lt;br /&gt;
Die Allianz ist Mitglied der folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
*[[Transatlantic Policy Network]](TPN)&lt;br /&gt;
*[[Geneva Association]](GA)&lt;br /&gt;
*[[Insurance Europe]](CEA)&lt;br /&gt;
*[[Pan-European Insurance Forum]](PEIF)&lt;br /&gt;
*[[Chief Financial Officers Forum]](CFO-Forum)&lt;br /&gt;
*[[Chief Risk Officers Foru]](CRO-Forum&lt;br /&gt;
*[[Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft]](GDV)&lt;br /&gt;
*[[European Financial Services Roundtable]](EFR)&lt;br /&gt;
*[[European Fund and Asset Managers Association]](EFAMA)&lt;br /&gt;
*[[Forum of European Fund Managers]](FEAM)&lt;br /&gt;
*[[International Institute of Finance]](IIF)&lt;br /&gt;
*[[World Economic Forum]] (WEF)&lt;br /&gt;
*[[EUROFI Financial Forums and Seminars]](EUROFI)&lt;br /&gt;
*[[Bundesverband der Deutschen Industrie]](BDI)&lt;br /&gt;
*[[Bundesverband deutscher Banken]](BdB)&lt;br /&gt;
*[[European Justice Forum]](EJF)&lt;br /&gt;
*[[Center for European Policy Studies]](CEPS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt; [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54  Transparenzregister] , zugriff 15.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
Laut dem freiwilligem [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU hat die Allianz SE im Geschätsjahr 2011 zwischen 250.000€ und 300.000€ für direkte Lobbyarbeit bei den EU-Organe ausgegeben. (Vgl.: 2010: 200.000 € - 250.000 €)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54 EU-Lobbyregister], Stand: 23.08.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Allianz&amp;diff=31402</id>
		<title>Allianz</title>
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		<updated>2014-12-15T09:18:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Leitungsgremien/wichtige Personen */  Seitenwechsel ausgeschnitten    und ind Lobbyaktivität eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{unvollstaendig}}&lt;br /&gt;
{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Allianz SE&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Finanzen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Versicherungen&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Königinstraße 28, 80802 München&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.allianz.com/ www.allianz.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung, Konzernstruktur und Geschäftsfelder==&lt;br /&gt;
Die Allianz ist ein Versicherungskonzern, der sich weltweit als Finanzdienstleister betätigt. Dachgesellschaft der Allianz Gruppe ist die Allianz SE. Eine vereinfachte Struktur der Allianz Gruppe mit dem Stand 31. Dezember 2013 findet sich [https://www.allianz.com/v_1399895031000/media/about_us/who_we_are/documents/Struktur_Allianz_Gruppe.pdf  hier]. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit besteht im Versicherungsgeschäft, in dem die Allianz in Deutschland Marktführer ist. Daneben ist die Allianz auch als Vermögensverwalter (Assett Manger) aktiv. Das Vermögensverwaltungsgeschäft ist auf zwei Anlageverwalter aufgeteilt: PIMCO und Allianz Global Investors. Deren Leitungsgesellschaft ist die Allianz Assett Mangement (AAM). Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die Allianz einen Gesamtumsatz in Höhe von rd. 110 Mrd. Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leitungsgremien/wichtige Personen==&lt;br /&gt;
===Vorstand der Allianz SE===&lt;br /&gt;
[[Michael Diekmann]] (Vorsitzender des Vorstands der Allianz SE), Oliver Bäte, Manuel Bauer, Gary C. Bhojwani, Clement B. Booth, Helga Jung, Christof Mascher, Jay Ralph, Dieter Wemmer, Werner Zedelius, Maximilian Zimmerer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/vorstand/mitglieder.html Webseite Allianz - Management: Vorstand] abgerufen am 03.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: August 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ehemalige Bundesgesundheitsminister [[Daniel Bahr]] arbeitet seit dem 1. November 2014 als Generalbevollmächtigter für die &amp;quot;Allianz Private Krankenversicherung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
https://www.allianz.com/de/presse/news/unternehmen/personalien/140929_veraenderungen-in-der-geschaeftsleitung.html Pressemeldung des Allianz-Konzerns], abgerufen am 29.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung nahm Bahr dazu Stellung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fdp-politiker-ex-gesundheitsminister-bahr-wird-allianz-vorstand-1.2152098 Sueddeutsche.de: Ex-Gesundheitsminister Bahr wird Allianz-Vorstand], abgerufen am 29.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Birgit Grundmann]] wurde am 1. September 2014 &amp;quot;Vorstandsbevollmächtigte Politik und Verbände&amp;quot; und damit Cheflobbyistin bei der Allianz Deutschland AG. Bis Januar 2014 war sie Beamtete Staatssekretärin und damit &amp;quot;Amtschefin&amp;quot; im [[Bundesjustizministerium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat der Allianz SE===&lt;br /&gt;
[[Helmut Perlet]] (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE), [[Wulf H. Bernotat]] (Stellv. Vorsitzender, ehem. Vorsitzender des Vorstands der [[E.ON]] AG), Rolf Zimmermann (Stellv. Vorsitzender), Dante Barban, Christine Bosse, Gabriele Burkhardt-Berg, Jean-Jacques Cette, Ira Gloe-Semler ([[ver.di]]), Franz Heiß, Renate Köcher (Geschäftsführerin [[Institut für Demoskopie Allensbach]]), Jim Hagemann Snabe (Geschäftsführer der Snabe ApS), Peter Denis Sutherland (Chairman [[Goldman Sachs]] International).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/aufsichtsrat/mitglieder.html Webseite Allianz -  Management: Aufsichtsrat] abgerufen am 3.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: August 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem International Executive Committee (IEC) gehören alle Vorstandsmitglieder der Allianz SE und die Vertreter der größten Tochtergesellschaften der Allianz Gruppe an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gemeinsamer Beirat der Allianz Gesellschaften===&lt;br /&gt;
*Helmut Perlet (Vorsitzender), Aufsichtsratsvorsitzender Allianz SE&lt;br /&gt;
*Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender [[BASF]]&lt;br /&gt;
*Thomas Enders, Chief Executive Officer [[EADS]] N.V.&lt;br /&gt;
*Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung Robert Bosch GmbH&lt;br /&gt;
*Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Bahn]] AG&lt;br /&gt;
*Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher SAP AG&lt;br /&gt;
*Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender adidas AG&lt;br /&gt;
*Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Heraeus Holding GmbH&lt;br /&gt;
*[[Dieter Hundt]], Vorsitzender des Aufsichtsrats Allgaier Werke GmbH	&lt;br /&gt;
*Hans-Peter Keitel, Vize-Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) &lt;br /&gt;
*Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Trumpf GmbH + Co. KG&lt;br /&gt;
*Thomas Rabe, CEO &amp;amp; Chairman of the Executive Board Bertelsmann SE &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender BMW Group&lt;br /&gt;
*Harry Roels, &lt;br /&gt;
*Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender Henkel AG &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Manfred Schneider, Aufsichtsratsvorsitzender Bayer AG&lt;br /&gt;
*Dennis J. Snower, Präsident des [[Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel]] (IfW)&lt;br /&gt;
*Peter Terium, Vorsitzender des Vorstands RWE AG&lt;br /&gt;
*Heinrich Weiss, Vorsitzender der Geschäftsführung der SMS Holding GmbH, Mitglied der Europäischen Gruppe der [[Trilaterale Kommission|Trilateralen Kommission]]&lt;br /&gt;
*Manfred Wennemer, Präsident des Verwaltungsrats Sulzer AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.allianz.com/v_1395247952000/media/investor_relations/de/berichte_und_finanzdaten/geschaeftsbericht/gb2013/gb2013_Allianz_Gruppe.pdf Allianz Konzerngeschäftsbericht, S. 265], Webseite Allianz, abgerufen am 3. 8. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, (Stand: 31.12.2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Verbandsmitgliedschaften===&lt;br /&gt;
Die Allianz ist Mitglied der folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
*[[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
Laut dem freiwilligem [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU hat die Allianz SE im Geschätsjahr 2011 zwischen 250.000€ und 300.000€ für direkte Lobbyarbeit bei den EU-Organe ausgegeben. (Vgl.: 2010: 200.000 € - 250.000 €)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=05503341949-54 EU-Lobbyregister], Stand: 23.08.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=American_Chamber_of_Commerce_in_Germany&amp;diff=31388</id>
		<title>American Chamber of Commerce in Germany</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=American_Chamber_of_Commerce_in_Germany&amp;diff=31388"/>
		<updated>2014-12-11T13:30:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Lobbystrategien und Einfluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = AmCham Germany (American Chamber of Commerce in Germany)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:American_Chamber_of_Commerce_in_Germany.svg.png|none|99x26px]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = e.V.&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Handel und Investitionen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1903&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = American Chamber of Commerce in Germany e. V. , Charlottenstr. 42, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = American Chamber of Commerce in Germany e. V. , Charlottenstr. 42, 10117 Berlin ; American Chamber of Commerce in Germany e. V. , Börsenplatz 7-11,  60313 Frankfurt am Main &lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.amcham.de&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''AmCham Germany''' (American Chamber of Commerce in Germany) ist eine Lobby-Organisation in Deutschland mit Sitz in Berlin. Sie gehört zur übergeordneten Amerikanischen Handelskammer ([[U.S. American Chamber of Commerce]]), welche die weltweit größte wirtschaftliche Interessenorganisation ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uschamber.com/international-affairs-division US Chamber of Commerce Website international affairs], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uschamber.com/about-us/about-us-chamber US Chamber of Commerce Website about us], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die deutsche AmCham Germany kann als Zweigstelle gesehen werden, gleichzeitig verwaltet sie sich selbst und firmiert als eingetragener Verein (e.V). Mit ihren ca. 3000 Mitgliedern ist sie die größte Zweigstelle in Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kammer gehört zu den größten  Befürwortern eines Transatlantischen Freihandelsabkommens zwischen den USA und der EU [[TTIP]] und betreibt aktive Lobbyarbeit für ein möglichst umfassendes Abkommen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/public-affairs/ttip-the-transatlantic-opportunity.html AmCham Germany Website Public Affairs], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Die  American Chamber of Commerce in Germany (AmCham Germany) wurde bereits am 30. Januar 1903 in Berlin gegründet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist AmCham Germany der älteste bilaterale Handelsverband Deutschlands und die zweitälteste AmCham der Welt. Zu Beginn zählte die Kammer 100 Mitglieder, davon 60% amerikanischer Herkunft und 40% deutscher Herkunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erklärtes Ziel von  AmCham Germany sind uneingeschränkter Handel und Investitionen zwischen den USA und Deutschland, als auch allgemein die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen zu fördern. AmCham Germany vertritt die wirtschaftlichen Interessen von U.S. amerikanischen Firmen, die eine Niederlassung in Deutschland besitzen, sowie die Interessen der deutschen Mitgliedsfirmen, die in den USA aktiv sind. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
AmCham Germany ist ein eingetragener Verein (e.V.) und wird von einem  Vorstand geleitet. Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, einem Exekutiven Vize-Präsidenten,  sechs weiteren Vize-Präsidenten und einem Schatzmeister.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html  Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/membership/by-laws.html Website AmCham Germany Satzung] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Präsident der Kammer ist seit dem 7. Juni 2013 [[Bernhard Mattes]], Vorsitzender der Geschäftsführung der [[Ford]]-Werke GmbH und Vizepräsident der Ford Customer Service Division (FCSD). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ford.de/Footer/Impressum Website Ford] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Exekutiv Vize-Präsidenten ist Frank Riemensperger von [[Accenture]].  &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.accenture.com/de-de/company/people/leadership-germany/Pages/asg-board-index.aspx Website AmCham Accenture], zugriff 27.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schatzmeister ist Armin W. H. Slotta der seit 30 Jahren bei [[PricewaterhouseCoopers]] arbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.linkedin.com/pub/armin-slotta/51/747/241 Linked In Profil von Armin Slotta], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weitere Vizepräsidenten sind Ralf Brinkmann ([[Dow Deutschland Inc.]]), David Knower (Cerberus Deutschland GmbH), Dr. Lutz R. Raettig ([[Morgan Stanley Bank AG]]), Dr. Rob Smith (AGCO Corporation), Frank Sportolari (United Parcel Service Deutschland Inc. &amp;amp; Co. OHG), Nicholas R. Teller (E.R. Capital Holding GmbH &amp;amp; Cie. KG). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben dem Vorstand gibt es noch zwei Ehrenpräsidentsposten, ein Verwaltungsrat sowie einen Geschäftsführer.&lt;br /&gt;
Ehrenpräsidenten der Kammer sind der U.S. Botschafter für die Bundesrepublik Deutschland John B. Emerson und der ehemalige Präsident der AmCham Germany Fred B. Irwin. Irwin war von 1991 bis 2013 Präsident der AmCham Germany. Heute ist er Stellvertretender Vorsitzender der Citigroup Global Markets Deutschland AG &amp;amp; Co. KGaA. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://investing.businessweek.com/research/stocks/private/person.asp?personId=28542124&amp;amp;privcapId=26916736  Bloomberg Business Week] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit besteht der Verwaltungsrat aus 44 Mitgliedern &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Cyrille Balmes, Mars GmbH &lt;br /&gt;
* Werner Barth, Philip Morris GmbH &lt;br /&gt;
* Christian Beers, DuPont Germany &lt;br /&gt;
* Sabine Bendiek, EMC Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Wolfgang Bernhard, Daimler AG &lt;br /&gt;
* Dr. Peter Blauwhoff, Deutsche Shell Holding GmbH &lt;br /&gt;
* Roland Boekhout, ING-DiBa AG &lt;br /&gt;
* Matthias Borst, Becton Dickinson GmbH &lt;br /&gt;
* Reinhard Clemens, Deutsche Telekom AG &lt;br /&gt;
* Dr. Marijn Dekkers, Bayer AG &lt;br /&gt;
* Dr. Thomas Enders, EADS Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Stefan Fröhlich, Deloitte &amp;amp; Touche GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Jürgen Gromer, Marvell Switzerland Sarl &lt;br /&gt;
* Dipl.-Kffr. Helga Haub, Unternehmensgruppe Tengelmann &lt;br /&gt;
* Isabel Hochgesand, Procter &amp;amp; Gamble Germany GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Christian P. Illek, Microsoft Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Roland Koch, Ministerpräsident a.D. &lt;br /&gt;
* Ambassador John C. Kornblum, Noerr LLP &lt;br /&gt;
* Stefan Krause, Deutsche Bank AG &lt;br /&gt;
* Dipl.-Finw. Hans Herbert Krebühl, ExxonMobil Central Europe Holding GmbH &lt;br /&gt;
* Wolf Lichtenstein, SAS Institute GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Alwin Mahler, Google Germany GmbH &lt;br /&gt;
* Heiko Meyer, Hewlett-Packard GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Karl-Thomas Neumann, Adam Opel AG &lt;br /&gt;
* Jo van Onsem, Xerox GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Andreas Penk, Pfizer Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr.-Ing. Heinz Pfannschmidt, INVERTO AG &lt;br /&gt;
* Hanspeter Quodt, MSD Sharp &amp;amp; Dohme GmbH &lt;br /&gt;
* Jay Ralph, Allianz SE &lt;br /&gt;
* Prof. Stephan Reimelt, GE Energy Germany &lt;br /&gt;
* Ulrich W. Reinholdt, AIG Europe Limited &lt;br /&gt;
* Michael Reuther, Commerzbank AG &lt;br /&gt;
* Gordon Riske, KION GROUP GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Jörg Rockenhäuser, Permira Beteiligungsberatung GmbH &lt;br /&gt;
* Kasper Rorsted, Henkel AG &amp;amp; Co. KGaA &lt;br /&gt;
* Dr. Sylvia Rothblum, Warner Bros. Entertainment GmbH &lt;br /&gt;
* Andreas Schmitz, HSBC Trinkaus &amp;amp; Burkhardt AG &lt;br /&gt;
* Dr. Ulf Mark Schneider, Fresenius Group &lt;br /&gt;
* Rudolf Martin Siegers, Siemens AG &lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Streibich, Software AG &lt;br /&gt;
* Simone Thomsen, Lilly Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Wolfram Tietscher, Texas Instruments Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Reza Vaziri, 3M Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Stefan Weingartner, MTU Aero Engines Holding AG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geschäftsführer der AmCham Germany ist Andreas L. J. Povel. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AmCham Germany unterscheidet in ihrer Mitgliederorganisation zwischen:&lt;br /&gt;
* Firmenmitgliedern&lt;br /&gt;
* Einzelmitgliedern&lt;br /&gt;
* Delegierten Mitgliedern&lt;br /&gt;
* Ehrenmitgliedern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweiligen Mitgliedschaften unterscheiden sich in der Beitragszahlung und Mitsprache bei der Kammer. Dabei reichen die Mitgliedsbeiträge von 220€ bis zu 4380€ pro Jahr. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/membership/membership-categories.html Website AmCham Germany Membership] , zugriff 27.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu den Firmenmitgliedern gehören Unternehmen wie z.B.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/executive-members.html Website AmCham Germany Executive Members] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Allianz Asset Management AG &lt;br /&gt;
* BASF SE&lt;br /&gt;
* Bertelsmann SE &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
* eBay GmbH&lt;br /&gt;
* Facebook Germany GmbH&lt;br /&gt;
* Goldman Sachs AG&lt;br /&gt;
* Volkswagen AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich verfügt die AmCham Germany über drei Regionalbüros in Bayern, Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/representatives.html Website AmCham Germany Representatives] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
AmCham Germany gehört zur übergeordneten Amerikanische Handelskammer U.S. Chamber of Commerce, welche mit 91.935.000 $ Doller die höchsten Lobbying-Ausgaben der Welt hat. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/lobby/top.php?indexType=s&amp;amp;showYear=2014 Website Open Secrets] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die US-Handelskammer betreibt Lobbyarbeit für die amerikanischen Unternehmen auf der ganzen Welt. Die AmCham Germany ist die zweitgrößte AmCham Niederlassung weltweit und unterhält Kontakte über das Netzwerk AmChams in Europe zu anderen AmChams als auch zur AmCham EU. &lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
AmCham Germany arbeitet auf mehreren Ebenen zugleich, auf der nationalen in Berlin und über drei Ländervertretungen auf der regionalen Ebene. Zusätzlich betreiben die einzelnen Mitglieder über die weiteren Mitgliedschaften in Interessenorganisation als auch auf individueller Basis Lobbyarbeit.&lt;br /&gt;
Hauptsächlich betreibt der AmCham Germany Lobbyarbeit durch Veröffentlichungen wie z.B. Positionspapiere, aber auch über Veranstaltungen bei denen direkt Kontakt zu politischen Entscheidungsträgern organisiert wird.&lt;br /&gt;
Hier ein kleiner Überblick über verschiedene Veranstaltungen alleine zum TTIP:&lt;br /&gt;
* Annual Transatlantic Business Conference (Jährliche Wirtschaftskonferenz zusammen mit dem BDI und anderen Verbänden) Dieses Jahr mit dem Titel „Strategic inspiration and impulses for the economic and political partnership“ in Frankfurt vom 11.- 12.11.2014 zum TTIP. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.transatlantikkonferenz.de/en ] , zugriff 11.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* TTIP – WIR MÜSSEN REDEN! (Bürgerdialog mit der Europa-Union)&lt;br /&gt;
*  AmCham Germany Transatlantic Partnership Award (Galaveranstaltung mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
Bei den Verhandlungen zur EU-Datenschutzverordnung 2013 haben vor allem U.S. amerikanische Unternehmen mit Unterstützung der AmCham Repräsentanzen in Europa wie auch u.a. die AmCham Germany eine offensive Lobbyarbeit gemacht. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2013/05/film-uber-die-lobbyschlacht-um-die-eu-datenschutzverordnung/ LobbyControl Blog] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
AmCham Germany betreibt vor allem ein aktives Lobbying für das Transatlantische Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/public-affairs/ttip-the-transatlantic-opportunity.html AmCham Germany The Transatlantic Trade and Investment Partnership] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;  Dies geschieht indirekt durch Publikationen aber auch direkt durch Konsultationen mit Politikern und Beamten aus Bund, Ländern aber auch der EU Institutionen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/public-affairs/ttip-the-transatlantic-opportunity.html AmCham Germany The Transatlantic Trade and Investment Partnership - Meetings] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
„The most effective lobbying force in town is commonly considered to be the EU Committee of the American Chamber of Commerce.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.economist.com/node/171503 The Economist The Brussels lobbyist and the struggle for ear-time], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=American_Chamber_of_Commerce_in_Germany&amp;diff=31387</id>
		<title>American Chamber of Commerce in Germany</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=American_Chamber_of_Commerce_in_Germany&amp;diff=31387"/>
		<updated>2014-12-11T13:17:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = AmCham Germany (American Chamber of Commerce in Germany)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:American_Chamber_of_Commerce_in_Germany.svg.png|none|99x26px]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = e.V.&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Handel und Investitionen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1903&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = American Chamber of Commerce in Germany e. V. , Charlottenstr. 42, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = American Chamber of Commerce in Germany e. V. , Charlottenstr. 42, 10117 Berlin ; American Chamber of Commerce in Germany e. V. , Börsenplatz 7-11,  60313 Frankfurt am Main &lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.amcham.de&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''AmCham Germany''' (American Chamber of Commerce in Germany) ist eine Lobby-Organisation in Deutschland mit Sitz in Berlin. Sie gehört zur übergeordneten Amerikanischen Handelskammer ([[U.S. American Chamber of Commerce]]), welche die weltweit größte wirtschaftliche Interessenorganisation ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uschamber.com/international-affairs-division US Chamber of Commerce Website international affairs], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uschamber.com/about-us/about-us-chamber US Chamber of Commerce Website about us], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die deutsche AmCham Germany kann als Zweigstelle gesehen werden, gleichzeitig verwaltet sie sich selbst und firmiert als eingetragener Verein (e.V). Mit ihren ca. 3000 Mitgliedern ist sie die größte Zweigstelle in Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kammer gehört zu den größten  Befürwortern eines Transatlantischen Freihandelsabkommens zwischen den USA und der EU [[TTIP]] und betreibt aktive Lobbyarbeit für ein möglichst umfassendes Abkommen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/public-affairs/ttip-the-transatlantic-opportunity.html AmCham Germany Website Public Affairs], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Die  American Chamber of Commerce in Germany (AmCham Germany) wurde bereits am 30. Januar 1903 in Berlin gegründet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist AmCham Germany der älteste bilaterale Handelsverband Deutschlands und die zweitälteste AmCham der Welt. Zu Beginn zählte die Kammer 100 Mitglieder, davon 60% amerikanischer Herkunft und 40% deutscher Herkunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erklärtes Ziel von  AmCham Germany sind uneingeschränkter Handel und Investitionen zwischen den USA und Deutschland, als auch allgemein die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen zu fördern. AmCham Germany vertritt die wirtschaftlichen Interessen von U.S. amerikanischen Firmen, die eine Niederlassung in Deutschland besitzen, sowie die Interessen der deutschen Mitgliedsfirmen, die in den USA aktiv sind. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
AmCham Germany ist ein eingetragener Verein (e.V.) und wird von einem  Vorstand geleitet. Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, einem Exekutiven Vize-Präsidenten,  sechs weiteren Vize-Präsidenten und einem Schatzmeister.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html  Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/membership/by-laws.html Website AmCham Germany Satzung] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Präsident der Kammer ist seit dem 7. Juni 2013 [[Bernhard Mattes]], Vorsitzender der Geschäftsführung der [[Ford]]-Werke GmbH und Vizepräsident der Ford Customer Service Division (FCSD). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ford.de/Footer/Impressum Website Ford] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Exekutiv Vize-Präsidenten ist Frank Riemensperger von [[Accenture]].  &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.accenture.com/de-de/company/people/leadership-germany/Pages/asg-board-index.aspx Website AmCham Accenture], zugriff 27.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schatzmeister ist Armin W. H. Slotta der seit 30 Jahren bei [[PricewaterhouseCoopers]] arbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.linkedin.com/pub/armin-slotta/51/747/241 Linked In Profil von Armin Slotta], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weitere Vizepräsidenten sind Ralf Brinkmann ([[Dow Deutschland Inc.]]), David Knower (Cerberus Deutschland GmbH), Dr. Lutz R. Raettig ([[Morgan Stanley Bank AG]]), Dr. Rob Smith (AGCO Corporation), Frank Sportolari (United Parcel Service Deutschland Inc. &amp;amp; Co. OHG), Nicholas R. Teller (E.R. Capital Holding GmbH &amp;amp; Cie. KG). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben dem Vorstand gibt es noch zwei Ehrenpräsidentsposten, ein Verwaltungsrat sowie einen Geschäftsführer.&lt;br /&gt;
Ehrenpräsidenten der Kammer sind der U.S. Botschafter für die Bundesrepublik Deutschland John B. Emerson und der ehemalige Präsident der AmCham Germany Fred B. Irwin. Irwin war von 1991 bis 2013 Präsident der AmCham Germany. Heute ist er Stellvertretender Vorsitzender der Citigroup Global Markets Deutschland AG &amp;amp; Co. KGaA. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://investing.businessweek.com/research/stocks/private/person.asp?personId=28542124&amp;amp;privcapId=26916736  Bloomberg Business Week] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit besteht der Verwaltungsrat aus 44 Mitgliedern &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Cyrille Balmes, Mars GmbH &lt;br /&gt;
* Werner Barth, Philip Morris GmbH &lt;br /&gt;
* Christian Beers, DuPont Germany &lt;br /&gt;
* Sabine Bendiek, EMC Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Wolfgang Bernhard, Daimler AG &lt;br /&gt;
* Dr. Peter Blauwhoff, Deutsche Shell Holding GmbH &lt;br /&gt;
* Roland Boekhout, ING-DiBa AG &lt;br /&gt;
* Matthias Borst, Becton Dickinson GmbH &lt;br /&gt;
* Reinhard Clemens, Deutsche Telekom AG &lt;br /&gt;
* Dr. Marijn Dekkers, Bayer AG &lt;br /&gt;
* Dr. Thomas Enders, EADS Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Stefan Fröhlich, Deloitte &amp;amp; Touche GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Jürgen Gromer, Marvell Switzerland Sarl &lt;br /&gt;
* Dipl.-Kffr. Helga Haub, Unternehmensgruppe Tengelmann &lt;br /&gt;
* Isabel Hochgesand, Procter &amp;amp; Gamble Germany GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Christian P. Illek, Microsoft Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Roland Koch, Ministerpräsident a.D. &lt;br /&gt;
* Ambassador John C. Kornblum, Noerr LLP &lt;br /&gt;
* Stefan Krause, Deutsche Bank AG &lt;br /&gt;
* Dipl.-Finw. Hans Herbert Krebühl, ExxonMobil Central Europe Holding GmbH &lt;br /&gt;
* Wolf Lichtenstein, SAS Institute GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Alwin Mahler, Google Germany GmbH &lt;br /&gt;
* Heiko Meyer, Hewlett-Packard GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Karl-Thomas Neumann, Adam Opel AG &lt;br /&gt;
* Jo van Onsem, Xerox GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Andreas Penk, Pfizer Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr.-Ing. Heinz Pfannschmidt, INVERTO AG &lt;br /&gt;
* Hanspeter Quodt, MSD Sharp &amp;amp; Dohme GmbH &lt;br /&gt;
* Jay Ralph, Allianz SE &lt;br /&gt;
* Prof. Stephan Reimelt, GE Energy Germany &lt;br /&gt;
* Ulrich W. Reinholdt, AIG Europe Limited &lt;br /&gt;
* Michael Reuther, Commerzbank AG &lt;br /&gt;
* Gordon Riske, KION GROUP GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Jörg Rockenhäuser, Permira Beteiligungsberatung GmbH &lt;br /&gt;
* Kasper Rorsted, Henkel AG &amp;amp; Co. KGaA &lt;br /&gt;
* Dr. Sylvia Rothblum, Warner Bros. Entertainment GmbH &lt;br /&gt;
* Andreas Schmitz, HSBC Trinkaus &amp;amp; Burkhardt AG &lt;br /&gt;
* Dr. Ulf Mark Schneider, Fresenius Group &lt;br /&gt;
* Rudolf Martin Siegers, Siemens AG &lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Streibich, Software AG &lt;br /&gt;
* Simone Thomsen, Lilly Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Wolfram Tietscher, Texas Instruments Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Reza Vaziri, 3M Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Stefan Weingartner, MTU Aero Engines Holding AG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geschäftsführer der AmCham Germany ist Andreas L. J. Povel. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AmCham Germany unterscheidet in ihrer Mitgliederorganisation zwischen:&lt;br /&gt;
* Firmenmitgliedern&lt;br /&gt;
* Einzelmitgliedern&lt;br /&gt;
* Delegierten Mitgliedern&lt;br /&gt;
* Ehrenmitgliedern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweiligen Mitgliedschaften unterscheiden sich in der Beitragszahlung und Mitsprache bei der Kammer. Dabei reichen die Mitgliedsbeiträge von 220€ bis zu 4380€ pro Jahr. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/membership/membership-categories.html Website AmCham Germany Membership] , zugriff 27.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu den Firmenmitgliedern gehören Unternehmen wie z.B.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/executive-members.html Website AmCham Germany Executive Members] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Allianz Asset Management AG &lt;br /&gt;
* BASF SE&lt;br /&gt;
* Bertelsmann SE &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
* eBay GmbH&lt;br /&gt;
* Facebook Germany GmbH&lt;br /&gt;
* Goldman Sachs AG&lt;br /&gt;
* Volkswagen AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich verfügt die AmCham Germany über drei Regionalbüros in Bayern, Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/representatives.html Website AmCham Germany Representatives] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
AmCham Germany gehört zur übergeordneten Amerikanische Handelskammer U.S. Chamber of Commerce, welche mit 91.935.000 $ Doller die höchsten Lobbying-Ausgaben der Welt hat. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/lobby/top.php?indexType=s&amp;amp;showYear=2014 Website Open Secrets] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die US-Handelskammer betreibt Lobbyarbeit für die amerikanischen Unternehmen auf der ganzen Welt. Die AmCham Germany ist die zweitgrößte AmCham Niederlassung weltweit und unterhält Kontakte über das Netzwerk AmChams in Europe zu anderen AmChams als auch zur AmCham EU. &lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
'AmCham Germany arbeitet auf mehreren Ebenen zugleich, auf der nationalen in Berlin und über drei Ländervertretungen auf der regionalen Ebene. Zusätzlich betreiben die einzelnen Mitglieder über die weiteren Mitgliedschaften in Interessenorganisation als auch auf individueller Basis Lobbyarbeit.&lt;br /&gt;
Hauptsächlich betreibt der AmCham Germany Lobbyarbeit durch Veröffentlichungen wie z.B. Positionspapiere, aber auch über Veranstaltungen bei denen direkt Kontakt zu politischen Entscheidungsträgern organisiert wird.&lt;br /&gt;
Hier ein kleiner Überblick über verschiedene Veranstaltungen alleine zum TTIP:&lt;br /&gt;
* Annual Transatlantic Business Conference (Jährliche Wirtschaftskonferenz zusammen mit dem BDI und anderen Verbänden) Dieses Jahr mit dem Titel „Strategic inspiration and impulses for the economic and political partnership“ in Frankfurt vom 11.- 12.11.2014 zum TTIP. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.transatlantikkonferenz.de/en ] , zugriff 11.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* TTIP – WIR MÜSSEN REDEN! (Bürgerdialog mit der Europa-Union)&lt;br /&gt;
*  AmCham Germany Transatlantic Partnership Award (Galaveranstaltung mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
Bei den Verhandlungen zur EU-Datenschutzverordnung 2013 haben vor allem U.S. amerikanische Unternehmen mit Unterstützung der AmCham Repräsentanzen in Europa wie auch u.a. die AmCham Germany eine offensive Lobbyarbeit gemacht. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2013/05/film-uber-die-lobbyschlacht-um-die-eu-datenschutzverordnung/ LobbyControl Blog] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
AmCham Germany betreibt vor allem ein aktives Lobbying für das Transatlantische Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/public-affairs/ttip-the-transatlantic-opportunity.html AmCham Germany The Transatlantic Trade and Investment Partnership] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;  Dies geschieht indirekt durch Publikationen aber auch direkt durch Konsultationen mit Politikern und Beamten aus Bund, Ländern aber auch der EU Institutionen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/public-affairs/ttip-the-transatlantic-opportunity.html AmCham Germany The Transatlantic Trade and Investment Partnership - Meetings] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
„The most effective lobbying force in town is commonly considered to be the EU Committee of the American Chamber of Commerce.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.economist.com/node/171503 The Economist The Brussels lobbyist and the struggle for ear-time], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=American_Chamber_of_Commerce_in_Germany&amp;diff=31386</id>
		<title>American Chamber of Commerce in Germany</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=American_Chamber_of_Commerce_in_Germany&amp;diff=31386"/>
		<updated>2014-12-11T12:50:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = AmCham Germany &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:American_Chamber_of_Commerce_in_Germany.svg.png|none|99x26px]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = e.V.&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Handel und Investitionen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1903&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = American Chamber of Commerce in Germany e. V. , Charlottenstr. 42, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = American Chamber of Commerce in Germany e. V. , Charlottenstr. 42, 10117 Berlin ; American Chamber of Commerce in Germany e. V. , Börsenplatz 7-11,  60313 Frankfurt am Main &lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.amcham.de&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''' AmCham Germany''' (American Chamber of Commerce in Germany) ist eine Lobby-Organisation in Deutschland mit Sitz in Berlin. Sie gehört zur übergeordneten Amerikanischen Handelskammer ([[U.S. American Chamber of Commerce]]), welche die weltweit größte wirtschaftliche Interessenorganisation ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uschamber.com/international-affairs-division US Chamber of Commerce Website international affairs], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uschamber.com/about-us/about-us-chamber US Chamber of Commerce Website about us], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die deutsche AmCham Germany kann als Zweigstelle gesehen werden, gleichzeitig verwaltet sie sich selbst und firmiert als eingetragener Verein (e.V). Mit ihren ca. 3000 Mitgliedern ist sie die größte Zweigstelle in Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kammer gehört zu den größten  Befürwortern eines Transatlantischen Freihandelsabkommens zwischen den USA und der EU [[TTIP]] und betreibt aktive Lobbyarbeit für ein möglichst umfassendes Abkommen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/public-affairs/ttip-the-transatlantic-opportunity.html AmCham Germany Website Public Affairs], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Die  American Chamber of Commerce in Germany (AmCham Germany) wurde bereits am 30. Januar 1903 in Berlin gegründet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist AmCham Germany der älteste bilaterale Handelsverband Deutschlands und die zweitälteste AmCham der Welt. Zu Beginn zählte die Kammer 100 Mitglieder, davon 60% amerikanischer Herkunft und 40% deutscher Herkunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erklärtes Ziel von  AmCham Germany sind uneingeschränkter Handel und Investitionen zwischen den USA und Deutschland, als auch allgemein die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen zu fördern. AmCham Germany vertritt die wirtschaftlichen Interessen von U.S. amerikanischen Firmen, die eine Niederlassung in Deutschland besitzen, sowie die Interessen der deutschen Mitgliedsfirmen, die in den USA aktiv sind. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
AmCham Germany ist ein eingetragener Verein (e.V.) und wird von einem  Vorstand geleitet. Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, einem Exekutiven Vize-Präsidenten,  sechs weiteren Vize-Präsidenten und einem Schatzmeister.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html  Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/membership/by-laws.html Website AmCham Germany Satzung] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Präsident der Kammer ist seit dem 7. Juni 2013 [[Bernhard Mattes]], Vorsitzender der Geschäftsführung der [[Ford]]-Werke GmbH und Vizepräsident der Ford Customer Service Division (FCSD). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ford.de/Footer/Impressum Website Ford] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Exekutiv Vize-Präsidenten ist Frank Riemensperger von [[Accenture]].  &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.accenture.com/de-de/company/people/leadership-germany/Pages/asg-board-index.aspx Website AmCham Accenture], zugriff 27.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schatzmeister ist Armin W. H. Slotta der seit 30 Jahren bei [[PricewaterhouseCoopers]] arbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.linkedin.com/pub/armin-slotta/51/747/241 Linked In Profil von Armin Slotta], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weitere Vizepräsidenten sind Ralf Brinkmann ([[Dow Deutschland Inc.]]), David Knower (Cerberus Deutschland GmbH), Dr. Lutz R. Raettig ([[Morgan Stanley Bank AG]]), Dr. Rob Smith (AGCO Corporation), Frank Sportolari (United Parcel Service Deutschland Inc. &amp;amp; Co. OHG), Nicholas R. Teller (E.R. Capital Holding GmbH &amp;amp; Cie. KG). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben dem Vorstand gibt es noch zwei Ehrenpräsidentsposten, ein Verwaltungsrat sowie einen Geschäftsführer.&lt;br /&gt;
Ehrenpräsidenten der Kammer sind der U.S. Botschafter für die Bundesrepublik Deutschland John B. Emerson und der ehemalige Präsident der AmCham Germany Fred B. Irwin. Irwin war von 1991 bis 2013 Präsident der AmCham Germany. Heute ist er Stellvertretender Vorsitzender der Citigroup Global Markets Deutschland AG &amp;amp; Co. KGaA. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://investing.businessweek.com/research/stocks/private/person.asp?personId=28542124&amp;amp;privcapId=26916736  Bloomberg Business Week] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit besteht der Verwaltungsrat aus 44 Mitgliedern &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Cyrille Balmes, Mars GmbH &lt;br /&gt;
* Werner Barth, Philip Morris GmbH &lt;br /&gt;
* Christian Beers, DuPont Germany &lt;br /&gt;
* Sabine Bendiek, EMC Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Wolfgang Bernhard, Daimler AG &lt;br /&gt;
* Dr. Peter Blauwhoff, Deutsche Shell Holding GmbH &lt;br /&gt;
* Roland Boekhout, ING-DiBa AG &lt;br /&gt;
* Matthias Borst, Becton Dickinson GmbH &lt;br /&gt;
* Reinhard Clemens, Deutsche Telekom AG &lt;br /&gt;
* Dr. Marijn Dekkers, Bayer AG &lt;br /&gt;
* Dr. Thomas Enders, EADS Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Stefan Fröhlich, Deloitte &amp;amp; Touche GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Jürgen Gromer, Marvell Switzerland Sarl &lt;br /&gt;
* Dipl.-Kffr. Helga Haub, Unternehmensgruppe Tengelmann &lt;br /&gt;
* Isabel Hochgesand, Procter &amp;amp; Gamble Germany GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Christian P. Illek, Microsoft Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Roland Koch, Ministerpräsident a.D. &lt;br /&gt;
* Ambassador John C. Kornblum, Noerr LLP &lt;br /&gt;
* Stefan Krause, Deutsche Bank AG &lt;br /&gt;
* Dipl.-Finw. Hans Herbert Krebühl, ExxonMobil Central Europe Holding GmbH &lt;br /&gt;
* Wolf Lichtenstein, SAS Institute GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Alwin Mahler, Google Germany GmbH &lt;br /&gt;
* Heiko Meyer, Hewlett-Packard GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Karl-Thomas Neumann, Adam Opel AG &lt;br /&gt;
* Jo van Onsem, Xerox GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Andreas Penk, Pfizer Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr.-Ing. Heinz Pfannschmidt, INVERTO AG &lt;br /&gt;
* Hanspeter Quodt, MSD Sharp &amp;amp; Dohme GmbH &lt;br /&gt;
* Jay Ralph, Allianz SE &lt;br /&gt;
* Prof. Stephan Reimelt, GE Energy Germany &lt;br /&gt;
* Ulrich W. Reinholdt, AIG Europe Limited &lt;br /&gt;
* Michael Reuther, Commerzbank AG &lt;br /&gt;
* Gordon Riske, KION GROUP GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Jörg Rockenhäuser, Permira Beteiligungsberatung GmbH &lt;br /&gt;
* Kasper Rorsted, Henkel AG &amp;amp; Co. KGaA &lt;br /&gt;
* Dr. Sylvia Rothblum, Warner Bros. Entertainment GmbH &lt;br /&gt;
* Andreas Schmitz, HSBC Trinkaus &amp;amp; Burkhardt AG &lt;br /&gt;
* Dr. Ulf Mark Schneider, Fresenius Group &lt;br /&gt;
* Rudolf Martin Siegers, Siemens AG &lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Streibich, Software AG &lt;br /&gt;
* Simone Thomsen, Lilly Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Wolfram Tietscher, Texas Instruments Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Reza Vaziri, 3M Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Stefan Weingartner, MTU Aero Engines Holding AG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geschäftsführer der AmCham Germany ist Andreas L. J. Povel. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AmCham Germany unterscheidet in ihrer Mitgliederorganisation zwischen:&lt;br /&gt;
* Firmenmitgliedern&lt;br /&gt;
* Einzelmitgliedern&lt;br /&gt;
* Delegierten Mitgliedern&lt;br /&gt;
* Ehrenmitgliedern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweiligen Mitgliedschaften unterscheiden sich in der Beitragszahlung und Mitsprache bei der Kammer. Dabei reichen die Mitgliedsbeiträge von 220€ bis zu 4380€ pro Jahr. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/membership/membership-categories.html Website AmCham Germany Membership] , zugriff 27.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu den Firmenmitgliedern gehören Unternehmen wie z.B.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/executive-members.html Website AmCham Germany Executive Members] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Allianz Asset Management AG &lt;br /&gt;
* BASF SE&lt;br /&gt;
* Bertelsmann SE &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
* eBay GmbH&lt;br /&gt;
* Facebook Germany GmbH&lt;br /&gt;
* Goldman Sachs AG&lt;br /&gt;
* Volkswagen AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich verfügt die AmCham Germany über drei Regionalbüros in Bayern, Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/representatives.html Website AmCham Germany Representatives] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
AmCham Germany gehört zur übergeordneten Amerikanische Handelskammer U.S. Chamber of Commerce, welche mit 91.935.000 $ Doller die höchsten Lobbying-Ausgaben der Welt hat. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/lobby/top.php?indexType=s&amp;amp;showYear=2014 Website Open Secrets] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die US-Handelskammer betreibt Lobbyarbeit für die amerikanischen Unternehmen auf der ganzen Welt. Die AmCham Germany ist die zweitgrößte AmCham Niederlassung weltweit und unterhält Kontakte über das Netzwerk AmChams in Europe zu anderen AmChams als auch zur AmCham EU. &lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
'AmCham Germany arbeitet auf mehreren Ebenen zugleich, auf der nationalen in Berlin und über drei Ländervertretungen auf der regionalen Ebene. Zusätzlich betreiben die einzelnen Mitglieder über die weiteren Mitgliedschaften in Interessenorganisation als auch auf individueller Basis Lobbyarbeit.&lt;br /&gt;
Hauptsächlich betreibt der AmCham Germany Lobbyarbeit durch Veröffentlichungen wie z.B. Positionspapiere, aber auch über Veranstaltungen bei denen direkt Kontakt zu politischen Entscheidungsträgern organisiert wird.&lt;br /&gt;
Hier ein kleiner Überblick über verschiedene Veranstaltungen alleine zum TTIP:&lt;br /&gt;
* Annual Transatlantic Business Conference (Jährliche Wirtschaftskonferenz zusammen mit dem BDI und anderen Verbänden) Dieses Jahr mit dem Titel „Strategic inspiration and impulses for the economic and political partnership“ in Frankfurt vom 11.- 12.11.2014 zum TTIP. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.transatlantikkonferenz.de/en ] , zugriff 11.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* TTIP – WIR MÜSSEN REDEN! (Bürgerdialog mit der Europa-Union)&lt;br /&gt;
*  AmCham Germany Transatlantic Partnership Award (Galaveranstaltung mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
Bei den Verhandlungen zur EU-Datenschutzverordnung 2013 haben vor allem U.S. amerikanische Unternehmen mit Unterstützung der AmCham Repräsentanzen in Europa wie auch u.a. die AmCham Germany eine offensive Lobbyarbeit gemacht. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2013/05/film-uber-die-lobbyschlacht-um-die-eu-datenschutzverordnung/ LobbyControl Blog] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
AmCham Germany betreibt vor allem ein aktives Lobbying für das Transatlantische Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/public-affairs/ttip-the-transatlantic-opportunity.html AmCham Germany The Transatlantic Trade and Investment Partnership] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;  Dies geschieht indirekt durch Publikationen aber auch direkt durch Konsultationen mit Politikern und Beamten aus Bund, Ländern aber auch der EU Institutionen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/public-affairs/ttip-the-transatlantic-opportunity.html AmCham Germany The Transatlantic Trade and Investment Partnership - Meetings] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
„The most effective lobbying force in town is commonly considered to be the EU Committee of the American Chamber of Commerce.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.economist.com/node/171503 The Economist The Brussels lobbyist and the struggle for ear-time], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=American_Chamber_of_Commerce_in_Germany&amp;diff=31385</id>
		<title>American Chamber of Commerce in Germany</title>
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		<updated>2014-12-11T10:15:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: Die Seite wurde neu angelegt: „{{BoxOrganisation | Name             = American Chamber of Commerce in Germany | Logo             = Datei:American_Chamber_of_Commerce_in_Germany.svg.png|non…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = American Chamber of Commerce in Germany&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:American_Chamber_of_Commerce_in_Germany.svg.png|none|99x26px]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = e.V.&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Handel und Investitionen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1903&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = American Chamber of Commerce in Germany e. V. , Charlottenstr. 42, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = American Chamber of Commerce in Germany e. V. , Charlottenstr. 42, 10117 Berlin ; American Chamber of Commerce in Germany e. V. , Börsenplatz 7-11,  60313 Frankfurt am Main &lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.amcham.de&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''American Chamber of Commerce in Germany''' (AmCham Germany) ist eine Lobby-Organisation in Deutschland mit Sitz in Berlin. Sie gehört zur übergeordneten Amerikanischen Handelskammer ([[U.S. American Chamber of Commerce]]), welche die weltweit größte wirtschaftliche Interessenorganisation ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uschamber.com/international-affairs-division US Chamber of Commerce Website international affairs], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uschamber.com/about-us/about-us-chamber US Chamber of Commerce Website about us], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die deutsche AmCham Germany kann als Zweigstelle gesehen werden, gleichzeitig verwaltet sie sich selbst und firmiert als eingetragener Verein (e.V). Mit ihren ca. 3000 Mitgliedern ist sie die größte Zweigstelle in Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kammer gehört zu den größten  Befürwortern eines Transatlantischen Freihandelsabkommens zwischen den USA und der EU [[TTIP]] und betreibt aktive Lobbyarbeit für ein möglichst umfassendes Abkommen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/public-affairs/ttip-the-transatlantic-opportunity.html AmCham Germany Website Public Affairs], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Die  American Chamber of Commerce in Germany (AmCham Germany) wurde bereits am 30. Januar 1903 in Berlin gegründet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist AmCham Germany der älteste bilaterale Handelsverband Deutschlands und die zweitälteste AmCham der Welt. Zu Beginn zählte die Kammer 100 Mitglieder, davon 60% amerikanischer Herkunft und 40% deutscher Herkunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erklärtes Ziel von  AmCham Germany sind uneingeschränkter Handel und Investitionen zwischen den USA und Deutschland, als auch allgemein die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen zu fördern. AmCham Germany vertritt die wirtschaftlichen Interessen von U.S. amerikanischen Firmen, die eine Niederlassung in Deutschland besitzen, sowie die Interessen der deutschen Mitgliedsfirmen, die in den USA aktiv sind. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/history-mission.html AmCham Germany Website History] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
AmCham Germany ist ein eingetragener Verein (e.V.) und wird von einem  Vorstand geleitet. Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, einem Exekutiven Vize-Präsidenten,  sechs weiteren Vize-Präsidenten und einem Schatzmeister.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html  Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/membership/by-laws.html Website AmCham Germany Satzung] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Präsident der Kammer ist seit dem 7. Juni 2013 [[Bernhard Mattes]], Vorsitzender der Geschäftsführung der [[Ford]]-Werke GmbH und Vizepräsident der Ford Customer Service Division (FCSD). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ford.de/Footer/Impressum Website Ford] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Exekutiv Vize-Präsidenten ist Frank Riemensperger von [[Accenture]].  &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.accenture.com/de-de/company/people/leadership-germany/Pages/asg-board-index.aspx Website AmCham Accenture], zugriff 27.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schatzmeister ist Armin W. H. Slotta der seit 30 Jahren bei [[PricewaterhouseCoopers]] arbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.linkedin.com/pub/armin-slotta/51/747/241 Linked In Profil von Armin Slotta], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weitere Vizepräsidenten sind Ralf Brinkmann ([[Dow Deutschland Inc.]]), David Knower (Cerberus Deutschland GmbH), Dr. Lutz R. Raettig ([[Morgan Stanley Bank AG]]), Dr. Rob Smith (AGCO Corporation), Frank Sportolari (United Parcel Service Deutschland Inc. &amp;amp; Co. OHG), Nicholas R. Teller (E.R. Capital Holding GmbH &amp;amp; Cie. KG). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben dem Vorstand gibt es noch zwei Ehrenpräsidentsposten, ein Verwaltungsrat sowie einen Geschäftsführer.&lt;br /&gt;
Ehrenpräsidenten der Kammer sind der U.S. Botschafter für die Bundesrepublik Deutschland John B. Emerson und der ehemalige Präsident der AmCham Germany Fred B. Irwin. Irwin war von 1991 bis 2013 Präsident der AmCham Germany. Heute ist er Stellvertretender Vorsitzender der Citigroup Global Markets Deutschland AG &amp;amp; Co. KGaA. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://investing.businessweek.com/research/stocks/private/person.asp?personId=28542124&amp;amp;privcapId=26916736  Bloomberg Business Week] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit besteht der Verwaltungsrat aus 44 Mitgliedern &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Cyrille Balmes, Mars GmbH &lt;br /&gt;
* Werner Barth, Philip Morris GmbH &lt;br /&gt;
* Christian Beers, DuPont Germany &lt;br /&gt;
* Sabine Bendiek, EMC Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Wolfgang Bernhard, Daimler AG &lt;br /&gt;
* Dr. Peter Blauwhoff, Deutsche Shell Holding GmbH &lt;br /&gt;
* Roland Boekhout, ING-DiBa AG &lt;br /&gt;
* Matthias Borst, Becton Dickinson GmbH &lt;br /&gt;
* Reinhard Clemens, Deutsche Telekom AG &lt;br /&gt;
* Dr. Marijn Dekkers, Bayer AG &lt;br /&gt;
* Dr. Thomas Enders, EADS Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Stefan Fröhlich, Deloitte &amp;amp; Touche GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Jürgen Gromer, Marvell Switzerland Sarl &lt;br /&gt;
* Dipl.-Kffr. Helga Haub, Unternehmensgruppe Tengelmann &lt;br /&gt;
* Isabel Hochgesand, Procter &amp;amp; Gamble Germany GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Christian P. Illek, Microsoft Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Roland Koch, Ministerpräsident a.D. &lt;br /&gt;
* Ambassador John C. Kornblum, Noerr LLP &lt;br /&gt;
* Stefan Krause, Deutsche Bank AG &lt;br /&gt;
* Dipl.-Finw. Hans Herbert Krebühl, ExxonMobil Central Europe Holding GmbH &lt;br /&gt;
* Wolf Lichtenstein, SAS Institute GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Alwin Mahler, Google Germany GmbH &lt;br /&gt;
* Heiko Meyer, Hewlett-Packard GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Karl-Thomas Neumann, Adam Opel AG &lt;br /&gt;
* Jo van Onsem, Xerox GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Andreas Penk, Pfizer Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr.-Ing. Heinz Pfannschmidt, INVERTO AG &lt;br /&gt;
* Hanspeter Quodt, MSD Sharp &amp;amp; Dohme GmbH &lt;br /&gt;
* Jay Ralph, Allianz SE &lt;br /&gt;
* Prof. Stephan Reimelt, GE Energy Germany &lt;br /&gt;
* Ulrich W. Reinholdt, AIG Europe Limited &lt;br /&gt;
* Michael Reuther, Commerzbank AG &lt;br /&gt;
* Gordon Riske, KION GROUP GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Jörg Rockenhäuser, Permira Beteiligungsberatung GmbH &lt;br /&gt;
* Kasper Rorsted, Henkel AG &amp;amp; Co. KGaA &lt;br /&gt;
* Dr. Sylvia Rothblum, Warner Bros. Entertainment GmbH &lt;br /&gt;
* Andreas Schmitz, HSBC Trinkaus &amp;amp; Burkhardt AG &lt;br /&gt;
* Dr. Ulf Mark Schneider, Fresenius Group &lt;br /&gt;
* Rudolf Martin Siegers, Siemens AG &lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Streibich, Software AG &lt;br /&gt;
* Simone Thomsen, Lilly Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Wolfram Tietscher, Texas Instruments Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Reza Vaziri, 3M Deutschland GmbH &lt;br /&gt;
* Dr. Stefan Weingartner, MTU Aero Engines Holding AG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geschäftsführer der AmCham Germany ist Andreas L. J. Povel. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/board-of-directors.html Website AmCham Germany Board of Directors] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AmCham Germany unterscheidet in ihrer Mitgliederorganisation zwischen:&lt;br /&gt;
* Firmenmitgliedern&lt;br /&gt;
* Einzelmitgliedern&lt;br /&gt;
* Delegierten Mitgliedern&lt;br /&gt;
* Ehrenmitgliedern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweiligen Mitgliedschaften unterscheiden sich in der Beitragszahlung und Mitsprache bei der Kammer. Dabei reichen die Mitgliedsbeiträge von 220€ bis zu 4380€ pro Jahr. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/membership/membership-categories.html Website AmCham Germany Membership] , zugriff 27.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu den Firmenmitgliedern gehören Unternehmen wie z.B.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/executive-members.html Website AmCham Germany Executive Members] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Allianz Asset Management AG &lt;br /&gt;
* BASF SE&lt;br /&gt;
* Bertelsmann SE &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
* eBay GmbH&lt;br /&gt;
* Facebook Germany GmbH&lt;br /&gt;
* Goldman Sachs AG&lt;br /&gt;
* Volkswagen AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich verfügt die AmCham Germany über drei Regionalbüros in Bayern, Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/about-us/representatives.html Website AmCham Germany Representatives] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
AmCham Germany gehört zur übergeordneten Amerikanische Handelskammer U.S. Chamber of Commerce, welche mit 91.935.000 $ Doller die höchsten Lobbying-Ausgaben der Welt hat. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/lobby/top.php?indexType=s&amp;amp;showYear=2014 Website Open Secrets] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die US-Handelskammer betreibt Lobbyarbeit für die amerikanischen Unternehmen auf der ganzen Welt. Die AmCham Germany ist die zweitgrößte AmCham Niederlassung weltweit und unterhält Kontakte über das Netzwerk AmChams in Europe zu anderen AmChams als auch zur AmCham EU. &lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
'AmCham Germany arbeitet auf mehreren Ebenen zugleich, auf der nationalen in Berlin und über drei Ländervertretungen auf der regionalen Ebene. Zusätzlich betreiben die einzelnen Mitglieder über die weiteren Mitgliedschaften in Interessenorganisation als auch auf individueller Basis Lobbyarbeit.&lt;br /&gt;
Hauptsächlich betreibt der AmCham Germany Lobbyarbeit durch Veröffentlichungen wie z.B. Positionspapiere, aber auch über Veranstaltungen bei denen direkt Kontakt zu politischen Entscheidungsträgern organisiert wird.&lt;br /&gt;
Hier ein kleiner Überblick über verschiedene Veranstaltungen alleine zum TTIP:&lt;br /&gt;
* Annual Transatlantic Business Conference (Jährliche Wirtschaftskonferenz zusammen mit dem BDI und anderen Verbänden) Dieses Jahr mit dem Titel „Strategic inspiration and impulses for the economic and political partnership“ in Frankfurt vom 11.- 12.11.2014 zum TTIP. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.transatlantikkonferenz.de/en ] , zugriff 11.12.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* TTIP – WIR MÜSSEN REDEN! (Bürgerdialog mit der Europa-Union)&lt;br /&gt;
*  AmCham Germany Transatlantic Partnership Award (Galaveranstaltung mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
Bei den Verhandlungen zur EU-Datenschutzverordnung 2013 haben vor allem U.S. amerikanische Unternehmen mit Unterstützung der AmCham Repräsentanzen in Europa wie auch u.a. die AmCham Germany eine offensive Lobbyarbeit gemacht. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2013/05/film-uber-die-lobbyschlacht-um-die-eu-datenschutzverordnung/ LobbyControl Blog] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
AmCham Germany betreibt vor allem ein aktives Lobbying für das Transatlantische Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/public-affairs/ttip-the-transatlantic-opportunity.html AmCham Germany The Transatlantic Trade and Investment Partnership] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;  Dies geschieht indirekt durch Publikationen aber auch direkt durch Konsultationen mit Politikern und Beamten aus Bund, Ländern aber auch der EU Institutionen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amcham.de/public-affairs/ttip-the-transatlantic-opportunity.html AmCham Germany The Transatlantic Trade and Investment Partnership - Meetings] , zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
„The most effective lobbying force in town is commonly considered to be the EU Committee of the American Chamber of Commerce.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.economist.com/node/171503 The Economist The Brussels lobbyist and the struggle for ear-time], zugriff 27.11.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
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		<title>Datei:Download ford-logo rgb.jpg</title>
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		<updated>2014-12-08T13:47:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
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		<updated>2014-12-01T12:49:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: Deniz lud eine neue Version von „Datei:American Chamber of Commerce in Germany.svg.png“ hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
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		<updated>2014-12-01T12:42:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
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		<title>Thomas Fischer</title>
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		<updated>2014-10-27T14:03:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Thomas Fischer''' (*1964) ist seit August 2014 beim [[Deutscher Gewerkschaftsbund |  Deutschen Gewerkschaftsbund]] (DGB) in Berlin für die Leitung der Abteilung Grundsatzangelegenheiten und Gesellschaftspolitik zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/dgb-fachabteilungen/grundsatzfragen-gesellschaftspolitik  DGB Über uns], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Fischer war von 2000 bis 2014 für die [[Bertelsmann Stiftung]] tätig, unter anderem als Leiter des Brüsseler Büros.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/fischer-ist-abteilungsleiter-beim-dgb-14378 Politik-Kommunikation], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit August 2014	 DGB, Abteilungsleitung Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik &lt;br /&gt;
*2014 bis 2014           Bertelsmann Stiftung,  Direktor Zentrum für Internationale Beziehungen&lt;br /&gt;
*2008 bis 2014 	         Bertelsmann Stiftung,  Leiter des Brüsseler Büro&lt;br /&gt;
*2004 bis 2008 	         Bertelsmann Stiftung,  Projekt-, später Programmleiter Good Governance und Reform &lt;br /&gt;
*2000 bis 2004 	         Bertelsmann Stiftung,  Projektmanager, später Projektleiter Systemreform der EU &lt;br /&gt;
*1998 bis 2000		 Universität Tübingen,  Managing Director of the European Center for Research on Federalism &lt;br /&gt;
*1993 bis 1997		 Universität München,   Wissenschaftlicher Mitarbeiter (seit 1995 beim Projekt:&amp;quot;Organising a Federal Structure for Europe&amp;quot; )&lt;br /&gt;
* 1986 - 1993            Universität München,    Studium (Magister Atrium) in Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften und Internationlase Recht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://be.linkedin.com/pub/thomas-fischer/b/11b/b4 Linkedin Profil], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
Fischer ist durch seine langjährige Arbeit in Brüssel mit den Europäischen Institutionen und Verbändesystem sehr gut vernetzt. Durch seine frühere Tätigkeit an der Universität München und der Universität Tübingen hat er durch Forschungsprojekte und Publikationen Kontakte innerhalb der Politikwissenschaft sammeln können. Das belegen gemeinsame Publikationen, die mit dem [[Centrum für angewandte Politikforschung]] (CAP), The Centre for European Policy Studies (CEPS), Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) oder das European Policy Center (EPC), angefertigt wurden. Neben seiner neuen Tätigkeit beim DGB, bestehen weiterhin enge Verbindungen zur [[Bertelsmann Stiftung]]: durch das Projekt &amp;quot;New pact for Europe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.newpactforeurope.eu/who-we-are/reflection/thomas-fischer.php New Pact for Europe Who we are], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Wirken --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===  Fallbeispiel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fischer zählt seit seiner Leitung des Brüsseler Büros der Bertelsmann Stiftung als gut vernetzter Lobbyist. Sein Wechsel zum [[Deutscher Gewerkschaftsbund |  Deutschen Gewerkschaftsbund]] (DGB) wird daher von manchen kritisch betrachtet. &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.nachdenkseiten.de/?p=22879 Nachdenkseitenl], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz seiner Tätigkeit beim DGB ist Fischer weiterhin mit der Bertelsmann Stiftung eng verbunden. Durch das Projekt &amp;quot;New Pact for Europe&amp;quot;, welches von der [[Bertelsmann Stiftung]], BMW Foundation, Allianz Kulturstiftung, der Stiftung Mercator und weiteren, finanziert wird, kann Fischer als Teil der Reflection Group weiterhin Einfluss auf die Bereiche der EU Politik nehmen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.newpactforeurope.eu/who-we-are/reflection/ New Pact for Europe Who we are reflection group], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; In der jetzigen Position, kann Fischer in der größten Gewerkschaft Deutschlands, als direkter Berater des Vorsitzenden des DGB Reiner Hoffmann, die Geschicke der Gewerkschaft beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/fischer-ist-abteilungsleiter-beim-dgb-14378 Politik-Kommunikation], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; '' So heißt es in der Beschreibung seiner Abteilung: „Als ein Impulsgeber für die gewerkschaftliche Debatte identifiziert und analysiert die Abteilung gesellschaftspolitische Trends und Grundsatzfragen“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/dgb-fachabteilungen/grundsatzfragen-gesellschaftspolitik  DGB Über uns], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit kann Fischer als Agenda-Setter für die gewerkschaftliche Debatte, seine eigenen Positionen in den DGB hineintragen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/dgb-fachabteilungen/grundsatzfragen-gesellschaftspolitik  DGB Über uns], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Zitate --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* http://www.newpactforeurope.eu/&lt;br /&gt;
* http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/dgb-fachabteilungen/grundsatzfragen-gesellschaftspolitik&lt;br /&gt;
* http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-87518011-98C2FECB/bst_engl/hs.xsl/experten_18467.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
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		<title>Thomas Fischer</title>
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		<updated>2014-10-27T14:02:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Thomas Fischer (*1964) ist seit August 2014 beim [[Deutscher Gewerkschaftsbund |  Deutschen Gewerkschaftsbund]] (DGB) in Berlin für die Leitung der Abteilung Grundsatzangelegenheiten und Gesellschaftspolitik zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/dgb-fachabteilungen/grundsatzfragen-gesellschaftspolitik  DGB Über uns], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Fischer war von 2000 bis 2014 für die [[Bertelsmann Stiftung]] tätig, unter anderem als Leiter des Brüsseler Büros.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/fischer-ist-abteilungsleiter-beim-dgb-14378 Politik-Kommunikation], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit August 2014	 DGB, Abteilungsleitung Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik &lt;br /&gt;
*2014 bis 2014           Bertelsmann Stiftung,  Direktor Zentrum für Internationale Beziehungen&lt;br /&gt;
*2008 bis 2014 	         Bertelsmann Stiftung,  Leiter des Brüsseler Büro&lt;br /&gt;
*2004 bis 2008 	         Bertelsmann Stiftung,  Projekt-, später Programmleiter Good Governance und Reform &lt;br /&gt;
*2000 bis 2004 	         Bertelsmann Stiftung,  Projektmanager, später Projektleiter Systemreform der EU &lt;br /&gt;
*1998 bis 2000		 Universität Tübingen,  Managing Director of the European Center for Research on Federalism &lt;br /&gt;
*1993 bis 1997		 Universität München,   Wissenschaftlicher Mitarbeiter (seit 1995 beim Projekt:&amp;quot;Organising a Federal Structure for Europe&amp;quot; )&lt;br /&gt;
* 1986 - 1993            Universität München,    Studium (Magister Atrium) in Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften und Internationlase Recht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://be.linkedin.com/pub/thomas-fischer/b/11b/b4 Linkedin Profil], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
Fischer ist durch seine langjährige Arbeit in Brüssel mit den Europäischen Institutionen und Verbändesystem sehr gut vernetzt. Durch seine frühere Tätigkeit an der Universität München und der Universität Tübingen hat er durch Forschungsprojekte und Publikationen Kontakte innerhalb der Politikwissenschaft sammeln können. Das belegen gemeinsame Publikationen, die mit dem [[Centrum für angewandte Politikforschung]] (CAP), The Centre for European Policy Studies (CEPS), Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) oder das European Policy Center (EPC), angefertigt wurden. Neben seiner neuen Tätigkeit beim DGB, bestehen weiterhin enge Verbindungen zur [[Bertelsmann Stiftung]]: durch das Projekt &amp;quot;New pact for Europe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.newpactforeurope.eu/who-we-are/reflection/thomas-fischer.php New Pact for Europe Who we are], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Wirken --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===  Fallbeispiel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fischer zählt seit seiner Leitung des Brüsseler Büros der Bertelsmann Stiftung als gut vernetzter Lobbyist. Sein Wechsel zum [[Deutscher Gewerkschaftsbund |  Deutschen Gewerkschaftsbund]] (DGB) wird daher von manchen kritisch betrachtet. &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.nachdenkseiten.de/?p=22879 Nachdenkseitenl], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz seiner Tätigkeit beim DGB ist Fischer weiterhin mit der Bertelsmann Stiftung eng verbunden. Durch das Projekt &amp;quot;New Pact for Europe&amp;quot;, welches von der [[Bertelsmann Stiftung]], BMW Foundation, Allianz Kulturstiftung, der Stiftung Mercator und weiteren, finanziert wird, kann Fischer als Teil der Reflection Group weiterhin Einfluss auf die Bereiche der EU Politik nehmen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.newpactforeurope.eu/who-we-are/reflection/ New Pact for Europe Who we are reflection group], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; In der jetzigen Position, kann Fischer in der größten Gewerkschaft Deutschlands, als direkter Berater des Vorsitzenden des DGB Reiner Hoffmann, die Geschicke der Gewerkschaft beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/fischer-ist-abteilungsleiter-beim-dgb-14378 Politik-Kommunikation], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; '' So heißt es in der Beschreibung seiner Abteilung: „Als ein Impulsgeber für die gewerkschaftliche Debatte identifiziert und analysiert die Abteilung gesellschaftspolitische Trends und Grundsatzfragen“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/dgb-fachabteilungen/grundsatzfragen-gesellschaftspolitik  DGB Über uns], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit kann Fischer als Agenda-Setter für die gewerkschaftliche Debatte, seine eigenen Positionen in den DGB hineintragen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/dgb-fachabteilungen/grundsatzfragen-gesellschaftspolitik  DGB Über uns], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Zitate --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* http://www.newpactforeurope.eu/&lt;br /&gt;
* http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/dgb-fachabteilungen/grundsatzfragen-gesellschaftspolitik&lt;br /&gt;
* http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-87518011-98C2FECB/bst_engl/hs.xsl/experten_18467.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
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		<title>Thomas Fischer</title>
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		<updated>2014-10-27T13:59:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: Die Seite wurde neu angelegt: „''Thomas Fischer (*1964) ist seit August 2014 beim   Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in Berlin für die Leitung der Abteilun…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;''Thomas Fischer (*1964) ist seit August 2014 beim [[Deutscher Gewerkschaftsbund |  Deutschen Gewerkschaftsbund]] (DGB) in Berlin für die Leitung der Abteilung Grundsatzangelegenheiten und Gesellschaftspolitik zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/dgb-fachabteilungen/grundsatzfragen-gesellschaftspolitik  DGB Über uns], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Fischer war von 2000 bis 2014 für die [[Bertelsmann Stiftung]] tätig, unter anderem als Leiter des Brüsseler Büros.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/fischer-ist-abteilungsleiter-beim-dgb-14378 Politik-Kommunikation], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit August 2014	 DGB, Abteilungsleitung Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik &lt;br /&gt;
*2014 bis 2014           Bertelsmann Stiftung,  Direktor Zentrum für Internationale Beziehungen&lt;br /&gt;
*2008 bis 2014 	         Bertelsmann Stiftung,  Leiter des Brüsseler Büro&lt;br /&gt;
*2004 bis 2008 	         Bertelsmann Stiftung,  Projekt-, später Programmleiter Good Governance und Reform &lt;br /&gt;
*2000 bis 2004 	         Bertelsmann Stiftung,  Projektmanager, später Projektleiter Systemreform der EU &lt;br /&gt;
*1998 bis 2000		 Universität Tübingen,  Managing Director of the European Center for Research on Federalism &lt;br /&gt;
*1993 bis 1997		 Universität München,   Wissenschaftlicher Mitarbeiter (seit 1995 beim Projekt:&amp;quot;Organising a Federal Structure for Europe&amp;quot; )&lt;br /&gt;
* 1986 - 1993            Universität München,    Studium (Magister Atrium) in Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften und Internationlase Recht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://be.linkedin.com/pub/thomas-fischer/b/11b/b4 Linkedin Profil], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
Fischer ist durch seine langjährige Arbeit in Brüssel mit den Europäischen Institutionen und Verbändesystem sehr gut vernetzt. Durch seine frühere Tätigkeit an der Universität München und der Universität Tübingen hat er durch Forschungsprojekte und Publikationen Kontakte innerhalb der Politikwissenschaft sammeln können. Das belegen gemeinsame Publikationen, die mit dem [[Centrum für angewandte Politikforschung]] (CAP), The Centre for European Policy Studies (CEPS), Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) oder das European Policy Center (EPC), angefertigt wurden. Neben seiner neuen Tätigkeit beim DGB, bestehen weiterhin enge Verbindungen zur [[Bertelsmann Stiftung]]: durch das Projekt &amp;quot;New pact for Europe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.newpactforeurope.eu/who-we-are/reflection/thomas-fischer.php New Pact for Europe Who we are], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Wirken --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===  Fallbeispiel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fischer zählt seit seiner Leitung des Brüsseler Büros der Bertelsmann Stiftung als gut vernetzter Lobbyist. Sein Wechsel zum [[Deutscher Gewerkschaftsbund |  Deutschen Gewerkschaftsbund]] (DGB) wird daher von manchen kritisch betrachtet. &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.nachdenkseiten.de/?p=22879 Nachdenkseitenl], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz seiner Tätigkeit beim DGB ist Fischer weiterhin mit der Bertelsmann Stiftung eng verbunden. Durch das Projekt &amp;quot;New Pact for Europe&amp;quot;, welches von der [[Bertelsmann Stiftung]], BMW Foundation, Allianz Kulturstiftung, der Stiftung Mercator und weiteren, finanziert wird, kann Fischer als Teil der Reflection Group weiterhin Einfluss auf die Bereiche der EU Politik nehmen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.newpactforeurope.eu/who-we-are/reflection/ New Pact for Europe Who we are reflection group], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; In der jetzigen Position, kann Fischer in der größten Gewerkschaft Deutschlands, als direkter Berater des Vorsitzenden des DGB Reiner Hoffmann, die Geschicke der Gewerkschaft beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/fischer-ist-abteilungsleiter-beim-dgb-14378 Politik-Kommunikation], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; '' So heißt es in der Beschreibung seiner Abteilung: „Als ein Impulsgeber für die gewerkschaftliche Debatte identifiziert und analysiert die Abteilung gesellschaftspolitische Trends und Grundsatzfragen“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/dgb-fachabteilungen/grundsatzfragen-gesellschaftspolitik  DGB Über uns], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit kann Fischer als Agenda-Setter für die gewerkschaftliche Debatte, seine eigenen Positionen in den DGB hineintragen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/dgb-fachabteilungen/grundsatzfragen-gesellschaftspolitik  DGB Über uns], abgerufen am 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Zitate --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* http://www.newpactforeurope.eu/&lt;br /&gt;
* http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/dgb-fachabteilungen/grundsatzfragen-gesellschaftspolitik&lt;br /&gt;
* http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-87518011-98C2FECB/bst_engl/hs.xsl/experten_18467.htm&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
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	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bertelsmann_Stiftung&amp;diff=30836</id>
		<title>Bertelsmann Stiftung</title>
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		<updated>2014-10-27T09:03:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Verbindungen / Netzwerke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Bertelsmann Stiftung&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Bertelsmann-Stiftung-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Stiftung des privaten Rechts&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Bildungswesen, Gesundheitswesen, Demographische Entwicklung, Arbeits- und Sozialpolitik&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1977&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Carl-Bertelsmann-Str. 256, 33311 Gütersloh&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Bertelsmann Unter den Linden 1, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Büro Bertelsmann Stiftung, Résidence Palace, Rue de la Loi 155, B-1040 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.bertelsmann-stiftung.de/ www.bertelsmann-stiftung.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Bertelsmann Stiftung''' gehört zu den einflussreichsten neoliberalen Denkfabriken im Land. Wirkmächtig propagiert sie die Privatisierung von staatlichen Bereichen und fördert den Wettbewerb auf allen Ebenen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Stiftung ist Haupteigentümerin der [[Bertelsmann SE]]. Zwar sind die Stiftung und die [[Bertelsmann SE]] zwei formal getrennte Einheiten, jedoch sind beide eng personell verflochten und werden faktisch von der Unternehmerfamilie Mohn kontrolliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Unternehmenspatriarch des Bertelsmann Konzerns Reinhard Mohn gründete 1977 die Bertelsmann Stiftung. Er übereignete im Jahr 1993 die Mehrheit des Aktienkapitals der [[Bertelsmann AG]] an die Stiftung. &lt;br /&gt;
Dadurch sparte Mohn seiner Frau Liz Mohn und seinen Kindern Christoph und Brigitte gut zwei Milliarden Euro Erbschafts- oder Schenkungssteuer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ts&amp;quot;&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/zeitung/macht-ohne-mandat/755580.html Macht ohne Mandat] Der Tagesspiegel vom 25.09.2006, abgerufen am 13.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein weiterer Vorteil dieses Konstruktes ist, dass der Konzern nicht an Dritte verkauft werden kann, sondern - vermittelt durch die Bertelsmann Stiftung und weitere rechtliche Konstruktionen - in Händen der Familie Mohn bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unternehmerperson Reinhard Mohn hatte immer die Motivation in die deutsche Gesellschaft zu wirken. Die Stiftung soll nun das Mittel dafür sein. Die Gesellschaft soll nach dem Vorbild des Bertelsmann Konzerns funktionieren und damit ebenso erfolgreich sein.&lt;br /&gt;
Die Bertelsmann Stiftung tritt für mehr Wettbewerb und mehr Effizienz innerhalb des staatliche Bereichs, wie dem Hochschulwesen oder dem Gesundheitsbereich, ein. Mit ihren Projekten nimmt sie einen rein betriebswirtschaftlichen Blickwinkel ein und kommt regelmäßig zum Ergebnis, dass &amp;quot;weniger Staat&amp;quot; besser sei. Dies soll nach Bertelsmann-Definition dem Allgemeinwohl dienen. Nebenbei nützt es wohl nicht ganz zufällig auch der [[Bertelsmann AG]].&lt;br /&gt;
Zugleich setzt sich die Stiftung für mehr privates bürgerschaftliches Engagement ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal ==&lt;br /&gt;
Die Stiftung beschäftigt rund 300 Mitarbeiter. Davon sind 185 im konkreten Projektmanagement tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-DB35FAA8-838C8F30/bst/hs.xsl/2100.htm Webseite Bertelsmann Stiftung - Unsere Experten] abgerufen am 30.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorstand ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vorstand&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Aart De Geus]]&amp;lt;br /&amp;gt;(Vorstandsvorsitzender)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* 2007-2011 [[OECD]], Stellv. Generalsekretär&lt;br /&gt;
* 2002-2007 Minister für Arbeit und Soziales der Niederlande&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Liz Mohn&amp;lt;br /&amp;gt;(Stellv. Vorsitzende)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* (Witwe Mohns)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Jörg Dräger]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* 2001-2008 parteiloser Senator für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brigitte Mohn&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* (Tochter Mohns)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-C502410A-A3A2FEDF/bst/hs.xsl/9913.htm Der Vorstand] Webseite Bertelsmann-Stiftung, abgerufen am 20.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kuratorium ===&lt;br /&gt;
Es ist Beratungs- und Kontrollorgan, ähnlich einem Aufsichtsrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kuratorium&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner J. Bauer&amp;lt;br /&amp;gt;(Vorsitzender des Kuratoriums, seit 15.11.2011)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Nestlé]] AG, Aufsichtsratsvorsitzender &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Liz Mohn&amp;lt;br /&amp;gt;(hier ebenso Stellv. Vorsitzende)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Bertelsmann SE]], Mitglied des Aufsichtsrates &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wolf Bauer&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* UFA Film &amp;amp; TV Produktion, Vorsitzender der Geschäftsführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wulf H. Bernotat&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Allianz]] SE, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats &lt;br /&gt;
* [[E.ON]] AG, ehem. Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ralph Heck&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* seit rund 30 Jahren bei der Unternehmensberatung [[McKinsey]] tätig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Christoph Mohn (Sohn Mohns)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Bertelsmann SE]], Vorsitzender des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Carolina Müller-Möhl&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[NZZ-Mediengruppe]], Mitglied des Verwaltungsrates&lt;br /&gt;
* Müller-Möhl Foundation, Stiftungsratspräsidentin &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Thomas Rauschenbach&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Deutsches Jugendinstitut, Vorstandsvorsitzender und Direktor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Schmidt-Holtz&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Just Software AG, Chairman&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wolfgang Schüssel]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ex-Bundeskanzler der Republik Österreich, &lt;br /&gt;
* [[RWE]] AG, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Vermögensberatung]] (DVAG), Mitglied des Beirats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Jürgen Stark]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* 2006-2012 Chefvolkswirt und Mitglied im Direktorium der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB)&lt;br /&gt;
* [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]] (INSM), Botschafter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Guido Westerwelle]] (ab 1. Januar 2015)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* FDP-Politiker&lt;br /&gt;
* Bundesaußenminister a.D.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-C502410A-A3A2FEDF/bst/hs.xsl/9914.htm Das Kuratorium] Webseite Bertelsmann-Stiftung, abgerufen am 21.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Mitglieder des Kuratoriums:&lt;br /&gt;
* [[Klaus-Peter Siegloch]], Ex-ZDF-Journalist, seit 06/2011 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft|Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft]] (BDL)&lt;br /&gt;
*[[Caio Koch-Weser]], Berater der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]], Ex-hochrangiger Finanzbeamter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stiftungsnahe Organisationen ===&lt;br /&gt;
* '''[[Centrum für angewandte Politikforschung]] (CAP)'''&lt;br /&gt;
Das CAP ist die Denkfabrik für Politikberatung der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, die laut eigener Aussage die &amp;quot;Lücke zwischen Politik und Wissenschaft&amp;quot; schließen will.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cap-lmu.de/cap/index.php Fokus der Arbeit am CAP] auf der Homepage des CAP, Zugriff 02.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zentrale Person des CAP, Direktor Werner Weidenfeld, war von 1992 bis 2007 auch im Vorstand der Bertelmann Stiftung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cap-lmu.de/cap/mitarbeiter/weidenfeld.php Vita von Werner Weidenfeld] auf der Homepage des CAP, letzter Zugriff 02.01.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2007 erfolgte Weidenfelds Rausschmiss aus dem Vorstand aufgrund des Vorwurfs des Spesenbetrugs; er habe private Bewirtungsbelege über die Bertelsmann Stiftung abgerechnet. Das Verfahren wurde gegen ein Geldbuße eingestellt. Die Bertelsmann Stiftung, als die mit Abstand wichtigste Drittmittelgeberin des CAP, will die bis 2010 laufenden Projektfinanzierungen nicht verlängern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2007/10/31/a0023 Abgang des Vorzeige-Bertelsmanns] taz.de vom 31.10.2007, abgerufen am 20.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor wurde das CAP mit jährlich rund 2,4 Mio. Euro von der Stiftung finanziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rb&amp;quot;&amp;gt;Global Player Bertelsmann, Rudolph Bauer in: [http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2007/august/global-player-bertelsmann Blätter für deutsche und internationale Politik 8/2007], letzter Zugriff 02.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das CAP hat zusammen mit der Bertelsmannstiftung den Bertelsmann Transformationsindex (BTI) herausgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cap-lmu.de/projekte/fgz/transformation/index.php Strategien der Entwicklung und Transformation vom 02.06.2008] auf der Homepage des CAP, letzter Zugriff 02.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Index versucht die Entwicklung von Staaten in Richtung Demokratie und (sozialer) Marktwirtschaft zu messen. Angesichts Bertelsmanns Ankündigung des Ausstiegs aus der Finanzierung von CAP Projekten scheint die Zukunft der Kooperation beim BTI allerdings fraglich; beim aktuellen BTI von 2010 war noch ein Wissenschaftler des CAP beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-transformation-index.de/projekt/bti-board/ BTI Board], offizielle Seite des BTI, letzter Zugriff 02.01.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''[[Centrum für Hochschulentwicklung]] (CHE)'''&lt;br /&gt;
Gegründet 1994 von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz. In Form einer gemeinnützige GmbH.&lt;br /&gt;
Versteht sich selbst als eine Reformwerkstatt für das deutsche Hochschulwesen.&lt;br /&gt;
*Leitung des CHE: [[Jörg Dräger]] und Frank Ziegele&lt;br /&gt;
*Gesellschafter: Bertelsmann Stiftung, Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz&lt;br /&gt;
*Sitz in Gütersloh&lt;br /&gt;
*Das Gesamtbudget beträgt ca. 3 Mio. Euro pro Jahr und wird etwa zur Hälfte von der Bertelsmann Stiftung finanziert.&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.che.de Webseite des CHE] abgerufen am 30.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt ist das CHE vor allem durch sein jährlich veröffentlichtes Hochschulranking gleicher Studiengänge an verschiedenen Hochschulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Centrum für Krankenhausmanagement (CKM)''' &lt;br /&gt;
Das CKM wurde 1994 von der Bertelsmann Stiftung gegründet und ist der Uni Münster als Institut angegliedert.&lt;br /&gt;
Selbstdarstellung:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Ziel unserer Arbeit ist es, Wege aufzuzeigen, wie praxisbewährte Management-Methoden aus Industrie, Handel und Dienstleistungsbranche in Krankenhäusern und anderen Institutionen des Gesundheitswesens genutzt werden können. Wir stellen uns der Aufgabe, vermeintlich Unvereinbares in Einklang zu bringen: Qualitätssteigerung bei tendenziell sinkenden Kosten.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwi.uni-muenster.de/ckm/consult/profil/ueber_uns/index.html Webseite des CKM - Über uns] abgerufen am 25.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Bertelsmann Wissenschaftsstiftung'''&lt;br /&gt;
Diese Stiftung wurde im Juni 1995 durch die [[Bertelsmann AG]] gegründet. Sie fördert insbesondere die Wirtschaftswissenschaften sowie die Politik- und Sozialwissenschaften. &lt;br /&gt;
Die Stiftung finanziert sich überwiegend aus Spenden der Unternehmensgruppe Bertelsmann.&lt;br /&gt;
*Vorstand: Marc Wössner, Wolfgang Koeckstadt, Steven Moran&lt;br /&gt;
Sie fördert das '''Reinhard-Mohn-Institut''' für Unternehmensführung und Corporate Governance an der Universität Witten/Herdecke, welches 2010 gegründet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-wissenschaftsstiftung.de/ Webseite der Bertelsmann Wissenschaftsstiftung] abgerufen am 30.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Im Geschäftsjahr 2010 betrug der Gesamtaufwand der Bertelsmann Stiftung 60,3 Mio. Euro.&lt;br /&gt;
Sie finanziert ihre Arbeit überwiegend aus den Erträgen ihrer Beteiligung an der [[Bertelsmann AG]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;bs_df&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-05630B5C-BF5986D7/bst/hs.xsl/2094.htm Webseite Bertelsmann Stiftung - Daten und Fakten] abgerufen am 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die jährliche Dividenden-Zahlung an die Stiftung ist steuerfrei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ts&amp;quot;&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/zeitung/macht-ohne-mandat/755580.html Macht ohne Mandat] Der Tagesspiegel vom 25.09.2006, abgerufen am 13.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Ausschüttung an die Stiftung im Einzelnen zustande kommt, die ja immerhin 3/4 der [[Bertelsmann AG]] besitzt und somit auch den entsprechenden Anspruch auf die Gewinne, ist durch kompliziert verflochtene Zwischengesellschaften intransparent. &lt;br /&gt;
Einige Informationen dazu stehen unter: [http://www.mediatribune.de/besitzstaende/bertelsmann-zahltag-in-guetersloh Zahltag in Gütersloh] Media Tribune vom 24.05.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Die Stiftung möchte die Gesellschaft gestalten bzw. umgestalten nach den Ideen Reinhard Mohns. Die Grundannahme Mohns (†2009) war, dass wirtschaftliche Effizienz und Gemeinschaftssinn nicht im Widerspruch zueinander stehen, sondern beides zugleich stattfinden kann. Er ging davon aus, dass der Aufstieg von Bertelsmann zu einem großen Medienkonzern in der Welt diesem Prinzip zu verdanken sei.&lt;br /&gt;
Praktisch möchte er diese Prinzip in die Gesellschaft, in Staat und Politik, wirken. Es äußert sich in der Vorgabe des Leitbildes der Bertelsmann Stiftung: der Förderung von Wettbewerb und von bürgerschaftlicher Betätigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stiftung fördert dabei nur selbst definierte Projekte. Sie vergibt keine Stipendien und unterstützt auch keine Projekte Dritter, die sich an die Stiftung wenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit ihrem Bestehen hat die Bertelsmann Stiftung rund 928 Mio. Euro für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bs_df&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-05630B5C-BF5986D7/bst/hs.xsl/2094.htm Webseite Bertelsmann Stiftung - Daten und Fakten] abgerufen am 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie arbeitet in den folgenden Themenbereichen:&lt;br /&gt;
* Bildung, Schule und Universitäten&lt;br /&gt;
* Gesundheitspolitik&lt;br /&gt;
* Demographische Entwicklung&lt;br /&gt;
* Arbeits- und Sozialpolitik&lt;br /&gt;
* Außen- und Sicherheitspolitik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittel ===&lt;br /&gt;
* '''Rankings und Leistungskennziffern'''&lt;br /&gt;
** Bertelsmann Transformation Index&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-transformation-index.de/ Webseite des BTI]&amp;lt;/ref&amp;gt;: ein zweijährlich ermitteltes Ranking von inzwischen 128 Staaten, das die Erfolge der Transformation dieser Länder hin zu Demokratie und Marktwirtschaft messen soll&lt;br /&gt;
** CHE Hochschulranking &lt;br /&gt;
** „Projektbüro Benchmarking“ – 1999 vom Kanzleramt in Auftrag gegeben und von der Stiftung mitfinanziert – pries die dänische, niederländische und britische Arbeitsmarktpolitik als „Benchmark“, also als Maßstab an. Die beauftragten Experten forderten die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe und mehr Druck zur Arbeitsaufnahme&amp;lt;ref name=&amp;quot;ts&amp;quot;&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/zeitung/macht-ohne-mandat/755580.html Macht ohne Mandat] Der Tagesspiegel vom 25.09.2006, abgerufen am 13.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Studien'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jahr&lt;br /&gt;
| Studien&lt;br /&gt;
| Erstellt von&lt;br /&gt;
| Inhalte&lt;br /&gt;
| Quelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* »Bundesländer, Branchen und Bildungsgruppen - Wirtschaftliche Folgen eines Transatlantischen Freihandelsabkommens (THIP) für Deutschland« (Teil 2)&lt;br /&gt;
* »Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (THIP) - Wem nutzt ein transatlantisches Freihandelsabkommen?« (Teil 1)&lt;br /&gt;
| [[ifo Institut]]&lt;br /&gt;
| Die Studien wollen zeigen, dass die EU und die USA von einem Freihandelsabkommen profitieren würden&lt;br /&gt;
| &amp;lt;ref name=&amp;quot;ber2&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-67EF7A89-8D2C953C/bst/hs.xsl/nachrichten_118581.htm Von transatlantischem Freihandelsabkommen profitieren alle Bundesländer, Branchen und Einkommensgruppen] Bertelsmann-Stiftung vom 04.10.2013, abgerufen am 04.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref name=&amp;quot;ber1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-3CF2EA6A-88A5D484/bst/hs.xsl/nachrichten_116768.htm USA und gesamte EU würden von transatlantischem Freihandelsabkommen erheblich profitieren] Bertelsmann-Stiftung vom 17.06.2013, abgerufen am 18.06.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1996&lt;br /&gt;
| »Kommunikationsordnung 2000«&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Grundsatzpapier der Bertelsmann Stiftung, welches für Medienanbieter Selbstkontrollmechanismen anstatt staatlicher Aufsicht empfiehlt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Politische Beratung'''&lt;br /&gt;
Gunter Thielen: ''&amp;quot;Sie [die Bertelsmann Stiftung] soll aber darüber hinaus ihre Fähigkeit ausbauen, politische Entscheidungsträger direkt zu beraten&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Reformbilanz: 25 Jahre Bertelsmann Stiftung. Gütersloh März 2002, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Seminare und Tagungen''', Treffen zwischen Beamten, Politikern und Bertelsmann-Experten &lt;br /&gt;
** International Bertelsmann Forum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Preise'''&lt;br /&gt;
** Carl Bertelsmann-Preis, Mit ihm &amp;quot;werden innovative Konzepte und nachahmenswerte Lösungsansätze in gesellschaftlichen Problemfeldern ausgezeichnet&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Kampagnen'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jahr&lt;br /&gt;
| Kampagnen&lt;br /&gt;
| Inhalt&lt;br /&gt;
| Quelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007 &lt;br /&gt;
| »Unternehmen für die Region«&lt;br /&gt;
| die Bertelsmann Stiftung zeichnet das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen aus&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| »Du bist Deutschland«&lt;br /&gt;
|  Kampagne deutscher Medienunternehmen für eine neue Aufbruchstimmung in Deutschland, koordiniert von Bertelsmann&lt;br /&gt;
| &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2005/09/bist-du-deutschland/ Ab heute bist Du Deutschland] LobbyControl vom 26.09.2005, abgerufen am 11.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen / Netzwerke===&lt;br /&gt;
* Die Bertelsmann Stiftung ist Mitglied des [[Transatlantic Economic Council]] (TEC), dem Beratungsgremium des  [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA]] (TTIP)&lt;br /&gt;
* Die Bertelsmann AG ist Mitglied des [[Transatlantic Policy Network]] (TPN), das Interessenvertreter/Berater des [[Transatlantic Economic Council]] (TEC) ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter gibt es enge Kontakte zu:&lt;br /&gt;
*[[American Institute for Contemporary German Studies]] (AICGS), USA&lt;br /&gt;
*[[Council on Foreign Relations]] (CFR), USA&lt;br /&gt;
*[[Transatlantic Community Foundation Network]] (TCFN), USA &lt;br /&gt;
*[[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik]] (DGAP)&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;rb&amp;quot;&amp;gt;[http://www.anti-bertelsmann.de/2007/baue0708.pdf Global Player Bertelsmann] Rudolph Bauer in: Blätter für deutsche und internationale Politik 8/2007, abgerufen am 22.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Persönliche Verflechtung von Politik und Bertelsmann'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
! Partei&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Tim Arnold]]&lt;br /&gt;
| [[CDU]]&lt;br /&gt;
| ehemaliger Leiter der Hauptstadtvertretung des Landes NRW, zuvor Bertelsmann-Manager; 2011 als Lobbyist zur ProSiebenSat.1 Group gegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Franziska Brantner]]&lt;br /&gt;
| [[Bündnis 90/Die Grünen]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Bundestages, zuvor Mitglied des Europaparlaments, davor Projektmanagerin bei der Bertelsmann Stiftung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Elmar Brok]]&lt;br /&gt;
| [[CDU]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Europaparlaments, &amp;gt;&amp;gt;Mr.Bertelsmann in Brüssel&amp;lt;&amp;lt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Caio Koch-Weser]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| Berater der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]], Ex-hochrangiger Finanzbeamter, Ex-Mitglied im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Verknüpfung mit den Öffentlich-Rechtlichen Sendern'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
! Funktion&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Peter Frey&lt;br /&gt;
| Chefredakteur des [[ZDF]]&lt;br /&gt;
| CAP-Fellow 2006, ''&amp;quot;Durch die Ehrung würdigt das C·A·P das jahrelange und tatkräftige Engagement dieser Persönlichkeiten im Rahmen der Projekte des C·A·P&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cap-lmu.de/cap/fellows/index.php C·A·P-Fellows]Webseite des CAP, abgerufen am 15.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Klaus-Peter Siegloch]]&lt;br /&gt;
| war stellv. Chefredakteur des ZDF, Moderator des &amp;quot;heute-journals&amp;quot;&lt;br /&gt;
| ehemals im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung, Aktuell ist er Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft]] (BDL)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dieter Stolte&lt;br /&gt;
| war Intendant des ZDF&lt;br /&gt;
| und war gleichzeitig Mitglied im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung und in der Jury des Carl-Bertelsmann-Preises.&amp;lt;br /&amp;gt;1999 wollte 3Sat einen Bericht über die braune Vergangenheit des Bertelsmann-Verlages im Dritten Reich bringen. Stolte hat bei 3Sat interveniert und den Beitrag verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://v4.uebergebuehr.de/de/themen/wirtschafts-und-finanzpolitik/lobbyismus-und-korruption/elmar-brok-eu-parlaments-hobbyist-bei-bertelsmann/ Elmar Brok(CDU): EU-Parlaments-Hobbyist bei Bertelsmann] www.uebergebuehr.de vom ??, abgerufen am 15.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Thomas Fischer]], bis dato Leiter des Büros Brüssel wechselte zum 01.08.2014 zum [[Deutscher Gewerkschaftsbund|Deutschen Gewerkschaftsbund]] (DGB). Dort übernimmt er die Leitung der Abteilung Grundsatzangelegenheiten und Gesellschaftspolitik. Fischer war 2000-2014 für die Bertelsmann Stiftung tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/fischer-ist-abteilungsleiter-beim-dgb-14378 Fischer ist Abteilungsleiter beim DGB] Webseite politik&amp;amp;kommunikation, abgerufen am 20.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fälle==&lt;br /&gt;
=== 2013: Bertelsmann befürwortet EU-USA-Freihandelsabkommen ===&lt;br /&gt;
Die Bertelsmann Stiftung beauftragte das [[ifo Institut]] zur Erstellung einer Studie über die Folgen eines möglichen [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA]] (TTIP). Die Studie kommt im Teil 1 zu dem Ergebnis, dass die USA und die EU - durch eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukt je Einwohner und mögliche neue Arbeitsplätze - davon profitieren würden. Dem gegenüber stünden reale Einkommens- und Beschäftigungsverluste im Rest der Welt. Vor allem würden &amp;quot;Handelshemmnisse&amp;quot; wie Qualitätsstandards, Verpackungs- und Bezeichnungsvorschriften, Herkunftsangaben sowie technische oder rechtliche Anforderungen an importierte Produkte mit dem Freihandelsabkommen abgeschafft werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ber1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jens Berger bewertet Teil 1 der Studie wie folgt:''&amp;quot;Was im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung da von Hans-Werner Sinns ifo-Institut zusammengeschrieben wurde, hat mit der 'sehr guten bis exzellenten Leistungen in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung', die dem ifo-Institut von der Leibniz-Gesellschaft attestiert werden, nichts zu tun. Es handelt sich vielmehr um einen fortgeschrittenen Fall von Scharlatanerie, dessen Aussagekraft gegen Null geht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/?p=17671 Freihandelsstudie – Scharlatanerie im pseudowissenschaftlichen Gewand] nachdenkseiten.de vom 18. Juni 2013, abgerufen am 19.06.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil 2 der Studie kommt zu dem Ergebnis, dass alle Bundesländer, Branchen und Einkommensgruppen vom TTIP profitieren und dass 160.000 neue Arbeitsplätze entstehen würden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ber2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der MDR zitiert in einem Bericht den Deutschen Lehrerverband, der den Vorwurf erhebt, dass auch die Bildungsstudien der Stiftung tendenziös sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[www.mdr.de/nachrichten/bertelsmann-stiftung102_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html Bertelsmann-Studien Eigeninteresse oder Wissenschaft?], MDR info, 4. Oktober 2014, zuletzt angerufen am 6. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2009: Bertelsmanns Status der Gemeinnützigkeit ===&lt;br /&gt;
Die Bertelsmann Stiftung gilt offiziell als &amp;quot;gemeinnützig&amp;quot; und genießt dadurch Steuervergünstigungen. Die Juristen Lindner, Krämer, Priehn stellen in einer Expertise&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13431 Eine Expertise unabhängiger Juristen] Neue Rheinische Zeitung - Online-Flyer Nr. 183  vom 04.02.2009, abgerufen am 20.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; die Gemeinnützigkeit der Bertelsmann Stiftung in Frage. Sie fragen, ob der Tatbestand der Gemeinnüt­zigkeit iSv. §§ 52 ff. Abgabenordnung (AO) erfüllt ist:&lt;br /&gt;
* Die Bertelsmann Satzung lässt entge­gen der Rechtsprechung des BFH nicht erkennen, dass die Stiftung aus­schließlich selbstlose steuerbegünstigte Zwecke verfolgt.&lt;br /&gt;
* Die Satzung enthält eine Art &amp;quot;Änderungsvor­be­halt&amp;quot;. Der Stiftungszweck ist de facto nach dem Stifterwillen beliebig änder- und erweiterbar. Das steht im Widerspruch zu §§ 52, 60 AO.&lt;br /&gt;
* Zwischen der Bertelsmann Stiftung und der [[Bertelsmann AG]] sowie deren Tochterunternehmen bestehen vielfältige personelle Verflechtungen. Diese Gemengelage widerspricht dem Ausschließlich­keitsgebot § 56 AO, demnach eine Stiftung nur ihre steuerbegünstigten satzungsmäßigen Zwecke verfolgen darf.&lt;br /&gt;
* Insbesondere die Dienstleistungen der Politikberatung zugunsten der [[Bertelsmann AG]] und deren Tochtergesellschaften sind in der Stif­tungssatzung nicht einmal im Ansatz er­wähnt. Es ist sichtbar, dass deren angestrebte Ziele gerade nicht &amp;quot;selbstlos&amp;quot; iSv. § 55 AO sind und darum nicht der Allgemeinheit dienen, sondern dem Stifter, seiner Familie und dem Konzern durch die Steuerersparnis für privat­nützliche politische Aktivitäten zugute kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Ergebnis der Expertise ist, dass es sich um eine sog. politische Stiftung handelt, die nicht gemeinnützig ist. Die Förde­rung politischer Zwecke (Beeinflussung der poli­ti­schen Meinungsbildung, Förde­rung politischer Parteien, Marktuntersuchungen für die zum Bertelsmann-Konzern gehörenden Unternehmungen und dergleichen) ist kein ge­mein­nütziger Zweck. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deregulierung für das Privatfernsehen ===&lt;br /&gt;
In den neunziger Jahren hatte sich die Stiftung verstärkt dafür eingesetzt, dass Aufsichtsbehörden über das Privatfernsehen abgeschafft werden. Das Kartellamt sei ausreichend, um Wettbewerb zu gewährleisten. Zugleich entwickelte sich die RTL-Gruppe zum Gewinngaranten der [[Bertelsmann AG]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-73290134.html Mit Liz und Tücke] Der Spiegel vom 16.08.2010, abgerufen am 22.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Mittel der Bertelsmann Stiftung war in diesem Fall die Studie &amp;quot;Kommunikationsordnung 2000&amp;quot;, die im Januar 1997 vorgestellt wurde. Die Studie empfiehlt: Die sektorspezifischen Eingriffe sollen durch allgemeine Wettbewerbs- und Selbstkontrolle in den Bereichen Telekommunikation und Medien abgelöst werden, die Nutzer ihre wachsende Entscheidungsfreiheit in kompetenter Eigenverantwortung wahrnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.golem.de/0010/10553.html Bertelsmann Stiftung: Studie zur Kommunikationsordnung 2010] golem.de vom 31.10.2000, abgerufen am 15.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2005: Ausbau der Dritten Säule der EU ===&lt;br /&gt;
Die Bertelsmann-Stiftung hat sich auch für den Ausbau der Dritten Säule der EU, der Polizeilich- Justiziellen Zusammenarbeit eingesetzt. In einem Auftragsgutachten von Jörg Monar vom [[Sussex European Institute]] (SEI) für die Bertelsmann-Stiftung schlägt dieser den Aufbau von [[Europol]] zu einem europäischen FBI vor. Desweiteren befürwortet er den Ausbau des europäischen Geheimdienstes [[SitCen]], welche bis jetzt nur eine Analysten-Gruppe des Rates ohne selbständigen Status und Infrastruktur sei, zu einem europäischen Geheimdienst.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-92647867-932855B3/bst/Gutachten_Monar_formatiert_050519.pdf Braucht die Europäische Union ein ‚European Bureau of Investigation’ (EBI) und eine‚European Intelligence Agency’ (EIA)?&amp;quot;] Prof. Dr. Dr. Jörg Monar, Sussex European Institute (SEI), University of Sussex, 19.05.2005 (pdf-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Artikel on des von der Bertelsmann-Stiftung herausgegebenen Magazins Spotlight Europe wird der Ausbau von [[Europol]] und [[Eurojust]] mit dem Blick auf den Mernschenhandel befürwortet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-70512013-331729D1/bst/Spotlight_Menschenhandel_neu.pdf Europas Kampf gegen den&lt;br /&gt;
Menschenhandel] Spotlight Europe, 09/2010&amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort auch die im Stockholmer Programm beschlossene engere Zusammenarbeit der EU mit Drittstaaten als Nützlich für die Bekämpfung des Menschenhandels angesehen. Dabei stieß das Stockholm-Programm nach seiner Verabschiedung auf massiven Protest von Bürgerrechtlern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.humanistische-union.de/themen/europa_internationales/europa_internationales_detail/back/europa-internationales-1/article/widerstand-gegen-das-stockholm-programm/ Widerstand gegen das „Stockholm-Programm”] Aufruf des des Bündnisses europäischer Bürgerrechtsgruppen ecln.org von 2009 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyisten in Ministerien ===&lt;br /&gt;
Die Bertelsmann-Stiftung hatte eine ihrer leitenden Mitarbeiterinnen im Gesundheitsministerium, wo diese u.a. durch die Erstellung von Redeentwürfen für die Ministerin inhaltlich tätig werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Gesundheit Lobbyisten im Bundesministerium für Gesundheit]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable-leftonly&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeitraum&lt;br /&gt;
|26.02.2007 - 15.08.2007&amp;lt;ref name=&amp;quot;loetzsch&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/092/1609249.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf schriftliche Fragen von Gesine Lötzsch (Grüne) zum Einsatz externer Mitarbeiter vom 23.05.2008, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt;, danach 50 variable Arbeitstage&amp;lt;ref name=&amp;quot;adamek118&amp;quot;&amp;gt;Adamek, Sascha/ Otto,Kim (2008): Der gekaufte Staat. Wie Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben. Köln: Verlag Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, S. 118- 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; vom 01.09.2007 – 31.08.2008&amp;lt;ref name=&amp;quot;bmi&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/media/0,4906,19010,00.pdf Bundesministerium des Innern: Erster Bericht über den Einsatz externer Personen in der Bundesverwaltung (pdf)], Berichtszeitraum 01. Januar 2008 – 31. August 2008, Stand 29.09.2008, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Mitarbeiter&lt;br /&gt;
|Sophia Schlette&amp;lt;ref name=&amp;quot;adamek118&amp;quot;/&amp;gt;, Projekt- und Teamleiterin &amp;quot;Gesundheitspolitik&amp;quot; bei Projekten zu integrierter Vollversorgung und Prävention, Teilnehmerin des Personaltauschprogramms &amp;quot;Seitenwechsel&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bmi&amp;quot;/&amp;gt;, Kenntnisse und Kontakte bezügl. US-Gesundheitssystem&amp;lt;ref name=&amp;quot;loetzsch&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Bearbeitete Themen&lt;br /&gt;
| Hospitation und Beratung im Bereich Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik und Gesamtwirtschaftliche Aspekte des Gesundheitswesens; Vorbereitung und Durchführung von Konferenzen und einer USA-Reise der Ministerin, dabei Erstellung von Redeentwürfen&amp;lt;ref name=&amp;quot;loetzsch&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lobbyisten_Ministerien-Box}} &lt;br /&gt;
Das Innenministerium konkretisierte im Mai 2008 die Tätigkeiten der Mitarbeiterin wie folgt:&lt;br /&gt;
* Mitwirkung an Vorbereitung und Durchführung einer internationalen Konferenz des BMG zum Thema AIDS in Bremen im März 2007;&lt;br /&gt;
* Beteiligung an der Vorbereitung des sog.informellen Gesundheitsministerrats in Aachen im April 2007;&lt;br /&gt;
* Mitarbeit an Vorbereitung und Durchführung von Reisen der Bundesministerin Ulla Schmidt; in Abstimmung mit den Fachreferaten Entwicklung von Bausteinen für Redeentwürfe;&lt;br /&gt;
* Mitwirkung an Vorbereitung einer Reise der Bundesministerin nach Kalifornien im Juli 2007, (nicht 2006 wie bei Adamek/Otto angegeben), und anschließende Begleitung der Delegation.&amp;lt;ref name=&amp;quot;loetzsch&amp;quot;/&amp;gt; Laut Adamek/Otto diente eine Reise zur Information über ein privates, amerikanisches Gesundheitsversorgungs-Modell („Kaiser Permanente“)&amp;lt;ref name =&amp;quot;adamek118&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vorbereitung und Durchführung von Fachveranstaltungen im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft&amp;lt;ref&amp;gt;Schriftliche Stellungnahme der Bertelsmann Stiftung auf Anfrage von LobbyControl&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bertelsmann-stiftung.de/ Webseite der Bertelsmann Stiftung]&lt;br /&gt;
* [http://www.nachdenkseiten.de/?cat=27 Rubrik Bertelsmann auf den NachDenkSeiten]&lt;br /&gt;
* [http://www.bertelsmannkritik.de/index.htm www.bertelsmannkritik.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkfabrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheitswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten in Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stiftung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bertelsmann_Stiftung&amp;diff=30810</id>
		<title>Bertelsmann Stiftung</title>
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		<updated>2014-10-23T08:40:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* 2005: Ausbau der Dritten Säule der EU */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Bertelsmann Stiftung&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Bertelsmann-Stiftung-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Stiftung des privaten Rechts&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Bildungswesen, Gesundheitswesen, Demographische Entwicklung, Arbeits- und Sozialpolitik&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1977&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Carl-Bertelsmann-Str. 256, 33311 Gütersloh&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Bertelsmann Unter den Linden 1, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Büro Bertelsmann Stiftung, Résidence Palace, Rue de la Loi 155, B-1040 Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.bertelsmann-stiftung.de/ www.bertelsmann-stiftung.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Bertelsmann Stiftung''' gehört zu den einflussreichsten neoliberalen Denkfabriken im Land. Wirkmächtig propagiert sie die Privatisierung von staatlichen Bereichen und fördert den Wettbewerb auf allen Ebenen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Stiftung ist Haupteigentümerin der [[Bertelsmann SE]]. Zwar sind die Stiftung und die [[Bertelsmann SE]] zwei formal getrennte Einheiten, jedoch sind beide eng personell verflochten und werden faktisch von der Unternehmerfamilie Mohn kontrolliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Unternehmenspatriarch des Bertelsmann Konzerns Reinhard Mohn gründete 1977 die Bertelsmann Stiftung. Er übereignete im Jahr 1993 die Mehrheit des Aktienkapitals der [[Bertelsmann AG]] an die Stiftung. &lt;br /&gt;
Dadurch sparte Mohn seiner Frau Liz Mohn und seinen Kindern Christoph und Brigitte gut zwei Milliarden Euro Erbschafts- oder Schenkungssteuer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ts&amp;quot;&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/zeitung/macht-ohne-mandat/755580.html Macht ohne Mandat] Der Tagesspiegel vom 25.09.2006, abgerufen am 13.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein weiterer Vorteil dieses Konstruktes ist, dass der Konzern nicht an Dritte verkauft werden kann, sondern - vermittelt durch die Bertelsmann Stiftung und weitere rechtliche Konstruktionen - in Händen der Familie Mohn bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unternehmerperson Reinhard Mohn hatte immer die Motivation in die deutsche Gesellschaft zu wirken. Die Stiftung soll nun das Mittel dafür sein. Die Gesellschaft soll nach dem Vorbild des Bertelsmann Konzerns funktionieren und damit ebenso erfolgreich sein.&lt;br /&gt;
Die Bertelsmann Stiftung tritt für mehr Wettbewerb und mehr Effizienz innerhalb des staatliche Bereichs, wie dem Hochschulwesen oder dem Gesundheitsbereich, ein. Mit ihren Projekten nimmt sie einen rein betriebswirtschaftlichen Blickwinkel ein und kommt regelmäßig zum Ergebnis, dass &amp;quot;weniger Staat&amp;quot; besser sei. Dies soll nach Bertelsmann-Definition dem Allgemeinwohl dienen. Nebenbei nützt es wohl nicht ganz zufällig auch der [[Bertelsmann AG]].&lt;br /&gt;
Zugleich setzt sich die Stiftung für mehr privates bürgerschaftliches Engagement ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal ==&lt;br /&gt;
Die Stiftung beschäftigt rund 300 Mitarbeiter. Davon sind 185 im konkreten Projektmanagement tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-DB35FAA8-838C8F30/bst/hs.xsl/2100.htm Webseite Bertelsmann Stiftung - Unsere Experten] abgerufen am 30.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorstand ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vorstand&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Aart De Geus]]&amp;lt;br /&amp;gt;(Vorstandsvorsitzender)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* 2007-2011 [[OECD]], Stellv. Generalsekretär&lt;br /&gt;
* 2002-2007 Minister für Arbeit und Soziales der Niederlande&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Liz Mohn&amp;lt;br /&amp;gt;(Stellv. Vorsitzende)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* (Witwe Mohns)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Jörg Dräger]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* 2001-2008 parteiloser Senator für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brigitte Mohn&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* (Tochter Mohns)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-C502410A-A3A2FEDF/bst/hs.xsl/9913.htm Der Vorstand] Webseite Bertelsmann-Stiftung, abgerufen am 20.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kuratorium ===&lt;br /&gt;
Es ist Beratungs- und Kontrollorgan, ähnlich einem Aufsichtsrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kuratorium&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner J. Bauer&amp;lt;br /&amp;gt;(Vorsitzender des Kuratoriums, seit 15.11.2011)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Nestlé]] AG, Aufsichtsratsvorsitzender &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Liz Mohn&amp;lt;br /&amp;gt;(hier ebenso Stellv. Vorsitzende)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Bertelsmann SE]], Mitglied des Aufsichtsrates &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wolf Bauer&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* UFA Film &amp;amp; TV Produktion, Vorsitzender der Geschäftsführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wulf H. Bernotat&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Allianz]] SE, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats &lt;br /&gt;
* [[E.ON]] AG, ehem. Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ralph Heck&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* seit rund 30 Jahren bei der Unternehmensberatung [[McKinsey]] tätig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Christoph Mohn (Sohn Mohns)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Bertelsmann SE]], Vorsitzender des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Carolina Müller-Möhl&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[NZZ-Mediengruppe]], Mitglied des Verwaltungsrates&lt;br /&gt;
* Müller-Möhl Foundation, Stiftungsratspräsidentin &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Thomas Rauschenbach&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Deutsches Jugendinstitut, Vorstandsvorsitzender und Direktor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Schmidt-Holtz&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Just Software AG, Chairman&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wolfgang Schüssel]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ex-Bundeskanzler der Republik Österreich, &lt;br /&gt;
* [[RWE]] AG, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Vermögensberatung]] (DVAG), Mitglied des Beirats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Jürgen Stark]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* 2006-2012 Chefvolkswirt und Mitglied im Direktorium der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB)&lt;br /&gt;
* [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]] (INSM), Botschafter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Guido Westerwelle]] (ab 1. Januar 2015)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* FDP-Politiker&lt;br /&gt;
* Bundesaußenminister a.D.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-C502410A-A3A2FEDF/bst/hs.xsl/9914.htm Das Kuratorium] Webseite Bertelsmann-Stiftung, abgerufen am 21.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Mitglieder des Kuratoriums:&lt;br /&gt;
* [[Klaus-Peter Siegloch]], Ex-ZDF-Journalist, seit 06/2011 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft|Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft]] (BDL)&lt;br /&gt;
*[[Caio Koch-Weser]], Berater der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]], Ex-hochrangiger Finanzbeamter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stiftungsnahe Organisationen ===&lt;br /&gt;
* '''[[Centrum für angewandte Politikforschung]] (CAP)'''&lt;br /&gt;
Das CAP ist die Denkfabrik für Politikberatung der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, die laut eigener Aussage die &amp;quot;Lücke zwischen Politik und Wissenschaft&amp;quot; schließen will.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cap-lmu.de/cap/index.php Fokus der Arbeit am CAP] auf der Homepage des CAP, Zugriff 02.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zentrale Person des CAP, Direktor Werner Weidenfeld, war von 1992 bis 2007 auch im Vorstand der Bertelmann Stiftung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cap-lmu.de/cap/mitarbeiter/weidenfeld.php Vita von Werner Weidenfeld] auf der Homepage des CAP, letzter Zugriff 02.01.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2007 erfolgte Weidenfelds Rausschmiss aus dem Vorstand aufgrund des Vorwurfs des Spesenbetrugs; er habe private Bewirtungsbelege über die Bertelsmann Stiftung abgerechnet. Das Verfahren wurde gegen ein Geldbuße eingestellt. Die Bertelsmann Stiftung, als die mit Abstand wichtigste Drittmittelgeberin des CAP, will die bis 2010 laufenden Projektfinanzierungen nicht verlängern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2007/10/31/a0023 Abgang des Vorzeige-Bertelsmanns] taz.de vom 31.10.2007, abgerufen am 20.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor wurde das CAP mit jährlich rund 2,4 Mio. Euro von der Stiftung finanziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rb&amp;quot;&amp;gt;Global Player Bertelsmann, Rudolph Bauer in: [http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2007/august/global-player-bertelsmann Blätter für deutsche und internationale Politik 8/2007], letzter Zugriff 02.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das CAP hat zusammen mit der Bertelsmannstiftung den Bertelsmann Transformationsindex (BTI) herausgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cap-lmu.de/projekte/fgz/transformation/index.php Strategien der Entwicklung und Transformation vom 02.06.2008] auf der Homepage des CAP, letzter Zugriff 02.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Index versucht die Entwicklung von Staaten in Richtung Demokratie und (sozialer) Marktwirtschaft zu messen. Angesichts Bertelsmanns Ankündigung des Ausstiegs aus der Finanzierung von CAP Projekten scheint die Zukunft der Kooperation beim BTI allerdings fraglich; beim aktuellen BTI von 2010 war noch ein Wissenschaftler des CAP beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-transformation-index.de/projekt/bti-board/ BTI Board], offizielle Seite des BTI, letzter Zugriff 02.01.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''[[Centrum für Hochschulentwicklung]] (CHE)'''&lt;br /&gt;
Gegründet 1994 von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz. In Form einer gemeinnützige GmbH.&lt;br /&gt;
Versteht sich selbst als eine Reformwerkstatt für das deutsche Hochschulwesen.&lt;br /&gt;
*Leitung des CHE: [[Jörg Dräger]] und Frank Ziegele&lt;br /&gt;
*Gesellschafter: Bertelsmann Stiftung, Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz&lt;br /&gt;
*Sitz in Gütersloh&lt;br /&gt;
*Das Gesamtbudget beträgt ca. 3 Mio. Euro pro Jahr und wird etwa zur Hälfte von der Bertelsmann Stiftung finanziert.&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.che.de Webseite des CHE] abgerufen am 30.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt ist das CHE vor allem durch sein jährlich veröffentlichtes Hochschulranking gleicher Studiengänge an verschiedenen Hochschulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Centrum für Krankenhausmanagement (CKM)''' &lt;br /&gt;
Das CKM wurde 1994 von der Bertelsmann Stiftung gegründet und ist der Uni Münster als Institut angegliedert.&lt;br /&gt;
Selbstdarstellung:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Ziel unserer Arbeit ist es, Wege aufzuzeigen, wie praxisbewährte Management-Methoden aus Industrie, Handel und Dienstleistungsbranche in Krankenhäusern und anderen Institutionen des Gesundheitswesens genutzt werden können. Wir stellen uns der Aufgabe, vermeintlich Unvereinbares in Einklang zu bringen: Qualitätssteigerung bei tendenziell sinkenden Kosten.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwi.uni-muenster.de/ckm/consult/profil/ueber_uns/index.html Webseite des CKM - Über uns] abgerufen am 25.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Bertelsmann Wissenschaftsstiftung'''&lt;br /&gt;
Diese Stiftung wurde im Juni 1995 durch die [[Bertelsmann AG]] gegründet. Sie fördert insbesondere die Wirtschaftswissenschaften sowie die Politik- und Sozialwissenschaften. &lt;br /&gt;
Die Stiftung finanziert sich überwiegend aus Spenden der Unternehmensgruppe Bertelsmann.&lt;br /&gt;
*Vorstand: Marc Wössner, Wolfgang Koeckstadt, Steven Moran&lt;br /&gt;
Sie fördert das '''Reinhard-Mohn-Institut''' für Unternehmensführung und Corporate Governance an der Universität Witten/Herdecke, welches 2010 gegründet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-wissenschaftsstiftung.de/ Webseite der Bertelsmann Wissenschaftsstiftung] abgerufen am 30.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Im Geschäftsjahr 2010 betrug der Gesamtaufwand der Bertelsmann Stiftung 60,3 Mio. Euro.&lt;br /&gt;
Sie finanziert ihre Arbeit überwiegend aus den Erträgen ihrer Beteiligung an der [[Bertelsmann AG]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;bs_df&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-05630B5C-BF5986D7/bst/hs.xsl/2094.htm Webseite Bertelsmann Stiftung - Daten und Fakten] abgerufen am 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die jährliche Dividenden-Zahlung an die Stiftung ist steuerfrei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ts&amp;quot;&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/zeitung/macht-ohne-mandat/755580.html Macht ohne Mandat] Der Tagesspiegel vom 25.09.2006, abgerufen am 13.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Ausschüttung an die Stiftung im Einzelnen zustande kommt, die ja immerhin 3/4 der [[Bertelsmann AG]] besitzt und somit auch den entsprechenden Anspruch auf die Gewinne, ist durch kompliziert verflochtene Zwischengesellschaften intransparent. &lt;br /&gt;
Einige Informationen dazu stehen unter: [http://www.mediatribune.de/besitzstaende/bertelsmann-zahltag-in-guetersloh Zahltag in Gütersloh] Media Tribune vom 24.05.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Die Stiftung möchte die Gesellschaft gestalten bzw. umgestalten nach den Ideen Reinhard Mohns. Die Grundannahme Mohns (†2009) war, dass wirtschaftliche Effizienz und Gemeinschaftssinn nicht im Widerspruch zueinander stehen, sondern beides zugleich stattfinden kann. Er ging davon aus, dass der Aufstieg von Bertelsmann zu einem großen Medienkonzern in der Welt diesem Prinzip zu verdanken sei.&lt;br /&gt;
Praktisch möchte er diese Prinzip in die Gesellschaft, in Staat und Politik, wirken. Es äußert sich in der Vorgabe des Leitbildes der Bertelsmann Stiftung: der Förderung von Wettbewerb und von bürgerschaftlicher Betätigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stiftung fördert dabei nur selbst definierte Projekte. Sie vergibt keine Stipendien und unterstützt auch keine Projekte Dritter, die sich an die Stiftung wenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit ihrem Bestehen hat die Bertelsmann Stiftung rund 928 Mio. Euro für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bs_df&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-05630B5C-BF5986D7/bst/hs.xsl/2094.htm Webseite Bertelsmann Stiftung - Daten und Fakten] abgerufen am 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie arbeitet in den folgenden Themenbereichen:&lt;br /&gt;
* Bildung, Schule und Universitäten&lt;br /&gt;
* Gesundheitspolitik&lt;br /&gt;
* Demographische Entwicklung&lt;br /&gt;
* Arbeits- und Sozialpolitik&lt;br /&gt;
* Außen- und Sicherheitspolitik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittel ===&lt;br /&gt;
* '''Rankings und Leistungskennziffern'''&lt;br /&gt;
** Bertelsmann Transformation Index&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-transformation-index.de/ Webseite des BTI]&amp;lt;/ref&amp;gt;: ein zweijährlich ermitteltes Ranking von inzwischen 128 Staaten, das die Erfolge der Transformation dieser Länder hin zu Demokratie und Marktwirtschaft messen soll&lt;br /&gt;
** CHE Hochschulranking &lt;br /&gt;
** „Projektbüro Benchmarking“ – 1999 vom Kanzleramt in Auftrag gegeben und von der Stiftung mitfinanziert – pries die dänische, niederländische und britische Arbeitsmarktpolitik als „Benchmark“, also als Maßstab an. Die beauftragten Experten forderten die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe und mehr Druck zur Arbeitsaufnahme&amp;lt;ref name=&amp;quot;ts&amp;quot;&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/zeitung/macht-ohne-mandat/755580.html Macht ohne Mandat] Der Tagesspiegel vom 25.09.2006, abgerufen am 13.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Studien'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jahr&lt;br /&gt;
| Studien&lt;br /&gt;
| Erstellt von&lt;br /&gt;
| Inhalte&lt;br /&gt;
| Quelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* »Bundesländer, Branchen und Bildungsgruppen - Wirtschaftliche Folgen eines Transatlantischen Freihandelsabkommens (THIP) für Deutschland« (Teil 2)&lt;br /&gt;
* »Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (THIP) - Wem nutzt ein transatlantisches Freihandelsabkommen?« (Teil 1)&lt;br /&gt;
| [[ifo Institut]]&lt;br /&gt;
| Die Studien wollen zeigen, dass die EU und die USA von einem Freihandelsabkommen profitieren würden&lt;br /&gt;
| &amp;lt;ref name=&amp;quot;ber2&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-67EF7A89-8D2C953C/bst/hs.xsl/nachrichten_118581.htm Von transatlantischem Freihandelsabkommen profitieren alle Bundesländer, Branchen und Einkommensgruppen] Bertelsmann-Stiftung vom 04.10.2013, abgerufen am 04.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref name=&amp;quot;ber1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-3CF2EA6A-88A5D484/bst/hs.xsl/nachrichten_116768.htm USA und gesamte EU würden von transatlantischem Freihandelsabkommen erheblich profitieren] Bertelsmann-Stiftung vom 17.06.2013, abgerufen am 18.06.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1996&lt;br /&gt;
| »Kommunikationsordnung 2000«&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Grundsatzpapier der Bertelsmann Stiftung, welches für Medienanbieter Selbstkontrollmechanismen anstatt staatlicher Aufsicht empfiehlt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Politische Beratung'''&lt;br /&gt;
Gunter Thielen: ''&amp;quot;Sie [die Bertelsmann Stiftung] soll aber darüber hinaus ihre Fähigkeit ausbauen, politische Entscheidungsträger direkt zu beraten&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Reformbilanz: 25 Jahre Bertelsmann Stiftung. Gütersloh März 2002, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Seminare und Tagungen''', Treffen zwischen Beamten, Politikern und Bertelsmann-Experten &lt;br /&gt;
** International Bertelsmann Forum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Preise'''&lt;br /&gt;
** Carl Bertelsmann-Preis, Mit ihm &amp;quot;werden innovative Konzepte und nachahmenswerte Lösungsansätze in gesellschaftlichen Problemfeldern ausgezeichnet&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Kampagnen'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jahr&lt;br /&gt;
| Kampagnen&lt;br /&gt;
| Inhalt&lt;br /&gt;
| Quelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007 &lt;br /&gt;
| »Unternehmen für die Region«&lt;br /&gt;
| die Bertelsmann Stiftung zeichnet das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen aus&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| »Du bist Deutschland«&lt;br /&gt;
|  Kampagne deutscher Medienunternehmen für eine neue Aufbruchstimmung in Deutschland, koordiniert von Bertelsmann&lt;br /&gt;
| &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2005/09/bist-du-deutschland/ Ab heute bist Du Deutschland] LobbyControl vom 26.09.2005, abgerufen am 11.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen / Netzwerke===&lt;br /&gt;
* Die Bertelsmann Stiftung ist Mitglied des [[Transatlantic Economic Council]] (TEC), dem Beratungsgremium des  [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA]] (TTIP)&lt;br /&gt;
* Die Bertelsmann AG ist Mitglied des [[Transatlantic Policy Network]] (TPN), das Interessenvertreter/Berater des [[Transatlantic Economic Council]] (TEC) ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter gibt es enge Kontakte zu:&lt;br /&gt;
*[[American Institute for Contemporary German Studies]] (AICGS), USA&lt;br /&gt;
*[[Council on Foreign Relations]] (CFR), USA&lt;br /&gt;
*[[Transatlantic Community Foundation Network]] (TCFN), USA &lt;br /&gt;
*[[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik]] (DGAP)&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;rb&amp;quot;&amp;gt;[http://www.anti-bertelsmann.de/2007/baue0708.pdf Global Player Bertelsmann] Rudolph Bauer in: Blätter für deutsche und internationale Politik 8/2007, abgerufen am 22.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Persönliche Verflechtung von Politik und Bertelsmann'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
! Partei&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Tim Arnold]]&lt;br /&gt;
| [[CDU]]&lt;br /&gt;
| ehemaliger Leiter der Hauptstadtvertretung des Landes NRW, zuvor Bertelsmann-Manager; 2011 als Lobbyist zur ProSiebenSat.1 Group gegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Franziska Brantner]]&lt;br /&gt;
| [[Bündnis 90/Die Grünen]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Bundestages, zuvor Mitglied des Europaparlaments, davor Projektmanagerin bei der Bertelsmann Stiftung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Elmar Brok]]&lt;br /&gt;
| [[CDU]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Europaparlaments, &amp;gt;&amp;gt;Mr.Bertelsmann in Brüssel&amp;lt;&amp;lt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Caio Koch-Weser]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| Berater der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]], Ex-hochrangiger Finanzbeamter, Ex-Mitglied im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Verknüpfung mit den Öffentlich-Rechtlichen Sendern'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
! Funktion&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Peter Frey&lt;br /&gt;
| Chefredakteur des [[ZDF]]&lt;br /&gt;
| CAP-Fellow 2006, ''&amp;quot;Durch die Ehrung würdigt das C·A·P das jahrelange und tatkräftige Engagement dieser Persönlichkeiten im Rahmen der Projekte des C·A·P&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cap-lmu.de/cap/fellows/index.php C·A·P-Fellows]Webseite des CAP, abgerufen am 15.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Klaus-Peter Siegloch]]&lt;br /&gt;
| war stellv. Chefredakteur des ZDF, Moderator des &amp;quot;heute-journals&amp;quot;&lt;br /&gt;
| ehemals im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung, Aktuell ist er Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft]] (BDL)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dieter Stolte&lt;br /&gt;
| war Intendant des ZDF&lt;br /&gt;
| und war gleichzeitig Mitglied im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung und in der Jury des Carl-Bertelsmann-Preises.&amp;lt;br /&amp;gt;1999 wollte 3Sat einen Bericht über die braune Vergangenheit des Bertelsmann-Verlages im Dritten Reich bringen. Stolte hat bei 3Sat interveniert und den Beitrag verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://v4.uebergebuehr.de/de/themen/wirtschafts-und-finanzpolitik/lobbyismus-und-korruption/elmar-brok-eu-parlaments-hobbyist-bei-bertelsmann/ Elmar Brok(CDU): EU-Parlaments-Hobbyist bei Bertelsmann] www.uebergebuehr.de vom ??, abgerufen am 15.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Thomas Fischer, bis dato Leiter des Büros Brüssel wechselte zum 01.08.2014 zum [[Deutscher Gewerkschaftsbund|Deutschen Gewerkschaftsbund]] (DGB). Dort übernimmt er die Leitung der Abteilung Grundsatzangelegenheiten und Gesellschaftspolitik. Fischer war 2000-2014 für die Bertelsmann Stiftung tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/fischer-ist-abteilungsleiter-beim-dgb-14378 Fischer ist Abteilungsleiter beim DGB] Webseite politik&amp;amp;kommunikation, abgerufen am 20.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fälle==&lt;br /&gt;
=== 2013: Bertelsmann befürwortet EU-USA-Freihandelsabkommen ===&lt;br /&gt;
Die Bertelsmann Stiftung beauftragte das [[ifo Institut]] zur Erstellung einer Studie über die Folgen eines möglichen [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA]] (TTIP). Die Studie kommt im Teil 1 zu dem Ergebnis, dass die USA und die EU - durch eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukt je Einwohner und mögliche neue Arbeitsplätze - davon profitieren würden. Dem gegenüber stünden reale Einkommens- und Beschäftigungsverluste im Rest der Welt. Vor allem würden &amp;quot;Handelshemmnisse&amp;quot; wie Qualitätsstandards, Verpackungs- und Bezeichnungsvorschriften, Herkunftsangaben sowie technische oder rechtliche Anforderungen an importierte Produkte mit dem Freihandelsabkommen abgeschafft werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ber1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jens Berger bewertet Teil 1 der Studie wie folgt:''&amp;quot;Was im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung da von Hans-Werner Sinns ifo-Institut zusammengeschrieben wurde, hat mit der 'sehr guten bis exzellenten Leistungen in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung', die dem ifo-Institut von der Leibniz-Gesellschaft attestiert werden, nichts zu tun. Es handelt sich vielmehr um einen fortgeschrittenen Fall von Scharlatanerie, dessen Aussagekraft gegen Null geht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/?p=17671 Freihandelsstudie – Scharlatanerie im pseudowissenschaftlichen Gewand] nachdenkseiten.de vom 18. Juni 2013, abgerufen am 19.06.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil 2 der Studie kommt zu dem Ergebnis, dass alle Bundesländer, Branchen und Einkommensgruppen vom TTIP profitieren und dass 160.000 neue Arbeitsplätze entstehen würden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ber2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der MDR zitiert in einem Bericht den Deutschen Lehrerverband, der den Vorwurf erhebt, dass auch die Bildungsstudien der Stiftung tendenziös sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[www.mdr.de/nachrichten/bertelsmann-stiftung102_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html Bertelsmann-Studien Eigeninteresse oder Wissenschaft?], MDR info, 4. Oktober 2014, zuletzt angerufen am 6. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2009: Bertelsmanns Status der Gemeinnützigkeit ===&lt;br /&gt;
Die Bertelsmann Stiftung gilt offiziell als &amp;quot;gemeinnützig&amp;quot; und genießt dadurch Steuervergünstigungen. Die Juristen Lindner, Krämer, Priehn stellen in einer Expertise&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13431 Eine Expertise unabhängiger Juristen] Neue Rheinische Zeitung - Online-Flyer Nr. 183  vom 04.02.2009, abgerufen am 20.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; die Gemeinnützigkeit der Bertelsmann Stiftung in Frage. Sie fragen, ob der Tatbestand der Gemeinnüt­zigkeit iSv. §§ 52 ff. Abgabenordnung (AO) erfüllt ist:&lt;br /&gt;
* Die Bertelsmann Satzung lässt entge­gen der Rechtsprechung des BFH nicht erkennen, dass die Stiftung aus­schließlich selbstlose steuerbegünstigte Zwecke verfolgt.&lt;br /&gt;
* Die Satzung enthält eine Art &amp;quot;Änderungsvor­be­halt&amp;quot;. Der Stiftungszweck ist de facto nach dem Stifterwillen beliebig änder- und erweiterbar. Das steht im Widerspruch zu §§ 52, 60 AO.&lt;br /&gt;
* Zwischen der Bertelsmann Stiftung und der [[Bertelsmann AG]] sowie deren Tochterunternehmen bestehen vielfältige personelle Verflechtungen. Diese Gemengelage widerspricht dem Ausschließlich­keitsgebot § 56 AO, demnach eine Stiftung nur ihre steuerbegünstigten satzungsmäßigen Zwecke verfolgen darf.&lt;br /&gt;
* Insbesondere die Dienstleistungen der Politikberatung zugunsten der [[Bertelsmann AG]] und deren Tochtergesellschaften sind in der Stif­tungssatzung nicht einmal im Ansatz er­wähnt. Es ist sichtbar, dass deren angestrebte Ziele gerade nicht &amp;quot;selbstlos&amp;quot; iSv. § 55 AO sind und darum nicht der Allgemeinheit dienen, sondern dem Stifter, seiner Familie und dem Konzern durch die Steuerersparnis für privat­nützliche politische Aktivitäten zugute kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Ergebnis der Expertise ist, dass es sich um eine sog. politische Stiftung handelt, die nicht gemeinnützig ist. Die Förde­rung politischer Zwecke (Beeinflussung der poli­ti­schen Meinungsbildung, Förde­rung politischer Parteien, Marktuntersuchungen für die zum Bertelsmann-Konzern gehörenden Unternehmungen und dergleichen) ist kein ge­mein­nütziger Zweck. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deregulierung für das Privatfernsehen ===&lt;br /&gt;
In den neunziger Jahren hatte sich die Stiftung verstärkt dafür eingesetzt, dass Aufsichtsbehörden über das Privatfernsehen abgeschafft werden. Das Kartellamt sei ausreichend, um Wettbewerb zu gewährleisten. Zugleich entwickelte sich die RTL-Gruppe zum Gewinngaranten der [[Bertelsmann AG]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-73290134.html Mit Liz und Tücke] Der Spiegel vom 16.08.2010, abgerufen am 22.08.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Mittel der Bertelsmann Stiftung war in diesem Fall die Studie &amp;quot;Kommunikationsordnung 2000&amp;quot;, die im Januar 1997 vorgestellt wurde. Die Studie empfiehlt: Die sektorspezifischen Eingriffe sollen durch allgemeine Wettbewerbs- und Selbstkontrolle in den Bereichen Telekommunikation und Medien abgelöst werden, die Nutzer ihre wachsende Entscheidungsfreiheit in kompetenter Eigenverantwortung wahrnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.golem.de/0010/10553.html Bertelsmann Stiftung: Studie zur Kommunikationsordnung 2010] golem.de vom 31.10.2000, abgerufen am 15.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2005: Ausbau der Dritten Säule der EU ===&lt;br /&gt;
Die Bertelsmann-Stiftung hat sich auch für den Ausbau der Dritten Säule der EU, der Polizeilich- Justiziellen Zusammenarbeit eingesetzt. In einem Auftragsgutachten von Jörg Monar vom [[Sussex European Institute]] (SEI) für die Bertelsmann-Stiftung schlägt dieser den Aufbau von [[Europol]] zu einem europäischen FBI vor. Desweiteren befürwortet er den Ausbau des europäischen Geheimdienstes [[SitCen]], welche bis jetzt nur eine Analysten-Gruppe des Rates ohne selbständigen Status und Infrastruktur sei, zu einem europäischen Geheimdienst.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-92647867-932855B3/bst/Gutachten_Monar_formatiert_050519.pdf Braucht die Europäische Union ein ‚European Bureau of Investigation’ (EBI) und eine‚European Intelligence Agency’ (EIA)?&amp;quot;] Prof. Dr. Dr. Jörg Monar, Sussex European Institute (SEI), University of Sussex, 19.05.2005 (pdf-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Artikel on des von der Bertelsmann-Stiftung herausgegebenen Magazins Spotlight Europe wird der Ausbau von [[Europol]] und [[Eurojust]] mit dem Blick auf den Mernschenhandel befürwortet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-70512013-331729D1/bst/Spotlight_Menschenhandel_neu.pdf Europas Kampf gegen den&lt;br /&gt;
Menschenhandel] Spotlight Europe, 09/2010&amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort auch die im Stockholmer Programm beschlossene engere Zusammenarbeit der EU mit Drittstaaten als Nützlich für die Bekämpfung des Menschenhandels angesehen. Dabei stieß das Stockholm-Programm nach seiner Verabschiedung auf massiven Protest von Bürgerrechtlern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.humanistische-union.de/themen/europa_internationales/europa_internationales_detail/back/europa-internationales-1/article/widerstand-gegen-das-stockholm-programm/ Widerstand gegen das „Stockholm-Programm”] Aufruf des des Bündnisses europäischer Bürgerrechtsgruppen ecln.org von 2009 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyisten in Ministerien ===&lt;br /&gt;
Die Bertelsmann-Stiftung hatte eine ihrer leitenden Mitarbeiterinnen im Gesundheitsministerium, wo diese u.a. durch die Erstellung von Redeentwürfen für die Ministerin inhaltlich tätig werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Gesundheit Lobbyisten im Bundesministerium für Gesundheit]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable-leftonly&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeitraum&lt;br /&gt;
|26.02.2007 - 15.08.2007&amp;lt;ref name=&amp;quot;loetzsch&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/092/1609249.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf schriftliche Fragen von Gesine Lötzsch (Grüne) zum Einsatz externer Mitarbeiter vom 23.05.2008, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt;, danach 50 variable Arbeitstage&amp;lt;ref name=&amp;quot;adamek118&amp;quot;&amp;gt;Adamek, Sascha/ Otto,Kim (2008): Der gekaufte Staat. Wie Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben. Köln: Verlag Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, S. 118- 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; vom 01.09.2007 – 31.08.2008&amp;lt;ref name=&amp;quot;bmi&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/media/0,4906,19010,00.pdf Bundesministerium des Innern: Erster Bericht über den Einsatz externer Personen in der Bundesverwaltung (pdf)], Berichtszeitraum 01. Januar 2008 – 31. August 2008, Stand 29.09.2008, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Mitarbeiter&lt;br /&gt;
|Sophia Schlette&amp;lt;ref name=&amp;quot;adamek118&amp;quot;/&amp;gt;, Projekt- und Teamleiterin &amp;quot;Gesundheitspolitik&amp;quot; bei Projekten zu integrierter Vollversorgung und Prävention, Teilnehmerin des Personaltauschprogramms &amp;quot;Seitenwechsel&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bmi&amp;quot;/&amp;gt;, Kenntnisse und Kontakte bezügl. US-Gesundheitssystem&amp;lt;ref name=&amp;quot;loetzsch&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Bearbeitete Themen&lt;br /&gt;
| Hospitation und Beratung im Bereich Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik und Gesamtwirtschaftliche Aspekte des Gesundheitswesens; Vorbereitung und Durchführung von Konferenzen und einer USA-Reise der Ministerin, dabei Erstellung von Redeentwürfen&amp;lt;ref name=&amp;quot;loetzsch&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lobbyisten_Ministerien-Box}} &lt;br /&gt;
Das Innenministerium konkretisierte im Mai 2008 die Tätigkeiten der Mitarbeiterin wie folgt:&lt;br /&gt;
* Mitwirkung an Vorbereitung und Durchführung einer internationalen Konferenz des BMG zum Thema AIDS in Bremen im März 2007;&lt;br /&gt;
* Beteiligung an der Vorbereitung des sog.informellen Gesundheitsministerrats in Aachen im April 2007;&lt;br /&gt;
* Mitarbeit an Vorbereitung und Durchführung von Reisen der Bundesministerin Ulla Schmidt; in Abstimmung mit den Fachreferaten Entwicklung von Bausteinen für Redeentwürfe;&lt;br /&gt;
* Mitwirkung an Vorbereitung einer Reise der Bundesministerin nach Kalifornien im Juli 2007, (nicht 2006 wie bei Adamek/Otto angegeben), und anschließende Begleitung der Delegation.&amp;lt;ref name=&amp;quot;loetzsch&amp;quot;/&amp;gt; Laut Adamek/Otto diente eine Reise zur Information über ein privates, amerikanisches Gesundheitsversorgungs-Modell („Kaiser Permanente“)&amp;lt;ref name =&amp;quot;adamek118&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vorbereitung und Durchführung von Fachveranstaltungen im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft&amp;lt;ref&amp;gt;Schriftliche Stellungnahme der Bertelsmann Stiftung auf Anfrage von LobbyControl&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bertelsmann-stiftung.de/ Webseite der Bertelsmann Stiftung]&lt;br /&gt;
* [http://www.nachdenkseiten.de/?cat=27 Rubrik Bertelsmann auf den NachDenkSeiten]&lt;br /&gt;
* [http://www.bertelsmannkritik.de/index.htm www.bertelsmannkritik.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkfabrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheitswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten in Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stiftung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=30753</id>
		<title>Lobbyregister EU</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=30753"/>
		<updated>2014-10-16T08:06:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Hintergrund Lobbyregister in der EU */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Das Europäische Parlament führt seit 1996 eine Liste der beim Parlament akkreditierten Interessensvertreter. Daneben führte die EU-Kommission im Juni 2008 im Rahmen der Europäischen Transparenzinitiative (ETI) das freiwillige ''Register der Interessenvertreter'' ein.  &lt;br /&gt;
Im Juni 2011 wurde schließlich ein gemeinsames Register der [[EU-Kommission]] und des EU-Parlaments unter dem Titel ''Transparenzregister'' eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/aboutparliament/de/007a4abddc/Interessengruppen.html Website des Europäischen Parlaments], abgerufen am 15.9.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Transparenzregister ersetzt das vorherige Register der EU-Kommission und die Liste des EU-Parlaments. Eintragungen in das Tranparenzregister bleiben zunächst auf freiwilliger Basis. Für den Rat der Europäischen Union gibt es bisher kein entsprechendes Register, allerdings hat dieser den Vorschlag unterstützt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/info/about-register/whyTransparencyRegister.do?locale=de Transparenzregister], abgerufen am 18.9.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein verpflichtendes, umfassendes und robustes [[Lobbyregister]] für die Institutionen der Europäischen Union (EU) gibt es derzeit nicht. &lt;br /&gt;
== Hintergrund Lobbyregister in der EU ==&lt;br /&gt;
Den ersten Schritt in Richtung Transparenz beim Lobbyismus machte 1996 das EU-Parlament mit der Einführung eines so genannten Lobbyregisters sowie eines Verhaltenskodex für Lobbyisten. Das Register, das eigentlich eher eine Liste war, war seit 2003 öffentlich auf der Webseite des Parlaments abrufbar. Darin konnten sich Lobbyisten freiwillig registrieren, um einen vereinfachten Zugang zum Parlament zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=de&amp;amp;type=IM-PRESS&amp;amp;reference=20080414FCS26495 EU-Lobbyismus im Blickpunkt] EP Dossier vom 24. Juni 2008, abgerufen am 22. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei der Akkreditierung anzugebenden Daten beschränkten sich jedoch auf den Namen der/des LobbyistIn und den der beauftragenden Organisation. Ersichtlich wurde daher nicht, mit welchen Abgeordneten oder Parlamentsmitarbeitenden Gespräche geführt wurden, mit welchem Ziel Lobbyarbeit betrieben wurde oder welche finanziellen Ressourcen zu diesem Zweck eingesetzt wurden. Bei LobbyistInnen, die nicht für einen Verband oder ein Unternehmen direkt arbeiteten, sondern für eine Lobby-Agentur, blieb auf diese Weise der Kunde der Agentur, d.h. der eigentliche Auftraggeber, ebenfalls unsichtbar. Nach Stand vom Mai 2011 waren 3.912 LobbyistInnen beim EU-Parlament akkreditiert, die für 1.762 Auftraggeber arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 führte die [[EU-Kommission]] ein freiwilliges Lobbyregister. Es enthielt zwar mehr Angaben als die Liste des EU-Parlaments, dafür fehlten hier wiederum die Namen der für die jeweiligen Lobby-Akteure arbeitenden LobbyistInnen. Eingetragen hatten sich nach Stand vom Mai 2011 3.937 Lobby-Organisationen. Problematisch an diesem Register war jedoch, dass bei weitem nicht alle in Brüssel Lobbyarbeit betreibenden Unternehmen, Agenturen, Verbände und Organisationen in dem Register vertreten waren. Mehrere der größten deutschen Konzerne, wie z.B. die [[Deutsche Bank]] und die [[Metro]] AG tauchten nicht auf, obwohl sie in Brüssel Lobbybüros unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/docs/323_de.pdf Verhaltenskodex für Interessenvertreter (Lobbyisten) der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwachpunkt des Registers war die fehlende systematische und unabhängige Überprüfung der von den Lobby-Akteuren gemachten Angaben, z.B. zu Lobbyaufwendungen, sowie nicht ausreichende Sanktionsmöglichkeiten zur Ahndung von Verstößen gegen die Verhaltensregeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/eu_law/your_rights/your_rights_forms_de.htm Beschwerdeformular der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2010 einigten sich EU-Kommission und EU-Parlament nach zweijähriger Verhandlungsdauer auf ein gemeinsames Lobbyregister unter dem offiziellen Titel &amp;quot;Transparenzregister&amp;quot;. Dieses Transparenzregister wurde am 23. Juni 2011 eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Rahmen seiner politischen Programmrichtlinien für die kommende Amtszeit an, ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen realisieren zu wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/pg_en.pdf Junckers A New Start for Europe:&lt;br /&gt;
My Agenda for Jobs,Growth, Fairness and Democratic Change Political Guidelines], Europäische Komission, abgerufen am 06.10.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Lobbycontrol fordert mit Nachdruck dazu auf Juncker zur Umsetzung seiner lobbykritischen Agenda zu verpflichten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/07/anhoerung-im-eu-parlament-juncker-muss-an-verpflichtendem-lobbyregister-festhalten/ Anhörung im EU-Parlament: Juncker muss an verpflichtendem Lobbyregister festhalten], lobbycontrol.de, abgerufen am 06.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Frans Timmermans, der als Kommissar für bessere Rechtsetzung, interinstitutionelle Beziehungen, der Rechtsstaatlichkeit und und Charta der Grundrechte für dieses Thema zuständig sein wird, äußerte sich in der Anhörung vor dem EP entsprechend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/sections/public-affairs/popular-timmermans-signals-mandatory-register-lobbyists-308997 Timmermanns signalisiert ein verpflichtendes Register], Euractiv, Meldung vom 8. Oktober 2014, zuletzt abgerufen 1m 8.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transparenzregister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transparenzregister fasst die bisher getrennten Lobbyregister von EU-Kommission und Parlament zusammen. Ein Vorteil gegenüber dem früheren Register der Interessenvertreter ist, dass die Registrierung der Lobbyakteure Voraussetzung für den Erhalt dauerhafter ZugaPopular Timmermans signals mandatory register of lobbyistsngspässe zum EU-Parlament ist. Dies ist immerhin ein Anreiz, sich auch tatsächlich einzutragen. Des Weiteren ist positiv, dass nun wesentlich mehr Daten über Auftraggeber, Lobbybudget und Lobbyziele öffentlich gemacht werden müssen. Für EU-Bürger gibt es damit nun eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Lobbyaktivitäten in der EU. Nach letztem Stand vom April 2014 waren 4.294 LobbyistInnen mit Zugang zum [[Europäischen Parlament]] akkreditiert, die für 6.502 Lobby-Organisationen arbeiten, in das Transparenzregister eingetragen. Darunter finden sich u.a. 1.969  [[Europäische Wirtschaftsverbände|Wirtschaftsverbände]], 917 Unternehmen,  1.669  Nicht-Regierungsorganisationen sowie 473  [[Denkfabriken auf EU-Ebene|Thinktanks]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=en&amp;amp;action=prepareView Statistiken des Transparenzregisters], abgerufen am 03.04.2014. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle: Statistik des Transparenzregisters''' &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Kategorien und Unterkategorien der Interessengruppen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Anzahl der Organisationen'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|I – Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien/selbständige Berater &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|845&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Beratungsfirmen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|524&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anwaltskanzleien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|82&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Selbständige Berater&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|239&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|II – In-House-Lobbyisten, Gewerbe- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|3.384 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unternehmen und Unternehmensgruppen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|946&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerbe-, Wirtschafts- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.069 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerkschaften &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|141&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere ähnliche Organisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|228&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|III – Nichtregierungsorganisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.778 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nichtregierungsorganisationen, Plattformen und Netzwerke o. ä. &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.778 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|489&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Denkfabriken und Forschungseinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|348&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|141&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|V – Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|43&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|43&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen vertreten  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|323&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Lokale, regionale und kommunale Behörden (subnationale Ebene) &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|143&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|180&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gesamtzahl am 18.09.14 &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|6.892&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=de&amp;amp;action=prepareView Transparenzregister], abgerufen am 18.09.2014. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Implementierung ===&lt;br /&gt;
Für die Implementierung und die Kontrolle des Registers wurde ein gemeinsames Register-Sekretariat von Parlament und Kommission eingerichtet. Die Kompetenz für die Ausstellung von Lobby-Pässen für das EU-Parlament bleibt weiterhin beim EU-Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Übergangszeit von 12 Monaten haben die in den beiden bisherigen Listen registrierten Organisationen die Möglichkeit, sich in das neue Register einzutragen. Zwei Jahre nach der Einführung des Registers soll es eine Evaluation durch Parlament und Kommission geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzielle Angaben ===&lt;br /&gt;
Wie im bisherigen Register der EU-Kommission müssen bei einer Eintragung ins Register Angaben über Lobbyaufwendungen abhängig vom Umsatz des Beratungsunternehmens gemacht werden. Beratungsunternehmen, [[Anwaltskanzleien]] und selbstständige Berater müssen ihren durch Lobbytätigkeiten erzielten Umsatz nach folgendem Muster offenlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Umsatz in Euro'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Stufengröße in Euro'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|0–499 999&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|50 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|500 000–1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|100 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&amp;gt;1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|250 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbände und Unternehmen, die ''in-house''-LobbyistInnen beschäftigen, müssen ihre Lobbyausgaben schätzen. Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Forschungsinstitute sowie Organisationen, die Kirchen und religiöse Gemeinschaften vertreten, müssen ihr Gesamtbudget gemeinsam mit einer Aufschlüsselung ihrer Hauptfinanzierungsquellen angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanktionsmöglichkeiten ===&lt;br /&gt;
Tabelle der Maßnahmen, die im Falle der Nichteinhaltung des Verhaltenskodex für Lobbyisten zur Verfügung stehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color: #444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Art der Nichteinhaltung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Maßnahme'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Erwähnung der Maßnahme im Register'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Entzug des Zugangsausweises zum EP'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Fahrlässige Nichteinhaltung, die sofort korrigiert wird&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schriftliche Benachrichtigung mit Bestätigung der Tatsachen und ihrer Korrektur&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Absichtliche Nichteinhaltung des Kodex, die eine Verhaltensänderung oder Korrektur von Angaben im Register innerhalb einer festgesetzten Frist erfordert&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Zeitweilige Aussetzung bis zu sechs Monaten oder bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die geforderte Korrekturmaßnahme binnen der festgesetzten Frist erfolgt&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja, während der Zeit der Aussetzung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anhaltende Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
*keine Verhaltensänderung&lt;br /&gt;
*keine Korrektur von Angaben binnen der festgesetzten Frist&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Streichung aus dem Register für ein Jahr&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schwere, absichtliche Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Streichung aus dem Register für zwei Jahre&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik am neuen Register ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist der weiterhin freiwillige Charakter des Registers. Eine Registrierung ist nur erforderlich um Zugang zum [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] zu erhalten. Eine allgemein verpflichtende Registrierung wäre ein großer Schritt vorwärts zur effektiven Kontrolle von Lobbyaktivitäten. Das Parlament machte bereits deutlich, dass es diesen Punkt in der Evaluationsphase einbringen möchte. Der EU-Abgeordnete Matthias Groote (SPD) berichtete, dass die Mehrheit des EU-Parlaments sich für ein verpflichtendes Register ausgesprochen hätte, der Vorschlag aber am Widerstand der EU-Kommission scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Hauptargumente der EU-Kommission für das freiwillige Register war bislang, dass eine gesetzliche Grundlage für ein verpflichtendes Register in der EU-Verträgen fehlen würde, bzw. Einstimmigkeit aller EU-Mitgliedsstaaten erfordern würde. Ein neues Rechtsgutachten von Markus Krajewski, Professor für Rechtskunde an der Erlangen-Nürnberg Universität, schlussfolgert jedoch, dass Artikel 298 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) eine rechtliche Grundlage für eine verpflichtende Transparenz von Lobbyisten bietet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alter-eu.org/documents/2013/06/legal-study Rechtsgutachten Markus Krajewski], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung eines verpflichtendes Lobbyregisters durch eine EU-Rechtsverordnung könnte demnach aufgrund der gesetzlichen Grundlage über das normale legislative Vorgehen erfolgen. Ein neuer Bericht von  ''ALTER-EU'', „Rescue the Register“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-Rescue_the_register_20June13.pdf ALTER-EU: Rescue the Register], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, zeigt deutlich, dass ein verpflichtendes Register längst überfällig ist. In dem gegenwärtigen Modell können Firmen, die mit den Regeln des Registers nicht übereinstimmen, ihre Angaben jederzeit zurückziehen. Das freiwillige Register gibt somit nicht nur höchst unrealistische Einblicke in Lobbyaktivitäten, sondern vermittelt der Öffentlichkeit darüber hinaus ein falsches Verständnis der Regulierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben von ''ALTER-EU'' sind 27% der Firmen mit Lobbybüros in Brüssel nicht im Register eingetragen, zusammen mit 24% der Lobby-Beratungsagenturen und einem wesentlichen Anteil von NGOs. Obwohl die [[Europäische Kommission]] weiterhin die ansteigende Zahl der Einträge lobt, sagen diese allein wenig über Lobbyaktivitäten in Brüssel aus: Finanzielle Angaben im Register bleiben äußerst fragwürdig. Zum Beispiel sind laut Register die drei Unternehmen mit den höchsten EU-Lobbyausgaben eine mittelständische französische Versicherungsfirma, ein kleiner Hersteller von Strohpappe und ein Produzent von Bio-Babykleidung. Während diese seltsam hohen Einträge wahrscheinlich auf Fehlern beruhen, liegt zugleich die Vermutung nahe, dass große Akteure wie [[FoodDrinkEurope]] und [[Ebay]] zu geringe Lobbyausgaben angeben. Zudem fehlen mehr als 100 bedeutende Firmen noch immer im Register, darunter darunter [[Goldman Sachs]], [[Rio Tinto]], [[Amazon]] und [[Belfius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik bekommt auch der [[Rat der Europäischen Union]] zu hören, der sich nicht am Transparenzregister beteiligt und sich aus den Verhandlungen heraus hielt. Der Rat der Europäischen Union als wichtigstes legislatives Organ der EU neben dem EU-Parlament führt derzeit keinerlei Form von Lobbyregister. Lobbyisten versuchen die Ratsentscheidungen zwar bereits über die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu beeinflussen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Rat als Institution in Brüssel, insbesondere der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER, frz. für Comité des représentants permanents) ebenfalls Adressat von Lobbyaktivitäten der Brüsseler Lobby-Akteure ist. Durch die Nichtbeteiligung des Rats am neuen Transparenzregister bleibt die Einflussnahme auf nationale Regierungsbeamte weiter im Schatten verborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/strengere-regeln-fr-europas-lobbyisten-004794 Euractiv: Transparenzregister: Neue Regeln für EU-Lobbyisten], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Einführung des Transparenzregisters am 23. Juni 2011 stellte der Rat zum ersten Mal die Möglichkeit in Aussicht, sich in Zukunft doch dem Register anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter wird kritisiert, dass die erforderlichen Angaben über Lobbyaufwendungen nicht vom Umsatz abhängig gemacht werden sollen, sondern für alle Lobbygruppen gleich sein sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greens-efa.eu/de/transparenzregister-3782.html Die Grünen - Europäische Freie Allainz: Transparenzregister], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://europa.eu/transparency-register/index_de.htm  Homepage des Transparenzregisters]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=30752</id>
		<title>Lobbyregister EU</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=30752"/>
		<updated>2014-10-16T07:58:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Transparenzregister */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Das Europäische Parlament führt seit 1996 eine Liste der beim Parlament akkreditierten Interessensvertreter. Daneben führte die EU-Kommission im Juni 2008 im Rahmen der Europäischen Transparenzinitiative (ETI) das freiwillige ''Register der Interessenvertreter'' ein.  &lt;br /&gt;
Im Juni 2011 wurde schließlich ein gemeinsames Register der [[EU-Kommission]] und des EU-Parlaments unter dem Titel ''Transparenzregister'' eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/aboutparliament/de/007a4abddc/Interessengruppen.html Website des Europäischen Parlaments], abgerufen am 15.9.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Transparenzregister ersetzt das vorherige Register der EU-Kommission und die Liste des EU-Parlaments. Eintragungen in das Tranparenzregister bleiben zunächst auf freiwilliger Basis. Für den Rat der Europäischen Union gibt es bisher kein entsprechendes Register, allerdings hat dieser den Vorschlag unterstützt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/info/about-register/whyTransparencyRegister.do?locale=de Transparenzregister], abgerufen am 18.9.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein verpflichtendes, umfassendes und robustes [[Lobbyregister]] für die Institutionen der Europäischen Union (EU) gibt es derzeit nicht. &lt;br /&gt;
== Hintergrund Lobbyregister in der EU ==&lt;br /&gt;
Den ersten Schritt in Richtung Transparenz beim Lobbyismus machte 1996 das EU-Parlament mit der Einführung eines so genannten Lobbyregisters sowie eines Verhaltenskodex für Lobbyisten. Das Register, das eigentlich eher eine Liste war, war seit 2003 öffentlich auf der Webseite des Parlaments abrufbar. Darin konnten sich Lobbyisten freiwillig registrieren, um einen vereinfachten Zugang zum Parlament zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=de&amp;amp;type=IM-PRESS&amp;amp;reference=20080414FCS26495 EU-Lobbyismus im Blickpunkt] EP Dossier vom 24. Juni 2008, abgerufen am 22. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei der Akkreditierung anzugebenden Daten beschränkten sich jedoch auf den Namen der/des LobbyistIn und den der beauftragenden Organisation. Ersichtlich wurde daher nicht, mit welchen Abgeordneten oder Parlamentsmitarbeitenden Gespräche geführt wurden, mit welchem Ziel Lobbyarbeit betrieben wurde oder welche finanziellen Ressourcen zu diesem Zweck eingesetzt wurden. Bei LobbyistInnen, die nicht für einen Verband oder ein Unternehmen direkt arbeiteten, sondern für eine Lobby-Agentur, blieb auf diese Weise der Kunde der Agentur, d.h. der eigentliche Auftraggeber, ebenfalls unsichtbar. Nach Stand vom Mai 2011 waren 3.912 LobbyistInnen beim EU-Parlament akkreditiert, die für 1.762 Auftraggeber arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 führte die [[EU-Kommission]] ein freiwilliges Lobbyregister. Es enthielt zwar mehr Angaben als die Liste des EU-Parlaments, dafür fehlten hier wiederum die Namen der für die jeweiligen Lobby-Akteure arbeitenden LobbyistInnen. Eingetragen hatten sich nach Stand vom Mai 2011 3.937 Lobby-Organisationen. Problematisch an diesem Register war jedoch, dass bei weitem nicht alle in Brüssel Lobbyarbeit betreibenden Unternehmen, Agenturen, Verbände und Organisationen in dem Register vertreten waren. Mehrere der größten deutschen Konzerne, wie z.B. die [[Deutsche Bank]] und die [[Metro]] AG tauchten nicht auf, obwohl sie in Brüssel Lobbybüros unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/docs/323_de.pdf Verhaltenskodex für Interessenvertreter (Lobbyisten) der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwachpunkt des Registers war die fehlende systematische und unabhängige Überprüfung der von den Lobby-Akteuren gemachten Angaben, z.B. zu Lobbyaufwendungen, sowie nicht ausreichende Sanktionsmöglichkeiten zur Ahndung von Verstößen gegen die Verhaltensregeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/eu_law/your_rights/your_rights_forms_de.htm Beschwerdeformular der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2010 einigten sich EU-Kommission und EU-Parlament nach zweijähriger Verhandlungsdauer auf ein gemeinsames Lobbyregister unter dem offiziellen Titel &amp;quot;Transparenzregister&amp;quot;. Dieses Transparenzregister wurde am 23. Juni 2011 eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Rahmen seiner politischen Programmrichtlinien für die kommende Amtszeit an, ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen realisieren zu wollen.&amp;lt;ref&amp;gt; name=&amp;quot;Juncker Guidelines&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Lobbycontrol fordert mit Nachdruck dazu auf Juncker zur Umsetzung seiner lobbykritischen Agenda zu verpflichten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/07/anhoerung-im-eu-parlament-juncker-muss-an-verpflichtendem-lobbyregister-festhalten/ Anhörung im EU-Parlament: Juncker muss an verpflichtendem Lobbyregister festhalten], lobbycontrol.de, abgerufen am 06.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Frans Timmermans, der als Kommissar für bessere Rechtsetzung, interinstitutionelle Beziehungen, der Rechtsstaatlichkeit und und Charta der Grundrechte für dieses Thema zuständig sein wird, äußerte sich in der Anhörung vor dem EP entsprechend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/sections/public-affairs/popular-timmermans-signals-mandatory-register-lobbyists-308997 Timmermanns signalisiert ein verpflichtendes Register], Euractiv, Meldung vom 8. Oktober 2014, zuletzt abgerufen 1m 8.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transparenzregister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transparenzregister fasst die bisher getrennten Lobbyregister von EU-Kommission und Parlament zusammen. Ein Vorteil gegenüber dem früheren Register der Interessenvertreter ist, dass die Registrierung der Lobbyakteure Voraussetzung für den Erhalt dauerhafter ZugaPopular Timmermans signals mandatory register of lobbyistsngspässe zum EU-Parlament ist. Dies ist immerhin ein Anreiz, sich auch tatsächlich einzutragen. Des Weiteren ist positiv, dass nun wesentlich mehr Daten über Auftraggeber, Lobbybudget und Lobbyziele öffentlich gemacht werden müssen. Für EU-Bürger gibt es damit nun eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Lobbyaktivitäten in der EU. Nach letztem Stand vom April 2014 waren 4.294 LobbyistInnen mit Zugang zum [[Europäischen Parlament]] akkreditiert, die für 6.502 Lobby-Organisationen arbeiten, in das Transparenzregister eingetragen. Darunter finden sich u.a. 1.969  [[Europäische Wirtschaftsverbände|Wirtschaftsverbände]], 917 Unternehmen,  1.669  Nicht-Regierungsorganisationen sowie 473  [[Denkfabriken auf EU-Ebene|Thinktanks]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=en&amp;amp;action=prepareView Statistiken des Transparenzregisters], abgerufen am 03.04.2014. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle: Statistik des Transparenzregisters''' &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Kategorien und Unterkategorien der Interessengruppen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Anzahl der Organisationen'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|I – Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien/selbständige Berater &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|845&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Beratungsfirmen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|524&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anwaltskanzleien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|82&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Selbständige Berater&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|239&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|II – In-House-Lobbyisten, Gewerbe- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|3.384 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unternehmen und Unternehmensgruppen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|946&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerbe-, Wirtschafts- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.069 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerkschaften &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|141&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere ähnliche Organisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|228&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|III – Nichtregierungsorganisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.778 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nichtregierungsorganisationen, Plattformen und Netzwerke o. ä. &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.778 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|489&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Denkfabriken und Forschungseinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|348&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|141&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|V – Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|43&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|43&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen vertreten  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|323&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Lokale, regionale und kommunale Behörden (subnationale Ebene) &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|143&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|180&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gesamtzahl am 18.09.14 &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|6.892&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=de&amp;amp;action=prepareView Transparenzregister], abgerufen am 18.09.2014. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Implementierung ===&lt;br /&gt;
Für die Implementierung und die Kontrolle des Registers wurde ein gemeinsames Register-Sekretariat von Parlament und Kommission eingerichtet. Die Kompetenz für die Ausstellung von Lobby-Pässen für das EU-Parlament bleibt weiterhin beim EU-Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Übergangszeit von 12 Monaten haben die in den beiden bisherigen Listen registrierten Organisationen die Möglichkeit, sich in das neue Register einzutragen. Zwei Jahre nach der Einführung des Registers soll es eine Evaluation durch Parlament und Kommission geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzielle Angaben ===&lt;br /&gt;
Wie im bisherigen Register der EU-Kommission müssen bei einer Eintragung ins Register Angaben über Lobbyaufwendungen abhängig vom Umsatz des Beratungsunternehmens gemacht werden. Beratungsunternehmen, [[Anwaltskanzleien]] und selbstständige Berater müssen ihren durch Lobbytätigkeiten erzielten Umsatz nach folgendem Muster offenlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Umsatz in Euro'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Stufengröße in Euro'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|0–499 999&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|50 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|500 000–1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|100 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&amp;gt;1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|250 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbände und Unternehmen, die ''in-house''-LobbyistInnen beschäftigen, müssen ihre Lobbyausgaben schätzen. Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Forschungsinstitute sowie Organisationen, die Kirchen und religiöse Gemeinschaften vertreten, müssen ihr Gesamtbudget gemeinsam mit einer Aufschlüsselung ihrer Hauptfinanzierungsquellen angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanktionsmöglichkeiten ===&lt;br /&gt;
Tabelle der Maßnahmen, die im Falle der Nichteinhaltung des Verhaltenskodex für Lobbyisten zur Verfügung stehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color: #444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Art der Nichteinhaltung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Maßnahme'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Erwähnung der Maßnahme im Register'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Entzug des Zugangsausweises zum EP'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Fahrlässige Nichteinhaltung, die sofort korrigiert wird&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schriftliche Benachrichtigung mit Bestätigung der Tatsachen und ihrer Korrektur&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Absichtliche Nichteinhaltung des Kodex, die eine Verhaltensänderung oder Korrektur von Angaben im Register innerhalb einer festgesetzten Frist erfordert&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Zeitweilige Aussetzung bis zu sechs Monaten oder bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die geforderte Korrekturmaßnahme binnen der festgesetzten Frist erfolgt&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja, während der Zeit der Aussetzung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anhaltende Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
*keine Verhaltensänderung&lt;br /&gt;
*keine Korrektur von Angaben binnen der festgesetzten Frist&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Streichung aus dem Register für ein Jahr&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schwere, absichtliche Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Streichung aus dem Register für zwei Jahre&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik am neuen Register ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist der weiterhin freiwillige Charakter des Registers. Eine Registrierung ist nur erforderlich um Zugang zum [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] zu erhalten. Eine allgemein verpflichtende Registrierung wäre ein großer Schritt vorwärts zur effektiven Kontrolle von Lobbyaktivitäten. Das Parlament machte bereits deutlich, dass es diesen Punkt in der Evaluationsphase einbringen möchte. Der EU-Abgeordnete Matthias Groote (SPD) berichtete, dass die Mehrheit des EU-Parlaments sich für ein verpflichtendes Register ausgesprochen hätte, der Vorschlag aber am Widerstand der EU-Kommission scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Hauptargumente der EU-Kommission für das freiwillige Register war bislang, dass eine gesetzliche Grundlage für ein verpflichtendes Register in der EU-Verträgen fehlen würde, bzw. Einstimmigkeit aller EU-Mitgliedsstaaten erfordern würde. Ein neues Rechtsgutachten von Markus Krajewski, Professor für Rechtskunde an der Erlangen-Nürnberg Universität, schlussfolgert jedoch, dass Artikel 298 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) eine rechtliche Grundlage für eine verpflichtende Transparenz von Lobbyisten bietet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alter-eu.org/documents/2013/06/legal-study Rechtsgutachten Markus Krajewski], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung eines verpflichtendes Lobbyregisters durch eine EU-Rechtsverordnung könnte demnach aufgrund der gesetzlichen Grundlage über das normale legislative Vorgehen erfolgen. Ein neuer Bericht von  ''ALTER-EU'', „Rescue the Register“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-Rescue_the_register_20June13.pdf ALTER-EU: Rescue the Register], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, zeigt deutlich, dass ein verpflichtendes Register längst überfällig ist. In dem gegenwärtigen Modell können Firmen, die mit den Regeln des Registers nicht übereinstimmen, ihre Angaben jederzeit zurückziehen. Das freiwillige Register gibt somit nicht nur höchst unrealistische Einblicke in Lobbyaktivitäten, sondern vermittelt der Öffentlichkeit darüber hinaus ein falsches Verständnis der Regulierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben von ''ALTER-EU'' sind 27% der Firmen mit Lobbybüros in Brüssel nicht im Register eingetragen, zusammen mit 24% der Lobby-Beratungsagenturen und einem wesentlichen Anteil von NGOs. Obwohl die [[Europäische Kommission]] weiterhin die ansteigende Zahl der Einträge lobt, sagen diese allein wenig über Lobbyaktivitäten in Brüssel aus: Finanzielle Angaben im Register bleiben äußerst fragwürdig. Zum Beispiel sind laut Register die drei Unternehmen mit den höchsten EU-Lobbyausgaben eine mittelständische französische Versicherungsfirma, ein kleiner Hersteller von Strohpappe und ein Produzent von Bio-Babykleidung. Während diese seltsam hohen Einträge wahrscheinlich auf Fehlern beruhen, liegt zugleich die Vermutung nahe, dass große Akteure wie [[FoodDrinkEurope]] und [[Ebay]] zu geringe Lobbyausgaben angeben. Zudem fehlen mehr als 100 bedeutende Firmen noch immer im Register, darunter darunter [[Goldman Sachs]], [[Rio Tinto]], [[Amazon]] und [[Belfius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik bekommt auch der [[Rat der Europäischen Union]] zu hören, der sich nicht am Transparenzregister beteiligt und sich aus den Verhandlungen heraus hielt. Der Rat der Europäischen Union als wichtigstes legislatives Organ der EU neben dem EU-Parlament führt derzeit keinerlei Form von Lobbyregister. Lobbyisten versuchen die Ratsentscheidungen zwar bereits über die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu beeinflussen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Rat als Institution in Brüssel, insbesondere der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER, frz. für Comité des représentants permanents) ebenfalls Adressat von Lobbyaktivitäten der Brüsseler Lobby-Akteure ist. Durch die Nichtbeteiligung des Rats am neuen Transparenzregister bleibt die Einflussnahme auf nationale Regierungsbeamte weiter im Schatten verborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/strengere-regeln-fr-europas-lobbyisten-004794 Euractiv: Transparenzregister: Neue Regeln für EU-Lobbyisten], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Einführung des Transparenzregisters am 23. Juni 2011 stellte der Rat zum ersten Mal die Möglichkeit in Aussicht, sich in Zukunft doch dem Register anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter wird kritisiert, dass die erforderlichen Angaben über Lobbyaufwendungen nicht vom Umsatz abhängig gemacht werden sollen, sondern für alle Lobbygruppen gleich sein sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greens-efa.eu/de/transparenzregister-3782.html Die Grünen - Europäische Freie Allainz: Transparenzregister], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://europa.eu/transparency-register/index_de.htm  Homepage des Transparenzregisters]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=30751</id>
		<title>Lobbyregister EU</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=30751"/>
		<updated>2014-10-16T07:31:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Hintergrund Lobbyregister in der EU */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Das Europäische Parlament führt seit 1996 eine Liste der beim Parlament akkreditierten Interessensvertreter. Daneben führte die EU-Kommission im Juni 2008 im Rahmen der Europäischen Transparenzinitiative (ETI) das freiwillige ''Register der Interessenvertreter'' ein.  &lt;br /&gt;
Im Juni 2011 wurde schließlich ein gemeinsames Register der [[EU-Kommission]] und des EU-Parlaments unter dem Titel ''Transparenzregister'' eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/aboutparliament/de/007a4abddc/Interessengruppen.html Website des Europäischen Parlaments], abgerufen am 15.9.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Transparenzregister ersetzt das vorherige Register der EU-Kommission und die Liste des EU-Parlaments. Eintragungen in das Tranparenzregister bleiben zunächst auf freiwilliger Basis. Für den Rat der Europäischen Union gibt es bisher kein entsprechendes Register, allerdings hat dieser den Vorschlag unterstützt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/info/about-register/whyTransparencyRegister.do?locale=de Transparenzregister], abgerufen am 18.9.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein verpflichtendes, umfassendes und robustes [[Lobbyregister]] für die Institutionen der Europäischen Union (EU) gibt es derzeit nicht. &lt;br /&gt;
== Hintergrund Lobbyregister in der EU ==&lt;br /&gt;
Den ersten Schritt in Richtung Transparenz beim Lobbyismus machte 1996 das EU-Parlament mit der Einführung eines so genannten Lobbyregisters sowie eines Verhaltenskodex für Lobbyisten. Das Register, das eigentlich eher eine Liste war, war seit 2003 öffentlich auf der Webseite des Parlaments abrufbar. Darin konnten sich Lobbyisten freiwillig registrieren, um einen vereinfachten Zugang zum Parlament zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=de&amp;amp;type=IM-PRESS&amp;amp;reference=20080414FCS26495 EU-Lobbyismus im Blickpunkt] EP Dossier vom 24. Juni 2008, abgerufen am 22. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei der Akkreditierung anzugebenden Daten beschränkten sich jedoch auf den Namen der/des LobbyistIn und den der beauftragenden Organisation. Ersichtlich wurde daher nicht, mit welchen Abgeordneten oder Parlamentsmitarbeitenden Gespräche geführt wurden, mit welchem Ziel Lobbyarbeit betrieben wurde oder welche finanziellen Ressourcen zu diesem Zweck eingesetzt wurden. Bei LobbyistInnen, die nicht für einen Verband oder ein Unternehmen direkt arbeiteten, sondern für eine Lobby-Agentur, blieb auf diese Weise der Kunde der Agentur, d.h. der eigentliche Auftraggeber, ebenfalls unsichtbar. Nach Stand vom Mai 2011 waren 3.912 LobbyistInnen beim EU-Parlament akkreditiert, die für 1.762 Auftraggeber arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 führte die [[EU-Kommission]] ein freiwilliges Lobbyregister. Es enthielt zwar mehr Angaben als die Liste des EU-Parlaments, dafür fehlten hier wiederum die Namen der für die jeweiligen Lobby-Akteure arbeitenden LobbyistInnen. Eingetragen hatten sich nach Stand vom Mai 2011 3.937 Lobby-Organisationen. Problematisch an diesem Register war jedoch, dass bei weitem nicht alle in Brüssel Lobbyarbeit betreibenden Unternehmen, Agenturen, Verbände und Organisationen in dem Register vertreten waren. Mehrere der größten deutschen Konzerne, wie z.B. die [[Deutsche Bank]] und die [[Metro]] AG tauchten nicht auf, obwohl sie in Brüssel Lobbybüros unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/docs/323_de.pdf Verhaltenskodex für Interessenvertreter (Lobbyisten) der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwachpunkt des Registers war die fehlende systematische und unabhängige Überprüfung der von den Lobby-Akteuren gemachten Angaben, z.B. zu Lobbyaufwendungen, sowie nicht ausreichende Sanktionsmöglichkeiten zur Ahndung von Verstößen gegen die Verhaltensregeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/eu_law/your_rights/your_rights_forms_de.htm Beschwerdeformular der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2010 einigten sich EU-Kommission und EU-Parlament nach zweijähriger Verhandlungsdauer auf ein gemeinsames Lobbyregister unter dem offiziellen Titel &amp;quot;Transparenzregister&amp;quot;. Dieses Transparenzregister wurde am 23. Juni 2011 eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Rahmen seiner politischen Programmrichtlinien für die kommende Amtszeit an, ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen realisieren zu wollen.&amp;lt;ref&amp;gt; name=&amp;quot;Juncker Guidelines&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Lobbycontrol fordert mit Nachdruck dazu auf Juncker zur Umsetzung seiner lobbykritischen Agenda zu verpflichten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/07/anhoerung-im-eu-parlament-juncker-muss-an-verpflichtendem-lobbyregister-festhalten/ Anhörung im EU-Parlament: Juncker muss an verpflichtendem Lobbyregister festhalten], lobbycontrol.de, abgerufen am 06.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Frans Timmermans, der als Kommissar für bessere Rechtsetzung, interinstitutionelle Beziehungen, der Rechtsstaatlichkeit und und Charta der Grundrechte für dieses Thema zuständig sein wird, äußerte sich in der Anhörung vor dem EP entsprechend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/sections/public-affairs/popular-timmermans-signals-mandatory-register-lobbyists-308997 Timmermanns signalisiert ein verpflichtendes Register], Euractiv, Meldung vom 8. Oktober 2014, zuletzt abgerufen 1m 8.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transparenzregister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transparenzregister fasst die bisher getrennten Lobbyregister von EU-Kommission und Parlament zusammen. Ein Vorteil gegenüber dem früheren Register der Interessenvertreter ist, dass die Registrierung der Lobbyakteure Voraussetzung für den Erhalt dauerhafter ZugaPopular Timmermans signals mandatory register of lobbyistsngspässe zum EU-Parlament ist. Dies ist immerhin ein Anreiz, sich auch tatsächlich einzutragen. Des Weiteren ist positiv, dass nun wesentlich mehr Daten über Auftraggeber, Lobbybudget und Lobbyziele öffentlich gemacht werden müssen. Für EU-Bürger gibt es damit nun eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Lobbyaktivitäten in der EU. Nach letztem Stand vom April 2014 waren 4.294 LobbyistInnen mit Zugang zum [[Europäischen Parlament]] akkreditiert, die für 6.502 Lobby-Organisationen arbeiten, in das Transparenzregister eingetragen. Darunter finden sich u.a. 1.969  [[Europäische Wirtschaftsverbände|Wirtschaftsverbände]], 917 Unternehmen,  1.669  Nicht-Regierungsorganisationen sowie 473  [[Denkfabriken auf EU-Ebene|Thinktanks]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=en&amp;amp;action=prepareView Statistiken des Transparenzregisters], abgerufen am 03.04.2014. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle: Statistik des Transparenzregisters''' &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Kategorien und Unterkategorien der Interessengruppen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Anzahl der Organisationen'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|I – Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien/selbständige Berater &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|845&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Beratungsfirmen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|524&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anwaltskanzleien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|82&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Selbständige Berater&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|239&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|II – In-House-Lobbyisten, Gewerbe- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|3.384 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unternehmen und Unternehmensgruppen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|946&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerbe-, Wirtschafts- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.069 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerkschaften &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|141&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere ähnliche Organisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|228&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|III – Nichtregierungsorganisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.778 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nichtregierungsorganisationen, Plattformen und Netzwerke o. ä. &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.778 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|489&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Denkfabriken und Forschungseinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|348&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|141&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|V – Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|43&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|43&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen vertreten  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|323&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Lokale, regionale und kommunale Behörden (subnationale Ebene) &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|143&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|180&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gesamtzahl am 18.09.14 &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|6.892&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=de&amp;amp;action=prepareView], abgerufen am 18.09.2014. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Implementierung ===&lt;br /&gt;
Für die Implementierung und die Kontrolle des Registers wurde ein gemeinsames Register-Sekretariat von Parlament und Kommission eingerichtet. Die Kompetenz für die Ausstellung von Lobby-Pässen für das EU-Parlament bleibt weiterhin beim EU-Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Übergangszeit von 12 Monaten haben die in den beiden bisherigen Listen registrierten Organisationen die Möglichkeit, sich in das neue Register einzutragen. Zwei Jahre nach der Einführung des Registers soll es eine Evaluation durch Parlament und Kommission geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzielle Angaben ===&lt;br /&gt;
Wie im bisherigen Register der EU-Kommission müssen bei einer Eintragung ins Register Angaben über Lobbyaufwendungen abhängig vom Umsatz des Beratungsunternehmens gemacht werden. Beratungsunternehmen, [[Anwaltskanzleien]] und selbstständige Berater müssen ihren durch Lobbytätigkeiten erzielten Umsatz nach folgendem Muster offenlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Umsatz in Euro'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Stufengröße in Euro'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|0–499 999&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|50 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|500 000–1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|100 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&amp;gt;1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|250 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbände und Unternehmen, die ''in-house''-LobbyistInnen beschäftigen, müssen ihre Lobbyausgaben schätzen. Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Forschungsinstitute sowie Organisationen, die Kirchen und religiöse Gemeinschaften vertreten, müssen ihr Gesamtbudget gemeinsam mit einer Aufschlüsselung ihrer Hauptfinanzierungsquellen angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanktionsmöglichkeiten ===&lt;br /&gt;
Tabelle der Maßnahmen, die im Falle der Nichteinhaltung des Verhaltenskodex für Lobbyisten zur Verfügung stehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color: #444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Art der Nichteinhaltung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Maßnahme'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Erwähnung der Maßnahme im Register'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Entzug des Zugangsausweises zum EP'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Fahrlässige Nichteinhaltung, die sofort korrigiert wird&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schriftliche Benachrichtigung mit Bestätigung der Tatsachen und ihrer Korrektur&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Absichtliche Nichteinhaltung des Kodex, die eine Verhaltensänderung oder Korrektur von Angaben im Register innerhalb einer festgesetzten Frist erfordert&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Zeitweilige Aussetzung bis zu sechs Monaten oder bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die geforderte Korrekturmaßnahme binnen der festgesetzten Frist erfolgt&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja, während der Zeit der Aussetzung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anhaltende Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
*keine Verhaltensänderung&lt;br /&gt;
*keine Korrektur von Angaben binnen der festgesetzten Frist&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Streichung aus dem Register für ein Jahr&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schwere, absichtliche Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Streichung aus dem Register für zwei Jahre&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik am neuen Register ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist der weiterhin freiwillige Charakter des Registers. Eine Registrierung ist nur erforderlich um Zugang zum [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] zu erhalten. Eine allgemein verpflichtende Registrierung wäre ein großer Schritt vorwärts zur effektiven Kontrolle von Lobbyaktivitäten. Das Parlament machte bereits deutlich, dass es diesen Punkt in der Evaluationsphase einbringen möchte. Der EU-Abgeordnete Matthias Groote (SPD) berichtete, dass die Mehrheit des EU-Parlaments sich für ein verpflichtendes Register ausgesprochen hätte, der Vorschlag aber am Widerstand der EU-Kommission scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Hauptargumente der EU-Kommission für das freiwillige Register war bislang, dass eine gesetzliche Grundlage für ein verpflichtendes Register in der EU-Verträgen fehlen würde, bzw. Einstimmigkeit aller EU-Mitgliedsstaaten erfordern würde. Ein neues Rechtsgutachten von Markus Krajewski, Professor für Rechtskunde an der Erlangen-Nürnberg Universität, schlussfolgert jedoch, dass Artikel 298 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) eine rechtliche Grundlage für eine verpflichtende Transparenz von Lobbyisten bietet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alter-eu.org/documents/2013/06/legal-study Rechtsgutachten Markus Krajewski], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung eines verpflichtendes Lobbyregisters durch eine EU-Rechtsverordnung könnte demnach aufgrund der gesetzlichen Grundlage über das normale legislative Vorgehen erfolgen. Ein neuer Bericht von  ''ALTER-EU'', „Rescue the Register“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-Rescue_the_register_20June13.pdf ALTER-EU: Rescue the Register], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, zeigt deutlich, dass ein verpflichtendes Register längst überfällig ist. In dem gegenwärtigen Modell können Firmen, die mit den Regeln des Registers nicht übereinstimmen, ihre Angaben jederzeit zurückziehen. Das freiwillige Register gibt somit nicht nur höchst unrealistische Einblicke in Lobbyaktivitäten, sondern vermittelt der Öffentlichkeit darüber hinaus ein falsches Verständnis der Regulierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben von ''ALTER-EU'' sind 27% der Firmen mit Lobbybüros in Brüssel nicht im Register eingetragen, zusammen mit 24% der Lobby-Beratungsagenturen und einem wesentlichen Anteil von NGOs. Obwohl die [[Europäische Kommission]] weiterhin die ansteigende Zahl der Einträge lobt, sagen diese allein wenig über Lobbyaktivitäten in Brüssel aus: Finanzielle Angaben im Register bleiben äußerst fragwürdig. Zum Beispiel sind laut Register die drei Unternehmen mit den höchsten EU-Lobbyausgaben eine mittelständische französische Versicherungsfirma, ein kleiner Hersteller von Strohpappe und ein Produzent von Bio-Babykleidung. Während diese seltsam hohen Einträge wahrscheinlich auf Fehlern beruhen, liegt zugleich die Vermutung nahe, dass große Akteure wie [[FoodDrinkEurope]] und [[Ebay]] zu geringe Lobbyausgaben angeben. Zudem fehlen mehr als 100 bedeutende Firmen noch immer im Register, darunter darunter [[Goldman Sachs]], [[Rio Tinto]], [[Amazon]] und [[Belfius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik bekommt auch der [[Rat der Europäischen Union]] zu hören, der sich nicht am Transparenzregister beteiligt und sich aus den Verhandlungen heraus hielt. Der Rat der Europäischen Union als wichtigstes legislatives Organ der EU neben dem EU-Parlament führt derzeit keinerlei Form von Lobbyregister. Lobbyisten versuchen die Ratsentscheidungen zwar bereits über die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu beeinflussen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Rat als Institution in Brüssel, insbesondere der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER, frz. für Comité des représentants permanents) ebenfalls Adressat von Lobbyaktivitäten der Brüsseler Lobby-Akteure ist. Durch die Nichtbeteiligung des Rats am neuen Transparenzregister bleibt die Einflussnahme auf nationale Regierungsbeamte weiter im Schatten verborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/strengere-regeln-fr-europas-lobbyisten-004794 Euractiv: Transparenzregister: Neue Regeln für EU-Lobbyisten], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Einführung des Transparenzregisters am 23. Juni 2011 stellte der Rat zum ersten Mal die Möglichkeit in Aussicht, sich in Zukunft doch dem Register anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter wird kritisiert, dass die erforderlichen Angaben über Lobbyaufwendungen nicht vom Umsatz abhängig gemacht werden sollen, sondern für alle Lobbygruppen gleich sein sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greens-efa.eu/de/transparenzregister-3782.html Die Grünen - Europäische Freie Allainz: Transparenzregister], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://europa.eu/transparency-register/index_de.htm  Homepage des Transparenzregisters]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=30750</id>
		<title>Lobbyregister EU</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=30750"/>
		<updated>2014-10-16T06:59:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Hintergrund Lobbyregister in der EU */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Das Europäische Parlament führt seit 1996 eine Liste der beim Parlament akkreditierten Interessensvertreter. Daneben führte die EU-Kommission im Juni 2008 im Rahmen der Europäischen Transparenzinitiative (ETI) das freiwillige ''Register der Interessenvertreter'' ein.  &lt;br /&gt;
Im Juni 2011 wurde schließlich ein gemeinsames Register der [[EU-Kommission]] und des EU-Parlaments unter dem Titel ''Transparenzregister'' eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/aboutparliament/de/007a4abddc/Interessengruppen.html Website des Europäischen Parlaments], abgerufen am 15.9.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Transparenzregister ersetzt das vorherige Register der EU-Kommission und die Liste des EU-Parlaments. Eintragungen in das Tranparenzregister bleiben zunächst auf freiwilliger Basis. Für den Rat der Europäischen Union gibt es bisher kein entsprechendes Register, allerdings hat dieser den Vorschlag unterstützt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/info/about-register/whyTransparencyRegister.do?locale=de Transparenzregister], abgerufen am 18.9.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein verpflichtendes, umfassendes und robustes [[Lobbyregister]] für die Institutionen der Europäischen Union (EU) gibt es derzeit nicht. &lt;br /&gt;
== Hintergrund Lobbyregister in der EU ==&lt;br /&gt;
Den ersten Schritt in Richtung Transparenz beim Lobbyismus machte 1996 das EU-Parlament mit der Einführung eines so genannten Lobbyregisters sowie eines Verhaltenskodex für Lobbyisten. Das Register, das eigentlich eher eine Liste war, war seit 2003 öffentlich auf der Webseite des Parlaments abrufbar. Darin konnten sich Lobbyisten freiwillig registrieren, um einen vereinfachten Zugang zum Parlament zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=de&amp;amp;type=IM-PRESS&amp;amp;reference=20080414FCS26495 EU-Lobbyismus im Blickpunkt] EP Dossier vom 24. Juni 2008, abgerufen am 22. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei der Akkreditierung anzugebenden Daten beschränkten sich jedoch auf den Namen der/des LobbyistIn und den der beauftragenden Organisation. Ersichtlich wurde daher nicht, mit welchen Abgeordneten oder Parlamentsmitarbeitenden Gespräche geführt wurden, mit welchem Ziel Lobbyarbeit betrieben wurde oder welche finanziellen Ressourcen zu diesem Zweck eingesetzt wurden. Bei LobbyistInnen, die nicht für einen Verband oder ein Unternehmen direkt arbeiteten, sondern für eine Lobby-Agentur, blieb auf diese Weise der Kunde der Agentur, d.h. der eigentliche Auftraggeber, ebenfalls unsichtbar. Nach Stand vom Mai 2011 waren 3.912 LobbyistInnen beim EU-Parlament akkreditiert, die für 1.762 Auftraggeber arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 führte die [[EU-Kommission]] ein freiwilliges Lobbyregister. Es enthielt zwar mehr Angaben als die Liste des EU-Parlaments, dafür fehlten hier wiederum die Namen der für die jeweiligen Lobby-Akteure arbeitenden LobbyistInnen. Eingetragen hatten sich nach Stand vom Mai 2011 3.937 Lobby-Organisationen. Problematisch an diesem Register war jedoch, dass bei weitem nicht alle in Brüssel Lobbyarbeit betreibenden Unternehmen, Agenturen, Verbände und Organisationen in dem Register vertreten waren. Mehrere der größten deutschen Konzerne, wie z.B. die [[Deutsche Bank]] und die [[Metro]] AG tauchten nicht auf, obwohl sie in Brüssel Lobbybüros unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/docs/323_de.pdf Verhaltenskodex für Interessenvertreter (Lobbyisten) der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwachpunkt des Registers war die fehlende systematische und unabhängige Überprüfung der von den Lobby-Akteuren gemachten Angaben, z.B. zu Lobbyaufwendungen, sowie nicht ausreichende Sanktionsmöglichkeiten zur Ahndung von Verstößen gegen die Verhaltensregeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/eu_law/your_rights/your_rights_forms_de.htm Beschwerdeformular der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2010 einigten sich EU-Kommission und EU-Parlament nach zweijähriger Verhandlungsdauer auf ein gemeinsames Lobbyregister unter dem offiziellen Titel &amp;quot;Transparenzregister&amp;quot;. Dieses Transparenzregister wurde am 23. Juni 2011 eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Rahmen seiner politischen Programmrichtlinien für die kommende Amtszeit an, ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen realisieren zu wollen.&amp;lt;ref&amp;gt; name=&amp;quot;Juncker Guidelines&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Lobbycontrol fordert mit Nachdruck dazu auf Juncker zur Umsetzung seiner lobbykritischen Agenda zu verpflichten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/07/anhoerung-im-eu-parlament-juncker-muss-an-verpflichtendem-lobbyregister-festhalten/ Anhörung im EU-Parlament: Juncker muss an verpflichtendem Lobbyregister festhalten], lobbycontrol.de, abgerufen am 06.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Frans Timmermans, der als Kommissar für bessere Rechtsetzung, interinstitutionelle Beziehungen, der Rechtsstaatlichkeit und und Charta der Grundrechte für dieses Thema zuständig sein wird, äußerte sich in der Anhörung vor dem EP entsprechend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/sections/public-affairs/popular-timmermans-signals-mandatory-register-lobbyists-308997], Euractiv, Meldung vom 8. Oktober 2014, zuletzt abgerufen 1m 8.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transparenzregister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transparenzregister fasst die bisher getrennten Lobbyregister von EU-Kommission und Parlament zusammen. Ein Vorteil gegenüber dem früheren Register der Interessenvertreter ist, dass die Registrierung der Lobbyakteure Voraussetzung für den Erhalt dauerhafter ZugaPopular Timmermans signals mandatory register of lobbyistsngspässe zum EU-Parlament ist. Dies ist immerhin ein Anreiz, sich auch tatsächlich einzutragen. Des Weiteren ist positiv, dass nun wesentlich mehr Daten über Auftraggeber, Lobbybudget und Lobbyziele öffentlich gemacht werden müssen. Für EU-Bürger gibt es damit nun eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Lobbyaktivitäten in der EU. Nach letztem Stand vom April 2014 waren 4.294 LobbyistInnen mit Zugang zum [[Europäischen Parlament]] akkreditiert, die für 6.502 Lobby-Organisationen arbeiten, in das Transparenzregister eingetragen. Darunter finden sich u.a. 1.969  [[Europäische Wirtschaftsverbände|Wirtschaftsverbände]], 917 Unternehmen,  1.669  Nicht-Regierungsorganisationen sowie 473  [[Denkfabriken auf EU-Ebene|Thinktanks]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=en&amp;amp;action=prepareView Statistiken des Transparenzregisters], abgerufen am 03.04.2014. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle: Statistik des Transparenzregisters''' &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Kategorien und Unterkategorien der Interessengruppen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Anzahl der Organisationen'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|I – Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien/selbständige Berater &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|845&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Beratungsfirmen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|524&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anwaltskanzleien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|82&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Selbständige Berater&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|239&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|II – In-House-Lobbyisten, Gewerbe- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|3.384 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unternehmen und Unternehmensgruppen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|946&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerbe-, Wirtschafts- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.069 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerkschaften &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|141&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere ähnliche Organisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|228&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|III – Nichtregierungsorganisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.778 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nichtregierungsorganisationen, Plattformen und Netzwerke o. ä. &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.778 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|489&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Denkfabriken und Forschungseinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|348&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|141&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|V – Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|43&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|43&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen vertreten  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|323&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Lokale, regionale und kommunale Behörden (subnationale Ebene) &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|143&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|180&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gesamtzahl am 18.09.14 &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|6.892&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=de&amp;amp;action=prepareView], abgerufen am 18.09.2014. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Implementierung ===&lt;br /&gt;
Für die Implementierung und die Kontrolle des Registers wurde ein gemeinsames Register-Sekretariat von Parlament und Kommission eingerichtet. Die Kompetenz für die Ausstellung von Lobby-Pässen für das EU-Parlament bleibt weiterhin beim EU-Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Übergangszeit von 12 Monaten haben die in den beiden bisherigen Listen registrierten Organisationen die Möglichkeit, sich in das neue Register einzutragen. Zwei Jahre nach der Einführung des Registers soll es eine Evaluation durch Parlament und Kommission geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzielle Angaben ===&lt;br /&gt;
Wie im bisherigen Register der EU-Kommission müssen bei einer Eintragung ins Register Angaben über Lobbyaufwendungen abhängig vom Umsatz des Beratungsunternehmens gemacht werden. Beratungsunternehmen, [[Anwaltskanzleien]] und selbstständige Berater müssen ihren durch Lobbytätigkeiten erzielten Umsatz nach folgendem Muster offenlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Umsatz in Euro'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Stufengröße in Euro'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|0–499 999&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|50 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|500 000–1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|100 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&amp;gt;1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|250 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbände und Unternehmen, die ''in-house''-LobbyistInnen beschäftigen, müssen ihre Lobbyausgaben schätzen. Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Forschungsinstitute sowie Organisationen, die Kirchen und religiöse Gemeinschaften vertreten, müssen ihr Gesamtbudget gemeinsam mit einer Aufschlüsselung ihrer Hauptfinanzierungsquellen angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanktionsmöglichkeiten ===&lt;br /&gt;
Tabelle der Maßnahmen, die im Falle der Nichteinhaltung des Verhaltenskodex für Lobbyisten zur Verfügung stehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color: #444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Art der Nichteinhaltung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Maßnahme'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Erwähnung der Maßnahme im Register'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Entzug des Zugangsausweises zum EP'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Fahrlässige Nichteinhaltung, die sofort korrigiert wird&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schriftliche Benachrichtigung mit Bestätigung der Tatsachen und ihrer Korrektur&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Absichtliche Nichteinhaltung des Kodex, die eine Verhaltensänderung oder Korrektur von Angaben im Register innerhalb einer festgesetzten Frist erfordert&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Zeitweilige Aussetzung bis zu sechs Monaten oder bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die geforderte Korrekturmaßnahme binnen der festgesetzten Frist erfolgt&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja, während der Zeit der Aussetzung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anhaltende Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
*keine Verhaltensänderung&lt;br /&gt;
*keine Korrektur von Angaben binnen der festgesetzten Frist&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Streichung aus dem Register für ein Jahr&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schwere, absichtliche Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Streichung aus dem Register für zwei Jahre&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik am neuen Register ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist der weiterhin freiwillige Charakter des Registers. Eine Registrierung ist nur erforderlich um Zugang zum [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] zu erhalten. Eine allgemein verpflichtende Registrierung wäre ein großer Schritt vorwärts zur effektiven Kontrolle von Lobbyaktivitäten. Das Parlament machte bereits deutlich, dass es diesen Punkt in der Evaluationsphase einbringen möchte. Der EU-Abgeordnete Matthias Groote (SPD) berichtete, dass die Mehrheit des EU-Parlaments sich für ein verpflichtendes Register ausgesprochen hätte, der Vorschlag aber am Widerstand der EU-Kommission scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Hauptargumente der EU-Kommission für das freiwillige Register war bislang, dass eine gesetzliche Grundlage für ein verpflichtendes Register in der EU-Verträgen fehlen würde, bzw. Einstimmigkeit aller EU-Mitgliedsstaaten erfordern würde. Ein neues Rechtsgutachten von Markus Krajewski, Professor für Rechtskunde an der Erlangen-Nürnberg Universität, schlussfolgert jedoch, dass Artikel 298 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) eine rechtliche Grundlage für eine verpflichtende Transparenz von Lobbyisten bietet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alter-eu.org/documents/2013/06/legal-study Rechtsgutachten Markus Krajewski], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung eines verpflichtendes Lobbyregisters durch eine EU-Rechtsverordnung könnte demnach aufgrund der gesetzlichen Grundlage über das normale legislative Vorgehen erfolgen. Ein neuer Bericht von  ''ALTER-EU'', „Rescue the Register“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-Rescue_the_register_20June13.pdf ALTER-EU: Rescue the Register], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, zeigt deutlich, dass ein verpflichtendes Register längst überfällig ist. In dem gegenwärtigen Modell können Firmen, die mit den Regeln des Registers nicht übereinstimmen, ihre Angaben jederzeit zurückziehen. Das freiwillige Register gibt somit nicht nur höchst unrealistische Einblicke in Lobbyaktivitäten, sondern vermittelt der Öffentlichkeit darüber hinaus ein falsches Verständnis der Regulierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben von ''ALTER-EU'' sind 27% der Firmen mit Lobbybüros in Brüssel nicht im Register eingetragen, zusammen mit 24% der Lobby-Beratungsagenturen und einem wesentlichen Anteil von NGOs. Obwohl die [[Europäische Kommission]] weiterhin die ansteigende Zahl der Einträge lobt, sagen diese allein wenig über Lobbyaktivitäten in Brüssel aus: Finanzielle Angaben im Register bleiben äußerst fragwürdig. Zum Beispiel sind laut Register die drei Unternehmen mit den höchsten EU-Lobbyausgaben eine mittelständische französische Versicherungsfirma, ein kleiner Hersteller von Strohpappe und ein Produzent von Bio-Babykleidung. Während diese seltsam hohen Einträge wahrscheinlich auf Fehlern beruhen, liegt zugleich die Vermutung nahe, dass große Akteure wie [[FoodDrinkEurope]] und [[Ebay]] zu geringe Lobbyausgaben angeben. Zudem fehlen mehr als 100 bedeutende Firmen noch immer im Register, darunter darunter [[Goldman Sachs]], [[Rio Tinto]], [[Amazon]] und [[Belfius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik bekommt auch der [[Rat der Europäischen Union]] zu hören, der sich nicht am Transparenzregister beteiligt und sich aus den Verhandlungen heraus hielt. Der Rat der Europäischen Union als wichtigstes legislatives Organ der EU neben dem EU-Parlament führt derzeit keinerlei Form von Lobbyregister. Lobbyisten versuchen die Ratsentscheidungen zwar bereits über die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu beeinflussen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Rat als Institution in Brüssel, insbesondere der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER, frz. für Comité des représentants permanents) ebenfalls Adressat von Lobbyaktivitäten der Brüsseler Lobby-Akteure ist. Durch die Nichtbeteiligung des Rats am neuen Transparenzregister bleibt die Einflussnahme auf nationale Regierungsbeamte weiter im Schatten verborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/strengere-regeln-fr-europas-lobbyisten-004794 Euractiv: Transparenzregister: Neue Regeln für EU-Lobbyisten], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Einführung des Transparenzregisters am 23. Juni 2011 stellte der Rat zum ersten Mal die Möglichkeit in Aussicht, sich in Zukunft doch dem Register anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter wird kritisiert, dass die erforderlichen Angaben über Lobbyaufwendungen nicht vom Umsatz abhängig gemacht werden sollen, sondern für alle Lobbygruppen gleich sein sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greens-efa.eu/de/transparenzregister-3782.html Die Grünen - Europäische Freie Allainz: Transparenzregister], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://europa.eu/transparency-register/index_de.htm  Homepage des Transparenzregisters]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Karenzzeit_EU&amp;diff=30648</id>
		<title>Karenzzeit EU</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Karenzzeit_EU&amp;diff=30648"/>
		<updated>2014-10-13T08:34:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: Ein Wort verändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf EU-Ebene gibt es verbindliche Karenzzeit-Regelungen für die Kommissare und Mitarbeiter von EU-Institutionen. Insbesondere die Kommission ist von der Problematik des Seitenwechsels von Politikern zu Vertretern privater Interessen stark betroffen. Die bisherigen Regulierungen sind im Vergleich zu denen von Nationalstaaten wie den USA oder Kanada, aber als schwach einzustufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyismus und die Notwendigkeit von Karenzzeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach dem Vertrag von Lissabon ist die Europäische Kommission wahrscheinlich immer noch die am stärksten von Lobbyisten umworbene EU-Institution. Als Initiator und damit zentraler Akteur in den frühen Phasen des Gesetzgebungsprozesses ist die Kommission besonders attraktiv. Es geht für Lobbyisten darum, die potenziellen Gesetze zu beeinflussen bzw. die Problemdefinitionen überhaupt zu prägen. Zu dieser Attraktivität tritt hinzu, dass der Mitarbeiterstab im Vergleich zu nationalen Bürokratien relativ klein ist und sich externen Informationsquellen daher gern geöffnet wird. &amp;lt;ref&amp;gt; [http://scholarship.law.berkeley.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1411&amp;amp;context=bjil European Lobbying Post-Lisbon: An Economic Analysis], Henry Hauser, 2011, Berkeley Journal of International Law, 29, 2, Seite 695, abgerufen am 11.12.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Umso problematischer ist es, dass ein großer Teil der EU-Kommissare nach ihrer Amtszeit in Lobbypositionen wechselt. Ein Überblick über die Wechsel der leitenden Mitarbeiter der Kommission ist nicht verfügbar. 39 Prozent der 92 EU-Kommissare der Kommissionen von 1981 bis 2009 arbeiteten und arbeiten nach ihrem Ausscheiden als Vertreter privater Interessen. Als Lichtblick kann gelten, dass diese Zahl in den letzten beiden Amtsperioden gesunken ist, wobei dies möglicherweise nur auf die EU-Osterweiterung zurückzuführen ist und dem Fehlen von europaweit operierenden Unternehmen in den entsprechenden Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs11558-011-9128-3 There is life after the Commission], Roland Vaubel / Bernhard Klingen / David Müller, 2012, Review of International Organizations, 7, 1, Seite 60ff., abgerufen am 11.12.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zu vielen EU-Mitgliedstaaten hat die Kommission mittlerweile Karenzzeiten für Mitarbeiter wie auch für Kommissare eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karenzzeit - Kommission ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Code of Conduct for Commissioners bildet für die '''EU-Kommissare''' die Grundlage für die Karenzzeitregelungen. In der Neufassung von 2011 gilt grundlegend eine Karenzzeit von 18 Monaten (Art. 1.2).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/pdf/code_conduct_en.pdf Art. 1.2. Post term-of-office activities], Code of Conduct for Commissioners, abgerufen am 12.12.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kommissare sind innerhalb dieser 18 Monate aufgefordert die Kommission mit einer Vorlaufzeit von mindestens vier Wochen über geplante Neubeschäftigungen zu informieren. Wenn die neue Position inhaltlich in Verbindung mit ihrem Geschäftsbereich als Kommissar steht, soll die Kommission das Ad-hoc-Ethik-Komitee einschalten, welches dann die Entscheidung fällt. Für Lobbytätigkeiten gelten besondere Regeln. So ist es in den 18 Monaten nicht erlaubt, für einen Auftraggeber an Kommissare und deren Mitarbeiter heranzutreten. Das gilt aber wiederum nur, wenn es sich dabei um den alten Zuständigkeitsbereich handelt. Die Schwierigkeiten dieser Einschränkungen sind deutlich. Das Verbot von Lobbying auf den eigenen Bereich zu beschränken ist unzureichend und wird der Arbeitsrealität der Kommission nicht gerecht. Außerdem bleibt es fraglich, ob Lobbyarbeit im eigenen Tätigkeitsfeld möglich bleibt, solange der Kommissar nicht direkt angesprochen wird. Die zweite Schwachstelle bleibt das Ethikkomitee, dessen Zusammensetzung keine tief gehende Aufklärung vermuten lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2011/01/ex-eu-kommissare-durfen-weiter-lobbyisten-sein-neue-verhaltensregeln-bringen-nur-geringfugige-verscharfung/ Ex-EU-Kommissare dürfen weiter Lobbyisten sein], LobbyControl Website vom 20. Januar 2011, abgerufen am 12.12.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karenzzeit - Mitarbeiter der EU-Institutionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Regelungen für '''Mitarbeiter der EU-Institutionen''' finden sich in den Artikeln 11, 12 und 16 der Staff Regulations, die zum 1. Januar 2014 in einer neuen Fassung gültig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/civil_service/docs/toc100_en.pdf Staff Regulations], EU Kommission, abgerufen am 12.12.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2013:287:0015:01:EN:HTML Novelle der Staff Regulations], EUR-Lex, abgerufen am 12.12.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere der neue Artikel 16 verstärkt die Regulierung deutlich. Schon in der alten Version sind Mitarbeiter verpflichtet bis zu zwei Jahre nach dem Ausscheiden aus dem öffentlichen Amt, ihrem alten Arbeitgeber von ihrer neuen Position zu berichten. Falls dieser feststellt, dass die neue Tätigkeit Bereiche umfasst, die in den vergangenen drei Jahren in der Verantwortung der betroffenen Person lagen und die mit den Interessen der EU-Institution in Konflikt stehen könnten, kann diese Tätigkeit in Teilen eingeschränkt oder in ganz problematischen Fällen auch verboten werden. Dies gilt für eine Periode von zwei Jahren. In der neuen Version von Artikel 16 tritt nun eine einjährige Karenzzeit für &amp;quot;senior officials&amp;quot; hinzu, in der diese nicht mit Lobbyabsicht an ihre frühere Dienststelle herantreten dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/staff_regulations_new_v_old.pdf EU Staff Regulations (Gegenüberstellung von alter und neuer Version], Corporate Europe Observatory Website, abgerufen am 12.12.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Einschränkend bezieht sich das nur auf Thematiken, mit denen die Betroffenen in den letzten drei Jahren betraut waren. Zusätzlich müssen die Institutionen jährlich über die Umsetzung dieser Regeln berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/revolving-doors/2013/07/new-eu-staff-regulations-adopted-small-steps-revolving-door-giant-leaps New EU Staff Regulations adopted], Corporate Europe Observatory Website vom 4. Juli 2013, abgerufen am 12.12.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=30647</id>
		<title>Lobbyregister EU</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=30647"/>
		<updated>2014-10-13T08:08:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: Frans Timmermans aus der Einleitung raus und link aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Das Europäische Parlament führt seit 1996 eine Liste der beim Parlament akkreditierten Interessensvertreter. Daneben führte die EU-Kommission im Juni 2008 im Rahmen der Europäischen Transparenzinitiative (ETI) das freiwillige ''Register der Interessenvertreter'' ein.  &lt;br /&gt;
Im Juni 2011 wurde schließlich ein gemeinsames Register der [[EU-Kommission]] und des EU-Parlaments unter dem Titel ''Transparenzregister'' eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/aboutparliament/de/007a4abddc/Interessengruppen.html Website des Europäischen Parlaments], abgerufen am 15.9.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Transparenzregister ersetzt das vorherige Register der EU-Kommission und die Liste des EU-Parlaments. Eintragungen in das Tranparenzregister bleiben zunächst auf freiwilliger Basis. Für den Rat der Europäischen Union gibt es bisher kein entsprechendes Register, allerdings hat dieser den Vorschlag unterstützt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/info/about-register/whyTransparencyRegister.do?locale=de Transparenzregister], abgerufen am 18.9.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein verpflichtendes, umfassendes und robustes [[Lobbyregister]] für die Institutionen der Europäischen Union (EU) gibt es derzeit nicht. &lt;br /&gt;
== Hintergrund Lobbyregister in der EU ==&lt;br /&gt;
Den ersten Schritt in Richtung Transparenz beim Lobbyismus machte 1996 das EU-Parlament mit der Einführung eines so genannten Lobbyregisters sowie eines Verhaltenskodex für Lobbyisten. Das Register, das eigentlich eher eine Liste war, war seit 2003 öffentlich auf der Webseite des Parlaments abrufbar. Darin konnten sich Lobbyisten freiwillig registrieren, um einen vereinfachten Zugang zum Parlament zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=de&amp;amp;type=IM-PRESS&amp;amp;reference=20080414FCS26495 EU-Lobbyismus im Blickpunkt] EP Dossier vom 24. Juni 2008, abgerufen am 22. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei der Akkreditierung anzugebenden Daten beschränkten sich jedoch auf den Namen der/des LobbyistIn und den der beauftragenden Organisation. Ersichtlich wurde daher nicht, mit welchen Abgeordneten oder Parlamentsmitarbeitenden Gespräche geführt wurden, mit welchem Ziel Lobbyarbeit betrieben wurde oder welche finanziellen Ressourcen zu diesem Zweck eingesetzt wurden. Bei LobbyistInnen, die nicht für einen Verband oder ein Unternehmen direkt arbeiteten, sondern für eine Lobby-Agentur, blieb auf diese Weise der Kunde der Agentur, d.h. der eigentliche Auftraggeber, ebenfalls unsichtbar. Nach Stand vom Mai 2011 waren 3.912 LobbyistInnen beim EU-Parlament akkreditiert, die für 1.762 Auftraggeber arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 führte die [[EU-Kommission]] ein freiwilliges Lobbyregister. Es enthielt zwar mehr Angaben als die Liste des EU-Parlaments, dafür fehlten hier wiederum die Namen der für die jeweiligen Lobby-Akteure arbeitenden LobbyistInnen. Eingetragen hatten sich nach Stand vom Mai 2011 3.937 Lobby-Organisationen. Problematisch an diesem Register war jedoch, dass bei weitem nicht alle in Brüssel Lobbyarbeit betreibenden Unternehmen, Agenturen, Verbände und Organisationen in dem Register vertreten waren. Mehrere der größten deutschen Konzerne, wie z.B. die [[Deutsche Bank]] und die [[Metro]] AG tauchten nicht auf, obwohl sie in Brüssel Lobbybüros unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/docs/323_de.pdf Verhaltenskodex für Interessenvertreter (Lobbyisten) der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwachpunkt des Registers war die fehlende systematische und unabhängige Überprüfung der von den Lobby-Akteuren gemachten Angaben, z.B. zu Lobbyaufwendungen, sowie nicht ausreichende Sanktionsmöglichkeiten zur Ahndung von Verstößen gegen die Verhaltensregeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/eu_law/your_rights/your_rights_forms_de.htm Beschwerdeformular der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2010 einigten sich EU-Kommission und EU-Parlament nach zweijähriger Verhandlungsdauer auf ein gemeinsames Lobbyregister unter dem offiziellen Titel &amp;quot;Transparenzregister&amp;quot;. Dieses Transparenzregister wurde am 23. Juni 2011 eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Rahmen seiner politischen Programmrichtlinien für die kommende Amtszeit an, ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen realisieren zu wollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Juncker Guidelines&amp;quot;/&amp;gt; Lobbycontrol fordert mit Nachdruck dazu auf Juncker zur Umsetzung seiner lobbykritischen Agenda zu verpflichten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/07/anhoerung-im-eu-parlament-juncker-muss-an-verpflichtendem-lobbyregister-festhalten/ Anhörung im EU-Parlament: Juncker muss an verpflichtendem Lobbyregister festhalten], lobbycontrol.de, abgerufen am 06.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Frans Timmermans, der als Kommissar für bessere Rechtsetzung, interinstitutionelle Beziehungen, der Rechtsstaatlichkeit und und Charta der Grundrechte für dieses Thema zuständig sein wird, äußerte sich in der Anhörung vor dem EP entsprechend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/sections/public-affairs/popular-timmermans-signals-mandatory-register-lobbyists-308997], Euractiv, Meldung vom 8. Oktober 2014, zuletzt abgerufen 1m 8.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transparenzregister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transparenzregister fasst die bisher getrennten Lobbyregister von EU-Kommission und Parlament zusammen. Ein Vorteil gegenüber dem früheren Register der Interessenvertreter ist, dass die Registrierung der Lobbyakteure Voraussetzung für den Erhalt dauerhafter ZugaPopular Timmermans signals mandatory register of lobbyistsngspässe zum EU-Parlament ist. Dies ist immerhin ein Anreiz, sich auch tatsächlich einzutragen. Des Weiteren ist positiv, dass nun wesentlich mehr Daten über Auftraggeber, Lobbybudget und Lobbyziele öffentlich gemacht werden müssen. Für EU-Bürger gibt es damit nun eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Lobbyaktivitäten in der EU. Nach letztem Stand vom April 2014 waren 4.294 LobbyistInnen mit Zugang zum [[Europäischen Parlament]] akkreditiert, die für 6.502 Lobby-Organisationen arbeiten, in das Transparenzregister eingetragen. Darunter finden sich u.a. 1.969  [[Europäische Wirtschaftsverbände|Wirtschaftsverbände]], 917 Unternehmen,  1.669  Nicht-Regierungsorganisationen sowie 473  [[Denkfabriken auf EU-Ebene|Thinktanks]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=en&amp;amp;action=prepareView Statistiken des Transparenzregisters], abgerufen am 03.04.2014. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle: Statistik des Transparenzregisters''' &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Kategorien und Unterkategorien der Interessengruppen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Anzahl der Organisationen'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|I – Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien/selbständige Berater &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|845&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Beratungsfirmen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|524&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anwaltskanzleien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|82&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Selbständige Berater&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|239&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|II – In-House-Lobbyisten, Gewerbe- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|3.384 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unternehmen und Unternehmensgruppen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|946&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerbe-, Wirtschafts- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.069 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerkschaften &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|141&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere ähnliche Organisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|228&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|III – Nichtregierungsorganisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.778 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nichtregierungsorganisationen, Plattformen und Netzwerke o. ä. &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.778 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|489&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Denkfabriken und Forschungseinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|348&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|141&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|V – Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|43&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|43&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen vertreten  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|323&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Lokale, regionale und kommunale Behörden (subnationale Ebene) &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|143&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|180&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gesamtzahl am 18.09.14 &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|6.892&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=de&amp;amp;action=prepareView], abgerufen am 18.09.2014. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Implementierung ===&lt;br /&gt;
Für die Implementierung und die Kontrolle des Registers wurde ein gemeinsames Register-Sekretariat von Parlament und Kommission eingerichtet. Die Kompetenz für die Ausstellung von Lobby-Pässen für das EU-Parlament bleibt weiterhin beim EU-Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Übergangszeit von 12 Monaten haben die in den beiden bisherigen Listen registrierten Organisationen die Möglichkeit, sich in das neue Register einzutragen. Zwei Jahre nach der Einführung des Registers soll es eine Evaluation durch Parlament und Kommission geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzielle Angaben ===&lt;br /&gt;
Wie im bisherigen Register der EU-Kommission müssen bei einer Eintragung ins Register Angaben über Lobbyaufwendungen abhängig vom Umsatz des Beratungsunternehmens gemacht werden. Beratungsunternehmen, [[Anwaltskanzleien]] und selbstständige Berater müssen ihren durch Lobbytätigkeiten erzielten Umsatz nach folgendem Muster offenlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Umsatz in Euro'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Stufengröße in Euro'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|0–499 999&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|50 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|500 000–1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|100 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&amp;gt;1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|250 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbände und Unternehmen, die ''in-house''-LobbyistInnen beschäftigen, müssen ihre Lobbyausgaben schätzen. Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Forschungsinstitute sowie Organisationen, die Kirchen und religiöse Gemeinschaften vertreten, müssen ihr Gesamtbudget gemeinsam mit einer Aufschlüsselung ihrer Hauptfinanzierungsquellen angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanktionsmöglichkeiten ===&lt;br /&gt;
Tabelle der Maßnahmen, die im Falle der Nichteinhaltung des Verhaltenskodex für Lobbyisten zur Verfügung stehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color: #444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Art der Nichteinhaltung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Maßnahme'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Erwähnung der Maßnahme im Register'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Entzug des Zugangsausweises zum EP'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Fahrlässige Nichteinhaltung, die sofort korrigiert wird&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schriftliche Benachrichtigung mit Bestätigung der Tatsachen und ihrer Korrektur&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Absichtliche Nichteinhaltung des Kodex, die eine Verhaltensänderung oder Korrektur von Angaben im Register innerhalb einer festgesetzten Frist erfordert&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Zeitweilige Aussetzung bis zu sechs Monaten oder bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die geforderte Korrekturmaßnahme binnen der festgesetzten Frist erfolgt&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja, während der Zeit der Aussetzung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anhaltende Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
*keine Verhaltensänderung&lt;br /&gt;
*keine Korrektur von Angaben binnen der festgesetzten Frist&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Streichung aus dem Register für ein Jahr&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schwere, absichtliche Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Streichung aus dem Register für zwei Jahre&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik am neuen Register ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist der weiterhin freiwillige Charakter des Registers. Eine Registrierung ist nur erforderlich um Zugang zum [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] zu erhalten. Eine allgemein verpflichtende Registrierung wäre ein großer Schritt vorwärts zur effektiven Kontrolle von Lobbyaktivitäten. Das Parlament machte bereits deutlich, dass es diesen Punkt in der Evaluationsphase einbringen möchte. Der EU-Abgeordnete Matthias Groote (SPD) berichtete, dass die Mehrheit des EU-Parlaments sich für ein verpflichtendes Register ausgesprochen hätte, der Vorschlag aber am Widerstand der EU-Kommission scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Hauptargumente der EU-Kommission für das freiwillige Register war bislang, dass eine gesetzliche Grundlage für ein verpflichtendes Register in der EU-Verträgen fehlen würde, bzw. Einstimmigkeit aller EU-Mitgliedsstaaten erfordern würde. Ein neues Rechtsgutachten von Markus Krajewski, Professor für Rechtskunde an der Erlangen-Nürnberg Universität, schlussfolgert jedoch, dass Artikel 298 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) eine rechtliche Grundlage für eine verpflichtende Transparenz von Lobbyisten bietet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alter-eu.org/documents/2013/06/legal-study Rechtsgutachten Markus Krajewski], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung eines verpflichtendes Lobbyregisters durch eine EU-Rechtsverordnung könnte demnach aufgrund der gesetzlichen Grundlage über das normale legislative Vorgehen erfolgen. Ein neuer Bericht von  ''ALTER-EU'', „Rescue the Register“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-Rescue_the_register_20June13.pdf ALTER-EU: Rescue the Register], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, zeigt deutlich, dass ein verpflichtendes Register längst überfällig ist. In dem gegenwärtigen Modell können Firmen, die mit den Regeln des Registers nicht übereinstimmen, ihre Angaben jederzeit zurückziehen. Das freiwillige Register gibt somit nicht nur höchst unrealistische Einblicke in Lobbyaktivitäten, sondern vermittelt der Öffentlichkeit darüber hinaus ein falsches Verständnis der Regulierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben von ''ALTER-EU'' sind 27% der Firmen mit Lobbybüros in Brüssel nicht im Register eingetragen, zusammen mit 24% der Lobby-Beratungsagenturen und einem wesentlichen Anteil von NGOs. Obwohl die [[Europäische Kommission]] weiterhin die ansteigende Zahl der Einträge lobt, sagen diese allein wenig über Lobbyaktivitäten in Brüssel aus: Finanzielle Angaben im Register bleiben äußerst fragwürdig. Zum Beispiel sind laut Register die drei Unternehmen mit den höchsten EU-Lobbyausgaben eine mittelständische französische Versicherungsfirma, ein kleiner Hersteller von Strohpappe und ein Produzent von Bio-Babykleidung. Während diese seltsam hohen Einträge wahrscheinlich auf Fehlern beruhen, liegt zugleich die Vermutung nahe, dass große Akteure wie [[FoodDrinkEurope]] und [[Ebay]] zu geringe Lobbyausgaben angeben. Zudem fehlen mehr als 100 bedeutende Firmen noch immer im Register, darunter darunter [[Goldman Sachs]], [[Rio Tinto]], [[Amazon]] und [[Belfius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik bekommt auch der [[Rat der Europäischen Union]] zu hören, der sich nicht am Transparenzregister beteiligt und sich aus den Verhandlungen heraus hielt. Der Rat der Europäischen Union als wichtigstes legislatives Organ der EU neben dem EU-Parlament führt derzeit keinerlei Form von Lobbyregister. Lobbyisten versuchen die Ratsentscheidungen zwar bereits über die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu beeinflussen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Rat als Institution in Brüssel, insbesondere der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER, frz. für Comité des représentants permanents) ebenfalls Adressat von Lobbyaktivitäten der Brüsseler Lobby-Akteure ist. Durch die Nichtbeteiligung des Rats am neuen Transparenzregister bleibt die Einflussnahme auf nationale Regierungsbeamte weiter im Schatten verborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/strengere-regeln-fr-europas-lobbyisten-004794 Euractiv: Transparenzregister: Neue Regeln für EU-Lobbyisten], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Einführung des Transparenzregisters am 23. Juni 2011 stellte der Rat zum ersten Mal die Möglichkeit in Aussicht, sich in Zukunft doch dem Register anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter wird kritisiert, dass die erforderlichen Angaben über Lobbyaufwendungen nicht vom Umsatz abhängig gemacht werden sollen, sondern für alle Lobbygruppen gleich sein sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greens-efa.eu/de/transparenzregister-3782.html Die Grünen - Europäische Freie Allainz: Transparenzregister], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://europa.eu/transparency-register/index_de.htm  Homepage des Transparenzregisters]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30619</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T10:18:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Lobbystrategien und Einfluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Vertretung von Arbeitgeberinteressen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende. Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 6, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé. Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren. Vor allem bei dem Kommissar für Industrie und Binnenmarkt Etienne Davignon stieß der ERT auf offene Ohren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] (seit 2014)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen Webseite ERT - About] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, Vorstandsvorsitzender von [[Air Liquide]] (seit 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.airliquide.com/file/otherelementcontent/pj/be/0e/ea/a5/air-liquide-benoit-potier-biography-rev-may-8036260508559192206.pdf Webseite Air Liquide] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Potier ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei [[Danone]], [[Michelin]] und unterschiedlichen französischen Industrie Verbänden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://markets.ft.com/research/Markets/Tearsheets/Directors-and-dealings?s=AI:PAR Financal Times] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur des ERT===&lt;br /&gt;
Der ERT hat 50 Mitglieder von europäischen Großkonzernen, 45 davon aus Mitgliedsstaaten der EU. Unter den Mitgliedern befinden sich folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bill McDermott]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinem Stellvertreter, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2009-2014 Leif Johansson, [[Ericsson]]&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT highlights], S. 11, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 07.01.2014, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben. Die Zahlen wurden bis heute nicht weiter aktualisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45&amp;amp;isListLobbyistView=true Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 07.01.14, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30618</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T10:16:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Lobbystrategien und Einfluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Vertretung von Arbeitgeberinteressen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende. Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 6, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé. Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren. Vor allem bei dem Kommissar für Industrie und Binnenmarkt Etienne Davignon stieß der ERT auf offene Ohren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] (seit 2014)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen Webseite ERT - About] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, Vorstandsvorsitzender von [[Air Liquide]] (seit 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.airliquide.com/file/otherelementcontent/pj/be/0e/ea/a5/air-liquide-benoit-potier-biography-rev-may-8036260508559192206.pdf Webseite Air Liquide] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Potier ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei [[Danone]], [[Michelin]] und unterschiedlichen französischen Industrie Verbänden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://markets.ft.com/research/Markets/Tearsheets/Directors-and-dealings?s=AI:PAR Financal Times] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur des ERT===&lt;br /&gt;
Der ERT hat 50 Mitglieder von europäischen Großkonzernen, 45 davon aus Mitgliedsstaaten der EU. Unter den Mitgliedern befinden sich folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bill McDermott]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinem Stellvertreter, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2009-2014 Leif Johansson, [[Ericsson]]&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT highlights], S. 11, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 07.01.2014, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben. Die Zahlen wurden bis heute nicht weiter aktualisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45&amp;amp;isListLobbyistView=true Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 07.01.14, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30617</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T10:07:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Lobbystrategien und Einfluss */  Referenz&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Vertretung von Arbeitgeberinteressen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende. Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 6, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé. Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren. Vor allem bei dem Kommissar für Industrie und Binnenmarkt Etienne Davignon stieß der ERT auf offene Ohren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] (seit 2014)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen Webseite ERT - About] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, Vorstandsvorsitzender von [[Air Liquide]] (seit 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.airliquide.com/file/otherelementcontent/pj/be/0e/ea/a5/air-liquide-benoit-potier-biography-rev-may-8036260508559192206.pdf Webseite Air Liquide] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Potier ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei [[Danone]], [[Michelin]] und unterschiedlichen französischen Industrie Verbänden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://markets.ft.com/research/Markets/Tearsheets/Directors-and-dealings?s=AI:PAR Financal Times] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur des ERT===&lt;br /&gt;
Der ERT hat 50 Mitglieder von europäischen Großkonzernen, 45 davon aus Mitgliedsstaaten der EU. Unter den Mitgliedern befinden sich folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bill McDermott]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinem Stellvertreter, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2009-2014 Leif Johansson, [[Ericsson]]&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT highlights], S. 11, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 07.01.2014, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben. Die Zahlen wurden bis heute nicht weiter aktualisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45&amp;amp;isListLobbyistView=true Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 07.01.14, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30616</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T10:04:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Finanzen */  aktualisierung der Daten&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Vertretung von Arbeitgeberinteressen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende. Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 6, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé. Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren. Vor allem bei dem Kommissar für Industrie und Binnenmarkt Etienne Davignon stieß der ERT auf offene Ohren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] (seit 2014)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen Webseite ERT - About] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, Vorstandsvorsitzender von [[Air Liquide]] (seit 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.airliquide.com/file/otherelementcontent/pj/be/0e/ea/a5/air-liquide-benoit-potier-biography-rev-may-8036260508559192206.pdf Webseite Air Liquide] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Potier ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei [[Danone]], [[Michelin]] und unterschiedlichen französischen Industrie Verbänden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://markets.ft.com/research/Markets/Tearsheets/Directors-and-dealings?s=AI:PAR Financal Times] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur des ERT===&lt;br /&gt;
Der ERT hat 50 Mitglieder von europäischen Großkonzernen, 45 davon aus Mitgliedsstaaten der EU. Unter den Mitgliedern befinden sich folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bill McDermott]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinem Stellvertreter, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2009-2014 Leif Johansson, [[Ericsson]]&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT highlights], S. 11, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 07.01.2014, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben. Die Zahlen wurden bis heute nicht weiter aktualisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45&amp;amp;isListLobbyistView=true Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 07.01.14, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30615</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T09:57:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Verbindungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Vertretung von Arbeitgeberinteressen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende. Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 6, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé. Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren. Vor allem bei dem Kommissar für Industrie und Binnenmarkt Etienne Davignon stieß der ERT auf offene Ohren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] (seit 2014)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen Webseite ERT - About] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, Vorstandsvorsitzender von [[Air Liquide]] (seit 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.airliquide.com/file/otherelementcontent/pj/be/0e/ea/a5/air-liquide-benoit-potier-biography-rev-may-8036260508559192206.pdf Webseite Air Liquide] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Potier ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei [[Danone]], [[Michelin]] und unterschiedlichen französischen Industrie Verbänden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://markets.ft.com/research/Markets/Tearsheets/Directors-and-dealings?s=AI:PAR Financal Times] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur des ERT===&lt;br /&gt;
Der ERT hat 50 Mitglieder von europäischen Großkonzernen, 45 davon aus Mitgliedsstaaten der EU. Unter den Mitgliedern befinden sich folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bill McDermott]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinem Stellvertreter, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2009-2014 Leif Johansson, [[Ericsson]]&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT highlights], S. 11, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 07.01.2014, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30614</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T09:56:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Verbindungen */  Referenz&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Vertretung von Arbeitgeberinteressen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende. Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 6, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé. Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren. Vor allem bei dem Kommissar für Industrie und Binnenmarkt Etienne Davignon stieß der ERT auf offene Ohren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] (seit 2014)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen Webseite ERT - About] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, Vorstandsvorsitzender von [[Air Liquide]] (seit 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.airliquide.com/file/otherelementcontent/pj/be/0e/ea/a5/air-liquide-benoit-potier-biography-rev-may-8036260508559192206.pdf Webseite Air Liquide] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Potier ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei [[Danone]], [[Michelin]] und unterschiedlichen französischen Industrie Verbänden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://markets.ft.com/research/Markets/Tearsheets/Directors-and-dealings?s=AI:PAR Financal Times] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur des ERT===&lt;br /&gt;
Der ERT hat 50 Mitglieder von europäischen Großkonzernen, 45 davon aus Mitgliedsstaaten der EU. Unter den Mitgliedern befinden sich folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bill McDermott]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinem Stellvertreter, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2009-2014 Leif Johansson, [[Ericsson]]&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT highlights], S. 11, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[BusinessEurope]]&lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 07.01.2014, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30613</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T09:51:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: Hinzugefügt wurde Rechtsform und Tätigkeitsbereich&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = internationaler gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht (a.i.s.b.l.)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Vertretung von Arbeitgeberinteressen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende. Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 6, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé. Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren. Vor allem bei dem Kommissar für Industrie und Binnenmarkt Etienne Davignon stieß der ERT auf offene Ohren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] (seit 2014)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen Webseite ERT - About] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, Vorstandsvorsitzender von [[Air Liquide]] (seit 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.airliquide.com/file/otherelementcontent/pj/be/0e/ea/a5/air-liquide-benoit-potier-biography-rev-may-8036260508559192206.pdf Webseite Air Liquide] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Potier ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei [[Danone]], [[Michelin]] und unterschiedlichen französischen Industrie Verbänden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://markets.ft.com/research/Markets/Tearsheets/Directors-and-dealings?s=AI:PAR Financal Times] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur des ERT===&lt;br /&gt;
Der ERT hat 50 Mitglieder von europäischen Großkonzernen, 45 davon aus Mitgliedsstaaten der EU. Unter den Mitgliedern befinden sich folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bill McDermott]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinem Stellvertreter, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2009-2014 Leif Johansson, [[Ericsson]]&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT highlights], S. 11, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 11.06.2012, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30612</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T09:16:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Verbindungen */  Referenz&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende. Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 6, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé. Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren. Vor allem bei dem Kommissar für Industrie und Binnenmarkt Etienne Davignon stieß der ERT auf offene Ohren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] (seit 2014)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen Webseite ERT - About] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, Vorstandsvorsitzender von [[Air Liquide]] (seit 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.airliquide.com/file/otherelementcontent/pj/be/0e/ea/a5/air-liquide-benoit-potier-biography-rev-may-8036260508559192206.pdf Webseite Air Liquide] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Potier ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei [[Danone]], [[Michelin]] und unterschiedlichen französischen Industrie Verbänden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://markets.ft.com/research/Markets/Tearsheets/Directors-and-dealings?s=AI:PAR Financal Times] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur des ERT===&lt;br /&gt;
Der ERT hat 50 Mitglieder von europäischen Großkonzernen, 45 davon aus Mitgliedsstaaten der EU. Unter den Mitgliedern befinden sich folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bill McDermott]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinem Stellvertreter, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2009-2014 Leif Johansson, [[Ericsson]]&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT highlights], S. 11, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 11.06.2012, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30611</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T08:57:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Mitglieder des ERT */  Name des Unterkapitels geändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende. Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 6, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé. Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren. Vor allem bei dem Kommissar für Industrie und Binnenmarkt Etienne Davignon stieß der ERT auf offene Ohren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] (seit 2014)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen Webseite ERT - About] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, Vorstandsvorsitzender von [[Air Liquide]] (seit 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.airliquide.com/file/otherelementcontent/pj/be/0e/ea/a5/air-liquide-benoit-potier-biography-rev-may-8036260508559192206.pdf Webseite Air Liquide] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Potier ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei [[Danone]], [[Michelin]] und unterschiedlichen französischen Industrie Verbänden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://markets.ft.com/research/Markets/Tearsheets/Directors-and-dealings?s=AI:PAR Financal Times] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Struktur des ERT===&lt;br /&gt;
Der ERT hat 50 Mitglieder von europäischen Großkonzernen, 45 davon aus Mitgliedsstaaten der EU. Unter den Mitgliedern befinden sich folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bill McDermott]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinem Stellvertreter, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2009-2014 Leif Johansson, [[Ericsson]]&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 11.06.2012, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30610</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T08:46:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Vorsitzender des ERT */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende. Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 6, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé. Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren. Vor allem bei dem Kommissar für Industrie und Binnenmarkt Etienne Davignon stieß der ERT auf offene Ohren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] (seit 2014)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen Webseite ERT - About] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, Vorstandsvorsitzender von [[Air Liquide]] (seit 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.airliquide.com/file/otherelementcontent/pj/be/0e/ea/a5/air-liquide-benoit-potier-biography-rev-may-8036260508559192206.pdf Webseite Air Liquide] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Potier ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei [[Danone]], [[Michelin]] und unterschiedlichen französischen Industrie Verbänden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://markets.ft.com/research/Markets/Tearsheets/Directors-and-dealings?s=AI:PAR Financal Times] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder des ERT===&lt;br /&gt;
*Der ERT hat 45 Mitglieder von europäischen Großkonzernen. Darunter folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bill McDermott]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinem Stellvertreter, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2009-2014 Leif Johansson, [[Ericsson]]&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 11.06.2012, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30609</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T08:44:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Vorsitzender des ERT */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende. Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 6, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé. Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren. Vor allem bei dem Kommissar für Industrie und Binnenmarkt Etienne Davignon stieß der ERT auf offene Ohren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] (seit 2014)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen Webseite ERT - About] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, Vorstandsvorsitzender von [[Air Liquide]] (seit 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.airliquide.com/file/otherelementcontent/pj/be/0e/ea/a5/air-liquide-benoit-potier-biography-rev-may-8036260508559192206.pdf Webseite Air Liquide] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Potier ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei Danone, Michelin und unterschiedlichen Französischen Verbänden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://markets.ft.com/research/Markets/Tearsheets/Directors-and-dealings?s=AI:PAR Financal Times] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder des ERT===&lt;br /&gt;
*Der ERT hat 45 Mitglieder von europäischen Großkonzernen. Darunter folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bill McDermott]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinem Stellvertreter, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2009-2014 Leif Johansson, [[Ericsson]]&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 11.06.2012, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30608</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T08:35:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Organisationsstruktur und Personal */  Personen Aktualisiert und Referenzen hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende. Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 6, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé. Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren. Vor allem bei dem Kommissar für Industrie und Binnenmarkt Etienne Davignon stieß der ERT auf offene Ohren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] (seit 2014)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen Webseite ERT - About] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, Vorstandsvorsitzender von [[Air Liquide]] (seit 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.airliquide.com/file/otherelementcontent/pj/be/0e/ea/a5/air-liquide-benoit-potier-biography-rev-may-8036260508559192206.pdf Webseite Air Liquide] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Potier ist ebenfalls Vorstandsmitglied bei Danone, Michelin und unterschiedlichen Französischen Verbänden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://markets.ft.com/research/Markets/Tearsheets/Directors-and-dealings?s=AI:PAR Financal Times] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder des ERT===&lt;br /&gt;
*Der ERT hat 45 Mitglieder von europäischen Großkonzernen. Darunter folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bill McDermott]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: Oktober 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinem Stellvertreter, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2009-2014 Leif Johansson, [[Ericsson]]&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 11.06.2012, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30607</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T08:03:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Kurzdarstellung und Geschichte */        Referenz hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende. Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 6, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé. Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren. Vor allem bei dem Kommissar für Industrie und Binnenmarkt Etienne Davignon stieß der ERT auf offene Ohren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Leif Johansson]] (seit 2009), Vorstandsvorsitzender von [[Ericsson]] (seit 2011). Bis 2011 war Johansson Vorstandsvorsitzender von [[Volvo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] von [[Air Liquide]], Frankreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder des ERT===&lt;br /&gt;
*Der ERT hat 45 Mitglieder von europäischen Großkonzernen. Darunter folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Jim Snabe]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: April 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinen zwei Stellvertretern, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 11.06.2012, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30606</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T07:53:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Kurzdarstellung und Geschichte */        Referenz hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende. Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 6, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé.&lt;br /&gt;
Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Origins About ERT - Origins], www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Leif Johansson]] (seit 2009), Vorstandsvorsitzender von [[Ericsson]] (seit 2011). Bis 2011 war Johansson Vorstandsvorsitzender von [[Volvo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] von [[Air Liquide]], Frankreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder des ERT===&lt;br /&gt;
*Der ERT hat 45 Mitglieder von europäischen Großkonzernen. Darunter folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Jim Snabe]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: April 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinen zwei Stellvertretern, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 11.06.2012, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Roundtable_of_Industrialists&amp;diff=30605</id>
		<title>European Roundtable of Industrialists</title>
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		<updated>2014-10-09T07:48:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deniz: /* Kurzdarstellung und Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Roundtable of Industrialists (ERT)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:62px-ERT-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 07.04.1983&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 18A Place des Carabiniers, 1030 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ert.eu ert.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Roundtable of Industrialists''' (ERT) (dt.: Europäischer Runder Tisch der Industriellen) ist eine einflussreiche Lobbygruppe, die sich aus leitenden Geschäftsführern und Vorständen von 50 der größten transnationalen Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zusammensetzt. Damit sind im ERT Konzerne mit europaweit insgesamt ca. 6,6 Millionen Angestellten und einem Gesamtumsatz von über 1 Billion Euro vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager] ert.com, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben war und ist das Kernthema des ERT die Sicherung, Vertiefung und Erhaltung des europäischen Binnenmarkts sowie der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones] www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Der European Roundtable of Industrialists wurde am 6./7. April 1983 von 17 Geschäftsleuten und Industriellen in Paris gegründet. Pehr Gyllenhammar, damaliger Chef des Automobilkonzerns Volvo, war die treibende Kraft hinter der Initiative und nach deren Gründung der erste Vorsitzende.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf ERT Highlights], S. 7, abgerufen am 09.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Offizielles Ziel der beteiligten Unternehmen war es die Regierungen der europäischen Nationalstaaten auf die „desolate Lage der europäischen Wirtschaft“ aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des ERT konstatierten der europäischen Wirtschaft eine mangelnde Dynamik, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan. Der ERT gründete sich nach eigener Aussage, um der in den Verträgen von Rom in Aussicht gestellten Perspektive eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes neuen Antrieb zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich weiterhin die Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von u.a. Thyssen, Siemens, Fiat, Shell, Philips, Renault und Nestlé.&lt;br /&gt;
Von Beginn an unterhielt der ERT dabei enge Kontakte zur Europäischen Kommission und zu einzelnen Kommissaren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Origins About ERT - Origins], www.ert.eu, abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übergeordnete Anliegen der ERT-Gründungsmitglieder war es nach eigener Aussage den „Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit auf gesamteuropäischer Ebene“ zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 9, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorsitzender des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Leif Johansson]] (seit 2009), Vorstandsvorsitzender von [[Ericsson]] (seit 2011). Bis 2011 war Johansson Vorstandsvorsitzender von [[Volvo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stellv. Vorsitzende des ERT===&lt;br /&gt;
*[[Nils S. Andersen]], Vorstandsvorsitzender des dänischen Konzerns A.P. Moller - [[Maersk]]&lt;br /&gt;
*[[Benoît Potier]] von [[Air Liquide]], Frankreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder des ERT===&lt;br /&gt;
*Der ERT hat 45 Mitglieder von europäischen Großkonzernen. Darunter folgende deutsche Mitglieder:&lt;br /&gt;
*[[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzender der [[BASF]], Vizepräsident des [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI), Präsident des europäischen Chemieverbands [[European Chemical Industry Council]] (CEFIC) und des Weltchemieverbands [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), Stellv. Vorsitzender des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Marijn Dekkers]], Vorstandsvorsitzender von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tom Enders]], Chief Executive Officer (CEO) der [[Airbus]] Group, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie]] (BDLI), 2013 Teilnehmer der [[Bilderberg]]-Konferenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heinrich Hiesinger]], Vorstandsvorsitzender von [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Timotheus Höttges]], Vorstandsvorsitzender [[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Joe Kaeser]], Vorstandsvorsitzender von [[Siemens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Norbert Reithofer]], Vorstandsvorsitzender der [[BMW]] Group, Mitglied des Gemeinsamen Beirats der [[Allianz]] Gesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kasper Rorstedt]], Vorstandsvorsitzender [[Henkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Jim Snabe]], Vorstandssprecher der [[SAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Johannes Teyssen]], Vorstandsvorsitzender von [[E.ON]], Präsident von [[Eurelectric]] (Interessenvertretung der europäischen Elektrizitätswirtschaft), Mitglied des Präsidiums des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Aufsichtsratsmitglied der [[Deutsche Bank]]&lt;br /&gt;
(Stand: April 2014) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/members Webseite ERT - Members] abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ERT persönlich zu sogenannten Plenarsitzungen, auf welchen sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte und Prioritäten des ERT festgelegt werden, als auch über die Einsetzung und Arbeit von Arbeitsgruppen beraten und entschieden wird. Einige Arbeitsgruppen des ERT werden von Top-Managern großer Unternehmen, wie [[Siemens]], [[Nestlé]] oder [[Lafarge]], geleitet. In diesen werden Positionspapiere erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Vorsitzende bildet zusammen mit seinen zwei Stellvertretern, seinem direkten Vorgänger und fünf gewählten Mitgliedern das sogenannte '''Steering Committee''' (dt.: Lenkungskomitee). Dieses überblickt und kontrolliert die Tätigkeiten des ERT und seiner Arbeitsgruppen und schlägt Inhalte für die Plenarsitzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#ERT%20Stucture About ERT - ERT Structure], ert.com, abgerufen am 12.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der ERT unterhält ein Büro in Brüssel, welches von einem Generalsekretär geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT structure, S. 10, Stand: 2010, abgerufen am: 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2012 ist [[Brian Ager]], ein sehr erfahrener Lobbyist, Generalsekretär des ERT.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/node/76 Message from the new Secretary General, Brian Ager], ert.com, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakte zu den Spitzenpolitikern stellt das Sekretariat auch über das Brüsseler [[Siemens]]-Büro her, dessen Leiter [[Peter Witt]] zuvor stellvertretender deutscher EU-Botschafter war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Roth: Der stille Putsch, München 2014, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2010/corporate_communication/axx20100782.htm Peter Witt wird neuer Leiter des Siemens-Verbindungsbüüros in Brüssel, Presseerklärung der Siemens AG vom 14. Juli 2010], Webseite Siemens, abgerufen am 13. 4. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Vorsitzende des ERT:&lt;br /&gt;
* 2005-2009 Jorma Ollila, [[Nokia]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005 Gerhard Cromme, [[ThyssenKrupp]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Morris Tabaksblat, [[Reed Elsevier]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999 Helmut Maucher, [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996 Jérôme Monod, [[Suez Lyonnaise des Eaux]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992 Wisse Dekker, [[Philips]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988 Pehr Gyllenhammar, [[Volvo]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about About ERT - Milestones and Chairmen] abgerufen am 01.02.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
* Der European Roundtable of Industrialists unterhält seit seiner Gründung enge Beziehungen zur [[EU-Kommission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 22ff., abgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach eigenen Angaben arbeitet der ERT von jeher eng mit dem europäischen Arbeitgeberverband [http://www.lobbypedia.de/index.php/BusinessEurope BusinessEurope] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterhin wird mit Lobbyinstitutionen kooperiert, bei denen sich die Mitgliedschaften überlappen: &lt;br /&gt;
** [[EU-Russia Industrialists' Round Table]] (IRT)&lt;br /&gt;
** [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Business Dialogue]] (TABD)&lt;br /&gt;
** [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
** [[World Business Council for Sustainable Development]] (WBCSD)&lt;br /&gt;
** [[JAYE - European Climate Foundation]]&lt;br /&gt;
** [[Atomium Culture]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 11.06.2012, abgerufen am 21.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gründete der ERT über die Zeit mehrere Institute und Initiativen, um Inhalte gezielt und themenspezifisch platzieren zu können. So wurde 1994 das [[European Centre for Infrastructure Studies]] (ECIS) (dt.: Europäisches Zentrum für Infrastrukturstudien) gegründet, welches jedoch drei Jahre später wieder aufgelöst wurde. Weiterhin gründete der ERT das [[European Centre for Infrastructure Studies]] sowie die [[Association for the Monetary Union of Europe]] (dt.: Die Vereinigung für die europäische Währungsunion)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc Corporate Europe Observatory 2000: Europe Inc. Regional &amp;amp; Global Restructuring &amp;amp; the Rise of Corporate Power], Writing the Script: The European Roundtable of Industrialists, S. 19, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Konzerne bzw. Einzelmitglieder finanziert. Im [[Transparenzregister EU|Transparenzregister der EU]] gibt der ERT an 700.000 - 800.000 € im Jahr 2011 für direkten Lobbyismus in den Institutionen der Europäischen Union ausgegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zahlen sind allerdings weder die Ausgaben der Mitglieder und Mitgliedsunternehmen eingerechnet, welche anfielen um an den Veranstaltungen des ERT teilzunehmen, noch die separaten jährlichen Ausgaben der einzelnen Konzerne für ihre eigenen Lobbyaktivitäten. Ebensowenig sind  die Lobbyausgaben der zahlreichen ERT-Ableger und nahestehenden Organisationen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 21.06.2012, abgerufen am 09.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben versucht der European Roundtable of Industrialists insbesondere über Studien, Positionspapiere und Vieraugengespräche auf politische Entscheidungsträger der nationalen bzw. europäischen Ebene Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene werden gezielt Mitglieder der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]], des [[Europäischer Rat|Europäischen Rats]], des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Union]] (Ministerrat) sowie Abgeordnete des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] vom ERT adressiert. &lt;br /&gt;
Auch auf den nationalen Ebenen der verschiedenen Staaten versuchen die ERT-Mitglieder direkten Einfluss auf Regierungsmitlgieder und Parlamentarier zu nehmen, und versorgen Medien und Meinungsmacher sowie potentielle Interessenverbündete mit vorgefertigten Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT communications, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ERT rühmt sich selbst damit, „hervorragende Analysen und intelligente Argumente“ zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 13, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ERT selbst verfügt über keine beim EU-Parlament akkreditierten Mitarbeiter, welche zu diesem zugangsberechtigt sind (Stand: Januar 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=25487567824-45 Transparenzregister der EU], Eintrag des ERT vom 24.01.2012, aktualisiert am 7.01.2014, abgerufen am 15.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ERT nimmt vielmehr über die Gründung von themenfokussierten Instituten und Initiativen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, Prozesse und allem voran Inhalte. Diese werden entweder durch den ERT selbst gegründet oder indirekt durch dessen Mitgliedsunternehmen. Es gehört zur Strategie des ERT und seiner Schwesterorganisationen jährlich eine Vielzahl an Publikationen in Form von Studien, Positionspapieren und Handlungsempfehlungen zu veröffentlichen um somit nicht nur Druck auf Akteure auszuüben, sondern auch Inhalte gezielt zu beeinflussen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die expliziten Ziele des ERT sind: &lt;br /&gt;
*Vertiefung und Sicherstellung des europäischen Binnenmarktes&lt;br /&gt;
*ein kontinentales Verkehrsinfrastrukturnetz &lt;br /&gt;
*leistungsfähige Bildungssysteme&lt;br /&gt;
*die Reform der Rentensysteme&lt;br /&gt;
*die Liberalisierung der Versorgungswirtschaft und &lt;br /&gt;
*ein flexibler Arbeitsmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ertdrupal.lin3.nucleus.be/system/files/uploads/2010%20October%20-%20ERT%20Highlights.pdf Publication: ERT Highlights], ERT Milestones, S. 11, Stand: 2010, abgerufen am: 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Weiterhin will der ERT die Abschaffung von Reglementierungen bzw. deren Vereinheitlichung auf europäischer Ebene erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben war der ERT maßgeblich an der Initiierung des Eurotunnels, des europaweiten Fern- und Schnellzugschienennetzes, sowie der Erweiterung des transskandinavischen Straßen- und Schienennetzes sowie dessen Verbindung mit dem Norden Deutschlands beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/about#Milestones%20and%20Chairmen About ERT - Milestones], www.ert.eu, abgerufen am 15.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ERT fordert in einem im Januar '''2012''' erschienen Positionspapier, zum „Wohle der Wettbewerbsfähigkeit“ europäischer Konzerne sämtliche staatlichen Regulierungen und Auflagen für privatwirtschaftliche Unternehmen, welche sich im Implementierungs- bzw. politischen Entscheidungsprozess auf EU-Ebene befinden und keinen erwiesenermaßen positiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben, sofort außer Kraft zu setzen. Weiterhin sollen alle bereits existierenden staatlichen Regulierungen hinsichtlich ihrer „wachstumshemmenden“ Auswirkungen untersucht werden. Wobei am Ende jene gestrichen werden müssten, die nicht im Sinne freien Wirtschaftswachstums stehen und deren Wegfall keine „grundlegenden Schutzmechanismen“ berühren. Weiterhin fordert der ERT die Einsetzung eines „unabhängigen Überprüfungsmechanismus“, d.h. einer Kommission, welche jedes gesetzliche Vorhaben, welches für europäische Unternehmen verbindlich werden soll, im Vorhinein bezüglich der Nützlichkeit hinsichtlich wirtschaftlichen Wachstums untersucht sowie die für die Unternehmen daraus resultierenden Kosten kalkuliert. Eine Bewertung gesetzlicher Initiative müsste nach dem Kriterium der wirtschaftlichen Wachstumsförderlichkeit erfolgen und eine Garantie enthalten, dass all jene politischen Vorhaben gestoppt werden, welche nicht im Interesse des Wirtschaftswachstums stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/2012%20January%20-%20ERT%20Statement%20on%20Creating%20Growth%20in%20Europe.pdf Creating growth in Europe], ERT Statement vom 12.01.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/roundtable-goes-full-conquest The Roundtable goes for full conquest], corporateeurope.org Artikel vom 13.07.2012, abgerufen am 20.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Die ''Lissabon-Strategie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/summits/lis1_de.htm Europäischer Rat, 23. und 24. März 2000, Lissabon, Schlussfolgerungen des Vorsitzes, I.5.], Website des Europäischen Parlaments, europarl.europa.eu, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der EU ist ein im Jahr '''2000''' beschlossenes gemeinsames Programm der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit dem Ziel die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Damit übernahm die EU direkt die lange zuvor erklärten Ziele des ERT und übernahm auch im Detail Forderungen des ERT, indem in der ''Lissabon-Strategie'' gefordert wurde „die Liberalisierung in Bereichen wie Gas, Strom, Postdienste und Beförderung zu beschleunigen“. Baron Daniel Janssen, damaliger Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns [[Solvay]], nannte diesen neuen Weg der EU eine „doppelte Revolution“: „reducing the power of the state and of the public sector in general through privatisation and deregulation“ und „transferring many of the nation-states' powers to a more modern and internationally minded structure at European level.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.trilateral.org/download/doc/Tokyo_20001.pdf The Pace of Economic Change in Europe], in: Tokyo 2000, The Annual Meeting of the Trilateral Commission, S. 77ff., abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Nachfolgerin der ''Lissabon-Strategie'', die sogenannte Strategie ''Europa 2020''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm Europe 2020] Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist eine Neuauflage der Ziele aus dem Jahr 2000. Im März '''2010''' von der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] vorgeschlagen, wurde diese im Juli des selben Jahres vom [[Rat der Europäischen Union]] - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten - angenommen. Der ERT veröffentlichte im Februar des selben Jahres ein Positionspapier mit dem Namen ''ERT's Vision for a competitive Europe in 2025''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ert.eu/sites/default/files/ERT%20Vision%20Report%20FINAL%202010.pdf ERT%u2019s Vision for a competitive Europe in 2025], ERT Website - Publications vom Februar 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, in welchem langfristige Ziele und Prioritäten genannt und konkrete politische Handlungsvorschläge gemacht wurden. Im Strategiepapier der Europäischen Kommission, ''Europa 2020'', werden eben diese politischen Ziele und politischen Handlungen auch aufgeführt und vorgeschlagen, u.a. die Flexibilität des Arbeitsmarkts sowie Reformen die Sozialsysteme betreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/article/Europe_2020_final.pdf Europe%u2019s 2020 strategy: big business as usual], corporateeurope.org, Artikel von März 2010, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Corporate Europe Observatory'' (CEO) kritisiert den großen Einfluss, den der ERT auf die Arbeit der sogenannten ''Delors-Kommissionen'' genommen hatte. Diese waren die ersten europäischen Kommissionen, unter dem EG-Präsidenten Jacques Delors. Von 1985-1994 erarbeiteten insgesamt drei Delors-Kommissionen die Grundlagen zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts und der Währungsunion. In diesem Prozess nahm der ERT essenziellen Einfluss und konnte politische Inhalte entscheidend mitprägen. Weiterhin wurde über die einzelnen Mitgliedskonzerne Druck auf die nationalen Regierungen ausgeübt, um den europäischen Einigungsprozess zu beschleunigen. CEO kritisiert, dass der Einfluss des ERT auf Kosten einer angemessenen Regulierung und Bändigung der Marktkräfte, sowie zu Lasten eines „sozialen Europas“ gegangen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/europe-inc-crisis-eus-alliance-big-business-dead-end Europe Inc. in crisis - the EU's alliance with big business is a dead-end], corporateeurope.eu, Artikel vom 16.04.2012, abgerufen am 22.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=4YjtB5Ux5qQ The Brussels Business], Trailer auf youtube.com zum Dokumentarfilm von Fritz Moser über den Einfluss von Konzernen und Lobbyisten im europäischen Einigungsprozess, Erscheinungsjahr 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=-S9TVdjaMWM Dr. Winfried Wolf - Hochgeschwindigkeit und Großprojekte], Vortrag auf youtube.com von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland, u.a. über den Einfluss des ERT auf die Politik der EU, vom 13.07.2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Roth: Der European Round Table of Industrialists: die europäische Elite und einige ihrer Geheimnisse, in: Der stille Putsch Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt, München 2014, S. 85 - 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Deniz</name></author>
		
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