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	<title>Lobbypedia - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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	<updated>2026-05-25T00:11:16Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Stiftung_Familienunternehmen&amp;diff=34508</id>
		<title>Stiftung Familienunternehmen</title>
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		<updated>2015-09-10T07:56:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* Vorstand */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Stiftung Familienunternehmen&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Stiftung&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Politische Interessenvertretung deutscher Familienunternehmen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = München&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland =  Haus des Familienunternehmens&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pariser Platz 6a&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.familienunternehmen.de/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Stiftung Familienunternehmen''' setzt sich in Politik und Medien für die Anliegen von Familienunternehmen ein. Zu den etwa 400 Firmen, die die Stiftung fördern, gehören viele Großunternehmen. Im Sinne ihrer Mitglieder spricht sich die Stiftung politisch gegen Gesetze wie den Mindestlohn, die Frauenquote oder das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Stiftung oprganisiert regelmäßig Veranstaltungen, auf dem ihre Mitglieder mit hochrangigen Politikern ins Gespräch kommen können. Um die eigenen Veranstaltungen und damit auch die Positionen der Stiftung in die Öffentlichkeit zu tragen, kooperiert die Stiftung mit Medienunternehmen. So findet jährlich die „WELT-Währungskonferenz“ in Kooperation mit der Zeitung 'Die Welt' statt. Auf der Welt-Währungskonferenz 2014 konnten die 200 geladenen Gäste ihre Anliegen zur Geldpolitik und zur künftigen Ausrichtung der EU unter zahlreichen anwesenden Politikern, einem EZB-Direktoriumsmitglied oder dem Bundesbank-Präsidentem stark machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/welt-waehrungskonferenz Website Stiftung Familienunternehmen: Weltwährungskonzferenz], (abgerufen am 06.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Bei den „Hauptstadtgespräche“ im Haus des Familienunternehmens wirkte die Süddeutsche Zeitung als Medienpartner und berichtet ausführlich. Viele prominente Politiker waren bereits vertreten, u.a. konnte sich dort im Jahr 2013 der damalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück während seines Wahlkampfes profilieren. Jährlich wird auch der Tag des deutschen Familienunternehmens von der Stiftung organsiert. 2013 erschienen Merkel und Steinbrück. Eines der wichtigsten Themen damals: Steuerpläne der Opposition. 2014 diskutierten Linken-Franktionschef Gysi und CDU-Poltiker Bosbach mit dem AfD-Vorsitzenden Lucke. Anwesend war auch der US-Botschafter John B. Emerson, der Werbung für das [http://lobbypedia.de/wiki/Transatlantic_Trade_and_Investment_Partnership Freihandelsabkommen TTIP] machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus werden Medien-Kontakte in den Kooperationen mit Journalistenschulen schon früh gepflegt. Darunter: die Axel-Springer-Akademie in Berlin, die Deutsche Journalistenschule in München, die Georg-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten in Düsseldorf und die  Kölner Journalistenschule für Wirtschaft und Politik. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/journalistenschulen Website Stiftung Familienunternehmen: Journalistenschulen], (abgerufen am 06.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Wissenschaft ist die Stiftung bestens vertreten: Sie fördert unter anderem die Institute und Forschungsstellen für Familienunternehmen an den Universitäten Witten-Herdecke ([http://www.wifu.de/ Wittener Institut für Familienunternehmen]), Friedrichshafen ([https://www.zu.de/institute/fif/index.php Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen]) und Bayreuth ([http://forschungsstelle-fuer-familienunternehmen.de/de/forschung/archiv/108-aktuelle-entwicklungen-2 Forschungsstelle für Familienunternehmen]). Es werden Aufträge für Studienvergeben und somit die wissenschaftliche Diskussion über Familienunternehmen geprägt. Stiftungsgründer Hennerkes selbst ist Honorarprofessor in Witten-Herdecke, der Geschäftsführer der Stiftung lehrt in Friedrichshafen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-wh.de/wirtschaft/privat-gesellschafts-und-steuerrecht/personen/ Gastprofessor Brun-Hagen Hennerkes] Uni Witten-Herdecke, abgerufen am 06.08.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Stiftung betreibt auch Wissenschaftslobbyismus, indem sie gezielt die Forschung zu Themen wie der Erbschaftssteuer-Reform oder der Frauenquote unterstützt bzw. eigene Studien anfertigen lässt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/publikationen-und-studien Publikationen/Studien] Website Stiftung Familienunternehmen, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brüssel vertritt die Stiftung als Mitglied in der Expertengruppe Familienunternehmen die Interessen ihrer Förderer auf EU-Ebene. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/expertengruppe-familienunternehmen Website Stiftung Familienunternehmen: Expertengruppe Familienunternehmen], (abgerufen am 20.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===Fallbeispiel Erbschaftssteuer===&lt;br /&gt;
Die Familienunternehmerlobby wertete die Reform der Erbschaftssteuer 2008 als großen Lobbyerfolg. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brun-hagen-hennerkes-ueber-familienunternehmen-und-erbschaftsteuer-a-835008.html Brun-Hagen Hennerkes-Über Familienunternehmen und Erbschaftssteuer] Der Spiegel abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit dem Verband [http://lobbypedia.de/wiki/Die_Familienunternehmer_-_ASU Die Familienunternehmer, ASU] setzt sich die Stiftung gegen eine stärkere Besteuerung von Reichtum ein. In einem gemeinsamen Appell von Stiftungsgründer Hennerkes und Großunternehmen wie Bitburger, die Quandt-Erben und der Autovermieter Erich Sixt heißt es, die Erbschaftssteuer sei ein „bürokratisches Monster“ und gefährde Arbeitsplätze in Deutschland. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erbschaftsteuer-das-mittelstandsfeindliche-monster-1.375841 Erbschaftsteuer- Das mittelstandsfeindliche Monster], Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; ,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/appell-des-mittelstandes-protestwelle-gegen-neue-erbschaftsteuer-rollt/3050698.html Appell des Mittelstandes- Protestwelle gegen neue Erbschaftssteuer rollt], Handelsblatt, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Regierung reagierte im Sinne der Unternehmer. Im Ergebnis sah die Reform u.a. vor, betriebliches Erbe von der Erbschaftssteuer weitgehend auszunehmen. &lt;br /&gt;
Das Bundesverfassungsgericht indes beurteilte die Bevorteilung der Familienunternehmen 2014 als teilweise grundgesetzwidrig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/verfassungsgericht-kippt-erbschaftssteuer-a-1008948.html Verfassungsgericht kippt Erbschaftssteuer], Der Spiegel, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis Mitte 2016 muss die Regierung eine neue Regelung vorlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes, Gründer der Stiftung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 95 Aufsichts- und Beiräten von Familienunternehmen (Auswahl)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Bijou Brigitte &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Hugo Boss &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Schreibwarenhersteller Edding &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Sportfachhandel Bauerfeind&amp;lt;br /&amp;gt; (2008 abgelöst von Rainer Kirchdörfer, seinem Partner in der Sozietät und Vorstandsmitglied bei der Stiftung Familienunternehmen) &amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.sportbandagen.biz/2009/08/24/prof-rainer-kirchdoerfer-neuer-aufsichtsratsvorsitzender-der-bauerfeind-ag Prof. Rainer Kirchdörfer neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Bauerfeind AG], Bauerfeind-Website (abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Grünenthal, Pharmaunternehmen &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/ein-neuer-manager-leitet-bald-die-firma-gruenenthal-1.293239 Ein neuer Manager leitet bald die Firma Grünenthal] Aachener Zeitung vom 11.11.2008 (abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
** JOWAT AG, Anbieter von Industrieklebstoffen &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** bis 11.02.2014 F.X. Nachtmann Crystal AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** bis 13.04.2000 B.U.S Berzelius Umwelt-Service AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Korntal-Münchingen &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Eckes AG Finanzholding &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Uzin Utz AG, Aktiengesellschaft &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** VBH Holding AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** ab 16.05.2000 First Five AG, Vermögensverwaltung &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** ab 19.05.2000 Mahle GmbH &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** bis 16.07.2000 EWS Euro Waste Service AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1971 Sozietät von Conrad Böttcher, heute Hennerkes, Kirchdörfer &amp;amp; Lorz (Probleme bei der Nachfolge, Beratung  in Stiftungs- und Finanzierungsfragen)&lt;br /&gt;
* 1969 - 1971 Mitglied der Direktionsabteilung der Mannesmann AG, Düsseldorf, Assistent des Generaldirektors&lt;br /&gt;
* 1968 - 1969 Managerlehrgang bei der Wirtschaftsvereinigung Eisen &amp;amp; Stahl in Düsseldorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hennerkes saß in zahlreichen Aufsichts- und Beiräten von Familienunternehmen, seine Kanzlei ist auf Familienunternehmen spezialisiert. Sie berät diese in Fragen der Nachfolgeregelung, aber auch bei Vermögens- und Stiftungsfragen.&lt;br /&gt;
Rainer Kirchdörfer, der als Hennerkes Partner in der gemeinsamen Kanzlei tätig ist, sitzt bei der Stiftung ebenfalls im Vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium===&lt;br /&gt;
Unter den 35 Mitgliedern des Kuratoriums sind nur 3 Unternehmen als Mittelstand &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ifm-bonn.org/mittelstandsdefinition/definition-kmu-der-eu-kommission/ KMU-Definition der Europäischen Kommission] abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; zu bezeichnen. &lt;br /&gt;
Vielmehr tummeln sich hier Vertreter von Großkonzernen wie [[Henkel]], Trumpf oder Theo Müller und Superreiche wie Johannes Kärcher (Alfred Kärcher GmbH), Edwin Kohl (Kohlpharma) oder Nicola Leibinger-Kammüller (Trumpf). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/die-stiftung-familienunternehmen/kuratorium Webseite Stiftung Familienunternehmen - Kuratorium], abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kuratoren gehört auch Bundesminister a.D. [[Hans-Werner Friedrich]] (Stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat===&lt;br /&gt;
Mitglieder sind:&lt;br /&gt;
*Rainer Kirchdörfer, Partner der Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer &amp;amp; Lorz, Honorarprofessor an der Universität Witten/Herdecke&lt;br /&gt;
*[[Udo di Fabio]], Direktor für Öffentliches Recht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Bundesverfassungsrichter a.D.&lt;br /&gt;
*[[Clemens Fuest]] &lt;br /&gt;
**Präsident des [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
**Mitglied des &amp;quot;Kronberger Kreises&amp;quot; und der Lenkungsgruppe Kommission &amp;quot;Steuergesetzbuch&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
**Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von [[Ernst &amp;amp; Young]] und des [[Wirtschaftsrat der CDU]]&lt;br /&gt;
*[[Hans-Werner Sinn]], Präsident des [[ifo Institut für Wirtschaftsforschung]]&lt;br /&gt;
*Kay Windthorst, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Rechtsdogmatik und Rechtsdidaktik der Universität Bayreuth sowie Mitglied im Beirat und im Aufsichtsrat eines Familienunternehmens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den bekannteren Familienunternehmen gehören die Großkonzerne Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland), Aldi, Bosch, Bertelsmann oder Dr. Oetker. Außderdem die [[BMW]]-Erbenfamilie Quandt/Klatten, die Familie des Aldi-Gründers Albrecht oder die Familie Dr. [[Oetker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Auch auf Nachfragen hin gibt die Stiftung über Ihre Einnahmen keine Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stiftung genießt das Steuerprivileg der Gemeinnützigkeit. Die finanzpolitische Sprecherin der Grünen, Lisa Paus, kritisierte dies in den Stuttgarter Nachrichten: &amp;quot;Da im Kuratorium vor allem Unternehmer seien, 'gibt es gute Gründe zu vermuten, dass individuelle materielle Vorteile den Zweck der Stiftung bestimmen'&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.lobbyarbeit-abgeordnete-steuerprivileg-von-lobbygruppen-streichen.5ece2f48-e34e-41d4-88d9-e4d480c0c82a.html Abgeordnete: Steuerprivileg von Lobbygruppen streichen],Stuttgarter Nachrichten, 31. August 2015, zuletzt aufgerufen am 2.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stiftung Familienunternehmen besteht seit 2002 und hat ihren Hauptsitz in München. Gründer ist der sogenannte Reichenanwalt Brun-Hagen Hennerkes. Insgesamt sind neun Mitarbeiter beschäftigt, davon drei in Berlin. Dort unterhält die Stiftung seit 2012 auch ihre Repräsentanz, das „Haus der Familienunternehmen“ am Pariser Platz. Regelmäßig geben hochrangige Politiker Gastspiele: So erschienen im Wahljahr 2013 sowohl [[Angela Merkel]] als auch der damalige Kanzlerkandidat [[Peer Steinbrück]] zum „Tag des deutschen Familienunternehmens“. Und 2014 waren sich Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Finanzminister Wolfgang Schäuble nicht zu schade, mit den Unternehmern Gesetzesvorhaben zu diskutieren. &lt;br /&gt;
Auf der Agenda der Stiftung stehen neben dem Austausch für Unternehmer auch die Unterstützung eigener Forschungsaktivitäten und -institutionen. Auf diese Weise sollen politische Anerkennung und eine bessere öffentliche Wahrnehmung erreicht werden- zugleich veröffentlicht die Stiftung jedoch weder einen Jahresbericht, noch macht sie Angaben über ihr Budget. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stiftung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Stiftung_Familienunternehmen&amp;diff=34507</id>
		<title>Stiftung Familienunternehmen</title>
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		<updated>2015-09-10T07:55:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* Vorstand */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Stiftung Familienunternehmen&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Stiftung&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Politische Interessenvertretung deutscher Familienunternehmen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = München&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland =  Haus des Familienunternehmens&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pariser Platz 6a&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.familienunternehmen.de/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Stiftung Familienunternehmen''' setzt sich in Politik und Medien für die Anliegen von Familienunternehmen ein. Zu den etwa 400 Firmen, die die Stiftung fördern, gehören viele Großunternehmen. Im Sinne ihrer Mitglieder spricht sich die Stiftung politisch gegen Gesetze wie den Mindestlohn, die Frauenquote oder das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Stiftung oprganisiert regelmäßig Veranstaltungen, auf dem ihre Mitglieder mit hochrangigen Politikern ins Gespräch kommen können. Um die eigenen Veranstaltungen und damit auch die Positionen der Stiftung in die Öffentlichkeit zu tragen, kooperiert die Stiftung mit Medienunternehmen. So findet jährlich die „WELT-Währungskonferenz“ in Kooperation mit der Zeitung 'Die Welt' statt. Auf der Welt-Währungskonferenz 2014 konnten die 200 geladenen Gäste ihre Anliegen zur Geldpolitik und zur künftigen Ausrichtung der EU unter zahlreichen anwesenden Politikern, einem EZB-Direktoriumsmitglied oder dem Bundesbank-Präsidentem stark machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/welt-waehrungskonferenz Website Stiftung Familienunternehmen: Weltwährungskonzferenz], (abgerufen am 06.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Bei den „Hauptstadtgespräche“ im Haus des Familienunternehmens wirkte die Süddeutsche Zeitung als Medienpartner und berichtet ausführlich. Viele prominente Politiker waren bereits vertreten, u.a. konnte sich dort im Jahr 2013 der damalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück während seines Wahlkampfes profilieren. Jährlich wird auch der Tag des deutschen Familienunternehmens von der Stiftung organsiert. 2013 erschienen Merkel und Steinbrück. Eines der wichtigsten Themen damals: Steuerpläne der Opposition. 2014 diskutierten Linken-Franktionschef Gysi und CDU-Poltiker Bosbach mit dem AfD-Vorsitzenden Lucke. Anwesend war auch der US-Botschafter John B. Emerson, der Werbung für das [http://lobbypedia.de/wiki/Transatlantic_Trade_and_Investment_Partnership Freihandelsabkommen TTIP] machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus werden Medien-Kontakte in den Kooperationen mit Journalistenschulen schon früh gepflegt. Darunter: die Axel-Springer-Akademie in Berlin, die Deutsche Journalistenschule in München, die Georg-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten in Düsseldorf und die  Kölner Journalistenschule für Wirtschaft und Politik. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/journalistenschulen Website Stiftung Familienunternehmen: Journalistenschulen], (abgerufen am 06.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Wissenschaft ist die Stiftung bestens vertreten: Sie fördert unter anderem die Institute und Forschungsstellen für Familienunternehmen an den Universitäten Witten-Herdecke ([http://www.wifu.de/ Wittener Institut für Familienunternehmen]), Friedrichshafen ([https://www.zu.de/institute/fif/index.php Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen]) und Bayreuth ([http://forschungsstelle-fuer-familienunternehmen.de/de/forschung/archiv/108-aktuelle-entwicklungen-2 Forschungsstelle für Familienunternehmen]). Es werden Aufträge für Studienvergeben und somit die wissenschaftliche Diskussion über Familienunternehmen geprägt. Stiftungsgründer Hennerkes selbst ist Honorarprofessor in Witten-Herdecke, der Geschäftsführer der Stiftung lehrt in Friedrichshafen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-wh.de/wirtschaft/privat-gesellschafts-und-steuerrecht/personen/ Gastprofessor Brun-Hagen Hennerkes] Uni Witten-Herdecke, abgerufen am 06.08.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Stiftung betreibt auch Wissenschaftslobbyismus, indem sie gezielt die Forschung zu Themen wie der Erbschaftssteuer-Reform oder der Frauenquote unterstützt bzw. eigene Studien anfertigen lässt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/publikationen-und-studien Publikationen/Studien] Website Stiftung Familienunternehmen, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brüssel vertritt die Stiftung als Mitglied in der Expertengruppe Familienunternehmen die Interessen ihrer Förderer auf EU-Ebene. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/expertengruppe-familienunternehmen Website Stiftung Familienunternehmen: Expertengruppe Familienunternehmen], (abgerufen am 20.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===Fallbeispiel Erbschaftssteuer===&lt;br /&gt;
Die Familienunternehmerlobby wertete die Reform der Erbschaftssteuer 2008 als großen Lobbyerfolg. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brun-hagen-hennerkes-ueber-familienunternehmen-und-erbschaftsteuer-a-835008.html Brun-Hagen Hennerkes-Über Familienunternehmen und Erbschaftssteuer] Der Spiegel abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit dem Verband [http://lobbypedia.de/wiki/Die_Familienunternehmer_-_ASU Die Familienunternehmer, ASU] setzt sich die Stiftung gegen eine stärkere Besteuerung von Reichtum ein. In einem gemeinsamen Appell von Stiftungsgründer Hennerkes und Großunternehmen wie Bitburger, die Quandt-Erben und der Autovermieter Erich Sixt heißt es, die Erbschaftssteuer sei ein „bürokratisches Monster“ und gefährde Arbeitsplätze in Deutschland. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erbschaftsteuer-das-mittelstandsfeindliche-monster-1.375841 Erbschaftsteuer- Das mittelstandsfeindliche Monster], Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; ,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/appell-des-mittelstandes-protestwelle-gegen-neue-erbschaftsteuer-rollt/3050698.html Appell des Mittelstandes- Protestwelle gegen neue Erbschaftssteuer rollt], Handelsblatt, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Regierung reagierte im Sinne der Unternehmer. Im Ergebnis sah die Reform u.a. vor, betriebliches Erbe von der Erbschaftssteuer weitgehend auszunehmen. &lt;br /&gt;
Das Bundesverfassungsgericht indes beurteilte die Bevorteilung der Familienunternehmen 2014 als teilweise grundgesetzwidrig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/verfassungsgericht-kippt-erbschaftssteuer-a-1008948.html Verfassungsgericht kippt Erbschaftssteuer], Der Spiegel, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis Mitte 2016 muss die Regierung eine neue Regelung vorlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes, Gründer der Stiftung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 95 Aufsichts- und Beiräten von Familienunternehmen (Auswahl)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Bijou Brigitte &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Hugo Boss &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Schreibwarenhersteller Edding &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Sportfachhandel Bauerfeind&amp;lt;br /&amp;gt; (2008 abgelöst von Rainer Kirchdörfer, seinem Partner in der Sozietät und Vorstandsmitglied bei der Stiftung Familienunternehmen) &amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.sportbandagen.biz/2009/08/24/prof-rainer-kirchdoerfer-neuer-aufsichtsratsvorsitzender-der-bauerfeind-ag Prof. Rainer Kirchdörfer neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Bauerfeind AG], Bauerfeind-Website (abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Grünenthal, Pharmaunternehmen &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/ein-neuer-manager-leitet-bald-die-firma-gruenenthal-1.293239 Ein neuer Manager leitet bald die Firma Grünenthal] Aachener Zeitung vom 11.11.2008 (abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
** JOWAT AG, Anbieter von Industrieklebstoffen &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** bis 11.02.2014 F.X. Nachtmann Crystal AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** bis 13.04.2000 B.U.S Berzelius Umwelt-Service AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Korntal-Münchingen &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Eckes AG Finanzholding &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Uzin Utz AG, Aktiengesellschaft &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** VBH Holding AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** ab 16.05.2000 First Five AG, Vermögensverwaltung &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** ab 19.05.2000 Mahle GmbH &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** bis 16.07.2000 EWS Euro Waste Service AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1971 Sozietät von Conrad Böttcher, heute Hennerkes, Kirchdörfer &amp;amp; Lorz (Probleme bei der Nachfolge, Beratung  in Stiftungs- und Finanzierungsfragen)&lt;br /&gt;
* 1969 - 1971 Mitglied der Direktionsabteilung der Mannesmann AG, Düsseldorf, Assistent des Generaldirektors&lt;br /&gt;
* 1968 - 1969 Managerlehrgang bei der Wirtschaftsvereinigung Eisen &amp;amp; Stahl in Düsseldorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hennerkes saß in zahlreichen Aufsichts- und Beiräten von Familienunternehmen, seine Kanzlei ist auf Familienunternehmen spezialisiert. Sie berät diese in Fragen der Nachfolgeregelung, aber auch bei Vermögens- und Stiftungsfragen.&lt;br /&gt;
Rainer Kirchdörfer, der als Hennerkes Partner in der gemeinsamen Kanzlei tätig ist, sitzt bei der Stiftung ebenfalls im Vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium===&lt;br /&gt;
Unter den 35 Mitgliedern des Kuratoriums sind nur 3 Unternehmen als Mittelstand &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ifm-bonn.org/mittelstandsdefinition/definition-kmu-der-eu-kommission/ KMU-Definition der Europäischen Kommission] abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; zu bezeichnen. &lt;br /&gt;
Vielmehr tummeln sich hier Vertreter von Großkonzernen wie [[Henkel]], Trumpf oder Theo Müller und Superreiche wie Johannes Kärcher (Alfred Kärcher GmbH), Edwin Kohl (Kohlpharma) oder Nicola Leibinger-Kammüller (Trumpf). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/die-stiftung-familienunternehmen/kuratorium Webseite Stiftung Familienunternehmen - Kuratorium], abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kuratoren gehört auch Bundesminister a.D. [[Hans-Werner Friedrich]] (Stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat===&lt;br /&gt;
Mitglieder sind:&lt;br /&gt;
*Rainer Kirchdörfer, Partner der Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer &amp;amp; Lorz, Honorarprofessor an der Universität Witten/Herdecke&lt;br /&gt;
*[[Udo di Fabio]], Direktor für Öffentliches Recht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Bundesverfassungsrichter a.D.&lt;br /&gt;
*[[Clemens Fuest]] &lt;br /&gt;
**Präsident des [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
**Mitglied des &amp;quot;Kronberger Kreises&amp;quot; und der Lenkungsgruppe Kommission &amp;quot;Steuergesetzbuch&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
**Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von [[Ernst &amp;amp; Young]] und des [[Wirtschaftsrat der CDU]]&lt;br /&gt;
*[[Hans-Werner Sinn]], Präsident des [[ifo Institut für Wirtschaftsforschung]]&lt;br /&gt;
*Kay Windthorst, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Rechtsdogmatik und Rechtsdidaktik der Universität Bayreuth sowie Mitglied im Beirat und im Aufsichtsrat eines Familienunternehmens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den bekannteren Familienunternehmen gehören die Großkonzerne Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland), Aldi, Bosch, Bertelsmann oder Dr. Oetker. Außderdem die [[BMW]]-Erbenfamilie Quandt/Klatten, die Familie des Aldi-Gründers Albrecht oder die Familie Dr. [[Oetker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Auch auf Nachfragen hin gibt die Stiftung über Ihre Einnahmen keine Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stiftung genießt das Steuerprivileg der Gemeinnützigkeit. Die finanzpolitische Sprecherin der Grünen, Lisa Paus, kritisierte dies in den Stuttgarter Nachrichten: &amp;quot;Da im Kuratorium vor allem Unternehmer seien, 'gibt es gute Gründe zu vermuten, dass individuelle materielle Vorteile den Zweck der Stiftung bestimmen'&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.lobbyarbeit-abgeordnete-steuerprivileg-von-lobbygruppen-streichen.5ece2f48-e34e-41d4-88d9-e4d480c0c82a.html Abgeordnete: Steuerprivileg von Lobbygruppen streichen],Stuttgarter Nachrichten, 31. August 2015, zuletzt aufgerufen am 2.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stiftung Familienunternehmen besteht seit 2002 und hat ihren Hauptsitz in München. Gründer ist der sogenannte Reichenanwalt Brun-Hagen Hennerkes. Insgesamt sind neun Mitarbeiter beschäftigt, davon drei in Berlin. Dort unterhält die Stiftung seit 2012 auch ihre Repräsentanz, das „Haus der Familienunternehmen“ am Pariser Platz. Regelmäßig geben hochrangige Politiker Gastspiele: So erschienen im Wahljahr 2013 sowohl [[Angela Merkel]] als auch der damalige Kanzlerkandidat [[Peer Steinbrück]] zum „Tag des deutschen Familienunternehmens“. Und 2014 waren sich Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Finanzminister Wolfgang Schäuble nicht zu schade, mit den Unternehmern Gesetzesvorhaben zu diskutieren. &lt;br /&gt;
Auf der Agenda der Stiftung stehen neben dem Austausch für Unternehmer auch die Unterstützung eigener Forschungsaktivitäten und -institutionen. Auf diese Weise sollen politische Anerkennung und eine bessere öffentliche Wahrnehmung erreicht werden- zugleich veröffentlicht die Stiftung jedoch weder einen Jahresbericht, noch macht sie Angaben über ihr Budget. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stiftung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Stiftung_Familienunternehmen&amp;diff=34506</id>
		<title>Stiftung Familienunternehmen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Stiftung_Familienunternehmen&amp;diff=34506"/>
		<updated>2015-09-10T07:52:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* Vorstand */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Stiftung Familienunternehmen&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Stiftung&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Politische Interessenvertretung deutscher Familienunternehmen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = München&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland =  Haus des Familienunternehmens&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pariser Platz 6a&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.familienunternehmen.de/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Stiftung Familienunternehmen''' setzt sich in Politik und Medien für die Anliegen von Familienunternehmen ein. Zu den etwa 400 Firmen, die die Stiftung fördern, gehören viele Großunternehmen. Im Sinne ihrer Mitglieder spricht sich die Stiftung politisch gegen Gesetze wie den Mindestlohn, die Frauenquote oder das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Stiftung oprganisiert regelmäßig Veranstaltungen, auf dem ihre Mitglieder mit hochrangigen Politikern ins Gespräch kommen können. Um die eigenen Veranstaltungen und damit auch die Positionen der Stiftung in die Öffentlichkeit zu tragen, kooperiert die Stiftung mit Medienunternehmen. So findet jährlich die „WELT-Währungskonferenz“ in Kooperation mit der Zeitung 'Die Welt' statt. Auf der Welt-Währungskonferenz 2014 konnten die 200 geladenen Gäste ihre Anliegen zur Geldpolitik und zur künftigen Ausrichtung der EU unter zahlreichen anwesenden Politikern, einem EZB-Direktoriumsmitglied oder dem Bundesbank-Präsidentem stark machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/welt-waehrungskonferenz Website Stiftung Familienunternehmen: Weltwährungskonzferenz], (abgerufen am 06.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Bei den „Hauptstadtgespräche“ im Haus des Familienunternehmens wirkte die Süddeutsche Zeitung als Medienpartner und berichtet ausführlich. Viele prominente Politiker waren bereits vertreten, u.a. konnte sich dort im Jahr 2013 der damalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück während seines Wahlkampfes profilieren. Jährlich wird auch der Tag des deutschen Familienunternehmens von der Stiftung organsiert. 2013 erschienen Merkel und Steinbrück. Eines der wichtigsten Themen damals: Steuerpläne der Opposition. 2014 diskutierten Linken-Franktionschef Gysi und CDU-Poltiker Bosbach mit dem AfD-Vorsitzenden Lucke. Anwesend war auch der US-Botschafter John B. Emerson, der Werbung für das [http://lobbypedia.de/wiki/Transatlantic_Trade_and_Investment_Partnership Freihandelsabkommen TTIP] machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus werden Medien-Kontakte in den Kooperationen mit Journalistenschulen schon früh gepflegt. Darunter: die Axel-Springer-Akademie in Berlin, die Deutsche Journalistenschule in München, die Georg-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten in Düsseldorf und die  Kölner Journalistenschule für Wirtschaft und Politik. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/journalistenschulen Website Stiftung Familienunternehmen: Journalistenschulen], (abgerufen am 06.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Wissenschaft ist die Stiftung bestens vertreten: Sie fördert unter anderem die Institute und Forschungsstellen für Familienunternehmen an den Universitäten Witten-Herdecke ([http://www.wifu.de/ Wittener Institut für Familienunternehmen]), Friedrichshafen ([https://www.zu.de/institute/fif/index.php Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen]) und Bayreuth ([http://forschungsstelle-fuer-familienunternehmen.de/de/forschung/archiv/108-aktuelle-entwicklungen-2 Forschungsstelle für Familienunternehmen]). Es werden Aufträge für Studienvergeben und somit die wissenschaftliche Diskussion über Familienunternehmen geprägt. Stiftungsgründer Hennerkes selbst ist Honorarprofessor in Witten-Herdecke, der Geschäftsführer der Stiftung lehrt in Friedrichshafen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-wh.de/wirtschaft/privat-gesellschafts-und-steuerrecht/personen/ Gastprofessor Brun-Hagen Hennerkes] Uni Witten-Herdecke, abgerufen am 06.08.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Stiftung betreibt auch Wissenschaftslobbyismus, indem sie gezielt die Forschung zu Themen wie der Erbschaftssteuer-Reform oder der Frauenquote unterstützt bzw. eigene Studien anfertigen lässt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/publikationen-und-studien Publikationen/Studien] Website Stiftung Familienunternehmen, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brüssel vertritt die Stiftung als Mitglied in der Expertengruppe Familienunternehmen die Interessen ihrer Förderer auf EU-Ebene. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/expertengruppe-familienunternehmen Website Stiftung Familienunternehmen: Expertengruppe Familienunternehmen], (abgerufen am 20.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===Fallbeispiel Erbschaftssteuer===&lt;br /&gt;
Die Familienunternehmerlobby wertete die Reform der Erbschaftssteuer 2008 als großen Lobbyerfolg. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brun-hagen-hennerkes-ueber-familienunternehmen-und-erbschaftsteuer-a-835008.html Brun-Hagen Hennerkes-Über Familienunternehmen und Erbschaftssteuer] Der Spiegel abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit dem Verband [http://lobbypedia.de/wiki/Die_Familienunternehmer_-_ASU Die Familienunternehmer, ASU] setzt sich die Stiftung gegen eine stärkere Besteuerung von Reichtum ein. In einem gemeinsamen Appell von Stiftungsgründer Hennerkes und Großunternehmen wie Bitburger, die Quandt-Erben und der Autovermieter Erich Sixt heißt es, die Erbschaftssteuer sei ein „bürokratisches Monster“ und gefährde Arbeitsplätze in Deutschland. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erbschaftsteuer-das-mittelstandsfeindliche-monster-1.375841 Erbschaftsteuer- Das mittelstandsfeindliche Monster], Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; ,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/appell-des-mittelstandes-protestwelle-gegen-neue-erbschaftsteuer-rollt/3050698.html Appell des Mittelstandes- Protestwelle gegen neue Erbschaftssteuer rollt], Handelsblatt, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Regierung reagierte im Sinne der Unternehmer. Im Ergebnis sah die Reform u.a. vor, betriebliches Erbe von der Erbschaftssteuer weitgehend auszunehmen. &lt;br /&gt;
Das Bundesverfassungsgericht indes beurteilte die Bevorteilung der Familienunternehmen 2014 als teilweise grundgesetzwidrig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/verfassungsgericht-kippt-erbschaftssteuer-a-1008948.html Verfassungsgericht kippt Erbschaftssteuer], Der Spiegel, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis Mitte 2016 muss die Regierung eine neue Regelung vorlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes, Gründer der Stiftung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 95 Aufsichts- und Beiräten von Familienunternehmen (Auswahl)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Bijou Brigitte &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Hugo Boss &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Schreibwarenhersteller Edding &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Sportfachhandel Bauerfeind&amp;lt;br /&amp;gt; (2008 abgelöst von Rainer Kirchdörfer, seinem Partner in der Sozietät und Vorstandsmitglied bei der Stiftung Familienunternehmen) &amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.sportbandagen.biz/2009/08/24/prof-rainer-kirchdoerfer-neuer-aufsichtsratsvorsitzender-der-bauerfeind-ag Prof. Rainer Kirchdörfer neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Bauerfeind AG], Bauerfeind-Website (abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Grünenthal, Pharmaunternehmen &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/ein-neuer-manager-leitet-bald-die-firma-gruenenthal-1.293239 Ein neuer Manager leitet bald die Firma Grünenthal] Aachener Zeitung vom 11.11.2008 (abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
** JOWAT AG, Anbieter von Industrieklebstoffen &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** bis 11.02.2014 F.X. Nachtmann Crystal AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** bis 13.04.2000 B.U.S Berzelius Umwelt-Service AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Korntal-Münchingen &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Eckes AG Finanzholding &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Uzin Utz AG, Aktiengesellschaft &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** VBH Holding AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** ab 16.05.2000 First Five AG, Vermögensverwaltung &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** ab 19.05.2000 Mahle GmbH &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** bis 16.07.2000 EWS Euro Waste Service AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1971 Sozietät von Conrad Böttcher, heute Hennerkes, Kirchdörfer &amp;amp; Lorz (Probleme bei der Nachfolge, Beratung  in Stiftungs- und Finanzierungsfragen)&lt;br /&gt;
* 1969 - 1971 Mitglied der Direktionsabteilung der Mannesmann AG, Düsseldorf, Assistent des Generaldirektors&lt;br /&gt;
* 1968 - 1969 Managerlehrgang bei der Wirtschaftsvereinigung Eisen &amp;amp; Stahl in Düsseldorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hennerkes saß in zahlreichen Aufsichts- und Beiräten von Familienunternehmen, seine Kanzlei ist auf Familienunternehmen spezialisiert. Sie berät diese in Fragen der Nachfolgeregelung, aber auch bei Vermögens- und Stiftungsfragen.&lt;br /&gt;
Rainer Kirchdörfer, der als Hennerkes Partner in der gemeinsamen Kanzlei tätig ist, sitzt bei der Stiftung ebenfalls im Vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium===&lt;br /&gt;
Unter den 35 Mitgliedern des Kuratoriums sind nur 3 Unternehmen als Mittelstand &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ifm-bonn.org/mittelstandsdefinition/definition-kmu-der-eu-kommission/ KMU-Definition der Europäischen Kommission] abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; zu bezeichnen. &lt;br /&gt;
Vielmehr tummeln sich hier Vertreter von Großkonzernen wie [[Henkel]], Trumpf oder Theo Müller und Superreiche wie Johannes Kärcher (Alfred Kärcher GmbH), Edwin Kohl (Kohlpharma) oder Nicola Leibinger-Kammüller (Trumpf). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/die-stiftung-familienunternehmen/kuratorium Webseite Stiftung Familienunternehmen - Kuratorium], abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kuratoren gehört auch Bundesminister a.D. [[Hans-Werner Friedrich]] (Stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat===&lt;br /&gt;
Mitglieder sind:&lt;br /&gt;
*Rainer Kirchdörfer, Partner der Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer &amp;amp; Lorz, Honorarprofessor an der Universität Witten/Herdecke&lt;br /&gt;
*[[Udo di Fabio]], Direktor für Öffentliches Recht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Bundesverfassungsrichter a.D.&lt;br /&gt;
*[[Clemens Fuest]] &lt;br /&gt;
**Präsident des [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
**Mitglied des &amp;quot;Kronberger Kreises&amp;quot; und der Lenkungsgruppe Kommission &amp;quot;Steuergesetzbuch&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
**Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von [[Ernst &amp;amp; Young]] und des [[Wirtschaftsrat der CDU]]&lt;br /&gt;
*[[Hans-Werner Sinn]], Präsident des [[ifo Institut für Wirtschaftsforschung]]&lt;br /&gt;
*Kay Windthorst, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Rechtsdogmatik und Rechtsdidaktik der Universität Bayreuth sowie Mitglied im Beirat und im Aufsichtsrat eines Familienunternehmens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den bekannteren Familienunternehmen gehören die Großkonzerne Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland), Aldi, Bosch, Bertelsmann oder Dr. Oetker. Außderdem die [[BMW]]-Erbenfamilie Quandt/Klatten, die Familie des Aldi-Gründers Albrecht oder die Familie Dr. [[Oetker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Auch auf Nachfragen hin gibt die Stiftung über Ihre Einnahmen keine Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stiftung genießt das Steuerprivileg der Gemeinnützigkeit. Die finanzpolitische Sprecherin der Grünen, Lisa Paus, kritisierte dies in den Stuttgarter Nachrichten: &amp;quot;Da im Kuratorium vor allem Unternehmer seien, 'gibt es gute Gründe zu vermuten, dass individuelle materielle Vorteile den Zweck der Stiftung bestimmen'&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.lobbyarbeit-abgeordnete-steuerprivileg-von-lobbygruppen-streichen.5ece2f48-e34e-41d4-88d9-e4d480c0c82a.html Abgeordnete: Steuerprivileg von Lobbygruppen streichen],Stuttgarter Nachrichten, 31. August 2015, zuletzt aufgerufen am 2.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stiftung Familienunternehmen besteht seit 2002 und hat ihren Hauptsitz in München. Gründer ist der sogenannte Reichenanwalt Brun-Hagen Hennerkes. Insgesamt sind neun Mitarbeiter beschäftigt, davon drei in Berlin. Dort unterhält die Stiftung seit 2012 auch ihre Repräsentanz, das „Haus der Familienunternehmen“ am Pariser Platz. Regelmäßig geben hochrangige Politiker Gastspiele: So erschienen im Wahljahr 2013 sowohl [[Angela Merkel]] als auch der damalige Kanzlerkandidat [[Peer Steinbrück]] zum „Tag des deutschen Familienunternehmens“. Und 2014 waren sich Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Finanzminister Wolfgang Schäuble nicht zu schade, mit den Unternehmern Gesetzesvorhaben zu diskutieren. &lt;br /&gt;
Auf der Agenda der Stiftung stehen neben dem Austausch für Unternehmer auch die Unterstützung eigener Forschungsaktivitäten und -institutionen. Auf diese Weise sollen politische Anerkennung und eine bessere öffentliche Wahrnehmung erreicht werden- zugleich veröffentlicht die Stiftung jedoch weder einen Jahresbericht, noch macht sie Angaben über ihr Budget. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stiftung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Stiftung_Familienunternehmen&amp;diff=34505</id>
		<title>Stiftung Familienunternehmen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Stiftung_Familienunternehmen&amp;diff=34505"/>
		<updated>2015-09-10T07:49:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* Vorstand */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Stiftung Familienunternehmen&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Stiftung&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Politische Interessenvertretung deutscher Familienunternehmen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = München&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland =  Haus des Familienunternehmens&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pariser Platz 6a&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.familienunternehmen.de/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Stiftung Familienunternehmen''' setzt sich in Politik und Medien für die Anliegen von Familienunternehmen ein. Zu den etwa 400 Firmen, die die Stiftung fördern, gehören viele Großunternehmen. Im Sinne ihrer Mitglieder spricht sich die Stiftung politisch gegen Gesetze wie den Mindestlohn, die Frauenquote oder das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Stiftung oprganisiert regelmäßig Veranstaltungen, auf dem ihre Mitglieder mit hochrangigen Politikern ins Gespräch kommen können. Um die eigenen Veranstaltungen und damit auch die Positionen der Stiftung in die Öffentlichkeit zu tragen, kooperiert die Stiftung mit Medienunternehmen. So findet jährlich die „WELT-Währungskonferenz“ in Kooperation mit der Zeitung 'Die Welt' statt. Auf der Welt-Währungskonferenz 2014 konnten die 200 geladenen Gäste ihre Anliegen zur Geldpolitik und zur künftigen Ausrichtung der EU unter zahlreichen anwesenden Politikern, einem EZB-Direktoriumsmitglied oder dem Bundesbank-Präsidentem stark machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/welt-waehrungskonferenz Website Stiftung Familienunternehmen: Weltwährungskonzferenz], (abgerufen am 06.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Bei den „Hauptstadtgespräche“ im Haus des Familienunternehmens wirkte die Süddeutsche Zeitung als Medienpartner und berichtet ausführlich. Viele prominente Politiker waren bereits vertreten, u.a. konnte sich dort im Jahr 2013 der damalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück während seines Wahlkampfes profilieren. Jährlich wird auch der Tag des deutschen Familienunternehmens von der Stiftung organsiert. 2013 erschienen Merkel und Steinbrück. Eines der wichtigsten Themen damals: Steuerpläne der Opposition. 2014 diskutierten Linken-Franktionschef Gysi und CDU-Poltiker Bosbach mit dem AfD-Vorsitzenden Lucke. Anwesend war auch der US-Botschafter John B. Emerson, der Werbung für das [http://lobbypedia.de/wiki/Transatlantic_Trade_and_Investment_Partnership Freihandelsabkommen TTIP] machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus werden Medien-Kontakte in den Kooperationen mit Journalistenschulen schon früh gepflegt. Darunter: die Axel-Springer-Akademie in Berlin, die Deutsche Journalistenschule in München, die Georg-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten in Düsseldorf und die  Kölner Journalistenschule für Wirtschaft und Politik. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/journalistenschulen Website Stiftung Familienunternehmen: Journalistenschulen], (abgerufen am 06.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Wissenschaft ist die Stiftung bestens vertreten: Sie fördert unter anderem die Institute und Forschungsstellen für Familienunternehmen an den Universitäten Witten-Herdecke ([http://www.wifu.de/ Wittener Institut für Familienunternehmen]), Friedrichshafen ([https://www.zu.de/institute/fif/index.php Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen]) und Bayreuth ([http://forschungsstelle-fuer-familienunternehmen.de/de/forschung/archiv/108-aktuelle-entwicklungen-2 Forschungsstelle für Familienunternehmen]). Es werden Aufträge für Studienvergeben und somit die wissenschaftliche Diskussion über Familienunternehmen geprägt. Stiftungsgründer Hennerkes selbst ist Honorarprofessor in Witten-Herdecke, der Geschäftsführer der Stiftung lehrt in Friedrichshafen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-wh.de/wirtschaft/privat-gesellschafts-und-steuerrecht/personen/ Gastprofessor Brun-Hagen Hennerkes] Uni Witten-Herdecke, abgerufen am 06.08.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Stiftung betreibt auch Wissenschaftslobbyismus, indem sie gezielt die Forschung zu Themen wie der Erbschaftssteuer-Reform oder der Frauenquote unterstützt bzw. eigene Studien anfertigen lässt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/publikationen-und-studien Publikationen/Studien] Website Stiftung Familienunternehmen, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brüssel vertritt die Stiftung als Mitglied in der Expertengruppe Familienunternehmen die Interessen ihrer Förderer auf EU-Ebene. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/expertengruppe-familienunternehmen Website Stiftung Familienunternehmen: Expertengruppe Familienunternehmen], (abgerufen am 20.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===Fallbeispiel Erbschaftssteuer===&lt;br /&gt;
Die Familienunternehmerlobby wertete die Reform der Erbschaftssteuer 2008 als großen Lobbyerfolg. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brun-hagen-hennerkes-ueber-familienunternehmen-und-erbschaftsteuer-a-835008.html Brun-Hagen Hennerkes-Über Familienunternehmen und Erbschaftssteuer] Der Spiegel abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit dem Verband [http://lobbypedia.de/wiki/Die_Familienunternehmer_-_ASU Die Familienunternehmer, ASU] setzt sich die Stiftung gegen eine stärkere Besteuerung von Reichtum ein. In einem gemeinsamen Appell von Stiftungsgründer Hennerkes und Großunternehmen wie Bitburger, die Quandt-Erben und der Autovermieter Erich Sixt heißt es, die Erbschaftssteuer sei ein „bürokratisches Monster“ und gefährde Arbeitsplätze in Deutschland. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erbschaftsteuer-das-mittelstandsfeindliche-monster-1.375841 Erbschaftsteuer- Das mittelstandsfeindliche Monster], Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; ,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/appell-des-mittelstandes-protestwelle-gegen-neue-erbschaftsteuer-rollt/3050698.html Appell des Mittelstandes- Protestwelle gegen neue Erbschaftssteuer rollt], Handelsblatt, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Regierung reagierte im Sinne der Unternehmer. Im Ergebnis sah die Reform u.a. vor, betriebliches Erbe von der Erbschaftssteuer weitgehend auszunehmen. &lt;br /&gt;
Das Bundesverfassungsgericht indes beurteilte die Bevorteilung der Familienunternehmen 2014 als teilweise grundgesetzwidrig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/verfassungsgericht-kippt-erbschaftssteuer-a-1008948.html Verfassungsgericht kippt Erbschaftssteuer], Der Spiegel, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis Mitte 2016 muss die Regierung eine neue Regelung vorlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes, Gründer der Stiftung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 95 Aufsichts- und Beiräten von Familienunternehmen (Auswahl)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Bijou Brigitte &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Hugo Boss &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Schreibwarenhersteller Edding &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Sportfachhandel Bauerfeind&amp;lt;br /&amp;gt; (2008 abgelöst von Rainer Kirchdörfer, seinem Partner in der Sozietät und Vorstandsmitglied bei der Stiftung Familienunternehmen) &amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.sportbandagen.biz/2009/08/24/prof-rainer-kirchdoerfer-neuer-aufsichtsratsvorsitzender-der-bauerfeind-ag Prof. Rainer Kirchdörfer neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Bauerfeind AG], Bauerfeind-Website (abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Grünenthal, Pharmaunternehmen &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/ein-neuer-manager-leitet-bald-die-firma-gruenenthal-1.293239 Ein neuer Manager leitet bald die Firma Grünenthal] Aachener Zeitung vom 11.11.2008 (abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
** JOWAT AG, Anbieter von Industrieklebstoffen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** bis 11.02.2014 F.X. Nachtmann Crystal AG&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** bis 13.04.2000 B.U.S Berzelius Umwelt-Service AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Korntal-Münchingen &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Eckes AG Finanzholding &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Uzin Utz AG, Aktiengesellschaft &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** VBH Holding AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** ab 16.05.2000 First Five AG, Vermögensverwaltung &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** ab 19.05.2000 Mahle GmbH &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** bis 16.07.2000 EWS Euro Waste Service AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Executive Profile:&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes], Bloomberg Buiseness (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1971 Sozietät von Conrad Böttcher, heute Hennerkes, Kirchdörfer &amp;amp; Lorz (Probleme bei der Nachfolge, Beratung  in Stiftungs- und Finanzierungsfragen)&lt;br /&gt;
* 1969 - 1971 Mitglied der Direktionsabteilung der Mannesmann AG, Düsseldorf, Assistent des Generaldirektors&lt;br /&gt;
* 1968 - 1969 Managerlehrgang bei der Wirtschaftsvereinigung Eisen &amp;amp; Stahl in Düsseldorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hennerkes saß in zahlreichen Aufsichts- und Beiräten von Familienunternehmen, seine Kanzlei ist auf Familienunternehmen spezialisiert. Sie berät diese in Fragen der Nachfolgeregelung, aber auch bei Vermögens- und Stiftungsfragen.&lt;br /&gt;
Rainer Kirchdörfer, der als Hennerkes Partner in der gemeinsamen Kanzlei tätig ist, sitzt bei der Stiftung ebenfalls im Vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium===&lt;br /&gt;
Unter den 35 Mitgliedern des Kuratoriums sind nur 3 Unternehmen als Mittelstand &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ifm-bonn.org/mittelstandsdefinition/definition-kmu-der-eu-kommission/ KMU-Definition der Europäischen Kommission] abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; zu bezeichnen. &lt;br /&gt;
Vielmehr tummeln sich hier Vertreter von Großkonzernen wie [[Henkel]], Trumpf oder Theo Müller und Superreiche wie Johannes Kärcher (Alfred Kärcher GmbH), Edwin Kohl (Kohlpharma) oder Nicola Leibinger-Kammüller (Trumpf). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/die-stiftung-familienunternehmen/kuratorium Webseite Stiftung Familienunternehmen - Kuratorium], abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kuratoren gehört auch Bundesminister a.D. [[Hans-Werner Friedrich]] (Stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat===&lt;br /&gt;
Mitglieder sind:&lt;br /&gt;
*Rainer Kirchdörfer, Partner der Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer &amp;amp; Lorz, Honorarprofessor an der Universität Witten/Herdecke&lt;br /&gt;
*[[Udo di Fabio]], Direktor für Öffentliches Recht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Bundesverfassungsrichter a.D.&lt;br /&gt;
*[[Clemens Fuest]] &lt;br /&gt;
**Präsident des [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
**Mitglied des &amp;quot;Kronberger Kreises&amp;quot; und der Lenkungsgruppe Kommission &amp;quot;Steuergesetzbuch&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
**Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von [[Ernst &amp;amp; Young]] und des [[Wirtschaftsrat der CDU]]&lt;br /&gt;
*[[Hans-Werner Sinn]], Präsident des [[ifo Institut für Wirtschaftsforschung]]&lt;br /&gt;
*Kay Windthorst, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Rechtsdogmatik und Rechtsdidaktik der Universität Bayreuth sowie Mitglied im Beirat und im Aufsichtsrat eines Familienunternehmens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den bekannteren Familienunternehmen gehören die Großkonzerne Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland), Aldi, Bosch, Bertelsmann oder Dr. Oetker. Außderdem die [[BMW]]-Erbenfamilie Quandt/Klatten, die Familie des Aldi-Gründers Albrecht oder die Familie Dr. [[Oetker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Auch auf Nachfragen hin gibt die Stiftung über Ihre Einnahmen keine Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stiftung genießt das Steuerprivileg der Gemeinnützigkeit. Die finanzpolitische Sprecherin der Grünen, Lisa Paus, kritisierte dies in den Stuttgarter Nachrichten: &amp;quot;Da im Kuratorium vor allem Unternehmer seien, 'gibt es gute Gründe zu vermuten, dass individuelle materielle Vorteile den Zweck der Stiftung bestimmen'&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.lobbyarbeit-abgeordnete-steuerprivileg-von-lobbygruppen-streichen.5ece2f48-e34e-41d4-88d9-e4d480c0c82a.html Abgeordnete: Steuerprivileg von Lobbygruppen streichen],Stuttgarter Nachrichten, 31. August 2015, zuletzt aufgerufen am 2.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stiftung Familienunternehmen besteht seit 2002 und hat ihren Hauptsitz in München. Gründer ist der sogenannte Reichenanwalt Brun-Hagen Hennerkes. Insgesamt sind neun Mitarbeiter beschäftigt, davon drei in Berlin. Dort unterhält die Stiftung seit 2012 auch ihre Repräsentanz, das „Haus der Familienunternehmen“ am Pariser Platz. Regelmäßig geben hochrangige Politiker Gastspiele: So erschienen im Wahljahr 2013 sowohl [[Angela Merkel]] als auch der damalige Kanzlerkandidat [[Peer Steinbrück]] zum „Tag des deutschen Familienunternehmens“. Und 2014 waren sich Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Finanzminister Wolfgang Schäuble nicht zu schade, mit den Unternehmern Gesetzesvorhaben zu diskutieren. &lt;br /&gt;
Auf der Agenda der Stiftung stehen neben dem Austausch für Unternehmer auch die Unterstützung eigener Forschungsaktivitäten und -institutionen. Auf diese Weise sollen politische Anerkennung und eine bessere öffentliche Wahrnehmung erreicht werden- zugleich veröffentlicht die Stiftung jedoch weder einen Jahresbericht, noch macht sie Angaben über ihr Budget. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stiftung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Stiftung_Familienunternehmen&amp;diff=34504</id>
		<title>Stiftung Familienunternehmen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Stiftung_Familienunternehmen&amp;diff=34504"/>
		<updated>2015-09-10T07:42:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* Vorstand */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Stiftung Familienunternehmen&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Stiftung&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Politische Interessenvertretung deutscher Familienunternehmen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = München&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland =  Haus des Familienunternehmens&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pariser Platz 6a&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.familienunternehmen.de/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Stiftung Familienunternehmen''' setzt sich in Politik und Medien für die Anliegen von Familienunternehmen ein. Zu den etwa 400 Firmen, die die Stiftung fördern, gehören viele Großunternehmen. Im Sinne ihrer Mitglieder spricht sich die Stiftung politisch gegen Gesetze wie den Mindestlohn, die Frauenquote oder das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Stiftung oprganisiert regelmäßig Veranstaltungen, auf dem ihre Mitglieder mit hochrangigen Politikern ins Gespräch kommen können. Um die eigenen Veranstaltungen und damit auch die Positionen der Stiftung in die Öffentlichkeit zu tragen, kooperiert die Stiftung mit Medienunternehmen. So findet jährlich die „WELT-Währungskonferenz“ in Kooperation mit der Zeitung 'Die Welt' statt. Auf der Welt-Währungskonferenz 2014 konnten die 200 geladenen Gäste ihre Anliegen zur Geldpolitik und zur künftigen Ausrichtung der EU unter zahlreichen anwesenden Politikern, einem EZB-Direktoriumsmitglied oder dem Bundesbank-Präsidentem stark machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/welt-waehrungskonferenz Website Stiftung Familienunternehmen: Weltwährungskonzferenz], (abgerufen am 06.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Bei den „Hauptstadtgespräche“ im Haus des Familienunternehmens wirkte die Süddeutsche Zeitung als Medienpartner und berichtet ausführlich. Viele prominente Politiker waren bereits vertreten, u.a. konnte sich dort im Jahr 2013 der damalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück während seines Wahlkampfes profilieren. Jährlich wird auch der Tag des deutschen Familienunternehmens von der Stiftung organsiert. 2013 erschienen Merkel und Steinbrück. Eines der wichtigsten Themen damals: Steuerpläne der Opposition. 2014 diskutierten Linken-Franktionschef Gysi und CDU-Poltiker Bosbach mit dem AfD-Vorsitzenden Lucke. Anwesend war auch der US-Botschafter John B. Emerson, der Werbung für das [http://lobbypedia.de/wiki/Transatlantic_Trade_and_Investment_Partnership Freihandelsabkommen TTIP] machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus werden Medien-Kontakte in den Kooperationen mit Journalistenschulen schon früh gepflegt. Darunter: die Axel-Springer-Akademie in Berlin, die Deutsche Journalistenschule in München, die Georg-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten in Düsseldorf und die  Kölner Journalistenschule für Wirtschaft und Politik. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/journalistenschulen Website Stiftung Familienunternehmen: Journalistenschulen], (abgerufen am 06.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Wissenschaft ist die Stiftung bestens vertreten: Sie fördert unter anderem die Institute und Forschungsstellen für Familienunternehmen an den Universitäten Witten-Herdecke ([http://www.wifu.de/ Wittener Institut für Familienunternehmen]), Friedrichshafen ([https://www.zu.de/institute/fif/index.php Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen]) und Bayreuth ([http://forschungsstelle-fuer-familienunternehmen.de/de/forschung/archiv/108-aktuelle-entwicklungen-2 Forschungsstelle für Familienunternehmen]). Es werden Aufträge für Studienvergeben und somit die wissenschaftliche Diskussion über Familienunternehmen geprägt. Stiftungsgründer Hennerkes selbst ist Honorarprofessor in Witten-Herdecke, der Geschäftsführer der Stiftung lehrt in Friedrichshafen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-wh.de/wirtschaft/privat-gesellschafts-und-steuerrecht/personen/ Gastprofessor Brun-Hagen Hennerkes] Uni Witten-Herdecke, abgerufen am 06.08.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Stiftung betreibt auch Wissenschaftslobbyismus, indem sie gezielt die Forschung zu Themen wie der Erbschaftssteuer-Reform oder der Frauenquote unterstützt bzw. eigene Studien anfertigen lässt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/publikationen-und-studien Publikationen/Studien] Website Stiftung Familienunternehmen, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brüssel vertritt die Stiftung als Mitglied in der Expertengruppe Familienunternehmen die Interessen ihrer Förderer auf EU-Ebene. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/expertengruppe-familienunternehmen Website Stiftung Familienunternehmen: Expertengruppe Familienunternehmen], (abgerufen am 20.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===Fallbeispiel Erbschaftssteuer===&lt;br /&gt;
Die Familienunternehmerlobby wertete die Reform der Erbschaftssteuer 2008 als großen Lobbyerfolg. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brun-hagen-hennerkes-ueber-familienunternehmen-und-erbschaftsteuer-a-835008.html Brun-Hagen Hennerkes-Über Familienunternehmen und Erbschaftssteuer] Der Spiegel abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit dem Verband [http://lobbypedia.de/wiki/Die_Familienunternehmer_-_ASU Die Familienunternehmer, ASU] setzt sich die Stiftung gegen eine stärkere Besteuerung von Reichtum ein. In einem gemeinsamen Appell von Stiftungsgründer Hennerkes und Großunternehmen wie Bitburger, die Quandt-Erben und der Autovermieter Erich Sixt heißt es, die Erbschaftssteuer sei ein „bürokratisches Monster“ und gefährde Arbeitsplätze in Deutschland. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erbschaftsteuer-das-mittelstandsfeindliche-monster-1.375841 Erbschaftsteuer- Das mittelstandsfeindliche Monster], Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; ,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/appell-des-mittelstandes-protestwelle-gegen-neue-erbschaftsteuer-rollt/3050698.html Appell des Mittelstandes- Protestwelle gegen neue Erbschaftssteuer rollt], Handelsblatt, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Regierung reagierte im Sinne der Unternehmer. Im Ergebnis sah die Reform u.a. vor, betriebliches Erbe von der Erbschaftssteuer weitgehend auszunehmen. &lt;br /&gt;
Das Bundesverfassungsgericht indes beurteilte die Bevorteilung der Familienunternehmen 2014 als teilweise grundgesetzwidrig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/verfassungsgericht-kippt-erbschaftssteuer-a-1008948.html Verfassungsgericht kippt Erbschaftssteuer], Der Spiegel, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis Mitte 2016 muss die Regierung eine neue Regelung vorlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brun-Hagen Hennerkes, Gründer der Stiftung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 95 Aufsichts- und Beiräten von Familienunternehmen (Auswahl)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Bijou Brigitte &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Hugo Boss &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Schreibwarenhersteller Edding &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/brun-hagen-hennerkes-der-anwalt-fuer-den-mittelstand/6297206.html Der Anwalt für den Mittelstand], Handelsblatt vom 09.03.2012 (abgerufen am 10.09.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Sportfachhandel Bauerfeind&amp;lt;br /&amp;gt; (2008 abgelöst von Rainer Kirchdörfer, seinem Partner in der Sozietät und Vorstandsmitglied bei der Stiftung Familienunternehmen) &amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.sportbandagen.biz/2009/08/24/prof-rainer-kirchdoerfer-neuer-aufsichtsratsvorsitzender-der-bauerfeind-ag Website Bauerfeind], (abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Grünenthal, Pharmaunternehmen &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/ein-neuer-manager-leitet-bald-die-firma-gruenenthal-1.293239 Ein neuer Manager leitet bald die Firma Grünenthal] Aachener Zeitung vom 11.11.2008 (abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
** JOWAT AG, Anbieter von Industrieklebstoffen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG Bloomberg: Brun-Hagen Hennerkes](abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** bis 11.02.2014 F.X. Nachtmann Crystal AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG] ebd.(abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
** bis 13.04.2000 B.U.S Berzelius Umwelt-Service AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG] ebd.(abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
** Korntal-Münchingen &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG] ebd.(abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Eckes AG Finanzholding&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG] ebd.(abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Uzin Utz AG, Aktiengesellschaft &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG] ebd.(abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** VBH Holding AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG] ebd.(abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** ab 16.05.2000 First Five AG, Vermögensverwaltung &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG] ebd.(abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** ab 19.05.2000 Mahle GmbH &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG] ebd.(abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** bis 16.07.2000 EWS Euro Waste Service AG &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8808430&amp;amp;ticker=UZU:GR&amp;amp;previousCapId=883079&amp;amp;previousTitle=UZIN%2520UTZ%2520AG] ebd.(abgerufen am 26.03.2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1971 Sozietät von Conrad Böttcher, heute Hennerkes, Kirchdörfer &amp;amp; Lorz (Probleme bei der Nachfolge, Beratung  in Stiftungs- und Finanzierungsfragen)&lt;br /&gt;
* 1969 - 1971 Mitglied der Direktionsabteilung der Mannesmann AG, Düsseldorf, Assistent des Generaldirektors&lt;br /&gt;
* 1968 - 1969 Managerlehrgang bei der Wirtschaftsvereinigung Eisen &amp;amp; Stahl in Düsseldorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hennerkes saß in zahlreichen Aufsichts- und Beiräten von Familienunternehmen, seine Kanzlei ist auf Familienunternehmen spezialisiert. Sie berät diese in Fragen der Nachfolgeregelung, aber auch bei Vermögens- und Stiftungsfragen.&lt;br /&gt;
Rainer Kirchdörfer, der als Hennerkes Partner in der gemeinsamen Kanzlei tätig ist, sitzt bei der Stiftung ebenfalls im Vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium===&lt;br /&gt;
Unter den 35 Mitgliedern des Kuratoriums sind nur 3 Unternehmen als Mittelstand &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ifm-bonn.org/mittelstandsdefinition/definition-kmu-der-eu-kommission/ KMU-Definition der Europäischen Kommission] abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; zu bezeichnen. &lt;br /&gt;
Vielmehr tummeln sich hier Vertreter von Großkonzernen wie [[Henkel]], Trumpf oder Theo Müller und Superreiche wie Johannes Kärcher (Alfred Kärcher GmbH), Edwin Kohl (Kohlpharma) oder Nicola Leibinger-Kammüller (Trumpf). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/die-stiftung-familienunternehmen/kuratorium Webseite Stiftung Familienunternehmen - Kuratorium], abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kuratoren gehört auch Bundesminister a.D. [[Hans-Werner Friedrich]] (Stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat===&lt;br /&gt;
Mitglieder sind:&lt;br /&gt;
*Rainer Kirchdörfer, Partner der Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer &amp;amp; Lorz, Honorarprofessor an der Universität Witten/Herdecke&lt;br /&gt;
*[[Udo di Fabio]], Direktor für Öffentliches Recht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Bundesverfassungsrichter a.D.&lt;br /&gt;
*[[Clemens Fuest]] &lt;br /&gt;
**Präsident des [[Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung]] (ZEW)&lt;br /&gt;
**Mitglied des &amp;quot;Kronberger Kreises&amp;quot; und der Lenkungsgruppe Kommission &amp;quot;Steuergesetzbuch&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
**Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von [[Ernst &amp;amp; Young]] und des [[Wirtschaftsrat der CDU]]&lt;br /&gt;
*[[Hans-Werner Sinn]], Präsident des [[ifo Institut für Wirtschaftsforschung]]&lt;br /&gt;
*Kay Windthorst, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Rechtsdogmatik und Rechtsdidaktik der Universität Bayreuth sowie Mitglied im Beirat und im Aufsichtsrat eines Familienunternehmens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Zu den bekannteren Familienunternehmen gehören die Großkonzerne Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland), Aldi, Bosch, Bertelsmann oder Dr. Oetker. Außderdem die [[BMW]]-Erbenfamilie Quandt/Klatten, die Familie des Aldi-Gründers Albrecht oder die Familie Dr. [[Oetker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Auch auf Nachfragen hin gibt die Stiftung über Ihre Einnahmen keine Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stiftung genießt das Steuerprivileg der Gemeinnützigkeit. Die finanzpolitische Sprecherin der Grünen, Lisa Paus, kritisierte dies in den Stuttgarter Nachrichten: &amp;quot;Da im Kuratorium vor allem Unternehmer seien, 'gibt es gute Gründe zu vermuten, dass individuelle materielle Vorteile den Zweck der Stiftung bestimmen'&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.lobbyarbeit-abgeordnete-steuerprivileg-von-lobbygruppen-streichen.5ece2f48-e34e-41d4-88d9-e4d480c0c82a.html Abgeordnete: Steuerprivileg von Lobbygruppen streichen],Stuttgarter Nachrichten, 31. August 2015, zuletzt aufgerufen am 2.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stiftung Familienunternehmen besteht seit 2002 und hat ihren Hauptsitz in München. Gründer ist der sogenannte Reichenanwalt Brun-Hagen Hennerkes. Insgesamt sind neun Mitarbeiter beschäftigt, davon drei in Berlin. Dort unterhält die Stiftung seit 2012 auch ihre Repräsentanz, das „Haus der Familienunternehmen“ am Pariser Platz. Regelmäßig geben hochrangige Politiker Gastspiele: So erschienen im Wahljahr 2013 sowohl [[Angela Merkel]] als auch der damalige Kanzlerkandidat [[Peer Steinbrück]] zum „Tag des deutschen Familienunternehmens“. Und 2014 waren sich Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Finanzminister Wolfgang Schäuble nicht zu schade, mit den Unternehmern Gesetzesvorhaben zu diskutieren. &lt;br /&gt;
Auf der Agenda der Stiftung stehen neben dem Austausch für Unternehmer auch die Unterstützung eigener Forschungsaktivitäten und -institutionen. Auf diese Weise sollen politische Anerkennung und eine bessere öffentliche Wahrnehmung erreicht werden- zugleich veröffentlicht die Stiftung jedoch weder einen Jahresbericht, noch macht sie Angaben über ihr Budget. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stiftung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34503</id>
		<title>Vattenfall</title>
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		<updated>2015-09-10T07:38:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* Rekommunalisierung der Berliner Stromnetzes */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:316px-Vattenfall-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Energieversorger&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Chausseestraße 23, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.vattenfall.de www.vattenfall.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Vattenfall GmbH''' ist die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall AB. Vattenfall ist nach [[E.ON]], [[RWE]] und [[EnBW]] das viertgrößte Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Vattenfall steht aufgrund seiner Lobby-Aktivitäten für Braunkohle-Abbau sowie diverser [[ISDS]]-Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland in der öffentlichen Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Lobbyist im Bundestag===&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
[[Ulrich Freese]] ist seit 2013 Mitglied des Bundestags für die [[SPD]] und sitzt gleichzeitig in drei Aufsichtsräten von Vattenfall. Er war langjähriger IG-BCE-Gewerkschaftsfunktionär und gilt in Berlin als Braunkohle-Lobbyist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/F/freese_ulrich/258336 Biografie Ulrich Freese] bundestag.de, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Informationen der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; geht folgender Satz im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf Freese zurück: &amp;quot;Die konventionellen Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, Gas) als Teil des nationalen Energiemixes sind auf absehbare Zeit unverzichtbar.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-122760717.html Im War Room der Demokratie] Spiegel Online vom 02.12.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vattenfall baut in in der Lausitz/Brandenburg in großem Stil Braunkohle ab. Knapp 33.500 Arbeitsplätze hängen dort nach Angaben des Unternehmens von der Braunkohlenindustrie ab. Der Koalitionsvertrag stellt so sicher, dass die Bundesregierung in der Energiepolitik weiterhin auf die billige Braunkohle setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article122837716/Wie-die-Braunkohle-Lobby-der-SPD-am-Koalitionsvertrag-mitschrieb.html Wie die Braunkohle-Lobby der SPD am Koalitionsvertrag mitschrieb] welt.de vom 12.12.2013, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Wahlkampfkasse erhielt Freese Spenden in Höhe von 86.546 Euro. Zumindest ein Teil der Summe lässt sich laut eines Berichts im &amp;quot;Spiegel&amp;quot; auf ehemalige oder aktuelle Führungskräfte von Vattenfall zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/hohe-spenden-im-bundestagswahlkampf-von-vattenfall-aufsichtsrat-freese-a-976618.html Auffällige Spenden im Bundestagswahlkampf des Vattenfall-Aufsichtsrats Ulrich Freese, Spiegel online vom 22.06.2014], abgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auftragsstudien===&lt;br /&gt;
Vattenfall beauftragte das privatwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut [http://www.prognos.com/ueber-uns/die-prognos-ag/ Prognos AG] mit zwei Studien über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Braunkohletagebaus in den neuen Bundesländern. Die erste Studie wurde im Dezember 2005 unter dem Titel ''Energie- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass „[c]a. 23.600 Arbeitsplätze […] durch die ostdeutsche Braunkohleindustrie gesichert“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Prognos_Braunkohle_2005.pdf Bericht: Energie- und regionalwirtschaftliche&lt;br /&gt;
Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland], S. 1., Prognos AG 2005, abgerufen am  25.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; werden. Zu dieser Zahl kommt Prognos, indem zu den direkt in der Braunkohleindustrie beschäftigten Arbeitnehmern auch „indirekte“ Beschäftigte bei Zulieferbetrieben (in sogenannten „Vorleistungssektoren“) gerechnet werden sowie sogenannte „induzierte“ Arbeitsplätze, welche durch Konsumausgaben der ersten beiden Gruppen entstehen.&lt;br /&gt;
In der im September 2011 unter dem Titel ''Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' erschienenen Folgestudie heißt es: „Insgesamt hängen in Ostdeutschland rund 33.500 Arbeitsplätze von der Braunkohleindustrie ab.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.braunkohle.de/index.php?article_id=98&amp;amp;fileName=prognos_studie_braunkohle_ostdeutschland_2011_langfassung.pdf Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland], S. 27., Prognos AG 2011, abgerufen am 25.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleicht man die Angaben aus den beiden Prognos-Studien, so ist bei den direkt Beschäftigten einen Anstieg um 9,8% von 10.182 im Jahr 2005 auf 11.179 im Jahr 2011 festzustellen. In den sogenannten Vorleistungssektoren stieg die Zahl der „indirekt“ Beschäftigten angeblich innerhalb von nur sechs Jahren um über 58% (von 10.600 auf 16.790). Die Zahl der induzierten Arbeitsplätze verdoppelte sich sogar fast von 2275 auf 5535, obwohl beide Studien von Konsumausgaben in Höhe von ca. 260 Millionen Euro ausgehen.&lt;br /&gt;
Auch wenn diese in den Auftragsstudien genannten Zahlen kaum nachvollziehbar sind, werden sie in Publikationen der Braunkohlelobby immer wieder als Argument für die wirtschaftliche Notwendigkeit des Braunkohletagebaus genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Astroturf===&lt;br /&gt;
Vattenfall fördert finanziell den Verein ''[http://www.prolausitzerbraunkohle.de/index.php/vorstand.html Pro Lausitzer Braunkohle]'',&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184388.html, DER SPIEGEL 44/2013], abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dessen Vorstand mit Marco Bayer auch ein direkter Vertreter von Vattenfall sitzt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html Vattenfall Europe AG] Energieregion Lausitz-Website, abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentiert sich als unabhängige Bürgerinitiative, die sich für eine Erweiterung des Tagesbaus stark macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anfrage von LobbyControl äußerte sich Vattenfall nicht dazu, wie viele Gelder in den Verein geflossen sind. Der Verein ''Pro Lausitzer Braunkohle'' betreibt eine eigene Geschäftsstelle im Cottbusser ''Haus der Wirschaft'', aus der auch die Kampagne “[http://www.pro-lausitz.de/index.php Meine Stimme fürs Revier]” organisiert wurde. Die Aktionen der Kampagne umfassten eine Plakataktion vor der Greenpeace-Zentrale in Hamburg und kostspielige Großkundgebungen im Vorfeld von politischen Sitzungen zum Thema Braunkohle. Auch die Veranstaltung eines &amp;quot;Zuckertütenfests&amp;quot; in einem Vergnügungspark in einem stillgelegten Tagebaugebiet wurde angeblich vom Verein selbst finanziert. Die finanziellen Ressourcen, die hinter solchen Kampagnen stecken, können die zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen den Braunkohletagebau aussprechen, bei Weitem nicht auftreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sponsoring===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vattenfall tritt häufig als Sponsor von Sport- und Kulturveranstaltungen auf. Beim Berliner Halbmarathon oder der Laufveranstaltung City-Night ist Vattenfall als einer der größten Sportsponsoren der Stadt überall sichtbar. &lt;br /&gt;
Vor allem auch in der Lausitz, wo Vattenfall bereits mehrere Dörfer wegbaggern lies, versucht das Unternehmen mit hohen Sponsoringsummen in Sport und Kultur seinen Ruf aufzubessern. Hier besteht ein besonders breites, von Vattenfall gesponsortes Angebot: Jugendförderung, die Unterstützung mehrerer Sportvereine, große Schulsportveranstaltungen, einen Architekturpreis etc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/uber-uns/engagement-regionales/lausitz/ Sponsoring in der Lausitz] Vattenfall-Website, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Renovierung und Instandhaltung des Brandenburger Tors wird von Vattenfall gesponsort - dafür darf sich das Unternehmen &amp;quot;Partner des Brandenburger Tors&amp;quot; nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rekommunalisierung der Berliner Stromnetzes===&lt;br /&gt;
Berlin privatisierte sein Stromnetz im Jahr 1997. Seitdem ist Vattenfall der Betreiber. 2011 gründete sich der Berliner Energietisch nach dem Vorbild des Berliner Wassertisches mit dem Ziel, die Stromversorgung in Berlin nach demokratischen, ökologischen und sozialen Kriterien zu organisieren. Dem Versorger Vattenfall wurde vorgeworfen, zu sehr auf dem Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung zu verharren. Der Berliner Senat unterstütze den hohen Verkaufspreis des Stromnetzes von bis zu drei Milliarden Euro - der Energietisch rechnete dagegen mit 400 Millionen Euro&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5099002/ Vattenfall verkauft sich zu teuer] die taz vom 06.03.2012, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Volksbegehren wurde ein Volksentscheid über die Rekommunalisierung auf den 3. November 2013 gesetzt, obwohl eine Zusammenlegung des Volksentscheids mit der Bundestagswahl am 22. September 2013 möglich gewesen wäre. Der Energietisch als Initiator des Volksbegehrens äußerte die Vermutung, der Senat hoffe, dass der Volksentscheid auf diese Weise am Zustimmungsquorum scheitern werde. Genau dies trat auch ein - der Gesetzentwurf ist in der Abstimmung gescheitert und wurde deshalb nicht angenommen. Es stimmten zwar 83 Prozent der Abstimmungsteilnehmer mit Ja, jedoch wurde das Quorum von 25 Prozent aller Stimmberechtigten mit 24,1 Prozent knapp verfehlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/berliner-strom-volksentscheid-gescheitert-a-931545.html Energieversorgung: Berliner Strom-Volksentscheid gescheitert] Spiegel Online vom 03.11.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PR-Kampagne===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung im Braunkohleausschuss des Landes Brandenburg am 28. April 2014 startete Vattenfall eine Anzeigenkampagne unter dem Motto &amp;quot;[http://corporate.vattenfall.de/energie-im-fokus/energieproduktion/kohle/lausitzer-braunkohle/ Was wichtig ist]&amp;quot;. Die verschiedenen Anzeigemotive, in denen Menschen aus der Lausitz für den Braunkohletagebau werben, erschienen erstmals im November 2013  in verschiedenen Lausitzer Zeitungen und auf ca. 160 Großaufstellern in der Region. Vattenfall versuchte mit dieser Kampagne, eine breite Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des Braunkohletagebaus zu überzeugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===ISDS-Klagen gegen Deutschland===&lt;br /&gt;
Vattenfall verklagte die Bundesrepublik Deutschland bereits zwei Mal vor internationalen Schiedsgerichten im Rahmen von [[ISDS]]-Verfahren. Das erste mal klagte Vattenfall im Jahr 2009 als der Hamburger Senat die Wassernutzungsregeln für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg veränderten. Vattenfall dürfe zum Schutz des Ökosystems nur eine bestimmte Menge an Elbwasser zum Kühlen verwenden, abhängig von Temperatur und Sauerstoffgehalt des Flusses. Auf Basis der Europäischen Energiecharte, einem Investitionsschutzabkommen mit [[ISDS]]-Klagemöglichkeit für Unternehmen, wurde vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington verhandelt. Zum ersten Mal in der Geschichte musste sich die Bundesregierung wegen „Investitionsbehinderungen“ vor einem Schiedsgericht verteidigen. Die Klage wurde mit einem Kompromiss beigelegt. Hamburg musste seine Umweltauflagen soweit zurückziehen und aufweichen, dass sie anschließend gegen die EU-Naturschutz-Richtlinie verstießen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU verklagte die Bundesrepublik Deutschland daraufhin vor dem EuGH, Hamburg habe mit der Zurücknahme der Wassernutzungsregeln für das Vattenfall-Kohlekraftwerk die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verletzt. Konkret soll die Wasserentnahme zur Kühlung des Kraftwerks schädlich für seltene Fische sein. &lt;br /&gt;
Brisant ist, dass die EU-Kommission, die Deutschland verklagt, weil sie den Vergleich mit Vattenfall auf Basis des Investitionsschutzes für unvereinbar mit dem EU-Vertrag hält, sich gleichzeitig auch für die Aufnahme von Investitionsschutz in die geplanten Handelsverträge TTIP und CETA einsetzt.&lt;br /&gt;
Es ist unklar, inwieweit die Kommission mit dem Fall weiter umgeht - eine Eskalation würde den Protest gegen die Aufnahme von [[ISDS]]-Verfahren in die geplanten Freihandelsabkommen forcieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5019034/ Eine Tragödie in fünf Akten] die taz vom 27.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Mal verklage Vattenfall 2012 die Bundesrepublik Deutschland nachdem diese bekannt gab, aus der Energieproduktion von Atomkraftwerken aussteigen zu wollen. Vattenfall klagte wegen der Stillegung der schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel auf 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz. Bis März 2015 kostete das noch laufende Verfahren die Bundesrepublik bereits 4,1 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/atomausstieg-vattenfall-klage-kostet-deutschland-schon-jetzt-millionen/11494704.html Vattenfall-Klage kostet Deutschland schon jetzt Millionen] Handelsblatt vom 12.03.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Das Bergbauunternehmen '''Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG)''' fusionierte 2002 mit den Hamburgische Electricitäts-Werken (HEW) unter Federführung des schwedische Konzerns Vattenfall AB zu Vattenfall Mining AG. Aus der LAUBAG wird die Vattenfall Mining AG. Die LAUBAG hatte einen Lobbyisten im Wirtschaftsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Technologie Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; width: 10em&amp;quot;|'''Zeitraum'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und Oktober 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Mitarbeiter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Bearbeitete Themen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berliner Geschäftsstelle von Vattenfall arbeiten allein 20 Mitarbeiter in der Lobbyabteilung des Konzerns. Chef der Berliner Lobbyabteilung ist Alexander Jung, der früher das Vorstandsbüro Deutschland leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/wer-lenkt-die-lobbyisten.html Wer lenkt die Lobbyisten?] PR-Magazin 07/2011, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Die Vattenfall GmbH hat mehrere 100%-ige Tochtergesellschaften, darunter:&lt;br /&gt;
* Stromnetz Berlin GmbH&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot;&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/Global/Deutschland/Ueber_uns/2014-04-15_Aktualisierung-Management-Angaben.pdf Beteiligungsverhältnisse des deutschen Vattenfall-Konzerns] Webseite Vattenfall, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Politiker im Aufsichtsrat der Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ulrich Freese]] (Stellv. Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*seit 2013 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
*2003-2013 Stellv. Vorsitzender der [[Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie]] (IG BCE) &lt;br /&gt;
*Vattenfall GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ehemalige Politiker im Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Burkhard Dreher (neutr. MG)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| 1994-1999 Wirtschaftsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Linkohr&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
*Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF), Ehrenvorsitzender&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.linkohr.de/Home/Zur-Person Lebenslauf Dr. Rolf Linkohr] Private Webseite, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Kerntechnische Gesellschaft]], Ehrenmitglied&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martina Gregor-Ness&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Landtages Brandenburg, Umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reinhardt Schultz&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| bis 2009 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2015) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34502</id>
		<title>Vattenfall</title>
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		<updated>2015-09-10T07:37:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* Astroturf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:316px-Vattenfall-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Energieversorger&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Chausseestraße 23, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.vattenfall.de www.vattenfall.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Vattenfall GmbH''' ist die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall AB. Vattenfall ist nach [[E.ON]], [[RWE]] und [[EnBW]] das viertgrößte Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Vattenfall steht aufgrund seiner Lobby-Aktivitäten für Braunkohle-Abbau sowie diverser [[ISDS]]-Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland in der öffentlichen Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Lobbyist im Bundestag===&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
[[Ulrich Freese]] ist seit 2013 Mitglied des Bundestags für die [[SPD]] und sitzt gleichzeitig in drei Aufsichtsräten von Vattenfall. Er war langjähriger IG-BCE-Gewerkschaftsfunktionär und gilt in Berlin als Braunkohle-Lobbyist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/F/freese_ulrich/258336 Biografie Ulrich Freese] bundestag.de, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Informationen der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; geht folgender Satz im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf Freese zurück: &amp;quot;Die konventionellen Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, Gas) als Teil des nationalen Energiemixes sind auf absehbare Zeit unverzichtbar.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-122760717.html Im War Room der Demokratie] Spiegel Online vom 02.12.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vattenfall baut in in der Lausitz/Brandenburg in großem Stil Braunkohle ab. Knapp 33.500 Arbeitsplätze hängen dort nach Angaben des Unternehmens von der Braunkohlenindustrie ab. Der Koalitionsvertrag stellt so sicher, dass die Bundesregierung in der Energiepolitik weiterhin auf die billige Braunkohle setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article122837716/Wie-die-Braunkohle-Lobby-der-SPD-am-Koalitionsvertrag-mitschrieb.html Wie die Braunkohle-Lobby der SPD am Koalitionsvertrag mitschrieb] welt.de vom 12.12.2013, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Wahlkampfkasse erhielt Freese Spenden in Höhe von 86.546 Euro. Zumindest ein Teil der Summe lässt sich laut eines Berichts im &amp;quot;Spiegel&amp;quot; auf ehemalige oder aktuelle Führungskräfte von Vattenfall zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/hohe-spenden-im-bundestagswahlkampf-von-vattenfall-aufsichtsrat-freese-a-976618.html Auffällige Spenden im Bundestagswahlkampf des Vattenfall-Aufsichtsrats Ulrich Freese, Spiegel online vom 22.06.2014], abgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auftragsstudien===&lt;br /&gt;
Vattenfall beauftragte das privatwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut [http://www.prognos.com/ueber-uns/die-prognos-ag/ Prognos AG] mit zwei Studien über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Braunkohletagebaus in den neuen Bundesländern. Die erste Studie wurde im Dezember 2005 unter dem Titel ''Energie- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass „[c]a. 23.600 Arbeitsplätze […] durch die ostdeutsche Braunkohleindustrie gesichert“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Prognos_Braunkohle_2005.pdf Bericht: Energie- und regionalwirtschaftliche&lt;br /&gt;
Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland], S. 1., Prognos AG 2005, abgerufen am  25.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; werden. Zu dieser Zahl kommt Prognos, indem zu den direkt in der Braunkohleindustrie beschäftigten Arbeitnehmern auch „indirekte“ Beschäftigte bei Zulieferbetrieben (in sogenannten „Vorleistungssektoren“) gerechnet werden sowie sogenannte „induzierte“ Arbeitsplätze, welche durch Konsumausgaben der ersten beiden Gruppen entstehen.&lt;br /&gt;
In der im September 2011 unter dem Titel ''Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' erschienenen Folgestudie heißt es: „Insgesamt hängen in Ostdeutschland rund 33.500 Arbeitsplätze von der Braunkohleindustrie ab.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.braunkohle.de/index.php?article_id=98&amp;amp;fileName=prognos_studie_braunkohle_ostdeutschland_2011_langfassung.pdf Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland], S. 27., Prognos AG 2011, abgerufen am 25.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleicht man die Angaben aus den beiden Prognos-Studien, so ist bei den direkt Beschäftigten einen Anstieg um 9,8% von 10.182 im Jahr 2005 auf 11.179 im Jahr 2011 festzustellen. In den sogenannten Vorleistungssektoren stieg die Zahl der „indirekt“ Beschäftigten angeblich innerhalb von nur sechs Jahren um über 58% (von 10.600 auf 16.790). Die Zahl der induzierten Arbeitsplätze verdoppelte sich sogar fast von 2275 auf 5535, obwohl beide Studien von Konsumausgaben in Höhe von ca. 260 Millionen Euro ausgehen.&lt;br /&gt;
Auch wenn diese in den Auftragsstudien genannten Zahlen kaum nachvollziehbar sind, werden sie in Publikationen der Braunkohlelobby immer wieder als Argument für die wirtschaftliche Notwendigkeit des Braunkohletagebaus genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Astroturf===&lt;br /&gt;
Vattenfall fördert finanziell den Verein ''[http://www.prolausitzerbraunkohle.de/index.php/vorstand.html Pro Lausitzer Braunkohle]'',&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184388.html, DER SPIEGEL 44/2013], abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dessen Vorstand mit Marco Bayer auch ein direkter Vertreter von Vattenfall sitzt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html Vattenfall Europe AG] Energieregion Lausitz-Website, abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentiert sich als unabhängige Bürgerinitiative, die sich für eine Erweiterung des Tagesbaus stark macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anfrage von LobbyControl äußerte sich Vattenfall nicht dazu, wie viele Gelder in den Verein geflossen sind. Der Verein ''Pro Lausitzer Braunkohle'' betreibt eine eigene Geschäftsstelle im Cottbusser ''Haus der Wirschaft'', aus der auch die Kampagne “[http://www.pro-lausitz.de/index.php Meine Stimme fürs Revier]” organisiert wurde. Die Aktionen der Kampagne umfassten eine Plakataktion vor der Greenpeace-Zentrale in Hamburg und kostspielige Großkundgebungen im Vorfeld von politischen Sitzungen zum Thema Braunkohle. Auch die Veranstaltung eines &amp;quot;Zuckertütenfests&amp;quot; in einem Vergnügungspark in einem stillgelegten Tagebaugebiet wurde angeblich vom Verein selbst finanziert. Die finanziellen Ressourcen, die hinter solchen Kampagnen stecken, können die zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen den Braunkohletagebau aussprechen, bei Weitem nicht auftreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sponsoring===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vattenfall tritt häufig als Sponsor von Sport- und Kulturveranstaltungen auf. Beim Berliner Halbmarathon oder der Laufveranstaltung City-Night ist Vattenfall als einer der größten Sportsponsoren der Stadt überall sichtbar. &lt;br /&gt;
Vor allem auch in der Lausitz, wo Vattenfall bereits mehrere Dörfer wegbaggern lies, versucht das Unternehmen mit hohen Sponsoringsummen in Sport und Kultur seinen Ruf aufzubessern. Hier besteht ein besonders breites, von Vattenfall gesponsortes Angebot: Jugendförderung, die Unterstützung mehrerer Sportvereine, große Schulsportveranstaltungen, einen Architekturpreis etc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/uber-uns/engagement-regionales/lausitz/ Sponsoring in der Lausitz] Vattenfall-Website, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Renovierung und Instandhaltung des Brandenburger Tors wird von Vattenfall gesponsort - dafür darf sich das Unternehmen &amp;quot;Partner des Brandenburger Tors&amp;quot; nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rekommunalisierung der Berliner Stromnetzes===&lt;br /&gt;
Berlin privatisierte sein Stromnetz im Jahr 1997. Seitdem ist Vattenfall der Betreiber. 2011 gründete sich der Berliner Energietisch nach dem Vorbild des Berliner Wassertisches mit dem Ziel, die Stromversorgung in Berlin nach demokratischen, ökologischen und sozialen Kriterien zu organisieren. Dem Versorger Vattenfall wurde vorgeworfen, zu sehr auf dem Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung zu verharren. Der Berliner Senat unterstütze den hohen Verkaufspreis des Stromnetzes von bis zu drei Milliarden Euro - der Energietisch rechnete dagegen mit 400 Millionen Euro&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5099002/ Vattenfall verkauft sich zu teuer] die taz vom 06.03.2012, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Volksbegehren wurde ein Volksentscheid über die Rekommunalisierung auf den 3. November 2013 gesetzt, obwohl eine Zusammenlegung des Volksentscheids mit der Bundestagswahl am 22. September 2013 möglich gewesen wäre. Der Energietisch als Initiator des Volksbegehrens äußerte die Vermutung, der Senat hoffe, dass der Volksentscheid auf diese Weise am Zustimmungsquorum scheitern werde. Genau dies trat auch ein - der Gesetzentwurf ist in der Abstimmung gescheitert und wurde deshalb nicht angenommen. Es stimmten zwar 83 Prozent der Abstimmungsteilnehmer mit Ja, jedoch wurde das Quorum von 25 Prozent aller Stimmberechtigten mit 24,1 Prozent knapp verfehlt.ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/berliner-strom-volksentscheid-gescheitert-a-931545.html Energieversorgung: Berliner Strom-Volksentscheid gescheitert] Spiegel Online vom 03.11.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PR-Kampagne===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung im Braunkohleausschuss des Landes Brandenburg am 28. April 2014 startete Vattenfall eine Anzeigenkampagne unter dem Motto &amp;quot;[http://corporate.vattenfall.de/energie-im-fokus/energieproduktion/kohle/lausitzer-braunkohle/ Was wichtig ist]&amp;quot;. Die verschiedenen Anzeigemotive, in denen Menschen aus der Lausitz für den Braunkohletagebau werben, erschienen erstmals im November 2013  in verschiedenen Lausitzer Zeitungen und auf ca. 160 Großaufstellern in der Region. Vattenfall versuchte mit dieser Kampagne, eine breite Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des Braunkohletagebaus zu überzeugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===ISDS-Klagen gegen Deutschland===&lt;br /&gt;
Vattenfall verklagte die Bundesrepublik Deutschland bereits zwei Mal vor internationalen Schiedsgerichten im Rahmen von [[ISDS]]-Verfahren. Das erste mal klagte Vattenfall im Jahr 2009 als der Hamburger Senat die Wassernutzungsregeln für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg veränderten. Vattenfall dürfe zum Schutz des Ökosystems nur eine bestimmte Menge an Elbwasser zum Kühlen verwenden, abhängig von Temperatur und Sauerstoffgehalt des Flusses. Auf Basis der Europäischen Energiecharte, einem Investitionsschutzabkommen mit [[ISDS]]-Klagemöglichkeit für Unternehmen, wurde vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington verhandelt. Zum ersten Mal in der Geschichte musste sich die Bundesregierung wegen „Investitionsbehinderungen“ vor einem Schiedsgericht verteidigen. Die Klage wurde mit einem Kompromiss beigelegt. Hamburg musste seine Umweltauflagen soweit zurückziehen und aufweichen, dass sie anschließend gegen die EU-Naturschutz-Richtlinie verstießen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU verklagte die Bundesrepublik Deutschland daraufhin vor dem EuGH, Hamburg habe mit der Zurücknahme der Wassernutzungsregeln für das Vattenfall-Kohlekraftwerk die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verletzt. Konkret soll die Wasserentnahme zur Kühlung des Kraftwerks schädlich für seltene Fische sein. &lt;br /&gt;
Brisant ist, dass die EU-Kommission, die Deutschland verklagt, weil sie den Vergleich mit Vattenfall auf Basis des Investitionsschutzes für unvereinbar mit dem EU-Vertrag hält, sich gleichzeitig auch für die Aufnahme von Investitionsschutz in die geplanten Handelsverträge TTIP und CETA einsetzt.&lt;br /&gt;
Es ist unklar, inwieweit die Kommission mit dem Fall weiter umgeht - eine Eskalation würde den Protest gegen die Aufnahme von [[ISDS]]-Verfahren in die geplanten Freihandelsabkommen forcieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5019034/ Eine Tragödie in fünf Akten] die taz vom 27.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Mal verklage Vattenfall 2012 die Bundesrepublik Deutschland nachdem diese bekannt gab, aus der Energieproduktion von Atomkraftwerken aussteigen zu wollen. Vattenfall klagte wegen der Stillegung der schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel auf 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz. Bis März 2015 kostete das noch laufende Verfahren die Bundesrepublik bereits 4,1 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/atomausstieg-vattenfall-klage-kostet-deutschland-schon-jetzt-millionen/11494704.html Vattenfall-Klage kostet Deutschland schon jetzt Millionen] Handelsblatt vom 12.03.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Das Bergbauunternehmen '''Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG)''' fusionierte 2002 mit den Hamburgische Electricitäts-Werken (HEW) unter Federführung des schwedische Konzerns Vattenfall AB zu Vattenfall Mining AG. Aus der LAUBAG wird die Vattenfall Mining AG. Die LAUBAG hatte einen Lobbyisten im Wirtschaftsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Technologie Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; width: 10em&amp;quot;|'''Zeitraum'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und Oktober 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Mitarbeiter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Bearbeitete Themen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berliner Geschäftsstelle von Vattenfall arbeiten allein 20 Mitarbeiter in der Lobbyabteilung des Konzerns. Chef der Berliner Lobbyabteilung ist Alexander Jung, der früher das Vorstandsbüro Deutschland leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/wer-lenkt-die-lobbyisten.html Wer lenkt die Lobbyisten?] PR-Magazin 07/2011, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Die Vattenfall GmbH hat mehrere 100%-ige Tochtergesellschaften, darunter:&lt;br /&gt;
* Stromnetz Berlin GmbH&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot;&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/Global/Deutschland/Ueber_uns/2014-04-15_Aktualisierung-Management-Angaben.pdf Beteiligungsverhältnisse des deutschen Vattenfall-Konzerns] Webseite Vattenfall, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Politiker im Aufsichtsrat der Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ulrich Freese]] (Stellv. Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*seit 2013 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
*2003-2013 Stellv. Vorsitzender der [[Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie]] (IG BCE) &lt;br /&gt;
*Vattenfall GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ehemalige Politiker im Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Burkhard Dreher (neutr. MG)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| 1994-1999 Wirtschaftsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Linkohr&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
*Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF), Ehrenvorsitzender&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.linkohr.de/Home/Zur-Person Lebenslauf Dr. Rolf Linkohr] Private Webseite, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Kerntechnische Gesellschaft]], Ehrenmitglied&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martina Gregor-Ness&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Landtages Brandenburg, Umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reinhardt Schultz&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| bis 2009 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2015) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34495</id>
		<title>Lobbyregister EU</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34495"/>
		<updated>2015-09-09T12:14:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Das [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/homePage.do EU-Lobbyregister] (auch EU-Transparenzregister) ist eine einsehbare Datenbank, in welcher EU-Lobbyarbeit betreibende Akteure Informationen über ihre Arbeit veröffentlichen. Diese Informationen beinhalten beispielsweise die Identität des Akteurs, seine Ziele und Auftraggeber sowie die dafür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Eintragungen in das Tranparenzregister finden auf freiwilliger Basis statt. Allerdings hat die EU-Kommission unter Präsident Juncker Ende 2014 leichte Sanktionen für Lobbyisten eingeführt, die sich nicht ins Register eintragen. Das Lobbyregister bezieht sich auf Lobbyakteure die Zugang zur Eruopäischen Kommission oder dem EU-Parlament suchen. Der Rat der Europäischen Union ist nicht Teil des Registers, er führt auch kein eigenes Lobbyregister. Ein verpflichtendes, umfassendes und robustes [[Lobbyregister]] für die Institutionen der Europäischen Union ähnlich dem in dem [[Lobbyregister USA]] gibt es derzeit nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Frühere Lobbyregister in der EU ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Den ersten Schritt in Richtung Transparenz beim Lobbyismus machte 1996 das EU-Parlament mit der Einführung eines so genannten Lobbyregisters sowie eines Verhaltenskodex für Lobbyisten. Das Register, das eigentlich eher eine Liste war, war seit 2003 öffentlich auf der Webseite des Parlaments abrufbar. Darin konnten sich Lobbyisten freiwillig registrieren, um einen vereinfachten Zugang zum Parlament zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=de&amp;amp;type=IM-PRESS&amp;amp;reference=20080414FCS26495 EU-Lobbyismus im Blickpunkt] EP Dossier vom 24. Juni 2008, abgerufen am 22. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei der Akkreditierung anzugebenden Daten beschränkten sich jedoch auf den Namen der/des LobbyistIn und den der beauftragenden Organisation. Ersichtlich wurde daher nicht, mit welchen Abgeordneten oder Parlamentsmitarbeitenden Gespräche geführt wurden, mit welchem Ziel Lobbyarbeit betrieben wurde oder welche finanziellen Ressourcen zu diesem Zweck eingesetzt wurden. Bei LobbyistInnen, die nicht für einen Verband oder ein Unternehmen direkt arbeiteten, sondern für eine Lobby-Agentur, blieb auf diese Weise der Kunde der Agentur, d.h. der eigentliche Auftraggeber, ebenfalls unsichtbar. Nach Stand vom Mai 2011 waren 3.912 LobbyistInnen beim EU-Parlament akkreditiert, die für 1.762 Auftraggeber arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 führte die [[EU-Kommission]] ein freiwilliges Lobbyregister. Es enthielt zwar mehr Angaben als die Liste des EU-Parlaments, dafür fehlten hier wiederum die Namen der für die jeweiligen Lobby-Akteure arbeitenden LobbyistInnen. Eingetragen hatten sich nach Stand vom Mai 2011 3.937 Lobby-Organisationen. Problematisch an diesem Register war jedoch, dass bei weitem nicht alle in Brüssel Lobbyarbeit betreibenden Unternehmen, Agenturen, Verbände und Organisationen in dem Register vertreten waren. Mehrere der größten deutschen Konzerne, wie z.B. die [[Deutsche Bank]] und die [[Metro]] AG tauchten nicht auf, obwohl sie in Brüssel Lobbybüros unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/docs/323_de.pdf Verhaltenskodex für Interessenvertreter (Lobbyisten) der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwachpunkt des Registers war die fehlende systematische und unabhängige Überprüfung der von den Lobby-Akteuren gemachten Angaben, z.B. zu Lobbyaufwendungen, sowie nicht ausreichende Sanktionsmöglichkeiten zur Ahndung von Verstößen gegen die Verhaltensregeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/eu_law/your_rights/your_rights_forms_de.htm Beschwerdeformular der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Das aktuelle Transparenzregister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2010 einigten sich EU-Kommission und EU-Parlament nach zweijähriger Verhandlungsdauer auf ein gemeinsames Lobbyregister unter dem offiziellen Titel &amp;quot;Transparenzregister&amp;quot;. Dieses Transparenzregister wurde am 23. Juni 2011 eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transparenzregister fasste die bisher getrennten Lobbyregister von EU-Kommission und Parlament zusammen. Ein Vorteil gegenüber dem früheren Register der Interessenvertreter war, dass die Registrierung der Lobbyakteure nun Voraussetzung für den Erhalt dauerhafter Zugangspässe zum EU-Parlament war. Dies war immerhin ein erster Anreiz, sich auch tatsächlich einzutragen. Des Weiteren müssen seitdem wesentlich mehr Daten über Auftraggeber und  Lobbybudget öffentlich gemacht werden. Für EU-Bürger gibt es damit nun eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Lobbyaktivitäten in Parlament und EU-Kommission. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Rahmen seiner politischen Programmrichtlinien für die kommende Amtszeit an, das Transparenzregister zu reformieren. Es soll ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen eingeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/pg_en.pdf Vorstellung der Politischen Leitlinien Junckers im Europäischen Parlament am 15. Juli 2014], abgerufen am 06.10.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Ankündigung blieb bisher ohne Ergebnis – ein verpflichtende EU-Lobbyregister, wie es in den USA seit 1995 existiert, lässt auf sich warten [Stand: September 2015].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 startete die Europäische Kommission ihre &amp;quot;Transparenzinitiative&amp;quot;. Seitdem müssen EU-Kommissarinnen und Kommissare und ihre Kabinette bis hin zu den Generaldirektoren auf ihren Webseiten ihre Lobbytreffen veröffentlichen, und zwar spätestens zwei Wochen nachdem der Termin stattgefunden hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-2131_en.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 25. November 2014], abgerufen am 20.August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seit dem 28. April 2015 ist ein überarbeitetes Transparenzregister online. Es beinhaltet Verbesserungen, die eine Arbeitsgruppe aus EU-Parlament und EU-Kommission bereits 2013 beschlossen hatte. Eine wichtige Neuerung ist, dass sich die EU-KommissarInnen und ihre Kabinette fortan nur mit im Lobbyregister registrierten Lobbyakteuren treffen dürfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/05/eu-lobbyregister-wie-neu-und-verbessert-ist-das-update/ EU-Lobbyregister: Wie „neu und verbessert“ ist das Update? ] LobbyControl-Blogeintrag vom 28. Mai 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dadurch sanktioniert die EU-Kommission erstmals Lobbyisten, die sich nicht in das Register eintragen. &lt;br /&gt;
Zudem mussten sich alle Lobbyakteure sich neu registrieren, was zu einer besseren Vergleichbarkeit und Qualität der Daten führte. Alle Einträge müssten seitdem einmal im Jahr aktualisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Statistiken===&lt;br /&gt;
Nach letztem Stand vom September 2015 waren lediglich 5.681 LobbyistInnen mit Zugang zum [[Europäischen Parlament]] akkreditiert, die für 8.213 Lobby-Organisationen arbeiten. Darunter finden sich u.a. 2.069  [[Europäische Wirtschaftsverbände|Wirtschaftsverbände]], 1.372 Unternehmen,  2.116  Nicht-Regierungsorganisationen sowie 566  [[Denkfabriken auf EU-Ebene|Thinktanks]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=en&amp;amp;action=prepareView Statistiken des Transparenzregisters], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle: Statistik des Transparenzregisters''' &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Kategorien und Unterkategorien der Interessengruppen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Anzahl der Organisationen'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|I – Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien/selbständige Berater &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|963&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Beratungsfirmen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|594&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anwaltskanzleien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|93&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Selbständige Berater&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|276&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|II – In-House-Lobbyisten, Gewerbe- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|4.153&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unternehmen und Unternehmensgruppen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.372&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerbe-, Wirtschafts- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.069 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerkschaften &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|462&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere ähnliche Organisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|255&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|III – Nichtregierungsorganisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.116&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|566&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Denkfabriken und Forschungseinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|417&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|149&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|V – Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|35&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen vertreten  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|380&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Lokale und kommunale Behörden (subnationale Ebene) &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|109&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;“|Andere subnationale Behörden &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|105&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Transnationale Netzwerke der sub-nationalen Ebene&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|37&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|129&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gesamtzahl am 03.09.15 &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|8.213&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=de&amp;amp;action=prepareView Transparenzregister], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Implementierung ===&lt;br /&gt;
Für die Implementierung und die Kontrolle des Registers wurde ein gemeinsames Register-Sekretariat von Parlament und Kommission mit vier Mitarbeitern eingerichtet – zwei von der Kommission und zwei vom Parlament. Die Kompetenz für die Ausstellung von Lobby-Zugangs-Pässen für das EU-Parlament bleibt weiterhin beim EU-Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Übergangszeit von 12 Monaten haben die in den beiden bisherigen Listen registrierten Organisationen die Möglichkeit, sich in das neue Register einzutragen. Zwei Jahre nach der Einführung des Registers soll es eine Evaluation durch Parlament und Kommission geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzliche Grundlage des Lobbyregisters ist die Interinstitutionelle Vereinbarung zwischen dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?locale=de&amp;amp;reference=INTER_INST_AGREEMENT Interinstitutionelle Vereinbarung ] Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie legt die Regeln und Grundsätze fest, auf denen das Transparenzregister beruht. Die erste, im Juni 2011 unterzeichnete Vereinbarung wurde nach zwei Jahren überprüft. Eine geänderte Vereinbarung wurde im April 2014 angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzielle Angaben ===&lt;br /&gt;
Wie im bisherigen Register der EU-Kommission müssen bei einer Eintragung ins Register Angaben über Lobbyaufwendungen abhängig vom Umsatz des Beratungsunternehmens gemacht werden. Beratungsunternehmen, [[Anwaltskanzleien]] und selbstständige Berater müssen ihren durch Lobbytätigkeiten erzielten Umsatz nach folgendem Muster offenlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Umsatz in Euro'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Stufengröße in Euro'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|0–499 999&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|50 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|500 000–1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|100 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&amp;gt;1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|250 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbände und Unternehmen, die ''in-house''-LobbyistInnen beschäftigen, müssen ihre Lobbyausgaben schätzen. Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Forschungsinstitute sowie Organisationen, die Kirchen und religiöse Gemeinschaften vertreten, müssen ihr Gesamtbudget gemeinsam mit einer Aufschlüsselung ihrer Hauptfinanzierungsquellen angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanktionsmöglichkeiten ===&lt;br /&gt;
Seit 2014 verfügt das Transparenzregister über einen Mechanismus für Meldungen und Beschwerden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?reference=ALERTS_COMPLAINTS&amp;amp;locale=de  Meldungen und Beschwerden] Website des EU-Transparenz-Registers, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;, der es allen ermöglicht, eine administrative Untersuchung über mutmaßlicher Verstöße gegen den Verhaltenskodex durch registrierte Organisationen oder Einzelpersonen anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gegen den Verhaltenskodex kann das Register-Sekretariat Sanktionen durchführen. Diese reichen bis zum Ausschluss aus dem Register und einer Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments. Der Ausschluss aus dem Transparenzregister führt auch dazu, dass keine Treffen mit KommissarInnen und den obersten KommissionsbeamtInnen mehr möglich sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sanktionsmöglichkeiten des Register-Sekretariats werden im Anhang 4 der Interinstitutionellen Vereinbarung geregelt unter dem Titel „Verfahren für Meldungen und für die Untersuchung und Bearbeitung von Beschwerden“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/legal-content/de/TXT/?uri=CELEX:32014Q0919%2801%29 Interinstitutionelle Vereinbarung ] S. 22, Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Folgende Tabelle zeigt die Maßnahmen auf, die im Falle der Nichteinhaltung des Verhaltenskodex für Lobbyisten zur Verfügung stehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color: #444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Art der Nichteinhaltung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Maßnahme'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Erwähnung der Maßnahme im Register'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Entzug des Zugangsausweises zum EP'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nichteinhaltung, die sofort korrigiert wird&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schriftliche Benachrichtigung mit Bestätigung der Tatsachen und ihrer Korrektur&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Verweigerung der Zusammenarbeit mit dem Register-Sekretariat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, Verlust anderer Anreize&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unangemessenes Verhalten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, möglicher Neu-Eintrag ins Register, wenn die Gründe, die zu dem Ausschluss führten, ausgeräumt wurden&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schwere, absichtliche Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register für bis zu zwei Jahre und formeller Entzug der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments und der Kommission&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik am neuen Register==&lt;br /&gt;
===Schlechte Datenqualität===&lt;br /&gt;
Nach Angaben von ''ALTER-EU'' sind 27% der Firmen mit Lobbybüros in Brüssel nicht im Register eingetragen, zusammen mit 24% der Lobby-Beratungsagenturen und einem wesentlichen Anteil von NGOs. Obwohl die [[Europäische Kommission]] weiterhin die ansteigende Zahl der Einträge lobt, sagen diese allein wenig über Lobbyaktivitäten in Brüssel aus: Finanzielle Angaben im Register bleiben äußerst fragwürdig. Zum Beispiel sind laut Register die zehn Organisationen mit den höchsten Lobbybudgets (über 33 Millionen Euro p.a.) fünf Universitäten/Think Tanks, vier subnationale Behörden und eine schwedische Gewerkschaft – letztere gibt angeblich 94 Millionen Euro für ihre Lobbyarbeit aus. Während diese seltsam hohen Einträge wahrscheinlich auf Fehlern beruhen, liegt zugleich die Vermutung nahe, dass große Akteure wie [[FoodDrinkEurope]], [[BuisenessEurope]] und [[Ebay]] zu geringe Lobbyausgaben angeben. Transparency International schätzt mehr als die Hälfte der Einträge im Transparenzregister als „inakkurat, unvollständig oder bedeutungslos“ ein&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/article/watchdog-half-of-eu-lobbying-disclosures-are-faulty/ Watchdog: Half of EU lobbying disclosures are faulty] Politico.eu vom 7. September 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um einigermaßen realistische Angaben im Register vorzufinden, reicht LobbyControl regelmäßig Beschwerden ein – zuletzt wurde darauf hingewiesen, dass der [[European Roundtable of Industrialists]] und fünf andere große Lobbyakteure ein Lobbybudget von unter 10.000 Euro angaben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/european-roundtable-of-industrialists-lobbybudget-von-unter-10-000-euro/ European Roundtable of Industrialists: Lobbybudget von unter 10.000 Euro?] LobbyControl-Blogeintrag, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Bank Goldman Sachs trat dem Lobbyregister erst im November 2014 mit einem völlig unrealistischen Lobbybudget von unter 50.000 Euro ein, woraufhin LobbyControl Beschwerde einreichte und die Bank ihr Budgetsumme auf bis zu 799.999 Euro korrigierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst das Lobbybudget von BuisenessEurope, des größten europäischen Industrieverbands, über nur 4 Millionen Euro pro Jahr ist nach Auffassung von LobbyControl zweifelhaft und zu niedrig gegriffen. Der Verband präsentiert auf seiner Website über 50 Mitarbeiter, was bereits grob geschätzt mind. 2,5 Millionen Euro Lohnkosten bedeutet – der Transparenzregister-Eintrag bezeugt auch lediglich 29 beteiligte Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BuisenessEurope] EU-Transparenz-Register, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem fehlen mehr als 100 bedeutende Firmen noch immer im Register, darunter Standard and Poors, City of London, die Swiss Bankers Association, das European Banking Industry Committee oder das Bankinstitut [[Belfius]], obwohl vielen dieser nichtregistrierten Akteuren eindeutige Lobbyaktivitäten nachgewisen werden können&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/05/eu-lobbyregister-wie-neu-und-verbessert-ist-das-update/ EU-Lobbyregister: Wie „neu und verbessert“ ist das Update? ] LobbyControl-Blogeintrag vom 28. Mai 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kein Lobbyregister für die Minister-Räte===&lt;br /&gt;
Kritik bekommt auch der [[Rat der Europäischen Union]] zu hören, der sich nicht am Transparenzregister beteiligt und sich aus den Verhandlungen heraus hielt. Der Rat der Europäischen Union als wichtigstes legislatives Organ der EU neben dem EU-Parlament führt derzeit keinerlei Form von Lobbyregister. Lobbyisten versuchen die Ratsentscheidungen zwar bereits über die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu beeinflussen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Rat als Institution in Brüssel, insbesondere der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER, frz. für Comité des représentants permanents) ebenfalls Adressat von Lobbyaktivitäten der Brüsseler Lobby-Akteure ist. Durch die Nichtbeteiligung des Rats am neuen Transparenzregister bleibt die Einflussnahme auf nationale Regierungsbeamte weiter im Schatten verborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/strengere-regeln-fr-europas-lobbyisten-004794 Euractiv: Transparenzregister: Neue Regeln für EU-Lobbyisten], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Einführung des Transparenzregisters am 23. Juni 2011 stellte der Rat zum ersten Mal die Möglichkeit in Aussicht, sich in Zukunft doch dem Register anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Intransparenz durch Klientenschutz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alter-EU, ein lobbykritischer Zusammenschluss mehrerer NGOs darunter auf LobbyControl, hat in einer Studie dargestellt, dass ca. 150 registrierte Lobbyagenturen und Anwaltskanzleien die Regeln des Transparenzregisters unterwandern, indem sie die Namen ihrer Auftraggeber und Kunden nicht veröffentlichen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alter-eu.org/sites/default/files/documents/Why%20EU%20Lobby%20Register%20still%20fails%20to%20deliver%20-%20print%20version.pdf New and Improved? Why the EU Lobby register still fails to deliver]S. 8, Studie von Alter-EU, abgerufen am 09.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Unternehmen erklären diese Daten als vertraulich und begründen dies mit dem Schutz ihrer Klienten. Dadurch wird es unmöglich nachzuvollziehen, wer für wen Lobbyarbeit leistet. Die Regeln des Registers sind hier jedoch eindeutig: Wer Kunden hat, denen er Lobbydienstleistungen anbietet, der muss dies angeben.&lt;br /&gt;
Viele Kanzleien und Agenturen sind nach wie vor nicht im Transparenzregister registriert. Dazu gehören auch die großen Kanzleien [[Freshfields Bruckhaus Deringer]], Hogan Lovells, Cliffords Chance, Dentons und Field Fisher Waterhouse. Einige Kanzleien und Agenturen erklären, sie könnten sich ohne eine klare gesetzliche Grundlage nicht in das Transparenzregister eintragen, weil es sie in ihren Herkunftsländern in rechtliche Probleme bringen könnte. &lt;br /&gt;
Die Spannen, in denen Lobbyagenturen und Anwaltskanzleien ihren Lobbyumsatz angeben müssen, sind des Weiteren absurd groß. Sie sind unterteilt in &amp;lt;99.999 Euro, dann 100.000-499.999 Euro, 500.000-999.999 Euro und schließlich &amp;gt;1.000.000 Euro. Hinter diesen groben Kategorien lassen sich Kunden, die lieber unsichtbar bleiben wollen sehr einfach verstecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Kritikpunkte===&lt;br /&gt;
Weiter wird kritisiert, dass die erforderlichen Angaben über Lobbyaufwendungen nicht vom Umsatz abhängig gemacht werden sollen, sondern für alle Lobbygruppen gleich sein sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greens-efa.eu/de/transparenzregister-3782.html Die Grünen - Europäische Freie Allainz: Transparenzregister], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ein verpflichtendes Lobbyregister==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt ist der weiterhin freiwillige Charakter des Registers. Eine Registrierung ist nur erforderlich um Zugang zum [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] zu erhalten und um ein Treffen mit den hohen KomissarInnen bzw. KommissionsbeamtInnen zu bekommen. Eine allgemein verpflichtende Registrierung wäre ein großer Schritt vorwärts zur effektiven Kontrolle von Lobbyaktivitäten. Das Parlament machte bereits deutlich, dass es diesen Punkt in der Evaluationsphase einbringen möchte. Der EU-Abgeordnete Matthias Groote (SPD) berichtete, dass die Mehrheit des EU-Parlaments sich für ein verpflichtendes Register ausgesprochen hätte, der Vorschlag aber am Widerstand der EU-Kommission scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Hauptargumente der EU-Kommission für das freiwillige Register war bislang, dass eine gesetzliche Grundlage für ein verpflichtendes Register in der EU-Verträgen fehlen würde, bzw. Einstimmigkeit aller EU-Mitgliedsstaaten erfordern würde. Ein neues Rechtsgutachten von Markus Krajewski, Professor für Rechtskunde an der Erlangen-Nürnberg Universität, schlussfolgert jedoch, dass Artikel 298 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) eine rechtliche Grundlage für eine verpflichtende Transparenz von Lobbyisten bietet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alter-eu.org/documents/2013/06/legal-study Rechtsgutachten Markus Krajewski], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung eines verpflichtendes Lobbyregisters durch eine EU-Rechtsverordnung könnte demnach aufgrund der gesetzlichen Grundlage über das normale legislative Vorgehen erfolgen. Ein neuer Bericht von  ''ALTER-EU'', „Rescue the Register“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-Rescue_the_register_20June13.pdf ALTER-EU: Rescue the Register], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, zeigt deutlich, dass ein verpflichtendes Register längst überfällig ist. In dem gegenwärtigen Modell können Firmen, die mit den Regeln des Registers nicht übereinstimmen, ihre Angaben jederzeit zurückziehen. Das freiwillige Register gibt somit nicht nur höchst unrealistische Einblicke in Lobbyaktivitäten, sondern vermittelt der Öffentlichkeit darüber hinaus ein falsches Verständnis der Regulierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker an, es solle ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen eingeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/pg_en.pdf Vorstellung der Politischen Leitlinien Junckers im Europäischen Parlament am 15. Juli 2014], abgerufen am 06.10.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bisher wurden jedoch keine Schritte in Richtung verpflichtendes Lobbyregister unternommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://europa.eu/transparency-register/index_de.htm  Homepage des Transparenzregisters]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34494</id>
		<title>Lobbyregister EU</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34494"/>
		<updated>2015-09-09T12:14:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Das [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/homePage.do EU-Lobbyregister] (auch EU-Transparenzregister) ist eine einsehbare Datenbank, in welcher EU-Lobbyarbeit betreibende Akteure Informationen über ihre Arbeit veröffentlichen. Diese Informationen beinhalten beispielsweise die Identität des Akteurs, seine Ziele und Auftraggeber sowie die dafür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Eintragungen in das Tranparenzregister finden auf freiwilliger Basis statt. Allerdings hat die EU-Kommission unter Präsident Juncker Ende 2014 leichte Sanktionen für Lobbyisten eingeführt, die sich nicht ins Register eintragen. Das Lobbyregister bezieht sich auf Lobbyakteure die Zugang zur Eruopäischen Kommission oder dem EU-Parlament suchen. Der Rat der Europäischen Union ist nicht Teil des Registers, er führt auch kein eigenes Lobbyregister. Ein verpflichtendes, umfassendes und robustes [[Lobbyregister]] ähnlich dem in dem [[Lobbyregister USA]] für die Institutionen der Europäischen Union gibt es derzeit nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Frühere Lobbyregister in der EU ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Den ersten Schritt in Richtung Transparenz beim Lobbyismus machte 1996 das EU-Parlament mit der Einführung eines so genannten Lobbyregisters sowie eines Verhaltenskodex für Lobbyisten. Das Register, das eigentlich eher eine Liste war, war seit 2003 öffentlich auf der Webseite des Parlaments abrufbar. Darin konnten sich Lobbyisten freiwillig registrieren, um einen vereinfachten Zugang zum Parlament zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=de&amp;amp;type=IM-PRESS&amp;amp;reference=20080414FCS26495 EU-Lobbyismus im Blickpunkt] EP Dossier vom 24. Juni 2008, abgerufen am 22. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei der Akkreditierung anzugebenden Daten beschränkten sich jedoch auf den Namen der/des LobbyistIn und den der beauftragenden Organisation. Ersichtlich wurde daher nicht, mit welchen Abgeordneten oder Parlamentsmitarbeitenden Gespräche geführt wurden, mit welchem Ziel Lobbyarbeit betrieben wurde oder welche finanziellen Ressourcen zu diesem Zweck eingesetzt wurden. Bei LobbyistInnen, die nicht für einen Verband oder ein Unternehmen direkt arbeiteten, sondern für eine Lobby-Agentur, blieb auf diese Weise der Kunde der Agentur, d.h. der eigentliche Auftraggeber, ebenfalls unsichtbar. Nach Stand vom Mai 2011 waren 3.912 LobbyistInnen beim EU-Parlament akkreditiert, die für 1.762 Auftraggeber arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 führte die [[EU-Kommission]] ein freiwilliges Lobbyregister. Es enthielt zwar mehr Angaben als die Liste des EU-Parlaments, dafür fehlten hier wiederum die Namen der für die jeweiligen Lobby-Akteure arbeitenden LobbyistInnen. Eingetragen hatten sich nach Stand vom Mai 2011 3.937 Lobby-Organisationen. Problematisch an diesem Register war jedoch, dass bei weitem nicht alle in Brüssel Lobbyarbeit betreibenden Unternehmen, Agenturen, Verbände und Organisationen in dem Register vertreten waren. Mehrere der größten deutschen Konzerne, wie z.B. die [[Deutsche Bank]] und die [[Metro]] AG tauchten nicht auf, obwohl sie in Brüssel Lobbybüros unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/docs/323_de.pdf Verhaltenskodex für Interessenvertreter (Lobbyisten) der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwachpunkt des Registers war die fehlende systematische und unabhängige Überprüfung der von den Lobby-Akteuren gemachten Angaben, z.B. zu Lobbyaufwendungen, sowie nicht ausreichende Sanktionsmöglichkeiten zur Ahndung von Verstößen gegen die Verhaltensregeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/eu_law/your_rights/your_rights_forms_de.htm Beschwerdeformular der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Das aktuelle Transparenzregister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2010 einigten sich EU-Kommission und EU-Parlament nach zweijähriger Verhandlungsdauer auf ein gemeinsames Lobbyregister unter dem offiziellen Titel &amp;quot;Transparenzregister&amp;quot;. Dieses Transparenzregister wurde am 23. Juni 2011 eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transparenzregister fasste die bisher getrennten Lobbyregister von EU-Kommission und Parlament zusammen. Ein Vorteil gegenüber dem früheren Register der Interessenvertreter war, dass die Registrierung der Lobbyakteure nun Voraussetzung für den Erhalt dauerhafter Zugangspässe zum EU-Parlament war. Dies war immerhin ein erster Anreiz, sich auch tatsächlich einzutragen. Des Weiteren müssen seitdem wesentlich mehr Daten über Auftraggeber und  Lobbybudget öffentlich gemacht werden. Für EU-Bürger gibt es damit nun eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Lobbyaktivitäten in Parlament und EU-Kommission. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Rahmen seiner politischen Programmrichtlinien für die kommende Amtszeit an, das Transparenzregister zu reformieren. Es soll ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen eingeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/pg_en.pdf Vorstellung der Politischen Leitlinien Junckers im Europäischen Parlament am 15. Juli 2014], abgerufen am 06.10.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Ankündigung blieb bisher ohne Ergebnis – ein verpflichtende EU-Lobbyregister, wie es in den USA seit 1995 existiert, lässt auf sich warten [Stand: September 2015].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 startete die Europäische Kommission ihre &amp;quot;Transparenzinitiative&amp;quot;. Seitdem müssen EU-Kommissarinnen und Kommissare und ihre Kabinette bis hin zu den Generaldirektoren auf ihren Webseiten ihre Lobbytreffen veröffentlichen, und zwar spätestens zwei Wochen nachdem der Termin stattgefunden hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-2131_en.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 25. November 2014], abgerufen am 20.August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seit dem 28. April 2015 ist ein überarbeitetes Transparenzregister online. Es beinhaltet Verbesserungen, die eine Arbeitsgruppe aus EU-Parlament und EU-Kommission bereits 2013 beschlossen hatte. Eine wichtige Neuerung ist, dass sich die EU-KommissarInnen und ihre Kabinette fortan nur mit im Lobbyregister registrierten Lobbyakteuren treffen dürfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/05/eu-lobbyregister-wie-neu-und-verbessert-ist-das-update/ EU-Lobbyregister: Wie „neu und verbessert“ ist das Update? ] LobbyControl-Blogeintrag vom 28. Mai 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dadurch sanktioniert die EU-Kommission erstmals Lobbyisten, die sich nicht in das Register eintragen. &lt;br /&gt;
Zudem mussten sich alle Lobbyakteure sich neu registrieren, was zu einer besseren Vergleichbarkeit und Qualität der Daten führte. Alle Einträge müssten seitdem einmal im Jahr aktualisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Statistiken===&lt;br /&gt;
Nach letztem Stand vom September 2015 waren lediglich 5.681 LobbyistInnen mit Zugang zum [[Europäischen Parlament]] akkreditiert, die für 8.213 Lobby-Organisationen arbeiten. Darunter finden sich u.a. 2.069  [[Europäische Wirtschaftsverbände|Wirtschaftsverbände]], 1.372 Unternehmen,  2.116  Nicht-Regierungsorganisationen sowie 566  [[Denkfabriken auf EU-Ebene|Thinktanks]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=en&amp;amp;action=prepareView Statistiken des Transparenzregisters], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle: Statistik des Transparenzregisters''' &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Kategorien und Unterkategorien der Interessengruppen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Anzahl der Organisationen'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|I – Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien/selbständige Berater &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|963&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Beratungsfirmen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|594&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anwaltskanzleien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|93&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Selbständige Berater&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|276&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|II – In-House-Lobbyisten, Gewerbe- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|4.153&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unternehmen und Unternehmensgruppen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.372&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerbe-, Wirtschafts- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.069 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerkschaften &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|462&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere ähnliche Organisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|255&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|III – Nichtregierungsorganisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.116&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|566&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Denkfabriken und Forschungseinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|417&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|149&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|V – Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|35&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen vertreten  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|380&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Lokale und kommunale Behörden (subnationale Ebene) &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|109&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;“|Andere subnationale Behörden &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|105&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Transnationale Netzwerke der sub-nationalen Ebene&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|37&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|129&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gesamtzahl am 03.09.15 &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|8.213&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=de&amp;amp;action=prepareView Transparenzregister], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Implementierung ===&lt;br /&gt;
Für die Implementierung und die Kontrolle des Registers wurde ein gemeinsames Register-Sekretariat von Parlament und Kommission mit vier Mitarbeitern eingerichtet – zwei von der Kommission und zwei vom Parlament. Die Kompetenz für die Ausstellung von Lobby-Zugangs-Pässen für das EU-Parlament bleibt weiterhin beim EU-Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Übergangszeit von 12 Monaten haben die in den beiden bisherigen Listen registrierten Organisationen die Möglichkeit, sich in das neue Register einzutragen. Zwei Jahre nach der Einführung des Registers soll es eine Evaluation durch Parlament und Kommission geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzliche Grundlage des Lobbyregisters ist die Interinstitutionelle Vereinbarung zwischen dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?locale=de&amp;amp;reference=INTER_INST_AGREEMENT Interinstitutionelle Vereinbarung ] Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie legt die Regeln und Grundsätze fest, auf denen das Transparenzregister beruht. Die erste, im Juni 2011 unterzeichnete Vereinbarung wurde nach zwei Jahren überprüft. Eine geänderte Vereinbarung wurde im April 2014 angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzielle Angaben ===&lt;br /&gt;
Wie im bisherigen Register der EU-Kommission müssen bei einer Eintragung ins Register Angaben über Lobbyaufwendungen abhängig vom Umsatz des Beratungsunternehmens gemacht werden. Beratungsunternehmen, [[Anwaltskanzleien]] und selbstständige Berater müssen ihren durch Lobbytätigkeiten erzielten Umsatz nach folgendem Muster offenlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Umsatz in Euro'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Stufengröße in Euro'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|0–499 999&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|50 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|500 000–1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|100 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&amp;gt;1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|250 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbände und Unternehmen, die ''in-house''-LobbyistInnen beschäftigen, müssen ihre Lobbyausgaben schätzen. Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Forschungsinstitute sowie Organisationen, die Kirchen und religiöse Gemeinschaften vertreten, müssen ihr Gesamtbudget gemeinsam mit einer Aufschlüsselung ihrer Hauptfinanzierungsquellen angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanktionsmöglichkeiten ===&lt;br /&gt;
Seit 2014 verfügt das Transparenzregister über einen Mechanismus für Meldungen und Beschwerden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?reference=ALERTS_COMPLAINTS&amp;amp;locale=de  Meldungen und Beschwerden] Website des EU-Transparenz-Registers, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;, der es allen ermöglicht, eine administrative Untersuchung über mutmaßlicher Verstöße gegen den Verhaltenskodex durch registrierte Organisationen oder Einzelpersonen anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gegen den Verhaltenskodex kann das Register-Sekretariat Sanktionen durchführen. Diese reichen bis zum Ausschluss aus dem Register und einer Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments. Der Ausschluss aus dem Transparenzregister führt auch dazu, dass keine Treffen mit KommissarInnen und den obersten KommissionsbeamtInnen mehr möglich sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sanktionsmöglichkeiten des Register-Sekretariats werden im Anhang 4 der Interinstitutionellen Vereinbarung geregelt unter dem Titel „Verfahren für Meldungen und für die Untersuchung und Bearbeitung von Beschwerden“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/legal-content/de/TXT/?uri=CELEX:32014Q0919%2801%29 Interinstitutionelle Vereinbarung ] S. 22, Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Folgende Tabelle zeigt die Maßnahmen auf, die im Falle der Nichteinhaltung des Verhaltenskodex für Lobbyisten zur Verfügung stehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color: #444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Art der Nichteinhaltung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Maßnahme'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Erwähnung der Maßnahme im Register'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Entzug des Zugangsausweises zum EP'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nichteinhaltung, die sofort korrigiert wird&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schriftliche Benachrichtigung mit Bestätigung der Tatsachen und ihrer Korrektur&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Verweigerung der Zusammenarbeit mit dem Register-Sekretariat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, Verlust anderer Anreize&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unangemessenes Verhalten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, möglicher Neu-Eintrag ins Register, wenn die Gründe, die zu dem Ausschluss führten, ausgeräumt wurden&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schwere, absichtliche Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register für bis zu zwei Jahre und formeller Entzug der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments und der Kommission&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik am neuen Register==&lt;br /&gt;
===Schlechte Datenqualität===&lt;br /&gt;
Nach Angaben von ''ALTER-EU'' sind 27% der Firmen mit Lobbybüros in Brüssel nicht im Register eingetragen, zusammen mit 24% der Lobby-Beratungsagenturen und einem wesentlichen Anteil von NGOs. Obwohl die [[Europäische Kommission]] weiterhin die ansteigende Zahl der Einträge lobt, sagen diese allein wenig über Lobbyaktivitäten in Brüssel aus: Finanzielle Angaben im Register bleiben äußerst fragwürdig. Zum Beispiel sind laut Register die zehn Organisationen mit den höchsten Lobbybudgets (über 33 Millionen Euro p.a.) fünf Universitäten/Think Tanks, vier subnationale Behörden und eine schwedische Gewerkschaft – letztere gibt angeblich 94 Millionen Euro für ihre Lobbyarbeit aus. Während diese seltsam hohen Einträge wahrscheinlich auf Fehlern beruhen, liegt zugleich die Vermutung nahe, dass große Akteure wie [[FoodDrinkEurope]], [[BuisenessEurope]] und [[Ebay]] zu geringe Lobbyausgaben angeben. Transparency International schätzt mehr als die Hälfte der Einträge im Transparenzregister als „inakkurat, unvollständig oder bedeutungslos“ ein&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/article/watchdog-half-of-eu-lobbying-disclosures-are-faulty/ Watchdog: Half of EU lobbying disclosures are faulty] Politico.eu vom 7. September 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um einigermaßen realistische Angaben im Register vorzufinden, reicht LobbyControl regelmäßig Beschwerden ein – zuletzt wurde darauf hingewiesen, dass der [[European Roundtable of Industrialists]] und fünf andere große Lobbyakteure ein Lobbybudget von unter 10.000 Euro angaben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/european-roundtable-of-industrialists-lobbybudget-von-unter-10-000-euro/ European Roundtable of Industrialists: Lobbybudget von unter 10.000 Euro?] LobbyControl-Blogeintrag, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Bank Goldman Sachs trat dem Lobbyregister erst im November 2014 mit einem völlig unrealistischen Lobbybudget von unter 50.000 Euro ein, woraufhin LobbyControl Beschwerde einreichte und die Bank ihr Budgetsumme auf bis zu 799.999 Euro korrigierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst das Lobbybudget von BuisenessEurope, des größten europäischen Industrieverbands, über nur 4 Millionen Euro pro Jahr ist nach Auffassung von LobbyControl zweifelhaft und zu niedrig gegriffen. Der Verband präsentiert auf seiner Website über 50 Mitarbeiter, was bereits grob geschätzt mind. 2,5 Millionen Euro Lohnkosten bedeutet – der Transparenzregister-Eintrag bezeugt auch lediglich 29 beteiligte Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BuisenessEurope] EU-Transparenz-Register, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem fehlen mehr als 100 bedeutende Firmen noch immer im Register, darunter Standard and Poors, City of London, die Swiss Bankers Association, das European Banking Industry Committee oder das Bankinstitut [[Belfius]], obwohl vielen dieser nichtregistrierten Akteuren eindeutige Lobbyaktivitäten nachgewisen werden können&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/05/eu-lobbyregister-wie-neu-und-verbessert-ist-das-update/ EU-Lobbyregister: Wie „neu und verbessert“ ist das Update? ] LobbyControl-Blogeintrag vom 28. Mai 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kein Lobbyregister für die Minister-Räte===&lt;br /&gt;
Kritik bekommt auch der [[Rat der Europäischen Union]] zu hören, der sich nicht am Transparenzregister beteiligt und sich aus den Verhandlungen heraus hielt. Der Rat der Europäischen Union als wichtigstes legislatives Organ der EU neben dem EU-Parlament führt derzeit keinerlei Form von Lobbyregister. Lobbyisten versuchen die Ratsentscheidungen zwar bereits über die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu beeinflussen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Rat als Institution in Brüssel, insbesondere der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER, frz. für Comité des représentants permanents) ebenfalls Adressat von Lobbyaktivitäten der Brüsseler Lobby-Akteure ist. Durch die Nichtbeteiligung des Rats am neuen Transparenzregister bleibt die Einflussnahme auf nationale Regierungsbeamte weiter im Schatten verborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/strengere-regeln-fr-europas-lobbyisten-004794 Euractiv: Transparenzregister: Neue Regeln für EU-Lobbyisten], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Einführung des Transparenzregisters am 23. Juni 2011 stellte der Rat zum ersten Mal die Möglichkeit in Aussicht, sich in Zukunft doch dem Register anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Intransparenz durch Klientenschutz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alter-EU, ein lobbykritischer Zusammenschluss mehrerer NGOs darunter auf LobbyControl, hat in einer Studie dargestellt, dass ca. 150 registrierte Lobbyagenturen und Anwaltskanzleien die Regeln des Transparenzregisters unterwandern, indem sie die Namen ihrer Auftraggeber und Kunden nicht veröffentlichen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alter-eu.org/sites/default/files/documents/Why%20EU%20Lobby%20Register%20still%20fails%20to%20deliver%20-%20print%20version.pdf New and Improved? Why the EU Lobby register still fails to deliver]S. 8, Studie von Alter-EU, abgerufen am 09.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Unternehmen erklären diese Daten als vertraulich und begründen dies mit dem Schutz ihrer Klienten. Dadurch wird es unmöglich nachzuvollziehen, wer für wen Lobbyarbeit leistet. Die Regeln des Registers sind hier jedoch eindeutig: Wer Kunden hat, denen er Lobbydienstleistungen anbietet, der muss dies angeben.&lt;br /&gt;
Viele Kanzleien und Agenturen sind nach wie vor nicht im Transparenzregister registriert. Dazu gehören auch die großen Kanzleien [[Freshfields Bruckhaus Deringer]], Hogan Lovells, Cliffords Chance, Dentons und Field Fisher Waterhouse. Einige Kanzleien und Agenturen erklären, sie könnten sich ohne eine klare gesetzliche Grundlage nicht in das Transparenzregister eintragen, weil es sie in ihren Herkunftsländern in rechtliche Probleme bringen könnte. &lt;br /&gt;
Die Spannen, in denen Lobbyagenturen und Anwaltskanzleien ihren Lobbyumsatz angeben müssen, sind des Weiteren absurd groß. Sie sind unterteilt in &amp;lt;99.999 Euro, dann 100.000-499.999 Euro, 500.000-999.999 Euro und schließlich &amp;gt;1.000.000 Euro. Hinter diesen groben Kategorien lassen sich Kunden, die lieber unsichtbar bleiben wollen sehr einfach verstecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Kritikpunkte===&lt;br /&gt;
Weiter wird kritisiert, dass die erforderlichen Angaben über Lobbyaufwendungen nicht vom Umsatz abhängig gemacht werden sollen, sondern für alle Lobbygruppen gleich sein sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greens-efa.eu/de/transparenzregister-3782.html Die Grünen - Europäische Freie Allainz: Transparenzregister], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ein verpflichtendes Lobbyregister==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt ist der weiterhin freiwillige Charakter des Registers. Eine Registrierung ist nur erforderlich um Zugang zum [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] zu erhalten und um ein Treffen mit den hohen KomissarInnen bzw. KommissionsbeamtInnen zu bekommen. Eine allgemein verpflichtende Registrierung wäre ein großer Schritt vorwärts zur effektiven Kontrolle von Lobbyaktivitäten. Das Parlament machte bereits deutlich, dass es diesen Punkt in der Evaluationsphase einbringen möchte. Der EU-Abgeordnete Matthias Groote (SPD) berichtete, dass die Mehrheit des EU-Parlaments sich für ein verpflichtendes Register ausgesprochen hätte, der Vorschlag aber am Widerstand der EU-Kommission scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Hauptargumente der EU-Kommission für das freiwillige Register war bislang, dass eine gesetzliche Grundlage für ein verpflichtendes Register in der EU-Verträgen fehlen würde, bzw. Einstimmigkeit aller EU-Mitgliedsstaaten erfordern würde. Ein neues Rechtsgutachten von Markus Krajewski, Professor für Rechtskunde an der Erlangen-Nürnberg Universität, schlussfolgert jedoch, dass Artikel 298 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) eine rechtliche Grundlage für eine verpflichtende Transparenz von Lobbyisten bietet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alter-eu.org/documents/2013/06/legal-study Rechtsgutachten Markus Krajewski], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung eines verpflichtendes Lobbyregisters durch eine EU-Rechtsverordnung könnte demnach aufgrund der gesetzlichen Grundlage über das normale legislative Vorgehen erfolgen. Ein neuer Bericht von  ''ALTER-EU'', „Rescue the Register“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-Rescue_the_register_20June13.pdf ALTER-EU: Rescue the Register], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, zeigt deutlich, dass ein verpflichtendes Register längst überfällig ist. In dem gegenwärtigen Modell können Firmen, die mit den Regeln des Registers nicht übereinstimmen, ihre Angaben jederzeit zurückziehen. Das freiwillige Register gibt somit nicht nur höchst unrealistische Einblicke in Lobbyaktivitäten, sondern vermittelt der Öffentlichkeit darüber hinaus ein falsches Verständnis der Regulierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker an, es solle ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen eingeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/pg_en.pdf Vorstellung der Politischen Leitlinien Junckers im Europäischen Parlament am 15. Juli 2014], abgerufen am 06.10.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bisher wurden jedoch keine Schritte in Richtung verpflichtendes Lobbyregister unternommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://europa.eu/transparency-register/index_de.htm  Homepage des Transparenzregisters]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34493</id>
		<title>Lobbyregister EU</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34493"/>
		<updated>2015-09-09T12:12:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Das [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/homePage.do EU-Lobbyregister] (auch EU-Transparenzregister) ist eine einsehbare Datenbank, in welcher EU-Lobbyarbeit betreibende Akteure Informationen über ihre Arbeit veröffentlichen. Diese Informationen beinhalten beispielsweise die Identität des Akteurs, seine Ziele und Auftraggeber sowie die dafür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Eintragungen in das Tranparenzregister finden auf freiwilliger Basis statt. Allerdings hat die EU-Kommission unter Präsident Juncker Ende 2014 leichte Sanktionen für Lobbyisten eingeführt, die sich nicht ins Register eintragen. Das Lobbyregister bezieht sich auf Lobbyakteure die Zugang zur Eruopäischen Kommission oder dem EU-Parlament suchen. Der Rat der Europäischen Union ist nicht Teil des Registers, er führt auch kein eigenes Lobbyregister. Ein verpflichtendes, umfassendes und robustes [[Lobbyregister]] für die Institutionen der Europäischen Union (EU) gibt es derzeit nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Frühere Lobbyregister in der EU ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Den ersten Schritt in Richtung Transparenz beim Lobbyismus machte 1996 das EU-Parlament mit der Einführung eines so genannten Lobbyregisters sowie eines Verhaltenskodex für Lobbyisten. Das Register, das eigentlich eher eine Liste war, war seit 2003 öffentlich auf der Webseite des Parlaments abrufbar. Darin konnten sich Lobbyisten freiwillig registrieren, um einen vereinfachten Zugang zum Parlament zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=de&amp;amp;type=IM-PRESS&amp;amp;reference=20080414FCS26495 EU-Lobbyismus im Blickpunkt] EP Dossier vom 24. Juni 2008, abgerufen am 22. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei der Akkreditierung anzugebenden Daten beschränkten sich jedoch auf den Namen der/des LobbyistIn und den der beauftragenden Organisation. Ersichtlich wurde daher nicht, mit welchen Abgeordneten oder Parlamentsmitarbeitenden Gespräche geführt wurden, mit welchem Ziel Lobbyarbeit betrieben wurde oder welche finanziellen Ressourcen zu diesem Zweck eingesetzt wurden. Bei LobbyistInnen, die nicht für einen Verband oder ein Unternehmen direkt arbeiteten, sondern für eine Lobby-Agentur, blieb auf diese Weise der Kunde der Agentur, d.h. der eigentliche Auftraggeber, ebenfalls unsichtbar. Nach Stand vom Mai 2011 waren 3.912 LobbyistInnen beim EU-Parlament akkreditiert, die für 1.762 Auftraggeber arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 führte die [[EU-Kommission]] ein freiwilliges Lobbyregister. Es enthielt zwar mehr Angaben als die Liste des EU-Parlaments, dafür fehlten hier wiederum die Namen der für die jeweiligen Lobby-Akteure arbeitenden LobbyistInnen. Eingetragen hatten sich nach Stand vom Mai 2011 3.937 Lobby-Organisationen. Problematisch an diesem Register war jedoch, dass bei weitem nicht alle in Brüssel Lobbyarbeit betreibenden Unternehmen, Agenturen, Verbände und Organisationen in dem Register vertreten waren. Mehrere der größten deutschen Konzerne, wie z.B. die [[Deutsche Bank]] und die [[Metro]] AG tauchten nicht auf, obwohl sie in Brüssel Lobbybüros unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/docs/323_de.pdf Verhaltenskodex für Interessenvertreter (Lobbyisten) der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwachpunkt des Registers war die fehlende systematische und unabhängige Überprüfung der von den Lobby-Akteuren gemachten Angaben, z.B. zu Lobbyaufwendungen, sowie nicht ausreichende Sanktionsmöglichkeiten zur Ahndung von Verstößen gegen die Verhaltensregeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/eu_law/your_rights/your_rights_forms_de.htm Beschwerdeformular der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Das aktuelle Transparenzregister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2010 einigten sich EU-Kommission und EU-Parlament nach zweijähriger Verhandlungsdauer auf ein gemeinsames Lobbyregister unter dem offiziellen Titel &amp;quot;Transparenzregister&amp;quot;. Dieses Transparenzregister wurde am 23. Juni 2011 eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transparenzregister fasste die bisher getrennten Lobbyregister von EU-Kommission und Parlament zusammen. Ein Vorteil gegenüber dem früheren Register der Interessenvertreter war, dass die Registrierung der Lobbyakteure nun Voraussetzung für den Erhalt dauerhafter Zugangspässe zum EU-Parlament war. Dies war immerhin ein erster Anreiz, sich auch tatsächlich einzutragen. Des Weiteren müssen seitdem wesentlich mehr Daten über Auftraggeber und  Lobbybudget öffentlich gemacht werden. Für EU-Bürger gibt es damit nun eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Lobbyaktivitäten in Parlament und EU-Kommission. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Rahmen seiner politischen Programmrichtlinien für die kommende Amtszeit an, das Transparenzregister zu reformieren. Es soll ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen eingeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/pg_en.pdf Vorstellung der Politischen Leitlinien Junckers im Europäischen Parlament am 15. Juli 2014], abgerufen am 06.10.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Ankündigung blieb bisher ohne Ergebnis – ein verpflichtende EU-Lobbyregister, wie es in den USA seit 1995 existiert, lässt auf sich warten [Stand: September 2015].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 startete die Europäische Kommission ihre &amp;quot;Transparenzinitiative&amp;quot;. Seitdem müssen EU-Kommissarinnen und Kommissare und ihre Kabinette bis hin zu den Generaldirektoren auf ihren Webseiten ihre Lobbytreffen veröffentlichen, und zwar spätestens zwei Wochen nachdem der Termin stattgefunden hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-2131_en.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 25. November 2014], abgerufen am 20.August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seit dem 28. April 2015 ist ein überarbeitetes Transparenzregister online. Es beinhaltet Verbesserungen, die eine Arbeitsgruppe aus EU-Parlament und EU-Kommission bereits 2013 beschlossen hatte. Eine wichtige Neuerung ist, dass sich die EU-KommissarInnen und ihre Kabinette fortan nur mit im Lobbyregister registrierten Lobbyakteuren treffen dürfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/05/eu-lobbyregister-wie-neu-und-verbessert-ist-das-update/ EU-Lobbyregister: Wie „neu und verbessert“ ist das Update? ] LobbyControl-Blogeintrag vom 28. Mai 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dadurch sanktioniert die EU-Kommission erstmals Lobbyisten, die sich nicht in das Register eintragen. &lt;br /&gt;
Zudem mussten sich alle Lobbyakteure sich neu registrieren, was zu einer besseren Vergleichbarkeit und Qualität der Daten führte. Alle Einträge müssten seitdem einmal im Jahr aktualisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Statistiken===&lt;br /&gt;
Nach letztem Stand vom September 2015 waren lediglich 5.681 LobbyistInnen mit Zugang zum [[Europäischen Parlament]] akkreditiert, die für 8.213 Lobby-Organisationen arbeiten. Darunter finden sich u.a. 2.069  [[Europäische Wirtschaftsverbände|Wirtschaftsverbände]], 1.372 Unternehmen,  2.116  Nicht-Regierungsorganisationen sowie 566  [[Denkfabriken auf EU-Ebene|Thinktanks]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=en&amp;amp;action=prepareView Statistiken des Transparenzregisters], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle: Statistik des Transparenzregisters''' &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Kategorien und Unterkategorien der Interessengruppen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Anzahl der Organisationen'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|I – Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien/selbständige Berater &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|963&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Beratungsfirmen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|594&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anwaltskanzleien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|93&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Selbständige Berater&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|276&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|II – In-House-Lobbyisten, Gewerbe- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|4.153&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unternehmen und Unternehmensgruppen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.372&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerbe-, Wirtschafts- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.069 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerkschaften &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|462&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere ähnliche Organisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|255&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|III – Nichtregierungsorganisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.116&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|566&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Denkfabriken und Forschungseinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|417&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|149&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|V – Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|35&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen vertreten  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|380&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Lokale und kommunale Behörden (subnationale Ebene) &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|109&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;“|Andere subnationale Behörden &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|105&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Transnationale Netzwerke der sub-nationalen Ebene&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|37&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|129&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gesamtzahl am 03.09.15 &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|8.213&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=de&amp;amp;action=prepareView Transparenzregister], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Implementierung ===&lt;br /&gt;
Für die Implementierung und die Kontrolle des Registers wurde ein gemeinsames Register-Sekretariat von Parlament und Kommission mit vier Mitarbeitern eingerichtet – zwei von der Kommission und zwei vom Parlament. Die Kompetenz für die Ausstellung von Lobby-Zugangs-Pässen für das EU-Parlament bleibt weiterhin beim EU-Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Übergangszeit von 12 Monaten haben die in den beiden bisherigen Listen registrierten Organisationen die Möglichkeit, sich in das neue Register einzutragen. Zwei Jahre nach der Einführung des Registers soll es eine Evaluation durch Parlament und Kommission geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzliche Grundlage des Lobbyregisters ist die Interinstitutionelle Vereinbarung zwischen dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?locale=de&amp;amp;reference=INTER_INST_AGREEMENT Interinstitutionelle Vereinbarung ] Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie legt die Regeln und Grundsätze fest, auf denen das Transparenzregister beruht. Die erste, im Juni 2011 unterzeichnete Vereinbarung wurde nach zwei Jahren überprüft. Eine geänderte Vereinbarung wurde im April 2014 angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzielle Angaben ===&lt;br /&gt;
Wie im bisherigen Register der EU-Kommission müssen bei einer Eintragung ins Register Angaben über Lobbyaufwendungen abhängig vom Umsatz des Beratungsunternehmens gemacht werden. Beratungsunternehmen, [[Anwaltskanzleien]] und selbstständige Berater müssen ihren durch Lobbytätigkeiten erzielten Umsatz nach folgendem Muster offenlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Umsatz in Euro'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Stufengröße in Euro'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|0–499 999&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|50 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|500 000–1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|100 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&amp;gt;1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|250 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbände und Unternehmen, die ''in-house''-LobbyistInnen beschäftigen, müssen ihre Lobbyausgaben schätzen. Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Forschungsinstitute sowie Organisationen, die Kirchen und religiöse Gemeinschaften vertreten, müssen ihr Gesamtbudget gemeinsam mit einer Aufschlüsselung ihrer Hauptfinanzierungsquellen angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanktionsmöglichkeiten ===&lt;br /&gt;
Seit 2014 verfügt das Transparenzregister über einen Mechanismus für Meldungen und Beschwerden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?reference=ALERTS_COMPLAINTS&amp;amp;locale=de  Meldungen und Beschwerden] Website des EU-Transparenz-Registers, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;, der es allen ermöglicht, eine administrative Untersuchung über mutmaßlicher Verstöße gegen den Verhaltenskodex durch registrierte Organisationen oder Einzelpersonen anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gegen den Verhaltenskodex kann das Register-Sekretariat Sanktionen durchführen. Diese reichen bis zum Ausschluss aus dem Register und einer Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments. Der Ausschluss aus dem Transparenzregister führt auch dazu, dass keine Treffen mit KommissarInnen und den obersten KommissionsbeamtInnen mehr möglich sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sanktionsmöglichkeiten des Register-Sekretariats werden im Anhang 4 der Interinstitutionellen Vereinbarung geregelt unter dem Titel „Verfahren für Meldungen und für die Untersuchung und Bearbeitung von Beschwerden“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/legal-content/de/TXT/?uri=CELEX:32014Q0919%2801%29 Interinstitutionelle Vereinbarung ] S. 22, Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Folgende Tabelle zeigt die Maßnahmen auf, die im Falle der Nichteinhaltung des Verhaltenskodex für Lobbyisten zur Verfügung stehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color: #444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Art der Nichteinhaltung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Maßnahme'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Erwähnung der Maßnahme im Register'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Entzug des Zugangsausweises zum EP'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nichteinhaltung, die sofort korrigiert wird&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schriftliche Benachrichtigung mit Bestätigung der Tatsachen und ihrer Korrektur&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Verweigerung der Zusammenarbeit mit dem Register-Sekretariat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, Verlust anderer Anreize&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unangemessenes Verhalten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, möglicher Neu-Eintrag ins Register, wenn die Gründe, die zu dem Ausschluss führten, ausgeräumt wurden&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schwere, absichtliche Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register für bis zu zwei Jahre und formeller Entzug der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments und der Kommission&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik am neuen Register==&lt;br /&gt;
===Schlechte Datenqualität===&lt;br /&gt;
Nach Angaben von ''ALTER-EU'' sind 27% der Firmen mit Lobbybüros in Brüssel nicht im Register eingetragen, zusammen mit 24% der Lobby-Beratungsagenturen und einem wesentlichen Anteil von NGOs. Obwohl die [[Europäische Kommission]] weiterhin die ansteigende Zahl der Einträge lobt, sagen diese allein wenig über Lobbyaktivitäten in Brüssel aus: Finanzielle Angaben im Register bleiben äußerst fragwürdig. Zum Beispiel sind laut Register die zehn Organisationen mit den höchsten Lobbybudgets (über 33 Millionen Euro p.a.) fünf Universitäten/Think Tanks, vier subnationale Behörden und eine schwedische Gewerkschaft – letztere gibt angeblich 94 Millionen Euro für ihre Lobbyarbeit aus. Während diese seltsam hohen Einträge wahrscheinlich auf Fehlern beruhen, liegt zugleich die Vermutung nahe, dass große Akteure wie [[FoodDrinkEurope]], [[BuisenessEurope]] und [[Ebay]] zu geringe Lobbyausgaben angeben. Transparency International schätzt mehr als die Hälfte der Einträge im Transparenzregister als „inakkurat, unvollständig oder bedeutungslos“ ein&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/article/watchdog-half-of-eu-lobbying-disclosures-are-faulty/ Watchdog: Half of EU lobbying disclosures are faulty] Politico.eu vom 7. September 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um einigermaßen realistische Angaben im Register vorzufinden, reicht LobbyControl regelmäßig Beschwerden ein – zuletzt wurde darauf hingewiesen, dass der [[European Roundtable of Industrialists]] und fünf andere große Lobbyakteure ein Lobbybudget von unter 10.000 Euro angaben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/european-roundtable-of-industrialists-lobbybudget-von-unter-10-000-euro/ European Roundtable of Industrialists: Lobbybudget von unter 10.000 Euro?] LobbyControl-Blogeintrag, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Bank Goldman Sachs trat dem Lobbyregister erst im November 2014 mit einem völlig unrealistischen Lobbybudget von unter 50.000 Euro ein, woraufhin LobbyControl Beschwerde einreichte und die Bank ihr Budgetsumme auf bis zu 799.999 Euro korrigierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst das Lobbybudget von BuisenessEurope, des größten europäischen Industrieverbands, über nur 4 Millionen Euro pro Jahr ist nach Auffassung von LobbyControl zweifelhaft und zu niedrig gegriffen. Der Verband präsentiert auf seiner Website über 50 Mitarbeiter, was bereits grob geschätzt mind. 2,5 Millionen Euro Lohnkosten bedeutet – der Transparenzregister-Eintrag bezeugt auch lediglich 29 beteiligte Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BuisenessEurope] EU-Transparenz-Register, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem fehlen mehr als 100 bedeutende Firmen noch immer im Register, darunter Standard and Poors, City of London, die Swiss Bankers Association, das European Banking Industry Committee oder das Bankinstitut [[Belfius]], obwohl vielen dieser nichtregistrierten Akteuren eindeutige Lobbyaktivitäten nachgewisen werden können&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/05/eu-lobbyregister-wie-neu-und-verbessert-ist-das-update/ EU-Lobbyregister: Wie „neu und verbessert“ ist das Update? ] LobbyControl-Blogeintrag vom 28. Mai 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kein Lobbyregister für die Minister-Räte===&lt;br /&gt;
Kritik bekommt auch der [[Rat der Europäischen Union]] zu hören, der sich nicht am Transparenzregister beteiligt und sich aus den Verhandlungen heraus hielt. Der Rat der Europäischen Union als wichtigstes legislatives Organ der EU neben dem EU-Parlament führt derzeit keinerlei Form von Lobbyregister. Lobbyisten versuchen die Ratsentscheidungen zwar bereits über die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu beeinflussen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Rat als Institution in Brüssel, insbesondere der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER, frz. für Comité des représentants permanents) ebenfalls Adressat von Lobbyaktivitäten der Brüsseler Lobby-Akteure ist. Durch die Nichtbeteiligung des Rats am neuen Transparenzregister bleibt die Einflussnahme auf nationale Regierungsbeamte weiter im Schatten verborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/strengere-regeln-fr-europas-lobbyisten-004794 Euractiv: Transparenzregister: Neue Regeln für EU-Lobbyisten], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Einführung des Transparenzregisters am 23. Juni 2011 stellte der Rat zum ersten Mal die Möglichkeit in Aussicht, sich in Zukunft doch dem Register anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Intransparenz durch Klientenschutz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alter-EU, ein lobbykritischer Zusammenschluss mehrerer NGOs darunter auf LobbyControl, hat in einer Studie dargestellt, dass ca. 150 registrierte Lobbyagenturen und Anwaltskanzleien die Regeln des Transparenzregisters unterwandern, indem sie die Namen ihrer Auftraggeber und Kunden nicht veröffentlichen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alter-eu.org/sites/default/files/documents/Why%20EU%20Lobby%20Register%20still%20fails%20to%20deliver%20-%20print%20version.pdf New and Improved? Why the EU Lobby register still fails to deliver]S. 8, Studie von Alter-EU, abgerufen am 09.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Unternehmen erklären diese Daten als vertraulich und begründen dies mit dem Schutz ihrer Klienten. Dadurch wird es unmöglich nachzuvollziehen, wer für wen Lobbyarbeit leistet. Die Regeln des Registers sind hier jedoch eindeutig: Wer Kunden hat, denen er Lobbydienstleistungen anbietet, der muss dies angeben.&lt;br /&gt;
Viele Kanzleien und Agenturen sind nach wie vor nicht im Transparenzregister registriert. Dazu gehören auch die großen Kanzleien [[Freshfields Bruckhaus Deringer]], Hogan Lovells, Cliffords Chance, Dentons und Field Fisher Waterhouse. Einige Kanzleien und Agenturen erklären, sie könnten sich ohne eine klare gesetzliche Grundlage nicht in das Transparenzregister eintragen, weil es sie in ihren Herkunftsländern in rechtliche Probleme bringen könnte. &lt;br /&gt;
Die Spannen, in denen Lobbyagenturen und Anwaltskanzleien ihren Lobbyumsatz angeben müssen, sind des Weiteren absurd groß. Sie sind unterteilt in &amp;lt;99.999 Euro, dann 100.000-499.999 Euro, 500.000-999.999 Euro und schließlich &amp;gt;1.000.000 Euro. Hinter diesen groben Kategorien lassen sich Kunden, die lieber unsichtbar bleiben wollen sehr einfach verstecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Kritikpunkte===&lt;br /&gt;
Weiter wird kritisiert, dass die erforderlichen Angaben über Lobbyaufwendungen nicht vom Umsatz abhängig gemacht werden sollen, sondern für alle Lobbygruppen gleich sein sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greens-efa.eu/de/transparenzregister-3782.html Die Grünen - Europäische Freie Allainz: Transparenzregister], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ein verpflichtendes Lobbyregister==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt ist der weiterhin freiwillige Charakter des Registers. Eine Registrierung ist nur erforderlich um Zugang zum [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] zu erhalten und um ein Treffen mit den hohen KomissarInnen bzw. KommissionsbeamtInnen zu bekommen. Eine allgemein verpflichtende Registrierung wäre ein großer Schritt vorwärts zur effektiven Kontrolle von Lobbyaktivitäten. Das Parlament machte bereits deutlich, dass es diesen Punkt in der Evaluationsphase einbringen möchte. Der EU-Abgeordnete Matthias Groote (SPD) berichtete, dass die Mehrheit des EU-Parlaments sich für ein verpflichtendes Register ausgesprochen hätte, der Vorschlag aber am Widerstand der EU-Kommission scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Hauptargumente der EU-Kommission für das freiwillige Register war bislang, dass eine gesetzliche Grundlage für ein verpflichtendes Register in der EU-Verträgen fehlen würde, bzw. Einstimmigkeit aller EU-Mitgliedsstaaten erfordern würde. Ein neues Rechtsgutachten von Markus Krajewski, Professor für Rechtskunde an der Erlangen-Nürnberg Universität, schlussfolgert jedoch, dass Artikel 298 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) eine rechtliche Grundlage für eine verpflichtende Transparenz von Lobbyisten bietet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alter-eu.org/documents/2013/06/legal-study Rechtsgutachten Markus Krajewski], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung eines verpflichtendes Lobbyregisters durch eine EU-Rechtsverordnung könnte demnach aufgrund der gesetzlichen Grundlage über das normale legislative Vorgehen erfolgen. Ein neuer Bericht von  ''ALTER-EU'', „Rescue the Register“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-Rescue_the_register_20June13.pdf ALTER-EU: Rescue the Register], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, zeigt deutlich, dass ein verpflichtendes Register längst überfällig ist. In dem gegenwärtigen Modell können Firmen, die mit den Regeln des Registers nicht übereinstimmen, ihre Angaben jederzeit zurückziehen. Das freiwillige Register gibt somit nicht nur höchst unrealistische Einblicke in Lobbyaktivitäten, sondern vermittelt der Öffentlichkeit darüber hinaus ein falsches Verständnis der Regulierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker an, es solle ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen eingeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/pg_en.pdf Vorstellung der Politischen Leitlinien Junckers im Europäischen Parlament am 15. Juli 2014], abgerufen am 06.10.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bisher wurden jedoch keine Schritte in Richtung verpflichtendes Lobbyregister unternommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://europa.eu/transparency-register/index_de.htm  Homepage des Transparenzregisters]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34492</id>
		<title>Lobbyregister EU</title>
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		<updated>2015-09-09T12:11:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Das EU-Lobbyregister (auch EU-Transparenzregister) ist eine einsehbare Datenbank, in welcher EU-Lobbyarbeit betreibende Akteure Informationen über ihre Arbeit veröffentlichen. Diese Informationen beinhalten beispielsweise die Identität des Akteurs, seine Ziele und Auftraggeber sowie die dafür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Eintragungen in das Tranparenzregister finden auf freiwilliger Basis statt. Allerdings hat die EU-Kommission unter Präsident Juncker Ende 2014 leichte Sanktionen für Lobbyisten eingeführt, die sich nicht ins Register eintragen. Das Lobbyregister bezieht sich auf Lobbyakteure die Zugang zur Eruopäischen Kommission oder dem EU-Parlament suchen. Der Rat der Europäischen Union ist nicht Teil des Registers, er führt auch kein eigenes Lobbyregister. Ein verpflichtendes, umfassendes und robustes [[Lobbyregister]] für die Institutionen der Europäischen Union (EU) gibt es derzeit nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Frühere Lobbyregister in der EU ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Den ersten Schritt in Richtung Transparenz beim Lobbyismus machte 1996 das EU-Parlament mit der Einführung eines so genannten Lobbyregisters sowie eines Verhaltenskodex für Lobbyisten. Das Register, das eigentlich eher eine Liste war, war seit 2003 öffentlich auf der Webseite des Parlaments abrufbar. Darin konnten sich Lobbyisten freiwillig registrieren, um einen vereinfachten Zugang zum Parlament zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=de&amp;amp;type=IM-PRESS&amp;amp;reference=20080414FCS26495 EU-Lobbyismus im Blickpunkt] EP Dossier vom 24. Juni 2008, abgerufen am 22. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei der Akkreditierung anzugebenden Daten beschränkten sich jedoch auf den Namen der/des LobbyistIn und den der beauftragenden Organisation. Ersichtlich wurde daher nicht, mit welchen Abgeordneten oder Parlamentsmitarbeitenden Gespräche geführt wurden, mit welchem Ziel Lobbyarbeit betrieben wurde oder welche finanziellen Ressourcen zu diesem Zweck eingesetzt wurden. Bei LobbyistInnen, die nicht für einen Verband oder ein Unternehmen direkt arbeiteten, sondern für eine Lobby-Agentur, blieb auf diese Weise der Kunde der Agentur, d.h. der eigentliche Auftraggeber, ebenfalls unsichtbar. Nach Stand vom Mai 2011 waren 3.912 LobbyistInnen beim EU-Parlament akkreditiert, die für 1.762 Auftraggeber arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 führte die [[EU-Kommission]] ein freiwilliges Lobbyregister. Es enthielt zwar mehr Angaben als die Liste des EU-Parlaments, dafür fehlten hier wiederum die Namen der für die jeweiligen Lobby-Akteure arbeitenden LobbyistInnen. Eingetragen hatten sich nach Stand vom Mai 2011 3.937 Lobby-Organisationen. Problematisch an diesem Register war jedoch, dass bei weitem nicht alle in Brüssel Lobbyarbeit betreibenden Unternehmen, Agenturen, Verbände und Organisationen in dem Register vertreten waren. Mehrere der größten deutschen Konzerne, wie z.B. die [[Deutsche Bank]] und die [[Metro]] AG tauchten nicht auf, obwohl sie in Brüssel Lobbybüros unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/docs/323_de.pdf Verhaltenskodex für Interessenvertreter (Lobbyisten) der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwachpunkt des Registers war die fehlende systematische und unabhängige Überprüfung der von den Lobby-Akteuren gemachten Angaben, z.B. zu Lobbyaufwendungen, sowie nicht ausreichende Sanktionsmöglichkeiten zur Ahndung von Verstößen gegen die Verhaltensregeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/eu_law/your_rights/your_rights_forms_de.htm Beschwerdeformular der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Das aktuelle Transparenzregister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2010 einigten sich EU-Kommission und EU-Parlament nach zweijähriger Verhandlungsdauer auf ein gemeinsames Lobbyregister unter dem offiziellen Titel &amp;quot;Transparenzregister&amp;quot;. Dieses Transparenzregister wurde am 23. Juni 2011 eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transparenzregister fasste die bisher getrennten Lobbyregister von EU-Kommission und Parlament zusammen. Ein Vorteil gegenüber dem früheren Register der Interessenvertreter war, dass die Registrierung der Lobbyakteure nun Voraussetzung für den Erhalt dauerhafter Zugangspässe zum EU-Parlament war. Dies war immerhin ein erster Anreiz, sich auch tatsächlich einzutragen. Des Weiteren müssen seitdem wesentlich mehr Daten über Auftraggeber und  Lobbybudget öffentlich gemacht werden. Für EU-Bürger gibt es damit nun eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Lobbyaktivitäten in Parlament und EU-Kommission. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Rahmen seiner politischen Programmrichtlinien für die kommende Amtszeit an, das Transparenzregister zu reformieren. Es soll ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen eingeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/pg_en.pdf Vorstellung der Politischen Leitlinien Junckers im Europäischen Parlament am 15. Juli 2014], abgerufen am 06.10.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Ankündigung blieb bisher ohne Ergebnis – ein verpflichtende EU-Lobbyregister, wie es in den USA seit 1995 existiert, lässt auf sich warten [Stand: September 2015].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 startete die Europäische Kommission ihre &amp;quot;Transparenzinitiative&amp;quot;. Seitdem müssen EU-Kommissarinnen und Kommissare und ihre Kabinette bis hin zu den Generaldirektoren auf ihren Webseiten ihre Lobbytreffen veröffentlichen, und zwar spätestens zwei Wochen nachdem der Termin stattgefunden hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-2131_en.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 25. November 2014], abgerufen am 20.August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seit dem 28. April 2015 ist ein überarbeitetes Transparenzregister online. Es beinhaltet Verbesserungen, die eine Arbeitsgruppe aus EU-Parlament und EU-Kommission bereits 2013 beschlossen hatte. Eine wichtige Neuerung ist, dass sich die EU-KommissarInnen und ihre Kabinette fortan nur mit im Lobbyregister registrierten Lobbyakteuren treffen dürfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/05/eu-lobbyregister-wie-neu-und-verbessert-ist-das-update/ EU-Lobbyregister: Wie „neu und verbessert“ ist das Update? ] LobbyControl-Blogeintrag vom 28. Mai 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dadurch sanktioniert die EU-Kommission erstmals Lobbyisten, die sich nicht in das Register eintragen. &lt;br /&gt;
Zudem mussten sich alle Lobbyakteure sich neu registrieren, was zu einer besseren Vergleichbarkeit und Qualität der Daten führte. Alle Einträge müssten seitdem einmal im Jahr aktualisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Statistiken===&lt;br /&gt;
Nach letztem Stand vom September 2015 waren lediglich 5.681 LobbyistInnen mit Zugang zum [[Europäischen Parlament]] akkreditiert, die für 8.213 Lobby-Organisationen arbeiten. Darunter finden sich u.a. 2.069  [[Europäische Wirtschaftsverbände|Wirtschaftsverbände]], 1.372 Unternehmen,  2.116  Nicht-Regierungsorganisationen sowie 566  [[Denkfabriken auf EU-Ebene|Thinktanks]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=en&amp;amp;action=prepareView Statistiken des Transparenzregisters], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle: Statistik des Transparenzregisters''' &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Kategorien und Unterkategorien der Interessengruppen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Anzahl der Organisationen'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|I – Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien/selbständige Berater &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|963&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Beratungsfirmen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|594&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anwaltskanzleien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|93&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Selbständige Berater&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|276&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|II – In-House-Lobbyisten, Gewerbe- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|4.153&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unternehmen und Unternehmensgruppen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.372&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerbe-, Wirtschafts- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.069 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerkschaften &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|462&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere ähnliche Organisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|255&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|III – Nichtregierungsorganisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.116&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|566&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Denkfabriken und Forschungseinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|417&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|149&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|V – Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|35&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen vertreten  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|380&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Lokale und kommunale Behörden (subnationale Ebene) &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|109&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;“|Andere subnationale Behörden &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|105&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Transnationale Netzwerke der sub-nationalen Ebene&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|37&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|129&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gesamtzahl am 03.09.15 &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|8.213&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=de&amp;amp;action=prepareView Transparenzregister], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Implementierung ===&lt;br /&gt;
Für die Implementierung und die Kontrolle des Registers wurde ein gemeinsames Register-Sekretariat von Parlament und Kommission mit vier Mitarbeitern eingerichtet – zwei von der Kommission und zwei vom Parlament. Die Kompetenz für die Ausstellung von Lobby-Zugangs-Pässen für das EU-Parlament bleibt weiterhin beim EU-Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Übergangszeit von 12 Monaten haben die in den beiden bisherigen Listen registrierten Organisationen die Möglichkeit, sich in das neue Register einzutragen. Zwei Jahre nach der Einführung des Registers soll es eine Evaluation durch Parlament und Kommission geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzliche Grundlage des Lobbyregisters ist die Interinstitutionelle Vereinbarung zwischen dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?locale=de&amp;amp;reference=INTER_INST_AGREEMENT Interinstitutionelle Vereinbarung ] Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie legt die Regeln und Grundsätze fest, auf denen das Transparenzregister beruht. Die erste, im Juni 2011 unterzeichnete Vereinbarung wurde nach zwei Jahren überprüft. Eine geänderte Vereinbarung wurde im April 2014 angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzielle Angaben ===&lt;br /&gt;
Wie im bisherigen Register der EU-Kommission müssen bei einer Eintragung ins Register Angaben über Lobbyaufwendungen abhängig vom Umsatz des Beratungsunternehmens gemacht werden. Beratungsunternehmen, [[Anwaltskanzleien]] und selbstständige Berater müssen ihren durch Lobbytätigkeiten erzielten Umsatz nach folgendem Muster offenlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Umsatz in Euro'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Stufengröße in Euro'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|0–499 999&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|50 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|500 000–1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|100 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&amp;gt;1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|250 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbände und Unternehmen, die ''in-house''-LobbyistInnen beschäftigen, müssen ihre Lobbyausgaben schätzen. Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Forschungsinstitute sowie Organisationen, die Kirchen und religiöse Gemeinschaften vertreten, müssen ihr Gesamtbudget gemeinsam mit einer Aufschlüsselung ihrer Hauptfinanzierungsquellen angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanktionsmöglichkeiten ===&lt;br /&gt;
Seit 2014 verfügt das Transparenzregister über einen Mechanismus für Meldungen und Beschwerden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?reference=ALERTS_COMPLAINTS&amp;amp;locale=de  Meldungen und Beschwerden] Website des EU-Transparenz-Registers, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;, der es allen ermöglicht, eine administrative Untersuchung über mutmaßlicher Verstöße gegen den Verhaltenskodex durch registrierte Organisationen oder Einzelpersonen anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gegen den Verhaltenskodex kann das Register-Sekretariat Sanktionen durchführen. Diese reichen bis zum Ausschluss aus dem Register und einer Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments. Der Ausschluss aus dem Transparenzregister führt auch dazu, dass keine Treffen mit KommissarInnen und den obersten KommissionsbeamtInnen mehr möglich sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sanktionsmöglichkeiten des Register-Sekretariats werden im Anhang 4 der Interinstitutionellen Vereinbarung geregelt unter dem Titel „Verfahren für Meldungen und für die Untersuchung und Bearbeitung von Beschwerden“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/legal-content/de/TXT/?uri=CELEX:32014Q0919%2801%29 Interinstitutionelle Vereinbarung ] S. 22, Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Folgende Tabelle zeigt die Maßnahmen auf, die im Falle der Nichteinhaltung des Verhaltenskodex für Lobbyisten zur Verfügung stehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color: #444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Art der Nichteinhaltung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Maßnahme'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Erwähnung der Maßnahme im Register'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Entzug des Zugangsausweises zum EP'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nichteinhaltung, die sofort korrigiert wird&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schriftliche Benachrichtigung mit Bestätigung der Tatsachen und ihrer Korrektur&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Verweigerung der Zusammenarbeit mit dem Register-Sekretariat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, Verlust anderer Anreize&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unangemessenes Verhalten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, möglicher Neu-Eintrag ins Register, wenn die Gründe, die zu dem Ausschluss führten, ausgeräumt wurden&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schwere, absichtliche Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register für bis zu zwei Jahre und formeller Entzug der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments und der Kommission&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik am neuen Register==&lt;br /&gt;
===Schlechte Datenqualität===&lt;br /&gt;
Nach Angaben von ''ALTER-EU'' sind 27% der Firmen mit Lobbybüros in Brüssel nicht im Register eingetragen, zusammen mit 24% der Lobby-Beratungsagenturen und einem wesentlichen Anteil von NGOs. Obwohl die [[Europäische Kommission]] weiterhin die ansteigende Zahl der Einträge lobt, sagen diese allein wenig über Lobbyaktivitäten in Brüssel aus: Finanzielle Angaben im Register bleiben äußerst fragwürdig. Zum Beispiel sind laut Register die zehn Organisationen mit den höchsten Lobbybudgets (über 33 Millionen Euro p.a.) fünf Universitäten/Think Tanks, vier subnationale Behörden und eine schwedische Gewerkschaft – letztere gibt angeblich 94 Millionen Euro für ihre Lobbyarbeit aus. Während diese seltsam hohen Einträge wahrscheinlich auf Fehlern beruhen, liegt zugleich die Vermutung nahe, dass große Akteure wie [[FoodDrinkEurope]], [[BuisenessEurope]] und [[Ebay]] zu geringe Lobbyausgaben angeben. Transparency International schätzt mehr als die Hälfte der Einträge im Transparenzregister als „inakkurat, unvollständig oder bedeutungslos“ ein&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/article/watchdog-half-of-eu-lobbying-disclosures-are-faulty/ Watchdog: Half of EU lobbying disclosures are faulty] Politico.eu vom 7. September 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um einigermaßen realistische Angaben im Register vorzufinden, reicht LobbyControl regelmäßig Beschwerden ein – zuletzt wurde darauf hingewiesen, dass der [[European Roundtable of Industrialists]] und fünf andere große Lobbyakteure ein Lobbybudget von unter 10.000 Euro angaben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/european-roundtable-of-industrialists-lobbybudget-von-unter-10-000-euro/ European Roundtable of Industrialists: Lobbybudget von unter 10.000 Euro?] LobbyControl-Blogeintrag, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Bank Goldman Sachs trat dem Lobbyregister erst im November 2014 mit einem völlig unrealistischen Lobbybudget von unter 50.000 Euro ein, woraufhin LobbyControl Beschwerde einreichte und die Bank ihr Budgetsumme auf bis zu 799.999 Euro korrigierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst das Lobbybudget von BuisenessEurope, des größten europäischen Industrieverbands, über nur 4 Millionen Euro pro Jahr ist nach Auffassung von LobbyControl zweifelhaft und zu niedrig gegriffen. Der Verband präsentiert auf seiner Website über 50 Mitarbeiter, was bereits grob geschätzt mind. 2,5 Millionen Euro Lohnkosten bedeutet – der Transparenzregister-Eintrag bezeugt auch lediglich 29 beteiligte Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BuisenessEurope] EU-Transparenz-Register, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem fehlen mehr als 100 bedeutende Firmen noch immer im Register, darunter Standard and Poors, City of London, die Swiss Bankers Association, das European Banking Industry Committee oder das Bankinstitut [[Belfius]], obwohl vielen dieser nichtregistrierten Akteuren eindeutige Lobbyaktivitäten nachgewisen werden können&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/05/eu-lobbyregister-wie-neu-und-verbessert-ist-das-update/ EU-Lobbyregister: Wie „neu und verbessert“ ist das Update? ] LobbyControl-Blogeintrag vom 28. Mai 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kein Lobbyregister für die Minister-Räte===&lt;br /&gt;
Kritik bekommt auch der [[Rat der Europäischen Union]] zu hören, der sich nicht am Transparenzregister beteiligt und sich aus den Verhandlungen heraus hielt. Der Rat der Europäischen Union als wichtigstes legislatives Organ der EU neben dem EU-Parlament führt derzeit keinerlei Form von Lobbyregister. Lobbyisten versuchen die Ratsentscheidungen zwar bereits über die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu beeinflussen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Rat als Institution in Brüssel, insbesondere der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER, frz. für Comité des représentants permanents) ebenfalls Adressat von Lobbyaktivitäten der Brüsseler Lobby-Akteure ist. Durch die Nichtbeteiligung des Rats am neuen Transparenzregister bleibt die Einflussnahme auf nationale Regierungsbeamte weiter im Schatten verborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/strengere-regeln-fr-europas-lobbyisten-004794 Euractiv: Transparenzregister: Neue Regeln für EU-Lobbyisten], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Einführung des Transparenzregisters am 23. Juni 2011 stellte der Rat zum ersten Mal die Möglichkeit in Aussicht, sich in Zukunft doch dem Register anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Intransparenz durch Klientenschutz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alter-EU, ein lobbykritischer Zusammenschluss mehrerer NGOs darunter auf LobbyControl, hat in einer Studie dargestellt, dass ca. 150 registrierte Lobbyagenturen und Anwaltskanzleien die Regeln des Transparenzregisters unterwandern, indem sie die Namen ihrer Auftraggeber und Kunden nicht veröffentlichen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alter-eu.org/sites/default/files/documents/Why%20EU%20Lobby%20Register%20still%20fails%20to%20deliver%20-%20print%20version.pdf New and Improved? Why the EU Lobby register still fails to deliver]S. 8, Studie von Alter-EU, abgerufen am 09.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Unternehmen erklären diese Daten als vertraulich und begründen dies mit dem Schutz ihrer Klienten. Dadurch wird es unmöglich nachzuvollziehen, wer für wen Lobbyarbeit leistet. Die Regeln des Registers sind hier jedoch eindeutig: Wer Kunden hat, denen er Lobbydienstleistungen anbietet, der muss dies angeben.&lt;br /&gt;
Viele Kanzleien und Agenturen sind nach wie vor nicht im Transparenzregister registriert. Dazu gehören auch die großen Kanzleien [[Freshfields Bruckhaus Deringer]], Hogan Lovells, Cliffords Chance, Dentons und Field Fisher Waterhouse. Einige Kanzleien und Agenturen erklären, sie könnten sich ohne eine klare gesetzliche Grundlage nicht in das Transparenzregister eintragen, weil es sie in ihren Herkunftsländern in rechtliche Probleme bringen könnte. &lt;br /&gt;
Die Spannen, in denen Lobbyagenturen und Anwaltskanzleien ihren Lobbyumsatz angeben müssen, sind des Weiteren absurd groß. Sie sind unterteilt in &amp;lt;99.999 Euro, dann 100.000-499.999 Euro, 500.000-999.999 Euro und schließlich &amp;gt;1.000.000 Euro. Hinter diesen groben Kategorien lassen sich Kunden, die lieber unsichtbar bleiben wollen sehr einfach verstecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Kritikpunkte===&lt;br /&gt;
Weiter wird kritisiert, dass die erforderlichen Angaben über Lobbyaufwendungen nicht vom Umsatz abhängig gemacht werden sollen, sondern für alle Lobbygruppen gleich sein sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greens-efa.eu/de/transparenzregister-3782.html Die Grünen - Europäische Freie Allainz: Transparenzregister], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ein verpflichtendes Lobbyregister==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt ist der weiterhin freiwillige Charakter des Registers. Eine Registrierung ist nur erforderlich um Zugang zum [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] zu erhalten und um ein Treffen mit den hohen KomissarInnen bzw. KommissionsbeamtInnen zu bekommen. Eine allgemein verpflichtende Registrierung wäre ein großer Schritt vorwärts zur effektiven Kontrolle von Lobbyaktivitäten. Das Parlament machte bereits deutlich, dass es diesen Punkt in der Evaluationsphase einbringen möchte. Der EU-Abgeordnete Matthias Groote (SPD) berichtete, dass die Mehrheit des EU-Parlaments sich für ein verpflichtendes Register ausgesprochen hätte, der Vorschlag aber am Widerstand der EU-Kommission scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Hauptargumente der EU-Kommission für das freiwillige Register war bislang, dass eine gesetzliche Grundlage für ein verpflichtendes Register in der EU-Verträgen fehlen würde, bzw. Einstimmigkeit aller EU-Mitgliedsstaaten erfordern würde. Ein neues Rechtsgutachten von Markus Krajewski, Professor für Rechtskunde an der Erlangen-Nürnberg Universität, schlussfolgert jedoch, dass Artikel 298 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) eine rechtliche Grundlage für eine verpflichtende Transparenz von Lobbyisten bietet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alter-eu.org/documents/2013/06/legal-study Rechtsgutachten Markus Krajewski], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung eines verpflichtendes Lobbyregisters durch eine EU-Rechtsverordnung könnte demnach aufgrund der gesetzlichen Grundlage über das normale legislative Vorgehen erfolgen. Ein neuer Bericht von  ''ALTER-EU'', „Rescue the Register“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-Rescue_the_register_20June13.pdf ALTER-EU: Rescue the Register], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, zeigt deutlich, dass ein verpflichtendes Register längst überfällig ist. In dem gegenwärtigen Modell können Firmen, die mit den Regeln des Registers nicht übereinstimmen, ihre Angaben jederzeit zurückziehen. Das freiwillige Register gibt somit nicht nur höchst unrealistische Einblicke in Lobbyaktivitäten, sondern vermittelt der Öffentlichkeit darüber hinaus ein falsches Verständnis der Regulierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker an, es solle ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen eingeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/pg_en.pdf Vorstellung der Politischen Leitlinien Junckers im Europäischen Parlament am 15. Juli 2014], abgerufen am 06.10.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bisher wurden jedoch keine Schritte in Richtung verpflichtendes Lobbyregister unternommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://europa.eu/transparency-register/index_de.htm  Homepage des Transparenzregisters]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34491</id>
		<title>Lobbyregister EU</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34491"/>
		<updated>2015-09-09T12:09:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Das EU-Lobbyregister (auch EU-Transparenzregister) ist eine einsehbare Datenbank, in welcher EU-Lobbyarbeit betreibende Akteure Informationen über ihre Arbeit veröffentlichen. Diese Informationen beinhalten beispielsweise die Identität des Akteurs, seine Ziele und Auftraggeber sowie die dafür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Eintragungen in das Tranparenzregister finden auf freiwilliger Basis statt. Allerdings hat die EU-Kommission unter Präsident Juncker Ende 2014 leichte Sanktionen für Lobbyisten eingeführt, die sich nicht ins Register eintragen. Das Lobbyregister bezieht sich auf Lobbyakteure die Zugang zur Eruopäischen Kommission oder dem EU-Parlament suchen. Der Rat der Europäischen Union ist nicht Teil des Registers, er führt auch kein eigenes Lobbyregister. Ein verpflichtendes, umfassendes und robustes [[Lobbyregister]] für die Institutionen der Europäischen Union (EU) gibt es derzeit nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Frühere Lobbyregister in der EU ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Den ersten Schritt in Richtung Transparenz beim Lobbyismus machte 1996 das EU-Parlament mit der Einführung eines so genannten Lobbyregisters sowie eines Verhaltenskodex für Lobbyisten. Das Register, das eigentlich eher eine Liste war, war seit 2003 öffentlich auf der Webseite des Parlaments abrufbar. Darin konnten sich Lobbyisten freiwillig registrieren, um einen vereinfachten Zugang zum Parlament zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=de&amp;amp;type=IM-PRESS&amp;amp;reference=20080414FCS26495 EU-Lobbyismus im Blickpunkt] EP Dossier vom 24. Juni 2008, abgerufen am 22. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei der Akkreditierung anzugebenden Daten beschränkten sich jedoch auf den Namen der/des LobbyistIn und den der beauftragenden Organisation. Ersichtlich wurde daher nicht, mit welchen Abgeordneten oder Parlamentsmitarbeitenden Gespräche geführt wurden, mit welchem Ziel Lobbyarbeit betrieben wurde oder welche finanziellen Ressourcen zu diesem Zweck eingesetzt wurden. Bei LobbyistInnen, die nicht für einen Verband oder ein Unternehmen direkt arbeiteten, sondern für eine Lobby-Agentur, blieb auf diese Weise der Kunde der Agentur, d.h. der eigentliche Auftraggeber, ebenfalls unsichtbar. Nach Stand vom Mai 2011 waren 3.912 LobbyistInnen beim EU-Parlament akkreditiert, die für 1.762 Auftraggeber arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 führte die [[EU-Kommission]] ein freiwilliges Lobbyregister. Es enthielt zwar mehr Angaben als die Liste des EU-Parlaments, dafür fehlten hier wiederum die Namen der für die jeweiligen Lobby-Akteure arbeitenden LobbyistInnen. Eingetragen hatten sich nach Stand vom Mai 2011 3.937 Lobby-Organisationen. Problematisch an diesem Register war jedoch, dass bei weitem nicht alle in Brüssel Lobbyarbeit betreibenden Unternehmen, Agenturen, Verbände und Organisationen in dem Register vertreten waren. Mehrere der größten deutschen Konzerne, wie z.B. die [[Deutsche Bank]] und die [[Metro]] AG tauchten nicht auf, obwohl sie in Brüssel Lobbybüros unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/docs/323_de.pdf Verhaltenskodex für Interessenvertreter (Lobbyisten) der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwachpunkt des Registers war die fehlende systematische und unabhängige Überprüfung der von den Lobby-Akteuren gemachten Angaben, z.B. zu Lobbyaufwendungen, sowie nicht ausreichende Sanktionsmöglichkeiten zur Ahndung von Verstößen gegen die Verhaltensregeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/eu_law/your_rights/your_rights_forms_de.htm Beschwerdeformular der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Das aktuelle Transparenzregister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2010 einigten sich EU-Kommission und EU-Parlament nach zweijähriger Verhandlungsdauer auf ein gemeinsames Lobbyregister unter dem offiziellen Titel &amp;quot;Transparenzregister&amp;quot;. Dieses Transparenzregister wurde am 23. Juni 2011 eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transparenzregister fasste die bisher getrennten Lobbyregister von EU-Kommission und Parlament zusammen. Ein Vorteil gegenüber dem früheren Register der Interessenvertreter war, dass die Registrierung der Lobbyakteure nun Voraussetzung für den Erhalt dauerhafter Zugangspässe zum EU-Parlament war. Dies war immerhin ein erster Anreiz, sich auch tatsächlich einzutragen. Des Weiteren müssen seitdem wesentlich mehr Daten über Auftraggeber und  Lobbybudget öffentlich gemacht werden. Für EU-Bürger gibt es damit nun eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Lobbyaktivitäten in Parlament und EU-Kommission. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Rahmen seiner politischen Programmrichtlinien für die kommende Amtszeit an, das Transparenzregister zu reformieren. Es soll ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen eingeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/pg_en.pdf Vorstellung der Politischen Leitlinien Junckers im Europäischen Parlament am 15. Juli 2014], abgerufen am 06.10.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Ankündigung blieb bisher ohne Ergebnis – ein verpflichtende EU-Lobbyregister, wie es in den USA seit 1995 existiert, lässt auf sich warten [Stand: September 2015].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 startete die Europäische Kommission ihre &amp;quot;Transparenzinitiative&amp;quot;. Seitdem müssen EU-Kommissarinnen und Kommissare und ihre Kabinette bis hin zu den Generaldirektoren auf ihren Webseiten ihre Lobbytreffen veröffentlichen, und zwar spätestens zwei Wochen nachdem der Termin stattgefunden hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-2131_en.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 25. November 2014], abgerufen am 20.August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seit dem 28. April 2015 ist ein überarbeitetes Transparenzregister online. Es beinhaltet Verbesserungen, die eine Arbeitsgruppe aus EU-Parlament und EU-Kommission bereits 2013 beschlossen hatte. Eine wichtige Neuerung ist, dass sich die EU-KommissarInnen und ihre Kabinette fortan nur mit im Lobbyregister registrierten Lobbyakteuren treffen dürfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/05/eu-lobbyregister-wie-neu-und-verbessert-ist-das-update/ EU-Lobbyregister: Wie „neu und verbessert“ ist das Update? ] LobbyControl-Blogeintrag vom 28. Mai 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dadurch sanktioniert die EU-Kommission erstmals Lobbyisten, die sich nicht in das Register eintragen. &lt;br /&gt;
Zudem mussten sich alle Lobbyakteure sich neu registrieren, was zu einer besseren Vergleichbarkeit und Qualität der Daten führte. Alle Einträge müssten seitdem einmal im Jahr aktualisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Statistiken===&lt;br /&gt;
Nach letztem Stand vom September 2015 waren lediglich 5.681 LobbyistInnen mit Zugang zum [[Europäischen Parlament]] akkreditiert, die für 8.213 Lobby-Organisationen arbeiten. Darunter finden sich u.a. 2.069  [[Europäische Wirtschaftsverbände|Wirtschaftsverbände]], 1.372 Unternehmen,  2.116  Nicht-Regierungsorganisationen sowie 566  [[Denkfabriken auf EU-Ebene|Thinktanks]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=en&amp;amp;action=prepareView Statistiken des Transparenzregisters], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle: Statistik des Transparenzregisters''' &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Kategorien und Unterkategorien der Interessengruppen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Anzahl der Organisationen'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|I – Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien/selbständige Berater &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|963&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Beratungsfirmen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|594&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anwaltskanzleien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|93&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Selbständige Berater&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|276&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|II – In-House-Lobbyisten, Gewerbe- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|4.153&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unternehmen und Unternehmensgruppen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.372&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerbe-, Wirtschafts- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.069 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerkschaften &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|462&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere ähnliche Organisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|255&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|III – Nichtregierungsorganisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.116&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|566&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Denkfabriken und Forschungseinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|417&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|149&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|V – Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|35&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen vertreten  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|380&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Lokale und kommunale Behörden (subnationale Ebene) &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|109&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;“|Andere subnationale Behörden &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|105&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Transnationale Netzwerke der sub-nationalen Ebene&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|37&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|129&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gesamtzahl am 03.09.15 &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|8.213&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=de&amp;amp;action=prepareView Transparenzregister], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Implementierung ===&lt;br /&gt;
Für die Implementierung und die Kontrolle des Registers wurde ein gemeinsames Register-Sekretariat von Parlament und Kommission mit vier Mitarbeitern eingerichtet – zwei von der Kommission und zwei vom Parlament. Die Kompetenz für die Ausstellung von Lobby-Zugangs-Pässen für das EU-Parlament bleibt weiterhin beim EU-Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Übergangszeit von 12 Monaten haben die in den beiden bisherigen Listen registrierten Organisationen die Möglichkeit, sich in das neue Register einzutragen. Zwei Jahre nach der Einführung des Registers soll es eine Evaluation durch Parlament und Kommission geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzliche Grundlage des Lobbyregisters ist die Interinstitutionelle Vereinbarung zwischen dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?locale=de&amp;amp;reference=INTER_INST_AGREEMENT Interinstitutionelle Vereinbarung ] Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie legt die Regeln und Grundsätze fest, auf denen das Transparenzregister beruht. Die erste, im Juni 2011 unterzeichnete Vereinbarung wurde nach zwei Jahren überprüft. Eine geänderte Vereinbarung wurde im April 2014 angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzielle Angaben ===&lt;br /&gt;
Wie im bisherigen Register der EU-Kommission müssen bei einer Eintragung ins Register Angaben über Lobbyaufwendungen abhängig vom Umsatz des Beratungsunternehmens gemacht werden. Beratungsunternehmen, [[Anwaltskanzleien]] und selbstständige Berater müssen ihren durch Lobbytätigkeiten erzielten Umsatz nach folgendem Muster offenlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Umsatz in Euro'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Stufengröße in Euro'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|0–499 999&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|50 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|500 000–1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|100 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&amp;gt;1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|250 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbände und Unternehmen, die ''in-house''-LobbyistInnen beschäftigen, müssen ihre Lobbyausgaben schätzen. Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Forschungsinstitute sowie Organisationen, die Kirchen und religiöse Gemeinschaften vertreten, müssen ihr Gesamtbudget gemeinsam mit einer Aufschlüsselung ihrer Hauptfinanzierungsquellen angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanktionsmöglichkeiten ===&lt;br /&gt;
Seit 2014 verfügt das Transparenzregister über einen Mechanismus für Meldungen und Beschwerden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?reference=ALERTS_COMPLAINTS&amp;amp;locale=de  Meldungen und Beschwerden] Website des EU-Transparenz-Registers, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;, der es allen ermöglicht, eine administrative Untersuchung über mutmaßlicher Verstöße gegen den Verhaltenskodex durch registrierte Organisationen oder Einzelpersonen anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gegen den Verhaltenskodex kann das Register-Sekretariat Sanktionen durchführen. Diese reichen bis zum Ausschluss aus dem Register und einer Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments. Der Ausschluss aus dem Transparenzregister führt auch dazu, dass keine Treffen mit KommissarInnen und den obersten KommissionsbeamtInnen mehr möglich sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sanktionsmöglichkeiten des Register-Sekretariats werden im Anhang 4 der Interinstitutionellen Vereinbarung geregelt unter dem Titel „Verfahren für Meldungen und für die Untersuchung und Bearbeitung von Beschwerden“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/legal-content/de/TXT/?uri=CELEX:32014Q0919%2801%29 Interinstitutionelle Vereinbarung ] S. 22, Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Folgende Tabelle zeigt die Maßnahmen auf, die im Falle der Nichteinhaltung des Verhaltenskodex für Lobbyisten zur Verfügung stehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color: #444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Art der Nichteinhaltung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Maßnahme'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Erwähnung der Maßnahme im Register'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Entzug des Zugangsausweises zum EP'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nichteinhaltung, die sofort korrigiert wird&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schriftliche Benachrichtigung mit Bestätigung der Tatsachen und ihrer Korrektur&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Verweigerung der Zusammenarbeit mit dem Register-Sekretariat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, Verlust anderer Anreize&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unangemessenes Verhalten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, möglicher Neu-Eintrag ins Register, wenn die Gründe, die zu dem Ausschluss führten, ausgeräumt wurden&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schwere, absichtliche Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register für bis zu zwei Jahre und formeller Entzug der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments und der Kommission&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik am neuen Register==&lt;br /&gt;
===Schlechte Datenqualität===&lt;br /&gt;
Nach Angaben von ''ALTER-EU'' sind 27% der Firmen mit Lobbybüros in Brüssel nicht im Register eingetragen, zusammen mit 24% der Lobby-Beratungsagenturen und einem wesentlichen Anteil von NGOs. Obwohl die [[Europäische Kommission]] weiterhin die ansteigende Zahl der Einträge lobt, sagen diese allein wenig über Lobbyaktivitäten in Brüssel aus: Finanzielle Angaben im Register bleiben äußerst fragwürdig. Zum Beispiel sind laut Register die zehn Organisationen mit den höchsten Lobbybudgets (über 33 Millionen Euro p.a.) fünf Universitäten/Think Tanks, vier subnationale Behörden und eine schwedische Gewerkschaft – letztere gibt angeblich 94 Millionen Euro für ihre Lobbyarbeit aus. Während diese seltsam hohen Einträge wahrscheinlich auf Fehlern beruhen, liegt zugleich die Vermutung nahe, dass große Akteure wie [[FoodDrinkEurope]], [[BuisenessEurope]] und [[Ebay]] zu geringe Lobbyausgaben angeben. Transparency International schätzt mehr als die Hälfte der Einträge im Transparenzregister als „inakkurat, unvollständig oder bedeutungslos“ ein&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.eu/article/watchdog-half-of-eu-lobbying-disclosures-are-faulty/ Watchdog: Half of EU lobbying disclosures are faulty] Politico.eu vom 7. September 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um einigermaßen realistische Angaben im Register vorzufinden, reicht LobbyControl regelmäßig Beschwerden ein – zuletzt wurde darauf hingewiesen, dass der [[European Roundtable of Industrialists]] und fünf andere große Lobbyakteure ein Lobbybudget von unter 10.000 Euro angaben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/european-roundtable-of-industrialists-lobbybudget-von-unter-10-000-euro/ European Roundtable of Industrialists: Lobbybudget von unter 10.000 Euro?] LobbyControl-Blogeintrag, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Bank Goldman Sachs trat dem Lobbyregister erst im November 2014 mit einem völlig unrealistischen Lobbybudget von unter 50.000 Euro ein, woraufhin LobbyControl Beschwerde einreichte und die Bank ihr Budgetsumme auf bis zu 799.999 Euro korrigierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst das Lobbybudget von BuisenessEurope, des größten europäischen Industrieverbands, über nur 4 Millionen Euro pro Jahr ist nach Auffassung von LobbyControl zweifelhaft und zu niedrig gegriffen. Der Verband präsentiert auf seiner Website über 50 Mitarbeiter, was bereits grob geschätzt mind. 2,5 Millionen Euro Lohnkosten bedeutet – der Transparenzregister-Eintrag bezeugt auch lediglich 29 beteiligte Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BuisenessEurope] EU-Transparenz-Register, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem fehlen mehr als 100 bedeutende Firmen noch immer im Register, darunter Standard and Poors, City of London, die Swiss Bankers Association, das European Banking Industry Committee oder das Bankinstitut [[Belfius]], obwohl vielen dieser nichtregistrierten Akteuren eindeutige Lobbyaktivitäten nachgewisen werden können&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/05/eu-lobbyregister-wie-neu-und-verbessert-ist-das-update/ EU-Lobbyregister: Wie „neu und verbessert“ ist das Update? ] LobbyControl-Blogeintrag vom 28. Mai 2015, abgerufen am 09.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kein Lobbyregister für die Minister-Räte===&lt;br /&gt;
Kritik bekommt auch der [[Rat der Europäischen Union]] zu hören, der sich nicht am Transparenzregister beteiligt und sich aus den Verhandlungen heraus hielt. Der Rat der Europäischen Union als wichtigstes legislatives Organ der EU neben dem EU-Parlament führt derzeit keinerlei Form von Lobbyregister. Lobbyisten versuchen die Ratsentscheidungen zwar bereits über die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu beeinflussen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Rat als Institution in Brüssel, insbesondere der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER, frz. für Comité des représentants permanents) ebenfalls Adressat von Lobbyaktivitäten der Brüsseler Lobby-Akteure ist. Durch die Nichtbeteiligung des Rats am neuen Transparenzregister bleibt die Einflussnahme auf nationale Regierungsbeamte weiter im Schatten verborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/strengere-regeln-fr-europas-lobbyisten-004794 Euractiv: Transparenzregister: Neue Regeln für EU-Lobbyisten], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Einführung des Transparenzregisters am 23. Juni 2011 stellte der Rat zum ersten Mal die Möglichkeit in Aussicht, sich in Zukunft doch dem Register anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Intransparenz durch Klientenschutz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alter-EU, ein lobbykritischer Zusammenschluss mehrerer NGOs darunter auf LobbyControl, hat in einer Studie dargestellt, dass ca. 150 registrierte Lobbyagenturen und Anwaltskanzleien die Regeln des Transparenzregisters unterwandern, indem sie die Namen ihrer Auftraggeber und Kunden nicht veröffentlichen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alter-eu.org/sites/default/files/documents/Why%20EU%20Lobby%20Register%20still%20fails%20to%20deliver%20-%20print%20version.pdf New and Improved? Why the EU Lobby register still fails to deliver]S. 8, Studie von Alter-EU, abgerufen am 09.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Unternehmen erklären diese Daten als vertraulich und begründen dies mit dem Schutz ihrer Klienten. Dadurch wird es unmöglich nachzuvollziehen, wer für wen Lobbyarbeit leistet. Die Regeln des Registers sind hier jedoch eindeutig: Wer Kunden hat, denen er Lobbydienstleistungen anbietet, der muss dies angeben.&lt;br /&gt;
Viele Kanzleien und Agenturen sind nach wie vor nicht im Transparenzregister registriert. Dazu gehören auch die großen Kanzleien [[Freshfields Bruckhaus Deringer]], Hogan Lovells, Cliffords Chance, Dentons und Field Fisher Waterhouse. Einige Kanzleien und Agenturen erklären, sie könnten sich ohne eine klare gesetzliche Grundlage nicht in das Transparenzregister eintragen, weil es sie in ihren Herkunftsländern in rechtliche Probleme bringen könnte. &lt;br /&gt;
Die Spannen, in denen Lobbyagenturen und Anwaltskanzleien ihren Lobbyumsatz angeben müssen, sind des Weiteren absurd groß. Sie sind unterteilt in &amp;lt;99.999 Euro, dann 100.000-499.999 Euro, 500.000-999.999 Euro und schließlich &amp;gt;1.000.000 Euro. Hinter diesen groben Kategorien lassen sich Kunden, die lieber unsichtbar bleiben wollen sehr einfach verstecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Kritikpunkte===&lt;br /&gt;
Weiter wird kritisiert, dass die erforderlichen Angaben über Lobbyaufwendungen nicht vom Umsatz abhängig gemacht werden sollen, sondern für alle Lobbygruppen gleich sein sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greens-efa.eu/de/transparenzregister-3782.html Die Grünen - Europäische Freie Allainz: Transparenzregister], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ein verpflichtendes Lobbyregister==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt ist der weiterhin freiwillige Charakter des Registers. Eine Registrierung ist nur erforderlich um Zugang zum [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] zu erhalten und um ein Treffen mit den hohen KomissarInnen bzw. KommissionsbeamtInnen zu bekommen. Eine allgemein verpflichtende Registrierung wäre ein großer Schritt vorwärts zur effektiven Kontrolle von Lobbyaktivitäten. Das Parlament machte bereits deutlich, dass es diesen Punkt in der Evaluationsphase einbringen möchte. Der EU-Abgeordnete Matthias Groote (SPD) berichtete, dass die Mehrheit des EU-Parlaments sich für ein verpflichtendes Register ausgesprochen hätte, der Vorschlag aber am Widerstand der EU-Kommission scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Hauptargumente der EU-Kommission für das freiwillige Register war bislang, dass eine gesetzliche Grundlage für ein verpflichtendes Register in der EU-Verträgen fehlen würde, bzw. Einstimmigkeit aller EU-Mitgliedsstaaten erfordern würde. Ein neues Rechtsgutachten von Markus Krajewski, Professor für Rechtskunde an der Erlangen-Nürnberg Universität, schlussfolgert jedoch, dass Artikel 298 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) eine rechtliche Grundlage für eine verpflichtende Transparenz von Lobbyisten bietet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alter-eu.org/documents/2013/06/legal-study Rechtsgutachten Markus Krajewski], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung eines verpflichtendes Lobbyregisters durch eine EU-Rechtsverordnung könnte demnach aufgrund der gesetzlichen Grundlage über das normale legislative Vorgehen erfolgen. Ein neuer Bericht von  ''ALTER-EU'', „Rescue the Register“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-Rescue_the_register_20June13.pdf ALTER-EU: Rescue the Register], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, zeigt deutlich, dass ein verpflichtendes Register längst überfällig ist. In dem gegenwärtigen Modell können Firmen, die mit den Regeln des Registers nicht übereinstimmen, ihre Angaben jederzeit zurückziehen. Das freiwillige Register gibt somit nicht nur höchst unrealistische Einblicke in Lobbyaktivitäten, sondern vermittelt der Öffentlichkeit darüber hinaus ein falsches Verständnis der Regulierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://europa.eu/transparency-register/index_de.htm  Homepage des Transparenzregisters]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34450</id>
		<title>Lobbyregister EU</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34450"/>
		<updated>2015-09-03T14:16:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Das EU-Lobbyregister (auch EU-Transparenzregister) ist eine einsehbare Datenbank, in welcher Lobbyarbeit betreibende Akteure Informationen über ihre Arbeit veröffentlichen. Diese Informationen beinhalten beispielsweise die Identität des Akteurs, seine Ziele und Auftraggeber sowie die dafür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Eintragungen in das Tranparenzregister finden auf freiwilliger Basis statt. Allerdings hat die EU-Kommission unter Präsident Juncker Ende 2014 leichte Sanktionen für Lobbyisten eingeführt, die sich nicht ins Register eintragen. Der Rat der Europäischen Union ist nicht Teil des Registers, er führt auch kein eigenes Lobbyregister. Ein verpflichtendes, umfassendes und robustes [[Lobbyregister]] für die Institutionen der Europäischen Union (EU) gibt es derzeit nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund Lobbyregister in der EU ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Den ersten Schritt in Richtung Transparenz beim Lobbyismus machte 1996 das EU-Parlament mit der Einführung eines so genannten Lobbyregisters sowie eines Verhaltenskodex für Lobbyisten. Das Register, das eigentlich eher eine Liste war, war seit 2003 öffentlich auf der Webseite des Parlaments abrufbar. Darin konnten sich Lobbyisten freiwillig registrieren, um einen vereinfachten Zugang zum Parlament zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=de&amp;amp;type=IM-PRESS&amp;amp;reference=20080414FCS26495 EU-Lobbyismus im Blickpunkt] EP Dossier vom 24. Juni 2008, abgerufen am 22. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei der Akkreditierung anzugebenden Daten beschränkten sich jedoch auf den Namen der/des LobbyistIn und den der beauftragenden Organisation. Ersichtlich wurde daher nicht, mit welchen Abgeordneten oder Parlamentsmitarbeitenden Gespräche geführt wurden, mit welchem Ziel Lobbyarbeit betrieben wurde oder welche finanziellen Ressourcen zu diesem Zweck eingesetzt wurden. Bei LobbyistInnen, die nicht für einen Verband oder ein Unternehmen direkt arbeiteten, sondern für eine Lobby-Agentur, blieb auf diese Weise der Kunde der Agentur, d.h. der eigentliche Auftraggeber, ebenfalls unsichtbar. Nach Stand vom Mai 2011 waren 3.912 LobbyistInnen beim EU-Parlament akkreditiert, die für 1.762 Auftraggeber arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 führte die [[EU-Kommission]] ein freiwilliges Lobbyregister. Es enthielt zwar mehr Angaben als die Liste des EU-Parlaments, dafür fehlten hier wiederum die Namen der für die jeweiligen Lobby-Akteure arbeitenden LobbyistInnen. Eingetragen hatten sich nach Stand vom Mai 2011 3.937 Lobby-Organisationen. Problematisch an diesem Register war jedoch, dass bei weitem nicht alle in Brüssel Lobbyarbeit betreibenden Unternehmen, Agenturen, Verbände und Organisationen in dem Register vertreten waren. Mehrere der größten deutschen Konzerne, wie z.B. die [[Deutsche Bank]] und die [[Metro]] AG tauchten nicht auf, obwohl sie in Brüssel Lobbybüros unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/docs/323_de.pdf Verhaltenskodex für Interessenvertreter (Lobbyisten) der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwachpunkt des Registers war die fehlende systematische und unabhängige Überprüfung der von den Lobby-Akteuren gemachten Angaben, z.B. zu Lobbyaufwendungen, sowie nicht ausreichende Sanktionsmöglichkeiten zur Ahndung von Verstößen gegen die Verhaltensregeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/eu_law/your_rights/your_rights_forms_de.htm Beschwerdeformular der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2010 einigten sich EU-Kommission und EU-Parlament nach zweijähriger Verhandlungsdauer auf ein gemeinsames Lobbyregister unter dem offiziellen Titel &amp;quot;Transparenzregister&amp;quot;. Dieses Transparenzregister wurde am 23. Juni 2011 eingeführt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Transparenzregister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transparenzregister fasste die bisher getrennten Lobbyregister von EU-Kommission und Parlament zusammen. Ein Vorteil gegenüber dem früheren Register der Interessenvertreter war, dass die Registrierung der Lobbyakteure nun Voraussetzung für den Erhalt dauerhafter Zugangspässe zum EU-Parlament war. Dies war immerhin ein erster Anreiz, sich auch tatsächlich einzutragen. Des Weiteren müssen seitdem wesentlich mehr Daten über Auftraggeber und  Lobbybudget öffentlich gemacht werden. Für EU-Bürger gibt es damit nun eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Lobbyaktivitäten in Parlament und EU-Kommission. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Rahmen seiner politischen Programmrichtlinien für die kommende Amtszeit an, das Transparenzregister zu reformieren. Es soll ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen eingeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/pg_en.pdf Vorstellung der Politischen Leitlinien Junckers im Europäischen Parlament am 15. Juli 2014], abgerufen am 06.10.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Ankündigung blieb bisher ohne Ergebnis – ein verpflichtende EU-Lobbyregister, wie es in den USA seit 1995 existiert, lässt auf sich warten [Stand: September 2015].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 startete die Europäische Kommission ihre &amp;quot;Transparenzinitiative&amp;quot;. Seitdem müssen EU-Kommissarinnen und Kommissare und ihre Kabinette bis hin zu den Generaldirektoren auf ihren Webseiten ihre Lobbytreffen veröffentlichen, und zwar spätestens zwei Wochen nachdem der Termin stattgefunden hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-2131_en.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 25.November 2014], abgerufen am 20.August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Außerdem dürfen sie sich nur mit im Register eingetragenen Lobbyakteuren treffen. Dadurch sanktioniert die EU-Kommission erstmals Lobbyisten, die sich nicht in das Register eintragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzliche Grundlage des Lobbyregisters ist die Interinstitutionelle Vereinbarung zwischen dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?locale=de&amp;amp;reference=INTER_INST_AGREEMENT Interinstitutionelle Vereinbarung ] Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie legt die Regeln und Grundsätze fest, auf denen das Transparenzregister beruht. Die erste, im Juni 2011 unterzeichnete Vereinbarung wurde nach zwei Jahren überprüft. Die geänderte Vereinbarung wurde im April 2014 angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Statistiken===&lt;br /&gt;
Nach letztem Stand vom September 2015 waren 5.681 LobbyistInnen mit Zugang zum [[Europäischen Parlament]] akkreditiert, die für 8.213 Lobby-Organisationen arbeiten. Darunter finden sich u.a. 2.069  [[Europäische Wirtschaftsverbände|Wirtschaftsverbände]], 1.372 Unternehmen,  2.116  Nicht-Regierungsorganisationen sowie 566  [[Denkfabriken auf EU-Ebene|Thinktanks]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=en&amp;amp;action=prepareView Statistiken des Transparenzregisters], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle: Statistik des Transparenzregisters''' &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Kategorien und Unterkategorien der Interessengruppen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Anzahl der Organisationen'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|I – Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien/selbständige Berater &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|963&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Beratungsfirmen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|594&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anwaltskanzleien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|93&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Selbständige Berater&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|276&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|II – In-House-Lobbyisten, Gewerbe- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|4.153&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unternehmen und Unternehmensgruppen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.372&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerbe-, Wirtschafts- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.069 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerkschaften &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|462&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere ähnliche Organisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|255&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|III – Nichtregierungsorganisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.116&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|566&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Denkfabriken und Forschungseinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|417&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|149&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|V – Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|35&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen vertreten  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|380&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Lokale und kommunale Behörden (subnationale Ebene) &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|109&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;“|Andere subnationale Behörden &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|105&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Transnationale Netzwerke der sub-nationalen Ebene&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|37&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|129&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gesamtzahl am 03.09.15 &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|8.213&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=de&amp;amp;action=prepareView Transparenzregister], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Implementierung ===&lt;br /&gt;
Für die Implementierung und die Kontrolle des Registers wurde ein gemeinsames Register-Sekretariat von Parlament und Kommission mit vier Mitarbeitern eingerichtet. Die Kompetenz für die Ausstellung von Lobby-Pässen für das EU-Parlament bleibt weiterhin beim EU-Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Übergangszeit von 12 Monaten haben die in den beiden bisherigen Listen registrierten Organisationen die Möglichkeit, sich in das neue Register einzutragen. Zwei Jahre nach der Einführung des Registers soll es eine Evaluation durch Parlament und Kommission geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzielle Angaben ===&lt;br /&gt;
Wie im bisherigen Register der EU-Kommission müssen bei einer Eintragung ins Register Angaben über Lobbyaufwendungen abhängig vom Umsatz des Beratungsunternehmens gemacht werden. Beratungsunternehmen, [[Anwaltskanzleien]] und selbstständige Berater müssen ihren durch Lobbytätigkeiten erzielten Umsatz nach folgendem Muster offenlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Umsatz in Euro'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Stufengröße in Euro'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|0–499 999&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|50 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|500 000–1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|100 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&amp;gt;1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|250 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbände und Unternehmen, die ''in-house''-LobbyistInnen beschäftigen, müssen ihre Lobbyausgaben schätzen. Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Forschungsinstitute sowie Organisationen, die Kirchen und religiöse Gemeinschaften vertreten, müssen ihr Gesamtbudget gemeinsam mit einer Aufschlüsselung ihrer Hauptfinanzierungsquellen angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanktionsmöglichkeiten ===&lt;br /&gt;
Seit 2014 verfügt das Transparenzregister über einen Mechanismus für Meldungen und Beschwerden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?reference=ALERTS_COMPLAINTS&amp;amp;locale=de  Meldungen und Beschwerden] Website des EU-Transparenz-Registers, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;, der es allen ermöglicht, eine administrative Untersuchung über mutmaßlicher Verstöße gegen den Verhaltenskodex durch registrierte Organisationen oder Einzelpersonen anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gegen den Verhaltenskodex kann das Register-Sekretariat Sanktionen durchführen. Diese reichen bis zum Ausschluss aus dem Register und einer Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sanktionsmöglichkeiten des Register-Sekretariats werden im Anhang 4 der interinstitutionellen Vereinbarung geregelt unter dem Titel „Verfahren für Meldungen und für die Untersuchung und Bearbeitung von Beschwerden“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/legal-content/de/TXT/?uri=CELEX:32014Q0919%2801%29 Interinstitutionelle Vereinbarung ] S. 22, Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Folgende Tabelle zeigt die Maßnahmen auf, die im Falle der Nichteinhaltung des Verhaltenskodex für Lobbyisten zur Verfügung stehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color: #444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Art der Nichteinhaltung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Maßnahme'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Erwähnung der Maßnahme im Register'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Entzug des Zugangsausweises zum EP'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nichteinhaltung, die sofort korrigiert wird&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schriftliche Benachrichtigung mit Bestätigung der Tatsachen und ihrer Korrektur&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Verweigerung der Zusammenarbeit mit dem Register-Sekretariat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, Verlust anderer Anreize&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unangemessenes Verhalten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, möglicher Neu-Eintrag ins Register, wenn die Gründe, die zu dem Ausschluss führten, ausgeräumt wurden&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schwere, absichtliche Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register für bis zu zwei Jahre und formeller Entzug der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments und der Kommission&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik am neuen Register==&lt;br /&gt;
===Falsche Angaben===&lt;br /&gt;
Nach Angaben von ''ALTER-EU'' sind 27% der Firmen mit Lobbybüros in Brüssel nicht im Register eingetragen, zusammen mit 24% der Lobby-Beratungsagenturen und einem wesentlichen Anteil von NGOs. Obwohl die [[Europäische Kommission]] weiterhin die ansteigende Zahl der Einträge lobt, sagen diese allein wenig über Lobbyaktivitäten in Brüssel aus: Finanzielle Angaben im Register bleiben äußerst fragwürdig. Zum Beispiel sind laut Register die zehn Organisationen mit den höchsten Lobbybudgets (über 33 Millionen Euro) fünf Universitäten/Think Tanks, vier subnationale Behörden und eine schwedische Gewerkschaft, die angeblich 94 Millionen Euro für ihre Lobbyarbeit ausgibt. Während diese seltsam hohen Einträge wahrscheinlich auf Fehlern beruhen, liegt zugleich die Vermutung nahe, dass große Akteure wie [[FoodDrinkEurope]] und [[Ebay]] zu geringe Lobbyausgaben angeben. Um einigermaßen realistische Angaben im Register vorzufinden, reicht LobbyControl regelmäßig Beschwerden ein – zuletzt wurde darauf hingewiesen, dass der [[European Roundtable of Industrialists]] und fünf andere große Lobbyakteure ein Lobbybudget von unter 10.000 Euro angaben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/european-roundtable-of-industrialists-lobbybudget-von-unter-10-000-euro/ European Roundtable of Industrialists: Lobbybudget von unter 10.000 Euro?] LobbyControl-Blogeintrag, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch das Lobbybudget von BuisenessEurope, des größten europäischen Industrieverbands über nur 4 Millionen Euro pro Jahr ist nach Auffassung von LobbyControl zweifelhaft und zu niedrig gegriffen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BuisenessEurope] EU-Transparenz-Register, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem fehlen mehr als 100 bedeutende Firmen noch immer im Register, z.B. das Bankinstitut [[Belfius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kein Lobbyregister für die Minister-Räte===&lt;br /&gt;
Kritik bekommt auch der [[Rat der Europäischen Union]] zu hören, der sich nicht am Transparenzregister beteiligt und sich aus den Verhandlungen heraus hielt. Der Rat der Europäischen Union als wichtigstes legislatives Organ der EU neben dem EU-Parlament führt derzeit keinerlei Form von Lobbyregister. Lobbyisten versuchen die Ratsentscheidungen zwar bereits über die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu beeinflussen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Rat als Institution in Brüssel, insbesondere der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER, frz. für Comité des représentants permanents) ebenfalls Adressat von Lobbyaktivitäten der Brüsseler Lobby-Akteure ist. Durch die Nichtbeteiligung des Rats am neuen Transparenzregister bleibt die Einflussnahme auf nationale Regierungsbeamte weiter im Schatten verborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/strengere-regeln-fr-europas-lobbyisten-004794 Euractiv: Transparenzregister: Neue Regeln für EU-Lobbyisten], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Einführung des Transparenzregisters am 23. Juni 2011 stellte der Rat zum ersten Mal die Möglichkeit in Aussicht, sich in Zukunft doch dem Register anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Kritikpunkte===&lt;br /&gt;
Weiter wird kritisiert, dass die erforderlichen Angaben über Lobbyaufwendungen nicht vom Umsatz abhängig gemacht werden sollen, sondern für alle Lobbygruppen gleich sein sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greens-efa.eu/de/transparenzregister-3782.html Die Grünen - Europäische Freie Allainz: Transparenzregister], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ein verpflichtendes Lobbyregister==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt ist der weiterhin freiwillige Charakter des Registers. Eine Registrierung ist nur erforderlich um Zugang zum [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] zu erhalten. Eine allgemein verpflichtende Registrierung wäre ein großer Schritt vorwärts zur effektiven Kontrolle von Lobbyaktivitäten. Das Parlament machte bereits deutlich, dass es diesen Punkt in der Evaluationsphase einbringen möchte. Der EU-Abgeordnete Matthias Groote (SPD) berichtete, dass die Mehrheit des EU-Parlaments sich für ein verpflichtendes Register ausgesprochen hätte, der Vorschlag aber am Widerstand der EU-Kommission scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Hauptargumente der EU-Kommission für das freiwillige Register war bislang, dass eine gesetzliche Grundlage für ein verpflichtendes Register in der EU-Verträgen fehlen würde, bzw. Einstimmigkeit aller EU-Mitgliedsstaaten erfordern würde. Ein neues Rechtsgutachten von Markus Krajewski, Professor für Rechtskunde an der Erlangen-Nürnberg Universität, schlussfolgert jedoch, dass Artikel 298 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) eine rechtliche Grundlage für eine verpflichtende Transparenz von Lobbyisten bietet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alter-eu.org/documents/2013/06/legal-study Rechtsgutachten Markus Krajewski], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung eines verpflichtendes Lobbyregisters durch eine EU-Rechtsverordnung könnte demnach aufgrund der gesetzlichen Grundlage über das normale legislative Vorgehen erfolgen. Ein neuer Bericht von  ''ALTER-EU'', „Rescue the Register“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-Rescue_the_register_20June13.pdf ALTER-EU: Rescue the Register], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, zeigt deutlich, dass ein verpflichtendes Register längst überfällig ist. In dem gegenwärtigen Modell können Firmen, die mit den Regeln des Registers nicht übereinstimmen, ihre Angaben jederzeit zurückziehen. Das freiwillige Register gibt somit nicht nur höchst unrealistische Einblicke in Lobbyaktivitäten, sondern vermittelt der Öffentlichkeit darüber hinaus ein falsches Verständnis der Regulierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://europa.eu/transparency-register/index_de.htm  Homepage des Transparenzregisters]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34438</id>
		<title>Lobbyregister EU</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34438"/>
		<updated>2015-09-03T10:10:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Das EU-Lobbyregister (auch EU-Transparenzregister) ist eine einsehbare Datenbank, in welcher Lobbyarbeit betreibende Akteure Informationen über ihre Arbeit veröffentlichen. Diese Informationen beinhalten beispielsweise die Identität des Akteurs, seine Ziele und Auftraggeber sowie die dafür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Eintragungen in das Tranparenzregister finden auf freiwilliger Basis statt. Allerdings hat die EU-Kommission unter Präsident Juncker Ende 2014 leichte Sanktionen für Lobbyisten eingeführt, die sich nicht ins Register eintragen. Der Rat der Europäischen Union ist nicht Teil des Registers, er führt auch kein eigenes Lobbyregister. Ein verpflichtendes, umfassendes und robustes [[Lobbyregister]] für die Institutionen der Europäischen Union (EU) gibt es derzeit nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund Lobbyregister in der EU ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Den ersten Schritt in Richtung Transparenz beim Lobbyismus machte 1996 das EU-Parlament mit der Einführung eines so genannten Lobbyregisters sowie eines Verhaltenskodex für Lobbyisten. Das Register, das eigentlich eher eine Liste war, war seit 2003 öffentlich auf der Webseite des Parlaments abrufbar. Darin konnten sich Lobbyisten freiwillig registrieren, um einen vereinfachten Zugang zum Parlament zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=de&amp;amp;type=IM-PRESS&amp;amp;reference=20080414FCS26495 EU-Lobbyismus im Blickpunkt] EP Dossier vom 24. Juni 2008, abgerufen am 22. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei der Akkreditierung anzugebenden Daten beschränkten sich jedoch auf den Namen der/des LobbyistIn und den der beauftragenden Organisation. Ersichtlich wurde daher nicht, mit welchen Abgeordneten oder Parlamentsmitarbeitenden Gespräche geführt wurden, mit welchem Ziel Lobbyarbeit betrieben wurde oder welche finanziellen Ressourcen zu diesem Zweck eingesetzt wurden. Bei LobbyistInnen, die nicht für einen Verband oder ein Unternehmen direkt arbeiteten, sondern für eine Lobby-Agentur, blieb auf diese Weise der Kunde der Agentur, d.h. der eigentliche Auftraggeber, ebenfalls unsichtbar. Nach Stand vom Mai 2011 waren 3.912 LobbyistInnen beim EU-Parlament akkreditiert, die für 1.762 Auftraggeber arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 führte die [[EU-Kommission]] ein freiwilliges Lobbyregister. Es enthielt zwar mehr Angaben als die Liste des EU-Parlaments, dafür fehlten hier wiederum die Namen der für die jeweiligen Lobby-Akteure arbeitenden LobbyistInnen. Eingetragen hatten sich nach Stand vom Mai 2011 3.937 Lobby-Organisationen. Problematisch an diesem Register war jedoch, dass bei weitem nicht alle in Brüssel Lobbyarbeit betreibenden Unternehmen, Agenturen, Verbände und Organisationen in dem Register vertreten waren. Mehrere der größten deutschen Konzerne, wie z.B. die [[Deutsche Bank]] und die [[Metro]] AG tauchten nicht auf, obwohl sie in Brüssel Lobbybüros unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/docs/323_de.pdf Verhaltenskodex für Interessenvertreter (Lobbyisten) der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwachpunkt des Registers war die fehlende systematische und unabhängige Überprüfung der von den Lobby-Akteuren gemachten Angaben, z.B. zu Lobbyaufwendungen, sowie nicht ausreichende Sanktionsmöglichkeiten zur Ahndung von Verstößen gegen die Verhaltensregeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/eu_law/your_rights/your_rights_forms_de.htm Beschwerdeformular der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2010 einigten sich EU-Kommission und EU-Parlament nach zweijähriger Verhandlungsdauer auf ein gemeinsames Lobbyregister unter dem offiziellen Titel &amp;quot;Transparenzregister&amp;quot;. Dieses Transparenzregister wurde am 23. Juni 2011 eingeführt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Transparenzregister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transparenzregister fasste die bisher getrennten Lobbyregister von EU-Kommission und Parlament zusammen. Ein Vorteil gegenüber dem früheren Register der Interessenvertreter war, dass die Registrierung der Lobbyakteure nun Voraussetzung für den Erhalt dauerhafter Zugangspässe zum EU-Parlament war. Dies war immerhin ein erster Anreiz, sich auch tatsächlich einzutragen. Des Weiteren müssen seitdem wesentlich mehr Daten über Auftraggeber und  Lobbybudget öffentlich gemacht werden. Für EU-Bürger gibt es damit nun eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Lobbyaktivitäten in Parlament und EU-Kommission. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Rahmen seiner politischen Programmrichtlinien für die kommende Amtszeit an, das Transparenzregister zu reformieren. Es soll ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen eingeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/pg_en.pdf Vorstellung der Politischen Leitlinien Junckers im Europäischen Parlament am 15. Juli 2014], abgerufen am 06.10.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Ankündigung blieb bisher ohne Ergebnis – ein verpflichtende EU-Lobbyregister, wie es in den USA seit 1995 existiert, lässt auf sich warten [Stand: September 2015].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 startete die Europäische Kommission ihre &amp;quot;Transparenzinitiative&amp;quot;. Seitdem müssen EU-Kommissarinnen und Kommissare und ihre Kabinette bis hin zu den Generaldirektoren auf ihren Webseiten ihre Lobbytreffen veröffentlichen, und zwar spätestens zwei Wochen nachdem der Termin stattgefunden hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-2131_en.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 25.November 2014], abgerufen am 20.August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Außerdem dürfen sie sich nur mit im Register eingetragenen Lobbyakteuren treffen. Dadurch sanktioniert die EU-Kommission erstmals Lobbyisten, die sich nicht in das Register eintragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzliche Grundlage des Lobbyregisters ist die Interinstitutionelle Vereinbarung zwischen dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?locale=de&amp;amp;reference=INTER_INST_AGREEMENT Interinstitutionelle Vereinbarung ] Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie legt die Regeln und Grundsätze fest, auf denen das Transparenzregister beruht. Die erste, im Juni 2011 unterzeichnete Vereinbarung wurde nach zwei Jahren überprüft. Die geänderte Vereinbarung wurde im April 2014 angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Statistiken===&lt;br /&gt;
Nach letztem Stand vom September 2015 waren 5.681 LobbyistInnen mit Zugang zum [[Europäischen Parlament]] akkreditiert, die für 8.213 Lobby-Organisationen arbeiten. Darunter finden sich u.a. 2.069  [[Europäische Wirtschaftsverbände|Wirtschaftsverbände]], 1.372 Unternehmen,  2.116  Nicht-Regierungsorganisationen sowie 566  [[Denkfabriken auf EU-Ebene|Thinktanks]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=en&amp;amp;action=prepareView Statistiken des Transparenzregisters], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle: Statistik des Transparenzregisters''' &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Kategorien und Unterkategorien der Interessengruppen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Anzahl der Organisationen'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|I – Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien/selbständige Berater &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|963&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Beratungsfirmen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|594&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anwaltskanzleien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|93&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Selbständige Berater&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|276&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|II – In-House-Lobbyisten, Gewerbe- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|4.153&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unternehmen und Unternehmensgruppen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.372&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerbe-, Wirtschafts- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.069 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerkschaften &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|462&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere ähnliche Organisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|255&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|III – Nichtregierungsorganisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.116&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|566&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Denkfabriken und Forschungseinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|417&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|149&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|V – Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|35&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen vertreten  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|380&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Lokale und kommunale Behörden (subnationale Ebene) &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|109&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;Andere subnationale Behörden &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|105&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Transnationale Netzwerke der sub-nationalen Ebene&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|37&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|129&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gesamtzahl am 03.09.15 &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|8.213&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=de&amp;amp;action=prepareView Transparenzregister], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Implementierung ===&lt;br /&gt;
Für die Implementierung und die Kontrolle des Registers wurde ein gemeinsames Register-Sekretariat von Parlament und Kommission mit vier Mitarbeitern eingerichtet. Die Kompetenz für die Ausstellung von Lobby-Pässen für das EU-Parlament bleibt weiterhin beim EU-Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Übergangszeit von 12 Monaten haben die in den beiden bisherigen Listen registrierten Organisationen die Möglichkeit, sich in das neue Register einzutragen. Zwei Jahre nach der Einführung des Registers soll es eine Evaluation durch Parlament und Kommission geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzielle Angaben ===&lt;br /&gt;
Wie im bisherigen Register der EU-Kommission müssen bei einer Eintragung ins Register Angaben über Lobbyaufwendungen abhängig vom Umsatz des Beratungsunternehmens gemacht werden. Beratungsunternehmen, [[Anwaltskanzleien]] und selbstständige Berater müssen ihren durch Lobbytätigkeiten erzielten Umsatz nach folgendem Muster offenlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Umsatz in Euro'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Stufengröße in Euro'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|0–499 999&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|50 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|500 000–1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|100 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&amp;gt;1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|250 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbände und Unternehmen, die ''in-house''-LobbyistInnen beschäftigen, müssen ihre Lobbyausgaben schätzen. Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Forschungsinstitute sowie Organisationen, die Kirchen und religiöse Gemeinschaften vertreten, müssen ihr Gesamtbudget gemeinsam mit einer Aufschlüsselung ihrer Hauptfinanzierungsquellen angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanktionsmöglichkeiten ===&lt;br /&gt;
Seit 2014 verfügt das Transparenzregister über einen Mechanismus für Meldungen und Beschwerden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?reference=ALERTS_COMPLAINTS&amp;amp;locale=de  Meldungen und Beschwerden] Website des EU-Transparenz-Registers, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;, der es allen ermöglicht, eine administrative Untersuchung über mutmaßlicher Verstöße gegen den Verhaltenskodex durch registrierte Organisationen oder Einzelpersonen anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gegen den Verhaltenskodex kann das Register-Sekretariat Sanktionen durchführen. Diese reichen bis zum Ausschluss aus dem Register und einer Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sanktionsmöglichkeiten des Register-Sekretariats werden im Anhang 4 der interinstitutionellen Vereinbarung geregelt unter dem Titel „Verfahren für Meldungen und für die Untersuchung und Bearbeitung von Beschwerden“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/legal-content/de/TXT/?uri=CELEX:32014Q0919%2801%29 Interinstitutionelle Vereinbarung ] S. 22, Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Folgende Tabelle zeigt die Maßnahmen auf, die im Falle der Nichteinhaltung des Verhaltenskodex für Lobbyisten zur Verfügung stehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color: #444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Art der Nichteinhaltung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Maßnahme'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Erwähnung der Maßnahme im Register'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Entzug des Zugangsausweises zum EP'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nichteinhaltung, die sofort korrigiert wird&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schriftliche Benachrichtigung mit Bestätigung der Tatsachen und ihrer Korrektur&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Verweigerung der Zusammenarbeit mit dem Register-Sekretariat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, Verlust anderer Anreize&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unangemessenes Verhalten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, möglicher Neu-Eintrag ins Register, wenn die Gründe, die zu dem Ausschluss führten, ausgeräumt wurden&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schwere, absichtliche Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register für bis zu zwei Jahre und formeller Entzug der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments und der Kommission&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik am neuen Register==&lt;br /&gt;
===Falsche Angaben===&lt;br /&gt;
Nach Angaben von ''ALTER-EU'' sind 27% der Firmen mit Lobbybüros in Brüssel nicht im Register eingetragen, zusammen mit 24% der Lobby-Beratungsagenturen und einem wesentlichen Anteil von NGOs. Obwohl die [[Europäische Kommission]] weiterhin die ansteigende Zahl der Einträge lobt, sagen diese allein wenig über Lobbyaktivitäten in Brüssel aus: Finanzielle Angaben im Register bleiben äußerst fragwürdig. Zum Beispiel sind laut Register die zehn Organisationen mit den höchsten Lobbybudgets (über 33 Millionen Euro) fünf Universitäten/Think Tanks, vier subnationale Behörden und eine schwedische Gewerkschaft, die angeblich 94 Millionen Euro für ihre Lobbyarbeit ausgibt. Während diese seltsam hohen Einträge wahrscheinlich auf Fehlern beruhen, liegt zugleich die Vermutung nahe, dass große Akteure wie [[FoodDrinkEurope]] und [[Ebay]] zu geringe Lobbyausgaben angeben. Um einigermaßen realistische Angaben im Register vorzufinden, reicht LobbyControl regelmäßig Beschwerden ein – zuletzt wurde darauf hingewiesen, dass der [[European Roundtable of Industrialists]] und fünf andere große Lobbyakteure ein Lobbybudget von unter 10.000 Euro angaben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/european-roundtable-of-industrialists-lobbybudget-von-unter-10-000-euro/ European Roundtable of Industrialists: Lobbybudget von unter 10.000 Euro?] LobbyControl-Blogeintrag, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch das Lobbybudget von BuisenessEurope, des größten europäischen Industrieverbands über nur 4 Millionen Euro pro Jahr ist nach Auffassung von LobbyControl zweifelhaft und zu niedrig gegriffen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BuisenessEurope] EU-Transparenz-Register, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem fehlen mehr als 100 bedeutende Firmen noch immer im Register, z.B. das Bankinstitut [[Belfius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kein Lobbyregister für die Minister-Räte===&lt;br /&gt;
Kritik bekommt auch der [[Rat der Europäischen Union]] zu hören, der sich nicht am Transparenzregister beteiligt und sich aus den Verhandlungen heraus hielt. Der Rat der Europäischen Union als wichtigstes legislatives Organ der EU neben dem EU-Parlament führt derzeit keinerlei Form von Lobbyregister. Lobbyisten versuchen die Ratsentscheidungen zwar bereits über die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu beeinflussen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Rat als Institution in Brüssel, insbesondere der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER, frz. für Comité des représentants permanents) ebenfalls Adressat von Lobbyaktivitäten der Brüsseler Lobby-Akteure ist. Durch die Nichtbeteiligung des Rats am neuen Transparenzregister bleibt die Einflussnahme auf nationale Regierungsbeamte weiter im Schatten verborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/strengere-regeln-fr-europas-lobbyisten-004794 Euractiv: Transparenzregister: Neue Regeln für EU-Lobbyisten], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Einführung des Transparenzregisters am 23. Juni 2011 stellte der Rat zum ersten Mal die Möglichkeit in Aussicht, sich in Zukunft doch dem Register anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Kritikpunkte===&lt;br /&gt;
Weiter wird kritisiert, dass die erforderlichen Angaben über Lobbyaufwendungen nicht vom Umsatz abhängig gemacht werden sollen, sondern für alle Lobbygruppen gleich sein sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greens-efa.eu/de/transparenzregister-3782.html Die Grünen - Europäische Freie Allainz: Transparenzregister], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ein verpflichtendes Lobbyregister==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt ist der weiterhin freiwillige Charakter des Registers. Eine Registrierung ist nur erforderlich um Zugang zum [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] zu erhalten. Eine allgemein verpflichtende Registrierung wäre ein großer Schritt vorwärts zur effektiven Kontrolle von Lobbyaktivitäten. Das Parlament machte bereits deutlich, dass es diesen Punkt in der Evaluationsphase einbringen möchte. Der EU-Abgeordnete Matthias Groote (SPD) berichtete, dass die Mehrheit des EU-Parlaments sich für ein verpflichtendes Register ausgesprochen hätte, der Vorschlag aber am Widerstand der EU-Kommission scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Hauptargumente der EU-Kommission für das freiwillige Register war bislang, dass eine gesetzliche Grundlage für ein verpflichtendes Register in der EU-Verträgen fehlen würde, bzw. Einstimmigkeit aller EU-Mitgliedsstaaten erfordern würde. Ein neues Rechtsgutachten von Markus Krajewski, Professor für Rechtskunde an der Erlangen-Nürnberg Universität, schlussfolgert jedoch, dass Artikel 298 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) eine rechtliche Grundlage für eine verpflichtende Transparenz von Lobbyisten bietet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alter-eu.org/documents/2013/06/legal-study Rechtsgutachten Markus Krajewski], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung eines verpflichtendes Lobbyregisters durch eine EU-Rechtsverordnung könnte demnach aufgrund der gesetzlichen Grundlage über das normale legislative Vorgehen erfolgen. Ein neuer Bericht von  ''ALTER-EU'', „Rescue the Register“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-Rescue_the_register_20June13.pdf ALTER-EU: Rescue the Register], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, zeigt deutlich, dass ein verpflichtendes Register längst überfällig ist. In dem gegenwärtigen Modell können Firmen, die mit den Regeln des Registers nicht übereinstimmen, ihre Angaben jederzeit zurückziehen. Das freiwillige Register gibt somit nicht nur höchst unrealistische Einblicke in Lobbyaktivitäten, sondern vermittelt der Öffentlichkeit darüber hinaus ein falsches Verständnis der Regulierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://europa.eu/transparency-register/index_de.htm  Homepage des Transparenzregisters]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34437</id>
		<title>Lobbyregister EU</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_EU&amp;diff=34437"/>
		<updated>2015-09-03T09:52:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Das EU-Lobbyregister (auch EU-Transparenzregister) ist eine einsehbare Datenbank, in welcher Lobbyarbeit betreibende Akteure Informationen über ihre Arbeit veröffentlichen. Diese Informationen beinhalten beispielsweise die Identität des Akteurs, seine Ziele und Auftraggeber sowie die dafür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Eintragungen in das Tranparenzregister finden auf freiwilliger Basis statt. Allerdings hat die EU-Kommission unter Präsident Juncker Ende 2014 leichte Sanktionen für Lobbyisten eingeführt, die sich nicht ins Register eintragen. Der Rat der Europäischen Union ist nicht Teil des Registers, er führt auch kein eigenes Lobbyregister. Ein verpflichtendes, umfassendes und robustes [[Lobbyregister]] für die Institutionen der Europäischen Union (EU) gibt es derzeit nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund Lobbyregister in der EU ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Den ersten Schritt in Richtung Transparenz beim Lobbyismus machte 1996 das EU-Parlament mit der Einführung eines so genannten Lobbyregisters sowie eines Verhaltenskodex für Lobbyisten. Das Register, das eigentlich eher eine Liste war, war seit 2003 öffentlich auf der Webseite des Parlaments abrufbar. Darin konnten sich Lobbyisten freiwillig registrieren, um einen vereinfachten Zugang zum Parlament zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=de&amp;amp;type=IM-PRESS&amp;amp;reference=20080414FCS26495 EU-Lobbyismus im Blickpunkt] EP Dossier vom 24. Juni 2008, abgerufen am 22. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei der Akkreditierung anzugebenden Daten beschränkten sich jedoch auf den Namen der/des LobbyistIn und den der beauftragenden Organisation. Ersichtlich wurde daher nicht, mit welchen Abgeordneten oder Parlamentsmitarbeitenden Gespräche geführt wurden, mit welchem Ziel Lobbyarbeit betrieben wurde oder welche finanziellen Ressourcen zu diesem Zweck eingesetzt wurden. Bei LobbyistInnen, die nicht für einen Verband oder ein Unternehmen direkt arbeiteten, sondern für eine Lobby-Agentur, blieb auf diese Weise der Kunde der Agentur, d.h. der eigentliche Auftraggeber, ebenfalls unsichtbar. Nach Stand vom Mai 2011 waren 3.912 LobbyistInnen beim EU-Parlament akkreditiert, die für 1.762 Auftraggeber arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 führte die [[EU-Kommission]] ein freiwilliges Lobbyregister. Es enthielt zwar mehr Angaben als die Liste des EU-Parlaments, dafür fehlten hier wiederum die Namen der für die jeweiligen Lobby-Akteure arbeitenden LobbyistInnen. Eingetragen hatten sich nach Stand vom Mai 2011 3.937 Lobby-Organisationen. Problematisch an diesem Register war jedoch, dass bei weitem nicht alle in Brüssel Lobbyarbeit betreibenden Unternehmen, Agenturen, Verbände und Organisationen in dem Register vertreten waren. Mehrere der größten deutschen Konzerne, wie z.B. die [[Deutsche Bank]] und die [[Metro]] AG tauchten nicht auf, obwohl sie in Brüssel Lobbybüros unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/docs/323_de.pdf Verhaltenskodex für Interessenvertreter (Lobbyisten) der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwachpunkt des Registers war die fehlende systematische und unabhängige Überprüfung der von den Lobby-Akteuren gemachten Angaben, z.B. zu Lobbyaufwendungen, sowie nicht ausreichende Sanktionsmöglichkeiten zur Ahndung von Verstößen gegen die Verhaltensregeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/eu_law/your_rights/your_rights_forms_de.htm Beschwerdeformular der EU-Kommission], abgerufen am 30. April 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2010 einigten sich EU-Kommission und EU-Parlament nach zweijähriger Verhandlungsdauer auf ein gemeinsames Lobbyregister unter dem offiziellen Titel &amp;quot;Transparenzregister&amp;quot;. Dieses Transparenzregister wurde am 23. Juni 2011 eingeführt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Transparenzregister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transparenzregister fasste die bisher getrennten Lobbyregister von EU-Kommission und Parlament zusammen. Ein Vorteil gegenüber dem früheren Register der Interessenvertreter war, dass die Registrierung der Lobbyakteure nun Voraussetzung für den Erhalt dauerhafter Zugangspässe zum EU-Parlament war. Dies war immerhin ein erster Anreiz, sich auch tatsächlich einzutragen. Des Weiteren müssen seitdem wesentlich mehr Daten über Auftraggeber und  Lobbybudget öffentlich gemacht werden. Für EU-Bürger gibt es damit nun eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Lobbyaktivitäten in Parlament und EU-Kommission. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2014 kündigte der neue EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Rahmen seiner politischen Programmrichtlinien für die kommende Amtszeit an, das Transparenzregister zu reformieren. Es soll ein verpflichtendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister für alle EU-Institutionen eingeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/pg_en.pdf Vorstellung der Politischen Leitlinien Junckers im Europäischen Parlament am 15. Juli 2014], abgerufen am 06.10.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Ankündigung blieb bisher ohne Ergebnis – ein verpflichtende EU-Lobbyregister, wie es in den USA seit 1995 existiert, lässt auf sich warten [Stand: September 2015].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 startete die Europäische Kommission ihre &amp;quot;Transparenzinitiative&amp;quot;. Seitdem müssen EU-Kommissarinnen und Kommissare und ihre Kabinette bis hin zu den Generaldirektoren auf ihren Webseiten ihre Lobbytreffen veröffentlichen, und zwar spätestens zwei Wochen nachdem der Termin stattgefunden hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-2131_en.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 25.November 2014], abgerufen am 20.August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Außerdem dürfen sie sich nur mit im Register eingetragenen Lobbyakteuren treffen. Dadurch sanktioniert die EU-Kommission erstmals Lobbyisten, die sich nicht in das Register eintragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzliche Grundlage des Lobbyregisters ist die Interinstitutionelle Vereinbarung zwischen dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?locale=de&amp;amp;reference=INTER_INST_AGREEMENT Interinstitutionelle Vereinbarung ] Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie legt die Regeln und Grundsätze fest, auf denen das Transparenzregister beruht. Die erste, im Juni 2011 unterzeichnete Vereinbarung wurde nach zwei Jahren überprüft. Die geänderte Vereinbarung wurde im April 2014 angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Statistiken===&lt;br /&gt;
Nach letztem Stand vom September 2015 waren 5.681 LobbyistInnen mit Zugang zum [[Europäischen Parlament]] akkreditiert, die für 8.213 Lobby-Organisationen arbeiten. Darunter finden sich u.a. 2.069  [[Europäische Wirtschaftsverbände|Wirtschaftsverbände]], 1.372 Unternehmen,  2.116  Nicht-Regierungsorganisationen sowie 566  [[Denkfabriken auf EU-Ebene|Thinktanks]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=en&amp;amp;action=prepareView Statistiken des Transparenzregisters], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle: Statistik des Transparenzregisters''' &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Kategorien und Unterkategorien der Interessengruppen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Anzahl der Organisationen'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|I – Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien/selbständige Berater &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|963&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Beratungsfirmen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|594&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Anwaltskanzleien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|93&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Selbständige Berater&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|276&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|II – In-House-Lobbyisten, Gewerbe- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|4.153&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unternehmen und Unternehmensgruppen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|1.372&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerbe-, Wirtschafts- und Berufsverbände &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.069 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gewerkschaften &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|462&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere ähnliche Organisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|255&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|III – Nichtregierungsorganisationen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|2.116&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|566&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Denkfabriken und Forschungseinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|417&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Hochschuleinrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|149&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|V – Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|35&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|IV – Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen vertreten  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|380&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Lokale und kommunale Behörden (subnationale Ebene) &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|109&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;Andere subnationale Behörden &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|105&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Transnationale Netzwerke der sub-nationalen Ebene&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|37&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|129&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Gesamtzahl am 03.09.15 &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|8.213&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/statistics.do?locale=de&amp;amp;action=prepareView Transparenzregister], abgerufen am 03.09.2015. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Implementierung ===&lt;br /&gt;
Für die Implementierung und die Kontrolle des Registers wurde ein gemeinsames Register-Sekretariat von Parlament und Kommission mit vier Mitarbeitern eingerichtet. Die Kompetenz für die Ausstellung von Lobby-Pässen für das EU-Parlament bleibt weiterhin beim EU-Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Übergangszeit von 12 Monaten haben die in den beiden bisherigen Listen registrierten Organisationen die Möglichkeit, sich in das neue Register einzutragen. Zwei Jahre nach der Einführung des Registers soll es eine Evaluation durch Parlament und Kommission geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzielle Angaben ===&lt;br /&gt;
Wie im bisherigen Register der EU-Kommission müssen bei einer Eintragung ins Register Angaben über Lobbyaufwendungen abhängig vom Umsatz des Beratungsunternehmens gemacht werden. Beratungsunternehmen, [[Anwaltskanzleien]] und selbstständige Berater müssen ihren durch Lobbytätigkeiten erzielten Umsatz nach folgendem Muster offenlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color:#444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Umsatz in Euro'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Stufengröße in Euro'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|0–499 999&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|50 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|500 000–1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|100 000&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&amp;gt;1 000 000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|250 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbände und Unternehmen, die ''in-house''-LobbyistInnen beschäftigen, müssen ihre Lobbyausgaben schätzen. Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Forschungsinstitute sowie Organisationen, die Kirchen und religiöse Gemeinschaften vertreten, müssen ihr Gesamtbudget gemeinsam mit einer Aufschlüsselung ihrer Hauptfinanzierungsquellen angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanktionsmöglichkeiten ===&lt;br /&gt;
Seit 2014 verfügt das Transparenzregister über einen Mechanismus für Meldungen und Beschwerden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/staticPage/displayStaticPage.do?reference=ALERTS_COMPLAINTS&amp;amp;locale=de  Meldungen und Beschwerden] Website des EU-Transparenz-Registers, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;, der es allen ermöglicht, eine administrative Untersuchung über mutmaßlicher Verstöße gegen den Verhaltenskodex durch registrierte Organisationen oder Einzelpersonen anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gegen den Verhaltenskodex kann das Register-Sekretariat Sanktionen durchführen. Diese reichen bis zum Ausschluss aus dem Register und einer Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des&lt;br /&gt;
 Europäischen Parlaments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sanktionsmöglichkeiten des Register-Sekretariats werden im Anhang 4 der interinstitutionellen Vereinbarung geregelt unter dem Titel „Verfahren für Meldungen und für die Untersuchung und Bearbeitung von Beschwerden“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/legal-content/de/TXT/?uri=CELEX:32014Q0919%2801%29 Interinstitutionelle Vereinbarung ] S. 22, Website des EU-Transparenzregisters, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Folgende Tabelle zeigt die Maßnahmen auf, die im Falle der Nichteinhaltung des Verhaltenskodex für Lobbyisten zur Verfügung stehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#ffffff; color: #444444&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Art der Nichteinhaltung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Maßnahme'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Erwähnung der Maßnahme im Register'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Entzug des Zugangsausweises zum EP'''&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nichteinhaltung, die sofort korrigiert wird&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schriftliche Benachrichtigung mit Bestätigung der Tatsachen und ihrer Korrektur&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Verweigerung der Zusammenarbeit mit dem Register-Sekretariat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des&lt;br /&gt;
 Europäischen Parlaments, Verlust anderer&lt;br /&gt;
Anreize&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unangemessenes Verhalten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register, Deaktivierung der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des&lt;br /&gt;
 Europäischen Parlaments, möglicher Neu-Eintrag ins Register, wenn die Gründe, die zu dem Ausschluss führten, ausgeräumt wurden&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Nein&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Schwere, absichtliche Nichteinhaltung des Kodex&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ausschluss aus dem Register für bis zu zwei Jahre und formeller Entzug der Zugangsberechtigung zu den Gebäuden des Europäischen&lt;br /&gt;
 Parlaments und der Kommission&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Ja&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik am neuen Register==&lt;br /&gt;
===Falsche Angaben===&lt;br /&gt;
Nach Angaben von ''ALTER-EU'' sind 27% der Firmen mit Lobbybüros in Brüssel nicht im Register eingetragen, zusammen mit 24% der Lobby-Beratungsagenturen und einem wesentlichen Anteil von NGOs. Obwohl die [[Europäische Kommission]] weiterhin die ansteigende Zahl der Einträge lobt, sagen diese allein wenig über Lobbyaktivitäten in Brüssel aus: Finanzielle Angaben im Register bleiben äußerst fragwürdig. Zum Beispiel sind laut Register die zehn Organisationen mit den höchsten Lobbybudgets (über 33 Millionen Euro) fünf Universitäten/Think Tanks, vier subnationale Behörden und eine schwedische Gewerkschaft, die angeblich 94 Millionen Euro für ihre Lobbyarbeit ausgibt. Während diese seltsam hohen Einträge wahrscheinlich auf Fehlern beruhen, liegt zugleich die Vermutung nahe, dass große Akteure wie [[FoodDrinkEurope]] und [[Ebay]] zu geringe Lobbyausgaben angeben. Um einigermaßen realistische Angaben im Register vorzufinden, reicht LobbyControl regelmäßig Beschwerden ein – zuletzt wurde darauf hingewiesen, dass der [[European Roundtable of Industrialists]] und fünf andere große Lobbyakteure ein Lobbybudget von unter 10.000 Euro angaben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/european-roundtable-of-industrialists-lobbybudget-von-unter-10-000-euro/ European Roundtable of Industrialists: Lobbybudget von unter 10.000 Euro?] LobbyControl-Blogeintrag, abgerufen am 03.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch das Lobbybudget von BuisenessEurope, des größten europäischen Industrieverbands über nur 4 Millionen Euro pro Jahr ist nach Auffassung von LobbyControl zweifelhaft und zu niedrig gegriffen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3978240953-79 BuisenessEurope] EU-Transparenz-Register, abgerufen am 03.09.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem fehlen mehr als 100 bedeutende Firmen noch immer im Register, z.B. das Bankinstitut [[Belfius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kein Lobbyregister für die Minister-Räte===&lt;br /&gt;
Kritik bekommt auch der [[Rat der Europäischen Union]] zu hören, der sich nicht am Transparenzregister beteiligt und sich aus den Verhandlungen heraus hielt. Der Rat der Europäischen Union als wichtigstes legislatives Organ der EU neben dem EU-Parlament führt derzeit keinerlei Form von Lobbyregister. Lobbyisten versuchen die Ratsentscheidungen zwar bereits über die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu beeinflussen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Rat als Institution in Brüssel, insbesondere der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER, frz. für Comité des représentants permanents) ebenfalls Adressat von Lobbyaktivitäten der Brüsseler Lobby-Akteure ist. Durch die Nichtbeteiligung des Rats am neuen Transparenzregister bleibt die Einflussnahme auf nationale Regierungsbeamte weiter im Schatten verborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/strengere-regeln-fr-europas-lobbyisten-004794 Euractiv: Transparenzregister: Neue Regeln für EU-Lobbyisten], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Einführung des Transparenzregisters am 23. Juni 2011 stellte der Rat zum ersten Mal die Möglichkeit in Aussicht, sich in Zukunft doch dem Register anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Kritikpunkte===&lt;br /&gt;
Weiter wird kritisiert, dass die erforderlichen Angaben über Lobbyaufwendungen nicht vom Umsatz abhängig gemacht werden sollen, sondern für alle Lobbygruppen gleich sein sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greens-efa.eu/de/transparenzregister-3782.html Die Grünen - Europäische Freie Allainz: Transparenzregister], abgerufen am 16. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ein verpflichtendes Lobbyregister==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt ist der weiterhin freiwillige Charakter des Registers. Eine Registrierung ist nur erforderlich um Zugang zum [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] zu erhalten. Eine allgemein verpflichtende Registrierung wäre ein großer Schritt vorwärts zur effektiven Kontrolle von Lobbyaktivitäten. Das Parlament machte bereits deutlich, dass es diesen Punkt in der Evaluationsphase einbringen möchte. Der EU-Abgeordnete Matthias Groote (SPD) berichtete, dass die Mehrheit des EU-Parlaments sich für ein verpflichtendes Register ausgesprochen hätte, der Vorschlag aber am Widerstand der EU-Kommission scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Hauptargumente der EU-Kommission für das freiwillige Register war bislang, dass eine gesetzliche Grundlage für ein verpflichtendes Register in der EU-Verträgen fehlen würde, bzw. Einstimmigkeit aller EU-Mitgliedsstaaten erfordern würde. Ein neues Rechtsgutachten von Markus Krajewski, Professor für Rechtskunde an der Erlangen-Nürnberg Universität, schlussfolgert jedoch, dass Artikel 298 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) eine rechtliche Grundlage für eine verpflichtende Transparenz von Lobbyisten bietet. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alter-eu.org/documents/2013/06/legal-study Rechtsgutachten Markus Krajewski], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung eines verpflichtendes Lobbyregisters durch eine EU-Rechtsverordnung könnte demnach aufgrund der gesetzlichen Grundlage über das normale legislative Vorgehen erfolgen. Ein neuer Bericht von  ''ALTER-EU'', „Rescue the Register“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-Rescue_the_register_20June13.pdf ALTER-EU: Rescue the Register], abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, zeigt deutlich, dass ein verpflichtendes Register längst überfällig ist. In dem gegenwärtigen Modell können Firmen, die mit den Regeln des Registers nicht übereinstimmen, ihre Angaben jederzeit zurückziehen. Das freiwillige Register gibt somit nicht nur höchst unrealistische Einblicke in Lobbyaktivitäten, sondern vermittelt der Öffentlichkeit darüber hinaus ein falsches Verständnis der Regulierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://europa.eu/transparency-register/index_de.htm  Homepage des Transparenzregisters]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=RWE&amp;diff=34311</id>
		<title>RWE</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=RWE&amp;diff=34311"/>
		<updated>2015-08-28T14:32:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = RWE AG&lt;br /&gt;
| Branche          = Energieversorgung&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Stromerzeugung, Energiehandel, Transport, Vertrieb von Strom und Gas&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Essen&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Friedrichstraße 95, 10117 Berlin &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue de Tervueren 273, 1150 Brüssel, Belgien&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.rwe.com rwe.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''RWE AG''' (früher Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG) ist einer der zweitgrößte Energiekonzerne in der in Deutschland und europaweit tätig. Aufgrund seiner unlauteren Lobby-Kampagnen machte der Branchenriese schon häufig Negativ-Schlagzeilen. So gewann der Konzern 2010 die Worst EU Lobbying Awards&amp;lt;ref name =&amp;quot;award&amp;quot;&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/worst-eu-lobbyists-2010-gew%C3%A4hlt Worst EU Lobby Awards 2010] Abgerufen am 20. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; und war für die [http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2011/11/rwe-und-bundesanstalt-fur-geowissenschaften-und-rohstoffe-kandidat-fur-die-lobbykratie-medaille/ Lobbykratie-Medaille] 2011 nominiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
RWE ist mit einem eigenen Lobbybüro im Internationalen Handelszentrum in der Friedrichstraße im Berliner Regierungsviertel präsent. Bei seinen Spitzenlobbyisten setzt das Unternehmen auf ehemalige Journalisten. Der Leiter der Abteilung Energiepolitik am Konzernsitz in Essen, Peter Heinacher, kommt vom &amp;quot;Handelsblatt&amp;quot;. Der Leiter der Hauptstadtrepräsentanz, Peter Leo Gräfe, arbeitete bis 2006 als stellvertretender Chef des Parlamentsbüros der &amp;quot;Wirtschaftswoche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lokales Lobbying===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als betreiber vieler großer Kohlekraftwerke und mit seiner starken Rolle beim Braunkohletagebau hat RWE keine gute Umweltbilanz: Nach Berechnungen von Pricewaterhouse-Coopers ist RWE der größte CO2-Emittenten Europas unter den 20 führenden europäischen Stromerzeugern&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iwr.de/news.php?id=22549 RWE und E.ON sind größte CO2-Emittenten unter Europas Versorgern] Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR), abgerufen am 28. Augst 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Rheinischen Kohlerevier stößt das RWE-Tochterunternehmen RWE Power AG deswegen auf wachsenden Widerstand von AnwohnerInnen und UmweltschützerInnen. Doch es entspricht kurz- und mittelfristig den Gewinninteressen des Konzerns, seine Kohlekraftwerke noch möglichst lange betreiben zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Interessen durchsetzen zu können , ist es für RWE nützlich, dass der Konzern in den früheren Kohlerevieren tief in der Lokalpolitik verwurzelt ist. Eine Besonderheit von RWE ist, dass rund 25 Prozent der Anteilseigner Kommunen sind. Die Kommunen sind damit zugleich Konzessionsgeber , Kunden, Anteilseigner sowie die Körperschaften, in denen die MitarbeiterInnen von RWE leben, wo RWE Steuern zahlt und politische Unterstützung benötigt. Der frühere RWE Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann formuliert die Beziehungen zwischen RWE und den Kommunen so: &amp;quot;Je besser es RWE gehtm, desto voller sind die Stadtsäckl.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vka-rwe.de/index.php?id=3616 RWE-Zitate zur Partnerschaft Kommunen und RWE] Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH (VKA), abgerufen am 28. Augst 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus in Schulen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1998 gibt es zudem die RWE Stiftung, die die Förderbereiche Bildung, Soziales und Kultur umfasst. Erklärtes Ziel von RWE ist die Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Weiter will sie schulische und wissenschaftliche Bildungs- und Lehreinrichtungen unterstützen. Alle Projekte der Stiftung sollen mit dem Thema Energie verknüpft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RWE bietet ein breit gefächertes Lernangebot zum Thema Energie für Kinder und Jugendliche und bietet Lehrern Lernmaterialien und Planspiele für den Schulunterricht. Des Weiteren unterstützt der Konzern die Schülerwettbewerbe &amp;quot;Jugend forscht&amp;quot; und &amp;quot;Schüler experimentieren&amp;quot; sowie eine Vielzahl an weiteren Projekten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe-schulwettbewerb.de/ RWE Portal Schulwettbewerb] Abgerufen am 21. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem ist es möglich sogenannte &amp;quot;Learn &amp;amp; Fun&amp;quot; Klassenausflüge zu Energiekraftwerken zu unternehmen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe-schulforum.de/index.php/lehrer-klassenausfluege.html RWE: Ausflüge für Kinder und Jugendliche] Abgerufen am 21. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nebeneinkünfte für Politiker===&lt;br /&gt;
Der Bundesvorstand der CDA (der Arbeitnehmervereinigung der CDU) [[Hermann Josef-Arentz]] sowie der CDU-Generalsekretär [[Lorenz Meyer]] mussten 2004 zurücktreten, nachdem bekannt wurde, dass beide versteckte Nebeneinkünfte von RWE in der Höhe von mehreren zehntausend Euro erhielten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/19/19090/1.html Probleme mit verdeckten Lobbyisten] heise.de vom 23. Dezember 2004, Abgerufen am 21. Juni 2011 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darauffolgend wurde bekannt, dass RWE die Gehälter von über 100 Kommunalpolitiker aufstockte und dafür insgesamt 600.000 Euro jährlich aufwendete. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,336686,00.html Nebeneinkünfte: RWE sponsort über hundert Kommunalpolitiker] Spiegel Online vom 13. Januar 2005. Abgerufen am 21. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Bundesverwaltungsgericht 2011 urteilte, dass die BürgermeisterInnen und LandrätInnen ihre Nebenvedienste aus den Beiräten an die Kommunen zahlen müssen, änderte RWE seine Voraussetzungen für die Teilnahme an den Regionalbeiräten. Die Mitglieder sollten nun nicht länger als Amtsträger, sondern als Privatpersonen berufen werden, um damit die Abführungspflicht zu umgehen. Praxis ist jedoch, dass Regionalbeiräte weiterhin aus aktiven und ehemaligen Lokalpolitikern bestehend und auch die Sitzungsgelder werden wie gehabt von einigen Mitgliedern selbst eingestrichen. In Nordrhein-Westfalen prüft nun das Innenministerium, ob dies rechtens ist. Die jetzige Europaabgeordnete und frühere Bürgermeisterin von Bingen, Birgit Collin-Lange, trat jedenfalls von ihrem RWE-Beiratsamt zurück, nachdem LobbyControls sie für diese bezahlte Nebentätigkeit kritisiert hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/mainz/nach-kritik-von-lobbycontrol-birgit-collin-langen-verlaesst-rwe-beirat/-/id=1662/did=15693372/nid=1662/wp334g/ Birgit Collin-Langen verlässt RWE-Beirat] swr.de vom 18.6.2015, abgerufen am 28. Augst 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kooperation mit der BGR bei CO2-Abscheidung===&lt;br /&gt;
RWE finanzierte zwei zusätzliche Mitarbeiterstellen bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) für ein Projekt zu CCS-Lagerstätten. Das Kürzel CCS steht für &amp;quot;Carbon Dioxide Capture and Storage&amp;quot;. Gemeint ist damit die Abscheidung und dauerhafte Speicherung von Kohlendioxid, das bei der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern und bei industriellen Prozessen wie der Stahlproduktion anfällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen Sicherheitsbedenken und der hohen Kosten ist CCS sehr umstritten. Zu den Befürwortern gehören die großen Energieversorger. Darunter auch das Unternehmen RWE, welches der BGR anbot, zwei zusätzliche Mitarbeiterstellen für das Projekt „Stability“ zu finanzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/CO2Speicherung/Downloads/stability-abschlussbericht.html Stability-Abschlussbericht] Seite 10, letzter Zugriff 31.10.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Projekt sollten weitreichende Regeln für die Auswahl und Sicherung von CCS-Lagerstätten entwickelt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besetzt wurden die Stellen mit externen Experten, der früheren Greenpeace-Aktivistin und RWE-Kritikerin Gabriele von Goerne, die inzwischen als Beraterin zur CO2-Speicherung arbeitet&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.geogoerne.de/leistungen.html Leistungsspektrum], Webseite von Gabriele Goerne, abgerufen am 1.11.11&amp;lt;/ref&amp;gt;, und dem wissenschaftlicher Mitarbeiter Falk Weinlich vom Institut für Erdöl- und Erdgastechnik der TU Clausthal, welches in Forschung und Lehre mit RWE zusammenarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ite.tu-clausthal.de/ueber-uns/partner-und-sponsoren/ Partner und Sponsoren], Webseite des Instituts für Erdöl- und Erdgastechnik TU Clausthal, abgerufen am 1.11.11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Projektlaufzeit war für Externe nicht immer erkenntlich, dass die Arbeit der beiden von RWE finanziert wurde. Für externe Mitarbeiter regelt seit 2008 eine Verwaltungsvorschrift des Bundes, dass diese nicht in Bereichen eingesetzt werden dürfen, die die finanziellen Stellen der entsendeten Stellen betreffen und dass deren Status als externe Mitarbeiter nach außen hin erkennbar sein muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_17072008_O4013300111.htm Verwaltungsvorschriften] letzter Zugriff 28.10.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den beiden Mitarbeitern handelte es sich nicht um externe Mitarbeiter, aber die Problematik ist ähnlich: es ging nicht nur um ein Forschungsprojekt, sondern um die Entwicklung von Kriterien für öffentliche Regelwerke. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stellungnahmen der BGR zu diesem Vorgang sind lückenhaft und widersprüchlich. In einem Projektbericht vom August 2010 wird die eigene Neutralität unterstrichen und betont, RWE habe &amp;quot;keine Zwischenergebnisse während der Durchführung erhalten&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/CO2Speicherung/Downloads/stability-abschlussbericht.html Vorschläge zur Erstellung von Richtlinien für die CO2-Speicherung - Bericht (2010)], BGR-Webseite, abgerufen am 1.11.11&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Antwort auf eine Presseanfrage heißt es dagegen: &amp;quot;Das Unternehmen ist per Zwischenbericht über vorläufige Ergebnisse informiert worden.&amp;quot; Der Kooperationsvertrag mit RWE sei aber bereits im Jahr 2009 wieder gekündigt worden, &amp;quot;um konstruierbare Interessenkonflikte zu vermeiden&amp;quot;. Zugleich räumte er ein, dass die BGR heute noch an CCS-Projekten beteiligt sei, die von Energieunternehmen mitfinanziert werden, und dass man sich auch in Zukunft Personal von der Privatwirtschaft bezahlen lassen wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Stellungnahme liegt LobbyControl vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für diesen Fall ist RWE zusammen mit der [[BGR]] für die [http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2011/11/rwe-und-bundesanstalt-fur-geowissenschaften-und-rohstoffe-kandidat-fur-die-lobbykratie-medaille/ Lobbykratie-Medaille] von LobbyControl nominiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Greenwashing===&lt;br /&gt;
Im Rahmen der groß-angelegten Imagekampagne &amp;quot;voRWEg gehen&amp;quot; versucht der Konzern sich als Klimaschützer zu präsentieren. 2009 machte der Konzern negative Schlagzeilen mit einem Werbespot, der impliziert, dass RWE stark auf erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung setzt. Die gezeigten Windkrafträder trugen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Spots nur 0,1 Prozent zu RWEs Energiemix bei, während der bundesweite Durchschnitt bei sieben Prozent lag. Von den außerdem im Spot vorkommenden Gezeitenkraftwerken wurde bis heute noch keines gebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://tinyurl.com/5uptxtb RWE: Das Riesen-Märchen vom guten Konzern] Greenpeace Magazin vom 17. Juli 2009. Abgerufen am 21. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Geschäftsbericht 2010 ergibt sich, dass erneuerbare Energien nur 2,7% von RWEs Energiemix ausmachen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;bericht&amp;quot;/&amp;gt; Dass RWE versucht sich als großer Klimaretter darzustellen, während der Konzern zugleich Lobbyarbeit für den Weiterbetrieb alter Kohlekraftwerke machte, brachte dem Konzern den [[Worst EU Lobby Award]] 2010 ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/nominee/rwe-npower Nominierungstext Worst EU Lobbying Award 2010], abgerufen am 10.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einflussnahme beim Energiewirtschaftsgesetz und Emissionshandel===&lt;br /&gt;
Nach Angaben von Greenpeace &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unverkaeuflich.org/fileadmin/dokumente/Energie/Verflechtung_Energiewirtschaft_Politik.pdf Schwarzbuch Klimaschutzverhinderer Verflechtungen zwischen Politik und Energiewirtschaft, Hrsg. Greenpeace, Stand: 2/2007], Website greenpeace, abgerufen am 22.6.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; setzte [[Wolfgang Clement]] als Bundeswirtschaftsminister bei der Überarbeitung des Energiewirtschaftsgesetzes durch, dass die Industrie eigene Preisabsprachen mit den Energiekonzernen treffen kann. Den Ausgleich zahlten seitdem private Kleinkunden mit hohen Preisaufschlägen. Bei der Novelle setzte RWE Formulierungen auf, die dann eins zu eins im Referentenentwurf des Wirtschaftsministeriums zur &amp;quot;Netzentgeltverordnung Strom&amp;quot; landeten - &amp;quot;wörtlich RWE&amp;quot; oder &amp;quot;weitgehend wörtlich RWE&amp;quot; oder &amp;quot;fast wörtlich RWE&amp;quot; steht in Fußnoten zu einzelnen Absätzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Sascha Adamek/Kim Ott: Der gekaufte Staat Wie Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben, 2. Aufl., Köln 2010, S. 76 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ Wolfgang Clement]] ist nach Angaben von Greenpeace auch verantwortlich für die mangelhafte Ausgestaltung des Emissionshandels in der Periode von 2005 bis 2007.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwarzbuch Klimaschutzverhinderer, Hrsg. Greenpeace&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sorgte dafür, dass die Emissionen nur geringfügig gesenkt werden mussten und setzte zahlreiche industriefreundliche Sonderregelungen durch. Auch setzte er sich speziell für den RWE-Braunkohletagebau Garzweiler II ein. Nach dem Ende der rot-grünen Bundesregierung nahm er im Februar 2006 den Posten als Aufsichtsrat der RWE Power AG an, nachdem er diese Tätigkeit bereits bis 1992 schon einmal ausübte. Clemens trat 2008 aus der SPD aus, nachdem er öffentlich dazu aufgerufen hatte, der kohle- und atomkritischen Hessen-SPD unter Andrea Ypsilanti bei der Landtagswahl keine Stimme zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erneuerbare-Energie-Gesetz===&lt;br /&gt;
In der Bundesregierung hat der Konzern mit seinr Lobbyarbeit pro Kohle rund um die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes Gehör gefunden. So sind etwa die Braunkohlekraftwerke und -tagebaue - anders als zwischenzeitlich von Energieminister Gabriel geplant - weiterhin von der Zahlung der EEG-Umlage ausgenommen. Auch mit seinem Plan, mit einem &amp;quot;Klimabetrag&amp;quot; für Braunkohlekraftwerke die deutschen Klimaziele bis 2020 doch noch zu erreichen, scheiterte Gabriel am vereinten Widerstand von Kraftwerksbetreibern und Gewerkschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bund-nrw.de/fileadmin/bundgruppen/bcmslvnrw/PDF_Dateien/Themen_und_Projekte/Braunkohle/Braunkohlenkraftwerke/2014_06_18_BUND-Analyse_EEG-Privilegierung_RWE_Braunkohle_web.pdf BUND-Analyse: 468 Millionen Euro im Jahr für RWE-Klimakiller durch EEG-Reform] BUND-Pressemitteilung vom 18.06.2014 , abgerufen am 28. Augst 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut Konzerngeschäftsbericht 2010 zählt RWE zu den fünf führenden Strom- und Gasanbietern in Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe.com/web/cms/mediablob/de/413496/data/10122/2/rwe/rwe-konzern/Geschaeftsbericht-2010-PDF-Download-.pdf Konzern Geschäftsbericht 2010, S. 5], Website RWE, abgerufen am 22.6.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit ihrem Know-how bei der Förderung von Öl, Gas und Braunkohle, dem Bau und Betrieb von konventionellen und erneuerbaren Kraftwerken, dem Handel mit Commodities, dem Transport und der Vermarktung von Strom und Gas ist RWE auf allen Wertschöpfungsstufen der Energieversorgung tätig.&lt;br /&gt;
Hauptsächlich gewinnt RWE Energie aus Kohle und Kernkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiemix des Konzerns&amp;lt;ref name = &amp;quot;bericht&amp;quot;&amp;gt;[http://www.rwe.com/web/cms/mediablob/de/543514/data/110822/3/rwe/investor-relations/berichte/Geschaeftsbericht-2010-PDF-Download-.pdf RWE Geschäftsbericht 2010] Abgerufen am 21. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| in Mrd. kWh || Braunkohle || Steinkohle || Kernergie || Gas || Erneuerbare Energien || Pumpwasser, Öl, etc. || Strombezug von außerhalb || Total&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;2010&amp;lt;/div&amp;gt; || &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;71,0&amp;lt;/div&amp;gt; || &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;55,2&amp;lt;/div&amp;gt; || &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;45,2&amp;lt;/div&amp;gt;|| &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;42,8&amp;lt;/div&amp;gt; || &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;8,9&amp;lt;/div&amp;gt; || &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;2,2&amp;lt;/div&amp;gt; || &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;104,4&amp;lt;/div&amp;gt;|| &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;329,7&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erlös, den RWE erwirtschaftet, beläuft sich auf nahezu 50 Milliarden Euro. Die Anzahl der Beschäftigten liegt bei 70 000. Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern beliefert 16 Millionen Kunden mit Strom und acht Millionen mit Gas.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [http://www.bundeskartellamt.de/wDeutsch/download/pdf/Stellungnahmen/110113_Bericht_SU_Strom__2_.pdf Sektoruntersuchung Stromerzeugung/Stromgroßhandel] des Bundeskartellamtes vom Januar 2011 war RWE im Jahr 2009 mit einem Marktanteil von 31 % der führende Anbieter auf dem deutschen Strommarkt und verfügt jedenfalls gemeinsam mit EON, Vattenfall und EnBW über eine marktbeherrschende Stellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organe der RWE AG ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorstand ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Name &lt;br /&gt;
| Funktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Peter Terium&lt;br /&gt;
| Vorstandsvorsitzender der RWE AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Martin Schmitz&lt;br /&gt;
| Stellv. Vorstandsvorsitzender der RWE AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bernhard Günther&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uwe Tigges&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2013) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe.com/web/cms/de/8358/rwe/ueber-rwe/vorstand/ Vorstand] Webseite RWE, abgerufen am 16.06.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
| Tätigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Manfred Schneider&lt;br /&gt;
| (Vorsitzender)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Frank Bsirske]]&lt;br /&gt;
| (Stellv. Vorsitzender), Vorsitzender von [[ver.di]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner Bischoff&lt;br /&gt;
| ehem. Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG Bergbau, Chemie, Energie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner Brandt&lt;br /&gt;
| Mitglied des Vorstands der [[SAP]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Roger Graef&lt;br /&gt;
| Geschäftsführer des Verbands der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hans-Peter Keitel]]&lt;br /&gt;
| Vizepräsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), ehem. Vorsitzender des Vorstands der [[HOCHTIEF]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frithjof Kühn&lt;br /&gt;
| Landrat Rhein-Sieg-Kreis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hans-Peter Lafos&lt;br /&gt;
| Landesfachbereichsleiter FB 2 Ver- und Entsorgung, [[ver.di]] Landesbezirk NRW&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Christine Merkamp&lt;br /&gt;
| Leiterin Controlling, Geschäftsfeld Veredelung der RWE Power AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dagmar Mühlenfeld&lt;br /&gt;
| Oberbürgermeisterin der Stadt Mülheim an der Ruhr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wolfgang Schüssel]]&lt;br /&gt;
| Ex-Bundeskanzler Österreichs, Mitglied im Kuratorium der [[Bertelsmann Stiftung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ekkehard D. Schulz&lt;br /&gt;
| Ehem. Vorsitzender des Vorstand der [[ThyssenKrupp]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ullrich Sierau&lt;br /&gt;
| Oberbürgermeister der Stadt Dortmund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dieter Zetsche]]&lt;br /&gt;
| Vorsitzender des Vorstands der [[Daimler]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reiner Böhle, Dieter Faust, Arno Hahn, Manfred Holz, Dagmar Schmeer, Manfred Weber&lt;br /&gt;
| VertreterInnen der Betriebsräte&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2013) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe.com/web/cms/de/8356/rwe/ueber-rwe/aufsichtsrat/ Aufsichtsrat] Webseite RWE, abgerufen am 26.06.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beirat ===&lt;br /&gt;
Über den Beirat werden Kommunalpolitiker in die Geschäftspolitik der RWE eingebunden. Die offizielle Aufgabe ist die Beratung der RWE in Fragen der Unternehmens- und Energiepolitik mit regionalem Bezug.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe.com/web/cms/de/431194/rwe/rwe-konzern/kommunen/beirat-des-rwe-konzerns/struktur-und-funktion/ Beirat des RWE-Konzerns], Website RWE, abgerufen am 23.6.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Der aus vier Regionalbeiräten bestehende Beirat hat 110 Mitglieder. Über die Beiratsvergütung werden folgende Angaben gemacht: Grundvergütung 3.000 Euro pro Jahr, Sitzungsgeld 1.000 Euro pro Sitzung, Auslagenersatzpauschale 100 Euro pro Sitzung. Pro Jahr finden insgesamt vier Sitzungen statt.&lt;br /&gt;
In einigen Fällen wurde öffentlich über die Vergütung für Kommunalpolitiker debattiert und einige verzichteten auf die Gelder bzw. gaben die Summen weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/598692/cdu-rwe-geld-fur-landrat-nicht-vermittelbar#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;598692 Osnabrück: Landrat Lübbersmann (CDU): CDU: RWE-Geld für Landrat nicht vermittelbar], Osnabrücker Zeitung, 27. Juli 2015, zuletzt aufgerufen am 27.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anteilseigner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anteilseigner der RWE AG sind:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe.com/web/cms/mediablob/de/579632/data/558234/3/hauptversammlung/blob.pdf Gut informiert worweggehen Informationen zur RWE-Hauptversammlung], Website rwe, abgerufen am 22.6.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 16 % RWE Energie-Beteiligungsgeellschaft&lt;br /&gt;
* 14 % Privataktionäre&lt;br /&gt;
* 5 % Eigene Aktien&lt;br /&gt;
* 3 % Black Rock, Inc.&lt;br /&gt;
* 1 % Belegschaftsaktionäre&lt;br /&gt;
* 61 % Institutionelle Anleger (hierunter fallen auch die Kommunen, die insgesamt über 25 % verfügen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,758137,00.html RWE-Hauptversammlung, Der Spiegel vom 22. April 2011], Website Spiegel, abgerufen am 22-6-2011&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaften der RWE ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''RWE AG''' Amprion, RWE Consulting, RWE IT, RWE Pensionsfonds, RWE Service, RWE Technology&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''In Deutschland:''' RWE Power AG, Tätigkeitsgebiet: Stromerzeugung, Mitglied des Aufsichtsrats ist [[Wolfgang Clement]], RWE Deutschland AG, RWE Vertrieb AG, RWE Effizienz, envia Mitteldeutsche Energie, KEVAG, Lechwerke, Süwag Energie, VSE, Kelag (Österreich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''In Großbritannien:''' RWE npower&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''In den Niederlanden:''' Essent&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''In Zentralost- und Südost-Europa:''' RWE East, RWE Energy Hungária, RWE Polska, VSE a.s., RWE Transgas, NET4GAS, RWE Türkei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erneuerbare Energien:''' RWE Innogy&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Upstream Gas und Öl-Geschäft:''' RWE Dea&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Trading-Geschäft:''' RWE Supply &amp;amp; Trading GmbH, RWE Supply &amp;amp; Trading Switzerland S.A.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe.com/web/cms/de/111486/rwe/rwe-konzern/rwe-gesellschaften/ RWE Gesellschaften] Abgerufen am 21. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG wurde 1898 mit dem Bau ihres ersten Elektrizitätswerks gegründet, um die Energieversorgung der Ruhrmetropole Essen sicherzustellen. In den folgenden Jahrzehnten expandierte der Konzern stark. Unter anderem erwarb er Verkehrsbetriebe, die 1936 in der Tochtergesellschaft Rheinisch-Westfälische Straßen- und Kleinbahnen GmbH zusammengefasst wurden. Durch den Bau neuer Elektrizitätswerke und die Fusion mit seinem Konkurrenten Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen (VEW) wuchs RWE stetig und ist heute der zweitgrößte Energieversorger Deutschlands.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/thema/rwe/ Spiegel Dossier: RWE] Abgerufen am 20. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich erweiterte RWE über die Jahre seinen Tätigkeitsbereich auf Wasserversorgung und Abfallentsorgung. Jedoch gelang es RWE nicht auf dem Weltwassermarkt erfolgreich zu sein, und veräußerte somit 2006 seine Anteile am Wassergeschäft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.n-tv.de/archiv/Sanus-per-aquam-article198220.html RWE verkauft Thames Water] n-tv.de vom 17. Oktober 2006. Abgerufen am 20. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegenzug kaufte der Konzern 2009 den niederländischen Energieversorger Essent und konzentriert sich seitdem wieder auf sein Kerngeschäft, die Energieversorgung durch Strom und Gas. RWE nutzt dazu Braunkohle, Kernenergie, Gas, Öl und erneuerbaren Energien. (Der Ausstieg aus der Kernenergie 2011 stieß auf heftigen Protest von Seiten der RWE.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Laut der freiwilligen Auskunft im [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU hat RWE im Geschäftsjahr 2011 1.915.000€ für die direkte Lobbyarbeit bei den EU-Organen ausgegeben. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=77608353460-77 EU-Lobbyregister], Stand: 23.08.2010 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.unverkaeuflich.org/fileadmin/dokumente/Energie/Verflechtung_Energiewirtschaft_Politik.pdf Schwarzbuch Klimaschutzverhinderer Verflechtungen zwischen Politik und Energiewirtschaft, Herausgeber Greenpeace e.V., Stand: 2/2007]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Greenwashing]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nebeneinkünfte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=RWE&amp;diff=34310</id>
		<title>RWE</title>
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		<updated>2015-08-28T13:12:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = RWE AG&lt;br /&gt;
| Branche          = Energieversorgung&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Stromerzeugung, Energiehandel, Transport, Vertrieb von Strom und Gas&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Essen&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Friedrichstraße 95, 10117 Berlin &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue de Tervueren 273, 1150 Brüssel, Belgien&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.rwe.com rwe.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''RWE AG''' (früher Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG) ist einer der zweitgrößte Energiekonzerne in der in Deutschland und europaweit tätig. Aufgrund seiner unlauteren Lobby-Kampagnen machte der Branchenriese schon häufig Negativ-Schlagzeilen. So gewann der Konzern 2010 die Worst EU Lobbying Awards&amp;lt;ref name =&amp;quot;award&amp;quot;&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/worst-eu-lobbyists-2010-gew%C3%A4hlt Worst EU Lobby Awards 2010] Abgerufen am 20. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; und war für die [http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2011/11/rwe-und-bundesanstalt-fur-geowissenschaften-und-rohstoffe-kandidat-fur-die-lobbykratie-medaille/ Lobbykratie-Medaille] 2011 nominiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
RWE ist mit einem eigenen Lobbybüro im Internationalen Handelszentrum in der Friedrichstraße im Berliner Regierungsviertel präsent. Bei seinen Spitzenlobbyisten setzt das Unternehmen auf ehemalige Journalisten. Der Leiter der Abteilung Energiepolitik am Konzernsitz in Essen, Peter Heinacher, kommt vom &amp;quot;Handelsblatt&amp;quot;. Der Leiter der Hauptstadtrepräsentanz, Peter Leo Gräfe, arbeitete bis 2006 als stellvertretender Chef des Parlamentsbüros der &amp;quot;Wirtschaftswoche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lokales Lobbying===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als betreiber vieler großer Kohlekraftwerke und mit seiner starken Rolle beim Braunkohletagebau hat RWE keine gute Umweltbilanz: Nach Berechnungen von Pricewaterhouse-Coopers ist RWE der größte CO2-Emittenten Europas unter den 20 führenden europäischen Stromerzeugern&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iwr.de/news.php?id=22549 RWE und E.ON sind größte CO2-Emittenten unter Europas Versorgern] Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR), abgerufen am 28. Augst 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Rheinischen Kohlerevier stößt das RWE-Tochterunternehmen RWE Power AG deswegen auf wachsenden Widerstand von AnwohnerInnen und UmweltschützerInnen. Doch es entspricht kurz- und mittelfristig den Gewinninteressen des Konzerns, seine Kohlekraftwerke noch möglichst lange betreiben zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Interessen durchsetzen zu können , ist es für RWE nützlich, dass der Konzern in den früheren Kohlerevieren tief in der Lokalpolitik verwurzelt ist. Eine Besonderheit von RWE ist, dass rund 25 Prozent der Anteilseigner Kommunen sind. Die Kommunen sind damit zugleich Konzessionsgeber , Kunden, Anteilseigner sowie die Körperschaften, in denen die MitarbeiterInnen von RWE leben, wo RWE Steuern zahlt und politische Unterstützung benötigt. Der frühere RWE Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann formuliert die Beziehungen zwischen RWE und den Kommunen so: &amp;quot;Je besser es RWE gehtm, desto voller sind die Stadtsäckl.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vka-rwe.de/index.php?id=3616 RWE-Zitate zur Partnerschaft Kommunen und RWE] Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH (VKA), abgerufen am 28. Augst 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus in Schulen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1998 gibt es zudem die RWE Stiftung, die die Förderbereiche Bildung, Soziales und Kultur umfasst. Erklärtes Ziel von RWE ist die Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Weiter will sie schulische und wissenschaftliche Bildungs- und Lehreinrichtungen unterstützen. Alle Projekte der Stiftung sollen mit dem Thema Energie verknüpft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RWE bietet ein breit gefächertes Lernangebot zum Thema Energie für Kinder und Jugendliche und bietet Lehrern Lernmaterialien und Planspiele für den Schulunterricht. Des Weiteren unterstützt der Konzern die Schülerwettbewerbe &amp;quot;Jugend forscht&amp;quot; und &amp;quot;Schüler experimentieren&amp;quot; sowie eine Vielzahl an weiteren Projekten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe-schulwettbewerb.de/ RWE Portal Schulwettbewerb] Abgerufen am 21. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem ist es möglich sogenannte &amp;quot;Learn &amp;amp; Fun&amp;quot; Klassenausflüge zu Energiekraftwerken zu unternehmen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe-schulforum.de/index.php/lehrer-klassenausfluege.html RWE: Ausflüge für Kinder und Jugendliche] Abgerufen am 21. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nebeneinkünfte für Politiker===&lt;br /&gt;
Der Bundesvorstand der CDA (der Arbeitnehmervereinigung der CDU) [[Hermann Josef-Arentz]] sowie der CDU-Generalsekretär [[Lorenz Meyer]] mussten 2004 zurücktreten, nachdem bekannt wurde, dass beide versteckte Nebeneinkünfte von RWE in der Höhe von mehreren zehntausend Euro erhielten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/19/19090/1.html Probleme mit verdeckten Lobbyisten] heise.de vom 23. Dezember 2004, Abgerufen am 21. Juni 2011 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darauffolgend wurde bekannt, dass RWE die Gehälter von über 100 Kommunalpolitiker aufstockte und dafür insgesamt 600.000 Euro jährlich aufwendete. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,336686,00.html Nebeneinkünfte: RWE sponsort über hundert Kommunalpolitiker] Spiegel Online vom 13. Januar 2005. Abgerufen am 21. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Als das Bundesverwaltungsgericht 2011 urteilte, dass die BürgermeisterInnen und LandrätInnen ihre Nebenvedienste aus den Beiräten an die Kommunen zahlen müssen, änderte RWE seine Voraussetzungen für die Teilnahme an den Regionalbeiräten. Die Mitglieder sollten nun nicht länger als Amtsträger, sondern als Privatpersonen berufen werden, um damit die Abführungspflicht zu umgehen. Praxis ist jedoch, dass Regionalbeiräte weiterhin aus aktiven und ehemaligen Lokalpolitikern bestehend und auch die Sitzungsgelder werden wie gehabt von einigen Mitgliedern selbst eingestrichen. In Nordrhein-Westfalen prüft nun das Innenministerium, ob dies rechtens ist. Die jetzige Europaabgeordnete und frühere Bürgermeisterin von Bingen, Birgit Collin-Lange, trat jedenfalls von ihrem RWE-Beiratsamt zurück, nachdem LobbyControls sie für diese bezahlte Nebentätigkeit kritisiert hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/mainz/nach-kritik-von-lobbycontrol-birgit-collin-langen-verlaesst-rwe-beirat/-/id=1662/did=15693372/nid=1662/wp334g/ Birgit Collin-Langen verlässt RWE-Beirat] swr.de vom 18.6.2015, abgerufen am 28. Augst 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kooperation mit der BGR bei CO2-Abscheidung===&lt;br /&gt;
RWE finanzierte zwei zusätzliche Mitarbeiterstellen bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) für ein Projekt zu CCS-Lagerstätten. Das Kürzel CCS steht für &amp;quot;Carbon Dioxide Capture and Storage&amp;quot;. Gemeint ist damit die Abscheidung und dauerhafte Speicherung von Kohlendioxid, das bei der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern und bei industriellen Prozessen wie der Stahlproduktion anfällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen Sicherheitsbedenken und der hohen Kosten ist CCS sehr umstritten. Zu den Befürwortern gehören die großen Energieversorger. Darunter auch das Unternehmen RWE, welches der BGR anbot, zwei zusätzliche Mitarbeiterstellen für das Projekt „Stability“ zu finanzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/CO2Speicherung/Downloads/stability-abschlussbericht.html Stability-Abschlussbericht] Seite 10, letzter Zugriff 31.10.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Projekt sollten weitreichende Regeln für die Auswahl und Sicherung von CCS-Lagerstätten entwickelt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besetzt wurden die Stellen mit externen Experten, der früheren Greenpeace-Aktivistin und RWE-Kritikerin Gabriele von Goerne, die inzwischen als Beraterin zur CO2-Speicherung arbeitet&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.geogoerne.de/leistungen.html Leistungsspektrum], Webseite von Gabriele Goerne, abgerufen am 1.11.11&amp;lt;/ref&amp;gt;, und dem wissenschaftlicher Mitarbeiter Falk Weinlich vom Institut für Erdöl- und Erdgastechnik der TU Clausthal, welches in Forschung und Lehre mit RWE zusammenarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ite.tu-clausthal.de/ueber-uns/partner-und-sponsoren/ Partner und Sponsoren], Webseite des Instituts für Erdöl- und Erdgastechnik TU Clausthal, abgerufen am 1.11.11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Projektlaufzeit war für Externe nicht immer erkenntlich, dass die Arbeit der beiden von RWE finanziert wurde. Für externe Mitarbeiter regelt seit 2008 eine Verwaltungsvorschrift des Bundes, dass diese nicht in Bereichen eingesetzt werden dürfen, die die finanziellen Stellen der entsendeten Stellen betreffen und dass deren Status als externe Mitarbeiter nach außen hin erkennbar sein muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_17072008_O4013300111.htm Verwaltungsvorschriften] letzter Zugriff 28.10.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den beiden Mitarbeitern handelte es sich nicht um externe Mitarbeiter, aber die Problematik ist ähnlich: es ging nicht nur um ein Forschungsprojekt, sondern um die Entwicklung von Kriterien für öffentliche Regelwerke. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stellungnahmen der BGR zu diesem Vorgang sind lückenhaft und widersprüchlich. In einem Projektbericht vom August 2010 wird die eigene Neutralität unterstrichen und betont, RWE habe &amp;quot;keine Zwischenergebnisse während der Durchführung erhalten&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/CO2Speicherung/Downloads/stability-abschlussbericht.html Vorschläge zur Erstellung von Richtlinien für die CO2-Speicherung - Bericht (2010)], BGR-Webseite, abgerufen am 1.11.11&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Antwort auf eine Presseanfrage heißt es dagegen: &amp;quot;Das Unternehmen ist per Zwischenbericht über vorläufige Ergebnisse informiert worden.&amp;quot; Der Kooperationsvertrag mit RWE sei aber bereits im Jahr 2009 wieder gekündigt worden, &amp;quot;um konstruierbare Interessenkonflikte zu vermeiden&amp;quot;. Zugleich räumte er ein, dass die BGR heute noch an CCS-Projekten beteiligt sei, die von Energieunternehmen mitfinanziert werden, und dass man sich auch in Zukunft Personal von der Privatwirtschaft bezahlen lassen wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Stellungnahme liegt LobbyControl vor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für diesen Fall ist RWE zusammen mit der [[BGR]] für die [http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2011/11/rwe-und-bundesanstalt-fur-geowissenschaften-und-rohstoffe-kandidat-fur-die-lobbykratie-medaille/ Lobbykratie-Medaille] von LobbyControl nominiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Greenwashing===&lt;br /&gt;
Im Rahmen der groß-angelegten Imagekampagne &amp;quot;voRWEg gehen&amp;quot; versucht der Konzern sich als Klimaschützer zu präsentieren. 2009 machte der Konzern negative Schlagzeilen mit einem Werbespot, der impliziert, dass RWE stark auf erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung setzt. Die gezeigten Windkrafträder trugen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Spots nur 0,1 Prozent zu RWEs Energiemix bei, während der bundesweite Durchschnitt bei sieben Prozent lag. Von den außerdem im Spot vorkommenden Gezeitenkraftwerken wurde bis heute noch keines gebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://tinyurl.com/5uptxtb RWE: Das Riesen-Märchen vom guten Konzern] Greenpeace Magazin vom 17. Juli 2009. Abgerufen am 21. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Geschäftsbericht 2010 ergibt sich, dass erneuerbare Energien nur 2,7% von RWEs Energiemix ausmachen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;bericht&amp;quot;/&amp;gt; Dass RWE versucht sich als großer Klimaretter darzustellen, während der Konzern zugleich Lobbyarbeit für den Weiterbetrieb alter Kohlekraftwerke machte, brachte dem Konzern den [[Worst EU Lobby Award]] 2010 ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/nominee/rwe-npower Nominierungstext Worst EU Lobbying Award 2010], abgerufen am 10.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einflussnahme beim Energiewirtschaftsgesetz und Emissionshandel===&lt;br /&gt;
Nach Angaben von Greenpeace &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unverkaeuflich.org/fileadmin/dokumente/Energie/Verflechtung_Energiewirtschaft_Politik.pdf Schwarzbuch Klimaschutzverhinderer Verflechtungen zwischen Politik und Energiewirtschaft, Hrsg. Greenpeace, Stand: 2/2007], Website greenpeace, abgerufen am 22.6.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; setzte [[Wolfgang Clement]] als Bundeswirtschaftsminister bei der Überarbeitung des Energiewirtschaftsgesetzes durch, dass die Industrie eigene Preisabsprachen mit den Energiekonzernen treffen kann. Den Ausgleich zahlten seitdem private Kleinkunden mit hohen Preisaufschlägen. Bei der Novelle setzte RWE Formulierungen auf, die dann eins zu eins im Referentenentwurf des Wirtschaftsministeriums zur &amp;quot;Netzentgeltverordnung Strom&amp;quot; landeten - &amp;quot;wörtlich RWE&amp;quot; oder &amp;quot;weitgehend wörtlich RWE&amp;quot; oder &amp;quot;fast wörtlich RWE&amp;quot; steht in Fußnoten zu einzelnen Absätzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Sascha Adamek/Kim Ott: Der gekaufte Staat Wie Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben, 2. Aufl., Köln 2010, S. 76 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ Wolfgang Clement]] ist nach Angaben von Greenpeace auch verantwortlich für die mangelhafte Ausgestaltung des Emissionshandels in der Periode von 2005 bis 2007.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwarzbuch Klimaschutzverhinderer, Hrsg. Greenpeace&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sorgte dafür, dass die Emissionen nur geringfügig gesenkt werden mussten und setzte zahlreiche industriefreundliche Sonderregelungen durch. Nach dem Ende der rot-grünen Bundesregierung nahm er im Februar 2006 den Posten als Aufsichtsrat der RWE Power AG an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut Konzerngeschäftsbericht 2010 zählt RWE zu den fünf führenden Strom- und Gasanbietern in Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe.com/web/cms/mediablob/de/413496/data/10122/2/rwe/rwe-konzern/Geschaeftsbericht-2010-PDF-Download-.pdf Konzern Geschäftsbericht 2010, S. 5], Website RWE, abgerufen am 22.6.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit ihrem Know-how bei der Förderung von Öl, Gas und Braunkohle, dem Bau und Betrieb von konventionellen und erneuerbaren Kraftwerken, dem Handel mit Commodities, dem Transport und der Vermarktung von Strom und Gas ist RWE auf allen Wertschöpfungsstufen der Energieversorgung tätig.&lt;br /&gt;
Hauptsächlich gewinnt RWE Energie aus Kohle und Kernkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiemix des Konzerns&amp;lt;ref name = &amp;quot;bericht&amp;quot;&amp;gt;[http://www.rwe.com/web/cms/mediablob/de/543514/data/110822/3/rwe/investor-relations/berichte/Geschaeftsbericht-2010-PDF-Download-.pdf RWE Geschäftsbericht 2010] Abgerufen am 21. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| in Mrd. kWh || Braunkohle || Steinkohle || Kernergie || Gas || Erneuerbare Energien || Pumpwasser, Öl, etc. || Strombezug von außerhalb || Total&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;2010&amp;lt;/div&amp;gt; || &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;71,0&amp;lt;/div&amp;gt; || &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;55,2&amp;lt;/div&amp;gt; || &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;45,2&amp;lt;/div&amp;gt;|| &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;42,8&amp;lt;/div&amp;gt; || &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;8,9&amp;lt;/div&amp;gt; || &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;2,2&amp;lt;/div&amp;gt; || &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;104,4&amp;lt;/div&amp;gt;|| &amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;329,7&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erlös, den RWE erwirtschaftet, beläuft sich auf nahezu 50 Milliarden Euro. Die Anzahl der Beschäftigten liegt bei 70 000. Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern beliefert 16 Millionen Kunden mit Strom und acht Millionen mit Gas.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [http://www.bundeskartellamt.de/wDeutsch/download/pdf/Stellungnahmen/110113_Bericht_SU_Strom__2_.pdf Sektoruntersuchung Stromerzeugung/Stromgroßhandel] des Bundeskartellamtes vom Januar 2011 war RWE im Jahr 2009 mit einem Marktanteil von 31 % der führende Anbieter auf dem deutschen Strommarkt und verfügt jedenfalls gemeinsam mit EON, Vattenfall und EnBW über eine marktbeherrschende Stellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organe der RWE AG ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorstand ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Name &lt;br /&gt;
| Funktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Peter Terium&lt;br /&gt;
| Vorstandsvorsitzender der RWE AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Martin Schmitz&lt;br /&gt;
| Stellv. Vorstandsvorsitzender der RWE AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bernhard Günther&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uwe Tigges&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2013) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe.com/web/cms/de/8358/rwe/ueber-rwe/vorstand/ Vorstand] Webseite RWE, abgerufen am 16.06.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
| Tätigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Manfred Schneider&lt;br /&gt;
| (Vorsitzender)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Frank Bsirske]]&lt;br /&gt;
| (Stellv. Vorsitzender), Vorsitzender von [[ver.di]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner Bischoff&lt;br /&gt;
| ehem. Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG Bergbau, Chemie, Energie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner Brandt&lt;br /&gt;
| Mitglied des Vorstands der [[SAP]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Roger Graef&lt;br /&gt;
| Geschäftsführer des Verbands der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hans-Peter Keitel]]&lt;br /&gt;
| Vizepräsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), ehem. Vorsitzender des Vorstands der [[HOCHTIEF]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frithjof Kühn&lt;br /&gt;
| Landrat Rhein-Sieg-Kreis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hans-Peter Lafos&lt;br /&gt;
| Landesfachbereichsleiter FB 2 Ver- und Entsorgung, [[ver.di]] Landesbezirk NRW&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Christine Merkamp&lt;br /&gt;
| Leiterin Controlling, Geschäftsfeld Veredelung der RWE Power AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dagmar Mühlenfeld&lt;br /&gt;
| Oberbürgermeisterin der Stadt Mülheim an der Ruhr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wolfgang Schüssel]]&lt;br /&gt;
| Ex-Bundeskanzler Österreichs, Mitglied im Kuratorium der [[Bertelsmann Stiftung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ekkehard D. Schulz&lt;br /&gt;
| Ehem. Vorsitzender des Vorstand der [[ThyssenKrupp]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ullrich Sierau&lt;br /&gt;
| Oberbürgermeister der Stadt Dortmund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dieter Zetsche]]&lt;br /&gt;
| Vorsitzender des Vorstands der [[Daimler]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reiner Böhle, Dieter Faust, Arno Hahn, Manfred Holz, Dagmar Schmeer, Manfred Weber&lt;br /&gt;
| VertreterInnen der Betriebsräte&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2013) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe.com/web/cms/de/8356/rwe/ueber-rwe/aufsichtsrat/ Aufsichtsrat] Webseite RWE, abgerufen am 26.06.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beirat ===&lt;br /&gt;
Über den Beirat werden Kommunalpolitiker in die Geschäftspolitik der RWE eingebunden. Die offizielle Aufgabe ist die Beratung der RWE in Fragen der Unternehmens- und Energiepolitik mit regionalem Bezug.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe.com/web/cms/de/431194/rwe/rwe-konzern/kommunen/beirat-des-rwe-konzerns/struktur-und-funktion/ Beirat des RWE-Konzerns], Website RWE, abgerufen am 23.6.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Der aus vier Regionalbeiräten bestehende Beirat hat 110 Mitglieder. Über die Beiratsvergütung werden folgende Angaben gemacht: Grundvergütung 3.000 Euro pro Jahr, Sitzungsgeld 1.000 Euro pro Sitzung, Auslagenersatzpauschale 100 Euro pro Sitzung. Pro Jahr finden insgesamt vier Sitzungen statt.&lt;br /&gt;
In einigen Fällen wurde öffentlich über die Vergütung für Kommunalpolitiker debattiert und einige verzichteten auf die Gelder bzw. gaben die Summen weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/598692/cdu-rwe-geld-fur-landrat-nicht-vermittelbar#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;598692 Osnabrück: Landrat Lübbersmann (CDU): CDU: RWE-Geld für Landrat nicht vermittelbar], Osnabrücker Zeitung, 27. Juli 2015, zuletzt aufgerufen am 27.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anteilseigner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anteilseigner der RWE AG sind:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe.com/web/cms/mediablob/de/579632/data/558234/3/hauptversammlung/blob.pdf Gut informiert worweggehen Informationen zur RWE-Hauptversammlung], Website rwe, abgerufen am 22.6.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 16 % RWE Energie-Beteiligungsgeellschaft&lt;br /&gt;
* 14 % Privataktionäre&lt;br /&gt;
* 5 % Eigene Aktien&lt;br /&gt;
* 3 % Black Rock, Inc.&lt;br /&gt;
* 1 % Belegschaftsaktionäre&lt;br /&gt;
* 61 % Institutionelle Anleger (hierunter fallen auch die Kommunen, die insgesamt über 25 % verfügen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,758137,00.html RWE-Hauptversammlung, Der Spiegel vom 22. April 2011], Website Spiegel, abgerufen am 22-6-2011&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaften der RWE ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''RWE AG''' Amprion, RWE Consulting, RWE IT, RWE Pensionsfonds, RWE Service, RWE Technology&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''In Deutschland:''' RWE Power AG, Tätigkeitsgebiet: Stromerzeugung, Mitglied des Aufsichtsrats ist [[Wolfgang Clement]], RWE Deutschland AG, RWE Vertrieb AG, RWE Effizienz, envia Mitteldeutsche Energie, KEVAG, Lechwerke, Süwag Energie, VSE, Kelag (Österreich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''In Großbritannien:''' RWE npower&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''In den Niederlanden:''' Essent&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''In Zentralost- und Südost-Europa:''' RWE East, RWE Energy Hungária, RWE Polska, VSE a.s., RWE Transgas, NET4GAS, RWE Türkei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erneuerbare Energien:''' RWE Innogy&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Upstream Gas und Öl-Geschäft:''' RWE Dea&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Trading-Geschäft:''' RWE Supply &amp;amp; Trading GmbH, RWE Supply &amp;amp; Trading Switzerland S.A.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rwe.com/web/cms/de/111486/rwe/rwe-konzern/rwe-gesellschaften/ RWE Gesellschaften] Abgerufen am 21. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG wurde 1898 mit dem Bau ihres ersten Elektrizitätswerks gegründet, um die Energieversorgung der Ruhrmetropole Essen sicherzustellen. In den folgenden Jahrzehnten expandierte der Konzern stark. Unter anderem erwarb er Verkehrsbetriebe, die 1936 in der Tochtergesellschaft Rheinisch-Westfälische Straßen- und Kleinbahnen GmbH zusammengefasst wurden. Durch den Bau neuer Elektrizitätswerke und die Fusion mit seinem Konkurrenten Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen (VEW) wuchs RWE stetig und ist heute der zweitgrößte Energieversorger Deutschlands.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/thema/rwe/ Spiegel Dossier: RWE] Abgerufen am 20. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich erweiterte RWE über die Jahre seinen Tätigkeitsbereich auf Wasserversorgung und Abfallentsorgung. Jedoch gelang es RWE nicht auf dem Weltwassermarkt erfolgreich zu sein, und veräußerte somit 2006 seine Anteile am Wassergeschäft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.n-tv.de/archiv/Sanus-per-aquam-article198220.html RWE verkauft Thames Water] n-tv.de vom 17. Oktober 2006. Abgerufen am 20. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegenzug kaufte der Konzern 2009 den niederländischen Energieversorger Essent und konzentriert sich seitdem wieder auf sein Kerngeschäft, die Energieversorgung durch Strom und Gas. RWE nutzt dazu Braunkohle, Kernenergie, Gas, Öl und erneuerbaren Energien. (Der Ausstieg aus der Kernenergie 2011 stieß auf heftigen Protest von Seiten der RWE.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Laut der freiwilligen Auskunft im [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU hat RWE im Geschäftsjahr 2011 1.915.000€ für die direkte Lobbyarbeit bei den EU-Organen ausgegeben. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=77608353460-77 EU-Lobbyregister], Stand: 23.08.2010 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.unverkaeuflich.org/fileadmin/dokumente/Energie/Verflechtung_Energiewirtschaft_Politik.pdf Schwarzbuch Klimaschutzverhinderer Verflechtungen zwischen Politik und Energiewirtschaft, Herausgeber Greenpeace e.V., Stand: 2/2007]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Greenwashing]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nebeneinkünfte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Goldman_Sachs&amp;diff=34301</id>
		<title>Goldman Sachs</title>
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		<updated>2015-08-28T10:08:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Goldman Sachs&lt;br /&gt;
| Logo             =&lt;br /&gt;
| Branche          = Finanzen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Investment Banking&lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = New York, In Deutschland: MesseTurm, Friedrich-Ebert-Anlage 49, 60308 Frankfurt/M&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www2.goldmansachs.com/ goldmansachs.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Goldman Sachs''' nimmt in der internationalen Finanz-Branche eine herausragende Stellung ein. Das Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen mit Sitz in New York City und allen wichtigen Finanzstandorten weltweit gilt als eine der mächtigsten und am besten vernetzten Unternehmen der Welt. Goldman Sachs ist hauptsächlich als Finanzdienstleister für Großunternehmen und institutionelle Investoren tätig. Zusammen mit [[Morgan Stanley]] war Goldman Sachs im Frühjahr 2010 die einzigen von fünf reinen [[Investmentbank|Investmentbanken]] an der Wall Street, die die [[Welt-Finanzkrise]] überlebt hatten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsjournalist Wolfgang Münchau schrieb in der Financial Times: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Goldman ist zunächst sehr groß und mächtig. Wo auch immer größere Geldsummen von einem Ort zum anderen geschoben werden, ist die amerikanische Investmentbank dabei. Als Griechenland sein Defizit mittels schwer zu durchschauender Währungs-Swap-Kontrakte reduzierte, spielte Goldman Sachs die Rolle des Animateurs. Die Bank ist omnipräsent. Sie verfügt über dermaßen viel legales Insiderwissen, dass sie als Investor einen natürlichen Vorteil hat, ohne irgendein Gesetz brechen zu müssen.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20120706083404/http://www.ftd.de/politik/europa/:kolumne-muenchau-das-ende-von-goldman-sachs/50103611.html Münchau - Das Ende von Goldman Sachs], ftd.de vom 20. April 2010 - gespeichert in web.archieve.org, abgerufen am 19. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Negativ-Preis für Lobbying 2010==&lt;br /&gt;
Goldman Sachs wurde am 2. Dezember 2010 mit dem Negativ-Preis '''Worst EU Lobby Award''' ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/nominee/goldman-sachs-isda Homepage der Worst EU Lobbying Awards 2010], abgerufen am 26. Oktober&amp;lt;/ref&amp;gt; Goldman Sachs wurde ausgezeichnet, da das Unternehmen aggressives Lobbying gegen eine effiziente Regulierung der als „finanzielle Massenvernichtungswaffen&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/2817995.stm Buffett warns on investment 'time bomb'], BBC News vom 4.März 2003, abgerufen am 26. Oktober 2010 &amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichneten Derivate betrieb. Unter anderem zählte dazu eine Unterwanderung bzw. schleichende Übernahme der zuständigen EU-Experten-Kommission mit eigenen oder nahe stehenden Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2010/12/klimakiller-rwe-und-die-derivatelobby-mit-goldman-sachs-gewinnen-die-worst-eu-lobby-awards-2010/ Klimakiller RWE und die Derivatelobby mit Goldman Sachs gewinnen die Worst EU Lobby Awards 2010], website lobbycontrol.de vom 2. Dezember 2010, abgerufen am selben Tag&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brisante Geschäfte vor und in der Finanzkrise==&lt;br /&gt;
Goldman Sachs-Chef [[Lloyd C. Blankfein]] soll in einer internen E-Mail an Mitarbeiter laut Kölner Stadt-Anzeiger geäußert haben, in der [[Welt-Finanzkrise]] „haben wir mehr verdient, als wir verloren haben“. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.leverkusener-anzeiger.ksta.de/html/artikel/1272019578428.shtml Vorwürfe gegen US-Bank erhärtet], Kölner Stadt-Anzeiger vom 24. April 2010, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkauf von Depfa und Conti===&lt;br /&gt;
Nach Informationen von Werner Rügemer hat Goldman Sachs folgende Geschäfte vermittelt und über Provisionen davon profitiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verkauf der [[Depfa]] an die [[Hypo Real Estate]] - woraus mit zeitlicher Verzögerung der (angebliche) Beinahe-Zusammenbruch des deutschen Bankensystem erfolgt sein soll&lt;br /&gt;
* Der Reifen-Hersteller [[Schäffler]] übernimmt den Konkurrenten [[Conti]] (Provision: 15 Mio.Euro) - Schäffler geht an dem Deal beinahe bankrott.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Davis Square VI - LBBW klagt wegen Betrug oder Fahrlässigkeit===&lt;br /&gt;
Im Oktober 2010 musste sich Goldman Sachs gegen Anschuldigungen der [[Landesbank Baden-Württemberg]] wehren, die sich durch die [[Verbriefung]] [[Davis Square VI.]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tavakolistructuredfinance.com/DS6.pdf Davis Square VI CDO Portfolio Pre‐September 2008], Tavakoli structured Finance, INC, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; geschädigt sah. Goldman Sachs hatte diese Papiere strukturiert, verkauft und verwaltet. Sie waren mit einem Triple-A-[[Ratingagenturen|Rating]] bewertet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&amp;amp;artid=2010192047 Goldman sieht für Klage der LBBW &amp;quot;keinerlei Grundlage&amp;quot;] Börsen-Zeitung vom 6. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; und von der Landesbank-Tochter [[LBBW Luxemburg]] im März 2006 erworben worden. Die Landesbank forderte von Goldman Sachs 37 Millionen US-Dollar für erlittene Verluste. ''&amp;quot;Goldman wusste auf höchster Organisationsebene, dass die Darstellung, die Papiere wären mit Triple-A bewertet und hochklassig, offensichtlich falsch waren. Goldman hat Betrug begangen, und, oder, handelte fahrlässig, indem es die Papiere an die LBBW Luxemburg vermarktete und verkaufte.&amp;quot;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüberhinaus verklagte die LBBW den Investment-Ratgeber [[TCW Group]]. Bei deren Besitzer [[Societe Generale]] hatte Goldman Sachs, so der Vorwurf, sich mit Kreditausfallwetten gegen den Ausfall von Davis Square VI und anderen CDOs eingedeckt. TCW und Goldman Sachs wiesen diese Vorwürfe umgehend zurück&amp;lt;ref name=&amp;quot;bloom1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/news/2010-10-04/goldman-sachs-tcw-sued-by-landesbank-over-37-million-in-losses-from-cdo.html Goldman Sachs Sued Over German Bank's $37 Million Loss on CDO], Bloomberg.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huffingtonpost.com/janet-tavakoli/goldman-sachs-sued-by-ger_b_750607.htmlGoldman Sachs Sued by German Bank Over Davis Square VI, an AIG CDO Bailed Out by Taxpayers (Updated)], Jenet Tavakoli in huffingtonpost.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fall Landesbank Baden-Württemberg vs. Goldman Sachs hat das Aktenzeichen 10-7549 und wird am  U.S. District Court, Southern District of New York (Manhattan) verhandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bloom1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/news/2010-10-04/goldman-sachs-tcw-sued-by-landesbank-over-37-million-in-losses-from-cdo.html Goldman Sachs Sued Over German Bank's $37 Million Loss on CDO], Bloomberg.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Finanzprodukt &amp;quot;Abacus 2007-AC1&amp;quot; Goldman Sachs zahlt Rekordsumme um Verfahren zu stoppen===&lt;br /&gt;
Am 16.04.2010 reichte die US-Bankenaufsicht [[SEC]] eine Beschwerde gegen Goldman Sachs wegen Betrugs ein. Die Bank soll verschwiegen haben, dasss ein Hedge-Fonds an der Konstruktion eines &amp;quot;modernen Finanzprodukts&amp;quot; namens Abacus 2007-ACI beteiligt war, der zudem auf den Wertverfall des Derivats wettete. Die Abacus-Papiere, die ein komplexes Derivat aus US-Hypotheken waren, stellten sich als mutmaßliche Schrott-Produkte heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://topics.nytimes.com/top/news/business/companies/goldman_sachs_group_inc/index.html?offset=0&amp;amp;s=newest Goldman Sachs Group Inc.-Overview], Nytimes.com vom 20. April 2010, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Als eine der leidtragenden Banken galt die Düsseldorfer [[IKB]].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mitte Juli 2010 kamen die SEC und Goldman Sachs zu einem Vergleich: Die Ermittlungen wurden gegen die Zahlung von 550 Millionen Dollar eingestellt, einen Teil davon erhielt die Düsseldorfer [[IKB]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/derivat-abacus-goldman-sachs-droht-erneut-millionenstrafe;2651812 Derivat „Abacus“: Goldman Sachs droht erneut Millionenstrafe], Handelsblatt vom 9. September 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===John Paulsons Hedge-Fonds und Abacus===&lt;br /&gt;
Das Abacus-Papier wurde von einem Hedge-Fonds zusammengestellt, den einer der bestverdienenden Männer der Wall-Street leitete: [[John Paulson]]. Die Zeit schrieb über das Geschäftsgebahren von [[Paulson &amp;amp; Co.]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Der Logik der SEC-Anklage folgend hat Paulson das ganze Paket so zusammengeschnürt, dass es von Anfang besonders viele faule Hypotheken enthielt. Schließlich wettete er auf einen Wertverlust. Das ist ungefähr so, als würde bei der Nationalmannschaft der Trainer der gegnerischen Mannschaft die Aufstellung festlegen. Paulson hat Goldman Sachs 15 Millionen Dollar dafür gezahlt, dass sein Hedgefonds dieses Produkt konstruieren durfte.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Paulsons Wetten gegen Abacus funktionierte so: Paulson kaufte eine Art Ausfallversicherung für Kredite, die für den Kauf von Häusern aufgenommen waren. Platzte ein Kredit, kassierte Paulson die Prämie, ohne etwas mit dem eigentlichen Kredit zu tun zu haben. Ähnlich jemandem, der eine Brandschutzversicherung für das Haus seines Nachbarn aufnimmt – brennt es, kassiert er.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-04/goldman-sachs-paulson Goldman Sachs Die gewonnene Wette des John Paulson], Die Zeit vom 17. April 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strafen wegen Falschberatung in USA===&lt;br /&gt;
Goldman Sachs soll auf Druck der New Yorker Staatsanwaltschaft seit 2003 mindestens 22,5 Millionen Dollar an Strafzahlungen geleistet haben, weil sie Kunden beim Verkauf von Finanzprodukten wie &amp;quot;Auktionsanleihen&amp;quot; falsch beraten haben soll. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.werner-ruegemer.de/?p=15 Banken: Brandstifter als Feuerwehr], Website Werner-Rügemer.de, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldman profitiert von Lehman-Pleite und AIG-Rettung===&lt;br /&gt;
In den USA gab es vermehrte Skepsis, warum die US-Regierung den Goldman-Konkurrenten [[Lehman Brothers]] kollabieren ließ, während die [[American International Group]] (AIG) mit einer in der Geschichte des Kapitalismus einmaligen Summe gerettet wurde. Goldman Sachs war einer der größten Gläubiger des Versicherungskonzerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den $182.5 Milliarden an Steuergeldern zur Rettung der [[American International Group|AIG]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.usatoday.com/money/industries/insurance/2009-08-20-repay-bailout-aig_N.htm AIG shares bounce as CEO hopes to repay bailout funds], USAtoday.de vom 20. August 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;, flossen $12.9 Milliarden direkt an Goldman Sachs, bei denen AIG Verbindlichkeiten hatte. Insgesamt gingen $90 Milliarden der AIG-Rettungsgelder direkt an andere Banken, darunter neben Goldman auch die französische [[Societe Generale]] mit $11.9 Milliarden, die [[Deutsche Bank]] mit $11.8 Milliarden und die britische [[Barclays]] PLC mit $8.5 Mrd.. Die us-amerikanische [[Merrill Lynch]] erhielt $6.8 Mrd.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cbsnews.com/stories/2009/03/16/business/main4867408.shtml $90B Of AIG's Federal Rescue Went To Banks], CBSNews.com vom 16. März 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Informationen der New York Times zufolge war der US-Finanzminister und ehemalige Goldman Sachs Aufsichtsratsvorsitzende [[Hank Paulson]] während des Höhepunktes der [[Welt-Finanzkrise]] &amp;quot;''in sehr häufigem Kontakt''&amp;quot; mit [[Lloyd C. Blankfein]], Goldmans damaligem Aufsichtsratsvorsitzenden. In der Woche als der Versicherer AIG durch Regierungsgelder gerettet wurde, sprach Paulson laut seiner Kalender-Einträge zwei Dutzend Male mit Blankfein, weitaus öfter als mit anderen Wall Street Managern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2009/08/09/business/09paulson.html Paulson’s Calls to Goldman Tested Ethics], Gretchen Morgenson and Don Van Natta Jr. in NYTimes.de vom 8. August 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 2008 erhielt Goldman Sachs $10 Milliarden Rettungsgelder von der US-Regierung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://money.cnn.com/2009/04/13/news/goldman.earnings.report.fortune/index.htm Goldman reports $1.8 billion profit], CNN.com vom 14. April 2009, abgerufen am 27. 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businessweek.com/bwdaily/dnflash/content/oct2008/db20081013_441566.htm Paulson's $250 Billion Bank Buy], Jane Sasseen and Theo Francis in BusinessWeek.com vom 14. October 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/apps/news?sid=aSVFHxxWCKUs&amp;amp;pid=20601109 Blankfein's $70 Million Would Survive Paulson's Rules], Ian Katz and Rebecca Christie in Bloomberg.com vom 15. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; und gehörte somit zu den sechs großen US-Banken, die staatliche Stützungen aus dem [[TARP]]-Programm erhielten, das eine [[Kreditklemme]] verhindern sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldman zahlte die $10 Milliarden TARP-Gelder im Juni 2009 zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.marketwatch.com/story/goldman-sachs-repays-about-10-bln-in-tarp-funds-2009617133340 Goldman Sachs repays about $10 bln in TARP funds], Marketwatch.com vom 17. Juni 2009, abgerufen 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Rechnet man allein die AIG-Gelder dagegen, hätte Goldman netto $2,9 Milliarden an Staatsgeldern eingestrichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA gab Goldman Sachs im Jahr 2014 3,46 Millionen Dollar für ihre Lobbyarbeit aus&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://soprweb.senate.gov/index.cfm?event=processSearchCriteria US-Lobbyregister Goldman Sachs], abgerufen am 28. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; . Seit 2014 hat die Bank auch einen Eintrag im EU-Transparenzregister über ihre Lobbyaktivitäten in Brüssel. Nach eigenen Angaben investiert das Unternehmen lediglich 799.000 Euro pro Jahr in die EU-Lobbyarbeit und es seien nur 1,8 Vollzeitäquivalente mit Lobbytätigkeiten beauftragt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=701266814986-18 EU-Transparenzregister Goldman Sachs], abgerufen am 28. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beste Verbindungen zu Kanzlerin Merkel===&lt;br /&gt;
Der Deutschland-Chef von Goldman Sachs [[Alexander Dibelius]] nahm ''„schon früh Kontakt zu CDU-Parteichefin Angela Merkel auf, lange vor ihrer Nominierung als Kanzlerkandidatin. Für sie arrangierte er mehrere Dinner mit Unternehmens­chefs … Immer wieder steht er der Kanzlerin bei Fragen zur Verfügung“'', berichtet das Wirtschaftsmagazin capital. &amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Krisenjahr 2008 machte [[Angela Merkel]] den Goldman-Berater [[Otmar Issing]] zum Vorsitzenden der Kommission [[Expertengruppe Neue Finanzmarktarchitektur]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,587085,00.html Kanzlerin beruft Issings Expertengruppe] Spiegel.de vom 28. Oktober 2008, abgerufen am 14. Mai 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Repräsentanz in der Group of Thirty===&lt;br /&gt;
Mitarbeiter und Berater von Goldman Sachs sind Mitglieder der [[Group of Thirty]], die einen erheblichen Einfluss auf die Regulierung der Finanzmärkte hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Phänomen Drehtür - Das Goldman Sachs Netzwerk===&lt;br /&gt;
{{Seitenwechsel-box}}&lt;br /&gt;
Goldman Sachs gilt als Paradebeispiel für das [[Seitenwechsel|Seitenwechsler-Phänomen]]: das Unternehmen hat zahlreiche ehemalige Entscheidungsträger als Berater angeworben, zugleich wechseln immer wieder Mitarbeiter in Regierungs- oder Aufsichtsposten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mario Draghi]]: ist seit dem 1. November 2011 Präsident der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]]. Draghi war davor, seit Januar 2006, Gouverneur der italienischen Zentralbank [[Banca d´Italia]]. Von 2002-2005 war Mario Draghi stellvertretender Vorsitzender und Managing Director von Goldman Sachs International.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mario Monti]], neuer Regierungschef Italiens, ehemaliger EU-Kommissar, wird als Berater von Goldman Sachs („Board of International Advisors“) in dessen Jahresbericht 2010 geführt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/31904/ Italien: Monti ist im Nebenjob Berater bei Goldman Sachs] deutsche-mittelstands-nachrichten.de vom 14.11.11, abgerufen am 16.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Romano Prodi]], ehem. italienischer Ministerpräsident und EU-Kommissionspräsident, von 03/1990-05/1993 bei Goldman. Wenn Prodi kein öffentliches Amt bekleidet, arbeitet er als Berater für Goldman Sachs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;cbs1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.cbsnews.com/8301-31727_162-20001981-10391695.html Goldman Sachs' Revolving Door], CBSnews.com vom 7. April 2010, abgerufen am 18. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Otmar Issing]], ehem. Direktoriumsmitglied der [[EZB]], ehem. Chefvolkswirt der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]]. Ab 2007 „International Advisor“ von Goldman Sachs.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Philip D. Murphy]] Der ehemalige Goldman Sachs Senior Director wurde 2009 zum Botschafter der USA in Deutschland ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Robert Zoellick]] ist seit 2013 Vorsitzender des International Advisory Board von Goldman Sachs. Zuvor war er Präsident der Weltbank, United States Trade Representative (2001-2005), Deputy Secretary of State (2005-2006). Zoellick war in den 1990ern erst Goldman Sachs-Berater, später leitender Angestellter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&amp;amp;sid=agAylsBShx_M&amp;amp;refer=home „Zoellick Wins German Support to Be World Bank Head“], Bloomberg.com vom 29. Mai 2007, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/media-relations/press-releases/archived/2013/robert-b-zoellick-to-serve-goldman-sachs.html Presseerklärung Goldman Sachs vom 7. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Henry Paulson]], US-Finanzminister unter [[George W. Bush]]. In Paulsons Amtszeit fielen einige wichtigsten Banken-Rettungmaßnahmen der USA, ehemaliger Aufsichtratschef (CEO) von Goldman Sachs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Robert Rubin]], US-Finanzminister unter [[Bill Clinton]], langjähriges Aufsichtsratsmitglied von Goldman Sachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Peter Sutherland]], bis 1989 EU-Kommissar (u. a. für Wettbewerb) und bis 1995 GATT-Generaldirektor, ist seit 1995 Vorstandsmitglied von Goldman Sachs International.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://investing.businessweek.com/research/stocks/people/person.asp?personId=394468&amp;amp;ticker=BP Executive Profile Peter Dennis Sutherand], Website businessweek, abgerufen am 31. März 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere US-amerikanische Beispiele listet eine Recherche des US-Fernsehsenders CBS auf. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;cbs1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorgehensweise gegen striktere Regulierung des Derivatemarktes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner Mitgliedschaft im Derivateverband [[ISDA]] setzte sich Goldman Sachs aggressiv und mit Erfolg gegen geplante Regulierungen des risikoreichen Derivatemarktes ein. Regulierungen waren notwendig geworden, da Derivate bereits in der Finanzkrise 2008 weltweite wirtschaftliche Instabilität und Arbeitsplatzverluste verursachten sowie 2008 Mitverursacher der Lebensmittelkrise und der Eurokrise 2010 waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erfolgreichste Investmentbank im ISDA warnte Goldman Sachs davor, dass striktere Regulierungen die Bank dazu bringen würden, sich aus Europa zurückzuziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/cms/s/0/793cb220-cbf2-11df-bd28-00144feab49a.html Goldman warns Europe on regulation], Financial Times.com vom 29. September 2010, abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin setzte der ISDA die EU massiv unter Druck, um die Bildung einer Expertengruppe für Derivate zu bilden. Diese bestand dann fast ausschließlich aus Mitgliedern des ISDA - darunter auch Goldman Sachs.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/detail.cfm?ref=2299l Homepage der Europäischen Kommission], abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Bank platzierte sich außerdem in nahezu allen Beratergruppen der Kommission, die sich mit der Finanzmarktregulierung nach der Weltwirtschaftskrise befassten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/content/2010/06/people-vs-goldman-sachs The People versus Goldman Sachs ], Corporate Europe Observatory vom 1.Juni 2010, abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1975 erließ die US-amerikanische Börsenaufsicht [[Securities and Exchange Commission]] (SEC) die Regel, dass Investment-Banken einen Fremdfinanzierungsgrad (leverage ratio) von nicht weniger als 1 zu 15 aufweisen dürfe. D.h. mit 100 $ Eigenkapital durfte man 1.500 $ Fremdkapital aufnehmen. Im Jahr 2004 autorisierte die SEC unter dem Vorsitz von [[Christopher Cox]] fünf Investmentbanken, ihre eigenen Eigenkapitalregeln zu entwickeln. Voran gegangen war intensives Lobbying von Goldman Sachs. Besagte fünf Banken waren [[Goldman Sachs]], [[Morgan Stanley]], [[Lehman Brothers]], [[Bear Stearns]] und [[Merrill Lynch]]. Durch die Lockerung der Regulierung konnten die fünf ihre Eigenkapitalquote z.T. auf 1 zu 40 senken. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2008/10/03/business/03sec.html Agency’s ’04 Rule Let Banks Pile Up New Debt], Stephen Labaton in NYTimes.com vom 8. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Das geringe Eigenkapital im Verhälnis zu aufgenommenen Krediten beschleunigte den Weg in die [[Welt-Finanzkrise]], da die Institute kaum Möglichkeiten hatten, jene Verluste auszugleichen, die aus geplatzten Risiko-Wetten wie [[Collateral Debt Obligation|CDO]] und [[Credit Default Swap|CDS]] resulierten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nysun.com/business/ex-sec-official-blames-agency-for-blow-up/86130/ Ex-SEC Official Blames Agency for Blow-Up of Broker-Dealers], Julie Satow, NYSun.com vom 18. September 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.propublica.org/article/flawed-sec-program-failed-to-rein-in-investment-banks-101 ‘Flawed’ SEC Program Failed to Rein in Investment Banks], Ben Protess in ProPublica.org vom 1. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lee A. Pickard]], 1975 Direktor der SEC-Abteilung für Markt-Regulierung während die 1-zu-15-Regel erlassen wurde, sagte zu dem Umschwung von 2004, ''„Die SEC Änderung von 2004 ist der Hauptgrund für alle aufgetretenen Verluste.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nysun.com/business/ex-sec-official-blames-agency-for-blow-up/86130/ Ex-SEC Official Blames Agency for Blow-Up of Broker-Dealers], Julie Satow in NYSun.com vom 18. September 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2008 hatte Goldman Sachs sich in eine Bank-Holding umgewandelt und sich der Kontrolle der [[Federal Reserve Bank]] (die US-amerikanische Notenbank) unterworfen. Ihr Anlagevermögen wurde damals auf 150 Mrd. US-Dollar geschätzt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/idUSNWEN8384200809 Goldman Sachs to be regulated by Fed], reuters-Meldung vom 21. September 2008, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschäftsfelder==&lt;br /&gt;
===Übernahmen und Fusionen===&lt;br /&gt;
Goldman Sachs ist als eine weltweit führende Investmentbank an vorderster Stelle mit der Einfädelung von Übernahmen und Fusionen befasst. Das Unternehmen soll u.a. folgende Deals begleitet haben: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Daimler|Daimler-Benz]] übernimmt [[Chrysler]]&lt;br /&gt;
* [[Vodafone]] übernimmt [[Mannesmann]]&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Immobilien===&lt;br /&gt;
Über die Tochtergesellschaften [[Whithall]] und [[Highstreet]] kaufte Goldman Sachs in Nordrhein-Westfalen 950 000 Wohnungen der [[Landesentwicklungsgesellschaft]] (LEG). In Berlin erwarb die Bank 75 000 Wohnungen der Wohnungsgesellschaft [[GSW]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Unternehmensleitung===&lt;br /&gt;
*Vorstandschef und CEO: [[Lloyd C. Blankfein]]&lt;br /&gt;
*Präsident und Chief Operating Officer: [[Gary D. Cohn]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/who-we-are/leadership/board-of-directors/index.html Webseite Goldman Sachs, Leadership], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Partner===&lt;br /&gt;
Aktuell gibt es weltweit 467 Goldman-Partner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://uk.businessinsider.com/new-goldman-partners-list-2014-11?r=US Julia Laroche: These 78 Goldman Sachs Employees are the happiest people on Wall Street right now, Business Insider UK online vom 12. November 2014], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Deutsche Partner sind&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/goldman-sachs-warten-auf-den-goldenen-anruf/10969836.html Goldman Sachs Warten auf den goldenen Anruf, Handelsblatt online vom 12. November 2014], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Alexander Dibelius]] (bis 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
*Wolfgang Fink (seit 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
*Jörg Kukies (seit 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
===International Advisory Board===&lt;br /&gt;
Zu den internationalen Beratern gehören u.a.&lt;br /&gt;
*[[Robert B. Zoellick]] (Vorsitzender), ehemaliger Präsident der Weltbank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/media-relations/press-releases/archived/2013/robert-b-zoellick-to-serve-goldman-sachs.html Presseerklärung Goldman Sachs vom 7. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*José Luis Arnaut, portugiesischer Politiker und Gründungspartner der Anwaltssoicietät CMS-Rui Pena, Arnaut &amp;amp; Associados&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cms-rpa.com/Hubbard.FileSystem/files/Publication/80a4efa7-bedb-42bc-a91a-4e097a227181/Presentation/PublicationAttachment/a1f3b32d-d8a6-4095-81fb-52c8ea17d5fe/GS-Press-Relase-CMSRPA.pdf Presserklärung Goldman Sachs vom 10. Januar 2014], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Guillermo de la Dehesa]], Third vice-chairman und non-executive director der Banco Santander, Chairman of the Trustees des [[Centre of Economic Policy Research]] (CEPR), Mitglied der [[Euro 50 Group]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/economy_finance/bef2013/speakers/de_la_dehesa_guillermo/index_en.htm Economic and Financial Affairs, Speakers, Guillermo de la Dehesa, Webseite EU-Kommission], abgerufen am 10. 04. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Vladimir Dlouhy]], Präsident der tschechischen Handelskammer und Stellv. Vorsitzender [[Trilaterale Kommission]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://trilateral.org/go.cfm?do=page.view&amp;amp;pid=32 Trilateral Commission Leadership European Group], Webseite abgerufen am 13. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Mario Monti]], ehemaliger Premierminister von Italien und EU-Kommissar für Wettbewerb&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unibocconi.eu/wps/wcm/connect/Bocconi/SitoPubblico_EN/Navigation+Tree/Home/About+Us/Organization/International+Advisory+Council/Monti+IAC_Greenslade+2010+06+07+03+13 Biographie bei der Universität Bocconi], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Romano Prodi]], ehemaliger Premierminister von Italien und Präsident der EU-Kommission &lt;br /&gt;
*[[Otmar Issing]], ehemaliges Mitglied des Zentralbankrats [[Europäische Zentralbank]] (EZB)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/2013/10/08/us-goldman-advisoryboard-idUSBRE9970WF20131008 Former World Bank president rejoins Goldman Sachs, Reuters vom 8. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Erik Asbrink, ehemaliger schwedischer Finanzminister&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/2013/10/08/us-goldman-advisoryboard-idUSBRE9970WF20131008 Former World Bank president rejoins Goldman Sachs, Reuters vom 8. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Judd Gregg, ehemaliges Mitglied des US-Repräsentantenhauses, Gouverneur von New Hamshire und US-Senator&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Lord Griffiths of Forestfach]], Mitglied des britischen Oberhauses und Mitglied des Verwaltungsrats von Times Newspapers Holding, Ltd., ehemaliger Berater von Margaret Thatcher&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Victor Halberstadt, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Leiden Universität/Niederlande, ehemaliger Vorsitzender des International Advisory Board von DaimlerChrysler und Berater des Generalsekretärs der OECD&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Informationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Goldman_Sachs Goldman Sachs bei Sourcewatch (englisch)] - erstklassige Informationen!&lt;br /&gt;
* [http://www.opensecrets.org/orgs/summary.php?id=D000000085&amp;amp;cycle=2010 Goldman Sachs bei opensecrets.org] - In den Datenbanken des Center for Responsive Politics werden die Informationen aus dem US-Lobbyregister ausgewertet. &lt;br /&gt;
*[http://topics.nytimes.com/top/news/business/companies/goldman_sachs_group_inc/index.html?scp=1-spot&amp;amp;sq=Goldman&amp;amp;st=cse Goldman Sachs - Übersicht der New York Times (englisch)]&lt;br /&gt;
*[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs, 7/10/2013 Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bank]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Goldman_Sachs&amp;diff=34300</id>
		<title>Goldman Sachs</title>
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		<updated>2015-08-28T10:01:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Goldman Sachs&lt;br /&gt;
| Logo             =&lt;br /&gt;
| Branche          = Finanzen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Investment Banking&lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = New York, In Deutschland: MesseTurm, Friedrich-Ebert-Anlage 49, 60308 Frankfurt/M&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www2.goldmansachs.com/ goldmansachs.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Goldman Sachs''' nimmt in der internationalen Finanz-Branche eine herausragende Stellung ein. Das Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen mit Sitz in New York City und allen wichtigen Finanzstandorten weltweit gilt als eine der mächtigsten und am besten vernetzten Banken der Welt. Goldman Sachs ist hauptsächlich als Finanzdienstleister für Großunternehmen und institutionelle Investoren tätig. Zusammen mit [[Morgan Stanley]] war Goldman Sachs im Frühjahr 2010 die einzigen von fünf reinen [[Investmentbank|Investmentbanken]] an der Wall Street, die die [[Welt-Finanzkrise]] überlebt hatten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsjournalist Wolfgang Münchau schrieb in der Financial Times: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Goldman ist zunächst sehr groß und mächtig. Wo auch immer größere Geldsummen von einem Ort zum anderen geschoben werden, ist die amerikanische Investmentbank dabei. Als Griechenland sein Defizit mittels schwer zu durchschauender Währungs-Swap-Kontrakte reduzierte, spielte Goldman Sachs die Rolle des Animateurs. Die Bank ist omnipräsent. Sie verfügt über dermaßen viel legales Insiderwissen, dass sie als Investor einen natürlichen Vorteil hat, ohne irgendein Gesetz brechen zu müssen.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20120706083404/http://www.ftd.de/politik/europa/:kolumne-muenchau-das-ende-von-goldman-sachs/50103611.html Münchau - Das Ende von Goldman Sachs], ftd.de vom 20. April 2010 - gespeichert in web.archieve.org, abgerufen am 19. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Negativ-Preis für Lobbying 2010==&lt;br /&gt;
Goldman Sachs wurde am 2. Dezember 2010 mit dem Negativ-Preis '''Worst EU Lobby Award''' ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/nominee/goldman-sachs-isda Homepage der Worst EU Lobbying Awards 2010], abgerufen am 26. Oktober&amp;lt;/ref&amp;gt; Goldman Sachs wurde ausgezeichnet, da das Unternehmen aggressives Lobbying gegen eine effiziente Regulierung der als „finanzielle Massenvernichtungswaffen&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/2817995.stm Buffett warns on investment 'time bomb'], BBC News vom 4.März 2003, abgerufen am 26. Oktober 2010 &amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichneten Derivate betrieb. Unter anderem zählte dazu eine Unterwanderung bzw. schleichende Übernahme der zuständigen EU-Experten-Kommission mit eigenen oder nahe stehenden Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2010/12/klimakiller-rwe-und-die-derivatelobby-mit-goldman-sachs-gewinnen-die-worst-eu-lobby-awards-2010/ Klimakiller RWE und die Derivatelobby mit Goldman Sachs gewinnen die Worst EU Lobby Awards 2010], website lobbycontrol.de vom 2. Dezember 2010, abgerufen am selben Tag&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brisante Geschäfte vor und in der Finanzkrise==&lt;br /&gt;
Goldman Sachs-Chef [[Lloyd C. Blankfein]] soll in einer internen E-Mail an Mitarbeiter laut Kölner Stadt-Anzeiger geäußert haben, in der [[Welt-Finanzkrise]] „haben wir mehr verdient, als wir verloren haben“. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.leverkusener-anzeiger.ksta.de/html/artikel/1272019578428.shtml Vorwürfe gegen US-Bank erhärtet], Kölner Stadt-Anzeiger vom 24. April 2010, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkauf von Depfa und Conti===&lt;br /&gt;
Nach Informationen von Werner Rügemer hat Goldman Sachs folgende Geschäfte vermittelt und über Provisionen davon profitiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verkauf der [[Depfa]] an die [[Hypo Real Estate]] - woraus mit zeitlicher Verzögerung der (angebliche) Beinahe-Zusammenbruch des deutschen Bankensystem erfolgt sein soll&lt;br /&gt;
* Der Reifen-Hersteller [[Schäffler]] übernimmt den Konkurrenten [[Conti]] (Provision: 15 Mio.Euro) - Schäffler geht an dem Deal beinahe bankrott.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Davis Square VI - LBBW klagt wegen Betrug oder Fahrlässigkeit===&lt;br /&gt;
Im Oktober 2010 musste sich Goldman Sachs gegen Anschuldigungen der [[Landesbank Baden-Württemberg]] wehren, die sich durch die [[Verbriefung]] [[Davis Square VI.]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tavakolistructuredfinance.com/DS6.pdf Davis Square VI CDO Portfolio Pre‐September 2008], Tavakoli structured Finance, INC, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; geschädigt sah. Goldman Sachs hatte diese Papiere strukturiert, verkauft und verwaltet. Sie waren mit einem Triple-A-[[Ratingagenturen|Rating]] bewertet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&amp;amp;artid=2010192047 Goldman sieht für Klage der LBBW &amp;quot;keinerlei Grundlage&amp;quot;] Börsen-Zeitung vom 6. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; und von der Landesbank-Tochter [[LBBW Luxemburg]] im März 2006 erworben worden. Die Landesbank forderte von Goldman Sachs 37 Millionen US-Dollar für erlittene Verluste. ''&amp;quot;Goldman wusste auf höchster Organisationsebene, dass die Darstellung, die Papiere wären mit Triple-A bewertet und hochklassig, offensichtlich falsch waren. Goldman hat Betrug begangen, und, oder, handelte fahrlässig, indem es die Papiere an die LBBW Luxemburg vermarktete und verkaufte.&amp;quot;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüberhinaus verklagte die LBBW den Investment-Ratgeber [[TCW Group]]. Bei deren Besitzer [[Societe Generale]] hatte Goldman Sachs, so der Vorwurf, sich mit Kreditausfallwetten gegen den Ausfall von Davis Square VI und anderen CDOs eingedeckt. TCW und Goldman Sachs wiesen diese Vorwürfe umgehend zurück&amp;lt;ref name=&amp;quot;bloom1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/news/2010-10-04/goldman-sachs-tcw-sued-by-landesbank-over-37-million-in-losses-from-cdo.html Goldman Sachs Sued Over German Bank's $37 Million Loss on CDO], Bloomberg.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huffingtonpost.com/janet-tavakoli/goldman-sachs-sued-by-ger_b_750607.htmlGoldman Sachs Sued by German Bank Over Davis Square VI, an AIG CDO Bailed Out by Taxpayers (Updated)], Jenet Tavakoli in huffingtonpost.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fall Landesbank Baden-Württemberg vs. Goldman Sachs hat das Aktenzeichen 10-7549 und wird am  U.S. District Court, Southern District of New York (Manhattan) verhandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bloom1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/news/2010-10-04/goldman-sachs-tcw-sued-by-landesbank-over-37-million-in-losses-from-cdo.html Goldman Sachs Sued Over German Bank's $37 Million Loss on CDO], Bloomberg.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Finanzprodukt &amp;quot;Abacus 2007-AC1&amp;quot; Goldman Sachs zahlt Rekordsumme um Verfahren zu stoppen===&lt;br /&gt;
Am 16.04.2010 reichte die US-Bankenaufsicht [[SEC]] eine Beschwerde gegen Goldman Sachs wegen Betrugs ein. Die Bank soll verschwiegen haben, dasss ein Hedge-Fonds an der Konstruktion eines &amp;quot;modernen Finanzprodukts&amp;quot; namens Abacus 2007-ACI beteiligt war, der zudem auf den Wertverfall des Derivats wettete. Die Abacus-Papiere, die ein komplexes Derivat aus US-Hypotheken waren, stellten sich als mutmaßliche Schrott-Produkte heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://topics.nytimes.com/top/news/business/companies/goldman_sachs_group_inc/index.html?offset=0&amp;amp;s=newest Goldman Sachs Group Inc.-Overview], Nytimes.com vom 20. April 2010, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Als eine der leidtragenden Banken galt die Düsseldorfer [[IKB]].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mitte Juli 2010 kamen die SEC und Goldman Sachs zu einem Vergleich: Die Ermittlungen wurden gegen die Zahlung von 550 Millionen Dollar eingestellt, einen Teil davon erhielt die Düsseldorfer [[IKB]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/derivat-abacus-goldman-sachs-droht-erneut-millionenstrafe;2651812 Derivat „Abacus“: Goldman Sachs droht erneut Millionenstrafe], Handelsblatt vom 9. September 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===John Paulsons Hedge-Fonds und Abacus===&lt;br /&gt;
Das Abacus-Papier wurde von einem Hedge-Fonds zusammengestellt, den einer der bestverdienenden Männer der Wall-Street leitete: [[John Paulson]]. Die Zeit schrieb über das Geschäftsgebahren von [[Paulson &amp;amp; Co.]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Der Logik der SEC-Anklage folgend hat Paulson das ganze Paket so zusammengeschnürt, dass es von Anfang besonders viele faule Hypotheken enthielt. Schließlich wettete er auf einen Wertverlust. Das ist ungefähr so, als würde bei der Nationalmannschaft der Trainer der gegnerischen Mannschaft die Aufstellung festlegen. Paulson hat Goldman Sachs 15 Millionen Dollar dafür gezahlt, dass sein Hedgefonds dieses Produkt konstruieren durfte.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Paulsons Wetten gegen Abacus funktionierte so: Paulson kaufte eine Art Ausfallversicherung für Kredite, die für den Kauf von Häusern aufgenommen waren. Platzte ein Kredit, kassierte Paulson die Prämie, ohne etwas mit dem eigentlichen Kredit zu tun zu haben. Ähnlich jemandem, der eine Brandschutzversicherung für das Haus seines Nachbarn aufnimmt – brennt es, kassiert er.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-04/goldman-sachs-paulson Goldman Sachs Die gewonnene Wette des John Paulson], Die Zeit vom 17. April 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strafen wegen Falschberatung in USA===&lt;br /&gt;
Goldman Sachs soll auf Druck der New Yorker Staatsanwaltschaft seit 2003 mindestens 22,5 Millionen Dollar an Strafzahlungen geleistet haben, weil sie Kunden beim Verkauf von Finanzprodukten wie &amp;quot;Auktionsanleihen&amp;quot; falsch beraten haben soll. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.werner-ruegemer.de/?p=15 Banken: Brandstifter als Feuerwehr], Website Werner-Rügemer.de, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldman profitiert von Lehman-Pleite und AIG-Rettung===&lt;br /&gt;
In den USA gab es vermehrte Skepsis, warum die US-Regierung den Goldman-Konkurrenten [[Lehman Brothers]] kollabieren ließ, während die [[American International Group]] (AIG) mit einer in der Geschichte des Kapitalismus einmaligen Summe gerettet wurde. Goldman Sachs war einer der größten Gläubiger des Versicherungskonzerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den $182.5 Milliarden an Steuergeldern zur Rettung der [[American International Group|AIG]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.usatoday.com/money/industries/insurance/2009-08-20-repay-bailout-aig_N.htm AIG shares bounce as CEO hopes to repay bailout funds], USAtoday.de vom 20. August 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;, flossen $12.9 Milliarden direkt an Goldman Sachs, bei denen AIG Verbindlichkeiten hatte. Insgesamt gingen $90 Milliarden der AIG-Rettungsgelder direkt an andere Banken, darunter neben Goldman auch die französische [[Societe Generale]] mit $11.9 Milliarden, die [[Deutsche Bank]] mit $11.8 Milliarden und die britische [[Barclays]] PLC mit $8.5 Mrd.. Die us-amerikanische [[Merrill Lynch]] erhielt $6.8 Mrd.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cbsnews.com/stories/2009/03/16/business/main4867408.shtml $90B Of AIG's Federal Rescue Went To Banks], CBSNews.com vom 16. März 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Informationen der New York Times zufolge war der US-Finanzminister und ehemalige Goldman Sachs Aufsichtsratsvorsitzende [[Hank Paulson]] während des Höhepunktes der [[Welt-Finanzkrise]] &amp;quot;''in sehr häufigem Kontakt''&amp;quot; mit [[Lloyd C. Blankfein]], Goldmans damaligem Aufsichtsratsvorsitzenden. In der Woche als der Versicherer AIG durch Regierungsgelder gerettet wurde, sprach Paulson laut seiner Kalender-Einträge zwei Dutzend Male mit Blankfein, weitaus öfter als mit anderen Wall Street Managern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2009/08/09/business/09paulson.html Paulson’s Calls to Goldman Tested Ethics], Gretchen Morgenson and Don Van Natta Jr. in NYTimes.de vom 8. August 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 2008 erhielt Goldman Sachs $10 Milliarden Rettungsgelder von der US-Regierung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://money.cnn.com/2009/04/13/news/goldman.earnings.report.fortune/index.htm Goldman reports $1.8 billion profit], CNN.com vom 14. April 2009, abgerufen am 27. 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businessweek.com/bwdaily/dnflash/content/oct2008/db20081013_441566.htm Paulson's $250 Billion Bank Buy], Jane Sasseen and Theo Francis in BusinessWeek.com vom 14. October 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/apps/news?sid=aSVFHxxWCKUs&amp;amp;pid=20601109 Blankfein's $70 Million Would Survive Paulson's Rules], Ian Katz and Rebecca Christie in Bloomberg.com vom 15. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; und gehörte somit zu den sechs großen US-Banken, die staatliche Stützungen aus dem [[TARP]]-Programm erhielten, das eine [[Kreditklemme]] verhindern sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldman zahlte die $10 Milliarden TARP-Gelder im Juni 2009 zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.marketwatch.com/story/goldman-sachs-repays-about-10-bln-in-tarp-funds-2009617133340 Goldman Sachs repays about $10 bln in TARP funds], Marketwatch.com vom 17. Juni 2009, abgerufen 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Rechnet man allein die AIG-Gelder dagegen, hätte Goldman netto $2,9 Milliarden an Staatsgeldern eingestrichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA gab Goldman Sachs im Jahr 2014 3,46 Millionen Dollar für ihre Lobbyarbeit aus&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://soprweb.senate.gov/index.cfm?event=processSearchCriteria US-Lobbyregister Goldman Sachs], abgerufen am 28. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; . Seit 2014 hat die Bank auch einen Eintrag im EU-Transparenzregister über ihre Lobbyaktivitäten in Brüssel. Nach eigenen Angaben investiert das Unternehmen lediglich 799.000 Euro pro Jahr in die EU-Lobbyarbeit und es seien nur 1,8 Vollzeitäquivalente mit Lobbytätigkeiten beauftragt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=701266814986-18 EU-Transparenzregister Goldman Sachs], abgerufen am 28. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beste Verbindungen zu Kanzlerin Merkel===&lt;br /&gt;
Der Deutschland-Chef von Goldman Sachs [[Alexander Dibelius]] nahm ''„schon früh Kontakt zu CDU-Parteichefin Angela Merkel auf, lange vor ihrer Nominierung als Kanzlerkandidatin. Für sie arrangierte er mehrere Dinner mit Unternehmens­chefs … Immer wieder steht er der Kanzlerin bei Fragen zur Verfügung“'', berichtet das Wirtschaftsmagazin capital. &amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Krisenjahr 2008 machte [[Angela Merkel]] den Goldman-Berater [[Otmar Issing]] zum Vorsitzenden der Kommission [[Expertengruppe Neue Finanzmarktarchitektur]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,587085,00.html Kanzlerin beruft Issings Expertengruppe] Spiegel.de vom 28. Oktober 2008, abgerufen am 14. Mai 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Repräsentanz in der Group of Thirty===&lt;br /&gt;
Mitarbeiter und Berater von Goldman Sachs sind Mitglieder der [[Group of Thirty]], die einen erheblichen Einfluss auf die Regulierung der Finanzmärkte hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Phänomen Drehtür - Das Goldman Sachs Netzwerk===&lt;br /&gt;
{{Seitenwechsel-box}}&lt;br /&gt;
Goldman Sachs gilt als Paradebeispiel für das [[Seitenwechsel|Seitenwechsler-Phänomen]]: das Unternehmen hat zahlreiche ehemalige Entscheidungsträger als Berater angeworben, zugleich wechseln immer wieder Mitarbeiter in Regierungs- oder Aufsichtsposten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mario Draghi]]: ist seit dem 1. November 2011 Präsident der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]]. Draghi war davor, seit Januar 2006, Gouverneur der italienischen Zentralbank [[Banca d´Italia]]. Von 2002-2005 war Mario Draghi stellvertretender Vorsitzender und Managing Director von Goldman Sachs International.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mario Monti]], neuer Regierungschef Italiens, ehemaliger EU-Kommissar, wird als Berater von Goldman Sachs („Board of International Advisors“) in dessen Jahresbericht 2010 geführt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/31904/ Italien: Monti ist im Nebenjob Berater bei Goldman Sachs] deutsche-mittelstands-nachrichten.de vom 14.11.11, abgerufen am 16.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Romano Prodi]], ehem. italienischer Ministerpräsident und EU-Kommissionspräsident, von 03/1990-05/1993 bei Goldman. Wenn Prodi kein öffentliches Amt bekleidet, arbeitet er als Berater für Goldman Sachs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;cbs1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.cbsnews.com/8301-31727_162-20001981-10391695.html Goldman Sachs' Revolving Door], CBSnews.com vom 7. April 2010, abgerufen am 18. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Otmar Issing]], ehem. Direktoriumsmitglied der [[EZB]], ehem. Chefvolkswirt der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]]. Ab 2007 „International Advisor“ von Goldman Sachs.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Philip D. Murphy]] Der ehemalige Goldman Sachs Senior Director wurde 2009 zum Botschafter der USA in Deutschland ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Robert Zoellick]] ist seit 2013 Vorsitzender des International Advisory Board von Goldman Sachs. Zuvor war er Präsident der Weltbank, United States Trade Representative (2001-2005), Deputy Secretary of State (2005-2006). Zoellick war in den 1990ern erst Goldman Sachs-Berater, später leitender Angestellter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&amp;amp;sid=agAylsBShx_M&amp;amp;refer=home „Zoellick Wins German Support to Be World Bank Head“], Bloomberg.com vom 29. Mai 2007, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/media-relations/press-releases/archived/2013/robert-b-zoellick-to-serve-goldman-sachs.html Presseerklärung Goldman Sachs vom 7. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Henry Paulson]], US-Finanzminister unter [[George W. Bush]]. In Paulsons Amtszeit fielen einige wichtigsten Banken-Rettungmaßnahmen der USA, ehemaliger Aufsichtratschef (CEO) von Goldman Sachs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Robert Rubin]], US-Finanzminister unter [[Bill Clinton]], langjähriges Aufsichtsratsmitglied von Goldman Sachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Peter Sutherland]], bis 1989 EU-Kommissar (u. a. für Wettbewerb) und bis 1995 GATT-Generaldirektor, ist seit 1995 Vorstandsmitglied von Goldman Sachs International.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://investing.businessweek.com/research/stocks/people/person.asp?personId=394468&amp;amp;ticker=BP Executive Profile Peter Dennis Sutherand], Website businessweek, abgerufen am 31. März 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere US-amerikanische Beispiele listet eine Recherche des US-Fernsehsenders CBS auf. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;cbs1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorgehensweise gegen striktere Regulierung des Derivatemarktes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner Mitgliedschaft im Derivateverband [[ISDA]] setzte sich Goldman Sachs aggressiv und mit Erfolg gegen geplante Regulierungen des risikoreichen Derivatemarktes ein. Regulierungen waren notwendig geworden, da Derivate bereits in der Finanzkrise 2008 weltweite wirtschaftliche Instabilität und Arbeitsplatzverluste verursachten sowie 2008 Mitverursacher der Lebensmittelkrise und der Eurokrise 2010 waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erfolgreichste Investmentbank im ISDA warnte Goldman Sachs davor, dass striktere Regulierungen die Bank dazu bringen würden, sich aus Europa zurückzuziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/cms/s/0/793cb220-cbf2-11df-bd28-00144feab49a.html Goldman warns Europe on regulation], Financial Times.com vom 29. September 2010, abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin setzte der ISDA die EU massiv unter Druck, um die Bildung einer Expertengruppe für Derivate zu bilden. Diese bestand dann fast ausschließlich aus Mitgliedern des ISDA - darunter auch Goldman Sachs.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/detail.cfm?ref=2299l Homepage der Europäischen Kommission], abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Bank platzierte sich außerdem in nahezu allen Beratergruppen der Kommission, die sich mit der Finanzmarktregulierung nach der Weltwirtschaftskrise befassten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/content/2010/06/people-vs-goldman-sachs The People versus Goldman Sachs ], Corporate Europe Observatory vom 1.Juni 2010, abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1975 erließ die US-amerikanische Börsenaufsicht [[Securities and Exchange Commission]] (SEC) die Regel, dass Investment-Banken einen Fremdfinanzierungsgrad (leverage ratio) von nicht weniger als 1 zu 15 aufweisen dürfe. D.h. mit 100 $ Eigenkapital durfte man 1.500 $ Fremdkapital aufnehmen. Im Jahr 2004 autorisierte die SEC unter dem Vorsitz von [[Christopher Cox]] fünf Investmentbanken, ihre eigenen Eigenkapitalregeln zu entwickeln. Voran gegangen war intensives Lobbying von Goldman Sachs. Besagte fünf Banken waren [[Goldman Sachs]], [[Morgan Stanley]], [[Lehman Brothers]], [[Bear Stearns]] und [[Merrill Lynch]]. Durch die Lockerung der Regulierung konnten die fünf ihre Eigenkapitalquote z.T. auf 1 zu 40 senken. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2008/10/03/business/03sec.html Agency’s ’04 Rule Let Banks Pile Up New Debt], Stephen Labaton in NYTimes.com vom 8. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Das geringe Eigenkapital im Verhälnis zu aufgenommenen Krediten beschleunigte den Weg in die [[Welt-Finanzkrise]], da die Institute kaum Möglichkeiten hatten, jene Verluste auszugleichen, die aus geplatzten Risiko-Wetten wie [[Collateral Debt Obligation|CDO]] und [[Credit Default Swap|CDS]] resulierten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nysun.com/business/ex-sec-official-blames-agency-for-blow-up/86130/ Ex-SEC Official Blames Agency for Blow-Up of Broker-Dealers], Julie Satow, NYSun.com vom 18. September 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.propublica.org/article/flawed-sec-program-failed-to-rein-in-investment-banks-101 ‘Flawed’ SEC Program Failed to Rein in Investment Banks], Ben Protess in ProPublica.org vom 1. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lee A. Pickard]], 1975 Direktor der SEC-Abteilung für Markt-Regulierung während die 1-zu-15-Regel erlassen wurde, sagte zu dem Umschwung von 2004, ''„Die SEC Änderung von 2004 ist der Hauptgrund für alle aufgetretenen Verluste.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nysun.com/business/ex-sec-official-blames-agency-for-blow-up/86130/ Ex-SEC Official Blames Agency for Blow-Up of Broker-Dealers], Julie Satow in NYSun.com vom 18. September 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2008 hatte Goldman Sachs sich in eine Bank-Holding umgewandelt und sich der Kontrolle der [[Federal Reserve Bank]] (die US-amerikanische Notenbank) unterworfen. Ihr Anlagevermögen wurde damals auf 150 Mrd. US-Dollar geschätzt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/idUSNWEN8384200809 Goldman Sachs to be regulated by Fed], reuters-Meldung vom 21. September 2008, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschäftsfelder==&lt;br /&gt;
===Übernahmen und Fusionen===&lt;br /&gt;
Goldman Sachs ist als eine weltweit führende Investmentbank an vorderster Stelle mit der Einfädelung von Übernahmen und Fusionen befasst. Das Unternehmen soll u.a. folgende Deals begleitet haben: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Daimler|Daimler-Benz]] übernimmt [[Chrysler]]&lt;br /&gt;
* [[Vodafone]] übernimmt [[Mannesmann]]&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Immobilien===&lt;br /&gt;
Über die Tochtergesellschaften [[Whithall]] und [[Highstreet]] kaufte Goldman Sachs in Nordrhein-Westfalen 950 000 Wohnungen der [[Landesentwicklungsgesellschaft]] (LEG). In Berlin erwarb die Bank 75 000 Wohnungen der Wohnungsgesellschaft [[GSW]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Unternehmensleitung===&lt;br /&gt;
*Vorstandschef und CEO: [[Lloyd C. Blankfein]]&lt;br /&gt;
*Präsident und Chief Operating Officer: [[Gary D. Cohn]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/who-we-are/leadership/board-of-directors/index.html Webseite Goldman Sachs, Leadership], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Partner===&lt;br /&gt;
Aktuell gibt es weltweit 467 Goldman-Partner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://uk.businessinsider.com/new-goldman-partners-list-2014-11?r=US Julia Laroche: These 78 Goldman Sachs Employees are the happiest people on Wall Street right now, Business Insider UK online vom 12. November 2014], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Deutsche Partner sind&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/goldman-sachs-warten-auf-den-goldenen-anruf/10969836.html Goldman Sachs Warten auf den goldenen Anruf, Handelsblatt online vom 12. November 2014], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Alexander Dibelius]] (bis 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
*Wolfgang Fink (seit 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
*Jörg Kukies (seit 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
===International Advisory Board===&lt;br /&gt;
Zu den internationalen Beratern gehören u.a.&lt;br /&gt;
*[[Robert B. Zoellick]] (Vorsitzender), ehemaliger Präsident der Weltbank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/media-relations/press-releases/archived/2013/robert-b-zoellick-to-serve-goldman-sachs.html Presseerklärung Goldman Sachs vom 7. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*José Luis Arnaut, portugiesischer Politiker und Gründungspartner der Anwaltssoicietät CMS-Rui Pena, Arnaut &amp;amp; Associados&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cms-rpa.com/Hubbard.FileSystem/files/Publication/80a4efa7-bedb-42bc-a91a-4e097a227181/Presentation/PublicationAttachment/a1f3b32d-d8a6-4095-81fb-52c8ea17d5fe/GS-Press-Relase-CMSRPA.pdf Presserklärung Goldman Sachs vom 10. Januar 2014], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Guillermo de la Dehesa]], Third vice-chairman und non-executive director der Banco Santander, Chairman of the Trustees des [[Centre of Economic Policy Research]] (CEPR), Mitglied der [[Euro 50 Group]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/economy_finance/bef2013/speakers/de_la_dehesa_guillermo/index_en.htm Economic and Financial Affairs, Speakers, Guillermo de la Dehesa, Webseite EU-Kommission], abgerufen am 10. 04. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Vladimir Dlouhy]], Präsident der tschechischen Handelskammer und Stellv. Vorsitzender [[Trilaterale Kommission]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://trilateral.org/go.cfm?do=page.view&amp;amp;pid=32 Trilateral Commission Leadership European Group], Webseite abgerufen am 13. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Mario Monti]], ehemaliger Premierminister von Italien und EU-Kommissar für Wettbewerb&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unibocconi.eu/wps/wcm/connect/Bocconi/SitoPubblico_EN/Navigation+Tree/Home/About+Us/Organization/International+Advisory+Council/Monti+IAC_Greenslade+2010+06+07+03+13 Biographie bei der Universität Bocconi], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Romano Prodi]], ehemaliger Premierminister von Italien und Präsident der EU-Kommission &lt;br /&gt;
*[[Otmar Issing]], ehemaliges Mitglied des Zentralbankrats [[Europäische Zentralbank]] (EZB)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/2013/10/08/us-goldman-advisoryboard-idUSBRE9970WF20131008 Former World Bank president rejoins Goldman Sachs, Reuters vom 8. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Erik Asbrink, ehemaliger schwedischer Finanzminister&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/2013/10/08/us-goldman-advisoryboard-idUSBRE9970WF20131008 Former World Bank president rejoins Goldman Sachs, Reuters vom 8. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Judd Gregg, ehemaliges Mitglied des US-Repräsentantenhauses, Gouverneur von New Hamshire und US-Senator&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Lord Griffiths of Forestfach]], Mitglied des britischen Oberhauses und Mitglied des Verwaltungsrats von Times Newspapers Holding, Ltd., ehemaliger Berater von Margaret Thatcher&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Victor Halberstadt, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Leiden Universität/Niederlande, ehemaliger Vorsitzender des International Advisory Board von DaimlerChrysler und Berater des Generalsekretärs der OECD&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Informationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Goldman_Sachs Goldman Sachs bei Sourcewatch (englisch)] - erstklassige Informationen!&lt;br /&gt;
* [http://www.opensecrets.org/orgs/summary.php?id=D000000085&amp;amp;cycle=2010 Goldman Sachs bei opensecrets.org] - In den Datenbanken des Center for Responsive Politics werden die Informationen aus dem US-Lobbyregister ausgewertet. &lt;br /&gt;
*[http://topics.nytimes.com/top/news/business/companies/goldman_sachs_group_inc/index.html?scp=1-spot&amp;amp;sq=Goldman&amp;amp;st=cse Goldman Sachs - Übersicht der New York Times (englisch)]&lt;br /&gt;
*[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs, 7/10/2013 Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bank]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Goldman_Sachs&amp;diff=34299</id>
		<title>Goldman Sachs</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Goldman_Sachs&amp;diff=34299"/>
		<updated>2015-08-28T10:00:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Goldman Sachs&lt;br /&gt;
| Logo             =&lt;br /&gt;
| Branche          = Finanzen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Investment Banking&lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = New York, In Deutschland: MesseTurm, Friedrich-Ebert-Anlage 49, 60308 Frankfurt/M&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www2.goldmansachs.com/ goldmansachs.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Goldman Sachs''' nimmt in der internationalen Finanz-Branche eine herausragende Stellung ein. Das Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen mit Sitz in New York City und allen wichtigen Finanzstandorten weltweit gilt als eine der mächtigsten und am besten vernetzten Banken der Welt. Goldman Sachs ist hauptsächlich als Finanzdienstleister für Großunternehmen und institutionelle Investoren tätig. Zusammen mit [[Morgan Stanley]] war Goldman Sachs im Frühjahr 2010 die einzigen von fünf reinen [[Investmentbank|Investmentbanken]] an der Wall Street, die die [[Welt-Finanzkrise]] überlebt hatten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsjournalist Wolfgang Münchau schrieb in der Financial Times: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Goldman ist zunächst sehr groß und mächtig. Wo auch immer größere Geldsummen von einem Ort zum anderen geschoben werden, ist die amerikanische Investmentbank dabei. Als Griechenland sein Defizit mittels schwer zu durchschauender Währungs-Swap-Kontrakte reduzierte, spielte Goldman Sachs die Rolle des Animateurs. Die Bank ist omnipräsent. Sie verfügt über dermaßen viel legales Insiderwissen, dass sie als Investor einen natürlichen Vorteil hat, ohne irgendein Gesetz brechen zu müssen.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20120706083404/http://www.ftd.de/politik/europa/:kolumne-muenchau-das-ende-von-goldman-sachs/50103611.html Münchau - Das Ende von Goldman Sachs], ftd.de vom 20. April 2010 - gespeichert in web.archieve.org, abgerufen am 19. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Negativ-Preis für Lobbying 2010==&lt;br /&gt;
Goldman Sachs wurde am 2. Dezember 2010 mit dem Negativ-Preis '''Worst EU Lobby Award''' ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/nominee/goldman-sachs-isda Homepage der Worst EU Lobbying Awards 2010], abgerufen am 26. Oktober&amp;lt;/ref&amp;gt; Goldman Sachs wurde ausgezeichnet, da das Unternehmen aggressives Lobbying gegen eine effiziente Regulierung der als „finanzielle Massenvernichtungswaffen&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/2817995.stm Buffett warns on investment 'time bomb'], BBC News vom 4.März 2003, abgerufen am 26. Oktober 2010 &amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichneten Derivate betrieb. Unter anderem zählte dazu eine Unterwanderung bzw. schleichende Übernahme der zuständigen EU-Experten-Kommission mit eigenen oder nahe stehenden Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2010/12/klimakiller-rwe-und-die-derivatelobby-mit-goldman-sachs-gewinnen-die-worst-eu-lobby-awards-2010/ Klimakiller RWE und die Derivatelobby mit Goldman Sachs gewinnen die Worst EU Lobby Awards 2010], website lobbycontrol.de vom 2. Dezember 2010, abgerufen am selben Tag&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brisante Geschäfte vor und in der Finanzkrise==&lt;br /&gt;
Goldman Sachs-Chef [[Lloyd C. Blankfein]] soll in einer internen E-Mail an Mitarbeiter laut Kölner Stadt-Anzeiger geäußert haben, in der [[Welt-Finanzkrise]] „haben wir mehr verdient, als wir verloren haben“. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.leverkusener-anzeiger.ksta.de/html/artikel/1272019578428.shtml Vorwürfe gegen US-Bank erhärtet], Kölner Stadt-Anzeiger vom 24. April 2010, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkauf von Depfa und Conti===&lt;br /&gt;
Nach Informationen von Werner Rügemer hat Goldman Sachs folgende Geschäfte vermittelt und über Provisionen davon profitiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verkauf der [[Depfa]] an die [[Hypo Real Estate]] - woraus mit zeitlicher Verzögerung der (angebliche) Beinahe-Zusammenbruch des deutschen Bankensystem erfolgt sein soll&lt;br /&gt;
* Der Reifen-Hersteller [[Schäffler]] übernimmt den Konkurrenten [[Conti]] (Provision: 15 Mio.Euro) - Schäffler geht an dem Deal beinahe bankrott.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Davis Square VI - LBBW klagt wegen Betrug oder Fahrlässigkeit===&lt;br /&gt;
Im Oktober 2010 musste sich Goldman Sachs gegen Anschuldigungen der [[Landesbank Baden-Württemberg]] wehren, die sich durch die [[Verbriefung]] [[Davis Square VI.]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tavakolistructuredfinance.com/DS6.pdf Davis Square VI CDO Portfolio Pre‐September 2008], Tavakoli structured Finance, INC, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; geschädigt sah. Goldman Sachs hatte diese Papiere strukturiert, verkauft und verwaltet. Sie waren mit einem Triple-A-[[Ratingagenturen|Rating]] bewertet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&amp;amp;artid=2010192047 Goldman sieht für Klage der LBBW &amp;quot;keinerlei Grundlage&amp;quot;] Börsen-Zeitung vom 6. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; und von der Landesbank-Tochter [[LBBW Luxemburg]] im März 2006 erworben worden. Die Landesbank forderte von Goldman Sachs 37 Millionen US-Dollar für erlittene Verluste. ''&amp;quot;Goldman wusste auf höchster Organisationsebene, dass die Darstellung, die Papiere wären mit Triple-A bewertet und hochklassig, offensichtlich falsch waren. Goldman hat Betrug begangen, und, oder, handelte fahrlässig, indem es die Papiere an die LBBW Luxemburg vermarktete und verkaufte.&amp;quot;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüberhinaus verklagte die LBBW den Investment-Ratgeber [[TCW Group]]. Bei deren Besitzer [[Societe Generale]] hatte Goldman Sachs, so der Vorwurf, sich mit Kreditausfallwetten gegen den Ausfall von Davis Square VI und anderen CDOs eingedeckt. TCW und Goldman Sachs wiesen diese Vorwürfe umgehend zurück&amp;lt;ref name=&amp;quot;bloom1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/news/2010-10-04/goldman-sachs-tcw-sued-by-landesbank-over-37-million-in-losses-from-cdo.html Goldman Sachs Sued Over German Bank's $37 Million Loss on CDO], Bloomberg.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huffingtonpost.com/janet-tavakoli/goldman-sachs-sued-by-ger_b_750607.htmlGoldman Sachs Sued by German Bank Over Davis Square VI, an AIG CDO Bailed Out by Taxpayers (Updated)], Jenet Tavakoli in huffingtonpost.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fall Landesbank Baden-Württemberg vs. Goldman Sachs hat das Aktenzeichen 10-7549 und wird am  U.S. District Court, Southern District of New York (Manhattan) verhandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bloom1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/news/2010-10-04/goldman-sachs-tcw-sued-by-landesbank-over-37-million-in-losses-from-cdo.html Goldman Sachs Sued Over German Bank's $37 Million Loss on CDO], Bloomberg.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Finanzprodukt &amp;quot;Abacus 2007-AC1&amp;quot; Goldman Sachs zahlt Rekordsumme um Verfahren zu stoppen===&lt;br /&gt;
Am 16.04.2010 reichte die US-Bankenaufsicht [[SEC]] eine Beschwerde gegen Goldman Sachs wegen Betrugs ein. Die Bank soll verschwiegen haben, dasss ein Hedge-Fonds an der Konstruktion eines &amp;quot;modernen Finanzprodukts&amp;quot; namens Abacus 2007-ACI beteiligt war, der zudem auf den Wertverfall des Derivats wettete. Die Abacus-Papiere, die ein komplexes Derivat aus US-Hypotheken waren, stellten sich als mutmaßliche Schrott-Produkte heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://topics.nytimes.com/top/news/business/companies/goldman_sachs_group_inc/index.html?offset=0&amp;amp;s=newest Goldman Sachs Group Inc.-Overview], Nytimes.com vom 20. April 2010, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Als eine der leidtragenden Banken galt die Düsseldorfer [[IKB]].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mitte Juli 2010 kamen die SEC und Goldman Sachs zu einem Vergleich: Die Ermittlungen wurden gegen die Zahlung von 550 Millionen Dollar eingestellt, einen Teil davon erhielt die Düsseldorfer [[IKB]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/derivat-abacus-goldman-sachs-droht-erneut-millionenstrafe;2651812 Derivat „Abacus“: Goldman Sachs droht erneut Millionenstrafe], Handelsblatt vom 9. September 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===John Paulsons Hedge-Fonds und Abacus===&lt;br /&gt;
Das Abacus-Papier wurde von einem Hedge-Fonds zusammengestellt, den einer der bestverdienenden Männer der Wall-Street leitete: [[John Paulson]]. Die Zeit schrieb über das Geschäftsgebahren von [[Paulson &amp;amp; Co.]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Der Logik der SEC-Anklage folgend hat Paulson das ganze Paket so zusammengeschnürt, dass es von Anfang besonders viele faule Hypotheken enthielt. Schließlich wettete er auf einen Wertverlust. Das ist ungefähr so, als würde bei der Nationalmannschaft der Trainer der gegnerischen Mannschaft die Aufstellung festlegen. Paulson hat Goldman Sachs 15 Millionen Dollar dafür gezahlt, dass sein Hedgefonds dieses Produkt konstruieren durfte.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Paulsons Wetten gegen Abacus funktionierte so: Paulson kaufte eine Art Ausfallversicherung für Kredite, die für den Kauf von Häusern aufgenommen waren. Platzte ein Kredit, kassierte Paulson die Prämie, ohne etwas mit dem eigentlichen Kredit zu tun zu haben. Ähnlich jemandem, der eine Brandschutzversicherung für das Haus seines Nachbarn aufnimmt – brennt es, kassiert er.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-04/goldman-sachs-paulson Goldman Sachs Die gewonnene Wette des John Paulson], Die Zeit vom 17. April 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strafen wegen Falschberatung in USA===&lt;br /&gt;
Goldman Sachs soll auf Druck der New Yorker Staatsanwaltschaft seit 2003 mindestens 22,5 Millionen Dollar an Strafzahlungen geleistet haben, weil sie Kunden beim Verkauf von Finanzprodukten wie &amp;quot;Auktionsanleihen&amp;quot; falsch beraten haben soll. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.werner-ruegemer.de/?p=15 Banken: Brandstifter als Feuerwehr], Website Werner-Rügemer.de, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldman profitiert von Lehman-Pleite und AIG-Rettung===&lt;br /&gt;
In den USA gab es vermehrte Skepsis, warum die US-Regierung den Goldman-Konkurrenten [[Lehman Brothers]] kollabieren ließ, während die [[American International Group]] (AIG) mit einer in der Geschichte des Kapitalismus einmaligen Summe gerettet wurde. Goldman Sachs war einer der größten Gläubiger des Versicherungskonzerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den $182.5 Milliarden an Steuergeldern zur Rettung der [[American International Group|AIG]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.usatoday.com/money/industries/insurance/2009-08-20-repay-bailout-aig_N.htm AIG shares bounce as CEO hopes to repay bailout funds], USAtoday.de vom 20. August 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;, flossen $12.9 Milliarden direkt an Goldman Sachs, bei denen AIG Verbindlichkeiten hatte. Insgesamt gingen $90 Milliarden der AIG-Rettungsgelder direkt an andere Banken, darunter neben Goldman auch die französische [[Societe Generale]] mit $11.9 Milliarden, die [[Deutsche Bank]] mit $11.8 Milliarden und die britische [[Barclays]] PLC mit $8.5 Mrd.. Die us-amerikanische [[Merrill Lynch]] erhielt $6.8 Mrd.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cbsnews.com/stories/2009/03/16/business/main4867408.shtml $90B Of AIG's Federal Rescue Went To Banks], CBSNews.com vom 16. März 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Informationen der New York Times zufolge war der US-Finanzminister und ehemalige Goldman Sachs Aufsichtsratsvorsitzende [[Hank Paulson]] während des Höhepunktes der [[Welt-Finanzkrise]] &amp;quot;''in sehr häufigem Kontakt''&amp;quot; mit [[Lloyd C. Blankfein]], Goldmans damaligem Aufsichtsratsvorsitzenden. In der Woche als der Versicherer AIG durch Regierungsgelder gerettet wurde, sprach Paulson laut seiner Kalender-Einträge zwei Dutzend Male mit Blankfein, weitaus öfter als mit anderen Wall Street Managern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2009/08/09/business/09paulson.html Paulson’s Calls to Goldman Tested Ethics], Gretchen Morgenson and Don Van Natta Jr. in NYTimes.de vom 8. August 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 2008 erhielt Goldman Sachs $10 Milliarden Rettungsgelder von der US-Regierung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://money.cnn.com/2009/04/13/news/goldman.earnings.report.fortune/index.htm Goldman reports $1.8 billion profit], CNN.com vom 14. April 2009, abgerufen am 27. 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businessweek.com/bwdaily/dnflash/content/oct2008/db20081013_441566.htm Paulson's $250 Billion Bank Buy], Jane Sasseen and Theo Francis in BusinessWeek.com vom 14. October 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/apps/news?sid=aSVFHxxWCKUs&amp;amp;pid=20601109 Blankfein's $70 Million Would Survive Paulson's Rules], Ian Katz and Rebecca Christie in Bloomberg.com vom 15. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; und gehörte somit zu den sechs großen US-Banken, die staatliche Stützungen aus dem [[TARP]]-Programm erhielten, das eine [[Kreditklemme]] verhindern sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldman zahlte die $10 Milliarden TARP-Gelder im Juni 2009 zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.marketwatch.com/story/goldman-sachs-repays-about-10-bln-in-tarp-funds-2009617133340 Goldman Sachs repays about $10 bln in TARP funds], Marketwatch.com vom 17. Juni 2009, abgerufen 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Rechnet man allein die AIG-Gelder dagegen, hätte Goldman netto $2,9 Milliarden an Staatsgeldern eingestrichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA gab Goldman Sachs im Jahr 2014 3,46 Millionen Dollar für ihre Lobbyarbeit aus&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://soprweb.senate.gov/index.cfm?event=processSearchCriteria US-Lobbyregister Goldman Sachs], abgerufen am 28. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; . Seit 2014 hat die Bank auch einen Eintrag im EU-Transparenzregister über ihre Lobbyaktivitäten in Brüssel. Nach eigenen Angaben investiert das Unternehmen lediglich 799.000 Euro pro Jahr in die EU-Lobbyarbeit und es seien nur 1,8 Vollzeitäquivalente mit Lobbytätigkeiten beauftragt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=701266814986-18 EU-Transparenzregister Goldman Sachs], abgerufen am 28. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beste Verbindungen zu Kanzlerin Merkel===&lt;br /&gt;
Der Deutschland-Chef von Goldman Sachs [[Alexander Dibelius]] nahm ''„schon früh Kontakt zu CDU-Parteichefin Angela Merkel auf, lange vor ihrer Nominierung als Kanzlerkandidatin. Für sie arrangierte er mehrere Dinner mit Unternehmens­chefs … Immer wieder steht er der Kanzlerin bei Fragen zur Verfügung“'', berichtet das Wirtschaftsmagazin capital. &amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Krisenjahr 2008 machte [[Angela Merkel]] den Goldman-Berater [[Otmar Issing]] zum Vorsitzenden der Kommission [[Expertengruppe Neue Finanzmarktarchitektur]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,587085,00.html Kanzlerin beruft Issings Expertengruppe] Spiegel.de vom 28. Oktober 2008, abgerufen am 14. Mai 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Repräsentanz in der Group of Thirty===&lt;br /&gt;
Mitarbeiter und Berater von Goldman Sachs sind Mitglieder der [[Group of Thirty]], die einen erheblichen Einfluss auf die Regulierung der Finanzmärkte hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Phänomen Drehtür - Das Goldman Sachs Netzwerk===&lt;br /&gt;
{{Seitenwechsel-box}}&lt;br /&gt;
Goldman Sachs gilt als Paradebeispiel für das [[Seitenwechsel|Seitenwechsler-Phänomen]]: das Unternehmen hat zahlreiche ehemalige Entscheidungsträger als Berater angeworben, zugleich wechseln immer wieder Mitarbeiter in Regierungs- oder Aufsichtsposten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mario Draghi]]: ist seit dem 1. November 2011 Präsident der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]]. Draghi war davor, seit Januar 2006, Gouverneur der italienischen Zentralbank [[Banca d´Italia]]. Von 2002-2005 war Mario Draghi stellvertretender Vorsitzender und Managing Director von Goldman Sachs International.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mario Monti]], neuer Regierungschef Italiens, ehemaliger EU-Kommissar, wird als Berater von Goldman Sachs („Board of International Advisors“) in dessen Jahresbericht 2010 geführt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/31904/ Italien: Monti ist im Nebenjob Berater bei Goldman Sachs] deutsche-mittelstands-nachrichten.de vom 14.11.11, abgerufen am 16.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Romano Prodi]], ehem. italienischer Ministerpräsident und EU-Kommissionspräsident, von 03/1990-05/1993 bei Goldman. Wenn Prodi kein öffentliches Amt bekleidet, arbeitet er als Berater für Goldman Sachs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;cbs1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.cbsnews.com/8301-31727_162-20001981-10391695.html Goldman Sachs' Revolving Door], CBSnews.com vom 7. April 2010, abgerufen am 18. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Otmar Issing]], ehem. Direktoriumsmitglied der [[EZB]], ehem. Chefvolkswirt der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]]. Ab 2007 „International Advisor“ von Goldman Sachs.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Philip D. Murphy]] Der ehemalige Goldman Sachs Senior Director wurde 2009 zum Botschafter der USA in Deutschland ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Robert Zoellick]] ist seit 2013 Vorsitzender des International Advisory Board von Goldman Sachs. Zuvor war er Präsident der Weltbank, United States Trade Representative (2001-2005), Deputy Secretary of State (2005-2006). Zoellick war in den 1990ern erst Goldman Sachs-Berater, später leitender Angestellter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&amp;amp;sid=agAylsBShx_M&amp;amp;refer=home „Zoellick Wins German Support to Be World Bank Head“], Bloomberg.com vom 29. Mai 2007, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/media-relations/press-releases/archived/2013/robert-b-zoellick-to-serve-goldman-sachs.html Presseerklärung Goldman Sachs vom 7. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Henry Paulson]], US-Finanzminister unter [[George W. Bush]]. In Paulsons Amtszeit fielen einige wichtigsten Banken-Rettungmaßnahmen der USA, ehemaliger Aufsichtratschef (CEO) von Goldman Sachs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Robert Rubin]], US-Finanzminister unter [[Bill Clinton]], langjähriges Aufsichtsratsmitglied von Goldman Sachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Peter Sutherland]], bis 1989 EU-Kommissar (u. a. für Wettbewerb) und bis 1995 GATT-Generaldirektor, ist seit 1995 Vorstandsmitglied von Goldman Sachs International.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://investing.businessweek.com/research/stocks/people/person.asp?personId=394468&amp;amp;ticker=BP Executive Profile Peter Dennis Sutherand], Website businessweek, abgerufen am 31. März 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere US-amerikanische Beispiele listet eine Recherche des US-Fernsehsenders CBS auf. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;cbs1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorgehensweise gegen striktere Regulierung des Derivatemarktes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner Mitgliedschaft im Derivateverband [[ISDA]] setzte sich Goldman Sachs aggressiv und mit Erfolg gegen geplante Regulierungen des risikoreichen Derivatemarktes ein. Regulierungen waren notwendig geworden, da Derivate bereits in der Finanzkrise 2008 weltweite wirtschaftliche Instabilität und Arbeitsplatzverluste verursachten sowie 2008 Mitverursacher der Lebensmittelkrise und der Eurokrise 2010 waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erfolgreichste Investmentbank im ISDA warnte Goldman Sachs davor, dass striktere Regulierungen die Bank dazu bringen würden, sich aus Europa zurückzuziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/cms/s/0/793cb220-cbf2-11df-bd28-00144feab49a.html Goldman warns Europe on regulation], Financial Times.com vom 29. September 2010, abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin setzte der ISDA die EU massiv unter Druck, um die Bildung einer Expertengruppe für Derivate zu bilden. Diese bestand dann fast ausschließlich aus Mitgliedern des ISDA - darunter auch Goldman Sachs.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/detail.cfm?ref=2299l Homepage der Europäischen Kommission], abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Bank platzierte sich außerdem in nahezu allen Beratergruppen der Kommission, die sich mit der Finanzmarktregulierung nach der Weltwirtschaftskrise befassten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/content/2010/06/people-vs-goldman-sachs The People versus Goldman Sachs ], Corporate Europe Observatory vom 1.Juni 2010, abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1975 erließ die US-amerikanische Börsenaufsicht [[Securities and Exchange Commission]] (SEC) die Regel, dass Investment-Banken einen Fremdfinanzierungsgrad (leverage ratio) von nicht weniger als 1 zu 15 aufweisen dürfe. D.h. mit 100 $ Eigenkapital durfte man 1.500 $ Fremdkapital aufnehmen. Im Jahr 2004 autorisierte die SEC unter dem Vorsitz von [[Christopher Cox]] fünf Investmentbanken, ihre eigenen Eigenkapitalregeln zu entwickeln. Voran gegangen war intensives Lobbying von Goldman Sachs. Besagte fünf Banken waren [[Goldman Sachs]], [[Morgan Stanley]], [[Lehman Brothers]], [[Bear Stearns]] und [[Merrill Lynch]]. Durch die Lockerung der Regulierung konnten die fünf ihre Eigenkapitalquote z.T. auf 1 zu 40 senken. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2008/10/03/business/03sec.html Agency’s ’04 Rule Let Banks Pile Up New Debt], Stephen Labaton in NYTimes.com vom 8. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Das geringe Eigenkapital im Verhälnis zu aufgenommenen Krediten beschleunigte den Weg in die [[Welt-Finanzkrise]], da die Institute kaum Möglichkeiten hatten, jene Verluste auszugleichen, die aus geplatzten Risiko-Wetten wie [[Collateral Debt Obligation|CDO]] und [[Credit Default Swap|CDS]] resulierten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nysun.com/business/ex-sec-official-blames-agency-for-blow-up/86130/ Ex-SEC Official Blames Agency for Blow-Up of Broker-Dealers], Julie Satow, NYSun.com vom 18. September 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.propublica.org/article/flawed-sec-program-failed-to-rein-in-investment-banks-101 ‘Flawed’ SEC Program Failed to Rein in Investment Banks], Ben Protess in ProPublica.org vom 1. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lee A. Pickard]], 1975 Direktor der SEC-Abteilung für Markt-Regulierung während die 1-zu-15-Regel erlassen wurde, sagte zu dem Umschwung von 2004, ''„Die SEC Änderung von 2004 ist der Hauptgrund für alle aufgetretenen Verluste.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nysun.com/business/ex-sec-official-blames-agency-for-blow-up/86130/ Ex-SEC Official Blames Agency for Blow-Up of Broker-Dealers], Julie Satow in NYSun.com vom 18. September 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2008 hatte Goldman Sachs sich in eine Bank-Holding umgewandelt und sich der Kontrolle der [[Federal Reserve Bank]] (die US-amerikanische Notenbank) unterworfen. Ihr Anlagevermögen wurde damals auf 150 Mrd. US-Dollar geschätzt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/idUSNWEN8384200809 Goldman Sachs to be regulated by Fed], reuters-Meldung vom 21. September 2008, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschäftsfelder==&lt;br /&gt;
===Übernahmen und Fusionen===&lt;br /&gt;
Goldman Sachs ist als eine weltweit führende Investmentbank an vorderster Stelle mit der Einfädelung von Übernahmen und Fusionen befasst. Das Unternehmen soll u.a. folgende Deals begleitet haben: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Daimler|Daimler-Benz]] übernimmt [[Chrysler]]&lt;br /&gt;
* [[Vodafone]] übernimmt [[Mannesmann]]&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Immobilien===&lt;br /&gt;
Über die Tochtergesellschaften [[Whithall]] und [[Highstreet]] kaufte Goldman Sachs in Nordrhein-Westfalen 950 000 Wohnungen der [[Landesentwicklungsgesellschaft]] (LEG). In Berlin erwarb die Bank 75 000 Wohnungen der Wohnungsgesellschaft [[GSW]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Unternehmensleitung===&lt;br /&gt;
*Vorstandschef und CEO: [[Lloyd C. Blankfein]]&lt;br /&gt;
*Präsident und Chief Operating Officer: [[Gary D. Cohn]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/who-we-are/leadership/board-of-directors/index.html Webseite Goldman Sachs, Leadership], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Partner===&lt;br /&gt;
Aktuell gibt es weltweit 467 Goldman-Partner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://uk.businessinsider.com/new-goldman-partners-list-2014-11?r=US Julia Laroche: These 78 Goldman Sachs Employees are the happiest people on Wall Street right now, Business Insider UK online vom 12. November 2014], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Deutsche Partner sind&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/goldman-sachs-warten-auf-den-goldenen-anruf/10969836.html Goldman Sachs Warten auf den goldenen Anruf, Handelsblatt online vom 12. November 2014], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Alexander Dibelius]] (bis 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
*Wolfgang Fink (seit 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
*Jörg Kukies (seit 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
===International Advisory Board===&lt;br /&gt;
Zu den internationalen Beratern gehören u.a.&lt;br /&gt;
*[[Robert B. Zoellick]] (Vorsitzender), ehemaliger Präsident der Weltbank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/media-relations/press-releases/archived/2013/robert-b-zoellick-to-serve-goldman-sachs.html Presseerklärung Goldman Sachs vom 7. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*José Luis Arnaut, portugiesischer Politiker und Gründungspartner der Anwaltssoicietät CMS-Rui Pena, Arnaut &amp;amp; Associados&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cms-rpa.com/Hubbard.FileSystem/files/Publication/80a4efa7-bedb-42bc-a91a-4e097a227181/Presentation/PublicationAttachment/a1f3b32d-d8a6-4095-81fb-52c8ea17d5fe/GS-Press-Relase-CMSRPA.pdf Presserklärung Goldman Sachs vom 10. Januar 2014], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Guillermo de la Dehesa]], Third vice-chairman und non-executive director der Banco Santander, Chairman of the Trustees des [[Centre of Economic Policy Research]] (CEPR), Mitglied der [[Euro 50 Group]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/economy_finance/bef2013/speakers/de_la_dehesa_guillermo/index_en.htm Economic and Financial Affairs, Speakers, Guillermo de la Dehesa, Webseite EU-Kommission], abgerufen am 10. 04. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Vladimir Dlouhy]], Präsident der tschechischen Handelskammer und Stellv. Vorsitzender [[Trilaterale Kommission]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://trilateral.org/go.cfm?do=page.view&amp;amp;pid=32 Trilateral Commission Leadership European Group], Webseite abgerufen am 13. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Mario Monti]], ehemaliger Premierminister von Italien und EU-Kommissar für Wettbewerb&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unibocconi.eu/wps/wcm/connect/Bocconi/SitoPubblico_EN/Navigation+Tree/Home/About+Us/Organization/International+Advisory+Council/Monti+IAC_Greenslade+2010+06+07+03+13 Biographie bei der Universität Bocconi], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Romano Prodi]], ehemaliger Premierminister von Italien und Präsident der EU-Kommission &lt;br /&gt;
*[[Otmar Issing]], ehemaliges Mitglied des Zentralbankrats [[Europäische Zentralbank]] (EZB)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/2013/10/08/us-goldman-advisoryboard-idUSBRE9970WF20131008 Former World Bank president rejoins Goldman Sachs, Reuters vom 8. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Erik Asbrink, ehemaliger schwedischer Finanzminister&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/2013/10/08/us-goldman-advisoryboard-idUSBRE9970WF20131008 Former World Bank president rejoins Goldman Sachs, Reuters vom 8. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Judd Gregg, ehemaliges Mitglied des US-Repräsentantenhauses, Gouverneur von New Hamshire und US-Senator&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Lord Griffiths of Forestfach]], Mitglied des britischen Oberhauses und Mitglied des Verwaltungsrats von Times Newspapers Holding, Ltd., ehemaliger Berater von Margaret Thatcher&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Victor Halberstadt, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Leiden Universität/Niederlande, ehemaliger Vorsitzender des International Advisory Board von DaimlerChrysler und Berater des Generalsekretärs der OECD&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Informationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Goldman_Sachs Goldman Sachs bei Sourcewatch (englisch)] - erstklassige Informationen!&lt;br /&gt;
* [http://www.opensecrets.org/orgs/summary.php?id=D000000085&amp;amp;cycle=2010 Goldman Sachs bei opensecrets.org] - In den Datenbanken des Center for Responsive Politics werden die Informationen aus dem US-Lobbyregister ausgewertet. &lt;br /&gt;
*[http://topics.nytimes.com/top/news/business/companies/goldman_sachs_group_inc/index.html?scp=1-spot&amp;amp;sq=Goldman&amp;amp;st=cse Goldman Sachs - Übersicht der New York Times (englisch)]&lt;br /&gt;
*[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs, 7/10/2013 Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bank]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Goldman_Sachs&amp;diff=34298</id>
		<title>Goldman Sachs</title>
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		<updated>2015-08-28T09:46:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Goldman Sachs&lt;br /&gt;
| Logo             =&lt;br /&gt;
| Branche          = Finanzen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Investment Banking&lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = New York, In Deutschland: MesseTurm, Friedrich-Ebert-Anlage 49, 60308 Frankfurt/M&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www2.goldmansachs.com/ goldmansachs.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Goldman Sachs''' nimmt in der internationalen Finanz-Branche eine herausragende Stellung ein. Zusammen mit [[Morgan Stanley]] war Goldman Sachs im Frühjahr 2010 die einzigen von fünf reinen [[Investmentbank|Investmentbanken]] an der Wall Street, die die [[Welt-Finanzkrise]] überlebt hatten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2008 hatte Goldman Sachs sich in eine Bank-Holding umgewandelt und sich der Kontrolle der [[Federal Reserve Bank]] (die US-amerikanische Notenbank) unterworfen. Ihr Anlagevermögen wurde damals auf 150 Mrd. US-Dollar geschätzt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/idUSNWEN8384200809 Goldman Sachs to be regulated by Fed], reuters-Meldung vom 21. September 2008, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsjournalist Wolfgang Münchau schrieb in der Financial Times: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Goldman ist zunächst sehr groß und mächtig. Wo auch immer größere Geldsummen von einem Ort zum anderen geschoben werden, ist die amerikanische Investmentbank dabei. Als Griechenland sein Defizit mittels schwer zu durchschauender Währungs-Swap-Kontrakte reduzierte, spielte Goldman Sachs die Rolle des Animateurs. Die Bank ist omnipräsent. Sie verfügt über dermaßen viel legales Insiderwissen, dass sie als Investor einen natürlichen Vorteil hat, ohne irgendein Gesetz brechen zu müssen.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20120706083404/http://www.ftd.de/politik/europa/:kolumne-muenchau-das-ende-von-goldman-sachs/50103611.html Münchau - Das Ende von Goldman Sachs], ftd.de vom 20. April 2010 - gespeichert in web.archieve.org, abgerufen am 19. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldman Sachs-Chef [[Lloyd C. Blankfein]] soll in einer internen E-Mail an Mitarbeiter laut Kölner Stadt-Anzeiger geäußert haben, in der [[Welt-Finanzkrise]] „haben wir mehr verdient, als wir verloren haben“. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.leverkusener-anzeiger.ksta.de/html/artikel/1272019578428.shtml Vorwürfe gegen US-Bank erhärtet], Kölner Stadt-Anzeiger vom 24. April 2010, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Negativ-Preis für Lobbying 2010==&lt;br /&gt;
Goldman Sachs wurde am 2. Dezember 2010 mit dem Negativ-Preis '''Worst EU Lobby Award''' ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/nominee/goldman-sachs-isda Homepage der Worst EU Lobbying Awards 2010], abgerufen am 26. Oktober&amp;lt;/ref&amp;gt; Goldman Sachs wurde ausgezeichnet, da das Unternehmen aggressives Lobbying gegen eine effiziente Regulierung der als „finanzielle Massenvernichtungswaffen&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/2817995.stm Buffett warns on investment 'time bomb'], BBC News vom 4.März 2003, abgerufen am 26. Oktober 2010 &amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichneten Derivate betrieb. Unter anderem zählte dazu eine Unterwanderung bzw. schleichende Übernahme der zuständigen EU-Experten-Kommission mit eigenen oder nahe stehenden Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2010/12/klimakiller-rwe-und-die-derivatelobby-mit-goldman-sachs-gewinnen-die-worst-eu-lobby-awards-2010/ Klimakiller RWE und die Derivatelobby mit Goldman Sachs gewinnen die Worst EU Lobby Awards 2010], website lobbycontrol.de vom 2. Dezember 2010, abgerufen am selben Tag&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brisante Geschäfte vor und in der Finanzkrise==&lt;br /&gt;
===Verkauf von Depfa und Conti===&lt;br /&gt;
Nach Informationen von Werner Rügemer hat Goldman Sachs folgende Geschäfte vermittelt und über Provisionen davon profitiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verkauf der [[Depfa]] an die [[Hypo Real Estate]] - woraus mit zeitlicher Verzögerung der (angebliche) Beinahe-Zusammenbruch des deutschen Bankensystem erfolgt sein soll&lt;br /&gt;
* Der Reifen-Hersteller [[Schäffler]] übernimmt den Konkurrenten [[Conti]] (Provision: 15 Mio.Euro) - Schäffler geht an dem Deal beinahe bankrott.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Davis Square VI - LBBW klagt wegen Betrug oder Fahrlässigkeit===&lt;br /&gt;
Im Oktober 2010 musste sich Goldman Sachs gegen Anschuldigungen der [[Landesbank Baden-Württemberg]] wehren, die sich durch die [[Verbriefung]] [[Davis Square VI.]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tavakolistructuredfinance.com/DS6.pdf Davis Square VI CDO Portfolio Pre‐September 2008], Tavakoli structured Finance, INC, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; geschädigt sah. Goldman Sachs hatte diese Papiere strukturiert, verkauft und verwaltet. Sie waren mit einem Triple-A-[[Ratingagenturen|Rating]] bewertet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&amp;amp;artid=2010192047 Goldman sieht für Klage der LBBW &amp;quot;keinerlei Grundlage&amp;quot;] Börsen-Zeitung vom 6. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; und von der Landesbank-Tochter [[LBBW Luxemburg]] im März 2006 erworben worden. Die Landesbank forderte von Goldman Sachs 37 Millionen US-Dollar für erlittene Verluste. ''&amp;quot;Goldman wusste auf höchster Organisationsebene, dass die Darstellung, die Papiere wären mit Triple-A bewertet und hochklassig, offensichtlich falsch waren. Goldman hat Betrug begangen, und, oder, handelte fahrlässig, indem es die Papiere an die LBBW Luxemburg vermarktete und verkaufte.&amp;quot;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüberhinaus verklagte die LBBW den Investment-Ratgeber [[TCW Group]]. Bei deren Besitzer [[Societe Generale]] hatte Goldman Sachs, so der Vorwurf, sich mit Kreditausfallwetten gegen den Ausfall von Davis Square VI und anderen CDOs eingedeckt. TCW und Goldman Sachs wiesen diese Vorwürfe umgehend zurück&amp;lt;ref name=&amp;quot;bloom1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/news/2010-10-04/goldman-sachs-tcw-sued-by-landesbank-over-37-million-in-losses-from-cdo.html Goldman Sachs Sued Over German Bank's $37 Million Loss on CDO], Bloomberg.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huffingtonpost.com/janet-tavakoli/goldman-sachs-sued-by-ger_b_750607.htmlGoldman Sachs Sued by German Bank Over Davis Square VI, an AIG CDO Bailed Out by Taxpayers (Updated)], Jenet Tavakoli in huffingtonpost.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fall Landesbank Baden-Württemberg vs. Goldman Sachs hat das Aktenzeichen 10-7549 und wird am  U.S. District Court, Southern District of New York (Manhattan) verhandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bloom1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/news/2010-10-04/goldman-sachs-tcw-sued-by-landesbank-over-37-million-in-losses-from-cdo.html Goldman Sachs Sued Over German Bank's $37 Million Loss on CDO], Bloomberg.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Finanzprodukt &amp;quot;Abacus 2007-AC1&amp;quot; Goldman Sachs zahlt Rekordsumme um Verfahren zu stoppen===&lt;br /&gt;
Am 16.04.2010 reichte die US-Bankenaufsicht [[SEC]] eine Beschwerde gegen Goldman Sachs wegen Betrugs ein. Die Bank soll verschwiegen haben, dasss ein Hedge-Fonds an der Konstruktion eines &amp;quot;modernen Finanzprodukts&amp;quot; namens Abacus 2007-ACI beteiligt war, der zudem auf den Wertverfall des Derivats wettete. Die Abacus-Papiere, die ein komplexes Derivat aus US-Hypotheken waren, stellten sich als mutmaßliche Schrott-Produkte heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://topics.nytimes.com/top/news/business/companies/goldman_sachs_group_inc/index.html?offset=0&amp;amp;s=newest Goldman Sachs Group Inc.-Overview], Nytimes.com vom 20. April 2010, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Als eine der leidtragenden Banken galt die Düsseldorfer [[IKB]].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mitte Juli 2010 kamen die SEC und Goldman Sachs zu einem Vergleich: Die Ermittlungen wurden gegen die Zahlung von 550 Millionen Dollar eingestellt, einen Teil davon erhielt die Düsseldorfer [[IKB]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/derivat-abacus-goldman-sachs-droht-erneut-millionenstrafe;2651812 Derivat „Abacus“: Goldman Sachs droht erneut Millionenstrafe], Handelsblatt vom 9. September 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===John Paulsons Hedge-Fonds und Abacus===&lt;br /&gt;
Das Abacus-Papier wurde von einem Hedge-Fonds zusammengestellt, den einer der bestverdienenden Männer der Wall-Street leitete: [[John Paulson]]. Die Zeit schrieb über das Geschäftsgebahren von [[Paulson &amp;amp; Co.]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Der Logik der SEC-Anklage folgend hat Paulson das ganze Paket so zusammengeschnürt, dass es von Anfang besonders viele faule Hypotheken enthielt. Schließlich wettete er auf einen Wertverlust. Das ist ungefähr so, als würde bei der Nationalmannschaft der Trainer der gegnerischen Mannschaft die Aufstellung festlegen. Paulson hat Goldman Sachs 15 Millionen Dollar dafür gezahlt, dass sein Hedgefonds dieses Produkt konstruieren durfte.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Paulsons Wetten gegen Abacus funktionierte so: Paulson kaufte eine Art Ausfallversicherung für Kredite, die für den Kauf von Häusern aufgenommen waren. Platzte ein Kredit, kassierte Paulson die Prämie, ohne etwas mit dem eigentlichen Kredit zu tun zu haben. Ähnlich jemandem, der eine Brandschutzversicherung für das Haus seines Nachbarn aufnimmt – brennt es, kassiert er.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-04/goldman-sachs-paulson Goldman Sachs Die gewonnene Wette des John Paulson], Die Zeit vom 17. April 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strafen wegen Falschberatung in USA===&lt;br /&gt;
Goldman Sachs soll auf Druck der New Yorker Staatsanwaltschaft seit 2003 mindestens 22,5 Millionen Dollar an Strafzahlungen geleistet haben, weil sie Kunden beim Verkauf von Finanzprodukten wie &amp;quot;Auktionsanleihen&amp;quot; falsch beraten haben soll. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.werner-ruegemer.de/?p=15 Banken: Brandstifter als Feuerwehr], Website Werner-Rügemer.de, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldman profitiert von Lehman-Pleite und AIG-Rettung===&lt;br /&gt;
In den USA gab es vermehrte Skepsis, warum die US-Regierung den Goldman-Konkurrenten [[Lehman Brothers]] kollabieren ließ, während die [[American International Group]] (AIG) mit einer in der Geschichte des Kapitalismus einmaligen Summe gerettet wurde. Goldman Sachs war einer der größten Gläubiger des Versicherungskonzerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den $182.5 Milliarden an Steuergeldern zur Rettung der [[American International Group|AIG]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.usatoday.com/money/industries/insurance/2009-08-20-repay-bailout-aig_N.htm AIG shares bounce as CEO hopes to repay bailout funds], USAtoday.de vom 20. August 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;, flossen $12.9 Milliarden direkt an Goldman Sachs, bei denen AIG Verbindlichkeiten hatte. Insgesamt gingen $90 Milliarden der AIG-Rettungsgelder direkt an andere Banken, darunter neben Goldman auch die französische [[Societe Generale]] mit $11.9 Milliarden, die [[Deutsche Bank]] mit $11.8 Milliarden und die britische [[Barclays]] PLC mit $8.5 Mrd.. Die us-amerikanische [[Merrill Lynch]] erhielt $6.8 Mrd.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cbsnews.com/stories/2009/03/16/business/main4867408.shtml $90B Of AIG's Federal Rescue Went To Banks], CBSNews.com vom 16. März 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Informationen der New York Times zufolge war der US-Finanzminister und ehemalige Goldman Sachs Aufsichtsratsvorsitzende [[Hank Paulson]] während des Höhepunktes der [[Welt-Finanzkrise]] &amp;quot;''in sehr häufigem Kontakt''&amp;quot; mit [[Lloyd C. Blankfein]], Goldmans damaligem Aufsichtsratsvorsitzenden. In der Woche als der Versicherer AIG durch Regierungsgelder gerettet wurde, sprach Paulson laut seiner Kalender-Einträge zwei Dutzend Male mit Blankfein, weitaus öfter als mit anderen Wall Street Managern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2009/08/09/business/09paulson.html Paulson’s Calls to Goldman Tested Ethics], Gretchen Morgenson and Don Van Natta Jr. in NYTimes.de vom 8. August 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 2008 erhielt Goldman Sachs $10 Milliarden Rettungsgelder von der US-Regierung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://money.cnn.com/2009/04/13/news/goldman.earnings.report.fortune/index.htm Goldman reports $1.8 billion profit], CNN.com vom 14. April 2009, abgerufen am 27. 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businessweek.com/bwdaily/dnflash/content/oct2008/db20081013_441566.htm Paulson's $250 Billion Bank Buy], Jane Sasseen and Theo Francis in BusinessWeek.com vom 14. October 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/apps/news?sid=aSVFHxxWCKUs&amp;amp;pid=20601109 Blankfein's $70 Million Would Survive Paulson's Rules], Ian Katz and Rebecca Christie in Bloomberg.com vom 15. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; und gehörte somit zu den sechs großen US-Banken, die staatliche Stützungen aus dem [[TARP]]-Programm erhielten, das eine [[Kreditklemme]] verhindern sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldman zahlte die $10 Milliarden TARP-Gelder im Juni 2009 zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.marketwatch.com/story/goldman-sachs-repays-about-10-bln-in-tarp-funds-2009617133340 Goldman Sachs repays about $10 bln in TARP funds], Marketwatch.com vom 17. Juni 2009, abgerufen 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Rechnet man allein die AIG-Gelder dagegen, hätte Goldman netto $2,9 Milliarden an Staatsgeldern eingestrichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA gab Goldman Sachs im Jahr 2014 3,46 Millionen Dollar für ihre Lobbyarbeit aus&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://soprweb.senate.gov/index.cfm?event=processSearchCriteria US-Lobbyregister Goldman Sachs], abgerufen am 28. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; . Seit 2014 hat die Bank auch einen Eintrag im EU-Transparenzregister über ihre Lobbyaktivitäten in Brüssel. Nach eigenen Angaben investiert das Unternehmen lediglich 799.000 Euro pro Jahr in die EU-Lobbyarbeit und es seien nur 1,8 Vollzeitäquivalente mit Lobbytätigkeiten beauftragt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=701266814986-18 EU-Transparenzregister Goldman Sachs], abgerufen am 28. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beste Verbindungen zu Kanzlerin Merkel===&lt;br /&gt;
Der Deutschland-Chef von Goldman Sachs [[Alexander Dibelius]] nahm ''„schon früh Kontakt zu CDU-Parteichefin Angela Merkel auf, lange vor ihrer Nominierung als Kanzlerkandidatin. Für sie arrangierte er mehrere Dinner mit Unternehmens­chefs … Immer wieder steht er der Kanzlerin bei Fragen zur Verfügung“'', berichtet das Wirtschaftsmagazin capital. &amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Krisenjahr 2008 machte [[Angela Merkel]] den Goldman-Berater [[Otmar Issing]] zum Vorsitzenden der Kommission [[Expertengruppe Neue Finanzmarktarchitektur]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,587085,00.html Kanzlerin beruft Issings Expertengruppe] Spiegel.de vom 28. Oktober 2008, abgerufen am 14. Mai 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Repräsentanz in der Group of Thirty===&lt;br /&gt;
Mitarbeiter und Berater von Goldman Sachs sind Mitglieder der [[Group of Thirty]], die einen erheblichen Einfluss auf die Regulierung der Finanzmärkte hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Phänomen Drehtür - Das Goldman Sachs Netzwerk===&lt;br /&gt;
{{Seitenwechsel-box}}&lt;br /&gt;
Goldman Sachs gilt als Paradebeispiel für das [[Seitenwechsel|Seitenwechsler-Phänomen]]: das Unternehmen hat zahlreiche ehemalige Entscheidungsträger als Berater angeworben, zugleich wechseln immer wieder Mitarbeiter in Regierungs- oder Aufsichtsposten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mario Draghi]]: ist seit dem 1. November 2011 Präsident der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]]. Draghi war davor, seit Januar 2006, Gouverneur der italienischen Zentralbank [[Banca d´Italia]]. Von 2002-2005 war Mario Draghi stellvertretender Vorsitzender und Managing Director von Goldman Sachs International.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mario Monti]], neuer Regierungschef Italiens, ehemaliger EU-Kommissar, wird als Berater von Goldman Sachs („Board of International Advisors“) in dessen Jahresbericht 2010 geführt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/31904/ Italien: Monti ist im Nebenjob Berater bei Goldman Sachs] deutsche-mittelstands-nachrichten.de vom 14.11.11, abgerufen am 16.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Romano Prodi]], ehem. italienischer Ministerpräsident und EU-Kommissionspräsident, von 03/1990-05/1993 bei Goldman. Wenn Prodi kein öffentliches Amt bekleidet, arbeitet er als Berater für Goldman Sachs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;cbs1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.cbsnews.com/8301-31727_162-20001981-10391695.html Goldman Sachs' Revolving Door], CBSnews.com vom 7. April 2010, abgerufen am 18. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Otmar Issing]], ehem. Direktoriumsmitglied der [[EZB]], ehem. Chefvolkswirt der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]]. Ab 2007 „International Advisor“ von Goldman Sachs.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Philip D. Murphy]] Der ehemalige Goldman Sachs Senior Director wurde 2009 zum Botschafter der USA in Deutschland ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Robert Zoellick]] ist seit 2013 Vorsitzender des International Advisory Board von Goldman Sachs. Zuvor war er Präsident der Weltbank, United States Trade Representative (2001-2005), Deputy Secretary of State (2005-2006). Zoellick war in den 1990ern erst Goldman Sachs-Berater, später leitender Angestellter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&amp;amp;sid=agAylsBShx_M&amp;amp;refer=home „Zoellick Wins German Support to Be World Bank Head“], Bloomberg.com vom 29. Mai 2007, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/media-relations/press-releases/archived/2013/robert-b-zoellick-to-serve-goldman-sachs.html Presseerklärung Goldman Sachs vom 7. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Henry Paulson]], US-Finanzminister unter [[George W. Bush]]. In Paulsons Amtszeit fielen einige wichtigsten Banken-Rettungmaßnahmen der USA, ehemaliger Aufsichtratschef (CEO) von Goldman Sachs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Robert Rubin]], US-Finanzminister unter [[Bill Clinton]], langjähriges Aufsichtsratsmitglied von Goldman Sachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Peter Sutherland]], bis 1989 EU-Kommissar (u. a. für Wettbewerb) und bis 1995 GATT-Generaldirektor, ist seit 1995 Vorstandsmitglied von Goldman Sachs International.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://investing.businessweek.com/research/stocks/people/person.asp?personId=394468&amp;amp;ticker=BP Executive Profile Peter Dennis Sutherand], Website businessweek, abgerufen am 31. März 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere US-amerikanische Beispiele listet eine Recherche des US-Fernsehsenders CBS auf. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;cbs1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorgehensweise gegen striktere Regulierung des Derivatemarktes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner Mitgliedschaft im Derivateverband [[ISDA]] setzte sich Goldman Sachs aggressiv und mit Erfolg gegen geplante Regulierungen des risikoreichen Derivatemarktes ein. Regulierungen waren notwendig geworden, da Derivate bereits in der Finanzkrise 2008 weltweite wirtschaftliche Instabilität und Arbeitsplatzverluste verursachten sowie 2008 Mitverursacher der Lebensmittelkrise und der Eurokrise 2010 waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erfolgreichste Investmentbank im ISDA warnte Goldman Sachs davor, dass striktere Regulierungen die Bank dazu bringen würden, sich aus Europa zurückzuziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/cms/s/0/793cb220-cbf2-11df-bd28-00144feab49a.html Goldman warns Europe on regulation], Financial Times.com vom 29. September 2010, abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin setzte der ISDA die EU massiv unter Druck, um die Bildung einer Expertengruppe für Derivate zu bilden. Diese bestand dann fast ausschließlich aus Mitgliedern des ISDA - darunter auch Goldman Sachs.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/detail.cfm?ref=2299l Homepage der Europäischen Kommission], abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Bank platzierte sich außerdem in nahezu allen Beratergruppen der Kommission, die sich mit der Finanzmarktregulierung nach der Weltwirtschaftskrise befassten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/content/2010/06/people-vs-goldman-sachs The People versus Goldman Sachs ], Corporate Europe Observatory vom 1.Juni 2010, abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Die Entstehung der modernen Investmentbanken 1975 und 2004===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1975 erließ die US-amerikanische Börsenaufsicht [[Securities and Exchange Commission]] (SEC) die Regel, dass Investment-Banken einen Fremdfinanzierungsgrad (leverage ratio) von nicht weniger als 1 zu 15 aufweisen dürfe. D.h. mit 100 $ Eigenkapital durfte man 1.500 $ Fremdkapital aufnehmen. Im Jahr 2004 autorisierte die SEC unter dem Vorsitz von [[Christopher Cox]] fünf Investmentbanken, ihre eigenen Eigenkapitalregeln zu entwickeln. Voran gegangen war intensives Lobbying von Goldman Sachs. Besagte fünf Banken waren [[Goldman Sachs]], [[Morgan Stanley]], [[Lehman Brothers]], [[Bear Stearns]] und [[Merrill Lynch]]. Durch die Lockerung der Regulierung konnten die fünf ihre Eigenkapitalquote z.T. auf 1 zu 40 senken. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2008/10/03/business/03sec.html Agency’s ’04 Rule Let Banks Pile Up New Debt], Stephen Labaton in NYTimes.com vom 8. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Das geringe Eigenkapital im Verhälnis zu aufgenommenen Krediten beschleunigte den Weg in die [[Welt-Finanzkrise]], da die Institute kaum Möglichkeiten hatten, jene Verluste auszugleichen, die aus geplatzten Risiko-Wetten wie [[Collateral Debt Obligation|CDO]] und [[Credit Default Swap|CDS]] resulierten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nysun.com/business/ex-sec-official-blames-agency-for-blow-up/86130/ Ex-SEC Official Blames Agency for Blow-Up of Broker-Dealers], Julie Satow, NYSun.com vom 18. September 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.propublica.org/article/flawed-sec-program-failed-to-rein-in-investment-banks-101 ‘Flawed’ SEC Program Failed to Rein in Investment Banks], Ben Protess in ProPublica.org vom 1. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lee A. Pickard]], 1975 Direktor der SEC-Abteilung für Markt-Regulierung während die 1-zu-15-Regel erlassen wurde, sagte zu dem Umschwung von 2004, ''„Die SEC Änderung von 2004 ist der Hauptgrund für alle aufgetretenen Verluste.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nysun.com/business/ex-sec-official-blames-agency-for-blow-up/86130/ Ex-SEC Official Blames Agency for Blow-Up of Broker-Dealers], Julie Satow in NYSun.com vom 18. September 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschäftsfelder==&lt;br /&gt;
===Übernahmen und Fusionen===&lt;br /&gt;
Goldman Sachs ist als eine weltweit führende Investmentbank an vorderster Stelle mit der Einfädelung von Übernahmen und Fusionen befasst. Das Unternehmen soll u.a. folgende Deals begleitet haben: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Daimler|Daimler-Benz]] übernimmt [[Chrysler]]&lt;br /&gt;
* [[Vodafone]] übernimmt [[Mannesmann]]&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Immobilien===&lt;br /&gt;
Über die Tochtergesellschaften [[Whithall]] und [[Highstreet]] kaufte Goldman Sachs in Nordrhein-Westfalen 950 000 Wohnungen der [[Landesentwicklungsgesellschaft]] (LEG). In Berlin erwarb die Bank 75 000 Wohnungen der Wohnungsgesellschaft [[GSW]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Unternehmensleitung===&lt;br /&gt;
*Vorstandschef und CEO: [[Lloyd C. Blankfein]]&lt;br /&gt;
*Präsident und Chief Operating Officer: [[Gary D. Cohn]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/who-we-are/leadership/board-of-directors/index.html Webseite Goldman Sachs, Leadership], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Partner===&lt;br /&gt;
Aktuell gibt es weltweit 467 Goldman-Partner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://uk.businessinsider.com/new-goldman-partners-list-2014-11?r=US Julia Laroche: These 78 Goldman Sachs Employees are the happiest people on Wall Street right now, Business Insider UK online vom 12. November 2014], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Deutsche Partner sind&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/goldman-sachs-warten-auf-den-goldenen-anruf/10969836.html Goldman Sachs Warten auf den goldenen Anruf, Handelsblatt online vom 12. November 2014], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Alexander Dibelius]] (bis 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
*Wolfgang Fink (seit 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
*Jörg Kukies (seit 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
===International Advisory Board===&lt;br /&gt;
Zu den internationalen Beratern gehören u.a.&lt;br /&gt;
*[[Robert B. Zoellick]] (Vorsitzender), ehemaliger Präsident der Weltbank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/media-relations/press-releases/archived/2013/robert-b-zoellick-to-serve-goldman-sachs.html Presseerklärung Goldman Sachs vom 7. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*José Luis Arnaut, portugiesischer Politiker und Gründungspartner der Anwaltssoicietät CMS-Rui Pena, Arnaut &amp;amp; Associados&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cms-rpa.com/Hubbard.FileSystem/files/Publication/80a4efa7-bedb-42bc-a91a-4e097a227181/Presentation/PublicationAttachment/a1f3b32d-d8a6-4095-81fb-52c8ea17d5fe/GS-Press-Relase-CMSRPA.pdf Presserklärung Goldman Sachs vom 10. Januar 2014], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Guillermo de la Dehesa]], Third vice-chairman und non-executive director der Banco Santander, Chairman of the Trustees des [[Centre of Economic Policy Research]] (CEPR), Mitglied der [[Euro 50 Group]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/economy_finance/bef2013/speakers/de_la_dehesa_guillermo/index_en.htm Economic and Financial Affairs, Speakers, Guillermo de la Dehesa, Webseite EU-Kommission], abgerufen am 10. 04. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Vladimir Dlouhy]], Präsident der tschechischen Handelskammer und Stellv. Vorsitzender [[Trilaterale Kommission]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://trilateral.org/go.cfm?do=page.view&amp;amp;pid=32 Trilateral Commission Leadership European Group], Webseite abgerufen am 13. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Mario Monti]], ehemaliger Premierminister von Italien und EU-Kommissar für Wettbewerb&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unibocconi.eu/wps/wcm/connect/Bocconi/SitoPubblico_EN/Navigation+Tree/Home/About+Us/Organization/International+Advisory+Council/Monti+IAC_Greenslade+2010+06+07+03+13 Biographie bei der Universität Bocconi], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Romano Prodi]], ehemaliger Premierminister von Italien und Präsident der EU-Kommission &lt;br /&gt;
*[[Otmar Issing]], ehemaliges Mitglied des Zentralbankrats [[Europäische Zentralbank]] (EZB)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/2013/10/08/us-goldman-advisoryboard-idUSBRE9970WF20131008 Former World Bank president rejoins Goldman Sachs, Reuters vom 8. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Erik Asbrink, ehemaliger schwedischer Finanzminister&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/2013/10/08/us-goldman-advisoryboard-idUSBRE9970WF20131008 Former World Bank president rejoins Goldman Sachs, Reuters vom 8. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Judd Gregg, ehemaliges Mitglied des US-Repräsentantenhauses, Gouverneur von New Hamshire und US-Senator&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Lord Griffiths of Forestfach]], Mitglied des britischen Oberhauses und Mitglied des Verwaltungsrats von Times Newspapers Holding, Ltd., ehemaliger Berater von Margaret Thatcher&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Victor Halberstadt, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Leiden Universität/Niederlande, ehemaliger Vorsitzender des International Advisory Board von DaimlerChrysler und Berater des Generalsekretärs der OECD&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Informationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Goldman_Sachs Goldman Sachs bei Sourcewatch (englisch)] - erstklassige Informationen!&lt;br /&gt;
* [http://www.opensecrets.org/orgs/summary.php?id=D000000085&amp;amp;cycle=2010 Goldman Sachs bei opensecrets.org] - In den Datenbanken des Center for Responsive Politics werden die Informationen aus dem US-Lobbyregister ausgewertet. &lt;br /&gt;
*[http://topics.nytimes.com/top/news/business/companies/goldman_sachs_group_inc/index.html?scp=1-spot&amp;amp;sq=Goldman&amp;amp;st=cse Goldman Sachs - Übersicht der New York Times (englisch)]&lt;br /&gt;
*[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs, 7/10/2013 Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bank]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Goldman_Sachs&amp;diff=34297</id>
		<title>Goldman Sachs</title>
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		<updated>2015-08-28T09:38:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* Weitere Informationen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Goldman Sachs&lt;br /&gt;
| Logo             =&lt;br /&gt;
| Branche          = Finanzen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Investment Banking&lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = New York, In Deutschland: MesseTurm, Friedrich-Ebert-Anlage 49, 60308 Frankfurt/M&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www2.goldmansachs.com/ goldmansachs.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Goldman Sachs''' nimmt in der internationalen Finanz-Branche eine herausragende Stellung ein. Zusammen mit [[Morgan Stanley]] war Goldman Sachs im Frühjahr 2010 die einzigen von fünf reinen [[Investmentbank|Investmentbanken]] an der Wall Street, die die [[Welt-Finanzkrise]] überlebt hatten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2008 hatte Goldman Sachs sich in eine Bank-Holding umgewandelt und sich der Kontrolle der [[Federal Reserve Bank]] (die US-amerikanische Notenbank) unterworfen. Ihr Anlagevermögen wurde damals auf 150 Mrd. US-Dollar geschätzt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/idUSNWEN8384200809 Goldman Sachs to be regulated by Fed], reuters-Meldung vom 21. September 2008, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsjournalist Wolfgang Münchau schrieb in der Financial Times: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Goldman ist zunächst sehr groß und mächtig. Wo auch immer größere Geldsummen von einem Ort zum anderen geschoben werden, ist die amerikanische Investmentbank dabei. Als Griechenland sein Defizit mittels schwer zu durchschauender Währungs-Swap-Kontrakte reduzierte, spielte Goldman Sachs die Rolle des Animateurs. Die Bank ist omnipräsent. Sie verfügt über dermaßen viel legales Insiderwissen, dass sie als Investor einen natürlichen Vorteil hat, ohne irgendein Gesetz brechen zu müssen.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20120706083404/http://www.ftd.de/politik/europa/:kolumne-muenchau-das-ende-von-goldman-sachs/50103611.html Münchau - Das Ende von Goldman Sachs], ftd.de vom 20. April 2010 - gespeichert in web.archieve.org, abgerufen am 19. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldman Sachs-Chef [[Lloyd C. Blankfein]] soll in einer internen E-Mail an Mitarbeiter laut Kölner Stadt-Anzeiger geäußert haben, in der [[Welt-Finanzkrise]] „haben wir mehr verdient, als wir verloren haben“. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.leverkusener-anzeiger.ksta.de/html/artikel/1272019578428.shtml Vorwürfe gegen US-Bank erhärtet], Kölner Stadt-Anzeiger vom 24. April 2010, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Negativ-Preis für Lobbying 2010==&lt;br /&gt;
Goldman Sachs wurde am 2. Dezember 2010 mit dem Negativ-Preis '''Worst EU Lobby Award''' ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstlobby.eu/de/2010/nominee/goldman-sachs-isda Homepage der Worst EU Lobbying Awards 2010], abgerufen am 26. Oktober&amp;lt;/ref&amp;gt; Goldman Sachs wurde ausgezeichnet, da das Unternehmen aggressives Lobbying gegen eine effiziente Regulierung der als „finanzielle Massenvernichtungswaffen&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/2817995.stm Buffett warns on investment 'time bomb'], BBC News vom 4.März 2003, abgerufen am 26. Oktober 2010 &amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichneten Derivate betrieb. Unter anderem zählte dazu eine Unterwanderung bzw. schleichende Übernahme der zuständigen EU-Experten-Kommission mit eigenen oder nahe stehenden Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2010/12/klimakiller-rwe-und-die-derivatelobby-mit-goldman-sachs-gewinnen-die-worst-eu-lobby-awards-2010/ Klimakiller RWE und die Derivatelobby mit Goldman Sachs gewinnen die Worst EU Lobby Awards 2010], website lobbycontrol.de vom 2. Dezember 2010, abgerufen am selben Tag&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Die Entstehung der modernen Investmentbanken 1975 und 2004===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1975 erließ die US-amerikanische Börsenaufsicht [[Securities and Exchange Commission]] (SEC) die Regel, dass Investment-Banken einen Fremdfinanzierungsgrad (leverage ratio) von nicht weniger als 1 zu 15 aufweisen dürfe. D.h. mit 100 $ Eigenkapital durfte man 1.500 $ Fremdkapital aufnehmen. Im Jahr 2004 autorisierte die SEC unter dem Vorsitz von [[Christopher Cox]] fünf Investmentbanken, ihre eigenen Eigenkapitalregeln zu entwickeln. Voran gegangen war intensives Lobbying von Goldman Sachs. Besagte fünf Banken waren [[Goldman Sachs]], [[Morgan Stanley]], [[Lehman Brothers]], [[Bear Stearns]] und [[Merrill Lynch]]. Durch die Lockerung der Regulierung konnten die fünf ihre Eigenkapitalquote z.T. auf 1 zu 40 senken. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2008/10/03/business/03sec.html Agency’s ’04 Rule Let Banks Pile Up New Debt], Stephen Labaton in NYTimes.com vom 8. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Das geringe Eigenkapital im Verhälnis zu aufgenommenen Krediten beschleunigte den Weg in die [[Welt-Finanzkrise]], da die Institute kaum Möglichkeiten hatten, jene Verluste auszugleichen, die aus geplatzten Risiko-Wetten wie [[Collateral Debt Obligation|CDO]] und [[Credit Default Swap|CDS]] resulierten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nysun.com/business/ex-sec-official-blames-agency-for-blow-up/86130/ Ex-SEC Official Blames Agency for Blow-Up of Broker-Dealers], Julie Satow, NYSun.com vom 18. September 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.propublica.org/article/flawed-sec-program-failed-to-rein-in-investment-banks-101 ‘Flawed’ SEC Program Failed to Rein in Investment Banks], Ben Protess in ProPublica.org vom 1. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lee A. Pickard]], 1975 Direktor der SEC-Abteilung für Markt-Regulierung während die 1-zu-15-Regel erlassen wurde, sagte zu dem Umschwung von 2004, ''„Die SEC Änderung von 2004 ist der Hauptgrund für alle aufgetretenen Verluste.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nysun.com/business/ex-sec-official-blames-agency-for-blow-up/86130/ Ex-SEC Official Blames Agency for Blow-Up of Broker-Dealers], Julie Satow in NYSun.com vom 18. September 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschäftsfelder==&lt;br /&gt;
===Übernahmen und Fusionen===&lt;br /&gt;
Goldman Sachs ist als eine weltweit führende Investmentbank an vorderster Stelle mit der Einfädelung von Übernahmen und Fusionen befasst. Das Unternehmen soll u.a. folgende Deals begleitet haben: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Daimler|Daimler-Benz]] übernimmt [[Chrysler]]&lt;br /&gt;
* [[Vodafone]] übernimmt [[Mannesmann]]&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Immobilien===&lt;br /&gt;
Über die Tochtergesellschaften [[Whithall]] und [[Highstreet]] kaufte Goldman Sachs in Nordrhein-Westfalen 950 000 Wohnungen der [[Landesentwicklungsgesellschaft]] (LEG). In Berlin erwarb die Bank 75 000 Wohnungen der Wohnungsgesellschaft [[GSW]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Unternehmensleitung===&lt;br /&gt;
*Vorstandschef und CEO: [[Lloyd C. Blankfein]]&lt;br /&gt;
*Präsident und Chief Operating Officer: [[Gary D. Cohn]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/who-we-are/leadership/board-of-directors/index.html Webseite Goldman Sachs, Leadership], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Partner===&lt;br /&gt;
Aktuell gibt es weltweit 467 Goldman-Partner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://uk.businessinsider.com/new-goldman-partners-list-2014-11?r=US Julia Laroche: These 78 Goldman Sachs Employees are the happiest people on Wall Street right now, Business Insider UK online vom 12. November 2014], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Deutsche Partner sind&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/goldman-sachs-warten-auf-den-goldenen-anruf/10969836.html Goldman Sachs Warten auf den goldenen Anruf, Handelsblatt online vom 12. November 2014], abgerufen am 07. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Alexander Dibelius]] (bis 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
*Wolfgang Fink (seit 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
*Jörg Kukies (seit 2014 Deutschland-Chef)&lt;br /&gt;
===International Advisory Board===&lt;br /&gt;
Zu den internationalen Beratern gehören u.a.&lt;br /&gt;
*[[Robert B. Zoellick]] (Vorsitzender), ehemaliger Präsident der Weltbank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/media-relations/press-releases/archived/2013/robert-b-zoellick-to-serve-goldman-sachs.html Presseerklärung Goldman Sachs vom 7. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*José Luis Arnaut, portugiesischer Politiker und Gründungspartner der Anwaltssoicietät CMS-Rui Pena, Arnaut &amp;amp; Associados&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cms-rpa.com/Hubbard.FileSystem/files/Publication/80a4efa7-bedb-42bc-a91a-4e097a227181/Presentation/PublicationAttachment/a1f3b32d-d8a6-4095-81fb-52c8ea17d5fe/GS-Press-Relase-CMSRPA.pdf Presserklärung Goldman Sachs vom 10. Januar 2014], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Guillermo de la Dehesa]], Third vice-chairman und non-executive director der Banco Santander, Chairman of the Trustees des [[Centre of Economic Policy Research]] (CEPR), Mitglied der [[Euro 50 Group]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/economy_finance/bef2013/speakers/de_la_dehesa_guillermo/index_en.htm Economic and Financial Affairs, Speakers, Guillermo de la Dehesa, Webseite EU-Kommission], abgerufen am 10. 04. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Vladimir Dlouhy]], Präsident der tschechischen Handelskammer und Stellv. Vorsitzender [[Trilaterale Kommission]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://trilateral.org/go.cfm?do=page.view&amp;amp;pid=32 Trilateral Commission Leadership European Group], Webseite abgerufen am 13. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Mario Monti]], ehemaliger Premierminister von Italien und EU-Kommissar für Wettbewerb&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unibocconi.eu/wps/wcm/connect/Bocconi/SitoPubblico_EN/Navigation+Tree/Home/About+Us/Organization/International+Advisory+Council/Monti+IAC_Greenslade+2010+06+07+03+13 Biographie bei der Universität Bocconi], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Romano Prodi]], ehemaliger Premierminister von Italien und Präsident der EU-Kommission &lt;br /&gt;
*[[Otmar Issing]], ehemaliges Mitglied des Zentralbankrats [[Europäische Zentralbank]] (EZB)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/2013/10/08/us-goldman-advisoryboard-idUSBRE9970WF20131008 Former World Bank president rejoins Goldman Sachs, Reuters vom 8. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Erik Asbrink, ehemaliger schwedischer Finanzminister&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/2013/10/08/us-goldman-advisoryboard-idUSBRE9970WF20131008 Former World Bank president rejoins Goldman Sachs, Reuters vom 8. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Judd Gregg, ehemaliges Mitglied des US-Repräsentantenhauses, Gouverneur von New Hamshire und US-Senator&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Lord Griffiths of Forestfach]], Mitglied des britischen Oberhauses und Mitglied des Verwaltungsrats von Times Newspapers Holding, Ltd., ehemaliger Berater von Margaret Thatcher&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Victor Halberstadt, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Leiden Universität/Niederlande, ehemaliger Vorsitzender des International Advisory Board von DaimlerChrysler und Berater des Generalsekretärs der OECD&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs], Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brisante Geschäfte vor und in der Finanzkrise==&lt;br /&gt;
===Verkauf von Depfa und Conti===&lt;br /&gt;
Nach Informationen von Werner Rügemer hat Goldman Sachs folgende Geschäfte vermittelt und über Provisionen davon profitiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verkauf der [[Depfa]] an die [[Hypo Real Estate]] - woraus mit zeitlicher Verzögerung der (angebliche) Beinahe-Zusammenbruch des deutschen Bankensystem erfolgt sein soll&lt;br /&gt;
* Der Reifen-Hersteller [[Schäffler]] übernimmt den Konkurrenten [[Conti]] (Provision: 15 Mio.Euro) - Schäffler geht an dem Deal beinahe bankrott.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010 (kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Davis Square VI - LBBW klagt wegen Betrug oder Fahrlässigkeit===&lt;br /&gt;
Im Oktober 2010 musste sich Goldman Sachs gegen Anschuldigungen der [[Landesbank Baden-Württemberg]] wehren, die sich durch die [[Verbriefung]] [[Davis Square VI.]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tavakolistructuredfinance.com/DS6.pdf Davis Square VI CDO Portfolio Pre‐September 2008], Tavakoli structured Finance, INC, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; geschädigt sah. Goldman Sachs hatte diese Papiere strukturiert, verkauft und verwaltet. Sie waren mit einem Triple-A-[[Ratingagenturen|Rating]] bewertet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&amp;amp;artid=2010192047 Goldman sieht für Klage der LBBW &amp;quot;keinerlei Grundlage&amp;quot;] Börsen-Zeitung vom 6. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; und von der Landesbank-Tochter [[LBBW Luxemburg]] im März 2006 erworben worden. Die Landesbank forderte von Goldman Sachs 37 Millionen US-Dollar für erlittene Verluste. ''&amp;quot;Goldman wusste auf höchster Organisationsebene, dass die Darstellung, die Papiere wären mit Triple-A bewertet und hochklassig, offensichtlich falsch waren. Goldman hat Betrug begangen, und, oder, handelte fahrlässig, indem es die Papiere an die LBBW Luxemburg vermarktete und verkaufte.&amp;quot;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüberhinaus verklagte die LBBW den Investment-Ratgeber [[TCW Group]]. Bei deren Besitzer [[Societe Generale]] hatte Goldman Sachs, so der Vorwurf, sich mit Kreditausfallwetten gegen den Ausfall von Davis Square VI und anderen CDOs eingedeckt. TCW und Goldman Sachs wiesen diese Vorwürfe umgehend zurück&amp;lt;ref name=&amp;quot;bloom1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/news/2010-10-04/goldman-sachs-tcw-sued-by-landesbank-over-37-million-in-losses-from-cdo.html Goldman Sachs Sued Over German Bank's $37 Million Loss on CDO], Bloomberg.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huffingtonpost.com/janet-tavakoli/goldman-sachs-sued-by-ger_b_750607.htmlGoldman Sachs Sued by German Bank Over Davis Square VI, an AIG CDO Bailed Out by Taxpayers (Updated)], Jenet Tavakoli in huffingtonpost.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fall Landesbank Baden-Württemberg vs. Goldman Sachs hat das Aktenzeichen 10-7549 und wird am  U.S. District Court, Southern District of New York (Manhattan) verhandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bloom1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/news/2010-10-04/goldman-sachs-tcw-sued-by-landesbank-over-37-million-in-losses-from-cdo.html Goldman Sachs Sued Over German Bank's $37 Million Loss on CDO], Bloomberg.com vom 5. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Finanzprodukt &amp;quot;Abacus 2007-AC1&amp;quot; Goldman Sachs zahlt Rekordsumme um Verfahren zu stoppen===&lt;br /&gt;
Am 16.04.2010 reichte die US-Bankenaufsicht [[SEC]] eine Beschwerde gegen Goldman Sachs wegen Betrugs ein. Die Bank soll verschwiegen haben, dasss ein Hedge-Fonds an der Konstruktion eines &amp;quot;modernen Finanzprodukts&amp;quot; namens Abacus 2007-ACI beteiligt war, der zudem auf den Wertverfall des Derivats wettete. Die Abacus-Papiere, die ein komplexes Derivat aus US-Hypotheken waren, stellten sich als mutmaßliche Schrott-Produkte heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://topics.nytimes.com/top/news/business/companies/goldman_sachs_group_inc/index.html?offset=0&amp;amp;s=newest Goldman Sachs Group Inc.-Overview], Nytimes.com vom 20. April 2010, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Als eine der leidtragenden Banken galt die Düsseldorfer [[IKB]].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mitte Juli 2010 kamen die SEC und Goldman Sachs zu einem Vergleich: Die Ermittlungen wurden gegen die Zahlung von 550 Millionen Dollar eingestellt, einen Teil davon erhielt die Düsseldorfer [[IKB]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/derivat-abacus-goldman-sachs-droht-erneut-millionenstrafe;2651812 Derivat „Abacus“: Goldman Sachs droht erneut Millionenstrafe], Handelsblatt vom 9. September 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===John Paulsons Hedge-Fonds und Abacus===&lt;br /&gt;
Das Abacus-Papier wurde von einem Hedge-Fonds zusammengestellt, den einer der bestverdienenden Männer der Wall-Street leitete: [[John Paulson]]. Die Zeit schrieb über das Geschäftsgebahren von [[Paulson &amp;amp; Co.]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Der Logik der SEC-Anklage folgend hat Paulson das ganze Paket so zusammengeschnürt, dass es von Anfang besonders viele faule Hypotheken enthielt. Schließlich wettete er auf einen Wertverlust. Das ist ungefähr so, als würde bei der Nationalmannschaft der Trainer der gegnerischen Mannschaft die Aufstellung festlegen. Paulson hat Goldman Sachs 15 Millionen Dollar dafür gezahlt, dass sein Hedgefonds dieses Produkt konstruieren durfte.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Paulsons Wetten gegen Abacus funktionierte so: Paulson kaufte eine Art Ausfallversicherung für Kredite, die für den Kauf von Häusern aufgenommen waren. Platzte ein Kredit, kassierte Paulson die Prämie, ohne etwas mit dem eigentlichen Kredit zu tun zu haben. Ähnlich jemandem, der eine Brandschutzversicherung für das Haus seines Nachbarn aufnimmt – brennt es, kassiert er.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-04/goldman-sachs-paulson Goldman Sachs Die gewonnene Wette des John Paulson], Die Zeit vom 17. April 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strafen wegen Falschberatung in USA===&lt;br /&gt;
Goldman Sachs soll auf Druck der New Yorker Staatsanwaltschaft seit 2003 mindestens 22,5 Millionen Dollar an Strafzahlungen geleistet haben, weil sie Kunden beim Verkauf von Finanzprodukten wie &amp;quot;Auktionsanleihen&amp;quot; falsch beraten haben soll. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.werner-ruegemer.de/?p=15 Banken: Brandstifter als Feuerwehr], Website Werner-Rügemer.de, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldman profitiert von Lehman-Pleite und AIG-Rettung===&lt;br /&gt;
In den USA gab es vermehrte Skepsis, warum die US-Regierung den Goldman-Konkurrenten [[Lehman Brothers]] kollabieren ließ, während die [[American International Group]] (AIG) mit einer in der Geschichte des Kapitalismus einmaligen Summe gerettet wurde. Goldman Sachs war einer der größten Gläubiger des Versicherungskonzerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den $182.5 Milliarden an Steuergeldern zur Rettung der [[American International Group|AIG]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.usatoday.com/money/industries/insurance/2009-08-20-repay-bailout-aig_N.htm AIG shares bounce as CEO hopes to repay bailout funds], USAtoday.de vom 20. August 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;, flossen $12.9 Milliarden direkt an Goldman Sachs, bei denen AIG Verbindlichkeiten hatte. Insgesamt gingen $90 Milliarden der AIG-Rettungsgelder direkt an andere Banken, darunter neben Goldman auch die französische [[Societe Generale]] mit $11.9 Milliarden, die [[Deutsche Bank]] mit $11.8 Milliarden und die britische [[Barclays]] PLC mit $8.5 Mrd.. Die us-amerikanische [[Merrill Lynch]] erhielt $6.8 Mrd.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cbsnews.com/stories/2009/03/16/business/main4867408.shtml $90B Of AIG's Federal Rescue Went To Banks], CBSNews.com vom 16. März 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Informationen der New York Times zufolge war der US-Finanzminister und ehemalige Goldman Sachs Aufsichtsratsvorsitzende [[Hank Paulson]] während des Höhepunktes der [[Welt-Finanzkrise]] &amp;quot;''in sehr häufigem Kontakt''&amp;quot; mit [[Lloyd C. Blankfein]], Goldmans damaligem Aufsichtsratsvorsitzenden. In der Woche als der Versicherer AIG durch Regierungsgelder gerettet wurde, sprach Paulson laut seiner Kalender-Einträge zwei Dutzend Male mit Blankfein, weitaus öfter als mit anderen Wall Street Managern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2009/08/09/business/09paulson.html Paulson’s Calls to Goldman Tested Ethics], Gretchen Morgenson and Don Van Natta Jr. in NYTimes.de vom 8. August 2009, abgerufen am 26. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 2008 erhielt Goldman Sachs $10 Milliarden Rettungsgelder von der US-Regierung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://money.cnn.com/2009/04/13/news/goldman.earnings.report.fortune/index.htm Goldman reports $1.8 billion profit], CNN.com vom 14. April 2009, abgerufen am 27. 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.businessweek.com/bwdaily/dnflash/content/oct2008/db20081013_441566.htm Paulson's $250 Billion Bank Buy], Jane Sasseen and Theo Francis in BusinessWeek.com vom 14. October 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/apps/news?sid=aSVFHxxWCKUs&amp;amp;pid=20601109 Blankfein's $70 Million Would Survive Paulson's Rules], Ian Katz and Rebecca Christie in Bloomberg.com vom 15. Oktober 2008, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; und gehörte somit zu den sechs großen US-Banken, die staatliche Stützungen aus dem [[TARP]]-Programm erhielten, das eine [[Kreditklemme]] verhindern sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldman zahlte die $10 Milliarden TARP-Gelder im Juni 2009 zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.marketwatch.com/story/goldman-sachs-repays-about-10-bln-in-tarp-funds-2009617133340 Goldman Sachs repays about $10 bln in TARP funds], Marketwatch.com vom 17. Juni 2009, abgerufen 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Rechnet man allein die AIG-Gelder dagegen, hätte Goldman netto $2,9 Milliarden an Staatsgeldern eingestrichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beste Verbindungen zu Kanzlerin Merkel===&lt;br /&gt;
Der Deutschland-Chef von Goldman Sachs [[Alexander Dibelius]] nahm ''„schon früh Kontakt zu CDU-Parteichefin Angela Merkel auf, lange vor ihrer Nominierung als Kanzlerkandidatin. Für sie arrangierte er mehrere Dinner mit Unternehmens­chefs … Immer wieder steht er der Kanzlerin bei Fragen zur Verfügung“'', berichtet das Wirtschaftsmagazin capital. &amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php Alexander und Angela], Werner Rügemer in jungewelt.de vom 26. April 2010, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Krisenjahr 2008 machte [[Angela Merkel]] den Goldman-Berater [[Otmar Issing]] zum Vorsitzenden der Kommission [[Expertengruppe Neue Finanzmarktarchitektur]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,587085,00.html Kanzlerin beruft Issings Expertengruppe] Spiegel.de vom 28. Oktober 2008, abgerufen am 14. Mai 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Repräsentanz in der Group of Thirty===&lt;br /&gt;
Mitarbeiter und Berater von Goldman Sachs sind Mitglieder der [[Group of Thirty]], die einen erheblichen Einfluss auf die Regulierung der Finanzmärkte hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Phänomen Drehtür - Das Goldman Sachs Netzwerk===&lt;br /&gt;
{{Seitenwechsel-box}}&lt;br /&gt;
Goldman Sachs gilt als Paradebeispiel für das [[Seitenwechsel|Seitenwechsler-Phänomen]]: das Unternehmen hat zahlreiche ehemalige Entscheidungsträger als Berater angeworben, zugleich wechseln immer wieder Mitarbeiter in Regierungs- oder Aufsichtsposten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mario Draghi]]: ist seit dem 1. November 2011 Präsident der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]]. Draghi war davor, seit Januar 2006, Gouverneur der italienischen Zentralbank [[Banca d´Italia]]. Von 2002-2005 war Mario Draghi stellvertretender Vorsitzender und Managing Director von Goldman Sachs International.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mario Monti]], neuer Regierungschef Italiens, ehemaliger EU-Kommissar, wird als Berater von Goldman Sachs („Board of International Advisors“) in dessen Jahresbericht 2010 geführt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/31904/ Italien: Monti ist im Nebenjob Berater bei Goldman Sachs] deutsche-mittelstands-nachrichten.de vom 14.11.11, abgerufen am 16.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Romano Prodi]], ehem. italienischer Ministerpräsident und EU-Kommissionspräsident, von 03/1990-05/1993 bei Goldman. Wenn Prodi kein öffentliches Amt bekleidet, arbeitet er als Berater für Goldman Sachs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;cbs1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.cbsnews.com/8301-31727_162-20001981-10391695.html Goldman Sachs' Revolving Door], CBSnews.com vom 7. April 2010, abgerufen am 18. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Otmar Issing]], ehem. Direktoriumsmitglied der [[EZB]], ehem. Chefvolkswirt der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]]. Ab 2007 „International Advisor“ von Goldman Sachs.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Philip D. Murphy]] Der ehemalige Goldman Sachs Senior Director wurde 2009 zum Botschafter der USA in Deutschland ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Robert Zoellick]] ist seit 2013 Vorsitzender des International Advisory Board von Goldman Sachs. Zuvor war er Präsident der Weltbank, United States Trade Representative (2001-2005), Deputy Secretary of State (2005-2006). Zoellick war in den 1990ern erst Goldman Sachs-Berater, später leitender Angestellter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&amp;amp;sid=agAylsBShx_M&amp;amp;refer=home „Zoellick Wins German Support to Be World Bank Head“], Bloomberg.com vom 29. Mai 2007, abgerufen am 27. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goldmansachs.com/media-relations/press-releases/archived/2013/robert-b-zoellick-to-serve-goldman-sachs.html Presseerklärung Goldman Sachs vom 7. Oktober 2013], Webseite abgerufen am 08. 03. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Henry Paulson]], US-Finanzminister unter [[George W. Bush]]. In Paulsons Amtszeit fielen einige wichtigsten Banken-Rettungmaßnahmen der USA, ehemaliger Aufsichtratschef (CEO) von Goldman Sachs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Robert Rubin]], US-Finanzminister unter [[Bill Clinton]], langjähriges Aufsichtsratsmitglied von Goldman Sachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Peter Sutherland]], bis 1989 EU-Kommissar (u. a. für Wettbewerb) und bis 1995 GATT-Generaldirektor, ist seit 1995 Vorstandsmitglied von Goldman Sachs International.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://investing.businessweek.com/research/stocks/people/person.asp?personId=394468&amp;amp;ticker=BP Executive Profile Peter Dennis Sutherand], Website businessweek, abgerufen am 31. März 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere US-amerikanische Beispiele listet eine Recherche des US-Fernsehsenders CBS auf. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;cbs1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorgehensweise gegen striktere Regulierung des Derivatemarktes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner Mitgliedschaft im Derivateverband [[ISDA]] setzte sich Goldman Sachs aggressiv und mit Erfolg gegen geplante Regulierungen des risikoreichen Derivatemarktes ein. Regulierungen waren notwendig geworden, da Derivate bereits in der Finanzkrise 2008 weltweite wirtschaftliche Instabilität und Arbeitsplatzverluste verursachten sowie 2008 Mitverursacher der Lebensmittelkrise und der Eurokrise 2010 waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erfolgreichste Investmentbank im ISDA warnte Goldman Sachs davor, dass striktere Regulierungen die Bank dazu bringen würden, sich aus Europa zurückzuziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/cms/s/0/793cb220-cbf2-11df-bd28-00144feab49a.html Goldman warns Europe on regulation], Financial Times.com vom 29. September 2010, abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin setzte der ISDA die EU massiv unter Druck, um die Bildung einer Expertengruppe für Derivate zu bilden. Diese bestand dann fast ausschließlich aus Mitgliedern des ISDA - darunter auch Goldman Sachs.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/detail.cfm?ref=2299l Homepage der Europäischen Kommission], abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Bank platzierte sich außerdem in nahezu allen Beratergruppen der Kommission, die sich mit der Finanzmarktregulierung nach der Weltwirtschaftskrise befassten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/content/2010/06/people-vs-goldman-sachs The People versus Goldman Sachs ], Corporate Europe Observatory vom 1.Juni 2010, abgerufen am 26.Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Informationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Goldman_Sachs Goldman Sachs bei Sourcewatch (englisch)] - erstklassige Informationen!&lt;br /&gt;
* [http://www.opensecrets.org/orgs/summary.php?id=D000000085&amp;amp;cycle=2010 Goldman Sachs bei opensecrets.org] - In den Datenbanken des Center for Responsive Politics werden die Informationen aus dem US-Lobbyregister ausgewertet. &lt;br /&gt;
*[http://topics.nytimes.com/top/news/business/companies/goldman_sachs_group_inc/index.html?scp=1-spot&amp;amp;sq=Goldman&amp;amp;st=cse Goldman Sachs - Übersicht der New York Times (englisch)]&lt;br /&gt;
*[http://www.occupy.com/article/global-power-project-part-5-banking-influence-goldman-sachs Andrew Gavin Marshall: Global Power Project, Part 5: Banking on influence with Goldman Sachs, 7/10/2013 Occupy.com, abgerufen am 08. 03. 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bank]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34281</id>
		<title>Vattenfall</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34281"/>
		<updated>2015-08-27T08:19:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:316px-Vattenfall-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Energieversorger&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Chausseestraße 23, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.vattenfall.de www.vattenfall.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Vattenfall GmbH''' ist die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall AB. Vattenfall ist nach [[E.ON]], [[RWE]] und [[EnBW]] das viertgrößte Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Vattenfall steht aufgrund seiner Lobby-Aktivitäten für Braunkohle-Abbau sowie diverser [[ISDS]]-Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland in der öffentlichen Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Lobbyist im Bundestag===&lt;br /&gt;
[[Ulrich Freese]] ist seit 2013 Mitglied des Bundestags für die [[SPD]] und sitzt gleichzeitig in drei Aufsichtsräten von Vattenfall. Er war langjähriger IG-BCE-Gewerkschaftsfunktionär und gilt in Berlin als Braunkohle-Lobbyist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/F/freese_ulrich/258336 Biografie Ulrich Freese] bundestag.de, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Informationen der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; geht folgender Satz im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf Freese zurück: &amp;quot;Die konventionellen Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, Gas) als Teil des nationalen Energiemixes sind auf absehbare Zeit unverzichtbar.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-122760717.html Im War Room der Demokratie] Spiegel Online vom 02.12.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vattenfall baut in in der Lausitz/Brandenburg in großem Stil Braunkohle ab. Knapp 33.500 Arbeitsplätze hängen dort nach Angaben des Unternehmens von der Braunkohlenindustrie ab. Der Koalitionsvertrag stellt so sicher, dass die Bundesregierung in der Energiepolitik weiterhin auf die billige Braunkohle setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article122837716/Wie-die-Braunkohle-Lobby-der-SPD-am-Koalitionsvertrag-mitschrieb.html Wie die Braunkohle-Lobby der SPD am Koalitionsvertrag mitschrieb] welt.de vom 12.12.2013, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Wahlkampfkasse erhielt Freese Spenden in Höhe von 86.546 Euro. Zumindest ein Teil der Summe lässt sich laut eines Berichts im &amp;quot;Spiegel&amp;quot; auf ehemalige oder aktuelle Führungskräfte von Vattenfall zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/hohe-spenden-im-bundestagswahlkampf-von-vattenfall-aufsichtsrat-freese-a-976618.html Auffällige Spenden im Bundestagswahlkampf des Vattenfall-Aufsichtsrats Ulrich Freese, Spiegel online vom 22.06.2014], abgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auftragsstudien===&lt;br /&gt;
Vattenfall beauftragte das privatwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut [http://www.prognos.com/ueber-uns/die-prognos-ag/ Prognos AG] mit zwei Studien über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Braunkohletagebaus in den neuen Bundesländern. Die erste Studie wurde im Dezember 2005 unter dem Titel ''Energie- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass „[c]a. 23.600 Arbeitsplätze […] durch die ostdeutsche Braunkohleindustrie gesichert“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Prognos_Braunkohle_2005.pdf Bericht: Energie- und regionalwirtschaftliche&lt;br /&gt;
Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland], S. 1., Prognos AG 2005, abgerufen am  25.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; werden. Zu dieser Zahl kommt Prognos, indem zu den direkt in der Braunkohleindustrie beschäftigten Arbeitnehmern auch „indirekte“ Beschäftigte bei Zulieferbetrieben (in sogenannten „Vorleistungssektoren“) gerechnet werden sowie sogenannte „induzierte“ Arbeitsplätze, welche durch Konsumausgaben der ersten beiden Gruppen entstehen.&lt;br /&gt;
In der im September 2011 unter dem Titel ''Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' erschienenen Folgestudie heißt es: „Insgesamt hängen in Ostdeutschland rund 33.500 Arbeitsplätze von der Braunkohleindustrie ab.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.braunkohle.de/index.php?article_id=98&amp;amp;fileName=prognos_studie_braunkohle_ostdeutschland_2011_langfassung.pdf Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland], S. 27., Prognos AG 2011, abgerufen am 25.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleicht man die Angaben aus den beiden Prognos-Studien, so ist bei den direkt Beschäftigten einen Anstieg um 9,8% von 10.182 im Jahr 2005 auf 11.179 im Jahr 2011 festzustellen. In den sogenannten Vorleistungssektoren stieg die Zahl der „indirekt“ Beschäftigten angeblich innerhalb von nur sechs Jahren um über 58% (von 10.600 auf 16.790). Die Zahl der induzierten Arbeitsplätze verdoppelte sich sogar fast von 2275 auf 5535, obwohl beide Studien von Konsumausgaben in Höhe von ca. 260 Millionen Euro ausgehen.&lt;br /&gt;
Auch wenn diese in den Auftragsstudien genannten Zahlen kaum nachvollziehbar sind, werden sie in Publikationen der Braunkohlelobby immer wieder als Argument für die wirtschaftliche Notwendigkeit des Braunkohletagebaus genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Astroturf===&lt;br /&gt;
Vattenfall fördert finanziell den Verein ''[http://www.prolausitzerbraunkohle.de/index.php/vorstand.html Pro Lausitzer Braunkohle]'',&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184388.html, DER SPIEGEL 44/2013], abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dessen Vorstand mit Marco Bayer auch ein direkter Vertreter von Vattenfall sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html, http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html]abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentiert sich als unabhängige Bürgerinitiative, die sich für eine Erweiterung des Tagesbaus stark macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anfrage von LobbyControl äußerte sich Vattenfall nicht dazu, wie viele Gelder in den Verein geflossen sind. Der Verein ''Pro Lausitzer Braunkohle'' betreibt eine eigene Geschäftsstelle im Cottbusser ''Haus der Wirschaft'', aus der auch die Kampagne “[http://www.pro-lausitz.de/index.php Meine Stimme fürs Revier]” organisiert wurde. Die Aktionen der Kampagne umfassten eine Plakataktion vor der Greenpeace-Zentrale in Hamburg und kostspielige Großkundgebungen im Vorfeld von politischen Sitzungen zum Thema Braunkohle. Auch die Veranstaltung eines &amp;quot;Zuckertütenfests&amp;quot; in einem Vergnügungspark in einem stillgelegten Tagebaugebiet wurde angeblich vom Verein selbst finanziert. Die finanziellen Ressourcen, die hinter solchen Kampagnen stecken, können die zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen den Braunkohletagebau aussprechen, bei Weitem nicht auftreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sponsoring===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vattenfall tritt häufig als Sponsor von Sport- und Kulturveranstaltungen auf. Beim Berliner Halbmarathon oder der Laufveranstaltung City-Night ist Vattenfall als einer der größten Sportsponsoren der Stadt überall sichtbar. &lt;br /&gt;
Vor allem auch in der Lausitz, wo Vattenfall bereits mehrere Dörfer wegbaggern lies, versucht das Unternehmen mit hohen Sponsoringsummen in Sport und Kultur seinen Ruf aufzubessern. Hier besteht ein besonders breites, von Vattenfall gesponsortes Angebot: Jugendförderung, die Unterstützung mehrerer Sportvereine, große Schulsportveranstaltungen, einen Architekturpreis etc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/uber-uns/engagement-regionales/lausitz/ Sponsoring in der Lausitz] Vattenfall-Website, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Renovierung und Instandhaltung des Brandenburger Tors wird von Vattenfall gesponsort - dafür darf sich das Unternehmen &amp;quot;Partner des Brandenburger Tors&amp;quot; nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rekommunalisierung der Berliner Stromnetzes===&lt;br /&gt;
Berlin privatisierte sein Stromnetz im Jahr 1997. Seitdem ist Vattenfall der Betreiber. 2011 gründete sich der Berliner Energietisch nach dem Vorbild des Berliner Wassertisches mit dem Ziel, die Stromversorgung in Berlin nach demokratischen, ökologischen und sozialen Kriterien zu organisieren. Dem Versorger Vattenfall wurde vorgeworfen, zu sehr auf dem Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung zu verharren. Der Berliner Senat unterstütze den hohen Verkaufspreis des Stromnetzes von bis zu drei Milliarden Euro - der Energietisch rechnete dagegen mit 400 Millionen Euro&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5099002/ Vattenfall verkauft sich zu teuer] die taz vom 06.03.2012, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Volksbegehren wurde ein Volksentscheid über die Rekommunalisierung auf den 3. November 2013 gesetzt, obwohl eine Zusammenlegung des Volksentscheids mit der Bundestagswahl am 22. September 2013 möglich gewesen wäre. Der Energietisch als Initiator des Volksbegehrens äußerte die Vermutung, der Senat hoffe, dass der Volksentscheid auf diese Weise am Zustimmungsquorum scheitern werde. Genau dies trat auch ein - der Gesetzentwurf ist in der Abstimmung gescheitert und wurde deshalb nicht angenommen. Es stimmten zwar 83 Prozent der Abstimmungsteilnehmer mit Ja, jedoch wurde das Quorum von 25 Prozent aller Stimmberechtigten mit 24,1 Prozent knapp verfehlt.ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/berliner-strom-volksentscheid-gescheitert-a-931545.html Energieversorgung: Berliner Strom-Volksentscheid gescheitert] Spiegel Online vom 03.11.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PR-Kampagne===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung im Braunkohleausschuss des Landes Brandenburg am 28. April 2014 startete Vattenfall eine Anzeigenkampagne unter dem Motto &amp;quot;[http://corporate.vattenfall.de/energie-im-fokus/energieproduktion/kohle/lausitzer-braunkohle/ Was wichtig ist]&amp;quot;. Die verschiedenen Anzeigemotive, in denen Menschen aus der Lausitz für den Braunkohletagebau werben, erschienen erstmals im November 2013  in verschiedenen Lausitzer Zeitungen und auf ca. 160 Großaufstellern in der Region. Vattenfall versuchte mit dieser Kampagne, eine breite Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des Braunkohletagebaus zu überzeugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===ISDS-Klagen gegen Deutschland===&lt;br /&gt;
Vattenfall verklagte die Bundesrepublik Deutschland bereits zwei Mal vor internationalen Schiedsgerichten im Rahmen von [[ISDS]]-Verfahren. Das erste mal klagte Vattenfall im Jahr 2009 als der Hamburger Senat die Wassernutzungsregeln für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg veränderten. Vattenfall dürfe zum Schutz des Ökosystems nur eine bestimmte Menge an Elbwasser zum Kühlen verwenden, abhängig von Temperatur und Sauerstoffgehalt des Flusses. Auf Basis der Europäischen Energiecharte, einem Investitionsschutzabkommen mit [[ISDS]]-Klagemöglichkeit für Unternehmen, wurde vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington verhandelt. Zum ersten Mal in der Geschichte musste sich die Bundesregierung wegen „Investitionsbehinderungen“ vor einem Schiedsgericht verteidigen. Die Klage wurde mit einem Kompromiss beigelegt. Hamburg musste seine Umweltauflagen soweit zurückziehen und aufweichen, dass sie anschließend gegen die EU-Naturschutz-Richtlinie verstießen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU verklagte die Bundesrepublik Deutschland daraufhin vor dem EuGH, Hamburg habe mit der Zurücknahme der Wassernutzungsregeln für das Vattenfall-Kohlekraftwerk die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verletzt. Konkret soll die Wasserentnahme zur Kühlung des Kraftwerks schädlich für seltene Fische sein. &lt;br /&gt;
Brisant ist, dass die EU-Kommission, die Deutschland verklagt, weil sie den Vergleich mit Vattenfall auf Basis des Investitionsschutzes für unvereinbar mit dem EU-Vertrag hält, sich gleichzeitig auch für die Aufnahme von Investitionsschutz in die geplanten Handelsverträge TTIP und CETA einsetzt.&lt;br /&gt;
Es ist unklar, inwieweit die Kommission mit dem Fall weiter umgeht - eine Eskalation würde den Protest gegen die Aufnahme von [[ISDS]]-Verfahren in die geplanten Freihandelsabkommen forcieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5019034/ Eine Tragödie in fünf Akten] die taz vom 27.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Mal verklage Vattenfall 2012 die Bundesrepublik Deutschland nachdem diese bekannt gab, aus der Energieproduktion von Atomkraftwerken aussteigen zu wollen. Vattenfall klagte wegen der Stillegung der schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel auf 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz. Bis März 2015 kostete das noch laufende Verfahren die Bundesrepublik bereits 4,1 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/atomausstieg-vattenfall-klage-kostet-deutschland-schon-jetzt-millionen/11494704.html Vattenfall-Klage kostet Deutschland schon jetzt Millionen] Handelsblatt vom 12.03.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Das Bergbauunternehmen '''Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG)''' fusionierte 2002 mit den Hamburgische Electricitäts-Werken (HEW) unter Federführung des schwedische Konzerns Vattenfall AB zu Vattenfall Mining AG. Aus der LAUBAG wird die Vattenfall Mining AG. Die LAUBAG hatte einen Lobbyisten im Wirtschaftsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Technologie Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; width: 10em&amp;quot;|'''Zeitraum'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und Oktober 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Mitarbeiter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Bearbeitete Themen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berliner Geschäftsstelle von Vattenfall arbeiten allein 20 Mitarbeiter in der Lobbyabteilung des Konzerns. Chef der Berliner Lobbyabteilung ist Alexander Jung, der früher das Vorstandsbüro Deutschland leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/wer-lenkt-die-lobbyisten.html Wer lenkt die Lobbyisten?] PR-Magazin 07/2011, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Die Vattenfall GmbH hat mehrere 100%-ige Tochtergesellschaften, darunter:&lt;br /&gt;
* Stromnetz Berlin GmbH&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot;&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/Global/Deutschland/Ueber_uns/2014-04-15_Aktualisierung-Management-Angaben.pdf Beteiligungsverhältnisse des deutschen Vattenfall-Konzerns] Webseite Vattenfall, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Politiker im Aufsichtsrat der Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ulrich Freese]] (Stellv. Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*seit 2013 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
*2003-2013 Stellv. Vorsitzender der [[Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie]] (IG BCE) &lt;br /&gt;
*Vattenfall GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ehemalige Politiker im Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Burkhard Dreher (neutr. MG)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| 1994-1999 Wirtschaftsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Linkohr&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
*Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF), Ehrenvorsitzender&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.linkohr.de/Home/Zur-Person Lebenslauf Dr. Rolf Linkohr] Private Webseite, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Kerntechnische Gesellschaft]], Ehrenmitglied&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martina Gregor-Ness&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Landtages Brandenburg, Umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reinhardt Schultz&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| bis 2009 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2015) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34280</id>
		<title>Vattenfall</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34280"/>
		<updated>2015-08-27T08:18:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:316px-Vattenfall-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Energieversorger&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Chausseestraße 23, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.vattenfall.de www.vattenfall.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Vattenfall GmbH''' ist die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall AB. Vattenfall ist nach [[E.ON]], [[RWE]] und [[EnBW]] das viertgrößte Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Vattenfall steht aufgrund seiner Lobby-Aktivitäten für Braunkohle-Abbau sowie diverser [[ISDS]]-Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland in der öffentlichen Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Lobbyist im Bundestag===&lt;br /&gt;
[[Ulrich Freese]] ist seit 2013 Mitglied des Bundestags für die [[SPD]] und sitzt gleichzeitig in drei Aufsichtsräten von Vattenfall. Er war langjähriger IG-BCE-Gewerkschaftsfunktionär und gilt in Berlin als Braunkohle-Lobbyist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/F/freese_ulrich/258336 Biografie Ulrich Freese] bundestag.de, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Informationen der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; geht folgender Satz im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf Freese zurück: &amp;quot;Die konventionellen Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, Gas) als Teil des nationalen Energiemixes sind auf absehbare Zeit unverzichtbar.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-122760717.html Im War Room der Demokratie] Spiegel Online vom 02.12.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vattenfall baut in in der Lausitz/Brandenburg in großem Stil Braunkohle ab. Knapp 33.500 Arbeitsplätze hängen dort nach Angaben des Unternehmens von der Braunkohlenindustrie ab. Der Koalitionsvertrag stellt so sicher, dass die Bundesregierung in der Energiepolitik weiterhin auf die billige Braunkohle setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article122837716/Wie-die-Braunkohle-Lobby-der-SPD-am-Koalitionsvertrag-mitschrieb.html Wie die Braunkohle-Lobby der SPD am Koalitionsvertrag mitschrieb] welt.de vom 12.12.2013, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Wahlkampfkasse erhielt Freese Spenden in Höhe von 86.546 Euro. Zumindest ein Teil der Summe lässt sich laut eines Berichts im &amp;quot;Spiegel&amp;quot; auf ehemalige oder aktuelle Führungskräfte von Vattenfall zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/hohe-spenden-im-bundestagswahlkampf-von-vattenfall-aufsichtsrat-freese-a-976618.html Auffällige Spenden im Bundestagswahlkampf des Vattenfall-Aufsichtsrats Ulrich Freese, Spiegel online vom 22.06.2014], abgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auftragsstudien===&lt;br /&gt;
Vattenfall beauftragte das privatwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut [http://www.prognos.com/ueber-uns/die-prognos-ag/ Prognos AG] mit zwei Studien über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Braunkohletagebaus in den neuen Bundesländern. Die erste Studie wurde im Dezember 2005 unter dem Titel ''Energie- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass „[c]a. 23.600 Arbeitsplätze […] durch die ostdeutsche Braunkohleindustrie gesichert“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Prognos_Braunkohle_2005.pdf Bericht: Energie- und regionalwirtschaftliche&lt;br /&gt;
Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland], S. 1., Prognos AG 2005, abgerufen am  25.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; werden. Zu dieser Zahl kommt Prognos, indem zu den direkt in der Braunkohleindustrie beschäftigten Arbeitnehmern auch „indirekte“ Beschäftigte bei Zulieferbetrieben (in sogenannten „Vorleistungssektoren“) gerechnet werden sowie sogenannte „induzierte“ Arbeitsplätze, welche durch Konsumausgaben der ersten beiden Gruppen entstehen.&lt;br /&gt;
In der im September 2011 unter dem Titel ''Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' erschienenen Folgestudie heißt es: „Insgesamt hängen in Ostdeutschland rund 33.500 Arbeitsplätze von der Braunkohleindustrie ab.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.braunkohle.de/index.php?article_id=98&amp;amp;fileName=prognos_studie_braunkohle_ostdeutschland_2011_langfassung.pdf Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland], S. 27., Prognos AG 2011, abgerufen am 25.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleicht man die Angaben aus den beiden Prognos-Studien, so ist bei den direkt Beschäftigten einen Anstieg um 9,8% von 10.182 im Jahr 2005 auf 11.179 im Jahr 2011 festzustellen. In den sogenannten Vorleistungssektoren stieg die Zahl der „indirekt“ Beschäftigten angeblich innerhalb von nur sechs Jahren um über 58% (von 10.600 auf 16.790). Die Zahl der induzierten Arbeitsplätze verdoppelte sich sogar fast von 2275 auf 5535, obwohl beide Studien von Konsumausgaben in Höhe von ca. 260 Millionen Euro ausgehen.&lt;br /&gt;
Auch wenn diese in den Auftragsstudien genannten Zahlen kaum nachvollziehbar sind, werden sie in Publikationen der Braunkohlelobby immer wieder als Argument für die wirtschaftliche Notwendigkeit des Braunkohletagebaus genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Astroturf===&lt;br /&gt;
Vattenfall fördert finanziell den Verein ''[http://www.prolausitzerbraunkohle.de/index.php/vorstand.html Pro Lausitzer Braunkohle]'',&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184388.html, DER SPIEGEL 44/2013], abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dessen Vorstand mit Marco Bayer auch ein direkter Vertreter von Vattenfall sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html, http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html]abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentiert sich als unabhängige Bürgerinitiative, die sich für eine Erweiterung des Tagesbaus stark macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anfrage von LobbyControl äußerte sich Vattenfall nicht dazu, wie viele Gelder in den Verein geflossen sind. Der Verein ''Pro Lausitzer Braunkohle'' betreibt eine eigene Geschäftsstelle im Cottbusser ''Haus der Wirschaft'', aus der auch die Kampagne “[http://www.pro-lausitz.de/index.php Meine Stimme fürs Revier]” organisiert wurde. Die Aktionen der Kampagne umfassten eine Plakataktion vor der Greenpeace-Zentrale in Hamburg und kostspielige Großkundgebungen im Vorfeld von politischen Sitzungen zum Thema Braunkohle. Auch die Veranstaltung eines &amp;quot;Zuckertütenfests&amp;quot; in einem Vergnügungspark in einem stillgelegten Tagebaugebiet wurde angeblich vom Verein selbst finanziert. Die finanziellen Ressourcen, die hinter solchen Kampagnen stecken, können die zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen den Braunkohletagebau aussprechen, bei Weitem nicht auftreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sponsoring===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vattenfall tritt häufig als Sponsor von Sport- und Kulturveranstaltungen auf. Beim Berliner Halbmarathon oder der Laufveranstaltung City-Night ist Vattenfall als einer der größten Sportsponsoren der Stadt überall sichtbar. &lt;br /&gt;
Vor allem auch in der Lausitz, wo Vattenfall bereits mehrere Dörfer wegbaggern lies, versucht das Unternehmen mit hohen Sponsoringsummen in Sport und Kultur seinen Ruf aufzubessern. Hier besteht ein besonders breites, von Vattenfall gesponsortes Angebot: Jugendförderung, die Unterstützung mehrerer Sportvereine, große Schulsportveranstaltungen, einen Architekturpreis etc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/uber-uns/engagement-regionales/lausitz/ Sponsoring in der Lausitz] Vattenfall-Website, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Renovierung und Instandhaltung des Brandenburger Tors wird von Vattenfall gesponsort - dafür darf sich das Unternehmen &amp;quot;Partner des Brandenburger Tors&amp;quot; nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rekommunalisierung der Berliner Stromnetzes===&lt;br /&gt;
Berlin privatisierte sein Stromnetz im Jahr 1997. Seitdem ist Vattenfall der Betreiber. 2011 gründete sich der Berliner Energietisch nach dem Vorbild des Berliner Wassertisches mit dem Ziel, die Stromversorgung in Berlin nach demokratischen, ökologischen und sozialen Kriterien zu organisieren. Dem Versorger Vattenfall wurde vorgeworfen, zu sehr auf dem Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung zu verharren. Der Berliner Senat unterstütze den hohen Verkaufspreis des Stromnetzes von bis zu drei Milliarden Euro - der Energietisch rechnete dagegen mit 400 Millionen Euro&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5099002/ Vattenfall verkauft sich zu teuer] die taz vom 06.03.2012, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Volksbegehren wurde ein Volksentscheid über die Rekommunalisierung auf den 3. November 2013 gesetzt, obwohl eine Zusammenlegung des Volksentscheids mit der Bundestagswahl am 22. September 2013 möglich gewesen wäre. Der Energietisch als Initiator des Volksbegehrens äußerte die Vermutung, der Senat hoffe, dass der Volksentscheid auf diese Weise am Zustimmungsquorum scheitern werde. Genau dies trat auch ein - der Gesetzentwurf ist in der Abstimmung gescheitert und wurde deshalb nicht angenommen. Es stimmten zwar 83 Prozent der Abstimmungsteilnehmer mit Ja, jedoch wurde das Quorum von 25 Prozent aller Stimmberechtigten mit 24,1 Prozent knapp verfehlt.ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/berliner-strom-volksentscheid-gescheitert-a-931545.html Energieversorgung: Berliner Strom-Volksentscheid gescheitert] Spiegel Online vom 03.11.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PR-Kampagne===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung im Braunkohleausschuss des Landes Brandenburg am 28. April 2014 startete Vattenfall eine Anzeigenkampagne unter dem Motto &amp;quot;[http://corporate.vattenfall.de/energie-im-fokus/energieproduktion/kohle/lausitzer-braunkohle/ Was wichtig ist]&amp;quot;. Die verschiedenen Anzeigemotive, in denen Menschen aus der Lausitz für den Braunkohletagebau werben, erschienen erstmals im November 2013  in verschiedenen Lausitzer Zeitungen und auf ca. 160 Großaufstellern in der Region. Vattenfall versuchte mit dieser Kampagne, eine breite Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des Braunkohletagebaus zu überzeugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===ISDS-Klagen gegen Deutschland===&lt;br /&gt;
Vattenfall verklagte die Bundesrepublik Deutschland bereits zwei Mal vor internationalen Schiedsgerichten im Rahmen von [[ISDS]]-Verfahren. Das erste mal klagte Vattenfall im Jahr 2009 als der Hamburger Senat die Wassernutzungsregeln für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg veränderten. Vattenfall dürfe zum Schutz des Ökosystems nur eine bestimmte Menge an Elbwasser zum Kühlen verwenden, abhängig von Temperatur und Sauerstoffgehalt des Flusses. Auf Basis der Europäischen Energiecharte, einem Investitionsschutzabkommen mit [[ISDS]]-Klagemöglichkeit für Unternehmen, wurde vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington verhandelt. Zum ersten Mal in der Geschichte musste sich die Bundesregierung wegen „Investitionsbehinderungen“ vor einem Schiedsgericht verteidigen. Die Klage wurde mit einem Kompromiss beigelegt. Hamburg musste seine Umweltauflagen soweit zurückziehen und aufweichen, dass sie anschließend gegen die EU-Naturschutz-Richtlinie verstießen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU verklagte die Bundesrepublik Deutschland daraufhin vor dem EuGH, Hamburg habe mit der Zurücknahme der Wassernutzungsregeln für das Vattenfall-Kohlekraftwerk die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verletzt. Konkret soll die Wasserentnahme zur Kühlung des Kraftwerks schädlich für seltene Fische sein. &lt;br /&gt;
Brisant ist, dass die EU-Kommission, die Deutschland verklagt, weil sie den Vergleich mit Vattenfall auf Basis des Investitionsschutzes für unvereinbar mit dem EU-Vertrag hält, sich gleichzeitig auch für die Aufnahme von Investitionsschutz in die geplanten Handelsverträge TTIP und CETA einsetzt.&lt;br /&gt;
Es ist unklar, inwieweit die Kommission mit dem Fall weiter umgeht - eine Eskalation würde den Protest gegen die Aufnahme von [[ISDS]]-Verfahren in die geplanten Freihandelsabkommen forcieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5019034/ Eine Tragödie in fünf Akten] die taz vom 27.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Mal verklage Vattenfall 2012 die Bundesrepublik Deutschland nachdem diese bekannt gab, aus der Energieproduktion von Atomkraftwerken aussteigen zu wollen. Vattenfall klagte wegen der Stillegung der schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel auf 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz. Bis März 2015 kostete das noch laufende Verfahren die Bundesrepublik bereits 4,1 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/atomausstieg-vattenfall-klage-kostet-deutschland-schon-jetzt-millionen/11494704.html Vattenfall-Klage kostet Deutschland schon jetzt Millionen] Handelsblatt vom 12.03.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Das Bergbauunternehmen '''Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG)''' fusionierte 2002 mit den Hamburgische Electricitäts-Werken (HEW) unter Federführung des schwedische Konzerns Vattenfall AB zu Vattenfall Mining AG. Aus der LAUBAG wird die Vattenfall Mining AG. Die LAUBAG hatte einen Lobbyisten im Wirtschaftsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Technologie Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; width: 10em&amp;quot;|'''Zeitraum'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und Oktober 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Mitarbeiter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Bearbeitete Themen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berliner Geschäftsstelle von Vattenfall arbeiten allein 20 Mitarbeiter in der Lobbyabteilung des Konzerns. Chef der Berliner Lobbyabteilung ist Alexander Jung, der früher das Vorstandsbüro Deutschland leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/wer-lenkt-die-lobbyisten.html Wer lenkt die Lobbyisten?] PR-Magazin 07/2011, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Die Vattenfall GmbH hat mehrere 100%-ige Tochtergesellschaften, darunter:&lt;br /&gt;
* Stromnetz Berlin GmbH&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot;&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/Global/Deutschland/Ueber_uns/2014-04-15_Aktualisierung-Management-Angaben.pdf Beteiligungsverhältnisse des deutschen Vattenfall-Konzerns] Webseite Vattenfall, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Politiker im Aufsichtsrat der Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ulrich Freese]] (Stellv. Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*seit 2013 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
*2003-2013 Stellv. Vorsitzender der [[Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie]] (IG BCE) &lt;br /&gt;
*Vattenfall GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! Ehemalige Politiker im Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Burkhard Dreher (neutr. MG)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| 1994-1999 Wirtschaftsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Linkohr&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
*Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF), Ehrenvorsitzender&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.linkohr.de/Home/Zur-Person Lebenslauf Dr. Rolf Linkohr] Private Webseite, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Kerntechnische Gesellschaft]], Ehrenmitglied&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martina Gregor-Ness&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Landtages Brandenburg, Umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reinhardt Schultz&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| bis 2009 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2015) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34279</id>
		<title>Vattenfall</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34279"/>
		<updated>2015-08-27T08:17:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:316px-Vattenfall-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Energieversorger&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Chausseestraße 23, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.vattenfall.de www.vattenfall.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Vattenfall GmbH''' ist die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall AB. Vattenfall ist nach [[E.ON]], [[RWE]] und [[EnBW]] das viertgrößte Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Vattenfall steht aufgrund seiner Lobby-Aktivitäten für Braunkohle-Abbau sowie diverser [[ISDS]]-Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland in der öffentlichen Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Lobbyist im Bundestag===&lt;br /&gt;
[[Ulrich Freese]] ist seit 2013 Mitglied des Bundestags für die [[SPD]] und sitzt gleichzeitig in drei Aufsichtsräten von Vattenfall. Er war langjähriger IG-BCE-Gewerkschaftsfunktionär und gilt in Berlin als Braunkohle-Lobbyist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/F/freese_ulrich/258336 Biografie Ulrich Freese] bundestag.de, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Informationen der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; geht folgender Satz im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf Freese zurück: &amp;quot;Die konventionellen Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, Gas) als Teil des nationalen Energiemixes sind auf absehbare Zeit unverzichtbar.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-122760717.html Im War Room der Demokratie] Spiegel Online vom 02.12.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vattenfall baut in in der Lausitz/Brandenburg in großem Stil Braunkohle ab. Knapp 33.500 Arbeitsplätze hängen dort nach Angaben des Unternehmens von der Braunkohlenindustrie ab. Der Koalitionsvertrag stellt so sicher, dass die Bundesregierung in der Energiepolitik weiterhin auf die billige Braunkohle setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article122837716/Wie-die-Braunkohle-Lobby-der-SPD-am-Koalitionsvertrag-mitschrieb.html Wie die Braunkohle-Lobby der SPD am Koalitionsvertrag mitschrieb] welt.de vom 12.12.2013, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Wahlkampfkasse erhielt Freese Spenden in Höhe von 86.546 Euro. Zumindest ein Teil der Summe lässt sich laut eines Berichts im &amp;quot;Spiegel&amp;quot; auf ehemalige oder aktuelle Führungskräfte von Vattenfall zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/hohe-spenden-im-bundestagswahlkampf-von-vattenfall-aufsichtsrat-freese-a-976618.html Auffällige Spenden im Bundestagswahlkampf des Vattenfall-Aufsichtsrats Ulrich Freese, Spiegel online vom 22.06.2014], abgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auftragsstudien===&lt;br /&gt;
Vattenfall beauftragte das privatwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut [http://www.prognos.com/ueber-uns/die-prognos-ag/ Prognos AG] mit zwei Studien über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Braunkohletagebaus in den neuen Bundesländern. Die erste Studie wurde im Dezember 2005 unter dem Titel ''Energie- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass „[c]a. 23.600 Arbeitsplätze […] durch die ostdeutsche Braunkohleindustrie gesichert“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Prognos_Braunkohle_2005.pdf Bericht: Energie- und regionalwirtschaftliche&lt;br /&gt;
Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland], S. 1., Prognos AG 2005, abgerufen am  25.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; werden. Zu dieser Zahl kommt Prognos, indem zu den direkt in der Braunkohleindustrie beschäftigten Arbeitnehmern auch „indirekte“ Beschäftigte bei Zulieferbetrieben (in sogenannten „Vorleistungssektoren“) gerechnet werden sowie sogenannte „induzierte“ Arbeitsplätze, welche durch Konsumausgaben der ersten beiden Gruppen entstehen.&lt;br /&gt;
In der im September 2011 unter dem Titel ''Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' erschienenen Folgestudie heißt es: „Insgesamt hängen in Ostdeutschland rund 33.500 Arbeitsplätze von der Braunkohleindustrie ab.“&amp;lt;ref&amp;gt;[www.braunkohle.de/index.php?article_id=98&amp;amp;fileName=prognos_studie_braunkohle_ostdeutschland_2011_langfassung.pdf Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland], S. 27., Prognos AG 2011, abgerufen am 25.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleicht man die Angaben aus den beiden Prognos-Studien, so ist bei den direkt Beschäftigten einen Anstieg um 9,8% von 10.182 im Jahr 2005 auf 11.179 im Jahr 2011 festzustellen. In den sogenannten Vorleistungssektoren stieg die Zahl der „indirekt“ Beschäftigten angeblich innerhalb von nur sechs Jahren um über 58% (von 10.600 auf 16.790). Die Zahl der induzierten Arbeitsplätze verdoppelte sich sogar fast von 2275 auf 5535, obwohl beide Studien von Konsumausgaben in Höhe von ca. 260 Millionen Euro ausgehen.&lt;br /&gt;
Auch wenn diese in den Auftragsstudien genannten Zahlen kaum nachvollziehbar sind, werden sie in Publikationen der Braunkohlelobby immer wieder als Argument für die wirtschaftliche Notwendigkeit des Braunkohletagebaus genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Astroturf===&lt;br /&gt;
Vattenfall fördert finanziell den Verein ''[http://www.prolausitzerbraunkohle.de/index.php/vorstand.html Pro Lausitzer Braunkohle]'',&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184388.html, DER SPIEGEL 44/2013], abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dessen Vorstand mit Marco Bayer auch ein direkter Vertreter von Vattenfall sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html, http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html]abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentiert sich als unabhängige Bürgerinitiative, die sich für eine Erweiterung des Tagesbaus stark macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anfrage von LobbyControl äußerte sich Vattenfall nicht dazu, wie viele Gelder in den Verein geflossen sind. Der Verein ''Pro Lausitzer Braunkohle'' betreibt eine eigene Geschäftsstelle im Cottbusser ''Haus der Wirschaft'', aus der auch die Kampagne “[http://www.pro-lausitz.de/index.php Meine Stimme fürs Revier]” organisiert wurde. Die Aktionen der Kampagne umfassten eine Plakataktion vor der Greenpeace-Zentrale in Hamburg und kostspielige Großkundgebungen im Vorfeld von politischen Sitzungen zum Thema Braunkohle. Auch die Veranstaltung eines &amp;quot;Zuckertütenfests&amp;quot; in einem Vergnügungspark in einem stillgelegten Tagebaugebiet wurde angeblich vom Verein selbst finanziert. Die finanziellen Ressourcen, die hinter solchen Kampagnen stecken, können die zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen den Braunkohletagebau aussprechen, bei Weitem nicht auftreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sponsoring===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vattenfall tritt häufig als Sponsor von Sport- und Kulturveranstaltungen auf. Beim Berliner Halbmarathon oder der Laufveranstaltung City-Night ist Vattenfall als einer der größten Sportsponsoren der Stadt überall sichtbar. &lt;br /&gt;
Vor allem auch in der Lausitz, wo Vattenfall bereits mehrere Dörfer wegbaggern lies, versucht das Unternehmen mit hohen Sponsoringsummen in Sport und Kultur seinen Ruf aufzubessern. Hier besteht ein besonders breites, von Vattenfall gesponsortes Angebot: Jugendförderung, die Unterstützung mehrerer Sportvereine, große Schulsportveranstaltungen, einen Architekturpreis etc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/uber-uns/engagement-regionales/lausitz/ Sponsoring in der Lausitz] Vattenfall-Website, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Renovierung und Instandhaltung des Brandenburger Tors wird von Vattenfall gesponsort - dafür darf sich das Unternehmen &amp;quot;Partner des Brandenburger Tors&amp;quot; nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rekommunalisierung der Berliner Stromnetzes===&lt;br /&gt;
Berlin privatisierte sein Stromnetz im Jahr 1997. Seitdem ist Vattenfall der Betreiber. 2011 gründete sich der Berliner Energietisch nach dem Vorbild des Berliner Wassertisches mit dem Ziel, die Stromversorgung in Berlin nach demokratischen, ökologischen und sozialen Kriterien zu organisieren. Dem Versorger Vattenfall wurde vorgeworfen, zu sehr auf dem Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung zu verharren. Der Berliner Senat unterstütze den hohen Verkaufspreis des Stromnetzes von bis zu drei Milliarden Euro - der Energietisch rechnete dagegen mit 400 Millionen Euro&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5099002/ Vattenfall verkauft sich zu teuer] die taz vom 06.03.2012, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Volksbegehren wurde ein Volksentscheid über die Rekommunalisierung auf den 3. November 2013 gesetzt, obwohl eine Zusammenlegung des Volksentscheids mit der Bundestagswahl am 22. September 2013 möglich gewesen wäre. Der Energietisch als Initiator des Volksbegehrens äußerte die Vermutung, der Senat hoffe, dass der Volksentscheid auf diese Weise am Zustimmungsquorum scheitern werde. Genau dies trat auch ein - der Gesetzentwurf ist in der Abstimmung gescheitert und wurde deshalb nicht angenommen. Es stimmten zwar 83 Prozent der Abstimmungsteilnehmer mit Ja, jedoch wurde das Quorum von 25 Prozent aller Stimmberechtigten mit 24,1 Prozent knapp verfehlt.ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/berliner-strom-volksentscheid-gescheitert-a-931545.html Energieversorgung: Berliner Strom-Volksentscheid gescheitert] Spiegel Online vom 03.11.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PR-Kampagne===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung im Braunkohleausschuss des Landes Brandenburg am 28. April 2014 startete Vattenfall eine Anzeigenkampagne unter dem Motto &amp;quot;[http://corporate.vattenfall.de/energie-im-fokus/energieproduktion/kohle/lausitzer-braunkohle/ Was wichtig ist]&amp;quot;. Die verschiedenen Anzeigemotive, in denen Menschen aus der Lausitz für den Braunkohletagebau werben, erschienen erstmals im November 2013  in verschiedenen Lausitzer Zeitungen und auf ca. 160 Großaufstellern in der Region. Vattenfall versuchte mit dieser Kampagne, eine breite Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des Braunkohletagebaus zu überzeugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===ISDS-Klagen gegen Deutschland===&lt;br /&gt;
Vattenfall verklagte die Bundesrepublik Deutschland bereits zwei Mal vor internationalen Schiedsgerichten im Rahmen von [[ISDS]]-Verfahren. Das erste mal klagte Vattenfall im Jahr 2009 als der Hamburger Senat die Wassernutzungsregeln für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg veränderten. Vattenfall dürfe zum Schutz des Ökosystems nur eine bestimmte Menge an Elbwasser zum Kühlen verwenden, abhängig von Temperatur und Sauerstoffgehalt des Flusses. Auf Basis der Europäischen Energiecharte, einem Investitionsschutzabkommen mit [[ISDS]]-Klagemöglichkeit für Unternehmen, wurde vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington verhandelt. Zum ersten Mal in der Geschichte musste sich die Bundesregierung wegen „Investitionsbehinderungen“ vor einem Schiedsgericht verteidigen. Die Klage wurde mit einem Kompromiss beigelegt. Hamburg musste seine Umweltauflagen soweit zurückziehen und aufweichen, dass sie anschließend gegen die EU-Naturschutz-Richtlinie verstießen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU verklagte die Bundesrepublik Deutschland daraufhin vor dem EuGH, Hamburg habe mit der Zurücknahme der Wassernutzungsregeln für das Vattenfall-Kohlekraftwerk die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verletzt. Konkret soll die Wasserentnahme zur Kühlung des Kraftwerks schädlich für seltene Fische sein. &lt;br /&gt;
Brisant ist, dass die EU-Kommission, die Deutschland verklagt, weil sie den Vergleich mit Vattenfall auf Basis des Investitionsschutzes für unvereinbar mit dem EU-Vertrag hält, sich gleichzeitig auch für die Aufnahme von Investitionsschutz in die geplanten Handelsverträge TTIP und CETA einsetzt.&lt;br /&gt;
Es ist unklar, inwieweit die Kommission mit dem Fall weiter umgeht - eine Eskalation würde den Protest gegen die Aufnahme von [[ISDS]]-Verfahren in die geplanten Freihandelsabkommen forcieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5019034/ Eine Tragödie in fünf Akten] die taz vom 27.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Mal verklage Vattenfall 2012 die Bundesrepublik Deutschland nachdem diese bekannt gab, aus der Energieproduktion von Atomkraftwerken aussteigen zu wollen. Vattenfall klagte wegen der Stillegung der schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel auf 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz. Bis März 2015 kostete das noch laufende Verfahren die Bundesrepublik bereits 4,1 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/atomausstieg-vattenfall-klage-kostet-deutschland-schon-jetzt-millionen/11494704.html Vattenfall-Klage kostet Deutschland schon jetzt Millionen] Handelsblatt vom 12.03.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Das Bergbauunternehmen '''Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG)''' fusionierte 2002 mit den Hamburgische Electricitäts-Werken (HEW) unter Federführung des schwedische Konzerns Vattenfall AB zu Vattenfall Mining AG. Aus der LAUBAG wird die Vattenfall Mining AG. Die LAUBAG hatte einen Lobbyisten im Wirtschaftsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Technologie Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; width: 10em&amp;quot;|'''Zeitraum'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und Oktober 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berliner Geschäftsstelle von Vattenfall arbeiten allein 20 Mitarbeiter in der Lobbyabteilung des Konzerns. Chef der Berliner Lobbyabteilung ist Alexander Jung, der früher das Vorstandsbüro Deutschland leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/wer-lenkt-die-lobbyisten.html Wer lenkt die Lobbyisten?] PR-Magazin 07/2011, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Die Vattenfall GmbH hat mehrere 100%-ige Tochtergesellschaften, darunter:&lt;br /&gt;
* Stromnetz Berlin GmbH&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot;&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/Global/Deutschland/Ueber_uns/2014-04-15_Aktualisierung-Management-Angaben.pdf Beteiligungsverhältnisse des deutschen Vattenfall-Konzerns] Webseite Vattenfall, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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! Politiker im Aufsichtsrat der Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
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| [[Ulrich Freese]] (Stellv. Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*seit 2013 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
*2003-2013 Stellv. Vorsitzender der [[Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie]] (IG BCE) &lt;br /&gt;
*Vattenfall GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! Ehemalige Politiker im Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| Burkhard Dreher (neutr. MG)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| 1994-1999 Wirtschaftsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Linkohr&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
*Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF), Ehrenvorsitzender&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.linkohr.de/Home/Zur-Person Lebenslauf Dr. Rolf Linkohr] Private Webseite, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Kerntechnische Gesellschaft]], Ehrenmitglied&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martina Gregor-Ness&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Landtages Brandenburg, Umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reinhardt Schultz&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| bis 2009 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2015) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34278</id>
		<title>Vattenfall</title>
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		<updated>2015-08-27T08:15:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:316px-Vattenfall-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Energieversorger&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Chausseestraße 23, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.vattenfall.de www.vattenfall.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Vattenfall GmbH''' ist die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall AB. Vattenfall ist nach [[E.ON]], [[RWE]] und [[EnBW]] das viertgrößte Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Vattenfall steht aufgrund seiner Lobby-Aktivitäten für Braunkohle-Abbau sowie diverser [[ISDS]]-Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland in der öffentlichen Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Lobbyist im Bundestag===&lt;br /&gt;
[[Ulrich Freese]] ist seit 2013 Mitglied des Bundestags für die [[SPD]] und sitzt gleichzeitig in drei Aufsichtsräten von Vattenfall. Er war langjähriger IG-BCE-Gewerkschaftsfunktionär und gilt in Berlin als Braunkohle-Lobbyist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/F/freese_ulrich/258336 Biografie Ulrich Freese] bundestag.de, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Informationen der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; geht folgender Satz im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf Freese zurück: &amp;quot;Die konventionellen Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, Gas) als Teil des nationalen Energiemixes sind auf absehbare Zeit unverzichtbar.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-122760717.html Im War Room der Demokratie] Spiegel Online vom 02.12.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vattenfall baut in in der Lausitz/Brandenburg in großem Stil Braunkohle ab. Knapp 33.500 Arbeitsplätze hängen dort nach Angaben des Unternehmens von der Braunkohlenindustrie ab. Der Koalitionsvertrag stellt so sicher, dass die Bundesregierung in der Energiepolitik weiterhin auf die billige Braunkohle setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article122837716/Wie-die-Braunkohle-Lobby-der-SPD-am-Koalitionsvertrag-mitschrieb.html Wie die Braunkohle-Lobby der SPD am Koalitionsvertrag mitschrieb] welt.de vom 12.12.2013, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Wahlkampfkasse erhielt Freese Spenden in Höhe von 86.546 Euro. Zumindest ein Teil der Summe lässt sich laut eines Berichts im &amp;quot;Spiegel&amp;quot; auf ehemalige oder aktuelle Führungskräfte von Vattenfall zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/hohe-spenden-im-bundestagswahlkampf-von-vattenfall-aufsichtsrat-freese-a-976618.html Auffällige Spenden im Bundestagswahlkampf des Vattenfall-Aufsichtsrats Ulrich Freese, Spiegel online vom 22.06.2014], abgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auftragsstudien===&lt;br /&gt;
Vattenfall beauftragte das privatwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut [http://www.prognos.com/ueber-uns/die-prognos-ag/ Prognos AG] mit zwei Studien über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Braunkohletagebaus in den neuen Bundesländern. Die erste Studie wurde im Dezember 2005 unter dem Titel ''Energie- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass „[c]a. 23.600 Arbeitsplätze […] durch die ostdeutsche Braunkohleindustrie gesichert“&amp;lt;ref&amp;gt;[[https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Prognos_Braunkohle_2005.pdf Bericht: Energie- und regionalwirtschaftliche&lt;br /&gt;
Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland]], S. 1., Prognos AG, abgerufen am  25.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; werden. Zu dieser Zahl kommt Prognos, indem zu den direkt in der Braunkohleindustrie beschäftigten Arbeitnehmern auch „indirekte“ Beschäftigte bei Zulieferbetrieben (in sogenannten „Vorleistungssektoren“) gerechnet werden sowie sogenannte „induzierte“ Arbeitsplätze, welche durch Konsumausgaben der ersten beiden Gruppen entstehen.&lt;br /&gt;
In der im September 2011 unter dem Titel ''Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' erschienenen Folgestudie heißt es: „Insgesamt hängen in Ostdeutschland rund 33.500 Arbeitsplätze von der Braunkohleindustrie ab.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland, S. 27., Prognos AG, 2011]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleicht man die Angaben aus den beiden Prognos-Studien, so ist bei den direkt Beschäftigten einen Anstieg um 9,8% von 10.182 im Jahr 2005 auf 11.179 im Jahr 2011 festzustellen. In den sogenannten Vorleistungssektoren stieg die Zahl der „indirekt“ Beschäftigten angeblich innerhalb von nur sechs Jahren um über 58% (von 10.600 auf 16.790). Die Zahl der induzierten Arbeitsplätze verdoppelte sich sogar fast von 2275 auf 5535, obwohl beide Studien von Konsumausgaben in Höhe von ca. 260 Millionen Euro ausgehen.&lt;br /&gt;
Auch wenn diese in den Auftragsstudien genannten Zahlen kaum nachvollziehbar sind, werden sie in Publikationen der Braunkohlelobby immer wieder als Argument für die wirtschaftliche Notwendigkeit des Braunkohletagebaus genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Astroturf===&lt;br /&gt;
Vattenfall fördert finanziell den Verein ''[http://www.prolausitzerbraunkohle.de/index.php/vorstand.html Pro Lausitzer Braunkohle]'',&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184388.html, DER SPIEGEL 44/2013], abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dessen Vorstand mit Marco Bayer auch ein direkter Vertreter von Vattenfall sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html, http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html]abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentiert sich als unabhängige Bürgerinitiative, die sich für eine Erweiterung des Tagesbaus stark macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anfrage von LobbyControl äußerte sich Vattenfall nicht dazu, wie viele Gelder in den Verein geflossen sind. Der Verein ''Pro Lausitzer Braunkohle'' betreibt eine eigene Geschäftsstelle im Cottbusser ''Haus der Wirschaft'', aus der auch die Kampagne “[http://www.pro-lausitz.de/index.php Meine Stimme fürs Revier]” organisiert wurde. Die Aktionen der Kampagne umfassten eine Plakataktion vor der Greenpeace-Zentrale in Hamburg und kostspielige Großkundgebungen im Vorfeld von politischen Sitzungen zum Thema Braunkohle. Auch die Veranstaltung eines &amp;quot;Zuckertütenfests&amp;quot; in einem Vergnügungspark in einem stillgelegten Tagebaugebiet wurde angeblich vom Verein selbst finanziert. Die finanziellen Ressourcen, die hinter solchen Kampagnen stecken, können die zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen den Braunkohletagebau aussprechen, bei Weitem nicht auftreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sponsoring===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vattenfall tritt häufig als Sponsor von Sport- und Kulturveranstaltungen auf. Beim Berliner Halbmarathon oder der Laufveranstaltung City-Night ist Vattenfall als einer der größten Sportsponsoren der Stadt überall sichtbar. &lt;br /&gt;
Vor allem auch in der Lausitz, wo Vattenfall bereits mehrere Dörfer wegbaggern lies, versucht das Unternehmen mit hohen Sponsoringsummen in Sport und Kultur seinen Ruf aufzubessern. Hier besteht ein besonders breites, von Vattenfall gesponsortes Angebot: Jugendförderung, die Unterstützung mehrerer Sportvereine, große Schulsportveranstaltungen, einen Architekturpreis etc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/uber-uns/engagement-regionales/lausitz/ Sponsoring in der Lausitz] Vattenfall-Website, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Renovierung und Instandhaltung des Brandenburger Tors wird von Vattenfall gesponsort - dafür darf sich das Unternehmen &amp;quot;Partner des Brandenburger Tors&amp;quot; nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rekommunalisierung der Berliner Stromnetzes===&lt;br /&gt;
Berlin privatisierte sein Stromnetz im Jahr 1997. Seitdem ist Vattenfall der Betreiber. 2011 gründete sich der Berliner Energietisch nach dem Vorbild des Berliner Wassertisches mit dem Ziel, die Stromversorgung in Berlin nach demokratischen, ökologischen und sozialen Kriterien zu organisieren. Dem Versorger Vattenfall wurde vorgeworfen, zu sehr auf dem Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung zu verharren. Der Berliner Senat unterstütze den hohen Verkaufspreis des Stromnetzes von bis zu drei Milliarden Euro - der Energietisch rechnete dagegen mit 400 Millionen Euro&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5099002/ Vattenfall verkauft sich zu teuer] die taz vom 06.03.2012, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Volksbegehren wurde ein Volksentscheid über die Rekommunalisierung auf den 3. November 2013 gesetzt, obwohl eine Zusammenlegung des Volksentscheids mit der Bundestagswahl am 22. September 2013 möglich gewesen wäre. Der Energietisch als Initiator des Volksbegehrens äußerte die Vermutung, der Senat hoffe, dass der Volksentscheid auf diese Weise am Zustimmungsquorum scheitern werde. Genau dies trat auch ein - der Gesetzentwurf ist in der Abstimmung gescheitert und wurde deshalb nicht angenommen. Es stimmten zwar 83 Prozent der Abstimmungsteilnehmer mit Ja, jedoch wurde das Quorum von 25 Prozent aller Stimmberechtigten mit 24,1 Prozent knapp verfehlt.ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/berliner-strom-volksentscheid-gescheitert-a-931545.html Energieversorgung: Berliner Strom-Volksentscheid gescheitert] Spiegel Online vom 03.11.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PR-Kampagne===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung im Braunkohleausschuss des Landes Brandenburg am 28. April 2014 startete Vattenfall eine Anzeigenkampagne unter dem Motto &amp;quot;[http://corporate.vattenfall.de/energie-im-fokus/energieproduktion/kohle/lausitzer-braunkohle/ Was wichtig ist]&amp;quot;. Die verschiedenen Anzeigemotive, in denen Menschen aus der Lausitz für den Braunkohletagebau werben, erschienen erstmals im November 2013  in verschiedenen Lausitzer Zeitungen und auf ca. 160 Großaufstellern in der Region. Vattenfall versuchte mit dieser Kampagne, eine breite Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des Braunkohletagebaus zu überzeugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===ISDS-Klagen gegen Deutschland===&lt;br /&gt;
Vattenfall verklagte die Bundesrepublik Deutschland bereits zwei Mal vor internationalen Schiedsgerichten im Rahmen von [[ISDS]]-Verfahren. Das erste mal klagte Vattenfall im Jahr 2009 als der Hamburger Senat die Wassernutzungsregeln für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg veränderten. Vattenfall dürfe zum Schutz des Ökosystems nur eine bestimmte Menge an Elbwasser zum Kühlen verwenden, abhängig von Temperatur und Sauerstoffgehalt des Flusses. Auf Basis der Europäischen Energiecharte, einem Investitionsschutzabkommen mit [[ISDS]]-Klagemöglichkeit für Unternehmen, wurde vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington verhandelt. Zum ersten Mal in der Geschichte musste sich die Bundesregierung wegen „Investitionsbehinderungen“ vor einem Schiedsgericht verteidigen. Die Klage wurde mit einem Kompromiss beigelegt. Hamburg musste seine Umweltauflagen soweit zurückziehen und aufweichen, dass sie anschließend gegen die EU-Naturschutz-Richtlinie verstießen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU verklagte die Bundesrepublik Deutschland daraufhin vor dem EuGH, Hamburg habe mit der Zurücknahme der Wassernutzungsregeln für das Vattenfall-Kohlekraftwerk die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verletzt. Konkret soll die Wasserentnahme zur Kühlung des Kraftwerks schädlich für seltene Fische sein. &lt;br /&gt;
Brisant ist, dass die EU-Kommission, die Deutschland verklagt, weil sie den Vergleich mit Vattenfall auf Basis des Investitionsschutzes für unvereinbar mit dem EU-Vertrag hält, sich gleichzeitig auch für die Aufnahme von Investitionsschutz in die geplanten Handelsverträge TTIP und CETA einsetzt.&lt;br /&gt;
Es ist unklar, inwieweit die Kommission mit dem Fall weiter umgeht - eine Eskalation würde den Protest gegen die Aufnahme von [[ISDS]]-Verfahren in die geplanten Freihandelsabkommen forcieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5019034/ Eine Tragödie in fünf Akten] die taz vom 27.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Mal verklage Vattenfall 2012 die Bundesrepublik Deutschland nachdem diese bekannt gab, aus der Energieproduktion von Atomkraftwerken aussteigen zu wollen. Vattenfall klagte wegen der Stillegung der schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel auf 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz. Bis März 2015 kostete das noch laufende Verfahren die Bundesrepublik bereits 4,1 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/atomausstieg-vattenfall-klage-kostet-deutschland-schon-jetzt-millionen/11494704.html Vattenfall-Klage kostet Deutschland schon jetzt Millionen] Handelsblatt vom 12.03.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Das Bergbauunternehmen '''Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG)''' fusionierte 2002 mit den Hamburgische Electricitäts-Werken (HEW) unter Federführung des schwedische Konzerns Vattenfall AB zu Vattenfall Mining AG. Aus der LAUBAG wird die Vattenfall Mining AG. Die LAUBAG hatte einen Lobbyisten im Wirtschaftsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Technologie Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; width: 10em&amp;quot;|'''Zeitraum'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und Oktober 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Mitarbeiter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Bearbeitete Themen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berliner Geschäftsstelle von Vattenfall arbeiten allein 20 Mitarbeiter in der Lobbyabteilung des Konzerns. Chef der Berliner Lobbyabteilung ist Alexander Jung, der früher das Vorstandsbüro Deutschland leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/wer-lenkt-die-lobbyisten.html Wer lenkt die Lobbyisten?] PR-Magazin 07/2011, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Die Vattenfall GmbH hat mehrere 100%-ige Tochtergesellschaften, darunter:&lt;br /&gt;
* Stromnetz Berlin GmbH&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot;&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/Global/Deutschland/Ueber_uns/2014-04-15_Aktualisierung-Management-Angaben.pdf Beteiligungsverhältnisse des deutschen Vattenfall-Konzerns] Webseite Vattenfall, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Politiker im Aufsichtsrat der Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ulrich Freese]] (Stellv. Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*seit 2013 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
*2003-2013 Stellv. Vorsitzender der [[Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie]] (IG BCE) &lt;br /&gt;
*Vattenfall GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ehemalige Politiker im Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Burkhard Dreher (neutr. MG)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| 1994-1999 Wirtschaftsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Linkohr&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
*Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF), Ehrenvorsitzender&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.linkohr.de/Home/Zur-Person Lebenslauf Dr. Rolf Linkohr] Private Webseite, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Kerntechnische Gesellschaft]], Ehrenmitglied&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martina Gregor-Ness&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Landtages Brandenburg, Umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reinhardt Schultz&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| bis 2009 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2015) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34277</id>
		<title>Vattenfall</title>
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		<updated>2015-08-27T08:01:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:316px-Vattenfall-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Energieversorger&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Chausseestraße 23, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.vattenfall.de www.vattenfall.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Vattenfall GmbH''' ist die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall AB. Vattenfall ist nach [[E.ON]], [[RWE]] und [[EnBW]] das viertgrößte Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Vattenfall steht aufgrund seiner Lobby-Aktivitäten für Braunkohle-Abbau sowie diverser [[ISDS]]-Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland in der öffentlichen Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Lobbyist im Bundestag===&lt;br /&gt;
[[Ulrich Freese]] ist seit 2013 Mitglied des Bundestags für die [[SPD]] und sitzt gleichzeitig in drei Aufsichtsräten von Vattenfall. Er war langjähriger IG-BCE-Gewerkschaftsfunktionär und gilt in Berlin als Braunkohle-Lobbyist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/F/freese_ulrich/258336 Biografie Ulrich Freese] bundestag.de, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Informationen der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; geht folgender Satz im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf Freese zurück: &amp;quot;Die konventionellen Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, Gas) als Teil des nationalen Energiemixes sind auf absehbare Zeit unverzichtbar.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-122760717.html Im War Room der Demokratie] Spiegel Online vom 02.12.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vattenfall baut in in der Lausitz/Brandenburg in großem Stil Braunkohle ab. Knapp 33.500 Arbeitsplätze hängen dort nach Angaben des Unternehmens von der Braunkohlenindustrie ab. Der Koalitionsvertrag stellt so sicher, dass die Bundesregierung in der Energiepolitik weiterhin auf die billige Braunkohle setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article122837716/Wie-die-Braunkohle-Lobby-der-SPD-am-Koalitionsvertrag-mitschrieb.html Wie die Braunkohle-Lobby der SPD am Koalitionsvertrag mitschrieb] welt.de vom 12.12.2013, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Wahlkampfkasse erhielt Freese Spenden in Höhe von 86.546 Euro. Zumindest ein Teil der Summe lässt sich laut eines Berichts im &amp;quot;Spiegel&amp;quot; auf ehemalige oder aktuelle Führungskräfte von Vattenfall zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/hohe-spenden-im-bundestagswahlkampf-von-vattenfall-aufsichtsrat-freese-a-976618.html Auffällige Spenden im Bundestagswahlkampf des Vattenfall-Aufsichtsrats Ulrich Freese, Spiegel online vom 22.06.2014], Webseite abgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auftragsstudien===&lt;br /&gt;
Vattenfall beauftragte das privatwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut [http://www.prognos.com/ueber-uns/die-prognos-ag/ Prognos AG] mit zwei Studien über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Braunkohletagebaus in den neuen Bundesländern. Die erste Studie wurde im Dezember 2005 unter dem Titel ''Energie- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass „[c]a. 23.600 Arbeitsplätze […] durch die ostdeutsche Braunkohleindustrie gesichert“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Energie-_und_regionalwirtschaftliche_Bedeutung_der_Braunkohle_in_Ostdeutschland_2005.pdf, S. 1.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; werden. Zu dieser Zahl kommt Prognos, indem zu den direkt in der Braunkohleindustrie beschäftigten Arbeitnehmern auch „indirekte“ Beschäftigte bei Zulieferbetrieben (in sogenannten „Vorleistungssektoren“) gerechnet werden sowie sogenannte „induzierte“ Arbeitsplätze, welche durch Konsumausgaben der ersten beiden Gruppen entstehen.&lt;br /&gt;
In der im September 2011 unter dem Titel ''Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' erschienenen Folgestudie heißt es: „Insgesamt hängen in Ostdeutschland rund 33.500 Arbeitsplätze von der Braunkohleindustrie ab.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Bedeutung_der_Braunkohle_in_Ostdeutschland_2011.pdf, S. 27.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleicht man die Angaben aus den beiden Prognos-Studien, so ist bei den direkt Beschäftigten einen Anstieg um 9,8% von 10.182 im Jahr 2005 auf 11.179 im Jahr 2011 festzustellen. In den sogenannten Vorleistungssektoren stieg die Zahl der „indirekt“ Beschäftigten angeblich innerhalb von nur sechs Jahren um über 58% (von 10.600 auf 16.790). Die Zahl der induzierten Arbeitsplätze verdoppelte sich sogar fast von 2275 auf 5535, obwohl beide Studien von Konsumausgaben in Höhe von ca. 260 Millionen Euro ausgehen.&lt;br /&gt;
Auch wenn diese in den Auftragsstudien genannten Zahlen kaum nachvollziehbar sind, werden sie in Publikationen der Braunkohlelobby immer wieder als Argument für die wirtschaftliche Notwendigkeit des Braunkohletagebaus genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Astroturf===&lt;br /&gt;
Vattenfall fördert finanziell den Verein ''[http://www.prolausitzerbraunkohle.de/index.php/vorstand.html Pro Lausitzer Braunkohle]'',&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184388.html, DER SPIEGEL 44/2013], abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dessen Vorstand mit Marco Bayer auch ein direkter Vertreter von Vattenfall sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html, http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html]abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentiert sich als unabhängige Bürgerinitiative, die sich für eine Erweiterung des Tagesbaus stark macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anfrage von LobbyControl äußerte sich Vattenfall nicht dazu, wie viele Gelder in den Verein geflossen sind. Der Verein ''Pro Lausitzer Braunkohle'' betreibt eine eigene Geschäftsstelle im Cottbusser ''Haus der Wirschaft'', aus der auch die Kampagne “[http://www.pro-lausitz.de/index.php Meine Stimme fürs Revier]” organisiert wurde. Die Aktionen der Kampagne umfassten eine Plakataktion vor der Greenpeace-Zentrale in Hamburg und kostspielige Großkundgebungen im Vorfeld von politischen Sitzungen zum Thema Braunkohle. Auch die Veranstaltung eines &amp;quot;Zuckertütenfests&amp;quot; in einem Vergnügungspark in einem stillgelegten Tagebaugebiet wurde angeblich vom Verein selbst finanziert. Die finanziellen Ressourcen, die hinter solchen Kampagnen stecken, können die zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen den Braunkohletagebau aussprechen, bei Weitem nicht auftreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sponsoring===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vattenfall tritt häufig als Sponsor von Sport- und Kulturveranstaltungen auf. Beim Berliner Halbmarathon oder der Laufveranstaltung City-Night ist Vattenfall als einer der größten Sportsponsoren der Stadt überall sichtbar. &lt;br /&gt;
Vor allem auch in der Lausitz, wo Vattenfall bereits mehrere Dörfer wegbaggern lies, versucht das Unternehmen mit hohen Sponsoringsummen in Sport und Kultur seinen Ruf aufzubessern. Hier besteht ein besonders breites, von Vattenfall gesponsortes Angebot: Jugendförderung, die Unterstützung mehrerer Sportvereine, große Schulsportveranstaltungen, einen Architekturpreis etc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/uber-uns/engagement-regionales/lausitz/ Sponsoring in der Lausitz] Vattenfall-Website, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Renovierung und Instandhaltung des Brandenburger Tors wird von Vattenfall gesponsort - dafür darf sich das Unternehmen &amp;quot;Partner des Brandenburger Tors&amp;quot; nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rekommunalisierung der Berliner Stromnetzes===&lt;br /&gt;
Berlin privatisierte sein Stromnetz im Jahr 1997. Seitdem ist Vattenfall der Betreiber. 2011 gründete sich der Berliner Energietisch nach dem Vorbild des Berliner Wassertisches mit dem Ziel, die Stromversorgung in Berlin nach demokratischen, ökologischen und sozialen Kriterien zu organisieren. Dem Versorger Vattenfall wurde vorgeworfen, zu sehr auf dem Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung zu verharren. Der Berliner Senat unterstütze den hohen Verkaufspreis des Stromnetzes von bis zu drei Milliarden Euro - der Energietisch rechnete dagegen mit 400 Millionen Euro&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5099002/ Vattenfall verkauft sich zu teuer] die taz vom 06.03.2012, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Volksbegehren wurde ein Volksentscheid über die Rekommunalisierung auf den 3. November 2013 gesetzt, obwohl eine Zusammenlegung des Volksentscheids mit der Bundestagswahl am 22. September 2013 möglich gewesen wäre. Der Energietisch als Initiator des Volksbegehrens äußerte die Vermutung, der Senat hoffe, dass der Volksentscheid auf diese Weise am Zustimmungsquorum scheitern werde. Genau dies trat auch ein - der Gesetzentwurf ist in der Abstimmung gescheitert und wurde deshalb nicht angenommen. Es stimmten zwar 83 Prozent der Abstimmungsteilnehmer mit Ja, jedoch wurde das Quorum von 25 Prozent aller Stimmberechtigten mit 24,1 Prozent knapp verfehlt.ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/berliner-strom-volksentscheid-gescheitert-a-931545.html Energieversorgung: Berliner Strom-Volksentscheid gescheitert] Spiegel Online vom 03.11.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PR-Kampagne===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung im Braunkohleausschuss des Landes Brandenburg am 28. April 2014 startete Vattenfall eine Anzeigenkampagne unter dem Motto &amp;quot;[http://corporate.vattenfall.de/energie-im-fokus/energieproduktion/kohle/lausitzer-braunkohle/ Was wichtig ist]&amp;quot;. Die verschiedenen Anzeigemotive, in denen Menschen aus der Lausitz für den Braunkohletagebau werben, erschienen erstmals im November 2013  in verschiedenen Lausitzer Zeitungen und auf ca. 160 Großaufstellern in der Region. Vattenfall versuchte mit dieser Kampagne, eine breite Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des Braunkohletagebaus zu überzeugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===ISDS-Klagen gegen Deutschland===&lt;br /&gt;
Vattenfall verklagte die Bundesrepublik Deutschland bereits zwei Mal vor internationalen Schiedsgerichten im Rahmen von [[ISDS]]-Verfahren. Das erste mal klagte Vattenfall im Jahr 2009 als der Hamburger Senat die Wassernutzungsregeln für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg veränderten. Vattenfall dürfe zum Schutz des Ökosystems nur eine bestimmte Menge an Elbwasser zum Kühlen verwenden, abhängig von Temperatur und Sauerstoffgehalt des Flusses. Auf Basis der Europäischen Energiecharte, einem Investitionsschutzabkommen mit [[ISDS]]-Klagemöglichkeit für Unternehmen, wurde vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington verhandelt. Zum ersten Mal in der Geschichte musste sich die Bundesregierung wegen „Investitionsbehinderungen“ vor einem Schiedsgericht verteidigen. Die Klage wurde mit einem Kompromiss beigelegt. Hamburg musste seine Umweltauflagen soweit zurückziehen und aufweichen, dass sie anschließend gegen die EU-Naturschutz-Richtlinie verstießen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU verklagte die Bundesrepublik Deutschland daraufhin vor dem EuGH, Hamburg habe mit der Zurücknahme der Wassernutzungsregeln für das Vattenfall-Kohlekraftwerk die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verletzt. Konkret soll die Wasserentnahme zur Kühlung des Kraftwerks schädlich für seltene Fische sein. &lt;br /&gt;
Brisant ist, dass die EU-Kommission, die Deutschland verklagt, weil sie den Vergleich mit Vattenfall auf Basis des Investitionsschutzes für unvereinbar mit dem EU-Vertrag hält, sich gleichzeitig auch für die Aufnahme von Investitionsschutz in die geplanten Handelsverträge TTIP und CETA einsetzt.&lt;br /&gt;
Es ist unklar, inwieweit die Kommission mit dem Fall weiter umgeht - eine Eskalation würde den Protest gegen die Aufnahme von [[ISDS]]-Verfahren in die geplanten Freihandelsabkommen forcieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5019034/ Eine Tragödie in fünf Akten] die taz vom 27.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Mal verklage Vattenfall 2012 die Bundesrepublik Deutschland nachdem diese bekannt gab, aus der Energieproduktion von Atomkraftwerken aussteigen zu wollen. Vattenfall klagte wegen der Stillegung der schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel auf 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz. Bis März 2015 kostete das noch laufende Verfahren die Bundesrepublik bereits 4,1 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/atomausstieg-vattenfall-klage-kostet-deutschland-schon-jetzt-millionen/11494704.html Vattenfall-Klage kostet Deutschland schon jetzt Millionen] Handelsblatt vom 12.03.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Das Bergbauunternehmen '''Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG)''' fusionierte 2002 mit den Hamburgische Electricitäts-Werken (HEW) unter Federführung des schwedische Konzerns Vattenfall AB zu Vattenfall Mining AG. Aus der LAUBAG wird die Vattenfall Mining AG. Die LAUBAG hatte einen Lobbyisten im Wirtschaftsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Technologie Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; width: 10em&amp;quot;|'''Zeitraum'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und Oktober 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Mitarbeiter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Bearbeitete Themen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berliner Geschäftsstelle von Vattenfall arbeiten allein 20 Mitarbeiter in der Lobbyabteilung des Konzerns. Chef der Berliner Lobbyabteilung ist Alexander Jung, der früher das Vorstandsbüro Deutschland leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/wer-lenkt-die-lobbyisten.html Wer lenkt die Lobbyisten?] PR-Magazin 07/2011, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Die Vattenfall GmbH hat mehrere 100%-ige Tochtergesellschaften, darunter:&lt;br /&gt;
* Stromnetz Berlin GmbH&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot;&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/Global/Deutschland/Ueber_uns/2014-04-15_Aktualisierung-Management-Angaben.pdf Beteiligungsverhältnisse des deutschen Vattenfall-Konzerns] Webseite Vattenfall, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Politiker im Aufsichtsrat der Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ulrich Freese]] (Stellv. Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*seit 2013 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
*2003-2013 Stellv. Vorsitzender der [[Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie]] (IG BCE) &lt;br /&gt;
*Vattenfall GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ehemalige Politiker im Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Burkhard Dreher (neutr. MG)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| 1994-1999 Wirtschaftsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Linkohr&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
*Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF), Ehrenvorsitzender&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.linkohr.de/Home/Zur-Person Lebenslauf Dr. Rolf Linkohr] Private Webseite, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Kerntechnische Gesellschaft]], Ehrenmitglied&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martina Gregor-Ness&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Landtages Brandenburg, Umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reinhardt Schultz&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| bis 2009 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2015) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Investor-State-Dispute-Settlement&amp;diff=34241</id>
		<title>Investor-State-Dispute-Settlement</title>
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		<updated>2015-08-26T08:49:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxGesetz&lt;br /&gt;
| Name             = &amp;lt;Investor-State-Dispute-Settlement&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Art = völkerrechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Enthalten in = &amp;lt;u.a. Nafta, Vertrag über die Energiecharte, TTIP, CETA&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Ein ''Investor-State-Dispute-Settlement'' (oder auch Invetor-Staats-Klageverfahren', private Schiedsgerichte oder kurz ISDS) ist eine völkerrechtliches Instrument, das einen ausländischen Investor befähigt, einen Staat, in dem er investiert hat, zu verklagen, sofern dieser seine nach internationalem öffentlichem Recht garantierten Rechte verletzt sieht. In der Regel kommt es nach einer Klage zu einem intransparenten Schiedsverfahren vor einem internationalem Gerichtshof. Die gesetzlichen Grundlagen des ISDS befindet sich in der Regel in bilaterialen Investitionsschutzabkommen (BITs) oder in den Investorenschutz-Kapiteln von Freihandelsabkommen wie NAFTA, TTIP oder CETA. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kerninhalte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ISDS ist ein System von internationalen Schiedsgerichten, in denen ausländische Unternehmen Nationalstaaten verklagen können, falls deren Gesetzgebung die Gewinnerwartungen von Investoren einschränkt, d.h. deren Rediten vermindert, oder geplante Investitionen behindert werden. Alle politischen Beschlüsse, aus denen eine direkte oder indirekte Enteignung von Investoren geschlussfolgert werden kann, stellen somit potentiell eine ausreichende Grundlage für Schadensersatz-Klagen dar, bei denen auch zukünftige entgangene Gewinne geltend gemacht werden können &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tni.org/files/download/profitingfrominjustice.pdf „Profiting from injustice“] S. 13, Studie von CEO 2012, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neben direkter staatlicher Enteignung können auch Regulierungen betroffen sein,  wie Umwelt-, Arbeits- und Lebensmittelschutzstandards sowie alle Maßnahmen, die als Verstoß gegen die Handelsprinzipien des Marktzugangs oder der Nicht-Diskriminierung von ausländischen Investoren interpretiert werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Unternehmen einen Staat verklagt, so beginnt ein ISDS-Verfahren, welches meist von internationalen Schiedsgerichten betreut wird. Dazu wählen der klagende Investor sowie der beklagte Staat je einen Anwalt aus, die sich anschließend auf einen dritten Anwalt einigen. Die Entscheidung über den Fall wird letztlich von diesen Anwälten unter Ausschluss der Öffentlichkeit getroffen und in der Regel nicht veröffentlicht. Auf diese Weise sollen die Streitigkeiten ohne politische Beeinflussung beigelegt werden. Allerdings etabliert sich auf diese Weise ein internationales System gewinnorientierter Schiedsrichter, die parallel zur nationalen Justiz eigene Rechtssprechung durchführen. Zudem arbeiten die zuständigen Anwälte in der Regel für private Kanzleien, die sich auf den Investorenschutz spezialisiert haben, was zu Interessenskonflikten zugunsten einer Ausweitung der ISDS-Klage führen kann&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/06/rechtsanwaltskanzleien-die-unterschaetzten-lobbyisten/ „Rechtsanwaltskanzleien – die unterschätzten Lobbyisten“] LobbyControl-Blog, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tni.org/files/download/profitingfrominjustice.pdf „Profiting from injustice“] S. 8, Studie von CEO 2012, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die legale Basis des ISDS sind völkerrechtliche Handelsverträge zwischen zwei oder mehreren Staaten, welche den Investoren besonders weitgefasste Eigentumsrechte zubilligen. In separaten Investorenschutz-Kapiteln wird ausländischen Investoren das Privileg zuerkannt, direkt gegen einen Staat zu klagen, ohne notwendigerweise durch die nationalen gerichtlichen Instanzen gehen zu müssen. &lt;br /&gt;
Die Bundesrepublik Deutschland hat bis heute 139 Abkommen mit Schiedsgerichtssystem abgeschlossen, europaweit ist ISDS in über 1400 und weltweit über 3200 völkerrechtlichen Verträgen mit Investorenschutz-Kapitel verankert. Über 2800 dieser Abkommen sind 'Bilateral Investment Treaties' (BITs) zwischen zwei Staaten. Dazu sind viele ISDS in multilateralen Verträgen mit mehreren Staaten verankert, beispielsweise im Freihandelsabkommen NAFTA zwischen den USA, Mexiko und Kanada oder in der Energiecharta, in der 51 Staaten ihre Investitionen im Energiesektor regeln&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/PublicationsLibrary/wir2012_embargoed_en.pdf World Investment Report 2012] S. 84, United Nations, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
=== Die Schiedsgerichtshöfe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bestehenden Schiedsgerichtshöfe bieten einen Rahmen und die Struktur für ISDS-Verfahren und unterstützen die Entscheidungsfindung auf verschiedene Art und Weise. Der Schiedsspruch selbst wird jedoch nicht von ihnen vorgenommen – dazu sind ausschließlich die von den Streitparteien berufene Anwälten befähigt. An den Schiedsgerichtshöfen werden dazu u.a. bestimmte Verfahrensregeln vorgegeben, eingegangene Klagen auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft oder die Räumlichkeiten für die Verhandlungen bereitgestellt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://icsid.worldbank.org/apps/ICSIDWEB/process/Pages/Overview.aspx  Process Overview] ICSID-Website, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Mehrheit der Fälle wird bei der Weltbank am International Center for Settlement of Investment Disputes (ICSID) in Washington verhandelt &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tni.org/files/download/profitingfrominjustice.pdf „Profiting from injustice“], S. 14, Studie von CEO 2012, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
Andere häufig genutzte Schiedsgerichtshöfe sind die Internationale Handelskammer (ICC) in Paris, die Stockholmer Handelskammer (SCC) , der London Court of International Arbitration (LCIA)  und der Ständige Schiedsgerichtshof in Den Haag. Auch unabhängig von institutionalisierten Schiedsgerichten werden standardisierte Schiedsregeln benutzt, wie die  United Nations Commission on International Trade Law (UNCITRAL).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritik am ISDS-Investorenschutz blieb in Europa bis in die 2010er Jahre weitgehend unbemerkt. Das lag auch daran, dass die Zahl der Klagen insgesamt sehr niedrig war und fast ausschließlich die Länder des Globalen Südens unter den Folgen von ISDS litten, wenn sie von europäischen Unternehmen verklagt wurden. &lt;br /&gt;
Während im Jahr 1996 erst 38 Klagen vor dem ICSID verzeichnet waren - 30 Jahre nach dessen Gründung -, lag die Zahl der Fälle im Jahr 2012 schon bei knapp 600 &amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/PublicationsLibrary/wir2014_en.pdf  World Investment Report 2014] S. 124, United Nations, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch die Höhe der Schadensersatzforderung stieg stetig. &lt;br /&gt;
Im Zuge der Proteste gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA wurde das ISDS-Verfahren zu einem Hauptkritikpunkt. Erstmals könnten auch vermehrt europäische Staaten mit Schadensersatzforderungen überzogen werden. Kritiker sehen in den hohen Prozesskosten und Schadensersatzzahlungen für EU-Staaten eine Gefahr für das Allgemeinwohl&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afj.org/wp-content/uploads/2015/03/ISDS-Letter-3.11.pdf]&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus lassen sich in der öffentlichen Debatte folgende Kritikpunkte um die ISDS erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regulatoy Chill ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ISDS-Gegner sprechen vom &amp;quot;regulatory chill&amp;quot; durch den Investorenschutz - einer &amp;quot;Abkühlung&amp;quot; der politischen Regulierungstätigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2065706 Regulatory Chill and the Threat of Arbitration: A View from Political Science] Kyla Tienhaara, Regulatory Institutions Network, 2010, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Insbesondere bei der Regulierung der Wirtschaft in Sachen Umwelt- oder Arbeitnehmerschutz würden Staaten demnach auf wichtige Gesetze verzichten, weil sie hohe Kosten aufgrund von ISDS-Klagen zu befürchten hätten. Regulierungsbehörden würden die Schadensersatzklagen antizipieren, was eine zusätzliche Hürde für die Implementierung von neuen Umwelt und Sozialstandards darstellt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ttip-faktencheck-investorenschutz-unbekannte-klaeger-geheime-dokumente-1.2085316 Unbekannte Kläger, geheime Dokumente] Süddeutsche vom 12.08.2014, abgerufen am 20.08.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Attac Deutschland warnt, dass die Einführung der Sonder-Klagerechte für Unternehmen das Machtverhältnis von Staaten und Unternehmen noch weiter aus dem Gleichgewicht bringen und eine &amp;quot;disziplinierende Wirkung&amp;quot; auf Regierungen haben könnte. Die Konsequenz wäre dann &amp;quot;lieber auf Verbesserungen im Verbraucherschutz, im Sozial- oder Umweltbereich etc. verzichten, als sich mit Großkonzernen anzulegen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/Kampagnen/ttip/vorsichtFalle_flyer_druck.pdf Vorsicht Falle] Attac Deutschland Flyer, abgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritik an dem Verfahren wird von Vertretern der Mittelständischen Wirtschaft geteilt: So sagte der Präsident des Bundesverbands für mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, dass durch Schiedsgerichtsberkeit Konzerne indirekt Einfluss auf staatliche Entscheidungen nehmen könnten – und zwar zum Nachteil ihrer Mitbewerber aus dem Mittelstand &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-03/ttip-bedenken-mittelstaendische-unternehmen-interview-mario-ohoven &amp;quot;TTIP-Investorenschutz&amp;quot; Die USA und Europa brauchen keine Paralleljustiz&amp;quot;], Interview in der Südeutschen Zeitung, 30. März 2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiele für verhinderten Regulierung durch ISDS'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Beispielen wo die Androhung oder Durchführung von ISDS-Verfahren eine neue Regulierungen verhindert hat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Österreichsche Holzunternehmer Gerals Schweighofer drohte 2014 der Rumänischen Regierung offen mit eine ISDS-Klage, falls diese ein geplantes Gesetz zur Wettbewerbsregulierung verabschiedet &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Aktuelles/2015_05_18/20140922_Schweighofer_Leaked_Letter.pdf Brief von Gerald Scheighofer an den Rumänischen Präsidenten] vom 09.09.2014, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Stadt Hamburg nahm nach einer ISDS-Klage des schwedichen Energiekonzerns Vattenfall ihre neuen Umweltauflagen für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg teilweise wieder zurück. Es ist unklar, ob auch die Schadensersatzforderung über 1,4 Millarden von Hamburg gezahlt wurde &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foeeurope.org/isds Learning from bad experience] Friends of the Earth-Website, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kanada machte ein Verbot des giftigen Benzinzusatzes MMT rückgängig, nachdem eine US-Firma im Rahmen des Nafta-Abkommen geklagt hatte &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jura.uni-bonn.de/fileadmin/Fachbereich_Rechtswissenschaft/Materialien/Ethyl_Corporation_vs._Government_of_Canada.pdf Ethyl Corporation vs. Government of Canada] Uni Bonn Fachbereich Rechtswissenschaften, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indonesien schwächte Auflagen für Minenfirmen in Tropenwäldern ab &amp;lt;ref&amp;gt;[http://uk.reuters.com/article/2012/04/12/uk-churchill-indonesia-coal-idUKBRE83B0PJ20120412 Churchill Mining seeks $2 billion from Indonesia] Reuters vom 12.04.2012, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nachdem der Tabakkonzern Philip Morris Australien wegen des Verbots von Herstellerlogos auf Zigarettenschachteln verklagte, hielt Neuseeland seine Einführung neutraler Schachteln zurück, bis das Schiedsgericht in Den Haag urteilte &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.beehive.govt.nz/release/government-moves-forward-plain-packaging-tobacco-products Government moves forward with plain packaging of tobacco products] New Zealand Gouvernment vom 19.02.2013, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Mangel an Transparenz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Schlagworten wie „Schattenjustiz“ oder „Geheimgerichte“ will der TTIP-Protest insbesondere auf die Intransparenz der ISDS hinweisen. Die Kritiker befürchten, es könnte in Zukunft &amp;quot;zur Normalität werden, dass ausländische Konzerne sich Schadensersatz in Milliardenhöhe erstreiten. Vor Gerichten, die kaum jemand kennt und die während ihrer Prozesse niemand beobachten kann&amp;quot;, warnt beispielsweise ZEIT-Online&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.zeit.de/2013/50/handelsabkommen-europa-usa/komplettansicht Extrarechte für Multis] ZEIT-Online vom 16.12.2013, abgerufen am 20.08.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die Instransparenz von ISDS-Verfahren liegt darin begründet, dass Investor und Staat der Veröffentlichung von Dokumenten und Schiedsergebnis zustimmen müssen.  Die UN-Handelskonferenz schätzt, dass zuletzt etwa ein Viertel aller Entscheidungen nicht öffentlich wurden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ttip-faktencheck-investorenschutz-unbekannte-klaeger-geheime-dokumente-1.2085316 Unbekannte Kläger, geheime Dokumente] Süddeutsche vom 12.08.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem gibt es bei den ISDS-Verfahren keine Revisionsmöglichkeiten und Verpflichtungen zur Rechenschaft, wie sie in den öffentliches Justizstrukturen verankert sind. Da die Schiedsgerichte nicht öffentlich tagen, ihr Urteil unanfechtbar ist und in der Regel nicht veröffentlicht wird, fehlen sämtliche Faktoren, die die rechtsstaatliche Qualität von Justiz sichern: Transparenz, Überprüfbarkeit, Unabhängigkeit, Verantwortlichkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/transatlantisches-freihandelsabkommen-ttip-sieg-ueber-das-gesetz-1.1948221-2 Andreas Zielcke: Transatlantisches Freihandelsabkommen TTIP Sieg über das Gesetz, Süddeutsche Zeitung vom 3. Mai 2014], Webseite Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Schiedssprüche im ISDS-Vefahren sind völkerrechtlich bindend, ohne dass eine weitere Schiedsinstanz oder eine Überprüfung durch nationale Gericht vorgesehen sind. Das Fehlen einer zweiten Instanz, die mangelnde Öffentlichkeit und Unabhängigkeit der RichterInnen führen außerdem zu einer uneinheitlichen Auslegung von Investitionsschutzabkommen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kluwerarbitrationblog.com/blog/2014/05/01/appellate-structure-and-need-for-legal-certainty-in-investment-arbitration/ Appellate Structure and Need for Legal Certainty in Investment Arbitration] Kluwer Arbitration Blog vom 01.05.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Großer Interpretationsspielraum der Vetragstexte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die offen gehalten Formulierungen in den Investitionsschutz-Kapiteln werden kritisiert. Die legale Basis der ISDS-Verfahren, die völkerrechtlichen Handels- und Investitionsabkommen, enthalte in der Regel unscharfe und schwammige Definitionen der Investorenrechte. Dadurch seien uneinheitliche und willkürliche Entscheidungen der Schiedsgerichte vorprogrammiert&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/freihandel-jurist-klaus-sachs-ueber-umstrittene-schiedsgerichte-a-958300.html Freihandelsabkommen: &amp;quot;Wir brauchen Waffengleichheit von Staat und Konzernen&amp;quot;] Spiegel Onlinee vom 26.03.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um einen Staat auf Schadensersatz zu verklagen, muss ein Investor aufzeigen, durch welche politische Maßnahme es zu einer „indirekten Enteignung“ kam. Eine indirekte Enteignung liegt vor, wenn die zukünftigen „legitimen Gewinnerwartungen“ des Investors vermindert werden. Theoretisch kann deshalb gegen Verwaltungs-, Parlaments- und Gerichtsentscheidungen, die die Verminderung der Renditen von Investoren zur Folge hat, eine Schadensersatzklage erhoben werden. Die Investoren können sich damit gegen Anti-Tabak-Gesetze, Subventionskürzungen, Fracking-Moratorien, Mindestlohnvereinbarungen, Schuldenschnitte, Entzug von Bergbaukonzessionen, Annullierung von Patenten für (wirkungslose) Medikamente, Verbote von Chemikalien oder neue Steuern zu Wehr setzen. &lt;br /&gt;
Auch eine unfaire und ungerechte Behandlung oder der Mangel an Marktzugang sind ein Klagegrund für Investoren. Die schwammige Formulierung, nach der jedem Investor eine „gerechte und billige Behandlung“ zuteil werden müsse, ist besonders gefährlich, da sie breiten Raum für Interpretationen öffnet und bisher im deutschen und europäischen Recht nicht vorkommen. Subventionen aus öffentlichen Kassen und öffentliche Unternehmen können ebenso als diskriminiernde Politik verstanden werden, wie Bedarfsprüfungen und Genehmigungen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 2, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Wie weit diese Formulierungen interpretiert werden können, hängt vom jeweiligen Schiedsrichter ab. Allein er entscheidet, ob eine politische Maßnahme legitim oder diskriminieren war. Es fehlen eindeutige Auslegungen der jeweiligen Gesetzesgrundlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmen als Völkerrechtssubjekte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Investitionsschutzabkommen werden transnational agierende Konzerne zu völkerrechtlichen Subjekten aufgewertet und können sich dadurch der staatlichen Souveränität entziehen. Indem sie die nationalen Gerichtsinstanzen umgehen und direkt den Staat verklagen können, erhalten ausländische Investoren deutlich mehr Rechte und Kompetenzen als Einzelpersonen oder inländische Unternehmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/C-D/ceta-gutachten-investitionsschutz,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf Auswirkungen der Bestimmungen zum Investitionsschutz], S. 1, Studie von Stephan Schill, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Nach Auffassung einer Gruppe von Anwälten und Jura-Professoren ist die Möglichkeit zur ISDS-Klage ein &amp;quot;unfairer Vorteil&amp;quot; für multinational agierende Konzerne&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dw.de/ttip-streit-um-klageklausel/a-18320287 Freihandel TTIP: Streit um Klageklausel, Deutsche Welle, 17. März 2015], Webseite Deutsche Welle, abgerufen am 08. 04. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afj.org/wp-content/uploads/2015/03/ISDS-Letter-3.11.pdf Brief von Jura-Profession an den US-Kongress und TTIP-Verhandlungsführer Froman], zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. So erhielten die Investoren als Kläger ein Mitbestimmungsrecht bei der Auswahl der Schiedsrichter, wodurch sie anders als in den nationalen Rechtssystem das Verfahren beeinflussen können. Auch auf die Dauer des Verfahrens kann der Kläger erheblichen Einfluss nehmen. Zudem ermöglicht ein Schiedsspruch die Vollstreckung in allen 158 ICSID-Vertragsstaaten, was die Chancen der Kläger erhöht, ihre Forderungen durchzusetzen. Entscheidend ist, dass das Konzept der indirekten Enteignung beispielsweise im deutschen Recht gar nicht vorkommt, d.h. vor einem internationalen Schiedsgericht haben Investoren sehr viel umfassendere Klagemöglichkeiten als vor einem deutschen Gericht. Von diesen Vorteilen profitieren vor allem große internationale Konzerne, wie eine Studie aus Kanada aufzeigt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ttip-private-schiedsverfahren-nutzen-nur-den-grossen-konzernen-1.2426013 Private Schiedsverfahren nutzen nur den großen Konzernen, Süddeutsche Zeitung, 08. April 2015], abgerufen am 14.04.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gesetzgeber wird damit rechtlichen Bindung unterworfen, die vom deutschen Verfassungs- und Staatshaftungsrecht sowie vom Unionsrecht unabhängig sind. Dabei ist unklar, wie sich die exzessiven Eigentumsrechte aus den Investorenschutzabkommen zu anderen völkerrechtlichen Verpflichtungen eines Staates verhalten. Grundsätzlich sind die Schiedsgerichte keiner Menschenrechtscharta, keinem Gesetz, keinem Allgemeinwohl verpflichtet, sie müssen lediglich die Anwendung des jeweiligen Investitionsvertrages sicherstellen. Deshalb geraten ISDS-Schiedssprüche immer wieder in Widerspruch zum EU-Recht. Ein Beispiel: Muss ein Mitgliedstaat eine Beihilfe zurückfordern, weil sie gegen Europarecht verstößt, kann ein Investitionsschiedsgericht ihn deshalb zur Zahlung von Schadensersatz verurteilen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-04/private-schiedsgerichte-verfahren-ttip-deutschland-europa-aerger Verrückt, verrückter, Moorburg] Zeit Online vom 02.04.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dazu gibt es bereits mehrere Schiedssprüche. Dann bekäme das klagende Unternehmen die Beihilfe am Ende doch, nur eben in Form eines Schadensersatzes und nicht als direkte Beihilfe. Damit würde EU-Recht gebrochen – ein Recht, zu dem sich alle EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet haben und das deshalb für alle gleichermaßen gelten muss&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 4, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
In dem Zusammenhang wird auch kritisiert, dass nur Investoren, nicht aber Staaten, Investitionsschiedsverfahren anstoßen können. Staaten können Unternehmen nicht im Rahmen von ISDS-Verfahren verklagen, wenn diese z.B. gegen Umweltauflagen verstoßen oder Arbeitsschutzmaßnahmen unterlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Treaty Shopping ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Investitionsschutzabkommen verwenden eine breite Definition der Nationalität geschützter Investoren. Das ermöglicht Unternehmen durch Gründung einer Tochter in einem der Vertragsstaaten, Ansprüche aus einem Investitionsschutzabkommen geltend zu machen, obwohl das Unternehmen eigentlich aus einem anderen Land ohne oder mit einem weniger günstigen Abkommen mit dem Gastgeberstaat kommt. Dazu kann unter Umständen schon eine reine Briefkastenfirma genügen – dieser Umstand wird kritisch als 'Treaty Shopping bezeichnet'&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.harvardilj.org/wp-content/uploads/2010/10/HILJ-Online_52_Wells1.pdf The Emerging Global Regime for Investment: A Response], S. 44/49, HARVARD INTERNATIONAL LAW JOURNAL , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Treaty Shopping kann es Investoren auch ermöglichen, gegenüber ihrem eigenen Herkunftsstaat Investitionsschutzansprüche geltend zu machen. Nicht nur ausländische Unternehmen, sondern auch Unternehmen, welche ihr Hauptgeschäft im Inland betreiben, können ihren Staat verklagen, wenn sie eine ausländische Dependance einrichten in einem Staat, welcher mit dem Heimat-Staat einen Investorenschutzabkommen abgeschlossen hat. Zuletzt nutzte die Julius Meinl Bank aus Österreich diese Gesetzeslücke um den Staat Österreich zu verklagen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/klage-der-meinl-bank-zeigt-absurditaet-der-schiedsgerichtsbarkeit/ Klage der Meinl Bank zeigt Absurdität der Schiedsgerichtsbarkeit] LobbyControl-Blogeintrag vom 12.08.2015 , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mangelnde Unabhängigkeit der Richter ===&lt;br /&gt;
Dadurch, dass die jeweils mit gewählten Schiedsrichter nicht öffentlich berufen werden, befürchten Kritiker einen Mangel an Unabhängigkeit und Interessenskonflikte. Anders als staatliche Richter werden die Schiedsrichter, die in Investitionsschiedsverfahren tätig werden, nicht öffentlich auf Lebenszeit berufen. Weil es bei ISDS keine Möglichkeit der Berufung gibt, sind die Entscheidungen der privaten Anwälte nicht überprüfbar. Zudem erhalten sie für ihre Tätigkeit als ISDS-Richter hohe Honorare, weswegen sie und ihre Kanzleien ein Interesse daran haben, dass möglichst viele Verfahren stattfinden. Das wiederum erreichen sie am besten durch investorenfreundliche Urteile, weil nur Investoren ISDS-Verfahren beantragen können, Staaten nicht. Das Problem wird dadurch verschärft, dass Schiedsrichter häufig auch als Parteivertreter in Investitionsschiedsverfahren tätig sind und so von einem generellen Wachstum der Investitionsschiedsgerichtsbarkeit doppelt profitieren. Dadurch ist eine Grupper global agierender Anwaltskanzleien entstanden, die ein großes Interesse an der Vervielfachungder Klagen haben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 3, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem üben die in ISDS-Verfahren beteiligten Kanzleien auch Lobbydruck auf die Politik aus. Im Juli 2014 gründeten mehrere international tätige Kanzleien die European Federation for Investment Law and Arbitration (EFILA), einen „Thinktank“, der eine Plattform für eine „objektive Debatte“ zum Thema internationaler Investitionsschutz bieten soll. Die EFILA besteht überwiegend aus Anwaltskanzleien, die in den internationalen Schiedsgerichtsverfahren tätig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/06/rechtsanwaltskanzleien-die-unterschaetzten-lobbyisten/ Rechtsanwaltskanzleien – die unterschätzten Lobbyisten] LobbyControl-Blogeintrag vom 23.06.2015 , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verfassungswiedrigkeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung einzelner Rechtswissenschaftler verstoßen die ISDS-Verfahren gegen das deutsche Grundgesetz. So haben u.a. der frühere Verfassungsrichter Siegfried Broß&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boeckler.de/impuls_2015_01_gesamt.pdf Verfassungswidrige&lt;br /&gt;
Schiedsgerichte] Hans-Böckler-Stiftung, Impuls 01/2015 vom 22.01.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Prof. Dr. Axel Flessner&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 4, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; die zentralen Argumente skizziert: Fremde Richter würden über das Handeln des deutschen Staates urteilen und die Rechtsprechung würde von deutschen Gerichten weg auf andere, nicht-ordentliche und nicht an deutsches Recht gebundene Stellen ausgelagert. Für Inländer, die nicht vor den Schiedsgerichten klagen können, gelte fortan anderes Recht als für Ausländer. Das deutsche Verfassungsrecht besagt auch, dass Privatpersonen und private Institutionen wie Unternehmen nur mittelbar über den jeweiligen Heimatstaat am Völkerrechtsverkehr beteiligt oder betroffen sein können. Klagen von Unternehmen vor privaten Schiedsgerichten gegen Staaten passen nicht in dieses System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Rechtsgutachten für Attac stellen Johan Horst und Andreas Fischer-Lescano ähnliche Probleme mit Bezug auf das EU-Recht heraus. Die Einführung von Investor-Staats-Schiedsgerichten könnten zu EU-Recht in Widerspruch geraten. Sie verletzen das Unionsrecht (Art. 19 EUV iVm Art. 263 ff. AEUV) und das im Grundgesetz verankerte richterliche Rechtsprechungsmonopol (Art. 92 GG).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/CETA-Rechtsgutachten.pdf Europa- und verfassungrechtliche Vorgaben für das Comprehensive Economic and Trade Agreement der EU und Kanada (CETA)], Zentrum für europäische Rechtspolitik (ZERP) , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Argumente der Befürworter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Befürworter sehen die ISDS-Verfahren als eine Maßnahme, mit der Direktinvestitionen aus dem Ausland gefördert und Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze geschaffen würden. Wenn die Immunität des Staates aufgehoben und ein möglichst effektiver Rechtsschutz vor vermeintlich willkürlichen Politikakteuren installiert sei, dann steige das Vertrauen und die Sicherheit für Investoren. Schadensersatzforderungen werden von den Befürwortern als legitime Verteidigung der Eigentumsrechte angesehen. Mögliche demokratietheoretische Probleme werden nicht akzeptiert, sondern es wird darauf verwiesen, dass sich die Staaten freiwillig der Investitionsschiedsgerichtsbarkeit unterworfen haben – ihre Souveränität sei damit nicht betroffen. Dass getroffene Vereinbarungen und unterschriebene Verträge den zukünftigen Handlungsspielraum einschränken, sei eine wesentliche Eigenschaft von Rechtsstaaten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://borris-legal.com/fileadmin/download/dokumente/TTIP_Stellungnahme_11.09.2014.pdf Zur Diskussion über die Streiterledigung durch internationale Schiedsgerichte] Stellungnahme der Kanzlei Borris Hennecke Kneisel vom 11.09.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
ISDS-Kritiker dagegen bestreiten, dass  die vorgesehenen Schiedsgerichte in der EU zu nennenswerten positiven Effekten - wie höheren Investitionen aus den USA – führen, wie eine Studie des Center for European Policy Studies im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse des Investorenschutzes feststellt&amp;lt;ref&amp;gt; http://www.ceps.eu/publications/transatlantic-investment-treaty-protectionTransatlantic Investment Treaty Protection] Centre for European Policy Studies vom 12.03.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bisherige Schiedsverfahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht über vergangene Schiedsverfahren findet sich auf der Website von Unctad [http://unctad.org/en/Pages/DIAE/ISDS.aspx?&amp;amp;View={FC8B9ABA-CF09-4491-89D1-99DE23534CA1}&amp;amp;FilterField1=Year2&amp;amp;FilterValue1=8_2014]. &lt;br /&gt;
Einige ausgewählte Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vattenfall vs. Deutschland - Das schwedische Energieunternehmen Vattenfall hat im April 2009 vor einem ICSID-Schiedsgericht Klage wegen Umweltauflagen der Stadt Hamburg eingereicht, die dem Unternehmen im Zuge der Genehmigung zur Errichtung des Kohlekraftwerks Moorburg gemacht wurden. Das Verfahren endete ohne Schiedsspruch durch einen Vergleich – die Umweltauflagen wurde zurückgezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,714030,00.html Klage um Kraftwerk Moorburg: Bundesregierung und Vattenfall einigen sich] Spiegel Online vom 23.08.2010, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Cargill vs. Mexiko - Das US-Unternehmen Cargill verklagte 2009 Mexiko wegen mexikanischen Einfuhrbeschränkungen für Maissirup. Das Verfahren wurde nach Erlass eines Schiedsspruchs über 77 Millionen US-Dollar im Jahr 2013 beigelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/2013/02/21/us-cargill-mexico-idUSBRE91K1GB20130221 Cargill settles NAFTA dispute with Mexico] Reuters vom 21.02.2013, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Occidental Patroleum vs. Ecuador - Im Oktober 2012 erließ ein ICSID-Tribunal einen Schiedsspruch, der Ecuador zur Zahlung von 2,3 Milliarden US-Dollar an Occidental Petroleum verpflichtete. Ecuador hatte einen Vertrag mit dem Ölunternehmen gekündigt, nachdem dieses unter Verstoß gegen ecuadorianisches Recht seine Rechte an einem Ölfeld an ein anderes Unternehmen übertragen hatte. Das Tribunal erklärte die Kündigung für unverhältnismäßig und damit für eine Verletzung des Anspruchs von Investoren auf einen fairen und gerechten Umgang (&amp;quot;fair and equitable treatment&amp;quot;) aus dem US-Ecuador-Investitionsschutzabkommen. Es handelte sich um den bis dahin höchsten Schiedsspruch in der Geschichte der ICSID.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kluwerarbitrationblog.com/blog/2012/12/19/icsids-largest-award-in-history-an-overview-of-occidental-petroleum-corporation-v-the-republic-of-ecuador/ ICSID’s Largest Award in History: An Overview of Occidental Petroleum Corporation v the Republic of Ecuador] Kluwer Arbitration Blog vom 19.12.2012, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eli Lilly vs. Kanada - Der US-Pharmakonzern Eli Lilly verklagte im Jahr 2013 Kanada auf Zahlung von 500 Millionen US-Dollar, weil ein kanadisches Gericht zwei seiner Patente für ungültig erklärt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cbc.ca/news/business/eli-lilly-files-500m-nafta-suit-against-canada-over-drug-patents-1.1829854 Eli Lilly files $500M NAFTA suit against Canada over drug patents] CBC News vom 13.09.2013, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*ExxonMobil vs. Venezuela – Ein ICSID-Schiedsgericht verurteilte Venezuela im Oktober 2014 zur Zahlung von 1,6 Milliarden Dollar an ExxonMobil als Ausgleich für entgangene Gewinne durch die Verstaatlichung des Förderprojektes &amp;quot;Cerro Negro&amp;quot;. Venezuela hatte zuvor 900 Millionen für die Verstaatlichung gezahlt, was das Schiedsgericht für zu wenig befand. ExxonMobil hatte über 10 Milliarden US-Dollar gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/entscheidung-eines-weltbank-schiedsgerichts-venezuela-muss-milliarden-dollar-an-exxon-zahlen-1.2167633 Venezuela muss 1,6 Milliarden Dollar an Exxon zahlen ] Süddeutsche vom 10.10.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Statistik über Gewinnquoten'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen bisher entschiedenen Fällen musste der verklagte Staat in 57 Prozent Schadensersatz zahlen – in 31 Prozent aller ISDS-Klagen wurde der Schadensersatzforderung des Investors stattgegeben und in 26 Prozent kam es zu einer Einigung beider Parteien&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/PublicationsLibrary/wir2014_en.pdf  World Investment Report 2014] S. 126, United Nations, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch wenn es zu einer Einigung zwischen Staat und Investor kommt, sind diese in der Regel mit Kosten für den Staat verbunden oder die beklagte Regulierungsmaßnahme wird zurückgezogen (siehe Regulatory Chill).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== aktuelle Schiedsverfahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vattenfall vs. Deutschland - 2012 klagte Vattenfall erneut vor einem ICSID-Schiedsgericht auf 3,7 Milliarden Euro Schadensersatz für unnütze Aufwendungen und entgangenen Gewinn durch den deutschen Atomausstieg. Die zu entscheidende Frage ist, ob Deutschland das Gebot des „Fair and Equitable Treatment“ des Energiecharta-Vertrages verletzt hat, indem die deutsche Regierung den Atomkonsens aufgekündigt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fr-online.de/wirtschaft/vattenfall-15-juristen-gegen-die-demokratie,1472780,22189216.html 15 Juristen gegen die Demokratie] Frankfurter Rundschau vom 23.03.2013, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Meinl Bank vs. Österreich - Die österreichische Meinl Bank verklagt die Republik Österreich über eine maltesische Briefkastentochterfirma vor einem internationalen Schiedsgericht, weil sie die polizeilichen Untersuchungen wegen Untreue, Betrug oder Steuerhinterziehung als geschäftsschädigend und indirekt als Enteigung betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/klage-der-meinl-bank-zeigt-absurditaet-der-schiedsgerichtsbarkeit/ Klage der Meinl Bank zeigt Absurdität der Schiedsgerichtsbarkeit] LobbyControl-Blogeintrag vom 12.08.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standpunkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenvertreter der Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten europäischen Industrie- und Wirtschaftsverbände unterstützen die Einführung von ISDS durch die  Freihandelsabkommen TTIP und CETA&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/sections/trade-society/Lying%20to%20get%20ISDS%20through%20the%20European%20Parliament-315199 Lying to get ISDS through the European Parliament] Euractiv vom 08.06.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Große Verbände wie Buiseness Europe oder die US Chamber of Commerce sind damit einverstanden, den ISDS-Mechnismus zu reformieren, beispielsweise durch mehr Transparenz und zügigere Verfahren, wollen aber den problematischen Kern des ISDS unberührt lassen. Häufig verweisen die Interessenvertreter der größeren Unternehmen darauf, dass es ISDS schon heute in verschiedenen Abkommen gibt, dass es daher nichts neues sei und die Warnungen davor übertrieben seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine- und mittlere Unternehmen positionieren sich dagegen anders zu ISDS. Für den Bundesverband mittelständischer Wirtschaft gilt ISDS in TTIP und CETA als „überflüssig“ und „strikt abzulehnen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Bundesverband-mittelsta%CC%88ndische-Wirtschaft-BVMW-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des BVMW, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Die geplanten Regelungen benachteiligten die mittelständische Wirtschaft, hebeln die Rechtsstaatlichkeit aus und gehen so zu Lasten der Mitgliedsstaaten der EU.“ Der französische Verband der Telekommunikationsbetreiber Fédération Française des Télécoms, in dem u.a. SFR, Orange, Bouygues Telecom und Verizon vertreten sind, ließ gegenüber der Kommission verlauten, dass „es keine klare Notwendigkeit für einen Mechanismus zum Schutz von Investitionen französischer und europäischer Unternehmen gibt“ und dass „die nationalen Rechtsmittel bevorzugt werden sollen, wohingegen die internationale Schiedsgerichtsbarkeit das Recht der Europäischen Union und der Mitgliedstaaten auf Regulierung einschränkt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Federation-Francaise-de-Te%CC%81le%CC%81coms-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der Fédération Française des Télécoms, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Attac hat in einer Studie herausgestellt, dass kleine und mittlere Unternehmen bei ISDS gegenüber großen Unternehmen benachteiligt werden: „Bei durchschnittlichen Verfahrenskosten von sechs bis acht Millionen Euro schüfe die Einrichtung von ISDS-Schiedsstellen unter der Ägide der TTIP ein Zweiklassenrecht. Begünstigt werden dabei Konzerne, die über die strategischen, personellen und finanziellen Mittel verfügen, solche nicht-öffentlichen Schiedsgerichte anzurufen. KMU würden einseitig durch diese Regelung betroffen und hätten gravierende Wettbewerbsnachteile zu erwarten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/Kampagnen/ttip/Auswertung_TTIP-KMU_Attac.pdf Was bedeutet TTIP für kleinere und mittlere Unternehmen?] Attac-Studie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch die öffentlichen Unternehmen sehen ISDS kritisch. Für die deutschen Rundfunkanstalten ARD und ZDF beispielsweise ist ISDS in TTIP „keine Option“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/ARD-ZDF-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der europäische Verband der öffentlichen Wasserunternehmen Aqua Publica Europea geht davon aus, dass „der Rückgriff auf den ISDS-Mechanismus die Investitionsströme zwischen den USA und der EU nicht intensivieren wird, dadurch diskriminierende Bedingungen für Unternehmen im Inland geschaffen werden könnten und, vor allem, der staatliche Handlungsspielraum hinsichtlich der Bereitstellung von öffentlichen Dienstleistungen eingeschränkt werden kann“.&amp;lt;ref&amp;gt;http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Aqua-Publica-Europea-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der Aqua Publica Europea, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU-Kommission setzt sich für die Aufnahme des ISDS-Mechnismus in CETA und TTIP ein und befürwortet ISDS in der europäischen Debatte um die Freihandelsabkommen. Gleichwohl zeigt sie sich offen für eine ISDS-Reform angesichts der vebreiteten zivilgesellschaftlichen Kritik an den weitereichenden Investorenrechten. Laut Verhandlungsmandat soll die EU-Kommission „das höchstmögliche Maß an Rechtsschutz und -sicherheit für europäische Investoren in den USA vor[zu]sehen“ - „Das Investitionsschutzkapitel des Abkommens sollte, unter Einschluss der Rechte des geistigen Eigentums, ein breites Spektrum von Investoren und ihre Investitionen abdecken, und zwar unabhängig davon, ob die Investitionen vor oder nach dem Inkrafttreten des Abkommens getätigt werden“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-11103-2013-DCL-1/de/pdf TTIP-Verhandlungsmandat] Punkt 23, EU Kommission, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Parlament ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die heftigen Proteste gegen TTIP/CETA und insbesondere gegen die ISDS-Schiedsgerichte ist das Thema auch im Europäischen Parlament umstritten. Während die Fraktion der EVP und der ALDE die Bemühungen um ISDS unterstützen, sind die Europäischen Grünen und Linken mehrheitlich gegen ein ISDS-Abkommen im Rahmen von TTIP/CETA. Die Fraktion der Sozialdemokraten, S&amp;amp;D, nimmt in dieser Frage eine wechselhafte Position ein - teilweise befürwortet sie eine Reform des ISDS, teilweise lehnt sie den ISDS-Mechanismus aber auch gänzlich ab. Derzeit ist nicht abzusehen, ob die Gegner der Schiedsgerichte sich in der S&amp;amp;D-Fraktion durchsetzen können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.donaukurier.de/nachrichten/topnews/Bruessel-ttip-EU-Parlament-streitet-ueber-TTIP;art154776,3062069 EU-Parlament streitet über TTIP], Donaukurier, 8. Juni 2015, zuletzt aufgerufen am 8.6.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies führte dazu, dass eine Abstimmung über eine unverbindliche Stellungnahme des EU-Parlements in einer heftigen Debatte verschoben wurde. Parlamentspräsident Martin Schulz bediente sich dazu eines Verfahrenstricks. Gegner des Abkommens warfen ihm vor, mit der Verschiebung der Abstimmung verhindern zu wollen, dass die unterschiedlichen Meinungen in der Sozialdemokratischen Fraktion offensichtlich würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/freihandelsabkommen-ttip-streit-im-eu-parlament-eskaliert-13639276.html Streit über TTIP im EU-Parlament eskaliert], Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2015, zuletzt aufgerufen am 24.08. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abstimmung des Parlaments zu TTIP im Juli 2015 begrüßte das Freihandelsabkommen grundsätzlich, forderte jedoch ebenfalls, das bestehende ISDS-System zu ersetzen durch unabhängige Richter, die in öffentlicher Verhandlung entscheiden und deren Urteile von einer Berufungsinstanz geprüft werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heute.de/eu-parlament-sagt-ja-zu-freihandelsabkommen-ttip-mit-den-usa-aber-nachbesserungen-gefordert-39194940.html EU-Parlament sagt Ja zu TTIP] ZDF heute vom 08.07.2015, zuletzt aufgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedsstaaten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den 28 Mitgliedsstaaten der EU zeichnet sich in ihrer Position gegenüber ISDS ein differenziertes Bild. Die Regierungen der EU-Staaten sind grundsätzlich Befürworter des ISDS, insofern sie das Verhandlungsmandat verfasst haben, welches möglichst weitreichende Investorenschutzrechte anstrebt. Hier stellt sich allein der Staat Österreich gegen das gesamte Freihandelsprojekt TTIP&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/2000014417465/Oesterreich-Speerspitze-der-TTIP-Kritiker Österreich Speerspitze der TTIP-Kritiker] Der Standart vom 17.04.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf Ebene der Länder und Kommunen gibt es jedoch auch teilweise heftigen Widerstand. Es gibt zahlreiche Beispiele von Parlamenten, parlamentarischen Organen und (Teilen von) Regierungen, die sich gegen ISDS in TTIP und CETA aussprachen, darunter die Kommission für Europafragen der französischen Nationalversammlung (Commission des affaires européennes de l’Assemblée nationale française&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Commission-des-affaires-europ%C3%A9ennes-de-lAssembl%C3%A9e-nationale-francaise.pdf ISDS-Konsultation] Position der Assemblée national francaise, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Bayerische Staatsregierung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/bayerische-Staatsregierung.pdf ISDS-Konsultation] Position der Bayrischen Staatsregierung, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Bayerische Landtag&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Bayerischer-Landtag.pdf ISDS-Konsultation] Position des Bayrischen Landtags, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie der Österreichische Städtebund&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/%C3%96sterreichischer-St%C3%A4dtebund.pdf ISDS-Konsultation] Position des Österreichischen Städtebunds, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Interessenvertretung von 252 Kommunen in Österreich. Der Bayerische Landtag rief die Kommission insbesondere dazu auf, die durch die Konsultation gewonnenen Erkenntnisse nicht nur in den TTIP-Verhandlungen, sondern auch in den Verhandlungen zu CETA zu berücksichtigen.&lt;br /&gt;
Auch der Französische Senat möchte ISDS nicht in TTIP verankert sehen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-05/ttip-italien-ausstieg-energiecharta Französischer Senat fordert Entfernung von ISDS aus TTIP] EurActiv vom 06.02.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ebenso sieht Italien den ISDS-Mechanismus kritisch. Das Land möchte nicht verklagt werden und kündigte als erstes EU-Mitgliedsstaat den Investitionsschutzvertrag der europäischen Energiecharta &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-05/ttip-italien-ausstieg-energiecharta Investorenschutz? Nein danke!] Zeit Online vom 06.05.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch Vertreter der Bundesregierung gaben zu, dass sie ISDS kritisch sehen und eine hohe Zahl von Klagen gegen EU-Staaten befürchten: „The German government confirmed that they had a 'rigid negative opinion' of the necessity of the investment chapter itself and of ISDS provisions within it. (…) A first concern was that it might lead to litigious activity against EU member states by US investors.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.publications.parliament.uk/pa/ld201314/ldselect/ldeucom/179/17906.htm United Kingdom European Union Committee] Punkt 160/161, abgerufen am 20.08.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Investor-State-Dispute-Settlements werden in verschiedenen akademischen Disziplinen behandelt. Es wurden eine Reihe von wissenschaftlichen Studien und Folgenabschätzungen über die Auswirkungen eines TTIP mit ISDS erstellt. Eine Gruppe von über 120 WissenschaftlerInnen und ExpertInnen u. a. aus den Bereichen Handels- und Investitionsrecht, Völkerrecht, Menschenrechte, Verfassungsrecht, Privatrecht und Politische Ökonomie von renommierten Universitäten in Europa und darüber hinaus sprachen sich bei der EU-Konsultation ebenfalls gegen den Ansatz der EU, ISDS in TTIP zu verankern, aus. Sie weisen darauf hin, dass „die Investor-Staat-Klagerechte ausländischen Investoren unzulässige strukturelle Vorteile einräumt und dies zu Marktverzerrungen führt, die sich zulasten von Unternehmen im Inland auswirken.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/120-Akademiker-Experten-in-verschiedenen-Bereichen-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position von „120 academic experts“, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zivilgesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zivilgesellschaft tritt mit Geschlossenheit der Aufnahme von ISDS in die Freihandelsabkommen TTIP und CETA entgegen. Gewerkschaften, Umweltschutzorganisationen, Menschenrechts-, Datenschutz- und Verbraucherschutzverbände lehnen weitreichende Investorenschutzrechte ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewerkschaften sind sich in ihrer Ablehnung von ISDS bemerkenswert einig. Einige Gewerkschaften, wie die deutsche IG Metall&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/IG-Metall-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der IG Metall, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und der britische Gewerkschaftsdachverband Trade Union Congress (TUC)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Trade-Union-Group-of-MPs-bzw.-Trade-Union-Congress-TUC-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des Trade Union Congress, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; lehnen ISDS in jeglichen Handels- und Investitionsverträgen ab. Obwohl der Europäische Gewerkschaftsbund EGB&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/European-Trade-Union-Confederation-ETUC-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des Europäischen Gewerkschaftsbundes, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; die Bemühung der Kommission zur Verbesserung des Investitionsschutzregimes zur Kenntnis nimmt, geht er davon aus, dass „dies nicht der richtige Weg ist“ und dass vielmehr „ein neuer Anfang benötigt wird, statt sich auf die Reform des gegenwärtigen Systems zu verlassen“. Der EGB hält es außerdem für „unwahrscheinlich, dass Reformen innerhalb des Systems erschwert werden, wenn TTIP kein Investitionsschutzkapitel enthält. Ohne Investitionsschutz in der TTIP würden diese Reformen womöglich gefördert, denn das hieße, dass Investitionsschutzkapitel nicht immer die beste und einzige Lösung darstellen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Europäische Umweltbüro (EEB)&amp;lt;ref&amp;gt;http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/European-Environmental-Bureau-EEB-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des Europäischen Umweltbüros, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; „spricht sich energisch gegen den ISDS-Mechanismus im TTIP aus und verlangt von der Europäischen Kommission, darüber nicht weiter zu verhandeln“. Die Organisation European Digital Rights (EDRi), die 33 Datenschutz- und Bürgerrechtsgruppen aus 19 europäischen Ländern vereint, erklärte: „Die Kommission sollte ISDS aus jedem Handelsabkommen herausnehmen, in diesem Fall aus TTIP, da diese Bestimmungen nicht notwendig sind und zulasten von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit gehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/European-Digital-Rights-EDRi-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position von European Digital Rights, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Europäische Verbraucherverband (BEUC)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/BEUC-European-Consumer-Organisation-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des europäischen Umweltverbands, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; wies die ISDS-Bestimmungen in TTIP scharf zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Konsultation zu ISDS der EU-Kommission ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europäische Kommission stieß mit dem Plan, den ISDS-Mechanismen fest in der geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zu verankern, auf starken Widerstand und setzte daraufhin im Sommer 2014 eine öffentliche Konsultation zu diesem Thema an. Es beteiligten sich fast 150 000 Menschen an der öffentlichen Konsultation, mehr als bei jeder anderen EU-Konsultation zuvor. Eine große Mehrheit der Beiträge (mehr als 97%) lehnte ISDS in TTIP und anderen EU-Handelsabkommen wie dem bereits fertig verhandelten EU-Handelsabkommen mit Kanada (CETA) ab. &lt;br /&gt;
Im Januar veröffentlichte die Kommission die Ergebnisse der Konsultation. Darin erkennt die Kommission die „große Skepsis“ gegenüber den geplanten Unternehmensrechten in TTIP an. Allerdings stellte die EU-Kommission auch klar, dass sie in den Verhandlungen an der umstrittenen Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS) festhalten und sogar die „Reformagenda“ weiterverfolgen wird, die bereits vor der Konsultation angesetzt war. Die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström betonte, dass es sich dabei um eine Konsultation gehandelt habe, „nicht um ein Referendum&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/2015/02/investorenrechte-in-ttip-eu-kommission-stellt-sich-taub-fuer-kritische-stimmen/ Investorenrechte in TTIP: EU-Kommission stellt sich taub für kritische Stimmen] Campact-Blog vom 27.02.2015, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl die EU-Kommission diese Konsultation vor allem durch steigenden öffentlichen Druck gegen ISDS angesetzt hat, sind die Anforderungen an einen seriösen und unvoreingenommenen Konsultationsprozess nicht erfüllt, so schreibt der Investitionsrechtswissenschaftlers Gus Van Harten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-secretdeals.info/upload/2014/07/Van-Harten_Comments-id2466688.pdf EU Public consultation on investor-state arbitration in TTIP ] Kommentar von Gus van Harten, Osgoode Hall Law School of York University vom 03.07.2014, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Ich weiß von KollegInnen, die über umfassende Expertise verfügen, sich allerdings dazu entschlossen haben, nicht teilzunehmen, da die grundlegende Frage nicht gestellt wurde.“ Es drehte sich lediglich darum, wie ISDS in TTIP gestaltet sein soll, anstatt um die Frage, ob ISDS überhaupt durch TTIP eingeführt werden soll. Teilnehmende kritisierten auch, dass die Fragen sehr technisch waren und dass Beispiele für Rechtstexte nur auf Englisch und als Fragmente zur Verfügung standen. Die Kommission setzt sich in ihrem Konsultationsbericht in keinster Weise mit diesem Kritikpunkt auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ISDS-Verfahren wurde in den 50/60er Jahren erfunden und erstmals in Investitionsschutz-Abkommen zwischen Staaten angewandt. Es entstand unter post-kolonialistischen Verhältnissen zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern. Die Bundesrepublik Deutschland war damals der Hauptinitiator und schloss 1959 ein erstes Investitionsschutzabkommen mit Pakistan ab. In Folge adaptierten auch andere Industriestaaten das Konzept der Bilateral Investments Treaties (BITs). Der Rechtswissenschaftler Mattias Kumm sieht als einen Grund für die Einführung des ISDS das gleichlaufende Interesse zwischen den Kapitalgebern im Globalen Norden und den Eliten im Globalen Süden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verfassungsblog.de/an-empire-of-capital-transatlantic-investment-protection-as-the-institutionalization-of-unjustified-privilege/#.Vdc2W131GlN An Empire of Capital? Transatlantic Investment Protection as the Institutionalization of Unjustified Privilege] Artikel von Matthias Kumm vom 27.05.2015, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weltbank und der internationale Währungsfond hätten zusätzlich Druck auf die Entwicklungsländer ausgeübt, damit diese für ausländische Direkinvestitionen aus Industriestaaten attraktiv erscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich bezogen sich die Investitionsschutzabkommen auf Entwicklungsländer mit unausgereiftem Rechtssystem und sollten Sicherheit vor staatlicher Willkür bieten. In den ersten Jahrzehnten wurden nur wenige ISDS-Verfahren angestrengt. In den 1990ern schlossen viele der ehemaligen Ostblock-Staaten neue BITs und die Zahl der abgeschlossenen ISDS-Verträge wuchs rasant. Nun wurden die Investitionsschutzabkommen auch erstmal in Freihandelsabkommen eingebettet. Dadurch entstand eine neue Generation von ISDS die erstmals auch sozialstaatliche Maßnahmen als Klagegrund einschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;www.rijksoverheid.nl/bestanden/documenten-en-publicaties/rapporten/2014/06/24/the-impact-of-investor-state-dispute-settlement-isds-in-the-transatlantic-trade-and-investment-partnership/the-impact-of-investor-state-dispute-settlement-isds-in-the-transatlantic-trade-and-investment-partnership.pdf The Impact of Investor-State-Dispute Settlement (ISDS) in the Transatlantic&lt;br /&gt;
Trade and Investment Partnership] S. 15-24, Studie von Prof. Dr. Christian Tietje, Universität Halle,  vom 24.06.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Reform-Bemühungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weltweite ISDS-Architektur wird immer wieder kritisiert und zu verbessern versucht. Im Zuge des europaweiten Protests gegen TTIP und CETA wurde die Kritik an ISDS erstmals breit in der Öffentlichkeit diskutiert. Teilweise wurde diese Kritik inzwischen von der EU-Kommission und einigen nationalen Regierungen der Mitgliedstaaten aufgegriffen. Ein Reformvorschlag, der über die Verbesserung einzelner Elemente der Investitionsschiedsgerichtsbarkeit hinausgeht, ist die Einrichtung eines ständigen internationalen Investitionsgerichtshofes&amp;lt;ref&amp;gt;[http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2065706 Regulatory Chill and the Threat of Arbitration: A View from Political Science] Kyla Tienhaara, Regulatory Institutions Network, 2010, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein weitere Vorschlag ist, dass die Schiedsrichter auf Lebenszeit ernannt werden, was das Vertrauen in die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit sicherstellen soll&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/publicationslibrary/webdiaepcb2013d4_en.pdf REFORM OF INVESTOR-STATE DISPUTE SETTLEMENT: IN SEARCH OF A ROADMAP] UNCTAD, Juni 2010, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Deutschland tat sich inbesondere der Vize-Kanzler Sigmar Gabriel, SPD, hervor, indem er eine Reform der ISDS-Schiedsgerichtsverfahren forderte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-02/freihandelsabkommen-sigmar-gabriel-kompromiss-ceta Gabriel legt Kompromiss zu Ceta vor] Zeit Online vom 22.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch die Resolution des EU-Parlaments zu TTIP im Juli 2015 forderte, das bestehende ISDS-System zu ersetzen durch unabhängige Richter, die in öffentlicher Verhandlung entscheiden und deren Urteile von einer Berufungsinstanz geprüft werden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heute.de/eu-parlament-sagt-ja-zu-freihandelsabkommen-ttip-mit-den-usa-aber-nachbesserungen-gefordert-39194940.html EU-Parlament sagt Ja zu TTIP] ZDF heute vom 08.07.2015, zuletzt aufgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Investor-State-Dispute-Settlement&amp;diff=34240</id>
		<title>Investor-State-Dispute-Settlement</title>
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		<updated>2015-08-26T08:48:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxGesetz&lt;br /&gt;
| Name             = &amp;lt;Investor-State-Dispute-Settlement&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Art = völkerrechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Enthalten in = &amp;lt;u.a. Nafta, Vertrag über die Energiecharte, TTIP, CETA&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Ein ''Investor-State-Dispute-Settlement'' (oder auch Invetor-Staats-Klageverfahren', private Schiedsgerichte oder kurz ISDS) ist eine völkerrechtliches Instrument, das einen ausländischen Investor befähigt, einen Staat, in dem er investiert hat, zu verklagen, sofern dieser seine nach internationalem öffentlichem Recht garantierten Rechte verletzt sieht. In der Regel kommt es nach einer Klage zu einem intransparenten Schiedsverfahren vor einem internationalem Gerichtshof. Die gesetzlichen Grundlagen des ISDS befinden sich in der Regel in den Investorenschutz-Kapiteln von Freihandelsabkommen wie NAFTA, TTIP oder CETA. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kerninhalte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ISDS ist ein System von internationalen Schiedsgerichten, in denen ausländische Unternehmen Nationalstaaten verklagen können, falls deren Gesetzgebung die Gewinnerwartungen von Investoren einschränkt, d.h. deren Rediten vermindert, oder geplante Investitionen behindert werden. Alle politischen Beschlüsse, aus denen eine direkte oder indirekte Enteignung von Investoren geschlussfolgert werden kann, stellen somit potentiell eine ausreichende Grundlage für Schadensersatz-Klagen dar, bei denen auch zukünftige entgangene Gewinne geltend gemacht werden können &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tni.org/files/download/profitingfrominjustice.pdf „Profiting from injustice“] S. 13, Studie von CEO 2012, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neben direkter staatlicher Enteignung können auch Regulierungen betroffen sein,  wie Umwelt-, Arbeits- und Lebensmittelschutzstandards sowie alle Maßnahmen, die als Verstoß gegen die Handelsprinzipien des Marktzugangs oder der Nicht-Diskriminierung von ausländischen Investoren interpretiert werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Unternehmen einen Staat verklagt, so beginnt ein ISDS-Verfahren, welches meist von internationalen Schiedsgerichten betreut wird. Dazu wählen der klagende Investor sowie der beklagte Staat je einen Anwalt aus, die sich anschließend auf einen dritten Anwalt einigen. Die Entscheidung über den Fall wird letztlich von diesen Anwälten unter Ausschluss der Öffentlichkeit getroffen und in der Regel nicht veröffentlicht. Auf diese Weise sollen die Streitigkeiten ohne politische Beeinflussung beigelegt werden. Allerdings etabliert sich auf diese Weise ein internationales System gewinnorientierter Schiedsrichter, die parallel zur nationalen Justiz eigene Rechtssprechung durchführen. Zudem arbeiten die zuständigen Anwälte in der Regel für private Kanzleien, die sich auf den Investorenschutz spezialisiert haben, was zu Interessenskonflikten zugunsten einer Ausweitung der ISDS-Klage führen kann&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/06/rechtsanwaltskanzleien-die-unterschaetzten-lobbyisten/ „Rechtsanwaltskanzleien – die unterschätzten Lobbyisten“] LobbyControl-Blog, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tni.org/files/download/profitingfrominjustice.pdf „Profiting from injustice“] S. 8, Studie von CEO 2012, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die legale Basis des ISDS sind völkerrechtliche Handelsverträge zwischen zwei oder mehreren Staaten, welche den Investoren besonders weitgefasste Eigentumsrechte zubilligen. In separaten Investorenschutz-Kapiteln wird ausländischen Investoren das Privileg zuerkannt, direkt gegen einen Staat zu klagen, ohne notwendigerweise durch die nationalen gerichtlichen Instanzen gehen zu müssen. &lt;br /&gt;
Die Bundesrepublik Deutschland hat bis heute 139 Abkommen mit Schiedsgerichtssystem abgeschlossen, europaweit ist ISDS in über 1400 und weltweit über 3200 völkerrechtlichen Verträgen mit Investorenschutz-Kapitel verankert. Über 2800 dieser Abkommen sind 'Bilateral Investment Treaties' (BITs) zwischen zwei Staaten. Dazu sind viele ISDS in multilateralen Verträgen mit mehreren Staaten verankert, beispielsweise im Freihandelsabkommen NAFTA zwischen den USA, Mexiko und Kanada oder in der Energiecharta, in der 51 Staaten ihre Investitionen im Energiesektor regeln&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/PublicationsLibrary/wir2012_embargoed_en.pdf World Investment Report 2012] S. 84, United Nations, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
=== Die Schiedsgerichtshöfe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bestehenden Schiedsgerichtshöfe bieten einen Rahmen und die Struktur für ISDS-Verfahren und unterstützen die Entscheidungsfindung auf verschiedene Art und Weise. Der Schiedsspruch selbst wird jedoch nicht von ihnen vorgenommen – dazu sind ausschließlich die von den Streitparteien berufene Anwälten befähigt. An den Schiedsgerichtshöfen werden dazu u.a. bestimmte Verfahrensregeln vorgegeben, eingegangene Klagen auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft oder die Räumlichkeiten für die Verhandlungen bereitgestellt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://icsid.worldbank.org/apps/ICSIDWEB/process/Pages/Overview.aspx  Process Overview] ICSID-Website, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Mehrheit der Fälle wird bei der Weltbank am International Center for Settlement of Investment Disputes (ICSID) in Washington verhandelt &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tni.org/files/download/profitingfrominjustice.pdf „Profiting from injustice“], S. 14, Studie von CEO 2012, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
Andere häufig genutzte Schiedsgerichtshöfe sind die Internationale Handelskammer (ICC) in Paris, die Stockholmer Handelskammer (SCC) , der London Court of International Arbitration (LCIA)  und der Ständige Schiedsgerichtshof in Den Haag. Auch unabhängig von institutionalisierten Schiedsgerichten werden standardisierte Schiedsregeln benutzt, wie die  United Nations Commission on International Trade Law (UNCITRAL).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritik am ISDS-Investorenschutz blieb in Europa bis in die 2010er Jahre weitgehend unbemerkt. Das lag auch daran, dass die Zahl der Klagen insgesamt sehr niedrig war und fast ausschließlich die Länder des Globalen Südens unter den Folgen von ISDS litten, wenn sie von europäischen Unternehmen verklagt wurden. &lt;br /&gt;
Während im Jahr 1996 erst 38 Klagen vor dem ICSID verzeichnet waren - 30 Jahre nach dessen Gründung -, lag die Zahl der Fälle im Jahr 2012 schon bei knapp 600 &amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/PublicationsLibrary/wir2014_en.pdf  World Investment Report 2014] S. 124, United Nations, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch die Höhe der Schadensersatzforderung stieg stetig. &lt;br /&gt;
Im Zuge der Proteste gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA wurde das ISDS-Verfahren zu einem Hauptkritikpunkt. Erstmals könnten auch vermehrt europäische Staaten mit Schadensersatzforderungen überzogen werden. Kritiker sehen in den hohen Prozesskosten und Schadensersatzzahlungen für EU-Staaten eine Gefahr für das Allgemeinwohl&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afj.org/wp-content/uploads/2015/03/ISDS-Letter-3.11.pdf]&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus lassen sich in der öffentlichen Debatte folgende Kritikpunkte um die ISDS erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regulatoy Chill ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ISDS-Gegner sprechen vom &amp;quot;regulatory chill&amp;quot; durch den Investorenschutz - einer &amp;quot;Abkühlung&amp;quot; der politischen Regulierungstätigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2065706 Regulatory Chill and the Threat of Arbitration: A View from Political Science] Kyla Tienhaara, Regulatory Institutions Network, 2010, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Insbesondere bei der Regulierung der Wirtschaft in Sachen Umwelt- oder Arbeitnehmerschutz würden Staaten demnach auf wichtige Gesetze verzichten, weil sie hohe Kosten aufgrund von ISDS-Klagen zu befürchten hätten. Regulierungsbehörden würden die Schadensersatzklagen antizipieren, was eine zusätzliche Hürde für die Implementierung von neuen Umwelt und Sozialstandards darstellt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ttip-faktencheck-investorenschutz-unbekannte-klaeger-geheime-dokumente-1.2085316 Unbekannte Kläger, geheime Dokumente] Süddeutsche vom 12.08.2014, abgerufen am 20.08.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Attac Deutschland warnt, dass die Einführung der Sonder-Klagerechte für Unternehmen das Machtverhältnis von Staaten und Unternehmen noch weiter aus dem Gleichgewicht bringen und eine &amp;quot;disziplinierende Wirkung&amp;quot; auf Regierungen haben könnte. Die Konsequenz wäre dann &amp;quot;lieber auf Verbesserungen im Verbraucherschutz, im Sozial- oder Umweltbereich etc. verzichten, als sich mit Großkonzernen anzulegen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/Kampagnen/ttip/vorsichtFalle_flyer_druck.pdf Vorsicht Falle] Attac Deutschland Flyer, abgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritik an dem Verfahren wird von Vertretern der Mittelständischen Wirtschaft geteilt: So sagte der Präsident des Bundesverbands für mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, dass durch Schiedsgerichtsberkeit Konzerne indirekt Einfluss auf staatliche Entscheidungen nehmen könnten – und zwar zum Nachteil ihrer Mitbewerber aus dem Mittelstand &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-03/ttip-bedenken-mittelstaendische-unternehmen-interview-mario-ohoven &amp;quot;TTIP-Investorenschutz&amp;quot; Die USA und Europa brauchen keine Paralleljustiz&amp;quot;], Interview in der Südeutschen Zeitung, 30. März 2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiele für verhinderten Regulierung durch ISDS'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Beispielen wo die Androhung oder Durchführung von ISDS-Verfahren eine neue Regulierungen verhindert hat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Österreichsche Holzunternehmer Gerals Schweighofer drohte 2014 der Rumänischen Regierung offen mit eine ISDS-Klage, falls diese ein geplantes Gesetz zur Wettbewerbsregulierung verabschiedet &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Aktuelles/2015_05_18/20140922_Schweighofer_Leaked_Letter.pdf Brief von Gerald Scheighofer an den Rumänischen Präsidenten] vom 09.09.2014, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Stadt Hamburg nahm nach einer ISDS-Klage des schwedichen Energiekonzerns Vattenfall ihre neuen Umweltauflagen für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg teilweise wieder zurück. Es ist unklar, ob auch die Schadensersatzforderung über 1,4 Millarden von Hamburg gezahlt wurde &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foeeurope.org/isds Learning from bad experience] Friends of the Earth-Website, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kanada machte ein Verbot des giftigen Benzinzusatzes MMT rückgängig, nachdem eine US-Firma im Rahmen des Nafta-Abkommen geklagt hatte &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jura.uni-bonn.de/fileadmin/Fachbereich_Rechtswissenschaft/Materialien/Ethyl_Corporation_vs._Government_of_Canada.pdf Ethyl Corporation vs. Government of Canada] Uni Bonn Fachbereich Rechtswissenschaften, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indonesien schwächte Auflagen für Minenfirmen in Tropenwäldern ab &amp;lt;ref&amp;gt;[http://uk.reuters.com/article/2012/04/12/uk-churchill-indonesia-coal-idUKBRE83B0PJ20120412 Churchill Mining seeks $2 billion from Indonesia] Reuters vom 12.04.2012, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nachdem der Tabakkonzern Philip Morris Australien wegen des Verbots von Herstellerlogos auf Zigarettenschachteln verklagte, hielt Neuseeland seine Einführung neutraler Schachteln zurück, bis das Schiedsgericht in Den Haag urteilte &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.beehive.govt.nz/release/government-moves-forward-plain-packaging-tobacco-products Government moves forward with plain packaging of tobacco products] New Zealand Gouvernment vom 19.02.2013, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Mangel an Transparenz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Schlagworten wie „Schattenjustiz“ oder „Geheimgerichte“ will der TTIP-Protest insbesondere auf die Intransparenz der ISDS hinweisen. Die Kritiker befürchten, es könnte in Zukunft &amp;quot;zur Normalität werden, dass ausländische Konzerne sich Schadensersatz in Milliardenhöhe erstreiten. Vor Gerichten, die kaum jemand kennt und die während ihrer Prozesse niemand beobachten kann&amp;quot;, warnt beispielsweise ZEIT-Online&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.zeit.de/2013/50/handelsabkommen-europa-usa/komplettansicht Extrarechte für Multis] ZEIT-Online vom 16.12.2013, abgerufen am 20.08.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die Instransparenz von ISDS-Verfahren liegt darin begründet, dass Investor und Staat der Veröffentlichung von Dokumenten und Schiedsergebnis zustimmen müssen.  Die UN-Handelskonferenz schätzt, dass zuletzt etwa ein Viertel aller Entscheidungen nicht öffentlich wurden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ttip-faktencheck-investorenschutz-unbekannte-klaeger-geheime-dokumente-1.2085316 Unbekannte Kläger, geheime Dokumente] Süddeutsche vom 12.08.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem gibt es bei den ISDS-Verfahren keine Revisionsmöglichkeiten und Verpflichtungen zur Rechenschaft, wie sie in den öffentliches Justizstrukturen verankert sind. Da die Schiedsgerichte nicht öffentlich tagen, ihr Urteil unanfechtbar ist und in der Regel nicht veröffentlicht wird, fehlen sämtliche Faktoren, die die rechtsstaatliche Qualität von Justiz sichern: Transparenz, Überprüfbarkeit, Unabhängigkeit, Verantwortlichkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/transatlantisches-freihandelsabkommen-ttip-sieg-ueber-das-gesetz-1.1948221-2 Andreas Zielcke: Transatlantisches Freihandelsabkommen TTIP Sieg über das Gesetz, Süddeutsche Zeitung vom 3. Mai 2014], Webseite Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Schiedssprüche im ISDS-Vefahren sind völkerrechtlich bindend, ohne dass eine weitere Schiedsinstanz oder eine Überprüfung durch nationale Gericht vorgesehen sind. Das Fehlen einer zweiten Instanz, die mangelnde Öffentlichkeit und Unabhängigkeit der RichterInnen führen außerdem zu einer uneinheitlichen Auslegung von Investitionsschutzabkommen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kluwerarbitrationblog.com/blog/2014/05/01/appellate-structure-and-need-for-legal-certainty-in-investment-arbitration/ Appellate Structure and Need for Legal Certainty in Investment Arbitration] Kluwer Arbitration Blog vom 01.05.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Großer Interpretationsspielraum der Vetragstexte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die offen gehalten Formulierungen in den Investitionsschutz-Kapiteln werden kritisiert. Die legale Basis der ISDS-Verfahren, die völkerrechtlichen Handels- und Investitionsabkommen, enthalte in der Regel unscharfe und schwammige Definitionen der Investorenrechte. Dadurch seien uneinheitliche und willkürliche Entscheidungen der Schiedsgerichte vorprogrammiert&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/freihandel-jurist-klaus-sachs-ueber-umstrittene-schiedsgerichte-a-958300.html Freihandelsabkommen: &amp;quot;Wir brauchen Waffengleichheit von Staat und Konzernen&amp;quot;] Spiegel Onlinee vom 26.03.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um einen Staat auf Schadensersatz zu verklagen, muss ein Investor aufzeigen, durch welche politische Maßnahme es zu einer „indirekten Enteignung“ kam. Eine indirekte Enteignung liegt vor, wenn die zukünftigen „legitimen Gewinnerwartungen“ des Investors vermindert werden. Theoretisch kann deshalb gegen Verwaltungs-, Parlaments- und Gerichtsentscheidungen, die die Verminderung der Renditen von Investoren zur Folge hat, eine Schadensersatzklage erhoben werden. Die Investoren können sich damit gegen Anti-Tabak-Gesetze, Subventionskürzungen, Fracking-Moratorien, Mindestlohnvereinbarungen, Schuldenschnitte, Entzug von Bergbaukonzessionen, Annullierung von Patenten für (wirkungslose) Medikamente, Verbote von Chemikalien oder neue Steuern zu Wehr setzen. &lt;br /&gt;
Auch eine unfaire und ungerechte Behandlung oder der Mangel an Marktzugang sind ein Klagegrund für Investoren. Die schwammige Formulierung, nach der jedem Investor eine „gerechte und billige Behandlung“ zuteil werden müsse, ist besonders gefährlich, da sie breiten Raum für Interpretationen öffnet und bisher im deutschen und europäischen Recht nicht vorkommen. Subventionen aus öffentlichen Kassen und öffentliche Unternehmen können ebenso als diskriminiernde Politik verstanden werden, wie Bedarfsprüfungen und Genehmigungen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 2, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Wie weit diese Formulierungen interpretiert werden können, hängt vom jeweiligen Schiedsrichter ab. Allein er entscheidet, ob eine politische Maßnahme legitim oder diskriminieren war. Es fehlen eindeutige Auslegungen der jeweiligen Gesetzesgrundlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmen als Völkerrechtssubjekte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Investitionsschutzabkommen werden transnational agierende Konzerne zu völkerrechtlichen Subjekten aufgewertet und können sich dadurch der staatlichen Souveränität entziehen. Indem sie die nationalen Gerichtsinstanzen umgehen und direkt den Staat verklagen können, erhalten ausländische Investoren deutlich mehr Rechte und Kompetenzen als Einzelpersonen oder inländische Unternehmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/C-D/ceta-gutachten-investitionsschutz,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf Auswirkungen der Bestimmungen zum Investitionsschutz], S. 1, Studie von Stephan Schill, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Nach Auffassung einer Gruppe von Anwälten und Jura-Professoren ist die Möglichkeit zur ISDS-Klage ein &amp;quot;unfairer Vorteil&amp;quot; für multinational agierende Konzerne&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dw.de/ttip-streit-um-klageklausel/a-18320287 Freihandel TTIP: Streit um Klageklausel, Deutsche Welle, 17. März 2015], Webseite Deutsche Welle, abgerufen am 08. 04. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afj.org/wp-content/uploads/2015/03/ISDS-Letter-3.11.pdf Brief von Jura-Profession an den US-Kongress und TTIP-Verhandlungsführer Froman], zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. So erhielten die Investoren als Kläger ein Mitbestimmungsrecht bei der Auswahl der Schiedsrichter, wodurch sie anders als in den nationalen Rechtssystem das Verfahren beeinflussen können. Auch auf die Dauer des Verfahrens kann der Kläger erheblichen Einfluss nehmen. Zudem ermöglicht ein Schiedsspruch die Vollstreckung in allen 158 ICSID-Vertragsstaaten, was die Chancen der Kläger erhöht, ihre Forderungen durchzusetzen. Entscheidend ist, dass das Konzept der indirekten Enteignung beispielsweise im deutschen Recht gar nicht vorkommt, d.h. vor einem internationalen Schiedsgericht haben Investoren sehr viel umfassendere Klagemöglichkeiten als vor einem deutschen Gericht. Von diesen Vorteilen profitieren vor allem große internationale Konzerne, wie eine Studie aus Kanada aufzeigt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ttip-private-schiedsverfahren-nutzen-nur-den-grossen-konzernen-1.2426013 Private Schiedsverfahren nutzen nur den großen Konzernen, Süddeutsche Zeitung, 08. April 2015], abgerufen am 14.04.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gesetzgeber wird damit rechtlichen Bindung unterworfen, die vom deutschen Verfassungs- und Staatshaftungsrecht sowie vom Unionsrecht unabhängig sind. Dabei ist unklar, wie sich die exzessiven Eigentumsrechte aus den Investorenschutzabkommen zu anderen völkerrechtlichen Verpflichtungen eines Staates verhalten. Grundsätzlich sind die Schiedsgerichte keiner Menschenrechtscharta, keinem Gesetz, keinem Allgemeinwohl verpflichtet, sie müssen lediglich die Anwendung des jeweiligen Investitionsvertrages sicherstellen. Deshalb geraten ISDS-Schiedssprüche immer wieder in Widerspruch zum EU-Recht. Ein Beispiel: Muss ein Mitgliedstaat eine Beihilfe zurückfordern, weil sie gegen Europarecht verstößt, kann ein Investitionsschiedsgericht ihn deshalb zur Zahlung von Schadensersatz verurteilen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-04/private-schiedsgerichte-verfahren-ttip-deutschland-europa-aerger Verrückt, verrückter, Moorburg] Zeit Online vom 02.04.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dazu gibt es bereits mehrere Schiedssprüche. Dann bekäme das klagende Unternehmen die Beihilfe am Ende doch, nur eben in Form eines Schadensersatzes und nicht als direkte Beihilfe. Damit würde EU-Recht gebrochen – ein Recht, zu dem sich alle EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet haben und das deshalb für alle gleichermaßen gelten muss&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 4, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
In dem Zusammenhang wird auch kritisiert, dass nur Investoren, nicht aber Staaten, Investitionsschiedsverfahren anstoßen können. Staaten können Unternehmen nicht im Rahmen von ISDS-Verfahren verklagen, wenn diese z.B. gegen Umweltauflagen verstoßen oder Arbeitsschutzmaßnahmen unterlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Treaty Shopping ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Investitionsschutzabkommen verwenden eine breite Definition der Nationalität geschützter Investoren. Das ermöglicht Unternehmen durch Gründung einer Tochter in einem der Vertragsstaaten, Ansprüche aus einem Investitionsschutzabkommen geltend zu machen, obwohl das Unternehmen eigentlich aus einem anderen Land ohne oder mit einem weniger günstigen Abkommen mit dem Gastgeberstaat kommt. Dazu kann unter Umständen schon eine reine Briefkastenfirma genügen – dieser Umstand wird kritisch als 'Treaty Shopping bezeichnet'&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.harvardilj.org/wp-content/uploads/2010/10/HILJ-Online_52_Wells1.pdf The Emerging Global Regime for Investment: A Response], S. 44/49, HARVARD INTERNATIONAL LAW JOURNAL , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Treaty Shopping kann es Investoren auch ermöglichen, gegenüber ihrem eigenen Herkunftsstaat Investitionsschutzansprüche geltend zu machen. Nicht nur ausländische Unternehmen, sondern auch Unternehmen, welche ihr Hauptgeschäft im Inland betreiben, können ihren Staat verklagen, wenn sie eine ausländische Dependance einrichten in einem Staat, welcher mit dem Heimat-Staat einen Investorenschutzabkommen abgeschlossen hat. Zuletzt nutzte die Julius Meinl Bank aus Österreich diese Gesetzeslücke um den Staat Österreich zu verklagen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/klage-der-meinl-bank-zeigt-absurditaet-der-schiedsgerichtsbarkeit/ Klage der Meinl Bank zeigt Absurdität der Schiedsgerichtsbarkeit] LobbyControl-Blogeintrag vom 12.08.2015 , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mangelnde Unabhängigkeit der Richter ===&lt;br /&gt;
Dadurch, dass die jeweils mit gewählten Schiedsrichter nicht öffentlich berufen werden, befürchten Kritiker einen Mangel an Unabhängigkeit und Interessenskonflikte. Anders als staatliche Richter werden die Schiedsrichter, die in Investitionsschiedsverfahren tätig werden, nicht öffentlich auf Lebenszeit berufen. Weil es bei ISDS keine Möglichkeit der Berufung gibt, sind die Entscheidungen der privaten Anwälte nicht überprüfbar. Zudem erhalten sie für ihre Tätigkeit als ISDS-Richter hohe Honorare, weswegen sie und ihre Kanzleien ein Interesse daran haben, dass möglichst viele Verfahren stattfinden. Das wiederum erreichen sie am besten durch investorenfreundliche Urteile, weil nur Investoren ISDS-Verfahren beantragen können, Staaten nicht. Das Problem wird dadurch verschärft, dass Schiedsrichter häufig auch als Parteivertreter in Investitionsschiedsverfahren tätig sind und so von einem generellen Wachstum der Investitionsschiedsgerichtsbarkeit doppelt profitieren. Dadurch ist eine Grupper global agierender Anwaltskanzleien entstanden, die ein großes Interesse an der Vervielfachungder Klagen haben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 3, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem üben die in ISDS-Verfahren beteiligten Kanzleien auch Lobbydruck auf die Politik aus. Im Juli 2014 gründeten mehrere international tätige Kanzleien die European Federation for Investment Law and Arbitration (EFILA), einen „Thinktank“, der eine Plattform für eine „objektive Debatte“ zum Thema internationaler Investitionsschutz bieten soll. Die EFILA besteht überwiegend aus Anwaltskanzleien, die in den internationalen Schiedsgerichtsverfahren tätig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/06/rechtsanwaltskanzleien-die-unterschaetzten-lobbyisten/ Rechtsanwaltskanzleien – die unterschätzten Lobbyisten] LobbyControl-Blogeintrag vom 23.06.2015 , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verfassungswiedrigkeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung einzelner Rechtswissenschaftler verstoßen die ISDS-Verfahren gegen das deutsche Grundgesetz. So haben u.a. der frühere Verfassungsrichter Siegfried Broß&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boeckler.de/impuls_2015_01_gesamt.pdf Verfassungswidrige&lt;br /&gt;
Schiedsgerichte] Hans-Böckler-Stiftung, Impuls 01/2015 vom 22.01.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Prof. Dr. Axel Flessner&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 4, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; die zentralen Argumente skizziert: Fremde Richter würden über das Handeln des deutschen Staates urteilen und die Rechtsprechung würde von deutschen Gerichten weg auf andere, nicht-ordentliche und nicht an deutsches Recht gebundene Stellen ausgelagert. Für Inländer, die nicht vor den Schiedsgerichten klagen können, gelte fortan anderes Recht als für Ausländer. Das deutsche Verfassungsrecht besagt auch, dass Privatpersonen und private Institutionen wie Unternehmen nur mittelbar über den jeweiligen Heimatstaat am Völkerrechtsverkehr beteiligt oder betroffen sein können. Klagen von Unternehmen vor privaten Schiedsgerichten gegen Staaten passen nicht in dieses System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Rechtsgutachten für Attac stellen Johan Horst und Andreas Fischer-Lescano ähnliche Probleme mit Bezug auf das EU-Recht heraus. Die Einführung von Investor-Staats-Schiedsgerichten könnten zu EU-Recht in Widerspruch geraten. Sie verletzen das Unionsrecht (Art. 19 EUV iVm Art. 263 ff. AEUV) und das im Grundgesetz verankerte richterliche Rechtsprechungsmonopol (Art. 92 GG).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/CETA-Rechtsgutachten.pdf Europa- und verfassungrechtliche Vorgaben für das Comprehensive Economic and Trade Agreement der EU und Kanada (CETA)], Zentrum für europäische Rechtspolitik (ZERP) , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Argumente der Befürworter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Befürworter sehen die ISDS-Verfahren als eine Maßnahme, mit der Direktinvestitionen aus dem Ausland gefördert und Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze geschaffen würden. Wenn die Immunität des Staates aufgehoben und ein möglichst effektiver Rechtsschutz vor vermeintlich willkürlichen Politikakteuren installiert sei, dann steige das Vertrauen und die Sicherheit für Investoren. Schadensersatzforderungen werden von den Befürwortern als legitime Verteidigung der Eigentumsrechte angesehen. Mögliche demokratietheoretische Probleme werden nicht akzeptiert, sondern es wird darauf verwiesen, dass sich die Staaten freiwillig der Investitionsschiedsgerichtsbarkeit unterworfen haben – ihre Souveränität sei damit nicht betroffen. Dass getroffene Vereinbarungen und unterschriebene Verträge den zukünftigen Handlungsspielraum einschränken, sei eine wesentliche Eigenschaft von Rechtsstaaten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://borris-legal.com/fileadmin/download/dokumente/TTIP_Stellungnahme_11.09.2014.pdf Zur Diskussion über die Streiterledigung durch internationale Schiedsgerichte] Stellungnahme der Kanzlei Borris Hennecke Kneisel vom 11.09.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
ISDS-Kritiker dagegen bestreiten, dass  die vorgesehenen Schiedsgerichte in der EU zu nennenswerten positiven Effekten - wie höheren Investitionen aus den USA – führen, wie eine Studie des Center for European Policy Studies im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse des Investorenschutzes feststellt&amp;lt;ref&amp;gt; http://www.ceps.eu/publications/transatlantic-investment-treaty-protectionTransatlantic Investment Treaty Protection] Centre for European Policy Studies vom 12.03.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bisherige Schiedsverfahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht über vergangene Schiedsverfahren findet sich auf der Website von Unctad [http://unctad.org/en/Pages/DIAE/ISDS.aspx?&amp;amp;View={FC8B9ABA-CF09-4491-89D1-99DE23534CA1}&amp;amp;FilterField1=Year2&amp;amp;FilterValue1=8_2014]. &lt;br /&gt;
Einige ausgewählte Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vattenfall vs. Deutschland - Das schwedische Energieunternehmen Vattenfall hat im April 2009 vor einem ICSID-Schiedsgericht Klage wegen Umweltauflagen der Stadt Hamburg eingereicht, die dem Unternehmen im Zuge der Genehmigung zur Errichtung des Kohlekraftwerks Moorburg gemacht wurden. Das Verfahren endete ohne Schiedsspruch durch einen Vergleich – die Umweltauflagen wurde zurückgezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,714030,00.html Klage um Kraftwerk Moorburg: Bundesregierung und Vattenfall einigen sich] Spiegel Online vom 23.08.2010, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Cargill vs. Mexiko - Das US-Unternehmen Cargill verklagte 2009 Mexiko wegen mexikanischen Einfuhrbeschränkungen für Maissirup. Das Verfahren wurde nach Erlass eines Schiedsspruchs über 77 Millionen US-Dollar im Jahr 2013 beigelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/2013/02/21/us-cargill-mexico-idUSBRE91K1GB20130221 Cargill settles NAFTA dispute with Mexico] Reuters vom 21.02.2013, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Occidental Patroleum vs. Ecuador - Im Oktober 2012 erließ ein ICSID-Tribunal einen Schiedsspruch, der Ecuador zur Zahlung von 2,3 Milliarden US-Dollar an Occidental Petroleum verpflichtete. Ecuador hatte einen Vertrag mit dem Ölunternehmen gekündigt, nachdem dieses unter Verstoß gegen ecuadorianisches Recht seine Rechte an einem Ölfeld an ein anderes Unternehmen übertragen hatte. Das Tribunal erklärte die Kündigung für unverhältnismäßig und damit für eine Verletzung des Anspruchs von Investoren auf einen fairen und gerechten Umgang (&amp;quot;fair and equitable treatment&amp;quot;) aus dem US-Ecuador-Investitionsschutzabkommen. Es handelte sich um den bis dahin höchsten Schiedsspruch in der Geschichte der ICSID.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kluwerarbitrationblog.com/blog/2012/12/19/icsids-largest-award-in-history-an-overview-of-occidental-petroleum-corporation-v-the-republic-of-ecuador/ ICSID’s Largest Award in History: An Overview of Occidental Petroleum Corporation v the Republic of Ecuador] Kluwer Arbitration Blog vom 19.12.2012, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eli Lilly vs. Kanada - Der US-Pharmakonzern Eli Lilly verklagte im Jahr 2013 Kanada auf Zahlung von 500 Millionen US-Dollar, weil ein kanadisches Gericht zwei seiner Patente für ungültig erklärt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cbc.ca/news/business/eli-lilly-files-500m-nafta-suit-against-canada-over-drug-patents-1.1829854 Eli Lilly files $500M NAFTA suit against Canada over drug patents] CBC News vom 13.09.2013, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*ExxonMobil vs. Venezuela – Ein ICSID-Schiedsgericht verurteilte Venezuela im Oktober 2014 zur Zahlung von 1,6 Milliarden Dollar an ExxonMobil als Ausgleich für entgangene Gewinne durch die Verstaatlichung des Förderprojektes &amp;quot;Cerro Negro&amp;quot;. Venezuela hatte zuvor 900 Millionen für die Verstaatlichung gezahlt, was das Schiedsgericht für zu wenig befand. ExxonMobil hatte über 10 Milliarden US-Dollar gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/entscheidung-eines-weltbank-schiedsgerichts-venezuela-muss-milliarden-dollar-an-exxon-zahlen-1.2167633 Venezuela muss 1,6 Milliarden Dollar an Exxon zahlen ] Süddeutsche vom 10.10.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Statistik über Gewinnquoten'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen bisher entschiedenen Fällen musste der verklagte Staat in 57 Prozent Schadensersatz zahlen – in 31 Prozent aller ISDS-Klagen wurde der Schadensersatzforderung des Investors stattgegeben und in 26 Prozent kam es zu einer Einigung beider Parteien&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/PublicationsLibrary/wir2014_en.pdf  World Investment Report 2014] S. 126, United Nations, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch wenn es zu einer Einigung zwischen Staat und Investor kommt, sind diese in der Regel mit Kosten für den Staat verbunden oder die beklagte Regulierungsmaßnahme wird zurückgezogen (siehe Regulatory Chill).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== aktuelle Schiedsverfahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vattenfall vs. Deutschland - 2012 klagte Vattenfall erneut vor einem ICSID-Schiedsgericht auf 3,7 Milliarden Euro Schadensersatz für unnütze Aufwendungen und entgangenen Gewinn durch den deutschen Atomausstieg. Die zu entscheidende Frage ist, ob Deutschland das Gebot des „Fair and Equitable Treatment“ des Energiecharta-Vertrages verletzt hat, indem die deutsche Regierung den Atomkonsens aufgekündigt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fr-online.de/wirtschaft/vattenfall-15-juristen-gegen-die-demokratie,1472780,22189216.html 15 Juristen gegen die Demokratie] Frankfurter Rundschau vom 23.03.2013, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Meinl Bank vs. Österreich - Die österreichische Meinl Bank verklagt die Republik Österreich über eine maltesische Briefkastentochterfirma vor einem internationalen Schiedsgericht, weil sie die polizeilichen Untersuchungen wegen Untreue, Betrug oder Steuerhinterziehung als geschäftsschädigend und indirekt als Enteigung betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/klage-der-meinl-bank-zeigt-absurditaet-der-schiedsgerichtsbarkeit/ Klage der Meinl Bank zeigt Absurdität der Schiedsgerichtsbarkeit] LobbyControl-Blogeintrag vom 12.08.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standpunkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenvertreter der Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten europäischen Industrie- und Wirtschaftsverbände unterstützen die Einführung von ISDS durch die  Freihandelsabkommen TTIP und CETA&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/sections/trade-society/Lying%20to%20get%20ISDS%20through%20the%20European%20Parliament-315199 Lying to get ISDS through the European Parliament] Euractiv vom 08.06.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Große Verbände wie Buiseness Europe oder die US Chamber of Commerce sind damit einverstanden, den ISDS-Mechnismus zu reformieren, beispielsweise durch mehr Transparenz und zügigere Verfahren, wollen aber den problematischen Kern des ISDS unberührt lassen. Häufig verweisen die Interessenvertreter der größeren Unternehmen darauf, dass es ISDS schon heute in verschiedenen Abkommen gibt, dass es daher nichts neues sei und die Warnungen davor übertrieben seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine- und mittlere Unternehmen positionieren sich dagegen anders zu ISDS. Für den Bundesverband mittelständischer Wirtschaft gilt ISDS in TTIP und CETA als „überflüssig“ und „strikt abzulehnen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Bundesverband-mittelsta%CC%88ndische-Wirtschaft-BVMW-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des BVMW, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Die geplanten Regelungen benachteiligten die mittelständische Wirtschaft, hebeln die Rechtsstaatlichkeit aus und gehen so zu Lasten der Mitgliedsstaaten der EU.“ Der französische Verband der Telekommunikationsbetreiber Fédération Française des Télécoms, in dem u.a. SFR, Orange, Bouygues Telecom und Verizon vertreten sind, ließ gegenüber der Kommission verlauten, dass „es keine klare Notwendigkeit für einen Mechanismus zum Schutz von Investitionen französischer und europäischer Unternehmen gibt“ und dass „die nationalen Rechtsmittel bevorzugt werden sollen, wohingegen die internationale Schiedsgerichtsbarkeit das Recht der Europäischen Union und der Mitgliedstaaten auf Regulierung einschränkt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Federation-Francaise-de-Te%CC%81le%CC%81coms-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der Fédération Française des Télécoms, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Attac hat in einer Studie herausgestellt, dass kleine und mittlere Unternehmen bei ISDS gegenüber großen Unternehmen benachteiligt werden: „Bei durchschnittlichen Verfahrenskosten von sechs bis acht Millionen Euro schüfe die Einrichtung von ISDS-Schiedsstellen unter der Ägide der TTIP ein Zweiklassenrecht. Begünstigt werden dabei Konzerne, die über die strategischen, personellen und finanziellen Mittel verfügen, solche nicht-öffentlichen Schiedsgerichte anzurufen. KMU würden einseitig durch diese Regelung betroffen und hätten gravierende Wettbewerbsnachteile zu erwarten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/Kampagnen/ttip/Auswertung_TTIP-KMU_Attac.pdf Was bedeutet TTIP für kleinere und mittlere Unternehmen?] Attac-Studie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch die öffentlichen Unternehmen sehen ISDS kritisch. Für die deutschen Rundfunkanstalten ARD und ZDF beispielsweise ist ISDS in TTIP „keine Option“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/ARD-ZDF-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der europäische Verband der öffentlichen Wasserunternehmen Aqua Publica Europea geht davon aus, dass „der Rückgriff auf den ISDS-Mechanismus die Investitionsströme zwischen den USA und der EU nicht intensivieren wird, dadurch diskriminierende Bedingungen für Unternehmen im Inland geschaffen werden könnten und, vor allem, der staatliche Handlungsspielraum hinsichtlich der Bereitstellung von öffentlichen Dienstleistungen eingeschränkt werden kann“.&amp;lt;ref&amp;gt;http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Aqua-Publica-Europea-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der Aqua Publica Europea, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU-Kommission setzt sich für die Aufnahme des ISDS-Mechnismus in CETA und TTIP ein und befürwortet ISDS in der europäischen Debatte um die Freihandelsabkommen. Gleichwohl zeigt sie sich offen für eine ISDS-Reform angesichts der vebreiteten zivilgesellschaftlichen Kritik an den weitereichenden Investorenrechten. Laut Verhandlungsmandat soll die EU-Kommission „das höchstmögliche Maß an Rechtsschutz und -sicherheit für europäische Investoren in den USA vor[zu]sehen“ - „Das Investitionsschutzkapitel des Abkommens sollte, unter Einschluss der Rechte des geistigen Eigentums, ein breites Spektrum von Investoren und ihre Investitionen abdecken, und zwar unabhängig davon, ob die Investitionen vor oder nach dem Inkrafttreten des Abkommens getätigt werden“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-11103-2013-DCL-1/de/pdf TTIP-Verhandlungsmandat] Punkt 23, EU Kommission, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Parlament ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die heftigen Proteste gegen TTIP/CETA und insbesondere gegen die ISDS-Schiedsgerichte ist das Thema auch im Europäischen Parlament umstritten. Während die Fraktion der EVP und der ALDE die Bemühungen um ISDS unterstützen, sind die Europäischen Grünen und Linken mehrheitlich gegen ein ISDS-Abkommen im Rahmen von TTIP/CETA. Die Fraktion der Sozialdemokraten, S&amp;amp;D, nimmt in dieser Frage eine wechselhafte Position ein - teilweise befürwortet sie eine Reform des ISDS, teilweise lehnt sie den ISDS-Mechanismus aber auch gänzlich ab. Derzeit ist nicht abzusehen, ob die Gegner der Schiedsgerichte sich in der S&amp;amp;D-Fraktion durchsetzen können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.donaukurier.de/nachrichten/topnews/Bruessel-ttip-EU-Parlament-streitet-ueber-TTIP;art154776,3062069 EU-Parlament streitet über TTIP], Donaukurier, 8. Juni 2015, zuletzt aufgerufen am 8.6.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies führte dazu, dass eine Abstimmung über eine unverbindliche Stellungnahme des EU-Parlements in einer heftigen Debatte verschoben wurde. Parlamentspräsident Martin Schulz bediente sich dazu eines Verfahrenstricks. Gegner des Abkommens warfen ihm vor, mit der Verschiebung der Abstimmung verhindern zu wollen, dass die unterschiedlichen Meinungen in der Sozialdemokratischen Fraktion offensichtlich würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/freihandelsabkommen-ttip-streit-im-eu-parlament-eskaliert-13639276.html Streit über TTIP im EU-Parlament eskaliert], Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2015, zuletzt aufgerufen am 24.08. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abstimmung des Parlaments zu TTIP im Juli 2015 begrüßte das Freihandelsabkommen grundsätzlich, forderte jedoch ebenfalls, das bestehende ISDS-System zu ersetzen durch unabhängige Richter, die in öffentlicher Verhandlung entscheiden und deren Urteile von einer Berufungsinstanz geprüft werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heute.de/eu-parlament-sagt-ja-zu-freihandelsabkommen-ttip-mit-den-usa-aber-nachbesserungen-gefordert-39194940.html EU-Parlament sagt Ja zu TTIP] ZDF heute vom 08.07.2015, zuletzt aufgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedsstaaten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den 28 Mitgliedsstaaten der EU zeichnet sich in ihrer Position gegenüber ISDS ein differenziertes Bild. Die Regierungen der EU-Staaten sind grundsätzlich Befürworter des ISDS, insofern sie das Verhandlungsmandat verfasst haben, welches möglichst weitreichende Investorenschutzrechte anstrebt. Hier stellt sich allein der Staat Österreich gegen das gesamte Freihandelsprojekt TTIP&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/2000014417465/Oesterreich-Speerspitze-der-TTIP-Kritiker Österreich Speerspitze der TTIP-Kritiker] Der Standart vom 17.04.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf Ebene der Länder und Kommunen gibt es jedoch auch teilweise heftigen Widerstand. Es gibt zahlreiche Beispiele von Parlamenten, parlamentarischen Organen und (Teilen von) Regierungen, die sich gegen ISDS in TTIP und CETA aussprachen, darunter die Kommission für Europafragen der französischen Nationalversammlung (Commission des affaires européennes de l’Assemblée nationale française&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Commission-des-affaires-europ%C3%A9ennes-de-lAssembl%C3%A9e-nationale-francaise.pdf ISDS-Konsultation] Position der Assemblée national francaise, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Bayerische Staatsregierung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/bayerische-Staatsregierung.pdf ISDS-Konsultation] Position der Bayrischen Staatsregierung, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Bayerische Landtag&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Bayerischer-Landtag.pdf ISDS-Konsultation] Position des Bayrischen Landtags, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie der Österreichische Städtebund&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/%C3%96sterreichischer-St%C3%A4dtebund.pdf ISDS-Konsultation] Position des Österreichischen Städtebunds, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Interessenvertretung von 252 Kommunen in Österreich. Der Bayerische Landtag rief die Kommission insbesondere dazu auf, die durch die Konsultation gewonnenen Erkenntnisse nicht nur in den TTIP-Verhandlungen, sondern auch in den Verhandlungen zu CETA zu berücksichtigen.&lt;br /&gt;
Auch der Französische Senat möchte ISDS nicht in TTIP verankert sehen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-05/ttip-italien-ausstieg-energiecharta Französischer Senat fordert Entfernung von ISDS aus TTIP] EurActiv vom 06.02.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ebenso sieht Italien den ISDS-Mechanismus kritisch. Das Land möchte nicht verklagt werden und kündigte als erstes EU-Mitgliedsstaat den Investitionsschutzvertrag der europäischen Energiecharta &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-05/ttip-italien-ausstieg-energiecharta Investorenschutz? Nein danke!] Zeit Online vom 06.05.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch Vertreter der Bundesregierung gaben zu, dass sie ISDS kritisch sehen und eine hohe Zahl von Klagen gegen EU-Staaten befürchten: „The German government confirmed that they had a 'rigid negative opinion' of the necessity of the investment chapter itself and of ISDS provisions within it. (…) A first concern was that it might lead to litigious activity against EU member states by US investors.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.publications.parliament.uk/pa/ld201314/ldselect/ldeucom/179/17906.htm United Kingdom European Union Committee] Punkt 160/161, abgerufen am 20.08.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Investor-State-Dispute-Settlements werden in verschiedenen akademischen Disziplinen behandelt. Es wurden eine Reihe von wissenschaftlichen Studien und Folgenabschätzungen über die Auswirkungen eines TTIP mit ISDS erstellt. Eine Gruppe von über 120 WissenschaftlerInnen und ExpertInnen u. a. aus den Bereichen Handels- und Investitionsrecht, Völkerrecht, Menschenrechte, Verfassungsrecht, Privatrecht und Politische Ökonomie von renommierten Universitäten in Europa und darüber hinaus sprachen sich bei der EU-Konsultation ebenfalls gegen den Ansatz der EU, ISDS in TTIP zu verankern, aus. Sie weisen darauf hin, dass „die Investor-Staat-Klagerechte ausländischen Investoren unzulässige strukturelle Vorteile einräumt und dies zu Marktverzerrungen führt, die sich zulasten von Unternehmen im Inland auswirken.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/120-Akademiker-Experten-in-verschiedenen-Bereichen-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position von „120 academic experts“, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zivilgesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zivilgesellschaft tritt mit Geschlossenheit der Aufnahme von ISDS in die Freihandelsabkommen TTIP und CETA entgegen. Gewerkschaften, Umweltschutzorganisationen, Menschenrechts-, Datenschutz- und Verbraucherschutzverbände lehnen weitreichende Investorenschutzrechte ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewerkschaften sind sich in ihrer Ablehnung von ISDS bemerkenswert einig. Einige Gewerkschaften, wie die deutsche IG Metall&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/IG-Metall-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der IG Metall, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und der britische Gewerkschaftsdachverband Trade Union Congress (TUC)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Trade-Union-Group-of-MPs-bzw.-Trade-Union-Congress-TUC-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des Trade Union Congress, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; lehnen ISDS in jeglichen Handels- und Investitionsverträgen ab. Obwohl der Europäische Gewerkschaftsbund EGB&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/European-Trade-Union-Confederation-ETUC-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des Europäischen Gewerkschaftsbundes, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; die Bemühung der Kommission zur Verbesserung des Investitionsschutzregimes zur Kenntnis nimmt, geht er davon aus, dass „dies nicht der richtige Weg ist“ und dass vielmehr „ein neuer Anfang benötigt wird, statt sich auf die Reform des gegenwärtigen Systems zu verlassen“. Der EGB hält es außerdem für „unwahrscheinlich, dass Reformen innerhalb des Systems erschwert werden, wenn TTIP kein Investitionsschutzkapitel enthält. Ohne Investitionsschutz in der TTIP würden diese Reformen womöglich gefördert, denn das hieße, dass Investitionsschutzkapitel nicht immer die beste und einzige Lösung darstellen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Europäische Umweltbüro (EEB)&amp;lt;ref&amp;gt;http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/European-Environmental-Bureau-EEB-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des Europäischen Umweltbüros, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; „spricht sich energisch gegen den ISDS-Mechanismus im TTIP aus und verlangt von der Europäischen Kommission, darüber nicht weiter zu verhandeln“. Die Organisation European Digital Rights (EDRi), die 33 Datenschutz- und Bürgerrechtsgruppen aus 19 europäischen Ländern vereint, erklärte: „Die Kommission sollte ISDS aus jedem Handelsabkommen herausnehmen, in diesem Fall aus TTIP, da diese Bestimmungen nicht notwendig sind und zulasten von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit gehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/European-Digital-Rights-EDRi-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position von European Digital Rights, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Europäische Verbraucherverband (BEUC)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/BEUC-European-Consumer-Organisation-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des europäischen Umweltverbands, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; wies die ISDS-Bestimmungen in TTIP scharf zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Konsultation zu ISDS der EU-Kommission ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europäische Kommission stieß mit dem Plan, den ISDS-Mechanismen fest in der geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zu verankern, auf starken Widerstand und setzte daraufhin im Sommer 2014 eine öffentliche Konsultation zu diesem Thema an. Es beteiligten sich fast 150 000 Menschen an der öffentlichen Konsultation, mehr als bei jeder anderen EU-Konsultation zuvor. Eine große Mehrheit der Beiträge (mehr als 97%) lehnte ISDS in TTIP und anderen EU-Handelsabkommen wie dem bereits fertig verhandelten EU-Handelsabkommen mit Kanada (CETA) ab. &lt;br /&gt;
Im Januar veröffentlichte die Kommission die Ergebnisse der Konsultation. Darin erkennt die Kommission die „große Skepsis“ gegenüber den geplanten Unternehmensrechten in TTIP an. Allerdings stellte die EU-Kommission auch klar, dass sie in den Verhandlungen an der umstrittenen Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS) festhalten und sogar die „Reformagenda“ weiterverfolgen wird, die bereits vor der Konsultation angesetzt war. Die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström betonte, dass es sich dabei um eine Konsultation gehandelt habe, „nicht um ein Referendum&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/2015/02/investorenrechte-in-ttip-eu-kommission-stellt-sich-taub-fuer-kritische-stimmen/ Investorenrechte in TTIP: EU-Kommission stellt sich taub für kritische Stimmen] Campact-Blog vom 27.02.2015, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl die EU-Kommission diese Konsultation vor allem durch steigenden öffentlichen Druck gegen ISDS angesetzt hat, sind die Anforderungen an einen seriösen und unvoreingenommenen Konsultationsprozess nicht erfüllt, so schreibt der Investitionsrechtswissenschaftlers Gus Van Harten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-secretdeals.info/upload/2014/07/Van-Harten_Comments-id2466688.pdf EU Public consultation on investor-state arbitration in TTIP ] Kommentar von Gus van Harten, Osgoode Hall Law School of York University vom 03.07.2014, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Ich weiß von KollegInnen, die über umfassende Expertise verfügen, sich allerdings dazu entschlossen haben, nicht teilzunehmen, da die grundlegende Frage nicht gestellt wurde.“ Es drehte sich lediglich darum, wie ISDS in TTIP gestaltet sein soll, anstatt um die Frage, ob ISDS überhaupt durch TTIP eingeführt werden soll. Teilnehmende kritisierten auch, dass die Fragen sehr technisch waren und dass Beispiele für Rechtstexte nur auf Englisch und als Fragmente zur Verfügung standen. Die Kommission setzt sich in ihrem Konsultationsbericht in keinster Weise mit diesem Kritikpunkt auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ISDS-Verfahren wurde in den 50/60er Jahren erfunden und erstmals in Investitionsschutz-Abkommen zwischen Staaten angewandt. Es entstand unter post-kolonialistischen Verhältnissen zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern. Die Bundesrepublik Deutschland war damals der Hauptinitiator und schloss 1959 ein erstes Investitionsschutzabkommen mit Pakistan ab. In Folge adaptierten auch andere Industriestaaten das Konzept der Bilateral Investments Treaties (BITs). Der Rechtswissenschaftler Mattias Kumm sieht als einen Grund für die Einführung des ISDS das gleichlaufende Interesse zwischen den Kapitalgebern im Globalen Norden und den Eliten im Globalen Süden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verfassungsblog.de/an-empire-of-capital-transatlantic-investment-protection-as-the-institutionalization-of-unjustified-privilege/#.Vdc2W131GlN An Empire of Capital? Transatlantic Investment Protection as the Institutionalization of Unjustified Privilege] Artikel von Matthias Kumm vom 27.05.2015, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weltbank und der internationale Währungsfond hätten zusätzlich Druck auf die Entwicklungsländer ausgeübt, damit diese für ausländische Direkinvestitionen aus Industriestaaten attraktiv erscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich bezogen sich die Investitionsschutzabkommen auf Entwicklungsländer mit unausgereiftem Rechtssystem und sollten Sicherheit vor staatlicher Willkür bieten. In den ersten Jahrzehnten wurden nur wenige ISDS-Verfahren angestrengt. In den 1990ern schlossen viele der ehemaligen Ostblock-Staaten neue BITs und die Zahl der abgeschlossenen ISDS-Verträge wuchs rasant. Nun wurden die Investitionsschutzabkommen auch erstmal in Freihandelsabkommen eingebettet. Dadurch entstand eine neue Generation von ISDS die erstmals auch sozialstaatliche Maßnahmen als Klagegrund einschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;www.rijksoverheid.nl/bestanden/documenten-en-publicaties/rapporten/2014/06/24/the-impact-of-investor-state-dispute-settlement-isds-in-the-transatlantic-trade-and-investment-partnership/the-impact-of-investor-state-dispute-settlement-isds-in-the-transatlantic-trade-and-investment-partnership.pdf The Impact of Investor-State-Dispute Settlement (ISDS) in the Transatlantic&lt;br /&gt;
Trade and Investment Partnership] S. 15-24, Studie von Prof. Dr. Christian Tietje, Universität Halle,  vom 24.06.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Reform-Bemühungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weltweite ISDS-Architektur wird immer wieder kritisiert und zu verbessern versucht. Im Zuge des europaweiten Protests gegen TTIP und CETA wurde die Kritik an ISDS erstmals breit in der Öffentlichkeit diskutiert. Teilweise wurde diese Kritik inzwischen von der EU-Kommission und einigen nationalen Regierungen der Mitgliedstaaten aufgegriffen. Ein Reformvorschlag, der über die Verbesserung einzelner Elemente der Investitionsschiedsgerichtsbarkeit hinausgeht, ist die Einrichtung eines ständigen internationalen Investitionsgerichtshofes&amp;lt;ref&amp;gt;[http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2065706 Regulatory Chill and the Threat of Arbitration: A View from Political Science] Kyla Tienhaara, Regulatory Institutions Network, 2010, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein weitere Vorschlag ist, dass die Schiedsrichter auf Lebenszeit ernannt werden, was das Vertrauen in die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit sicherstellen soll&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/publicationslibrary/webdiaepcb2013d4_en.pdf REFORM OF INVESTOR-STATE DISPUTE SETTLEMENT: IN SEARCH OF A ROADMAP] UNCTAD, Juni 2010, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Deutschland tat sich inbesondere der Vize-Kanzler Sigmar Gabriel, SPD, hervor, indem er eine Reform der ISDS-Schiedsgerichtsverfahren forderte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-02/freihandelsabkommen-sigmar-gabriel-kompromiss-ceta Gabriel legt Kompromiss zu Ceta vor] Zeit Online vom 22.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch die Resolution des EU-Parlaments zu TTIP im Juli 2015 forderte, das bestehende ISDS-System zu ersetzen durch unabhängige Richter, die in öffentlicher Verhandlung entscheiden und deren Urteile von einer Berufungsinstanz geprüft werden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heute.de/eu-parlament-sagt-ja-zu-freihandelsabkommen-ttip-mit-den-usa-aber-nachbesserungen-gefordert-39194940.html EU-Parlament sagt Ja zu TTIP] ZDF heute vom 08.07.2015, zuletzt aufgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Investor-State-Dispute-Settlement&amp;diff=34238</id>
		<title>Investor-State-Dispute-Settlement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Investor-State-Dispute-Settlement&amp;diff=34238"/>
		<updated>2015-08-26T08:47:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: DominikP verschob die Seite ISDS nach Investor-State-Dispute-Settlement&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxGesetz&lt;br /&gt;
| Name             = &amp;lt;Investor-State-Dispute-Settlement&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Art = völkerrechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Enthalten in = &amp;lt;u.a. Nafta, Vertrag über die Energiecharte, TTIP, CETA&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ''Investor-State-Dispute-Settlement'' (oder auch Invetor-Staats-Klageverfahren', private Schiedsgerichte oder kurz ISDS) ist eine völkerrechtliches Instrument, das einen ausländischen Investor befähigt, einen Staat, in dem er investiert hat, zu verklagen, sofern dieser seine nach internationalem öffentlichem Recht garantierten Rechte verletzt sieht. In der Regel kommt es nach einer Klage zu einem intransparenten Schiedsverfahren vor einem internationalem Gerichtshof. Die gesetzlichen Grundlagen des ISDS befinden sich in der Regel in den Investorenschutz-Kapiteln von Freihandelsabkommen wie NAFTA, TTIP oder CETA. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kerninhalte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ISDS ist ein System von internationalen Schiedsgerichten, in denen ausländische Unternehmen Nationalstaaten verklagen können, falls deren Gesetzgebung die Gewinnerwartungen von Investoren einschränkt, d.h. deren Rediten vermindert, oder geplante Investitionen behindert werden. Alle politischen Beschlüsse, aus denen eine direkte oder indirekte Enteignung von Investoren geschlussfolgert werden kann, stellen somit potentiell eine ausreichende Grundlage für Schadensersatz-Klagen dar, bei denen auch zukünftige entgangene Gewinne geltend gemacht werden können &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tni.org/files/download/profitingfrominjustice.pdf „Profiting from injustice“] S. 13, Studie von CEO 2012, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neben direkter staatlicher Enteignung können auch Regulierungen betroffen sein,  wie Umwelt-, Arbeits- und Lebensmittelschutzstandards sowie alle Maßnahmen, die als Verstoß gegen die Handelsprinzipien des Marktzugangs oder der Nicht-Diskriminierung von ausländischen Investoren interpretiert werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Unternehmen einen Staat verklagt, so beginnt ein ISDS-Verfahren, welches meist von internationalen Schiedsgerichten betreut wird. Dazu wählen der klagende Investor sowie der beklagte Staat je einen Anwalt aus, die sich anschließend auf einen dritten Anwalt einigen. Die Entscheidung über den Fall wird letztlich von diesen Anwälten unter Ausschluss der Öffentlichkeit getroffen und in der Regel nicht veröffentlicht. Auf diese Weise sollen die Streitigkeiten ohne politische Beeinflussung beigelegt werden. Allerdings etabliert sich auf diese Weise ein internationales System gewinnorientierter Schiedsrichter, die parallel zur nationalen Justiz eigene Rechtssprechung durchführen. Zudem arbeiten die zuständigen Anwälte in der Regel für private Kanzleien, die sich auf den Investorenschutz spezialisiert haben, was zu Interessenskonflikten zugunsten einer Ausweitung der ISDS-Klage führen kann&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/06/rechtsanwaltskanzleien-die-unterschaetzten-lobbyisten/ „Rechtsanwaltskanzleien – die unterschätzten Lobbyisten“] LobbyControl-Blog, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tni.org/files/download/profitingfrominjustice.pdf „Profiting from injustice“] S. 8, Studie von CEO 2012, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die legale Basis des ISDS sind völkerrechtliche Handelsverträge zwischen zwei oder mehreren Staaten, welche den Investoren besonders weitgefasste Eigentumsrechte zubilligen. In separaten Investorenschutz-Kapiteln wird ausländischen Investoren das Privileg zuerkannt, direkt gegen einen Staat zu klagen, ohne notwendigerweise durch die nationalen gerichtlichen Instanzen gehen zu müssen. &lt;br /&gt;
Die Bundesrepublik Deutschland hat bis heute 139 Abkommen mit Schiedsgerichtssystem abgeschlossen, europaweit ist ISDS in über 1400 und weltweit über 3200 völkerrechtlichen Verträgen mit Investorenschutz-Kapitel verankert. Über 2800 dieser Abkommen sind 'Bilateral Investment Treaties' (BITs) zwischen zwei Staaten. Dazu sind viele ISDS in multilateralen Verträgen mit mehreren Staaten verankert, beispielsweise im Freihandelsabkommen NAFTA zwischen den USA, Mexiko und Kanada oder in der Energiecharta, in der 51 Staaten ihre Investitionen im Energiesektor regeln&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/PublicationsLibrary/wir2012_embargoed_en.pdf World Investment Report 2012] S. 84, United Nations, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
=== Die Schiedsgerichtshöfe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bestehenden Schiedsgerichtshöfe bieten einen Rahmen und die Struktur für ISDS-Verfahren und unterstützen die Entscheidungsfindung auf verschiedene Art und Weise. Der Schiedsspruch selbst wird jedoch nicht von ihnen vorgenommen – dazu sind ausschließlich die von den Streitparteien berufene Anwälten befähigt. An den Schiedsgerichtshöfen werden dazu u.a. bestimmte Verfahrensregeln vorgegeben, eingegangene Klagen auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft oder die Räumlichkeiten für die Verhandlungen bereitgestellt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://icsid.worldbank.org/apps/ICSIDWEB/process/Pages/Overview.aspx  Process Overview] ICSID-Website, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Mehrheit der Fälle wird bei der Weltbank am International Center for Settlement of Investment Disputes (ICSID) in Washington verhandelt &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tni.org/files/download/profitingfrominjustice.pdf „Profiting from injustice“], S. 14, Studie von CEO 2012, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
Andere häufig genutzte Schiedsgerichtshöfe sind die Internationale Handelskammer (ICC) in Paris, die Stockholmer Handelskammer (SCC) , der London Court of International Arbitration (LCIA)  und der Ständige Schiedsgerichtshof in Den Haag. Auch unabhängig von institutionalisierten Schiedsgerichten werden standardisierte Schiedsregeln benutzt, wie die  United Nations Commission on International Trade Law (UNCITRAL).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritik am ISDS-Investorenschutz blieb in Europa bis in die 2010er Jahre weitgehend unbemerkt. Das lag auch daran, dass die Zahl der Klagen insgesamt sehr niedrig war und fast ausschließlich die Länder des Globalen Südens unter den Folgen von ISDS litten, wenn sie von europäischen Unternehmen verklagt wurden. &lt;br /&gt;
Während im Jahr 1996 erst 38 Klagen vor dem ICSID verzeichnet waren - 30 Jahre nach dessen Gründung -, lag die Zahl der Fälle im Jahr 2012 schon bei knapp 600 &amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/PublicationsLibrary/wir2014_en.pdf  World Investment Report 2014] S. 124, United Nations, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch die Höhe der Schadensersatzforderung stieg stetig. &lt;br /&gt;
Im Zuge der Proteste gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA wurde das ISDS-Verfahren zu einem Hauptkritikpunkt. Erstmals könnten auch vermehrt europäische Staaten mit Schadensersatzforderungen überzogen werden. Kritiker sehen in den hohen Prozesskosten und Schadensersatzzahlungen für EU-Staaten eine Gefahr für das Allgemeinwohl&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afj.org/wp-content/uploads/2015/03/ISDS-Letter-3.11.pdf]&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus lassen sich in der öffentlichen Debatte folgende Kritikpunkte um die ISDS erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regulatoy Chill ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ISDS-Gegner sprechen vom &amp;quot;regulatory chill&amp;quot; durch den Investorenschutz - einer &amp;quot;Abkühlung&amp;quot; der politischen Regulierungstätigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2065706 Regulatory Chill and the Threat of Arbitration: A View from Political Science] Kyla Tienhaara, Regulatory Institutions Network, 2010, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Insbesondere bei der Regulierung der Wirtschaft in Sachen Umwelt- oder Arbeitnehmerschutz würden Staaten demnach auf wichtige Gesetze verzichten, weil sie hohe Kosten aufgrund von ISDS-Klagen zu befürchten hätten. Regulierungsbehörden würden die Schadensersatzklagen antizipieren, was eine zusätzliche Hürde für die Implementierung von neuen Umwelt und Sozialstandards darstellt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ttip-faktencheck-investorenschutz-unbekannte-klaeger-geheime-dokumente-1.2085316 Unbekannte Kläger, geheime Dokumente] Süddeutsche vom 12.08.2014, abgerufen am 20.08.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Attac Deutschland warnt, dass die Einführung der Sonder-Klagerechte für Unternehmen das Machtverhältnis von Staaten und Unternehmen noch weiter aus dem Gleichgewicht bringen und eine &amp;quot;disziplinierende Wirkung&amp;quot; auf Regierungen haben könnte. Die Konsequenz wäre dann &amp;quot;lieber auf Verbesserungen im Verbraucherschutz, im Sozial- oder Umweltbereich etc. verzichten, als sich mit Großkonzernen anzulegen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/Kampagnen/ttip/vorsichtFalle_flyer_druck.pdf Vorsicht Falle] Attac Deutschland Flyer, abgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritik an dem Verfahren wird von Vertretern der Mittelständischen Wirtschaft geteilt: So sagte der Präsident des Bundesverbands für mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, dass durch Schiedsgerichtsberkeit Konzerne indirekt Einfluss auf staatliche Entscheidungen nehmen könnten – und zwar zum Nachteil ihrer Mitbewerber aus dem Mittelstand &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-03/ttip-bedenken-mittelstaendische-unternehmen-interview-mario-ohoven &amp;quot;TTIP-Investorenschutz&amp;quot; Die USA und Europa brauchen keine Paralleljustiz&amp;quot;], Interview in der Südeutschen Zeitung, 30. März 2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiele für verhinderten Regulierung durch ISDS'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Beispielen wo die Androhung oder Durchführung von ISDS-Verfahren eine neue Regulierungen verhindert hat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Österreichsche Holzunternehmer Gerals Schweighofer drohte 2014 der Rumänischen Regierung offen mit eine ISDS-Klage, falls diese ein geplantes Gesetz zur Wettbewerbsregulierung verabschiedet &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Aktuelles/2015_05_18/20140922_Schweighofer_Leaked_Letter.pdf Brief von Gerald Scheighofer an den Rumänischen Präsidenten] vom 09.09.2014, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Stadt Hamburg nahm nach einer ISDS-Klage des schwedichen Energiekonzerns Vattenfall ihre neuen Umweltauflagen für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg teilweise wieder zurück. Es ist unklar, ob auch die Schadensersatzforderung über 1,4 Millarden von Hamburg gezahlt wurde &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foeeurope.org/isds Learning from bad experience] Friends of the Earth-Website, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kanada machte ein Verbot des giftigen Benzinzusatzes MMT rückgängig, nachdem eine US-Firma im Rahmen des Nafta-Abkommen geklagt hatte &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jura.uni-bonn.de/fileadmin/Fachbereich_Rechtswissenschaft/Materialien/Ethyl_Corporation_vs._Government_of_Canada.pdf Ethyl Corporation vs. Government of Canada] Uni Bonn Fachbereich Rechtswissenschaften, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indonesien schwächte Auflagen für Minenfirmen in Tropenwäldern ab &amp;lt;ref&amp;gt;[http://uk.reuters.com/article/2012/04/12/uk-churchill-indonesia-coal-idUKBRE83B0PJ20120412 Churchill Mining seeks $2 billion from Indonesia] Reuters vom 12.04.2012, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nachdem der Tabakkonzern Philip Morris Australien wegen des Verbots von Herstellerlogos auf Zigarettenschachteln verklagte, hielt Neuseeland seine Einführung neutraler Schachteln zurück, bis das Schiedsgericht in Den Haag urteilte &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.beehive.govt.nz/release/government-moves-forward-plain-packaging-tobacco-products Government moves forward with plain packaging of tobacco products] New Zealand Gouvernment vom 19.02.2013, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Mangel an Transparenz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Schlagworten wie „Schattenjustiz“ oder „Geheimgerichte“ will der TTIP-Protest insbesondere auf die Intransparenz der ISDS hinweisen. Die Kritiker befürchten, es könnte in Zukunft &amp;quot;zur Normalität werden, dass ausländische Konzerne sich Schadensersatz in Milliardenhöhe erstreiten. Vor Gerichten, die kaum jemand kennt und die während ihrer Prozesse niemand beobachten kann&amp;quot;, warnt beispielsweise ZEIT-Online&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.zeit.de/2013/50/handelsabkommen-europa-usa/komplettansicht Extrarechte für Multis] ZEIT-Online vom 16.12.2013, abgerufen am 20.08.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die Instransparenz von ISDS-Verfahren liegt darin begründet, dass Investor und Staat der Veröffentlichung von Dokumenten und Schiedsergebnis zustimmen müssen.  Die UN-Handelskonferenz schätzt, dass zuletzt etwa ein Viertel aller Entscheidungen nicht öffentlich wurden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ttip-faktencheck-investorenschutz-unbekannte-klaeger-geheime-dokumente-1.2085316 Unbekannte Kläger, geheime Dokumente] Süddeutsche vom 12.08.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem gibt es bei den ISDS-Verfahren keine Revisionsmöglichkeiten und Verpflichtungen zur Rechenschaft, wie sie in den öffentliches Justizstrukturen verankert sind. Da die Schiedsgerichte nicht öffentlich tagen, ihr Urteil unanfechtbar ist und in der Regel nicht veröffentlicht wird, fehlen sämtliche Faktoren, die die rechtsstaatliche Qualität von Justiz sichern: Transparenz, Überprüfbarkeit, Unabhängigkeit, Verantwortlichkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/transatlantisches-freihandelsabkommen-ttip-sieg-ueber-das-gesetz-1.1948221-2 Andreas Zielcke: Transatlantisches Freihandelsabkommen TTIP Sieg über das Gesetz, Süddeutsche Zeitung vom 3. Mai 2014], Webseite Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Schiedssprüche im ISDS-Vefahren sind völkerrechtlich bindend, ohne dass eine weitere Schiedsinstanz oder eine Überprüfung durch nationale Gericht vorgesehen sind. Das Fehlen einer zweiten Instanz, die mangelnde Öffentlichkeit und Unabhängigkeit der RichterInnen führen außerdem zu einer uneinheitlichen Auslegung von Investitionsschutzabkommen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kluwerarbitrationblog.com/blog/2014/05/01/appellate-structure-and-need-for-legal-certainty-in-investment-arbitration/ Appellate Structure and Need for Legal Certainty in Investment Arbitration] Kluwer Arbitration Blog vom 01.05.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Großer Interpretationsspielraum der Vetragstexte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die offen gehalten Formulierungen in den Investitionsschutz-Kapiteln werden kritisiert. Die legale Basis der ISDS-Verfahren, die völkerrechtlichen Handels- und Investitionsabkommen, enthalte in der Regel unscharfe und schwammige Definitionen der Investorenrechte. Dadurch seien uneinheitliche und willkürliche Entscheidungen der Schiedsgerichte vorprogrammiert&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/freihandel-jurist-klaus-sachs-ueber-umstrittene-schiedsgerichte-a-958300.html Freihandelsabkommen: &amp;quot;Wir brauchen Waffengleichheit von Staat und Konzernen&amp;quot;] Spiegel Onlinee vom 26.03.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um einen Staat auf Schadensersatz zu verklagen, muss ein Investor aufzeigen, durch welche politische Maßnahme es zu einer „indirekten Enteignung“ kam. Eine indirekte Enteignung liegt vor, wenn die zukünftigen „legitimen Gewinnerwartungen“ des Investors vermindert werden. Theoretisch kann deshalb gegen Verwaltungs-, Parlaments- und Gerichtsentscheidungen, die die Verminderung der Renditen von Investoren zur Folge hat, eine Schadensersatzklage erhoben werden. Die Investoren können sich damit gegen Anti-Tabak-Gesetze, Subventionskürzungen, Fracking-Moratorien, Mindestlohnvereinbarungen, Schuldenschnitte, Entzug von Bergbaukonzessionen, Annullierung von Patenten für (wirkungslose) Medikamente, Verbote von Chemikalien oder neue Steuern zu Wehr setzen. &lt;br /&gt;
Auch eine unfaire und ungerechte Behandlung oder der Mangel an Marktzugang sind ein Klagegrund für Investoren. Die schwammige Formulierung, nach der jedem Investor eine „gerechte und billige Behandlung“ zuteil werden müsse, ist besonders gefährlich, da sie breiten Raum für Interpretationen öffnet und bisher im deutschen und europäischen Recht nicht vorkommen. Subventionen aus öffentlichen Kassen und öffentliche Unternehmen können ebenso als diskriminiernde Politik verstanden werden, wie Bedarfsprüfungen und Genehmigungen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 2, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Wie weit diese Formulierungen interpretiert werden können, hängt vom jeweiligen Schiedsrichter ab. Allein er entscheidet, ob eine politische Maßnahme legitim oder diskriminieren war. Es fehlen eindeutige Auslegungen der jeweiligen Gesetzesgrundlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmen als Völkerrechtssubjekte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Investitionsschutzabkommen werden transnational agierende Konzerne zu völkerrechtlichen Subjekten aufgewertet und können sich dadurch der staatlichen Souveränität entziehen. Indem sie die nationalen Gerichtsinstanzen umgehen und direkt den Staat verklagen können, erhalten ausländische Investoren deutlich mehr Rechte und Kompetenzen als Einzelpersonen oder inländische Unternehmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/C-D/ceta-gutachten-investitionsschutz,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf Auswirkungen der Bestimmungen zum Investitionsschutz], S. 1, Studie von Stephan Schill, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Nach Auffassung einer Gruppe von Anwälten und Jura-Professoren ist die Möglichkeit zur ISDS-Klage ein &amp;quot;unfairer Vorteil&amp;quot; für multinational agierende Konzerne&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dw.de/ttip-streit-um-klageklausel/a-18320287 Freihandel TTIP: Streit um Klageklausel, Deutsche Welle, 17. März 2015], Webseite Deutsche Welle, abgerufen am 08. 04. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afj.org/wp-content/uploads/2015/03/ISDS-Letter-3.11.pdf Brief von Jura-Profession an den US-Kongress und TTIP-Verhandlungsführer Froman], zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. So erhielten die Investoren als Kläger ein Mitbestimmungsrecht bei der Auswahl der Schiedsrichter, wodurch sie anders als in den nationalen Rechtssystem das Verfahren beeinflussen können. Auch auf die Dauer des Verfahrens kann der Kläger erheblichen Einfluss nehmen. Zudem ermöglicht ein Schiedsspruch die Vollstreckung in allen 158 ICSID-Vertragsstaaten, was die Chancen der Kläger erhöht, ihre Forderungen durchzusetzen. Entscheidend ist, dass das Konzept der indirekten Enteignung beispielsweise im deutschen Recht gar nicht vorkommt, d.h. vor einem internationalen Schiedsgericht haben Investoren sehr viel umfassendere Klagemöglichkeiten als vor einem deutschen Gericht. Von diesen Vorteilen profitieren vor allem große internationale Konzerne, wie eine Studie aus Kanada aufzeigt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ttip-private-schiedsverfahren-nutzen-nur-den-grossen-konzernen-1.2426013 Private Schiedsverfahren nutzen nur den großen Konzernen, Süddeutsche Zeitung, 08. April 2015], abgerufen am 14.04.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gesetzgeber wird damit rechtlichen Bindung unterworfen, die vom deutschen Verfassungs- und Staatshaftungsrecht sowie vom Unionsrecht unabhängig sind. Dabei ist unklar, wie sich die exzessiven Eigentumsrechte aus den Investorenschutzabkommen zu anderen völkerrechtlichen Verpflichtungen eines Staates verhalten. Grundsätzlich sind die Schiedsgerichte keiner Menschenrechtscharta, keinem Gesetz, keinem Allgemeinwohl verpflichtet, sie müssen lediglich die Anwendung des jeweiligen Investitionsvertrages sicherstellen. Deshalb geraten ISDS-Schiedssprüche immer wieder in Widerspruch zum EU-Recht. Ein Beispiel: Muss ein Mitgliedstaat eine Beihilfe zurückfordern, weil sie gegen Europarecht verstößt, kann ein Investitionsschiedsgericht ihn deshalb zur Zahlung von Schadensersatz verurteilen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-04/private-schiedsgerichte-verfahren-ttip-deutschland-europa-aerger Verrückt, verrückter, Moorburg] Zeit Online vom 02.04.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dazu gibt es bereits mehrere Schiedssprüche. Dann bekäme das klagende Unternehmen die Beihilfe am Ende doch, nur eben in Form eines Schadensersatzes und nicht als direkte Beihilfe. Damit würde EU-Recht gebrochen – ein Recht, zu dem sich alle EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet haben und das deshalb für alle gleichermaßen gelten muss&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 4, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
In dem Zusammenhang wird auch kritisiert, dass nur Investoren, nicht aber Staaten, Investitionsschiedsverfahren anstoßen können. Staaten können Unternehmen nicht im Rahmen von ISDS-Verfahren verklagen, wenn diese z.B. gegen Umweltauflagen verstoßen oder Arbeitsschutzmaßnahmen unterlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Treaty Shopping ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Investitionsschutzabkommen verwenden eine breite Definition der Nationalität geschützter Investoren. Das ermöglicht Unternehmen durch Gründung einer Tochter in einem der Vertragsstaaten, Ansprüche aus einem Investitionsschutzabkommen geltend zu machen, obwohl das Unternehmen eigentlich aus einem anderen Land ohne oder mit einem weniger günstigen Abkommen mit dem Gastgeberstaat kommt. Dazu kann unter Umständen schon eine reine Briefkastenfirma genügen – dieser Umstand wird kritisch als 'Treaty Shopping bezeichnet'&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.harvardilj.org/wp-content/uploads/2010/10/HILJ-Online_52_Wells1.pdf The Emerging Global Regime for Investment: A Response], S. 44/49, HARVARD INTERNATIONAL LAW JOURNAL , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Treaty Shopping kann es Investoren auch ermöglichen, gegenüber ihrem eigenen Herkunftsstaat Investitionsschutzansprüche geltend zu machen. Nicht nur ausländische Unternehmen, sondern auch Unternehmen, welche ihr Hauptgeschäft im Inland betreiben, können ihren Staat verklagen, wenn sie eine ausländische Dependance einrichten in einem Staat, welcher mit dem Heimat-Staat einen Investorenschutzabkommen abgeschlossen hat. Zuletzt nutzte die Julius Meinl Bank aus Österreich diese Gesetzeslücke um den Staat Österreich zu verklagen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/klage-der-meinl-bank-zeigt-absurditaet-der-schiedsgerichtsbarkeit/ Klage der Meinl Bank zeigt Absurdität der Schiedsgerichtsbarkeit] LobbyControl-Blogeintrag vom 12.08.2015 , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mangelnde Unabhängigkeit der Richter ===&lt;br /&gt;
Dadurch, dass die jeweils mit gewählten Schiedsrichter nicht öffentlich berufen werden, befürchten Kritiker einen Mangel an Unabhängigkeit und Interessenskonflikte. Anders als staatliche Richter werden die Schiedsrichter, die in Investitionsschiedsverfahren tätig werden, nicht öffentlich auf Lebenszeit berufen. Weil es bei ISDS keine Möglichkeit der Berufung gibt, sind die Entscheidungen der privaten Anwälte nicht überprüfbar. Zudem erhalten sie für ihre Tätigkeit als ISDS-Richter hohe Honorare, weswegen sie und ihre Kanzleien ein Interesse daran haben, dass möglichst viele Verfahren stattfinden. Das wiederum erreichen sie am besten durch investorenfreundliche Urteile, weil nur Investoren ISDS-Verfahren beantragen können, Staaten nicht. Das Problem wird dadurch verschärft, dass Schiedsrichter häufig auch als Parteivertreter in Investitionsschiedsverfahren tätig sind und so von einem generellen Wachstum der Investitionsschiedsgerichtsbarkeit doppelt profitieren. Dadurch ist eine Grupper global agierender Anwaltskanzleien entstanden, die ein großes Interesse an der Vervielfachungder Klagen haben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 3, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem üben die in ISDS-Verfahren beteiligten Kanzleien auch Lobbydruck auf die Politik aus. Im Juli 2014 gründeten mehrere international tätige Kanzleien die European Federation for Investment Law and Arbitration (EFILA), einen „Thinktank“, der eine Plattform für eine „objektive Debatte“ zum Thema internationaler Investitionsschutz bieten soll. Die EFILA besteht überwiegend aus Anwaltskanzleien, die in den internationalen Schiedsgerichtsverfahren tätig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/06/rechtsanwaltskanzleien-die-unterschaetzten-lobbyisten/ Rechtsanwaltskanzleien – die unterschätzten Lobbyisten] LobbyControl-Blogeintrag vom 23.06.2015 , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verfassungswiedrigkeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung einzelner Rechtswissenschaftler verstoßen die ISDS-Verfahren gegen das deutsche Grundgesetz. So haben u.a. der frühere Verfassungsrichter Siegfried Broß&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boeckler.de/impuls_2015_01_gesamt.pdf Verfassungswidrige&lt;br /&gt;
Schiedsgerichte] Hans-Böckler-Stiftung, Impuls 01/2015 vom 22.01.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Prof. Dr. Axel Flessner&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 4, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; die zentralen Argumente skizziert: Fremde Richter würden über das Handeln des deutschen Staates urteilen und die Rechtsprechung würde von deutschen Gerichten weg auf andere, nicht-ordentliche und nicht an deutsches Recht gebundene Stellen ausgelagert. Für Inländer, die nicht vor den Schiedsgerichten klagen können, gelte fortan anderes Recht als für Ausländer. Das deutsche Verfassungsrecht besagt auch, dass Privatpersonen und private Institutionen wie Unternehmen nur mittelbar über den jeweiligen Heimatstaat am Völkerrechtsverkehr beteiligt oder betroffen sein können. Klagen von Unternehmen vor privaten Schiedsgerichten gegen Staaten passen nicht in dieses System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Rechtsgutachten für Attac stellen Johan Horst und Andreas Fischer-Lescano ähnliche Probleme mit Bezug auf das EU-Recht heraus. Die Einführung von Investor-Staats-Schiedsgerichten könnten zu EU-Recht in Widerspruch geraten. Sie verletzen das Unionsrecht (Art. 19 EUV iVm Art. 263 ff. AEUV) und das im Grundgesetz verankerte richterliche Rechtsprechungsmonopol (Art. 92 GG).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/CETA-Rechtsgutachten.pdf Europa- und verfassungrechtliche Vorgaben für das Comprehensive Economic and Trade Agreement der EU und Kanada (CETA)], Zentrum für europäische Rechtspolitik (ZERP) , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Argumente der Befürworter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Befürworter sehen die ISDS-Verfahren als eine Maßnahme, mit der Direktinvestitionen aus dem Ausland gefördert und Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze geschaffen würden. Wenn die Immunität des Staates aufgehoben und ein möglichst effektiver Rechtsschutz vor vermeintlich willkürlichen Politikakteuren installiert sei, dann steige das Vertrauen und die Sicherheit für Investoren. Schadensersatzforderungen werden von den Befürwortern als legitime Verteidigung der Eigentumsrechte angesehen. Mögliche demokratietheoretische Probleme werden nicht akzeptiert, sondern es wird darauf verwiesen, dass sich die Staaten freiwillig der Investitionsschiedsgerichtsbarkeit unterworfen haben – ihre Souveränität sei damit nicht betroffen. Dass getroffene Vereinbarungen und unterschriebene Verträge den zukünftigen Handlungsspielraum einschränken, sei eine wesentliche Eigenschaft von Rechtsstaaten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://borris-legal.com/fileadmin/download/dokumente/TTIP_Stellungnahme_11.09.2014.pdf Zur Diskussion über die Streiterledigung durch internationale Schiedsgerichte] Stellungnahme der Kanzlei Borris Hennecke Kneisel vom 11.09.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
ISDS-Kritiker dagegen bestreiten, dass  die vorgesehenen Schiedsgerichte in der EU zu nennenswerten positiven Effekten - wie höheren Investitionen aus den USA – führen, wie eine Studie des Center for European Policy Studies im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse des Investorenschutzes feststellt&amp;lt;ref&amp;gt; http://www.ceps.eu/publications/transatlantic-investment-treaty-protectionTransatlantic Investment Treaty Protection] Centre for European Policy Studies vom 12.03.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bisherige Schiedsverfahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht über vergangene Schiedsverfahren findet sich auf der Website von Unctad [http://unctad.org/en/Pages/DIAE/ISDS.aspx?&amp;amp;View={FC8B9ABA-CF09-4491-89D1-99DE23534CA1}&amp;amp;FilterField1=Year2&amp;amp;FilterValue1=8_2014]. &lt;br /&gt;
Einige ausgewählte Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vattenfall vs. Deutschland - Das schwedische Energieunternehmen Vattenfall hat im April 2009 vor einem ICSID-Schiedsgericht Klage wegen Umweltauflagen der Stadt Hamburg eingereicht, die dem Unternehmen im Zuge der Genehmigung zur Errichtung des Kohlekraftwerks Moorburg gemacht wurden. Das Verfahren endete ohne Schiedsspruch durch einen Vergleich – die Umweltauflagen wurde zurückgezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,714030,00.html Klage um Kraftwerk Moorburg: Bundesregierung und Vattenfall einigen sich] Spiegel Online vom 23.08.2010, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Cargill vs. Mexiko - Das US-Unternehmen Cargill verklagte 2009 Mexiko wegen mexikanischen Einfuhrbeschränkungen für Maissirup. Das Verfahren wurde nach Erlass eines Schiedsspruchs über 77 Millionen US-Dollar im Jahr 2013 beigelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/2013/02/21/us-cargill-mexico-idUSBRE91K1GB20130221 Cargill settles NAFTA dispute with Mexico] Reuters vom 21.02.2013, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Occidental Patroleum vs. Ecuador - Im Oktober 2012 erließ ein ICSID-Tribunal einen Schiedsspruch, der Ecuador zur Zahlung von 2,3 Milliarden US-Dollar an Occidental Petroleum verpflichtete. Ecuador hatte einen Vertrag mit dem Ölunternehmen gekündigt, nachdem dieses unter Verstoß gegen ecuadorianisches Recht seine Rechte an einem Ölfeld an ein anderes Unternehmen übertragen hatte. Das Tribunal erklärte die Kündigung für unverhältnismäßig und damit für eine Verletzung des Anspruchs von Investoren auf einen fairen und gerechten Umgang (&amp;quot;fair and equitable treatment&amp;quot;) aus dem US-Ecuador-Investitionsschutzabkommen. Es handelte sich um den bis dahin höchsten Schiedsspruch in der Geschichte der ICSID.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kluwerarbitrationblog.com/blog/2012/12/19/icsids-largest-award-in-history-an-overview-of-occidental-petroleum-corporation-v-the-republic-of-ecuador/ ICSID’s Largest Award in History: An Overview of Occidental Petroleum Corporation v the Republic of Ecuador] Kluwer Arbitration Blog vom 19.12.2012, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eli Lilly vs. Kanada - Der US-Pharmakonzern Eli Lilly verklagte im Jahr 2013 Kanada auf Zahlung von 500 Millionen US-Dollar, weil ein kanadisches Gericht zwei seiner Patente für ungültig erklärt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cbc.ca/news/business/eli-lilly-files-500m-nafta-suit-against-canada-over-drug-patents-1.1829854 Eli Lilly files $500M NAFTA suit against Canada over drug patents] CBC News vom 13.09.2013, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*ExxonMobil vs. Venezuela – Ein ICSID-Schiedsgericht verurteilte Venezuela im Oktober 2014 zur Zahlung von 1,6 Milliarden Dollar an ExxonMobil als Ausgleich für entgangene Gewinne durch die Verstaatlichung des Förderprojektes &amp;quot;Cerro Negro&amp;quot;. Venezuela hatte zuvor 900 Millionen für die Verstaatlichung gezahlt, was das Schiedsgericht für zu wenig befand. ExxonMobil hatte über 10 Milliarden US-Dollar gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/entscheidung-eines-weltbank-schiedsgerichts-venezuela-muss-milliarden-dollar-an-exxon-zahlen-1.2167633 Venezuela muss 1,6 Milliarden Dollar an Exxon zahlen ] Süddeutsche vom 10.10.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Statistik über Gewinnquoten'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen bisher entschiedenen Fällen musste der verklagte Staat in 57 Prozent Schadensersatz zahlen – in 31 Prozent aller ISDS-Klagen wurde der Schadensersatzforderung des Investors stattgegeben und in 26 Prozent kam es zu einer Einigung beider Parteien&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/PublicationsLibrary/wir2014_en.pdf  World Investment Report 2014] S. 126, United Nations, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch wenn es zu einer Einigung zwischen Staat und Investor kommt, sind diese in der Regel mit Kosten für den Staat verbunden oder die beklagte Regulierungsmaßnahme wird zurückgezogen (siehe Regulatory Chill).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== aktuelle Schiedsverfahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vattenfall vs. Deutschland - 2012 klagte Vattenfall erneut vor einem ICSID-Schiedsgericht auf 3,7 Milliarden Euro Schadensersatz für unnütze Aufwendungen und entgangenen Gewinn durch den deutschen Atomausstieg. Die zu entscheidende Frage ist, ob Deutschland das Gebot des „Fair and Equitable Treatment“ des Energiecharta-Vertrages verletzt hat, indem die deutsche Regierung den Atomkonsens aufgekündigt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fr-online.de/wirtschaft/vattenfall-15-juristen-gegen-die-demokratie,1472780,22189216.html 15 Juristen gegen die Demokratie] Frankfurter Rundschau vom 23.03.2013, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Meinl Bank vs. Österreich - Die österreichische Meinl Bank verklagt die Republik Österreich über eine maltesische Briefkastentochterfirma vor einem internationalen Schiedsgericht, weil sie die polizeilichen Untersuchungen wegen Untreue, Betrug oder Steuerhinterziehung als geschäftsschädigend und indirekt als Enteigung betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/klage-der-meinl-bank-zeigt-absurditaet-der-schiedsgerichtsbarkeit/ Klage der Meinl Bank zeigt Absurdität der Schiedsgerichtsbarkeit] LobbyControl-Blogeintrag vom 12.08.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standpunkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenvertreter der Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten europäischen Industrie- und Wirtschaftsverbände unterstützen die Einführung von ISDS durch die  Freihandelsabkommen TTIP und CETA&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/sections/trade-society/Lying%20to%20get%20ISDS%20through%20the%20European%20Parliament-315199 Lying to get ISDS through the European Parliament] Euractiv vom 08.06.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Große Verbände wie Buiseness Europe oder die US Chamber of Commerce sind damit einverstanden, den ISDS-Mechnismus zu reformieren, beispielsweise durch mehr Transparenz und zügigere Verfahren, wollen aber den problematischen Kern des ISDS unberührt lassen. Häufig verweisen die Interessenvertreter der größeren Unternehmen darauf, dass es ISDS schon heute in verschiedenen Abkommen gibt, dass es daher nichts neues sei und die Warnungen davor übertrieben seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine- und mittlere Unternehmen positionieren sich dagegen anders zu ISDS. Für den Bundesverband mittelständischer Wirtschaft gilt ISDS in TTIP und CETA als „überflüssig“ und „strikt abzulehnen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Bundesverband-mittelsta%CC%88ndische-Wirtschaft-BVMW-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des BVMW, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Die geplanten Regelungen benachteiligten die mittelständische Wirtschaft, hebeln die Rechtsstaatlichkeit aus und gehen so zu Lasten der Mitgliedsstaaten der EU.“ Der französische Verband der Telekommunikationsbetreiber Fédération Française des Télécoms, in dem u.a. SFR, Orange, Bouygues Telecom und Verizon vertreten sind, ließ gegenüber der Kommission verlauten, dass „es keine klare Notwendigkeit für einen Mechanismus zum Schutz von Investitionen französischer und europäischer Unternehmen gibt“ und dass „die nationalen Rechtsmittel bevorzugt werden sollen, wohingegen die internationale Schiedsgerichtsbarkeit das Recht der Europäischen Union und der Mitgliedstaaten auf Regulierung einschränkt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Federation-Francaise-de-Te%CC%81le%CC%81coms-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der Fédération Française des Télécoms, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Attac hat in einer Studie herausgestellt, dass kleine und mittlere Unternehmen bei ISDS gegenüber großen Unternehmen benachteiligt werden: „Bei durchschnittlichen Verfahrenskosten von sechs bis acht Millionen Euro schüfe die Einrichtung von ISDS-Schiedsstellen unter der Ägide der TTIP ein Zweiklassenrecht. Begünstigt werden dabei Konzerne, die über die strategischen, personellen und finanziellen Mittel verfügen, solche nicht-öffentlichen Schiedsgerichte anzurufen. KMU würden einseitig durch diese Regelung betroffen und hätten gravierende Wettbewerbsnachteile zu erwarten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/Kampagnen/ttip/Auswertung_TTIP-KMU_Attac.pdf Was bedeutet TTIP für kleinere und mittlere Unternehmen?] Attac-Studie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch die öffentlichen Unternehmen sehen ISDS kritisch. Für die deutschen Rundfunkanstalten ARD und ZDF beispielsweise ist ISDS in TTIP „keine Option“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/ARD-ZDF-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der europäische Verband der öffentlichen Wasserunternehmen Aqua Publica Europea geht davon aus, dass „der Rückgriff auf den ISDS-Mechanismus die Investitionsströme zwischen den USA und der EU nicht intensivieren wird, dadurch diskriminierende Bedingungen für Unternehmen im Inland geschaffen werden könnten und, vor allem, der staatliche Handlungsspielraum hinsichtlich der Bereitstellung von öffentlichen Dienstleistungen eingeschränkt werden kann“.&amp;lt;ref&amp;gt;http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Aqua-Publica-Europea-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der Aqua Publica Europea, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU-Kommission setzt sich für die Aufnahme des ISDS-Mechnismus in CETA und TTIP ein und befürwortet ISDS in der europäischen Debatte um die Freihandelsabkommen. Gleichwohl zeigt sie sich offen für eine ISDS-Reform angesichts der vebreiteten zivilgesellschaftlichen Kritik an den weitereichenden Investorenrechten. Laut Verhandlungsmandat soll die EU-Kommission „das höchstmögliche Maß an Rechtsschutz und -sicherheit für europäische Investoren in den USA vor[zu]sehen“ - „Das Investitionsschutzkapitel des Abkommens sollte, unter Einschluss der Rechte des geistigen Eigentums, ein breites Spektrum von Investoren und ihre Investitionen abdecken, und zwar unabhängig davon, ob die Investitionen vor oder nach dem Inkrafttreten des Abkommens getätigt werden“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-11103-2013-DCL-1/de/pdf TTIP-Verhandlungsmandat] Punkt 23, EU Kommission, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Parlament ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die heftigen Proteste gegen TTIP/CETA und insbesondere gegen die ISDS-Schiedsgerichte ist das Thema auch im Europäischen Parlament umstritten. Während die Fraktion der EVP und der ALDE die Bemühungen um ISDS unterstützen, sind die Europäischen Grünen und Linken mehrheitlich gegen ein ISDS-Abkommen im Rahmen von TTIP/CETA. Die Fraktion der Sozialdemokraten, S&amp;amp;D, nimmt in dieser Frage eine wechselhafte Position ein - teilweise befürwortet sie eine Reform des ISDS, teilweise lehnt sie den ISDS-Mechanismus aber auch gänzlich ab. Derzeit ist nicht abzusehen, ob die Gegner der Schiedsgerichte sich in der S&amp;amp;D-Fraktion durchsetzen können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.donaukurier.de/nachrichten/topnews/Bruessel-ttip-EU-Parlament-streitet-ueber-TTIP;art154776,3062069 EU-Parlament streitet über TTIP], Donaukurier, 8. Juni 2015, zuletzt aufgerufen am 8.6.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies führte dazu, dass eine Abstimmung über eine unverbindliche Stellungnahme des EU-Parlements in einer heftigen Debatte verschoben wurde. Parlamentspräsident Martin Schulz bediente sich dazu eines Verfahrenstricks. Gegner des Abkommens warfen ihm vor, mit der Verschiebung der Abstimmung verhindern zu wollen, dass die unterschiedlichen Meinungen in der Sozialdemokratischen Fraktion offensichtlich würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/freihandelsabkommen-ttip-streit-im-eu-parlament-eskaliert-13639276.html Streit über TTIP im EU-Parlament eskaliert], Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2015, zuletzt aufgerufen am 24.08. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abstimmung des Parlaments zu TTIP im Juli 2015 begrüßte das Freihandelsabkommen grundsätzlich, forderte jedoch ebenfalls, das bestehende ISDS-System zu ersetzen durch unabhängige Richter, die in öffentlicher Verhandlung entscheiden und deren Urteile von einer Berufungsinstanz geprüft werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heute.de/eu-parlament-sagt-ja-zu-freihandelsabkommen-ttip-mit-den-usa-aber-nachbesserungen-gefordert-39194940.html EU-Parlament sagt Ja zu TTIP] ZDF heute vom 08.07.2015, zuletzt aufgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedsstaaten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den 28 Mitgliedsstaaten der EU zeichnet sich in ihrer Position gegenüber ISDS ein differenziertes Bild. Die Regierungen der EU-Staaten sind grundsätzlich Befürworter des ISDS, insofern sie das Verhandlungsmandat verfasst haben, welches möglichst weitreichende Investorenschutzrechte anstrebt. Hier stellt sich allein der Staat Österreich gegen das gesamte Freihandelsprojekt TTIP&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/2000014417465/Oesterreich-Speerspitze-der-TTIP-Kritiker Österreich Speerspitze der TTIP-Kritiker] Der Standart vom 17.04.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf Ebene der Länder und Kommunen gibt es jedoch auch teilweise heftigen Widerstand. Es gibt zahlreiche Beispiele von Parlamenten, parlamentarischen Organen und (Teilen von) Regierungen, die sich gegen ISDS in TTIP und CETA aussprachen, darunter die Kommission für Europafragen der französischen Nationalversammlung (Commission des affaires européennes de l’Assemblée nationale française&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Commission-des-affaires-europ%C3%A9ennes-de-lAssembl%C3%A9e-nationale-francaise.pdf ISDS-Konsultation] Position der Assemblée national francaise, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Bayerische Staatsregierung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/bayerische-Staatsregierung.pdf ISDS-Konsultation] Position der Bayrischen Staatsregierung, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Bayerische Landtag&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Bayerischer-Landtag.pdf ISDS-Konsultation] Position des Bayrischen Landtags, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie der Österreichische Städtebund&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/%C3%96sterreichischer-St%C3%A4dtebund.pdf ISDS-Konsultation] Position des Österreichischen Städtebunds, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Interessenvertretung von 252 Kommunen in Österreich. Der Bayerische Landtag rief die Kommission insbesondere dazu auf, die durch die Konsultation gewonnenen Erkenntnisse nicht nur in den TTIP-Verhandlungen, sondern auch in den Verhandlungen zu CETA zu berücksichtigen.&lt;br /&gt;
Auch der Französische Senat möchte ISDS nicht in TTIP verankert sehen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-05/ttip-italien-ausstieg-energiecharta Französischer Senat fordert Entfernung von ISDS aus TTIP] EurActiv vom 06.02.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ebenso sieht Italien den ISDS-Mechanismus kritisch. Das Land möchte nicht verklagt werden und kündigte als erstes EU-Mitgliedsstaat den Investitionsschutzvertrag der europäischen Energiecharta &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-05/ttip-italien-ausstieg-energiecharta Investorenschutz? Nein danke!] Zeit Online vom 06.05.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch Vertreter der Bundesregierung gaben zu, dass sie ISDS kritisch sehen und eine hohe Zahl von Klagen gegen EU-Staaten befürchten: „The German government confirmed that they had a 'rigid negative opinion' of the necessity of the investment chapter itself and of ISDS provisions within it. (…) A first concern was that it might lead to litigious activity against EU member states by US investors.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.publications.parliament.uk/pa/ld201314/ldselect/ldeucom/179/17906.htm United Kingdom European Union Committee] Punkt 160/161, abgerufen am 20.08.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Investor-State-Dispute-Settlements werden in verschiedenen akademischen Disziplinen behandelt. Es wurden eine Reihe von wissenschaftlichen Studien und Folgenabschätzungen über die Auswirkungen eines TTIP mit ISDS erstellt. Eine Gruppe von über 120 WissenschaftlerInnen und ExpertInnen u. a. aus den Bereichen Handels- und Investitionsrecht, Völkerrecht, Menschenrechte, Verfassungsrecht, Privatrecht und Politische Ökonomie von renommierten Universitäten in Europa und darüber hinaus sprachen sich bei der EU-Konsultation ebenfalls gegen den Ansatz der EU, ISDS in TTIP zu verankern, aus. Sie weisen darauf hin, dass „die Investor-Staat-Klagerechte ausländischen Investoren unzulässige strukturelle Vorteile einräumt und dies zu Marktverzerrungen führt, die sich zulasten von Unternehmen im Inland auswirken.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/120-Akademiker-Experten-in-verschiedenen-Bereichen-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position von „120 academic experts“, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zivilgesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zivilgesellschaft tritt mit Geschlossenheit der Aufnahme von ISDS in die Freihandelsabkommen TTIP und CETA entgegen. Gewerkschaften, Umweltschutzorganisationen, Menschenrechts-, Datenschutz- und Verbraucherschutzverbände lehnen weitreichende Investorenschutzrechte ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewerkschaften sind sich in ihrer Ablehnung von ISDS bemerkenswert einig. Einige Gewerkschaften, wie die deutsche IG Metall&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/IG-Metall-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der IG Metall, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und der britische Gewerkschaftsdachverband Trade Union Congress (TUC)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Trade-Union-Group-of-MPs-bzw.-Trade-Union-Congress-TUC-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des Trade Union Congress, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; lehnen ISDS in jeglichen Handels- und Investitionsverträgen ab. Obwohl der Europäische Gewerkschaftsbund EGB&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/European-Trade-Union-Confederation-ETUC-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des Europäischen Gewerkschaftsbundes, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; die Bemühung der Kommission zur Verbesserung des Investitionsschutzregimes zur Kenntnis nimmt, geht er davon aus, dass „dies nicht der richtige Weg ist“ und dass vielmehr „ein neuer Anfang benötigt wird, statt sich auf die Reform des gegenwärtigen Systems zu verlassen“. Der EGB hält es außerdem für „unwahrscheinlich, dass Reformen innerhalb des Systems erschwert werden, wenn TTIP kein Investitionsschutzkapitel enthält. Ohne Investitionsschutz in der TTIP würden diese Reformen womöglich gefördert, denn das hieße, dass Investitionsschutzkapitel nicht immer die beste und einzige Lösung darstellen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Europäische Umweltbüro (EEB)&amp;lt;ref&amp;gt;http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/European-Environmental-Bureau-EEB-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des Europäischen Umweltbüros, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; „spricht sich energisch gegen den ISDS-Mechanismus im TTIP aus und verlangt von der Europäischen Kommission, darüber nicht weiter zu verhandeln“. Die Organisation European Digital Rights (EDRi), die 33 Datenschutz- und Bürgerrechtsgruppen aus 19 europäischen Ländern vereint, erklärte: „Die Kommission sollte ISDS aus jedem Handelsabkommen herausnehmen, in diesem Fall aus TTIP, da diese Bestimmungen nicht notwendig sind und zulasten von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit gehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/European-Digital-Rights-EDRi-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position von European Digital Rights, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Europäische Verbraucherverband (BEUC)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/BEUC-European-Consumer-Organisation-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des europäischen Umweltverbands, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; wies die ISDS-Bestimmungen in TTIP scharf zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Konsultation zu ISDS der EU-Kommission ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europäische Kommission stieß mit dem Plan, den ISDS-Mechanismen fest in der geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zu verankern, auf starken Widerstand und setzte daraufhin im Sommer 2014 eine öffentliche Konsultation zu diesem Thema an. Es beteiligten sich fast 150 000 Menschen an der öffentlichen Konsultation, mehr als bei jeder anderen EU-Konsultation zuvor. Eine große Mehrheit der Beiträge (mehr als 97%) lehnte ISDS in TTIP und anderen EU-Handelsabkommen wie dem bereits fertig verhandelten EU-Handelsabkommen mit Kanada (CETA) ab. &lt;br /&gt;
Im Januar veröffentlichte die Kommission die Ergebnisse der Konsultation. Darin erkennt die Kommission die „große Skepsis“ gegenüber den geplanten Unternehmensrechten in TTIP an. Allerdings stellte die EU-Kommission auch klar, dass sie in den Verhandlungen an der umstrittenen Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS) festhalten und sogar die „Reformagenda“ weiterverfolgen wird, die bereits vor der Konsultation angesetzt war. Die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström betonte, dass es sich dabei um eine Konsultation gehandelt habe, „nicht um ein Referendum&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/2015/02/investorenrechte-in-ttip-eu-kommission-stellt-sich-taub-fuer-kritische-stimmen/ Investorenrechte in TTIP: EU-Kommission stellt sich taub für kritische Stimmen] Campact-Blog vom 27.02.2015, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl die EU-Kommission diese Konsultation vor allem durch steigenden öffentlichen Druck gegen ISDS angesetzt hat, sind die Anforderungen an einen seriösen und unvoreingenommenen Konsultationsprozess nicht erfüllt, so schreibt der Investitionsrechtswissenschaftlers Gus Van Harten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-secretdeals.info/upload/2014/07/Van-Harten_Comments-id2466688.pdf EU Public consultation on investor-state arbitration in TTIP ] Kommentar von Gus van Harten, Osgoode Hall Law School of York University vom 03.07.2014, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Ich weiß von KollegInnen, die über umfassende Expertise verfügen, sich allerdings dazu entschlossen haben, nicht teilzunehmen, da die grundlegende Frage nicht gestellt wurde.“ Es drehte sich lediglich darum, wie ISDS in TTIP gestaltet sein soll, anstatt um die Frage, ob ISDS überhaupt durch TTIP eingeführt werden soll. Teilnehmende kritisierten auch, dass die Fragen sehr technisch waren und dass Beispiele für Rechtstexte nur auf Englisch und als Fragmente zur Verfügung standen. Die Kommission setzt sich in ihrem Konsultationsbericht in keinster Weise mit diesem Kritikpunkt auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ISDS-Verfahren wurde in den 50/60er Jahren erfunden und erstmals in Investitionsschutz-Abkommen zwischen Staaten angewandt. Es entstand unter post-kolonialistischen Verhältnissen zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern. Die Bundesrepublik Deutschland war damals der Hauptinitiator und schloss 1959 ein erstes Investitionsschutzabkommen mit Pakistan ab. In Folge adaptierten auch andere Industriestaaten das Konzept der Bilateral Investments Treaties (BITs). Der Rechtswissenschaftler Mattias Kumm sieht als einen Grund für die Einführung des ISDS das gleichlaufende Interesse zwischen den Kapitalgebern im Globalen Norden und den Eliten im Globalen Süden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verfassungsblog.de/an-empire-of-capital-transatlantic-investment-protection-as-the-institutionalization-of-unjustified-privilege/#.Vdc2W131GlN An Empire of Capital? Transatlantic Investment Protection as the Institutionalization of Unjustified Privilege] Artikel von Matthias Kumm vom 27.05.2015, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weltbank und der internationale Währungsfond hätten zusätzlich Druck auf die Entwicklungsländer ausgeübt, damit diese für ausländische Direkinvestitionen aus Industriestaaten attraktiv erscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich bezogen sich die Investitionsschutzabkommen auf Entwicklungsländer mit unausgereiftem Rechtssystem und sollten Sicherheit vor staatlicher Willkür bieten. In den ersten Jahrzehnten wurden nur wenige ISDS-Verfahren angestrengt. In den 1990ern schlossen viele der ehemaligen Ostblock-Staaten neue BITs und die Zahl der abgeschlossenen ISDS-Verträge wuchs rasant. Nun wurden die Investitionsschutzabkommen auch erstmal in Freihandelsabkommen eingebettet. Dadurch entstand eine neue Generation von ISDS die erstmals auch sozialstaatliche Maßnahmen als Klagegrund einschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;www.rijksoverheid.nl/bestanden/documenten-en-publicaties/rapporten/2014/06/24/the-impact-of-investor-state-dispute-settlement-isds-in-the-transatlantic-trade-and-investment-partnership/the-impact-of-investor-state-dispute-settlement-isds-in-the-transatlantic-trade-and-investment-partnership.pdf The Impact of Investor-State-Dispute Settlement (ISDS) in the Transatlantic&lt;br /&gt;
Trade and Investment Partnership] S. 15-24, Studie von Prof. Dr. Christian Tietje, Universität Halle,  vom 24.06.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Reform-Bemühungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weltweite ISDS-Architektur wird immer wieder kritisiert und zu verbessern versucht. Im Zuge des europaweiten Protests gegen TTIP und CETA wurde die Kritik an ISDS erstmals breit in der Öffentlichkeit diskutiert. Teilweise wurde diese Kritik inzwischen von der EU-Kommission und einigen nationalen Regierungen der Mitgliedstaaten aufgegriffen. Ein Reformvorschlag, der über die Verbesserung einzelner Elemente der Investitionsschiedsgerichtsbarkeit hinausgeht, ist die Einrichtung eines ständigen internationalen Investitionsgerichtshofes&amp;lt;ref&amp;gt;[http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2065706 Regulatory Chill and the Threat of Arbitration: A View from Political Science] Kyla Tienhaara, Regulatory Institutions Network, 2010, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein weitere Vorschlag ist, dass die Schiedsrichter auf Lebenszeit ernannt werden, was das Vertrauen in die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit sicherstellen soll&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/publicationslibrary/webdiaepcb2013d4_en.pdf REFORM OF INVESTOR-STATE DISPUTE SETTLEMENT: IN SEARCH OF A ROADMAP] UNCTAD, Juni 2010, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Deutschland tat sich inbesondere der Vize-Kanzler Sigmar Gabriel, SPD, hervor, indem er eine Reform der ISDS-Schiedsgerichtsverfahren forderte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-02/freihandelsabkommen-sigmar-gabriel-kompromiss-ceta Gabriel legt Kompromiss zu Ceta vor] Zeit Online vom 22.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch die Resolution des EU-Parlaments zu TTIP im Juli 2015 forderte, das bestehende ISDS-System zu ersetzen durch unabhängige Richter, die in öffentlicher Verhandlung entscheiden und deren Urteile von einer Berufungsinstanz geprüft werden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heute.de/eu-parlament-sagt-ja-zu-freihandelsabkommen-ttip-mit-den-usa-aber-nachbesserungen-gefordert-39194940.html EU-Parlament sagt Ja zu TTIP] ZDF heute vom 08.07.2015, zuletzt aufgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=ISDS&amp;diff=34239</id>
		<title>ISDS</title>
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		<updated>2015-08-26T08:47:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: DominikP verschob die Seite ISDS nach Investor-State-Dispute-Settlement&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Investor-State-Dispute-Settlement]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Investor-State-Dispute-Settlement&amp;diff=34237</id>
		<title>Investor-State-Dispute-Settlement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Investor-State-Dispute-Settlement&amp;diff=34237"/>
		<updated>2015-08-26T08:43:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: Die Seite wurde neu angelegt: „{{BoxGesetz | Name             = &amp;lt;Investor-State-Dispute-Settlement&amp;gt; | Art = völkerrechtlicher Status | Enthalten in = &amp;lt;u.a. Nafta, Vertrag über die Energiec…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxGesetz&lt;br /&gt;
| Name             = &amp;lt;Investor-State-Dispute-Settlement&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Art = völkerrechtlicher Status&lt;br /&gt;
| Enthalten in = &amp;lt;u.a. Nafta, Vertrag über die Energiecharte, TTIP, CETA&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ''Investor-State-Dispute-Settlement'' (oder auch Invetor-Staats-Klageverfahren', private Schiedsgerichte oder kurz ISDS) ist eine völkerrechtliches Instrument, das einen ausländischen Investor befähigt, einen Staat, in dem er investiert hat, zu verklagen, sofern dieser seine nach internationalem öffentlichem Recht garantierten Rechte verletzt sieht. In der Regel kommt es nach einer Klage zu einem intransparenten Schiedsverfahren vor einem internationalem Gerichtshof. Die gesetzlichen Grundlagen des ISDS befinden sich in der Regel in den Investorenschutz-Kapiteln von Freihandelsabkommen wie NAFTA, TTIP oder CETA. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kerninhalte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ISDS ist ein System von internationalen Schiedsgerichten, in denen ausländische Unternehmen Nationalstaaten verklagen können, falls deren Gesetzgebung die Gewinnerwartungen von Investoren einschränkt, d.h. deren Rediten vermindert, oder geplante Investitionen behindert werden. Alle politischen Beschlüsse, aus denen eine direkte oder indirekte Enteignung von Investoren geschlussfolgert werden kann, stellen somit potentiell eine ausreichende Grundlage für Schadensersatz-Klagen dar, bei denen auch zukünftige entgangene Gewinne geltend gemacht werden können &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tni.org/files/download/profitingfrominjustice.pdf „Profiting from injustice“] S. 13, Studie von CEO 2012, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neben direkter staatlicher Enteignung können auch Regulierungen betroffen sein,  wie Umwelt-, Arbeits- und Lebensmittelschutzstandards sowie alle Maßnahmen, die als Verstoß gegen die Handelsprinzipien des Marktzugangs oder der Nicht-Diskriminierung von ausländischen Investoren interpretiert werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Unternehmen einen Staat verklagt, so beginnt ein ISDS-Verfahren, welches meist von internationalen Schiedsgerichten betreut wird. Dazu wählen der klagende Investor sowie der beklagte Staat je einen Anwalt aus, die sich anschließend auf einen dritten Anwalt einigen. Die Entscheidung über den Fall wird letztlich von diesen Anwälten unter Ausschluss der Öffentlichkeit getroffen und in der Regel nicht veröffentlicht. Auf diese Weise sollen die Streitigkeiten ohne politische Beeinflussung beigelegt werden. Allerdings etabliert sich auf diese Weise ein internationales System gewinnorientierter Schiedsrichter, die parallel zur nationalen Justiz eigene Rechtssprechung durchführen. Zudem arbeiten die zuständigen Anwälte in der Regel für private Kanzleien, die sich auf den Investorenschutz spezialisiert haben, was zu Interessenskonflikten zugunsten einer Ausweitung der ISDS-Klage führen kann&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/06/rechtsanwaltskanzleien-die-unterschaetzten-lobbyisten/ „Rechtsanwaltskanzleien – die unterschätzten Lobbyisten“] LobbyControl-Blog, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tni.org/files/download/profitingfrominjustice.pdf „Profiting from injustice“] S. 8, Studie von CEO 2012, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die legale Basis des ISDS sind völkerrechtliche Handelsverträge zwischen zwei oder mehreren Staaten, welche den Investoren besonders weitgefasste Eigentumsrechte zubilligen. In separaten Investorenschutz-Kapiteln wird ausländischen Investoren das Privileg zuerkannt, direkt gegen einen Staat zu klagen, ohne notwendigerweise durch die nationalen gerichtlichen Instanzen gehen zu müssen. &lt;br /&gt;
Die Bundesrepublik Deutschland hat bis heute 139 Abkommen mit Schiedsgerichtssystem abgeschlossen, europaweit ist ISDS in über 1400 und weltweit über 3200 völkerrechtlichen Verträgen mit Investorenschutz-Kapitel verankert. Über 2800 dieser Abkommen sind 'Bilateral Investment Treaties' (BITs) zwischen zwei Staaten. Dazu sind viele ISDS in multilateralen Verträgen mit mehreren Staaten verankert, beispielsweise im Freihandelsabkommen NAFTA zwischen den USA, Mexiko und Kanada oder in der Energiecharta, in der 51 Staaten ihre Investitionen im Energiesektor regeln&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/PublicationsLibrary/wir2012_embargoed_en.pdf World Investment Report 2012] S. 84, United Nations, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
=== Die Schiedsgerichtshöfe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bestehenden Schiedsgerichtshöfe bieten einen Rahmen und die Struktur für ISDS-Verfahren und unterstützen die Entscheidungsfindung auf verschiedene Art und Weise. Der Schiedsspruch selbst wird jedoch nicht von ihnen vorgenommen – dazu sind ausschließlich die von den Streitparteien berufene Anwälten befähigt. An den Schiedsgerichtshöfen werden dazu u.a. bestimmte Verfahrensregeln vorgegeben, eingegangene Klagen auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft oder die Räumlichkeiten für die Verhandlungen bereitgestellt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://icsid.worldbank.org/apps/ICSIDWEB/process/Pages/Overview.aspx  Process Overview] ICSID-Website, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Mehrheit der Fälle wird bei der Weltbank am International Center for Settlement of Investment Disputes (ICSID) in Washington verhandelt &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tni.org/files/download/profitingfrominjustice.pdf „Profiting from injustice“], S. 14, Studie von CEO 2012, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
Andere häufig genutzte Schiedsgerichtshöfe sind die Internationale Handelskammer (ICC) in Paris, die Stockholmer Handelskammer (SCC) , der London Court of International Arbitration (LCIA)  und der Ständige Schiedsgerichtshof in Den Haag. Auch unabhängig von institutionalisierten Schiedsgerichten werden standardisierte Schiedsregeln benutzt, wie die  United Nations Commission on International Trade Law (UNCITRAL).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritik am ISDS-Investorenschutz blieb in Europa bis in die 2010er Jahre weitgehend unbemerkt. Das lag auch daran, dass die Zahl der Klagen insgesamt sehr niedrig war und fast ausschließlich die Länder des Globalen Südens unter den Folgen von ISDS litten, wenn sie von europäischen Unternehmen verklagt wurden. &lt;br /&gt;
Während im Jahr 1996 erst 38 Klagen vor dem ICSID verzeichnet waren - 30 Jahre nach dessen Gründung -, lag die Zahl der Fälle im Jahr 2012 schon bei knapp 600 &amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/PublicationsLibrary/wir2014_en.pdf  World Investment Report 2014] S. 124, United Nations, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch die Höhe der Schadensersatzforderung stieg stetig. &lt;br /&gt;
Im Zuge der Proteste gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA wurde das ISDS-Verfahren zu einem Hauptkritikpunkt. Erstmals könnten auch vermehrt europäische Staaten mit Schadensersatzforderungen überzogen werden. Kritiker sehen in den hohen Prozesskosten und Schadensersatzzahlungen für EU-Staaten eine Gefahr für das Allgemeinwohl&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afj.org/wp-content/uploads/2015/03/ISDS-Letter-3.11.pdf]&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus lassen sich in der öffentlichen Debatte folgende Kritikpunkte um die ISDS erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regulatoy Chill ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ISDS-Gegner sprechen vom &amp;quot;regulatory chill&amp;quot; durch den Investorenschutz - einer &amp;quot;Abkühlung&amp;quot; der politischen Regulierungstätigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2065706 Regulatory Chill and the Threat of Arbitration: A View from Political Science] Kyla Tienhaara, Regulatory Institutions Network, 2010, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Insbesondere bei der Regulierung der Wirtschaft in Sachen Umwelt- oder Arbeitnehmerschutz würden Staaten demnach auf wichtige Gesetze verzichten, weil sie hohe Kosten aufgrund von ISDS-Klagen zu befürchten hätten. Regulierungsbehörden würden die Schadensersatzklagen antizipieren, was eine zusätzliche Hürde für die Implementierung von neuen Umwelt und Sozialstandards darstellt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ttip-faktencheck-investorenschutz-unbekannte-klaeger-geheime-dokumente-1.2085316 Unbekannte Kläger, geheime Dokumente] Süddeutsche vom 12.08.2014, abgerufen am 20.08.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Attac Deutschland warnt, dass die Einführung der Sonder-Klagerechte für Unternehmen das Machtverhältnis von Staaten und Unternehmen noch weiter aus dem Gleichgewicht bringen und eine &amp;quot;disziplinierende Wirkung&amp;quot; auf Regierungen haben könnte. Die Konsequenz wäre dann &amp;quot;lieber auf Verbesserungen im Verbraucherschutz, im Sozial- oder Umweltbereich etc. verzichten, als sich mit Großkonzernen anzulegen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/Kampagnen/ttip/vorsichtFalle_flyer_druck.pdf Vorsicht Falle] Attac Deutschland Flyer, abgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritik an dem Verfahren wird von Vertretern der Mittelständischen Wirtschaft geteilt: So sagte der Präsident des Bundesverbands für mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, dass durch Schiedsgerichtsberkeit Konzerne indirekt Einfluss auf staatliche Entscheidungen nehmen könnten – und zwar zum Nachteil ihrer Mitbewerber aus dem Mittelstand &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-03/ttip-bedenken-mittelstaendische-unternehmen-interview-mario-ohoven &amp;quot;TTIP-Investorenschutz&amp;quot; Die USA und Europa brauchen keine Paralleljustiz&amp;quot;], Interview in der Südeutschen Zeitung, 30. März 2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiele für verhinderten Regulierung durch ISDS'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Beispielen wo die Androhung oder Durchführung von ISDS-Verfahren eine neue Regulierungen verhindert hat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Österreichsche Holzunternehmer Gerals Schweighofer drohte 2014 der Rumänischen Regierung offen mit eine ISDS-Klage, falls diese ein geplantes Gesetz zur Wettbewerbsregulierung verabschiedet &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Aktuelles/2015_05_18/20140922_Schweighofer_Leaked_Letter.pdf Brief von Gerald Scheighofer an den Rumänischen Präsidenten] vom 09.09.2014, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Stadt Hamburg nahm nach einer ISDS-Klage des schwedichen Energiekonzerns Vattenfall ihre neuen Umweltauflagen für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg teilweise wieder zurück. Es ist unklar, ob auch die Schadensersatzforderung über 1,4 Millarden von Hamburg gezahlt wurde &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foeeurope.org/isds Learning from bad experience] Friends of the Earth-Website, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kanada machte ein Verbot des giftigen Benzinzusatzes MMT rückgängig, nachdem eine US-Firma im Rahmen des Nafta-Abkommen geklagt hatte &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jura.uni-bonn.de/fileadmin/Fachbereich_Rechtswissenschaft/Materialien/Ethyl_Corporation_vs._Government_of_Canada.pdf Ethyl Corporation vs. Government of Canada] Uni Bonn Fachbereich Rechtswissenschaften, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indonesien schwächte Auflagen für Minenfirmen in Tropenwäldern ab &amp;lt;ref&amp;gt;[http://uk.reuters.com/article/2012/04/12/uk-churchill-indonesia-coal-idUKBRE83B0PJ20120412 Churchill Mining seeks $2 billion from Indonesia] Reuters vom 12.04.2012, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nachdem der Tabakkonzern Philip Morris Australien wegen des Verbots von Herstellerlogos auf Zigarettenschachteln verklagte, hielt Neuseeland seine Einführung neutraler Schachteln zurück, bis das Schiedsgericht in Den Haag urteilte &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.beehive.govt.nz/release/government-moves-forward-plain-packaging-tobacco-products Government moves forward with plain packaging of tobacco products] New Zealand Gouvernment vom 19.02.2013, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Mangel an Transparenz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Schlagworten wie „Schattenjustiz“ oder „Geheimgerichte“ will der TTIP-Protest insbesondere auf die Intransparenz der ISDS hinweisen. Die Kritiker befürchten, es könnte in Zukunft &amp;quot;zur Normalität werden, dass ausländische Konzerne sich Schadensersatz in Milliardenhöhe erstreiten. Vor Gerichten, die kaum jemand kennt und die während ihrer Prozesse niemand beobachten kann&amp;quot;, warnt beispielsweise ZEIT-Online&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.zeit.de/2013/50/handelsabkommen-europa-usa/komplettansicht Extrarechte für Multis] ZEIT-Online vom 16.12.2013, abgerufen am 20.08.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die Instransparenz von ISDS-Verfahren liegt darin begründet, dass Investor und Staat der Veröffentlichung von Dokumenten und Schiedsergebnis zustimmen müssen.  Die UN-Handelskonferenz schätzt, dass zuletzt etwa ein Viertel aller Entscheidungen nicht öffentlich wurden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ttip-faktencheck-investorenschutz-unbekannte-klaeger-geheime-dokumente-1.2085316 Unbekannte Kläger, geheime Dokumente] Süddeutsche vom 12.08.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem gibt es bei den ISDS-Verfahren keine Revisionsmöglichkeiten und Verpflichtungen zur Rechenschaft, wie sie in den öffentliches Justizstrukturen verankert sind. Da die Schiedsgerichte nicht öffentlich tagen, ihr Urteil unanfechtbar ist und in der Regel nicht veröffentlicht wird, fehlen sämtliche Faktoren, die die rechtsstaatliche Qualität von Justiz sichern: Transparenz, Überprüfbarkeit, Unabhängigkeit, Verantwortlichkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/transatlantisches-freihandelsabkommen-ttip-sieg-ueber-das-gesetz-1.1948221-2 Andreas Zielcke: Transatlantisches Freihandelsabkommen TTIP Sieg über das Gesetz, Süddeutsche Zeitung vom 3. Mai 2014], Webseite Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Schiedssprüche im ISDS-Vefahren sind völkerrechtlich bindend, ohne dass eine weitere Schiedsinstanz oder eine Überprüfung durch nationale Gericht vorgesehen sind. Das Fehlen einer zweiten Instanz, die mangelnde Öffentlichkeit und Unabhängigkeit der RichterInnen führen außerdem zu einer uneinheitlichen Auslegung von Investitionsschutzabkommen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kluwerarbitrationblog.com/blog/2014/05/01/appellate-structure-and-need-for-legal-certainty-in-investment-arbitration/ Appellate Structure and Need for Legal Certainty in Investment Arbitration] Kluwer Arbitration Blog vom 01.05.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Großer Interpretationsspielraum der Vetragstexte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die offen gehalten Formulierungen in den Investitionsschutz-Kapiteln werden kritisiert. Die legale Basis der ISDS-Verfahren, die völkerrechtlichen Handels- und Investitionsabkommen, enthalte in der Regel unscharfe und schwammige Definitionen der Investorenrechte. Dadurch seien uneinheitliche und willkürliche Entscheidungen der Schiedsgerichte vorprogrammiert&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/freihandel-jurist-klaus-sachs-ueber-umstrittene-schiedsgerichte-a-958300.html Freihandelsabkommen: &amp;quot;Wir brauchen Waffengleichheit von Staat und Konzernen&amp;quot;] Spiegel Onlinee vom 26.03.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um einen Staat auf Schadensersatz zu verklagen, muss ein Investor aufzeigen, durch welche politische Maßnahme es zu einer „indirekten Enteignung“ kam. Eine indirekte Enteignung liegt vor, wenn die zukünftigen „legitimen Gewinnerwartungen“ des Investors vermindert werden. Theoretisch kann deshalb gegen Verwaltungs-, Parlaments- und Gerichtsentscheidungen, die die Verminderung der Renditen von Investoren zur Folge hat, eine Schadensersatzklage erhoben werden. Die Investoren können sich damit gegen Anti-Tabak-Gesetze, Subventionskürzungen, Fracking-Moratorien, Mindestlohnvereinbarungen, Schuldenschnitte, Entzug von Bergbaukonzessionen, Annullierung von Patenten für (wirkungslose) Medikamente, Verbote von Chemikalien oder neue Steuern zu Wehr setzen. &lt;br /&gt;
Auch eine unfaire und ungerechte Behandlung oder der Mangel an Marktzugang sind ein Klagegrund für Investoren. Die schwammige Formulierung, nach der jedem Investor eine „gerechte und billige Behandlung“ zuteil werden müsse, ist besonders gefährlich, da sie breiten Raum für Interpretationen öffnet und bisher im deutschen und europäischen Recht nicht vorkommen. Subventionen aus öffentlichen Kassen und öffentliche Unternehmen können ebenso als diskriminiernde Politik verstanden werden, wie Bedarfsprüfungen und Genehmigungen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 2, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Wie weit diese Formulierungen interpretiert werden können, hängt vom jeweiligen Schiedsrichter ab. Allein er entscheidet, ob eine politische Maßnahme legitim oder diskriminieren war. Es fehlen eindeutige Auslegungen der jeweiligen Gesetzesgrundlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmen als Völkerrechtssubjekte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Investitionsschutzabkommen werden transnational agierende Konzerne zu völkerrechtlichen Subjekten aufgewertet und können sich dadurch der staatlichen Souveränität entziehen. Indem sie die nationalen Gerichtsinstanzen umgehen und direkt den Staat verklagen können, erhalten ausländische Investoren deutlich mehr Rechte und Kompetenzen als Einzelpersonen oder inländische Unternehmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/C-D/ceta-gutachten-investitionsschutz,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf Auswirkungen der Bestimmungen zum Investitionsschutz], S. 1, Studie von Stephan Schill, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Nach Auffassung einer Gruppe von Anwälten und Jura-Professoren ist die Möglichkeit zur ISDS-Klage ein &amp;quot;unfairer Vorteil&amp;quot; für multinational agierende Konzerne&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dw.de/ttip-streit-um-klageklausel/a-18320287 Freihandel TTIP: Streit um Klageklausel, Deutsche Welle, 17. März 2015], Webseite Deutsche Welle, abgerufen am 08. 04. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afj.org/wp-content/uploads/2015/03/ISDS-Letter-3.11.pdf Brief von Jura-Profession an den US-Kongress und TTIP-Verhandlungsführer Froman], zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. So erhielten die Investoren als Kläger ein Mitbestimmungsrecht bei der Auswahl der Schiedsrichter, wodurch sie anders als in den nationalen Rechtssystem das Verfahren beeinflussen können. Auch auf die Dauer des Verfahrens kann der Kläger erheblichen Einfluss nehmen. Zudem ermöglicht ein Schiedsspruch die Vollstreckung in allen 158 ICSID-Vertragsstaaten, was die Chancen der Kläger erhöht, ihre Forderungen durchzusetzen. Entscheidend ist, dass das Konzept der indirekten Enteignung beispielsweise im deutschen Recht gar nicht vorkommt, d.h. vor einem internationalen Schiedsgericht haben Investoren sehr viel umfassendere Klagemöglichkeiten als vor einem deutschen Gericht. Von diesen Vorteilen profitieren vor allem große internationale Konzerne, wie eine Studie aus Kanada aufzeigt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ttip-private-schiedsverfahren-nutzen-nur-den-grossen-konzernen-1.2426013 Private Schiedsverfahren nutzen nur den großen Konzernen, Süddeutsche Zeitung, 08. April 2015], abgerufen am 14.04.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gesetzgeber wird damit rechtlichen Bindung unterworfen, die vom deutschen Verfassungs- und Staatshaftungsrecht sowie vom Unionsrecht unabhängig sind. Dabei ist unklar, wie sich die exzessiven Eigentumsrechte aus den Investorenschutzabkommen zu anderen völkerrechtlichen Verpflichtungen eines Staates verhalten. Grundsätzlich sind die Schiedsgerichte keiner Menschenrechtscharta, keinem Gesetz, keinem Allgemeinwohl verpflichtet, sie müssen lediglich die Anwendung des jeweiligen Investitionsvertrages sicherstellen. Deshalb geraten ISDS-Schiedssprüche immer wieder in Widerspruch zum EU-Recht. Ein Beispiel: Muss ein Mitgliedstaat eine Beihilfe zurückfordern, weil sie gegen Europarecht verstößt, kann ein Investitionsschiedsgericht ihn deshalb zur Zahlung von Schadensersatz verurteilen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-04/private-schiedsgerichte-verfahren-ttip-deutschland-europa-aerger Verrückt, verrückter, Moorburg] Zeit Online vom 02.04.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dazu gibt es bereits mehrere Schiedssprüche. Dann bekäme das klagende Unternehmen die Beihilfe am Ende doch, nur eben in Form eines Schadensersatzes und nicht als direkte Beihilfe. Damit würde EU-Recht gebrochen – ein Recht, zu dem sich alle EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet haben und das deshalb für alle gleichermaßen gelten muss&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 4, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
In dem Zusammenhang wird auch kritisiert, dass nur Investoren, nicht aber Staaten, Investitionsschiedsverfahren anstoßen können. Staaten können Unternehmen nicht im Rahmen von ISDS-Verfahren verklagen, wenn diese z.B. gegen Umweltauflagen verstoßen oder Arbeitsschutzmaßnahmen unterlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Treaty Shopping ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Investitionsschutzabkommen verwenden eine breite Definition der Nationalität geschützter Investoren. Das ermöglicht Unternehmen durch Gründung einer Tochter in einem der Vertragsstaaten, Ansprüche aus einem Investitionsschutzabkommen geltend zu machen, obwohl das Unternehmen eigentlich aus einem anderen Land ohne oder mit einem weniger günstigen Abkommen mit dem Gastgeberstaat kommt. Dazu kann unter Umständen schon eine reine Briefkastenfirma genügen – dieser Umstand wird kritisch als 'Treaty Shopping bezeichnet'&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.harvardilj.org/wp-content/uploads/2010/10/HILJ-Online_52_Wells1.pdf The Emerging Global Regime for Investment: A Response], S. 44/49, HARVARD INTERNATIONAL LAW JOURNAL , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Treaty Shopping kann es Investoren auch ermöglichen, gegenüber ihrem eigenen Herkunftsstaat Investitionsschutzansprüche geltend zu machen. Nicht nur ausländische Unternehmen, sondern auch Unternehmen, welche ihr Hauptgeschäft im Inland betreiben, können ihren Staat verklagen, wenn sie eine ausländische Dependance einrichten in einem Staat, welcher mit dem Heimat-Staat einen Investorenschutzabkommen abgeschlossen hat. Zuletzt nutzte die Julius Meinl Bank aus Österreich diese Gesetzeslücke um den Staat Österreich zu verklagen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/klage-der-meinl-bank-zeigt-absurditaet-der-schiedsgerichtsbarkeit/ Klage der Meinl Bank zeigt Absurdität der Schiedsgerichtsbarkeit] LobbyControl-Blogeintrag vom 12.08.2015 , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mangelnde Unabhängigkeit der Richter ===&lt;br /&gt;
Dadurch, dass die jeweils mit gewählten Schiedsrichter nicht öffentlich berufen werden, befürchten Kritiker einen Mangel an Unabhängigkeit und Interessenskonflikte. Anders als staatliche Richter werden die Schiedsrichter, die in Investitionsschiedsverfahren tätig werden, nicht öffentlich auf Lebenszeit berufen. Weil es bei ISDS keine Möglichkeit der Berufung gibt, sind die Entscheidungen der privaten Anwälte nicht überprüfbar. Zudem erhalten sie für ihre Tätigkeit als ISDS-Richter hohe Honorare, weswegen sie und ihre Kanzleien ein Interesse daran haben, dass möglichst viele Verfahren stattfinden. Das wiederum erreichen sie am besten durch investorenfreundliche Urteile, weil nur Investoren ISDS-Verfahren beantragen können, Staaten nicht. Das Problem wird dadurch verschärft, dass Schiedsrichter häufig auch als Parteivertreter in Investitionsschiedsverfahren tätig sind und so von einem generellen Wachstum der Investitionsschiedsgerichtsbarkeit doppelt profitieren. Dadurch ist eine Grupper global agierender Anwaltskanzleien entstanden, die ein großes Interesse an der Vervielfachungder Klagen haben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 3, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem üben die in ISDS-Verfahren beteiligten Kanzleien auch Lobbydruck auf die Politik aus. Im Juli 2014 gründeten mehrere international tätige Kanzleien die European Federation for Investment Law and Arbitration (EFILA), einen „Thinktank“, der eine Plattform für eine „objektive Debatte“ zum Thema internationaler Investitionsschutz bieten soll. Die EFILA besteht überwiegend aus Anwaltskanzleien, die in den internationalen Schiedsgerichtsverfahren tätig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/06/rechtsanwaltskanzleien-die-unterschaetzten-lobbyisten/ Rechtsanwaltskanzleien – die unterschätzten Lobbyisten] LobbyControl-Blogeintrag vom 23.06.2015 , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verfassungswiedrigkeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung einzelner Rechtswissenschaftler verstoßen die ISDS-Verfahren gegen das deutsche Grundgesetz. So haben u.a. der frühere Verfassungsrichter Siegfried Broß&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boeckler.de/impuls_2015_01_gesamt.pdf Verfassungswidrige&lt;br /&gt;
Schiedsgerichte] Hans-Böckler-Stiftung, Impuls 01/2015 vom 22.01.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Prof. Dr. Axel Flessner&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/isds-faq.pdf Warum sind Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) gefährlich?], S. 4, Studie von Mehr Demokratie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; die zentralen Argumente skizziert: Fremde Richter würden über das Handeln des deutschen Staates urteilen und die Rechtsprechung würde von deutschen Gerichten weg auf andere, nicht-ordentliche und nicht an deutsches Recht gebundene Stellen ausgelagert. Für Inländer, die nicht vor den Schiedsgerichten klagen können, gelte fortan anderes Recht als für Ausländer. Das deutsche Verfassungsrecht besagt auch, dass Privatpersonen und private Institutionen wie Unternehmen nur mittelbar über den jeweiligen Heimatstaat am Völkerrechtsverkehr beteiligt oder betroffen sein können. Klagen von Unternehmen vor privaten Schiedsgerichten gegen Staaten passen nicht in dieses System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Rechtsgutachten für Attac stellen Johan Horst und Andreas Fischer-Lescano ähnliche Probleme mit Bezug auf das EU-Recht heraus. Die Einführung von Investor-Staats-Schiedsgerichten könnten zu EU-Recht in Widerspruch geraten. Sie verletzen das Unionsrecht (Art. 19 EUV iVm Art. 263 ff. AEUV) und das im Grundgesetz verankerte richterliche Rechtsprechungsmonopol (Art. 92 GG).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/CETA-Rechtsgutachten.pdf Europa- und verfassungrechtliche Vorgaben für das Comprehensive Economic and Trade Agreement der EU und Kanada (CETA)], Zentrum für europäische Rechtspolitik (ZERP) , zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Argumente der Befürworter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Befürworter sehen die ISDS-Verfahren als eine Maßnahme, mit der Direktinvestitionen aus dem Ausland gefördert und Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze geschaffen würden. Wenn die Immunität des Staates aufgehoben und ein möglichst effektiver Rechtsschutz vor vermeintlich willkürlichen Politikakteuren installiert sei, dann steige das Vertrauen und die Sicherheit für Investoren. Schadensersatzforderungen werden von den Befürwortern als legitime Verteidigung der Eigentumsrechte angesehen. Mögliche demokratietheoretische Probleme werden nicht akzeptiert, sondern es wird darauf verwiesen, dass sich die Staaten freiwillig der Investitionsschiedsgerichtsbarkeit unterworfen haben – ihre Souveränität sei damit nicht betroffen. Dass getroffene Vereinbarungen und unterschriebene Verträge den zukünftigen Handlungsspielraum einschränken, sei eine wesentliche Eigenschaft von Rechtsstaaten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://borris-legal.com/fileadmin/download/dokumente/TTIP_Stellungnahme_11.09.2014.pdf Zur Diskussion über die Streiterledigung durch internationale Schiedsgerichte] Stellungnahme der Kanzlei Borris Hennecke Kneisel vom 11.09.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
ISDS-Kritiker dagegen bestreiten, dass  die vorgesehenen Schiedsgerichte in der EU zu nennenswerten positiven Effekten - wie höheren Investitionen aus den USA – führen, wie eine Studie des Center for European Policy Studies im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse des Investorenschutzes feststellt&amp;lt;ref&amp;gt; http://www.ceps.eu/publications/transatlantic-investment-treaty-protectionTransatlantic Investment Treaty Protection] Centre for European Policy Studies vom 12.03.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bisherige Schiedsverfahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht über vergangene Schiedsverfahren findet sich auf der Website von Unctad [http://unctad.org/en/Pages/DIAE/ISDS.aspx?&amp;amp;View={FC8B9ABA-CF09-4491-89D1-99DE23534CA1}&amp;amp;FilterField1=Year2&amp;amp;FilterValue1=8_2014]. &lt;br /&gt;
Einige ausgewählte Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vattenfall vs. Deutschland - Das schwedische Energieunternehmen Vattenfall hat im April 2009 vor einem ICSID-Schiedsgericht Klage wegen Umweltauflagen der Stadt Hamburg eingereicht, die dem Unternehmen im Zuge der Genehmigung zur Errichtung des Kohlekraftwerks Moorburg gemacht wurden. Das Verfahren endete ohne Schiedsspruch durch einen Vergleich – die Umweltauflagen wurde zurückgezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,714030,00.html Klage um Kraftwerk Moorburg: Bundesregierung und Vattenfall einigen sich] Spiegel Online vom 23.08.2010, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Cargill vs. Mexiko - Das US-Unternehmen Cargill verklagte 2009 Mexiko wegen mexikanischen Einfuhrbeschränkungen für Maissirup. Das Verfahren wurde nach Erlass eines Schiedsspruchs über 77 Millionen US-Dollar im Jahr 2013 beigelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reuters.com/article/2013/02/21/us-cargill-mexico-idUSBRE91K1GB20130221 Cargill settles NAFTA dispute with Mexico] Reuters vom 21.02.2013, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Occidental Patroleum vs. Ecuador - Im Oktober 2012 erließ ein ICSID-Tribunal einen Schiedsspruch, der Ecuador zur Zahlung von 2,3 Milliarden US-Dollar an Occidental Petroleum verpflichtete. Ecuador hatte einen Vertrag mit dem Ölunternehmen gekündigt, nachdem dieses unter Verstoß gegen ecuadorianisches Recht seine Rechte an einem Ölfeld an ein anderes Unternehmen übertragen hatte. Das Tribunal erklärte die Kündigung für unverhältnismäßig und damit für eine Verletzung des Anspruchs von Investoren auf einen fairen und gerechten Umgang (&amp;quot;fair and equitable treatment&amp;quot;) aus dem US-Ecuador-Investitionsschutzabkommen. Es handelte sich um den bis dahin höchsten Schiedsspruch in der Geschichte der ICSID.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kluwerarbitrationblog.com/blog/2012/12/19/icsids-largest-award-in-history-an-overview-of-occidental-petroleum-corporation-v-the-republic-of-ecuador/ ICSID’s Largest Award in History: An Overview of Occidental Petroleum Corporation v the Republic of Ecuador] Kluwer Arbitration Blog vom 19.12.2012, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eli Lilly vs. Kanada - Der US-Pharmakonzern Eli Lilly verklagte im Jahr 2013 Kanada auf Zahlung von 500 Millionen US-Dollar, weil ein kanadisches Gericht zwei seiner Patente für ungültig erklärt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cbc.ca/news/business/eli-lilly-files-500m-nafta-suit-against-canada-over-drug-patents-1.1829854 Eli Lilly files $500M NAFTA suit against Canada over drug patents] CBC News vom 13.09.2013, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*ExxonMobil vs. Venezuela – Ein ICSID-Schiedsgericht verurteilte Venezuela im Oktober 2014 zur Zahlung von 1,6 Milliarden Dollar an ExxonMobil als Ausgleich für entgangene Gewinne durch die Verstaatlichung des Förderprojektes &amp;quot;Cerro Negro&amp;quot;. Venezuela hatte zuvor 900 Millionen für die Verstaatlichung gezahlt, was das Schiedsgericht für zu wenig befand. ExxonMobil hatte über 10 Milliarden US-Dollar gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/entscheidung-eines-weltbank-schiedsgerichts-venezuela-muss-milliarden-dollar-an-exxon-zahlen-1.2167633 Venezuela muss 1,6 Milliarden Dollar an Exxon zahlen ] Süddeutsche vom 10.10.2014, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Statistik über Gewinnquoten'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen bisher entschiedenen Fällen musste der verklagte Staat in 57 Prozent Schadensersatz zahlen – in 31 Prozent aller ISDS-Klagen wurde der Schadensersatzforderung des Investors stattgegeben und in 26 Prozent kam es zu einer Einigung beider Parteien&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/PublicationsLibrary/wir2014_en.pdf  World Investment Report 2014] S. 126, United Nations, zuletzt aufgerufen am 18.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch wenn es zu einer Einigung zwischen Staat und Investor kommt, sind diese in der Regel mit Kosten für den Staat verbunden oder die beklagte Regulierungsmaßnahme wird zurückgezogen (siehe Regulatory Chill).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== aktuelle Schiedsverfahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vattenfall vs. Deutschland - 2012 klagte Vattenfall erneut vor einem ICSID-Schiedsgericht auf 3,7 Milliarden Euro Schadensersatz für unnütze Aufwendungen und entgangenen Gewinn durch den deutschen Atomausstieg. Die zu entscheidende Frage ist, ob Deutschland das Gebot des „Fair and Equitable Treatment“ des Energiecharta-Vertrages verletzt hat, indem die deutsche Regierung den Atomkonsens aufgekündigt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fr-online.de/wirtschaft/vattenfall-15-juristen-gegen-die-demokratie,1472780,22189216.html 15 Juristen gegen die Demokratie] Frankfurter Rundschau vom 23.03.2013, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Meinl Bank vs. Österreich - Die österreichische Meinl Bank verklagt die Republik Österreich über eine maltesische Briefkastentochterfirma vor einem internationalen Schiedsgericht, weil sie die polizeilichen Untersuchungen wegen Untreue, Betrug oder Steuerhinterziehung als geschäftsschädigend und indirekt als Enteigung betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/08/klage-der-meinl-bank-zeigt-absurditaet-der-schiedsgerichtsbarkeit/ Klage der Meinl Bank zeigt Absurdität der Schiedsgerichtsbarkeit] LobbyControl-Blogeintrag vom 12.08.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standpunkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenvertreter der Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten europäischen Industrie- und Wirtschaftsverbände unterstützen die Einführung von ISDS durch die  Freihandelsabkommen TTIP und CETA&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/sections/trade-society/Lying%20to%20get%20ISDS%20through%20the%20European%20Parliament-315199 Lying to get ISDS through the European Parliament] Euractiv vom 08.06.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Große Verbände wie Buiseness Europe oder die US Chamber of Commerce sind damit einverstanden, den ISDS-Mechnismus zu reformieren, beispielsweise durch mehr Transparenz und zügigere Verfahren, wollen aber den problematischen Kern des ISDS unberührt lassen. Häufig verweisen die Interessenvertreter der größeren Unternehmen darauf, dass es ISDS schon heute in verschiedenen Abkommen gibt, dass es daher nichts neues sei und die Warnungen davor übertrieben seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine- und mittlere Unternehmen positionieren sich dagegen anders zu ISDS. Für den Bundesverband mittelständischer Wirtschaft gilt ISDS in TTIP und CETA als „überflüssig“ und „strikt abzulehnen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Bundesverband-mittelsta%CC%88ndische-Wirtschaft-BVMW-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des BVMW, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Die geplanten Regelungen benachteiligten die mittelständische Wirtschaft, hebeln die Rechtsstaatlichkeit aus und gehen so zu Lasten der Mitgliedsstaaten der EU.“ Der französische Verband der Telekommunikationsbetreiber Fédération Française des Télécoms, in dem u.a. SFR, Orange, Bouygues Telecom und Verizon vertreten sind, ließ gegenüber der Kommission verlauten, dass „es keine klare Notwendigkeit für einen Mechanismus zum Schutz von Investitionen französischer und europäischer Unternehmen gibt“ und dass „die nationalen Rechtsmittel bevorzugt werden sollen, wohingegen die internationale Schiedsgerichtsbarkeit das Recht der Europäischen Union und der Mitgliedstaaten auf Regulierung einschränkt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Federation-Francaise-de-Te%CC%81le%CC%81coms-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der Fédération Française des Télécoms, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Attac hat in einer Studie herausgestellt, dass kleine und mittlere Unternehmen bei ISDS gegenüber großen Unternehmen benachteiligt werden: „Bei durchschnittlichen Verfahrenskosten von sechs bis acht Millionen Euro schüfe die Einrichtung von ISDS-Schiedsstellen unter der Ägide der TTIP ein Zweiklassenrecht. Begünstigt werden dabei Konzerne, die über die strategischen, personellen und finanziellen Mittel verfügen, solche nicht-öffentlichen Schiedsgerichte anzurufen. KMU würden einseitig durch diese Regelung betroffen und hätten gravierende Wettbewerbsnachteile zu erwarten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/Kampagnen/ttip/Auswertung_TTIP-KMU_Attac.pdf Was bedeutet TTIP für kleinere und mittlere Unternehmen?] Attac-Studie, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch die öffentlichen Unternehmen sehen ISDS kritisch. Für die deutschen Rundfunkanstalten ARD und ZDF beispielsweise ist ISDS in TTIP „keine Option“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/ARD-ZDF-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der europäische Verband der öffentlichen Wasserunternehmen Aqua Publica Europea geht davon aus, dass „der Rückgriff auf den ISDS-Mechanismus die Investitionsströme zwischen den USA und der EU nicht intensivieren wird, dadurch diskriminierende Bedingungen für Unternehmen im Inland geschaffen werden könnten und, vor allem, der staatliche Handlungsspielraum hinsichtlich der Bereitstellung von öffentlichen Dienstleistungen eingeschränkt werden kann“.&amp;lt;ref&amp;gt;http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Aqua-Publica-Europea-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der Aqua Publica Europea, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Kommission ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU-Kommission setzt sich für die Aufnahme des ISDS-Mechnismus in CETA und TTIP ein und befürwortet ISDS in der europäischen Debatte um die Freihandelsabkommen. Gleichwohl zeigt sie sich offen für eine ISDS-Reform angesichts der vebreiteten zivilgesellschaftlichen Kritik an den weitereichenden Investorenrechten. Laut Verhandlungsmandat soll die EU-Kommission „das höchstmögliche Maß an Rechtsschutz und -sicherheit für europäische Investoren in den USA vor[zu]sehen“ - „Das Investitionsschutzkapitel des Abkommens sollte, unter Einschluss der Rechte des geistigen Eigentums, ein breites Spektrum von Investoren und ihre Investitionen abdecken, und zwar unabhängig davon, ob die Investitionen vor oder nach dem Inkrafttreten des Abkommens getätigt werden“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-11103-2013-DCL-1/de/pdf TTIP-Verhandlungsmandat] Punkt 23, EU Kommission, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Parlament ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die heftigen Proteste gegen TTIP/CETA und insbesondere gegen die ISDS-Schiedsgerichte ist das Thema auch im Europäischen Parlament umstritten. Während die Fraktion der EVP und der ALDE die Bemühungen um ISDS unterstützen, sind die Europäischen Grünen und Linken mehrheitlich gegen ein ISDS-Abkommen im Rahmen von TTIP/CETA. Die Fraktion der Sozialdemokraten, S&amp;amp;D, nimmt in dieser Frage eine wechselhafte Position ein - teilweise befürwortet sie eine Reform des ISDS, teilweise lehnt sie den ISDS-Mechanismus aber auch gänzlich ab. Derzeit ist nicht abzusehen, ob die Gegner der Schiedsgerichte sich in der S&amp;amp;D-Fraktion durchsetzen können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.donaukurier.de/nachrichten/topnews/Bruessel-ttip-EU-Parlament-streitet-ueber-TTIP;art154776,3062069 EU-Parlament streitet über TTIP], Donaukurier, 8. Juni 2015, zuletzt aufgerufen am 8.6.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies führte dazu, dass eine Abstimmung über eine unverbindliche Stellungnahme des EU-Parlements in einer heftigen Debatte verschoben wurde. Parlamentspräsident Martin Schulz bediente sich dazu eines Verfahrenstricks. Gegner des Abkommens warfen ihm vor, mit der Verschiebung der Abstimmung verhindern zu wollen, dass die unterschiedlichen Meinungen in der Sozialdemokratischen Fraktion offensichtlich würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/freihandelsabkommen-ttip-streit-im-eu-parlament-eskaliert-13639276.html Streit über TTIP im EU-Parlament eskaliert], Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2015, zuletzt aufgerufen am 24.08. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abstimmung des Parlaments zu TTIP im Juli 2015 begrüßte das Freihandelsabkommen grundsätzlich, forderte jedoch ebenfalls, das bestehende ISDS-System zu ersetzen durch unabhängige Richter, die in öffentlicher Verhandlung entscheiden und deren Urteile von einer Berufungsinstanz geprüft werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heute.de/eu-parlament-sagt-ja-zu-freihandelsabkommen-ttip-mit-den-usa-aber-nachbesserungen-gefordert-39194940.html EU-Parlament sagt Ja zu TTIP] ZDF heute vom 08.07.2015, zuletzt aufgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedsstaaten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den 28 Mitgliedsstaaten der EU zeichnet sich in ihrer Position gegenüber ISDS ein differenziertes Bild. Die Regierungen der EU-Staaten sind grundsätzlich Befürworter des ISDS, insofern sie das Verhandlungsmandat verfasst haben, welches möglichst weitreichende Investorenschutzrechte anstrebt. Hier stellt sich allein der Staat Österreich gegen das gesamte Freihandelsprojekt TTIP&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/2000014417465/Oesterreich-Speerspitze-der-TTIP-Kritiker Österreich Speerspitze der TTIP-Kritiker] Der Standart vom 17.04.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf Ebene der Länder und Kommunen gibt es jedoch auch teilweise heftigen Widerstand. Es gibt zahlreiche Beispiele von Parlamenten, parlamentarischen Organen und (Teilen von) Regierungen, die sich gegen ISDS in TTIP und CETA aussprachen, darunter die Kommission für Europafragen der französischen Nationalversammlung (Commission des affaires européennes de l’Assemblée nationale française&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Commission-des-affaires-europ%C3%A9ennes-de-lAssembl%C3%A9e-nationale-francaise.pdf ISDS-Konsultation] Position der Assemblée national francaise, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Bayerische Staatsregierung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/bayerische-Staatsregierung.pdf ISDS-Konsultation] Position der Bayrischen Staatsregierung, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Bayerische Landtag&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Bayerischer-Landtag.pdf ISDS-Konsultation] Position des Bayrischen Landtags, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie der Österreichische Städtebund&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/%C3%96sterreichischer-St%C3%A4dtebund.pdf ISDS-Konsultation] Position des Österreichischen Städtebunds, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Interessenvertretung von 252 Kommunen in Österreich. Der Bayerische Landtag rief die Kommission insbesondere dazu auf, die durch die Konsultation gewonnenen Erkenntnisse nicht nur in den TTIP-Verhandlungen, sondern auch in den Verhandlungen zu CETA zu berücksichtigen.&lt;br /&gt;
Auch der Französische Senat möchte ISDS nicht in TTIP verankert sehen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-05/ttip-italien-ausstieg-energiecharta Französischer Senat fordert Entfernung von ISDS aus TTIP] EurActiv vom 06.02.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ebenso sieht Italien den ISDS-Mechanismus kritisch. Das Land möchte nicht verklagt werden und kündigte als erstes EU-Mitgliedsstaat den Investitionsschutzvertrag der europäischen Energiecharta &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-05/ttip-italien-ausstieg-energiecharta Investorenschutz? Nein danke!] Zeit Online vom 06.05.2015, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch Vertreter der Bundesregierung gaben zu, dass sie ISDS kritisch sehen und eine hohe Zahl von Klagen gegen EU-Staaten befürchten: „The German government confirmed that they had a 'rigid negative opinion' of the necessity of the investment chapter itself and of ISDS provisions within it. (…) A first concern was that it might lead to litigious activity against EU member states by US investors.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.publications.parliament.uk/pa/ld201314/ldselect/ldeucom/179/17906.htm United Kingdom European Union Committee] Punkt 160/161, abgerufen am 20.08.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Investor-State-Dispute-Settlements werden in verschiedenen akademischen Disziplinen behandelt. Es wurden eine Reihe von wissenschaftlichen Studien und Folgenabschätzungen über die Auswirkungen eines TTIP mit ISDS erstellt. Eine Gruppe von über 120 WissenschaftlerInnen und ExpertInnen u. a. aus den Bereichen Handels- und Investitionsrecht, Völkerrecht, Menschenrechte, Verfassungsrecht, Privatrecht und Politische Ökonomie von renommierten Universitäten in Europa und darüber hinaus sprachen sich bei der EU-Konsultation ebenfalls gegen den Ansatz der EU, ISDS in TTIP zu verankern, aus. Sie weisen darauf hin, dass „die Investor-Staat-Klagerechte ausländischen Investoren unzulässige strukturelle Vorteile einräumt und dies zu Marktverzerrungen führt, die sich zulasten von Unternehmen im Inland auswirken.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/120-Akademiker-Experten-in-verschiedenen-Bereichen-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position von „120 academic experts“, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zivilgesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zivilgesellschaft tritt mit Geschlossenheit der Aufnahme von ISDS in die Freihandelsabkommen TTIP und CETA entgegen. Gewerkschaften, Umweltschutzorganisationen, Menschenrechts-, Datenschutz- und Verbraucherschutzverbände lehnen weitreichende Investorenschutzrechte ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewerkschaften sind sich in ihrer Ablehnung von ISDS bemerkenswert einig. Einige Gewerkschaften, wie die deutsche IG Metall&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/IG-Metall-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position der IG Metall, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und der britische Gewerkschaftsdachverband Trade Union Congress (TUC)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/Trade-Union-Group-of-MPs-bzw.-Trade-Union-Congress-TUC-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des Trade Union Congress, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; lehnen ISDS in jeglichen Handels- und Investitionsverträgen ab. Obwohl der Europäische Gewerkschaftsbund EGB&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/European-Trade-Union-Confederation-ETUC-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des Europäischen Gewerkschaftsbundes, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; die Bemühung der Kommission zur Verbesserung des Investitionsschutzregimes zur Kenntnis nimmt, geht er davon aus, dass „dies nicht der richtige Weg ist“ und dass vielmehr „ein neuer Anfang benötigt wird, statt sich auf die Reform des gegenwärtigen Systems zu verlassen“. Der EGB hält es außerdem für „unwahrscheinlich, dass Reformen innerhalb des Systems erschwert werden, wenn TTIP kein Investitionsschutzkapitel enthält. Ohne Investitionsschutz in der TTIP würden diese Reformen womöglich gefördert, denn das hieße, dass Investitionsschutzkapitel nicht immer die beste und einzige Lösung darstellen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Europäische Umweltbüro (EEB)&amp;lt;ref&amp;gt;http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/European-Environmental-Bureau-EEB-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des Europäischen Umweltbüros, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; „spricht sich energisch gegen den ISDS-Mechanismus im TTIP aus und verlangt von der Europäischen Kommission, darüber nicht weiter zu verhandeln“. Die Organisation European Digital Rights (EDRi), die 33 Datenschutz- und Bürgerrechtsgruppen aus 19 europäischen Ländern vereint, erklärte: „Die Kommission sollte ISDS aus jedem Handelsabkommen herausnehmen, in diesem Fall aus TTIP, da diese Bestimmungen nicht notwendig sind und zulasten von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit gehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/European-Digital-Rights-EDRi-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position von European Digital Rights, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Europäische Verbraucherverband (BEUC)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/02/BEUC-European-Consumer-Organisation-Konsultationsbeantwortung.pdf ISDS-Konsultation] Position des europäischen Umweltverbands, zuletzt aufgerufen am 21.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; wies die ISDS-Bestimmungen in TTIP scharf zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Konsultation zu ISDS der EU-Kommission ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europäische Kommission stieß mit dem Plan, den ISDS-Mechanismen fest in der geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zu verankern, auf starken Widerstand und setzte daraufhin im Sommer 2014 eine öffentliche Konsultation zu diesem Thema an. Es beteiligten sich fast 150 000 Menschen an der öffentlichen Konsultation, mehr als bei jeder anderen EU-Konsultation zuvor. Eine große Mehrheit der Beiträge (mehr als 97%) lehnte ISDS in TTIP und anderen EU-Handelsabkommen wie dem bereits fertig verhandelten EU-Handelsabkommen mit Kanada (CETA) ab. &lt;br /&gt;
Im Januar veröffentlichte die Kommission die Ergebnisse der Konsultation. Darin erkennt die Kommission die „große Skepsis“ gegenüber den geplanten Unternehmensrechten in TTIP an. Allerdings stellte die EU-Kommission auch klar, dass sie in den Verhandlungen an der umstrittenen Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS) festhalten und sogar die „Reformagenda“ weiterverfolgen wird, die bereits vor der Konsultation angesetzt war. Die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström betonte, dass es sich dabei um eine Konsultation gehandelt habe, „nicht um ein Referendum&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.campact.de/2015/02/investorenrechte-in-ttip-eu-kommission-stellt-sich-taub-fuer-kritische-stimmen/ Investorenrechte in TTIP: EU-Kommission stellt sich taub für kritische Stimmen] Campact-Blog vom 27.02.2015, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl die EU-Kommission diese Konsultation vor allem durch steigenden öffentlichen Druck gegen ISDS angesetzt hat, sind die Anforderungen an einen seriösen und unvoreingenommenen Konsultationsprozess nicht erfüllt, so schreibt der Investitionsrechtswissenschaftlers Gus Van Harten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-secretdeals.info/upload/2014/07/Van-Harten_Comments-id2466688.pdf EU Public consultation on investor-state arbitration in TTIP ] Kommentar von Gus van Harten, Osgoode Hall Law School of York University vom 03.07.2014, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Ich weiß von KollegInnen, die über umfassende Expertise verfügen, sich allerdings dazu entschlossen haben, nicht teilzunehmen, da die grundlegende Frage nicht gestellt wurde.“ Es drehte sich lediglich darum, wie ISDS in TTIP gestaltet sein soll, anstatt um die Frage, ob ISDS überhaupt durch TTIP eingeführt werden soll. Teilnehmende kritisierten auch, dass die Fragen sehr technisch waren und dass Beispiele für Rechtstexte nur auf Englisch und als Fragmente zur Verfügung standen. Die Kommission setzt sich in ihrem Konsultationsbericht in keinster Weise mit diesem Kritikpunkt auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ISDS-Verfahren wurde in den 50/60er Jahren erfunden und erstmals in Investitionsschutz-Abkommen zwischen Staaten angewandt. Es entstand unter post-kolonialistischen Verhältnissen zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern. Die Bundesrepublik Deutschland war damals der Hauptinitiator und schloss 1959 ein erstes Investitionsschutzabkommen mit Pakistan ab. In Folge adaptierten auch andere Industriestaaten das Konzept der Bilateral Investments Treaties (BITs). Der Rechtswissenschaftler Mattias Kumm sieht als einen Grund für die Einführung des ISDS das gleichlaufende Interesse zwischen den Kapitalgebern im Globalen Norden und den Eliten im Globalen Süden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verfassungsblog.de/an-empire-of-capital-transatlantic-investment-protection-as-the-institutionalization-of-unjustified-privilege/#.Vdc2W131GlN An Empire of Capital? Transatlantic Investment Protection as the Institutionalization of Unjustified Privilege] Artikel von Matthias Kumm vom 27.05.2015, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weltbank und der internationale Währungsfond hätten zusätzlich Druck auf die Entwicklungsländer ausgeübt, damit diese für ausländische Direkinvestitionen aus Industriestaaten attraktiv erscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich bezogen sich die Investitionsschutzabkommen auf Entwicklungsländer mit unausgereiftem Rechtssystem und sollten Sicherheit vor staatlicher Willkür bieten. In den ersten Jahrzehnten wurden nur wenige ISDS-Verfahren angestrengt. In den 1990ern schlossen viele der ehemaligen Ostblock-Staaten neue BITs und die Zahl der abgeschlossenen ISDS-Verträge wuchs rasant. Nun wurden die Investitionsschutzabkommen auch erstmal in Freihandelsabkommen eingebettet. Dadurch entstand eine neue Generation von ISDS die erstmals auch sozialstaatliche Maßnahmen als Klagegrund einschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;www.rijksoverheid.nl/bestanden/documenten-en-publicaties/rapporten/2014/06/24/the-impact-of-investor-state-dispute-settlement-isds-in-the-transatlantic-trade-and-investment-partnership/the-impact-of-investor-state-dispute-settlement-isds-in-the-transatlantic-trade-and-investment-partnership.pdf The Impact of Investor-State-Dispute Settlement (ISDS) in the Transatlantic&lt;br /&gt;
Trade and Investment Partnership] S. 15-24, Studie von Prof. Dr. Christian Tietje, Universität Halle,  vom 24.06.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Reform-Bemühungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weltweite ISDS-Architektur wird immer wieder kritisiert und zu verbessern versucht. Im Zuge des europaweiten Protests gegen TTIP und CETA wurde die Kritik an ISDS erstmals breit in der Öffentlichkeit diskutiert. Teilweise wurde diese Kritik inzwischen von der EU-Kommission und einigen nationalen Regierungen der Mitgliedstaaten aufgegriffen. Ein Reformvorschlag, der über die Verbesserung einzelner Elemente der Investitionsschiedsgerichtsbarkeit hinausgeht, ist die Einrichtung eines ständigen internationalen Investitionsgerichtshofes&amp;lt;ref&amp;gt;[http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2065706 Regulatory Chill and the Threat of Arbitration: A View from Political Science] Kyla Tienhaara, Regulatory Institutions Network, 2010, abgerufen am 20.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein weitere Vorschlag ist, dass die Schiedsrichter auf Lebenszeit ernannt werden, was das Vertrauen in die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit sicherstellen soll&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unctad.org/en/publicationslibrary/webdiaepcb2013d4_en.pdf REFORM OF INVESTOR-STATE DISPUTE SETTLEMENT: IN SEARCH OF A ROADMAP] UNCTAD, Juni 2010, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Deutschland tat sich inbesondere der Vize-Kanzler Sigmar Gabriel, SPD, hervor, indem er eine Reform der ISDS-Schiedsgerichtsverfahren forderte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-02/freihandelsabkommen-sigmar-gabriel-kompromiss-ceta Gabriel legt Kompromiss zu Ceta vor] Zeit Online vom 22.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch die Resolution des EU-Parlaments zu TTIP im Juli 2015 forderte, das bestehende ISDS-System zu ersetzen durch unabhängige Richter, die in öffentlicher Verhandlung entscheiden und deren Urteile von einer Berufungsinstanz geprüft werden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heute.de/eu-parlament-sagt-ja-zu-freihandelsabkommen-ttip-mit-den-usa-aber-nachbesserungen-gefordert-39194940.html EU-Parlament sagt Ja zu TTIP] ZDF heute vom 08.07.2015, zuletzt aufgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34236</id>
		<title>Vattenfall</title>
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		<updated>2015-08-26T08:41:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:316px-Vattenfall-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Energieversorger&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Chausseestraße 23, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.vattenfall.de www.vattenfall.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Vattenfall GmbH''' ist die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall AB. Vattenfall ist nach [[E.ON]], [[RWE]] und [[EnBW]] das viertgrößte deutsche Energieversorgungsunternehmen. Vattenfall steht aufgrund seiner Lobby-Aktivitäten für Braunkohle-Abbau sowie diverser [[ISDS]]-Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland in der öffentlichen Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Lobbyist im Bundestag===&lt;br /&gt;
[[Ulrich Freese]] ist seit 2013 Mitglied des Bundestags für die [[SPD]] und sitzt gleichzeitig in drei Aufsichtsräten von Vattenfall. Er war langjähriger IG-BCE-Gewerkschaftsfunktionär und gilt in Berlin als Braunkohle-Lobbyist.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/F/freese_ulrich/258336 Biografie Ulrich Freese] bundestag.de, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Informationen der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; geht folgender Satz im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf Freese zurück: &amp;quot;Die konventionellen Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, Gas) als Teil des nationalen Energiemixes sind auf absehbare Zeit unverzichtbar.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-122760717.html Im War Room der Demokratie] Spiegel Online vom 02.12.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vattenfall baut in in der Lausitz/Brandenburg in großem Stil Braunkohle ab. Knapp 33.500 Arbeitsplätze hängen dort nach Angaben des Unternehmens von der Braunkohlenindustrie ab. Der Koalitionsvertrag stellt so sicher, dass die Bundesregierung in der Energiepolitik weiterhin auf die billige Braunkohle setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article122837716/Wie-die-Braunkohle-Lobby-der-SPD-am-Koalitionsvertrag-mitschrieb.html Wie die Braunkohle-Lobby der SPD am Koalitionsvertrag mitschrieb] welt.de vom 12.12.2013, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Wahlkampfkasse erhielt Freese Spenden in Höhe von 86.546 Euro. Zumindest ein Teil der Summe lässt sich laut eines Berichts im &amp;quot;Spiegel&amp;quot; auf ehemalige oder aktuelle Führungskräfte von Vattenfall zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/hohe-spenden-im-bundestagswahlkampf-von-vattenfall-aufsichtsrat-freese-a-976618.html Auffällige Spenden im Bundestagswahlkampf des Vattenfall-Aufsichtsrats Ulrich Freese, Spiegel online vom 22.06.2014], Webseite abgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auftragsstudien===&lt;br /&gt;
Vattenfall beauftragte das privatwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut [http://www.prognos.com/ueber-uns/die-prognos-ag/ Prognos AG] mit zwei Studien über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Braunkohletagebaus in den neuen Bundesländern. Die erste Studie wurde im Dezember 2005 unter dem Titel ''Energie- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass „[c]a. 23.600 Arbeitsplätze […] durch die ostdeutsche Braunkohleindustrie gesichert“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Energie-_und_regionalwirtschaftliche_Bedeutung_der_Braunkohle_in_Ostdeutschland_2005.pdf, S. 1.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; werden. Zu dieser Zahl kommt Prognos, indem zu den direkt in der Braunkohleindustrie beschäftigten Arbeitnehmern auch „indirekte“ Beschäftigte bei Zulieferbetrieben (in sogenannten „Vorleistungssektoren“) gerechnet werden sowie sogenannte „induzierte“ Arbeitsplätze, welche durch Konsumausgaben der ersten beiden Gruppen entstehen.&lt;br /&gt;
In der im September 2011 unter dem Titel ''Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' erschienenen Folgestudie heißt es: „Insgesamt hängen in Ostdeutschland rund 33.500 Arbeitsplätze von der Braunkohleindustrie ab.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Bedeutung_der_Braunkohle_in_Ostdeutschland_2011.pdf, S. 27.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleicht man die Angaben aus den beiden Prognos-Studien, so ist bei den direkt Beschäftigten einen Anstieg um 9,8% von 10.182 im Jahr 2005 auf 11.179 im Jahr 2011 festzustellen. In den sogenannten Vorleistungssektoren stieg die Zahl der „indirekt“ Beschäftigten  innerhalb von nur sechs Jahren angeblich sogar um über 58% (von 10.600 auf 16.790). Und die Zahl der induzierten Arbeitsplätze verdoppelte sich fast von 2275 auf 5535, obwohl beide Studien von Konsumausgaben in Höhe von ca. 260 Millionen Euro ausgehen.&lt;br /&gt;
Auch wenn die in den Auftragsstudien genannten Zahlen kaum nachvollziehbar sind, werden sie in Publikationen der Braunkohlelobby häufig als Argument für die wirtschaftliche Notwendigkeit des Braunkohletagebaus genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Astroturf===&lt;br /&gt;
Vattenfall fördert finanziell den Verein ''[http://www.prolausitzerbraunkohle.de/index.php/vorstand.html Pro Lausitzer Braunkohle]'',&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184388.html, DER SPIEGEL 44/2013], abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dessen Vorstand mit Marco Bayer auch ein direkter Vertreter von Vattenfall sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html, http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html]abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentiert sich als unabhängige Bürgerinitiative, die sich für eine Erweiterung des Tagesbaus stark macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anfrage von LobbyControl äußerte sich Vattenfall nicht dazu, wie viele Gelder in den verein geflossen sind. Der Verein ''Pro Lausitzer Braunkohle'' betreibt eine eigene Geschäftsstelle im Cottbusser ''Haus der Wirschaft'', aus der auch die Kampagne “[http://www.pro-lausitz.de/index.php Meine Stimme fürs Revier]” organisiert wurde. Die Aktionen der Kampagne umfassten eine Plakataktion vor der Greenpeace-Zentrale in Hamburg und kostspielige Großkundgebungen im Vorfeld von politischen Sitzungen zum Thema Braunkohle. Auch die Veranstaltung eiens blaulicht-Zuckertütenfests in einem Vergnügungspark in einem stillgelegten Tagebaugebiet wurde angeblich vom Verein selbst finanziert. Die finanziellen Ressourcen, die hinter solchen Kampagnen stecken, können die zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen den Braunkohletagebau aussprechen, bei Weitem nicht auftreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sponsoring===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vattenfall tritt häufig als Sponsor von Sport- und Kulturveranstaltungen auf. Beim Berliner Halbmarathon oder der Laufveranstaltung City-Night ist Vattenfall als einer der größten Sportsponsoren der Stadt überall sichtbar. &lt;br /&gt;
Vor allem auch in der Lausitz, wo Vattenfall bereits mehrere Dörfer wegbaggern lies, versucht das Unternehmen mit hohen Sponsoringsummen in Sport und Kultur seinen Ruf aufzubessern. Hier besteht ein besonders breites, von Vattenfall gesponsortes Angebot: Jugendförderung, die Unterstützung mehrerer Sportvereine, große Schulsportveranstaltungen, einen Architekturpreis etc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/uber-uns/engagement-regionales/lausitz/ Sponsoring in der Lausitz] Vattenfall-Website, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Renovierung und Instandhaltung des Brandenburger Tors wird von Vattenfall gesponsort - dafür darf sich das Unternehmen &amp;quot;Partner des Brandenburger Tors&amp;quot; nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rekommunalisierung der Berliner Stromnetzes===&lt;br /&gt;
Berlin privatisierte sein Stromnetz im Jahr 1997. Seitdem ist Vattenfall der Betreiber. 2011 gründete sich der Berliner Energietisch nach dem Vorbild des Berliner Wassertisches mit dem Ziel, die Stromversorgung in Berlin nach demokratischen, ökologischen und sozialen Kriterien zu organisieren. Dem Versorger Vattenfall wurde vorgeworfen zu sehr auf dem Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung zu verharren. Der Berliner Senat unterstütze den hohen Verkaufspreis des Stromnetzes von bis zu drei Milliarden Euro - der Energietisch rechnete dagegen mit 400 Millionen Euro&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5099002/ Vattenfall verkauft sich zu teuer] die taz vom 06.03.2012, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Volksbegehren wurde ein Volksentscheid über die Rekommunalisierung auf den 3. November 2013 gesetzt, obwohl eine Zusammenlegung des Volksentscheids mit der Bundestagswahl am 22. September 2013 möglich gewesen wäre. Der Energietisch als Initiator des Volksbegehrens äußerte die Vermutung, der Senat hoffe, dass der Volksentscheid auf diese Weise am Zustimmungsquorum scheitern werde. Genau dies trat auch ein - der Gesetzentwurf ist in der Abstimmung gescheitert und wurde deshalb nicht angenommen. Es stimmten zwar 83 Prozent der Abstimmungsteilnehmer mit Ja, jedoch wurde das Quorum von 25 Prozent aller Stimmberechtigten mit 24,1 Prozent knapp verfehlt.ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/berliner-strom-volksentscheid-gescheitert-a-931545.html Energieversorgung: Berliner Strom-Volksentscheid gescheitert] Spiegel Online vom 03.11.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PR-Kampagne===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung im Braunkohleausschuss des Landes Brandenburg am 28. April 2014 startete Vattenfall eine Anzeigenkampagne unter dem Motto &amp;quot;[http://corporate.vattenfall.de/energie-im-fokus/energieproduktion/kohle/lausitzer-braunkohle/ Was wichtig ist]&amp;quot;. Die verschiedenen Anzeigemotive, in denen Menschen aus der Lausitz für den Braunkohletagebau werben, erschienen erstmals im November 2013  in verschiedenen Lausitzer Zeitungen und auf ca. 160 Großaufstellern in der Region. Vattenfall versuchte mit dieser Kampagne, eine breite Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des Braunkohletagebaus zu überzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===[[ISDS]]-Klagen gegen Deutschland===&lt;br /&gt;
Vattenfall verklagte die Bundesrepublik Deutschland bereits zwei mal. Das erste mal klagte Vattenfall im Jahr 2009 als der Hamburger Senat die Wassernutzungsregeln für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg veränderten. Vattenfall dürfe zum Schutz des Ökosystems nur eine bestimmte Menge an Elbwasser zum Kühlen verwenden, abhängig von Temperatur und Sauerstoffgehalt des Flusses. Auf Basis der Europäischen Energiecharte, einem Investitionsschutzabkommen mit [[ISDS]]-Klagemöglichkeit für Unternehmen, wurde vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington verhandelt. Zum ersten Mal in der Geschichte musste sich die Bundesregierung wegen „Investitionsbehinderungen“ vor einem Schiedsgericht verteidigen. Die Klage wurde mit einem Kompromiss beigelegt. Hamburg musste seine Umweltauflagen soweit zurückziehen und aufweichen, dass sie anschließend gegen die EU-Naturschutz-Richtlinie verstießen. Die EU forderte einen Betriebsstopp des Kohlekraftwerkes, konnte die Forderung aber nicht weiter verfolgen, da sie den Protest gegen die Aufnahme von ISDS-Verfahren in die geplanten Freihandelsabkommen forcieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5019034/ Eine Tragödie in fünf Akten] die taz vom 27.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Mal verklage Vattenfall 2012 die Bundesrepublik Deutschland nachdem diese bekannt gab, aus der Energieproduktion von Atomkraftwerken aussteigen zu wollen. Vattenfall klagte wegen der Stillegung der schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel auf 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz. Bis März 2015 kostete das noch laufende Verfahren die Bundesrepublik bereits 4,1 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/atomausstieg-vattenfall-klage-kostet-deutschland-schon-jetzt-millionen/11494704.html Vattenfall-Klage kostet Deutschland schon jetzt Millionen] Handelsblatt vom 12.03.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Das Bergbauunternehmen '''Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG)''' fusionierte 2002 mit den Hamburgische Electricitäts-Werken (HEW) unter Federführung des schwedische Konzerns Vattenfall AB zu Vattenfall Mining AG. Aus der LAUBAG wird die Vattenfall Mining AG. Die LAUBAG hatte einen Lobbyisten im Wirtschaftsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Technologie Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; width: 10em&amp;quot;|'''Zeitraum'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und Oktober 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Mitarbeiter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Bearbeitete Themen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berliner Geschäftsstelle von Vattenfall arbeiten allein 20 Mitarbeiter in der Lobbyabteilung des Konzerns. Chef der Berliner Lobbyabteilung ist Alexander Jung, der früher das Vorstandsbüro Deutschland leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/wer-lenkt-die-lobbyisten.html Wer lenkt die Lobbyisten?] PR-Magazin 07/2011, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Die Vattenfall GmbH hat mehrere 100%-ige Tochtergesellschaften, darunter:&lt;br /&gt;
* Stromnetz Berlin GmbH&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot;&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/Global/Deutschland/Ueber_uns/2014-04-15_Aktualisierung-Management-Angaben.pdf Beteiligungsverhältnisse des deutschen Vattenfall-Konzerns] Webseite Vattenfall, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Politiker im Aufsichtsrat der Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ulrich Freese]] (Stellv. Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*seit 2013 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
*2003-2013 Stellv. Vorsitzender der [[Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie]] (IG BCE) &lt;br /&gt;
*Vattenfall GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ehemalige Politiker im Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Burkhard Dreher (neutr. MG)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| 1994-1999 Wirtschaftsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Linkohr&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
*Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF), Ehrenvorsitzender&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.linkohr.de/Home/Zur-Person Lebenslauf Dr. Rolf Linkohr] Private Webseite, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Kerntechnische Gesellschaft]], Ehrenmitglied&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martina Gregor-Ness&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Landtages Brandenburg, Umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reinhardt Schultz&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| bis 2009 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2015) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34235</id>
		<title>Vattenfall</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34235"/>
		<updated>2015-08-26T08:40:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:316px-Vattenfall-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Energieversorger&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Chausseestraße 23, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.vattenfall.de www.vattenfall.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Vattenfall GmbH''' ist die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall AB. Vattenfall ist nach [[E.ON]], [[RWE]] und [[EnBW]] das viertgrößte deutsche Energieversorgungsunternehmen. Vattenfall steht aufgrund seiner Lobby-Aktivitäten für Braunkohle-Abbau sowie diverser [ISDS]-Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland in der öffentlichen Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Lobbyist im Bundestag===&lt;br /&gt;
[[Ulrich Freese]] ist seit 2013 Mitglied des Bundestags für die [[SPD]] und sitzt gleichzeitig in drei Aufsichtsräten von Vattenfall. Er war langjähriger IG-BCE-Gewerkschaftsfunktionär und gilt in Berlin als Braunkohle-Lobbyist.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/F/freese_ulrich/258336 Biografie Ulrich Freese] bundestag.de, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Informationen der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; geht folgender Satz im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf Freese zurück: &amp;quot;Die konventionellen Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, Gas) als Teil des nationalen Energiemixes sind auf absehbare Zeit unverzichtbar.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-122760717.html Im War Room der Demokratie] Spiegel Online vom 02.12.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vattenfall baut in in der Lausitz/Brandenburg in großem Stil Braunkohle ab. Knapp 33.500 Arbeitsplätze hängen dort nach Angaben des Unternehmens von der Braunkohlenindustrie ab. Der Koalitionsvertrag stellt so sicher, dass die Bundesregierung in der Energiepolitik weiterhin auf die billige Braunkohle setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article122837716/Wie-die-Braunkohle-Lobby-der-SPD-am-Koalitionsvertrag-mitschrieb.html Wie die Braunkohle-Lobby der SPD am Koalitionsvertrag mitschrieb] welt.de vom 12.12.2013, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Wahlkampfkasse erhielt Freese Spenden in Höhe von 86.546 Euro. Zumindest ein Teil der Summe lässt sich laut eines Berichts im &amp;quot;Spiegel&amp;quot; auf ehemalige oder aktuelle Führungskräfte von Vattenfall zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/hohe-spenden-im-bundestagswahlkampf-von-vattenfall-aufsichtsrat-freese-a-976618.html Auffällige Spenden im Bundestagswahlkampf des Vattenfall-Aufsichtsrats Ulrich Freese, Spiegel online vom 22.06.2014], Webseite abgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auftragsstudien===&lt;br /&gt;
Vattenfall beauftragte das privatwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut [http://www.prognos.com/ueber-uns/die-prognos-ag/ Prognos AG] mit zwei Studien über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Braunkohletagebaus in den neuen Bundesländern. Die erste Studie wurde im Dezember 2005 unter dem Titel ''Energie- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass „[c]a. 23.600 Arbeitsplätze […] durch die ostdeutsche Braunkohleindustrie gesichert“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Energie-_und_regionalwirtschaftliche_Bedeutung_der_Braunkohle_in_Ostdeutschland_2005.pdf, S. 1.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; werden. Zu dieser Zahl kommt Prognos, indem zu den direkt in der Braunkohleindustrie beschäftigten Arbeitnehmern auch „indirekte“ Beschäftigte bei Zulieferbetrieben (in sogenannten „Vorleistungssektoren“) gerechnet werden sowie sogenannte „induzierte“ Arbeitsplätze, welche durch Konsumausgaben der ersten beiden Gruppen entstehen.&lt;br /&gt;
In der im September 2011 unter dem Titel ''Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' erschienenen Folgestudie heißt es: „Insgesamt hängen in Ostdeutschland rund 33.500 Arbeitsplätze von der Braunkohleindustrie ab.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Bedeutung_der_Braunkohle_in_Ostdeutschland_2011.pdf, S. 27.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleicht man die Angaben aus den beiden Prognos-Studien, so ist bei den direkt Beschäftigten einen Anstieg um 9,8% von 10.182 im Jahr 2005 auf 11.179 im Jahr 2011 festzustellen. In den sogenannten Vorleistungssektoren stieg die Zahl der „indirekt“ Beschäftigten  innerhalb von nur sechs Jahren angeblich sogar um über 58% (von 10.600 auf 16.790). Und die Zahl der induzierten Arbeitsplätze verdoppelte sich fast von 2275 auf 5535, obwohl beide Studien von Konsumausgaben in Höhe von ca. 260 Millionen Euro ausgehen.&lt;br /&gt;
Auch wenn die in den Auftragsstudien genannten Zahlen kaum nachvollziehbar sind, werden sie in Publikationen der Braunkohlelobby häufig als Argument für die wirtschaftliche Notwendigkeit des Braunkohletagebaus genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Astroturf===&lt;br /&gt;
Vattenfall fördert finanziell den Verein ''[http://www.prolausitzerbraunkohle.de/index.php/vorstand.html Pro Lausitzer Braunkohle]'',&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184388.html, DER SPIEGEL 44/2013], abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dessen Vorstand mit Marco Bayer auch ein direkter Vertreter von Vattenfall sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html, http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html]abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentiert sich als unabhängige Bürgerinitiative, die sich für eine Erweiterung des Tagesbaus stark macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anfrage von LobbyControl äußerte sich Vattenfall nicht dazu, wie viele Gelder in den verein geflossen sind. Der Verein ''Pro Lausitzer Braunkohle'' betreibt eine eigene Geschäftsstelle im Cottbusser ''Haus der Wirschaft'', aus der auch die Kampagne “[http://www.pro-lausitz.de/index.php Meine Stimme fürs Revier]” organisiert wurde. Die Aktionen der Kampagne umfassten eine Plakataktion vor der Greenpeace-Zentrale in Hamburg und kostspielige Großkundgebungen im Vorfeld von politischen Sitzungen zum Thema Braunkohle. Auch die Veranstaltung eiens blaulicht-Zuckertütenfests in einem Vergnügungspark in einem stillgelegten Tagebaugebiet wurde angeblich vom Verein selbst finanziert. Die finanziellen Ressourcen, die hinter solchen Kampagnen stecken, können die zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen den Braunkohletagebau aussprechen, bei Weitem nicht auftreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sponsoring===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vattenfall tritt häufig als Sponsor von Sport- und Kulturveranstaltungen auf. Beim Berliner Halbmarathon oder der Laufveranstaltung City-Night ist Vattenfall als einer der größten Sportsponsoren der Stadt überall sichtbar. &lt;br /&gt;
Vor allem auch in der Lausitz, wo Vattenfall bereits mehrere Dörfer wegbaggern lies, versucht das Unternehmen mit hohen Sponsoringsummen in Sport und Kultur seinen Ruf aufzubessern. Hier besteht ein besonders breites, von Vattenfall gesponsortes Angebot: Jugendförderung, die Unterstützung mehrerer Sportvereine, große Schulsportveranstaltungen, einen Architekturpreis etc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/uber-uns/engagement-regionales/lausitz/ Sponsoring in der Lausitz] Vattenfall-Website, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Renovierung und Instandhaltung des Brandenburger Tors wird von Vattenfall gesponsort - dafür darf sich das Unternehmen &amp;quot;Partner des Brandenburger Tors&amp;quot; nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rekommunalisierung der Berliner Stromnetzes===&lt;br /&gt;
Berlin privatisierte sein Stromnetz im Jahr 1997. Seitdem ist Vattenfall der Betreiber. 2011 gründete sich der Berliner Energietisch nach dem Vorbild des Berliner Wassertisches mit dem Ziel, die Stromversorgung in Berlin nach demokratischen, ökologischen und sozialen Kriterien zu organisieren. Dem Versorger Vattenfall wurde vorgeworfen zu sehr auf dem Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung zu verharren. Der Berliner Senat unterstütze den hohen Verkaufspreis des Stromnetzes von bis zu drei Milliarden Euro - der Energietisch rechnete dagegen mit 400 Millionen Euro&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5099002/ Vattenfall verkauft sich zu teuer] die taz vom 06.03.2012, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Volksbegehren wurde ein Volksentscheid über die Rekommunalisierung auf den 3. November 2013 gesetzt, obwohl eine Zusammenlegung des Volksentscheids mit der Bundestagswahl am 22. September 2013 möglich gewesen wäre. Der Energietisch als Initiator des Volksbegehrens äußerte die Vermutung, der Senat hoffe, dass der Volksentscheid auf diese Weise am Zustimmungsquorum scheitern werde. Genau dies trat auch ein - der Gesetzentwurf ist in der Abstimmung gescheitert und wurde deshalb nicht angenommen. Es stimmten zwar 83 Prozent der Abstimmungsteilnehmer mit Ja, jedoch wurde das Quorum von 25 Prozent aller Stimmberechtigten mit 24,1 Prozent knapp verfehlt.ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/berliner-strom-volksentscheid-gescheitert-a-931545.html Energieversorgung: Berliner Strom-Volksentscheid gescheitert] Spiegel Online vom 03.11.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PR-Kampagne===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung im Braunkohleausschuss des Landes Brandenburg am 28. April 2014 startete Vattenfall eine Anzeigenkampagne unter dem Motto &amp;quot;[http://corporate.vattenfall.de/energie-im-fokus/energieproduktion/kohle/lausitzer-braunkohle/ Was wichtig ist]&amp;quot;. Die verschiedenen Anzeigemotive, in denen Menschen aus der Lausitz für den Braunkohletagebau werben, erschienen erstmals im November 2013  in verschiedenen Lausitzer Zeitungen und auf ca. 160 Großaufstellern in der Region. Vattenfall versuchte mit dieser Kampagne, eine breite Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des Braunkohletagebaus zu überzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===[[ISDS]]-Klagen gegen Deutschland===&lt;br /&gt;
Vattenfall verklagte die Bundesrepublik Deutschland bereits zwei mal. Das erste mal klagte Vattenfall im Jahr 2009 als der Hamburger Senat die Wassernutzungsregeln für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg veränderten. Vattenfall dürfe zum Schutz des Ökosystems nur eine bestimmte Menge an Elbwasser zum Kühlen verwenden, abhängig von Temperatur und Sauerstoffgehalt des Flusses. Auf Basis der Europäischen Energiecharte, einem Investitionsschutzabkommen mit [[ISDS]]-Klagemöglichkeit für Unternehmen, wurde vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington verhandelt. Zum ersten Mal in der Geschichte musste sich die Bundesregierung wegen „Investitionsbehinderungen“ vor einem Schiedsgericht verteidigen. Die Klage wurde mit einem Kompromiss beigelegt. Hamburg musste seine Umweltauflagen soweit zurückziehen und aufweichen, dass sie anschließend gegen die EU-Naturschutz-Richtlinie verstießen. Die EU forderte einen Betriebsstopp des Kohlekraftwerkes, konnte die Forderung aber nicht weiter verfolgen, da sie den Protest gegen die Aufnahme von ISDS-Verfahren in die geplanten Freihandelsabkommen forcieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5019034/ Eine Tragödie in fünf Akten] die taz vom 27.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Mal verklage Vattenfall 2012 die Bundesrepublik Deutschland nachdem diese bekannt gab, aus der Energieproduktion von Atomkraftwerken aussteigen zu wollen. Vattenfall klagte wegen der Stillegung der schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel auf 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz. Bis März 2015 kostete das noch laufende Verfahren die Bundesrepublik bereits 4,1 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/atomausstieg-vattenfall-klage-kostet-deutschland-schon-jetzt-millionen/11494704.html Vattenfall-Klage kostet Deutschland schon jetzt Millionen] Handelsblatt vom 12.03.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Das Bergbauunternehmen '''Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG)''' fusionierte 2002 mit den Hamburgische Electricitäts-Werken (HEW) unter Federführung des schwedische Konzerns Vattenfall AB zu Vattenfall Mining AG. Aus der LAUBAG wird die Vattenfall Mining AG. Die LAUBAG hatte einen Lobbyisten im Wirtschaftsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Technologie Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; width: 10em&amp;quot;|'''Zeitraum'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und Oktober 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Mitarbeiter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Bearbeitete Themen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berliner Geschäftsstelle von Vattenfall arbeiten allein 20 Mitarbeiter in der Lobbyabteilung des Konzerns. Chef der Berliner Lobbyabteilung ist Alexander Jung, der früher das Vorstandsbüro Deutschland leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/wer-lenkt-die-lobbyisten.html Wer lenkt die Lobbyisten?] PR-Magazin 07/2011, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Die Vattenfall GmbH hat mehrere 100%-ige Tochtergesellschaften, darunter:&lt;br /&gt;
* Stromnetz Berlin GmbH&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot;&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/Global/Deutschland/Ueber_uns/2014-04-15_Aktualisierung-Management-Angaben.pdf Beteiligungsverhältnisse des deutschen Vattenfall-Konzerns] Webseite Vattenfall, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Politiker im Aufsichtsrat der Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ulrich Freese]] (Stellv. Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*seit 2013 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
*2003-2013 Stellv. Vorsitzender der [[Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie]] (IG BCE) &lt;br /&gt;
*Vattenfall GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ehemalige Politiker im Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Burkhard Dreher (neutr. MG)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| 1994-1999 Wirtschaftsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Linkohr&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
*Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF), Ehrenvorsitzender&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.linkohr.de/Home/Zur-Person Lebenslauf Dr. Rolf Linkohr] Private Webseite, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Kerntechnische Gesellschaft]], Ehrenmitglied&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martina Gregor-Ness&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Landtages Brandenburg, Umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reinhardt Schultz&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| bis 2009 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2015) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34234</id>
		<title>Vattenfall</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34234"/>
		<updated>2015-08-26T08:32:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:316px-Vattenfall-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Energieversorger&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Chausseestraße 23, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.vattenfall.de www.vattenfall.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Vattenfall GmbH''' ist die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall AB. Vattenfall ist nach [[E.ON]], [[RWE]] und [[EnBW]] das viertgrößte deutsche Energieversorgungsunternehmen. Vattenfall steht aufgrund seiner Lobby-Aktivitäten für Braunkohle-Abbau sowie diverser [ISDS]-Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland in der öffentlichen Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Lobbyist im Bundestag===&lt;br /&gt;
[[Ulrich Freese]] ist seit 2013 Mitglied des Bundestags für die [[SPD]] und sitzt gleichzeitig in drei Aufsichtsräten von Vattenfall. Er war langjähriger IG-BCE-Gewerkschaftsfunktionär und gilt in Berlin als Braunkohle-Lobbyist.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/F/freese_ulrich/258336 Biografie Ulrich Freese] bundestag.de, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Informationen der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; geht folgender Satz im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf Freese zurück: &amp;quot;Die konventionellen Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, Gas) als Teil des nationalen Energiemixes sind auf absehbare Zeit unverzichtbar.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-122760717.html Im War Room der Demokratie] Spiegel Online vom 02.12.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vattenfall baut in in der Lausitz/Brandenburg in großem Stil Braunkohle ab. Knapp 33.500 Arbeitsplätze hängen dort nach Angaben des Unternehmens von der Braunkohlenindustrie ab. Der Koalitionsvertrag stellt so sicher, dass die Bundesregierung in der Energiepolitik weiterhin auf die billige Braunkohle setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article122837716/Wie-die-Braunkohle-Lobby-der-SPD-am-Koalitionsvertrag-mitschrieb.html Wie die Braunkohle-Lobby der SPD am Koalitionsvertrag mitschrieb] welt.de vom 12.12.2013, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Wahlkampfkasse erhielt Freese Spenden in Höhe von 86.546 Euro. Zumindest ein Teil der Summe lässt sich laut eines Berichts im &amp;quot;Spiegel&amp;quot; auf ehemalige oder aktuelle Führungskräfte von Vattenfall zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/hohe-spenden-im-bundestagswahlkampf-von-vattenfall-aufsichtsrat-freese-a-976618.html Auffällige Spenden im Bundestagswahlkampf des Vattenfall-Aufsichtsrats Ulrich Freese, Spiegel online vom 22.06.2014], Webseite abgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auftragsstudien===&lt;br /&gt;
Vattenfall beauftragte das privatwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut [http://www.prognos.com/ueber-uns/die-prognos-ag/ Prognos AG] mit zwei Studien über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Braunkohletagebaus in den neuen Bundesländern. Die erste Studie wurde im Dezember 2005 unter dem Titel ''Energie- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass „[c]a. 23.600 Arbeitsplätze […] durch die ostdeutsche Braunkohleindustrie gesichert“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Energie-_und_regionalwirtschaftliche_Bedeutung_der_Braunkohle_in_Ostdeutschland_2005.pdf, S. 1.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; werden. Zu dieser Zahl kommt Prognos, indem zu den direkt in der Braunkohleindustrie beschäftigten Arbeitnehmern auch „indirekte“ Beschäftigte bei Zulieferbetrieben (in sogenannten „Vorleistungssektoren“) gerechnet werden sowie sogenannte „induzierte“ Arbeitsplätze, welche durch Konsumausgaben der ersten beiden Gruppen entstehen.&lt;br /&gt;
In der im September 2011 unter dem Titel ''Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' erschienenen Folgestudie heißt es: „Insgesamt hängen in Ostdeutschland rund 33.500 Arbeitsplätze von der Braunkohleindustrie ab.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Bedeutung_der_Braunkohle_in_Ostdeutschland_2011.pdf, S. 27.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleicht man die Angaben aus den beiden Prognos-Studien, so ist bei den direkt Beschäftigten einen Anstieg um 9,8% von 10.182 im Jahr 2005 auf 11.179 im Jahr 2011 festzustellen. In den sogenannten Vorleistungssektoren stieg die Zahl der „indirekt“ Beschäftigten  innerhalb von nur sechs Jahren angeblich sogar um über 58% (von 10.600 auf 16.790). Und die Zahl der induzierten Arbeitsplätze verdoppelte sich fast von 2275 auf 5535, obwohl beide Studien von Konsumausgaben in Höhe von ca. 260 Millionen Euro ausgehen.&lt;br /&gt;
Auch wenn die in den Auftragsstudien genannten Zahlen kaum nachvollziehbar sind, werden sie in Publikationen der Braunkohlelobby häufig als Argument für die wirtschaftliche Notwendigkeit des Braunkohletagebaus genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Astroturf===&lt;br /&gt;
Vattenfall fördert finanziell den Verein ''[http://www.prolausitzerbraunkohle.de/index.php/vorstand.html Pro Lausitzer Braunkohle]'',&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184388.html, DER SPIEGEL 44/2013], abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dessen Vorstand mit Marco Bayer auch ein direkter Vertreter von Vattenfall sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html, http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html]abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentiert sich als unabhängige Bürgerinitiative, die sich für eine Erweiterung des Tagesbaus stark macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anfrage von LobbyControl äußerte sich Vattenfall nicht dazu, wie viele Gelder in den verein geflossen sind. Der Verein ''Pro Lausitzer Braunkohle'' betreibt eine eigene Geschäftsstelle im Cottbusser ''Haus der Wirschaft'', aus der auch die Kampagne “[http://www.pro-lausitz.de/index.php Meine Stimme fürs Revier]” organisiert wurde. Die Aktionen der Kampagne umfassten eine Plakataktion vor der Greenpeace-Zentrale in Hamburg und kostspielige Großkundgebungen im Vorfeld von politischen Sitzungen zum Thema Braunkohle. Auch die Veranstaltung eiens blaulicht-Zuckertütenfests in einem Vergnügungspark in einem stillgelegten Tagebaugebiet wurde angeblich vom Verein selbst finanziert. Die finanziellen Ressourcen, die hinter solchen Kampagnen stecken, können die zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen den Braunkohletagebau aussprechen, bei Weitem nicht auftreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sponsoring===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vattenfall tritt häufig als Sponsor von Sport- und Kulturveranstaltungen auf. Beim Berliner Halbmarathon oder der Laufveranstaltung City-Night ist Vattenfall als einer der größten Sportsponsoren der Stadt überall sichtbar. &lt;br /&gt;
Vor allem auch in der Lausitz, wo Vattenfall bereits mehrere Dörfer wegbaggern lies, versucht das Unternehmen mit hohen Sponsoringsummen in Sport und Kultur seinen Ruf aufzubessern. Hier besteht ein besonders breites, von Vattenfall gesponsortes Angebot: Jugendförderung, die Unterstützung mehrerer Sportvereine, große Schulsportveranstaltungen, einen Architekturpreis etc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/uber-uns/engagement-regionales/lausitz/ Sponsoring in der Lausitz] Vattenfall-Website, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Renovierung und Instandhaltung des Brandenburger Tors wird von Vattenfall gesponsort - dafür darf sich das Unternehmen &amp;quot;Partner des Brandenburger Tors&amp;quot; nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rekommunalisierung der Berliner Stromnetzes===&lt;br /&gt;
Berlin privatisierte sein Stromnetz im Jahr 1997. Seitdem ist Vattenfall der Betreiber. 2011 gründete sich der Berliner Energietisch nach dem Vorbild des Berliner Wassertisches mit dem Ziel, die Stromversorgung in Berlin nach demokratischen, ökologischen und sozialen Kriterien zu organisieren. Dem Versorger Vattenfall wurde vorgeworfen zu sehr auf dem Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung zu verharren. Der Berliner Senat unterstütze den hohen Verkaufspreis des Stromnetzes von bis zu drei Milliarden Euro - der Energietisch rechnete dagegen mit 400 Millionen Euro&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5099002/ Vattenfall verkauft sich zu teuer] die taz vom 06.03.2012, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Volksbegehren wurde ein Volksentscheid über die Rekommunalisierung auf den 3. November 2013 gesetzt, obwohl eine Zusammenlegung des Volksentscheids mit der Bundestagswahl am 22. September 2013 möglich gewesen wäre. Der Energietisch als Initiator des Volksbegehrens äußerte die Vermutung, der Senat hoffe, dass der Volksentscheid auf diese Weise am Zustimmungsquorum scheitern werde. Genau dies trat auch ein - der Gesetzentwurf ist in der Abstimmung gescheitert und wurde deshalb nicht angenommen. Es stimmten zwar 83 Prozent der Abstimmungsteilnehmer mit Ja, jedoch wurde das Quorum von 25 Prozent aller Stimmberechtigten mit 24,1 Prozent knapp verfehlt.ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/berliner-strom-volksentscheid-gescheitert-a-931545.html Energieversorgung: Berliner Strom-Volksentscheid gescheitert] Spiegel Online vom 03.11.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PR-Kampagne===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung im Braunkohleausschuss des Landes Brandenburg am 28. April 2014 startete Vattenfall eine Anzeigenkampagne unter dem Motto &amp;quot;[http://corporate.vattenfall.de/energie-im-fokus/energieproduktion/kohle/lausitzer-braunkohle/ Was wichtig ist]&amp;quot;. Die verschiedenen Anzeigemotive, in denen Menschen aus der Lausitz für den Braunkohletagebau werben, erschienen erstmals im November 2013  in verschiedenen Lausitzer Zeitungen und auf ca. 160 Großaufstellern in der Region. Vattenfall versuchte mit dieser Kampagne, eine breite Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des Braunkohletagebaus zu überzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===[[ISDS]]-Klagen gegen Deutschland===&lt;br /&gt;
Vattenfall verklagte die Bundesrepublik Deutschland bereits zwei mal. Das erste mal klagte Vattenfall im Jahr 2009 als der Hamburger Senat die Wassernutzungsregeln für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg veränderten. Vattenfall dürfe zum Schutz des Ökosystems nur eine bestimmte Menge an Elbwasser zum Kühlen verwenden, abhängig von Temperatur und Sauerstoffgehalt des Flusses. Auf Basis der Europäischen Energiecharte, einem Investitionsschutzabkommen mit [[ISDS]]-Klagemöglichkeit für Unternehmen, wurde vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington verhandelt. Zum ersten Mal in der Geschichte musste sich die Bundesregierung wegen „Investitionsbehinderungen“ vor einem Schiedsgericht verteidigen. Die Klage wurde mit einem Kompromiss beigelegt. Hamburg musste seine Umweltauflagen soweit zurückziehen und aufweichen, dass sie anschließend gegen die EU-Naturschutz-Richtlinie verstießen. Die EU forderte einen Betriebsstopp des Kohlekraftwerkes, konnte die Forderung aber nicht weiter verfolgen, da sie den Protest gegen die Aufnahme von ISDS-Verfahren in die geplanten Freihandelsabkommen forcieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5019034/ Eine Tragödie in fünf Akten] die taz vom 27.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Mal verklage Vattenfall 2012 die Bundesrepublik Deutschland nachdem diese bekannt gab, aus der Energieproduktion von Atomkraftwerken aussteigen zu wollen. Vattenfall klagte wegen der Stillegung der schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel auf 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz. Bis März 2015 kostete das noch laufende Verfahren die Bundesrepublik bereits 4,1 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/atomausstieg-vattenfall-klage-kostet-deutschland-schon-jetzt-millionen/11494704.html Vattenfall-Klage kostet Deutschland schon jetzt Millionen] Handelsblatt vom 12.03.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Das Bergbauunternehmen '''Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG)''' fusionierte 2002 mit den Hamburgische Electricitäts-Werken (HEW) unter Federführung des schwedische Konzerns Vattenfall AB zu Vattenfall Mining AG. Aus der LAUBAG wird die Vattenfall Mining AG. Die LAUBAG hatte einen Lobbyisten im Wirtschaftsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Technologie Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; width: 10em&amp;quot;|'''Zeitraum'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und Oktober 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Mitarbeiter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Bearbeitete Themen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berliner Geschäftsstelle von Vattenfall arbeiten allein 20 Mitarbeiter in der Lobbyabteilung des Konzerns. Chef der Berliner Lobbyabteilung ist Alexander Jung, der früher das Vorstandsbüro Deutschland leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/wer-lenkt-die-lobbyisten.html Wer lenkt die Lobbyisten?] PR-Magazin 07/2011, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Die Vattenfall GmbH hat mehrere 100%-ige Tochtergesellschaften, darunter:&lt;br /&gt;
* Stromnetz Berlin GmbH&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot;&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/Global/Deutschland/Ueber_uns/2014-04-15_Aktualisierung-Management-Angaben.pdf Beteiligungsverhältnisse des deutschen Vattenfall-Konzerns] Webseite Vattenfall, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Aufsichtsrat der Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tuomo Hatakka (Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| Vorsitzender der Geschäftsführung der Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ulrich Freese]] (Stellv. Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*seit 2013 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
*2003-2013 Stellv. Vorsitzender der [[Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie]] (IG BCE) &lt;br /&gt;
*Vattenfall GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Burkhard Dreher (neutr. MG)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| 1994-1999 Wirtschaftsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Linkohr&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
*Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF), Ehrenvorsitzender&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.linkohr.de/Home/Zur-Person Lebenslauf Dr. Rolf Linkohr] Private Webseite, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Kerntechnische Gesellschaft]], Ehrenmitglied&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martina Gregor-Ness&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Landtages Brandenburg, Umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reinhardt Schultz&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| bis 2009 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| Weitere Mitglieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Petra Adolph, Catrin Jung-Draschil, Steffen Erbe, Kurt Häge, Ralf Hermwapelhorst, Christian Hülsmeier, Alexander Krauß, Klaus-Dieter Licht, Joachim Lubitz, Torsten Meyer, Silke Rudolf, Rainer Schulze, Rüdiger Siebers, Peter Smink, Uwe Teubner&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2015) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34233</id>
		<title>Vattenfall</title>
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		<updated>2015-08-26T08:26:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:316px-Vattenfall-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Energieversorger&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Chausseestraße 23, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.vattenfall.de www.vattenfall.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Vattenfall GmbH''' ist die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall AB. Vattenfall ist nach [[E.ON]], [[RWE]] und [[EnBW]] das viertgrößte deutsche Energieversorgungsunternehmen. Vattenfall steht aufgrund seiner Lobby-Aktivitäten für Braunkohle-Abbau sowie diverser [ISDS]-Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland in der öffentlichen Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Braunkohle-Lobbyist im Bundestag===&lt;br /&gt;
[[Ulrich Freese]] ist seit 2013 Mitglied des Bundestags für die [[SPD]] und sitzt gleichzeitig in drei Aufsichtsräten von Vattenfall. Er war langjähriger IG-BCE-Gewerkschaftsfunktionär und gilt in Berlin als Braunkohle-Lobbyist.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/F/freese_ulrich/258336 Biografie Ulrich Freese] bundestag.de, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Informationen der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; geht folgender Satz im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf Freese zurück: &amp;quot;Die konventionellen Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, Gas) als Teil des nationalen Energiemixes sind auf absehbare Zeit unverzichtbar.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-122760717.html Im War Room der Demokratie] Spiegel Online vom 02.12.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vattenfall baut in in der Lausitz/Brandenburg in großem Stil Braunkohle ab. Knapp 33.500 Arbeitsplätze hängen dort nach Angaben des Unternehmens von der Braunkohlenindustrie ab. Der Koalitionsvertrag stellt so sicher, dass die Bundesregierung in der Energiepolitik weiterhin auf die billige Braunkohle setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article122837716/Wie-die-Braunkohle-Lobby-der-SPD-am-Koalitionsvertrag-mitschrieb.html Wie die Braunkohle-Lobby der SPD am Koalitionsvertrag mitschrieb] welt.de vom 12.12.2013, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Wahlkampfkasse erhielt Freese Spenden in Höhe von 86.546 Euro. Zumindest ein Teil der Summe lässt sich laut eines Berichts im &amp;quot;Spiegel&amp;quot; auf ehemalige oder aktuelle Führungskräfte von Vattenfall zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/hohe-spenden-im-bundestagswahlkampf-von-vattenfall-aufsichtsrat-freese-a-976618.html Auffällige Spenden im Bundestagswahlkampf des Vattenfall-Aufsichtsrats Ulrich Freese, Spiegel online vom 22.06.2014], Webseite abgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auftragsstudien===&lt;br /&gt;
Vattenfall beauftragte das privatwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut [http://www.prognos.com/ueber-uns/die-prognos-ag/ Prognos AG] mit zwei Studien über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Braunkohletagebaus in den neuen Bundesländern. Die erste Studie wurde im Dezember 2005 unter dem Titel ''Energie- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass „[c]a. 23.600 Arbeitsplätze […] durch die ostdeutsche Braunkohleindustrie gesichert“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Energie-_und_regionalwirtschaftliche_Bedeutung_der_Braunkohle_in_Ostdeutschland_2005.pdf, S. 1.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; werden. Zu dieser Zahl kommt Prognos, indem zu den direkt in der Braunkohleindustrie beschäftigten Arbeitnehmern auch „indirekte“ Beschäftigte bei Zulieferbetrieben (in sogenannten „Vorleistungssektoren“) gerechnet werden sowie sogenannte „induzierte“ Arbeitsplätze, welche durch Konsumausgaben der ersten beiden Gruppen entstehen.&lt;br /&gt;
In der im September 2011 unter dem Titel ''Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' erschienenen Folgestudie heißt es: „Insgesamt hängen in Ostdeutschland rund 33.500 Arbeitsplätze von der Braunkohleindustrie ab.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Bedeutung_der_Braunkohle_in_Ostdeutschland_2011.pdf, S. 27.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleicht man die Angaben aus den beiden Prognos-Studien, so ist bei den direkt Beschäftigten einen Anstieg um 9,8% von 10.182 im Jahr 2005 auf 11.179 im Jahr 2011 festzustellen. In den sogenannten Vorleistungssektoren stieg die Zahl der „indirekt“ Beschäftigten  innerhalb von nur sechs Jahren angeblich sogar um über 58% (von 10.600 auf 16.790). Und die Zahl der induzierten Arbeitsplätze verdoppelte sich fast von 2275 auf 5535, obwohl beide Studien von Konsumausgaben in Höhe von ca. 260 Millionen Euro ausgehen.&lt;br /&gt;
Auch wenn die in den Auftragsstudien genannten Zahlen kaum nachvollziehbar sind, werden sie in Publikationen der Braunkohlelobby häufig als Argument für die wirtschaftliche Notwendigkeit des Braunkohletagebaus genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Astroturf===&lt;br /&gt;
Vattenfall fördert finanziell den Verein ''[http://www.prolausitzerbraunkohle.de/index.php/vorstand.html Pro Lausitzer Braunkohle]'',&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184388.html, DER SPIEGEL 44/2013], abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dessen Vorstand mit Marco Bayer auch ein direkter Vertreter von Vattenfall sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html, http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html]abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentiert sich als unabhängige Bürgerinitiative, die sich für eine Erweiterung des Tagesbaus stark macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anfrage von LobbyControl äußerte sich Vattenfall nicht dazu, wie viele Gelder in den verein geflossen sind. Der Verein ''Pro Lausitzer Braunkohle'' betreibt eine eigene Geschäftsstelle im Cottbusser ''Haus der Wirschaft'', aus der auch die Kampagne “[http://www.pro-lausitz.de/index.php Meine Stimme fürs Revier]” organisiert wurde. Die Aktionen der Kampagne umfassten eine Plakataktion vor der Greenpeace-Zentrale in Hamburg und kostspielige Großkundgebungen im Vorfeld von politischen Sitzungen zum Thema Braunkohle. Auch die Veranstaltung eiens blaulicht-Zuckertütenfests in einem Vergnügungspark in einem stillgelegten Tagebaugebiet wurde angeblich vom Verein selbst finanziert. Die finanziellen Ressourcen, die hinter solchen Kampagnen stecken, können die zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen den Braunkohletagebau aussprechen, bei Weitem nicht auftreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sponsoring===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vattenfall tritt häufig als Sponsor von Sport- und Kulturveranstaltungen auf. Beim Berliner Halbmarathon oder der Laufveranstaltung City-Night ist Vattenfall als einer der größten Sportsponsoren der Stadt überall sichtbar. &lt;br /&gt;
Vor allem auch in der Lausitz, wo Vattenfall bereits mehrere Dörfer wegbaggern lies, versucht das Unternehmen mit hohen Sponsoringsummen in Sport und Kultur seinen Ruf aufzubessern. Hier besteht ein besonders breites, von Vattenfall gesponsortes Angebot: Jugendförderung, die Unterstützung mehrerer Sportvereine, große Schulsportveranstaltungen, einen Architekturpreis etc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/uber-uns/engagement-regionales/lausitz/ Sponsoring in der Lausitz] Vattenfall-Website, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Renovierung und Instandhaltung des Brandenburger Tors wird von Vattenfall gesponsort - dafür darf sich das Unternehmen &amp;quot;Partner des Brandenburger Tors&amp;quot; nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rekommunalisierung der Berliner Stromnetzes===&lt;br /&gt;
Berlin privatisierte sein Stromnetz im Jahr 1997. Seitdem ist Vattenfall der Betreiber. 2011 gründete sich der Berliner Energietisch nach dem Vorbild des Berliner Wassertisches mit dem Ziel, die Stromversorgung in Berlin nach demokratischen, ökologischen und sozialen Kriterien zu organisieren. Dem Versorger Vattenfall wurde vorgeworfen zu sehr auf dem Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung zu verharren. Der Berliner Senat unterstütze den hohen Verkaufspreis des Stromnetzes von bis zu drei Milliarden Euro - der Energietisch rechnete dagegen mit 400 Millionen Euro&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5099002/ Vattenfall verkauft sich zu teuer] die taz vom 06.03.2012, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Volksbegehren wurde ein Volksentscheid über die Rekommunalisierung auf den 3. November 2013 gesetzt, obwohl eine Zusammenlegung des Volksentscheids mit der Bundestagswahl am 22. September 2013 möglich gewesen wäre. Der Energietisch als Initiator des Volksbegehrens äußerte die Vermutung, der Senat hoffe, dass der Volksentscheid auf diese Weise am Zustimmungsquorum scheitern werde. Genau dies trat auch ein - der Gesetzentwurf ist in der Abstimmung gescheitert und wurde deshalb nicht angenommen. Es stimmten zwar 83 Prozent der Abstimmungsteilnehmer mit Ja, jedoch wurde das Quorum von 25 Prozent aller Stimmberechtigten mit 24,1 Prozent knapp verfehlt.ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/berliner-strom-volksentscheid-gescheitert-a-931545.html Energieversorgung: Berliner Strom-Volksentscheid gescheitert] Spiegel Online vom 03.11.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PR-Kampagne===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung im Braunkohleausschuss des Landes Brandenburg am 28. April 2014 startete Vattenfall eine Anzeigenkampagne unter dem Motto &amp;quot;[http://corporate.vattenfall.de/energie-im-fokus/energieproduktion/kohle/lausitzer-braunkohle/ Was wichtig ist]&amp;quot;. Die verschiedenen Anzeigemotive, in denen Menschen aus der Lausitz für den Braunkohletagebau werben, erschienen erstmals im November 2013  in verschiedenen Lausitzer Zeitungen und auf ca. 160 Großaufstellern in der Region. Vattenfall versuchte mit dieser Kampagne, eine breite Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des Braunkohletagebaus zu überzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===[[ISDS]]-Klagen gegen Deutschland===&lt;br /&gt;
Vattenfall verklagte die Bundesrepublik Deutschland bereits zwei mal. Das erste mal klagte Vattenfall im Jahr 2009 als der Hamburger Senat die Wassernutzungsregeln für das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg veränderten. Vattenfall dürfe zum Schutz des Ökosystems nur eine bestimmte Menge an Elbwasser zum Kühlen verwenden, abhängig von Temperatur und Sauerstoffgehalt des Flusses. Auf Basis der Europäischen Energiecharte, einem Investitionsschutzabkommen mit [[ISDS]]-Klagemöglichkeit für Unternehmen, wurde vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington verhandelt. Zum ersten Mal in der Geschichte musste sich die Bundesregierung wegen „Investitionsbehinderungen“ vor einem Schiedsgericht verteidigen. Die Klage wurde mit einem Kompromiss beigelegt. Hamburg musste seine Umweltauflagen soweit zurückziehen und aufweichen, dass sie anschließend gegen die EU-Naturschutz-Richtlinie verstießen. Die EU forderte einen Betriebsstopp des Kohlekraftwerkes, konnte die Forderung aber nicht weiter verfolgen, da sie den Protest gegen die Aufnahme von ISDS-Verfahren in die geplanten Freihandelsabkommen forcieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5019034/ Eine Tragödie in fünf Akten] die taz vom 27.02.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Mal verklage Vattenfall 2012 die Bundesrepublik Deutschland nachdem diese bekannt gab, aus der Energieproduktion von Atomkraftwerken aussteigen zu wollen. Vattenfall klagte wegen der Stillegung der schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel auf 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz. Bis März 2015 kostete das noch laufende Verfahren die Bundesrepublik bereits 4,1 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/atomausstieg-vattenfall-klage-kostet-deutschland-schon-jetzt-millionen/11494704.html Vattenfall-Klage kostet Deutschland schon jetzt Millionen] Handelsblatt vom 12.03.2015, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Das Bergbauunternehmen '''Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG)''' fusionierte 2002 mit den Hamburgische Electricitäts-Werken (HEW) unter Federführung des schwedische Konzerns Vattenfall AB zu Vattenfall Mining AG. Aus der LAUBAG wird die Vattenfall Mining AG. Die LAUBAG hatte einen Lobbyisten im Wirtschaftsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Technologie Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; width: 10em&amp;quot;|'''Zeitraum'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und Oktober 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Mitarbeiter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Bearbeitete Themen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berliner Geschäftsstelle von Vattenfall arbeiten allein 20 Mitarbeiter in der Lobbyabteilung des Konzerns. Chef der Berliner Lobbyabteilung ist Alexander Jung, der früher das Vorstandsbüro Deutschland leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/wer-lenkt-die-lobbyisten.html Wer lenkt die Lobbyisten?] PR-Magazin 07/2011, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Die Vattenfall GmbH hat mehrere 100%-ige Tochtergesellschaften, darunter:&lt;br /&gt;
* Stromnetz Berlin GmbH&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot;&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/Global/Deutschland/Ueber_uns/2014-04-15_Aktualisierung-Management-Angaben.pdf Beteiligungsverhältnisse des deutschen Vattenfall-Konzerns] Webseite Vattenfall, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Aufsichtsrat der Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tuomo Hatakka (Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| Vorsitzender der Geschäftsführung der Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ulrich Freese]] (Stellv. Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*seit 2013 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
*2003-2013 Stellv. Vorsitzender der [[Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie]] (IG BCE) &lt;br /&gt;
*Vattenfall GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Burkhard Dreher (neutr. MG)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| 1994-1999 Wirtschaftsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Linkohr&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
*Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF), Ehrenvorsitzender&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.linkohr.de/Home/Zur-Person Lebenslauf Dr. Rolf Linkohr] Private Webseite, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Kerntechnische Gesellschaft]], Ehrenmitglied&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martina Gregor-Ness&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Landtages Brandenburg, Umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reinhardt Schultz&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| bis 2009 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| Weitere Mitglieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Petra Adolph, Catrin Jung-Draschil, Steffen Erbe, Kurt Häge, Ralf Hermwapelhorst, Christian Hülsmeier, Alexander Krauß, Klaus-Dieter Licht, Joachim Lubitz, Torsten Meyer, Silke Rudolf, Rainer Schulze, Rüdiger Siebers, Peter Smink, Uwe Teubner&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: April 2014) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<title>Vattenfall</title>
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		<updated>2015-08-25T15:28:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:316px-Vattenfall-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Energieversorger&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Chausseestraße 23, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.vattenfall.de www.vattenfall.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Vattenfall GmbH''' ist die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall AB. Vattenfall ist nach [[E.ON]], [[RWE]] und [[EnBW]] das viertgrößte deutsche Energieversorgungsunternehmen. Vattenfall steht aufgrund seiner Lobby-Aktivitäten für Braunkohle-Abbau sowie diverser [ISDS]-Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland in der öffentlichen Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Braunkohle-Lobbyist im Bundestag===&lt;br /&gt;
[[Ulrich Freese]] ist seit 2013 Mitglied des Bundestags für die [[SPD]] und sitzt gleichzeitig in drei Aufsichtsräten von Vattenfall. Er war langjähriger IG-BCE-Gewerkschaftsfunktionär und gilt in Berlin als Braunkohle-Lobbyist.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/F/freese_ulrich/258336 Biografie Ulrich Freese] bundestag.de, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Informationen der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; geht folgender Satz im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf Freese zurück: &amp;quot;Die konventionellen Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, Gas) als Teil des nationalen Energiemixes sind auf absehbare Zeit unverzichtbar.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-122760717.html Im War Room der Demokratie] Spiegel Online vom 02.12.2013, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vattenfall baut in in der Lausitz/Brandenburg in großem Stil Braunkohle ab. Knapp 33.500 Arbeitsplätze hängen dort nach Angaben des Unternehmens von der Braunkohlenindustrie ab. Der Koalitionsvertrag stellt so sicher, dass die Bundesregierung in der Energiepolitik weiterhin auf die billige Braunkohle setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article122837716/Wie-die-Braunkohle-Lobby-der-SPD-am-Koalitionsvertrag-mitschrieb.html Wie die Braunkohle-Lobby der SPD am Koalitionsvertrag mitschrieb] welt.de vom 12.12.2013, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Wahlkampfkasse erhielt Freese Spenden in Höhe von 86.546 Euro. Zumindest ein Teil der Summe lässt sich laut eines Berichts im &amp;quot;Spiegel&amp;quot; auf ehemalige oder aktuelle Führungskräfte von Vattenfall zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/hohe-spenden-im-bundestagswahlkampf-von-vattenfall-aufsichtsrat-freese-a-976618.html Auffällige Spenden im Bundestagswahlkampf des Vattenfall-Aufsichtsrats Ulrich Freese, Spiegel online vom 22.06.2014], Webseite abgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auftragsstudien===&lt;br /&gt;
Vattenfall beauftragte das privatwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut [http://www.prognos.com/ueber-uns/die-prognos-ag/ Prognos AG] mit zwei Studien über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Braunkohletagebaus in den neuen Bundesländern. Die erste Studie wurde im Dezember 2005 unter dem Titel ''Energie- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass „[c]a. 23.600 Arbeitsplätze […] durch die ostdeutsche Braunkohleindustrie gesichert“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Energie-_und_regionalwirtschaftliche_Bedeutung_der_Braunkohle_in_Ostdeutschland_2005.pdf, S. 1.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; werden. Zu dieser Zahl kommt Prognos, indem zu den direkt in der Braunkohleindustrie beschäftigten Arbeitnehmern auch „indirekte“ Beschäftigte bei Zulieferbetrieben (in sogenannten „Vorleistungssektoren“) gerechnet werden sowie sogenannte „induzierte“ Arbeitsplätze, welche durch Konsumausgaben der ersten beiden Gruppen entstehen.&lt;br /&gt;
In der im September 2011 unter dem Titel ''Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' erschienenen Folgestudie heißt es: „Insgesamt hängen in Ostdeutschland rund 33.500 Arbeitsplätze von der Braunkohleindustrie ab.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Bedeutung_der_Braunkohle_in_Ostdeutschland_2011.pdf, S. 27.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleicht man die Angaben aus den beiden Prognos-Studien, so ist bei den direkt Beschäftigten einen Anstieg um 9,8% von 10.182 im Jahr 2005 auf 11.179 im Jahr 2011 festzustellen. In den sogenannten Vorleistungssektoren stieg die Zahl der „indirekt“ Beschäftigten  innerhalb von nur sechs Jahren angeblich sogar um über 58% (von 10.600 auf 16.790). Und die Zahl der induzierten Arbeitsplätze verdoppelte sich fast von 2275 auf 5535, obwohl beide Studien von Konsumausgaben in Höhe von ca. 260 Millionen Euro ausgehen.&lt;br /&gt;
Auch wenn die in den Auftragsstudien genannten Zahlen kaum nachvollziehbar sind, werden sie in Publikationen der Braunkohlelobby häufig als Argument für die wirtschaftliche Notwendigkeit des Braunkohletagebaus genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Astroturf===&lt;br /&gt;
Vattenfall fördert finanziell den Verein ''[http://www.prolausitzerbraunkohle.de/index.php/vorstand.html Pro Lausitzer Braunkohle]'',&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184388.html, DER SPIEGEL 44/2013], abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dessen Vorstand mit Marco Bayer auch ein direkter Vertreter von Vattenfall sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html, http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html]abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentiert sich als unabhängige Bürgerinitiative, die sich für eine Erweiterung des Tagesbaus stark macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anfrage von LobbyControl äußerte sich Vattenfall nicht dazu, wie viele Gelder in den verein geflossen sind. Der Verein ''Pro Lausitzer Braunkohle'' betreibt eine eigene Geschäftsstelle im Cottbusser ''Haus der Wirschaft'', aus der auch die Kampagne “[http://www.pro-lausitz.de/index.php Meine Stimme fürs Revier]” organisiert wurde. Die Aktionen der Kampagne umfassten eine Plakataktion vor der Greenpeace-Zentrale in Hamburg und kostspielige Großkundgebungen im Vorfeld von politischen Sitzungen zum Thema Braunkohle. Auch die Veranstaltung eiens blaulicht-Zuckertütenfests in einem Vergnügungspark in einem stillgelegten Tagebaugebiet wurde angeblich vom Verein selbst finanziert. Die finanziellen Ressourcen, die hinter solchen Kampagnen stecken, können die zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen den Braunkohletagebau aussprechen, bei Weitem nicht auftreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sponsoring===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vattenfall tritt häufig als Sponsor von Sport- und Kulturveranstaltungen auf. Beim Berliner Halbmarathon oder der Laufveranstaltung City-Night ist Vattenfall als einer der größten Sportsponsoren der Stadt überall sichtbar. Auch die Renovierung und Instandhaltung des Brandenburger Tors wird von Vattenfall gesponsort - dafür darf sich das Unternehmen &amp;quot;Partner des Brandenburger Tors&amp;quot; nennen. Für dieses Engagement steht der Berliner Senat Vattenfall stets zur Seite: Als 2013 ein Volksentscheid zum Rückkauf des Berliner Stromnetzes anstand, unterstützte der Senat den hohen Verkaufspreis des Stromnetzes - ein Grund weshalb die Rekommunalisierung letzlich scheiterte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5099002/ Vattenfall verkauft sich zu teuer]die taz vom 06.03.2012, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem auch in der Lausitz, wo Vattenfall bereits mehrere Dörfer wegbaggern lies, versucht das Unternehmen mit hohen Sponsoringsummen in Sport und Kultur seinen Ruf aufzubessern. Hier besteht ein besonders breites, von Vattenfall gesponsortes Angebot: Jugendförderung, die Unterstützung mehrerer Sportvereine, große Schulsportveranstaltungen, einen Architekturpreis etc. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/uber-uns/engagement-regionales/lausitz/ Sponsoring in der Lausitz] Vattenfall-Website, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PR-Kampagne===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung im Braunkohleausschuss des Landes Brandenburg am 28. April 2014 startete Vattenfall eine Anzeigenkampagne unter dem Motto &amp;quot;[http://corporate.vattenfall.de/energie-im-fokus/energieproduktion/kohle/lausitzer-braunkohle/ Was wichtig ist]&amp;quot;. Die verschiedenen Anzeigemotive, in denen Menschen aus der Lausitz für den Braunkohletagebau werben, erschienen erstmals im November 2013  in verschiedenen Lausitzer Zeitungen und auf ca. 160 Großaufstellern in der Region. Vattenfall versuchte mit dieser Kampagne, eine breite Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des Braunkohletagebaus zu überzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Das Bergbauunternehmen '''Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG)''' fusionierte 2002 mit den Hamburgische Electricitäts-Werken (HEW) unter Federführung des schwedische Konzerns Vattenfall AB zu Vattenfall Mining AG. Aus der LAUBAG wird die Vattenfall Mining AG. Die LAUBAG hatte einen Lobbyisten im Wirtschaftsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Technologie Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; width: 10em&amp;quot;|'''Zeitraum'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und Oktober 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Mitarbeiter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Bearbeitete Themen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berliner Geschäftsstelle von Vattenfall arbeiten allein 20 Mitarbeiter in der Lobbyabteilung des Konzerns. Chef der Berliner Lobbyabteilung ist Alexander Jung, der früher das Vorstandsbüro Deutschland leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/wer-lenkt-die-lobbyisten.html Wer lenkt die Lobbyisten?] PR-Magazin 07/2011, abgerufen am 24.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/wer-lenkt-die-lobbyisten.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Die Vattenfall GmbH hat mehrere 100%-ige Tochtergesellschaften, darunter:&lt;br /&gt;
* Stromnetz Berlin GmbH&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot;&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/Global/Deutschland/Ueber_uns/2014-04-15_Aktualisierung-Management-Angaben.pdf Beteiligungsverhältnisse des deutschen Vattenfall-Konzerns] Webseite Vattenfall, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Aufsichtsrat der Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tuomo Hatakka (Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| Vorsitzender der Geschäftsführung der Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ulrich Freese]] (Stellv. Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*seit 2013 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
*2003-2013 Stellv. Vorsitzender der [[Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie]] (IG BCE) &lt;br /&gt;
*Vattenfall GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Burkhard Dreher (neutr. MG)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| 1994-1999 Wirtschaftsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Linkohr&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
*Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF), Ehrenvorsitzender&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.linkohr.de/Home/Zur-Person Lebenslauf Dr. Rolf Linkohr] Private Webseite, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Kerntechnische Gesellschaft]], Ehrenmitglied&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martina Gregor-Ness&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Landtages Brandenburg, Umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reinhardt Schultz&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| bis 2009 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| Weitere Mitglieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Petra Adolph, Catrin Jung-Draschil, Steffen Erbe, Kurt Häge, Ralf Hermwapelhorst, Christian Hülsmeier, Alexander Krauß, Klaus-Dieter Licht, Joachim Lubitz, Torsten Meyer, Silke Rudolf, Rainer Schulze, Rüdiger Siebers, Peter Smink, Uwe Teubner&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: April 2014) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34230</id>
		<title>Vattenfall</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Vattenfall&amp;diff=34230"/>
		<updated>2015-08-25T14:26:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:316px-Vattenfall-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Energieversorger&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.vattenfall.de www.vattenfall.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Vattenfall GmbH''' ist die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall AB. Vattenfall ist nach [[E.ON]], [[RWE]] und [[EnBW]] das viertgrößte deutsche Energieversorgungsunternehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
===Braunkohle-Lobbyist im Bundestag===&lt;br /&gt;
Nach Informationen der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; geht folgender Satz im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf [[Ulrich Freese]] zurück: ''&amp;quot;Die konventionellen Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, Gas) als Teil des nationalen Energiemixes sind auf absehbare Zeit unverzichtbar.&amp;quot;'' Ulrich Freese war langjähriger Gewerkschaftsfunktionär, ist Mitglied des Aufsichtsrates bei Vattenfall und seit 2013 Mitglied des Bundestages für die [[SPD]]. Für seine Wahlkampfkasse erhielt Freese Spenden in Höhe von 86.546 Euro. Zumindest ein Teil der Summe lässt sich laut eines Berichts im &amp;quot;Spiegel&amp;quot; auf ehemalige oder aktuelle Führungskräfte von Vattenfall zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/hohe-spenden-im-bundestagswahlkampf-von-vattenfall-aufsichtsrat-freese-a-976618.html Auffällige Spenden im Bundestagswahlkampf des Vattenfall-Aufsichtsrats Ulrich Freese, Spiegel online vom 22. Juni 2014], Webseite abgerufen am 9. 9. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vattenfall baut in in der Lausitz/Brandenburg in großem Stil Braunkohle ab. Knapp 33.500 Arbeitsplätze hängen dort nach Angaben des Unternehmens von der Braunkohlenindustrie ab. Der Koalitionsvertrag stellt so sicher, dass die Bundesregierung in der Energiepolitik weiterhin auf die billige Braunkohle setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article122837716/Wie-die-Braunkohle-Lobby-der-SPD-am-Koalitionsvertrag-mitschrieb.html Wie die Braunkohle-Lobby der SPD am Koalitionsvertrag mitschrieb] welt.de vom 12.12.2013, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auftragsstudien===&lt;br /&gt;
Vattenfall beauftragte das privatwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut [http://www.prognos.com/ueber-uns/die-prognos-ag/ Prognos AG] mit zwei Studien über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Braunkohletagebaus in den neuen Bundesländern. Die erste Studie wurde im Dezember 2005 unter dem Titel ''Energie- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass „[c]a. 23.600 Arbeitsplätze […] durch die ostdeutsche Braunkohleindustrie gesichert“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Energie-_und_regionalwirtschaftliche_Bedeutung_der_Braunkohle_in_Ostdeutschland_2005.pdf, S. 1.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; werden. Zu dieser Zahl kommt Prognos, indem zu den direkt in der Braunkohleindustrie beschäftigten Arbeitnehmern auch „indirekte“ Beschäftigte bei Zulieferbetrieben (in sogenannten „Vorleistungssektoren“) gerechnet werden sowie sogenannte „induzierte“ Arbeitsplätze, welche durch Konsumausgaben der ersten beiden Gruppen entstehen.&lt;br /&gt;
In der im September 2011 unter dem Titel ''Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland'' erschienenen Folgestudie heißt es: „Insgesamt hängen in Ostdeutschland rund 33.500 Arbeitsplätze von der Braunkohleindustrie ab.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Datei:Bedeutung_der_Braunkohle_in_Ostdeutschland_2011.pdf, S. 27.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleicht man die Angaben aus den beiden Prognos-Studien, so ist bei den direkt Beschäftigten einen Anstieg um 9,8% von 10.182 im Jahr 2005 auf 11.179 im Jahr 2011 festzustellen. In den sogenannten Vorleistungssektoren stieg die Zahl der „indirekt“ Beschäftigten  innerhalb von nur sechs Jahren angeblich sogar um über 58% (von 10.600 auf 16.790). Und die Zahl der induzierten Arbeitsplätze verdoppelte sich fast von 2275 auf 5535, obwohl beide Studien von Konsumausgaben in Höhe von ca. 260 Millionen Euro ausgehen.&lt;br /&gt;
Auch wenn die in den Auftragsstudien genannten Zahlen kaum nachvollziehbar sind, werden sie in Publikationen der Braunkohlelobby häufig als Argument für die wirtschaftliche Notwendigkeit des Braunkohletagebaus genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Astroturf===&lt;br /&gt;
Vattenfall fördert finanziell den Verein ''[http://www.prolausitzerbraunkohle.de/index.php/vorstand.html Pro Lausitzer Braunkohle]'',&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184388.html, DER SPIEGEL 44/2013], abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dessen Vorstand mit Marco Bayer auch ein direkter Vertreter von Vattenfall sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html, http://www.energieregion-lausitz.de/de/wirtschaft-wirtschaftspartner-vattenfall.html]abgerufen am 14.05.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentiert sich als unabhängige Bürgerinitiative, die sich für eine Erweiterung des Tagesbaus stark macht. ''Pro Lausitzer Braunkohle'' betreibt eine eigene Geschäftsstelle im Cottbusser ''Haus der Wirschaft'', aus der auch die Kampagne “[http://www.pro-lausitz.de/index.php Meine Stimme fürs Revier]” organisiert wurde. Die Aktionen der Kampagne umfassten eine Plakataktion vor der Greenpeace-Zentrale in Hamburg und kostspielige Großkundgebungen im Vorfeld von politischen Sitzungen zum Thema Braunkohle. Die finanziellen Ressourcen, die hinter einer solchen Kampagne stecken, können die zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen den Braunkohletagebau aussprechen, bei Weitem nicht auftreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PR-Kampagne===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung im Braunkohleausschuss des Landes Brandenburg am 28. April 2014 startete Vattenfall eine Anzeigenkampagne unter dem Motto &amp;quot;[http://corporate.vattenfall.de/energie-im-fokus/energieproduktion/kohle/lausitzer-braunkohle/ Was wichtig ist]&amp;quot;. Die verschiedenen Anzeigemotive, in denen Menschen aus der Lausitz für den Braunkohletagebau werben, erschienen erstmals im November 2013  in verschiedenen Lausitzer Zeitungen und auf ca. 160 Großaufstellern in der Region. Vattenfall versuchte mit dieser Kampagne, eine breite Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des Braunkohletagebaus zu überzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Das Bergbauunternehmen '''Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG)''' fusionierte 2002 mit den Hamburgische Electricitäts-Werken (HEW) unter Federführung des schwedische Konzerns Vattenfall AB zu Vattenfall Mining AG. Aus der LAUBAG wird die Vattenfall Mining AG. Die LAUBAG hatte einen Lobbyisten im Wirtschaftsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Technologie Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und Oktober 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Mitarbeiter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Bearbeitete Themen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Die Vattenfall GmbH hat mehrere 100%-ige Tochtergesellschaften, darunter:&lt;br /&gt;
* Stromnetz Berlin GmbH&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
* Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot;&amp;gt;[http://corporate.vattenfall.de/Global/Deutschland/Ueber_uns/2014-04-15_Aktualisierung-Management-Angaben.pdf Beteiligungsverhältnisse des deutschen Vattenfall-Konzerns] Webseite Vattenfall, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Aufsichtsrat der Vattenfall Europe Mining AG&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tuomo Hatakka (Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| Vorsitzender der Geschäftsführung der Vattenfall GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ulrich Freese]] (Stellv. Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*seit 2013 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
*2003-2013 Stellv. Vorsitzender der [[Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie]] (IG BCE) &lt;br /&gt;
*Vattenfall GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Burkhard Dreher (neutr. MG)&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| 1994-1999 Wirtschaftsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rolf Linkohr&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
*bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
*Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF), Ehrenvorsitzender&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.linkohr.de/Home/Zur-Person Lebenslauf Dr. Rolf Linkohr] Private Webseite, abgerufen am 23.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Kerntechnische Gesellschaft]], Ehrenmitglied&amp;lt;ref name=&amp;quot;l1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martina Gregor-Ness&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Landtages Brandenburg, Umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reinhardt Schultz&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| bis 2009 Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| Weitere Mitglieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Petra Adolph, Catrin Jung-Draschil, Steffen Erbe, Kurt Häge, Ralf Hermwapelhorst, Christian Hülsmeier, Alexander Krauß, Klaus-Dieter Licht, Joachim Lubitz, Torsten Meyer, Silke Rudolf, Rainer Schulze, Rüdiger Siebers, Peter Smink, Uwe Teubner&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: April 2014) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;vf1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Google&amp;diff=34167</id>
		<title>Google</title>
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		<updated>2015-08-17T14:47:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* 2015: Unternehmensumstrukturierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Google Inc.&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Google-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Internetdienstleistungen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Dienstleistungen, Mobile Technologie, Apps, Werbung &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Unter den Linden 21, 10117 Berlin &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Google Belgium, Chaussée d'Etterbeek 180, 1040 Brussels &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/ google.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Google Inc.''' ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das durch seine Internetdienstleistungen, allen voran der Suchmaschine, erfolgreich wurde. Mit einem Börsenwert von 390 Milliarden US-Dollar ist Google heutzutage auf Platz 2 der börsennotierten Unternehmen in den USA und bei der Bearbeitung von Suchanfragen Weltmarktführer.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Hoechster-Boersenwert-Google-arbeitet-sich-an-wertvollsten-Konzern-Apple-heran-3292653 Höchster Börsenwert: Google arbeitet sich an Apple heran], finanzen.net vom 11.02.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Großteil seines Gewinns erwirtschaftet Google mit Werbung, die mehr und mehr mit Benutzerinformationen verknüpft wird. 2015 wurde der Konzern in &amp;quot;Alphabet&amp;quot; umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren geriet das Unternehmen immer stärker in die öffentliche Kritik, sowie in politische und juristische Auseinandersetzunen. Zum einen wird der Umgang Googles mit Fragen des Datenschutzes sowie des Urheberrechts bemängelt, zum anderen wird dem Unternehmen vorgeworfen, seine Marktmacht auszunutzen und sich so unfaire Wettbewerbsvorteile zu sichern. Um dieser wachsenden Kritik zu begegnen und das Ansehen in der Öffentlichkeit und in der Politik aktiv zu beeinflussen, hat Google seine Lobbyarbeit immer stärker ausgeweitet.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.washingtonpost.com/politics/how-google-is-transforming-power-and-politicsgoogle-once-disdainful-of-lobbying-now-a-master-of-washington-influence/2014/04/12/51648b92-b4d3-11e3-8cb6-284052554d74_story.html Google, once disdainful of lobbying, now a master of washington influence], washingtonpost online vom 12.04.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Weiterleiten und Sammeln von Informationen und Nutzerdaten zentral für das eigene Geschäftsmodel ist, tritt das Unternehmen für eine möglichst schwache staatliche Regulierung des Internets und gegen einen verstärkter Daten- und Urheberrechtsschutz ein. Diese Forderung sollen durch gezielte Lobbyarbeit unterstützt werden. Google hat seine Lobbyausgaben in den letzten Jahre daher deutlich gesteigert (siehe Tabelle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in den USA ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus der Lobbyarbeit des Unternehmens liegt auf den USA, wobei die Regierung und die politischen Parteien von besonderem Interesse sind. Im März 2015 wurde berichtet, dass Google im Durchschnitt ein Lobby-Gespräch pro Woche im Weißen Haus führt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/maechtige-internetriesen/googles-lobbyisten-haben-im-weissen-haus-erfolg-13505625.html Google kommt oft ins Weiße Haus] Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. März 2015, zuletzt gesichtet am 26.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Google kann dabei auf den guten Beziehungen seiner Lobbyisten aufbauen - von den 123 in den USA bei Google beschäftigten Lobbyisten im Zeitraum 2013-14 arbeiteten ganze 102 zuvor in Regierungsjobs und haben einen [[Seitenwechsel]] vollzogen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/orgs/summary.php?id=D000022008 Google bei opensecrets.org], zuletzt abgerufen am 04.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Einerseits soll die staatliche Regulierung und Gesetzgebung auf nationaler Ebene gezielt beeinflusst werden, andererseits gilt es, die eigenen Vorstellungen und Interessen bei den Beziehungen und Verhandlungen zwischen den USA und anderen Nationalstaaten einfließen zu lassen. Beispiele sind hier die Datenschutzverordnung der EU, oder auch die Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen [[TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-01/datenschutztag-datenschutzverordnung-lobbyismus Mit Dollars gegen mehr Datenschutz] Zeit Online vom 28.01.2013, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wachsende Bedeutung der Lobbyarbeit für Google wird besonders deutlich an den verwendeten Geldern: Sie steigen 2012 auf über 18 Millionen Dollar; dieses Jahr war wegen der Präsidentschaftswahl und einer [https://lobbypedia.de/wiki/Google#Beinflussung_eines_Berichts_der_US-Wettbewerbsbeh.C3.B6rde Auseinandersetzung mit der US-Wettbewerbsbehörde] für Google besonders wichtig. Die Ausgaben bleiben dann auf dem hohen Niveau.&lt;br /&gt;
In den ersten sieben Monaten des Jahres 2014 gab Google allein 9,3 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus und war damit das Unternehmen mit den zweithöchsten Ausgaben in den USA &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbying-in-den-usa-google-investiert-9-millionen-dollar-a-984069.html US-Politik: Nur eine Firma gibt mehr fürs Lobbying aus als Google] Spiegel Online vom 02.08.2014, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr &lt;br /&gt;
! Ausgaben in US-Dollar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| 80 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| 180 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 260 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2006&lt;br /&gt;
| 800 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| 1 520 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
| 2 840 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009&lt;br /&gt;
| 4 030 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| 5 160 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011&lt;br /&gt;
| 9 680 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2012&lt;br /&gt;
| 18 220 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| 15 800 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2014&lt;br /&gt;
| 16 830 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 - nur erstes Halbjahr&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.consumerwatchdog.org/newsrelease/google-trims-2nd-quarter-spending-still-leads-tech-firms%E2%80%99-lobbying-expenditures-facebook Google Trims 2nd Quarter Spending, But Still Leads Tech Firms’ Lobbying Expenditures; Facebook posts Record $2.69 Million While Amazon Outlay Soars 103 Percent], http://www.consumerwatchdog.org, 20. Juli 2015, zuletzt aufgerufen am 27.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 10 390 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen besonderen Platz in der Lobbyarbeit von Google in den USA spielen Parteispenden. Über ein Political Action Committee (PAC) werden Gelder für die einzelnen Parteien gesammelt und gespendet. Dabei werden die Spenden relativ ausgeglichen an Republikaner und Demokraten verteilt, 2014 erhielten die Demokraten 359 000 US-Dollar, die Republikaner 371 500 US-Dollar &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/pacs/lookup2.php?strID=C00428623|%20OpenSecrets Google Inc] www.opensecrets.org, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2012 gründete Google mit anderen Internetkonzernen ein gemeinsamen Lobbyverband:[[The Internet Association]]. Daran beteiligt sind weitere Internentkonzerne, unter anderem [[Facebook]], Ebay und Amazon.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theverge.com/2012/7/25/3186208/google-facebook-amazon-ebay-internet-association-lobbying-group Google, Facebook, Amazon, an Ebay form 'Internet Association' lobbying group] www.theverge.com vom 25.07.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit auf EU-Ebene ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Auch in Europa hat Google seine Lobbyarbeit stetig ausgebaut. Nach eigenen Angaben stiegen die Kosten für die Lobbyarbeit auf EU-Ebene von 600.000 € bis 700.000 € im Jahr 2011 auf 1.250.000 € bis 1.500.000 € im Jahr 2013, festgehalten im EU Transparenzregister&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, aufgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Brüsseler Büro arbeiten neun Mitarbeiter&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59 Google] EU-Transparenzregister, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, darunter der Anwalt Tobias McKenney, ein Seitenwechsler der zuvor als Referent bei der EU-Kommission Urheberrechtsthemen betreut hat&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit&lt;br /&gt;
dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit ist das Brüssler Büro von Google im Vergleich zu dem anderer Großunternehmen relativ klein, was daran liegen könnte, dass Google in Europa nicht öffentlicht als Lobbyist wahrgenommen werden will - so beschreibt Jan Philipp Albrecht die Google-Strategie; er ist innen- und justizpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im EU-Parlament,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielmehr betreibt das Unternehmen indirekte Lobbyarbeit über [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken (engl. Think tanks)]] und Verbänden auf EU-Ebene. Beispielsweise ist Google Unterstützer des [[Lisbon Council]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lisboncouncil.net/about-us/acknowledgements.html Webseite des Lisbon Council], aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer neoliberalen Denkfabrik, die sich für freie Märkte und Deregulierung einsetzt. Das Lisbon Council und Google kooperieren etwa bei der Initiative &amp;quot;Single Market Entrepreneurs&amp;quot;. Ein Imagefilm der Initiative zeigt zahlreiche kleine und mittelgroße Unternehmer, die Google-Dienste verwenden (insbesondere Adwords). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://prezi.com/sg0-tkhbjhyf/single-market-entrepreneurs/?auth_key=f14ece2ef670602ed7d3fd59cc25a2da5f1a3aba Single Market Entrepreneuers Presentation], aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google folgt damit einer Strategie, die darauf abzielt, Firmen in die eigene Lobbyarbeit einzubinden. Dabei wird versucht den Eindruck zu erwecken, dass die eigenen politischen Ziele nicht nur dem Interesse Googles entsprechen, sondern auch dem vieler kleinen und mittleren Unternehmen. So wurde beispielsweise in Deutschland im April 2012 eine Auftragsstudie vorgestellt, die den Nutzen von Google für Unternehmensgründer belegen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!91726/ Verkaufen, verkaufen, verkaufen], taz-online vom 18.4.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zudem unterstützt Google die Denkfabrik [[European Centre for International Political Economy]] (ECIPE)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ecipe.org/ European Centre for International Political Economy], abgerufen am 08.09.2014. Siehe auch David Cronin: [http://dvcronin.blogspot.de/2011/01/think-tanks-corporate-lobbyists-posing.html Think tanks: corporate lobbyists posing as experts], Blogbeitrag vom 31.1.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die eine unternehmensfreundliche Handelspolitik propagiert, und ist Mitglied in der [[American Chamber of Commerce to the European Union]] (AmCham EU), der [[The European Digital Media Association]] (EDiMA) und der [[European Internet Foundation]] (EIF).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, Stand 29.03.12, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftsfinanzierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem zeigt Google vermehrt Präsenz in Wissenschaft und Forschung und unterstützt Universitäten und Forschungseinrichtungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; So finanzierte Google beispielsweise das Berliner [[Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft]] (IIG) mit einer Anschubfinanzierung von 4,5 Millionen Euro über drei Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/institut-fuer-internet-und-gesellschaft-eroeffnet-warum-google-deutsche-internet-erklaerer-braucht-1.1173139 Warum Google deutsche Internet-Erklärer braucht] Süddeutsche online vom 25.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. 2013 wurde die Finanzierung um weitere sechs Jahre verlängert&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hiig.de/pm-institut-fur-internet-und-gesellschaft-sichert-langfristige-finanzierung PM: Institut für Internet und Gesellschaft sichert langfristige Finanzierung] 'Institut für Internet und Gesellschaft'-Website vom 24.09.2013, aufgerufen am 04.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein Vertreter von Google Deutschland besetzt einen Posten im achtköpfigen Aufsichtsgremium, dem &amp;quot;tragenden Beratungs- und Überwachungsorgan&amp;quot; des Instituts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hiig.de/institute/organisation/aufsichtsgremium/ &amp;quot;Aufsichtsgremium&amp;quot;] 'Institut für Internet und Gesellschaft'-Website, aufgerufen am 04.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Verflechtung geht soweit, das Google bei der Wahl des Kuratoriums ein Vetorecht besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/internet/2011-07/google-uni-institut/seite-2 Die Google-Uni] Zeit online vom 11.06.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der direkte Einfluss lässt starke Zweifel an Unabhängigkeit und Integrität einer solchen Bildungseinrichtung aufkommen. Drittmittelförderungen wie diese gefährden die Neutralität von Forschungsarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!77565/ &amp;quot;Neue Form von Korruption&amp;quot;], taz online vom 07.09.2011, aufgerufen am 09.09.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deep Lobbying ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der direkten Beeinflussung der Politik nimmt auch die Imagepflege einen wichtigen Platz in der Lobbyarbeit von Google ein. Ziel dabei ist es, eine positive Assoziation mit dem Unternehmen in der Öffentlichkeit und in der Politik aufzubauen. Zu diesem Zweck wird unter anderem versucht in der Wissenschaft einen Diskurs zu fördern, der mit dem Unternehmenszielen übereinstimmt. Diese Strategie wird auch Deep Lobbying genannt. Durch die indirekte Beeinflussung erhofft man sich unterbewusste Entscheidungsprozesse beeinflussen zu können. Beispielsweise kann eine positivere Wahrnehmung des Unternehmens dazu verleiten, dass Kunden verstärkt Produkte zu kaufen, Politiker sich für das Unternehmen einsetzen, oder die Medien ein positiveres Bild von Google vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Kontext ist besonders die finanzielle Unterstützung zahlreicher Projekte und Einrichtungen durch Google auffällig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Einrichtung von Programmen an Universitäten, unterstützt Google Vereine und Verbände wie LiquidDemocracy&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Private-Foerderung-fuer-den-18-Sachverstaendigen-der-Internet-Enquete-1283551.html Private Förderung für den 18. Sachverständigen der Internet Enquete] Heise online vom 27.07.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die Speaker's Corner Aktion des Zentrums für politische Schönheit &amp;lt;ref&amp;gt;[https://sites.google.com/site/speakerscornerevent/ Speakers Corner Berlin] offizielle Website des Speakers' Corner Berlin, augerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem gründete das Unternehmen 2010 die Denkfabrik Co:llaboratory, die allein im Jahr 2013 mit 250.000 Euro unterstützt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Jahresbericht_2013. Jahresbericht Collaboratory 2013] Collaboratory-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Google stellte Im Jahr 2014 knapp 65 Prozent der Gesamtfinanzierung des ThinkTanks Co:llaboratory&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Jahresbericht_2014 Jahresbericht 2014] Collaboratory-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Denkfabrik soll &amp;quot;gemeinsam an Lösungsansätzen zu gesellschaftlichen Fragen rund um das Internet&amp;quot; in einem &amp;quot;Expertenkreis, in dem Akteure aus Wissenschaft, Verbänden, Daten- und Verbraucherschutz sowie aus Internetunternehmen&amp;quot;, arbeiten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite Collaboratory.de] Collaboratory-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Google sponsort weitere Projekte wie die Bloggerkonferenz &amp;quot;re:publica&amp;quot; oder die Konferenz &amp;quot;Jugend hackt&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
https://re-publica.de/15/partner re:publica Kooperationspartner] re:publica-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch die &amp;quot;Initiative gegen Leistungsschutzrecht&amp;quot; (IGEL) wurde von Google unterstützt&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://leistungsschutzrecht.info/unterstuetzer IGEL-Unterstützer] 'Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht'-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Spiegel schrieb im Jahr 2012 über Googles Rolle: &amp;quot;Wer sich für netzpolitische Themen interessiert, kommt in Berlin nicht mehr an Google vorbei&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.zeit.de/2014/33/suchmaschine-google-zukunft Die Vereinigten Staaten von Google] Der Spiegel 39/2012, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Deep Lobbying Strategie von Google kann auch das Buch &amp;quot;Die Vernetzung der Welt&amp;quot; gezählt werden, welches Google-Verwaltungsratchef Eric Schmidt zusammen mit Jared Cohen, dem Leiter des ThinkTanks 'Google Ideas', schrieb. Das fast ausnahmslos im Futur geschriebene Buch entwirft eine politische Utopie, in welcher die Technik das heutige politische System ersetzt hat&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-88754346.html Im Namen der Freiheit] Zeit Online vom  DIE ZEIT 07.08.2015, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es war Eric Schmidt selbst, der diese subtile Art des Lobbying in einem Interview mit der Washington Post &amp;quot;lobbying by ideas&amp;quot; nannte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlkampfspenden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 stimmte das Europäische Parlament in einer nicht bindenden Resolution für die Aufspaltung des Konzerns. Dabei stand die Forderung im Mittelpunkt, dass Suchergebnisse &amp;quot;frei von Verzerrung und transparent&amp;quot; sein sollen. Zu diesem Zweck soll das Suchmaschinengeschäft von anderen Unternehmensbereichen abgetrennt werden. Der Vorschlag des Europäischen Parlaments führte zu Widerstand bei US-Politikern. Mehrere Mitglieder des US-Kongresses verfassten Briefe an hochrangige Mitglieder der Europäischen Union. Gemeinsamer Tenor war die Beschwerde über &amp;quot;Diskriminierung ausländischer Firmen in Bezug auf Digitalwirtschaft&amp;quot; und die Behinderung von &amp;quot;Innovationen und Investitionen durch US-basierte Internetfirmen&amp;quot;. Wie man bei opensecrets.org nachlesen kann, hat Google neun der siebzehn Briefschreiber in der Wahlkampfperiode 2013/14 mit insgesamt mehr als 260.000 $ finanziert. Die Initiatorin einer der Briefe, die Demokratin Anna Eshoo, erhielt für ihren Wahlkampf 40.000 $ von Google. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Repräsentantenhaus, der Republikaner Bob Goodlatte, hatte schon vor der Abstimmung an diverse Fraktionsvorsitzende des EU-Parlaments geschrieben und seiner Besorgnis ausgedrückt. Laut opensecrets.org hatte Google seinen Wahlkampf mit 31.000 $ unterstützt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-kritiker-des-eu-parlaments-mit-wahlkampfspenden-finanziert-a-1005543.html Kritiker des EU-Parlaments mit Wahlkampfspenden finanziert] spiegel.de vom 28.11.14, abgerufen am 01.12.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Netzpolitik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Google ist auch in der deutschen netzpolitischen Szene gut repräsentiert und insbesondere in den netzpolitischen ThinkTanks der SPD und der CDU vertreten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.faz.net/deus/2013/12/18/lobbyisten-vorsitzmacher-und-andere-stiefelknechte-im-internetausschuss-1869/ Lobbyisten, Vorsitzmacher und andere Stiefelknechte im Internetausschuss] FAZ vom 18.12.2013, abgerufen am 05.08.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;. So gehört der Pressesprecher von Google Deutschland, Stefan Keuchel, zu den Gründungsmitgliedern Vereins 'D64', welcher der SPD nahe steht. Axel Wallrabenstein ist Chairman bei der Agentur 'MSL Group Germany', welche die politische PR für Google in Deutschland erledigt, und sitzt gleichzeitig im Vorstand des C-Netz, dem netzpolitischen Verein der CDU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenschutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nutzerdaten sind für Google besonders wichtig, um Werbung personalisieren zu können. Dieses einträgliche Geschäft sieht Google durch staatliche Regulierung und verschärften Datenschutz gefährdet. Das Unternehmen versucht daher, die Debatten zu dem Thema zu beeinflussen und besonders bei neuen Gesetzen Einfluss zu nehmen. Dies wurde besonders deutlich bei der neuen EU-Datenschutzverordnung. Die Lobbyabteilungen verschiedener Internetkonzerne, darunter Google, erstellten eigene Papiere und Vorlagen für die neue Verordnung und versuchten, so die Ergebnisse zu ihren Gunsten zu  beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbyplag-zeigt-lobby-einflussname-bei-eu-datenschutz-richtlinie-a-882567.html Datenschutz: Website entlarvt Lobby-Einfluss in Brüssel] Spiegel online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde auch versucht, direkt auf die Mitglieder des EU-Parlaments einzuwirken und diese für eine unternehmensfreundliche Ausgestaltung der Verordnung zu gewinnen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/lobby-einfluss-auf-neue-eu-verordnung-internetkonzerne-schreiben-bei-datenschutzregeln-mit-1.1596560 Internetkonzerne schreiben Datenschutzregeln mit] Süddeutsche online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Laut der zuständigen Justizkommissarin [[Viviane Reding]] wurde die Lobbyarbeit um die Datenschutzverordnung so „erbittert“ geführt, wie sie es noch nie erlebt habe&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.n-tv.de/politik/Blog-deckt-Lobbyeinfluss-auf-article10103291.html EU-Verordnung per &amp;quot;Copy &amp;amp; Paste&amp;quot;, Blog deckt Lobbyeinfluss auf] n-tv vom 12.02.2013, aufgerufen am 15.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neben Google waren auch anderen US-Unternehmen wie [[Facebook]], [[Amazon]] und [[Ebay]] als Lobbyakteure präsent. Unterstützt wurden sie dabei von der US-Regierung. Diese versuchte bereits vor der offiziellen Veröffentlichung des ersten Gestzes-Entwurfs in die Bresche, um die neue Datenschutzverordnung durch intensive Lobbyarbeit zu verhindern&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europnews.org/2012-01-22-wann-lost-sich-europa-endlich-von-den-usa-usa-torpedieren-eu-datenschutz-verordnung.html USA torpedieren EU-Datenschutz-Verordnung], aufgerufen am 25.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streit um Datenschutzfragen wird auch immer häufiger vor Gerichten ausgetragen. 2014 konnten Kläger vor dem Europäischen Gerichtshof erwirken, dass Google zukünftig sensible persönliche Daten in der Ergebnissliste seiner Suchmaschine auf Anfrage löschen muss. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/eugh-raeumt-recht-auf-vergessen-gegenueber-google-ein-12936895.html EuGH stärkt Recht auf Vergessen] Faz online vom 13.05.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google reagierte mit der Einsetzung eines unabhängigen Beirats, der sich mit rechtlichen und organisatorischen Fragen zur Löschung befasst. Mitglied dieses Beirats ist unter anderem die frühere Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/google/google-beruft-leutheusser-schnarrenberger-in-loesch-beirat-13039086.html Google beruft Leutheusser-Schnarrenberger in „Lösch-Beirat“] Faz online vom 10.07.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urheberrecht und Patentstreitigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Datenschutz sind besonders die Bereiche des Urheber- und das Patentrecht von großem Interesse für Google. Darunter fielen in der Vergangenheit auch die Urheberrechtsabkommen [[SOPA]], [[PIPA]] und [[ACTA]]. Ebenso wie beim  Datenschutz setzt sich Google bei diesen Themen für eine möglichst schwache Regulierung durch staatliche Seite ein. Durch Verschärfung von Urheber- und Patentrecht sieht Google das freie Vermitteln von Informationen, also den Wesenskerns seines Geschäftes, bedroht. Um einer möglichen Verschärfung entgegenzuwirken, versucht Google auch die Öffentlichkeit für seine Interessen zu gewinnen. Als beispielsweise 2009 über eine Einführung des Leistungsschutzrechts für Verleger debattiert wurde, unterstützte Google  finanziell die Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht (IGEL). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,788810,00.html So führen Microsoft und Google ihren Lobbykrieg], Spiegel online vom 2.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  2012 rief das Unternehmen sogar eine eigene Kampagne unter dem Namen „Verteidige Dein Netz“ gegen das geplante Leistungsschutzrecht ins Leben. Neben einer intensiven Nutzung von Social Media Plattformen und eigenen Videos wurde eine eigene Petition veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[http://www.gruenderszene.de/news/gadgets-google-leistungsschutzrecht Google: &amp;quot;Verteidige dein Netz&amp;quot;] www.gruenderszene.de, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google gelang es, sich in der öffentlichen Diskussion einen Namen zu machen; so wurde beispielsweise Dr Arnd Haller (Google Germany GmbH, Legal director north and central Europe) zu einer Anhörung zum Leistungsschutzrecht in den Bundestag eingeladen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://netzpolitik.org/2013/montag-ungeplante-anhorung-zum-leistungsschutzrecht-im-bundestag/ Montag: Ungeplante Anhörung zum Leistungsschutzrecht im Bundestag] netzpolitik.org vom 20.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bemühungen des Unternehmens stellten sich als erfolgreich heraus: Der ursprüngliche Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht sah vor, dass Google für seinen Nachrichtendienst Google News Geld an Zeitungsverleger zahlen soll. Im August 2013 trat das Leistungsschutzrecht in Kraft: Die vom Dienst Google News benutzten Snippets wurden dabei von der neuen Gesetzesregelung ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/kultur/medien/tid-29839/google-verleger-und-der-bundestag-neues-leistungsschutzrecht-ein-gesetz-viele-fragen_aid_930403.html Neues Leistungsschutzrecht: Ein Gesetz, viele Fragen], focus online vom 01.03.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Jahr 2014 eskalierte die Auseinandersetzung zwischen Google und einigen Verlegern, die bei der VG Wort organisiert sind. Anfang Okotober gab Google bekannt, bei diesen Inhalte nur noch die Links und keine Vorschautexte oder Bilder in den Suchergebnissen auszugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/recht/streit-um-das-leistungsschutzrecht-google-zeigt-bei-vg-media-inhalten-nur-noch-ueberschriften_id_4174936.html Streit um das Leistungsschutzrecht: Google zeigt bei VG-Media-Inhalten nur noch Überschriften], Rheinische Post, 1. 10. 2014, zuletzt auggerufen am 2. Oktober 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die gezielte Lobbyarbeit gelang es Google den Gesetzgebungsprozess in einzelnen Ländern, als auch in der EU zu beeinflussen. Dadurch wurden Unternehmensinteressen vor die Interessen der Bürger gestellt und somit der reguläre Prozess der demokratischen Entscheidungsfindung erheblich untergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beinflussung eines Berichts der US-Wettbewerbsbehörde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2010 wurde Google das erste mal wegen mangelndem Datenschutz verklagt. Google bekannte sich zu den Verstößen und einigte sich mit der US-Wettbewerbsbehörde FTC (Federal Trade Commission) auf stärkere Kontrolle des Datenschutzes im Unternehmen und einen &amp;quot;comprehensive proivacy plan&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ftc.gov/news-events/press-releases/2011/03/ftc-charges-deceptive-privacy-practices-googles-rollout-its-buzz FTC Charges Deceptive Privacy Practices in Googles Rollout of Its Buzz Social Network] FTC vom 30.3.2011, zuletzt aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
2012 kam es erneut zu einer Anklage gegen Google wegen eines Verstoßes gegen Datenschutzrichtlinien&amp;lt;ref&amp;gt;[https://en.wikipedia.org/wiki/United_States_v._Google_Inc. United States v. Google Inc.] Wikipedia, zuletzt aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. In diesem Jahr verdoppelte Google seine Lobbyausgaben für die direkte politische Einflussnahme in Washington auf über 18 Millionen Dollar und engagierte über 20 Anwaltskanzleien&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das ''Wall Street Journal'' berichtete über eine auffällige Häufung der Besuche von Lobbyistenvertretern im Weißen Haus im Zeitraum Ende 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wsj.com/articles/google-makes-most-of-close-ties-to-white-house-1427242076 Google Makes Most of Close Ties to White House] Wall Street Journal vom 24.03.2015, zuletzt aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die US-Wettbewerbsbehörde FTC arbeitete in dieser an einem Bericht über die Geschäftspraktiken des Unternehmens. Dieser wurde schließlich nicht veröffentlicht, diente aber als Entscheidungsgrundlage, die Untersuchung gegen Google Anfang 2013 gegen eine Rekordstrafe von 22,5 Millionen Dollar einzustellen. 2015 wurden Teile des Berichts dem &amp;quot;Wall Street Journal&amp;quot; geschickt. Sie enthielten deutliche Kritik an dem Konzern. &amp;quot;Dieser habe seine überlegene Marktposition im Bereich der Internetsuche dazu genutzt, konkurrierende Internetfirmen in anderen Bereichen unter Druck zu setzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article138940581/Worueber-Google-so-mit-dem-US-Praesidenten-redet.html Worüber Google so mit dem US-Präsidenten redet], Die Welt, 30. März 2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu der Affäre bezogen sowohl die Verantwortlichen der Wettbewerbsbehörde&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ftc.gov/news-events/press-releases/2015/03/statement-chairwoman-edith-ramirez-commissioners-julie-brill Statement of Chairwoman Edith Ramirez, and Commissioners Julie Brill and Maureen K. Ohlhausen regarding the Google Investigation], Webseite der Federal Trade Comission, 25. März 2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; als auch der Konzern Stellung: Google benutzte dabei eine verniedlichende Bildsprache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://googlepublicpolicy.blogspot.de/2015/03/really-rupert.html Google - Public Policy Blog, 27.3.2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile wurde bekannt, dass Google nach den missbiligenden Schlagzeilen bezüglich ihrer Wettbewerbsposititon, die amerikanische Wettbewerbsbehörde FTC dazu gedrängt hat, öffentlich für den Konzern einzutreten.&lt;br /&gt;
Medienberichten zufolge reichte eine einzige Email der Lobbyistin Johanna Shelton dazu aus. In der Email drängt Shelton die Behörde zu einer Stellungnahme. Zwei Tage später erschien wie von Google gewünscht eine Pressemitteilung in der FTC seine Kritik an Google relativierte. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/lobbyismus-von-google-wie-google-um-die-meinungshoheit-kaempft/11782062.html Lobbyismus von Google: Wie Google um die Meinungshoheit kämpft], Handelsblatt, 15. Mai 2015, zuletzt aufgerufen am 3. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde am 4. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet und widmete sich anfangs ausschließlich der Konstruktion einer eigenen Suchmaschine. Seit dem 19. August 2004 ist Google ein börsennotiertes Unternehmen. Google hat sein Aktionsfeld im Laufe der Zeit ausgedehnt, stellt heute verschiedene Internetdienstleistungen bereit und unterhält weltweit Büros und Vertretungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des eigenen Geschäfts steht die Vermittlung von Informationen, dies geschieht neben der Suchmaschine durch zahlreiche andere Dienstleistungen, wie beispielsweise Google Earth oder Google Maps.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/business.html Überblick über die Geschäftsmodelle], Google-Webseite, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei beschränkt Google sich nicht darauf die Informationen weiterzuleiten, die Nutzerdaten der Benutzer werden gleichzeitig gesammelt. Das Unternehmen nutzt diese Daten wiederum, um personalisierte Werbung schalten zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-82612679.html Die fanatischen Vier] Spiegel Online vom 05.12.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2015: Unternehmensumstrukturierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2015 gab Google bekannt, dass der Konzern zum vierten Quartal 2015 umstrukturiert werden soll. In Zukunft wird die Suchmaschine Google nur eines der vielen Projekte und Geschäfte des Unternehmens sein, die unter der neuen Holding &amp;quot;Alphabet&amp;quot; geführt werden &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/google-umstrukturierung-alphabet-die-universelle-ordnungsmacht-1.2606809 Alphabet, die universelle Ordnungsmacht] Süddeutsche vom 15.08.2011, aufgerufen am 17.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Konzernumstrukturierung wird als Folge des immer breiter werdenden Geschäftsbereich von Google verstanden. In den vergangen Jahren sind immer mehr Geschäftsbereiche und Abteilungen zum Suchmaschinen-Kerngeschäft hinzugekommen: das selbstfahrende Auto, Robotik-Firmen, Drohnen, Medizinforschung, Internetübertragung per Ballon oder die Vernetzung von Haushaltsgeräten. Investoren kritisierten an der Unternehmensentwicklung, dass zukunftsweisende Projekte dieser Art,sogenannte &amp;quot;Moonshots&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Der Spiegel Nr. 34 vom 14.08.2015, S. 18 f. &amp;lt;/ref&amp;gt;, nicht profitabel seien und intransparent geführt werden. Dem Spiegel zufolge, folgt Google seiner Philosophie, dass sich mit der richtigen Technologie irgendwann auch Geld verdienen lässt und es sich dafür mitunter Jahre zu warten lohnt. Das Unternehmen wolle dadurch in immer mehr Bereiche des menschlichen Lebens vordringen. Der Wirtschaftswoche zufolge wird Google durch die Umstrukturierung zu einem Konglomerat mit der Gefahr zur Monopolbildung&amp;lt;ref&amp;gt; Wirtschaftswoche Nr. 34 vom 14.08.2015, S. 1 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.&amp;quot; Executive Chairman von Google, Eric Schmidt am 3. Dezember 2012 in einer Sendung des US-Fernsehkanal CNBC&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/netz-strategie-google-will-die-weltherrschaft-a-665813.html Netz-Strategie: Google will die Weltherrschaft] Spiegel online, 8. Dezember 2009, zuletzt aufgerufen am 15.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [http://www.sourcewatch.org/index.php/Google Google bei SourceWatch.org] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IT &amp;amp; Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Google&amp;diff=34166</id>
		<title>Google</title>
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		<updated>2015-08-17T14:47:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* 2015: Unternehmensumstrukturierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Google Inc.&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Google-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Internetdienstleistungen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Dienstleistungen, Mobile Technologie, Apps, Werbung &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Unter den Linden 21, 10117 Berlin &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Google Belgium, Chaussée d'Etterbeek 180, 1040 Brussels &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/ google.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Google Inc.''' ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das durch seine Internetdienstleistungen, allen voran der Suchmaschine, erfolgreich wurde. Mit einem Börsenwert von 390 Milliarden US-Dollar ist Google heutzutage auf Platz 2 der börsennotierten Unternehmen in den USA und bei der Bearbeitung von Suchanfragen Weltmarktführer.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Hoechster-Boersenwert-Google-arbeitet-sich-an-wertvollsten-Konzern-Apple-heran-3292653 Höchster Börsenwert: Google arbeitet sich an Apple heran], finanzen.net vom 11.02.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Großteil seines Gewinns erwirtschaftet Google mit Werbung, die mehr und mehr mit Benutzerinformationen verknüpft wird. 2015 wurde der Konzern in &amp;quot;Alphabet&amp;quot; umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren geriet das Unternehmen immer stärker in die öffentliche Kritik, sowie in politische und juristische Auseinandersetzunen. Zum einen wird der Umgang Googles mit Fragen des Datenschutzes sowie des Urheberrechts bemängelt, zum anderen wird dem Unternehmen vorgeworfen, seine Marktmacht auszunutzen und sich so unfaire Wettbewerbsvorteile zu sichern. Um dieser wachsenden Kritik zu begegnen und das Ansehen in der Öffentlichkeit und in der Politik aktiv zu beeinflussen, hat Google seine Lobbyarbeit immer stärker ausgeweitet.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.washingtonpost.com/politics/how-google-is-transforming-power-and-politicsgoogle-once-disdainful-of-lobbying-now-a-master-of-washington-influence/2014/04/12/51648b92-b4d3-11e3-8cb6-284052554d74_story.html Google, once disdainful of lobbying, now a master of washington influence], washingtonpost online vom 12.04.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Weiterleiten und Sammeln von Informationen und Nutzerdaten zentral für das eigene Geschäftsmodel ist, tritt das Unternehmen für eine möglichst schwache staatliche Regulierung des Internets und gegen einen verstärkter Daten- und Urheberrechtsschutz ein. Diese Forderung sollen durch gezielte Lobbyarbeit unterstützt werden. Google hat seine Lobbyausgaben in den letzten Jahre daher deutlich gesteigert (siehe Tabelle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in den USA ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus der Lobbyarbeit des Unternehmens liegt auf den USA, wobei die Regierung und die politischen Parteien von besonderem Interesse sind. Im März 2015 wurde berichtet, dass Google im Durchschnitt ein Lobby-Gespräch pro Woche im Weißen Haus führt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/maechtige-internetriesen/googles-lobbyisten-haben-im-weissen-haus-erfolg-13505625.html Google kommt oft ins Weiße Haus] Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. März 2015, zuletzt gesichtet am 26.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Google kann dabei auf den guten Beziehungen seiner Lobbyisten aufbauen - von den 123 in den USA bei Google beschäftigten Lobbyisten im Zeitraum 2013-14 arbeiteten ganze 102 zuvor in Regierungsjobs und haben einen [[Seitenwechsel]] vollzogen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/orgs/summary.php?id=D000022008 Google bei opensecrets.org], zuletzt abgerufen am 04.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Einerseits soll die staatliche Regulierung und Gesetzgebung auf nationaler Ebene gezielt beeinflusst werden, andererseits gilt es, die eigenen Vorstellungen und Interessen bei den Beziehungen und Verhandlungen zwischen den USA und anderen Nationalstaaten einfließen zu lassen. Beispiele sind hier die Datenschutzverordnung der EU, oder auch die Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen [[TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-01/datenschutztag-datenschutzverordnung-lobbyismus Mit Dollars gegen mehr Datenschutz] Zeit Online vom 28.01.2013, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wachsende Bedeutung der Lobbyarbeit für Google wird besonders deutlich an den verwendeten Geldern: Sie steigen 2012 auf über 18 Millionen Dollar; dieses Jahr war wegen der Präsidentschaftswahl und einer [https://lobbypedia.de/wiki/Google#Beinflussung_eines_Berichts_der_US-Wettbewerbsbeh.C3.B6rde Auseinandersetzung mit der US-Wettbewerbsbehörde] für Google besonders wichtig. Die Ausgaben bleiben dann auf dem hohen Niveau.&lt;br /&gt;
In den ersten sieben Monaten des Jahres 2014 gab Google allein 9,3 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus und war damit das Unternehmen mit den zweithöchsten Ausgaben in den USA &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbying-in-den-usa-google-investiert-9-millionen-dollar-a-984069.html US-Politik: Nur eine Firma gibt mehr fürs Lobbying aus als Google] Spiegel Online vom 02.08.2014, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr &lt;br /&gt;
! Ausgaben in US-Dollar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| 80 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| 180 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 260 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2006&lt;br /&gt;
| 800 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| 1 520 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
| 2 840 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009&lt;br /&gt;
| 4 030 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| 5 160 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011&lt;br /&gt;
| 9 680 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2012&lt;br /&gt;
| 18 220 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| 15 800 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2014&lt;br /&gt;
| 16 830 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 - nur erstes Halbjahr&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.consumerwatchdog.org/newsrelease/google-trims-2nd-quarter-spending-still-leads-tech-firms%E2%80%99-lobbying-expenditures-facebook Google Trims 2nd Quarter Spending, But Still Leads Tech Firms’ Lobbying Expenditures; Facebook posts Record $2.69 Million While Amazon Outlay Soars 103 Percent], http://www.consumerwatchdog.org, 20. Juli 2015, zuletzt aufgerufen am 27.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 10 390 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen besonderen Platz in der Lobbyarbeit von Google in den USA spielen Parteispenden. Über ein Political Action Committee (PAC) werden Gelder für die einzelnen Parteien gesammelt und gespendet. Dabei werden die Spenden relativ ausgeglichen an Republikaner und Demokraten verteilt, 2014 erhielten die Demokraten 359 000 US-Dollar, die Republikaner 371 500 US-Dollar &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/pacs/lookup2.php?strID=C00428623|%20OpenSecrets Google Inc] www.opensecrets.org, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2012 gründete Google mit anderen Internetkonzernen ein gemeinsamen Lobbyverband:[[The Internet Association]]. Daran beteiligt sind weitere Internentkonzerne, unter anderem [[Facebook]], Ebay und Amazon.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theverge.com/2012/7/25/3186208/google-facebook-amazon-ebay-internet-association-lobbying-group Google, Facebook, Amazon, an Ebay form 'Internet Association' lobbying group] www.theverge.com vom 25.07.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit auf EU-Ebene ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Auch in Europa hat Google seine Lobbyarbeit stetig ausgebaut. Nach eigenen Angaben stiegen die Kosten für die Lobbyarbeit auf EU-Ebene von 600.000 € bis 700.000 € im Jahr 2011 auf 1.250.000 € bis 1.500.000 € im Jahr 2013, festgehalten im EU Transparenzregister&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, aufgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Brüsseler Büro arbeiten neun Mitarbeiter&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59 Google] EU-Transparenzregister, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, darunter der Anwalt Tobias McKenney, ein Seitenwechsler der zuvor als Referent bei der EU-Kommission Urheberrechtsthemen betreut hat&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit&lt;br /&gt;
dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit ist das Brüssler Büro von Google im Vergleich zu dem anderer Großunternehmen relativ klein, was daran liegen könnte, dass Google in Europa nicht öffentlicht als Lobbyist wahrgenommen werden will - so beschreibt Jan Philipp Albrecht die Google-Strategie; er ist innen- und justizpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im EU-Parlament,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielmehr betreibt das Unternehmen indirekte Lobbyarbeit über [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken (engl. Think tanks)]] und Verbänden auf EU-Ebene. Beispielsweise ist Google Unterstützer des [[Lisbon Council]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lisboncouncil.net/about-us/acknowledgements.html Webseite des Lisbon Council], aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer neoliberalen Denkfabrik, die sich für freie Märkte und Deregulierung einsetzt. Das Lisbon Council und Google kooperieren etwa bei der Initiative &amp;quot;Single Market Entrepreneurs&amp;quot;. Ein Imagefilm der Initiative zeigt zahlreiche kleine und mittelgroße Unternehmer, die Google-Dienste verwenden (insbesondere Adwords). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://prezi.com/sg0-tkhbjhyf/single-market-entrepreneurs/?auth_key=f14ece2ef670602ed7d3fd59cc25a2da5f1a3aba Single Market Entrepreneuers Presentation], aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google folgt damit einer Strategie, die darauf abzielt, Firmen in die eigene Lobbyarbeit einzubinden. Dabei wird versucht den Eindruck zu erwecken, dass die eigenen politischen Ziele nicht nur dem Interesse Googles entsprechen, sondern auch dem vieler kleinen und mittleren Unternehmen. So wurde beispielsweise in Deutschland im April 2012 eine Auftragsstudie vorgestellt, die den Nutzen von Google für Unternehmensgründer belegen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!91726/ Verkaufen, verkaufen, verkaufen], taz-online vom 18.4.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zudem unterstützt Google die Denkfabrik [[European Centre for International Political Economy]] (ECIPE)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ecipe.org/ European Centre for International Political Economy], abgerufen am 08.09.2014. Siehe auch David Cronin: [http://dvcronin.blogspot.de/2011/01/think-tanks-corporate-lobbyists-posing.html Think tanks: corporate lobbyists posing as experts], Blogbeitrag vom 31.1.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die eine unternehmensfreundliche Handelspolitik propagiert, und ist Mitglied in der [[American Chamber of Commerce to the European Union]] (AmCham EU), der [[The European Digital Media Association]] (EDiMA) und der [[European Internet Foundation]] (EIF).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, Stand 29.03.12, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftsfinanzierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem zeigt Google vermehrt Präsenz in Wissenschaft und Forschung und unterstützt Universitäten und Forschungseinrichtungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; So finanzierte Google beispielsweise das Berliner [[Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft]] (IIG) mit einer Anschubfinanzierung von 4,5 Millionen Euro über drei Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/institut-fuer-internet-und-gesellschaft-eroeffnet-warum-google-deutsche-internet-erklaerer-braucht-1.1173139 Warum Google deutsche Internet-Erklärer braucht] Süddeutsche online vom 25.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. 2013 wurde die Finanzierung um weitere sechs Jahre verlängert&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hiig.de/pm-institut-fur-internet-und-gesellschaft-sichert-langfristige-finanzierung PM: Institut für Internet und Gesellschaft sichert langfristige Finanzierung] 'Institut für Internet und Gesellschaft'-Website vom 24.09.2013, aufgerufen am 04.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein Vertreter von Google Deutschland besetzt einen Posten im achtköpfigen Aufsichtsgremium, dem &amp;quot;tragenden Beratungs- und Überwachungsorgan&amp;quot; des Instituts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hiig.de/institute/organisation/aufsichtsgremium/ &amp;quot;Aufsichtsgremium&amp;quot;] 'Institut für Internet und Gesellschaft'-Website, aufgerufen am 04.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Verflechtung geht soweit, das Google bei der Wahl des Kuratoriums ein Vetorecht besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/internet/2011-07/google-uni-institut/seite-2 Die Google-Uni] Zeit online vom 11.06.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der direkte Einfluss lässt starke Zweifel an Unabhängigkeit und Integrität einer solchen Bildungseinrichtung aufkommen. Drittmittelförderungen wie diese gefährden die Neutralität von Forschungsarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!77565/ &amp;quot;Neue Form von Korruption&amp;quot;], taz online vom 07.09.2011, aufgerufen am 09.09.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deep Lobbying ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der direkten Beeinflussung der Politik nimmt auch die Imagepflege einen wichtigen Platz in der Lobbyarbeit von Google ein. Ziel dabei ist es, eine positive Assoziation mit dem Unternehmen in der Öffentlichkeit und in der Politik aufzubauen. Zu diesem Zweck wird unter anderem versucht in der Wissenschaft einen Diskurs zu fördern, der mit dem Unternehmenszielen übereinstimmt. Diese Strategie wird auch Deep Lobbying genannt. Durch die indirekte Beeinflussung erhofft man sich unterbewusste Entscheidungsprozesse beeinflussen zu können. Beispielsweise kann eine positivere Wahrnehmung des Unternehmens dazu verleiten, dass Kunden verstärkt Produkte zu kaufen, Politiker sich für das Unternehmen einsetzen, oder die Medien ein positiveres Bild von Google vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Kontext ist besonders die finanzielle Unterstützung zahlreicher Projekte und Einrichtungen durch Google auffällig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Einrichtung von Programmen an Universitäten, unterstützt Google Vereine und Verbände wie LiquidDemocracy&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Private-Foerderung-fuer-den-18-Sachverstaendigen-der-Internet-Enquete-1283551.html Private Förderung für den 18. Sachverständigen der Internet Enquete] Heise online vom 27.07.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die Speaker's Corner Aktion des Zentrums für politische Schönheit &amp;lt;ref&amp;gt;[https://sites.google.com/site/speakerscornerevent/ Speakers Corner Berlin] offizielle Website des Speakers' Corner Berlin, augerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem gründete das Unternehmen 2010 die Denkfabrik Co:llaboratory, die allein im Jahr 2013 mit 250.000 Euro unterstützt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Jahresbericht_2013. Jahresbericht Collaboratory 2013] Collaboratory-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Google stellte Im Jahr 2014 knapp 65 Prozent der Gesamtfinanzierung des ThinkTanks Co:llaboratory&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Jahresbericht_2014 Jahresbericht 2014] Collaboratory-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Denkfabrik soll &amp;quot;gemeinsam an Lösungsansätzen zu gesellschaftlichen Fragen rund um das Internet&amp;quot; in einem &amp;quot;Expertenkreis, in dem Akteure aus Wissenschaft, Verbänden, Daten- und Verbraucherschutz sowie aus Internetunternehmen&amp;quot;, arbeiten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite Collaboratory.de] Collaboratory-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Google sponsort weitere Projekte wie die Bloggerkonferenz &amp;quot;re:publica&amp;quot; oder die Konferenz &amp;quot;Jugend hackt&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
https://re-publica.de/15/partner re:publica Kooperationspartner] re:publica-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch die &amp;quot;Initiative gegen Leistungsschutzrecht&amp;quot; (IGEL) wurde von Google unterstützt&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://leistungsschutzrecht.info/unterstuetzer IGEL-Unterstützer] 'Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht'-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Spiegel schrieb im Jahr 2012 über Googles Rolle: &amp;quot;Wer sich für netzpolitische Themen interessiert, kommt in Berlin nicht mehr an Google vorbei&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.zeit.de/2014/33/suchmaschine-google-zukunft Die Vereinigten Staaten von Google] Der Spiegel 39/2012, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Deep Lobbying Strategie von Google kann auch das Buch &amp;quot;Die Vernetzung der Welt&amp;quot; gezählt werden, welches Google-Verwaltungsratchef Eric Schmidt zusammen mit Jared Cohen, dem Leiter des ThinkTanks 'Google Ideas', schrieb. Das fast ausnahmslos im Futur geschriebene Buch entwirft eine politische Utopie, in welcher die Technik das heutige politische System ersetzt hat&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-88754346.html Im Namen der Freiheit] Zeit Online vom  DIE ZEIT 07.08.2015, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es war Eric Schmidt selbst, der diese subtile Art des Lobbying in einem Interview mit der Washington Post &amp;quot;lobbying by ideas&amp;quot; nannte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlkampfspenden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 stimmte das Europäische Parlament in einer nicht bindenden Resolution für die Aufspaltung des Konzerns. Dabei stand die Forderung im Mittelpunkt, dass Suchergebnisse &amp;quot;frei von Verzerrung und transparent&amp;quot; sein sollen. Zu diesem Zweck soll das Suchmaschinengeschäft von anderen Unternehmensbereichen abgetrennt werden. Der Vorschlag des Europäischen Parlaments führte zu Widerstand bei US-Politikern. Mehrere Mitglieder des US-Kongresses verfassten Briefe an hochrangige Mitglieder der Europäischen Union. Gemeinsamer Tenor war die Beschwerde über &amp;quot;Diskriminierung ausländischer Firmen in Bezug auf Digitalwirtschaft&amp;quot; und die Behinderung von &amp;quot;Innovationen und Investitionen durch US-basierte Internetfirmen&amp;quot;. Wie man bei opensecrets.org nachlesen kann, hat Google neun der siebzehn Briefschreiber in der Wahlkampfperiode 2013/14 mit insgesamt mehr als 260.000 $ finanziert. Die Initiatorin einer der Briefe, die Demokratin Anna Eshoo, erhielt für ihren Wahlkampf 40.000 $ von Google. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Repräsentantenhaus, der Republikaner Bob Goodlatte, hatte schon vor der Abstimmung an diverse Fraktionsvorsitzende des EU-Parlaments geschrieben und seiner Besorgnis ausgedrückt. Laut opensecrets.org hatte Google seinen Wahlkampf mit 31.000 $ unterstützt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-kritiker-des-eu-parlaments-mit-wahlkampfspenden-finanziert-a-1005543.html Kritiker des EU-Parlaments mit Wahlkampfspenden finanziert] spiegel.de vom 28.11.14, abgerufen am 01.12.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Netzpolitik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Google ist auch in der deutschen netzpolitischen Szene gut repräsentiert und insbesondere in den netzpolitischen ThinkTanks der SPD und der CDU vertreten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.faz.net/deus/2013/12/18/lobbyisten-vorsitzmacher-und-andere-stiefelknechte-im-internetausschuss-1869/ Lobbyisten, Vorsitzmacher und andere Stiefelknechte im Internetausschuss] FAZ vom 18.12.2013, abgerufen am 05.08.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;. So gehört der Pressesprecher von Google Deutschland, Stefan Keuchel, zu den Gründungsmitgliedern Vereins 'D64', welcher der SPD nahe steht. Axel Wallrabenstein ist Chairman bei der Agentur 'MSL Group Germany', welche die politische PR für Google in Deutschland erledigt, und sitzt gleichzeitig im Vorstand des C-Netz, dem netzpolitischen Verein der CDU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenschutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nutzerdaten sind für Google besonders wichtig, um Werbung personalisieren zu können. Dieses einträgliche Geschäft sieht Google durch staatliche Regulierung und verschärften Datenschutz gefährdet. Das Unternehmen versucht daher, die Debatten zu dem Thema zu beeinflussen und besonders bei neuen Gesetzen Einfluss zu nehmen. Dies wurde besonders deutlich bei der neuen EU-Datenschutzverordnung. Die Lobbyabteilungen verschiedener Internetkonzerne, darunter Google, erstellten eigene Papiere und Vorlagen für die neue Verordnung und versuchten, so die Ergebnisse zu ihren Gunsten zu  beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbyplag-zeigt-lobby-einflussname-bei-eu-datenschutz-richtlinie-a-882567.html Datenschutz: Website entlarvt Lobby-Einfluss in Brüssel] Spiegel online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde auch versucht, direkt auf die Mitglieder des EU-Parlaments einzuwirken und diese für eine unternehmensfreundliche Ausgestaltung der Verordnung zu gewinnen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/lobby-einfluss-auf-neue-eu-verordnung-internetkonzerne-schreiben-bei-datenschutzregeln-mit-1.1596560 Internetkonzerne schreiben Datenschutzregeln mit] Süddeutsche online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Laut der zuständigen Justizkommissarin [[Viviane Reding]] wurde die Lobbyarbeit um die Datenschutzverordnung so „erbittert“ geführt, wie sie es noch nie erlebt habe&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.n-tv.de/politik/Blog-deckt-Lobbyeinfluss-auf-article10103291.html EU-Verordnung per &amp;quot;Copy &amp;amp; Paste&amp;quot;, Blog deckt Lobbyeinfluss auf] n-tv vom 12.02.2013, aufgerufen am 15.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neben Google waren auch anderen US-Unternehmen wie [[Facebook]], [[Amazon]] und [[Ebay]] als Lobbyakteure präsent. Unterstützt wurden sie dabei von der US-Regierung. Diese versuchte bereits vor der offiziellen Veröffentlichung des ersten Gestzes-Entwurfs in die Bresche, um die neue Datenschutzverordnung durch intensive Lobbyarbeit zu verhindern&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europnews.org/2012-01-22-wann-lost-sich-europa-endlich-von-den-usa-usa-torpedieren-eu-datenschutz-verordnung.html USA torpedieren EU-Datenschutz-Verordnung], aufgerufen am 25.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streit um Datenschutzfragen wird auch immer häufiger vor Gerichten ausgetragen. 2014 konnten Kläger vor dem Europäischen Gerichtshof erwirken, dass Google zukünftig sensible persönliche Daten in der Ergebnissliste seiner Suchmaschine auf Anfrage löschen muss. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/eugh-raeumt-recht-auf-vergessen-gegenueber-google-ein-12936895.html EuGH stärkt Recht auf Vergessen] Faz online vom 13.05.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google reagierte mit der Einsetzung eines unabhängigen Beirats, der sich mit rechtlichen und organisatorischen Fragen zur Löschung befasst. Mitglied dieses Beirats ist unter anderem die frühere Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/google/google-beruft-leutheusser-schnarrenberger-in-loesch-beirat-13039086.html Google beruft Leutheusser-Schnarrenberger in „Lösch-Beirat“] Faz online vom 10.07.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urheberrecht und Patentstreitigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Datenschutz sind besonders die Bereiche des Urheber- und das Patentrecht von großem Interesse für Google. Darunter fielen in der Vergangenheit auch die Urheberrechtsabkommen [[SOPA]], [[PIPA]] und [[ACTA]]. Ebenso wie beim  Datenschutz setzt sich Google bei diesen Themen für eine möglichst schwache Regulierung durch staatliche Seite ein. Durch Verschärfung von Urheber- und Patentrecht sieht Google das freie Vermitteln von Informationen, also den Wesenskerns seines Geschäftes, bedroht. Um einer möglichen Verschärfung entgegenzuwirken, versucht Google auch die Öffentlichkeit für seine Interessen zu gewinnen. Als beispielsweise 2009 über eine Einführung des Leistungsschutzrechts für Verleger debattiert wurde, unterstützte Google  finanziell die Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht (IGEL). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,788810,00.html So führen Microsoft und Google ihren Lobbykrieg], Spiegel online vom 2.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  2012 rief das Unternehmen sogar eine eigene Kampagne unter dem Namen „Verteidige Dein Netz“ gegen das geplante Leistungsschutzrecht ins Leben. Neben einer intensiven Nutzung von Social Media Plattformen und eigenen Videos wurde eine eigene Petition veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[http://www.gruenderszene.de/news/gadgets-google-leistungsschutzrecht Google: &amp;quot;Verteidige dein Netz&amp;quot;] www.gruenderszene.de, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google gelang es, sich in der öffentlichen Diskussion einen Namen zu machen; so wurde beispielsweise Dr Arnd Haller (Google Germany GmbH, Legal director north and central Europe) zu einer Anhörung zum Leistungsschutzrecht in den Bundestag eingeladen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://netzpolitik.org/2013/montag-ungeplante-anhorung-zum-leistungsschutzrecht-im-bundestag/ Montag: Ungeplante Anhörung zum Leistungsschutzrecht im Bundestag] netzpolitik.org vom 20.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bemühungen des Unternehmens stellten sich als erfolgreich heraus: Der ursprüngliche Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht sah vor, dass Google für seinen Nachrichtendienst Google News Geld an Zeitungsverleger zahlen soll. Im August 2013 trat das Leistungsschutzrecht in Kraft: Die vom Dienst Google News benutzten Snippets wurden dabei von der neuen Gesetzesregelung ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/kultur/medien/tid-29839/google-verleger-und-der-bundestag-neues-leistungsschutzrecht-ein-gesetz-viele-fragen_aid_930403.html Neues Leistungsschutzrecht: Ein Gesetz, viele Fragen], focus online vom 01.03.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Jahr 2014 eskalierte die Auseinandersetzung zwischen Google und einigen Verlegern, die bei der VG Wort organisiert sind. Anfang Okotober gab Google bekannt, bei diesen Inhalte nur noch die Links und keine Vorschautexte oder Bilder in den Suchergebnissen auszugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/recht/streit-um-das-leistungsschutzrecht-google-zeigt-bei-vg-media-inhalten-nur-noch-ueberschriften_id_4174936.html Streit um das Leistungsschutzrecht: Google zeigt bei VG-Media-Inhalten nur noch Überschriften], Rheinische Post, 1. 10. 2014, zuletzt auggerufen am 2. Oktober 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die gezielte Lobbyarbeit gelang es Google den Gesetzgebungsprozess in einzelnen Ländern, als auch in der EU zu beeinflussen. Dadurch wurden Unternehmensinteressen vor die Interessen der Bürger gestellt und somit der reguläre Prozess der demokratischen Entscheidungsfindung erheblich untergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beinflussung eines Berichts der US-Wettbewerbsbehörde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2010 wurde Google das erste mal wegen mangelndem Datenschutz verklagt. Google bekannte sich zu den Verstößen und einigte sich mit der US-Wettbewerbsbehörde FTC (Federal Trade Commission) auf stärkere Kontrolle des Datenschutzes im Unternehmen und einen &amp;quot;comprehensive proivacy plan&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ftc.gov/news-events/press-releases/2011/03/ftc-charges-deceptive-privacy-practices-googles-rollout-its-buzz FTC Charges Deceptive Privacy Practices in Googles Rollout of Its Buzz Social Network] FTC vom 30.3.2011, zuletzt aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
2012 kam es erneut zu einer Anklage gegen Google wegen eines Verstoßes gegen Datenschutzrichtlinien&amp;lt;ref&amp;gt;[https://en.wikipedia.org/wiki/United_States_v._Google_Inc. United States v. Google Inc.] Wikipedia, zuletzt aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. In diesem Jahr verdoppelte Google seine Lobbyausgaben für die direkte politische Einflussnahme in Washington auf über 18 Millionen Dollar und engagierte über 20 Anwaltskanzleien&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das ''Wall Street Journal'' berichtete über eine auffällige Häufung der Besuche von Lobbyistenvertretern im Weißen Haus im Zeitraum Ende 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wsj.com/articles/google-makes-most-of-close-ties-to-white-house-1427242076 Google Makes Most of Close Ties to White House] Wall Street Journal vom 24.03.2015, zuletzt aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die US-Wettbewerbsbehörde FTC arbeitete in dieser an einem Bericht über die Geschäftspraktiken des Unternehmens. Dieser wurde schließlich nicht veröffentlicht, diente aber als Entscheidungsgrundlage, die Untersuchung gegen Google Anfang 2013 gegen eine Rekordstrafe von 22,5 Millionen Dollar einzustellen. 2015 wurden Teile des Berichts dem &amp;quot;Wall Street Journal&amp;quot; geschickt. Sie enthielten deutliche Kritik an dem Konzern. &amp;quot;Dieser habe seine überlegene Marktposition im Bereich der Internetsuche dazu genutzt, konkurrierende Internetfirmen in anderen Bereichen unter Druck zu setzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article138940581/Worueber-Google-so-mit-dem-US-Praesidenten-redet.html Worüber Google so mit dem US-Präsidenten redet], Die Welt, 30. März 2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu der Affäre bezogen sowohl die Verantwortlichen der Wettbewerbsbehörde&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ftc.gov/news-events/press-releases/2015/03/statement-chairwoman-edith-ramirez-commissioners-julie-brill Statement of Chairwoman Edith Ramirez, and Commissioners Julie Brill and Maureen K. Ohlhausen regarding the Google Investigation], Webseite der Federal Trade Comission, 25. März 2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; als auch der Konzern Stellung: Google benutzte dabei eine verniedlichende Bildsprache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://googlepublicpolicy.blogspot.de/2015/03/really-rupert.html Google - Public Policy Blog, 27.3.2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile wurde bekannt, dass Google nach den missbiligenden Schlagzeilen bezüglich ihrer Wettbewerbsposititon, die amerikanische Wettbewerbsbehörde FTC dazu gedrängt hat, öffentlich für den Konzern einzutreten.&lt;br /&gt;
Medienberichten zufolge reichte eine einzige Email der Lobbyistin Johanna Shelton dazu aus. In der Email drängt Shelton die Behörde zu einer Stellungnahme. Zwei Tage später erschien wie von Google gewünscht eine Pressemitteilung in der FTC seine Kritik an Google relativierte. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/lobbyismus-von-google-wie-google-um-die-meinungshoheit-kaempft/11782062.html Lobbyismus von Google: Wie Google um die Meinungshoheit kämpft], Handelsblatt, 15. Mai 2015, zuletzt aufgerufen am 3. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde am 4. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet und widmete sich anfangs ausschließlich der Konstruktion einer eigenen Suchmaschine. Seit dem 19. August 2004 ist Google ein börsennotiertes Unternehmen. Google hat sein Aktionsfeld im Laufe der Zeit ausgedehnt, stellt heute verschiedene Internetdienstleistungen bereit und unterhält weltweit Büros und Vertretungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des eigenen Geschäfts steht die Vermittlung von Informationen, dies geschieht neben der Suchmaschine durch zahlreiche andere Dienstleistungen, wie beispielsweise Google Earth oder Google Maps.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/business.html Überblick über die Geschäftsmodelle], Google-Webseite, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei beschränkt Google sich nicht darauf die Informationen weiterzuleiten, die Nutzerdaten der Benutzer werden gleichzeitig gesammelt. Das Unternehmen nutzt diese Daten wiederum, um personalisierte Werbung schalten zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-82612679.html Die fanatischen Vier] Spiegel Online vom 05.12.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2015: Unternehmensumstrukturierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2015 gab Google bekannt, dass der Konzern zum vierten Quartal 2015 umstrukturiert werden soll. In Zukunft wird die Suchmaschine Google nur eines der vielen Projekte und Geschäfte des Unternehmens sein, die unter der neuen Holding &amp;quot;Alphabet&amp;quot; geführt werden &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/google-umstrukturierung-alphabet-die-universelle-ordnungsmacht-1.2606809 Alphabet, die universelle Ordnungsmacht] Süddeutsche vom 15.08.2011, aufgerufen am 17.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Konzernumstrukturierung wird als Folge des immer breiter werdenden Geschäftsbereich von Google verstanden. In den vergangen Jahren sind immer mehr Geschäftsbereiche und Abteilungen zum Suchmaschinen-Kerngeschäft hinzugekommen: das selbstfahrende Auto, Robotik-Firmen, Drohnen, Medizinforschung, Internetübertragung per Ballon oder die Vernetzung von Haushaltsgeräten. Investoren kritisierten an der Unternehmensentwicklung, dass zukunftsweisende Projekte dieser Art,sogenannte &amp;quot;Moonshots&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Der Spiegel Nr. 34 vom 14.08.2015, S. 18 f. &amp;lt;/ref&amp;gt;, nicht profitabel seien und intransparent geführt werden. Dem Spiegel zufolge, folgt Google seiner Philosophie, dass sich mit der richtigen Technologie irgendwann auch Geld verdienen lässt und es sich dafür mitunter Jahre zu warten lohnt. Das Unternehmen wolle dadurch in immer mehr Bereiche des menschlichen Lebens vordringen. Der Wirtschaftswoche zufolge wird Google durch die Umstrukturierung zu einem Konglomerat mit der Gefahr zur Monopolbildung&amp;lt;ref&amp;gt; Wirtschaftswoche Nr. 34 vom 14.08.2015, S. 1 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.&amp;quot; Executive Chairman von Google, Eric Schmidt am 3. Dezember 2012 in einer Sendung des US-Fernsehkanal CNBC&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/netz-strategie-google-will-die-weltherrschaft-a-665813.html Netz-Strategie: Google will die Weltherrschaft] Spiegel online, 8. Dezember 2009, zuletzt aufgerufen am 15.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [http://www.sourcewatch.org/index.php/Google Google bei SourceWatch.org] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IT &amp;amp; Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Google&amp;diff=34165</id>
		<title>Google</title>
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		<updated>2015-08-17T14:41:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* 2015: Unternehmensumstrukturierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Google Inc.&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Google-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Internetdienstleistungen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Dienstleistungen, Mobile Technologie, Apps, Werbung &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Unter den Linden 21, 10117 Berlin &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Google Belgium, Chaussée d'Etterbeek 180, 1040 Brussels &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/ google.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Google Inc.''' ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das durch seine Internetdienstleistungen, allen voran der Suchmaschine, erfolgreich wurde. Mit einem Börsenwert von 390 Milliarden US-Dollar ist Google heutzutage auf Platz 2 der börsennotierten Unternehmen in den USA und bei der Bearbeitung von Suchanfragen Weltmarktführer.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Hoechster-Boersenwert-Google-arbeitet-sich-an-wertvollsten-Konzern-Apple-heran-3292653 Höchster Börsenwert: Google arbeitet sich an Apple heran], finanzen.net vom 11.02.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Großteil seines Gewinns erwirtschaftet Google mit Werbung, die mehr und mehr mit Benutzerinformationen verknüpft wird. 2015 wurde der Konzern in &amp;quot;Alphabet&amp;quot; umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren geriet das Unternehmen immer stärker in die öffentliche Kritik, sowie in politische und juristische Auseinandersetzunen. Zum einen wird der Umgang Googles mit Fragen des Datenschutzes sowie des Urheberrechts bemängelt, zum anderen wird dem Unternehmen vorgeworfen, seine Marktmacht auszunutzen und sich so unfaire Wettbewerbsvorteile zu sichern. Um dieser wachsenden Kritik zu begegnen und das Ansehen in der Öffentlichkeit und in der Politik aktiv zu beeinflussen, hat Google seine Lobbyarbeit immer stärker ausgeweitet.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.washingtonpost.com/politics/how-google-is-transforming-power-and-politicsgoogle-once-disdainful-of-lobbying-now-a-master-of-washington-influence/2014/04/12/51648b92-b4d3-11e3-8cb6-284052554d74_story.html Google, once disdainful of lobbying, now a master of washington influence], washingtonpost online vom 12.04.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Weiterleiten und Sammeln von Informationen und Nutzerdaten zentral für das eigene Geschäftsmodel ist, tritt das Unternehmen für eine möglichst schwache staatliche Regulierung des Internets und gegen einen verstärkter Daten- und Urheberrechtsschutz ein. Diese Forderung sollen durch gezielte Lobbyarbeit unterstützt werden. Google hat seine Lobbyausgaben in den letzten Jahre daher deutlich gesteigert (siehe Tabelle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in den USA ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus der Lobbyarbeit des Unternehmens liegt auf den USA, wobei die Regierung und die politischen Parteien von besonderem Interesse sind. Im März 2015 wurde berichtet, dass Google im Durchschnitt ein Lobby-Gespräch pro Woche im Weißen Haus führt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/maechtige-internetriesen/googles-lobbyisten-haben-im-weissen-haus-erfolg-13505625.html Google kommt oft ins Weiße Haus] Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. März 2015, zuletzt gesichtet am 26.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Google kann dabei auf den guten Beziehungen seiner Lobbyisten aufbauen - von den 123 in den USA bei Google beschäftigten Lobbyisten im Zeitraum 2013-14 arbeiteten ganze 102 zuvor in Regierungsjobs und haben einen [[Seitenwechsel]] vollzogen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/orgs/summary.php?id=D000022008 Google bei opensecrets.org], zuletzt abgerufen am 04.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Einerseits soll die staatliche Regulierung und Gesetzgebung auf nationaler Ebene gezielt beeinflusst werden, andererseits gilt es, die eigenen Vorstellungen und Interessen bei den Beziehungen und Verhandlungen zwischen den USA und anderen Nationalstaaten einfließen zu lassen. Beispiele sind hier die Datenschutzverordnung der EU, oder auch die Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen [[TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-01/datenschutztag-datenschutzverordnung-lobbyismus Mit Dollars gegen mehr Datenschutz] Zeit Online vom 28.01.2013, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wachsende Bedeutung der Lobbyarbeit für Google wird besonders deutlich an den verwendeten Geldern: Sie steigen 2012 auf über 18 Millionen Dollar; dieses Jahr war wegen der Präsidentschaftswahl und einer [https://lobbypedia.de/wiki/Google#Beinflussung_eines_Berichts_der_US-Wettbewerbsbeh.C3.B6rde Auseinandersetzung mit der US-Wettbewerbsbehörde] für Google besonders wichtig. Die Ausgaben bleiben dann auf dem hohen Niveau.&lt;br /&gt;
In den ersten sieben Monaten des Jahres 2014 gab Google allein 9,3 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus und war damit das Unternehmen mit den zweithöchsten Ausgaben in den USA &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbying-in-den-usa-google-investiert-9-millionen-dollar-a-984069.html US-Politik: Nur eine Firma gibt mehr fürs Lobbying aus als Google] Spiegel Online vom 02.08.2014, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr &lt;br /&gt;
! Ausgaben in US-Dollar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| 80 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| 180 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 260 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2006&lt;br /&gt;
| 800 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| 1 520 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
| 2 840 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009&lt;br /&gt;
| 4 030 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| 5 160 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011&lt;br /&gt;
| 9 680 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2012&lt;br /&gt;
| 18 220 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| 15 800 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2014&lt;br /&gt;
| 16 830 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 - nur erstes Halbjahr&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.consumerwatchdog.org/newsrelease/google-trims-2nd-quarter-spending-still-leads-tech-firms%E2%80%99-lobbying-expenditures-facebook Google Trims 2nd Quarter Spending, But Still Leads Tech Firms’ Lobbying Expenditures; Facebook posts Record $2.69 Million While Amazon Outlay Soars 103 Percent], http://www.consumerwatchdog.org, 20. Juli 2015, zuletzt aufgerufen am 27.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 10 390 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen besonderen Platz in der Lobbyarbeit von Google in den USA spielen Parteispenden. Über ein Political Action Committee (PAC) werden Gelder für die einzelnen Parteien gesammelt und gespendet. Dabei werden die Spenden relativ ausgeglichen an Republikaner und Demokraten verteilt, 2014 erhielten die Demokraten 359 000 US-Dollar, die Republikaner 371 500 US-Dollar &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/pacs/lookup2.php?strID=C00428623|%20OpenSecrets Google Inc] www.opensecrets.org, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2012 gründete Google mit anderen Internetkonzernen ein gemeinsamen Lobbyverband:[[The Internet Association]]. Daran beteiligt sind weitere Internentkonzerne, unter anderem [[Facebook]], Ebay und Amazon.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theverge.com/2012/7/25/3186208/google-facebook-amazon-ebay-internet-association-lobbying-group Google, Facebook, Amazon, an Ebay form 'Internet Association' lobbying group] www.theverge.com vom 25.07.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit auf EU-Ebene ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Auch in Europa hat Google seine Lobbyarbeit stetig ausgebaut. Nach eigenen Angaben stiegen die Kosten für die Lobbyarbeit auf EU-Ebene von 600.000 € bis 700.000 € im Jahr 2011 auf 1.250.000 € bis 1.500.000 € im Jahr 2013, festgehalten im EU Transparenzregister&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, aufgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Brüsseler Büro arbeiten neun Mitarbeiter&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59 Google] EU-Transparenzregister, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, darunter der Anwalt Tobias McKenney, ein Seitenwechsler der zuvor als Referent bei der EU-Kommission Urheberrechtsthemen betreut hat&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit&lt;br /&gt;
dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit ist das Brüssler Büro von Google im Vergleich zu dem anderer Großunternehmen relativ klein, was daran liegen könnte, dass Google in Europa nicht öffentlicht als Lobbyist wahrgenommen werden will - so beschreibt Jan Philipp Albrecht die Google-Strategie; er ist innen- und justizpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im EU-Parlament,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielmehr betreibt das Unternehmen indirekte Lobbyarbeit über [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken (engl. Think tanks)]] und Verbänden auf EU-Ebene. Beispielsweise ist Google Unterstützer des [[Lisbon Council]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lisboncouncil.net/about-us/acknowledgements.html Webseite des Lisbon Council], aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer neoliberalen Denkfabrik, die sich für freie Märkte und Deregulierung einsetzt. Das Lisbon Council und Google kooperieren etwa bei der Initiative &amp;quot;Single Market Entrepreneurs&amp;quot;. Ein Imagefilm der Initiative zeigt zahlreiche kleine und mittelgroße Unternehmer, die Google-Dienste verwenden (insbesondere Adwords). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://prezi.com/sg0-tkhbjhyf/single-market-entrepreneurs/?auth_key=f14ece2ef670602ed7d3fd59cc25a2da5f1a3aba Single Market Entrepreneuers Presentation], aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google folgt damit einer Strategie, die darauf abzielt, Firmen in die eigene Lobbyarbeit einzubinden. Dabei wird versucht den Eindruck zu erwecken, dass die eigenen politischen Ziele nicht nur dem Interesse Googles entsprechen, sondern auch dem vieler kleinen und mittleren Unternehmen. So wurde beispielsweise in Deutschland im April 2012 eine Auftragsstudie vorgestellt, die den Nutzen von Google für Unternehmensgründer belegen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!91726/ Verkaufen, verkaufen, verkaufen], taz-online vom 18.4.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zudem unterstützt Google die Denkfabrik [[European Centre for International Political Economy]] (ECIPE)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ecipe.org/ European Centre for International Political Economy], abgerufen am 08.09.2014. Siehe auch David Cronin: [http://dvcronin.blogspot.de/2011/01/think-tanks-corporate-lobbyists-posing.html Think tanks: corporate lobbyists posing as experts], Blogbeitrag vom 31.1.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die eine unternehmensfreundliche Handelspolitik propagiert, und ist Mitglied in der [[American Chamber of Commerce to the European Union]] (AmCham EU), der [[The European Digital Media Association]] (EDiMA) und der [[European Internet Foundation]] (EIF).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, Stand 29.03.12, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftsfinanzierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem zeigt Google vermehrt Präsenz in Wissenschaft und Forschung und unterstützt Universitäten und Forschungseinrichtungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; So finanzierte Google beispielsweise das Berliner [[Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft]] (IIG) mit einer Anschubfinanzierung von 4,5 Millionen Euro über drei Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/institut-fuer-internet-und-gesellschaft-eroeffnet-warum-google-deutsche-internet-erklaerer-braucht-1.1173139 Warum Google deutsche Internet-Erklärer braucht] Süddeutsche online vom 25.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. 2013 wurde die Finanzierung um weitere sechs Jahre verlängert&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hiig.de/pm-institut-fur-internet-und-gesellschaft-sichert-langfristige-finanzierung PM: Institut für Internet und Gesellschaft sichert langfristige Finanzierung] 'Institut für Internet und Gesellschaft'-Website vom 24.09.2013, aufgerufen am 04.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein Vertreter von Google Deutschland besetzt einen Posten im achtköpfigen Aufsichtsgremium, dem &amp;quot;tragenden Beratungs- und Überwachungsorgan&amp;quot; des Instituts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hiig.de/institute/organisation/aufsichtsgremium/ &amp;quot;Aufsichtsgremium&amp;quot;] 'Institut für Internet und Gesellschaft'-Website, aufgerufen am 04.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Verflechtung geht soweit, das Google bei der Wahl des Kuratoriums ein Vetorecht besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/internet/2011-07/google-uni-institut/seite-2 Die Google-Uni] Zeit online vom 11.06.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der direkte Einfluss lässt starke Zweifel an Unabhängigkeit und Integrität einer solchen Bildungseinrichtung aufkommen. Drittmittelförderungen wie diese gefährden die Neutralität von Forschungsarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!77565/ &amp;quot;Neue Form von Korruption&amp;quot;], taz online vom 07.09.2011, aufgerufen am 09.09.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deep Lobbying ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der direkten Beeinflussung der Politik nimmt auch die Imagepflege einen wichtigen Platz in der Lobbyarbeit von Google ein. Ziel dabei ist es, eine positive Assoziation mit dem Unternehmen in der Öffentlichkeit und in der Politik aufzubauen. Zu diesem Zweck wird unter anderem versucht in der Wissenschaft einen Diskurs zu fördern, der mit dem Unternehmenszielen übereinstimmt. Diese Strategie wird auch Deep Lobbying genannt. Durch die indirekte Beeinflussung erhofft man sich unterbewusste Entscheidungsprozesse beeinflussen zu können. Beispielsweise kann eine positivere Wahrnehmung des Unternehmens dazu verleiten, dass Kunden verstärkt Produkte zu kaufen, Politiker sich für das Unternehmen einsetzen, oder die Medien ein positiveres Bild von Google vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Kontext ist besonders die finanzielle Unterstützung zahlreicher Projekte und Einrichtungen durch Google auffällig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Einrichtung von Programmen an Universitäten, unterstützt Google Vereine und Verbände wie LiquidDemocracy&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Private-Foerderung-fuer-den-18-Sachverstaendigen-der-Internet-Enquete-1283551.html Private Förderung für den 18. Sachverständigen der Internet Enquete] Heise online vom 27.07.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die Speaker's Corner Aktion des Zentrums für politische Schönheit &amp;lt;ref&amp;gt;[https://sites.google.com/site/speakerscornerevent/ Speakers Corner Berlin] offizielle Website des Speakers' Corner Berlin, augerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem gründete das Unternehmen 2010 die Denkfabrik Co:llaboratory, die allein im Jahr 2013 mit 250.000 Euro unterstützt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Jahresbericht_2013. Jahresbericht Collaboratory 2013] Collaboratory-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Google stellte Im Jahr 2014 knapp 65 Prozent der Gesamtfinanzierung des ThinkTanks Co:llaboratory&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Jahresbericht_2014 Jahresbericht 2014] Collaboratory-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Denkfabrik soll &amp;quot;gemeinsam an Lösungsansätzen zu gesellschaftlichen Fragen rund um das Internet&amp;quot; in einem &amp;quot;Expertenkreis, in dem Akteure aus Wissenschaft, Verbänden, Daten- und Verbraucherschutz sowie aus Internetunternehmen&amp;quot;, arbeiten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite Collaboratory.de] Collaboratory-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Google sponsort weitere Projekte wie die Bloggerkonferenz &amp;quot;re:publica&amp;quot; oder die Konferenz &amp;quot;Jugend hackt&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
https://re-publica.de/15/partner re:publica Kooperationspartner] re:publica-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch die &amp;quot;Initiative gegen Leistungsschutzrecht&amp;quot; (IGEL) wurde von Google unterstützt&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://leistungsschutzrecht.info/unterstuetzer IGEL-Unterstützer] 'Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht'-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Spiegel schrieb im Jahr 2012 über Googles Rolle: &amp;quot;Wer sich für netzpolitische Themen interessiert, kommt in Berlin nicht mehr an Google vorbei&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.zeit.de/2014/33/suchmaschine-google-zukunft Die Vereinigten Staaten von Google] Der Spiegel 39/2012, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Deep Lobbying Strategie von Google kann auch das Buch &amp;quot;Die Vernetzung der Welt&amp;quot; gezählt werden, welches Google-Verwaltungsratchef Eric Schmidt zusammen mit Jared Cohen, dem Leiter des ThinkTanks 'Google Ideas', schrieb. Das fast ausnahmslos im Futur geschriebene Buch entwirft eine politische Utopie, in welcher die Technik das heutige politische System ersetzt hat&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-88754346.html Im Namen der Freiheit] Zeit Online vom  DIE ZEIT 07.08.2015, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es war Eric Schmidt selbst, der diese subtile Art des Lobbying in einem Interview mit der Washington Post &amp;quot;lobbying by ideas&amp;quot; nannte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlkampfspenden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 stimmte das Europäische Parlament in einer nicht bindenden Resolution für die Aufspaltung des Konzerns. Dabei stand die Forderung im Mittelpunkt, dass Suchergebnisse &amp;quot;frei von Verzerrung und transparent&amp;quot; sein sollen. Zu diesem Zweck soll das Suchmaschinengeschäft von anderen Unternehmensbereichen abgetrennt werden. Der Vorschlag des Europäischen Parlaments führte zu Widerstand bei US-Politikern. Mehrere Mitglieder des US-Kongresses verfassten Briefe an hochrangige Mitglieder der Europäischen Union. Gemeinsamer Tenor war die Beschwerde über &amp;quot;Diskriminierung ausländischer Firmen in Bezug auf Digitalwirtschaft&amp;quot; und die Behinderung von &amp;quot;Innovationen und Investitionen durch US-basierte Internetfirmen&amp;quot;. Wie man bei opensecrets.org nachlesen kann, hat Google neun der siebzehn Briefschreiber in der Wahlkampfperiode 2013/14 mit insgesamt mehr als 260.000 $ finanziert. Die Initiatorin einer der Briefe, die Demokratin Anna Eshoo, erhielt für ihren Wahlkampf 40.000 $ von Google. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Repräsentantenhaus, der Republikaner Bob Goodlatte, hatte schon vor der Abstimmung an diverse Fraktionsvorsitzende des EU-Parlaments geschrieben und seiner Besorgnis ausgedrückt. Laut opensecrets.org hatte Google seinen Wahlkampf mit 31.000 $ unterstützt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-kritiker-des-eu-parlaments-mit-wahlkampfspenden-finanziert-a-1005543.html Kritiker des EU-Parlaments mit Wahlkampfspenden finanziert] spiegel.de vom 28.11.14, abgerufen am 01.12.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Netzpolitik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Google ist auch in der deutschen netzpolitischen Szene gut repräsentiert und insbesondere in den netzpolitischen ThinkTanks der SPD und der CDU vertreten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.faz.net/deus/2013/12/18/lobbyisten-vorsitzmacher-und-andere-stiefelknechte-im-internetausschuss-1869/ Lobbyisten, Vorsitzmacher und andere Stiefelknechte im Internetausschuss] FAZ vom 18.12.2013, abgerufen am 05.08.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;. So gehört der Pressesprecher von Google Deutschland, Stefan Keuchel, zu den Gründungsmitgliedern Vereins 'D64', welcher der SPD nahe steht. Axel Wallrabenstein ist Chairman bei der Agentur 'MSL Group Germany', welche die politische PR für Google in Deutschland erledigt, und sitzt gleichzeitig im Vorstand des C-Netz, dem netzpolitischen Verein der CDU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenschutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nutzerdaten sind für Google besonders wichtig, um Werbung personalisieren zu können. Dieses einträgliche Geschäft sieht Google durch staatliche Regulierung und verschärften Datenschutz gefährdet. Das Unternehmen versucht daher, die Debatten zu dem Thema zu beeinflussen und besonders bei neuen Gesetzen Einfluss zu nehmen. Dies wurde besonders deutlich bei der neuen EU-Datenschutzverordnung. Die Lobbyabteilungen verschiedener Internetkonzerne, darunter Google, erstellten eigene Papiere und Vorlagen für die neue Verordnung und versuchten, so die Ergebnisse zu ihren Gunsten zu  beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbyplag-zeigt-lobby-einflussname-bei-eu-datenschutz-richtlinie-a-882567.html Datenschutz: Website entlarvt Lobby-Einfluss in Brüssel] Spiegel online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde auch versucht, direkt auf die Mitglieder des EU-Parlaments einzuwirken und diese für eine unternehmensfreundliche Ausgestaltung der Verordnung zu gewinnen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/lobby-einfluss-auf-neue-eu-verordnung-internetkonzerne-schreiben-bei-datenschutzregeln-mit-1.1596560 Internetkonzerne schreiben Datenschutzregeln mit] Süddeutsche online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Laut der zuständigen Justizkommissarin [[Viviane Reding]] wurde die Lobbyarbeit um die Datenschutzverordnung so „erbittert“ geführt, wie sie es noch nie erlebt habe&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.n-tv.de/politik/Blog-deckt-Lobbyeinfluss-auf-article10103291.html EU-Verordnung per &amp;quot;Copy &amp;amp; Paste&amp;quot;, Blog deckt Lobbyeinfluss auf] n-tv vom 12.02.2013, aufgerufen am 15.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neben Google waren auch anderen US-Unternehmen wie [[Facebook]], [[Amazon]] und [[Ebay]] als Lobbyakteure präsent. Unterstützt wurden sie dabei von der US-Regierung. Diese versuchte bereits vor der offiziellen Veröffentlichung des ersten Gestzes-Entwurfs in die Bresche, um die neue Datenschutzverordnung durch intensive Lobbyarbeit zu verhindern&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europnews.org/2012-01-22-wann-lost-sich-europa-endlich-von-den-usa-usa-torpedieren-eu-datenschutz-verordnung.html USA torpedieren EU-Datenschutz-Verordnung], aufgerufen am 25.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streit um Datenschutzfragen wird auch immer häufiger vor Gerichten ausgetragen. 2014 konnten Kläger vor dem Europäischen Gerichtshof erwirken, dass Google zukünftig sensible persönliche Daten in der Ergebnissliste seiner Suchmaschine auf Anfrage löschen muss. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/eugh-raeumt-recht-auf-vergessen-gegenueber-google-ein-12936895.html EuGH stärkt Recht auf Vergessen] Faz online vom 13.05.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google reagierte mit der Einsetzung eines unabhängigen Beirats, der sich mit rechtlichen und organisatorischen Fragen zur Löschung befasst. Mitglied dieses Beirats ist unter anderem die frühere Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/google/google-beruft-leutheusser-schnarrenberger-in-loesch-beirat-13039086.html Google beruft Leutheusser-Schnarrenberger in „Lösch-Beirat“] Faz online vom 10.07.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urheberrecht und Patentstreitigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Datenschutz sind besonders die Bereiche des Urheber- und das Patentrecht von großem Interesse für Google. Darunter fielen in der Vergangenheit auch die Urheberrechtsabkommen [[SOPA]], [[PIPA]] und [[ACTA]]. Ebenso wie beim  Datenschutz setzt sich Google bei diesen Themen für eine möglichst schwache Regulierung durch staatliche Seite ein. Durch Verschärfung von Urheber- und Patentrecht sieht Google das freie Vermitteln von Informationen, also den Wesenskerns seines Geschäftes, bedroht. Um einer möglichen Verschärfung entgegenzuwirken, versucht Google auch die Öffentlichkeit für seine Interessen zu gewinnen. Als beispielsweise 2009 über eine Einführung des Leistungsschutzrechts für Verleger debattiert wurde, unterstützte Google  finanziell die Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht (IGEL). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,788810,00.html So führen Microsoft und Google ihren Lobbykrieg], Spiegel online vom 2.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  2012 rief das Unternehmen sogar eine eigene Kampagne unter dem Namen „Verteidige Dein Netz“ gegen das geplante Leistungsschutzrecht ins Leben. Neben einer intensiven Nutzung von Social Media Plattformen und eigenen Videos wurde eine eigene Petition veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[http://www.gruenderszene.de/news/gadgets-google-leistungsschutzrecht Google: &amp;quot;Verteidige dein Netz&amp;quot;] www.gruenderszene.de, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google gelang es, sich in der öffentlichen Diskussion einen Namen zu machen; so wurde beispielsweise Dr Arnd Haller (Google Germany GmbH, Legal director north and central Europe) zu einer Anhörung zum Leistungsschutzrecht in den Bundestag eingeladen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://netzpolitik.org/2013/montag-ungeplante-anhorung-zum-leistungsschutzrecht-im-bundestag/ Montag: Ungeplante Anhörung zum Leistungsschutzrecht im Bundestag] netzpolitik.org vom 20.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bemühungen des Unternehmens stellten sich als erfolgreich heraus: Der ursprüngliche Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht sah vor, dass Google für seinen Nachrichtendienst Google News Geld an Zeitungsverleger zahlen soll. Im August 2013 trat das Leistungsschutzrecht in Kraft: Die vom Dienst Google News benutzten Snippets wurden dabei von der neuen Gesetzesregelung ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/kultur/medien/tid-29839/google-verleger-und-der-bundestag-neues-leistungsschutzrecht-ein-gesetz-viele-fragen_aid_930403.html Neues Leistungsschutzrecht: Ein Gesetz, viele Fragen], focus online vom 01.03.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Jahr 2014 eskalierte die Auseinandersetzung zwischen Google und einigen Verlegern, die bei der VG Wort organisiert sind. Anfang Okotober gab Google bekannt, bei diesen Inhalte nur noch die Links und keine Vorschautexte oder Bilder in den Suchergebnissen auszugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/recht/streit-um-das-leistungsschutzrecht-google-zeigt-bei-vg-media-inhalten-nur-noch-ueberschriften_id_4174936.html Streit um das Leistungsschutzrecht: Google zeigt bei VG-Media-Inhalten nur noch Überschriften], Rheinische Post, 1. 10. 2014, zuletzt auggerufen am 2. Oktober 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die gezielte Lobbyarbeit gelang es Google den Gesetzgebungsprozess in einzelnen Ländern, als auch in der EU zu beeinflussen. Dadurch wurden Unternehmensinteressen vor die Interessen der Bürger gestellt und somit der reguläre Prozess der demokratischen Entscheidungsfindung erheblich untergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beinflussung eines Berichts der US-Wettbewerbsbehörde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2010 wurde Google das erste mal wegen mangelndem Datenschutz verklagt. Google bekannte sich zu den Verstößen und einigte sich mit der US-Wettbewerbsbehörde FTC (Federal Trade Commission) auf stärkere Kontrolle des Datenschutzes im Unternehmen und einen &amp;quot;comprehensive proivacy plan&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ftc.gov/news-events/press-releases/2011/03/ftc-charges-deceptive-privacy-practices-googles-rollout-its-buzz FTC Charges Deceptive Privacy Practices in Googles Rollout of Its Buzz Social Network] FTC vom 30.3.2011, zuletzt aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
2012 kam es erneut zu einer Anklage gegen Google wegen eines Verstoßes gegen Datenschutzrichtlinien&amp;lt;ref&amp;gt;[https://en.wikipedia.org/wiki/United_States_v._Google_Inc. United States v. Google Inc.] Wikipedia, zuletzt aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. In diesem Jahr verdoppelte Google seine Lobbyausgaben für die direkte politische Einflussnahme in Washington auf über 18 Millionen Dollar und engagierte über 20 Anwaltskanzleien&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das ''Wall Street Journal'' berichtete über eine auffällige Häufung der Besuche von Lobbyistenvertretern im Weißen Haus im Zeitraum Ende 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wsj.com/articles/google-makes-most-of-close-ties-to-white-house-1427242076 Google Makes Most of Close Ties to White House] Wall Street Journal vom 24.03.2015, zuletzt aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die US-Wettbewerbsbehörde FTC arbeitete in dieser an einem Bericht über die Geschäftspraktiken des Unternehmens. Dieser wurde schließlich nicht veröffentlicht, diente aber als Entscheidungsgrundlage, die Untersuchung gegen Google Anfang 2013 gegen eine Rekordstrafe von 22,5 Millionen Dollar einzustellen. 2015 wurden Teile des Berichts dem &amp;quot;Wall Street Journal&amp;quot; geschickt. Sie enthielten deutliche Kritik an dem Konzern. &amp;quot;Dieser habe seine überlegene Marktposition im Bereich der Internetsuche dazu genutzt, konkurrierende Internetfirmen in anderen Bereichen unter Druck zu setzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article138940581/Worueber-Google-so-mit-dem-US-Praesidenten-redet.html Worüber Google so mit dem US-Präsidenten redet], Die Welt, 30. März 2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu der Affäre bezogen sowohl die Verantwortlichen der Wettbewerbsbehörde&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ftc.gov/news-events/press-releases/2015/03/statement-chairwoman-edith-ramirez-commissioners-julie-brill Statement of Chairwoman Edith Ramirez, and Commissioners Julie Brill and Maureen K. Ohlhausen regarding the Google Investigation], Webseite der Federal Trade Comission, 25. März 2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; als auch der Konzern Stellung: Google benutzte dabei eine verniedlichende Bildsprache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://googlepublicpolicy.blogspot.de/2015/03/really-rupert.html Google - Public Policy Blog, 27.3.2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile wurde bekannt, dass Google nach den missbiligenden Schlagzeilen bezüglich ihrer Wettbewerbsposititon, die amerikanische Wettbewerbsbehörde FTC dazu gedrängt hat, öffentlich für den Konzern einzutreten.&lt;br /&gt;
Medienberichten zufolge reichte eine einzige Email der Lobbyistin Johanna Shelton dazu aus. In der Email drängt Shelton die Behörde zu einer Stellungnahme. Zwei Tage später erschien wie von Google gewünscht eine Pressemitteilung in der FTC seine Kritik an Google relativierte. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/lobbyismus-von-google-wie-google-um-die-meinungshoheit-kaempft/11782062.html Lobbyismus von Google: Wie Google um die Meinungshoheit kämpft], Handelsblatt, 15. Mai 2015, zuletzt aufgerufen am 3. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde am 4. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet und widmete sich anfangs ausschließlich der Konstruktion einer eigenen Suchmaschine. Seit dem 19. August 2004 ist Google ein börsennotiertes Unternehmen. Google hat sein Aktionsfeld im Laufe der Zeit ausgedehnt, stellt heute verschiedene Internetdienstleistungen bereit und unterhält weltweit Büros und Vertretungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des eigenen Geschäfts steht die Vermittlung von Informationen, dies geschieht neben der Suchmaschine durch zahlreiche andere Dienstleistungen, wie beispielsweise Google Earth oder Google Maps.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/business.html Überblick über die Geschäftsmodelle], Google-Webseite, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei beschränkt Google sich nicht darauf die Informationen weiterzuleiten, die Nutzerdaten der Benutzer werden gleichzeitig gesammelt. Das Unternehmen nutzt diese Daten wiederum, um personalisierte Werbung schalten zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-82612679.html Die fanatischen Vier] Spiegel Online vom 05.12.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2015: Unternehmensumstrukturierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2015 gab Google bekannt, dass der Konzern zum vierten Quartal 2015 umstrukturiert werden soll. In Zukunft wird die Suchmaschine Google nur eines der vielen Projekte und Geschäfte des Unternehmens sein, die unter der neuen Holding &amp;quot;Alphabet&amp;quot; geführt werden &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/google-umstrukturierung-alphabet-die-universelle-ordnungsmacht-1.2606809 Alphabet, die universelle Ordnungsmacht] Süddeutsche vom 15.08.2011, aufgerufen am 17.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Konzernumstrukturierung wird als Folge des immer breiter werdenden Geschäftsbereich von Google verstanden. In den vergangen Jahren sind immer mehr Geschäftsbereiche und Abteilungen zum Suchmaschinen-Kerngeschäft hinzugekommen: das selbstfahrende Auto, Robotik-Firmen, Drohnen, Medizinforschung, Internetübertragung per Ballon oder die Vernetzung von Haushaltsgeräten. Investoren kritisierten an der Unternehmensentwicklung, dass zukunftsweisende Projekte dieser Art,sogenannte &amp;quot;Moonshots&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt; Der Spiegel Nr. 34 vom 14.08.2015, S. 18 f. &amp;lt;/ref&amp;gt;, nicht profitabel seien. Dem Spiegel zufolge, folgt Google seiner Philosophie, dass sich mit der richtigen Technologie irgendwann auch Geld verdienen lässt und es sich dafür mitunter Jahre zu warten lohnt. Das Unternehmen wolle dadurch in immer mehr Bereiche des menschlichen Lebens vordringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.&amp;quot; Executive Chairman von Google, Eric Schmidt am 3. Dezember 2012 in einer Sendung des US-Fernsehkanal CNBC&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/netz-strategie-google-will-die-weltherrschaft-a-665813.html Netz-Strategie: Google will die Weltherrschaft] Spiegel online, 8. Dezember 2009, zuletzt aufgerufen am 15.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [http://www.sourcewatch.org/index.php/Google Google bei SourceWatch.org] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IT &amp;amp; Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Google&amp;diff=34164</id>
		<title>Google</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Google&amp;diff=34164"/>
		<updated>2015-08-17T14:40:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Google Inc.&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Google-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Internetdienstleistungen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Dienstleistungen, Mobile Technologie, Apps, Werbung &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Unter den Linden 21, 10117 Berlin &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Google Belgium, Chaussée d'Etterbeek 180, 1040 Brussels &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/ google.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Google Inc.''' ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das durch seine Internetdienstleistungen, allen voran der Suchmaschine, erfolgreich wurde. Mit einem Börsenwert von 390 Milliarden US-Dollar ist Google heutzutage auf Platz 2 der börsennotierten Unternehmen in den USA und bei der Bearbeitung von Suchanfragen Weltmarktführer.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Hoechster-Boersenwert-Google-arbeitet-sich-an-wertvollsten-Konzern-Apple-heran-3292653 Höchster Börsenwert: Google arbeitet sich an Apple heran], finanzen.net vom 11.02.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Großteil seines Gewinns erwirtschaftet Google mit Werbung, die mehr und mehr mit Benutzerinformationen verknüpft wird. 2015 wurde der Konzern in &amp;quot;Alphabet&amp;quot; umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren geriet das Unternehmen immer stärker in die öffentliche Kritik, sowie in politische und juristische Auseinandersetzunen. Zum einen wird der Umgang Googles mit Fragen des Datenschutzes sowie des Urheberrechts bemängelt, zum anderen wird dem Unternehmen vorgeworfen, seine Marktmacht auszunutzen und sich so unfaire Wettbewerbsvorteile zu sichern. Um dieser wachsenden Kritik zu begegnen und das Ansehen in der Öffentlichkeit und in der Politik aktiv zu beeinflussen, hat Google seine Lobbyarbeit immer stärker ausgeweitet.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.washingtonpost.com/politics/how-google-is-transforming-power-and-politicsgoogle-once-disdainful-of-lobbying-now-a-master-of-washington-influence/2014/04/12/51648b92-b4d3-11e3-8cb6-284052554d74_story.html Google, once disdainful of lobbying, now a master of washington influence], washingtonpost online vom 12.04.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Weiterleiten und Sammeln von Informationen und Nutzerdaten zentral für das eigene Geschäftsmodel ist, tritt das Unternehmen für eine möglichst schwache staatliche Regulierung des Internets und gegen einen verstärkter Daten- und Urheberrechtsschutz ein. Diese Forderung sollen durch gezielte Lobbyarbeit unterstützt werden. Google hat seine Lobbyausgaben in den letzten Jahre daher deutlich gesteigert (siehe Tabelle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in den USA ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus der Lobbyarbeit des Unternehmens liegt auf den USA, wobei die Regierung und die politischen Parteien von besonderem Interesse sind. Im März 2015 wurde berichtet, dass Google im Durchschnitt ein Lobby-Gespräch pro Woche im Weißen Haus führt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/maechtige-internetriesen/googles-lobbyisten-haben-im-weissen-haus-erfolg-13505625.html Google kommt oft ins Weiße Haus] Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. März 2015, zuletzt gesichtet am 26.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Google kann dabei auf den guten Beziehungen seiner Lobbyisten aufbauen - von den 123 in den USA bei Google beschäftigten Lobbyisten im Zeitraum 2013-14 arbeiteten ganze 102 zuvor in Regierungsjobs und haben einen [[Seitenwechsel]] vollzogen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/orgs/summary.php?id=D000022008 Google bei opensecrets.org], zuletzt abgerufen am 04.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Einerseits soll die staatliche Regulierung und Gesetzgebung auf nationaler Ebene gezielt beeinflusst werden, andererseits gilt es, die eigenen Vorstellungen und Interessen bei den Beziehungen und Verhandlungen zwischen den USA und anderen Nationalstaaten einfließen zu lassen. Beispiele sind hier die Datenschutzverordnung der EU, oder auch die Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen [[TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-01/datenschutztag-datenschutzverordnung-lobbyismus Mit Dollars gegen mehr Datenschutz] Zeit Online vom 28.01.2013, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wachsende Bedeutung der Lobbyarbeit für Google wird besonders deutlich an den verwendeten Geldern: Sie steigen 2012 auf über 18 Millionen Dollar; dieses Jahr war wegen der Präsidentschaftswahl und einer [https://lobbypedia.de/wiki/Google#Beinflussung_eines_Berichts_der_US-Wettbewerbsbeh.C3.B6rde Auseinandersetzung mit der US-Wettbewerbsbehörde] für Google besonders wichtig. Die Ausgaben bleiben dann auf dem hohen Niveau.&lt;br /&gt;
In den ersten sieben Monaten des Jahres 2014 gab Google allein 9,3 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus und war damit das Unternehmen mit den zweithöchsten Ausgaben in den USA &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbying-in-den-usa-google-investiert-9-millionen-dollar-a-984069.html US-Politik: Nur eine Firma gibt mehr fürs Lobbying aus als Google] Spiegel Online vom 02.08.2014, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr &lt;br /&gt;
! Ausgaben in US-Dollar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| 80 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| 180 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 260 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2006&lt;br /&gt;
| 800 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| 1 520 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
| 2 840 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009&lt;br /&gt;
| 4 030 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| 5 160 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011&lt;br /&gt;
| 9 680 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2012&lt;br /&gt;
| 18 220 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| 15 800 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2014&lt;br /&gt;
| 16 830 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 - nur erstes Halbjahr&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.consumerwatchdog.org/newsrelease/google-trims-2nd-quarter-spending-still-leads-tech-firms%E2%80%99-lobbying-expenditures-facebook Google Trims 2nd Quarter Spending, But Still Leads Tech Firms’ Lobbying Expenditures; Facebook posts Record $2.69 Million While Amazon Outlay Soars 103 Percent], http://www.consumerwatchdog.org, 20. Juli 2015, zuletzt aufgerufen am 27.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 10 390 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen besonderen Platz in der Lobbyarbeit von Google in den USA spielen Parteispenden. Über ein Political Action Committee (PAC) werden Gelder für die einzelnen Parteien gesammelt und gespendet. Dabei werden die Spenden relativ ausgeglichen an Republikaner und Demokraten verteilt, 2014 erhielten die Demokraten 359 000 US-Dollar, die Republikaner 371 500 US-Dollar &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/pacs/lookup2.php?strID=C00428623|%20OpenSecrets Google Inc] www.opensecrets.org, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2012 gründete Google mit anderen Internetkonzernen ein gemeinsamen Lobbyverband:[[The Internet Association]]. Daran beteiligt sind weitere Internentkonzerne, unter anderem [[Facebook]], Ebay und Amazon.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theverge.com/2012/7/25/3186208/google-facebook-amazon-ebay-internet-association-lobbying-group Google, Facebook, Amazon, an Ebay form 'Internet Association' lobbying group] www.theverge.com vom 25.07.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit auf EU-Ebene ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Auch in Europa hat Google seine Lobbyarbeit stetig ausgebaut. Nach eigenen Angaben stiegen die Kosten für die Lobbyarbeit auf EU-Ebene von 600.000 € bis 700.000 € im Jahr 2011 auf 1.250.000 € bis 1.500.000 € im Jahr 2013, festgehalten im EU Transparenzregister&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, aufgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Brüsseler Büro arbeiten neun Mitarbeiter&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59 Google] EU-Transparenzregister, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, darunter der Anwalt Tobias McKenney, ein Seitenwechsler der zuvor als Referent bei der EU-Kommission Urheberrechtsthemen betreut hat&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit&lt;br /&gt;
dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit ist das Brüssler Büro von Google im Vergleich zu dem anderer Großunternehmen relativ klein, was daran liegen könnte, dass Google in Europa nicht öffentlicht als Lobbyist wahrgenommen werden will - so beschreibt Jan Philipp Albrecht die Google-Strategie; er ist innen- und justizpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im EU-Parlament,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielmehr betreibt das Unternehmen indirekte Lobbyarbeit über [[Think tanks auf EU-Ebene|Denkfabriken (engl. Think tanks)]] und Verbänden auf EU-Ebene. Beispielsweise ist Google Unterstützer des [[Lisbon Council]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lisboncouncil.net/about-us/acknowledgements.html Webseite des Lisbon Council], aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer neoliberalen Denkfabrik, die sich für freie Märkte und Deregulierung einsetzt. Das Lisbon Council und Google kooperieren etwa bei der Initiative &amp;quot;Single Market Entrepreneurs&amp;quot;. Ein Imagefilm der Initiative zeigt zahlreiche kleine und mittelgroße Unternehmer, die Google-Dienste verwenden (insbesondere Adwords). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://prezi.com/sg0-tkhbjhyf/single-market-entrepreneurs/?auth_key=f14ece2ef670602ed7d3fd59cc25a2da5f1a3aba Single Market Entrepreneuers Presentation], aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google folgt damit einer Strategie, die darauf abzielt, Firmen in die eigene Lobbyarbeit einzubinden. Dabei wird versucht den Eindruck zu erwecken, dass die eigenen politischen Ziele nicht nur dem Interesse Googles entsprechen, sondern auch dem vieler kleinen und mittleren Unternehmen. So wurde beispielsweise in Deutschland im April 2012 eine Auftragsstudie vorgestellt, die den Nutzen von Google für Unternehmensgründer belegen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!91726/ Verkaufen, verkaufen, verkaufen], taz-online vom 18.4.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zudem unterstützt Google die Denkfabrik [[European Centre for International Political Economy]] (ECIPE)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ecipe.org/ European Centre for International Political Economy], abgerufen am 08.09.2014. Siehe auch David Cronin: [http://dvcronin.blogspot.de/2011/01/think-tanks-corporate-lobbyists-posing.html Think tanks: corporate lobbyists posing as experts], Blogbeitrag vom 31.1.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die eine unternehmensfreundliche Handelspolitik propagiert, und ist Mitglied in der [[American Chamber of Commerce to the European Union]] (AmCham EU), der [[The European Digital Media Association]] (EDiMA) und der [[European Internet Foundation]] (EIF).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, Stand 29.03.12, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftsfinanzierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem zeigt Google vermehrt Präsenz in Wissenschaft und Forschung und unterstützt Universitäten und Forschungseinrichtungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; So finanzierte Google beispielsweise das Berliner [[Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft]] (IIG) mit einer Anschubfinanzierung von 4,5 Millionen Euro über drei Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/institut-fuer-internet-und-gesellschaft-eroeffnet-warum-google-deutsche-internet-erklaerer-braucht-1.1173139 Warum Google deutsche Internet-Erklärer braucht] Süddeutsche online vom 25.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. 2013 wurde die Finanzierung um weitere sechs Jahre verlängert&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hiig.de/pm-institut-fur-internet-und-gesellschaft-sichert-langfristige-finanzierung PM: Institut für Internet und Gesellschaft sichert langfristige Finanzierung] 'Institut für Internet und Gesellschaft'-Website vom 24.09.2013, aufgerufen am 04.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein Vertreter von Google Deutschland besetzt einen Posten im achtköpfigen Aufsichtsgremium, dem &amp;quot;tragenden Beratungs- und Überwachungsorgan&amp;quot; des Instituts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hiig.de/institute/organisation/aufsichtsgremium/ &amp;quot;Aufsichtsgremium&amp;quot;] 'Institut für Internet und Gesellschaft'-Website, aufgerufen am 04.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Verflechtung geht soweit, das Google bei der Wahl des Kuratoriums ein Vetorecht besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/internet/2011-07/google-uni-institut/seite-2 Die Google-Uni] Zeit online vom 11.06.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der direkte Einfluss lässt starke Zweifel an Unabhängigkeit und Integrität einer solchen Bildungseinrichtung aufkommen. Drittmittelförderungen wie diese gefährden die Neutralität von Forschungsarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!77565/ &amp;quot;Neue Form von Korruption&amp;quot;], taz online vom 07.09.2011, aufgerufen am 09.09.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deep Lobbying ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der direkten Beeinflussung der Politik nimmt auch die Imagepflege einen wichtigen Platz in der Lobbyarbeit von Google ein. Ziel dabei ist es, eine positive Assoziation mit dem Unternehmen in der Öffentlichkeit und in der Politik aufzubauen. Zu diesem Zweck wird unter anderem versucht in der Wissenschaft einen Diskurs zu fördern, der mit dem Unternehmenszielen übereinstimmt. Diese Strategie wird auch Deep Lobbying genannt. Durch die indirekte Beeinflussung erhofft man sich unterbewusste Entscheidungsprozesse beeinflussen zu können. Beispielsweise kann eine positivere Wahrnehmung des Unternehmens dazu verleiten, dass Kunden verstärkt Produkte zu kaufen, Politiker sich für das Unternehmen einsetzen, oder die Medien ein positiveres Bild von Google vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Kontext ist besonders die finanzielle Unterstützung zahlreicher Projekte und Einrichtungen durch Google auffällig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Einrichtung von Programmen an Universitäten, unterstützt Google Vereine und Verbände wie LiquidDemocracy&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Private-Foerderung-fuer-den-18-Sachverstaendigen-der-Internet-Enquete-1283551.html Private Förderung für den 18. Sachverständigen der Internet Enquete] Heise online vom 27.07.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die Speaker's Corner Aktion des Zentrums für politische Schönheit &amp;lt;ref&amp;gt;[https://sites.google.com/site/speakerscornerevent/ Speakers Corner Berlin] offizielle Website des Speakers' Corner Berlin, augerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem gründete das Unternehmen 2010 die Denkfabrik Co:llaboratory, die allein im Jahr 2013 mit 250.000 Euro unterstützt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Jahresbericht_2013. Jahresbericht Collaboratory 2013] Collaboratory-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Google stellte Im Jahr 2014 knapp 65 Prozent der Gesamtfinanzierung des ThinkTanks Co:llaboratory&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Jahresbericht_2014 Jahresbericht 2014] Collaboratory-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Denkfabrik soll &amp;quot;gemeinsam an Lösungsansätzen zu gesellschaftlichen Fragen rund um das Internet&amp;quot; in einem &amp;quot;Expertenkreis, in dem Akteure aus Wissenschaft, Verbänden, Daten- und Verbraucherschutz sowie aus Internetunternehmen&amp;quot;, arbeiten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite Collaboratory.de] Collaboratory-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Google sponsort weitere Projekte wie die Bloggerkonferenz &amp;quot;re:publica&amp;quot; oder die Konferenz &amp;quot;Jugend hackt&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
https://re-publica.de/15/partner re:publica Kooperationspartner] re:publica-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch die &amp;quot;Initiative gegen Leistungsschutzrecht&amp;quot; (IGEL) wurde von Google unterstützt&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://leistungsschutzrecht.info/unterstuetzer IGEL-Unterstützer] 'Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht'-Website, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Spiegel schrieb im Jahr 2012 über Googles Rolle: &amp;quot;Wer sich für netzpolitische Themen interessiert, kommt in Berlin nicht mehr an Google vorbei&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.zeit.de/2014/33/suchmaschine-google-zukunft Die Vereinigten Staaten von Google] Der Spiegel 39/2012, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Deep Lobbying Strategie von Google kann auch das Buch &amp;quot;Die Vernetzung der Welt&amp;quot; gezählt werden, welches Google-Verwaltungsratchef Eric Schmidt zusammen mit Jared Cohen, dem Leiter des ThinkTanks 'Google Ideas', schrieb. Das fast ausnahmslos im Futur geschriebene Buch entwirft eine politische Utopie, in welcher die Technik das heutige politische System ersetzt hat&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-88754346.html Im Namen der Freiheit] Zeit Online vom  DIE ZEIT 07.08.2015, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es war Eric Schmidt selbst, der diese subtile Art des Lobbying in einem Interview mit der Washington Post &amp;quot;lobbying by ideas&amp;quot; nannte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 05.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlkampfspenden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 stimmte das Europäische Parlament in einer nicht bindenden Resolution für die Aufspaltung des Konzerns. Dabei stand die Forderung im Mittelpunkt, dass Suchergebnisse &amp;quot;frei von Verzerrung und transparent&amp;quot; sein sollen. Zu diesem Zweck soll das Suchmaschinengeschäft von anderen Unternehmensbereichen abgetrennt werden. Der Vorschlag des Europäischen Parlaments führte zu Widerstand bei US-Politikern. Mehrere Mitglieder des US-Kongresses verfassten Briefe an hochrangige Mitglieder der Europäischen Union. Gemeinsamer Tenor war die Beschwerde über &amp;quot;Diskriminierung ausländischer Firmen in Bezug auf Digitalwirtschaft&amp;quot; und die Behinderung von &amp;quot;Innovationen und Investitionen durch US-basierte Internetfirmen&amp;quot;. Wie man bei opensecrets.org nachlesen kann, hat Google neun der siebzehn Briefschreiber in der Wahlkampfperiode 2013/14 mit insgesamt mehr als 260.000 $ finanziert. Die Initiatorin einer der Briefe, die Demokratin Anna Eshoo, erhielt für ihren Wahlkampf 40.000 $ von Google. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Repräsentantenhaus, der Republikaner Bob Goodlatte, hatte schon vor der Abstimmung an diverse Fraktionsvorsitzende des EU-Parlaments geschrieben und seiner Besorgnis ausgedrückt. Laut opensecrets.org hatte Google seinen Wahlkampf mit 31.000 $ unterstützt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-kritiker-des-eu-parlaments-mit-wahlkampfspenden-finanziert-a-1005543.html Kritiker des EU-Parlaments mit Wahlkampfspenden finanziert] spiegel.de vom 28.11.14, abgerufen am 01.12.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Netzpolitik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Google ist auch in der deutschen netzpolitischen Szene gut repräsentiert und insbesondere in den netzpolitischen ThinkTanks der SPD und der CDU vertreten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.faz.net/deus/2013/12/18/lobbyisten-vorsitzmacher-und-andere-stiefelknechte-im-internetausschuss-1869/ Lobbyisten, Vorsitzmacher und andere Stiefelknechte im Internetausschuss] FAZ vom 18.12.2013, abgerufen am 05.08.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;. So gehört der Pressesprecher von Google Deutschland, Stefan Keuchel, zu den Gründungsmitgliedern Vereins 'D64', welcher der SPD nahe steht. Axel Wallrabenstein ist Chairman bei der Agentur 'MSL Group Germany', welche die politische PR für Google in Deutschland erledigt, und sitzt gleichzeitig im Vorstand des C-Netz, dem netzpolitischen Verein der CDU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenschutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nutzerdaten sind für Google besonders wichtig, um Werbung personalisieren zu können. Dieses einträgliche Geschäft sieht Google durch staatliche Regulierung und verschärften Datenschutz gefährdet. Das Unternehmen versucht daher, die Debatten zu dem Thema zu beeinflussen und besonders bei neuen Gesetzen Einfluss zu nehmen. Dies wurde besonders deutlich bei der neuen EU-Datenschutzverordnung. Die Lobbyabteilungen verschiedener Internetkonzerne, darunter Google, erstellten eigene Papiere und Vorlagen für die neue Verordnung und versuchten, so die Ergebnisse zu ihren Gunsten zu  beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbyplag-zeigt-lobby-einflussname-bei-eu-datenschutz-richtlinie-a-882567.html Datenschutz: Website entlarvt Lobby-Einfluss in Brüssel] Spiegel online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde auch versucht, direkt auf die Mitglieder des EU-Parlaments einzuwirken und diese für eine unternehmensfreundliche Ausgestaltung der Verordnung zu gewinnen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/lobby-einfluss-auf-neue-eu-verordnung-internetkonzerne-schreiben-bei-datenschutzregeln-mit-1.1596560 Internetkonzerne schreiben Datenschutzregeln mit] Süddeutsche online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Laut der zuständigen Justizkommissarin [[Viviane Reding]] wurde die Lobbyarbeit um die Datenschutzverordnung so „erbittert“ geführt, wie sie es noch nie erlebt habe&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.n-tv.de/politik/Blog-deckt-Lobbyeinfluss-auf-article10103291.html EU-Verordnung per &amp;quot;Copy &amp;amp; Paste&amp;quot;, Blog deckt Lobbyeinfluss auf] n-tv vom 12.02.2013, aufgerufen am 15.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neben Google waren auch anderen US-Unternehmen wie [[Facebook]], [[Amazon]] und [[Ebay]] als Lobbyakteure präsent. Unterstützt wurden sie dabei von der US-Regierung. Diese versuchte bereits vor der offiziellen Veröffentlichung des ersten Gestzes-Entwurfs in die Bresche, um die neue Datenschutzverordnung durch intensive Lobbyarbeit zu verhindern&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europnews.org/2012-01-22-wann-lost-sich-europa-endlich-von-den-usa-usa-torpedieren-eu-datenschutz-verordnung.html USA torpedieren EU-Datenschutz-Verordnung], aufgerufen am 25.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streit um Datenschutzfragen wird auch immer häufiger vor Gerichten ausgetragen. 2014 konnten Kläger vor dem Europäischen Gerichtshof erwirken, dass Google zukünftig sensible persönliche Daten in der Ergebnissliste seiner Suchmaschine auf Anfrage löschen muss. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/eugh-raeumt-recht-auf-vergessen-gegenueber-google-ein-12936895.html EuGH stärkt Recht auf Vergessen] Faz online vom 13.05.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google reagierte mit der Einsetzung eines unabhängigen Beirats, der sich mit rechtlichen und organisatorischen Fragen zur Löschung befasst. Mitglied dieses Beirats ist unter anderem die frühere Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/google/google-beruft-leutheusser-schnarrenberger-in-loesch-beirat-13039086.html Google beruft Leutheusser-Schnarrenberger in „Lösch-Beirat“] Faz online vom 10.07.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urheberrecht und Patentstreitigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Datenschutz sind besonders die Bereiche des Urheber- und das Patentrecht von großem Interesse für Google. Darunter fielen in der Vergangenheit auch die Urheberrechtsabkommen [[SOPA]], [[PIPA]] und [[ACTA]]. Ebenso wie beim  Datenschutz setzt sich Google bei diesen Themen für eine möglichst schwache Regulierung durch staatliche Seite ein. Durch Verschärfung von Urheber- und Patentrecht sieht Google das freie Vermitteln von Informationen, also den Wesenskerns seines Geschäftes, bedroht. Um einer möglichen Verschärfung entgegenzuwirken, versucht Google auch die Öffentlichkeit für seine Interessen zu gewinnen. Als beispielsweise 2009 über eine Einführung des Leistungsschutzrechts für Verleger debattiert wurde, unterstützte Google  finanziell die Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht (IGEL). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,788810,00.html So führen Microsoft und Google ihren Lobbykrieg], Spiegel online vom 2.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  2012 rief das Unternehmen sogar eine eigene Kampagne unter dem Namen „Verteidige Dein Netz“ gegen das geplante Leistungsschutzrecht ins Leben. Neben einer intensiven Nutzung von Social Media Plattformen und eigenen Videos wurde eine eigene Petition veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[http://www.gruenderszene.de/news/gadgets-google-leistungsschutzrecht Google: &amp;quot;Verteidige dein Netz&amp;quot;] www.gruenderszene.de, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google gelang es, sich in der öffentlichen Diskussion einen Namen zu machen; so wurde beispielsweise Dr Arnd Haller (Google Germany GmbH, Legal director north and central Europe) zu einer Anhörung zum Leistungsschutzrecht in den Bundestag eingeladen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://netzpolitik.org/2013/montag-ungeplante-anhorung-zum-leistungsschutzrecht-im-bundestag/ Montag: Ungeplante Anhörung zum Leistungsschutzrecht im Bundestag] netzpolitik.org vom 20.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bemühungen des Unternehmens stellten sich als erfolgreich heraus: Der ursprüngliche Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht sah vor, dass Google für seinen Nachrichtendienst Google News Geld an Zeitungsverleger zahlen soll. Im August 2013 trat das Leistungsschutzrecht in Kraft: Die vom Dienst Google News benutzten Snippets wurden dabei von der neuen Gesetzesregelung ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/kultur/medien/tid-29839/google-verleger-und-der-bundestag-neues-leistungsschutzrecht-ein-gesetz-viele-fragen_aid_930403.html Neues Leistungsschutzrecht: Ein Gesetz, viele Fragen], focus online vom 01.03.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Jahr 2014 eskalierte die Auseinandersetzung zwischen Google und einigen Verlegern, die bei der VG Wort organisiert sind. Anfang Okotober gab Google bekannt, bei diesen Inhalte nur noch die Links und keine Vorschautexte oder Bilder in den Suchergebnissen auszugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/recht/streit-um-das-leistungsschutzrecht-google-zeigt-bei-vg-media-inhalten-nur-noch-ueberschriften_id_4174936.html Streit um das Leistungsschutzrecht: Google zeigt bei VG-Media-Inhalten nur noch Überschriften], Rheinische Post, 1. 10. 2014, zuletzt auggerufen am 2. Oktober 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die gezielte Lobbyarbeit gelang es Google den Gesetzgebungsprozess in einzelnen Ländern, als auch in der EU zu beeinflussen. Dadurch wurden Unternehmensinteressen vor die Interessen der Bürger gestellt und somit der reguläre Prozess der demokratischen Entscheidungsfindung erheblich untergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beinflussung eines Berichts der US-Wettbewerbsbehörde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2010 wurde Google das erste mal wegen mangelndem Datenschutz verklagt. Google bekannte sich zu den Verstößen und einigte sich mit der US-Wettbewerbsbehörde FTC (Federal Trade Commission) auf stärkere Kontrolle des Datenschutzes im Unternehmen und einen &amp;quot;comprehensive proivacy plan&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ftc.gov/news-events/press-releases/2011/03/ftc-charges-deceptive-privacy-practices-googles-rollout-its-buzz FTC Charges Deceptive Privacy Practices in Googles Rollout of Its Buzz Social Network] FTC vom 30.3.2011, zuletzt aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
2012 kam es erneut zu einer Anklage gegen Google wegen eines Verstoßes gegen Datenschutzrichtlinien&amp;lt;ref&amp;gt;[https://en.wikipedia.org/wiki/United_States_v._Google_Inc. United States v. Google Inc.] Wikipedia, zuletzt aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. In diesem Jahr verdoppelte Google seine Lobbyausgaben für die direkte politische Einflussnahme in Washington auf über 18 Millionen Dollar und engagierte über 20 Anwaltskanzleien&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albergeiger.eu/pdf/GoogleLobbying.pdf Die Lobby-Macht mit dem Nette-Jungs-Image] Werben &amp;amp; Verkaufen 30/2014, S. 46-48, aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das ''Wall Street Journal'' berichtete über eine auffällige Häufung der Besuche von Lobbyistenvertretern im Weißen Haus im Zeitraum Ende 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wsj.com/articles/google-makes-most-of-close-ties-to-white-house-1427242076 Google Makes Most of Close Ties to White House] Wall Street Journal vom 24.03.2015, zuletzt aufgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die US-Wettbewerbsbehörde FTC arbeitete in dieser an einem Bericht über die Geschäftspraktiken des Unternehmens. Dieser wurde schließlich nicht veröffentlicht, diente aber als Entscheidungsgrundlage, die Untersuchung gegen Google Anfang 2013 gegen eine Rekordstrafe von 22,5 Millionen Dollar einzustellen. 2015 wurden Teile des Berichts dem &amp;quot;Wall Street Journal&amp;quot; geschickt. Sie enthielten deutliche Kritik an dem Konzern. &amp;quot;Dieser habe seine überlegene Marktposition im Bereich der Internetsuche dazu genutzt, konkurrierende Internetfirmen in anderen Bereichen unter Druck zu setzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article138940581/Worueber-Google-so-mit-dem-US-Praesidenten-redet.html Worüber Google so mit dem US-Präsidenten redet], Die Welt, 30. März 2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu der Affäre bezogen sowohl die Verantwortlichen der Wettbewerbsbehörde&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ftc.gov/news-events/press-releases/2015/03/statement-chairwoman-edith-ramirez-commissioners-julie-brill Statement of Chairwoman Edith Ramirez, and Commissioners Julie Brill and Maureen K. Ohlhausen regarding the Google Investigation], Webseite der Federal Trade Comission, 25. März 2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; als auch der Konzern Stellung: Google benutzte dabei eine verniedlichende Bildsprache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://googlepublicpolicy.blogspot.de/2015/03/really-rupert.html Google - Public Policy Blog, 27.3.2015, zuletzt aufgerufen am 31.3.2015]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile wurde bekannt, dass Google nach den missbiligenden Schlagzeilen bezüglich ihrer Wettbewerbsposititon, die amerikanische Wettbewerbsbehörde FTC dazu gedrängt hat, öffentlich für den Konzern einzutreten.&lt;br /&gt;
Medienberichten zufolge reichte eine einzige Email der Lobbyistin Johanna Shelton dazu aus. In der Email drängt Shelton die Behörde zu einer Stellungnahme. Zwei Tage später erschien wie von Google gewünscht eine Pressemitteilung in der FTC seine Kritik an Google relativierte. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/lobbyismus-von-google-wie-google-um-die-meinungshoheit-kaempft/11782062.html Lobbyismus von Google: Wie Google um die Meinungshoheit kämpft], Handelsblatt, 15. Mai 2015, zuletzt aufgerufen am 3. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde am 4. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet und widmete sich anfangs ausschließlich der Konstruktion einer eigenen Suchmaschine. Seit dem 19. August 2004 ist Google ein börsennotiertes Unternehmen. Google hat sein Aktionsfeld im Laufe der Zeit ausgedehnt, stellt heute verschiedene Internetdienstleistungen bereit und unterhält weltweit Büros und Vertretungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des eigenen Geschäfts steht die Vermittlung von Informationen, dies geschieht neben der Suchmaschine durch zahlreiche andere Dienstleistungen, wie beispielsweise Google Earth oder Google Maps.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/business.html Überblick über die Geschäftsmodelle], Google-Webseite, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei beschränkt Google sich nicht darauf die Informationen weiterzuleiten, die Nutzerdaten der Benutzer werden gleichzeitig gesammelt. Das Unternehmen nutzt diese Daten wiederum, um personalisierte Werbung schalten zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-82612679.html Die fanatischen Vier] Spiegel Online vom 05.12.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2015: Unternehmensumstrukturierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2015 gab Google bekannt, dass der Konzern zum vierten Quartal 2015 umstrukturiert werden soll. In Zukunft wird die Suchmaschine Google nur eines von vielen Projekte und Geschäfte des Unternehmens, die unter der neuen Holding &amp;quot;Alphabet&amp;quot; geführt werden &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/google-umstrukturierung-alphabet-die-universelle-ordnungsmacht-1.2606809 Alphabet, die universelle Ordnungsmacht] Süddeutsche vom 15.08.2011, aufgerufen am 17.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Konzernumstrukturierung wird als Folge des immer breiter werdenden Geschäftsbereich von Google verstanden. In den vergangen Jahren sind immer mehr Geschäftsbereiche und Abteilungen zum Suchmaschinen-Kerngeschäft hinzugekommen: das selbstfahrende Auto, Robotik-Firmen, Drohnen, Medizinforschung, Internetübertragung per Ballon oder die Vernetzung von Haushaltsgeräten. Investoren kritisierten an der Unternehmensentwicklung, dass zukunftsweisende Projekte dieser Art,sogenannte &amp;quot;Moonshots&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt; Der Spiegel Nr. 34 vom 14.08.2015, S. 18 f. &amp;lt;/ref&amp;gt;, nicht profitabel seien. Dem Spiegel zufolge, folgt Google seiner Philosophie, dass sich mit der richtigen Technologie irgendwann auch Geld verdienen lässt und es sich dafür mitunter Jahre zu warten lohnt. Das Unternehmen wolle dadurch in immer mehr Bereiche des menschlichen Lebens vordringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.&amp;quot; Executive Chairman von Google, Eric Schmidt am 3. Dezember 2012 in einer Sendung des US-Fernsehkanal CNBC&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/netz-strategie-google-will-die-weltherrschaft-a-665813.html Netz-Strategie: Google will die Weltherrschaft] Spiegel online, 8. Dezember 2009, zuletzt aufgerufen am 15.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [http://www.sourcewatch.org/index.php/Google Google bei SourceWatch.org] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IT &amp;amp; Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Microsoft&amp;diff=33945</id>
		<title>Microsoft</title>
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		<updated>2015-08-07T08:15:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* Fallbeispiele und Kritik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Microsoft Corporation&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Softwareentwicklung&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = One Microsoft Way, Redmond WA 98052, USA&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Unter den Linden 17, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue des Nerviens 85, 1040 Bruxelles&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.microsoft.com microsoft.com]&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
Microsoft ist mit rund 99.000 Mitarbeitern, 113 Niederlassungen und knapp 78 Mrd. US-Dollar Umsatz der größte Softwarehersteller weltweit (Stand 2013).&amp;lt;ref name=&amp;quot;FastFacts&amp;quot;&amp;gt;[http://www.microsoft.com/de-de/corporate/ueber-uns/ Fast Facts] Microsoft, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Softwaregigant ist Microsoft zum Beispiel an Bestimmungen zu Patenten, Datenschutz und Urheberrechten interessiert und übt sowohl durch eigene Lobbyisten als auch durch Auftragslobbyarbeit und die Mitgliedschaft in zahlreichen Verbänden Einfluss auf die Politik aus. In den letzten Jahren hat Microsoft seine Lobbyarbeit stark ausgeweitet und gab 2013 in den USA so viel für seine Lobbyarbeit aus wie nie zuvor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AusgabenUSA&amp;quot;&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/lobby/clientsum.php?id=D000000115&amp;amp;year=2013 Microsoft Corporation Summary] OpenSecrets, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Microsoft beschäftigt eigene Lobbyisten in allen für das Unternehmen wichtigen Machtzentren, wie beispielsweise Brüssel, Washington und Berlin. Neben der Lobbyarbeit, die Microsoft direkt betreibt, ist das Unternehmen an zahlreichen Lobby-Koalitionen beteiligt, wie z.B. der [[AmCham EU]], einer Lobbygruppe, die die Interessen von US-Konzernen in der EU vertritt. Außerdem beauftragt Microsoft [[Anwaltskanzleien]] und [[PR-Agenturen]] mit Lobbyarbeit und beteiligt sich an Denkfabriken wie dem [[Centre for European Policy Studies]] (CEPS). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die marktbeherrschende Stellung von Microsoft bei PC-Systemen und sein Umgang mit Nutzerdaten haben dem Image des Konzerns geschadet. Mithilfe von Astroturf-Initativen oder der Unterstützung von Bildungsprojekten möchte Microsoft seinen Ruf aufbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in Deutschland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2013 wurde in Berlin die neue Hauptstadt-Repräsentanz von Microsoft eröffnet. Cheflobbyist für Microsoft Deutschland ist [[Henrik Tesch]], der zuvor Referatsleiter im Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/tesch-leitet-government-affairs-bei-microsoft Tesch leitet Government Affairs bei Microsoft] Politik und Kommunikation, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Tanja Böhm und Matthias Sachs, die neben Tesch mit der politischen Interessenvertretung betraut sind, sind [http://www.lobbypedia.de/index.php/Portal_Seitenwechsel Seitenwechsler]. Angaben über die Höhe der Lobbyausgaben macht Microsoft nicht. In Deutschland gibt es, anders als in den USA, kein [[Lobbyregister]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Microsoft-Repräsentanz steht für einen neuen Typus Berliner Lobbybüros, die sich zugleich an die Öffentlichkeit richtet - einer Verbindung aus Flagship-Store und Lobbyzentrale. Nur die erste von vier Etagen ist für die Lobbyarbeit reserviert. Das Büro umfasst ein eigenes Café, in dem man die neuesten Microsoft-Produkte testen kann sowie ein Veranstaltungsraum, in dem regelmäßig nahmhafte VertreterInnen aus der Politik anwesend sind. Im Dezember 2014 stellte hier beispielsweise Alexander Dobrindt die 'Digitale Agenda' der Bundesregierung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit auf EU-Ebene ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Microsoft ist seit dem 13. Januar 2009 im freiwilligen [http://lobbypedia.de/wiki/Transparenzregister_EU Transparenzregister der EU] registriert. Für Lobbyarbeit gab Microsoft in der EU von 07/2012 bis 06/2013 nach eigenen Angaben zwischen  4.500.000 € und 4.750.000 € aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRMicrosoft&amp;quot;&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0801162959-21 Microsoft Corporation] Transparency Register, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Verantwortlicher für die Lobbyarbeit in der EU ist [[Stephen Collins]], der vorher in ähnlichen Positionen bei [[Skype]] und [[Yahoo]] tätig war.  Insgesamt sind 16 Personen mit Lobbyarbeit auf EU-Ebene betraut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRMicrosoft&amp;quot;&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0801162959-21 Microsoft Corporation] Transparency Register, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Microsoft sind gute Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern wichtig, um so die Interessen des Unternehmens in die Entscheidungsabläufe der EU einzubringen. So veranstaltet etwa eine der Lobbyistinnen, [[Dorothee Belz]], den „Salon der Ideen“. Mitglieder in diesem unternehmenseigenen [[Think Tank]] sind unter anderem mehrere Abgeordnete des Europäischen Parlamentes und des Deutschen Bundestages.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ideen-fuer-europa.eu/de/Erasmier/Seiten/Startseite.aspx Mitglieder] Microsoft: Ideen für Europa, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Belz ist neben ihrer Funktion als Vice President von Microsoft Europa auch in der Geschäftsführung des [http://lobbypedia.de/wiki/Wirtschaftsrat_der_CDU Wirtschaftsrates der CDU] tätig, einer Lobbyorganisation von unionsnahen Unternehmern. Im Wirtschaftsrat war sie Vorsitzende der Begleitarbeitsgruppe zur Enquetekommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ideen-fuer-europa.eu/de/Salon/Seiten/gastgeberin.aspx Die Gastgeberin] Microsoft: Ideen für Europa, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indirekt betreibt Microsoft auch über [[Denkfabriken]] und Verbände Lobbyarbeit. So unterstützt das Unternehmen die Denkfabriken [[Centre for European Policy Studies]] (CEPS) und das [[Transatlantic Policy Network]], das sich insbesondere für das geplante Freihandelsabkommen [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) einsetzt. Microsoft ist unter anderem Mitglied  in den Verbänden [[AmCham EU]] und der [[European Privacy Association]] (EPA).&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRMicrosoft&amp;quot;&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0801162959-21 Microsoft Corporation] Transparency Register, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem versucht das Unternehmen, Entscheidungen auf EU-Ebene auch über die US-Regierung zu beeinflussen, wie beispielsweise in Kartellverfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/2602583 US-Regierung leistet Lobbyarbeit für Microsoft gegen EU] Der Standard vom 16.10.2006, aufgerufen am 30.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die US-Regierung steht vielen US-Konzernen zur Seite, wenn deren Geschäftsinteressen durch politische Entscheidungen eines anderen Nationalstaates oder der EU nachteilig beeinflusst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in den USA ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA gab Microsoft im zweiten Quartal 2015 2,24 Millionen US-Dollar aus&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.consumerwatchdog.org/newsrelease/google-trims-2nd-quarter-spending-still-leads-tech-firms&amp;lt;bs:checklist /&amp;gt;%E2%80%99-lobbying-expenditures-facebook Google Trims 2nd Quarter Spending, But Still Leads Tech Firms’ Lobbying Expenditures; Facebook posts Record $2.69 Million While Amazon Outlay Soars 103 Percent], http://www.consumerwatchdog.org, 20. Juli 2015, zuletzt aufgerufen am 27.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im gesamten Jahr 2013 waren es rund 10,5 Millionen US-Dollar&amp;lt;ref name=&amp;quot;AusgabenUSA&amp;quot;&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/lobby/clientsum.php?id=D000000115&amp;amp;year=2013 Microsoft Corporation Summary] OpenSecrets, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; - damals erhöhte Microsoft sein Budget innerhalb eines Jahres um rund 30 Prozent und gab so viel wie nie zuvor für seine Lobbyarbeit aus. 12 der 18 Lobbyisten, die Microsoft direkt beschäftigt, sind [http://www.lobbypedia.de/index.php/Portal_Seitenwechsel Seitenwechsler]. Neben diesen beschäftigt der Konzern allerdings noch etliche PR- und Lobbyagenturen sowie Anwaltskanzleien, die Lobbyarbeit betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/lobby/clientlbs.php?id=D000000115&amp;amp;year=2014 Lobbyists representing Microsoft Corp] OpenSecrets, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Astroturf-Kampagne C4C ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für umstrittene Auftragslobbyarbeit ist die Campaign for Creativity (C4C), eine Kampagne, die 2005 für die Einführung von Software-Patenten nach amerikanischem Modell  in der EU kämpfte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20050310052552/campaignforcreativity.org/camp4creativity/index.htm Campaign for Creativity] Kopie der Campaign for Creativity Website (die Originalwebsite ist nicht mehr online). Aufgerufen am 30.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kampagne war eine sogenannte [[Astroturfing]]-Initiative. Astroturf bedeutet auf Englisch Kunstrasen. Im Kontext von Interessenpolitik wird der Begriff für vermeintliche Bürgerbewegungen verwendet, die tatsächlich von Unternehmen oder Lobbyorganisationen gesteuert oder finanziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Campaign for Creativity gab vor, Künstlerinnen, Musiker, Designer, Ingenieure und Software-Entwicklerinnen zu vertreten. Sie verschleierte, dass sie tatsächlich eine professionelle politische Kampagne war, die von der Londoner Lobby-Agentur [[Campbell Gentry]] organisiert wurde. Finanziert wurde die Kampagne von unter anderem von Microsoft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2005/12/campaign-for-creativity-erhalt-worst-eu-lobbying-award/ “Campaign for Creativity” erhält “Worst EU Lobbying Award”] LobbyControl, 16.12.2005, abgerufen am 23.07.2014 ''und'' [http://www.bpb.de/apuz/32777/grassrootscampaigning-und-chancen-durch-neue-medien?p=all#fr-footnode16 Grassrootscampaigning und Chancen durch neue Medien] Aus Politik und Zeitgeschichte 19/2010, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Patentstreitigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Microsoft versuchte über den ehemaligen Kommissar für Binnenmarkt, [[Charles McCreevy]], die Debatte über Patentrecht innerhalb der EU-Institutionen zu beeinflussen. McCreevy kommt aus Irland, wo Microsoft seinen Sitz für Europa hat. Irland ist stark von den Investitionen der dort ansässigen IT-Unternehmen abhängig. Microsoft sponserte hierzu eine Kampagne für die irische Ratspräsidentschaft, während McCreevy noch Finanzminister war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.corporateeurope.org/lobbycracy/C4Cbackground2.html The lobbying battle over the EU software patents directive] Corporate Europe Observatory vom 28.06.2005, aufgerufen am 30.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner lud Paul Allen, einer der Mitbegründer Microsofts und immer noch Großaktionär, im Jahr 2004 den damaligen EU-Handelskommissar, Peter Mandelson, auf eine Silvesterparty auf seinem Boot in der Karibik ein. Mandelson folgte der Einladung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.corporateeurope.org/lobbycracy/C4Cbackground2.html The lobbying battle over the EU software patents directive] Corporate Europe Observatory vom 28.06.2005, aufgerufen am 30.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Machtkampf der großen IT-Konzerne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Machtkampf der großen IT-Konzerne (u.a. [[Google]], Microsoft, [[Apple]] und [[Facebook]]) wird die politische Ebene immer wieder Austragungsort der Auseinandersetzungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telekom-presse.at/Patent_Wahnsinn_eskaliert_weiter_-_Microsoft_beklagt_sich_in_Bruessel.id.18928.htm Patent Wahnsinn eskaliert weiter - Microsoft beklagt sich in Brüssel] Telekom Presse, aufgerufen am 30.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Machtkampf wird auf mehreren Ebenen ausgetragen. [[Google]] und Microsoft beispielsweise stehen mit ihren jeweiligen Suchmaschinen in direkter Konkurrenz, weswegen sich gegenseitig mit Patentklagen überziehen, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Auch in der Urheberrechtsdebatte, insbesondere bei den Abkommen SOPA, PIPA und [[ACTA]] stehen sich die beiden Konzerne gegenüber. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Microsoft finanzierte [[Initiative for a Competitive Online Marketplace]] (ICOMP) versuchte beispielsweise durch Seminare, zu denen EU-Parlamentarier eingeladen wurden, [[Google]] zu diskreditieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://falkvinge.net/2012/03/02/how-microsoft-pays-big-money-to-smear-google-audaciously/ How Microsoft Pays Big Money to Smear Google in European Parliament] falkvinge.net, aufgerufen am 30.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch auf der Webseite der ICOMP überwiegen die Negativschlagzeilen über [[Google]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.i-comp.org/ Home] ICOMP, aufgerufen am 30.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die PR- und Lobbyagentur [[Burson-Marstellers]] betreut die ICOMP und fungiert als deren Sekretariat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2013 erreichte die Rivalität zwischen Microsoft und [[Google]] ihren vorläufigen Höhepunkt in den USA. Microsoft verkaufte dort T-Shirts und Tassen mit Anti-Google-Aufdrücken, die [[Google]] den Vorwurf machten, Nutzerdaten zu sammeln und auszuwerten. Für diese Aktion erntete Microsoft allerdings Spott, da das Unternehmen selbst wegen seines Umgangs mit Benutzerdaten  in der Kritik steht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article122130034/Anti-Google-Kampagne-bringt-Microsoft-Spott.html Anti-Google-Kampagne bringt Microsoft Spott] Die Welt vom 21.11.2013, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Scharfe Kritik erntete Microsoft auch 2014, als bekannt wurde, dass es ohne richterlichen Beschluss das private Email-Postfach eines Bloggers durchsucht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/web/microsoft-schnueffelaktion-in-privatem-hotmail-postfach-a-959985.html Vertrauensbruch: Microsoft filzt privates Hotmail-Postfach] Spiegel Online vom 21.03.2014, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterstützung von Bildungsprojekten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Microsoft unterstützt zahlreiche Projekte, bei denen Kindergärten, Schulen, Auszubildende, Studierende, Lehrerinnen usw. mit Soft- und Hardware des Unternehmens ausgestattet werden und ihre IT-Kompetenzen gefördert werden sollen. Dies ist eine Form von [[Lobbyismus an Schulen]] bzw. 'deep lobbying'. Mit der Microsoft-Bildungsinitiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ soll zum Beispiel die frühkindliche Sprachförderung gefördert werden. Initiativen wie diese werden dann als gesellschaftliche Verantwortung verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schlaumaeuse.de/Initiative/Ueberblick/1037_Ueber_die_Initiative.htm Die Schlaumäuse-Initiative] Microsoft: Schlaumäuse, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allerdings ist die Förderung von Bildungsprojekten keineswegs uneigennützig. Denn die Projekte setzen auf Microsoft-Produkte und stärken die Marktmacht von Microsoft. Sie sind auch politisch hilfreich: Sie verbessern das aufgrund seiner Geschäftspraktiken angekratzte Image des Software-Riesen und nutzen der politischen Kontaktpflege, indem Politikerinnen als Schirmherren für Projekte gewonnen oder zu Projektpräsentationen geladen werden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schlaumaeuse.de/Initiative/Ueberblick/1234_Schlaumaeuse_Tour_2014.htm Große Deutschland-Tour] Microsoft: Schlaumäuse, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Zusammenhang mit diesen Bemühungen führt Microsoft an, dass das &amp;quot;digitale Lernen&amp;quot; Ende 2013 im Koalitionsvertrag verankert wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schlaumaeuse.de/Initiative/Ueberblick/1234_Schlaumaeuse_Tour_2014.htm Große Deutschland-Tour] Microsoft: Schlaumäuse, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Gründerförderung veranstaltet Microsoft auch den Schüler und Studentenwettbewerb 'Imagine Cup' und betrachtet dieses Engagement als gesellschaftliche Verantwortung&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.microsoft.com/germany/techwiese/techstudent/imagine-cup/default.aspx Imagine Cup - Deine Idee gewinnt!] Microsoft: Tech Student, aufgerufen am 07.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Microsoft wurde 1975 von Bill Gates und Paul Allen gegründet und ging am 13. März 1986 an die Börse.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.microsoft.com/en-us/news/inside_ms.aspx Important Dates] Microsoft, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Microsoft bietet Betriebssysteme und Anwendungsprogramme sowie Hardware an. Mit seinem Betriebssystem Windows und dem Büropaket Office dominiert Microsoft das klassische PC-Geschäft, spielt allerdings bei dem immer wichtiger werdenden Markt für Smartphones und Tablets eine untergeordnete Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news1/article130265791/Microsoft-streicht-18-000-Stellen-weltweit.html Microsoft streicht 18.000 Stellen weltweit] Die Welt vom 17.07.2014, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Microsoft Deutschland ist die zweitgrößte Tochtergesellschaft der in den USA ansässigen Microsoft Corporation.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FastFacts&amp;quot;&amp;gt;[http://www.microsoft.com/de-de/corporate/ueber-uns/ Fast Facts] Microsoft, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.powerbase.info/index.php/Microsoft Microsoft bei Powerbase]&lt;br /&gt;
* [http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Microsoft Microsoft bei SourceWatch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyismus an Schulen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Microsoft&amp;diff=33944</id>
		<title>Microsoft</title>
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		<updated>2015-08-07T08:14:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Microsoft Corporation&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Softwareentwicklung&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = One Microsoft Way, Redmond WA 98052, USA&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Unter den Linden 17, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue des Nerviens 85, 1040 Bruxelles&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.microsoft.com microsoft.com]&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
Microsoft ist mit rund 99.000 Mitarbeitern, 113 Niederlassungen und knapp 78 Mrd. US-Dollar Umsatz der größte Softwarehersteller weltweit (Stand 2013).&amp;lt;ref name=&amp;quot;FastFacts&amp;quot;&amp;gt;[http://www.microsoft.com/de-de/corporate/ueber-uns/ Fast Facts] Microsoft, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Softwaregigant ist Microsoft zum Beispiel an Bestimmungen zu Patenten, Datenschutz und Urheberrechten interessiert und übt sowohl durch eigene Lobbyisten als auch durch Auftragslobbyarbeit und die Mitgliedschaft in zahlreichen Verbänden Einfluss auf die Politik aus. In den letzten Jahren hat Microsoft seine Lobbyarbeit stark ausgeweitet und gab 2013 in den USA so viel für seine Lobbyarbeit aus wie nie zuvor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AusgabenUSA&amp;quot;&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/lobby/clientsum.php?id=D000000115&amp;amp;year=2013 Microsoft Corporation Summary] OpenSecrets, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Microsoft beschäftigt eigene Lobbyisten in allen für das Unternehmen wichtigen Machtzentren, wie beispielsweise Brüssel, Washington und Berlin. Neben der Lobbyarbeit, die Microsoft direkt betreibt, ist das Unternehmen an zahlreichen Lobby-Koalitionen beteiligt, wie z.B. der [[AmCham EU]], einer Lobbygruppe, die die Interessen von US-Konzernen in der EU vertritt. Außerdem beauftragt Microsoft [[Anwaltskanzleien]] und [[PR-Agenturen]] mit Lobbyarbeit und beteiligt sich an Denkfabriken wie dem [[Centre for European Policy Studies]] (CEPS). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die marktbeherrschende Stellung von Microsoft bei PC-Systemen und sein Umgang mit Nutzerdaten haben dem Image des Konzerns geschadet. Mithilfe von Astroturf-Initativen oder der Unterstützung von Bildungsprojekten möchte Microsoft seinen Ruf aufbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in Deutschland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2013 wurde in Berlin die neue Hauptstadt-Repräsentanz von Microsoft eröffnet. Cheflobbyist für Microsoft Deutschland ist [[Henrik Tesch]], der zuvor Referatsleiter im Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/tesch-leitet-government-affairs-bei-microsoft Tesch leitet Government Affairs bei Microsoft] Politik und Kommunikation, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Tanja Böhm und Matthias Sachs, die neben Tesch mit der politischen Interessenvertretung betraut sind, sind [http://www.lobbypedia.de/index.php/Portal_Seitenwechsel Seitenwechsler]. Angaben über die Höhe der Lobbyausgaben macht Microsoft nicht. In Deutschland gibt es, anders als in den USA, kein [[Lobbyregister]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Microsoft-Repräsentanz steht für einen neuen Typus Berliner Lobbybüros, die sich zugleich an die Öffentlichkeit richtet - einer Verbindung aus Flagship-Store und Lobbyzentrale. Nur die erste von vier Etagen ist für die Lobbyarbeit reserviert. Das Büro umfasst ein eigenes Café, in dem man die neuesten Microsoft-Produkte testen kann sowie ein Veranstaltungsraum, in dem regelmäßig nahmhafte VertreterInnen aus der Politik anwesend sind. Im Dezember 2014 stellte hier beispielsweise Alexander Dobrindt die 'Digitale Agenda' der Bundesregierung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit auf EU-Ebene ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Microsoft ist seit dem 13. Januar 2009 im freiwilligen [http://lobbypedia.de/wiki/Transparenzregister_EU Transparenzregister der EU] registriert. Für Lobbyarbeit gab Microsoft in der EU von 07/2012 bis 06/2013 nach eigenen Angaben zwischen  4.500.000 € und 4.750.000 € aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRMicrosoft&amp;quot;&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0801162959-21 Microsoft Corporation] Transparency Register, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Verantwortlicher für die Lobbyarbeit in der EU ist [[Stephen Collins]], der vorher in ähnlichen Positionen bei [[Skype]] und [[Yahoo]] tätig war.  Insgesamt sind 16 Personen mit Lobbyarbeit auf EU-Ebene betraut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRMicrosoft&amp;quot;&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0801162959-21 Microsoft Corporation] Transparency Register, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Microsoft sind gute Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern wichtig, um so die Interessen des Unternehmens in die Entscheidungsabläufe der EU einzubringen. So veranstaltet etwa eine der Lobbyistinnen, [[Dorothee Belz]], den „Salon der Ideen“. Mitglieder in diesem unternehmenseigenen [[Think Tank]] sind unter anderem mehrere Abgeordnete des Europäischen Parlamentes und des Deutschen Bundestages.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ideen-fuer-europa.eu/de/Erasmier/Seiten/Startseite.aspx Mitglieder] Microsoft: Ideen für Europa, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Belz ist neben ihrer Funktion als Vice President von Microsoft Europa auch in der Geschäftsführung des [http://lobbypedia.de/wiki/Wirtschaftsrat_der_CDU Wirtschaftsrates der CDU] tätig, einer Lobbyorganisation von unionsnahen Unternehmern. Im Wirtschaftsrat war sie Vorsitzende der Begleitarbeitsgruppe zur Enquetekommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ideen-fuer-europa.eu/de/Salon/Seiten/gastgeberin.aspx Die Gastgeberin] Microsoft: Ideen für Europa, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indirekt betreibt Microsoft auch über [[Denkfabriken]] und Verbände Lobbyarbeit. So unterstützt das Unternehmen die Denkfabriken [[Centre for European Policy Studies]] (CEPS) und das [[Transatlantic Policy Network]], das sich insbesondere für das geplante Freihandelsabkommen [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) einsetzt. Microsoft ist unter anderem Mitglied  in den Verbänden [[AmCham EU]] und der [[European Privacy Association]] (EPA).&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRMicrosoft&amp;quot;&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0801162959-21 Microsoft Corporation] Transparency Register, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem versucht das Unternehmen, Entscheidungen auf EU-Ebene auch über die US-Regierung zu beeinflussen, wie beispielsweise in Kartellverfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/2602583 US-Regierung leistet Lobbyarbeit für Microsoft gegen EU] Der Standard vom 16.10.2006, aufgerufen am 30.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die US-Regierung steht vielen US-Konzernen zur Seite, wenn deren Geschäftsinteressen durch politische Entscheidungen eines anderen Nationalstaates oder der EU nachteilig beeinflusst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in den USA ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA gab Microsoft im zweiten Quartal 2015 2,24 Millionen US-Dollar aus&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.consumerwatchdog.org/newsrelease/google-trims-2nd-quarter-spending-still-leads-tech-firms&amp;lt;bs:checklist /&amp;gt;%E2%80%99-lobbying-expenditures-facebook Google Trims 2nd Quarter Spending, But Still Leads Tech Firms’ Lobbying Expenditures; Facebook posts Record $2.69 Million While Amazon Outlay Soars 103 Percent], http://www.consumerwatchdog.org, 20. Juli 2015, zuletzt aufgerufen am 27.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im gesamten Jahr 2013 waren es rund 10,5 Millionen US-Dollar&amp;lt;ref name=&amp;quot;AusgabenUSA&amp;quot;&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/lobby/clientsum.php?id=D000000115&amp;amp;year=2013 Microsoft Corporation Summary] OpenSecrets, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; - damals erhöhte Microsoft sein Budget innerhalb eines Jahres um rund 30 Prozent und gab so viel wie nie zuvor für seine Lobbyarbeit aus. 12 der 18 Lobbyisten, die Microsoft direkt beschäftigt, sind [http://www.lobbypedia.de/index.php/Portal_Seitenwechsel Seitenwechsler]. Neben diesen beschäftigt der Konzern allerdings noch etliche PR- und Lobbyagenturen sowie Anwaltskanzleien, die Lobbyarbeit betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/lobby/clientlbs.php?id=D000000115&amp;amp;year=2014 Lobbyists representing Microsoft Corp] OpenSecrets, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2005: Auftragslobbyarbeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für umstrittene Auftragslobbyarbeit ist die Campaign for Creativity (C4C), eine Kampagne, die 2005 für die Einführung von Software-Patenten nach amerikanischem Modell  in der EU kämpfte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20050310052552/campaignforcreativity.org/camp4creativity/index.htm Campaign for Creativity] Kopie der Campaign for Creativity Website (die Originalwebsite ist nicht mehr online). Aufgerufen am 30.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kampagne war eine sogenannte [[Astroturfing]]-Initiative.  Astroturf bedeutet auf Englisch Kunstrasen. Im Kontext von Interessenpolitik wird der Begriff für vermeintliche Bürgerbewegungen verwendet, die tatsächlich von Unternehmen oder Lobbyorganisationen gesteuert oder finanziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Campaign for Creativity gab vor, Künstlerinnen, Musiker, Designer, Ingenieure und Software-Entwicklerinnen zu vertreten. Sie verschleierte, dass sie tatsächlich eine professionelle politische Kampagne war, die von der Londoner Lobby-Agentur [[Campbell Gentry]] organisiert wurde. Finanziert wurde die Kampagne von unter anderem von Microsoft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2005/12/campaign-for-creativity-erhalt-worst-eu-lobbying-award/ “Campaign for Creativity” erhält “Worst EU Lobbying Award”] LobbyControl, 16.12.2005, abgerufen am 23.07.2014 ''und'' [http://www.bpb.de/apuz/32777/grassrootscampaigning-und-chancen-durch-neue-medien?p=all#fr-footnode16 Grassrootscampaigning und Chancen durch neue Medien] Aus Politik und Zeitgeschichte 19/2010, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2005: Patentstreitigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Microsoft versuchte über den ehemaligen Kommissar für Binnenmarkt, [[Charles McCreevy]], die Debatte über Patentrecht innerhalb der EU-Institutionen zu beeinflussen. McCreevy kommt aus Irland, wo Microsoft seinen Sitz für Europa hat. Irland ist stark von den Investitionen der dort ansässigen IT-Unternehmen abhängig. Microsoft sponserte hierzu eine Kampagne für die irische Ratspräsidentschaft, während McCreevy noch Finanzminister war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.corporateeurope.org/lobbycracy/C4Cbackground2.html The lobbying battle over the EU software patents directive] Corporate Europe Observatory vom 28.06.2005, aufgerufen am 30.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner lud Paul Allen, einer der Mitbegründer Microsofts und immer noch Großaktionär, im Jahr 2004 den damaligen EU-Handelskommissar, Peter Mandelson, auf eine Silvesterparty auf seinem Boot in der Karibik ein. Mandelson folgte der Einladung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.corporateeurope.org/lobbycracy/C4Cbackground2.html The lobbying battle over the EU software patents directive] Corporate Europe Observatory vom 28.06.2005, aufgerufen am 30.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Machtkampf der großen IT-Konzerne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Machtkampf der großen IT-Konzerne (u.a. [[Google]], Microsoft, [[Apple]] und [[Facebook]]) wird die politische Ebene immer wieder Austragungsort der Auseinandersetzungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telekom-presse.at/Patent_Wahnsinn_eskaliert_weiter_-_Microsoft_beklagt_sich_in_Bruessel.id.18928.htm Patent Wahnsinn eskaliert weiter - Microsoft beklagt sich in Brüssel] Telekom Presse, aufgerufen am 30.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Machtkampf wird auf mehreren Ebenen ausgetragen. [[Google]] und Microsoft beispielsweise stehen mit ihren jeweiligen Suchmaschinen in direkter Konkurrenz, weswegen sich gegenseitig mit Patentklagen überziehen, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Auch in der Urheberrechtsdebatte, insbesondere bei den Abkommen SOPA, PIPA und [[ACTA]] stehen sich die beiden Konzerne gegenüber. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Microsoft finanzierte [[Initiative for a Competitive Online Marketplace]] (ICOMP) versuchte beispielsweise durch Seminare, zu denen EU-Parlamentarier eingeladen wurden, [[Google]] zu diskreditieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://falkvinge.net/2012/03/02/how-microsoft-pays-big-money-to-smear-google-audaciously/ How Microsoft Pays Big Money to Smear Google in European Parliament] falkvinge.net, aufgerufen am 30.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch auf der Webseite der ICOMP überwiegen die Negativschlagzeilen über [[Google]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.i-comp.org/ Home] ICOMP, aufgerufen am 30.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die PR- und Lobbyagentur [[Burson-Marstellers]] betreut die ICOMP und fungiert als deren Sekretariat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2013 erreichte die Rivalität zwischen Microsoft und [[Google]] ihren vorläufigen Höhepunkt in den USA. Microsoft verkaufte dort T-Shirts und Tassen mit Anti-Google-Aufdrücken, die [[Google]] den Vorwurf machten, Nutzerdaten zu sammeln und auszuwerten. Für diese Aktion erntete Microsoft allerdings Spott, da das Unternehmen selbst wegen seines Umgangs mit Benutzerdaten  in der Kritik steht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article122130034/Anti-Google-Kampagne-bringt-Microsoft-Spott.html Anti-Google-Kampagne bringt Microsoft Spott] Die Welt vom 21.11.2013, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Scharfe Kritik erntete Microsoft auch 2014, als bekannt wurde, dass es ohne richterlichen Beschluss das private Email-Postfach eines Bloggers durchsucht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/web/microsoft-schnueffelaktion-in-privatem-hotmail-postfach-a-959985.html Vertrauensbruch: Microsoft filzt privates Hotmail-Postfach] Spiegel Online vom 21.03.2014, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterstützung von Bildungsprojekten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Microsoft unterstützt zahlreiche Projekte, bei denen Kindergärten, Schulen, Auszubildende, Studierende, Lehrerinnen usw. mit Soft- und Hardware des Unternehmens ausgestattet werden und ihre IT-Kompetenzen gefördert werden sollen. Dies ist eine Form von [[Lobbyismus an Schulen]] bzw. 'deep lobbying'. Mit der Microsoft-Bildungsinitiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ soll zum Beispiel die frühkindliche Sprachförderung gefördert werden. Initiativen wie diese werden dann als gesellschaftliche Verantwortung verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schlaumaeuse.de/Initiative/Ueberblick/1037_Ueber_die_Initiative.htm Die Schlaumäuse-Initiative] Microsoft: Schlaumäuse, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allerdings ist die Förderung von Bildungsprojekten keineswegs uneigennützig. Denn die Projekte setzen auf Microsoft-Produkte und stärken die Marktmacht von Microsoft. Sie sind auch politisch hilfreich: Sie verbessern das aufgrund seiner Geschäftspraktiken angekratzte Image des Software-Riesen und nutzen der politischen Kontaktpflege, indem Politikerinnen als Schirmherren für Projekte gewonnen oder zu Projektpräsentationen geladen werden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schlaumaeuse.de/Initiative/Ueberblick/1234_Schlaumaeuse_Tour_2014.htm Große Deutschland-Tour] Microsoft: Schlaumäuse, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Zusammenhang mit diesen Bemühungen führt Microsoft an, dass das &amp;quot;digitale Lernen&amp;quot; Ende 2013 im Koalitionsvertrag verankert wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schlaumaeuse.de/Initiative/Ueberblick/1234_Schlaumaeuse_Tour_2014.htm Große Deutschland-Tour] Microsoft: Schlaumäuse, aufgerufen am 23.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Gründerförderung veranstaltet Microsoft auch den Schüler und Studentenwettbewerb 'Imagine Cup' und betrachtet dieses Engagement als gesellschaftliche Verantwortung&amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.microsoft.com/germany/techwiese/techstudent/imagine-cup/default.aspx Imagine Cup - Deine Idee gewinnt!] Microsoft: Tech Student, aufgerufen am 07.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Microsoft wurde 1975 von Bill Gates und Paul Allen gegründet und ging am 13. März 1986 an die Börse.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.microsoft.com/en-us/news/inside_ms.aspx Important Dates] Microsoft, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Microsoft bietet Betriebssysteme und Anwendungsprogramme sowie Hardware an. Mit seinem Betriebssystem Windows und dem Büropaket Office dominiert Microsoft das klassische PC-Geschäft, spielt allerdings bei dem immer wichtiger werdenden Markt für Smartphones und Tablets eine untergeordnete Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news1/article130265791/Microsoft-streicht-18-000-Stellen-weltweit.html Microsoft streicht 18.000 Stellen weltweit] Die Welt vom 17.07.2014, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Microsoft Deutschland ist die zweitgrößte Tochtergesellschaft der in den USA ansässigen Microsoft Corporation.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FastFacts&amp;quot;&amp;gt;[http://www.microsoft.com/de-de/corporate/ueber-uns/ Fast Facts] Microsoft, aufgerufen am 22.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.powerbase.info/index.php/Microsoft Microsoft bei Powerbase]&lt;br /&gt;
* [http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Microsoft Microsoft bei SourceWatch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyismus an Schulen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=33935</id>
		<title>Freshfields Bruckhaus Deringer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=33935"/>
		<updated>2015-08-07T07:14:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* Lobbyarbeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Freshfields Bruckhaus Deringer LLP&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Jura&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Rechtsberatung und Unternehmensberatung&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = London&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Potsdamer Platz 1, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Bastion Tower, Place du Champ de Mars 5, Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.freshfields.de/ www.freshfields.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Freshfields Bruckhaus Deringer LLP''' (Kurzbezeichnung: '''Freshfields''' oder '''FBD''') ist eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit und einer der Vorreiter beim Einstieg von Anwaltskanzleien in das Lobbygeschäft in Deutschland. Die Kanzlei hat zudem in den letzten Jahren an wichtigen Gesetzen mitgeschrieben, insbesondere in der Finanzkrise. Diese Form des [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer Gesetzesoutsourcing]] wurde immer wieder kritisiert. Zugleich beriet Freshfields zahlreiche Banken, auch bei Anträgen für Mittel aus den Rettungspaketen. Freshfields ist auch bei internationalen Schiedsgerichtsverfahren im Rahmen von Freihandelsabkommen als Kanzlei aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit==&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der Lobbyorganisation [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Partner der Lobbyorganisation [[True Sale International]]&lt;br /&gt;
* [[Alexander Schaub]] wurde Berater von Freshfiels ab dem 1. Feb­ru­ar 2007 in deren Brüsseler Büro. Er war bis Ju­ni 2006 Generaldirektor Binnenmarkt der [[EU-Kommission]], bevor er in den Ruhestand wechselte. Zuvor war er Generaldirektor Wettbewerb und bekleidete mehrere weitere Po­si­tionen bei der Kommission.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalmeldungen/Freshfields-gewinnt-Ex-Generaldirektor/1089 Freshfields gewinnt Ex-Generaldirektor] politik&amp;amp;kommunikation vom 19. Januar 2007, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005 wurde eine spezielle Abteilung für Public Affairs gegründet. Seit 2014 wird die Abteilung von Martin Gerig geleitet, der zuvor unter anderem in verschiedenen Minsterien und als Fraktionsreferent im Bundestag gearbeitet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/profiles/Martin_Gerig/], Freshfields-Webseite, abgerufen am &lt;br /&gt;
01.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Finanzmarktstabilisierungsgesetz===&lt;br /&gt;
Freshfields spielte bei den deutschen Rettungsmaßnahmen in der Finanzkrise eine herausragende Rolle. Die Gesetzesentwürfe und die Verordnung zum [[Finanzmarktstabilisierungsgesetz]] (FMStG), das im Volksmund als „Rettungsschirm“ bekannt wurde, wurden vollständig von Freshfields-Anwälten ausgearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2009/02-25/036.php ''Kanzlei Freshfields schrieb die Gesetzesvorlage zur Hypo Real Estate.]- Ordentliche Enteignung und Insolvenz des maroden Finanzinstituts sollen verhindert werden, junge Welt am 25. Februar 2009, abgerufen am 21.07.2010. [[Report München]]: [http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-banken-wertpapiere-ID1239906872046.xml ''Rettungsschirm für Banken - Bürger gehen leer aus ''], 20. April 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz, das den Weg für eine Enteignung der HypoReal Estate freimachen soll, wurde „in nur wenigen Tagen Dauerarbeit“ geschmiedet und „die Ministerialbürokratien in Berlin haben dann den Gesetzesentwurf nach dem üblichen Procedere abgestimmt“ - so die Süddeutsche Zeitung vom 20.2.2009.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Feuer geschmiedet, SZ, 20.02.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der Verordnung, die die Ausführung des FMStG bestimmt, wurde auf Freshfields zurückgegriffen. Dies bestätigte die Bundesregierung in der Antwort auf eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin (FDP). In der Antwort heißt es,  die „Beratungstätigkeit von Freshfields Bruckhaus Deringer LLP erstreckte sich auf die juristische Prüfung von Einzelfragen und den Entwurf einzelner Formulierungsvorschläge. Die Prüfung und Revision des Verordnungsentwurfs erfolgte ausführlich im Ressortkreis.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610733.pdf  Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Oktober 2008 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Bundestags-Drucksache 16/10733 vom 31.10.2008, S.10F&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen schreibt der Focus: „Der Entwurf für den Verordnungstext ging am Freitagnachmittag von den Computern der Freshfields-Berater Alexander Glos und Gunnar Schuster ans Ministerium. Von dort schickten ihn Beamte ohne Änderung per Mail an Steinbrücks Kabinettskollegen sowie die Spitzen der Koalitionsfraktionen. Bis zur Verabschiedung am darauffolgenden Montagmorgen 8.30 Uhr im Kabinett wurde nur noch wenig geändert.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/rettungsfonds-keiner-weiss-es-genau_aid_343766.html Keiner weiß es genau], Focus, 27.10.2008, abgerufen am 27.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Danach ist es fraglich, ob das zuständige BMF den Verordnungsentwurf wirklich noch „ausführlich“ geprüfen hat - und etwa nicht die Arbeit am Entwurf komplett an Freshfields ausgelagert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Vergabe der Finanzhilfen wurde ebenfalls aufdie Beratertätigkeit von Freshfields zurückgegriffen. Freshfields beriet den neu gegründeten [[Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung]] (SoFFin) bei einzelnen Vergabeentscheidungen, wie Recherchen in der Juristen-Datenbank www.juve.de zeigen. Da fast alle führenden Banken der Bundesrepublik zu den Mandanten von Freshfield gehören &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, bestand für die Kanzlei bei dieser Beratungstätigkeit ein Interessenskonflikt. Denn gleichzeitig beriet Freshfields auch die Antragsteller. So war die Kanzlei für den Fall der [[Commerzbank]] und der [[HSH Nordbank]] zuständig, welche 30 Mrd Euro Garantien und eine Absicherung von Ausgabe von HSH-Anleihen vom SoFFin erhielt und betreute den Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/deals/2009/02/mini-soffin-freshfields-begleitet-hsh-white-case-beraet-hamburg-und-schleswig-holstein “Mini-SoFFin”: Freshfields begleitet HSH, White &amp;amp; Case berät Hamburg und Schleswig-Holstein], Juve.de vom 15.01.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei der Absicherung der HSH-Anleihe übernahm für Freshfield die Kanzlei Linklaters die Beratung der SoFFin, die u.a. den Antragssteller HypoReal Estate schon zweimal erfolgreich vertreten hatte. Bei der Bearbeitung von zwei Commerzbank-Anträgen trat die Kanzlei Lovells als Berater der Bundesregierung bzw. des  BMF in Erscheinung, der SoFFin wurde einmal mehr durch Freshfields beraten. Ebenso bei der Vergabe von Bürgschaften in Höhe von 4 Mrd Euro an die [[Aareal Bank]]. Dies ist besonders brisant, da der Freshfields-Partner Gunnar Schuster, hier die [[SoFFin]] beratend, nach Informationen von JUVE in der Vergangenheit in mehreren Fällen für die Aareal Bank tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzlei erhielt für ihre Beratungstätigkeit zwischen Oktober 2008 und Oktober 2009 rund 5,5 Millionen Euro, wie eine Sprecherin der Finanzmarkt-Stabilisierungsanstalt (FMSA) mitteilte. Die FMSA selbst zahlte für die Beratungsleistung eine Million Euro an Freshfields. Die restlichen 4,5 Millionen zahlten der Sprecherin zufolge die Empfänger von SoFFin-Maßnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/beratung-bei-bankenrettung-kanzlei-kassierte-in-steinbrueck-aera-7-3-millionen-euro_aid_925376.html Kanzlei kassierte in Steinbrück-Ära 7,3 Millionen Euro] Focus vom 22.02.2013, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allein für die Beratung des Bundes bei der Rettung der Hypo Real Estate im herbst 2008 erhielt Freshfields 766.503 Euro. Die Beratungstätigkeit für das Finanzministerium wurden nicht öffentlich ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten Zeitraum 2005-2009, der Amtszeit von [[Peer Steinbrück]] als Finanzminister, erhielt Freshfields rund 1,8 Millionen Euro Beraterhonorar vom Finanzministerium. Im Oktober 2012 wurde bekannt das Steinbrück für ein Vortrag bei der Kanzlei 15.000 Euro erhielt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-12/steinbrueck-honorar-freshfields Finanzministerium zahlte Anwaltskanzlei 1,8 Millionen Euro] Die Zeit vom 18.12.2012, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Volker Wissing von der FDP sagte dazu: Angesichts solcher Summen wird es immer unglaubwürdiger, dass Herr Steinbrück mit den Beratungshonoraren nicht befasst war, wie er im Dezember [2012] erklären ließ&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wirkte Freshfields bei der Erarbeitung des am 29. Juni 2012 von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittelmehrheit gebilligten Gesetzes über den ''Europäischen Stabilitätsmechanismus'' maßgeblich mit. Laut einer Antwort der Bundesregierung, aus der Woche vom 18. Juni 2012, auf eine schriftliche Frage des CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler, hingehend der Einbeziehung Freshfields in die konzeptionelle Erarbeitung des ESM und der Umsetzungsgesetze in Deutschland, wirkte die Kanzlei folgendermaßen mit:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710050.pdf Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 18. Juni 2012 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/10050 vom 22. 06. 2012, abgerufen am 06.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Bundesregierung hatte externen Sachverstand in Form von Gutachten, Studien oder sonstigen Beratungsleistungen zu folgendem Aspekt des so genannten Gesamtpakets zur Sicherung der Finanzstabilität in der Eurozone von der Firma Freshfields Bruckhaus Deringer eingeholt: Europaweite Einführung von Klauseln in die allgemeinen Bedingungen für Staatsanleihen, die eine Änderung der vereinbarten Leistung sowie der Rechte und Pflichten des Schuldners und der Gläubiger (Anleihebedingungen) durch Mehrheitsentscheidungen ermöglicht.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundesregierung legt die dafür aufgewendeten Kosten nicht offen. Dies wird damit begründet, dass der „Gesetzgeber (...) die unbefugte Offenlegung eines Honorars als Betriebs- und Geschäftsgeheimnis mit § 203 Absatz 2 Nummer 1 des Strafgesetzbuchs für Amtsträger unter Strafe gestellt” hat. Es ist somit für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar wie viel Geld die Regierung für externe Beratungen durch private Anbieter, wie Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien, ausgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berliner Sparkassengesetz ===&lt;br /&gt;
Für den Berliner Senat arbeitete Freshfields das Sparkassengesetz von 2005 aus, das die weitgehende Privatisierung der Berliner Sparkasse ermöglichte. Nach einem Bericht von Report Mainz von 2006 war die Kanzlei zugleich über Berateraufträge dem [[Bundesverband deutscher Banken]] (BdB) und vielen Großbanken verbunden. Diese haben ein starkes Interesse an der Privatisierung der Sparkassen. Gegenüber Report Mainz verweigerte die Kanzlei damals ein Interview über mögliche Interessenkonflikte.&amp;lt;ref&amp;gt;Report Mainz vom 20. März 2006, nicht mehr online verfügbar&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement im Bereich Gentechnik ===&lt;br /&gt;
Die Kanzlei ist unter anderem sehr aktiv in Fragen der grünen Gentechnik, also gentechnisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel. Sie beriet die Saatgutfirma KWS und vertrat das Land Sachsen-Anhalt in einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Gentechnik-Gesetz der rot-grünen Bundesregierung. Sachsen-Anhalt wollte die Einschränkungen für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen zu Fall bringen. Nach dem Regierungswechsel 2005 arbeitete Freshfields einen Entwurf für ein Gentechnik-Gesetz aus. Für welchen Auftraggeber ist unbekannt. Die Kanzlei ist nicht bereit, über ihre Lobby-Aktivitäten zu sprechen. (Jazbinsek/ Klein/ Müller, S. 100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dietmar Jazbinsek, Ulrich Müller, Heidi Klein&amp;quot;&amp;gt;Jazbinsek, Dietmar/ Klein, Heidi/ Müller, Ulrich 2010: [https://www.lobbycontrol.de/lobbyplanet-berlin-reisefuhrer-durch-den-lobbydschungel/ LobbyPlanet Berlin].  Köln. S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Freshfields-Projekte ===&lt;br /&gt;
*Verfassung des geheimen 17.000-Seiten-[[Toll Collect]]-Vertrags, der die Einrichtung des LKW-Mautsystems auf bundesdeutschen Autobahnen zum Inhalt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Finanzprodukt [[Cross Border Leasing]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29871/1.html Scheinenteignung] Interview Reinhard Jellen mit Werner Rügemer, telepolis am 9. März 2009, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausarbeitung der Rechtskonstruktion der [[ÖPP Deutschland AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer beschäftigt nach eigenen Angaben 2.500 Anwälte in „27 bedeutenden Wirtschaftszentren der Welt“ und berät „internationale Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://freshfields.de/aboutus/ Über uns], Freshfields-Webseite, abgerufen am 28.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; 2009/10 war Freshfields Bruckhaus Deringer nach Umsatz (335 Mio. Euro) und Zahl der Anwälte die größte Kanzlei Deutschlands.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/namenundnachrichten/2010/07/nl102701?view=print Freshfields: Deutliches Umsatzminus in Deutschland], Website Juve, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer ist aus einer Reihe von Fusionen hervorgegangen, an denen die Londoner Kanzlei Freshfields und die deutschen Kanzleien Bruckhaus Kreifels Winkhaus &amp;amp; Lieberknecht, Westrick &amp;amp; Eckholt und Deringer &amp;amp; Segememund beteiligt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://community.beck.de/kanzleiprofile/freshfields-bruckhaus-deringer Freshfields Bruckhaus Deringer Beck Community], Website beck-community, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Mai 2008 hat Freshfields ihr Geschäft auf eine englische Limited Liability Parntership (LLP) übertragen, womit die Gesellschafter nur einer beschränkten persönlichen Haftung unterliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.de/aboutus/llp_conversion/ Umwandlung zur LLP], Website Freshfields, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*Weitere Informationen zum Thema [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer|Gesetzesoutsourcing]]&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer hat sich bisher nicht im freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU, als eigenständige Organisation, eintragen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/welcome.do# EU-Lobbyregister], Stand: 24.08.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist als Mitgliedsorganisation unter dem Thinktank [[European Policy Centre]] (EPC) gelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=89632641000-47 Register der Interessenvertreter], Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 03.11.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anwaltskanzlei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=33930</id>
		<title>Freshfields Bruckhaus Deringer</title>
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		<updated>2015-08-06T15:16:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Freshfields Bruckhaus Deringer LLP&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Jura&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Rechtsberatung und Unternehmensberatung&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = London&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Potsdamer Platz 1, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Bastion Tower, Place du Champ de Mars 5, Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.freshfields.de/ www.freshfields.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Freshfields Bruckhaus Deringer LLP''' (Kurzbezeichnung: '''Freshfields''' oder '''FBD''') ist eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit und einer der Vorreiter beim Einstieg von Anwaltskanzleien in das Lobbygeschäft in Deutschland. Die Kanzlei hat zudem in den letzten Jahren an wichtigen Gesetzen mitgeschrieben, insbesondere in der Finanzkrise. Diese Form des Gesetzesoutsourcing wurde immer wieder kritisiert. Zugleich beriet Freshfields zahlreiche Banken, auch bei Anträgen für Mittel aus den Rettungspaketen. Freshfields ist auch bei internationalen Schiedsgerichtsverfahren im Rahmen von Freihandelsabkommen als Kanzlei aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit==&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der Lobbyorganisation [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Partner der Lobbyorganisation [[True Sale International]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Alexander Schaub]] wurde Berater von Freshfiels ab dem 1. Feb­ru­ar 2007 in deren Brüsseler Büro. Er war bis Ju­ni 2006 Generaldirektor Binnenmarkt der [[EU-Kommission]], bevor er in den Ruhestand wechselte. Zuvor war er Generaldirektor Wettbewerb und bekleidete mehrere weitere Po­si­tionen bei der Kommission.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalmeldungen/Freshfields-gewinnt-Ex-Generaldirektor/1089 Freshfields gewinnt Ex-Generaldirektor] politik&amp;amp;kommunikation vom 19. Januar 2007, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 wurde eine spezielle Abteilung für Public Affairs gegründet. Seit 2014 wird die Abteilung von Martin Gerig geleitet, der zuvor unter anderem in verschiedenen Minsterien und als Fraktionsreferent im Bundestag gearbeitet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/profiles/Martin_Gerig/], Freshfields-Webseite, abgerufen am &lt;br /&gt;
01.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Finanzmarktstabilisierungsgesetz===&lt;br /&gt;
Freshfields spielte bei den deutschen Rettungsmaßnahmen in der Finanzkrise eine herausragende Rolle. Die Gesetzesentwürfe und die Verordnung zum [[Finanzmarktstabilisierungsgesetz]] (FMStG), das im Volksmund als „Rettungsschirm“ bekannt wurde, wurden vollständig von Freshfields-Anwälten ausgearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2009/02-25/036.php ''Kanzlei Freshfields schrieb die Gesetzesvorlage zur Hypo Real Estate.]- Ordentliche Enteignung und Insolvenz des maroden Finanzinstituts sollen verhindert werden, junge Welt am 25. Februar 2009, abgerufen am 21.07.2010. [[Report München]]: [http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-banken-wertpapiere-ID1239906872046.xml ''Rettungsschirm für Banken - Bürger gehen leer aus ''], 20. April 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz, das den Weg für eine Enteignung der HypoReal Estate freimachen soll, wurde „in nur wenigen Tagen Dauerarbeit“ geschmiedet und „die Ministerialbürokratien in Berlin haben dann den Gesetzesentwurf nach dem üblichen Procedere abgestimmt“ - so die Süddeutsche Zeitung vom 20.2.2009.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Feuer geschmiedet, SZ, 20.02.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der Verordnung, die die Ausführung des FMStG bestimmt, wurde auf Freshfields zurückgegriffen. Dies bestätigte die Bundesregierung in der Antwort auf eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin (FDP). In der Antwort heißt es,  die „Beratungstätigkeit von Freshfields Bruckhaus Deringer LLP erstreckte sich auf die juristische Prüfung von Einzelfragen und den Entwurf einzelner Formulierungsvorschläge. Die Prüfung und Revision des Verordnungsentwurfs erfolgte ausführlich im Ressortkreis.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610733.pdf  Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Oktober 2008 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Bundestags-Drucksache 16/10733 vom 31.10.2008, S.10F&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen schreibt der Focus: „Der Entwurf für den Verordnungstext ging am Freitagnachmittag von den Computern der Freshfields-Berater Alexander Glos und Gunnar Schuster ans Ministerium. Von dort schickten ihn Beamte ohne Änderung per Mail an Steinbrücks Kabinettskollegen sowie die Spitzen der Koalitionsfraktionen. Bis zur Verabschiedung am darauffolgenden Montagmorgen 8.30 Uhr im Kabinett wurde nur noch wenig geändert.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/rettungsfonds-keiner-weiss-es-genau_aid_343766.html Keiner weiß es genau], Focus, 27.10.2008, abgerufen am 27.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Danach ist es fraglich, ob das zuständige BMF den Verordnungsentwurf wirklich noch „ausführlich“ geprüfen hat - und etwa nicht die Arbeit am Entwurf komplett an Freshfields ausgelagert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Vergabe der Finanzhilfen wurde ebenfalls aufdie Beratertätigkeit von Freshfields zurückgegriffen. Freshfields beriet den neu gegründeten [[Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung]] (SoFFin) bei einzelnen Vergabeentscheidungen, wie Recherchen in der Juristen-Datenbank www.juve.de zeigen. Da fast alle führenden Banken der Bundesrepublik zu den Mandanten von Freshfield gehören &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, bestand für die Kanzlei bei dieser Beratungstätigkeit ein Interessenskonflikt. Denn gleichzeitig beriet Freshfields auch die Antragsteller. So war die Kanzlei für den Fall der Commerzbank und der HSH Nordbank zuständig, welche 30 Mrd Euro Garantien und eine Absicherung von Ausgabe von HSH-Anleihen vom SoFFin erhielt und betreute den Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/deals/2009/02/mini-soffin-freshfields-begleitet-hsh-white-case-beraet-hamburg-und-schleswig-holstein “Mini-SoFFin”: Freshfields begleitet HSH, White &amp;amp; Case berät Hamburg und Schleswig-Holstein], Juve.de vom 15.01.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Bei der Absicherung der HSH-Anleihe übernahm für Freshfield die Kanzlei Linklaters die Beratung der SoFFin, die u.a. den Antragssteller HypoReal Estate schon zweimal erfolgreich vertreten hatte. Bei der Bearbeitung von zwei Commerzbank-Anträgen trat die Kanzlei Lovells als Berater der Bundesregierung bzw. des  BMF in Erscheinung, der SoFFin wurde einmal mehr durch Freshfields beraten. Ebenso bei der Vergabe von Bürgschaften in Höhe von 4 Mrd Euro an die Aareal Bank. Dies ist besonders brisant, da der Freshfields-Partner Gunnar Schuster, hier die [[SoFFin]] beratend, nach Informationen von JUVE in der Vergangenheit in mehreren Fällen für die Aareal Bank tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzlei erhielt für ihre Beratungstätigkeit zwischen Oktober 2008 und Oktober 2009 rund 5,5 Millionen Euro, wie eine Sprecherin der Finanzmarkt-Stabilisierungsanstalt (FMSA) mitteilte. Die FMSA selbst zahlte für die Beratungsleistung eine Million Euro an Freshfields. Die restlichen 4,5 Millionen zahlten der Sprecherin zufolge die Empfänger von SoFFin-Maßnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/beratung-bei-bankenrettung-kanzlei-kassierte-in-steinbrueck-aera-7-3-millionen-euro_aid_925376.html Kanzlei kassierte in Steinbrück-Ära 7,3 Millionen Euro] Focus vom 22.02.2013, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allein für die Beratung des Bundes bei der Rettung der Hypo Real Estate im herbst 2008 erhielt Freshfields 766.503 Euro. Die Beratungstätigkeit für das Finanzministerium wurden nicht öffentlich ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten Zeitraum 2005-2009, der Amtszeit von Peer Steinbrück als Finanzminister, erhielt Freshfields rund 1,8 Millionen Euro Beraterhonorar vom Finanzministerium. Im Oktober 2012 wurde bekannt das Steinbrück für ein Vortrag bei der Kanzlei 15.000 Euro erhielt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-12/steinbrueck-honorar-freshfields Finanzministerium zahlte Anwaltskanzlei 1,8 Millionen Euro] Die Zeit vom 18.12.2012, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Volker Wissing von der FDP sagte dazu: Angesichts solcher Summen wird es immerunglaubwürdiger, dass HerrSteinbrück mit den Beratungshonoraren nicht befasst war, wie er im Dezember [2012] erklären ließ&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wirkte Freshfields bei der Erarbeitung des am 29. Juni 2012 von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittelmehrheit gebilligten Gesetzes über den ''Europäischen Stabilitätsmechanismus'' maßgeblich mit. Laut einer Antwort der Bundesregierung, aus der Woche vom 18. Juni 2012, auf eine schriftliche Frage des CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler, hingehend der Einbeziehung Freshfields in die konzeptionelle Erarbeitung des ESM und der Umsetzungsgesetze in Deutschland, wirkte die Kanzlei folgendermaßen mit:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710050.pdf Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 18. Juni 2012 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/10050 vom 22. 06. 2012, abgerufen am 06.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Bundesregierung hatte externen Sachverstand in Form von Gutachten, Studien oder sonstigen Beratungsleistungen zu folgendem Aspekt des so genannten Gesamtpakets zur Sicherung der Finanzstabilität in der Eurozone von der Firma Freshfields Bruckhaus Deringer eingeholt: Europaweite Einführung von Klauseln in die allgemeinen Bedingungen für Staatsanleihen, die eine Änderung der vereinbarten Leistung sowie der Rechte und Pflichten des Schuldners&lt;br /&gt;
und der Gläubiger (Anleihebedingungen) durch Mehrheitsentscheidungen ermöglicht.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundesregierung legt die dafür aufgewendeten Kosten nicht offen. Dies wird damit begründet, dass der „Gesetzgeber (...) die unbefugte Offenlegung eines Honorars als Betriebs- und Geschäftsgeheimnis mit § 203 Absatz 2 Nummer 1 des Strafgesetzbuchs für Amtsträger unter Strafe gestellt” hat. Es ist somit für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar wie viel Geld die Regierung für externe Beratungen durch private Anbieter, wie Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien, ausgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berliner Sparkassengesetz ===&lt;br /&gt;
Für den Berliner Senat arbeitete Freshfields das Sparkassengesetz von 2005 aus, das die weitgehende Privatisierung der Berliner Sparkasse ermöglichte. Nach einem Bericht von Report Mainz von 2006 war die Kanzlei zugleich über Berateraufträge dem [[Bundesverband deutscher Banken]] (BdB) und vielen Großbanken verbunden. Diese haben ein starkes Interesse an der Privatisierung der Sparkassen. Gegenüber Report Mainz verweigerte die Kanzlei damals ein Interview über mögliche Interessenkonflikte.&amp;lt;ref&amp;gt;Report Mainz vom 20. März 2006, nicht mehr online verfügbar&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement im Bereich Gentechnik ===&lt;br /&gt;
Die Kanzlei ist unter anderem sehr aktiv in Fragen der grünen Gentechnik, also gentechnisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel. Sie beriet die Saatgutfirma KWS und vertrat das Land Sachsen-Anhalt in einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Gentechnik-Gesetz der rot-grünen Bundesregierung. Sachsen-Anhalt wollte die Einschränkungen für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen zu Fall bringen. Nach dem Regierungswechsel 2005 arbeitete Freshfields einen Entwurf für ein Gentechnik-Gesetz aus. Für welchen Auftraggeber ist unbekannt. Die Kanzlei ist nicht bereit, über ihre Lobby-Aktivitäten zu sprechen. (Jazbinsek/ Klein/ Müller, S. 100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dietmar Jazbinsek, Ulrich Müller, Heidi Klein&amp;quot;&amp;gt;Jazbinsek, Dietmar/ Klein, Heidi/ Müller, Ulrich 2010: [https://www.lobbycontrol.de/lobbyplanet-berlin-reisefuhrer-durch-den-lobbydschungel/ LobbyPlanet Berlin].  Köln. S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Freshfields-Projekte===&lt;br /&gt;
*Verfassung des geheimen 17.000-Seiten-[[Toll Collect]]-Vertrags, der die Einrichtung des LKW-Mautsystems auf bundesdeutschen Autobahnen zum Inhalt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Finanzprodukt [[Cross Border Leasing]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29871/1.html Scheinenteignung] Interview Reinhard Jellen mit Werner Rügemer, telepolis am 9. März 2009, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausarbeitung der Rechtskonstruktion der [[ÖPP Deutschland AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer beschäftigt nach eigenen Angaben 2.500 Anwälte in „27 bedeutenden Wirtschaftszentren der Welt“ und berät „internationale Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://freshfields.de/aboutus/ Über uns], Freshfields-Webseite, abgerufen am 28.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; 2009/10 war Freshfields Bruckhaus Deringer nach Umsatz (335 Mio. Euro) und Zahl der Anwälte die größte Kanzlei Deutschlands.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/namenundnachrichten/2010/07/nl102701?view=print Freshfields: Deutliches Umsatzminus in Deutschland], Website Juve, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer ist aus einer Reihe von Fusionen hervorgegangen, an denen die Londoner Kanzlei Freshfields und die deutschen Kanzleien Bruckhaus Kreifels Winkhaus &amp;amp; Lieberknecht, Westrick &amp;amp; Eckholt und Deringer &amp;amp; Segememund beteiligt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://community.beck.de/kanzleiprofile/freshfields-bruckhaus-deringer Freshfields Bruckhaus Deringer Beck Community], Website beck-community, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Mai 2008 hat Freshfields ihr Geschäft auf eine englische Limited Liability Parntership (LLP) übertragen, womit die Gesellschafter nur einer beschränkten persönlichen Haftung unterliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.de/aboutus/llp_conversion/ Umwandlung zur LLP], Website Freshfields, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*Weitere Informationen zum Thema [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer|Gesetzesoutsourcing]]&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer hat sich bisher nicht im freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU, als eigenständige Organisation, eintragen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/welcome.do# EU-Lobbyregister], Stand: 24.08.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist als Mitgliedsorganisation unter dem Thinktank [[European Policy Centre]] (EPC) gelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=89632641000-47 Register der Interessenvertreter], Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 03.11.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anwaltskanzlei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=33929</id>
		<title>Freshfields Bruckhaus Deringer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=33929"/>
		<updated>2015-08-06T15:14:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DominikP: /* Finanzmarktstabilisierungsgesetz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Freshfields Bruckhaus Deringer LLP&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Jura&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Rechtsberatung und Unternehmensberatung&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = London&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Potsdamer Platz 1, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Bastion Tower, Place du Champ de Mars 5, Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.freshfields.de/ www.freshfields.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Freshfields Bruckhaus Deringer LLP''' (Kurzbezeichnung: '''Freshfields''' oder '''FBD''') ist eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit und einer der Vorreiter beim Einstieg von Anwaltskanzleien in das Lobbygeschäft in Deutschland. Die Kanzlei hat zudem in den letzten Jahren an wichtigen Gesetzen mitgeschrieben, insbesondere in der Finanzkrise. Diese Form des Gesetzesoutsourcing wurde immer wieder kritisiert. Zugleich beriet Freshfields zahlreiche Banken, auch bei Anträgen für Mittel aus den Rettungspaketen. Freshfields ist auch bei internationalen Schiedsgerichtsverfahren im Rahmen von Freihandelsabkommen als Kanzlei aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit==&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der Lobbyorganisation [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Partner der Lobbyorganisation [[True Sale International]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Alexander Schaub]] wurde Berater von Freshfiels ab dem 1. Feb­ru­ar 2007 in deren Brüsseler Büro. Er war bis Ju­ni 2006 Generaldirektor Binnenmarkt der [[EU-Kommission]], bevor er in den Ruhestand wechselte. Zuvor war er Generaldirektor Wettbewerb und bekleidete mehrere weitere Po­si­tionen bei der Kommission.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalmeldungen/Freshfields-gewinnt-Ex-Generaldirektor/1089 Freshfields gewinnt Ex-Generaldirektor] politik&amp;amp;kommunikation vom 19. Januar 2007, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 wurde eine spezielle Abteilung für Public Affairs gegründet. Seit 2014 wird die Abteilung von Martin Gerig geleitet, der zuvor unter anderem in verschiedenen Minsterien und als Fraktionsreferent im Bundestag gearbeitet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/profiles/Martin_Gerig/], Freshfields-Webseite, abgerufen am &lt;br /&gt;
01.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== [[Finanzmarktstabilisierungsgesetz]]===&lt;br /&gt;
Freshfields spielte bei den deutschen Rettungsmaßnahmen in der Finanzkrise eine herausragende Rolle. Die Gesetzesentwürfe und die Verordnung zum [[Finanzmarktstabilisierungsgesetz]] (FMStG), das im Volksmund als „Rettungsschirm“ bekannt wurde, wurden vollständig von Freshfields-Anwälten ausgearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2009/02-25/036.php ''Kanzlei Freshfields schrieb die Gesetzesvorlage zur Hypo Real Estate.]- Ordentliche Enteignung und Insolvenz des maroden Finanzinstituts sollen verhindert werden, junge Welt am 25. Februar 2009, abgerufen am 21.07.2010. [[Report München]]: [http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-banken-wertpapiere-ID1239906872046.xml ''Rettungsschirm für Banken - Bürger gehen leer aus ''], 20. April 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz, das den Weg für eine Enteignung der HypoReal Estate freimachen soll, wurde „in nur wenigen Tagen Dauerarbeit“ geschmiedet und „die Ministerialbürokratien in Berlin haben dann den Gesetzesentwurf nach dem üblichen Procedere abgestimmt“ - so die Süddeutsche Zeitung vom 20.2.2009.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Feuer geschmiedet, SZ, 20.02.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der Verordnung, die die Ausführung des FMStG bestimmt, wurde auf Freshfields zurückgegriffen. Dies bestätigte die Bundesregierung in der Antwort auf eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin (FDP). In der Antwort heißt es,  die „Beratungstätigkeit von Freshfields Bruckhaus Deringer LLP erstreckte sich auf die juristische Prüfung von Einzelfragen und den Entwurf einzelner Formulierungsvorschläge. Die Prüfung und Revision des Verordnungsentwurfs erfolgte ausführlich im Ressortkreis.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610733.pdf  Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Oktober 2008 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Bundestags-Drucksache 16/10733 vom 31.10.2008, S.10F&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen schreibt der Focus: „Der Entwurf für den Verordnungstext ging am Freitagnachmittag von den Computern der Freshfields-Berater Alexander Glos und Gunnar Schuster ans Ministerium. Von dort schickten ihn Beamte ohne Änderung per Mail an Steinbrücks Kabinettskollegen sowie die Spitzen der Koalitionsfraktionen. Bis zur Verabschiedung am darauffolgenden Montagmorgen 8.30 Uhr im Kabinett wurde nur noch wenig geändert.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/rettungsfonds-keiner-weiss-es-genau_aid_343766.html Keiner weiß es genau], Focus, 27.10.2008, abgerufen am 27.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Danach ist es fraglich, ob das zuständige BMF den Verordnungsentwurf wirklich noch „ausführlich“ geprüfen hat - und etwa nicht die Arbeit am Entwurf komplett an Freshfields ausgelagert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Vergabe der Finanzhilfen wurde ebenfalls aufdie Beratertätigkeit von Freshfields zurückgegriffen. Freshfields beriet den neu gegründeten [[Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung]] (SoFFin) bei einzelnen Vergabeentscheidungen, wie Recherchen in der Juristen-Datenbank www.juve.de zeigen. Da fast alle führenden Banken der Bundesrepublik zu den Mandanten von Freshfield gehören &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, bestand für die Kanzlei bei dieser Beratungstätigkeit ein Interessenskonflikt. Denn gleichzeitig beriet Freshfields auch die Antragsteller. So war die Kanzlei für den Fall der Commerzbank und der HSH Nordbank zuständig, welche 30 Mrd Euro Garantien und eine Absicherung von Ausgabe von HSH-Anleihen vom SoFFin erhielt und betreute den Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/deals/2009/02/mini-soffin-freshfields-begleitet-hsh-white-case-beraet-hamburg-und-schleswig-holstein “Mini-SoFFin”: Freshfields begleitet HSH, White &amp;amp; Case berät Hamburg und Schleswig-Holstein], Juve.de vom 15.01.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Bei der Absicherung der HSH-Anleihe übernahm für Freshfield die Kanzlei Linklaters die Beratung der SoFFin, die u.a. den Antragssteller HypoReal Estate schon zweimal erfolgreich vertreten hatte. Bei der Bearbeitung von zwei Commerzbank-Anträgen trat die Kanzlei Lovells als Berater der Bundesregierung bzw. des  BMF in Erscheinung, der SoFFin wurde einmal mehr durch Freshfields beraten. Ebenso bei der Vergabe von Bürgschaften in Höhe von 4 Mrd Euro an die Aareal Bank. Dies ist besonders brisant, da der Freshfields-Partner Gunnar Schuster, hier die [[SoFFin]] beratend, nach Informationen von JUVE in der Vergangenheit in mehreren Fällen für die Aareal Bank tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzlei erhielt für ihre Beratungstätigkeit zwischen Oktober 2008 und Oktober 2009 rund 5,5 Millionen Euro, wie eine Sprecherin der Finanzmarkt-Stabilisierungsanstalt (FMSA) mitteilte. Die FMSA selbst zahlte für die Beratungsleistung eine Million Euro an Freshfields. Die restlichen 4,5 Millionen zahlten der Sprecherin zufolge die Empfänger von SoFFin-Maßnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/beratung-bei-bankenrettung-kanzlei-kassierte-in-steinbrueck-aera-7-3-millionen-euro_aid_925376.html Kanzlei kassierte in Steinbrück-Ära 7,3 Millionen Euro] Focus vom 22.02.2013, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allein für die Beratung des Bundes bei der Rettung der Hypo Real Estate im herbst 2008 erhielt Freshfields 766.503 Euro. Die Beratungstätigkeit für das Finanzministerium wurden nicht öffentlich ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten Zeitraum 2005-2009, der Amtszeit von Peer Steinbrück als Finanzminister, erhielt Freshfields rund 1,8 Millionen Euro Beraterhonorar vom Finanzministerium. Im Oktober 2012 wurde bekannt das Steinbrück für ein Vortrag bei der Kanzlei 15.000 Euro erhielt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-12/steinbrueck-honorar-freshfields Finanzministerium zahlte Anwaltskanzlei 1,8 Millionen Euro] Die Zeit vom 18.12.2012, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Volker Wissing von der FDP sagte dazu: Angesichts solcher Summen wird es immerunglaubwürdiger, dass HerrSteinbrück mit den Beratungshonoraren nicht befasst war, wie er im Dezember [2012] erklären ließ&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wirkte Freshfields bei der Erarbeitung des am 29. Juni 2012 von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittelmehrheit gebilligten Gesetzes über den ''Europäischen Stabilitätsmechanismus'' maßgeblich mit. Laut einer Antwort der Bundesregierung, aus der Woche vom 18. Juni 2012, auf eine schriftliche Frage des CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler, hingehend der Einbeziehung Freshfields in die konzeptionelle Erarbeitung des ESM und der Umsetzungsgesetze in Deutschland, wirkte die Kanzlei folgendermaßen mit:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710050.pdf Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 18. Juni 2012 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/10050 vom 22. 06. 2012, abgerufen am 06.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Bundesregierung hatte externen Sachverstand in Form von Gutachten, Studien oder sonstigen Beratungsleistungen zu folgendem Aspekt des so genannten Gesamtpakets zur Sicherung der Finanzstabilität in der Eurozone von der Firma Freshfields Bruckhaus Deringer eingeholt: Europaweite Einführung von Klauseln in die allgemeinen Bedingungen für Staatsanleihen, die eine Änderung der vereinbarten Leistung sowie der Rechte und Pflichten des Schuldners&lt;br /&gt;
und der Gläubiger (Anleihebedingungen) durch Mehrheitsentscheidungen ermöglicht.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundesregierung legt die dafür aufgewendeten Kosten nicht offen. Dies wird damit begründet, dass der „Gesetzgeber (...) die unbefugte Offenlegung eines Honorars als Betriebs- und Geschäftsgeheimnis mit § 203 Absatz 2 Nummer 1 des Strafgesetzbuchs für Amtsträger unter Strafe gestellt” hat. Es ist somit für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar wie viel Geld die Regierung für externe Beratungen durch private Anbieter, wie Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien, ausgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2005: Berliner Sparkassengesetz ===&lt;br /&gt;
Für den Berliner Senat arbeitete Freshfields das Sparkassengesetz von 2005 aus, das die weitgehende Privatisierung der Berliner Sparkasse ermöglichte. Nach einem Bericht von Report Mainz von 2006 war die Kanzlei zugleich über Berateraufträge dem [[Bundesverband deutscher Banken]] (BdB) und vielen Großbanken verbunden. Diese haben ein starkes Interesse an der Privatisierung der Sparkassen. Gegenüber Report Mainz verweigerte die Kanzlei damals ein Interview über mögliche Interessenkonflikte.&amp;lt;ref&amp;gt;Report Mainz vom 20. März 2006, nicht mehr online verfügbar&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement im Bereich Gentechnik ===&lt;br /&gt;
Die Kanzlei ist unter anderem sehr aktiv in Fragen der grünen Gentechnik, also gentechnisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel. Sie beriet die Saatgutfirma KWS und vertrat das Land Sachsen-Anhalt in einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Gentechnik-Gesetz der rot-grünen Bundesregierung. Sachsen-Anhalt wollte die Einschränkungen für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen zu Fall bringen. Nach dem Regierungswechsel 2005 arbeitete Freshfields einen Entwurf für ein Gentechnik-Gesetz aus. Für welchen Auftraggeber ist unbekannt. Die Kanzlei ist nicht bereit, über ihre Lobby-Aktivitäten zu sprechen. (Jazbinsek/ Klein/ Müller, S. 100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dietmar Jazbinsek, Ulrich Müller, Heidi Klein&amp;quot;&amp;gt;Jazbinsek, Dietmar/ Klein, Heidi/ Müller, Ulrich 2010: [https://www.lobbycontrol.de/lobbyplanet-berlin-reisefuhrer-durch-den-lobbydschungel/ LobbyPlanet Berlin].  Köln. S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Freshfields-Projekte===&lt;br /&gt;
*Verfassung des geheimen 17.000-Seiten-[[Toll Collect]]-Vertrags, der die Einrichtung des LKW-Mautsystems auf bundesdeutschen Autobahnen zum Inhalt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Finanzprodukt [[Cross Border Leasing]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29871/1.html Scheinenteignung] Interview Reinhard Jellen mit Werner Rügemer, telepolis am 9. März 2009, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausarbeitung der Rechtskonstruktion der [[ÖPP Deutschland AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer beschäftigt nach eigenen Angaben 2.500 Anwälte in „27 bedeutenden Wirtschaftszentren der Welt“ und berät „internationale Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://freshfields.de/aboutus/ Über uns], Freshfields-Webseite, abgerufen am 28.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; 2009/10 war Freshfields Bruckhaus Deringer nach Umsatz (335 Mio. Euro) und Zahl der Anwälte die größte Kanzlei Deutschlands.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/namenundnachrichten/2010/07/nl102701?view=print Freshfields: Deutliches Umsatzminus in Deutschland], Website Juve, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer ist aus einer Reihe von Fusionen hervorgegangen, an denen die Londoner Kanzlei Freshfields und die deutschen Kanzleien Bruckhaus Kreifels Winkhaus &amp;amp; Lieberknecht, Westrick &amp;amp; Eckholt und Deringer &amp;amp; Segememund beteiligt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://community.beck.de/kanzleiprofile/freshfields-bruckhaus-deringer Freshfields Bruckhaus Deringer Beck Community], Website beck-community, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Mai 2008 hat Freshfields ihr Geschäft auf eine englische Limited Liability Parntership (LLP) übertragen, womit die Gesellschafter nur einer beschränkten persönlichen Haftung unterliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.de/aboutus/llp_conversion/ Umwandlung zur LLP], Website Freshfields, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*Weitere Informationen zum Thema [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer|Gesetzesoutsourcing]]&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer hat sich bisher nicht im freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU, als eigenständige Organisation, eintragen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/welcome.do# EU-Lobbyregister], Stand: 24.08.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist als Mitgliedsorganisation unter dem Thinktank [[European Policy Centre]] (EPC) gelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=89632641000-47 Register der Interessenvertreter], Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 03.11.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anwaltskanzlei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DominikP</name></author>
		
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