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	<title>Lobbypedia - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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	<updated>2026-04-19T01:55:43Z</updated>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=World_Congress_of_Families&amp;diff=305348</id>
		<title>World Congress of Families</title>
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		<updated>2024-07-31T14:14:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;Der World Congress of Families (WCF) ist eine US-amerikanische Organisation, die ultra-christlich-konservative Werte international fördert und sich gegen Scheidung, gleichgeschlechtliche Ehe und Abtreibung ausspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.loc.gov/item/lcwaN0017307/ World Congress of Families(WCF/International Organization for the Family (IOF)] loc.gov, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Der WCF verfolgt eine Anti-Gender-Agenda und bietet rechten Politiker:innen und Aktivist:innen eine Plattform sowie Vernetzungsmöglichkeiten. Die Organisation steht in der Kritik, da sie Verbindungen zu russischen Oligarchen hat und von diesen finanziert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==World Congress of Families==&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der World Congress of Families (WCF), gegründet von der International Organization for Families und dem Howard Center for Family, Religion and Society,&amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot; /&amp;gt;  ist eine internationale Organisation, die eine ultrakonservative Agenda vertritt und Konzepte wie Scheidung, Abtreibung und LGBTQ-Rechte  ablehnt. Die Organisation setzt sich für eine Gesellschaft ein, die auf extremistisch traditionellen, konservativen und rechten Ideologien basiert &amp;lt;ref name= &amp;quot;deutschlandfunk&amp;quot;&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/der-world-congress-of-families-weltweites-rechtes-100.html Weltweites rechtes religiöses Netz], deutschlandfunk.de vom 05.05.2021, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF besteht aus Organisationen in mehreren Ländern:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://profam.org/world-congress-of-families-partners-2017/ World Congress of Families Partners 2017], profram.org vom 14.09.2027, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* African	organization For The Family (Kenia)&lt;br /&gt;
* Angels of	Charity and Music&lt;br /&gt;
* Alive to the	World (GB)&lt;br /&gt;
* Alliance	Defending Freedom&lt;br /&gt;
* Latin American	Alliance for the Family (Venezuela)&lt;br /&gt;
* Ancient Faith	Radio&lt;br /&gt;
* Associazione	per La Difesa die Valori Cristiani – Luci sull’Est (Italien)&lt;br /&gt;
* Australian	Chrisitan Lobby&lt;br /&gt;
* Black	Conservative Summit&lt;br /&gt;
* Christian Film	Television Commission&lt;br /&gt;
* Christian	Concern (GB)&lt;br /&gt;
* CitizenGO&lt;br /&gt;
* Classical	Conversations&lt;br /&gt;
* Dads4Kids	(Australia)&lt;br /&gt;
* Dveri (Serbien)&lt;br /&gt;
* Ethics and	Public Policy Center&lt;br /&gt;
* Family First	Foundation&lt;br /&gt;
* Family First	New Zealand&lt;br /&gt;
* Sanctity of	Motherhood Program (Russland)&lt;br /&gt;
* Family Policy	Institute (Südafrika)&lt;br /&gt;
* Family Watch	International&lt;br /&gt;
* Fellowship of	St. James&lt;br /&gt;
* Foundation For	African Cultural Heritage (Nigeria)&lt;br /&gt;
* Freedom’s	Journal Institute for the Study of Faith and Public Policy&lt;br /&gt;
* Georgian	Demographic Society (Georgien)&lt;br /&gt;
* hatzeOir.org&lt;br /&gt;
* Heartbeat	International&lt;br /&gt;
* Lighted Candle	Society&lt;br /&gt;
* MovieGuide&lt;br /&gt;
* National Center	on Sexual Exploitation&lt;br /&gt;
* National	Organization for Marriage&lt;br /&gt;
* Nocea Terrae	Foundation (Italien)&lt;br /&gt;
* Power of	Mothers&lt;br /&gt;
* ProVita	(Italien)&lt;br /&gt;
* REAL Women of	Canada&lt;br /&gt;
* Kenya Christian	Professionals Forum&lt;br /&gt;
* Touchstone	Magazine: A Journal of Mere Christianity&lt;br /&gt;
* UptoFaith&lt;br /&gt;
* Worldwide	Organization for Women&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Direktor:innen gehören auch ultrakonservative Akteure wie Brian Brown, welcher auch im Vorstand der Organisation CitizenGO sitzt und Verbindungen zu rechten Parteien, wie beispielsweise der spanischen Vox-Partei hat.&amp;lt;ref name= &amp;quot;ecf&amp;quot;&amp;gt;[ https://bylinetimes.com/2024/03/11/the-european-congress-of-families-and-the-international-organization-for-the-family The European Congress of the Families and International Organization for the Family], bylinetimes.com vom 11.03.2024, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2022 wurde der WCF jährlich organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF hat in verschiedenen Ländern politischen Einfluss ausgeübt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mitwirkung an	Anti-LGBTQ-Gesetzen in Nigeria, Uganda und Kenia  &amp;lt;ref name= &amp;quot;wcf-pdf&amp;quot;&amp;gt; [https://assets2.hrc.org/files/assets/resources/WorldCongressOfFamilies.pdf Exposed: The World Congress of Families], assets2.hrc.org von Juni 2025, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Unterstützung	bei der Formulierung von Anti-LGBTQ-Gesetzen in Russland &amp;lt;ref name= &amp;quot;wcf-pdf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kooperation der	spanischen Partnerorganisation CitizenGo mit der deutschen	Anti-Gender-Bewegung &amp;quot;Demo für Alle&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://library.fes.de/pdf-files/dialog/11163.pdf Keimzelle der Nation: Teil 2], library.fes.de im Dezember 2014, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Larry Jacobs,	ein Vertreter des WCF beriet bei der Bildung von Anti-LGBTQ-Gesetzen in Russland. &amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot;&amp;gt; [https://www.splcenter.org/fighting-hate/extremist-files/group/world-congress-families world congress of families], splcenter.org abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Jacobs	unterstützte öffentlich das russische LGBT-Propaganda-Gesetz. &amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF wird von Kritiker:innen als Teil einer rechtskonservativen Bewegung gesehen, die gegen die Rechte der LGBTQ-Community und reproduktive Selbstbestimmung agiert. Die Aktivitäten der Organisation werden im Kontext eines wachsenden Rechtspopulismus in Europa und weltweit als besorgniserregend betrachtet. Der WCF in der Kritik und wird von der Organisatin SPLC als extremistisch eingestuft.&amp;lt;/span&amp;gt;'' &amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://allout.org/en/highlights/fighting-against-world-congress-families fight against World Congress of Families], allout.org abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== European Congress of Families===&lt;br /&gt;
''Als pendant zur europäischen Ebene steht der ECF, European Congress of Families,  in Verbindung mit dem WCF.  Beide Organisationen teilen ähnliche ideologische Ausrichtungen und Ziele. Der ECF ist eine Organisation, die sich mit Familienpolitik und verwandten Themen aus konservativer Perspektive befasst. Die jüngste Veranstaltung fand vom 15. bis 17. September 2023 in Dubrovnik, Kroatien statt. Sowohl der ECF als auch der WCF ziehen Redner:innen und Teilnehmer:innen aus konservativen und rechten politischen Kreisen an.&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;ecf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Ähnlichkeiten gibt es einige Unterschiede zwischen ECF und WCF:&amp;lt;ref name= &amp;quot;ecf&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ECF	konzentriert sich speziell auf europäische Themen und Politik,	während der WCF global ausgerichtet ist.&lt;br /&gt;
* Der ECF wird	als weniger kontrovers wahrgenommen als der WCF, der von einigen	Kritiker:innen als extremistischer eingestuft und mit russischer	Finanzierung in Verbindung gebracht wird.&lt;br /&gt;
* Einige	Politiker:innen, die am ECF teilnehmen, distanzieren sich von den	radikaleren Positionen des WCF, obwohl es thematische	Überschneidungen gibt.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Akteure und Teilnehmende des World Congress of Families und European Congress of Families==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WFC final.pdf|mini]]&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der WCF und der ECF ziehen eine Vielzahl von Politiker:innen, Aktivist:innen und Organisationen an, die konservative und rechte Familienwerte vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Matteo Salvini	(Italien, stellvertredender Ministerpräsident) &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;&amp;gt; [https://taz.de/Ultrakonservativer-Kongress-in-Verona/!5597590/ Ultrakonservativer Kongress in Verona Sponsoring für Rechte], taz.de vom 23.05.2024, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Antonio Tajani	(Italien, Mitglied im Kabinett Meloni und ehem. Präsident des	Europäischen Parlaments) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://eu.boell.org/en/2019/04/10/europe-heads-polls-right-wing-networks-form-along-family-policy-issues Europe heads to the polls: right wing networks form along family policy issues], eu.boell.org am 10.04.2019, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Viktor Mihály	Orbán (Ungarn, Ministerpräsident) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/world/2017/may/26/hungary-lgbt-world-congress-families-viktor-orban Hungary's prime minister welcomes US anti LGBT hate group], theguardian.com am 26.05.2027, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Carlo	Casini (Italien, ehem. Mitglied des Europäischen Parlaments) &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;teil&amp;quot;&amp;gt; [https://rewirenewsgroup.com/2007/05/14/world-congress-of-families-legislative-aim/ World Congress of Families' Legislative Aim], rewirenewsgroup.com am 14.07.2017, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Jaime	Mayor Oreja (Spanien, Mitglied des Europäischen Parlaments und	ehem. Innenminister)&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opendemocracy.net/en/5050/revealed-dozens-of-european-politicians-linked-to-us-incubator-for-extremism/ Revealed: dozens of European politicians linked to US incubator for extremism], opendemocracy.net am27.03.2019, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Konrad	Szymanski (Polen, ehem. Minister für Europäische Angelegenheiten	und Mitglied des Europäischen Parlaments)&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;keim&amp;quot;&amp;gt; [https://library.fes.de/pdf-files/dialog/11163.pdf Keimzelle der Nation Teil 2], library.fes.de im Dezember 2014, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Anna	Záborská (Slowakei, ehem. Mitglied des Europäischen Parlaments) &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;teil&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Maximilian	Krah (Deutschland, Mitglied des Europäischen Parlaments). &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Beatrix	von Storch (Politikerin, AfD)&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Ultrakonservativer-Kongress-in-Italien/!5581851/ Ultrakonservativer Kongress in Italien für Gott, Staat und Familie], taz.de am 29.03.2019, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Tilman	Ruesch (Investor, Stiftungsrat Stiftung für Familienwerte)&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://families.ecrparty.eu/speakers/ speakers], families.ecrparty.eu, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Hedwig	von Beverfoerde (Aktivistin und Sprecherin der Initiative &amp;quot;Demo	für Alle&amp;quot;) &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;keim&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Gloria	von Thurn und Taxis (Unternehmerin)&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des weiteren waren in rechten Kreisen aktive Personen wie David Bendels, Chefredakteur des AfD-nahen &amp;quot;Deutschland-Kurier&amp;quot; oder Hochrangige Trump-Unterstützer:innen und russische Oligarchen. &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teilnahme dieser Akteure unterstreicht die Vernetzung rechtspopulistischer  Kräfte im Bereich der Familienpolitik auf europäischer Ebene.&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung des World Congress of Families==&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der WCF erhält finanzielle Unterstützung aus verschiedenen Quellen, darunter russische Oligarchen, Unternehmen und christliche Organisationen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.epfweb.org/sites/default/files/2022-02/EPF_EN_TOTI_9SEP%20DEF_%20DEU_FINAL.pdf die Spitze des Eisbergs], epfweb.org im Juni 2021, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Geldgebern des WCF gehören die russischen Oligarchen Konstantin Malofejew und Wladimir Jakunin, die enge Verbindungen zum Kreml haben. Jakunin war bis 2015 Chef der russischen Staatsbahn und gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. 2014 hätte der WCF in Moskau stattfinden sollen, aufgrund internationaler Sanktionen fiel dieser Kongress offiziell aus, fand jedoch unter anderem Namen, mit den selben Teilnehmer:innen,  Redner:innen und dem selben Veranstaltungsort trotzdem statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; Darauf folgend veröffentlichte ein russisches Kollektiv Dokumente über die Finanzierung des Kongresses, welche zum ersten Mal offenlegten, dass die beiden russischen Oligarchen Malofejew und Jakunin zwei der wichtigsten finanziellen Förderer des WCF sind. Nicht nur spielen sie eine wichtige Rolle für den WCF, sondern haben einen großen Einfluss auf den Geldfluss russischer Anti-Gender Akteure in Europa.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; Sowohl Jakunin als auch Malofejew nutzen die Finanzierung verschiedener Organisationen und Denkfabriken, welche als Anti-Gender Akteure arbeiten, um Gelder nach Europa fließen zu lassen. Zwischen 2009 und 2018 betrugen die Gesamtausgaben:&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakunin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Istoki	Endowment Fund (90,6 Mio. USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* St. Andrew the First-Called	Foundation (1,6 Mio USD)&lt;br /&gt;
* Dialogue of Civilizations Research Institute (18,8 Mio USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Malofejew&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Saint Basil the Great Charitable Foundation (77,3 Mio USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung des WCF und antifeministischer Politik gehen über die russischen Oligarchen hinaus. In Ländern wie Russland, Polen, Ungarn und Italien erhielten WCF-Kongresse Unterstützung der jeweiligen Regierungen. Des Weiteren zeigen Recherchen von openDemocracy, dass der WCF in der Vergangenheit von mehreren Großkonzernen unterstützt wurde, darunter: &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die spanische	Fluggesellschaft Iberia&lt;br /&gt;
* das polnische	Mineralölunternehmen Orlen&lt;br /&gt;
* Shamrock Foods,	ein großes US-Molkereiunternehmen&lt;br /&gt;
* Villa Sandi,	ein bedeutender italienischer Prosecco-Exporteur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genauen Finanzierungsquellen und -beträge des WCF sind oft nicht transparent. Viele unterstützende Organisationen sind als Kirchen oder gemeinnützige Vereine registriert und müssen keine detaillierten Finanzberichte offenlegen. Jedoch haben investigative Recherchen von openDemocracy ergeben, dass Partnerorganisationen des WCF seit Jahren hohe Geldsummen in Europa investieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opendemocracy.net/en/5050/revealed-dozens-of-european-politicians-linked-to-us-incubator-for-extremism/ Revealed: dozens of European politicians linked to US incubator for extremism], opendemocracy.net am 27.03.2019, abgerufen am 30.07.2024 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Alliance	Defending Freedom (ADF) hat zwischen 2011 und 2021 fast 28 Millionen	Euro in Europa investiert. Zwischen Mitte 2022 und Mitte 2023	investierte ein Ableger der	ADF 650.000 Euro nur in politisches Lobbying &amp;lt;ref&amp;gt;[https://correctiv.org/aktuelles/europa-aktuelles/2024/05/14/die-geldstroeme-der-christlichen-hardliner-aus-den-usa/ Glaube und Geld: Wie die religiöse Rechte aus den USA Europa finanziell unterwandert], correctiv.org am 14.05.2024, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Acton	Institute for the Study of Religion	and Liberty hat seit 2008 mehr als 1,7 Millionen Dollar in Europa	ausgegeben. Weitere Ausgaben sind undurchsichtig, jedoch hat das	Acton Institute ein Büro in Rom, was Einfluss auf politisches	Geschehen zumindest in Italien vermuten lässt &amp;lt;ref&amp;gt;[https://give.acton.org/acton-europe/ Acton Europe], give.acton.org, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Tradition,	Family and Property (TFP) hat zwischen 2009 und 2018 über 11	Milliarden Euro in Europa investiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
* HatzeOir und	CitizenGO haben ziwschen 2009 und 20018 über 3 Millionen Euro	investiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese großen Partnerorganisationen des WCF erhalten oftmals Unterstützung von konservativen US-Milliardär:innen. Beispielsweise wird die ADF zu großen Teilen durch die DeVoisFoundation finanziert, welche eine Stiftung der Familie von Betsy DeVois ist – ehemalige Bildungsministerin unter Trump. Auch das unternehmen Academi, vorher bekannt als Blackwater und gegründet von Betsy DeVoi’s Bruder Erik Prince, finanziert die ADF. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://vsquare.org/conservative-us-lobbyists-try-to-get-their-hooks-into-the-czech-republic/ Conservative US Lobbyists try to get their hooks into the Czech Republic], vsquare.org am 27.09.2023, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung des World Congress of Families (WCF) ist komplex und oft intransparent. Viele beteiligte Organisationen melden ihre Ausgaben nicht öffentlich.&lt;br /&gt;
Der WCF dient weniger als direktes Lobbying-Instrument, sondern vielmehr als Networking-Plattform. Er ermöglicht verschiedenen Organisationen, Aktivist:innen und Politiker:innen den Austausch konservativer Ideologien und den Aufbau entsprechender Infrastrukturen. Teilnehmer:innen nutzen den WCF, um internationale Kontakte zu knüpfen und Strategien für politische Einflussnahme zu entwickeln, die oft als menschenfeindlich kritisiert werden.&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
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		<updated>2024-07-31T14:14:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<title>World Congress of Families</title>
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		<updated>2024-07-31T14:10:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;Der World Congress of Families (WCF) ist eine US-amerikanische Organisation, die ultra-christlich-konservative Werte international fördert und sich gegen Scheidung, gleichgeschlechtliche Ehe und Abtreibung ausspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.loc.gov/item/lcwaN0017307/ World Congress of Families(WCF/International Organization for the Family (IOF)] loc.gov, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Der WCF verfolgt eine Anti-Gender-Agenda und bietet rechten Politiker:innen und Aktivist:innen eine Plattform sowie Vernetzungsmöglichkeiten. Die Organisation steht in der Kritik, da sie Verbindungen zu russischen Oligarchen hat und von diesen finanziert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==World Congress of Families==&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der World Congress of Families (WCF), gegründet von der International Organization for Families und dem Howard Center for Family, Religion and Society,&amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot; /&amp;gt;  ist eine internationale Organisation, die eine ultrakonservative Agenda vertritt und Konzepte wie Scheidung, Abtreibung und LGBTQ-Rechte  ablehnt. Die Organisation setzt sich für eine Gesellschaft ein, die auf extremistisch traditionellen, konservativen und rechten Ideologien basiert &amp;lt;ref name= &amp;quot;deutschlandfunk&amp;quot;&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/der-world-congress-of-families-weltweites-rechtes-100.html Weltweites rechtes religiöses Netz], deutschlandfunk.de vom 05.05.2021, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF besteht aus Organisationen in mehreren Ländern:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://profam.org/world-congress-of-families-partners-2017/ World Congress of Families Partners 2017], profram.org vom 14.09.2027, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* African	organization For The Family (Kenia)&lt;br /&gt;
* Angels of	Charity and Music&lt;br /&gt;
* Alive to the	World (GB)&lt;br /&gt;
* Alliance	Defending Freedom&lt;br /&gt;
* Latin American	Alliance for the Family (Venezuela)&lt;br /&gt;
* Ancient Faith	Radio&lt;br /&gt;
* Associazione	per La Difesa die Valori Cristiani – Luci sull’Est (Italien)&lt;br /&gt;
* Australian	Chrisitan Lobby&lt;br /&gt;
* Black	Conservative Summit&lt;br /&gt;
* Christian Film	Television Commission&lt;br /&gt;
* Christian	Concern (GB)&lt;br /&gt;
* CitizenGO&lt;br /&gt;
* Classical	Conversations&lt;br /&gt;
* Dads4Kids	(Australia)&lt;br /&gt;
* Dveri (Serbien)&lt;br /&gt;
* Ethics and	Public Policy Center&lt;br /&gt;
* Family First	Foundation&lt;br /&gt;
* Family First	New Zealand&lt;br /&gt;
* Sanctity of	Motherhood Program (Russland)&lt;br /&gt;
* Family Policy	Institute (Südafrika)&lt;br /&gt;
* Family Watch	International&lt;br /&gt;
* Fellowship of	St. James&lt;br /&gt;
* Foundation For	African Cultural Heritage (Nigeria)&lt;br /&gt;
* Freedom’s	Journal Institute for the Study of Faith and Public Policy&lt;br /&gt;
* Georgian	Demographic Society (Georgien)&lt;br /&gt;
* hatzeOir.org&lt;br /&gt;
* Heartbeat	International&lt;br /&gt;
* Lighted Candle	Society&lt;br /&gt;
* MovieGuide&lt;br /&gt;
* National Center	on Sexual Exploitation&lt;br /&gt;
* National	Organization for Marriage&lt;br /&gt;
* Nocea Terrae	Foundation (Italien)&lt;br /&gt;
* Power of	Mothers&lt;br /&gt;
* ProVita	(Italien)&lt;br /&gt;
* REAL Women of	Canada&lt;br /&gt;
* Kenya Christian	Professionals Forum&lt;br /&gt;
* Touchstone	Magazine: A Journal of Mere Christianity&lt;br /&gt;
* UptoFaith&lt;br /&gt;
* Worldwide	Organization for Women&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Direktor:innen gehören auch ultrakonservative Akteure wie Brian Brown, welcher auch im Vorstand der Organisation CitizenGO sitzt und Verbindungen zu rechten Parteien, wie beispielsweise der spanischen Vox-Partei hat.&amp;lt;ref name= &amp;quot;ecf&amp;quot;&amp;gt;[ https://bylinetimes.com/2024/03/11/the-european-congress-of-families-and-the-international-organization-for-the-family The European Congress of the Families and International Organization for the Family], bylinetimes.com vom 11.03.2024, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2022 wurde der WCF jährlich organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF hat in verschiedenen Ländern politischen Einfluss ausgeübt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mitwirkung an	Anti-LGBTQ-Gesetzen in Nigeria, Uganda und Kenia  &amp;lt;ref name= &amp;quot;wcf-pdf&amp;quot;&amp;gt; [https://assets2.hrc.org/files/assets/resources/WorldCongressOfFamilies.pdf Exposed: The World Congress of Families], assets2.hrc.org von Juni 2025, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Unterstützung	bei der Formulierung von Anti-LGBTQ-Gesetzen in Russland &amp;lt;ref name= &amp;quot;wcf-pdf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kooperation der	spanischen Partnerorganisation CitizenGo mit der deutschen	Anti-Gender-Bewegung &amp;quot;Demo für Alle&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://library.fes.de/pdf-files/dialog/11163.pdf Keimzelle der Nation: Teil 2], library.fes.de im Dezember 2014, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Larry Jacobs,	ein Vertreter des WCF beriet bei der Bildung von Anti-LGBTQ-Gesetzen in Russland. &amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot;&amp;gt; [https://www.splcenter.org/fighting-hate/extremist-files/group/world-congress-families world congress of families], splcenter.org abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Jacobs	unterstützte öffentlich das russische LGBT-Propaganda-Gesetz. &amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF wird von Kritiker:innen als Teil einer rechtskonservativen Bewegung gesehen, die gegen die Rechte der LGBTQ-Community und reproduktive Selbstbestimmung agiert. Die Aktivitäten der Organisation werden im Kontext eines wachsenden Rechtspopulismus in Europa und weltweit als besorgniserregend betrachtet. Der WCF in der Kritik und wird von der Organisatin SPLC als extremistisch eingestuft.&amp;lt;/span&amp;gt;'' &amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://allout.org/en/highlights/fighting-against-world-congress-families fight against World Congress of Families], allout.org abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== European Congress of Families===&lt;br /&gt;
''Als pendant zur europäischen Ebene steht der ECF, European Congress of Families,  in Verbindung mit dem WCF.  Beide Organisationen teilen ähnliche ideologische Ausrichtungen und Ziele. Der ECF ist eine Organisation, die sich mit Familienpolitik und verwandten Themen aus konservativer Perspektive befasst. Die jüngste Veranstaltung fand vom 15. bis 17. September 2023 in Dubrovnik, Kroatien statt. Sowohl der ECF als auch der WCF ziehen Redner:innen und Teilnehmer:innen aus konservativen und rechten politischen Kreisen an.&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;ecf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Ähnlichkeiten gibt es einige Unterschiede zwischen ECF und WCF:&amp;lt;ref name= &amp;quot;ecf&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ECF	konzentriert sich speziell auf europäische Themen und Politik,	während der WCF global ausgerichtet ist.&lt;br /&gt;
* Der ECF wird	als weniger kontrovers wahrgenommen als der WCF, der von einigen	Kritiker:innen als extremistischer eingestuft und mit russischer	Finanzierung in Verbindung gebracht wird.&lt;br /&gt;
* Einige	Politiker:innen, die am ECF teilnehmen, distanzieren sich von den	radikaleren Positionen des WCF, obwohl es thematische	Überschneidungen gibt.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Akteure und Teilnehmende des World Congress of Families und European Congress of Families==&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der WCF und der ECF ziehen eine Vielzahl von Politiker:innen, Aktivist:innen und Organisationen an, die konservative und rechte Familienwerte vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Matteo Salvini	(Italien, stellvertredender Ministerpräsident) &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;&amp;gt; [https://taz.de/Ultrakonservativer-Kongress-in-Verona/!5597590/ Ultrakonservativer Kongress in Verona Sponsoring für Rechte], taz.de vom 23.05.2024, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Antonio Tajani	(Italien, Mitglied im Kabinett Meloni und ehem. Präsident des	Europäischen Parlaments) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://eu.boell.org/en/2019/04/10/europe-heads-polls-right-wing-networks-form-along-family-policy-issues Europe heads to the polls: right wing networks form along family policy issues], eu.boell.org am 10.04.2019, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Viktor Mihály	Orbán (Ungarn, Ministerpräsident) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/world/2017/may/26/hungary-lgbt-world-congress-families-viktor-orban Hungary's prime minister welcomes US anti LGBT hate group], theguardian.com am 26.05.2027, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Carlo	Casini (Italien, ehem. Mitglied des Europäischen Parlaments) &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;teil&amp;quot;&amp;gt; [https://rewirenewsgroup.com/2007/05/14/world-congress-of-families-legislative-aim/ World Congress of Families' Legislative Aim], rewirenewsgroup.com am 14.07.2017, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Jaime	Mayor Oreja (Spanien, Mitglied des Europäischen Parlaments und	ehem. Innenminister)&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opendemocracy.net/en/5050/revealed-dozens-of-european-politicians-linked-to-us-incubator-for-extremism/ Revealed: dozens of European politicians linked to US incubator for extremism], opendemocracy.net am27.03.2019, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Konrad	Szymanski (Polen, ehem. Minister für Europäische Angelegenheiten	und Mitglied des Europäischen Parlaments)&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;keim&amp;quot;&amp;gt; [https://library.fes.de/pdf-files/dialog/11163.pdf Keimzelle der Nation Teil 2], library.fes.de im Dezember 2014, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Anna	Záborská (Slowakei, ehem. Mitglied des Europäischen Parlaments) &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;teil&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Maximilian	Krah (Deutschland, Mitglied des Europäischen Parlaments). &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Beatrix	von Storch (Politikerin, AfD)&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Ultrakonservativer-Kongress-in-Italien/!5581851/ Ultrakonservativer Kongress in Italien für Gott, Staat und Familie], taz.de am 29.03.2019, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Tilman	Ruesch (Investor, Stiftungsrat Stiftung für Familienwerte)&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://families.ecrparty.eu/speakers/ speakers], families.ecrparty.eu, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Hedwig	von Beverfoerde (Aktivistin und Sprecherin der Initiative &amp;quot;Demo	für Alle&amp;quot;) &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;keim&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Gloria	von Thurn und Taxis (Unternehmerin)&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des weiteren waren in rechten Kreisen aktive Personen wie David Bendels, Chefredakteur des AfD-nahen &amp;quot;Deutschland-Kurier&amp;quot; oder Hochrangige Trump-Unterstützer:innen und russische Oligarchen. &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teilnahme dieser Akteure unterstreicht die Vernetzung rechtspopulistischer  Kräfte im Bereich der Familienpolitik auf europäischer Ebene.&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
[[Datei:WFC.pdf|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung des World Congress of Families==&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der WCF erhält finanzielle Unterstützung aus verschiedenen Quellen, darunter russische Oligarchen, Unternehmen und christliche Organisationen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.epfweb.org/sites/default/files/2022-02/EPF_EN_TOTI_9SEP%20DEF_%20DEU_FINAL.pdf die Spitze des Eisbergs], epfweb.org im Juni 2021, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Geldgebern des WCF gehören die russischen Oligarchen Konstantin Malofejew und Wladimir Jakunin, die enge Verbindungen zum Kreml haben. Jakunin war bis 2015 Chef der russischen Staatsbahn und gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. 2014 hätte der WCF in Moskau stattfinden sollen, aufgrund internationaler Sanktionen fiel dieser Kongress offiziell aus, fand jedoch unter anderem Namen, mit den selben Teilnehmer:innen,  Redner:innen und dem selben Veranstaltungsort trotzdem statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; Darauf folgend veröffentlichte ein russisches Kollektiv Dokumente über die Finanzierung des Kongresses, welche zum ersten Mal offenlegten, dass die beiden russischen Oligarchen Malofejew und Jakunin zwei der wichtigsten finanziellen Förderer des WCF sind. Nicht nur spielen sie eine wichtige Rolle für den WCF, sondern haben einen großen Einfluss auf den Geldfluss russischer Anti-Gender Akteure in Europa.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; Sowohl Jakunin als auch Malofejew nutzen die Finanzierung verschiedener Organisationen und Denkfabriken, welche als Anti-Gender Akteure arbeiten, um Gelder nach Europa fließen zu lassen. Zwischen 2009 und 2018 betrugen die Gesamtausgaben:&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakunin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Istoki	Endowment Fund (90,6 Mio. USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* St. Andrew the First-Called	Foundation (1,6 Mio USD)&lt;br /&gt;
* Dialogue of Civilizations Research Institute (18,8 Mio USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Malofejew&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Saint Basil the Great Charitable Foundation (77,3 Mio USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung des WCF und antifeministischer Politik gehen über die russischen Oligarchen hinaus. In Ländern wie Russland, Polen, Ungarn und Italien erhielten WCF-Kongresse Unterstützung der jeweiligen Regierungen. Des Weiteren zeigen Recherchen von openDemocracy, dass der WCF in der Vergangenheit von mehreren Großkonzernen unterstützt wurde, darunter: &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die spanische	Fluggesellschaft Iberia&lt;br /&gt;
* das polnische	Mineralölunternehmen Orlen&lt;br /&gt;
* Shamrock Foods,	ein großes US-Molkereiunternehmen&lt;br /&gt;
* Villa Sandi,	ein bedeutender italienischer Prosecco-Exporteur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genauen Finanzierungsquellen und -beträge des WCF sind oft nicht transparent. Viele unterstützende Organisationen sind als Kirchen oder gemeinnützige Vereine registriert und müssen keine detaillierten Finanzberichte offenlegen. Jedoch haben investigative Recherchen von openDemocracy ergeben, dass Partnerorganisationen des WCF seit Jahren hohe Geldsummen in Europa investieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opendemocracy.net/en/5050/revealed-dozens-of-european-politicians-linked-to-us-incubator-for-extremism/ Revealed: dozens of European politicians linked to US incubator for extremism], opendemocracy.net am 27.03.2019, abgerufen am 30.07.2024 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Alliance	Defending Freedom (ADF) hat zwischen 2011 und 2021 fast 28 Millionen	Euro in Europa investiert. Zwischen Mitte 2022 und Mitte 2023	investierte ein Ableger der	ADF 650.000 Euro nur in politisches Lobbying &amp;lt;ref&amp;gt;[https://correctiv.org/aktuelles/europa-aktuelles/2024/05/14/die-geldstroeme-der-christlichen-hardliner-aus-den-usa/ Glaube und Geld: Wie die religiöse Rechte aus den USA Europa finanziell unterwandert], correctiv.org am 14.05.2024, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Acton	Institute for the Study of Religion	and Liberty hat seit 2008 mehr als 1,7 Millionen Dollar in Europa	ausgegeben. Weitere Ausgaben sind undurchsichtig, jedoch hat das	Acton Institute ein Büro in Rom, was Einfluss auf politisches	Geschehen zumindest in Italien vermuten lässt &amp;lt;ref&amp;gt;[https://give.acton.org/acton-europe/ Acton Europe], give.acton.org, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Tradition,	Family and Property (TFP) hat zwischen 2009 und 2018 über 11	Milliarden Euro in Europa investiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
* HatzeOir und	CitizenGO haben ziwschen 2009 und 20018 über 3 Millionen Euro	investiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese großen Partnerorganisationen des WCF erhalten oftmals Unterstützung von konservativen US-Milliardär:innen. Beispielsweise wird die ADF zu großen Teilen durch die DeVoisFoundation finanziert, welche eine Stiftung der Familie von Betsy DeVois ist – ehemalige Bildungsministerin unter Trump. Auch das unternehmen Academi, vorher bekannt als Blackwater und gegründet von Betsy DeVoi’s Bruder Erik Prince, finanziert die ADF. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://vsquare.org/conservative-us-lobbyists-try-to-get-their-hooks-into-the-czech-republic/ Conservative US Lobbyists try to get their hooks into the Czech Republic], vsquare.org am 27.09.2023, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung des World Congress of Families (WCF) ist komplex und oft intransparent. Viele beteiligte Organisationen melden ihre Ausgaben nicht öffentlich.&lt;br /&gt;
Der WCF dient weniger als direktes Lobbying-Instrument, sondern vielmehr als Networking-Plattform. Er ermöglicht verschiedenen Organisationen, Aktivist:innen und Politiker:innen den Austausch konservativer Ideologien und den Aufbau entsprechender Infrastrukturen. Teilnehmer:innen nutzen den WCF, um internationale Kontakte zu knüpfen und Strategien für politische Einflussnahme zu entwickeln, die oft als menschenfeindlich kritisiert werden.&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=World_Congress_of_Families&amp;diff=305343</id>
		<title>World Congress of Families</title>
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		<updated>2024-07-31T14:09:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;Der World Congress of Families (WCF) ist eine US-amerikanische Organisation, die ultra-christlich-konservative Werte international fördert und sich gegen Scheidung, gleichgeschlechtliche Ehe und Abtreibung ausspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.loc.gov/item/lcwaN0017307/ World Congress of Families(WCF/International Organization for the Family (IOF)] loc.gov, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Der WCF verfolgt eine Anti-Gender-Agenda und bietet rechten Politiker:innen und Aktivist:innen eine Plattform sowie Vernetzungsmöglichkeiten. Die Organisation steht in der Kritik, da sie Verbindungen zu russischen Oligarchen hat und von diesen finanziert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==World Congress of Families==&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der World Congress of Families (WCF), gegründet von der International Organization for Families und dem Howard Center for Family, Religion and Society,&amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot; /&amp;gt;  ist eine internationale Organisation, die eine ultrakonservative Agenda vertritt und Konzepte wie Scheidung, Abtreibung und LGBTQ-Rechte  ablehnt. Die Organisation setzt sich für eine Gesellschaft ein, die auf extremistisch traditionellen, konservativen und rechten Ideologien basiert &amp;lt;ref name= &amp;quot;deutschlandfunk&amp;quot;&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/der-world-congress-of-families-weltweites-rechtes-100.html Weltweites rechtes religiöses Netz], deutschlandfunk.de vom 05.05.2021, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF besteht aus Organisationen in mehreren Ländern:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://profam.org/world-congress-of-families-partners-2017/ World Congress of Families Partners 2017], profram.org vom 14.09.2027, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* African	organization For The Family (Kenia)&lt;br /&gt;
* Angels of	Charity and Music&lt;br /&gt;
* Alive to the	World (GB)&lt;br /&gt;
* Alliance	Defending Freedom&lt;br /&gt;
* Latin American	Alliance for the Family (Venezuela)&lt;br /&gt;
* Ancient Faith	Radio&lt;br /&gt;
* Associazione	per La Difesa die Valori Cristiani – Luci sull’Est (Italien)&lt;br /&gt;
* Australian	Chrisitan Lobby&lt;br /&gt;
* Black	Conservative Summit&lt;br /&gt;
* Christian Film	Television Commission&lt;br /&gt;
* Christian	Concern (GB)&lt;br /&gt;
* CitizenGO&lt;br /&gt;
* Classical	Conversations&lt;br /&gt;
* Dads4Kids	(Australia)&lt;br /&gt;
* Dveri (Serbien)&lt;br /&gt;
* Ethics and	Public Policy Center&lt;br /&gt;
* Family First	Foundation&lt;br /&gt;
* Family First	New Zealand&lt;br /&gt;
* Sanctity of	Motherhood Program (Russland)&lt;br /&gt;
* Family Policy	Institute (Südafrika)&lt;br /&gt;
* Family Watch	International&lt;br /&gt;
* Fellowship of	St. James&lt;br /&gt;
* Foundation For	African Cultural Heritage (Nigeria)&lt;br /&gt;
* Freedom’s	Journal Institute for the Study of Faith and Public Policy&lt;br /&gt;
* Georgian	Demographic Society (Georgien)&lt;br /&gt;
* hatzeOir.org&lt;br /&gt;
* Heartbeat	International&lt;br /&gt;
* Lighted Candle	Society&lt;br /&gt;
* MovieGuide&lt;br /&gt;
* National Center	on Sexual Exploitation&lt;br /&gt;
* National	Organization for Marriage&lt;br /&gt;
* Nocea Terrae	Foundation (Italien)&lt;br /&gt;
* Power of	Mothers&lt;br /&gt;
* ProVita	(Italien)&lt;br /&gt;
* REAL Women of	Canada&lt;br /&gt;
* Kenya Christian	Professionals Forum&lt;br /&gt;
* Touchstone	Magazine: A Journal of Mere Christianity&lt;br /&gt;
* UptoFaith&lt;br /&gt;
* Worldwide	Organization for Women&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Direktor:innen gehören auch ultrakonservative Akteure wie Brian Brown, welcher auch im Vorstand der Organisation CitizenGO sitzt und Verbindungen zu rechten Parteien, wie beispielsweise der spanischen Vox-Partei hat.&amp;lt;ref name= &amp;quot;ecf&amp;quot;&amp;gt;[ https://bylinetimes.com/2024/03/11/the-european-congress-of-families-and-the-international-organization-for-the-family The European Congress of the Families and International Organization for the Family], bylinetimes.com vom 11.03.2024, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2022 wurde der WCF jährlich organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF hat in verschiedenen Ländern politischen Einfluss ausgeübt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mitwirkung an	Anti-LGBTQ-Gesetzen in Nigeria, Uganda und Kenia  &amp;lt;ref name= &amp;quot;wcf-pdf&amp;quot;&amp;gt; [https://assets2.hrc.org/files/assets/resources/WorldCongressOfFamilies.pdf Exposed: The World Congress of Families], assets2.hrc.org von Juni 2025, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Unterstützung	bei der Formulierung von Anti-LGBTQ-Gesetzen in Russland &amp;lt;ref name= &amp;quot;wcf-pdf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kooperation der	spanischen Partnerorganisation CitizenGo mit der deutschen	Anti-Gender-Bewegung &amp;quot;Demo für Alle&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://library.fes.de/pdf-files/dialog/11163.pdf Keimzelle der Nation: Teil 2], library.fes.de im Dezember 2014, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Larry Jacobs,	ein Vertreter des WCF beriet bei der Bildung von Anti-LGBTQ-Gesetzen in Russland. &amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot;&amp;gt; [https://www.splcenter.org/fighting-hate/extremist-files/group/world-congress-families world congress of families], splcenter.org abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Jacobs	unterstützte öffentlich das russische LGBT-Propaganda-Gesetz. &amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF wird von Kritiker:innen als Teil einer rechtskonservativen Bewegung gesehen, die gegen die Rechte der LGBTQ-Community und reproduktive Selbstbestimmung agiert. Die Aktivitäten der Organisation werden im Kontext eines wachsenden Rechtspopulismus in Europa und weltweit als besorgniserregend betrachtet. Der WCF in der Kritik und wird von der Organisatin SPLC als extremistisch eingestuft.&amp;lt;/span&amp;gt;'' &amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://allout.org/en/highlights/fighting-against-world-congress-families fight against World Congress of Families], allout.org abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WFC.pdf|mini]]&lt;br /&gt;
=== European Congress of Families===&lt;br /&gt;
''Als pendant zur europäischen Ebene steht der ECF, European Congress of Families,  in Verbindung mit dem WCF.  Beide Organisationen teilen ähnliche ideologische Ausrichtungen und Ziele. Der ECF ist eine Organisation, die sich mit Familienpolitik und verwandten Themen aus konservativer Perspektive befasst. Die jüngste Veranstaltung fand vom 15. bis 17. September 2023 in Dubrovnik, Kroatien statt. Sowohl der ECF als auch der WCF ziehen Redner:innen und Teilnehmer:innen aus konservativen und rechten politischen Kreisen an.&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;ecf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Ähnlichkeiten gibt es einige Unterschiede zwischen ECF und WCF:&amp;lt;ref name= &amp;quot;ecf&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ECF	konzentriert sich speziell auf europäische Themen und Politik,	während der WCF global ausgerichtet ist.&lt;br /&gt;
* Der ECF wird	als weniger kontrovers wahrgenommen als der WCF, der von einigen	Kritiker:innen als extremistischer eingestuft und mit russischer	Finanzierung in Verbindung gebracht wird.&lt;br /&gt;
* Einige	Politiker:innen, die am ECF teilnehmen, distanzieren sich von den	radikaleren Positionen des WCF, obwohl es thematische	Überschneidungen gibt.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Akteure und Teilnehmende des World Congress of Families und European Congress of Families==&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der WCF und der ECF ziehen eine Vielzahl von Politiker:innen, Aktivist:innen und Organisationen an, die konservative und rechte Familienwerte vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Matteo Salvini	(Italien, stellvertredender Ministerpräsident) &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;&amp;gt; [https://taz.de/Ultrakonservativer-Kongress-in-Verona/!5597590/ Ultrakonservativer Kongress in Verona Sponsoring für Rechte], taz.de vom 23.05.2024, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Antonio Tajani	(Italien, Mitglied im Kabinett Meloni und ehem. Präsident des	Europäischen Parlaments) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://eu.boell.org/en/2019/04/10/europe-heads-polls-right-wing-networks-form-along-family-policy-issues Europe heads to the polls: right wing networks form along family policy issues], eu.boell.org am 10.04.2019, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Viktor Mihály	Orbán (Ungarn, Ministerpräsident) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/world/2017/may/26/hungary-lgbt-world-congress-families-viktor-orban Hungary's prime minister welcomes US anti LGBT hate group], theguardian.com am 26.05.2027, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Carlo	Casini (Italien, ehem. Mitglied des Europäischen Parlaments) &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;teil&amp;quot;&amp;gt; [https://rewirenewsgroup.com/2007/05/14/world-congress-of-families-legislative-aim/ World Congress of Families' Legislative Aim], rewirenewsgroup.com am 14.07.2017, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Jaime	Mayor Oreja (Spanien, Mitglied des Europäischen Parlaments und	ehem. Innenminister)&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opendemocracy.net/en/5050/revealed-dozens-of-european-politicians-linked-to-us-incubator-for-extremism/ Revealed: dozens of European politicians linked to US incubator for extremism], opendemocracy.net am27.03.2019, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Konrad	Szymanski (Polen, ehem. Minister für Europäische Angelegenheiten	und Mitglied des Europäischen Parlaments)&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;keim&amp;quot;&amp;gt; [https://library.fes.de/pdf-files/dialog/11163.pdf Keimzelle der Nation Teil 2], library.fes.de im Dezember 2014, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Anna	Záborská (Slowakei, ehem. Mitglied des Europäischen Parlaments) &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;teil&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Maximilian	Krah (Deutschland, Mitglied des Europäischen Parlaments). &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Beatrix	von Storch (Politikerin, AfD)&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Ultrakonservativer-Kongress-in-Italien/!5581851/ Ultrakonservativer Kongress in Italien für Gott, Staat und Familie], taz.de am 29.03.2019, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Tilman	Ruesch (Investor, Stiftungsrat Stiftung für Familienwerte)&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://families.ecrparty.eu/speakers/ speakers], families.ecrparty.eu, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Hedwig	von Beverfoerde (Aktivistin und Sprecherin der Initiative &amp;quot;Demo	für Alle&amp;quot;) &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;keim&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Gloria	von Thurn und Taxis (Unternehmerin)&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des weiteren waren in rechten Kreisen aktive Personen wie David Bendels, Chefredakteur des AfD-nahen &amp;quot;Deutschland-Kurier&amp;quot; oder Hochrangige Trump-Unterstützer:innen und russische Oligarchen. &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teilnahme dieser Akteure unterstreicht die Vernetzung rechtspopulistischer  Kräfte im Bereich der Familienpolitik auf europäischer Ebene.&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung des World Congress of Families==&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der WCF erhält finanzielle Unterstützung aus verschiedenen Quellen, darunter russische Oligarchen, Unternehmen und christliche Organisationen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.epfweb.org/sites/default/files/2022-02/EPF_EN_TOTI_9SEP%20DEF_%20DEU_FINAL.pdf die Spitze des Eisbergs], epfweb.org im Juni 2021, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Geldgebern des WCF gehören die russischen Oligarchen Konstantin Malofejew und Wladimir Jakunin, die enge Verbindungen zum Kreml haben. Jakunin war bis 2015 Chef der russischen Staatsbahn und gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. 2014 hätte der WCF in Moskau stattfinden sollen, aufgrund internationaler Sanktionen fiel dieser Kongress offiziell aus, fand jedoch unter anderem Namen, mit den selben Teilnehmer:innen,  Redner:innen und dem selben Veranstaltungsort trotzdem statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; Darauf folgend veröffentlichte ein russisches Kollektiv Dokumente über die Finanzierung des Kongresses, welche zum ersten Mal offenlegten, dass die beiden russischen Oligarchen Malofejew und Jakunin zwei der wichtigsten finanziellen Förderer des WCF sind. Nicht nur spielen sie eine wichtige Rolle für den WCF, sondern haben einen großen Einfluss auf den Geldfluss russischer Anti-Gender Akteure in Europa.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; Sowohl Jakunin als auch Malofejew nutzen die Finanzierung verschiedener Organisationen und Denkfabriken, welche als Anti-Gender Akteure arbeiten, um Gelder nach Europa fließen zu lassen. Zwischen 2009 und 2018 betrugen die Gesamtausgaben:&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakunin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Istoki	Endowment Fund (90,6 Mio. USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* St. Andrew the First-Called	Foundation (1,6 Mio USD)&lt;br /&gt;
* Dialogue of Civilizations Research Institute (18,8 Mio USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Malofejew&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Saint Basil the Great Charitable Foundation (77,3 Mio USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung des WCF und antifeministischer Politik gehen über die russischen Oligarchen hinaus. In Ländern wie Russland, Polen, Ungarn und Italien erhielten WCF-Kongresse Unterstützung der jeweiligen Regierungen. Des Weiteren zeigen Recherchen von openDemocracy, dass der WCF in der Vergangenheit von mehreren Großkonzernen unterstützt wurde, darunter: &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die spanische	Fluggesellschaft Iberia&lt;br /&gt;
* das polnische	Mineralölunternehmen Orlen&lt;br /&gt;
* Shamrock Foods,	ein großes US-Molkereiunternehmen&lt;br /&gt;
* Villa Sandi,	ein bedeutender italienischer Prosecco-Exporteur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genauen Finanzierungsquellen und -beträge des WCF sind oft nicht transparent. Viele unterstützende Organisationen sind als Kirchen oder gemeinnützige Vereine registriert und müssen keine detaillierten Finanzberichte offenlegen. Jedoch haben investigative Recherchen von openDemocracy ergeben, dass Partnerorganisationen des WCF seit Jahren hohe Geldsummen in Europa investieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opendemocracy.net/en/5050/revealed-dozens-of-european-politicians-linked-to-us-incubator-for-extremism/ Revealed: dozens of European politicians linked to US incubator for extremism], opendemocracy.net am 27.03.2019, abgerufen am 30.07.2024 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Alliance	Defending Freedom (ADF) hat zwischen 2011 und 2021 fast 28 Millionen	Euro in Europa investiert. Zwischen Mitte 2022 und Mitte 2023	investierte ein Ableger der	ADF 650.000 Euro nur in politisches Lobbying &amp;lt;ref&amp;gt;[https://correctiv.org/aktuelles/europa-aktuelles/2024/05/14/die-geldstroeme-der-christlichen-hardliner-aus-den-usa/ Glaube und Geld: Wie die religiöse Rechte aus den USA Europa finanziell unterwandert], correctiv.org am 14.05.2024, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Acton	Institute for the Study of Religion	and Liberty hat seit 2008 mehr als 1,7 Millionen Dollar in Europa	ausgegeben. Weitere Ausgaben sind undurchsichtig, jedoch hat das	Acton Institute ein Büro in Rom, was Einfluss auf politisches	Geschehen zumindest in Italien vermuten lässt &amp;lt;ref&amp;gt;[https://give.acton.org/acton-europe/ Acton Europe], give.acton.org, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Tradition,	Family and Property (TFP) hat zwischen 2009 und 2018 über 11	Milliarden Euro in Europa investiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
* HatzeOir und	CitizenGO haben ziwschen 2009 und 20018 über 3 Millionen Euro	investiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;finanzierung&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese großen Partnerorganisationen des WCF erhalten oftmals Unterstützung von konservativen US-Milliardär:innen. Beispielsweise wird die ADF zu großen Teilen durch die DeVoisFoundation finanziert, welche eine Stiftung der Familie von Betsy DeVois ist – ehemalige Bildungsministerin unter Trump. Auch das unternehmen Academi, vorher bekannt als Blackwater und gegründet von Betsy DeVoi’s Bruder Erik Prince, finanziert die ADF. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://vsquare.org/conservative-us-lobbyists-try-to-get-their-hooks-into-the-czech-republic/ Conservative US Lobbyists try to get their hooks into the Czech Republic], vsquare.org am 27.09.2023, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung des World Congress of Families (WCF) ist komplex und oft intransparent. Viele beteiligte Organisationen melden ihre Ausgaben nicht öffentlich.&lt;br /&gt;
Der WCF dient weniger als direktes Lobbying-Instrument, sondern vielmehr als Networking-Plattform. Er ermöglicht verschiedenen Organisationen, Aktivist:innen und Politiker:innen den Austausch konservativer Ideologien und den Aufbau entsprechender Infrastrukturen. Teilnehmer:innen nutzen den WCF, um internationale Kontakte zu knüpfen und Strategien für politische Einflussnahme zu entwickeln, die oft als menschenfeindlich kritisiert werden.&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Datei:WFC.pdf&amp;diff=305342</id>
		<title>Datei:WFC.pdf</title>
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		<updated>2024-07-31T14:08:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=World_Congress_of_Families&amp;diff=305294</id>
		<title>World Congress of Families</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=World_Congress_of_Families&amp;diff=305294"/>
		<updated>2024-07-30T13:30:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:WCF.pdf|mini]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;Der World Congress of Families (WCF) ist eine US-amerikanische Organisation, die ultra-christlich-konservative Werte international fördert und sich gegen Scheidung, gleichgeschlechtliche Ehe und Abtreibung ausspricht. Der WCF verfolgt eine Anti-Gender-Agenda und bietet rechten Politiker:innen und Aktivist:innen eine Plattform sowie Vernetzungsmöglichkeiten. Die Organisation steht in der Kritik, da sie Verbindungen zu russischen Oligarchen hat und von diesen finanziert wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==World Congress of Families==&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der World Congress of Families (WCF), mittlerweile umbenannt zu international Organization for Families,  ist eine internationale Organisation, die eine ultrakonservative Agenda vertritt und Konzepte wie Scheidung, Abtreibung, LGBTQ-Rechte und Pornografie ablehnt. Die Organisation setzt sich für eine Gesellschaft ein, die auf extremistisch traditionellen, konservativen und rechten Ideologien basiert &amp;lt;ref name= &amp;quot;deutschlandfunk&amp;quot;&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/der-world-congress-of-families-weltweites-rechtes-100.html], deutschlandfunk.de vom 05.05.2021, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF besteht aus Organisationen in mehreren Ländern:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://profam.org/world-congress-of-families-partners-2017/], profram.org vom 14.09.2027, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* African	organization For The Family (Kenia)&lt;br /&gt;
* Angels of	Charity and Music&lt;br /&gt;
* Alive to the	World (GB)&lt;br /&gt;
* Alliance	Defending Freedom&lt;br /&gt;
* Latin American	Alliance for the Family (Venezuela)&lt;br /&gt;
* Ancient Faith	Radio&lt;br /&gt;
* Associazione	per La Difesa die Valori Cristiani – Luci sull’Est (Italien)&lt;br /&gt;
* Australian	Chrisitan Lobby&lt;br /&gt;
* Black	Conservative Summit&lt;br /&gt;
* Christian Film	Television Commission&lt;br /&gt;
* Christian	Concern (GB)&lt;br /&gt;
* CitizenGO&lt;br /&gt;
* Classical	Conversations&lt;br /&gt;
* Dads4Kids	(Australia)&lt;br /&gt;
* Dveri (Serbien)&lt;br /&gt;
* Ethics and	Public Policy Center&lt;br /&gt;
* Family First	Foundation&lt;br /&gt;
* Family First	New Zealand&lt;br /&gt;
* Sanctity of	Motherhood Program (Russland)&lt;br /&gt;
* Family Policy	Institute (Südafrika)&lt;br /&gt;
* Family Watch	International&lt;br /&gt;
* Fellowship of	St. James&lt;br /&gt;
* Foundation For	African Cultural Heritage (Nigeria)&lt;br /&gt;
* Freedom’s	Journal Institute for the Study of Faith and Public Policy&lt;br /&gt;
* Georgian	Demographic Society (Georgien)&lt;br /&gt;
* hatzeOir.org&lt;br /&gt;
* Heartbeat	International&lt;br /&gt;
* Lighted Candle	Society&lt;br /&gt;
* MovieGuide&lt;br /&gt;
* National Center	on Sexual Exploitation&lt;br /&gt;
* National	Organization for Marriage&lt;br /&gt;
* Nocea Terrae	Foundation (Italien)&lt;br /&gt;
* Power of	Mothers&lt;br /&gt;
* ProVita	(Italien)&lt;br /&gt;
* REAL Women of	Canada&lt;br /&gt;
* Kenya Christian	Professionals Forum&lt;br /&gt;
* Touchstone	Magazine: A Journal of Mere Christianity&lt;br /&gt;
* UptoFaith&lt;br /&gt;
* Worldwide	Organization for Women&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Direktor:innen gehören auch ultrakonservative Akteure wie Brian Brown, welcher auch im Vorstand der Organisation CitizenGO sitzt und Verbindungen zu rechtsextremen Parteien, wie beispielsweise der spanischen Vox-Partei hat.&amp;lt;ref name= &amp;quot;ecf&amp;quot;&amp;gt;[ https://bylinetimes.com/2024/03/11/the-european-congress-of-families-and-the-international-organization-for-the-family/], bylinetimes.com vom 11.03.2024, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2022 wurde der WCF jährlich organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF hat in verschiedenen Ländern politischen Einfluss ausgeübt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mitwirkung an	Anti-LGBTQ-Gesetzen in Nigeria, Uganda und Kenia  &amp;lt;ref name= &amp;quot;wcf-pdf&amp;quot;&amp;gt; [https://assets2.hrc.org/files/assets/resources/WorldCongressOfFamilies.pdf], assets2.hrc.org von Juni 2025, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Unterstützung	bei der Formulierung von Anti-LGBTQ-Gesetzen in Russland &amp;lt;ref name= &amp;quot;wcf-pdf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kooperation der	spanischen Partnerorganisation CitizenGo mit der deutschen	Anti-Gender-Bewegung &amp;quot;Demo für Alle&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Larry Jacobs,	ein Vertreter des WCF beriet bei der Bildung von Anti-LGBTQ-Gesetzen in Russland. &amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot;&amp;gt; [https://www.splcenter.org/fighting-hate/extremist-files/group/world-congress-families], splcenter.org abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Jacobs	unterstützte öffentlich das russische LGBT-Propaganda-Gesetz. &amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF wird von Kritiker:innen als Teil einer rechtskonservativen Bewegung gesehen, die gegen die Rechte der LGBTQ-Community und reproduktive Selbstbestimmung agiert. Die Aktivitäten der Organisation werden im Kontext eines wachsenden Rechtspopulismus in Europa und weltweit als besorgniserregend betrachtet. Der WCF in der Kritik und wird von der Organisatin SPLC als extremistisch eingestuft.&amp;lt;/span&amp;gt;'' &amp;lt;ref name= &amp;quot;hategroup&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://allout.org/en/highlights/fighting-against-world-congress-families], allout.org abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== European Congress of Families===&lt;br /&gt;
''Als pendant zur europäischen Ebene steht der ECF, European Congress of Families,  in Verbindung mit dem WCF.  Beide Organisationen teilen ähnliche ideologische Ausrichtungen und Ziele. Der ECF ist eine Organisation, die sich mit Familienpolitik und verwandten Themen aus konservativer Perspektive befasst. Die jüngste Veranstaltung fand vom 15. bis 17. September 2023 in Dubrovnik, Kroatien statt. Sowohl der ECF als auch der WCF ziehen Redner:innen und Teilnehmer:innen aus konservativen und rechten politischen Kreisen an.&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;ecf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Ähnlichkeiten gibt es einige Unterschiede zwischen ECF und WCF:&amp;lt;ref name= &amp;quot;ecf&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ECF	konzentriert sich speziell auf europäische Themen und Politik,	während der WCF global ausgerichtet ist.&lt;br /&gt;
* Der ECF wird	als weniger kontrovers wahrgenommen als der WCF, der von einigen	Kritiker:innen als extremistischer eingestuft und mit russischer	Finanzierung in Verbindung gebracht wird.&lt;br /&gt;
* Einige	Politiker:innen, die am ECF teilnehmen, distanzieren sich von den	radikaleren Positionen des WCF, obwohl es thematische	Überschneidungen gibt.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Akteure und Teilnehmende des World Congress of Families und European Congress of Families==&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der WCF und der ECF ziehen eine Vielzahl von Politiker:innen, Aktivist:innen und Organisationen an, die konservative und rechte Familienwerte vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Matteo Salvini	(Italien, stellvertredender Ministerpräsident) &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;&amp;gt; [https://taz.de/Ultrakonservativer-Kongress-in-Verona/!5597590/], taz.de vom 23.05.2024, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Antonio Tajani	(Italien, Mitglied im Kabinett Meloni und ehem. Präsident des	Europäischen Parlaments) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://eu.boell.org/en/2019/04/10/europe-heads-polls-right-wing-networks-form-along-family-policy-issues], eu.boell.org am 10.04.2019, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Viktor Mihály	Orbán (Ungarn, Ministerpräsident) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/world/2017/may/26/hungary-lgbt-world-congress-families-viktor-orban], theguardian.com am 26.05.2027, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Carlo	Casini (Italien, ehem. Mitglied des Europäischen Parlaments) &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;teil&amp;quot;&amp;gt; [https://rewirenewsgroup.com/2007/05/14/world-congress-of-families-legislative-aim/], rewirenewsgroup.com am 14.07.2017, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Jaime	Mayor Oreja (Spanien, Mitglied des Europäischen Parlaments und	ehem. Innenminister)&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opendemocracy.net/en/5050/revealed-dozens-of-european-politicians-linked-to-us-incubator-for-extremism/], opendemocracy.net am27.03.2019, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Konrad	Szymanski (Polen, ehem. Minister für Europäische Angelegenheiten	und Mitglied des Europäischen Parlaments)&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://library.fes.de/pdf-files/dialog/11163.pdf Keimzelle der Nation Teil 2], library.fes.de im Dezember 2014, abgerufen am 30.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Anna	Záborská (Slowakei, ehem. Mitglied des Europäischen Parlaments) &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;teil&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Maximilian	Krah (Deutschland, Mitglied des Europäischen Parlaments). &amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des weiteren waren in rechten Kreisen aktive Personen wie David Bendels, Chefredakteur des AfD-nahen &amp;quot;Deutschland-Kurier&amp;quot; oder Hochrangige Trump-Unterstützer:innen und russische Oligarchen. &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch beim ECF waren diverse deutsche Politiker:innen und rechte Aktivist:innen vertreten, wie beispielsw&amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;eise: &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Beatrix	von Storch (Politikerin, AfD)&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Tilman	Ruesch (Investor, Stiftungsrat Stiftung für Familienwerte)&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Hedwig	von Beverfoerde (Aktivistin und Sprecherin der Initiative &amp;quot;Demo	für Alle&amp;quot;) &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Gloria	von Thrun und Taxis (Unternehmerin)&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teilnahme dieser Akteure unterstreicht die Vernetzung rechtspopulistischer  Kräfte im Bereich der Familienpolitik auf europäischer Ebene.&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung des World Congress of Families==&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der WCF erhält finanzielle Unterstützung aus verschiedenen Quellen, darunter russische Oligarchen, Unternehmen und christliche Organisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Geldgebern des WCF gehören die russischen Oligarchen Konstantin Malofejew und Wladimir Jakunin, die enge Verbindungen zum Kreml haben. Jakunin war bis 2015 Chef der russischen Staatsbahn und gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. 2014 hätte der WCF in Moskau stattfinden sollen, aufgrund internationaler Sanktionen fiel dieser Kongress offiziell aus. Jedoch fand er unter anderem Namen, mit den selben Teilnehmer:innen,  Redner:innen und dem selben Veranstaltungsort statt. &amp;lt;span style=&amp;quot;background: #ffff00&amp;quot;&amp;gt;Darauf folgend&amp;lt;/span&amp;gt; veröffentlichte ein russisches Kollektiv Dokumente über die Finanzierung des Kongresses, welche zum ersten Mal offenlegten dass die beiden russischen Oligarchen Malofejew und Jakunin zwei der wichtigsten finanziellen Förderer des WCF sind. Nicht nur spielen sie eine wichtige Rolle für den WCF, sondern haben einen großen Einfluss auf den Geldfluss russischer Anti-Gender Akteure in Europa. Sowohl Jakunin als auch Malofejew nutzen die Finanzierung verschiedener Organisationen und Denkfabriken, welche als Anti-Gender Akteure arbeiten, um Gelder nach Europa fließen zu lassen. Zwischen 2009 und 2018 betrugen die Gesamtausgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakunin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Istoki	Endowment Fund (90,6 Mio. USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* St. Andrew the First-Called	Foundation (1,6 Mio USD)&lt;br /&gt;
* Dialogue of Civilizations Research Institute (18,8 Mio USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Malofejew&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Saint Basil the Great Charitable Foundation (77,3 Mio USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung des WCF und antifeministischer Politik gehen über die russischen Oligarchen hinaus. In Ländern wie Russland, Polen, Ungarn und Italien erhielten WCF-Kongresse Unterstützung der jeweiligen Regierungen. Des Weiteren zeigen Recherchen von openDemocracy, dass der WCF in der Vergangenheit von mehreren Großkonzernen unterstützt wurde, darunter: &amp;lt;ref name= &amp;quot;teilnehmende&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die spanische	Fluggesellschaft Iberia&lt;br /&gt;
* das polnische	Mineralölunternehmen Orlen&lt;br /&gt;
* Shamrock Foods,	ein großes US-Molkereiunternehmen&lt;br /&gt;
* Villa Sandi,	ein bedeutender italienischer Prosecco-Exporteur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genauen Finanzierungsquellen und -beträge des WCF sind oft nicht transparent. Viele unterstützende Organisationen sind als Kirchen oder gemeinnützige Vereine registriert und müssen keine detaillierten Finanzberichte offenlegen. Jedoch haben investigative Recherchen von openDemocracy ergeben, dass Partnerorganisationen des WCF seit Jahren hohe Geldsummen in Europa investieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Alliance	Defending Freedom (ADF) hat zwischen 2011 und 2021 fast 28 Millionen	Euro in Europa investiert. Zwischen Mitte 2022 und Mitte 2023	i&amp;lt;span style=&amp;quot;background: #ffff00&amp;quot;&amp;gt;nvestierte&amp;lt;/span&amp;gt; ein Ableger der	ADF 650.000 Euro nur in politisches Lobbying&lt;br /&gt;
* Das Acton	Institute for the Study of Religion	and Liberty hat seit 2008 mehr als 1,7 Millionen Dollar in Europa	ausgegeben. Weitere Ausgaben sind undurchsichtig, jedoch hat das	Acton Institute ein Büro in Rom, was Einfluss auf politisches	Geschehen zumindest in Italien vermuten lässt&lt;br /&gt;
* Tradition,	Family and Property (TFP) hat zwischen 2009 und 2018 über 11	Milliarden Euro in Europa investiert.&lt;br /&gt;
* HatzeOir und	CitizenGO haben ziwschen 2009 und 20018 über 3 Milliarden Euro	&amp;lt;span style=&amp;quot;background: #ffff00&amp;quot;&amp;gt;investiert&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese großen Partnerorganisationen des WCF erhalten oftmals Unterstützung von konservativen US-Milliardär:innen. Beispielsweise wird die ADF zu großen Teilen durch die DeVoisFoundation finanziert, welche eine Stiftung der Familie von Betsy DeVois ist – ehemalige Bildungsministerin unter Trump. Auch das unternehmen Academi, vorher bekannt als Blackwater und gegründet von Betsy DeVoi’s Bruder Erik Prince, finanziert die ADF. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Insgeamt haben christliche Organisationen laut openDemocracy zwischen 2007 und 2019 über 88 Millionen Dollar für konservative Zwecke nach Europa transferiert. Viele dieser Gruppen haben Büros in Europa eröffnet.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung des World Congress of Families (WCF) ist komplex und oft intransparent. Viele beteiligte Organisationen melden ihre Ausgaben nicht öffentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF dient weniger als direktes Lobbying-Instrument, sondern vielmehr als Networking-Plattform. Er ermöglicht verschiedenen Organisationen, Aktivist:innen und Politiker:innen den Austausch konservativer Ideologien und den Aufbau entsprechender Infrastrukturen. &amp;lt;span style=&amp;quot;background: #ffff00&amp;quot;&amp;gt;Teilnehmer:innen nutzen den WCF, um internationale Kontakte zu knüpfen und Strategien für politische Einflussnahme zu entwickeln, die oft als menschenfeindlich kritisiert werden.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
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	<entry>
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		<title>Datei:WCF.pdf</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<title>World Congress of Families</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=World_Congress_of_Families&amp;diff=305043"/>
		<updated>2024-07-24T09:26:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = World Congress of Families/International Organization for the Family&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Illinois, USA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;Der World Congress of Families (WCF) ist eine US-amerikanische Organisation, die ultra-christlich-konservative Werte international fördert und sich gegen Scheidung, gleichgeschlechtliche Ehe, Pornografie und Abtreibung ausspricht. Der WCF verfolgt eine Anti-Gender-Agenda und bietet rechten Politiker:innen und Aktivist:innen eine Plattform sowie Vernetzungsmöglichkeiten. Die Organisation steht in der Kritik, da sie Verbindungen zu russischen Oligarchen hat und von diesen finanziert wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==World Congress of Families==&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der World Congress of Families (WCF), mittlerweile umbenannt zu international Organization for Families,  ist eine internationale Organisation, die eine ultrakonservative Agenda vertritt und Konzepte wie Scheidung, Abtreibung, LGBTQ-Rechte und Pornografie ablehnt. Die Organisation setzt sich für eine Gesellschaft ein, die auf extremistisch traditionellen, konservativen und&amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt; rechten Ideologien basiert.&amp;lt;/span&amp;gt; Der WCF wurde als Projekt der International Organization for the Family und des Howard Center for Family, Religion and Society in Illinois gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF besteht aus Organisationen in mehreren Ländern:&lt;br /&gt;
* African	organization For The Family (Kenia)&lt;br /&gt;
* Angels of	Charity and Music&lt;br /&gt;
* Alive to the	World (GB)&lt;br /&gt;
* Alliance	Defending Freedom&lt;br /&gt;
* Latin American	Alliance for the Family (Venezuela)&lt;br /&gt;
* Ancient Faith	Radio&lt;br /&gt;
* Associazione	per La Difesa die Valori Cristiani – Luci sull’Est (Italien)&lt;br /&gt;
* Australian	Chrisitan Lobby&lt;br /&gt;
* Black	Conservative Summit&lt;br /&gt;
* Christian Film	Television Commission&lt;br /&gt;
* Christian	Concern (GB)&lt;br /&gt;
* CitizenGO&lt;br /&gt;
* Classical	Conversations&lt;br /&gt;
* Dads4Kids	(Australia)&lt;br /&gt;
* Dveri (Serbien)&lt;br /&gt;
* Ethics and	Public Policy Center&lt;br /&gt;
* Family First	Foundation&lt;br /&gt;
* Family First	New Zealand&lt;br /&gt;
* Sanctity of	Motherhood Program (Russland)&lt;br /&gt;
* Family Policy	Institute (Südafrika)&lt;br /&gt;
* Family Watch	International&lt;br /&gt;
* Fellowship of	St. James&lt;br /&gt;
* Foundation For	African Cultural Heritage (Nigeria)&lt;br /&gt;
* Freedom’s	Journal Institute for the Study of Faith and Public Policy&lt;br /&gt;
* Georgian	Demographic Society (Georgien)&lt;br /&gt;
* hatzeOir.org&lt;br /&gt;
* Heartbeat	International&lt;br /&gt;
* Lighted Candle	Society&lt;br /&gt;
* MovieGuide&lt;br /&gt;
* National Center	on Sexual Exploitation&lt;br /&gt;
* National	Organization for Marriage&lt;br /&gt;
* Nocea Terrae	Foundation (Italien)&lt;br /&gt;
* Power of	Mothers&lt;br /&gt;
* ProVita	(Italien)&lt;br /&gt;
* REAL Women of	Canada&lt;br /&gt;
* Kenya Christian	Professionals Forum&lt;br /&gt;
* Touchstone	Magazine: A Journal of Mere Christianity&lt;br /&gt;
* UptoFaith&lt;br /&gt;
* Worldwide	Organization for Women&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Direktor:innen gehören auch ultrakonservative Akteure wie Brian Brown, welcher auch im Vorstand der Organisation CitizenGO sitzt und Verbindungen zu rechtsextremen Parteien, wie beispielsweise der spanischen Vox-Partei hat. Bis 2022 wurde der WCF jährlich organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF hat in verschiedenen Ländern politischen Einfluss ausgeübt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mitwirkung an	Anti-LGBTQ-Gesetzen in Nigeria, Uganda und Ghana&lt;br /&gt;
* Unterstützung	bei der Formulierung von Anti-LGBTQ-Gesetzen in Russland&lt;br /&gt;
* Kooperation der	spanischen Partnerorganisation CitizenGo mit der deutschen	Anti-Gender-Bewegung &amp;quot;Demo für Alle&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Larry Jacobs,	ein Vertreter des WCF, beriet russisch-orthodoxe Oligarchen beim	Aufbau von Koalitionen der christlichen Rechten.&lt;br /&gt;
* Jacobs	unterstützte öffentlich das russische LGBT-Propaganda-Gesetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europa war Gastgeber für die Mehrheit des WCF:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| width=&amp;quot;100%&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;4&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Veranstaltungsort&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Jahr&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Prag, Tschechien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |1997&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Genf, Schweiz&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |1999&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Mexiko Stadt, Mexiko&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |2004&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Warschau, Polen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |2007&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Amsterdam, Niederlande&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |2009&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Madrid, Spanien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |2012&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Sydney, Australien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |2013&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Moskau, Russland&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |2014 (abgesagt)&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Salt Lake City, USA&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |2015&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Tiblisi, Georgien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |2016&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Budapest, Ungarn&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |2017&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Chisinau, Moldau&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |2018&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Verona, Italien&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |2019&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Accra, Ghana&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |2019&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |Mexiko Stadt, Mexiko&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; |2022&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF wird von Kritiker:innen als Teil einer rechtskonservativen Bewegung gesehen, die gegen die Rechte der LGBTQ-Community und reproduktive Selbstbestimmung agiert. Die Aktivitäten der Organisation werden im Kontext eines wachsenden Rechtspopulismus in Europa und weltweit als besorgniserregend betrachtet. Der WCF in der Kritik und wird von der Organisatin SPLC &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;als extremistisch eingestuft.&amp;lt;/span&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== European Congress of Families===&lt;br /&gt;
''Als pendant zur europäischen Ebene steht der ECF, European Congress of Families,  in Verbindung mit dem WCF.  Beide Organisationen teilen ähnliche ideologische Ausrichtungen und Ziele. Der ECF ist eine Organisation, die sich mit Familienpolitik und verwandten Themen aus konservativer Perspektive befasst. Die jüngste Veranstaltung fand vom 15. bis 17. September 2023 in Dubrovnik, Kroatien statt. Sowohl der ECF als auch der WCF ziehen Redner:innen und Teilnehmer:innen aus konservativen und rechten politischen Kreisen an.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Ähnlichkeiten gibt es einige Unterschiede zwischen ECF und WCF:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der ECF	konzentriert sich speziell auf europäische Themen und Politik,	während der WCF global ausgerichtet ist.&lt;br /&gt;
* Der ECF wird	als weniger kontrovers wahrgenommen als der WCF, der von einigen	Kritiker:innen als extremistischer eingestuft und mit russischer	Finanzierung in Verbindung gebracht wird.&lt;br /&gt;
* Einige	Politiker:innen, die am ECF teilnehmen, distanzieren sich von den	radikaleren Positionen des WCF, obwohl es thematische	Überschneidungen gibt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Akteure und Teilnehmende des World Congress of Families und European Congress of Families==&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der WCF und der ECF ziehen eine Vielzahl von Politiker:innen, Aktivist:innen und Organisationen an, die konservative und rechte Familienwerte vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Matteo Salvini	(Italien, stellvertredender Ministerpräsident)&lt;br /&gt;
* Antonio Tajani	(Italien, Mitglied im Kabinett Meloni und ehem. Präsident des	Europäischen Parlaments)&lt;br /&gt;
* Viktor Mihály	Orbán (unganrn, Ministerpräsident)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Carlo	Casini (Italien, ehem. Mitglied des Europäischen Parlaments) &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Jaime	Mayor Oreja (Spanien, Mitglied des Europäischen Parlaments und	ehem. Innenminister)&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Konrad	Szymanski (Polen, ehem. Minister für Europäische Angelegenheiten	und Mitglied des Europäischen Parlaments)&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Anna	Záborská (Slowakei, ehem. Mitglied des Europäischen Parlaments) &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Maximilian	Krah (Deutschland, Mitglied des Europäischen Parlaments). &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des weiteren waren in rechten Kreisen aktive Personen wie David Bendels, Chefredakteur des AfD-nahen &amp;quot;Deutschland-Kurier&amp;quot; oder Hochrangige Trump-Unterstützer:innen und russische Oligarchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch beim ECF waren diverse deutsche Politiker:innen und rechte Aktivist:innen vertreten, wie beispielsw&amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;eise: &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Beatrix	von Storch (Politikerin, AfD)&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Tilman	Ruesch (Investor, Stiftungsrat Stiftung für Familienwerte)&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Hedwig	von Beverfoerde (Aktivistin und Sprecherin der Initiative &amp;quot;Demo	für Alle&amp;quot;) &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Gloriaa	von Thrun und Taxis (Unternehmerin)&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teilnahme dieser Akteure unterstreicht die Vernetzung rechtspopulistischer  Kräfte im Bereich der Familienpolitik auf europäischer Ebene.&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung des World Congress of Families==&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
Der WCF erhält finanzielle Unterstützung aus verschiedenen Quellen, darunter russische Oligarchen, Unternehmen und christliche Organisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Geldgebern des WCF gehören die russischen Oligarchen Konstantin Malofejew und Wladimir Jakunin, die enge Verbindungen zum Kreml haben. Jakunin war bis 2015 Chef der russischen Staatsbahn und gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. 2014 hätte der WCF in Moskau stattfinden sollen, aufgrund internationaler Sanktionen fiel dieser Kongress offiziell aus. Jedoch fand er unter anderem Namen, mit den selben Teilnehmer:innen,  Redner:innen und dem selben Veranstaltungsort statt. &amp;lt;span style=&amp;quot;background: #ffff00&amp;quot;&amp;gt;Darauf folgend&amp;lt;/span&amp;gt; veröffentlichte ein russisches Kollektiv Dokumente über die Finanzierung des Kongresses, welche zum ersten Mal offenlegten dass die beiden russischen Oligarchen Malofejew und Jakunin zwei der wichtigsten finanziellen Förderer des WCF sind. Nicht nur spielen sie eine wichtige Rolle für den WCF, sondern haben einen großen Einfluss auf den Geldfluss russischer Anti-Gender Akteure in Europa. Sowohl Jakunin als auch Malofejew nutzen die Finanzierung verschiedener Organisationen und Denkfabriken, welche als Anti-Gender Akteure arbeiten, um Gelder nach Europa fließen zu lassen. Zwischen 2009 und 2018 betrugen die Gesamtausgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakunin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Istoki	Endowment Fund (90,6 Mio. USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* St. Andrew the First-Called	Foundation (1,6 Mio USD)&lt;br /&gt;
* Dialogue of Civilizations Research Institute (18,8 Mio USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Malofejew&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Saint Basil the Great Charitable Foundation (77,3 Mio USD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung des WCF und antifeministischer Politik gehen über die russischen Oligarchen hinaus. In Ländern wie Russland, Polen, Ungarn und Italien erhielten WCF-Kongresse Unterstützung der jeweiligen Regierungen. Des Weiteren zeigen Recherchen von openDemocracy, dass der WCF in der Vergangenheit von mehreren Großkonzernen unterstützt wurde, darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die spanische	Fluggesellschaft Iberia&lt;br /&gt;
* das polnische	Mineralölunternehmen Orlen&lt;br /&gt;
* Shamrock Foods,	ein großes US-Molkereiunternehmen&lt;br /&gt;
* Villa Sandi,	ein bedeutender italienischer Prosecco-Exporteur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genauen Finanzierungsquellen und -beträge des WCF sind oft nicht transparent. Viele unterstützende Organisationen sind als Kirchen oder gemeinnützige Vereine registriert und müssen keine detaillierten Finanzberichte offenlegen. Jedoch haben investigative Recherchen von openDemocracy ergeben, dass Partnerorganisationen des WCF seit Jahren hohe Geldsummen in Europa investieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Alliance	Defending Freedom (ADF) hat zwischen 2011 und 2021 fast 28 Millionen	Euro in Europa investiert. Zwischen Mitte 2022 und Mitte 2023	i&amp;lt;span style=&amp;quot;background: #ffff00&amp;quot;&amp;gt;nvestierte&amp;lt;/span&amp;gt; ein Ableger der	ADF 650.000 Euro nur in politisches Lobbying&lt;br /&gt;
* Das Acton	Institute for the Study of Religion	and Liberty hat seit 2008 mehr als 1,7 Millionen Dollar in Europa	ausgegeben. Weitere Ausgaben sind undurchsichtig, jedoch hat das	Acton Institute ein Büro in Rom, was Einfluss auf politisches	Geschehen zumindest in Italien vermuten lässt&lt;br /&gt;
* Tradition,	Family and Property (TFP) hat zwischen 2009 und 2018 über 11	Milliarden Euro in Europa investiert.&lt;br /&gt;
* HatzeOir und	CitizenGO haben ziwschen 2009 und 20018 über 3 Milliarden Euro	&amp;lt;span style=&amp;quot;background: #ffff00&amp;quot;&amp;gt;investiert&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese großen Partnerorganisationen des WCF erhalten oftmals Unterstützung von konservativen US-Milliardär:innen. Beispielsweise wird die ADF zu großen Teilen durch die DeVoisFoundation finanziert, welche eine Stiftung der Familie von Betsy DeVois ist – ehemalige Bildungsministerin unter Trump. Auch das unternehmen Academi, vorher bekannt als Blackwater und gegründet von Betsy DeVoi’s Bruder Erik Prince, finanziert die ADF. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background: transparent&amp;quot;&amp;gt;Insgeamt haben christliche Organisationen laut openDemocracy zwischen 2007 und 2019 über 88 Millionen Dollar für konservative Zwecke nach Europa transferiert. Viele dieser Gruppen haben Büros in Europa eröffnet.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung des World Congress of Families (WCF) ist komplex und oft intransparent. Viele beteiligte Organisationen melden ihre Ausgaben nicht öffentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WCF dient weniger als direktes Lobbying-Instrument, sondern vielmehr als Networking-Plattform. Er ermöglicht verschiedenen Organisationen, Aktivist:innen und Politiker:innen den Austausch konservativer Ideologien und den Aufbau entsprechender Infrastrukturen. &amp;lt;span style=&amp;quot;background: #ffff00&amp;quot;&amp;gt;Teilnehmer:innen nutzen den WCF, um internationale Kontakte zu knüpfen und Strategien für politische Einflussnahme zu entwickeln, die oft als menschenfeindlich kritisiert werden.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Initiative_Neue_Soziale_Marktwirtschaft&amp;diff=304858</id>
		<title>Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft</title>
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		<updated>2024-07-12T15:41:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-INSM-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Propagierung marktliberaler Reformen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2000&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             =  Georgenstraße 22, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.insm.de insm.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)''' ist eine marktliberale Lobby-Organisation, die von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie ([[Gesamtmetall]]), zu der auch die Automobilindustrie gehört, finanziert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das operative Geschäft wird von der INSM GmbH betrieben, deren Muttergesellschaft die [[Institut der deutschen Wirtschaft|Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresabschluss der INSM GmbH zum Geschäftsjahr 2021, abrufbar beim Unternehmensregister&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 erhielt die INSM von Gesamtmetall Zuwendungen in der Höhe von 5.650.000 und 5.700.000 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002337/33093?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DInitiative%2BNeue%2BSoziale%2BMarktwirtschaft%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC &amp;lt;span style=&amp;quot;color: rgb(29, 28, 29)&amp;quot;&amp;gt;Eintrag im Lobbyregister,&amp;lt;/span&amp;gt; [http://lobbyregister.bundestag.de/ lobbyregister.bundestag.de]&amp;lt;span style=&amp;quot;color: rgb(29, 28, 29)&amp;quot;&amp;gt;, abgerufen am 09.07.2024&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahlungen summierten sich seit 2000 auf rund 100 Mio. Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.igmetall.de/politik-und-gesellschaft/trau-schau-wem Trau schau wem], igmetall,de vom 06.08.2020, abgerufen am 22.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kuratoriumsvorsitzende der INSM, Stefan Wolf (CDU-Mitglied), ist Präsident von [[Gesamtmetall]], Vorstandsvorsitzender des Autozulieferers ElringKlinger AG&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedwestmetall.de/presse/me-stories/2017/04/showmeyourdesk-mit-dr-stefan-wolf-elringklinger-ag #ShowMEyourdesk mit Stefan Wolf], suedwestmetall.de, abgerufen am 22.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; und Vorstandsmitglied des [[Verband der Automobilindustrie|Verbandes der Automobilindustrie]] (VDA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM platziert ihre politischen Botschaften bei Entscheidungsträger:innen und in der Bevölkerung und will u.a. erreichen, dass der Arbeitsmarkt, Sozial- und Tarifpolitik und das Bildungswesen stärker an den Bedürfnissen von Unternehmen und am Wettbewerb ausgerichtet werden. Das beinhaltet auch die Abschwächung von klimapolitischen Regulierungen. Die INSM greift seit einigen Jahren mit hohem finanziellen Aufwand über entsprechende Kampagnen in den Wahlkampf zugunsten wirtschaftsnaher Parteien ein und verändert dadurch die Erfolgschancen der Parteien im Wettbewerb um Wählerstimmen. So arbeitet bei der Agentur Commarco Communications ein maßgeschneidertes Team exclusiv für die INSM, das projektbezogen von Spezialisten aus der Commarco-Gruppe unterstützt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.wpp.com/news/2011/04/wpp-agrees-to-acquire-commarco-gmbh-a, abgerufen am 12.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polemischen Kampagnen der INSM werden auch in der wirtschaftsnahen Presselandschaft zum Teil kritisch gesehen. So heißt es 2021 in der &amp;quot;Wirtschaftswoche&amp;quot;: &amp;quot;Wenn die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den politischen Markt betritt, um in den Wettbewerb mit ihren ideologischen Feinden zu treten, bringt sie verlässlich nichts mit von dem, was die Initiatoren der Sozialen Marktwirtschaft im Jahr 1957 im Sinne hatten: weder Ehrlichkeit noch Fairness, schon gar nicht Ritterlichkeit und Maß&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html Etwas mehr Qualität, bitte!], wiwo.de vom 21.02.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie ([[Gesamtmetall]]), zu der auch die Automobilindustrie gehört,  gründeten im Dezember 1999 die berolino.pr GmbH. Sie wurde mit dem Aufbau und der Leitung einer Reforminitiative betraut.&amp;lt;ref&amp;gt;https://insm.de/ueber-uns insm.de, abgerufen am 12.07.24&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Herbst 2000 betreibt die GmbH ihre Kampagne unter der Bezeichung „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH“ (INSM). Alleingesellschafterin von berolino.pr/INSM ist das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH, in der die publizistischen und PR-Aktivitäten des [[Institut der deutschen Wirtschaft]] gebündelt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bekanntmachung im Bundesanzeiger zum Geschäftsjahr 2015 der INSM und Konzernabschluss des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH zum Geschäftsjahr 2015, www.bundesanzeiger.de, abgerufen am 18.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; 2007 firmiert die berolino.pr GmbH in INSM Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH um. 2010 wird der Sitz der Initiative von Köln nach Berlin verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eingeschaltete Agenturen==&lt;br /&gt;
Mit der Konzeptgestaltung wurde bis 2010 die Agentur für Kommunikation [[Scholz &amp;amp; Friends]] betraut, die seit 2011 zur [[WPP Group]] gehört. Scholz &amp;amp; Friends hat nach Analysen des Politikwissenschaftlers Rudolph Speth die INSM „erfunden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boeckler.de/pdf/fof_insm_studie_09_2004.pdf Rudolph Speth: Die politischen  Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Hans Böckler Stiftung, 2004, S. 9], Website boeckler, abgerufen am 4.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt arbeiteten bei Scholz &amp;amp; Friends an dem Projekt laut Speth rund 40 Personen unter Beteiligung der Disziplinen PR, Werbung, Internet und  TV. Von 2010 bis 2015 wurde die INSM von der Agentur [[Serviceplan Public Opinion]] betreut. Seit Januar 2015 ist [[Blumberry]] für Werbung und PR zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.horizont.net/agenturen/nachrichten/Blumberry-Commarco-Agentur-loest-Serviceplan-bei-INSM-ab-130704 Commarco-Agentur löst Serviceplan bei INSM ab], horizont.net vom 01.10.2014, abgerufen am 03.02.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Blumberry ist ein Tochterunternehmen der Holding [[Commarco]], die wiederum zur [[WPP Group]] gehört. Im August 2018 wechselte die Zuständigkeit für INSM innerhalb von Commarco zur [https://www.campus-communications.com/de/ Commarco Campus Communications GmbH]. Für PR und Werbung der INSM ist nun exklusiv ein eigenes Team zuständig. Erklärtes Ziel ist es, &amp;quot;auch unter den Vorzeichen einer immer dynamischeren Meinungsbildung im politischen Raum die volle Kommunikationswirkkraft über alle Disziplinen hinweg zu entfalten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.commarco.com/de/pressemitteilung/], commarco.com, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; ADVERB - Agentur für Verbandskommunikation unterstützt die INSM bei der digitalen Lobbyarbeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://agentur-adverb.de/projekt/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft/digital-public-affairs/ Digital Public Affairs],agentur-adverb.de, abgerufen am 17.02.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit der INSM erarbeitet ADVERB eine Kanalstrategie für den Kurznachrichtendienst Twitter, um die Botschaften der INSM bei politischen und medialen Akteuren zu platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele==&lt;br /&gt;
Nach klassischem Verständnis ist die Soziale Marktwirtschaft eine ordnungspolitische Konzeption, die das Wettbewerbssystem mit der Idee der sozialen Gerechtigkeit und der sozialen Sicherheit verbindet. Nach ordoliberalen Vorstellungen ist eine Wettbewerbsordnung im Prinzip zwar bereits an sich sozial, doch ist sie dort zu begrenzen, wo sie sozial unerwünschte Ergebnisse zeitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, Walter Eucken Institut, Vorträge und Aufsätze, Tübingen 1986, S.25&amp;lt;/ref&amp;gt;  Was als „sozial wirksam“ zu begründen ist und noch als ordnungskonform gelten kann, ist im Prinzip zu rechtfertigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Markt wird hier nicht als unfehlbarer Automatismus verstanden, sondern als eine Regel mit Ausnahmen. Versagt der Markt ausnahmsweise, sollte der Staat eingreifen, um den „Wohlstand für alle“ zu sichern. Diese Ausnahme wurde dann in der Praxis der „Sozialen Marktwirtschaft“ recht großzügig ausgelegt. So soll der Staat dafür sorgen, dass durch Umverteilung und Korrektur der am Markt entstandenen Einkommen eine als gerecht empfundene Einkommens- und Vermögensverteilung sowie weitgehende Chancengleichheit und soziale Sicherheit breiter Schichten hergestellt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Bunte, in Langen/Bunte, Kommentar zum deutschen und europäischen Kartellrecht, Bd. 1, 10. Aufl., Einführung Rdnr. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;  Hierzu gehören z. B. ein die eigenverantwortliche Daseinsfürsorge ergänzendes System der sozialen Sicherung, eine breite Streuung des Eigentums, Mitbestimmung sowie die Herstellung von Chancengleichheit im Bildungswesen. Nach Müller-Armack, der als Staatssekretär von Ludwig Erhard den Begriff &amp;quot;Soziale Marktwirtschaft&amp;quot; geprägt hat, sind dieser sogar „Minimallöhne“ (= Mindestlöhne) zugehörig.&amp;lt;ref&amp;gt;Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, S. 26, Fußnote 58&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Neue an der Neuen Sozialen Marktwirtschaft, die die INSM propagiert, besteht darin, dass die sozialen Bestandteile weitgehend eliminiert werden, da sie den Interessen der Arbeitgeber widersprechen. Der Staat soll sich aus dem wirtschaftlichen und sozialen Geschehen zurückziehen, d. h. auf soziale Korrekturen und Sicherungsmaßnahmen verzichten, auch wenn die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft. Umschrieben wird dieser Grundgedanke auf der Website der INSM („Was will die INSM konkret“) als „konsequente und konsistente wettbewerbliche Ausrichtung unserer Wirtschafts- und Sozialordnung“, „Beschränkung des Staates auf seine Kernkompetenzen“ sowie „Stärkung des Prinzips 'Hilfe durch Selbsthilfe'“. In ihren Kampagnen, Auftragsstudien und Unterrichtsmaterialien werden Privatisierungen, Deregulierungen, Steuersenkungen, der Abbau von Subventionen, eine Senkung der Arbeitskosten, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes (Abbau des Kündigungsschutzes, flexible Arbeitszeiten), mehr Eigenvorsorge im Gesundheitssystem und die kontinuierliche Erhöhung des Renteneintrittsalters gefordert. Mindestlöhne und die Finanztransaktionssteuer werden abgelehnt. Rechte der Arbeitnehmer:innen stellt die INSM ausschließlich als Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen dar. Die gesetzliche Renten- und Pflegeversicherung wird problematisiert und stattdessen die Einführung von kapitalgedeckten Versicherungen gefordert, deren Probleme (hohe Verwaltungskosten, Risiken aufgrund von Finanzmarktkrisen, Unerschwinglichkeit für Niedrigverdiener) unerwähnt bleiben. Aus Sicht der Arbeitgeber:innen haben private kapitalgedeckte Versicherungen den Vorteil, dass sie allein durch die Arbeitnehmer:innen bezahlt werden, gesetzliche Versicherungen aber werden von den Arbeitgeber:innen mitfinanziert. In der Bildungspolitik wird mehr Wettbewerb und Effizienz gefordert, wozu Studiengebühren sowie die Auswahl der Studierenden durch die Hochschulen beitragen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Recherchen des Journalisten Thomas Fricke kämpft die INSM seit Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*gegen Vermögensteuern&lt;br /&gt;
*gegen höhere Erbschaftsteuern&lt;br /&gt;
*stattdessen für sinkende Steuern für Reiche und Unternehmen&lt;br /&gt;
*gegen den Mindestlohn&lt;br /&gt;
*gegen ein Aus für Verbrenner-Motoren&lt;br /&gt;
*gegen Hindernisse, die Leute auf Zeit oder mit Werkverträgen zu beschäftigen&lt;br /&gt;
*gegen das Lieferkettengesetz&lt;br /&gt;
*gegen Geld-Transfers für andere EU-Länder&lt;br /&gt;
*gegen Umverteilung (nach unten)&lt;br /&gt;
*gegen Rettungsschirme der Europäischen Zentralbank in Krisenzeiten&lt;br /&gt;
*und gegen gemeinschaftliche Finanzierung großer Projekte und Reformen in der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-propaganda-fuer-die-welt-von-vorgestern-a-904a71b4-e5f0-4ed5-83d6-e2ee19424142 Propaganda für die Welt von vorgestern], spiegel.de vom 18.06.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Geschäftsführer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thorsten Alsleben, zuvor Hauptgeschäftsführer der [[Mittelstands- und Wirtschaftsunion]] der CDU. Laut „Tagesspiegel“ soll er selbst dem Vorsitzenden Friedrich Merz zu reaktionär sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/chefwechsel-beim-lobbyclub-der-industrie-cdu-politiker-ubernimmt-initiative-8925814.html Chefwechsel beim Lobbyclub der Industrie], tagesspiegel.de vom 26.11.2022, abgerufen am 13.12.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Alsleben selbst bezeichnet sich auf Twitter als &amp;quot;Christlich.ordoliberal. Konservativer Modernisierer&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BerlinReporter/status/1317810073763270657 Thorsten Alsleben], twitter.com, abgerufen am 13.12.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Geschäftsführer&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Leif: beraten &amp;amp; verkauft McKinsey &amp;amp; Co. - der große Bluff der Unternehmensberater, München 2006, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hubertus Pellengahr, ehem. Geschäftsführer des [[Hauptverband des Deutschen Einzelhandels|Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels]] (HDE)&lt;br /&gt;
*[[Tasso Enzweiler]], ehem. Chefreporter bei der &amp;quot;Financial Times Deutschland&amp;quot;, wechselte nach seinem Ausscheiden bei der INSM als Managing Director zur PR-Agentur [[Hering Schuppener]], wurde danach Geschäftsführer bei [[Ketchum Pleon]] Deutschland und gründete 2013 die Managementberatung [[Enzweiler &amp;amp; Partner]]&lt;br /&gt;
*Dieter Rath, leitete zuvor die PR-Abteilung beim [[BDI]]&lt;br /&gt;
*Max Alexander Höfer, früherer Journalist bei Capital&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Prokurist===&lt;br /&gt;
Michael Burbach (Stand: 02/2023)&amp;lt;ref&amp;gt;[Eintrag im Handelsregister des AG Charlottenburg, Abruf am 24.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; ist gleichzeitig Prokurist des Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag im Handelsregister des Amtsgerichts Köln, Abruf vom 24.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kommunikationschef===&lt;br /&gt;
Carl-Victor Wachs, Leiter Kommunikation und Presse, zuvor: Politikredakteur bei der &amp;quot;Bild&amp;quot;-Zeitung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/wachs-wird-kommunikationschef-der-insm/ Wachs wird Kommunikationschef der INSM], politik-kommunikation.de vom 11.07..2023, abgerufen am 03.08.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Public Affairs===&lt;br /&gt;
Cheflobbyist ist Stephan Einenckel, zuvor: Referent für Wirtschaftspolitik und politische Kontakte bei [[Die Familienunternehmer - ASU]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist.innen===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt die INSM an, (Stand: 09.08.2022) 1- 10 Lobbyist:innen zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002337/5370?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DINSM%26pageSize%3D10%26sort%3DREGISTRATION_DESC INSM], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 17.09.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Die folgenden weiteren Lobbyisten werden namentlich genannt:  Jörg Sautner, Florian Hennet, Johannes Eber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Referent für Volkswirtschaft und Grundsatzfragen===&lt;br /&gt;
Philipp Despot, zuvor: wissenschaftlicher Mitarbeiter beim CDU-Bundestagsabgeordneten Tilman Kuban, Pressesprecher der Jungen Union, Kampagnenreferent bei der CDU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beirat===&lt;br /&gt;
Gesteuert und kontrolliert wird die INSM durch den Beirat, in dem sich neben Vertretern von Gesamtmetall auch Vertreter der anderen Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Speth: Strategien, S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kommen Experten für Demoskopie, die über Meinungs- und Stimmungstrends informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzender ist Stefan Wolf&lt;br /&gt;
**auch Kuratoriumsmitglied der INSM&lt;br /&gt;
**Präsident des Arbeitgeberverbandes [[Gesamtmetall]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium===&lt;br /&gt;
Vorsitzender des Kuratoriums ist Stefan Wolf, Präsident des Arbeitgeberverbandes [[Gesamtmetall]], Vorstandsvorsitzender des Autozulieferers ElringKlingerAG, Vorstandsmitglied des [[Verband der Automobilindustrie]] (VDA), Vizepräsident der [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (VDA), Vorsitzender des Beirats der INSM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2024) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html Kuratoren und Botschafter], insm.de, abgerufen am 18.10.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Botschafter===&lt;br /&gt;
Die Botschafter unterstützen die INSM dabei, in der Öffentlichkeit Meinungen zu platzieren und Meinungen zu verändern. Sie geben Interviews, schreiben Gastbeiträge und treten in Talkshows auf, meist ohne darauf hinzuweisen, dass ihre Äußerungen vorher mit der INSM koordiniert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Speth: Die politischen Strategien, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen werden sie beispielsweise als &amp;quot;Experten für Steuerrecht&amp;quot; vorgestellt oder einfach mit ihrer beruflichen Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Roland Berger]]&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, Chairman der RiverRock European Capital Partners LLP, Mitbegründer des [[Konvent für Deutschland]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Christoph Burmann&lt;br /&gt;
|Inhaber des Stiftungslehrstuhls für innovatives Markenmanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen (der Lehrstuhl wurde von Markenartikelunternehmen wie Kraftfoods Deutschland und der Brauerei Beck &amp;amp; Co. gespendet)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Dominique Döttling&lt;br /&gt;
|Chief People Officer bei Ibeo Automotive Systems GmbH, bis 2021Geschäftsführende Gesellschafterin der Döttling &amp;amp; Partner Beratungsgesellschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Florian Gerster]]&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, frühere Positionen: Vorsitzender des Bundesverbands Paket und Expresslogistik, Präsident des Bundesverbands Briefdienste, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit (später umbenannt in Bundesagentur für Arbeit), seit 2020 Mitglied der FDP (ehem. SPD-Politiker)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Martin Kannegießer]]&lt;br /&gt;
|Ehrenpräsident des Arbeitgeberverbands [[Gesamtmetall]], Geschäftsführer Herbert Kannegiesser GmbH, ehem. Vorsitzender des Kuratoriums der INSM&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Otmar Issing]]&lt;br /&gt;
|Ehrenvorsitzender des [[Center for Financial Studies]], Mitglied des Kuratoriums und Preisträger der [[Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung]], ehem. Chefvolkswirt der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Oswald Metzger]]&lt;br /&gt;
|Redakteur bei Tichys Einblick, Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]] und des Strategischen Beirats der [[Die Familienunternehmer - ASU]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Arend Oetker]]&lt;br /&gt;
|Geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Arend Oetker Holding, Vizepräsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Präsidiumsmitglied des [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA), Präsident der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik]], Mitglied der CDU, unterzeichnete den &amp;quot;Energiepolitischen Appell&amp;quot; der Atomlobby zur Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Walther Otremba]]&lt;br /&gt;
|Ehem. Staatssekretär in verschiedenen Bundesministerien, unter anderem im Bundeswirtschaftsministerium, Vorsitzender [[Bundesverband Briefdienste]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Karl-Heinz Paqué]]&lt;br /&gt;
|Inhaber des Lehrstuhls für internationale Wirtschaft der Uni Magdeburg, Vorstandsvorsitzender der [[Friedrich-Naumann-Stiftung]]  und Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]], Mitglied des Beirats der Denkfabrik [https://denkfabrik-r21.de/ REPUBLIK21 e.V.], ehem. Finanzminister von Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bernd Raffelhüschen]]&lt;br /&gt;
|Professor für Finanzwissenschaften an der Uni Freiburg, Direktor des [[Forschungszentrum Generationenverträge]] (FZG), Mitglied des Aufsichtsrat der Union Investment Privatfonds GmbH, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]] (ehem. Vorsitzender der Kommission Alterssicherung&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.fiwi1.uni-freiburg.de/forschungszentrum-generationenvertraege/prof-dr-bernd-raffelhueschen/, abgerufen am 12.07.24&amp;lt;/ref&amp;gt;), Mitglied des Vorstands der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arndt Rautenberg&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, Gründer und Managing Partner von Rautenberg &amp;amp; Company (Beratungsunternehmen für Finanzinvestoren), ehemaliger Strategiechef [[Deutsche Telekom]], Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Randolf Rodenstock]]&lt;br /&gt;
|Geschäftsführender Gesellschafter der Optische Werke [[G. Rodenstock GmbH &amp;amp; Co. KG]], ist bzw. war in leitender Funktion in einer Vielzahl von Verbänden und neoliberalen Netzwerken aktiv, u. a. dem INSM-Finanzier [[Gesamtmetall]] und der INSM-Muttergesellschaft [[Institut der deutschen Wirtschaft]](IW) jeweils als Vizepräsident, Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]] und des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kristina Schröder&lt;br /&gt;
|Publizistin und Kolumnistin bei der Tageszeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot;, ehem. Bundesfamilienministerin (CDU), Stellv. Leiterin der Denkfabrik [https://denkfabrik-r21.de/ REPUBLIK21 e.V.]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nikolaus Schweickart]]&lt;br /&gt;
|Vorsitzender des Kuratoriums der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Ehrenmitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrates der CDU]] und ehem. Vorstandsvorsitzender der [[Altana]] AG sowie ehem. Vorsitzender der [[Altana Kulturstiftung]] gGmbH und der [[Herbert Quandt-Stiftung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Jürgen Stark]]&lt;br /&gt;
|Ehem. Chefvolkswirt und Mitglied im Direktorium der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB), Mitglied des Kuratoriums der [[Bertelsmann Stiftung]], Mitglied des Beirats der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erwin Staudt&lt;br /&gt;
|Ehem. Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland, Initiator der [https://initiatived21.de/ueber-uns/geschichte-und-meilensteine Initative D21], Mitglied des Aufsichtsrats der USU Software AG, Mitglied der SPD&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Thomas Straubhaar]]&lt;br /&gt;
|bis 8/2014 Direktor des [[Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut]] (HWWI), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]], Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich-Naumann-Stiftung]], Mitglied des Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2024) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html Webseite INSM - Die Botschafter der INSM Stimmen der Sozialen Marktwirtschaft] abgerufen am 19.10.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ehemalige Kuratoren und Botschafter'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Arnulf Baring]]&lt;br /&gt;
|Jurist, Publizist und Historiker, unterstützt Stiftungen wie die FDP-nahe [[Friedrich-Naumann-Stiftung]] sowie die [[Konrad-Adenauer-Stiftung]] und ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Marie-Luise Dött]]&lt;br /&gt;
|(siehe Förderverein)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Johann Eekhoff]]&lt;br /&gt;
|Staatssekretär a.D., Direktor des [[Institut für Wirtschaftspolitik]] an der Uni Köln, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]], bis Ende 2010 Sprecher des &amp;quot;Kronberger Kreises&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
|am 3. März 2013 verstorben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Michael Glos]]&lt;br /&gt;
|CSU-Politiker, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie 2005-2009&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Paul Kirchhof]]&lt;br /&gt;
|ehem. Richter am Bundesverfassungsgericht, Preisträger der [[Friedrich August von Hayek Stiftung]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]], setzt sich für eine Steuerreform ein, die &amp;quot;vor allem Manager...sowie die Verwalter und Erben großer Vermögen&amp;quot; entlastet&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.376223.de/11-28-4.pdf Stefan Bach: Kirchhof macht sich das Steuerrecht einfach], Website DIW, abgerufen am 18.7.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eberhard von Körber&lt;br /&gt;
|Präsident des Verwaltungsrates der Eberhard von Körber AG, Zürich, ehemaliger Co-Präsident des Club of Rome, ehemaliger Vorstandschef und Aufsichtsratsvorsitzender von [[ABB]], 1990-1998 Mitglied des Beraterkreises der Bundesregierung (Kanzlerrunde) unter Bundeskanzler [[Helmut Kohl]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rolf Peffekoven&lt;br /&gt;
|ehem. Direktor des Instituts für Finanzwissenschaft der Uni Mainz, ehem. Mitglied des [[Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung]] (SVR), Mitglied des  [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen]], des Wissenschaftlichen Beirats der [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]] und des Beirats der [[DZ BANK]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Christine Scheel]]&lt;br /&gt;
|ehem. Politikerin der Grünen, Mitglied des Expertenrates der [[CNC Communications &amp;amp; Network Consulting]])&lt;br /&gt;
|trat im Dezember 2004 aus der INSM aus&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/scheel-verlaesst-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft/2445174.html Scheel verlässt Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Handelsblatt vom 1. Dezember 2004], Website HB, abgerufen am 22. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, beteiligte sich aber auch danach noch an deren Kampagnen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/Themen/Soziale-Marktwirtschaft/60-Jahre-Soziale-Marktwirtschaft/Stimmen-aus-der-Politik.html 60 Jahre Soziale Marktwirtschaft Stimmen aus der Politik Christine Scheel 4. September 2009], Website der INSM, abgerufen am 22. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Lothar Späth]]&lt;br /&gt;
|CDU, ehem. BaWü-Ministerpräsident, ehem. Geschäftsführer der [[Jenoptik]], ehem. Deutschland-Chef und später Senior Advisor bei der Investmentbank [[Merrill Lynch]], ehem. Vorsitzender des Aufsichtsrats der [[Herrenknecht]] AG, beriet zuletzt vor allem mittelständische Unternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.econ-referenten.de/pdf_erzeugung/exports/prof-dr-hc-lothar-spaeth-ministerpraesident-ad.pdf Econ Referenten Agentur Lothar Späth], Website econ-referenten, abgerufen am 2.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|am 18. März 2016 verstorben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Edmund Stoiber]]&lt;br /&gt;
|ehrenamtlicher Leiter einer EU-Arbeitsgruppe zum Bürokratieabbau, CSU, Ex-Bayern-Ministerpräsident, CSU-Vorsitzender 1999-2007&lt;br /&gt;
|verließ die INSM nach deren Kritik an den Agrarsubventionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Hans Tietmeyer]]&lt;br /&gt;
|ehem. Präsident der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]], Mitglied der Kuratoriums der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], der [[Friedrich August von Hayek Stiftung]], der [[Stiftung Ordnungspolitik]]/[[Centrum für Europäische Politik]] und Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]). Bis Juli 2013 war Tietmeyer Kuratoriumsvorsitzender der INSM.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesamtmetall.de/gesamtmetall/meonline.nsf/id/PageGeschaeftsbericht-2013-2014_DE Gesamtmetall Geschäftsbericht 2013/14], S. 51, zuletzt aufgerufen am 1. Oktober 2010, dort heißt es: &amp;quot;Im Juli 2013 verabschiedete die INSM ihren langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden, den ehemaligen Präsidenten der Bundesbank Prof. Dr. Hans Tietmeyer, mit einem Symposium „Soziale Marktwirtschaft für Europa“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |am 27. Dezember 2016 verstorben&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftliche Beratung===&lt;br /&gt;
Als wissenschaftlicher Berater fungiert das [[Institut der deutschen Wirtschaft]], das als Muttergesellschaft der INSM wirtschaftspolitische Analysen und Konzepte aus der Sicht der Wirtschaft erarbeitet. Zwischen der INSM und dem Institut der deutschen Wirtschaft gibt es auch eine Vielzahl personeller Verflechtungen. In Medienfragen arbeitet die INSM mit diversen Meinungsforschungsinstituten - wie dem Institut für Demoskopie Allensbach&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ifd-allensbach.de/leistungsspektrum/referenzen.html Referenzen], ifd-allensbach.de, abgerufen am 13.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; - zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ÖkonomenBlog===&lt;br /&gt;
Der ÖkonomenBlog ist ein Projekt der INSM. Die Autor:innen sind [http://www.insm-oekonomenblog.de/autoren/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören der Geschäftsführer der INSM, die INSM Redaktion, der Leiter des [[Institut der deutschen Wirtschaft]], Botschafter der INSM sowie wirtschaftsfreundliche Wissenschaftler:innen (Professor:innen und Mitarbeitende von Instituten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Förderverein===&lt;br /&gt;
Der im Juni 2005 gegründete Förderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (FINSM) e.V. ist am 22. Februar 2016 aufgelöst worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vereinsregister des Amtsgerichts Köln, VR 14812, Abdruck vom 13.02.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Liquidator war [[Oswald Metzger]] (seit 2012 Vereinsvorstand).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Hans Tietmeyer]] (Vorstand bis 2014) war bis 2012 auch Vorsitzender des Kuratoriums, danach wurde er Botschafter (vgl. dortige Erläuterungen)&lt;br /&gt;
*[[Florian Gerster]] (ab 2009 Vorstand), SPD, Unternehmensberater und Lobbyist, Mitglied des Wirtschafts- und Zukunftsrats für Hessen, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband Briefdienste]], ehem. Vorsitzender der [[Bundesanstalt für Arbeit]] - heutige Bezeichnung [[Bundesagentur für Arbeit]] (wegen eines umstrittenen Auftrags an die Lobby- und PR-Agentur [[WMP Eurocom]] entlassen)&lt;br /&gt;
*[[Johanna Hey]], Direktorin des [[Institut Finanzen und Steuern]] und des Instituts für Steuerrecht an der Uni Köln, ist Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen |Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen]], Mitglied des Zentralen Beirats der [[Commerzbank]], Mitglied der Lenkungsgruppe der &amp;quot;Kommission Steuergesetzbuch&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]] und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrats der CDU]]. Sie hält die &amp;quot;Reichensteuer&amp;quot; für &amp;quot;verfassungsrechtlich hoch problematisch&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ftd.de/politik/deutschland/:reichensteuer-ist-verfassungsrechtlich-hoch-problematisch/69396.html Reichensteuer ist verfassungsrechtlich hoch problematisch, Financial Times Deutschland vom 2. Mai 2006], Website der FTD, abgerufen am 13.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, davor Präsident der Freien Universität Berlin, parteilos, gilt als CDU- und wirtschaftsnah&amp;lt;ref&amp;gt;Universität Hamburg - Kandidat Dieter Lenzen, Der Spiegel vom 13. November 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Roman Herzog Institut]], Vorsitzender des Aktionsrats Bildung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)&lt;br /&gt;
*[[Friedrich Merz]], Jurist, Lobbyist,  Aufsichts- und Beiratsmitglied in verschiedenen Unternehmen, Mitarbeiter der Kanzlei Mayer, Brown, Rowe &amp;amp; Maw LLP, ehemaliger Politiker und CDU-Finanzexperte, Präsidiumsmitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrats der CDU]], Mitglied des Politischen Beirats der „Kommission Steuergesetzbuch“ der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*Ulrike Nasse-Meyfarth, Olympiasiegerin im Hochsprung&lt;br /&gt;
*Dieter Rickert (Vorstand) &amp;quot;Head Hunter&amp;quot;, wollte 2002 bis 2004 eine eigene Stiftung &amp;quot;Klarheit in der Politik&amp;quot; gründen, die 100 Millionen sammeln sollte, um für marktliberale Reformen zu werben&lt;br /&gt;
*Hergard Rohwedder, Rechtsanwältin und Mitbegründerin der FDP-nahen Stiftung [[Liberales Netzwerk]]&lt;br /&gt;
*Max Schön, Mitglied des Aufsichtsrats der Max Schön AG und der British American Tobacco Germany (BAT), Präsident des Club of Rome Deutschland und Mitglied im Kuratorium der BAT-&amp;quot;Stiftung für Zukunftsfragen&amp;quot;, von 2001 bis 2005 Präsident der Arbeitsgemeinschaft mittelständischer Unternehmen&lt;br /&gt;
*[[Carl-Ludwig Thiele]], Rechtsanwalt, FDP-Politiker, Mitglied des Vorstandes der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]], Kuratoriumsmitglied des [[Institut Finanzen und Steuern]], bis 30. April 2010 Mitglied des Aufsichtsrats der Signal Krankenversicherung a.G.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2005/06/insm-forderverein-teil-2/ INSM-Förderverein, Teil 2], 02.06.2005, lobbycontrol.de, abgerufen am 13.02.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Mitglieder waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Michael Hoffmann-Becking]], Lehrbeauftragter für Aktien- und Konzernrecht an der Uni Bonn, Partner der Societät [[Hengeler Mueller]], Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]] und Gesellschafter der  [[FAZIT-STIFTUNG]]&lt;br /&gt;
*[[Marie-Luise Dött]], umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Bundesvorsitzende [[Bund Katholischer Unternehmer]], Mitglied der [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategie Öffentlichkeitsarbeit==&lt;br /&gt;
Bei der Öffentlichkeitsarbeit bedient sich die INSM einer Vielzahl von Medien, die aufeinander abgestimmt genutzt werden, um ihre Botschaften zu transportieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei wichtigen Kampagnen werden [[PR-Agenturen]] eingeschaltet - so im August 2012 die Agentur [[Serviceplan Public Opinion]] bei der &amp;quot;Energiewende-Kampagne&amp;quot; und zuvor beim &amp;quot;Projekt Vollbeschäftigung&amp;quot; und der &amp;quot;Mehrwertsteuerkampagne&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Rolle kommt den Reformbarometern/Rankings/Monitors, den Medienkooperationen und den Unterrichtsmaterialien für Schulen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kampagnen===&lt;br /&gt;
Die INSM hat die folgenden Kampagnen organisiert&amp;lt;ref&amp;gt;[[https://www.insm.de/insm/kampagne/rente-muss-gerecht-bleiben.html Kampagnen], insm.de, abgerufen am 27.01.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12 Fakten zur Klimapolitik&lt;br /&gt;
*Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
*Kampagne: Nachhaltige Rente&lt;br /&gt;
*Steuern senken - jetzt&lt;br /&gt;
*Gerecht durch Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
*Rente muss gerecht bleiben&lt;br /&gt;
*Große Aufgaben&lt;br /&gt;
*Das Deutschland Prinzip&lt;br /&gt;
*Werkverträge und Zeitarbeit&lt;br /&gt;
*Chancen für alle&lt;br /&gt;
*Mindestlohn&lt;br /&gt;
*Generationengerechtigkeit&lt;br /&gt;
*Chance2020&lt;br /&gt;
*Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
*Energiewende&lt;br /&gt;
*Wachstum&lt;br /&gt;
*Projekt Vollbeschäftigung&lt;br /&gt;
*Besser Sparen&lt;br /&gt;
*16 Prozent auf alles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM trat mit der Kampagne „Sozial ist, …“ 2000 erstmals in der Öffentlichkeit auf. Seitdem verwedet sie den Slogan „Sozial ist, was Arbeit schafft“ immer wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/arbeit/pr-aktion-zur-spd-klausur-zur-reform-des-sozialstaats], insm.de, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde in den folgenden Jahren von CSU, CDU und, in leicht abgeänderter Form, FDP in deren jeweiligen Wahlprogrammen aufgegriffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.blickpunkt-wiso.de/post/die-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-und-ihre-schluesselwoerter--1395.html], Raffael Scholz, Die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ und ihre Schlüsselwörter, 13.11.2014, Blickpunkt WISO, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Satz „Sozial ist, wer Arbeit schafft“ stammt von Alfred Hugenberg (1865–1951), dem Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Ernährungsminister in Hitlers erstem Kabinett.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/!1093901/], Oliver Hinz, Slogan aus Nazizeit, 16.08.2002, taz, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Klimapolitik'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kampagne 12 Fakten zur Klimapolitik &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/klimaschutz/12-fakten-zur-klimapolitik], insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; richtet sich gegen die CO2-Steuer und zielt auf eine langsamere Energiewende ab, die vorallem der Industrie fossiler Energieträger zugute käme. Im Zuge mehrerer Kampagnen bezog die INSM bereits seit Jahren Stellung gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die Förderung von Ökostrom.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/argueliner-11-fakten-zur-energiewende], insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mindestlohn'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft und deren Tochergesellschaft INSM vom Februar 2021 kommt zu dem Ergebnis, „ein politischer Mindestlohn“ beschneide die Tarifautonomie und sei abzulehnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/presse/pressemeldungen/ein-politischer-mindestlohn-beschneidet-die-tarifautonomie, insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Unterrichtsmaterialien, die die INSM bereitstellt finden sich wissenschaftlich umstrittene Aussagen wie: „In der Realität hat der Mindestlohn nur eine Folge: dass noch mehr Menschen arbeitslos werden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2011-05/schulfach-wirtschaft], Tilman Steffen, Lobbyisten im Lehrerzimmer, 11.05.2011, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; 2013 schickte die INSM Bundestagsabgeordneten und weiteren Menschen im politischen Bereich Voodoo-Puppen, die laut INSM „für den Wähler an sich“ stehen sollten. Mit in dem Paket befanden sich beschriftete Nadeln mit Themenfeldern, die der INSM zufolge „schmerzhafte Auswirkungen&amp;quot; auf Entscheidungen der Wähler:innen hätten: Frauenquote, Erbschaftsteuer, Vermögensteuer, Energiesubventionen, Zuschussrente und Mindestlohn.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/insm-wirtschaftslobby-bezirzt-bundestag-mit-voodoo-1.1566851], Bastian Brinkmann: Wirtschaftslobby bezirzt Bundestag mit Voodoo, 07.01.2021, SZ, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Rente'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In unterschiedlichen Kampagnen wird das Thema Rente seit Anfang der 2000er von der INSM immerwieder aufgegriffen. Es wird eine Kürzung der gesetzlichen Rente gefordert und eine private Altersvorsorge für Bürger:innen nahegelegt. Auch wird die Senkung der Lohnnebenkosten gefordert; der durch Arbeitgeber:innen entrichtete Teil der Rentenbeiträge soll gesenkt werden, damit Unternehmen, so die Argumentation, wettbewerbsfähig blieben. Die INSM beauftragte verschiedene Studien beim Institut für Demoskopie Allensbach, mit dem sie regelmäßig zusammenarbeitet. Auch treten Wissenschaftler:innen, die als Autor:innen für die INSM tätig sind, medial als neutrale Expert:innen auf, wie in einer Dokumentation zum Rentensystem, die im Juni 2021 im ZDF ausgestrahlt wurde, was zu einseitigen Lösungsvorschlägen führt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/tp/features/ZDF-Doku-Am-Ende-sind-die-Zuschauer-arm-dran-6071067.html?seite=all], Reiner Heyse, ZDF-Doku: Am Ende sind die Zuschauer arm dran, heise online, 15.06.2021, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aktivitäten zu Bundestagswahlen===&lt;br /&gt;
Die INSM wird regelmäßig anläßlich der Bundestagswahlen aktiv. Im Wahljahr 2021 organisierte die INSM gemeinsam mit der Tageszeitung „Die Welt“ verschiedene Veranstaltungen, die sich laut Christian Stöcker nur als „Wahlkampf-Events für die Union“ deuten lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/insm-kampagne-gegen-annalena-baerbock-die-hemmungslose-lobbyarbeit-der-reichen-im-wahlkampf-a-c6e17012-1117-47f7-af2f-d1cec5c2bbe5], Christian Stöcker, Komm, wir kaufen uns einen Kanzler, 13.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anlässlich der vergangenen Wahl veranstaltete die INSM in Partnerschaft mit der Tageszeitung „Die Welt“ die Veranstaltungsreihe „Wahlarena 2017“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/Presse/INSM-Veranstaltungen/2017/wahlarena-2017-bundestagswahl-position-fdp.html Wahlarena 2017], insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In Zusammenarbeit mit der &amp;quot;Wirtschaftswoche&amp;quot; hat sie zum Hauptthema des Bundeswahlkampfs 2013 &amp;quot;Wie gerecht ist Deutschland?&amp;quot; ein Sonderheft herausgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/kampagne/gerechtigkeit/sonderausgabe-wirtschaftswoche.html Wie gerecht ist Deutschland?], 24.06.2013, insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Studien===&lt;br /&gt;
Die INSM stellt der Presse regelmäßig Studien vor, die zumeist von [[Institut der deutschen Wirtschaft]] (IW) und sonstigen Wirtschaftsforschungsinstituten sowie Meinungsforschungsinstituten erstellt werden. Studien der INSM haben nachwievor eine hohe Aufmerksamkeit in der deutschen Medienlandschaft. Die Studien der INSM sind [https://www.insm.de/insm/publikationen/publikationen?query=&amp;amp;category=&amp;amp;format=Studien hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformbarometer/Rankings/Monitore===&lt;br /&gt;
In die Bewertungen fließen die Interessen der Arbeitgeber:innen an mehr „Eigenverantwortung“, Abbau sozialer Leistungen, Rückzug des Staates und weniger Mitbestimmung ein. Dagegen werden Arbeits-,Verbraucher- und Umweltschutz sowie soziale Absicherung der Beschäftigten nicht berücksichtigt oder als Überregulierung negativ bewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://www.iwconsult.de/leistungen-themen/branchen-und-regionen/staedteranking-2016/ Städteranking]&lt;br /&gt;
|Das Städteranking wird von der [[Institut der deutschen Wirtschaft]] Consult GmbH im Auftrag der [[Wirtschaftswoche]] und Immobilienscout 24 erstellt (früherer Auftraggeber war auch die INSM)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://www.insm-bildungsmonitor.de/ Bildungsmonitor]&lt;br /&gt;
|In einem jährlichen Bildungsmonitor, der vom [[Institut der deutschen Wirtschaft]] im Auftrag der INSM erstellt wird, werden die Bildungssysteme der Bundesländer bewertet.&lt;br /&gt;
Dabei wird explizit eine ökonomische Perspektive vertreten. In Medienberichten darüber ist dann jedoch allgemein von guten oder schlechten Bildungssystemen die Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://uebermedien.de/75491/wer-hat-das-beste-bildungssystem-flache-lernkurve-beim-umgang-mit-insm-studie/ Wer hat das beste Bildungssystem? Flache Lernkurve beim Umgang mit INSM-Studie] www.uebermedien.de vom 17.08.2022, abgerufen am 24.08.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.welt.de/politik/deutschland/wahldebatte/ Wahldebatte 2021], zuvor [http://www.insm.de/insm/Presse/INSM-Veranstaltungen/2017/wahlarena-2017-bundestagswahl-position-dielinke.html Wahlarena 2017], ist eine Veranstaltungsreihe von INSM und der Tageszeitung „Die Welt“ (Axel Springer Verlag)&lt;br /&gt;
*[http://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2022/welt-zukunftsdebatte-mit-bundesminister-dr-volker-wissing-mdb-fdp WELTZUKUNFTSDEBATTE] ist eine weitere Veranstaltungsreihe von &amp;quot;Die Welt&amp;quot; und INSM&lt;br /&gt;
*[https://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2021 Webinare] u.a. zu Renten- und Sozialpolitik, Mindestlohn, Freihandel&lt;br /&gt;
*[http://www.insm.de/insm/Presse/Pressemeldungen/Hauptstadtforum--Mit-der-Sozialen-Marktwirtschaft-zur-Energiewende.html Hauptstadtforum] war eine Veranstaltungsreihe von INSM und der Tageszeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; (Axel Springer Verlag)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fernsehen und Hörfunk===&lt;br /&gt;
Die INSM bietet ihre Botschafter als Interviewpartner:innen sowie Expert:innen für Diskussionsrunden im Fernsehen und Hörfunk an. Sie liefert auch fertige Beiträge für Print- und Fernsehredaktionen. Auf die INSM-Verbindung wird meist nicht hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Medienkooperationen===&lt;br /&gt;
Kurz nach ihrer Gründung war es der INSM gelungen, eine Vielzahl von Medien in gemeinsame Projekte (Umfragen, Rankings, Publikationen, Veranstaltungen) einzubinden. Aufgrund der öffentlichen Kritik an dieser Zusammenarbeit sind diese Projekte ganz überwiegend eingestellt worden. Eine Ausnahme ist die Tageszeitung „Die Welt&amp;quot;, die in Partnerschaft mit der INSM 2021 Wahldebatten organisierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2021], insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;Die Welt&amp;quot; und die INSM kooperieren außerdem bei der Veranstaltungsreihe WELTZUKUNFSDEBATTE.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2022/welt-zukunftsdebatte-mit-bundesminister-dr-volker-wissing-mdb-fdp WELTZUKUNFTSDEBATTE], insm.de vom 06.09.2022, abgerufen am 17.09.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterrichtsmaterialien und Bildung===&lt;br /&gt;
Die INSM stellt Lehrern fertig benutzbare Materialien zum Thema Wirtschaft für den Schulunterricht zur Verfügung. [http://www.wirtschaftundschule.de/WUS/homepage/Unterrichtsmaterial.html Wirtschaft und Schule] heißt das Projekt der INSM. Unter dem Vorwand, Schülern einen erfolgreichen Start in das Berufsleben zu ermöglichen, wird Hauptschüler:innen, Realschüler:innen, Gymnasiast:innen und Berufsschüler:innen ein einseitiges, neoliberales Weltbild vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/?p=227 Christine Wicht und Carsten Lenz: PR-Agenturen unter dem Deckmantel „zivilgesellschaftlichem Engagements, NachDenkSeiten, 4. Januar 2006], Website nachdenkseiten, abgerufen am 5. 8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iboeb.org/moeller_hedtke_netzwerkstudie.pdf Lucca Möller/Reinhold Hedtke: Wem gehört die ökonomische Bildung? Notizen zur Verflechtung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, Bielefeld 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ioeb.de/sites/default/files/pdf/Wissenschaft%20light%20im%20Forschungskleid.pdf Stellungnahme zum Gutachten Möller/Hedtke]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zentrale Forderung der Unterrichtsmaterialien lautet: weniger staatliche Regulierung – mehr Freiheit des Marktes. Herausgeber des Lehrerportals ist die IW Medien, eine Tochter des [[Institut der deutschen Wirtschaft]], dem Alleingesellschafter der INSM. Bis 2014 war die INSM unmittelbar für das Portal verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM veröffentlicht jährlich einen sogenannten Bildungsmonitor, in dem Bildungssysteme aus Sicht der Wirtschaft bewertet werden. Der deutsche Lehrerverband lehnt das Ranking ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/karriere/lehrerverband-kritisiert-bildungsmonitor-2019-a-1282199.html], Lehrerverband kritisiert Bildungsmonitor, 16.08.2019, Der Spiegel, abgerufen am 18.06.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM unterstützt '''Focus Money''' beim Schulprojekt [http://www.medialine.de/deutsch/engagement/bildung/wir-erklaeren-die-wirtschaft.html Wir erklären die Wirtschaft]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/?p=2130 Nachdenkseiten vom 22. Februar 2007], Website nachdenkseiten, abgerufen am 30.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Promotionskolleg zur Sozialen Marktwirtschaft kooperiert die INSM mit der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kas.de/de/web/begabtenfoerderung-und-kultur/das-kolleg] KAS. Das Kolleg, abgerufen 18.06.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere mediale Mittel===&lt;br /&gt;
Des weiteren nutzt die INSM Anzeigenkampagnen, Presseinfos, Broschüren, Magazinen, Büchern, Plakataktionen und das INSM-Lexikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik an der INSM==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen das Lieferkettengesetz===&lt;br /&gt;
Die INSM schaltete am 8. Juni 2021 eine Reihe von Zeitungsanzeigen gegen das deutsche Lieferkettengesetz. &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;ve-pasteProtect&amp;quot; style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot; data-ve-attributes=&amp;quot;{&amp;amp;quot;style&amp;amp;quot;:&amp;amp;quot;font-weight: normal&amp;amp;quot;}&amp;quot;&amp;gt;Das Gesetz soll Unternehmen dazu verpflichten, ihren Sorgfaltspflichten in der globalen Produktion nachzukommen. Dazu gehört insbesondere die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards. &amp;lt;/span&amp;gt; Die Kampagne war &amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;in den überregionalen Zeitungen FAZ, Welt und Handelsblatt erschienen. Es hieß darin, das Gesetz führe zu ''„''&amp;lt;/span&amp;gt;überbordender Bürokratie“, stelle Unternehmen unter „Generalverdacht“ und zuletzt: „Das geplante Gesetz legt den Handel an die Kette, begrenzt unternehmerische Freiheit und führt nicht zu besseren Arbeits- und Lebensbedingungen vor Ort“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/lieferkettengesetz-mehr-buerokratie-weniger-menschenrechte Lieferkettengesetz: Mehr Bürokratie, weniger Menschenrechte] insm.de vom 07.06.2021, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Organisationen wie UNICEF forderten hingegen, das Gesetz müsse nachgeschärft werden, damit es überhaupt Wirkung erzeugen könne.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/-/lieferkettengesetz-nachbessern-auf-eu-ebene/277106 Lieferkettengesetz: Bundesregierung muss auf EU-Ebene nachbessern] unicef.de vom 25.06.2021, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Die Initiative Lieferkettengesetz hatte bereits zuvor kritisiert, dass Wirtschaftsverbände Vorschläge für das Lieferkettengesetz oftmals falsch darstellten und  ein Untergangsszenario für die deutsche Exportwirtschaft heraufbeschwörten, das ''„sachlichen Grundlagen entbehre“''.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lieferkettengesetz.de/pressemitteilung/zum-tag-der-industrie-grosse-unternehmensverbaende-wollen-rueckschritte-beim-menschenrechtsschutz-initiative-lieferkettengesetz-zeigt-einflussnahme-von-unternehmensverbaenden-auf-positionen-des-wir/ Zum Tag der Industrie: Große Unternehmensverbände wollen Rückschritte beim Menschenrechtsschutz – Initiative Lieferkettengesetz zeigt Einflussnahme von Unternehmensverbänden auf Positionen des Wirtschaftsministeriums] lieferkettengesetz.de vom 05.10.2022, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Dem Argument, die deutsche Wirtschaft könne sich ein solches Gesetz nicht leisten wurde bereits 2021 von führenden Ökonom&amp;lt;/span&amp;gt;''':innen wie '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Prof. Dr. Peter Ulrich, dem Makroökonom Prof. Hans jörg Herr und der Betriebswirtin Prof. Dr. Elisabeth Fröhlich widersprochen.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;[https://www.misereor.de/fileadmin/publikationen/briefing-lieferkettengesetz-aufstand-der-lobbyisten-2021.pdf Lieferkettengesetz: Aufstand der Lobbyisten]  misereor.de, April 2021, abgerufen am 07.11.2022&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;span style=&amp;quot;text-decoration: none&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;An der Kampagne beteiligten sich die folgen Verbände: [[Gesamtmetall|Arbeitgeberverband Gesamtmetall]]; [[Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft]]; [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände|BDA Die Arbeitgeber]]; [[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]]; [[BAVC – Die Chemie Arbeitgeber]]; [[BDE: Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft]]; [[BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen]]; [[Die Familienunternehmer - ASU|Die Familienunternehmer]]; [[BDL – Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen]]; [[Markenverband; Textil + Mode Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie]]; [[VDM Verband Deutscher Metallhändler]]; [[VDMA|VDMA Verband deutscher Maschinen und Anlagenbauer;]] [[Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse|VdR – Verband der deutschen Rauchtabakindustrie]]; [[VKE-Kosmetikverband]]; [[WSM-Net: Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V]].; [[WirtschaftsVereinigung Metalle;]] [[ZDB Zentralverband Deutsches Baugewerbe]]; [[Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks]]; [[ZVEI Die Elektroindustrie]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen Kanzlerkandidatin===&lt;br /&gt;
In einer Anzeigenkampagne positionierte sich die INSM Mitte Juni 2021 mit einem direkten Angriff auf das Wahlkampfprogramm der Partei die Grünen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/anti-baerbock-kampagne-insm-reagiert-erst-jetzt-auf-antisemitismus-vorwurf-a-b75b3e82-4ad2-46b3-b482-f48cd9b2dca8], Industrielobby reagiert erst jetzt auf Vorwurf antisemitischer Untertöne, 15.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wird in der Anzeige als Moses mit Gesetzestafeln inszeniert, das politische Programm der Grünen wird als drohende &amp;quot;Staatsreligion“ betitelt. Die Anzeige erschien ganzseitig in den Printsausgaben der „FAZ“, im „Tagesspiegel“, der „Bild“-Zeitung, in der „Süddeutschen Zeitung“ (sowohl im Print wie online) und auf „ZEIT ONLINE“. Die von der INSM angeführten angeblichen &amp;quot;Verbote&amp;quot; wurden im dpa-Faktencheck als „ungenau bis falsch“  klassifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/faktenfinder/insm-wahlkampf-gruene-101.html], 14.06.2021, Tagesschau.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritisiert wurden zudem von verschiedenen Stellen die Anklänge an antisemitische Verschwörungsmythen und die orientalistische Bildsprache.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/kultur/2021-06/initiative-neu-soziale-markwirtschaft-kampagne-annalena-baerbock-wahlkampf], Assheuer u.a.: Mit allen Mitteln, 15.06.2021, ZEIT ONLINE, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat sich von der Kampagne distanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-kritik-und.1939.de.html?drn:news_id=1268984], Kritik und Antisemitismus-Vorwürfe wegen „Moses“-Kampagne gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock reißen nicht ab, 12.06.2021, Deutschlandfunk, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Die INSM wies diese Vorwürfe fünf Tage nach Erscheinen als Form des &amp;quot;Mundtot-Machens&amp;quot; zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/anti-baerbock-kampagne-insm-reagiert-erst-jetzt-auf-antisemitismus-vorwurf-a-b75b3e82-4ad2-46b3-b482-f48cd9b2dca8], Industrielobby reagiert erst jetzt auf Vorwurf antisemitischer Untertöne, 15.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-kritik-und.1939.de.html?drn:news_id=1268984], Kritik und Antisemitismus-Vorwürfe wegen „Moses“-Kampagne gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock reißen nicht ab, 12.06.2021, Deutschlandfunk, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon im Januar startete die INSM mit dem Slogan „Gute Politik geht anders, Herr Scholz!“ gegen SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in das Wahljahr. Für die Kampagne wurden ein Zitat des Ökonomen Peter Bofinger verwendet. Dieser bezeichnete es als „starkes Stück“, für den lobbyistischen Angriff auf Scholz „missbraucht“ zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html] Dieter Schnaas, Etwas mehr Qualität, bitte!, 21.02.2021, Wirtschaftswoche, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen Vizekanzler Scholz===&lt;br /&gt;
Die [https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/gute-politik-geht-anders-herr-scholz Anzeigenkampagne gegen Scholz] vom Februar 2021 wird von der Wirtschaftswoche wie folgt beschrieben: &amp;quot;Wenn die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den politischen Markt betritt, um in den Wettbewerb mit ihren ideologischen Feinden zu treten, bringt sie verlässlich nichts mit von dem, was die Initiatoren der Sozialen Marktwirtschaft im Jahr 1957 im Sinne hatten: weder Ehrlichkeit noch Fairness, schon gar nicht Ritterlichkeit und Maß. Stattdessen in dieser Woche: „Gute Politik geht anders, Herr Scholz!“ – eine oberlehrerhaft-kraftmeiernde [https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/gute-politik-geht-anders-herr-scholz Kampagne gegen den Vizekanzler, Finanzminister und Kanzlerkandidaten der SPD], hart an der Grenze zur  Desinformation und Denunziation: Scholz „bläht den Haushalt auf“ und „sägt an der Schuldenbremse“, lässt „Unternehmen im Regen stehen“ und verspricht „Hilfsgelder“, die bei den Betroffenen nicht ankommen – gerade so, als hätte das seit Monaten vor sich hin dilettierende Exekutivmanagement der Christdemokratie mit alledem rein gar nichts zu tun: Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Jens Spahn und Peter Altmaier&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html Etwas mehr Qualität, bitte!], wiwo.de vom 21.02.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Bundestagswahlkampf 2017: Verfälschung der Steuerpläne der SPD===&lt;br /&gt;
Nach einem Bericht von „Spiegel Online“ hat die INSM eine Anzeige in der „Bild“-Zeitung vom 23. Juni 2017 platziert, um Stimmung geben die Steuerpläne der SPD zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/martin-schulz-wie-der-lobbyverband-insm-die-spd-steuerplaene-verfaelscht-a-1154508.html Wie Wirtschaftslobbyisten die SPD-Steuerpläne verfälschen], 26.06.2017, spiegel.de, abgerufen am 28.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Anzeige hieß es: „Lieber Herr Schulz, Reichensteuer schon ab 60.000 Euro: Ist das Ihr Respekt vor Leistung?“ Unterschrieben war die Anzeige mit dem Kürzel: „insm.de“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit erweckt die INSM laut „Spiegel Online“ den Eindruck, dass die Reichensteuer nun auch für viele &amp;quot;Normalbürger:innen&amp;quot; mit 60.000 Jahresbruttoverdienst greifen würde. Davon könne jedoch keine Rede sein. Als Reichensteuer werde gemeinhin ein Aufschlag von drei Prozentpunkten auf den Spitzensteuersatz bezeichnet, der zur Zeit bei 42 Prozent liegt. Die Reichensteuer von 45 % greife ab 256.303 Euro zu versteuerndem Einkommen, was im Jahr 2012 gerade einmal 73.000 Steuerzahler:innen betroffen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzeige der INSM lege nahe, dass die Reichensteuer schon ab 60.000 Euro erhoben werde, was nicht zutreffe. Tatsächlich soll ab diesem Schwellenwert künftig der bisherige Spitzensteuersatz von 42 Prozent gelten, der bislang schon ab 54.058 Euro fällig gewesen sei. Der Tarifanstieg würde bis zu diesem Punkt also sogar geringer ausfallen. Weiterhin sei zu berücksichtigen, dass Spitzensteuersätze nicht für das gesamte Einkommen, sondern nur für den Teil jenseits der Grenzwerte gelten. So falle beispielsweise ein lediger Alleinverdiener mit 65.000 Euro zu versteuerndem Einkommen heute zwar unter den Spitzensteuersatz, insgesamt betrage die Steuerlast aber nur rund 29 Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Spiegel Online“ hat die INSM ihre Behauptung inzwischen relativiert. Es heiße jetzt, die SPD wolle „den Schwellenwert, ab dem mehr als 42 Prozent Steuer zu bezahlen ist, auf ab 60.000 Euro senken“.&lt;br /&gt;
===Verhältnis zu den Medien===&lt;br /&gt;
Die ARD-Sendung Monitor vom 13. Oktober 2005&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schmids-ideenschmiede.ch/pdf/MONITOR_Initiative_soz._Marktwirtschaft..pdf Gitti Müller, Kim Otto, Markus Schmidt: Die Macht über die Köpfe: Wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Meinung macht, MONITOR Nr. 539 am 13. Oktober 2005], Website schmids ideenschmiede, abgerufen am 05.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; kritisiert ein Verschwimmen der Grenzen zwischen Journalismus und Public Relations (PR), das von der INSM bewusst forciert werde. Der Medienwissenschaftler Siegfried Weischenberg stellt in dieser Sendung fest: &amp;quot;Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist höchst erfolgreich, weil es ihr gelungen ist, so einen neoliberalen Mainstream in den Medien durchzusetzen. Und das konnte auch leicht gelingen, weil die Medien kostengünstig produzieren müssen. Sie sind sehr darauf angewiesen, dass ihnen zugeliefert wird, hier gibt’s eine Lobby, die sehr wohlhabend ist. Das ist natürlich eine sehr, sehr problematische Geschichte, weil die Medien nicht das tun, was sie tun sollen. Die Journalistinnen und Journalisten fallen sozusagen aus der Rolle, weil sie nicht kritisch kontrollieren, weil sie die Interessen nicht transparent machen.“ &lt;br /&gt;
Laut Monitor haben die mit Beiträgen belieferten Sender allerdings angegeben, die Beiträge redakionell bearbeitet zu haben, die meisten Sender hätten die Zusammenarbeit mit der INSM inzwischen beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Nuernbergk hat die Öffentlichkeitsarbeit der INSM unter dem Gesichtspunkt des Verhältnisses von Journalismus und PR in einer 2005 erschienen Studie untersucht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nuernbergk.de/pdf/insm-ergebnisse.pdf Christian Nuernbergk: Die Mutmacher. Eine explorative Studie über die Öffentlichkeitsarbeit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Zusammenfassung der im Frühjahr 2005 an der Universität Münster eingereichten Magisterarbeit], Website nuernbergk, abgerufen am 4.9.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dieser Studie gibt es Anhaltspunkte dafür, dass eine Vielzahl der von der Initiative bereitgestellten Studien- bzw. Umfrageergebnisse über die Redaktionen ohne eine zuverlässige inhaltliche Auseinandersetzung an die Rezipienten gelangt sind. Es überrasche angesichts der professionellen Aufbereitung des PR-Materials, der umsichtigen Vorbereitung und der intensiven Beziehungspflege auch nicht, dass viele Journalist:innen die wirkliche Organisation der Initiative und ihre Funktion als ein strategisches Element in der Interessenvertretung von Arbeitgeberverbänden nicht erkennen wollen oder gelegentlich übersehen. Betrachte man die Berichterstattung unter diesem Gesichtspunkt, so zeige sich, dass in der weit überwiegenden Zahl der Medienberichte nähere Angaben zur Initiative, zu ihren Auftraggeber:innen und zu ihren Finanziers einfach unter den Tisch fielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Journalist:innen und Medien haben sich auf Kampagnen der INSM eingelassen, vgl. „Getarnte Lobby – Wie Wirtschaftsverbände die öffentliche Meinung beeinflussen“ des ARD-Magazins Plusminus vom 13. Oktober 2005&amp;lt;ref&amp;gt;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – Wie unabhängig sind Journalisten?, 2005-10-14 , zitiert nach [http://www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Initiative_Neue_Soziale_Marktwirtschaft Fulda Wiki], abgerufen am 3.9.2011, da der Bericht nicht  mehr im Sende-Archiv verfügbar ist&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Initiative liefere auf Bestellung Daten, erstellte daraus einen Artikel oder gar eine ganze Doppelseite wie in der Tageszeitung „Die Welt“. Die Kernaussage lautet: „50 Jahre Sozialpolitik – ein einziger Irrtum. Weg damit!“ Die INSM-Botschafter sind nach Informationen von Plusminus außerdem auf sämtlichen Kanälen Dauergäste in den Talkshows, manchmal sitzen gleich drei in einer Sendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der INSM-Anzeigen gegen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und das Wahlprogramm der Grünen prüft der Presserat derzeit (Stand: 17.06.2021), ob ein Verfahren gegen „Sueddeutsche.de“ wegen der „massiven Platzierung der Inhalte und deren direkte[n] Kombination mit dem redaktionellen Inhalt“ eingeleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwdl.de/nachrichten/83231/insmkampagne_presserat_prueft_verfahren_gegen_sz/], Alexander Krei: &lt;br /&gt;
INSM-Kampagne: Presserat prüft Verfahren gegen &amp;quot;SZ&amp;quot;, 16.06.2021, DWDL.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eigene Außendarstellung der INSM===&lt;br /&gt;
Die INSM bezeichnet sich auf ihrer Website als „branchen- und parteiübergreifende Plattform und offen für alle, die sich dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft verbunden fühlen“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;Initiative&amp;quot; ist missverständlich. Im Allgemeinen versteht man unter Initiative den Zusammenschluss von Personen zur Durchsetzung ihrer gemeinsamen Ziele (z. B. Bürgerinitiative). Bei [[Gesamtmetall]], die die INSM gegründet hat und finanziert, handelt es sich dagegen um einen Zusammenschluss von Unternehmen zur Wahrnehmung ihrer wirtschaftlichen Interessen, d.h. um eine klassische Lobbyarbeit. Branchenübergreifend kann nur so verstanden werden, dass die INSM versucht, die Öffentlichkeit in einer die Interessen aller Unternehmen (nicht nur der Metall- und Elektroindustrie) begünstigenden Weise zu beeinflussen. Für die Unterstützung dieser Ziele sind zwar grundsätzlich Mitglieder aller Parteien willkommen, doch zeigt die Parteizugehörigkeit der in den INSM-Gremien vertretenen Personen, dass fast alle Parteimitglieder dem Wirtschaftsflügel der CDU oder der FDP zuzurechnen sind. Irreführend ist auch der Hinweis auf die Verbundenheit mit dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft. Die Soziale Marktwirtschaft soll ja gerade in eine Marktwirtschaft pur umgestaltet werden. In dieser Neuen Sozialen Marktwirtschaft ist für die herkömmliche Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit kein Platz mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schleichwerbung===&lt;br /&gt;
Im September 2005 wurde bekannt, dass die INSM im Jahr 2002 in der ARD-Serie Marienhof verdeckte Botschaften schalten ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epd.de/medien/medien_index_37159.html epd: Arzneihersteller und Apotheker ließen in der ARD schleichwerben], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; In sieben Folgen wurden Themen wie die &amp;quot;Flexibilisierung&amp;quot; des Arbeitsmarktes oder die Senkung von Steuern untergebracht. Die INSM ließ sich diese Aktion insgesamt 58.670 Euro kosten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/download/insm-marienhof-bewertung.pdf Lobbycontrol: INSM und Marienhof – Eine kritische Bewertung], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolgedessen wurde die INSM vom PR-Rat gerügt, was jedoch keine Sanktionen nach sich zog. Auf Seiten der ARD wurden Maßnahmen zur Vorbeugung von Schleichwerbung eingeführt, die Zuschauer:innen wurden allerdings nicht über die Vorfälle informiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2005/10/insm-marienhof-bewertung/ Lobbycontrol: INSM redet Schleichwerbung schön], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einschüchterung von Medien===&lt;br /&gt;
Im November 2005 berichtete die Wochenzeitschrift Freitag über Versuche der INSM, Journalist:innen, die kritisch über die Initiative berichtet hatten, mit Beschwerdebriefen an Chefredaktionen oder Intendant:innen einzuschüchtern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-medien-einschuchtern Die Medien einschüchtern, Freitag vom 11. Januar 2005], Website Freitag, zuletzt abgerufen am 15.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritische Journalist:innen würden als gewerkschaftsnah oder als Attac-Sympathisant:innen dargestellt, um ihre Glaubwürdigkeit zu untergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einwirkung auf Suchmaschinen===&lt;br /&gt;
Das Blog Perspective 2010 ist auf Unterlagen gestoßen, wie die INSM versucht, bei Suchmaschinen-Ergebnissen vor INSM-kritischen Stimmen zu landen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2007/04/unicheck-neue-studiengebuhren-kampagne-der-insm/ Kritiker unerwünscht, LobbyControl vom 13. April 2007], Website LobbyControl, abgerufen am 1.9.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Falsche Darstellung von TTIP-Studien===&lt;br /&gt;
Die Verbraucherorganisation foodwatch hatte die INSM vorgeworfen, Daten verschiedener Studien in einer Broschüre mit „12 Fakten zu [[TTIP]]“ verzerrt dargestellt zu haben. Beispielsweise wurde aus langfristig und einmalig angenommenen wirtschaftlichen Effekten ein kurzfristig und jährlich zu erwartendes Wachstum. Die angeprangerten Darstellungen sind teilweise korrigiert worden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.foodwatch.org/de/informieren/freihandelsabkommen/aktuelle-nachrichten/auch-insm-korrigiert-falschinformationen-ueber-ttip/ Auch INSM korrigiert Falschinformationen über TTIP] foodwatch am 13.03.2015, abgerufen am 13.04.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kampagne &amp;quot;12 Fakten zur Klimapolitik&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Im Sommer 2019 startete die INSM mit „12 Fakten zur Klimapolitik“ eine Kampagne zum Thema Klimaschutz. Die INSM wendet sich damit gegen eine CO2-Steuer und stellt Bemühungen auf nationaler Ebene als wirkungslos und überflüssig dar  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/klimaschutz/12-fakten-zur-klimapolitik.html 12 Fakten zur Klimapolitik] INSM am 27.06.2019, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Darstellung rief Kritik hervor, etwa durch Volker Quaschning, Professor an der HTW Berlin &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.volker-quaschning.de/artikel/Fakten-INSM/index.php. Faktencheck der &amp;quot;12 Fakten zum Klimaschutz&amp;quot; der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft INSM] Volker Quaschning am 17.07.2019, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bereits 2012 hatte die Initiative gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mobil gemacht. Sie forderte eine Umsetzung der Energiewende innerhalb eines &amp;quot;marktwirtschaftlichen Rahmens&amp;quot;, die Streichung aller Subventionen im Bereich Erneuerbarer Energien und stattdessen die Etablierung eines &amp;quot;Wettbewerbsmodells&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/energiewende/details-energiewende.html Die Energiewende braucht Soziale Marktwirtschaft. Ein Wettbewerbsmodell für Erneuerbare Energien] INSM am 09.09.2012, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Ein bekanntes Beispiel für solch eine Denkfabrik ist die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Sie erzeugt mit riesigen Kapitalmitteln Stimmung für den Rückbau des Sozialstaats und für mehr unternehmerische Freiheit. Sie verfolgt ihre Ziele, indem sie Anzeigen schaltet, Broschüren verteilt und Veranstaltungen organisiert. Dabei gibt sie sich als unabhängige, parteiübergreifende Initiative aus. Gesponsert wird sie allerdings hauptsächlich von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie.&lt;br /&gt;
Teure Einladungen, wie beispielsweise im Juni 2009 ins Hotel Adlon Kempinsksi mit Gastrednern [[Angela Merkel|Angela Merkel]] und [[Karl-Theodor zu Guttenberg|Karl-Theodor zu Guttenberg]], damals noch Wirtschaftsminister, sind kein Problem für die einflussreiche Initiative. Ein jährliches Budget von etwa 8 bis 9 Millionen Euro nach Abzug von Steuern bietet viele Möglichkeiten, Einfluss auszuüben. Das ist mehr Geld, als beispielsweise viele Umweltverbände für Ihre Arbeit insgesamt aufbringen können.“ Marco Bülow (SPD), MdB, in seinem Buch „Wir Abnicker“ &amp;lt;ref&amp;gt;Bülow, Marco: Wir Abnicker, Berlin 2010, S. 182 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Arbeitgeberverband Gesamtmetall: ''[http://www.gesamtmetall.de/gesamtmetall/meonline.nsf/id/PageGeschaeftsbericht-2013-2014_DE Geschäftsbericht 2013/14]'', S. 49 - 51&lt;br /&gt;
*Kaphegy, Tobias 2011: ''[http://www.gew.de/Binaries/Binary80604/Black%20Box%20Bildungsmonitor%20-%20Ein%20Blick%20hinter%20den%20Reiz%20des%20Rankings%20(1).pdf Black Box Bildungsmonitor? Ein Blick hinter den Reiz des Rankings. Eine Analyse und Kritik des Bildungsmonitors 2010 der INSM] Studie im Auftrag der GEW-nahen Max Träger Stiftung''&lt;br /&gt;
*Lianos, Manuel/Gutzmer, Alexander 2005: ''[http://www.politikagenda.de/_files/magazin/archiv/25_36_insm.pdf Sie werben ja nicht für Persil].'' INSM im Streitgespräch.&lt;br /&gt;
*Norbert Nicoll: Die ökonomische Rationalität in die Öffentlichkeit tragen. Zur Arbeit und Wirkungsweise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (2000-2006), Dissertation 2008, Tectum Verlag Marburg&lt;br /&gt;
*Nuernbergk, Christian 2006: ''Die PR-Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und ihr Erfolg in den Medien. Erste Ergebnisse einer empirischen Studie.'' In: Röttger, Ulrike (Hrsg.): PR-Kampagnen. Über die Inszenierung von Öffentlichkeit. 3., überarbeitete Auflage. Wiesbaden: S. 159-178.&lt;br /&gt;
*Speth, Rudolf 2004: ''[http://www.boeckler.de/pdf/fof_insm_studie_09_2004.pdf Die politischen Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.] Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.''&lt;br /&gt;
*Speth, Rudolf/Leif, Thomas 2006: ''Lobbying und PR am Beispiel der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft'', in: Leif, Thomas/Speth, Rudolf (Hrsg.): Die fünfte Gewalt. Lobbyismus in Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 14, Bonn, 302-316.&lt;br /&gt;
*Winkelmann, Ulrike 2004: ''[http://www.gazette.de/Archiv2/Gazette4/Winkelmann.pdf Strandklappstühle]'', in: Die Gazette 4, 2004, S. 32-35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Think tank]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoliberale Netzwerke]]&lt;br /&gt;
[[Category:Handelspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Klima]]&lt;br /&gt;
[[Category:TTIP]]&lt;br /&gt;
[[Category:Arbeits- und Sozialpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rente]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieferkettengesetz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
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		<title>Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft</title>
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		<updated>2024-07-12T15:37:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-INSM-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Propagierung marktliberaler Reformen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2000&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             =  Georgenstraße 22, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.insm.de insm.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)''' ist eine marktliberale Lobby-Organisation, die von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie ([[Gesamtmetall]]), zu der auch die Automobilindustrie gehört, finanziert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das operative Geschäft wird von der INSM GmbH betrieben, deren Muttergesellschaft die [[Institut der deutschen Wirtschaft|Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresabschluss der INSM GmbH zum Geschäftsjahr 2021, abrufbar beim Unternehmensregister&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 erhielt die INSM von Gesamtmetall Zuwendungen in der Höhe von 5.650.000 und 5.700.000 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002337/33093?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DInitiative%2BNeue%2BSoziale%2BMarktwirtschaft%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC &amp;lt;span style=&amp;quot;color: rgb(29, 28, 29)&amp;quot;&amp;gt;Eintrag im Lobbyregister,&amp;lt;/span&amp;gt; [http://lobbyregister.bundestag.de/ lobbyregister.bundestag.de]&amp;lt;span style=&amp;quot;color: rgb(29, 28, 29)&amp;quot;&amp;gt;, abgerufen am 09.07.2024&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahlungen summierten sich seit 2000 auf rund 100 Mio. Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.igmetall.de/politik-und-gesellschaft/trau-schau-wem Trau schau wem], igmetall,de vom 06.08.2020, abgerufen am 22.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kuratoriumsvorsitzende der INSM, Stefan Wolf (CDU-Mitglied), ist Präsident von [[Gesamtmetall]], Vorstandsvorsitzender des Autozulieferers ElringKlinger AG&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedwestmetall.de/presse/me-stories/2017/04/showmeyourdesk-mit-dr-stefan-wolf-elringklinger-ag #ShowMEyourdesk mit Stefan Wolf], suedwestmetall.de, abgerufen am 22.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; und Vorstandsmitglied des [[Verband der Automobilindustrie|Verbandes der Automobilindustrie]] (VDA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM platziert ihre politischen Botschaften bei Entscheidungsträger:innen und in der Bevölkerung und will u.a. erreichen, dass der Arbeitsmarkt, Sozial- und Tarifpolitik und das Bildungswesen stärker an den Bedürfnissen von Unternehmen und am Wettbewerb ausgerichtet werden. Das beinhaltet auch die Abschwächung von klimapolitischen Regulierungen. Die INSM greift seit einigen Jahren mit hohem finanziellen Aufwand über entsprechende Kampagnen in den Wahlkampf zugunsten wirtschaftsnaher Parteien ein und verändert dadurch die Erfolgschancen der Parteien im Wettbewerb um Wählerstimmen. So arbeitet bei der Agentur Commarco Communications ein maßgeschneidertes Team exclusiv für die INSM, das projektbezogen von Spezialisten aus der Commarco-Gruppe unterstützt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.wpp.com/news/2011/04/wpp-agrees-to-acquire-commarco-gmbh-a, abgerufen am 12.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polemischen Kampagnen der INSM werden auch in der wirtschaftsnahen Presselandschaft zum Teil kritisch gesehen. So heißt es 2021 in der &amp;quot;Wirtschaftswoche&amp;quot;: &amp;quot;Wenn die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den politischen Markt betritt, um in den Wettbewerb mit ihren ideologischen Feinden zu treten, bringt sie verlässlich nichts mit von dem, was die Initiatoren der Sozialen Marktwirtschaft im Jahr 1957 im Sinne hatten: weder Ehrlichkeit noch Fairness, schon gar nicht Ritterlichkeit und Maß&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html Etwas mehr Qualität, bitte!], wiwo.de vom 21.02.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie ([[Gesamtmetall]]), zu der auch die Automobilindustrie gehört,  gründeten im Dezember 1999 die berolino.pr GmbH. Sie wurde mit dem Aufbau und der Leitung einer Reforminitiative betraut.&amp;lt;ref&amp;gt;https://insm.de/ueber-uns insm.de, abgerufen am 12.07.24&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Herbst 2000 betreibt die GmbH ihre Kampagne unter der Bezeichung „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH“ (INSM). Alleingesellschafterin von berolino.pr/INSM ist das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH, in der die publizistischen und PR-Aktivitäten des [[Institut der deutschen Wirtschaft]] gebündelt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bekanntmachung im Bundesanzeiger zum Geschäftsjahr 2015 der INSM und Konzernabschluss des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH zum Geschäftsjahr 2015, www.bundesanzeiger.de, abgerufen am 18.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; 2007 firmiert die berolino.pr GmbH in INSM Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH um. 2010 wird der Sitz der Initiative von Köln nach Berlin verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eingeschaltete Agenturen==&lt;br /&gt;
Mit der Konzeptgestaltung wurde bis 2010 die Agentur für Kommunikation [[Scholz &amp;amp; Friends]] betraut, die seit 2011 zur [[WPP Group]] gehört. Scholz &amp;amp; Friends hat nach Analysen des Politikwissenschaftlers Rudolph Speth die INSM „erfunden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boeckler.de/pdf/fof_insm_studie_09_2004.pdf Rudolph Speth: Die politischen  Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Hans Böckler Stiftung, 2004, S. 9], Website boeckler, abgerufen am 4.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt arbeiteten bei Scholz &amp;amp; Friends an dem Projekt laut Speth rund 40 Personen unter Beteiligung der Disziplinen PR, Werbung, Internet und  TV. Von 2010 bis 2015 wurde die INSM von der Agentur [[Serviceplan Public Opinion]] betreut. Seit Januar 2015 ist [[Blumberry]] für Werbung und PR zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.horizont.net/agenturen/nachrichten/Blumberry-Commarco-Agentur-loest-Serviceplan-bei-INSM-ab-130704 Commarco-Agentur löst Serviceplan bei INSM ab], horizont.net vom 01.10.2014, abgerufen am 03.02.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Blumberry ist ein Tochterunternehmen der Holding [[Commarco]], die wiederum zur [[WPP Group]] gehört. Im August 2018 wechselte die Zuständigkeit für INSM innerhalb von Commarco zur [https://www.campus-communications.com/de/ Commarco Campus Communications GmbH]. Für PR und Werbung der INSM ist nun exklusiv ein eigenes Team zuständig. Erklärtes Ziel ist es, &amp;quot;auch unter den Vorzeichen einer immer dynamischeren Meinungsbildung im politischen Raum die volle Kommunikationswirkkraft über alle Disziplinen hinweg zu entfalten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.commarco.com/de/pressemitteilung/], commarco.com, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; ADVERB - Agentur für Verbandskommunikation unterstützt die INSM bei der digitalen Lobbyarbeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://agentur-adverb.de/projekt/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft/digital-public-affairs/ Digital Public Affairs],agentur-adverb.de, abgerufen am 17.02.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit der INSM erarbeitet ADVERB eine Kanalstrategie für den Kurznachrichtendienst Twitter, um die Botschaften der INSM bei politischen und medialen Akteuren zu platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele==&lt;br /&gt;
Nach klassischem Verständnis ist die Soziale Marktwirtschaft eine ordnungspolitische Konzeption, die das Wettbewerbssystem mit der Idee der sozialen Gerechtigkeit und der sozialen Sicherheit verbindet. Nach ordoliberalen Vorstellungen ist eine Wettbewerbsordnung im Prinzip zwar bereits an sich sozial, doch ist sie dort zu begrenzen, wo sie sozial unerwünschte Ergebnisse zeitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, Walter Eucken Institut, Vorträge und Aufsätze, Tübingen 1986, S.25&amp;lt;/ref&amp;gt;  Was als „sozial wirksam“ zu begründen ist und noch als ordnungskonform gelten kann, ist im Prinzip zu rechtfertigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Markt wird hier nicht als unfehlbarer Automatismus verstanden, sondern als eine Regel mit Ausnahmen. Versagt der Markt ausnahmsweise, sollte der Staat eingreifen, um den „Wohlstand für alle“ zu sichern. Diese Ausnahme wurde dann in der Praxis der „Sozialen Marktwirtschaft“ recht großzügig ausgelegt. So soll der Staat dafür sorgen, dass durch Umverteilung und Korrektur der am Markt entstandenen Einkommen eine als gerecht empfundene Einkommens- und Vermögensverteilung sowie weitgehende Chancengleichheit und soziale Sicherheit breiter Schichten hergestellt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Bunte, in Langen/Bunte, Kommentar zum deutschen und europäischen Kartellrecht, Bd. 1, 10. Aufl., Einführung Rdnr. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;  Hierzu gehören z. B. ein die eigenverantwortliche Daseinsfürsorge ergänzendes System der sozialen Sicherung, eine breite Streuung des Eigentums, Mitbestimmung sowie die Herstellung von Chancengleichheit im Bildungswesen. Nach Müller-Armack, der als Staatssekretär von Ludwig Erhard den Begriff &amp;quot;Soziale Marktwirtschaft&amp;quot; geprägt hat, sind dieser sogar „Minimallöhne“ (= Mindestlöhne) zugehörig.&amp;lt;ref&amp;gt;Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, S. 26, Fußnote 58&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Neue an der Neuen Sozialen Marktwirtschaft, die die INSM propagiert, besteht darin, dass die sozialen Bestandteile weitgehend eliminiert werden, da sie den Interessen der Arbeitgeber widersprechen. Der Staat soll sich aus dem wirtschaftlichen und sozialen Geschehen zurückziehen, d. h. auf soziale Korrekturen und Sicherungsmaßnahmen verzichten, auch wenn die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft. Umschrieben wird dieser Grundgedanke auf der Website der INSM („Was will die INSM konkret“) als „konsequente und konsistente wettbewerbliche Ausrichtung unserer Wirtschafts- und Sozialordnung“, „Beschränkung des Staates auf seine Kernkompetenzen“ sowie „Stärkung des Prinzips 'Hilfe durch Selbsthilfe'“. In ihren Kampagnen, Auftragsstudien und Unterrichtsmaterialien werden Privatisierungen, Deregulierungen, Steuersenkungen, der Abbau von Subventionen, eine Senkung der Arbeitskosten, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes (Abbau des Kündigungsschutzes, flexible Arbeitszeiten), mehr Eigenvorsorge im Gesundheitssystem und die kontinuierliche Erhöhung des Renteneintrittsalters gefordert. Mindestlöhne und die Finanztransaktionssteuer werden abgelehnt. Rechte der Arbeitnehmer:innen stellt die INSM ausschließlich als Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen dar. Die gesetzliche Renten- und Pflegeversicherung wird problematisiert und stattdessen die Einführung von kapitalgedeckten Versicherungen gefordert, deren Probleme (hohe Verwaltungskosten, Risiken aufgrund von Finanzmarktkrisen, Unerschwinglichkeit für Niedrigverdiener) unerwähnt bleiben. Aus Sicht der Arbeitgeber:innen haben private kapitalgedeckte Versicherungen den Vorteil, dass sie allein durch die Arbeitnehmer:innen bezahlt werden, gesetzliche Versicherungen aber werden von den Arbeitgeber:innen mitfinanziert. In der Bildungspolitik wird mehr Wettbewerb und Effizienz gefordert, wozu Studiengebühren sowie die Auswahl der Studierenden durch die Hochschulen beitragen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Recherchen des Journalisten Thomas Fricke kämpft die INSM seit Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*gegen Vermögensteuern&lt;br /&gt;
*gegen höhere Erbschaftsteuern&lt;br /&gt;
*stattdessen für sinkende Steuern für Reiche und Unternehmen&lt;br /&gt;
*gegen den Mindestlohn&lt;br /&gt;
*gegen ein Aus für Verbrenner-Motoren&lt;br /&gt;
*gegen Hindernisse, die Leute auf Zeit oder mit Werkverträgen zu beschäftigen&lt;br /&gt;
*gegen das Lieferkettengesetz&lt;br /&gt;
*gegen Geld-Transfers für andere EU-Länder&lt;br /&gt;
*gegen Umverteilung (nach unten)&lt;br /&gt;
*gegen Rettungsschirme der Europäischen Zentralbank in Krisenzeiten&lt;br /&gt;
*und gegen gemeinschaftliche Finanzierung großer Projekte und Reformen in der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-propaganda-fuer-die-welt-von-vorgestern-a-904a71b4-e5f0-4ed5-83d6-e2ee19424142 Propaganda für die Welt von vorgestern], spiegel.de vom 18.06.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Geschäftsführer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thorsten Alsleben, zuvor Hauptgeschäftsführer der [[Mittelstands- und Wirtschaftsunion]] der CDU. Laut „Tagesspiegel“ soll er selbst dem Vorsitzenden Friedrich Merz zu reaktionär sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/chefwechsel-beim-lobbyclub-der-industrie-cdu-politiker-ubernimmt-initiative-8925814.html Chefwechsel beim Lobbyclub der Industrie], tagesspiegel.de vom 26.11.2022, abgerufen am 13.12.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Alsleben selbst bezeichnet sich auf Twitter als &amp;quot;Christlich.ordoliberal. Konservativer Modernisierer&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BerlinReporter/status/1317810073763270657 Thorsten Alsleben], twitter.com, abgerufen am 13.12.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Geschäftsführer&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Leif: beraten &amp;amp; verkauft McKinsey &amp;amp; Co. - der große Bluff der Unternehmensberater, München 2006, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hubertus Pellengahr, ehem. Geschäftsführer des [[Hauptverband des Deutschen Einzelhandels|Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels]] (HDE)&lt;br /&gt;
*[[Tasso Enzweiler]], ehem. Chefreporter bei der &amp;quot;Financial Times Deutschland&amp;quot;, wechselte nach seinem Ausscheiden bei der INSM als Managing Director zur PR-Agentur [[Hering Schuppener]], wurde danach Geschäftsführer bei [[Ketchum Pleon]] Deutschland und gründete 2013 die Managementberatung [[Enzweiler &amp;amp; Partner]]&lt;br /&gt;
*Dieter Rath, leitete zuvor die PR-Abteilung beim [[BDI]]&lt;br /&gt;
*Max Alexander Höfer, früherer Journalist bei Capital&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Prokurist===&lt;br /&gt;
Michael Burbach (Stand: 02/2023)&amp;lt;ref&amp;gt;[Eintrag im Handelsregister des AG Charlottenburg, Abruf am 24.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; ist gleichzeitig Prokurist des Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag im Handelsregister des Amtsgerichts Köln, Abruf vom 24.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kommunikationschef===&lt;br /&gt;
Carl-Victor Wachs, Leiter Kommunikation und Presse, zuvor: Politikredakteur bei der &amp;quot;Bild&amp;quot;-Zeitung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/wachs-wird-kommunikationschef-der-insm/ Wachs wird Kommunikationschef der INSM], politik-kommunikation.de vom 11.07..2023, abgerufen am 03.08.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Public Affairs===&lt;br /&gt;
Cheflobbyist ist Stephan Einenckel, zuvor: Referent für Wirtschaftspolitik und politische Kontakte bei [[Die Familienunternehmer - ASU]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist.innen===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt die INSM an, (Stand: 09.08.2022) 1- 10 Lobbyist:innen zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002337/5370?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DINSM%26pageSize%3D10%26sort%3DREGISTRATION_DESC INSM], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 17.09.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Die folgenden weiteren Lobbyisten werden namentlich genannt:  Jörg Sautner, Florian Hennet, Johannes Eber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Referent für Volkswirtschaft und Grundsatzfragen===&lt;br /&gt;
Philipp Despot, zuvor: wissenschaftlicher Mitarbeiter beim CDU-Bundestagsabgeordneten Tilman Kuban, Pressesprecher der Jungen Union, Kampagnenreferent bei der CDU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beirat===&lt;br /&gt;
Gesteuert und kontrolliert wird die INSM durch den Beirat, in dem sich neben Vertretern von Gesamtmetall auch Vertreter der anderen Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Speth: Strategien, S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kommen Experten für Demoskopie, die über Meinungs- und Stimmungstrends informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzender ist Stefan Wolf&lt;br /&gt;
**auch Kuratoriumsmitglied der INSM&lt;br /&gt;
**Präsident des Arbeitgeberverbandes [[Gesamtmetall]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium===&lt;br /&gt;
Vorsitzender des Kuratoriums ist Stefan Wolf, Präsident des Arbeitgeberverbandes [[Gesamtmetall]], Vorstandsvorsitzender des Autozulieferers ElringKlingerAG, Vorstandsmitglied des [[Verband der Automobilindustrie]] (VDA), Vizepräsident der [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (VDA), Vorsitzender des Beirats der INSM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2024) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html Kuratoren und Botschafter], insm.de, abgerufen am 18.10.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Botschafter===&lt;br /&gt;
Die Botschafter unterstützen die INSM dabei, in der Öffentlichkeit Meinungen zu platzieren und Meinungen zu verändern. Sie geben Interviews, schreiben Gastbeiträge und treten in Talkshows auf, meist ohne darauf hinzuweisen, dass ihre Äußerungen vorher mit der INSM koordiniert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Speth: Die politischen Strategien, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen werden sie beispielsweise als &amp;quot;Experten für Steuerrecht&amp;quot; vorgestellt oder einfach mit ihrer beruflichen Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Roland Berger]]&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, Chairman der RiverRock European Capital Partners LLP, Mitbegründer des [[Konvent für Deutschland]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Christoph Burmann&lt;br /&gt;
|Inhaber des Stiftungslehrstuhls für innovatives Markenmanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen (der Lehrstuhl wurde von Markenartikelunternehmen wie Kraftfoods Deutschland und der Brauerei Beck &amp;amp; Co. gespendet)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Dominique Döttling&lt;br /&gt;
|Chief People Officer bei Ibeo Automotive Systems GmbH, bis 2021Geschäftsführende Gesellschafterin der Döttling &amp;amp; Partner Beratungsgesellschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Florian Gerster]]&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, frühere Positionen: Vorsitzender des Bundesverbands Paket und Expresslogistik, Präsident des Bundesverbands Briefdienste, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit (später umbenannt in Bundesagentur für Arbeit), seit 2020 Mitglied der FDP (ehem. SPD-Politiker)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Martin Kannegießer]]&lt;br /&gt;
|Ehrenpräsident des Arbeitgeberverbands [[Gesamtmetall]], Geschäftsführer Herbert Kannegiesser GmbH, ehem. Vorsitzender des Kuratoriums der INSM&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Otmar Issing]]&lt;br /&gt;
|Ehrenvorsitzender des [[Center for Financial Studies]], Mitglied des Kuratoriums und Preisträger der [[Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung]], ehem. Chefvolkswirt der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Oswald Metzger]]&lt;br /&gt;
|Redakteur bei Tichys Einblick, Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]] und des Strategischen Beirats der [[Die Familienunternehmer - ASU]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Arend Oetker]]&lt;br /&gt;
|Geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Arend Oetker Holding, Vizepräsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Präsidiumsmitglied des [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA), Präsident der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik]], Mitglied der CDU, unterzeichnete den &amp;quot;Energiepolitischen Appell&amp;quot; der Atomlobby zur Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Walther Otremba]]&lt;br /&gt;
|Ehem. Staatssekretär in verschiedenen Bundesministerien, unter anderem im Bundeswirtschaftsministerium, Vorsitzender [[Bundesverband Briefdienste]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Karl-Heinz Paqué]]&lt;br /&gt;
|Inhaber des Lehrstuhls für internationale Wirtschaft der Uni Magdeburg, Vorstandsvorsitzender der [[Friedrich-Naumann-Stiftung]]  und Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]], Mitglied des Beirats der Denkfabrik [https://denkfabrik-r21.de/ REPUBLIK21 e.V.], ehem. Finanzminister von Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bernd Raffelhüschen]]&lt;br /&gt;
|Professor für Finanzwissenschaften an der Uni Freiburg, Direktor des [[Forschungszentrum Generationenverträge]] (FZG), Mitglied des Aufsichtsrat der Union Investment Privatfonds GmbH, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]] (ehem. Vorsitzender der Kommission Alterssicherung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/42899/499329 Pressemitteilung vom 13.11.2003], presseportal.de, abgerufen am 21.12.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;), Mitglied des Vorstands der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arndt Rautenberg&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, Gründer und Managing Partner von Rautenberg &amp;amp; Company (Beratungsunternehmen für Finanzinvestoren), ehemaliger Strategiechef [[Deutsche Telekom]], Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Randolf Rodenstock]]&lt;br /&gt;
|Geschäftsführender Gesellschafter der Optische Werke [[G. Rodenstock GmbH &amp;amp; Co. KG]], ist bzw. war in leitender Funktion in einer Vielzahl von Verbänden und neoliberalen Netzwerken aktiv, u. a. dem INSM-Finanzier [[Gesamtmetall]] und der INSM-Muttergesellschaft [[Institut der deutschen Wirtschaft]](IW) jeweils als Vizepräsident, Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]] und des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kristina Schröder&lt;br /&gt;
|Publizistin und Kolumnistin bei der Tageszeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot;, ehem. Bundesfamilienministerin (CDU), Stellv. Leiterin der Denkfabrik [https://denkfabrik-r21.de/ REPUBLIK21 e.V.]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nikolaus Schweickart]]&lt;br /&gt;
|Vorsitzender des Kuratoriums der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Ehrenmitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrates der CDU]] und ehem. Vorstandsvorsitzender der [[Altana]] AG sowie ehem. Vorsitzender der [[Altana Kulturstiftung]] gGmbH und der [[Herbert Quandt-Stiftung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Jürgen Stark]]&lt;br /&gt;
|Ehem. Chefvolkswirt und Mitglied im Direktorium der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB), Mitglied des Kuratoriums der [[Bertelsmann Stiftung]], Mitglied des Beirats der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erwin Staudt&lt;br /&gt;
|Ehem. Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland, Initiator der [https://initiatived21.de/ueber-uns/geschichte-und-meilensteine Initative D21], Mitglied des Aufsichtsrats der USU Software AG, Mitglied der SPD&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Thomas Straubhaar]]&lt;br /&gt;
|bis 8/2014 Direktor des [[Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut]] (HWWI), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]], Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich-Naumann-Stiftung]], Mitglied des Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2024) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html Webseite INSM - Die Botschafter der INSM Stimmen der Sozialen Marktwirtschaft] abgerufen am 19.10.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ehemalige Kuratoren und Botschafter'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Arnulf Baring]]&lt;br /&gt;
|Jurist, Publizist und Historiker, unterstützt Stiftungen wie die FDP-nahe [[Friedrich-Naumann-Stiftung]] sowie die [[Konrad-Adenauer-Stiftung]] und ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Marie-Luise Dött]]&lt;br /&gt;
|(siehe Förderverein)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Johann Eekhoff]]&lt;br /&gt;
|Staatssekretär a.D., Direktor des [[Institut für Wirtschaftspolitik]] an der Uni Köln, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]], bis Ende 2010 Sprecher des &amp;quot;Kronberger Kreises&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
|am 3. März 2013 verstorben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Michael Glos]]&lt;br /&gt;
|CSU-Politiker, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie 2005-2009&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Paul Kirchhof]]&lt;br /&gt;
|ehem. Richter am Bundesverfassungsgericht, Preisträger der [[Friedrich August von Hayek Stiftung]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]], setzt sich für eine Steuerreform ein, die &amp;quot;vor allem Manager...sowie die Verwalter und Erben großer Vermögen&amp;quot; entlastet&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.376223.de/11-28-4.pdf Stefan Bach: Kirchhof macht sich das Steuerrecht einfach], Website DIW, abgerufen am 18.7.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eberhard von Körber&lt;br /&gt;
|Präsident des Verwaltungsrates der Eberhard von Körber AG, Zürich, ehemaliger Co-Präsident des Club of Rome, ehemaliger Vorstandschef und Aufsichtsratsvorsitzender von [[ABB]], 1990-1998 Mitglied des Beraterkreises der Bundesregierung (Kanzlerrunde) unter Bundeskanzler [[Helmut Kohl]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rolf Peffekoven&lt;br /&gt;
|ehem. Direktor des Instituts für Finanzwissenschaft der Uni Mainz, ehem. Mitglied des [[Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung]] (SVR), Mitglied des  [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen]], des Wissenschaftlichen Beirats der [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]] und des Beirats der [[DZ BANK]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Christine Scheel]]&lt;br /&gt;
|ehem. Politikerin der Grünen, Mitglied des Expertenrates der [[CNC Communications &amp;amp; Network Consulting]])&lt;br /&gt;
|trat im Dezember 2004 aus der INSM aus&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/scheel-verlaesst-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft/2445174.html Scheel verlässt Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Handelsblatt vom 1. Dezember 2004], Website HB, abgerufen am 22. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, beteiligte sich aber auch danach noch an deren Kampagnen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/Themen/Soziale-Marktwirtschaft/60-Jahre-Soziale-Marktwirtschaft/Stimmen-aus-der-Politik.html 60 Jahre Soziale Marktwirtschaft Stimmen aus der Politik Christine Scheel 4. September 2009], Website der INSM, abgerufen am 22. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Lothar Späth]]&lt;br /&gt;
|CDU, ehem. BaWü-Ministerpräsident, ehem. Geschäftsführer der [[Jenoptik]], ehem. Deutschland-Chef und später Senior Advisor bei der Investmentbank [[Merrill Lynch]], ehem. Vorsitzender des Aufsichtsrats der [[Herrenknecht]] AG, beriet zuletzt vor allem mittelständische Unternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.econ-referenten.de/pdf_erzeugung/exports/prof-dr-hc-lothar-spaeth-ministerpraesident-ad.pdf Econ Referenten Agentur Lothar Späth], Website econ-referenten, abgerufen am 2.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|am 18. März 2016 verstorben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Edmund Stoiber]]&lt;br /&gt;
|ehrenamtlicher Leiter einer EU-Arbeitsgruppe zum Bürokratieabbau, CSU, Ex-Bayern-Ministerpräsident, CSU-Vorsitzender 1999-2007&lt;br /&gt;
|verließ die INSM nach deren Kritik an den Agrarsubventionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Hans Tietmeyer]]&lt;br /&gt;
|ehem. Präsident der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]], Mitglied der Kuratoriums der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], der [[Friedrich August von Hayek Stiftung]], der [[Stiftung Ordnungspolitik]]/[[Centrum für Europäische Politik]] und Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]). Bis Juli 2013 war Tietmeyer Kuratoriumsvorsitzender der INSM.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesamtmetall.de/gesamtmetall/meonline.nsf/id/PageGeschaeftsbericht-2013-2014_DE Gesamtmetall Geschäftsbericht 2013/14], S. 51, zuletzt aufgerufen am 1. Oktober 2010, dort heißt es: &amp;quot;Im Juli 2013 verabschiedete die INSM ihren langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden, den ehemaligen Präsidenten der Bundesbank Prof. Dr. Hans Tietmeyer, mit einem Symposium „Soziale Marktwirtschaft für Europa“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |am 27. Dezember 2016 verstorben&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftliche Beratung===&lt;br /&gt;
Als wissenschaftlicher Berater fungiert das [[Institut der deutschen Wirtschaft]], das als Muttergesellschaft der INSM wirtschaftspolitische Analysen und Konzepte aus der Sicht der Wirtschaft erarbeitet. Zwischen der INSM und dem Institut der deutschen Wirtschaft gibt es auch eine Vielzahl personeller Verflechtungen. In Medienfragen arbeitet die INSM mit diversen Meinungsforschungsinstituten - wie dem Institut für Demoskopie Allensbach&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ifd-allensbach.de/leistungsspektrum/referenzen.html Referenzen], ifd-allensbach.de, abgerufen am 13.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; - zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ÖkonomenBlog===&lt;br /&gt;
Der ÖkonomenBlog ist ein Projekt der INSM. Die Autor:innen sind [http://www.insm-oekonomenblog.de/autoren/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören der Geschäftsführer der INSM, die INSM Redaktion, der Leiter des [[Institut der deutschen Wirtschaft]], Botschafter der INSM sowie wirtschaftsfreundliche Wissenschaftler:innen (Professor:innen und Mitarbeitende von Instituten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Förderverein===&lt;br /&gt;
Der im Juni 2005 gegründete Förderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (FINSM) e.V. ist am 22. Februar 2016 aufgelöst worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vereinsregister des Amtsgerichts Köln, VR 14812, Abdruck vom 13.02.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Liquidator war [[Oswald Metzger]] (seit 2012 Vereinsvorstand).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Hans Tietmeyer]] (Vorstand bis 2014) war bis 2012 auch Vorsitzender des Kuratoriums, danach wurde er Botschafter (vgl. dortige Erläuterungen)&lt;br /&gt;
*[[Florian Gerster]] (ab 2009 Vorstand), SPD, Unternehmensberater und Lobbyist, Mitglied des Wirtschafts- und Zukunftsrats für Hessen, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband Briefdienste]], ehem. Vorsitzender der [[Bundesanstalt für Arbeit]] - heutige Bezeichnung [[Bundesagentur für Arbeit]] (wegen eines umstrittenen Auftrags an die Lobby- und PR-Agentur [[WMP Eurocom]] entlassen)&lt;br /&gt;
*[[Johanna Hey]], Direktorin des [[Institut Finanzen und Steuern]] und des Instituts für Steuerrecht an der Uni Köln, ist Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen |Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen]], Mitglied des Zentralen Beirats der [[Commerzbank]], Mitglied der Lenkungsgruppe der &amp;quot;Kommission Steuergesetzbuch&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]] und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrats der CDU]]. Sie hält die &amp;quot;Reichensteuer&amp;quot; für &amp;quot;verfassungsrechtlich hoch problematisch&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ftd.de/politik/deutschland/:reichensteuer-ist-verfassungsrechtlich-hoch-problematisch/69396.html Reichensteuer ist verfassungsrechtlich hoch problematisch, Financial Times Deutschland vom 2. Mai 2006], Website der FTD, abgerufen am 13.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, davor Präsident der Freien Universität Berlin, parteilos, gilt als CDU- und wirtschaftsnah&amp;lt;ref&amp;gt;Universität Hamburg - Kandidat Dieter Lenzen, Der Spiegel vom 13. November 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Roman Herzog Institut]], Vorsitzender des Aktionsrats Bildung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)&lt;br /&gt;
*[[Friedrich Merz]], Jurist, Lobbyist,  Aufsichts- und Beiratsmitglied in verschiedenen Unternehmen, Mitarbeiter der Kanzlei Mayer, Brown, Rowe &amp;amp; Maw LLP, ehemaliger Politiker und CDU-Finanzexperte, Präsidiumsmitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrats der CDU]], Mitglied des Politischen Beirats der „Kommission Steuergesetzbuch“ der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*Ulrike Nasse-Meyfarth, Olympiasiegerin im Hochsprung&lt;br /&gt;
*Dieter Rickert (Vorstand) &amp;quot;Head Hunter&amp;quot;, wollte 2002 bis 2004 eine eigene Stiftung &amp;quot;Klarheit in der Politik&amp;quot; gründen, die 100 Millionen sammeln sollte, um für marktliberale Reformen zu werben&lt;br /&gt;
*Hergard Rohwedder, Rechtsanwältin und Mitbegründerin der FDP-nahen Stiftung [[Liberales Netzwerk]]&lt;br /&gt;
*Max Schön, Mitglied des Aufsichtsrats der Max Schön AG und der British American Tobacco Germany (BAT), Präsident des Club of Rome Deutschland und Mitglied im Kuratorium der BAT-&amp;quot;Stiftung für Zukunftsfragen&amp;quot;, von 2001 bis 2005 Präsident der Arbeitsgemeinschaft mittelständischer Unternehmen&lt;br /&gt;
*[[Carl-Ludwig Thiele]], Rechtsanwalt, FDP-Politiker, Mitglied des Vorstandes der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]], Kuratoriumsmitglied des [[Institut Finanzen und Steuern]], bis 30. April 2010 Mitglied des Aufsichtsrats der Signal Krankenversicherung a.G.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2005/06/insm-forderverein-teil-2/ INSM-Förderverein, Teil 2], 02.06.2005, lobbycontrol.de, abgerufen am 13.02.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Mitglieder waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Michael Hoffmann-Becking]], Lehrbeauftragter für Aktien- und Konzernrecht an der Uni Bonn, Partner der Societät [[Hengeler Mueller]], Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]] und Gesellschafter der  [[FAZIT-STIFTUNG]]&lt;br /&gt;
*[[Marie-Luise Dött]], umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Bundesvorsitzende [[Bund Katholischer Unternehmer]], Mitglied der [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategie Öffentlichkeitsarbeit==&lt;br /&gt;
Bei der Öffentlichkeitsarbeit bedient sich die INSM einer Vielzahl von Medien, die aufeinander abgestimmt genutzt werden, um ihre Botschaften zu transportieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei wichtigen Kampagnen werden [[PR-Agenturen]] eingeschaltet - so im August 2012 die Agentur [[Serviceplan Public Opinion]] bei der &amp;quot;Energiewende-Kampagne&amp;quot; und zuvor beim &amp;quot;Projekt Vollbeschäftigung&amp;quot; und der &amp;quot;Mehrwertsteuerkampagne&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Rolle kommt den Reformbarometern/Rankings/Monitors, den Medienkooperationen und den Unterrichtsmaterialien für Schulen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kampagnen===&lt;br /&gt;
Die INSM hat die folgenden Kampagnen organisiert&amp;lt;ref&amp;gt;[[https://www.insm.de/insm/kampagne/rente-muss-gerecht-bleiben.html Kampagnen], insm.de, abgerufen am 27.01.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12 Fakten zur Klimapolitik&lt;br /&gt;
*Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
*Kampagne: Nachhaltige Rente&lt;br /&gt;
*Steuern senken - jetzt&lt;br /&gt;
*Gerecht durch Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
*Rente muss gerecht bleiben&lt;br /&gt;
*Große Aufgaben&lt;br /&gt;
*Das Deutschland Prinzip&lt;br /&gt;
*Werkverträge und Zeitarbeit&lt;br /&gt;
*Chancen für alle&lt;br /&gt;
*Mindestlohn&lt;br /&gt;
*Generationengerechtigkeit&lt;br /&gt;
*Chance2020&lt;br /&gt;
*Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
*Energiewende&lt;br /&gt;
*Wachstum&lt;br /&gt;
*Projekt Vollbeschäftigung&lt;br /&gt;
*Besser Sparen&lt;br /&gt;
*16 Prozent auf alles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM trat mit der Kampagne „Sozial ist, …“ 2000 erstmals in der Öffentlichkeit auf. Seitdem verwedet sie den Slogan „Sozial ist, was Arbeit schafft“ immer wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/arbeit/pr-aktion-zur-spd-klausur-zur-reform-des-sozialstaats], insm.de, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde in den folgenden Jahren von CSU, CDU und, in leicht abgeänderter Form, FDP in deren jeweiligen Wahlprogrammen aufgegriffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.blickpunkt-wiso.de/post/die-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-und-ihre-schluesselwoerter--1395.html], Raffael Scholz, Die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ und ihre Schlüsselwörter, 13.11.2014, Blickpunkt WISO, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Satz „Sozial ist, wer Arbeit schafft“ stammt von Alfred Hugenberg (1865–1951), dem Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Ernährungsminister in Hitlers erstem Kabinett.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/!1093901/], Oliver Hinz, Slogan aus Nazizeit, 16.08.2002, taz, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Klimapolitik'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kampagne 12 Fakten zur Klimapolitik &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/klimaschutz/12-fakten-zur-klimapolitik], insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; richtet sich gegen die CO2-Steuer und zielt auf eine langsamere Energiewende ab, die vorallem der Industrie fossiler Energieträger zugute käme. Im Zuge mehrerer Kampagnen bezog die INSM bereits seit Jahren Stellung gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die Förderung von Ökostrom.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/argueliner-11-fakten-zur-energiewende], insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mindestlohn'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft und deren Tochergesellschaft INSM vom Februar 2021 kommt zu dem Ergebnis, „ein politischer Mindestlohn“ beschneide die Tarifautonomie und sei abzulehnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/presse/pressemeldungen/ein-politischer-mindestlohn-beschneidet-die-tarifautonomie, insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Unterrichtsmaterialien, die die INSM bereitstellt finden sich wissenschaftlich umstrittene Aussagen wie: „In der Realität hat der Mindestlohn nur eine Folge: dass noch mehr Menschen arbeitslos werden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2011-05/schulfach-wirtschaft], Tilman Steffen, Lobbyisten im Lehrerzimmer, 11.05.2011, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; 2013 schickte die INSM Bundestagsabgeordneten und weiteren Menschen im politischen Bereich Voodoo-Puppen, die laut INSM „für den Wähler an sich“ stehen sollten. Mit in dem Paket befanden sich beschriftete Nadeln mit Themenfeldern, die der INSM zufolge „schmerzhafte Auswirkungen&amp;quot; auf Entscheidungen der Wähler:innen hätten: Frauenquote, Erbschaftsteuer, Vermögensteuer, Energiesubventionen, Zuschussrente und Mindestlohn.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/insm-wirtschaftslobby-bezirzt-bundestag-mit-voodoo-1.1566851], Bastian Brinkmann: Wirtschaftslobby bezirzt Bundestag mit Voodoo, 07.01.2021, SZ, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Rente'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In unterschiedlichen Kampagnen wird das Thema Rente seit Anfang der 2000er von der INSM immerwieder aufgegriffen. Es wird eine Kürzung der gesetzlichen Rente gefordert und eine private Altersvorsorge für Bürger:innen nahegelegt. Auch wird die Senkung der Lohnnebenkosten gefordert; der durch Arbeitgeber:innen entrichtete Teil der Rentenbeiträge soll gesenkt werden, damit Unternehmen, so die Argumentation, wettbewerbsfähig blieben. Die INSM beauftragte verschiedene Studien beim Institut für Demoskopie Allensbach, mit dem sie regelmäßig zusammenarbeitet. Auch treten Wissenschaftler:innen, die als Autor:innen für die INSM tätig sind, medial als neutrale Expert:innen auf, wie in einer Dokumentation zum Rentensystem, die im Juni 2021 im ZDF ausgestrahlt wurde, was zu einseitigen Lösungsvorschlägen führt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/tp/features/ZDF-Doku-Am-Ende-sind-die-Zuschauer-arm-dran-6071067.html?seite=all], Reiner Heyse, ZDF-Doku: Am Ende sind die Zuschauer arm dran, heise online, 15.06.2021, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aktivitäten zu Bundestagswahlen===&lt;br /&gt;
Die INSM wird regelmäßig anläßlich der Bundestagswahlen aktiv. Im Wahljahr 2021 organisierte die INSM gemeinsam mit der Tageszeitung „Die Welt“ verschiedene Veranstaltungen, die sich laut Christian Stöcker nur als „Wahlkampf-Events für die Union“ deuten lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/insm-kampagne-gegen-annalena-baerbock-die-hemmungslose-lobbyarbeit-der-reichen-im-wahlkampf-a-c6e17012-1117-47f7-af2f-d1cec5c2bbe5], Christian Stöcker, Komm, wir kaufen uns einen Kanzler, 13.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anlässlich der vergangenen Wahl veranstaltete die INSM in Partnerschaft mit der Tageszeitung „Die Welt“ die Veranstaltungsreihe „Wahlarena 2017“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/Presse/INSM-Veranstaltungen/2017/wahlarena-2017-bundestagswahl-position-fdp.html Wahlarena 2017], insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In Zusammenarbeit mit der &amp;quot;Wirtschaftswoche&amp;quot; hat sie zum Hauptthema des Bundeswahlkampfs 2013 &amp;quot;Wie gerecht ist Deutschland?&amp;quot; ein Sonderheft herausgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/kampagne/gerechtigkeit/sonderausgabe-wirtschaftswoche.html Wie gerecht ist Deutschland?], 24.06.2013, insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Studien===&lt;br /&gt;
Die INSM stellt der Presse regelmäßig Studien vor, die zumeist von [[Institut der deutschen Wirtschaft]] (IW) und sonstigen Wirtschaftsforschungsinstituten sowie Meinungsforschungsinstituten erstellt werden. Studien der INSM haben nachwievor eine hohe Aufmerksamkeit in der deutschen Medienlandschaft. Die Studien der INSM sind [https://www.insm.de/insm/publikationen/publikationen?query=&amp;amp;category=&amp;amp;format=Studien hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformbarometer/Rankings/Monitore===&lt;br /&gt;
In die Bewertungen fließen die Interessen der Arbeitgeber:innen an mehr „Eigenverantwortung“, Abbau sozialer Leistungen, Rückzug des Staates und weniger Mitbestimmung ein. Dagegen werden Arbeits-,Verbraucher- und Umweltschutz sowie soziale Absicherung der Beschäftigten nicht berücksichtigt oder als Überregulierung negativ bewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://www.iwconsult.de/leistungen-themen/branchen-und-regionen/staedteranking-2016/ Städteranking]&lt;br /&gt;
|Das Städteranking wird von der [[Institut der deutschen Wirtschaft]] Consult GmbH im Auftrag der [[Wirtschaftswoche]] und Immobilienscout 24 erstellt (früherer Auftraggeber war auch die INSM)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://www.insm-bildungsmonitor.de/ Bildungsmonitor]&lt;br /&gt;
|In einem jährlichen Bildungsmonitor, der vom [[Institut der deutschen Wirtschaft]] im Auftrag der INSM erstellt wird, werden die Bildungssysteme der Bundesländer bewertet.&lt;br /&gt;
Dabei wird explizit eine ökonomische Perspektive vertreten. In Medienberichten darüber ist dann jedoch allgemein von guten oder schlechten Bildungssystemen die Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://uebermedien.de/75491/wer-hat-das-beste-bildungssystem-flache-lernkurve-beim-umgang-mit-insm-studie/ Wer hat das beste Bildungssystem? Flache Lernkurve beim Umgang mit INSM-Studie] www.uebermedien.de vom 17.08.2022, abgerufen am 24.08.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.welt.de/politik/deutschland/wahldebatte/ Wahldebatte 2021], zuvor [http://www.insm.de/insm/Presse/INSM-Veranstaltungen/2017/wahlarena-2017-bundestagswahl-position-dielinke.html Wahlarena 2017], ist eine Veranstaltungsreihe von INSM und der Tageszeitung „Die Welt“ (Axel Springer Verlag)&lt;br /&gt;
*[http://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2022/welt-zukunftsdebatte-mit-bundesminister-dr-volker-wissing-mdb-fdp WELTZUKUNFTSDEBATTE] ist eine weitere Veranstaltungsreihe von &amp;quot;Die Welt&amp;quot; und INSM&lt;br /&gt;
*[https://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2021 Webinare] u.a. zu Renten- und Sozialpolitik, Mindestlohn, Freihandel&lt;br /&gt;
*[http://www.insm.de/insm/Presse/Pressemeldungen/Hauptstadtforum--Mit-der-Sozialen-Marktwirtschaft-zur-Energiewende.html Hauptstadtforum] war eine Veranstaltungsreihe von INSM und der Tageszeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; (Axel Springer Verlag)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fernsehen und Hörfunk===&lt;br /&gt;
Die INSM bietet ihre Botschafter als Interviewpartner:innen sowie Expert:innen für Diskussionsrunden im Fernsehen und Hörfunk an. Sie liefert auch fertige Beiträge für Print- und Fernsehredaktionen. Auf die INSM-Verbindung wird meist nicht hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Medienkooperationen===&lt;br /&gt;
Kurz nach ihrer Gründung war es der INSM gelungen, eine Vielzahl von Medien in gemeinsame Projekte (Umfragen, Rankings, Publikationen, Veranstaltungen) einzubinden. Aufgrund der öffentlichen Kritik an dieser Zusammenarbeit sind diese Projekte ganz überwiegend eingestellt worden. Eine Ausnahme ist die Tageszeitung „Die Welt&amp;quot;, die in Partnerschaft mit der INSM 2021 Wahldebatten organisierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2021], insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;Die Welt&amp;quot; und die INSM kooperieren außerdem bei der Veranstaltungsreihe WELTZUKUNFSDEBATTE.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2022/welt-zukunftsdebatte-mit-bundesminister-dr-volker-wissing-mdb-fdp WELTZUKUNFTSDEBATTE], insm.de vom 06.09.2022, abgerufen am 17.09.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterrichtsmaterialien und Bildung===&lt;br /&gt;
Die INSM stellt Lehrern fertig benutzbare Materialien zum Thema Wirtschaft für den Schulunterricht zur Verfügung. [http://www.wirtschaftundschule.de/WUS/homepage/Unterrichtsmaterial.html Wirtschaft und Schule] heißt das Projekt der INSM. Unter dem Vorwand, Schülern einen erfolgreichen Start in das Berufsleben zu ermöglichen, wird Hauptschüler:innen, Realschüler:innen, Gymnasiast:innen und Berufsschüler:innen ein einseitiges, neoliberales Weltbild vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/?p=227 Christine Wicht und Carsten Lenz: PR-Agenturen unter dem Deckmantel „zivilgesellschaftlichem Engagements, NachDenkSeiten, 4. Januar 2006], Website nachdenkseiten, abgerufen am 5. 8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iboeb.org/moeller_hedtke_netzwerkstudie.pdf Lucca Möller/Reinhold Hedtke: Wem gehört die ökonomische Bildung? Notizen zur Verflechtung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, Bielefeld 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ioeb.de/sites/default/files/pdf/Wissenschaft%20light%20im%20Forschungskleid.pdf Stellungnahme zum Gutachten Möller/Hedtke]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zentrale Forderung der Unterrichtsmaterialien lautet: weniger staatliche Regulierung – mehr Freiheit des Marktes. Herausgeber des Lehrerportals ist die IW Medien, eine Tochter des [[Institut der deutschen Wirtschaft]], dem Alleingesellschafter der INSM. Bis 2014 war die INSM unmittelbar für das Portal verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM veröffentlicht jährlich einen sogenannten Bildungsmonitor, in dem Bildungssysteme aus Sicht der Wirtschaft bewertet werden. Der deutsche Lehrerverband lehnt das Ranking ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/karriere/lehrerverband-kritisiert-bildungsmonitor-2019-a-1282199.html], Lehrerverband kritisiert Bildungsmonitor, 16.08.2019, Der Spiegel, abgerufen am 18.06.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM unterstützt '''Focus Money''' beim Schulprojekt [http://www.medialine.de/deutsch/engagement/bildung/wir-erklaeren-die-wirtschaft.html Wir erklären die Wirtschaft]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/?p=2130 Nachdenkseiten vom 22. Februar 2007], Website nachdenkseiten, abgerufen am 30.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Promotionskolleg zur Sozialen Marktwirtschaft kooperiert die INSM mit der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kas.de/de/web/begabtenfoerderung-und-kultur/das-kolleg] KAS. Das Kolleg, abgerufen 18.06.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere mediale Mittel===&lt;br /&gt;
Des weiteren nutzt die INSM Anzeigenkampagnen, Presseinfos, Broschüren, Magazinen, Büchern, Plakataktionen und das INSM-Lexikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik an der INSM==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen das Lieferkettengesetz===&lt;br /&gt;
Die INSM schaltete am 8. Juni 2021 eine Reihe von Zeitungsanzeigen gegen das deutsche Lieferkettengesetz. &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;ve-pasteProtect&amp;quot; style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot; data-ve-attributes=&amp;quot;{&amp;amp;quot;style&amp;amp;quot;:&amp;amp;quot;font-weight: normal&amp;amp;quot;}&amp;quot;&amp;gt;Das Gesetz soll Unternehmen dazu verpflichten, ihren Sorgfaltspflichten in der globalen Produktion nachzukommen. Dazu gehört insbesondere die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards. &amp;lt;/span&amp;gt; Die Kampagne war &amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;in den überregionalen Zeitungen FAZ, Welt und Handelsblatt erschienen. Es hieß darin, das Gesetz führe zu ''„''&amp;lt;/span&amp;gt;überbordender Bürokratie“, stelle Unternehmen unter „Generalverdacht“ und zuletzt: „Das geplante Gesetz legt den Handel an die Kette, begrenzt unternehmerische Freiheit und führt nicht zu besseren Arbeits- und Lebensbedingungen vor Ort“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/lieferkettengesetz-mehr-buerokratie-weniger-menschenrechte Lieferkettengesetz: Mehr Bürokratie, weniger Menschenrechte] insm.de vom 07.06.2021, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Organisationen wie UNICEF forderten hingegen, das Gesetz müsse nachgeschärft werden, damit es überhaupt Wirkung erzeugen könne.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/-/lieferkettengesetz-nachbessern-auf-eu-ebene/277106 Lieferkettengesetz: Bundesregierung muss auf EU-Ebene nachbessern] unicef.de vom 25.06.2021, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Die Initiative Lieferkettengesetz hatte bereits zuvor kritisiert, dass Wirtschaftsverbände Vorschläge für das Lieferkettengesetz oftmals falsch darstellten und  ein Untergangsszenario für die deutsche Exportwirtschaft heraufbeschwörten, das ''„sachlichen Grundlagen entbehre“''.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lieferkettengesetz.de/pressemitteilung/zum-tag-der-industrie-grosse-unternehmensverbaende-wollen-rueckschritte-beim-menschenrechtsschutz-initiative-lieferkettengesetz-zeigt-einflussnahme-von-unternehmensverbaenden-auf-positionen-des-wir/ Zum Tag der Industrie: Große Unternehmensverbände wollen Rückschritte beim Menschenrechtsschutz – Initiative Lieferkettengesetz zeigt Einflussnahme von Unternehmensverbänden auf Positionen des Wirtschaftsministeriums] lieferkettengesetz.de vom 05.10.2022, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Dem Argument, die deutsche Wirtschaft könne sich ein solches Gesetz nicht leisten wurde bereits 2021 von führenden Ökonom&amp;lt;/span&amp;gt;''':innen wie '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Prof. Dr. Peter Ulrich, dem Makroökonom Prof. Hans jörg Herr und der Betriebswirtin Prof. Dr. Elisabeth Fröhlich widersprochen.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;[https://www.misereor.de/fileadmin/publikationen/briefing-lieferkettengesetz-aufstand-der-lobbyisten-2021.pdf Lieferkettengesetz: Aufstand der Lobbyisten]  misereor.de, April 2021, abgerufen am 07.11.2022&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;span style=&amp;quot;text-decoration: none&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;An der Kampagne beteiligten sich die folgen Verbände: [[Gesamtmetall|Arbeitgeberverband Gesamtmetall]]; [[Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft]]; [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände|BDA Die Arbeitgeber]]; [[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]]; [[BAVC – Die Chemie Arbeitgeber]]; [[BDE: Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft]]; [[BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen]]; [[Die Familienunternehmer - ASU|Die Familienunternehmer]]; [[BDL – Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen]]; [[Markenverband; Textil + Mode Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie]]; [[VDM Verband Deutscher Metallhändler]]; [[VDMA|VDMA Verband deutscher Maschinen und Anlagenbauer;]] [[Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse|VdR – Verband der deutschen Rauchtabakindustrie]]; [[VKE-Kosmetikverband]]; [[WSM-Net: Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V]].; [[WirtschaftsVereinigung Metalle;]] [[ZDB Zentralverband Deutsches Baugewerbe]]; [[Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks]]; [[ZVEI Die Elektroindustrie]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen Kanzlerkandidatin===&lt;br /&gt;
In einer Anzeigenkampagne positionierte sich die INSM Mitte Juni 2021 mit einem direkten Angriff auf das Wahlkampfprogramm der Partei die Grünen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/anti-baerbock-kampagne-insm-reagiert-erst-jetzt-auf-antisemitismus-vorwurf-a-b75b3e82-4ad2-46b3-b482-f48cd9b2dca8], Industrielobby reagiert erst jetzt auf Vorwurf antisemitischer Untertöne, 15.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wird in der Anzeige als Moses mit Gesetzestafeln inszeniert, das politische Programm der Grünen wird als drohende &amp;quot;Staatsreligion“ betitelt. Die Anzeige erschien ganzseitig in den Printsausgaben der „FAZ“, im „Tagesspiegel“, der „Bild“-Zeitung, in der „Süddeutschen Zeitung“ (sowohl im Print wie online) und auf „ZEIT ONLINE“. Die von der INSM angeführten angeblichen &amp;quot;Verbote&amp;quot; wurden im dpa-Faktencheck als „ungenau bis falsch“  klassifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/faktenfinder/insm-wahlkampf-gruene-101.html], 14.06.2021, Tagesschau.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritisiert wurden zudem von verschiedenen Stellen die Anklänge an antisemitische Verschwörungsmythen und die orientalistische Bildsprache.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/kultur/2021-06/initiative-neu-soziale-markwirtschaft-kampagne-annalena-baerbock-wahlkampf], Assheuer u.a.: Mit allen Mitteln, 15.06.2021, ZEIT ONLINE, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat sich von der Kampagne distanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-kritik-und.1939.de.html?drn:news_id=1268984], Kritik und Antisemitismus-Vorwürfe wegen „Moses“-Kampagne gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock reißen nicht ab, 12.06.2021, Deutschlandfunk, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Die INSM wies diese Vorwürfe fünf Tage nach Erscheinen als Form des &amp;quot;Mundtot-Machens&amp;quot; zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/anti-baerbock-kampagne-insm-reagiert-erst-jetzt-auf-antisemitismus-vorwurf-a-b75b3e82-4ad2-46b3-b482-f48cd9b2dca8], Industrielobby reagiert erst jetzt auf Vorwurf antisemitischer Untertöne, 15.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-kritik-und.1939.de.html?drn:news_id=1268984], Kritik und Antisemitismus-Vorwürfe wegen „Moses“-Kampagne gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock reißen nicht ab, 12.06.2021, Deutschlandfunk, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon im Januar startete die INSM mit dem Slogan „Gute Politik geht anders, Herr Scholz!“ gegen SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in das Wahljahr. Für die Kampagne wurden ein Zitat des Ökonomen Peter Bofinger verwendet. Dieser bezeichnete es als „starkes Stück“, für den lobbyistischen Angriff auf Scholz „missbraucht“ zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html] Dieter Schnaas, Etwas mehr Qualität, bitte!, 21.02.2021, Wirtschaftswoche, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen Vizekanzler Scholz===&lt;br /&gt;
Die [https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/gute-politik-geht-anders-herr-scholz Anzeigenkampagne gegen Scholz] vom Februar 2021 wird von der Wirtschaftswoche wie folgt beschrieben: &amp;quot;Wenn die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den politischen Markt betritt, um in den Wettbewerb mit ihren ideologischen Feinden zu treten, bringt sie verlässlich nichts mit von dem, was die Initiatoren der Sozialen Marktwirtschaft im Jahr 1957 im Sinne hatten: weder Ehrlichkeit noch Fairness, schon gar nicht Ritterlichkeit und Maß. Stattdessen in dieser Woche: „Gute Politik geht anders, Herr Scholz!“ – eine oberlehrerhaft-kraftmeiernde [https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/gute-politik-geht-anders-herr-scholz Kampagne gegen den Vizekanzler, Finanzminister und Kanzlerkandidaten der SPD], hart an der Grenze zur  Desinformation und Denunziation: Scholz „bläht den Haushalt auf“ und „sägt an der Schuldenbremse“, lässt „Unternehmen im Regen stehen“ und verspricht „Hilfsgelder“, die bei den Betroffenen nicht ankommen – gerade so, als hätte das seit Monaten vor sich hin dilettierende Exekutivmanagement der Christdemokratie mit alledem rein gar nichts zu tun: Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Jens Spahn und Peter Altmaier&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html Etwas mehr Qualität, bitte!], wiwo.de vom 21.02.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Bundestagswahlkampf 2017: Verfälschung der Steuerpläne der SPD===&lt;br /&gt;
Nach einem Bericht von „Spiegel Online“ hat die INSM eine Anzeige in der „Bild“-Zeitung vom 23. Juni 2017 platziert, um Stimmung geben die Steuerpläne der SPD zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/martin-schulz-wie-der-lobbyverband-insm-die-spd-steuerplaene-verfaelscht-a-1154508.html Wie Wirtschaftslobbyisten die SPD-Steuerpläne verfälschen], 26.06.2017, spiegel.de, abgerufen am 28.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Anzeige hieß es: „Lieber Herr Schulz, Reichensteuer schon ab 60.000 Euro: Ist das Ihr Respekt vor Leistung?“ Unterschrieben war die Anzeige mit dem Kürzel: „insm.de“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit erweckt die INSM laut „Spiegel Online“ den Eindruck, dass die Reichensteuer nun auch für viele &amp;quot;Normalbürger:innen&amp;quot; mit 60.000 Jahresbruttoverdienst greifen würde. Davon könne jedoch keine Rede sein. Als Reichensteuer werde gemeinhin ein Aufschlag von drei Prozentpunkten auf den Spitzensteuersatz bezeichnet, der zur Zeit bei 42 Prozent liegt. Die Reichensteuer von 45 % greife ab 256.303 Euro zu versteuerndem Einkommen, was im Jahr 2012 gerade einmal 73.000 Steuerzahler:innen betroffen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzeige der INSM lege nahe, dass die Reichensteuer schon ab 60.000 Euro erhoben werde, was nicht zutreffe. Tatsächlich soll ab diesem Schwellenwert künftig der bisherige Spitzensteuersatz von 42 Prozent gelten, der bislang schon ab 54.058 Euro fällig gewesen sei. Der Tarifanstieg würde bis zu diesem Punkt also sogar geringer ausfallen. Weiterhin sei zu berücksichtigen, dass Spitzensteuersätze nicht für das gesamte Einkommen, sondern nur für den Teil jenseits der Grenzwerte gelten. So falle beispielsweise ein lediger Alleinverdiener mit 65.000 Euro zu versteuerndem Einkommen heute zwar unter den Spitzensteuersatz, insgesamt betrage die Steuerlast aber nur rund 29 Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Spiegel Online“ hat die INSM ihre Behauptung inzwischen relativiert. Es heiße jetzt, die SPD wolle „den Schwellenwert, ab dem mehr als 42 Prozent Steuer zu bezahlen ist, auf ab 60.000 Euro senken“.&lt;br /&gt;
===Verhältnis zu den Medien===&lt;br /&gt;
Die ARD-Sendung Monitor vom 13. Oktober 2005&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schmids-ideenschmiede.ch/pdf/MONITOR_Initiative_soz._Marktwirtschaft..pdf Gitti Müller, Kim Otto, Markus Schmidt: Die Macht über die Köpfe: Wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Meinung macht, MONITOR Nr. 539 am 13. Oktober 2005], Website schmids ideenschmiede, abgerufen am 05.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; kritisiert ein Verschwimmen der Grenzen zwischen Journalismus und Public Relations (PR), das von der INSM bewusst forciert werde. Der Medienwissenschaftler Siegfried Weischenberg stellt in dieser Sendung fest: &amp;quot;Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist höchst erfolgreich, weil es ihr gelungen ist, so einen neoliberalen Mainstream in den Medien durchzusetzen. Und das konnte auch leicht gelingen, weil die Medien kostengünstig produzieren müssen. Sie sind sehr darauf angewiesen, dass ihnen zugeliefert wird, hier gibt’s eine Lobby, die sehr wohlhabend ist. Das ist natürlich eine sehr, sehr problematische Geschichte, weil die Medien nicht das tun, was sie tun sollen. Die Journalistinnen und Journalisten fallen sozusagen aus der Rolle, weil sie nicht kritisch kontrollieren, weil sie die Interessen nicht transparent machen.“ &lt;br /&gt;
Laut Monitor haben die mit Beiträgen belieferten Sender allerdings angegeben, die Beiträge redakionell bearbeitet zu haben, die meisten Sender hätten die Zusammenarbeit mit der INSM inzwischen beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Nuernbergk hat die Öffentlichkeitsarbeit der INSM unter dem Gesichtspunkt des Verhältnisses von Journalismus und PR in einer 2005 erschienen Studie untersucht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nuernbergk.de/pdf/insm-ergebnisse.pdf Christian Nuernbergk: Die Mutmacher. Eine explorative Studie über die Öffentlichkeitsarbeit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Zusammenfassung der im Frühjahr 2005 an der Universität Münster eingereichten Magisterarbeit], Website nuernbergk, abgerufen am 4.9.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dieser Studie gibt es Anhaltspunkte dafür, dass eine Vielzahl der von der Initiative bereitgestellten Studien- bzw. Umfrageergebnisse über die Redaktionen ohne eine zuverlässige inhaltliche Auseinandersetzung an die Rezipienten gelangt sind. Es überrasche angesichts der professionellen Aufbereitung des PR-Materials, der umsichtigen Vorbereitung und der intensiven Beziehungspflege auch nicht, dass viele Journalist:innen die wirkliche Organisation der Initiative und ihre Funktion als ein strategisches Element in der Interessenvertretung von Arbeitgeberverbänden nicht erkennen wollen oder gelegentlich übersehen. Betrachte man die Berichterstattung unter diesem Gesichtspunkt, so zeige sich, dass in der weit überwiegenden Zahl der Medienberichte nähere Angaben zur Initiative, zu ihren Auftraggeber:innen und zu ihren Finanziers einfach unter den Tisch fielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Journalist:innen und Medien haben sich auf Kampagnen der INSM eingelassen, vgl. „Getarnte Lobby – Wie Wirtschaftsverbände die öffentliche Meinung beeinflussen“ des ARD-Magazins Plusminus vom 13. Oktober 2005&amp;lt;ref&amp;gt;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – Wie unabhängig sind Journalisten?, 2005-10-14 , zitiert nach [http://www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Initiative_Neue_Soziale_Marktwirtschaft Fulda Wiki], abgerufen am 3.9.2011, da der Bericht nicht  mehr im Sende-Archiv verfügbar ist&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Initiative liefere auf Bestellung Daten, erstellte daraus einen Artikel oder gar eine ganze Doppelseite wie in der Tageszeitung „Die Welt“. Die Kernaussage lautet: „50 Jahre Sozialpolitik – ein einziger Irrtum. Weg damit!“ Die INSM-Botschafter sind nach Informationen von Plusminus außerdem auf sämtlichen Kanälen Dauergäste in den Talkshows, manchmal sitzen gleich drei in einer Sendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der INSM-Anzeigen gegen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und das Wahlprogramm der Grünen prüft der Presserat derzeit (Stand: 17.06.2021), ob ein Verfahren gegen „Sueddeutsche.de“ wegen der „massiven Platzierung der Inhalte und deren direkte[n] Kombination mit dem redaktionellen Inhalt“ eingeleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwdl.de/nachrichten/83231/insmkampagne_presserat_prueft_verfahren_gegen_sz/], Alexander Krei: &lt;br /&gt;
INSM-Kampagne: Presserat prüft Verfahren gegen &amp;quot;SZ&amp;quot;, 16.06.2021, DWDL.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eigene Außendarstellung der INSM===&lt;br /&gt;
Die INSM bezeichnet sich auf ihrer Website als „branchen- und parteiübergreifende Plattform und offen für alle, die sich dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft verbunden fühlen“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;Initiative&amp;quot; ist missverständlich. Im Allgemeinen versteht man unter Initiative den Zusammenschluss von Personen zur Durchsetzung ihrer gemeinsamen Ziele (z. B. Bürgerinitiative). Bei [[Gesamtmetall]], die die INSM gegründet hat und finanziert, handelt es sich dagegen um einen Zusammenschluss von Unternehmen zur Wahrnehmung ihrer wirtschaftlichen Interessen, d.h. um eine klassische Lobbyarbeit. Branchenübergreifend kann nur so verstanden werden, dass die INSM versucht, die Öffentlichkeit in einer die Interessen aller Unternehmen (nicht nur der Metall- und Elektroindustrie) begünstigenden Weise zu beeinflussen. Für die Unterstützung dieser Ziele sind zwar grundsätzlich Mitglieder aller Parteien willkommen, doch zeigt die Parteizugehörigkeit der in den INSM-Gremien vertretenen Personen, dass fast alle Parteimitglieder dem Wirtschaftsflügel der CDU oder der FDP zuzurechnen sind. Irreführend ist auch der Hinweis auf die Verbundenheit mit dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft. Die Soziale Marktwirtschaft soll ja gerade in eine Marktwirtschaft pur umgestaltet werden. In dieser Neuen Sozialen Marktwirtschaft ist für die herkömmliche Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit kein Platz mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schleichwerbung===&lt;br /&gt;
Im September 2005 wurde bekannt, dass die INSM im Jahr 2002 in der ARD-Serie Marienhof verdeckte Botschaften schalten ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epd.de/medien/medien_index_37159.html epd: Arzneihersteller und Apotheker ließen in der ARD schleichwerben], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; In sieben Folgen wurden Themen wie die &amp;quot;Flexibilisierung&amp;quot; des Arbeitsmarktes oder die Senkung von Steuern untergebracht. Die INSM ließ sich diese Aktion insgesamt 58.670 Euro kosten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/download/insm-marienhof-bewertung.pdf Lobbycontrol: INSM und Marienhof – Eine kritische Bewertung], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolgedessen wurde die INSM vom PR-Rat gerügt, was jedoch keine Sanktionen nach sich zog. Auf Seiten der ARD wurden Maßnahmen zur Vorbeugung von Schleichwerbung eingeführt, die Zuschauer:innen wurden allerdings nicht über die Vorfälle informiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2005/10/insm-marienhof-bewertung/ Lobbycontrol: INSM redet Schleichwerbung schön], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einschüchterung von Medien===&lt;br /&gt;
Im November 2005 berichtete die Wochenzeitschrift Freitag über Versuche der INSM, Journalist:innen, die kritisch über die Initiative berichtet hatten, mit Beschwerdebriefen an Chefredaktionen oder Intendant:innen einzuschüchtern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-medien-einschuchtern Die Medien einschüchtern, Freitag vom 11. Januar 2005], Website Freitag, zuletzt abgerufen am 15.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritische Journalist:innen würden als gewerkschaftsnah oder als Attac-Sympathisant:innen dargestellt, um ihre Glaubwürdigkeit zu untergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einwirkung auf Suchmaschinen===&lt;br /&gt;
Das Blog Perspective 2010 ist auf Unterlagen gestoßen, wie die INSM versucht, bei Suchmaschinen-Ergebnissen vor INSM-kritischen Stimmen zu landen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2007/04/unicheck-neue-studiengebuhren-kampagne-der-insm/ Kritiker unerwünscht, LobbyControl vom 13. April 2007], Website LobbyControl, abgerufen am 1.9.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Falsche Darstellung von TTIP-Studien===&lt;br /&gt;
Die Verbraucherorganisation foodwatch hatte die INSM vorgeworfen, Daten verschiedener Studien in einer Broschüre mit „12 Fakten zu [[TTIP]]“ verzerrt dargestellt zu haben. Beispielsweise wurde aus langfristig und einmalig angenommenen wirtschaftlichen Effekten ein kurzfristig und jährlich zu erwartendes Wachstum. Die angeprangerten Darstellungen sind teilweise korrigiert worden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.foodwatch.org/de/informieren/freihandelsabkommen/aktuelle-nachrichten/auch-insm-korrigiert-falschinformationen-ueber-ttip/ Auch INSM korrigiert Falschinformationen über TTIP] foodwatch am 13.03.2015, abgerufen am 13.04.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kampagne &amp;quot;12 Fakten zur Klimapolitik&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Im Sommer 2019 startete die INSM mit „12 Fakten zur Klimapolitik“ eine Kampagne zum Thema Klimaschutz. Die INSM wendet sich damit gegen eine CO2-Steuer und stellt Bemühungen auf nationaler Ebene als wirkungslos und überflüssig dar  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/klimaschutz/12-fakten-zur-klimapolitik.html 12 Fakten zur Klimapolitik] INSM am 27.06.2019, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Darstellung rief Kritik hervor, etwa durch Volker Quaschning, Professor an der HTW Berlin &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.volker-quaschning.de/artikel/Fakten-INSM/index.php. Faktencheck der &amp;quot;12 Fakten zum Klimaschutz&amp;quot; der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft INSM] Volker Quaschning am 17.07.2019, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bereits 2012 hatte die Initiative gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mobil gemacht. Sie forderte eine Umsetzung der Energiewende innerhalb eines &amp;quot;marktwirtschaftlichen Rahmens&amp;quot;, die Streichung aller Subventionen im Bereich Erneuerbarer Energien und stattdessen die Etablierung eines &amp;quot;Wettbewerbsmodells&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/energiewende/details-energiewende.html Die Energiewende braucht Soziale Marktwirtschaft. Ein Wettbewerbsmodell für Erneuerbare Energien] INSM am 09.09.2012, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Ein bekanntes Beispiel für solch eine Denkfabrik ist die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Sie erzeugt mit riesigen Kapitalmitteln Stimmung für den Rückbau des Sozialstaats und für mehr unternehmerische Freiheit. Sie verfolgt ihre Ziele, indem sie Anzeigen schaltet, Broschüren verteilt und Veranstaltungen organisiert. Dabei gibt sie sich als unabhängige, parteiübergreifende Initiative aus. Gesponsert wird sie allerdings hauptsächlich von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie.&lt;br /&gt;
Teure Einladungen, wie beispielsweise im Juni 2009 ins Hotel Adlon Kempinsksi mit Gastrednern [[Angela Merkel|Angela Merkel]] und [[Karl-Theodor zu Guttenberg|Karl-Theodor zu Guttenberg]], damals noch Wirtschaftsminister, sind kein Problem für die einflussreiche Initiative. Ein jährliches Budget von etwa 8 bis 9 Millionen Euro nach Abzug von Steuern bietet viele Möglichkeiten, Einfluss auszuüben. Das ist mehr Geld, als beispielsweise viele Umweltverbände für Ihre Arbeit insgesamt aufbringen können.“ Marco Bülow (SPD), MdB, in seinem Buch „Wir Abnicker“ &amp;lt;ref&amp;gt;Bülow, Marco: Wir Abnicker, Berlin 2010, S. 182 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Arbeitgeberverband Gesamtmetall: ''[http://www.gesamtmetall.de/gesamtmetall/meonline.nsf/id/PageGeschaeftsbericht-2013-2014_DE Geschäftsbericht 2013/14]'', S. 49 - 51&lt;br /&gt;
*Kaphegy, Tobias 2011: ''[http://www.gew.de/Binaries/Binary80604/Black%20Box%20Bildungsmonitor%20-%20Ein%20Blick%20hinter%20den%20Reiz%20des%20Rankings%20(1).pdf Black Box Bildungsmonitor? Ein Blick hinter den Reiz des Rankings. Eine Analyse und Kritik des Bildungsmonitors 2010 der INSM] Studie im Auftrag der GEW-nahen Max Träger Stiftung''&lt;br /&gt;
*Lianos, Manuel/Gutzmer, Alexander 2005: ''[http://www.politikagenda.de/_files/magazin/archiv/25_36_insm.pdf Sie werben ja nicht für Persil].'' INSM im Streitgespräch.&lt;br /&gt;
*Norbert Nicoll: Die ökonomische Rationalität in die Öffentlichkeit tragen. Zur Arbeit und Wirkungsweise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (2000-2006), Dissertation 2008, Tectum Verlag Marburg&lt;br /&gt;
*Nuernbergk, Christian 2006: ''Die PR-Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und ihr Erfolg in den Medien. Erste Ergebnisse einer empirischen Studie.'' In: Röttger, Ulrike (Hrsg.): PR-Kampagnen. Über die Inszenierung von Öffentlichkeit. 3., überarbeitete Auflage. Wiesbaden: S. 159-178.&lt;br /&gt;
*Speth, Rudolf 2004: ''[http://www.boeckler.de/pdf/fof_insm_studie_09_2004.pdf Die politischen Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.] Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.''&lt;br /&gt;
*Speth, Rudolf/Leif, Thomas 2006: ''Lobbying und PR am Beispiel der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft'', in: Leif, Thomas/Speth, Rudolf (Hrsg.): Die fünfte Gewalt. Lobbyismus in Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 14, Bonn, 302-316.&lt;br /&gt;
*Winkelmann, Ulrike 2004: ''[http://www.gazette.de/Archiv2/Gazette4/Winkelmann.pdf Strandklappstühle]'', in: Die Gazette 4, 2004, S. 32-35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Think tank]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoliberale Netzwerke]]&lt;br /&gt;
[[Category:Handelspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Klima]]&lt;br /&gt;
[[Category:TTIP]]&lt;br /&gt;
[[Category:Arbeits- und Sozialpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rente]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieferkettengesetz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
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		<title>Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft</title>
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		<updated>2024-07-12T15:34:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-INSM-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Propagierung marktliberaler Reformen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2000&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             =  Georgenstraße 22, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.insm.de insm.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)''' ist eine marktliberale Lobby-Organisation, die von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie ([[Gesamtmetall]]), zu der auch die Automobilindustrie gehört, finanziert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das operative Geschäft wird von der INSM GmbH betrieben, deren Muttergesellschaft die [[Institut der deutschen Wirtschaft|Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresabschluss der INSM GmbH zum Geschäftsjahr 2021, abrufbar beim Unternehmensregister&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 erhielt die INSM von Gesamtmetall Zuwendungen in der Höhe von 5.650.000 und 5.700.000 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002337/33093?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DInitiative%2BNeue%2BSoziale%2BMarktwirtschaft%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC &amp;lt;span style=&amp;quot;color: rgb(29, 28, 29)&amp;quot;&amp;gt;Eintrag im Lobbyregister,&amp;lt;/span&amp;gt; [http://lobbyregister.bundestag.de/ lobbyregister.bundestag.de]&amp;lt;span style=&amp;quot;color: rgb(29, 28, 29)&amp;quot;&amp;gt;, abgerufen am 09.07.2024&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahlungen summierten sich seit 2000 auf rund 100 Mio. Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.igmetall.de/politik-und-gesellschaft/trau-schau-wem Trau schau wem], igmetall,de vom 06.08.2020, abgerufen am 22.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kuratoriumsvorsitzende der INSM, Stefan Wolf (CDU-Mitglied), ist Präsident von [[Gesamtmetall]], Vorstandsvorsitzender des Autozulieferers ElringKlinger AG&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedwestmetall.de/presse/me-stories/2017/04/showmeyourdesk-mit-dr-stefan-wolf-elringklinger-ag #ShowMEyourdesk mit Stefan Wolf], suedwestmetall.de, abgerufen am 22.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; und Vorstandsmitglied des [[Verband der Automobilindustrie|Verbandes der Automobilindustrie]] (VDA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM platziert ihre politischen Botschaften bei Entscheidungsträger:innen und in der Bevölkerung und will u.a. erreichen, dass der Arbeitsmarkt, Sozial- und Tarifpolitik und das Bildungswesen stärker an den Bedürfnissen von Unternehmen und am Wettbewerb ausgerichtet werden. Das beinhaltet auch die Abschwächung von klimapolitischen Regulierungen. Die INSM greift seit einigen Jahren mit hohem finanziellen Aufwand über entsprechende Kampagnen in den Wahlkampf zugunsten wirtschaftsnaher Parteien ein und verändert dadurch die Erfolgschancen der Parteien im Wettbewerb um Wählerstimmen. So arbeitet bei der Agentur Commarco Communications ein maßgeschneidertes Team exclusiv für die INSM, das projektbezogen von Spezialisten aus der Commarco-Gruppe unterstützt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.wpp.com/news/2011/04/wpp-agrees-to-acquire-commarco-gmbh-a, abgerufen am 12.07.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polemischen Kampagnen der INSM werden auch in der wirtschaftsnahen Presselandschaft zum Teil kritisch gesehen. So heißt es 2021 in der &amp;quot;Wirtschaftswoche&amp;quot;: &amp;quot;Wenn die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den politischen Markt betritt, um in den Wettbewerb mit ihren ideologischen Feinden zu treten, bringt sie verlässlich nichts mit von dem, was die Initiatoren der Sozialen Marktwirtschaft im Jahr 1957 im Sinne hatten: weder Ehrlichkeit noch Fairness, schon gar nicht Ritterlichkeit und Maß&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html Etwas mehr Qualität, bitte!], wiwo.de vom 21.02.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie ([[Gesamtmetall]]), zu der auch die Automobilindustrie gehört,  gründeten im Dezember 1999 die berolino.pr GmbH. Sie wurde mit dem Aufbau und der Leitung einer Reforminitiative betraut.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/FAQ.html Alles über die INSM], insm.de, abgerufen am 13.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Herbst 2000 betreibt die GmbH ihre Kampagne unter der Bezeichung „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH“ (INSM). Alleingesellschafterin von berolino.pr/INSM ist das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH, in der die publizistischen und PR-Aktivitäten des [[Institut der deutschen Wirtschaft]] gebündelt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bekanntmachung im Bundesanzeiger zum Geschäftsjahr 2015 der INSM und Konzernabschluss des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH zum Geschäftsjahr 2015, www.bundesanzeiger.de, abgerufen am 18.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; 2007 firmiert die berolino.pr GmbH in INSM Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH um. 2010 wird der Sitz der Initiative von Köln nach Berlin verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eingeschaltete Agenturen==&lt;br /&gt;
Mit der Konzeptgestaltung wurde bis 2010 die Agentur für Kommunikation [[Scholz &amp;amp; Friends]] betraut, die seit 2011 zur [[WPP Group]] gehört. Scholz &amp;amp; Friends hat nach Analysen des Politikwissenschaftlers Rudolph Speth die INSM „erfunden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boeckler.de/pdf/fof_insm_studie_09_2004.pdf Rudolph Speth: Die politischen  Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Hans Böckler Stiftung, 2004, S. 9], Website boeckler, abgerufen am 4.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt arbeiteten bei Scholz &amp;amp; Friends an dem Projekt laut Speth rund 40 Personen unter Beteiligung der Disziplinen PR, Werbung, Internet und  TV. Von 2010 bis 2015 wurde die INSM von der Agentur [[Serviceplan Public Opinion]] betreut. Seit Januar 2015 ist [[Blumberry]] für Werbung und PR zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.horizont.net/agenturen/nachrichten/Blumberry-Commarco-Agentur-loest-Serviceplan-bei-INSM-ab-130704 Commarco-Agentur löst Serviceplan bei INSM ab], horizont.net vom 01.10.2014, abgerufen am 03.02.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Blumberry ist ein Tochterunternehmen der Holding [[Commarco]], die wiederum zur [[WPP Group]] gehört. Im August 2018 wechselte die Zuständigkeit für INSM innerhalb von Commarco zur [https://www.campus-communications.com/de/ Commarco Campus Communications GmbH]. Für PR und Werbung der INSM ist nun exklusiv ein eigenes Team zuständig. Erklärtes Ziel ist es, &amp;quot;auch unter den Vorzeichen einer immer dynamischeren Meinungsbildung im politischen Raum die volle Kommunikationswirkkraft über alle Disziplinen hinweg zu entfalten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.commarco.com/de/pressemitteilung/], commarco.com, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; ADVERB - Agentur für Verbandskommunikation unterstützt die INSM bei der digitalen Lobbyarbeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://agentur-adverb.de/projekt/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft/digital-public-affairs/ Digital Public Affairs],agentur-adverb.de, abgerufen am 17.02.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit der INSM erarbeitet ADVERB eine Kanalstrategie für den Kurznachrichtendienst Twitter, um die Botschaften der INSM bei politischen und medialen Akteuren zu platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele==&lt;br /&gt;
Nach klassischem Verständnis ist die Soziale Marktwirtschaft eine ordnungspolitische Konzeption, die das Wettbewerbssystem mit der Idee der sozialen Gerechtigkeit und der sozialen Sicherheit verbindet. Nach ordoliberalen Vorstellungen ist eine Wettbewerbsordnung im Prinzip zwar bereits an sich sozial, doch ist sie dort zu begrenzen, wo sie sozial unerwünschte Ergebnisse zeitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, Walter Eucken Institut, Vorträge und Aufsätze, Tübingen 1986, S.25&amp;lt;/ref&amp;gt;  Was als „sozial wirksam“ zu begründen ist und noch als ordnungskonform gelten kann, ist im Prinzip zu rechtfertigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Markt wird hier nicht als unfehlbarer Automatismus verstanden, sondern als eine Regel mit Ausnahmen. Versagt der Markt ausnahmsweise, sollte der Staat eingreifen, um den „Wohlstand für alle“ zu sichern. Diese Ausnahme wurde dann in der Praxis der „Sozialen Marktwirtschaft“ recht großzügig ausgelegt. So soll der Staat dafür sorgen, dass durch Umverteilung und Korrektur der am Markt entstandenen Einkommen eine als gerecht empfundene Einkommens- und Vermögensverteilung sowie weitgehende Chancengleichheit und soziale Sicherheit breiter Schichten hergestellt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Bunte, in Langen/Bunte, Kommentar zum deutschen und europäischen Kartellrecht, Bd. 1, 10. Aufl., Einführung Rdnr. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;  Hierzu gehören z. B. ein die eigenverantwortliche Daseinsfürsorge ergänzendes System der sozialen Sicherung, eine breite Streuung des Eigentums, Mitbestimmung sowie die Herstellung von Chancengleichheit im Bildungswesen. Nach Müller-Armack, der als Staatssekretär von Ludwig Erhard den Begriff &amp;quot;Soziale Marktwirtschaft&amp;quot; geprägt hat, sind dieser sogar „Minimallöhne“ (= Mindestlöhne) zugehörig.&amp;lt;ref&amp;gt;Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, S. 26, Fußnote 58&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Neue an der Neuen Sozialen Marktwirtschaft, die die INSM propagiert, besteht darin, dass die sozialen Bestandteile weitgehend eliminiert werden, da sie den Interessen der Arbeitgeber widersprechen. Der Staat soll sich aus dem wirtschaftlichen und sozialen Geschehen zurückziehen, d. h. auf soziale Korrekturen und Sicherungsmaßnahmen verzichten, auch wenn die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft. Umschrieben wird dieser Grundgedanke auf der Website der INSM („Was will die INSM konkret“) als „konsequente und konsistente wettbewerbliche Ausrichtung unserer Wirtschafts- und Sozialordnung“, „Beschränkung des Staates auf seine Kernkompetenzen“ sowie „Stärkung des Prinzips 'Hilfe durch Selbsthilfe'“. In ihren Kampagnen, Auftragsstudien und Unterrichtsmaterialien werden Privatisierungen, Deregulierungen, Steuersenkungen, der Abbau von Subventionen, eine Senkung der Arbeitskosten, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes (Abbau des Kündigungsschutzes, flexible Arbeitszeiten), mehr Eigenvorsorge im Gesundheitssystem und die kontinuierliche Erhöhung des Renteneintrittsalters gefordert. Mindestlöhne und die Finanztransaktionssteuer werden abgelehnt. Rechte der Arbeitnehmer:innen stellt die INSM ausschließlich als Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen dar. Die gesetzliche Renten- und Pflegeversicherung wird problematisiert und stattdessen die Einführung von kapitalgedeckten Versicherungen gefordert, deren Probleme (hohe Verwaltungskosten, Risiken aufgrund von Finanzmarktkrisen, Unerschwinglichkeit für Niedrigverdiener) unerwähnt bleiben. Aus Sicht der Arbeitgeber:innen haben private kapitalgedeckte Versicherungen den Vorteil, dass sie allein durch die Arbeitnehmer:innen bezahlt werden, gesetzliche Versicherungen aber werden von den Arbeitgeber:innen mitfinanziert. In der Bildungspolitik wird mehr Wettbewerb und Effizienz gefordert, wozu Studiengebühren sowie die Auswahl der Studierenden durch die Hochschulen beitragen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Recherchen des Journalisten Thomas Fricke kämpft die INSM seit Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*gegen Vermögensteuern&lt;br /&gt;
*gegen höhere Erbschaftsteuern&lt;br /&gt;
*stattdessen für sinkende Steuern für Reiche und Unternehmen&lt;br /&gt;
*gegen den Mindestlohn&lt;br /&gt;
*gegen ein Aus für Verbrenner-Motoren&lt;br /&gt;
*gegen Hindernisse, die Leute auf Zeit oder mit Werkverträgen zu beschäftigen&lt;br /&gt;
*gegen das Lieferkettengesetz&lt;br /&gt;
*gegen Geld-Transfers für andere EU-Länder&lt;br /&gt;
*gegen Umverteilung (nach unten)&lt;br /&gt;
*gegen Rettungsschirme der Europäischen Zentralbank in Krisenzeiten&lt;br /&gt;
*und gegen gemeinschaftliche Finanzierung großer Projekte und Reformen in der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-propaganda-fuer-die-welt-von-vorgestern-a-904a71b4-e5f0-4ed5-83d6-e2ee19424142 Propaganda für die Welt von vorgestern], spiegel.de vom 18.06.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Geschäftsführer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thorsten Alsleben, zuvor Hauptgeschäftsführer der [[Mittelstands- und Wirtschaftsunion]] der CDU. Laut „Tagesspiegel“ soll er selbst dem Vorsitzenden Friedrich Merz zu reaktionär sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/chefwechsel-beim-lobbyclub-der-industrie-cdu-politiker-ubernimmt-initiative-8925814.html Chefwechsel beim Lobbyclub der Industrie], tagesspiegel.de vom 26.11.2022, abgerufen am 13.12.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Alsleben selbst bezeichnet sich auf Twitter als &amp;quot;Christlich.ordoliberal. Konservativer Modernisierer&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BerlinReporter/status/1317810073763270657 Thorsten Alsleben], twitter.com, abgerufen am 13.12.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Geschäftsführer&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Leif: beraten &amp;amp; verkauft McKinsey &amp;amp; Co. - der große Bluff der Unternehmensberater, München 2006, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hubertus Pellengahr, ehem. Geschäftsführer des [[Hauptverband des Deutschen Einzelhandels|Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels]] (HDE)&lt;br /&gt;
*[[Tasso Enzweiler]], ehem. Chefreporter bei der &amp;quot;Financial Times Deutschland&amp;quot;, wechselte nach seinem Ausscheiden bei der INSM als Managing Director zur PR-Agentur [[Hering Schuppener]], wurde danach Geschäftsführer bei [[Ketchum Pleon]] Deutschland und gründete 2013 die Managementberatung [[Enzweiler &amp;amp; Partner]]&lt;br /&gt;
*Dieter Rath, leitete zuvor die PR-Abteilung beim [[BDI]]&lt;br /&gt;
*Max Alexander Höfer, früherer Journalist bei Capital&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Prokurist===&lt;br /&gt;
Michael Burbach (Stand: 02/2023)&amp;lt;ref&amp;gt;[Eintrag im Handelsregister des AG Charlottenburg, Abruf am 24.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; ist gleichzeitig Prokurist des Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag im Handelsregister des Amtsgerichts Köln, Abruf vom 24.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kommunikationschef===&lt;br /&gt;
Carl-Victor Wachs, Leiter Kommunikation und Presse, zuvor: Politikredakteur bei der &amp;quot;Bild&amp;quot;-Zeitung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/wachs-wird-kommunikationschef-der-insm/ Wachs wird Kommunikationschef der INSM], politik-kommunikation.de vom 11.07..2023, abgerufen am 03.08.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Public Affairs===&lt;br /&gt;
Cheflobbyist ist Stephan Einenckel, zuvor: Referent für Wirtschaftspolitik und politische Kontakte bei [[Die Familienunternehmer - ASU]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist.innen===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt die INSM an, (Stand: 09.08.2022) 1- 10 Lobbyist:innen zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002337/5370?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DINSM%26pageSize%3D10%26sort%3DREGISTRATION_DESC INSM], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 17.09.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Die folgenden weiteren Lobbyisten werden namentlich genannt:  Jörg Sautner, Florian Hennet, Johannes Eber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Referent für Volkswirtschaft und Grundsatzfragen===&lt;br /&gt;
Philipp Despot, zuvor: wissenschaftlicher Mitarbeiter beim CDU-Bundestagsabgeordneten Tilman Kuban, Pressesprecher der Jungen Union, Kampagnenreferent bei der CDU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beirat===&lt;br /&gt;
Gesteuert und kontrolliert wird die INSM durch den Beirat, in dem sich neben Vertretern von Gesamtmetall auch Vertreter der anderen Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Speth: Strategien, S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kommen Experten für Demoskopie, die über Meinungs- und Stimmungstrends informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzender ist Stefan Wolf&lt;br /&gt;
**auch Kuratoriumsmitglied der INSM&lt;br /&gt;
**Präsident des Arbeitgeberverbandes [[Gesamtmetall]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium===&lt;br /&gt;
Vorsitzender des Kuratoriums ist Stefan Wolf, Präsident des Arbeitgeberverbandes [[Gesamtmetall]], Vorstandsvorsitzender des Autozulieferers ElringKlingerAG, Vorstandsmitglied des [[Verband der Automobilindustrie]] (VDA), Vizepräsident der [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (VDA), Vorsitzender des Beirats der INSM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2024) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html Kuratoren und Botschafter], insm.de, abgerufen am 18.10.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Botschafter===&lt;br /&gt;
Die Botschafter unterstützen die INSM dabei, in der Öffentlichkeit Meinungen zu platzieren und Meinungen zu verändern. Sie geben Interviews, schreiben Gastbeiträge und treten in Talkshows auf, meist ohne darauf hinzuweisen, dass ihre Äußerungen vorher mit der INSM koordiniert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Speth: Die politischen Strategien, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen werden sie beispielsweise als &amp;quot;Experten für Steuerrecht&amp;quot; vorgestellt oder einfach mit ihrer beruflichen Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Roland Berger]]&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, Chairman der RiverRock European Capital Partners LLP, Mitbegründer des [[Konvent für Deutschland]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Christoph Burmann&lt;br /&gt;
|Inhaber des Stiftungslehrstuhls für innovatives Markenmanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen (der Lehrstuhl wurde von Markenartikelunternehmen wie Kraftfoods Deutschland und der Brauerei Beck &amp;amp; Co. gespendet)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Dominique Döttling&lt;br /&gt;
|Chief People Officer bei Ibeo Automotive Systems GmbH, bis 2021Geschäftsführende Gesellschafterin der Döttling &amp;amp; Partner Beratungsgesellschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Florian Gerster]]&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, frühere Positionen: Vorsitzender des Bundesverbands Paket und Expresslogistik, Präsident des Bundesverbands Briefdienste, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit (später umbenannt in Bundesagentur für Arbeit), seit 2020 Mitglied der FDP (ehem. SPD-Politiker)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Martin Kannegießer]]&lt;br /&gt;
|Ehrenpräsident des Arbeitgeberverbands [[Gesamtmetall]], Geschäftsführer Herbert Kannegiesser GmbH, ehem. Vorsitzender des Kuratoriums der INSM&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Otmar Issing]]&lt;br /&gt;
|Ehrenvorsitzender des [[Center for Financial Studies]], Mitglied des Kuratoriums und Preisträger der [[Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung]], ehem. Chefvolkswirt der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Oswald Metzger]]&lt;br /&gt;
|Redakteur bei Tichys Einblick, Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]] und des Strategischen Beirats der [[Die Familienunternehmer - ASU]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Arend Oetker]]&lt;br /&gt;
|Geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Arend Oetker Holding, Vizepräsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Präsidiumsmitglied des [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA), Präsident der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik]], Mitglied der CDU, unterzeichnete den &amp;quot;Energiepolitischen Appell&amp;quot; der Atomlobby zur Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Walther Otremba]]&lt;br /&gt;
|Ehem. Staatssekretär in verschiedenen Bundesministerien, unter anderem im Bundeswirtschaftsministerium, Vorsitzender [[Bundesverband Briefdienste]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Karl-Heinz Paqué]]&lt;br /&gt;
|Inhaber des Lehrstuhls für internationale Wirtschaft der Uni Magdeburg, Vorstandsvorsitzender der [[Friedrich-Naumann-Stiftung]]  und Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]], Mitglied des Beirats der Denkfabrik [https://denkfabrik-r21.de/ REPUBLIK21 e.V.], ehem. Finanzminister von Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bernd Raffelhüschen]]&lt;br /&gt;
|Professor für Finanzwissenschaften an der Uni Freiburg, Direktor des [[Forschungszentrum Generationenverträge]] (FZG), Mitglied des Aufsichtsrat der Union Investment Privatfonds GmbH, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]] (ehem. Vorsitzender der Kommission Alterssicherung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/42899/499329 Pressemitteilung vom 13.11.2003], presseportal.de, abgerufen am 21.12.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;), Mitglied des Vorstands der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arndt Rautenberg&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, Gründer und Managing Partner von Rautenberg &amp;amp; Company (Beratungsunternehmen für Finanzinvestoren), ehemaliger Strategiechef [[Deutsche Telekom]], Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Randolf Rodenstock]]&lt;br /&gt;
|Geschäftsführender Gesellschafter der Optische Werke [[G. Rodenstock GmbH &amp;amp; Co. KG]], ist bzw. war in leitender Funktion in einer Vielzahl von Verbänden und neoliberalen Netzwerken aktiv, u. a. dem INSM-Finanzier [[Gesamtmetall]] und der INSM-Muttergesellschaft [[Institut der deutschen Wirtschaft]](IW) jeweils als Vizepräsident, Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]] und des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kristina Schröder&lt;br /&gt;
|Publizistin und Kolumnistin bei der Tageszeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot;, ehem. Bundesfamilienministerin (CDU), Stellv. Leiterin der Denkfabrik [https://denkfabrik-r21.de/ REPUBLIK21 e.V.]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nikolaus Schweickart]]&lt;br /&gt;
|Vorsitzender des Kuratoriums der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Ehrenmitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrates der CDU]] und ehem. Vorstandsvorsitzender der [[Altana]] AG sowie ehem. Vorsitzender der [[Altana Kulturstiftung]] gGmbH und der [[Herbert Quandt-Stiftung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Jürgen Stark]]&lt;br /&gt;
|Ehem. Chefvolkswirt und Mitglied im Direktorium der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB), Mitglied des Kuratoriums der [[Bertelsmann Stiftung]], Mitglied des Beirats der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erwin Staudt&lt;br /&gt;
|Ehem. Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland, Initiator der [https://initiatived21.de/ueber-uns/geschichte-und-meilensteine Initative D21], Mitglied des Aufsichtsrats der USU Software AG, Mitglied der SPD&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Thomas Straubhaar]]&lt;br /&gt;
|bis 8/2014 Direktor des [[Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut]] (HWWI), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]], Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich-Naumann-Stiftung]], Mitglied des Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2024) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html Webseite INSM - Die Botschafter der INSM Stimmen der Sozialen Marktwirtschaft] abgerufen am 19.10.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ehemalige Kuratoren und Botschafter'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Arnulf Baring]]&lt;br /&gt;
|Jurist, Publizist und Historiker, unterstützt Stiftungen wie die FDP-nahe [[Friedrich-Naumann-Stiftung]] sowie die [[Konrad-Adenauer-Stiftung]] und ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Marie-Luise Dött]]&lt;br /&gt;
|(siehe Förderverein)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Johann Eekhoff]]&lt;br /&gt;
|Staatssekretär a.D., Direktor des [[Institut für Wirtschaftspolitik]] an der Uni Köln, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]], bis Ende 2010 Sprecher des &amp;quot;Kronberger Kreises&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
|am 3. März 2013 verstorben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Michael Glos]]&lt;br /&gt;
|CSU-Politiker, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie 2005-2009&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Paul Kirchhof]]&lt;br /&gt;
|ehem. Richter am Bundesverfassungsgericht, Preisträger der [[Friedrich August von Hayek Stiftung]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]], setzt sich für eine Steuerreform ein, die &amp;quot;vor allem Manager...sowie die Verwalter und Erben großer Vermögen&amp;quot; entlastet&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.376223.de/11-28-4.pdf Stefan Bach: Kirchhof macht sich das Steuerrecht einfach], Website DIW, abgerufen am 18.7.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eberhard von Körber&lt;br /&gt;
|Präsident des Verwaltungsrates der Eberhard von Körber AG, Zürich, ehemaliger Co-Präsident des Club of Rome, ehemaliger Vorstandschef und Aufsichtsratsvorsitzender von [[ABB]], 1990-1998 Mitglied des Beraterkreises der Bundesregierung (Kanzlerrunde) unter Bundeskanzler [[Helmut Kohl]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rolf Peffekoven&lt;br /&gt;
|ehem. Direktor des Instituts für Finanzwissenschaft der Uni Mainz, ehem. Mitglied des [[Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung]] (SVR), Mitglied des  [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen]], des Wissenschaftlichen Beirats der [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]] und des Beirats der [[DZ BANK]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Christine Scheel]]&lt;br /&gt;
|ehem. Politikerin der Grünen, Mitglied des Expertenrates der [[CNC Communications &amp;amp; Network Consulting]])&lt;br /&gt;
|trat im Dezember 2004 aus der INSM aus&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/scheel-verlaesst-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft/2445174.html Scheel verlässt Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Handelsblatt vom 1. Dezember 2004], Website HB, abgerufen am 22. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, beteiligte sich aber auch danach noch an deren Kampagnen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/Themen/Soziale-Marktwirtschaft/60-Jahre-Soziale-Marktwirtschaft/Stimmen-aus-der-Politik.html 60 Jahre Soziale Marktwirtschaft Stimmen aus der Politik Christine Scheel 4. September 2009], Website der INSM, abgerufen am 22. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Lothar Späth]]&lt;br /&gt;
|CDU, ehem. BaWü-Ministerpräsident, ehem. Geschäftsführer der [[Jenoptik]], ehem. Deutschland-Chef und später Senior Advisor bei der Investmentbank [[Merrill Lynch]], ehem. Vorsitzender des Aufsichtsrats der [[Herrenknecht]] AG, beriet zuletzt vor allem mittelständische Unternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.econ-referenten.de/pdf_erzeugung/exports/prof-dr-hc-lothar-spaeth-ministerpraesident-ad.pdf Econ Referenten Agentur Lothar Späth], Website econ-referenten, abgerufen am 2.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|am 18. März 2016 verstorben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Edmund Stoiber]]&lt;br /&gt;
|ehrenamtlicher Leiter einer EU-Arbeitsgruppe zum Bürokratieabbau, CSU, Ex-Bayern-Ministerpräsident, CSU-Vorsitzender 1999-2007&lt;br /&gt;
|verließ die INSM nach deren Kritik an den Agrarsubventionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Hans Tietmeyer]]&lt;br /&gt;
|ehem. Präsident der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]], Mitglied der Kuratoriums der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], der [[Friedrich August von Hayek Stiftung]], der [[Stiftung Ordnungspolitik]]/[[Centrum für Europäische Politik]] und Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]). Bis Juli 2013 war Tietmeyer Kuratoriumsvorsitzender der INSM.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesamtmetall.de/gesamtmetall/meonline.nsf/id/PageGeschaeftsbericht-2013-2014_DE Gesamtmetall Geschäftsbericht 2013/14], S. 51, zuletzt aufgerufen am 1. Oktober 2010, dort heißt es: &amp;quot;Im Juli 2013 verabschiedete die INSM ihren langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden, den ehemaligen Präsidenten der Bundesbank Prof. Dr. Hans Tietmeyer, mit einem Symposium „Soziale Marktwirtschaft für Europa“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |am 27. Dezember 2016 verstorben&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftliche Beratung===&lt;br /&gt;
Als wissenschaftlicher Berater fungiert das [[Institut der deutschen Wirtschaft]], das als Muttergesellschaft der INSM wirtschaftspolitische Analysen und Konzepte aus der Sicht der Wirtschaft erarbeitet. Zwischen der INSM und dem Institut der deutschen Wirtschaft gibt es auch eine Vielzahl personeller Verflechtungen. In Medienfragen arbeitet die INSM mit diversen Meinungsforschungsinstituten - wie dem Institut für Demoskopie Allensbach&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ifd-allensbach.de/leistungsspektrum/referenzen.html Referenzen], ifd-allensbach.de, abgerufen am 13.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; - zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ÖkonomenBlog===&lt;br /&gt;
Der ÖkonomenBlog ist ein Projekt der INSM. Die Autor:innen sind [http://www.insm-oekonomenblog.de/autoren/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören der Geschäftsführer der INSM, die INSM Redaktion, der Leiter des [[Institut der deutschen Wirtschaft]], Botschafter der INSM sowie wirtschaftsfreundliche Wissenschaftler:innen (Professor:innen und Mitarbeitende von Instituten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Förderverein===&lt;br /&gt;
Der im Juni 2005 gegründete Förderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (FINSM) e.V. ist am 22. Februar 2016 aufgelöst worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vereinsregister des Amtsgerichts Köln, VR 14812, Abdruck vom 13.02.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Liquidator war [[Oswald Metzger]] (seit 2012 Vereinsvorstand).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Hans Tietmeyer]] (Vorstand bis 2014) war bis 2012 auch Vorsitzender des Kuratoriums, danach wurde er Botschafter (vgl. dortige Erläuterungen)&lt;br /&gt;
*[[Florian Gerster]] (ab 2009 Vorstand), SPD, Unternehmensberater und Lobbyist, Mitglied des Wirtschafts- und Zukunftsrats für Hessen, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband Briefdienste]], ehem. Vorsitzender der [[Bundesanstalt für Arbeit]] - heutige Bezeichnung [[Bundesagentur für Arbeit]] (wegen eines umstrittenen Auftrags an die Lobby- und PR-Agentur [[WMP Eurocom]] entlassen)&lt;br /&gt;
*[[Johanna Hey]], Direktorin des [[Institut Finanzen und Steuern]] und des Instituts für Steuerrecht an der Uni Köln, ist Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen |Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen]], Mitglied des Zentralen Beirats der [[Commerzbank]], Mitglied der Lenkungsgruppe der &amp;quot;Kommission Steuergesetzbuch&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]] und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrats der CDU]]. Sie hält die &amp;quot;Reichensteuer&amp;quot; für &amp;quot;verfassungsrechtlich hoch problematisch&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ftd.de/politik/deutschland/:reichensteuer-ist-verfassungsrechtlich-hoch-problematisch/69396.html Reichensteuer ist verfassungsrechtlich hoch problematisch, Financial Times Deutschland vom 2. Mai 2006], Website der FTD, abgerufen am 13.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, davor Präsident der Freien Universität Berlin, parteilos, gilt als CDU- und wirtschaftsnah&amp;lt;ref&amp;gt;Universität Hamburg - Kandidat Dieter Lenzen, Der Spiegel vom 13. November 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Roman Herzog Institut]], Vorsitzender des Aktionsrats Bildung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)&lt;br /&gt;
*[[Friedrich Merz]], Jurist, Lobbyist,  Aufsichts- und Beiratsmitglied in verschiedenen Unternehmen, Mitarbeiter der Kanzlei Mayer, Brown, Rowe &amp;amp; Maw LLP, ehemaliger Politiker und CDU-Finanzexperte, Präsidiumsmitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrats der CDU]], Mitglied des Politischen Beirats der „Kommission Steuergesetzbuch“ der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*Ulrike Nasse-Meyfarth, Olympiasiegerin im Hochsprung&lt;br /&gt;
*Dieter Rickert (Vorstand) &amp;quot;Head Hunter&amp;quot;, wollte 2002 bis 2004 eine eigene Stiftung &amp;quot;Klarheit in der Politik&amp;quot; gründen, die 100 Millionen sammeln sollte, um für marktliberale Reformen zu werben&lt;br /&gt;
*Hergard Rohwedder, Rechtsanwältin und Mitbegründerin der FDP-nahen Stiftung [[Liberales Netzwerk]]&lt;br /&gt;
*Max Schön, Mitglied des Aufsichtsrats der Max Schön AG und der British American Tobacco Germany (BAT), Präsident des Club of Rome Deutschland und Mitglied im Kuratorium der BAT-&amp;quot;Stiftung für Zukunftsfragen&amp;quot;, von 2001 bis 2005 Präsident der Arbeitsgemeinschaft mittelständischer Unternehmen&lt;br /&gt;
*[[Carl-Ludwig Thiele]], Rechtsanwalt, FDP-Politiker, Mitglied des Vorstandes der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]], Kuratoriumsmitglied des [[Institut Finanzen und Steuern]], bis 30. April 2010 Mitglied des Aufsichtsrats der Signal Krankenversicherung a.G.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2005/06/insm-forderverein-teil-2/ INSM-Förderverein, Teil 2], 02.06.2005, lobbycontrol.de, abgerufen am 13.02.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Mitglieder waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Michael Hoffmann-Becking]], Lehrbeauftragter für Aktien- und Konzernrecht an der Uni Bonn, Partner der Societät [[Hengeler Mueller]], Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]] und Gesellschafter der  [[FAZIT-STIFTUNG]]&lt;br /&gt;
*[[Marie-Luise Dött]], umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Bundesvorsitzende [[Bund Katholischer Unternehmer]], Mitglied der [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategie Öffentlichkeitsarbeit==&lt;br /&gt;
Bei der Öffentlichkeitsarbeit bedient sich die INSM einer Vielzahl von Medien, die aufeinander abgestimmt genutzt werden, um ihre Botschaften zu transportieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei wichtigen Kampagnen werden [[PR-Agenturen]] eingeschaltet - so im August 2012 die Agentur [[Serviceplan Public Opinion]] bei der &amp;quot;Energiewende-Kampagne&amp;quot; und zuvor beim &amp;quot;Projekt Vollbeschäftigung&amp;quot; und der &amp;quot;Mehrwertsteuerkampagne&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Rolle kommt den Reformbarometern/Rankings/Monitors, den Medienkooperationen und den Unterrichtsmaterialien für Schulen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kampagnen===&lt;br /&gt;
Die INSM hat die folgenden Kampagnen organisiert&amp;lt;ref&amp;gt;[[https://www.insm.de/insm/kampagne/rente-muss-gerecht-bleiben.html Kampagnen], insm.de, abgerufen am 27.01.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12 Fakten zur Klimapolitik&lt;br /&gt;
*Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
*Kampagne: Nachhaltige Rente&lt;br /&gt;
*Steuern senken - jetzt&lt;br /&gt;
*Gerecht durch Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
*Rente muss gerecht bleiben&lt;br /&gt;
*Große Aufgaben&lt;br /&gt;
*Das Deutschland Prinzip&lt;br /&gt;
*Werkverträge und Zeitarbeit&lt;br /&gt;
*Chancen für alle&lt;br /&gt;
*Mindestlohn&lt;br /&gt;
*Generationengerechtigkeit&lt;br /&gt;
*Chance2020&lt;br /&gt;
*Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
*Energiewende&lt;br /&gt;
*Wachstum&lt;br /&gt;
*Projekt Vollbeschäftigung&lt;br /&gt;
*Besser Sparen&lt;br /&gt;
*16 Prozent auf alles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM trat mit der Kampagne „Sozial ist, …“ 2000 erstmals in der Öffentlichkeit auf. Seitdem verwedet sie den Slogan „Sozial ist, was Arbeit schafft“ immer wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/arbeit/pr-aktion-zur-spd-klausur-zur-reform-des-sozialstaats], insm.de, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde in den folgenden Jahren von CSU, CDU und, in leicht abgeänderter Form, FDP in deren jeweiligen Wahlprogrammen aufgegriffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.blickpunkt-wiso.de/post/die-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-und-ihre-schluesselwoerter--1395.html], Raffael Scholz, Die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ und ihre Schlüsselwörter, 13.11.2014, Blickpunkt WISO, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Satz „Sozial ist, wer Arbeit schafft“ stammt von Alfred Hugenberg (1865–1951), dem Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Ernährungsminister in Hitlers erstem Kabinett.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/!1093901/], Oliver Hinz, Slogan aus Nazizeit, 16.08.2002, taz, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Klimapolitik'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kampagne 12 Fakten zur Klimapolitik &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/klimaschutz/12-fakten-zur-klimapolitik], insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; richtet sich gegen die CO2-Steuer und zielt auf eine langsamere Energiewende ab, die vorallem der Industrie fossiler Energieträger zugute käme. Im Zuge mehrerer Kampagnen bezog die INSM bereits seit Jahren Stellung gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die Förderung von Ökostrom.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/argueliner-11-fakten-zur-energiewende], insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mindestlohn'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft und deren Tochergesellschaft INSM vom Februar 2021 kommt zu dem Ergebnis, „ein politischer Mindestlohn“ beschneide die Tarifautonomie und sei abzulehnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/presse/pressemeldungen/ein-politischer-mindestlohn-beschneidet-die-tarifautonomie, insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Unterrichtsmaterialien, die die INSM bereitstellt finden sich wissenschaftlich umstrittene Aussagen wie: „In der Realität hat der Mindestlohn nur eine Folge: dass noch mehr Menschen arbeitslos werden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2011-05/schulfach-wirtschaft], Tilman Steffen, Lobbyisten im Lehrerzimmer, 11.05.2011, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; 2013 schickte die INSM Bundestagsabgeordneten und weiteren Menschen im politischen Bereich Voodoo-Puppen, die laut INSM „für den Wähler an sich“ stehen sollten. Mit in dem Paket befanden sich beschriftete Nadeln mit Themenfeldern, die der INSM zufolge „schmerzhafte Auswirkungen&amp;quot; auf Entscheidungen der Wähler:innen hätten: Frauenquote, Erbschaftsteuer, Vermögensteuer, Energiesubventionen, Zuschussrente und Mindestlohn.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/insm-wirtschaftslobby-bezirzt-bundestag-mit-voodoo-1.1566851], Bastian Brinkmann: Wirtschaftslobby bezirzt Bundestag mit Voodoo, 07.01.2021, SZ, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Rente'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In unterschiedlichen Kampagnen wird das Thema Rente seit Anfang der 2000er von der INSM immerwieder aufgegriffen. Es wird eine Kürzung der gesetzlichen Rente gefordert und eine private Altersvorsorge für Bürger:innen nahegelegt. Auch wird die Senkung der Lohnnebenkosten gefordert; der durch Arbeitgeber:innen entrichtete Teil der Rentenbeiträge soll gesenkt werden, damit Unternehmen, so die Argumentation, wettbewerbsfähig blieben. Die INSM beauftragte verschiedene Studien beim Institut für Demoskopie Allensbach, mit dem sie regelmäßig zusammenarbeitet. Auch treten Wissenschaftler:innen, die als Autor:innen für die INSM tätig sind, medial als neutrale Expert:innen auf, wie in einer Dokumentation zum Rentensystem, die im Juni 2021 im ZDF ausgestrahlt wurde, was zu einseitigen Lösungsvorschlägen führt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/tp/features/ZDF-Doku-Am-Ende-sind-die-Zuschauer-arm-dran-6071067.html?seite=all], Reiner Heyse, ZDF-Doku: Am Ende sind die Zuschauer arm dran, heise online, 15.06.2021, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aktivitäten zu Bundestagswahlen===&lt;br /&gt;
Die INSM wird regelmäßig anläßlich der Bundestagswahlen aktiv. Im Wahljahr 2021 organisierte die INSM gemeinsam mit der Tageszeitung „Die Welt“ verschiedene Veranstaltungen, die sich laut Christian Stöcker nur als „Wahlkampf-Events für die Union“ deuten lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/insm-kampagne-gegen-annalena-baerbock-die-hemmungslose-lobbyarbeit-der-reichen-im-wahlkampf-a-c6e17012-1117-47f7-af2f-d1cec5c2bbe5], Christian Stöcker, Komm, wir kaufen uns einen Kanzler, 13.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anlässlich der vergangenen Wahl veranstaltete die INSM in Partnerschaft mit der Tageszeitung „Die Welt“ die Veranstaltungsreihe „Wahlarena 2017“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/Presse/INSM-Veranstaltungen/2017/wahlarena-2017-bundestagswahl-position-fdp.html Wahlarena 2017], insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In Zusammenarbeit mit der &amp;quot;Wirtschaftswoche&amp;quot; hat sie zum Hauptthema des Bundeswahlkampfs 2013 &amp;quot;Wie gerecht ist Deutschland?&amp;quot; ein Sonderheft herausgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/kampagne/gerechtigkeit/sonderausgabe-wirtschaftswoche.html Wie gerecht ist Deutschland?], 24.06.2013, insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Studien===&lt;br /&gt;
Die INSM stellt der Presse regelmäßig Studien vor, die zumeist von [[Institut der deutschen Wirtschaft]] (IW) und sonstigen Wirtschaftsforschungsinstituten sowie Meinungsforschungsinstituten erstellt werden. Studien der INSM haben nachwievor eine hohe Aufmerksamkeit in der deutschen Medienlandschaft. Die Studien der INSM sind [https://www.insm.de/insm/publikationen/publikationen?query=&amp;amp;category=&amp;amp;format=Studien hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformbarometer/Rankings/Monitore===&lt;br /&gt;
In die Bewertungen fließen die Interessen der Arbeitgeber:innen an mehr „Eigenverantwortung“, Abbau sozialer Leistungen, Rückzug des Staates und weniger Mitbestimmung ein. Dagegen werden Arbeits-,Verbraucher- und Umweltschutz sowie soziale Absicherung der Beschäftigten nicht berücksichtigt oder als Überregulierung negativ bewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://www.iwconsult.de/leistungen-themen/branchen-und-regionen/staedteranking-2016/ Städteranking]&lt;br /&gt;
|Das Städteranking wird von der [[Institut der deutschen Wirtschaft]] Consult GmbH im Auftrag der [[Wirtschaftswoche]] und Immobilienscout 24 erstellt (früherer Auftraggeber war auch die INSM)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://www.insm-bildungsmonitor.de/ Bildungsmonitor]&lt;br /&gt;
|In einem jährlichen Bildungsmonitor, der vom [[Institut der deutschen Wirtschaft]] im Auftrag der INSM erstellt wird, werden die Bildungssysteme der Bundesländer bewertet.&lt;br /&gt;
Dabei wird explizit eine ökonomische Perspektive vertreten. In Medienberichten darüber ist dann jedoch allgemein von guten oder schlechten Bildungssystemen die Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://uebermedien.de/75491/wer-hat-das-beste-bildungssystem-flache-lernkurve-beim-umgang-mit-insm-studie/ Wer hat das beste Bildungssystem? Flache Lernkurve beim Umgang mit INSM-Studie] www.uebermedien.de vom 17.08.2022, abgerufen am 24.08.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.welt.de/politik/deutschland/wahldebatte/ Wahldebatte 2021], zuvor [http://www.insm.de/insm/Presse/INSM-Veranstaltungen/2017/wahlarena-2017-bundestagswahl-position-dielinke.html Wahlarena 2017], ist eine Veranstaltungsreihe von INSM und der Tageszeitung „Die Welt“ (Axel Springer Verlag)&lt;br /&gt;
*[http://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2022/welt-zukunftsdebatte-mit-bundesminister-dr-volker-wissing-mdb-fdp WELTZUKUNFTSDEBATTE] ist eine weitere Veranstaltungsreihe von &amp;quot;Die Welt&amp;quot; und INSM&lt;br /&gt;
*[https://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2021 Webinare] u.a. zu Renten- und Sozialpolitik, Mindestlohn, Freihandel&lt;br /&gt;
*[http://www.insm.de/insm/Presse/Pressemeldungen/Hauptstadtforum--Mit-der-Sozialen-Marktwirtschaft-zur-Energiewende.html Hauptstadtforum] war eine Veranstaltungsreihe von INSM und der Tageszeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; (Axel Springer Verlag)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fernsehen und Hörfunk===&lt;br /&gt;
Die INSM bietet ihre Botschafter als Interviewpartner:innen sowie Expert:innen für Diskussionsrunden im Fernsehen und Hörfunk an. Sie liefert auch fertige Beiträge für Print- und Fernsehredaktionen. Auf die INSM-Verbindung wird meist nicht hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Medienkooperationen===&lt;br /&gt;
Kurz nach ihrer Gründung war es der INSM gelungen, eine Vielzahl von Medien in gemeinsame Projekte (Umfragen, Rankings, Publikationen, Veranstaltungen) einzubinden. Aufgrund der öffentlichen Kritik an dieser Zusammenarbeit sind diese Projekte ganz überwiegend eingestellt worden. Eine Ausnahme ist die Tageszeitung „Die Welt&amp;quot;, die in Partnerschaft mit der INSM 2021 Wahldebatten organisierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2021], insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;Die Welt&amp;quot; und die INSM kooperieren außerdem bei der Veranstaltungsreihe WELTZUKUNFSDEBATTE.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2022/welt-zukunftsdebatte-mit-bundesminister-dr-volker-wissing-mdb-fdp WELTZUKUNFTSDEBATTE], insm.de vom 06.09.2022, abgerufen am 17.09.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterrichtsmaterialien und Bildung===&lt;br /&gt;
Die INSM stellt Lehrern fertig benutzbare Materialien zum Thema Wirtschaft für den Schulunterricht zur Verfügung. [http://www.wirtschaftundschule.de/WUS/homepage/Unterrichtsmaterial.html Wirtschaft und Schule] heißt das Projekt der INSM. Unter dem Vorwand, Schülern einen erfolgreichen Start in das Berufsleben zu ermöglichen, wird Hauptschüler:innen, Realschüler:innen, Gymnasiast:innen und Berufsschüler:innen ein einseitiges, neoliberales Weltbild vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/?p=227 Christine Wicht und Carsten Lenz: PR-Agenturen unter dem Deckmantel „zivilgesellschaftlichem Engagements, NachDenkSeiten, 4. Januar 2006], Website nachdenkseiten, abgerufen am 5. 8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iboeb.org/moeller_hedtke_netzwerkstudie.pdf Lucca Möller/Reinhold Hedtke: Wem gehört die ökonomische Bildung? Notizen zur Verflechtung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, Bielefeld 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ioeb.de/sites/default/files/pdf/Wissenschaft%20light%20im%20Forschungskleid.pdf Stellungnahme zum Gutachten Möller/Hedtke]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zentrale Forderung der Unterrichtsmaterialien lautet: weniger staatliche Regulierung – mehr Freiheit des Marktes. Herausgeber des Lehrerportals ist die IW Medien, eine Tochter des [[Institut der deutschen Wirtschaft]], dem Alleingesellschafter der INSM. Bis 2014 war die INSM unmittelbar für das Portal verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM veröffentlicht jährlich einen sogenannten Bildungsmonitor, in dem Bildungssysteme aus Sicht der Wirtschaft bewertet werden. Der deutsche Lehrerverband lehnt das Ranking ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/karriere/lehrerverband-kritisiert-bildungsmonitor-2019-a-1282199.html], Lehrerverband kritisiert Bildungsmonitor, 16.08.2019, Der Spiegel, abgerufen am 18.06.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM unterstützt '''Focus Money''' beim Schulprojekt [http://www.medialine.de/deutsch/engagement/bildung/wir-erklaeren-die-wirtschaft.html Wir erklären die Wirtschaft]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/?p=2130 Nachdenkseiten vom 22. Februar 2007], Website nachdenkseiten, abgerufen am 30.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Promotionskolleg zur Sozialen Marktwirtschaft kooperiert die INSM mit der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kas.de/de/web/begabtenfoerderung-und-kultur/das-kolleg] KAS. Das Kolleg, abgerufen 18.06.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere mediale Mittel===&lt;br /&gt;
Des weiteren nutzt die INSM Anzeigenkampagnen, Presseinfos, Broschüren, Magazinen, Büchern, Plakataktionen und das INSM-Lexikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik an der INSM==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen das Lieferkettengesetz===&lt;br /&gt;
Die INSM schaltete am 8. Juni 2021 eine Reihe von Zeitungsanzeigen gegen das deutsche Lieferkettengesetz. &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;ve-pasteProtect&amp;quot; style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot; data-ve-attributes=&amp;quot;{&amp;amp;quot;style&amp;amp;quot;:&amp;amp;quot;font-weight: normal&amp;amp;quot;}&amp;quot;&amp;gt;Das Gesetz soll Unternehmen dazu verpflichten, ihren Sorgfaltspflichten in der globalen Produktion nachzukommen. Dazu gehört insbesondere die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards. &amp;lt;/span&amp;gt; Die Kampagne war &amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;in den überregionalen Zeitungen FAZ, Welt und Handelsblatt erschienen. Es hieß darin, das Gesetz führe zu ''„''&amp;lt;/span&amp;gt;überbordender Bürokratie“, stelle Unternehmen unter „Generalverdacht“ und zuletzt: „Das geplante Gesetz legt den Handel an die Kette, begrenzt unternehmerische Freiheit und führt nicht zu besseren Arbeits- und Lebensbedingungen vor Ort“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/lieferkettengesetz-mehr-buerokratie-weniger-menschenrechte Lieferkettengesetz: Mehr Bürokratie, weniger Menschenrechte] insm.de vom 07.06.2021, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Organisationen wie UNICEF forderten hingegen, das Gesetz müsse nachgeschärft werden, damit es überhaupt Wirkung erzeugen könne.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/-/lieferkettengesetz-nachbessern-auf-eu-ebene/277106 Lieferkettengesetz: Bundesregierung muss auf EU-Ebene nachbessern] unicef.de vom 25.06.2021, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Die Initiative Lieferkettengesetz hatte bereits zuvor kritisiert, dass Wirtschaftsverbände Vorschläge für das Lieferkettengesetz oftmals falsch darstellten und  ein Untergangsszenario für die deutsche Exportwirtschaft heraufbeschwörten, das ''„sachlichen Grundlagen entbehre“''.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lieferkettengesetz.de/pressemitteilung/zum-tag-der-industrie-grosse-unternehmensverbaende-wollen-rueckschritte-beim-menschenrechtsschutz-initiative-lieferkettengesetz-zeigt-einflussnahme-von-unternehmensverbaenden-auf-positionen-des-wir/ Zum Tag der Industrie: Große Unternehmensverbände wollen Rückschritte beim Menschenrechtsschutz – Initiative Lieferkettengesetz zeigt Einflussnahme von Unternehmensverbänden auf Positionen des Wirtschaftsministeriums] lieferkettengesetz.de vom 05.10.2022, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Dem Argument, die deutsche Wirtschaft könne sich ein solches Gesetz nicht leisten wurde bereits 2021 von führenden Ökonom&amp;lt;/span&amp;gt;''':innen wie '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Prof. Dr. Peter Ulrich, dem Makroökonom Prof. Hans jörg Herr und der Betriebswirtin Prof. Dr. Elisabeth Fröhlich widersprochen.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;[https://www.misereor.de/fileadmin/publikationen/briefing-lieferkettengesetz-aufstand-der-lobbyisten-2021.pdf Lieferkettengesetz: Aufstand der Lobbyisten]  misereor.de, April 2021, abgerufen am 07.11.2022&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;span style=&amp;quot;text-decoration: none&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;An der Kampagne beteiligten sich die folgen Verbände: [[Gesamtmetall|Arbeitgeberverband Gesamtmetall]]; [[Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft]]; [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände|BDA Die Arbeitgeber]]; [[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]]; [[BAVC – Die Chemie Arbeitgeber]]; [[BDE: Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft]]; [[BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen]]; [[Die Familienunternehmer - ASU|Die Familienunternehmer]]; [[BDL – Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen]]; [[Markenverband; Textil + Mode Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie]]; [[VDM Verband Deutscher Metallhändler]]; [[VDMA|VDMA Verband deutscher Maschinen und Anlagenbauer;]] [[Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse|VdR – Verband der deutschen Rauchtabakindustrie]]; [[VKE-Kosmetikverband]]; [[WSM-Net: Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V]].; [[WirtschaftsVereinigung Metalle;]] [[ZDB Zentralverband Deutsches Baugewerbe]]; [[Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks]]; [[ZVEI Die Elektroindustrie]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen Kanzlerkandidatin===&lt;br /&gt;
In einer Anzeigenkampagne positionierte sich die INSM Mitte Juni 2021 mit einem direkten Angriff auf das Wahlkampfprogramm der Partei die Grünen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/anti-baerbock-kampagne-insm-reagiert-erst-jetzt-auf-antisemitismus-vorwurf-a-b75b3e82-4ad2-46b3-b482-f48cd9b2dca8], Industrielobby reagiert erst jetzt auf Vorwurf antisemitischer Untertöne, 15.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wird in der Anzeige als Moses mit Gesetzestafeln inszeniert, das politische Programm der Grünen wird als drohende &amp;quot;Staatsreligion“ betitelt. Die Anzeige erschien ganzseitig in den Printsausgaben der „FAZ“, im „Tagesspiegel“, der „Bild“-Zeitung, in der „Süddeutschen Zeitung“ (sowohl im Print wie online) und auf „ZEIT ONLINE“. Die von der INSM angeführten angeblichen &amp;quot;Verbote&amp;quot; wurden im dpa-Faktencheck als „ungenau bis falsch“  klassifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/faktenfinder/insm-wahlkampf-gruene-101.html], 14.06.2021, Tagesschau.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritisiert wurden zudem von verschiedenen Stellen die Anklänge an antisemitische Verschwörungsmythen und die orientalistische Bildsprache.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/kultur/2021-06/initiative-neu-soziale-markwirtschaft-kampagne-annalena-baerbock-wahlkampf], Assheuer u.a.: Mit allen Mitteln, 15.06.2021, ZEIT ONLINE, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat sich von der Kampagne distanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-kritik-und.1939.de.html?drn:news_id=1268984], Kritik und Antisemitismus-Vorwürfe wegen „Moses“-Kampagne gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock reißen nicht ab, 12.06.2021, Deutschlandfunk, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Die INSM wies diese Vorwürfe fünf Tage nach Erscheinen als Form des &amp;quot;Mundtot-Machens&amp;quot; zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/anti-baerbock-kampagne-insm-reagiert-erst-jetzt-auf-antisemitismus-vorwurf-a-b75b3e82-4ad2-46b3-b482-f48cd9b2dca8], Industrielobby reagiert erst jetzt auf Vorwurf antisemitischer Untertöne, 15.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-kritik-und.1939.de.html?drn:news_id=1268984], Kritik und Antisemitismus-Vorwürfe wegen „Moses“-Kampagne gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock reißen nicht ab, 12.06.2021, Deutschlandfunk, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon im Januar startete die INSM mit dem Slogan „Gute Politik geht anders, Herr Scholz!“ gegen SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in das Wahljahr. Für die Kampagne wurden ein Zitat des Ökonomen Peter Bofinger verwendet. Dieser bezeichnete es als „starkes Stück“, für den lobbyistischen Angriff auf Scholz „missbraucht“ zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html] Dieter Schnaas, Etwas mehr Qualität, bitte!, 21.02.2021, Wirtschaftswoche, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen Vizekanzler Scholz===&lt;br /&gt;
Die [https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/gute-politik-geht-anders-herr-scholz Anzeigenkampagne gegen Scholz] vom Februar 2021 wird von der Wirtschaftswoche wie folgt beschrieben: &amp;quot;Wenn die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den politischen Markt betritt, um in den Wettbewerb mit ihren ideologischen Feinden zu treten, bringt sie verlässlich nichts mit von dem, was die Initiatoren der Sozialen Marktwirtschaft im Jahr 1957 im Sinne hatten: weder Ehrlichkeit noch Fairness, schon gar nicht Ritterlichkeit und Maß. Stattdessen in dieser Woche: „Gute Politik geht anders, Herr Scholz!“ – eine oberlehrerhaft-kraftmeiernde [https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/gute-politik-geht-anders-herr-scholz Kampagne gegen den Vizekanzler, Finanzminister und Kanzlerkandidaten der SPD], hart an der Grenze zur  Desinformation und Denunziation: Scholz „bläht den Haushalt auf“ und „sägt an der Schuldenbremse“, lässt „Unternehmen im Regen stehen“ und verspricht „Hilfsgelder“, die bei den Betroffenen nicht ankommen – gerade so, als hätte das seit Monaten vor sich hin dilettierende Exekutivmanagement der Christdemokratie mit alledem rein gar nichts zu tun: Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Jens Spahn und Peter Altmaier&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html Etwas mehr Qualität, bitte!], wiwo.de vom 21.02.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Bundestagswahlkampf 2017: Verfälschung der Steuerpläne der SPD===&lt;br /&gt;
Nach einem Bericht von „Spiegel Online“ hat die INSM eine Anzeige in der „Bild“-Zeitung vom 23. Juni 2017 platziert, um Stimmung geben die Steuerpläne der SPD zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/martin-schulz-wie-der-lobbyverband-insm-die-spd-steuerplaene-verfaelscht-a-1154508.html Wie Wirtschaftslobbyisten die SPD-Steuerpläne verfälschen], 26.06.2017, spiegel.de, abgerufen am 28.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Anzeige hieß es: „Lieber Herr Schulz, Reichensteuer schon ab 60.000 Euro: Ist das Ihr Respekt vor Leistung?“ Unterschrieben war die Anzeige mit dem Kürzel: „insm.de“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit erweckt die INSM laut „Spiegel Online“ den Eindruck, dass die Reichensteuer nun auch für viele &amp;quot;Normalbürger:innen&amp;quot; mit 60.000 Jahresbruttoverdienst greifen würde. Davon könne jedoch keine Rede sein. Als Reichensteuer werde gemeinhin ein Aufschlag von drei Prozentpunkten auf den Spitzensteuersatz bezeichnet, der zur Zeit bei 42 Prozent liegt. Die Reichensteuer von 45 % greife ab 256.303 Euro zu versteuerndem Einkommen, was im Jahr 2012 gerade einmal 73.000 Steuerzahler:innen betroffen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzeige der INSM lege nahe, dass die Reichensteuer schon ab 60.000 Euro erhoben werde, was nicht zutreffe. Tatsächlich soll ab diesem Schwellenwert künftig der bisherige Spitzensteuersatz von 42 Prozent gelten, der bislang schon ab 54.058 Euro fällig gewesen sei. Der Tarifanstieg würde bis zu diesem Punkt also sogar geringer ausfallen. Weiterhin sei zu berücksichtigen, dass Spitzensteuersätze nicht für das gesamte Einkommen, sondern nur für den Teil jenseits der Grenzwerte gelten. So falle beispielsweise ein lediger Alleinverdiener mit 65.000 Euro zu versteuerndem Einkommen heute zwar unter den Spitzensteuersatz, insgesamt betrage die Steuerlast aber nur rund 29 Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Spiegel Online“ hat die INSM ihre Behauptung inzwischen relativiert. Es heiße jetzt, die SPD wolle „den Schwellenwert, ab dem mehr als 42 Prozent Steuer zu bezahlen ist, auf ab 60.000 Euro senken“.&lt;br /&gt;
===Verhältnis zu den Medien===&lt;br /&gt;
Die ARD-Sendung Monitor vom 13. Oktober 2005&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schmids-ideenschmiede.ch/pdf/MONITOR_Initiative_soz._Marktwirtschaft..pdf Gitti Müller, Kim Otto, Markus Schmidt: Die Macht über die Köpfe: Wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Meinung macht, MONITOR Nr. 539 am 13. Oktober 2005], Website schmids ideenschmiede, abgerufen am 05.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; kritisiert ein Verschwimmen der Grenzen zwischen Journalismus und Public Relations (PR), das von der INSM bewusst forciert werde. Der Medienwissenschaftler Siegfried Weischenberg stellt in dieser Sendung fest: &amp;quot;Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist höchst erfolgreich, weil es ihr gelungen ist, so einen neoliberalen Mainstream in den Medien durchzusetzen. Und das konnte auch leicht gelingen, weil die Medien kostengünstig produzieren müssen. Sie sind sehr darauf angewiesen, dass ihnen zugeliefert wird, hier gibt’s eine Lobby, die sehr wohlhabend ist. Das ist natürlich eine sehr, sehr problematische Geschichte, weil die Medien nicht das tun, was sie tun sollen. Die Journalistinnen und Journalisten fallen sozusagen aus der Rolle, weil sie nicht kritisch kontrollieren, weil sie die Interessen nicht transparent machen.“ &lt;br /&gt;
Laut Monitor haben die mit Beiträgen belieferten Sender allerdings angegeben, die Beiträge redakionell bearbeitet zu haben, die meisten Sender hätten die Zusammenarbeit mit der INSM inzwischen beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Nuernbergk hat die Öffentlichkeitsarbeit der INSM unter dem Gesichtspunkt des Verhältnisses von Journalismus und PR in einer 2005 erschienen Studie untersucht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nuernbergk.de/pdf/insm-ergebnisse.pdf Christian Nuernbergk: Die Mutmacher. Eine explorative Studie über die Öffentlichkeitsarbeit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Zusammenfassung der im Frühjahr 2005 an der Universität Münster eingereichten Magisterarbeit], Website nuernbergk, abgerufen am 4.9.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dieser Studie gibt es Anhaltspunkte dafür, dass eine Vielzahl der von der Initiative bereitgestellten Studien- bzw. Umfrageergebnisse über die Redaktionen ohne eine zuverlässige inhaltliche Auseinandersetzung an die Rezipienten gelangt sind. Es überrasche angesichts der professionellen Aufbereitung des PR-Materials, der umsichtigen Vorbereitung und der intensiven Beziehungspflege auch nicht, dass viele Journalist:innen die wirkliche Organisation der Initiative und ihre Funktion als ein strategisches Element in der Interessenvertretung von Arbeitgeberverbänden nicht erkennen wollen oder gelegentlich übersehen. Betrachte man die Berichterstattung unter diesem Gesichtspunkt, so zeige sich, dass in der weit überwiegenden Zahl der Medienberichte nähere Angaben zur Initiative, zu ihren Auftraggeber:innen und zu ihren Finanziers einfach unter den Tisch fielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Journalist:innen und Medien haben sich auf Kampagnen der INSM eingelassen, vgl. „Getarnte Lobby – Wie Wirtschaftsverbände die öffentliche Meinung beeinflussen“ des ARD-Magazins Plusminus vom 13. Oktober 2005&amp;lt;ref&amp;gt;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – Wie unabhängig sind Journalisten?, 2005-10-14 , zitiert nach [http://www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Initiative_Neue_Soziale_Marktwirtschaft Fulda Wiki], abgerufen am 3.9.2011, da der Bericht nicht  mehr im Sende-Archiv verfügbar ist&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Initiative liefere auf Bestellung Daten, erstellte daraus einen Artikel oder gar eine ganze Doppelseite wie in der Tageszeitung „Die Welt“. Die Kernaussage lautet: „50 Jahre Sozialpolitik – ein einziger Irrtum. Weg damit!“ Die INSM-Botschafter sind nach Informationen von Plusminus außerdem auf sämtlichen Kanälen Dauergäste in den Talkshows, manchmal sitzen gleich drei in einer Sendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der INSM-Anzeigen gegen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und das Wahlprogramm der Grünen prüft der Presserat derzeit (Stand: 17.06.2021), ob ein Verfahren gegen „Sueddeutsche.de“ wegen der „massiven Platzierung der Inhalte und deren direkte[n] Kombination mit dem redaktionellen Inhalt“ eingeleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwdl.de/nachrichten/83231/insmkampagne_presserat_prueft_verfahren_gegen_sz/], Alexander Krei: &lt;br /&gt;
INSM-Kampagne: Presserat prüft Verfahren gegen &amp;quot;SZ&amp;quot;, 16.06.2021, DWDL.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eigene Außendarstellung der INSM===&lt;br /&gt;
Die INSM bezeichnet sich auf ihrer Website als „branchen- und parteiübergreifende Plattform und offen für alle, die sich dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft verbunden fühlen“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;Initiative&amp;quot; ist missverständlich. Im Allgemeinen versteht man unter Initiative den Zusammenschluss von Personen zur Durchsetzung ihrer gemeinsamen Ziele (z. B. Bürgerinitiative). Bei [[Gesamtmetall]], die die INSM gegründet hat und finanziert, handelt es sich dagegen um einen Zusammenschluss von Unternehmen zur Wahrnehmung ihrer wirtschaftlichen Interessen, d.h. um eine klassische Lobbyarbeit. Branchenübergreifend kann nur so verstanden werden, dass die INSM versucht, die Öffentlichkeit in einer die Interessen aller Unternehmen (nicht nur der Metall- und Elektroindustrie) begünstigenden Weise zu beeinflussen. Für die Unterstützung dieser Ziele sind zwar grundsätzlich Mitglieder aller Parteien willkommen, doch zeigt die Parteizugehörigkeit der in den INSM-Gremien vertretenen Personen, dass fast alle Parteimitglieder dem Wirtschaftsflügel der CDU oder der FDP zuzurechnen sind. Irreführend ist auch der Hinweis auf die Verbundenheit mit dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft. Die Soziale Marktwirtschaft soll ja gerade in eine Marktwirtschaft pur umgestaltet werden. In dieser Neuen Sozialen Marktwirtschaft ist für die herkömmliche Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit kein Platz mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schleichwerbung===&lt;br /&gt;
Im September 2005 wurde bekannt, dass die INSM im Jahr 2002 in der ARD-Serie Marienhof verdeckte Botschaften schalten ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epd.de/medien/medien_index_37159.html epd: Arzneihersteller und Apotheker ließen in der ARD schleichwerben], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; In sieben Folgen wurden Themen wie die &amp;quot;Flexibilisierung&amp;quot; des Arbeitsmarktes oder die Senkung von Steuern untergebracht. Die INSM ließ sich diese Aktion insgesamt 58.670 Euro kosten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/download/insm-marienhof-bewertung.pdf Lobbycontrol: INSM und Marienhof – Eine kritische Bewertung], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolgedessen wurde die INSM vom PR-Rat gerügt, was jedoch keine Sanktionen nach sich zog. Auf Seiten der ARD wurden Maßnahmen zur Vorbeugung von Schleichwerbung eingeführt, die Zuschauer:innen wurden allerdings nicht über die Vorfälle informiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2005/10/insm-marienhof-bewertung/ Lobbycontrol: INSM redet Schleichwerbung schön], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einschüchterung von Medien===&lt;br /&gt;
Im November 2005 berichtete die Wochenzeitschrift Freitag über Versuche der INSM, Journalist:innen, die kritisch über die Initiative berichtet hatten, mit Beschwerdebriefen an Chefredaktionen oder Intendant:innen einzuschüchtern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-medien-einschuchtern Die Medien einschüchtern, Freitag vom 11. Januar 2005], Website Freitag, zuletzt abgerufen am 15.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritische Journalist:innen würden als gewerkschaftsnah oder als Attac-Sympathisant:innen dargestellt, um ihre Glaubwürdigkeit zu untergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einwirkung auf Suchmaschinen===&lt;br /&gt;
Das Blog Perspective 2010 ist auf Unterlagen gestoßen, wie die INSM versucht, bei Suchmaschinen-Ergebnissen vor INSM-kritischen Stimmen zu landen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2007/04/unicheck-neue-studiengebuhren-kampagne-der-insm/ Kritiker unerwünscht, LobbyControl vom 13. April 2007], Website LobbyControl, abgerufen am 1.9.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Falsche Darstellung von TTIP-Studien===&lt;br /&gt;
Die Verbraucherorganisation foodwatch hatte die INSM vorgeworfen, Daten verschiedener Studien in einer Broschüre mit „12 Fakten zu [[TTIP]]“ verzerrt dargestellt zu haben. Beispielsweise wurde aus langfristig und einmalig angenommenen wirtschaftlichen Effekten ein kurzfristig und jährlich zu erwartendes Wachstum. Die angeprangerten Darstellungen sind teilweise korrigiert worden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.foodwatch.org/de/informieren/freihandelsabkommen/aktuelle-nachrichten/auch-insm-korrigiert-falschinformationen-ueber-ttip/ Auch INSM korrigiert Falschinformationen über TTIP] foodwatch am 13.03.2015, abgerufen am 13.04.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kampagne &amp;quot;12 Fakten zur Klimapolitik&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Im Sommer 2019 startete die INSM mit „12 Fakten zur Klimapolitik“ eine Kampagne zum Thema Klimaschutz. Die INSM wendet sich damit gegen eine CO2-Steuer und stellt Bemühungen auf nationaler Ebene als wirkungslos und überflüssig dar  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/klimaschutz/12-fakten-zur-klimapolitik.html 12 Fakten zur Klimapolitik] INSM am 27.06.2019, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Darstellung rief Kritik hervor, etwa durch Volker Quaschning, Professor an der HTW Berlin &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.volker-quaschning.de/artikel/Fakten-INSM/index.php. Faktencheck der &amp;quot;12 Fakten zum Klimaschutz&amp;quot; der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft INSM] Volker Quaschning am 17.07.2019, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bereits 2012 hatte die Initiative gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mobil gemacht. Sie forderte eine Umsetzung der Energiewende innerhalb eines &amp;quot;marktwirtschaftlichen Rahmens&amp;quot;, die Streichung aller Subventionen im Bereich Erneuerbarer Energien und stattdessen die Etablierung eines &amp;quot;Wettbewerbsmodells&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/energiewende/details-energiewende.html Die Energiewende braucht Soziale Marktwirtschaft. Ein Wettbewerbsmodell für Erneuerbare Energien] INSM am 09.09.2012, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Ein bekanntes Beispiel für solch eine Denkfabrik ist die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Sie erzeugt mit riesigen Kapitalmitteln Stimmung für den Rückbau des Sozialstaats und für mehr unternehmerische Freiheit. Sie verfolgt ihre Ziele, indem sie Anzeigen schaltet, Broschüren verteilt und Veranstaltungen organisiert. Dabei gibt sie sich als unabhängige, parteiübergreifende Initiative aus. Gesponsert wird sie allerdings hauptsächlich von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie.&lt;br /&gt;
Teure Einladungen, wie beispielsweise im Juni 2009 ins Hotel Adlon Kempinsksi mit Gastrednern [[Angela Merkel|Angela Merkel]] und [[Karl-Theodor zu Guttenberg|Karl-Theodor zu Guttenberg]], damals noch Wirtschaftsminister, sind kein Problem für die einflussreiche Initiative. Ein jährliches Budget von etwa 8 bis 9 Millionen Euro nach Abzug von Steuern bietet viele Möglichkeiten, Einfluss auszuüben. Das ist mehr Geld, als beispielsweise viele Umweltverbände für Ihre Arbeit insgesamt aufbringen können.“ Marco Bülow (SPD), MdB, in seinem Buch „Wir Abnicker“ &amp;lt;ref&amp;gt;Bülow, Marco: Wir Abnicker, Berlin 2010, S. 182 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Arbeitgeberverband Gesamtmetall: ''[http://www.gesamtmetall.de/gesamtmetall/meonline.nsf/id/PageGeschaeftsbericht-2013-2014_DE Geschäftsbericht 2013/14]'', S. 49 - 51&lt;br /&gt;
*Kaphegy, Tobias 2011: ''[http://www.gew.de/Binaries/Binary80604/Black%20Box%20Bildungsmonitor%20-%20Ein%20Blick%20hinter%20den%20Reiz%20des%20Rankings%20(1).pdf Black Box Bildungsmonitor? Ein Blick hinter den Reiz des Rankings. Eine Analyse und Kritik des Bildungsmonitors 2010 der INSM] Studie im Auftrag der GEW-nahen Max Träger Stiftung''&lt;br /&gt;
*Lianos, Manuel/Gutzmer, Alexander 2005: ''[http://www.politikagenda.de/_files/magazin/archiv/25_36_insm.pdf Sie werben ja nicht für Persil].'' INSM im Streitgespräch.&lt;br /&gt;
*Norbert Nicoll: Die ökonomische Rationalität in die Öffentlichkeit tragen. Zur Arbeit und Wirkungsweise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (2000-2006), Dissertation 2008, Tectum Verlag Marburg&lt;br /&gt;
*Nuernbergk, Christian 2006: ''Die PR-Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und ihr Erfolg in den Medien. Erste Ergebnisse einer empirischen Studie.'' In: Röttger, Ulrike (Hrsg.): PR-Kampagnen. Über die Inszenierung von Öffentlichkeit. 3., überarbeitete Auflage. Wiesbaden: S. 159-178.&lt;br /&gt;
*Speth, Rudolf 2004: ''[http://www.boeckler.de/pdf/fof_insm_studie_09_2004.pdf Die politischen Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.] Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.''&lt;br /&gt;
*Speth, Rudolf/Leif, Thomas 2006: ''Lobbying und PR am Beispiel der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft'', in: Leif, Thomas/Speth, Rudolf (Hrsg.): Die fünfte Gewalt. Lobbyismus in Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 14, Bonn, 302-316.&lt;br /&gt;
*Winkelmann, Ulrike 2004: ''[http://www.gazette.de/Archiv2/Gazette4/Winkelmann.pdf Strandklappstühle]'', in: Die Gazette 4, 2004, S. 32-35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Think tank]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoliberale Netzwerke]]&lt;br /&gt;
[[Category:Handelspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Klima]]&lt;br /&gt;
[[Category:TTIP]]&lt;br /&gt;
[[Category:Arbeits- und Sozialpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rente]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieferkettengesetz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
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		<title>Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft</title>
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		<updated>2024-07-12T15:22:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-INSM-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Propagierung marktliberaler Reformen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2000&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             =  Georgenstraße 22, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.insm.de insm.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)''' ist eine marktliberale Lobby-Organisation, die von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie ([[Gesamtmetall]]), zu der auch die Automobilindustrie gehört, finanziert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das operative Geschäft wird von der INSM GmbH betrieben, deren Muttergesellschaft die [[Institut der deutschen Wirtschaft|Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresabschluss der INSM GmbH zum Geschäftsjahr 2021, abrufbar beim Unternehmensregister&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 erhielt die INSM von Gesamtmetall Zuwendungen in der Höhe von 5.650.000 und 5.700.000 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002337/33093?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DInitiative%2BNeue%2BSoziale%2BMarktwirtschaft%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC &amp;lt;span style=&amp;quot;color: rgb(29, 28, 29)&amp;quot;&amp;gt;Eintrag im Lobbyregister,&amp;lt;/span&amp;gt; [http://lobbyregister.bundestag.de/ lobbyregister.bundestag.de]&amp;lt;span style=&amp;quot;color: rgb(29, 28, 29)&amp;quot;&amp;gt;, abgerufen am 09.07.2024&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahlungen summierten sich seit 2000 auf rund 100 Mio. Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.igmetall.de/politik-und-gesellschaft/trau-schau-wem Trau schau wem], igmetall,de vom 06.08.2020, abgerufen am 22.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kuratoriumsvorsitzende der INSM, Stefan Wolf (CDU-Mitglied), ist Präsident von [[Gesamtmetall]], Vorstandsvorsitzender des Autozulieferers ElringKlinger AG&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedwestmetall.de/presse/me-stories/2017/04/showmeyourdesk-mit-dr-stefan-wolf-elringklinger-ag #ShowMEyourdesk mit Stefan Wolf], suedwestmetall.de, abgerufen am 22.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; und Vorstandsmitglied des [[Verband der Automobilindustrie|Verbandes der Automobilindustrie]] (VDA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM platziert ihre politischen Botschaften bei Entscheidungsträger:innen und in der Bevölkerung und will u.a. erreichen, dass der Arbeitsmarkt, Sozial- und Tarifpolitik und das Bildungswesen stärker an den Bedürfnissen von Unternehmen und am Wettbewerb ausgerichtet werden. Das beinhaltet auch die Abschwächung von klimapolitischen Regulierungen. Die INSM greift seit einigen Jahren mit hohem finanziellen Aufwand über entsprechende Kampagnen in den Wahlkampf zugunsten wirtschaftsnaher Parteien ein und verändert dadurch die Erfolgschancen der Parteien im Wettbewerb um Wählerstimmen. So arbeitet bei der Agentur Commarco Communications ein maßgeschneidertes Team exclusiv für die INSM, das projektbezogen von Spezialisten aus der Commarco-Gruppe unterstützt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.s-f.family/de/pressemitteilung/ Pressemitteilung vom 31.01.2019], abgerufen am 23.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polemischen Kampagnen der INSM werden auch in der wirtschaftsnahen Presselandschaft zum Teil kritisch gesehen. So heißt es 2021 in der &amp;quot;Wirtschaftswoche&amp;quot;: &amp;quot;Wenn die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den politischen Markt betritt, um in den Wettbewerb mit ihren ideologischen Feinden zu treten, bringt sie verlässlich nichts mit von dem, was die Initiatoren der Sozialen Marktwirtschaft im Jahr 1957 im Sinne hatten: weder Ehrlichkeit noch Fairness, schon gar nicht Ritterlichkeit und Maß&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html Etwas mehr Qualität, bitte!], wiwo.de vom 21.02.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie ([[Gesamtmetall]]), zu der auch die Automobilindustrie gehört,  gründeten im Dezember 1999 die berolino.pr GmbH. Sie wurde mit dem Aufbau und der Leitung einer Reforminitiative betraut.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/FAQ.html Alles über die INSM], insm.de, abgerufen am 13.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Herbst 2000 betreibt die GmbH ihre Kampagne unter der Bezeichung „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH“ (INSM). Alleingesellschafterin von berolino.pr/INSM ist das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH, in der die publizistischen und PR-Aktivitäten des [[Institut der deutschen Wirtschaft]] gebündelt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bekanntmachung im Bundesanzeiger zum Geschäftsjahr 2015 der INSM und Konzernabschluss des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH zum Geschäftsjahr 2015, www.bundesanzeiger.de, abgerufen am 18.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; 2007 firmiert die berolino.pr GmbH in INSM Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH um. 2010 wird der Sitz der Initiative von Köln nach Berlin verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eingeschaltete Agenturen==&lt;br /&gt;
Mit der Konzeptgestaltung wurde bis 2010 die Agentur für Kommunikation [[Scholz &amp;amp; Friends]] betraut, die seit 2011 zur [[WPP Group]] gehört. Scholz &amp;amp; Friends hat nach Analysen des Politikwissenschaftlers Rudolph Speth die INSM „erfunden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boeckler.de/pdf/fof_insm_studie_09_2004.pdf Rudolph Speth: Die politischen  Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Hans Böckler Stiftung, 2004, S. 9], Website boeckler, abgerufen am 4.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt arbeiteten bei Scholz &amp;amp; Friends an dem Projekt laut Speth rund 40 Personen unter Beteiligung der Disziplinen PR, Werbung, Internet und  TV. Von 2010 bis 2015 wurde die INSM von der Agentur [[Serviceplan Public Opinion]] betreut. Seit Januar 2015 ist [[Blumberry]] für Werbung und PR zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.horizont.net/agenturen/nachrichten/Blumberry-Commarco-Agentur-loest-Serviceplan-bei-INSM-ab-130704 Commarco-Agentur löst Serviceplan bei INSM ab], horizont.net vom 01.10.2014, abgerufen am 03.02.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Blumberry ist ein Tochterunternehmen der Holding [[Commarco]], die wiederum zur [[WPP Group]] gehört. Im August 2018 wechselte die Zuständigkeit für INSM innerhalb von Commarco zur [https://www.campus-communications.com/de/ Commarco Campus Communications GmbH]. Für PR und Werbung der INSM ist nun exklusiv ein eigenes Team zuständig. Erklärtes Ziel ist es, &amp;quot;auch unter den Vorzeichen einer immer dynamischeren Meinungsbildung im politischen Raum die volle Kommunikationswirkkraft über alle Disziplinen hinweg zu entfalten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.commarco.com/de/pressemitteilung/], commarco.com, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; ADVERB - Agentur für Verbandskommunikation unterstützt die INSM bei der digitalen Lobbyarbeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://agentur-adverb.de/projekt/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft/digital-public-affairs/ Digital Public Affairs],agentur-adverb.de, abgerufen am 17.02.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit der INSM erarbeitet ADVERB eine Kanalstrategie für den Kurznachrichtendienst Twitter, um die Botschaften der INSM bei politischen und medialen Akteuren zu platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele==&lt;br /&gt;
Nach klassischem Verständnis ist die Soziale Marktwirtschaft eine ordnungspolitische Konzeption, die das Wettbewerbssystem mit der Idee der sozialen Gerechtigkeit und der sozialen Sicherheit verbindet. Nach ordoliberalen Vorstellungen ist eine Wettbewerbsordnung im Prinzip zwar bereits an sich sozial, doch ist sie dort zu begrenzen, wo sie sozial unerwünschte Ergebnisse zeitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, Walter Eucken Institut, Vorträge und Aufsätze, Tübingen 1986, S.25&amp;lt;/ref&amp;gt;  Was als „sozial wirksam“ zu begründen ist und noch als ordnungskonform gelten kann, ist im Prinzip zu rechtfertigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Markt wird hier nicht als unfehlbarer Automatismus verstanden, sondern als eine Regel mit Ausnahmen. Versagt der Markt ausnahmsweise, sollte der Staat eingreifen, um den „Wohlstand für alle“ zu sichern. Diese Ausnahme wurde dann in der Praxis der „Sozialen Marktwirtschaft“ recht großzügig ausgelegt. So soll der Staat dafür sorgen, dass durch Umverteilung und Korrektur der am Markt entstandenen Einkommen eine als gerecht empfundene Einkommens- und Vermögensverteilung sowie weitgehende Chancengleichheit und soziale Sicherheit breiter Schichten hergestellt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Bunte, in Langen/Bunte, Kommentar zum deutschen und europäischen Kartellrecht, Bd. 1, 10. Aufl., Einführung Rdnr. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;  Hierzu gehören z. B. ein die eigenverantwortliche Daseinsfürsorge ergänzendes System der sozialen Sicherung, eine breite Streuung des Eigentums, Mitbestimmung sowie die Herstellung von Chancengleichheit im Bildungswesen. Nach Müller-Armack, der als Staatssekretär von Ludwig Erhard den Begriff &amp;quot;Soziale Marktwirtschaft&amp;quot; geprägt hat, sind dieser sogar „Minimallöhne“ (= Mindestlöhne) zugehörig.&amp;lt;ref&amp;gt;Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, S. 26, Fußnote 58&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Neue an der Neuen Sozialen Marktwirtschaft, die die INSM propagiert, besteht darin, dass die sozialen Bestandteile weitgehend eliminiert werden, da sie den Interessen der Arbeitgeber widersprechen. Der Staat soll sich aus dem wirtschaftlichen und sozialen Geschehen zurückziehen, d. h. auf soziale Korrekturen und Sicherungsmaßnahmen verzichten, auch wenn die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft. Umschrieben wird dieser Grundgedanke auf der Website der INSM („Was will die INSM konkret“) als „konsequente und konsistente wettbewerbliche Ausrichtung unserer Wirtschafts- und Sozialordnung“, „Beschränkung des Staates auf seine Kernkompetenzen“ sowie „Stärkung des Prinzips 'Hilfe durch Selbsthilfe'“. In ihren Kampagnen, Auftragsstudien und Unterrichtsmaterialien werden Privatisierungen, Deregulierungen, Steuersenkungen, der Abbau von Subventionen, eine Senkung der Arbeitskosten, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes (Abbau des Kündigungsschutzes, flexible Arbeitszeiten), mehr Eigenvorsorge im Gesundheitssystem und die kontinuierliche Erhöhung des Renteneintrittsalters gefordert. Mindestlöhne und die Finanztransaktionssteuer werden abgelehnt. Rechte der Arbeitnehmer:innen stellt die INSM ausschließlich als Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen dar. Die gesetzliche Renten- und Pflegeversicherung wird problematisiert und stattdessen die Einführung von kapitalgedeckten Versicherungen gefordert, deren Probleme (hohe Verwaltungskosten, Risiken aufgrund von Finanzmarktkrisen, Unerschwinglichkeit für Niedrigverdiener) unerwähnt bleiben. Aus Sicht der Arbeitgeber:innen haben private kapitalgedeckte Versicherungen den Vorteil, dass sie allein durch die Arbeitnehmer:innen bezahlt werden, gesetzliche Versicherungen aber werden von den Arbeitgeber:innen mitfinanziert. In der Bildungspolitik wird mehr Wettbewerb und Effizienz gefordert, wozu Studiengebühren sowie die Auswahl der Studierenden durch die Hochschulen beitragen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Recherchen des Journalisten Thomas Fricke kämpft die INSM seit Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*gegen Vermögensteuern&lt;br /&gt;
*gegen höhere Erbschaftsteuern&lt;br /&gt;
*stattdessen für sinkende Steuern für Reiche und Unternehmen&lt;br /&gt;
*gegen den Mindestlohn&lt;br /&gt;
*gegen ein Aus für Verbrenner-Motoren&lt;br /&gt;
*gegen Hindernisse, die Leute auf Zeit oder mit Werkverträgen zu beschäftigen&lt;br /&gt;
*gegen das Lieferkettengesetz&lt;br /&gt;
*gegen Geld-Transfers für andere EU-Länder&lt;br /&gt;
*gegen Umverteilung (nach unten)&lt;br /&gt;
*gegen Rettungsschirme der Europäischen Zentralbank in Krisenzeiten&lt;br /&gt;
*und gegen gemeinschaftliche Finanzierung großer Projekte und Reformen in der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-propaganda-fuer-die-welt-von-vorgestern-a-904a71b4-e5f0-4ed5-83d6-e2ee19424142 Propaganda für die Welt von vorgestern], spiegel.de vom 18.06.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Geschäftsführer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thorsten Alsleben, zuvor Hauptgeschäftsführer der [[Mittelstands- und Wirtschaftsunion]] der CDU. Laut „Tagesspiegel“ soll er selbst dem Vorsitzenden Friedrich Merz zu reaktionär sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/chefwechsel-beim-lobbyclub-der-industrie-cdu-politiker-ubernimmt-initiative-8925814.html Chefwechsel beim Lobbyclub der Industrie], tagesspiegel.de vom 26.11.2022, abgerufen am 13.12.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Alsleben selbst bezeichnet sich auf Twitter als &amp;quot;Christlich.ordoliberal. Konservativer Modernisierer&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BerlinReporter/status/1317810073763270657 Thorsten Alsleben], twitter.com, abgerufen am 13.12.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Geschäftsführer&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Leif: beraten &amp;amp; verkauft McKinsey &amp;amp; Co. - der große Bluff der Unternehmensberater, München 2006, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hubertus Pellengahr, ehem. Geschäftsführer des [[Hauptverband des Deutschen Einzelhandels|Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels]] (HDE)&lt;br /&gt;
*[[Tasso Enzweiler]], ehem. Chefreporter bei der &amp;quot;Financial Times Deutschland&amp;quot;, wechselte nach seinem Ausscheiden bei der INSM als Managing Director zur PR-Agentur [[Hering Schuppener]], wurde danach Geschäftsführer bei [[Ketchum Pleon]] Deutschland und gründete 2013 die Managementberatung [[Enzweiler &amp;amp; Partner]]&lt;br /&gt;
*Dieter Rath, leitete zuvor die PR-Abteilung beim [[BDI]]&lt;br /&gt;
*Max Alexander Höfer, früherer Journalist bei Capital&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Prokurist===&lt;br /&gt;
Michael Burbach (Stand: 02/2023)&amp;lt;ref&amp;gt;[Eintrag im Handelsregister des AG Charlottenburg, Abruf am 24.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; ist gleichzeitig Prokurist des Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag im Handelsregister des Amtsgerichts Köln, Abruf vom 24.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kommunikationschef===&lt;br /&gt;
Carl-Victor Wachs, Leiter Kommunikation und Presse, zuvor: Politikredakteur bei der &amp;quot;Bild&amp;quot;-Zeitung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/wachs-wird-kommunikationschef-der-insm/ Wachs wird Kommunikationschef der INSM], politik-kommunikation.de vom 11.07..2023, abgerufen am 03.08.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Public Affairs===&lt;br /&gt;
Cheflobbyist ist Stephan Einenckel, zuvor: Referent für Wirtschaftspolitik und politische Kontakte bei [[Die Familienunternehmer - ASU]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist.innen===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt die INSM an, (Stand: 09.08.2022) 1- 10 Lobbyist:innen zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002337/5370?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DINSM%26pageSize%3D10%26sort%3DREGISTRATION_DESC INSM], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 17.09.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Die folgenden weiteren Lobbyisten werden namentlich genannt:  Jörg Sautner, Florian Hennet, Johannes Eber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Referent für Volkswirtschaft und Grundsatzfragen===&lt;br /&gt;
Philipp Despot, zuvor: wissenschaftlicher Mitarbeiter beim CDU-Bundestagsabgeordneten Tilman Kuban, Pressesprecher der Jungen Union, Kampagnenreferent bei der CDU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beirat===&lt;br /&gt;
Gesteuert und kontrolliert wird die INSM durch den Beirat, in dem sich neben Vertretern von Gesamtmetall auch Vertreter der anderen Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Speth: Strategien, S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kommen Experten für Demoskopie, die über Meinungs- und Stimmungstrends informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzender ist Stefan Wolf&lt;br /&gt;
**auch Kuratoriumsmitglied der INSM&lt;br /&gt;
**Präsident des Arbeitgeberverbandes [[Gesamtmetall]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium===&lt;br /&gt;
Vorsitzender des Kuratoriums ist Stefan Wolf, Präsident des Arbeitgeberverbandes [[Gesamtmetall]], Vorstandsvorsitzender des Autozulieferers ElringKlingerAG, Vorstandsmitglied des [[Verband der Automobilindustrie]] (VDA), Vizepräsident der [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (VDA), Vorsitzender des Beirats der INSM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2024) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html Kuratoren und Botschafter], insm.de, abgerufen am 18.10.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Botschafter===&lt;br /&gt;
Die Botschafter unterstützen die INSM dabei, in der Öffentlichkeit Meinungen zu platzieren und Meinungen zu verändern. Sie geben Interviews, schreiben Gastbeiträge und treten in Talkshows auf, meist ohne darauf hinzuweisen, dass ihre Äußerungen vorher mit der INSM koordiniert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Speth: Die politischen Strategien, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen werden sie beispielsweise als &amp;quot;Experten für Steuerrecht&amp;quot; vorgestellt oder einfach mit ihrer beruflichen Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Roland Berger]]&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, Chairman der RiverRock European Capital Partners LLP, Mitbegründer des [[Konvent für Deutschland]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Christoph Burmann&lt;br /&gt;
|Inhaber des Stiftungslehrstuhls für innovatives Markenmanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen (der Lehrstuhl wurde von Markenartikelunternehmen wie Kraftfoods Deutschland und der Brauerei Beck &amp;amp; Co. gespendet)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Dominique Döttling&lt;br /&gt;
|Chief People Officer bei Ibeo Automotive Systems GmbH, bis 2021Geschäftsführende Gesellschafterin der Döttling &amp;amp; Partner Beratungsgesellschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Florian Gerster]]&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, frühere Positionen: Vorsitzender des Bundesverbands Paket und Expresslogistik, Präsident des Bundesverbands Briefdienste, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit (später umbenannt in Bundesagentur für Arbeit), seit 2020 Mitglied der FDP (ehem. SPD-Politiker)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Martin Kannegießer]]&lt;br /&gt;
|Ehrenpräsident des Arbeitgeberverbands [[Gesamtmetall]], Geschäftsführer Herbert Kannegiesser GmbH, ehem. Vorsitzender des Kuratoriums der INSM&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Otmar Issing]]&lt;br /&gt;
|Ehrenvorsitzender des [[Center for Financial Studies]], Mitglied des Kuratoriums und Preisträger der [[Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung]], ehem. Chefvolkswirt der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Oswald Metzger]]&lt;br /&gt;
|Redakteur bei Tichys Einblick, Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]] und des Strategischen Beirats der [[Die Familienunternehmer - ASU]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Arend Oetker]]&lt;br /&gt;
|Geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Arend Oetker Holding, Vizepräsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Präsidiumsmitglied des [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA), Präsident der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik]], Mitglied der CDU, unterzeichnete den &amp;quot;Energiepolitischen Appell&amp;quot; der Atomlobby zur Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Walther Otremba]]&lt;br /&gt;
|Ehem. Staatssekretär in verschiedenen Bundesministerien, unter anderem im Bundeswirtschaftsministerium, Vorsitzender [[Bundesverband Briefdienste]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Karl-Heinz Paqué]]&lt;br /&gt;
|Inhaber des Lehrstuhls für internationale Wirtschaft der Uni Magdeburg, Vorstandsvorsitzender der [[Friedrich-Naumann-Stiftung]]  und Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]], Mitglied des Beirats der Denkfabrik [https://denkfabrik-r21.de/ REPUBLIK21 e.V.], ehem. Finanzminister von Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bernd Raffelhüschen]]&lt;br /&gt;
|Professor für Finanzwissenschaften an der Uni Freiburg, Direktor des [[Forschungszentrum Generationenverträge]] (FZG), Mitglied des Aufsichtsrat der Union Investment Privatfonds GmbH, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]] (ehem. Vorsitzender der Kommission Alterssicherung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/42899/499329 Pressemitteilung vom 13.11.2003], presseportal.de, abgerufen am 21.12.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;), Mitglied des Vorstands der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arndt Rautenberg&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, Gründer und Managing Partner von Rautenberg &amp;amp; Company (Beratungsunternehmen für Finanzinvestoren), ehemaliger Strategiechef [[Deutsche Telekom]], Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Randolf Rodenstock]]&lt;br /&gt;
|Geschäftsführender Gesellschafter der Optische Werke [[G. Rodenstock GmbH &amp;amp; Co. KG]], ist bzw. war in leitender Funktion in einer Vielzahl von Verbänden und neoliberalen Netzwerken aktiv, u. a. dem INSM-Finanzier [[Gesamtmetall]] und der INSM-Muttergesellschaft [[Institut der deutschen Wirtschaft]](IW) jeweils als Vizepräsident, Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]] und des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kristina Schröder&lt;br /&gt;
|Publizistin und Kolumnistin bei der Tageszeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot;, ehem. Bundesfamilienministerin (CDU), Stellv. Leiterin der Denkfabrik [https://denkfabrik-r21.de/ REPUBLIK21 e.V.]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nikolaus Schweickart]]&lt;br /&gt;
|Vorsitzender des Kuratoriums der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Ehrenmitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrates der CDU]] und ehem. Vorstandsvorsitzender der [[Altana]] AG sowie ehem. Vorsitzender der [[Altana Kulturstiftung]] gGmbH und der [[Herbert Quandt-Stiftung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Jürgen Stark]]&lt;br /&gt;
|Ehem. Chefvolkswirt und Mitglied im Direktorium der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB), Mitglied des Kuratoriums der [[Bertelsmann Stiftung]], Mitglied des Beirats der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erwin Staudt&lt;br /&gt;
|Ehem. Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland, Initiator der [https://initiatived21.de/ueber-uns/geschichte-und-meilensteine Initative D21], Mitglied des Aufsichtsrats der USU Software AG, Mitglied der SPD&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Thomas Straubhaar]]&lt;br /&gt;
|bis 8/2014 Direktor des [[Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut]] (HWWI), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]], Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich-Naumann-Stiftung]], Mitglied des Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2024) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html Webseite INSM - Die Botschafter der INSM Stimmen der Sozialen Marktwirtschaft] abgerufen am 19.10.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ehemalige Kuratoren und Botschafter'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Arnulf Baring]]&lt;br /&gt;
|Jurist, Publizist und Historiker, unterstützt Stiftungen wie die FDP-nahe [[Friedrich-Naumann-Stiftung]] sowie die [[Konrad-Adenauer-Stiftung]] und ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Marie-Luise Dött]]&lt;br /&gt;
|(siehe Förderverein)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Johann Eekhoff]]&lt;br /&gt;
|Staatssekretär a.D., Direktor des [[Institut für Wirtschaftspolitik]] an der Uni Köln, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]], bis Ende 2010 Sprecher des &amp;quot;Kronberger Kreises&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
|am 3. März 2013 verstorben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Michael Glos]]&lt;br /&gt;
|CSU-Politiker, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie 2005-2009&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Paul Kirchhof]]&lt;br /&gt;
|ehem. Richter am Bundesverfassungsgericht, Preisträger der [[Friedrich August von Hayek Stiftung]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]], setzt sich für eine Steuerreform ein, die &amp;quot;vor allem Manager...sowie die Verwalter und Erben großer Vermögen&amp;quot; entlastet&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.376223.de/11-28-4.pdf Stefan Bach: Kirchhof macht sich das Steuerrecht einfach], Website DIW, abgerufen am 18.7.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eberhard von Körber&lt;br /&gt;
|Präsident des Verwaltungsrates der Eberhard von Körber AG, Zürich, ehemaliger Co-Präsident des Club of Rome, ehemaliger Vorstandschef und Aufsichtsratsvorsitzender von [[ABB]], 1990-1998 Mitglied des Beraterkreises der Bundesregierung (Kanzlerrunde) unter Bundeskanzler [[Helmut Kohl]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rolf Peffekoven&lt;br /&gt;
|ehem. Direktor des Instituts für Finanzwissenschaft der Uni Mainz, ehem. Mitglied des [[Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung]] (SVR), Mitglied des  [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen]], des Wissenschaftlichen Beirats der [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]] und des Beirats der [[DZ BANK]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Christine Scheel]]&lt;br /&gt;
|ehem. Politikerin der Grünen, Mitglied des Expertenrates der [[CNC Communications &amp;amp; Network Consulting]])&lt;br /&gt;
|trat im Dezember 2004 aus der INSM aus&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/scheel-verlaesst-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft/2445174.html Scheel verlässt Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Handelsblatt vom 1. Dezember 2004], Website HB, abgerufen am 22. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, beteiligte sich aber auch danach noch an deren Kampagnen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/Themen/Soziale-Marktwirtschaft/60-Jahre-Soziale-Marktwirtschaft/Stimmen-aus-der-Politik.html 60 Jahre Soziale Marktwirtschaft Stimmen aus der Politik Christine Scheel 4. September 2009], Website der INSM, abgerufen am 22. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Lothar Späth]]&lt;br /&gt;
|CDU, ehem. BaWü-Ministerpräsident, ehem. Geschäftsführer der [[Jenoptik]], ehem. Deutschland-Chef und später Senior Advisor bei der Investmentbank [[Merrill Lynch]], ehem. Vorsitzender des Aufsichtsrats der [[Herrenknecht]] AG, beriet zuletzt vor allem mittelständische Unternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.econ-referenten.de/pdf_erzeugung/exports/prof-dr-hc-lothar-spaeth-ministerpraesident-ad.pdf Econ Referenten Agentur Lothar Späth], Website econ-referenten, abgerufen am 2.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|am 18. März 2016 verstorben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Edmund Stoiber]]&lt;br /&gt;
|ehrenamtlicher Leiter einer EU-Arbeitsgruppe zum Bürokratieabbau, CSU, Ex-Bayern-Ministerpräsident, CSU-Vorsitzender 1999-2007&lt;br /&gt;
|verließ die INSM nach deren Kritik an den Agrarsubventionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Hans Tietmeyer]]&lt;br /&gt;
|ehem. Präsident der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]], Mitglied der Kuratoriums der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], der [[Friedrich August von Hayek Stiftung]], der [[Stiftung Ordnungspolitik]]/[[Centrum für Europäische Politik]] und Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]). Bis Juli 2013 war Tietmeyer Kuratoriumsvorsitzender der INSM.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesamtmetall.de/gesamtmetall/meonline.nsf/id/PageGeschaeftsbericht-2013-2014_DE Gesamtmetall Geschäftsbericht 2013/14], S. 51, zuletzt aufgerufen am 1. Oktober 2010, dort heißt es: &amp;quot;Im Juli 2013 verabschiedete die INSM ihren langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden, den ehemaligen Präsidenten der Bundesbank Prof. Dr. Hans Tietmeyer, mit einem Symposium „Soziale Marktwirtschaft für Europa“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |am 27. Dezember 2016 verstorben&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftliche Beratung===&lt;br /&gt;
Als wissenschaftlicher Berater fungiert das [[Institut der deutschen Wirtschaft]], das als Muttergesellschaft der INSM wirtschaftspolitische Analysen und Konzepte aus der Sicht der Wirtschaft erarbeitet. Zwischen der INSM und dem Institut der deutschen Wirtschaft gibt es auch eine Vielzahl personeller Verflechtungen. In Medienfragen arbeitet die INSM mit diversen Meinungsforschungsinstituten - wie dem Institut für Demoskopie Allensbach&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ifd-allensbach.de/leistungsspektrum/referenzen.html Referenzen], ifd-allensbach.de, abgerufen am 13.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; - zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ÖkonomenBlog===&lt;br /&gt;
Der ÖkonomenBlog ist ein Projekt der INSM. Die Autor:innen sind [http://www.insm-oekonomenblog.de/autoren/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören der Geschäftsführer der INSM, die INSM Redaktion, der Leiter des [[Institut der deutschen Wirtschaft]], Botschafter der INSM sowie wirtschaftsfreundliche Wissenschaftler:innen (Professor:innen und Mitarbeitende von Instituten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Förderverein===&lt;br /&gt;
Der im Juni 2005 gegründete Förderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (FINSM) e.V. ist am 22. Februar 2016 aufgelöst worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vereinsregister des Amtsgerichts Köln, VR 14812, Abdruck vom 13.02.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Liquidator war [[Oswald Metzger]] (seit 2012 Vereinsvorstand).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Hans Tietmeyer]] (Vorstand bis 2014) war bis 2012 auch Vorsitzender des Kuratoriums, danach wurde er Botschafter (vgl. dortige Erläuterungen)&lt;br /&gt;
*[[Florian Gerster]] (ab 2009 Vorstand), SPD, Unternehmensberater und Lobbyist, Mitglied des Wirtschafts- und Zukunftsrats für Hessen, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband Briefdienste]], ehem. Vorsitzender der [[Bundesanstalt für Arbeit]] - heutige Bezeichnung [[Bundesagentur für Arbeit]] (wegen eines umstrittenen Auftrags an die Lobby- und PR-Agentur [[WMP Eurocom]] entlassen)&lt;br /&gt;
*[[Johanna Hey]], Direktorin des [[Institut Finanzen und Steuern]] und des Instituts für Steuerrecht an der Uni Köln, ist Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen |Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen]], Mitglied des Zentralen Beirats der [[Commerzbank]], Mitglied der Lenkungsgruppe der &amp;quot;Kommission Steuergesetzbuch&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]] und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrats der CDU]]. Sie hält die &amp;quot;Reichensteuer&amp;quot; für &amp;quot;verfassungsrechtlich hoch problematisch&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ftd.de/politik/deutschland/:reichensteuer-ist-verfassungsrechtlich-hoch-problematisch/69396.html Reichensteuer ist verfassungsrechtlich hoch problematisch, Financial Times Deutschland vom 2. Mai 2006], Website der FTD, abgerufen am 13.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, davor Präsident der Freien Universität Berlin, parteilos, gilt als CDU- und wirtschaftsnah&amp;lt;ref&amp;gt;Universität Hamburg - Kandidat Dieter Lenzen, Der Spiegel vom 13. November 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Roman Herzog Institut]], Vorsitzender des Aktionsrats Bildung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)&lt;br /&gt;
*[[Friedrich Merz]], Jurist, Lobbyist,  Aufsichts- und Beiratsmitglied in verschiedenen Unternehmen, Mitarbeiter der Kanzlei Mayer, Brown, Rowe &amp;amp; Maw LLP, ehemaliger Politiker und CDU-Finanzexperte, Präsidiumsmitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrats der CDU]], Mitglied des Politischen Beirats der „Kommission Steuergesetzbuch“ der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*Ulrike Nasse-Meyfarth, Olympiasiegerin im Hochsprung&lt;br /&gt;
*Dieter Rickert (Vorstand) &amp;quot;Head Hunter&amp;quot;, wollte 2002 bis 2004 eine eigene Stiftung &amp;quot;Klarheit in der Politik&amp;quot; gründen, die 100 Millionen sammeln sollte, um für marktliberale Reformen zu werben&lt;br /&gt;
*Hergard Rohwedder, Rechtsanwältin und Mitbegründerin der FDP-nahen Stiftung [[Liberales Netzwerk]]&lt;br /&gt;
*Max Schön, Mitglied des Aufsichtsrats der Max Schön AG und der British American Tobacco Germany (BAT), Präsident des Club of Rome Deutschland und Mitglied im Kuratorium der BAT-&amp;quot;Stiftung für Zukunftsfragen&amp;quot;, von 2001 bis 2005 Präsident der Arbeitsgemeinschaft mittelständischer Unternehmen&lt;br /&gt;
*[[Carl-Ludwig Thiele]], Rechtsanwalt, FDP-Politiker, Mitglied des Vorstandes der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]], Kuratoriumsmitglied des [[Institut Finanzen und Steuern]], bis 30. April 2010 Mitglied des Aufsichtsrats der Signal Krankenversicherung a.G.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2005/06/insm-forderverein-teil-2/ INSM-Förderverein, Teil 2], 02.06.2005, lobbycontrol.de, abgerufen am 13.02.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Mitglieder waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Michael Hoffmann-Becking]], Lehrbeauftragter für Aktien- und Konzernrecht an der Uni Bonn, Partner der Societät [[Hengeler Mueller]], Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]] und Gesellschafter der  [[FAZIT-STIFTUNG]]&lt;br /&gt;
*[[Marie-Luise Dött]], umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Bundesvorsitzende [[Bund Katholischer Unternehmer]], Mitglied der [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategie Öffentlichkeitsarbeit==&lt;br /&gt;
Bei der Öffentlichkeitsarbeit bedient sich die INSM einer Vielzahl von Medien, die aufeinander abgestimmt genutzt werden, um ihre Botschaften zu transportieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei wichtigen Kampagnen werden [[PR-Agenturen]] eingeschaltet - so im August 2012 die Agentur [[Serviceplan Public Opinion]] bei der &amp;quot;Energiewende-Kampagne&amp;quot; und zuvor beim &amp;quot;Projekt Vollbeschäftigung&amp;quot; und der &amp;quot;Mehrwertsteuerkampagne&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Rolle kommt den Reformbarometern/Rankings/Monitors, den Medienkooperationen und den Unterrichtsmaterialien für Schulen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kampagnen===&lt;br /&gt;
Die INSM hat die folgenden Kampagnen organisiert&amp;lt;ref&amp;gt;[[https://www.insm.de/insm/kampagne/rente-muss-gerecht-bleiben.html Kampagnen], insm.de, abgerufen am 27.01.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12 Fakten zur Klimapolitik&lt;br /&gt;
*Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
*Kampagne: Nachhaltige Rente&lt;br /&gt;
*Steuern senken - jetzt&lt;br /&gt;
*Gerecht durch Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
*Rente muss gerecht bleiben&lt;br /&gt;
*Große Aufgaben&lt;br /&gt;
*Das Deutschland Prinzip&lt;br /&gt;
*Werkverträge und Zeitarbeit&lt;br /&gt;
*Chancen für alle&lt;br /&gt;
*Mindestlohn&lt;br /&gt;
*Generationengerechtigkeit&lt;br /&gt;
*Chance2020&lt;br /&gt;
*Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
*Energiewende&lt;br /&gt;
*Wachstum&lt;br /&gt;
*Projekt Vollbeschäftigung&lt;br /&gt;
*Besser Sparen&lt;br /&gt;
*16 Prozent auf alles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM trat mit der Kampagne „Sozial ist, …“ 2000 erstmals in der Öffentlichkeit auf. Seitdem verwedet sie den Slogan „Sozial ist, was Arbeit schafft“ immer wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/arbeit/pr-aktion-zur-spd-klausur-zur-reform-des-sozialstaats], insm.de, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde in den folgenden Jahren von CSU, CDU und, in leicht abgeänderter Form, FDP in deren jeweiligen Wahlprogrammen aufgegriffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.blickpunkt-wiso.de/post/die-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-und-ihre-schluesselwoerter--1395.html], Raffael Scholz, Die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ und ihre Schlüsselwörter, 13.11.2014, Blickpunkt WISO, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Satz „Sozial ist, wer Arbeit schafft“ stammt von Alfred Hugenberg (1865–1951), dem Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Ernährungsminister in Hitlers erstem Kabinett.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/!1093901/], Oliver Hinz, Slogan aus Nazizeit, 16.08.2002, taz, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Klimapolitik'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kampagne 12 Fakten zur Klimapolitik &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/klimaschutz/12-fakten-zur-klimapolitik], insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; richtet sich gegen die CO2-Steuer und zielt auf eine langsamere Energiewende ab, die vorallem der Industrie fossiler Energieträger zugute käme. Im Zuge mehrerer Kampagnen bezog die INSM bereits seit Jahren Stellung gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die Förderung von Ökostrom.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/argueliner-11-fakten-zur-energiewende], insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mindestlohn'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft und deren Tochergesellschaft INSM vom Februar 2021 kommt zu dem Ergebnis, „ein politischer Mindestlohn“ beschneide die Tarifautonomie und sei abzulehnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/presse/pressemeldungen/ein-politischer-mindestlohn-beschneidet-die-tarifautonomie, insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Unterrichtsmaterialien, die die INSM bereitstellt finden sich wissenschaftlich umstrittene Aussagen wie: „In der Realität hat der Mindestlohn nur eine Folge: dass noch mehr Menschen arbeitslos werden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2011-05/schulfach-wirtschaft], Tilman Steffen, Lobbyisten im Lehrerzimmer, 11.05.2011, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; 2013 schickte die INSM Bundestagsabgeordneten und weiteren Menschen im politischen Bereich Voodoo-Puppen, die laut INSM „für den Wähler an sich“ stehen sollten. Mit in dem Paket befanden sich beschriftete Nadeln mit Themenfeldern, die der INSM zufolge „schmerzhafte Auswirkungen&amp;quot; auf Entscheidungen der Wähler:innen hätten: Frauenquote, Erbschaftsteuer, Vermögensteuer, Energiesubventionen, Zuschussrente und Mindestlohn.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/insm-wirtschaftslobby-bezirzt-bundestag-mit-voodoo-1.1566851], Bastian Brinkmann: Wirtschaftslobby bezirzt Bundestag mit Voodoo, 07.01.2021, SZ, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Rente'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In unterschiedlichen Kampagnen wird das Thema Rente seit Anfang der 2000er von der INSM immerwieder aufgegriffen. Es wird eine Kürzung der gesetzlichen Rente gefordert und eine private Altersvorsorge für Bürger:innen nahegelegt. Auch wird die Senkung der Lohnnebenkosten gefordert; der durch Arbeitgeber:innen entrichtete Teil der Rentenbeiträge soll gesenkt werden, damit Unternehmen, so die Argumentation, wettbewerbsfähig blieben. Die INSM beauftragte verschiedene Studien beim Institut für Demoskopie Allensbach, mit dem sie regelmäßig zusammenarbeitet. Auch treten Wissenschaftler:innen, die als Autor:innen für die INSM tätig sind, medial als neutrale Expert:innen auf, wie in einer Dokumentation zum Rentensystem, die im Juni 2021 im ZDF ausgestrahlt wurde, was zu einseitigen Lösungsvorschlägen führt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/tp/features/ZDF-Doku-Am-Ende-sind-die-Zuschauer-arm-dran-6071067.html?seite=all], Reiner Heyse, ZDF-Doku: Am Ende sind die Zuschauer arm dran, heise online, 15.06.2021, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aktivitäten zu Bundestagswahlen===&lt;br /&gt;
Die INSM wird regelmäßig anläßlich der Bundestagswahlen aktiv. Im Wahljahr 2021 organisierte die INSM gemeinsam mit der Tageszeitung „Die Welt“ verschiedene Veranstaltungen, die sich laut Christian Stöcker nur als „Wahlkampf-Events für die Union“ deuten lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/insm-kampagne-gegen-annalena-baerbock-die-hemmungslose-lobbyarbeit-der-reichen-im-wahlkampf-a-c6e17012-1117-47f7-af2f-d1cec5c2bbe5], Christian Stöcker, Komm, wir kaufen uns einen Kanzler, 13.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anlässlich der vergangenen Wahl veranstaltete die INSM in Partnerschaft mit der Tageszeitung „Die Welt“ die Veranstaltungsreihe „Wahlarena 2017“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/Presse/INSM-Veranstaltungen/2017/wahlarena-2017-bundestagswahl-position-fdp.html Wahlarena 2017], insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In Zusammenarbeit mit der &amp;quot;Wirtschaftswoche&amp;quot; hat sie zum Hauptthema des Bundeswahlkampfs 2013 &amp;quot;Wie gerecht ist Deutschland?&amp;quot; ein Sonderheft herausgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/kampagne/gerechtigkeit/sonderausgabe-wirtschaftswoche.html Wie gerecht ist Deutschland?], 24.06.2013, insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Studien===&lt;br /&gt;
Die INSM stellt der Presse regelmäßig Studien vor, die zumeist von [[Institut der deutschen Wirtschaft]] (IW) und sonstigen Wirtschaftsforschungsinstituten sowie Meinungsforschungsinstituten erstellt werden. Studien der INSM haben nachwievor eine hohe Aufmerksamkeit in der deutschen Medienlandschaft. Die Studien der INSM sind [https://www.insm.de/insm/publikationen/publikationen?query=&amp;amp;category=&amp;amp;format=Studien hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformbarometer/Rankings/Monitore===&lt;br /&gt;
In die Bewertungen fließen die Interessen der Arbeitgeber:innen an mehr „Eigenverantwortung“, Abbau sozialer Leistungen, Rückzug des Staates und weniger Mitbestimmung ein. Dagegen werden Arbeits-,Verbraucher- und Umweltschutz sowie soziale Absicherung der Beschäftigten nicht berücksichtigt oder als Überregulierung negativ bewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://www.iwconsult.de/leistungen-themen/branchen-und-regionen/staedteranking-2016/ Städteranking]&lt;br /&gt;
|Das Städteranking wird von der [[Institut der deutschen Wirtschaft]] Consult GmbH im Auftrag der [[Wirtschaftswoche]] und Immobilienscout 24 erstellt (früherer Auftraggeber war auch die INSM)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://www.insm-bildungsmonitor.de/ Bildungsmonitor]&lt;br /&gt;
|In einem jährlichen Bildungsmonitor, der vom [[Institut der deutschen Wirtschaft]] im Auftrag der INSM erstellt wird, werden die Bildungssysteme der Bundesländer bewertet.&lt;br /&gt;
Dabei wird explizit eine ökonomische Perspektive vertreten. In Medienberichten darüber ist dann jedoch allgemein von guten oder schlechten Bildungssystemen die Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://uebermedien.de/75491/wer-hat-das-beste-bildungssystem-flache-lernkurve-beim-umgang-mit-insm-studie/ Wer hat das beste Bildungssystem? Flache Lernkurve beim Umgang mit INSM-Studie] www.uebermedien.de vom 17.08.2022, abgerufen am 24.08.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.welt.de/politik/deutschland/wahldebatte/ Wahldebatte 2021], zuvor [http://www.insm.de/insm/Presse/INSM-Veranstaltungen/2017/wahlarena-2017-bundestagswahl-position-dielinke.html Wahlarena 2017], ist eine Veranstaltungsreihe von INSM und der Tageszeitung „Die Welt“ (Axel Springer Verlag)&lt;br /&gt;
*[http://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2022/welt-zukunftsdebatte-mit-bundesminister-dr-volker-wissing-mdb-fdp WELTZUKUNFTSDEBATTE] ist eine weitere Veranstaltungsreihe von &amp;quot;Die Welt&amp;quot; und INSM&lt;br /&gt;
*[https://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2021 Webinare] u.a. zu Renten- und Sozialpolitik, Mindestlohn, Freihandel&lt;br /&gt;
*[http://www.insm.de/insm/Presse/Pressemeldungen/Hauptstadtforum--Mit-der-Sozialen-Marktwirtschaft-zur-Energiewende.html Hauptstadtforum] war eine Veranstaltungsreihe von INSM und der Tageszeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; (Axel Springer Verlag)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fernsehen und Hörfunk===&lt;br /&gt;
Die INSM bietet ihre Botschafter als Interviewpartner:innen sowie Expert:innen für Diskussionsrunden im Fernsehen und Hörfunk an. Sie liefert auch fertige Beiträge für Print- und Fernsehredaktionen. Auf die INSM-Verbindung wird meist nicht hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Medienkooperationen===&lt;br /&gt;
Kurz nach ihrer Gründung war es der INSM gelungen, eine Vielzahl von Medien in gemeinsame Projekte (Umfragen, Rankings, Publikationen, Veranstaltungen) einzubinden. Aufgrund der öffentlichen Kritik an dieser Zusammenarbeit sind diese Projekte ganz überwiegend eingestellt worden. Eine Ausnahme ist die Tageszeitung „Die Welt&amp;quot;, die in Partnerschaft mit der INSM 2021 Wahldebatten organisierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2021], insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;Die Welt&amp;quot; und die INSM kooperieren außerdem bei der Veranstaltungsreihe WELTZUKUNFSDEBATTE.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2022/welt-zukunftsdebatte-mit-bundesminister-dr-volker-wissing-mdb-fdp WELTZUKUNFTSDEBATTE], insm.de vom 06.09.2022, abgerufen am 17.09.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterrichtsmaterialien und Bildung===&lt;br /&gt;
Die INSM stellt Lehrern fertig benutzbare Materialien zum Thema Wirtschaft für den Schulunterricht zur Verfügung. [http://www.wirtschaftundschule.de/WUS/homepage/Unterrichtsmaterial.html Wirtschaft und Schule] heißt das Projekt der INSM. Unter dem Vorwand, Schülern einen erfolgreichen Start in das Berufsleben zu ermöglichen, wird Hauptschüler:innen, Realschüler:innen, Gymnasiast:innen und Berufsschüler:innen ein einseitiges, neoliberales Weltbild vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/?p=227 Christine Wicht und Carsten Lenz: PR-Agenturen unter dem Deckmantel „zivilgesellschaftlichem Engagements, NachDenkSeiten, 4. Januar 2006], Website nachdenkseiten, abgerufen am 5. 8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iboeb.org/moeller_hedtke_netzwerkstudie.pdf Lucca Möller/Reinhold Hedtke: Wem gehört die ökonomische Bildung? Notizen zur Verflechtung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, Bielefeld 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ioeb.de/sites/default/files/pdf/Wissenschaft%20light%20im%20Forschungskleid.pdf Stellungnahme zum Gutachten Möller/Hedtke]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zentrale Forderung der Unterrichtsmaterialien lautet: weniger staatliche Regulierung – mehr Freiheit des Marktes. Herausgeber des Lehrerportals ist die IW Medien, eine Tochter des [[Institut der deutschen Wirtschaft]], dem Alleingesellschafter der INSM. Bis 2014 war die INSM unmittelbar für das Portal verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM veröffentlicht jährlich einen sogenannten Bildungsmonitor, in dem Bildungssysteme aus Sicht der Wirtschaft bewertet werden. Der deutsche Lehrerverband lehnt das Ranking ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/karriere/lehrerverband-kritisiert-bildungsmonitor-2019-a-1282199.html], Lehrerverband kritisiert Bildungsmonitor, 16.08.2019, Der Spiegel, abgerufen am 18.06.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM unterstützt '''Focus Money''' beim Schulprojekt [http://www.medialine.de/deutsch/engagement/bildung/wir-erklaeren-die-wirtschaft.html Wir erklären die Wirtschaft]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/?p=2130 Nachdenkseiten vom 22. Februar 2007], Website nachdenkseiten, abgerufen am 30.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Promotionskolleg zur Sozialen Marktwirtschaft kooperiert die INSM mit der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kas.de/de/web/begabtenfoerderung-und-kultur/das-kolleg] KAS. Das Kolleg, abgerufen 18.06.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere mediale Mittel===&lt;br /&gt;
Des weiteren nutzt die INSM Anzeigenkampagnen, Presseinfos, Broschüren, Magazinen, Büchern, Plakataktionen und das INSM-Lexikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik an der INSM==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen das Lieferkettengesetz===&lt;br /&gt;
Die INSM schaltete am 8. Juni 2021 eine Reihe von Zeitungsanzeigen gegen das deutsche Lieferkettengesetz. &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;ve-pasteProtect&amp;quot; style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot; data-ve-attributes=&amp;quot;{&amp;amp;quot;style&amp;amp;quot;:&amp;amp;quot;font-weight: normal&amp;amp;quot;}&amp;quot;&amp;gt;Das Gesetz soll Unternehmen dazu verpflichten, ihren Sorgfaltspflichten in der globalen Produktion nachzukommen. Dazu gehört insbesondere die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards. &amp;lt;/span&amp;gt; Die Kampagne war &amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;in den überregionalen Zeitungen FAZ, Welt und Handelsblatt erschienen. Es hieß darin, das Gesetz führe zu ''„''&amp;lt;/span&amp;gt;überbordender Bürokratie“, stelle Unternehmen unter „Generalverdacht“ und zuletzt: „Das geplante Gesetz legt den Handel an die Kette, begrenzt unternehmerische Freiheit und führt nicht zu besseren Arbeits- und Lebensbedingungen vor Ort“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/lieferkettengesetz-mehr-buerokratie-weniger-menschenrechte Lieferkettengesetz: Mehr Bürokratie, weniger Menschenrechte] insm.de vom 07.06.2021, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Organisationen wie UNICEF forderten hingegen, das Gesetz müsse nachgeschärft werden, damit es überhaupt Wirkung erzeugen könne.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/-/lieferkettengesetz-nachbessern-auf-eu-ebene/277106 Lieferkettengesetz: Bundesregierung muss auf EU-Ebene nachbessern] unicef.de vom 25.06.2021, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Die Initiative Lieferkettengesetz hatte bereits zuvor kritisiert, dass Wirtschaftsverbände Vorschläge für das Lieferkettengesetz oftmals falsch darstellten und  ein Untergangsszenario für die deutsche Exportwirtschaft heraufbeschwörten, das ''„sachlichen Grundlagen entbehre“''.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lieferkettengesetz.de/pressemitteilung/zum-tag-der-industrie-grosse-unternehmensverbaende-wollen-rueckschritte-beim-menschenrechtsschutz-initiative-lieferkettengesetz-zeigt-einflussnahme-von-unternehmensverbaenden-auf-positionen-des-wir/ Zum Tag der Industrie: Große Unternehmensverbände wollen Rückschritte beim Menschenrechtsschutz – Initiative Lieferkettengesetz zeigt Einflussnahme von Unternehmensverbänden auf Positionen des Wirtschaftsministeriums] lieferkettengesetz.de vom 05.10.2022, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Dem Argument, die deutsche Wirtschaft könne sich ein solches Gesetz nicht leisten wurde bereits 2021 von führenden Ökonom&amp;lt;/span&amp;gt;''':innen wie '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Prof. Dr. Peter Ulrich, dem Makroökonom Prof. Hans jörg Herr und der Betriebswirtin Prof. Dr. Elisabeth Fröhlich widersprochen.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;[https://www.misereor.de/fileadmin/publikationen/briefing-lieferkettengesetz-aufstand-der-lobbyisten-2021.pdf Lieferkettengesetz: Aufstand der Lobbyisten]  misereor.de, April 2021, abgerufen am 07.11.2022&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;span style=&amp;quot;text-decoration: none&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;An der Kampagne beteiligten sich die folgen Verbände: [[Gesamtmetall|Arbeitgeberverband Gesamtmetall]]; [[Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft]]; [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände|BDA Die Arbeitgeber]]; [[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]]; [[BAVC – Die Chemie Arbeitgeber]]; [[BDE: Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft]]; [[BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen]]; [[Die Familienunternehmer - ASU|Die Familienunternehmer]]; [[BDL – Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen]]; [[Markenverband; Textil + Mode Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie]]; [[VDM Verband Deutscher Metallhändler]]; [[VDMA|VDMA Verband deutscher Maschinen und Anlagenbauer;]] [[Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse|VdR – Verband der deutschen Rauchtabakindustrie]]; [[VKE-Kosmetikverband]]; [[WSM-Net: Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V]].; [[WirtschaftsVereinigung Metalle;]] [[ZDB Zentralverband Deutsches Baugewerbe]]; [[Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks]]; [[ZVEI Die Elektroindustrie]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen Kanzlerkandidatin===&lt;br /&gt;
In einer Anzeigenkampagne positionierte sich die INSM Mitte Juni 2021 mit einem direkten Angriff auf das Wahlkampfprogramm der Partei die Grünen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/anti-baerbock-kampagne-insm-reagiert-erst-jetzt-auf-antisemitismus-vorwurf-a-b75b3e82-4ad2-46b3-b482-f48cd9b2dca8], Industrielobby reagiert erst jetzt auf Vorwurf antisemitischer Untertöne, 15.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wird in der Anzeige als Moses mit Gesetzestafeln inszeniert, das politische Programm der Grünen wird als drohende &amp;quot;Staatsreligion“ betitelt. Die Anzeige erschien ganzseitig in den Printsausgaben der „FAZ“, im „Tagesspiegel“, der „Bild“-Zeitung, in der „Süddeutschen Zeitung“ (sowohl im Print wie online) und auf „ZEIT ONLINE“. Die von der INSM angeführten angeblichen &amp;quot;Verbote&amp;quot; wurden im dpa-Faktencheck als „ungenau bis falsch“  klassifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/faktenfinder/insm-wahlkampf-gruene-101.html], 14.06.2021, Tagesschau.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritisiert wurden zudem von verschiedenen Stellen die Anklänge an antisemitische Verschwörungsmythen und die orientalistische Bildsprache.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/kultur/2021-06/initiative-neu-soziale-markwirtschaft-kampagne-annalena-baerbock-wahlkampf], Assheuer u.a.: Mit allen Mitteln, 15.06.2021, ZEIT ONLINE, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat sich von der Kampagne distanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-kritik-und.1939.de.html?drn:news_id=1268984], Kritik und Antisemitismus-Vorwürfe wegen „Moses“-Kampagne gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock reißen nicht ab, 12.06.2021, Deutschlandfunk, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Die INSM wies diese Vorwürfe fünf Tage nach Erscheinen als Form des &amp;quot;Mundtot-Machens&amp;quot; zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/anti-baerbock-kampagne-insm-reagiert-erst-jetzt-auf-antisemitismus-vorwurf-a-b75b3e82-4ad2-46b3-b482-f48cd9b2dca8], Industrielobby reagiert erst jetzt auf Vorwurf antisemitischer Untertöne, 15.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-kritik-und.1939.de.html?drn:news_id=1268984], Kritik und Antisemitismus-Vorwürfe wegen „Moses“-Kampagne gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock reißen nicht ab, 12.06.2021, Deutschlandfunk, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon im Januar startete die INSM mit dem Slogan „Gute Politik geht anders, Herr Scholz!“ gegen SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in das Wahljahr. Für die Kampagne wurden ein Zitat des Ökonomen Peter Bofinger verwendet. Dieser bezeichnete es als „starkes Stück“, für den lobbyistischen Angriff auf Scholz „missbraucht“ zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html] Dieter Schnaas, Etwas mehr Qualität, bitte!, 21.02.2021, Wirtschaftswoche, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen Vizekanzler Scholz===&lt;br /&gt;
Die [https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/gute-politik-geht-anders-herr-scholz Anzeigenkampagne gegen Scholz] vom Februar 2021 wird von der Wirtschaftswoche wie folgt beschrieben: &amp;quot;Wenn die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den politischen Markt betritt, um in den Wettbewerb mit ihren ideologischen Feinden zu treten, bringt sie verlässlich nichts mit von dem, was die Initiatoren der Sozialen Marktwirtschaft im Jahr 1957 im Sinne hatten: weder Ehrlichkeit noch Fairness, schon gar nicht Ritterlichkeit und Maß. Stattdessen in dieser Woche: „Gute Politik geht anders, Herr Scholz!“ – eine oberlehrerhaft-kraftmeiernde [https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/gute-politik-geht-anders-herr-scholz Kampagne gegen den Vizekanzler, Finanzminister und Kanzlerkandidaten der SPD], hart an der Grenze zur  Desinformation und Denunziation: Scholz „bläht den Haushalt auf“ und „sägt an der Schuldenbremse“, lässt „Unternehmen im Regen stehen“ und verspricht „Hilfsgelder“, die bei den Betroffenen nicht ankommen – gerade so, als hätte das seit Monaten vor sich hin dilettierende Exekutivmanagement der Christdemokratie mit alledem rein gar nichts zu tun: Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Jens Spahn und Peter Altmaier&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html Etwas mehr Qualität, bitte!], wiwo.de vom 21.02.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Bundestagswahlkampf 2017: Verfälschung der Steuerpläne der SPD===&lt;br /&gt;
Nach einem Bericht von „Spiegel Online“ hat die INSM eine Anzeige in der „Bild“-Zeitung vom 23. Juni 2017 platziert, um Stimmung geben die Steuerpläne der SPD zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/martin-schulz-wie-der-lobbyverband-insm-die-spd-steuerplaene-verfaelscht-a-1154508.html Wie Wirtschaftslobbyisten die SPD-Steuerpläne verfälschen], 26.06.2017, spiegel.de, abgerufen am 28.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Anzeige hieß es: „Lieber Herr Schulz, Reichensteuer schon ab 60.000 Euro: Ist das Ihr Respekt vor Leistung?“ Unterschrieben war die Anzeige mit dem Kürzel: „insm.de“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit erweckt die INSM laut „Spiegel Online“ den Eindruck, dass die Reichensteuer nun auch für viele &amp;quot;Normalbürger:innen&amp;quot; mit 60.000 Jahresbruttoverdienst greifen würde. Davon könne jedoch keine Rede sein. Als Reichensteuer werde gemeinhin ein Aufschlag von drei Prozentpunkten auf den Spitzensteuersatz bezeichnet, der zur Zeit bei 42 Prozent liegt. Die Reichensteuer von 45 % greife ab 256.303 Euro zu versteuerndem Einkommen, was im Jahr 2012 gerade einmal 73.000 Steuerzahler:innen betroffen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzeige der INSM lege nahe, dass die Reichensteuer schon ab 60.000 Euro erhoben werde, was nicht zutreffe. Tatsächlich soll ab diesem Schwellenwert künftig der bisherige Spitzensteuersatz von 42 Prozent gelten, der bislang schon ab 54.058 Euro fällig gewesen sei. Der Tarifanstieg würde bis zu diesem Punkt also sogar geringer ausfallen. Weiterhin sei zu berücksichtigen, dass Spitzensteuersätze nicht für das gesamte Einkommen, sondern nur für den Teil jenseits der Grenzwerte gelten. So falle beispielsweise ein lediger Alleinverdiener mit 65.000 Euro zu versteuerndem Einkommen heute zwar unter den Spitzensteuersatz, insgesamt betrage die Steuerlast aber nur rund 29 Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Spiegel Online“ hat die INSM ihre Behauptung inzwischen relativiert. Es heiße jetzt, die SPD wolle „den Schwellenwert, ab dem mehr als 42 Prozent Steuer zu bezahlen ist, auf ab 60.000 Euro senken“.&lt;br /&gt;
===Verhältnis zu den Medien===&lt;br /&gt;
Die ARD-Sendung Monitor vom 13. Oktober 2005&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schmids-ideenschmiede.ch/pdf/MONITOR_Initiative_soz._Marktwirtschaft..pdf Gitti Müller, Kim Otto, Markus Schmidt: Die Macht über die Köpfe: Wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Meinung macht, MONITOR Nr. 539 am 13. Oktober 2005], Website schmids ideenschmiede, abgerufen am 05.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; kritisiert ein Verschwimmen der Grenzen zwischen Journalismus und Public Relations (PR), das von der INSM bewusst forciert werde. Der Medienwissenschaftler Siegfried Weischenberg stellt in dieser Sendung fest: &amp;quot;Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist höchst erfolgreich, weil es ihr gelungen ist, so einen neoliberalen Mainstream in den Medien durchzusetzen. Und das konnte auch leicht gelingen, weil die Medien kostengünstig produzieren müssen. Sie sind sehr darauf angewiesen, dass ihnen zugeliefert wird, hier gibt’s eine Lobby, die sehr wohlhabend ist. Das ist natürlich eine sehr, sehr problematische Geschichte, weil die Medien nicht das tun, was sie tun sollen. Die Journalistinnen und Journalisten fallen sozusagen aus der Rolle, weil sie nicht kritisch kontrollieren, weil sie die Interessen nicht transparent machen.“ &lt;br /&gt;
Laut Monitor haben die mit Beiträgen belieferten Sender allerdings angegeben, die Beiträge redakionell bearbeitet zu haben, die meisten Sender hätten die Zusammenarbeit mit der INSM inzwischen beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Nuernbergk hat die Öffentlichkeitsarbeit der INSM unter dem Gesichtspunkt des Verhältnisses von Journalismus und PR in einer 2005 erschienen Studie untersucht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nuernbergk.de/pdf/insm-ergebnisse.pdf Christian Nuernbergk: Die Mutmacher. Eine explorative Studie über die Öffentlichkeitsarbeit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Zusammenfassung der im Frühjahr 2005 an der Universität Münster eingereichten Magisterarbeit], Website nuernbergk, abgerufen am 4.9.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dieser Studie gibt es Anhaltspunkte dafür, dass eine Vielzahl der von der Initiative bereitgestellten Studien- bzw. Umfrageergebnisse über die Redaktionen ohne eine zuverlässige inhaltliche Auseinandersetzung an die Rezipienten gelangt sind. Es überrasche angesichts der professionellen Aufbereitung des PR-Materials, der umsichtigen Vorbereitung und der intensiven Beziehungspflege auch nicht, dass viele Journalist:innen die wirkliche Organisation der Initiative und ihre Funktion als ein strategisches Element in der Interessenvertretung von Arbeitgeberverbänden nicht erkennen wollen oder gelegentlich übersehen. Betrachte man die Berichterstattung unter diesem Gesichtspunkt, so zeige sich, dass in der weit überwiegenden Zahl der Medienberichte nähere Angaben zur Initiative, zu ihren Auftraggeber:innen und zu ihren Finanziers einfach unter den Tisch fielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Journalist:innen und Medien haben sich auf Kampagnen der INSM eingelassen, vgl. „Getarnte Lobby – Wie Wirtschaftsverbände die öffentliche Meinung beeinflussen“ des ARD-Magazins Plusminus vom 13. Oktober 2005&amp;lt;ref&amp;gt;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – Wie unabhängig sind Journalisten?, 2005-10-14 , zitiert nach [http://www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Initiative_Neue_Soziale_Marktwirtschaft Fulda Wiki], abgerufen am 3.9.2011, da der Bericht nicht  mehr im Sende-Archiv verfügbar ist&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Initiative liefere auf Bestellung Daten, erstellte daraus einen Artikel oder gar eine ganze Doppelseite wie in der Tageszeitung „Die Welt“. Die Kernaussage lautet: „50 Jahre Sozialpolitik – ein einziger Irrtum. Weg damit!“ Die INSM-Botschafter sind nach Informationen von Plusminus außerdem auf sämtlichen Kanälen Dauergäste in den Talkshows, manchmal sitzen gleich drei in einer Sendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der INSM-Anzeigen gegen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und das Wahlprogramm der Grünen prüft der Presserat derzeit (Stand: 17.06.2021), ob ein Verfahren gegen „Sueddeutsche.de“ wegen der „massiven Platzierung der Inhalte und deren direkte[n] Kombination mit dem redaktionellen Inhalt“ eingeleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwdl.de/nachrichten/83231/insmkampagne_presserat_prueft_verfahren_gegen_sz/], Alexander Krei: &lt;br /&gt;
INSM-Kampagne: Presserat prüft Verfahren gegen &amp;quot;SZ&amp;quot;, 16.06.2021, DWDL.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eigene Außendarstellung der INSM===&lt;br /&gt;
Die INSM bezeichnet sich auf ihrer Website als „branchen- und parteiübergreifende Plattform und offen für alle, die sich dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft verbunden fühlen“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;Initiative&amp;quot; ist missverständlich. Im Allgemeinen versteht man unter Initiative den Zusammenschluss von Personen zur Durchsetzung ihrer gemeinsamen Ziele (z. B. Bürgerinitiative). Bei [[Gesamtmetall]], die die INSM gegründet hat und finanziert, handelt es sich dagegen um einen Zusammenschluss von Unternehmen zur Wahrnehmung ihrer wirtschaftlichen Interessen, d.h. um eine klassische Lobbyarbeit. Branchenübergreifend kann nur so verstanden werden, dass die INSM versucht, die Öffentlichkeit in einer die Interessen aller Unternehmen (nicht nur der Metall- und Elektroindustrie) begünstigenden Weise zu beeinflussen. Für die Unterstützung dieser Ziele sind zwar grundsätzlich Mitglieder aller Parteien willkommen, doch zeigt die Parteizugehörigkeit der in den INSM-Gremien vertretenen Personen, dass fast alle Parteimitglieder dem Wirtschaftsflügel der CDU oder der FDP zuzurechnen sind. Irreführend ist auch der Hinweis auf die Verbundenheit mit dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft. Die Soziale Marktwirtschaft soll ja gerade in eine Marktwirtschaft pur umgestaltet werden. In dieser Neuen Sozialen Marktwirtschaft ist für die herkömmliche Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit kein Platz mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schleichwerbung===&lt;br /&gt;
Im September 2005 wurde bekannt, dass die INSM im Jahr 2002 in der ARD-Serie Marienhof verdeckte Botschaften schalten ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epd.de/medien/medien_index_37159.html epd: Arzneihersteller und Apotheker ließen in der ARD schleichwerben], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; In sieben Folgen wurden Themen wie die &amp;quot;Flexibilisierung&amp;quot; des Arbeitsmarktes oder die Senkung von Steuern untergebracht. Die INSM ließ sich diese Aktion insgesamt 58.670 Euro kosten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/download/insm-marienhof-bewertung.pdf Lobbycontrol: INSM und Marienhof – Eine kritische Bewertung], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolgedessen wurde die INSM vom PR-Rat gerügt, was jedoch keine Sanktionen nach sich zog. Auf Seiten der ARD wurden Maßnahmen zur Vorbeugung von Schleichwerbung eingeführt, die Zuschauer:innen wurden allerdings nicht über die Vorfälle informiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2005/10/insm-marienhof-bewertung/ Lobbycontrol: INSM redet Schleichwerbung schön], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einschüchterung von Medien===&lt;br /&gt;
Im November 2005 berichtete die Wochenzeitschrift Freitag über Versuche der INSM, Journalist:innen, die kritisch über die Initiative berichtet hatten, mit Beschwerdebriefen an Chefredaktionen oder Intendant:innen einzuschüchtern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-medien-einschuchtern Die Medien einschüchtern, Freitag vom 11. Januar 2005], Website Freitag, zuletzt abgerufen am 15.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritische Journalist:innen würden als gewerkschaftsnah oder als Attac-Sympathisant:innen dargestellt, um ihre Glaubwürdigkeit zu untergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einwirkung auf Suchmaschinen===&lt;br /&gt;
Das Blog Perspective 2010 ist auf Unterlagen gestoßen, wie die INSM versucht, bei Suchmaschinen-Ergebnissen vor INSM-kritischen Stimmen zu landen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2007/04/unicheck-neue-studiengebuhren-kampagne-der-insm/ Kritiker unerwünscht, LobbyControl vom 13. April 2007], Website LobbyControl, abgerufen am 1.9.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Falsche Darstellung von TTIP-Studien===&lt;br /&gt;
Die Verbraucherorganisation foodwatch hatte die INSM vorgeworfen, Daten verschiedener Studien in einer Broschüre mit „12 Fakten zu [[TTIP]]“ verzerrt dargestellt zu haben. Beispielsweise wurde aus langfristig und einmalig angenommenen wirtschaftlichen Effekten ein kurzfristig und jährlich zu erwartendes Wachstum. Die angeprangerten Darstellungen sind teilweise korrigiert worden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.foodwatch.org/de/informieren/freihandelsabkommen/aktuelle-nachrichten/auch-insm-korrigiert-falschinformationen-ueber-ttip/ Auch INSM korrigiert Falschinformationen über TTIP] foodwatch am 13.03.2015, abgerufen am 13.04.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kampagne &amp;quot;12 Fakten zur Klimapolitik&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Im Sommer 2019 startete die INSM mit „12 Fakten zur Klimapolitik“ eine Kampagne zum Thema Klimaschutz. Die INSM wendet sich damit gegen eine CO2-Steuer und stellt Bemühungen auf nationaler Ebene als wirkungslos und überflüssig dar  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/klimaschutz/12-fakten-zur-klimapolitik.html 12 Fakten zur Klimapolitik] INSM am 27.06.2019, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Darstellung rief Kritik hervor, etwa durch Volker Quaschning, Professor an der HTW Berlin &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.volker-quaschning.de/artikel/Fakten-INSM/index.php. Faktencheck der &amp;quot;12 Fakten zum Klimaschutz&amp;quot; der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft INSM] Volker Quaschning am 17.07.2019, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bereits 2012 hatte die Initiative gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mobil gemacht. Sie forderte eine Umsetzung der Energiewende innerhalb eines &amp;quot;marktwirtschaftlichen Rahmens&amp;quot;, die Streichung aller Subventionen im Bereich Erneuerbarer Energien und stattdessen die Etablierung eines &amp;quot;Wettbewerbsmodells&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/energiewende/details-energiewende.html Die Energiewende braucht Soziale Marktwirtschaft. Ein Wettbewerbsmodell für Erneuerbare Energien] INSM am 09.09.2012, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Ein bekanntes Beispiel für solch eine Denkfabrik ist die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Sie erzeugt mit riesigen Kapitalmitteln Stimmung für den Rückbau des Sozialstaats und für mehr unternehmerische Freiheit. Sie verfolgt ihre Ziele, indem sie Anzeigen schaltet, Broschüren verteilt und Veranstaltungen organisiert. Dabei gibt sie sich als unabhängige, parteiübergreifende Initiative aus. Gesponsert wird sie allerdings hauptsächlich von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie.&lt;br /&gt;
Teure Einladungen, wie beispielsweise im Juni 2009 ins Hotel Adlon Kempinsksi mit Gastrednern [[Angela Merkel|Angela Merkel]] und [[Karl-Theodor zu Guttenberg|Karl-Theodor zu Guttenberg]], damals noch Wirtschaftsminister, sind kein Problem für die einflussreiche Initiative. Ein jährliches Budget von etwa 8 bis 9 Millionen Euro nach Abzug von Steuern bietet viele Möglichkeiten, Einfluss auszuüben. Das ist mehr Geld, als beispielsweise viele Umweltverbände für Ihre Arbeit insgesamt aufbringen können.“ Marco Bülow (SPD), MdB, in seinem Buch „Wir Abnicker“ &amp;lt;ref&amp;gt;Bülow, Marco: Wir Abnicker, Berlin 2010, S. 182 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Arbeitgeberverband Gesamtmetall: ''[http://www.gesamtmetall.de/gesamtmetall/meonline.nsf/id/PageGeschaeftsbericht-2013-2014_DE Geschäftsbericht 2013/14]'', S. 49 - 51&lt;br /&gt;
*Kaphegy, Tobias 2011: ''[http://www.gew.de/Binaries/Binary80604/Black%20Box%20Bildungsmonitor%20-%20Ein%20Blick%20hinter%20den%20Reiz%20des%20Rankings%20(1).pdf Black Box Bildungsmonitor? Ein Blick hinter den Reiz des Rankings. Eine Analyse und Kritik des Bildungsmonitors 2010 der INSM] Studie im Auftrag der GEW-nahen Max Träger Stiftung''&lt;br /&gt;
*Lianos, Manuel/Gutzmer, Alexander 2005: ''[http://www.politikagenda.de/_files/magazin/archiv/25_36_insm.pdf Sie werben ja nicht für Persil].'' INSM im Streitgespräch.&lt;br /&gt;
*Norbert Nicoll: Die ökonomische Rationalität in die Öffentlichkeit tragen. Zur Arbeit und Wirkungsweise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (2000-2006), Dissertation 2008, Tectum Verlag Marburg&lt;br /&gt;
*Nuernbergk, Christian 2006: ''Die PR-Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und ihr Erfolg in den Medien. Erste Ergebnisse einer empirischen Studie.'' In: Röttger, Ulrike (Hrsg.): PR-Kampagnen. Über die Inszenierung von Öffentlichkeit. 3., überarbeitete Auflage. Wiesbaden: S. 159-178.&lt;br /&gt;
*Speth, Rudolf 2004: ''[http://www.boeckler.de/pdf/fof_insm_studie_09_2004.pdf Die politischen Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.] Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.''&lt;br /&gt;
*Speth, Rudolf/Leif, Thomas 2006: ''Lobbying und PR am Beispiel der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft'', in: Leif, Thomas/Speth, Rudolf (Hrsg.): Die fünfte Gewalt. Lobbyismus in Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 14, Bonn, 302-316.&lt;br /&gt;
*Winkelmann, Ulrike 2004: ''[http://www.gazette.de/Archiv2/Gazette4/Winkelmann.pdf Strandklappstühle]'', in: Die Gazette 4, 2004, S. 32-35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Think tank]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoliberale Netzwerke]]&lt;br /&gt;
[[Category:Handelspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Klima]]&lt;br /&gt;
[[Category:TTIP]]&lt;br /&gt;
[[Category:Arbeits- und Sozialpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rente]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieferkettengesetz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
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		<title>Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft</title>
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		<updated>2024-07-12T15:21:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-INSM-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Propagierung marktliberaler Reformen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2000&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             =  Georgenstraße 22, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.insm.de insm.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)''' ist eine marktliberale Lobby-Organisation, die von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie ([[Gesamtmetall]]), zu der auch die Automobilindustrie gehört, finanziert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das operative Geschäft wird von der INSM GmbH betrieben, deren Muttergesellschaft die [[Institut der deutschen Wirtschaft|Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresabschluss der INSM GmbH zum Geschäftsjahr 2021, abrufbar beim Unternehmensregister&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 erhielt die INSM von Gesamtmetall Zuwendungen zwischen 5.650.000 und 5.700.000 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002337/33093?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DInitiative%2BNeue%2BSoziale%2BMarktwirtschaft%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC &amp;lt;span style=&amp;quot;color: rgb(29, 28, 29)&amp;quot;&amp;gt;Eintrag im Lobbyregister,&amp;lt;/span&amp;gt; [http://lobbyregister.bundestag.de/ lobbyregister.bundestag.de]&amp;lt;span style=&amp;quot;color: rgb(29, 28, 29)&amp;quot;&amp;gt;, abgerufen am 09.07.2024&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahlungen summierten sich seit 2000 auf rund 100 Mio. Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.igmetall.de/politik-und-gesellschaft/trau-schau-wem Trau schau wem], igmetall,de vom 06.08.2020, abgerufen am 22.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kuratoriumsvorsitzende der INSM, Stefan Wolf (CDU-Mitglied), ist Präsident von [[Gesamtmetall]], Vorstandsvorsitzender des Autozulieferers ElringKlinger AG&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedwestmetall.de/presse/me-stories/2017/04/showmeyourdesk-mit-dr-stefan-wolf-elringklinger-ag #ShowMEyourdesk mit Stefan Wolf], suedwestmetall.de, abgerufen am 22.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; und Vorstandsmitglied des [[Verband der Automobilindustrie|Verbandes der Automobilindustrie]] (VDA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM platziert ihre politischen Botschaften bei Entscheidungsträger:innen und in der Bevölkerung und will u.a. erreichen, dass der Arbeitsmarkt, Sozial- und Tarifpolitik und das Bildungswesen stärker an den Bedürfnissen von Unternehmen und am Wettbewerb ausgerichtet werden. Das beinhaltet auch die Abschwächung von klimapolitischen Regulierungen. Die INSM greift seit einigen Jahren mit hohem finanziellen Aufwand über entsprechende Kampagnen in den Wahlkampf zugunsten wirtschaftsnaher Parteien ein und verändert dadurch die Erfolgschancen der Parteien im Wettbewerb um Wählerstimmen. So arbeitet bei der Agentur Commarco Communications ein maßgeschneidertes Team exclusiv für die INSM, das projektbezogen von Spezialisten aus der Commarco-Gruppe unterstützt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.s-f.family/de/pressemitteilung/ Pressemitteilung vom 31.01.2019], abgerufen am 23.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polemischen Kampagnen der INSM werden auch in der wirtschaftsnahen Presselandschaft zum Teil kritisch gesehen. So heißt es 2021 in der &amp;quot;Wirtschaftswoche&amp;quot;: &amp;quot;Wenn die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den politischen Markt betritt, um in den Wettbewerb mit ihren ideologischen Feinden zu treten, bringt sie verlässlich nichts mit von dem, was die Initiatoren der Sozialen Marktwirtschaft im Jahr 1957 im Sinne hatten: weder Ehrlichkeit noch Fairness, schon gar nicht Ritterlichkeit und Maß&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html Etwas mehr Qualität, bitte!], wiwo.de vom 21.02.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Entstehungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie ([[Gesamtmetall]]), zu der auch die Automobilindustrie gehört,  gründeten im Dezember 1999 die berolino.pr GmbH. Sie wurde mit dem Aufbau und der Leitung einer Reforminitiative betraut.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/FAQ.html Alles über die INSM], insm.de, abgerufen am 13.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Herbst 2000 betreibt die GmbH ihre Kampagne unter der Bezeichung „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH“ (INSM). Alleingesellschafterin von berolino.pr/INSM ist das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH, in der die publizistischen und PR-Aktivitäten des [[Institut der deutschen Wirtschaft]] gebündelt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bekanntmachung im Bundesanzeiger zum Geschäftsjahr 2015 der INSM und Konzernabschluss des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH zum Geschäftsjahr 2015, www.bundesanzeiger.de, abgerufen am 18.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; 2007 firmiert die berolino.pr GmbH in INSM Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH um. 2010 wird der Sitz der Initiative von Köln nach Berlin verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eingeschaltete Agenturen==&lt;br /&gt;
Mit der Konzeptgestaltung wurde bis 2010 die Agentur für Kommunikation [[Scholz &amp;amp; Friends]] betraut, die seit 2011 zur [[WPP Group]] gehört. Scholz &amp;amp; Friends hat nach Analysen des Politikwissenschaftlers Rudolph Speth die INSM „erfunden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boeckler.de/pdf/fof_insm_studie_09_2004.pdf Rudolph Speth: Die politischen  Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Hans Böckler Stiftung, 2004, S. 9], Website boeckler, abgerufen am 4.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt arbeiteten bei Scholz &amp;amp; Friends an dem Projekt laut Speth rund 40 Personen unter Beteiligung der Disziplinen PR, Werbung, Internet und  TV. Von 2010 bis 2015 wurde die INSM von der Agentur [[Serviceplan Public Opinion]] betreut. Seit Januar 2015 ist [[Blumberry]] für Werbung und PR zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.horizont.net/agenturen/nachrichten/Blumberry-Commarco-Agentur-loest-Serviceplan-bei-INSM-ab-130704 Commarco-Agentur löst Serviceplan bei INSM ab], horizont.net vom 01.10.2014, abgerufen am 03.02.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Blumberry ist ein Tochterunternehmen der Holding [[Commarco]], die wiederum zur [[WPP Group]] gehört. Im August 2018 wechselte die Zuständigkeit für INSM innerhalb von Commarco zur [https://www.campus-communications.com/de/ Commarco Campus Communications GmbH]. Für PR und Werbung der INSM ist nun exklusiv ein eigenes Team zuständig. Erklärtes Ziel ist es, &amp;quot;auch unter den Vorzeichen einer immer dynamischeren Meinungsbildung im politischen Raum die volle Kommunikationswirkkraft über alle Disziplinen hinweg zu entfalten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.commarco.com/de/pressemitteilung/], commarco.com, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; ADVERB - Agentur für Verbandskommunikation unterstützt die INSM bei der digitalen Lobbyarbeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://agentur-adverb.de/projekt/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft/digital-public-affairs/ Digital Public Affairs],agentur-adverb.de, abgerufen am 17.02.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit der INSM erarbeitet ADVERB eine Kanalstrategie für den Kurznachrichtendienst Twitter, um die Botschaften der INSM bei politischen und medialen Akteuren zu platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele==&lt;br /&gt;
Nach klassischem Verständnis ist die Soziale Marktwirtschaft eine ordnungspolitische Konzeption, die das Wettbewerbssystem mit der Idee der sozialen Gerechtigkeit und der sozialen Sicherheit verbindet. Nach ordoliberalen Vorstellungen ist eine Wettbewerbsordnung im Prinzip zwar bereits an sich sozial, doch ist sie dort zu begrenzen, wo sie sozial unerwünschte Ergebnisse zeitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, Walter Eucken Institut, Vorträge und Aufsätze, Tübingen 1986, S.25&amp;lt;/ref&amp;gt;  Was als „sozial wirksam“ zu begründen ist und noch als ordnungskonform gelten kann, ist im Prinzip zu rechtfertigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Markt wird hier nicht als unfehlbarer Automatismus verstanden, sondern als eine Regel mit Ausnahmen. Versagt der Markt ausnahmsweise, sollte der Staat eingreifen, um den „Wohlstand für alle“ zu sichern. Diese Ausnahme wurde dann in der Praxis der „Sozialen Marktwirtschaft“ recht großzügig ausgelegt. So soll der Staat dafür sorgen, dass durch Umverteilung und Korrektur der am Markt entstandenen Einkommen eine als gerecht empfundene Einkommens- und Vermögensverteilung sowie weitgehende Chancengleichheit und soziale Sicherheit breiter Schichten hergestellt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Bunte, in Langen/Bunte, Kommentar zum deutschen und europäischen Kartellrecht, Bd. 1, 10. Aufl., Einführung Rdnr. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;  Hierzu gehören z. B. ein die eigenverantwortliche Daseinsfürsorge ergänzendes System der sozialen Sicherung, eine breite Streuung des Eigentums, Mitbestimmung sowie die Herstellung von Chancengleichheit im Bildungswesen. Nach Müller-Armack, der als Staatssekretär von Ludwig Erhard den Begriff &amp;quot;Soziale Marktwirtschaft&amp;quot; geprägt hat, sind dieser sogar „Minimallöhne“ (= Mindestlöhne) zugehörig.&amp;lt;ref&amp;gt;Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, S. 26, Fußnote 58&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Neue an der Neuen Sozialen Marktwirtschaft, die die INSM propagiert, besteht darin, dass die sozialen Bestandteile weitgehend eliminiert werden, da sie den Interessen der Arbeitgeber widersprechen. Der Staat soll sich aus dem wirtschaftlichen und sozialen Geschehen zurückziehen, d. h. auf soziale Korrekturen und Sicherungsmaßnahmen verzichten, auch wenn die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft. Umschrieben wird dieser Grundgedanke auf der Website der INSM („Was will die INSM konkret“) als „konsequente und konsistente wettbewerbliche Ausrichtung unserer Wirtschafts- und Sozialordnung“, „Beschränkung des Staates auf seine Kernkompetenzen“ sowie „Stärkung des Prinzips 'Hilfe durch Selbsthilfe'“. In ihren Kampagnen, Auftragsstudien und Unterrichtsmaterialien werden Privatisierungen, Deregulierungen, Steuersenkungen, der Abbau von Subventionen, eine Senkung der Arbeitskosten, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes (Abbau des Kündigungsschutzes, flexible Arbeitszeiten), mehr Eigenvorsorge im Gesundheitssystem und die kontinuierliche Erhöhung des Renteneintrittsalters gefordert. Mindestlöhne und die Finanztransaktionssteuer werden abgelehnt. Rechte der Arbeitnehmer:innen stellt die INSM ausschließlich als Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen dar. Die gesetzliche Renten- und Pflegeversicherung wird problematisiert und stattdessen die Einführung von kapitalgedeckten Versicherungen gefordert, deren Probleme (hohe Verwaltungskosten, Risiken aufgrund von Finanzmarktkrisen, Unerschwinglichkeit für Niedrigverdiener) unerwähnt bleiben. Aus Sicht der Arbeitgeber:innen haben private kapitalgedeckte Versicherungen den Vorteil, dass sie allein durch die Arbeitnehmer:innen bezahlt werden, gesetzliche Versicherungen aber werden von den Arbeitgeber:innen mitfinanziert. In der Bildungspolitik wird mehr Wettbewerb und Effizienz gefordert, wozu Studiengebühren sowie die Auswahl der Studierenden durch die Hochschulen beitragen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Recherchen des Journalisten Thomas Fricke kämpft die INSM seit Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*gegen Vermögensteuern&lt;br /&gt;
*gegen höhere Erbschaftsteuern&lt;br /&gt;
*stattdessen für sinkende Steuern für Reiche und Unternehmen&lt;br /&gt;
*gegen den Mindestlohn&lt;br /&gt;
*gegen ein Aus für Verbrenner-Motoren&lt;br /&gt;
*gegen Hindernisse, die Leute auf Zeit oder mit Werkverträgen zu beschäftigen&lt;br /&gt;
*gegen das Lieferkettengesetz&lt;br /&gt;
*gegen Geld-Transfers für andere EU-Länder&lt;br /&gt;
*gegen Umverteilung (nach unten)&lt;br /&gt;
*gegen Rettungsschirme der Europäischen Zentralbank in Krisenzeiten&lt;br /&gt;
*und gegen gemeinschaftliche Finanzierung großer Projekte und Reformen in der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-propaganda-fuer-die-welt-von-vorgestern-a-904a71b4-e5f0-4ed5-83d6-e2ee19424142 Propaganda für die Welt von vorgestern], spiegel.de vom 18.06.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Geschäftsführer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thorsten Alsleben, zuvor Hauptgeschäftsführer der [[Mittelstands- und Wirtschaftsunion]] der CDU. Laut „Tagesspiegel“ soll er selbst dem Vorsitzenden Friedrich Merz zu reaktionär sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/chefwechsel-beim-lobbyclub-der-industrie-cdu-politiker-ubernimmt-initiative-8925814.html Chefwechsel beim Lobbyclub der Industrie], tagesspiegel.de vom 26.11.2022, abgerufen am 13.12.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Alsleben selbst bezeichnet sich auf Twitter als &amp;quot;Christlich.ordoliberal. Konservativer Modernisierer&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BerlinReporter/status/1317810073763270657 Thorsten Alsleben], twitter.com, abgerufen am 13.12.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Geschäftsführer&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Leif: beraten &amp;amp; verkauft McKinsey &amp;amp; Co. - der große Bluff der Unternehmensberater, München 2006, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hubertus Pellengahr, ehem. Geschäftsführer des [[Hauptverband des Deutschen Einzelhandels|Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels]] (HDE)&lt;br /&gt;
*[[Tasso Enzweiler]], ehem. Chefreporter bei der &amp;quot;Financial Times Deutschland&amp;quot;, wechselte nach seinem Ausscheiden bei der INSM als Managing Director zur PR-Agentur [[Hering Schuppener]], wurde danach Geschäftsführer bei [[Ketchum Pleon]] Deutschland und gründete 2013 die Managementberatung [[Enzweiler &amp;amp; Partner]]&lt;br /&gt;
*Dieter Rath, leitete zuvor die PR-Abteilung beim [[BDI]]&lt;br /&gt;
*Max Alexander Höfer, früherer Journalist bei Capital&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Prokurist===&lt;br /&gt;
Michael Burbach (Stand: 02/2023)&amp;lt;ref&amp;gt;[Eintrag im Handelsregister des AG Charlottenburg, Abruf am 24.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; ist gleichzeitig Prokurist des Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag im Handelsregister des Amtsgerichts Köln, Abruf vom 24.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kommunikationschef===&lt;br /&gt;
Carl-Victor Wachs, Leiter Kommunikation und Presse, zuvor: Politikredakteur bei der &amp;quot;Bild&amp;quot;-Zeitung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/wachs-wird-kommunikationschef-der-insm/ Wachs wird Kommunikationschef der INSM], politik-kommunikation.de vom 11.07..2023, abgerufen am 03.08.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Public Affairs===&lt;br /&gt;
Cheflobbyist ist Stephan Einenckel, zuvor: Referent für Wirtschaftspolitik und politische Kontakte bei [[Die Familienunternehmer - ASU]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist.innen===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt die INSM an, (Stand: 09.08.2022) 1- 10 Lobbyist:innen zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002337/5370?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DINSM%26pageSize%3D10%26sort%3DREGISTRATION_DESC INSM], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 17.09.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Die folgenden weiteren Lobbyisten werden namentlich genannt:  Jörg Sautner, Florian Hennet, Johannes Eber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Referent für Volkswirtschaft und Grundsatzfragen===&lt;br /&gt;
Philipp Despot, zuvor: wissenschaftlicher Mitarbeiter beim CDU-Bundestagsabgeordneten Tilman Kuban, Pressesprecher der Jungen Union, Kampagnenreferent bei der CDU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beirat===&lt;br /&gt;
Gesteuert und kontrolliert wird die INSM durch den Beirat, in dem sich neben Vertretern von Gesamtmetall auch Vertreter der anderen Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Speth: Strategien, S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kommen Experten für Demoskopie, die über Meinungs- und Stimmungstrends informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzender ist Stefan Wolf&lt;br /&gt;
**auch Kuratoriumsmitglied der INSM&lt;br /&gt;
**Präsident des Arbeitgeberverbandes [[Gesamtmetall]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium===&lt;br /&gt;
Vorsitzender des Kuratoriums ist Stefan Wolf, Präsident des Arbeitgeberverbandes [[Gesamtmetall]], Vorstandsvorsitzender des Autozulieferers ElringKlingerAG, Vorstandsmitglied des [[Verband der Automobilindustrie]] (VDA), Vizepräsident der [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (VDA), Vorsitzender des Beirats der INSM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2024) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html Kuratoren und Botschafter], insm.de, abgerufen am 18.10.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Botschafter===&lt;br /&gt;
Die Botschafter unterstützen die INSM dabei, in der Öffentlichkeit Meinungen zu platzieren und Meinungen zu verändern. Sie geben Interviews, schreiben Gastbeiträge und treten in Talkshows auf, meist ohne darauf hinzuweisen, dass ihre Äußerungen vorher mit der INSM koordiniert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Speth: Die politischen Strategien, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen werden sie beispielsweise als &amp;quot;Experten für Steuerrecht&amp;quot; vorgestellt oder einfach mit ihrer beruflichen Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Roland Berger]]&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, Chairman der RiverRock European Capital Partners LLP, Mitbegründer des [[Konvent für Deutschland]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Christoph Burmann&lt;br /&gt;
|Inhaber des Stiftungslehrstuhls für innovatives Markenmanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen (der Lehrstuhl wurde von Markenartikelunternehmen wie Kraftfoods Deutschland und der Brauerei Beck &amp;amp; Co. gespendet)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Dominique Döttling&lt;br /&gt;
|Chief People Officer bei Ibeo Automotive Systems GmbH, bis 2021Geschäftsführende Gesellschafterin der Döttling &amp;amp; Partner Beratungsgesellschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Florian Gerster]]&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, frühere Positionen: Vorsitzender des Bundesverbands Paket und Expresslogistik, Präsident des Bundesverbands Briefdienste, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit (später umbenannt in Bundesagentur für Arbeit), seit 2020 Mitglied der FDP (ehem. SPD-Politiker)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Martin Kannegießer]]&lt;br /&gt;
|Ehrenpräsident des Arbeitgeberverbands [[Gesamtmetall]], Geschäftsführer Herbert Kannegiesser GmbH, ehem. Vorsitzender des Kuratoriums der INSM&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Otmar Issing]]&lt;br /&gt;
|Ehrenvorsitzender des [[Center for Financial Studies]], Mitglied des Kuratoriums und Preisträger der [[Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung]], ehem. Chefvolkswirt der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Oswald Metzger]]&lt;br /&gt;
|Redakteur bei Tichys Einblick, Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]] und des Strategischen Beirats der [[Die Familienunternehmer - ASU]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Arend Oetker]]&lt;br /&gt;
|Geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Arend Oetker Holding, Vizepräsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Präsidiumsmitglied des [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA), Präsident der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik]], Mitglied der CDU, unterzeichnete den &amp;quot;Energiepolitischen Appell&amp;quot; der Atomlobby zur Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Walther Otremba]]&lt;br /&gt;
|Ehem. Staatssekretär in verschiedenen Bundesministerien, unter anderem im Bundeswirtschaftsministerium, Vorsitzender [[Bundesverband Briefdienste]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Karl-Heinz Paqué]]&lt;br /&gt;
|Inhaber des Lehrstuhls für internationale Wirtschaft der Uni Magdeburg, Vorstandsvorsitzender der [[Friedrich-Naumann-Stiftung]]  und Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]], Mitglied des Beirats der Denkfabrik [https://denkfabrik-r21.de/ REPUBLIK21 e.V.], ehem. Finanzminister von Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bernd Raffelhüschen]]&lt;br /&gt;
|Professor für Finanzwissenschaften an der Uni Freiburg, Direktor des [[Forschungszentrum Generationenverträge]] (FZG), Mitglied des Aufsichtsrat der Union Investment Privatfonds GmbH, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]] (ehem. Vorsitzender der Kommission Alterssicherung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/42899/499329 Pressemitteilung vom 13.11.2003], presseportal.de, abgerufen am 21.12.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;), Mitglied des Vorstands der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arndt Rautenberg&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, Gründer und Managing Partner von Rautenberg &amp;amp; Company (Beratungsunternehmen für Finanzinvestoren), ehemaliger Strategiechef [[Deutsche Telekom]], Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Randolf Rodenstock]]&lt;br /&gt;
|Geschäftsführender Gesellschafter der Optische Werke [[G. Rodenstock GmbH &amp;amp; Co. KG]], ist bzw. war in leitender Funktion in einer Vielzahl von Verbänden und neoliberalen Netzwerken aktiv, u. a. dem INSM-Finanzier [[Gesamtmetall]] und der INSM-Muttergesellschaft [[Institut der deutschen Wirtschaft]](IW) jeweils als Vizepräsident, Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]] und des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kristina Schröder&lt;br /&gt;
|Publizistin und Kolumnistin bei der Tageszeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot;, ehem. Bundesfamilienministerin (CDU), Stellv. Leiterin der Denkfabrik [https://denkfabrik-r21.de/ REPUBLIK21 e.V.]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nikolaus Schweickart]]&lt;br /&gt;
|Vorsitzender des Kuratoriums der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Ehrenmitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrates der CDU]] und ehem. Vorstandsvorsitzender der [[Altana]] AG sowie ehem. Vorsitzender der [[Altana Kulturstiftung]] gGmbH und der [[Herbert Quandt-Stiftung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Jürgen Stark]]&lt;br /&gt;
|Ehem. Chefvolkswirt und Mitglied im Direktorium der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB), Mitglied des Kuratoriums der [[Bertelsmann Stiftung]], Mitglied des Beirats der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erwin Staudt&lt;br /&gt;
|Ehem. Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland, Initiator der [https://initiatived21.de/ueber-uns/geschichte-und-meilensteine Initative D21], Mitglied des Aufsichtsrats der USU Software AG, Mitglied der SPD&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Thomas Straubhaar]]&lt;br /&gt;
|bis 8/2014 Direktor des [[Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut]] (HWWI), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]], Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich-Naumann-Stiftung]], Mitglied des Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2024) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html Webseite INSM - Die Botschafter der INSM Stimmen der Sozialen Marktwirtschaft] abgerufen am 19.10.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ehemalige Kuratoren und Botschafter'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Arnulf Baring]]&lt;br /&gt;
|Jurist, Publizist und Historiker, unterstützt Stiftungen wie die FDP-nahe [[Friedrich-Naumann-Stiftung]] sowie die [[Konrad-Adenauer-Stiftung]] und ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Marie-Luise Dött]]&lt;br /&gt;
|(siehe Förderverein)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Johann Eekhoff]]&lt;br /&gt;
|Staatssekretär a.D., Direktor des [[Institut für Wirtschaftspolitik]] an der Uni Köln, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]], bis Ende 2010 Sprecher des &amp;quot;Kronberger Kreises&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
|am 3. März 2013 verstorben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Michael Glos]]&lt;br /&gt;
|CSU-Politiker, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie 2005-2009&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Paul Kirchhof]]&lt;br /&gt;
|ehem. Richter am Bundesverfassungsgericht, Preisträger der [[Friedrich August von Hayek Stiftung]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]], setzt sich für eine Steuerreform ein, die &amp;quot;vor allem Manager...sowie die Verwalter und Erben großer Vermögen&amp;quot; entlastet&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.376223.de/11-28-4.pdf Stefan Bach: Kirchhof macht sich das Steuerrecht einfach], Website DIW, abgerufen am 18.7.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eberhard von Körber&lt;br /&gt;
|Präsident des Verwaltungsrates der Eberhard von Körber AG, Zürich, ehemaliger Co-Präsident des Club of Rome, ehemaliger Vorstandschef und Aufsichtsratsvorsitzender von [[ABB]], 1990-1998 Mitglied des Beraterkreises der Bundesregierung (Kanzlerrunde) unter Bundeskanzler [[Helmut Kohl]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rolf Peffekoven&lt;br /&gt;
|ehem. Direktor des Instituts für Finanzwissenschaft der Uni Mainz, ehem. Mitglied des [[Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung]] (SVR), Mitglied des  [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen]], des Wissenschaftlichen Beirats der [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]] und des Beirats der [[DZ BANK]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Christine Scheel]]&lt;br /&gt;
|ehem. Politikerin der Grünen, Mitglied des Expertenrates der [[CNC Communications &amp;amp; Network Consulting]])&lt;br /&gt;
|trat im Dezember 2004 aus der INSM aus&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/scheel-verlaesst-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft/2445174.html Scheel verlässt Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Handelsblatt vom 1. Dezember 2004], Website HB, abgerufen am 22. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, beteiligte sich aber auch danach noch an deren Kampagnen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/Themen/Soziale-Marktwirtschaft/60-Jahre-Soziale-Marktwirtschaft/Stimmen-aus-der-Politik.html 60 Jahre Soziale Marktwirtschaft Stimmen aus der Politik Christine Scheel 4. September 2009], Website der INSM, abgerufen am 22. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Lothar Späth]]&lt;br /&gt;
|CDU, ehem. BaWü-Ministerpräsident, ehem. Geschäftsführer der [[Jenoptik]], ehem. Deutschland-Chef und später Senior Advisor bei der Investmentbank [[Merrill Lynch]], ehem. Vorsitzender des Aufsichtsrats der [[Herrenknecht]] AG, beriet zuletzt vor allem mittelständische Unternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.econ-referenten.de/pdf_erzeugung/exports/prof-dr-hc-lothar-spaeth-ministerpraesident-ad.pdf Econ Referenten Agentur Lothar Späth], Website econ-referenten, abgerufen am 2.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|am 18. März 2016 verstorben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Edmund Stoiber]]&lt;br /&gt;
|ehrenamtlicher Leiter einer EU-Arbeitsgruppe zum Bürokratieabbau, CSU, Ex-Bayern-Ministerpräsident, CSU-Vorsitzender 1999-2007&lt;br /&gt;
|verließ die INSM nach deren Kritik an den Agrarsubventionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Hans Tietmeyer]]&lt;br /&gt;
|ehem. Präsident der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]], Mitglied der Kuratoriums der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], der [[Friedrich August von Hayek Stiftung]], der [[Stiftung Ordnungspolitik]]/[[Centrum für Europäische Politik]] und Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]). Bis Juli 2013 war Tietmeyer Kuratoriumsvorsitzender der INSM.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesamtmetall.de/gesamtmetall/meonline.nsf/id/PageGeschaeftsbericht-2013-2014_DE Gesamtmetall Geschäftsbericht 2013/14], S. 51, zuletzt aufgerufen am 1. Oktober 2010, dort heißt es: &amp;quot;Im Juli 2013 verabschiedete die INSM ihren langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden, den ehemaligen Präsidenten der Bundesbank Prof. Dr. Hans Tietmeyer, mit einem Symposium „Soziale Marktwirtschaft für Europa“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |am 27. Dezember 2016 verstorben&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftliche Beratung===&lt;br /&gt;
Als wissenschaftlicher Berater fungiert das [[Institut der deutschen Wirtschaft]], das als Muttergesellschaft der INSM wirtschaftspolitische Analysen und Konzepte aus der Sicht der Wirtschaft erarbeitet. Zwischen der INSM und dem Institut der deutschen Wirtschaft gibt es auch eine Vielzahl personeller Verflechtungen. In Medienfragen arbeitet die INSM mit diversen Meinungsforschungsinstituten - wie dem Institut für Demoskopie Allensbach&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ifd-allensbach.de/leistungsspektrum/referenzen.html Referenzen], ifd-allensbach.de, abgerufen am 13.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; - zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ÖkonomenBlog===&lt;br /&gt;
Der ÖkonomenBlog ist ein Projekt der INSM. Die Autor:innen sind [http://www.insm-oekonomenblog.de/autoren/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören der Geschäftsführer der INSM, die INSM Redaktion, der Leiter des [[Institut der deutschen Wirtschaft]], Botschafter der INSM sowie wirtschaftsfreundliche Wissenschaftler:innen (Professor:innen und Mitarbeitende von Instituten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Förderverein===&lt;br /&gt;
Der im Juni 2005 gegründete Förderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (FINSM) e.V. ist am 22. Februar 2016 aufgelöst worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vereinsregister des Amtsgerichts Köln, VR 14812, Abdruck vom 13.02.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Liquidator war [[Oswald Metzger]] (seit 2012 Vereinsvorstand).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Hans Tietmeyer]] (Vorstand bis 2014) war bis 2012 auch Vorsitzender des Kuratoriums, danach wurde er Botschafter (vgl. dortige Erläuterungen)&lt;br /&gt;
*[[Florian Gerster]] (ab 2009 Vorstand), SPD, Unternehmensberater und Lobbyist, Mitglied des Wirtschafts- und Zukunftsrats für Hessen, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband Briefdienste]], ehem. Vorsitzender der [[Bundesanstalt für Arbeit]] - heutige Bezeichnung [[Bundesagentur für Arbeit]] (wegen eines umstrittenen Auftrags an die Lobby- und PR-Agentur [[WMP Eurocom]] entlassen)&lt;br /&gt;
*[[Johanna Hey]], Direktorin des [[Institut Finanzen und Steuern]] und des Instituts für Steuerrecht an der Uni Köln, ist Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen |Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen]], Mitglied des Zentralen Beirats der [[Commerzbank]], Mitglied der Lenkungsgruppe der &amp;quot;Kommission Steuergesetzbuch&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]] und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrats der CDU]]. Sie hält die &amp;quot;Reichensteuer&amp;quot; für &amp;quot;verfassungsrechtlich hoch problematisch&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ftd.de/politik/deutschland/:reichensteuer-ist-verfassungsrechtlich-hoch-problematisch/69396.html Reichensteuer ist verfassungsrechtlich hoch problematisch, Financial Times Deutschland vom 2. Mai 2006], Website der FTD, abgerufen am 13.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, davor Präsident der Freien Universität Berlin, parteilos, gilt als CDU- und wirtschaftsnah&amp;lt;ref&amp;gt;Universität Hamburg - Kandidat Dieter Lenzen, Der Spiegel vom 13. November 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Roman Herzog Institut]], Vorsitzender des Aktionsrats Bildung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)&lt;br /&gt;
*[[Friedrich Merz]], Jurist, Lobbyist,  Aufsichts- und Beiratsmitglied in verschiedenen Unternehmen, Mitarbeiter der Kanzlei Mayer, Brown, Rowe &amp;amp; Maw LLP, ehemaliger Politiker und CDU-Finanzexperte, Präsidiumsmitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrats der CDU]], Mitglied des Politischen Beirats der „Kommission Steuergesetzbuch“ der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*Ulrike Nasse-Meyfarth, Olympiasiegerin im Hochsprung&lt;br /&gt;
*Dieter Rickert (Vorstand) &amp;quot;Head Hunter&amp;quot;, wollte 2002 bis 2004 eine eigene Stiftung &amp;quot;Klarheit in der Politik&amp;quot; gründen, die 100 Millionen sammeln sollte, um für marktliberale Reformen zu werben&lt;br /&gt;
*Hergard Rohwedder, Rechtsanwältin und Mitbegründerin der FDP-nahen Stiftung [[Liberales Netzwerk]]&lt;br /&gt;
*Max Schön, Mitglied des Aufsichtsrats der Max Schön AG und der British American Tobacco Germany (BAT), Präsident des Club of Rome Deutschland und Mitglied im Kuratorium der BAT-&amp;quot;Stiftung für Zukunftsfragen&amp;quot;, von 2001 bis 2005 Präsident der Arbeitsgemeinschaft mittelständischer Unternehmen&lt;br /&gt;
*[[Carl-Ludwig Thiele]], Rechtsanwalt, FDP-Politiker, Mitglied des Vorstandes der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]], Kuratoriumsmitglied des [[Institut Finanzen und Steuern]], bis 30. April 2010 Mitglied des Aufsichtsrats der Signal Krankenversicherung a.G.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2005/06/insm-forderverein-teil-2/ INSM-Förderverein, Teil 2], 02.06.2005, lobbycontrol.de, abgerufen am 13.02.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Mitglieder waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Michael Hoffmann-Becking]], Lehrbeauftragter für Aktien- und Konzernrecht an der Uni Bonn, Partner der Societät [[Hengeler Mueller]], Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]] und Gesellschafter der  [[FAZIT-STIFTUNG]]&lt;br /&gt;
*[[Marie-Luise Dött]], umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Bundesvorsitzende [[Bund Katholischer Unternehmer]], Mitglied der [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategie Öffentlichkeitsarbeit==&lt;br /&gt;
Bei der Öffentlichkeitsarbeit bedient sich die INSM einer Vielzahl von Medien, die aufeinander abgestimmt genutzt werden, um ihre Botschaften zu transportieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei wichtigen Kampagnen werden [[PR-Agenturen]] eingeschaltet - so im August 2012 die Agentur [[Serviceplan Public Opinion]] bei der &amp;quot;Energiewende-Kampagne&amp;quot; und zuvor beim &amp;quot;Projekt Vollbeschäftigung&amp;quot; und der &amp;quot;Mehrwertsteuerkampagne&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Rolle kommt den Reformbarometern/Rankings/Monitors, den Medienkooperationen und den Unterrichtsmaterialien für Schulen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kampagnen===&lt;br /&gt;
Die INSM hat die folgenden Kampagnen organisiert&amp;lt;ref&amp;gt;[[https://www.insm.de/insm/kampagne/rente-muss-gerecht-bleiben.html Kampagnen], insm.de, abgerufen am 27.01.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12 Fakten zur Klimapolitik&lt;br /&gt;
*Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
*Kampagne: Nachhaltige Rente&lt;br /&gt;
*Steuern senken - jetzt&lt;br /&gt;
*Gerecht durch Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
*Rente muss gerecht bleiben&lt;br /&gt;
*Große Aufgaben&lt;br /&gt;
*Das Deutschland Prinzip&lt;br /&gt;
*Werkverträge und Zeitarbeit&lt;br /&gt;
*Chancen für alle&lt;br /&gt;
*Mindestlohn&lt;br /&gt;
*Generationengerechtigkeit&lt;br /&gt;
*Chance2020&lt;br /&gt;
*Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
*Energiewende&lt;br /&gt;
*Wachstum&lt;br /&gt;
*Projekt Vollbeschäftigung&lt;br /&gt;
*Besser Sparen&lt;br /&gt;
*16 Prozent auf alles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM trat mit der Kampagne „Sozial ist, …“ 2000 erstmals in der Öffentlichkeit auf. Seitdem verwedet sie den Slogan „Sozial ist, was Arbeit schafft“ immer wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/arbeit/pr-aktion-zur-spd-klausur-zur-reform-des-sozialstaats], insm.de, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde in den folgenden Jahren von CSU, CDU und, in leicht abgeänderter Form, FDP in deren jeweiligen Wahlprogrammen aufgegriffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.blickpunkt-wiso.de/post/die-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-und-ihre-schluesselwoerter--1395.html], Raffael Scholz, Die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ und ihre Schlüsselwörter, 13.11.2014, Blickpunkt WISO, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Satz „Sozial ist, wer Arbeit schafft“ stammt von Alfred Hugenberg (1865–1951), dem Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Ernährungsminister in Hitlers erstem Kabinett.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/!1093901/], Oliver Hinz, Slogan aus Nazizeit, 16.08.2002, taz, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Klimapolitik'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kampagne 12 Fakten zur Klimapolitik &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/klimaschutz/12-fakten-zur-klimapolitik], insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; richtet sich gegen die CO2-Steuer und zielt auf eine langsamere Energiewende ab, die vorallem der Industrie fossiler Energieträger zugute käme. Im Zuge mehrerer Kampagnen bezog die INSM bereits seit Jahren Stellung gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die Förderung von Ökostrom.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/argueliner-11-fakten-zur-energiewende], insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mindestlohn'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft und deren Tochergesellschaft INSM vom Februar 2021 kommt zu dem Ergebnis, „ein politischer Mindestlohn“ beschneide die Tarifautonomie und sei abzulehnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/presse/pressemeldungen/ein-politischer-mindestlohn-beschneidet-die-tarifautonomie, insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Unterrichtsmaterialien, die die INSM bereitstellt finden sich wissenschaftlich umstrittene Aussagen wie: „In der Realität hat der Mindestlohn nur eine Folge: dass noch mehr Menschen arbeitslos werden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2011-05/schulfach-wirtschaft], Tilman Steffen, Lobbyisten im Lehrerzimmer, 11.05.2011, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; 2013 schickte die INSM Bundestagsabgeordneten und weiteren Menschen im politischen Bereich Voodoo-Puppen, die laut INSM „für den Wähler an sich“ stehen sollten. Mit in dem Paket befanden sich beschriftete Nadeln mit Themenfeldern, die der INSM zufolge „schmerzhafte Auswirkungen&amp;quot; auf Entscheidungen der Wähler:innen hätten: Frauenquote, Erbschaftsteuer, Vermögensteuer, Energiesubventionen, Zuschussrente und Mindestlohn.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/insm-wirtschaftslobby-bezirzt-bundestag-mit-voodoo-1.1566851], Bastian Brinkmann: Wirtschaftslobby bezirzt Bundestag mit Voodoo, 07.01.2021, SZ, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Rente'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In unterschiedlichen Kampagnen wird das Thema Rente seit Anfang der 2000er von der INSM immerwieder aufgegriffen. Es wird eine Kürzung der gesetzlichen Rente gefordert und eine private Altersvorsorge für Bürger:innen nahegelegt. Auch wird die Senkung der Lohnnebenkosten gefordert; der durch Arbeitgeber:innen entrichtete Teil der Rentenbeiträge soll gesenkt werden, damit Unternehmen, so die Argumentation, wettbewerbsfähig blieben. Die INSM beauftragte verschiedene Studien beim Institut für Demoskopie Allensbach, mit dem sie regelmäßig zusammenarbeitet. Auch treten Wissenschaftler:innen, die als Autor:innen für die INSM tätig sind, medial als neutrale Expert:innen auf, wie in einer Dokumentation zum Rentensystem, die im Juni 2021 im ZDF ausgestrahlt wurde, was zu einseitigen Lösungsvorschlägen führt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/tp/features/ZDF-Doku-Am-Ende-sind-die-Zuschauer-arm-dran-6071067.html?seite=all], Reiner Heyse, ZDF-Doku: Am Ende sind die Zuschauer arm dran, heise online, 15.06.2021, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aktivitäten zu Bundestagswahlen===&lt;br /&gt;
Die INSM wird regelmäßig anläßlich der Bundestagswahlen aktiv. Im Wahljahr 2021 organisierte die INSM gemeinsam mit der Tageszeitung „Die Welt“ verschiedene Veranstaltungen, die sich laut Christian Stöcker nur als „Wahlkampf-Events für die Union“ deuten lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/insm-kampagne-gegen-annalena-baerbock-die-hemmungslose-lobbyarbeit-der-reichen-im-wahlkampf-a-c6e17012-1117-47f7-af2f-d1cec5c2bbe5], Christian Stöcker, Komm, wir kaufen uns einen Kanzler, 13.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anlässlich der vergangenen Wahl veranstaltete die INSM in Partnerschaft mit der Tageszeitung „Die Welt“ die Veranstaltungsreihe „Wahlarena 2017“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/Presse/INSM-Veranstaltungen/2017/wahlarena-2017-bundestagswahl-position-fdp.html Wahlarena 2017], insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In Zusammenarbeit mit der &amp;quot;Wirtschaftswoche&amp;quot; hat sie zum Hauptthema des Bundeswahlkampfs 2013 &amp;quot;Wie gerecht ist Deutschland?&amp;quot; ein Sonderheft herausgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/kampagne/gerechtigkeit/sonderausgabe-wirtschaftswoche.html Wie gerecht ist Deutschland?], 24.06.2013, insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Studien===&lt;br /&gt;
Die INSM stellt der Presse regelmäßig Studien vor, die zumeist von [[Institut der deutschen Wirtschaft]] (IW) und sonstigen Wirtschaftsforschungsinstituten sowie Meinungsforschungsinstituten erstellt werden. Studien der INSM haben nachwievor eine hohe Aufmerksamkeit in der deutschen Medienlandschaft. Die Studien der INSM sind [https://www.insm.de/insm/publikationen/publikationen?query=&amp;amp;category=&amp;amp;format=Studien hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformbarometer/Rankings/Monitore===&lt;br /&gt;
In die Bewertungen fließen die Interessen der Arbeitgeber:innen an mehr „Eigenverantwortung“, Abbau sozialer Leistungen, Rückzug des Staates und weniger Mitbestimmung ein. Dagegen werden Arbeits-,Verbraucher- und Umweltschutz sowie soziale Absicherung der Beschäftigten nicht berücksichtigt oder als Überregulierung negativ bewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://www.iwconsult.de/leistungen-themen/branchen-und-regionen/staedteranking-2016/ Städteranking]&lt;br /&gt;
|Das Städteranking wird von der [[Institut der deutschen Wirtschaft]] Consult GmbH im Auftrag der [[Wirtschaftswoche]] und Immobilienscout 24 erstellt (früherer Auftraggeber war auch die INSM)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://www.insm-bildungsmonitor.de/ Bildungsmonitor]&lt;br /&gt;
|In einem jährlichen Bildungsmonitor, der vom [[Institut der deutschen Wirtschaft]] im Auftrag der INSM erstellt wird, werden die Bildungssysteme der Bundesländer bewertet.&lt;br /&gt;
Dabei wird explizit eine ökonomische Perspektive vertreten. In Medienberichten darüber ist dann jedoch allgemein von guten oder schlechten Bildungssystemen die Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://uebermedien.de/75491/wer-hat-das-beste-bildungssystem-flache-lernkurve-beim-umgang-mit-insm-studie/ Wer hat das beste Bildungssystem? Flache Lernkurve beim Umgang mit INSM-Studie] www.uebermedien.de vom 17.08.2022, abgerufen am 24.08.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.welt.de/politik/deutschland/wahldebatte/ Wahldebatte 2021], zuvor [http://www.insm.de/insm/Presse/INSM-Veranstaltungen/2017/wahlarena-2017-bundestagswahl-position-dielinke.html Wahlarena 2017], ist eine Veranstaltungsreihe von INSM und der Tageszeitung „Die Welt“ (Axel Springer Verlag)&lt;br /&gt;
*[http://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2022/welt-zukunftsdebatte-mit-bundesminister-dr-volker-wissing-mdb-fdp WELTZUKUNFTSDEBATTE] ist eine weitere Veranstaltungsreihe von &amp;quot;Die Welt&amp;quot; und INSM&lt;br /&gt;
*[https://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2021 Webinare] u.a. zu Renten- und Sozialpolitik, Mindestlohn, Freihandel&lt;br /&gt;
*[http://www.insm.de/insm/Presse/Pressemeldungen/Hauptstadtforum--Mit-der-Sozialen-Marktwirtschaft-zur-Energiewende.html Hauptstadtforum] war eine Veranstaltungsreihe von INSM und der Tageszeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; (Axel Springer Verlag)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fernsehen und Hörfunk===&lt;br /&gt;
Die INSM bietet ihre Botschafter als Interviewpartner:innen sowie Expert:innen für Diskussionsrunden im Fernsehen und Hörfunk an. Sie liefert auch fertige Beiträge für Print- und Fernsehredaktionen. Auf die INSM-Verbindung wird meist nicht hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Medienkooperationen===&lt;br /&gt;
Kurz nach ihrer Gründung war es der INSM gelungen, eine Vielzahl von Medien in gemeinsame Projekte (Umfragen, Rankings, Publikationen, Veranstaltungen) einzubinden. Aufgrund der öffentlichen Kritik an dieser Zusammenarbeit sind diese Projekte ganz überwiegend eingestellt worden. Eine Ausnahme ist die Tageszeitung „Die Welt&amp;quot;, die in Partnerschaft mit der INSM 2021 Wahldebatten organisierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2021], insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;Die Welt&amp;quot; und die INSM kooperieren außerdem bei der Veranstaltungsreihe WELTZUKUNFSDEBATTE.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2022/welt-zukunftsdebatte-mit-bundesminister-dr-volker-wissing-mdb-fdp WELTZUKUNFTSDEBATTE], insm.de vom 06.09.2022, abgerufen am 17.09.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterrichtsmaterialien und Bildung===&lt;br /&gt;
Die INSM stellt Lehrern fertig benutzbare Materialien zum Thema Wirtschaft für den Schulunterricht zur Verfügung. [http://www.wirtschaftundschule.de/WUS/homepage/Unterrichtsmaterial.html Wirtschaft und Schule] heißt das Projekt der INSM. Unter dem Vorwand, Schülern einen erfolgreichen Start in das Berufsleben zu ermöglichen, wird Hauptschüler:innen, Realschüler:innen, Gymnasiast:innen und Berufsschüler:innen ein einseitiges, neoliberales Weltbild vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/?p=227 Christine Wicht und Carsten Lenz: PR-Agenturen unter dem Deckmantel „zivilgesellschaftlichem Engagements, NachDenkSeiten, 4. Januar 2006], Website nachdenkseiten, abgerufen am 5. 8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iboeb.org/moeller_hedtke_netzwerkstudie.pdf Lucca Möller/Reinhold Hedtke: Wem gehört die ökonomische Bildung? Notizen zur Verflechtung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, Bielefeld 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ioeb.de/sites/default/files/pdf/Wissenschaft%20light%20im%20Forschungskleid.pdf Stellungnahme zum Gutachten Möller/Hedtke]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zentrale Forderung der Unterrichtsmaterialien lautet: weniger staatliche Regulierung – mehr Freiheit des Marktes. Herausgeber des Lehrerportals ist die IW Medien, eine Tochter des [[Institut der deutschen Wirtschaft]], dem Alleingesellschafter der INSM. Bis 2014 war die INSM unmittelbar für das Portal verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM veröffentlicht jährlich einen sogenannten Bildungsmonitor, in dem Bildungssysteme aus Sicht der Wirtschaft bewertet werden. Der deutsche Lehrerverband lehnt das Ranking ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/karriere/lehrerverband-kritisiert-bildungsmonitor-2019-a-1282199.html], Lehrerverband kritisiert Bildungsmonitor, 16.08.2019, Der Spiegel, abgerufen am 18.06.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM unterstützt '''Focus Money''' beim Schulprojekt [http://www.medialine.de/deutsch/engagement/bildung/wir-erklaeren-die-wirtschaft.html Wir erklären die Wirtschaft]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/?p=2130 Nachdenkseiten vom 22. Februar 2007], Website nachdenkseiten, abgerufen am 30.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Promotionskolleg zur Sozialen Marktwirtschaft kooperiert die INSM mit der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kas.de/de/web/begabtenfoerderung-und-kultur/das-kolleg] KAS. Das Kolleg, abgerufen 18.06.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere mediale Mittel===&lt;br /&gt;
Des weiteren nutzt die INSM Anzeigenkampagnen, Presseinfos, Broschüren, Magazinen, Büchern, Plakataktionen und das INSM-Lexikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik an der INSM==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen das Lieferkettengesetz===&lt;br /&gt;
Die INSM schaltete am 8. Juni 2021 eine Reihe von Zeitungsanzeigen gegen das deutsche Lieferkettengesetz. &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;ve-pasteProtect&amp;quot; style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot; data-ve-attributes=&amp;quot;{&amp;amp;quot;style&amp;amp;quot;:&amp;amp;quot;font-weight: normal&amp;amp;quot;}&amp;quot;&amp;gt;Das Gesetz soll Unternehmen dazu verpflichten, ihren Sorgfaltspflichten in der globalen Produktion nachzukommen. Dazu gehört insbesondere die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards. &amp;lt;/span&amp;gt; Die Kampagne war &amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;in den überregionalen Zeitungen FAZ, Welt und Handelsblatt erschienen. Es hieß darin, das Gesetz führe zu ''„''&amp;lt;/span&amp;gt;überbordender Bürokratie“, stelle Unternehmen unter „Generalverdacht“ und zuletzt: „Das geplante Gesetz legt den Handel an die Kette, begrenzt unternehmerische Freiheit und führt nicht zu besseren Arbeits- und Lebensbedingungen vor Ort“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/lieferkettengesetz-mehr-buerokratie-weniger-menschenrechte Lieferkettengesetz: Mehr Bürokratie, weniger Menschenrechte] insm.de vom 07.06.2021, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Organisationen wie UNICEF forderten hingegen, das Gesetz müsse nachgeschärft werden, damit es überhaupt Wirkung erzeugen könne.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/-/lieferkettengesetz-nachbessern-auf-eu-ebene/277106 Lieferkettengesetz: Bundesregierung muss auf EU-Ebene nachbessern] unicef.de vom 25.06.2021, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Die Initiative Lieferkettengesetz hatte bereits zuvor kritisiert, dass Wirtschaftsverbände Vorschläge für das Lieferkettengesetz oftmals falsch darstellten und  ein Untergangsszenario für die deutsche Exportwirtschaft heraufbeschwörten, das ''„sachlichen Grundlagen entbehre“''.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lieferkettengesetz.de/pressemitteilung/zum-tag-der-industrie-grosse-unternehmensverbaende-wollen-rueckschritte-beim-menschenrechtsschutz-initiative-lieferkettengesetz-zeigt-einflussnahme-von-unternehmensverbaenden-auf-positionen-des-wir/ Zum Tag der Industrie: Große Unternehmensverbände wollen Rückschritte beim Menschenrechtsschutz – Initiative Lieferkettengesetz zeigt Einflussnahme von Unternehmensverbänden auf Positionen des Wirtschaftsministeriums] lieferkettengesetz.de vom 05.10.2022, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Dem Argument, die deutsche Wirtschaft könne sich ein solches Gesetz nicht leisten wurde bereits 2021 von führenden Ökonom&amp;lt;/span&amp;gt;''':innen wie '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Prof. Dr. Peter Ulrich, dem Makroökonom Prof. Hans jörg Herr und der Betriebswirtin Prof. Dr. Elisabeth Fröhlich widersprochen.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;[https://www.misereor.de/fileadmin/publikationen/briefing-lieferkettengesetz-aufstand-der-lobbyisten-2021.pdf Lieferkettengesetz: Aufstand der Lobbyisten]  misereor.de, April 2021, abgerufen am 07.11.2022&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;span style=&amp;quot;text-decoration: none&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;An der Kampagne beteiligten sich die folgen Verbände: [[Gesamtmetall|Arbeitgeberverband Gesamtmetall]]; [[Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft]]; [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände|BDA Die Arbeitgeber]]; [[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]]; [[BAVC – Die Chemie Arbeitgeber]]; [[BDE: Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft]]; [[BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen]]; [[Die Familienunternehmer - ASU|Die Familienunternehmer]]; [[BDL – Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen]]; [[Markenverband; Textil + Mode Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie]]; [[VDM Verband Deutscher Metallhändler]]; [[VDMA|VDMA Verband deutscher Maschinen und Anlagenbauer;]] [[Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse|VdR – Verband der deutschen Rauchtabakindustrie]]; [[VKE-Kosmetikverband]]; [[WSM-Net: Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V]].; [[WirtschaftsVereinigung Metalle;]] [[ZDB Zentralverband Deutsches Baugewerbe]]; [[Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks]]; [[ZVEI Die Elektroindustrie]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen Kanzlerkandidatin===&lt;br /&gt;
In einer Anzeigenkampagne positionierte sich die INSM Mitte Juni 2021 mit einem direkten Angriff auf das Wahlkampfprogramm der Partei die Grünen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/anti-baerbock-kampagne-insm-reagiert-erst-jetzt-auf-antisemitismus-vorwurf-a-b75b3e82-4ad2-46b3-b482-f48cd9b2dca8], Industrielobby reagiert erst jetzt auf Vorwurf antisemitischer Untertöne, 15.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wird in der Anzeige als Moses mit Gesetzestafeln inszeniert, das politische Programm der Grünen wird als drohende &amp;quot;Staatsreligion“ betitelt. Die Anzeige erschien ganzseitig in den Printsausgaben der „FAZ“, im „Tagesspiegel“, der „Bild“-Zeitung, in der „Süddeutschen Zeitung“ (sowohl im Print wie online) und auf „ZEIT ONLINE“. Die von der INSM angeführten angeblichen &amp;quot;Verbote&amp;quot; wurden im dpa-Faktencheck als „ungenau bis falsch“  klassifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/faktenfinder/insm-wahlkampf-gruene-101.html], 14.06.2021, Tagesschau.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritisiert wurden zudem von verschiedenen Stellen die Anklänge an antisemitische Verschwörungsmythen und die orientalistische Bildsprache.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/kultur/2021-06/initiative-neu-soziale-markwirtschaft-kampagne-annalena-baerbock-wahlkampf], Assheuer u.a.: Mit allen Mitteln, 15.06.2021, ZEIT ONLINE, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat sich von der Kampagne distanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-kritik-und.1939.de.html?drn:news_id=1268984], Kritik und Antisemitismus-Vorwürfe wegen „Moses“-Kampagne gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock reißen nicht ab, 12.06.2021, Deutschlandfunk, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Die INSM wies diese Vorwürfe fünf Tage nach Erscheinen als Form des &amp;quot;Mundtot-Machens&amp;quot; zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/anti-baerbock-kampagne-insm-reagiert-erst-jetzt-auf-antisemitismus-vorwurf-a-b75b3e82-4ad2-46b3-b482-f48cd9b2dca8], Industrielobby reagiert erst jetzt auf Vorwurf antisemitischer Untertöne, 15.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-kritik-und.1939.de.html?drn:news_id=1268984], Kritik und Antisemitismus-Vorwürfe wegen „Moses“-Kampagne gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock reißen nicht ab, 12.06.2021, Deutschlandfunk, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon im Januar startete die INSM mit dem Slogan „Gute Politik geht anders, Herr Scholz!“ gegen SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in das Wahljahr. Für die Kampagne wurden ein Zitat des Ökonomen Peter Bofinger verwendet. Dieser bezeichnete es als „starkes Stück“, für den lobbyistischen Angriff auf Scholz „missbraucht“ zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html] Dieter Schnaas, Etwas mehr Qualität, bitte!, 21.02.2021, Wirtschaftswoche, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen Vizekanzler Scholz===&lt;br /&gt;
Die [https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/gute-politik-geht-anders-herr-scholz Anzeigenkampagne gegen Scholz] vom Februar 2021 wird von der Wirtschaftswoche wie folgt beschrieben: &amp;quot;Wenn die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den politischen Markt betritt, um in den Wettbewerb mit ihren ideologischen Feinden zu treten, bringt sie verlässlich nichts mit von dem, was die Initiatoren der Sozialen Marktwirtschaft im Jahr 1957 im Sinne hatten: weder Ehrlichkeit noch Fairness, schon gar nicht Ritterlichkeit und Maß. Stattdessen in dieser Woche: „Gute Politik geht anders, Herr Scholz!“ – eine oberlehrerhaft-kraftmeiernde [https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/gute-politik-geht-anders-herr-scholz Kampagne gegen den Vizekanzler, Finanzminister und Kanzlerkandidaten der SPD], hart an der Grenze zur  Desinformation und Denunziation: Scholz „bläht den Haushalt auf“ und „sägt an der Schuldenbremse“, lässt „Unternehmen im Regen stehen“ und verspricht „Hilfsgelder“, die bei den Betroffenen nicht ankommen – gerade so, als hätte das seit Monaten vor sich hin dilettierende Exekutivmanagement der Christdemokratie mit alledem rein gar nichts zu tun: Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Jens Spahn und Peter Altmaier&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html Etwas mehr Qualität, bitte!], wiwo.de vom 21.02.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Bundestagswahlkampf 2017: Verfälschung der Steuerpläne der SPD===&lt;br /&gt;
Nach einem Bericht von „Spiegel Online“ hat die INSM eine Anzeige in der „Bild“-Zeitung vom 23. Juni 2017 platziert, um Stimmung geben die Steuerpläne der SPD zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/martin-schulz-wie-der-lobbyverband-insm-die-spd-steuerplaene-verfaelscht-a-1154508.html Wie Wirtschaftslobbyisten die SPD-Steuerpläne verfälschen], 26.06.2017, spiegel.de, abgerufen am 28.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Anzeige hieß es: „Lieber Herr Schulz, Reichensteuer schon ab 60.000 Euro: Ist das Ihr Respekt vor Leistung?“ Unterschrieben war die Anzeige mit dem Kürzel: „insm.de“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit erweckt die INSM laut „Spiegel Online“ den Eindruck, dass die Reichensteuer nun auch für viele &amp;quot;Normalbürger:innen&amp;quot; mit 60.000 Jahresbruttoverdienst greifen würde. Davon könne jedoch keine Rede sein. Als Reichensteuer werde gemeinhin ein Aufschlag von drei Prozentpunkten auf den Spitzensteuersatz bezeichnet, der zur Zeit bei 42 Prozent liegt. Die Reichensteuer von 45 % greife ab 256.303 Euro zu versteuerndem Einkommen, was im Jahr 2012 gerade einmal 73.000 Steuerzahler:innen betroffen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzeige der INSM lege nahe, dass die Reichensteuer schon ab 60.000 Euro erhoben werde, was nicht zutreffe. Tatsächlich soll ab diesem Schwellenwert künftig der bisherige Spitzensteuersatz von 42 Prozent gelten, der bislang schon ab 54.058 Euro fällig gewesen sei. Der Tarifanstieg würde bis zu diesem Punkt also sogar geringer ausfallen. Weiterhin sei zu berücksichtigen, dass Spitzensteuersätze nicht für das gesamte Einkommen, sondern nur für den Teil jenseits der Grenzwerte gelten. So falle beispielsweise ein lediger Alleinverdiener mit 65.000 Euro zu versteuerndem Einkommen heute zwar unter den Spitzensteuersatz, insgesamt betrage die Steuerlast aber nur rund 29 Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Spiegel Online“ hat die INSM ihre Behauptung inzwischen relativiert. Es heiße jetzt, die SPD wolle „den Schwellenwert, ab dem mehr als 42 Prozent Steuer zu bezahlen ist, auf ab 60.000 Euro senken“.&lt;br /&gt;
===Verhältnis zu den Medien===&lt;br /&gt;
Die ARD-Sendung Monitor vom 13. Oktober 2005&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schmids-ideenschmiede.ch/pdf/MONITOR_Initiative_soz._Marktwirtschaft..pdf Gitti Müller, Kim Otto, Markus Schmidt: Die Macht über die Köpfe: Wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Meinung macht, MONITOR Nr. 539 am 13. Oktober 2005], Website schmids ideenschmiede, abgerufen am 05.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; kritisiert ein Verschwimmen der Grenzen zwischen Journalismus und Public Relations (PR), das von der INSM bewusst forciert werde. Der Medienwissenschaftler Siegfried Weischenberg stellt in dieser Sendung fest: &amp;quot;Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist höchst erfolgreich, weil es ihr gelungen ist, so einen neoliberalen Mainstream in den Medien durchzusetzen. Und das konnte auch leicht gelingen, weil die Medien kostengünstig produzieren müssen. Sie sind sehr darauf angewiesen, dass ihnen zugeliefert wird, hier gibt’s eine Lobby, die sehr wohlhabend ist. Das ist natürlich eine sehr, sehr problematische Geschichte, weil die Medien nicht das tun, was sie tun sollen. Die Journalistinnen und Journalisten fallen sozusagen aus der Rolle, weil sie nicht kritisch kontrollieren, weil sie die Interessen nicht transparent machen.“ &lt;br /&gt;
Laut Monitor haben die mit Beiträgen belieferten Sender allerdings angegeben, die Beiträge redakionell bearbeitet zu haben, die meisten Sender hätten die Zusammenarbeit mit der INSM inzwischen beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Nuernbergk hat die Öffentlichkeitsarbeit der INSM unter dem Gesichtspunkt des Verhältnisses von Journalismus und PR in einer 2005 erschienen Studie untersucht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nuernbergk.de/pdf/insm-ergebnisse.pdf Christian Nuernbergk: Die Mutmacher. Eine explorative Studie über die Öffentlichkeitsarbeit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Zusammenfassung der im Frühjahr 2005 an der Universität Münster eingereichten Magisterarbeit], Website nuernbergk, abgerufen am 4.9.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dieser Studie gibt es Anhaltspunkte dafür, dass eine Vielzahl der von der Initiative bereitgestellten Studien- bzw. Umfrageergebnisse über die Redaktionen ohne eine zuverlässige inhaltliche Auseinandersetzung an die Rezipienten gelangt sind. Es überrasche angesichts der professionellen Aufbereitung des PR-Materials, der umsichtigen Vorbereitung und der intensiven Beziehungspflege auch nicht, dass viele Journalist:innen die wirkliche Organisation der Initiative und ihre Funktion als ein strategisches Element in der Interessenvertretung von Arbeitgeberverbänden nicht erkennen wollen oder gelegentlich übersehen. Betrachte man die Berichterstattung unter diesem Gesichtspunkt, so zeige sich, dass in der weit überwiegenden Zahl der Medienberichte nähere Angaben zur Initiative, zu ihren Auftraggeber:innen und zu ihren Finanziers einfach unter den Tisch fielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Journalist:innen und Medien haben sich auf Kampagnen der INSM eingelassen, vgl. „Getarnte Lobby – Wie Wirtschaftsverbände die öffentliche Meinung beeinflussen“ des ARD-Magazins Plusminus vom 13. Oktober 2005&amp;lt;ref&amp;gt;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – Wie unabhängig sind Journalisten?, 2005-10-14 , zitiert nach [http://www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Initiative_Neue_Soziale_Marktwirtschaft Fulda Wiki], abgerufen am 3.9.2011, da der Bericht nicht  mehr im Sende-Archiv verfügbar ist&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Initiative liefere auf Bestellung Daten, erstellte daraus einen Artikel oder gar eine ganze Doppelseite wie in der Tageszeitung „Die Welt“. Die Kernaussage lautet: „50 Jahre Sozialpolitik – ein einziger Irrtum. Weg damit!“ Die INSM-Botschafter sind nach Informationen von Plusminus außerdem auf sämtlichen Kanälen Dauergäste in den Talkshows, manchmal sitzen gleich drei in einer Sendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der INSM-Anzeigen gegen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und das Wahlprogramm der Grünen prüft der Presserat derzeit (Stand: 17.06.2021), ob ein Verfahren gegen „Sueddeutsche.de“ wegen der „massiven Platzierung der Inhalte und deren direkte[n] Kombination mit dem redaktionellen Inhalt“ eingeleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwdl.de/nachrichten/83231/insmkampagne_presserat_prueft_verfahren_gegen_sz/], Alexander Krei: &lt;br /&gt;
INSM-Kampagne: Presserat prüft Verfahren gegen &amp;quot;SZ&amp;quot;, 16.06.2021, DWDL.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eigene Außendarstellung der INSM===&lt;br /&gt;
Die INSM bezeichnet sich auf ihrer Website als „branchen- und parteiübergreifende Plattform und offen für alle, die sich dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft verbunden fühlen“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;Initiative&amp;quot; ist missverständlich. Im Allgemeinen versteht man unter Initiative den Zusammenschluss von Personen zur Durchsetzung ihrer gemeinsamen Ziele (z. B. Bürgerinitiative). Bei [[Gesamtmetall]], die die INSM gegründet hat und finanziert, handelt es sich dagegen um einen Zusammenschluss von Unternehmen zur Wahrnehmung ihrer wirtschaftlichen Interessen, d.h. um eine klassische Lobbyarbeit. Branchenübergreifend kann nur so verstanden werden, dass die INSM versucht, die Öffentlichkeit in einer die Interessen aller Unternehmen (nicht nur der Metall- und Elektroindustrie) begünstigenden Weise zu beeinflussen. Für die Unterstützung dieser Ziele sind zwar grundsätzlich Mitglieder aller Parteien willkommen, doch zeigt die Parteizugehörigkeit der in den INSM-Gremien vertretenen Personen, dass fast alle Parteimitglieder dem Wirtschaftsflügel der CDU oder der FDP zuzurechnen sind. Irreführend ist auch der Hinweis auf die Verbundenheit mit dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft. Die Soziale Marktwirtschaft soll ja gerade in eine Marktwirtschaft pur umgestaltet werden. In dieser Neuen Sozialen Marktwirtschaft ist für die herkömmliche Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit kein Platz mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schleichwerbung===&lt;br /&gt;
Im September 2005 wurde bekannt, dass die INSM im Jahr 2002 in der ARD-Serie Marienhof verdeckte Botschaften schalten ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epd.de/medien/medien_index_37159.html epd: Arzneihersteller und Apotheker ließen in der ARD schleichwerben], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; In sieben Folgen wurden Themen wie die &amp;quot;Flexibilisierung&amp;quot; des Arbeitsmarktes oder die Senkung von Steuern untergebracht. Die INSM ließ sich diese Aktion insgesamt 58.670 Euro kosten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/download/insm-marienhof-bewertung.pdf Lobbycontrol: INSM und Marienhof – Eine kritische Bewertung], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolgedessen wurde die INSM vom PR-Rat gerügt, was jedoch keine Sanktionen nach sich zog. Auf Seiten der ARD wurden Maßnahmen zur Vorbeugung von Schleichwerbung eingeführt, die Zuschauer:innen wurden allerdings nicht über die Vorfälle informiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2005/10/insm-marienhof-bewertung/ Lobbycontrol: INSM redet Schleichwerbung schön], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einschüchterung von Medien===&lt;br /&gt;
Im November 2005 berichtete die Wochenzeitschrift Freitag über Versuche der INSM, Journalist:innen, die kritisch über die Initiative berichtet hatten, mit Beschwerdebriefen an Chefredaktionen oder Intendant:innen einzuschüchtern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-medien-einschuchtern Die Medien einschüchtern, Freitag vom 11. Januar 2005], Website Freitag, zuletzt abgerufen am 15.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritische Journalist:innen würden als gewerkschaftsnah oder als Attac-Sympathisant:innen dargestellt, um ihre Glaubwürdigkeit zu untergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einwirkung auf Suchmaschinen===&lt;br /&gt;
Das Blog Perspective 2010 ist auf Unterlagen gestoßen, wie die INSM versucht, bei Suchmaschinen-Ergebnissen vor INSM-kritischen Stimmen zu landen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2007/04/unicheck-neue-studiengebuhren-kampagne-der-insm/ Kritiker unerwünscht, LobbyControl vom 13. April 2007], Website LobbyControl, abgerufen am 1.9.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Falsche Darstellung von TTIP-Studien===&lt;br /&gt;
Die Verbraucherorganisation foodwatch hatte die INSM vorgeworfen, Daten verschiedener Studien in einer Broschüre mit „12 Fakten zu [[TTIP]]“ verzerrt dargestellt zu haben. Beispielsweise wurde aus langfristig und einmalig angenommenen wirtschaftlichen Effekten ein kurzfristig und jährlich zu erwartendes Wachstum. Die angeprangerten Darstellungen sind teilweise korrigiert worden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.foodwatch.org/de/informieren/freihandelsabkommen/aktuelle-nachrichten/auch-insm-korrigiert-falschinformationen-ueber-ttip/ Auch INSM korrigiert Falschinformationen über TTIP] foodwatch am 13.03.2015, abgerufen am 13.04.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kampagne &amp;quot;12 Fakten zur Klimapolitik&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Im Sommer 2019 startete die INSM mit „12 Fakten zur Klimapolitik“ eine Kampagne zum Thema Klimaschutz. Die INSM wendet sich damit gegen eine CO2-Steuer und stellt Bemühungen auf nationaler Ebene als wirkungslos und überflüssig dar  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/klimaschutz/12-fakten-zur-klimapolitik.html 12 Fakten zur Klimapolitik] INSM am 27.06.2019, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Darstellung rief Kritik hervor, etwa durch Volker Quaschning, Professor an der HTW Berlin &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.volker-quaschning.de/artikel/Fakten-INSM/index.php. Faktencheck der &amp;quot;12 Fakten zum Klimaschutz&amp;quot; der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft INSM] Volker Quaschning am 17.07.2019, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bereits 2012 hatte die Initiative gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mobil gemacht. Sie forderte eine Umsetzung der Energiewende innerhalb eines &amp;quot;marktwirtschaftlichen Rahmens&amp;quot;, die Streichung aller Subventionen im Bereich Erneuerbarer Energien und stattdessen die Etablierung eines &amp;quot;Wettbewerbsmodells&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/energiewende/details-energiewende.html Die Energiewende braucht Soziale Marktwirtschaft. Ein Wettbewerbsmodell für Erneuerbare Energien] INSM am 09.09.2012, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Ein bekanntes Beispiel für solch eine Denkfabrik ist die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Sie erzeugt mit riesigen Kapitalmitteln Stimmung für den Rückbau des Sozialstaats und für mehr unternehmerische Freiheit. Sie verfolgt ihre Ziele, indem sie Anzeigen schaltet, Broschüren verteilt und Veranstaltungen organisiert. Dabei gibt sie sich als unabhängige, parteiübergreifende Initiative aus. Gesponsert wird sie allerdings hauptsächlich von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie.&lt;br /&gt;
Teure Einladungen, wie beispielsweise im Juni 2009 ins Hotel Adlon Kempinsksi mit Gastrednern [[Angela Merkel|Angela Merkel]] und [[Karl-Theodor zu Guttenberg|Karl-Theodor zu Guttenberg]], damals noch Wirtschaftsminister, sind kein Problem für die einflussreiche Initiative. Ein jährliches Budget von etwa 8 bis 9 Millionen Euro nach Abzug von Steuern bietet viele Möglichkeiten, Einfluss auszuüben. Das ist mehr Geld, als beispielsweise viele Umweltverbände für Ihre Arbeit insgesamt aufbringen können.“ Marco Bülow (SPD), MdB, in seinem Buch „Wir Abnicker“ &amp;lt;ref&amp;gt;Bülow, Marco: Wir Abnicker, Berlin 2010, S. 182 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Arbeitgeberverband Gesamtmetall: ''[http://www.gesamtmetall.de/gesamtmetall/meonline.nsf/id/PageGeschaeftsbericht-2013-2014_DE Geschäftsbericht 2013/14]'', S. 49 - 51&lt;br /&gt;
*Kaphegy, Tobias 2011: ''[http://www.gew.de/Binaries/Binary80604/Black%20Box%20Bildungsmonitor%20-%20Ein%20Blick%20hinter%20den%20Reiz%20des%20Rankings%20(1).pdf Black Box Bildungsmonitor? Ein Blick hinter den Reiz des Rankings. Eine Analyse und Kritik des Bildungsmonitors 2010 der INSM] Studie im Auftrag der GEW-nahen Max Träger Stiftung''&lt;br /&gt;
*Lianos, Manuel/Gutzmer, Alexander 2005: ''[http://www.politikagenda.de/_files/magazin/archiv/25_36_insm.pdf Sie werben ja nicht für Persil].'' INSM im Streitgespräch.&lt;br /&gt;
*Norbert Nicoll: Die ökonomische Rationalität in die Öffentlichkeit tragen. Zur Arbeit und Wirkungsweise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (2000-2006), Dissertation 2008, Tectum Verlag Marburg&lt;br /&gt;
*Nuernbergk, Christian 2006: ''Die PR-Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und ihr Erfolg in den Medien. Erste Ergebnisse einer empirischen Studie.'' In: Röttger, Ulrike (Hrsg.): PR-Kampagnen. Über die Inszenierung von Öffentlichkeit. 3., überarbeitete Auflage. Wiesbaden: S. 159-178.&lt;br /&gt;
*Speth, Rudolf 2004: ''[http://www.boeckler.de/pdf/fof_insm_studie_09_2004.pdf Die politischen Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.] Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.''&lt;br /&gt;
*Speth, Rudolf/Leif, Thomas 2006: ''Lobbying und PR am Beispiel der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft'', in: Leif, Thomas/Speth, Rudolf (Hrsg.): Die fünfte Gewalt. Lobbyismus in Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 14, Bonn, 302-316.&lt;br /&gt;
*Winkelmann, Ulrike 2004: ''[http://www.gazette.de/Archiv2/Gazette4/Winkelmann.pdf Strandklappstühle]'', in: Die Gazette 4, 2004, S. 32-35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Think tank]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoliberale Netzwerke]]&lt;br /&gt;
[[Category:Handelspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Klima]]&lt;br /&gt;
[[Category:TTIP]]&lt;br /&gt;
[[Category:Arbeits- und Sozialpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rente]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieferkettengesetz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Initiative_Neue_Soziale_Marktwirtschaft&amp;diff=304561</id>
		<title>Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft</title>
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		<updated>2024-06-24T13:48:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-INSM-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = GmbH&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Propagierung marktliberaler Reformen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2000&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             =  Georgenstraße 22, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.insm.de insm.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)''' ist eine marktliberale Lobby-Organisation, die von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie ([[Gesamtmetall]]), zu der auch die Automobilindustrie gehört, finanziert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das operative Geschäft wird von der INSM GmbH betrieben, deren Muttergesellschaft die [[Institut der deutschen Wirtschaft|Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresabschluss der INSM GmbH zum Geschäftsjahr 2021, abrufbar beim Unternehmensregister&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM verfügt nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren über einen Jahresetat von sieben Millionen Euro, die von Gesamtmetall zur Verfügung gestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/FAQ.html Wer trägt die INSM?], insm.de, abgerufen am 13.04.2017 und 22.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gesamtzahlungen summierten sich seit 2000 auf rund 100 Mio. Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.igmetall.de/politik-und-gesellschaft/trau-schau-wem Trau schau wem], igmetall,de vom 06.08.2020, abgerufen am 22.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kuratoriumsvorsitzende der INSM, Stefan Wolf (CDU-Mitglied), ist Präsident von [[Gesamtmetall]], Vorstandsvorsitzender des Autozulieferers ElringKlinger AG&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedwestmetall.de/presse/me-stories/2017/04/showmeyourdesk-mit-dr-stefan-wolf-elringklinger-ag #ShowMEyourdesk mit Stefan Wolf], suedwestmetall.de, abgerufen am 22.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; und Vorstandsmitglied des [[Verband der Automobilindustrie|Verbandes der Automobilindustrie]] (VDA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM platziert ihre politischen Botschaften bei Entscheidungsträger:innen und in der Bevölkerung und will u.a. erreichen, dass der Arbeitsmarkt, Sozial- und Tarifpolitik und das Bildungswesen stärker an den Bedürfnissen von Unternehmen und am Wettbewerb ausgerichtet werden. Das beinhaltet auch die Abschwächung von klimapolitischen Regulierungen. Die INSM greift seit einigen Jahren mit hohem finanziellen Aufwand über entsprechende Kampagnen in den Wahlkampf zugunsten wirtschaftsnaher Parteien ein und verändert dadurch die Erfolgschancen der Parteien im Wettbewerb um Wählerstimmen. So arbeitet bei der Agentur Commarco Communications ein maßgeschneidertes Team exclusiv für die INSM, das projektbezogen von Spezialisten aus der Commarco-Gruppe unterstützt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.s-f.family/de/pressemitteilung/ Pressemitteilung vom 31.01.2019], abgerufen am 23.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polemischen Kampagnen der INSM werden auch in der wirtschaftsnahen Presselandschaft zum Teil kritisch gesehen. So heißt es 2021 in der &amp;quot;Wirtschaftswoche&amp;quot;: &amp;quot;Wenn die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den politischen Markt betritt, um in den Wettbewerb mit ihren ideologischen Feinden zu treten, bringt sie verlässlich nichts mit von dem, was die Initiatoren der Sozialen Marktwirtschaft im Jahr 1957 im Sinne hatten: weder Ehrlichkeit noch Fairness, schon gar nicht Ritterlichkeit und Maß&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html Etwas mehr Qualität, bitte!], wiwo.de vom 21.02.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie ([[Gesamtmetall]]), zu der auch die Automobilindustrie gehört,  gründeten im Dezember 1999 die berolino.pr GmbH. Sie wurde mit dem Aufbau und der Leitung einer Reforminitiative betraut.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/FAQ.html Alles über die INSM], insm.de, abgerufen am 13.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Herbst 2000 betreibt die GmbH ihre Kampagne unter der Bezeichung „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH“ (INSM). Alleingesellschafterin von berolino.pr/INSM ist das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH, in der die publizistischen und PR-Aktivitäten des [[Institut der deutschen Wirtschaft]] gebündelt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bekanntmachung im Bundesanzeiger zum Geschäftsjahr 2015 der INSM und Konzernabschluss des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH zum Geschäftsjahr 2015, www.bundesanzeiger.de, abgerufen am 18.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; 2007 firmiert die berolino.pr GmbH in INSM Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH um. 2010 wird der Sitz der Initiative von Köln nach Berlin verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eingeschaltete Agenturen==&lt;br /&gt;
Mit der Konzeptgestaltung wurde bis 2010 die Agentur für Kommunikation [[Scholz &amp;amp; Friends]] betraut, die seit 2011 zur [[WPP Group]] gehört. Scholz &amp;amp; Friends hat nach Analysen des Politikwissenschaftlers Rudolph Speth die INSM „erfunden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boeckler.de/pdf/fof_insm_studie_09_2004.pdf Rudolph Speth: Die politischen  Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Hans Böckler Stiftung, 2004, S. 9], Website boeckler, abgerufen am 4.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt arbeiteten bei Scholz &amp;amp; Friends an dem Projekt laut Speth rund 40 Personen unter Beteiligung der Disziplinen PR, Werbung, Internet und  TV. Von 2010 bis 2015 wurde die INSM von der Agentur [[Serviceplan Public Opinion]] betreut. Seit Januar 2015 ist [[Blumberry]] für Werbung und PR zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.horizont.net/agenturen/nachrichten/Blumberry-Commarco-Agentur-loest-Serviceplan-bei-INSM-ab-130704 Commarco-Agentur löst Serviceplan bei INSM ab], horizont.net vom 01.10.2014, abgerufen am 03.02.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Blumberry ist ein Tochterunternehmen der Holding [[Commarco]], die wiederum zur [[WPP Group]] gehört. Im August 2018 wechselte die Zuständigkeit für INSM innerhalb von Commarco zur [https://www.campus-communications.com/de/ Commarco Campus Communications GmbH]. Für PR und Werbung der INSM ist nun exklusiv ein eigenes Team zuständig. Erklärtes Ziel ist es, &amp;quot;auch unter den Vorzeichen einer immer dynamischeren Meinungsbildung im politischen Raum die volle Kommunikationswirkkraft über alle Disziplinen hinweg zu entfalten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.commarco.com/de/pressemitteilung/], commarco.com, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; ADVERB - Agentur für Verbandskommunikation unterstützt die INSM bei der digitalen Lobbyarbeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://agentur-adverb.de/projekt/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft/digital-public-affairs/ Digital Public Affairs],agentur-adverb.de, abgerufen am 17.02.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit der INSM erarbeitet ADVERB eine Kanalstrategie für den Kurznachrichtendienst Twitter, um die Botschaften der INSM bei politischen und medialen Akteuren zu platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele==&lt;br /&gt;
Nach klassischem Verständnis ist die Soziale Marktwirtschaft eine ordnungspolitische Konzeption, die das Wettbewerbssystem mit der Idee der sozialen Gerechtigkeit und der sozialen Sicherheit verbindet. Nach ordoliberalen Vorstellungen ist eine Wettbewerbsordnung im Prinzip zwar bereits an sich sozial, doch ist sie dort zu begrenzen, wo sie sozial unerwünschte Ergebnisse zeitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, Walter Eucken Institut, Vorträge und Aufsätze, Tübingen 1986, S.25&amp;lt;/ref&amp;gt;  Was als „sozial wirksam“ zu begründen ist und noch als ordnungskonform gelten kann, ist im Prinzip zu rechtfertigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Markt wird hier nicht als unfehlbarer Automatismus verstanden, sondern als eine Regel mit Ausnahmen. Versagt der Markt ausnahmsweise, sollte der Staat eingreifen, um den „Wohlstand für alle“ zu sichern. Diese Ausnahme wurde dann in der Praxis der „Sozialen Marktwirtschaft“ recht großzügig ausgelegt. So soll der Staat dafür sorgen, dass durch Umverteilung und Korrektur der am Markt entstandenen Einkommen eine als gerecht empfundene Einkommens- und Vermögensverteilung sowie weitgehende Chancengleichheit und soziale Sicherheit breiter Schichten hergestellt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Bunte, in Langen/Bunte, Kommentar zum deutschen und europäischen Kartellrecht, Bd. 1, 10. Aufl., Einführung Rdnr. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;  Hierzu gehören z. B. ein die eigenverantwortliche Daseinsfürsorge ergänzendes System der sozialen Sicherung, eine breite Streuung des Eigentums, Mitbestimmung sowie die Herstellung von Chancengleichheit im Bildungswesen. Nach Müller-Armack, der als Staatssekretär von Ludwig Erhard den Begriff &amp;quot;Soziale Marktwirtschaft&amp;quot; geprägt hat, sind dieser sogar „Minimallöhne“ (= Mindestlöhne) zugehörig.&amp;lt;ref&amp;gt;Kloten: Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft, S. 26, Fußnote 58&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Neue an der Neuen Sozialen Marktwirtschaft, die die INSM propagiert, besteht darin, dass die sozialen Bestandteile weitgehend eliminiert werden, da sie den Interessen der Arbeitgeber widersprechen. Der Staat soll sich aus dem wirtschaftlichen und sozialen Geschehen zurückziehen, d. h. auf soziale Korrekturen und Sicherungsmaßnahmen verzichten, auch wenn die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft. Umschrieben wird dieser Grundgedanke auf der Website der INSM („Was will die INSM konkret“) als „konsequente und konsistente wettbewerbliche Ausrichtung unserer Wirtschafts- und Sozialordnung“, „Beschränkung des Staates auf seine Kernkompetenzen“ sowie „Stärkung des Prinzips 'Hilfe durch Selbsthilfe'“. In ihren Kampagnen, Auftragsstudien und Unterrichtsmaterialien werden Privatisierungen, Deregulierungen, Steuersenkungen, der Abbau von Subventionen, eine Senkung der Arbeitskosten, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes (Abbau des Kündigungsschutzes, flexible Arbeitszeiten), mehr Eigenvorsorge im Gesundheitssystem und die kontinuierliche Erhöhung des Renteneintrittsalters gefordert. Mindestlöhne und die Finanztransaktionssteuer werden abgelehnt. Rechte der Arbeitnehmer:innen stellt die INSM ausschließlich als Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen dar. Die gesetzliche Renten- und Pflegeversicherung wird problematisiert und stattdessen die Einführung von kapitalgedeckten Versicherungen gefordert, deren Probleme (hohe Verwaltungskosten, Risiken aufgrund von Finanzmarktkrisen, Unerschwinglichkeit für Niedrigverdiener) unerwähnt bleiben. Aus Sicht der Arbeitgeber:innen haben private kapitalgedeckte Versicherungen den Vorteil, dass sie allein durch die Arbeitnehmer:innen bezahlt werden, gesetzliche Versicherungen aber werden von den Arbeitgeber:innen mitfinanziert. In der Bildungspolitik wird mehr Wettbewerb und Effizienz gefordert, wozu Studiengebühren sowie die Auswahl der Studierenden durch die Hochschulen beitragen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Recherchen des Journalisten Thomas Fricke kämpft die INSM seit Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*gegen Vermögensteuern&lt;br /&gt;
*gegen höhere Erbschaftsteuern&lt;br /&gt;
*stattdessen für sinkende Steuern für Reiche und Unternehmen&lt;br /&gt;
*gegen den Mindestlohn&lt;br /&gt;
*gegen ein Aus für Verbrenner-Motoren&lt;br /&gt;
*gegen Hindernisse, die Leute auf Zeit oder mit Werkverträgen zu beschäftigen&lt;br /&gt;
*gegen das Lieferkettengesetz&lt;br /&gt;
*gegen Geld-Transfers für andere EU-Länder&lt;br /&gt;
*gegen Umverteilung (nach unten)&lt;br /&gt;
*gegen Rettungsschirme der Europäischen Zentralbank in Krisenzeiten&lt;br /&gt;
*und gegen gemeinschaftliche Finanzierung großer Projekte und Reformen in der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-propaganda-fuer-die-welt-von-vorgestern-a-904a71b4-e5f0-4ed5-83d6-e2ee19424142 Propaganda für die Welt von vorgestern], spiegel.de vom 18.06.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Geschäftsführer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thorsten Alsleben, zuvor Hauptgeschäftsführer der [[Mittelstands- und Wirtschaftsunion]] der CDU. Laut „Tagesspiegel“ soll er selbst dem Vorsitzenden Friedrich Merz zu reaktionär sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/chefwechsel-beim-lobbyclub-der-industrie-cdu-politiker-ubernimmt-initiative-8925814.html Chefwechsel beim Lobbyclub der Industrie], tagesspiegel.de vom 26.11.2022, abgerufen am 13.12.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Alsleben selbst bezeichnet sich auf Twitter als &amp;quot;Christlich.ordoliberal. Konservativer Modernisierer&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/BerlinReporter/status/1317810073763270657 Thorsten Alsleben], twitter.com, abgerufen am 13.12.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Geschäftsführer&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Leif: beraten &amp;amp; verkauft McKinsey &amp;amp; Co. - der große Bluff der Unternehmensberater, München 2006, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hubertus Pellengahr, ehem. Geschäftsführer des [[Hauptverband des Deutschen Einzelhandels|Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels]] (HDE)&lt;br /&gt;
*[[Tasso Enzweiler]], ehem. Chefreporter bei der &amp;quot;Financial Times Deutschland&amp;quot;, wechselte nach seinem Ausscheiden bei der INSM als Managing Director zur PR-Agentur [[Hering Schuppener]], wurde danach Geschäftsführer bei [[Ketchum Pleon]] Deutschland und gründete 2013 die Managementberatung [[Enzweiler &amp;amp; Partner]]&lt;br /&gt;
*Dieter Rath, leitete zuvor die PR-Abteilung beim [[BDI]]&lt;br /&gt;
*Max Alexander Höfer, früherer Journalist bei Capital&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Prokurist===&lt;br /&gt;
Michael Burbach (Stand: 02/2023)&amp;lt;ref&amp;gt;[Eintrag im Handelsregister des AG Charlottenburg, Abruf am 24.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; ist gleichzeitig Prokurist des Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag im Handelsregister des Amtsgerichts Köln, Abruf vom 24.02.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kommunikationschef===&lt;br /&gt;
Carl-Victor Wachs, Leiter Kommunikation und Presse, zuvor: Politikredakteur bei der &amp;quot;Bild&amp;quot;-Zeitung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/wachs-wird-kommunikationschef-der-insm/ Wachs wird Kommunikationschef der INSM], politik-kommunikation.de vom 11.07..2023, abgerufen am 03.08.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Public Affairs===&lt;br /&gt;
Cheflobbyist ist Stephan Einenckel, zuvor: Referent für Wirtschaftspolitik und politische Kontakte bei [[Die Familienunternehmer - ASU]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist.innen===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt die INSM an, (Stand: 09.08.2022) 1- 10 Lobbyist:innen zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002337/5370?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DINSM%26pageSize%3D10%26sort%3DREGISTRATION_DESC INSM], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 17.09.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Die folgenden weiteren Lobbyisten werden namentlich genannt:  Jörg Sautner, Florian Hennet, Johannes Eber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Referent für Volkswirtschaft und Grundsatzfragen===&lt;br /&gt;
Philipp Despot, zuvor: wissenschaftlicher Mitarbeiter beim CDU-Bundestagsabgeordneten Tilman Kuban, Pressesprecher der Jungen Union, Kampagnenreferent bei der CDU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beirat===&lt;br /&gt;
Gesteuert und kontrolliert wird die INSM durch den Beirat, in dem sich neben Vertretern von Gesamtmetall auch Vertreter der anderen Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Speth: Strategien, S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kommen Experten für Demoskopie, die über Meinungs- und Stimmungstrends informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzender ist Stefan Wolf&lt;br /&gt;
**auch Kuratoriumsmitglied der INSM&lt;br /&gt;
**Präsident des Arbeitgeberverbandes [[Gesamtmetall]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium===&lt;br /&gt;
Vorsitzender des Kuratoriums ist Stefan Wolf, Präsident des Arbeitgeberverbandes [[Gesamtmetall]], Vorstandsvorsitzender des Autozulieferers ElringKlingerAG, Vorstandsmitglied des [[Verband der Automobilindustrie]] (VDA), Vizepräsident der [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (VDA), Vorsitzender des Beirats der INSM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2024) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html Kuratoren und Botschafter], insm.de, abgerufen am 18.10.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Botschafter===&lt;br /&gt;
Die Botschafter unterstützen die INSM dabei, in der Öffentlichkeit Meinungen zu platzieren und Meinungen zu verändern. Sie geben Interviews, schreiben Gastbeiträge und treten in Talkshows auf, meist ohne darauf hinzuweisen, dass ihre Äußerungen vorher mit der INSM koordiniert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Speth: Die politischen Strategien, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen werden sie beispielsweise als &amp;quot;Experten für Steuerrecht&amp;quot; vorgestellt oder einfach mit ihrer beruflichen Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Roland Berger]]&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, Chairman der RiverRock European Capital Partners LLP, Mitbegründer des [[Konvent für Deutschland]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Christoph Burmann&lt;br /&gt;
|Inhaber des Stiftungslehrstuhls für innovatives Markenmanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen (der Lehrstuhl wurde von Markenartikelunternehmen wie Kraftfoods Deutschland und der Brauerei Beck &amp;amp; Co. gespendet)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Dominique Döttling&lt;br /&gt;
|Chief People Officer bei Ibeo Automotive Systems GmbH, bis 2021Geschäftsführende Gesellschafterin der Döttling &amp;amp; Partner Beratungsgesellschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Florian Gerster]]&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, frühere Positionen: Vorsitzender des Bundesverbands Paket und Expresslogistik, Präsident des Bundesverbands Briefdienste, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit (später umbenannt in Bundesagentur für Arbeit), seit 2020 Mitglied der FDP (ehem. SPD-Politiker)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Martin Kannegießer]]&lt;br /&gt;
|Ehrenpräsident des Arbeitgeberverbands [[Gesamtmetall]], Geschäftsführer Herbert Kannegiesser GmbH, ehem. Vorsitzender des Kuratoriums der INSM&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Otmar Issing]]&lt;br /&gt;
|Ehrenvorsitzender des [[Center for Financial Studies]], Mitglied des Kuratoriums und Preisträger der [[Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung]], ehem. Chefvolkswirt der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Oswald Metzger]]&lt;br /&gt;
|Redakteur bei Tichys Einblick, Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]] und des Strategischen Beirats der [[Die Familienunternehmer - ASU]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Arend Oetker]]&lt;br /&gt;
|Geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Arend Oetker Holding, Vizepräsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Präsidiumsmitglied des [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA), Präsident der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik]], Mitglied der CDU, unterzeichnete den &amp;quot;Energiepolitischen Appell&amp;quot; der Atomlobby zur Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Walther Otremba]]&lt;br /&gt;
|Ehem. Staatssekretär in verschiedenen Bundesministerien, unter anderem im Bundeswirtschaftsministerium, Vorsitzender [[Bundesverband Briefdienste]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Karl-Heinz Paqué]]&lt;br /&gt;
|Inhaber des Lehrstuhls für internationale Wirtschaft der Uni Magdeburg, Vorstandsvorsitzender der [[Friedrich-Naumann-Stiftung]]  und Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]], Mitglied des Beirats der Denkfabrik [https://denkfabrik-r21.de/ REPUBLIK21 e.V.], ehem. Finanzminister von Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bernd Raffelhüschen]]&lt;br /&gt;
|Professor für Finanzwissenschaften an der Uni Freiburg, Direktor des [[Forschungszentrum Generationenverträge]] (FZG), Mitglied des Aufsichtsrat der Union Investment Privatfonds GmbH, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]] (ehem. Vorsitzender der Kommission Alterssicherung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/42899/499329 Pressemitteilung vom 13.11.2003], presseportal.de, abgerufen am 21.12.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;), Mitglied des Vorstands der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arndt Rautenberg&lt;br /&gt;
|Unternehmensberater, Gründer und Managing Partner von Rautenberg &amp;amp; Company (Beratungsunternehmen für Finanzinvestoren), ehemaliger Strategiechef [[Deutsche Telekom]], Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Randolf Rodenstock]]&lt;br /&gt;
|Geschäftsführender Gesellschafter der Optische Werke [[G. Rodenstock GmbH &amp;amp; Co. KG]], ist bzw. war in leitender Funktion in einer Vielzahl von Verbänden und neoliberalen Netzwerken aktiv, u. a. dem INSM-Finanzier [[Gesamtmetall]] und der INSM-Muttergesellschaft [[Institut der deutschen Wirtschaft]](IW) jeweils als Vizepräsident, Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]] und des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kristina Schröder&lt;br /&gt;
|Publizistin und Kolumnistin bei der Tageszeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot;, ehem. Bundesfamilienministerin (CDU), Stellv. Leiterin der Denkfabrik [https://denkfabrik-r21.de/ REPUBLIK21 e.V.]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nikolaus Schweickart]]&lt;br /&gt;
|Vorsitzender des Kuratoriums der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Ehrenmitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrates der CDU]] und ehem. Vorstandsvorsitzender der [[Altana]] AG sowie ehem. Vorsitzender der [[Altana Kulturstiftung]] gGmbH und der [[Herbert Quandt-Stiftung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Jürgen Stark]]&lt;br /&gt;
|Ehem. Chefvolkswirt und Mitglied im Direktorium der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB), Mitglied des Kuratoriums der [[Bertelsmann Stiftung]], Mitglied des Beirats der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erwin Staudt&lt;br /&gt;
|Ehem. Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland, Initiator der [https://initiatived21.de/ueber-uns/geschichte-und-meilensteine Initative D21], Mitglied des Aufsichtsrats der USU Software AG, Mitglied der SPD&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Thomas Straubhaar]]&lt;br /&gt;
|bis 8/2014 Direktor des [[Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut]] (HWWI), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]], Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich-Naumann-Stiftung]], Mitglied des Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Juni 2024) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html Webseite INSM - Die Botschafter der INSM Stimmen der Sozialen Marktwirtschaft] abgerufen am 19.10.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ehemalige Kuratoren und Botschafter'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Arnulf Baring]]&lt;br /&gt;
|Jurist, Publizist und Historiker, unterstützt Stiftungen wie die FDP-nahe [[Friedrich-Naumann-Stiftung]] sowie die [[Konrad-Adenauer-Stiftung]] und ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Marie-Luise Dött]]&lt;br /&gt;
|(siehe Förderverein)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Johann Eekhoff]]&lt;br /&gt;
|Staatssekretär a.D., Direktor des [[Institut für Wirtschaftspolitik]] an der Uni Köln, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]], bis Ende 2010 Sprecher des &amp;quot;Kronberger Kreises&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
|am 3. März 2013 verstorben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Michael Glos]]&lt;br /&gt;
|CSU-Politiker, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie 2005-2009&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Paul Kirchhof]]&lt;br /&gt;
|ehem. Richter am Bundesverfassungsgericht, Preisträger der [[Friedrich August von Hayek Stiftung]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]], setzt sich für eine Steuerreform ein, die &amp;quot;vor allem Manager...sowie die Verwalter und Erben großer Vermögen&amp;quot; entlastet&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.376223.de/11-28-4.pdf Stefan Bach: Kirchhof macht sich das Steuerrecht einfach], Website DIW, abgerufen am 18.7.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eberhard von Körber&lt;br /&gt;
|Präsident des Verwaltungsrates der Eberhard von Körber AG, Zürich, ehemaliger Co-Präsident des Club of Rome, ehemaliger Vorstandschef und Aufsichtsratsvorsitzender von [[ABB]], 1990-1998 Mitglied des Beraterkreises der Bundesregierung (Kanzlerrunde) unter Bundeskanzler [[Helmut Kohl]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rolf Peffekoven&lt;br /&gt;
|ehem. Direktor des Instituts für Finanzwissenschaft der Uni Mainz, ehem. Mitglied des [[Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung]] (SVR), Mitglied des  [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen]], des Wissenschaftlichen Beirats der [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]] und des Beirats der [[DZ BANK]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Christine Scheel]]&lt;br /&gt;
|ehem. Politikerin der Grünen, Mitglied des Expertenrates der [[CNC Communications &amp;amp; Network Consulting]])&lt;br /&gt;
|trat im Dezember 2004 aus der INSM aus&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/scheel-verlaesst-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft/2445174.html Scheel verlässt Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Handelsblatt vom 1. Dezember 2004], Website HB, abgerufen am 22. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, beteiligte sich aber auch danach noch an deren Kampagnen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/Themen/Soziale-Marktwirtschaft/60-Jahre-Soziale-Marktwirtschaft/Stimmen-aus-der-Politik.html 60 Jahre Soziale Marktwirtschaft Stimmen aus der Politik Christine Scheel 4. September 2009], Website der INSM, abgerufen am 22. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Lothar Späth]]&lt;br /&gt;
|CDU, ehem. BaWü-Ministerpräsident, ehem. Geschäftsführer der [[Jenoptik]], ehem. Deutschland-Chef und später Senior Advisor bei der Investmentbank [[Merrill Lynch]], ehem. Vorsitzender des Aufsichtsrats der [[Herrenknecht]] AG, beriet zuletzt vor allem mittelständische Unternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.econ-referenten.de/pdf_erzeugung/exports/prof-dr-hc-lothar-spaeth-ministerpraesident-ad.pdf Econ Referenten Agentur Lothar Späth], Website econ-referenten, abgerufen am 2.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|am 18. März 2016 verstorben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Edmund Stoiber]]&lt;br /&gt;
|ehrenamtlicher Leiter einer EU-Arbeitsgruppe zum Bürokratieabbau, CSU, Ex-Bayern-Ministerpräsident, CSU-Vorsitzender 1999-2007&lt;br /&gt;
|verließ die INSM nach deren Kritik an den Agrarsubventionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Hans Tietmeyer]]&lt;br /&gt;
|ehem. Präsident der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]], Mitglied der Kuratoriums der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], der [[Friedrich August von Hayek Stiftung]], der [[Stiftung Ordnungspolitik]]/[[Centrum für Europäische Politik]] und Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]). Bis Juli 2013 war Tietmeyer Kuratoriumsvorsitzender der INSM.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesamtmetall.de/gesamtmetall/meonline.nsf/id/PageGeschaeftsbericht-2013-2014_DE Gesamtmetall Geschäftsbericht 2013/14], S. 51, zuletzt aufgerufen am 1. Oktober 2010, dort heißt es: &amp;quot;Im Juli 2013 verabschiedete die INSM ihren langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden, den ehemaligen Präsidenten der Bundesbank Prof. Dr. Hans Tietmeyer, mit einem Symposium „Soziale Marktwirtschaft für Europa“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |am 27. Dezember 2016 verstorben&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftliche Beratung===&lt;br /&gt;
Als wissenschaftlicher Berater fungiert das [[Institut der deutschen Wirtschaft]], das als Muttergesellschaft der INSM wirtschaftspolitische Analysen und Konzepte aus der Sicht der Wirtschaft erarbeitet. Zwischen der INSM und dem Institut der deutschen Wirtschaft gibt es auch eine Vielzahl personeller Verflechtungen. In Medienfragen arbeitet die INSM mit diversen Meinungsforschungsinstituten - wie dem Institut für Demoskopie Allensbach&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ifd-allensbach.de/leistungsspektrum/referenzen.html Referenzen], ifd-allensbach.de, abgerufen am 13.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; - zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ÖkonomenBlog===&lt;br /&gt;
Der ÖkonomenBlog ist ein Projekt der INSM. Die Autor:innen sind [http://www.insm-oekonomenblog.de/autoren/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören der Geschäftsführer der INSM, die INSM Redaktion, der Leiter des [[Institut der deutschen Wirtschaft]], Botschafter der INSM sowie wirtschaftsfreundliche Wissenschaftler:innen (Professor:innen und Mitarbeitende von Instituten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Förderverein===&lt;br /&gt;
Der im Juni 2005 gegründete Förderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (FINSM) e.V. ist am 22. Februar 2016 aufgelöst worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vereinsregister des Amtsgerichts Köln, VR 14812, Abdruck vom 13.02.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Liquidator war [[Oswald Metzger]] (seit 2012 Vereinsvorstand).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Hans Tietmeyer]] (Vorstand bis 2014) war bis 2012 auch Vorsitzender des Kuratoriums, danach wurde er Botschafter (vgl. dortige Erläuterungen)&lt;br /&gt;
*[[Florian Gerster]] (ab 2009 Vorstand), SPD, Unternehmensberater und Lobbyist, Mitglied des Wirtschafts- und Zukunftsrats für Hessen, bis 2012 Präsident des [[Bundesverband Briefdienste]], ehem. Vorsitzender der [[Bundesanstalt für Arbeit]] - heutige Bezeichnung [[Bundesagentur für Arbeit]] (wegen eines umstrittenen Auftrags an die Lobby- und PR-Agentur [[WMP Eurocom]] entlassen)&lt;br /&gt;
*[[Johanna Hey]], Direktorin des [[Institut Finanzen und Steuern]] und des Instituts für Steuerrecht an der Uni Köln, ist Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen |Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen]], Mitglied des Zentralen Beirats der [[Commerzbank]], Mitglied der Lenkungsgruppe der &amp;quot;Kommission Steuergesetzbuch&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]] und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrats der CDU]]. Sie hält die &amp;quot;Reichensteuer&amp;quot; für &amp;quot;verfassungsrechtlich hoch problematisch&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ftd.de/politik/deutschland/:reichensteuer-ist-verfassungsrechtlich-hoch-problematisch/69396.html Reichensteuer ist verfassungsrechtlich hoch problematisch, Financial Times Deutschland vom 2. Mai 2006], Website der FTD, abgerufen am 13.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, davor Präsident der Freien Universität Berlin, parteilos, gilt als CDU- und wirtschaftsnah&amp;lt;ref&amp;gt;Universität Hamburg - Kandidat Dieter Lenzen, Der Spiegel vom 13. November 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Roman Herzog Institut]], Vorsitzender des Aktionsrats Bildung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)&lt;br /&gt;
*[[Friedrich Merz]], Jurist, Lobbyist,  Aufsichts- und Beiratsmitglied in verschiedenen Unternehmen, Mitarbeiter der Kanzlei Mayer, Brown, Rowe &amp;amp; Maw LLP, ehemaliger Politiker und CDU-Finanzexperte, Präsidiumsmitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU|Wirtschaftsrats der CDU]], Mitglied des Politischen Beirats der „Kommission Steuergesetzbuch“ der [[Stiftung Marktwirtschaft]], Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*Ulrike Nasse-Meyfarth, Olympiasiegerin im Hochsprung&lt;br /&gt;
*Dieter Rickert (Vorstand) &amp;quot;Head Hunter&amp;quot;, wollte 2002 bis 2004 eine eigene Stiftung &amp;quot;Klarheit in der Politik&amp;quot; gründen, die 100 Millionen sammeln sollte, um für marktliberale Reformen zu werben&lt;br /&gt;
*Hergard Rohwedder, Rechtsanwältin und Mitbegründerin der FDP-nahen Stiftung [[Liberales Netzwerk]]&lt;br /&gt;
*Max Schön, Mitglied des Aufsichtsrats der Max Schön AG und der British American Tobacco Germany (BAT), Präsident des Club of Rome Deutschland und Mitglied im Kuratorium der BAT-&amp;quot;Stiftung für Zukunftsfragen&amp;quot;, von 2001 bis 2005 Präsident der Arbeitsgemeinschaft mittelständischer Unternehmen&lt;br /&gt;
*[[Carl-Ludwig Thiele]], Rechtsanwalt, FDP-Politiker, Mitglied des Vorstandes der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]], Kuratoriumsmitglied des [[Institut Finanzen und Steuern]], bis 30. April 2010 Mitglied des Aufsichtsrats der Signal Krankenversicherung a.G.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2005/06/insm-forderverein-teil-2/ INSM-Förderverein, Teil 2], 02.06.2005, lobbycontrol.de, abgerufen am 13.02.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Mitglieder waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Michael Hoffmann-Becking]], Lehrbeauftragter für Aktien- und Konzernrecht an der Uni Bonn, Partner der Societät [[Hengeler Mueller]], Mitglied des [[Wirtschaftsforum der FDP|Wirtschaftsforums der FDP]] und Gesellschafter der  [[FAZIT-STIFTUNG]]&lt;br /&gt;
*[[Marie-Luise Dött]], umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Bundesvorsitzende [[Bund Katholischer Unternehmer]], Mitglied der [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategie Öffentlichkeitsarbeit==&lt;br /&gt;
Bei der Öffentlichkeitsarbeit bedient sich die INSM einer Vielzahl von Medien, die aufeinander abgestimmt genutzt werden, um ihre Botschaften zu transportieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei wichtigen Kampagnen werden [[PR-Agenturen]] eingeschaltet - so im August 2012 die Agentur [[Serviceplan Public Opinion]] bei der &amp;quot;Energiewende-Kampagne&amp;quot; und zuvor beim &amp;quot;Projekt Vollbeschäftigung&amp;quot; und der &amp;quot;Mehrwertsteuerkampagne&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Rolle kommt den Reformbarometern/Rankings/Monitors, den Medienkooperationen und den Unterrichtsmaterialien für Schulen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kampagnen===&lt;br /&gt;
Die INSM hat die folgenden Kampagnen organisiert&amp;lt;ref&amp;gt;[[https://www.insm.de/insm/kampagne/rente-muss-gerecht-bleiben.html Kampagnen], insm.de, abgerufen am 27.01.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12 Fakten zur Klimapolitik&lt;br /&gt;
*Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
*Kampagne: Nachhaltige Rente&lt;br /&gt;
*Steuern senken - jetzt&lt;br /&gt;
*Gerecht durch Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
*Rente muss gerecht bleiben&lt;br /&gt;
*Große Aufgaben&lt;br /&gt;
*Das Deutschland Prinzip&lt;br /&gt;
*Werkverträge und Zeitarbeit&lt;br /&gt;
*Chancen für alle&lt;br /&gt;
*Mindestlohn&lt;br /&gt;
*Generationengerechtigkeit&lt;br /&gt;
*Chance2020&lt;br /&gt;
*Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
*Energiewende&lt;br /&gt;
*Wachstum&lt;br /&gt;
*Projekt Vollbeschäftigung&lt;br /&gt;
*Besser Sparen&lt;br /&gt;
*16 Prozent auf alles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM trat mit der Kampagne „Sozial ist, …“ 2000 erstmals in der Öffentlichkeit auf. Seitdem verwedet sie den Slogan „Sozial ist, was Arbeit schafft“ immer wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/arbeit/pr-aktion-zur-spd-klausur-zur-reform-des-sozialstaats], insm.de, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde in den folgenden Jahren von CSU, CDU und, in leicht abgeänderter Form, FDP in deren jeweiligen Wahlprogrammen aufgegriffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.blickpunkt-wiso.de/post/die-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-und-ihre-schluesselwoerter--1395.html], Raffael Scholz, Die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ und ihre Schlüsselwörter, 13.11.2014, Blickpunkt WISO, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Satz „Sozial ist, wer Arbeit schafft“ stammt von Alfred Hugenberg (1865–1951), dem Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Ernährungsminister in Hitlers erstem Kabinett.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/!1093901/], Oliver Hinz, Slogan aus Nazizeit, 16.08.2002, taz, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Klimapolitik'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kampagne 12 Fakten zur Klimapolitik &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/klimaschutz/12-fakten-zur-klimapolitik], insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; richtet sich gegen die CO2-Steuer und zielt auf eine langsamere Energiewende ab, die vorallem der Industrie fossiler Energieträger zugute käme. Im Zuge mehrerer Kampagnen bezog die INSM bereits seit Jahren Stellung gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die Förderung von Ökostrom.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/argueliner-11-fakten-zur-energiewende], insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mindestlohn'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft und deren Tochergesellschaft INSM vom Februar 2021 kommt zu dem Ergebnis, „ein politischer Mindestlohn“ beschneide die Tarifautonomie und sei abzulehnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/presse/pressemeldungen/ein-politischer-mindestlohn-beschneidet-die-tarifautonomie, insm.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Unterrichtsmaterialien, die die INSM bereitstellt finden sich wissenschaftlich umstrittene Aussagen wie: „In der Realität hat der Mindestlohn nur eine Folge: dass noch mehr Menschen arbeitslos werden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2011-05/schulfach-wirtschaft], Tilman Steffen, Lobbyisten im Lehrerzimmer, 11.05.2011, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; 2013 schickte die INSM Bundestagsabgeordneten und weiteren Menschen im politischen Bereich Voodoo-Puppen, die laut INSM „für den Wähler an sich“ stehen sollten. Mit in dem Paket befanden sich beschriftete Nadeln mit Themenfeldern, die der INSM zufolge „schmerzhafte Auswirkungen&amp;quot; auf Entscheidungen der Wähler:innen hätten: Frauenquote, Erbschaftsteuer, Vermögensteuer, Energiesubventionen, Zuschussrente und Mindestlohn.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/insm-wirtschaftslobby-bezirzt-bundestag-mit-voodoo-1.1566851], Bastian Brinkmann: Wirtschaftslobby bezirzt Bundestag mit Voodoo, 07.01.2021, SZ, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Rente'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In unterschiedlichen Kampagnen wird das Thema Rente seit Anfang der 2000er von der INSM immerwieder aufgegriffen. Es wird eine Kürzung der gesetzlichen Rente gefordert und eine private Altersvorsorge für Bürger:innen nahegelegt. Auch wird die Senkung der Lohnnebenkosten gefordert; der durch Arbeitgeber:innen entrichtete Teil der Rentenbeiträge soll gesenkt werden, damit Unternehmen, so die Argumentation, wettbewerbsfähig blieben. Die INSM beauftragte verschiedene Studien beim Institut für Demoskopie Allensbach, mit dem sie regelmäßig zusammenarbeitet. Auch treten Wissenschaftler:innen, die als Autor:innen für die INSM tätig sind, medial als neutrale Expert:innen auf, wie in einer Dokumentation zum Rentensystem, die im Juni 2021 im ZDF ausgestrahlt wurde, was zu einseitigen Lösungsvorschlägen führt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/tp/features/ZDF-Doku-Am-Ende-sind-die-Zuschauer-arm-dran-6071067.html?seite=all], Reiner Heyse, ZDF-Doku: Am Ende sind die Zuschauer arm dran, heise online, 15.06.2021, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aktivitäten zu Bundestagswahlen===&lt;br /&gt;
Die INSM wird regelmäßig anläßlich der Bundestagswahlen aktiv. Im Wahljahr 2021 organisierte die INSM gemeinsam mit der Tageszeitung „Die Welt“ verschiedene Veranstaltungen, die sich laut Christian Stöcker nur als „Wahlkampf-Events für die Union“ deuten lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/insm-kampagne-gegen-annalena-baerbock-die-hemmungslose-lobbyarbeit-der-reichen-im-wahlkampf-a-c6e17012-1117-47f7-af2f-d1cec5c2bbe5], Christian Stöcker, Komm, wir kaufen uns einen Kanzler, 13.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anlässlich der vergangenen Wahl veranstaltete die INSM in Partnerschaft mit der Tageszeitung „Die Welt“ die Veranstaltungsreihe „Wahlarena 2017“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/Presse/INSM-Veranstaltungen/2017/wahlarena-2017-bundestagswahl-position-fdp.html Wahlarena 2017], insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In Zusammenarbeit mit der &amp;quot;Wirtschaftswoche&amp;quot; hat sie zum Hauptthema des Bundeswahlkampfs 2013 &amp;quot;Wie gerecht ist Deutschland?&amp;quot; ein Sonderheft herausgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/kampagne/gerechtigkeit/sonderausgabe-wirtschaftswoche.html Wie gerecht ist Deutschland?], 24.06.2013, insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Studien===&lt;br /&gt;
Die INSM stellt der Presse regelmäßig Studien vor, die zumeist von [[Institut der deutschen Wirtschaft]] (IW) und sonstigen Wirtschaftsforschungsinstituten sowie Meinungsforschungsinstituten erstellt werden. Studien der INSM haben nachwievor eine hohe Aufmerksamkeit in der deutschen Medienlandschaft. Die Studien der INSM sind [https://www.insm.de/insm/publikationen/publikationen?query=&amp;amp;category=&amp;amp;format=Studien hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformbarometer/Rankings/Monitore===&lt;br /&gt;
In die Bewertungen fließen die Interessen der Arbeitgeber:innen an mehr „Eigenverantwortung“, Abbau sozialer Leistungen, Rückzug des Staates und weniger Mitbestimmung ein. Dagegen werden Arbeits-,Verbraucher- und Umweltschutz sowie soziale Absicherung der Beschäftigten nicht berücksichtigt oder als Überregulierung negativ bewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://www.iwconsult.de/leistungen-themen/branchen-und-regionen/staedteranking-2016/ Städteranking]&lt;br /&gt;
|Das Städteranking wird von der [[Institut der deutschen Wirtschaft]] Consult GmbH im Auftrag der [[Wirtschaftswoche]] und Immobilienscout 24 erstellt (früherer Auftraggeber war auch die INSM)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://www.insm-bildungsmonitor.de/ Bildungsmonitor]&lt;br /&gt;
|In einem jährlichen Bildungsmonitor, der vom [[Institut der deutschen Wirtschaft]] im Auftrag der INSM erstellt wird, werden die Bildungssysteme der Bundesländer bewertet.&lt;br /&gt;
Dabei wird explizit eine ökonomische Perspektive vertreten. In Medienberichten darüber ist dann jedoch allgemein von guten oder schlechten Bildungssystemen die Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://uebermedien.de/75491/wer-hat-das-beste-bildungssystem-flache-lernkurve-beim-umgang-mit-insm-studie/ Wer hat das beste Bildungssystem? Flache Lernkurve beim Umgang mit INSM-Studie] www.uebermedien.de vom 17.08.2022, abgerufen am 24.08.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veranstaltungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.welt.de/politik/deutschland/wahldebatte/ Wahldebatte 2021], zuvor [http://www.insm.de/insm/Presse/INSM-Veranstaltungen/2017/wahlarena-2017-bundestagswahl-position-dielinke.html Wahlarena 2017], ist eine Veranstaltungsreihe von INSM und der Tageszeitung „Die Welt“ (Axel Springer Verlag)&lt;br /&gt;
*[http://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2022/welt-zukunftsdebatte-mit-bundesminister-dr-volker-wissing-mdb-fdp WELTZUKUNFTSDEBATTE] ist eine weitere Veranstaltungsreihe von &amp;quot;Die Welt&amp;quot; und INSM&lt;br /&gt;
*[https://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2021 Webinare] u.a. zu Renten- und Sozialpolitik, Mindestlohn, Freihandel&lt;br /&gt;
*[http://www.insm.de/insm/Presse/Pressemeldungen/Hauptstadtforum--Mit-der-Sozialen-Marktwirtschaft-zur-Energiewende.html Hauptstadtforum] war eine Veranstaltungsreihe von INSM und der Tageszeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot; (Axel Springer Verlag)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fernsehen und Hörfunk===&lt;br /&gt;
Die INSM bietet ihre Botschafter als Interviewpartner:innen sowie Expert:innen für Diskussionsrunden im Fernsehen und Hörfunk an. Sie liefert auch fertige Beiträge für Print- und Fernsehredaktionen. Auf die INSM-Verbindung wird meist nicht hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Medienkooperationen===&lt;br /&gt;
Kurz nach ihrer Gründung war es der INSM gelungen, eine Vielzahl von Medien in gemeinsame Projekte (Umfragen, Rankings, Publikationen, Veranstaltungen) einzubinden. Aufgrund der öffentlichen Kritik an dieser Zusammenarbeit sind diese Projekte ganz überwiegend eingestellt worden. Eine Ausnahme ist die Tageszeitung „Die Welt&amp;quot;, die in Partnerschaft mit der INSM 2021 Wahldebatten organisierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2021], insm.de, abgerufen am 17.04.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;Die Welt&amp;quot; und die INSM kooperieren außerdem bei der Veranstaltungsreihe WELTZUKUNFSDEBATTE.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm.de/insm/presse/insm-veranstaltungen/2022/welt-zukunftsdebatte-mit-bundesminister-dr-volker-wissing-mdb-fdp WELTZUKUNFTSDEBATTE], insm.de vom 06.09.2022, abgerufen am 17.09.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterrichtsmaterialien und Bildung===&lt;br /&gt;
Die INSM stellt Lehrern fertig benutzbare Materialien zum Thema Wirtschaft für den Schulunterricht zur Verfügung. [http://www.wirtschaftundschule.de/WUS/homepage/Unterrichtsmaterial.html Wirtschaft und Schule] heißt das Projekt der INSM. Unter dem Vorwand, Schülern einen erfolgreichen Start in das Berufsleben zu ermöglichen, wird Hauptschüler:innen, Realschüler:innen, Gymnasiast:innen und Berufsschüler:innen ein einseitiges, neoliberales Weltbild vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/?p=227 Christine Wicht und Carsten Lenz: PR-Agenturen unter dem Deckmantel „zivilgesellschaftlichem Engagements, NachDenkSeiten, 4. Januar 2006], Website nachdenkseiten, abgerufen am 5. 8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iboeb.org/moeller_hedtke_netzwerkstudie.pdf Lucca Möller/Reinhold Hedtke: Wem gehört die ökonomische Bildung? Notizen zur Verflechtung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, Bielefeld 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ioeb.de/sites/default/files/pdf/Wissenschaft%20light%20im%20Forschungskleid.pdf Stellungnahme zum Gutachten Möller/Hedtke]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zentrale Forderung der Unterrichtsmaterialien lautet: weniger staatliche Regulierung – mehr Freiheit des Marktes. Herausgeber des Lehrerportals ist die IW Medien, eine Tochter des [[Institut der deutschen Wirtschaft]], dem Alleingesellschafter der INSM. Bis 2014 war die INSM unmittelbar für das Portal verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM veröffentlicht jährlich einen sogenannten Bildungsmonitor, in dem Bildungssysteme aus Sicht der Wirtschaft bewertet werden. Der deutsche Lehrerverband lehnt das Ranking ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/karriere/lehrerverband-kritisiert-bildungsmonitor-2019-a-1282199.html], Lehrerverband kritisiert Bildungsmonitor, 16.08.2019, Der Spiegel, abgerufen am 18.06.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die INSM unterstützt '''Focus Money''' beim Schulprojekt [http://www.medialine.de/deutsch/engagement/bildung/wir-erklaeren-die-wirtschaft.html Wir erklären die Wirtschaft]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/?p=2130 Nachdenkseiten vom 22. Februar 2007], Website nachdenkseiten, abgerufen am 30.8.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Promotionskolleg zur Sozialen Marktwirtschaft kooperiert die INSM mit der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kas.de/de/web/begabtenfoerderung-und-kultur/das-kolleg] KAS. Das Kolleg, abgerufen 18.06.2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere mediale Mittel===&lt;br /&gt;
Des weiteren nutzt die INSM Anzeigenkampagnen, Presseinfos, Broschüren, Magazinen, Büchern, Plakataktionen und das INSM-Lexikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik an der INSM==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen das Lieferkettengesetz===&lt;br /&gt;
Die INSM schaltete am 8. Juni 2021 eine Reihe von Zeitungsanzeigen gegen das deutsche Lieferkettengesetz. &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;ve-pasteProtect&amp;quot; style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot; data-ve-attributes=&amp;quot;{&amp;amp;quot;style&amp;amp;quot;:&amp;amp;quot;font-weight: normal&amp;amp;quot;}&amp;quot;&amp;gt;Das Gesetz soll Unternehmen dazu verpflichten, ihren Sorgfaltspflichten in der globalen Produktion nachzukommen. Dazu gehört insbesondere die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards. &amp;lt;/span&amp;gt; Die Kampagne war &amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;in den überregionalen Zeitungen FAZ, Welt und Handelsblatt erschienen. Es hieß darin, das Gesetz führe zu ''„''&amp;lt;/span&amp;gt;überbordender Bürokratie“, stelle Unternehmen unter „Generalverdacht“ und zuletzt: „Das geplante Gesetz legt den Handel an die Kette, begrenzt unternehmerische Freiheit und führt nicht zu besseren Arbeits- und Lebensbedingungen vor Ort“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/lieferkettengesetz-mehr-buerokratie-weniger-menschenrechte Lieferkettengesetz: Mehr Bürokratie, weniger Menschenrechte] insm.de vom 07.06.2021, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Organisationen wie UNICEF forderten hingegen, das Gesetz müsse nachgeschärft werden, damit es überhaupt Wirkung erzeugen könne.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/-/lieferkettengesetz-nachbessern-auf-eu-ebene/277106 Lieferkettengesetz: Bundesregierung muss auf EU-Ebene nachbessern] unicef.de vom 25.06.2021, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Die Initiative Lieferkettengesetz hatte bereits zuvor kritisiert, dass Wirtschaftsverbände Vorschläge für das Lieferkettengesetz oftmals falsch darstellten und  ein Untergangsszenario für die deutsche Exportwirtschaft heraufbeschwörten, das ''„sachlichen Grundlagen entbehre“''.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lieferkettengesetz.de/pressemitteilung/zum-tag-der-industrie-grosse-unternehmensverbaende-wollen-rueckschritte-beim-menschenrechtsschutz-initiative-lieferkettengesetz-zeigt-einflussnahme-von-unternehmensverbaenden-auf-positionen-des-wir/ Zum Tag der Industrie: Große Unternehmensverbände wollen Rückschritte beim Menschenrechtsschutz – Initiative Lieferkettengesetz zeigt Einflussnahme von Unternehmensverbänden auf Positionen des Wirtschaftsministeriums] lieferkettengesetz.de vom 05.10.2022, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Dem Argument, die deutsche Wirtschaft könne sich ein solches Gesetz nicht leisten wurde bereits 2021 von führenden Ökonom&amp;lt;/span&amp;gt;''':innen wie '''&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;Prof. Dr. Peter Ulrich, dem Makroökonom Prof. Hans jörg Herr und der Betriebswirtin Prof. Dr. Elisabeth Fröhlich widersprochen.&amp;lt;/span&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;[https://www.misereor.de/fileadmin/publikationen/briefing-lieferkettengesetz-aufstand-der-lobbyisten-2021.pdf Lieferkettengesetz: Aufstand der Lobbyisten]  misereor.de, April 2021, abgerufen am 07.11.2022&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;span style=&amp;quot;text-decoration: none&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot;&amp;gt;An der Kampagne beteiligten sich die folgen Verbände: [[Gesamtmetall|Arbeitgeberverband Gesamtmetall]]; [[Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft]]; [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände|BDA Die Arbeitgeber]]; [[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]]; [[BAVC – Die Chemie Arbeitgeber]]; [[BDE: Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft]]; [[BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen]]; [[Die Familienunternehmer - ASU|Die Familienunternehmer]]; [[BDL – Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen]]; [[Markenverband; Textil + Mode Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie]]; [[VDM Verband Deutscher Metallhändler]]; [[VDMA|VDMA Verband deutscher Maschinen und Anlagenbauer;]] [[Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse|VdR – Verband der deutschen Rauchtabakindustrie]]; [[VKE-Kosmetikverband]]; [[WSM-Net: Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V]].; [[WirtschaftsVereinigung Metalle;]] [[ZDB Zentralverband Deutsches Baugewerbe]]; [[Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks]]; [[ZVEI Die Elektroindustrie]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen Kanzlerkandidatin===&lt;br /&gt;
In einer Anzeigenkampagne positionierte sich die INSM Mitte Juni 2021 mit einem direkten Angriff auf das Wahlkampfprogramm der Partei die Grünen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/anti-baerbock-kampagne-insm-reagiert-erst-jetzt-auf-antisemitismus-vorwurf-a-b75b3e82-4ad2-46b3-b482-f48cd9b2dca8], Industrielobby reagiert erst jetzt auf Vorwurf antisemitischer Untertöne, 15.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wird in der Anzeige als Moses mit Gesetzestafeln inszeniert, das politische Programm der Grünen wird als drohende &amp;quot;Staatsreligion“ betitelt. Die Anzeige erschien ganzseitig in den Printsausgaben der „FAZ“, im „Tagesspiegel“, der „Bild“-Zeitung, in der „Süddeutschen Zeitung“ (sowohl im Print wie online) und auf „ZEIT ONLINE“. Die von der INSM angeführten angeblichen &amp;quot;Verbote&amp;quot; wurden im dpa-Faktencheck als „ungenau bis falsch“  klassifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/faktenfinder/insm-wahlkampf-gruene-101.html], 14.06.2021, Tagesschau.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritisiert wurden zudem von verschiedenen Stellen die Anklänge an antisemitische Verschwörungsmythen und die orientalistische Bildsprache.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/kultur/2021-06/initiative-neu-soziale-markwirtschaft-kampagne-annalena-baerbock-wahlkampf], Assheuer u.a.: Mit allen Mitteln, 15.06.2021, ZEIT ONLINE, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat sich von der Kampagne distanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-kritik-und.1939.de.html?drn:news_id=1268984], Kritik und Antisemitismus-Vorwürfe wegen „Moses“-Kampagne gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock reißen nicht ab, 12.06.2021, Deutschlandfunk, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Die INSM wies diese Vorwürfe fünf Tage nach Erscheinen als Form des &amp;quot;Mundtot-Machens&amp;quot; zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/anti-baerbock-kampagne-insm-reagiert-erst-jetzt-auf-antisemitismus-vorwurf-a-b75b3e82-4ad2-46b3-b482-f48cd9b2dca8], Industrielobby reagiert erst jetzt auf Vorwurf antisemitischer Untertöne, 15.06.2021, Der Spiegel, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-kritik-und.1939.de.html?drn:news_id=1268984], Kritik und Antisemitismus-Vorwürfe wegen „Moses“-Kampagne gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock reißen nicht ab, 12.06.2021, Deutschlandfunk, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon im Januar startete die INSM mit dem Slogan „Gute Politik geht anders, Herr Scholz!“ gegen SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in das Wahljahr. Für die Kampagne wurden ein Zitat des Ökonomen Peter Bofinger verwendet. Dieser bezeichnete es als „starkes Stück“, für den lobbyistischen Angriff auf Scholz „missbraucht“ zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html] Dieter Schnaas, Etwas mehr Qualität, bitte!, 21.02.2021, Wirtschaftswoche, abgerufen am 18.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Anzeigenkampagne gegen Vizekanzler Scholz===&lt;br /&gt;
Die [https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/gute-politik-geht-anders-herr-scholz Anzeigenkampagne gegen Scholz] vom Februar 2021 wird von der Wirtschaftswoche wie folgt beschrieben: &amp;quot;Wenn die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den politischen Markt betritt, um in den Wettbewerb mit ihren ideologischen Feinden zu treten, bringt sie verlässlich nichts mit von dem, was die Initiatoren der Sozialen Marktwirtschaft im Jahr 1957 im Sinne hatten: weder Ehrlichkeit noch Fairness, schon gar nicht Ritterlichkeit und Maß. Stattdessen in dieser Woche: „Gute Politik geht anders, Herr Scholz!“ – eine oberlehrerhaft-kraftmeiernde [https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/gute-politik-geht-anders-herr-scholz Kampagne gegen den Vizekanzler, Finanzminister und Kanzlerkandidaten der SPD], hart an der Grenze zur  Desinformation und Denunziation: Scholz „bläht den Haushalt auf“ und „sägt an der Schuldenbremse“, lässt „Unternehmen im Regen stehen“ und verspricht „Hilfsgelder“, die bei den Betroffenen nicht ankommen – gerade so, als hätte das seit Monaten vor sich hin dilettierende Exekutivmanagement der Christdemokratie mit alledem rein gar nichts zu tun: Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Jens Spahn und Peter Altmaier&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahlkampf-etwas-mehr-qualitaet-bitte/26935192.html Etwas mehr Qualität, bitte!], wiwo.de vom 21.02.2021, abgerufen am 21.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Bundestagswahlkampf 2017: Verfälschung der Steuerpläne der SPD===&lt;br /&gt;
Nach einem Bericht von „Spiegel Online“ hat die INSM eine Anzeige in der „Bild“-Zeitung vom 23. Juni 2017 platziert, um Stimmung geben die Steuerpläne der SPD zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/martin-schulz-wie-der-lobbyverband-insm-die-spd-steuerplaene-verfaelscht-a-1154508.html Wie Wirtschaftslobbyisten die SPD-Steuerpläne verfälschen], 26.06.2017, spiegel.de, abgerufen am 28.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Anzeige hieß es: „Lieber Herr Schulz, Reichensteuer schon ab 60.000 Euro: Ist das Ihr Respekt vor Leistung?“ Unterschrieben war die Anzeige mit dem Kürzel: „insm.de“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit erweckt die INSM laut „Spiegel Online“ den Eindruck, dass die Reichensteuer nun auch für viele &amp;quot;Normalbürger:innen&amp;quot; mit 60.000 Jahresbruttoverdienst greifen würde. Davon könne jedoch keine Rede sein. Als Reichensteuer werde gemeinhin ein Aufschlag von drei Prozentpunkten auf den Spitzensteuersatz bezeichnet, der zur Zeit bei 42 Prozent liegt. Die Reichensteuer von 45 % greife ab 256.303 Euro zu versteuerndem Einkommen, was im Jahr 2012 gerade einmal 73.000 Steuerzahler:innen betroffen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzeige der INSM lege nahe, dass die Reichensteuer schon ab 60.000 Euro erhoben werde, was nicht zutreffe. Tatsächlich soll ab diesem Schwellenwert künftig der bisherige Spitzensteuersatz von 42 Prozent gelten, der bislang schon ab 54.058 Euro fällig gewesen sei. Der Tarifanstieg würde bis zu diesem Punkt also sogar geringer ausfallen. Weiterhin sei zu berücksichtigen, dass Spitzensteuersätze nicht für das gesamte Einkommen, sondern nur für den Teil jenseits der Grenzwerte gelten. So falle beispielsweise ein lediger Alleinverdiener mit 65.000 Euro zu versteuerndem Einkommen heute zwar unter den Spitzensteuersatz, insgesamt betrage die Steuerlast aber nur rund 29 Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Spiegel Online“ hat die INSM ihre Behauptung inzwischen relativiert. Es heiße jetzt, die SPD wolle „den Schwellenwert, ab dem mehr als 42 Prozent Steuer zu bezahlen ist, auf ab 60.000 Euro senken“.&lt;br /&gt;
===Verhältnis zu den Medien===&lt;br /&gt;
Die ARD-Sendung Monitor vom 13. Oktober 2005&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schmids-ideenschmiede.ch/pdf/MONITOR_Initiative_soz._Marktwirtschaft..pdf Gitti Müller, Kim Otto, Markus Schmidt: Die Macht über die Köpfe: Wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Meinung macht, MONITOR Nr. 539 am 13. Oktober 2005], Website schmids ideenschmiede, abgerufen am 05.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; kritisiert ein Verschwimmen der Grenzen zwischen Journalismus und Public Relations (PR), das von der INSM bewusst forciert werde. Der Medienwissenschaftler Siegfried Weischenberg stellt in dieser Sendung fest: &amp;quot;Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist höchst erfolgreich, weil es ihr gelungen ist, so einen neoliberalen Mainstream in den Medien durchzusetzen. Und das konnte auch leicht gelingen, weil die Medien kostengünstig produzieren müssen. Sie sind sehr darauf angewiesen, dass ihnen zugeliefert wird, hier gibt’s eine Lobby, die sehr wohlhabend ist. Das ist natürlich eine sehr, sehr problematische Geschichte, weil die Medien nicht das tun, was sie tun sollen. Die Journalistinnen und Journalisten fallen sozusagen aus der Rolle, weil sie nicht kritisch kontrollieren, weil sie die Interessen nicht transparent machen.“ &lt;br /&gt;
Laut Monitor haben die mit Beiträgen belieferten Sender allerdings angegeben, die Beiträge redakionell bearbeitet zu haben, die meisten Sender hätten die Zusammenarbeit mit der INSM inzwischen beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Nuernbergk hat die Öffentlichkeitsarbeit der INSM unter dem Gesichtspunkt des Verhältnisses von Journalismus und PR in einer 2005 erschienen Studie untersucht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nuernbergk.de/pdf/insm-ergebnisse.pdf Christian Nuernbergk: Die Mutmacher. Eine explorative Studie über die Öffentlichkeitsarbeit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Zusammenfassung der im Frühjahr 2005 an der Universität Münster eingereichten Magisterarbeit], Website nuernbergk, abgerufen am 4.9.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dieser Studie gibt es Anhaltspunkte dafür, dass eine Vielzahl der von der Initiative bereitgestellten Studien- bzw. Umfrageergebnisse über die Redaktionen ohne eine zuverlässige inhaltliche Auseinandersetzung an die Rezipienten gelangt sind. Es überrasche angesichts der professionellen Aufbereitung des PR-Materials, der umsichtigen Vorbereitung und der intensiven Beziehungspflege auch nicht, dass viele Journalist:innen die wirkliche Organisation der Initiative und ihre Funktion als ein strategisches Element in der Interessenvertretung von Arbeitgeberverbänden nicht erkennen wollen oder gelegentlich übersehen. Betrachte man die Berichterstattung unter diesem Gesichtspunkt, so zeige sich, dass in der weit überwiegenden Zahl der Medienberichte nähere Angaben zur Initiative, zu ihren Auftraggeber:innen und zu ihren Finanziers einfach unter den Tisch fielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Journalist:innen und Medien haben sich auf Kampagnen der INSM eingelassen, vgl. „Getarnte Lobby – Wie Wirtschaftsverbände die öffentliche Meinung beeinflussen“ des ARD-Magazins Plusminus vom 13. Oktober 2005&amp;lt;ref&amp;gt;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – Wie unabhängig sind Journalisten?, 2005-10-14 , zitiert nach [http://www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Initiative_Neue_Soziale_Marktwirtschaft Fulda Wiki], abgerufen am 3.9.2011, da der Bericht nicht  mehr im Sende-Archiv verfügbar ist&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Initiative liefere auf Bestellung Daten, erstellte daraus einen Artikel oder gar eine ganze Doppelseite wie in der Tageszeitung „Die Welt“. Die Kernaussage lautet: „50 Jahre Sozialpolitik – ein einziger Irrtum. Weg damit!“ Die INSM-Botschafter sind nach Informationen von Plusminus außerdem auf sämtlichen Kanälen Dauergäste in den Talkshows, manchmal sitzen gleich drei in einer Sendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der INSM-Anzeigen gegen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und das Wahlprogramm der Grünen prüft der Presserat derzeit (Stand: 17.06.2021), ob ein Verfahren gegen „Sueddeutsche.de“ wegen der „massiven Platzierung der Inhalte und deren direkte[n] Kombination mit dem redaktionellen Inhalt“ eingeleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwdl.de/nachrichten/83231/insmkampagne_presserat_prueft_verfahren_gegen_sz/], Alexander Krei: &lt;br /&gt;
INSM-Kampagne: Presserat prüft Verfahren gegen &amp;quot;SZ&amp;quot;, 16.06.2021, DWDL.de, abgerufen am 17.06.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eigene Außendarstellung der INSM===&lt;br /&gt;
Die INSM bezeichnet sich auf ihrer Website als „branchen- und parteiübergreifende Plattform und offen für alle, die sich dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft verbunden fühlen“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;Initiative&amp;quot; ist missverständlich. Im Allgemeinen versteht man unter Initiative den Zusammenschluss von Personen zur Durchsetzung ihrer gemeinsamen Ziele (z. B. Bürgerinitiative). Bei [[Gesamtmetall]], die die INSM gegründet hat und finanziert, handelt es sich dagegen um einen Zusammenschluss von Unternehmen zur Wahrnehmung ihrer wirtschaftlichen Interessen, d.h. um eine klassische Lobbyarbeit. Branchenübergreifend kann nur so verstanden werden, dass die INSM versucht, die Öffentlichkeit in einer die Interessen aller Unternehmen (nicht nur der Metall- und Elektroindustrie) begünstigenden Weise zu beeinflussen. Für die Unterstützung dieser Ziele sind zwar grundsätzlich Mitglieder aller Parteien willkommen, doch zeigt die Parteizugehörigkeit der in den INSM-Gremien vertretenen Personen, dass fast alle Parteimitglieder dem Wirtschaftsflügel der CDU oder der FDP zuzurechnen sind. Irreführend ist auch der Hinweis auf die Verbundenheit mit dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft. Die Soziale Marktwirtschaft soll ja gerade in eine Marktwirtschaft pur umgestaltet werden. In dieser Neuen Sozialen Marktwirtschaft ist für die herkömmliche Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit kein Platz mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schleichwerbung===&lt;br /&gt;
Im September 2005 wurde bekannt, dass die INSM im Jahr 2002 in der ARD-Serie Marienhof verdeckte Botschaften schalten ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epd.de/medien/medien_index_37159.html epd: Arzneihersteller und Apotheker ließen in der ARD schleichwerben], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; In sieben Folgen wurden Themen wie die &amp;quot;Flexibilisierung&amp;quot; des Arbeitsmarktes oder die Senkung von Steuern untergebracht. Die INSM ließ sich diese Aktion insgesamt 58.670 Euro kosten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/download/insm-marienhof-bewertung.pdf Lobbycontrol: INSM und Marienhof – Eine kritische Bewertung], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolgedessen wurde die INSM vom PR-Rat gerügt, was jedoch keine Sanktionen nach sich zog. Auf Seiten der ARD wurden Maßnahmen zur Vorbeugung von Schleichwerbung eingeführt, die Zuschauer:innen wurden allerdings nicht über die Vorfälle informiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2005/10/insm-marienhof-bewertung/ Lobbycontrol: INSM redet Schleichwerbung schön], abgerufen am 4. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einschüchterung von Medien===&lt;br /&gt;
Im November 2005 berichtete die Wochenzeitschrift Freitag über Versuche der INSM, Journalist:innen, die kritisch über die Initiative berichtet hatten, mit Beschwerdebriefen an Chefredaktionen oder Intendant:innen einzuschüchtern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-medien-einschuchtern Die Medien einschüchtern, Freitag vom 11. Januar 2005], Website Freitag, zuletzt abgerufen am 15.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritische Journalist:innen würden als gewerkschaftsnah oder als Attac-Sympathisant:innen dargestellt, um ihre Glaubwürdigkeit zu untergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einwirkung auf Suchmaschinen===&lt;br /&gt;
Das Blog Perspective 2010 ist auf Unterlagen gestoßen, wie die INSM versucht, bei Suchmaschinen-Ergebnissen vor INSM-kritischen Stimmen zu landen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2007/04/unicheck-neue-studiengebuhren-kampagne-der-insm/ Kritiker unerwünscht, LobbyControl vom 13. April 2007], Website LobbyControl, abgerufen am 1.9.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Falsche Darstellung von TTIP-Studien===&lt;br /&gt;
Die Verbraucherorganisation foodwatch hatte die INSM vorgeworfen, Daten verschiedener Studien in einer Broschüre mit „12 Fakten zu [[TTIP]]“ verzerrt dargestellt zu haben. Beispielsweise wurde aus langfristig und einmalig angenommenen wirtschaftlichen Effekten ein kurzfristig und jährlich zu erwartendes Wachstum. Die angeprangerten Darstellungen sind teilweise korrigiert worden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.foodwatch.org/de/informieren/freihandelsabkommen/aktuelle-nachrichten/auch-insm-korrigiert-falschinformationen-ueber-ttip/ Auch INSM korrigiert Falschinformationen über TTIP] foodwatch am 13.03.2015, abgerufen am 13.04.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kampagne &amp;quot;12 Fakten zur Klimapolitik&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Im Sommer 2019 startete die INSM mit „12 Fakten zur Klimapolitik“ eine Kampagne zum Thema Klimaschutz. Die INSM wendet sich damit gegen eine CO2-Steuer und stellt Bemühungen auf nationaler Ebene als wirkungslos und überflüssig dar  &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/klimaschutz/12-fakten-zur-klimapolitik.html 12 Fakten zur Klimapolitik] INSM am 27.06.2019, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Darstellung rief Kritik hervor, etwa durch Volker Quaschning, Professor an der HTW Berlin &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.volker-quaschning.de/artikel/Fakten-INSM/index.php. Faktencheck der &amp;quot;12 Fakten zum Klimaschutz&amp;quot; der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft INSM] Volker Quaschning am 17.07.2019, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bereits 2012 hatte die Initiative gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mobil gemacht. Sie forderte eine Umsetzung der Energiewende innerhalb eines &amp;quot;marktwirtschaftlichen Rahmens&amp;quot;, die Streichung aller Subventionen im Bereich Erneuerbarer Energien und stattdessen die Etablierung eines &amp;quot;Wettbewerbsmodells&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/kampagne/energiewende/details-energiewende.html Die Energiewende braucht Soziale Marktwirtschaft. Ein Wettbewerbsmodell für Erneuerbare Energien] INSM am 09.09.2012, abgerufen am 15.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Ein bekanntes Beispiel für solch eine Denkfabrik ist die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Sie erzeugt mit riesigen Kapitalmitteln Stimmung für den Rückbau des Sozialstaats und für mehr unternehmerische Freiheit. Sie verfolgt ihre Ziele, indem sie Anzeigen schaltet, Broschüren verteilt und Veranstaltungen organisiert. Dabei gibt sie sich als unabhängige, parteiübergreifende Initiative aus. Gesponsert wird sie allerdings hauptsächlich von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie.&lt;br /&gt;
Teure Einladungen, wie beispielsweise im Juni 2009 ins Hotel Adlon Kempinsksi mit Gastrednern [[Angela Merkel|Angela Merkel]] und [[Karl-Theodor zu Guttenberg|Karl-Theodor zu Guttenberg]], damals noch Wirtschaftsminister, sind kein Problem für die einflussreiche Initiative. Ein jährliches Budget von etwa 8 bis 9 Millionen Euro nach Abzug von Steuern bietet viele Möglichkeiten, Einfluss auszuüben. Das ist mehr Geld, als beispielsweise viele Umweltverbände für Ihre Arbeit insgesamt aufbringen können.“ Marco Bülow (SPD), MdB, in seinem Buch „Wir Abnicker“ &amp;lt;ref&amp;gt;Bülow, Marco: Wir Abnicker, Berlin 2010, S. 182 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Arbeitgeberverband Gesamtmetall: ''[http://www.gesamtmetall.de/gesamtmetall/meonline.nsf/id/PageGeschaeftsbericht-2013-2014_DE Geschäftsbericht 2013/14]'', S. 49 - 51&lt;br /&gt;
*Kaphegy, Tobias 2011: ''[http://www.gew.de/Binaries/Binary80604/Black%20Box%20Bildungsmonitor%20-%20Ein%20Blick%20hinter%20den%20Reiz%20des%20Rankings%20(1).pdf Black Box Bildungsmonitor? Ein Blick hinter den Reiz des Rankings. Eine Analyse und Kritik des Bildungsmonitors 2010 der INSM] Studie im Auftrag der GEW-nahen Max Träger Stiftung''&lt;br /&gt;
*Lianos, Manuel/Gutzmer, Alexander 2005: ''[http://www.politikagenda.de/_files/magazin/archiv/25_36_insm.pdf Sie werben ja nicht für Persil].'' INSM im Streitgespräch.&lt;br /&gt;
*Norbert Nicoll: Die ökonomische Rationalität in die Öffentlichkeit tragen. Zur Arbeit und Wirkungsweise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (2000-2006), Dissertation 2008, Tectum Verlag Marburg&lt;br /&gt;
*Nuernbergk, Christian 2006: ''Die PR-Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und ihr Erfolg in den Medien. Erste Ergebnisse einer empirischen Studie.'' In: Röttger, Ulrike (Hrsg.): PR-Kampagnen. Über die Inszenierung von Öffentlichkeit. 3., überarbeitete Auflage. Wiesbaden: S. 159-178.&lt;br /&gt;
*Speth, Rudolf 2004: ''[http://www.boeckler.de/pdf/fof_insm_studie_09_2004.pdf Die politischen Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.] Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.''&lt;br /&gt;
*Speth, Rudolf/Leif, Thomas 2006: ''Lobbying und PR am Beispiel der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft'', in: Leif, Thomas/Speth, Rudolf (Hrsg.): Die fünfte Gewalt. Lobbyismus in Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 14, Bonn, 302-316.&lt;br /&gt;
*Winkelmann, Ulrike 2004: ''[http://www.gazette.de/Archiv2/Gazette4/Winkelmann.pdf Strandklappstühle]'', in: Die Gazette 4, 2004, S. 32-35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Think tank]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoliberale Netzwerke]]&lt;br /&gt;
[[Category:Handelspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Klima]]&lt;br /&gt;
[[Category:TTIP]]&lt;br /&gt;
[[Category:Arbeits- und Sozialpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rente]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieferkettengesetz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Die_Familienunternehmer&amp;diff=304535</id>
		<title>Die Familienunternehmer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Die_Familienunternehmer&amp;diff=304535"/>
		<updated>2024-06-20T15:24:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Spendenbanner-Spenden}}{{DISPLAYTITLE:Die Familienunternehmer }}&lt;br /&gt;
{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Die Familienunternehmer&lt;br /&gt;
| Logo             =  [[Datei:Familienunternehmer Logo-2423737003.jpeg|mini]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Politische Interessenvertretung der deutschen Familienunternehmer&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1949&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin, Charlottenstraße 24&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.familienunternehmer.eu/ familienunternehmer.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Die Familienunternehmer''' – ehemals „Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer“ (ASU) – bezeichnet sich als politische Interessenvertretung der deutschen Familienunternehmen. Teil der Familienunternehmer ist auch die Gruppierung &amp;quot;Die Jungen Unternehmer&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familienunternehmer stehen eigenen Angaben nach für Freiheit, Eigentum, Wettbewerb sowie Verantwortung und sehen sich selbst als &amp;quot;die Melkkühe der Nation&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmer.eu/mitgliedschaft.html Mitgliedschaft], familienunternehmer.eu, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Politik und der Öffentlichkeit soll ein positives Unternehmerbild sowie die Maxime „Mehr Markt, weniger Staat“ vermittelt werden. Konkrete Kampagnen richten sich u.a. gegen Eingriffe in das Privateigentum (z.B. bei den politischen  Debatten um Vermögens- und Erbschaftsteuern) oder Regularien, die Unternehmen zu mehr Transparenz und Sorgfalt verpflichten (z.B. bei den politischen Debatten um das Transparenzregister und das Lieferkettengesetz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein hatte am 24.05.2024 6.600 Mitglieder und hat im Jahr 2023 bis zu zwei Millionen Euro und in 2021 über drei Millionen Euro für Lobbyarbeit ausgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000433/12579?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DFamilienunter%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Die Familienunternehmer], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 09.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000433/34069?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3Ddie%2Bfamilienunternehmer%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur Unternehmen, die mehr als 1.000.000 Euro Umsatz erwirtschaften und mindestens 10 Mitarbeiter:innen beschäftigen, können Mitglied im Verein werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/lobbyismus/die-lobbymacht-der-familienunternehmer Die Lobbymacht der &amp;quot;Familienunternehmer&amp;quot;]abgeordnetenwatch.de vom 04.04.2023, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Von knapp 2,5 Millionen Kleinst-, kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland im Jahr 2020 waren demnach nur ca. 400.000, also 16% überhaupt berechtigt, einen Mitgliedsantrag zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/statistik/daten/studie/731859/umfrage/unternehmen-in-deutschland-nach-unternehmensgroesse/ Anzahl der Unternehmen in Deutschland nach Unternehmensgröße]statista.com vom 12.08.2022, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister geben die Familienunternehmer (Stand: 03.06.2024) an, im Jahr 2021 zwischen 3.020.001 bis 3.020.000 Euro für Lobbyarbeit und im Jahr 2023 zwischen 1.760.001 und 1.770.000 Euro auszugeben und 11 bis 20 Interessenvertreter zu beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000433/12579?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DFamilienunter%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC Die Famikienunternehmer], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 09.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000433/34069?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3Ddie%2Bfamilienunternehmer%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbying gegen das Lieferkettengesetz===&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;ve-pasteProtect&amp;quot; style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot; data-ve-attributes=&amp;quot;{&amp;amp;quot;style&amp;amp;quot;:&amp;amp;quot;font-weight: normal&amp;amp;quot;}&amp;quot;&amp;gt;Lieferkettengesetze sollen Unternehmen dazu verpflichten, ihren Sorgfaltspflichten in der globalen Produktion nachzukommen. Dazu gehört&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;span class=&amp;quot;ve-pasteProtect&amp;quot; style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot; data-ve-attributes=&amp;quot;{&amp;amp;quot;style&amp;amp;quot;:&amp;amp;quot;font-weight: normal&amp;amp;quot;}&amp;quot;&amp;gt;insbesondere die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards&amp;lt;/span&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familienunternehmer hatten sich mehrfach mit deutlicher Rhetorik gegen ein  deutsches und europäisches Lieferkettengesetz ausgesprochen und auch ihre Befürworter scharf kritisiert. Dabei fordert der Verband immer wieder Belastungsmoratorien - also eine Aufschiebung des Gesetzes. (Mehr zu dem Aspekt, wie die Forderung des Belastungmoratoriums durch Unternehmen verwendet wurde um konkrete Politik zu beeinflussen, findet sich in diesem [https://www.lobbycontrol.de/handelspolitik/lieferkettengesetz-der-lange-arm-der-wirtschaftslobby-in-die-cdu-82757/ Beitrag von LobbyControl])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits das Inkrafttreten der CSRD-Richtlinie zu Berichterstattungspflichten für Unternehmen bezeichneten die Familienunternehmer als ''„Wahnsinn“'' und forderten ein ''„Regulierungs-Moratorium – jetzt!“''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/article/familienunternehmer-zur-europaeischen-einigung-ueber-csrd-berichtspflichten-regulierungs-moratorium-jetzt.html Familienunternehmer zur europäischen Einigung über CSRD-Berichtspflichten: Regulierungs-Moratorium – jetzt!]familienunternehmer.eu vom 24.06.2022, abgerufen am 08.12.2022&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch aufgrund der angespannten Energiesituation 2022 hatten Unternehmensverbände ein Belastungsmoratorium von der deutschen Bundesregierung gefordert. Die Bundesumweltministerin Lemke beschloss damals jedoch am Lieferkettengesetz festzuhalten und wurde dafür von den Familienunternehmern scharf kritisiert. Lemke wurde für ihr Beharren auf einem bereits beschlossenen Gesetz vorgeworfen ''„ignorant“'' zu handeln ''„Öl ins Feuer“'' zu gießen und gar den Mittelstand existenzbedrohend zu gefährden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/article/ministerin-lemke-laesst-belastungsmoratorium-des-bundeskabinetts-scheitern.html Ministerin Lemke lässt Belastungsmoratorium des Bundeskabinetts scheitern]familienunternehmer.eu vom 06.10.2022, abgerufen am 08.12.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rufe nach einem Belastungsmoratorium gab es von Seiten der Unternehmen auch bereits zu Beginn der COVID-19 Pandemie.  So beteiligten sich die Familienunternehmer an einer [[INSM]]-Kampagne die am 8. Juni &amp;lt;span class=&amp;quot;ve-pasteProtect&amp;quot; style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot; data-ve-attributes=&amp;quot;{&amp;amp;quot;style&amp;amp;quot;:&amp;amp;quot;font-weight: normal&amp;amp;quot;}&amp;quot;&amp;gt;2021 in den überregionalen Zeitungen FAZ, Welt und Handelsblatt erschienen war. Dort heißt es, das Gesetz führe zu „''überbordender Bürokratie“, stelle Unternehmen unter „Generalverdacht“ und zuletzt: „Das geplante Gesetz legt den Handel an die Kette, begrenzt unternehmerische Freiheit und führt nicht zu besseren Arbeits- und Lebensbedingungen vor Ort“''. &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;[https://www.insm.de/insm/themen/soziale-marktwirtschaft/lieferkettengesetz-mehr-buerokratie-weniger-menschenrechte Lieferkettengesetz: Mehr Bürokratie, weniger Menschenrechte] insm.de vom 07.06.2021, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;span class=&amp;quot;ve-pasteProtect&amp;quot; style=&amp;quot;text-decoration: none&amp;quot; data-ve-attributes=&amp;quot;{&amp;amp;quot;style&amp;amp;quot;:&amp;amp;quot;text-decoration: none&amp;amp;quot;}&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;ve-pasteProtect&amp;quot; style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot; data-ve-attributes=&amp;quot;{&amp;amp;quot;style&amp;amp;quot;:&amp;amp;quot;font-weight: normal&amp;amp;quot;}&amp;quot;&amp;gt;Führende Ökonomen widersprachen derartigen Aussagen.&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;reference-text&amp;quot;&amp;gt;[https://www.misereor.de/fileadmin/publikationen/briefing-lieferkettengesetz-aufstand-der-lobbyisten-2021.pdf Lieferkettengesetz: Aufstand der Lobbyisten]  misereor.de, April 2021, abgerufen am 07.11.2022&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;span class=&amp;quot;ve-pasteProtect&amp;quot; style=&amp;quot;text-decoration: none&amp;quot; data-ve-attributes=&amp;quot;{&amp;amp;quot;style&amp;amp;quot;:&amp;amp;quot;text-decoration: none&amp;amp;quot;}&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;ve-pasteProtect&amp;quot; style=&amp;quot;font-weight: normal&amp;quot; data-ve-attributes=&amp;quot;{&amp;amp;quot;style&amp;amp;quot;:&amp;amp;quot;font-weight: normal&amp;amp;quot;}&amp;quot;&amp;gt;Der Wirtschaftsweise Achim Truger bemerkte, dass ''„eventuelle nachteilige Effekte so klein sein [würden], dass sie quantitativ im statistischen Rauschen untergehen.“''&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Oekonom-zu-Lieferkettengesetz/!5709868/ Ökonom zu Lieferkettengesetz: „Das ist eine Frage des Anstands“] taz.de vom 17.09.2020, abgerufen am 23.11.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbying gegen das Transparenzregister===&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Veröffentlichung der Panama-Papers ist 2017 ein Transparenzregister eingeführt  worden, aus dem sich Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten von Unternehmen ersehen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2017/02/2017-02-22-pm-eu-geldwaescherichtlinie.html Bundesregierung stärkt den Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung], bundesfinanzministerium.de vom 22.02.2017, abgerufen am 07.02.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; So wird nach Auffassung des Bundesfinanzministeriums die Transparenz erhöht und der Missbrauch von Gesellschaften und Trusts zu Zwecken der Geldwäsche, ihrer Vortaten wie Steuerbetrug und Terrorismusfinanzierung erschwert. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung sollte sich nach dem Gesetzentwurf von Ende 2016 jeder informieren können, wem eine Firma gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/transparenzregister-firmeneigentuemer-eu-1.4317342 Der Eigentümer bleibt geheim], sueddeutsche.de vom 05.02.2019, abgerufen am 07.02.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin hätten die Arbeitgeberverbände vorgetragen, der öffentliche Zugang sei unverhältnismäßig und trage nicht zur Geldwäschebekämpfung bei. Der Verband der Familienunternehmer sei noch weitergegangen: Nicht einmal Journalisten oder Nichtregierungsorganisationen sollten Zugang zu dem Register erhalten. Dabei seien es in der Vergangenheit vor allem deren Recherchen, die Korruptions- und Geldwäscheskandale aufdeckten. In einem an das Bundesfinanzministerium gerichteten Schreiben vom 3. Januar 2017 habe der Verband sogar behauptet, durch den öffentlichen Einblick steige die Gefahr für Leib und Leben von Familienunternehmern und ihren Angehörigen. Der Verband habe  diese Behauptung allerdings nicht belegen können und eingeräumt, es handle sich vor allem um ein Gefühl seiner Mitglieder. Gleichwohl habe daraufhin eine Mitarbeiterin des damaligen Staatssekretärs Michael Meister (CDU) nach Rücksprache mit Minister Schäuble unter Bezugnahme auf die Argumente des Verbandes die Anweisung erteilt, „in der Kabinettsvorlage einen öffentlichen Zugang zum Transparenzregister nicht vorzusehen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letztlich beschlossene [https://www.gesetze-im-internet.de/gwg_2017/__23.html gesetzliche Regelung] enthält laut Süddeutscher Zeitung eine Vielzahl von Einschränkungen: Nur Personen und Organisationen mit &amp;quot;berechtigtem Interesse&amp;quot; können Einblick erhalten. Aber nur in Registereinträge, für die sie ihr Interesse jeweils einzeln nachweisen müssen. Auch Journalisten müssten dem Bundesanzeiger - einem Privatunternehmen - erklären, warum sie wissen wollen, wer hinter einer Firma steckt. Nur wenn ein begründeter Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung bestehe, bekomme man die Auskunft. Die EU habe inzwischen beschlossen, dass das Transparenzregister ab 2020 öffentlich zugänglich sein müsse.&lt;br /&gt;
===Lobbying gegen die Erbschaftssteuer===&lt;br /&gt;
Der Verband, der sich gemeinsam mit der [[Stiftung Familienunternehmen]] regelmäßig gegen eine stärkere Besteuerung von Reichtum einsetzt, wertete die Reform der Erbschaftssteuer 2008 als großen Lobbyerfolg.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brun-hagen-hennerkes-ueber-familienunternehmen-und-erbschaftsteuer-a-835008.html Brun-Hagen Hennerkes-Über Familienunternehmen und Erbschaftssteuer] Der Spiegel abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Reform sah u.a. vor, betriebliches Erbe von der Erbschaftssteuer weitgehend auszunehmen. &lt;br /&gt;
Das Bundesverfassungsgericht indes beurteilte die Bevorteilung der Familienunternehmen 2014 als teilweise grundgesetzwidrig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/verfassungsgericht-kippt-erbschaftssteuer-a-1008948.html Verfassungsgericht kippt Erbschaftssteuer], Der Spiegel, abgerufen am 06.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis zum 30. Juni 2016 hätte die Regierung eine neue Regelung vorlegen müssen. Gegen die geplanten minimalen Korrekturen liefen die Die Familienunternehmer - ASU und die [[Stiftung Familienunternehmen]] Sturm, worauf Bundesfinanzmininster Schäuble den Regierungsentwurf im September 2015 wieder entschärfte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Debatte-Erbschaftsteuer-fuer-Firmenerben/!5231172/ Christoph Butterwegge: Ein Lehrstück des Lobbyismus, taz online vom 24. September 2015], abgerufen am 25. 09. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Die endgültige Neuregelung ist erst am 9. November 2016 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und gilt rückwirkend ab dem 1. Juli 2016.&lt;br /&gt;
===Lobbying gegen die Vermögensteuer===&lt;br /&gt;
Gegen die von den „Grünen“ im  Bundestagswahlkampf 2013 erhobene Forderung nach Wiedereinführung einer Vermögensteuer organisierte  der Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen eine Kampagne, deren Adressaten nicht nur alle Direktkandidaten in den Wahlkreisen waren, sondern auch sämtliche Sportvereine und Kulturinstitutionen wie Theater oder Musikschulen.&amp;lt;ref&amp;gt;Sonderheft Reichtum, Die Macht des Geldes, Managermagazin, Oktober 2019, S. 68 f., 73&amp;lt;/ref&amp;gt; Letzteren wurde als Konsequenz der Vermögensteuer eine mangelnde Spendenfähigkeit vorgegaukelt, was von der Hagen im Interview mit dem manager magazin wie folgt umschreibt: „Wir haben Ihnen erklärt, was es für sie bedeutet, wenn eine Vermögensteuer den Familienunternehmen die Substanz raubt und dann nichts mehr für Spenden bleibt. Das hat gezündet“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kampagne ist 2021 fortgeführt und erweitert worden&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2021/09/die-macht-des-grossen-geldes-lobbyismus-und-grossspenden-im-wahlkampf/ Die Macht des großen Geldes: Lobbyismus und Großspenden im Wahlkampf], lobbycontrol.de vom 23.09.2021, abgerufen am 06.10.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; So trat der Verband der Familienunternehmer im Wahlkampf 2021 an die Öffentlichkeit, um Stimmung für seine politische Hauptforderung zu machen: die Verhinderung der Vermögenssteuer. Dazu gehören nach [https://www.lobbycontrol.de/2021/09/die-macht-des-grossen-geldes-lobbyismus-und-grossspenden-im-wahlkampf/ Einschätzung von LobbyControl] irreführende Aussagen und manipulative Umfragen. Der Verband ist Teil der Bündnis-Kampagne [https://www.vermoegensteuer-trifft-alle.de Vermögenssteuer trifft alle], die gemeinsam mit dem [[Bund der Steuerzahler]] und dem Verband Familienbetriebe Land und Forst organisiert wird. Unterstützt wird die Kampagne von weiteren Verbänden wie  [[Deutsche Stiftung Eigentum]], Haus und Grund, Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften, [[Gesamtmetall]], Verband der Rauchtabakindustrie, dem Zentralen Immobilienausschuss sowie der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft für Wirtschaft und Wissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Bundestagswahlkampfes 2021 drohte der Verband in einer Zeitungsanzeige, dass nach Einführung der Vermögenssteuer regionale Vereine nicht länger finanziell unterstützt würden. Das regionale Vereinsleben werde geschädigt, so der Verband.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/reichtum-und-einfluss/die-macht-des-grossen-geldes-lobbyismus-und-grossspenden-im-wahlkampf-92921/ Die Macht des großen Geldes: Lobbyismus und Großspenden im Wahlkampf]lobbycontrol.de vom 23.09.2021, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einer Recherche der NGO Abgeordnetenwatch von 2023 geht hervor, dass die &amp;quot;Familienunternehmer&amp;quot; im Bundestagswahlkampf 2021 eine Kampagne geplant hätten, die eine Umbenennung der Vermögenssteuer &amp;quot;in 'Mittelstands- ' oder 'Exportnationssteuer'&amp;quot; zum Ziel gehabt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/lobbyismus/die-lobbymacht-der-familienunternehmer Die Lobbymacht der Familienunternehmer]abgeordnetenwatch.de vom 04.04.2023, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbying gegen die Klimapolitik der Bundesregierung===&lt;br /&gt;
Nach der Recherche der NGO Abgeordnetenwatch wirbt der Verband in der Klimapolitik dafür, dass alles so bleibt, wie es ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/lobbyismus/die-lobbymacht-der-familienunternehmer Die Lobbymacht der Familienunternehmer]abgeordnetenwatch.de vom 04.04.2023, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Pläne der Regierung, Industrie und Wirtschaft zu weniger Emissionen zu verhelfen, würden als “Planwirtschaft” kritisiert. Die Zuschüsse für den Einsatz CO2-armer Technologien seien für Vereinspräsident Worleé gar “planwirtschaftliche Klientelpolitik à la UdSSR.” In einem internen Papier heiße es, “dass die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Klimapolitik dazu führt, dass sich die Parteien mit immer ambitionierten Zielsetzungen gegenseitig übertrumpfen”. Konsequenz für den Verband seien: “Umso mehr komme es darauf an, eine überschießende Energiepolitik als Kostentreiber zu brandmarken.” Laut eines Protokolls habe der Verband in Fragen der Energiepolitik “meinungsbildend sowohl auf die FDP als auch auf die Mittelstandsvereinigung der CDU” gewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [https://www.familienunternehmer.eu/fileadmin/familienunternehmer/aktionen/energie/221012_FamU_Forderungspapier_Energiekrisenbewaeltigung_neu.pdf Vorschägen zur Energiekrisen-Bewältigung 2022] wird unter Punkt 2. ausgeführt: „Die ideologischen Scheuklappen müssen abgelegt werden. Die Beschränkungen und Einschränkungen für den Weiterbetrieb von Kohlekraftwerken und deren Reaktivierung aus der Reserve sind auf unseren Druck hin bereits teilweise gefallen. Die Gesetzgebung für die Atomkraft muss einen Weiterbetrieb von mindestens drei – besser: sechs – Atomkraftwerken ermöglichen, solange die Gasversorgung angespannt ist.&amp;quot; Solar- und Windkraft werden hingegen nicht einmal benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kritik am aggressiven Auftreten===&lt;br /&gt;
2023 kritisierte die NGO Abgeordnetenwatch die &amp;quot;forsche Rhetorik&amp;quot; des Verbandes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anhebung des Spitzensteuersatzes für Großverdiener nennen “Familienunternehmer” demnach &amp;quot;eine fiskale Sterbehilfe&amp;quot;. Dass unterschiedliche Gehälter von Männern und Frauen nicht mehr mit persönlichem Verhandlungsgeschick begründet werden dürfen, sei in der Rhetorik der Familienunternehmer ein “scharfer Eingriff in die Vertragsfreiheit”. &amp;quot;Eine Nebelkerze&amp;quot; nannte der Verband demnach Pläne, Wohlstand künftig mit erweiterten Kriterien zu messen, etwa mit sauberem Wasser.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/lobbyismus/die-lobbymacht-der-familienunternehmer Die Lobbymacht der Familienunternehmer]abgeordnetenwatch.de vom 04.04.2023, abgerufen am 12.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Artikel zitierte Abgeordnetenwatch den Bundestagsabgeordneten Anton Hofreiter: &amp;quot;Er sagt über die “Familienunternehmer”, sie gingen teilweise “aggressiver vor als die Waffen- und Chemieindustrie”. Ihre Haltung sei oftmals: “Die Politik muss den Unternehmen dankbar sein, weil sie ja Jobs schaffen.”&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Positionen==&lt;br /&gt;
Die Familienunternehmer fordern u. a., den Solidaritätszuschlages zu senken &amp;lt;ref&amp;gt;Pressestatement vom 1. November 2011: Familienunternehmer zur Soli-Debatte: Bundesratsmehrheit will Arbeitnehmer nicht entlasten&amp;lt;/ref&amp;gt;, den Mindestlohn abzuschaffen, keine Vermögenssteuer einzuführen, die Erbschaftssteuer niedrig zu lassen und Werkverträge nicht zu kontrollieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmer.eu/positionen.html Positionen und Aktionen, Webseite familienunternehmer], abgerufen am 11. 10. 205&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zum [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) kritisierte der Verein die Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung, wollte Griechenland aus dem Euro haben und befürchtete immer höhere Finanzlasten für Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;Marc Beise: Porzellan zerschlagen Der Euro treibt auch einen Keil zwischen die Familienunternehmen, Süddeutsche Zeitung vom 14./15. Juli 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/nach-streit-familienunternehmer-reichen-bdi-die-hand/6873420.html Nach Streit Famiienunternehmer reichen BDI die Hand, Handelsblatt vom 13. Juli 2012], Website Handelsblatt, abgerufen am 14. Juli 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Repräsentanten des Vereins bezweifeln den menschengemachten Klimawandel oder stellen zumindest den Sinn der meisten Klimaschutzmaßnahmen in Frage. Ein selbsternannter &amp;quot;Klimaskeptiker&amp;quot; ist der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler, der im Strategischen Beirat des Vereins sitzt. Die Thesen des Vizepräsidenten Patrick Adenauer, Kanzlerenkel und Präsidiumsmitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU]], legen nach Auffassung des „Kölner Express“ den Verdacht nahe, dass er in die Kategorie „Klimaleugner“ fällt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.express.de/koeln/umstrittene-kolumne-express-checkt-adenauers-klima-thesen--hier-ist-das-ergebnis--32985614 Umstrittene Kolumne Express checkt Adenauers Klima-Thesen], espress.de vom 10.08.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein hatte ursprünglich für die eurokritischen und neoliberalen Positionen der AfD großes Verständnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/afd-familienunternehmer-versus-bdi Andreas Kemper: Familienunternehmer versus BDI, Der Freitag online vom 20. März 2013 Webseite Freitag], abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglieder und Repräsentanten der Familienunternehmer hatten sich bereits vor der Gründung der AfD mit Professoren getroffen, die die Gründung einer neuen Partei in Erwägung zogen. Zum Teil handelte es sich um vertrauliche Kontakte; zum Teil wurde über die gemeinsamen Diskussionen in der Internetzeitung [[FreieWelt.net]] berichtet, die die AfD publizistisch unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freiewelt.net/galerie/podiumsdiskussion-esm-vertrag-der-weg-in-die-schuldenunion-abschaffung-von-demokratie-und-souveranitat-60021/ Podiumsdiskussion der Zivilen Koalition: ESM - Vertrag - Der Weg in die Schuldenunion, FreieWelt.net vom 1. Januar 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Peer-Robin Paulus]], Leiter der Abteilung Politik und Wirtschaft der Familienunternehmer, vertrat auf dem [[Forum Freiheit]] 2013 die Auffassung: &amp;quot;Wer eine gute CDU will, muss die AfD wählen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ef-magazin.de/2013/09/19/4516-forum-freiheit-2013-afd-oder-fdp Christian Dorn: Forum Freiheit 2013: AfD oder FDP?, eigentümlich frei vom 19. September 2013], Webseite abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinem Bundeskongress am 8./9. Mai 2014 hat der Verein den AfD-Parteivorsitzenden Bernd Lucke eingeladen, um eine Stunde über den Euro und die Zukunft Europas zu referieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ausserparlamentarische-opposition-familienunternehmen-geben-der-afd-eine-buehne.cf6fce07-5d4d-4505-b2dd-19a8fe6dc1ca.html Familienunternehmen geben der AfD eine Bühne, Stuttgarter Zeitung vom 8. Mai 2014], Webseite Stuttgarter Zeitung, abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen möchte der Verband mit der Einladung zeigen, wie unzufrieden er mit der jetzigen Bundesregierung ist. Auch wenn die AfD mit populistischen Thesen gegen Zuwanderung und den freien Handel zu punkten versuche, schrecke dies die Familienunternehmer nicht, das Gespräch zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptgeschäftsführer&lt;br /&gt;
|Albrecht von der Hagen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Geschäftsführerin&lt;br /&gt;
|Daniela Röben&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Leiter Abteilung Politik und Wirtschaft&lt;br /&gt;
|Peer-Robin Paulus, Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz-libro.ch/paulus-peer-robin-unter-freien-menschen-978-3-03823-569-9 Autor], nzz-libro.ch, abgerufen am 10.05.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
(Auswahl)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Reinhold von Eben-Worléee (Präsident), Geschäftsführender Gesellschafter der E.H. Worlée &amp;amp; Co. (GmbH &amp;amp; Co.) KG, Mitglied des Präsidiums des [[Verband der Chemischen Industrie e.V.]] (VCI)&lt;br /&gt;
*Patrick Adenauer (Vizepräsident), Mitglied der CDU, Geschäftsführender Gesellschafter der Bauwens GmbH &amp;amp; Co. KG, Präsident des Family Business Network Deutschland, Mitglied des Aufsichtsrats der DuMont Mediengruppe, Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*Simone Bagel-Trah, Vorsitzende des Aufsichtsrats &amp;amp; des Gesellschafterausschusses der Henkel AG &amp;amp; Co. KGaA&lt;br /&gt;
*Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrats und der geschäftsführenden Direktoren der Deichmann SE, Mitglied des Vorstands des Handelsverbands Deutschland (HDE), Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung]] und des Stiftungsrats der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
*Albrecht von der Hagen, Hauptgeschäftsführer&lt;br /&gt;
*Alfred Oetker, Geschäftsführender Gesellschafter der Geschwister Oetker Beteiligungen KG&lt;br /&gt;
*Marie-Christine Ostermann, Geschäftsführende Gesellschafterin der Rulko Großeinkauf GmbH &amp;amp; Co. KG,  ehem. Bundesvorsitzende DIE JUNGEN Unternehmer&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.linkedin.com/in/marie-christine-ostermann Profil], linkedin.com, abgerufen am 08.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Aufsichtsrats der Fielmann AG, Mitglied des Kuratoriums des Bundesverbands Deutscher STARTUP TEENS, Mitglied des Family Business Network FBN, Responsible Leader der BMW Stiftung Herbert Quandt, Mitglied der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]], Mitglied des Beirats der  [https://denkfabrik-r21.de/ REPUBLIK21 e.V.], zumindest zeitweise Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]] (die Gremien der Stiftung sind auf der Webseite der Hayek Gesellschaft seit geraumer Zeit nicht mehr abrufbar), Referentin beim Hayek-Club Münsterland&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hayekclubmuenster.wordpress.com/2015/01/31/willkommen-auf-unserer-neuen-homepage/ Spannende Referenten - lebhafte Diskussionen], hayekclubmuenster vom 31.01.2015, abgerufen am 07.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;, 2014 - 2015 Landesschatzmeisterin der FDP NRW. 2015 initiierte Ostermann das „Netzwerk Liberale Agenda 2025“, aus dem später das Wirtschaftsforum der FDP geworden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/marie-christine-ostermann-schleust-top-manager-zur-fdp-a-1031622.html Marie-Christine Ostermann schleust Top-Manager zur FDP], manager-masgazin.de vom 30.04.2015, abgerufen am 07.04.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Sarna Röser, Mitglied der Geschäftsleitung der Röser FAM GmbH &amp;amp; Co. KG, Mitglied des Vorstands der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*Reinhardt Zinkann, Geschäftsführender Gesellschafter der Miele &amp;amp; Cie. KG, Vizepräsident des Markenverbandes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strategischer Beirat==&lt;br /&gt;
(Auswahl)&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Name&lt;br /&gt;
|Verbindungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ulrike Ackermann&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung der privaten SRH Hochschule Heidelberg, Leiterin&lt;br /&gt;
*[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], Mitglied&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Marie-Christine Ostermann]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Rulko Großeinkauf GmbH &amp;amp; Co., Geschäftsführende Gesellschafterin&lt;br /&gt;
*[https://denkfabrik-r21.de/ REPUBLIK21 e.V.],  Mitglied des Beirats&lt;br /&gt;
*FDP, ehem. Landesschatzmeisterin NRW&lt;br /&gt;
*Die Jungen Unternehmer - BJU, bis 2012 Bundesvorsitzende&lt;br /&gt;
*[[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]], Mitglied des Kuratoriums&lt;br /&gt;
*[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], Mitglied&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Frank Schäffler]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Mitglied des Deutschen Bundestags (FDP)&lt;br /&gt;
*[[Prometheus]], Gründer&lt;br /&gt;
*[[Ludwig-Erhard-Stiftung]], Mitglied&lt;br /&gt;
*[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], ehem. Mitglied&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sarna Röser&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Röser FAM GmbH &amp;amp; Co. KG, Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
*Die Jungen Unternehmer - BJU, Bundesvorsitzende&lt;br /&gt;
*[[Ludwig-Erhard-Stiftung]], Vorstandsmitglied&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: August 2023) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmer.eu/ueber-uns/praesidium-gremien/strategischer-beirat/beiratsmitglieder.html Mitglieder Strategischer Beirat], familienunternehmer.de, abgerufen am 13.08.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ehemaliges Mitglied: [[Michael Fuchs]], Stellv. Vorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kooperationen==&lt;br /&gt;
===Jenaer Allianz===&lt;br /&gt;
Die Familienunternehmer - ASU ist einer der Initiatoren der neoliberalen [[Jenaer Allianz]] zur Erneuerung der Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===European Family Businesses===&lt;br /&gt;
Die Familienunternehmer - ASU ist Mitglied von [[European Family Businesses]], der europäischen Dachorganisation der Familienunternehmen mit Sitz in Brüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen===&lt;br /&gt;
Der Verein ist Mitglied/Förderer der [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Austauschrunde Steuern===&lt;br /&gt;
Die Familienunternehmer gehören der [https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000930/2025?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DAustauschrunde%2BSteuern%26page%3D1%26pageSize%3D10%26sort%3DREGISTRATION_DESC Austauschrunde Steuern] an, einer Diskussionsrunde zu steuerpolitischen Fragen mit 120 Mitgliedern, die beim Verband [https://www.fablf.de/themen/steuern/ Familienbetriebe Land und Forst] angesiedelt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche?q=Austauschrunde+Steuern&amp;amp;page=1&amp;amp;pageSize=10&amp;amp;sort=REGISTRATION_DESC Die Familienunternehmer], lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 10.05.2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Initiative konnte nach eigenen Angaben die Substanzsteuer verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20220509161919/https://www.familienbetriebeluf-bayern.de/verband/aufgaben/ Steuern], familienbetriebeluf-bayern.de, abgerufen am 09.05.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Lobbyorganisationen wie der Verband 'Die Familienunternehmer' haben eine brutale Kampagne gegen weitergehende Regeln geführt, indem sie so taten, als drohe durch eine moderate Besteuerung Superreicher der Untergang des Mittelstands. Dass diese freche Lüge so durchschlagend wirkt, haben sie sich wohl selbst nicht träumen lassen.&amp;quot; - Ulrich Schulte in der taz zur Reform der Erbschaftssteuer 2016 &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5341401/ Kommentar Grüne und Erbschaftsteuer: Eine gefährliche Blamage], die taz, 14.10.2016, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/lobbyismus/die-lobbymacht-der-familienunternehmer Die Lobbymacht der „Familienunternehmer“ 2023]&lt;br /&gt;
*[https://www.lobbycontrol.de/2021/09/die-macht-des-grossen-geldes-lobbyismus-und-grossspenden-im-wahlkampf/ Die Macht des großen Geldes: Lobbyismus und Großspenden im Wahlkampf, 23. September 2021]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoliberale Netzwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieferkettengesetz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Stiftung_Familienunternehmen&amp;diff=304534</id>
		<title>Stiftung Familienunternehmen</title>
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		<updated>2024-06-20T15:08:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Stiftung Familienunternehmen&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Stiftung Familienunternehmen-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = gemeinnützige Stiftung&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Politische Interessenvertretung der größten deutschen Familienunternehmen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz       = München&lt;br /&gt;
| Lobbybüro =  Haus des Familienunternehmens, Pariser Platz 6a, Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.familienunternehmen.de familienunternehmen.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Stiftung Familienunternehmen''' setzt sich in Politik und Medien für die Anliegen der größten deutschen Familienunternehmen ein. In der Öffentlichkeit wird die Stiftung zuweilen als Vertretung des Mittelstands wahrgenommen, da die Begriffe Familienunternehmen und Mittelstand häufig synonym verwendet werden. Die rund 500 Förderer der Stiftung stammen allerdings nach eigenen Angaben &amp;quot;aus dem Kreis der größten deutschen Familienunternehmen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen.de/de/die-stiftung-familienunternehmen/transparenz Angaben auf der Webseite unter &amp;quot;Transparenz&amp;quot;] www.familienunternehmen.de, zuletzt aufgerufen am 19.03.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tatsächlich besteht das Kuratorium aus Vertretern großer Unternehmen, aus Superreichen und Vermögensverwaltern. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2016/09/erbschaftssteuer-wer-sind-die-lobbyisten-der-reichen/ LobbyControl: Erbschaftssteuer: Wer sind die Lobbyisten der Reichen?, 15.05.2017]&amp;lt;/ref&amp;gt; In ihrer politischen Arbeit konzentriert sich die Stiftung vor allem darauf, die stärkere Besteuerung von Reichtum abzuwehren (Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben konzentriert sich die Stiftung auf die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie den diesbezüglichen Erfahrungsaustausch zum Thema Familienunternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen.de/media/public/pdf/pressebereich/meldungen/2021/stiftung-familienunternehmen-und-politik_2021-06-07.pdf Presseinformation vom 07.06.2021], abgerufen am 01.10.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;  Hierzu gehöre beispielsweise die Förderung von Forschungsarbeiten sowie die Unterstützung von wissenschaftlichen Arbeiten und Lehrstühlen bzw. Instituten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf das Urteil des Bundesfinanzhofes aus dem Jahr 2019, in dem Attac die Gemeinnützigkeit abgesprochen wurde, ist die Stiftung Familienunternehmen um die neue Organisation '''Stiftung Familienunternehmen und Politik''' ergänzt worden, die nicht gemeinnützig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen.de/media/public/pdf/pressebereich/meldungen/2021/stiftung-familienunternehmen-und-politik_2021-06-07.pdf Presseinformation vom 07.06.2021], abgerufen am 01.10.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;  Als zentraler Ansprechpartner in allen politischen Belangen der Familienunternehmen wird sie sich künftig auch im Rahmen von Expertenanhörungen im Deutschen Bundestag äußern. Sie hat zunächst fünf feste Mitarbeiter, die im „Haus des Familienunternehmens“ in Berlin tätig sind. Die Organe der neuen Organisation (Vorstand, Geschäftsführer und Kuratorium) sind mit denen der Stiftung Familienunternehmen identisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Eintrag im Lobbyregister/Transparenzregister===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt die Stiftung Familienunternehmen und Politik an (Stand: 20.06.2024)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*im Jahr 2022 1.790.001 bis 1.800.000 Euro auszugeben und&lt;br /&gt;
*1 bis 10 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen vier namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000083/20048?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DStiftung%2BFamilienunternehmen%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im europäischen Transparenzregister ist die Stiftung Familienunternehmen und Politik eingetragen. Dort gibt sie jährlich 400.000-499.000 Euro für Interessenvertretung aus, darunter sind sechs beschäftigte Lobbyist:innen (Vollzeitäquivalent: 2,4) angegeben ([https://transparency-register.europa.eu/searchregister-or-update/organisation-detail_de?id=https://transparency-register.europa.eu/searchregister-or-update/organisation-detail_de?id=552069443013-09552069443013-09 zum Registereintrag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Direkter Kontakt in die Politik===&lt;br /&gt;
Die Stiftung Familienunternehmen nimmt - seit 2022 über die Stiftung Familienunternehmen und Politik -  Einfluss auf politische Entscheidungen wie etwa zur Reform der Erbschaftssteuer (siehe unten). Die Stiftung organisiert regelmäßig Veranstaltungen, auf dem ihre Mitglieder mit hochrangigen Politikern ins Gespräch kommen können. Ihre Kontakte reichen bis hin zur höchsten Ebene: Sowohl die amtierende Kanzlerin [[Angela Merkel]] als auch ihr damaliger Herausforderer [[Peer Steinbrück]] ließen es sich im Wahljahr 2013 nicht nehmen, zum jährlichen Tag des deutschen Familienunternehmens zu erscheinen, zu dem die Stiftung in das Hotel Adlon in Berlin einlädt. In der Hochphase der Auseinandersetzung um einen neuen Kompromiss zur Erbschaftssteuer lobte Bundeskanzlerin Merkel auf dem Tag des Familienunternehmens die Lobbyarbeit der Stiftung: Ihre Anliegen seien gut bekannt, nun sollte sich die Stiftung nur noch „ein bisschen mit den sozialdemokratischen Ministerpräsidenten befassen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Medienkooperationen===&lt;br /&gt;
Bei den „Hauptstadtgesprächen“ im Haus des Familienunternehmens wirkte die Süddeutsche Zeitung als Medienpartner und berichtet ausführlich. Viele prominente Politiker waren bereits vertreten, u.a. konnte sich dort im Jahr 2013 der damalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück während seines Wahlkampfes profilieren. Auch ein weiteres jährliches Veranstaltungsformat wird in der Kooperation mit einer Zeitung durchgeführt, die &amp;quot;WELT-Währungskonferenz&amp;quot; in Kooperation mit der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/welt-waehrungskonferenz Website Stiftung Familienunternehmen: Weltwährungskonzferenz], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus werden Medien-Kontakte in den Kooperationen mit Journalistenschulen schon früh gepflegt. Darunter: die Axel-Springer-Akademie in Berlin, die Deutsche Journalistenschule in München, die Georg-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten in Düsseldorf und die  Kölner Journalistenschule für Wirtschaft und Politik.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/journalistenschulen Website Stiftung Familienunternehmen: Journalistenschulen], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einfluss in der Wissenschaft===&lt;br /&gt;
Auch in der Wissenschaft ist die Stiftung bestens vertreten: Sie fördert unter anderem die Institute und Forschungsstellen für Familienunternehmen an den Universitäten Witten-Herdecke ([http://www.wifu.de/ Wittener Institut für Familienunternehmen]), Friedrichshafen ([https://www.zu.de/institute/fif/index.php Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen]) und Bayreuth ([http://forschungsstelle-fuer-familienunternehmen.de/de/forschung/archiv/108-aktuelle-entwicklungen-2 Forschungsstelle für Familienunternehmen]). Es werden Aufträge für Studien vergeben und somit die wissenschaftliche Diskussion über Familienunternehmen geprägt. Stiftungsgründer Hennerkes selbst ist Honorarprofessor in Witten-Herdecke, der Geschäftsführer der Stiftung lehrt in Friedrichshafen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wifu.de/mitarbeiter-profil/?id=2001&amp;amp;ref=151 Professor Brun-Hagen Hennerkes] Uni Witten-Herdecke, abgerufen am 15.05.2017)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Stiftung betreibt auch Wissenschaftslobbyismus, indem sie gezielt die Forschung zu Themen wie der Erbschaftssteuer-Reform oder der Frauenquote unterstützt bzw. eigene Studien anfertigen lässt &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/publikationen-und-studien Publikationen/Studien] Website Stiftung Familienunternehmen, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zusätzlich veröffentlicht die Stiftung Familienunternehmen in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten, wie dem arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) oder dem ifo-Institut, wissenschaftliche Gutachten und Studien. In diesen Veröffentlichungen wird unter anderem die Steuerbelastung für Unternehmen thematisiert. Das Ergebnis der Studien ist dabei fast immer, dass die Unternehmenssteuern gesenkt/nicht erhöht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen.de/media/pages/publikationen/standortfaktor-koerperschaftsteuer/6aaa2aa145-1708355166/standortfaktor-koerperschaftsteuer_2024.pdf Standortfaktor Körperschaftsteuer] Website Stiftung Familienunternehmen vom 02.02.2024, abgerufen am 04.04.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen.de/de/publikationen/der-beitrag-der-familienunternehmen-zum-steueraufkommen-in-deutschland Der Beitrag der Familienunternehmen zum Steueraufkommen in Deutschland], Website Stiftung Familienunternehmen vom 02.02.2024, abgerufen am 09.04.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen.de/de/publikationen/der-beitrag-der-familienunternehmen-zum-steueraufkommen-in-deutschland Der Beitrag der Familienunternehmen zum Steueraufkommen in Deutschland], Website Stiftung Familienunternehmen vom 02.02.2024, abgerufen am 09.04.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen von Steuererhöhungen oder -senkungen auf Unternehmen sind in der Wirtschaftswissenschaft jedoch umstritten. So schreiben beispielsweise einige Expert:innen der Einführung einer Vermögenssteuer oder einer Reform der Erbschaftssteuer positive Effekte für die Gesellschaft zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.831670.de/21-50-1.pdf Grunderbe und Vermögensteuern können die Vermögensungleichheit verringern], Website DIW von 2021, abgerufen am 09.04.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wsi.de/data/wsimit_2023_02_kommentar.pdf Deutschland braucht keine angebotspolitische Zeitwende], Website WSI von 2023, abgerufen am 09.04.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einfluss in der EU===&lt;br /&gt;
In Brüssel vertritt die Stiftung als Mitglied in der Expertengruppe Familienunternehmen die Interessen ihrer Förderer auf EU-Ebene.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/expertengruppe-familienunternehmen Website Stiftung Familienunternehmen: Expertengruppe Familienunternehmen], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Verbindungen zur AFD===&lt;br /&gt;
Ähnlich wie auch der Verband [[Die Familienunternehmer - ASU]] zeigt sich die Stiftung offen gegenüber den eurokritischen Positionen der AfD. Im Mai 2014 bot sie dem damaligen Parteichef [[Bernd Lucke]] die Bühne, indem sie ihn zur zentralen Veranstaltung der Stiftung, dem „Tag des deutschen Familienunternehmens“, als Podiumsgast einlud.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/tag-des-deutschen-familienunternehmens/fruehere-veranstaltungen Veranstaltungen], Website Stiftung Familienunternehmen, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Leiter der Berliner Repräsentanz „Haus des Familienunternehmens“ war zwischen April 2015 und Juni 2018 [[Matthias Lefarth]] &amp;lt;ref name=&amp;quot;Lefarth-Wechsel&amp;quot;&amp;gt; [https://www.familienunternehmen.de/----2018-07-02-Roland-Franke-leitet-Steuer--und-Finanzpolitik-der-Stiftung-Familienunternehmen-------_site.site..ls_dir._siteid.31_nav.-1_entryid.947_likecms.html Webseite Stiftung Familienunternehmen], abgerufen am 13.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Steuerexperte und Eurokritiker wechselte im Juli 2014 zunächst als Leiter Steuer- und Finanzpolitik zur Stiftung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/haus-des-familienunternehmens Haus des Familienunternehmens] Website Stiftung Familienunternehmen, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Lefarth war zeitweilig AfD-Landeschef in Berlin und unterstützte nach deren Angaben die Berliner AfD im Bereich der Steuer- und Finanzpolitik&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundespresseportal.de/berlin/6-berlin/afd-landesverband-berlin-entbindet-leiter-der-gesch%C3%A4ftsstelle-von-seinen-funktionen.html Rücktritt Lefarth] Website Bundespresseportal, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Juli 2018 wechselte Lefarth zur Europäischen Kommission.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lefarth-Wechsel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===Einfluss auf Reform der Erbschaftssteuer 2016===&lt;br /&gt;
Die Familienunternehmerlobby wertete die Reform der Erbschaftssteuer 2008 als großen Lobbyerfolg.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brun-hagen-hennerkes-ueber-familienunternehmen-und-erbschaftsteuer-a-835008.html Brun-Hagen Hennerkes-Über Familienunternehmen und Erbschaftssteuer] Der Spiegel, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit dem Verband [http://lobbypedia.de/wiki/Die_Familienunternehmer_-_ASU Die Familienunternehmer, ASU] setzt sich die Stiftung gegen eine stärkere Besteuerung von Reichtum ein. In einem gemeinsamen Appell von Stiftungsgründer Hennerkes und Großunternehmen wie Bitburger, die Quandt-Erben und der Autovermieter Erich Sixt heißt es, die Erbschaftssteuer sei ein „bürokratisches Monster“ und gefährde Arbeitsplätze in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erbschaftsteuer-das-mittelstandsfeindliche-monster-1.375841 Erbschaftsteuer- Das mittelstandsfeindliche Monster], Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; ,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/appell-des-mittelstandes-protestwelle-gegen-neue-erbschaftsteuer-rollt/3050698.html Appell des Mittelstandes- Protestwelle gegen neue Erbschaftssteuer rollt], Handelsblatt, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Regierung reagierte im Sinne der Unternehmer. Im Ergebnis sah die Reform u.a. vor, betriebliches Erbe von der Erbschaftssteuer weitgehend auszunehmen. &lt;br /&gt;
Das Bundesverfassungsgericht indes beurteilte die Bevorteilung der Familienunternehmen 2014 als teilweise grundgesetzwidrig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/verfassungsgericht-kippt-erbschaftssteuer-a-1008948.html Verfassungsgericht kippt Erbschaftssteuer], Der Spiegel, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis Mitte 2016 musste die Regierung eine neue Regelung vorlegen. Gegen die geplanten minimalen Korrekturen wendeten sich vehement die Stiftung Familienunternehmen und [[Die Familienunternehmer - ASU]], worauf Bundesfinanzmininster Schäuble den Regierungsentwurf im September 2015 wieder entschärfte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Debatte-Erbschaftsteuer-fuer-Firmenerben/!5231172/ Christoph Butterwegge: Ein Lehrstück des Lobbyismus, taz online vom 24.09.2015], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Der im Juni 2016 vorgelegte Entwurf der Erbschaftssteuerreform wurde in mehreren Kommentaren als ein Lobbyerfolg der Familienunternehmer gewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erbschaftsteuer-familienunternehmen-gewinnen-die-lobbyschlacht-1.3042505 Familienunternehmen gewinnen Lobbyschlacht um die Erbschaftsteuer], sz.de vom 20.06.2016, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/video/erbschaftsteuerreform-videokommentar-video-1683092.html Videokommentar zur Erbschaftsteuerreform: &amp;quot;Ein Lobbyerfolg der Familienunternehmer&amp;quot;], spiegel.de vom 20.06.2016, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sich im parlamentarischen Verfahren keine Einigung zwischen Bundestag und Bundesrat abzeichnete, kündigte das Verfassungsgericht im Juli an, das Verfahren wieder an sich zu ziehen, weil der Gesetzgeber die Frist für einer Änderung verpasst hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/inland/erbschaftsteuer-117.html Keine Einigung in Berlin Erbschaftsteuer wieder in Karlsruhe], tagesschau.de vom 14.07.2016, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/bvg16-041.html;jsessionid=AD599FFCA2D0924FD4A2615E44B7D37F.2_cid392 Nach Ablauf der in Sachen „Erbschaftsteuer“ gesetzten Frist zur Neuregelung soll das Normenkontrollverfahren erneut auf die Tagesordnung], Bundesverfassungsgericht: Pressemitteilung Nr. 41/2016 vom 14.06.2016, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 2016 einigten sich Bundestag und Bundesrat im Vermittlungsausschuss auf einen Kompromiss, nach dem Firmenerben weiter weitgehend verschont werden. Die Ökonomen Birger Scholz und Achim Truger kamen in einer von Campact in Auftrag gegebenen Studie zu dem Schluss, dass &amp;quot;die verfassungswidrige  übermäßige  Privilegierung  des  Be&lt;br /&gt;
triebsvermögens  im  Rahmen  der Erbschaft- und Schenkungsteuer im Ergebnis (fast) vollständig beibehalten&amp;quot; wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2016/10/Erbschaftsteuer_Fallbeispiele_Campact_Scholz_Truger_11.10.2016.pdf Erbschaftsteuer-Reform 2016: Eine Aktualisierung der Fallbeispiele nach dem Kompromiss im Vermittlungsausschuss. Kurzexpertise], Webseite von Campact, 11.10.2016, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies wurde auch in der taz heftig kritisiert&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5341401/ Kommentar Grüne und Erbschaftsteuer: Eine gefährliche Blamage], die taz, 14.10.2016, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hermann-Ulrich Viskorf, ehemaliger Vizepräsident des Bundesfinanzhof, urteilte gar: &amp;quot;Der Gesetzgeber hat die neuen Regeln aber so gestaltet, dass sie leicht umgangen werden können und nur für ganz wenige Erben großer Betriebsvermögen Bedeutung haben werden. Mein Fazit lautet: Das Ziel wurde verfehlt.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.ex-finanzrichter-zur-erbschaftsteuer-reform-packt-grundprobleme-nicht-an.9e561dd0-5c7d-4dcd-980f-babb288cfeef.html Ex-Finanzrichter zur Erbschaftsteuer: Reform packt Grundprobleme nicht an], Stuttgarter Nachrichten, 13.10.2016, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontakte zwischen der Stiftung Familienunternehmen, dem Verband [http://lobbypedia.de/wiki/Die_Familienunternehmer_-_ASU Die Familienunternehmer, ASU] und der Politik waren während der Kompromissfindung zur Reform der Erbschaftssteuer 2015 und 2016 offenbar sehr eng. Wie aus einer schriftlichen Anfrage von der Bundestagabgeordnete Lisa Paus (Grüne) an die Bundesregierung hervorgeht, trafen Vertreter der Stiftung Familienunternehmen und des Verbands &amp;quot;Die Familienunternehmen - ASU&amp;quot; zwischen Februar 2015 und Juni 2016 zwölf Mal auf ranghohe Vertreter der Bundesregierung, darunter Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Darunter waren neun Treffen mit der Stiftung Familienunternehmen, drei Treffen mit [http://lobbypedia.de/wiki/Die_Familienunternehmer_-_ASU Die Familienunternehmer, ASU] sowie ein gemeinsames Treffen mit beiden Lobbyverbänden. &amp;lt;ref&amp;gt;http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/097/1809729.pdf Bundestagsdrucksache 10/9729 sowie Personalien Eifrige Lobbyisten, Süddeutsche Zeitung vom 24./25.09.2016, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgelistet sind fünf Gespräche auf &amp;quot;Leitungsebene&amp;quot; mit dem Bundeskanzleramt, sieben weitere mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Finanzstaatssekretären der Union. Daneben hat es zahlreiche Treffen gegeben, bei denen am Rande &amp;quot;oftmals ein Gedankenaustausch&amp;quot; stattgefunden hat. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) empfing die Lobbyisten sogar in der Staatskanzlei. Auch zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne) gab es gute Kontakte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.presseportal.de/print/2453077-stuttgarter-zeitung-familienunternehmen-loben-kretschmann.html Pressemeldung der Süddeutschen Zeitung], Das Presseportal, 18.04.2013, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2016/10/letzter-akt-erbschaftssteuer-kretschmann-und-die-lobby-der-vermoegenden/ Letzter Akt Erbschaftssteuer: Kretschmann und die Lobby der Vermögenden], LobbyControl, 13.10.2016, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Süddeutscher Zeiung zahlten 2018 Großerben auf Erbschaften im Gesamtwert von 31 Mrd. Euro nur etwa fünf Prozent Steuer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erben-steuern-erbschaftsteuer-ungleichheit-1.4704923 Wer viel erbt, zahlt kaum Steuern], sueddeutsche.de vom 02.12.2019, abgerufen am 07.12.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Großerben werden die gut 600 Deutschen bezeichnet, die 2018 mehr als zehn Mio. Euro erbten oder geschenkt bekamen. Eine Kritik an den Vergünstigungen bei der Erbschaftsteuer von Stefan Bach, dem Steuerexperten des DIW, ist [https://www.fes.de/index.php?eID=dumpFile&amp;amp;t=f&amp;amp;f=80210&amp;amp;token=2dee952051a2c3e8b1148918e3873ec237e84d3a hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorstand und Geschäftsführer===&lt;br /&gt;
Vorstandsmitglieder sind: Rainer Kirchdörfer, Partner der Sozietät Hennerkes, Kirchdörfer &amp;amp; Lorz in Stuttgart, und Ulrich Stoll, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der Festo AG in Stuttgart. Brun-Hagen Hennerkes, Stifter und langjähriger Vorstandsvorsitzender, hat sich im Dezember 2019 aus Altersgründen aus dem Stiftungsvorstand zurückgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschäftsführer ist Stefan Heidbreder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen.de/de/die-stiftung-familienunternehmen/vorstand-geschaeftsfuehrung Vorstand &amp;amp; Geschäftsführung], familienunternehmen.de, abgerufen am 03.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium===&lt;br /&gt;
Ein genauer Blick in das 42-köpfige Kuratorium der Stiftung gibt einige Hinweise auf die Förderer der Stiftung. Hier sitzt kaum ein Vertreter eines mittelständischen Unternehmens.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/die-stiftung-familienunternehmen/kuratorium Webseite Stiftung Familienunternehmen - Kuratorium], abgerufen am 03.07.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen sind hier Superreiche wie Johannes Kärcher (Alfred Kärcher), Edwin Kohl (Kohlpharma) oder Nicola Leibinger-Kammüller (Trumpf) vertreten. Weitere Kuratoriumsmitglieder sind Vertreter und Vertreterinnen von Großunternehmen wie Haniel, Henkel oder Theo Müller („Müllermilch“), deren Eigentümer-Familien Haniel, Henkel und Müller selbst zu den reichsten Deutschen zählen. Zu den Kuratoren gehört auch Bundesminister a.D. [[Hans-Peter Friedrich]] (CSU) und [[Günther Oettinger]] (CDU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat===&lt;br /&gt;
Mitglieder sind (Stand: Juli 2023)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/die-stiftung-familienunternehmen/wissenschaftlicher-beirat Wissenschaftlicher Beirat], familienunternehmen.de, abgerufen am 03.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Rainer Kirchdörfer]]  (Vorstand der Stiftung, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats), Partner der auf die Beratung von Familienunternehmen spezialisierten Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer &amp;amp; Lorz, Honorarprofessor an der Universität Witten/Herdecke&lt;br /&gt;
*[[Udo di Fabio]], Direktor für Öffentliches Recht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Bundesverfassungsrichter a.D.&lt;br /&gt;
*[[Clemens Fuest]], Präsident des [[ifo Institut für Wirtschaftsforschung]]&lt;br /&gt;
*Gabriel Felbermayr, Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung&lt;br /&gt;
*[[Hans-Werner Sinn]], ehem. Präsident des [[ifo Institut für Wirtschaftsforschung]]&lt;br /&gt;
*[[Kay Windthorst]], Geschäftsführender Direktor der Forschungsstelle für Familienunternehmen der Universität Bayreuth sowie Vorsitzender des Kuratoriums der Haniel Stiftung und Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrat der Haniel &amp;amp; Cie. GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Auf ihrer Webseite unter &amp;quot;Wer wir sind&amp;quot; bezeichnet sich die Stiftung als &amp;quot;Initiative von Familienunternehmen&amp;quot;. Unter &amp;quot;Transparenz&amp;quot; präzisiert sie: &amp;quot;Die Stiftung wird getragen von über 500 Firmen aus dem Kreis der größten deutschen Familienunternehmen.&amp;quot; In der Stiftung Familienunternehmen sind also etwa 0,02% aller rund 2,3 Millionen Familienunternehmen vertreten. Da die Begriffe Familienunternehmen und Mittelstand häufig synonym verwendet werden, wird die Stiftung fälschlicherweise zuweilen als Interessenvertretung des Mittelstands wahrgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den einzelnen Mitgliedern und Förderern der Stiftung macht die Stiftung keine Angaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut [https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/dd/aa/211920/SFUP_2022_Bilanz_GuV.pdf Gewinn- und Verlustrechnung für 2022] erzielte die Stiftung Familienunternehmen und Politik, deren Stiftungskapital 200 Tsd. Euro beträgt, Umsatzerlöse in Höhe von 1.848.227 Euro. Sie finanziert sich über Dienstleistungsverträge mit Familienunternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen-politik.de/de/ueber-uns/die-stiftung-familienunternehmen-und-politik Die Stiftung Familienunternehmen und Politik], familienunternehmen-politik, abgerufen am 04.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut [https://www.familienunternehmen-politik.de/de/ueber-uns/satzung Satzung] soll es einen Förderkreis der Stiftung Familienunternehmen und Politik geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Informationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.finanzwende.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Stellungnahme_BVerfG-Erbschaftsteuer.pdf Stellungnahme von Netzwerk Steuergerechtigkeit, Finanzwende und taxmenow an das Bundesverfassungsgericht im Rahmen der Verfassungsbeschwerde gegen das Erbschaftsteuer- und Schenkungsgesetz 2016 - Mai 2023]&lt;br /&gt;
*[https://www.finanzwende.de/kampagnen/steuerprivilegien-kippen/aktion-tag-des-deutschen-familienunternehmens/ Zeitenwende heißt: Steuerprivilegien für Superreiche kippen! Aktion beim Tag des deutschen Familienunternehmens, Finanzwende vom 01.07.2022]&lt;br /&gt;
*[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erbschaftsteuer-die-bremser-1.3028569 Erbschaftsteuer – Die Lobby hat Erstaunliches erreicht], Süddeutsche Zeitung vom 10.06.2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stiftung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Stiftung_Familienunternehmen&amp;diff=304532</id>
		<title>Stiftung Familienunternehmen</title>
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		<updated>2024-06-20T14:57:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HelenR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Stiftung Familienunternehmen&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Stiftung Familienunternehmen-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = gemeinnützige Stiftung&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Politische Interessenvertretung der größten deutschen Familienunternehmen&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2002&lt;br /&gt;
| Hauptsitz       = München&lt;br /&gt;
| Lobbybüro =  Haus des Familienunternehmens, Pariser Platz 6a, Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.familienunternehmen.de familienunternehmen.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Stiftung Familienunternehmen''' setzt sich in Politik und Medien für die Anliegen der größten deutschen Familienunternehmen ein. In der Öffentlichkeit wird die Stiftung zuweilen als Vertretung des Mittelstands wahrgenommen, da die Begriffe Familienunternehmen und Mittelstand häufig synonym verwendet werden. Die rund 500 Förderer der Stiftung stammen allerdings nach eigenen Angaben &amp;quot;aus dem Kreis der größten deutschen Familienunternehmen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen.de/de/die-stiftung-familienunternehmen/transparenz Angaben auf der Webseite unter &amp;quot;Transparenz&amp;quot;] www.familienunternehmen.de, zuletzt aufgerufen am 19.03.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tatsächlich besteht das Kuratorium aus Vertretern großer Unternehmen, aus Superreichen und Vermögensverwaltern. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2016/09/erbschaftssteuer-wer-sind-die-lobbyisten-der-reichen/ LobbyControl: Erbschaftssteuer: Wer sind die Lobbyisten der Reichen?, 15.05.2017]&amp;lt;/ref&amp;gt; In ihrer politischen Arbeit konzentriert sich die Stiftung vor allem darauf, die stärkere Besteuerung von Reichtum abzuwehren (Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben konzentriert sich die Stiftung auf die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie den diesbezüglichen Erfahrungsaustausch zum Thema Familienunternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen.de/media/public/pdf/pressebereich/meldungen/2021/stiftung-familienunternehmen-und-politik_2021-06-07.pdf Presseinformation vom 07.06.2021], abgerufen am 01.10.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;  Hierzu gehöre beispielsweise die Förderung von Forschungsarbeiten sowie die Unterstützung von wissenschaftlichen Arbeiten und Lehrstühlen bzw. Instituten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf das Urteil des Bundesfinanzhofes aus dem Jahr 2019, in dem Attac die Gemeinnützigkeit abgesprochen wurde, ist die Stiftung Familienunternehmen um die neue Organisation '''Stiftung Familienunternehmen und Politik''' ergänzt worden, die nicht gemeinnützig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen.de/media/public/pdf/pressebereich/meldungen/2021/stiftung-familienunternehmen-und-politik_2021-06-07.pdf Presseinformation vom 07.06.2021], abgerufen am 01.10.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;  Als zentraler Ansprechpartner in allen politischen Belangen der Familienunternehmen wird sie sich künftig auch im Rahmen von Expertenanhörungen im Deutschen Bundestag äußern. Sie hat zunächst fünf feste Mitarbeiter, die im „Haus des Familienunternehmens“ in Berlin tätig sind. Die Organe der neuen Organisation (Vorstand, Geschäftsführer und Kuratorium) sind mit denen der Stiftung Familienunternehmen identisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner-Spenden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Eintrag im Lobbyregister/Transparenzregister===&lt;br /&gt;
Im deutschen Lobbyregister gibt die Stiftung Familienunternehmen und Politik an (Stand: 07.06.2023)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*im Jahr 2022 1.790.001 bis 1.800.000 Euro auszugeben und&lt;br /&gt;
*1 bis 10 Lobbyist:innen zu beschäftigen, von denen vier namentlich genannt werden ([https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R000083/20048?backUrl=%2Fsuche%3Fq%3DStiftung%2BFamilienunternehmen%26pageSize%3D10%26filter%255Bactivelobbyist%255D%255Btrue%255D%3Dtrue%26sort%3DRELEVANCE_DESC zum Registereintrag])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im europäischen Transparenzregister ist die Stiftung Familienunternehmen und Politik eingetragen. Dort hat sie für das Jahr 2022 200.000 - 299.999 Euro Lobbyausgaben und sechs beschäftigte Lobbyist:innen (Vollzeitäquivalent: 1,5) angegeben ([https://transparency-register.europa.eu/searchregister-or-update/organisation-detail_de?id=https://transparency-register.europa.eu/searchregister-or-update/organisation-detail_de?id=552069443013-09552069443013-09 zum Registereintrag])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Direkter Kontakt in die Politik===&lt;br /&gt;
Die Stiftung Familienunternehmen nimmt - seit 2022 über die Stiftung Familienunternehmen und Politik -  Einfluss auf politische Entscheidungen wie etwa zur Reform der Erbschaftssteuer (siehe unten). Die Stiftung organisiert regelmäßig Veranstaltungen, auf dem ihre Mitglieder mit hochrangigen Politikern ins Gespräch kommen können. Ihre Kontakte reichen bis hin zur höchsten Ebene: Sowohl die amtierende Kanzlerin [[Angela Merkel]] als auch ihr damaliger Herausforderer [[Peer Steinbrück]] ließen es sich im Wahljahr 2013 nicht nehmen, zum jährlichen Tag des deutschen Familienunternehmens zu erscheinen, zu dem die Stiftung in das Hotel Adlon in Berlin einlädt. In der Hochphase der Auseinandersetzung um einen neuen Kompromiss zur Erbschaftssteuer lobte Bundeskanzlerin Merkel auf dem Tag des Familienunternehmens die Lobbyarbeit der Stiftung: Ihre Anliegen seien gut bekannt, nun sollte sich die Stiftung nur noch „ein bisschen mit den sozialdemokratischen Ministerpräsidenten befassen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Medienkooperationen===&lt;br /&gt;
Bei den „Hauptstadtgesprächen“ im Haus des Familienunternehmens wirkte die Süddeutsche Zeitung als Medienpartner und berichtet ausführlich. Viele prominente Politiker waren bereits vertreten, u.a. konnte sich dort im Jahr 2013 der damalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück während seines Wahlkampfes profilieren. Auch ein weiteres jährliches Veranstaltungsformat wird in der Kooperation mit einer Zeitung durchgeführt, die &amp;quot;WELT-Währungskonferenz&amp;quot; in Kooperation mit der Zeitung &amp;quot;Die Welt&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/welt-waehrungskonferenz Website Stiftung Familienunternehmen: Weltwährungskonzferenz], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus werden Medien-Kontakte in den Kooperationen mit Journalistenschulen schon früh gepflegt. Darunter: die Axel-Springer-Akademie in Berlin, die Deutsche Journalistenschule in München, die Georg-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten in Düsseldorf und die  Kölner Journalistenschule für Wirtschaft und Politik.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/journalistenschulen Website Stiftung Familienunternehmen: Journalistenschulen], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einfluss in der Wissenschaft===&lt;br /&gt;
Auch in der Wissenschaft ist die Stiftung bestens vertreten: Sie fördert unter anderem die Institute und Forschungsstellen für Familienunternehmen an den Universitäten Witten-Herdecke ([http://www.wifu.de/ Wittener Institut für Familienunternehmen]), Friedrichshafen ([https://www.zu.de/institute/fif/index.php Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen]) und Bayreuth ([http://forschungsstelle-fuer-familienunternehmen.de/de/forschung/archiv/108-aktuelle-entwicklungen-2 Forschungsstelle für Familienunternehmen]). Es werden Aufträge für Studien vergeben und somit die wissenschaftliche Diskussion über Familienunternehmen geprägt. Stiftungsgründer Hennerkes selbst ist Honorarprofessor in Witten-Herdecke, der Geschäftsführer der Stiftung lehrt in Friedrichshafen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wifu.de/mitarbeiter-profil/?id=2001&amp;amp;ref=151 Professor Brun-Hagen Hennerkes] Uni Witten-Herdecke, abgerufen am 15.05.2017)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Stiftung betreibt auch Wissenschaftslobbyismus, indem sie gezielt die Forschung zu Themen wie der Erbschaftssteuer-Reform oder der Frauenquote unterstützt bzw. eigene Studien anfertigen lässt &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/publikationen-und-studien Publikationen/Studien] Website Stiftung Familienunternehmen, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zusätzlich veröffentlicht die Stiftung Familienunternehmen in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten, wie dem arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) oder dem ifo-Institut, wissenschaftliche Gutachten und Studien. In diesen Veröffentlichungen wird unter anderem die Steuerbelastung für Unternehmen thematisiert. Das Ergebnis der Studien ist dabei fast immer, dass die Unternehmenssteuern gesenkt/nicht erhöht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen.de/media/pages/publikationen/standortfaktor-koerperschaftsteuer/6aaa2aa145-1708355166/standortfaktor-koerperschaftsteuer_2024.pdf Standortfaktor Körperschaftsteuer] Website Stiftung Familienunternehmen vom 02.02.2024, abgerufen am 04.04.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen.de/de/publikationen/der-beitrag-der-familienunternehmen-zum-steueraufkommen-in-deutschland Der Beitrag der Familienunternehmen zum Steueraufkommen in Deutschland], Website Stiftung Familienunternehmen vom 02.02.2024, abgerufen am 09.04.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen.de/de/publikationen/der-beitrag-der-familienunternehmen-zum-steueraufkommen-in-deutschland Der Beitrag der Familienunternehmen zum Steueraufkommen in Deutschland], Website Stiftung Familienunternehmen vom 02.02.2024, abgerufen am 09.04.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen von Steuererhöhungen oder -senkungen auf Unternehmen sind in der Wirtschaftswissenschaft jedoch umstritten. So schreiben beispielsweise einige Expert:innen der Einführung einer Vermögenssteuer oder einer Reform der Erbschaftssteuer positive Effekte für die Gesellschaft zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.831670.de/21-50-1.pdf Grunderbe und Vermögensteuern können die Vermögensungleichheit verringern], Website DIW von 2021, abgerufen am 09.04.2024&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wsi.de/data/wsimit_2023_02_kommentar.pdf Deutschland braucht keine angebotspolitische Zeitwende], Website WSI von 2023, abgerufen am 09.04.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einfluss in der EU===&lt;br /&gt;
In Brüssel vertritt die Stiftung als Mitglied in der Expertengruppe Familienunternehmen die Interessen ihrer Förderer auf EU-Ebene.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/expertengruppe-familienunternehmen Website Stiftung Familienunternehmen: Expertengruppe Familienunternehmen], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Verbindungen zur AFD===&lt;br /&gt;
Ähnlich wie auch der Verband [[Die Familienunternehmer - ASU]] zeigt sich die Stiftung offen gegenüber den eurokritischen Positionen der AfD. Im Mai 2014 bot sie dem damaligen Parteichef [[Bernd Lucke]] die Bühne, indem sie ihn zur zentralen Veranstaltung der Stiftung, dem „Tag des deutschen Familienunternehmens“, als Podiumsgast einlud.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/projekte-veranstaltungen/tag-des-deutschen-familienunternehmens/fruehere-veranstaltungen Veranstaltungen], Website Stiftung Familienunternehmen, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Leiter der Berliner Repräsentanz „Haus des Familienunternehmens“ war zwischen April 2015 und Juni 2018 [[Matthias Lefarth]] &amp;lt;ref name=&amp;quot;Lefarth-Wechsel&amp;quot;&amp;gt; [https://www.familienunternehmen.de/----2018-07-02-Roland-Franke-leitet-Steuer--und-Finanzpolitik-der-Stiftung-Familienunternehmen-------_site.site..ls_dir._siteid.31_nav.-1_entryid.947_likecms.html Webseite Stiftung Familienunternehmen], abgerufen am 13.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Steuerexperte und Eurokritiker wechselte im Juli 2014 zunächst als Leiter Steuer- und Finanzpolitik zur Stiftung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/haus-des-familienunternehmens Haus des Familienunternehmens] Website Stiftung Familienunternehmen, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Lefarth war zeitweilig AfD-Landeschef in Berlin und unterstützte nach deren Angaben die Berliner AfD im Bereich der Steuer- und Finanzpolitik&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundespresseportal.de/berlin/6-berlin/afd-landesverband-berlin-entbindet-leiter-der-gesch%C3%A4ftsstelle-von-seinen-funktionen.html Rücktritt Lefarth] Website Bundespresseportal, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Juli 2018 wechselte Lefarth zur Europäischen Kommission.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lefarth-Wechsel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===Einfluss auf Reform der Erbschaftssteuer 2016===&lt;br /&gt;
Die Familienunternehmerlobby wertete die Reform der Erbschaftssteuer 2008 als großen Lobbyerfolg.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brun-hagen-hennerkes-ueber-familienunternehmen-und-erbschaftsteuer-a-835008.html Brun-Hagen Hennerkes-Über Familienunternehmen und Erbschaftssteuer] Der Spiegel, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit dem Verband [http://lobbypedia.de/wiki/Die_Familienunternehmer_-_ASU Die Familienunternehmer, ASU] setzt sich die Stiftung gegen eine stärkere Besteuerung von Reichtum ein. In einem gemeinsamen Appell von Stiftungsgründer Hennerkes und Großunternehmen wie Bitburger, die Quandt-Erben und der Autovermieter Erich Sixt heißt es, die Erbschaftssteuer sei ein „bürokratisches Monster“ und gefährde Arbeitsplätze in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erbschaftsteuer-das-mittelstandsfeindliche-monster-1.375841 Erbschaftsteuer- Das mittelstandsfeindliche Monster], Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; ,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/appell-des-mittelstandes-protestwelle-gegen-neue-erbschaftsteuer-rollt/3050698.html Appell des Mittelstandes- Protestwelle gegen neue Erbschaftssteuer rollt], Handelsblatt, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Regierung reagierte im Sinne der Unternehmer. Im Ergebnis sah die Reform u.a. vor, betriebliches Erbe von der Erbschaftssteuer weitgehend auszunehmen. &lt;br /&gt;
Das Bundesverfassungsgericht indes beurteilte die Bevorteilung der Familienunternehmen 2014 als teilweise grundgesetzwidrig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/verfassungsgericht-kippt-erbschaftssteuer-a-1008948.html Verfassungsgericht kippt Erbschaftssteuer], Der Spiegel, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis Mitte 2016 musste die Regierung eine neue Regelung vorlegen. Gegen die geplanten minimalen Korrekturen wendeten sich vehement die Stiftung Familienunternehmen und [[Die Familienunternehmer - ASU]], worauf Bundesfinanzmininster Schäuble den Regierungsentwurf im September 2015 wieder entschärfte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Debatte-Erbschaftsteuer-fuer-Firmenerben/!5231172/ Christoph Butterwegge: Ein Lehrstück des Lobbyismus, taz online vom 24.09.2015], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Der im Juni 2016 vorgelegte Entwurf der Erbschaftssteuerreform wurde in mehreren Kommentaren als ein Lobbyerfolg der Familienunternehmer gewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erbschaftsteuer-familienunternehmen-gewinnen-die-lobbyschlacht-1.3042505 Familienunternehmen gewinnen Lobbyschlacht um die Erbschaftsteuer], sz.de vom 20.06.2016, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/video/erbschaftsteuerreform-videokommentar-video-1683092.html Videokommentar zur Erbschaftsteuerreform: &amp;quot;Ein Lobbyerfolg der Familienunternehmer&amp;quot;], spiegel.de vom 20.06.2016, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sich im parlamentarischen Verfahren keine Einigung zwischen Bundestag und Bundesrat abzeichnete, kündigte das Verfassungsgericht im Juli an, das Verfahren wieder an sich zu ziehen, weil der Gesetzgeber die Frist für einer Änderung verpasst hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/inland/erbschaftsteuer-117.html Keine Einigung in Berlin Erbschaftsteuer wieder in Karlsruhe], tagesschau.de vom 14.07.2016, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/bvg16-041.html;jsessionid=AD599FFCA2D0924FD4A2615E44B7D37F.2_cid392 Nach Ablauf der in Sachen „Erbschaftsteuer“ gesetzten Frist zur Neuregelung soll das Normenkontrollverfahren erneut auf die Tagesordnung], Bundesverfassungsgericht: Pressemitteilung Nr. 41/2016 vom 14.06.2016, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 2016 einigten sich Bundestag und Bundesrat im Vermittlungsausschuss auf einen Kompromiss, nach dem Firmenerben weiter weitgehend verschont werden. Die Ökonomen Birger Scholz und Achim Truger kamen in einer von Campact in Auftrag gegebenen Studie zu dem Schluss, dass &amp;quot;die verfassungswidrige  übermäßige  Privilegierung  des  Be&lt;br /&gt;
triebsvermögens  im  Rahmen  der Erbschaft- und Schenkungsteuer im Ergebnis (fast) vollständig beibehalten&amp;quot; wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2016/10/Erbschaftsteuer_Fallbeispiele_Campact_Scholz_Truger_11.10.2016.pdf Erbschaftsteuer-Reform 2016: Eine Aktualisierung der Fallbeispiele nach dem Kompromiss im Vermittlungsausschuss. Kurzexpertise], Webseite von Campact, 11.10.2016, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies wurde auch in der taz heftig kritisiert&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5341401/ Kommentar Grüne und Erbschaftsteuer: Eine gefährliche Blamage], die taz, 14.10.2016, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hermann-Ulrich Viskorf, ehemaliger Vizepräsident des Bundesfinanzhof, urteilte gar: &amp;quot;Der Gesetzgeber hat die neuen Regeln aber so gestaltet, dass sie leicht umgangen werden können und nur für ganz wenige Erben großer Betriebsvermögen Bedeutung haben werden. Mein Fazit lautet: Das Ziel wurde verfehlt.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.ex-finanzrichter-zur-erbschaftsteuer-reform-packt-grundprobleme-nicht-an.9e561dd0-5c7d-4dcd-980f-babb288cfeef.html Ex-Finanzrichter zur Erbschaftsteuer: Reform packt Grundprobleme nicht an], Stuttgarter Nachrichten, 13.10.2016, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontakte zwischen der Stiftung Familienunternehmen, dem Verband [http://lobbypedia.de/wiki/Die_Familienunternehmer_-_ASU Die Familienunternehmer, ASU] und der Politik waren während der Kompromissfindung zur Reform der Erbschaftssteuer 2015 und 2016 offenbar sehr eng. Wie aus einer schriftlichen Anfrage von der Bundestagabgeordnete Lisa Paus (Grüne) an die Bundesregierung hervorgeht, trafen Vertreter der Stiftung Familienunternehmen und des Verbands &amp;quot;Die Familienunternehmen - ASU&amp;quot; zwischen Februar 2015 und Juni 2016 zwölf Mal auf ranghohe Vertreter der Bundesregierung, darunter Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Darunter waren neun Treffen mit der Stiftung Familienunternehmen, drei Treffen mit [http://lobbypedia.de/wiki/Die_Familienunternehmer_-_ASU Die Familienunternehmer, ASU] sowie ein gemeinsames Treffen mit beiden Lobbyverbänden. &amp;lt;ref&amp;gt;http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/097/1809729.pdf Bundestagsdrucksache 10/9729 sowie Personalien Eifrige Lobbyisten, Süddeutsche Zeitung vom 24./25.09.2016, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgelistet sind fünf Gespräche auf &amp;quot;Leitungsebene&amp;quot; mit dem Bundeskanzleramt, sieben weitere mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Finanzstaatssekretären der Union. Daneben hat es zahlreiche Treffen gegeben, bei denen am Rande &amp;quot;oftmals ein Gedankenaustausch&amp;quot; stattgefunden hat. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) empfing die Lobbyisten sogar in der Staatskanzlei. Auch zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne) gab es gute Kontakte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.presseportal.de/print/2453077-stuttgarter-zeitung-familienunternehmen-loben-kretschmann.html Pressemeldung der Süddeutschen Zeitung], Das Presseportal, 18.04.2013, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2016/10/letzter-akt-erbschaftssteuer-kretschmann-und-die-lobby-der-vermoegenden/ Letzter Akt Erbschaftssteuer: Kretschmann und die Lobby der Vermögenden], LobbyControl, 13.10.2016, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Süddeutscher Zeiung zahlten 2018 Großerben auf Erbschaften im Gesamtwert von 31 Mrd. Euro nur etwa fünf Prozent Steuer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erben-steuern-erbschaftsteuer-ungleichheit-1.4704923 Wer viel erbt, zahlt kaum Steuern], sueddeutsche.de vom 02.12.2019, abgerufen am 07.12.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Großerben werden die gut 600 Deutschen bezeichnet, die 2018 mehr als zehn Mio. Euro erbten oder geschenkt bekamen. Eine Kritik an den Vergünstigungen bei der Erbschaftsteuer von Stefan Bach, dem Steuerexperten des DIW, ist [https://www.fes.de/index.php?eID=dumpFile&amp;amp;t=f&amp;amp;f=80210&amp;amp;token=2dee952051a2c3e8b1148918e3873ec237e84d3a hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorstand und Geschäftsführer===&lt;br /&gt;
Vorstandsmitglieder sind: Rainer Kirchdörfer, Partner der Sozietät Hennerkes, Kirchdörfer &amp;amp; Lorz in Stuttgart, und Ulrich Stoll, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der Festo AG in Stuttgart. Brun-Hagen Hennerkes, Stifter und langjähriger Vorstandsvorsitzender, hat sich im Dezember 2019 aus Altersgründen aus dem Stiftungsvorstand zurückgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschäftsführer ist Stefan Heidbreder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen.de/de/die-stiftung-familienunternehmen/vorstand-geschaeftsfuehrung Vorstand &amp;amp; Geschäftsführung], familienunternehmen.de, abgerufen am 03.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuratorium===&lt;br /&gt;
Ein genauer Blick in das 42-köpfige Kuratorium der Stiftung gibt einige Hinweise auf die Förderer der Stiftung. Hier sitzt kaum ein Vertreter eines mittelständischen Unternehmens.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/die-stiftung-familienunternehmen/kuratorium Webseite Stiftung Familienunternehmen - Kuratorium], abgerufen am 03.07.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen sind hier Superreiche wie Johannes Kärcher (Alfred Kärcher), Edwin Kohl (Kohlpharma) oder Nicola Leibinger-Kammüller (Trumpf) vertreten. Weitere Kuratoriumsmitglieder sind Vertreter und Vertreterinnen von Großunternehmen wie Haniel, Henkel oder Theo Müller („Müllermilch“), deren Eigentümer-Familien Haniel, Henkel und Müller selbst zu den reichsten Deutschen zählen. Zu den Kuratoren gehört auch Bundesminister a.D. [[Hans-Peter Friedrich]] (CSU) und [[Günther Oettinger]] (CDU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenschaftlicher Beirat===&lt;br /&gt;
Mitglieder sind (Stand: Juli 2023)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.familienunternehmen.de/de/die-stiftung-familienunternehmen/wissenschaftlicher-beirat Wissenschaftlicher Beirat], familienunternehmen.de, abgerufen am 03.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Rainer Kirchdörfer]]  (Vorstand der Stiftung, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats), Partner der auf die Beratung von Familienunternehmen spezialisierten Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer &amp;amp; Lorz, Honorarprofessor an der Universität Witten/Herdecke&lt;br /&gt;
*[[Udo di Fabio]], Direktor für Öffentliches Recht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Bundesverfassungsrichter a.D.&lt;br /&gt;
*[[Clemens Fuest]], Präsident des [[ifo Institut für Wirtschaftsforschung]]&lt;br /&gt;
*Gabriel Felbermayr, Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung&lt;br /&gt;
*[[Hans-Werner Sinn]], ehem. Präsident des [[ifo Institut für Wirtschaftsforschung]]&lt;br /&gt;
*[[Kay Windthorst]], Geschäftsführender Direktor der Forschungsstelle für Familienunternehmen der Universität Bayreuth sowie Vorsitzender des Kuratoriums der Haniel Stiftung und Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrat der Haniel &amp;amp; Cie. GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Auf ihrer Webseite unter &amp;quot;Wer wir sind&amp;quot; bezeichnet sich die Stiftung als &amp;quot;Initiative von Familienunternehmen&amp;quot;. Unter &amp;quot;Transparenz&amp;quot; präzisiert sie: &amp;quot;Die Stiftung wird getragen von über 500 Firmen aus dem Kreis der größten deutschen Familienunternehmen.&amp;quot; In der Stiftung Familienunternehmen sind also etwa 0,02% aller rund 2,3 Millionen Familienunternehmen vertreten. Da die Begriffe Familienunternehmen und Mittelstand häufig synonym verwendet werden, wird die Stiftung fälschlicherweise zuweilen als Interessenvertretung des Mittelstands wahrgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den einzelnen Mitgliedern und Förderern der Stiftung macht die Stiftung keine Angaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut [https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/dd/aa/211920/SFUP_2022_Bilanz_GuV.pdf Gewinn- und Verlustrechnung für 2022] erzielte die Stiftung Familienunternehmen und Politik, deren Stiftungskapital 200 Tsd. Euro beträgt, Umsatzerlöse in Höhe von 1.848.227 Euro. Sie finanziert sich über Dienstleistungsverträge mit Familienunternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienunternehmen-politik.de/de/ueber-uns/die-stiftung-familienunternehmen-und-politik Die Stiftung Familienunternehmen und Politik], familienunternehmen-politik, abgerufen am 04.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut [https://www.familienunternehmen-politik.de/de/ueber-uns/satzung Satzung] soll es einen Förderkreis der Stiftung Familienunternehmen und Politik geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Informationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.finanzwende.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Stellungnahme_BVerfG-Erbschaftsteuer.pdf Stellungnahme von Netzwerk Steuergerechtigkeit, Finanzwende und taxmenow an das Bundesverfassungsgericht im Rahmen der Verfassungsbeschwerde gegen das Erbschaftsteuer- und Schenkungsgesetz 2016 - Mai 2023]&lt;br /&gt;
*[https://www.finanzwende.de/kampagnen/steuerprivilegien-kippen/aktion-tag-des-deutschen-familienunternehmens/ Zeitenwende heißt: Steuerprivilegien für Superreiche kippen! Aktion beim Tag des deutschen Familienunternehmens, Finanzwende vom 01.07.2022]&lt;br /&gt;
*[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erbschaftsteuer-die-bremser-1.3028569 Erbschaftsteuer – Die Lobby hat Erstaunliches erreicht], Süddeutsche Zeitung vom 10.06.2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stiftung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HelenR</name></author>
		
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