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	<title>Lobbypedia - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=FoodDrinkEurope&amp;diff=65744</id>
		<title>FoodDrinkEurope</title>
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		<updated>2018-08-22T12:39:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Einsatz gegen Regelungen für Zucker */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = FoodDrinkEurope&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:158px-FoodDrinkEurope-Logo.jpg|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = AISBL&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Dachverband der europäischen Lebensmittel- und Getränkeindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2011&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue des Nerviens, 9 - 31, Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Avenue des Nerviens, 9 - 31, Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.fooddrinkeurope.eu www.fooddrinkeurope.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''FoodDrinkEurope''' ist die größte Lobbyorganisation der Lebensmittelindustrie in Brüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einflussnahme und Lobbystrategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FoodDrinkEurope hat laut [[EU-Transparenzregister|EU-Transparenzregister]] 2016 zwischen 200.000 und 300.000 Euro für seine Lobbytätigkeit in Brüssel ausgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=75818824519-45&amp;amp;locale=de&amp;amp;indexation=true FoodDrinkEurope im EU-Transparenzregister] http://ec.europa.eu/transparencyregister/ vom 07.03.2018, abgerufen am 16.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kooperation mit der EU-Kommission===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*FoodDrinkEurope ist als Organisation Mitglied zahlreicher [[Expertengruppen der EU-Kommission]]. Laut Suche im Register der Expertengruppen im Februar 2015 ist FoodDrinkEurope in 49 Expertengruppen vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=search.resultNew&amp;amp;page=3 Suche nach &amp;quot;FoodDrinkEurope&amp;quot; im Register] abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Technologieplattformen der EU]]. Diese sollen die Wünsche der Industrie für das EU-Forschungsprogramm ermitteln und Beratungen dazu anbieten. Sie sollen Industrieexperten Einfluss darauf geben, wie einige der Forschungsgelder der EU ausgegeben werden.&lt;br /&gt;
**[http://etp.fooddrinkeurope.eu/asp/index.asp European Technology Platform (ETP) Food for Life]&lt;br /&gt;
**[http://www.fooddrinkeurope.eu/priorities/detail/nutrition-and-health/ EU Platform for Action on Diet, Physical Acitivity and Health (DPAH)]&lt;br /&gt;
*Geförderte Projekte&lt;br /&gt;
**[http://www.nu-age.eu NU-AGE Projekt]&lt;br /&gt;
**[http://processing-contaminants-prometheus.com/index.php PROMETHEUS Projekt]&lt;br /&gt;
*[http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/food/competitiveness/forum_food/index_en.htm High Level Forum for a Better Functioning Food Supply Chain]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik  ==&lt;br /&gt;
===Einsatz gegen Regelungen für Zucker===&lt;br /&gt;
Die Lebensmittelindustrie wehrt sich gezielt gegen Beschränkungen, die sich gegen die Verwendung von Zucker richten. Eine immer größere Anzahl von Studien und Forschungsergebnissen zeigen, dass die übermäßige Konsum zu Gesundheitsschäden führt. FoodDrinkEurope ist einer der Lobbyakteure, deren Strategien in einer Studie beleuchtet wurde, die im Sommer 2016 vom des Corporate Europe Observatory herausgegeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/a_spoonful_of_sugar_final.pdf A spoonful of sugar: How the food lobby fights sugar regulation in the EU], pdf, Webseite Corporate Europe Observatory, Juli 2016, zuletzt aufgerufen am 2.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) ===&lt;br /&gt;
FoodDrinkEurope setzt sich für für das Freihandelsabkommen [[TTIP]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fooddrinkeurope.eu/uploads/statements_documents/STATEMENT_FoodDrinkEurope_position_on_TTIP.pdf FoodDrinkEurope position on the EU-U.S. Transatlantic Trade and Investment Partnership, Webseite FoodDrinkEurope], abgerufen am 07. 02. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Roxane Feller, Director for Economic Affairs bei FoodDrinkEurope ist Mitglied der [[TTIP Advisory Group]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit zur Lebensmittelkennzeichnung (&amp;quot;Ampel&amp;quot;) ===&lt;br /&gt;
In den Jahren 2009-2010 wirkte FoodDrinkEurope maßgeblich daran mit, die geplanten verbraucherfreundlichen Ampel-Etiketten zu verhindern. Diese Etiketten sollten mithilfe von Farbcodes vor Produkten warnen, die besonders salz-, zucker- und fettreich sind. Stattdessen hat die Organisation die Mitglieder des Europäischen Parlament davon überzeugt, dass ein freiwilliger Ansatz auf Grundlage der sogenannten &amp;quot;Guided Daily Amounts&amp;quot;  (GDA) praktischer wäre - vor allem für die Hersteller von Produkten mit einem hohen Zucker- und Fettgehalt, die potenzielle Kunden nicht vergraulen wollten. In diesem Zusammenhang gab FoodDrinkEurope eigens mehrere Studien bei dem ebenfalls von der Lebensmittelindustrie finanzierten Think Tank [[European Food Information Council]] (EUFIC) in Auftrag, um dem eigenen Kennzeichnungskonzept zusätzliche Glaubwürdigkeit zu verleihen. Diese Studien sollten den Nutzen des GDA Modells belegen, ohne es jedoch überhaupt mit der Ampel zu vergleichen.&amp;lt;ref&amp;gt; Broschüre &amp;quot;Lobby Planet Das EU-Viertel&amp;quot;, Hrsg. Lobbycontrol und Corporate Europe Observatory (CEO), Fassung August 2012, S. 58 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2018 überraschte die Lebensmittelindustrie mit einem eigenen Vorschlag für eine Lebensmittelampel. Der Entwurf wurde jedoch stark kritisiert, da Bewertungen von Lebensmitteln auf der Grundlage von produktabhängigen Portionsgrößen getroffen wurden - nicht wie ursprünglich vorgeschlagen auf der Grundlage von einheitlichen 100 Gramm. Die Verbraucherorganisation Foodwatch e.V. bezeichnete den Vorschlag daher als &amp;quot;Pseudo-Ampel&amp;quot; und bezichtigte die Industrie der Täuschung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/de/informieren/ampelkennzeichnung/aktuelle-nachrichten/industrie-ampel-rechnet-produkte-gesund/?utm_source=newsletter Industrie-Ampel rechnet Produkte gesund] foodwatch.org vom 05.01.2018, abgerufen am 16.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/nahrungsmittelbranche-wie-die-industrie-die-lebensmittel-ampel-veraendern-will-1.3813822 Wie die Industrie die Lebensmittel-Ampel verändern will] Süddeutsche Zeitung vom 05.01.2018, abgerufen am 16.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/uploads/media/2018-01-05_Ampel-Vergleichstest_01.pdf Nährwert-Kennzeichnungsmodelle im Vergleich] foodwatch.org (ohne Datierung), abgerufen am 16.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Das Sekretariat===&lt;br /&gt;
Das Sekretariat ist die Zentrale der Interessenvertretung von FoodDrinkEurope in Brüssel. Generaldirektorin und damit Cheflobbyistin ist [[Mella Frewen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generaldirektorin: [[Mella Frewen]]&lt;br /&gt;
* ehem. Mitarbeiterin von [[Monsanto]] mit der Zuständigkeit für die Regierungsbeziehungen in Europa&lt;br /&gt;
* Frewen wurde 2012 als Mitglied des Verwaltungsrats der europäischen Lebensmittelaufsichtsbehörde [[EFSA]] vorgeschlagen. Die Ernennung wurde vom [[EU-Parlament]] gestoppt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eu-kommission-lobbyistin-soll-lebensmittel-kontrollieren-1.1835061 Silvia Liebrich: Lobbyistin soll Lebensmittel kontrollieren, Süddeutsche Zeitung online vom 4. Dezember 2013], abgerufen am 07.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direktorin für &amp;quot;Food Policy, Science and R&amp;amp;D&amp;quot;: [[Beate Kettlitz]]&lt;br /&gt;
* Kettlitz wurde 2013 ebenfalls als Mitglied des Verwaltungsrats der europäischen Lebensmittelaufsichtsbehörde [[EFSA]] vorgeschlagen. Sie wurde nach Protesten ebenso nicht benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiteren Mitarbeiter des Sekretariats sind [http://www.fooddrinkeurope.eu/about-us/secretariat/ hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Verwaltungsrat===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Verwaltungsrats (&amp;quot;Board of Directors&amp;quot;) sind [http://www.fooddrinkeurope.eu/uploads/static_pages_documents/Board_June_2014.pdf hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsident ist&lt;br /&gt;
*Jesús Serafin, Aguas de Fuensanta SA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Mitglieder sind Verbände und Unternehmen der europäischen Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Sie sind [http://www.fooddrinkeurope.eu/about-us/members/ hier] abrufbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder sind u.a.: &lt;br /&gt;
*[[Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde]] e.V. (BLL)&lt;br /&gt;
*[[Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie]] (BVE)&lt;br /&gt;
*[[Cargill]]&lt;br /&gt;
*[[Coca-Cola]]&lt;br /&gt;
*European Federation of Bottled Waters&lt;br /&gt;
*Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie (FIAA)&lt;br /&gt;
*Ferrero&lt;br /&gt;
*Mars&lt;br /&gt;
*[[Nestlé]]&lt;br /&gt;
*Südzucker&lt;br /&gt;
*The Brewers of Europe&lt;br /&gt;
*[[Unilever]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
FoodDrinkEurope ist Mitglied der&lt;br /&gt;
*[[Alliance for a Competitive European Industry]] (ACEI)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Der seit 2011 bestehende Verband ging aus der &amp;quot;Confederation of Food an Drink Industries of the EEC&amp;quot; (CIAA) hervor, die 1982 von der &amp;quot;Union of Industrial and Employer's Confederations of Europe&amp;quot;  (jetzige Bezeichnung: [[Businesseurope]]) gegründet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fooddrinkeurope.eu/about-us/role-and-mission/ Role and Mission - How FoodDrinkEurope came about], Webseite abgerufen am 07.02.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; FoodDrinkEurope  fördert die Interessen der Mitglieder insbesondere auf den Gebieten&lt;br /&gt;
*Nahrungsmittelsicherheit und Wissenschaft, &lt;br /&gt;
*Ernährung und Gesundheit, &lt;br /&gt;
*umweltbezogene Nachhaltigkeit und &lt;br /&gt;
*Wettbewerbsfähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das Sekretariat unterhält die Organisation enge Beziehungen zu europäischen und internationalen Institutionen und ist ein wichtiger Partner bei Beratungen zu allen Themen, die Europas Lebensmittel- und Getränkeindustrie betreffen. Das Sekretariat koordiniert die Arbeit von über 700 ExpertInnen über ihre Ausschüsse und Expertengruppen zu den oben genannten 4 Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar_und_Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
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		<title>European Chemical Industry Council</title>
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		<updated>2018-08-10T10:01:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Lobbystrategien und Einfluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer]] und [[BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2017 gab der Cefic 12,3 Mio. € für Lobbyarbeit in Brüssel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council Profil CEFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur [[EU-Kommission]] und dem [[EU-Parlament]]; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der EU-Kommission und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] (35) und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, zuletzt aufgerufen am 10.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 10.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://cefic-lri.org/about-cefic-lri/ LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 10.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2018) sind bei Cefic mehr als 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 25 davon haben eine Akkreditierung für das [[EU-Parlament]]. &amp;lt;br /&amp;gt;Cefic verfügte 2017 über ein Budget von 41 Mio. €, von dem er 12,3 Mio. € für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2017&lt;br /&gt;
||12.300.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2016&lt;br /&gt;
||12.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Mio. Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf 4 Mio. Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach Inkrafttreten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang zu den Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der GD Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der GD Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden auszuwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EU-Chemikalienverordung REACH===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die sogenannte Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Hierbei werden Gesetzesinitiativen bevor sie in den gewählten Parlamenten besprochen werden, nach den Auswirkungen auf den Handel beurteilt. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 492 Mitglieder (Stand August 2018) und 113 Partner. Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören 71 Unternehmen, u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
* Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie (19). Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
* Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört insgesamt 402 Unternehmen u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen (39). Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
* Partner Associations sind europäische Verbände (21), die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
* Partner Companies sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten (53). Zu ihnen gehört z. B. [[Südzucker]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Cefic-Members-Partners/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 09. August 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind [http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehört unter anderem Saori Dubourg - Vorstandsmitglied von [[BASF]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit|Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européen des Fédérations de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=65708</id>
		<title>Deutscher Bauernverband</title>
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		<updated>2018-08-09T13:27:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Johannes Röring */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Land- und Forstwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. mit Sitz in Berlin (DBV) ist als Spitzenverband der deutschen Land- und Forstwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Dem DBV gehören 18 Landesbauernverbände als ordentliche Mitglieder an sowie der [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutsche Raiffeisenverband]] und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/landesverbaende Landesbauernverbände], bauernverband.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den ordentlichen Mitgliedern hat der DBV 43 Verbände und Organisationen als assoziierte Mitglieder. Über 90 Prozent der rund 300.000 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland sind Mitglied im DBV.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/aufgaben-ziele-507890 Aufgaben und Ziele], bauernverband.de, abgerufen am 22.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der CDU, steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen besserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des &amp;quot;Forums Moderne Landwirtschaft&amp;quot;, dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; Präsident Rukwied ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.muw-nachrichten.de/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten/ Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], muv-nachrichten.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.forum-moderne-landwirtschaft.de/zusammen-mehr-erreichen Unsere Mitglieder], forum-moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Simon W. Schlüter, ehem. Büroleiter der bayerischen Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler, die Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft ist (Stand: Juli 2018)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.netzwerk-ebd.de/nachrichten/neuer-leiter-des-dbv-bueros-in-bruessel-dr-simon-w-schlueter/ Neuer Leiter des DBV-Büros in Brüssel: Dr. Simon W. Schlüter], netzwerk-ebd.de, abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]], dessen Präsident Joachim Rukwied ist.&lt;br /&gt;
Der DBV beschäftigt vier Lobbyisten auf EU-Ebene. Dabei sind zwei Lobbyisten beim Europäischen Parlament akkreditiert. Seit 2014 hat der Verband an 17 Treffen der Kommission teilgenommen. Das EU-Transparenzregister führt Lobby-Ausgaben des DBV in Höhe von 280.000€ auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=73085531345-65 Transparenz-Register: Deutscher Bauernverband], Transparenz-Register, abgerufen am 09.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der Landwirt [[Johannes Röring|Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des Agrarbeirats der Bundesregierung, im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertritt Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter ist er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring ist weiterhin Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fachbeirat-unter-neuer-fuehrung.html Fachbeirat unter neuer Führung], q-s.de vom 24.01.2013, abgerufen am 18.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Vergleich mit gesetzlichen Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter haben ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000-2 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: Mai 2017):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsident von [[COPA]]&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
* Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
* Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, R+V Versicherung AG&lt;br /&gt;
* Mitglied in Kontrollgremien: Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH, Kreditanstalt für Wiederaufbau, LAND-DATA GmbH, Landwirtschaftliche Rentenbank, LV-Unternehmensberatungsdienste GmbH, Messe Berlin GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Aufsichtsrat-und-Ausschuesse/Aufsichtsrat/Rukwied_SZ_Lebenslauf_1.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzucker.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Juli 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar. Vorsitzender des Ausschusses für Schweinefleisch ist Johannes Röring.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
* [https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=65707</id>
		<title>Deutscher Bauernverband</title>
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		<updated>2018-08-09T13:16:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Lobbystrategien und Einfluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Land- und Forstwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. mit Sitz in Berlin (DBV) ist als Spitzenverband der deutschen Land- und Forstwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Dem DBV gehören 18 Landesbauernverbände als ordentliche Mitglieder an sowie der [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutsche Raiffeisenverband]] und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/landesverbaende Landesbauernverbände], bauernverband.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den ordentlichen Mitgliedern hat der DBV 43 Verbände und Organisationen als assoziierte Mitglieder. Über 90 Prozent der rund 300.000 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland sind Mitglied im DBV.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/aufgaben-ziele-507890 Aufgaben und Ziele], bauernverband.de, abgerufen am 22.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der CDU, steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen besserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des &amp;quot;Forums Moderne Landwirtschaft&amp;quot;, dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; Präsident Rukwied ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.muw-nachrichten.de/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten/ Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], muv-nachrichten.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.forum-moderne-landwirtschaft.de/zusammen-mehr-erreichen Unsere Mitglieder], forum-moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Simon W. Schlüter, ehem. Büroleiter der bayerischen Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler, die Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft ist (Stand: Juli 2018)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.netzwerk-ebd.de/nachrichten/neuer-leiter-des-dbv-bueros-in-bruessel-dr-simon-w-schlueter/ Neuer Leiter des DBV-Büros in Brüssel: Dr. Simon W. Schlüter], netzwerk-ebd.de, abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]], dessen Präsident Joachim Rukwied ist.&lt;br /&gt;
Der DBV beschäftigt vier Lobbyisten auf EU-Ebene. Dabei sind zwei Lobbyisten beim Europäischen Parlament akkreditiert. Seit 2014 hat der Verband an 17 Treffen der Kommission teilgenommen. Das EU-Transparenzregister führt Lobby-Ausgaben des DBV in Höhe von 280.000€ auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=73085531345-65 Transparenz-Register: Deutscher Bauernverband], Transparenz-Register, abgerufen am 09.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der Landwirt [[Johannes Röring|Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des Agrarbeirats der Bundesregierung, im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertritt Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter ist er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring ist weiterhin Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fachbeirat-unter-neuer-fuehrung.html Fachbeirat unter neuer Führung], q-s.de vom 24.01.2013, abgerufen am 18.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Vergleich mit gesetzlichen Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter haben ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts im eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000-2 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: Mai 2017):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsident von [[COPA]]&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
* Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
* Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, R+V Versicherung AG&lt;br /&gt;
* Mitglied in Kontrollgremien: Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH, Kreditanstalt für Wiederaufbau, LAND-DATA GmbH, Landwirtschaftliche Rentenbank, LV-Unternehmensberatungsdienste GmbH, Messe Berlin GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Aufsichtsrat-und-Ausschuesse/Aufsichtsrat/Rukwied_SZ_Lebenslauf_1.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzucker.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Juli 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar. Vorsitzender des Ausschusses für Schweinefleisch ist Johannes Röring.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
* [https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=65706</id>
		<title>Deutscher Bauernverband</title>
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		<updated>2018-08-09T13:12:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Lobbystrategien und Einfluss */  Angaben über europäische Lobbyarbeit (ab Der DBV beschäftigt..)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Land- und Forstwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. mit Sitz in Berlin (DBV) ist als Spitzenverband der deutschen Land- und Forstwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Dem DBV gehören 18 Landesbauernverbände als ordentliche Mitglieder an sowie der [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutsche Raiffeisenverband]] und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/landesverbaende Landesbauernverbände], bauernverband.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den ordentlichen Mitgliedern hat der DBV 43 Verbände und Organisationen als assoziierte Mitglieder. Über 90 Prozent der rund 300.000 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland sind Mitglied im DBV.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/aufgaben-ziele-507890 Aufgaben und Ziele], bauernverband.de, abgerufen am 22.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der CDU, steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen besserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des &amp;quot;Forums Moderne Landwirtschaft&amp;quot;, dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; Präsident Rukwied ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.muw-nachrichten.de/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten/ Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], muv-nachrichten.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.forum-moderne-landwirtschaft.de/zusammen-mehr-erreichen Unsere Mitglieder], forum-moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Simon W. Schlüter, ehem. Büroleiter der bayerischen Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler, die Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.netzwerk-ebd.de/nachrichten/neuer-leiter-des-dbv-bueros-in-bruessel-dr-simon-w-schlueter/ Neuer Leiter des DBV-Büros in Brüssel: Dr. Simon W. Schlüter], netzwerk-ebd.de, abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: Juli 2018). Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]], dessen Präsident Joachim Rukwied ist.&lt;br /&gt;
Der DBV beschäftigt vier Lobbyisten auf EU-Ebene. Dabei sind zwei Lobbyisten beim Europäischen Parlament akkreditiert. Seit 2014 hat der Verband an 17 Treffen der Kommission teilgenommen. Das EU-Transparenzregister führt Lobby-Ausgaben des DBV in Höhe von 280.000€ auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=73085531345-65 Transparenz-Register: Deutscher Bauernverband], Transparenz-Register, abgerufen am 09.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der Landwirt [[Johannes Röring|Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des Agrarbeirats der Bundesregierung, im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertritt Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter ist er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring ist weiterhin Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fachbeirat-unter-neuer-fuehrung.html Fachbeirat unter neuer Führung], q-s.de vom 24.01.2013, abgerufen am 18.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Vergleich mit gesetzlichen Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter haben ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts im eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000-2 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: Mai 2017):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsident von [[COPA]]&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
* Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
* Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, R+V Versicherung AG&lt;br /&gt;
* Mitglied in Kontrollgremien: Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH, Kreditanstalt für Wiederaufbau, LAND-DATA GmbH, Landwirtschaftliche Rentenbank, LV-Unternehmensberatungsdienste GmbH, Messe Berlin GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Aufsichtsrat-und-Ausschuesse/Aufsichtsrat/Rukwied_SZ_Lebenslauf_1.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzucker.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Juli 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar. Vorsitzender des Ausschusses für Schweinefleisch ist Johannes Röring.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
* [https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=65705</id>
		<title>Deutscher Bauernverband</title>
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		<updated>2018-08-09T13:06:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Lobbystrategien und Einfluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Land- und Forstwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. mit Sitz in Berlin (DBV) ist als Spitzenverband der deutschen Land- und Forstwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Dem DBV gehören 18 Landesbauernverbände als ordentliche Mitglieder an sowie der [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutsche Raiffeisenverband]] und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/landesverbaende Landesbauernverbände], bauernverband.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den ordentlichen Mitgliedern hat der DBV 43 Verbände und Organisationen als assoziierte Mitglieder. Über 90 Prozent der rund 300.000 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland sind Mitglied im DBV.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/aufgaben-ziele-507890 Aufgaben und Ziele], bauernverband.de, abgerufen am 22.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der CDU, steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen besserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des &amp;quot;Forums Moderne Landwirtschaft&amp;quot;, dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; Präsident Rukwied ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.muw-nachrichten.de/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten/ Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], muv-nachrichten.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.forum-moderne-landwirtschaft.de/zusammen-mehr-erreichen Unsere Mitglieder], forum-moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Simon W. Schlüter, ehem. Büroleiter der bayerischen Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler, die Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.netzwerk-ebd.de/nachrichten/neuer-leiter-des-dbv-bueros-in-bruessel-dr-simon-w-schlueter/ Neuer Leiter des DBV-Büros in Brüssel: Dr. Simon W. Schlüter], netzwerk-ebd.de, abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: Juli 2018). Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]], dessen Präsident Joachim Rukwied ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der Landwirt [[Johannes Röring|Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des Agrarbeirats der Bundesregierung, im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertritt Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter ist er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring ist weiterhin Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fachbeirat-unter-neuer-fuehrung.html Fachbeirat unter neuer Führung], q-s.de vom 24.01.2013, abgerufen am 18.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Vergleich mit gesetzlichen Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter haben ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts im eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000-2 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: Mai 2017):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsident von [[COPA]]&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
* Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
* Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, R+V Versicherung AG&lt;br /&gt;
* Mitglied in Kontrollgremien: Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH, Kreditanstalt für Wiederaufbau, LAND-DATA GmbH, Landwirtschaftliche Rentenbank, LV-Unternehmensberatungsdienste GmbH, Messe Berlin GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Aufsichtsrat-und-Ausschuesse/Aufsichtsrat/Rukwied_SZ_Lebenslauf_1.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzucker.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Juli 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar. Vorsitzender des Ausschusses für Schweinefleisch ist Johannes Röring.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
* [https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=65704</id>
		<title>Deutscher Bauernverband</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=65704"/>
		<updated>2018-08-09T13:04:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Fachausschüsse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Land- und Forstwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. mit Sitz in Berlin (DBV) ist als Spitzenverband der deutschen Land- und Forstwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Dem DBV gehören 18 Landesbauernverbände als ordentliche Mitglieder an sowie der [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutsche Raiffeisenverband]] und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/landesverbaende Landesbauernverbände], bauernverband.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den ordentlichen Mitgliedern hat der DBV 43 Verbände und Organisationen als assoziierte Mitglieder. Über 90 Prozent der rund 300.000 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland sind Mitglied im DBV.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/aufgaben-ziele-507890 Aufgaben und Ziele], bauernverband.de, abgerufen am 22.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der CDU, steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen besserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des &amp;quot;Forums Moderne Landwirtschaft&amp;quot;, dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; Präsident Rukwied ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.muw-nachrichten.de/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten/ Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], muv-nachrichten.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.forum-moderne-landwirtschaft.de/zusammen-mehr-erreichen Unsere Mitglieder], forum-moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Simon W. Schlüter, ehem. Büroleiter der bayerischen Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler, die Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.netzwerk-ebd.de/nachrichten/neuer-leiter-des-dbv-bueros-in-bruessel-dr-simon-w-schlueter/ Neuer Leiter des DBV-Büros in Brüssel: Dr. Simon W. Schlüter], netzwerk-ebd.de, abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: Juli 2018). Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der Landwirt [[Johannes Röring|Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des Agrarbeirats der Bundesregierung, im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertritt Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter ist er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring ist weiterhin Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fachbeirat-unter-neuer-fuehrung.html Fachbeirat unter neuer Führung], q-s.de vom 24.01.2013, abgerufen am 18.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Vergleich mit gesetzlichen Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter haben ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts im eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000-2 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: Mai 2017):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsident von [[COPA]]&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
* Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
* Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, R+V Versicherung AG&lt;br /&gt;
* Mitglied in Kontrollgremien: Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH, Kreditanstalt für Wiederaufbau, LAND-DATA GmbH, Landwirtschaftliche Rentenbank, LV-Unternehmensberatungsdienste GmbH, Messe Berlin GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Aufsichtsrat-und-Ausschuesse/Aufsichtsrat/Rukwied_SZ_Lebenslauf_1.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzucker.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Juli 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar. Vorsitzender des Ausschusses für Schweinefleisch ist Johannes Röring.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
* [https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=65703</id>
		<title>Deutscher Bauernverband</title>
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		<updated>2018-08-09T13:03:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Präsident */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Land- und Forstwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. mit Sitz in Berlin (DBV) ist als Spitzenverband der deutschen Land- und Forstwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Dem DBV gehören 18 Landesbauernverbände als ordentliche Mitglieder an sowie der [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutsche Raiffeisenverband]] und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/landesverbaende Landesbauernverbände], bauernverband.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den ordentlichen Mitgliedern hat der DBV 43 Verbände und Organisationen als assoziierte Mitglieder. Über 90 Prozent der rund 300.000 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland sind Mitglied im DBV.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/aufgaben-ziele-507890 Aufgaben und Ziele], bauernverband.de, abgerufen am 22.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der CDU, steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen besserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des &amp;quot;Forums Moderne Landwirtschaft&amp;quot;, dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; Präsident Rukwied ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.muw-nachrichten.de/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten/ Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], muv-nachrichten.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.forum-moderne-landwirtschaft.de/zusammen-mehr-erreichen Unsere Mitglieder], forum-moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Simon W. Schlüter, ehem. Büroleiter der bayerischen Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler, die Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.netzwerk-ebd.de/nachrichten/neuer-leiter-des-dbv-bueros-in-bruessel-dr-simon-w-schlueter/ Neuer Leiter des DBV-Büros in Brüssel: Dr. Simon W. Schlüter], netzwerk-ebd.de, abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: Juli 2018). Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der Landwirt [[Johannes Röring|Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des Agrarbeirats der Bundesregierung, im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertritt Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter ist er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring ist weiterhin Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fachbeirat-unter-neuer-fuehrung.html Fachbeirat unter neuer Führung], q-s.de vom 24.01.2013, abgerufen am 18.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Vergleich mit gesetzlichen Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter haben ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts im eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000-2 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: Mai 2017):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsident von [[COPA]]&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
* Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
* Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, R+V Versicherung AG&lt;br /&gt;
* Mitglied in Kontrollgremien: Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH, Kreditanstalt für Wiederaufbau, LAND-DATA GmbH, Landwirtschaftliche Rentenbank, LV-Unternehmensberatungsdienste GmbH, Messe Berlin GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Aufsichtsrat-und-Ausschuesse/Aufsichtsrat/Rukwied_SZ_Lebenslauf_1.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzucker.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Juli 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
* [https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Bauernverband&amp;diff=65702</id>
		<title>Deutscher Bauernverband</title>
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		<updated>2018-08-09T13:00:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Deutscher Bauernverband&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Bild:Logo.DBV.png|mini|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Dachverband der deutschen Land- und Forstwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1948&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = 10117 Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = B-1050 Brüssel, Rue de Luxembourg 47-51&lt;br /&gt;
| Homepage          = [https://www.bauernverband.de/dbv www.bauernverband.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Bauernverband''' e.V. mit Sitz in Berlin (DBV) ist als Spitzenverband der deutschen Land- und Forstwirtschaft einer der mächtigsten Lobbyorganisationen Deutschlands. Dem DBV gehören 18 Landesbauernverbände als ordentliche Mitglieder an sowie der [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutsche Raiffeisenverband]] und der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/landesverbaende Landesbauernverbände], bauernverband.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den ordentlichen Mitgliedern hat der DBV 43 Verbände und Organisationen als assoziierte Mitglieder. Über 90 Prozent der rund 300.000 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland sind Mitglied im DBV.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/aufgaben-ziele-507890 Aufgaben und Ziele], bauernverband.de, abgerufen am 22.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Über seine Repräsentanz in den maßgeblichen Bundestagsausschüssen und seinen Einfluß in den Parteien, insbesondere der CDU, steuert der DBV die Ausgestaltung der Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik in Deutschland. Dem Verband ist es immer wieder gelungen, staatliche Initiativen zum Schutz von Verbrauchern und Tieren sowie der Umwelt zu verhindern bzw. zu verwässern. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) haben 13 der 17 Vertreter aus CDU/CSU im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft einen Bezug zur Branche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend groß sei der Widerstand gegen strengeres Düngerecht, gegen Beschränkungen der Massentierhaltung, gegen strengere Luftreinhaltungsvorgaben für Ställe, gegen ein Verbot von Glyphosat oder gegen besserte Tierschutzgesetze. Der DBV ist Mitglied des &amp;quot;Forums Moderne Landwirtschaft&amp;quot;, dem auch Glyphosat-Hersteller angehören; Präsident Rukwied ist Vorstandsvorsitzender des Forums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.muw-nachrichten.de/bauernverbands-praesident-will-weiter-fuer-monsanto-arbeiten/ Bauernverbands-Präsident will weiter für Monsanto arbeiten], muv-nachrichten.de vom 19.08.2016, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.forum-moderne-landwirtschaft.de/zusammen-mehr-erreichen Unsere Mitglieder], forum-moderne-landwirtschaft.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Geschäftsstelle Brüssel (Internationale Beziehungen), die Lobbyarbeit auf EU-Ebene übernimmt, ist Simon W. Schlüter, ehem. Büroleiter der bayerischen Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler, die Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.netzwerk-ebd.de/nachrichten/neuer-leiter-des-dbv-bueros-in-bruessel-dr-simon-w-schlueter/ Neuer Leiter des DBV-Büros in Brüssel: Dr. Simon W. Schlüter], netzwerk-ebd.de, abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: Juli 2018). Bei der EU-Lobbyarbeit nutzt der DBV auch seine Mitgliedschaft in dem europäischen Agrar-Dachverband [[COPA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende Netzwerker der Agrarlobby mit DBV-Bezug==&lt;br /&gt;
===Johannes Röring===&lt;br /&gt;
Der Landwirt [[Johannes Röring|Johannes Röring]] ist an einem Schweinezuchtbetrieb in Vreden beteiligt, in dem nach Einschätzung von Prof. Matthias Gauly, Mitglied des Agrarbeirats der Bundesregierung, im September 2016 die schlechteste Form von Schweinehaltung praktiziert wurde, die man sich vorstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schweinemastbetreiber und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV vertritt Röring eigene Interessen und die Interessen der gesamten deutschen Schweinemastbetreiber. Für diese ist Tierschutz im Wesentlichen ein Kostenfaktor; Tierschutzvorgaben werden von ihnen meist verhindert oder abgeschwächt. Gleichzeitig ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Mitglied im Agrarausschuss des Bundestags, der für die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/ernaehrung Arbeit und Aufgaben], bundestag.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundestagsabgeordneter ist er somit für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röring ist weiterhin Vorsitzender des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der landwirtschaftlichen Prüfstelle QS (Qualität und Sicherung GmbH) und Mitglied des QS-Kuratoriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/pressemeldungen/fachbeirat-unter-neuer-fuehrung.html Fachbeirat unter neuer Führung], q-s.de vom 24.01.2013, abgerufen am 18.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kontrollen im Rahmen des QS-Systems gehört auch die Überprüfung der Anforderungen zum Tierschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; QS wirbt damit, dass im QS-System höhere Anforderungen an den Tierschutz und die Tiergesundheit gelten, als der Gesetzgeber es vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.q-s.de/faq/haeufige-fragen-und-unserer-antworten-darauf.html Vergleich mit gesetzlichen Anforderungen], q-s.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach den Vorwürfen gegen die Bedingungen in seinem Schweinemastbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/aerger-im-schweinesystem Ärger im Schweinesystem], Der Freitag 12.10.2016, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-tierschuetzer-machen-fuehrenden-landwirten-schwere-vorwuerfe-1.3173975 Tierschützer machen Landwirten schwere Vorwürfe], sueddeutsche.de vom 22.09.2016, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Röring seine Posten bei der QS jedoch behalten. QS-Mitarbeiter haben ihrem Kuratoriumsmitglied und Fachbeiratsvorsitzenden nach einer erbetenen Sonderprüfung in kürzester Zeit die Unbedenklichkeit der Schweinehaltung bestätigt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.johannes-roering.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=316 Stellungnahme zur Berichterstattung von „Panorama“ am 22.09.2016], johannes-roering.de, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Münster gegen Röring ist im Dezember 2016 wegen eines fehlenden Anfangsverdachts im eingestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Tierschutz-Verfahren-gegen-Roering-eingestellt-33932?crefresh=1 Verfahren gegen Röring eingestellt], fleischwirtschaft.de vom 19.12.2018, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Videosequenzen seien zwar Zustände zu sehen, die auf Missstände in der Schweinemasthaltung hindeuten könnten, doch gäben die Momentaufnahmen keine Auskunft über die Dauer oder Wiederholung der Zustände und belegten keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte den Vorgang wie folgt: „Alles blieb beim Alten, genau so, wie Röring es will“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 28.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Franz-Josef Holzenkamp===&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Unternehmer [[Franz-Josef Holzenkamp]] ist seit 07/2017 Präsident des [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverbands]] (DRV), der dem DBV als Mitglied angehört. Weiterhin ist er seit 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der AGRAVIS Raiffeisen AG und seit 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisendruckerei GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.raiffeisen.de/personen Vita], raiffeisen.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2015 war er Vorstandsmitglied der Marketing Gesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. und bis 2013 Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband. Der seit Jahren als Agrarlobbyist tätige Landwirt war außerdem bis 2017 CDU-Bundestagsabgeordneter, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, in dem die Weichen für die Agrarpolitik gestellt werden. Auch Holzenkamp war als Bundestagsabgeordneter für den Bereich zuständig, für den er als Unternehmer und Lobbyist aktiv war. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat er bei der geplanten Änderung der Düngeverordnung Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD geleistet und dafür gesorgt, dass die Forderung nach einer „bedarfsgerechten Düngung“ aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000-2 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen], sueddeutsche.de vom 15.09.2017, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast zeit- und wortgleich habe der Bauernverband in einer Anhörung kritisiert, dass der Landwirt bei einer Änderung der Verordnung nicht mehr die &amp;quot;bedarfsgerechte Düngung&amp;quot; der Pflanzen anwenden könne, sondern sich immer schärferen Grenzwerten unterordnen müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2018: Ablehnung der Lebensmittelampel===&lt;br /&gt;
Laut Pressemeldung vom 18. Juni 2018 lehnt der DBV die Forderung der Verbraucherminister der Länder nach einer Lebensmittelampel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauernverband.de/ernaehrungskompetenz-foerdern-statt-ampeln-fordern Ernährungskompetenz fördern statt Ampeln fordern], bauernverband.de vom 18.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten von der Bundesregierung eine bessere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Lebensmittelverpackungen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9262390.html Verbraucherminister wollen Fett, Zucker und Salz kennzeichnen, aber nicht mit einer Ampel], topagrar.com vom 19.06.2018, abgerufen am 25.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen==&lt;br /&gt;
===Präsidium===&lt;br /&gt;
Das Präsidium des DBV setzt sich aus dem Vorstand, den Landesbauernpräsidenten, den beiden Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes sowie dem Generalsekretär zusammen. Assoziierte Mitglieder werden zu den Sitzungen beratend hinzugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Präsidiumsmitgliedern gehören neben dem [https://www.bauernverband.de/vorstand Vorstand] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Johannes Röring|Johannes Röring]], selbständiger Landwirt (Schweinemast), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im DBV, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/roering_johannes/522980 Biografie Deutscher Bundestag], bundestag.de, abgerufen am 27.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präsident===&lt;br /&gt;
Präsident [[Joachim Rukwied]], selbständiger Landwirt und Weinbauer, ist außerdem (Stand: Mai 2017):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Vorstands des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Vorstands der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG&lt;br /&gt;
* Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks (SWR)&lt;br /&gt;
* Mitglied des Präsidiums des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender des Forums Moderne Landwirtschaft e.V.&lt;br /&gt;
* Mitglied des Aufsichtsrats: Südzucker AG, Baywa AG, R+V Versicherung AG&lt;br /&gt;
* Mitglied in Kontrollgremien: Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH, Kreditanstalt für Wiederaufbau, LAND-DATA GmbH, Landwirtschaftliche Rentenbank, LV-Unternehmensberatungsdienste GmbH, Messe Berlin GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Aufsichtsrat-und-Ausschuesse/Aufsichtsrat/Rukwied_SZ_Lebenslauf_1.pdf Lebenslauf und Tätigkeitsübersicht], suedzucker.de, abgerufen am 29.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Generalsekretär===&lt;br /&gt;
Generalsekretär ist Bernhard Krüsken (Stand: Juli 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fachausschüsse===&lt;br /&gt;
Die Fachausschüsse leisten die fachliche Vorarbeit für das Präsidium und haben eine beratende Funktion. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Fachausschüsse sind [https://www.bauernverband.de/fachausschuesse hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/report-hegen-und-pflegen-1.3668000 Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen - Recherche der Süddeutschen Zeitung, September 2017]&lt;br /&gt;
* [https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2015/KAB2015_53_58_Ostendorff_Heintz.pdf Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich, Auszug aus dem Kritischen Agrarbericht 2015]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrar und Ernährung|Kategorie:Agrar und Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65698</id>
		<title>European Chemical Industry Council</title>
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		<updated>2018-08-09T12:00:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Mitglieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer]] und [[BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2017 gab der Cefic 12,3 Mio. € für Lobbyarbeit in Brüssel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council Profil CEFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur [[EU-Kommission]] und dem [[EU-Parlament]]; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der EU-Kommission und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, Eintrag vom 22. April 2016, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic-lri.org/about-lri LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 08.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2018) sind bei Cefic mehr als 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 25 davon haben eine Akkreditierung für das [[EU-Parlament]]. &amp;lt;br /&amp;gt;Cefic verfügte 2017 über ein Budget von 41 Mio. €, von dem er 12,3 Mio. € für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2017&lt;br /&gt;
||12.300.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2016&lt;br /&gt;
||12.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Mio. Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf 4 Mio. Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach Inkrafttreten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang zu den Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der GD Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der GD Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden auszuwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EU-Chemikalienverordung REACH===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die sogenannte Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Hierbei werden Gesetzesinitiativen bevor sie in den gewählten Parlamenten besprochen werden, nach den Auswirkungen auf den Handel beurteilt. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 492 Mitglieder (Stand August 2018) und 113 Partner. Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören 71 Unternehmen, u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
* Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie (19). Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
* Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört insgesamt 402 Unternehmen u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen (39). Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
* Partner Associations sind europäische Verbände (21), die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
* Partner Companies sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten (53). Zu ihnen gehört z. B. [[Südzucker]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Cefic-Members-Partners/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 09. August 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind [http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehört unter anderem Saori Dubourg - Vorstandsmitglied von [[BASF]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit|Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européen des Fédérations de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65697</id>
		<title>European Chemical Industry Council</title>
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		<updated>2018-08-09T11:59:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Mitglieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer]] und [[BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2017 gab der Cefic 12,3 Mio. € für Lobbyarbeit in Brüssel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council Profil CEFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur [[EU-Kommission]] und dem [[EU-Parlament]]; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der EU-Kommission und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, Eintrag vom 22. April 2016, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic-lri.org/about-lri LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 08.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2018) sind bei Cefic mehr als 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 25 davon haben eine Akkreditierung für das [[EU-Parlament]]. &amp;lt;br /&amp;gt;Cefic verfügte 2017 über ein Budget von 41 Mio. €, von dem er 12,3 Mio. € für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2017&lt;br /&gt;
||12.300.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2016&lt;br /&gt;
||12.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Mio. Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf 4 Mio. Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach Inkrafttreten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang zu den Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der GD Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der GD Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden auszuwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EU-Chemikalienverordung REACH===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die sogenannte Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Hierbei werden Gesetzesinitiativen bevor sie in den gewählten Parlamenten besprochen werden, nach den Auswirkungen auf den Handel beurteilt. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 492 Mitglieder (Stand August 2018) und 113 Partner. Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören 71 Unternehmen, u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
* Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie (19). Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
* Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört insgesamt 402 Unternehmen u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen (39). Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
* Partner Associations sind europäische Verbände (21), die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
* Partner Companies sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten (53). Zu ihnen gehört z. B. Südzucker&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Cefic-Members-Partners/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 09. August 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind [http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehört unter anderem Saori Dubourg - Vorstandsmitglied von [[BASF]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit|Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européen des Fédérations de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=65696</id>
		<title>Jonathan Hill</title>
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		<updated>2018-08-08T13:08:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Ab 2017: Seitenwechsel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jonathan Hopkin Hill''' ''(*24. Juli 1960 in London)'' war 2014 bis Juni 2016 EU-Kommissar für Finanzmarktstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmärkte. Nach dem Brexit trat er von dieser Position zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill zum Finanz-Kommissar wurde ein Banken-Lobbyist für die Finanzmarktregulierung zuständig. Hill war Mitbegründer und Geschäftsführer der Politikberatungsfirma [[Quiller Consultants]], zu deren Kunden Unternehmen aus der Finanzbranche gehören. Im Zuge des Verkaufs von Quiller an die PR- und Lobby-Agentur [[Huntsworth plc]] ist er deren Gesellschafter geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit 2018 Berater bei der Schweizer Bank UBS, Aviva, Iberdola und [[Deloitte]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Seit 2017 Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und Direktor bei der &amp;quot;Times&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;&amp;gt;[https://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144/register-of-interests Lord Hill of Oareford] Britisches Parlament, Webseite abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 11/2014-06/2016  '''Finanzkommissar der [[EU-Kommission]]'''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/julian-king-beerbt-jonathan-hill-neuer-britischer-eu-kommissar-soll-sich-um-sicherheit-kuemmern/13958496.html Neuer britischer EU-Kommissar soll sich um Sicherheit kümmern] Handelsblatt vom 02.08.2016, abgerufen am 01.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013-2014 Leader des House of Lords, Vorsitzender der Konservativen im House of Lords und Chancellor of the Duchy of Lancaster (Minister ohne Geschäftsbereich)&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Bildungsministerium&lt;br /&gt;
* 2006 Verkauf von Quiller an die [[Huntsworth plc]] und im Gegenzug Beteiligung an Huntsworth&lt;br /&gt;
* 1998-2010 (Mit-)Gründung und Direktor der PR-Agentur [[Quiller Consultants]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998 Leitender Berater der [[Bell Pottinger Communications]] (frühere Bezeichung: Bell Communications)&lt;br /&gt;
* 1992-1994 Persönlicher Mitarbeiter von Premierminister [[John Major]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992 Mitarbeiter im Politischen Stab von Premierminister John Major&lt;br /&gt;
* 1989-1991 Lowe Bell Communications&lt;br /&gt;
* Studium der Geschichte am Trinity College in Cambridge&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.debretts.com/people-of-today/profile/2952/Jonathan-Hopkin-Hill-HILL-OF-OAREFORD Biography bei Debretts unter People of Today], Webseite abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===Ab 2017: [[Seitenwechsel]]===&lt;br /&gt;
Nachdem Jonathan Hill bereits 2014 durch seinen Amtsantritt als Finanzmarktkommissar die Seiten zwischen Politik und Wirtschaft wechselte, ging er 2017 mit seiner Tätigkeit als Berater bei diversen Unternehmen ein zweites Mal durch die Drehtür:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2017 ist Hill als Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] – eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit – und als Direktor bei der Tageszeitung Times tätig. Zusätzlich arbeitet er seit Anfang 2018 als Berater für die Schweizer Bank UBS, dem Versicherer Aviva, der spanischen Energiefirma Iberdola und dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen [[Deloitte]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Guardian&amp;quot;&amp;gt;[https://www.theguardian.com/politics/2018/jul/19/call-for-inquiry-into-ex-eu-commissioners-jobs-with-six-firms?CMP=share_btn_tw Call for inquiry into ex-EU commissioner's jobs with six firms], The Guardian vom 19.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar ist Hills Karenzzeit abgelaufen. Doch erst im März hat die europäische Bürgerbeauftragte Emily O‘Reilly festgestellt, dass die Pflicht der EU-Kommissare, „bei der Annahme gewisser Tätigkeiten oder Vorteile nach Ablauf dieser Tätigkeit (dem Amt als Kommissar/in, Anm. d. Verf.) ehrenhaft und zurückhaltend zu sein“ (Art. 245 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ombudsman.europa.eu/de/recommendation/en/90956 Recommendations of the European Ombudsman in the joint inquiry into complaints 194/2017/EA, 334/2017/EA, and 543/2017/EA on the European Commission’s handling of post-mandate employment of former Commissioners, a former Commission President and the role of its ‘Ethics Committee’], Die Europäische Ombudsfrau vom 06.03.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; keiner zeitlichen Begrenzung unterliegen. Corporate Europe Observatory (CEO) hatte den Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in einem Brief aufgefordert, mögliche Interessenkonflikte zu prüfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/revolvingdoorwatch/cases/jonathan-hill RevolvingDoorWatch: Jonathan Hill], Corporate Europe Observatory vom 19.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle als Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer|Freshfields]] trat Hill bereits sieben Monate nach seiner Zeit als Kommissar an. Der Ethik-Ausschuss der Kommission sah darin einen Interessenkonflikt und stimmte der Tätigkeit nur unter bestimmten Bedingungen zu: Hill solle demnach die Beratung der Finanzdienstleistungskunden [[Freshfields Bruckhaus Deringer|Freshfields]] innerhalb der folgenden 18 Monate unterlassen. Auch Beratungen Freshfields selbst oder Kunden der nicht-finanziellen Diensleistungen [[Freshfields Bruckhaus Deringer|Freshfields]] zu Themen, die sich auf den finanziellen Dienstleistungssektor beziehen, sind von seiner Tätigkeit für den genannten Zeitraum ausgenommen. Des Weiteren dürfe er keine Lobbyarbeit für [[Freshfields Bruckhaus Deringer|Freshfields]] oder dessen Kunden bei der Kommission betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-783_en.htm Commission clears post-mandate activities for former Commissioner Jonathan Hill, subject to conditions], Europäische Kommission vom 29.03.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch seine Tätigkeiten bei [[Deloitte]] sind – insbesondere vor dem Hintergrund einer von CEO publizierten Studie zu den „Big Four“ - kritisch zu hinterfragen: So beraten die sogenannten „Big Four“ - zu denen auch [[Deloitte]] gehört – die EU-Kommission in Steuerfragen, obwohl sie selbst zu den größten Profiteuren der Steuervermeidung gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/power-lobbies/2018/07/accounting-influence Accounting for influence], Corporate Europe Observatory vom 10.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Hill selbst sagte zu den Vorwürfen bezüglich eines Interessenkonfliktes „he has at all times followed the rules set out by the commission and has chosen to work rather than receive generous allowances from the EU taxpayer“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Guardian&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Februar 2018 ist die Karenzzeit für Kommissare auf 24 Monate ausgeweitet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://euobserver.com/opinion/142442 Hill's UBS move confirms EU's 'revolving door' problem], EU Observer vom 24.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Hill unterschrieb seine diversen Tätigkeiten als Berater bereits vor Februar und ist somit nicht mehr davon betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizer Bank UBS berät Hill nun zu Brexit-Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2015: Hills Lobbytreffen===&lt;br /&gt;
64 von 77 (83%) von Hills Lobbytreffen fanden mit Vertretern der Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Bankenverbänden, Lobbyverbänden der Finanzindustrie) statt (Zeitraum: November 2014 - Juli 2015). Die häufigsten Treffen hatte er mit dem britischen Börsenunternehmen [[London Stock Exchange]] und dem Europäischen Bankenverband [[European Banking Federation]] (EBF). 4% von Hills Treffen fanden mit der Zivilgesellschaft statt. Dies ist auf der Webseite der [[EU-Kommission]] abrufbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/07/hill-und-canete-umstrittene-eu-kommissare-auf-dem-pruefstand/ Hill und Canete: Umstrittene EU-Kommissare auf dem Prüfstand!] LobbyControl, abgerufen am 08.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret äußert sich diese Nähe zur Finanzindustrie beispielsweise in Hills Versuch, Finanzmarktregulierungen wie die ''Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID 2)'' zu verwässern, die sein Vorgänger als Lehre aus der Weltfinanzkrise eingeführt hatte. Gegenüber der Financial Times ließt er in diesem Zusammenhang verlauten, dass Regulierer offener für die Anliegen der Finanzindustrie sein sollten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/intl/cms/s/0/bda4e522-9519-11e5-ac15-0f7f7945adba.html#axzz3uIOc6vMl, Brexit would make UK a ‘supplicant’, says Lord Hill], Financial Times, vom 27.11.2015, abgerufen am 16.12.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Lobbyist Hill wird Finanzmarktregulierer===&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill wird ein Lobbyist für die zentralen Themen der Finanzmarktregulierung zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit im Stab von Premierminister Major wurde Hill im Jahre 1994 leitender Berater bei der Agentur [[Bell Pottinger Communications]], die laut ihrer am 14.09.2014 abgerufenen Website ihre Kunden u.a. darin berät, wie politische und regulatorische Entscheidungen beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Hill das Politikberatungsunternehmens [[Quiller Consultants]], zu dessen Kunden auch Akteure aus der Finanzbranche wie die [[HSCB]] Bank und die [[City of London]] Corporation gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sven-giegold.de/2014/hill-als-kom-provokation/ Kommentar von Sven Giegold, EU-Abgeordneter der Grünen vom 10. September 2014 auf seiner Webseite], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.appc.org.uk/wp-content/uploads/MAY-14-REGISTER-1.9.14.pdf Appc Register for 1st March 2014 - 31st May 2014], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Quiller war er bis 2010 Geschäftsführer. Auf seiner am 13. September 2014 abgerufenen Website preist Quiller seine politischen Kontakte wie folgt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''We can offer our clients targeted insight into the political world in Westminster, Brussels and the devolved assemblies, as well as help them to manage relations with the political media.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quiller ist 2006 an die Huntsworth Gruppe verkauft worden, deren Holding die [[Huntsworth plc]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen dieser Transaktion wurde Hill Anteilseigner der Huntsworth plc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Höhe seiner Beteiligung an Huntsworth verweigert er jegliche Auskunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Register of Interests des britischen Parlaments ist Hill immer noch als Gesellschafter von Huntsworth eingetragen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: 3. Oktober 2014). Bei der Anhörung im Europäischen Parlament am 1. Oktober 2014 erklärte Hill, er habe alle Anteile verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/europaparlament-der-hoefliche-herr-hill-muss-nachsitzen-1.2155653 Der höfliche Herr Hill muss nachsitzen, Süddeutsche Zeitung online vom 01.10.2014], abgerufen am 03.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Huntsworth Gruppe gehören PR-Agenturen, die auch Lobbyarbeit - u.a. für [[HSCB]] Bank, die Vereinigten Arabischen Emirate, British Land und Telefonica - betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/politics/2014/jul/15/lord-hill-tories-europe-lobbyist-cameron Rowena Mason: Lord Hill, the former lobbyist pitching for the Tories in Europe, The Guardian online vom 15. Juli 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hunsworth-Unternehmen Citygate wirbt damit, einige der weltweit größten Finanz-Institutionen, Banken und Vermögensverwalter zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huntsworth.com/group-companies/citigate.aspx Profil von Citigate auf der Website von Huntsworth], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Beispiele werden [[JPMorgan]] Assett Mangement und die Londoner Börse genannt, die gegen strengere EU-Finanzmarktgesetze kämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-kommission-juncker-spuert-widerstand-gegen-reform-in-bruessel-a-991064.html#ref=veeseoartikel Claus Hecking: Neues Personal in Brüssel: EU-Abgeordnete prangen Junckers Kommissare an, Spiegel online vom 11. September 2014], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Anhörung im Europa-Parlament wurde Hills Berufung abgelehnt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jonathan-hill-britischer-kandidat-fuer-eu-kommission-muss-nachsitzen-a-994939.html Designierter EU-Finanzkommissar Hill: Mr. Lobby muss nachsitzen], Spiegel Online, 1. Oktober 2014, zuletzt aufgerufen am 22.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und erst nach weiteren kritischen Nachfragen bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Benennung von Hill scheint vor allem seine Tätigkeit als Lobbyist den Ausschlag gegeben zu haben. Eine spezifische Qualifikation für das Amt des Finanzmarktkommissars bringt der gelernte Historiker nicht mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/jonathan-hill-ist-der-ueberraschendste-eu-kommissar-13146435.html Werner Mussler: Jonathan Hill Der überraschendste Kommissar, FAZ oline vom 10. September 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Finanzlobby - wie der [[City of London]] Corporation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/oct/31/corporation-london-city-medieval The medieval, unaccountable Corporation of London is ripe for protest, The Guardian online vom 31. Oktober 2011], abgerufen am 14.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die zu den Kunden von Quillers gehört -, wurde die geplante Ernennung des Bocks zum Gärtner begeistert gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cityoflondon.gov.uk/about-the-city/what-we-do/media-centre/news-releases/2014/Pages/city-welcomes-lord-hill-role.aspx City welcomes Lord Hill´s Commission Role, Webseite City of London],abgerufen am 12.09. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65686</id>
		<title>European Chemical Industry Council</title>
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		<updated>2018-08-06T08:51:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer]] und [[BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2017 gab der Cefic 12,3 Mio. € für Lobbyarbeit in Brüssel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council Profil CEFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur [[EU-Kommission]] und dem [[EU-Parlament]]; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der EU-Kommission und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, Eintrag vom 22. April 2016, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic-lri.org/about-lri LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 08.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2018) sind bei Cefic mehr als 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 25 davon haben eine Akkreditierung für das [[EU-Parlament]]. &amp;lt;br /&amp;gt;Cefic verfügte 2017 über ein Budget von 41 Mio. €, von dem er 12,3 Mio. € für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2017&lt;br /&gt;
||12.300.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2016&lt;br /&gt;
||12.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Mio. Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf 4 Mio. Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach Inkrafttreten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang zu den Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der GD Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der GD Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden auszuwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EU-Chemikalienverordung REACH===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die sogenannte Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Hierbei werden Gesetzesinitiativen bevor sie in den gewählten Parlamenten besprochen werden, nach den Auswirkungen auf den Handel beurteilt. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 670 Mitglieder (Stand August 2016). Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
* Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie. Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
* Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen. Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
* Affiliated Associations sind europäische Verbände, die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
* Partner sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten. Zu ihnen gehört z. B. Südzucker&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Our-Members/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind [http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehört unter anderem Saori Dubourg - Vorstandsmitglied von [[BASF]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit|Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européen des Fédérations de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65685</id>
		<title>European Chemical Industry Council</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65685"/>
		<updated>2018-08-06T08:50:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Alliance for a Competitive European Industry */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer]] und [[BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2017 gab der Cefic 12,3 Mio. € für Lobbyarbeit in Brüssel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council Profil CEFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur [[EU-Kommission]] und dem [[EU-Parlament]]; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der EU-Kommission und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, Eintrag vom 22. April 2016, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic-lri.org/about-lri LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 08.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2018) sind bei Cefic mehr als 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 25 davon haben eine Akkreditierung für das [[EU-Parlament]]. &amp;lt;br /&amp;gt;Cefic verfügte 2017 über ein Budget von 41 Mio. €, von dem er 12,3 Mio. € für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2017&lt;br /&gt;
||12.300.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2016&lt;br /&gt;
||12.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Mio. Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf 4 Mio. Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach Inkrafttreten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang zu den Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der GD Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der GD Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden auszuwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EU-Chemikalienverordung REACH===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die sogenannte Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Hierbei werden Gesetzesinitiativen bevor sie in den gewählten Parlamenten besprochen werden, nach den Auswirkungen auf den Handel beurteilt. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 670 Mitglieder (Stand August 2016). Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
* Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie. Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
* Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen. Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
* Affiliated Associations sind europäische Verbände, die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
* Partner sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten. Zu ihnen gehört z. B. Südzucker&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Our-Members/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind [http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehört unter anderem Saori Dubourg - Vorstandsmitglied von [[BASF]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit|Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européan de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65684</id>
		<title>European Chemical Industry Council</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65684"/>
		<updated>2018-08-06T08:49:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Führungspersonal */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer]] und [[BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2017 gab der Cefic 12,3 Mio. € für Lobbyarbeit in Brüssel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council Profil CEFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur [[EU-Kommission]] und dem [[EU-Parlament]]; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der EU-Kommission und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, Eintrag vom 22. April 2016, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic-lri.org/about-lri LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 08.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2018) sind bei Cefic mehr als 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 25 davon haben eine Akkreditierung für das [[EU-Parlament]]. &amp;lt;br /&amp;gt;Cefic verfügte 2017 über ein Budget von 41 Mio. €, von dem er 12,3 Mio. € für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2017&lt;br /&gt;
||12.300.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2016&lt;br /&gt;
||12.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Mio. Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf 4 Mio. Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach Inkrafttreten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang zu den Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der GD Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der GD Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden auszuwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EU-Chemikalienverordung REACH===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die sogenannte Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Hierbei werden Gesetzesinitiativen bevor sie in den gewählten Parlamenten besprochen werden, nach den Auswirkungen auf den Handel beurteilt. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 670 Mitglieder (Stand August 2016). Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
* Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie. Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
* Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen. Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
* Affiliated Associations sind europäische Verbände, die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
* Partner sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten. Zu ihnen gehört z. B. Südzucker&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Our-Members/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind [http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehört unter anderem Saori Dubourg - Vorstandsmitglied von [[BASF]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit|Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.lobbypedia.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européan de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65683</id>
		<title>European Chemical Industry Council</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65683"/>
		<updated>2018-08-06T08:48:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Führungspersonal */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer]] und [[BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2017 gab der Cefic 12,3 Mio. € für Lobbyarbeit in Brüssel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council Profil CEFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur [[EU-Kommission]] und dem [[EU-Parlament]]; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der EU-Kommission und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, Eintrag vom 22. April 2016, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic-lri.org/about-lri LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 08.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2018) sind bei Cefic mehr als 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 25 davon haben eine Akkreditierung für das [[EU-Parlament]]. &amp;lt;br /&amp;gt;Cefic verfügte 2017 über ein Budget von 41 Mio. €, von dem er 12,3 Mio. € für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2017&lt;br /&gt;
||12.300.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2016&lt;br /&gt;
||12.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Mio. Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf 4 Mio. Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach Inkrafttreten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang zu den Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der GD Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der GD Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden auszuwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EU-Chemikalienverordung REACH===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die sogenannte Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Hierbei werden Gesetzesinitiativen bevor sie in den gewählten Parlamenten besprochen werden, nach den Auswirkungen auf den Handel beurteilt. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 670 Mitglieder (Stand August 2016). Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
* Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie. Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
* Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen. Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
* Affiliated Associations sind europäische Verbände, die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
* Partner sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten. Zu ihnen gehört z. B. Südzucker&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Our-Members/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind [http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehört unter anderem Saori Dubourg - Vorstandsmitglied von [[BASF]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit|Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.lobbypedia.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européan de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65682</id>
		<title>European Chemical Industry Council</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65682"/>
		<updated>2018-08-06T08:20:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Ausgaben für Lobbyarbeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer]] und [[BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2017 gab der Cefic 12,3 Mio. € für Lobbyarbeit in Brüssel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council Profil CEFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur [[EU-Kommission]] und dem [[EU-Parlament]]; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der EU-Kommission und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, Eintrag vom 22. April 2016, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic-lri.org/about-lri LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 08.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2018) sind bei Cefic mehr als 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 25 davon haben eine Akkreditierung für das [[EU-Parlament]]. &amp;lt;br /&amp;gt;Cefic verfügte 2017 über ein Budget von 41 Mio. €, von dem er 12,3 Mio. € für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2017&lt;br /&gt;
||12.300.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2016&lt;br /&gt;
||12.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Mio. Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf 4 Mio. Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach Inkrafttreten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang zu den Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der GD Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der GD Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden auszuwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EU-Chemikalienverordung REACH===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die sogenannte Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Hierbei werden Gesetzesinitiativen bevor sie in den gewählten Parlamenten besprochen werden, nach den Auswirkungen auf den Handel beurteilt. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 670 Mitglieder (Stand August 2016). Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
* Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie. Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
* Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen. Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
* Affiliated Associations sind europäische Verbände, die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
* Partner sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten. Zu ihnen gehört z. B. Südzucker&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Our-Members/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind [http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzende von [[BASF]]&lt;br /&gt;
* [[Michael König|Michael König]], Vorstandsmitglied von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit|Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.lobbypedia.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européan de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65681</id>
		<title>European Chemical Industry Council</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65681"/>
		<updated>2018-08-06T08:12:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Ausgaben für Lobbyarbeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer]] und [[BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2017 gab der Cefic 12,3 Mio. € für Lobbyarbeit in Brüssel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council Profil CEFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur [[EU-Kommission]] und dem [[EU-Parlament]]; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der EU-Kommission und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, Eintrag vom 22. April 2016, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic-lri.org/about-lri LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 08.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2016) sind bei Cefic 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 27 davon haben eine Akkreditierung für das [[EU-Parlament]]. &amp;lt;br /&amp;gt;Cefic verfügte 2015 über ein Budget von 40 Mio. €, von dem er 10 Mio. € für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2017&lt;br /&gt;
||12.300.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2016&lt;br /&gt;
||12.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Mio. Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf 4 Mio. Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach Inkrafttreten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang zu den Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der GD Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der GD Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden auszuwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EU-Chemikalienverordung REACH===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die sogenannte Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Hierbei werden Gesetzesinitiativen bevor sie in den gewählten Parlamenten besprochen werden, nach den Auswirkungen auf den Handel beurteilt. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 670 Mitglieder (Stand August 2016). Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
* Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie. Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
* Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen. Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
* Affiliated Associations sind europäische Verbände, die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
* Partner sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten. Zu ihnen gehört z. B. Südzucker&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Our-Members/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind [http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzende von [[BASF]]&lt;br /&gt;
* [[Michael König|Michael König]], Vorstandsmitglied von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit|Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.lobbypedia.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européan de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65680</id>
		<title>European Chemical Industry Council</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Chemical_Industry_Council&amp;diff=65680"/>
		<updated>2018-08-06T08:10:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Chemical Industry Council (Cefic)&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:316px-CEFIC-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbytätigkeit für die europäische Chemieindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1972&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Avenue E. van Nieuwenhuyse, 4 box 1, B-1160 Brüssel&lt;br /&gt;
| Lobbybüro = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.cefic.org www.cefic.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''European Chemical Industry Council''' (Cefic) ist der einflussreiche Verband der europäischen Chemieindustrie. Unter seinen 670 Mitgliedern finden sich große Konzerne wie [[Bayer]] und [[BP]] sowie nationale Wirtschaftsverbände wie der deutsche [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2017 gab der Cefic 12,3 Mio. € für Lobbyarbeit in Brüssel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council Profil CEFIC], lobbyfacts.eu, zuletzt aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damit kann er als größter Lobbyverband auf europäische Ebene angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/charts-graphs tagesaktuelle Auswertung], lobbyfacts.eu, aufgerufen am 06.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit auf europäischer Ebene über Kontakte zur [[EU-Kommission]] und dem [[EU-Parlament]]; er ist in über 90 Arbeitszusammenhängen der EU-Kommission und anderen [[EU-Agenturen]] eingebunden, etwa in [[Expertengruppen der EU-Kommission|Expertengruppen]] und beratenden Gremien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true Profil European Chemical Industry Council], EU-Transparenzregister, Eintrag vom 22. April 2016, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cefic vertritt nicht nur die unmittelbaren Interessen der Branche, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen der Gesundheits-, Energie-, Wettbewerbs-, Klima- und Umweltpolitik sowie der Lebensmittelsicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic betreibt Lobbyarbeit in enger Abstimmung mit dem [[American Chemistry Council]]; viele seiner Mitglieder sind in beiden Organisationen, so etwa [[Bayer]] und [[BASF]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americanchemistry.com/Membership/MemberCompanies/ Member Companies], Webseite des American Chemistry Councils, aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist Cefic Mitglied des [[International Council of Chemical Associations]] (ICCA), des Weltverbands der Chemieindustrie. Er hat mit weiteren Chemieverbänden ([[American Chemistry Council]] (ACC), Japan´s Chemical Industry Association) die [[Cefic Long-range Research Initiative]] (LRI) gegründet, um die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen und den zuständigen EU-Instanzen zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic-lri.org/about-lri LRI The Long-range Research Inititative], Webseite cefic-Iri, abgerufen am 08.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband nimmt auch informell Einfluss auf EU-Organe. Ein Beispiel hierfür ist eine Rede, die der ehemalige Generaldirektor [[Hubert Mandery]] am 12. Mai 2014 bei einem &amp;quot;Informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit&amp;quot; der EU zum Thema &amp;quot;Herausforderungen für energieintensive Industrien: Die europäische Chemieindustrie&amp;quot; gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-to-EU-Informal-Competiveness-Council/ Speech: Hubert Mandery remarks to EU Informal Competiveness Council]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgaben für Lobbyarbeit===&lt;br /&gt;
Laut dem [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=64879142323-90&amp;amp;isListLobbyistView=true EU-Transparenzregister] (Stand: August 2016) sind bei Cefic 150 Personen beschäftigt. Davon sind 72 in Lobbyaktivitäten eingebunden, 27 davon haben eine Akkreditierung für das [[EU-Parlament]]. &amp;lt;br /&amp;gt;Cefic verfügte 2015 über ein Budget von 40 Mio. €, von dem er 10 Mio. € für Lobbyabeit ausgab. Die Entwicklung der Ausgaben kann der Tabelle entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|Zeitraum&lt;br /&gt;
!|Ausgaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2016&lt;br /&gt;
||12.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2015&lt;br /&gt;
||10.220.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Januar - Dezember 2014&lt;br /&gt;
||10.100.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2012 - September 2013&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2011 - September 2012&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oktober 2010 - September 2011&lt;br /&gt;
||6.000.000 €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2009&lt;br /&gt;
||4.000.000 €&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: [https://lobbyfacts.eu/representative/df1d877b2a2f4f7fa7df0b9cc4f954d8/european-chemical-industry-council?state=1 lobbyfacts.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cefic war 2009 aus dem freiwilligen Lobbyregister der EU gestrichen worden, da er anfangs unrealistisch niedrige Lobbyausgaben in Höhe von 50.000 € deklariert hatte, obwohl sein Gesamtbudget bei 37,9 Mio. Euro lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/politik/eu/496847/Chemieverband-fliegt-aus-dem-LobbyRegister?from=gl.home_politik Chemieverband fliegt aus dem Lobby-Register]. Die Presse, 21. Juli 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachdem der Verband diese Angabe auf 4 Mio. Euro korrigiert hatte, wurde er wieder in das Register aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/10/chemieverband-cefic-wieder-im-eu-lobbyregister/ Chemieverband Cefic wieder im EU-Lobbyregister ], Webseite von LobbyControl, 6. Oktober 2009, zuletzt aufgerufen am 01.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
===[[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP)===&lt;br /&gt;
Cefic konnte die Verhandlungen über das [[TTIP|Freihandelsabkommen TTIP]] nachhaltig beeinflussen und stimmte sich dazu eng mit seinem US-amerikanischen Gegenstück, dem [[American Chemistry Council]] (ACC) ab. Das langfristige Ziel ist eine Angleichung der Standards in den USA und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [https://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: hier Protokoll eines Treffen zwischen Maria Asenius (DG Handel) und der Cefic Geschäftsführung am 4. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sieht in dem Zusammenhang auch: Bode, Thilo: TTIP. Die Freihandelslüge. München 2015, S. 143 -153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Senkung der in der EU durch die Chemie-Richtlinie REACH eingeführten Standards scheint möglich, sollte nach Inkrafttreten des TTIP-Vertrags die [[Regulatorische Kooperation|regulatorische Kooperation]] nach den Vorstellungen des Cefic eingeführt werden. Diese Sichtweise wird gestützt durch ein durchgesickertes Dokument (engl. Leak) der TTIP-Verhandlungsrunde vom Dezember 2013, das von ClientEarth und CIEL ausgewertet wurde. Danach würden die Vorschläge des European Chemical Industry Council und des [[American Chemistry Council]] den Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor toxischen Chemikalien verschlechtern. Der Fortschritt bei der Regulierung toxischer Chemikalien käme zum Stillstand, wirtschaftlichen Interessen würde Vorrang vor gesundheitlichen und Umweltaspekten eingeräumt, die Entwicklung sicherer Chemikalien behindert. Die Regulierung würde weniger transparent und weniger demokratisch ausgestaltet. So soll die Koordinierung und Harmonisierung von Regulierungen einem parlamentsfernen &amp;quot;Cooperation Committee&amp;quot; übertragen werden, das aus Vertretern von EU- und US-Regulierungsbehörden für die Chemische Industrie bestehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.earthwatchmedia.org/chemical-industry-secretly-manipulating-us-eu-trade-negotiations-ttip/ Chemical Industry secretly manipulating US-EU trade negotiations (TTIP), EWM earthwatchmedia vom 10. März 2014], Webseite abgerufen am 9. 6. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf die TTIP-Verhandlungen====&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Verhandlungen ermöglichte die EU-Kommission dem Cefic, eigene Vorschläge einzureichen und räumte ihm einen besonderen Zugang zu den Verhandlungen ein, namentlich in Form eines engen Kontakts zur Generaldirektion Handel (im Folgenden GD Handel abgekürzt). &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier insbesondere Brief an Giorgio Squinzi (Präsident Cefic) vom 25. Juli 2012, gesendet von Tajani and De Gucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ersten zwei Jahre der TTIP-Verhandlungen hatte der Cefic 16 zum Teil intensive Lobby-Kontakte mit Vertretern der EU-Kommission; der ACC bekam auf weitere drei Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/data-ttip-lobbying-dg_trade.xls Datensätze als Grundlage einer Auswertung], (XLS), Corporate Europe Observatory, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei halfen Vertreter der GD Handel sogar, die richtigen Ansprechpartner in der EU-Diplomatie für einzelne Lobby-Ziele zu finden (etwa in der ''High Level Working Group on Jobs and Growth'').&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2012/2132: hier Email-Verkehr zwischen Mitarbeitern der GD Handel&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in einer zweiten Phase 2013/4 stimmten sich Verantwortliche der GD Handel eng mit dem Cefic ab, um die Texte für die Verhandlungsrunden auszuwählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2014-1259, hier: Batch2 Doc 27, Betreff: Report: Meeting with CEFIC – discussion of draft CEFIC/ACC proposals for TTIP. Importance: High, 11 December 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 begann die Amtszeit der neuen, von [[Jean-Claude Juncker]] geführten EU-Kommission. Es gab weiterhin regelmäßige Treffen mit dem Cefic. Von fünf dieser Treffen gibt es nicht einmal Protokolle, so dass die Gesprächsinhalte verborgen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/2589/response/9332/attach/5/GestDem%202016%20792%20Meeting%20list.doc asktheeu.com], hier: Korrespondenz/Treffen mit Cefic oder ACC zu TTIP seit Sept 2014, insbesondere Liste von Treffen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase verfolgte der Cefic das Ziel, die REACH-Verordnung weiter abzuschwächen &amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission,  GestDem 2015/0763, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/1836/response/6569/attach/html/13/renditionDownload12.pdf.html asktheeu.com]: Treffen von &amp;quot;Head of Trade Cabinet&amp;quot; Maria Asenius mit dem Cefic Executive Committee - 4. Dezember 2014, 12.15-13.00&amp;lt;/ref&amp;gt; und die regulatorische Kooperation einzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332. asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13 &amp;quot;Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Geschäftsfüher Mandery stellte im Mai 2015 öffentlich fest, dass die Vorschläge von Cefic weitgehend übernommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 Mai 2015], Cefic Webseite,  archiviert am 29.12.2015, zuletzt aufgerufen am 6.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird intern von Vertretern der EU-Kommission geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Offiziell an [http://corporateeurope.org/ CEO] freigegebene Dokumente der EU-Kommission, GestDem 2016/0792, veröffentlicht auf [http://www.asktheeu.org/en/request/grow_correspondencemeetings_with?nocache=incoming-9332#incoming-9332 asktheeu.com]: GROW Korrespondenz/Treffen CEFIC oder ACC über TTIP seit Sept 2014, insbesondere Doc 13. Meeting Director GROW/D with CEFIC, Briefing, from EC GROW to GROW/D, 09/09/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EU-Chemikalienverordung REACH===&lt;br /&gt;
Von 1999 bis Juni 2007 wurde über die Richtline REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verhandelt und beraten. Die Verhandlungen über die Schaffung von gesamteuropäischen Regeln in Bezug auf Chemikalien waren die &amp;quot;möglicherweise größte Lobby-Schlacht der EU-Geschichte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/lobby-planet-bruessel/ LobbyPlanet: Das EU-Viertel Brüssel.] LobbyControl und Corporate Europe Observatory (Hg.). Köln und Brüssel 2012, Seite 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ursprünglich ambitionierten Ziele der EU-Kommission wurden aufgrund der Lobbyarbeit der europäischen Chemieindustrie stark eingeschränkt und die Pflicht zum Ersatz gefährlicher Stoffe aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Riss, Jorgo: Chemical Warfare - the lobbying battle on REACH. In: [https://www.lobbycontrol.de/2010/04/neues-buch-bursting-the-brussels-bubble/ Bursting the Brussels Bubble]. The battle to expose corporate lobbying at the heart of the EU. Alter-EU (Hg). Brüssel 2010. Seiten 33 - 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hebel in der Argumentation seitens der chemischen Industrie war die sogenannte Folgenabschätzung, die oft auf Vorhersagen beruht - und eben nicht auf einer breiten Datenbasis. Hierbei werden Gesetzesinitiativen bevor sie in den gewählten Parlamenten besprochen werden, nach den Auswirkungen auf den Handel beurteilt. Wer den möglichen Nutzen eines Gesetzes für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit relativieren will, kann die finanziellen Belastungen übertrieben darstellen. Diese Strategie wurde im Fall der EU-Chemikalienverordnung angewendet. Ursprünglich zielte REACH darauf ab, die rund 100.000 in Europa hergestellten und verwendeten Chemikalien auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin zu testen und gefährliche Substanzen durch weniger gefährliche zu ersetzen. Die Gesetzesinitiative stieß bei der europäischen Chemieindustrie auf vehementen Widerstand. Als wirksamste Waffe im Kampf gegen die geplante Regulierung erwiesen sich mehrere Szenarien, die eine „Deindustrialisierung Europas“ an die Wand malten. Die verantwortlichen EU-Politiker ließen sich von der Vorhersage millionenfacher Arbeitsplatzverluste so sehr verunsichern, dass sie den Geltungsbereich der Chemikalienverordnung stark einschränkten und die Pflicht zur Substitution gefährlicher Stoffe aufhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2010/03/immer-erst-die-industrie-fragen/ Lobbyismus in der EU Immer erst die Industrie fragen, Bericht von Lobbycontrol vom über die Studie eines Forscherteams der britischen Universität Bath], Webseite Lobbycontrol, 23. März 2010, zuletzt abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1000202 Research Article: “Working the System”—British American Tobacco's Influence on the European Union Treaty and Its Implications for Policy: An Analysis of Internal Tobacco Industry Documents], Webseite &amp;quot;journals.plos.org&amp;quot;, hier besonders &amp;quot;Box 2&amp;quot;, 12. Januar 2012, zuletzt aufgerufen am 31.August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2006/5/toxic-lobby-how-the-chemical.pdf Studie TOXIC LOBBY - How the chemicals industry is trying to kill REACH] (pdf), Greenpeace International, Mai 2006, zuletzt aufgerufen am 1.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cefic spielte in dieser jahrelangen Lobbykampagne eine zentrale Rolle. Es lassen sich mehrere Phasen ihrer Tätigkeit unterscheiden: zunächst versuchte der Verband, die chemische Industrie als Partner bei Problemlösungen erscheinen zu lassen; dann wurde der Ton in der Auseinandersetzung verschärft und der Verband trat als strikter Gegner von REACH auf. In dieser Zeit wurden einige Studien lanciert, die der oben skizzierten Strategie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20090108031413/http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/BulldozingREACH.html Bulldozing REACH - the industry offensive to crush EU chemicals regulation] Corportate Europe Observatory, März 2005, archiviert am 8.1.2009, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Führungspersonal==&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
Der Verband hat 670 Mitglieder (Stand August 2016). Diese werden in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Corporate Members (ACOM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa und einem weltweiten Chemieumsatz von über 1 Mrd. Euro. Zu den Corporate Members gehören u. a. die deutschen Unternehmen [[BASF]], [[Bayer]], [[Lanxess]] und [[Merck]].&lt;br /&gt;
* Federation Members (AFEM) sind europäische Verbände der Chemieindustrie. Zu ihnen gehört u. a. der [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
* Business Members (ABM) sind Unternehmen mit einem Produktionsstandort in Europa, die nicht nur chemische Erzeugnisse herstellen, mit einem weltweiten Chemieumsatz von unter 1 Mrd. Euro. Zu den Business Members gehört u. a. Stockmeier Chemie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associated Companies sind außereuropäische Chemieunternehmen. Zu ihnen gehören z. B. Halliburton&lt;br /&gt;
* Affiliated Associations sind europäische Verbände, die nur einen Sektor der chemischen Industrie vertreten. Zu ihnen zählt z. B. die [[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
* Partner sind europäische Unternehmen, die eng mit der europäischen chemischen Industrie zusammenarbeiten. Zu ihnen gehört z. B. Südzucker&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cefic.org/About-us/Our-Members/ Cefic Members], Webseite Cefic, abgerufen am 31. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des '''Cefic Board and Executive Committee''' sind [http://www.cefic.org/About-us/How-Cefic-is-organised/Executive-Committee--Board/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kurt Bock]], Vorstandsvorsitzende von [[BASF]]&lt;br /&gt;
* [[Michael König|Michael König]], Vorstandsmitglied von [[Bayer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Generaldirektor'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Marco Mensink]] (ab Mai 2016, Nachfolger von [[Hubert Mandery]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerhaft mit '''EU-Beziehungen''' beauftragte Person:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vincent Navez]], Executive Director Legal Affairs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: August 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
===[[Knowledge4Innovation]]===&lt;br /&gt;
Cefic ist Mitglied von [[Knowledge4Innovation]], einer branchenübergreifenden europäischen Lobbyorganisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit|Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit]] (EFSA)===&lt;br /&gt;
Cefic gehörte zu den Mitgliedern der EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM 2009 - 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/de/membership/docs/cpmembers.pdf http:// EFSA STAKEHOLDER CONSULTATIVE PLATFORM]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Konsultationsplattform für Interessengruppen der EFSA, und der EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efsa.europa.eu/en/scpdgt130613/docs/scpdgt130613-members.pdf  Members of EFSA Stakeholder Consultative Platform Discussion Group on Process Transparency and Information Access]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Alliance for a Competitive European Industry]]===&lt;br /&gt;
Cefic gehört zu den führenden europäischen Wirtschaftsverbänden, die sich mit [[Businesseurope]] zur [[Alliance for a Competitive European Industry]] zusammengeschlossen haben.lobbypedia.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Abkürzung Cefic ist auf die ursprünglich französische Bezeichnung ''Conseil Européan de l'Industrie Chimique'' zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Unsere Vorschläge, die von der EU-Kommission übernommen worden sind, können die regulatorische Zusammenarbeit deutlich beschleunigen, hohe Standards beibehalten und dabei effiziente Regeln erreichen. (im Original: Our proposals which have largely been taken over by the European Commission can boost regulatory cooperation, maintaining high standards while achieving regulatory efficiencies.)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151229233623/http://www.cefic.org/newsroom/Speeches/Speech-Hubert-Mandery-remarks-at-AmCham-Cefic-event-on-TTIPstry-forecast/ Rede von Hubert Mandery vom 12 May 2015], Cefic-Internetseite, zuletzt aufgerufen am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ehemalige Cefic-Geschäftführer Hubert Mandery im Mai 2015 über den Einfluss seines Verbandes auf die TTIP-Verhandlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=65666</id>
		<title>Jonathan Hill</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=65666"/>
		<updated>2018-07-31T09:31:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Ab 2017: Seitenwechsel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jonathan Hopkin Hill''' ''(*24. Juli 1960 in London)'' war 2014 bis Juni 2016 EU-Kommissar für Finanzmarktstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmärkte. Nach dem Brexit trat er von dieser Position zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill zum Finanz-Kommissar wurde ein Banken-Lobbyist für die Finanzmarktregulierung zuständig. Hill war Mitbegründer und Geschäftsführer der Politikberatungsfirma [[Quiller Consultants]], zu deren Kunden Unternehmen aus der Finanzbranche gehören. Im Zuge des Verkaufs von Quiller an die PR- und Lobby-Agentur [[Huntsworth plc]] ist er deren Gesellschafter geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit 2018 Berater bei der Schweizer Bank UBS, Aviva, Iberdola und [[Deloitte]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Seit 2017 Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und Direktor bei der &amp;quot;Times&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;&amp;gt;[https://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144/register-of-interests Lord Hill of Oareford] Britisches Parlament, Webseite abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 11/2014-06/2016  '''Finanzkommissar der [[EU-Kommission]]'''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/julian-king-beerbt-jonathan-hill-neuer-britischer-eu-kommissar-soll-sich-um-sicherheit-kuemmern/13958496.html Neuer britischer EU-Kommissar soll sich um Sicherheit kümmern] Handelsblatt vom 02.08.2016, abgerufen am 01.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013-2014 Leader des House of Lords, Vorsitzender der Konservativen im House of Lords und Chancellor of the Duchy of Lancaster (Minister ohne Geschäftsbereich)&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Bildungsministerium&lt;br /&gt;
* 2006 Verkauf von Quiller an die [[Huntsworth plc]] und im Gegenzug Beteiligung an Huntsworth&lt;br /&gt;
* 1998-2010 (Mit-)Gründung und Direktor der PR-Agentur [[Quiller Consultants]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998 Leitender Berater der [[Bell Pottinger Communications]] (frühere Bezeichung: Bell Communications)&lt;br /&gt;
* 1992-1994 Persönlicher Mitarbeiter von Premierminister [[John Major]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992 Mitarbeiter im Politischen Stab von Premierminister John Major&lt;br /&gt;
* 1989-1991 Lowe Bell Communications&lt;br /&gt;
* Studium der Geschichte am Trinity College in Cambridge&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.debretts.com/people-of-today/profile/2952/Jonathan-Hopkin-Hill-HILL-OF-OAREFORD Biography bei Debretts unter People of Today], Webseite abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===Ab 2017: Seitenwechsel===&lt;br /&gt;
Nachdem Jonathan Hill bereits 2014 durch seinen Amtsantritt als Finanzmarktkommissar die Seiten zwischen Politik und Wirtschaft wechselte, ging er 2017 mit seiner Tätigkeit als Berater bei diversen Unternehmen ein zweites Mal durch die Drehtür:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2017 ist Hill als Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] – eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit – und als Direktor bei der Tageszeitung Times tätig. Zusätzlich arbeitet er seit Anfang 2018 als Berater für die Schweizer Bank UBS, dem Versicherer Aviva, der spanischen Energiefirma Iberdola und dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen [[Deloitte]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Guardian&amp;quot;&amp;gt;[https://www.theguardian.com/politics/2018/jul/19/call-for-inquiry-into-ex-eu-commissioners-jobs-with-six-firms?CMP=share_btn_tw Call for inquiry into ex-EU commissioner's jobs with six firms], The Guardian vom 19.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar ist Hills Karenzzeit abgelaufen. Doch erst im März hat die europäische Bürgerbeauftragte Emily O‘Reilly festgestellt, dass die Pflicht der EU-Kommissare, „bei der Annahme gewisser Tätigkeiten oder Vorteile nach Ablauf dieser Tätigkeit (dem Amt als Kommissar/in, Anm. d. Verf.) ehrenhaft und zurückhaltend zu sein“ (Art. 245 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ombudsman.europa.eu/de/recommendation/en/90956 Recommendations of the European Ombudsman in the joint inquiry into complaints 194/2017/EA, 334/2017/EA, and 543/2017/EA on the European Commission’s handling of post-mandate employment of former Commissioners, a former Commission President and the role of its ‘Ethics Committee’], Die Europäische Ombudsfrau vom 06.03.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; keiner zeitlichen Begrenzung unterliegen. Corporate Europe Observatory (CEO) hatte den Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in einem Brief aufgefordert, mögliche Interessenkonflikte zu prüfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/revolvingdoorwatch/cases/jonathan-hill RevolvingDoorWatch: Jonathan Hill], Corporate Europe Observatory vom 19.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle als Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer|Freshfields]] trat Hill bereits sieben Monate nach seiner Zeit als Kommissar an. Der Ethik-Ausschuss der Kommission sah darin einen Interessenkonflikt und stimmte der Tätigkeit nur unter bestimmten Bedingungen zu: Hill solle demnach die Beratung der Finanzdienstleistungskunden [[Freshfields Bruckhaus Deringer|Freshfields]] innerhalb der folgenden 18 Monate unterlassen. Auch Beratungen Freshfields selbst oder Kunden der nicht-finanziellen Diensleistungen [[Freshfields Bruckhaus Deringer|Freshfields]] zu Themen, die sich auf den finanziellen Dienstleistungssektor beziehen, sind von seiner Tätigkeit für den genannten Zeitraum ausgenommen. Des Weiteren dürfe er keine Lobbyarbeit für [[Freshfields Bruckhaus Deringer|Freshfields]] oder dessen Kunden bei der Kommission betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-783_en.htm Commission clears post-mandate activities for former Commissioner Jonathan Hill, subject to conditions], Europäische Kommission vom 29.03.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch seine Tätigkeiten bei [[Deloitte]] sind – insbesondere vor dem Hintergrund einer von CEO publizierten Studie zu den „Big Four“ - kritisch zu hinterfragen: So beraten die sogenannten „Big Four“ - zu denen auch [[Deloitte]] gehört – die EU-Kommission in Steuerfragen, obwohl sie selbst zu den größten Profiteuren der Steuervermeidung gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/power-lobbies/2018/07/accounting-influence Accounting for influence], Corporate Europe Observatory vom 10.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Hill selbst sagte zu den Vorwürfen bezüglich eines Interessenkonfliktes „he has at all times followed the rules set out by the commission and has chosen to work rather than receive generous allowances from the EU taxpayer“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Guardian&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Februar 2018 ist die Karenzzeit für Kommissare auf 24 Monate ausgeweitet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://euobserver.com/opinion/142442 Hill's UBS move confirms EU's 'revolving door' problem], EU Observer vom 24.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Hill unterschrieb seine diversen Tätigkeiten als Berater bereits vor Februar und ist somit nicht mehr davon betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizer Bank UBS berät Hill nun zu Brexit-Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2015: Hills Lobbytreffen===&lt;br /&gt;
64 von 77 (83%) von Hills Lobbytreffen fanden mit Vertretern der Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Bankenverbänden, Lobbyverbänden der Finanzindustrie) statt (Zeitraum: November 2014 - Juli 2015). Die häufigsten Treffen hatte er mit dem britischen Börsenunternehmen [[London Stock Exchange]] und dem Europäischen Bankenverband [[European Banking Federation]] (EBF). 4% von Hills Treffen fanden mit der Zivilgesellschaft statt. Dies ist auf der Webseite der [[EU-Kommission]] abrufbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/07/hill-und-canete-umstrittene-eu-kommissare-auf-dem-pruefstand/ Hill und Canete: Umstrittene EU-Kommissare auf dem Prüfstand!] LobbyControl, abgerufen am 08.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret äußert sich diese Nähe zur Finanzindustrie beispielsweise in Hills Versuch, Finanzmarktregulierungen wie die ''Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID 2)'' zu verwässern, die sein Vorgänger als Lehre aus der Weltfinanzkrise eingeführt hatte. Gegenüber der Financial Times ließt er in diesem Zusammenhang verlauten, dass Regulierer offener für die Anliegen der Finanzindustrie sein sollten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/intl/cms/s/0/bda4e522-9519-11e5-ac15-0f7f7945adba.html#axzz3uIOc6vMl, Brexit would make UK a ‘supplicant’, says Lord Hill], Financial Times, vom 27.11.2015, abgerufen am 16.12.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Lobbyist Hill wird Finanzmarktregulierer===&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill wird ein Lobbyist für die zentralen Themen der Finanzmarktregulierung zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit im Stab von Premierminister Major wurde Hill im Jahre 1994 leitender Berater bei der Agentur [[Bell Pottinger Communications]], die laut ihrer am 14.09.2014 abgerufenen Website ihre Kunden u.a. darin berät, wie politische und regulatorische Entscheidungen beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Hill das Politikberatungsunternehmens [[Quiller Consultants]], zu dessen Kunden auch Akteure aus der Finanzbranche wie die [[HSCB]] Bank und die [[City of London]] Corporation gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sven-giegold.de/2014/hill-als-kom-provokation/ Kommentar von Sven Giegold, EU-Abgeordneter der Grünen vom 10. September 2014 auf seiner Webseite], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.appc.org.uk/wp-content/uploads/MAY-14-REGISTER-1.9.14.pdf Appc Register for 1st March 2014 - 31st May 2014], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Quiller war er bis 2010 Geschäftsführer. Auf seiner am 13. September 2014 abgerufenen Website preist Quiller seine politischen Kontakte wie folgt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''We can offer our clients targeted insight into the political world in Westminster, Brussels and the devolved assemblies, as well as help them to manage relations with the political media.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quiller ist 2006 an die Huntsworth Gruppe verkauft worden, deren Holding die [[Huntsworth plc]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen dieser Transaktion wurde Hill Anteilseigner der Huntsworth plc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Höhe seiner Beteiligung an Huntsworth verweigert er jegliche Auskunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Register of Interests des britischen Parlaments ist Hill immer noch als Gesellschafter von Huntsworth eingetragen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: 3. Oktober 2014). Bei der Anhörung im Europäischen Parlament am 1. Oktober 2014 erklärte Hill, er habe alle Anteile verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/europaparlament-der-hoefliche-herr-hill-muss-nachsitzen-1.2155653 Der höfliche Herr Hill muss nachsitzen, Süddeutsche Zeitung online vom 01.10.2014], abgerufen am 03.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Huntsworth Gruppe gehören PR-Agenturen, die auch Lobbyarbeit - u.a. für [[HSCB]] Bank, die Vereinigten Arabischen Emirate, British Land und Telefonica - betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/politics/2014/jul/15/lord-hill-tories-europe-lobbyist-cameron Rowena Mason: Lord Hill, the former lobbyist pitching for the Tories in Europe, The Guardian online vom 15. Juli 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hunsworth-Unternehmen Citygate wirbt damit, einige der weltweit größten Finanz-Institutionen, Banken und Vermögensverwalter zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huntsworth.com/group-companies/citigate.aspx Profil von Citigate auf der Website von Huntsworth], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Beispiele werden [[JPMorgan]] Assett Mangement und die Londoner Börse genannt, die gegen strengere EU-Finanzmarktgesetze kämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-kommission-juncker-spuert-widerstand-gegen-reform-in-bruessel-a-991064.html#ref=veeseoartikel Claus Hecking: Neues Personal in Brüssel: EU-Abgeordnete prangen Junckers Kommissare an, Spiegel online vom 11. September 2014], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Anhörung im Europa-Parlament wurde Hills Berufung abgelehnt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jonathan-hill-britischer-kandidat-fuer-eu-kommission-muss-nachsitzen-a-994939.html Designierter EU-Finanzkommissar Hill: Mr. Lobby muss nachsitzen], Spiegel Online, 1. Oktober 2014, zuletzt aufgerufen am 22.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und erst nach weiteren kritischen Nachfragen bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Benennung von Hill scheint vor allem seine Tätigkeit als Lobbyist den Ausschlag gegeben zu haben. Eine spezifische Qualifikation für das Amt des Finanzmarktkommissars bringt der gelernte Historiker nicht mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/jonathan-hill-ist-der-ueberraschendste-eu-kommissar-13146435.html Werner Mussler: Jonathan Hill Der überraschendste Kommissar, FAZ oline vom 10. September 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Finanzlobby - wie der [[City of London]] Corporation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/oct/31/corporation-london-city-medieval The medieval, unaccountable Corporation of London is ripe for protest, The Guardian online vom 31. Oktober 2011], abgerufen am 14.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die zu den Kunden von Quillers gehört -, wurde die geplante Ernennung des Bocks zum Gärtner begeistert gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cityoflondon.gov.uk/about-the-city/what-we-do/media-centre/news-releases/2014/Pages/city-welcomes-lord-hill-role.aspx City welcomes Lord Hill´s Commission Role, Webseite City of London],abgerufen am 12.09. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=65665</id>
		<title>Jonathan Hill</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=65665"/>
		<updated>2018-07-31T09:30:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Ab 2017: Seitenwechsel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jonathan Hopkin Hill''' ''(*24. Juli 1960 in London)'' war 2014 bis Juni 2016 EU-Kommissar für Finanzmarktstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmärkte. Nach dem Brexit trat er von dieser Position zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill zum Finanz-Kommissar wurde ein Banken-Lobbyist für die Finanzmarktregulierung zuständig. Hill war Mitbegründer und Geschäftsführer der Politikberatungsfirma [[Quiller Consultants]], zu deren Kunden Unternehmen aus der Finanzbranche gehören. Im Zuge des Verkaufs von Quiller an die PR- und Lobby-Agentur [[Huntsworth plc]] ist er deren Gesellschafter geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit 2018 Berater bei der Schweizer Bank UBS, Aviva, Iberdola und [[Deloitte]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Seit 2017 Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und Direktor bei der &amp;quot;Times&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;&amp;gt;[https://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144/register-of-interests Lord Hill of Oareford] Britisches Parlament, Webseite abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 11/2014-06/2016  '''Finanzkommissar der [[EU-Kommission]]'''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/julian-king-beerbt-jonathan-hill-neuer-britischer-eu-kommissar-soll-sich-um-sicherheit-kuemmern/13958496.html Neuer britischer EU-Kommissar soll sich um Sicherheit kümmern] Handelsblatt vom 02.08.2016, abgerufen am 01.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013-2014 Leader des House of Lords, Vorsitzender der Konservativen im House of Lords und Chancellor of the Duchy of Lancaster (Minister ohne Geschäftsbereich)&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Bildungsministerium&lt;br /&gt;
* 2006 Verkauf von Quiller an die [[Huntsworth plc]] und im Gegenzug Beteiligung an Huntsworth&lt;br /&gt;
* 1998-2010 (Mit-)Gründung und Direktor der PR-Agentur [[Quiller Consultants]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998 Leitender Berater der [[Bell Pottinger Communications]] (frühere Bezeichung: Bell Communications)&lt;br /&gt;
* 1992-1994 Persönlicher Mitarbeiter von Premierminister [[John Major]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992 Mitarbeiter im Politischen Stab von Premierminister John Major&lt;br /&gt;
* 1989-1991 Lowe Bell Communications&lt;br /&gt;
* Studium der Geschichte am Trinity College in Cambridge&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.debretts.com/people-of-today/profile/2952/Jonathan-Hopkin-Hill-HILL-OF-OAREFORD Biography bei Debretts unter People of Today], Webseite abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===Ab 2017: Seitenwechsel===&lt;br /&gt;
Nachdem Jonathan Hill bereits 2014 durch seinen Amtsantritt als Finanzmarktkommissar die Seiten zwischen Politik und Wirtschaft wechselte, ging er 2017 mit seiner Tätigkeit als Berater bei diversen Unternehmen ein zweites Mal durch die Drehtür:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2017 ist Hill als Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] – eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit – und als Direktor bei der Tageszeitung Times tätig. Zusätzlich arbeitet er seit Anfang 2018 als Berater für die Schweizer Bank UBS, dem Versicherer Aviva, der spanischen Energiefirma Iberdola und dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen [[Deloitte]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Guardian&amp;quot;&amp;gt;[https://www.theguardian.com/politics/2018/jul/19/call-for-inquiry-into-ex-eu-commissioners-jobs-with-six-firms?CMP=share_btn_tw Call for inquiry into ex-EU commissioner's jobs with six firms], The Guardian vom 19.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar ist Hills Karenzzeit abgelaufen. Doch erst im März hat die europäische Bürgerbeauftragte Emily O‘Reilly festgestellt, dass die Pflicht der EU-Kommissare, „bei der Annahme gewisser Tätigkeiten oder Vorteile nach Ablauf dieser Tätigkeit (dem Amt als Kommissar/in, Anm. d. Verf.) ehrenhaft und zurückhaltend zu sein“ (Art. 245 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ombudsman.europa.eu/de/recommendation/en/90956 Recommendations of the European Ombudsman in the joint inquiry into complaints 194/2017/EA, 334/2017/EA, and 543/2017/EA on the European Commission’s handling of post-mandate employment of former Commissioners, a former Commission President and the role of its ‘Ethics Committee’], Die Europäische Ombudsfrau vom 06.03.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; keiner zeitlichen Begrenzung unterliegen. Corporate Europe Observatory (CEO) hatte den Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in einem Brief aufgefordert, mögliche Interessenkonflikte zu prüfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/revolvingdoorwatch/cases/jonathan-hill RevolvingDoorWatch: Jonathan Hill], Corporate Europe Observatory vom 19.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle als Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer|Freshfields]] trat Hill bereits sieben Monate nach seiner Zeit als Kommissar an. Der Ethik-Ausschuss der Kommission sah darin einen Interessenkonflikt und stimmte der Tätigkeit nur unter bestimmten Bedingungen zu: Hill solle demnach die Beratung der Finanzdienstleistungskunden [[Freshfields Bruckhaus Deringer|Freshfields]] innerhalb der folgenden 18 Monate unterlassen. Auch Beratungen Freshfields selbst oder Kunden der nicht-finanziellen Diensleistungen [[Freshfields Bruckhaus Deringer|Freshfields]] zu Themen, die sich auf den finanziellen Dienstleistungssektor beziehen, sind von seiner Tätigkeit für den genannten Zeitraum ausgenommen. Des weiteren dürfe er keine Lobbyarbeit für [[Freshfields Bruckhaus Deringer|Freshfields]] oder dessen Kunden bei der Kommission betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-783_en.htm Commission clears post-mandate activities for former Commissioner Jonathan Hill, subject to conditions], Europäische Kommission vom 29.03.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch seine Tätigkeiten bei [[Deloitte]] sind – insbesondere vor dem Hintergrund einer von CEO publizierten Studie zu den „Big Four“ - kritisch zu hinterfragen: So beraten die sogenannten „Big Four“ - zu denen auch [[Deloitte]] gehört – die EU-Kommission in Steuerfragen, obwohl sie selbst zu den größten Profiteuren der Steuervermeidung gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/power-lobbies/2018/07/accounting-influence Accounting for influence], Corporate Europe Observatory vom 10.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Hill selbst sagte zu den Vorwürfen bezüglich eines Interessenkonfliktes „he has at all times followed the rules set out by the commission and has chosen to work rather than receive generous allowances from the EU taxpayer“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Guardian&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Februar 2018 ist die Karenzzeit für Kommissare auf 24 Monate ausgeweitet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://euobserver.com/opinion/142442 Hill's UBS move confirms EU's 'revolving door' problem], EU Observer vom 24.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Hill unterschrieb seine diversen Tätigkeiten als Berater bereits vor Februar und ist somit nicht mehr davon betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizer Bank UBS berät Hill nun zu Brexit-Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2015: Hills Lobbytreffen===&lt;br /&gt;
64 von 77 (83%) von Hills Lobbytreffen fanden mit Vertretern der Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Bankenverbänden, Lobbyverbänden der Finanzindustrie) statt (Zeitraum: November 2014 - Juli 2015). Die häufigsten Treffen hatte er mit dem britischen Börsenunternehmen [[London Stock Exchange]] und dem Europäischen Bankenverband [[European Banking Federation]] (EBF). 4% von Hills Treffen fanden mit der Zivilgesellschaft statt. Dies ist auf der Webseite der [[EU-Kommission]] abrufbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/07/hill-und-canete-umstrittene-eu-kommissare-auf-dem-pruefstand/ Hill und Canete: Umstrittene EU-Kommissare auf dem Prüfstand!] LobbyControl, abgerufen am 08.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret äußert sich diese Nähe zur Finanzindustrie beispielsweise in Hills Versuch, Finanzmarktregulierungen wie die ''Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID 2)'' zu verwässern, die sein Vorgänger als Lehre aus der Weltfinanzkrise eingeführt hatte. Gegenüber der Financial Times ließt er in diesem Zusammenhang verlauten, dass Regulierer offener für die Anliegen der Finanzindustrie sein sollten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/intl/cms/s/0/bda4e522-9519-11e5-ac15-0f7f7945adba.html#axzz3uIOc6vMl, Brexit would make UK a ‘supplicant’, says Lord Hill], Financial Times, vom 27.11.2015, abgerufen am 16.12.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Lobbyist Hill wird Finanzmarktregulierer===&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill wird ein Lobbyist für die zentralen Themen der Finanzmarktregulierung zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit im Stab von Premierminister Major wurde Hill im Jahre 1994 leitender Berater bei der Agentur [[Bell Pottinger Communications]], die laut ihrer am 14.09.2014 abgerufenen Website ihre Kunden u.a. darin berät, wie politische und regulatorische Entscheidungen beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Hill das Politikberatungsunternehmens [[Quiller Consultants]], zu dessen Kunden auch Akteure aus der Finanzbranche wie die [[HSCB]] Bank und die [[City of London]] Corporation gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sven-giegold.de/2014/hill-als-kom-provokation/ Kommentar von Sven Giegold, EU-Abgeordneter der Grünen vom 10. September 2014 auf seiner Webseite], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.appc.org.uk/wp-content/uploads/MAY-14-REGISTER-1.9.14.pdf Appc Register for 1st March 2014 - 31st May 2014], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Quiller war er bis 2010 Geschäftsführer. Auf seiner am 13. September 2014 abgerufenen Website preist Quiller seine politischen Kontakte wie folgt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''We can offer our clients targeted insight into the political world in Westminster, Brussels and the devolved assemblies, as well as help them to manage relations with the political media.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quiller ist 2006 an die Huntsworth Gruppe verkauft worden, deren Holding die [[Huntsworth plc]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen dieser Transaktion wurde Hill Anteilseigner der Huntsworth plc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Höhe seiner Beteiligung an Huntsworth verweigert er jegliche Auskunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Register of Interests des britischen Parlaments ist Hill immer noch als Gesellschafter von Huntsworth eingetragen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: 3. Oktober 2014). Bei der Anhörung im Europäischen Parlament am 1. Oktober 2014 erklärte Hill, er habe alle Anteile verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/europaparlament-der-hoefliche-herr-hill-muss-nachsitzen-1.2155653 Der höfliche Herr Hill muss nachsitzen, Süddeutsche Zeitung online vom 01.10.2014], abgerufen am 03.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Huntsworth Gruppe gehören PR-Agenturen, die auch Lobbyarbeit - u.a. für [[HSCB]] Bank, die Vereinigten Arabischen Emirate, British Land und Telefonica - betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/politics/2014/jul/15/lord-hill-tories-europe-lobbyist-cameron Rowena Mason: Lord Hill, the former lobbyist pitching for the Tories in Europe, The Guardian online vom 15. Juli 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hunsworth-Unternehmen Citygate wirbt damit, einige der weltweit größten Finanz-Institutionen, Banken und Vermögensverwalter zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huntsworth.com/group-companies/citigate.aspx Profil von Citigate auf der Website von Huntsworth], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Beispiele werden [[JPMorgan]] Assett Mangement und die Londoner Börse genannt, die gegen strengere EU-Finanzmarktgesetze kämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-kommission-juncker-spuert-widerstand-gegen-reform-in-bruessel-a-991064.html#ref=veeseoartikel Claus Hecking: Neues Personal in Brüssel: EU-Abgeordnete prangen Junckers Kommissare an, Spiegel online vom 11. September 2014], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Anhörung im Europa-Parlament wurde Hills Berufung abgelehnt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jonathan-hill-britischer-kandidat-fuer-eu-kommission-muss-nachsitzen-a-994939.html Designierter EU-Finanzkommissar Hill: Mr. Lobby muss nachsitzen], Spiegel Online, 1. Oktober 2014, zuletzt aufgerufen am 22.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und erst nach weiteren kritischen Nachfragen bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Benennung von Hill scheint vor allem seine Tätigkeit als Lobbyist den Ausschlag gegeben zu haben. Eine spezifische Qualifikation für das Amt des Finanzmarktkommissars bringt der gelernte Historiker nicht mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/jonathan-hill-ist-der-ueberraschendste-eu-kommissar-13146435.html Werner Mussler: Jonathan Hill Der überraschendste Kommissar, FAZ oline vom 10. September 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Finanzlobby - wie der [[City of London]] Corporation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/oct/31/corporation-london-city-medieval The medieval, unaccountable Corporation of London is ripe for protest, The Guardian online vom 31. Oktober 2011], abgerufen am 14.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die zu den Kunden von Quillers gehört -, wurde die geplante Ernennung des Bocks zum Gärtner begeistert gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cityoflondon.gov.uk/about-the-city/what-we-do/media-centre/news-releases/2014/Pages/city-welcomes-lord-hill-role.aspx City welcomes Lord Hill´s Commission Role, Webseite City of London],abgerufen am 12.09. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
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		<title>Jonathan Hill</title>
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		<updated>2018-07-31T09:01:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Ab 2017: Seitenwechsel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jonathan Hopkin Hill''' ''(*24. Juli 1960 in London)'' war 2014 bis Juni 2016 EU-Kommissar für Finanzmarktstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmärkte. Nach dem Brexit trat er von dieser Position zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill zum Finanz-Kommissar wurde ein Banken-Lobbyist für die Finanzmarktregulierung zuständig. Hill war Mitbegründer und Geschäftsführer der Politikberatungsfirma [[Quiller Consultants]], zu deren Kunden Unternehmen aus der Finanzbranche gehören. Im Zuge des Verkaufs von Quiller an die PR- und Lobby-Agentur [[Huntsworth plc]] ist er deren Gesellschafter geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit 2018 Berater bei der Schweizer Bank UBS, Aviva, Iberdola und [[Deloitte]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Seit 2017 Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und Direktor bei der &amp;quot;Times&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;&amp;gt;[https://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144/register-of-interests Lord Hill of Oareford] Britisches Parlament, Webseite abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 11/2014-06/2016  '''Finanzkommissar der [[EU-Kommission]]'''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/julian-king-beerbt-jonathan-hill-neuer-britischer-eu-kommissar-soll-sich-um-sicherheit-kuemmern/13958496.html Neuer britischer EU-Kommissar soll sich um Sicherheit kümmern] Handelsblatt vom 02.08.2016, abgerufen am 01.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013-2014 Leader des House of Lords, Vorsitzender der Konservativen im House of Lords und Chancellor of the Duchy of Lancaster (Minister ohne Geschäftsbereich)&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Bildungsministerium&lt;br /&gt;
* 2006 Verkauf von Quiller an die [[Huntsworth plc]] und im Gegenzug Beteiligung an Huntsworth&lt;br /&gt;
* 1998-2010 (Mit-)Gründung und Direktor der PR-Agentur [[Quiller Consultants]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998 Leitender Berater der [[Bell Pottinger Communications]] (frühere Bezeichung: Bell Communications)&lt;br /&gt;
* 1992-1994 Persönlicher Mitarbeiter von Premierminister [[John Major]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992 Mitarbeiter im Politischen Stab von Premierminister John Major&lt;br /&gt;
* 1989-1991 Lowe Bell Communications&lt;br /&gt;
* Studium der Geschichte am Trinity College in Cambridge&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.debretts.com/people-of-today/profile/2952/Jonathan-Hopkin-Hill-HILL-OF-OAREFORD Biography bei Debretts unter People of Today], Webseite abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===Ab 2017: Seitenwechsel===&lt;br /&gt;
Nachdem Jonathan Hill bereits 2014 durch seinen Amtsantritt als Finanzmarktkommissar die Seiten zwischen Politik und Wirtschaft wechselte, ging er 2017 mit seiner Tätigkeit als Berater bei diversen Unternehmen ein zweites Mal durch die Drehtür:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2017 ist Hill als Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] – eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit – und als Direktor bei der Tageszeitung Times tätig. Zusätzlich arbeitet er seit Anfang 2018 als Berater für die Schweizer Bank UBS, dem Versicherer Aviva, der spanischen Energiefirma Iberdola und dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen [[Deloitte]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Guardian&amp;quot;&amp;gt;[https://www.theguardian.com/politics/2018/jul/19/call-for-inquiry-into-ex-eu-commissioners-jobs-with-six-firms?CMP=share_btn_tw Call for inquiry into ex-EU commissioner's jobs with six firms], The Guardian vom 19.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar ist Hills Karenzzeit abgelaufen. Doch erst im März hat die europäische Bürgerbeauftragte Emily O‘Reilly festgestellt, dass die Pflicht der EU-Kommissare, „bei der Annahme gewisser Tätigkeiten oder Vorteile nach Ablauf dieser Tätigkeit (dem Amt als Kommissar/in, Anm. d. Verf.) ehrenhaft und zurückhaltend zu sein“ (Art. 245 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ombudsman.europa.eu/de/recommendation/en/90956 Recommendations of the European Ombudsman in the joint inquiry into complaints 194/2017/EA, 334/2017/EA, and 543/2017/EA on the European Commission’s handling of post-mandate employment of former Commissioners, a former Commission President and the role of its ‘Ethics Committee’], Die Europäische Ombudsfrau vom 06.03.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; keiner zeitlichen Begrenzung unterliegen. Corporate Europe Observatory (CEO) hatte den Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in einem Brief aufgefordert, mögliche Interessenkonflikte zu prüfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/revolvingdoorwatch/cases/jonathan-hill RevolvingDoorWatch: Jonathan Hill], Corporate Europe Observatory vom 19.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle als Berater bei Freshfields trat Hill bereits sieben Monate nach seiner Zeit als Kommissar an. Der Ethik-Ausschuss der Kommission sah darin einen Interessenkonflikt und stimmte der Tätigkeit nur unter bestimmten Bedingungen zu: Hill solle demnach die Beratung der Finanzdienstleistungskunden Freshfields innerhalb der folgenden 18 Monate unterlassen. Auch Beratungen Freshfields selbst oder Kunden der nicht-finanziellen Diensleistungen Freshfields zu Themen, die sich auf den finanziellen Dienstleistungssektor beziehen, sind von seiner Tätigkeit für den genannten Zeitraum ausgenommen. Des weiteren dürfe er keine Lobbyarbeit für Freshfield oder dessen Kunden bei der Kommission betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-783_en.htm Commission clears post-mandate activities for former Commissioner Jonathan Hill, subject to conditions], Europäische Kommission vom 29.03.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch seine Tätigkeiten bei [[Deloitte]] sind – insbesondere vor dem Hintergrund einer von CEO publizierten Studie zu den „Big Four“ - kritisch zu hinterfragen: So beraten die sogenannten „Big Four“ - zu denen auch [[Deloitte]] gehört – die EU-Kommission in Steuerfragen, obwohl sie selbst zu den größten Profiteuren der Steuervermeidung gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/power-lobbies/2018/07/accounting-influence Accounting for influence], Corporate Europe Observatory vom 10.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Hill selbst sagte zu den Vorwürfen bezüglich eines Interessenkonfliktes „he has at all times followed the rules set out by the commission and has chosen to work rather than receive generous allowances from the EU taxpayer“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Guardian&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Februar 2018 ist die Karenzzeit für Kommissare auf 24 Monate ausgeweitet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://euobserver.com/opinion/142442 Hill's UBS move confirms EU's 'revolving door' problem], EU Observer vom 24.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Hill unterschrieb seine diversen Tätigkeiten als Berater bereits vor Februar und ist somit nicht mehr davon betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizer Bank UBS berät Hill nun zu Brexit-Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2015: Hills Lobbytreffen===&lt;br /&gt;
64 von 77 (83%) von Hills Lobbytreffen fanden mit Vertretern der Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Bankenverbänden, Lobbyverbänden der Finanzindustrie) statt (Zeitraum: November 2014 - Juli 2015). Die häufigsten Treffen hatte er mit dem britischen Börsenunternehmen [[London Stock Exchange]] und dem Europäischen Bankenverband [[European Banking Federation]] (EBF). 4% von Hills Treffen fanden mit der Zivilgesellschaft statt. Dies ist auf der Webseite der [[EU-Kommission]] abrufbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/07/hill-und-canete-umstrittene-eu-kommissare-auf-dem-pruefstand/ Hill und Canete: Umstrittene EU-Kommissare auf dem Prüfstand!] LobbyControl, abgerufen am 08.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret äußert sich diese Nähe zur Finanzindustrie beispielsweise in Hills Versuch, Finanzmarktregulierungen wie die ''Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID 2)'' zu verwässern, die sein Vorgänger als Lehre aus der Weltfinanzkrise eingeführt hatte. Gegenüber der Financial Times ließt er in diesem Zusammenhang verlauten, dass Regulierer offener für die Anliegen der Finanzindustrie sein sollten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/intl/cms/s/0/bda4e522-9519-11e5-ac15-0f7f7945adba.html#axzz3uIOc6vMl, Brexit would make UK a ‘supplicant’, says Lord Hill], Financial Times, vom 27.11.2015, abgerufen am 16.12.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Lobbyist Hill wird Finanzmarktregulierer===&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill wird ein Lobbyist für die zentralen Themen der Finanzmarktregulierung zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit im Stab von Premierminister Major wurde Hill im Jahre 1994 leitender Berater bei der Agentur [[Bell Pottinger Communications]], die laut ihrer am 14.09.2014 abgerufenen Website ihre Kunden u.a. darin berät, wie politische und regulatorische Entscheidungen beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Hill das Politikberatungsunternehmens [[Quiller Consultants]], zu dessen Kunden auch Akteure aus der Finanzbranche wie die [[HSCB]] Bank und die [[City of London]] Corporation gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sven-giegold.de/2014/hill-als-kom-provokation/ Kommentar von Sven Giegold, EU-Abgeordneter der Grünen vom 10. September 2014 auf seiner Webseite], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.appc.org.uk/wp-content/uploads/MAY-14-REGISTER-1.9.14.pdf Appc Register for 1st March 2014 - 31st May 2014], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Quiller war er bis 2010 Geschäftsführer. Auf seiner am 13. September 2014 abgerufenen Website preist Quiller seine politischen Kontakte wie folgt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''We can offer our clients targeted insight into the political world in Westminster, Brussels and the devolved assemblies, as well as help them to manage relations with the political media.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quiller ist 2006 an die Huntsworth Gruppe verkauft worden, deren Holding die [[Huntsworth plc]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen dieser Transaktion wurde Hill Anteilseigner der Huntsworth plc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Höhe seiner Beteiligung an Huntsworth verweigert er jegliche Auskunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Register of Interests des britischen Parlaments ist Hill immer noch als Gesellschafter von Huntsworth eingetragen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: 3. Oktober 2014). Bei der Anhörung im Europäischen Parlament am 1. Oktober 2014 erklärte Hill, er habe alle Anteile verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/europaparlament-der-hoefliche-herr-hill-muss-nachsitzen-1.2155653 Der höfliche Herr Hill muss nachsitzen, Süddeutsche Zeitung online vom 01.10.2014], abgerufen am 03.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Huntsworth Gruppe gehören PR-Agenturen, die auch Lobbyarbeit - u.a. für [[HSCB]] Bank, die Vereinigten Arabischen Emirate, British Land und Telefonica - betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/politics/2014/jul/15/lord-hill-tories-europe-lobbyist-cameron Rowena Mason: Lord Hill, the former lobbyist pitching for the Tories in Europe, The Guardian online vom 15. Juli 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hunsworth-Unternehmen Citygate wirbt damit, einige der weltweit größten Finanz-Institutionen, Banken und Vermögensverwalter zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huntsworth.com/group-companies/citigate.aspx Profil von Citigate auf der Website von Huntsworth], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Beispiele werden [[JPMorgan]] Assett Mangement und die Londoner Börse genannt, die gegen strengere EU-Finanzmarktgesetze kämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-kommission-juncker-spuert-widerstand-gegen-reform-in-bruessel-a-991064.html#ref=veeseoartikel Claus Hecking: Neues Personal in Brüssel: EU-Abgeordnete prangen Junckers Kommissare an, Spiegel online vom 11. September 2014], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Anhörung im Europa-Parlament wurde Hills Berufung abgelehnt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jonathan-hill-britischer-kandidat-fuer-eu-kommission-muss-nachsitzen-a-994939.html Designierter EU-Finanzkommissar Hill: Mr. Lobby muss nachsitzen], Spiegel Online, 1. Oktober 2014, zuletzt aufgerufen am 22.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und erst nach weiteren kritischen Nachfragen bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Benennung von Hill scheint vor allem seine Tätigkeit als Lobbyist den Ausschlag gegeben zu haben. Eine spezifische Qualifikation für das Amt des Finanzmarktkommissars bringt der gelernte Historiker nicht mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/jonathan-hill-ist-der-ueberraschendste-eu-kommissar-13146435.html Werner Mussler: Jonathan Hill Der überraschendste Kommissar, FAZ oline vom 10. September 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Finanzlobby - wie der [[City of London]] Corporation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/oct/31/corporation-london-city-medieval The medieval, unaccountable Corporation of London is ripe for protest, The Guardian online vom 31. Oktober 2011], abgerufen am 14.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die zu den Kunden von Quillers gehört -, wurde die geplante Ernennung des Bocks zum Gärtner begeistert gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cityoflondon.gov.uk/about-the-city/what-we-do/media-centre/news-releases/2014/Pages/city-welcomes-lord-hill-role.aspx City welcomes Lord Hill´s Commission Role, Webseite City of London],abgerufen am 12.09. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=65662</id>
		<title>Jonathan Hill</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=65662"/>
		<updated>2018-07-31T08:58:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Fallstudien und Kritik */ Ab 2017: Seitenwechsel&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jonathan Hopkin Hill''' ''(*24. Juli 1960 in London)'' war 2014 bis Juni 2016 EU-Kommissar für Finanzmarktstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmärkte. Nach dem Brexit trat er von dieser Position zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill zum Finanz-Kommissar wurde ein Banken-Lobbyist für die Finanzmarktregulierung zuständig. Hill war Mitbegründer und Geschäftsführer der Politikberatungsfirma [[Quiller Consultants]], zu deren Kunden Unternehmen aus der Finanzbranche gehören. Im Zuge des Verkaufs von Quiller an die PR- und Lobby-Agentur [[Huntsworth plc]] ist er deren Gesellschafter geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit 2018 Berater bei der Schweizer Bank UBS, Aviva, Iberdola und [[Deloitte]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Seit 2017 Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und Direktor bei der &amp;quot;Times&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;&amp;gt;[https://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144/register-of-interests Lord Hill of Oareford] Britisches Parlament, Webseite abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 11/2014-06/2016  '''Finanzkommissar der [[EU-Kommission]]'''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/julian-king-beerbt-jonathan-hill-neuer-britischer-eu-kommissar-soll-sich-um-sicherheit-kuemmern/13958496.html Neuer britischer EU-Kommissar soll sich um Sicherheit kümmern] Handelsblatt vom 02.08.2016, abgerufen am 01.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013-2014 Leader des House of Lords, Vorsitzender der Konservativen im House of Lords und Chancellor of the Duchy of Lancaster (Minister ohne Geschäftsbereich)&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Bildungsministerium&lt;br /&gt;
* 2006 Verkauf von Quiller an die [[Huntsworth plc]] und im Gegenzug Beteiligung an Huntsworth&lt;br /&gt;
* 1998-2010 (Mit-)Gründung und Direktor der PR-Agentur [[Quiller Consultants]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998 Leitender Berater der [[Bell Pottinger Communications]] (frühere Bezeichung: Bell Communications)&lt;br /&gt;
* 1992-1994 Persönlicher Mitarbeiter von Premierminister [[John Major]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992 Mitarbeiter im Politischen Stab von Premierminister John Major&lt;br /&gt;
* 1989-1991 Lowe Bell Communications&lt;br /&gt;
* Studium der Geschichte am Trinity College in Cambridge&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.debretts.com/people-of-today/profile/2952/Jonathan-Hopkin-Hill-HILL-OF-OAREFORD Biography bei Debretts unter People of Today], Webseite abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===Ab 2017: Seitenwechsel===&lt;br /&gt;
Nachdem Jonathan Hill bereits 2014 durch seinen Amtsantritt als Finanzmarktkommissar die Seiten zwischen Politik und Wirtschaft wechselte, ging er 2017 mit seiner Tätigkeit als Berater bei diversen Unternehmen ein zweites Mal durch die Drehtür:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2017 ist Hill als Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] – eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit – und als Direktor bei der Tageszeitung Times tätig. Zusätzlich arbeitet er seit Anfang 2018 als Berater für die Schweizer Bank UBS, dem Versicherer Aviva, der spanischen Energiefirma Iberdola und dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen [[Deloitte]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Guardian&amp;quot;&amp;gt;[https://www.theguardian.com/politics/2018/jul/19/call-for-inquiry-into-ex-eu-commissioners-jobs-with-six-firms?CMP=share_btn_tw Call for inquiry into ex-EU commissioner's jobs with six firms], The Guardian vom 19.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar ist Hills Karenzzeit abgelaufen. Doch erst im März hat die europäische Bürgerbeauftragte Emily O‘Reilly festgestellt, dass die Pflicht der EU-Kommissare, „bei der Annahme gewisser Tätigkeiten oder Vorteile nach Ablauf dieser Tätigkeit (dem Amt als Kommissar/in, Anm. d. Verf.) ehrenhaft und zurückhaltend zu sein“ (Art. 245 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union) &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ombudsman.europa.eu/de/recommendation/en/90956 Recommendations of the European Ombudsman in the joint inquiry into complaints 194/2017/EA, 334/2017/EA, and 543/2017/EA on the European Commission’s handling of post-mandate employment of former Commissioners, a former Commission President and the role of its ‘Ethics Committee’], Die Europäische Ombudsfrau vom 06.03.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; keiner zeitlichen Begrenzung unterliegen. Corporate Europe Observatory (CEO) hatte den Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in einem Brief aufgefordert, mögliche Interessenkonflikte zu prüfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/revolvingdoorwatch/cases/jonathan-hill RevolvingDoorWatch: Jonathan Hill], Corporate Europe Observatory vom 19.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/revolvingdoorwatch/cases/jonathan-hill RevolvingDoorWatch: Jonathan Hill], Corporate Europe Observatory vom 19.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle als Berater bei Freshfields trat Hill bereits sieben Monate nach seiner Zeit als Kommissar an. Der Ethik-Ausschuss der Kommission sah darin einen Interessenkonflikt und stimmte der Tätigkeit nur unter bestimmten Bedingungen zu: Hill solle demnach die Beratung der Finanzdienstleistungskunden Freshfields innerhalb der folgenden 18 Monate unterlassen. Auch Beratungen Freshfields selbst oder Kunden der nicht-finanziellen Diensleistungen Freshfields zu Themen, die sich auf den finanziellen Dienstleistungssektor beziehen, sind von seiner Tätigkeit für den genannten Zeitraum ausgenommen. Des weiteren dürfe er keine Lobbyarbeit für Freshfield oder dessen Kunden bei der Kommission betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-783_en.htm Commission clears post-mandate activities for former Commissioner Jonathan Hill, subject to conditions], Europäische Kommission vom 29.03.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch seine Tätigkeiten bei [[Deloitte]] sind – insbesondere vor dem Hintergrund einer von CEO publizierten Studie zu den „Big Four“ - kritisch zu hinterfragen: So beraten die sogenannten „Big Four“ - zu denen auch [[Deloitte]] gehört – die EU-Kommission in Steuerfragen, obwohl sie selbst zu den größten Profiteuren der Steuervermeidung gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/power-lobbies/2018/07/accounting-influence Accounting for influence], Corporate Europe Observatory vom 10.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Hill selbst sagte zu den Vorwürfen bezüglich eines Interessenkonfliktes „he has at all times followed the rules set out by the commission and has chosen to work rather than receive generous allowances from the EU taxpayer“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Guardian&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Februar 2018 ist die Karenzzeit für Kommissare auf 24 Monate ausgeweitet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://euobserver.com/opinion/142442 Hill's UBS move confirms EU's 'revolving door' problem], EU Observer vom 24.07.2018, abgerufen am 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Hill unterschrieb seine diversen Tätigkeiten als Berater bereits vor Februar und ist somit nicht mehr davon betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizer Bank UBS berät Hill nun zu Brexit-Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2015: Hills Lobbytreffen===&lt;br /&gt;
64 von 77 (83%) von Hills Lobbytreffen fanden mit Vertretern der Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Bankenverbänden, Lobbyverbänden der Finanzindustrie) statt (Zeitraum: November 2014 - Juli 2015). Die häufigsten Treffen hatte er mit dem britischen Börsenunternehmen [[London Stock Exchange]] und dem Europäischen Bankenverband [[European Banking Federation]] (EBF). 4% von Hills Treffen fanden mit der Zivilgesellschaft statt. Dies ist auf der Webseite der [[EU-Kommission]] abrufbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/07/hill-und-canete-umstrittene-eu-kommissare-auf-dem-pruefstand/ Hill und Canete: Umstrittene EU-Kommissare auf dem Prüfstand!] LobbyControl, abgerufen am 08.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret äußert sich diese Nähe zur Finanzindustrie beispielsweise in Hills Versuch, Finanzmarktregulierungen wie die ''Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID 2)'' zu verwässern, die sein Vorgänger als Lehre aus der Weltfinanzkrise eingeführt hatte. Gegenüber der Financial Times ließt er in diesem Zusammenhang verlauten, dass Regulierer offener für die Anliegen der Finanzindustrie sein sollten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/intl/cms/s/0/bda4e522-9519-11e5-ac15-0f7f7945adba.html#axzz3uIOc6vMl, Brexit would make UK a ‘supplicant’, says Lord Hill], Financial Times, vom 27.11.2015, abgerufen am 16.12.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Lobbyist Hill wird Finanzmarktregulierer===&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill wird ein Lobbyist für die zentralen Themen der Finanzmarktregulierung zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit im Stab von Premierminister Major wurde Hill im Jahre 1994 leitender Berater bei der Agentur [[Bell Pottinger Communications]], die laut ihrer am 14.09.2014 abgerufenen Website ihre Kunden u.a. darin berät, wie politische und regulatorische Entscheidungen beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Hill das Politikberatungsunternehmens [[Quiller Consultants]], zu dessen Kunden auch Akteure aus der Finanzbranche wie die [[HSCB]] Bank und die [[City of London]] Corporation gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sven-giegold.de/2014/hill-als-kom-provokation/ Kommentar von Sven Giegold, EU-Abgeordneter der Grünen vom 10. September 2014 auf seiner Webseite], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.appc.org.uk/wp-content/uploads/MAY-14-REGISTER-1.9.14.pdf Appc Register for 1st March 2014 - 31st May 2014], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Quiller war er bis 2010 Geschäftsführer. Auf seiner am 13. September 2014 abgerufenen Website preist Quiller seine politischen Kontakte wie folgt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''We can offer our clients targeted insight into the political world in Westminster, Brussels and the devolved assemblies, as well as help them to manage relations with the political media.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quiller ist 2006 an die Huntsworth Gruppe verkauft worden, deren Holding die [[Huntsworth plc]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen dieser Transaktion wurde Hill Anteilseigner der Huntsworth plc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Höhe seiner Beteiligung an Huntsworth verweigert er jegliche Auskunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Register of Interests des britischen Parlaments ist Hill immer noch als Gesellschafter von Huntsworth eingetragen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: 3. Oktober 2014). Bei der Anhörung im Europäischen Parlament am 1. Oktober 2014 erklärte Hill, er habe alle Anteile verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/europaparlament-der-hoefliche-herr-hill-muss-nachsitzen-1.2155653 Der höfliche Herr Hill muss nachsitzen, Süddeutsche Zeitung online vom 01.10.2014], abgerufen am 03.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Huntsworth Gruppe gehören PR-Agenturen, die auch Lobbyarbeit - u.a. für [[HSCB]] Bank, die Vereinigten Arabischen Emirate, British Land und Telefonica - betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/politics/2014/jul/15/lord-hill-tories-europe-lobbyist-cameron Rowena Mason: Lord Hill, the former lobbyist pitching for the Tories in Europe, The Guardian online vom 15. Juli 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hunsworth-Unternehmen Citygate wirbt damit, einige der weltweit größten Finanz-Institutionen, Banken und Vermögensverwalter zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huntsworth.com/group-companies/citigate.aspx Profil von Citigate auf der Website von Huntsworth], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Beispiele werden [[JPMorgan]] Assett Mangement und die Londoner Börse genannt, die gegen strengere EU-Finanzmarktgesetze kämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-kommission-juncker-spuert-widerstand-gegen-reform-in-bruessel-a-991064.html#ref=veeseoartikel Claus Hecking: Neues Personal in Brüssel: EU-Abgeordnete prangen Junckers Kommissare an, Spiegel online vom 11. September 2014], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Anhörung im Europa-Parlament wurde Hills Berufung abgelehnt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jonathan-hill-britischer-kandidat-fuer-eu-kommission-muss-nachsitzen-a-994939.html Designierter EU-Finanzkommissar Hill: Mr. Lobby muss nachsitzen], Spiegel Online, 1. Oktober 2014, zuletzt aufgerufen am 22.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und erst nach weiteren kritischen Nachfragen bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Benennung von Hill scheint vor allem seine Tätigkeit als Lobbyist den Ausschlag gegeben zu haben. Eine spezifische Qualifikation für das Amt des Finanzmarktkommissars bringt der gelernte Historiker nicht mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/jonathan-hill-ist-der-ueberraschendste-eu-kommissar-13146435.html Werner Mussler: Jonathan Hill Der überraschendste Kommissar, FAZ oline vom 10. September 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Finanzlobby - wie der [[City of London]] Corporation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/oct/31/corporation-london-city-medieval The medieval, unaccountable Corporation of London is ripe for protest, The Guardian online vom 31. Oktober 2011], abgerufen am 14.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die zu den Kunden von Quillers gehört -, wurde die geplante Ernennung des Bocks zum Gärtner begeistert gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cityoflondon.gov.uk/about-the-city/what-we-do/media-centre/news-releases/2014/Pages/city-welcomes-lord-hill-role.aspx City welcomes Lord Hill´s Commission Role, Webseite City of London],abgerufen am 12.09. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Helmut_Greim&amp;diff=65644</id>
		<title>Helmut Greim</title>
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		<updated>2018-07-27T09:58:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Glyphosat */  Rechtschreibfehler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Helmut Greim (*9. Mai 1935) ist deutscher Toxikologe und war Professor an der Technischen Universität München. Nebenbei war er häufig als Sachverständiger für die Bundesregierung und EU-Institutionen tätig und Mitglied zahlreicher Expertenkommissionen. Über Jahrzehnte prägte er mit seiner Arbeit die deutsche und europäische Umwelt- und Gesundheitspolitik. 2015 erhielt Helmut Greim für sein langjähriges wissenschaftliches Engagement auf dem Gebiet der Toxikologie und Umwelttoxikologie das Bundesverdienstkreuz – und das obwohl er bekannt dafür ist, als Gutachter und Sachverständiger zu den Gefahren von Chemikalien industrienahe Positionen einzunehmen. Der Umweltrechtler Prof. Erich Schöndorf beschreibt die Arbeit von Greim folgendermaßen: „Es war immer das Gleiche, überall, wo es um giftige Stoffe ging, hat Greim Entwarnung signalisiert. Es war alles ungiftig.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/gekaufte-expertise-100.html Gekaufte Expertise: Wie ein industrienaher Gutachter seit Jahrzehnten die Politik beeinflusst], Monitor vom 20.10.2016, zuletzt aufgerufen am 14.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
Seine Karriere als Dozent in Deutschland begann Helmut Greim an der Universität Tübigen im Fachbereich der Toxikologie.  Von 1975 bis 2000 war er Direktor des Institus für Toxikologie, am GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in München. Parallel dazu hatte er ab 1983 den Lehrstuhl für Toxikologie, an der Technischen Universität München (TUM), inne. Im Jahr 1987 wurde er Direktor des Instituts für Toxikologie und Umwelthygiene an der TUM. Er behielt dieses Amt bis 2002. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitgliedschaften in Gremien===&lt;br /&gt;
* 1982–1985 Vorsitzender der Sektion Toxikologie der Deutschen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie&lt;br /&gt;
* 1982–1990 Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen&lt;br /&gt;
* 1983–1998 Vizepräsident des Beratungsgremiums für umweltrelevante Altstoffe (BUA) der Gesellschaft Deutscher Chemiker&lt;br /&gt;
* 1991–1993 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie e.V.&lt;br /&gt;
* 1992–2007 Vorsitzender der MAK-Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Maximale Arbeitsplatzkonzentrationen für Stoffe am Arbeitsplatz), danach bis 2017 Wissenschaftliches Mitglied der Kommission&lt;br /&gt;
* 1993–2017 Mitglied des Scientific Committee on Occupational Exposure Limits (SCOEL) der Europäischen Kommission (Member 1993–2015, Invited Expert 2015–2017)&lt;br /&gt;
* 1997–2004 Stellvertretender Vorsitzender des Scientific Committee on Toxicology, Ecotoxicology and the Environment (CSTEE), Generaldirektion Gesundheit der Europäischen Kommission&lt;br /&gt;
* 1998–2007 Präsident des Beratergremiums für umweltrelevante Altstoffe (BUA) der Gesellschaft Deutscher Chemiker&lt;br /&gt;
* seit 2001 Mitglied des Scientific Committee of the European Centre for Ecotoxicology and Toxicology of Chemicals (ECETOC), Brüssel&lt;br /&gt;
* 2004–2012 Vorsitzender des Scientific Committee on Health and Environmental Risks (SCHER), Generaldirektion Gesundheit der Europäischen Kommission&lt;br /&gt;
* 2007–2017: Leiter des Forschungsbeirats der Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor e.V. (EUGT)&lt;br /&gt;
* 2008–2013 Risk Assessment Committee der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), Helsinki&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tätigkeiten als Sachverständiger===&lt;br /&gt;
* 1993: Sachverständiger im Holzschutzmittelprozess in Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
* 2015: Sachverständiger des Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft zum Thema Glyphosat&lt;br /&gt;
* 2016: Sachverständiger im 5. Untersuchungsausschuss der 18. Wahlperiode des Bundestags (Abgas-Untersuchungsausschuss)&lt;br /&gt;
Quelle: Wikipedia&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Greim Helmut Greim], Wikipedia, zuletzt abgerufen am 14.06.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
Helmut Greim ist in der Vergangenheit immer wieder durch seine Nähe zur Wirtschaft und Industrie aufgefallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzschutzmittel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmut Greim bewies bereits 1994 im Prozess um den Holzschutzmittel-Skandal seine Nähe zur Industrie. Zehntausende Menschen waren in Deutschland in den 1980er Jahren durch das krebsauslösende Pentachlorphenol und Lindan in Holzschutzmitteln krank geworden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/039/1803978.pdf Anhaltende Folgen des Holzschutzmittelskandals in den 1980er-Jahren - Verbraucherfreundliche Kennzeichnung von Giftstoffen in Holzschutzmitteln]Deutscher Bundestag vom 09.02.2015, zuletzt abgerufen am 25.06.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Greim trat in dem Prozess als Sachverständiger auf und verharmloste die Gesundheitsgefährdung von Stoffen, deren Schädlichkeit heute klar nachgewiesen ist. Der Staatsanwalt des Prozesses Prof. Erich Schöndorf sagte später über Greim: „Er war ein Falschgutachter. Er hatte die Bezeichnung Sachverständiger/Gutachter nicht verdient. Er stand erkennbar auf Seite der Hersteller und hatte mit objektiver Wissenschaftlichkeit nichts im Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/gekaufte-expertise-100.html Gekaufte Expertise: Wie ein industrienaher Gutachter seit Jahrzehnten die Politik beeinflusst], Monitor vom 20.10.2016, zuletzt abgerufen am 14.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Müllverbrennung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmut Greim setzte sich mehrmals für laxere Auflagen bei der Müllverbrennung ein. Hierfür nutzte er zum Beispiel seine Position als Leiter des Instituts für Toxikologie im „GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit“ (Gesellschaft für Strahlenforschung, heute Helmholtz-Zentrum), seinen Vorsitz der DGPT (Deutsche Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie) und der MAK-Kommission (Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe) sowie seine Beratungsfunktionen für die Bundesregierung und die Bundesärztekammer. Inzwischen ist bekannt, dass bei der Müllverbrennung krebserregendes Dioxin entsteht. Greim dagegen benutzte eine gefälschte Studie als Beweis für die Harmlosigkeit von Dioxinen – selbst nachdem die Fälschung bekannt geworden war. Die Studie (Zack/Suskind 1980) behauptete, dass Dioxine nur Promotoren sind, die das Krebswachstum beschleunigen, an sich aber keinen Krebs auslösen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wassermann, Ottmar: Fälschung und Korruption in der Wissenschaft. In: Antje Bultmann, Friedemann Schmithals (Hrsg.): Käufliche Wissenschaft. Experten im Dienst von Industrie und Politik. Droemer Knaur, München 1994,  S. 196–268&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glyphosat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2015 lud die Unionsfraktion Helmut Greim als unabhängigen Sachverständigen in den Landwirtschaftsausschuss des deutschen Bundestages ein. Seine Meinung in der Debatte um die Neuzulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat: „Ich muss sagen, ich habe eigentlich überhaupt kein Verständnis über die ganze Aufregung. Es ist nicht krebserzeugend.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/gekaufte-expertise-100.html Gekaufte Expertise: Wie ein industrienaher Gutachter seit Jahrzehnten die Politik beeinflusst], Monitor vom 20.10.2016, zuletzt abgerufen am 14.06.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bezog sich dabei auf eine Studie, die er zusammen mit einem Mitarbeiter des Glyphosat-Herstellers [[Monsanto]] verfasst hatte. Monsanto hatte zuvor Greim über die Beratungsfirma Intertek in ein Expertengremium berufen lassen, das wissenschaftliche Aufsätze über Glyphosat zusammenstellen sollte. Obwohl Greim von Monsanto bezahlt wurde, insistierte er, das Ergebnis sei „nun mal zufällig“ zu Stande gekommen. Das Geld von Monsanto sei &amp;quot;nicht einmal genug für einen Mercedes&amp;quot; gewesen, rechtfertigt sich Greim gegenüber Le Monde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2017-10/glyphosat-monsanto-wissenschaftler-bestechung-eu-kommission/seite-3 Glyphosat: Ohne Glyphosat muss sich die Landwirtschaft ändern], Zeit vom 11.10.2017, zuletzt abgerufen am 14.06.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endoktrine Disruptoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2013 war Helmut Greim Teil einer Initiative, die sich bei der Kommission gegen die Regulierung hormonaktiver Substanzen („endokriner Disruptoren“) einsetzte. Gemeinsam mit 55 weiteren Wissenschaftlern wandte er sich an Anne Glover, die wissenschaftliche Chefberaterin des damaligen EU-Kommissionspräsidenten Barroso. Greim und die anderen Wissenschaftler der Initiative zeigten sich besorgt, dass die Regulierung dieser Substanzen nicht auf „den besten wissenschaftlichen Erkenntnissen“ beruhe.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.asktheeu.org/en/request/662/response/2566/attach/5/Annex%202%20to%20reply%20Horel%2030%20Aug2013.pdf E-Mail von Wolfgang Dekant an Anne Glover] vom 17.06.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Eingreifen veranlasste Barrosos wissenschaftliche Chefberaterin Glover, die wissenschaftliche Arbeit der Generaldirektion Umwelt in Frage zu stellen – und das, obwohl deren Beweislage klar war. Statt einen Regulierungsprozess in die Wege zu leiten, initiierte Glover eine Folgenabschätzung. Eine Folgenabschätzung ist ein gutachterlicher Prozess, bei dem geprüft wird, welche Auswirkungen eine Initiative haben könnte. Folgenabschätzungen werden durchgeführt, noch bevor die Kommission offiziell einen Vorschlag für eine neue Rechtsvorschrift einbringt. Damit hatte die Industrie ihr Ziel erreicht – statt klaren Grenzwerten wurde die Regulierung um Jahre nach hinten verschoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corporateeurope.org/sites/default/files/toxic_lobby_edc.pdf A Toxic Affair - How the Chemical Lobby blocked action on Hormone Disrupting Chemicals], Corporate Europe Observatory im Mai 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die EUGT und Grenzwerte für Stickoxid ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesweite mediale Aufmerksamkeit erlangte Helmut Greim zuletzt durch sein fragwürdiges Engagement um die Grenzwerte für Stickoxide. Greim war Vorsitzender des Forschungsbeirats der Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor ([[EUGT]]). Anders als der Name vermuten lässt ist die [[EUGT]] eine Lobbyorganisation, die 2007 von [[Daimler]], [[BMW]], [[Volkswagen]] und Bosch ins Leben gerufen wurde. Der Vereinigung ging es dabei vor allem um eins: den Diesel und seine Abgase wieder ins richtige Licht zu rücken und Probleme runter zuspielen. So hat die [[EUGT]] 2012 versucht die WHO im eigenen Interesse zu beeinflussen, da diese die Dieselabgase als krebserregend eingestuft hatten. Auch die Finanzierung der EUGT ist zweifelhaft, da diese Hauptsächlich von den Konzernen ausging.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/VW-bezahlt-Studien-die-der-Autoindustrie-helfen,vw2650.html VW bezahlt Studien, die der Autoindustrie helfen], Norddeutscher Rundfunk vom 09.02.2016, zuletzt abgerufen am 14.06.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach breiter kritischer Berichterstattung wurde sie 2017 aufgelöst, nachdem Bosch bereits 2013 aus Projekt ausgestiegen war. &lt;br /&gt;
LobbyControl berichtete bereits im Juli 2017 über die [[EUGT]] und Helmut Greims enge Verflechtungen mit der Autoindustrie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2017/06/dieselgate-aufklaerung-gutachter-mit-industrie-geschmaeckle/ Dieselgate-Aufklärung: Gutachter mit Industrie-Geschmäckle], LobbyControl vom 30.07.2017, zuletzt abgerufen am 14.06.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; In die breitere mediale Kritik geriet die EUGT allerdings erst, nachdem ein Bericht der New York Times zu fragwürdigen Versuchen mit Affen eine große Pressewelle auslöste. Greim sagte in einem Interview, dass die Arbeit der EUGT unabhängig und die Angst vor Stickstoffdioxid überzogen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nytimes.com/2018/01/25/world/europe/volkswagen-diesel-emissions-monkeys.html 10Monkeys and a Beetle Inside VW´s Campaign for &amp;quot;Clean Diesel&amp;quot;], The New York Times vom 25.01.2018, zuletzt abgerufen am 14.06.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2017/06/dieselgate-aufklaerung-gutachter-mit-industrie-geschmaeckle/ Dieselgate-Aufklärung: Gutachter mit Industrie-Geschmäckle], LobbyControl vom 30.07.2017, zuletzt abgerufen am 14.06.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Noch während seiner Tätigkeit für die [[EUGT]] trat Helmut Greim 2016 als Sachverständiger im Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestages auf und sprach sich dort gegen schärfere Grenzwerte aus. Er bezeugte, dass es unmöglich sei, eine direkte Verbindung zwischen Luftverschmutzung durch Stickstoffdioxid und Lungenkrankheiten zu finden. Sogar starke Belastungen, wie sie zum Beispiel an viel befahrenen Straßen auftreten, hielt Greim für „gesundheitlich eher unbedenklich“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/129/1812900.pdf Beschlussempfehlung und Bericht], Deutscher Bundestag vom 22.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner Anhörung im für den Untersuchungsausschusses bezog sich Greim bereits auf die Abgastests an Affen und Menschen, die im Zuge der EUGT-Affäre in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/blob/438866/fee11379350c2e582dc1e82d37713a19/sv_2_greim-data.pdf Fragen zum Beweisbeschluss SV-2 (Deutscher Bundestag)] Prof. Dr. Helmut Greim vom 26.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Greims Engagement für die EUGT bekannt wurde, leitete das Bundesumweltministerium ein Prüfungsverfahren ein, ob Greim das Bundesverdienstkreuz aberkannt werden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/abgas-experimente-helmut-greim-koennte-bundesverdienstkreuz-verlieren-a-1191239.html Spitzenforscher könnte Bundesverdienstkreuz verlieren] Spiegel vom 02.02.2018, zuletzte abgerufen am 14.06.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Prüfungen sind jedoch im Sinne Greims verlaufen. Somit ist er weiterhin Träger des Verdienstordens.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article174565174/Toxikologe-behaelt-Verdienstkreuz.html Toxokologe behält Verdienstkreuz], Welt vom 15.03.2018, zuletzt abgerufen am 14.06.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Expertenkommissionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner langjährigen Erfahrungen als „unabhängiger“ Experte nahm Helmut Greim es nicht immer genau mit der vorgeschriebenen Kennzeichnung seiner Verbindungen zur Industrie. Bei den Angaben für ein Expertengremium der EU-Kommission vergaß er zum Beispiel anzugeben, dass er auch für Forschungseinrichtungen tätig war, die maßgeblich von der Chemie- und Autobranche finanziert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/gekaufte-expertise-100.html Gekaufte Expertise: Wie ein industrienaher Gutachter seit Jahrzehnten die Politik beeinflusst], Monitor vom 20.10.2016, zuletzt aufgerufen am 14.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=65640</id>
		<title>Jonathan Hill</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=65640"/>
		<updated>2018-07-23T11:58:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Karriere */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jonathan Hopkin Hill''' ''(*24. Juli 1960 in London)'' war 2014 bis Juni 2016 EU-Kommissar für Finanzmarktstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmärkte. Nach dem Brexit trat er von dieser Position zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill zum Finanz-Kommissar wurde ein Banken-Lobbyist für die Finanzmarktregulierung zuständig. Hill war Mitbegründer und Geschäftsführer der Politikberatungsfirma [[Quiller Consultants]], zu deren Kunden Unternehmen aus der Finanzbranche gehören. Im Zuge des Verkaufs von Quiller an die PR- und Lobby-Agentur [[Huntsworth plc]] ist er deren Gesellschafter geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit 2018 Berater bei der Schweitzer Bank UBS, Aviva, Iberdola und [[Deloitte]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Seit 2017 Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und Direktor bei der &amp;quot;Times&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;&amp;gt;[https://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144/register-of-interests Lord Hill of Oareford] Britisches Parlament, Webseite abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 11/2014-06/2016  '''Finanzkommissar der [[EU-Kommission]]'''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/julian-king-beerbt-jonathan-hill-neuer-britischer-eu-kommissar-soll-sich-um-sicherheit-kuemmern/13958496.html Neuer britischer EU-Kommissar soll sich um Sicherheit kümmern] Handelsblatt vom 02.08.2016, abgerufen am 01.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013-2014 Leader des House of Lords, Vorsitzender der Konservativen im House of Lords und Chancellor of the Duchy of Lancaster (Minister ohne Geschäftsbereich)&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Bildungsministerium&lt;br /&gt;
* 2006 Verkauf von Quiller an die [[Huntsworth plc]] und im Gegenzug Beteiligung an Huntsworth&lt;br /&gt;
* 1998-2010 (Mit-)Gründung und Direktor der PR-Agentur [[Quiller Consultants]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998 Leitender Berater der [[Bell Pottinger Communications]] (frühere Bezeichung: Bell Communications)&lt;br /&gt;
* 1992-1994 Persönlicher Mitarbeiter von Premierminister [[John Major]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992 Mitarbeiter im Politischen Stab von Premierminister John Major&lt;br /&gt;
* 1989-1991 Lowe Bell Communications&lt;br /&gt;
* Studium der Geschichte am Trinity College in Cambridge&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.debretts.com/people-of-today/profile/2952/Jonathan-Hopkin-Hill-HILL-OF-OAREFORD Biography bei Debretts unter People of Today], Webseite abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== 2015: Hills Lobbytreffen ===&lt;br /&gt;
64 von 77 (83%) von Hills Lobbytreffen fanden mit Vertretern der Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Bankenverbänden, Lobbyverbänden der Finanzindustrie) statt (Zeitraum: November 2014 - Juli 2015). Die häufigsten Treffen hatte er mit dem britischen Börsenunternehmen [[London Stock Exchange]] und dem Europäischen Bankenverband [[European Banking Federation]] (EBF). 4% von Hills Treffen fanden mit der Zivilgesellschaft statt. Dies ist auf der Webseite der [[EU-Kommission]] abrufbar.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/07/hill-und-canete-umstrittene-eu-kommissare-auf-dem-pruefstand/ Hill und Canete: Umstrittene EU-Kommissare auf dem Prüfstand!] LobbyControl, abgerufen am 08.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret äußert sich diese Nähe zur Finanzindustrie beispielsweise in Hills Versuch, Finanzmarktregulierungen wie die ''Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID 2)'' zu verwässern, die sein Vorgänger als Lehre aus der Weltfinanzkrise eingeführt hatte. Gegenüber der Financial Times ließt er in diesem Zusammenhang verlauten, dass Regulierer offener für die Anliegen der Finanzindustrie sein sollten.       &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/intl/cms/s/0/bda4e522-9519-11e5-ac15-0f7f7945adba.html#axzz3uIOc6vMl, Brexit would make UK a ‘supplicant’, says Lord Hill], Financial Times, vom 27.11.2015, abgerufen am 16.12.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2014: Lobbyist Hill wird Finanzmarktregulierer ===&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill wird ein Lobbyist für die zentralen Themen der Finanzmarktregulierung zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit im Stab von Premierminister Major wurde Hill im Jahre 1994 leitender Berater bei der Agentur [[Bell Pottinger Communications]], die laut ihrer am 14.09.2014 abgerufenen Website ihre Kunden u.a. darin berät, wie politische und regulatorische Entscheidungen beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Hill das Politikberatungsunternehmens [[Quiller Consultants]], zu dessen Kunden auch Akteure aus der Finanzbranche wie die [[HSCB]] Bank und die [[City of London]] Corporation gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sven-giegold.de/2014/hill-als-kom-provokation/ Kommentar von Sven Giegold, EU-Abgeordneter der Grünen vom 10. September 2014 auf seiner Webseite], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.appc.org.uk/wp-content/uploads/MAY-14-REGISTER-1.9.14.pdf Appc Register for 1st March 2014 - 31st May 2014], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Quiller war er bis 2010 Geschäftsführer. Auf seiner am 13. September 2014 abgerufenen Website preist Quiller seine politischen Kontakte wie folgt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''We can offer our clients targeted insight into the political world in Westminster, Brussels and the devolved assemblies, as well as help them to manage relations with the political media.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quiller ist 2006 an die Huntsworth Gruppe verkauft worden, deren Holding die [[Huntsworth plc]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Rahmen dieser Transaktion wurde Hill  Anteilseigner der Huntsworth plc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Höhe seiner Beteiligung an Huntsworth verweigert er jegliche Auskunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Register of Interests des britischen Parlaments ist Hill immer noch als Gesellschafter von Huntsworth eingetragen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: 3. Oktober 2014). Bei der Anhörung im Europäischen Parlament am 1. Oktober 2014 erklärte Hill, er habe alle Anteile verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/europaparlament-der-hoefliche-herr-hill-muss-nachsitzen-1.2155653 Der höfliche Herr Hill muss nachsitzen, Süddeutsche Zeitung online vom 01.10.2014], abgerufen am 03.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Huntsworth Gruppe gehören PR-Agenturen, die auch Lobbyarbeit - u.a. für [[HSCB]] Bank, die Vereinigten Arabischen Emirate, British Land und Telefonica - betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/politics/2014/jul/15/lord-hill-tories-europe-lobbyist-cameron Rowena Mason: Lord Hill, the former lobbyist pitching for the Tories in Europe, The Guardian online vom 15. Juli 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hunsworth-Unternehmen Citygate wirbt damit, einige der weltweit größten Finanz-Institutionen, Banken und Vermögensverwalter zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huntsworth.com/group-companies/citigate.aspx Profil von Citigate auf der Website von Huntsworth], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Als Beispiele werden [[JPMorgan]] Assett Mangement und die Londoner Börse genannt, die gegen strengere EU-Finanzmarktgesetze kämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-kommission-juncker-spuert-widerstand-gegen-reform-in-bruessel-a-991064.html#ref=veeseoartikel Claus Hecking: Neues Personal in Brüssel: EU-Abgeordnete prangen Junckers Kommissare an, Spiegel online vom 11. September 2014], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Anhörung im Europa-Parlament wurde Hills Berufung abgelehnt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jonathan-hill-britischer-kandidat-fuer-eu-kommission-muss-nachsitzen-a-994939.html Designierter EU-Finanzkommissar Hill: Mr. Lobby muss nachsitzen], Spiegel Online, 1. Oktober 2014, zuletzt aufgerufen am 22.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und erst nach weiteren kritischen Nachfragen bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Benennung von Hill scheint vor allem seine Tätigkeit als Lobbyist den Ausschlag gegeben zu haben. Eine spezifische Qualifikation für das Amt des Finanzmarktkommissars bringt der gelernte Historiker nicht mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/jonathan-hill-ist-der-ueberraschendste-eu-kommissar-13146435.html Werner Mussler: Jonathan Hill Der überraschendste Kommissar, FAZ oline vom 10. September 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Finanzlobby - wie der [[City of London]] Corporation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/oct/31/corporation-london-city-medieval The medieval, unaccountable Corporation of London is ripe for protest, The Guardian online vom 31. Oktober 2011], abgerufen am 14.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die zu den Kunden von Quillers gehört -, wurde die geplante Ernennung des  Bocks zum Gärtner begeistert gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cityoflondon.gov.uk/about-the-city/what-we-do/media-centre/news-releases/2014/Pages/city-welcomes-lord-hill-role.aspx City welcomes Lord Hill´s Commission Role, Webseite City of London],abgerufen am 12.09. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=65639</id>
		<title>Jonathan Hill</title>
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		<updated>2018-07-23T11:46:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Karriere */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jonathan Hopkin Hill''' ''(*24. Juli 1960 in London)'' war 2014 bis Juni 2016 EU-Kommissar für Finanzmarktstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmärkte. Nach dem Brexit trat er von dieser Position zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill zum Finanz-Kommissar wurde ein Banken-Lobbyist für die Finanzmarktregulierung zuständig. Hill war Mitbegründer und Geschäftsführer der Politikberatungsfirma [[Quiller Consultants]], zu deren Kunden Unternehmen aus der Finanzbranche gehören. Im Zuge des Verkaufs von Quiller an die PR- und Lobby-Agentur [[Huntsworth plc]] ist er deren Gesellschafter geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit 2018 Berater bei der Schweitzer Bank UBS, Aviva, Iberdola und [[Deloitte]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Seit 2017 Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und Direktor bei der &amp;quot;Times&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;&amp;gt;[https://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144/register-of-interests Lord Hill of Oareford] Britisches Parlament, Webseite abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 11/2014-06/2016  '''Finanzkommissar der [[EU-Kommission]]'''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/julian-king-beerbt-jonathan-hill-neuer-britischer-eu-kommissar-soll-sich-um-sicherheit-kuemmern/13958496.html Neuer britischer EU-Kommissar soll sich um Sicherheit kümmern] Handelsblatt vom 02.08.2016, abgerufen am 01.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013-2014 Leader des House of Lords, Vorsitzender der Konservativen im House of Lords und Chancellor of the Duchy of Lancaster (Minister ohne Geschäftsbereich)&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Bildungsministerium&lt;br /&gt;
* 2006 Verkauf von Quiller an die [[Huntsworth plc]] und im Gegenzug Beteiligung an Huntsworth&lt;br /&gt;
* 1998-2010 (Mit-)Gründung und Direktor der PR-Agentur [[Quiller Consultants]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998 Leitender Berater der [[Bell Pottinger Communications]] (frühere Bezeichung: Bell Communications)&lt;br /&gt;
* 1992-1994 Persönlicher Mitarbeiter von Premierminister [[John Major]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992 Mitarbeiter im Politischen Stab von Premierminister John Major&lt;br /&gt;
* 1989-1991 Lowe Bell Communications&lt;br /&gt;
* Studium der Geschichte am Trinity College in Cambridge&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.debretts.com/people-of-today/profile/2952/Jonathan-Hopkin-Hill-HILL-OF-OAREFORD Biography bei Debretts unter People of Today], Webseite abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== 2015: Hills Lobbytreffen ===&lt;br /&gt;
64 von 77 (83%) von Hills Lobbytreffen fanden mit Vertretern der Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Bankenverbänden, Lobbyverbänden der Finanzindustrie) statt (Zeitraum: November 2014 - Juli 2015). Die häufigsten Treffen hatte er mit dem britischen Börsenunternehmen [[London Stock Exchange]] und dem Europäischen Bankenverband [[European Banking Federation]] (EBF). 4% von Hills Treffen fanden mit der Zivilgesellschaft statt. Dies ist auf der Webseite der [[EU-Kommission]] abrufbar.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/07/hill-und-canete-umstrittene-eu-kommissare-auf-dem-pruefstand/ Hill und Canete: Umstrittene EU-Kommissare auf dem Prüfstand!] LobbyControl, abgerufen am 08.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret äußert sich diese Nähe zur Finanzindustrie beispielsweise in Hills Versuch, Finanzmarktregulierungen wie die ''Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID 2)'' zu verwässern, die sein Vorgänger als Lehre aus der Weltfinanzkrise eingeführt hatte. Gegenüber der Financial Times ließt er in diesem Zusammenhang verlauten, dass Regulierer offener für die Anliegen der Finanzindustrie sein sollten.       &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/intl/cms/s/0/bda4e522-9519-11e5-ac15-0f7f7945adba.html#axzz3uIOc6vMl, Brexit would make UK a ‘supplicant’, says Lord Hill], Financial Times, vom 27.11.2015, abgerufen am 16.12.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2014: Lobbyist Hill wird Finanzmarktregulierer ===&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill wird ein Lobbyist für die zentralen Themen der Finanzmarktregulierung zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit im Stab von Premierminister Major wurde Hill im Jahre 1994 leitender Berater bei der Agentur [[Bell Pottinger Communications]], die laut ihrer am 14.09.2014 abgerufenen Website ihre Kunden u.a. darin berät, wie politische und regulatorische Entscheidungen beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Hill das Politikberatungsunternehmens [[Quiller Consultants]], zu dessen Kunden auch Akteure aus der Finanzbranche wie die [[HSCB]] Bank und die [[City of London]] Corporation gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sven-giegold.de/2014/hill-als-kom-provokation/ Kommentar von Sven Giegold, EU-Abgeordneter der Grünen vom 10. September 2014 auf seiner Webseite], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.appc.org.uk/wp-content/uploads/MAY-14-REGISTER-1.9.14.pdf Appc Register for 1st March 2014 - 31st May 2014], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Quiller war er bis 2010 Geschäftsführer. Auf seiner am 13. September 2014 abgerufenen Website preist Quiller seine politischen Kontakte wie folgt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''We can offer our clients targeted insight into the political world in Westminster, Brussels and the devolved assemblies, as well as help them to manage relations with the political media.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quiller ist 2006 an die Huntsworth Gruppe verkauft worden, deren Holding die [[Huntsworth plc]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Rahmen dieser Transaktion wurde Hill  Anteilseigner der Huntsworth plc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Höhe seiner Beteiligung an Huntsworth verweigert er jegliche Auskunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Register of Interests des britischen Parlaments ist Hill immer noch als Gesellschafter von Huntsworth eingetragen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: 3. Oktober 2014). Bei der Anhörung im Europäischen Parlament am 1. Oktober 2014 erklärte Hill, er habe alle Anteile verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/europaparlament-der-hoefliche-herr-hill-muss-nachsitzen-1.2155653 Der höfliche Herr Hill muss nachsitzen, Süddeutsche Zeitung online vom 01.10.2014], abgerufen am 03.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Huntsworth Gruppe gehören PR-Agenturen, die auch Lobbyarbeit - u.a. für [[HSCB]] Bank, die Vereinigten Arabischen Emirate, British Land und Telefonica - betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/politics/2014/jul/15/lord-hill-tories-europe-lobbyist-cameron Rowena Mason: Lord Hill, the former lobbyist pitching for the Tories in Europe, The Guardian online vom 15. Juli 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hunsworth-Unternehmen Citygate wirbt damit, einige der weltweit größten Finanz-Institutionen, Banken und Vermögensverwalter zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huntsworth.com/group-companies/citigate.aspx Profil von Citigate auf der Website von Huntsworth], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Als Beispiele werden [[JPMorgan]] Assett Mangement und die Londoner Börse genannt, die gegen strengere EU-Finanzmarktgesetze kämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-kommission-juncker-spuert-widerstand-gegen-reform-in-bruessel-a-991064.html#ref=veeseoartikel Claus Hecking: Neues Personal in Brüssel: EU-Abgeordnete prangen Junckers Kommissare an, Spiegel online vom 11. September 2014], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Anhörung im Europa-Parlament wurde Hills Berufung abgelehnt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jonathan-hill-britischer-kandidat-fuer-eu-kommission-muss-nachsitzen-a-994939.html Designierter EU-Finanzkommissar Hill: Mr. Lobby muss nachsitzen], Spiegel Online, 1. Oktober 2014, zuletzt aufgerufen am 22.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und erst nach weiteren kritischen Nachfragen bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Benennung von Hill scheint vor allem seine Tätigkeit als Lobbyist den Ausschlag gegeben zu haben. Eine spezifische Qualifikation für das Amt des Finanzmarktkommissars bringt der gelernte Historiker nicht mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/jonathan-hill-ist-der-ueberraschendste-eu-kommissar-13146435.html Werner Mussler: Jonathan Hill Der überraschendste Kommissar, FAZ oline vom 10. September 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Finanzlobby - wie der [[City of London]] Corporation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/oct/31/corporation-london-city-medieval The medieval, unaccountable Corporation of London is ripe for protest, The Guardian online vom 31. Oktober 2011], abgerufen am 14.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die zu den Kunden von Quillers gehört -, wurde die geplante Ernennung des  Bocks zum Gärtner begeistert gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cityoflondon.gov.uk/about-the-city/what-we-do/media-centre/news-releases/2014/Pages/city-welcomes-lord-hill-role.aspx City welcomes Lord Hill´s Commission Role, Webseite City of London],abgerufen am 12.09. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
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	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=65638</id>
		<title>Jonathan Hill</title>
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		<updated>2018-07-23T11:43:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Karriere */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jonathan Hopkin Hill''' ''(*24. Juli 1960 in London)'' war 2014 bis Juni 2016 EU-Kommissar für Finanzmarktstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmärkte. Nach dem Brexit trat er von dieser Position zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill zum Finanz-Kommissar wurde ein Banken-Lobbyist für die Finanzmarktregulierung zuständig. Hill war Mitbegründer und Geschäftsführer der Politikberatungsfirma [[Quiller Consultants]], zu deren Kunden Unternehmen aus der Finanzbranche gehören. Im Zuge des Verkaufs von Quiller an die PR- und Lobby-Agentur [[Huntsworth plc]] ist er deren Gesellschafter geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit 2018 Berater bei der Schweitzer Bank UBS, Aviva, Iberdola und Deloitte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Seit 2017 Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und Direktor bei der &amp;quot;Times&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biographie&amp;quot;&amp;gt;[https://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144/register-of-interests Lord Hill of Oareford] Britisches Parlament, Webseite abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 11/2014-06/2016  '''Finanzkommissar der [[EU-Kommission]]'''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/julian-king-beerbt-jonathan-hill-neuer-britischer-eu-kommissar-soll-sich-um-sicherheit-kuemmern/13958496.html Neuer britischer EU-Kommissar soll sich um Sicherheit kümmern] Handelsblatt vom 02.08.2016, abgerufen am 01.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013-2014 Leader des House of Lords, Vorsitzender der Konservativen im House of Lords und Chancellor of the Duchy of Lancaster (Minister ohne Geschäftsbereich)&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Bildungsministerium&lt;br /&gt;
* 2006 Verkauf von Quiller an die [[Huntsworth plc]] und im Gegenzug Beteiligung an Huntsworth&lt;br /&gt;
* 1998-2010 (Mit-)Gründung und Direktor der PR-Agentur [[Quiller Consultants]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998 Leitender Berater der [[Bell Pottinger Communications]] (frühere Bezeichung: Bell Communications)&lt;br /&gt;
* 1992-1994 Persönlicher Mitarbeiter von Premierminister [[John Major]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992 Mitarbeiter im Politischen Stab von Premierminister John Major&lt;br /&gt;
* 1989-1991 Lowe Bell Communications&lt;br /&gt;
* Studium der Geschichte am Trinity College in Cambridge&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.debretts.com/people-of-today/profile/2952/Jonathan-Hopkin-Hill-HILL-OF-OAREFORD Biography bei Debretts unter People of Today], Webseite abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== 2015: Hills Lobbytreffen ===&lt;br /&gt;
64 von 77 (83%) von Hills Lobbytreffen fanden mit Vertretern der Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Bankenverbänden, Lobbyverbänden der Finanzindustrie) statt (Zeitraum: November 2014 - Juli 2015). Die häufigsten Treffen hatte er mit dem britischen Börsenunternehmen [[London Stock Exchange]] und dem Europäischen Bankenverband [[European Banking Federation]] (EBF). 4% von Hills Treffen fanden mit der Zivilgesellschaft statt. Dies ist auf der Webseite der [[EU-Kommission]] abrufbar.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/07/hill-und-canete-umstrittene-eu-kommissare-auf-dem-pruefstand/ Hill und Canete: Umstrittene EU-Kommissare auf dem Prüfstand!] LobbyControl, abgerufen am 08.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret äußert sich diese Nähe zur Finanzindustrie beispielsweise in Hills Versuch, Finanzmarktregulierungen wie die ''Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID 2)'' zu verwässern, die sein Vorgänger als Lehre aus der Weltfinanzkrise eingeführt hatte. Gegenüber der Financial Times ließt er in diesem Zusammenhang verlauten, dass Regulierer offener für die Anliegen der Finanzindustrie sein sollten.       &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/intl/cms/s/0/bda4e522-9519-11e5-ac15-0f7f7945adba.html#axzz3uIOc6vMl, Brexit would make UK a ‘supplicant’, says Lord Hill], Financial Times, vom 27.11.2015, abgerufen am 16.12.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2014: Lobbyist Hill wird Finanzmarktregulierer ===&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill wird ein Lobbyist für die zentralen Themen der Finanzmarktregulierung zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit im Stab von Premierminister Major wurde Hill im Jahre 1994 leitender Berater bei der Agentur [[Bell Pottinger Communications]], die laut ihrer am 14.09.2014 abgerufenen Website ihre Kunden u.a. darin berät, wie politische und regulatorische Entscheidungen beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Hill das Politikberatungsunternehmens [[Quiller Consultants]], zu dessen Kunden auch Akteure aus der Finanzbranche wie die [[HSCB]] Bank und die [[City of London]] Corporation gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sven-giegold.de/2014/hill-als-kom-provokation/ Kommentar von Sven Giegold, EU-Abgeordneter der Grünen vom 10. September 2014 auf seiner Webseite], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.appc.org.uk/wp-content/uploads/MAY-14-REGISTER-1.9.14.pdf Appc Register for 1st March 2014 - 31st May 2014], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Quiller war er bis 2010 Geschäftsführer. Auf seiner am 13. September 2014 abgerufenen Website preist Quiller seine politischen Kontakte wie folgt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''We can offer our clients targeted insight into the political world in Westminster, Brussels and the devolved assemblies, as well as help them to manage relations with the political media.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quiller ist 2006 an die Huntsworth Gruppe verkauft worden, deren Holding die [[Huntsworth plc]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Rahmen dieser Transaktion wurde Hill  Anteilseigner der Huntsworth plc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Höhe seiner Beteiligung an Huntsworth verweigert er jegliche Auskunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Register of Interests des britischen Parlaments ist Hill immer noch als Gesellschafter von Huntsworth eingetragen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: 3. Oktober 2014). Bei der Anhörung im Europäischen Parlament am 1. Oktober 2014 erklärte Hill, er habe alle Anteile verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/europaparlament-der-hoefliche-herr-hill-muss-nachsitzen-1.2155653 Der höfliche Herr Hill muss nachsitzen, Süddeutsche Zeitung online vom 01.10.2014], abgerufen am 03.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Huntsworth Gruppe gehören PR-Agenturen, die auch Lobbyarbeit - u.a. für [[HSCB]] Bank, die Vereinigten Arabischen Emirate, British Land und Telefonica - betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/politics/2014/jul/15/lord-hill-tories-europe-lobbyist-cameron Rowena Mason: Lord Hill, the former lobbyist pitching for the Tories in Europe, The Guardian online vom 15. Juli 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hunsworth-Unternehmen Citygate wirbt damit, einige der weltweit größten Finanz-Institutionen, Banken und Vermögensverwalter zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huntsworth.com/group-companies/citigate.aspx Profil von Citigate auf der Website von Huntsworth], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Als Beispiele werden [[JPMorgan]] Assett Mangement und die Londoner Börse genannt, die gegen strengere EU-Finanzmarktgesetze kämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-kommission-juncker-spuert-widerstand-gegen-reform-in-bruessel-a-991064.html#ref=veeseoartikel Claus Hecking: Neues Personal in Brüssel: EU-Abgeordnete prangen Junckers Kommissare an, Spiegel online vom 11. September 2014], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Anhörung im Europa-Parlament wurde Hills Berufung abgelehnt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jonathan-hill-britischer-kandidat-fuer-eu-kommission-muss-nachsitzen-a-994939.html Designierter EU-Finanzkommissar Hill: Mr. Lobby muss nachsitzen], Spiegel Online, 1. Oktober 2014, zuletzt aufgerufen am 22.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und erst nach weiteren kritischen Nachfragen bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Benennung von Hill scheint vor allem seine Tätigkeit als Lobbyist den Ausschlag gegeben zu haben. Eine spezifische Qualifikation für das Amt des Finanzmarktkommissars bringt der gelernte Historiker nicht mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/jonathan-hill-ist-der-ueberraschendste-eu-kommissar-13146435.html Werner Mussler: Jonathan Hill Der überraschendste Kommissar, FAZ oline vom 10. September 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Finanzlobby - wie der [[City of London]] Corporation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/oct/31/corporation-london-city-medieval The medieval, unaccountable Corporation of London is ripe for protest, The Guardian online vom 31. Oktober 2011], abgerufen am 14.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die zu den Kunden von Quillers gehört -, wurde die geplante Ernennung des  Bocks zum Gärtner begeistert gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cityoflondon.gov.uk/about-the-city/what-we-do/media-centre/news-releases/2014/Pages/city-welcomes-lord-hill-role.aspx City welcomes Lord Hill´s Commission Role, Webseite City of London],abgerufen am 12.09. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=65637</id>
		<title>Jonathan Hill</title>
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		<updated>2018-07-23T11:40:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Karriere */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jonathan Hopkin Hill''' ''(*24. Juli 1960 in London)'' war 2014 bis Juni 2016 EU-Kommissar für Finanzmarktstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmärkte. Nach dem Brexit trat er von dieser Position zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill zum Finanz-Kommissar wurde ein Banken-Lobbyist für die Finanzmarktregulierung zuständig. Hill war Mitbegründer und Geschäftsführer der Politikberatungsfirma [[Quiller Consultants]], zu deren Kunden Unternehmen aus der Finanzbranche gehören. Im Zuge des Verkaufs von Quiller an die PR- und Lobby-Agentur [[Huntsworth plc]] ist er deren Gesellschafter geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit 2018 Berater bei der Schweitzer Bank UBS, Aviva, Iberdola und Deloitte &lt;br /&gt;
* Seit 2017 Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und Direktor bei der &amp;quot;Times&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144/register-of-interests Lord Hill of Oareford] Britisches Parlament, Webseite abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 11/2014-06/2016  '''Finanzkommissar der [[EU-Kommission]]'''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/julian-king-beerbt-jonathan-hill-neuer-britischer-eu-kommissar-soll-sich-um-sicherheit-kuemmern/13958496.html Neuer britischer EU-Kommissar soll sich um Sicherheit kümmern] Handelsblatt vom 02.08.2016, abgerufen am 01.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013-2014 Leader des House of Lords, Vorsitzender der Konservativen im House of Lords und Chancellor of the Duchy of Lancaster (Minister ohne Geschäftsbereich)&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Bildungsministerium&lt;br /&gt;
* 2006 Verkauf von Quiller an die [[Huntsworth plc]] und im Gegenzug Beteiligung an Huntsworth&lt;br /&gt;
* 1998-2010 (Mit-)Gründung und Direktor der PR-Agentur [[Quiller Consultants]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998 Leitender Berater der [[Bell Pottinger Communications]] (frühere Bezeichung: Bell Communications)&lt;br /&gt;
* 1992-1994 Persönlicher Mitarbeiter von Premierminister [[John Major]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992 Mitarbeiter im Politischen Stab von Premierminister John Major&lt;br /&gt;
* 1989-1991 Lowe Bell Communications&lt;br /&gt;
* Studium der Geschichte am Trinity College in Cambridge&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.debretts.com/people-of-today/profile/2952/Jonathan-Hopkin-Hill-HILL-OF-OAREFORD Biography bei Debretts unter People of Today], Webseite abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== 2015: Hills Lobbytreffen ===&lt;br /&gt;
64 von 77 (83%) von Hills Lobbytreffen fanden mit Vertretern der Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Bankenverbänden, Lobbyverbänden der Finanzindustrie) statt (Zeitraum: November 2014 - Juli 2015). Die häufigsten Treffen hatte er mit dem britischen Börsenunternehmen [[London Stock Exchange]] und dem Europäischen Bankenverband [[European Banking Federation]] (EBF). 4% von Hills Treffen fanden mit der Zivilgesellschaft statt. Dies ist auf der Webseite der [[EU-Kommission]] abrufbar.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/07/hill-und-canete-umstrittene-eu-kommissare-auf-dem-pruefstand/ Hill und Canete: Umstrittene EU-Kommissare auf dem Prüfstand!] LobbyControl, abgerufen am 08.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret äußert sich diese Nähe zur Finanzindustrie beispielsweise in Hills Versuch, Finanzmarktregulierungen wie die ''Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID 2)'' zu verwässern, die sein Vorgänger als Lehre aus der Weltfinanzkrise eingeführt hatte. Gegenüber der Financial Times ließt er in diesem Zusammenhang verlauten, dass Regulierer offener für die Anliegen der Finanzindustrie sein sollten.       &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/intl/cms/s/0/bda4e522-9519-11e5-ac15-0f7f7945adba.html#axzz3uIOc6vMl, Brexit would make UK a ‘supplicant’, says Lord Hill], Financial Times, vom 27.11.2015, abgerufen am 16.12.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2014: Lobbyist Hill wird Finanzmarktregulierer ===&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill wird ein Lobbyist für die zentralen Themen der Finanzmarktregulierung zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit im Stab von Premierminister Major wurde Hill im Jahre 1994 leitender Berater bei der Agentur [[Bell Pottinger Communications]], die laut ihrer am 14.09.2014 abgerufenen Website ihre Kunden u.a. darin berät, wie politische und regulatorische Entscheidungen beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Hill das Politikberatungsunternehmens [[Quiller Consultants]], zu dessen Kunden auch Akteure aus der Finanzbranche wie die [[HSCB]] Bank und die [[City of London]] Corporation gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sven-giegold.de/2014/hill-als-kom-provokation/ Kommentar von Sven Giegold, EU-Abgeordneter der Grünen vom 10. September 2014 auf seiner Webseite], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.appc.org.uk/wp-content/uploads/MAY-14-REGISTER-1.9.14.pdf Appc Register for 1st March 2014 - 31st May 2014], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Quiller war er bis 2010 Geschäftsführer. Auf seiner am 13. September 2014 abgerufenen Website preist Quiller seine politischen Kontakte wie folgt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''We can offer our clients targeted insight into the political world in Westminster, Brussels and the devolved assemblies, as well as help them to manage relations with the political media.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quiller ist 2006 an die Huntsworth Gruppe verkauft worden, deren Holding die [[Huntsworth plc]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Rahmen dieser Transaktion wurde Hill  Anteilseigner der Huntsworth plc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Höhe seiner Beteiligung an Huntsworth verweigert er jegliche Auskunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Register of Interests des britischen Parlaments ist Hill immer noch als Gesellschafter von Huntsworth eingetragen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: 3. Oktober 2014). Bei der Anhörung im Europäischen Parlament am 1. Oktober 2014 erklärte Hill, er habe alle Anteile verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/europaparlament-der-hoefliche-herr-hill-muss-nachsitzen-1.2155653 Der höfliche Herr Hill muss nachsitzen, Süddeutsche Zeitung online vom 01.10.2014], abgerufen am 03.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Huntsworth Gruppe gehören PR-Agenturen, die auch Lobbyarbeit - u.a. für [[HSCB]] Bank, die Vereinigten Arabischen Emirate, British Land und Telefonica - betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/politics/2014/jul/15/lord-hill-tories-europe-lobbyist-cameron Rowena Mason: Lord Hill, the former lobbyist pitching for the Tories in Europe, The Guardian online vom 15. Juli 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hunsworth-Unternehmen Citygate wirbt damit, einige der weltweit größten Finanz-Institutionen, Banken und Vermögensverwalter zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huntsworth.com/group-companies/citigate.aspx Profil von Citigate auf der Website von Huntsworth], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Als Beispiele werden [[JPMorgan]] Assett Mangement und die Londoner Börse genannt, die gegen strengere EU-Finanzmarktgesetze kämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-kommission-juncker-spuert-widerstand-gegen-reform-in-bruessel-a-991064.html#ref=veeseoartikel Claus Hecking: Neues Personal in Brüssel: EU-Abgeordnete prangen Junckers Kommissare an, Spiegel online vom 11. September 2014], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Anhörung im Europa-Parlament wurde Hills Berufung abgelehnt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jonathan-hill-britischer-kandidat-fuer-eu-kommission-muss-nachsitzen-a-994939.html Designierter EU-Finanzkommissar Hill: Mr. Lobby muss nachsitzen], Spiegel Online, 1. Oktober 2014, zuletzt aufgerufen am 22.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und erst nach weiteren kritischen Nachfragen bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Benennung von Hill scheint vor allem seine Tätigkeit als Lobbyist den Ausschlag gegeben zu haben. Eine spezifische Qualifikation für das Amt des Finanzmarktkommissars bringt der gelernte Historiker nicht mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/jonathan-hill-ist-der-ueberraschendste-eu-kommissar-13146435.html Werner Mussler: Jonathan Hill Der überraschendste Kommissar, FAZ oline vom 10. September 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Finanzlobby - wie der [[City of London]] Corporation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/oct/31/corporation-london-city-medieval The medieval, unaccountable Corporation of London is ripe for protest, The Guardian online vom 31. Oktober 2011], abgerufen am 14.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die zu den Kunden von Quillers gehört -, wurde die geplante Ernennung des  Bocks zum Gärtner begeistert gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cityoflondon.gov.uk/about-the-city/what-we-do/media-centre/news-releases/2014/Pages/city-welcomes-lord-hill-role.aspx City welcomes Lord Hill´s Commission Role, Webseite City of London],abgerufen am 12.09. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
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		<title>Jonathan Hill</title>
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		<updated>2018-07-23T11:34:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Karriere */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jonathan Hopkin Hill''' ''(*24. Juli 1960 in London)'' war 2014 bis Juni 2016 EU-Kommissar für Finanzmarktstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmärkte. Nach dem Brexit trat er von dieser Position zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill zum Finanz-Kommissar wurde ein Banken-Lobbyist für die Finanzmarktregulierung zuständig. Hill war Mitbegründer und Geschäftsführer der Politikberatungsfirma [[Quiller Consultants]], zu deren Kunden Unternehmen aus der Finanzbranche gehören. Im Zuge des Verkaufs von Quiller an die PR- und Lobby-Agentur [[Huntsworth plc]] ist er deren Gesellschafter geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit 2017 Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und Direktor bei der &amp;quot;Times&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144/register-of-interests Lord Hill of Oareford] Britisches Parlament, Webseite abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 11/2014-06/2016  '''Finanzkommissar der [[EU-Kommission]]'''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/julian-king-beerbt-jonathan-hill-neuer-britischer-eu-kommissar-soll-sich-um-sicherheit-kuemmern/13958496.html Neuer britischer EU-Kommissar soll sich um Sicherheit kümmern] Handelsblatt vom 02.08.2016, abgerufen am 01.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013-2014 Leader des House of Lords, Vorsitzender der Konservativen im House of Lords und Chancellor of the Duchy of Lancaster (Minister ohne Geschäftsbereich)&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Bildungsministerium&lt;br /&gt;
* 2006 Verkauf von Quiller an die [[Huntsworth plc]] und im Gegenzug Beteiligung an Huntsworth&lt;br /&gt;
* 1998-2010 (Mit-)Gründung und Direktor der PR-Agentur [[Quiller Consultants]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998 Leitender Berater der [[Bell Pottinger Communications]] (frühere Bezeichung: Bell Communications)&lt;br /&gt;
* 1992-1994 Persönlicher Mitarbeiter von Premierminister [[John Major]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992 Mitarbeiter im Politischen Stab von Premierminister John Major&lt;br /&gt;
* 1989-1991 Lowe Bell Communications&lt;br /&gt;
* Studium der Geschichte am Trinity College in Cambridge&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.debretts.com/people-of-today/profile/2952/Jonathan-Hopkin-Hill-HILL-OF-OAREFORD Biography bei Debretts unter People of Today], Webseite abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== 2015: Hills Lobbytreffen ===&lt;br /&gt;
64 von 77 (83%) von Hills Lobbytreffen fanden mit Vertretern der Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Bankenverbänden, Lobbyverbänden der Finanzindustrie) statt (Zeitraum: November 2014 - Juli 2015). Die häufigsten Treffen hatte er mit dem britischen Börsenunternehmen [[London Stock Exchange]] und dem Europäischen Bankenverband [[European Banking Federation]] (EBF). 4% von Hills Treffen fanden mit der Zivilgesellschaft statt. Dies ist auf der Webseite der [[EU-Kommission]] abrufbar.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/07/hill-und-canete-umstrittene-eu-kommissare-auf-dem-pruefstand/ Hill und Canete: Umstrittene EU-Kommissare auf dem Prüfstand!] LobbyControl, abgerufen am 08.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret äußert sich diese Nähe zur Finanzindustrie beispielsweise in Hills Versuch, Finanzmarktregulierungen wie die ''Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID 2)'' zu verwässern, die sein Vorgänger als Lehre aus der Weltfinanzkrise eingeführt hatte. Gegenüber der Financial Times ließt er in diesem Zusammenhang verlauten, dass Regulierer offener für die Anliegen der Finanzindustrie sein sollten.       &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/intl/cms/s/0/bda4e522-9519-11e5-ac15-0f7f7945adba.html#axzz3uIOc6vMl, Brexit would make UK a ‘supplicant’, says Lord Hill], Financial Times, vom 27.11.2015, abgerufen am 16.12.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2014: Lobbyist Hill wird Finanzmarktregulierer ===&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill wird ein Lobbyist für die zentralen Themen der Finanzmarktregulierung zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit im Stab von Premierminister Major wurde Hill im Jahre 1994 leitender Berater bei der Agentur [[Bell Pottinger Communications]], die laut ihrer am 14.09.2014 abgerufenen Website ihre Kunden u.a. darin berät, wie politische und regulatorische Entscheidungen beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Hill das Politikberatungsunternehmens [[Quiller Consultants]], zu dessen Kunden auch Akteure aus der Finanzbranche wie die [[HSCB]] Bank und die [[City of London]] Corporation gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sven-giegold.de/2014/hill-als-kom-provokation/ Kommentar von Sven Giegold, EU-Abgeordneter der Grünen vom 10. September 2014 auf seiner Webseite], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.appc.org.uk/wp-content/uploads/MAY-14-REGISTER-1.9.14.pdf Appc Register for 1st March 2014 - 31st May 2014], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Quiller war er bis 2010 Geschäftsführer. Auf seiner am 13. September 2014 abgerufenen Website preist Quiller seine politischen Kontakte wie folgt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''We can offer our clients targeted insight into the political world in Westminster, Brussels and the devolved assemblies, as well as help them to manage relations with the political media.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quiller ist 2006 an die Huntsworth Gruppe verkauft worden, deren Holding die [[Huntsworth plc]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Rahmen dieser Transaktion wurde Hill  Anteilseigner der Huntsworth plc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Höhe seiner Beteiligung an Huntsworth verweigert er jegliche Auskunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Register of Interests des britischen Parlaments ist Hill immer noch als Gesellschafter von Huntsworth eingetragen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: 3. Oktober 2014). Bei der Anhörung im Europäischen Parlament am 1. Oktober 2014 erklärte Hill, er habe alle Anteile verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/europaparlament-der-hoefliche-herr-hill-muss-nachsitzen-1.2155653 Der höfliche Herr Hill muss nachsitzen, Süddeutsche Zeitung online vom 01.10.2014], abgerufen am 03.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Huntsworth Gruppe gehören PR-Agenturen, die auch Lobbyarbeit - u.a. für [[HSCB]] Bank, die Vereinigten Arabischen Emirate, British Land und Telefonica - betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/politics/2014/jul/15/lord-hill-tories-europe-lobbyist-cameron Rowena Mason: Lord Hill, the former lobbyist pitching for the Tories in Europe, The Guardian online vom 15. Juli 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hunsworth-Unternehmen Citygate wirbt damit, einige der weltweit größten Finanz-Institutionen, Banken und Vermögensverwalter zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huntsworth.com/group-companies/citigate.aspx Profil von Citigate auf der Website von Huntsworth], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Als Beispiele werden [[JPMorgan]] Assett Mangement und die Londoner Börse genannt, die gegen strengere EU-Finanzmarktgesetze kämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-kommission-juncker-spuert-widerstand-gegen-reform-in-bruessel-a-991064.html#ref=veeseoartikel Claus Hecking: Neues Personal in Brüssel: EU-Abgeordnete prangen Junckers Kommissare an, Spiegel online vom 11. September 2014], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Anhörung im Europa-Parlament wurde Hills Berufung abgelehnt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jonathan-hill-britischer-kandidat-fuer-eu-kommission-muss-nachsitzen-a-994939.html Designierter EU-Finanzkommissar Hill: Mr. Lobby muss nachsitzen], Spiegel Online, 1. Oktober 2014, zuletzt aufgerufen am 22.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und erst nach weiteren kritischen Nachfragen bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Benennung von Hill scheint vor allem seine Tätigkeit als Lobbyist den Ausschlag gegeben zu haben. Eine spezifische Qualifikation für das Amt des Finanzmarktkommissars bringt der gelernte Historiker nicht mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/jonathan-hill-ist-der-ueberraschendste-eu-kommissar-13146435.html Werner Mussler: Jonathan Hill Der überraschendste Kommissar, FAZ oline vom 10. September 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Finanzlobby - wie der [[City of London]] Corporation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/oct/31/corporation-london-city-medieval The medieval, unaccountable Corporation of London is ripe for protest, The Guardian online vom 31. Oktober 2011], abgerufen am 14.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die zu den Kunden von Quillers gehört -, wurde die geplante Ernennung des  Bocks zum Gärtner begeistert gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cityoflondon.gov.uk/about-the-city/what-we-do/media-centre/news-releases/2014/Pages/city-welcomes-lord-hill-role.aspx City welcomes Lord Hill´s Commission Role, Webseite City of London],abgerufen am 12.09. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=65635</id>
		<title>Jonathan Hill</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=65635"/>
		<updated>2018-07-23T11:32:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Karriere */  Aktualisierung der Jobs&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jonathan Hopkin Hill''' ''(*24. Juli 1960 in London)'' war 2014 bis Juni 2016 EU-Kommissar für Finanzmarktstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmärkte. Nach dem Brexit trat er von dieser Position zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill zum Finanz-Kommissar wurde ein Banken-Lobbyist für die Finanzmarktregulierung zuständig. Hill war Mitbegründer und Geschäftsführer der Politikberatungsfirma [[Quiller Consultants]], zu deren Kunden Unternehmen aus der Finanzbranche gehören. Im Zuge des Verkaufs von Quiller an die PR- und Lobby-Agentur [[Huntsworth plc]] ist er deren Gesellschafter geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit 2017 Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und Direktor bei der &amp;quot;Times&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144/register-of-interests Lord Hill of Oareford], Webseite abgerufen am 23.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 11/2014-06/2016  '''Finanzkommissar der [[EU-Kommission]]'''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/julian-king-beerbt-jonathan-hill-neuer-britischer-eu-kommissar-soll-sich-um-sicherheit-kuemmern/13958496.html Neuer britischer EU-Kommissar soll sich um Sicherheit kümmern] Handelsblatt vom 02.08.2016, abgerufen am 01.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013-2014 Leader des House of Lords, Vorsitzender der Konservativen im House of Lords und Chancellor of the Duchy of Lancaster (Minister ohne Geschäftsbereich)&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Bildungsministerium&lt;br /&gt;
* 2006 Verkauf von Quiller an die [[Huntsworth plc]] und im Gegenzug Beteiligung an Huntsworth&lt;br /&gt;
* 1998-2010 (Mit-)Gründung und Direktor der PR-Agentur [[Quiller Consultants]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998 Leitender Berater der [[Bell Pottinger Communications]] (frühere Bezeichung: Bell Communications)&lt;br /&gt;
* 1992-1994 Persönlicher Mitarbeiter von Premierminister [[John Major]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992 Mitarbeiter im Politischen Stab von Premierminister John Major&lt;br /&gt;
* 1989-1991 Lowe Bell Communications&lt;br /&gt;
* Studium der Geschichte am Trinity College in Cambridge&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.debretts.com/people-of-today/profile/2952/Jonathan-Hopkin-Hill-HILL-OF-OAREFORD Biography bei Debretts unter People of Today], Webseite abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== 2015: Hills Lobbytreffen ===&lt;br /&gt;
64 von 77 (83%) von Hills Lobbytreffen fanden mit Vertretern der Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Bankenverbänden, Lobbyverbänden der Finanzindustrie) statt (Zeitraum: November 2014 - Juli 2015). Die häufigsten Treffen hatte er mit dem britischen Börsenunternehmen [[London Stock Exchange]] und dem Europäischen Bankenverband [[European Banking Federation]] (EBF). 4% von Hills Treffen fanden mit der Zivilgesellschaft statt. Dies ist auf der Webseite der [[EU-Kommission]] abrufbar.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/07/hill-und-canete-umstrittene-eu-kommissare-auf-dem-pruefstand/ Hill und Canete: Umstrittene EU-Kommissare auf dem Prüfstand!] LobbyControl, abgerufen am 08.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret äußert sich diese Nähe zur Finanzindustrie beispielsweise in Hills Versuch, Finanzmarktregulierungen wie die ''Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID 2)'' zu verwässern, die sein Vorgänger als Lehre aus der Weltfinanzkrise eingeführt hatte. Gegenüber der Financial Times ließt er in diesem Zusammenhang verlauten, dass Regulierer offener für die Anliegen der Finanzindustrie sein sollten.       &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/intl/cms/s/0/bda4e522-9519-11e5-ac15-0f7f7945adba.html#axzz3uIOc6vMl, Brexit would make UK a ‘supplicant’, says Lord Hill], Financial Times, vom 27.11.2015, abgerufen am 16.12.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2014: Lobbyist Hill wird Finanzmarktregulierer ===&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill wird ein Lobbyist für die zentralen Themen der Finanzmarktregulierung zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit im Stab von Premierminister Major wurde Hill im Jahre 1994 leitender Berater bei der Agentur [[Bell Pottinger Communications]], die laut ihrer am 14.09.2014 abgerufenen Website ihre Kunden u.a. darin berät, wie politische und regulatorische Entscheidungen beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Hill das Politikberatungsunternehmens [[Quiller Consultants]], zu dessen Kunden auch Akteure aus der Finanzbranche wie die [[HSCB]] Bank und die [[City of London]] Corporation gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sven-giegold.de/2014/hill-als-kom-provokation/ Kommentar von Sven Giegold, EU-Abgeordneter der Grünen vom 10. September 2014 auf seiner Webseite], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.appc.org.uk/wp-content/uploads/MAY-14-REGISTER-1.9.14.pdf Appc Register for 1st March 2014 - 31st May 2014], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Quiller war er bis 2010 Geschäftsführer. Auf seiner am 13. September 2014 abgerufenen Website preist Quiller seine politischen Kontakte wie folgt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''We can offer our clients targeted insight into the political world in Westminster, Brussels and the devolved assemblies, as well as help them to manage relations with the political media.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quiller ist 2006 an die Huntsworth Gruppe verkauft worden, deren Holding die [[Huntsworth plc]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Rahmen dieser Transaktion wurde Hill  Anteilseigner der Huntsworth plc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Höhe seiner Beteiligung an Huntsworth verweigert er jegliche Auskunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Register of Interests des britischen Parlaments ist Hill immer noch als Gesellschafter von Huntsworth eingetragen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: 3. Oktober 2014). Bei der Anhörung im Europäischen Parlament am 1. Oktober 2014 erklärte Hill, er habe alle Anteile verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/europaparlament-der-hoefliche-herr-hill-muss-nachsitzen-1.2155653 Der höfliche Herr Hill muss nachsitzen, Süddeutsche Zeitung online vom 01.10.2014], abgerufen am 03.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Huntsworth Gruppe gehören PR-Agenturen, die auch Lobbyarbeit - u.a. für [[HSCB]] Bank, die Vereinigten Arabischen Emirate, British Land und Telefonica - betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/politics/2014/jul/15/lord-hill-tories-europe-lobbyist-cameron Rowena Mason: Lord Hill, the former lobbyist pitching for the Tories in Europe, The Guardian online vom 15. Juli 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hunsworth-Unternehmen Citygate wirbt damit, einige der weltweit größten Finanz-Institutionen, Banken und Vermögensverwalter zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huntsworth.com/group-companies/citigate.aspx Profil von Citigate auf der Website von Huntsworth], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Als Beispiele werden [[JPMorgan]] Assett Mangement und die Londoner Börse genannt, die gegen strengere EU-Finanzmarktgesetze kämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-kommission-juncker-spuert-widerstand-gegen-reform-in-bruessel-a-991064.html#ref=veeseoartikel Claus Hecking: Neues Personal in Brüssel: EU-Abgeordnete prangen Junckers Kommissare an, Spiegel online vom 11. September 2014], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Anhörung im Europa-Parlament wurde Hills Berufung abgelehnt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jonathan-hill-britischer-kandidat-fuer-eu-kommission-muss-nachsitzen-a-994939.html Designierter EU-Finanzkommissar Hill: Mr. Lobby muss nachsitzen], Spiegel Online, 1. Oktober 2014, zuletzt aufgerufen am 22.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und erst nach weiteren kritischen Nachfragen bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Benennung von Hill scheint vor allem seine Tätigkeit als Lobbyist den Ausschlag gegeben zu haben. Eine spezifische Qualifikation für das Amt des Finanzmarktkommissars bringt der gelernte Historiker nicht mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/jonathan-hill-ist-der-ueberraschendste-eu-kommissar-13146435.html Werner Mussler: Jonathan Hill Der überraschendste Kommissar, FAZ oline vom 10. September 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Finanzlobby - wie der [[City of London]] Corporation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/oct/31/corporation-london-city-medieval The medieval, unaccountable Corporation of London is ripe for protest, The Guardian online vom 31. Oktober 2011], abgerufen am 14.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die zu den Kunden von Quillers gehört -, wurde die geplante Ernennung des  Bocks zum Gärtner begeistert gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cityoflondon.gov.uk/about-the-city/what-we-do/media-centre/news-releases/2014/Pages/city-welcomes-lord-hill-role.aspx City welcomes Lord Hill´s Commission Role, Webseite City of London],abgerufen am 12.09. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Monsanto&amp;diff=65633</id>
		<title>Monsanto</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Monsanto&amp;diff=65633"/>
		<updated>2018-07-19T12:55:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: /* Kontroverse um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat */  Rechtschreibfehler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Monsanto&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Agrarindustrie&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Saatgut, Herbizide&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = St. Louis, USA&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 270 Av de Tervuren, Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.monsanto.com/Pages/default.aspx monsanto.com]                     [http://www.monsanto.com/global/de/Pages/default.aspx monsanto.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Monsanto''' war der weltweit größte Agrarkonzern und führende Hersteller von genmanipuliertem Saatgut. Daneben produzierte das Unternehmen vor allem Herbizide. Montsano hatte beste Verbindungen zur US-amerikanischen Regierung einschließlich der Geheimdienste und betrieb mit zweifelhaften Methoden eine aggressive Lobbypolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2018 ist Monsanto von [[Bayer]] übernommen worden. Mit der Übernahme wird [[Bayer]] zum weltgrößten Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bayer-monsanto-1.4001022 Bayer streicht den Namen Monsanto], sueddeutsche.de vom 04.06.2018, abgerufen am 08.06.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Bayer]] wird den Namen Monsanto streichen. In einer Presseerklärung von Bayer vom 7.06.2018 wird die Integration von Monsanto in den Bayer-Konzern wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
„''Monsanto wird solange von Bayer unabhängig tätig sein bis Bayer den Verkauf seiner an BASF abzugebenden Geschäfte abgeschlossen hat. In dieser Zeit wird sich nichts ändern, einschließlich des Firmennamens. Auch wird Bayer die Integration von Monsanto erst dann fortsetzen, wenn die Veräußerungen an BASF abgeschlossen sind. Mit Beginn der Integration wird das Unternehmen Bayer heißen. Monsanto-Saatgut und andere Produktmarken (wie DEKALB, Asgrow, etc.) behalten ihre Markennamen und werden Teil des Portfolios von Bayer. Während der Unternehmensname mit Beginn der Integration Bayer sein wird, bleibt die rechtliche Struktur von Monsanto bestehen, bis auch dieser rechtliche Prozess abgeschlossen ist; dies wird mehrere Jahre dauern.''“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.advancingtogether.com/de/home/ Gemeinsam schaffen wir ein führendes Unternehmen der Agrarwirtschaft], advancingtogetehr.com, abgerufen am 13.06.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
[[Peter Bleser]], Bundestagsabgeordneter und agrarpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, 2011 - 2018 Staatssekretär im [[Bundeslandwirtschaftsministerium]], hat laut Greenpeace 2006 eine Patenschaft für Gen-Mais-Felder von Monsanto übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=2669 Monsanto Greenpeace Magazin 1.07], Webseite greenpeace-magazin, abgerufen am 16.07.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MONSANTO Deutschland GmbH ist Fördermitglied des Vereins [[Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung]] (GKB), welcher laut Satzung gemeinnützige Zwecke im Bereich des Natur- und Umweltschutzes verfolgt. Im Vordergrund ständen dabei die ökologischen Vorteile der konservierenden Bodenbearbeitung ohne Pflug&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gkb-ev.de/foerdermitglieder/foerdermitglieder.html#monsanto Fördermitglieder der GKB e.V.] Webseite GKB, abgerufen am 14.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gkb-ev.de/vereinsintern/satzung-2011.pdf Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung e.&lt;br /&gt;
V. (GKB) SATZUNG] Webseite GKB, abgerufen am 13.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäische Union (EU) ===&lt;br /&gt;
Monsanto ist Mitglied der Verbände [[European Seed Association]] und [[EuropaBio]] sowie Mitglied des [[International Life Sciences Institute]] (ILSI). Weiterhin ist es in der [[Glyphosat Task Force]] (GFT) aktiv, in der 22 europäische Pflanzenschutzmittel-Unternehmen zusammenarbeiten, die einen gemeinsamen Antrag auf Wiederzulassung von Glyphosat in der EU gestellt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.glyphosat.de/impressum Impressum], glyphosat.de, abgerufen am 21.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Europäische Parlament hat Lobbyisten von Monsanto die Zugangsausweise entzogen, weil diese sich geweigert hatten, an einer Anhörung zu den „Monsanto-Papieren“ am 11. Oktober 2017 im Parlament teilzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/Europa-Parlament-entzieht-Monsanto-den-Lobby-Zugang-3846930.html Europa-Parlament entzieht Monsanto den Lobby-Zugang], heise.de vom 29.09.2017, abgerufen am 16.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== USA ===&lt;br /&gt;
Monsanto hat gute Kontakte zu US-Geheimdiensten, dem US-Militär, der US-Regierung und privaten Sicherheitsdiensten wie der Firma Blackwater, die im Auftrag der US-Regierung Söldner in den Irak und nach Afghanistan geschickt hat. Ehemalige Monsanto-Mitarbeiter gelangten in den USA in hohe Regierungsbehörden und Ministerien, in Industrieverbände und an Universitäten. Nach Angaben der Anti-Lobby-Organisation Open Secrets Org haben 2012 19 Monsanto-Lobbyisten teilweise hochrangige Posten in der US-Administration und sogar in Kontrollbehörden eingenommen. Nach den Enthüllungen von Wiki-Leaks hat der damalige US-Botschafter in Paris 2007 der US-Regierung vorgeschlagen, eine Strafliste für die EU-Staaten aufzustellen, die den Anbau von Gentech-Pflanzen amerikanischer Unternehmen verbieten wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;Marianne Falck, Hans Leyendecker, Silvia Liebrich: Der unheimliche Konzern Monsanto - von &amp;quot;Agent Orange&amp;quot; zum genmanipulierten Mais, Süddeutsche Zeitung vom 13./14.07.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/hilfe-von-us-diplomaten-fuer-monsanto-daemonen-und-depeschen-1.1720712 Dämonen und Depeschen], 13.07.2013, sueddeutsche.de, abgerufen am 17.07.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===International===&lt;br /&gt;
Monsanto ist Kooperationspartner des weltweit aktiven [[Health and Environmental Sciences Institute]] (HESI), einer Tochtergesellschaft des [[International Life Sciences Institute]] (ILSI).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hesiglobal.org/partner/our-partners/ Current Partners], hesiglobal.org, abgerufen am 15.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kontroverse um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat===&lt;br /&gt;
In der EU gibt es eine Debatte, ob und wie der Einsatz des Pflanzenschutzmittels Glyphosat reglementiert werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Zusammenfassung dieser Debatte: [https://www.lobbycontrol.de/2015/06/efsa-bfr-gefaehrden-unsere-gesundheit-zugunsten-der-industrie/ EFSA &amp;amp; BfR gefährden unsere Gesundheit zugunsten der Industrie], LobbyControl, 1.06.2015, zuletzt aufgerufen am 17.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Süddeutsche Zeitung berichtete im Juli 2015, dass das Geschäftsergebnis von Monsanto maßgeblich vom Verkauf von Glyphosat abhängt. Konzernvertreter griffen deswegen massiv in die wissenschaftliche Debatte ein und kritisierten insbesondere die Glyphosat-kritische Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO): &amp;quot;Das Unternehmen lässt keine Gelegenheit aus, das Urteil der WHO-Krebsforscher zu diskreditieren. Monsanto-Chef Hugh Grant bezeichnet die Studie gar als 'Junk Science', also als Schrottforschung, und stellt damit die Kompetenz von 17 international anerkannten Toxikologen infrage&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/monsanto-maechtige-lobby-1.2568849 Monsanto: Mächtige Lobby], Süddeutsche Zeitung, 16.07.2015, zuletzt aufgerufen am 17.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Monsanto verwies in diesem Zusammenhang auf eine Liste des [[Bundesinstitut für Risikobewertung|Bundesinstitut für Risikobewertung]] (BfR), welches von der EU mit der Neubewertung der Gefährlichkeit des Unkrautvernichters beauftragt wurde. Nach Auswertung zahlreicher Studien konnte das BfR vorläufig keine Gefährdung durch Glyphosat feststellen. Umweltschützer kritisierten jedoch, dass ausgerechnet im BfR-Gremium zur Bewertung von Pestiziden auch Vertreter der deutschen Chemiekonzerne BASF und Bayer sitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/wirtschaft/article144015187/Wie-gefaehrlich-ist-C3H8NO5P-wirklich.html Wie gefährlich ist C3H8NO5P wirklich?], Die Welt vom 15.07.2015, zuletzt aufgerufen am 17.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Konzerne also, die ebenfalls beträchtliche Umsätze mit dem Verkauf von Pflanzenschutzmitteln generieren und somit naturgemäß wenig Interesse an einem Verbot von Glyphosat haben. Eine Analyse der Süddeutschen Zeitung kam weiterhin zu dem dem Schluss, dass viele der vom BfR zur Bewertung herangezogenen Studien in Wahrheit Leserbriefe an Fachzeitschriften waren - und dass diese größtenteils von Monsanto-Mitarbeitern verfasst wurden. Die Weltgesundheitsorganisation hatte Glyphosat dagegen als &amp;quot;wahrscheinlich krebserregend&amp;quot; eingestuft. Sollten die zuständigen EU-Behörden dieser Einschätzung folgen, würde das ein Verbot des Wirkstoffs in der EU nach sich ziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/glyphosat-gift-und-geld-1.2568847 Gift und Geld], Süddeutsche Zeitung vom 16.07.2015, zuletzt aufgerufen am 17.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;Das BfR hat im Januar 2015 einen vertraulichen Bericht über Glyphosat angefertigt, zu dem Monsanto und andere Hersteller von Glyphosat Zugang hatten, nicht aber Umweltschutzverbände: [https://lobbypedia.de/wiki/Bundesinstitut_f%C3%BCr_Risikobewertung#2015:_Nur_Monsanto_erh.C3.A4lt_einen_BfR-Bericht_zu_Glyphosat Fallbeispiel]. Am 27. November 2015 haben knapp 100 Wissenschaftler in einem offenen Brief an den EU-Gesundheitskommissar schwere Vorwürfe gegen die EFSA und das BfR erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://drive.google.com/file/d/0B9F6ub8wD7gqS3luaGFVM2YxY2c/view?pli=1 Open Letter: Review for the Carcinogenicity of Glyphosate by EFSA und BfR, drive.google.com], abgerufen am 03.12.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Analyse der deutschen Behörde sowie die darauf aufbauende Bewertung der EFSA enthalte schwerwiegende Mängel, sie sei in Teilen &amp;quot;wissenschaftlich inakzeptabel&amp;quot;, und die Ergebnisse seien &amp;quot;durch die vorliegenden Daten nicht gedeckt&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/streit-um-unkrautvernichtungsmittel-wissenschaftler-protestieren-gegen-glyphosat-bewertung-1.2759599 Wissenschaftler protestieren gegen Glyphosat-Bewertung, Süddeutsche.de vom 30.11. 2015], abgerufen am 03.12.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2016 entschied eine Baumarktkette, glyphosathaltige Spritzmittel aus dem Sortiment zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://utopia.de/hornbach-raeumt-auf-mit-glyphosat-und-bienengefaehrdeten-stoffen-13335/ Hornbach verbannt Glyphosat und bienengefährdende Stoffe], Utopia.de, 02.03.2016, zuletzt aufgerufen am 13.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2016 wurde bekannt, dass eine Initiative für &amp;quot;mehr Transparenz&amp;quot; des zuständigen EU-Gesundheitskommissars Vytenis Andriukaitis mit der Industrie abgesprochen war. Er hatte die Industrie öffentlich dazu aufgefordert, bisher geheime Krebsstudien zu Glyphosat zu veröffentlichen. Darauf reagierten Industrievertreter mit dem Versprechen, Leseräume für diese Studien einzurichten - sie waren zuvor über die Erklärung des Kommissars infomiert. Die entsprechenden Zugangsmöglichkeiten zu den Dokumenten wurden jedoch nicht geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.umweltinstitut.org/presse/presse-details/aspresse/129/glyphosat-absprachen-zwischen-industrie-und-eu-kommission-aufgedeckt.html Glyphosat: Absprachen zwischen Industrie und EU-Kommission aufgedeckt], Deutsches Umweltinstitut München, 16.06. 2016, zuletzt aufgerufen am 23.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es im EU-Ministerrat zunächst keine Mehrheit für eine Verlängerung der Zulassung um weitere zehn Jahre gab, verlängerte die EU-Kommission die einseitig bis Ende 2017. Monasanto kündigte an, in dieser Zeit weiter Lobby- und PR-Arbeit für den Einsatz von Glyphosat zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-Glyphosat-Kommission-verlaengert-Zulassung-bis-2017-3816552.html Glyphosat: Kommission verlängert Zulassung bis 2017],Webseite &amp;quot;Top-Agrar&amp;quot;, 29.06.2016, zuletzt aufgerufen am 30.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Bundeskanzlerin [[Angela Merkel|Merkel]] (CDU) sprach sich im August für den weiteren Einsatz aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Merkel-spricht-sich-oeffentlich-fuer-Glyphosat-aus-4286491.html Merkel spricht sich öffentlich für Glyphosat aus], Webseite &amp;quot;Top-Agrar&amp;quot;, 19.08.2016, zuletzt aufgerufen am 30.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2017 veröffentlichte die [[Europäische Chemikalienagentur|Europäische Chemikalienagentur]] ECHA eine Studie, nach der Glyphosat nicht krebserregend ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.finanztreff.de/news/echa-gutachten-unkrautvernichter-glyphosat-nicht-krebserregend/11962727 Echa-Gutachten: Unkrautuvernichter Glyphosat nicht krebserrend], 15.03.2017, finanztreff.de, abgerufen am 17.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.echa.europa.eu/-/glyphosate-not-classified-as-a-carcinogen-by-echa Glyphosate not classified as a carcigonen by ECHA], 15.03.2017, echa.europa.de, abgerufen am 17.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ECHA bewertete dabei jedoch nur die inhärente Gefährlichkeit von Glyphosat und nicht die mit den einzelnen Verwendungen verbundenen Risiken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://echa.europa.eu/de/-/glyphosate Glyphosat], echa.europa.eu, abgerufen am 17.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast gleichzeitig berichtete die New York Times darüber, wie Monsanto in der Vergangenheit und hinter den Kulissen Einfluss auf einzelne Wissenschaftler und auf die amerikanische Behörde EPA genommen haben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/glyphosat-monsanto-soll-glyphosat-studien-beeinflusst-haben-1.3420577 Monsanto soll Glyphosat-Studien beeinflusst haben], 15.03.2017, sueddeutsche.de, abgerufen am 17.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; So soll Monsanto im Verborgenen an Studien mitgearbeitet haben, die später als Arbeiten unabhängiger Wissenschaftler ausgegeben worden seien. Ein weiterer Vorwurf lautet, das Unternehmen habe gezielt darauf hingewirkt, eine eigenständige Untersuchung des Unkrautvernichters durch das US-Gesundheitsministerium zu verhindern. Der Bericht beruht aus Dokumenten aus einem Gerichtsverfahren. Gleichwohl bestreitet Monsanto die Vorwürfe. Die amerikanischen und die europäischen Aufsichtsbehörden verlassen sich ohnehin im Wesentlichen auf Studien der Hersteller, die selbst unabhängige Forscher mit der Begründung nicht einsehen dürfen, dass Geschäftsgeheimnisse betroffen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/glyphosat-ein-mittel-zur-vernichtung-von-unkraut-und-vertrauen-1.3422424 Ein Mittel zur Vernichtung von Unkraut und Vertrauen], 16.03.2017, sueddeutsche.de, abgerufen am 17.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Studien unabhängiger Forscher spielen nur eine untergeordnete Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2017 schlug die EU-Kommission den Mitgliedstaaten schließlich vor, die Zulassung um weitere 10 Jahre zu verlängern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/eu-kommission-fuer-glyphosat-zulassung-100.html Umstrittenes Pflanzengift EU-Kommission für erneute Zulassung von Glyphosat], mdr.de, 17. Mai 2017, zuletzt aufgerufen am 17.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 27. November 2017 hat eine Mehrheit der EU-Staaten einer Verlängerung der Zulassung um weitere 5 Jahre zugestimmt. Den Ausschlag gab dabei das Abstimmungsverhalten der Bundesregierung, die sich bei früheren Abstimmungen enthalten hatte, weil die zuständigen Minister Christian Schmidt (CSU) und Barbara Hendricks (SPD) sich nicht einig waren. Dieses Mal setzte sich Landwirtschaftsminister Schmidt jedoch ohne Abstimmung mit der Bundeskanzlerin und gegen den Widerspruch von Umweltministerin Hendricks über die Geschäftsordnung der Bundesregierung hinweg und stimmte eigenmächtig der Verlängerung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/streit-um-unkrautvernichter-ruege-von-merkel-schmidt-hat-sich-bei-glyphosat-nicht-an-weisung-gehalten-1.3769051Rüge von Merkel: Schmidt hat sich bei Glyphosat nicht an Weisung gehalten], sueddeutsche.de vom 28.11.2017, abgerufen am 07.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einem Bericht des &amp;quot;Spiegel&amp;quot; unterstützt die Bundesregierung die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde [[EFSA]] bei dem Versuch, die Veröffentlichung von Studien über Glyphosat zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/glyphosat-bundesregierung-hilft-vor-eugh-bei-studien-geheimhaltung-a-1182223.html Bundesregierung hilft bei Geheimhaltung von Glyphosat-Studien], spiegel.de vom 07.12.2017, abgerufen am 07.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[EFSA]] begründet - wie das [[Bundesinstitut für Risikobewertung|Bundesinstitut für Risikobewertung]] (BfR) - die Geheimhaltung der Studien damit, dass eine Veröffentlichung die Geschäftsinteressen der Urheber Monsanto und Cheminova gefährdet und damit geltendes EU-Recht verletzt hätte. Vier grüne Europapabgeordnete hatten die [[EFSA]] daraufhin vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) mit dem Argument verklagt, bei den Studien handele es sich um Umweltinformationen, die veröffentlicht werden müssten, selbst wenn Interessen von Unternehmen betroffen seien. Zudem sei das öffentliche Interesse in diesem Fall höher einzustufen. Die Bundesregierung ist dem Verfahren beigetreten - auf Seiten der [[EFSA]] und der Chemiekonzerne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2016: Tribunal gegen Monsanto===&lt;br /&gt;
Zwischen dem 14. und dem 16. Oktober 2016 fand in Den Haag, Niederlande, das [http://de.monsantotribunal.org/main.php?obj_id=407142154 Monsanto Tribunal] statt. Dieses bezeichnet sich als  eine internationale zivilgesellschaftliche Initiative, um Monsanto für Menschenrechtsverletzungen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und für Ökozid zur Verantwortung zu ziehen. Angesehene Richter hätten Zeugenberichte von Opfern gehört und würden ein Gutachten für weitere Vorgehen des Internationalen Gerichtshofes liefern. Am 18. April 2017 stellte die Gruppe ein umfangreichen Abschlussbericht vor, in dem die Geschäftspolitik des Konzerns heftig kritisiert wurde: dies betraf auch den Einfluss auf wissenschaftliche Forschungsergebnisse.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.monsantotribunal.org/upload/asset_cache/189791450.pdf International Monsanto Tribunal: Advisory Opinion (pdf)], http://de.monsantotribunal.org, 18. April 2017, zuletzt aufgerufen am 17. 5. 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2015: Enthüllung einer PR-Kampagne von Monsanto mit kooperationswilligen Wissenschaftlern in den USA===&lt;br /&gt;
Nach einem Bericht der „New York Times“ hat Monsanto in den USA Wissenschaftler in eine Kampagne zur Förderung  gentechnisch veränderter Lebensmittel eingebunden, mit deren Durchführung das PR-Unternehmen [[Ketchum]] beauftragt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2015/09/06/us/food-industry-enlisted-academics-in-gmo-lobbying-war-emails-show.html?_r=0 Eric Lipton: Food Industry Enlisted Academics in G.M.O. Lobbying War, Emails Show], New York Times vom 05.09.2015, nytimes.com, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die diesbezüglichen Aktivitäten von Monsanto, der Biotechnolgy Industry Organisation und der Grocery Manufacturers Association sind in Tausenden von email-Seiten dokumentiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftler sind nach dem Bericht für die Lobby eine wichtige Zielgruppe, weil sie als unparteiisch und kompetent gelten und deshalb großen Einfluss auf die öffentliche Meinung sowie Politiker und Regulierer haben. Ein Teil der Wissenschaftler hat finanzielle Zuwendungen erhalten, anderen wurden Reisen nach Washington bezahlt, um dort die Interessen der Industrie zu vertreten. Weiterhin hat die  Biotech-Indusrie Dutzende von Artikeln unter dem Namen prominenter Akademiker veröffentlicht, die von Beratern der Industrie verfasst worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2013: Freihandelsabkommen und Gentech-Markt===&lt;br /&gt;
Bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU, [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP), geht es auch um die Marktöffnung für genmanipulierte Pflanzen und hormonbehandeltes Rindfleisch. Chefverhandler der US-Regierung für den Bereich Landwirtschaft ist Islam Siddiqui, der von 2001 bis 2008 als registrierter Lobbyist den Branchenverband [[CropLife America]] vertrat, in dem auch Monsanto Mitglied ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Marianne Falck, Hans Leyendecker, Silvia Liebrich: Der unheimliche Konzern  Monsanto - von &amp;quot;Agent Orange&amp;quot; zum genmanipulierten Mais, Süddeutsche Zeitung vom 13./14. Juli 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012/13 Kampagne gegen eine Gentechnik-Kennzeichnung in den USA===&lt;br /&gt;
Monsanto und weitere Unternehmen sowie der Branchenverband der Lebensmittelhersteller GMA betreiben in den USA eine Medienkampagne, um die Einführung einer gesetzlichen Kennzeichung von Gentechnik in Lebensmitteln über Volksabstimmungen zu verhindern. Insgesamt investierten sie in den Jahren 2012/2013 17 Mio. Dollar, um Stimmung gegen entsprechende Gesetze in den Bundesstaaten Kalifornien und Washington zu machen. Im Bundesstaat Washington hat der Verband auf Druck der Staatsanwaltschaft mitgeteilt, welche Mitglieder sich mit welchen Beträgen an der Kampagne beteiligen. Danach gab allein Monsanto ca. 4,6 Mio. Dollar aus, um eine Kennzeichnungspflicht zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;Silvia Liebrich: Nur ja keine Transparenz Monsanto, Bayer und BASF geben Millionen aus, um Gentechnik-Label zu verhindern, Süddeutsche Zeitung vom 23.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: Einflussnahme auf wissenschaftliche Studien===&lt;br /&gt;
2012 hatte ein Team um den Wissenschaftler [[Gilles-Eric Séralini]] herausgefunden, dass Stoffe in einer von Monsanto gentechnisch manipulierten Mais-Sorte im Langzeit-Test bei Ratten zu einer erheblich größeren Häufigkeit von aggressivem Krebs führten. Die EU hatte den Mais zugelassen. Die Zulassung beruhte auf einer anderen wissenschaftlichen Studie, die nur die Ergebnisse von 90 Tagen untersuchte. Die Studie, mit der die EU-Entscheidung wissenschaftlich belegt worden war, war im Auftrag von Monsanto erstellt worden. Nachdem die Séralini-Studie bekannt wurde, bestritt die EU-Kommission in einer Pressemitteilung, dass die Studie wissenschaftlich sei. Wenig später wurde die Studie nach dem obligaten Procedere in einem angesehen wissenschaftlichen Journal veröffentlicht. Gleichwohl erklärte die EU, dass sie keinen Grund sehe, die Zulassung für den Gen-Mais von Monsanto zu widerrufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/01/lebensmittel-wie-monsanto-heimlich-die-eu-unterwandert/ Saatgut Lebensmittel: Wie Monsanto heimlich die EU unterwandert, 01.05.2013, aktualisiert am 05.05. 2013], Webseite Deutsche Wirtschafts Nachrichten, abgerufen am 17.07.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.globalresearch.ca/stench-of-eu-corruption-in-monsanto-gmo-whitewash/5316294 William Engdahl: Cancer of Corruption, Seeds of Destruction: The Monsanto GMO Whitewash, 19.12.2012], Website GlobalResearch, abgerufen am 17. 07.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2009: Verleihung des &amp;quot;Angry Mermaid Award&amp;quot; (Preis der wütenden Meerjungfrau)===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2009 wurde der von Attac Dänemark, Corporate Europe Observatory, Focus on the Global South, Friends of the Earth International, Oil Change International und Spinwatch organisierte Preis für irreführendes Konzern-Lobbying nach einer Online-Abstimmung an Monsanto vergeben.  Monsanto war nominiert worden, weil das Unternehmen genmanipuliertes Saatgut wie die Soja-Bohne „RoundupReady“ in aggressiver Weise als Mittel zur Lösung der Klimaproblematik ins Gespräch brachte. In Lateinamerika trägt die Verbreitung von genmanipuliertem Soja der Monsanto-Marke „RoundupReady“ zur Vernichtung des Regenwalds bei und damit zur Steigerung von Treibhausgas-Emissionen. Dennoch arbeitete ein „Runder Tisch für verantwortungsbewusstes Soja“ (Round Table on Responsible Soy, RTRS) unter Beteiligung von Monsanto daran, gentechnisch verändertes Soja als „verantwortungsbewusst“ zu kennzeichnen. &lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/12/monsanto-gewinnt-den-preis-der-wutenden-meerjungfrau/ Kommentar Ulrich Müller 15.12.2009: Monsanto gewinnt den Preis der wütenden Meerjungfrau],Webseite Lobbycontrol, abgerufen am 15.07.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Monsanto stellte im Wesentlichen Saatgut und Pflanzenschutzmittel - u.a. das umstrittene Glyphosat - her. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag in den USA. Der Konzern hatte  2015 einen Umsatz von ca. 15 Mrd. US-Dollar und beschäftigt ca. 22.500 Mitarbeiter. In Deutschland war der  Konzern über die Monsanto Agrar Deutschland GmH mit Sitz in Düsseldorf in den Bereichen Pflanzenschutz, Saatgut, Gemüsesaatgut und Biotechnologie tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chairman und Chief Executive Officer war&lt;br /&gt;
*[[Hugh Grant]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [https://www.global2000.at/sites/global/files/Glyphosat_Gekaufte_Wissenschaft-D.pdf Glyphosat und Krebs: Gekaufte Wissenschaft Die Tricks von Monsanto und der Beitrag der Behörden, um Glyphosat vor einem Verbot zu retten, März 2017]&lt;br /&gt;
* Eintrag zu [http://www.corporatewatch.org.uk/?lid=208 Monsanto bei Corporate Watch, UK]&lt;br /&gt;
* Eintrag zu [http://www.corpwatch.org/article.php?id=4088 Monsanto bei CorpWatch, USA]&lt;br /&gt;
* Marie-Monique Robin (2008): Mit Gift und Genen: Wie der Biotech-Konzern Monsanto unsere Welt verändert&lt;br /&gt;
* Klaus Werner-Lobo, Hans Weiss (2010): Das neue Schwarzbuch Markenfirmen, aktualisierte Auflage, Eintrag: Monsanto&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gentechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Facebook&amp;diff=65507</id>
		<title>Facebook</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Facebook&amp;diff=65507"/>
		<updated>2018-07-05T13:07:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Facebook&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| Branche          = IT-Branche&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Soziale Netzwerke&lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = Menlo Park (Kalifornien)&lt;br /&gt;
| Tochterunternehmen = Irland&lt;br /&gt;
| Gründing         = 2004    &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Pariser Platz 4a, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Rond Point Schuman 11, 1040 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.facebook.com facebook.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Facebook''' ist eines der bekanntesten sozialen Netzwerke und gehört der Facebook Inc. mit Sitz im kalifornischen Menlo Park. Das Unternehmen baut in jüngster Zeit seine Lobbyarbeit massiv aus - gerade angesichts zunehmender Datenschutz-Debatten und der Streitigkeiten um Urheberrechtsabkommen wie etwa [[ACTA]]. Dabei greift das Unternehmen u.a. auf eine bewährte Strategie zurück und heuert ehemalige Politiker/-innen und deren Mitarbeiter/-innen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}Angesichts zunehmender Datenschutz-Debatten&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch [http://pamanager.blogspot.com/2011/01/facebook-entdeckt-die-lobbyarbeit.html Facebook entdeckt die Lobbyarbeit], Public Affairs Manager-Blog vom 15.1.2011, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Streitigkeiten um Urheberrechtsabkommen, wie ACTA, SOPA und PIPA, baut Facebook seine Lobbyarbeit kontinuierlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lobbyarbeit erfolgt auf mehreren Schienen. Zum einen beschäftigt das Unternehmen eigene Lobbyisten, um Einfluss auf die jeweiligen Entscheidungsträger zu nehmen. Dafür unterhält Facebook Lobbybüros in den für den Konzern wichtigen Machtzentren, wie beispielsweise Washington, Brüssel, Berlin und anderen Regierungssitzen.&lt;br /&gt;
Gleichzeitig ist Facebook Mitglied in diversen Verbänden (siehe unten), durch die es indirekt - in Kooperation mit anderen Unternehmen - Lobbyarbeit betreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyarbeit in Deutschland===&lt;br /&gt;
In Berlin wird Facebook seit dem Frühjahr 2011 von [[Eva Maria Kirschsieper]] vertreten, einer früheren Mitarbeiterin der ehemaligen EU-Abgeordneten [[Erika Mann]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-bekommt-deutsche-Lobbyistin-1207075.html Facebook bekommt deutsche Lobbyistin] Heise vom 14.03.2011, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;Ferner heuerte Facebook den promovierten Rechtsanwalt und PR-Berater [[Gunnar Bender]] an, der von April 2012 bis Mitte 2014 die eigens hierfür geschaffene Stelle des &amp;quot;Director Policy&amp;quot; besetzte. Bender arbeitete zuvor in ähnlichen Positionen bei E-Plus, AOL Europe, Time Warner und der Bertelsmann AG.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://winfuture.de/news,67908.html Facebook bereitet Lobby-Offensive in Berlin vor] winfuture vom 01.02.2012, zuletzt abgerufen am 15.05.2017. Siehe auch [http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/gunnar-bender-facebook-ernennt-chef-lobbyisten-fuer-berlin-a-812773.html Facebook ernennt Chef-Lobbyisten für Berlin], Spiegel Online vom 1.2.2012, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 2014 wechselte er zu Bertelsmann zurück, wo er für die Tochterfirma arvato die Leitung der Unternehmenskommunikation übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.arvato.com/de/ueber-arvato/presse/2014/gunnar-bender-wird-neuer-leiter-der-arvato-unternehmenskommunika.html Gunnar Bender wird neuer Leiter der arvato-Unternehmenskommunikation] avarto Pressemitteilung vom 26.05.2014 abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Genaue Daten, wie viel Facebook in Deutschland für Lobbyarbeit ausgibt, liegen leider nicht vor, da es hier - anders als in den USA - kein verpflichtendes und vollständiges [[Lobbyregister]] gibt.Nachdem das Berliner Facebook-Büro mehrere Jahre lang nur mit wenigen Stellen besetzt, eröffnete das Unternehmen im Februar 2016 ein neues größeres Lobbybüro am Potsdamer Platz in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/facebook-lobby-offensive-in-berlin-a-1078030.html Lobby-Offensive in Deutschland: Facebook hat Berlin hinzugefügt] Spiegel Online vom 18.2.2016 abgerufen am 4.7.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyarbeit in Brüssel===&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}Ende Oktober 2011 eröffnete Facebook ein neues Lobbybüro in Brüssel, das von [[Erika Mann]] geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2013/41/privatsphaere-internet-datenschutz/seite-3 Facebooks oberste Lobbyistin in Europa] Zeit vom 10.10.2013, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Erika Mann]] war von 1994 bis 2009 Mitglied des Europaparlaments für die Sozialdemokratische Partei Europas. Im Europaparlament war sie u.a. Mitglied im Ausschuss für internationalen Handel, Stellvertreterin im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie sowie Stellvertreterin im Haushaltskontrollausschuss. Bereits in ihrer Zeit als Europaabgeordnete war sie Mitglied in mehreren unternehmensnahen Netzwerken: dem [[Transatlantic Policy Network]], der [[European Internet Foundation]], der [[Kangaroo Group]] und dem [[Forum of Automobile and Society]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20150812014316/http://erikamann.com/erikamann/kurzbiographie Kurzbiographie] Erika Mann MEP, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle vier Organisationen bringen Europaabgeordnete mit Unternehmen zusammen und dienen diesen als Plattform für ihre Lobbyarbeit. Diese sogenannten “Cross-Party Groups” organisieren zum Beispiel Diskussionsveranstaltungen oder Empfänge, bei denen in der Regel meist Unternehmensvertreter und Lobbyisten sprechen und mit an den Tischen der Abgeordneten sitzen. Bei der European Internet Foundation war Mann sogar Gründungsmitglied, wobei der eigentliche Gründungsvater der Organisation der Lobbyist [[Peter Linton]] war (inzwischen bei der Agentur [[Burson-Marsteller]]). Aus diesen Tätigkeiten verfügt die EU-Lobbyistin über gute Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern, um so die Interessen von Facebook in die Entscheidungsabläufe der EU einzubringen.Auch der Cheflobbyist von Facebook für Europa [[Richard Allan]] ist [[Seitenwechsel|Seitenwechsler]]. Er saß einst im britischen Parlament.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-09/facebook-datenschutz-beauftragte Facebook ernennt Datenschutzbeauftragte] Zeit-Online vom 14.09.2011, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Januar 2012 ist Facebook dem freiwilligen Transparenzregister der EU beigetreten. Hier gibt der Konzern an, im Finanzjahr 2013 zwischen 400.000 € und 499.000 € für direkte Lobbyarbeit und Interessenvertretung in den Institutionen der EU ausgegeben zu haben. Damit haben sich die Ausgaben auf EU-Ebene im Vergleich zum Jahr 2011 verdoppelt. Für die Lobbyarbeit beschäftigt das Unternehmen acht Personen im EU-Büro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=28666427835-74 Facebook Ireland Limited] EU-Transparency Register, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Mitgliedschaft in der [[American Chamber of Commerce to the European Union]] und der [[European Internet Foundation]] betreibt Facebook auch indirekte Lobbyarbeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=28666427835-74&amp;amp;isListLobbyistView=true Facebook Ireland Limited] Transparency Register, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyarbeit in den USA===&lt;br /&gt;
Facebook heuerte [[Steptoe &amp;amp; Johnson]] an, um für “issues related to social networking” Lobbyarbeit zu betreiben. Auch die Agentur [[Elmendorf Ryan]] arbeitet für Facebook.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://thehill.com/blogs/hillicon-valley/technology/215477-facebook-friends-a-new-lobby-firm Facebook 'friends' a new lobby firm] The Hill vom 12.03.2012, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Interessant ist, dass von den 23 Lobbyisten, die für Facebook arbeiten 19 [[Seitenwechsel|Seitenwechsler]] sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/lobby/clientlbs.php?id=D000033563&amp;amp;year=2011 Facebook Inc] OpenSecrets.org, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls 2011 holte sich Facebook Catherine &amp;quot;Cathie&amp;quot; Martin und Joel D. Kaplan ins Haus. Martin war zuvor im Handelsministerium und im Kommunikationsstab von George W. Bush.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/revolving/rev_summary.php?id=76635 Martin, Catherine] OpenSecrets.org, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Kaplan kennt sich, als ehemaliger Assistent für George W. Bush, sehr gut mit den Entscheidungsfindungsprozessen im Weißen Haus aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://georgewbush-whitehouse.archives.gov/government/kaplan.html Joel D. Kaplan: White House Deputy Chief of Staff for Policy] The White House, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/revolving/rev_summary.php?id=76956 Kaplan, Joel D.] OpenSecrets.org, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Facebook ist also sehr gut mit den politischen Institutionen Washingtons verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA kann man anhand der Daten des dortigen Lobbyregisters sehen, wie die Lobby-Ausgaben von Facebook rasant ansteigen. Im ersten Quartal 2014 erreichte Facebook eine Höchstmarke mit 2.780.000 $&amp;lt;ref&amp;gt;[http://soprweb.senate.gov/index.cfm?event=getFilingDetails&amp;amp;filingID=e9947ef4-1ad0-4c6e-aff4-5d4f8fb7c415&amp;amp;filingTypeID=51 LOBBYING REPORT Facebook Inc.] senate.gov, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 16%;&amp;quot;|Jahr&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 16%;&amp;quot;|Lobbyausgaben in den USA (in Dollar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2015&lt;br /&gt;
||10,81 Millionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2014&lt;br /&gt;
||9,34 Millionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2013&lt;br /&gt;
||6,43 Millionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2012&lt;br /&gt;
||3,99 Millionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2011&lt;br /&gt;
||1,35 Millionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2010&lt;br /&gt;
||0,69 Millionen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: US Lobbyregister&amp;lt;ref&amp;gt;http://soprweb.senate.gov/index.cfm?event=processSearchCriteria Query the Lobbying Disclosure Act Database: Facebook] The United States Senate, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2017 trat Facebook als Geldgeber der Conservative Political Action Conference ([[CPAC]]), der jährlich stattfindenden Konferenz konservativer Aktivisten in den USA, auf. Angaben der Zeitung Politico zufolge spendete das Unternehmen allein 62.500 Dollar in bar an die CPAC. Zusätzlich bot Facebook auf der Konferenz Schulungen zur Nutzung der Social-Media-Plattform, mit dem Ziel potentielle Wähler besser zu erreichen, an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.com/story/2017/02/facebook-aid-cpac-courts-conservatives-235256 Facebook to aid CPAC as it courts conservatives], Politico vom 22.02.2017, abgerufen am 13.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem hat Facebook in den USA ein sogenanntes ''Political Action Committee'' (PAC)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.washingtonpost.com/blogs/post-tech/post/facebook-forms-pac-for-political-donations/2011/09/26/gIQAHhmW0K_blog.html Facebook forms PAC for political donations ] Washington Post, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; eingerichtet, das seitdem Wahlkampfspenden an beide großen Parteien in den USA verteilt. Im Jahr 2013 spendete das Facebook-PAC bei Senatswahlen in den US-Bundesstaaten 43,500 $ für die Republikaner und 45,500 $ für die Demokraten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.adweek.com/socialtimes/fbpac-fec/431401 Facebook Political-Action Committee Adjusts Contributions To Senators Following FEC Inquiry] Social Times vom 08.01.2014, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Jahr 2014 erhielten die Republikaner 35.000 $ und die Demokraten 45.500 $&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opensecrets.org/pacs/pac2pac.php?cmte=C00502906&amp;amp;cycle=2014 Facebook PAC/Party, Party breakdown 2014] opensecrets, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2012 kündigten führende US-amerikanische Internetkonzerne, u.a. [[Google]], Facebook, Ebay und Amazon, an einen eigenen Lobbyverband zu gründen. Die so genannte [[The Internet Association]] soll sich nach eigenen Angaben für ein &amp;quot;offenes, innovatives und freies Internet&amp;quot; einsetzen. Sitz der Lobbyorganisation ist Washington. Dort hat der Verband im September 2012 seine Arbeit aufgenommen, um den IT-Konzernen &amp;quot;eine Stimme in Washington&amp;quot; zu geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article108387816/Google-Facebook-Ebay-und-Amazon-gruenden-Lobby.html Google, Facebook, Ebay und Amazon gründen Lobby], Welt Online, Artikel vom 26.07.2012, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Präsident und Vorsitzender des Lobbyverbandes wurde der langjährige stellvertretende Personalchef des ''Energie- und Handelskomitees'' im US-Kongress und persönliche Berater des Komiteevorsitzenden, [[Michael Beckerman]], benannt. Das ''Energie- und Handelskomitee'' ist in den USA für die Telekommunikations- und Internetgesetzgebung zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://energycommerce.house.gov/about Committee on Energy and Commerce], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===Seit 2011: Lobbyarbeit gegen strikten Datenschutz===&lt;br /&gt;
Bislang ist der Datenschutz in den einzelnen EU-Mitgliedsländern teilweise sehr unterschiedlich. Die frühere EU-Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft [[Viviane Reding]] präsentierte im Januar 2012 den Entwurf einer EU-Datenschutz-Grundverordnung, die eine aus dem Jahr 1995 stammende Richtlinie ersetzen und den Datenschutz in der EU vereinheitlichen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2012:0011:FIN:DE:PDF Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Datenschutz-Grundverordnung] KOM (2012) 11&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zur alten Richtlinie, die von den EU-Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden musste, wird die Verordnung unmittelbar in allen EU-Mitgliedsstaaten gelten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20130827001047/http://www.jura.uni-passau.de/fileadmin/dateien/fakultaeten/jura/lehrstuehle/hornung/Hornung__Eine_Datenschutz-Grundverordnung_fuer_Europa__ZD_20.pdf Eine Datenschutz-Grundverordnung für Europa?] Gerrit Hornung: Eine Datenschutz-Grundverordnung für Europa? Licht und Schatten im Kommissionsentwurf vom 25.1.2012. Zeitschrift für Datenschutz 3/2012, S. 99-105&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verordnung sieht einen wesentlich strengeren Datenschutz auf EU-Ebene vor. Eine Neuerung ist zum Beispiel, dass sich Unternehmen, die Nutzer in der EU haben – gleichzeitig aber außerhalb der EU sitzen – ebenfalls an die Verordnung halten müssen. Bisher konnten Beschwerden nur an die Datenschutzbehörde des Landes gerichtet werden, in der das jeweilige Unternehmen sitzt. Im Fall Facebook ist das Irland. Die irische Tochterfirma Facebook Ireland Limited verwaltet die Konten sämtlicher Nutzer weltweit, außerhalb der USA und Kanadas. Damit unterliegen all diese Nutzer den Vorgaben der EU-Datenschutzrichtlinie sowie den irischen Datenschutzgesetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article13779212/Facebook-muss-fuer-Irland-Datenschutz-verbessern.html Facebook muss für Irland Datenschutz verbessern] Welt Online vom 21.12.2011, aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der neuen Datenschutzverordnung sollen sich Verbraucher direkt an eine Datenschutzbehörde in ihrem Heimatland wenden können, die die Beschwerde dann an die zuständige Datenschutzbehörde des Landes mit dem Firmensitz weiterleitet und die Korrespondenz übernimmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sp1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,811269,00.html EU will über Datenschutz bestimmen] Spiegel Online vom 25.01.2012, aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;Kampagnen wie [http://www.europe-v-facebook.org/DE/de.html ''europe-v-facebook''] fordern längst einen stärkeren Datenschutz und mehr Bestimmung der Nutzer über ihre Daten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europe-v-facebook.org/DE/Ziele/ziele.html Ziele vom „europe-v-facebook“]  europe-v-facebook, aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Facebook und andere Internetunternehmen betrieben hohe Lobbyanstregungen gegen die geplante Verschärfung des europäischen Datenschutzes&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/ausland/eu-datenschutz104.html Was will die EU beim Datenschutz?] tagesschau.de vom 19.07.2013, aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. Facebook setzte sich unter anderem gegen datenschutzfreundliche Standardeinstellungen und das &amp;quot;Recht auf Vergessen&amp;quot; ein, also das Löschen un Nutzerdaten. Laut der zuständigen Justizkommissarin [[Viviane Reding]] wurde die Lobbyarbeit um die Verordnung so „erbittert“ geführt wie sie es noch nie erlebt habe&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.n-tv.de/politik/Blog-deckt-Lobbyeinfluss-auf-article10103291.html EU-Verordnung per &amp;quot;Copy &amp;amp; Paste&amp;quot;, Blog deckt Lobbyeinfluss auf] n-tv vom 12.02.2013, aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach mehr als zwei Jahren Diskussion über den Entwurf und tausenden Änderungsanträgen hat das EU-Parlament am 12. März 2014 einer aktuellen Kompromissfassung der Verordnung zugestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mächtiger Verbündeter von Facebook, [[Google]] und Co. ist die US-Regierung. Diese sprang bereits vor der offiziellen Veröffentlichung des Entwurfs in die Bresche, um die neue Datenschutzverordnung durch intensive Lobbyarbeit zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europnews.org/2012-01-22-wann-lost-sich-europa-endlich-von-den-usa-usa-torpedieren-eu-datenschutz-verordnung.html USA torpedieren EU-Datenschutz-Verordnung], aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Cheflobbyist [[Richard Allan]] hatte im Sommer 2011 einen ersten (vermeintlichen) Erfolg, wie die Kritik umgangen werden kann. Er hat mit Bundesinnenminister [[Hans-Joachim Friedrich]] die Abmachung getroffen, dass Facebook erstmals an einer Initiative zur Selbstverpflichtung von sozialen Netzwerken mitarbeiten werde. Darin sollten &amp;quot;Regelungen zur Datensicherheit, sicheren Identitäten sowie Aspekten des Daten-, Verbraucher- und Jugendschutzes&amp;quot; enthalten sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-09/friedrich-facebook-datenschutz Innenminister Friedrich bringt Datenschützer auf die Palme]Zeit-Online vom 8.09.2011 abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses wurde allerdings vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holstein Schleswig Holstein kritisiert, da Innenminister für die Kontrolle gar nicht zuständig seien, sondern die Datenschutzbehörden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20140701084834/http://www.datenschutz.de/news/detail/?nid=5078 Weichert: „Innenminister sollte nicht weichspülen, sondern seine Hausaufgaben erledigen“] PM des Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) vom 8.09.2011 abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [http://lobbyplag.eu/ Plattform LobbyPlag] hat aufgedeckt, dass ganze Passagen in den von EU-Parlamentariern eingereichten Änderungsanträgen wortwörtlich aus Lobbypapieren übernommen wurden. Die Plattform vergleicht die Textvorschläge von Lobbyisten mit den Änderungsanträgen von EU-Parlamentariern. Auch Facebook hat in Lobbypapieren ausgearbeitete Textvorschläge eingereicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20150423150822/http://lobbyplag.eu/docs LobbyPlag Documents] LobbyPlag, aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem betreibt Facebook über diverse Verbände, in denen es Mitglied ist, indirekt Lobbyarbeit in Bezug auf die Datenschutzreform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2011: Verdeckte Kampagne gegen Google===&lt;br /&gt;
Facebook betreibt zwar selbst Lobbyarbeit gegen verschärfte Datenschutzbestimmungen, nutzt jedoch gleichzeitig die öffentlichen Debatten zum Thema, um Konkurrenten zu diskreditieren, wie beispielsweise [[Google]]. Hierzu heuerte Facebook, wie im Frühjahr 2011 ans Licht kam, die PR- und Lobbyagentur [[Burson-Marsteller]] an, die daraufhin versuchte unabhängige Blogger anzuwerben, um kritische Berichte zu Googles Umgang mit dem Datenschutz zu lancieren. Einer der angeschriebenen Blogger lehnte das Angebot jedoch ab und veröffentlichte stattdessen die Anfrage von [[Burson-Marsteller]], woraufhin sich die Schmutzkampagne in einen Boomerang verwandelte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/google/facebook-schmutzkampagne-gegen-google-1639096.html Schmutzkampagne gegen Google] FAZ vom 13.05.2011, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Urheberrecht und Patentstreitigkeiten===&lt;br /&gt;
Im Wettstreit mit seinen direkten Konkurrenten - v.a. [[Google]] (insbesondere wegen Googles Plattform Google+) und [[Yahoo]] - versuchen sich die Internetkonzerne Patente zu sichern, um den jeweiligen Konkurrenten so ausstechen zu können. Yahoo klagte pünktlich vor dem Börsengang gegen Facebook wegen Patentverletzungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!89514/ Patentstreit in USA: Yahoo klagt gegen Facebook] taz vom 13.03.2012, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Facebook rüstete sich hierauf wiederum, indem es von [[IBM]] hunderte Patente kaufte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,823244,00.html Furcht vor Klagen: Facebook deckt sich mit Patenten ein] Spiegel vom 23.03.2012, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;Die konkurrierenden Internetkonzerne versuchen sich hierbei auf allen Ebenen einen Vorteil zu verschaffen, wodurch u.a. auch Gesetzesinitiativen oder das Patentrecht&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/lobby/clientissues.php?id=D000033563&amp;amp;year=2011 Facebook: Issues] OpenSecrets, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Austragungsort des Konkurrenzkampfes werden kann, was wiederum eine demokratische Entscheidungsfindung gefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Datenskandal 2018: Cambridge Analytica===&lt;br /&gt;
Die aktuelle Debatte um das Phänomen „Fake News“ - die gezielte Verbreitung von Falschmeldungen – fand ihren Höhepunkt während des US-Präsidentschaftswahlkampfes 2017. Die Auswirkungen von Falschmeldungen werden besonders anhand von Feedbacks in sozialen Medien deutlich. In diese Entwicklung der Informationsverbreitung reiht sich auch der Facebook-Datenskandal ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit März 2018 ist bekannt, dass Cambridge Analytica – ein britisches Datenalayse-Unternehmen, dass sich auf Wähleranalysen spezialisiert hat – Zugang zu rund 87 Millionen Facebook-Nutzerprofilen hatte &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2018-06/cambridge-analytica-europa-facebook-skandal-nutzer Europäische Nutzer angeblich nicht von Facebook-Skandal betroffen], Zeit.de vom 25.06.2018, zuletzt abgerufen am 05.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;: Im Rahmen einer Teilnahme an der Umfrage-App „thisisyourdigitallife“ sind Daten von Facebook-Nutzern erhoben worden und an Cambridge Analytica weitergegeben worden. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/facebook-skandal-kreis-der-betroffenen-koennte-noch.697.de.html?dram:article_id=414837 Kreis der Betroffenen könnte noch größer sein], Deutschlandfunk.de vom 05.04.2018, zuletzt abgerufen am 05.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Facebook musste sich daraufhin vor dem US-Kongress (Committee on Commerce, Science and Transportation &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.commerce.senate.gov/public/_cache/files/9d8e069d-2670-4530-bcdc-d3a63a8831c4/7C8DE61421D13E86FC6855CC2EA7AEA7.senate-commerce-committee-combined-qfrs-06.11.2018.pdf Hearing: Facebook, Social Media Privacy, and the Use and Abuse of Data], U.S. Senate Committee On Commerce, Science &amp;amp; Transportation vom 08.06.2018, zuletzt abgerufen am 05.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; und Committee on Energy and Commerce &amp;lt;ref&amp;gt;[https://docs.house.gov/meetings/IF/IF00/20180411/108090/HHRG-115-IF00-Wstate-ZuckerbergM-20180411.pdf Hearing before the United State House of Representatives Committee on Energy and Commerce], U.S. House of Representatives vom 11.04.2018, zuletzt abgerufen am 05.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;) verteidigen. In einer Stellungnahme im Rahmen der US-Anhörungen räumte Mark Zuckerberg ein, dass die Daten unter anderem für auswärtige Wahlen missbraucht wurden. Zudem entschuldigte er sich für die Fehler, die Facebook unterlaufen sind. So sollen die Nutzerdaten unter anderem eine Rolle im US-Präsidentschaftswahlkampf 2017 und bei der Brexit-Kampagne „Vote Leave“ gespielt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/news/2018/mar/17/cambridge-analytica-facebook-influence-us-election Revealed: 50 million Facebook profiles harvested for Cambridge Analytica in major data breach], Theguardian.com vom 17.03.2018, zuletzt abgerufen am 05.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf europäischer Ebene zog der Datenschutz-Skandal Konsequenzen mit sich: Im Mai kam es zu einem informellen Gespräch zwischen Mark Zuckerberg und Europaabgeordneten. In Folge dessen wurden insgesamt drei Anhörungen im Europäischen Parlament durchgeführt, um den Datenmissbrauch aufzuklären und mögliche Lösungen zu erarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20180530IPR04607/facebook-cambridge-analytica-abgeordnete-untersuchen-datenschutzverletzungen Facebook/Cambridge Analytica: Europaabgeordnete untersuchen Datenschutzverletzungen], Europäisches Parlament vom 31.05.2018, zuletzt abgerufen am 05.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Lobbystrategien==&lt;br /&gt;
===Individuelle Datenkompetenz vs. Datenschutz-Gesetze===&lt;br /&gt;
Obwohl Facebook über 1,44 Milliarden Nutzer&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.statista.com/statistik/daten/studie/37545/umfrage/anzahl-der-aktiven-nutzer-von-facebook/ Anzahl der aktiven Nutzer von Facebook] statista.com, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; verfügt, hat das Unternehmen ein Imageproblem. Besonders der Umgang mit den Nutzerdaten sorgte in den letzten Jahren für scharfe Kritik. Das Berliner Facebook-Büro reagiert, in dem es sich öffentlichkeitswirksam zum Thema Datensicherheit engagiert. Facebook beteiligt sich schon seit mehreren Jahren an der Initiative &amp;quot;Deutschland sicher im Netz&amp;quot;. Außerdem betreibt das Unternehmen die Seite [aconnectedlife.info], auf der NutzerInnen über Datensicherheit im Netz informiert werden und mit der sich Facebook gleichzeitig ein datensensibles Image verpasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um in Deutschland für die Seite zu werben, setzte Facebook auf besondere BotschafterInnen. Auf seiner Facebook-Seite ließ das Unternehmen acht Bundestagsabgeordnete von CDU, SPD und Bündnis 90/ Die Grünen in Kurzvideos zu Wort kommen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.facebook.com/FacebookBerlin Was bedeutetet Datenkompetenz?] Facebook Berlin, April-Mai 2014, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; – darunter mehrere Mitglieder des Bundestagsausschusses Digitale Agenda. Versehen mit einer Webadresse von aconnectedlife.com erklären die PolitikerInnen darin, was sie unter Datenkompetenz verstehen. Der Inhalt aller Statements ähnelt sich und unterstützt die politische Agenda von Facebook: Nutzer müssten selbst verantwortungsvoll mit ihren Daten umgehen. Wenn den Nutzern die Verantwortung für ihre Daten übertragen wird, sinkt der Bedarf nach gesetzlichen Datenschutzregelen . Genau diese versucht Facebook mit den Stichworten Datenkompetenz und Selbstregulierung zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Öffentlichkeitsarbeit mit Politikern===&lt;br /&gt;
Facebook geht in Berlin direkt und offensiv auf die Politik zu. Facebook-Schulungen für Bundestagsabgeordnete u.a. der CSU&amp;lt;ref&amp;gt;[https://netzpolitik.org/2011/lobbying-facebook-style-mogen-sie-das/ Lobbying, Facebook-Style: Mögen Sie das? ]netzpolitik.org vom 23.6.2011, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; , ein eigener „Leitfaden für Politiker und Amtsträger“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.scribd.com/doc/136194390/Facebook-Leitfaden-fur-Politiker Facebook-Leitfaden für Politiker] Eva-Maria Kirschsieper, 2013, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die „Facebook Berlin Talks“ eignen sich gut um Kontakte zu PolitikerInnen aufzubauen und zu pflegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EU-Lobbying über die US-Regierung===&lt;br /&gt;
Eine ebenfalls wichtige Rolle spielt die US-Regierung, wodurch diese gleich in zweierlei Hinsicht im Fokus der Lobbyarbeit steht. So übt die US-Regierung in vielerlei Hinsicht Druck auf die EU und nationale Regierungen aus, wenn von politischen Entscheidungen US-Konzerne betroffen sind. So geschehen beispielsweise in den Datenschutzvorschriften, bzw. der geplanten Datenschutzverordnung der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.datenschutzbeauftragter-info.de/die-usa-moechten-bei-eu-datenschutzreform-mitreden/ Die USA möchten bei EU-Datenschutzreform mitreden], Datenschutzbeauftragter Info vom 01.03.2012, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobby-Kooperation mit Facebook-Werbekunden===&lt;br /&gt;
In jüngster Zeit lässt sich bei bei Facebook ein ähnlicher Trend wie bei [[Google]] erkennen: das Unternehmen versucht, in die eigene Lobbyarbeit und Imagewerbung kleine Unternehmen oder Unternehmensgründer einzubinden, die Facebook für ihr Geschäftsmodell bzw. ihre Werbung nutzen. Ein Beispiel dafür war eine Veranstaltung mit einem Hamburger Reiseveranstalter im April. Dazu war auch der Hamburger Oberbürgermeister [[Olaf Scholz]] eingeladen, der Facebook lobte - und sich damit selbst als modern und gründerfreundlich inszenieren konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/lobbyarbeit-zum-ueberleben-facebook-sucht-sich-freunde-in-washington-seite-all/6646278-all.html Facebook sucht sich Freunde in Washington], Handelsblatt online vom 18.5.2012 abgerufen am 15.05.2017. Ausführlicher zu der Hamburger Veranstaltung, aber nicht mehr frei verfügbar: [http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/545024 Ein Gefühl für Wind und Wellen], Süddeutsche Zeitung vom 20.4.2012, beides abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Strategie, kleine Unternehmen für die eigene Lobbyarbeit einzuspannen, hat in der Vergangenheit bereits [[Microsoft]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
Eigentümer: Facebook Inc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urheber: Mark Zuckerberg, Dustin Moskovitz, Chris Hughes, Eduardo Saverin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahreseinnahmen: 7,9 Milliarden US Dollar (2013)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.n-tv.de/wirtschaft/Facebook-verbluefft-Boersianer-article12174186.html Sprudelnde Werbeeinnahmen- Facebook verblüfft Börsianer] n-tv.de vom 29.01.2014, aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Facebook wurde 2004 von Mark Zuckerberg, Dustin Moskovitz, Chris Hughes, Eduardo Saverin gegründet und hatte 2017 nach eigenen Angaben über 2,13 Milliarden aktive Nutzer &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37545/umfrage/anzahl-der-aktiven-nutzer-von-facebook/ Anzahl der monatlich aktiven Facebook Nutzer weltweit vom 3. Quartal 2008 bis zum 4. Quartal 2017 (in Millionen)] statista.com von Anfang 2018, abgerufen am 02.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Seit dem 18. Mai 2012 ist Facebook an der Börse.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/facebook-nasdaq-chef-entschuldigt-sich-fuer-panne-a-834102.html  Verpatzter Börsenstart: Facebook und Nasdaq sind blamiert] Spiegel Online vom 21.05.2012, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;2011 erhielt Facebook den Negativpreis BigBrotherAward von dem Verein Digitalcourage. Laut Digitalcourage e.V. erhielt Facebook den Preis wegen zielgerichteter Untersuchung von Menschen und deren privater Beziehungen unter dem Deckmantel eines Gratisangebotes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bigbrotherawards.de/2011 bigbrotherawards.de] Preisträger 2011, abgerufen am 09.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Facebook sourcewatch über Facebook]&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook Wikipedia über Facebook]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IT &amp;amp; Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Facebook&amp;diff=65506</id>
		<title>Facebook</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Facebook&amp;diff=65506"/>
		<updated>2018-07-04T14:05:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LeaH: Link korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Facebook&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| Branche          = IT-Branche&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Soziale Netzwerke&lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = Menlo Park (Kalifornien)&lt;br /&gt;
| Tochterunternehmen = Irland&lt;br /&gt;
| Gründing         = 2004    &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Pariser Platz 4a, 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Rond Point Schuman 11, 1040 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.facebook.com facebook.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Facebook''' ist eines der bekanntesten sozialen Netzwerke und gehört der Facebook Inc. mit Sitz im kalifornischen Menlo Park. Das Unternehmen baut in jüngster Zeit seine Lobbyarbeit massiv aus - gerade angesichts zunehmender Datenschutz-Debatten und der Streitigkeiten um Urheberrechtsabkommen wie etwa [[ACTA]]. Dabei greift das Unternehmen u.a. auf eine bewährte Strategie zurück und heuert ehemalige Politiker/-innen und deren Mitarbeiter/-innen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Angesichts zunehmender Datenschutz-Debatten&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch [http://pamanager.blogspot.com/2011/01/facebook-entdeckt-die-lobbyarbeit.html Facebook entdeckt die Lobbyarbeit], Public Affairs Manager-Blog vom 15.1.2011, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Streitigkeiten um Urheberrechtsabkommen, wie ACTA, SOPA und PIPA, baut Facebook seine Lobbyarbeit kontinuierlich aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lobbyarbeit erfolgt auf mehreren Schienen. Zum einen beschäftigt das Unternehmen eigene Lobbyisten, um Einfluss auf die jeweiligen Entscheidungsträger zu nehmen. Dafür unterhält Facebook Lobbybüros in den für den Konzern wichtigen Machtzentren, wie beispielsweise Washington, Brüssel, Berlin und anderen Regierungssitzen. &lt;br /&gt;
Gleichzeitig ist Facebook Mitglied in diversen Verbänden (siehe unten), durch die es indirekt - in Kooperation mit anderen Unternehmen - Lobbyarbeit betreibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in Deutschland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin wird Facebook seit dem Frühjahr 2011 von [[Eva Maria Kirschsieper]] vertreten, einer früheren Mitarbeiterin der ehemaligen EU-Abgeordneten [[Erika Mann]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-bekommt-deutsche-Lobbyistin-1207075.html Facebook bekommt deutsche Lobbyistin] Heise vom 14.03.2011, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ferner heuerte Facebook den promovierten Rechtsanwalt und PR-Berater [[Gunnar Bender]] an, der von April 2012 bis Mitte 2014 die eigens hierfür geschaffene Stelle des &amp;quot;Director Policy&amp;quot; besetzte. Bender arbeitete zuvor in ähnlichen Positionen bei E-Plus, AOL Europe, Time Warner und der Bertelsmann AG.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://winfuture.de/news,67908.html Facebook bereitet Lobby-Offensive in Berlin vor] winfuture vom 01.02.2012, zuletzt abgerufen am 15.05.2017. Siehe auch [http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/gunnar-bender-facebook-ernennt-chef-lobbyisten-fuer-berlin-a-812773.html Facebook ernennt Chef-Lobbyisten für Berlin], Spiegel Online vom 1.2.2012, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 2014 wechselte er zu Bertelsmann zurück, wo er für die Tochterfirma arvato die Leitung der Unternehmenskommunikation übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.arvato.com/de/ueber-arvato/presse/2014/gunnar-bender-wird-neuer-leiter-der-arvato-unternehmenskommunika.html Gunnar Bender wird neuer Leiter der arvato-Unternehmenskommunikation] avarto Pressemitteilung vom 26.05.2014 abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  Genaue Daten, wie viel Facebook in Deutschland für Lobbyarbeit ausgibt, liegen leider nicht vor, da es hier - anders als in den USA - kein verpflichtendes und vollständiges [[Lobbyregister]] gibt.&lt;br /&gt;
Nachdem das Berliner Facebook-Büro mehrere Jahre lang nur mit wenigen Stellen besetzt, eröffnete das Unternehmen im Februar 2016 ein neues größeres Lobbybüro am Potsdamer Platz in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/facebook-lobby-offensive-in-berlin-a-1078030.html Lobby-Offensive in Deutschland: Facebook hat Berlin hinzugefügt] Spiegel Online vom 18.2.2016 abgerufen am 4.7.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in Brüssel ===&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Ende Oktober 2011 eröffnete Facebook ein neues Lobbybüro in Brüssel, das von [[Erika Mann]] geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2013/41/privatsphaere-internet-datenschutz/seite-3 Facebooks oberste Lobbyistin in Europa] Zeit vom 10.10.2013, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Erika Mann]] war von 1994 bis 2009 Mitglied des Europaparlaments für die Sozialdemokratische Partei Europas. Im Europaparlament war sie u.a. Mitglied im Ausschuss für internationalen Handel, Stellvertreterin im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie sowie Stellvertreterin im Haushaltskontrollausschuss. Bereits in ihrer Zeit als Europaabgeordnete war sie Mitglied in mehreren unternehmensnahen Netzwerken: dem [[Transatlantic Policy Network]], der [[European Internet Foundation]], der [[Kangaroo Group]] und dem [[Forum of Automobile and Society]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20150812014316/http://erikamann.com/erikamann/kurzbiographie Kurzbiographie] Erika Mann MEP, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle vier Organisationen bringen Europaabgeordnete mit Unternehmen zusammen und dienen diesen als Plattform für ihre Lobbyarbeit. Diese sogenannten “Cross-Party Groups” organisieren zum Beispiel Diskussionsveranstaltungen oder Empfänge, bei denen in der Regel meist Unternehmensvertreter und Lobbyisten sprechen und mit an den Tischen der Abgeordneten sitzen. Bei der European Internet Foundation war Mann sogar Gründungsmitglied, wobei der eigentliche Gründungsvater der Organisation der Lobbyist [[Peter Linton]] war (inzwischen bei der Agentur [[Burson-Marsteller]]). Aus diesen Tätigkeiten verfügt die EU-Lobbyistin über gute Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern, um so die Interessen von Facebook in die Entscheidungsabläufe der EU einzubringen. &lt;br /&gt;
Auch der Cheflobbyist von Facebook für Europa [[Richard Allan]] ist [[Seitenwechsel|Seitenwechsler]]. Er saß einst im britischen Parlament.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-09/facebook-datenschutz-beauftragte Facebook ernennt Datenschutzbeauftragte] Zeit-Online vom 14.09.2011, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Januar 2012 ist Facebook dem freiwilligen Transparenzregister der EU beigetreten. Hier gibt der Konzern an, im Finanzjahr 2013 zwischen 400.000 € und 499.000 € für direkte Lobbyarbeit und Interessenvertretung in den Institutionen der EU ausgegeben zu haben. Damit haben sich die Ausgaben auf EU-Ebene im Vergleich zum Jahr 2011 verdoppelt. Für die Lobbyarbeit beschäftigt das Unternehmen acht Personen im EU-Büro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=28666427835-74 Facebook Ireland Limited] EU-Transparency Register, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Mitgliedschaft in der [[American Chamber of Commerce to the European Union]] und der [[European Internet Foundation]] betreibt Facebook auch indirekte Lobbyarbeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=28666427835-74&amp;amp;isListLobbyistView=true Facebook Ireland Limited] Transparency Register, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in den USA ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Facebook heuerte [[Steptoe &amp;amp; Johnson]] an, um für “issues related to social networking” Lobbyarbeit zu betreiben. Auch die Agentur [[Elmendorf Ryan]] arbeitet für Facebook.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://thehill.com/blogs/hillicon-valley/technology/215477-facebook-friends-a-new-lobby-firm Facebook 'friends' a new lobby firm] The Hill vom 12.03.2012, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Interessant ist, dass von den 23 Lobbyisten, die für Facebook arbeiten 19 [[Seitenwechsel|Seitenwechsler]] sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/lobby/clientlbs.php?id=D000033563&amp;amp;year=2011 Facebook Inc] OpenSecrets.org, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ebenfalls 2011 holte sich Facebook Catherine &amp;quot;Cathie&amp;quot; Martin und Joel D. Kaplan ins Haus. Martin war zuvor im Handelsministerium und im Kommunikationsstab von George W. Bush.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/revolving/rev_summary.php?id=76635 Martin, Catherine] OpenSecrets.org, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Kaplan kennt sich, als ehemaliger Assistent für George W. Bush, sehr gut mit den Entscheidungsfindungsprozessen im Weißen Haus aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://georgewbush-whitehouse.archives.gov/government/kaplan.html Joel D. Kaplan: White House Deputy Chief of Staff for Policy] The White House, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/revolving/rev_summary.php?id=76956 Kaplan, Joel D.] OpenSecrets.org, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Facebook ist also sehr gut mit den politischen Institutionen Washingtons verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA kann man anhand der Daten des dortigen Lobbyregisters sehen, wie die Lobby-Ausgaben von Facebook rasant ansteigen. Im ersten Quartal 2014 erreichte Facebook eine Höchstmarke mit 2.780.000 $&amp;lt;ref&amp;gt;[http://soprweb.senate.gov/index.cfm?event=getFilingDetails&amp;amp;filingID=e9947ef4-1ad0-4c6e-aff4-5d4f8fb7c415&amp;amp;filingTypeID=51 LOBBYING REPORT Facebook Inc.] senate.gov, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 16%;&amp;quot;|Jahr&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 16%;&amp;quot;|Lobbyausgaben in den USA (in Dollar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2015&lt;br /&gt;
||10,81 Millionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2014&lt;br /&gt;
||9,34 Millionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2013&lt;br /&gt;
||6,43 Millionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2012&lt;br /&gt;
||3,99 Millionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2011&lt;br /&gt;
||1,35 Millionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2010&lt;br /&gt;
||0,69 Millionen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: US Lobbyregister&amp;lt;ref&amp;gt;http://soprweb.senate.gov/index.cfm?event=processSearchCriteria Query the Lobbying Disclosure Act Database: Facebook] The United States Senate, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2017 trat Facebook als Geldgeber der Conservative Political Action Conference ([[CPAC]]), der jährlich stattfindenden Konferenz konservativer Aktivisten in den USA, auf. Angaben der Zeitung Politico zufolge spendete das Unternehmen allein 62.500 Dollar in bar an die CPAC. Zusätzlich bot Facebook auf der Konferenz Schulungen zur Nutzung der Social-Media-Plattform, mit dem Ziel potentielle Wähler besser zu erreichen, an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politico.com/story/2017/02/facebook-aid-cpac-courts-conservatives-235256 Facebook to aid CPAC as it courts conservatives], Politico vom 22.02.2017, abgerufen am 13.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem hat Facebook in den USA ein sogenanntes ''Political Action Committee'' (PAC)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.washingtonpost.com/blogs/post-tech/post/facebook-forms-pac-for-political-donations/2011/09/26/gIQAHhmW0K_blog.html Facebook forms PAC for political donations ] Washington Post, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; eingerichtet, das seitdem Wahlkampfspenden an beide großen Parteien in den USA verteilt. Im Jahr 2013 spendete das Facebook-PAC bei Senatswahlen in den US-Bundesstaaten 43,500 $ für die Republikaner und 45,500 $ für die Demokraten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.adweek.com/socialtimes/fbpac-fec/431401 Facebook Political-Action Committee Adjusts Contributions To Senators Following FEC Inquiry] Social Times vom 08.01.2014, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Jahr 2014 erhielten die Republikaner 35.000 $ und die Demokraten 45.500 $&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opensecrets.org/pacs/pac2pac.php?cmte=C00502906&amp;amp;cycle=2014 Facebook PAC/Party, Party breakdown 2014] opensecrets, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2012 kündigten führende US-amerikanische Internetkonzerne, u.a. [[Google]], Facebook, Ebay und Amazon, an einen eigenen Lobbyverband zu gründen. Die so genannte [[The Internet Association]] soll sich nach eigenen Angaben für ein &amp;quot;offenes, innovatives und freies Internet&amp;quot; einsetzen. Sitz der Lobbyorganisation ist Washington. Dort hat der Verband im September 2012 seine Arbeit aufgenommen, um den IT-Konzernen &amp;quot;eine Stimme in Washington&amp;quot; zu geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article108387816/Google-Facebook-Ebay-und-Amazon-gruenden-Lobby.html Google, Facebook, Ebay und Amazon gründen Lobby], Welt Online, Artikel vom 26.07.2012, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Präsident und Vorsitzender des Lobbyverbandes wurde der langjährige stellvertretende Personalchef des ''Energie- und Handelskomitees'' im US-Kongress und persönliche Berater des Komiteevorsitzenden, [[Michael Beckerman]], benannt. Das ''Energie- und Handelskomitee'' ist in den USA für die Telekommunikations- und Internetgesetzgebung zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://energycommerce.house.gov/about Committee on Energy and Commerce], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seit 2011: Lobbyarbeit gegen strikten Datenschutz ===&lt;br /&gt;
Bislang ist der Datenschutz in den einzelnen EU-Mitgliedsländern teilweise sehr unterschiedlich. Die frühere EU-Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft [[Viviane Reding]] präsentierte im Januar 2012 den Entwurf einer EU-Datenschutz-Grundverordnung, die eine aus dem Jahr 1995 stammende Richtlinie ersetzen und den Datenschutz in der EU vereinheitlichen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2012:0011:FIN:DE:PDF Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Datenschutz-Grundverordnung] KOM (2012) 11&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zur alten Richtlinie, die von den EU-Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden musste, wird die Verordnung unmittelbar in allen EU-Mitgliedsstaaten gelten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20130827001047/http://www.jura.uni-passau.de/fileadmin/dateien/fakultaeten/jura/lehrstuehle/hornung/Hornung__Eine_Datenschutz-Grundverordnung_fuer_Europa__ZD_20.pdf Eine Datenschutz-Grundverordnung für Europa?] Gerrit Hornung: Eine Datenschutz-Grundverordnung für Europa? Licht und Schatten im Kommissionsentwurf vom 25.1.2012. Zeitschrift für Datenschutz 3/2012, S. 99-105&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verordnung sieht einen wesentlich strengeren Datenschutz auf EU-Ebene vor. Eine Neuerung ist zum Beispiel, dass sich Unternehmen, die Nutzer in der EU haben – gleichzeitig aber außerhalb der EU sitzen – ebenfalls an die Verordnung halten müssen. Bisher konnten Beschwerden nur an die Datenschutzbehörde des Landes gerichtet werden, in der das jeweilige Unternehmen sitzt. Im Fall Facebook ist das Irland. Die irische Tochterfirma Facebook Ireland Limited verwaltet die Konten sämtlicher Nutzer weltweit, außerhalb der USA und Kanadas. Damit unterliegen all diese Nutzer den Vorgaben der EU-Datenschutzrichtlinie sowie den irischen Datenschutzgesetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article13779212/Facebook-muss-fuer-Irland-Datenschutz-verbessern.html Facebook muss für Irland Datenschutz verbessern] Welt Online vom 21.12.2011, aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der neuen Datenschutzverordnung sollen sich Verbraucher direkt an eine Datenschutzbehörde in ihrem Heimatland wenden können, die die Beschwerde dann an die zuständige Datenschutzbehörde des Landes mit dem Firmensitz weiterleitet und die Korrespondenz übernimmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sp1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,811269,00.html EU will über Datenschutz bestimmen] Spiegel Online vom 25.01.2012, aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kampagnen wie [http://www.europe-v-facebook.org/DE/de.html ''europe-v-facebook''] fordern längst einen stärkeren Datenschutz und mehr Bestimmung der Nutzer über ihre Daten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europe-v-facebook.org/DE/Ziele/ziele.html Ziele vom „europe-v-facebook“]  europe-v-facebook, aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Facebook und andere Internetunternehmen betrieben hohe Lobbyanstregungen gegen die geplante Verschärfung des europäischen Datenschutzes&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/ausland/eu-datenschutz104.html Was will die EU beim Datenschutz?] tagesschau.de vom 19.07.2013, aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. Facebook setzte sich unter anderem gegen datenschutzfreundliche Standardeinstellungen und das &amp;quot;Recht auf Vergessen&amp;quot; ein, also das Löschen un Nutzerdaten. Laut der zuständigen Justizkommissarin [[Viviane Reding]] wurde die Lobbyarbeit um die Verordnung so „erbittert“ geführt wie sie es noch nie erlebt habe&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.n-tv.de/politik/Blog-deckt-Lobbyeinfluss-auf-article10103291.html EU-Verordnung per &amp;quot;Copy &amp;amp; Paste&amp;quot;, Blog deckt Lobbyeinfluss auf] n-tv vom 12.02.2013, aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach mehr als zwei Jahren Diskussion über den Entwurf und tausenden Änderungsanträgen hat das EU-Parlament am 12. März 2014 einer aktuellen Kompromissfassung der Verordnung zugestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mächtiger Verbündeter von Facebook, [[Google]] und Co. ist die US-Regierung. Diese sprang bereits vor der offiziellen Veröffentlichung des Entwurfs in die Bresche, um die neue Datenschutzverordnung durch intensive Lobbyarbeit zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europnews.org/2012-01-22-wann-lost-sich-europa-endlich-von-den-usa-usa-torpedieren-eu-datenschutz-verordnung.html USA torpedieren EU-Datenschutz-Verordnung], aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Cheflobbyist [[Richard Allan]] hatte im Sommer 2011 einen ersten (vermeintlichen) Erfolg, wie die Kritik umgangen werden kann. Er hat mit Bundesinnenminister [[Hans-Joachim Friedrich]] die Abmachung getroffen, dass Facebook erstmals an einer Initiative zur Selbstverpflichtung von sozialen Netzwerken mitarbeiten werde. Darin sollten &amp;quot;Regelungen zur Datensicherheit, sicheren Identitäten sowie Aspekten des Daten-, Verbraucher- und Jugendschutzes&amp;quot; enthalten sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-09/friedrich-facebook-datenschutz Innenminister Friedrich bringt Datenschützer auf die Palme]Zeit-Online vom 8.09.2011 abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Dieses wurde allerdings vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holstein Schleswig Holstein kritisiert, da Innenminister für die Kontrolle gar nicht zuständig seien, sondern die Datenschutzbehörden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20140701084834/http://www.datenschutz.de/news/detail/?nid=5078 Weichert: „Innenminister sollte nicht weichspülen, sondern seine Hausaufgaben erledigen“] PM des Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) vom 8.09.2011 abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [http://lobbyplag.eu/ Plattform LobbyPlag] hat aufgedeckt, dass ganze Passagen in den von EU-Parlamentariern eingereichten Änderungsanträgen wortwörtlich aus Lobbypapieren übernommen wurden. Die Plattform vergleicht die Textvorschläge von Lobbyisten mit den Änderungsanträgen von EU-Parlamentariern. Auch Facebook hat in Lobbypapieren ausgearbeitete Textvorschläge eingereicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20150423150822/http://lobbyplag.eu/docs LobbyPlag Documents] LobbyPlag, aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem betreibt Facebook über diverse Verbände, in denen es Mitglied ist, indirekt Lobbyarbeit in Bezug auf die Datenschutzreform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2011: Verdeckte Kampagne gegen Google ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Facebook betreibt zwar selbst Lobbyarbeit gegen verschärfte Datenschutzbestimmungen, nutzt jedoch gleichzeitig die öffentlichen Debatten zum Thema, um Konkurrenten zu diskreditieren, wie beispielsweise [[Google]]. Hierzu heuerte Facebook, wie im Frühjahr 2011 ans Licht kam, die PR- und Lobbyagentur [[Burson-Marsteller]] an, die daraufhin versuchte unabhängige Blogger anzuwerben, um kritische Berichte zu Googles Umgang mit dem Datenschutz zu lancieren. Einer der angeschriebenen Blogger lehnte das Angebot jedoch ab und veröffentlichte stattdessen die Anfrage von [[Burson-Marsteller]], woraufhin sich die Schmutzkampagne in einen Boomerang verwandelte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/google/facebook-schmutzkampagne-gegen-google-1639096.html Schmutzkampagne gegen Google] FAZ vom 13.05.2011, zuletzt abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urheberrecht und Patentstreitigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wettstreit mit seinen direkten Konkurrenten - v.a. [[Google]] (insbesondere wegen Googles Plattform Google+) und [[Yahoo]] - versuchen sich die Internetkonzerne Patente zu sichern, um den jeweiligen Konkurrenten so ausstechen zu können. Yahoo klagte pünktlich vor dem Börsengang gegen Facebook wegen Patentverletzungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!89514/ Patentstreit in USA: Yahoo klagt gegen Facebook] taz vom 13.03.2012, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Facebook rüstete sich hierauf wiederum, indem es von [[IBM]] hunderte Patente kaufte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,823244,00.html Furcht vor Klagen: Facebook deckt sich mit Patenten ein] Spiegel vom 23.03.2012, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die konkurrierenden Internetkonzerne versuchen sich hierbei auf allen Ebenen einen Vorteil zu verschaffen, wodurch u.a. auch Gesetzesinitiativen oder das Patentrecht&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/lobby/clientissues.php?id=D000033563&amp;amp;year=2011 Facebook: Issues] OpenSecrets, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Austragungsort des Konkurrenzkampfes werden kann, was wiederum eine demokratische Entscheidungsfindung gefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Lobbystrategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Individuelle Datenkompetenz vs. Datenschutz-Gesetze===&lt;br /&gt;
Obwohl Facebook über 1,44 Milliarden Nutzer&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.statista.com/statistik/daten/studie/37545/umfrage/anzahl-der-aktiven-nutzer-von-facebook/ Anzahl der aktiven Nutzer von Facebook] statista.com, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; verfügt, hat das Unternehmen ein Imageproblem. Besonders der Umgang mit den Nutzerdaten sorgte in den letzten Jahren für scharfe Kritik. Das Berliner Facebook-Büro reagiert, in dem es sich öffentlichkeitswirksam zum Thema Datensicherheit engagiert. Facebook beteiligt sich schon seit mehreren Jahren an der Initiative &amp;quot;Deutschland sicher im Netz&amp;quot;. Außerdem betreibt das Unternehmen die Seite [aconnectedlife.info], auf der NutzerInnen über Datensicherheit im Netz informiert werden und mit der sich Facebook gleichzeitig ein datensensibles Image verpasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um in Deutschland für die Seite zu werben, setzte Facebook auf besondere BotschafterInnen. Auf seiner Facebook-Seite ließ das Unternehmen acht Bundestagsabgeordnete von CDU, SPD und Bündnis 90/ Die Grünen in Kurzvideos zu Wort kommen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.facebook.com/FacebookBerlin Was bedeutetet Datenkompetenz?] Facebook Berlin, April-Mai 2014, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; – darunter mehrere Mitglieder des Bundestagsausschusses Digitale Agenda. Versehen mit einer Webadresse von aconnectedlife.com erklären die PolitikerInnen darin, was sie unter Datenkompetenz verstehen. Der Inhalt aller Statements ähnelt sich und unterstützt die politische Agenda von Facebook: Nutzer müssten selbst verantwortungsvoll mit ihren Daten umgehen. Wenn den Nutzern die Verantwortung für ihre Daten übertragen wird, sinkt der Bedarf nach gesetzlichen Datenschutzregelen . Genau diese versucht Facebook mit den Stichworten Datenkompetenz und Selbstregulierung zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Öffentlichkeitsarbeit mit Politikern===&lt;br /&gt;
Facebook geht in Berlin direkt und offensiv auf die Politik zu. Facebook-Schulungen für Bundestagsabgeordnete u.a. der CSU&amp;lt;ref&amp;gt;[https://netzpolitik.org/2011/lobbying-facebook-style-mogen-sie-das/ Lobbying, Facebook-Style: Mögen Sie das? ]netzpolitik.org vom 23.6.2011, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; , ein eigener „Leitfaden für Politiker und Amtsträger“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.scribd.com/doc/136194390/Facebook-Leitfaden-fur-Politiker Facebook-Leitfaden für Politiker] Eva-Maria Kirschsieper, 2013, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die „Facebook Berlin Talks“ eignen sich gut um Kontakte zu PolitikerInnen aufzubauen und zu pflegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EU-Lobbying über die US-Regierung===&lt;br /&gt;
Eine ebenfalls wichtige Rolle spielt die US-Regierung, wodurch diese gleich in zweierlei Hinsicht im Fokus der Lobbyarbeit steht. So übt die US-Regierung in vielerlei Hinsicht Druck auf die EU und nationale Regierungen aus, wenn von politischen Entscheidungen US-Konzerne betroffen sind. So geschehen beispielsweise in den Datenschutzvorschriften, bzw. der geplanten Datenschutzverordnung der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.datenschutzbeauftragter-info.de/die-usa-moechten-bei-eu-datenschutzreform-mitreden/ Die USA möchten bei EU-Datenschutzreform mitreden], Datenschutzbeauftragter Info vom 01.03.2012, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobby-Kooperation  mit Facebook-Werbekunden===&lt;br /&gt;
In jüngster Zeit lässt sich bei bei Facebook ein ähnlicher Trend wie bei [[Google]] erkennen: das Unternehmen versucht, in die eigene Lobbyarbeit und Imagewerbung kleine Unternehmen oder Unternehmensgründer einzubinden, die Facebook für ihr Geschäftsmodell bzw. ihre Werbung nutzen. Ein Beispiel dafür war eine Veranstaltung mit einem Hamburger Reiseveranstalter im April. Dazu war auch der Hamburger Oberbürgermeister [[Olaf Scholz]] eingeladen, der Facebook lobte - und sich damit selbst als modern und gründerfreundlich inszenieren konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/lobbyarbeit-zum-ueberleben-facebook-sucht-sich-freunde-in-washington-seite-all/6646278-all.html Facebook sucht sich Freunde in Washington], Handelsblatt online vom 18.5.2012 abgerufen am 15.05.2017. Ausführlicher zu der Hamburger Veranstaltung, aber nicht mehr frei verfügbar: [http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/545024 Ein Gefühl für Wind und Wellen], Süddeutsche Zeitung vom 20.4.2012, beides abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Strategie, kleine Unternehmen für die eigene Lobbyarbeit einzuspannen, hat in der Vergangenheit bereits [[Microsoft]] genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentümer: Facebook Inc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urheber: Mark Zuckerberg, Dustin Moskovitz, Chris Hughes, Eduardo Saverin &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahreseinnahmen: 7,9 Milliarden US Dollar (2013)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.n-tv.de/wirtschaft/Facebook-verbluefft-Boersianer-article12174186.html Sprudelnde Werbeeinnahmen- Facebook verblüfft Börsianer] n-tv.de vom 29.01.2014, aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Facebook wurde 2004 von Mark Zuckerberg, Dustin Moskovitz, Chris Hughes, Eduardo Saverin gegründet und hatte 2017 nach eigenen Angaben über 2,13 Milliarden aktive Nutzer &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37545/umfrage/anzahl-der-aktiven-nutzer-von-facebook/ Anzahl der monatlich aktiven Facebook Nutzer weltweit vom 3. Quartal 2008 bis zum 4. Quartal 2017 (in Millionen)] statista.com von Anfang 2018, abgerufen am 02.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Seit dem 18. Mai 2012 ist Facebook an der Börse.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/facebook-nasdaq-chef-entschuldigt-sich-fuer-panne-a-834102.html  Verpatzter Börsenstart: Facebook und Nasdaq sind blamiert] Spiegel Online vom 21.05.2012, zuletzt aufgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2011 erhielt Facebook den Negativpreis BigBrotherAward von dem Verein Digitalcourage. Laut Digitalcourage e.V. erhielt Facebook den Preis wegen zielgerichteter Untersuchung von Menschen und deren privater Beziehungen unter dem Deckmantel eines Gratisangebotes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bigbrotherawards.de/2011 bigbrotherawards.de] Preisträger 2011, abgerufen am 09.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Facebook sourcewatch über Facebook]&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook Wikipedia über Facebook]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IT &amp;amp; Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LeaH</name></author>
		
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