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	<title>Lobbypedia - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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		<title>Mario Draghi</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Mario Draghi''' ''(3. September 1947, Rom)'', Präsident der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB), Volkswirt und Bankmanager.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er gehört zu den zentralen Entscheidungsträgern in der Finanz- und Eurokrise. Mario Draghi ist als Chef der Europäischen Zentralbank einer der mächtigsten Menschen weltweit und somit Ziel zahlreicher Lobbyaktivitäten. Sein Seitenwechsel ohne [[Karenzzeit]] zwischen öffentlichen Mandaten in Zentralbanken und der Investmentbank [[Goldman Sachs]] International ist zu kritisieren. Der Interessenkonflikt als Mitglied der [[Group of Thirty]], einer Lobbygruppe der Finanzindustrie, und der EZB wurde von der NGO ''Corporate Europe Observatory (CEO)'' beim Ombudsmann der EU angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* seit 11/2011 Präsident der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB)&lt;br /&gt;
* 01/2006-2011 Gouverneur der italienischen Zentralbank [[Banca d´Italia]]. &lt;br /&gt;
* 2002-2005 Stellv. Vorsitzender und Managing Director bei [[Goldman Sachs]] International&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.ecb.int/ecb/orga/decisions/html/cvdraghi.de.html Seite von Mario Draghi bei der EZB&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1991-2001 Generaldirektor des italienischen Finanzministeriums&lt;br /&gt;
*1984-1990 Exekutivdirektor der Weltbank&lt;br /&gt;
*1975-1991 Professor für Wirtschaftswissenschaften&lt;br /&gt;
*Studium der Wirtschaftswissenschaften, Promotion am MIT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
*seit 2006 Mitglied der [[Group of Thirty]]&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.group30.org/members.shtml offizielle Mitgliedsliste&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Lobbygruppe der Finanzindustrie. Hier ist ein großer Interessenkonflikt zwischen seinem Amt als Präsident der Europäischen Zentralbank und einer Lobbygruppe für marktliberale Finanzmakrtpolitik.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sein Seitenwechsel ohne Karenzzeit zwischen öffentlichen Mandaten in Zentralbanken und der Investmentbank [[Goldman Sachs]] International ist zu kritisieren. Er war einerseits Amtsträger in der italienischen Regierung, danach Manager bei Goldman Sachs, einer privaten Bank, und dann wieder ohne Unterbrechung Präsident der italienischen Zentralbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Mario Draghi gilt nach der Einschätzung des Magazines &amp;quot;Forbes&amp;quot; zu den zehn mächtigsten Menschen der Welt. In der Forbes-Liste für 2012 belegt er Platz 8.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.forbes.com/powerful-people/list/&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Präsident der EZB ist er für seine konservative und angebotsorientierte Geldpolitik in der Kritik.&amp;lt;ref&amp;gt;http://krugman.blogs.nytimes.com/2013/06/08/depressing-draghi/?_r=0 Kritik im Blog von Paul Krugman&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Fallbeispiel ==&lt;br /&gt;
=== 2013: Skandal um Bank Monte dei Paschi die Siena ===&lt;br /&gt;
Eine Wechselwirkung aus dem Amt bei der italienischen Zentralbank und Kontakten zu Privatbanken könnte bestehen. Anfang 2013 geriet Mario Draghi im Zuge der Skandale um die Bank Monte dei Paschi di Siena unter öffentliche Kritik.&amp;lt;ref&amp;gt;www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/aelteste-bank-der-welt-monte-dei-paschi-affaere-erreicht-ezb-chef-draghi-a-880304.html Bericht des Magazins Der Spiegel&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die italienischen Zentralbank erlaubte der drittgrößten Bank Italiens, äußerst riskante Geschäfte zu tätigten. Ein Zentralbankkredit von zwei Milliarden Euro wurde ermöglicht. Die Öffentlichkeit und das italienische Parlament waren nur ungenügend informiert. Zins- und Schuldendienst gingen auf den italienischen Steuerzahler über. Diese Maßnahme der Zentralbank unter Mario Draghi wird sehr unterschiedlich beurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/a-882465.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.n-tv.de/wirtschaft/Gericht-laedt-Notenbanker-vor-article10051436.html kritischer hierzu N-TV&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: Group of Thirty und EZB===&lt;br /&gt;
Ende Juli 2012 hat die Nichtregierungsorganisation ''CEO'' Beschwerde gegen EZB-Präsident Mario Draghi beim Ombudsmann der EU eingelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.tagesschau.de/wirtschaft/groupofthirty102.html ARD-Tagesschau: EU-Bürgerbeauftragter führt Untersuchung gegen EZB-Chef: &amp;quot;Group of Thirty&amp;quot; - für Draghi ein Interessenskonflikt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Es besteht für CEO ein Interessenkonflikt, da die Group of Thirty  Charakteristika einer Lobbyorganisation für Großbanken aufweist.&amp;lt;ref&amp;gt;http://corporateeurope.org/news/draghi-faces-formal-complaint-over-conflicts-interest&amp;lt;/ref&amp;gt; Mario Draghi würde durch seine Mitgliedschaft die notwendige Unabhängigkeit eines EZB-Präsidenten fehlen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/ombudsman_complaint_ecb.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 04. 02.2013 hat der Ombudsman Draghi eines Interessenkonfliktes freigesprochen. &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.ombudsman.europa.eu/cases/decision.faces/en/49139/html.bookmark&amp;lt;/ref&amp;gt; CEO kritisiert diese Entscheidung in vielen Punkten als falsch.&amp;lt;ref&amp;gt;http://corporateeurope.org/blog/ecb-loose Kommentar von CEO zur Entscheidung des Ombudsmannes&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Draghi und griechische Zinstausch (Swap) - Geschäfte mit Goldman Sachs===&lt;br /&gt;
Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs hat Griechenland bei sogenannten Zinstausch (Swap)-Geschäften beraten, die vermutlich dazu dienten, griechische Defizitzahlen zu verschleiern und somit den griechischen Euro-Beitritt ermöglichten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/goldman-sachs-ein-vergessener-deal-erregt-die-gemueter/1683634.html Goldman Sachs - Ein vergessener Deal erregt die Gemüter], Tagesspiegel, 16. Februar 2015, zuletzt besucht am 26.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geschäft wurde bereits 2001 angebahnt,  jedoch teilweise noch währende Draghis Amtszeit als Vizepräsident von Goldman Sachs in Europa (2002 – 2005) abgewickelt. Draghi war in seiner Funktion zwar für den Unternehmensbereich der Investmentbank verantwortlich, kannte sich aber aus vorheriger Zeit als Generaldirektor im italienischen Finanzdirektorium durchaus mit Swap-Geschäften aus. Das italienischen Finanzministerium nutze nämlich ebenfalls Swap-Geschäfte im Schuldenmanagement, so dass der Verdacht nahe liegt, dass Draghi für die Geschäfte zu Rate gezogen wurde bzw. informiert war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage, inwiefern die amerikanische Investmentbank Griechenland geholfen hat Schulden zu verschleiern, hat auch die Europäische Zentralbank (EZB) in zwei internen Berichten untersucht. Diese Berichte sind allerdings nie veröffentlicht worden. Der Europäische Gerichtshof hatte 2012 eine Klage des Nachrichtensenders Bloomberg zurückgewiesen, mit der Begründung, dass eine Veröffentlichung  „den Schutz des öffentlichen Interesses im Hinblick auf die Wirtschaftspolitik der Union und Griechenlands“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_CJE-12-156_de.htm Pressemitteilung Nr. 156/12], Gericht der Europäischen Union, 29. November 2012, zuletzt besucht am 26.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; beeinträchtigen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Draghi selbst hätte als Präsident der EZB die Möglichkeit, die Berichte zu veröffentlichen und Klarheit in die Angelegenheit zu bringen. Doch bis jetzt wurde weder der Anschein erweckt, die Berichte zu veröffentlichen, noch wurde sich zu dem Thema öffentlich geäußert.&amp;lt;ref&amp;gt;Griechenlands teure Vergangenheit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
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		<title>Mario Draghi</title>
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		<updated>2015-03-26T13:13:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Mario Draghi''' ''(3. September 1947, Rom)'', Präsident der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB), Volkswirt und Bankmanager.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er gehört zu den zentralen Entscheidungsträgern in der Finanz- und Eurokrise. Mario Draghi ist als Chef der Europäischen Zentralbank einer der mächtigsten Menschen weltweit und somit Ziel zahlreicher Lobbyaktivitäten. Sein Seitenwechsel ohne [[Karenzzeit]] zwischen öffentlichen Mandaten in Zentralbanken und der Investmentbank [[Goldman Sachs]] International ist zu kritisieren. Der Interessenkonflikt als Mitglied der [[Group of Thirty]], einer Lobbygruppe der Finanzindustrie, und der EZB wurde von der NGO ''Corporate Europe Observatory (CEO)'' beim Ombudsmann der EU angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* seit 11/2011 Präsident der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB)&lt;br /&gt;
* 01/2006-2011 Gouverneur der italienischen Zentralbank [[Banca d´Italia]]. &lt;br /&gt;
* 2002-2005 Stellv. Vorsitzender und Managing Director bei [[Goldman Sachs]] International&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.ecb.int/ecb/orga/decisions/html/cvdraghi.de.html Seite von Mario Draghi bei der EZB&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1991-2001 Generaldirektor des italienischen Finanzministeriums&lt;br /&gt;
*1984-1990 Exekutivdirektor der Weltbank&lt;br /&gt;
*1975-1991 Professor für Wirtschaftswissenschaften&lt;br /&gt;
*Studium der Wirtschaftswissenschaften, Promotion am MIT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
*seit 2006 Mitglied der [[Group of Thirty]]&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.group30.org/members.shtml offizielle Mitgliedsliste&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Lobbygruppe der Finanzindustrie. Hier ist ein großer Interessenkonflikt zwischen seinem Amt als Präsident der Europäischen Zentralbank und einer Lobbygruppe für marktliberale Finanzmakrtpolitik.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sein Seitenwechsel ohne Karenzzeit zwischen öffentlichen Mandaten in Zentralbanken und der Investmentbank [[Goldman Sachs]] International ist zu kritisieren. Er war einerseits Amtsträger in der italienischen Regierung, danach Manager bei Goldman Sachs, einer privaten Bank, und dann wieder ohne Unterbrechung Präsident der italienischen Zentralbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Mario Draghi gilt nach der Einschätzung des Magazines &amp;quot;Forbes&amp;quot; zu den zehn mächtigsten Menschen der Welt. In der Forbes-Liste für 2012 belegt er Platz 8.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.forbes.com/powerful-people/list/&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Präsident der EZB ist er für seine konservative und angebotsorientierte Geldpolitik in der Kritik.&amp;lt;ref&amp;gt;http://krugman.blogs.nytimes.com/2013/06/08/depressing-draghi/?_r=0 Kritik im Blog von Paul Krugman&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Fallbeispiel ==&lt;br /&gt;
=== 2013: Skandal um Bank Monte dei Paschi die Siena ===&lt;br /&gt;
Eine Wechselwirkung aus dem Amt bei der italienischen Zentralbank und Kontakten zu Privatbanken könnte bestehen. Anfang 2013 geriet Mario Draghi im Zuge der Skandale um die Bank Monte dei Paschi di Siena unter öffentliche Kritik.&amp;lt;ref&amp;gt;www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/aelteste-bank-der-welt-monte-dei-paschi-affaere-erreicht-ezb-chef-draghi-a-880304.html Bericht des Magazins Der Spiegel&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die italienischen Zentralbank erlaubte der drittgrößten Bank Italiens, äußerst riskante Geschäfte zu tätigten. Ein Zentralbankkredit von zwei Milliarden Euro wurde ermöglicht. Die Öffentlichkeit und das italienische Parlament waren nur ungenügend informiert. Zins- und Schuldendienst gingen auf den italienischen Steuerzahler über. Diese Maßnahme der Zentralbank unter Mario Draghi wird sehr unterschiedlich beurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/a-882465.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.n-tv.de/wirtschaft/Gericht-laedt-Notenbanker-vor-article10051436.html kritischer hierzu N-TV&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: Group of Thirty und EZB===&lt;br /&gt;
Ende Juli 2012 hat die Nichtregierungsorganisation ''CEO'' Beschwerde gegen EZB-Präsident Mario Draghi beim Ombudsmann der EU eingelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.tagesschau.de/wirtschaft/groupofthirty102.html ARD-Tagesschau: EU-Bürgerbeauftragter führt Untersuchung gegen EZB-Chef: &amp;quot;Group of Thirty&amp;quot; - für Draghi ein Interessenskonflikt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Es besteht für CEO ein Interessenkonflikt, da die Group of Thirty  Charakteristika einer Lobbyorganisation für Großbanken aufweist.&amp;lt;ref&amp;gt;http://corporateeurope.org/news/draghi-faces-formal-complaint-over-conflicts-interest&amp;lt;/ref&amp;gt; Mario Draghi würde durch seine Mitgliedschaft die notwendige Unabhängigkeit eines EZB-Präsidenten fehlen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/ombudsman_complaint_ecb.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 04. 02.2013 hat der Ombudsman Draghi eines Interessenkonfliktes freigesprochen. &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.ombudsman.europa.eu/cases/decision.faces/en/49139/html.bookmark&amp;lt;/ref&amp;gt; CEO kritisiert diese Entscheidung in vielen Punkten als falsch.&amp;lt;ref&amp;gt;http://corporateeurope.org/blog/ecb-loose Kommentar von CEO zur Entscheidung des Ombudsmannes&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Draghi und griechische Zinstausch (Swap) - Geschäfte mit Goldman Sachs===&lt;br /&gt;
Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs hat Griechenland bei sogenannten Zinstausch (Swap)-Geschäften beraten, die vermutlich dazu dienten, griechische Defizitzahlen zu verschleiern und somit den griechischen Euro-Beitritt ermöglichten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/goldman-sachs-ein-vergessener-deal-erregt-die-gemueter/1683634.html Goldman Sachs - Ein vergessener Deal erregt die Gemüter], Tagesspiegel, 16. Februar 2015, zuletzt besucht am 26.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geschäft wurde bereits 2001 angebahnt,  jedoch teilweise noch währende Draghis Amtszeit als Vizepräsident von Goldman Sachs in Europa (2002 – 2005) abgewickelt. Draghi war in seiner Funktion zwar für den Unternehmensbereich der Investmentbank verantwortlich, kannte sich aber aus vorheriger Zeit als Generaldirektor im italienischen Finanzdirektorium durchaus mit Swap-Geschäften aus. Das italienischen Finanzministerium nutze nämlich ebenfalls Swap-Geschäfte im Schuldenmanagement, so dass der Verdacht nahe liegt, dass Draghi für die Geschäfte zu Rate gezogen wurde bzw. informiert war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage, inwiefern die amerikanische Investmentbank Griechenland geholfen hat Schulden zu verschleiern, hat auch die Europäische Zentralbank (EZB) in zwei internen Berichten untersucht. Diese Berichte sind allerdings nie veröffentlicht worden. Der Europäische Gerichtshof hatte 2012 eine Klage des Nachrichtensenders Bloomberg zurückgewiesen, mit der Begründung, dass eine Veröffentlichung  „den Schutz des öffentlichen Interesses im Hinblick auf die Wirtschaftspolitik der Union und Griechenlands“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_CJE-12-156_de.htm Pressemitteilung Nr. 156/12], Gericht der Europäischen Union, 29. November 2012, zuletzt besucht am 26.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; beeinträchtigen würde. Draghi selbst hätte als Präsident der EZB die Möglichkeit, die Berichte zu veröffentlichen und Klarheit in die Angelegenheit zu bringen. Doch bis jetzt wurde weder der Anschein erweckt, die Berichte zu veröffentlichen, noch wurde sich zu dem Thema öffentlich geäußert.&amp;lt;ref&amp;gt;Griechenlands teure Vergangenheit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Mario_Draghi&amp;diff=32219</id>
		<title>Mario Draghi</title>
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		<updated>2015-03-26T13:12:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: Kapitel ergänzt : Draghi und griechische Zinstausch (Swap) - Geschäfte mit Goldman Sachs&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Mario Draghi''' ''(3. September 1947, Rom)'', Präsident der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB), Volkswirt und Bankmanager.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er gehört zu den zentralen Entscheidungsträgern in der Finanz- und Eurokrise. Mario Draghi ist als Chef der Europäischen Zentralbank einer der mächtigsten Menschen weltweit und somit Ziel zahlreicher Lobbyaktivitäten. Sein Seitenwechsel ohne [[Karenzzeit]] zwischen öffentlichen Mandaten in Zentralbanken und der Investmentbank [[Goldman Sachs]] International ist zu kritisieren. Der Interessenkonflikt als Mitglied der [[Group of Thirty]], einer Lobbygruppe der Finanzindustrie, und der EZB wurde von der NGO ''Corporate Europe Observatory (CEO)'' beim Ombudsmann der EU angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* seit 11/2011 Präsident der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] (EZB)&lt;br /&gt;
* 01/2006-2011 Gouverneur der italienischen Zentralbank [[Banca d´Italia]]. &lt;br /&gt;
* 2002-2005 Stellv. Vorsitzender und Managing Director bei [[Goldman Sachs]] International&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.ecb.int/ecb/orga/decisions/html/cvdraghi.de.html Seite von Mario Draghi bei der EZB&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1991-2001 Generaldirektor des italienischen Finanzministeriums&lt;br /&gt;
*1984-1990 Exekutivdirektor der Weltbank&lt;br /&gt;
*1975-1991 Professor für Wirtschaftswissenschaften&lt;br /&gt;
*Studium der Wirtschaftswissenschaften, Promotion am MIT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
*seit 2006 Mitglied der [[Group of Thirty]]&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.group30.org/members.shtml offizielle Mitgliedsliste&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Lobbygruppe der Finanzindustrie. Hier ist ein großer Interessenkonflikt zwischen seinem Amt als Präsident der Europäischen Zentralbank und einer Lobbygruppe für marktliberale Finanzmakrtpolitik.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sein Seitenwechsel ohne Karenzzeit zwischen öffentlichen Mandaten in Zentralbanken und der Investmentbank [[Goldman Sachs]] International ist zu kritisieren. Er war einerseits Amtsträger in der italienischen Regierung, danach Manager bei Goldman Sachs, einer privaten Bank, und dann wieder ohne Unterbrechung Präsident der italienischen Zentralbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Mario Draghi gilt nach der Einschätzung des Magazines &amp;quot;Forbes&amp;quot; zu den zehn mächtigsten Menschen der Welt. In der Forbes-Liste für 2012 belegt er Platz 8.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.forbes.com/powerful-people/list/&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Präsident der EZB ist er für seine konservative und angebotsorientierte Geldpolitik in der Kritik.&amp;lt;ref&amp;gt;http://krugman.blogs.nytimes.com/2013/06/08/depressing-draghi/?_r=0 Kritik im Blog von Paul Krugman&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Fallbeispiel ==&lt;br /&gt;
=== 2013: Skandal um Bank Monte dei Paschi die Siena ===&lt;br /&gt;
Eine Wechselwirkung aus dem Amt bei der italienischen Zentralbank und Kontakten zu Privatbanken könnte bestehen. Anfang 2013 geriet Mario Draghi im Zuge der Skandale um die Bank Monte dei Paschi di Siena unter öffentliche Kritik.&amp;lt;ref&amp;gt;www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/aelteste-bank-der-welt-monte-dei-paschi-affaere-erreicht-ezb-chef-draghi-a-880304.html Bericht des Magazins Der Spiegel&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die italienischen Zentralbank erlaubte der drittgrößten Bank Italiens, äußerst riskante Geschäfte zu tätigten. Ein Zentralbankkredit von zwei Milliarden Euro wurde ermöglicht. Die Öffentlichkeit und das italienische Parlament waren nur ungenügend informiert. Zins- und Schuldendienst gingen auf den italienischen Steuerzahler über. Diese Maßnahme der Zentralbank unter Mario Draghi wird sehr unterschiedlich beurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/a-882465.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.n-tv.de/wirtschaft/Gericht-laedt-Notenbanker-vor-article10051436.html kritischer hierzu N-TV&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: Group of Thirty und EZB===&lt;br /&gt;
Ende Juli 2012 hat die Nichtregierungsorganisation ''CEO'' Beschwerde gegen EZB-Präsident Mario Draghi beim Ombudsmann der EU eingelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.tagesschau.de/wirtschaft/groupofthirty102.html ARD-Tagesschau: EU-Bürgerbeauftragter führt Untersuchung gegen EZB-Chef: &amp;quot;Group of Thirty&amp;quot; - für Draghi ein Interessenskonflikt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Es besteht für CEO ein Interessenkonflikt, da die Group of Thirty  Charakteristika einer Lobbyorganisation für Großbanken aufweist.&amp;lt;ref&amp;gt;http://corporateeurope.org/news/draghi-faces-formal-complaint-over-conflicts-interest&amp;lt;/ref&amp;gt; Mario Draghi würde durch seine Mitgliedschaft die notwendige Unabhängigkeit eines EZB-Präsidenten fehlen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/ombudsman_complaint_ecb.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 04. 02.2013 hat der Ombudsman Draghi eines Interessenkonfliktes freigesprochen. &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.ombudsman.europa.eu/cases/decision.faces/en/49139/html.bookmark&amp;lt;/ref&amp;gt; CEO kritisiert diese Entscheidung in vielen Punkten als falsch.&amp;lt;ref&amp;gt;http://corporateeurope.org/blog/ecb-loose Kommentar von CEO zur Entscheidung des Ombudsmannes&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Draghi und griechische Zinstausch (Swap) - Geschäfte mit Goldman Sachs===&lt;br /&gt;
Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs hat Griechenland bei sogenannten Zinstausch (Swap)-Geschäften beraten, die vermutlich dazu dienten, griechische Defizitzahlen zu verschleiern und somit den griechischen Euro-Beitritt ermöglichten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/goldman-sachs-ein-vergessener-deal-erregt-die-gemueter/1683634.html Goldman Sachs - Ein vergessener Deal erregt die Gemüter], Tagesspiegel, 16. Februar 2015, zuletzt besucht am 26.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geschäft wurde bereits 2001 angebahnt,  jedoch teilweise noch währende Draghis Amtszeit als Vizepräsident von Goldman Sachs in Europa (2002 – 2005) abgewickelt. Draghi war in seiner Funktion zwar für den Unternehmensbereich der Investmentbank verantwortlich, kannte sich aber aus vorheriger Zeit als Generaldirektor im italienischen Finanzdirektorium durchaus mit Swap-Geschäften aus. Das italienischen Finanzministerium nutze nämlich ebenfalls Swap-Geschäfte im Schuldenmanagement, so dass der Verdacht nahe liegt, dass Draghi für die Geschäfte zu Rate gezogen wurde bzw. informiert war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage, inwiefern die amerikanische Investmentbank Griechenland geholfen hat Schulden zu verschleiern, hat auch die Europäische Zentralbank (EZB) in zwei internen Berichten untersucht. Diese Berichte sind allerdings nie veröffentlicht worden. Der Europäische Gerichtshof hatte 2012 eine Klage des Nachrichtensenders Bloomberg zurückgewiesen, mit der Begründung, dass eine Veröffentlichung  „den Schutz des öffentlichen Interesses im Hinblick auf die Wirtschaftspolitik der Union und Griechenlands“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_CJE-12-156_de.htm Pressemitteilung Nr. 156/12], Gericht der Europäischen Union, 29. November 2012, zuletzt besucht am 26.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; beeinträchtigen würde. Draghi selbst hätte als Präsident der EZB die Möglichkeit, die Berichte zu veröffentlichen und Klarheit in die Angelegenheit zu bringen. Doch bis jetzt wurde weder der Anschein erweckt, die Berichte zu veröffentlichen, noch wurde sich zu dem Thema öffentlich geäußert.&amp;lt;ref&amp;gt;Griechenlands teure Vergangenheit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link 1:&lt;br /&gt;
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/goldman-sachs-ein-vergessener-deal-erregt-die-gemueter/1683634.html &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link 2: &lt;br /&gt;
http://europa.eu/rapid/press-release_CJE-12-156_de.htm &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link 3:&lt;br /&gt;
FAZ, Wirtschaft, Ausgabe vom 19. März 2015 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_Gro%C3%9Fbritannien&amp;diff=32171</id>
		<title>Lobbyregister Großbritannien</title>
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		<updated>2015-03-25T10:17:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxGesetz&lt;br /&gt;
| Name             = Register of Consultant Lobbyists&lt;br /&gt;
| In Kraft getreten = 25. März 2015 &lt;br /&gt;
| Gesetzestext im Netz = [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/contents/enacted Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das Lobbyregister in Großbritannien „Register of Consultant Lobbyists“, trat am 25. März 2015 in Kraft. Als gesetzliche Grundlage dient der [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/contents/enacted Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014], der im ersten Absatz ein Lobbyregister vorsieht. &lt;br /&gt;
Das Gesetz sieht zudem das [https://www.gov.uk/government/organisations/office-of-the-registrar-of-consultant-lobbyists „Office of the Regristrar of Consultant Lobbyists“] vor, das mit der Verwaltung des Registers beauftragt ist. Die zuständige Behörde wird durch eine/n offiziellen „Registrar/in“ geleitet und dieses Amt wird zunächst von Alison J. White ausgeübt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung des UK Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Nach einer Vielzahl von Skandalen, die sich in der britischen Politik ereignet hatten, machte Premierminister David Cameron den Kampf gegen intransparente Einflussnahme auf die Politik, zu einem seiner Wahlkampfthemen. Mit der Begründung, [http://www.telegraph.co.uk/news/investigations/11428392/Timeline-Westminsters-history-of-hubris.html “the next big scandal waiting to happen”], kündigte er an, sowohl gegen den Wechsel von Politikern in die Wirtschaft als auch gegen die intransparente Einflussnahme von Lobbyisten vorzugehen, so dass dieses Vorhaben nach der Wahl im Koalitionsvertrag vermerkt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/78977/coalition_programme_for_government.pdf Koalitionsvertrag] PDF-Datei, S.20f, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Wechsel aus der Politik in die Wirtschaft wurde durch eine verlängerte Karenzzeit, von 12 Monaten auf zwei Jahre, erschwert und am 25. März 2015 trat ein Lobbyregister in Kraft, das letztlich aber nur einen geringen Teil der Lobbyarbeit regulieren kann. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/investigations/11428079/The-rules-on-MPs-outside-earnings.html The rules on MPs' outside earnings] Website telegraph.co.uk, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlage für das „Register of Consultant Lobbyists“ ist der &amp;quot;Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014&amp;quot;. Dieses Gesetz sieht im 1. Abschnitt ein Register für Lobbyisten vor, die für Lobbyagenturen tätig sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funktionsweise==&lt;br /&gt;
===Registrierungspflicht===&lt;br /&gt;
Unter die Registrierungspflicht des „Register of Consultant Lobbyists“ fallen alle „Consultant Lobbyists“ die direkten mündlichen, schriftlichen oder elektronischen Kontakt zu einem Vertreter der Regierung gehabt haben oder haben werden. Als Vertreter der Regierung werden folgende Personen definiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Cabinet Secretary &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Chief Executive of Her Majesty’s Revenue and Customs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Chief Medical Officer- Director of Public Prosecutions &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- First Parliamentary Counsel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Government Chief Scientific Adviser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Head of the Civil Service &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Prime Minister’s Adviser for Europe and Global Issues&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Kriterium dafür, dass ein Akteur als registrierter und zahlungspflichtiger Lobbyist gilt, ist eine Registrierung durch den [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1994/23/contents „Value Added Tax Act 1994“] &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 8, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausnahmen===&lt;br /&gt;
Ausdrücklich ausgenommen von der Registrierungspflicht sind u.a: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Personen und Organisationen, die nicht unter die Registrierungspflicht des [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1994/23/contents „Value Added Tax Act 1994“] fallen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Regierungsbeamte oder Personen die im Auftrag einer ausländischen Regierung arbeiten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Internationale Organisationen, die unter die Definition des International Organisations Act 1968 fallen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- „In-house“-Lobbyisten, die Lobbyarbeit im Interesse der eigene Arbeitgeber betreiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Gemeinnützige Organisationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 11, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Registrierungspflichtig Angaben===&lt;br /&gt;
Informationen, die Lobbyisten oder Lobbyagenturen im Lobbyregister angeben müssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Name, Registrierungsnummer, Adresse des Büros,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Namen der Vorgesetzten und Direktoren sowie aller Sekretäre und faktischen Geschäftsführer,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- im Falle von Personengesellschaften (gilt auch für Limited Liability Partnership, vergleichbar mit der Kommanditgesellschaft ohne Vollhafter nach deutschem Recht), Namen und Adressen der beteiligten Gesellschafter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- im Falle von registrierten Einzelpersonen; Name, Adresse der Geschäftstätigkeiten bzw. Privatadresse,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- alle Angaben zu Personen, die nicht unter die vorher genannten Punkte fallen, aber dennoch an der Lobbyarbeit beteiligt sind,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eine Äußerung dazu, ob ein Vorhaben besteht, einen Verhaltenskodex einzuwilligen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- und eine Offenlegung aller Bezahlungen, die in den letzten drei Monaten vor der Registrierung erhalten wurden, um Lobbyarbeit zu betreiben (mit Name der Geldgeber). &lt;br /&gt;
Diese registrierungspflichtigen Angaben müssen dabei schriftlich eingereicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 5, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verhaltenskodex===&lt;br /&gt;
Sollte das registrierte Unternehmen bereits einen Verhaltenskodex unterzeichnet haben, so muss dieser bei der Registrierung angegeben werden. Für den Fall das bereits mehrere Verhaltenskodizes unterzeichnet wurden, muss nur ein Kodex angegeben werden und es kann beim einreichen der Angaben entschieden werden, welcher der Kodexe angegeben werden soll.   &lt;br /&gt;
Für den Fall, dass noch kein Verhaltenskodex unterschrieben wurde, wird dies bei der Registrierung entsprechend eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 6, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kosten===&lt;br /&gt;
Die Kosten für das Register sollen nicht durch öffentliche Gelder getragen werde sonder durch die registrierten Lobbyisten via Gebühren. Der „Registrar“ hat zudem die Möglichkeit, die Bearbeitung der registrierten Daten in Rechnung zu stellen, so dass keine zusätzlichen Kosten für den öffentlichen Haushalt entstehen. Folgene Kosten entstehen für Registrierungspflichtige: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A, Bearbeitungsgebühr zur Anmeldung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
B, Bearbeitungsgebühr zur Informationsrückgabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C, Verwaltungsgebühr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/407518/150224_Government_response_to_Consultation.pdf THE STATUTORY REGISTER OF LOBBYISTS: DRAFT REGULATIONS GOVERNMENT RESPONSE] PDF-Datei, S. 2, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den offiziellen Angaben des „Office of the Regristrar of Consultant Lobbyists“ nach, belaufen sich die pauschalen Anmeldekosten für eine Registrierung auf £750 und laufende Quartalskosten von £12.50.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/408033/Statement_from_the_Registrar_25-feb-15.pdf Statement from the Registrar] PDF-Datei, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem Bericht von Publicaffairsnews zufolge, belaufen sich die Gesamtkosten für das britische Lobbyregister für die ersten beiden Jahre auf voraussichtlich £616,000. Die Kosten setzen sich dabei aus den Kosten zusammen, die für den Aufbau (£296,000) des Lobbyregisters notwendig waren und den Kosten, die voraussichtlich im ersten Geschäftsjahr (£320,000) entstehen werden. &lt;br /&gt;
Die Einnahmen aus den Gebühren sollen sich dabei im ersten Geschäftsjahr auf £150,000 belaufen. Längerfristig sollen die Einnahmen durch Gebühren, die Gesamtkosten des Lobbyregisters abdecken. &lt;br /&gt;
Mit in Kraft treten des Lobbyregisters wurden jedoch nur 20 Registrierungen erwartet, die mit den gezahlten Gebühren zu Finanzierung beitragen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.publicaffairsnews.com/articles/news/lobbying-tsar-wants-%C2%A3150k-industry Lobbying tsar wants £150k from industry] Website publicaffairsnews.com, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sanktionsmöglichkeiten===&lt;br /&gt;
In Abschnitt 14 bis 20 des „Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014“ sind die Sanktionsmöglichkeiten, die mit dem Register verbunden sind definiert. Das Gesetz sieht dabei vor, dass der „Registrar“ die Möglichkeit hat, zivilrechtliche Strafverfahren einzuleiten, sollte gegen die im Gesetzt formulierten Definitionen verstoßen werden. Der „Registrar“ spricht dabei zunächst eine Ermahnung aus, auf die Betroffene reagieren können. &lt;br /&gt;
Die in einer solchen Ermahnungen ausgesprochenen Zivilstrafen dürfen dabei nicht den Grenzbetrag von £7,500 überschreiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/pdfs/ukpga_20140004_en.pdf Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014] PDF-Datei, S. 8f., abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nur Lobbyagenturen sind Registrierungspflichtig===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das britische Lobbyregister erfasst nur einen sehr geringen Teil der Lobbyisten, die tatsächlich Lobbyarbeit betreiben, da sich die Registrierungspflicht ausschließlich auf Lobbyisten von Lobbyagenturen beschränkt. Sogenannte „In-house“ Lobbyisten sind von dem Register ausgenommen. Lobbyisten, die also beispielsweise bei Großunternehmen aus der Tabakindustrie angestellt sind, müssen sich auch weiterhin nicht registrieren. Verbände, NGOs oder Think Tanks sind ebenfalls ausgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gering der Anteil der nun registrierungspflichtigen Lobbyisten ist, lässt sich an Hand der bereits registrierungspflichtigen Treffen mit den Ministern erkennen. &lt;br /&gt;
Einer offiziellen Stellungsnahme des Parlamentes nach, belaufen sich die Lobbykontakte zwischen Ministern und den „agency Lobbyists“ auf gerade einmal 1 Prozent der gesamten Treffen, die Minister mit Lobbyisten hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/business/committees/committees-a-z/commons-select/political-and-constitutional-reform-committee/news/lobbying-report-chairs-comments/ Plans for statutory register of lobbyists should be scrapped] Website parliament.uk, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Nichtregierungsorganisation „Unlock Democracy“ beruft sich ebenfalls auf die registrierten Angaben der Minister und kommt zu dem Schluss, dass etwas 75 Prozent der gesamten Lobbyisten „In-house“ Lobbyisten sind und somit auch weiterhin unregistriert Lobbyarbeit betreiben können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unlockdemocracy.org.uk/page/-/publications/131003Lords_Lobbying_briefing_FINAL.doc Briefing on Part 1 of the Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Bill: Introducing a Statutory Register of Lobbyists] DOC-Datei, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nur der direkte Kontakt zu „government representatives“ ist registrierungspflichtig=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur eine direkte schriftlich, mündliche oder elektronische Kommunikation mit den „government representatives“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 8, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;, verpflichtet zu einer Registrierung. Alle Kontakte zu mittleren Beamten oder zu Abgeordneten und all denen, die nicht der Definition entsprechen, sind somit nicht registrierungspflichtig und bleiben weiterhin intransparent.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bbc.com/news/uk-politics-31117227 Lobbying rules a 'dog's breakfast' says MP Graham Allen] Website bbc.com, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Minimum an Angaben===  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lobbyregister verpflichtet zwar zu umfangreichen Angaben bei den Kontaktdaten, zu welchen Themen Lobbyarbeit betrieben wird und inwiefern beispielsweise Gesetzte beeinflusst werden, muss jedoch nicht angegeben werden. Es lässt sich also lediglich nachvollziehen, welcher registrierte Akteur mit welchem „government representative“ in Kontakt getreten ist und nicht zu welchem Thema die Kontaktaufnahme stattfand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/contents/enacted Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014]&lt;br /&gt;
* [https://www.gov.uk/government/organisations/office-of-the-registrar-of-consultant-lobbyists „Office of the Regristrar of Consultant Lobbyists“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesetz]][[Kategorie:Lobbyregister]][[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_Gro%C3%9Fbritannien&amp;diff=32161</id>
		<title>Lobbyregister Großbritannien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_Gro%C3%9Fbritannien&amp;diff=32161"/>
		<updated>2015-03-24T11:07:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxGesetz&lt;br /&gt;
| Name             = Register of Consultant Lobbyists&lt;br /&gt;
| In Kraft getreten = 25. März 2015 &lt;br /&gt;
| Gesetzestext im Netz = [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/contents/enacted Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das Lobbyregister in Großbritannien „Register of Consultant Lobbyists“, trat am 25. März 2015 in Kraft. Als gesetzliche Grundlage dient der [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/contents/enacted Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014], der im ersten Absatz ein Lobbyregister vorsieht. &lt;br /&gt;
Das Gesetz sieht zudem das [https://www.gov.uk/government/organisations/office-of-the-registrar-of-consultant-lobbyists „Office of the Regristrar of Consultant Lobbyists“] vor, dass mit der Verwaltung des Registers beauftragt ist. Die zuständige Behörde wird zudem durch eine/n offiziellen „Registrar/in“ geleitet und dieses Amt wird zunächst von Alison J. White ausgeübt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung des UK Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Nach einer Vielzahl von Skandalen, die sich in der britischen Politik ereignet hatten, machte Premierminister David Cameron den Kampf gegen intransparente Einflussnahme auf die Politik, zu einem seiner Wahlkampfthemen. Mit der Begründung, [http://www.telegraph.co.uk/news/investigations/11428392/Timeline-Westminsters-history-of-hubris.html “the next big scandal waiting to happen”], kündigte er an, sowohl gegen den Wechsel von Politikern in die Wirtschaft als auch gegen die intransparente Einflussnahme von Lobbyisten vorzugehen, so dass dieses Vorhaben nach der Wahl im Koalitionsvertrag vermerkt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/78977/coalition_programme_for_government.pdf Koalitionsvertrag] PDF-Datei, S.20f, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Wechsel aus der Politik in die Wirtschaft wurde durch eine verlängerte Karenzzeit, von 12 Monaten auf zwei Jahre, erschwert und am 25. März 2015 trat ein Lobbyregister in Kraft, das letztlich aber nur einen geringen Teil der Lobbyarbeit regulieren kann. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/investigations/11428079/The-rules-on-MPs-outside-earnings.html The rules on MPs' outside earnings] Website telegraph.co.uk, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlage für das „Register of Consultant Lobbyists“ ist der &amp;quot;Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014&amp;quot;. Dieses Gesetz sieht im 1. Abschnitt ein Register für Lobbyisten vor, die für Lobbyagenturen tätig sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funktionsweise==&lt;br /&gt;
===Registrierungspflicht===&lt;br /&gt;
Unter die Registrierungspflicht des „Register of Consultant Lobbyists“ fallen alle „Consultant Lobbyists“ die direkten mündlichen, schriftlichen oder elektronischen Kontakt zu einem Vertreter der Regierung gehabt haben oder haben werden. Als Vertreter der Regierung werden folgende Personen definiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Cabinet Secretary &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Chief Executive of Her Majesty’s Revenue and Customs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Chief Medical Officer- Director of Public Prosecutions &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- First Parliamentary Counsel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Government Chief Scientific Adviser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Head of the Civil Service &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Prime Minister’s Adviser for Europe and Global Issues&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Kriterium dafür, dass ein Akteur als registrierter und zahlungspflichtiger Lobbyist gilt, ist eine Registrierung durch den [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1994/23/contents „Value Added Tax Act 1994“] &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 8, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausnahmen===&lt;br /&gt;
Ausdrücklich ausgenommen von der Registrierungspflicht sind u.a: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Personen und Organisationen, die nicht unter die Registrierungspflicht des [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1994/23/contents „Value Added Tax Act 1994“] fallen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Regierungsbeamte oder Personen die im Auftrag einer ausländischen Regierung arbeiten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Internationale Organisationen, die unter die Definition des International Organisations Act 1968 fallen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- „In-house“-Lobbyisten, die Lobbyarbeit im Interesse der eigene Arbeitgeber betreiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Gemeinnützige Organisationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 11, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Registrierungspflichtig Angaben===&lt;br /&gt;
Informationen, die Lobbyisten oder Lobbyagenturen im Lobbyregister angeben müssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Name, Registrierungsnummer, Adresse des Büros,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Namen der Vorgesetzten und Direktoren sowie aller Sekretäre und faktischen Geschäftsführer,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- im Falle von Personengesellschaften (gilt auch für Limited Liability Partnership, vergleichbar mit der Kommanditgesellschaft ohne Vollhafter nach deutschem Recht), Namen und Adressen der beteiligten Gesellschafter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- im Falle von registrierten Einzelpersonen; Name, Adresse der Geschäftstätigkeiten bzw. Privatadresse,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- alle Angaben zu Personen, die nicht unter die vorher genannten Punkte fallen, aber dennoch an der Lobbyarbeit beteiligt sind,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eine Äußerung dazu, ob ein Vorhaben besteht, einen Verhaltenskodex einzuwilligen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- und eine Offenlegung aller Bezahlungen, die in den letzten drei Monaten vor der Registrierung erhalten wurden, um Lobbyarbeit zu betreiben (mit Name der Geldgeber). &lt;br /&gt;
Diese registrierungspflichtigen Angaben müssen dabei schriftlich eingereicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 5, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verhaltenskodex===&lt;br /&gt;
Sollte das registrierte Unternehmen bereits einen Verhaltenskodex unterzeichnet haben, so muss dieser bei der Registrierung angegeben werden. Für den Fall das bereits mehrere Verhaltenskodizes unterzeichnet wurden, muss nur ein Kodex angegeben werden und es kann beim einreichen der Angaben entschieden werden, welcher der Kodexe angegeben werden soll.   &lt;br /&gt;
Für den Fall, dass noch kein Verhaltenskodex unterschrieben wurde, wird dies bei der Registrierung entsprechend eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 6, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kosten===&lt;br /&gt;
Die Kosten für das Register sollen nicht durch öffentliche Gelder getragen werde sonder durch die registrierten Lobbyisten via Gebühren. Der „Registrar“ hat zudem die Möglichkeit, die Bearbeitung der registrierten Daten in Rechnung zu stellen, so dass keine zusätzlichen Kosten für den öffentlichen Haushalt entstehen. &lt;br /&gt;
A, Bearbeitungsgebühr zur Anmeldung &lt;br /&gt;
B, Bearbeitungsgebühr zur Informationsrückgabe&lt;br /&gt;
C, Verwaltungsgebühr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/407518/150224_Government_response_to_Consultation.pdf THE STATUTORY REGISTER OF LOBBYISTS: DRAFT REGULATIONS GOVERNMENT RESPONSE] PDF-Datei, S. 2, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den offiziellen Angaben des „Office of the Regristrar of Consultant Lobbyists“ nach, belaufen sich die pauschalen Anmeldekosten für eine Registrierung auf £750 und laufende Quartalskosten von £12.50.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/408033/Statement_from_the_Registrar_25-feb-15.pdf Statement from the Registrar] PDF-Datei, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem Bericht von Publicaffairsnews zufolge, belaufen sich die Gesamtkosten für das britische Lobbyregister für die ersten beiden Jahre auf voraussichtlich £616,000. Die Kosten setzen sich dabei aus den Kosten zusammen, die für den Aufbau (£296,000) des Lobbyregisters notwendig waren und den Kosten, die voraussichtlich im ersten Geschäftsjahr (£320,000) entstehen werden. &lt;br /&gt;
Die Einnahmen aus den Gebühren sollen sich dabei im ersten Geschäftsjahr auf £150,000 belaufen. Längerfristig sollen die Einnahmen durch Gebühren, die Gesamtkosten des Lobbyregisters abdecken. &lt;br /&gt;
Mit in Kraft treten des Lobbyregisters wurden jedoch nur 20 Registrierungen erwartet, die mit den gezahlten Gebühren zu Finanzierung beitragen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.publicaffairsnews.com/articles/news/lobbying-tsar-wants-%C2%A3150k-industry Lobbying tsar wants £150k from industry] Website publicaffairsnews.com, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sanktionsmöglichkeiten===&lt;br /&gt;
In Abschnitt 14 bis 20 des „Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014“ sind die Sanktionsmöglichkeiten, die mit dem Register verbunden sind definiert. Das Gesetz sieht dabei vor, dass der „Registrar“ die Möglichkeit hat, zivilrechtliche Strafverfahren einzuleiten, sollte gegen die im Gesetzt formulierten Definitionen verstoßen werden. Der „Registrar“ spricht dabei zunächst eine Ermahnung aus, auf die Betroffene reagieren können. &lt;br /&gt;
Die in einer solchen Ermahnungen ausgesprochenen Zivilstrafen dürfen dabei nicht den Grenzbetrag von £7,500 überschreiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/pdfs/ukpga_20140004_en.pdf Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014] PDF-Datei, S. 8f., abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nur Lobbyagenturen sind Registrierungspflichtig===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das britische Lobbyregister erfasst nur einen sehr geringen Teil der Lobbyisten, die tatsächlich Lobbyarbeit betreiben, da sich die Registrierungspflicht ausschließlich auf Lobbyisten von Lobbyagenturen beschränkt. Sogenannte „In-house“ Lobbyisten sind von dem Register ausgenommen. Lobbyisten, die also beispielsweise bei Großunternehmen aus der Tabakindustrie angestellt sind, müssen sich auch weiterhin nicht registrieren. Verbände, NGOs oder Think Tanks sind ebenfalls ausgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gering der Anteil der nun registrierungspflichtigen Lobbyisten ist, lässt sich an Hand der bereits registrierungspflichtigen Treffen mit den Ministern erkennen. &lt;br /&gt;
Einer offiziellen Stellungsnahme des Parlamentes nach, belaufen sich die Lobbykontakte zwischen Ministern und den „agency Lobbyists“ auf gerade einmal 1 Prozent der gesamten Treffen, die Minister mit Lobbyisten hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/business/committees/committees-a-z/commons-select/political-and-constitutional-reform-committee/news/lobbying-report-chairs-comments/ Plans for statutory register of lobbyists should be scrapped] Website parliament.uk, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Nichtregierungsorganisation „Unlock Democracy“ beruft sich ebenfalls auf die registrierten Angaben der Minister und kommt zu dem Schluss, dass etwas 75 Prozent der gesamten Lobbyisten „In-house“ Lobbyisten sind und somit auch weiterhin unregistriert Lobbyarbeit betreiben können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unlockdemocracy.org.uk/page/-/publications/131003Lords_Lobbying_briefing_FINAL.doc Briefing on Part 1 of the Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Bill: Introducing a Statutory Register of Lobbyists] DOC-Datei, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nur der direkte Kontakt zu „government representatives“ ist registrierungspflichtig=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur eine direkte schriftlich, mündliche oder elektronische Kommunikation mit den „government representatives“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 8, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;, verpflichtet zu einer Registrierung. Alle Kontakte zu mittleren Beamten oder zu Abgeordneten und all denen, die nicht der Definition entsprechen, sind somit nicht registrierungspflichtig und bleiben weiterhin intransparent.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bbc.com/news/uk-politics-31117227 Lobbying rules a 'dog's breakfast' says MP Graham Allen] Website bbc.com, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Minimum an Angaben===  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lobbyregister verpflichtet zwar zu umfangreichen Angaben bei den Kontaktdaten, zu welchen Themen Lobbyarbeit betrieben wird und inwiefern beispielsweise Gesetzte beeinflusst werden, muss jedoch nicht angegeben werden. Es lässt sich also lediglich nachvollziehen, welcher registrierte Akteur mit welchem „government representative“ in Kontakt getreten ist und nicht zu welchem Thema die Kontaktaufnahme stattfand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/contents/enacted Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014]&lt;br /&gt;
* [https://www.gov.uk/government/organisations/office-of-the-registrar-of-consultant-lobbyists „Office of the Regristrar of Consultant Lobbyists“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesetz]][[Kategorie:Lobbyregister]][[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_Gro%C3%9Fbritannien&amp;diff=32160</id>
		<title>Lobbyregister Großbritannien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_Gro%C3%9Fbritannien&amp;diff=32160"/>
		<updated>2015-03-24T11:05:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: Artikel neu erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxGesetz&lt;br /&gt;
| Name             = Register of Consultant Lobbyists&lt;br /&gt;
| In Kraft getreten = 25. März 2015 &lt;br /&gt;
| Gesetzestext im Netz = [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/contents/enacted Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das Lobbyregister in Großbritannien „Register of Consultant Lobbyists“, trat am 25. März 2015 in Kraft. Als gesetzliche Grundlage dient der [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/contents/enacted Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014], der im ersten Absatz ein Lobbyregister vorsieht. &lt;br /&gt;
Das Gesetz sieht zudem das [https://www.gov.uk/government/organisations/office-of-the-registrar-of-consultant-lobbyists „Office of the Regristrar of Consultant Lobbyists“] vor, dass mit der Verwaltung des Registers beauftragt ist. Die zuständige Behörde wird zudem durch eine/n offiziellen „Registrar/in“ geleitet und dieses Amt wird zunächst von Alison J. White ausgeübt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung des UK Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Nach einer Vielzahl von Skandalen, die sich in der britischen Politik ereignet hatten, machte Premierminister David Cameron den Kampf gegen intransparente Einflussnahme auf die Politik, zu einem seiner Wahlkampfthemen. Mit der Begründung, [http://www.telegraph.co.uk/news/investigations/11428392/Timeline-Westminsters-history-of-hubris.html “the next big scandal waiting to happen”], kündigte er an, sowohl gegen den Wechsel von Politikern in die Wirtschaft als auch gegen die intransparente Einflussnahme von Lobbyisten vorzugehen, so dass dieses Vorhaben nach der Wahl im Koalitionsvertrag vermerkt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/78977/coalition_programme_for_government.pdf Koalitionsvertrag] PDF-Datei, S.20f, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Wechsel aus der Politik in die Wirtschaft wurde durch eine verlängerte Karenzzeit, von 12 Monaten auf zwei Jahre, erschwert und am 25. März 2015 trat ein Lobbyregister in Kraft, das letztlich aber nur einen geringen Teil der Lobbyarbeit regulieren kann. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/investigations/11428079/The-rules-on-MPs-outside-earnings.html The rules on MPs' outside earnings] Website telegraph.co.uk, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlage für das „Register of Consultant Lobbyists“ ist der &amp;quot;Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014&amp;quot;. Dieses Gesetz sieht im 1. Abschnitt ein Register für Lobbyisten vor, die für Lobbyagenturen tätig sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funktionsweise==&lt;br /&gt;
===Registrierungspflicht===&lt;br /&gt;
Unter die Registrierungspflicht des „Register of Consultant Lobbyists“ fallen alle „Consultant Lobbyists“ die direkten mündlichen, schriftlichen oder elektronischen Kontakt zu einem Vertreter der Regierung gehabt haben oder haben werden. Als Vertreter der Regierung werden folgende Personen definiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Cabinet Secretary &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Chief Executive of Her Majesty’s Revenue and Customs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Chief Medical Officer- Director of Public Prosecutions &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- First Parliamentary Counsel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Government Chief Scientific Adviser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Head of the Civil Service &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Prime Minister’s Adviser for Europe and Global Issues&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Kriterium dafür, dass ein Akteur als registrierter und zahlungspflichtiger Lobbyist gilt, ist eine Registrierung durch den [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1994/23/contents „Value Added Tax Act 1994“] &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 8, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausnahmen===&lt;br /&gt;
Ausdrücklich ausgenommen von der Registrierungspflicht sind u.a: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Personen und Organisationen, die nicht unter die Registrierungspflicht des [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1994/23/contents „Value Added Tax Act 1994“] fallen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Regierungsbeamte oder Personen die im Auftrag einer ausländischen Regierung arbeiten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Internationale Organisationen, die unter die Definition des International Organisations Act 1968 fallen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- „In-house“-Lobbyisten, die Lobbyarbeit im Interesse der eigene Arbeitgeber betreiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Gemeinnützige Organisationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 11, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Registrierungspflichtig Angaben===&lt;br /&gt;
Informationen, die Lobbyisten oder Lobbyagenturen im Lobbyregister angeben müssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Name, Registrierungsnummer, Adresse des Büros,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Namen der Vorgesetzten und Direktoren sowie aller Sekretäre und faktischen Geschäftsführer,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- im Falle von Personengesellschaften (gilt auch für Limited Liability Partnership, vergleichbar mit der Kommanditgesellschaft ohne Vollhafter nach deutschem Recht), Namen und Adressen der beteiligten Gesellschafter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- im Falle von registrierten Einzelpersonen; Name, Adresse der Geschäftstätigkeiten bzw. Privatadresse,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- alle Angaben zu Personen, die nicht unter die vorher genannten Punkte fallen, aber dennoch an der Lobbyarbeit beteiligt sind,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eine Äußerung dazu, ob ein Vorhaben besteht, einen Verhaltenskodex einzuwilligen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- und eine Offenlegung aller Bezahlungen, die in den letzten drei Monaten vor der Registrierung erhalten wurden, um Lobbyarbeit zu betreiben (mit Name der Geldgeber). &lt;br /&gt;
Diese registrierungspflichtigen Angaben müssen dabei schriftlich eingereicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 5, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verhaltenskodex===&lt;br /&gt;
Sollte das registrierte Unternehmen bereits einen Verhaltenskodex unterzeichnet haben, so muss dieser bei der Registrierung angegeben werden. Für den Fall das bereits mehrere Verhaltenskodizes unterzeichnet wurden, muss nur ein Kodex angegeben werden und es kann beim einreichen der Angaben entschieden werden, welcher der Kodexe angegeben werden soll.   &lt;br /&gt;
Für den Fall, dass noch kein Verhaltenskodex unterschrieben wurde, wird dies bei der Registrierung entsprechend eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 6, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kosten===&lt;br /&gt;
Die Kosten für das Register sollen nicht durch öffentliche Gelder getragen werde sonder durch die registrierten Lobbyisten via Gebühren. Der „Registrar“ hat zudem die Möglichkeit, die Bearbeitung der registrierten Daten in Rechnung zu stellen, so dass keine zusätzlichen Kosten für den öffentlichen Haushalt entstehen. &lt;br /&gt;
A, Bearbeitungsgebühr zur Anmeldung &lt;br /&gt;
B, Bearbeitungsgebühr zur Informationsrückgabe&lt;br /&gt;
C, Verwaltungsgebühr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/407518/150224_Government_response_to_Consultation.pdf THE STATUTORY REGISTER OF LOBBYISTS: DRAFT REGULATIONS GOVERNMENT RESPONSE] PDF-Datei, S. 2, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den offiziellen Angaben des „Office of the Regristrar of Consultant Lobbyists“ nach, belaufen sich die pauschalen Anmeldekosten für eine Registrierung auf £750 und laufende Quartalskosten von £12.50.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/408033/Statement_from_the_Registrar_25-feb-15.pdf Statement from the Registrar] PDF-Datei, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem Bericht von Publicaffairsnews zufolge, belaufen sich die Gesamtkosten für das britische Lobbyregister für die ersten beiden Jahre auf voraussichtlich £616,000. Die Kosten setzen sich dabei aus den Kosten zusammen, die für den Aufbau (£296,000) des Lobbyregisters notwendig waren und den Kosten, die voraussichtlich im ersten Geschäftsjahr (£320,000) entstehen werden. &lt;br /&gt;
Die Einnahmen aus den Gebühren sollen sich dabei im ersten Geschäftsjahr auf £150,000 belaufen. Längerfristig sollen die Einnahmen durch Gebühren, die Gesamtkosten des Lobbyregisters abdecken. &lt;br /&gt;
Mit in Kraft treten des Lobbyregisters wurden jedoch nur 20 Registrierungen erwartet, die mit den gezahlten Gebühren zu Finanzierung beitragen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.publicaffairsnews.com/articles/news/lobbying-tsar-wants-%C2%A3150k-industry Lobbying tsar wants £150k from industry] Website publicaffairsnews.com, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sanktionsmöglichkeiten===&lt;br /&gt;
In Abschnitt 14 bis 20 des „Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014“ sind die Sanktionsmöglichkeiten, die mit dem Register verbunden sind definiert. Das Gesetz sieht dabei vor, dass der „Registrar“ die Möglichkeit hat, zivilrechtliche Strafverfahren einzuleiten, sollte gegen die im Gesetzt formulierten Definitionen verstoßen werden. Der „Registrar“ spricht dabei zunächst eine Ermahnung aus, auf die Betroffene reagieren können. &lt;br /&gt;
Die in einer solchen Ermahnungen ausgesprochenen Zivilstrafen dürfen dabei nicht den Grenzbetrag von £7,500 überschreiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/pdfs/ukpga_20140004_en.pdf Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014] PDF-Datei, S. 8f., abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nur Lobbyagenturen sind Registrierungspflichtig===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das britische Lobbyregister erfasst nur einen sehr geringen Teil der Lobbyisten, die tatsächlich Lobbyarbeit betreiben, da sich die Registrierungspflicht ausschließlich auf Lobbyisten von Lobbyagenturen beschränkt. Sogenannte „In-house“ Lobbyisten sind von dem Register ausgenommen. Lobbyisten, die also beispielsweise bei Großunternehmen aus der Tabakindustrie angestellt sind, müssen sich auch weiterhin nicht registrieren. Verbände, NGOs oder Think Tanks sind ebenfalls ausgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gering der Anteil der nun registrierungspflichtigen Lobbyisten ist, lässt sich an Hand der bereits registrierungspflichtigen Treffen mit den Ministern erkennen. &lt;br /&gt;
Einer offiziellen Stellungsnahme des Parlamentes nach, belaufen sich die Lobbykontakte zwischen Ministern und den „agency Lobbyists“ auf gerade einmal 1 Prozent der gesamten Treffen, die Minister mit Lobbyisten hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/business/committees/committees-a-z/commons-select/political-and-constitutional-reform-committee/news/lobbying-report-chairs-comments/ Plans for statutory register of lobbyists should be scrapped] Website parliament.uk, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Nichtregierungsorganisation „Unlock Democracy“ beruft sich ebenfalls auf die registrierten Angaben der Minister und kommt zu dem Schluss, dass etwas 75 Prozent der gesamten Lobbyisten „In-house“ Lobbyisten sind und somit auch weiterhin unregistriert Lobbyarbeit betreiben können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unlockdemocracy.org.uk/page/-/publications/131003Lords_Lobbying_briefing_FINAL.doc Briefing on Part 1 of the Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Bill: Introducing a Statutory Register of Lobbyists] DOC-Datei, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nur der direkte Kontakt zu „government representatives“ ist registrierungspflichtig=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur eine direkte schriftlich, mündliche oder elektronische Kommunikation mit den „government representatives“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 8, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;, verpflichtet zu einer Registrierung. Alle Kontakte zu mittleren Beamten oder zu Abgeordneten und all denen, die nicht der Definition entsprechen, sind somit nicht registrierungspflichtig und bleiben weiterhin intransparent.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bbc.com/news/uk-politics-31117227 Lobbying rules a 'dog's breakfast' says MP Graham Allen] Website bbc.com, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Minimum an Angaben===  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lobbyregister verpflichtet zwar zu umfangreichen Angaben bei den Kontaktdaten, zu welchen Themen Lobbyarbeit betrieben wird und inwiefern beispielsweise Gesetzte beeinflusst werden, muss jedoch nicht angegeben werden. Es lässt sich also lediglich nachvollziehen, welcher registrierte Akteur mit welchem „government representative“ in Kontakt getreten ist und nicht zu welchem Thema die Kontaktaufnahme stattfand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/contents/enacted Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014]&lt;br /&gt;
* [https://www.gov.uk/government/organisations/office-of-the-registrar-of-consultant-lobbyists „Office of the Regristrar of Consultant Lobbyists“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesetz]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_(%C3%9Cberblick)&amp;diff=32158</id>
		<title>Lobbyregister (Überblick)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_(%C3%9Cberblick)&amp;diff=32158"/>
		<updated>2015-03-24T09:09:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter einem '''Lobbyregister''' versteht man eine für die Öffentlichkeit einsehbare Datenbank, in welcher Lobbyarbeit betreibende Akteure Informationen über ihre Arbeit veröffentlichen müssen. Diese Informationen beinhalten beispielsweise die Identität des Akteurs, seine Ziele und Auftraggeber sowie die dafür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyregister in Deutschland==&lt;br /&gt;
In Deutschland gibt es bisher kein Lobbyregister. Die seit 1972 bestehende [[Verbändeliste|Öffentliche Liste über die beim Bundestag registrierten Verbände und deren Vertreter]] wird zwar manchmal fälschlicherweise als Lobbyregister bezeichnet. Allerdings sind in ihr nur Verbände, aber keine Unternehmen, Lobbyagenturen und Lobbykanzleien erfasst. Sie enthält weder Informationen über Budgets, Kunden oder bearbeitete Themen noch die Namen der tätigen Lobbyisten. Zudem ist die Liste freiwillig. Somit kann sie nicht als Lobbyregister bezeichnet werden, da ein Großteil der Lobbyisten und die zentralen Informationen über die Lobbyarbeit fehlen. &lt;br /&gt;
Ob es in Deutschland in naher Zukunft ein umfassendes Lobbyregister geben wird, bleibt abzuwarten. Die Positionen der im Bundestag vertretenen Parteien zur Einführung eines Registers finden sich bei den jeweiligen Artikeln über die Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyregister auf EU-Ebene==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
→ ''Hauptartikel: [[Lobbyregister EU]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf EU-Ebene gibt es momentan zwei Listen, die als Lobbyregister bezeichnet werden können. Zum einen ist das die [http://www.europarl.europa.eu/parliament/expert/lobbyAlphaOrderByOrg.do?language=DE Liste der beim Europäischen Parlament akkreditierten Interessenvertreter]. Diese Liste enthält allerdings lediglich die Namen der akkreditierten Lobbyisten und die von ihnen vertretenen Organisationen. Der Transparenzgewinn ist dadurch nur minimal. &lt;br /&gt;
Weiter geht das 2008 eingerichtete [https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/welcome.do?locale=de Register der Interessenvertreter] der EU-Kommission. Das Register stellt zwar einen guten Ansatz dar. Die Registrierung im Register auf freiwilliger Basis und die unzureichenden Möglichkeiten der Überprüfung und Sanktionierung von Falschangaben, signalisieren hingegen einen deutlichen Nachbesserungsbedarf. Momentan sind 3.924 Lobbyorganisationen und Unternehmen (Stand: 16.05.2011) registriert, was nur einem Bruchteil der Lobbyakteure in Brüssel entsprechen dürfte. Einzelne Lobbyisten werden in diesem Register bisher nicht erfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyregister in den USA==&lt;br /&gt;
→ ''Hauptartikel: [[Lobbyregister USA]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Deutschland und zur EU hat die transparentere Gestaltung des Lobbyismus in den USA eine weit längere Geschichte. Außerdem gibt es dort ein umfassendes Lobbyregister.&lt;br /&gt;
Die ersten Versuche den Lobbyismus in den USA auf der Bundesebene zu beschränken reichen bis ins Jahr 1876 zurück. Die ersten umfassenden und systematischen Gesetze wurden 1938 ('Foreign Agents Registration Act of 1938') und 1946 ('The Federal Regulation of Lobbying Act of 1946') verabschiedet. Auf Grund  ungenauer Definition und zahlreicher Schlupflöcher wurden die Gesetze schnell reformbedürftig. &lt;br /&gt;
Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung wurde der 'Lobbying Disclosure Act of 1995' (LDA) verabschiedet der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat. Er wurde 2007 durch den Honest Leadership and Open Government Act of 2007 ergänzt, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen deutlich verschärft hat.&lt;br /&gt;
Für eine breite Öffentlichkeit aufbereitet und in übersichtlicher Form zur Verfügung gestellt werden die Daten vom [http://www.opensecrets.org/ Center for Responsive Politics].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyregister in anderen Ländern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Großbritannien===&lt;br /&gt;
→ ''Hauptartikel: [[Lobbyregister Großbritannien]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Großbritannien gibt es seit Februar 2011 ein neues freiwilliges Lobbyregister des ''UK Public Affairs Councils''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cipr.co.uk/content/policy-resources/policy/ukpac UK Public Affairs Council] Abgerufen am 29. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings ist das Register sehr lückenhaft. Nach Angaben der britischen NGO ''Alliance for Lobbying Transparency'' sind etwa 90% der britischen Lobbyisten nicht in dem Register eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lobbyingtransparency.org/content/view/57/1/ Up to 90% of lobbyists shun new transparency register] Alliance for Lobbying Transparency, vom 1. März 2011. Abgerufen am 12. Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Premierminister Cameron sprach sich dafür aus, ein verpflichtendes Register in der Zukunft einzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Irland===&lt;br /&gt;
In Irland wurden Mitte Juni erste Eckpunkte zu einem Entwurf eines Lobbyregisters bekannt, das Lobby-Agenturen, Unternehmen und Interessenvereinigungen erfassen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Litauen===&lt;br /&gt;
→ ''Hauptartikel: [[Lobbyregister Litauen]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Litauen zählt mit seiner Lobbyismus-Gesetzgebung zu den mittelstark regulierten Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt;Chari, R., J. Hogan and G. Murphy. 2010. Regulating Lobbying: a Global Comparison. Manchester: Manchester University Press.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 2001 trat ein Gesetz zur Lobbyregulierung in Kraft. Seitdem gilt in Litauen eine Registrierungspflicht für alle Lobbyisten. Das Gesetz legt fest, wer als Lobbyist arbeiten darf und wer davon ausgeschlossen ist. Darüber hinaus sind Rechte und Pflichten von Lobbyisten, sowie illegale Formen der Einflussnahme festgelegt. Der Gesetzestext definiert Lobbyismus als jegliche Form der Einflussnahme auf parlamentarische Entscheidungsverfahren. Damit bezieht sich das Gesetz nicht auf mögliche Einflussnahme von Lobbyisten auf die Exekutive oder die Verwaltung. Das Register wird von einer Ethik-Kommission geführt und kontrolliert. Im Register müssen, im Gegensatz zu Ländern wie Ungarn oder Polen, Finanzangaben gemacht werden. Bisher haben sich nur wenige Lobbyisten registriert. Aktuell sind lediglich 36 Lobbyisten im Register erfasst.(Stand: Oktober 2014)&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.vtek.lt/vtek/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=371&amp;amp;Itemid=41, zugegriffen am 26.10.14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Verstößen gegen das Gesetz kann die Ethik-Kommission Sanktionen verhängen, wobei diese im Gesetz nicht genau festgelegt sind. Das Litauische Gesetz sieht außerdem eine einjährige [[Karenzzeit]] für Politiker vor, die als Lobbyisten tätig werden wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Niederlande===&lt;br /&gt;
In den Niederlanden gibt es noch kein Lobbyregister. Im Juni 2011 brachte die sozial-demokratische PvdA einen ersten Vorschlag zur Einführung eines Lobbyregisters in der Zweiten Kammer der Generalstaaten ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lsdimension.com/2011/06/21/pvda-publiek-register-voor-haagse-lobbyisten/ PvdA: publiek register voor Haagse lobbyisten] Aus: De Telegraaf. Abgerufen am 12. Juli 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Ende Juni 2011 beschloss die österreichische Regierung ein Lobbyregister, das zur Eintragung verpflichtet und Lobbyisten in vier Kategorien unterteilt: Lobby-Agenturen, Unternehmen, Interessenverbände und gesetzliche Kammern. Je nach Kategorie gelten unterschiedliche Anforderungen zur Offenlegung. So müssen die auf Lobbying spezialisierten Agenturen unter anderem auch ihre einzelnen Aufträge, deren finanziellen Umfang und Ziel angeben. Hingegen müssen Unternehmen, neben den Namen ihrer Lobbyisten, nur angeben, ob die für Lobbytätigkeiten aufgewendete Summe 100.000 Euro im Jahr übersteigt oder nicht. Bei Verstößen gegen das Register können Strafen bis zu 60.000 Euro verhängt werden und in schweren Fällen die Streichung aus dem Register veranlasst werden.&lt;br /&gt;
Das unabhängige Portal [http://www.parteispenden.at/ parteispenden.at] will weitere Informationen und Auswertungen zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Polen===&lt;br /&gt;
Das Polnische Lobbyregister wurde 2006 eingeführt. Für Berufslobbyisten ist die Eintragung verbindlich. Geführt wird das Register vom Polnischen Innenministerium. Lobbyisten müssen darin Angaben zu ihrer Person und ihrem Auftraggeber vermerken. Laut Chari et al. gehört Polen, was sein Lobbyismus-Gesetz betrifft, neben Deutschland zu den wenig regulierten Ländern (Chari et al 2010: 154).&amp;lt;ref&amp;gt;Chari, R., J. Hogan and G. Murphy. 2010. Regulating Lobbying: a Global Comparison. Manchester: Manchester University Press.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es werden weder Angaben zu den Ausgaben noch zum Gehalt des Lobbyisten verlangt. Eine Karenzzeit für Politiker, die in die Lobbyismus-Branche wechseln möchten, ist ebenfalls nicht vorgesehen. In der Praxis haben sich bis jetzt nur ein Bruchteil der aktiven Lobbyisten registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ungarn===&lt;br /&gt;
In Ungarn wurde die Lobbyregulierung 2006 erstmals gesetzlich verabschiedet. 2010 kam es zu einigen Änderungen, was die Teilnahme von Lobbyisten am Gesetzgebungsprozess betrifft. Grundsätzlich ist die Registrierung im Lobbyregister nur für Berufslobbyisten verpflichtend. In Ungarn müssen keine Finanzangaben im Lobbyregister gemacht werden. Eine Karenzzeit für Politiker ist nicht vorgesehen. Für das Lobbyregister ist das Zentralbüro für Recht die verantwortliche Institution. Bis jetzt sind weniger als die Hälfte aller Lobbyisten registriert (Chatterjee 2007).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spectrezine.org/europe/chatterjee.htm spectrezine.org] Chatterjee, P. 2007. 'Sunshine Laws to Track European Lobbyists', Spectrezine, 7. November, abgerufen am 18.7.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Transparency International bewertete 2014 die Lobbyaktivitäten im Land als unkontrolliert und nicht transparent.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bbj.hu/business/transparency-international-releases-hungary-lobby-report_87191 Transparency International releases Hungary lobby report], Budapest Business Journal, 28. Oktober 2014, zuletzt aufgerufen am 17.2.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dänemark===&lt;br /&gt;
In Dänemark gibt es seit 2012 ein neues freiwilliges Lobbyregister. Aktuell gibt es eine Diskussion um die laxen Regeln, die von Experten, Politikern und Lobbyisten als nutzlos kritisiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://jyllands-posten.dk/politik/article4919131.ece Nyt lobbyregister møder hård kritik], jyllands-posten.dk vom 22.11.2012, abgerufen am 26.11.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [http://www.bundestag.de/dokumente/parlamentsarchiv/sachgeb/lobbyliste/index.html Öffentliche Liste über die beim Bundestag registrierten Verbände und deren Vertreter]&lt;br /&gt;
* [http://www.opensecrets.org/ Center for Responsive Politics ]&lt;br /&gt;
* [http://www.regulatelobbying.com regulatelobbying.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_Gro%C3%9Fbritannien&amp;diff=32157</id>
		<title>Lobbyregister Großbritannien</title>
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		<updated>2015-03-24T09:08:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxGesetz&lt;br /&gt;
| Name             = Register of Consultant Lobbyists&lt;br /&gt;
| In Kraft getreten = 25. März 2015 &lt;br /&gt;
| Gesetzestext im Netz = [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/contents/enacted Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das Lobbyregister in Großbritannien „Register of Consultant Lobbyists“, trat am 25. März 2015 in Kraft. Als gesetzliche Grundlage dient der [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/contents/enacted Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014], der im ersten Absatz ein Lobbyregister vorsieht. &lt;br /&gt;
Das Gesetz sieht zudem das [https://www.gov.uk/government/organisations/office-of-the-registrar-of-consultant-lobbyists „Office of the Regristrar of Consultant Lobbyists“] vor, dass mit der Verwaltung des Registers beauftragt ist. Die zuständige Behörde wird zudem durch eine/n offiziellen „Registrar/in“ geleitet und dieses Amt wird zunächst von Alison J. White ausgeübt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung des UK Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Nach einer Vielzahl von Skandalen, die sich in der britischen Politik ereignet hatten, machte Premierminister David Cameron den Kampf gegen intransparente Einflussnahme auf die Politik, zu einem seiner Wahlkampfthemen. Mit der Begründung, [http://www.telegraph.co.uk/news/investigations/11428392/Timeline-Westminsters-history-of-hubris.html “the next big scandal waiting to happen”], kündigte er an, sowohl gegen den Wechsel von Politikern in die Wirtschaft als auch gegen die intransparente Einflussnahme von Lobbyisten vorzugehen, so dass dieses Vorhaben nach der Wahl im Koalitionsvertrag vermerkt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/78977/coalition_programme_for_government.pdf Koalitionsvertrag] PDF-Datei, S.20f, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Wechsel aus der Politik in die Wirtschaft wurde durch eine verlängerte Karenzzeit, von 12 Monaten auf zwei Jahre, erschwert und am 25. März 2015 trat ein Lobbyregister in Kraft, das letztlich aber nur einen geringen Teil der Lobbyarbeit regulieren kann. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/investigations/11428079/The-rules-on-MPs-outside-earnings.html The rules on MPs' outside earnings] Website telegraph.co.uk, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlage für das „Register of Consultant Lobbyists“ ist der &amp;quot;Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014&amp;quot;. Dieses Gesetz sieht im 1. Abschnitt ein Register für Lobbyisten vor, die für Lobbyagenturen tätig sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funktionsweise==&lt;br /&gt;
===Registrierungspflicht===&lt;br /&gt;
Unter die Registrierungspflicht des „Register of Consultant Lobbyists“ fallen alle „Consultant Lobbyists“ die direkten mündlichen, schriftlichen oder elektronischen Kontakt zu einem Vertreter der Regierung gehabt haben oder haben werden. Als Vertreter der Regierung werden folgende Personen definiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Cabinet Secretary &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Chief Executive of Her Majesty’s Revenue and Customs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Chief Medical Officer- Director of Public Prosecutions &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- First Parliamentary Counsel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Government Chief Scientific Adviser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Head of the Civil Service &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Prime Minister’s Adviser for Europe and Global Issues&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Kriterium dafür, dass ein Akteur als registrierter und zahlungspflichtiger Lobbyist gilt, ist eine Registrierung durch den [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1994/23/contents „Value Added Tax Act 1994“] &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 8, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ausbau des Artikels erfolgt Morgen (24.03.15)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesetz]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
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		<title>Lobbyregister Großbritannien</title>
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		<updated>2015-03-23T16:00:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: Artikel neu angelegt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxGesetz&lt;br /&gt;
| Name             = Register of Consultant Lobbyists&lt;br /&gt;
| In Kraft getreten = 25. März 2015 &lt;br /&gt;
| Gesetzestext im Netz = [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/contents/enacted Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das Lobbyregister in Großbritannien „Register of Consultant Lobbyists“, ist seit dem 25. März 2015 in kraft. Als gesetzliche Grundlage dient der [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/4/contents/enacted Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014], der im ersten Absatz ein Lobbyregister vorsieht. &lt;br /&gt;
Das Gesetz sieht zudem das [https://www.gov.uk/government/organisations/office-of-the-registrar-of-consultant-lobbyists „Office of the Regristrar of Consultant Lobbyists“] vor, dass mit der Verwaltung des Registers beauftragt ist. Die zuständige Behörde wird zudem durch eine/n offiziellen „Registrar/in“ geleitet und dieses Amt wird zunächst von Alison J. White ausgeübt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung des UK Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Nach einer Vielzahl von Skandalen, die sich in der britischen Politik ereignet hatten, machte Premierminister David Cameron den Kampf gegen intransparente Einflussnahme auf die Politik, zu einem seiner Wahlkampfthemen. Mit der Begründung, [http://www.telegraph.co.uk/news/investigations/11428392/Timeline-Westminsters-history-of-hubris.html “the next big scandal waiting to happen”], kündigte er an, sowohl gegen den Wechsel von Politikern in die Wirtschaft als auch gegen die intransparente Einflussnahme von Lobbyisten vorzugehen, so dass dieses Vorhaben nach der Wahl im Koalitionsvertrag vermerkt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/78977/coalition_programme_for_government.pdf Koalitionsvertrag] PDF-Datei, S.20f, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Wechsel aus der Politik in die Wirtschaft wurde durch eine verlängerte Karenzzeit, von 12 Monaten auf zwei Jahre, erschwert und am 25. März 2015 trat ein Lobbyregister in Kraft, das letztlich aber nur einen geringen Teil der Lobbyarbeit regulieren kann. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/investigations/11428079/The-rules-on-MPs-outside-earnings.html The rules on MPs' outside earnings] Website telegraph.co.uk, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlage für das „Register of Consultant Lobbyists“ ist der &amp;quot;Transparency of Lobbying, Non-Party Campaigning and Trade Union Administration Act 2014&amp;quot;. Dieses Gesetz sieht im 1. Abschnitt ein Register für Lobbyisten vor, die für Lobbyagenturen tätig sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funktionsweise==&lt;br /&gt;
===Registrierungspflicht===&lt;br /&gt;
Unter die Registrierungspflicht des „Register of Consultant Lobbyists“ fallen alle „Consultant Lobbyists“ die direkten mündlichen, schriftlichen oder elektronischen Kontakt zu einem Vertreter der Regierung gehabt haben oder haben werden. Als Vertreter der Regierung werden folgende Personen definiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Cabinet Secretary &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Chief Executive of Her Majesty’s Revenue and Customs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Chief Medical Officer- Director of Public Prosecutions &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- First Parliamentary Counsel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Government Chief Scientific Adviser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Head of the Civil Service &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Prime Minister’s Adviser for Europe and Global Issues&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Kriterium dafür, dass ein Akteur als registrierter und zahlungspflichtiger Lobbyist gilt, ist eine Registrierung durch den [http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1994/23/contents „Value Added Tax Act 1994“] &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/399991/Guidance_on_the_requirement_to_join_the_Register_of_Consultant_Lobbyists_v.1.0.pdf Office of the Registrarof Consultant Lobbyists] PDF-Datei, S. 8, abgerufen am 23.03.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ausbau des Artikels erfolgt Morgen (24.03.15)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesetz]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
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	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Florian_Gerster&amp;diff=32107</id>
		<title>Florian Gerster</title>
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		<updated>2015-03-17T09:59:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Florian Gerster''' ''(*7. Mai 1949 in Worms)'', SPD, seit Januar 2015 Vorsitzender des Bundesverbands Paket und Expresslogistik, Unternehmensberater (bis 2011 bei Partner der Personalberater Deininger Unternehmensberatung GmbH) und Lobbyist, ist ehem. Präsident der [[Bundesagentur für Arbeit]] und ehem. Präsident des [[Bundesverband Briefdienste]] sowie Botschafter der [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]] (INSM)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
*01/2015 Vorsitzender des Bundesverbands Paket und Expresslogistik&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/gerster-neuer-vorsitzender-des-bundesverbands-paket-und-expresslogistik-15891 http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/gerster-neuer-vorsitzender-des-bundesverbands-paket-und-expresslogistik-15891], Webseite Politik &amp;amp; Kommunikation, 11. März 2015, zuletzt aufgerufen am 17.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2012 Mitglied des Wirtschafts- und Zukunftsrats für Hessen&lt;br /&gt;
*2007-11/2012 Präsident des Arbeitgeberverbandes [[Bundesverband Briefdienste]]&lt;br /&gt;
*2004 freier Unternehmensberater und Lehrbeauftragter der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer&lt;br /&gt;
*2002-2004 '''Präsident der Bundesanstalt für Arbeit''' (inzwischen umbenannt in Bundesagentur für Arbeit)&lt;br /&gt;
*1996-2001 Vorsitz des Ausschusses für Soziales und Gesundheit&lt;br /&gt;
*1994-1998 Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit in Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
*1991-1994 Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Europa des Landes Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
*1987-1991 Mitglied es Deutschen Bundestages&lt;br /&gt;
*1981-1991 Tätigkeit als freiberuflicher Personalberater&lt;br /&gt;
*1977-1987 Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
*1976-1977 Persönlicher Referent des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Mainzer Landtag&lt;br /&gt;
*1970-1975 Studium der Psychologie und Betriebswirtschaftslehre an der Uni Mannheim&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hdg.de/lemo/html/biografien/GersterFlorian/index.html Florian Gerster, Website lemo]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iza.org/de/webcontent/personnel/photos/index_html?key=1929 Biographie IZA], Webseite IZA, abgerufen am 21. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerster ist&lt;br /&gt;
*Mitglied des Wirtschafts- und Zukunftsrats für Hessen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesundheitswirtschaft-rhein-main.de/fileadmin/user_upload/pdf/PM_HMWVL_Wirtschafts-_Zukunftsrat_04-07-2012.pdf Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung vom 4. Juli 2012], Webseite des Wirtschaftsministeriums Hessen, abgerufen am 21. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Botschafter der [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]] (INSM) und Gründungsmitglied des INSM-Fördervereins&lt;br /&gt;
*Mitglied des Kuratoriums und des Managerkreises der [[Friedrich-Ebert-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*Gründungsmitglied und Policy Fellow des [[Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit]] (IZA)&lt;br /&gt;
*Vorsitzender der Initiative Gesundheitswirtschaft Rhein-Main e.V.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesundheitswirtschaft-rhein-main.de/die_initiative/organe/ Organe], Webseite Gesundheitswirtschaft Rhein-Main, abgerufen am 21. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Stellv. Vorsitzender des Netzwerks Deutscher Gesundheitsregionen&lt;br /&gt;
*Herausgeber des Gesundheitsmagazins kma&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kma-online.de/kmamagazin/id__11794___frame__window___200705.html Neuer Herausgeber Gesundheitswirtschaft formiert sich, kma 5/2007, S. 3]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Mitglied des Aufsichtsrats der JOB AG Personaldienstleistungen AG und des Gebäudedienstleisters AVECO Holding AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerster war&lt;br /&gt;
*Mitglied des Vorstands der [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA)&lt;br /&gt;
*Präsident des Arbeitgeberverbandes [[Bundesverband Briefdienste]]&lt;br /&gt;
*Partner von [[Rochus Mummert]] Healthcare Consulting&lt;br /&gt;
*Beiratsvorsitzender des amerikanischen Immobilieninvestors [[Fortress Investment Group]] und Mitglied des Aufsichtsrats der GAGFAH Immobilien-Management GmbH Essen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Bundesanstalt für Arbeit (jetzt: Bundesagentur für Arbeit) von 2002 bis 2004 ===&lt;br /&gt;
Als Präsident der Bundesanstalt für Arbeit fiel Gerster vor allem durch sein nassforsches Auftreten und die Vermengung von Leitungs- und Beratungstätigkeit auf. So bestellte er unter Einschaltung einer Agentur für 22 Mio. Euro 900 Dienstwagen der Marke BMW ohne den Verwaltungsrat der Anstalt zu informieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,277249,00.html Bundesanstalt für Arbeit Gersters teure BMW-Flotte, Spiegel vom 6. Dezember 2003], Website Spiegel, abgerufen am 1. Juni 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bundesrechnungshof übte außerdem Kritik an der rechtswidrigen Vergabe eines zuvor nicht ausgeschriebenen Auftrages in Höhe von 1,3 Mio. Euro an die Lobby- und PR-Agentur [[WMP Eurocom]], mit der Gerster früher kooperiert hatte. Nachdem später noch der Vorwurf der Verfälschung interner Protokolle im Zusammenhang mit der WMP Eurocom-Affäre und Beraterverträgen mit Roland Berger hinzukam, wurde Gerster am 24. Januar 2004 entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,283674,00.html Gerster-Rausschmiss Verwaltungsrat stellt sich hinter Engelen-Kefer, Spiegel vom 26. Januar 2004], Website Spiegel, abgerufen am 1. Juni 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29787305.html Arbeitsmarkt Der Fall Gerster, Spiegel vom 26. Januar 2004]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berater der US-Beteiligungsgesellschaft (&amp;quot;Heuschrecke&amp;quot;) Fortress ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Entlassung als Präsident der Bundesanstalt für Arbeit wurde Gerster im Juli 2004 Vorsitzender eines eigens gegründeten Investitionsbeirates bei Fortress, die den Zuschlag für 80.000 Wohnungen erhielt, die in einer Gesellschaft namens Gagfah gebündelt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-31548444.html Immobilien Der Mieter ist Kunde, Spiegel vom 19. Juli 2004]&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerster fädelte den Deal ein und wurde auch Mitglied des Aufsichtsrats der GAGFAH Immobilien-Management GmbH Essen. Fortress kümmerte sich später nicht um die vereinbarten Sozialklauseln, erhöhte die Mieten, senkte die Kosten und ließ den Wohnungsbestand vorsätzlich vergammeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/krisenviertel-hamburg-wilhelmsburg-einstuerzende-neubautraeume-a-753127.html Christoph Twickel: Krisenviertel Hamburg-Wilhelmsburg Einstürzende Neubauten, Spiegel vom 25. März 2011], Website Spiegel, abgerufen am 1. Juni 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stadt Dresden beschloss 2011, die Gagfah wegen Vertragsbruch auf rund eine Milliarde Euro zu verklagen. Gagfah-Chef Brennan hatte schon vor Bekanntwerden der Klage Aktien im Wert von 4,7 Mio. Euro verkauft - die BaFin ermittelt wegen Insiderverdachts. Im März 2012 haben sich die Gagfah und die Stadt Dresden auf einen Vergleich geeinigt, in dem die Gagfah weitgehende Zugeständnisse macht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.immobilien-zeitung.de/1000008022/dresdner-stadtrat-stimmt-gagfah-vergleich-zu Gerda Gericke: Dresdner Stadtrat stimmt dem Gagfah-Vergleich zu, Immobilien-Zeitung vom 16. März 2012]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Geschichte_des_Amerikanischen_Lobbyregisters&amp;diff=32087</id>
		<title>Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Geschichte_des_Amerikanischen_Lobbyregisters&amp;diff=32087"/>
		<updated>2015-03-12T13:57:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: Text komplett überarbeitet und in Kapitel unterteilt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Die Anfänge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Lobbyismus liegen in den USA im Petitionsrecht, welches jedem Bürger erlaubt, Petitionen an die Regierung zu stellen. Dieses Recht ist im ersten [http://de.wikipedia.org/wiki/1._Zusatzartikel_zur_Verfassung_der_Vereinigten_Staaten Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten] fest verankert. Heute wird dieses Recht vor allem von professionellen Lobbygruppen genutzt, der einzelne Bürger profitiert nicht mehr wirklich davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Professionalisierung der Lobbygruppen entstand ein deutliches Machtungleichgewicht zu Gunsten von Verbänden und Unternehmen gegenüber Bürgerinitiativen oder anderen Akteuren der Zivilgesellschaft. Dieses Ungleichgewicht ist für eine Demokratie problematisch und durchaus gefährlich, da einzelne Interessen aus Teilen der Gesamtgesellschaft so deutlich stärkeren Einfluss in die Gesetzgebung finden. Die ersten Versuche den Lobbyismus auf Bundesebene zu beschränken reichen deshalb auch bis ins Jahr 1876 zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cleanupwashington.org/lobbying/page.cfm?pageid=38#_ednref18 History of the Lobbying Disclosure Act, 23. Juli 2005], Website Cleanupwashington, abgerufen am 12.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings war dieser erste Versuche insgesamt wenig erfolgreich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das 20. Jahrhundert==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren bemühte sich zunächst Senator Hugo Black um die Regulierung der Lobbyarbeit in Washington. Er warb dafür, dass sich Lobbyisten mit Namen, Gehalt, monatlichen Ausgaben und deren Lobbyabsichten registrieren mussten. Seine Bemühungen endeten jedoch in einem Gesetzesentwurf, der letztlich nicht verabschiedet wurde. Dennoch wurde mit dem [http://en.wikipedia.org/wiki/Merchant_Marine_Act_of_1936 Merchant Marine Act of 1936] ein Gesetz verabschiedet, dass erstmals Lobbyaktivität für bestimmte Industriezweige regulierte. Eine systematische Regulierung der Lobbyarbeit wurde aber damit nicht etabliert und weitere Versuche zur Regulierung fanden erst zur Zeit des 2. Weltkrieg wieder statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cleanupwashington.org/lobbying/page.cfm?pageid=38#_ednref18 History of the Lobbying Disclosure Act, 23. Juli 2005], Website Cleanupwashington, abgerufen am 12.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Foreign Agents Registration Act of 1938=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [http://www.fara.gov/ Foreign Agents Registration Act] (FARA) ist ein Gesetz der Vereinigten Staaten, dass 1938 verabschiedet wurde, um ausländische Einflüsse auf die amerikanische Politik einzudämmen. Durch das Gesetzt waren von nun an Personen registrierungspflichtig, die im Auftrag von ausländischen Rechtspersonen politisch aktiv waren bzw. versuchten, politische Entscheidungen zu beeinflussen. Ausschlaggebend für den FARA war dabei die Arbeit von Propagandisten des Dritten Reiches in den USA. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des FARA ist die Foreign Agent Registration Unit in der Criminal Division des  Justizministerium der Vereinigten Staaten verantwortlich und das Gesetz ist nach wie vor in Kraft. Gesetzesverstöße werden mit einer Geldstrafe von maximal 10.000 USD und/oder einer Gefängnisstrafen von bis zu fünf Jahren geahndet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Origins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], PDF-Datei, S. 4, abgerufen am 12.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Federal Regulation of Lobbying Act of 1946===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [http://en.wikipedia.org/wiki/Federal_Regulation_of_Lobbying_Act_of_1946 Federal Regulation of Lobbying Act of 1946] ist das erste systematische Gesetz, dass auf den inländischen Lobbyismus ausgerichtet war und diesen transparenter gestalten sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lobbyisten mussten sich fortan beim Clerk of the House und beim Secretary of the Senate registrieren und quartalsweise Finanz-Berichte einreichen. Bei Verstößen sah das Gesetz Geldstrafen von bis zu 5.000 USD vor sowie Gefängnisstrafen von bis zu einem Jahr bzw. drei Jahre auf Bewährung. Registrierungspflichtig wurden allerdings nur bezahlte Lobbyisten, die einen direkten Kontakt zu Kongressabgeordnete hatten, der sich auf bevorstehende Gesetzesänderungen bezog. Kontakte zu den Mitarbeiterinnen der Kongressabgeordneten mussten also nicht registriert werden und auch weitere ungenaue Definitionen boten zahlreiche Möglichkeiten, Lobbyarbeit zu betreiben, ohne dabei registrierungspflichtig zu werden. Eine Studie aus dem Jahre 1991 verdeutlicht, wie umfangreich diese Möglichkeiten auch genutzt wurden. Von 13.500 aktiven Lobbyisten waren demnach nur 3.500 Lobbyisten überhaupt registriert und Angaben der registrierten Personen waren zudem kümmerlich Unvollständig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Lobbying Disclosure Act of 1995 wurde der Federal Regulation of Lobbying Act of 1946 ersetzt und ist somit aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cleanupwashington.org/lobbying/page.cfm?pageid=38#_ednref18 History of the Lobbying Disclosure Act, 23. Juli 2005], Website Cleanupwashington, abgerufen am 12.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Byrd Amendment on government lobbying (U.S.)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [http://www.sourcewatch.org/index.php/Byrd_Amendment_on_government_lobbying_%28U.S.%29 Byrd Amendment on government lobbying] ist eine Gesetzesänderungen die durch Senator Robert Byrd veranlasst und 1989 vom Kongress verabschiedet wurde. Das Gesetz verbot die Mittelzuwendugen von öffenlichen Geldern an private Organisationen zur Beinflussung von Bundesgesetzen, Zuschüssen oder Subventionsvergaben. Organisationen die beispielsweise duch Subventionen öffentliche Mittel erhielten, konnten aber weiterhin Lobbyarbeit betreiben, mussten diese jedoch aus nicht-staatlichen Mitteln finanzieren und verwendete Mittel offenlegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Kontakt von Regierungsbeamten und privaten Organisationen,  der mit  “outside lobbyists” stattfand, musste offengelegt werden. Der direkte Kontrakt zu “inhouse lobbyists” sowie zu deren Angestellten, mussten weiterhin nicht offengelegt werden und wurden vom Byrd Amendment nicht berücksicht. Kontrolliert wurde das Gesetzt durch den “Clerk of the House” und das “Secretary of the Senate”, die halbjährliche Berichte erhilten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Origins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], PDF-Datei, S. 6, abgerufen am 12.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbying Disclosure Act of 1995===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung der Lobbyregulierung wurde 1995 der '[[Lobbying Disclosure Act of 1995]]' (LDA)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm Lobbying Disclosure Act of 1995]&amp;lt;/ref&amp;gt;  verabschiedet, der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat. Mit diesem Gesetz wurde in den USA erstmals ein umfassendes verpflichtendes [[Lobbyregister USA|Lobbyregister]] geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Compnents, Public Citizen], Website Public Citizen, abgerufen am 9. 9. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der LDA war auch eine Reaktion auf zahlreiche Skandale, darunter der '[[Wedtech scandal]]'. Die Firma Wedtech hatte sich u.A. durch Bestechung lukrative Staatsaufträge gesichert. In den Skandal waren auch mehrere Kongressabgeordnete verwickelt, welche für Wedtech verdeckt Lobbyarbeit betrieben hatten. Der LDA ersetzte die meisten der vorherigen Werke.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.asaecenter.org/Resources/whitepaperdetail.cfm?ItemNumber=12224 Lobbying Diclosure Act of 1995: A Summary and Overview of Associations], Website asea, abgerufen am 9. 9. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurden z.B. verschiedene Schlupflöcher geschlossen (so gilt nun auch die Einflussnahme auf Mitarbeiter von Abgeordneten als Lobbyarbeit, vorher war nur der direkte Kontakt zu Abgeordneten veröffentlichungspflichtig) und Definitionen genauer gefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das 21. Jahrhundert==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Honest Leadership and Open Government Act of 2007===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch beim LDA bestehtand noch Nachbesserungsbedarf. Auslöser für konkrete Gesetzesänderungen waren erneut Skandale. Als bisher letzte Veränderung wurde 2007 der [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/PLAW-110publ81/pdf/PLAW-110publ81.pdf Honest Leadership and Open Government Act of 2007](HLOGA) verabschiedet, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen verschärft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz verbessert dabei die Veröffentlichungspflichten bezüglich der Lobbyaktivitäten, der Finanzierungen, verschärfte die Regelungen bei Zuwendungen an Kongressabgeordnete sowie deren Angestellte und verpflichtet zur Offenlegung der Gesetzestexte und Gesetzesentwürfe, die verändert wurde bzw. verändert werden sollten. &lt;br /&gt;
Eine entscheidende Neuerung im HLOGA ist die Regulierung des Wechsels aus der Politik in die Wirtschaft. Der HLOGA gibt dabei erstmals systematische Definitionen und Regularien für Seitenwechsel aus der Politik in die Wirtschaft vor. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.congress.gov/bill/110th-congress/house-bill/2316 Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Website Congress.gov, abgerufen am 12.03.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
[http://www.cleanupwashington.org/lobbying/page.cfm?pageid=38#_ednref18 History of the Lobbying Disclosure Act, 23. Juli 2005]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Google&amp;diff=32035</id>
		<title>Google</title>
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		<updated>2015-03-05T14:42:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: /* Lobbyarbeit in den USA */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Google Inc.&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Google-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Internetdienstleistungen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Dienstleistungen, Mobile Technologie, Apps, Werbung &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Unter den Linden 21, 10117 Berlin &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Google Belgium, Chaussée d'Etterbeek 180, 1040 Brussels &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/ google.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Google Inc.''' ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das durch seine Internetdienstleistungen, allen voran der Suchmaschine, erfolgreich wurde. Mit einem Börsenwert von 390 Milliarden US-Dollar ist Google heutzutage auf Platz 2 der börsennotierten Unternehmen in den USA und bei der Bearbeitung von Suchanfragen Weltmarktführer.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Hoechster-Boersenwert-Google-arbeitet-sich-an-wertvollsten-Konzern-Apple-heran-3292653 Höchster Börsenwert: Google arbeitet sich an Apple heran], finanzen.net vom 11.02.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Großteil seines Gewinns erwirtschaftet Google mit Werbung, die mehr und mehr mit Benutzerinformationen verknüpft wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren geriet das Unternehmen immer stärker in die öffentliche Kritik, sowie in politische und juristische Auseinandersetzunen. Zum einen wird der Umgang Googles mit Fragen des Datenschutzes sowie des Urheberrechtes bemängelt, zum anderen wird dem Unternehmen vorgeworfen, seine Marktmacht auszunutzen und sich so unfaire Wettbewerbsvorteile zu sichern.Um dieser wachsenden Kritik zu begegnen und das Ansehen in der Öffentlichkeit und in der Politik aktiv zu beeinflussen, hat Google seine Lobbyarbeit immer stärker ausgeweitet.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.washingtonpost.com/politics/how-google-is-transforming-power-and-politicsgoogle-once-disdainful-of-lobbying-now-a-master-of-washington-influence/2014/04/12/51648b92-b4d3-11e3-8cb6-284052554d74_story.html Google, once disdainful of lobbying, now a master of washington influence], washingtonpost online vom 12.04.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde am 4. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet und widmete sich anfangs ausschließlich der Konstruktion einer eigenen Suchmaschine. Am 19. August 2004 an die Börse. Das Unternehmen hat sein Aktionsfeld im Laufe der Zeit ausgedehnt, stellt heute verschiedene Internetdienstleistungen bereit und unterhält weltweit Büros und Vertretungen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des eigenen Geschäfts steht die Vermittlung von Informationen, dies geschieht neben der Suchmaschine durch zahlreiche andere Dienstleistungen, wie beispielsweise Google Earth oder Google Maps.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/business.html Überblick über die Geschäftsmodelle], Google-Webseite, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei beschränkt Google sich nicht darauf die Informationen weiterzuleiten, die Nutzerdaten der Benutzer werden gleichzeitig gesammelt. Das Unternehmen nutzt diese Daten wiederum, um personalisierte Werbung schalten zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-82612679.html Die fanatischen Vier] Spiegel Online vom 05.12.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Weiterleiten und Sammeln von Informationen und Nutzerdaten zentral für das eigene Geschäftsmodel ist,tritt das Unternehmen für eine möglichst schwache staatliche Regulierung des Internets und gegen einen verstärkter Daten- und Urheberrechtsschutz ein. Diese Forderung sollen durch gezielte Lobbyarbeit unterstützt werden,  die eigenen Lobby-Bemühungen wurden in den letzten Jahren durch den Einsatz großer Geldmittel massiv ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in den USA ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus der Lobbyarbeit des Unternehmens liegt auf den USA, wobei die Regierung und die politischen Parteien von besonderem Interesse sind. Einerseits soll die staatliche Regulierung und Gesetzgebung auf nationaler Ebene gezielt beeinflusst werden, andererseits gilt es die eigenen Vorstellungen und Interessen bei den Beziehungen und Verhandlungen zwischen den USA und anderen Nationalstaaten einfließen zu lassen. Beispiele sind hier die Datenschutzverordnung der EU, oder auch die Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen [[TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-01/datenschutztag-datenschutzverordnung-lobbyismus Mit Dollars gegen mehr Datenschutz] Zeit Online vom 28.01.2013, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wachsende Bedeutung der Lobbyarbeit für Google wird besonders deutlich an den verwendeten Geldern. Bis auf einen leichten Rückgang 2013 stiegen die Ausgaben in den letzten 10 Jahren kontinuierlich an. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2014 gab Google allein 9,3 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus und war damit das Unternehmen mit den zweithöchsten Ausgaben in den USA &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbying-in-den-usa-google-investiert-9-millionen-dollar-a-984069.html US-Politik: Nur eine Firma gibt mehr fürs Lobbying aus als Google] Spiegel Online vom 02.08.2014, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr &lt;br /&gt;
! Ausgaben in US-Dollar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| 80 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| 180 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 260 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2006&lt;br /&gt;
| 800 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| 1 520 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
| 2 840 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009&lt;br /&gt;
| 4 030 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| 5 160 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011&lt;br /&gt;
| 9 680 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2012&lt;br /&gt;
| 18 220 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| 15 800 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2014&lt;br /&gt;
| 16 830 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen besonderen Platz in der Lobbyarbeit von Google in den USA spielen Parteispenden. Über ein Political Action Committee (PAC) werden Gelder für die einzelnen Parteien gesammelt und gespendet. Dabei werden die Spenden relativ ausgeglichen an Republikaner und Demokraten verteilt, 2014 erhielten die Demokraten 359 000 US-Dollar, die Republikaner 371 500 US-Dollar &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/pacs/lookup2.php?strID=C00428623|%20OpenSecrets Google Inc] www.opensecrets.org, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2012 gründete Google mit anderen Internetkonzernen [[The Internet Association]], ein gemeinsamer Lobbyverband Daran beteiligt sind weitere Internentkonzerne, unter anderem [[Facebook]], Ebay und Amazon.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theverge.com/2012/7/25/3186208/google-facebook-amazon-ebay-internet-association-lobbying-group Google, Facebook, Amazon, an Ebay form 'Internet Association' lobbying group] www.theverge.com vom 25.07.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit auf EU-Ebene ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Auch in Europa hat Google seine Lobbyarbeit stetig ausgebaut. Nach eigenen Angaben stiegen die Kosten für die Lobbyarbeit auf EU-Ebene von 600.000 € bis 700.000 € im Jahr 2011 auf 1.250.000 € bis 1.500.000 € im Jahr 2013, festgehalten im EU Transparenzregister. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, aufgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indirekt betreibt das Unternehmen auch Lobbyarbeit über Denkfabriken [Think Tank] und Verbände auf EU-Ebene. Beispielsweise ist Google Unterstützer des [[Lisbon Council]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lisboncouncil.net/about-us/acknowledgements.html Webseite des Lisbon Council], aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer neoliberalen Denkfabrik, die sich für freie Märkte und Deregulierung einsetzt. Das Lisbon Council und Google kooperieren etwa bei der Initiative &amp;quot;S1ngle Market Entrepreneurs&amp;quot;. Ein Imagefilm der Initiative zeigt zahlreiche kleine und mittelgroße Unternehmer, die Google-Dienste verwenden (insbesondere Adwords). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://prezi.com/sg0-tkhbjhyf/single-market-entrepreneurs/?auth_key=f14ece2ef670602ed7d3fd59cc25a2da5f1a3aba Single Market Entrepreneuers Presentation], aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google folgt damit einer Strategie, die darauf abzielt Firmen in die eigene Lobbyarbeit einzubinden. Dabei wird versucht den Eindruck zu erwecken, dass die eigenen politischen Ziele nicht nur dem Interesse Googles entsprechen, sondern auch dem vieler kleinen und mittleren Unternehmen. So wurde beispielsweise in Deutschland im April 2012 eine Auftragsstudie vorgestellt, die den Nutzen von Google für Unternehmensgründer belegen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!91726/ Verkaufen, verkaufen, verkaufen], taz-online vom 18.4.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zudem unterstützt Google die Denkfabrik [[European Centre for International Political Economy]] (ECIPE)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ecipe.org/ European Centre for International Political Economy], abgerufen am 08.09.2014. Siehe auch David Cronin: [http://dvcronin.blogspot.de/2011/01/think-tanks-corporate-lobbyists-posing.html Think tanks: corporate lobbyists posing as experts], Blogbeitrag vom 31.1.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die eine unternehmensfreundliche Handelspolitik propagiert, und ist Mitglied in der [[American Chamber of Commerce to the European Union]] (AmCham EU), der [[The European Digital Media Association]] (EDiMA) und der [[European Internet Foundation]] (EIF).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, Stand 29.03.12, aufgerufenam 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftsfinanzierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem zeigt Google vermehrt Präsenz in Wissenschaft und Forschung und unterstützt Universitäten und Forschungseinrichtungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; So finanziert Google beispielsweise das Berliner [[Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft]] (IIG) mit einer Anschubfinanzierung von 4,5 Millionen Euro über drei Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/institut-fuer-internet-und-gesellschaft-eroeffnet-warum-google-deutsche-internet-erklaerer-braucht-1.1173139 Warum Google deutsche Internet-Erklärer braucht]Süddeutsche online vom 25.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verflechtung geht soweit, das Google bei der Wahl des Kuratoriums ein Vetorecht besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/internet/2011-07/google-uni-institut/seite-2 Die Google-Uni] Zeit online vom 11.06.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der direkte Einfluss lässt starke Zweifel an Unabhängigkeit und Integrität einer solchen Bildungseinrichtung aufkommen. Drittmittelförderungen wie diese gefährden die Neutralität von Forschungsarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!77565/ &amp;quot;Neue Form von Korruption&amp;quot;], taz online vom 07.09.2011, aufgerufen am 09.09.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deep Lobbying ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der direkten Beeinflussung der Politik nimmt auch die Imagepflege einen wichtigen Platz in der Lobbyarbeit von Google ein. Ziel dabei ist es, eine positive Assoziation mit dem Unternehmen in der Öffentlichkeit und in der Politik aufzubauen. Zu diesem Zweck wird unter anderem versucht in der Wissenschaft einen Diskurs zu fördern, der mit dem Unternehmenszielen übereinstimmt. Diese Strategie wird auch Deep Lobbying genannt. Durch die indirekte Beeinflussung erhofft man sich unterbewusste Entscheidungsprozesse beeinflussen zu können. Beispielsweise kann eine positivere Wahrnehmung des Unternehmens dazu verleiten, dass Kunden verstärkt Produkte zu kaufen, Politiker sich für das Unternehmen einsetzen, oder die Medien ein positiveres Bild von Google vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Kontext ist besonders die finanzielle Unterstützung zahlreicher Projekte und Einrichtungen durch Google auffällig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Einrichtung von Programmen an Universitäten, unterstützt Google Vereine und Verbände wie LiquidDemocracy&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Private-Foerderung-fuer-den-18-Sachverstaendigen-der-Internet-Enquete-1283551.html Private Förderung für den 18. Sachverständigen der Internet Enquete] Heise online vom 27.07.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die Speaker's Corner Aktion des Zentrums für politische Schönheit &amp;lt;ref&amp;gt;[https://sites.google.com/site/speakerscornerevent/ Speakers Corner Berlin] offizielle Website des Speakers' Corner Berlin, augerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem gründete das Unternehmen 2010 die Denkfabrik Co:llaboratory, die allein im Jahr 2013 mit 250.000 Euro unterstützt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Jahresbericht_2013. Jahresbericht Collaboratory 2013], aufgerufen am 09.09.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Denkfabrik soll &amp;quot;gemeinsam an Lösungsansätzen zu gesellschaftlichen Fragen rund um das Internet&amp;quot; in einem &amp;quot;Expertenkreis, in dem Akteure aus Wissenschaft, Verbänden, Daten- und Verbraucherschutz sowie aus Internetunternehmen&amp;quot;, arbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite Collaboratory.de] offizielle Website, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlkampfspenden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 stimmte das Europäische Parlament in einer nicht bindenden Resolution für die Aufspaltung des Konzerns. Dabei stand die Forderung im Mittelpunkt, dass Suchergebnisse &amp;quot;frei von Verzerrung und transparent&amp;quot; sein sollen. Zu diesem Zweck soll das Suchmaschinengeschäft von anderen Unternehmensbereichen abgetrennt werden. Der Vorschlag des Europäischen Parlaments führte zu Widerstand bei US-Politikern. Mehrere Mitglieder des US-Kongresses verfassten Briefe an hochrangige Mitglieder der Europäischen Union. Gemeinsamer Tenor war die Beschwerde über &amp;quot;Diskriminierung ausländischer Firmen in Bezug auf Digitalwirtschaft&amp;quot; und die Behinderung von &amp;quot;Innovationen und Investitionen durch US-basierte Internetfirmen&amp;quot;. Wie man bei opensecrets.org nachlesen kann, hat Google neun der siebzehn Briefschreiber in der Wahlkampfperiode 2013/14 mit insgesamt mehr als 260.000 $ finanziert. Die Initiatorin einer der Briefe, die Demokratin Anna Eshoo, erhielt für ihren Wahlkampf 40.000 $ von Google. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Repräsentantenhaus, der Republikaner Bob Goodlatte, hatte schon vor der Abstimmung an diverse Fraktionsvorsitzende des EU-Parlaments geschrieben und seiner Besorgnis ausgedrückt. Laut opensecrets.org hatte Google seinen Wahlkampf mit 31.000 $ unterstützt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-kritiker-des-eu-parlaments-mit-wahlkampfspenden-finanziert-a-1005543.html Kritiker des EU-Parlaments mit Wahlkampfspenden finanziert] spiegel.de vom 28.11.14, abgerufen am 01.12.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenschutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nutzerdaten sind für Google besonders wichtig, um Werbung personalisieren zu können. Dieses einträgliche Geschäft sieht Google durch staatliche Regulierung und verschärften Datenschutz gefährdet. Das Unternehmen versucht daher, die Debatten zu dem Thema zu beeinflussen und besonders bei neuen Gesetzen Einfluss zu nehmen. Dies wurde besonders deutlich bei der neuen EU-Datenschutzverordnung. Die Lobbyabteilungen verschiedener Internetkonzerne, darunter Google, erstellten eigene Papiere und Vorlagen für die neue Verordnung  und versuchten so die Ergebnisse zu ihren Gunsten zu  beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbyplag-zeigt-lobby-einflussname-bei-eu-datenschutz-richtlinie-a-882567.html Datenschutz: Website entlarvt Lobby-Einfluss in Brüssel] Spiegel online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde auch versucht, direkt auf die Mitglieder des EU-Parlaments einzuwirken und diese für eine unternehmensfreundliche Ausgestaltung der Verordnung zu gewinnen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/lobby-einfluss-auf-neue-eu-verordnung-internetkonzerne-schreiben-bei-datenschutzregeln-mit-1.1596560 Internetkonzerne schreiben Datenschutzregeln mit] Süddeutsche online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Streit um Datenschutzfragen wird auch immer häufiger vor Gerichten ausgetragen. 2014 konnten Kläger vor dem Europäischen Gerichtshof erwirken, dass Google zukünftig sensible persönliche Daten in der Ergebnissliste seiner Suchmaschine auf Anfrage löschen muss. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/eugh-raeumt-recht-auf-vergessen-gegenueber-google-ein-12936895.html EuGH stärkt Recht auf Vergessen] Faz online vom 13.05.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google reagierte mit der Einsetzung eines unabhängigen Beirats, der sich mit rechtlichen und organisatorischen Fragen zur Löschung befasst. Mitglied dieses Beirats ist unter anderem die frühere Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/google/google-beruft-leutheusser-schnarrenberger-in-loesch-beirat-13039086.html Google beruft Leutheusser-Schnarrenberger in „Lösch-Beirat“] Faz online vom 10.07.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urheberrecht und Patentstreitigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Datenschutz sind besonders die Bereiche des Urheber- und das Patentrecht von großem Interesse für Google. Darunter fielen in der Vergangenheit auch die Urheberrechtsabkommen [[SOPA]], [[PIPA]] und [[ACTA]] . Ebenso wie beim  Datenschutz setzt sich Google bei diesen Themen für eine möglichst schwache Regulierung durch staatliche Seite ein. Durch Verschärfung von Urheber- und Patentrecht sieht Google das freie Vermitteln von Informationen, also den Wesenskerns seines Geschäftes, bedroht. Um einer möglichen Verschärfung entgegenzuwirken versucht Google auch die Öffentlichkeit für seine Interessen zu gewinnen. Als beispielsweise 2009 über eine Einführung des Leistungsschutzrechts für Verleger debattiert wurde, unterstützte Google  finanziell die Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht (IGEL). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,788810,00.html So führen Microsoft und Google ihren Lobbykrieg], Spiegel online vom 2.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  2012 rief das Unternehmen sogar eine eigene Kampagne unter dem Namen „Verteidige Dein Netz“ gegen das geplante Leistungsschutzrecht ins Leben. Neben einer intensiven Nutzung von Social Media Plattformen und eigenen Videos wurde eine eigene Petition veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[http://www.gruenderszene.de/news/gadgets-google-leistungsschutzrecht Google: &amp;quot;Verteidige dein Netz&amp;quot;] www.gruenderszene.de, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google gelang es sich in der öffentlichen Diskussion einen Namen zu machen; so wurde beispielsweise Dr Arnd Haller (Google Germany GmbH, Legal director north and central Europe) zu einer Anhörung zum Leistungsschutzrecht in den Bundestag eingeladen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://netzpolitik.org/2013/montag-ungeplante-anhorung-zum-leistungsschutzrecht-im-bundestag/ Montag: Ungeplante Anhörung zum Leistungsschutzrecht im Bundestag] netzpolitik.org vom 20.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bemühungen des Unternehmens stellten sich als erfolgreich heraus: Der ursprüngliche Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht sah vor, dass Google für seinen Nachrichtendienst Google News Geld an Zeitungsverleger zahlen soll. Im August 2013 trat das Leistungsschutzrecht in Kraft, mit einer Ausnahme: Die vom Dienst Google News benutzten Snippets wurden von der neuen Gesetzesregelung ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/kultur/medien/tid-29839/google-verleger-und-der-bundestag-neues-leistungsschutzrecht-ein-gesetz-viele-fragen_aid_930403.html Neues Leistungsschutzrecht: Ein Gesetz, viele Fragen], focus online vom 01.03.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Jahr 2014 eskalierte die Auseinandersetzung zwischen Googel und einigen Verlegern, die bei der VG Wort organisiert sind. Anfang Okotober gab Google bekannt, bei diesen Inhalte nur noch die Links und keine Vorschautexte oder Bilder in den Suchergebnissen auszugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/recht/streit-um-das-leistungsschutzrecht-google-zeigt-bei-vg-media-inhalten-nur-noch-ueberschriften_id_4174936.html Streit um das Leistungsschutzrecht: Google zeigt bei VG-Media-Inhalten nur noch Überschriften], Rheinische Post, 1. 10. 2014, zuletzt auggerufen am 2. Oktober 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die gezielte Lobbyarbeit gelang es Google den Gesetzgebungsprozess in einzelnen Ländern, als auch in der EU zu beeinflussen. Dadurch wurden Unternehmensinteressen vor die Interessen der Bürger gestellt und somit der reguläre Prozess der demokratischen Entscheidungsfindung erheblich untergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.&amp;quot; Executive Chairman von Google, Eric Schmidt am 3. Dezember 2012 in einer Sendung des US-Fernsehkanal CNBC&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/netz-strategie-google-will-die-weltherrschaft-a-665813.html Netz-Strategie: Google will die Weltherrschaft] Spiegel online, 8. Dezember 2009, zuletzt aufgerufen am 15.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [http://www.sourcewatch.org/index.php/Google Google bei SourceWatch.org] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IT &amp;amp; Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32030</id>
		<title>Lobbyregister USA</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32030"/>
		<updated>2015-03-04T15:30:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In den USA gibt es seit 1995 ein verpflichtendes [[Lobbyregister]]. Es wurde mit dem  [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) 1995 unter Bill Clinton eingeführt. 2007 ergänzte und verschärfte der Gesetzgeber die Regelungen mit dem [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/STATUTE-121/pdf/STATUTE-121-Pg735.pdf Honest Leadership and Open Government Act] (HLOGA).&lt;br /&gt;
Die amerikanische Gesetzgebung ist in vielen Punkten sehr weitreichend und kann somit zur Transparenz bei Lobbyarbeit beitragen. Dennoch verdeutlichen die Fallbeispiele, dass es Möglichkeiten gibt, die Regularien zu umgehen und das diese auch zunehmend genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ ''Hauptseite: [[Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in den USA Versuche, die interessengeleite Beeinflussung der demokratischen Institutionen zu beschränken oder besser zu regulieren. Die ersten umfassenden und systematischen Gesetze wurden 1938 ([http://www.fara.gov/ Foreign Agents Registration Act of 1938]) und 1946 ([http://definitions.uslegal.com/f/federal-regulation-of-lobbying-act-of-1946/ The Federal Regulation of Lobbying Act of 1946]) verabschiedet. Auf Grund  ungenauer Definitionen und zahlreicher Schlupflöcher blieb die Wirkung jedoch sehr begrenzt und die Gesetze wurden schnell reformbedürftig. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung wurde 1995 der [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) verabschiedet, der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat und die meisten vorherigen Werke ersetzte. Er war auch eine Reaktion auf zahlreiche Skandale, darunter der '[[Wedtech scandal]]', in den mehrere Kongressabgeordnete verwickelt waren. Seitdem wurde der LDA mehrmals überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bisher letzte Veränderung wurde 2007 der [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/STATUTE-121/pdf/STATUTE-121-Pg735.pdf Honest Leadership and Open Government Act] verabschiedet, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen deutlich verschärft hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definitionen innerhalb des amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Bereits durch den LDA von 1995 wurden diverse Begrifflichkeiten definiert, so dass diese als juristische Handlungsgrundlage dienen. Der HLOGA ergänzt bzw. modifiziert einige Definitionen, verweist aber an vielen Stellen auf die Definitionen des LDA. Die grundlegenden Definitionen durch die Gesetze sind im Folgende aufgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist===&lt;br /&gt;
1) Als Lobbyist ist jede, in irgendeiner Form bezahlte oder entschädigte (mindestens 2,500 USD in drei Monaten) Person definiert, welche mehr als einmal versucht Gesetze zu beeinflussen bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) deren Lobbyaktivität mehr als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in einem Zeitraum von drei Monaten umfasst oder&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
3) der Arbeitgeber mehr als 5,000 USD innerhalb von 6 Monaten bezahlt, um Lobbyarbeit zu ermöglichen.   &lt;br /&gt;
Ein zusätzliches Kriterium: Wenn eine Organisation eigene Lobbyisten beschäftigt, zählen diese als registrierungspflichtige Lobbyisten, falls die Organisation innerhalb von 6 Monaten insgesamt mindestens 20,500 USD für entsprechende Arbeitnehmer bezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 7, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus===&lt;br /&gt;
Nicht nur der direkte Kontakt zwischen Lobbyisten und Entscheidungsträgern, sondern auch Vorbereitungen, Planungen, Recherchearbeiten oder sonstige Hintergrundarbeiten die dem aktiven Lobby-Kontakten dienen, werden als Lobbyismus („Lobbying activities“) definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 2, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbykontakt===&lt;br /&gt;
Als Lobbykontakt wird im LDA jeder schriftliche oder mündliche Kontakt zu einem Entscheidungsträger der Legislativen oder der Exekutiven bezeichnet, der darauf ausgerichtet ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Gesetze auf Bundesebene zu modifizieren, formulieren oder zu ergänzen (gleiches gilt für Gesetzgebungsvorschläge),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Regeln oder Anordnungen der Exekutiven sowie politische Programme oder Positionen der Regierung der USA zu formulieren, zu modifizieren oder zu erweitern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) politische Programme auf Bundesebene auszuführen oder administrativ zu leiten (das beinhaltet Verhandlungen, Unterstützungen, oder die administrative Leitung bei Verträgen, Subventionen, Krediten, Genehmigungen, Lizenzen),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) die Nominierung oder Bereitstellung von Personen, für Positionen die dem Senat unterstellt sind, durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der LDA listet zu dem 19 Ausnahmen, die für eine Definition als Lobbykontakt berücksichtigt werden müssen. So ist beispielsweise [[Grassroots-Lobbying]], das Bürger dazu aufruft Politiker zu einem bestimmten Thema zu kontaktieren, von der Registrierungspflicht ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 3, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Registrierung von Lobbyaktivitäten===&lt;br /&gt;
Angestellte sowie Firmen die der Definition nach Lobbyaktivitäten betreiben, müssen sich innerhalb von 45 Tagen nach dem erstem Lobbykontakt beim „Clerk of the House“ und „Secretary of the Senate“ anmelden.  &lt;br /&gt;
Eine Registrierung beinhaltet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Organisation und eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Klienten sowie eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten, sollten diese der eigenen Beschreibung nicht entsprechen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- generelle Beschreibung der Themen, die durch Lobbyarbeit beeinflusst werden, sowie spezifische Angaben zu den Praktiken der Lobbyarbeit und den genauen Themen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu jedem Arbeitnehmer, der dazu angestellt ist, Lobbyarbeit zu betreiben, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu allen Organisationen, die die Arbeit der registrierten Organisation mit mehr als 5000 USD innerhalb von drei Monaten unterstützen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- die Identität von jeder externen Rechtspersönlichkeit, die die Arbeit der registrierten Organisation, direkt oder indirekt beeinflusst oder in einer Verbindung mit dem Klienten steht, um Einfluss auf die Aktivitäten zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 8f, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Registrierung verpflichtet zudem zu Quartalsberichten (&amp;quot;Quarterly Reports&amp;quot;) über Lobbyaktivitäten. Diese Berichte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Alle Anliegen und – bis zu den Grenzen des Umsetzbaren – eine Liste mit den Aktenzeichen der beeinflussten Gesetze sowie „references to the executive branch action“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Eine Liste darüber  welche Behörde bzw. Kongresskammer kontaktiert wurde, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) eine Schätzung der Einnahmen und Ausgaben und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) eine Offenlegung, falls ein Staat oder eine lokale Regierung als Auftraggeber tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 4, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Registrierungspflicht und Sanktionen==&lt;br /&gt;
Das Secretary of the Senate und das Cleark of the House sind verantwortlich für die Überwachung bzw. die Umsetzung des LDA und des HLOGA.&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gibt es zunächst eine schriftliche Kontaktaufnahme. Die kontaktierte Lobbyfirma bzw. der Lobbyist hat daraufhin 60 Tage Zeit zu reagieren und die fehlenden Informationen nachzureichen. Sollte in diesem Zeitraum keine Reaktion auf die Anfrage folgen, wird der United States Attorney’s Office for the District of Columbia damit beauftragt ein Untersuchung einzuleiten. &lt;br /&gt;
Bei bewussten Verstößen kann es zu zivilen Strafen von bis zu 200.000 USD kommen und einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren. Die Gerichtsverhandlungen werden dabei von Zivilgerichten durchgeführt, so dass die Schuld an Hand der vorliegenden Beweise erwiesen werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fec.gov/law/feca/s1legislation.pdf, Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Section 211, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2008/04/20/washington/20lobby.html?pagewanted=all&amp;amp;_r=1&amp;amp;, Ethics Law Isn’t Without Its Loopholes], New York Times.com, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentation der Angaben aus dem Lobbyregister==&lt;br /&gt;
Die von den Lobbyisten gegenüber der Senats-/Repräsentantenhausverwaltung gemachten Angaben sind von diesen offen zu legen, laut Gesetz &amp;quot;in a searchable, sortable, and downloadable manner, to the extent technically practicable&amp;quot; (HLOGA, Section 209). Die Daten werden auf der [http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Homepage des Senats] und auf der [http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses] veröffentlicht. So können die Zilvilgeselschaft und unabhängige Organisationen kritisch prüfen, wer versucht, auf wen Einfluss zu nehmen - und wie viel Geld dabei zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings werden die veröffentlichten Daten von NGOs noch ausgewertet und aufbereitet, um die Dokumentation der Daten übersichtlicher zu gestalten. Zu nennen ist hier insbesondere das [[Center for Responsive Politics]], das auf seiner Seite [http://www.opensecrets.org opensecrets.org] die Daten bündelt, graphisch darstellt und mit weiteren Informationen z.B. über Seitenwechsel verknüpft. Die Summen, welche für Lobbyismus ausgegeben werden sind beeindruckend. 2010 wurden, dem [[Center for Responsive Politics]] zufolge, in den USA, 3,5 Milliarden US$ für Lobbying ausgegeben. 12 999 Lobbyisten waren registriert. Allein die [[US Chamber of Commerce]], investierte 2010 über 132 Millionen $ in Lobbyaktivitäten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org opensecrets.org], opensecrets.org, 25.April 2011, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik und Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
Es ist festzuhalten, dass das amerikanische Lobbyregister als Vorbild für Lobbyregister auf Bundes- und EU- Ebene fungieren kann. Es trägt dazu bei Lobbyismus transparenter zu gestalten und somit die demokratisch-gesellschaftliche Kontrolle des Gesetzgebungsprozesses zu erhöhen. Dennoch zeigen sich in der Gesetzgebung zum amerikanischen Lobbyregister einige Beispiele, die verdeutlichen, wie auch hier die Registrierungspflicht umgangen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hauptkritikpunkt ist die mangelhafte Sanktionierung von Verstößen gegen Regularien des Lobbyregisters. Bei Missachtung des Gesetzes verweist die Senatsverwaltung zwar die entdeckten Fälle an das Justizministerium, dieses zeigt bisher aber wenig Eifer gegen Verstöße vorzugehen. Exemplarisch sei hier Senator Christopher Dodd (Connecticut, Demokrat) zitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„[s]ince 2003, the Office of Public Records has referred over 2,000 cases to the Department of Justice, and nothing’s been heard from them again.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fas.org/sgp/crs/misc/RL33065.pdf Lobbying Reform: Background and Legislative Proposals, 109th Congress, R. Eric Petersen], Federation of American Scientist, 23. März 2006, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die veröffentlichungspflichtigen Daten müssten noch umfangreicher und detaillierter sein, um eine vollständige Transparenz zu erreichen. So erfasst das Gesetz keine indirekte Lobbyarbeit, also z.B. wenn ein Verband seine Mitglieder auffordert, als Privatperson Politiker mit Protest-Briefen und Mails zu kontaktieren. Das gleiche gilt für Lobbyarbeit, welche auf die 'öffentliche Meinung' zielt, um über diesen Umweg Politik zu beeinflussen. Nicht erfasst wird auch gezielte Lobbyarbeit zur Erlangung staatlicher Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Stealth Coalition“===&lt;br /&gt;
Die sogenannten „heimlichen Koalitionen“ bedeuten einen Zusammenschluss von mehreren Akteuren zu einem bestimmten Thema. Dabei vertritt ein registrierter Akteur die Interessen der gesamten Koalition, muss die weiteren Koalitionspartner aber nur dann registrierungspflichtig Melden, sollten diese mehr als 5.000 USD zur Finanzierung beitragen oder aber an der Planung und Kontrolle der Lobbyaktivität aktiv beteiligt sein. Die Akteure der „stealth coalition“ sind also häufig nicht im Lobbyregister zu finden, so dass hiermit eine legale Möglichkeit besteht, Lobbyaktivitäten zu betreiben ohne dabei registrierungspflichtig zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 10, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zusammenspiel von Lobby- und Kampagnen-Finanzierung===&lt;br /&gt;
Viele Lobbyisten wirken nicht direkt bei den Kampagnen mit, sind aber an den Kampagnen-Finanzierungen mit Spenden beteiligt. Einer Public Citizen Studie zu folge sind zwischen 1998 und 2005 ein viertel der Lobbyisten mit Spenden von mehr als 200 USD an einzelne Kongressabgeordnete oder an Wahlkampf-Komitees registriert worden. Außerdem zeigt die Studie, dass nur 6 Prozent der registrierten Lobbyisten verantwortlich ist für 83 Prozent der gesamten Kampagnen-Finanzierung die durch Lobbyisten getätigt wurde. Die Ausgaben für Kampagnen-Finanzierung durch Lobbyisten, stiegen dabei deutlich an. Für den Wahleinkampf 2000 beliefen sich die Spenden noch auf 17.8 Millionen USD. Vier Jahre später hatte sich die Summe mit 33.9 Millionen USD nahezu verdoppelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 19, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Bundled Contribution“===&lt;br /&gt;
Unter diese Kategorie fallen Summen, die Einzelpersonen oder Organisationen sammeln und dann gebündelt nutzen und registrieren. Die einzelnen Summen hinter den „Bundled Contribution“ sind dabei teilweise deutlich höher als die Summen die bei „direkter Einflussnahme“ bereits gemeldet werden müssten. &lt;br /&gt;
Die Intention der Lobbyisten ist es, dass der Empfänger der Spenden bei ihnen in der Schuld steht. &lt;br /&gt;
Die Geldgeber hinter den „bundled Contribution“ müssen zwar durch den Empfänger bei der Federal Election Commission gemeldet werden. Dies gilt aber erst ab einer Summe von 15.000 USD durch einem registrierten Lobbyisten und für den Fall, dass mindestens zweimal gespendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fec.gov/law/feca/s1legislation.pdf, Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Section 204, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragwürdiger Rückgang der Registrierungen und der Gesamtausgaben für Lobbyarbeit===  &lt;br /&gt;
Im Laufe der letzten Jahre zeigt sich sowohl ein Rückgang bei den Gesamtausgaben für Lobbyarbeit als auch bei der Anzahl registrierter Lobbyisten. Wurden 2010 noch 3.55 Mrd. USD für  Lobbyarbeit ausgegeben, waren es 2014 noch 3.23 Mrd. USD. Die Anzahl der registrierten Lobbyisten reduzierte sich von 12,954 für 2010 auf 11,781 für 2014.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opensecrets.org/lobby/, Lobbying Database], opensecrets.org, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Zeitraum von 2007 bis 2012 ergibt sich dabei ein Rückgang der Gesamtausgaben von 6 Prozent, wobei die Anzahl der registrierten Lobbyisten sogar um 25 Prozent gesunken sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rückläufigkeit von registrieren Lobbyisten sowie der Gesamtausgaben für Lobbyaktivitäten, wirft die Frage auf, ob tatsächliche weniger Lobbyarbeit geleistet wird oder ob es regulatorische Veränderungen gab, die lediglich Auswirkungen auf die Registrierungspflicht hatten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Daten aus dem Lobbyregister weisen dabei einige Auffälligkeit auf, durch die sich die Problematik verdeutlichen lässt. Auffällig ist beispielsweise, dass viele Lobbyisten, die aus dem Lobbyregister gestrichen wurden, weiterhin für die gleichen Arbeitgeber tätig waren und die Arbeitgeber zudem ähnliche Beträge für Lobbyarbeit angaben. 46 Prozent der Lobbyisten die 2011 registriert waren, sich aber für 2012 nicht mehr registrierten, hatten weiterhin eine Anstellung  bei dem selben Arbeitgeber.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Hand der Daten wird also zum einen deutlich, dass nicht mehr registrierte Lobbyisten häufig weiterhin für den selben Arbeitgeber tätig sind und das zum anderen die Zahl der registrierten Lobbyisten viel stärker gesunken ist, als die Gesamtausgaben für Lobbyismus. Es liegt also nahe, dass die Lobbyarbeit in einem ähnlichem Umfang betrieben wird, die Personen, die diese Arbeit ausführen aber nicht mehr im selben Umfang registriert werden. Dies würde bedeuten, dass der Einfluss auf die Politik zwar weiterhin stattfindet aber nicht mehr nachvollziehbar ist, welcher Lobbyist sich mit welchem Politiker trifft und zu welches Thema dabei Einfluss genommen werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/news/2013/03/lobbyists-2012-out-of-the-game-or-u/, Lobbyists 2012: Out of the Game or Under the Radar?], opensecrets.org, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[http://www.opensecrets.org Opensecrets.org, Webseite des Center for Responsive Politics]&lt;br /&gt;
*[http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses]&lt;br /&gt;
*[http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Lobbying Disclosure Webseite des US Senats]&lt;br /&gt;
* Robins, Rand (2010) [http://digitalcommons.wcl.american.edu/lpb/vol2/iss2/4 &amp;quot;Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved&amp;quot;]. Legislation and Policy Brief: Vol. 2: Iss. 2, Article 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32029</id>
		<title>Lobbyregister USA</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32029"/>
		<updated>2015-03-04T15:28:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In den USA gibt es seit 1995 ein verpflichtendes [[Lobbyregister]]. Es wurde mit dem  [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) 1995 unter Bill Clinton eingeführt. 2007 ergänzte und verschärfte der Gesetzgeber die Regelungen mit dem [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/STATUTE-121/pdf/STATUTE-121-Pg735.pdf Honest Leadership and Open Government Act] (HLOGA).&lt;br /&gt;
Die amerikanische Gesetzgebung ist in vielen Punkten sehr weitreichend und kann somit zur Transparenz bei Lobbyarbeit beitragen. Dennoch verdeutlichen die Fallbeispiele, dass es Möglichkeiten gibt, die Regularien zu umgehen und das diese auch zunehmend genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ ''Hauptseite: [[Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in den USA Versuche, die interessengeleite Beeinflussung der demokratischen Institutionen zu beschränken oder besser zu regulieren. Die ersten umfassenden und systematischen Gesetze wurden 1938 ([http://www.fara.gov/ Foreign Agents Registration Act of 1938]) und 1946 ([http://definitions.uslegal.com/f/federal-regulation-of-lobbying-act-of-1946/ The Federal Regulation of Lobbying Act of 1946]) verabschiedet. Auf Grund  ungenauer Definitionen und zahlreicher Schlupflöcher blieb die Wirkung jedoch sehr begrenzt und die Gesetze wurden schnell reformbedürftig. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung wurde 1995 der [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) verabschiedet, der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat und die meisten vorherigen Werke ersetzte. Er war auch eine Reaktion auf zahlreiche Skandale, darunter der '[[Wedtech scandal]]', in den mehrere Kongressabgeordnete verwickelt waren. Seitdem wurde der LDA mehrmals überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bisher letzte Veränderung wurde 2007 der [[Honest Leadership and Open Government Act]] verabschiedet, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen deutlich verschärft hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definitionen innerhalb des amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Bereits durch den LDA von 1995 wurden diverse Begrifflichkeiten definiert, so dass diese als juristische Handlungsgrundlage dienen. Der HLOGA ergänzt bzw. modifiziert einige Definitionen, verweist aber an vielen Stellen auf die Definitionen des LDA. Die grundlegenden Definitionen durch die Gesetze sind im Folgende aufgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist===&lt;br /&gt;
1) Als Lobbyist ist jede, in irgendeiner Form bezahlte oder entschädigte (mindestens 2,500 USD in drei Monaten) Person definiert, welche mehr als einmal versucht Gesetze zu beeinflussen bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) deren Lobbyaktivität mehr als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in einem Zeitraum von drei Monaten umfasst oder&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
3) der Arbeitgeber mehr als 5,000 USD innerhalb von 6 Monaten bezahlt, um Lobbyarbeit zu ermöglichen.   &lt;br /&gt;
Ein zusätzliches Kriterium: Wenn eine Organisation eigene Lobbyisten beschäftigt, zählen diese als registrierungspflichtige Lobbyisten, falls die Organisation innerhalb von 6 Monaten insgesamt mindestens 20,500 USD für entsprechende Arbeitnehmer bezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 7, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus===&lt;br /&gt;
Nicht nur der direkte Kontakt zwischen Lobbyisten und Entscheidungsträgern, sondern auch Vorbereitungen, Planungen, Recherchearbeiten oder sonstige Hintergrundarbeiten die dem aktiven Lobby-Kontakten dienen, werden als Lobbyismus („Lobbying activities“) definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 2, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbykontakt===&lt;br /&gt;
Als Lobbykontakt wird im LDA jeder schriftliche oder mündliche Kontakt zu einem Entscheidungsträger der Legislativen oder der Exekutiven bezeichnet, der darauf ausgerichtet ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Gesetze auf Bundesebene zu modifizieren, formulieren oder zu ergänzen (gleiches gilt für Gesetzgebungsvorschläge),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Regeln oder Anordnungen der Exekutiven sowie politische Programme oder Positionen der Regierung der USA zu formulieren, zu modifizieren oder zu erweitern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) politische Programme auf Bundesebene auszuführen oder administrativ zu leiten (das beinhaltet Verhandlungen, Unterstützungen, oder die administrative Leitung bei Verträgen, Subventionen, Krediten, Genehmigungen, Lizenzen),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) die Nominierung oder Bereitstellung von Personen, für Positionen die dem Senat unterstellt sind, durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der LDA listet zu dem 19 Ausnahmen, die für eine Definition als Lobbykontakt berücksichtigt werden müssen. So ist beispielsweise [[Grassroots-Lobbying]], das Bürger dazu aufruft Politiker zu einem bestimmten Thema zu kontaktieren, von der Registrierungspflicht ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 3, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Registrierung von Lobbyaktivitäten===&lt;br /&gt;
Angestellte sowie Firmen die der Definition nach Lobbyaktivitäten betreiben, müssen sich innerhalb von 45 Tagen nach dem erstem Lobbykontakt beim „Clerk of the House“ und „Secretary of the Senate“ anmelden.  &lt;br /&gt;
Eine Registrierung beinhaltet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Organisation und eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Klienten sowie eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten, sollten diese der eigenen Beschreibung nicht entsprechen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- generelle Beschreibung der Themen, die durch Lobbyarbeit beeinflusst werden, sowie spezifische Angaben zu den Praktiken der Lobbyarbeit und den genauen Themen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu jedem Arbeitnehmer, der dazu angestellt ist, Lobbyarbeit zu betreiben, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu allen Organisationen, die die Arbeit der registrierten Organisation mit mehr als 5000 USD innerhalb von drei Monaten unterstützen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- die Identität von jeder externen Rechtspersönlichkeit, die die Arbeit der registrierten Organisation, direkt oder indirekt beeinflusst oder in einer Verbindung mit dem Klienten steht, um Einfluss auf die Aktivitäten zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 8f, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Registrierung verpflichtet zudem zu Quartalsberichten (&amp;quot;Quarterly Reports&amp;quot;) über Lobbyaktivitäten. Diese Berichte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Alle Anliegen und – bis zu den Grenzen des Umsetzbaren – eine Liste mit den Aktenzeichen der beeinflussten Gesetze sowie „references to the executive branch action“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Eine Liste darüber  welche Behörde bzw. Kongresskammer kontaktiert wurde, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) eine Schätzung der Einnahmen und Ausgaben und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) eine Offenlegung, falls ein Staat oder eine lokale Regierung als Auftraggeber tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 4, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Registrierungspflicht und Sanktionen==&lt;br /&gt;
Das Secretary of the Senate und das Cleark of the House sind verantwortlich für die Überwachung bzw. die Umsetzung des LDA und des HLOGA.&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gibt es zunächst eine schriftliche Kontaktaufnahme. Die kontaktierte Lobbyfirma bzw. der Lobbyist hat daraufhin 60 Tage Zeit zu reagieren und die fehlenden Informationen nachzureichen. Sollte in diesem Zeitraum keine Reaktion auf die Anfrage folgen, wird der United States Attorney’s Office for the District of Columbia damit beauftragt ein Untersuchung einzuleiten. &lt;br /&gt;
Bei bewussten Verstößen kann es zu zivilen Strafen von bis zu 200.000 USD kommen und einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren. Die Gerichtsverhandlungen werden dabei von Zivilgerichten durchgeführt, so dass die Schuld an Hand der vorliegenden Beweise erwiesen werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fec.gov/law/feca/s1legislation.pdf, Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Section 211, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2008/04/20/washington/20lobby.html?pagewanted=all&amp;amp;_r=1&amp;amp;, Ethics Law Isn’t Without Its Loopholes], New York Times.com, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentation der Angaben aus dem Lobbyregister==&lt;br /&gt;
Die von den Lobbyisten gegenüber der Senats-/Repräsentantenhausverwaltung gemachten Angaben sind von diesen offen zu legen, laut Gesetz &amp;quot;in a searchable, sortable, and downloadable manner, to the extent technically practicable&amp;quot; (HLOGA, Section 209). Die Daten werden auf der [http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Homepage des Senats] und auf der [http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses] veröffentlicht. So können die Zilvilgeselschaft und unabhängige Organisationen kritisch prüfen, wer versucht, auf wen Einfluss zu nehmen - und wie viel Geld dabei zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings werden die veröffentlichten Daten von NGOs noch ausgewertet und aufbereitet, um die Dokumentation der Daten übersichtlicher zu gestalten. Zu nennen ist hier insbesondere das [[Center for Responsive Politics]], das auf seiner Seite [http://www.opensecrets.org opensecrets.org] die Daten bündelt, graphisch darstellt und mit weiteren Informationen z.B. über Seitenwechsel verknüpft. Die Summen, welche für Lobbyismus ausgegeben werden sind beeindruckend. 2010 wurden, dem [[Center for Responsive Politics]] zufolge, in den USA, 3,5 Milliarden US$ für Lobbying ausgegeben. 12 999 Lobbyisten waren registriert. Allein die [[US Chamber of Commerce]], investierte 2010 über 132 Millionen $ in Lobbyaktivitäten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org opensecrets.org], opensecrets.org, 25.April 2011, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik und Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
Es ist festzuhalten, dass das amerikanische Lobbyregister als Vorbild für Lobbyregister auf Bundes- und EU- Ebene fungieren kann. Es trägt dazu bei Lobbyismus transparenter zu gestalten und somit die demokratisch-gesellschaftliche Kontrolle des Gesetzgebungsprozesses zu erhöhen. Dennoch zeigen sich in der Gesetzgebung zum amerikanischen Lobbyregister einige Beispiele, die verdeutlichen, wie auch hier die Registrierungspflicht umgangen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hauptkritikpunkt ist die mangelhafte Sanktionierung von Verstößen gegen Regularien des Lobbyregisters. Bei Missachtung des Gesetzes verweist die Senatsverwaltung zwar die entdeckten Fälle an das Justizministerium, dieses zeigt bisher aber wenig Eifer gegen Verstöße vorzugehen. Exemplarisch sei hier Senator Christopher Dodd (Connecticut, Demokrat) zitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„[s]ince 2003, the Office of Public Records has referred over 2,000 cases to the Department of Justice, and nothing’s been heard from them again.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fas.org/sgp/crs/misc/RL33065.pdf Lobbying Reform: Background and Legislative Proposals, 109th Congress, R. Eric Petersen], Federation of American Scientist, 23. März 2006, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die veröffentlichungspflichtigen Daten müssten noch umfangreicher und detaillierter sein, um eine vollständige Transparenz zu erreichen. So erfasst das Gesetz keine indirekte Lobbyarbeit, also z.B. wenn ein Verband seine Mitglieder auffordert, als Privatperson Politiker mit Protest-Briefen und Mails zu kontaktieren. Das gleiche gilt für Lobbyarbeit, welche auf die 'öffentliche Meinung' zielt, um über diesen Umweg Politik zu beeinflussen. Nicht erfasst wird auch gezielte Lobbyarbeit zur Erlangung staatlicher Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Stealth Coalition“===&lt;br /&gt;
Die sogenannten „heimlichen Koalitionen“ bedeuten einen Zusammenschluss von mehreren Akteuren zu einem bestimmten Thema. Dabei vertritt ein registrierter Akteur die Interessen der gesamten Koalition, muss die weiteren Koalitionspartner aber nur dann registrierungspflichtig Melden, sollten diese mehr als 5.000 USD zur Finanzierung beitragen oder aber an der Planung und Kontrolle der Lobbyaktivität aktiv beteiligt sein. Die Akteure der „stealth coalition“ sind also häufig nicht im Lobbyregister zu finden, so dass hiermit eine legale Möglichkeit besteht, Lobbyaktivitäten zu betreiben ohne dabei registrierungspflichtig zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 10, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zusammenspiel von Lobby- und Kampagnen-Finanzierung===&lt;br /&gt;
Viele Lobbyisten wirken nicht direkt bei den Kampagnen mit, sind aber an den Kampagnen-Finanzierungen mit Spenden beteiligt. Einer Public Citizen Studie zu folge sind zwischen 1998 und 2005 ein viertel der Lobbyisten mit Spenden von mehr als 200 USD an einzelne Kongressabgeordnete oder an Wahlkampf-Komitees registriert worden. Außerdem zeigt die Studie, dass nur 6 Prozent der registrierten Lobbyisten verantwortlich ist für 83 Prozent der gesamten Kampagnen-Finanzierung die durch Lobbyisten getätigt wurde. Die Ausgaben für Kampagnen-Finanzierung durch Lobbyisten, stiegen dabei deutlich an. Für den Wahleinkampf 2000 beliefen sich die Spenden noch auf 17.8 Millionen USD. Vier Jahre später hatte sich die Summe mit 33.9 Millionen USD nahezu verdoppelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 19, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Bundled Contribution“===&lt;br /&gt;
Unter diese Kategorie fallen Summen, die Einzelpersonen oder Organisationen sammeln und dann gebündelt nutzen und registrieren. Die einzelnen Summen hinter den „Bundled Contribution“ sind dabei teilweise deutlich höher als die Summen die bei „direkter Einflussnahme“ bereits gemeldet werden müssten. &lt;br /&gt;
Die Intention der Lobbyisten ist es, dass der Empfänger der Spenden bei ihnen in der Schuld steht. &lt;br /&gt;
Die Geldgeber hinter den „bundled Contribution“ müssen zwar durch den Empfänger bei der Federal Election Commission gemeldet werden. Dies gilt aber erst ab einer Summe von 15.000 USD durch einem registrierten Lobbyisten und für den Fall, dass mindestens zweimal gespendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fec.gov/law/feca/s1legislation.pdf, Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Section 204, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragwürdiger Rückgang der Registrierungen und der Gesamtausgaben für Lobbyarbeit===  &lt;br /&gt;
Im Laufe der letzten Jahre zeigt sich sowohl ein Rückgang bei den Gesamtausgaben für Lobbyarbeit als auch bei der Anzahl registrierter Lobbyisten. Wurden 2010 noch 3.55 Mrd. USD für  Lobbyarbeit ausgegeben, waren es 2014 noch 3.23 Mrd. USD. Die Anzahl der registrierten Lobbyisten reduzierte sich von 12,954 für 2010 auf 11,781 für 2014.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opensecrets.org/lobby/, Lobbying Database], opensecrets.org, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Zeitraum von 2007 bis 2012 ergibt sich dabei ein Rückgang der Gesamtausgaben von 6 Prozent, wobei die Anzahl der registrierten Lobbyisten sogar um 25 Prozent gesunken sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rückläufigkeit von registrieren Lobbyisten sowie der Gesamtausgaben für Lobbyaktivitäten, wirft die Frage auf, ob tatsächliche weniger Lobbyarbeit geleistet wird oder ob es regulatorische Veränderungen gab, die lediglich Auswirkungen auf die Registrierungspflicht hatten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Daten aus dem Lobbyregister weisen dabei einige Auffälligkeit auf, durch die sich die Problematik verdeutlichen lässt. Auffällig ist beispielsweise, dass viele Lobbyisten, die aus dem Lobbyregister gestrichen wurden, weiterhin für die gleichen Arbeitgeber tätig waren und die Arbeitgeber zudem ähnliche Beträge für Lobbyarbeit angaben. 46 Prozent der Lobbyisten die 2011 registriert waren, sich aber für 2012 nicht mehr registrierten, hatten weiterhin eine Anstellung  bei dem selben Arbeitgeber.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Hand der Daten wird also zum einen deutlich, dass nicht mehr registrierte Lobbyisten häufig weiterhin für den selben Arbeitgeber tätig sind und das zum anderen die Zahl der registrierten Lobbyisten viel stärker gesunken ist, als die Gesamtausgaben für Lobbyismus. Es liegt also nahe, dass die Lobbyarbeit in einem ähnlichem Umfang betrieben wird, die Personen, die diese Arbeit ausführen aber nicht mehr im selben Umfang registriert werden. Dies würde bedeuten, dass der Einfluss auf die Politik zwar weiterhin stattfindet aber nicht mehr nachvollziehbar ist, welcher Lobbyist sich mit welchem Politiker trifft und zu welches Thema dabei Einfluss genommen werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/news/2013/03/lobbyists-2012-out-of-the-game-or-u/, Lobbyists 2012: Out of the Game or Under the Radar?], opensecrets.org, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[http://www.opensecrets.org Opensecrets.org, Webseite des Center for Responsive Politics]&lt;br /&gt;
*[http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses]&lt;br /&gt;
*[http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Lobbying Disclosure Webseite des US Senats]&lt;br /&gt;
* Robins, Rand (2010) [http://digitalcommons.wcl.american.edu/lpb/vol2/iss2/4 &amp;quot;Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved&amp;quot;]. Legislation and Policy Brief: Vol. 2: Iss. 2, Article 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32028</id>
		<title>Lobbyregister USA</title>
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		<updated>2015-03-04T15:15:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In den USA gibt es seit 1995 ein verpflichtendes [[Lobbyregister]]. Es wurde mit dem  [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) 1995 unter Bill Clinton eingeführt. 2007 ergänzte und verschärfte der Gesetzgeber die Regelungen mit dem [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/STATUTE-121/pdf/STATUTE-121-Pg735.pdf Honest Leadership and Open Government Act] (HLOGA).&lt;br /&gt;
Die amerikanische Gesetzgebung ist in vielen Punkten sehr weitreichend und kann somit zur Transparenz bei Lobbyarbeit beitragen. Dennoch verdeutlichen die Fallbeispiele, dass es Möglichkeiten gibt, die Regularien zu umgehen und das diese auch zunehmend genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ ''Hauptseite: [[Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in den USA Versuche, die interessengeleite Beeinflussung der demokratischen Institutionen zu beschränken oder besser zu regulieren. Die ersten umfassenden und systematischen Gesetze wurden 1938 ([http://www.fara.gov/ Foreign Agents Registration Act of 1938]) und 1946 ([http://definitions.uslegal.com/f/federal-regulation-of-lobbying-act-of-1946/ The Federal Regulation of Lobbying Act of 1946]) verabschiedet. Auf Grund  ungenauer Definitionen und zahlreicher Schlupflöcher blieb die Wirkung jedoch sehr begrenzt und die Gesetze wurden schnell reformbedürftig. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung wurde 1995 der '[[Lobbying Disclosure Act of 1995]]' (LDA) verabschiedet, der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat und die meisten vorherigen Werke ersetzte. Er war auch eine Reaktion auf zahlreiche Skandale, darunter der '[[Wedtech scandal]]', in den mehrere Kongressabgeordnete verwickelt waren. Seitdem wurde der LDA mehrmals überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bisher letzte Veränderung wurde 2007 der [[Honest Leadership and Open Government Act]] verabschiedet, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen deutlich verschärft hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definitionen innerhalb des amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Bereits durch den LDA von 1995 wurden diverse Begrifflichkeiten definiert, so dass diese als juristische Handlungsgrundlage dienen. Der HLOGA ergänzt bzw. modifiziert einige Definitionen, verweist aber an vielen Stellen auf die Definitionen des LDA. Die grundlegenden Definitionen durch die Gesetze sind im Folgende aufgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist===&lt;br /&gt;
1) Als Lobbyist ist jede, in irgendeiner Form bezahlte oder entschädigte (mindestens 2,500 USD in drei Monaten) Person definiert, welche mehr als einmal versucht Gesetze zu beeinflussen bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) deren Lobbyaktivität mehr als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in einem Zeitraum von drei Monaten umfasst oder&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
3) der Arbeitgeber mehr als 5,000 USD innerhalb von 6 Monaten bezahlt, um Lobbyarbeit zu ermöglichen.   &lt;br /&gt;
Ein zusätzliches Kriterium: Wenn eine Organisation eigene Lobbyisten beschäftigt, zählen diese als registrierungspflichtige Lobbyisten, falls die Organisation innerhalb von 6 Monaten insgesamt mindestens 20,500 USD für entsprechende Arbeitnehmer bezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 7, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus===&lt;br /&gt;
Nicht nur der direkte Kontakt zwischen Lobbyisten und Entscheidungsträgern, sondern auch Vorbereitungen, Planungen, Recherchearbeiten oder sonstige Hintergrundarbeiten die dem aktiven Lobby-Kontakten dienen, werden als Lobbyismus („Lobbying activities“) definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 2, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbykontakt===&lt;br /&gt;
Als Lobbykontakt wird im LDA jeder schriftliche oder mündliche Kontakt zu einem Entscheidungsträger der Legislativen oder der Exekutiven bezeichnet, der darauf ausgerichtet ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Gesetze auf Bundesebene zu modifizieren, formulieren oder zu ergänzen (gleiches gilt für Gesetzgebungsvorschläge),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Regeln oder Anordnungen der Exekutiven sowie politische Programme oder Positionen der Regierung der USA zu formulieren, zu modifizieren oder zu erweitern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) politische Programme auf Bundesebene auszuführen oder administrativ zu leiten (das beinhaltet Verhandlungen, Unterstützungen, oder die administrative Leitung bei Verträgen, Subventionen, Krediten, Genehmigungen, Lizenzen),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) die Nominierung oder Bereitstellung von Personen, für Positionen die dem Senat unterstellt sind, durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der LDA listet zu dem 19 Ausnahmen, die für eine Definition als Lobbykontakt berücksichtigt werden müssen. So ist beispielsweise [[Grassroots-Lobbying]], das Bürger dazu aufruft Politiker zu einem bestimmten Thema zu kontaktieren, von der Registrierungspflicht ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 3, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Registrierung von Lobbyaktivitäten===&lt;br /&gt;
Angestellte sowie Firmen die der Definition nach Lobbyaktivitäten betreiben, müssen sich innerhalb von 45 Tagen nach dem erstem Lobbykontakt beim „Clerk of the House“ und „Secretary of the Senate“ anmelden.  &lt;br /&gt;
Eine Registrierung beinhaltet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Organisation und eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Klienten sowie eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten, sollten diese der eigenen Beschreibung nicht entsprechen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- generelle Beschreibung der Themen, die durch Lobbyarbeit beeinflusst werden, sowie spezifische Angaben zu den Praktiken der Lobbyarbeit und den genauen Themen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu jedem Arbeitnehmer, der dazu angestellt ist, Lobbyarbeit zu betreiben, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu allen Organisationen, die die Arbeit der registrierten Organisation mit mehr als 5000 USD innerhalb von drei Monaten unterstützen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- die Identität von jeder externen Rechtspersönlichkeit, die die Arbeit der registrierten Organisation, direkt oder indirekt beeinflusst oder in einer Verbindung mit dem Klienten steht, um Einfluss auf die Aktivitäten zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 8f, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Registrierung verpflichtet zudem zu Quartalsberichten (&amp;quot;Quarterly Reports&amp;quot;) über Lobbyaktivitäten. Diese Berichte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Alle Anliegen und – bis zu den Grenzen des Umsetzbaren – eine Liste mit den Aktenzeichen der beeinflussten Gesetze sowie „references to the executive branch action“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Eine Liste darüber  welche Behörde bzw. Kongresskammer kontaktiert wurde, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) eine Schätzung der Einnahmen und Ausgaben und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) eine Offenlegung, falls ein Staat oder eine lokale Regierung als Auftraggeber tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 4, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Registrierungspflicht und Sanktionen==&lt;br /&gt;
Das Secretary of the Senate und das Cleark of the House sind verantwortlich für die Überwachung bzw. die Umsetzung des LDA und des HLOGA.&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gibt es zunächst eine schriftliche Kontaktaufnahme. Die kontaktierte Lobbyfirma bzw. der Lobbyist hat daraufhin 60 Tage Zeit zu reagieren und die fehlenden Informationen nachzureichen. Sollte in diesem Zeitraum keine Reaktion auf die Anfrage folgen, wird der United States Attorney’s Office for the District of Columbia damit beauftragt ein Untersuchung einzuleiten. &lt;br /&gt;
Bei bewussten Verstößen kann es zu zivilen Strafen von bis zu 200.000 USD kommen und einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren. Die Gerichtsverhandlungen werden dabei von Zivilgerichten durchgeführt, so dass die Schuld an Hand der vorliegenden Beweise erwiesen werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fec.gov/law/feca/s1legislation.pdf, Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Section 211, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2008/04/20/washington/20lobby.html?pagewanted=all&amp;amp;_r=1&amp;amp;, Ethics Law Isn’t Without Its Loopholes], New York Times.com, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentation der Angaben aus dem Lobbyregister==&lt;br /&gt;
Die von den Lobbyisten gegenüber der Senats-/Repräsentantenhausverwaltung gemachten Angaben sind von diesen offen zu legen, laut Gesetz &amp;quot;in a searchable, sortable, and downloadable manner, to the extent technically practicable&amp;quot; (HLOGA, Section 209). Die Daten werden auf der [http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Homepage des Senats] und auf der [http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses] veröffentlicht. So können die Zilvilgeselschaft und unabhängige Organisationen kritisch prüfen, wer versucht, auf wen Einfluss zu nehmen - und wie viel Geld dabei zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings werden die veröffentlichten Daten von NGOs noch ausgewertet und aufbereitet, um die Dokumentation der Daten übersichtlicher zu gestalten. Zu nennen ist hier insbesondere das [[Center for Responsive Politics]], das auf seiner Seite [http://www.opensecrets.org opensecrets.org] die Daten bündelt, graphisch darstellt und mit weiteren Informationen z.B. über Seitenwechsel verknüpft. Die Summen, welche für Lobbyismus ausgegeben werden sind beeindruckend. 2010 wurden, dem [[Center for Responsive Politics]] zufolge, in den USA, 3,5 Milliarden US$ für Lobbying ausgegeben. 12 999 Lobbyisten waren registriert. Allein die [[US Chamber of Commerce]], investierte 2010 über 132 Millionen $ in Lobbyaktivitäten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org opensecrets.org], opensecrets.org, 25.April 2011, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik und Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
Es ist festzuhalten, dass das amerikanische Lobbyregister als Vorbild für Lobbyregister auf Bundes- und EU- Ebene fungieren kann. Es trägt dazu bei Lobbyismus transparenter zu gestalten und somit die demokratisch-gesellschaftliche Kontrolle des Gesetzgebungsprozesses zu erhöhen. Dennoch zeigen sich in der Gesetzgebung zum amerikanischen Lobbyregister einige Beispiele, die verdeutlichen, wie auch hier die Registrierungspflicht umgangen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hauptkritikpunkt ist die mangelhafte Sanktionierung von Verstößen gegen Regularien des Lobbyregisters. Bei Missachtung des Gesetzes verweist die Senatsverwaltung zwar die entdeckten Fälle an das Justizministerium, dieses zeigt bisher aber wenig Eifer gegen Verstöße vorzugehen. Exemplarisch sei hier Senator Christopher Dodd (Connecticut, Demokrat) zitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„[s]ince 2003, the Office of Public Records has referred over 2,000 cases to the Department of Justice, and nothing’s been heard from them again.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fas.org/sgp/crs/misc/RL33065.pdf Lobbying Reform: Background and Legislative Proposals, 109th Congress, R. Eric Petersen], Federation of American Scientist, 23. März 2006, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die veröffentlichungspflichtigen Daten müssten noch umfangreicher und detaillierter sein, um eine vollständige Transparenz zu erreichen. So erfasst das Gesetz keine indirekte Lobbyarbeit, also z.B. wenn ein Verband seine Mitglieder auffordert, als Privatperson Politiker mit Protest-Briefen und Mails zu kontaktieren. Das gleiche gilt für Lobbyarbeit, welche auf die 'öffentliche Meinung' zielt, um über diesen Umweg Politik zu beeinflussen. Nicht erfasst wird auch gezielte Lobbyarbeit zur Erlangung staatlicher Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Stealth Coalition“===&lt;br /&gt;
Die sogenannten „heimlichen Koalitionen“ bedeuten einen Zusammenschluss von mehreren Akteuren zu einem bestimmten Thema. Dabei vertritt ein registrierter Akteur die Interessen der gesamten Koalition, muss die weiteren Koalitionspartner aber nur dann registrierungspflichtig Melden, sollten diese mehr als 5.000 USD zur Finanzierung beitragen oder aber an der Planung und Kontrolle der Lobbyaktivität aktiv beteiligt sein. Die Akteure der „stealth coalition“ sind also häufig nicht im Lobbyregister zu finden, so dass hiermit eine legale Möglichkeit besteht, Lobbyaktivitäten zu betreiben ohne dabei registrierungspflichtig zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 10, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zusammenspiel von Lobby- und Kampagnen-Finanzierung===&lt;br /&gt;
Viele Lobbyisten wirken nicht direkt bei den Kampagnen mit, sind aber an den Kampagnen-Finanzierungen mit Spenden beteiligt. Einer Public Citizen Studie zu folge sind zwischen 1998 und 2005 ein viertel der Lobbyisten mit Spenden von mehr als 200 USD an einzelne Kongressabgeordnete oder an Wahlkampf-Komitees registriert worden. Außerdem zeigt die Studie, dass nur 6 Prozent der registrierten Lobbyisten verantwortlich ist für 83 Prozent der gesamten Kampagnen-Finanzierung die durch Lobbyisten getätigt wurde. Die Ausgaben für Kampagnen-Finanzierung durch Lobbyisten, stiegen dabei deutlich an. Für den Wahleinkampf 2000 beliefen sich die Spenden noch auf 17.8 Millionen USD. Vier Jahre später hatte sich die Summe mit 33.9 Millionen USD nahezu verdoppelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 19, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Bundled Contribution“===&lt;br /&gt;
Unter diese Kategorie fallen Summen, die Einzelpersonen oder Organisationen sammeln und dann gebündelt nutzen und registrieren. Die einzelnen Summen hinter den „Bundled Contribution“ sind dabei teilweise deutlich höher als die Summen die bei „direkter Einflussnahme“ bereits gemeldet werden müssten. &lt;br /&gt;
Die Intention der Lobbyisten ist es, dass der Empfänger der Spenden bei ihnen in der Schuld steht. &lt;br /&gt;
Die Geldgeber hinter den „bundled Contribution“ müssen zwar durch den Empfänger bei der Federal Election Commission gemeldet werden. Dies gilt aber erst ab einer Summe von 15.000 USD durch einem registrierten Lobbyisten und für den Fall, dass mindestens zweimal gespendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fec.gov/law/feca/s1legislation.pdf, Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Section 204, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragwürdiger Rückgang der Registrierungen und der Gesamtausgaben für Lobbyarbeit===  &lt;br /&gt;
Im Laufe der letzten Jahre zeigt sich sowohl ein Rückgang bei den Gesamtausgaben für Lobbyarbeit als auch bei der Anzahl registrierter Lobbyisten. Wurden 2010 noch 3.55 Mrd. USD für  Lobbyarbeit ausgegeben, waren es 2014 noch 3.23 Mrd. USD. Die Anzahl der registrierten Lobbyisten reduzierte sich von 12,954 für 2010 auf 11,781 für 2014.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opensecrets.org/lobby/, Lobbying Database], opensecrets.org, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Zeitraum von 2007 bis 2012 ergibt sich dabei ein Rückgang der Gesamtausgaben von 6 Prozent, wobei die Anzahl der registrierten Lobbyisten sogar um 25 Prozent gesunken sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rückläufigkeit von registrieren Lobbyisten sowie der Gesamtausgaben für Lobbyaktivitäten, wirft die Frage auf, ob tatsächliche weniger Lobbyarbeit geleistet wird oder ob es regulatorische Veränderungen gab, die lediglich Auswirkungen auf die Registrierungspflicht hatten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Daten aus dem Lobbyregister weisen dabei einige Auffälligkeit auf, durch die sich die Problematik verdeutlichen lässt. Auffällig ist beispielsweise, dass viele Lobbyisten, die aus dem Lobbyregister gestrichen wurden, weiterhin für die gleichen Arbeitgeber tätig waren und die Arbeitgeber zudem ähnliche Beträge für Lobbyarbeit angaben. 46 Prozent der Lobbyisten die 2011 registriert waren, sich aber für 2012 nicht mehr registrierten, hatten weiterhin eine Anstellung  bei dem selben Arbeitgeber.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Hand der Daten wird also zum einen deutlich, dass nicht mehr registrierte Lobbyisten häufig weiterhin für den selben Arbeitgeber tätig sind und das zum anderen die Zahl der registrierten Lobbyisten viel stärker gesunken ist, als die Gesamtausgaben für Lobbyismus. Es liegt also nahe, dass die Lobbyarbeit in einem ähnlichem Umfang betrieben wird, die Personen, die diese Arbeit ausführen aber nicht mehr im selben Umfang registriert werden. Dies würde bedeuten, dass der Einfluss auf die Politik zwar weiterhin stattfindet aber nicht mehr nachvollziehbar ist, welcher Lobbyist sich mit welchem Politiker trifft und zu welches Thema dabei Einfluss genommen werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/news/2013/03/lobbyists-2012-out-of-the-game-or-u/, Lobbyists 2012: Out of the Game or Under the Radar?], opensecrets.org, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[http://www.opensecrets.org Opensecrets.org, Webseite des Center for Responsive Politics]&lt;br /&gt;
*[http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses]&lt;br /&gt;
*[http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Lobbying Disclosure Webseite des US Senats]&lt;br /&gt;
* Robins, Rand (2010) [http://digitalcommons.wcl.american.edu/lpb/vol2/iss2/4 &amp;quot;Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved&amp;quot;]. Legislation and Policy Brief: Vol. 2: Iss. 2, Article 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32027</id>
		<title>Lobbyregister USA</title>
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		<updated>2015-03-04T15:08:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In den USA gibt es seit 1995 ein verpflichtendes [[Lobbyregister]]. Es wurde mit dem  [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) 1995 unter Bill Clinton eingeführt. 2007 ergänzte und verschärfte der Gesetzgeber die Regelungen mit dem [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/STATUTE-121/pdf/STATUTE-121-Pg735.pdf Honest Leadership and Open Government Act] (HLOGA).&lt;br /&gt;
Die amerikanische Gesetzgebung ist in vielen Punkten sehr weitreichend und kann somit zur Transparenz bei Lobbyarbeit beitragen. Dennoch verdeutlichen die Fallbeispiele, dass es Möglichkeiten gibt, die Regularien zu umgehen und das diese auch zunehmend genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definitionen innerhalb des amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Bereits durch den LDA von 1995 wurden diverse Begrifflichkeiten definiert, so dass diese als juristische Handlungsgrundlage dienen. Der HLOGA ergänzt bzw. modifiziert einige Definitionen, verweist aber an vielen Stellen auf die Definitionen des LDA. Die grundlegenden Definitionen durch die Gesetze sind im Folgende aufgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist===&lt;br /&gt;
1) Als Lobbyist ist jede, in irgendeiner Form bezahlte oder entschädigte (mindestens 2,500 USD in drei Monaten) Person definiert, welche mehr als einmal versucht Gesetze zu beeinflussen bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) deren Lobbyaktivität mehr als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in einem Zeitraum von drei Monaten umfasst oder&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
3) der Arbeitgeber mehr als 5,000 USD innerhalb von 6 Monaten bezahlt, um Lobbyarbeit zu ermöglichen.   &lt;br /&gt;
Ein zusätzliches Kriterium: Wenn eine Organisation eigene Lobbyisten beschäftigt, zählen diese als registrierungspflichtige Lobbyisten, falls die Organisation innerhalb von 6 Monaten insgesamt mindestens 20,500 USD für entsprechende Arbeitnehmer bezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 7, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus===&lt;br /&gt;
Nicht nur der direkte Kontakt zwischen Lobbyisten und Entscheidungsträgern, sondern auch Vorbereitungen, Planungen, Recherchearbeiten oder sonstige Hintergrundarbeiten die dem aktiven Lobby-Kontakten dienen, werden als Lobbyismus („Lobbying activities“) definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 2, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbykontakt===&lt;br /&gt;
Als Lobbykontakt wird im LDA jeder schriftliche oder mündliche Kontakt zu einem Entscheidungsträger der Legislativen oder der Exekutiven bezeichnet, der darauf ausgerichtet ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Gesetze auf Bundesebene zu modifizieren, formulieren oder zu ergänzen (gleiches gilt für Gesetzgebungsvorschläge),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Regeln oder Anordnungen der Exekutiven sowie politische Programme oder Positionen der Regierung der USA zu formulieren, zu modifizieren oder zu erweitern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) politische Programme auf Bundesebene auszuführen oder administrativ zu leiten (das beinhaltet Verhandlungen, Unterstützungen, oder die administrative Leitung bei Verträgen, Subventionen, Krediten, Genehmigungen, Lizenzen),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) die Nominierung oder Bereitstellung von Personen, für Positionen die dem Senat unterstellt sind, durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der LDA listet zu dem 19 Ausnahmen, die für eine Definition als Lobbykontakt berücksichtigt werden müssen. So ist beispielsweise [[Grassroots-Lobbying]], das Bürger dazu aufruft Politiker zu einem bestimmten Thema zu kontaktieren, von der Registrierungspflicht ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 3, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Registrierung von Lobbyaktivitäten===&lt;br /&gt;
Angestellte sowie Firmen die der Definition nach Lobbyaktivitäten betreiben, müssen sich innerhalb von 45 Tagen nach dem erstem Lobbykontakt beim „Clerk of the House“ und „Secretary of the Senate“ anmelden.  &lt;br /&gt;
Eine Registrierung beinhaltet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Organisation und eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Klienten sowie eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten, sollten diese der eigenen Beschreibung nicht entsprechen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- generelle Beschreibung der Themen, die durch Lobbyarbeit beeinflusst werden, sowie spezifische Angaben zu den Praktiken der Lobbyarbeit und den genauen Themen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu jedem Arbeitnehmer, der dazu angestellt ist, Lobbyarbeit zu betreiben, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu allen Organisationen, die die Arbeit der registrierten Organisation mit mehr als 5000 USD innerhalb von drei Monaten unterstützen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- die Identität von jeder externen Rechtspersönlichkeit, die die Arbeit der registrierten Organisation, direkt oder indirekt beeinflusst oder in einer Verbindung mit dem Klienten steht, um Einfluss auf die Aktivitäten zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 8f, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Registrierung verpflichtet zudem zu Quartalsberichten (&amp;quot;Quarterly Reports&amp;quot;) über Lobbyaktivitäten. Diese Berichte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Alle Anliegen und – bis zu den Grenzen des Umsetzbaren – eine Liste mit den Aktenzeichen der beeinflussten Gesetze sowie „references to the executive branch action“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Eine Liste darüber  welche Behörde bzw. Kongresskammer kontaktiert wurde, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) eine Schätzung der Einnahmen und Ausgaben und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) eine Offenlegung, falls ein Staat oder eine lokale Regierung als Auftraggeber tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 4, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Registrierungspflicht und Sanktionen==&lt;br /&gt;
Das Secretary of the Senate und das Cleark of the House sind verantwortlich für die Überwachung bzw. die Umsetzung des LDA und des HLOGA.&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gibt es zunächst eine schriftliche Kontaktaufnahme. Die kontaktierte Lobbyfirma bzw. der Lobbyist hat daraufhin 60 Tage Zeit zu reagieren und die fehlenden Informationen nachzureichen. Sollte in diesem Zeitraum keine Reaktion auf die Anfrage folgen, wird der United States Attorney’s Office for the District of Columbia damit beauftragt ein Untersuchung einzuleiten. &lt;br /&gt;
Bei bewussten Verstößen kann es zu zivilen Strafen von bis zu 200.000 USD kommen und einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren. Die Gerichtsverhandlungen werden dabei von Zivilgerichten durchgeführt, so dass die Schuld an Hand der vorliegenden Beweise erwiesen werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fec.gov/law/feca/s1legislation.pdf, Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Section 211, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2008/04/20/washington/20lobby.html?pagewanted=all&amp;amp;_r=1&amp;amp;, Ethics Law Isn’t Without Its Loopholes], New York Times.com, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentation der Angaben aus dem Lobbyregister==&lt;br /&gt;
Die von den Lobbyisten gegenüber der Senats-/Repräsentantenhausverwaltung gemachten Angaben sind von diesen offen zu legen, laut Gesetz &amp;quot;in a searchable, sortable, and downloadable manner, to the extent technically practicable&amp;quot; (HLOGA, Section 209). Die Daten werden auf der [http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Homepage des Senats] und auf der [http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses] veröffentlicht. So können die Zilvilgeselschaft und unabhängige Organisationen kritisch prüfen, wer versucht, auf wen Einfluss zu nehmen - und wie viel Geld dabei zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings werden die veröffentlichten Daten von NGOs noch ausgewertet und aufbereitet, um die Dokumentation der Daten übersichtlicher zu gestalten. Zu nennen ist hier insbesondere das [[Center for Responsive Politics]], das auf seiner Seite [http://www.opensecrets.org opensecrets.org] die Daten bündelt, graphisch darstellt und mit weiteren Informationen z.B. über Seitenwechsel verknüpft. Die Summen, welche für Lobbyismus ausgegeben werden sind beeindruckend. 2010 wurden, dem [[Center for Responsive Politics]] zufolge, in den USA, 3,5 Milliarden US$ für Lobbying ausgegeben. 12 999 Lobbyisten waren registriert. Allein die [[US Chamber of Commerce]], investierte 2010 über 132 Millionen $ in Lobbyaktivitäten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org opensecrets.org], opensecrets.org, 25.April 2011, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik und Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
Es ist festzuhalten, dass das amerikanische Lobbyregister als Vorbild für Lobbyregister auf Bundes- und EU- Ebene fungieren kann. Es trägt dazu bei Lobbyismus transparenter zu gestalten und somit die demokratisch-gesellschaftliche Kontrolle des Gesetzgebungsprozesses zu erhöhen. Dennoch zeigen sich in der Gesetzgebung zum amerikanischen Lobbyregister einige Beispiele, die verdeutlichen, wie auch hier die Registrierungspflicht umgangen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hauptkritikpunkt ist die mangelhafte Sanktionierung von Verstößen gegen Regularien des Lobbyregisters. Bei Missachtung des Gesetzes verweist die Senatsverwaltung zwar die entdeckten Fälle an das Justizministerium, dieses zeigt bisher aber wenig Eifer gegen Verstöße vorzugehen. Exemplarisch sei hier Senator Christopher Dodd (Connecticut, Demokrat) zitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„[s]ince 2003, the Office of Public Records has referred over 2,000 cases to the Department of Justice, and nothing’s been heard from them again.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fas.org/sgp/crs/misc/RL33065.pdf Lobbying Reform: Background and Legislative Proposals, 109th Congress, R. Eric Petersen], Federation of American Scientist, 23. März 2006, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die veröffentlichungspflichtigen Daten müssten noch umfangreicher und detaillierter sein, um eine vollständige Transparenz zu erreichen. So erfasst das Gesetz keine indirekte Lobbyarbeit, also z.B. wenn ein Verband seine Mitglieder auffordert, als Privatperson Politiker mit Protest-Briefen und Mails zu kontaktieren. Das gleiche gilt für Lobbyarbeit, welche auf die 'öffentliche Meinung' zielt, um über diesen Umweg Politik zu beeinflussen. Nicht erfasst wird auch gezielte Lobbyarbeit zur Erlangung staatlicher Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Stealth Coalition“===&lt;br /&gt;
Die sogenannten „heimlichen Koalitionen“ bedeuten einen Zusammenschluss von mehreren Akteuren zu einem bestimmten Thema. Dabei vertritt ein registrierter Akteur die Interessen der gesamten Koalition, muss die weiteren Koalitionspartner aber nur dann registrierungspflichtig Melden, sollten diese mehr als 5.000 USD zur Finanzierung beitragen oder aber an der Planung und Kontrolle der Lobbyaktivität aktiv beteiligt sein. Die Akteure der „stealth coalition“ sind also häufig nicht im Lobbyregister zu finden, so dass hiermit eine legale Möglichkeit besteht, Lobbyaktivitäten zu betreiben ohne dabei registrierungspflichtig zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 10, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zusammenspiel von Lobby- und Kampagnen-Finanzierung===&lt;br /&gt;
Viele Lobbyisten wirken nicht direkt bei den Kampagnen mit, sind aber an den Kampagnen-Finanzierungen mit Spenden beteiligt. Einer Public Citizen Studie zu folge sind zwischen 1998 und 2005 ein viertel der Lobbyisten mit Spenden von mehr als 200 USD an einzelne Kongressabgeordnete oder an Wahlkampf-Komitees registriert worden. Außerdem zeigt die Studie, dass nur 6 Prozent der registrierten Lobbyisten verantwortlich ist für 83 Prozent der gesamten Kampagnen-Finanzierung die durch Lobbyisten getätigt wurde. Die Ausgaben für Kampagnen-Finanzierung durch Lobbyisten, stiegen dabei deutlich an. Für den Wahleinkampf 2000 beliefen sich die Spenden noch auf 17.8 Millionen USD. Vier Jahre später hatte sich die Summe mit 33.9 Millionen USD nahezu verdoppelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 19, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Bundled Contribution“===&lt;br /&gt;
Unter diese Kategorie fallen Summen, die Einzelpersonen oder Organisationen sammeln und dann gebündelt nutzen und registrieren. Die einzelnen Summen hinter den „Bundled Contribution“ sind dabei teilweise deutlich höher als die Summen die bei „direkter Einflussnahme“ bereits gemeldet werden müssten. &lt;br /&gt;
Die Intention der Lobbyisten ist es, dass der Empfänger der Spenden bei ihnen in der Schuld steht. &lt;br /&gt;
Die Geldgeber hinter den „bundled Contribution“ müssen zwar durch den Empfänger bei der Federal Election Commission gemeldet werden. Dies gilt aber erst ab einer Summe von 15.000 USD durch einem registrierten Lobbyisten und für den Fall, dass mindestens zweimal gespendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fec.gov/law/feca/s1legislation.pdf, Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Section 204, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragwürdiger Rückgang der Registrierungen und der Gesamtausgaben für Lobbyarbeit===  &lt;br /&gt;
Im Laufe der letzten Jahre zeigt sich sowohl ein Rückgang bei den Gesamtausgaben für Lobbyarbeit als auch bei der Anzahl registrierter Lobbyisten. Wurden 2010 noch 3.55 Mrd. USD für  Lobbyarbeit ausgegeben, waren es 2014 noch 3.23 Mrd. USD. Die Anzahl der registrierten Lobbyisten reduzierte sich von 12,954 für 2010 auf 11,781 für 2014.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opensecrets.org/lobby/, Lobbying Database], opensecrets.org, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Zeitraum von 2007 bis 2012 ergibt sich dabei ein Rückgang der Gesamtausgaben von 6 Prozent, wobei die Anzahl der registrierten Lobbyisten sogar um 25 Prozent gesunken sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rückläufigkeit von registrieren Lobbyisten sowie der Gesamtausgaben für Lobbyaktivitäten, wirft die Frage auf, ob tatsächliche weniger Lobbyarbeit geleistet wird oder ob es regulatorische Veränderungen gab, die lediglich Auswirkungen auf die Registrierungspflicht hatten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Daten aus dem Lobbyregister weisen dabei einige Auffälligkeit auf, durch die sich die Problematik verdeutlichen lässt. Auffällig ist beispielsweise, dass viele Lobbyisten, die aus dem Lobbyregister gestrichen wurden, weiterhin für die gleichen Arbeitgeber tätig waren und die Arbeitgeber zudem ähnliche Beträge für Lobbyarbeit angaben. 46 Prozent der Lobbyisten die 2011 registriert waren, sich aber für 2012 nicht mehr registrierten, hatten weiterhin eine Anstellung  bei dem selben Arbeitgeber.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Hand der Daten wird also zum einen deutlich, dass nicht mehr registrierte Lobbyisten häufig weiterhin für den selben Arbeitgeber tätig sind und das zum anderen die Zahl der registrierten Lobbyisten viel stärker gesunken ist, als die Gesamtausgaben für Lobbyismus. Es liegt also nahe, dass die Lobbyarbeit in einem ähnlichem Umfang betrieben wird, die Personen, die diese Arbeit ausführen aber nicht mehr im selben Umfang registriert werden. Dies würde bedeuten, dass der Einfluss auf die Politik zwar weiterhin stattfindet aber nicht mehr nachvollziehbar ist, welcher Lobbyist sich mit welchem Politiker trifft und zu welches Thema dabei Einfluss genommen werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/news/2013/03/lobbyists-2012-out-of-the-game-or-u/, Lobbyists 2012: Out of the Game or Under the Radar?], opensecrets.org, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ ''Hauptseite: [[Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in den USA Versuche, die interessengeleite Beeinflussung der demokratischen Institutionen zu beschränken oder besser zu regulieren. Die ersten umfassenden und systematischen Gesetze wurden 1938 ([http://www.fara.gov/ Foreign Agents Registration Act of 1938]) und 1946 ([http://definitions.uslegal.com/f/federal-regulation-of-lobbying-act-of-1946/ The Federal Regulation of Lobbying Act of 1946]) verabschiedet. Auf Grund  ungenauer Definitionen und zahlreicher Schlupflöcher blieb die Wirkung jedoch sehr begrenzt und die Gesetze wurden schnell reformbedürftig. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung wurde 1995 der '[[Lobbying Disclosure Act of 1995]]' (LDA) verabschiedet, der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat und die meisten vorherigen Werke ersetzte. Er war auch eine Reaktion auf zahlreiche Skandale, darunter der '[[Wedtech scandal]]', in den mehrere Kongressabgeordnete verwickelt waren. Seitdem wurde der LDA mehrmals überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bisher letzte Veränderung wurde 2007 der [[Honest Leadership and Open Government Act]] verabschiedet, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen deutlich verschärft hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[http://www.opensecrets.org Opensecrets.org, Webseite des Center for Responsive Politics]&lt;br /&gt;
*[http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses]&lt;br /&gt;
*[http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Lobbying Disclosure Webseite des US Senats]&lt;br /&gt;
* Robins, Rand (2010) [http://digitalcommons.wcl.american.edu/lpb/vol2/iss2/4 &amp;quot;Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved&amp;quot;]. Legislation and Policy Brief: Vol. 2: Iss. 2, Article 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32026</id>
		<title>Lobbyregister USA</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32026"/>
		<updated>2015-03-04T15:05:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In den USA gibt es seit 1995 ein verpflichtendes [[Lobbyregister]]. Es wurde mit dem  [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) 1995 unter Bill Clinton eingeführt. 2007 ergänzte und verschärfte der Gesetzgeber die Regelungen mit dem [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/STATUTE-121/pdf/STATUTE-121-Pg735.pdf Honest Leadership and Open Government Act] (HLOGA).&lt;br /&gt;
Die amerikanische Gesetzgebung ist in vielen Punkten sehr weitreichend und kann somit zur Transparenz bei Lobbyarbeit beitragen. Dennoch verdeutlichen die Fallbeispiele, dass es Möglichkeiten gibt, die Regularien zu umgehen und das diese auch zunehmend genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definitionen innerhalb des amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Bereits durch den LDA von 1995 wurden diverse Begrifflichkeiten definiert, so dass diese als juristische Handlungsgrundlage dienen. Der HLOGA ergänzt bzw. modifiziert einige Definitionen, verweist aber an vielen Stellen auf die Definitionen des LDA. Die grundlegenden Definitionen durch die Gesetze sind im Folgende aufgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist===&lt;br /&gt;
1) Als Lobbyist ist jede, in irgendeiner Form bezahlte oder entschädigte (mindestens 2,500 USD in drei Monaten) Person definiert, welche mehr als einmal versucht Gesetze zu beeinflussen bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) deren Lobbyaktivität mehr als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in einem Zeitraum von drei Monaten umfasst oder&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
3) der Arbeitgeber mehr als 5,000 USD innerhalb von 6 Monaten bezahlt, um Lobbyarbeit zu ermöglichen.   &lt;br /&gt;
Ein zusätzliches Kriterium: Wenn eine Organisation eigene Lobbyisten beschäftigt, zählen diese als registrierungspflichtige Lobbyisten, falls die Organisation innerhalb von 6 Monaten insgesamt mindestens 20,500 USD für entsprechende Arbeitnehmer bezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 7, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus===&lt;br /&gt;
Nicht nur der direkte Kontakt zwischen Lobbyisten und Entscheidungsträgern, sondern auch Vorbereitungen, Planungen, Recherchearbeiten oder sonstige Hintergrundarbeiten die dem aktiven Lobby-Kontakten dienen, werden als Lobbyismus („Lobbying activities“) definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 2, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbykontakt===&lt;br /&gt;
Als Lobbykontakt wird im LDA jeder schriftliche oder mündliche Kontakt zu einem Entscheidungsträger der Legislativen oder der Exekutiven bezeichnet, der darauf ausgerichtet ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Gesetze auf Bundesebene zu modifizieren, formulieren oder zu ergänzen (gleiches gilt für Gesetzgebungsvorschläge),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Regeln oder Anordnungen der Exekutiven sowie politische Programme oder Positionen der Regierung der USA zu formulieren, zu modifizieren oder zu erweitern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) politische Programme auf Bundesebene auszuführen oder administrativ zu leiten (das beinhaltet Verhandlungen, Unterstützungen, oder die administrative Leitung bei Verträgen, Subventionen, Krediten, Genehmigungen, Lizenzen),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) die Nominierung oder Bereitstellung von Personen, für Positionen die dem Senat unterstellt sind, durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der LDA listet zu dem 19 Ausnahmen, die für eine Definition als Lobbykontakt berücksichtigt werden müssen. So ist beispielsweise [[Grassroots-Lobbying]], das Bürger dazu aufruft Politiker zu einem bestimmten Thema zu kontaktieren, von der Registrierungspflicht ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 3, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Registrierung von Lobbyaktivitäten===&lt;br /&gt;
Angestellte sowie Firmen die der Definition nach Lobbyaktivitäten betreiben, müssen sich innerhalb von 45 Tagen nach dem erstem Lobbykontakt beim „Clerk of the House“ und „Secretary of the Senate“ anmelden.  &lt;br /&gt;
Eine Registrierung beinhaltet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Organisation und eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Klienten sowie eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten, sollten diese der eigenen Beschreibung nicht entsprechen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- generelle Beschreibung der Themen, die durch Lobbyarbeit beeinflusst werden, sowie spezifische Angaben zu den Praktiken der Lobbyarbeit und den genauen Themen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu jedem Arbeitnehmer, der dazu angestellt ist, Lobbyarbeit zu betreiben, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu allen Organisationen, die die Arbeit der registrierten Organisation mit mehr als 5000 USD innerhalb von drei Monaten unterstützen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- die Identität von jeder externen Rechtspersönlichkeit, die die Arbeit der registrierten Organisation, direkt oder indirekt beeinflusst oder in einer Verbindung mit dem Klienten steht, um Einfluss auf die Aktivitäten zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 8f, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Registrierung verpflichtet zudem zu Quartalsberichten (&amp;quot;Quarterly Reports&amp;quot;) über Lobbyaktivitäten. Diese Berichte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Alle Anliegen und – bis zu den Grenzen des Umsetzbaren – eine Liste mit den Aktenzeichen der beeinflussten Gesetze sowie „references to the executive branch action“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Eine Liste darüber  welche Behörde bzw. Kongresskammer kontaktiert wurde, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) eine Schätzung der Einnahmen und Ausgaben und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) eine Offenlegung, falls ein Staat oder eine lokale Regierung als Auftraggeber tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 4, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Registrierungspflicht und Sanktionen==&lt;br /&gt;
Das Secretary of the Senate und das Cleark of the House sind verantwortlich für die Überwachung bzw. die Umsetzung des LDA und des HLOGA.&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gibt es zunächst eine schriftliche Kontaktaufnahme. Die kontaktierte Lobbyfirma bzw. der Lobbyist hat daraufhin 60 Tage Zeit zu reagieren und die fehlenden Informationen nachzureichen. Sollte in diesem Zeitraum keine Reaktion auf die Anfrage folgen, wird der United States Attorney’s Office for the District of Columbia damit beauftragt ein Untersuchung einzuleiten. &lt;br /&gt;
Bei bewussten Verstößen kann es zu zivilen Strafen von bis zu 200.000 USD kommen und einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren. Die Gerichtsverhandlungen werden dabei von Zivilgerichten durchgeführt, so dass die Schuld an Hand der vorliegenden Beweise erwiesen werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fec.gov/law/feca/s1legislation.pdf, Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Section 211, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2008/04/20/washington/20lobby.html?pagewanted=all&amp;amp;_r=1&amp;amp;, Ethics Law Isn’t Without Its Loopholes], New York Times.com, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentation der Angaben aus dem Lobbyregister==&lt;br /&gt;
Die von den Lobbyisten gegenüber der Senats-/Repräsentantenhausverwaltung gemachten Angaben sind von diesen offen zu legen, laut Gesetz &amp;quot;in a searchable, sortable, and downloadable manner, to the extent technically practicable&amp;quot; (HLOGA, Section 209). Die Daten werden auf der [http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Homepage des Senats] und auf der [http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses] veröffentlicht. So können die Zilvilgeselschaft und unabhängige Organisationen kritisch prüfen, wer versucht, auf wen Einfluss zu nehmen - und wie viel Geld dabei zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings werden die veröffentlichten Daten von NGOs noch ausgewertet und aufbereitet, um die Dokumentation der Daten übersichtlicher zu gestalten. Zu nennen ist hier insbesondere das [[Center for Responsive Politics]], das auf seiner Seite [http://www.opensecrets.org opensecrets.org] die Daten bündelt, graphisch darstellt und mit weiteren Informationen z.B. über Seitenwechsel verknüpft. Die Summen, welche für Lobbyismus ausgegeben werden sind beeindruckend. 2010 wurden, dem [[Center for Responsive Politics]] zufolge, in den USA, 3,5 Milliarden US$ für Lobbying ausgegeben. 12 999 Lobbyisten waren registriert. Allein die [[US Chamber of Commerce]], investierte 2010 über 132 Millionen $ in Lobbyaktivitäten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org opensecrets.org], opensecrets.org, 25.April 2011, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik und Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
Es ist festzuhalten, dass das amerikanische Lobbyregister als Vorbild für Lobbyregister auf Bundes- und EU- Ebene fungieren kann. Es trägt dazu bei Lobbyismus transparenter zu gestalten und somit die demokratisch-gesellschaftliche Kontrolle des Gesetzgebungsprozesses zu erhöhen. Dennoch zeigen sich in der Gesetzgebung zum amerikanischen Lobbyregister einige Beispiele, die verdeutlichen, wie auch hier die Registrierungspflicht umgangen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hauptkritikpunkt ist die mangelhafte Sanktionierung von Verstößen gegen Regularien des Lobbyregisters. Bei Missachtung des Gesetzes verweist die Senatsverwaltung zwar die entdeckten Fälle an das Justizministerium, dieses zeigt bisher aber wenig Eifer gegen Verstöße vorzugehen. Exemplarisch sei hier Senator Christopher Dodd (Connecticut, Demokrat) zitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„[s]ince 2003, the Office of Public Records has referred over 2,000 cases to the Department of Justice, and nothing’s been heard from them again.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fas.org/sgp/crs/misc/RL33065.pdf Lobbying Reform: Background and Legislative Proposals, 109th Congress, R. Eric Petersen], Federation of American Scientist, 23. März 2006, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die veröffentlichungspflichtigen Daten müssten noch umfangreicher und detaillierter sein, um eine vollständige Transparenz zu erreichen. So erfasst das Gesetz keine indirekte Lobbyarbeit, also z.B. wenn ein Verband seine Mitglieder auffordert, als Privatperson Politiker mit Protest-Briefen und Mails zu kontaktieren. Das gleiche gilt für Lobbyarbeit, welche auf die 'öffentliche Meinung' zielt, um über diesen Umweg Politik zu beeinflussen. Nicht erfasst wird auch gezielte Lobbyarbeit zur Erlangung staatlicher Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Stealth Coalition“===&lt;br /&gt;
Die sogenannten „heimlichen Koalitionen“ bedeuten einen Zusammenschluss von mehreren Akteuren zu einem bestimmten Thema. Dabei vertritt ein registrierter Akteur die Interessen der gesamten Koalition, muss die weiteren Koalitionspartner aber nur dann registrierungspflichtig Melden, sollten diese mehr als 5.000 USD zur Finanzierung beitragen oder aber an der Planung und Kontrolle der Lobbyaktivität aktiv beteiligt sein. Die Akteure der „stealth coalition“ sind also häufig nicht im Lobbyregister zu finden, so dass hiermit eine legale Möglichkeit besteht, Lobbyaktivitäten zu betreiben ohne dabei registrierungspflichtig zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 10, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zusammenspiel von Lobby- und Kampagnen-Finanzierung===&lt;br /&gt;
Viele Lobbyisten wirken nicht direkt bei den Kampagnen mit, sind aber an den Kampagnen-Finanzierungen mit Spenden beteiligt. Einer Public Citizen Studie zu folge sind zwischen 1998 und 2005 ein viertel der Lobbyisten mit Spenden von mehr als 200 USD an einzelne Kongressabgeordnete oder an Wahlkampf-Komitees registriert worden. Außerdem zeigt die Studie, dass nur 6 Prozent der registrierten Lobbyisten verantwortlich ist für 83 Prozent der gesamten Kampagnen-Finanzierung die durch Lobbyisten getätigt wurde. Die Ausgaben für Kampagnen-Finanzierung durch Lobbyisten, stiegen dabei deutlich an. Für den Wahleinkampf 2000 beliefen sich die Spenden noch auf 17.8 Millionen USD. Vier Jahre später hatte sich die Summe mit 33.9 Millionen USD nahezu verdoppelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 19, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Bundled Contribution“===&lt;br /&gt;
Unter diese Kategorie fallen Summen, die Einzelpersonen oder Organisationen sammeln und dann gebündelt nutzen und registrieren. Die einzelnen Summen hinter den „Bundled Contribution“ sind dabei teilweise deutlich höher als die Summen die bei „direkter Einflussnahme“ bereits gemeldet werden müssten. &lt;br /&gt;
Die Intention der Lobbyisten ist es, dass der Empfänger der Spenden bei ihnen in der Schuld steht. &lt;br /&gt;
Die Geldgeber hinter den „bundled Contribution“ müssen zwar durch den Empfänger bei der Federal Election Commission gemeldet werden. Dies gilt aber erst ab einer Summe von 15.000 USD durch einem registrierten Lobbyisten und für den Fall, dass mindestens zweimal gespendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fec.gov/law/feca/s1legislation.pdf, Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Section 204, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragwürdiger Rückgang der Registrierungen und der Gesamtausgaben für Lobbyarbeit===  &lt;br /&gt;
Im Laufe der letzten Jahre zeigt sich sowohl ein Rückgang bei den Gesamtausgaben für Lobbyarbeit als auch bei der Anzahl registrierter Lobbyisten. Wurden 2010 noch 3.55 Mrd. USD für  Lobbyarbeit ausgegeben, waren es 2014 noch 3.23 Mrd. USD. Die Anzahl der registrierten Lobbyisten reduzierte sich von 12,954 für 2010 auf 11,781 für 2014.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opensecrets.org/lobby/, Lobbying Database], opensecrets.org, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Zeitraum von 2007 bis 2012 ergibt sich dabei ein Rückgang der Gesamtausgaben von 6 Prozent, wobei die Anzahl der registrierten Lobbyisten sogar um 25 Prozent gesunken sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rückläufigkeit von registrieren Lobbyisten sowie der Gesamtausgaben für Lobbyaktivitäten, wirft die Frage auf, ob tatsächliche weniger Lobbyarbeit geleistet wird oder ob es regulatorische Veränderungen gab, die lediglich Auswirkungen auf die Registrierungspflicht hatten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Daten aus dem Lobbyregister weisen dabei einige Auffälligkeit auf, durch die sich die Problematik verdeutlichen lässt. Auffällig ist beispielsweise, dass viele Lobbyisten, die aus dem Lobbyregister gestrichen wurden, weiterhin für die gleichen Arbeitgeber tätig waren und die Arbeitgeber zudem ähnliche Beträge für Lobbyarbeit angaben. 46 Prozent der Lobbyisten die 2011 registriert waren, sich aber für 2012 nicht mehr registrierten, hatten weiterhin eine Anstellung  bei dem selben Arbeitgeber.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Hand der Daten wird also zum einen deutlich, dass nicht mehr registrierte Lobbyisten häufig weiterhin für den selben Arbeitgeber tätig sind und das zum anderen die Zahl der registrierten Lobbyisten viel stärker gesunken ist, als die Gesamtausgaben für Lobbyismus. Es liegt also nahe, dass die Lobbyarbeit in einem ähnlichem Umfang betrieben wird, die Personen, die diese Arbeit ausführen aber nicht mehr im selben Umfang registriert werden. Dies würde bedeuten, dass der Einfluss auf die Politik zwar weiterhin stattfindet aber nicht mehr nachvollziehbar ist, welcher Lobbyist sich mit welchem Politiker trifft und zu welches Thema dabei Einfluss genommen werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/news/2013/03/lobbyists-2012-out-of-the-game-or-u/, Lobbyists 2012: Out of the Game or Under the Radar?], opensecrets.org, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ ''Hauptseite: [[Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in den USA Versuche, die interessengeleite Beeinflussung der demokratischen Institutionen zu beschränken oder besser zu regulieren. Die ersten umfassenden und systematischen Gesetze wurden 1938 ([http://www.fara.gov/ Foreign Agents Registration Act of 1938]) und 1946 ([http://definitions.uslegal.com/f/federal-regulation-of-lobbying-act-of-1946/ The Federal Regulation of Lobbying Act of 1946]) verabschiedet. Auf Grund  ungenauer Definitionen und zahlreicher Schlupflöcher blieb die Wirkung jedoch sehr begrenzt und die Gesetze wurden schnell reformbedürftig. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung wurde 1995 der '[[Lobbying Disclosure Act of 1995]]' (LDA) verabschiedet, der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat und die meisten vorherigen Werke ersetzte. Er war auch eine Reaktion auf zahlreiche Skandale, darunter der '[[Wedtech scandal]]', in den mehrere Kongressabgeordnete verwickelt waren. Seitdem wurde der LDA mehrmals überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bisher letzte Veränderung wurde 2007 der [[Honest Leadership and Open Government Act]] verabschiedet, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen deutlich verschärft hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[http://www.opensecrets.org Opensecrets.org, Webseite des Center for Responsive Politics]&lt;br /&gt;
*[http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses]&lt;br /&gt;
*[http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Lobbying Disclosure Webseite des US Senats]&lt;br /&gt;
* Robins, Rand (2010) [http://digitalcommons.wcl.american.edu/lpb/vol2/iss2/4 &amp;quot;Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved&amp;quot;]. Legislation and Policy Brief: Vol. 2: Iss. 2, Article 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32025</id>
		<title>Lobbyregister USA</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32025"/>
		<updated>2015-03-04T14:48:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In den USA gibt es seit 1995 ein verpflichtendes [[Lobbyregister]]. Es wurde mit dem  [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) 1995 unter Bill Clinton eingeführt. 2007 ergänzte und verschärfte der Gesetzgeber die Regelungen mit dem [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/STATUTE-121/pdf/STATUTE-121-Pg735.pdf Honest Leadership and Open Government Act] (HLOGA).&lt;br /&gt;
Die amerikanische Gesetzgebung ist in vielen Punkten sehr weitreichend und kann somit zur Transparenz bei Lobbyarbeit beitragen. Dennoch verdeutlichen die Fallbeispiele, dass es Möglichkeiten gibt, die Regularien zu umgehen und das diese auch zunehmend genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definitionen innerhalb des amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Bereits durch den LDA von 1995 wurden diverse Begrifflichkeiten definiert, so dass diese als juristische Handlungsgrundlage dienen. Der HLOGA ergänzt bzw. modifiziert einige Definitionen, verweist aber an vielen Stellen auf die Definitionen des LDA. Die grundlegenden Definitionen durch die Gesetze sind im Folgende aufgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist===&lt;br /&gt;
1) Als Lobbyist ist jede, in irgendeiner Form bezahlte oder entschädigte (mindestens 2,500 USD in drei Monaten) Person definiert, welche mehr als einmal versucht Gesetze zu beeinflussen bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) deren Lobbyaktivität mehr als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in einem Zeitraum von drei Monaten umfasst oder&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
3) der Arbeitgeber mehr als 5,000 USD innerhalb von 6 Monaten bezahlt, um Lobbyarbeit zu ermöglichen.   &lt;br /&gt;
Ein zusätzliches Kriterium: Wenn eine Organisation eigene Lobbyisten beschäftigt, zählen diese als registrierungspflichtige Lobbyisten, falls die Organisation innerhalb von 6 Monaten insgesamt mindestens 20,500 USD für entsprechende Arbeitnehmer bezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 7, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus===&lt;br /&gt;
Nicht nur der direkte Kontakt zwischen Lobbyisten und Entscheidungsträgern, sondern auch Vorbereitungen, Planungen, Recherchearbeiten oder sonstige Hintergrundarbeiten die dem aktiven Lobby-Kontakten dienen, werden als Lobbyismus („Lobbying activities“) definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 2, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbykontakt===&lt;br /&gt;
Als Lobbykontakt wird im LDA jeder schriftliche oder mündliche Kontakt zu einem Entscheidungsträger der Legislativen oder der Exekutiven bezeichnet, der darauf ausgerichtet ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Gesetze auf Bundesebene zu modifizieren, formulieren oder zu ergänzen (gleiches gilt für Gesetzgebungsvorschläge),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Regeln oder Anordnungen der Exekutiven sowie politische Programme oder Positionen der Regierung der USA zu formulieren, zu modifizieren oder zu erweitern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) politische Programme auf Bundesebene auszuführen oder administrativ zu leiten (das beinhaltet Verhandlungen, Unterstützungen, oder die administrative Leitung bei Verträgen, Subventionen, Krediten, Genehmigungen, Lizenzen),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) die Nominierung oder Bereitstellung von Personen, für Positionen die dem Senat unterstellt sind, durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der LDA listet zu dem 19 Ausnahmen, die für eine Definition als Lobbykontakt berücksichtigt werden müssen. So ist beispielsweise [[Grassroots-Lobbying]], das Bürger dazu aufruft Politiker zu einem bestimmten Thema zu kontaktieren, von der Registrierungspflicht ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 3, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Registrierung von Lobbyaktivitäten===&lt;br /&gt;
Angestellte sowie Firmen die der Definition nach Lobbyaktivitäten betreiben, müssen sich innerhalb von 45 Tagen nach dem erstem Lobbykontakt beim „Clerk of the House“ und „Secretary of the Senate“ anmelden.  &lt;br /&gt;
Eine Registrierung beinhaltet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Organisation und eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Klienten sowie eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten, sollten diese der eigenen Beschreibung nicht entsprechen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- generelle Beschreibung der Themen, die durch Lobbyarbeit beeinflusst werden, sowie spezifische Angaben zu den Praktiken der Lobbyarbeit und den genauen Themen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu jedem Arbeitnehmer, der dazu angestellt ist, Lobbyarbeit zu betreiben, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu allen Organisationen, die die Arbeit der registrierten Organisation mit mehr als 5000 USD innerhalb von drei Monaten unterstützen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- die Identität von jeder externen Rechtspersönlichkeit, die die Arbeit der registrierten Organisation, direkt oder indirekt beeinflusst oder in einer Verbindung mit dem Klienten steht, um Einfluss auf die Aktivitäten zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 8f, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Registrierung verpflichtet zudem zu Quartalsberichten (&amp;quot;Quarterly Reports&amp;quot;) über Lobbyaktivitäten. Diese Berichte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Alle Anliegen und – bis zu den Grenzen des Umsetzbaren – eine Liste mit den Aktenzeichen der beeinflussten Gesetze sowie „references to the executive branch action“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Eine Liste darüber  welche Behörde bzw. Kongresskammer kontaktiert wurde, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) eine Schätzung der Einnahmen und Ausgaben und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) eine Offenlegung, falls ein Staat oder eine lokale Regierung als Auftraggeber tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 4, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Registrierungspflicht und Sanktionen==&lt;br /&gt;
Das Secretary of the Senate und das Cleark of the House sind verantwortlich für die Überwachung bzw. die Umsetzung des LDA und des HLOGA.&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gibt es zunächst eine schriftliche Kontaktaufnahme. Die kontaktierte Lobbyfirma bzw. der Lobbyist hat daraufhin 60 Tage Zeit zu reagieren und die fehlenden Informationen nachzureichen. Sollte in diesem Zeitraum keine Reaktion auf die Anfrage folgen, wird der United States Attorney’s Office for the District of Columbia damit beauftragt ein Untersuchung einzuleiten. &lt;br /&gt;
Bei bewussten Verstößen kann es zu zivilen Strafen von bis zu 200.000 USD kommen und einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren. Die Gerichtsverhandlungen werden dabei von Zivilgerichten durchgeführt, so dass die Schuld an Hand der vorliegenden Beweise erwiesen werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fec.gov/law/feca/s1legislation.pdf, Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Section 211, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2008/04/20/washington/20lobby.html?pagewanted=all&amp;amp;_r=1&amp;amp;, Ethics Law Isn’t Without Its Loopholes], New York Times.com, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentation der Angaben aus dem Lobbyregister==&lt;br /&gt;
Die von den Lobbyisten gegenüber der Senats-/Repräsentantenhausverwaltung gemachten Angaben sind von diesen offen zu legen, laut Gesetz &amp;quot;in a searchable, sortable, and downloadable manner, to the extent technically practicable&amp;quot; (HLOGA, Section 209). Die Daten werden auf der [http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Homepage des Senats] und auf der [http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses] veröffentlicht. So können die Zilvilgeselschaft und unabhängige Organisationen kritisch prüfen, wer versucht, auf wen Einfluss zu nehmen - und wie viel Geld dabei zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings werden die veröffentlichten Daten von NGOs noch ausgewertet und aufbereitet, um die Dokumentation der Daten übersichtlicher zu gestalten. Zu nennen ist hier insbesondere das [[Center for Responsive Politics]], das auf seiner Seite [http://www.opensecrets.org opensecrets.org] die Daten bündelt, graphisch darstellt und mit weiteren Informationen z.B. über Seitenwechsel verknüpft. Die Summen, welche für Lobbyismus ausgegeben werden sind beeindruckend. 2010 wurden, dem [[Center for Responsive Politics]] zufolge, in den USA, 3,5 Milliarden US$ für Lobbying ausgegeben. 12 999 Lobbyisten waren registriert. Allein die [[US Chamber of Commerce]], investierte 2010 über 132 Millionen $ in Lobbyaktivitäten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org opensecrets.org], opensecrets.org, 25.April 2011, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik und Fallbeispiele==&lt;br /&gt;
Es ist festzuhalten, dass das amerikanische Lobbyregister als Vorbild für Lobbyregister auf Bundes- und EU- Ebene fungieren kann. Es trägt dazu bei Lobbyismus transparenter zu gestalten und somit die demokratisch-gesellschaftliche Kontrolle des Gesetzgebungsprozesses zu erhöhen. Dennoch zeigen sich in der Gesetzgebung zum amerikanischen Lobbyregister einige Beispiele, die verdeutlichen, wie auch hier die Registrierungspflicht umgangen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hauptkritikpunkt ist die mangelhafte Sanktionierung von Verstößen gegen Regularien des Lobbyregisters. Bei Missachtung des Gesetzes verweist die Senatsverwaltung zwar die entdeckten Fälle an das Justizministerium, dieses zeigt bisher aber wenig Eifer gegen Verstöße vorzugehen. Exemplarisch sei hier Senator Christopher Dodd (Connecticut, Demokrat) zitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„[s]ince 2003, the Office of Public Records has referred over 2,000 cases to the Department of Justice, and nothing’s been heard from them again.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fas.org/sgp/crs/misc/RL33065.pdf Lobbying Reform: Background and Legislative Proposals, 109th Congress, R. Eric Petersen], Federation of American Scientist, 23. März 2006, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die veröffentlichungspflichtigen Daten müssten noch umfangreicher und detaillierter sein, um eine vollständige Transparenz zu erreichen. So erfasst das Gesetz keine indirekte Lobbyarbeit, also z.B. wenn ein Verband seine Mitglieder auffordert, als Privatperson Politiker mit Protest-Briefen und Mails zu kontaktieren. Das gleiche gilt für Lobbyarbeit, welche auf die 'öffentliche Meinung' zielt, um über diesen Umweg Politik zu beeinflussen. Nicht erfasst wird auch gezielte Lobbyarbeit zur Erlangung staatlicher Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Stealth Coalition“===&lt;br /&gt;
Die sogenannten „heimlichen Koalitionen“ bedeuten einen Zusammenschluss von mehreren Akteuren zu einem bestimmten Thema. Dabei vertritt ein registrierter Akteur die Interessen der gesamten Koalition, muss die weiteren Koalitionspartner aber nur dann registrierungspflichtig Melden, sollten diese mehr als 5.000 USD zur Finanzierung beitragen oder aber an der Planung und Kontrolle der Lobbyaktivität aktiv beteiligt sein. Die Akteure der „stealth coalition“ sind also häufig nicht im Lobbyregister zu finden, so dass hiermit eine legale Möglichkeit besteht, Lobbyaktivitäten zu betreiben ohne dabei registrierungspflichtig zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 10, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zusammenspiel von Lobby- und Kampagnen-Finanzierung===&lt;br /&gt;
Viele Lobbyisten wirken nicht direkt bei den Kampagnen mit, sind aber an den Kampagnen-Finanzierungen mit Spenden beteiligt. Einer Public Citizen Studie zu folge sind zwischen 1998 und 2005 ein viertel der Lobbyisten mit Spenden von mehr als 200 USD an einzelne Kongressabgeordnete oder an Wahlkampf-Komitees registriert worden. Außerdem zeigt die Studie, dass nur 6 Prozent der registrierten Lobbyisten verantwortlich ist für 83 Prozent der gesamten Kampagnen-Finanzierung die durch Lobbyisten getätigt wurde. Die Ausgaben für Kampagnen-Finanzierung durch Lobbyisten, stiegen dabei deutlich an. Für den Wahleinkampf 2000 beliefen sich die Spenden noch auf 17.8 Millionen USD. Vier Jahre später hatte sich die Summe mit 33.9 Millionen USD nahezu verdoppelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 19, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Bundled Contribution“===&lt;br /&gt;
Unter diese Kategorie fallen Summen, die Einzelpersonen oder Organisationen sammeln und dann gebündelt nutzen und registrieren. Die einzelnen Summen hinter den „Bundled Contribution“ sind dabei teilweise deutlich höher als die Summen die bei „direkter Einflussnahme“ bereits gemeldet werden müssten. &lt;br /&gt;
Die Intention der Lobbyisten ist es, dass der Empfänger der Spenden bei ihnen in der Schuld steht. &lt;br /&gt;
Die Geldgeber hinter den „bundled Contribution“ müssen zwar durch den Empfänger bei der Federal Election Commission gemeldet werden. Dies gilt aber erst ab einer Summe von 15.000 USD durch einem registrierten Lobbyisten und für den Fall, dass mindestens zweimal gespendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fec.gov/law/feca/s1legislation.pdf, Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Section 204, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ ''Hauptseite: [[Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in den USA Versuche, die interessengeleite Beeinflussung der demokratischen Institutionen zu beschränken oder besser zu regulieren. Die ersten umfassenden und systematischen Gesetze wurden 1938 ([http://www.fara.gov/ Foreign Agents Registration Act of 1938]) und 1946 ([http://definitions.uslegal.com/f/federal-regulation-of-lobbying-act-of-1946/ The Federal Regulation of Lobbying Act of 1946]) verabschiedet. Auf Grund  ungenauer Definitionen und zahlreicher Schlupflöcher blieb die Wirkung jedoch sehr begrenzt und die Gesetze wurden schnell reformbedürftig. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung wurde 1995 der '[[Lobbying Disclosure Act of 1995]]' (LDA) verabschiedet, der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat und die meisten vorherigen Werke ersetzte. Er war auch eine Reaktion auf zahlreiche Skandale, darunter der '[[Wedtech scandal]]', in den mehrere Kongressabgeordnete verwickelt waren. Seitdem wurde der LDA mehrmals überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bisher letzte Veränderung wurde 2007 der [[Honest Leadership and Open Government Act]] verabschiedet, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen deutlich verschärft hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[http://www.opensecrets.org Opensecrets.org, Webseite des Center for Responsive Politics]&lt;br /&gt;
*[http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses]&lt;br /&gt;
*[http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Lobbying Disclosure Webseite des US Senats]&lt;br /&gt;
* Robins, Rand (2010) [http://digitalcommons.wcl.american.edu/lpb/vol2/iss2/4 &amp;quot;Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved&amp;quot;]. Legislation and Policy Brief: Vol. 2: Iss. 2, Article 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32024</id>
		<title>Lobbyregister USA</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32024"/>
		<updated>2015-03-04T14:18:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In den USA gibt es seit 1995 ein verpflichtendes [[Lobbyregister]]. Es wurde mit dem  [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) 1995 unter Bill Clinton eingeführt. 2007 ergänzte und verschärfte der Gesetzgeber die Regelungen mit dem [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/STATUTE-121/pdf/STATUTE-121-Pg735.pdf Honest Leadership and Open Government Act] (HLOGA).&lt;br /&gt;
Die amerikanische Gesetzgebung ist in vielen Punkten sehr weitreichend und kann somit zur Transparenz bei Lobbyarbeit beitragen. Dennoch verdeutlichen die Fallbeispiele, dass es Möglichkeiten gibt, die Regularien zu umgehen und das diese auch zunehmend genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definitionen innerhalb des amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Bereits durch den LDA von 1995 wurden diverse Begrifflichkeiten definiert, so dass diese als juristische Handlungsgrundlage dienen. Der HLOGA ergänzt bzw. modifiziert einige Definitionen, verweist aber an vielen Stellen auf die Definitionen des LDA. Die grundlegenden Definitionen durch die Gesetze sind im Folgende aufgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist===&lt;br /&gt;
1) Als Lobbyist ist jede, in irgendeiner Form bezahlte oder entschädigte (mindestens 2,500 USD in drei Monaten) Person definiert, welche mehr als einmal versucht Gesetze zu beeinflussen bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) deren Lobbyaktivität mehr als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in einem Zeitraum von drei Monaten umfasst oder&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
3) der Arbeitgeber mehr als 5,000 USD innerhalb von 6 Monaten bezahlt, um Lobbyarbeit zu ermöglichen.   &lt;br /&gt;
Ein zusätzliches Kriterium: Wenn eine Organisation eigene Lobbyisten beschäftigt, zählen diese als registrierungspflichtige Lobbyisten, falls die Organisation innerhalb von 6 Monaten insgesamt mindestens 20,500 USD für entsprechende Arbeitnehmer bezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 7, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus===&lt;br /&gt;
Nicht nur der direkte Kontakt zwischen Lobbyisten und Entscheidungsträgern, sondern auch Vorbereitungen, Planungen, Recherchearbeiten oder sonstige Hintergrundarbeiten die dem aktiven Lobby-Kontakten dienen, werden als Lobbyismus („Lobbying activities“) definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 2, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbykontakt===&lt;br /&gt;
Als Lobbykontakt wird im LDA jeder schriftliche oder mündliche Kontakt zu einem Entscheidungsträger der Legislativen oder der Exekutiven bezeichnet, der darauf ausgerichtet ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Gesetze auf Bundesebene zu modifizieren, formulieren oder zu ergänzen (gleiches gilt für Gesetzgebungsvorschläge),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Regeln oder Anordnungen der Exekutiven sowie politische Programme oder Positionen der Regierung der USA zu formulieren, zu modifizieren oder zu erweitern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) politische Programme auf Bundesebene auszuführen oder administrativ zu leiten (das beinhaltet Verhandlungen, Unterstützungen, oder die administrative Leitung bei Verträgen, Subventionen, Krediten, Genehmigungen, Lizenzen),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) die Nominierung oder Bereitstellung von Personen, für Positionen die dem Senat unterstellt sind, durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der LDA listet zu dem 19 Ausnahmen, die für eine Definition als Lobbykontakt berücksichtigt werden müssen. So ist beispielsweise [[Grassroots-Lobbying]], das Bürger dazu aufruft Politiker zu einem bestimmten Thema zu kontaktieren, von der Registrierungspflicht ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 3, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Registrierung von Lobbyaktivitäten===&lt;br /&gt;
Angestellte sowie Firmen die der Definition nach Lobbyaktivitäten betreiben, müssen sich innerhalb von 45 Tagen nach dem erstem Lobbykontakt beim „Clerk of the House“ und „Secretary of the Senate“ anmelden.  &lt;br /&gt;
Eine Registrierung beinhaltet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Organisation und eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Klienten sowie eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten, sollten diese der eigenen Beschreibung nicht entsprechen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- generelle Beschreibung der Themen, die durch Lobbyarbeit beeinflusst werden, sowie spezifische Angaben zu den Praktiken der Lobbyarbeit und den genauen Themen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu jedem Arbeitnehmer, der dazu angestellt ist, Lobbyarbeit zu betreiben, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu allen Organisationen, die die Arbeit der registrierten Organisation mit mehr als 5000 USD innerhalb von drei Monaten unterstützen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- die Identität von jeder externen Rechtspersönlichkeit, die die Arbeit der registrierten Organisation, direkt oder indirekt beeinflusst oder in einer Verbindung mit dem Klienten steht, um Einfluss auf die Aktivitäten zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 8f, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Registrierung verpflichtet zudem zu Quartalsberichten (&amp;quot;Quarterly Reports&amp;quot;) über Lobbyaktivitäten. Diese Berichte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Alle Anliegen und – bis zu den Grenzen des Umsetzbaren – eine Liste mit den Aktenzeichen der beeinflussten Gesetze sowie „references to the executive branch action“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Eine Liste darüber  welche Behörde bzw. Kongresskammer kontaktiert wurde, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) eine Schätzung der Einnahmen und Ausgaben und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) eine Offenlegung, falls ein Staat oder eine lokale Regierung als Auftraggeber tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 4, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Registrierungspflicht und Sanktionen==&lt;br /&gt;
Das Secretary of the Senate und das Cleark of the House sind verantwortlich für die Überwachung bzw. die Umsetzung des LDA und des HLOGA.&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gibt es zunächst eine schriftliche Kontaktaufnahme. Die kontaktierte Lobbyfirma bzw. der Lobbyist hat daraufhin 60 Tage Zeit zu reagieren und die fehlenden Informationen nachzureichen. Sollte in diesem Zeitraum keine Reaktion auf die Anfrage folgen, wird der United States Attorney’s Office for the District of Columbia damit beauftragt ein Untersuchung einzuleiten. &lt;br /&gt;
Bei bewussten Verstößen kann es zu zivilen Strafen von bis zu 200.000 USD kommen und einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren. Die Gerichtsverhandlungen werden dabei von Zivilgerichten durchgeführt, so dass die Schuld an Hand der vorliegenden Beweise erwiesen werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fec.gov/law/feca/s1legislation.pdf, Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Section 211, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2008/04/20/washington/20lobby.html?pagewanted=all&amp;amp;_r=1&amp;amp;, Ethics Law Isn’t Without Its Loopholes], New York Times.com, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentation der Angaben aus dem Lobbyregister==&lt;br /&gt;
Die von den Lobbyisten gegenüber der Senats-/Repräsentantenhausverwaltung gemachten Angaben sind von diesen offen zu legen, laut Gesetz &amp;quot;in a searchable, sortable, and downloadable manner, to the extent technically practicable&amp;quot; (HLOGA, Section 209). Die Daten werden auf der [http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Homepage des Senats] und auf der [http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses] veröffentlicht. So können die Zilvilgeselschaft und unabhängige Organisationen kritisch prüfen, wer versucht, auf wen Einfluss zu nehmen - und wie viel Geld dabei zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings werden die veröffentlichten Daten von NGOs noch ausgewertet und aufbereitet, um die Dokumentation der Daten übersichtlicher zu gestalten. Zu nennen ist hier insbesondere das [[Center for Responsive Politics]], das auf seiner Seite [http://www.opensecrets.org opensecrets.org] die Daten bündelt, graphisch darstellt und mit weiteren Informationen z.B. über Seitenwechsel verknüpft. Die Summen, welche für Lobbyismus ausgegeben werden sind beeindruckend. 2010 wurden, dem [[Center for Responsive Politics]] zufolge, in den USA, 3,5 Milliarden US$ für Lobbying ausgegeben. 12 999 Lobbyisten waren registriert. Allein die [[US Chamber of Commerce]], investierte 2010 über 132 Millionen $ in Lobbyaktivitäten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org opensecrets.org], opensecrets.org, 25.April 2011, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Srärken und Schwächen des Registers==&lt;br /&gt;
Es ist festzuhalten, dass das amerikanische Lobbyregister als Vorbild für Lobbyregister auf Bundes- und EU- Ebene wirken kann. Es trägt dazu bei Lobbyismus transparenter zu gestalten und somit die demokratisch-gesellschaftliche Kontrolle des Gesetzgebungsprozesses zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieses Register ist nicht fehlerfrei, sondern weist einige Schwächen auf.  &lt;br /&gt;
Ein großes Problem liegt bei den angedrohten Strafen. Bei Missachtung des Gesetzes verweist die Senatsverwaltung zwar die entdeckten Fälle an das Justizministerium, dieses zeigt bisher aber wenig Eifer gegen Verstöße vorzugehen. Exemplarisch sei hier Senator Christopher Dodd (Connecticut, Demokrat) zitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„[s]ince 2003, the Office of Public Records has referred over 2,000 cases to the Department of Justice, and nothing’s been heard from them again.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fas.org/sgp/crs/misc/RL33065.pdf Lobbying Reform: Background and Legislative Proposals, 109th Congress, R. Eric Petersen], Federation of American Scientist, 23. März 2006, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die veröffentlichungspflichtigen Daten müssten noch umfangreicher und detaillierter sein, um eine vollständige Transparenz zu erreichen. So erfasst das Gesetz keine indirekte Lobbyarbeit, also z.B. wenn ein Verband seine Mitglieder auffordert, als Privatperson Politiker mit Protest-Briefen und Mails zu kontaktieren. Das gleiche gilt für Lobbyarbeit, welche auf die 'öffentliche Meinung' zielt, um über diesen Umweg Politik zu beeinflussen. Nicht erfasst wird auch gezielte Lobbyarbeit zur Erlangung staatlicher Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ ''Hauptseite: [[Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in den USA Versuche, die interessengeleite Beeinflussung der demokratischen Institutionen zu beschränken oder besser zu regulieren. Die ersten umfassenden und systematischen Gesetze wurden 1938 ([http://www.fara.gov/ Foreign Agents Registration Act of 1938]) und 1946 ([http://definitions.uslegal.com/f/federal-regulation-of-lobbying-act-of-1946/ The Federal Regulation of Lobbying Act of 1946]) verabschiedet. Auf Grund  ungenauer Definitionen und zahlreicher Schlupflöcher blieb die Wirkung jedoch sehr begrenzt und die Gesetze wurden schnell reformbedürftig. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung wurde 1995 der '[[Lobbying Disclosure Act of 1995]]' (LDA) verabschiedet, der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat und die meisten vorherigen Werke ersetzte. Er war auch eine Reaktion auf zahlreiche Skandale, darunter der '[[Wedtech scandal]]', in den mehrere Kongressabgeordnete verwickelt waren. Seitdem wurde der LDA mehrmals überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bisher letzte Veränderung wurde 2007 der [[Honest Leadership and Open Government Act]] verabschiedet, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen deutlich verschärft hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[http://www.opensecrets.org Opensecrets.org, Webseite des Center for Responsive Politics]&lt;br /&gt;
*[http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses]&lt;br /&gt;
*[http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Lobbying Disclosure Webseite des US Senats]&lt;br /&gt;
* Robins, Rand (2010) [http://digitalcommons.wcl.american.edu/lpb/vol2/iss2/4 &amp;quot;Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved&amp;quot;]. Legislation and Policy Brief: Vol. 2: Iss. 2, Article 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32023</id>
		<title>Lobbyregister USA</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32023"/>
		<updated>2015-03-04T14:10:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In den USA gibt es seit 1995 ein verpflichtendes [[Lobbyregister]]. Es wurde mit dem  [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) 1995 unter Bill Clinton eingeführt. 2007 ergänzte und verschärfte der Gesetzgeber die Regelungen mit dem [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/STATUTE-121/pdf/STATUTE-121-Pg735.pdf Honest Leadership and Open Government Act] (HLOGA).&lt;br /&gt;
Die amerikanische Gesetzgebung ist in vielen Punkten sehr weitreichend und kann somit zur Transparenz bei Lobbyarbeit beitragen. Dennoch verdeutlichen die Fallbeispiele, dass es Möglichkeiten gibt, die Regularien zu umgehen und das diese auch zunehmend genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definitionen innerhalb des amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Bereits durch den LDA von 1995 wurden diverse Begrifflichkeiten definiert, so dass diese als juristische Handlungsgrundlage dienen. Der HLOGA ergänzt bzw. modifiziert einige Definitionen, verweist aber an vielen Stellen auf die Definitionen des LDA. Die grundlegenden Definitionen durch die Gesetze sind im Folgende aufgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist===&lt;br /&gt;
1) Als Lobbyist ist jede, in irgendeiner Form bezahlte oder entschädigte (mindestens 2,500 USD in drei Monaten) Person definiert, welche mehr als einmal versucht Gesetze zu beeinflussen bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) deren Lobbyaktivität mehr als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in einem Zeitraum von drei Monaten umfasst oder&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
3) der Arbeitgeber mehr als 5,000 USD innerhalb von 6 Monaten bezahlt, um Lobbyarbeit zu ermöglichen.   &lt;br /&gt;
Ein zusätzliches Kriterium: Wenn eine Organisation eigene Lobbyisten beschäftigt, zählen diese als registrierungspflichtige Lobbyisten, falls die Organisation innerhalb von 6 Monaten insgesamt mindestens 20,500 USD für entsprechende Arbeitnehmer bezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 7, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus===&lt;br /&gt;
Nicht nur der direkte Kontakt zwischen Lobbyisten und Entscheidungsträgern, sondern auch Vorbereitungen, Planungen, Recherchearbeiten oder sonstige Hintergrundarbeiten die dem aktiven Lobby-Kontakten dienen, werden als Lobbyismus („Lobbying activities“) definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 2, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbykontakt===&lt;br /&gt;
Als Lobbykontakt wird im LDA jeder schriftliche oder mündliche Kontakt zu einem Entscheidungsträger der Legislativen oder der Exekutiven bezeichnet, der darauf ausgerichtet ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Gesetze auf Bundesebene zu modifizieren, formulieren oder zu ergänzen (gleiches gilt für Gesetzgebungsvorschläge),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Regeln oder Anordnungen der Exekutiven sowie politische Programme oder Positionen der Regierung der USA zu formulieren, zu modifizieren oder zu erweitern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) politische Programme auf Bundesebene auszuführen oder administrativ zu leiten (das beinhaltet Verhandlungen, Unterstützungen, oder die administrative Leitung bei Verträgen, Subventionen, Krediten, Genehmigungen, Lizenzen),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) die Nominierung oder Bereitstellung von Personen, für Positionen die dem Senat unterstellt sind, durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der LDA listet zu dem 19 Ausnahmen, die für eine Definition als Lobbykontakt berücksichtigt werden müssen. So ist beispielsweise [[Grassroots-Lobbying]], das Bürger dazu aufruft Politiker zu einem bestimmten Thema zu kontaktieren, von der Registrierungspflicht ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 3, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Registrierung von Lobbyaktivitäten===&lt;br /&gt;
Angestellte sowie Firmen die der Definition nach Lobbyaktivitäten betreiben, müssen sich innerhalb von 45 Tagen nach dem erstem Lobbykontakt beim „Clerk of the House“ und „Secretary of the Senate“ anmelden.  &lt;br /&gt;
Eine Registrierung beinhaltet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Organisation und eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Klienten sowie eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten, sollten diese der eigenen Beschreibung nicht entsprechen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- generelle Beschreibung der Themen, die durch Lobbyarbeit beeinflusst werden, sowie spezifische Angaben zu den Praktiken der Lobbyarbeit und den genauen Themen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu jedem Arbeitnehmer, der dazu angestellt ist, Lobbyarbeit zu betreiben, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu allen Organisationen, die die Arbeit der registrierten Organisation mit mehr als 5000 USD innerhalb von drei Monaten unterstützen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- die Identität von jeder externen Rechtspersönlichkeit, die die Arbeit der registrierten Organisation, direkt oder indirekt beeinflusst oder in einer Verbindung mit dem Klienten steht, um Einfluss auf die Aktivitäten zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 8f, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Registrierung verpflichtet zudem zu Quartalsberichten (&amp;quot;Quarterly Reports&amp;quot;) über Lobbyaktivitäten. Diese Berichte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Alle Anliegen und – bis zu den Grenzen des Umsetzbaren – eine Liste mit den Aktenzeichen der beeinflussten Gesetze sowie „references to the executive branch action“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Eine Liste darüber  welche Behörde bzw. Kongresskammer kontaktiert wurde, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) eine Schätzung der Einnahmen und Ausgaben und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) eine Offenlegung, falls ein Staat oder eine lokale Regierung als Auftraggeber tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 4, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Registrierungspflicht und Sanktionen==&lt;br /&gt;
Das Secretary of the Senate und das Cleark of the House sind verantwortlich für die Überwachung bzw. die Umsetzung des LDA und des HLOGA.&lt;br /&gt;
Bei Verstößen gibt es zunächst eine schriftliche Kontaktaufnahme. Die kontaktierte Lobbyfirma bzw. der Lobbyist hat daraufhin 60 Tage Zeit zu reagieren und die fehlenden Informationen nachzureichen. Sollte in diesem Zeitraum keine Reaktion auf die Anfrage folgen, wird der United States Attorney’s Office for the District of Columbia damit beauftragt ein Untersuchung einzuleiten. &lt;br /&gt;
Bei bewussten Verstößen kann es zu zivilen Strafen von bis zu 200.000 USD kommen und einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren. Die Gerichtsverhandlungen werden dabei von Zivilgerichten durchgeführt, so dass die Schuld an Hand der vorliegenden Beweise erwiesen werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fec.gov/law/feca/s1legislation.pdf, Honest Leadership and Open Government Act of 2007], Section 211, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2008/04/20/washington/20lobby.html?pagewanted=all&amp;amp;_r=1&amp;amp;, Ethics Law Isn’t Without Its Loopholes], New York Times.com, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was passiert mit den Angaben der Lobbyisten?==&lt;br /&gt;
Die von den Lobbyisten gegenüber der Senats-/Repräsentantenhausverwaltung gemachten Angaben sind von diesen offen zu legen, laut Gesetz &amp;quot;in a searchable, sortable, and downloadable manner, to the extent technically practicable&amp;quot; (HLOGA section 209). Die Daten werden auf der [http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Homepage des Senats] und auf der [http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses] veröffentlicht. So können interessierte Bürger und unabhängige Vereinigungen kritisch prüfen, wer versucht, auf wen Einfluss zu nehmen - und wie viel Geld dabei zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings werden die veröffentlichten Daten von NGOs noch besser ausgewertet und aufbereitet. Zu nennen ist hier insbesondere das [[Center for Responsive Politics]], das auf seiner Seite [http://www.opensecrets.org opensecrets.org] die Daten bündelt, graphisch darstellt und mit weiteren Informationen z.B. über Seitenwechsel verknüpft. Die Summen, welche für Lobbyismus ausgegeben werden sind beeindruckend. 2010 wurden, dem [[Center for Responsive Politics]] zufolge, in den USA, 3,5 Milliarden US$ für Lobbying ausgegeben. 12 999 Lobbyisten waren registriert. Allein die [[US Chamber of Commerce]], investierte 2010 über 132 Millionen $ in Lobbyaktivitäten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org opensecrets.org], opensecrets.org, 25.April 2011, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Srärken und Schwächen des Registers==&lt;br /&gt;
Es ist festzuhalten, dass das amerikanische Lobbyregister als Vorbild für Lobbyregister auf Bundes- und EU- Ebene wirken kann. Es trägt dazu bei Lobbyismus transparenter zu gestalten und somit die demokratisch-gesellschaftliche Kontrolle des Gesetzgebungsprozesses zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieses Register ist nicht fehlerfrei, sondern weist einige Schwächen auf.  &lt;br /&gt;
Ein großes Problem liegt bei den angedrohten Strafen. Bei Missachtung des Gesetzes verweist die Senatsverwaltung zwar die entdeckten Fälle an das Justizministerium, dieses zeigt bisher aber wenig Eifer gegen Verstöße vorzugehen. Exemplarisch sei hier Senator Christopher Dodd (Connecticut, Demokrat) zitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„[s]ince 2003, the Office of Public Records has referred over 2,000 cases to the Department of Justice, and nothing’s been heard from them again.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fas.org/sgp/crs/misc/RL33065.pdf Lobbying Reform: Background and Legislative Proposals, 109th Congress, R. Eric Petersen], Federation of American Scientist, 23. März 2006, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die veröffentlichungspflichtigen Daten müssten noch umfangreicher und detaillierter sein, um eine vollständige Transparenz zu erreichen. So erfasst das Gesetz keine indirekte Lobbyarbeit, also z.B. wenn ein Verband seine Mitglieder auffordert, als Privatperson Politiker mit Protest-Briefen und Mails zu kontaktieren. Das gleiche gilt für Lobbyarbeit, welche auf die 'öffentliche Meinung' zielt, um über diesen Umweg Politik zu beeinflussen. Nicht erfasst wird auch gezielte Lobbyarbeit zur Erlangung staatlicher Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ ''Hauptseite: [[Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in den USA Versuche, die interessengeleite Beeinflussung der demokratischen Institutionen zu beschränken oder besser zu regulieren. Die ersten umfassenden und systematischen Gesetze wurden 1938 ([http://www.fara.gov/ Foreign Agents Registration Act of 1938]) und 1946 ([http://definitions.uslegal.com/f/federal-regulation-of-lobbying-act-of-1946/ The Federal Regulation of Lobbying Act of 1946]) verabschiedet. Auf Grund  ungenauer Definitionen und zahlreicher Schlupflöcher blieb die Wirkung jedoch sehr begrenzt und die Gesetze wurden schnell reformbedürftig. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung wurde 1995 der '[[Lobbying Disclosure Act of 1995]]' (LDA) verabschiedet, der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat und die meisten vorherigen Werke ersetzte. Er war auch eine Reaktion auf zahlreiche Skandale, darunter der '[[Wedtech scandal]]', in den mehrere Kongressabgeordnete verwickelt waren. Seitdem wurde der LDA mehrmals überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bisher letzte Veränderung wurde 2007 der [[Honest Leadership and Open Government Act]] verabschiedet, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen deutlich verschärft hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[http://www.opensecrets.org Opensecrets.org, Webseite des Center for Responsive Politics]&lt;br /&gt;
*[http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses]&lt;br /&gt;
*[http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Lobbying Disclosure Webseite des US Senats]&lt;br /&gt;
* Robins, Rand (2010) [http://digitalcommons.wcl.american.edu/lpb/vol2/iss2/4 &amp;quot;Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved&amp;quot;]. Legislation and Policy Brief: Vol. 2: Iss. 2, Article 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32022</id>
		<title>Lobbyregister USA</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32022"/>
		<updated>2015-03-04T13:42:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In den USA gibt es seit 1995 ein verpflichtendes [[Lobbyregister]]. Es wurde mit dem  [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) 1995 unter Bill Clinton eingeführt. 2007 ergänzte und verschärfte der Gesetzgeber die Regelungen mit dem [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/STATUTE-121/pdf/STATUTE-121-Pg735.pdf Honest Leadership and Open Government Act] (HLOGA).&lt;br /&gt;
Die amerikanische Gesetzgebung ist in vielen Punkten sehr weitreichend und kann somit zur Transparenz bei Lobbyarbeit beitragen. Dennoch verdeutlichen die Fallbeispiele, dass es Möglichkeiten gibt, die Regularien zu umgehen und das diese auch zunehmend genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definitionen innerhalb des amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Bereits durch den LDA von 1995 wurden diverse Begrifflichkeiten definiert, so dass diese als juristische Handlungsgrundlage dienen. Der HLOGA ergänzt bzw. modifiziert einige Definitionen, verweist aber an vielen Stellen auf die Definitionen des LDA. Die grundlegenden Definitionen durch die Gesetze sind im Folgende aufgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist===&lt;br /&gt;
1) Als Lobbyist ist jede, in irgendeiner Form bezahlte oder entschädigte (mindestens 2,500 USD in drei Monaten) Person definiert, welche mehr als einmal versucht Gesetze zu beeinflussen bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) deren Lobbyaktivität mehr als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in einem Zeitraum von drei Monaten umfasst oder&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
3) der Arbeitgeber mehr als 5,000 USD innerhalb von 6 Monaten bezahlt, um Lobbyarbeit zu ermöglichen.   &lt;br /&gt;
Ein zusätzliches Kriterium: Wenn eine Organisation eigene Lobbyisten beschäftigt, zählen diese als registrierungspflichtige Lobbyisten, falls die Organisation innerhalb von 6 Monaten insgesamt mindestens 20,500 USD für entsprechende Arbeitnehmer bezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 7, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus===&lt;br /&gt;
Nicht nur der direkte Kontakt zwischen Lobbyisten und Entscheidungsträgern, sondern auch Vorbereitungen, Planungen, Recherchearbeiten oder sonstige Hintergrundarbeiten die dem aktiven Lobby-Kontakten dienen, werden als Lobbyismus („Lobbying activities“) definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 2, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbykontakt===&lt;br /&gt;
Als Lobbykontakt wird im LDA jeder schriftliche oder mündliche Kontakt zu einem Entscheidungsträger der Legislativen oder der Exekutiven bezeichnet, der darauf ausgerichtet ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Gesetze auf Bundesebene zu modifizieren, formulieren oder zu ergänzen (gleiches gilt für Gesetzgebungsvorschläge),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Regeln oder Anordnungen der Exekutiven sowie politische Programme oder Positionen der Regierung der USA zu formulieren, zu modifizieren oder zu erweitern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) politische Programme auf Bundesebene auszuführen oder administrativ zu leiten (das beinhaltet Verhandlungen, Unterstützungen, oder die administrative Leitung bei Verträgen, Subventionen, Krediten, Genehmigungen, Lizenzen),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) die Nominierung oder Bereitstellung von Personen, für Positionen die dem Senat unterstellt sind, durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der LDA listet zu dem 19 Ausnahmen, die für eine Definition als Lobbykontakt berücksichtigt werden müssen. So ist beispielsweise [[Grassroots-Lobbying]], das Bürger dazu aufruft Politiker zu einem bestimmten Thema zu kontaktieren, von der Registrierungspflicht ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 3, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Registrierung von Lobbyaktivitäten===&lt;br /&gt;
Angestellte sowie Firmen die der Definition nach Lobbyaktivitäten betreiben, müssen sich innerhalb von 45 Tagen nach dem erstem Lobbykontakt beim „Clerk of the House“ und „Secretary of the Senate“ anmelden.  &lt;br /&gt;
Eine Registrierung beinhaltet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Organisation und eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- vollständige Kontaktdaten der registrierten Klienten sowie eine allgemeine Beschreibung der Geschäfte und Aktivitäten, sollten diese der eigenen Beschreibung nicht entsprechen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- generelle Beschreibung der Themen, die durch Lobbyarbeit beeinflusst werden, sowie spezifische Angaben zu den Praktiken der Lobbyarbeit und den genauen Themen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu jedem Arbeitnehmer, der dazu angestellt ist, Lobbyarbeit zu betreiben, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Angaben zu allen Organisationen, die die Arbeit der registrierten Organisation mit mehr als 5000 USD innerhalb von drei Monaten unterstützen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- die Identität von jeder externen Rechtspersönlichkeit, die die Arbeit der registrierten Organisation, direkt oder indirekt beeinflusst oder in einer Verbindung mit dem Klienten steht, um Einfluss auf die Aktivitäten zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 8f, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Registrierung verpflichtet zudem zu Quartalsberichten (&amp;quot;Quarterly Reports&amp;quot;) über Lobbyaktivitäten. Diese Berichte enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Alle Anliegen und – bis zu den Grenzen des Umsetzbaren – eine Liste mit den Aktenzeichen der beeinflussten Gesetze sowie „references to the executive branch action“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Eine Liste darüber  welche Behörde bzw. Kongresskammer kontaktiert wurde, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) eine Schätzung der Einnahmen und Ausgaben und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) eine Offenlegung, falls ein Staat oder eine lokale Regierung als Auftraggeber tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcommons.wcl.american.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&amp;amp;context=lpb, Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved], S. 4, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Registrierungspflicht und Strafen==&lt;br /&gt;
Jeder, der unter die Definition Lobbyist fällt, muss der Verwaltung von Senat und Repräsentantenhaus regelmäßig mitteilen, wer er ist, für welche Kunden er auf welchen Gebieten tätig werden soll und welche Mitarbeiter das Lobbying durchführen. Außerdem müssen Agenturen oder ähnliche Lobbyvereinigungen, welche mehrere Klienten vertreten, ihre Aufträge für jeden dieser Klienten separat darlegen. Um das ganze etwas übersichtlicher zu halten sind Kleinstaufträge und 'Hobbylobbyisten', welche nur selten Lobbyarbeit betreiben, nicht meldepflichtig. Bei Nichteinhaltung der Gesetze werden die Lobbyisten zunächst darüber informiert und um Stellungnahme gebeten. Erst bei bewussten Verstößen gegen den LDA verweisen die Verwaltungen von Senat und Repräsentantenhaus den Fall weiter an das Justizministerium. Theoretisch drohen dann Strafen bis 200 000 US-$, unter besonders schweren Umständen auch eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was passiert mit den Angaben der Lobbyisten?==&lt;br /&gt;
Die von den Lobbyisten gegenüber der Senats-/Repräsentantenhausverwaltung gemachten Angaben sind von diesen offen zu legen, laut Gesetz &amp;quot;in a searchable, sortable, and downloadable manner, to the extent technically practicable&amp;quot; (HLOGA section 209). Die Daten werden auf der [http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Homepage des Senats] und auf der [http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses] veröffentlicht. So können interessierte Bürger und unabhängige Vereinigungen kritisch prüfen, wer versucht, auf wen Einfluss zu nehmen - und wie viel Geld dabei zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings werden die veröffentlichten Daten von NGOs noch besser ausgewertet und aufbereitet. Zu nennen ist hier insbesondere das [[Center for Responsive Politics]], das auf seiner Seite [http://www.opensecrets.org opensecrets.org] die Daten bündelt, graphisch darstellt und mit weiteren Informationen z.B. über Seitenwechsel verknüpft. Die Summen, welche für Lobbyismus ausgegeben werden sind beeindruckend. 2010 wurden, dem [[Center for Responsive Politics]] zufolge, in den USA, 3,5 Milliarden US$ für Lobbying ausgegeben. 12 999 Lobbyisten waren registriert. Allein die [[US Chamber of Commerce]], investierte 2010 über 132 Millionen $ in Lobbyaktivitäten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org opensecrets.org], opensecrets.org, 25.April 2011, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Srärken und Schwächen des Registers==&lt;br /&gt;
Es ist festzuhalten, dass das amerikanische Lobbyregister als Vorbild für Lobbyregister auf Bundes- und EU- Ebene wirken kann. Es trägt dazu bei Lobbyismus transparenter zu gestalten und somit die demokratisch-gesellschaftliche Kontrolle des Gesetzgebungsprozesses zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieses Register ist nicht fehlerfrei, sondern weist einige Schwächen auf.  &lt;br /&gt;
Ein großes Problem liegt bei den angedrohten Strafen. Bei Missachtung des Gesetzes verweist die Senatsverwaltung zwar die entdeckten Fälle an das Justizministerium, dieses zeigt bisher aber wenig Eifer gegen Verstöße vorzugehen. Exemplarisch sei hier Senator Christopher Dodd (Connecticut, Demokrat) zitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„[s]ince 2003, the Office of Public Records has referred over 2,000 cases to the Department of Justice, and nothing’s been heard from them again.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fas.org/sgp/crs/misc/RL33065.pdf Lobbying Reform: Background and Legislative Proposals, 109th Congress, R. Eric Petersen], Federation of American Scientist, 23. März 2006, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die veröffentlichungspflichtigen Daten müssten noch umfangreicher und detaillierter sein, um eine vollständige Transparenz zu erreichen. So erfasst das Gesetz keine indirekte Lobbyarbeit, also z.B. wenn ein Verband seine Mitglieder auffordert, als Privatperson Politiker mit Protest-Briefen und Mails zu kontaktieren. Das gleiche gilt für Lobbyarbeit, welche auf die 'öffentliche Meinung' zielt, um über diesen Umweg Politik zu beeinflussen. Nicht erfasst wird auch gezielte Lobbyarbeit zur Erlangung staatlicher Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ ''Hauptseite: [[Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in den USA Versuche, die interessengeleite Beeinflussung der demokratischen Institutionen zu beschränken oder besser zu regulieren. Die ersten umfassenden und systematischen Gesetze wurden 1938 ([http://www.fara.gov/ Foreign Agents Registration Act of 1938]) und 1946 ([http://definitions.uslegal.com/f/federal-regulation-of-lobbying-act-of-1946/ The Federal Regulation of Lobbying Act of 1946]) verabschiedet. Auf Grund  ungenauer Definitionen und zahlreicher Schlupflöcher blieb die Wirkung jedoch sehr begrenzt und die Gesetze wurden schnell reformbedürftig. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung wurde 1995 der '[[Lobbying Disclosure Act of 1995]]' (LDA) verabschiedet, der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat und die meisten vorherigen Werke ersetzte. Er war auch eine Reaktion auf zahlreiche Skandale, darunter der '[[Wedtech scandal]]', in den mehrere Kongressabgeordnete verwickelt waren. Seitdem wurde der LDA mehrmals überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bisher letzte Veränderung wurde 2007 der [[Honest Leadership and Open Government Act]] verabschiedet, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen deutlich verschärft hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[http://www.opensecrets.org Opensecrets.org, Webseite des Center for Responsive Politics]&lt;br /&gt;
*[http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses]&lt;br /&gt;
*[http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Lobbying Disclosure Webseite des US Senats]&lt;br /&gt;
* Robins, Rand (2010) [http://digitalcommons.wcl.american.edu/lpb/vol2/iss2/4 &amp;quot;Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved&amp;quot;]. Legislation and Policy Brief: Vol. 2: Iss. 2, Article 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32021</id>
		<title>Lobbyregister USA</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32021"/>
		<updated>2015-03-04T13:19:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In den USA gibt es seit 1995 ein verpflichtendes [[Lobbyregister]]. Es wurde mit dem  [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) 1995 unter Bill Clinton eingeführt. 2007 ergänzte und verschärfte der Gesetzgeber die Regelungen mit dem [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/STATUTE-121/pdf/STATUTE-121-Pg735.pdf Honest Leadership and Open Government Act] (HLOGA).&lt;br /&gt;
Die amerikanische Gesetzgebung ist in vielen Punkten sehr weitreichend und kann somit zur Transparenz bei Lobbyarbeit beitragen. Dennoch verdeutlichen die Fallbeispiele, dass es Möglichkeiten gibt, die Regularien zu umgehen und das diese auch zunehmend genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definitionen innerhalb des amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Bereits durch den LDA von 1995 wurden diverse Begrifflichkeiten definiert, so dass diese als juristische Handlungsgrundlage dienen. Der HLOGA ergänzt bzw. modifiziert einige Definitionen, verweist aber an vielen Stellen auf die Definitionen des LDA. Die grundlegenden Definitionen durch die Gesetze sind im Folgende aufgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist===&lt;br /&gt;
1) Als Lobbyist ist jede, in irgendeiner Form bezahlte oder entschädigte (mindestens 2,500 USD in drei Monaten) Person definiert, welche mehr als einmal versucht Gesetze zu beeinflussen bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) deren Lobbyaktivität mehr als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in einem Zeitraum von drei Monaten umfasst oder&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
3) der Arbeitgeber mehr als 5,000 USD innerhalb von 6 Monaten bezahlt, um Lobbyarbeit zu ermöglichen.   &lt;br /&gt;
Ein zusätzliches Kriterium: Wenn eine Organisation eigene Lobbyisten beschäftigt, zählen diese als registrierungspflichtige Lobbyisten, falls die Organisation innerhalb von 6 Monaten insgesamt mindestens 20,500 USD für entsprechende Arbeitnehmer bezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 7, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus===&lt;br /&gt;
Nicht nur der direkte Kontakt zwischen Lobbyisten und Entscheidungsträgern, sondern auch Vorbereitungen, Planungen, Recherchearbeiten oder sonstige Hintergrundarbeiten die dem aktiven Lobby-Kontakten dienen, werden als Lobbyismus („Lobbying activities“) definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 2, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbykontakte===&lt;br /&gt;
Als Lobby-Kontakte wird im LDA jeder schriftliche oder mündliche Kontakt zu einem Entscheidungsträger der Legislativen oder der Exekutiven bezeichnet, der darauf ausgerichtet ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Gesetze auf Bundesebene zu modifizieren, formulieren oder zu ergänzen (gleiches gilt für Gesetzgebungsvorschläge),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Regeln oder Anordnungen der Exekutiven sowie politische Programme oder Positionen der Regierung der USA zu formulieren, zu modifizieren oder zu erweitern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) politische Programme auf Bundesebene auszuführen oder administrativ zu leiten (das beinhaltet Verhandlungen, Unterstützungen, oder die administrative Leitung bei Verträgen, Subventionen, Krediten, Genehmigungen, Lizenzen),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) die Nominierung oder Bereitstellung von Personen, für Positionen die dem Senat unterstellt sind, durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der LDA listet zu dem 19 Ausnahmen, die für eine Definition als Lobbykontakt berücksichtigt werden müssen. So ist beispielsweise [[Grassroots-Lobbying]], das Bürger dazu aufruft Politiker zu einem bestimmten Thema zu kontaktieren, von der Registrierungspflicht ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 3, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Registrierungspflicht und Strafen==&lt;br /&gt;
Jeder, der unter die Definition Lobbyist fällt, muss der Verwaltung von Senat und Repräsentantenhaus regelmäßig mitteilen, wer er ist, für welche Kunden er auf welchen Gebieten tätig werden soll und welche Mitarbeiter das Lobbying durchführen. Außerdem müssen Agenturen oder ähnliche Lobbyvereinigungen, welche mehrere Klienten vertreten, ihre Aufträge für jeden dieser Klienten separat darlegen. Um das ganze etwas übersichtlicher zu halten sind Kleinstaufträge und 'Hobbylobbyisten', welche nur selten Lobbyarbeit betreiben, nicht meldepflichtig. Bei Nichteinhaltung der Gesetze werden die Lobbyisten zunächst darüber informiert und um Stellungnahme gebeten. Erst bei bewussten Verstößen gegen den LDA verweisen die Verwaltungen von Senat und Repräsentantenhaus den Fall weiter an das Justizministerium. Theoretisch drohen dann Strafen bis 200 000 US-$, unter besonders schweren Umständen auch eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was passiert mit den Angaben der Lobbyisten?==&lt;br /&gt;
Die von den Lobbyisten gegenüber der Senats-/Repräsentantenhausverwaltung gemachten Angaben sind von diesen offen zu legen, laut Gesetz &amp;quot;in a searchable, sortable, and downloadable manner, to the extent technically practicable&amp;quot; (HLOGA section 209). Die Daten werden auf der [http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Homepage des Senats] und auf der [http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses] veröffentlicht. So können interessierte Bürger und unabhängige Vereinigungen kritisch prüfen, wer versucht, auf wen Einfluss zu nehmen - und wie viel Geld dabei zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings werden die veröffentlichten Daten von NGOs noch besser ausgewertet und aufbereitet. Zu nennen ist hier insbesondere das [[Center for Responsive Politics]], das auf seiner Seite [http://www.opensecrets.org opensecrets.org] die Daten bündelt, graphisch darstellt und mit weiteren Informationen z.B. über Seitenwechsel verknüpft. Die Summen, welche für Lobbyismus ausgegeben werden sind beeindruckend. 2010 wurden, dem [[Center for Responsive Politics]] zufolge, in den USA, 3,5 Milliarden US$ für Lobbying ausgegeben. 12 999 Lobbyisten waren registriert. Allein die [[US Chamber of Commerce]], investierte 2010 über 132 Millionen $ in Lobbyaktivitäten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org opensecrets.org], opensecrets.org, 25.April 2011, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Srärken und Schwächen des Registers==&lt;br /&gt;
Es ist festzuhalten, dass das amerikanische Lobbyregister als Vorbild für Lobbyregister auf Bundes- und EU- Ebene wirken kann. Es trägt dazu bei Lobbyismus transparenter zu gestalten und somit die demokratisch-gesellschaftliche Kontrolle des Gesetzgebungsprozesses zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieses Register ist nicht fehlerfrei, sondern weist einige Schwächen auf.  &lt;br /&gt;
Ein großes Problem liegt bei den angedrohten Strafen. Bei Missachtung des Gesetzes verweist die Senatsverwaltung zwar die entdeckten Fälle an das Justizministerium, dieses zeigt bisher aber wenig Eifer gegen Verstöße vorzugehen. Exemplarisch sei hier Senator Christopher Dodd (Connecticut, Demokrat) zitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„[s]ince 2003, the Office of Public Records has referred over 2,000 cases to the Department of Justice, and nothing’s been heard from them again.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fas.org/sgp/crs/misc/RL33065.pdf Lobbying Reform: Background and Legislative Proposals, 109th Congress, R. Eric Petersen], Federation of American Scientist, 23. März 2006, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die veröffentlichungspflichtigen Daten müssten noch umfangreicher und detaillierter sein, um eine vollständige Transparenz zu erreichen. So erfasst das Gesetz keine indirekte Lobbyarbeit, also z.B. wenn ein Verband seine Mitglieder auffordert, als Privatperson Politiker mit Protest-Briefen und Mails zu kontaktieren. Das gleiche gilt für Lobbyarbeit, welche auf die 'öffentliche Meinung' zielt, um über diesen Umweg Politik zu beeinflussen. Nicht erfasst wird auch gezielte Lobbyarbeit zur Erlangung staatlicher Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ ''Hauptseite: [[Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in den USA Versuche, die interessengeleite Beeinflussung der demokratischen Institutionen zu beschränken oder besser zu regulieren. Die ersten umfassenden und systematischen Gesetze wurden 1938 ([http://www.fara.gov/ Foreign Agents Registration Act of 1938]) und 1946 ([http://definitions.uslegal.com/f/federal-regulation-of-lobbying-act-of-1946/ The Federal Regulation of Lobbying Act of 1946]) verabschiedet. Auf Grund  ungenauer Definitionen und zahlreicher Schlupflöcher blieb die Wirkung jedoch sehr begrenzt und die Gesetze wurden schnell reformbedürftig. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung wurde 1995 der '[[Lobbying Disclosure Act of 1995]]' (LDA) verabschiedet, der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat und die meisten vorherigen Werke ersetzte. Er war auch eine Reaktion auf zahlreiche Skandale, darunter der '[[Wedtech scandal]]', in den mehrere Kongressabgeordnete verwickelt waren. Seitdem wurde der LDA mehrmals überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bisher letzte Veränderung wurde 2007 der [[Honest Leadership and Open Government Act]] verabschiedet, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen deutlich verschärft hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[http://www.opensecrets.org Opensecrets.org, Webseite des Center for Responsive Politics]&lt;br /&gt;
*[http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses]&lt;br /&gt;
*[http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Lobbying Disclosure Webseite des US Senats]&lt;br /&gt;
* Robins, Rand (2010) [http://digitalcommons.wcl.american.edu/lpb/vol2/iss2/4 &amp;quot;Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved&amp;quot;]. Legislation and Policy Brief: Vol. 2: Iss. 2, Article 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32020</id>
		<title>Lobbyregister USA</title>
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		<updated>2015-03-04T13:10:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In den USA gibt es seit 1995 ein verpflichtendes [[Lobbyregister]]. Es wurde mit dem  [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) 1995 unter Bill Clinton eingeführt. 2007 ergänzte und verschärfte der Gesetzgeber die Regelungen mit dem [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/STATUTE-121/pdf/STATUTE-121-Pg735.pdf Honest Leadership and Open Government Act] (HLOGA).&lt;br /&gt;
Die amerikanische Gesetzgebung ist in vielen Punkten sehr weitreichend und kann somit zur Transparenz bei Lobbyarbeit beitragen. Dennoch verdeutlichen die Fallbeispiele, dass es Möglichkeiten gibt, die Regularien zu umgehen und das diese auch zunehmend genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definitionen innerhalb des amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Bereits durch den LDA von 1995 wurden diverse Begrifflichkeiten definiert, so dass diese als juristische Handlungsgrundlage dienen. Der HLOGA ergänzt bzw. modifiziert einige Definitionen, verweist aber an vielen Stellen auf die Definitionen des LDA. Die grundlegenden Definitionen durch die Gesetze sind im Folgende aufgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist===&lt;br /&gt;
1) Als Lobbyist ist jede, in irgendeiner Form bezahlte oder entschädigte (mindestens 2,500 USD in drei Monaten) Person definiert, welche mehr als einmal versucht Gesetze zu beeinflussen bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) deren Lobbyaktivität mehr als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in einem Zeitraum von drei Monaten umfasst oder&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
3) der Arbeitgeber mehr als 5,000 USD innerhalb von 6 Monaten bezahlt, um Lobbyarbeit zu ermöglichen.   &lt;br /&gt;
Ein zusätzliches Kriterium: Wenn eine Organisation eigene Lobbyisten beschäftigt, zählen diese als registrierungspflichtige Lobbyisten, falls die Organisation innerhalb von 6 Monaten insgesamt mindestens 20,500 USD für entsprechende Arbeitnehmer bezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/compilation.pdf, LOBBYING DISCLOSURE ACT OF 1995], S. 7, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus===&lt;br /&gt;
Nicht nur der direkte Kontakt zwischen Lobbyisten und Entscheidungsträgern, sondern auch Vorbereitungen, Planungen, Recherchearbeiten oder sonstige Hintergrundarbeiten die dem aktiven Lobby-Kontakten dienen, werden als Lobbyismus („Lobbying activities“) definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/Brief-Synopsis-of-LDA.pdf, Lobbying Disclosure Act: A Brief Synopsis of Key Components], S. 2, aufgerufen am 04. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Registrierungspflicht und Strafen==&lt;br /&gt;
Jeder, der unter die Definition Lobbyist fällt, muss der Verwaltung von Senat und Repräsentantenhaus regelmäßig mitteilen, wer er ist, für welche Kunden er auf welchen Gebieten tätig werden soll und welche Mitarbeiter das Lobbying durchführen. Außerdem müssen Agenturen oder ähnliche Lobbyvereinigungen, welche mehrere Klienten vertreten, ihre Aufträge für jeden dieser Klienten separat darlegen. Um das ganze etwas übersichtlicher zu halten sind Kleinstaufträge und 'Hobbylobbyisten', welche nur selten Lobbyarbeit betreiben, nicht meldepflichtig. Bei Nichteinhaltung der Gesetze werden die Lobbyisten zunächst darüber informiert und um Stellungnahme gebeten. Erst bei bewussten Verstößen gegen den LDA verweisen die Verwaltungen von Senat und Repräsentantenhaus den Fall weiter an das Justizministerium. Theoretisch drohen dann Strafen bis 200 000 US-$, unter besonders schweren Umständen auch eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was passiert mit den Angaben der Lobbyisten?==&lt;br /&gt;
Die von den Lobbyisten gegenüber der Senats-/Repräsentantenhausverwaltung gemachten Angaben sind von diesen offen zu legen, laut Gesetz &amp;quot;in a searchable, sortable, and downloadable manner, to the extent technically practicable&amp;quot; (HLOGA section 209). Die Daten werden auf der [http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Homepage des Senats] und auf der [http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses] veröffentlicht. So können interessierte Bürger und unabhängige Vereinigungen kritisch prüfen, wer versucht, auf wen Einfluss zu nehmen - und wie viel Geld dabei zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings werden die veröffentlichten Daten von NGOs noch besser ausgewertet und aufbereitet. Zu nennen ist hier insbesondere das [[Center for Responsive Politics]], das auf seiner Seite [http://www.opensecrets.org opensecrets.org] die Daten bündelt, graphisch darstellt und mit weiteren Informationen z.B. über Seitenwechsel verknüpft. Die Summen, welche für Lobbyismus ausgegeben werden sind beeindruckend. 2010 wurden, dem [[Center for Responsive Politics]] zufolge, in den USA, 3,5 Milliarden US$ für Lobbying ausgegeben. 12 999 Lobbyisten waren registriert. Allein die [[US Chamber of Commerce]], investierte 2010 über 132 Millionen $ in Lobbyaktivitäten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org opensecrets.org], opensecrets.org, 25.April 2011, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Srärken und Schwächen des Registers==&lt;br /&gt;
Es ist festzuhalten, dass das amerikanische Lobbyregister als Vorbild für Lobbyregister auf Bundes- und EU- Ebene wirken kann. Es trägt dazu bei Lobbyismus transparenter zu gestalten und somit die demokratisch-gesellschaftliche Kontrolle des Gesetzgebungsprozesses zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieses Register ist nicht fehlerfrei, sondern weist einige Schwächen auf.  &lt;br /&gt;
Ein großes Problem liegt bei den angedrohten Strafen. Bei Missachtung des Gesetzes verweist die Senatsverwaltung zwar die entdeckten Fälle an das Justizministerium, dieses zeigt bisher aber wenig Eifer gegen Verstöße vorzugehen. Exemplarisch sei hier Senator Christopher Dodd (Connecticut, Demokrat) zitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„[s]ince 2003, the Office of Public Records has referred over 2,000 cases to the Department of Justice, and nothing’s been heard from them again.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fas.org/sgp/crs/misc/RL33065.pdf Lobbying Reform: Background and Legislative Proposals, 109th Congress, R. Eric Petersen], Federation of American Scientist, 23. März 2006, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die veröffentlichungspflichtigen Daten müssten noch umfangreicher und detaillierter sein, um eine vollständige Transparenz zu erreichen. So erfasst das Gesetz keine indirekte Lobbyarbeit, also z.B. wenn ein Verband seine Mitglieder auffordert, als Privatperson Politiker mit Protest-Briefen und Mails zu kontaktieren. Das gleiche gilt für Lobbyarbeit, welche auf die 'öffentliche Meinung' zielt, um über diesen Umweg Politik zu beeinflussen. Nicht erfasst wird auch gezielte Lobbyarbeit zur Erlangung staatlicher Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ ''Hauptseite: [[Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in den USA Versuche, die interessengeleite Beeinflussung der demokratischen Institutionen zu beschränken oder besser zu regulieren. Die ersten umfassenden und systematischen Gesetze wurden 1938 ([http://www.fara.gov/ Foreign Agents Registration Act of 1938]) und 1946 ([http://definitions.uslegal.com/f/federal-regulation-of-lobbying-act-of-1946/ The Federal Regulation of Lobbying Act of 1946]) verabschiedet. Auf Grund  ungenauer Definitionen und zahlreicher Schlupflöcher blieb die Wirkung jedoch sehr begrenzt und die Gesetze wurden schnell reformbedürftig. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung wurde 1995 der '[[Lobbying Disclosure Act of 1995]]' (LDA) verabschiedet, der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat und die meisten vorherigen Werke ersetzte. Er war auch eine Reaktion auf zahlreiche Skandale, darunter der '[[Wedtech scandal]]', in den mehrere Kongressabgeordnete verwickelt waren. Seitdem wurde der LDA mehrmals überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bisher letzte Veränderung wurde 2007 der [[Honest Leadership and Open Government Act]] verabschiedet, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen deutlich verschärft hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[http://www.opensecrets.org Opensecrets.org, Webseite des Center for Responsive Politics]&lt;br /&gt;
*[http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses]&lt;br /&gt;
*[http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Lobbying Disclosure Webseite des US Senats]&lt;br /&gt;
* Robins, Rand (2010) [http://digitalcommons.wcl.american.edu/lpb/vol2/iss2/4 &amp;quot;Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved&amp;quot;]. Legislation and Policy Brief: Vol. 2: Iss. 2, Article 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32019</id>
		<title>Lobbyregister USA</title>
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		<updated>2015-03-04T11:59:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In den USA gibt es seit 1995 ein verpflichtendes [[Lobbyregister]]. Es wurde mit dem  [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) 1995 unter Bill Clinton eingeführt. 2007 ergänzte und verschärfte der Gesetzgeber die Regelungen mit dem [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/STATUTE-121/pdf/STATUTE-121-Pg735.pdf Honest Leadership and Open Government Act] (HLOGA).&lt;br /&gt;
Die amerikanische Gesetzgebung ist in vielen Punkten sehr weitreichend und kann somit zur Transparenz bei Lobbyarbeit beitragen. Dennoch verdeutlichen die Fallbeispiele, dass es Möglichkeiten gibt, die Regularien zu umgehen und das diese auch zunehmend genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definitionen innerhalb des amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Bereits durch den LDA von 1995 wurden diverse Begrifflichkeiten definiert, so dass diese als juristische Handlungsgrundlage dienen. Der HLOGA ergänzt bzw. modifiziert einige Definitionen, verweist aber an vielen Stellen auf die Definitionen des LDA. Die grundlegenden Definitionen durch die Gesetze, sind im Folgende aufgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist===&lt;br /&gt;
1) Als Lobbyist ist jede, in irgendeiner Form bezahlte oder entschädigte (mindestens 2,500 USD in drei Monaten) Person definiert, welche mehr als einmal versucht Gesetze zu beeinflussen bzw.&lt;br /&gt;
2) deren Lobbyaktivität mehr als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in einem Zeitraum von drei Monaten umfasst oder &lt;br /&gt;
3) der Arbeitgeber mehr als 5,000 USD innerhalb von 6 Monaten bezahlt, um Lobbyarbeit zu ermöglichen.   &lt;br /&gt;
Ein zusätzliches Kriterium: Wenn eine Organisation eigene Lobbyisten beschäftigt, zählen diese als registrierungspflichtige Lobbyisten, falls die Organisation innerhalb von 6 Monaten insgesamt mindestens 20,500 USD für entsprechende Arbeitnehmer bezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 4. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus===&lt;br /&gt;
Lobbyismus ('Lobbying activities')  wird definiert als jede Kommunikation und jede Form von Vorbereitung der Kommunikation - mit Abgeordneten und Verwaltungsangestellten - welche als Ziel die Beeinflussung von Gesetzen hat. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Registrierungspflicht und Strafen==&lt;br /&gt;
Jeder, der unter die Definition Lobbyist fällt, muss der Verwaltung von Senat und Repräsentantenhaus regelmäßig mitteilen, wer er ist, für welche Kunden er auf welchen Gebieten tätig werden soll und welche Mitarbeiter das Lobbying durchführen. Außerdem müssen Agenturen oder ähnliche Lobbyvereinigungen, welche mehrere Klienten vertreten, ihre Aufträge für jeden dieser Klienten separat darlegen. Um das ganze etwas übersichtlicher zu halten sind Kleinstaufträge und 'Hobbylobbyisten', welche nur selten Lobbyarbeit betreiben, nicht meldepflichtig. Bei Nichteinhaltung der Gesetze werden die Lobbyisten zunächst darüber informiert und um Stellungnahme gebeten. Erst bei bewussten Verstößen gegen den LDA verweisen die Verwaltungen von Senat und Repräsentantenhaus den Fall weiter an das Justizministerium. Theoretisch drohen dann Strafen bis 200 000 US-$, unter besonders schweren Umständen auch eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was passiert mit den Angaben der Lobbyisten?==&lt;br /&gt;
Die von den Lobbyisten gegenüber der Senats-/Repräsentantenhausverwaltung gemachten Angaben sind von diesen offen zu legen, laut Gesetz &amp;quot;in a searchable, sortable, and downloadable manner, to the extent technically practicable&amp;quot; (HLOGA section 209). Die Daten werden auf der [http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Homepage des Senats] und auf der [http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses] veröffentlicht. So können interessierte Bürger und unabhängige Vereinigungen kritisch prüfen, wer versucht, auf wen Einfluss zu nehmen - und wie viel Geld dabei zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings werden die veröffentlichten Daten von NGOs noch besser ausgewertet und aufbereitet. Zu nennen ist hier insbesondere das [[Center for Responsive Politics]], das auf seiner Seite [http://www.opensecrets.org opensecrets.org] die Daten bündelt, graphisch darstellt und mit weiteren Informationen z.B. über Seitenwechsel verknüpft. Die Summen, welche für Lobbyismus ausgegeben werden sind beeindruckend. 2010 wurden, dem [[Center for Responsive Politics]] zufolge, in den USA, 3,5 Milliarden US$ für Lobbying ausgegeben. 12 999 Lobbyisten waren registriert. Allein die [[US Chamber of Commerce]], investierte 2010 über 132 Millionen $ in Lobbyaktivitäten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org opensecrets.org], opensecrets.org, 25.April 2011, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Srärken und Schwächen des Registers==&lt;br /&gt;
Es ist festzuhalten, dass das amerikanische Lobbyregister als Vorbild für Lobbyregister auf Bundes- und EU- Ebene wirken kann. Es trägt dazu bei Lobbyismus transparenter zu gestalten und somit die demokratisch-gesellschaftliche Kontrolle des Gesetzgebungsprozesses zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieses Register ist nicht fehlerfrei, sondern weist einige Schwächen auf.  &lt;br /&gt;
Ein großes Problem liegt bei den angedrohten Strafen. Bei Missachtung des Gesetzes verweist die Senatsverwaltung zwar die entdeckten Fälle an das Justizministerium, dieses zeigt bisher aber wenig Eifer gegen Verstöße vorzugehen. Exemplarisch sei hier Senator Christopher Dodd (Connecticut, Demokrat) zitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„[s]ince 2003, the Office of Public Records has referred over 2,000 cases to the Department of Justice, and nothing’s been heard from them again.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fas.org/sgp/crs/misc/RL33065.pdf Lobbying Reform: Background and Legislative Proposals, 109th Congress, R. Eric Petersen], Federation of American Scientist, 23. März 2006, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die veröffentlichungspflichtigen Daten müssten noch umfangreicher und detaillierter sein, um eine vollständige Transparenz zu erreichen. So erfasst das Gesetz keine indirekte Lobbyarbeit, also z.B. wenn ein Verband seine Mitglieder auffordert, als Privatperson Politiker mit Protest-Briefen und Mails zu kontaktieren. Das gleiche gilt für Lobbyarbeit, welche auf die 'öffentliche Meinung' zielt, um über diesen Umweg Politik zu beeinflussen. Nicht erfasst wird auch gezielte Lobbyarbeit zur Erlangung staatlicher Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ ''Hauptseite: [[Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in den USA Versuche, die interessengeleite Beeinflussung der demokratischen Institutionen zu beschränken oder besser zu regulieren. Die ersten umfassenden und systematischen Gesetze wurden 1938 ([http://www.fara.gov/ Foreign Agents Registration Act of 1938]) und 1946 ([http://definitions.uslegal.com/f/federal-regulation-of-lobbying-act-of-1946/ The Federal Regulation of Lobbying Act of 1946]) verabschiedet. Auf Grund  ungenauer Definitionen und zahlreicher Schlupflöcher blieb die Wirkung jedoch sehr begrenzt und die Gesetze wurden schnell reformbedürftig. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung wurde 1995 der '[[Lobbying Disclosure Act of 1995]]' (LDA) verabschiedet, der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat und die meisten vorherigen Werke ersetzte. Er war auch eine Reaktion auf zahlreiche Skandale, darunter der '[[Wedtech scandal]]', in den mehrere Kongressabgeordnete verwickelt waren. Seitdem wurde der LDA mehrmals überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bisher letzte Veränderung wurde 2007 der [[Honest Leadership and Open Government Act]] verabschiedet, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen deutlich verschärft hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[http://www.opensecrets.org Opensecrets.org, Webseite des Center for Responsive Politics]&lt;br /&gt;
*[http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses]&lt;br /&gt;
*[http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Lobbying Disclosure Webseite des US Senats]&lt;br /&gt;
* Robins, Rand (2010) [http://digitalcommons.wcl.american.edu/lpb/vol2/iss2/4 &amp;quot;Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved&amp;quot;]. Legislation and Policy Brief: Vol. 2: Iss. 2, Article 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Lobbyregister_USA&amp;diff=32000</id>
		<title>Lobbyregister USA</title>
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		<updated>2015-02-24T15:03:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: /* Vorzüge und Schwächen des Registers */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In den USA gibt es seit 1995 ein verpflichtendes [[Lobbyregister]]. Es wurde mit dem  [http://www.senate.gov/legislative/Lobbying/Lobby_Disclosure_Act/TOC.htm  Lobbying Disclosure Act] (LDA) 1995 unter Bill Clinton eingeführt. 2007 verschärfte der Gesetzgeber die Regelungen mit dem [http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/STATUTE-121/pdf/STATUTE-121-Pg735.pdf Honest Leadership and Open Government Act] (HLOGA). Die Gesetzeslage  &lt;br /&gt;
entspricht in vielen Punkten den [http://www.lobbycontrol.de/download/Mehr%20Transparenz_LobbyControl_Dez08.pdf Forderungen von Lobbycontrol].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ ''Hauptseite: [[Geschichte des Amerikanischen Lobbyregisters]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in den USA Versuche, die interessengeleite Beeinflussung der demokratischen Institutionen zu beschränken oder besser zu regulieren. Die ersten umfassenden und systematischen Gesetze wurden 1938 ([http://www.fara.gov/ Foreign Agents Registration Act of 1938]) und 1946 ([http://definitions.uslegal.com/f/federal-regulation-of-lobbying-act-of-1946/ The Federal Regulation of Lobbying Act of 1946]) verabschiedet. Auf Grund  ungenauer Definitionen und zahlreicher Schlupflöcher blieb die Wirkung jedoch sehr begrenzt und die Gesetze wurden schnell reformbedürftig. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Neugestaltung wurde 1995 der '[[Lobbying Disclosure Act of 1995]]' (LDA) verabschiedet, der zum 1. Januar 1996 in Kraft trat und die meisten vorherigen Werke ersetzte. Er war auch eine Reaktion auf zahlreiche Skandale, darunter der '[[Wedtech scandal]]', in den mehrere Kongressabgeordnete verwickelt waren. Seitdem wurde der LDA mehrmals überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bisher letzte Veränderung wurde 2007 der [[Honest Leadership and Open Government Act]] verabschiedet, welcher einige Bestimmungen des LDA präzisiert und die drohenden Strafen deutlich verschärft hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Definitionen innerhalb des amerikanischen Lobbyregisters==&lt;br /&gt;
Eine der wichtigsten Verbesserungen des LDA, im Vergleich zu vorherigen Regulationsversuchen,  ist, dass er klare und breit angelegte Definitionen für Lobbyismus und Lobbyisten enthält und somit viele Schlupflöcher beseitigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyismus===&lt;br /&gt;
Lobbyismus ('Lobbying activities')  wird definiert als jede Kommunikation und jede Form von Vorbereitung der Kommunikation - mit Abgeordneten und Verwaltungsangestellten - welche als Ziel die Beeinflussung von Gesetzen hat. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyist===&lt;br /&gt;
Als Lobbyist ist jede, in irgendeiner Form bezahlte oder entschädigte, Person definiert, welche mehr als einmal versucht Gesetze zu beeinflussen bzw. deren Lobbyaktivität mehr als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in einem Zeitraum von drei Monaten umfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 4. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Registrierungspflicht und Strafen==&lt;br /&gt;
Jeder, der unter die Definition Lobbyist fällt, muss der Verwaltung von Senat und Repräsentantenhaus regelmäßig mitteilen, wer er ist, für welche Kunden er auf welchen Gebieten tätig werden soll und welche Mitarbeiter das Lobbying durchführen. Außerdem müssen Agenturen oder ähnliche Lobbyvereinigungen, welche mehrere Klienten vertreten, ihre Aufträge für jeden dieser Klienten separat darlegen. Um das ganze etwas übersichtlicher zu halten sind Kleinstaufträge und 'Hobbylobbyisten', welche nur selten Lobbyarbeit betreiben, nicht meldepflichtig. Bei Nichteinhaltung der Gesetze werden die Lobbyisten zunächst darüber informiert und um Stellungnahme gebeten. Erst bei bewussten Verstößen gegen den LDA verweisen die Verwaltungen von Senat und Repräsentantenhaus den Fall weiter an das Justizministerium. Theoretisch drohen dann Strafen bis 200 000 US-$, unter besonders schweren Umständen auch eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.citizen.org/documents/LDAorigins.pdf Orgins, Evolution and Structure of the Lobbying Disclosure Act], Craig Holmann, Public Citizen, 11. Mai 2006, aufgerufen am 04. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was passiert mit den Angaben der Lobbyisten?==&lt;br /&gt;
Die von den Lobbyisten gegenüber der Senats-/Repräsentantenhausverwaltung gemachten Angaben sind von diesen offen zu legen, laut Gesetz &amp;quot;in a searchable, sortable, and downloadable manner, to the extent technically practicable&amp;quot; (HLOGA section 209). Die Daten werden auf der [http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Homepage des Senats] und auf der [http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses] veröffentlicht. So können interessierte Bürger und unabhängige Vereinigungen kritisch prüfen, wer versucht, auf wen Einfluss zu nehmen - und wie viel Geld dabei zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings werden die veröffentlichten Daten von NGOs noch besser ausgewertet und aufbereitet. Zu nennen ist hier insbesondere das [[Center for Responsive Politics]], das auf seiner Seite [http://www.opensecrets.org opensecrets.org] die Daten bündelt, graphisch darstellt und mit weiteren Informationen z.B. über Seitenwechsel verknüpft. Die Summen, welche für Lobbyismus ausgegeben werden sind beeindruckend. 2010 wurden, dem [[Center for Responsive Politics]] zufolge, in den USA, 3,5 Milliarden US$ für Lobbying ausgegeben. 12 999 Lobbyisten waren registriert. Allein die [[US Chamber of Commerce]], investierte 2010 über 132 Millionen $ in Lobbyaktivitäten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org opensecrets.org], opensecrets.org, 25.April 2011, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Srärken und Schwächen des Registers==&lt;br /&gt;
Es ist festzuhalten, dass das amerikanische Lobbyregister als Vorbild für Lobbyregister auf Bundes- und EU- Ebene wirken kann. Es trägt dazu bei Lobbyismus transparenter zu gestalten und somit die demokratisch-gesellschaftliche Kontrolle des Gesetzgebungsprozesses zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieses Register ist nicht fehlerfrei, sondern weist einige Schwächen auf.  &lt;br /&gt;
Ein großes Problem liegt bei den angedrohten Strafen. Bei Missachtung des Gesetzes verweist die Senatsverwaltung zwar die entdeckten Fälle an das Justizministerium, dieses zeigt bisher aber wenig Eifer gegen Verstöße vorzugehen. Exemplarisch sei hier Senator Christopher Dodd (Connecticut, Demokrat) zitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„[s]ince 2003, the Office of Public Records has referred over 2,000 cases to the Department of Justice, and nothing’s been heard from them again.“ &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fas.org/sgp/crs/misc/RL33065.pdf Lobbying Reform: Background and Legislative Proposals, 109th Congress, R. Eric Petersen], Federation of American Scientist, 23. März 2006, aufgerufen am 5. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die veröffentlichungspflichtigen Daten müssten noch umfangreicher und detaillierter sein, um eine vollständige Transparenz zu erreichen. So erfasst das Gesetz keine indirekte Lobbyarbeit, also z.B. wenn ein Verband seine Mitglieder auffordert, als Privatperson Politiker mit Protest-Briefen und Mails zu kontaktieren. Das gleiche gilt für Lobbyarbeit, welche auf die 'öffentliche Meinung' zielt, um über diesen Umweg Politik zu beeinflussen. Nicht erfasst wird auch gezielte Lobbyarbeit zur Erlangung staatlicher Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
*[http://www.opensecrets.org Opensecrets.org, Webseite des Center for Responsive Politics]&lt;br /&gt;
*[http://lobbyingdisclosure.house.gov/ Lobbying Disclosure Webseite des Repräsentantenhauses]&lt;br /&gt;
*[http://www.senate.gov/pagelayout/legislative/g_three_sections_with_teasers/lobbyingdisc.htm Lobbying Disclosure Webseite des US Senats]&lt;br /&gt;
* Robins, Rand (2010) [http://digitalcommons.wcl.american.edu/lpb/vol2/iss2/4 &amp;quot;Why the Honest Leadership and Open Government Act of 2007 Falls Short, and How It Could Be Improved&amp;quot;]. Legislation and Policy Brief: Vol. 2: Iss. 2, Article 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyregister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Ronald_Pofalla&amp;diff=31989</id>
		<title>Ronald Pofalla</title>
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		<updated>2015-02-18T14:09:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: /* Verbindungen / Netzwerke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ronald Pofalla''' ''(* 15. Mai 1959 in Weeze, Kreis Kleve)'' CDU, wurde 2009 unter Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] zum Chef des [[Bundeskanzleramt|Bundeskanzleramtes]] und zum Staatsminister für besondere Aufgaben ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Homepage Pofalla&amp;quot;&amp;gt;[http://www.ronald-pofalla.de/index.php?id=23 Webseite Ronald Pofalla] abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zum Jahresende 2013 gab Pofalla bekannt, dass er alle seine politischen Ämter aufgeben werde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus&amp;quot;&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/ronald-pofallla-hoert-auf-der-kanzleramtsminister-geht-merkel-vertrauter-beendet-politische-karriere-bei-cdu_id_3481207.html Merkels Vertrauter gibt auf: Ronald Pofalla zieht sich aus der Politik zurück] Focus.de vom 13.12.2013, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 2014 wurde erstmals berichtet, er werde in den Vorstand der [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]] wechseln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ronald-pofalla-cdu-wird-vorstandsmitglied-bei-der-deutschen-bahn-a-941553.html  Ex-Kanzleramtsminister: Pofalla wechselt in Bahn-Vorstand] Spiegel.de vom 02.01.2014, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 2014 wurde der Wechsel vom Bahn-Chef Grube bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* voraus. ab 2017 Mitglied des Vorstands der [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]]&lt;br /&gt;
* ab 01/2015 zuständig für internationale Geschäftsbeziehungen bei der [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]]&lt;br /&gt;
* 2009–2013 Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben&lt;br /&gt;
* 2005–2009 Generalsekretär der CDU Deutschlands&lt;br /&gt;
* 2004–2005 Stellv. Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag für den Aufgabenbereich Wirtschaft und Arbeit&lt;br /&gt;
* 2002–2004 Justitiar der CDU/CSU-Fraktion&lt;br /&gt;
* seit 2000 Bezirksvorsitzender der CDU Niederrhein&lt;br /&gt;
* seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages für die CDU&lt;br /&gt;
* 1986–1992 Landesvorsitzender der Jungen Union Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
* 1977–1987 Studium der Sozialpädagogik und Studium der Rechtswissenschaft&amp;lt;ref name=&amp;quot;Homepage Pofalla&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
* Von 1995 bis 2010 war Pofalla ehrenamtliches Mitglied im Vorstand der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Bundestagsprofil&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/P/pofalla_ronald.html Homepage des Bundestages] Abgeordnetenprofil Ronald Pofalla, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Er ist stellvertretender, ehrenamtlicher Präsident des Stiftungsrates der [[Stiftung Wissenschaft und Politik]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Bundestagsprofil&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mitglied der Anwaltssozietät [[Holfhoff-Pförtner]], deren Gründer Stephan Holthoff-Pförtner, durch die Vermittlung Pofallas, die Verteidigung von Helmut Kohl in der Spendenaffäre übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/maechtige-von-morgen-ronald-pofalla-cdu-der-versteher-1.792738 Mächtige von morgen (9): Ronald Pofalla, CDU] Sueddeutsche.de vom 16.12.2008, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Momentan ist diese Tätigkeit Pofallas jedoch nicht unter seinen Nebentätigkeiten aufgeführt, wodurch die Anstellung als ruhend betrachtet werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Bundestagsprofil&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Enges Verhältnis zu dem Unternehmer Bernhard Josef Schönmackers, welcher in zu Studienzeiten mit einem Beratervertrag ausstattete, um ihm den finanziellen Rahmen für das Studium zu ermöglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Spiegel&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-32565410.html Der Junge und der Müllbaron] Spiegel.de vom 25.10.2004, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;1996 gewährte ihm Schönmackers ein Darlehen in Höhe von 150.000 DM. Dieses verlangte Pofalla zur Verwunderung Schönmackers in bar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Spiegel&amp;quot;/&amp;gt; Bis zum Jahr 2000 wurde das Darlehen trotz mehrmaliger Erinnerung Schönmackers auf Wunsch von Pofalla noch nicht zurückgezahlt, ob es zum heutigen Zeitpunkt getilgt wurde ist unklar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Spiegel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Saarbrücker Zeitung&amp;quot; berichtete am 14.Februar 2015 unter Berufung auf Mitgliederkreise, dass Pofalla auf deutscher Seite neuer Chef des &amp;quot;Petersburger Dialoges&amp;quot; werden solle. Die Bundesregierung wollte die Meldung bis jetzt nicht Kommentieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/politik/deutschland/article137452913/Ronald-Pofalla-soll-Lothar-de-Maiziere-abloesen.html Ronald Pofalla soll Lothar de Maizière ablösen] Welt.de vom 14.02.2015, abgerufen am 18.02.15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
===  Wechsel als Lobbyist zur Bahn ===&lt;br /&gt;
Bei der Bundestagswahl im September 2013 wurde Ronald Pofalla noch per Direktmandat von seinem Wahlkreis in den Bundestag gewählt. Kurze Zeit später ließ er verlauten, dass er vorhabe sein Mandat nicht anzutreten, um sich verstärkt seinem Privatleben zu widmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anfang Januar 2014 berichteten erste Medien von einem Wechsel Pofallas in den Vorstand der Deutschen Bahn AG. Dort solle er ein eigenes Ressort erhalten, welches sich vor allem um die Kontakte zur Politik und die langfristige Unternehmensstrategie kümmern soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ronald-pofalla-kritik-am-wechsel-in-bahn-vorstand-a-941607.html  Ex-Kanzleramtschef: Empörung über Pofallas möglichen Wechsel zur Bahn] Spiegel.de vom 03.01.2014, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; LobbyControl äußerst sich in ihrer Stellungname wie folgt: &amp;quot;Mit Pofalla würde sich die Bahn einen Lobbyisten mit hervorragendem Zugang zu allen politischen Ebenen einkaufen. Und das Kanzleramt sich weiter zu einem Talentepool für Unternehmenslobbyisten entwickeln. Dieser Trend muss endlich gestoppt werden.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/01/pofalla-zur-bahn-der-naechste-brisante-seitenwechsel/ Pofalla zur Bahn - der nächste brisante Seitenwechsel] LobbyControl.de vom 03.01.2014, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 2014 bestätigte Bahn-Chef Grube den Wechsel Pofallas zur [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]]. Ab Januar 2015 soll Pofalla als &amp;quot;Generalbevollmächtigter für politische und internationale Beziehungen&amp;quot; die Kontakte zur Politik pflegen und für internationale Geschäftsbeziehungen zuständig sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutschebahn.com/de/hidden_rss/pi_rss/7187544/h20140618.html Pofalla wird im Januar DB-Generalbevollmächtigter], Presseinformation der DB vom 18.06.2014, abgerufen am 31.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Perspektivisch soll er in den Vorstand der Bahn aufrücken - Medienberichten zufolge schon 2017. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bahn-chef-grube-bestaetigt-personalie-pofalla-wechselt-anfang-zur-bahn-1.2000432 Pofalla wechselt Anfang 2015 zur Bahn ] sueddeutsche.de vom 14.06.2014, abgerufen am 16.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist Pofallas Kritik am Seitenwechsel von Gerhard Schröder Gazprom. Dazu meinte er nach Bekanntwerden der Absicht Schröders 2005: „Jetzt kommen wir an einer rechtlichen Regelung wohl nicht vorbei: Es ist offensichtlich eine Illusion zu glauben, dass der Appell an politischen Anstand alleine ausreicht, um solche Fälle zu verhindern“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mopo&amp;quot;&amp;gt;[http://www.mopo.de/news/international-pofalla-kritisiert-schroeder-scharf,5066732,5920522.html Pofalla kritisiert Schröder scharf] Mopo.de vom 12.12.2005, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einsatz für die Deutsche Bahn als Chef des Kanzleramts===&lt;br /&gt;
Kritik erregte Pofallas Wechsel auch, weil Pofalla bereits als Kanzleramtschef ein enges Verhältnis zu Grube hatte und mehrfach mit wichtigen Gesetzesvorhaben für die Deutsche Bahn befasst war. Dazu gehörten das Eisenbahnregulierungsgesetz und das vierte Eisenbahnpaket der EU-Kommission.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BReg-Jan14&amp;quot;&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/002/1800298.pdf Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 13. Januar 2014 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], ab Seite 3. Siehe dazu auch [http://www.rp-online.de/politik/ronald-pofalla-traf-bahn-vorstaende-30-mal-aid-1.3969202 Pofalla traf Bahn-Vorstände 30 Mal], Rheinische Post Online vom 17.1.2014. Beide abgerufen am 31.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Auskunft der Bundesregierungtraf sich Pofalla von 2009 bis 2013 insgesamt 30 Mal mit Bahnchef Rüdiger Grube.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BReg-Jan14&amp;quot;/&amp;gt; Der Stern veröffentlichte Auszüge aus Dokumenten, die zeigen, wie Grube mehrfach Pofalla ansprach, um Interessen der Bahn in der Bundesregierung zu vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/pofalla-wechsel-zur-bahn-wie-der-kanzleramtschef-grubes-interessen-vertrat-2130412.html Wie der Kanzleramtschef Grubes Interessen vertrat], Stern Online vom 12.8.2014, abgerufen am 31.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Unterstützung für Klage von deutschen Atomkonzernen===&lt;br /&gt;
Das ARD-Magazin Monitor berichtete im Januar 2015 von einer Klage bezüglich des Atomausstiegs. Diese beruhe maßgeblich auf einem Schreiben des hessischen Ministerpräsidenten [[Volker Bouffier]]. Nicht in der Klageschrift enthalten war allerdings ein zweites Schreiben, in dem der damalige [[RWE]]-Vorstandsvorsitzende, Jürgen Großmann, dieses Schreiben in einem freundschaftlichen Tonfall anfragt. Dieses wurde in der Sendung zitiert. Danach berief sich Großmann auf ein Gespräch mit Roland Pofalla.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www1.wdr.de/daserste/monitor/extras/monitorpresse-atomkonzerne100.html Politik verhilft Atomkonzernen zu 882-Millionen-Euro-Klagen - Grüne Bundestagsfraktion fasst Untersuchungsausschuss ins Auge],Webseite des WDR, Pressemeldung vom 15.1.2015, abgerufen am 16.1.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Jetzt kommen wir an einer rechtlichen Regelung wohl nicht vorbei: Es ist offensichtlich eine Illusion zu glauben, dass der Appell an politischen Anstand alleine ausreicht, um solche Fälle zu verhindern. Ich könnte mir eine Art Selbstverpflichtung von Regierungsmitgliedern vorstellen, für die Zeit nach Ausscheiden aus dem Amt sich geschäftliche Rücksicht aufzuerlegen. Auch Karenzzeiten halte ich für vorstellbar.“ Ronald Pofalla über den bevorstehenden Einstieg Gerhard Schröders bei dem Unternehmen Gazprom, für deren Bauvorhaben er sich während seiner Kanzlerzeit stark gemacht hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mopo&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ronald-pofalla.de Webseite von Ronald Pofalla]&lt;br /&gt;
* [https://lobbypedia.de/wiki/Portal_seitenwechsel Weitere Informationen zum Thema Seitenwechsel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Ronald_Pofalla&amp;diff=31988</id>
		<title>Ronald Pofalla</title>
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		<updated>2015-02-18T12:22:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: /* Verbindungen / Netzwerke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ronald Pofalla''' ''(* 15. Mai 1959 in Weeze, Kreis Kleve)'' CDU, wurde 2009 unter Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] zum Chef des [[Bundeskanzleramt|Bundeskanzleramtes]] und zum Staatsminister für besondere Aufgaben ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Homepage Pofalla&amp;quot;&amp;gt;[http://www.ronald-pofalla.de/index.php?id=23 Webseite Ronald Pofalla] abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zum Jahresende 2013 gab Pofalla bekannt, dass er alle seine politischen Ämter aufgeben werde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus&amp;quot;&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/ronald-pofallla-hoert-auf-der-kanzleramtsminister-geht-merkel-vertrauter-beendet-politische-karriere-bei-cdu_id_3481207.html Merkels Vertrauter gibt auf: Ronald Pofalla zieht sich aus der Politik zurück] Focus.de vom 13.12.2013, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 2014 wurde erstmals berichtet, er werde in den Vorstand der [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]] wechseln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ronald-pofalla-cdu-wird-vorstandsmitglied-bei-der-deutschen-bahn-a-941553.html  Ex-Kanzleramtsminister: Pofalla wechselt in Bahn-Vorstand] Spiegel.de vom 02.01.2014, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 2014 wurde der Wechsel vom Bahn-Chef Grube bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* voraus. ab 2017 Mitglied des Vorstands der [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]]&lt;br /&gt;
* ab 01/2015 zuständig für internationale Geschäftsbeziehungen bei der [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]]&lt;br /&gt;
* 2009–2013 Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben&lt;br /&gt;
* 2005–2009 Generalsekretär der CDU Deutschlands&lt;br /&gt;
* 2004–2005 Stellv. Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag für den Aufgabenbereich Wirtschaft und Arbeit&lt;br /&gt;
* 2002–2004 Justitiar der CDU/CSU-Fraktion&lt;br /&gt;
* seit 2000 Bezirksvorsitzender der CDU Niederrhein&lt;br /&gt;
* seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages für die CDU&lt;br /&gt;
* 1986–1992 Landesvorsitzender der Jungen Union Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
* 1977–1987 Studium der Sozialpädagogik und Studium der Rechtswissenschaft&amp;lt;ref name=&amp;quot;Homepage Pofalla&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
* Von 1995 bis 2010 war Pofalla ehrenamtliches Mitglied im Vorstand der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Bundestagsprofil&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/P/pofalla_ronald.html Homepage des Bundestages] Abgeordnetenprofil Ronald Pofalla, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Er ist stellvertretender, ehrenamtlicher Präsident des Stiftungsrates der [[Stiftung Wissenschaft und Politik]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Bundestagsprofil&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mitglied der Anwaltssozietät [[Holfhoff-Pförtner]], deren Gründer Stephan Holthoff-Pförtner, durch die Vermittlung Pofallas, die Verteidigung von Helmut Kohl in der Spendenaffäre übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/maechtige-von-morgen-ronald-pofalla-cdu-der-versteher-1.792738 Mächtige von morgen (9): Ronald Pofalla, CDU] Sueddeutsche.de vom 16.12.2008, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Momentan ist diese Tätigkeit Pofallas jedoch nicht unter seinen Nebentätigkeiten aufgeführt, wodurch die Anstellung als ruhend betrachtet werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Bundestagsprofil&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Enges Verhältnis zu dem Unternehmer Bernhard Josef Schönmackers, welcher in zu Studienzeiten mit einem Beratervertrag ausstattete, um ihm den finanziellen Rahmen für das Studium zu ermöglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Spiegel&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-32565410.html Der Junge und der Müllbaron] Spiegel.de vom 25.10.2004, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;1996 gewährte ihm Schönmackers ein Darlehen in Höhe von 150.000 DM. Dieses verlangte Pofalla zur Verwunderung Schönmackers in bar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Spiegel&amp;quot;/&amp;gt; Bis zum Jahr 2000 wurde das Darlehen trotz mehrmaliger Erinnerung Schönmackers auf Wunsch von Pofalla noch nicht zurückgezahlt, ob es zum heutigen Zeitpunkt getilgt wurde ist unklar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Spiegel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Saarbrücker Zeitung&amp;quot; berichtete am 14.Februar 2015 unter Berufung auf Mitgliederkreise, dass Pofalla auf deutscher Seite neuer Chef des &amp;quot;Petersburger Dialoges&amp;quot; werden solle. Die Bundesregierung wollte die Meldung nicht Kommentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
===  Wechsel als Lobbyist zur Bahn ===&lt;br /&gt;
Bei der Bundestagswahl im September 2013 wurde Ronald Pofalla noch per Direktmandat von seinem Wahlkreis in den Bundestag gewählt. Kurze Zeit später ließ er verlauten, dass er vorhabe sein Mandat nicht anzutreten, um sich verstärkt seinem Privatleben zu widmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anfang Januar 2014 berichteten erste Medien von einem Wechsel Pofallas in den Vorstand der Deutschen Bahn AG. Dort solle er ein eigenes Ressort erhalten, welches sich vor allem um die Kontakte zur Politik und die langfristige Unternehmensstrategie kümmern soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ronald-pofalla-kritik-am-wechsel-in-bahn-vorstand-a-941607.html  Ex-Kanzleramtschef: Empörung über Pofallas möglichen Wechsel zur Bahn] Spiegel.de vom 03.01.2014, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; LobbyControl äußerst sich in ihrer Stellungname wie folgt: &amp;quot;Mit Pofalla würde sich die Bahn einen Lobbyisten mit hervorragendem Zugang zu allen politischen Ebenen einkaufen. Und das Kanzleramt sich weiter zu einem Talentepool für Unternehmenslobbyisten entwickeln. Dieser Trend muss endlich gestoppt werden.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/01/pofalla-zur-bahn-der-naechste-brisante-seitenwechsel/ Pofalla zur Bahn - der nächste brisante Seitenwechsel] LobbyControl.de vom 03.01.2014, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 2014 bestätigte Bahn-Chef Grube den Wechsel Pofallas zur [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]]. Ab Januar 2015 soll Pofalla als &amp;quot;Generalbevollmächtigter für politische und internationale Beziehungen&amp;quot; die Kontakte zur Politik pflegen und für internationale Geschäftsbeziehungen zuständig sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutschebahn.com/de/hidden_rss/pi_rss/7187544/h20140618.html Pofalla wird im Januar DB-Generalbevollmächtigter], Presseinformation der DB vom 18.06.2014, abgerufen am 31.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Perspektivisch soll er in den Vorstand der Bahn aufrücken - Medienberichten zufolge schon 2017. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bahn-chef-grube-bestaetigt-personalie-pofalla-wechselt-anfang-zur-bahn-1.2000432 Pofalla wechselt Anfang 2015 zur Bahn ] sueddeutsche.de vom 14.06.2014, abgerufen am 16.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist Pofallas Kritik am Seitenwechsel von Gerhard Schröder Gazprom. Dazu meinte er nach Bekanntwerden der Absicht Schröders 2005: „Jetzt kommen wir an einer rechtlichen Regelung wohl nicht vorbei: Es ist offensichtlich eine Illusion zu glauben, dass der Appell an politischen Anstand alleine ausreicht, um solche Fälle zu verhindern“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mopo&amp;quot;&amp;gt;[http://www.mopo.de/news/international-pofalla-kritisiert-schroeder-scharf,5066732,5920522.html Pofalla kritisiert Schröder scharf] Mopo.de vom 12.12.2005, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einsatz für die Deutsche Bahn als Chef des Kanzleramts===&lt;br /&gt;
Kritik erregte Pofallas Wechsel auch, weil Pofalla bereits als Kanzleramtschef ein enges Verhältnis zu Grube hatte und mehrfach mit wichtigen Gesetzesvorhaben für die Deutsche Bahn befasst war. Dazu gehörten das Eisenbahnregulierungsgesetz und das vierte Eisenbahnpaket der EU-Kommission.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BReg-Jan14&amp;quot;&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/002/1800298.pdf Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 13. Januar 2014 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], ab Seite 3. Siehe dazu auch [http://www.rp-online.de/politik/ronald-pofalla-traf-bahn-vorstaende-30-mal-aid-1.3969202 Pofalla traf Bahn-Vorstände 30 Mal], Rheinische Post Online vom 17.1.2014. Beide abgerufen am 31.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Auskunft der Bundesregierungtraf sich Pofalla von 2009 bis 2013 insgesamt 30 Mal mit Bahnchef Rüdiger Grube.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BReg-Jan14&amp;quot;/&amp;gt; Der Stern veröffentlichte Auszüge aus Dokumenten, die zeigen, wie Grube mehrfach Pofalla ansprach, um Interessen der Bahn in der Bundesregierung zu vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/pofalla-wechsel-zur-bahn-wie-der-kanzleramtschef-grubes-interessen-vertrat-2130412.html Wie der Kanzleramtschef Grubes Interessen vertrat], Stern Online vom 12.8.2014, abgerufen am 31.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Unterstützung für Klage von deutschen Atomkonzernen===&lt;br /&gt;
Das ARD-Magazin Monitor berichtete im Januar 2015 von einer Klage bezüglich des Atomausstiegs. Diese beruhe maßgeblich auf einem Schreiben des hessischen Ministerpräsidenten [[Volker Bouffier]]. Nicht in der Klageschrift enthalten war allerdings ein zweites Schreiben, in dem der damalige [[RWE]]-Vorstandsvorsitzende, Jürgen Großmann, dieses Schreiben in einem freundschaftlichen Tonfall anfragt. Dieses wurde in der Sendung zitiert. Danach berief sich Großmann auf ein Gespräch mit Roland Pofalla.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www1.wdr.de/daserste/monitor/extras/monitorpresse-atomkonzerne100.html Politik verhilft Atomkonzernen zu 882-Millionen-Euro-Klagen - Grüne Bundestagsfraktion fasst Untersuchungsausschuss ins Auge],Webseite des WDR, Pressemeldung vom 15.1.2015, abgerufen am 16.1.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Jetzt kommen wir an einer rechtlichen Regelung wohl nicht vorbei: Es ist offensichtlich eine Illusion zu glauben, dass der Appell an politischen Anstand alleine ausreicht, um solche Fälle zu verhindern. Ich könnte mir eine Art Selbstverpflichtung von Regierungsmitgliedern vorstellen, für die Zeit nach Ausscheiden aus dem Amt sich geschäftliche Rücksicht aufzuerlegen. Auch Karenzzeiten halte ich für vorstellbar.“ Ronald Pofalla über den bevorstehenden Einstieg Gerhard Schröders bei dem Unternehmen Gazprom, für deren Bauvorhaben er sich während seiner Kanzlerzeit stark gemacht hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mopo&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ronald-pofalla.de Webseite von Ronald Pofalla]&lt;br /&gt;
* [https://lobbypedia.de/wiki/Portal_seitenwechsel Weitere Informationen zum Thema Seitenwechsel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Banking_Federation&amp;diff=31986</id>
		<title>European Banking Federation</title>
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		<updated>2015-02-18T10:46:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Banking Federation &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-EBF-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = aisbl (Belgium)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Unternehmenslobbyisten und Wirtschaftsverbände&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1960&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = rue Montoyer  10, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ebf-fbe.eu www.ebf-fbe.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''European Banking Federation''' (EBF) ist die Dachorganisation europäischer Bankenverbände.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Übertragung von weiteren Kompetenzen bei der Bankenregulierung auf europäische Ebene ist die Bedeutung der EBF im Laufe der letzten Jahrzehnte gewachsen.&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur==&lt;br /&gt;
*Präsident der EBF: Frédéric Oudéa, CEO bei der Société Générale, eine der ältesten und größten französischen Banken. Die operativen Geschäfte führt Wim Mijs als Chief Executive des Sekretariats der EBF.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bloomberg.com/research/stocks/people/person.asp?personId=8001839&amp;amp;ticker=GLE:FP Executive Profile - Frédéric Oudéa] abgerufen am 18.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder sind die nationalen Bankenverbände der EU, sowie die der Schweiz, Norwegens, Lichtensteins und Islands. Enge Verbindungen unterhält der EBF zudem zu mehreren europäischen Bankenverbänden in Nicht-EU-Staaten, wie etwa der Türkei, Serbien oder Russland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch den EBF vertretenen Verbände stehen für 4.500 Banken und deren 2,5 Millionen Beschäftigte. Den eigenen Angaben nach sind diese Banken verantwortlich für 80 Prozent der gesamten Bankeinlagen und Kredite in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptaufgabe besteht darin, durch Lobbyarbeit bei den europäischen Institutionen die Interessen des Bankensektors bei der Gestaltung von Gesetzen und von europäischen Standards zu vertreten. Eines der zentralen Ziele der EBF ist dabei die Schaffung eines einheitlichen EU-Binnenmarktes für Finanzdienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Angaben im EU-Lobbyregister nach, beschäftigt der EBF 27 Mitarbeiter zu Verwirklichung der Ziele und 17 Personen haben einen Zugang zu den Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=4722660838-23&amp;amp;isListLobbyistView=true Eintrag im EU-Tranzparenz-Register] abgerufen am 18.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut den freiwilligen Angaben im [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU, hat die European Banking Federation im Geschäftsjahr 2014 zwischen 4.250.000€ und 4.500.000€  in  Lobbyarbeit bei den EU-Organen investiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=4722660838-23&amp;amp;isListLobbyistView=true Eintrag im EU-Tranzparenz-Register] abgerufen am 18.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einflussnahme wird vom Verband wie folgt beschrieben: ''&amp;quot;Lobby at EU and international level in support of the free market and to ensure that European banks face a level playing field on EU and global markets, operating free of unfair distortions of competition.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ebf-fbe.eu/index.php?page=guiding-principles Leitlinien der European Banking Federation], aufgerufen am 23.09.2010 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
Die EBF hat Mitgliedschaften in allen wichtigen Lobbyverbänden des Bankensektors, u.A:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[[International Banking Federation]] (IBFed)&lt;br /&gt;
*[[European Payments Council]] (EPC) &lt;br /&gt;
*[[Federation des Associations Internationales Basees]] (FAIB)&lt;br /&gt;
*[[European Banking Industry Committee]] (EBIC)&lt;br /&gt;
*[[European Parliamentary Financial Services Forum]] (EPFSF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012: EBF gegen Bankenregulierung===&lt;br /&gt;
Der Präsident des europäischen Bankenverbandes EBF, Christian Clausen, fordert in einem Brief, den die Nachrichtenagentur Reuters veröffentlichte, [[Basel III]] erst zum 1. Januar 2014 in Kraft treten und die seit August 2012 fertiggestellten Regeln in Deutschland weiter ruhen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://jungle-world.com/artikel/2012/50/46784.html Alles verbaselt] Jungle World Nr. 50, 13. Dezember 2012, abgerufen am 28.12.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Positioniserung zu TTIP===&lt;br /&gt;
Die EBF nimmt bei den Verhandlung zu TTIP eine einflussreiche Rolle ein und setzt sich dabei für ein ambitioniertes Abkommen ein. In einem Positionspapier vom Januar 2015 wird beispielsweise für die „regulatorische Zusammenarbeit“ geworben und betont, dass man auch künftig bei den  Veranstaltungen eine aktive Rolle spielen werde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ebf-fbe.eu/wp-content/uploads/2015/01/Joint-TTIP-statement.pdf Joint TTIP Statement] abgerufen am 18.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Finanzdienstleistungs-Sektor hat aus verschieden Gründen ein Interesse daran, dass „regulatorische Zusammenarbeit“ im Bereich der Finanzdienstleistung ein Bestandteil von TTIP wird. Zum einen besteht dadurch die Möglichkeit Standards anzugleichen, so dass vor allem die nach der Finanzkrise 2008 in Amerika verschärften Regularien gelockert werden könnten. Zum anderen würde ein neu geschaffenes Frühwarnsystem die Möglichkeit bieten, frühzeitig Einfluss auf Gesetzgebungs-Prozesse zu nehmen. &lt;br /&gt;
An die Öffentlichkeit gelangte Dokument aus den EU-Verhandlungen vom März 2014, verdeutlichen dabei wie aggressiv der Finanzdienstleistungs-Sektor für eine „regulatorische Zusmmanarbeit“ im Bereich der Finanzdienstleistung wirbt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/regulatory_coop_fs_-_ec_prop_march_2014-2_0.pdf Text to be circultated to the US during TTIP negotiations on 10-14 March 2014] abgerufen am 18.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Richard Normington ist Lobbyist der britischen Bankenlobby TheCityUK und beschreibt den direkten Einfluss folgendermaßen: „This reflected so closely the approach of TheCityUK that a bystander would have thought it came straight out of our brochure on TTIP.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://thecityuk.com/blog/without-financial-services-the-ttip-could-be-made-to-look-a-monkey/ Statement von Richard Normington] abgerufen am 18.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Forum_Europe&amp;diff=31935</id>
		<title>Forum Europe</title>
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		<updated>2015-02-11T17:41:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Forum Europe&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:09.png|none]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Veranstaltungsorganisation &lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = Castle House, 1-7 Castle Street, Cardiff, CF10 1BS&lt;br /&gt;
| Büro EU          = Avenue des Arts 46,1000 Brussels, Belgium&lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.forum-europe.com/index.asp|forum-europe.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Forum Europe ist ein Unternehmen mit Hauptsitz in England, dass seit dem Ende der 1980er Jahre Veranstaltungen in Brüssel organisiert. Bei Konferenzen zu europapolitischen Themen bietet Forum Europe Unternehmen die Möglichkeit, Sichtbarkeit in politischen Entscheidungsprozessen zu erlangen. Über finanzielle Sponsoring-Programme werden unterschiedliche Kategorien der Sichtbarkeit auf den Konferenzen angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstrukturen==&lt;br /&gt;
Forum Europe ist 1989 von dem ehemaligen Brüsseler Korrespondenten der Financial Times, [[Giles Merritt]], gegründet worden. Merritt ist Senior Advisor von Forum Europe und Generalsekretär der Brüsseler Denkfabrik [[Friends of Europe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsident (&amp;quot;Chairman&amp;quot;)&lt;br /&gt;
*Paul Adamson, Partner &amp;amp; Chairman&lt;br /&gt;
**Gründer und Herausgeber des online-Magazins E!Sharp&lt;br /&gt;
**Berater bei [[Covington &amp;amp; Burling]]&lt;br /&gt;
**Mitglied des Beirats von [[Rand Corporation]] Europe, YouGov-Cambridge, Washington European Society, American Security Project und British Influence&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direktoren&lt;br /&gt;
*Dan Craft, Partner &amp;amp; Managing Director&lt;br /&gt;
*James Wilmott, Partner &amp;amp; Managing Director&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forum Europe organisiert Veranstaltungen zu zentralen politischen Prozessen auf EU-Ebene, beispielsweise zur Finanzmarktregulierung, Handels- oder Umweltpolitik.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Den eigenen Angaben zu folge sind etwa die Hälfte der organisierten Veranstaltungen durch externe Auftraggeber veranlasst, die anderen Veranstaltungen werden von Forum Europe selbst initiiert. &lt;br /&gt;
Zu den externen Auftraggebern gehören neben den EU-Institutionen auch nationale Regierungen, Unternehmen, Handelsverbände oder internationale Organisationen. Die Auftraggeber und Sponsoren aus der Wirtschaft sind vor allem multinationale Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Presse und zum Marketing äußert sich Forum Europe auf der eigenen Website dahingehend, dass eine „besondere Beziehung“ zu europäischen Medienvertretern gepflegt wird. Betont wird dabei, dass die Medien als neutrale Berichterstatter fungieren und nicht als PR-Instrument genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.forum-europe.com/Resources/Forum-Europe-Brochure-2012.pdf Brochure von Forum Europe], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
Forum Europe bietet Unternehmen durch Sponsoring von Veranstaltungen unterschiedliche Möglichkeiten mit politischen Entscheidungsträgern zusammenzukommen. Dabei können die Unternehmen zwischen verschieden Kategorien des Sponsorings wählen, die wiederum verschiedene Möglichkeiten der Sichtbarkeit gestatten. Häufig gibt es beispielsweise eine Staffelung in Platinum-, Gold- und Silver-Pakete. Die Preise sowie die jeweiligen Leistungen variieren je nach Veranstaltung oder Konferenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an den Sponsoring-Methoden entstand vor allem im Zusammenhang mit den organisierten Konferenzen zu den TTIP-Verhandlungen. Bei der Konferenz Anfang Februar 2015 mit dem Titel „The 2nd Annual EU-US Trade Conference“ wurden unterschiedliche „Sponsorship-Packages“ angeboten. Das „plenary session sponsoring“ kostete beispielsweise 10.000 Euro und beinhaltete u.a. einen Platz auf der Rednerliste, eine ganzseitige Anzeige im Konferenzprogramm, prominente Werbung auf der Bühne und Einladungen für fünf Mitarbeiter. Für 7.500 Euro bekam man das &amp;quot;working lunch session sponsoring &amp;quot; und konnte dafür die Thematik in fachspezifischen Arbeitsgruppen aussuchen, eine halbseitige Anzeige schalten, bekam drei Eintrittskarten und eine Platz für Bühnenwerbung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-ems.com/event_images/Downloads/EU-US%20Trade%20Conference%20Sponsorship%20Brochure.pdf  Sponsorship &amp;amp; Exhibition Prospectus], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei weiteren Veranstaltungen und Konferenzen, finden sich ebenfalls derartige Sponsoring-Modelle, die laut Pia Eberhardt von der Organisation Corporate Europe Observatory, den Anschein erwecken, dass man „über diese Treffen den Zugang zu zentralen politischen Entscheidungsträgern verkauft„.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-03/lobbyismus-bruessel-ttip-interview,  Freihandelsabkommen &amp;quot;Wer Geld hat, kauft sich das Ohr der Mächtigen&amp;quot; - Interview mit Pia Eberhardt von CEO], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Forum_Europe&amp;diff=31934</id>
		<title>Forum Europe</title>
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		<updated>2015-02-11T17:40:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Forum Europe&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:09.png|none]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Veranstaltungsorganisation &lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = Castle House, 1-7 Castle Street, Cardiff, CF10 1BS&lt;br /&gt;
| Büro EU          = Avenue des Arts 46,1000 Brussels, Belgium&lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.forum-europe.com/index.asp|forum-europe.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Forum Europe ist ein Unternehmen mit Hauptsitz in England, dass seit dem Ende der 1980er Jahre Veranstaltungen in Brüssel organisiert. Bei Konferenzen zu europapolitischen Themen bietet Forum Europe Unternehmen die Möglichkeit, Sichtbarkeit in politischen Entscheidungsprozessen zu erlangen. Über finanzielle Sponsoring-Programme werden unterschiedliche Kategorien der Sichtbarkeit auf den Konferenzen angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstrukturen==&lt;br /&gt;
Forum Europe ist 1989 von dem ehemaligen Brüsseler Korrespondenten der Financial Times, [[Giles Merritt]], gegründet worden. Merritt ist Senior Advisor von Forum Europe und Generalsekretär der Brüsseler Denkfabrik [[Friends of Europe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsident (&amp;quot;Chairman&amp;quot;)&lt;br /&gt;
*Paul Adamson, Partner &amp;amp; Chairman&lt;br /&gt;
**Gründer und Herausgeber des online-Magazins E!Sharp&lt;br /&gt;
**Berater bei [[Covington &amp;amp; Burling]]&lt;br /&gt;
**Mitglied des Beirats von [[Rand Corporation]] Europe, YouGov-Cambridge, Washington European Society, American Security Project und British Influence&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direktoren&lt;br /&gt;
*Dan Craft, Partner &amp;amp; Managing Director&lt;br /&gt;
*James Wilmott, Partner &amp;amp; Managing Director&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forum Europe organisiert Veranstaltungen zu zentralen politischen Prozessen auf EU-Ebene, beispielsweise zur Finanzmarktregulierung, Handels- oder Umweltpolitik.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Den eigenen Angaben zu folge sind etwa die Hälfte der organisierten Veranstaltungen durch externe Auftraggeber veranlasst, die anderen Veranstaltungen werden von Forum Europe selbst initiiert. &lt;br /&gt;
Zu den externen Auftraggebern gehören neben den EU-Institutionen auch nationale Regierungen, Unternehmen, Handelsverbände oder internationale Organisationen. Die Auftraggeber und Sponsoren aus der Wirtschaft sind vor allem multinationale Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Presse und zum Marketing äußert sich Forum Europe auf der eigenen Website dahingehend, dass eine „besondere Beziehung“ zu europäischen Medienvertretern gepflegt wird. Betont wird dabei, dass die Medien als neutrale Berichterstatter fungieren und nicht als PR-Instrument genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.forum-europe.com/Resources/Forum-Europe-Brochure-2012.pdf , Brochure von Forum Europe], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
Forum Europe bietet Unternehmen durch Sponsoring von Veranstaltungen unterschiedliche Möglichkeiten mit politischen Entscheidungsträgern zusammenzukommen. Dabei können die Unternehmen zwischen verschieden Kategorien des Sponsorings wählen, die wiederum verschiedene Möglichkeiten der Sichtbarkeit gestatten. Häufig gibt es beispielsweise eine Staffelung in Platinum-, Gold- und Silver-Pakete. Die Preise sowie die jeweiligen Leistungen variieren je nach Veranstaltung oder Konferenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an den Sponsoring-Methoden entstand vor allem im Zusammenhang mit den organisierten Konferenzen zu den TTIP-Verhandlungen. Bei der Konferenz Anfang Februar 2015 mit dem Titel „The 2nd Annual EU-US Trade Conference“ wurden unterschiedliche „Sponsorship-Packages“ angeboten. Das „plenary session sponsoring“ kostete beispielsweise 10.000 Euro und beinhaltete u.a. einen Platz auf der Rednerliste, eine ganzseitige Anzeige im Konferenzprogramm, prominente Werbung auf der Bühne und Einladungen für fünf Mitarbeiter. Für 7.500 Euro bekam man das &amp;quot;working lunch session sponsoring &amp;quot; und konnte dafür die Thematik in fachspezifischen Arbeitsgruppen aussuchen, eine halbseitige Anzeige schalten, bekam drei Eintrittskarten und eine Platz für Bühnenwerbung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-ems.com/event_images/Downloads/EU-US%20Trade%20Conference%20Sponsorship%20Brochure.pdf , Sponsorship &amp;amp; Exhibition Prospectus], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei weiteren Veranstaltungen und Konferenzen, finden sich ebenfalls derartige Sponsoring-Modelle, die laut Pia Eberhardt von der Organisation Corporate Europe Observatory, den Anschein erwecken, dass man „über diese Treffen den Zugang zu zentralen politischen Entscheidungsträgern verkauft„.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-03/lobbyismus-bruessel-ttip-interview,  Freihandelsabkommen &amp;quot;Wer Geld hat, kauft sich das Ohr der Mächtigen&amp;quot; - Interview mit Pia Eberhardt von CEO], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Forum_Europe&amp;diff=31930</id>
		<title>Forum Europe</title>
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		<updated>2015-02-11T11:25:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Forum Europe&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:09.png|none]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Veranstaltungsorganisation &lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = Castle House, 1-7 Castle Street, Cardiff, CF10 1BS&lt;br /&gt;
| Büro EU          = Avenue des Arts 46,1000 Brussels, Belgium&lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.forum-europe.com/index.asp|forum-europe.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Forum Europe ist ein Unternehmen mit Hauptsitz in England, dass seit dem Ende der 1980er Jahre Veranstaltungen in Brüssel organisiert. Bei Konferenzen zu europapolitischen Themen bietet Forum Europe Unternehmen die Möglichkeit, Sichtbarkeit in politischen Entscheidungsprozessen zu erlangen. Über finanzielle Sponsoring-Programme werden unterschiedliche Kategorien der Sichtbarkeit auf den Konferenzen angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstrukturen==&lt;br /&gt;
Forum Europe wurde Ende der 1980er Jahre gegründet und organisiert seitdem Veranstaltungen zu zentralen politischen Prozessen auf EU-Ebene, beispielsweise zur Finanzmarktregulierung, Handels- oder Umweltpolitik.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Den eigenen Angaben zu folge sind etwa die Hälfte der organisierten Veranstaltungen durch externe Auftraggeber veranlasst, die anderen Veranstaltungen werden von Forum Europe selbst initiiert. &lt;br /&gt;
Zu den externen Auftraggebern gehören neben den EU-Institutionen auch nationale Regierungen, Unternehmen, Handelsverbände oder internationale Organisationen. Die Auftraggeber und Sponsoren aus der Wirtschaft sind vor allem multinationale Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Presse und zum Marketing äußert sich Forum Europe auf der eigenen Website dahingehend, dass eine „besondere Beziehung“ zu europäischen Medienvertretern gepflegt wird. Betont wird dabei, dass die Medien als neutrale Berichterstatter fungieren und nicht als PR-Instrument genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.forum-europe.com/Resources/Forum-Europe-Brochure-2012.pdf, Brochure von Forum Europe], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
Forum Europe bietet Unternehmen durch Sponsoring von Veranstaltungen unterschiedliche Möglichkeiten mit politischen Entscheidungsträgern zusammenzukommen. Dabei können die Unternehmen zwischen verschieden Kategorien des Sponsorings wählen, die wiederum verschiedene Möglichkeiten der Sichtbarkeit gestatten. Häufig gibt es beispielsweise eine Staffelung in Platinum-, Gold- und Silver-Pakete. Die Preise sowie die jeweiligen Leistungen variieren je nach Veranstaltung oder Konferenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an den Sponsoring-Methoden entstand vor allem im Zusammenhang mit den organisierten Konferenzen zu den TTIP-Verhandlungen. Bei der Konferenz Anfang Februar 2015 mit dem Titel „The 2nd Annual EU-US Trade Conference“ wurden unterschiedliche „Sponsorship-Packages“ angeboten. Das „plenary session sponsoring“ kostete beispielsweise 10.000 Euro und beinhaltete u.a. einen Platz auf der Rednerliste, eine ganzseitige Anzeige im Konferenzprogramm, prominente Werbung auf der Bühne und Einladungen für fünf Mitarbeiter. Für 7.500 Euro bekam man das &amp;quot;working lunch session sponsoring &amp;quot; und konnte dafür die Thematik in fachspezifischen Arbeitsgruppen aussuchen, eine halbseitige Anzeige schalten, bekam drei Eintrittskarten und eine Platz für Bühnenwerbung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-ems.com/event_images/Downloads/EU-US%20Trade%20Conference%20Sponsorship%20Brochure.pdf, Sponsorship &amp;amp; Exhibition Prospectus], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei weiteren Veranstaltungen und Konferenzen, finden sich ebenfalls derartige Sponsoring-Modelle, die laut Pia Eberhardt von der Organisation Corporate Europe Observatory, den Anschein erwecken, dass man „über diese Treffen den Zugang zu zentralen politischen Entscheidungsträgern verkauft„.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-03/lobbyismus-bruessel-ttip-interview,  Freihandelsabkommen &amp;quot;Wer Geld hat, kauft sich das Ohr der Mächtigen&amp;quot; - Interview mit Pia Eberhardt von CEO], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
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		<title>Forum Europe</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Forum Europe&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Veranstaltungsorganisation &lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = Castle House,&lt;br /&gt;
1-7 Castle Street,&lt;br /&gt;
Cardiff, CF10 1BS&lt;br /&gt;
| Büro EU          = Avenue des Arts 46,&lt;br /&gt;
1000 Brussels, Belgium&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.forum-europe.com/index.asp]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Forum Europe ist ein Unternehmen mit Hauptsitz in England, das seit dem Ende der 1980er Jahre Veranstaltungen in Brüssel organisiert. Bei Konferenzen zu europapolitischen Themen bietet Forum Europe Unternehmen die Möglichkeit, Sichtbarkeit in politischen Entscheidungsprozessen zu erlangen. Über finanzielle Sponsoring-Programme werden unterschiedliche Kategorien der Sichtbarkeit auf den Konferenzen angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstrukturen==&lt;br /&gt;
Forum Europe wurde Ende der 1980er Jahre gegründet und organisiert seitdem Veranstaltungen zu zentralen politischen Prozessen auf EU-Ebene, beispielsweise zur Finanzmarktregulierung, Handels- oder Umweltpolitik.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Den eigenen Angaben zu folge sind etwa die Hälfte der organisierten Veranstaltungen durch externe Auftraggeber veranlasst, die anderen Veranstaltungen werden von Forum Europe selbst initiiert. &lt;br /&gt;
Zu den externen Auftraggebern gehören neben den EU-Institutionen auch nationale Regierungen, Unternehmen, Handelsverbände oder internationale Organisationen. Die Auftraggeber und Sponsoren aus der Wirtschaft sind vor allem multinationale Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Presse und zum Marketing äußert sich Forum Europe auf der eigenen Website dahingehend, dass eine „besondere Beziehung“ zu europäischen Medienvertretern gepflegt wird. Betont wird dabei, dass die Medien als neutrale Berichterstatter fungieren und nicht als PR-Instrument genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.forum-europe.com/Resources/Forum-Europe-Brochure-2012.pdf, Brochure von Forum Europe], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
Forum Europe bietet Unternehmen durch Sponsoring von Veranstaltungen unterschiedliche Möglichkeiten mit politischen Entscheidungsträgern zusammenzukommen. Dabei können die Unternehmen zwischen verschieden Kategorien des Sponsorings wählen, die wiederum verschiedene Möglichkeiten der Sichtbarkeit gestatten. Häufig gibt es beispielsweise eine Staffelung in Platinum-, Gold- und Silver-Pakete. Die Preise sowie die jeweiligen Leistungen variieren je nach Veranstaltung oder Konferenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an den Sponsoring-Methoden entstand vor allem im Zusammenhang mit den organisierten Konferenzen zu den TTIP-Verhandlungen. Bei der Konferenz Anfang Februar 2015 mit dem Titel „The 2nd Annual EU-US Trade Conference“ wurden unterschiedliche „Sponsorship-Packages“ angeboten. Das „plenary session sponsoring“ kostete beispielsweise 10.000 Euro und beinhaltete u.a. einen Platz auf der Rednerliste, eine ganzseitige Anzeige im Konferenzprogramm, prominente Werbung auf der Bühne und Einladungen für fünf Mitarbeiter. Für 7.500 Euro bekam man das &amp;quot;working lunch session sponsoring &amp;quot; und konnte dafür die Thematik in fachspezifischen Arbeitsgruppen aussuchen, eine halbseitige Anzeige schalten, bekam drei Eintrittskarten und eine Platz für Bühnenwerbung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-ems.com/event_images/Downloads/EU-US%20Trade%20Conference%20Sponsorship%20Brochure.pdf, Sponsorship &amp;amp; Exhibition Prospectus], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei weiteren Veranstaltungen und Konferenzen, finden sich ebenfalls derartige Sponsoring-Modelle, die laut Pia Eberhardt von der Organisation Corporate Europe Observatory, den Anschein erwecken, dass man „über diese Treffen den Zugang zu zentralen politischen Entscheidungsträgern verkauft„.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-03/lobbyismus-bruessel-ttip-interview,  Freihandelsabkommen &amp;quot;Wer Geld hat, kauft sich das Ohr der Mächtigen&amp;quot; - Interview mit Pia Eberhardt von CEO], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
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		<title>Forum Europe</title>
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		<updated>2015-02-10T16:41:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: Die Seite wurde neu angelegt: „{{BoxUnternehmen | Name             = Forum Europe | Logo             = center | Branche          = Veranstaltungsorganisation  | Hauptsitz   …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Forum Europe&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Veranstaltungsorganisation &lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = Castle House,&lt;br /&gt;
1-7 Castle Street,&lt;br /&gt;
Cardiff, CF10 1BS&lt;br /&gt;
| Büro EU          = Avenue des Arts 46,&lt;br /&gt;
1000 Brussels, Belgium&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.forum-europe.com/index.asp] &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Forum Europe ist ein Unternehmen mit Hauptsitz in England, das seit dem Ende der 1980er Jahre Veranstaltungen in Brüssel organisiert. Bei Konferenzen zu europapolitischen Themen bietet Forum Europe Unternehmen die Möglichkeit, Sichtbarkeit in politischen Entscheidungsprozessen zu erlangen. Über finanzielle Sponsoring-Programme werden unterschiedliche Kategorien der Sichtbarkeit auf den Konferenzen angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstrukturen==&lt;br /&gt;
Forum Europe wurde Ende der 1980er Jahre gegründet und organisiert seitdem Veranstaltungen zu zentralen politischen Prozessen auf EU-Ebene, beispielsweise zur Finanzmarktregulierung, Handels- oder Umweltpolitik.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Den eigenen Angaben zu folge sind etwa die Hälfte der organisierten Veranstaltungen durch externe Auftraggeber veranlasst, die anderen Veranstaltungen werden von Forum Europe selbst initiiert. &lt;br /&gt;
Zu den externen Auftraggebern gehören neben den EU-Institutionen auch nationale Regierungen, Unternehmen, Handelsverbände oder internationale Organisationen. Die Auftraggeber und Sponsoren aus der Wirtschaft sind vor allem multinationale Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Presse und zum Marketing äußert sich Forum Europe auf der eigenen Website dahingehend, dass eine „besondere Beziehung“ zu europäischen Medienvertretern gepflegt wird. Betont wird dabei, dass die Medien als neutrale Berichterstatter fungieren und nicht als PR-Instrument genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.forum-europe.com/Resources/Forum-Europe-Brochure-2012.pdf, Brochure von Forum Europe], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
Forum Europe bietet Unternehmen durch Sponsoring von Veranstaltungen unterschiedliche Möglichkeiten mit politischen Entscheidungsträgern zusammenzukommen. Dabei können die Unternehmen zwischen verschieden Kategorien des Sponsorings wählen, die wiederum verschiedene Möglichkeiten der Sichtbarkeit gestatten. Häufig gibt es beispielsweise eine Staffelung in Platinum-, Gold- und Silver-Pakete. Die Preise sowie die jeweiligen Leistungen variieren je nach Veranstaltung oder Konferenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an den Sponsoring-Methoden entstand vor allem im Zusammenhang mit den organisierten Konferenzen zu den TTIP-Verhandlungen. Bei der Konferenz Anfang Februar 2015 mit dem Titel „The 2nd Annual EU-US Trade Conference“ wurden unterschiedliche „Sponsorship-Packages“ angeboten. Das „plenary session sponsoring“ kostete beispielsweise 10.000 Euro und beinhaltete u.a. einen Platz auf der Rednerliste, eine ganzseitige Anzeige im Konferenzprogramm, prominente Werbung auf der Bühne und Einladungen für fünf Mitarbeiter. Für 7.500 Euro bekam man das &amp;quot;working lunch session sponsoring &amp;quot; und konnte dafür die Thematik in fachspezifischen Arbeitsgruppen aussuchen, eine halbseitige Anzeige schalten, bekam drei Eintrittskarten und eine Platz für Bühnenwerbung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-ems.com/event_images/Downloads/EU-US%20Trade%20Conference%20Sponsorship%20Brochure.pdf, Sponsorship &amp;amp; Exhibition Prospectus], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei weiteren Veranstaltungen und Konferenzen, finden sich ebenfalls derartige Sponsoring-Modelle, die laut Pia Eberhardt von der Organisation Corporate Europe Observatory, den Anschein erwecken, dass man „über diese Treffen den Zugang zu zentralen politischen Entscheidungsträgern verkauft„.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-03/lobbyismus-bruessel-ttip-interview,  Freihandelsabkommen &amp;quot;Wer Geld hat, kauft sich das Ohr der Mächtigen&amp;quot; - Interview mit Pia Eberhardt von CEO], abgerufen am 10.02.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Banking_Federation&amp;diff=31905</id>
		<title>European Banking Federation</title>
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		<updated>2015-02-06T11:34:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Banking Federation &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-EBF-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = aisbl (Belgium)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Unternehmenslobbyisten und Wirtschaftsverbände&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1960&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = rue Montoyer  10, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ebf-fbe.eu www.ebf-fbe.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''European Banking Federation''' (EBF) ist die Dachorganisation europäischer Bankenverbände.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei umfasst sie rund 5000 Banken.&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur==&lt;br /&gt;
*Präsident der EBF: Christian Clausen, CEO Nordea Group&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ebf-fbe.eu/index.php?page=board-members Webseite EBF - Board Members] abgerufen am 25.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder sind die nationalen Bankenverbände der EU, sowie die der Schweiz, Norwegens, Lichtensteins und Islands. Enge Verbindungen unterhält der EBF zudem zu mehreren europäischen Bankenverbänden in Nicht-EU-Staaten, wie etwa der Türkei, Serbien oder Russland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut den freiwilligen Angaben im [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU, hat die European Banking Federation im Geschäftsjahr 2013 zwischen 4.250.000€ und 4.500.000€  in  Lobbyarbeit bei den EU-Organen investiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=4722660838-23 EU-Lobbyregister], abgerufen am 25.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einflussnahme wird vom Verband wie folgt beschrieben: ''&amp;quot;Lobby at EU and international level in support of the free market and to ensure that European banks face a level playing field on EU and global markets, operating free of unfair distortions of competition.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ebf-fbe.eu/index.php?page=guiding-principles Leitlinien der European Banking Federation], aufgerufen am 23.09.2010 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
Die European Banking Federation ist u. a. Mitglied in den folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
*[[European Banking Industry Committee]] (EBIC)&lt;br /&gt;
*[[European Parliamentary Financial Services Forum]] (EPFSF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012: EBF gegen Bankenregulierung===&lt;br /&gt;
Der Präsident des europäischen Bankenverbandes EBF, Christian Clausen, fordert in einem Brief, den die Nachrichtenagentur Reuters veröffentlichte, [[Basel III]] erst zum 1. Januar 2014 in Kraft treten und die seit August 2012 fertiggestellten Regeln in Deutschland weiter ruhen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://jungle-world.com/artikel/2012/50/46784.html Alles verbaselt] Jungle World Nr. 50, 13. Dezember 2012, abgerufen am 28.12.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Banking_Federation&amp;diff=31904</id>
		<title>European Banking Federation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=European_Banking_Federation&amp;diff=31904"/>
		<updated>2015-02-06T11:33:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = European Banking Federation &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-EBF-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = aisbl (Belgium)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Unternehmenslobbyisten und Wirtschaftsverbände&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1960&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = rue Montoyer  10, 1000 Brussels&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.ebf-fbe.eu www.ebf-fbe.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''European Banking Federation'''(EBF) ist die Dachorganisation europäischer Bankenverbände.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei umfasst sie rund 5000 Banken.&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur==&lt;br /&gt;
*Präsident der EBF: Christian Clausen, CEO Nordea Group&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ebf-fbe.eu/index.php?page=board-members Webseite EBF - Board Members] abgerufen am 25.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder sind die nationalen Bankenverbände der EU, sowie die der Schweiz, Norwegens, Lichtensteins und Islands. Enge Verbindungen unterhält der EBF zudem zu mehreren europäischen Bankenverbänden in Nicht-EU-Staaten, wie etwa der Türkei, Serbien oder Russland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
Laut den freiwilligen Angaben im [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU, hat die European Banking Federation im Geschäftsjahr 2013 zwischen 4.250.000€ und 4.500.000€  in  Lobbyarbeit bei den EU-Organen investiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=4722660838-23 EU-Lobbyregister], abgerufen am 25.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einflussnahme wird vom Verband wie folgt beschrieben: ''&amp;quot;Lobby at EU and international level in support of the free market and to ensure that European banks face a level playing field on EU and global markets, operating free of unfair distortions of competition.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ebf-fbe.eu/index.php?page=guiding-principles Leitlinien der European Banking Federation], aufgerufen am 23.09.2010 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
Die European Banking Federation ist u. a. Mitglied in den folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
*[[European Banking Industry Committee]] (EBIC)&lt;br /&gt;
*[[European Parliamentary Financial Services Forum]] (EPFSF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
===2012: EBF gegen Bankenregulierung===&lt;br /&gt;
Der Präsident des europäischen Bankenverbandes EBF, Christian Clausen, fordert in einem Brief, den die Nachrichtenagentur Reuters veröffentlichte, [[Basel III]] erst zum 1. Januar 2014 in Kraft treten und die seit August 2012 fertiggestellten Regeln in Deutschland weiter ruhen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://jungle-world.com/artikel/2012/50/46784.html Alles verbaselt] Jungle World Nr. 50, 13. Dezember 2012, abgerufen am 28.12.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31878</id>
		<title>Alternative für Deutschland (AfD)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31878"/>
		<updated>2015-02-02T17:17:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: /* Goldhandel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;toccolours&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; margin: 0 0 1em 1em; width: 25em; font-size: 90%; clear:right; vertical-align: top; text-align: left; empty-cells:collapse;&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center; background:#EBECEC; color:Black&amp;quot;  | {{{Name|Alternative für Deutschland}}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding: 1em 0; text-align: center;&amp;quot; | {{{Logo|}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Parteivorsitzende&lt;br /&gt;
|{{{Parteivorsitzende|[[Konrad Adam]], [[Frauke Petry]], [[Bernd Lucke]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Schatzmeister&lt;br /&gt;
|{{{Schatzmeister|[[Piet Leidreiter]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gründung&lt;br /&gt;
|{{{Gründung|06. Februar 2013, Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Hauptsitz&lt;br /&gt;
|{{{Hauptsitz|Schillstraße 9, 10785 Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Mitglieder&lt;br /&gt;
|{{{Mitglieder|ca. 15.000}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Webadresse&lt;br /&gt;
| {{{Webseite|[http://www.alternativefuer.de www.alternative.de]}}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung==&lt;br /&gt;
Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) stellt das Thema der „geordneten Auflösung des Euro-Währungsgebietes“ in den Mittelpunkt. Selten hat eine Parteineugründung so viel Medienaufsehen erregt wie im Fall der AfD. Sie fordert eine Änderung der europäischen Verträge, sodass ein Austritt aus der Eurozone möglich wird, bejaht aber ein „Europa der souveränen Staaten“. Die Partei tritt für Volksabstimmungen nach dem Schweizer Vorbild ein und fordert „eine Neuordnung des Einwanderungsrechts“: Deutschland brauche qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.&amp;lt;ref name=[Parteiprogramm]&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/de/wahlprogramm.html Wahlprogramm AfD 2013], Website Alternative für Deutschland, abgerufen am 16. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Im politischen Spektrum wird die AfD als konservativ eingeordnet, während andere auch Parallelen zu rechtspopulistischen Parteien sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/euro-kritiker-konservativ-liberal-rechts-wohin-steuert-die-afd/8419392.html Euro-Kritiker: Konservativ, liberal, rechts - wohin steuert die AfD?], Handelsblatt online, 28.06.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Mitglieder kommen zu einem großen Teil aus dem bürgerlichen Lager.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-mitbegruender-bernd-lucke-besserwissender-professor-1.1650018 Besserwissender Professor], Süddeutsche online, 16.04.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Debatte um Einordnung im politischen Spektrum==&lt;br /&gt;
Die Partei ordnet sich selbst keinem politischen Lager zu. Es sind sowohl wirtschaftsliberale als auch nationalkonservative Strömungen zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Studie von Alexander Häusler vom September 2013 ist die AfD auf der politischen Skala rechts der Union einzuordnen, mit Tendenzen zu einer rechtspopulistischen Ausrichtung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf Die „Alternative für Deutschland“ – Eine neue rechtspopulistische Partei?], Studie im Auftrag der Heinrich Böll Stiftung, abgerufen am 11.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings weist er auch darauf hin, dass allein aus der Euro-Skepsis keine Rückschlüsse auf die Rechtslastigkeit einer Partei möglich sind. Erst das Zusammenkommen mit „nationalistischen oder wohlstandschauvinistischen Positionierungen sowie mit kulturalisierenden und diskriminierenden Zuschreibungen“, wie sie sich in der AfD belegen lassen, rechtfertigen eine solche Einordnung.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter finden sich Hinweise auf den politischen Entstehungskontext, den Mitgliederzulauf am rechten Parteienrand und das Ansehen im Spannungsfeld der rechten Szene und im Anti-Euro- und Anti-EU-Protestmilieu.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Berichten zufolge ist die AfD als Protestpartei auch „Auffanglager für Extremisten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Fragwuerdiges-Personal-bei-der-AfD/!121788/ Fragwürdiges Personal bei der AfD], TAZ online, 13.08.2013, abgerufen am 20.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Soziologe Andreas Kemper findet homophobe und demokratiefeindliche Tendenzen in der Partei: Der wissenschaftliche Berater der AfD [[Roland Vaubel]] spreche sich für eine ‚unternehmerfreundlichere Demokratie‘ aus, die auf Lasten finanziell schwacher Kreise gehe. Und [[Beatrix von Storch]] kämpfe mit der [[Zivile Koalition|Zivilen Koalition]] gegen die ‚Minderheiten-Lobby‘, also Schwule und Lesben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/soziologe-andreas-kemper-afd-hat-demokratiefeindliche-und-homophobe-tendenzen_aid_1049653.html Soziologe Andreas Kemper: „AfD hat demokratiefeindliche und homophobe Tendenzen“], Foucus online, 21.07.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die AfD wehrt sich regelmäßig gegen Zuspruch aus der rechten Szene und nimmt generell keine ehemaligen Mitglieder von [[NPD]] und [[DVU]] auf. Ganz ausschließen kann Vorstandsmitglied Bernd Lucke die Unterwanderung aber nicht: „Es ist besser, die Wähler wählen AfD anstatt NPD“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wahlkampf-afd-chef-will-npd-waehler-gewinnen/8209858.html?utm_source=twitterfeed&amp;amp;utm_medium=twitter Wahlkampf: AfD-Chef will NPD-Wähler gewinnen], Handelsblatt.com, 15.05.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftspolitisch vertritt die AfD-Spitze dezidiert wirtschaftsliberale Postionen. So sind für den Parteichef Bernd Lucke der Mindestlohn und die Frauenquote &amp;quot;wirtschaftsfeindliche Maßnahmen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser Position findet die AfD zunehmend Unterstützung - auch über Spenden - durch Mittelständler, die traditionell der CDU und der FDP nahe standen. Zu den Unterstützern aus diesem Milieu gehört u. a. Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]], der tief in der Wirtschaftslobby verwurzelt ist (ehem. Präsident [[Bundesverband der Deutschen Industrie]], Ehrenmitglied [[Wirtschaftsrat der CDU]], Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]], ehem. Vorsitzender Außenwirtschaftsbeirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, ehem. Vorstandsmitglied Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Mitglied diverser Aufsichtsräte).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sms-group.com/vita_de_weiss.html Biografie Webseite SMS group], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans-Olaf Henkel]], Stellv. Sprecher der AfD, war bis 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der SMS GmbH, die zur [[SMS Group]] gehört; danach wurde er Beiratsmitglied von SMS.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. August 2014 gelangt der Partei der Einzug in den Landtag in Sachsen. Ein paar Tage später berichtete die Süddeutsche Zeitung über Dokumenten, die derzeit über den Twitter-Account @anonaustria verbreitet wurden. Die Zeitung schrieb: &amp;quot;Ist das also das wahre, das rechtspopulistische Gesicht der AfD? Gut möglich.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-leaks-das-andere-gesicht-der-afd-1.2115162 AfD-Leaks Das andere Gesicht der AfD ], Sueddeutsche.de, 03.09.2012, abgerufen am 4. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu kämpfen hat die AfD mit Behinderungen und Gewaltandrohungen im Wahlkampf. Die Fälle mehren sich, in denen linksautonome Gruppierungen und auch die Grüne Jugend in Göttingen und Berlin die AfD-Kampagnen behinderten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/politik/deutschland/article118964522/AfD-braucht-im-Wahlkampf-Polizeischutz.html Gewaltandrohungen: AfD braucht im Wahlkampf Polizeischutz], Die Welt online, 20.08.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen zur Pegida-Bewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida), tritt seit dem 20. Oktober 2014 durch wöchentliche Demonstrationen gegen eine von ihr angenommene Islamisierung und gegen eine aus ihrer Sicht verfehlte Asyl- und Migrationspolitik an. Politiker und Vertreter von anderen Organisationen warnen im Zusammenhang mit Pegida-Demonstrationen, vor Fremdenfeindlichkeit und teilweise vor Rassismus. Die Verfassungsschutzbehörde warnt zudem vor rechtsextremen Tendenzen bei Ablegern von Pegida in anderen Städten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Patriotische_Europ%C3%A4er_gegen_die_Islamisierung_des_Abendlandes#cite_ref-1 Pegida], Wikipedia-Artikel, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Positionierung im Umgang mit der Pegida-Bewegung ist dabei innerhalb der AfD umstritten. Der Parteivorsitzende Bernd Lucke betonte immer wieder, dass eine Zusammenarbeit ausgeschlossen sei. Andere Parteifunktionäre der AfD, wie beispielsweise Alexander Gauland, beteiligten sich hingegen an Veranstaltungen von verschiedenen Ablegern der Pegida-Bewegung und trafen sich mit Organisatoren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/pegida-gruender-wie-die-afd-den-ruecktritt-bachmanns-beeinflusste-1.2315975 Wie die AfD den Rücktritt Bachmanns beeinflusste], sueddeutsche.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Pressemeldung der Landesvorsitzenden der AfD in Sachsen, Frauke Petry, zum Rücktritt des Pegida-Gründers Lutz Bachmann, führte zur weiteren Diskussion um die Zusammenarbeit zwischen der AfD und dem islamkritischen Bündnis. Die Pressemitteilung vom 21. Januar 2015 zum Rücktritt von Bachmann erschien vor der offiziellen Meldung durch die Pegida, wurde aber nach sieben Minuten wieder zurück gezogen. Das verfrühte Verschicken der Pressemitteilung wurde zunächst als Versehen abgetan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/lutz-bachmann-ruecktritt-pegidas-neue-plaene-a-1014316.html Nach Bachmann-Rücktritt: Pegidas Franchise-Pläne], spiegel.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Frauke Petry erklärte daraufhin, dass es vor dem Rücktritt beratende Gespräche zwischen der Landesvorsitzenden und der Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel gegeben hatte, in denen seitens der AfD, für einen Rücktritt von Bachmann plädiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-beriet-pegida-in-der-hitler-affaere-von-lutz-bachmann-a-1014623.html Skandal um Lutz Bachmann: AfD beriet Pegida in Hitler-Affäre], spiegel.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Äußerungen führender Repräsentanten zum allgemeinen und freien Wahlrecht (Artikel 38 Grundgesetz)==&lt;br /&gt;
===[[Konrad Adam]], Sprecher der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konrad Adam]] äußerte 2006 Zweifel am Sinn des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, nach dem auch diejenigen wählen dürfen, die nicht vermögend sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Nur der Besitz schien (während der französischen Revolution, Der Verfasser) eine Garantie dafür zu bieten, dass man vom Wahlrecht verantwortlich Gebrauch machte. Erst später, mit dem Aufkommen der industriellen Revolution und seiner hässlichsten Folge, der Massenarbeitslosigkeit, ist die Fähigkeit, aus eigenem Vermögen für sich und die Seinen zu sorgen, als Voraussetzung für das Wahlrecht entfallen. Ob das ein Fortschritt war, kann man mit Blick auf die Schwierigkeiten, die der deutschen Politik aus ihrer Unfähigkeit erwachsen sind, sich aus der Fixierung auf unproduktive Haushaltstitel wie Rente, Pflege, Schuldendienst und Arbeitslosigkeit zu befreien, mit einigem Recht bezweifeln. Das Übergewicht der Passiven lähmt auf die Dauer auch die Aktiven und zerstört den Willen zur Zukunft, indem es die Kräfte des Landes zur Finanzierung von Vergangenheiten einspannt und verbraucht''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/print-welt/article159946/Wer-soll-waehlen.html Konrad Adam: Wer soll wählen? Kolumne die Macht der Schwachen, in: Die Welt vom 16. Oktober 2006], Webseite Die Welt, abgerufen am 8. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Roland Vaubel]] hält wenig vom allgemeinen und freien Wahlrecht. In seiner Veröffentlichung &amp;quot;Der Schutz der Leistungseliten in der Demokratie&amp;quot; vom 1. Feburar 2007 im Ordnungspolitischen Blog [http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=17 Wirtschaftliche Freiheit] regte er zum Schutz der Leistungseliten vor der Tyrannei der Mehrheit ein Mehrklassenwahlrecht für Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen an und griff dabei auf historisch praktizierte Regelungen zurück, die dem in Artikel 38 Grundgesetz verankerten gleichen Wahlrecht widersprechen. Eine Möglichkeit zum Schutz der Leistungseliten könnte nach Meinung Vaubels darin bestehen, dass man ein Zwei-Kammer-System einführt und &amp;quot;diejenigen, die die Hauptlast der (direkten) Besteuerung tragen, eine der beiden Kammern wählen lässt&amp;quot;. Bei allen Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen müssten dann beide Kammern zustimmen, so dass die Hauptsteuerzahler ein Gesetzgebungsveto hätten. Eleganter sei ein System, in dem die beiden Kammern von allen Bürger gewählt würden, aber mit unterschiedlichen Gewichten. Eine dritte Möglichkeit könnte darin bestehen, dass Mitglieder der untersten Klasse nicht für politische Ämter kandidieren dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vaubel ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], die sich an den Vorstellungen des marktradikalen Vordenkers [[Friedrich August von Hayek]] orientiert. Hayek plädiert dafür, dass wichtige politische Entscheidungen nicht von einem aus allgemeinen und gleichen Wahlen hervorgegangenen Parlament getroffen werden, sondern von einer Elite (Rat der Weisen), die keiner parlamentarischen Kontrolle unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung==&lt;br /&gt;
===Spenden, Mitgliedsbeiträge, Staatliche Finanzierung===&lt;br /&gt;
Zum einen finanziert sich die AfD aus Mitgliedsbeiträge und Spenden: Bis Ende April 2013 soll die Partei rund 600.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen eingenommen haben. Die größte Privatspende bezifferte der damalige Schatzmeister Stenzel auf 5.000 Euro. &amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/alternative-fuer-deutschland-wie-der-wahlkampf-finanziert-werden-soll-a-895539.html Zur Finanzierung ihres Wahlkampfs will die neue Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ Kontaktlisten von CDU-nahen Organisationen nutzen], Spiegel online, 21.04.2013, abgerufen am 13.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum anderen scheint die Partei durch die guten Wahlergebnisse im Gründungsjahr bereits 2014 einen Anspruch Gelder aus der staatlichen Parteienfinanzierung geltend machen zu können. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.das-parlament.de/2013/42-43/Themenausgabe/47417486.html Korrekte Rechenschaft], Götz Hausding in Das Parlament, Nr. 42-43/14.10.2013, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erwartete Summe bezifferten Vertreter der Partei auf vier Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/afd-rechnet-mit-vier-millionen-euro-staatsfinanzierung-a-928780.html AfD rechnet mit vier Millionen Euro Staatsfinanzierung], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob und in welchem Umfang sie zukünftig von Mitteln von Bund und Ländern profitiert, hängt vom Wahlergebnis ab. Das Wahlergebnis und die selbst eingeworbenen Mittel sind Maßstäbe für die Berechnung der Parteienfinanzierung. So wirbt unter anderem AfD-Mitglied Jens Eckleben für Unterstützung: „Abgesehen davon, daß wir noch keine Gelder aus der Parteienfinanzierung bekommen, werden zukünftig die Gelder maßgeblich von den durch die Partei jetzt eingeworbenen Spenden abhängen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://plus.google.com/115780406608723057410/posts/TZ5tp3MuvRZ Warum die AfD Spenden braucht], Jens Eckleben auf Google+, 06.05.2013, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem 2014 der Partei der Einzug in die Landtage von Sachsen, Brandenburg und Thüringen gelungen ist, stehen ihr laut Focus knapp vier Millionen aus der staatlichen Finanzierung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/knapp-vier-millionen-euro-landtagswahlerfolge-bescheren-der-afdhohe-einnahmen_id_4147691.html Wahlerfolge bescheren der AfD vier Millionen Euro], Focus Online, 21.09.2014, abgerufen am 30. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AfD wird zunehmend mit Spenden aus der Wirtschaft bedacht. Zu den Spendern gehören Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]] sowie ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), und Hans Wall, Gründer des Berliner Außenwerbers Wall AG.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-prominente-mittelstaendler-finanzieren-rechtspopulisten-a-997243.html#ref=rss Angriff auf die CDU: Prominente Mittelständler finanzieren rechtspopulistische AfD. Spiegel online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 16. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Angaben von Weiss sind auch Spenden von anderen bekannten Wirtschaftsführern geflossen - allerdings unter der Meldegrenze, sodass sie  nicht im Rechenschaftsbericht erscheinen müssen. Der Stellv. Parteisprecher [[Hans-Olaf Henkel]], ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) erklärte, mehrere Dax-Vorstände und zahlreiche Chefs von Familienunternehmen unterstützten die AfD.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kredite===&lt;br /&gt;
Bereits 2013 wurde in den Medien über einen Kredit an die Partei berichtet. Laut Spiegel gab es zwei Kredite über je 500.000 Euro, die der Partei von dem Hamburger Reeder Folkard Edler gewährt wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder-a-939158.html  Heikler Deal: AfD bekam günstigen Millionenkredit von Hamburger Reeder], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dies veranlasste Parteichef Bernd Lucke zu einer Erwiderung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/spiegel-online-15-12-13-heikler-deal-afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder/ Stellungnahme Bernd Lucke], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wies darauf hin, dass ein eventuell 2014 entstehender geldwerter Vorteil, als Spende erst im am 30. September 2015 vorzulegenden Rechenschaftsbericht ausgewiesen werden müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Jahr 2014 gab es Berichte über einen Kredit in Höhe von 640.000 Euro. &amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.welt.de/politik/deutschland/article127190958/AfD-setzt-umstrittene-Kreditfinanzierung-fort.html AfD setzt umstrittene Kreditfinanzierung fort], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/alternative-fuer-deutschland-afd-ist-ein-guenstiger-kredit-eine-parteispende-12907366.html Muss AfD günstigen Kredit melden? ], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2014 hat [[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender AfD-Sprecher und Kandidat für die Europawahl, der AfD ein Darlehen mit Laufzeit bis 5/2015 über eine Million Euro zu 2 % Zinsen gewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-04/afd-europawahl-henkel-kredit Europawahlkampf Henkel leiht AfD eine Million, Zeit online vom 30. April 2014], abgerufen am 9. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldhandel===&lt;br /&gt;
Um die volle Höhe der nach ihrem Wahlerfolg bemessenen staatlichen Zuschüsse von 5 Millionen Euro erhalten zu können, hatte sich die AfD, laut Selbstdarstellung, zu einem „innovativen Wege zur Erzielung von Einnahmen“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.afd-gold.de/aktion.html Warum sich die AfD im Goldhandel engagiert.], afd-gold.de, abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; entschieden. Denn um Anspruch auf den vollen Umfang der staatlichen Zuschüsse zu erhalten, müssen die weiteren Einnahmen der Partei eben so hoch sein, wie die Zuschüsse selbst. Die Einnahmen der Partei beliefen sich für das Jahr 2014 aber zunächst auf 2,5 Millionen Euro aus Mitgliederbeiträgen und eine halbe Millionen Euro aus Spenden. Die 2 Millionen Euro die fehlten, um Anspruch auf die gesamten staatlichen Zuschüsse zu erhalten, sollten daher durch den Verkauf von Gold erwirtschaftet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/nach-afd-trick-die-heimlichen-goldgruben-der-parteien-13286140.html Nach AfD-Trick Die heimlichen Goldgruben der Parteien], faz.net abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundestagsverwaltung prüfte und befand, dass die Einnahmen aus dem Verkauf von Gold als eine Einnahme im Sinne des Parteiengesetzes zu werten sei. Nicht zuletzt aus dem Bundestag machte sich darauf hin Kritik an der Regelung des Parteiengesetzes breit und man erwog, dass Gesetz zu reformieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2014/pm_141121/341758 AfD-Goldhandel: Lammert empfiehlt Änderung des Parteiengesetzes], bundestag.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bundestagswahl 2013==&lt;br /&gt;
Mit Blick auf die Bundestagswahl 2013 hat [[LobbyControl]] auch einen Teil der nicht im Bundestag vertretenen Parteien auf lobbykritische Positionen untersucht. Was sagen sie zu den Themen Einführung eines [[Lobbyregister|Lobbyregisters]], [[Karenzzeit|Karenzzeiten]] („Abkühlphasen“) für scheidende Politiker, Abgeordnetenkorruption und [[Nebeneinkünfte von Abgeordneten]]? Was werden sie nach der Wahl tun?&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2013/09/wahlpruefsteine-2013/ Wahlprüfsteine 2013 - Wie wollen die Parteien Lobbyismus kontrollieren?], Webseite von LobbyControl, abgerufen am 20.9.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Partei und Wahlprogramm: Hier das [http://www.alternativefuer.de/partei/wahlprogramm/  Bundestagswahlprogramm 2013]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verpflichtendes Lobbyregister: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karenzzeiten für ausscheidende Spitzenpolitiker: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Transparente Nebeneinkünfte: Das Mandat „darf nicht unter bezahlten Nebentätigkeiten leiden.“ (S. 2 im Wahlprogramm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mehr Transparenz und Schranken bei der Parteienfinanzierung: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Sprecher, Mitglieder und Unterstützer===&lt;br /&gt;
Da die Partei bis vor kurzem in keinem Parlament vertreten war, konnte sie keinen direkten Einfluss auf Gesetzesinitiativen ausüben und befindet sich nicht im Fokus des Interesses von Lobbyisten und Verbänden. Trotzdem gibt es Personalien in der AfD, die besondere Nähe zu Unternehmen aufweisen, oder als Parteiüberläufer Konfliktpotential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot; &amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;| Sprecher, Mitglieder und Unterstützer&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hans-Olaf Henkel]]&lt;br /&gt;
| ist  Stellvertretender Sprecher der AfD. Der ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) (1995-2000) und bis vor kurzem Vorsitzender des Vorstands des [[Konvent für Deutschland]] (bis 1/2014) ist Mitglied des Kuratoriums der  [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]. Bis zu seinem Eintritt in die AfD war er Aufsichtsrat/Verwaltungsrat/ Berater einer Vielzahl von Unternehmen, darunter [[Bayer]] AG (Leverkusen), Continental AG (Hannover), [[Daimler]] Luft- und Raumfahrt AG (München), SMS GmbH (Düsseldorf), Ringier AG (Zofingen/Schweiz) und Heliad Equity Partners (Frankfurt/Zürich).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Olaf_Henkel Hans-Olaf Henkel], Wikipedia, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Joachim Starbatty]],&lt;br /&gt;
| emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre mit Verbindungen in wirtschaftsliberale Netzwerke, ist Mitbegründer und Europaabgeordneter der AfD. Der EU-Kritiker klagte erfolglos vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenland-Hilfen und den Euro-Rettungsschirm. Starbatty ist Vorsitzender der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]], Mitglied des Kuratoriums von [[Open Europe Berlin]] und Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Norbert Stenzel&lt;br /&gt;
| Kritik wird besonders um die vielen Überläufer von anderen Parteien laut. Hervorzuheben ist hier der Fall Stenzel. Norbert Stenzel ist ehemaliges Mitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU]] und brüstete sich, aus seiner damaligen Zeit in der CDU ein &amp;quot;dickes Adressbuch&amp;quot; mit zur AfD zu nehmen. Diese Aussage bezog sich auf die Frage, wie die AfD sich langfristig finanzieren wolle. Die CDU bezichtigte ihn darauf des Datenklaus.&amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Beatrix von Storch]]&lt;br /&gt;
| ist Europaabgeordnete der AfD. Mit ihrem Ehemann [[Sven von Storch]] leitet sie Internetplattformen wie [http://www.abgeordneten-check.de Abgeordneten-Check.de] oder [http:///www.freiewelt.net FreieWelt.net] und gilt als eine der einflussreichsten Euro-Kritikerinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cicero.de/berliner-republik/afd-kandidatin-beatrix-von-storch-ihr-hauptberuf-ist-protest/54701 AfD-Kandidatin Beatrix von Storch: Ihr Hauptberuf ist Protest], Cicero online, 12.06.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afdbayern.de/beatrix-von-storch-in-neumarkt/ AfD Bayern - zur Person von Storch: ], abgerufen am 23. September 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Roland Vaubel]],&lt;br /&gt;
| Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Afd, ist Mitglied des [[Walter Eucken Institut]], Referent bei Veranstaltungen der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], Mitglied des Beirats des &amp;quot;Cato Journal&amp;quot; (Hrsg. [[Cato Institute]]) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]], zu dessen Visionen die Abschaffung aller staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft und die vollständige Privatisierung des Renten- und Gesundheitswesens gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frank-Christian Hansel&lt;br /&gt;
| ist kommissarischer Bundesgeschäftsführer der AfD bis zum 30. September 2014. Nach seinem Ausscheiden bekleidet er weiterhin die Funktion des Landesschatzmeister der Partei für Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/unruhe-in-der-afd-bundesvorstand-entlaesst-geschaeftsfuehrer-hansel-13023214.html Bundesvorstand entlässt Geschäftsführer Hansel, FAZ.net vom 2. Juli 2014], abgerufen am 16. 7. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bundesfachausschusses Energiepolitik der AfD===&lt;br /&gt;
*Von den 15 Mitgliedern des „Bundesfachausschusses Energiepolitik“, der für das Thema Klimawandel zuständig ist, gehören nach taz-Recherchen mindestens 12 eindeutig zum Lager der Klimaskeptiker. Darunter ist etwa [[Michael Limburg]], Vizepräsident des [[Europäisches Institut für Klima und Energie|Europäischen Instituts für Klima und Energie]] (EIKE), die wichtigste Stimme der deutschen Klimaleugner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://taz.de/Energieausschuss-der-AfD/!124495/ Sammelbecken der Klimaskeptiker] taz vom 27. 09. 2013, abgerufen am 27.09.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beziehungen zu anderen Organisationen==&lt;br /&gt;
===[[Die Familienunternehmer - ASU]]===&lt;br /&gt;
Der Verband der Familienunternehmer hat für die eurokritischen und neoliberalen Positionen der AfD großes Verständnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/afd-familienunternehmer-versus-bdi Andreas Kemper: Familienunternehmer versus BDI, Der Freitag online vom 20. März 2013 Webseite Freitag], abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglieder und Repräsentanten der Familienunternehmer hatten sich bereits vor der Gründung der AfD mit Professoren getroffen, die die Gründung einer neuen Partei in Erwägung zogen. An die Familienunternehmer angeschlossen ist auch der Verband &amp;quot;Die Jungen Unternehmer - BJU&amp;quot;, deren langjährige Vorsitzende, Marie-Christine Overmann (FDP), zu den Gründern der &amp;quot;Allianz gegen den ESM&amp;quot; gehört. Zum Teil handelte es sich um vertrauliche Kontakte; zum Teil wurde über die gemeinsamen Diskussionen in der Internetzeitung [[FreieWelt.net]] berichtet, die die AfD publizistisch unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freiewelt.net/galerie/podiumsdiskussion-esm-vertrag-der-weg-in-die-schuldenunion-abschaffung-von-demokratie-und-souveranitat-60021/ Podiumsdiskussion der Zivilen Koalition: ESM - Vertrag - Der Weg in die Schuldenunion, FreieWelt.net vom 1. Januar 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; Robin Paulus, Leiter der Abteilung Politik und Wirtschaft der Familienunternehmer, vertrat auf dem [[Forum Freiheit]] 2013 die Auffassung: &amp;quot;Wer eine gute CDU will, muss die AfD wählen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ef-magazin.de/2013/09/19/4516-forum-freiheit-2013-afd-oder-fdp Christian Dorn: Forum Freiheit 2013: AfD oder FDP?, eigentümlich frei vom 19. September 2013], Webseite abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinem Bundeskongress am 8./9. Mai 2014 hat der Verband den AfD-Parteivorsitzenden Bernd Lucke eingeladen, um eine Stunde über den Euro und die Zukunft Europas zu referieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ausserparlamentarische-opposition-familienunternehmen-geben-der-afd-eine-buehne.cf6fce07-5d4d-4505-b2dd-19a8fe6dc1ca.html Familienunternehmen geben der AfD eine Bühne, Stuttgarter Zeitung vom 8. Mai 2014], Webseite Stuttgarter Zeitung, abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen möchte der Verband mit der Einladung zeigen, wie unzufrieden er mit der jetzigen Bundesregierung ist. Auch wenn die AfD mit populistischen Thesen gegen Zuwanderung und den freien Handel zu punkten versuche, schrecke dies die Familienunternehmer nicht, das Gespräch zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personelle Verflechtungen gibt es über den Strategischen Beirat der [[Die Familienunternehmer - ASU]]. So sind deren Mitglieder [[Charles B. Blankart]] und [[Günter Ederer]] auch Unterstützer der Afd.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/unterstuetzer/ Unterstützer, Webseite AfD]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide sind außerdem Mitglieder der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], in der auch eine Vielzahl von Repräsentanten der AfD organisiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]===&lt;br /&gt;
Die folgenden Repräsentanten der AFD sind auch Mitglieder/Funktionsträger der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] und der mit ihr verbundenen [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]:&lt;br /&gt;
*[[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender  Sprecher, Spitzenkandidat (Platz 2) für die Europawahl 2014, ist Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Joachim Starbatty]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, Spitzenkandidat (Platz 5) für die Europawahl 2014, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] &lt;br /&gt;
*[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Beatrix von Storch]], Spitzenkandidatin (Platz 4) für die Europawahl, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominente AfD-Politiker treten in den Hayek-Clubs und  bei den Hayek-Tagen auf, so der Sprecher [[Bernd Lucke]] beim Frankfurter Hayek-Club&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/afd-in-frankfurt-lucke-warnt-vor-euro-zentralismus-12926737.html Philip Plickert: AfD in Frankfurt Lucke warnt vor Euro-Zentralismus, FAZ online vom 7. Mai 2014], abgerufen am 14. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei den Hayek-Tagen 2013 in Göttingen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hayekclubberlin.wordpress.com/2013/07/03/hayek-tage-2013-in-gottingen/ Hayek-Tage 2013 in Göttingen], Webseite Hayek-Club Berlin, abgerufen am 16.5.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf  Die AfD – eine neue rechtspopulistische Partei? Materialien und Deutungen zur vertiefenden Auseinandersetzung. Studie der Heinrich Böll Stiftung NRW, September 2013 ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31877</id>
		<title>Alternative für Deutschland (AfD)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31877"/>
		<updated>2015-02-02T17:14:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: /* Verbindugen zur Pegida-Bewegung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;toccolours&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; margin: 0 0 1em 1em; width: 25em; font-size: 90%; clear:right; vertical-align: top; text-align: left; empty-cells:collapse;&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center; background:#EBECEC; color:Black&amp;quot;  | {{{Name|Alternative für Deutschland}}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding: 1em 0; text-align: center;&amp;quot; | {{{Logo|}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Parteivorsitzende&lt;br /&gt;
|{{{Parteivorsitzende|[[Konrad Adam]], [[Frauke Petry]], [[Bernd Lucke]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Schatzmeister&lt;br /&gt;
|{{{Schatzmeister|[[Piet Leidreiter]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gründung&lt;br /&gt;
|{{{Gründung|06. Februar 2013, Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Hauptsitz&lt;br /&gt;
|{{{Hauptsitz|Schillstraße 9, 10785 Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Mitglieder&lt;br /&gt;
|{{{Mitglieder|ca. 15.000}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Webadresse&lt;br /&gt;
| {{{Webseite|[http://www.alternativefuer.de www.alternative.de]}}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung==&lt;br /&gt;
Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) stellt das Thema der „geordneten Auflösung des Euro-Währungsgebietes“ in den Mittelpunkt. Selten hat eine Parteineugründung so viel Medienaufsehen erregt wie im Fall der AfD. Sie fordert eine Änderung der europäischen Verträge, sodass ein Austritt aus der Eurozone möglich wird, bejaht aber ein „Europa der souveränen Staaten“. Die Partei tritt für Volksabstimmungen nach dem Schweizer Vorbild ein und fordert „eine Neuordnung des Einwanderungsrechts“: Deutschland brauche qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.&amp;lt;ref name=[Parteiprogramm]&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/de/wahlprogramm.html Wahlprogramm AfD 2013], Website Alternative für Deutschland, abgerufen am 16. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Im politischen Spektrum wird die AfD als konservativ eingeordnet, während andere auch Parallelen zu rechtspopulistischen Parteien sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/euro-kritiker-konservativ-liberal-rechts-wohin-steuert-die-afd/8419392.html Euro-Kritiker: Konservativ, liberal, rechts - wohin steuert die AfD?], Handelsblatt online, 28.06.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Mitglieder kommen zu einem großen Teil aus dem bürgerlichen Lager.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-mitbegruender-bernd-lucke-besserwissender-professor-1.1650018 Besserwissender Professor], Süddeutsche online, 16.04.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Debatte um Einordnung im politischen Spektrum==&lt;br /&gt;
Die Partei ordnet sich selbst keinem politischen Lager zu. Es sind sowohl wirtschaftsliberale als auch nationalkonservative Strömungen zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Studie von Alexander Häusler vom September 2013 ist die AfD auf der politischen Skala rechts der Union einzuordnen, mit Tendenzen zu einer rechtspopulistischen Ausrichtung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf Die „Alternative für Deutschland“ – Eine neue rechtspopulistische Partei?], Studie im Auftrag der Heinrich Böll Stiftung, abgerufen am 11.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings weist er auch darauf hin, dass allein aus der Euro-Skepsis keine Rückschlüsse auf die Rechtslastigkeit einer Partei möglich sind. Erst das Zusammenkommen mit „nationalistischen oder wohlstandschauvinistischen Positionierungen sowie mit kulturalisierenden und diskriminierenden Zuschreibungen“, wie sie sich in der AfD belegen lassen, rechtfertigen eine solche Einordnung.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter finden sich Hinweise auf den politischen Entstehungskontext, den Mitgliederzulauf am rechten Parteienrand und das Ansehen im Spannungsfeld der rechten Szene und im Anti-Euro- und Anti-EU-Protestmilieu.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Berichten zufolge ist die AfD als Protestpartei auch „Auffanglager für Extremisten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Fragwuerdiges-Personal-bei-der-AfD/!121788/ Fragwürdiges Personal bei der AfD], TAZ online, 13.08.2013, abgerufen am 20.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Soziologe Andreas Kemper findet homophobe und demokratiefeindliche Tendenzen in der Partei: Der wissenschaftliche Berater der AfD [[Roland Vaubel]] spreche sich für eine ‚unternehmerfreundlichere Demokratie‘ aus, die auf Lasten finanziell schwacher Kreise gehe. Und [[Beatrix von Storch]] kämpfe mit der [[Zivile Koalition|Zivilen Koalition]] gegen die ‚Minderheiten-Lobby‘, also Schwule und Lesben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/soziologe-andreas-kemper-afd-hat-demokratiefeindliche-und-homophobe-tendenzen_aid_1049653.html Soziologe Andreas Kemper: „AfD hat demokratiefeindliche und homophobe Tendenzen“], Foucus online, 21.07.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die AfD wehrt sich regelmäßig gegen Zuspruch aus der rechten Szene und nimmt generell keine ehemaligen Mitglieder von [[NPD]] und [[DVU]] auf. Ganz ausschließen kann Vorstandsmitglied Bernd Lucke die Unterwanderung aber nicht: „Es ist besser, die Wähler wählen AfD anstatt NPD“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wahlkampf-afd-chef-will-npd-waehler-gewinnen/8209858.html?utm_source=twitterfeed&amp;amp;utm_medium=twitter Wahlkampf: AfD-Chef will NPD-Wähler gewinnen], Handelsblatt.com, 15.05.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftspolitisch vertritt die AfD-Spitze dezidiert wirtschaftsliberale Postionen. So sind für den Parteichef Bernd Lucke der Mindestlohn und die Frauenquote &amp;quot;wirtschaftsfeindliche Maßnahmen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser Position findet die AfD zunehmend Unterstützung - auch über Spenden - durch Mittelständler, die traditionell der CDU und der FDP nahe standen. Zu den Unterstützern aus diesem Milieu gehört u. a. Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]], der tief in der Wirtschaftslobby verwurzelt ist (ehem. Präsident [[Bundesverband der Deutschen Industrie]], Ehrenmitglied [[Wirtschaftsrat der CDU]], Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]], ehem. Vorsitzender Außenwirtschaftsbeirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, ehem. Vorstandsmitglied Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Mitglied diverser Aufsichtsräte).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sms-group.com/vita_de_weiss.html Biografie Webseite SMS group], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans-Olaf Henkel]], Stellv. Sprecher der AfD, war bis 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der SMS GmbH, die zur [[SMS Group]] gehört; danach wurde er Beiratsmitglied von SMS.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. August 2014 gelangt der Partei der Einzug in den Landtag in Sachsen. Ein paar Tage später berichtete die Süddeutsche Zeitung über Dokumenten, die derzeit über den Twitter-Account @anonaustria verbreitet wurden. Die Zeitung schrieb: &amp;quot;Ist das also das wahre, das rechtspopulistische Gesicht der AfD? Gut möglich.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-leaks-das-andere-gesicht-der-afd-1.2115162 AfD-Leaks Das andere Gesicht der AfD ], Sueddeutsche.de, 03.09.2012, abgerufen am 4. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu kämpfen hat die AfD mit Behinderungen und Gewaltandrohungen im Wahlkampf. Die Fälle mehren sich, in denen linksautonome Gruppierungen und auch die Grüne Jugend in Göttingen und Berlin die AfD-Kampagnen behinderten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/politik/deutschland/article118964522/AfD-braucht-im-Wahlkampf-Polizeischutz.html Gewaltandrohungen: AfD braucht im Wahlkampf Polizeischutz], Die Welt online, 20.08.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen zur Pegida-Bewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida), tritt seit dem 20. Oktober 2014 durch wöchentliche Demonstrationen gegen eine von ihr angenommene Islamisierung und gegen eine aus ihrer Sicht verfehlte Asyl- und Migrationspolitik an. Politiker und Vertreter von anderen Organisationen warnen im Zusammenhang mit Pegida-Demonstrationen, vor Fremdenfeindlichkeit und teilweise vor Rassismus. Die Verfassungsschutzbehörde warnt zudem vor rechtsextremen Tendenzen bei Ablegern von Pegida in anderen Städten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Patriotische_Europ%C3%A4er_gegen_die_Islamisierung_des_Abendlandes#cite_ref-1 Pegida], Wikipedia-Artikel, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Positionierung im Umgang mit der Pegida-Bewegung ist dabei innerhalb der AfD umstritten. Der Parteivorsitzende Bernd Lucke betonte immer wieder, dass eine Zusammenarbeit ausgeschlossen sei. Andere Parteifunktionäre der AfD, wie beispielsweise Alexander Gauland, beteiligten sich hingegen an Veranstaltungen von verschiedenen Ablegern der Pegida-Bewegung und trafen sich mit Organisatoren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/pegida-gruender-wie-die-afd-den-ruecktritt-bachmanns-beeinflusste-1.2315975 Wie die AfD den Rücktritt Bachmanns beeinflusste], sueddeutsche.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Pressemeldung der Landesvorsitzenden der AfD in Sachsen, Frauke Petry, zum Rücktritt des Pegida-Gründers Lutz Bachmann, führte zur weiteren Diskussion um die Zusammenarbeit zwischen der AfD und dem islamkritischen Bündnis. Die Pressemitteilung vom 21. Januar 2015 zum Rücktritt von Bachmann erschien vor der offiziellen Meldung durch die Pegida, wurde aber nach sieben Minuten wieder zurück gezogen. Das verfrühte Verschicken der Pressemitteilung wurde zunächst als Versehen abgetan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/lutz-bachmann-ruecktritt-pegidas-neue-plaene-a-1014316.html Nach Bachmann-Rücktritt: Pegidas Franchise-Pläne], spiegel.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Frauke Petry erklärte daraufhin, dass es vor dem Rücktritt beratende Gespräche zwischen der Landesvorsitzenden und der Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel gegeben hatte, in denen seitens der AfD, für einen Rücktritt von Bachmann plädiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-beriet-pegida-in-der-hitler-affaere-von-lutz-bachmann-a-1014623.html Skandal um Lutz Bachmann: AfD beriet Pegida in Hitler-Affäre], spiegel.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Äußerungen führender Repräsentanten zum allgemeinen und freien Wahlrecht (Artikel 38 Grundgesetz)==&lt;br /&gt;
===[[Konrad Adam]], Sprecher der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konrad Adam]] äußerte 2006 Zweifel am Sinn des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, nach dem auch diejenigen wählen dürfen, die nicht vermögend sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Nur der Besitz schien (während der französischen Revolution, Der Verfasser) eine Garantie dafür zu bieten, dass man vom Wahlrecht verantwortlich Gebrauch machte. Erst später, mit dem Aufkommen der industriellen Revolution und seiner hässlichsten Folge, der Massenarbeitslosigkeit, ist die Fähigkeit, aus eigenem Vermögen für sich und die Seinen zu sorgen, als Voraussetzung für das Wahlrecht entfallen. Ob das ein Fortschritt war, kann man mit Blick auf die Schwierigkeiten, die der deutschen Politik aus ihrer Unfähigkeit erwachsen sind, sich aus der Fixierung auf unproduktive Haushaltstitel wie Rente, Pflege, Schuldendienst und Arbeitslosigkeit zu befreien, mit einigem Recht bezweifeln. Das Übergewicht der Passiven lähmt auf die Dauer auch die Aktiven und zerstört den Willen zur Zukunft, indem es die Kräfte des Landes zur Finanzierung von Vergangenheiten einspannt und verbraucht''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/print-welt/article159946/Wer-soll-waehlen.html Konrad Adam: Wer soll wählen? Kolumne die Macht der Schwachen, in: Die Welt vom 16. Oktober 2006], Webseite Die Welt, abgerufen am 8. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Roland Vaubel]] hält wenig vom allgemeinen und freien Wahlrecht. In seiner Veröffentlichung &amp;quot;Der Schutz der Leistungseliten in der Demokratie&amp;quot; vom 1. Feburar 2007 im Ordnungspolitischen Blog [http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=17 Wirtschaftliche Freiheit] regte er zum Schutz der Leistungseliten vor der Tyrannei der Mehrheit ein Mehrklassenwahlrecht für Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen an und griff dabei auf historisch praktizierte Regelungen zurück, die dem in Artikel 38 Grundgesetz verankerten gleichen Wahlrecht widersprechen. Eine Möglichkeit zum Schutz der Leistungseliten könnte nach Meinung Vaubels darin bestehen, dass man ein Zwei-Kammer-System einführt und &amp;quot;diejenigen, die die Hauptlast der (direkten) Besteuerung tragen, eine der beiden Kammern wählen lässt&amp;quot;. Bei allen Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen müssten dann beide Kammern zustimmen, so dass die Hauptsteuerzahler ein Gesetzgebungsveto hätten. Eleganter sei ein System, in dem die beiden Kammern von allen Bürger gewählt würden, aber mit unterschiedlichen Gewichten. Eine dritte Möglichkeit könnte darin bestehen, dass Mitglieder der untersten Klasse nicht für politische Ämter kandidieren dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vaubel ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], die sich an den Vorstellungen des marktradikalen Vordenkers [[Friedrich August von Hayek]] orientiert. Hayek plädiert dafür, dass wichtige politische Entscheidungen nicht von einem aus allgemeinen und gleichen Wahlen hervorgegangenen Parlament getroffen werden, sondern von einer Elite (Rat der Weisen), die keiner parlamentarischen Kontrolle unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung==&lt;br /&gt;
===Spenden, Mitgliedsbeiträge, Staatliche Finanzierung===&lt;br /&gt;
Zum einen finanziert sich die AfD aus Mitgliedsbeiträge und Spenden: Bis Ende April 2013 soll die Partei rund 600.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen eingenommen haben. Die größte Privatspende bezifferte der damalige Schatzmeister Stenzel auf 5.000 Euro. &amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/alternative-fuer-deutschland-wie-der-wahlkampf-finanziert-werden-soll-a-895539.html Zur Finanzierung ihres Wahlkampfs will die neue Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ Kontaktlisten von CDU-nahen Organisationen nutzen], Spiegel online, 21.04.2013, abgerufen am 13.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum anderen scheint die Partei durch die guten Wahlergebnisse im Gründungsjahr bereits 2014 einen Anspruch Gelder aus der staatlichen Parteienfinanzierung geltend machen zu können. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.das-parlament.de/2013/42-43/Themenausgabe/47417486.html Korrekte Rechenschaft], Götz Hausding in Das Parlament, Nr. 42-43/14.10.2013, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erwartete Summe bezifferten Vertreter der Partei auf vier Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/afd-rechnet-mit-vier-millionen-euro-staatsfinanzierung-a-928780.html AfD rechnet mit vier Millionen Euro Staatsfinanzierung], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob und in welchem Umfang sie zukünftig von Mitteln von Bund und Ländern profitiert, hängt vom Wahlergebnis ab. Das Wahlergebnis und die selbst eingeworbenen Mittel sind Maßstäbe für die Berechnung der Parteienfinanzierung. So wirbt unter anderem AfD-Mitglied Jens Eckleben für Unterstützung: „Abgesehen davon, daß wir noch keine Gelder aus der Parteienfinanzierung bekommen, werden zukünftig die Gelder maßgeblich von den durch die Partei jetzt eingeworbenen Spenden abhängen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://plus.google.com/115780406608723057410/posts/TZ5tp3MuvRZ Warum die AfD Spenden braucht], Jens Eckleben auf Google+, 06.05.2013, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem 2014 der Partei der Einzug in die Landtage von Sachsen, Brandenburg und Thüringen gelungen ist, stehen ihr laut Focus knapp vier Millionen aus der staatlichen Finanzierung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/knapp-vier-millionen-euro-landtagswahlerfolge-bescheren-der-afdhohe-einnahmen_id_4147691.html Wahlerfolge bescheren der AfD vier Millionen Euro], Focus Online, 21.09.2014, abgerufen am 30. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AfD wird zunehmend mit Spenden aus der Wirtschaft bedacht. Zu den Spendern gehören Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]] sowie ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), und Hans Wall, Gründer des Berliner Außenwerbers Wall AG.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-prominente-mittelstaendler-finanzieren-rechtspopulisten-a-997243.html#ref=rss Angriff auf die CDU: Prominente Mittelständler finanzieren rechtspopulistische AfD. Spiegel online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 16. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Angaben von Weiss sind auch Spenden von anderen bekannten Wirtschaftsführern geflossen - allerdings unter der Meldegrenze, sodass sie  nicht im Rechenschaftsbericht erscheinen müssen. Der Stellv. Parteisprecher [[Hans-Olaf Henkel]], ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) erklärte, mehrere Dax-Vorstände und zahlreiche Chefs von Familienunternehmen unterstützten die AfD.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kredite===&lt;br /&gt;
Bereits 2013 wurde in den Medien über einen Kredit an die Partei berichtet. Laut Spiegel gab es zwei Kredite über je 500.000 Euro, die der Partei von dem Hamburger Reeder Folkard Edler gewährt wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder-a-939158.html  Heikler Deal: AfD bekam günstigen Millionenkredit von Hamburger Reeder], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dies veranlasste Parteichef Bernd Lucke zu einer Erwiderung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/spiegel-online-15-12-13-heikler-deal-afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder/ Stellungnahme Bernd Lucke], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wies darauf hin, dass ein eventuell 2014 entstehender geldwerter Vorteil, als Spende erst im am 30. September 2015 vorzulegenden Rechenschaftsbericht ausgewiesen werden müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Jahr 2014 gab es Berichte über einen Kredit in Höhe von 640.000 Euro. &amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.welt.de/politik/deutschland/article127190958/AfD-setzt-umstrittene-Kreditfinanzierung-fort.html AfD setzt umstrittene Kreditfinanzierung fort], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/alternative-fuer-deutschland-afd-ist-ein-guenstiger-kredit-eine-parteispende-12907366.html Muss AfD günstigen Kredit melden? ], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2014 hat [[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender AfD-Sprecher und Kandidat für die Europawahl, der AfD ein Darlehen mit Laufzeit bis 5/2015 über eine Million Euro zu 2 % Zinsen gewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-04/afd-europawahl-henkel-kredit Europawahlkampf Henkel leiht AfD eine Million, Zeit online vom 30. April 2014], abgerufen am 9. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldhandel===&lt;br /&gt;
Um die volle Höhe der nach ihrem Wahlerfolg bemessenen staatlichen Zuschüsse von 5 Millionen Euro erhalten zu können, hatte sich die AfD, laut Selbstdarstellung, zu einem „innovative Wege zur Erzielung von Einnahmen“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.afd-gold.de/aktion.html Warum sich die AfD im Goldhandel engagiert.], afd-gold.de, abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; entschieden. Denn um Anspruch auf den vollen Umfang der staatlichen Zuschüsse zu erhalte, müssen die weiteren Einnahmen der Partei eben so hoch sein, wie die Zuschüsse selbst. Die Einnahmen der Partei beliefen sich für das Jahr 2014 aber zunächst auf 2,5 Millionen Euro aus Mitgliederbeiträgen und eine halbe Millionen Euro aus Spenden. Die 2 Millionen Euro die fehlten, um Anspruch auf die gesamten staatlichen Zuschüsse zu erhalten, sollten daher durch den Verkauf von Gold erwirtschaftet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/nach-afd-trick-die-heimlichen-goldgruben-der-parteien-13286140.html Nach AfD-Trick Die heimlichen Goldgruben der Parteien], faz.net abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundestagsverwaltung prüfte und befand das die Einnahmen aus dem Verkauf von Gold als eine Einnahme im Sinne des Parteiengesetzes zu werten sei. Nicht zuletzt aus dem Bundestag machte sich darauf hin Kritik an der Regelung des Parteiengesetz breit und man erwog, dass Gesetz zu reformieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2014/pm_141121/341758 AfD-Goldhandel: Lammert empfiehlt Änderung des Parteiengesetzes], bundestag.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bundestagswahl 2013==&lt;br /&gt;
Mit Blick auf die Bundestagswahl 2013 hat [[LobbyControl]] auch einen Teil der nicht im Bundestag vertretenen Parteien auf lobbykritische Positionen untersucht. Was sagen sie zu den Themen Einführung eines [[Lobbyregister|Lobbyregisters]], [[Karenzzeit|Karenzzeiten]] („Abkühlphasen“) für scheidende Politiker, Abgeordnetenkorruption und [[Nebeneinkünfte von Abgeordneten]]? Was werden sie nach der Wahl tun?&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2013/09/wahlpruefsteine-2013/ Wahlprüfsteine 2013 - Wie wollen die Parteien Lobbyismus kontrollieren?], Webseite von LobbyControl, abgerufen am 20.9.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Partei und Wahlprogramm: Hier das [http://www.alternativefuer.de/partei/wahlprogramm/  Bundestagswahlprogramm 2013]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verpflichtendes Lobbyregister: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karenzzeiten für ausscheidende Spitzenpolitiker: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Transparente Nebeneinkünfte: Das Mandat „darf nicht unter bezahlten Nebentätigkeiten leiden.“ (S. 2 im Wahlprogramm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mehr Transparenz und Schranken bei der Parteienfinanzierung: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Sprecher, Mitglieder und Unterstützer===&lt;br /&gt;
Da die Partei bis vor kurzem in keinem Parlament vertreten war, konnte sie keinen direkten Einfluss auf Gesetzesinitiativen ausüben und befindet sich nicht im Fokus des Interesses von Lobbyisten und Verbänden. Trotzdem gibt es Personalien in der AfD, die besondere Nähe zu Unternehmen aufweisen, oder als Parteiüberläufer Konfliktpotential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot; &amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;| Sprecher, Mitglieder und Unterstützer&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hans-Olaf Henkel]]&lt;br /&gt;
| ist  Stellvertretender Sprecher der AfD. Der ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) (1995-2000) und bis vor kurzem Vorsitzender des Vorstands des [[Konvent für Deutschland]] (bis 1/2014) ist Mitglied des Kuratoriums der  [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]. Bis zu seinem Eintritt in die AfD war er Aufsichtsrat/Verwaltungsrat/ Berater einer Vielzahl von Unternehmen, darunter [[Bayer]] AG (Leverkusen), Continental AG (Hannover), [[Daimler]] Luft- und Raumfahrt AG (München), SMS GmbH (Düsseldorf), Ringier AG (Zofingen/Schweiz) und Heliad Equity Partners (Frankfurt/Zürich).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Olaf_Henkel Hans-Olaf Henkel], Wikipedia, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Joachim Starbatty]],&lt;br /&gt;
| emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre mit Verbindungen in wirtschaftsliberale Netzwerke, ist Mitbegründer und Europaabgeordneter der AfD. Der EU-Kritiker klagte erfolglos vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenland-Hilfen und den Euro-Rettungsschirm. Starbatty ist Vorsitzender der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]], Mitglied des Kuratoriums von [[Open Europe Berlin]] und Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Norbert Stenzel&lt;br /&gt;
| Kritik wird besonders um die vielen Überläufer von anderen Parteien laut. Hervorzuheben ist hier der Fall Stenzel. Norbert Stenzel ist ehemaliges Mitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU]] und brüstete sich, aus seiner damaligen Zeit in der CDU ein &amp;quot;dickes Adressbuch&amp;quot; mit zur AfD zu nehmen. Diese Aussage bezog sich auf die Frage, wie die AfD sich langfristig finanzieren wolle. Die CDU bezichtigte ihn darauf des Datenklaus.&amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Beatrix von Storch]]&lt;br /&gt;
| ist Europaabgeordnete der AfD. Mit ihrem Ehemann [[Sven von Storch]] leitet sie Internetplattformen wie [http://www.abgeordneten-check.de Abgeordneten-Check.de] oder [http:///www.freiewelt.net FreieWelt.net] und gilt als eine der einflussreichsten Euro-Kritikerinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cicero.de/berliner-republik/afd-kandidatin-beatrix-von-storch-ihr-hauptberuf-ist-protest/54701 AfD-Kandidatin Beatrix von Storch: Ihr Hauptberuf ist Protest], Cicero online, 12.06.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afdbayern.de/beatrix-von-storch-in-neumarkt/ AfD Bayern - zur Person von Storch: ], abgerufen am 23. September 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Roland Vaubel]],&lt;br /&gt;
| Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Afd, ist Mitglied des [[Walter Eucken Institut]], Referent bei Veranstaltungen der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], Mitglied des Beirats des &amp;quot;Cato Journal&amp;quot; (Hrsg. [[Cato Institute]]) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]], zu dessen Visionen die Abschaffung aller staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft und die vollständige Privatisierung des Renten- und Gesundheitswesens gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frank-Christian Hansel&lt;br /&gt;
| ist kommissarischer Bundesgeschäftsführer der AfD bis zum 30. September 2014. Nach seinem Ausscheiden bekleidet er weiterhin die Funktion des Landesschatzmeister der Partei für Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/unruhe-in-der-afd-bundesvorstand-entlaesst-geschaeftsfuehrer-hansel-13023214.html Bundesvorstand entlässt Geschäftsführer Hansel, FAZ.net vom 2. Juli 2014], abgerufen am 16. 7. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bundesfachausschusses Energiepolitik der AfD===&lt;br /&gt;
*Von den 15 Mitgliedern des „Bundesfachausschusses Energiepolitik“, der für das Thema Klimawandel zuständig ist, gehören nach taz-Recherchen mindestens 12 eindeutig zum Lager der Klimaskeptiker. Darunter ist etwa [[Michael Limburg]], Vizepräsident des [[Europäisches Institut für Klima und Energie|Europäischen Instituts für Klima und Energie]] (EIKE), die wichtigste Stimme der deutschen Klimaleugner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://taz.de/Energieausschuss-der-AfD/!124495/ Sammelbecken der Klimaskeptiker] taz vom 27. 09. 2013, abgerufen am 27.09.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beziehungen zu anderen Organisationen==&lt;br /&gt;
===[[Die Familienunternehmer - ASU]]===&lt;br /&gt;
Der Verband der Familienunternehmer hat für die eurokritischen und neoliberalen Positionen der AfD großes Verständnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/afd-familienunternehmer-versus-bdi Andreas Kemper: Familienunternehmer versus BDI, Der Freitag online vom 20. März 2013 Webseite Freitag], abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglieder und Repräsentanten der Familienunternehmer hatten sich bereits vor der Gründung der AfD mit Professoren getroffen, die die Gründung einer neuen Partei in Erwägung zogen. An die Familienunternehmer angeschlossen ist auch der Verband &amp;quot;Die Jungen Unternehmer - BJU&amp;quot;, deren langjährige Vorsitzende, Marie-Christine Overmann (FDP), zu den Gründern der &amp;quot;Allianz gegen den ESM&amp;quot; gehört. Zum Teil handelte es sich um vertrauliche Kontakte; zum Teil wurde über die gemeinsamen Diskussionen in der Internetzeitung [[FreieWelt.net]] berichtet, die die AfD publizistisch unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freiewelt.net/galerie/podiumsdiskussion-esm-vertrag-der-weg-in-die-schuldenunion-abschaffung-von-demokratie-und-souveranitat-60021/ Podiumsdiskussion der Zivilen Koalition: ESM - Vertrag - Der Weg in die Schuldenunion, FreieWelt.net vom 1. Januar 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; Robin Paulus, Leiter der Abteilung Politik und Wirtschaft der Familienunternehmer, vertrat auf dem [[Forum Freiheit]] 2013 die Auffassung: &amp;quot;Wer eine gute CDU will, muss die AfD wählen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ef-magazin.de/2013/09/19/4516-forum-freiheit-2013-afd-oder-fdp Christian Dorn: Forum Freiheit 2013: AfD oder FDP?, eigentümlich frei vom 19. September 2013], Webseite abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinem Bundeskongress am 8./9. Mai 2014 hat der Verband den AfD-Parteivorsitzenden Bernd Lucke eingeladen, um eine Stunde über den Euro und die Zukunft Europas zu referieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ausserparlamentarische-opposition-familienunternehmen-geben-der-afd-eine-buehne.cf6fce07-5d4d-4505-b2dd-19a8fe6dc1ca.html Familienunternehmen geben der AfD eine Bühne, Stuttgarter Zeitung vom 8. Mai 2014], Webseite Stuttgarter Zeitung, abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen möchte der Verband mit der Einladung zeigen, wie unzufrieden er mit der jetzigen Bundesregierung ist. Auch wenn die AfD mit populistischen Thesen gegen Zuwanderung und den freien Handel zu punkten versuche, schrecke dies die Familienunternehmer nicht, das Gespräch zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personelle Verflechtungen gibt es über den Strategischen Beirat der [[Die Familienunternehmer - ASU]]. So sind deren Mitglieder [[Charles B. Blankart]] und [[Günter Ederer]] auch Unterstützer der Afd.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/unterstuetzer/ Unterstützer, Webseite AfD]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide sind außerdem Mitglieder der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], in der auch eine Vielzahl von Repräsentanten der AfD organisiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]===&lt;br /&gt;
Die folgenden Repräsentanten der AFD sind auch Mitglieder/Funktionsträger der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] und der mit ihr verbundenen [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]:&lt;br /&gt;
*[[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender  Sprecher, Spitzenkandidat (Platz 2) für die Europawahl 2014, ist Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Joachim Starbatty]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, Spitzenkandidat (Platz 5) für die Europawahl 2014, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] &lt;br /&gt;
*[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Beatrix von Storch]], Spitzenkandidatin (Platz 4) für die Europawahl, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominente AfD-Politiker treten in den Hayek-Clubs und  bei den Hayek-Tagen auf, so der Sprecher [[Bernd Lucke]] beim Frankfurter Hayek-Club&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/afd-in-frankfurt-lucke-warnt-vor-euro-zentralismus-12926737.html Philip Plickert: AfD in Frankfurt Lucke warnt vor Euro-Zentralismus, FAZ online vom 7. Mai 2014], abgerufen am 14. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei den Hayek-Tagen 2013 in Göttingen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hayekclubberlin.wordpress.com/2013/07/03/hayek-tage-2013-in-gottingen/ Hayek-Tage 2013 in Göttingen], Webseite Hayek-Club Berlin, abgerufen am 16.5.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf  Die AfD – eine neue rechtspopulistische Partei? Materialien und Deutungen zur vertiefenden Auseinandersetzung. Studie der Heinrich Böll Stiftung NRW, September 2013 ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31876</id>
		<title>Alternative für Deutschland (AfD)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31876"/>
		<updated>2015-02-02T17:13:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: /* Verbindugen zur Pegida-Bewegung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;toccolours&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; margin: 0 0 1em 1em; width: 25em; font-size: 90%; clear:right; vertical-align: top; text-align: left; empty-cells:collapse;&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center; background:#EBECEC; color:Black&amp;quot;  | {{{Name|Alternative für Deutschland}}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding: 1em 0; text-align: center;&amp;quot; | {{{Logo|}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Parteivorsitzende&lt;br /&gt;
|{{{Parteivorsitzende|[[Konrad Adam]], [[Frauke Petry]], [[Bernd Lucke]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Schatzmeister&lt;br /&gt;
|{{{Schatzmeister|[[Piet Leidreiter]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gründung&lt;br /&gt;
|{{{Gründung|06. Februar 2013, Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Hauptsitz&lt;br /&gt;
|{{{Hauptsitz|Schillstraße 9, 10785 Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Mitglieder&lt;br /&gt;
|{{{Mitglieder|ca. 15.000}}}&lt;br /&gt;
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! Webadresse&lt;br /&gt;
| {{{Webseite|[http://www.alternativefuer.de www.alternative.de]}}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung==&lt;br /&gt;
Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) stellt das Thema der „geordneten Auflösung des Euro-Währungsgebietes“ in den Mittelpunkt. Selten hat eine Parteineugründung so viel Medienaufsehen erregt wie im Fall der AfD. Sie fordert eine Änderung der europäischen Verträge, sodass ein Austritt aus der Eurozone möglich wird, bejaht aber ein „Europa der souveränen Staaten“. Die Partei tritt für Volksabstimmungen nach dem Schweizer Vorbild ein und fordert „eine Neuordnung des Einwanderungsrechts“: Deutschland brauche qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.&amp;lt;ref name=[Parteiprogramm]&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/de/wahlprogramm.html Wahlprogramm AfD 2013], Website Alternative für Deutschland, abgerufen am 16. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Im politischen Spektrum wird die AfD als konservativ eingeordnet, während andere auch Parallelen zu rechtspopulistischen Parteien sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/euro-kritiker-konservativ-liberal-rechts-wohin-steuert-die-afd/8419392.html Euro-Kritiker: Konservativ, liberal, rechts - wohin steuert die AfD?], Handelsblatt online, 28.06.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Mitglieder kommen zu einem großen Teil aus dem bürgerlichen Lager.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-mitbegruender-bernd-lucke-besserwissender-professor-1.1650018 Besserwissender Professor], Süddeutsche online, 16.04.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Debatte um Einordnung im politischen Spektrum==&lt;br /&gt;
Die Partei ordnet sich selbst keinem politischen Lager zu. Es sind sowohl wirtschaftsliberale als auch nationalkonservative Strömungen zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Studie von Alexander Häusler vom September 2013 ist die AfD auf der politischen Skala rechts der Union einzuordnen, mit Tendenzen zu einer rechtspopulistischen Ausrichtung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf Die „Alternative für Deutschland“ – Eine neue rechtspopulistische Partei?], Studie im Auftrag der Heinrich Böll Stiftung, abgerufen am 11.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings weist er auch darauf hin, dass allein aus der Euro-Skepsis keine Rückschlüsse auf die Rechtslastigkeit einer Partei möglich sind. Erst das Zusammenkommen mit „nationalistischen oder wohlstandschauvinistischen Positionierungen sowie mit kulturalisierenden und diskriminierenden Zuschreibungen“, wie sie sich in der AfD belegen lassen, rechtfertigen eine solche Einordnung.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter finden sich Hinweise auf den politischen Entstehungskontext, den Mitgliederzulauf am rechten Parteienrand und das Ansehen im Spannungsfeld der rechten Szene und im Anti-Euro- und Anti-EU-Protestmilieu.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Berichten zufolge ist die AfD als Protestpartei auch „Auffanglager für Extremisten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Fragwuerdiges-Personal-bei-der-AfD/!121788/ Fragwürdiges Personal bei der AfD], TAZ online, 13.08.2013, abgerufen am 20.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Soziologe Andreas Kemper findet homophobe und demokratiefeindliche Tendenzen in der Partei: Der wissenschaftliche Berater der AfD [[Roland Vaubel]] spreche sich für eine ‚unternehmerfreundlichere Demokratie‘ aus, die auf Lasten finanziell schwacher Kreise gehe. Und [[Beatrix von Storch]] kämpfe mit der [[Zivile Koalition|Zivilen Koalition]] gegen die ‚Minderheiten-Lobby‘, also Schwule und Lesben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/soziologe-andreas-kemper-afd-hat-demokratiefeindliche-und-homophobe-tendenzen_aid_1049653.html Soziologe Andreas Kemper: „AfD hat demokratiefeindliche und homophobe Tendenzen“], Foucus online, 21.07.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die AfD wehrt sich regelmäßig gegen Zuspruch aus der rechten Szene und nimmt generell keine ehemaligen Mitglieder von [[NPD]] und [[DVU]] auf. Ganz ausschließen kann Vorstandsmitglied Bernd Lucke die Unterwanderung aber nicht: „Es ist besser, die Wähler wählen AfD anstatt NPD“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wahlkampf-afd-chef-will-npd-waehler-gewinnen/8209858.html?utm_source=twitterfeed&amp;amp;utm_medium=twitter Wahlkampf: AfD-Chef will NPD-Wähler gewinnen], Handelsblatt.com, 15.05.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftspolitisch vertritt die AfD-Spitze dezidiert wirtschaftsliberale Postionen. So sind für den Parteichef Bernd Lucke der Mindestlohn und die Frauenquote &amp;quot;wirtschaftsfeindliche Maßnahmen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser Position findet die AfD zunehmend Unterstützung - auch über Spenden - durch Mittelständler, die traditionell der CDU und der FDP nahe standen. Zu den Unterstützern aus diesem Milieu gehört u. a. Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]], der tief in der Wirtschaftslobby verwurzelt ist (ehem. Präsident [[Bundesverband der Deutschen Industrie]], Ehrenmitglied [[Wirtschaftsrat der CDU]], Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]], ehem. Vorsitzender Außenwirtschaftsbeirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, ehem. Vorstandsmitglied Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Mitglied diverser Aufsichtsräte).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sms-group.com/vita_de_weiss.html Biografie Webseite SMS group], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans-Olaf Henkel]], Stellv. Sprecher der AfD, war bis 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der SMS GmbH, die zur [[SMS Group]] gehört; danach wurde er Beiratsmitglied von SMS.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. August 2014 gelangt der Partei der Einzug in den Landtag in Sachsen. Ein paar Tage später berichtete die Süddeutsche Zeitung über Dokumenten, die derzeit über den Twitter-Account @anonaustria verbreitet wurden. Die Zeitung schrieb: &amp;quot;Ist das also das wahre, das rechtspopulistische Gesicht der AfD? Gut möglich.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-leaks-das-andere-gesicht-der-afd-1.2115162 AfD-Leaks Das andere Gesicht der AfD ], Sueddeutsche.de, 03.09.2012, abgerufen am 4. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu kämpfen hat die AfD mit Behinderungen und Gewaltandrohungen im Wahlkampf. Die Fälle mehren sich, in denen linksautonome Gruppierungen und auch die Grüne Jugend in Göttingen und Berlin die AfD-Kampagnen behinderten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/politik/deutschland/article118964522/AfD-braucht-im-Wahlkampf-Polizeischutz.html Gewaltandrohungen: AfD braucht im Wahlkampf Polizeischutz], Die Welt online, 20.08.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindugen zur Pegida-Bewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida), tritt seit dem 20. Oktober 2014 durch wöchentliche Demonstrationen gegen eine von ihr angenommene Islamisierung und gegen eine aus ihrer Sicht verfehlte Asyl- und Migrationspolitik an. Politiker und Vertreter von anderen Organisationen warnen im Zusammenhang mit Pegida-Demonstrationen, vor Fremdenfeindlichkeit und teilweise vor Rassismus. Die Verfassungsschutzbehörde warnt zudem vor rechtsextremen Tendenzen bei Ablegern von Pegida in anderen Städten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Patriotische_Europ%C3%A4er_gegen_die_Islamisierung_des_Abendlandes#cite_ref-1 Pegida], Wikipedia-Artikel, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Positionierung im Umgang mit der Pegida-Bewegung ist dabei innerhalb der AfD umstritten. Der Parteivorsitzende Bernd Lucke betonte immer wieder, dass eine Zusammenarbeit ausgeschlossen sei. Andere Parteifunktionäre der AfD, wie beispielsweise Alexander Gauland, beteiligten sich hingegen an Veranstaltungen von verschiedenen Ablegern der Pegida-Bewegung und trafen sich mit Organisatoren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/pegida-gruender-wie-die-afd-den-ruecktritt-bachmanns-beeinflusste-1.2315975 Wie die AfD den Rücktritt Bachmanns beeinflusste], sueddeutsche.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Pressemeldung der Landesvorsitzenden der AfD in Sachsen, Frauke Petry, zum Rücktritt des Pegida-Gründers Lutz Bachmann, führte zur weiteren Diskussion um die Zusammenarbeit zwischen der AfD und dem islamkritischen Bündnis. Die Pressemitteilung vom 21. Januar 2015 zum Rücktritt von Bachmann erschien vor der offiziellen Meldung durch die Pegida, wurde aber nach sieben Minuten wieder zurück gezogen. Das verfrühte Verschicken der Pressemitteilung wurde zunächst als Versehen abgetan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/lutz-bachmann-ruecktritt-pegidas-neue-plaene-a-1014316.html Nach Bachmann-Rücktritt: Pegidas Franchise-Pläne], spiegel.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Frauke Petry erklärte daraufhin, dass es vor dem Rücktritt beratende Gespräche zwischen der Landesvorsitzenden und der Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel gegeben hatte, in denen seitens der AfD, für einen Rücktritt von Bachmann plädiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-beriet-pegida-in-der-hitler-affaere-von-lutz-bachmann-a-1014623.html Skandal um Lutz Bachmann: AfD beriet Pegida in Hitler-Affäre], spiegel.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Äußerungen führender Repräsentanten zum allgemeinen und freien Wahlrecht (Artikel 38 Grundgesetz)==&lt;br /&gt;
===[[Konrad Adam]], Sprecher der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konrad Adam]] äußerte 2006 Zweifel am Sinn des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, nach dem auch diejenigen wählen dürfen, die nicht vermögend sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Nur der Besitz schien (während der französischen Revolution, Der Verfasser) eine Garantie dafür zu bieten, dass man vom Wahlrecht verantwortlich Gebrauch machte. Erst später, mit dem Aufkommen der industriellen Revolution und seiner hässlichsten Folge, der Massenarbeitslosigkeit, ist die Fähigkeit, aus eigenem Vermögen für sich und die Seinen zu sorgen, als Voraussetzung für das Wahlrecht entfallen. Ob das ein Fortschritt war, kann man mit Blick auf die Schwierigkeiten, die der deutschen Politik aus ihrer Unfähigkeit erwachsen sind, sich aus der Fixierung auf unproduktive Haushaltstitel wie Rente, Pflege, Schuldendienst und Arbeitslosigkeit zu befreien, mit einigem Recht bezweifeln. Das Übergewicht der Passiven lähmt auf die Dauer auch die Aktiven und zerstört den Willen zur Zukunft, indem es die Kräfte des Landes zur Finanzierung von Vergangenheiten einspannt und verbraucht''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/print-welt/article159946/Wer-soll-waehlen.html Konrad Adam: Wer soll wählen? Kolumne die Macht der Schwachen, in: Die Welt vom 16. Oktober 2006], Webseite Die Welt, abgerufen am 8. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Roland Vaubel]] hält wenig vom allgemeinen und freien Wahlrecht. In seiner Veröffentlichung &amp;quot;Der Schutz der Leistungseliten in der Demokratie&amp;quot; vom 1. Feburar 2007 im Ordnungspolitischen Blog [http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=17 Wirtschaftliche Freiheit] regte er zum Schutz der Leistungseliten vor der Tyrannei der Mehrheit ein Mehrklassenwahlrecht für Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen an und griff dabei auf historisch praktizierte Regelungen zurück, die dem in Artikel 38 Grundgesetz verankerten gleichen Wahlrecht widersprechen. Eine Möglichkeit zum Schutz der Leistungseliten könnte nach Meinung Vaubels darin bestehen, dass man ein Zwei-Kammer-System einführt und &amp;quot;diejenigen, die die Hauptlast der (direkten) Besteuerung tragen, eine der beiden Kammern wählen lässt&amp;quot;. Bei allen Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen müssten dann beide Kammern zustimmen, so dass die Hauptsteuerzahler ein Gesetzgebungsveto hätten. Eleganter sei ein System, in dem die beiden Kammern von allen Bürger gewählt würden, aber mit unterschiedlichen Gewichten. Eine dritte Möglichkeit könnte darin bestehen, dass Mitglieder der untersten Klasse nicht für politische Ämter kandidieren dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vaubel ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], die sich an den Vorstellungen des marktradikalen Vordenkers [[Friedrich August von Hayek]] orientiert. Hayek plädiert dafür, dass wichtige politische Entscheidungen nicht von einem aus allgemeinen und gleichen Wahlen hervorgegangenen Parlament getroffen werden, sondern von einer Elite (Rat der Weisen), die keiner parlamentarischen Kontrolle unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung==&lt;br /&gt;
===Spenden, Mitgliedsbeiträge, Staatliche Finanzierung===&lt;br /&gt;
Zum einen finanziert sich die AfD aus Mitgliedsbeiträge und Spenden: Bis Ende April 2013 soll die Partei rund 600.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen eingenommen haben. Die größte Privatspende bezifferte der damalige Schatzmeister Stenzel auf 5.000 Euro. &amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/alternative-fuer-deutschland-wie-der-wahlkampf-finanziert-werden-soll-a-895539.html Zur Finanzierung ihres Wahlkampfs will die neue Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ Kontaktlisten von CDU-nahen Organisationen nutzen], Spiegel online, 21.04.2013, abgerufen am 13.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum anderen scheint die Partei durch die guten Wahlergebnisse im Gründungsjahr bereits 2014 einen Anspruch Gelder aus der staatlichen Parteienfinanzierung geltend machen zu können. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.das-parlament.de/2013/42-43/Themenausgabe/47417486.html Korrekte Rechenschaft], Götz Hausding in Das Parlament, Nr. 42-43/14.10.2013, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erwartete Summe bezifferten Vertreter der Partei auf vier Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/afd-rechnet-mit-vier-millionen-euro-staatsfinanzierung-a-928780.html AfD rechnet mit vier Millionen Euro Staatsfinanzierung], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob und in welchem Umfang sie zukünftig von Mitteln von Bund und Ländern profitiert, hängt vom Wahlergebnis ab. Das Wahlergebnis und die selbst eingeworbenen Mittel sind Maßstäbe für die Berechnung der Parteienfinanzierung. So wirbt unter anderem AfD-Mitglied Jens Eckleben für Unterstützung: „Abgesehen davon, daß wir noch keine Gelder aus der Parteienfinanzierung bekommen, werden zukünftig die Gelder maßgeblich von den durch die Partei jetzt eingeworbenen Spenden abhängen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://plus.google.com/115780406608723057410/posts/TZ5tp3MuvRZ Warum die AfD Spenden braucht], Jens Eckleben auf Google+, 06.05.2013, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem 2014 der Partei der Einzug in die Landtage von Sachsen, Brandenburg und Thüringen gelungen ist, stehen ihr laut Focus knapp vier Millionen aus der staatlichen Finanzierung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/knapp-vier-millionen-euro-landtagswahlerfolge-bescheren-der-afdhohe-einnahmen_id_4147691.html Wahlerfolge bescheren der AfD vier Millionen Euro], Focus Online, 21.09.2014, abgerufen am 30. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AfD wird zunehmend mit Spenden aus der Wirtschaft bedacht. Zu den Spendern gehören Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]] sowie ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), und Hans Wall, Gründer des Berliner Außenwerbers Wall AG.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-prominente-mittelstaendler-finanzieren-rechtspopulisten-a-997243.html#ref=rss Angriff auf die CDU: Prominente Mittelständler finanzieren rechtspopulistische AfD. Spiegel online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 16. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Angaben von Weiss sind auch Spenden von anderen bekannten Wirtschaftsführern geflossen - allerdings unter der Meldegrenze, sodass sie  nicht im Rechenschaftsbericht erscheinen müssen. Der Stellv. Parteisprecher [[Hans-Olaf Henkel]], ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) erklärte, mehrere Dax-Vorstände und zahlreiche Chefs von Familienunternehmen unterstützten die AfD.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kredite===&lt;br /&gt;
Bereits 2013 wurde in den Medien über einen Kredit an die Partei berichtet. Laut Spiegel gab es zwei Kredite über je 500.000 Euro, die der Partei von dem Hamburger Reeder Folkard Edler gewährt wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder-a-939158.html  Heikler Deal: AfD bekam günstigen Millionenkredit von Hamburger Reeder], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dies veranlasste Parteichef Bernd Lucke zu einer Erwiderung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/spiegel-online-15-12-13-heikler-deal-afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder/ Stellungnahme Bernd Lucke], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wies darauf hin, dass ein eventuell 2014 entstehender geldwerter Vorteil, als Spende erst im am 30. September 2015 vorzulegenden Rechenschaftsbericht ausgewiesen werden müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Jahr 2014 gab es Berichte über einen Kredit in Höhe von 640.000 Euro. &amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.welt.de/politik/deutschland/article127190958/AfD-setzt-umstrittene-Kreditfinanzierung-fort.html AfD setzt umstrittene Kreditfinanzierung fort], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/alternative-fuer-deutschland-afd-ist-ein-guenstiger-kredit-eine-parteispende-12907366.html Muss AfD günstigen Kredit melden? ], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2014 hat [[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender AfD-Sprecher und Kandidat für die Europawahl, der AfD ein Darlehen mit Laufzeit bis 5/2015 über eine Million Euro zu 2 % Zinsen gewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-04/afd-europawahl-henkel-kredit Europawahlkampf Henkel leiht AfD eine Million, Zeit online vom 30. April 2014], abgerufen am 9. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldhandel===&lt;br /&gt;
Um die volle Höhe der nach ihrem Wahlerfolg bemessenen staatlichen Zuschüsse von 5 Millionen Euro erhalten zu können, hatte sich die AfD, laut Selbstdarstellung, zu einem „innovative Wege zur Erzielung von Einnahmen“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.afd-gold.de/aktion.html Warum sich die AfD im Goldhandel engagiert.], afd-gold.de, abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; entschieden. Denn um Anspruch auf den vollen Umfang der staatlichen Zuschüsse zu erhalte, müssen die weiteren Einnahmen der Partei eben so hoch sein, wie die Zuschüsse selbst. Die Einnahmen der Partei beliefen sich für das Jahr 2014 aber zunächst auf 2,5 Millionen Euro aus Mitgliederbeiträgen und eine halbe Millionen Euro aus Spenden. Die 2 Millionen Euro die fehlten, um Anspruch auf die gesamten staatlichen Zuschüsse zu erhalten, sollten daher durch den Verkauf von Gold erwirtschaftet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/nach-afd-trick-die-heimlichen-goldgruben-der-parteien-13286140.html Nach AfD-Trick Die heimlichen Goldgruben der Parteien], faz.net abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundestagsverwaltung prüfte und befand das die Einnahmen aus dem Verkauf von Gold als eine Einnahme im Sinne des Parteiengesetzes zu werten sei. Nicht zuletzt aus dem Bundestag machte sich darauf hin Kritik an der Regelung des Parteiengesetz breit und man erwog, dass Gesetz zu reformieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2014/pm_141121/341758 AfD-Goldhandel: Lammert empfiehlt Änderung des Parteiengesetzes], bundestag.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bundestagswahl 2013==&lt;br /&gt;
Mit Blick auf die Bundestagswahl 2013 hat [[LobbyControl]] auch einen Teil der nicht im Bundestag vertretenen Parteien auf lobbykritische Positionen untersucht. Was sagen sie zu den Themen Einführung eines [[Lobbyregister|Lobbyregisters]], [[Karenzzeit|Karenzzeiten]] („Abkühlphasen“) für scheidende Politiker, Abgeordnetenkorruption und [[Nebeneinkünfte von Abgeordneten]]? Was werden sie nach der Wahl tun?&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2013/09/wahlpruefsteine-2013/ Wahlprüfsteine 2013 - Wie wollen die Parteien Lobbyismus kontrollieren?], Webseite von LobbyControl, abgerufen am 20.9.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Partei und Wahlprogramm: Hier das [http://www.alternativefuer.de/partei/wahlprogramm/  Bundestagswahlprogramm 2013]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verpflichtendes Lobbyregister: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karenzzeiten für ausscheidende Spitzenpolitiker: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Transparente Nebeneinkünfte: Das Mandat „darf nicht unter bezahlten Nebentätigkeiten leiden.“ (S. 2 im Wahlprogramm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mehr Transparenz und Schranken bei der Parteienfinanzierung: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Sprecher, Mitglieder und Unterstützer===&lt;br /&gt;
Da die Partei bis vor kurzem in keinem Parlament vertreten war, konnte sie keinen direkten Einfluss auf Gesetzesinitiativen ausüben und befindet sich nicht im Fokus des Interesses von Lobbyisten und Verbänden. Trotzdem gibt es Personalien in der AfD, die besondere Nähe zu Unternehmen aufweisen, oder als Parteiüberläufer Konfliktpotential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot; &amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;| Sprecher, Mitglieder und Unterstützer&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hans-Olaf Henkel]]&lt;br /&gt;
| ist  Stellvertretender Sprecher der AfD. Der ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) (1995-2000) und bis vor kurzem Vorsitzender des Vorstands des [[Konvent für Deutschland]] (bis 1/2014) ist Mitglied des Kuratoriums der  [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]. Bis zu seinem Eintritt in die AfD war er Aufsichtsrat/Verwaltungsrat/ Berater einer Vielzahl von Unternehmen, darunter [[Bayer]] AG (Leverkusen), Continental AG (Hannover), [[Daimler]] Luft- und Raumfahrt AG (München), SMS GmbH (Düsseldorf), Ringier AG (Zofingen/Schweiz) und Heliad Equity Partners (Frankfurt/Zürich).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Olaf_Henkel Hans-Olaf Henkel], Wikipedia, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Joachim Starbatty]],&lt;br /&gt;
| emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre mit Verbindungen in wirtschaftsliberale Netzwerke, ist Mitbegründer und Europaabgeordneter der AfD. Der EU-Kritiker klagte erfolglos vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenland-Hilfen und den Euro-Rettungsschirm. Starbatty ist Vorsitzender der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]], Mitglied des Kuratoriums von [[Open Europe Berlin]] und Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Norbert Stenzel&lt;br /&gt;
| Kritik wird besonders um die vielen Überläufer von anderen Parteien laut. Hervorzuheben ist hier der Fall Stenzel. Norbert Stenzel ist ehemaliges Mitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU]] und brüstete sich, aus seiner damaligen Zeit in der CDU ein &amp;quot;dickes Adressbuch&amp;quot; mit zur AfD zu nehmen. Diese Aussage bezog sich auf die Frage, wie die AfD sich langfristig finanzieren wolle. Die CDU bezichtigte ihn darauf des Datenklaus.&amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Beatrix von Storch]]&lt;br /&gt;
| ist Europaabgeordnete der AfD. Mit ihrem Ehemann [[Sven von Storch]] leitet sie Internetplattformen wie [http://www.abgeordneten-check.de Abgeordneten-Check.de] oder [http:///www.freiewelt.net FreieWelt.net] und gilt als eine der einflussreichsten Euro-Kritikerinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cicero.de/berliner-republik/afd-kandidatin-beatrix-von-storch-ihr-hauptberuf-ist-protest/54701 AfD-Kandidatin Beatrix von Storch: Ihr Hauptberuf ist Protest], Cicero online, 12.06.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afdbayern.de/beatrix-von-storch-in-neumarkt/ AfD Bayern - zur Person von Storch: ], abgerufen am 23. September 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Roland Vaubel]],&lt;br /&gt;
| Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Afd, ist Mitglied des [[Walter Eucken Institut]], Referent bei Veranstaltungen der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], Mitglied des Beirats des &amp;quot;Cato Journal&amp;quot; (Hrsg. [[Cato Institute]]) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]], zu dessen Visionen die Abschaffung aller staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft und die vollständige Privatisierung des Renten- und Gesundheitswesens gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frank-Christian Hansel&lt;br /&gt;
| ist kommissarischer Bundesgeschäftsführer der AfD bis zum 30. September 2014. Nach seinem Ausscheiden bekleidet er weiterhin die Funktion des Landesschatzmeister der Partei für Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/unruhe-in-der-afd-bundesvorstand-entlaesst-geschaeftsfuehrer-hansel-13023214.html Bundesvorstand entlässt Geschäftsführer Hansel, FAZ.net vom 2. Juli 2014], abgerufen am 16. 7. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bundesfachausschusses Energiepolitik der AfD===&lt;br /&gt;
*Von den 15 Mitgliedern des „Bundesfachausschusses Energiepolitik“, der für das Thema Klimawandel zuständig ist, gehören nach taz-Recherchen mindestens 12 eindeutig zum Lager der Klimaskeptiker. Darunter ist etwa [[Michael Limburg]], Vizepräsident des [[Europäisches Institut für Klima und Energie|Europäischen Instituts für Klima und Energie]] (EIKE), die wichtigste Stimme der deutschen Klimaleugner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://taz.de/Energieausschuss-der-AfD/!124495/ Sammelbecken der Klimaskeptiker] taz vom 27. 09. 2013, abgerufen am 27.09.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beziehungen zu anderen Organisationen==&lt;br /&gt;
===[[Die Familienunternehmer - ASU]]===&lt;br /&gt;
Der Verband der Familienunternehmer hat für die eurokritischen und neoliberalen Positionen der AfD großes Verständnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/afd-familienunternehmer-versus-bdi Andreas Kemper: Familienunternehmer versus BDI, Der Freitag online vom 20. März 2013 Webseite Freitag], abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglieder und Repräsentanten der Familienunternehmer hatten sich bereits vor der Gründung der AfD mit Professoren getroffen, die die Gründung einer neuen Partei in Erwägung zogen. An die Familienunternehmer angeschlossen ist auch der Verband &amp;quot;Die Jungen Unternehmer - BJU&amp;quot;, deren langjährige Vorsitzende, Marie-Christine Overmann (FDP), zu den Gründern der &amp;quot;Allianz gegen den ESM&amp;quot; gehört. Zum Teil handelte es sich um vertrauliche Kontakte; zum Teil wurde über die gemeinsamen Diskussionen in der Internetzeitung [[FreieWelt.net]] berichtet, die die AfD publizistisch unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freiewelt.net/galerie/podiumsdiskussion-esm-vertrag-der-weg-in-die-schuldenunion-abschaffung-von-demokratie-und-souveranitat-60021/ Podiumsdiskussion der Zivilen Koalition: ESM - Vertrag - Der Weg in die Schuldenunion, FreieWelt.net vom 1. Januar 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; Robin Paulus, Leiter der Abteilung Politik und Wirtschaft der Familienunternehmer, vertrat auf dem [[Forum Freiheit]] 2013 die Auffassung: &amp;quot;Wer eine gute CDU will, muss die AfD wählen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ef-magazin.de/2013/09/19/4516-forum-freiheit-2013-afd-oder-fdp Christian Dorn: Forum Freiheit 2013: AfD oder FDP?, eigentümlich frei vom 19. September 2013], Webseite abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinem Bundeskongress am 8./9. Mai 2014 hat der Verband den AfD-Parteivorsitzenden Bernd Lucke eingeladen, um eine Stunde über den Euro und die Zukunft Europas zu referieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ausserparlamentarische-opposition-familienunternehmen-geben-der-afd-eine-buehne.cf6fce07-5d4d-4505-b2dd-19a8fe6dc1ca.html Familienunternehmen geben der AfD eine Bühne, Stuttgarter Zeitung vom 8. Mai 2014], Webseite Stuttgarter Zeitung, abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen möchte der Verband mit der Einladung zeigen, wie unzufrieden er mit der jetzigen Bundesregierung ist. Auch wenn die AfD mit populistischen Thesen gegen Zuwanderung und den freien Handel zu punkten versuche, schrecke dies die Familienunternehmer nicht, das Gespräch zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personelle Verflechtungen gibt es über den Strategischen Beirat der [[Die Familienunternehmer - ASU]]. So sind deren Mitglieder [[Charles B. Blankart]] und [[Günter Ederer]] auch Unterstützer der Afd.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/unterstuetzer/ Unterstützer, Webseite AfD]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide sind außerdem Mitglieder der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], in der auch eine Vielzahl von Repräsentanten der AfD organisiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]===&lt;br /&gt;
Die folgenden Repräsentanten der AFD sind auch Mitglieder/Funktionsträger der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] und der mit ihr verbundenen [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]:&lt;br /&gt;
*[[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender  Sprecher, Spitzenkandidat (Platz 2) für die Europawahl 2014, ist Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Joachim Starbatty]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, Spitzenkandidat (Platz 5) für die Europawahl 2014, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] &lt;br /&gt;
*[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Beatrix von Storch]], Spitzenkandidatin (Platz 4) für die Europawahl, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominente AfD-Politiker treten in den Hayek-Clubs und  bei den Hayek-Tagen auf, so der Sprecher [[Bernd Lucke]] beim Frankfurter Hayek-Club&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/afd-in-frankfurt-lucke-warnt-vor-euro-zentralismus-12926737.html Philip Plickert: AfD in Frankfurt Lucke warnt vor Euro-Zentralismus, FAZ online vom 7. Mai 2014], abgerufen am 14. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei den Hayek-Tagen 2013 in Göttingen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hayekclubberlin.wordpress.com/2013/07/03/hayek-tage-2013-in-gottingen/ Hayek-Tage 2013 in Göttingen], Webseite Hayek-Club Berlin, abgerufen am 16.5.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf  Die AfD – eine neue rechtspopulistische Partei? Materialien und Deutungen zur vertiefenden Auseinandersetzung. Studie der Heinrich Böll Stiftung NRW, September 2013 ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31875</id>
		<title>Alternative für Deutschland (AfD)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31875"/>
		<updated>2015-02-02T14:55:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: /* Verbindugen zur Pegida-Bewegung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;toccolours&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; margin: 0 0 1em 1em; width: 25em; font-size: 90%; clear:right; vertical-align: top; text-align: left; empty-cells:collapse;&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center; background:#EBECEC; color:Black&amp;quot;  | {{{Name|Alternative für Deutschland}}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding: 1em 0; text-align: center;&amp;quot; | {{{Logo|}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Parteivorsitzende&lt;br /&gt;
|{{{Parteivorsitzende|[[Konrad Adam]], [[Frauke Petry]], [[Bernd Lucke]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Schatzmeister&lt;br /&gt;
|{{{Schatzmeister|[[Piet Leidreiter]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gründung&lt;br /&gt;
|{{{Gründung|06. Februar 2013, Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Hauptsitz&lt;br /&gt;
|{{{Hauptsitz|Schillstraße 9, 10785 Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Mitglieder&lt;br /&gt;
|{{{Mitglieder|ca. 15.000}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Webadresse&lt;br /&gt;
| {{{Webseite|[http://www.alternativefuer.de www.alternative.de]}}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung==&lt;br /&gt;
Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) stellt das Thema der „geordneten Auflösung des Euro-Währungsgebietes“ in den Mittelpunkt. Selten hat eine Parteineugründung so viel Medienaufsehen erregt wie im Fall der AfD. Sie fordert eine Änderung der europäischen Verträge, sodass ein Austritt aus der Eurozone möglich wird, bejaht aber ein „Europa der souveränen Staaten“. Die Partei tritt für Volksabstimmungen nach dem Schweizer Vorbild ein und fordert „eine Neuordnung des Einwanderungsrechts“: Deutschland brauche qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.&amp;lt;ref name=[Parteiprogramm]&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/de/wahlprogramm.html Wahlprogramm AfD 2013], Website Alternative für Deutschland, abgerufen am 16. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Im politischen Spektrum wird die AfD als konservativ eingeordnet, während andere auch Parallelen zu rechtspopulistischen Parteien sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/euro-kritiker-konservativ-liberal-rechts-wohin-steuert-die-afd/8419392.html Euro-Kritiker: Konservativ, liberal, rechts - wohin steuert die AfD?], Handelsblatt online, 28.06.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Mitglieder kommen zu einem großen Teil aus dem bürgerlichen Lager.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-mitbegruender-bernd-lucke-besserwissender-professor-1.1650018 Besserwissender Professor], Süddeutsche online, 16.04.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Debatte um Einordnung im politischen Spektrum==&lt;br /&gt;
Die Partei ordnet sich selbst keinem politischen Lager zu. Es sind sowohl wirtschaftsliberale als auch nationalkonservative Strömungen zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Studie von Alexander Häusler vom September 2013 ist die AfD auf der politischen Skala rechts der Union einzuordnen, mit Tendenzen zu einer rechtspopulistischen Ausrichtung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf Die „Alternative für Deutschland“ – Eine neue rechtspopulistische Partei?], Studie im Auftrag der Heinrich Böll Stiftung, abgerufen am 11.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings weist er auch darauf hin, dass allein aus der Euro-Skepsis keine Rückschlüsse auf die Rechtslastigkeit einer Partei möglich sind. Erst das Zusammenkommen mit „nationalistischen oder wohlstandschauvinistischen Positionierungen sowie mit kulturalisierenden und diskriminierenden Zuschreibungen“, wie sie sich in der AfD belegen lassen, rechtfertigen eine solche Einordnung.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter finden sich Hinweise auf den politischen Entstehungskontext, den Mitgliederzulauf am rechten Parteienrand und das Ansehen im Spannungsfeld der rechten Szene und im Anti-Euro- und Anti-EU-Protestmilieu.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Berichten zufolge ist die AfD als Protestpartei auch „Auffanglager für Extremisten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Fragwuerdiges-Personal-bei-der-AfD/!121788/ Fragwürdiges Personal bei der AfD], TAZ online, 13.08.2013, abgerufen am 20.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Soziologe Andreas Kemper findet homophobe und demokratiefeindliche Tendenzen in der Partei: Der wissenschaftliche Berater der AfD [[Roland Vaubel]] spreche sich für eine ‚unternehmerfreundlichere Demokratie‘ aus, die auf Lasten finanziell schwacher Kreise gehe. Und [[Beatrix von Storch]] kämpfe mit der [[Zivile Koalition|Zivilen Koalition]] gegen die ‚Minderheiten-Lobby‘, also Schwule und Lesben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/soziologe-andreas-kemper-afd-hat-demokratiefeindliche-und-homophobe-tendenzen_aid_1049653.html Soziologe Andreas Kemper: „AfD hat demokratiefeindliche und homophobe Tendenzen“], Foucus online, 21.07.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die AfD wehrt sich regelmäßig gegen Zuspruch aus der rechten Szene und nimmt generell keine ehemaligen Mitglieder von [[NPD]] und [[DVU]] auf. Ganz ausschließen kann Vorstandsmitglied Bernd Lucke die Unterwanderung aber nicht: „Es ist besser, die Wähler wählen AfD anstatt NPD“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wahlkampf-afd-chef-will-npd-waehler-gewinnen/8209858.html?utm_source=twitterfeed&amp;amp;utm_medium=twitter Wahlkampf: AfD-Chef will NPD-Wähler gewinnen], Handelsblatt.com, 15.05.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftspolitisch vertritt die AfD-Spitze dezidiert wirtschaftsliberale Postionen. So sind für den Parteichef Bernd Lucke der Mindestlohn und die Frauenquote &amp;quot;wirtschaftsfeindliche Maßnahmen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser Position findet die AfD zunehmend Unterstützung - auch über Spenden - durch Mittelständler, die traditionell der CDU und der FDP nahe standen. Zu den Unterstützern aus diesem Milieu gehört u. a. Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]], der tief in der Wirtschaftslobby verwurzelt ist (ehem. Präsident [[Bundesverband der Deutschen Industrie]], Ehrenmitglied [[Wirtschaftsrat der CDU]], Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]], ehem. Vorsitzender Außenwirtschaftsbeirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, ehem. Vorstandsmitglied Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Mitglied diverser Aufsichtsräte).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sms-group.com/vita_de_weiss.html Biografie Webseite SMS group], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans-Olaf Henkel]], Stellv. Sprecher der AfD, war bis 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der SMS GmbH, die zur [[SMS Group]] gehört; danach wurde er Beiratsmitglied von SMS.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. August 2014 gelangt der Partei der Einzug in den Landtag in Sachsen. Ein paar Tage später berichtete die Süddeutsche Zeitung über Dokumenten, die derzeit über den Twitter-Account @anonaustria verbreitet wurden. Die Zeitung schrieb: &amp;quot;Ist das also das wahre, das rechtspopulistische Gesicht der AfD? Gut möglich.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-leaks-das-andere-gesicht-der-afd-1.2115162 AfD-Leaks Das andere Gesicht der AfD ], Sueddeutsche.de, 03.09.2012, abgerufen am 4. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu kämpfen hat die AfD mit Behinderungen und Gewaltandrohungen im Wahlkampf. Die Fälle mehren sich, in denen linksautonome Gruppierungen und auch die Grüne Jugend in Göttingen und Berlin die AfD-Kampagnen behinderten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/politik/deutschland/article118964522/AfD-braucht-im-Wahlkampf-Polizeischutz.html Gewaltandrohungen: AfD braucht im Wahlkampf Polizeischutz], Die Welt online, 20.08.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindugen zur Pegida-Bewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida), tritt seit dem 20. Oktober 2014 durch wöchentliche Demonstrationen gegen eine von ihr angenommene Islamisierung und gegen eine aus ihrer Sicht verfehlte Asyl- und Migrationspolitik an. Politiker und Vertreter von anderen Organisation warnen im Zusammenhang mit Pegida-Demonstrationen, vor Fremdenfeindlichkeit und teilweise vor Rassismus. Die Verfassungsschutzbehörden warnt zudem vor rechtsextremen Tendenzen bei Ablegern von Pegida in anderen Städten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Patriotische_Europ%C3%A4er_gegen_die_Islamisierung_des_Abendlandes#cite_ref-1 Pegida], Wikipedia-Artikel, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Positionierung im Umgang mit der umstritten Pegida-Bewegung ist dabei innerhalb der AfD umstritten. Der Parteivorsitzender Bernd Lucke betonte immer wieder, dass eine Zusammenarbeit ausgeschlossen sei. Andere Parteifunktionäre der AfD, wie beispielsweise Alexander Gauland, beteiligten sich hingegen an Veranstaltungen von verschieden Ablegern der Pegida-Bewegung und trafen sich mit Organisatoren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/pegida-gruender-wie-die-afd-den-ruecktritt-bachmanns-beeinflusste-1.2315975 Wie die AfD den Rücktritt Bachmanns beeinflusste], sueddeutsche.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Pressemeldung der Landesvorsitzenden der AfD in Sachsen, Frauke Petry, zum Rücktritt des Pegida-Gründer Lutz Bachmann, führte zur weiteren Diskussion um die Zusammenarbeit zwischen der AfD und dem islamkritischen Bündnis. Die Pressemitteilung vom 21. Januar 2015 zum Rücktritt von Bachmann erschien vor der offiziellen Meldung durch die PEGIDA, wurde  aber nach sieben Minuten wieder zurück gezogen. Das verfrühte verschicken der Pressemitteilung wurde zunächst als Versehen abgetan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/lutz-bachmann-ruecktritt-pegidas-neue-plaene-a-1014316.html Nach Bachmann-Rücktritt: Pegidas Franchise-Pläne], spiegel.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Frauke Petry erklärte daraufhin, dass es vor dem Rücktritt beratende Gespräche zwischen der Landesvorsitzenden und der Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel gegeben hatte, in denen seitens der AfD, für einen Rücktritt von Bachmann plädiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-beriet-pegida-in-der-hitler-affaere-von-lutz-bachmann-a-1014623.html Skandal um Lutz Bachmann: AfD beriet Pegida in Hitler-Affäre], spiegel.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Äußerungen führender Repräsentanten zum allgemeinen und freien Wahlrecht (Artikel 38 Grundgesetz)==&lt;br /&gt;
===[[Konrad Adam]], Sprecher der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konrad Adam]] äußerte 2006 Zweifel am Sinn des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, nach dem auch diejenigen wählen dürfen, die nicht vermögend sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Nur der Besitz schien (während der französischen Revolution, Der Verfasser) eine Garantie dafür zu bieten, dass man vom Wahlrecht verantwortlich Gebrauch machte. Erst später, mit dem Aufkommen der industriellen Revolution und seiner hässlichsten Folge, der Massenarbeitslosigkeit, ist die Fähigkeit, aus eigenem Vermögen für sich und die Seinen zu sorgen, als Voraussetzung für das Wahlrecht entfallen. Ob das ein Fortschritt war, kann man mit Blick auf die Schwierigkeiten, die der deutschen Politik aus ihrer Unfähigkeit erwachsen sind, sich aus der Fixierung auf unproduktive Haushaltstitel wie Rente, Pflege, Schuldendienst und Arbeitslosigkeit zu befreien, mit einigem Recht bezweifeln. Das Übergewicht der Passiven lähmt auf die Dauer auch die Aktiven und zerstört den Willen zur Zukunft, indem es die Kräfte des Landes zur Finanzierung von Vergangenheiten einspannt und verbraucht''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/print-welt/article159946/Wer-soll-waehlen.html Konrad Adam: Wer soll wählen? Kolumne die Macht der Schwachen, in: Die Welt vom 16. Oktober 2006], Webseite Die Welt, abgerufen am 8. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Roland Vaubel]] hält wenig vom allgemeinen und freien Wahlrecht. In seiner Veröffentlichung &amp;quot;Der Schutz der Leistungseliten in der Demokratie&amp;quot; vom 1. Feburar 2007 im Ordnungspolitischen Blog [http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=17 Wirtschaftliche Freiheit] regte er zum Schutz der Leistungseliten vor der Tyrannei der Mehrheit ein Mehrklassenwahlrecht für Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen an und griff dabei auf historisch praktizierte Regelungen zurück, die dem in Artikel 38 Grundgesetz verankerten gleichen Wahlrecht widersprechen. Eine Möglichkeit zum Schutz der Leistungseliten könnte nach Meinung Vaubels darin bestehen, dass man ein Zwei-Kammer-System einführt und &amp;quot;diejenigen, die die Hauptlast der (direkten) Besteuerung tragen, eine der beiden Kammern wählen lässt&amp;quot;. Bei allen Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen müssten dann beide Kammern zustimmen, so dass die Hauptsteuerzahler ein Gesetzgebungsveto hätten. Eleganter sei ein System, in dem die beiden Kammern von allen Bürger gewählt würden, aber mit unterschiedlichen Gewichten. Eine dritte Möglichkeit könnte darin bestehen, dass Mitglieder der untersten Klasse nicht für politische Ämter kandidieren dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vaubel ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], die sich an den Vorstellungen des marktradikalen Vordenkers [[Friedrich August von Hayek]] orientiert. Hayek plädiert dafür, dass wichtige politische Entscheidungen nicht von einem aus allgemeinen und gleichen Wahlen hervorgegangenen Parlament getroffen werden, sondern von einer Elite (Rat der Weisen), die keiner parlamentarischen Kontrolle unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung==&lt;br /&gt;
===Spenden, Mitgliedsbeiträge, Staatliche Finanzierung===&lt;br /&gt;
Zum einen finanziert sich die AfD aus Mitgliedsbeiträge und Spenden: Bis Ende April 2013 soll die Partei rund 600.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen eingenommen haben. Die größte Privatspende bezifferte der damalige Schatzmeister Stenzel auf 5.000 Euro. &amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/alternative-fuer-deutschland-wie-der-wahlkampf-finanziert-werden-soll-a-895539.html Zur Finanzierung ihres Wahlkampfs will die neue Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ Kontaktlisten von CDU-nahen Organisationen nutzen], Spiegel online, 21.04.2013, abgerufen am 13.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum anderen scheint die Partei durch die guten Wahlergebnisse im Gründungsjahr bereits 2014 einen Anspruch Gelder aus der staatlichen Parteienfinanzierung geltend machen zu können. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.das-parlament.de/2013/42-43/Themenausgabe/47417486.html Korrekte Rechenschaft], Götz Hausding in Das Parlament, Nr. 42-43/14.10.2013, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erwartete Summe bezifferten Vertreter der Partei auf vier Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/afd-rechnet-mit-vier-millionen-euro-staatsfinanzierung-a-928780.html AfD rechnet mit vier Millionen Euro Staatsfinanzierung], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob und in welchem Umfang sie zukünftig von Mitteln von Bund und Ländern profitiert, hängt vom Wahlergebnis ab. Das Wahlergebnis und die selbst eingeworbenen Mittel sind Maßstäbe für die Berechnung der Parteienfinanzierung. So wirbt unter anderem AfD-Mitglied Jens Eckleben für Unterstützung: „Abgesehen davon, daß wir noch keine Gelder aus der Parteienfinanzierung bekommen, werden zukünftig die Gelder maßgeblich von den durch die Partei jetzt eingeworbenen Spenden abhängen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://plus.google.com/115780406608723057410/posts/TZ5tp3MuvRZ Warum die AfD Spenden braucht], Jens Eckleben auf Google+, 06.05.2013, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem 2014 der Partei der Einzug in die Landtage von Sachsen, Brandenburg und Thüringen gelungen ist, stehen ihr laut Focus knapp vier Millionen aus der staatlichen Finanzierung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/knapp-vier-millionen-euro-landtagswahlerfolge-bescheren-der-afdhohe-einnahmen_id_4147691.html Wahlerfolge bescheren der AfD vier Millionen Euro], Focus Online, 21.09.2014, abgerufen am 30. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AfD wird zunehmend mit Spenden aus der Wirtschaft bedacht. Zu den Spendern gehören Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]] sowie ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), und Hans Wall, Gründer des Berliner Außenwerbers Wall AG.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-prominente-mittelstaendler-finanzieren-rechtspopulisten-a-997243.html#ref=rss Angriff auf die CDU: Prominente Mittelständler finanzieren rechtspopulistische AfD. Spiegel online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 16. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Angaben von Weiss sind auch Spenden von anderen bekannten Wirtschaftsführern geflossen - allerdings unter der Meldegrenze, sodass sie  nicht im Rechenschaftsbericht erscheinen müssen. Der Stellv. Parteisprecher [[Hans-Olaf Henkel]], ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) erklärte, mehrere Dax-Vorstände und zahlreiche Chefs von Familienunternehmen unterstützten die AfD.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kredite===&lt;br /&gt;
Bereits 2013 wurde in den Medien über einen Kredit an die Partei berichtet. Laut Spiegel gab es zwei Kredite über je 500.000 Euro, die der Partei von dem Hamburger Reeder Folkard Edler gewährt wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder-a-939158.html  Heikler Deal: AfD bekam günstigen Millionenkredit von Hamburger Reeder], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dies veranlasste Parteichef Bernd Lucke zu einer Erwiderung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/spiegel-online-15-12-13-heikler-deal-afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder/ Stellungnahme Bernd Lucke], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wies darauf hin, dass ein eventuell 2014 entstehender geldwerter Vorteil, als Spende erst im am 30. September 2015 vorzulegenden Rechenschaftsbericht ausgewiesen werden müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Jahr 2014 gab es Berichte über einen Kredit in Höhe von 640.000 Euro. &amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.welt.de/politik/deutschland/article127190958/AfD-setzt-umstrittene-Kreditfinanzierung-fort.html AfD setzt umstrittene Kreditfinanzierung fort], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/alternative-fuer-deutschland-afd-ist-ein-guenstiger-kredit-eine-parteispende-12907366.html Muss AfD günstigen Kredit melden? ], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2014 hat [[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender AfD-Sprecher und Kandidat für die Europawahl, der AfD ein Darlehen mit Laufzeit bis 5/2015 über eine Million Euro zu 2 % Zinsen gewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-04/afd-europawahl-henkel-kredit Europawahlkampf Henkel leiht AfD eine Million, Zeit online vom 30. April 2014], abgerufen am 9. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldhandel===&lt;br /&gt;
Um die volle Höhe der nach ihrem Wahlerfolg bemessenen staatlichen Zuschüsse von 5 Millionen Euro erhalten zu können, hatte sich die AfD, laut Selbstdarstellung, zu einem „innovative Wege zur Erzielung von Einnahmen“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.afd-gold.de/aktion.html Warum sich die AfD im Goldhandel engagiert.], afd-gold.de, abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; entschieden. Denn um Anspruch auf den vollen Umfang der staatlichen Zuschüsse zu erhalte, müssen die weiteren Einnahmen der Partei eben so hoch sein, wie die Zuschüsse selbst. Die Einnahmen der Partei beliefen sich für das Jahr 2014 aber zunächst auf 2,5 Millionen Euro aus Mitgliederbeiträgen und eine halbe Millionen Euro aus Spenden. Die 2 Millionen Euro die fehlten, um Anspruch auf die gesamten staatlichen Zuschüsse zu erhalten, sollten daher durch den Verkauf von Gold erwirtschaftet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/nach-afd-trick-die-heimlichen-goldgruben-der-parteien-13286140.html Nach AfD-Trick Die heimlichen Goldgruben der Parteien], faz.net abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundestagsverwaltung prüfte und befand das die Einnahmen aus dem Verkauf von Gold als eine Einnahme im Sinne des Parteiengesetzes zu werten sei. Nicht zuletzt aus dem Bundestag machte sich darauf hin Kritik an der Regelung des Parteiengesetz breit und man erwog, dass Gesetz zu reformieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2014/pm_141121/341758 AfD-Goldhandel: Lammert empfiehlt Änderung des Parteiengesetzes], bundestag.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bundestagswahl 2013==&lt;br /&gt;
Mit Blick auf die Bundestagswahl 2013 hat [[LobbyControl]] auch einen Teil der nicht im Bundestag vertretenen Parteien auf lobbykritische Positionen untersucht. Was sagen sie zu den Themen Einführung eines [[Lobbyregister|Lobbyregisters]], [[Karenzzeit|Karenzzeiten]] („Abkühlphasen“) für scheidende Politiker, Abgeordnetenkorruption und [[Nebeneinkünfte von Abgeordneten]]? Was werden sie nach der Wahl tun?&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2013/09/wahlpruefsteine-2013/ Wahlprüfsteine 2013 - Wie wollen die Parteien Lobbyismus kontrollieren?], Webseite von LobbyControl, abgerufen am 20.9.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Partei und Wahlprogramm: Hier das [http://www.alternativefuer.de/partei/wahlprogramm/  Bundestagswahlprogramm 2013]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verpflichtendes Lobbyregister: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karenzzeiten für ausscheidende Spitzenpolitiker: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Transparente Nebeneinkünfte: Das Mandat „darf nicht unter bezahlten Nebentätigkeiten leiden.“ (S. 2 im Wahlprogramm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mehr Transparenz und Schranken bei der Parteienfinanzierung: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Sprecher, Mitglieder und Unterstützer===&lt;br /&gt;
Da die Partei bis vor kurzem in keinem Parlament vertreten war, konnte sie keinen direkten Einfluss auf Gesetzesinitiativen ausüben und befindet sich nicht im Fokus des Interesses von Lobbyisten und Verbänden. Trotzdem gibt es Personalien in der AfD, die besondere Nähe zu Unternehmen aufweisen, oder als Parteiüberläufer Konfliktpotential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot; &amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;| Sprecher, Mitglieder und Unterstützer&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hans-Olaf Henkel]]&lt;br /&gt;
| ist  Stellvertretender Sprecher der AfD. Der ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) (1995-2000) und bis vor kurzem Vorsitzender des Vorstands des [[Konvent für Deutschland]] (bis 1/2014) ist Mitglied des Kuratoriums der  [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]. Bis zu seinem Eintritt in die AfD war er Aufsichtsrat/Verwaltungsrat/ Berater einer Vielzahl von Unternehmen, darunter [[Bayer]] AG (Leverkusen), Continental AG (Hannover), [[Daimler]] Luft- und Raumfahrt AG (München), SMS GmbH (Düsseldorf), Ringier AG (Zofingen/Schweiz) und Heliad Equity Partners (Frankfurt/Zürich).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Olaf_Henkel Hans-Olaf Henkel], Wikipedia, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Joachim Starbatty]],&lt;br /&gt;
| emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre mit Verbindungen in wirtschaftsliberale Netzwerke, ist Mitbegründer und Europaabgeordneter der AfD. Der EU-Kritiker klagte erfolglos vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenland-Hilfen und den Euro-Rettungsschirm. Starbatty ist Vorsitzender der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]], Mitglied des Kuratoriums von [[Open Europe Berlin]] und Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Norbert Stenzel&lt;br /&gt;
| Kritik wird besonders um die vielen Überläufer von anderen Parteien laut. Hervorzuheben ist hier der Fall Stenzel. Norbert Stenzel ist ehemaliges Mitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU]] und brüstete sich, aus seiner damaligen Zeit in der CDU ein &amp;quot;dickes Adressbuch&amp;quot; mit zur AfD zu nehmen. Diese Aussage bezog sich auf die Frage, wie die AfD sich langfristig finanzieren wolle. Die CDU bezichtigte ihn darauf des Datenklaus.&amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Beatrix von Storch]]&lt;br /&gt;
| ist Europaabgeordnete der AfD. Mit ihrem Ehemann [[Sven von Storch]] leitet sie Internetplattformen wie [http://www.abgeordneten-check.de Abgeordneten-Check.de] oder [http:///www.freiewelt.net FreieWelt.net] und gilt als eine der einflussreichsten Euro-Kritikerinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cicero.de/berliner-republik/afd-kandidatin-beatrix-von-storch-ihr-hauptberuf-ist-protest/54701 AfD-Kandidatin Beatrix von Storch: Ihr Hauptberuf ist Protest], Cicero online, 12.06.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afdbayern.de/beatrix-von-storch-in-neumarkt/ AfD Bayern - zur Person von Storch: ], abgerufen am 23. September 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Roland Vaubel]],&lt;br /&gt;
| Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Afd, ist Mitglied des [[Walter Eucken Institut]], Referent bei Veranstaltungen der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], Mitglied des Beirats des &amp;quot;Cato Journal&amp;quot; (Hrsg. [[Cato Institute]]) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]], zu dessen Visionen die Abschaffung aller staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft und die vollständige Privatisierung des Renten- und Gesundheitswesens gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frank-Christian Hansel&lt;br /&gt;
| ist kommissarischer Bundesgeschäftsführer der AfD bis zum 30. September 2014. Nach seinem Ausscheiden bekleidet er weiterhin die Funktion des Landesschatzmeister der Partei für Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/unruhe-in-der-afd-bundesvorstand-entlaesst-geschaeftsfuehrer-hansel-13023214.html Bundesvorstand entlässt Geschäftsführer Hansel, FAZ.net vom 2. Juli 2014], abgerufen am 16. 7. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bundesfachausschusses Energiepolitik der AfD===&lt;br /&gt;
*Von den 15 Mitgliedern des „Bundesfachausschusses Energiepolitik“, der für das Thema Klimawandel zuständig ist, gehören nach taz-Recherchen mindestens 12 eindeutig zum Lager der Klimaskeptiker. Darunter ist etwa [[Michael Limburg]], Vizepräsident des [[Europäisches Institut für Klima und Energie|Europäischen Instituts für Klima und Energie]] (EIKE), die wichtigste Stimme der deutschen Klimaleugner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://taz.de/Energieausschuss-der-AfD/!124495/ Sammelbecken der Klimaskeptiker] taz vom 27. 09. 2013, abgerufen am 27.09.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beziehungen zu anderen Organisationen==&lt;br /&gt;
===[[Die Familienunternehmer - ASU]]===&lt;br /&gt;
Der Verband der Familienunternehmer hat für die eurokritischen und neoliberalen Positionen der AfD großes Verständnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/afd-familienunternehmer-versus-bdi Andreas Kemper: Familienunternehmer versus BDI, Der Freitag online vom 20. März 2013 Webseite Freitag], abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglieder und Repräsentanten der Familienunternehmer hatten sich bereits vor der Gründung der AfD mit Professoren getroffen, die die Gründung einer neuen Partei in Erwägung zogen. An die Familienunternehmer angeschlossen ist auch der Verband &amp;quot;Die Jungen Unternehmer - BJU&amp;quot;, deren langjährige Vorsitzende, Marie-Christine Overmann (FDP), zu den Gründern der &amp;quot;Allianz gegen den ESM&amp;quot; gehört. Zum Teil handelte es sich um vertrauliche Kontakte; zum Teil wurde über die gemeinsamen Diskussionen in der Internetzeitung [[FreieWelt.net]] berichtet, die die AfD publizistisch unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freiewelt.net/galerie/podiumsdiskussion-esm-vertrag-der-weg-in-die-schuldenunion-abschaffung-von-demokratie-und-souveranitat-60021/ Podiumsdiskussion der Zivilen Koalition: ESM - Vertrag - Der Weg in die Schuldenunion, FreieWelt.net vom 1. Januar 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; Robin Paulus, Leiter der Abteilung Politik und Wirtschaft der Familienunternehmer, vertrat auf dem [[Forum Freiheit]] 2013 die Auffassung: &amp;quot;Wer eine gute CDU will, muss die AfD wählen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ef-magazin.de/2013/09/19/4516-forum-freiheit-2013-afd-oder-fdp Christian Dorn: Forum Freiheit 2013: AfD oder FDP?, eigentümlich frei vom 19. September 2013], Webseite abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinem Bundeskongress am 8./9. Mai 2014 hat der Verband den AfD-Parteivorsitzenden Bernd Lucke eingeladen, um eine Stunde über den Euro und die Zukunft Europas zu referieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ausserparlamentarische-opposition-familienunternehmen-geben-der-afd-eine-buehne.cf6fce07-5d4d-4505-b2dd-19a8fe6dc1ca.html Familienunternehmen geben der AfD eine Bühne, Stuttgarter Zeitung vom 8. Mai 2014], Webseite Stuttgarter Zeitung, abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen möchte der Verband mit der Einladung zeigen, wie unzufrieden er mit der jetzigen Bundesregierung ist. Auch wenn die AfD mit populistischen Thesen gegen Zuwanderung und den freien Handel zu punkten versuche, schrecke dies die Familienunternehmer nicht, das Gespräch zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personelle Verflechtungen gibt es über den Strategischen Beirat der [[Die Familienunternehmer - ASU]]. So sind deren Mitglieder [[Charles B. Blankart]] und [[Günter Ederer]] auch Unterstützer der Afd.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/unterstuetzer/ Unterstützer, Webseite AfD]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide sind außerdem Mitglieder der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], in der auch eine Vielzahl von Repräsentanten der AfD organisiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]===&lt;br /&gt;
Die folgenden Repräsentanten der AFD sind auch Mitglieder/Funktionsträger der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] und der mit ihr verbundenen [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]:&lt;br /&gt;
*[[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender  Sprecher, Spitzenkandidat (Platz 2) für die Europawahl 2014, ist Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Joachim Starbatty]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, Spitzenkandidat (Platz 5) für die Europawahl 2014, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] &lt;br /&gt;
*[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Beatrix von Storch]], Spitzenkandidatin (Platz 4) für die Europawahl, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominente AfD-Politiker treten in den Hayek-Clubs und  bei den Hayek-Tagen auf, so der Sprecher [[Bernd Lucke]] beim Frankfurter Hayek-Club&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/afd-in-frankfurt-lucke-warnt-vor-euro-zentralismus-12926737.html Philip Plickert: AfD in Frankfurt Lucke warnt vor Euro-Zentralismus, FAZ online vom 7. Mai 2014], abgerufen am 14. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei den Hayek-Tagen 2013 in Göttingen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hayekclubberlin.wordpress.com/2013/07/03/hayek-tage-2013-in-gottingen/ Hayek-Tage 2013 in Göttingen], Webseite Hayek-Club Berlin, abgerufen am 16.5.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf  Die AfD – eine neue rechtspopulistische Partei? Materialien und Deutungen zur vertiefenden Auseinandersetzung. Studie der Heinrich Böll Stiftung NRW, September 2013 ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31874</id>
		<title>Alternative für Deutschland (AfD)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31874"/>
		<updated>2015-02-02T14:40:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: /* Debatte um Einordnung im politischen Spektrum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;toccolours&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; margin: 0 0 1em 1em; width: 25em; font-size: 90%; clear:right; vertical-align: top; text-align: left; empty-cells:collapse;&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center; background:#EBECEC; color:Black&amp;quot;  | {{{Name|Alternative für Deutschland}}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding: 1em 0; text-align: center;&amp;quot; | {{{Logo|}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Parteivorsitzende&lt;br /&gt;
|{{{Parteivorsitzende|[[Konrad Adam]], [[Frauke Petry]], [[Bernd Lucke]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Schatzmeister&lt;br /&gt;
|{{{Schatzmeister|[[Piet Leidreiter]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gründung&lt;br /&gt;
|{{{Gründung|06. Februar 2013, Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Hauptsitz&lt;br /&gt;
|{{{Hauptsitz|Schillstraße 9, 10785 Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Mitglieder&lt;br /&gt;
|{{{Mitglieder|ca. 15.000}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Webadresse&lt;br /&gt;
| {{{Webseite|[http://www.alternativefuer.de www.alternative.de]}}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung==&lt;br /&gt;
Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) stellt das Thema der „geordneten Auflösung des Euro-Währungsgebietes“ in den Mittelpunkt. Selten hat eine Parteineugründung so viel Medienaufsehen erregt wie im Fall der AfD. Sie fordert eine Änderung der europäischen Verträge, sodass ein Austritt aus der Eurozone möglich wird, bejaht aber ein „Europa der souveränen Staaten“. Die Partei tritt für Volksabstimmungen nach dem Schweizer Vorbild ein und fordert „eine Neuordnung des Einwanderungsrechts“: Deutschland brauche qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.&amp;lt;ref name=[Parteiprogramm]&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/de/wahlprogramm.html Wahlprogramm AfD 2013], Website Alternative für Deutschland, abgerufen am 16. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Im politischen Spektrum wird die AfD als konservativ eingeordnet, während andere auch Parallelen zu rechtspopulistischen Parteien sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/euro-kritiker-konservativ-liberal-rechts-wohin-steuert-die-afd/8419392.html Euro-Kritiker: Konservativ, liberal, rechts - wohin steuert die AfD?], Handelsblatt online, 28.06.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Mitglieder kommen zu einem großen Teil aus dem bürgerlichen Lager.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-mitbegruender-bernd-lucke-besserwissender-professor-1.1650018 Besserwissender Professor], Süddeutsche online, 16.04.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Debatte um Einordnung im politischen Spektrum==&lt;br /&gt;
Die Partei ordnet sich selbst keinem politischen Lager zu. Es sind sowohl wirtschaftsliberale als auch nationalkonservative Strömungen zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Studie von Alexander Häusler vom September 2013 ist die AfD auf der politischen Skala rechts der Union einzuordnen, mit Tendenzen zu einer rechtspopulistischen Ausrichtung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf Die „Alternative für Deutschland“ – Eine neue rechtspopulistische Partei?], Studie im Auftrag der Heinrich Böll Stiftung, abgerufen am 11.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings weist er auch darauf hin, dass allein aus der Euro-Skepsis keine Rückschlüsse auf die Rechtslastigkeit einer Partei möglich sind. Erst das Zusammenkommen mit „nationalistischen oder wohlstandschauvinistischen Positionierungen sowie mit kulturalisierenden und diskriminierenden Zuschreibungen“, wie sie sich in der AfD belegen lassen, rechtfertigen eine solche Einordnung.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter finden sich Hinweise auf den politischen Entstehungskontext, den Mitgliederzulauf am rechten Parteienrand und das Ansehen im Spannungsfeld der rechten Szene und im Anti-Euro- und Anti-EU-Protestmilieu.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Berichten zufolge ist die AfD als Protestpartei auch „Auffanglager für Extremisten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Fragwuerdiges-Personal-bei-der-AfD/!121788/ Fragwürdiges Personal bei der AfD], TAZ online, 13.08.2013, abgerufen am 20.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Soziologe Andreas Kemper findet homophobe und demokratiefeindliche Tendenzen in der Partei: Der wissenschaftliche Berater der AfD [[Roland Vaubel]] spreche sich für eine ‚unternehmerfreundlichere Demokratie‘ aus, die auf Lasten finanziell schwacher Kreise gehe. Und [[Beatrix von Storch]] kämpfe mit der [[Zivile Koalition|Zivilen Koalition]] gegen die ‚Minderheiten-Lobby‘, also Schwule und Lesben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/soziologe-andreas-kemper-afd-hat-demokratiefeindliche-und-homophobe-tendenzen_aid_1049653.html Soziologe Andreas Kemper: „AfD hat demokratiefeindliche und homophobe Tendenzen“], Foucus online, 21.07.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die AfD wehrt sich regelmäßig gegen Zuspruch aus der rechten Szene und nimmt generell keine ehemaligen Mitglieder von [[NPD]] und [[DVU]] auf. Ganz ausschließen kann Vorstandsmitglied Bernd Lucke die Unterwanderung aber nicht: „Es ist besser, die Wähler wählen AfD anstatt NPD“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wahlkampf-afd-chef-will-npd-waehler-gewinnen/8209858.html?utm_source=twitterfeed&amp;amp;utm_medium=twitter Wahlkampf: AfD-Chef will NPD-Wähler gewinnen], Handelsblatt.com, 15.05.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftspolitisch vertritt die AfD-Spitze dezidiert wirtschaftsliberale Postionen. So sind für den Parteichef Bernd Lucke der Mindestlohn und die Frauenquote &amp;quot;wirtschaftsfeindliche Maßnahmen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser Position findet die AfD zunehmend Unterstützung - auch über Spenden - durch Mittelständler, die traditionell der CDU und der FDP nahe standen. Zu den Unterstützern aus diesem Milieu gehört u. a. Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]], der tief in der Wirtschaftslobby verwurzelt ist (ehem. Präsident [[Bundesverband der Deutschen Industrie]], Ehrenmitglied [[Wirtschaftsrat der CDU]], Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]], ehem. Vorsitzender Außenwirtschaftsbeirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, ehem. Vorstandsmitglied Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Mitglied diverser Aufsichtsräte).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sms-group.com/vita_de_weiss.html Biografie Webseite SMS group], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans-Olaf Henkel]], Stellv. Sprecher der AfD, war bis 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der SMS GmbH, die zur [[SMS Group]] gehört; danach wurde er Beiratsmitglied von SMS.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. August 2014 gelangt der Partei der Einzug in den Landtag in Sachsen. Ein paar Tage später berichtete die Süddeutsche Zeitung über Dokumenten, die derzeit über den Twitter-Account @anonaustria verbreitet wurden. Die Zeitung schrieb: &amp;quot;Ist das also das wahre, das rechtspopulistische Gesicht der AfD? Gut möglich.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-leaks-das-andere-gesicht-der-afd-1.2115162 AfD-Leaks Das andere Gesicht der AfD ], Sueddeutsche.de, 03.09.2012, abgerufen am 4. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu kämpfen hat die AfD mit Behinderungen und Gewaltandrohungen im Wahlkampf. Die Fälle mehren sich, in denen linksautonome Gruppierungen und auch die Grüne Jugend in Göttingen und Berlin die AfD-Kampagnen behinderten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/politik/deutschland/article118964522/AfD-braucht-im-Wahlkampf-Polizeischutz.html Gewaltandrohungen: AfD braucht im Wahlkampf Polizeischutz], Die Welt online, 20.08.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindugen zur Pegida-Bewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida), tritt seit dem 20. Oktober 2014 durch wöchentliche Demonstrationen gegen eine von ihr angenommene Islamisierung und gegen eine aus ihrer Sicht verfehlte Asyl- und Migrationspolitik an. Politiker und Vertreter von anderen Organisation warnen im Zusammenhang mit Pegida-Demonstrationen, vor Fremdenfeindlichkeit und teilweise vor Rassismus. Die Verfassungsschutzbehörden warnt zudem vor rechtsextremen Tendenzen bei Ablegern von Pegida in anderen Städten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Patriotische_Europ%C3%A4er_gegen_die_Islamisierung_des_Abendlandes#cite_ref-1 Pegida, Wikipedia-Artikel, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Positionierung im Umgang mit der umstritten Pegida-Bewegung ist dabei innerhalb der AfD umstritten. Der Parteivorsitzender Bernd Lucke betonte immer wieder, dass eine Zusammenarbeit ausgeschlossen sei. Andere Parteifunktionäre der AfD, wie beispielsweise Alexander Gauland, beteiligten sich hingegen an Veranstaltungen von verschieden Ablegern der Pegida-Bewegung und trafen sich mit Organisatoren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/pegida-gruender-wie-die-afd-den-ruecktritt-bachmanns-beeinflusste-1.2315975 Wie die AfD den Rücktritt Bachmanns beeinflusste], sueddeutsche.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Pressemeldung der Landesvorsitzenden der AfD in Sachsen, Frauke Petry, zum Rücktritt des Pegida-Gründer Lutz Bachmann, führte zur weiteren Diskussion um die Zusammenarbeit zwischen der AfD und dem islamkritischen Bündnis. Die Pressemitteilung vom 21. Januar 2015 zum Rücktritt von Bachmann erschien vor der offiziellen Meldung durch die PEGIDA, wurde  aber nach sieben Minuten wieder zurück gezogen. Das verfrühte verschicken der Pressemitteilung wurde zunächst als Versehen abgetan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/lutz-bachmann-ruecktritt-pegidas-neue-plaene-a-1014316.html Nach Bachmann-Rücktritt: Pegidas Franchise-Pläne, spiegel.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Frauke Petry erklärte daraufhin, dass es vor dem Rücktritt beratende Gespräche zwischen der Landesvorsitzenden und der Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel gegeben hatte, in denen seitens der AfD, für einen Rücktritt von Bachmann plädiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-beriet-pegida-in-der-hitler-affaere-von-lutz-bachmann-a-1014623.html Skandal um Lutz Bachmann: AfD beriet Pegida in Hitler-Affäre], spiegel.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Äußerungen führender Repräsentanten zum allgemeinen und freien Wahlrecht (Artikel 38 Grundgesetz)==&lt;br /&gt;
===[[Konrad Adam]], Sprecher der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konrad Adam]] äußerte 2006 Zweifel am Sinn des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, nach dem auch diejenigen wählen dürfen, die nicht vermögend sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Nur der Besitz schien (während der französischen Revolution, Der Verfasser) eine Garantie dafür zu bieten, dass man vom Wahlrecht verantwortlich Gebrauch machte. Erst später, mit dem Aufkommen der industriellen Revolution und seiner hässlichsten Folge, der Massenarbeitslosigkeit, ist die Fähigkeit, aus eigenem Vermögen für sich und die Seinen zu sorgen, als Voraussetzung für das Wahlrecht entfallen. Ob das ein Fortschritt war, kann man mit Blick auf die Schwierigkeiten, die der deutschen Politik aus ihrer Unfähigkeit erwachsen sind, sich aus der Fixierung auf unproduktive Haushaltstitel wie Rente, Pflege, Schuldendienst und Arbeitslosigkeit zu befreien, mit einigem Recht bezweifeln. Das Übergewicht der Passiven lähmt auf die Dauer auch die Aktiven und zerstört den Willen zur Zukunft, indem es die Kräfte des Landes zur Finanzierung von Vergangenheiten einspannt und verbraucht''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/print-welt/article159946/Wer-soll-waehlen.html Konrad Adam: Wer soll wählen? Kolumne die Macht der Schwachen, in: Die Welt vom 16. Oktober 2006], Webseite Die Welt, abgerufen am 8. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Roland Vaubel]] hält wenig vom allgemeinen und freien Wahlrecht. In seiner Veröffentlichung &amp;quot;Der Schutz der Leistungseliten in der Demokratie&amp;quot; vom 1. Feburar 2007 im Ordnungspolitischen Blog [http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=17 Wirtschaftliche Freiheit] regte er zum Schutz der Leistungseliten vor der Tyrannei der Mehrheit ein Mehrklassenwahlrecht für Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen an und griff dabei auf historisch praktizierte Regelungen zurück, die dem in Artikel 38 Grundgesetz verankerten gleichen Wahlrecht widersprechen. Eine Möglichkeit zum Schutz der Leistungseliten könnte nach Meinung Vaubels darin bestehen, dass man ein Zwei-Kammer-System einführt und &amp;quot;diejenigen, die die Hauptlast der (direkten) Besteuerung tragen, eine der beiden Kammern wählen lässt&amp;quot;. Bei allen Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen müssten dann beide Kammern zustimmen, so dass die Hauptsteuerzahler ein Gesetzgebungsveto hätten. Eleganter sei ein System, in dem die beiden Kammern von allen Bürger gewählt würden, aber mit unterschiedlichen Gewichten. Eine dritte Möglichkeit könnte darin bestehen, dass Mitglieder der untersten Klasse nicht für politische Ämter kandidieren dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vaubel ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], die sich an den Vorstellungen des marktradikalen Vordenkers [[Friedrich August von Hayek]] orientiert. Hayek plädiert dafür, dass wichtige politische Entscheidungen nicht von einem aus allgemeinen und gleichen Wahlen hervorgegangenen Parlament getroffen werden, sondern von einer Elite (Rat der Weisen), die keiner parlamentarischen Kontrolle unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung==&lt;br /&gt;
===Spenden, Mitgliedsbeiträge, Staatliche Finanzierung===&lt;br /&gt;
Zum einen finanziert sich die AfD aus Mitgliedsbeiträge und Spenden: Bis Ende April 2013 soll die Partei rund 600.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen eingenommen haben. Die größte Privatspende bezifferte der damalige Schatzmeister Stenzel auf 5.000 Euro. &amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/alternative-fuer-deutschland-wie-der-wahlkampf-finanziert-werden-soll-a-895539.html Zur Finanzierung ihres Wahlkampfs will die neue Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ Kontaktlisten von CDU-nahen Organisationen nutzen], Spiegel online, 21.04.2013, abgerufen am 13.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum anderen scheint die Partei durch die guten Wahlergebnisse im Gründungsjahr bereits 2014 einen Anspruch Gelder aus der staatlichen Parteienfinanzierung geltend machen zu können. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.das-parlament.de/2013/42-43/Themenausgabe/47417486.html Korrekte Rechenschaft], Götz Hausding in Das Parlament, Nr. 42-43/14.10.2013, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erwartete Summe bezifferten Vertreter der Partei auf vier Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/afd-rechnet-mit-vier-millionen-euro-staatsfinanzierung-a-928780.html AfD rechnet mit vier Millionen Euro Staatsfinanzierung], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob und in welchem Umfang sie zukünftig von Mitteln von Bund und Ländern profitiert, hängt vom Wahlergebnis ab. Das Wahlergebnis und die selbst eingeworbenen Mittel sind Maßstäbe für die Berechnung der Parteienfinanzierung. So wirbt unter anderem AfD-Mitglied Jens Eckleben für Unterstützung: „Abgesehen davon, daß wir noch keine Gelder aus der Parteienfinanzierung bekommen, werden zukünftig die Gelder maßgeblich von den durch die Partei jetzt eingeworbenen Spenden abhängen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://plus.google.com/115780406608723057410/posts/TZ5tp3MuvRZ Warum die AfD Spenden braucht], Jens Eckleben auf Google+, 06.05.2013, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem 2014 der Partei der Einzug in die Landtage von Sachsen, Brandenburg und Thüringen gelungen ist, stehen ihr laut Focus knapp vier Millionen aus der staatlichen Finanzierung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/knapp-vier-millionen-euro-landtagswahlerfolge-bescheren-der-afdhohe-einnahmen_id_4147691.html Wahlerfolge bescheren der AfD vier Millionen Euro], Focus Online, 21.09.2014, abgerufen am 30. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AfD wird zunehmend mit Spenden aus der Wirtschaft bedacht. Zu den Spendern gehören Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]] sowie ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), und Hans Wall, Gründer des Berliner Außenwerbers Wall AG.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-prominente-mittelstaendler-finanzieren-rechtspopulisten-a-997243.html#ref=rss Angriff auf die CDU: Prominente Mittelständler finanzieren rechtspopulistische AfD. Spiegel online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 16. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Angaben von Weiss sind auch Spenden von anderen bekannten Wirtschaftsführern geflossen - allerdings unter der Meldegrenze, sodass sie  nicht im Rechenschaftsbericht erscheinen müssen. Der Stellv. Parteisprecher [[Hans-Olaf Henkel]], ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) erklärte, mehrere Dax-Vorstände und zahlreiche Chefs von Familienunternehmen unterstützten die AfD.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kredite===&lt;br /&gt;
Bereits 2013 wurde in den Medien über einen Kredit an die Partei berichtet. Laut Spiegel gab es zwei Kredite über je 500.000 Euro, die der Partei von dem Hamburger Reeder Folkard Edler gewährt wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder-a-939158.html  Heikler Deal: AfD bekam günstigen Millionenkredit von Hamburger Reeder], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dies veranlasste Parteichef Bernd Lucke zu einer Erwiderung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/spiegel-online-15-12-13-heikler-deal-afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder/ Stellungnahme Bernd Lucke], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wies darauf hin, dass ein eventuell 2014 entstehender geldwerter Vorteil, als Spende erst im am 30. September 2015 vorzulegenden Rechenschaftsbericht ausgewiesen werden müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Jahr 2014 gab es Berichte über einen Kredit in Höhe von 640.000 Euro. &amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.welt.de/politik/deutschland/article127190958/AfD-setzt-umstrittene-Kreditfinanzierung-fort.html AfD setzt umstrittene Kreditfinanzierung fort], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/alternative-fuer-deutschland-afd-ist-ein-guenstiger-kredit-eine-parteispende-12907366.html Muss AfD günstigen Kredit melden? ], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2014 hat [[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender AfD-Sprecher und Kandidat für die Europawahl, der AfD ein Darlehen mit Laufzeit bis 5/2015 über eine Million Euro zu 2 % Zinsen gewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-04/afd-europawahl-henkel-kredit Europawahlkampf Henkel leiht AfD eine Million, Zeit online vom 30. April 2014], abgerufen am 9. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldhandel===&lt;br /&gt;
Um die volle Höhe der nach ihrem Wahlerfolg bemessenen staatlichen Zuschüsse von 5 Millionen Euro erhalten zu können, hatte sich die AfD, laut Selbstdarstellung, zu einem „innovative Wege zur Erzielung von Einnahmen“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.afd-gold.de/aktion.html Warum sich die AfD im Goldhandel engagiert.], afd-gold.de, abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; entschieden. Denn um Anspruch auf den vollen Umfang der staatlichen Zuschüsse zu erhalte, müssen die weiteren Einnahmen der Partei eben so hoch sein, wie die Zuschüsse selbst. Die Einnahmen der Partei beliefen sich für das Jahr 2014 aber zunächst auf 2,5 Millionen Euro aus Mitgliederbeiträgen und eine halbe Millionen Euro aus Spenden. Die 2 Millionen Euro die fehlten, um Anspruch auf die gesamten staatlichen Zuschüsse zu erhalten, sollten daher durch den Verkauf von Gold erwirtschaftet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/nach-afd-trick-die-heimlichen-goldgruben-der-parteien-13286140.html Nach AfD-Trick Die heimlichen Goldgruben der Parteien], faz.net abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundestagsverwaltung prüfte und befand das die Einnahmen aus dem Verkauf von Gold als eine Einnahme im Sinne des Parteiengesetzes zu werten sei. Nicht zuletzt aus dem Bundestag machte sich darauf hin Kritik an der Regelung des Parteiengesetz breit und man erwog, dass Gesetz zu reformieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2014/pm_141121/341758 AfD-Goldhandel: Lammert empfiehlt Änderung des Parteiengesetzes], bundestag.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bundestagswahl 2013==&lt;br /&gt;
Mit Blick auf die Bundestagswahl 2013 hat [[LobbyControl]] auch einen Teil der nicht im Bundestag vertretenen Parteien auf lobbykritische Positionen untersucht. Was sagen sie zu den Themen Einführung eines [[Lobbyregister|Lobbyregisters]], [[Karenzzeit|Karenzzeiten]] („Abkühlphasen“) für scheidende Politiker, Abgeordnetenkorruption und [[Nebeneinkünfte von Abgeordneten]]? Was werden sie nach der Wahl tun?&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2013/09/wahlpruefsteine-2013/ Wahlprüfsteine 2013 - Wie wollen die Parteien Lobbyismus kontrollieren?], Webseite von LobbyControl, abgerufen am 20.9.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Partei und Wahlprogramm: Hier das [http://www.alternativefuer.de/partei/wahlprogramm/  Bundestagswahlprogramm 2013]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verpflichtendes Lobbyregister: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karenzzeiten für ausscheidende Spitzenpolitiker: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Transparente Nebeneinkünfte: Das Mandat „darf nicht unter bezahlten Nebentätigkeiten leiden.“ (S. 2 im Wahlprogramm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mehr Transparenz und Schranken bei der Parteienfinanzierung: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Sprecher, Mitglieder und Unterstützer===&lt;br /&gt;
Da die Partei bis vor kurzem in keinem Parlament vertreten war, konnte sie keinen direkten Einfluss auf Gesetzesinitiativen ausüben und befindet sich nicht im Fokus des Interesses von Lobbyisten und Verbänden. Trotzdem gibt es Personalien in der AfD, die besondere Nähe zu Unternehmen aufweisen, oder als Parteiüberläufer Konfliktpotential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot; &amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;| Sprecher, Mitglieder und Unterstützer&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hans-Olaf Henkel]]&lt;br /&gt;
| ist  Stellvertretender Sprecher der AfD. Der ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) (1995-2000) und bis vor kurzem Vorsitzender des Vorstands des [[Konvent für Deutschland]] (bis 1/2014) ist Mitglied des Kuratoriums der  [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]. Bis zu seinem Eintritt in die AfD war er Aufsichtsrat/Verwaltungsrat/ Berater einer Vielzahl von Unternehmen, darunter [[Bayer]] AG (Leverkusen), Continental AG (Hannover), [[Daimler]] Luft- und Raumfahrt AG (München), SMS GmbH (Düsseldorf), Ringier AG (Zofingen/Schweiz) und Heliad Equity Partners (Frankfurt/Zürich).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Olaf_Henkel Hans-Olaf Henkel], Wikipedia, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Joachim Starbatty]],&lt;br /&gt;
| emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre mit Verbindungen in wirtschaftsliberale Netzwerke, ist Mitbegründer und Europaabgeordneter der AfD. Der EU-Kritiker klagte erfolglos vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenland-Hilfen und den Euro-Rettungsschirm. Starbatty ist Vorsitzender der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]], Mitglied des Kuratoriums von [[Open Europe Berlin]] und Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Norbert Stenzel&lt;br /&gt;
| Kritik wird besonders um die vielen Überläufer von anderen Parteien laut. Hervorzuheben ist hier der Fall Stenzel. Norbert Stenzel ist ehemaliges Mitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU]] und brüstete sich, aus seiner damaligen Zeit in der CDU ein &amp;quot;dickes Adressbuch&amp;quot; mit zur AfD zu nehmen. Diese Aussage bezog sich auf die Frage, wie die AfD sich langfristig finanzieren wolle. Die CDU bezichtigte ihn darauf des Datenklaus.&amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Beatrix von Storch]]&lt;br /&gt;
| ist Europaabgeordnete der AfD. Mit ihrem Ehemann [[Sven von Storch]] leitet sie Internetplattformen wie [http://www.abgeordneten-check.de Abgeordneten-Check.de] oder [http:///www.freiewelt.net FreieWelt.net] und gilt als eine der einflussreichsten Euro-Kritikerinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cicero.de/berliner-republik/afd-kandidatin-beatrix-von-storch-ihr-hauptberuf-ist-protest/54701 AfD-Kandidatin Beatrix von Storch: Ihr Hauptberuf ist Protest], Cicero online, 12.06.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afdbayern.de/beatrix-von-storch-in-neumarkt/ AfD Bayern - zur Person von Storch: ], abgerufen am 23. September 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Roland Vaubel]],&lt;br /&gt;
| Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Afd, ist Mitglied des [[Walter Eucken Institut]], Referent bei Veranstaltungen der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], Mitglied des Beirats des &amp;quot;Cato Journal&amp;quot; (Hrsg. [[Cato Institute]]) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]], zu dessen Visionen die Abschaffung aller staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft und die vollständige Privatisierung des Renten- und Gesundheitswesens gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frank-Christian Hansel&lt;br /&gt;
| ist kommissarischer Bundesgeschäftsführer der AfD bis zum 30. September 2014. Nach seinem Ausscheiden bekleidet er weiterhin die Funktion des Landesschatzmeister der Partei für Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/unruhe-in-der-afd-bundesvorstand-entlaesst-geschaeftsfuehrer-hansel-13023214.html Bundesvorstand entlässt Geschäftsführer Hansel, FAZ.net vom 2. Juli 2014], abgerufen am 16. 7. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bundesfachausschusses Energiepolitik der AfD===&lt;br /&gt;
*Von den 15 Mitgliedern des „Bundesfachausschusses Energiepolitik“, der für das Thema Klimawandel zuständig ist, gehören nach taz-Recherchen mindestens 12 eindeutig zum Lager der Klimaskeptiker. Darunter ist etwa [[Michael Limburg]], Vizepräsident des [[Europäisches Institut für Klima und Energie|Europäischen Instituts für Klima und Energie]] (EIKE), die wichtigste Stimme der deutschen Klimaleugner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://taz.de/Energieausschuss-der-AfD/!124495/ Sammelbecken der Klimaskeptiker] taz vom 27. 09. 2013, abgerufen am 27.09.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beziehungen zu anderen Organisationen==&lt;br /&gt;
===[[Die Familienunternehmer - ASU]]===&lt;br /&gt;
Der Verband der Familienunternehmer hat für die eurokritischen und neoliberalen Positionen der AfD großes Verständnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/afd-familienunternehmer-versus-bdi Andreas Kemper: Familienunternehmer versus BDI, Der Freitag online vom 20. März 2013 Webseite Freitag], abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglieder und Repräsentanten der Familienunternehmer hatten sich bereits vor der Gründung der AfD mit Professoren getroffen, die die Gründung einer neuen Partei in Erwägung zogen. An die Familienunternehmer angeschlossen ist auch der Verband &amp;quot;Die Jungen Unternehmer - BJU&amp;quot;, deren langjährige Vorsitzende, Marie-Christine Overmann (FDP), zu den Gründern der &amp;quot;Allianz gegen den ESM&amp;quot; gehört. Zum Teil handelte es sich um vertrauliche Kontakte; zum Teil wurde über die gemeinsamen Diskussionen in der Internetzeitung [[FreieWelt.net]] berichtet, die die AfD publizistisch unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freiewelt.net/galerie/podiumsdiskussion-esm-vertrag-der-weg-in-die-schuldenunion-abschaffung-von-demokratie-und-souveranitat-60021/ Podiumsdiskussion der Zivilen Koalition: ESM - Vertrag - Der Weg in die Schuldenunion, FreieWelt.net vom 1. Januar 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; Robin Paulus, Leiter der Abteilung Politik und Wirtschaft der Familienunternehmer, vertrat auf dem [[Forum Freiheit]] 2013 die Auffassung: &amp;quot;Wer eine gute CDU will, muss die AfD wählen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ef-magazin.de/2013/09/19/4516-forum-freiheit-2013-afd-oder-fdp Christian Dorn: Forum Freiheit 2013: AfD oder FDP?, eigentümlich frei vom 19. September 2013], Webseite abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinem Bundeskongress am 8./9. Mai 2014 hat der Verband den AfD-Parteivorsitzenden Bernd Lucke eingeladen, um eine Stunde über den Euro und die Zukunft Europas zu referieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ausserparlamentarische-opposition-familienunternehmen-geben-der-afd-eine-buehne.cf6fce07-5d4d-4505-b2dd-19a8fe6dc1ca.html Familienunternehmen geben der AfD eine Bühne, Stuttgarter Zeitung vom 8. Mai 2014], Webseite Stuttgarter Zeitung, abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen möchte der Verband mit der Einladung zeigen, wie unzufrieden er mit der jetzigen Bundesregierung ist. Auch wenn die AfD mit populistischen Thesen gegen Zuwanderung und den freien Handel zu punkten versuche, schrecke dies die Familienunternehmer nicht, das Gespräch zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personelle Verflechtungen gibt es über den Strategischen Beirat der [[Die Familienunternehmer - ASU]]. So sind deren Mitglieder [[Charles B. Blankart]] und [[Günter Ederer]] auch Unterstützer der Afd.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/unterstuetzer/ Unterstützer, Webseite AfD]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide sind außerdem Mitglieder der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], in der auch eine Vielzahl von Repräsentanten der AfD organisiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]===&lt;br /&gt;
Die folgenden Repräsentanten der AFD sind auch Mitglieder/Funktionsträger der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] und der mit ihr verbundenen [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]:&lt;br /&gt;
*[[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender  Sprecher, Spitzenkandidat (Platz 2) für die Europawahl 2014, ist Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Joachim Starbatty]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, Spitzenkandidat (Platz 5) für die Europawahl 2014, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] &lt;br /&gt;
*[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Beatrix von Storch]], Spitzenkandidatin (Platz 4) für die Europawahl, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominente AfD-Politiker treten in den Hayek-Clubs und  bei den Hayek-Tagen auf, so der Sprecher [[Bernd Lucke]] beim Frankfurter Hayek-Club&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/afd-in-frankfurt-lucke-warnt-vor-euro-zentralismus-12926737.html Philip Plickert: AfD in Frankfurt Lucke warnt vor Euro-Zentralismus, FAZ online vom 7. Mai 2014], abgerufen am 14. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei den Hayek-Tagen 2013 in Göttingen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hayekclubberlin.wordpress.com/2013/07/03/hayek-tage-2013-in-gottingen/ Hayek-Tage 2013 in Göttingen], Webseite Hayek-Club Berlin, abgerufen am 16.5.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf  Die AfD – eine neue rechtspopulistische Partei? Materialien und Deutungen zur vertiefenden Auseinandersetzung. Studie der Heinrich Böll Stiftung NRW, September 2013 ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31873</id>
		<title>Alternative für Deutschland (AfD)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31873"/>
		<updated>2015-02-02T13:53:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: /* Goldhandel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;toccolours&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; margin: 0 0 1em 1em; width: 25em; font-size: 90%; clear:right; vertical-align: top; text-align: left; empty-cells:collapse;&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center; background:#EBECEC; color:Black&amp;quot;  | {{{Name|Alternative für Deutschland}}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding: 1em 0; text-align: center;&amp;quot; | {{{Logo|}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Parteivorsitzende&lt;br /&gt;
|{{{Parteivorsitzende|[[Konrad Adam]], [[Frauke Petry]], [[Bernd Lucke]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Schatzmeister&lt;br /&gt;
|{{{Schatzmeister|[[Piet Leidreiter]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gründung&lt;br /&gt;
|{{{Gründung|06. Februar 2013, Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Hauptsitz&lt;br /&gt;
|{{{Hauptsitz|Schillstraße 9, 10785 Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Mitglieder&lt;br /&gt;
|{{{Mitglieder|ca. 15.000}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Webadresse&lt;br /&gt;
| {{{Webseite|[http://www.alternativefuer.de www.alternative.de]}}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung==&lt;br /&gt;
Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) stellt das Thema der „geordneten Auflösung des Euro-Währungsgebietes“ in den Mittelpunkt. Selten hat eine Parteineugründung so viel Medienaufsehen erregt wie im Fall der AfD. Sie fordert eine Änderung der europäischen Verträge, sodass ein Austritt aus der Eurozone möglich wird, bejaht aber ein „Europa der souveränen Staaten“. Die Partei tritt für Volksabstimmungen nach dem Schweizer Vorbild ein und fordert „eine Neuordnung des Einwanderungsrechts“: Deutschland brauche qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.&amp;lt;ref name=[Parteiprogramm]&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/de/wahlprogramm.html Wahlprogramm AfD 2013], Website Alternative für Deutschland, abgerufen am 16. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Im politischen Spektrum wird die AfD als konservativ eingeordnet, während andere auch Parallelen zu rechtspopulistischen Parteien sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/euro-kritiker-konservativ-liberal-rechts-wohin-steuert-die-afd/8419392.html Euro-Kritiker: Konservativ, liberal, rechts - wohin steuert die AfD?], Handelsblatt online, 28.06.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Mitglieder kommen zu einem großen Teil aus dem bürgerlichen Lager.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-mitbegruender-bernd-lucke-besserwissender-professor-1.1650018 Besserwissender Professor], Süddeutsche online, 16.04.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Debatte um Einordnung im politischen Spektrum==&lt;br /&gt;
Die Partei ordnet sich selbst keinem politischen Lager zu. Es sind sowohl wirtschaftsliberale als auch nationalkonservative Strömungen zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Studie von Alexander Häusler vom September 2013 ist die AfD auf der politischen Skala rechts der Union einzuordnen, mit Tendenzen zu einer rechtspopulistischen Ausrichtung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf Die „Alternative für Deutschland“ – Eine neue rechtspopulistische Partei?], Studie im Auftrag der Heinrich Böll Stiftung, abgerufen am 11.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings weist er auch darauf hin, dass allein aus der Euro-Skepsis keine Rückschlüsse auf die Rechtslastigkeit einer Partei möglich sind. Erst das Zusammenkommen mit „nationalistischen oder wohlstandschauvinistischen Positionierungen sowie mit kulturalisierenden und diskriminierenden Zuschreibungen“, wie sie sich in der AfD belegen lassen, rechtfertigen eine solche Einordnung.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter finden sich Hinweise auf den politischen Entstehungskontext, den Mitgliederzulauf am rechten Parteienrand und das Ansehen im Spannungsfeld der rechten Szene und im Anti-Euro- und Anti-EU-Protestmilieu.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Berichten zufolge ist die AfD als Protestpartei auch „Auffanglager für Extremisten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Fragwuerdiges-Personal-bei-der-AfD/!121788/ Fragwürdiges Personal bei der AfD], TAZ online, 13.08.2013, abgerufen am 20.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Soziologe Andreas Kemper findet homophobe und demokratiefeindliche Tendenzen in der Partei: Der wissenschaftliche Berater der AfD [[Roland Vaubel]] spreche sich für eine ‚unternehmerfreundlichere Demokratie‘ aus, die auf Lasten finanziell schwacher Kreise gehe. Und [[Beatrix von Storch]] kämpfe mit der [[Zivile Koalition|Zivilen Koalition]] gegen die ‚Minderheiten-Lobby‘, also Schwule und Lesben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/soziologe-andreas-kemper-afd-hat-demokratiefeindliche-und-homophobe-tendenzen_aid_1049653.html Soziologe Andreas Kemper: „AfD hat demokratiefeindliche und homophobe Tendenzen“], Foucus online, 21.07.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die AfD wehrt sich regelmäßig gegen Zuspruch aus der rechten Szene und nimmt generell keine ehemaligen Mitglieder von [[NPD]] und [[DVU]] auf. Ganz ausschließen kann Vorstandsmitglied Bernd Lucke die Unterwanderung aber nicht: „Es ist besser, die Wähler wählen AfD anstatt NPD“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wahlkampf-afd-chef-will-npd-waehler-gewinnen/8209858.html?utm_source=twitterfeed&amp;amp;utm_medium=twitter Wahlkampf: AfD-Chef will NPD-Wähler gewinnen], Handelsblatt.com, 15.05.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftspolitisch vertritt die AfD-Spitze dezidiert wirtschaftsliberale Postionen. So sind für den Parteichef Bernd Lucke der Mindestlohn und die Frauenquote &amp;quot;wirtschaftsfeindliche Maßnahmen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser Position findet die AfD zunehmend Unterstützung - auch über Spenden - durch Mittelständler, die traditionell der CDU und der FDP nahe standen. Zu den Unterstützern aus diesem Milieu gehört u. a. Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]], der tief in der Wirtschaftslobby verwurzelt ist (ehem. Präsident [[Bundesverband der Deutschen Industrie]], Ehrenmitglied [[Wirtschaftsrat der CDU]], Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]], ehem. Vorsitzender Außenwirtschaftsbeirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, ehem. Vorstandsmitglied Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Mitglied diverser Aufsichtsräte).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sms-group.com/vita_de_weiss.html Biografie Webseite SMS group], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans-Olaf Henkel]], Stellv. Sprecher der AfD, war bis 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der SMS GmbH, die zur [[SMS Group]] gehört; danach wurde er Beiratsmitglied von SMS.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. August 2014 gelangt der Partei der Einzug in den Landtag in Sachsen. Ein paar Tage später berichtete die Süddeutsche Zeitung über Dokumenten, die derzeit über den Twitter-Account @anonaustria verbreitet wurden. Die Zeitung schrieb: &amp;quot;Ist das also das wahre, das rechtspopulistische Gesicht der AfD? Gut möglich.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-leaks-das-andere-gesicht-der-afd-1.2115162 AfD-Leaks Das andere Gesicht der AfD ], Sueddeutsche.de, 03.09.2012, abgerufen am 4. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu kämpfen hat die AfD mit Behinderungen und Gewaltandrohungen im Wahlkampf. Die Fälle mehren sich, in denen linksautonome Gruppierungen und auch die Grüne Jugend in Göttingen und Berlin die AfD-Kampagnen behinderten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/politik/deutschland/article118964522/AfD-braucht-im-Wahlkampf-Polizeischutz.html Gewaltandrohungen: AfD braucht im Wahlkampf Polizeischutz], Die Welt online, 20.08.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Äußerungen führender Repräsentanten zum allgemeinen und freien Wahlrecht (Artikel 38 Grundgesetz)==&lt;br /&gt;
===[[Konrad Adam]], Sprecher der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konrad Adam]] äußerte 2006 Zweifel am Sinn des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, nach dem auch diejenigen wählen dürfen, die nicht vermögend sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Nur der Besitz schien (während der französischen Revolution, Der Verfasser) eine Garantie dafür zu bieten, dass man vom Wahlrecht verantwortlich Gebrauch machte. Erst später, mit dem Aufkommen der industriellen Revolution und seiner hässlichsten Folge, der Massenarbeitslosigkeit, ist die Fähigkeit, aus eigenem Vermögen für sich und die Seinen zu sorgen, als Voraussetzung für das Wahlrecht entfallen. Ob das ein Fortschritt war, kann man mit Blick auf die Schwierigkeiten, die der deutschen Politik aus ihrer Unfähigkeit erwachsen sind, sich aus der Fixierung auf unproduktive Haushaltstitel wie Rente, Pflege, Schuldendienst und Arbeitslosigkeit zu befreien, mit einigem Recht bezweifeln. Das Übergewicht der Passiven lähmt auf die Dauer auch die Aktiven und zerstört den Willen zur Zukunft, indem es die Kräfte des Landes zur Finanzierung von Vergangenheiten einspannt und verbraucht''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/print-welt/article159946/Wer-soll-waehlen.html Konrad Adam: Wer soll wählen? Kolumne die Macht der Schwachen, in: Die Welt vom 16. Oktober 2006], Webseite Die Welt, abgerufen am 8. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Roland Vaubel]] hält wenig vom allgemeinen und freien Wahlrecht. In seiner Veröffentlichung &amp;quot;Der Schutz der Leistungseliten in der Demokratie&amp;quot; vom 1. Feburar 2007 im Ordnungspolitischen Blog [http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=17 Wirtschaftliche Freiheit] regte er zum Schutz der Leistungseliten vor der Tyrannei der Mehrheit ein Mehrklassenwahlrecht für Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen an und griff dabei auf historisch praktizierte Regelungen zurück, die dem in Artikel 38 Grundgesetz verankerten gleichen Wahlrecht widersprechen. Eine Möglichkeit zum Schutz der Leistungseliten könnte nach Meinung Vaubels darin bestehen, dass man ein Zwei-Kammer-System einführt und &amp;quot;diejenigen, die die Hauptlast der (direkten) Besteuerung tragen, eine der beiden Kammern wählen lässt&amp;quot;. Bei allen Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen müssten dann beide Kammern zustimmen, so dass die Hauptsteuerzahler ein Gesetzgebungsveto hätten. Eleganter sei ein System, in dem die beiden Kammern von allen Bürger gewählt würden, aber mit unterschiedlichen Gewichten. Eine dritte Möglichkeit könnte darin bestehen, dass Mitglieder der untersten Klasse nicht für politische Ämter kandidieren dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vaubel ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], die sich an den Vorstellungen des marktradikalen Vordenkers [[Friedrich August von Hayek]] orientiert. Hayek plädiert dafür, dass wichtige politische Entscheidungen nicht von einem aus allgemeinen und gleichen Wahlen hervorgegangenen Parlament getroffen werden, sondern von einer Elite (Rat der Weisen), die keiner parlamentarischen Kontrolle unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung==&lt;br /&gt;
===Spenden, Mitgliedsbeiträge, Staatliche Finanzierung===&lt;br /&gt;
Zum einen finanziert sich die AfD aus Mitgliedsbeiträge und Spenden: Bis Ende April 2013 soll die Partei rund 600.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen eingenommen haben. Die größte Privatspende bezifferte der damalige Schatzmeister Stenzel auf 5.000 Euro. &amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/alternative-fuer-deutschland-wie-der-wahlkampf-finanziert-werden-soll-a-895539.html Zur Finanzierung ihres Wahlkampfs will die neue Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ Kontaktlisten von CDU-nahen Organisationen nutzen], Spiegel online, 21.04.2013, abgerufen am 13.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum anderen scheint die Partei durch die guten Wahlergebnisse im Gründungsjahr bereits 2014 einen Anspruch Gelder aus der staatlichen Parteienfinanzierung geltend machen zu können. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.das-parlament.de/2013/42-43/Themenausgabe/47417486.html Korrekte Rechenschaft], Götz Hausding in Das Parlament, Nr. 42-43/14.10.2013, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erwartete Summe bezifferten Vertreter der Partei auf vier Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/afd-rechnet-mit-vier-millionen-euro-staatsfinanzierung-a-928780.html AfD rechnet mit vier Millionen Euro Staatsfinanzierung], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob und in welchem Umfang sie zukünftig von Mitteln von Bund und Ländern profitiert, hängt vom Wahlergebnis ab. Das Wahlergebnis und die selbst eingeworbenen Mittel sind Maßstäbe für die Berechnung der Parteienfinanzierung. So wirbt unter anderem AfD-Mitglied Jens Eckleben für Unterstützung: „Abgesehen davon, daß wir noch keine Gelder aus der Parteienfinanzierung bekommen, werden zukünftig die Gelder maßgeblich von den durch die Partei jetzt eingeworbenen Spenden abhängen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://plus.google.com/115780406608723057410/posts/TZ5tp3MuvRZ Warum die AfD Spenden braucht], Jens Eckleben auf Google+, 06.05.2013, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem 2014 der Partei der Einzug in die Landtage von Sachsen, Brandenburg und Thüringen gelungen ist, stehen ihr laut Focus knapp vier Millionen aus der staatlichen Finanzierung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/knapp-vier-millionen-euro-landtagswahlerfolge-bescheren-der-afdhohe-einnahmen_id_4147691.html Wahlerfolge bescheren der AfD vier Millionen Euro], Focus Online, 21.09.2014, abgerufen am 30. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AfD wird zunehmend mit Spenden aus der Wirtschaft bedacht. Zu den Spendern gehören Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]] sowie ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), und Hans Wall, Gründer des Berliner Außenwerbers Wall AG.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-prominente-mittelstaendler-finanzieren-rechtspopulisten-a-997243.html#ref=rss Angriff auf die CDU: Prominente Mittelständler finanzieren rechtspopulistische AfD. Spiegel online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 16. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Angaben von Weiss sind auch Spenden von anderen bekannten Wirtschaftsführern geflossen - allerdings unter der Meldegrenze, sodass sie  nicht im Rechenschaftsbericht erscheinen müssen. Der Stellv. Parteisprecher [[Hans-Olaf Henkel]], ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) erklärte, mehrere Dax-Vorstände und zahlreiche Chefs von Familienunternehmen unterstützten die AfD.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kredite===&lt;br /&gt;
Bereits 2013 wurde in den Medien über einen Kredit an die Partei berichtet. Laut Spiegel gab es zwei Kredite über je 500.000 Euro, die der Partei von dem Hamburger Reeder Folkard Edler gewährt wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder-a-939158.html  Heikler Deal: AfD bekam günstigen Millionenkredit von Hamburger Reeder], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dies veranlasste Parteichef Bernd Lucke zu einer Erwiderung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/spiegel-online-15-12-13-heikler-deal-afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder/ Stellungnahme Bernd Lucke], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wies darauf hin, dass ein eventuell 2014 entstehender geldwerter Vorteil, als Spende erst im am 30. September 2015 vorzulegenden Rechenschaftsbericht ausgewiesen werden müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Jahr 2014 gab es Berichte über einen Kredit in Höhe von 640.000 Euro. &amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.welt.de/politik/deutschland/article127190958/AfD-setzt-umstrittene-Kreditfinanzierung-fort.html AfD setzt umstrittene Kreditfinanzierung fort], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/alternative-fuer-deutschland-afd-ist-ein-guenstiger-kredit-eine-parteispende-12907366.html Muss AfD günstigen Kredit melden? ], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2014 hat [[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender AfD-Sprecher und Kandidat für die Europawahl, der AfD ein Darlehen mit Laufzeit bis 5/2015 über eine Million Euro zu 2 % Zinsen gewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-04/afd-europawahl-henkel-kredit Europawahlkampf Henkel leiht AfD eine Million, Zeit online vom 30. April 2014], abgerufen am 9. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldhandel===&lt;br /&gt;
Um die volle Höhe der nach ihrem Wahlerfolg bemessenen staatlichen Zuschüsse von 5 Millionen Euro erhalten zu können, hatte sich die AfD, laut Selbstdarstellung, zu einem „innovative Wege zur Erzielung von Einnahmen“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.afd-gold.de/aktion.html Warum sich die AfD im Goldhandel engagiert.], afd-gold.de, abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; entschieden. Denn um Anspruch auf den vollen Umfang der staatlichen Zuschüsse zu erhalte, müssen die weiteren Einnahmen der Partei eben so hoch sein, wie die Zuschüsse selbst. Die Einnahmen der Partei beliefen sich für das Jahr 2014 aber zunächst auf 2,5 Millionen Euro aus Mitgliederbeiträgen und eine halbe Millionen Euro aus Spenden. Die 2 Millionen Euro die fehlten, um Anspruch auf die gesamten staatlichen Zuschüsse zu erhalten, sollten daher durch den Verkauf von Gold erwirtschaftet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/nach-afd-trick-die-heimlichen-goldgruben-der-parteien-13286140.html Nach AfD-Trick Die heimlichen Goldgruben der Parteien], faz.net abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundestagsverwaltung prüfte und befand das die Einnahmen aus dem Verkauf von Gold als eine Einnahme im Sinne des Parteiengesetzes zu werten sei. Nicht zuletzt aus dem Bundestag machte sich darauf hin Kritik an der Regelung des Parteiengesetz breit und man erwog, dass Gesetz zu reformieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2014/pm_141121/341758 AfD-Goldhandel: Lammert empfiehlt Änderung des Parteiengesetzes], bundestag.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bundestagswahl 2013==&lt;br /&gt;
Mit Blick auf die Bundestagswahl 2013 hat [[LobbyControl]] auch einen Teil der nicht im Bundestag vertretenen Parteien auf lobbykritische Positionen untersucht. Was sagen sie zu den Themen Einführung eines [[Lobbyregister|Lobbyregisters]], [[Karenzzeit|Karenzzeiten]] („Abkühlphasen“) für scheidende Politiker, Abgeordnetenkorruption und [[Nebeneinkünfte von Abgeordneten]]? Was werden sie nach der Wahl tun?&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2013/09/wahlpruefsteine-2013/ Wahlprüfsteine 2013 - Wie wollen die Parteien Lobbyismus kontrollieren?], Webseite von LobbyControl, abgerufen am 20.9.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Partei und Wahlprogramm: Hier das [http://www.alternativefuer.de/partei/wahlprogramm/  Bundestagswahlprogramm 2013]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verpflichtendes Lobbyregister: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karenzzeiten für ausscheidende Spitzenpolitiker: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Transparente Nebeneinkünfte: Das Mandat „darf nicht unter bezahlten Nebentätigkeiten leiden.“ (S. 2 im Wahlprogramm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mehr Transparenz und Schranken bei der Parteienfinanzierung: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Sprecher, Mitglieder und Unterstützer===&lt;br /&gt;
Da die Partei bis vor kurzem in keinem Parlament vertreten war, konnte sie keinen direkten Einfluss auf Gesetzesinitiativen ausüben und befindet sich nicht im Fokus des Interesses von Lobbyisten und Verbänden. Trotzdem gibt es Personalien in der AfD, die besondere Nähe zu Unternehmen aufweisen, oder als Parteiüberläufer Konfliktpotential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot; &amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;| Sprecher, Mitglieder und Unterstützer&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hans-Olaf Henkel]]&lt;br /&gt;
| ist  Stellvertretender Sprecher der AfD. Der ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) (1995-2000) und bis vor kurzem Vorsitzender des Vorstands des [[Konvent für Deutschland]] (bis 1/2014) ist Mitglied des Kuratoriums der  [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]. Bis zu seinem Eintritt in die AfD war er Aufsichtsrat/Verwaltungsrat/ Berater einer Vielzahl von Unternehmen, darunter [[Bayer]] AG (Leverkusen), Continental AG (Hannover), [[Daimler]] Luft- und Raumfahrt AG (München), SMS GmbH (Düsseldorf), Ringier AG (Zofingen/Schweiz) und Heliad Equity Partners (Frankfurt/Zürich).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Olaf_Henkel Hans-Olaf Henkel], Wikipedia, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Joachim Starbatty]],&lt;br /&gt;
| emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre mit Verbindungen in wirtschaftsliberale Netzwerke, ist Mitbegründer und Europaabgeordneter der AfD. Der EU-Kritiker klagte erfolglos vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenland-Hilfen und den Euro-Rettungsschirm. Starbatty ist Vorsitzender der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]], Mitglied des Kuratoriums von [[Open Europe Berlin]] und Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Norbert Stenzel&lt;br /&gt;
| Kritik wird besonders um die vielen Überläufer von anderen Parteien laut. Hervorzuheben ist hier der Fall Stenzel. Norbert Stenzel ist ehemaliges Mitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU]] und brüstete sich, aus seiner damaligen Zeit in der CDU ein &amp;quot;dickes Adressbuch&amp;quot; mit zur AfD zu nehmen. Diese Aussage bezog sich auf die Frage, wie die AfD sich langfristig finanzieren wolle. Die CDU bezichtigte ihn darauf des Datenklaus.&amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Beatrix von Storch]]&lt;br /&gt;
| ist Europaabgeordnete der AfD. Mit ihrem Ehemann [[Sven von Storch]] leitet sie Internetplattformen wie [http://www.abgeordneten-check.de Abgeordneten-Check.de] oder [http:///www.freiewelt.net FreieWelt.net] und gilt als eine der einflussreichsten Euro-Kritikerinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cicero.de/berliner-republik/afd-kandidatin-beatrix-von-storch-ihr-hauptberuf-ist-protest/54701 AfD-Kandidatin Beatrix von Storch: Ihr Hauptberuf ist Protest], Cicero online, 12.06.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afdbayern.de/beatrix-von-storch-in-neumarkt/ AfD Bayern - zur Person von Storch: ], abgerufen am 23. September 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Roland Vaubel]],&lt;br /&gt;
| Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Afd, ist Mitglied des [[Walter Eucken Institut]], Referent bei Veranstaltungen der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], Mitglied des Beirats des &amp;quot;Cato Journal&amp;quot; (Hrsg. [[Cato Institute]]) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]], zu dessen Visionen die Abschaffung aller staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft und die vollständige Privatisierung des Renten- und Gesundheitswesens gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frank-Christian Hansel&lt;br /&gt;
| ist kommissarischer Bundesgeschäftsführer der AfD bis zum 30. September 2014. Nach seinem Ausscheiden bekleidet er weiterhin die Funktion des Landesschatzmeister der Partei für Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/unruhe-in-der-afd-bundesvorstand-entlaesst-geschaeftsfuehrer-hansel-13023214.html Bundesvorstand entlässt Geschäftsführer Hansel, FAZ.net vom 2. Juli 2014], abgerufen am 16. 7. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bundesfachausschusses Energiepolitik der AfD===&lt;br /&gt;
*Von den 15 Mitgliedern des „Bundesfachausschusses Energiepolitik“, der für das Thema Klimawandel zuständig ist, gehören nach taz-Recherchen mindestens 12 eindeutig zum Lager der Klimaskeptiker. Darunter ist etwa [[Michael Limburg]], Vizepräsident des [[Europäisches Institut für Klima und Energie|Europäischen Instituts für Klima und Energie]] (EIKE), die wichtigste Stimme der deutschen Klimaleugner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://taz.de/Energieausschuss-der-AfD/!124495/ Sammelbecken der Klimaskeptiker] taz vom 27. 09. 2013, abgerufen am 27.09.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beziehungen zu anderen Organisationen==&lt;br /&gt;
===[[Die Familienunternehmer - ASU]]===&lt;br /&gt;
Der Verband der Familienunternehmer hat für die eurokritischen und neoliberalen Positionen der AfD großes Verständnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/afd-familienunternehmer-versus-bdi Andreas Kemper: Familienunternehmer versus BDI, Der Freitag online vom 20. März 2013 Webseite Freitag], abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglieder und Repräsentanten der Familienunternehmer hatten sich bereits vor der Gründung der AfD mit Professoren getroffen, die die Gründung einer neuen Partei in Erwägung zogen. An die Familienunternehmer angeschlossen ist auch der Verband &amp;quot;Die Jungen Unternehmer - BJU&amp;quot;, deren langjährige Vorsitzende, Marie-Christine Overmann (FDP), zu den Gründern der &amp;quot;Allianz gegen den ESM&amp;quot; gehört. Zum Teil handelte es sich um vertrauliche Kontakte; zum Teil wurde über die gemeinsamen Diskussionen in der Internetzeitung [[FreieWelt.net]] berichtet, die die AfD publizistisch unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freiewelt.net/galerie/podiumsdiskussion-esm-vertrag-der-weg-in-die-schuldenunion-abschaffung-von-demokratie-und-souveranitat-60021/ Podiumsdiskussion der Zivilen Koalition: ESM - Vertrag - Der Weg in die Schuldenunion, FreieWelt.net vom 1. Januar 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; Robin Paulus, Leiter der Abteilung Politik und Wirtschaft der Familienunternehmer, vertrat auf dem [[Forum Freiheit]] 2013 die Auffassung: &amp;quot;Wer eine gute CDU will, muss die AfD wählen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ef-magazin.de/2013/09/19/4516-forum-freiheit-2013-afd-oder-fdp Christian Dorn: Forum Freiheit 2013: AfD oder FDP?, eigentümlich frei vom 19. September 2013], Webseite abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinem Bundeskongress am 8./9. Mai 2014 hat der Verband den AfD-Parteivorsitzenden Bernd Lucke eingeladen, um eine Stunde über den Euro und die Zukunft Europas zu referieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ausserparlamentarische-opposition-familienunternehmen-geben-der-afd-eine-buehne.cf6fce07-5d4d-4505-b2dd-19a8fe6dc1ca.html Familienunternehmen geben der AfD eine Bühne, Stuttgarter Zeitung vom 8. Mai 2014], Webseite Stuttgarter Zeitung, abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen möchte der Verband mit der Einladung zeigen, wie unzufrieden er mit der jetzigen Bundesregierung ist. Auch wenn die AfD mit populistischen Thesen gegen Zuwanderung und den freien Handel zu punkten versuche, schrecke dies die Familienunternehmer nicht, das Gespräch zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personelle Verflechtungen gibt es über den Strategischen Beirat der [[Die Familienunternehmer - ASU]]. So sind deren Mitglieder [[Charles B. Blankart]] und [[Günter Ederer]] auch Unterstützer der Afd.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/unterstuetzer/ Unterstützer, Webseite AfD]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide sind außerdem Mitglieder der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], in der auch eine Vielzahl von Repräsentanten der AfD organisiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]===&lt;br /&gt;
Die folgenden Repräsentanten der AFD sind auch Mitglieder/Funktionsträger der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] und der mit ihr verbundenen [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]:&lt;br /&gt;
*[[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender  Sprecher, Spitzenkandidat (Platz 2) für die Europawahl 2014, ist Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Joachim Starbatty]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, Spitzenkandidat (Platz 5) für die Europawahl 2014, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] &lt;br /&gt;
*[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Beatrix von Storch]], Spitzenkandidatin (Platz 4) für die Europawahl, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominente AfD-Politiker treten in den Hayek-Clubs und  bei den Hayek-Tagen auf, so der Sprecher [[Bernd Lucke]] beim Frankfurter Hayek-Club&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/afd-in-frankfurt-lucke-warnt-vor-euro-zentralismus-12926737.html Philip Plickert: AfD in Frankfurt Lucke warnt vor Euro-Zentralismus, FAZ online vom 7. Mai 2014], abgerufen am 14. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei den Hayek-Tagen 2013 in Göttingen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hayekclubberlin.wordpress.com/2013/07/03/hayek-tage-2013-in-gottingen/ Hayek-Tage 2013 in Göttingen], Webseite Hayek-Club Berlin, abgerufen am 16.5.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf  Die AfD – eine neue rechtspopulistische Partei? Materialien und Deutungen zur vertiefenden Auseinandersetzung. Studie der Heinrich Böll Stiftung NRW, September 2013 ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31872</id>
		<title>Alternative für Deutschland (AfD)</title>
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		<updated>2015-02-02T13:50:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: /* Finanzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;toccolours&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; margin: 0 0 1em 1em; width: 25em; font-size: 90%; clear:right; vertical-align: top; text-align: left; empty-cells:collapse;&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center; background:#EBECEC; color:Black&amp;quot;  | {{{Name|Alternative für Deutschland}}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding: 1em 0; text-align: center;&amp;quot; | {{{Logo|}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Parteivorsitzende&lt;br /&gt;
|{{{Parteivorsitzende|[[Konrad Adam]], [[Frauke Petry]], [[Bernd Lucke]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Schatzmeister&lt;br /&gt;
|{{{Schatzmeister|[[Piet Leidreiter]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gründung&lt;br /&gt;
|{{{Gründung|06. Februar 2013, Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Hauptsitz&lt;br /&gt;
|{{{Hauptsitz|Schillstraße 9, 10785 Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Mitglieder&lt;br /&gt;
|{{{Mitglieder|ca. 15.000}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Webadresse&lt;br /&gt;
| {{{Webseite|[http://www.alternativefuer.de www.alternative.de]}}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung==&lt;br /&gt;
Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) stellt das Thema der „geordneten Auflösung des Euro-Währungsgebietes“ in den Mittelpunkt. Selten hat eine Parteineugründung so viel Medienaufsehen erregt wie im Fall der AfD. Sie fordert eine Änderung der europäischen Verträge, sodass ein Austritt aus der Eurozone möglich wird, bejaht aber ein „Europa der souveränen Staaten“. Die Partei tritt für Volksabstimmungen nach dem Schweizer Vorbild ein und fordert „eine Neuordnung des Einwanderungsrechts“: Deutschland brauche qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.&amp;lt;ref name=[Parteiprogramm]&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/de/wahlprogramm.html Wahlprogramm AfD 2013], Website Alternative für Deutschland, abgerufen am 16. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Im politischen Spektrum wird die AfD als konservativ eingeordnet, während andere auch Parallelen zu rechtspopulistischen Parteien sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/euro-kritiker-konservativ-liberal-rechts-wohin-steuert-die-afd/8419392.html Euro-Kritiker: Konservativ, liberal, rechts - wohin steuert die AfD?], Handelsblatt online, 28.06.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Mitglieder kommen zu einem großen Teil aus dem bürgerlichen Lager.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-mitbegruender-bernd-lucke-besserwissender-professor-1.1650018 Besserwissender Professor], Süddeutsche online, 16.04.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Debatte um Einordnung im politischen Spektrum==&lt;br /&gt;
Die Partei ordnet sich selbst keinem politischen Lager zu. Es sind sowohl wirtschaftsliberale als auch nationalkonservative Strömungen zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Studie von Alexander Häusler vom September 2013 ist die AfD auf der politischen Skala rechts der Union einzuordnen, mit Tendenzen zu einer rechtspopulistischen Ausrichtung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf Die „Alternative für Deutschland“ – Eine neue rechtspopulistische Partei?], Studie im Auftrag der Heinrich Böll Stiftung, abgerufen am 11.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings weist er auch darauf hin, dass allein aus der Euro-Skepsis keine Rückschlüsse auf die Rechtslastigkeit einer Partei möglich sind. Erst das Zusammenkommen mit „nationalistischen oder wohlstandschauvinistischen Positionierungen sowie mit kulturalisierenden und diskriminierenden Zuschreibungen“, wie sie sich in der AfD belegen lassen, rechtfertigen eine solche Einordnung.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter finden sich Hinweise auf den politischen Entstehungskontext, den Mitgliederzulauf am rechten Parteienrand und das Ansehen im Spannungsfeld der rechten Szene und im Anti-Euro- und Anti-EU-Protestmilieu.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Berichten zufolge ist die AfD als Protestpartei auch „Auffanglager für Extremisten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Fragwuerdiges-Personal-bei-der-AfD/!121788/ Fragwürdiges Personal bei der AfD], TAZ online, 13.08.2013, abgerufen am 20.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Soziologe Andreas Kemper findet homophobe und demokratiefeindliche Tendenzen in der Partei: Der wissenschaftliche Berater der AfD [[Roland Vaubel]] spreche sich für eine ‚unternehmerfreundlichere Demokratie‘ aus, die auf Lasten finanziell schwacher Kreise gehe. Und [[Beatrix von Storch]] kämpfe mit der [[Zivile Koalition|Zivilen Koalition]] gegen die ‚Minderheiten-Lobby‘, also Schwule und Lesben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/soziologe-andreas-kemper-afd-hat-demokratiefeindliche-und-homophobe-tendenzen_aid_1049653.html Soziologe Andreas Kemper: „AfD hat demokratiefeindliche und homophobe Tendenzen“], Foucus online, 21.07.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die AfD wehrt sich regelmäßig gegen Zuspruch aus der rechten Szene und nimmt generell keine ehemaligen Mitglieder von [[NPD]] und [[DVU]] auf. Ganz ausschließen kann Vorstandsmitglied Bernd Lucke die Unterwanderung aber nicht: „Es ist besser, die Wähler wählen AfD anstatt NPD“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wahlkampf-afd-chef-will-npd-waehler-gewinnen/8209858.html?utm_source=twitterfeed&amp;amp;utm_medium=twitter Wahlkampf: AfD-Chef will NPD-Wähler gewinnen], Handelsblatt.com, 15.05.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftspolitisch vertritt die AfD-Spitze dezidiert wirtschaftsliberale Postionen. So sind für den Parteichef Bernd Lucke der Mindestlohn und die Frauenquote &amp;quot;wirtschaftsfeindliche Maßnahmen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser Position findet die AfD zunehmend Unterstützung - auch über Spenden - durch Mittelständler, die traditionell der CDU und der FDP nahe standen. Zu den Unterstützern aus diesem Milieu gehört u. a. Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]], der tief in der Wirtschaftslobby verwurzelt ist (ehem. Präsident [[Bundesverband der Deutschen Industrie]], Ehrenmitglied [[Wirtschaftsrat der CDU]], Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]], ehem. Vorsitzender Außenwirtschaftsbeirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, ehem. Vorstandsmitglied Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Mitglied diverser Aufsichtsräte).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sms-group.com/vita_de_weiss.html Biografie Webseite SMS group], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans-Olaf Henkel]], Stellv. Sprecher der AfD, war bis 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der SMS GmbH, die zur [[SMS Group]] gehört; danach wurde er Beiratsmitglied von SMS.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. August 2014 gelangt der Partei der Einzug in den Landtag in Sachsen. Ein paar Tage später berichtete die Süddeutsche Zeitung über Dokumenten, die derzeit über den Twitter-Account @anonaustria verbreitet wurden. Die Zeitung schrieb: &amp;quot;Ist das also das wahre, das rechtspopulistische Gesicht der AfD? Gut möglich.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-leaks-das-andere-gesicht-der-afd-1.2115162 AfD-Leaks Das andere Gesicht der AfD ], Sueddeutsche.de, 03.09.2012, abgerufen am 4. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu kämpfen hat die AfD mit Behinderungen und Gewaltandrohungen im Wahlkampf. Die Fälle mehren sich, in denen linksautonome Gruppierungen und auch die Grüne Jugend in Göttingen und Berlin die AfD-Kampagnen behinderten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/politik/deutschland/article118964522/AfD-braucht-im-Wahlkampf-Polizeischutz.html Gewaltandrohungen: AfD braucht im Wahlkampf Polizeischutz], Die Welt online, 20.08.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Äußerungen führender Repräsentanten zum allgemeinen und freien Wahlrecht (Artikel 38 Grundgesetz)==&lt;br /&gt;
===[[Konrad Adam]], Sprecher der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konrad Adam]] äußerte 2006 Zweifel am Sinn des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, nach dem auch diejenigen wählen dürfen, die nicht vermögend sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Nur der Besitz schien (während der französischen Revolution, Der Verfasser) eine Garantie dafür zu bieten, dass man vom Wahlrecht verantwortlich Gebrauch machte. Erst später, mit dem Aufkommen der industriellen Revolution und seiner hässlichsten Folge, der Massenarbeitslosigkeit, ist die Fähigkeit, aus eigenem Vermögen für sich und die Seinen zu sorgen, als Voraussetzung für das Wahlrecht entfallen. Ob das ein Fortschritt war, kann man mit Blick auf die Schwierigkeiten, die der deutschen Politik aus ihrer Unfähigkeit erwachsen sind, sich aus der Fixierung auf unproduktive Haushaltstitel wie Rente, Pflege, Schuldendienst und Arbeitslosigkeit zu befreien, mit einigem Recht bezweifeln. Das Übergewicht der Passiven lähmt auf die Dauer auch die Aktiven und zerstört den Willen zur Zukunft, indem es die Kräfte des Landes zur Finanzierung von Vergangenheiten einspannt und verbraucht''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/print-welt/article159946/Wer-soll-waehlen.html Konrad Adam: Wer soll wählen? Kolumne die Macht der Schwachen, in: Die Welt vom 16. Oktober 2006], Webseite Die Welt, abgerufen am 8. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Roland Vaubel]] hält wenig vom allgemeinen und freien Wahlrecht. In seiner Veröffentlichung &amp;quot;Der Schutz der Leistungseliten in der Demokratie&amp;quot; vom 1. Feburar 2007 im Ordnungspolitischen Blog [http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=17 Wirtschaftliche Freiheit] regte er zum Schutz der Leistungseliten vor der Tyrannei der Mehrheit ein Mehrklassenwahlrecht für Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen an und griff dabei auf historisch praktizierte Regelungen zurück, die dem in Artikel 38 Grundgesetz verankerten gleichen Wahlrecht widersprechen. Eine Möglichkeit zum Schutz der Leistungseliten könnte nach Meinung Vaubels darin bestehen, dass man ein Zwei-Kammer-System einführt und &amp;quot;diejenigen, die die Hauptlast der (direkten) Besteuerung tragen, eine der beiden Kammern wählen lässt&amp;quot;. Bei allen Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen müssten dann beide Kammern zustimmen, so dass die Hauptsteuerzahler ein Gesetzgebungsveto hätten. Eleganter sei ein System, in dem die beiden Kammern von allen Bürger gewählt würden, aber mit unterschiedlichen Gewichten. Eine dritte Möglichkeit könnte darin bestehen, dass Mitglieder der untersten Klasse nicht für politische Ämter kandidieren dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vaubel ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], die sich an den Vorstellungen des marktradikalen Vordenkers [[Friedrich August von Hayek]] orientiert. Hayek plädiert dafür, dass wichtige politische Entscheidungen nicht von einem aus allgemeinen und gleichen Wahlen hervorgegangenen Parlament getroffen werden, sondern von einer Elite (Rat der Weisen), die keiner parlamentarischen Kontrolle unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung==&lt;br /&gt;
===Spenden, Mitgliedsbeiträge, Staatliche Finanzierung===&lt;br /&gt;
Zum einen finanziert sich die AfD aus Mitgliedsbeiträge und Spenden: Bis Ende April 2013 soll die Partei rund 600.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen eingenommen haben. Die größte Privatspende bezifferte der damalige Schatzmeister Stenzel auf 5.000 Euro. &amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/alternative-fuer-deutschland-wie-der-wahlkampf-finanziert-werden-soll-a-895539.html Zur Finanzierung ihres Wahlkampfs will die neue Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ Kontaktlisten von CDU-nahen Organisationen nutzen], Spiegel online, 21.04.2013, abgerufen am 13.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum anderen scheint die Partei durch die guten Wahlergebnisse im Gründungsjahr bereits 2014 einen Anspruch Gelder aus der staatlichen Parteienfinanzierung geltend machen zu können. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.das-parlament.de/2013/42-43/Themenausgabe/47417486.html Korrekte Rechenschaft], Götz Hausding in Das Parlament, Nr. 42-43/14.10.2013, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erwartete Summe bezifferten Vertreter der Partei auf vier Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/afd-rechnet-mit-vier-millionen-euro-staatsfinanzierung-a-928780.html AfD rechnet mit vier Millionen Euro Staatsfinanzierung], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob und in welchem Umfang sie zukünftig von Mitteln von Bund und Ländern profitiert, hängt vom Wahlergebnis ab. Das Wahlergebnis und die selbst eingeworbenen Mittel sind Maßstäbe für die Berechnung der Parteienfinanzierung. So wirbt unter anderem AfD-Mitglied Jens Eckleben für Unterstützung: „Abgesehen davon, daß wir noch keine Gelder aus der Parteienfinanzierung bekommen, werden zukünftig die Gelder maßgeblich von den durch die Partei jetzt eingeworbenen Spenden abhängen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://plus.google.com/115780406608723057410/posts/TZ5tp3MuvRZ Warum die AfD Spenden braucht], Jens Eckleben auf Google+, 06.05.2013, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem 2014 der Partei der Einzug in die Landtage von Sachsen, Brandenburg und Thüringen gelungen ist, stehen ihr laut Focus knapp vier Millionen aus der staatlichen Finanzierung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/knapp-vier-millionen-euro-landtagswahlerfolge-bescheren-der-afdhohe-einnahmen_id_4147691.html Wahlerfolge bescheren der AfD vier Millionen Euro], Focus Online, 21.09.2014, abgerufen am 30. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AfD wird zunehmend mit Spenden aus der Wirtschaft bedacht. Zu den Spendern gehören Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]] sowie ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), und Hans Wall, Gründer des Berliner Außenwerbers Wall AG.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-prominente-mittelstaendler-finanzieren-rechtspopulisten-a-997243.html#ref=rss Angriff auf die CDU: Prominente Mittelständler finanzieren rechtspopulistische AfD. Spiegel online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 16. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Angaben von Weiss sind auch Spenden von anderen bekannten Wirtschaftsführern geflossen - allerdings unter der Meldegrenze, sodass sie  nicht im Rechenschaftsbericht erscheinen müssen. Der Stellv. Parteisprecher [[Hans-Olaf Henkel]], ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) erklärte, mehrere Dax-Vorstände und zahlreiche Chefs von Familienunternehmen unterstützten die AfD.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kredite===&lt;br /&gt;
Bereits 2013 wurde in den Medien über einen Kredit an die Partei berichtet. Laut Spiegel gab es zwei Kredite über je 500.000 Euro, die der Partei von dem Hamburger Reeder Folkard Edler gewährt wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder-a-939158.html  Heikler Deal: AfD bekam günstigen Millionenkredit von Hamburger Reeder], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dies veranlasste Parteichef Bernd Lucke zu einer Erwiderung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/spiegel-online-15-12-13-heikler-deal-afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder/ Stellungnahme Bernd Lucke], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wies darauf hin, dass ein eventuell 2014 entstehender geldwerter Vorteil, als Spende erst im am 30. September 2015 vorzulegenden Rechenschaftsbericht ausgewiesen werden müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Jahr 2014 gab es Berichte über einen Kredit in Höhe von 640.000 Euro. &amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.welt.de/politik/deutschland/article127190958/AfD-setzt-umstrittene-Kreditfinanzierung-fort.html AfD setzt umstrittene Kreditfinanzierung fort], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/alternative-fuer-deutschland-afd-ist-ein-guenstiger-kredit-eine-parteispende-12907366.html Muss AfD günstigen Kredit melden? ], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2014 hat [[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender AfD-Sprecher und Kandidat für die Europawahl, der AfD ein Darlehen mit Laufzeit bis 5/2015 über eine Million Euro zu 2 % Zinsen gewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-04/afd-europawahl-henkel-kredit Europawahlkampf Henkel leiht AfD eine Million, Zeit online vom 30. April 2014], abgerufen am 9. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldhandel===&lt;br /&gt;
Um die volle Höhe der nach ihrem Wahlerfolg bemessenen staatlichen Zuschüsse von 5 Millionen Euro erhalten zu können, hatte sich die AfD, laut Selbstdarstellung, zu einem „innovative Wege zur Erzielung von Einnahmen“ &amp;lt;ref&amp;gt;[ https://www.afd-gold.de/aktion.html Warum sich die AfD im Goldhandel engagiert.], afd-gold.de, abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; entschieden. Denn um Anspruch auf den vollen Umfang der staatlichen Zuschüsse zu erhalte, müssen die weiteren Einnahmen der Partei eben so hoch sein, wie die Zuschüsse selbst. Die Einnahmen der Partei beliefen sich für das Jahr 2014 aber zunächst auf 2,5 Millionen Euro aus Mitgliederbeiträgen und eine halbe Millionen Euro aus Spenden. Die 2 Millionen Euro die fehlten, um Anspruch auf die gesamten staatlichen Zuschüsse zu erhalten, sollten daher durch den Verkauf von Gold erwirtschaftet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/nach-afd-trick-die-heimlichen-goldgruben-der-parteien-13286140.html Nach AfD-Trick Die heimlichen Goldgruben der Parteien ], faz.net abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundestagsverwaltung prüfte und befand das die Einnahmen aus dem Verkauf von Gold als eine Einnahme im Sinne des Parteiengesetzes zu werten sei. Nicht zuletzt aus dem Bundestag machte sich darauf hin Kritik an der Regelung des Parteiengesetz breit und man erwog, dass Gesetz zu reformieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2014/pm_141121/341758 AfD-Goldhandel: Lammert empfiehlt Änderung des Parteiengesetzes], bundestag.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bundestagswahl 2013==&lt;br /&gt;
Mit Blick auf die Bundestagswahl 2013 hat [[LobbyControl]] auch einen Teil der nicht im Bundestag vertretenen Parteien auf lobbykritische Positionen untersucht. Was sagen sie zu den Themen Einführung eines [[Lobbyregister|Lobbyregisters]], [[Karenzzeit|Karenzzeiten]] („Abkühlphasen“) für scheidende Politiker, Abgeordnetenkorruption und [[Nebeneinkünfte von Abgeordneten]]? Was werden sie nach der Wahl tun?&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2013/09/wahlpruefsteine-2013/ Wahlprüfsteine 2013 - Wie wollen die Parteien Lobbyismus kontrollieren?], Webseite von LobbyControl, abgerufen am 20.9.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Partei und Wahlprogramm: Hier das [http://www.alternativefuer.de/partei/wahlprogramm/  Bundestagswahlprogramm 2013]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verpflichtendes Lobbyregister: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karenzzeiten für ausscheidende Spitzenpolitiker: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Transparente Nebeneinkünfte: Das Mandat „darf nicht unter bezahlten Nebentätigkeiten leiden.“ (S. 2 im Wahlprogramm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mehr Transparenz und Schranken bei der Parteienfinanzierung: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Sprecher, Mitglieder und Unterstützer===&lt;br /&gt;
Da die Partei bis vor kurzem in keinem Parlament vertreten war, konnte sie keinen direkten Einfluss auf Gesetzesinitiativen ausüben und befindet sich nicht im Fokus des Interesses von Lobbyisten und Verbänden. Trotzdem gibt es Personalien in der AfD, die besondere Nähe zu Unternehmen aufweisen, oder als Parteiüberläufer Konfliktpotential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot; &amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;| Sprecher, Mitglieder und Unterstützer&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hans-Olaf Henkel]]&lt;br /&gt;
| ist  Stellvertretender Sprecher der AfD. Der ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) (1995-2000) und bis vor kurzem Vorsitzender des Vorstands des [[Konvent für Deutschland]] (bis 1/2014) ist Mitglied des Kuratoriums der  [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]. Bis zu seinem Eintritt in die AfD war er Aufsichtsrat/Verwaltungsrat/ Berater einer Vielzahl von Unternehmen, darunter [[Bayer]] AG (Leverkusen), Continental AG (Hannover), [[Daimler]] Luft- und Raumfahrt AG (München), SMS GmbH (Düsseldorf), Ringier AG (Zofingen/Schweiz) und Heliad Equity Partners (Frankfurt/Zürich).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Olaf_Henkel Hans-Olaf Henkel], Wikipedia, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Joachim Starbatty]],&lt;br /&gt;
| emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre mit Verbindungen in wirtschaftsliberale Netzwerke, ist Mitbegründer und Europaabgeordneter der AfD. Der EU-Kritiker klagte erfolglos vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenland-Hilfen und den Euro-Rettungsschirm. Starbatty ist Vorsitzender der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]], Mitglied des Kuratoriums von [[Open Europe Berlin]] und Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Norbert Stenzel&lt;br /&gt;
| Kritik wird besonders um die vielen Überläufer von anderen Parteien laut. Hervorzuheben ist hier der Fall Stenzel. Norbert Stenzel ist ehemaliges Mitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU]] und brüstete sich, aus seiner damaligen Zeit in der CDU ein &amp;quot;dickes Adressbuch&amp;quot; mit zur AfD zu nehmen. Diese Aussage bezog sich auf die Frage, wie die AfD sich langfristig finanzieren wolle. Die CDU bezichtigte ihn darauf des Datenklaus.&amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Beatrix von Storch]]&lt;br /&gt;
| ist Europaabgeordnete der AfD. Mit ihrem Ehemann [[Sven von Storch]] leitet sie Internetplattformen wie [http://www.abgeordneten-check.de Abgeordneten-Check.de] oder [http:///www.freiewelt.net FreieWelt.net] und gilt als eine der einflussreichsten Euro-Kritikerinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cicero.de/berliner-republik/afd-kandidatin-beatrix-von-storch-ihr-hauptberuf-ist-protest/54701 AfD-Kandidatin Beatrix von Storch: Ihr Hauptberuf ist Protest], Cicero online, 12.06.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afdbayern.de/beatrix-von-storch-in-neumarkt/ AfD Bayern - zur Person von Storch: ], abgerufen am 23. September 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Roland Vaubel]],&lt;br /&gt;
| Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Afd, ist Mitglied des [[Walter Eucken Institut]], Referent bei Veranstaltungen der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], Mitglied des Beirats des &amp;quot;Cato Journal&amp;quot; (Hrsg. [[Cato Institute]]) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]], zu dessen Visionen die Abschaffung aller staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft und die vollständige Privatisierung des Renten- und Gesundheitswesens gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frank-Christian Hansel&lt;br /&gt;
| ist kommissarischer Bundesgeschäftsführer der AfD bis zum 30. September 2014. Nach seinem Ausscheiden bekleidet er weiterhin die Funktion des Landesschatzmeister der Partei für Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/unruhe-in-der-afd-bundesvorstand-entlaesst-geschaeftsfuehrer-hansel-13023214.html Bundesvorstand entlässt Geschäftsführer Hansel, FAZ.net vom 2. Juli 2014], abgerufen am 16. 7. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bundesfachausschusses Energiepolitik der AfD===&lt;br /&gt;
*Von den 15 Mitgliedern des „Bundesfachausschusses Energiepolitik“, der für das Thema Klimawandel zuständig ist, gehören nach taz-Recherchen mindestens 12 eindeutig zum Lager der Klimaskeptiker. Darunter ist etwa [[Michael Limburg]], Vizepräsident des [[Europäisches Institut für Klima und Energie|Europäischen Instituts für Klima und Energie]] (EIKE), die wichtigste Stimme der deutschen Klimaleugner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://taz.de/Energieausschuss-der-AfD/!124495/ Sammelbecken der Klimaskeptiker] taz vom 27. 09. 2013, abgerufen am 27.09.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beziehungen zu anderen Organisationen==&lt;br /&gt;
===[[Die Familienunternehmer - ASU]]===&lt;br /&gt;
Der Verband der Familienunternehmer hat für die eurokritischen und neoliberalen Positionen der AfD großes Verständnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/afd-familienunternehmer-versus-bdi Andreas Kemper: Familienunternehmer versus BDI, Der Freitag online vom 20. März 2013 Webseite Freitag], abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglieder und Repräsentanten der Familienunternehmer hatten sich bereits vor der Gründung der AfD mit Professoren getroffen, die die Gründung einer neuen Partei in Erwägung zogen. An die Familienunternehmer angeschlossen ist auch der Verband &amp;quot;Die Jungen Unternehmer - BJU&amp;quot;, deren langjährige Vorsitzende, Marie-Christine Overmann (FDP), zu den Gründern der &amp;quot;Allianz gegen den ESM&amp;quot; gehört. Zum Teil handelte es sich um vertrauliche Kontakte; zum Teil wurde über die gemeinsamen Diskussionen in der Internetzeitung [[FreieWelt.net]] berichtet, die die AfD publizistisch unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freiewelt.net/galerie/podiumsdiskussion-esm-vertrag-der-weg-in-die-schuldenunion-abschaffung-von-demokratie-und-souveranitat-60021/ Podiumsdiskussion der Zivilen Koalition: ESM - Vertrag - Der Weg in die Schuldenunion, FreieWelt.net vom 1. Januar 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; Robin Paulus, Leiter der Abteilung Politik und Wirtschaft der Familienunternehmer, vertrat auf dem [[Forum Freiheit]] 2013 die Auffassung: &amp;quot;Wer eine gute CDU will, muss die AfD wählen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ef-magazin.de/2013/09/19/4516-forum-freiheit-2013-afd-oder-fdp Christian Dorn: Forum Freiheit 2013: AfD oder FDP?, eigentümlich frei vom 19. September 2013], Webseite abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinem Bundeskongress am 8./9. Mai 2014 hat der Verband den AfD-Parteivorsitzenden Bernd Lucke eingeladen, um eine Stunde über den Euro und die Zukunft Europas zu referieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ausserparlamentarische-opposition-familienunternehmen-geben-der-afd-eine-buehne.cf6fce07-5d4d-4505-b2dd-19a8fe6dc1ca.html Familienunternehmen geben der AfD eine Bühne, Stuttgarter Zeitung vom 8. Mai 2014], Webseite Stuttgarter Zeitung, abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen möchte der Verband mit der Einladung zeigen, wie unzufrieden er mit der jetzigen Bundesregierung ist. Auch wenn die AfD mit populistischen Thesen gegen Zuwanderung und den freien Handel zu punkten versuche, schrecke dies die Familienunternehmer nicht, das Gespräch zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personelle Verflechtungen gibt es über den Strategischen Beirat der [[Die Familienunternehmer - ASU]]. So sind deren Mitglieder [[Charles B. Blankart]] und [[Günter Ederer]] auch Unterstützer der Afd.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/unterstuetzer/ Unterstützer, Webseite AfD]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide sind außerdem Mitglieder der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], in der auch eine Vielzahl von Repräsentanten der AfD organisiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]===&lt;br /&gt;
Die folgenden Repräsentanten der AFD sind auch Mitglieder/Funktionsträger der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] und der mit ihr verbundenen [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]:&lt;br /&gt;
*[[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender  Sprecher, Spitzenkandidat (Platz 2) für die Europawahl 2014, ist Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Joachim Starbatty]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, Spitzenkandidat (Platz 5) für die Europawahl 2014, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] &lt;br /&gt;
*[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Beatrix von Storch]], Spitzenkandidatin (Platz 4) für die Europawahl, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominente AfD-Politiker treten in den Hayek-Clubs und  bei den Hayek-Tagen auf, so der Sprecher [[Bernd Lucke]] beim Frankfurter Hayek-Club&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/afd-in-frankfurt-lucke-warnt-vor-euro-zentralismus-12926737.html Philip Plickert: AfD in Frankfurt Lucke warnt vor Euro-Zentralismus, FAZ online vom 7. Mai 2014], abgerufen am 14. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei den Hayek-Tagen 2013 in Göttingen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hayekclubberlin.wordpress.com/2013/07/03/hayek-tage-2013-in-gottingen/ Hayek-Tage 2013 in Göttingen], Webseite Hayek-Club Berlin, abgerufen am 16.5.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf  Die AfD – eine neue rechtspopulistische Partei? Materialien und Deutungen zur vertiefenden Auseinandersetzung. Studie der Heinrich Böll Stiftung NRW, September 2013 ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31871</id>
		<title>Alternative für Deutschland (AfD)</title>
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		<updated>2015-02-02T13:33:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: /* Finanzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;toccolours&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; margin: 0 0 1em 1em; width: 25em; font-size: 90%; clear:right; vertical-align: top; text-align: left; empty-cells:collapse;&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center; background:#EBECEC; color:Black&amp;quot;  | {{{Name|Alternative für Deutschland}}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding: 1em 0; text-align: center;&amp;quot; | {{{Logo|}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Parteivorsitzende&lt;br /&gt;
|{{{Parteivorsitzende|[[Konrad Adam]], [[Frauke Petry]], [[Bernd Lucke]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Schatzmeister&lt;br /&gt;
|{{{Schatzmeister|[[Piet Leidreiter]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gründung&lt;br /&gt;
|{{{Gründung|06. Februar 2013, Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Hauptsitz&lt;br /&gt;
|{{{Hauptsitz|Schillstraße 9, 10785 Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Mitglieder&lt;br /&gt;
|{{{Mitglieder|ca. 15.000}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Webadresse&lt;br /&gt;
| {{{Webseite|[http://www.alternativefuer.de www.alternative.de]}}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung==&lt;br /&gt;
Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) stellt das Thema der „geordneten Auflösung des Euro-Währungsgebietes“ in den Mittelpunkt. Selten hat eine Parteineugründung so viel Medienaufsehen erregt wie im Fall der AfD. Sie fordert eine Änderung der europäischen Verträge, sodass ein Austritt aus der Eurozone möglich wird, bejaht aber ein „Europa der souveränen Staaten“. Die Partei tritt für Volksabstimmungen nach dem Schweizer Vorbild ein und fordert „eine Neuordnung des Einwanderungsrechts“: Deutschland brauche qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.&amp;lt;ref name=[Parteiprogramm]&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/de/wahlprogramm.html Wahlprogramm AfD 2013], Website Alternative für Deutschland, abgerufen am 16. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Im politischen Spektrum wird die AfD als konservativ eingeordnet, während andere auch Parallelen zu rechtspopulistischen Parteien sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/euro-kritiker-konservativ-liberal-rechts-wohin-steuert-die-afd/8419392.html Euro-Kritiker: Konservativ, liberal, rechts - wohin steuert die AfD?], Handelsblatt online, 28.06.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Mitglieder kommen zu einem großen Teil aus dem bürgerlichen Lager.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-mitbegruender-bernd-lucke-besserwissender-professor-1.1650018 Besserwissender Professor], Süddeutsche online, 16.04.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Debatte um Einordnung im politischen Spektrum==&lt;br /&gt;
Die Partei ordnet sich selbst keinem politischen Lager zu. Es sind sowohl wirtschaftsliberale als auch nationalkonservative Strömungen zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Studie von Alexander Häusler vom September 2013 ist die AfD auf der politischen Skala rechts der Union einzuordnen, mit Tendenzen zu einer rechtspopulistischen Ausrichtung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf Die „Alternative für Deutschland“ – Eine neue rechtspopulistische Partei?], Studie im Auftrag der Heinrich Böll Stiftung, abgerufen am 11.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings weist er auch darauf hin, dass allein aus der Euro-Skepsis keine Rückschlüsse auf die Rechtslastigkeit einer Partei möglich sind. Erst das Zusammenkommen mit „nationalistischen oder wohlstandschauvinistischen Positionierungen sowie mit kulturalisierenden und diskriminierenden Zuschreibungen“, wie sie sich in der AfD belegen lassen, rechtfertigen eine solche Einordnung.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter finden sich Hinweise auf den politischen Entstehungskontext, den Mitgliederzulauf am rechten Parteienrand und das Ansehen im Spannungsfeld der rechten Szene und im Anti-Euro- und Anti-EU-Protestmilieu.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Berichten zufolge ist die AfD als Protestpartei auch „Auffanglager für Extremisten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Fragwuerdiges-Personal-bei-der-AfD/!121788/ Fragwürdiges Personal bei der AfD], TAZ online, 13.08.2013, abgerufen am 20.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Soziologe Andreas Kemper findet homophobe und demokratiefeindliche Tendenzen in der Partei: Der wissenschaftliche Berater der AfD [[Roland Vaubel]] spreche sich für eine ‚unternehmerfreundlichere Demokratie‘ aus, die auf Lasten finanziell schwacher Kreise gehe. Und [[Beatrix von Storch]] kämpfe mit der [[Zivile Koalition|Zivilen Koalition]] gegen die ‚Minderheiten-Lobby‘, also Schwule und Lesben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/soziologe-andreas-kemper-afd-hat-demokratiefeindliche-und-homophobe-tendenzen_aid_1049653.html Soziologe Andreas Kemper: „AfD hat demokratiefeindliche und homophobe Tendenzen“], Foucus online, 21.07.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die AfD wehrt sich regelmäßig gegen Zuspruch aus der rechten Szene und nimmt generell keine ehemaligen Mitglieder von [[NPD]] und [[DVU]] auf. Ganz ausschließen kann Vorstandsmitglied Bernd Lucke die Unterwanderung aber nicht: „Es ist besser, die Wähler wählen AfD anstatt NPD“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wahlkampf-afd-chef-will-npd-waehler-gewinnen/8209858.html?utm_source=twitterfeed&amp;amp;utm_medium=twitter Wahlkampf: AfD-Chef will NPD-Wähler gewinnen], Handelsblatt.com, 15.05.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftspolitisch vertritt die AfD-Spitze dezidiert wirtschaftsliberale Postionen. So sind für den Parteichef Bernd Lucke der Mindestlohn und die Frauenquote &amp;quot;wirtschaftsfeindliche Maßnahmen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser Position findet die AfD zunehmend Unterstützung - auch über Spenden - durch Mittelständler, die traditionell der CDU und der FDP nahe standen. Zu den Unterstützern aus diesem Milieu gehört u. a. Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]], der tief in der Wirtschaftslobby verwurzelt ist (ehem. Präsident [[Bundesverband der Deutschen Industrie]], Ehrenmitglied [[Wirtschaftsrat der CDU]], Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]], ehem. Vorsitzender Außenwirtschaftsbeirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, ehem. Vorstandsmitglied Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Mitglied diverser Aufsichtsräte).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sms-group.com/vita_de_weiss.html Biografie Webseite SMS group], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans-Olaf Henkel]], Stellv. Sprecher der AfD, war bis 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der SMS GmbH, die zur [[SMS Group]] gehört; danach wurde er Beiratsmitglied von SMS.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. August 2014 gelangt der Partei der Einzug in den Landtag in Sachsen. Ein paar Tage später berichtete die Süddeutsche Zeitung über Dokumenten, die derzeit über den Twitter-Account @anonaustria verbreitet wurden. Die Zeitung schrieb: &amp;quot;Ist das also das wahre, das rechtspopulistische Gesicht der AfD? Gut möglich.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-leaks-das-andere-gesicht-der-afd-1.2115162 AfD-Leaks Das andere Gesicht der AfD ], Sueddeutsche.de, 03.09.2012, abgerufen am 4. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu kämpfen hat die AfD mit Behinderungen und Gewaltandrohungen im Wahlkampf. Die Fälle mehren sich, in denen linksautonome Gruppierungen und auch die Grüne Jugend in Göttingen und Berlin die AfD-Kampagnen behinderten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/politik/deutschland/article118964522/AfD-braucht-im-Wahlkampf-Polizeischutz.html Gewaltandrohungen: AfD braucht im Wahlkampf Polizeischutz], Die Welt online, 20.08.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Äußerungen führender Repräsentanten zum allgemeinen und freien Wahlrecht (Artikel 38 Grundgesetz)==&lt;br /&gt;
===[[Konrad Adam]], Sprecher der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konrad Adam]] äußerte 2006 Zweifel am Sinn des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, nach dem auch diejenigen wählen dürfen, die nicht vermögend sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Nur der Besitz schien (während der französischen Revolution, Der Verfasser) eine Garantie dafür zu bieten, dass man vom Wahlrecht verantwortlich Gebrauch machte. Erst später, mit dem Aufkommen der industriellen Revolution und seiner hässlichsten Folge, der Massenarbeitslosigkeit, ist die Fähigkeit, aus eigenem Vermögen für sich und die Seinen zu sorgen, als Voraussetzung für das Wahlrecht entfallen. Ob das ein Fortschritt war, kann man mit Blick auf die Schwierigkeiten, die der deutschen Politik aus ihrer Unfähigkeit erwachsen sind, sich aus der Fixierung auf unproduktive Haushaltstitel wie Rente, Pflege, Schuldendienst und Arbeitslosigkeit zu befreien, mit einigem Recht bezweifeln. Das Übergewicht der Passiven lähmt auf die Dauer auch die Aktiven und zerstört den Willen zur Zukunft, indem es die Kräfte des Landes zur Finanzierung von Vergangenheiten einspannt und verbraucht''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/print-welt/article159946/Wer-soll-waehlen.html Konrad Adam: Wer soll wählen? Kolumne die Macht der Schwachen, in: Die Welt vom 16. Oktober 2006], Webseite Die Welt, abgerufen am 8. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Roland Vaubel]] hält wenig vom allgemeinen und freien Wahlrecht. In seiner Veröffentlichung &amp;quot;Der Schutz der Leistungseliten in der Demokratie&amp;quot; vom 1. Feburar 2007 im Ordnungspolitischen Blog [http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=17 Wirtschaftliche Freiheit] regte er zum Schutz der Leistungseliten vor der Tyrannei der Mehrheit ein Mehrklassenwahlrecht für Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen an und griff dabei auf historisch praktizierte Regelungen zurück, die dem in Artikel 38 Grundgesetz verankerten gleichen Wahlrecht widersprechen. Eine Möglichkeit zum Schutz der Leistungseliten könnte nach Meinung Vaubels darin bestehen, dass man ein Zwei-Kammer-System einführt und &amp;quot;diejenigen, die die Hauptlast der (direkten) Besteuerung tragen, eine der beiden Kammern wählen lässt&amp;quot;. Bei allen Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen müssten dann beide Kammern zustimmen, so dass die Hauptsteuerzahler ein Gesetzgebungsveto hätten. Eleganter sei ein System, in dem die beiden Kammern von allen Bürger gewählt würden, aber mit unterschiedlichen Gewichten. Eine dritte Möglichkeit könnte darin bestehen, dass Mitglieder der untersten Klasse nicht für politische Ämter kandidieren dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vaubel ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], die sich an den Vorstellungen des marktradikalen Vordenkers [[Friedrich August von Hayek]] orientiert. Hayek plädiert dafür, dass wichtige politische Entscheidungen nicht von einem aus allgemeinen und gleichen Wahlen hervorgegangenen Parlament getroffen werden, sondern von einer Elite (Rat der Weisen), die keiner parlamentarischen Kontrolle unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung==&lt;br /&gt;
===Spenden, Mitgliedsbeiträge, Staatliche Finanzierung===&lt;br /&gt;
Zum einen finanziert sich die AfD aus Mitgliedsbeiträge und Spenden: Bis Ende April 2013 soll die Partei rund 600.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen eingenommen haben. Die größte Privatspende bezifferte der damalige Schatzmeister Stenzel auf 5.000 Euro. &amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/alternative-fuer-deutschland-wie-der-wahlkampf-finanziert-werden-soll-a-895539.html Zur Finanzierung ihres Wahlkampfs will die neue Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ Kontaktlisten von CDU-nahen Organisationen nutzen], Spiegel online, 21.04.2013, abgerufen am 13.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum anderen scheint die Partei durch die guten Wahlergebnisse im Gründungsjahr bereits 2014 einen Anspruch Gelder aus der staatlichen Parteienfinanzierung geltend machen zu können. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.das-parlament.de/2013/42-43/Themenausgabe/47417486.html Korrekte Rechenschaft], Götz Hausding in Das Parlament, Nr. 42-43/14.10.2013, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erwartete Summe bezifferten Vertreter der Partei auf vier Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/afd-rechnet-mit-vier-millionen-euro-staatsfinanzierung-a-928780.html AfD rechnet mit vier Millionen Euro Staatsfinanzierung], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob und in welchem Umfang sie zukünftig von Mitteln von Bund und Ländern profitiert, hängt vom Wahlergebnis ab. Das Wahlergebnis und die selbst eingeworbenen Mittel sind Maßstäbe für die Berechnung der Parteienfinanzierung. So wirbt unter anderem AfD-Mitglied Jens Eckleben für Unterstützung: „Abgesehen davon, daß wir noch keine Gelder aus der Parteienfinanzierung bekommen, werden zukünftig die Gelder maßgeblich von den durch die Partei jetzt eingeworbenen Spenden abhängen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://plus.google.com/115780406608723057410/posts/TZ5tp3MuvRZ Warum die AfD Spenden braucht], Jens Eckleben auf Google+, 06.05.2013, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem 2014 der Partei der Einzug in die Landtage von Sachsen, Brandenburg und Thüringen gelungen ist, stehen ihr laut Focus knapp vier Millionen aus der staatlichen Finanzierung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/knapp-vier-millionen-euro-landtagswahlerfolge-bescheren-der-afdhohe-einnahmen_id_4147691.html Wahlerfolge bescheren der AfD vier Millionen Euro], Focus Online, 21.09.2014, abgerufen am 30. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AfD wird zunehmend mit Spenden aus der Wirtschaft bedacht. Zu den Spendern gehören Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]] sowie ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), und Hans Wall, Gründer des Berliner Außenwerbers Wall AG.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-prominente-mittelstaendler-finanzieren-rechtspopulisten-a-997243.html#ref=rss Angriff auf die CDU: Prominente Mittelständler finanzieren rechtspopulistische AfD. Spiegel online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 16. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Angaben von Weiss sind auch Spenden von anderen bekannten Wirtschaftsführern geflossen - allerdings unter der Meldegrenze, sodass sie  nicht im Rechenschaftsbericht erscheinen müssen. Der Stellv. Parteisprecher [[Hans-Olaf Henkel]], ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) erklärte, mehrere Dax-Vorstände und zahlreiche Chefs von Familienunternehmen unterstützten die AfD.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kredite===&lt;br /&gt;
Bereits 2013 wurde in den Medien über einen Kredit an die Partei berichtet. Laut Spiegel gab es zwei Kredite über je 500.000 Euro, die der Partei von dem Hamburger Reeder Folkard Edler gewährt wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder-a-939158.html  Heikler Deal: AfD bekam günstigen Millionenkredit von Hamburger Reeder], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dies veranlasste Parteichef Bernd Lucke zu einer Erwiderung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/spiegel-online-15-12-13-heikler-deal-afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder/ Stellungnahme Bernd Lucke], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wies darauf hin, dass ein eventuell 2014 entstehender geldwerter Vorteil, als Spende erst im am 30. September 2015 vorzulegenden Rechenschaftsbericht ausgewiesen werden müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Jahr 2014 gab es Berichte über einen Kredit in Höhe von 640.000 Euro. &amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.welt.de/politik/deutschland/article127190958/AfD-setzt-umstrittene-Kreditfinanzierung-fort.html AfD setzt umstrittene Kreditfinanzierung fort], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/alternative-fuer-deutschland-afd-ist-ein-guenstiger-kredit-eine-parteispende-12907366.html Muss AfD günstigen Kredit melden? ], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2014 hat [[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender AfD-Sprecher und Kandidat für die Europawahl, der AfD ein Darlehen mit Laufzeit bis 5/2015 über eine Million Euro zu 2 % Zinsen gewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-04/afd-europawahl-henkel-kredit Europawahlkampf Henkel leiht AfD eine Million, Zeit online vom 30. April 2014], abgerufen am 9. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldhandel===&lt;br /&gt;
Um die volle Höhe der nach ihrem Wahlerfolg bemessenen staatlichen Zuschüsse von 5 Millionen Euro erhalten zu können, hatte sich die AfD, laut Selbstdarstellung, zu einem „innovative Wege zur Erzielung von Einnahmen“ entschieden. Denn um Anspruch auf den vollen Umfang der staatlichen Zuschüsse zu erhalte, müssen die weiteren Einnahmen der Partei eben so hoch sein, wie die Zuschüsse selbst. Die Einnahmen der Partei beliefen sich für das Jahr 2014 aber zunächst auf 2,5 Millionen Euro aus Mitgliederbeiträgen und eine halbe Millionen Euro aus Spenden. Die 2 Millionen Euro die fehlten, um Anspruch auf die gesamten staatlichen Zuschüsse zu haben, sollten daher durch den Verkauf von Gold erwirtschaftet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/nach-afd-trick-die-heimlichen-goldgruben-der-parteien-13286140.html Nach AfD-Trick Die heimlichen Goldgruben der Parteien ], abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Bundestagsverwaltung prüfte und befand das die Einnahmen aus dem Verkauf von Gold als eine Einnahme im Sinne des Parteiengesetzes zu werten sei. Nicht zuletzt aus dem Bundestag machte sich darauf hin Kritik an der Regelung des Parteiengesetz breit und man erwog, dass Gesetz zu reformieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bundestagswahl 2013==&lt;br /&gt;
Mit Blick auf die Bundestagswahl 2013 hat [[LobbyControl]] auch einen Teil der nicht im Bundestag vertretenen Parteien auf lobbykritische Positionen untersucht. Was sagen sie zu den Themen Einführung eines [[Lobbyregister|Lobbyregisters]], [[Karenzzeit|Karenzzeiten]] („Abkühlphasen“) für scheidende Politiker, Abgeordnetenkorruption und [[Nebeneinkünfte von Abgeordneten]]? Was werden sie nach der Wahl tun?&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2013/09/wahlpruefsteine-2013/ Wahlprüfsteine 2013 - Wie wollen die Parteien Lobbyismus kontrollieren?], Webseite von LobbyControl, abgerufen am 20.9.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Partei und Wahlprogramm: Hier das [http://www.alternativefuer.de/partei/wahlprogramm/  Bundestagswahlprogramm 2013]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verpflichtendes Lobbyregister: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karenzzeiten für ausscheidende Spitzenpolitiker: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Transparente Nebeneinkünfte: Das Mandat „darf nicht unter bezahlten Nebentätigkeiten leiden.“ (S. 2 im Wahlprogramm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mehr Transparenz und Schranken bei der Parteienfinanzierung: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Sprecher, Mitglieder und Unterstützer===&lt;br /&gt;
Da die Partei bis vor kurzem in keinem Parlament vertreten war, konnte sie keinen direkten Einfluss auf Gesetzesinitiativen ausüben und befindet sich nicht im Fokus des Interesses von Lobbyisten und Verbänden. Trotzdem gibt es Personalien in der AfD, die besondere Nähe zu Unternehmen aufweisen, oder als Parteiüberläufer Konfliktpotential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot; &amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;| Sprecher, Mitglieder und Unterstützer&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hans-Olaf Henkel]]&lt;br /&gt;
| ist  Stellvertretender Sprecher der AfD. Der ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) (1995-2000) und bis vor kurzem Vorsitzender des Vorstands des [[Konvent für Deutschland]] (bis 1/2014) ist Mitglied des Kuratoriums der  [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]. Bis zu seinem Eintritt in die AfD war er Aufsichtsrat/Verwaltungsrat/ Berater einer Vielzahl von Unternehmen, darunter [[Bayer]] AG (Leverkusen), Continental AG (Hannover), [[Daimler]] Luft- und Raumfahrt AG (München), SMS GmbH (Düsseldorf), Ringier AG (Zofingen/Schweiz) und Heliad Equity Partners (Frankfurt/Zürich).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Olaf_Henkel Hans-Olaf Henkel], Wikipedia, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Joachim Starbatty]],&lt;br /&gt;
| emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre mit Verbindungen in wirtschaftsliberale Netzwerke, ist Mitbegründer und Europaabgeordneter der AfD. Der EU-Kritiker klagte erfolglos vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenland-Hilfen und den Euro-Rettungsschirm. Starbatty ist Vorsitzender der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]], Mitglied des Kuratoriums von [[Open Europe Berlin]] und Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Norbert Stenzel&lt;br /&gt;
| Kritik wird besonders um die vielen Überläufer von anderen Parteien laut. Hervorzuheben ist hier der Fall Stenzel. Norbert Stenzel ist ehemaliges Mitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU]] und brüstete sich, aus seiner damaligen Zeit in der CDU ein &amp;quot;dickes Adressbuch&amp;quot; mit zur AfD zu nehmen. Diese Aussage bezog sich auf die Frage, wie die AfD sich langfristig finanzieren wolle. Die CDU bezichtigte ihn darauf des Datenklaus.&amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Beatrix von Storch]]&lt;br /&gt;
| ist Europaabgeordnete der AfD. Mit ihrem Ehemann [[Sven von Storch]] leitet sie Internetplattformen wie [http://www.abgeordneten-check.de Abgeordneten-Check.de] oder [http:///www.freiewelt.net FreieWelt.net] und gilt als eine der einflussreichsten Euro-Kritikerinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cicero.de/berliner-republik/afd-kandidatin-beatrix-von-storch-ihr-hauptberuf-ist-protest/54701 AfD-Kandidatin Beatrix von Storch: Ihr Hauptberuf ist Protest], Cicero online, 12.06.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afdbayern.de/beatrix-von-storch-in-neumarkt/ AfD Bayern - zur Person von Storch: ], abgerufen am 23. September 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Roland Vaubel]],&lt;br /&gt;
| Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Afd, ist Mitglied des [[Walter Eucken Institut]], Referent bei Veranstaltungen der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], Mitglied des Beirats des &amp;quot;Cato Journal&amp;quot; (Hrsg. [[Cato Institute]]) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]], zu dessen Visionen die Abschaffung aller staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft und die vollständige Privatisierung des Renten- und Gesundheitswesens gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frank-Christian Hansel&lt;br /&gt;
| ist kommissarischer Bundesgeschäftsführer der AfD bis zum 30. September 2014. Nach seinem Ausscheiden bekleidet er weiterhin die Funktion des Landesschatzmeister der Partei für Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/unruhe-in-der-afd-bundesvorstand-entlaesst-geschaeftsfuehrer-hansel-13023214.html Bundesvorstand entlässt Geschäftsführer Hansel, FAZ.net vom 2. Juli 2014], abgerufen am 16. 7. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bundesfachausschusses Energiepolitik der AfD===&lt;br /&gt;
*Von den 15 Mitgliedern des „Bundesfachausschusses Energiepolitik“, der für das Thema Klimawandel zuständig ist, gehören nach taz-Recherchen mindestens 12 eindeutig zum Lager der Klimaskeptiker. Darunter ist etwa [[Michael Limburg]], Vizepräsident des [[Europäisches Institut für Klima und Energie|Europäischen Instituts für Klima und Energie]] (EIKE), die wichtigste Stimme der deutschen Klimaleugner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://taz.de/Energieausschuss-der-AfD/!124495/ Sammelbecken der Klimaskeptiker] taz vom 27. 09. 2013, abgerufen am 27.09.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beziehungen zu anderen Organisationen==&lt;br /&gt;
===[[Die Familienunternehmer - ASU]]===&lt;br /&gt;
Der Verband der Familienunternehmer hat für die eurokritischen und neoliberalen Positionen der AfD großes Verständnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/afd-familienunternehmer-versus-bdi Andreas Kemper: Familienunternehmer versus BDI, Der Freitag online vom 20. März 2013 Webseite Freitag], abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglieder und Repräsentanten der Familienunternehmer hatten sich bereits vor der Gründung der AfD mit Professoren getroffen, die die Gründung einer neuen Partei in Erwägung zogen. An die Familienunternehmer angeschlossen ist auch der Verband &amp;quot;Die Jungen Unternehmer - BJU&amp;quot;, deren langjährige Vorsitzende, Marie-Christine Overmann (FDP), zu den Gründern der &amp;quot;Allianz gegen den ESM&amp;quot; gehört. Zum Teil handelte es sich um vertrauliche Kontakte; zum Teil wurde über die gemeinsamen Diskussionen in der Internetzeitung [[FreieWelt.net]] berichtet, die die AfD publizistisch unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freiewelt.net/galerie/podiumsdiskussion-esm-vertrag-der-weg-in-die-schuldenunion-abschaffung-von-demokratie-und-souveranitat-60021/ Podiumsdiskussion der Zivilen Koalition: ESM - Vertrag - Der Weg in die Schuldenunion, FreieWelt.net vom 1. Januar 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; Robin Paulus, Leiter der Abteilung Politik und Wirtschaft der Familienunternehmer, vertrat auf dem [[Forum Freiheit]] 2013 die Auffassung: &amp;quot;Wer eine gute CDU will, muss die AfD wählen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ef-magazin.de/2013/09/19/4516-forum-freiheit-2013-afd-oder-fdp Christian Dorn: Forum Freiheit 2013: AfD oder FDP?, eigentümlich frei vom 19. September 2013], Webseite abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinem Bundeskongress am 8./9. Mai 2014 hat der Verband den AfD-Parteivorsitzenden Bernd Lucke eingeladen, um eine Stunde über den Euro und die Zukunft Europas zu referieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ausserparlamentarische-opposition-familienunternehmen-geben-der-afd-eine-buehne.cf6fce07-5d4d-4505-b2dd-19a8fe6dc1ca.html Familienunternehmen geben der AfD eine Bühne, Stuttgarter Zeitung vom 8. Mai 2014], Webseite Stuttgarter Zeitung, abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen möchte der Verband mit der Einladung zeigen, wie unzufrieden er mit der jetzigen Bundesregierung ist. Auch wenn die AfD mit populistischen Thesen gegen Zuwanderung und den freien Handel zu punkten versuche, schrecke dies die Familienunternehmer nicht, das Gespräch zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personelle Verflechtungen gibt es über den Strategischen Beirat der [[Die Familienunternehmer - ASU]]. So sind deren Mitglieder [[Charles B. Blankart]] und [[Günter Ederer]] auch Unterstützer der Afd.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/unterstuetzer/ Unterstützer, Webseite AfD]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide sind außerdem Mitglieder der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], in der auch eine Vielzahl von Repräsentanten der AfD organisiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]===&lt;br /&gt;
Die folgenden Repräsentanten der AFD sind auch Mitglieder/Funktionsträger der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] und der mit ihr verbundenen [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]:&lt;br /&gt;
*[[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender  Sprecher, Spitzenkandidat (Platz 2) für die Europawahl 2014, ist Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Joachim Starbatty]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, Spitzenkandidat (Platz 5) für die Europawahl 2014, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] &lt;br /&gt;
*[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Beatrix von Storch]], Spitzenkandidatin (Platz 4) für die Europawahl, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominente AfD-Politiker treten in den Hayek-Clubs und  bei den Hayek-Tagen auf, so der Sprecher [[Bernd Lucke]] beim Frankfurter Hayek-Club&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/afd-in-frankfurt-lucke-warnt-vor-euro-zentralismus-12926737.html Philip Plickert: AfD in Frankfurt Lucke warnt vor Euro-Zentralismus, FAZ online vom 7. Mai 2014], abgerufen am 14. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei den Hayek-Tagen 2013 in Göttingen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hayekclubberlin.wordpress.com/2013/07/03/hayek-tage-2013-in-gottingen/ Hayek-Tage 2013 in Göttingen], Webseite Hayek-Club Berlin, abgerufen am 16.5.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf  Die AfD – eine neue rechtspopulistische Partei? Materialien und Deutungen zur vertiefenden Auseinandersetzung. Studie der Heinrich Böll Stiftung NRW, September 2013 ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31857</id>
		<title>Alternative für Deutschland (AfD)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=31857"/>
		<updated>2015-01-30T17:18:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LinusR: /* Goldhandel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;toccolours&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; margin: 0 0 1em 1em; width: 25em; font-size: 90%; clear:right; vertical-align: top; text-align: left; empty-cells:collapse;&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center; background:#EBECEC; color:Black&amp;quot;  | {{{Name|Alternative für Deutschland}}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding: 1em 0; text-align: center;&amp;quot; | {{{Logo|}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Parteivorsitzende&lt;br /&gt;
|{{{Parteivorsitzende|[[Konrad Adam]], [[Frauke Petry]], [[Bernd Lucke]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Schatzmeister&lt;br /&gt;
|{{{Schatzmeister|[[Piet Leidreiter]]}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gründung&lt;br /&gt;
|{{{Gründung|06. Februar 2013, Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Hauptsitz&lt;br /&gt;
|{{{Hauptsitz|Schillstraße 9, 10785 Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Mitglieder&lt;br /&gt;
|{{{Mitglieder|ca. 15.000}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Webadresse&lt;br /&gt;
| {{{Webseite|[http://www.alternativefuer.de www.alternative.de]}}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung==&lt;br /&gt;
Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) stellt das Thema der „geordneten Auflösung des Euro-Währungsgebietes“ in den Mittelpunkt. Selten hat eine Parteineugründung so viel Medienaufsehen erregt wie im Fall der AfD. Sie fordert eine Änderung der europäischen Verträge, sodass ein Austritt aus der Eurozone möglich wird, bejaht aber ein „Europa der souveränen Staaten“. Die Partei tritt für Volksabstimmungen nach dem Schweizer Vorbild ein und fordert „eine Neuordnung des Einwanderungsrechts“: Deutschland brauche qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.&amp;lt;ref name=[Parteiprogramm]&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/de/wahlprogramm.html Wahlprogramm AfD 2013], Website Alternative für Deutschland, abgerufen am 16. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Im politischen Spektrum wird die AfD als konservativ eingeordnet, während andere auch Parallelen zu rechtspopulistischen Parteien sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/euro-kritiker-konservativ-liberal-rechts-wohin-steuert-die-afd/8419392.html Euro-Kritiker: Konservativ, liberal, rechts - wohin steuert die AfD?], Handelsblatt online, 28.06.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Mitglieder kommen zu einem großen Teil aus dem bürgerlichen Lager.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-mitbegruender-bernd-lucke-besserwissender-professor-1.1650018 Besserwissender Professor], Süddeutsche online, 16.04.2013, abgerufen am 16.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Debatte um Einordnung im politischen Spektrum==&lt;br /&gt;
Die Partei ordnet sich selbst keinem politischen Lager zu. Da sich die AfD noch im Aufbau befindet, sind außerdem abschließende Einordnungen nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtspopulismusforscher Alexander Häusler beschreibt in einer Studie von September 2013 die neoliberalen wie auch national-konservativen Einflüsse in der AfD. Diese ist damit auf der politischen Skala rechts der Union einzuordnen, mit Tendenzen zu einer rechtspopulistischen Ausrichtung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf Die „Alternative für Deutschland“ – Eine neue rechtspopulistische Partei?], Studie im Auftrag der Heinrich Böll Stiftung, abgerufen am 11.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings weist er auch darauf hin, dass allein aus der Euro-Skepsis keine Rückschlüsse auf die Rechtslastigkeit einer Partei möglich sind. Erst das Zusammenkommen mit „nationalistischen oder wohlstandschauvinistischen Positionierungen sowie mit kulturalisierenden und diskriminierenden Zuschreibungen“, wie sie sich in der AfD belegen lassen, rechtfertigen eine solche Einordnung.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter finden sich Hinweise auf den politischen Entstehungskontext, den Mitgliederzulauf am rechten Parteienrand und das Ansehen im Spannungsfeld der rechten Szene und im Anti-Euro- und Anti-EU-Protestmilieu.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Berichten zufolge ist die AfD als Protestpartei auch „Auffanglager für Extremisten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Fragwuerdiges-Personal-bei-der-AfD/!121788/ Fragwürdiges Personal bei der AfD], TAZ online, 13.08.2013, abgerufen am 20.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Der Soziologe Andreas Kemper findet homophobe und demokratiefeindliche Tendenzen in der Partei: Der wissenschaftliche Berater der AfD [[Roland Vaubel]] spreche sich für eine ‚unternehmerfreundlichere Demokratie‘ aus, die auf Lasten finanziell schwacher Kreise gehe. Und [[Beatrix von Storch]] kämpfe mit der [[Zivile Koalition|Zivilen Koalition]] gegen die ‚Minderheiten-Lobby‘, also Schwule und Lesben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/soziologe-andreas-kemper-afd-hat-demokratiefeindliche-und-homophobe-tendenzen_aid_1049653.html Soziologe Andreas Kemper: „AfD hat demokratiefeindliche und homophobe Tendenzen“], Foucus online, 21.07.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die AfD wehrt sich regelmäßig gegen Zuspruch aus der rechten Szene und nimmt generell keine ehemaligen Mitglieder von [[NPD]] und [[DVU]] auf. Ganz ausschließen kann Vorstandsmitglied Bernd Lucke die Unterwanderung aber nicht: „Es ist besser, die Wähler wählen AfD anstatt NPD“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wahlkampf-afd-chef-will-npd-waehler-gewinnen/8209858.html?utm_source=twitterfeed&amp;amp;utm_medium=twitter Wahlkampf: AfD-Chef will NPD-Wähler gewinnen], Handelsblatt.com, 15.05.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftspolitisch vertritt die AfD-Spitze dezidiert wirtschaftsliberale Postionen. So sind für den Parteichef Bernd Lucke der Mindestlohn und die Frauenquote &amp;quot;wirtschaftsfeindliche Maßnahmen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser Position findet die AfD zunehmend Unterstützung - auch über Spenden - durch Mittelständler, die traditionell der CDU und der FDP nahe standen. Zu den Unterstützern aus diesem Milieu gehört u. a. Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]], der tief in der Wirtschaftslobby verwurzelt ist (ehem. Präsident [[Bundesverband der Deutschen Industrie]], Ehrenmitglied [[Wirtschaftsrat der CDU]], Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]], ehem. Vorsitzender Außenwirtschaftsbeirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, ehem. Vorstandsmitglied Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Mitglied diverser Aufsichtsräte).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sms-group.com/vita_de_weiss.html Biografie Webseite SMS group], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans-Olaf Henkel]], Stellv. Sprecher der AfD, war bis 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der SMS GmbH, die zur [[SMS Group]] gehört; danach wurde er Beiratsmitglied von SMS.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. August 2014 gelangt der Partei der Einzug in den Landtag in Sachsen. Ein paar Tage später berichtete die Süddeutsche Zeitung über Dokumenten, die derzeit über den Twitter-Account @anonaustria verbreitet wurden. Die Zeitung schrieb: &amp;quot;Ist das also das wahre, das rechtspopulistische Gesicht der AfD? Gut möglich.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[&lt;br /&gt;
http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-leaks-das-andere-gesicht-der-afd-1.2115162 AfD-Leaks Das andere Gesicht der AfD ], Sueddeutsche.de, 03.09.2012, abgerufen am 4. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu kämpfen hat die AfD mit Behinderungen und Gewaltandrohungen im Wahlkampf. Die Fälle mehren sich, in denen linksautonome Gruppierungen und auch die Grüne Jugend in Göttingen und Berlin die AfD-Kampagnen behinderten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/politik/deutschland/article118964522/AfD-braucht-im-Wahlkampf-Polizeischutz.html Gewaltandrohungen: AfD braucht im Wahlkampf Polizeischutz], Die Welt online, 20.08.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Äußerungen führender Repräsentanten zum allgemeinen und freien Wahlrecht (Artikel 38 Grundgesetz)==&lt;br /&gt;
===[[Konrad Adam]], Sprecher der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konrad Adam]] äußerte 2006 Zweifel am Sinn des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, nach dem auch diejenigen wählen dürfen, die nicht vermögend sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Nur der Besitz schien (während der französischen Revolution, Der Verfasser) eine Garantie dafür zu bieten, dass man vom Wahlrecht verantwortlich Gebrauch machte. Erst später, mit dem Aufkommen der industriellen Revolution und seiner hässlichsten Folge, der Massenarbeitslosigkeit, ist die Fähigkeit, aus eigenem Vermögen für sich und die Seinen zu sorgen, als Voraussetzung für das Wahlrecht entfallen. Ob das ein Fortschritt war, kann man mit Blick auf die Schwierigkeiten, die der deutschen Politik aus ihrer Unfähigkeit erwachsen sind, sich aus der Fixierung auf unproduktive Haushaltstitel wie Rente, Pflege, Schuldendienst und Arbeitslosigkeit zu befreien, mit einigem Recht bezweifeln. Das Übergewicht der Passiven lähmt auf die Dauer auch die Aktiven und zerstört den Willen zur Zukunft, indem es die Kräfte des Landes zur Finanzierung von Vergangenheiten einspannt und verbraucht''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/print-welt/article159946/Wer-soll-waehlen.html Konrad Adam: Wer soll wählen? Kolumne die Macht der Schwachen, in: Die Welt vom 16. Oktober 2006], Webseite Die Welt, abgerufen am 8. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Roland Vaubel]] hält wenig vom allgemeinen und freien Wahlrecht. In seiner Veröffentlichung &amp;quot;Der Schutz der Leistungseliten in der Demokratie&amp;quot; vom 1. Feburar 2007 im Ordnungspolitischen Blog [http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=17 Wirtschaftliche Freiheit] regte er zum Schutz der Leistungseliten vor der Tyrannei der Mehrheit ein Mehrklassenwahlrecht für Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen an und griff dabei auf historisch praktizierte Regelungen zurück, die dem in Artikel 38 Grundgesetz verankerten gleichen Wahlrecht widersprechen. Eine Möglichkeit zum Schutz der Leistungseliten könnte nach Meinung Vaubels darin bestehen, dass man ein Zwei-Kammer-System einführt und &amp;quot;diejenigen, die die Hauptlast der (direkten) Besteuerung tragen, eine der beiden Kammern wählen lässt&amp;quot;. Bei allen Finanzierungs- und Ausgabenentscheidungen müssten dann beide Kammern zustimmen, so dass die Hauptsteuerzahler ein Gesetzgebungsveto hätten. Eleganter sei ein System, in dem die beiden Kammern von allen Bürger gewählt würden, aber mit unterschiedlichen Gewichten. Eine dritte Möglichkeit könnte darin bestehen, dass Mitglieder der untersten Klasse nicht für politische Ämter kandidieren dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vaubel ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], die sich an den Vorstellungen des marktradikalen Vordenkers [[Friedrich August von Hayek]] orientiert. Hayek plädiert dafür, dass wichtige politische Entscheidungen nicht von einem aus allgemeinen und gleichen Wahlen hervorgegangenen Parlament getroffen werden, sondern von einer Elite (Rat der Weisen), die keiner parlamentarischen Kontrolle unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung==&lt;br /&gt;
===Spenden, Mitgliedsbeiträge, Staatliche Finanzierung===&lt;br /&gt;
Zum einen finanziert sich die AfD aus Mitgliedsbeiträge und Spenden: Bis Ende April 2013 soll die Partei rund 600.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen eingenommen haben. Die größte Privatspende bezifferte der damalige Schatzmeister Stenzel auf 5.000 Euro. &amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/alternative-fuer-deutschland-wie-der-wahlkampf-finanziert-werden-soll-a-895539.html Zur Finanzierung ihres Wahlkampfs will die neue Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ Kontaktlisten von CDU-nahen Organisationen nutzen], Spiegel online, 21.04.2013, abgerufen am 13.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum anderen scheint die Partei durch die guten Wahlergebnisse im Gründungsjahr bereits 2014 einen Anspruch Gelder aus der staatlichen Parteienfinanzierung geltend machen zu können. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.das-parlament.de/2013/42-43/Themenausgabe/47417486.html Korrekte Rechenschaft], Götz Hausding in Das Parlament, Nr. 42-43/14.10.2013, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erwartete Summe bezifferten Vertreter der Partei auf vier Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/afd-rechnet-mit-vier-millionen-euro-staatsfinanzierung-a-928780.html AfD rechnet mit vier Millionen Euro Staatsfinanzierung], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob und in welchem Umfang sie zukünftig von Mitteln von Bund und Ländern profitiert, hängt vom Wahlergebnis ab. Das Wahlergebnis und die selbst eingeworbenen Mittel sind Maßstäbe für die Berechnung der Parteienfinanzierung. So wirbt unter anderem AfD-Mitglied Jens Eckleben für Unterstützung: „Abgesehen davon, daß wir noch keine Gelder aus der Parteienfinanzierung bekommen, werden zukünftig die Gelder maßgeblich von den durch die Partei jetzt eingeworbenen Spenden abhängen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://plus.google.com/115780406608723057410/posts/TZ5tp3MuvRZ Warum die AfD Spenden braucht], Jens Eckleben auf Google+, 06.05.2013, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem 2014 der Partei der Einzug in die Landtage von Sachsen, Brandenburg und Thüringen gelungen ist, stehen ihr laut Focus knapp vier Millionen aus der staatlichen Finanzierung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/knapp-vier-millionen-euro-landtagswahlerfolge-bescheren-der-afdhohe-einnahmen_id_4147691.html Wahlerfolge bescheren der AfD vier Millionen Euro], Focus Online, 21.09.2014, abgerufen am 30. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AfD wird zunehmend mit Spenden aus der Wirtschaft bedacht. Zu den Spendern gehören Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]] sowie ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), und Hans Wall, Gründer des Berliner Außenwerbers Wall AG.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-prominente-mittelstaendler-finanzieren-rechtspopulisten-a-997243.html#ref=rss Angriff auf die CDU: Prominente Mittelständler finanzieren rechtspopulistische AfD. Spiegel online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 16. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Angaben von Weiss sind auch Spenden von anderen bekannten Wirtschaftsführern geflossen - allerdings unter der Meldegrenze, sodass sie  nicht im Rechenschaftsbericht erscheinen müssen. Der Stellv. Parteisprecher [[Hans-Olaf Henkel]], ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) erklärte, mehrere Dax-Vorstände und zahlreiche Chefs von Familienunternehmen unterstützten die AfD.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kredite===&lt;br /&gt;
Bereits 2013 wurde in den Medien über einen Kredit an die Partei berichtet. Laut Spiegel gab es zwei Kredite über je 500.000 Euro, die der Partei von dem Hamburger Reeder Folkard Edler gewährt wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder-a-939158.html  Heikler Deal: AfD bekam günstigen Millionenkredit von Hamburger Reeder], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dies veranlasste Parteichef Bernd Lucke zu einer Erwiderung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/spiegel-online-15-12-13-heikler-deal-afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder/ Stellungnahme Bernd Lucke], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wies darauf hin, dass ein eventuell 2014 entstehender geldwerter Vorteil, als Spende erst im am 30. September 2015 vorzulegenden Rechenschaftsbericht ausgewiesen werden müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Jahr 2014 gab es Berichte über einen Kredit in Höhe von 640.000 Euro. &amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.welt.de/politik/deutschland/article127190958/AfD-setzt-umstrittene-Kreditfinanzierung-fort.html AfD setzt umstrittene Kreditfinanzierung fort], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/alternative-fuer-deutschland-afd-ist-ein-guenstiger-kredit-eine-parteispende-12907366.html Muss AfD günstigen Kredit melden? ], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2014 hat [[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender AfD-Sprecher und Kandidat für die Europawahl, der AfD ein Darlehen mit Laufzeit bis 5/2015 über eine Million Euro zu 2 % Zinsen gewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-04/afd-europawahl-henkel-kredit Europawahlkampf Henkel leiht AfD eine Million, Zeit online vom 30. April 2014], abgerufen am 9. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldhandel===&lt;br /&gt;
Um die volle Höhe der nach ihrem Wahlerfolg bemessenen staatlichen Zuschüsse von 5 Millionen Euro erhalten zu können, hatte sich die AfD, laut Selbstdarstellung, zu einem „innovative Wege zur Erzielung von Einnahmen“ entschieden. Denn um Anspruch auf den vollen Umfang der staatlichen Zuschüsse zu erhalte, müssen die weiteren Einnahmen der Partei eben so hoch sein, wie die Zuschüsse selbst. Die Einnahmen der Partei beliefen sich für das Jahr 2014 aber zunächst auf 2,5 Millionen Euro aus Mitgliederbeiträgen und eine halbe Millionen Euro aus Spenden. Die 2 Millionen Euro die fehlten, um Anspruch auf die gesamten staatlichen Zuschüsse zu haben, sollten daher durch den Verkauf von Gold erwirtschaftet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[ http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/nach-afd-trick-die-heimlichen-goldgruben-der-parteien-13286140.html Nach AfD-Trick Die heimlichen Goldgruben der Parteien], faz.net, abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Bundestagsverwaltung prüfte und befand das die Einnahmen aus dem Verkauf von Gold als eine Einnahme im Sinne des Parteiengesetzes zu werten sei. Nicht zuletzt aus dem Bundestag machte sich darauf hin Kritik an der Regelung des Parteiengesetz breit und man erwog, dass Gesetz zu reformieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bundestagswahl 2013==&lt;br /&gt;
Mit Blick auf die Bundestagswahl 2013 hat [[LobbyControl]] auch einen Teil der nicht im Bundestag vertretenen Parteien auf lobbykritische Positionen untersucht. Was sagen sie zu den Themen Einführung eines [[Lobbyregister|Lobbyregisters]], [[Karenzzeit|Karenzzeiten]] („Abkühlphasen“) für scheidende Politiker, Abgeordnetenkorruption und [[Nebeneinkünfte von Abgeordneten]]? Was werden sie nach der Wahl tun?&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2013/09/wahlpruefsteine-2013/ Wahlprüfsteine 2013 - Wie wollen die Parteien Lobbyismus kontrollieren?], Webseite von LobbyControl, abgerufen am 20.9.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Partei und Wahlprogramm: Hier das [http://www.alternativefuer.de/partei/wahlprogramm/  Bundestagswahlprogramm 2013]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verpflichtendes Lobbyregister: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karenzzeiten für ausscheidende Spitzenpolitiker: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Transparente Nebeneinkünfte: Das Mandat „darf nicht unter bezahlten Nebentätigkeiten leiden.“ (S. 2 im Wahlprogramm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mehr Transparenz und Schranken bei der Parteienfinanzierung: Es gibt keine Aussage im Wahlprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Sprecher, Mitglieder und Unterstützer===&lt;br /&gt;
Da die Partei bis vor kurzem in keinem Parlament vertreten war, konnte sie keinen direkten Einfluss auf Gesetzesinitiativen ausüben und befindet sich nicht im Fokus des Interesses von Lobbyisten und Verbänden. Trotzdem gibt es Personalien in der AfD, die besondere Nähe zu Unternehmen aufweisen, oder als Parteiüberläufer Konfliktpotential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot; &amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;| Sprecher, Mitglieder und Unterstützer&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hans-Olaf Henkel]]&lt;br /&gt;
| ist  Stellvertretender Sprecher der AfD. Der ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) (1995-2000) und bis vor kurzem Vorsitzender des Vorstands des [[Konvent für Deutschland]] (bis 1/2014) ist Mitglied des Kuratoriums der  [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]. Bis zu seinem Eintritt in die AfD war er Aufsichtsrat/Verwaltungsrat/ Berater einer Vielzahl von Unternehmen, darunter [[Bayer]] AG (Leverkusen), Continental AG (Hannover), [[Daimler]] Luft- und Raumfahrt AG (München), SMS GmbH (Düsseldorf), Ringier AG (Zofingen/Schweiz) und Heliad Equity Partners (Frankfurt/Zürich).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Olaf_Henkel Hans-Olaf Henkel], Wikipedia, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Joachim Starbatty]],&lt;br /&gt;
| emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre mit Verbindungen in wirtschaftsliberale Netzwerke, ist Mitbegründer und Europaabgeordneter der AfD. Der EU-Kritiker klagte erfolglos vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenland-Hilfen und den Euro-Rettungsschirm. Starbatty ist Vorsitzender der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]], Mitglied des Kuratoriums von [[Open Europe Berlin]] und Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Norbert Stenzel&lt;br /&gt;
| Kritik wird besonders um die vielen Überläufer von anderen Parteien laut. Hervorzuheben ist hier der Fall Stenzel. Norbert Stenzel ist ehemaliges Mitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU]] und brüstete sich, aus seiner damaligen Zeit in der CDU ein &amp;quot;dickes Adressbuch&amp;quot; mit zur AfD zu nehmen. Diese Aussage bezog sich auf die Frage, wie die AfD sich langfristig finanzieren wolle. Die CDU bezichtigte ihn darauf des Datenklaus.&amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Beatrix von Storch]]&lt;br /&gt;
| ist Europaabgeordnete der AfD. Mit ihrem Ehemann [[Sven von Storch]] leitet sie Internetplattformen wie [http://www.abgeordneten-check.de Abgeordneten-Check.de] oder [http:///www.freiewelt.net FreieWelt.net] und gilt als eine der einflussreichsten Euro-Kritikerinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cicero.de/berliner-republik/afd-kandidatin-beatrix-von-storch-ihr-hauptberuf-ist-protest/54701 AfD-Kandidatin Beatrix von Storch: Ihr Hauptberuf ist Protest], Cicero online, 12.06.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afdbayern.de/beatrix-von-storch-in-neumarkt/ AfD Bayern - zur Person von Storch: ], abgerufen am 23. September 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Roland Vaubel]],&lt;br /&gt;
| Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Afd, ist Mitglied des [[Walter Eucken Institut]], Referent bei Veranstaltungen der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], Mitglied des Beirats des &amp;quot;Cato Journal&amp;quot; (Hrsg. [[Cato Institute]]) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]], zu dessen Visionen die Abschaffung aller staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft und die vollständige Privatisierung des Renten- und Gesundheitswesens gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frank-Christian Hansel&lt;br /&gt;
| ist kommissarischer Bundesgeschäftsführer der AfD bis zum 30. September 2014. Nach seinem Ausscheiden bekleidet er weiterhin die Funktion des Landesschatzmeister der Partei für Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/unruhe-in-der-afd-bundesvorstand-entlaesst-geschaeftsfuehrer-hansel-13023214.html Bundesvorstand entlässt Geschäftsführer Hansel, FAZ.net vom 2. Juli 2014], abgerufen am 16. 7. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bundesfachausschusses Energiepolitik der AfD===&lt;br /&gt;
*Von den 15 Mitgliedern des „Bundesfachausschusses Energiepolitik“, der für das Thema Klimawandel zuständig ist, gehören nach taz-Recherchen mindestens 12 eindeutig zum Lager der Klimaskeptiker. Darunter ist etwa [[Michael Limburg]], Vizepräsident des [[Europäisches Institut für Klima und Energie|Europäischen Instituts für Klima und Energie]] (EIKE), die wichtigste Stimme der deutschen Klimaleugner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://taz.de/Energieausschuss-der-AfD/!124495/ Sammelbecken der Klimaskeptiker] taz vom 27. 09. 2013, abgerufen am 27.09.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beziehungen zu anderen Organisationen==&lt;br /&gt;
===[[Die Familienunternehmer - ASU]]===&lt;br /&gt;
Der Verband der Familienunternehmer hat für die eurokritischen und neoliberalen Positionen der AfD großes Verständnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/afd-familienunternehmer-versus-bdi Andreas Kemper: Familienunternehmer versus BDI, Der Freitag online vom 20. März 2013 Webseite Freitag], abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglieder und Repräsentanten der Familienunternehmer hatten sich bereits vor der Gründung der AfD mit Professoren getroffen, die die Gründung einer neuen Partei in Erwägung zogen. An die Familienunternehmer angeschlossen ist auch der Verband &amp;quot;Die Jungen Unternehmer - BJU&amp;quot;, deren langjährige Vorsitzende, Marie-Christine Overmann (FDP), zu den Gründern der &amp;quot;Allianz gegen den ESM&amp;quot; gehört. Zum Teil handelte es sich um vertrauliche Kontakte; zum Teil wurde über die gemeinsamen Diskussionen in der Internetzeitung [[FreieWelt.net]] berichtet, die die AfD publizistisch unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freiewelt.net/galerie/podiumsdiskussion-esm-vertrag-der-weg-in-die-schuldenunion-abschaffung-von-demokratie-und-souveranitat-60021/ Podiumsdiskussion der Zivilen Koalition: ESM - Vertrag - Der Weg in die Schuldenunion, FreieWelt.net vom 1. Januar 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; Robin Paulus, Leiter der Abteilung Politik und Wirtschaft der Familienunternehmer, vertrat auf dem [[Forum Freiheit]] 2013 die Auffassung: &amp;quot;Wer eine gute CDU will, muss die AfD wählen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ef-magazin.de/2013/09/19/4516-forum-freiheit-2013-afd-oder-fdp Christian Dorn: Forum Freiheit 2013: AfD oder FDP?, eigentümlich frei vom 19. September 2013], Webseite abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinem Bundeskongress am 8./9. Mai 2014 hat der Verband den AfD-Parteivorsitzenden Bernd Lucke eingeladen, um eine Stunde über den Euro und die Zukunft Europas zu referieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ausserparlamentarische-opposition-familienunternehmen-geben-der-afd-eine-buehne.cf6fce07-5d4d-4505-b2dd-19a8fe6dc1ca.html Familienunternehmen geben der AfD eine Bühne, Stuttgarter Zeitung vom 8. Mai 2014], Webseite Stuttgarter Zeitung, abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen möchte der Verband mit der Einladung zeigen, wie unzufrieden er mit der jetzigen Bundesregierung ist. Auch wenn die AfD mit populistischen Thesen gegen Zuwanderung und den freien Handel zu punkten versuche, schrecke dies die Familienunternehmer nicht, das Gespräch zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personelle Verflechtungen gibt es über den Strategischen Beirat der [[Die Familienunternehmer - ASU]]. So sind deren Mitglieder [[Charles B. Blankart]] und [[Günter Ederer]] auch Unterstützer der Afd.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/unterstuetzer/ Unterstützer, Webseite AfD]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide sind außerdem Mitglieder der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], in der auch eine Vielzahl von Repräsentanten der AfD organisiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]===&lt;br /&gt;
Die folgenden Repräsentanten der AFD sind auch Mitglieder/Funktionsträger der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] und der mit ihr verbundenen [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]:&lt;br /&gt;
*[[Hans-Olaf Henkel]], Stellvertretender  Sprecher, Spitzenkandidat (Platz 2) für die Europawahl 2014, ist Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Joachim Starbatty]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, Spitzenkandidat (Platz 5) für die Europawahl 2014, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] &lt;br /&gt;
*[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Beatrix von Storch]], Spitzenkandidatin (Platz 4) für die Europawahl, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominente AfD-Politiker treten in den Hayek-Clubs und  bei den Hayek-Tagen auf, so der Sprecher [[Bernd Lucke]] beim Frankfurter Hayek-Club&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/afd-in-frankfurt-lucke-warnt-vor-euro-zentralismus-12926737.html Philip Plickert: AfD in Frankfurt Lucke warnt vor Euro-Zentralismus, FAZ online vom 7. Mai 2014], abgerufen am 14. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei den Hayek-Tagen 2013 in Göttingen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hayekclubberlin.wordpress.com/2013/07/03/hayek-tage-2013-in-gottingen/ Hayek-Tage 2013 in Göttingen], Webseite Hayek-Club Berlin, abgerufen am 16.5.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf  Die AfD – eine neue rechtspopulistische Partei? Materialien und Deutungen zur vertiefenden Auseinandersetzung. Studie der Heinrich Böll Stiftung NRW, September 2013 ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LinusR</name></author>
		
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