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	<title>Lobbypedia - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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	<updated>2026-07-22T19:47:47Z</updated>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Karenzzeit_(Bundesl%C3%A4nder)&amp;diff=37300</id>
		<title>Karenzzeit (Bundesländer)</title>
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		<updated>2016-07-06T12:42:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: Einzelnachweise&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Seit dem 25. Juli 2015 gilt auf Bundesebene das sogenannte [[Karenzzeit]]-Gesetz für die Kanzlerin, Minister sowie Parlamentarische Staatssekretäre. Das Gesetz soll den Übergang ehemaliger Regierungsmitglieder in die Privatwirtschaft und in Lobbytätigkeiten regeln und einen übergangslosen [[Seitenwechsel]] im Falle von Interessenkonflikten verhindern. Amtierende und ehemalige Mitglieder der Bundesregierung sind dazu verpflichtet, eine Beschäftigung außerhalb des öffentlichen Dienstes anzuzeigen. Sollten Interessenkonflikte bestehen oder andere Gründe im öffentlichen Interesse gegen den Wechsel sprechen, kann die Aufnahme der neuen Beschäftigung für bis zu 18 Monate untersagt werden. Auch einige Bundesländer haben begonnen, Karenzzeiten für Mitglieder der Landesregierungen einzuführen. Die Tabelle soll einen kurzen Überblick über Einführung und Umsetzungsstand in den einzelnen Bundesländern geben. Betrachtet wird jeweils, ob es eine dem Bund ähnliche Regelung für Regierungsmitglieder bereits vorhanden oder geplant ist. Karenzzeiten für Beamte werden nicht berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersicht Karenzzeit in den Bundesländern ==&lt;br /&gt;
{| border=1 class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Land&lt;br /&gt;
!Karenzzeit&lt;br /&gt;
!Bemerkung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Baden- Württemberg&lt;br /&gt;
|Nein&lt;br /&gt;
|In Baden- Württemberg gibt es bis jetzt keine gesetzliche Regelung zu einer Karenzzeit. Jedoch gibt es von Seiten der Parteien eine postive Haltung zu diesem Thema und die Einführung eines Karenzzeit-Gesetzes  wird befürwortet.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.baden-wuerttemberg-parteien-stehen-karenzzeit-offen-gegenueber.e0ceec3c-4ae4-4597-8a34-3cbb95b88f47.html Parteien stehen Karenzzeit offen gegenüber], Stuttgarter Nachrichten vom 12.03.2016, abgerufen am 06.07.2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;                                                                          Stand: März 2016&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bayern&lt;br /&gt;
|Nein&lt;br /&gt;
|Die SPD hat einen Vorstoß für eine Karenzregelung für ehemalige Minister initiert, jedoch ist dieses Vorhaben am Widerstand der CSU 2015 gescheitert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/regional/muenchen/landtag-vorerst-kein-jobhindernis-fuer-bayerische-politiker_id_4572022.html Vorerst kein Jobhindernis für bayerische Politiker], focus.de vom 26.03.2015, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Berlin&lt;br /&gt;
|Nein&lt;br /&gt;
|Eine Initiative der Grünen für eine Karenzzeit für ehemalige Senatoren ist konnte sich nicht durchsetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2016/03/karenzzeiten-in-berlin-und-brandenburg.html Berliner Senatoren dürfen direkt in die Wirtschaft wchseln], rbb-online.de vom 03.03.2016, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;    Stand: März 2016&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Brandenburg&lt;br /&gt;
|Ja&lt;br /&gt;
|Im Brandenburger Landtag wurde am 18.11.2015 der Änderung des Ministergesetzes zugestimmt. Die Karenzzeitregelungen orientieren sich hierbei überwiegend am Bundesministergesetz. Im Gegensatz zur Bundesregelung kann aber die Brandenburger Regierung eine Sperre von bis zu 24 Monaten festlegen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2015/11/landtag-potsdam-beschluss-lex-platzeck.html Potsdamer Landtag beschließt &amp;quot;Lex Platzeck&amp;quot;], rbb-online.de von November 2015, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bremen&lt;br /&gt;
|Nein&lt;br /&gt;
|In Bremen gibt es bis heute keine Karenzzeitregelung. Von Seiten der Landesregierung ist eine Planung nicht vorgesehen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-politik-wirtschaft_artikel,-Regierungsmitglieder-muessen-warten-_arid,1049666.html Regierungsmitglieder müssen warten], Weser Kurier vom 05.02.2015, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Es sind keine Vorhaben oder Änderungen bekannt (Stand: Juni 2016).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hamburg&lt;br /&gt;
|Ja&lt;br /&gt;
|Hamburg führte als erstes Bundesland noch vor der Bundesregierung eine Karenzzeit für ausscheidende Regierungsmitglieder ein. Ehemalige Regierungsmitglieder müssen bei einem Wechsel in die Privatwirtschaft eine Erlaubnis einholen. Sollte nach der Prüfung eine &amp;quot;konkrete Gefahr der Interesssenkollision zur ehemaligen Amtstätigkeit&amp;quot; vorliegen, kann der Senat die Arbeitsaufnahme für bis zu zwei Jahre verbieten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.neues-deutschland.de/artikel/951608.hamburg-bekommt-karenzzeit-fuer-ex-regierende.html Hamburg bekommt Karenzzeit für Ex-Regierende], Neues Deutschland vom 07.11.2014, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hessen&lt;br /&gt;
|Ja&lt;br /&gt;
|Am 30.11.2015 wurde der Änderung des Ministerbezügegesetzes im Parlament zugestimmt. Die neue Regelung sieht vor, dass ehemalige Minister einen Wechsel in die Privatwirtschaft innerhalb von 30 Tagen anzeigen müssen. Die Landesregierung kann bei einer Interessenkollision zwischen der neuen Tätigkeit und dem ehemaligen Amt eine Karenzzeit von 12-18 Monaten festlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hessenschau.de/politik/wechsel-in-privatwirtschaft-erst-nach-karenzzeit,kurz-karenzzeit-fuer-politiker-100.html Karenzzeit für Regierungsmitglieder], hessenschau.de vom 26.11.2015, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mecklenburg- Vorpommern&lt;br /&gt;
|Nein&lt;br /&gt;
|Ein Gesetz zu Karenzzeiten soll bis Ende 2016 verabschiedet werden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/article153221284/Gruene-fordern-Vorgaben-fuer-Ministerwechsel-in-Wirtschaft.html Grüne fordern Vorgaben für Ministerwechsel in Wirtschaft], Die Welt vom 12.03.2016, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;                Stand: 12.03.2016&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Niedersachen&lt;br /&gt;
|Nein/Teilweise&lt;br /&gt;
|Die Regierungsparteien SPD und Bündnis 90/ Die Grünen hatten sich bereits im Koaltitionsvertrag auf eine zukünftige Karenzzeitregelung verständigt, aber das Vorhaben wurde bis jetzt nocht nicht umgesetzt. Anstelle einer Anzeigepflicht der neuen Tätigkeit von bis zu drei Jahren nach dem Ausscheiden aus dem Amt, gilt bis jetzt nur ein selbstverpflichtender Verhaltenskodex, welcher einen freiwilligen Verzicht der Arbeitsaufnahme von sechs Monaten mit Unternehmen zu denen man im &amp;quot;engen Kontakt&amp;quot; stand vorsieht. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/regionales/niedersachsen/article134449535/Karenzzeiten-fuer-Niedersachsens-Minister-lassen-auf-sich-warten.html Karenzzeiten für Niedersachsens Minister lassen auf sich warten], Die Welt vom 18.11.2014, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spdnds.de/content/362590.php Koalitionsvereinbarungen 2013 – 2018], SPD Landesverband Niedersachsen, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Nordrhein- Westfalen&lt;br /&gt;
|Teilweise&lt;br /&gt;
|Geplant sind Änderungen des Ministergesetzes in welchem neben den Ministerpensionen auch die Karenzzeiten für ehemalige Minister geregelt werden sollen ( Entwurf liegt vor) . Der Entwurf sieht vor, das ehemalige Minister, die eine neue Tätigkeit in der Privatwirtschaft aufnehmen möchten, dies durch eine vom Kabinett berufene Kommission prüfen lassen müssen. Sollte diese neue Tätigkeit im Konflikt zum öffentlichen Interesse stehen, kann die Kommission eine Sperre von bis zu zwei Jahren verhängen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/ministerpensionen-102.html Land beschneidet &amp;quot;Luxus-Pensionen der Minister], WDR vom 02.03.2016, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/nrw/NRW-plant-Reform-von-Ministerpensionen-article3186301.html NRW plant Reform von Ministerpensionen], General-Anzeiger Bonn vom 17.02.2016, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;                                                                            Stand: Februar 2016&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rheinland- Pflaz&lt;br /&gt;
|Nein&lt;br /&gt;
|Rheinland- Pfalz hat bis jetzt keine gesetzliche Regelung zur Karenzzeit und es scheint auch kein Vorhaben hierfür zu geben. Stand: Juni 2016&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Saarland &lt;br /&gt;
|Nein&lt;br /&gt;
|Im Saarland gibt es bis jetzt weder Regelungen noch Pläne für die Einführung einer Karenzzeit für ehemalige Regierungsmitglieder.                                                                                   Stand: Juni 2016&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sachsen&lt;br /&gt;
|Nein&lt;br /&gt;
|In der zwischen CDU und SPD geschlossenen Koalitionsvereinbarung von 2014 ist die Einführung einer Karenzzeit nicht vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/regional/dresden/regierung-sachsen-plant-keine-karenzzeiten-fuer-ausscheidende-minister_id_4279276.html Sachsen plant keine Karenzzeiten für ausscheidende Minister], focus.de vom 17.11.2014, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;                                                                           Stand: Juni 2016&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sachsen- Anhalt&lt;br /&gt;
|Nein&lt;br /&gt;
|Der Entwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Änderung des Ministergesetzes wurde am 09.09.2014 im Finanzausschuss abgelehnt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp6/drs/d2814lge.pdf Entwurf eines Sechsten Gesetzes zur Änderung des Ministergesetzes], Landtag von Sachsen-Anhalt vom 19.02.2014, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp6/drs/d3402vbe.pdf Beschlussempfehlung zum Entwurf eines Sechsten Gesetzes zur Änderung des Ministergesetzes], Landtag von Sachsen-Anhalt vom 09.09.2014, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Änderungen hinsichtlich eines Karenzzeit-Gesetzes sind derzeit nicht bekannt.           Stand: Juni 2016&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Schleswig- Holstein&lt;br /&gt;
|Nein&lt;br /&gt;
|Ein von der Piraten Partei initiierter Gesetzesentwurf, der eine dreijährige Sperrfrist fordert, liegt dem Innen- und Rechtsausschuss seit September 2014 vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/sites/abgeordnetenwatch.de/files/karenzzeit_sh_drucksache-18-2334.pdf Gesetzentwurf der Fraktion der PIRATEN], Schleswig-Holsteinischer Landtag vom 26.09.2014, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser wurde jedoch erneut durch die Regierungskoalition abgelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2016-03-23/seitenwechsel-die-wirtschaft-koalition-schleswig-holstein-verzogert-entscheidung Seitenwechsel in die Wirtschaft: Koalition in Schleswig-Holstein verzögert Entscheidung], abgeordnetenwatch.de vom 23.03.2016, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine Vorhaben für eine Karenzzeit- Regelung bekannt (Stand: Juni 2016).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Thüringen&lt;br /&gt;
|Nein&lt;br /&gt;
|Das Thema [[Karenzzeit]] wurde im Thüringer Landtag von der LINKEN bereits im Januar 2014 aufgegriffen. Es wird eine Karenzzeit von fünf Jahren und die dementsprechende Änderung des Ministergesetzes gefordert. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/regional/erfurt/landtag-linken-fraktion-fordert-karenzzeiten-fuer-politiker_id_3543052.html Linken-Fraktion fordert Karenzzeiten für Politiker], focus.de vom 15.01.2014, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.die-linke-thueringen.de/nc/aktuell/nachrichten/detail/archiv/2014/januar/browse/2/zurueck/nachrichten/artikel/landesregierung-will-bei-karenzzeiten-und-politischen-beamten-nichts-tun/ Landesregierung will bei Karenzzeiten und politischen Beamten nichts tun], Die Linke Thüringen vom 23.01.2014, abgerufen am 06.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Lobby-Regulierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Karenzzeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=EPICENTER&amp;diff=37288</id>
		<title>EPICENTER</title>
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		<updated>2016-07-05T10:04:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: /* Lobbystrategien und Einfluss */ Formulierung letzter Absatz&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = European Policy Information Center (EPICENTER)&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Datei:Logocircle.jpg|none]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Neoliberales Think-Tank-Netzwerk&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = Oktober 2014&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = &lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://www.epicenternetwork.eu/ www.epicenternetwork.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''EPICENTER''' ist ein neoliberales Think-Tank-Netzwerk, welches als Nachfolge des seit 2009 inaktiven [[Stockholm Network | Stockholm Networks]] von 6 europäischen Think Tanks im Oktober 2014 gegründet wurde. Durch die Publikation und Verbreitung neoliberaler Ideologie nehmen sie Einfluss auf die öffentliche und politische Debatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Auf ihrer Internetseite veröffentlicht EPICENTER regelmäßig Blog-Einträge zu (tages-)politischen Themen (wie beispielsweise der Griechenland-Krise oder dem Gesetz zur Einführung von Warnbildern auf Zigarettenpackungen) und kommentiert das Geschehen aus neoliberaler Perspektive. Jeden Mittwoch wird außerdem ein „Wednesday Briefing“ veröffentlicht, ein freier Marktkommentar zu aktuellen EU-politischen Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Center wirkt außerdem als Plattform für seine Mitglieder, so werden zum Beispiel Publikationen der teilnehmenden Think Tanks auch über EPICENTER weiter verbreitet oder gleich von EPICENTER publiziert. Ebenso werden Veranstaltungen der einzelnen Think Tanks über EPICENTER beworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Rubrik „Forschung“ gibt es, die jedoch seit Oktober 2014 immernoch mit „coming soon“ versehen ist. Die Existenz einer Forschungsrubrik verleiht dem Think Tank einen wissenschaftlichen Charakter und somit eine stärkere Glaubwürdigkeit in der öffentlichen Wahrnehmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
Ein Projekt des EPICENTERS ist beispielsweise der [http://nannystateindex.org/ Nanny State Index 2016]. Dort sollen die 28 EU-Mitgliedstaaten daraufhin untersucht und entsprechend sortiert werden, wo man „am schlechtesten essen, trinken, rauchen und vaporisieren kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://nannystateindex.org/nanny-state-criteria/ Nanny State Criteria] nannystateindex.org, abgerufen am 01.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; „Am schlechtesten“ ist in diesem Falle jedoch gleichzusetzen mit „am reguliertesten“. So wurde jede Richtlinie, die das Rauchen, Vaporisieren, Essen oder Trinken beschränkt als dem Kunden schädlich interpretiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Steuern und Werbeeinschränkungen werden so auch Richtlinien, die dem Gesundheitsschutz dienen, wie etwa Rauchverbote an bestimmten öffentlichen Orten oder die Einigung auf Limits von bestimmten Zutaten (etwa Zucker) in Fast Food als „schlecht“ pauschalisiert. Auch die Anbringung von Warnhinweisen etwa auf Tabak- oder Alkoholprodukten treibt den Nanny State Index eines Staates in die Höhe. Solche regulierende Richtlinien verringern, laut EPICENTER, die Lebensqualität der Individuen. So werden Einschränkungen der Auswahl, höhere Preise oder die Vorenthaltung von Informationen (durch Werbeverbote) als Argumente angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
EPICENTER wurde aus sechs Think Tanks gegründet, die alle zuvor Mitglieder des [[Stockholm Network | Stockholm Networks]] waren:&lt;br /&gt;
* Civismo (Spanien)&lt;br /&gt;
* Institut Economique Molinari (Frankreich)&lt;br /&gt;
* [[Institute of Economic Affairs]] (Großbritannien)&lt;br /&gt;
* Instituto Bruno Leoni (Italien)&lt;br /&gt;
* Lithuanian Free Market Institute (Litauen)&lt;br /&gt;
* [[Timbro]] (Schweden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Personal setzt sich überwiegend aus MitarbeiterInnen des [[Institute of Economic Affairs]] zusammen:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epicenternetwork.eu/about-2/ About EPICENTER], Webseite EPICENTER, abgerufen am 01.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Name&lt;br /&gt;
| Funktion bei EPICENTER&lt;br /&gt;
| weitere Funktionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gustav Blix&lt;br /&gt;
| Direktor&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Mitglied des schwedischen Parlaments 2006 – 2014, Regierungssprecher im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union&lt;br /&gt;
* ehemaliger Projektmanager bei [[Timbro]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Christiana Hambro&lt;br /&gt;
| Budgets und Stategie&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Programmdirektorin am [[Institute of Economic Affairs]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Diego Zuluaga&lt;br /&gt;
| Forschungsleiter&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am [[Institute of Economic Affairs]], Thema: Finanzdienstleistungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Greta Gietz&lt;br /&gt;
| Veranstaltungen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Programmassistentin am [[Institute of Economic Affairs]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Über die Finanzierung des Netzwerks gibt EPICENTER keine Auskunft, betont jedoch, dass die Finanzierung durch Steuergelder nicht akzeptiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Think tank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=EPICENTER&amp;diff=37280</id>
		<title>EPICENTER</title>
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		<updated>2016-07-04T15:13:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = European Policy Information Center (EPICENTER)&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Datei:Logocircle.jpg|none]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Neoliberales Think-Tank-Netzwerk&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = Oktober 2014&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = &lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://www.epicenternetwork.eu/ www.epicenternetwork.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''EPICENTER''' ist ein neoliberales Think-Tank-Netzwerk, welches als Nachfolge des seit 2009 inaktiven [[Stockholm Network | Stockholm Networks]] von 6 europäischen Think Tanks im Oktober 2014 gegründet wurde. Durch die Publikation und Verbreitung neoliberaler Ideologie nehmen sie Einfluss auf die öffentliche und politische Debatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Auf ihrer Internetseite veröffentlicht EPICENTER regelmäßig Blog-Einträge zu (tages-)politischen Themen (wie beispielsweise der Griechenland-Krise oder dem Gesetz zur Einführung von Warnbildern auf Zigarettenpackungen) und kommentiert das Geschehen aus neoliberaler Perspektive. Jeden Mittwoch wird außerdem ein „Wednesday Briefing“ veröffentlicht, ein freier Marktkommentar zu aktuellen EU-politischen Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Center wirkt außerdem als Plattform für seine Mitglieder, so werden zum Beispiel Publikationen der teilnehmenden Think Tanks auch über EPICENTER weiter verbreitet oder gleich von EPICENTER publiziert. Ebenso werden Veranstaltungen der einzelnen Think Tanks über EPICENTER beworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Rubrik „Forschung“ gibt es, die jedoch seit Oktober 2014 immernoch mit „coming soon“ versehen ist. Durch die Existenz der Forschungsrubrik kann sich EPICENTER in der Öffentlichkeit als „wissenschaftlich“ und somit „objektiv“ darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
Ein Projekt des EPICENTERS ist beispielsweise der [http://nannystateindex.org/ Nanny State Index 2016]. Dort sollen die 28 EU-Mitgliedstaaten daraufhin untersucht und entsprechend sortiert werden, wo man „am schlechtesten essen, trinken, rauchen und vaporisieren kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://nannystateindex.org/nanny-state-criteria/ Nanny State Criteria] nannystateindex.org, abgerufen am 01.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; „Am schlechtesten“ ist in diesem Falle jedoch gleichzusetzen mit „am reguliertesten“. So wurde jede Richtlinie, die das Rauchen, Vaporisieren, Essen oder Trinken beschränkt als dem Kunden schädlich interpretiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Steuern und Werbeeinschränkungen werden so auch Richtlinien, die dem Gesundheitsschutz dienen, wie etwa Rauchverbote an bestimmten öffentlichen Orten oder die Einigung auf Limits von bestimmten Zutaten (etwa Zucker) in Fast Food als „schlecht“ pauschalisiert. Auch die Anbringung von Warnhinweisen etwa auf Tabak- oder Alkoholprodukten treibt den Nanny State Index eines Staates in die Höhe. Solche regulierende Richtlinien verringern, laut EPICENTER, die Lebensqualität der Individuen. So werden Einschränkungen der Auswahl, höhere Preise oder die Vorenthaltung von Informationen (durch Werbeverbote) als Argumente angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
EPICENTER wurde aus sechs Think Tanks gegründet, die alle zuvor Mitglieder des [[Stockholm Network | Stockholm Networks]] waren:&lt;br /&gt;
* Civismo (Spanien)&lt;br /&gt;
* Institut Economique Molinari (Frankreich)&lt;br /&gt;
* [[Institute of Economic Affairs]] (Großbritannien)&lt;br /&gt;
* Instituto Bruno Leoni (Italien)&lt;br /&gt;
* Lithuanian Free Market Institute (Litauen)&lt;br /&gt;
* [[Timbro]] (Schweden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Personal setzt sich überwiegend aus MitarbeiterInnen des [[Institute of Economic Affairs]] zusammen:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epicenternetwork.eu/about-2/ About EPICENTER], Webseite EPICENTER, abgerufen am 01.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Name&lt;br /&gt;
| Funktion bei EPICENTER&lt;br /&gt;
| weitere Funktionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gustav Blix&lt;br /&gt;
| Direktor&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Mitglied des schwedischen Parlaments 2006 – 2014, Regierungssprecher im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union&lt;br /&gt;
* ehemaliger Projektmanager bei [[Timbro]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Christiana Hambro&lt;br /&gt;
| Budgets und Stategie&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Programmdirektorin am [[Institute of Economic Affairs]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Diego Zuluaga&lt;br /&gt;
| Forschungsleiter&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am [[Institute of Economic Affairs]], Thema: Finanzdienstleistungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Greta Gietz&lt;br /&gt;
| Veranstaltungen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Programmassistentin am [[Institute of Economic Affairs]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Über die Finanzierung des Netzwerks gibt EPICENTER keine Auskunft, betont jedoch, dass die Finanzierung durch Steuergelder nicht akzeptiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Think tank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=EPICENTER&amp;diff=37279</id>
		<title>EPICENTER</title>
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		<updated>2016-07-04T15:12:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = European Policy Information Center (EPICENTER)&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Datei:Logocircle.jpg|none]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Neoliberales Think-Tank-Netzwerk&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = Oktober 2014&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = &lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://www.epicenternetwork.eu/ www.epicenternetwork.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''EPICENTER''' ist ein neoliberales Think-Tank-Netzwerk, welches als Nachfolge des seit 2009 inaktiven [[Stockholm Network | Stockholm Networks]] von 6 europäischen Think Tanks im Oktober 2014 gegründet wurde. Durch die Publikation und Verbreitung neoliberaler Ideologie nehmen sie Einfluss auf die öffentliche und politische Debatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Auf ihrer Internetseite veröffentlicht EPICENTER regelmäßig Blog-Einträge zu (tages-)politischen Themen (wie beispielsweise der Griechenland-Krise oder dem Gesetz zur Einführung von Warnbildern auf Zigarettenpackungen) und kommentiert das Geschehen aus neoliberaler Perspektive. Jeden Mittwoch wird außerdem ein „Wednesday Briefing“ veröffentlicht, ein freier Marktkommentar zu aktuellen EU-politischen Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Center wirkt außerdem als Plattform für seine Mitglieder, so werden zum Beispiel Publikationen der teilnehmenden Think Tanks auch über EPICENTER weiter verbreitet oder gleich von EPICENTER publiziert. Ebenso werden Veranstaltungen der einzelnen Think Tanks über EPICENTER beworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Rubrik „Forschung“ gibt es, die jedoch seit Oktober 2014 immernoch mit „coming soon“ versehen ist. Durch die Existenz der Forschungsrubrik kann sich EPICENTER in der Öffentlichkeit als „wissenschaftlich“ und somit „objektiv“ darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
Ein Projekt des EPICENTERS ist beispielsweise der [http://nannystateindex.org/ Nanny State Index 2016]. Dort sollen die 28 EU-Mitgliedstaaten daraufhin untersucht und entsprechend sortiert werden, wo man „am schlechtesten essen, trinken, rauchen und vaporisieren kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://nannystateindex.org/nanny-state-criteria/ Nanny State Criteria] nannystateindex.org, abgerufen am 01.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; „Am schlechtesten“ ist in diesem Falle jedoch gleichzusetzen mit „am reguliertesten“. So wurde jede Richtlinie, die das Rauchen, Vaporisieren, Essen oder Trinken beschränkt als dem Kunden schädlich interpretiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Steuern und Werbeeinschränkungen werden so auch Richtlinien, die dem Gesundheitsschutz dienen, wie etwa Rauchverbote an bestimmten öffentlichen Orten oder die Einigung auf Limits von bestimmten Zutaten (etwa Zucker) in Fast Food als „schlecht“ pauschalisiert. Auch die Anbringung von Warnhinweisen etwa auf Tabak- oder Alkoholprodukten treibt den Nanny State Index eines Staates in die Höhe. Solche regulierende Richtlinien verringern, laut EPICENTER, die Lebensqualität der Individuen. So werden Einschränkungen der Auswahl, höhere Preise oder die Vorenthaltung von Informationen (durch Werbeverbote) als Argumente angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
EPICENTER wurde aus sechs Think Tanks gegründet, die alle zuvor Mitglieder des [[Stockholm Network | Stockholm Networks]] waren:&lt;br /&gt;
* Civismo (Spanien)&lt;br /&gt;
* Institut Economique Molinari (Frankreich)&lt;br /&gt;
* [[Institute of Economic Affairs]] (Großbritannien)&lt;br /&gt;
* Instituto Bruno Leoni (Italien)&lt;br /&gt;
* Lithuanian Free Market Institute (Litauen)&lt;br /&gt;
* [[Timbro]] (Schweden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Personal setzt sich überwiegend aus MitarbeiterInnen des [[Institute of Economic Affairs]] zusammen:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epicenternetwork.eu/about-2/ About EPICENTER], Webseite EPICENTER, abgerufen am 01.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Name&lt;br /&gt;
| Funktion bei EPICENTER&lt;br /&gt;
| weitere Funktionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gustav Blix&lt;br /&gt;
| Direktor&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Mitglied des schwedischen Parlaments 2006 – 2014, Regierungssprecher im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union&lt;br /&gt;
* ehemaliger Projektmanager bei [[Timbro]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Christiana Hambro&lt;br /&gt;
| Budgets und Stategie&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Programmdirektorin am [[Institute of Economic Affairs]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Diego Zuluaga&lt;br /&gt;
| Forschungsleiter&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am [[Institute of Economic Affairs]], Thema: Finanzdienstleistungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Greta Gietz&lt;br /&gt;
| Veranstaltungen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Programmassistentin am [[Institute of Economic Affairs]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Über die Finanzierung des Netzwerks gibt EPICENTER keine Auskunft, betont jedoch, dass die Finanzierung durch Steuergelder nicht akzeptiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Think Tank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=EPICENTER&amp;diff=37278</id>
		<title>EPICENTER</title>
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		<updated>2016-07-04T15:11:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: Die Seite wurde neu angelegt: „{{BoxOrganisation | Name              = European Policy Information Center (EPICENTER) | Logo              = none | Rechtsform        …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = European Policy Information Center (EPICENTER)&lt;br /&gt;
| Logo              = [[Datei:Logocircle.jpg|none]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Neoliberales Think-Tank-Netzwerk&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = Oktober 2014&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = &lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://www.epicenternetwork.eu/ www.epicenternetwork.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''EPICENTER''' ist ein neoliberales Think-Tank-Netzwerk, welches als Nachfolge des seit 2009 inaktiven [[Stockholm Network | Stockholm Networks]] von 6 europäischen Think Tanks im Oktober 2014 gegründet wurde. Durch die Publikation und Verbreitung neoliberaler Ideologie nehmen sie Einfluss auf die öffentliche und politische Debatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Auf ihrer Internetseite veröffentlicht EPICENTER regelmäßig Blog-Einträge zu (tages-)politischen Themen (wie beispielsweise der Griechenland-Krise oder dem Gesetz zur Einführung von Warnbildern auf Zigarettenpackungen) und kommentiert das Geschehen aus neoliberaler Perspektive. Jeden Mittwoch wird außerdem ein „Wednesday Briefing“ veröffentlicht, ein freier Marktkommentar zu aktuellen EU-politischen Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Center wirkt außerdem als Plattform für seine Mitglieder, so werden zum Beispiel Publikationen der teilnehmenden Think Tanks auch über EPICENTER weiter verbreitet oder gleich von EPICENTER publiziert. Ebenso werden Veranstaltungen der einzelnen Think Tanks über EPICENTER beworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Rubrik „Forschung“ gibt es, die jedoch seit Oktober 2014 immernoch mit „coming soon“ versehen ist. Durch die Existenz der Forschungsrubrik kann sich EPICENTER in der Öffentlichkeit als „wissenschaftlich“ und somit „objektiv“ darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
Ein Projekt des EPICENTERS ist beispielsweise der [http://nannystateindex.org/ Nanny State Index 2016]. Dort sollen die 28 EU-Mitgliedstaaten daraufhin untersucht und entsprechend sortiert werden, wo man „am schlechtesten essen, trinken, rauchen und vaporisieren kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://nannystateindex.org/nanny-state-criteria/ Nanny State Criteria] nannystateindex.org, abgerufen am 01.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; „Am schlechtesten“ ist in diesem Falle jedoch gleichzusetzen mit „am reguliertesten“. So wurde jede Richtlinie, die das Rauchen, Vaporisieren, Essen oder Trinken beschränkt als dem Kunden schädlich interpretiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Steuern und Werbeeinschränkungen werden so auch Richtlinien, die dem Gesundheitsschutz dienen, wie etwa Rauchverbote an bestimmten öffentlichen Orten oder die Einigung auf Limits von bestimmten Zutaten (etwa Zucker) in Fast Food als „schlecht“ pauschalisiert. Auch die Anbringung von Warnhinweisen etwa auf Tabak- oder Alkoholprodukten treibt den Nanny State Index eines Staates in die Höhe. Solche regulierende Richtlinien verringern, laut EPICENTER, die Lebensqualität der Individuen. So werden Einschränkungen der Auswahl, höhere Preise oder die Vorenthaltung von Informationen (durch Werbeverbote) als Argumente angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
EPICENTER wurde aus sechs Think Tanks gegründet, die alle zuvor Mitglieder des [[Stockholm Network | Stockholm Networks]] waren:&lt;br /&gt;
* Civismo (Spanien)&lt;br /&gt;
* Institut Economique Molinari (Frankreich)&lt;br /&gt;
* [[Institute of Economic Affairs]] (Großbritannien)&lt;br /&gt;
* Instituto Bruno Leoni (Italien)&lt;br /&gt;
* Lithuanian Free Market Institute (Litauen)&lt;br /&gt;
* [[Timbro]] (Schweden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Personal setzt sich überwiegend aus MitarbeiterInnen des [[Institute of Economic Affairs]] zusammen:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epicenternetwork.eu/about-2/ About EPICENTER], Webseite EPICENTER, abgerufen am 01.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Name&lt;br /&gt;
| Funktion bei EPICENTER&lt;br /&gt;
| weitere Funktionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gustav Blix&lt;br /&gt;
| Direktor&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Mitglied des schwedischen Parlaments 2006 – 2014, Regierungssprecher im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union&lt;br /&gt;
* ehemaliger Projektmanager bei [[Timbro]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Christiana Hambro&lt;br /&gt;
| Budgets und Stategie&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Programmdirektorin am [[Institute of Economic Affairs]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Diego Zuluaga&lt;br /&gt;
| Forschungsleiter&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am [[Institute of Economic Affairs]], Thema: Finanzdienstleistungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Greta Gietz&lt;br /&gt;
| Veranstaltungen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Programmassistentin am [[Institute of Economic Affairs]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Über die Finanzierung des Netzwerks gibt EPICENTER keine Auskunft, betont jedoch, dass die Finanzierung durch Steuergelder nicht akzeptiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Think Tank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Stockholm_Network&amp;diff=37120</id>
		<title>Stockholm Network</title>
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		<updated>2016-06-28T09:53:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Stockholm Network&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:Stockholm_network_logo.png|none]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = UK limited company&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Netzwerk von wirtschaftsliberalen/marktradikalen Denkfabriken&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1997&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = 35 Britannia Row, London&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.stockholm-network.org/Home stockholm-network.org], nicht mehr aktuell&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''Stockholm Network''' war von 1997 – 2009 ein zweitweise aus über 130 wirtschaftsliberalen und marktradikalen [[Think Tank | Think Tanks]] aus fast 40 Ländern bestehendes Netzwerk mit Sitz in London. Das Netzwerk und seine [[Think Tank | Think Tanks]] veröffentlichen Tausende von Beiträgen in den europäischen Medien, erstellen Hunderte von Publikationen, veranstalten Konferenzen, Seminare sowie Tagungen und beeinflussen auf diese Weise die europäische Öffentlichkeit. Nach dem Ende des Stockholm Networks haben sich einige Mitglieder zu dem Think-Tank-Netzwerk [[EPICENTER]] zusammengeschlossen, welches seit Oktober 2014 ähnliche Interessen vertritt wie zuvor das Stockholm Network.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strategien und Ziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netzwerk versuchte über die Publikation von gezielten Forschungsergebnissen Einfluss auf die öffentliche und politische Debatte zu nehmen und sie zugunsten wirtschaftsliberaler und marktradikaler Positionen zu lenken. Die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen bat außerdem die Möglichkeit, Netzwerke mit hochrangigen europäischen Politkern und Meinungsbildnern zu knüpfen. Veranstaltungsteilnehmer waren u.a.: Pat Cox, ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments, Bill Emmott, ehem. Herausgeber von &amp;quot;The Economist&amp;quot; und Frits Bolkestein, ehem. EU-Kommissar für den Binnenmarkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netzwerk beschäftigte sich mit den folgenden Programmen:&lt;br /&gt;
*Reform des europäischen Wohlfahrtsstaats&lt;br /&gt;
*Modernisierung des europäischen Rentensystems&lt;br /&gt;
*Reform des europäischen Gesundheitssystems&lt;br /&gt;
*Reform der europäischen Energiemärkte&lt;br /&gt;
*Hervorhebung des Nutzens von Globalisierung, Handel und Wettbewerb und Schaffung eines Verständnisses für die Idee einer freien Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben haben die Sponsoren kein Vetorecht hinsichtlich der Ergebnisse einzelner Projekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsitzende und Gründerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Helen Disney]], Journalistin&lt;br /&gt;
**ehem. Stellv. Vorsitzende des Think Tanks [[Social Market Foundation]]&lt;br /&gt;
**Mitglied des Beirats der Think Tanks [[Centre for Medicine in the Public Interest]] (CMPI)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forschungsdirektor und Leiter des Programms für Geistiges Eigentum und Wettbewerb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Meir Pugatch]], Berater&lt;br /&gt;
**Gründer von Pugatch Consilium&lt;br /&gt;
**Professor an der Universität von Haifa/Israel und Co-Vorsitzender der Abteilung für Management und Verwaltung an der School of Public Health&lt;br /&gt;
**Mitglied der Beratergruppe des Europäischen Patentamts&lt;br /&gt;
**Berater bei den Denkfabriken [[Timbro]] und [[International Political Economy]] (ECIPE)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Stockholm Network nicht mehr aktiv ist, lassen sich Mitgliederlisten, etwa über die Webseite, nicht mehr einsehen. Eine Mitgliederliste von Winter 2004/2005 mit 123 Think Tanks ist jedoch [http://archive.corporateeurope.org/docs/SNmembers.pdf hier] archiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder mit Sitz in Deutschland:&lt;br /&gt;
*[[Council on Public Policy]]&lt;br /&gt;
*[[Friedrich-Naumann-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Institut für Unternehmerische Freiheit]]&lt;br /&gt;
*[[Konrad-Adenauer-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*[[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]] (INSM) (nach Angaben der INSM gibt es nur einen Linktausch)&lt;br /&gt;
*[[Stiftung Marktwirtschaft]] (Sprecher des &amp;quot;Kronberger Kreises&amp;quot;: [[Lars P. Feld]], Regierungsberater)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sponsoren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netzwerk wird von Einzelpersonen, Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und wirtschaftsnahen Stiftungen gesponsert. Zu den Sponsoren gehören auch Lobbyagenturen wie [[Burson-Marsteller]] oder [[Hill &amp;amp; Knowlton]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Sponsoren wird auf der Webseite auf die Geschäftsberichte des Netzwerks verwiesen. Der neueste abrufbare Geschäftsbericht bezieht sich auf den Zeitraum 2007/2008. Die dort genannten Sponsoren sind [http://issuu.com/stockholmnetwork/docs/sn_ar_singles?e=1261300/4155488 hier] abrufbar. Zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
*[[Adam Smith Institute]]&lt;br /&gt;
*[[Amazon]] EU&lt;br /&gt;
*[[Burson-Marsteller]]&lt;br /&gt;
*[[Cato Institute]]&lt;br /&gt;
*The Economist&lt;br /&gt;
*[[Exxon]] Mobil Corporation&lt;br /&gt;
*[[Glaxo SmithKline]]&lt;br /&gt;
*[[Hill &amp;amp; Knowlton]]&lt;br /&gt;
*[[Merck]]&lt;br /&gt;
*The Merck Foundation&lt;br /&gt;
*[[Microsoft]]&lt;br /&gt;
*Motion Pictures Association&lt;br /&gt;
*[[Novartis]] International&lt;br /&gt;
*Nuffield Hospitals&lt;br /&gt;
*[[Pfizer]] Inc.&lt;br /&gt;
*[[Schering]] Plough AB&lt;br /&gt;
*Wall Street Journal Europe &lt;br /&gt;
Zur Höhe der Spenden macht das Netzwerk keine Angaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://powerbase.info/index.php/Stockholm_Network Darstellung von &amp;quot;Stockholm Network&amp;quot; bei powerbase]&lt;br /&gt;
* [http://archive.corporateeurope.org/stockholmnetwork.html „Covert industry funding fuels the expansion of radical rightwing EU think tanks“ von Corporate Eruope Observatory von Juli 2005, abgerufen am 24.06.2016]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoliberale Netzwerke]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Datei:Stockholm_network_logo.png&amp;diff=37119</id>
		<title>Datei:Stockholm network logo.png</title>
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		<updated>2016-06-28T09:53:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Datei:Logocircle.jpg&amp;diff=37118</id>
		<title>Datei:Logocircle.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Datei:Logocircle.jpg&amp;diff=37118"/>
		<updated>2016-06-28T09:43:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Datei:Epilogo.jpg&amp;diff=37117</id>
		<title>Datei:Epilogo.jpg</title>
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		<updated>2016-06-28T09:33:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Stockholm_Network&amp;diff=37104</id>
		<title>Stockholm Network</title>
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		<updated>2016-06-27T13:37:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Stockholm Network&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:Stockholmnetwork.gif|none]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = UK limited company&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Netzwerk von wirtschaftsliberalen/marktradikalen Denkfabriken&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1997&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = 35 Britannia Row, London&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.stockholm-network.org/Home stockholm-network.org], nicht mehr aktuell&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das '''Stockholm Network''' war von 1997 – 2009 ein zweitweise aus über 130 wirtschaftsliberalen und marktradikalen [[Think Tank | Think Tanks]] aus fast 40 Ländern bestehendes Netzwerk mit Sitz in London. Das Netzwerk und seine [[Think Tank | Think Tanks]] veröffentlichen Tausende von Beiträgen in den europäischen Medien, erstellen Hunderte von Publikationen, veranstalten Konferenzen, Seminare sowie Tagungen und beeinflussen auf diese Weise die europäische Öffentlichkeit. Nach dem Ende des Stockholm Networks haben sich einige Mitglieder zu dem Think-Tank-Netzwerk [[EPICENTER]] zusammengeschlossen, welches seit Oktober 2014 ähnliche Interessen vertritt wie zuvor das Stockholm Network.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strategien und Ziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netzwerk versuchte über die Publikation von gezielten Forschungsergebnissen Einfluss auf die öffentliche und politische Debatte zu nehmen und sie zugunsten wirtschaftsliberaler und marktradikaler Positionen zu lenken. Die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen bat außerdem die Möglichkeit, Netzwerke mit hochrangigen europäischen Politkern und Meinungsbildnern zu knüpfen. Veranstaltungsteilnehmer waren u.a.: Pat Cox, ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments, Bill Emmott, ehem. Herausgeber von &amp;quot;The Economist&amp;quot; und Frits Bolkestein, ehem. EU-Kommissar für den Binnenmarkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netzwerk beschäftigte sich mit den folgenden Programmen:&lt;br /&gt;
*Reform des europäischen Wohlfahrtsstaats&lt;br /&gt;
*Modernisierung des europäischen Rentensystems&lt;br /&gt;
*Reform des europäischen Gesundheitssystems&lt;br /&gt;
*Reform der europäischen Energiemärkte&lt;br /&gt;
*Hervorhebung des Nutzens von Globalisierung, Handel und Wettbewerb und Schaffung eines Verständnisses für die Idee einer freien Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben haben die Sponsoren kein Vetorecht hinsichtlich der Ergebnisse einzelner Projekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsitzende und Gründerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Helen Disney]], Journalistin&lt;br /&gt;
**ehem. Stellv. Vorsitzende des Think Tanks [[Social Market Foundation]]&lt;br /&gt;
**Mitglied des Beirats der Think Tanks [[Centre for Medicine in the Public Interest]] (CMPI)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forschungsdirektor und Leiter des Programms für Geistiges Eigentum und Wettbewerb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Meir Pugatch]], Berater&lt;br /&gt;
**Gründer von Pugatch Consilium&lt;br /&gt;
**Professor an der Universität von Haifa/Israel und Co-Vorsitzender der Abteilung für Management und Verwaltung an der School of Public Health&lt;br /&gt;
**Mitglied der Beratergruppe des Europäischen Patentamts&lt;br /&gt;
**Berater bei den Denkfabriken [[Timbro]] und [[International Political Economy]] (ECIPE)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Stockholm Network nicht mehr aktiv ist, lassen sich Mitgliederlisten, etwa über die Webseite, nicht mehr einsehen. Eine Mitgliederliste von Winter 2004/2005 mit 123 Think Tanks ist jedoch [http://archive.corporateeurope.org/docs/SNmembers.pdf hier] archiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder mit Sitz in Deutschland:&lt;br /&gt;
*[[Council on Public Policy]]&lt;br /&gt;
*[[Friedrich-Naumann-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Institut für Unternehmerische Freiheit]]&lt;br /&gt;
*[[Konrad-Adenauer-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*[[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]] (INSM) (nach Angaben der INSM gibt es nur einen Linktausch)&lt;br /&gt;
*[[Stiftung Marktwirtschaft]] (Sprecher des &amp;quot;Kronberger Kreises&amp;quot;: [[Lars P. Feld]], Regierungsberater)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sponsoren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netzwerk wird von Einzelpersonen, Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und wirtschaftsnahen Stiftungen gesponsert. Zu den Sponsoren gehören auch Lobbyagenturen wie [[Burson-Marsteller]] oder [[Hill &amp;amp; Knowlton]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Sponsoren wird auf der Webseite auf die Geschäftsberichte des Netzwerks verwiesen. Der neueste abrufbare Geschäftsbericht bezieht sich auf den Zeitraum 2007/2008. Die dort genannten Sponsoren sind [http://issuu.com/stockholmnetwork/docs/sn_ar_singles?e=1261300/4155488 hier] abrufbar. Zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
*[[Adam Smith Institute]]&lt;br /&gt;
*[[Amazon]] EU&lt;br /&gt;
*[[Burson-Marsteller]]&lt;br /&gt;
*[[Cato Institute]]&lt;br /&gt;
*The Economist&lt;br /&gt;
*[[Exxon]] Mobil Corporation&lt;br /&gt;
*[[Glaxo SmithKline]]&lt;br /&gt;
*[[Hill &amp;amp; Knowlton]]&lt;br /&gt;
*[[Merck]]&lt;br /&gt;
*The Merck Foundation&lt;br /&gt;
*[[Microsoft]]&lt;br /&gt;
*Motion Pictures Association&lt;br /&gt;
*[[Novartis]] International&lt;br /&gt;
*Nuffield Hospitals&lt;br /&gt;
*[[Pfizer]] Inc.&lt;br /&gt;
*[[Schering]] Plough AB&lt;br /&gt;
*Wall Street Journal Europe &lt;br /&gt;
Zur Höhe der Spenden macht das Netzwerk keine Angaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://powerbase.info/index.php/Stockholm_Network Darstellung von &amp;quot;Stockholm Network&amp;quot; bei powerbase]&lt;br /&gt;
* [http://archive.corporateeurope.org/stockholmnetwork.html „Covert industry funding fuels the expansion of radical rightwing EU think tanks“ von Corporate Eruope Observatory von Juli 2005, abgerufen am 24.06.2016]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoliberale Netzwerke]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Brauer-Bund&amp;diff=37102</id>
		<title>Deutscher Brauer-Bund</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Brauer-Bund&amp;diff=37102"/>
		<updated>2016-06-27T10:26:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Deutscher Brauer-Bund e. V.&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Rechtsform       = e.V.&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Lobbyarbeit für die Brauwirtschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1871&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Neustädtische Kirchstraße 7a, 10117 Berlin &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Boulevard Charlemagne, 96, B-1000 Bruxelles&lt;br /&gt;
| Homepage         = http://www.brauer-bund.de/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Brauer-Bund (DBB)''' ist die Interessensvertretung der deutschen Brauereien und eine der ältesten Lobbyorganisationen in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der DBB pflegt gute Beziehungen zur Politik. So wird seit 2002 jährlich der Titel „Botschafter des Bieres“ verliehen, häufig an Politiker_innen. Der aktuelle „Botschafter des Bieres“ ist der Bundestagspräsident [[Norbert Lammert]] (Stand 2016).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Gegründet wurde der DBB im Jahr 1871, um die „Beratung der gemeinschaftlichen gewerblichen Interessen, Wahrung derselben sowie Vervollkommnung und Hebung des Gewerbes selbst im Wege freier Diskussion“ zu fördern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;orga&amp;quot;&amp;gt;[http://www.brauer-bund.de/deutscher-brauer-bund/organisation-aufgaben.html Organisation und Aufgaben], Webseite des DBB, abgerufen am 27.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist der DBB eine der ältesten Lobbyorganisationen in Deutschland und seit 1949 als Verein registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Präsident fungiert [[Hans-Georg Eils]], Hauptgeschäftsführer ist [[Holger Eichele]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;orga&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der DBB hat seit einer Strukturänderung im Jahr 2012 zwölf Mitglieder: Sechs Regionalverbände und sechs große Brauereien bzw. Brauereigruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.brauer-bund.de/deutscher-brauer-bund/mitglieder.html Mitglieder], Webseite des DBB, abgerufen am 27.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der DBB ist Mitglied im Europäischen Brauereiverband ''The Brewers of Europe (BoE)'', im [[Zentralverband der Werbewirtschaft (ZAW)]], dem [[Netzwerk Europäische Bewegung]], der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungs­industrie (BVE) und dem Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL).&lt;br /&gt;
Weiterhin bestehen Kooperationen mit der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB), der TU München/Wissenschaftszentrum Weihenstephan, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA), dem Hauptverband des deutschen Einzelhandels (HDE) und dem Bundesverband Getränkefachgroßhandel (BV GFGH).&amp;lt;ref name=&amp;quot;dbblobby&amp;quot;&amp;gt; [http://www.brauer-bund.de/download/Archiv/PDF/130812%20DBB%20Informationsbrosch%C3%BCre%20Interessenvertretung%202013%20Internet.pdf Informationsbroschüre &amp;quot;Interessensvertretung&amp;quot;], DBB (Hrsg.), Juni 2013, abgerufen am 27.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit des DBB wird über größenabhängige Beiträge bei den Brauereien der Regionalverbände und über Beiträge von Direktmitgliedern finanziert. Der Beitrag für die Wissenschaftsförderung liegt einheitlich bei 0,75 Cent je Hektoliter Jahresausstoß.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dbblobby&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben verfügt der DBB über „ein Netzwerk mit Zugang und Akzeptanz bei Ministerien, Politik, Behörden, Wissenschaftlern, Presse und Meinungsmulti­plikatoren sowie mit Branchen im vor- und nachgelagerten Bereich“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dbblobby&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der DBB verfolgt u.a. die Strategie, Partikularinteressen der Brauereiwirtschaft als Gemeinwohlinteressen zu deklarieren. So werden in der Publikation ''Fakten zur Alkoholpolitik'' zahlreiche Regulierungsvorschläge aufgegriffen: Die Kernforderung nach Senkung des gesamten Konsums als Voraussetzung für eine Senkung des Alkoholmissbrauchs wird als „verfehlt“ dargestellt und ein „eigenverantwortlicher“ Umgang gefordert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dbbfakten&amp;quot;&amp;gt;[http://www.brauer-bund.de/download/Archiv/PDF/080412_Fakten_Alkoholpolitik.pdf Informationsbroschüre &amp;quot;Fakten zur Alkoholpolitik&amp;quot;],DBB (Hrsg.), April 2008, abgerufen am 27.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sponsoring-Verbot, das für die Branche vermutlich Umsatzrückgänge bedeuten würde, deutet der DBB um: In einem solchen Fall müssten nicht nur viele Sportvereine ihr Angebot deutlich reduzieren, auch der Spitzensport würde leiden. Die Formel 1 würde zunehmend in andere Länder verlagert werden, was dann auch den Tourismus in Deutschland träfe. Auch wird mehrfach auf eine gesundheitsfördernde Wirkung von Alkohol hingewiesen: Eine Gesundheitsabgabe auf ein Produkt zu erheben, dessen maßvoller Konsum erwiesenermaßen gesundheitsförderlich ist, sei widersinnig. Letztlich würden von „Gesundheitspolitikern“ immer nur die „angeblichen Schäden“ durch Missbrauch und nicht die „positiven Aspekte“ in die „Rechnung“ mit einbezogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dbbfakten&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der DBB ist mit dem europäischen Brauereiverband ''The Brewers of Europe'' Gründungsmitglied des EU-Forums ''Alkohol &amp;amp; Gesundheit'' und seitdem aktiv an dessen Ausgestaltung und Forttsetzung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=50878746386-39 DBB, Registriernummer 50878746386-39], EU-Transparenz-Register, abgerufen am 27.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/health/ph_determinants/life_style/alcohol/documents/Alcohol_charter2007.pdf Charter etablishing the European Alcohol and Health Forum], Europäische Kommission, Juni 2007, abgerufen am 27.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Handelsblatt-Serie über Lobbyismus werden weitere Strategien des DDB aufgedeckt, auch das Vorgehen gegen den Verbraucherschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/lobbyisten-serie-teil-3-bier-im-bundestag-seite-all/8971174-all.html Bier im Bundestag], Handelsblatt vom 25.10.2013, abgerufen am 27.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel Holger Eichele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01.11.2013 wechselte [[Holger Eichele]] die Seiten: Seit Dezember 2009 war er Pressesprecher des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und wechselte Ende 2013 direkt in die Hauptgeschäftsführer des DBB.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.brauer-bund.de/download/Archiv/PDF/130927%20PM%20Wechsel%20DBB%20Hauptgesch%C3%A4ftsf%C3%BChrer.pdf Deutscher Brauer-Bund mit neuer Hauptgeschäftsführung], Pressemitteilung des DBB vom 27.09.2013, abgerufen am 27.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Botschafter_in des Bieres ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2002 verleiht der DBB den Titel ''Botschafter des Bieres''. Damit werden Menschen ausgezeichnet, „die sich durch ein außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet haben.“ Dies kann zum Beispiel ein energischer und beispielhafter Einsatz für das deutsche Bier sein oder besondere ehrenamtliche, berufliche, soziale oder politische Aktivitäten oder zukunftsweisende Initiativen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;botschafter&amp;quot;&amp;gt;[http://www.brauer-bund.de/veranstaltungen/botschafter-des-bieres.html Botschafter des Bieres seit 2002], Webseite des DBB, abgerufen am 27.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerne werden Politiker_innen beehrt, die dann ein Jahr lang die Deutschen Brauer und das Deutsche Bier als Botschafter vertreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2016: [[Norbert Lammert]]&lt;br /&gt;
* 2015: [[Christian Schmidt]]&lt;br /&gt;
* 2014: Sonya Kraus und [[Cem Özdemir]]&lt;br /&gt;
* 2013: [[Peter Altmaier]]&lt;br /&gt;
* 2012: [[Renate Sommer]]&lt;br /&gt;
* 2011: Ina Müller und [[Volker Kauder]]&lt;br /&gt;
* 2010: [[Volker Kauder]]&lt;br /&gt;
* 2009: [[Ilse Aigner]]&lt;br /&gt;
* 2008: [[Frank-Walter Steinmeier]]&lt;br /&gt;
* 2007: [[Horst Seehofer]]&lt;br /&gt;
* 2006: [[Peter Harry Carstensen]]&lt;br /&gt;
* 2005: [[Norbert Blüm]]&lt;br /&gt;
* 2004: Jessica Schwarz und [[Peter Müller]]&lt;br /&gt;
* 2003: Barbara Schöneberger und [[Wolfgang Clement]]&lt;br /&gt;
* 2002: Manuel Andrack und [[Dieter Hundt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritisch zu bewerten ist die Bedeutung der Botschafter_innen:&lt;br /&gt;
* Renate Sommer, MdEP und Mitglied im EU-Parlamentsausschusses für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI): In der Pressemitteilung zu ihrer Ernennung findet sich die Begründung, sie habe sich für die „kritische Bewertung und Überarbeitung von Rechtsvorschriften“ eingesetzt. Daneben der lobende Hinweis, dass sie, Ausschussmitglied für Volksgesundheit, als Vizepräsidentin des Bier-Clubs der EU-Abgeordneten auch offiziell gerne mal ein Bier trinkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.brauer-bund.de/download/Textdatenbank/2012/110613%20Pressemeldung%20-%20Botschafterin%20Botschafter%20des%20Bieres%202012.pdf Deutsches Bier hat ein neues Gesicht – EU-Abgeordnete Sommer ist Botschafterin des Bieres 2012], Pressemitteilung des DBB vom 13.06.2013, abgerufen am 27.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Volker Kauder, MdB, seit 2005 Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag: In der Pressemitteilung zu seiner ersten Ernennung 2010 wird er mit „seit jeher ein enger Vertrauter“ vorgestellt und bereits für sein eindrucksvolles Eintreten für maßvolles Handeln und gegen Verbote gelobt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.brauer-bund.de/index.php?id=450 Volker Kauder ist Botschafter des Bieres 2010], Pressemitteilung des DBB vom 22.04.2010, abgerufen am 27.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; 2011 wurde er erneut zum Botschafter ernannt, mit der Begründung, er habe im letzten Jahr sehr oft seine Liebe zum deutschen Bier und seine Verbundenheit zum Ausdruck gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.brauer-bund.de/index.php?id=555 Ina Müller ist Botschafterin des Bieres 2011 und Volker Kauder wurde im Amt bestätigt], Pressemitteilung des DBB vom 29.06.2011, abgerufen am 27.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Bezeichnung des Bier-Botschafters als „Amt“ und nicht als Titel oder Ehrung wird deutlich, dass sich der DBB auch entsprechendes Engagement von der Verleihung erhofft. Kauder hat das Amt im ersten Jahr wohl zur Zufriedenheit aller ausgeübt. Ob führende Politiker offen für alkoholische Getränke werben sollten, ist umstritten, wie die Aufregung über Kauders Aussage „Wenn ich ein Achtel Wein im Jahr trinke, dann ist das viel. Aber zwei, drei Weizenbier am Tag – die müssen einfach sein“ zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mopo.de/news/bier-beichte-volker-kauder---taeglich-zwei--drei-weizen--das-muss-einfach-sein------,5066732,5212534.html Volker Kauder: Täglich zwei, drei Weizen – das muss einfach sein!], Hamburger Morgenpost vom 17.09.2010, abgerufen am 27.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationaler Aktionsplan===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008 legte die Facharbeitsgruppe ''Suchtprävention'' im Auftrag des Drogen- und Suchtrates die Empfehlungen für ein Nationales Aktionsprogramm zur Alkoholprävention vor.&amp;lt;ref&amp;gt;„Empfehlungen des Drogen- und Suchtrates an die Drogenbeauftragte der Bundesregierung für ein Nationales Aktionsprogramm zur Alkoholprävention“, Fassung vom 09.06.2008. Der Drogen- und Suchtrat ist ein beratendes Gremium der Drogenbeauftragten des Gesundheitsministeriums, von Dezember 2005 bis Oktober 2009 war das Sabine Bätzing (SPD).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Programm empfahl unter anderem Preisregulierungen, Warnhinweise, Werbeverbote sowie eine weitere Senkung der Promillegrenze im Straßenverkehr. Die Brauer haben allerdings kein Interesse daran, dass sich durch solche Maßnahmen der Pro-Kopf-Konsum und damit auch der Umsatz verringert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hüllingshorst, Rolf: &amp;quot;Alkohol – der Kampf um die Attribute&amp;quot; in: Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.), APuZ 28/2008, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Drogenbeauftragte Bätzing fügte die Empfehlungen im Herbst 2008 in ihr Programm ein. Zuvor hatte der DBB bereits reagiert: „Die geforderten Beschränkungen verstoßen gegen das Wettbewerbsprinzip“, das Recht auf freie Meinungsäußerung, das Recht auf Information und das Recht auf freie Berufsausübung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dbbfakten&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerverbundes e.V., weiß, dass „Lobbyarbeit ihre Wirkung am besten im Stillen entfaltet.“ Ebendieser erstellte eine „kommentierte Version“ von Bätzings Programm und ließ es vom Bayerischen Industrie- und Handelskammertag, dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband, dem Landesverband des Bayerischen Einzelhandels und vom Verband Bayerischer Zeitungsverleger unterzeichnen. Am 04.08.2008 bat [[Peter Ramsauer]], damals Chef der CSU-Landesgruppe in Berlin, Ebbertz um ein Gespräch. Nach weiteren Anhörungen mit dem DBB und der Werbewirtschaft verschickte die Drogenbeauftragte Bätzing ihren Entwurf Ende 2009 an die zuständigen Ministerien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitalkohol&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2009/21/DOS-Alkohol Alkohol: Die Gesetzeshüter], ZEIT online vom 14.05.2009, abgerufen am 27.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 wurde der Abschnitt über Werbebeschränkungen bei Kindern und Jugendlichen von einer Mitarbeiterin des [[Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft]] geändert in: „Aus Sicht der Bundesregierung [bestehe] kein weiterer Regulierungsbedarf.“ Die Mitarbeiterin der Werbeindustrie schickt ihre Version an das Wirtschaftsministerium, das noch kleine Änderungen vornimmt und den Entwurf an Bätzing zurücksendet, die einige Änderungen rückgängig macht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitalkohol&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stillen begann dann die politische Demontage des Berichts: Ende Januar 2009 strich Verkehrsminister [[Wolfgang Tiefensee]] die Senkung der Promillegrenze, in der Folge wurde auch die abgeschwächte Version des Gesetzesvorhabens in den Giftschrank verbannt: [[Peter Ramsauer]] informierte Ebbertz, dass sich „das Bundeskabinett entgegen der ursprünglichen Intention der Drogenbeauftragten nun nicht mehr mit dem umstrittenen Aktionsprogramm befassen [werde …] Ich denke, mit diesem Vorgehen ist es gelungen, die Pläne der Drogenbeauftragten für neue und völlig unangemessene Restriktionen im Bereich Alkoholkonsum zu verhindern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitalkohol&amp;quot;/&amp;gt; Staatssekretäre aus den unionsgeführten Ministerien waren sich einig, dass Bätzings Plan nicht reif sei für das Kabinett. Ihre Empfehlungen waren damit endgültig vom Tisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Bundesminister Peter Altmaier verbindet seine öffentlichen Auftritte dabei auch immer mit privaten Elementen, wenn er z.B. seine französische Amtskollegin zu sich nach Hause einlädt oder mit Diskussionsteilnehmern anschließend ein gepflegtes Bier trinkt – das ist doch einfach toll.“ Meldung des DBB zum Botschafter des Bieres Peter Altmaier.&amp;lt;ref name=&amp;quot;botschafter&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.brauer-bund.de/download/Archiv/PDF/130812%20DBB%20Informationsbrosch%C3%BCre%20Interessenvertretung%202013%20Internet.pdf DBB (Hrsg.): Informationsbroschüre Interessensvertretung, Juni 2013, abgerufen am 27.06.2016]&lt;br /&gt;
* [http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/lobbyisten-serie-teil-3-bier-im-bundestag-seite-all/8971174-all.html Goebel, Jacqueline und Sebastian Kirsch: „Bier im Bundestag“, Handelsblatt vom 25.10.2013, abgerufen am 27.06.2016]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2009/21/DOS-Alkohol/komplettansicht Blasberg, Marian und Roman Pletter: „Alkohol: Die Gesetzeshüter“, DIE ZEIT vom 14.05.2009 ,abgerufen am 27.06.2016]&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1542419/ Meyer, Frank: „Der Gegenwind ist stark“, Interview mit Sabine Bätzing, Deutschlandradio Radiofeuilleton vom 30.08.2011, abgerufen am 12.10.2013]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Stockholm_Network&amp;diff=37085</id>
		<title>Stockholm Network</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Stockholm_Network&amp;diff=37085"/>
		<updated>2016-06-24T12:01:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: angefangen zu aktualisieren&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Stockholm Network&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Datei:Stockholmnetwork.gif|none]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = UK limited company&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Netzwerk von wirtschaftsliberalen/marktradikalen Denkfabriken&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1997&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = 35 Britannia Row, London&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.stockholm-network.org/Home www.stockholm-network.org], nicht mehr aktuell&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das '''Stockholm Network''' war von 1997 – 2009 ein zweitweise aus über 130 wirtschaftsliberalen und marktradikalen [[Think Tank | Think Tanks]] aus fast 40 Ländern bestehendes Netzwerk mit Sitz in London. Das Netzwerk und seine [[Think Tank | Think Tanks]] veröffentlichen Tausende von Beiträgen in den europäischen Medien, erstellen Hunderte von Publikationen, veranstalten Konferenzen, Seminare sowie Tagungen und beeinflussen auf diese Weise die europäische Öffentlichkeit. Nach dem Ende des Stockholm Networks haben sich einige Mitglieder zu eine neuen Netzwerk, [[EPICENTER]], zusammengeschlossen, welches seit Oktober 2014 ähnliche Interessen vertritt wie zuvor das Stockholm Network.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strategien und Ziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netzwerk versuchte über die Publikation von gezielten Forschungsergebnissen Einfluss auf die öffentliche und politische Debatte zu nehmen und sie zugunsten wirtschaftsliberaler und marktradikaler Positionen zu lenken. Die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen bat außerdem die Möglichkeit, Netzwerke mit hochrangigen europäischen Politkern und Meinungsbildnern zu knüpfen. Veranstaltungsteilnehmer waren u.a.: Pat Cox, ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments, Bill Emmott, ehem. Herausgeber von &amp;quot;The Economist&amp;quot; und Frits Bolkestein, ehem. EU-Kommissar für den Binnenmarkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netzwerk beschäftigte sich mit den folgenden Programmen:&lt;br /&gt;
*Reform des europäischen Wohlfahrtsstaats&lt;br /&gt;
*Modernisierung des europäischen Rentensystems&lt;br /&gt;
*Reform des europäischen Gesundheitssystems&lt;br /&gt;
*Reform der europäischen Energiemärkte&lt;br /&gt;
*Hervorhebung des Nutzens von Globalisierung, Handel und Wettbewerb und Schaffung eines Verständnisses für die Idee einer freien Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben haben die Sponsoren kein Vetorecht hinsichtlich der Ergebnisse einzelner Projekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Führungspersonal===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsitzende und Gründerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Helen Disney]], Journalistin&lt;br /&gt;
**ehem. Stellv. Vorsitzende des Think Tanks [[Social Market Foundation]]&lt;br /&gt;
**Mitglied des Beirats der Think Tanks [[Centre for Medicine in the Public Interest]] (CMPI)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forschungsdirektor und Leiter des Programms für Geistiges Eigentum und Wettbewerb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Meir Pugatch]], Berater&lt;br /&gt;
**Gründer von Pugatch Consilium&lt;br /&gt;
**Professor an der Universität von Haifa/Israel und Co-Vorsitzender der Abteilung für Management und Verwaltung an der School of Public Health&lt;br /&gt;
**Mitglied der Beratergruppe des Europäischen Patentamts&lt;br /&gt;
**Berater bei den Denkfabriken [[Timbro]] und [[International Political Economy]] (ECIPE)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Stockholm Network nicht mehr aktiv ist, lassen sich Mitgliederlisten, etwa über die Webseite, nicht mehr einsehen. Eine Mitgliederliste von Winter 2004/2005 mit 123 Think Tanks ist jedoch [http://archive.corporateeurope.org/docs/SNmembers.pdf hier] archiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder mit Sitz in Deutschland:&lt;br /&gt;
*[[Council on Public Policy]]&lt;br /&gt;
*[[Friedrich-Naumann-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*[[Friedrich von Hayek Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Institut für unternehmerische Freiheit]]&lt;br /&gt;
*[[Konrad-Adenauer-Stiftung]]&lt;br /&gt;
*[[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]] (INSM) (nach Angaben der INSM gibt es nur einen Linktausch)&lt;br /&gt;
*[[Stiftung Marktwirtschaft]] (Sprecher des &amp;quot;Kronberger Kreises&amp;quot;: [[Lars P. Feld]], Regierungsberater)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sponsoren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netzwerk wird von Einzelpersonen, Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und wirtschaftsnahen Stiftungen gesponsert. Zu den Sponsoren gehören auch Lobbyagenturen wie [[Burson-Marsteller]] oder [[Hill &amp;amp; Knowlton]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Sponsoren wird auf der Webseite auf die Geschäftsberichte des Netzwerks verwiesen. Der neueste abrufbare Geschäftsbericht bezieht sich auf den Zeitraum 2007/2008. Die dort genannten Sponsoren sind [http://issuu.com/stockholmnetwork/docs/sn_ar_singles?e=1261300/4155488 hier] abrufbar. Zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
*[[Adam Smith Institute]]&lt;br /&gt;
*[[Amazon]] EU&lt;br /&gt;
*[[Burson-Marsteller]]&lt;br /&gt;
*[[Cato Institute]]&lt;br /&gt;
*The Economist&lt;br /&gt;
*[[Exxon]] Mobil Corporation&lt;br /&gt;
*[[Glaxo SmithKline]]&lt;br /&gt;
*[[Hill &amp;amp; Knowlton]]&lt;br /&gt;
*[[Merck]]&lt;br /&gt;
*The Merck Foundation&lt;br /&gt;
*[[Microsoft]]&lt;br /&gt;
*Motion Pictures Association&lt;br /&gt;
*[[Novartis]] International&lt;br /&gt;
*Nuffield Hospitals&lt;br /&gt;
*[[Pfizer]] Inc.&lt;br /&gt;
*[[Schering]] Plough AB&lt;br /&gt;
*Wall Street Journal Europe &lt;br /&gt;
Zur Höhe der Spenden macht das Netzwerk keine Angaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://powerbase.info/index.php/Stockholm_Network Darstellung von &amp;quot;Stockholm Network&amp;quot; bei powerbase]&lt;br /&gt;
* [http://archive.corporateeurope.org/stockholmnetwork.html „Covert industry funding fuels the expansion of radical rightwing EU think tanks“ von Corporate Eruope Observatory von Juli 2005, abgerufen am 24.06.2016]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoliberale Netzwerke]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Gesellschaft_zur_F%C3%B6rderung_umweltgerechter_Stra%C3%9Fen-_und_Verkehrsplanung&amp;diff=37082</id>
		<title>Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Gesellschaft_zur_F%C3%B6rderung_umweltgerechter_Stra%C3%9Fen-_und_Verkehrsplanung&amp;diff=37082"/>
		<updated>2016-06-23T13:45:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: grassroots vs astroturf&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV)&lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = e.V.&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Straßenbau&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1980&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Bonn&lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://gsv-verkehrundumwelt.de/index.php?id=2 gsv-verkehrundumwelt.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung''' (GSV) tritt nach außen als neutraler, gemeinnütziger Verein auf und präsentiert sich auf ihrer Webseite als „unabhängig von Parteien und Interessengruppen“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gsv-verkehrundumwelt.de/index.php?id=4 Wir über uns], Webseite des GSV, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; obwohl es zahlreiche Verbindungen zur Straßenbaubranche gibt. Die GSV kombiniert Elemente des [[Astroturfing]] und des [[Grassroots-Lobbying]], da sie einerseits Auftraggeber und Financiers nicht offen benennt aber andererseits bestehende Bürgerinitiativen, also tatsächlich Engagierte unterstützt, statt selbst &amp;quot;künstliche&amp;quot; Bürgerinitiativen zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Pro-Straße-Bürgerinitiativen bekommen durch die GSV professionelle Hilfe bei der Pressearbeit und bei der Strategieentwicklung. Die Bürgerinitiativen werden im Bauplanungsrecht geschult und erhalten finanzielle Unterstützung für die Kampagnenarbeit. Das geht so weit, dass Pappschilder für Aktionen, Plakate, Aufkleber und Mustertexte von der GSV zentral bei einer Druckerei in Auftrag gegeben werden. Bürgermeister, Landräte und Straßenbaumeister werden gezielt in die Bürgerinitiativen eingebunden, um Kontakte zu Straßenbaubehörden herzustellen sowie die Straßenbauvorhaben voranzutreiben. In den letzten Jahren war die GSV zudem immer wieder an der Gründung neuer Bürgerinitiativen beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So findet professionalisierte Lobbyarbeit der Straßenbau- und Automobilbranche hinter dem Deckmantel verschiedener Bürgerbewegungen statt. Seit 1980 wurden auf diesem Weg mindestens 150 Bürgerinitiativen von der GSV unterstützt. Die GSV zeigt sich hinsichtlich ihrer Mitglieder und Finanzierung intransparent. Wirtschaftliche Partikularinteressen werden als Gemeinwohlinteressen artikuliert. Letztlich ist die GSV eine Vorfeldorganisation der Asphalt- und Baulobby, um lokale Initiativen für mehr Straßen aufzubauen. Durch den Druck dieser Initiativen soll mehr staatliches Geld in den Straßenbau fließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;asphaltlobby&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die GSV finanziert sich hauptsächlich über die sogenannte Fördergemeinschaft für umweltgerechte Straßen- und Verkehrsplanung, in deren Vorstand in den letzten Jahren unter anderem die Strabag-Tochter Deutsche Asphalt, der ADAC-Südbayern, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Asphaltverbands und die Asphalt-Mischwerke Oberfranken vertreten waren. Die Mehrheit der Gründungsmitglieder der GSV und der Fördergemeinschaft für umweltgerechte Straßen- und Verkehrsplanung (FSV) sind Unternehmen und Verbände der Straßenbau- und Automobilindustrie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;asphaltlobby&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/04/versteckspiel-der-asphaltlobby-muss-beendet-werden/ Versteckspiel der Asphaltlobby], lobbycontrol.de vom 28.04.2009, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Astroturfing&amp;diff=37061</id>
		<title>Astroturfing</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Astroturfing&amp;diff=37061"/>
		<updated>2016-06-22T14:59:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: /* Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter '''Astroturfing''' versteht man das künstliche Nachahmen einer Bürgerbewegung oder Bürgerinitiative  im Auftrag von Unternehmen, PR-Firmen oder politischen Institutionen. Durch die Illusion einer unabhängigen Massenbewegung soll den eigenen Interessen Legitimität verschafft werden. Bei den künstlich initiierten Bürgerinitiativen werden Unterstützer meist unter falschen Voraussetzungen und ohne Wissen um die wahren Drahtzieher akquiriert. Es handelt sich also um intransparente Kommunikation einer Interessenkoalition von vermeintlich selbstbestimmten, vermeintlich unabhängigen und vermeintlich real existierenden Unterstützern. Insofern der Auftraggeber oder Finanzier offen benannt wird und mit tatsächlich Engagierten gearbeitet wird, gilt das strategische Einbinden von Bürgern in die politische Interessenvertretung als Strategie des [[Grassroots-Lobbying]].&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 23ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Astroturfstrategien haben ihren Ursprung in den 1970er Jahren in den USA und finden seit Ende der 1990er Jahre vermehrt in Europa Anwendung.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft == &lt;br /&gt;
Astroturf ist ursprünglich der Name eines Kunstrasenherstellers. Im Englischen ist der Markenname zur allgemeinen Bezeichnung für Kunstrasen geworden. Im Englischen ist der Ausdruck für Bürgerbewegungen aus der gesellschaftlichen Basis &amp;quot;grassroots movement&amp;quot;. Ihr künstliches Nachahmen wird schlicht mit dem Wort für Kunstrasen bezeichnet - Astroturf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unser Revier - Unsere Zukunft - An Rur und Erft ===&lt;br /&gt;
Der Verein [[Unser Revier]] ist eine Bürgerinitiative die sich laut Satzung für die &amp;quot;Nutzung zuverlässiger heimischer Energien&amp;quot; einsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unser-revier-unsere-zukunft.de/#!satzung/c1vaq Satzung], Webseite von Unser Revier, abgerufen am 20.05.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeint ist damit die Braunkohle, die im rheinischen Braunkohlerevier westlich von Köln in mehreren großen Tagebauen von RWE abgebaut wird. Nach außen betont die Initiative zwar die Unabhängigkeit von RWE, aber es gibt zahlreiche Verbindungen zur Braunkohlelobby. Die relevanten Akteure dabei sind der [[Deutscher Braunkohle Industrieverein|Deutsche Braunkohle Industrieverein]] (DEBRIV) und der [[Ring Deutscher Bergingenieure]] (RDB). Durch die Illusion einer unabhängigen Bewegungen soll hier den Interessen der Braunkohlelobby Legitimität verschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung ===&lt;br /&gt;
Die [[Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung]] (GSV) tritt nach außen als neutraler, gemeinnütziger Verein auf und präsentiert sich auf ihrer Webseite als „unabhängig von Parteien und Interessengruppen“,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gsv-verkehrundumwelt.de/index.php?id=4 Wir über uns], Webseite des GSV, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; finanziert sich jedoch u.a. über die Strabag-Tochter Deutsche Asphalt und den ADAC-Südbayern und weist Verbindungen zum Deutschen Asphaltverband und die Asphalt-Mischwerke Oberfranken auf. Pro-Straße-Bürgerinitiativen werden durch die GSV mit professioneller Hilfe bei der Pressearbeit und bei der Strategieentwicklung unterstützt. So findet professionalisierte Lobbyarbeit der Straßenbau- und Automobilbranche hinter dem Deckmantel verschiedener Bürgerbewegungen statt. Letztlich ist die GSV eine Vorfeldorganisation der Asphalt- und Baulobby, um lokale Initiativen für mehr Straßen aufzubauen. Durch den Druck dieser Initiativen soll mehr staatliches Geld in den Straßenbau fließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;asphaltlobby&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/04/versteckspiel-der-asphaltlobby-muss-beendet-werden/ Versteckspiel der Asphaltlobby], lobbycontrol.de vom 28.04.2009, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schilderüberwachungsverein (SÜV) ===&lt;br /&gt;
Der [[Schilderüberwachungsverein]] e.V. (SÜV) wurde im Februar 2014 gegründet und ist nach eigenen Angaben ein Verein „mit dem Zweck, die Verkehrssicherheit in Deutschland durch die qualitative Verbesserung der Verkehrsschilder zu erhöhen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schilderueberwachungsverein.de/der-suev/ Wer wir sind], schilderueberwachungsverein.de, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Bürger werden u.a. dazu aufgerufen &amp;quot;schlecht erkennbare Verkehrsschilder aufzuspüren [...], die Öffentlichkeit auf diese hinzuweisen und die Erneuerung der Schilder zu forcieren&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schilderueberwachungsverein.de/der-suev/ Was wir tun], schilderueberwachungsverein.de, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem aufgrund von personellen Verbindungen mit der Werbeagentur [[Die Crew AG]] und inhaltlicher Übereinstimmung mit dem [[Industrieverband Straßenausstattung]] (IVSt), von dem der SÜV sowohl beratend als auch finanziell unterstützt wird liegt die Vermutung nahe, dass hier eine Bürgerinitiative im Auftrag von Unternehmen künstlich nachgeahmt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waste Watchers ===&lt;br /&gt;
Waste Watchers war eine vermeintliche NGO im Umweltbereich. Wie der &amp;quot;Spiegel&amp;quot; 1995 enthüllte,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9209251.html „Glaubt den Narren nicht“], Spiegel vom 28.08.1995, abgerufen am 14.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; war der Initiator der Organistion jedoch der ehemalige Pressesprecher von Tetra Pak Deutschland. Zudem hatten mindestens vier der sechs Gründungsmitglieder berufliche Verbindungen zu Tetra Pak. Ein weiterer war der Schwiegervater des ehemaligen Pressesprechers. Die Organisation setzte sich mit Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit für den Bau und die Akzeptanz von Müllverbrennungsanlagen ein. Den etablierten Organisationen im Umweltbereich wurde der Vorwurf gemacht, dass ihre Ablehnung von Müllverbrennungsanlagen zu einer Zunahme von Müllbergen im öffentlichen Raum führe. Ziel war die Diskreditierung der Arbeit von Organisationen wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Dazu kippten sie auf Umweltmessen eimerweise Müll vor die Stände des BUND. Ebenso wurden Desinformationskampagnen initiiert.Darüber hinaus kam es sogar zur persönlichen Verleumdung des Geschäftsführers BUND Baden-Württemberg. Infolge der Veröffentlichungen des &amp;quot;Spiegels&amp;quot; kam es zu einem erheblichen Imageverlust von Waste Watchers. Danach gelang es der Organisation nicht mehr sich öffentlichkeitwirksam zu präsentieren und zu positionieren.     &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Bundesverband Landschaftsschutz ===&lt;br /&gt;
Der Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) wurde 1995 gegründet. Er stellt Argumentationskataloge, fachkundige Referenten und mehr oder weniger wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung. Dabei wird folgende Argumentation verfolgt: Windkraft zerstöre die Landschaft, sorge für einen Verfall der Grundstückspreise, sei für den Tod von Vögeln verantwortlich und führe zu einer Erhöhung der Energiepreise.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Vorgehensweise des BLS 1998 in einem Artikel in &amp;quot;Die Tageszeitung&amp;quot; enttarnt wurde, wurde die Internetpräsenz des BLS aus dem Internet entfernt. Später führte er die Arbeit als Landesverband Landschaftsschutz Niedersachsen fort. Laut BUND handelt es sich dabei um einen &amp;quot;geschickten Schachzug&amp;quot;. Den die Bezeichnung als Landesverband deutet darauf hin, dass es in anderen Bundesländern ebenfalls entsprechende Verbände gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/tricks-der-konzerne.html Tricks der Konzerne], bund.net vom 20.01.2013, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 2015 findet sich unter der Web-Adresse bls-landschaftsschutz.de ein &amp;quot;Landesverband Sachsen des Bundesverbandes Landschaftsschutz e.V.&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bls-landschaftsschutz.de/website/100_impressum/index.php Impressum] bls-landschaftsschutz.de, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele EU ==&lt;br /&gt;
=== Campaign for Creativity (C4C) ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 erhielt die Campaign for Creativity (C4C) den erstmals von [[Corporate Europe Observatory]] in Kooperation mit [[LobbyControl]], [[Friends of the Earth Europe]] und [[Spinwatch]] verliehenen [[Worst EU Lobbying Award]]. Hintergrund war die Inzenierung einer politischen Kampagne als  Grassrootsbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die C4C gab vor, eine [[Grassroots-Lobbying|Grassroots-Lobbyinginitiative]] von Künstlern, Musikern, Designern, Ingenieuren und Software-Entwicklern zu sein. In Wahrheit handelte es sich jedoch um eine strategische Kommunikationsmaßnahme der Public Affairs Agentur Campbell Gentry, deren Auftraggeber einzelne Unternehmen der Software- und Computerbranche, sowie der internationale Verband der Computerindustrie war. Damit bildete er die Speerspitze der Lobby für Software-Patente, die im Europaparlament sehr umstritten waren. Während die grüne Fraktion im Europaparlament im Juni 2005 eine Anhörung mit Patentkritikern zum Patentrecht veranstaltete, verteilte die C4C kostenloses Eis für die Europaabgeordneten. Darauf hatte sie zuvor in einer E-Mail hingewiesen, die an alle Europaabgeordenten verschickt worden war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C4C wird de facto von Simon Gentry betrieben, der in der Vergangenheit auch Lobbyarbeit für SmithKline Beecham (heute GlaxoSmithKline) zur Biopatent-Richtlinie gemacht hat. Die englische C4C-Webseite weist vage darauf hin, dass die Kampagne von Unternehmen wie Microsoft und SAP und dem internationalen Verband der Computerindustrie ComTIA unterstützt wird. Es gibt auf der Webseite keinen Hinweis darauf, dass der Koordinator der Kampagne, Simon Gentry, von der Lobby-Agentur Campbell Gentry kommt. Die deutsche und französische Fassung der Webseite erwähnen nicht einmal die Unterstützung seitens der Unternehmen und CompTIA für die Kampagne.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2005/12/campaign-for-creativity-erhalt-worst-eu-lobbying-award/ “Campaign for Creativity” erhält “Worst EU Lobbying Award”], LobbyControl vom 16.12.2005, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Edelman The Centre und Grassroots Enterprise ===&lt;br /&gt;
[[Edelman|Edelman The Centre]] ist eine der weltweit größten PR-Agenturen. Grassroots Enterprise ist eine offizielle Tochter, die die Organisation von Graswurzelbewegungen anbietet. Diese Dienste werden auch in der Filiale von [[Edelman|Edelman The Centre]] in Brüssel angeboten. [[Edelman|Edelman The Centre]] und Grassroots Enterprise agieren dabei als Netzwerkakteur. Laut eigener Angabe schaffen sie Verbindungen zwischen ähnlich Gesinnten um der geplanten Bewegung den nötigen Hintergrund zu geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://grassroots.com/what/ About], Webseite Grassroots Enterprise, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Agenturen ermöglichen es Unternehmen, die über die nötige Finanzstärke verfügen, eine Bewegung aus der Gesellschaft zu finanzieren. Diese vertritt dann, wenn der Hintergrund unerkannt bleibt, glaubwürdig die Interessen der Finanziers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 organisierte die Agentur eine Aktion vor dem EU-Parlament in Brüssel, bei der eine Verkostung gentechnisch veränderter Lebensmittel im Mittelpunkt stand. &amp;quot;Farmers Biotech-Network&amp;quot; war die bis dato unbekannte Gruppe, über die die Journalisten als Initiator berichteten. Erst im Nachhinein fand man heraus, dass die Aktion von [[EuropaBio]] finanziert wurde. Dabei handelt es sich um eine Kampagne, die von großen Gentech-Unternehmen, wie z.B. Bayer und [[Monsanto]], finanziert wird. EuropaBio versuchte berühmte Persönlichkeiten, wie Bob Geldorf, Kofi Annan oder den französischen Politiker Claude Allègre als Botschafter zu gewinnen, um die Vorzüge der Gentechnik anzupreisen. Auf Nachfrage bestritten diese Personen jedoch als Botschafter für EuropaBio tätig zu sein. Bob Geldorf erklärte [[EuropaBio]] nicht einmal zu kennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/europabio-gentechnik-verband-blamiert-sich-mit-pannen-pr-a-793227.html EuropaBio: Gentechnik-Verband blamiert sich mit Pannen-PR], Spiegel vom 21.10.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele USA ==&lt;br /&gt;
=== Tea Party Bewegung ===&lt;br /&gt;
Die Tea Party-Bewegung ist eine konservative amerikanische Protestbewegung, die 2009 entstand. In der amerikanischen Öffentlichkeit wird sie vor allem wegen ihrer wirtschaftspolitischen Forderungen wahrgenommen. Die Tea Party setzt sich für Steuersenkungen und eine Reduzierung des Staatsdefizits ein. Außerhalb des Kongresses besteht die Tea Party aus teils straff organisierten Gruppierungen und teils losen Netzwerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tea Party steht im Verdacht durch Unternehmen und finanzstarke Unterstützer gesteuert zu werden. Der Journalist George Monbiot spricht in diesem Zusammenhang im Guardian von einem systematischen Fall von Astroturfing. Viele Teilnehmer der Tea Party Bewegung seien für Freiheit und gegen Eliten und seien fest davon überzeugt, einer unabhängigen Graswurzelbewegung anzugehören. Die Bewegung werde jedoch von genau den Interessen katalysiert und geleitet, die sie eigentlich bekämpfen will.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/cifamerica/2010/oct/25/tea-party-koch-brothers The Tea Party movement: deluded and inspired by billionaires], theguardian.com vom 25.10.2010, abgerufen am 20.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Studie des National Cancer Institute of the National Institute of Health verortet die Wurzeln der Tea Party in den 1980er Jahren. Zu dieser Zeit begannen Tabakkonzerne damit zivilgeslleschfatliche Organisationen zu gründen, um gegen die Besteuerung von Tabak einzutreten und Studien, die einen Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebserkrankungen untersuchten, zu entkräften. Viele gemeinnützige Organisationen, die zur Tea Party gehören, haben weitreichende Verbindungen zur Tabakkonzernen und richten sich gegen Besteuerung und Regulierung der Tabakindustrie. In diesem Kontext sind die beiden wichtigsten Organisationen &amp;quot;Americans for Prosperity&amp;quot; und &amp;quot;Freedomworkers&amp;quot;, die beide die politische Agenda der Tabakkonzeren unterstützen, indem sie lokale Tea Party-Proteste gegen Tabaksteuern und Nichtrauchergesetze organisieren. Beide entstammen der gleichen Ursprungsorganisation, den Citizens for a Sound Economy (CSE), die 1984 von den Millardären Charles und David Koch gegründet wurde. Die Studie enthüllte, dass die erste Tea Party-Webseite von der den CSE erstellt wurde. Zuvor war das öffentliche Bild der Tea-Party, dass sie sich 2009 als Grasswurzelbewegung aus dem Protest gegen Steuern herausgebildet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huffingtonpost.com/brendan-demelle/study-confirms-tea-party-_b_2663125.html Study Confirms Tea Party Was Created by Big Tobacco and Billionaire Koch Brothers], huffingtonpost.com vom 02.11.2013, abgerufen am 21.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mittlerweile haben sich &amp;quot;Americans for Prosperity&amp;quot; und &amp;quot;Freedomworkers&amp;quot; auf mehrere Bereiche ausgeweitet, in denen sie politische Kampagnenarbeit leisten. Dazu zählen vor allem der Kampf gegen die Gesundheitsreform in den USA und die Ablehnung von Regulierungen im Bezug auf die globale Erwärmung und den Klimawandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Astroturfing im Internet ==&lt;br /&gt;
=== Monsanto und die Bivings Group ===&lt;br /&gt;
Der erste größere Fall von Astroturfing im Internet fand 2002 statt. In verschiedenen Foren kam es zu aggressiven und extremen Kommenatren gegen einen Wissenschaftler, der behauptete in mexikanischem Mais befinden sich zu großen Teilen genmanipulierte Pollen. Die Schmähkommentare gingen von zwei Personen aus, Mary Murphy und Andura Smetacek. In einer Untersuchung zweier Journalisten kam heraus, dass sich die Kommentare von Mary Murphy auf eine Domain der Bivings Group zurückverfolgen lassen. Dabei handelt es sich um eine PR-Firma, die sich auf Internetlobbyismus spezialisiert hat. Sie hatte im Auftrag des Biotechnologieriesen [[Monsanto]] gearbeitet - der Firma, die auch AstroTurf&amp;lt;sup&amp;gt;TM&amp;lt;/sup&amp;gt; (Kunstrasen) entwickelt und patentiert hatte. Zudem fanden die Journalisten heraus, dass die IP-Adresse von Andura Smetacek zum Hauptquartier von [[Monsanto]] in St. Louis, Missouri gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/libertycentral/2010/dec/13/astroturf-libertarians-internet-democracy These astroturf libertarians are the real threat to internet democracy], The Guardian vom 13.12.2010, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.theguardian.com/commentisfree/libertycentral/2010/dec/13/astroturf-libertarians-internet-democracy These astroturf libertarians are the real threat to internet democracy] The Guardian, 13.12.2010.&lt;br /&gt;
* [http://astroturfwars.org/ (Astro)Turf Wars (Film)]&lt;br /&gt;
* [http://www.theguardian.com/world/video/2010/oct/13/americans-for-prosperity-tea-party The Tea Party movement and the oil billionaire] The Guardian. Ausschnitt aus (Astro)Turf Wars.&lt;br /&gt;
* [http://www.newyorker.com/reporting/2010/08/30/100830fa_fact_mayer?currentPage=all The billionaire brothers who are waging a war against Obama.] The New Yorker, 30.08.2010.&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/05/die-buergerinitiative-und-die-braunkohlelobby/ Fallstudie &amp;quot;Unser Revier&amp;quot;: Eine &amp;quot;Bürgerinitiative&amp;quot; der Braunkohlelobby] LobbyControl, 11. Mai 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Gesellschaft_zur_F%C3%B6rderung_umweltgerechter_Stra%C3%9Fen-_und_Verkehrsplanung&amp;diff=37060</id>
		<title>Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung</title>
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		<updated>2016-06-22T14:50:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: Die Seite wurde neu angelegt: „{{BoxOrganisation | Name              = Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV) | Logo              = &amp;lt;!--Bild:&amp;lt;datei…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV)&lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = e.V.&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Straßenbau&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1980&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Bonn&lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://gsv-verkehrundumwelt.de/index.php?id=2 gsv-verkehrundumwelt.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung''' (GSV) tritt nach außen als neutraler, gemeinnütziger Verein auf und präsentiert sich auf ihrer Webseite als „unabhängig von Parteien und Interessengruppen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gsv-verkehrundumwelt.de/index.php?id=4 Wir über uns], Webseite des GSV, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die GSV finanziert sich jedoch hauptsächlich über die sogenannte Fördergemeinschaft für umweltgerechte Straßen- und Verkehrsplanung, in deren Vorstand in den letzten Jahren unter anderem die Strabag-Tochter Deutsche Asphalt, der ADAC-Südbayern, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Asphaltverbands und die Asphalt-Mischwerke Oberfranken vertreten waren. Die Mehrheit der Gründungsmitglieder der GSV und der Fördergemeinschaft für umweltgerechte Straßen- und Verkehrsplanung (FSV) sind Unternehmen und Verbände der Straßenbau- und Automobilindustrie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;asphaltlobby&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/04/versteckspiel-der-asphaltlobby-muss-beendet-werden/ Versteckspiel der Asphaltlobby], lobbycontrol.de vom 28.04.2009, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Pro-Straße-Bürgerinitiativen bekommen durch die GSV professionelle Hilfe bei der Pressearbeit und bei der Strategieentwicklung. Die Bürgerinitiativen werden im Bauplanungsrecht geschult und erhalten finanzielle Unterstützung für die Kampagnenarbeit. Das geht so weit, dass Pappschilder für Aktionen, Plakate, Aufkleber und Mustertexte von der GSV zentral bei einer Druckerei in Auftrag gegeben werden. Bürgermeister, Landräte und Straßenbaumeister werden gezielt in die Bürgerinitiativen eingebunden um Kontakte zu Straßenbaubehörden herzustellen und die Straßenbauvorhaben voranzutreiben. In den letzten Jahren war die GSV zudem immer wieder an der Gründung neuer Bürgerinitiativen beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So findet professionalisierte Lobbyarbeit der Straßenbau- und Automobilbranche hinter dem Deckmantel verschiedener Bürgerbewegungen statt. Seit 1980 wurden auf diesem Weg mindestens 150 Bürgerinitiativen von der GSV unterstützt. Die GSV zeigt sich hinsichtlich ihrer Mitglieder und Finanzierung intransparent. Wirtschaftliche Partikularinteressen werden als Gemeinwohlinteressen artikuliert. Letztlich ist die GSV eine Vorfeldorganisation der Asphalt- und Baulobby, um lokale Initiativen für mehr Straßen aufzubauen. Durch den Druck dieser Initiativen soll mehr staatliches Geld in den Straßenbau fließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;asphaltlobby&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
''genauere Recherchen zu einzelnen Lobbyprojekten, Kampagnen''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
''Mitglieder, Mitgliederorganisationen (Verbände); Organisationsstruktur, Rechtsform, zentrale Entscheidungsgremien, Sitz und Lobbybüros der Organisation; wichtige Personen (aktuell und ehemalig), z.B. Präsidium oder Cheflobbyisten (in Berlin/Brüssel). Mitgliedschaften in anderen Organisationen, Kooperationen o.ä.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
''Finanzierung, Ressourcen, Geldgeber, Kunden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
''Gründung, Gründer, Motive, lobbyrelevante Veränderungen''--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2009/04/versteckspiel-der-asphaltlobby-muss-beendet-werden/ &amp;quot;Versteckspiel der Asphaltlobby muss beendet werden&amp;quot; von LobbyControl vom 28.04.2009, abgerufen am 22.06.2016]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Kategorie bitte entfernen, wenn der Artikel als Entwurf bearbeitet wird. Die Kategorie wieder hinzufügen, wenn der Artikel veröffentlicht wird. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Henning Klaus''' ''(*1965 in Köln)'', ehemaliger Mitarbeiter des ehemaligen Kommissionspräsidenten [[José Manuel Barroso]] in Brüssel, Mitglied des Vorstands des CDU Kreisverbands Brüssel-Belgien,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cdu-bruessel.org/index.php?ka=1&amp;amp;ska=profil&amp;amp;pid=11 CDU Kreisverband], cdu-bruessel.org, aufgerufen am 30.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; empfing im [http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2012/12/aktion-klaren-sie-den-blauen-dunst-uber-brussel/ Tabaklobby-Skandal] Lobbyisten der Zigarrenindustrie ohne die gebotene öffentliche Bekanntmachung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* seit 2005 Mitarbeiter des Kommissionspräsidenten [[José Manuel Barroso]]. Zuständig für: Unterstützung in interinstitutionellen Fragen und bei der Koordinierung von sektorübergreifenden Briefings; Haushalt und Finanzierung; Bessere Rechtsetzung; Dialog mit den Kirchen, religiösen und humanistischen Organisationen&lt;br /&gt;
* 2004–2005 Assistent von [[Alexander Schaub]], Generaldirektor für den Binnenmarkt (nach seinem Ausscheiden wurde Schaub ab 1. Februar 2007 Of Counsel im Büro Brüssel von [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] und Board Member bei der Schindler Elevator Corporation)&lt;br /&gt;
* 2003–2004 Koordinator der Beziehungen zwischen der Generaldirektion für den Binnenmarkt und dem Europäischen Parlament&lt;br /&gt;
*ab 2000 Tätigkeit bei der Generaldirektion für den Binnenmarkt&lt;br /&gt;
*1998–2000 Tätigkeit in einem Brüsseler Beratungsunternehmen (&amp;quot;Brussels-based consultancy firm&amp;quot;)&lt;br /&gt;
*1994–1998 Assistent der beiden Mitglieder des [[Europäisches Parlaments|Europäischen Parlaments]]; Jürgen Schröder (CDU/EVP) und Rechtsanwalt Peter Michael Mombaur. Seit dem Ausscheiden aus dem Europäischen Parlament ist dieser Of Counsel im Büro Brüssel von [[BEITEN BURKHARDT]] und wird auf der Webseite von Beiten Burkhardt als jemand präsentiert, der durch seine langjährige Arbeit beim EU-Parlament direkte Kontakte zu den politischen EU-Entscheidungsträgern hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.beiten-burkhardt.com/de/experten/anwalt/24-peter-mombaur Peter Mombaur], Webseite Beiten Burkhardt, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Studium der Politik und Romanistik&lt;br /&gt;
Quellen:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/archives/commission_2010-2014/president/about/team/index_de.htm Mein Team] offizielle Webseite vom ehem. Kommissionspräsidenten J.M. Barraso, archiviert am 01.11.2014, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/president/pdf/henning-klaus_en.pdf Henning Klaus Lebenslauf], ec.europa.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
Nach Recherchen von Corporate Europe Observatory (CEO) haben sich im [http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2012/12/aktion-klaren-sie-den-blauen-dunst-uber-brussel/ Tabaklobby-Skandal] Mitglieder des Kabinetts Barroso mindestens fünfmal mit Vertretern der Lobby getroffen, ohne dies öffentlich bekannt gemacht zu haben. Zu ihnen gehören auch die beiden deutschen EU-Mitarbeiter Henning Klaus und sein Assistent Guillaume Morel, die sich sich am 20. Dezember 2011 mit Peter Wörmann und Bodo Mehrlein vom Bundesverband der Zigarrenindustrie (BdZ) und Marcel Crijnen vom Europäischen Verband der Zigarrenhersteller (ECMA) getroffen hatten. Nach Einschätzung des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung (OLAF) stellen solche nicht öffentlich bekannt gemachten Treffen einen Verstoß gegen die Transparenz-Richtlinien der WHO dar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/12/17/eu-skandal-geheimtreffen-von-barroso-mitarbeitern-mit-tabak-lobby/ Transparenz EU-Skandal: Geheimtreffen von Barroso-Mitarbeitern mit der Tabak-Lobby], Deutsche Wirtschafts Nachrichten vom 17.12.2012, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.asktheeu.org/en/request/237/response/760/attach/12/2012%204874%20annex%208%20Zigarrenverband.pdf.pdf Mail-Verkehr Bodo Mehrlein an Guilllaume Morel], offizielles EU-Dokument vom 18.11.2011, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2012/12/aktion-klaren-sie-den-blauen-dunst-uber-brussel/ Aktion: Klären Sie den blauen Dunst über Brüssel!, LobbyControl vom 06.12.2012]&lt;br /&gt;
*[http://corporateeurope.org/news/commission-shabby-implementation-un-rules-tobacco-lobbying The Commission’s shabby implementation of UN rules for tobacco lobbying, Corporate Europe Observatory vom 14.12.2012]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bundesverband_Deutscher_Banken&amp;diff=36980</id>
		<title>Bundesverband Deutscher Banken</title>
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		<updated>2016-06-16T12:44:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: /* Mitgliedsverbände */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Bundesverband deutscher Banken&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Bankenverband-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1951&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Burgstraße 28, 10178 Berlin&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = e.V. (VR 19142, Vereinsregister Berlin)&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Burgstraße 28, 10178 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU    = Rue du Commerce 31, 1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Finanzlobby&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.bankenverband.de bankenverband.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''Bundesverband deutscher Banken (BdB)''', kurz auch '''Bankenverband''' genannt, ist ein Spitzenverband des privaten Kreditgewerbes. Der Verband vertritt dabei über 200 private nationale und internationale Kreditinstitute, sowie seine 11 regionalen Mitgliedsverbände. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brüssel ist er sowohl durch ein eigenes Lobbybüro vertreten als auch über den Dachverband [[European Banking Federation]] (EBF).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Financial Times Deutschland konstatiert in einem Artikel im Juli 2010, dass der Einfluss des BdB als Interessenverband der Privatbanken in den letzten Jahren stark zurückgegangen sei. Wichtige Themen wie etwa die Griechenlandhilfe wurde ohne deren Beteiligung entschieden. Einzig bei der Einlagensicherung bleibt der Verbund wichtig, da man Mitglied des BdB sein muss, um in den Genuss dieser Rückversicherung zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20100722095953/http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:agenda-deutschlands-machtloser-bankenverband/50145835.html Deutschlands machtloser Bankenverband] Nina Luttmer in der Financial Times Deutschland vom 21.07.2010, archiviert am 22.07.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen betreiben Branchenriesen wie die [[Deutsche Bank]] zunehmend eine autonome Interessenvertretung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===2015: Ablehnung der Finanztransaktionssteuer ===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband, zusammen mit weiteren führenden Wirtschaftsverbände Deutschlands, hat die europäischen Finanzminister in einer gemeinsamen Pressemitteilung aufgefordert, das Projekt zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer aufzugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dihk.de/presse/meldungen/2015-12-08-finanztransaktonssteuer Verbände: Finanztransaktionssteuer stoppen!] Pressemitteilung der DIHK vom 08.12.2015, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: &amp;quot;Frankfurter Erklärung&amp;quot;===&lt;br /&gt;
{{Lobbyisten_Ministerien-Box}}&lt;br /&gt;
Ende Oktober 2010 versuchte der Bankenverband nach den internen Querelen um die Geschäftsführung wieder stärker in die Offensive zu gehen und warnte in einer Erklärung vom 25.10.2010 vor den volkswirtschaftlichen Folgen einer zu harten Regulierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20101127040726/http://www.bankenverband.de/bundesverband-deutscher-banken/presse/presse-informationen/der-vorstand-des-bankenverbandes-gibt-nach-seiner-heutigen-sitzung-in-frankfurt-main-folgende-erklaerung-ab Pressemitteilung] Webseite Bankenverband vom 25.10.2010, archiviert am 27.11.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Financial Times Deutschland beschreibt die Erklärung des Bankenverband als &amp;quot;argumentativ dürftig&amp;quot; und das &amp;quot;übliche Lobby-Mantra&amp;quot;, das Besondere sei nur die Art, wie der Verband Einigkeit und Stärke demonstrieren wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20101028004950/http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:lobby-deutscher-banken-bankenverband-draengelt-sich-wieder-nach-vorne/50187191.html Bankenverband drängelt sich wieder nach vorne], Financial Times Deutschland vom 26.10.2010, archiviert am 28.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das Handelsblatt kritisiert, dass sich ein Teil der Vorwürfe gegen die Bundesregierung kaum halten lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/alleingang-bei-regulierung-banker-greifen-regierung-scharf-an;2679832;0 Banker greifen Regierung scharf an], Handelsblatt Online vom 26.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gehört zur Strategie der Finanzbranche, einerseits auf globaler Ebene gemeinsam gegen striktere Regulierungen vorzugehen (siehe [[Basel III]] und [[Institute of International Finance]]) und zugleich über die nationale Ebene zu versuchen, die Regierungen gegeneinander auszuspielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Ein Vertreter der Dresdner Bank war für den Bundesverband Deutscher Banken im Bundesministerium für Finanzen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Zeitraum&lt;br /&gt;
| Mitarbeiter&lt;br /&gt;
| Bearbeitete Themen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 01.01.2003 – 31.12.2005&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/129/1612923.pdf Antwort auf eine schriftliche Frage des FDP-Abgeordneten Brüderle zum Einsatz von Beschäftigten aus der Kreditwirtschaft in Bundesbehörden] Deutscher Bundestag vom 04.05.2009, S. 19ff., abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ein/e MitarbeiterIn der Dresdner Bank als Vertreter des Zentralen Kreditausschusses&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot;] Deutscher Bundestag vom 13.11.2006, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; (Seit 2011: Deutsche Kreditwirtschaft)&lt;br /&gt;
| Einsatz im Referat VII B 6&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen: [http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_der_Finanzen Lobbyisten im Bundesministerium der Finanzen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
=== Vorstand (Stand: Juni 2016&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/ueber-uns/aufbau/vorstand/ Der Vorstand des Bankenverbandes], Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;) ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Funktion&lt;br /&gt;
| Name&lt;br /&gt;
| weitere Funktionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Präsident&lt;br /&gt;
| [[Hans-Walter Peters]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Berenberg Bank]]&lt;br /&gt;
* [[Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut]] (HWWI), Mitglied des Kuratoriums&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied des Präsidiums&lt;br /&gt;
| [[John Cryan]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Deutsche Bank]], Vorstandsvorsitzender&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied des Präsidiums&lt;br /&gt;
| [[Andreas Schmitz]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[HSBC Trinkaus &amp;amp; Burkhardt]], Vorsitzender des Aufsichtsrates&lt;br /&gt;
* [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] (KfW), Mitglied des Verwaltungsrats&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Markus Beumer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Commerzbank]], Mitglied des Vorstandes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Roland Boekhout&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[ING-DiBa]], Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Michael Kemmer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hauptgeschäftsführer BdB&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Thomas A. Lange]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* NATIONAL-BANK AG, Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Herrmann J. Merkens&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Aareal Bank]], Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Emmerich Müller&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* B. Metzler, Partner und persönlich haftender Gesellschafter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Lutz Raettig]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Morgan Stanley]] Niederlassung Deutschland, Director/Geschäftsleiter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Theodor Weimer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* UniCredit Bank, Sprecher des Vorstands&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschäftsführung (Stand: Juni 2016&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bankenverband.de/bundesverband-deutscher-banken/geschaeftsfuehrung Geschäftsführung und Bereichsleiter] Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;) ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Funktion&lt;br /&gt;
| Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hauptgeschäftsführer&lt;br /&gt;
| [[Michael Kemmer]] &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Kemmer war zuvor Vorstand bei der skandalgeplagten [[BayernLB]]. Am 25. Oktober 2010 beschloss der Verwaltungsrat der bayerischen Landesbank, die gesamte ehemalige Bankspitze um den langjährigen Vorstandschef [[Werner Schmidt]] für das Milliarden-Desaster bei der österreichischen [[Hypo Alpe Adria]] auf Schadensersatz zu verklagen, also auch Kemmer.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/geld/bankenverband-kemmers-schweigen-1.1015917 BayernLB will Schadenersatz], Süddeutsche Zeitung vom 25.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied der Hauptgeschäftsführung&lt;br /&gt;
| [[Christian Ossig]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied der Hauptgeschäftsführung&lt;br /&gt;
| [[Andreas Krautscheid]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* zuvor Generalsekretär der [[CDU]] in NRW und Minister für Bundesangelegenheiten in NRW&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitgliedsverbände===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband hat eine föderale Struktur.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/mitglieder/mitgliedsverbaende/ Mitgliedsverbände], Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bankenverband Baden-Württemberg e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Bremen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Hamburg e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Hessen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Niedersachsen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Nordrhein-Westfalen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
*Bankenverband Saarland e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Schleswig-Holstein e.V.&lt;br /&gt;
*Bayerischer Bankenverband e.V.&lt;br /&gt;
*Ostdeutscher Bankenverband e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedsbanken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als private Großbanken sind im Bundesverband deutscher Banken vertreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Bank]] AG&lt;br /&gt;
*[[Commerzbank]] AG&lt;br /&gt;
*Deutsche [[Postbank]] AG&lt;br /&gt;
*[[UniCredit Bank]] AG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren einige kleinere und größere private Bankhäuser, wie beispielsweise [[Sal. Oppenheim]] jr. &amp;amp; Cie. KGaA oder [[Hauck &amp;amp; Aufhäuser]] Privatbankiers KGaA. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Großteil der Mitglieder stellten daneben Regionalbanken und deutsche Ableger ausländischer Banken, darunter bekannte Größen wie [[ABN Amro]], [[Bank of America]], [[Barclays]] Bank, [[BNP PARIBAS]], [[Goldman Sachs]], [[JP Morgan]], [[LGT Bank]], [[Merril Lynch]] und [[UBS]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/mitglieder/ Mitglieder] Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband ist Mitglied in folgenden Lobbyorganisationen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/ueber-uns/zusammenarbeit-mit-anderen/ Zusammenarbeit mit anderen], Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;register&amp;quot;&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0764199368-97 Bundesverband deutscher Banken e.V.], EU Transparez-Register, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[European Banking Federation]]&lt;br /&gt;
*[[International Banking Federation]]&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Kreditwirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Europäische Bewegung Deutschland]]&lt;br /&gt;
*[[europa-union Deutschland]]&lt;br /&gt;
*[[Financial Future]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Institute of International Finance]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut dem freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU hat der Bundesverband Deutscher Banken 2015 zwischen 2,5 Millionen und 2,75 Millionen Euro für die Lobbyarbeit bei den EU-Institutionen investiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;register&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Bundesverband deutscher Banken wurde 1951 in Köln, in der Nachfolge des ''Centralverbandes des deutschen Bank und Bankiergewerbes'', gegründet. Im Frühjahr 1999 wurde der Sitz des Verbandes von Köln nach Berlin verlegt. Seit 2004 verfügt der BdB auch über eine Repräsentanz in Brüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bundesverband_Deutscher_Banken&amp;diff=36958</id>
		<title>Bundesverband Deutscher Banken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bundesverband_Deutscher_Banken&amp;diff=36958"/>
		<updated>2016-06-16T11:32:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: /* Lobbystrategien und Einfluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Bundesverband deutscher Banken&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Bankenverband-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1951&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Burgstraße 28, 10178 Berlin&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = e.V. (VR 19142, Vereinsregister Berlin)&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Burgstraße 28, 10178 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU    = Rue du Commerce 31, 1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Finanzlobby&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.bankenverband.de bankenverband.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''Bundesverband deutscher Banken (BdB)''', kurz auch '''Bankenverband''' genannt, ist ein Spitzenverband des privaten Kreditgewerbes. Der Verband vertritt dabei über 200 private nationale und internationale Kreditinstitute, sowie seine 11 regionalen Mitgliedsverbände. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brüssel ist er sowohl durch ein eigenes Lobbybüro vertreten als auch über den Dachverband [[European Banking Federation]] (EBF).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Financial Times Deutschland konstatiert in einem Artikel im Juli 2010, dass der Einfluss des BdB als Interessenverband der Privatbanken in den letzten Jahren stark zurückgegangen sei. Wichtige Themen wie etwa die Griechenlandhilfe wurde ohne deren Beteiligung entschieden. Einzig bei der Einlagensicherung bleibt der Verbund wichtig, da man Mitglied des BdB sein muss, um in den Genuss dieser Rückversicherung zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20100722095953/http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:agenda-deutschlands-machtloser-bankenverband/50145835.html Deutschlands machtloser Bankenverband] Nina Luttmer in der Financial Times Deutschland vom 21.07.2010, archiviert am 22.07.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen betreiben Branchenriesen wie die [[Deutsche Bank]] zunehmend eine autonome Interessenvertretung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===2015: Ablehnung der Finanztransaktionssteuer ===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband, zusammen mit weiteren führenden Wirtschaftsverbände Deutschlands, hat die europäischen Finanzminister in einer gemeinsamen Pressemitteilung aufgefordert, das Projekt zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer aufzugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dihk.de/presse/meldungen/2015-12-08-finanztransaktonssteuer Verbände: Finanztransaktionssteuer stoppen!] Pressemitteilung der DIHK vom 08.12.2015, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: &amp;quot;Frankfurter Erklärung&amp;quot;===&lt;br /&gt;
{{Lobbyisten_Ministerien-Box}}&lt;br /&gt;
Ende Oktober 2010 versuchte der Bankenverband nach den internen Querelen um die Geschäftsführung wieder stärker in die Offensive zu gehen und warnte in einer Erklärung vom 25.10.2010 vor den volkswirtschaftlichen Folgen einer zu harten Regulierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20101127040726/http://www.bankenverband.de/bundesverband-deutscher-banken/presse/presse-informationen/der-vorstand-des-bankenverbandes-gibt-nach-seiner-heutigen-sitzung-in-frankfurt-main-folgende-erklaerung-ab Pressemitteilung] Webseite Bankenverband vom 25.10.2010, archiviert am 27.11.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Financial Times Deutschland beschreibt die Erklärung des Bankenverband als &amp;quot;argumentativ dürftig&amp;quot; und das &amp;quot;übliche Lobby-Mantra&amp;quot;, das Besondere sei nur die Art, wie der Verband Einigkeit und Stärke demonstrieren wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20101028004950/http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:lobby-deutscher-banken-bankenverband-draengelt-sich-wieder-nach-vorne/50187191.html Bankenverband drängelt sich wieder nach vorne], Financial Times Deutschland vom 26.10.2010, archiviert am 28.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das Handelsblatt kritisiert, dass sich ein Teil der Vorwürfe gegen die Bundesregierung kaum halten lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/alleingang-bei-regulierung-banker-greifen-regierung-scharf-an;2679832;0 Banker greifen Regierung scharf an], Handelsblatt Online vom 26.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gehört zur Strategie der Finanzbranche, einerseits auf globaler Ebene gemeinsam gegen striktere Regulierungen vorzugehen (siehe [[Basel III]] und [[Institute of International Finance]]) und zugleich über die nationale Ebene zu versuchen, die Regierungen gegeneinander auszuspielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Ein Vertreter der Dresdner Bank war für den Bundesverband Deutscher Banken im Bundesministerium für Finanzen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Zeitraum&lt;br /&gt;
| Mitarbeiter&lt;br /&gt;
| Bearbeitete Themen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 01.01.2003 – 31.12.2005&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/129/1612923.pdf Antwort auf eine schriftliche Frage des FDP-Abgeordneten Brüderle zum Einsatz von Beschäftigten aus der Kreditwirtschaft in Bundesbehörden] Deutscher Bundestag vom 04.05.2009, S. 19ff., abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ein/e MitarbeiterIn der Dresdner Bank als Vertreter des Zentralen Kreditausschusses&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot;] Deutscher Bundestag vom 13.11.2006, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; (Seit 2011: Deutsche Kreditwirtschaft)&lt;br /&gt;
| Einsatz im Referat VII B 6&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen: [http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_der_Finanzen Lobbyisten im Bundesministerium der Finanzen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
=== Vorstand (Stand: Juni 2016&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/ueber-uns/aufbau/vorstand/ Der Vorstand des Bankenverbandes], Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;) ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Funktion&lt;br /&gt;
| Name&lt;br /&gt;
| weitere Funktionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Präsident&lt;br /&gt;
| [[Hans-Walter Peters]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Berenberg Bank]]&lt;br /&gt;
* [[Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut]] (HWWI), Mitglied des Kuratoriums&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied des Präsidiums&lt;br /&gt;
| [[John Cryan]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Deutsche Bank]], Vorstandsvorsitzender&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied des Präsidiums&lt;br /&gt;
| [[Andreas Schmitz]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[HSBC Trinkaus &amp;amp; Burkhardt]], Vorsitzender des Aufsichtsrates&lt;br /&gt;
* [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] (KfW), Mitglied des Verwaltungsrats&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Markus Beumer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Commerzbank]], Mitglied des Vorstandes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Roland Boekhout&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[ING-DiBa]], Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Michael Kemmer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hauptgeschäftsführer BdB&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Thomas A. Lange]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* NATIONAL-BANK AG, Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Herrmann J. Merkens&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Aareal Bank]], Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Emmerich Müller&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* B. Metzler, Partner und persönlich haftender Gesellschafter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Lutz Raettig]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Morgan Stanley]] Niederlassung Deutschland, Director/Geschäftsleiter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Theodor Weimer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* UniCredit Bank, Sprecher des Vorstands&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschäftsführung (Stand: Juni 2016&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bankenverband.de/bundesverband-deutscher-banken/geschaeftsfuehrung Geschäftsführung und Bereichsleiter] Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;) ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Funktion&lt;br /&gt;
| Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hauptgeschäftsführer&lt;br /&gt;
| [[Michael Kemmer]] &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Kemmer war zuvor Vorstand bei der skandalgeplagten [[BayernLB]]. Am 25. Oktober 2010 beschloss der Verwaltungsrat der bayerischen Landesbank, die gesamte ehemalige Bankspitze um den langjährigen Vorstandschef [[Werner Schmidt]] für das Milliarden-Desaster bei der österreichischen [[Hypo Alpe Adria]] auf Schadensersatz zu verklagen, also auch Kemmer.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/geld/bankenverband-kemmers-schweigen-1.1015917 BayernLB will Schadenersatz], Süddeutsche Zeitung vom 25.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied der Hauptgeschäftsführung&lt;br /&gt;
| [[Christian Ossig]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied der Hauptgeschäftsführung&lt;br /&gt;
| [[Andreas Krautscheid]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* zuvor Generalsekretär der [[CDU]] in NRW und Minister für Bundesangelegenheiten in NRW&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitgliedsverbände===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband hat eine föderale Struktur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bankenverband Baden-Württemberg e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Bremen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Hamburg e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Hessen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Niedersachsen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
*Bankenverband Saarland e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Schleswig-Holstein e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenvereinigung Nordrhein-Westfalen e.V.&lt;br /&gt;
*Bayrischer Bankenverband e.V.&lt;br /&gt;
*Ostdeutscher Bankenverband e.V.&lt;br /&gt;
*Verband deutscher Schiffbanken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedsbanken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als private Großbanken sind im Bundesverband deutscher Banken vertreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Bank]] AG&lt;br /&gt;
*[[Commerzbank]] AG&lt;br /&gt;
*Deutsche [[Postbank]] AG&lt;br /&gt;
*[[UniCredit Bank]] AG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren einige kleinere und größere private Bankhäuser, wie beispielsweise [[Sal. Oppenheim]] jr. &amp;amp; Cie. KGaA oder [[Hauck &amp;amp; Aufhäuser]] Privatbankiers KGaA. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Großteil der Mitglieder stellten daneben Regionalbanken und deutsche Ableger ausländischer Banken, darunter bekannte Größen wie [[ABN Amro]], [[Bank of America]], [[Barclays]] Bank, [[BNP PARIBAS]], [[Goldman Sachs]], [[JP Morgan]], [[LGT Bank]], [[Merril Lynch]] und [[UBS]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/mitglieder/ Mitglieder] Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband ist Mitglied in folgenden Lobbyorganisationen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/ueber-uns/zusammenarbeit-mit-anderen/ Zusammenarbeit mit anderen], Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;register&amp;quot;&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0764199368-97 Bundesverband deutscher Banken e.V.], EU Transparez-Register, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[European Banking Federation]]&lt;br /&gt;
*[[International Banking Federation]]&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Kreditwirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Europäische Bewegung Deutschland]]&lt;br /&gt;
*[[europa-union Deutschland]]&lt;br /&gt;
*[[Financial Future]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Institute of International Finance]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut dem freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU hat der Bundesverband Deutscher Banken 2015 zwischen 2,5 Millionen und 2,75 Millionen Euro für die Lobbyarbeit bei den EU-Institutionen investiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;register&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Bundesverband deutscher Banken wurde 1951 in Köln, in der Nachfolge des ''Centralverbandes des deutschen Bank und Bankiergewerbes'', gegründet. Im Frühjahr 1999 wurde der Sitz des Verbandes von Köln nach Berlin verlegt. Seit 2004 verfügt der BdB auch über eine Repräsentanz in Brüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Europ%C3%A4ische_Agentur_f%C3%BCr_Flugsicherheit&amp;diff=36954</id>
		<title>Europäische Agentur für Flugsicherheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Europ%C3%A4ische_Agentur_f%C3%BCr_Flugsicherheit&amp;diff=36954"/>
		<updated>2016-06-16T11:27:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxInstitution&lt;br /&gt;
| Name             = Europäische Agentur für Flugsicherheit&lt;br /&gt;
| Sitz             = Ottoplatz 1, 50679 Köln&lt;br /&gt;
| Gründung         = Juli 2002&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich= Luftverkehrspolitik&lt;br /&gt;
| Mitarbeiter      = ca. 700 &amp;lt;ref name=&amp;quot;agency&amp;quot;&amp;gt;[http://easa.europa.eu/the-agency The Agency], easa.europa.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://easa.europa.eu/language/de/home.php www.easa.europa.eu]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Europäische Agentur für Flugsicherheit''' (European Aviation Safety Agency, '''EASA''') ist eine in Köln ansässige [[EU-Agenturen|EU-Agentur]]. Sie wurde am 15. Juli 2002 gegründet&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2002:240:0001:0021:DE:PDF Verordnung (EG) Nr. 1592/2002 zur Errichtung einer Europäischen Agentur für Flugsicherheit], eurlex.europa.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist seitdem die Flugsicherheitsbehörde aller EU-Mitgliedstaaten. Sie ist die zentrale Zulassungsstelle der EU und soll die Sicherheits- und Umweltstandards im europäischen Flugverkehr verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-03-1333_de.htm?locale=en#file.tmp_Foot_1 Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) am Start], Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 02.10.2003, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Die übergeordnete Hauptaufgabe der EASA liegt in der Umsetzung harmonisierter und bestmöglicher Umwelt- und Sicherheitsstandards für das gesamte Gebiet der EU. Dazu bereitet sie Gesetzesvorschläge vor und berät Kommission und Mitgliedstaaten zum Thema Flugverkehr. Sie fungiert zudem als Zulassungsstelle, sowohl für Einzelteile als auch für ganze Flugzeugmodelle, und überprüft die Einhaltung geltender Standards.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.easa.europa.eu/the-agency/the-agency Mission &amp;amp; Tasks], easa.europa.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EASA wurde im Juli 2002 gegründet und nahm im Jahre 2003 ihre Arbeit auf. Sie soll unabhängig agieren und ist nur den EU-Staaten und der Kommission gegenüber rechenschaftspflichtig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.easa.europa.eu/the-agency/management-board Management Boards], easa.europa.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
Im Verwaltungsrat der EASA sitzen 27 Vertreter der Mitgliedstaaten und ein Vertreter der Kommission.&amp;lt;ref name=rech&amp;gt;[http://www.eca.europa.eu/Lists/News/NEWS1210_11/NEWS1210_11_EN.PDF Management of Conflict of Interest in Selected EU Agencies], eca.europa.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Er legt den Arbeitsplan der Agentur fest und beschließt deren Haushaltsplan. Die Aufgaben des Verwaltungsrats umfassen weiterhin die Erstellung eines Haushaltsplans, die Überwachung der Arbeitsweise, sowie die Festlegung der Leitlinien der Agentur. Auf der Webseite von EASA findet sich die Liste der [https://www.easa.europa.eu/management-board/management-board-members.php Vorstandsmitglieder] sowie der [https://www.easa.europa.eu/management-board/management-board-observers.php Beobachter]. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates ist Pekka Henttu.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.easa.europa.eu/management-board/management-board-members.php Management Board], easa.europa.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beirat der EASA unterstützt den Verwaltungsrat bei seiner Arbeit. Er besteht aus [https://www.easa.europa.eu/system/files/dfu/Members%20of%20the%20EASA%20Advisory%20Board%20%28EAB%29.pdf Vertretern] verschiedenster Bereiche der Luftfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit September 2013 ist Patrick Ky neuer Exekutivdirektor der EASA und somit der Nachfolger des Franzosen Patrick Goudou, welcher seit 2003 – und damit von Beginn an – der Exekutivdirektor der EASA war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ky&amp;quot;&amp;gt;[https://www.easa.europa.eu/the-agency/agency-organisation-structure/executive-director Executive Director], easa.europa.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Es obliegt allein ihm, sicherheitsrelevante Entscheidungen für die Agentur zu treffen. Die Beschwerdekammer – bestehend aus einem Vorsitzenden, zwei Mitgliedern, sowie zwei Stellvertreter/-innen&amp;lt;ref name=rech/&amp;gt; – überprüft deren Inhalt auf Konformität mit geltendem europäischem Recht und kümmert sich um Beschwerden über jegliche Entscheidungen der Agentur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ky&amp;quot;/&amp;gt; Der Exekutivdirektor wird vom Verwaltungsrat gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einflussnahme und Lobbystrategien==&lt;br /&gt;
Die EASA ist der zentrale Ansprechpartner aller EU-Institutionen in Fragen der Luftverkehrspolitik. Die [[EU-Agenturen|EU-Agentur]] berät die europäischen Institutionen bei der Erstellung neuer Gesetze und Richtlinien; kontrolliert die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften; ist für die Zulassung luftfahrttechnischer Produkte zuständig; prüft die Sicherheit außereuropäischer Fluganbieter; und betreibt Forschung zur Verbesserung der Sicherheit im Flugverkehr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;agency&amp;quot;/&amp;gt; Die EASA trägt also eine große Verantwortung für die Sicherheit der europäischen Bürger – umso wichtiger ist, dass sie effizient und unabhängig arbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seitenwechsler===&lt;br /&gt;
Um über die Zulassung von Flugzeugen und deren Bestandteile urteilen zu können, benötigt das zuständige EASA-Personal fundiertes Fachwissen. Die meisten Mitarbeiter erwarben dies durch frühere Tätigkeiten in Unternehmen der Branche. Nachdem sie zu EASA wechselten, besteht allerdings immer noch die Gefahr, dass ihnen bei ihren Entscheidungen die Interessen ihres früheren Arbeitgebers sehr nahe liegen; dies untergräbt die Neutralität der Agentur.&amp;lt;ref name=rech/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Europäischer Rechnungshof kritisiert die EASA wegen ihres Umgangs mit Interessenkonflikten'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2012 veröffentlichte der [[Europäische Rechnungshof]] seinen Bericht über vier [[EU-Agenturen]] – die Europäische Arzneimittelagentur ([[EMA]]), die Europäische Chemikalienagentur ([[ECHA]]), die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit ([[EFSA]]) und die Europäische Agentur für Flugsicherheit ([[EASA]]) – und deren Umgang mit Interessenkonflikten. Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass alle vier untersuchten Agenturen nur unzulängliche Regeln zur Prävention von Interessenkonflikten haben, und dass dringender Handlungsbedarf besteht.&amp;lt;ref name=rech/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EASA hat keine eigenen Regeln oder festgelegte Prozeduren für den Umgang mit potentiellen Interessenkonflikten ihrer Mitarbeiter. Außerdem müssen Mitglieder des Verwaltungsrats, der Beschwerdekammer und alle Expert/-innen keine Interessenerklärung ausfüllen, obwohl sie großen Einfluss auf die Arbeit der Agentur haben.&amp;lt;ref name=rech/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rechnungshof stellt allen vier untersuchten [[EU-Agenturen|Agenturen]] ein schlechtes Zeugnis aus; doch die EASA bildet das Schlusslicht dieser Gruppe: Nur sie lässt ihre Mitarbeiter keine Interessenerklärungen ausfüllen; nur sie hat keine eigenen Regeln zum Umgang mit Interessenkonflikten; nur sie hat weder Richtlinien bezüglich der Annahme von Geschenken noch von Einladungen. Weiterhin kritisiert der Rechnungshof, dass die EASA ihre künftigen Mitarbeiter/-innen hinsichtlich potentieller Interessenkonflikte nicht ausreichend prüft und mit nationalen Behörden zusammenarbeitet, über deren eigene Interessen sie sich nicht hinreichend informiert.&amp;lt;ref name=rech/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der EU-Rechnungshof empfiehlt der EASA daher &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* klare Leitlinien zum Umgang mit Interessenkonflikten zu entwickeln (diese müssen dann auch für externe Mitarbeiter/-innen gelten);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* künftige Mitarbeiter/-innen vor Einstellung auf mögliche Interessenkonflikte zu prüfen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Ausfüllen von Interessenerklärungen für alle Mitarbeiter/-innen verpflichtend einzuführen und die Informationen konsequent auszuwerten;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Regeln bezüglich der Annahme von Geschenken und Einladungen aufzustellen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* transparente Prozeduren zur Sanktionierung von Vertrauensbrüchen (''breach-of-trust policy'') für alle Agenturmitarbeiter/-innen zu entwickeln;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für mehr Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Entscheidungen zu sorgen, die in wissenschaftlichen Komitees getroffen werden;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Mitarbeiter/-innen für potenzielle Interessenkonflikte zu sensibilisieren und dahingehend zu schulen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für Mitarbeiter/-innen Regeln bezüglich der Auswahl künftiger Arbeitgeber zu entwickeln, um die Probleme um den [[Drehtür-Effekt]] anzugehen.&amp;lt;ref name=rech/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Institution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Intergroups&amp;diff=36949</id>
		<title>Intergroups</title>
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		<updated>2016-06-16T10:56:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Intergroups''' (dt.: Interfraktionelle Arbeitsgruppen) sind informelle Arbeitsgruppen im [[EU-Parlament]]. Sie werden von Abgeordneten fraktions- und parteiübergreifend zu einem bestimmten Thema gebildet. Sie sind jedoch keine Organe des Parlaments. An den Treffen von Intergroups nehmen neben den Abgeordneten Vertreter von Unternehmen, Organisationen und (Wirtschafts-)Verbänden teil - zum informellen Austausch. Es ist zu unterscheiden zwischen offiziellen, beim EU-Parlament registrierten Intergroups und inoffiziellen, nicht-registrierten Intergroups.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktivitäten der Intergroups werden im Falle von nicht-registrierten Intergroups häufig vollständig, bei registrierten teilweise von den beteiligten Lobbyakteuren finanziert. Kritiker betrachten daher Intergroups oftmals als Vehikel um Lobbyinteressen ins EU-Parlament zu tragen. Viele Industriezweige betreiben heute ihre &amp;quot;eigene&amp;quot; Intergroup.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Möglichkeiten und Bedingungen zur Bildung von Intergroups sind von der Konferenz der Präsidenten am 16. Dezember 1999 geschaffen worden (und wurden zuletzt am 11.09.2014 aktualisiert).&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/aboutparliament/de/00c9d93c87/Intergroups.html Interfraktionelle Arbeitsgruppen], Webseite Europäisches Parlament, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dabei wurde festgelegt unter welchen Bedingungen Intergroups zu Beginn jeder Wahlperiode gebildet werden können, welchen Zweck diese verfolgen und wie sie in ihren Tätigkeiten ausgestaltet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regelung&amp;quot;&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/pdf/intergroupes/2012_Rules_DE.pdf Regelung für die Bildung interfraktioneller Arbeitsgruppen], Webseite Europäisches Parlament, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;quot;Liste der Mitglieder&amp;quot; und die &amp;quot;Erklärung der finanziellen Interessen&amp;quot; werden zu den registrierten Intergroups im Internet zur freien Verfügung gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Intergroups variiert in jeder Legislaturperiode. Derzeit gibt das Europäische Parlament die Zahl der Intergroups auf einer veröffentlichten Liste mit 28 an (Stand: Juni 2016).&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiele registrierter Intergroups:&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot; /&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
*Climate change, sustainable development and biodiversity&lt;br /&gt;
*[[Digital Agenda]]&lt;br /&gt;
*[[Creative Industries]]&lt;br /&gt;
*[[Sky and Space]]&lt;br /&gt;
*SMEs - Small and Medium-sized enterprises&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings erfasst die Liste nur registrierte Intergroups. Die lobbykritische Nichtregierungsorganisation ''Corporate Europe Observatory'' geht von mindestens 15 nicht registrierten Intergroups in Brüssel aus, schätzt jedoch, dass die tatsächliche Zahl solcher Intergroups noch höher liegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot;&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/lobbying-under-radar Lobbying under the radar], corporateeurope.org vom 24.05.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass sich nicht jede Arbeitsgruppe, in der Abgeordnete verschiedener Fraktionen mit Wirtschaftsvertetern und -lobbyisten informell zusammensitzen, auch offiziell als Intergroup beim Europäischen Parlament registrieren muss. Die diesbezüglichen Regelungen sind nur unzureichend konkretisiert und bieten ausreichend Schlupflöcher. Aus diesem Grund existiert momentan eine unüberschaubare Zahl an Intergroups.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beispiele nicht registrierter Intergroups:&lt;br /&gt;
| Mitglieder aus der Wirtschaft (u.a.)&lt;br /&gt;
| Mitglieder aus der Politik (u.a.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[European Internet Forum]] (EIF)&lt;br /&gt;
| [[Amazon]], [[Apple]], [[Google]], [[facebook]], [[Telefonica]], [[Nokia]], [[Walt Disney]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.eifonline.org/members.html Business Members], eifonline.org, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Angelika Niebler]], [[Marietje Schaake]], [[Axel Voss]], [[Elmar Brok]], [[Julia Reda]], [[Vicky Ford]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.eifonline.org/members.html Political Members], eifonline.org, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[European Energy Forum]] (EEF)&lt;br /&gt;
| [[eon]], [[bp]], [[ExxonMobil]], [[Shell], [[RWE]], [[Statoil]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europeanenergyforum.eu/members/associate-members Associate Members], europeanenergyforum.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Angelika Niebler]], [[Vicky Ford]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europeanenergyforum.eu/members/active-members Active Members], europeanenergyforum.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[European Parliamentary Financial Services Forum]] (EPFSF)&lt;br /&gt;
| [[JP Morgan]], [[Goldman Sachs International]], [[Deutsche Börse]] Group, [[Commerzbank]] AG, [[HSBC]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epfsf.org/membership/financial-industry-members Financial Indusrty Members], epfsf.org, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Burkhard Balz]], [[Vicky Ford]], [[Monika Hohlmeier]], [[Andreas Schwab]], [[Beatrix von Storch]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epfsf.org/membership/steering-committee Steering Committee] epfsf.org, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Forum for Mobility and Society]] (FMS)&lt;br /&gt;
| [[BMW]] Group, [[Honda]], [[Michelin]], [[Goodyear Dunlop]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.debatingmobility.eu/ About Us], debatingmobility.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Bernd Lange]], [[Dominique Riquet]], [[Adina-Ioana Valean]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.debatingmobility.eu/ Home], debatingmobility.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
| [[Nokia]], [[Philip Morris International]], [[Deutsche Bank]], [[Commerzbank]], [[Unilever]], [[Airbus]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;kangaroo&amp;quot;&amp;gt;[http://www.kangaroogroup.de/who-we-are/kangaroo-members/ Members], kangaroogroup.de, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Burkhard Balz]], [[Andreas Schwab]], [[Rainer Wieland]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;kangaroo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Knowledge4Innovation]] (K4I) &lt;br /&gt;
| [[A.SPIRE]], [[CEFIC]], [[ECPA]], [[Nokia]], [[Novitech]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.knowledge4innovation.eu/k4i-members Members], knowledge4innovation.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Christian Ehler]], [[Marietje Schaake]], [[Adina-Ioana Valean]], [[Vicky Ford]], [[Michael Theurer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.knowledge4innovation.eu/k4i-political-members Political Members], knowledge4innovation.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rail Forum Europe]]&lt;br /&gt;
| [[Deutsche Bahn]] AG, [[Deutsche Post]] DHL, [[Thales]] Transportation, [[VDB]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rail-forum.eu/members/associate-members Associate Members], rail-forum.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Andreas Schwab]], [[Dominique Riquet]], [[Martina Werner]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rail-forum.eu/members/full-members Full Members], rail-forum.eu, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Transatlantic Policy Network]] (TPN)&lt;br /&gt;
| [[Allianz]], [[Amazon]], [[Bertelsmann]] AG, [[BASF]], [[Coca-Cola]], [[Deutsche Bank]], [[Google]], [[HSBC]], [[Nestlé]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tpnonline.org/organisation/business-members/ Business Members], tpnonline.org, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Burkhard Balz]], [[Elmar Brok]], [[Alexander Lambsdorff]], [[Christian Ehler]], [[Andreas Schwab]], [[Marietje Schaake]], [[Michael Theurer]], [[Vicky Ford]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tpnonline.org/organisation/eu-parliamentary-group/ EU Parliamentary Group], tpnonline.org, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Intergroups, welche nicht beim Europäischen Parlament registriert sind, unterliegen nicht den Vorgaben des EU-Parlaments und sind deshalb nicht verpflichtet, ihre finanziellen Interessen offenzulegen. Auf den Websites inoffizieller Intergroups werden nur nach Belieben Angaben über Finanzierung und Ausgaben der Gruppenaktivitäten gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ist keine Transparenz gewährleistet und mögliche finanzielle Vorteilnahme durch politische Entscheidungsträger über solche Gruppen bzw. sonstige materielle Beeinflussungen kann kaum effektiv kontrolliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Arbeitsweise ==&lt;br /&gt;
Um eine offizielle, beim EU-Parlament registrierte Intergroup zu bilden, bedarf es der Unterschriften von Parlamentarier/-innen aus mindestens drei verschiedenen Fraktionen des Parlaments. Dabei ist die Anzahl der jeweiligen Fraktionsabgeordneten, welche zur Gründung einer Intergroup nötig sind, abhängig von einem festgelegten Zusammensetzungsschlüssel, der die Größe der Parlamentsfraktionen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Es gibt keine verbindliche oder einheitliche Organisationsstruktur für offizielle Intergroups. Sie müssen jedoch über eineN VorsitzendeN verfügen und ihre finanziellen Zuwendungen öffentlich machen. Intergoups tagen in der Regel während der Sitzungsperioden des Europäischen Parlaments, dürfen jedoch, da sie keine offiziellen Organe des Parlaments sind, keine rechtsverbindlichen Entscheidungen treffen oder den Eindruck erwecken, sie würden im Namen des Europäischen Parlaments sprechen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regelung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Intergroups finanzieren sich häufig durch eine Mischung aus Geldmitteln, die sich aus EU-Förderprogrammen, Stiftungen oder Mittelzuflüssen durch Spenden und Organisationen zusammensetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europa-digital.de/dschungelbuch/top3/parlament/intergroups.shtml Intergroups im Europäischen Parlament], europa-digital.de vom 30.01.2006, abgerufen am 02.08.2012, nicht mehr abrufbar&amp;lt;/ref&amp;gt; Offizielle Intergroups erhalten auch Unterstützung durch das Europäische Parlament, indem es den verschiedenen Intergroups Konferenzräume zur Verfügung stellt oder die Fraktionen Übersetzer bereitstellen. Inoffizielle Intergroups erhalten keine derartige Unterstützung. Wobei es in den vergangenen Jahren mit der [[Kangaroo Group]] eine nicht-registrierte Intergroup geschafft hatte, ihr Büro eine Zeit lang im Europäischen Parlament unterzubringen (siehe [[Intergroups#Beispiele|Beispiele]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung der einzelnen Intergroups ist zum Teil sehr undurchsichtig. Zwar muss jede Intergroup eine regelmäßig zu aktualisierende Erklärung über finanzielle Interessen beim Präsidenten des Europäischen Parlaments einreichen, welche sodann veröffentlicht wird  - doch erstens ist unklar, ob diese vollständig sind. Zweitens, und hier liegt das größere Problem, finden sich die inoffiziellen Gruppen in dieser Liste über Zahl und Namen aktueller Intergroups nicht wieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einflussnahme und Lobbystrategien==&lt;br /&gt;
Ein typischer Weg der Einflussnahme von Unternehmen und Verbänden auf politische Akteure erfolgt über Veranstaltungen, welche im Rahmen der Intergroups organisiert werden - sogenannte Arbeitsfrühstücke, Mittagessen inklusive Expertenvorträgen, Abendessen samt Themendebatten, Cocktailabende, Exkursionen oder Weiterbildungsseminare für Mitarbeiter der EU-Abgeordneten. Die Kosten dieser Veranstaltungen tragen die Unternehmen und Verbände.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Zuwendungen, die auf eine gewisse Abhängigkeit der Gruppen von ihren Spendern hindeuten, sind zum Beispiel Räumlichkeiten und Sekretariate, die von Verbänden und anderen Lobbyakteuren zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden einige Beispiele solcher Zuwendungen sowohl bei registrierten als auch bei unregistrierten Intergroups aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiele===     &lt;br /&gt;
*Die registrierte Intergroup [[Sky and Space]] (dt. Luft- und Raumfahrt) lässt sich ihr Sekretariat durch den [[Europäischer Verband der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie | Europäischen Verband der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie]] (ASD) bereitstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/pdf/intergroupes/VIII_LEG_DIF_19_Sky_and_Space.pdf Declaration of Financial Interests, Sky and Space], Webseite Europäisches Parlament vom 01.09.2015, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Aktivitäten des [[Forum for the Automobile and Society]] (FAS) (dt. Forum Automobil und Gesellschaft), eine nicht-registrierte Intergroup, werden vom Brüsseler Büro des internationalen Automobilverbandes [[Fédération Internationale de l’Automobile]] (FIA) aus geleitet.&lt;br /&gt;
*Die Intergroup [[European Internet Foundation]] (EIF) ist gleichfalls nicht registriert. In ihr finden sich neben zahlreichen Europaabgeordneten viele Vertreter großer Internetunternehmen wie [[Apple]], [[Google]], [[Amazon]] und [[Facebook]]. Die Intergroup wird nach eigenen Angaben ausschließlich durch die Mitgliedsunternehmen finanziert.&lt;br /&gt;
*Die nicht registrierte [[Kangaroo Group]] ist eine Intergroup, zu deren Mitgliedern ca. 50 Großkonzerne gehören, u.a. [[Goldman Sachs]], [[Philip Morris]], [[Deutsche Bank]], [[Volvo]], [[Deutsche Telekom]], [[ebay]] und [[BP]]. Bis zum Januar 2012 hatte die [[Kangaroo Group]] ihr offizielles Büro in Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments in Brüssel. Erst durch Druck von Seiten des lobbykritischen Netzwerks ''Corporate Europe Oberservatory'' bezog die ursprünglich nicht-registrierte Intergroup ein neues Büro in unmittelbarer Nähe des Parlaments.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/kangaroo-groups-base-parliament-challenged Kangaroo Group's base in Parliament challenged], corporateeurope.org vom 21.11.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Präsident der [[Kangaroo Group]] ist seit Juni 2013 der deutsche Europaabgeordnete [[Michael Gahler]]. Sein Vorgänger war der österreichische Europaabgeordnete [[Othmar Karas]], vier Jahre Präsident der [[Kangaroo Group]] und gleichzeitig seit 2012 Vizepräsident des Europäischen Parlaments. Neben [[Michael Gahler]] und [[Othmar Karas]] sind noch 12 weitere Europaabgeordnete Mitglieder der [[Kangaroo Group]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kangaroogroup.de/who-we-are/kangaroo-board/ The Board of the Kangaroo Group], Kangaroo Group, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beispiele machen deutlich, warum viele kritische NGOs Intergroups als Vehikel sehen, die Unternehmensinteressen ins Europäische Parlament bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seitenwechsler===&lt;br /&gt;
*Die finnische Europaabgeordnete [[Piia-Noora Kauppi]] hatte bis 2008 den Vorsitz der Intergroup [[European Parliamentary Financial Services Forum]] (dt. Finanzdienstleistungen, EPFSF) inne, bis sie 2008, direkt im Anschluss an ihr Ausscheiden aus dem Europäischen Parlament, als Bankenlobbyistin für die [[Federation of Finnish Financial Services]] tätig wurde.&lt;br /&gt;
*Seit Oktober 2011 arbeitet die ehemalige SPD-Europaabgeordnete [[Erika Mann]] für [[Facebook]] im 2011 eröffneten Brüsseler Büro des Konzerns als Lobbyistin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-09/facebook-datenschutz-beauftragte Facebook ernennt Datenschutzbeauftragte], Zeit Online vom 14.09.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2009 war Mann als EU-Abgeordnete u.a. Mitglied der Intergroup [[European Internet Foundation]]. Manns ehemalige Assistentin, [[Eva-Maria Kirschsieper]] arbeitet heute als Lobbyistin für Facebook in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
*Die beiden nicht-registrierten Intergroups [[European Internet Foundation]] und [[Transatlantic Policy Network]] wurden maßgeblich durch [[Peter Linton]], einen Cheflobbyisten der großen PR- und Lobbyagentur [[Burson-Marsteller]] initiiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20160512202710/http://burson-marsteller.be/about/team/senior-consultants/#profile.peter.linton Senior Consultants Profile] Webseite von Burson-Marsteller, archiviert am 12.05.2016, abgerufen am 14.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine weitere nicht beim Europäischen Parlament registrierte Intergroup heißt [[Knowledge4Innovation]] (dt.: Wissen für Innovation) und wurde von der Lobbyagentur [[Strauss &amp;amp; Partners]] gegründet. Strauss &amp;amp; Partners leitet nach eigenen Angaben seitdem diese Intergroup über unternehmenseigene Büros und ist für das Programm der Intergroup sowie die Organisation der Events und Aktivitäten verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.strausspartners.eu/clients Clientse], Webseite von Strauss &amp;amp; Partners, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die nicht registrierte Intergroup [[European Parliamentary Financial Services Forum]] wurde durch die Lobbyagentur [[Houston Associates]] gegründet und eine Zeit lang geführt, bevor die Koordination an den einflussreichen europäischen Bankenverband [[ European Banking Federation]] (EBF) übergeben wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die inoffizielle Intergroup [[Transatlantic Policy Network]] bezahlt sowohl amerikanischen als auch europäischen Politikern die Reisekosten für Besuche intern organisierter Konferenzen sowie andere Ausflüge. Allein für US-Politiker wurden im Zuge dessen, zwischen 2000 und 2015, Kosten in Höhe von 243,129 $ übernommen - für 48 derartige Ereignisse.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.legistorm.com/trip/list/by/sponsor/id/5811/name/Transatlantic_Policy_Network.html Transatlantic Policy Network - Sponsor of Congressional Travel], legistorm.com, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Da es im Rahmen des [[Lobbyregister EU|Lobbyregisters]] des Europäischen Parlaments keine Verpflichtung für inoffizielle Intergroups gibt, derlei Zahlen offenzulegen, sind die Ausgaben für EU-Abgeordnete nicht im Detail bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Im Jahr '''2011''' schrieb der britische EU-Abgeordnete [[Martin Callanan]] eine offizielle parlamentarische Stellungnahme als Reaktion auf den Antrag der Europäischen Kommission hingehend der Energieeffizienzstandards von Automobilen, in welcher er geringere Auflagen für die Industrie empfahl. Seine Empfehlungen entsprachen exakt denen des Verbandes Europäischer Automobilhersteller, von dem viele Mitgliedsunternehmen Vertreter in der Intergroup [[Forum for the Automobile and Society]] (dt. Forum Automobil und Gesellschaft) sitzen haben. Auch Callanan ist Mitglied dieser Intergroup.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der englische Abgeordnete des Europäischen Parlaments [[Giles Chichester]] ist Präsident der Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF) (dt. Europäisches Energieforum), welche von zahlreichen Energie- und Ölkonzernen finanziert wird. In dieser Position ließ sich Chichester, zusammen mit anderen in der Intergroup aktiven EU-Abgeordneten, auf eine Exkursion in die Barentssee durch den norwegischen Ölkonzern [[Statoil]] einladen - diese wurde von Statoil finanziert. Statoil bezweckte mit dieser Fahrt, den Abgeordneten die Sicherheit und Unbedenklichkeit von Ölbohrinseln in empfindlichen Ökosystemen zu demonstrieren. Weiterhin ließ sich Chichester durch den Atomenergiekonzern [[Areva]] eine Reise nach Valencia inklusive des Besuchs einer Etappe des America's Cup bezahlen. Bemerkenswert ist, dass Chichester stets politische Positionen vertritt, welche im Interesse jener großen Energiekonzerne sind, welche das EEF dominieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;confl&amp;quot;&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/conflicts-interests-eu Conflicts of Interests in the EU], corporateeurope.org vom 25.06.2008, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''2005''' haben Abgeordnete des Europäischen Parlaments, welche auch Mitglieder der Intergroup [[European Parliamentary Financial Services Forum]] waren, Änderungsanträge eingebracht um die damals in Vorbereitung befindliche ''Dritte Geldwäsche-Richtlinie'' zu verwässern. Die eingebrachten Änderungsvorschläge waren beinahe identisch mit den von einer Handelsbankengruppe in Umlauf gebrachten Entwürfen. Jene Handelsbankengruppe stellte viele Mitglieder in der genannten Intergroup.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche EU-Abgeordnete [[Elmar Brok]] war dafür verantwortlich, dass '''2004''' in einen Entwurf des Europäischen Parlaments hinsichtlich der zu erreichenden Ziele auf einem damals anstehenden EU-USA-Gipfel, die Hauptforderungen der Intergroup [[Transatlantic Policy Network]] eins zu eins eingegangen sind. Vordergründig ging es darum bis 2015 einen freien und weitestgehend unregulierten Markt zwischen der USA und der EU zu schaffen. Brok war zu diesem Zeitpunkt Vorsitzender der Intergroup.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.corporateeurope.org/tpntabd.html EU-US free trade talks ahead?], corporateeurope.org von Juni 2004, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der britische EU-Parlamentarier [[Malcom Habour]], welcher Vorsitzender der Intergroup [[Forum for the Automobile and Society]] (dt. Forum Automobil und Gesellschaft) ist, hat sich seit dem Jahr '''2004''' 18 Autos und den Besuch diverser Autorennsportereignisse sowie anderer Events von der Automobilindustrie bezahlen lassen. Habour selbst ist als ein energischer Verfechter automobilkonzernfreundlicher Positionen im Europäischen Parlament bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;confl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Kritikpunkte:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Obwohl Intergroups keine Organe des Parlaments sind und aus diesem Grund nicht in dessen Namen sprechen können und dürfen, werden derlei Regeln insbesondere durch inoffizielle Intergroups vorsätzlich unterwandert. Beispielsweise geschieht dies, indem nicht-registrierte und keinerlei Kontrolle durch das EU-Parlament unterliegende Intergroups in ihren Namen die Worte ''European Parliament'' führen - wodurch der Eindruck einer offiziellen Einrichtung der Europäischen Union geweckt wird, was jedoch in keiner Weise zutrifft. Beispiele dafür sind u.a. folgende nicht-registrierte Intergroups: &lt;br /&gt;
**The [[European Parliamentary Financial Services Forum]]&lt;br /&gt;
**The [[European Parliament Ceramics Forum]]&lt;br /&gt;
**The [[Forum in the European Parliament for Construction]] oder&lt;br /&gt;
**The [[Knowledge4Innovation]] Forum of the European Parliament. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtregierungsorganisationen, andere zivilgesellschaftliche Interessengruppen sowie Gewerkschaften sind ganz überwiegend aus den Intergroups ausgeschlossen und dürfen nur in den seltensten Fällen an einzelnen Veranstaltungen teilnehmen. Dies trifft insbesondere auf die inoffiziellen und oft rein durch Mitgliedskonzerne und -verbände finanzierten Intergroups zu. Beispielsweise ist dies gängige Praxis im [[European Energy Forum]] (EEF) und dem [[Rail Forum Europe]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Intergroup]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bundesverband_Deutscher_Banken&amp;diff=36938</id>
		<title>Bundesverband Deutscher Banken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bundesverband_Deutscher_Banken&amp;diff=36938"/>
		<updated>2016-06-16T09:20:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: /* Lobbystrategien und Einfluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Bundesverband deutscher Banken&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Bankenverband-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1951&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Burgstraße 28, 10178 Berlin&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = e.V. (VR 19142, Vereinsregister Berlin)&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Burgstraße 28, 10178 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU    = Rue du Commerce 31, 1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Finanzlobby&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.bankenverband.de bankenverband.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''Bundesverband deutscher Banken (BdB)''', kurz auch '''Bankenverband''' genannt, ist ein Spitzenverband des privaten Kreditgewerbes. Der Verband vertritt dabei über 200 private nationale und internationale Kreditinstitute, sowie seine 11 regionalen Mitgliedsverbände. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brüssel ist er sowohl durch ein eigenes Lobbybüro vertreten als auch über den Dachverband [[European Banking Federation]] (EBF).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Financial Times Deutschland konstatiert in einem Artikel im Juli 2010, dass der Einfluss des BdB als Interessenverband der Privatbanken in den letzten Jahren stark zurückgegangen sei. Wichtige Themen wie etwa die Griechenlandhilfe wurde ohne deren Beteiligung entschieden. Einzig bei der Einlagensicherung bleibt der Verbund wichtig, da man Mitglied des BdB sein muss, um in den Genuss dieser Rückversicherung zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ftd.de/print-archiv/?artID=1844490&amp;amp;day=19&amp;amp;month=07&amp;amp;year=2010&amp;amp;pagenum=23&amp;amp;timeframe_all=false Stimmverlust] Nina Luttmer in der Financial Times Deutschland vom 19.07.2010, abgerufen am 22.08.2010, nicht mehr abrufbar&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen betreiben Branchenriesen wie die [[Deutsche Bank]] zunehmend eine autonome Interessenvertretung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===2015: Ablehnung der Finanztransaktionssteuer ===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband, zusammen mit weiteren führenden Wirtschaftsverbände Deutschlands, hat die europäischen Finanzminister in einer gemeinsamen Pressemitteilung aufgefordert, das Projekt zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer aufzugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dihk.de/presse/meldungen/2015-12-08-finanztransaktonssteuer Verbände: Finanztransaktionssteuer stoppen!] Pressemitteilung der DIHK vom 08.12.2015, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: &amp;quot;Frankfurter Erklärung&amp;quot;===&lt;br /&gt;
{{Lobbyisten_Ministerien-Box}}&lt;br /&gt;
Ende Oktober 2010 versuchte der Bankenverband nach den internen Querelen um die Geschäftsführung wieder stärker in die Offensive zu gehen und warnte in einer Erklärung vom 25.10.2010 vor den volkswirtschaftlichen Folgen einer zu harten Regulierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20101127040726/http://www.bankenverband.de/bundesverband-deutscher-banken/presse/presse-informationen/der-vorstand-des-bankenverbandes-gibt-nach-seiner-heutigen-sitzung-in-frankfurt-main-folgende-erklaerung-ab Pressemitteilung] Webseite Bankenverband vom 25.10.2010, archiviert am 27.11.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Financial Times Deutschland beschreibt die Erklärung des Bankenverband als &amp;quot;argumentativ dürftig&amp;quot; und das &amp;quot;übliche Lobby-Mantra&amp;quot;, das Besondere sei nur die Art, wie der Verband Einigkeit und Stärke demonstrieren wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20101028004950/http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:lobby-deutscher-banken-bankenverband-draengelt-sich-wieder-nach-vorne/50187191.html Bankenverband drängelt sich wieder nach vorne], Financial Times Deutschland vom 26.10.2010, archiviert am 28.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das Handelsblatt kritisiert, dass sich ein Teil der Vorwürfe gegen die Bundesregierung kaum halten lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/alleingang-bei-regulierung-banker-greifen-regierung-scharf-an;2679832;0 Banker greifen Regierung scharf an], Handelsblatt Online vom 26.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gehört zur Strategie der Finanzbranche, einerseits auf globaler Ebene gemeinsam gegen striktere Regulierungen vorzugehen (siehe [[Basel III]] und [[Institute of International Finance]]) und zugleich über die nationale Ebene zu versuchen, die Regierungen gegeneinander auszuspielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Ein Vertreter der Dresdner Bank war für den Bundesverband Deutscher Banken im Bundesministerium für Finanzen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Zeitraum&lt;br /&gt;
| Mitarbeiter&lt;br /&gt;
| Bearbeitete Themen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 01.01.2003 – 31.12.2005&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/129/1612923.pdf Antwort auf eine schriftliche Frage des FDP-Abgeordneten Brüderle zum Einsatz von Beschäftigten aus der Kreditwirtschaft in Bundesbehörden] Deutscher Bundestag vom 04.05.2009, S. 19ff., abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ein/e MitarbeiterIn der Dresdner Bank als Vertreter des Zentralen Kreditausschusses&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot;] Deutscher Bundestag vom 13.11.2006, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; (Seit 2011: Deutsche Kreditwirtschaft)&lt;br /&gt;
| Einsatz im Referat VII B 6&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen: [http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_der_Finanzen Lobbyisten im Bundesministerium der Finanzen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
=== Vorstand (Stand: Juni 2016&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/ueber-uns/aufbau/vorstand/ Der Vorstand des Bankenverbandes], Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;) ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Funktion&lt;br /&gt;
| Name&lt;br /&gt;
| weitere Funktionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Präsident&lt;br /&gt;
| [[Hans-Walter Peters]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Berenberg Bank]]&lt;br /&gt;
* [[Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut]] (HWWI), Mitglied des Kuratoriums&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied des Präsidiums&lt;br /&gt;
| [[John Cryan]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Deutsche Bank]], Vorstandsvorsitzender&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied des Präsidiums&lt;br /&gt;
| [[Andreas Schmitz]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[HSBC Trinkaus &amp;amp; Burkhardt]], Vorsitzender des Aufsichtsrates&lt;br /&gt;
* [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] (KfW), Mitglied des Verwaltungsrats&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Markus Beumer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Commerzbank]], Mitglied des Vorstandes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Roland Boekhout&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[ING-DiBa]], Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Michael Kemmer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hauptgeschäftsführer BdB&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Thomas A. Lange]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* NATIONAL-BANK AG, Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Herrmann J. Merkens&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Aareal Bank]], Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Emmerich Müller&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* B. Metzler, Partner und persönlich haftender Gesellschafter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Lutz Raettig]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Morgan Stanley]] Niederlassung Deutschland, Director/Geschäftsleiter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Theodor Weimer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* UniCredit Bank, Sprecher des Vorstands&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschäftsführung (Stand: Juni 2016&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bankenverband.de/bundesverband-deutscher-banken/geschaeftsfuehrung Geschäftsführung und Bereichsleiter] Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;) ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Funktion&lt;br /&gt;
| Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hauptgeschäftsführer&lt;br /&gt;
| [[Michael Kemmer]] &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Kemmer war zuvor Vorstand bei der skandalgeplagten [[BayernLB]]. Am 25. Oktober 2010 beschloss der Verwaltungsrat der bayerischen Landesbank, die gesamte ehemalige Bankspitze um den langjährigen Vorstandschef [[Werner Schmidt]] für das Milliarden-Desaster bei der österreichischen [[Hypo Alpe Adria]] auf Schadensersatz zu verklagen, also auch Kemmer.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/geld/bankenverband-kemmers-schweigen-1.1015917 BayernLB will Schadenersatz], Süddeutsche Zeitung vom 25.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied der Hauptgeschäftsführung&lt;br /&gt;
| [[Christian Ossig]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied der Hauptgeschäftsführung&lt;br /&gt;
| [[Andreas Krautscheid]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* zuvor Generalsekretär der [[CDU]] in NRW und Minister für Bundesangelegenheiten in NRW&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitgliedsverbände===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband hat eine föderale Struktur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bankenverband Baden-Württemberg e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Bremen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Hamburg e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Hessen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Niedersachsen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
*Bankenverband Saarland e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Schleswig-Holstein e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenvereinigung Nordrhein-Westfalen e.V.&lt;br /&gt;
*Bayrischer Bankenverband e.V.&lt;br /&gt;
*Ostdeutscher Bankenverband e.V.&lt;br /&gt;
*Verband deutscher Schiffbanken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedsbanken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als private Großbanken sind im Bundesverband deutscher Banken vertreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Bank]] AG&lt;br /&gt;
*[[Commerzbank]] AG&lt;br /&gt;
*Deutsche [[Postbank]] AG&lt;br /&gt;
*[[UniCredit Bank]] AG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren einige kleinere und größere private Bankhäuser, wie beispielsweise [[Sal. Oppenheim]] jr. &amp;amp; Cie. KGaA oder [[Hauck &amp;amp; Aufhäuser]] Privatbankiers KGaA. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Großteil der Mitglieder stellten daneben Regionalbanken und deutsche Ableger ausländischer Banken, darunter bekannte Größen wie [[ABN Amro]], [[Bank of America]], [[Barclays]] Bank, [[BNP PARIBAS]], [[Goldman Sachs]], [[JP Morgan]], [[LGT Bank]], [[Merril Lynch]] und [[UBS]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/mitglieder/ Mitglieder] Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband ist Mitglied in folgenden Lobbyorganisationen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/ueber-uns/zusammenarbeit-mit-anderen/ Zusammenarbeit mit anderen], Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;register&amp;quot;&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0764199368-97 Bundesverband deutscher Banken e.V.], EU Transparez-Register, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[European Banking Federation]]&lt;br /&gt;
*[[International Banking Federation]]&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Kreditwirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Europäische Bewegung Deutschland]]&lt;br /&gt;
*[[europa-union Deutschland]]&lt;br /&gt;
*[[Financial Future]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Institute of International Finance]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut dem freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU hat der Bundesverband Deutscher Banken 2015 zwischen 2,5 Millionen und 2,75 Millionen Euro für die Lobbyarbeit bei den EU-Institutionen investiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;register&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Bundesverband deutscher Banken wurde 1951 in Köln, in der Nachfolge des ''Centralverbandes des deutschen Bank und Bankiergewerbes'', gegründet. Im Frühjahr 1999 wurde der Sitz des Verbandes von Köln nach Berlin verlegt. Seit 2004 verfügt der BdB auch über eine Repräsentanz in Brüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bundesverband_Deutscher_Banken&amp;diff=36937</id>
		<title>Bundesverband Deutscher Banken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bundesverband_Deutscher_Banken&amp;diff=36937"/>
		<updated>2016-06-16T09:18:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Bundesverband deutscher Banken&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Bankenverband-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1951&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Burgstraße 28, 10178 Berlin&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = e.V. (VR 19142, Vereinsregister Berlin)&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Burgstraße 28, 10178 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU    = Rue du Commerce 31, 1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Finanzlobby&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.bankenverband.de bankenverband.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''Bundesverband deutscher Banken (BdB)''', kurz auch '''Bankenverband''' genannt, ist ein Spitzenverband des privaten Kreditgewerbes. Der Verband vertritt dabei über 200 private nationale und internationale Kreditinstitute, sowie seine 11 regionalen Mitgliedsverbände. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brüssel ist er sowohl durch ein eigenes Lobbybüro vertreten als auch über den Dachverband [[European Banking Federation]] (EBF).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Financial Times Deutschland konstatiert in einem Artikel im Juli 2010, dass der Einfluss des BdB als Interessenverband der Privatbanken in den letzten Jahren stark zurückgegangen sei. Wichtige Themen wie etwa die Griechenlandhilfe wurde ohne deren Beteiligung entschieden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einzig bei der Einlagensicherung bleibt der Verbund wichtig, da man Mitglied des BdB sein muss, um in den Genuss dieser Rückversicherung zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ftd.de/print-archiv/?artID=1844490&amp;amp;day=19&amp;amp;month=07&amp;amp;year=2010&amp;amp;pagenum=23&amp;amp;timeframe_all=false Stimmverlust] Nina Luttmer in der Financial Times Deutschland vom 19.07.2010, abgerufen am 22.08.2010, nicht mehr abrufbar&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen betreiben Branchenriesen wie die [[Deutsche Bank]] zunehmend eine autonome Interessenvertretung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===2015: Ablehnung der Finanztransaktionssteuer ===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband, zusammen mit weiteren führenden Wirtschaftsverbände Deutschlands, hat die europäischen Finanzminister in einer gemeinsamen Pressemitteilung aufgefordert, das Projekt zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer aufzugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dihk.de/presse/meldungen/2015-12-08-finanztransaktonssteuer Verbände: Finanztransaktionssteuer stoppen!] Pressemitteilung der DIHK vom 08.12.2015, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: &amp;quot;Frankfurter Erklärung&amp;quot;===&lt;br /&gt;
{{Lobbyisten_Ministerien-Box}}&lt;br /&gt;
Ende Oktober 2010 versuchte der Bankenverband nach den internen Querelen um die Geschäftsführung wieder stärker in die Offensive zu gehen und warnte in einer Erklärung vom 25.10.2010 vor den volkswirtschaftlichen Folgen einer zu harten Regulierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20101127040726/http://www.bankenverband.de/bundesverband-deutscher-banken/presse/presse-informationen/der-vorstand-des-bankenverbandes-gibt-nach-seiner-heutigen-sitzung-in-frankfurt-main-folgende-erklaerung-ab Pressemitteilung] Webseite Bankenverband vom 25.10.2010, archiviert am 27.11.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Financial Times Deutschland beschreibt die Erklärung des Bankenverband als &amp;quot;argumentativ dürftig&amp;quot; und das &amp;quot;übliche Lobby-Mantra&amp;quot;, das Besondere sei nur die Art, wie der Verband Einigkeit und Stärke demonstrieren wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20101028004950/http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:lobby-deutscher-banken-bankenverband-draengelt-sich-wieder-nach-vorne/50187191.html Bankenverband drängelt sich wieder nach vorne], Financial Times Deutschland vom 26.10.2010, archiviert am 28.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das Handelsblatt kritisiert, dass sich ein Teil der Vorwürfe gegen die Bundesregierung kaum halten lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/alleingang-bei-regulierung-banker-greifen-regierung-scharf-an;2679832;0 Banker greifen Regierung scharf an], Handelsblatt Online vom 26.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gehört zur Strategie der Finanzbranche, einerseits auf globaler Ebene gemeinsam gegen striktere Regulierungen vorzugehen (siehe [[Basel III]] und [[Institute of International Finance]]) und zugleich über die nationale Ebene zu versuchen, die Regierungen gegeneinander auszuspielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Ein Vertreter der Dresdner Bank war für den Bundesverband Deutscher Banken im Bundesministerium für Finanzen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Zeitraum&lt;br /&gt;
| Mitarbeiter&lt;br /&gt;
| Bearbeitete Themen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 01.01.2003 – 31.12.2005&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/129/1612923.pdf Antwort auf eine schriftliche Frage des FDP-Abgeordneten Brüderle zum Einsatz von Beschäftigten aus der Kreditwirtschaft in Bundesbehörden] Deutscher Bundestag vom 04.05.2009, S. 19ff., abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ein/e MitarbeiterIn der Dresdner Bank als Vertreter des Zentralen Kreditausschusses&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot;] Deutscher Bundestag vom 13.11.2006, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; (Seit 2011: Deutsche Kreditwirtschaft)&lt;br /&gt;
| Einsatz im Referat VII B 6&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen: [http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_der_Finanzen Lobbyisten im Bundesministerium der Finanzen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
=== Vorstand (Stand: Juni 2016&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/ueber-uns/aufbau/vorstand/ Der Vorstand des Bankenverbandes], Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;) ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Funktion&lt;br /&gt;
| Name&lt;br /&gt;
| weitere Funktionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Präsident&lt;br /&gt;
| [[Hans-Walter Peters]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Berenberg Bank]]&lt;br /&gt;
* [[Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut]] (HWWI), Mitglied des Kuratoriums&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied des Präsidiums&lt;br /&gt;
| [[John Cryan]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Deutsche Bank]], Vorstandsvorsitzender&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied des Präsidiums&lt;br /&gt;
| [[Andreas Schmitz]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[HSBC Trinkaus &amp;amp; Burkhardt]], Vorsitzender des Aufsichtsrates&lt;br /&gt;
* [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] (KfW), Mitglied des Verwaltungsrats&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Markus Beumer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Commerzbank]], Mitglied des Vorstandes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Roland Boekhout&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[ING-DiBa]], Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Michael Kemmer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hauptgeschäftsführer BdB&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Thomas A. Lange]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* NATIONAL-BANK AG, Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Herrmann J. Merkens&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Aareal Bank]], Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Emmerich Müller&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* B. Metzler, Partner und persönlich haftender Gesellschafter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Lutz Raettig]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Morgan Stanley]] Niederlassung Deutschland, Director/Geschäftsleiter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Theodor Weimer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* UniCredit Bank, Sprecher des Vorstands&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschäftsführung (Stand: Juni 2016&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bankenverband.de/bundesverband-deutscher-banken/geschaeftsfuehrung Geschäftsführung und Bereichsleiter] Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;) ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Funktion&lt;br /&gt;
| Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hauptgeschäftsführer&lt;br /&gt;
| [[Michael Kemmer]] &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Kemmer war zuvor Vorstand bei der skandalgeplagten [[BayernLB]]. Am 25. Oktober 2010 beschloss der Verwaltungsrat der bayerischen Landesbank, die gesamte ehemalige Bankspitze um den langjährigen Vorstandschef [[Werner Schmidt]] für das Milliarden-Desaster bei der österreichischen [[Hypo Alpe Adria]] auf Schadensersatz zu verklagen, also auch Kemmer.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/geld/bankenverband-kemmers-schweigen-1.1015917 BayernLB will Schadenersatz], Süddeutsche Zeitung vom 25.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied der Hauptgeschäftsführung&lt;br /&gt;
| [[Christian Ossig]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied der Hauptgeschäftsführung&lt;br /&gt;
| [[Andreas Krautscheid]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* zuvor Generalsekretär der [[CDU]] in NRW und Minister für Bundesangelegenheiten in NRW&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitgliedsverbände===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband hat eine föderale Struktur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bankenverband Baden-Württemberg e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Bremen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Hamburg e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Hessen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Niedersachsen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
*Bankenverband Saarland e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Schleswig-Holstein e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenvereinigung Nordrhein-Westfalen e.V.&lt;br /&gt;
*Bayrischer Bankenverband e.V.&lt;br /&gt;
*Ostdeutscher Bankenverband e.V.&lt;br /&gt;
*Verband deutscher Schiffbanken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedsbanken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als private Großbanken sind im Bundesverband deutscher Banken vertreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Bank]] AG&lt;br /&gt;
*[[Commerzbank]] AG&lt;br /&gt;
*Deutsche [[Postbank]] AG&lt;br /&gt;
*[[UniCredit Bank]] AG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren einige kleinere und größere private Bankhäuser, wie beispielsweise [[Sal. Oppenheim]] jr. &amp;amp; Cie. KGaA oder [[Hauck &amp;amp; Aufhäuser]] Privatbankiers KGaA. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Großteil der Mitglieder stellten daneben Regionalbanken und deutsche Ableger ausländischer Banken, darunter bekannte Größen wie [[ABN Amro]], [[Bank of America]], [[Barclays]] Bank, [[BNP PARIBAS]], [[Goldman Sachs]], [[JP Morgan]], [[LGT Bank]], [[Merril Lynch]] und [[UBS]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/mitglieder/ Mitglieder] Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband ist Mitglied in folgenden Lobbyorganisationen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/ueber-uns/zusammenarbeit-mit-anderen/ Zusammenarbeit mit anderen], Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;register&amp;quot;&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0764199368-97 Bundesverband deutscher Banken e.V.], EU Transparez-Register, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[European Banking Federation]]&lt;br /&gt;
*[[International Banking Federation]]&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Kreditwirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Europäische Bewegung Deutschland]]&lt;br /&gt;
*[[europa-union Deutschland]]&lt;br /&gt;
*[[Financial Future]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Institute of International Finance]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut dem freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU hat der Bundesverband Deutscher Banken 2015 zwischen 2,5 Millionen und 2,75 Millionen Euro für die Lobbyarbeit bei den EU-Institutionen investiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;register&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Bundesverband deutscher Banken wurde 1951 in Köln, in der Nachfolge des ''Centralverbandes des deutschen Bank und Bankiergewerbes'', gegründet. Im Frühjahr 1999 wurde der Sitz des Verbandes von Köln nach Berlin verlegt. Seit 2004 verfügt der BdB auch über eine Repräsentanz in Brüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bundesverband_Deutscher_Banken&amp;diff=36936</id>
		<title>Bundesverband Deutscher Banken</title>
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		<updated>2016-06-16T09:14:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Bundesverband deutscher Banken&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Bankenverband-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1951&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Burgstraße 28, 10178 Berlin&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = e.V. (VR 19142, Vereinsregister Berlin)&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Burgstraße 28, 10178 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU    = Rue du Commerce 31, 1000 Brüssel&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Finanzlobby&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.bankenverband.de bankenverband.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''Bundesverband deutscher Banken (BdB)''', kurz auch '''Bankenverband''' genannt, ist ein Spitzenverband des privaten Kreditgewerbes. Der Verband vertritt dabei über 200 private nationale und internationale Kreditinstitute, sowie seine 11 regionalen Mitgliedsverbände. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brüssel ist er sowohl durch ein eigenes Lobbybüro vertreten als auch über den Dachverband [[European Banking Federation]] (EBF).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die Financial Times Deutschland konstatiert in einem Artikel im Juli 2010, dass der Einfluss des BdB als Interessenverband der Privatbanken in den letzten Jahren stark zurückgegangen sei. Wichtige Themen wie etwa die Griechenlandhilfe wurde ohne deren Beteiligung entschieden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einzig bei der Einlagensicherung bleibt der Verbund wichtig, da man Mitglied des BdB sein muss, um in den Genuss dieser Rückversicherung zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ftd.de/print-archiv/?artID=1844490&amp;amp;day=19&amp;amp;month=07&amp;amp;year=2010&amp;amp;pagenum=23&amp;amp;timeframe_all=false Stimmverlust] Nina Luttmer in der Financial Times Deutschland vom 19.07.2010, abgerufen am 22.08.2010, nicht mehr abrufbar&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen betreiben Branchenriesen wie die [[Deutsche Bank]] zunehmend eine autonome Interessenvertretung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallstudien und Kritik==&lt;br /&gt;
===2015: Ablehnung der Finanztransaktionssteuer ===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband, zusammen mit weiteren führenden Wirtschaftsverbände Deutschlands, hat die europäischen Finanzminister in einer gemeinsamen Pressemitteilung aufgefordert, das Projekt zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer aufzugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dihk.de/presse/meldungen/2015-12-08-finanztransaktonssteuer Verbände: Finanztransaktionssteuer stoppen!] Pressemitteilung der DIHK vom 08.12.2015, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: &amp;quot;Frankfurter Erklärung&amp;quot;===&lt;br /&gt;
{{Lobbyisten_Ministerien-Box}}&lt;br /&gt;
Ende Oktober 2010 versuchte der Bankenverband nach den internen Querelen um die Geschäftsführung wieder stärker in die Offensive zu gehen und warnte in einer Erklärung vom 25.10.2010 vor den volkswirtschaftlichen Folgen einer zu harten Regulierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bankenverband.de/bundesverband-deutscher-banken/presse/presse-informationen/der-vorstand-des-bankenverbandes-gibt-nach-seiner-heutigen-sitzung-in-frankfurt-main-folgende-erklaerung-ab Pressemitteilung des Bankenverbands vom 25.10.2010], abgerufen am 27.10.2010, nicht mehr abrufbar&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Financial Times Deutschland beschreibt die Erklärung des Bankenverband als &amp;quot;argumentativ dürftig&amp;quot; und das &amp;quot;übliche Lobby-Mantra&amp;quot;, das Besondere sei nur die Art, wie der Verband Einigkeit und Stärke demonstrieren wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20101028004950/http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:lobby-deutscher-banken-bankenverband-draengelt-sich-wieder-nach-vorne/50187191.html Bankenverband drängelt sich wieder nach vorne], Financial Times Deutschland vom 26.10.2010, archiviert am 28.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das Handelsblatt kritisiert, dass sich ein Teil der Vorwürfe gegen die Bundesregierung kaum halten lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/alleingang-bei-regulierung-banker-greifen-regierung-scharf-an;2679832;0 Banker greifen Regierung scharf an], Handelsblatt Online vom 26.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gehört zur Strategie der Finanzbranche, einerseits auf globaler Ebene gemeinsam gegen striktere Regulierungen vorzugehen (siehe [[Basel III]] und [[Institute of International Finance]]) und zugleich über die nationale Ebene zu versuchen, die Regierungen gegeneinander auszuspielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Ein Vertreter der Dresdner Bank war für den Bundesverband Deutscher Banken im Bundesministerium für Finanzen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Zeitraum&lt;br /&gt;
| Mitarbeiter&lt;br /&gt;
| Bearbeitete Themen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 01.01.2003 – 31.12.2005&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/129/1612923.pdf Antwort auf eine schriftliche Frage des FDP-Abgeordneten Brüderle zum Einsatz von Beschäftigten aus der Kreditwirtschaft in Bundesbehörden] Deutscher Bundestag vom 04.05.2009, S. 19ff., abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ein/e MitarbeiterIn der Dresdner Bank als Vertreter des Zentralen Kreditausschusses&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot;] Deutscher Bundestag vom 13.11.2006, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; (Seit 2011: Deutsche Kreditwirtschaft)&lt;br /&gt;
| Einsatz im Referat VII B 6&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen: [http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_der_Finanzen Lobbyisten im Bundesministerium der Finanzen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
=== Vorstand (Stand: Juni 2016&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/ueber-uns/aufbau/vorstand/ Der Vorstand des Bankenverbandes], Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;) ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Funktion&lt;br /&gt;
| Name&lt;br /&gt;
| weitere Funktionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Präsident&lt;br /&gt;
| [[Hans-Walter Peters]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Berenberg Bank]]&lt;br /&gt;
* [[Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut]] (HWWI), Mitglied des Kuratoriums&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied des Präsidiums&lt;br /&gt;
| [[John Cryan]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Deutsche Bank]], Vorstandsvorsitzender&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied des Präsidiums&lt;br /&gt;
| [[Andreas Schmitz]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[HSBC Trinkaus &amp;amp; Burkhardt]], Vorsitzender des Aufsichtsrates&lt;br /&gt;
* [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] (KfW), Mitglied des Verwaltungsrats&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Markus Beumer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Commerzbank]], Mitglied des Vorstandes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Roland Boekhout&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[ING-DiBa]], Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Michael Kemmer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hauptgeschäftsführer BdB&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Thomas A. Lange]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* NATIONAL-BANK AG, Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Herrmann J. Merkens&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Aareal Bank]], Vorsitzender des Vorstands&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| Emmerich Müller&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* B. Metzler, Partner und persönlich haftender Gesellschafter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Lutz Raettig]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[Morgan Stanley]] Niederlassung Deutschland, Director/Geschäftsleiter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied&lt;br /&gt;
| [[Theodor Weimer]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* UniCredit Bank, Sprecher des Vorstands&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschäftsführung (Stand: Juni 2016&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bankenverband.de/bundesverband-deutscher-banken/geschaeftsfuehrung Geschäftsführung und Bereichsleiter] Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;) ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Funktion&lt;br /&gt;
| Name&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hauptgeschäftsführer&lt;br /&gt;
| [[Michael Kemmer]] &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Kemmer war zuvor Vorstand bei der skandalgeplagten [[BayernLB]]. Am 25. Oktober 2010 beschloss der Verwaltungsrat der bayerischen Landesbank, die gesamte ehemalige Bankspitze um den langjährigen Vorstandschef [[Werner Schmidt]] für das Milliarden-Desaster bei der österreichischen [[Hypo Alpe Adria]] auf Schadensersatz zu verklagen, also auch Kemmer.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/geld/bankenverband-kemmers-schweigen-1.1015917 BayernLB will Schadenersatz], Süddeutsche Zeitung vom 25.10.2010, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied der Hauptgeschäftsführung&lt;br /&gt;
| [[Christian Ossig]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitglied der Hauptgeschäftsführung&lt;br /&gt;
| [[Andreas Krautscheid]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* zuvor Generalsekretär der [[CDU]] in NRW und Minister für Bundesangelegenheiten in NRW&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitgliedsverbände===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband hat eine föderale Struktur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bankenverband Baden-Württemberg e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Bremen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Hamburg e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Hessen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Niedersachsen e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
*Bankenverband Saarland e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenverband Schleswig-Holstein e.V.&lt;br /&gt;
*Bankenvereinigung Nordrhein-Westfalen e.V.&lt;br /&gt;
*Bayrischer Bankenverband e.V.&lt;br /&gt;
*Ostdeutscher Bankenverband e.V.&lt;br /&gt;
*Verband deutscher Schiffbanken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedsbanken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als private Großbanken sind im Bundesverband deutscher Banken vertreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Bank]] AG&lt;br /&gt;
*[[Commerzbank]] AG&lt;br /&gt;
*Deutsche [[Postbank]] AG&lt;br /&gt;
*[[UniCredit Bank]] AG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren einige kleinere und größere private Bankhäuser, wie beispielsweise [[Sal. Oppenheim]] jr. &amp;amp; Cie. KGaA oder [[Hauck &amp;amp; Aufhäuser]] Privatbankiers KGaA. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Großteil der Mitglieder stellten daneben Regionalbanken und deutsche Ableger ausländischer Banken, darunter bekannte Größen wie [[ABN Amro]], [[Bank of America]], [[Barclays]] Bank, [[BNP PARIBAS]], [[Goldman Sachs]], [[JP Morgan]], [[LGT Bank]], [[Merril Lynch]] und [[UBS]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/mitglieder/ Mitglieder] Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
Der Bankenverband ist Mitglied in folgenden Lobbyorganisationen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bankenverband.de/ueber-uns/zusammenarbeit-mit-anderen/ Zusammenarbeit mit anderen], Webseite Bankenverband, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;register&amp;quot;&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=0764199368-97 Bundesverband deutscher Banken e.V.], EU Transparez-Register, abgerufen am 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[European Banking Federation]]&lt;br /&gt;
*[[International Banking Federation]]&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Kreditwirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Europäische Bewegung Deutschland]]&lt;br /&gt;
*[[europa-union Deutschland]]&lt;br /&gt;
*[[Financial Future]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Institute of International Finance]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
Laut dem freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU hat der Bundesverband Deutscher Banken 2015 zwischen 2,5 Millionen und 2,75 Millionen Euro für die Lobbyarbeit bei den EU-Institutionen investiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;register&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Bundesverband deutscher Banken wurde 1951 in Köln, in der Nachfolge des ''Centralverbandes des deutschen Bank und Bankiergewerbes'', gegründet. Im Frühjahr 1999 wurde der Sitz des Verbandes von Köln nach Berlin verlegt. Seit 2004 verfügt der BdB auch über eine Repräsentanz in Brüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten_in_Ministerien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<title>Country Branding</title>
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		<updated>2016-06-15T13:16:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: /* Club der Freunde Kasachstans */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Country Branding''' (auch Nation Branding) bezeichnet ursprünglich eine Art Außenwerbung, um Touristen und Investoren anzulocken. Der Begriff erweiterte sich allerdings schnell um gezielte Lobbyarbeit, mit dem Ziel politische Entscheidungen und die öffentliche Meinung zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Funktion von Country Branding ==&lt;br /&gt;
Das Image einer Marke oder eines Unternehmen ist ein wichtiger Wert, der kontinuierlich gepflegt werden muss. Darauf baut auch das Country Branding auf. Zunächst sollten vor allem Konsumenten von den Produkten „made in ...“ überzeugt sowie Touristen und ausländische Investoren angelockt werden. Diese Art, die Außenwahrnehmung zu beeinflussen, erweiterte sich allerdings bald um den politischen Aspekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann Country Branding darauf abzielen, negative oder falsche Stereotype zu ändern. Hierbei versuchen Länder, die sich beispielsweise in der Transition befinden, sich vom alten politischen und ökonomischen System zu distanzieren und sich als vertrauenswürdige und verlässliche Mitglieder einer bestimmten Gemeinschaft zu präsentieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Szondi&amp;quot;&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1057/palgrave.pb.6000044 The role and challenges of country branding in transition countries: The Central and Eastern European experience] György Szondi, vom 08.04.2007, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerade ehemalige Ostblockstaaten setzten und setzen auf diese Karte, um sich in Richtung EU und/oder NATO zu präsentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weitere Aspekt der politischen Variante des Country Branding ist das sogenannte ''Negative Branding''. Hier zielt die PR-Arbeit auf ein anderes Land ab, um dieses beispielsweise über die Medien öffentlich schlecht zu machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Szondi&amp;quot;/&amp;gt; Ein gutes, wenn auch extremes Beispiel für ''Negative Branding'' ist der Georgienkonflikt, in dem Russland und Georgien auf die Medien einwirkten, um so der jeweils anderen Partei die Schuld für die Eskalation und die Menschenrechtsverletzungen in die Schuhe zu schieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;guardian&amp;quot;&amp;gt;[http://www.guardian.co.uk/media/2009/aug/24/public-relations-russia-georgia-ketchum PR groups cash in on Russian conflict] The Guardian, vom 24.08.2009, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;CEO-Studie&amp;quot;&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/resource/CEO-Lobbying-for-governments.pdf Lobbying for governments in Brussels: A lucrative business still under the radar], Corporate Europe Observatory vom Mai 2010, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Country Branding und Lobbyismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit von Ländern === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht Country Branding über die rein ökonomische oder touristische Außenwerbung hinaus, kann es gezielt für die Durchsetzung politischer Interessen genutzt werden. Besonders in Brüssel werden Entscheidungen getroffen, die für nationale Regierungen sehr wichtig sein können. Wegen der komplexen Entscheidungsfindung auf EU-Ebene und einem steigenden Einfluss des EU-Parlaments, versuchen viele Staaten neben traditioneller Diplomatie auch über Lobbyarbeit direkten Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CEO-Studie&amp;quot;/&amp;gt; In diese Kerbe schlägt auch die indirekte Einflussnahme über die Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise benachteiligt wiederum Länder, die dies nicht machen und führt so zu einem Wettbewerb auf diesem Gebiet,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.researchgate.net/publication/233610131_Place_branding_Evolution_meaning_and_implications Place branding: Evolution, meaning and implications], Nicolas Papadopoulos, vom 01.11.2004, abgerufen am 27.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; der sich schnell in einen Wettlauf um den größten und effektivsten Lobbyeinfluss entwickeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mangelnde Transparenz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Mann, der Sprecher für den Vizepräsident der EU-Kommission und verantwortlichen für die European Transparency Initiative, Maroš Šefčovič, sagte:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„The EU institutions have no reason or legal duty to endorse any definition of such a concept. Country branding certainly leads to different forms of lobbying activities in order to promote the image or the reputation of a country“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/sites/default/files/sites/default/files/files/resource/CEO-Lobbying-for-governments.pdf Michael Mann, zit. nach: Lobbying for governments in Brussels: A lucrative business still under the radar], S. 5, Corporate Europe Observatory, vom Mai 2010, abgerufen am 27. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird von staatlichen Instanzen jedoch ausdrücklich nicht erwartet, dass sie sich in das Brüsseler Lobbyregister eintragen: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„With the exception of local, regional, national and international public authorities, any entity, irrespective of its legal status, is expected to register if it is engaged in activities meeting the definition above.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparency/docs/323_en.pdf Communication on „A Framework for relations with interest representatives&amp;quot;, COM(2008)323 final] Europäische Kommission, S. 3, vom 27. Mai 2008, abgerufen am 27. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Lobbyagenturen wird erwartet, dass diese ihre Klienten (also auch Regierungen) in dem freiwilligen [[Lobbyregister EU|Lobbyregister]] auflisten. Viele sind allerdings gar nicht eingetragen oder sind Anwaltskanzleien, sodass sie sich auf einen Kodex beziehen können, der es ihnen nicht erlaube, über ihre Klienten zu sprechen. Auch haben sich die Daten des Registers schon mehrfach als nicht vertrauenswürdig herausgestellt, weil von Seiten der Kommission keine Kontrolle ausgeübt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CEO-Studie&amp;quot;/&amp;gt; Die wenigen, selbst-definierten Verhaltenskodizes von PR-Beratern, bzw. Lobbyagenturen, beziehen sich in der Regel nur auf die Lobbymethode, nicht aber auf die Klienten. So werden beispielsweise, wie unten näher beschrieben, auch autoritäre Regime beraten und vertreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CEO-Studie&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Georgien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der bewaffneten Auseinandersetzung Anfang August 2008 zwischen Georgien und der de facto unabhängigen Provinz Südossetien, griff Russland in die Kampfhandlungen ein und drang dabei weit ins Kernland Georgiens vor. Parallel zu den Kampfhandlungen starteten beide Seiten über PR-Agenturen eine Propagandaschlacht, in der es darum ging, die jeweils andere Seite in der westlichen Medienberichterstattung als Aggressor darzustellen. &lt;br /&gt;
Georgien heuerte hierzu die, in Brüssel ansässige PR-Agentur [[Aspect Consulting]] an. Deren Strategie war es, Georgien als tapferes, pro-westliches Land darzustellen, das sich gegen den russischen Imperialismus zu verteidigen hätte. Hierzu wurden Journalisten mit E-Mails und Kurznachrichten überhäuft, die russische Kriegsgräuel darstellten. Gleichzeitig wurden Medienvertreter angeblich russische Zerstörungen in Gori vorgeführt. Der Präsident Georgiens, Micheil Saakaschwili trat vermehrt in internationalen Medienbeiträgen auf, in denen er meist vor europäischen Flaggen posierte und schrieb beispielsweise Beiträge für das Wall Street Journal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;guardian&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die georgischen Bemühungen zu einem EU und NATO Beitritt zu flankieren, bezahlte Georgien Aspect Consulting 2007 500.000€. Auch die schwedische [[Kreab]] wurde von 2004 bis 2007 angeheuert, deren Vorsitzender [[Carl Bildt]] 2006 Schwedens Außenminister wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CEO-Studie&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Russland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russland heuerte im Vorfeld des G8 Gipfels in Sankt Petersburg 2006 die US-PR-Agentur [[Ketchum]] an, um sein Image aufzubessern. [[Ketchum]] wiederum nahm hierfür die, in Brüssel sitzende [[Gplus]] unter Vertrag, die ihrerseits mit Portland in London zusammenarbeitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;guardian&amp;quot;/&amp;gt; [[Gplus]] beriet die russische Führung auch während des Georgienkonflikts in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und initiierte Pressebesuche, um ein nicht ganz so negatives Bild der russischen Truppen im Konflikt zu zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://euobserver.com/24/27567 Russia hones new image among EU elite] EUobserver vom 9. Februar 2009, abgerufen am 28. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch während des russisch-ukrainischen Gasstreits 2008/2009 war [[Gplus]] involviert. Der staatliche Energiekonzern Gazprom nahm [[Gplus]] bereits 2007 für Beratungen im Umgang mit Regierungen und Medien unter Vertrag. Während des Gasstreits mit der Ukraine wurden so beispielsweise Internetnutzer, die auf Google die Begriffe „Gas“ und „Ukraine“ suchten, auf die pro-Gazprom-Website „GazpromUkraineFacts.com“ geleitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CEO-Studie&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brüssel wirbt die Agentur [[Hill+Knowlton]] für den Standpunkt Moskaus, insbesondere für das Ostseepipeline-Projekt, das als rein kommerziell und essentiell für die europäische Energiesicherheit dargestellt wird. Hierzu flog [[Hill+Knowlton]] mit einem Privatjet Mitglieder des EU-Parlaments für den teil-staatlichen Energiekonzern Rosneft nach Sibirien, um dort für Projekte zu werben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CEO-Studie&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kasachstan ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung des, an Öl- und Gasvorkommen reichen Landes Kasachstan, wandte sich im Februar 2010 an die BRG Group, die das Land in Brüssel vertreten sollte. Der früheren Sprecher der EU-Kommission in Sarajevo und Gründer der [[BRG Group]], [[Ivo Ilic Gabara]], vertrat Kasachstan schon 2008, als er noch für [[APCO]] Lobbyist in Brüssel war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bgrdc.com/x-bios/bgr-gabara.html Ivo Ilic Gabara] BRG Group, abgerufen am 28. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2008 wurde bekannt, dass [[APCO]] für Kasachstan drei Studien eines Instituts der Johns Hopkins University finanziert hatte, die ausführlich die neue Mittelschicht Kasachstans sowie den angeblichen Erfolg des ölreichen Landes thematisierten, um das Image des Landes zu verbessern und es in den Fokus von ausländischen Investoren zu rücken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://abcnews.go.com/Blotter/story?id=5908348&amp;amp;page=1#.T0zhDR2GJTM Kazakhstan Pays for Academic Reports] abc News vom 29. September 2008, abgerufen am 28. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der deutsche [[Hans-Erich Bilges]] beriet u.a. das autoritär regierte Kasachstan in Sachen Imagepflege.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83422496.html Diktators Traum] Der Spiegel vom 02.01.2012, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Schweiz führte der Einsatz für Kasachstan zu Ermittlungen gegen die FDP-Nationalrätin Christa Markwalder.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/verfahren-gegen-markwalder-ist-vom-tisch/story/10814771 Ständeräte stellen sich hinter Markwalder], Der Tagesanzeiger, 14. August 2015, zuletzt aufgerufen am 25.8.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Club der Freunde Kasachstans ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Spiegel-Artikel &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kasachstan-Komplott&amp;quot;&amp;gt;[http://magazin.spiegel.de/digital/?utm_source=spon&amp;amp;utm_campaign=vorab#SP/2015/25/135434674 Die Verführung: Das Kasachstan-Komplott] spiegel  vom 13.06.2015, abgerufen am 19.06.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  beschrieb im Juni 2015  ein europäisches Netzwerk,  das für die Interessen Kasachstans wirbt.  Diese Netzwerk, mit dem Namen „internationaler Beraterkreis der kasachischen Regierung“  oder auch  „Club der Freunde Kasachstans“, besteht aus einflussreichen Expolitikern, die für viel Geld die Interessen Kasachstans bewerben. Aufgebaut wurde dieses Netzwerk von dem Wiener Anwalt [[Gabriel Lansky]]. Für dieses Netzwerk wurden „europäische Expolitiker verpflichtet, nur beste Namen, beste Verbindungen. Ein Kreis abgedankter Staatsmänner, die mit ihrem Renomee Nasarbajew aufpumpen sollen.“ Bezahlt wurde dieser Beraterkreis aus dem nationalem Staatsfond Kasachstans. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder und Freunde des &amp;quot;Clubs&amp;quot;: &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kasachstan-Komplott&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alfred Gusenbauer]] : ehemaliger Bundeskanzler Österreichs: 400.000 € Jahreshonorar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Romano Prodi]]: ehemaliger Ministerpräsident Italiens, ehemaliger Präsident der EU-Kommission &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alksander Kwasniewski]] : ehemaliger Staatspräsident Polens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Macelino Oreja]]: ehemaliger Außenminister Spaniens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Schröder]] : ehemaliger Bundeskanzler Deutschlands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Horst Köhler]]: ehemaliger Bundespräsident Deutschlands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Otto Schily]]: ehemaliger Bundesinnenminister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Peter Gauweiler]] : ehemaliger stellvertretender Vorsitzender und Bundestagsabgeordneter der [[CSU]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Max-Peter Ratzel]]: ehemaliger Chef von Europol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Kapplinghaus]]: ehemaliger Mitarbeiter der EU-Justizbehörde Eurojust&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lothar de Maiziere]]: ehemaliger Ministerpräsident ([[CDU]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Elmar Brok]]:  Mitglied des Europäischen Parlaments ([[CDU]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Belarus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, wegen der zahlreichen Verletzungen gegen Menschenrechte und dem autoritären Führungsstils Aljaksandr Lukašenkas, als „letzte Diktatur Europas“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2008/40/Belarus Weißrussland: Europas letzte Diktatur] Die Zeit vom 24.10.2008, abgerufen am 13. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, bezeichnete Belarus, wurde in Sachen Imagepflege u.a. von dem deutschen [[Hans-Erich Bilges]] beraten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu organisierte [[Hans-Erich Bilges]] Lobby- und PR-Agentur [[Consultum Communications]] Pressereisen nach Belarus. Das inbegriffene Interview mit dem Staatschef Lukašenka wurden dann vom belarussischen Staatsfernsehen propagandistisch ausgeschlachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeitschrift-osteuropa.de/hefte/2010/12/imagepflege-fuer-autoritaere-regimes/ Gemma Pörzgen: Imageplege für autoritäre Regimes – PR-Agenturen, der Journalismus und der Fall Belarus], in: Osteuropa 12/2010: Der Fall Belarus – Gewalt, Macht, Ohnmacht, S. 61-68&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Sinn dieser Reisen sei es, ''„Gesprächskontakte für Journalisten zu Regierungsvertretern von Belarus herzustellen und die Öffnung der weitgehend staatlich organisieren Wirtschaft und des Tourismus von Belarus für private Investitionen zu unterstützen''“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeitschrift-osteuropa.de/hefte/2010/12/imagepflege-fuer-autoritaere-regimes/ Hans-Erich Bilges, zit. nach: Gemma Pörzgen: Imageplege für autoritäre Regimes], S. 65, in: Osteuropa 12/2010: Der Fall Belarus – Gewalt, Macht, Ohnmacht, S. 61-68&amp;lt;/ref&amp;gt;, so der [[Consultum Communications]]-Chef, [[Hans-Erich Bilges]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die PR- und Lobbyagentur [[Bell Pottinger]] arbeitete für das autoritäre Regime, um diesem zu erklären, wie die Entscheidungsfindung innerhalb der EU funktioniere und ''„to ensure an accurate flow of information“'' zu ''„key European figures“''.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://euobserver.com/24/26909 Lukashenko's PR man sheds light on EU campaign] EU Observer, vom 10. Oktober 2008, abgerufen am 27. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bell Pottinger]] organisierte beispielsweise 2008, im Vorfeld des ersten Belarusian Investment Forum in London, Pressetouren in Weißrussland. [[Bell Pottinger]] lancierte ferner Interviews in europäischen Leitmedien, wie der Financial Times, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Wall Street Journal, was zu einer sichtlichen Entspannung des Verhältnisses zwischen der EU und Weißrussland mündete.&lt;br /&gt;
Infolge der Wiederbelebung der Beziehungen zwischen der EU und Belarus, wurden im Mai 2009 erstmals wieder Regierungsvertreter zu einem offiziellen Treffen des Östliche Partnerschaft-Programms der EU eingeladen, was das Moratorium von Treffen zwischen Gesandten der EU und Belarus beendete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CEO-Studie&amp;quot;/&amp;gt; Auch das Einreiseverbot des Machthabers Weißrusslands, Aljaksandr Lukašenka, wurde aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eurodialogue.org/eastern-partnership/Prague-Summit-launch-Eastern-Partnership Prague Summit to launch &amp;quot;Eastern Partnership&amp;quot;], European Dialogue, vom Mai 2009, abgerufen am 27. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aserbaidschan ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2012 berichtete der Spiegel, dass der deutsche [[Hans-Erich Bilges]] und seine [[Consultum Communications]] das Image von Aserbaidschan verbessern soll,&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;/&amp;gt; wo 2012 der Eurovision Song Contest stattfand.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das, an Bodenschätzen reiche Land versucht seit geraumer Zeit seine wirtschaftlichen Standbeine auszubauen, um nicht mehr allein vom Öl- und Gasexport abhängig zu sein. Hierzu müssen jedoch u.a. westliche Investoren angelockt werden. Negativschlagzeilen über Menschenrechtsverletzungen des autoritären Regimes oder der Platz 162 von 179 Ländern auf der Rangliste der Pressefreiheit&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ranglisten/rangliste-2011/ Rangliste der Pressefreiheit 2011] Reporter ohne Grenzen, abgerufen am 13. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; passen hierbei natürlich nicht ins Bild. Das Regime und einflussreiche Oligarchen finanzierten daher die, von Bilges geleitete Imagekampagne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Image des Klienten zu verbessern, planten die PR-Berater Auftritte auf wichtigen internationalen Veranstaltungen, wie beispielsweise dem Weltwirtschaftsforum in Davos professionell. In diesem Zusammenhang wurden Werbeveranstaltungen, wie die „aserbaidschanische Nacht“ organisiert, die den eingeladenen Investoren und Politikern ein positives Bild Aserbaidschans vermitteln sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/auf-investorensuche-ein-land-mit-imageproblemen/6125260-2.html Auf Investorensuche: Oh, wie schön ist Aserbaidschan] Handelsblatt vom 29.01.2012, abgerufen am 13. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Vorfeld des Eurovision Song Contests, der 2012 in Aserbaidschan stattfand, versuchten [[Hans-Erich Bilges]] und seine [[Consultum Communications]] das Image des Landes in der öffentlichen Wahrnehmung zu polieren. Hierzu wurden Veranstaltungen, wie eine Feier zum 20. Jahrestag der Unabhängigkeit Aserbaidschans in Berlin genutzt, um mittels prominenter Gäste ein positives Bild des autoritären Regimes zu zeichnen. Auf der besagten Veranstaltung in Berlin waren beispielsweise Bettina Wulff, Hans-Dietrich Genscher (ehemaliger Außenminister und Vorstandsmitglied von Bilges ehemaligem Arbeitgeber, der [[WMP EuroCom]]) und Ex-Wirtschaftsminister Michael Glos (jetzt im Beirat der [[Consultum Communications]]) anzutreffen, die mit ihrem Bekanntheitsgrad bei der Medienwirksamkeit der Inszenierung halfen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;/&amp;gt; Glos flog schon im September – auf Kosten des Regimes – zu einer Unabhängigkeitsfeier nach Baku, um dort mit seiner Anwesenheit für das Regime zu werben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützt wurde das Regime Aserbaidschans auch vom CSU Politiker Eduard Lintner, der von 2002 bis 2005 Vorsitzender des Rechtsausschusses in der Parlamentarischen Versammlung und im sogenannten Monitoringausschuss war, wo er für die Berichte des Europarats über die Menschenrechtslage in Aserbaidschan verantwortlich war. Noch vor der Niederlegung seines Mandats wurde er Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung der deutsch-aserbaidschanischen Beziehungen mbH in Berlin, einer von Aserbaidschan bezahlten Lobbygruppe. Dem Spiegel sagte Lintner hierzu, er habe Aserbaidschan eher „unterstützend begleiten“ wollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sri Lanka ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sri Lanka wird in Brüssel von der PR-Firma [[Bell Pottinger]] vertreten. Nach Informationen von Corporate Europe Observatory arbeitet die PR- und Lobbyagentur [[Bell Pottinger]] mindestens seit 2005 für Sri Lanka, ohne dies allerdings öffentlich zu machen. Ziel der Arbeit sei es, die politischen Standpunkte des Landes, inklusive der Menschenrechtslage, an EU Institutionen, die Medien und NGOs zu verbreiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CEO-Studie&amp;quot;/&amp;gt; Die Menschenrechtsverletzungen, vor allem im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die separatistischen Tamil Tigers, war der Grund für Sanktionen seitens der EU und der Aberkennung des GSP+ Status, einem Programm, das Entwicklungsländern bevorzugten Zugang zum EU-Markt, bspw. durch Zollsenkungen ermöglicht und Sri Lanka im Zusammenhang mit dem Tsunami 2005 verliehen wurde. Die Regierung Sri Lankas versuchte die Entscheidung mit einer energischen Lobbykampagne zu verhindern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CEO-Studie&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2011 brüsteten sich hochrangige Bell Pottinger Lobbyisten vor Journalisten der Britischen Zeitung ''The Independent'', die sich als Regierungsvertreter aus Usbekistan ausgaben, sie hätten u.a. eine Rede des sri-lankischen Präsidenten vor der UN geschrieben, in der er die Maßnahmen seiner Streitkräfte gegen die Tamil Tigers als humanitär bezeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.independent.co.uk/news/world/asia/we-wrote-sri-lankan-presidents-civil-war-speech-say-lobbyists-6272765.html We wrote Sri Lankan President's civil war speech, say lobbyists] The Independent, vom 6. Dezember 2011, abgerufen am 27. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„We had a team working in the President's office. We wrote the President's speech to the UN last year which was very well received [...] it went a long way to taking the country where it needed to go“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.independent.co.uk/news/world/asia/we-wrote-sri-lankan-presidents-civil-war-speech-say-lobbyists-6272765.html David Wilson, Aufsichtsratsvorsitzender von Bell Pottinger] zit. nach The Independent, vom 6. Dezember 2011, abgerufen am 27. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jersey ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die, sich im britischen Kronbesitz befindende Insel Jersey steht zwar nicht offiziell auf der OECD Liste der „tax havens&amp;quot;, zu deutsch Steueroasen, hat aber ein äußerst strenges Bankgeheimnis. Daher ist Jersey einer der Haupttransaktionsrouten für Kapital, das aus der EU oder anderen Ländern gebracht und in Steueroasen angelegt werden soll:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Eine typische Struktur für Steuerumgehung oder Steuerflucht besteht aus einem in Jersey gegründeten Trust, der eine Firma in Luxemburg besitzt. Die hätte dann ein Konto auf den Kaiman-Inseln, in der Schweiz oder in London. Jedenfalls hat man drei verschiedene Rechtssysteme. ... So wird es praktisch unmöglich festzustellen, wer hinter diesem Trust steht, wem wirklich die Firma gehört und wer wirklich das Bankkonto besitzt.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.letsmakemoney.at/derfilm/dasthema.html John Christensen] zit. nach Let’s make Money, abgerufen am 28. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU-Kommission nahm im November 2008 einen Vorschlag zur Änderung der Zinsbesteuerungsrichtlinie an, um Schlupflöcher zu schließen und Steuerflucht besser zu verhindern. Dies versuchte Jersey mit Hilfe der European Platform for 3&amp;lt;sup&amp;gt;rd&amp;lt;/sup&amp;gt; Country Finance Centres (EP3CFC), einer Lobbygruppe die vom irischen EU-Abgeordneten [[Gay Mitchell]] gegründet wurde und von der Beratergruppe [[Schuman Associates]] geführt wird, zu verhindern. Letztere ist nicht im Lobbyregister der Kommission registriert, verfügt aber über 8 registrierte Lobbyisten, die Zugang zum EU-Parlament haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CEO-Studie&amp;quot;/&amp;gt; Die Regierungen von Jersey und der Isle of Man finanzierten hierzu einen Event in Brüssel, auf dem u.a. der damalige EU-Kommissar für Steuern und Zollunion, László Kovács, sprach. Die EP3CFC organisierte diesen Event, bei dem Jersey durch die Hintertür u.a. bei Kovács für seine Position werben wollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CEO-Studie&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lobbyarbeit für Jersey, die zum Großteil hinter verschlossenen Türen stattfindet, wird von [[Alastair Sutton]], einem ehemaligen Beamten der EU-Kommission im Bereich der Finanzdienstleistungen, der jetzt Partner der Kanzlei White &amp;amp; Case ist, übernommen. Dieser betrieb auch ab April 2009 intensives Lobbying in allen Institutionen der EU gegen die sog. ''Alternative Investment Fund Manager Directive'' (AIFMD), infolge derer Hedge- und Private Equity Fonds durch EU-Regularien besser registriert und überwacht werden sollen, was für den Finanzplatz Jersey wiederum eine Gefährdung darstellt, da das Bankgeheimnis für Jersey und andere Kanalinseln der primäre Standortfaktor ist. Durch die AIFMD könnten die, auf Jersey sitzenden Fonds-Manager ihren Zugang zum EU Fond-Marks verlieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CEO-Studie&amp;quot;/&amp;gt; Sutton äußerte sich allerdings selbstbewusst zu über seine Lobbystrategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„The good news is that the doors of the European institutions are relatively open to representations by all economic operators from inside and outside the EU. The AIFM directive has been a steep learning curve for all EU institutions, which continue to need technical and business input from all affected by the measure.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://lobbypedia.de/images/f/f3/Response-to-the-eu-directive-on-alternative-investment-fund-managers-aifm-alastair-sutton.pdf CISX – Guernsey International Business Summit 2009: Response to the EU directive on Alternative Investment Fund Managers (AIFM)], S. 5, Alastair Sutton, vom 11.09.2009, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.tagesspiegel.de/themen/agenda/lobbyarbeit-fuer-auslaendische-regierungen-mit-heiklem-auftrag-nach-berlin/10959640.html Lobbyarbeit für ausländische Regierungen - Mit heiklem Auftrag nach Berlin] (tagesspiegel.de vom 11.11.2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Country Branding]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-Phänomene]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=German_European_Security_Association&amp;diff=36915</id>
		<title>German European Security Association</title>
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		<updated>2016-06-15T10:38:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = German European Security Association (GESA)&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Rechtsform       = gemeinnütziger Verein (zum 30. 09. 2015 aufgelöst)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Sicherheitsindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2007&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin, Platz der Republik 1&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Berlin, Platz der Republik 1&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://gesa-network.de/ gesa-network.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die zum 30. September 2015 aufgelöste '''German European Security Association''' (GESA) diente der Vernetzung der Sicherheitsindustrie mit Parlamentariern  und Bedarfsträgern (d.h. [[BKA]], Landespolizeien, ...) für Überwachungsprodukte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die German European Security Association (GESA) wurde im Herbst 2006 auf Initiative von der damaligen [[SPD]] Europaabgeordneten [[Erika Mann]], dem Brandenburger [[CDU]] Abgeordneten [[Christian Ehler]] und dem [[FDP]]-Europaabgeordneten [[Alexander Graf Lambsdorff]] als eingetragener Verein ins Leben gerufen und Anfang 2007 gemeinsam mit weiteren Europaabgeordneten gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach § 2 der Satzung ist der Zweck des Vereins die  Förderung von Wissenschaft und Forschung, insbesondere auf dem Gebiet der zivilen Sicherheit. Dazu gehört die Entwicklung und Erarbeitung von Forschungszielen auf nationaler und europäischer Ebene, unter anderem durch Abhaltung einer regelmäßigen gemeinsamen Gesprächsbasis mit Vertretern des Bundes, der Länder sowie europäischer und internationaler Institutionen. Außerdem sollen eigene Forschungsvorhaben durchgeführt werden. Ziel der GESA ist es nach eigener Aussage, „deutsche Interessen zu formulieren und gezielt in den europäischen Dialog einzubringen und die deutsche Seite frühzeitig von europäischen Prozessen in Kenntnis zu setzen.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;Offizielle Webseite der GESA&amp;quot; /&amp;gt; Auf der eigenen Webseite beschreibt sich die GESA als „überparteilicher selbstloser eingetragener Verein […]. Er verfolgt weder eigenwirtschaftliche Zwecke noch eine Gewinnerzielungsabsicht und ist als gemeinnützig anerkannt.“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Offizielle Webseite der GESA&amp;quot;&amp;gt; [https://web.archive.org/web/20141106090911/https://gesa-network.de/ziele.html GESA - Ziele], Webseite GESA, archiviert am 06.11.2014, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies schließt nicht aus, dass der selbstlose Verein sich für Rahmenbedingungen (Forschungssubventionen für bestimmte Projekte, Vergaberegeln für Fördergelder, Festlegung europäischer DIN-Normen) einsetzt, die die Gewinnerzielungsmöglicheiten ihrer Mitglieder erhöhen. Auf der GESA-Webseite finden sich Links zu den EU-Förderprogrammen und EU-Förderrichtlinien, die für die Sicherheitsindustrie von besonderer Bedeutung sind. Auf diesem Gebiet betätigen sich auch Europaabgeordnete, die Mitglieder der GESA sind, als Mitglieder des [[Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie]] (ITRE) beim Europäischen Parlament. Nach Auffassung von Ben Hayes, Experte für Sicherheitsforschung bei der britischen NGO statewatch,  ist die GESA gegründet worden, um für die deutsche Sicherheitsindustrie EU-Gelder locker zu machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sander&amp;quot;&amp;gt;[https://netzpolitik.org/2013/deutsche-eu-abgeordnete-lobbyieren-fur-sicherheitsindustrie/ Alexander Sender: Deutsche EU-Abgeordnete lobbyieren für die Sicherheitsindustrie], netzpolitik.org vom 21.02.2013, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Abgeordneten aus Bundestag und Europaparlament gehören der GESA Vertreter der Sicherheits- und IT-Industrie sowie der Bedarfsträger an. Weitere Mitglieder sind Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, die sich mit Sicherheitsfragen befassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der aktuelle Vorstand bestand 2013 aus drei Vertretern der Wirtschaft, dem Präsidenten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) und Prof. Dr. [[Klaus Thomas]], dem Leiter des [[Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik]] (EMI), der zugleich Sprecher des Fraunhofer-Verbunds für Verteidigungs- und Sicherheitsforschung, Präsidiumsmitglied der [[Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik]] sowie Regierungsberater ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;organisation&amp;quot;&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20141106044918/https://gesa-network.de/organisation.html GESA Organisation] Webseite GESA, archiviert am 06.11.2014, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Eintragung im Vereinsregister beim Amtsgericht Charlottenburg ist der Verein durch Beschluss der Mitglieder zum 30. September 2015 aufgelöst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
Die GESA ist gemeinnütziger (d.h. sich nicht wirtschaftlich betätigender), eingetragener Verein mit Sitz in Berlin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Offizielle Webseite der GESA&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitglieder waren [https://gesa-network.de/tl_files/gesa/PDF/Mitgliederliste%20Website-2014-06-30.pdf hier] abrufbar. &lt;br /&gt;
Sie bestanden aus den folgenden Gruppen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Juristische Personen''', u. a.&lt;br /&gt;
**[[Bosch]] Sicherheitssysteme&lt;br /&gt;
**Bundesanstalt für Materialforschung und - prüfung (BAM)&lt;br /&gt;
**[[Deutsches Institut für Normung]] e. V. (DIN)&lt;br /&gt;
**[[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
**[[EADS]]&lt;br /&gt;
**[[Siemens]]&lt;br /&gt;
**[[Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie]] e.V. (ZVEI)&lt;br /&gt;
*'''Natürliche Personen''', u.a.&lt;br /&gt;
**[[Erika Mann]], ehem. MdEP,  SPD, Leiterin des Brüsseler Lobbybüros von [[Facebook]], Gründungsmitglied [[Transatlantic Policy Network]]&lt;br /&gt;
**Udo Helmbrecht, Direktor [[European Network and Information Security Agency]] (ENISA), ehem. Präsident [[Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik]] (BSI)&lt;br /&gt;
*'''Parlamentarier'''&lt;br /&gt;
**[[Christian Ehler]], MdEP,  CDU, Mitglied des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) beim Europäischen Parlament, Vorsitzender sowohl der Working-Group für ein neues Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union als auch der fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe zum selben Thema; Vorsitzender [[Transatlantic Legislators' Dialogue]] (TLD); Mitglied [[Atlantik-Brücke]] und [[Cybersicherheitsbeirat Deutschland]] e.V.&lt;br /&gt;
**[[Monika Hohlmeier]], MdEP, CSU, Mitglied des Aufsichtsrats des [[Baywa]] Konzerns, Vorsitzende der Intergroup [[Sky and Space]] und Mitglied der Steuerungsgruppe der Intergroup [[European Parliamentary Financial Services Forum]]&lt;br /&gt;
**[[Alexander Graf Lambsdorff]], MdEP, FDP, Mitglied [[Transatlantic Policy Network]] und [[Atlantik-Brücke]]&lt;br /&gt;
**[[Werner Langen]], MdEP, CDU, Mitglied [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]], Active Member [[European Energy Forum]], Mitglied [[Kangaroo Group]], Mitglied [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
**[[Angelika Niebler]], MdEP, CSU, Active Member [[European Energy Forum]], Governor [[European Internet Foundation]], Mitglied [[Sky and Space]] und ZDF-Fernsehrat&lt;br /&gt;
**René Röspel, MdB, SPD&lt;br /&gt;
**Hans-Peter Uhl, MdB, CSU, Innenpolitischer Sprecher CDU/CSU Fraktion im Bundestag&lt;br /&gt;
**Manfred Weber, MdEP, CSU &lt;br /&gt;
*'''Korrespondierende Mitglieder''', u.a.&lt;br /&gt;
**Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung &lt;br /&gt;
**Ministerium des Innern des Landes Brandenburg&lt;br /&gt;
**Ministerium für Inneres Familie, Frauen und Sport des Saarlandes&lt;br /&gt;
**Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorstand ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Vorstandsmitglied&lt;br /&gt;
|weitere Funktionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nikolaus Breuel]] (Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| Beiratsvorsitzender [[Ammers Partners]], Vorsitzender Landesverband Berlin [[Wirtschaftsrat der CDU]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Richard K. Arning]]&lt;br /&gt;
| Vorstand SAPPER AG, zuvor bei [[EADS]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Albrecht Broemme]]&lt;br /&gt;
| Präsident [[Bundesanstalt Technisches Hilfswerk]] (THW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Michael von Foerster]]&lt;br /&gt;
| Leiter Regierungs- und Öffentlichkeitskontakte [[Bosch]] Sicherheitssysteme, Vorsitzender der Koordinierungsstelle Sicherheitswirtschaft im DIN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Klaus Thoma]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.emi.fraunhofer.de/das-institut-im-profil/vita-prof-dr-klaus-thoma/ Vita Klaus Thoma] Webseite Fraunhofer-Institut, abgerufen am 01.08.2014, nicht mehr abrufbar&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ehem. Leiter [[Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik]] (EMI), Vorsitzender des Fraunhofer-Verbunds Verteidigungs- und  Sicherheitsforschung, Mitglied des Forschungs- und Technologiebeirats  [[Bundesministerium der Verteidigung]], Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats zur Sicherheitsforschung [[Bundesministerium für Bildung und Forschung]], ehemaliger Mitarbeiter von [[Messerschmitt-Bölkow-Blohm]] (MBB), Präsidiumsmitglied [[Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Juli 2014) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;organisation&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschäftsführung ===&lt;br /&gt;
Die Geschäftsführerin des GESA e.V war [[Ulrike Kieper]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
*Von 05/12 bis 01/2013 war [[Edelgard Bulmahn]] (MdB, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, Ex-Bundesbildungsministerin) Mitglied des Vorstandes der GESA.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tillack&amp;quot;&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/tillack/lobbyismus--sicherheitskonzerne-bezahlen-verein-fuer-eu-abgeordnete-6892802.html Sicherheitskonzerne finanzierten Verein für EU-Abgeordnete] Stern vom 13.06.2016, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Allgemeine Einschätzung===&lt;br /&gt;
Die Zusammensetzung des Vorstands macht deutlich wie eng Politik, Wirtschaft und Forschung an dieser Stelle verzahnt sind. Der Autor Lars Sobiraj vermutet, dass es sich bei der GESA um nichts anderes als ein Netzwerk handelt um sich Aufträge zuzuschanzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die Strippenzieher&amp;quot;&amp;gt; [http://www.gulli.com/news/17409-die-strippenzieher-wenn-zusammen-kommt-was-nicht-zusammen-gehoert-update-2011-11-24 Die Strippenzieher: Wenn zusammen kommt, was nicht zusammen gehört] gulli.de vom 27.10.2011, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aktivitäten des GESA-Gründungsmitglieds [[Christian Ehler]] (CDU) im EU-Parlament zugunsten der Industrie===&lt;br /&gt;
Der EU-Parlamentarier Christian Ehler, Mitglied der GESA und Mitglied des [[Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie]] (ITRE) beim Europäischen Parlament sowie Berichterstatter für die &amp;quot;Beteiligungsregeln&amp;quot; zum EU-Forschungsrahmenprogramm &amp;quot;Horizon 2020&amp;quot;, hat sich aktiv  für den erleichterten Zugang der Industrie zu Forschungssubventionen der EU eingesetzt. Der Abbau der Kotrolle bei der Subventionsvergabe wird von ihm als die unkomplizierte Förderung innovativer Ideen bezeichnet. In seiner Pressemitteilung vom 22. Juli 2014 zu den Beteiligungsregeln am Programm &amp;quot;Horizont 2020&amp;quot; führt er hierzu aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Horizont 2020 fördert die gesamte Innovationskette - mit dem &amp;quot;Fast Track to Innovation&amp;quot; (FTI) wird dieses Versprechen nach jahrelangen Lippenbekenntnissen nun endlich eingelöst und die EU wird selbst ein kleines bisschen innovativer. Mit dem FTI haben kleine Konsortien nun die Möglichkeit, jederzeit und ohne spezifische vorherige Ausschreibung Projektvorschläge einzureichen, über deren Förderung dann innerhalb von drei bis sechs Monaten entschieden wird. So können zeitkritische, innovative Ideen nun endlich schnell und unkompliziert gefördert werden. Ich bin heilfroh, dass die EU-Kommission inzwischen erkannt hat, dass eine erfolgreiche Innovationsförderung schnell, flexibel und thematisch offen sein muss. Soviel Freiraum brauchen Kreativität und Innovation eben...Das Europäische Parlament..konnte sich in den Verhandlungen zu Horizont 2020 erstmals mit seinen Forderungen nach einem stärkeren Bottom-Up-Ansatz durchsetzen. Für uns ist der FTI deshalb so etwas wie ein &amp;quot;Gamechanger&amp;quot; - er soll langfristig europäische Forschungsförderung verändern.''&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://christian-ehler.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=430 Pressemitteilung] Webseite Christian Ehler vom 22. Juli 2014, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitat==&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Mit Blick auf die Gesamtkonstruktion der GESA ergeben sich aus dem Verhaltenskodex für Mitglieder des Europäischen Parlaments sehr viele Kritikpunkte. Unter anderem die Tatsache, dass Politiker eine Lobbyorganisation gründen, bei denen Mitglieder einen Beitrag einzahlen und die Gründungsmitglieder bei ihren Kollegen in der Politik im Sinne der Mitglieder lobbyieren. Das ist kein alleiniges Handeln im öffentlichen Interesse sondern im Interesse der zahlenden Mitglieder.''&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sander&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Auflösung der GESA im September 2015:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Irgendwann verlor auch die Industrie das Interesse. 2014 und 2015 traten die Firmen reihenweise bei der GESA aus. Der Verein habe bei der „politischen Flankierung“ geholfen, um deutschen Unternehmen einen größeren Anteil an den Forschungsmillionen der EU-Kommission zu sichern, sagt heute ein Industrievertreter hinter vorgehaltener Hand. Aber inzwischen hätten sich „die Prozesse eingeschwungen“; die GESA habe man daher nicht mehr gebraucht.''&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;tillack&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitergehende Informationen==&lt;br /&gt;
[https://netzpolitik.org/2013/deutsche-eu-abgeordnete-lobbyieren-fur-sicherheitsindustrie/ Alexander Sander: Deutsche EU-Abgeordnete lobbyieren für die deutsche Sicherheitsindustrie, netzpolitik.org vom 21. Februar 2013]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sicherheitsindustrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=German_European_Security_Association&amp;diff=36914</id>
		<title>German European Security Association</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=German_European_Security_Association&amp;diff=36914"/>
		<updated>2016-06-15T09:38:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = German European Security Association (GESA)&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Rechtsform       = gemeinnütziger Verein (zum 30. 09. 2015 aufgelöst)&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Sicherheitsindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2007&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin, Platz der Republik 1&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Berlin, Platz der Republik 1&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://gesa-network.de/ gesa-network.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die zum 30. September 2015 aufgelöste '''German European Security Association''' (GESA) diente der Vernetzung der Sicherheitsindustrie mit Parlamentariern  und Bedarfsträgern (d.h. [[BKA]], Landespolizeien, ...) für Überwachungsprodukte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die German European Security Association (GESA) wurde im Herbst 2006 auf Initiative von der damaligen [[SPD]] Europaabgeordneten [[Erika Mann]], dem Brandenburger [[CDU]] Abgeordneten [[Christian Ehler]] und dem [[FDP]]-Europaabgeordneten [[Alexander Graf Lambsdorff]] als eingetragener Verein ins Leben gerufen und Anfang 2007 gemeinsam mit weiteren Europaabgeordneten gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach § 2 der Satzung ist der Zweck des Vereins die  Förderung von Wissenschaft und Forschung, insbesondere auf dem Gebiet der zivilen Sicherheit. Dazu gehört die Entwicklung und Erarbeitung von Forschungszielen auf nationaler und europäischer Ebene, unter anderem durch Abhaltung einer regelmäßigen gemeinsamen Gesprächsbasis mit Vertretern des Bundes, der Länder sowie europäischer und internationaler Institutionen. Außerdem sollen eigene Forschungsvorhaben durchgeführt werden. Ziel der GESA ist es nach eigener Aussage, „deutsche Interessen zu formulieren und gezielt in den europäischen Dialog einzubringen und die deutsche Seite frühzeitig von europäischen Prozessen in Kenntnis zu setzen.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;Offizielle Webseite der GESA&amp;quot; /&amp;gt; Auf der eigenen Webseite beschreibt sich die GESA als „überparteilicher selbstloser eingetragener Verein […]. Er verfolgt weder eigenwirtschaftliche Zwecke noch eine Gewinnerzielungsabsicht und ist als gemeinnützig anerkannt.“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Offizielle Webseite der GESA&amp;quot;&amp;gt; [https://web.archive.org/web/20141106090911/https://gesa-network.de/ziele.html GESA - Ziele], Webseite GESA, archiviert am 06.11.2014, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies schließt nicht aus, dass der selbstlose Verein sich für Rahmenbedingungen (Forschungssubventionen für bestimmte Projekte, Vergaberegeln für Fördergelder, Festlegung europäischer DIN-Normen) einsetzt, die die Gewinnerzielungsmöglicheiten ihrer Mitglieder erhöhen. Auf der GESA-Webseite finden sich Links zu den EU-Förderprogrammen und EU-Förderrichtlinien, die für die Sicherheitsindustrie von besonderer Bedeutung sind. Auf diesem Gebiet betätigen sich auch Europaabgeordnete, die Mitglieder der GESA sind, als Mitglieder des [[Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie]] (ITRE) beim Europäischen Parlament. Nach Auffassung von Ben Hayes, Experte für Sicherheitsforschung bei der britischen NGO statewatch,  ist die GESA gegründet worden, um für die deutsche Sicherheitsindustrie EU-Gelder locker zu machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sander&amp;quot;&amp;gt;[https://netzpolitik.org/2013/deutsche-eu-abgeordnete-lobbyieren-fur-sicherheitsindustrie/ Alexander Sender: Deutsche EU-Abgeordnete lobbyieren für die Sicherheitsindustrie], netzpolitik.org vom 21.02.2013, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Abgeordneten aus Bundestag und Europaparlament gehören der GESA Vertreter der Sicherheits- und IT-Industrie sowie der Bedarfsträger an. Weitere Mitglieder sind Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, die sich mit Sicherheitsfragen befassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der aktuelle Vorstand bestand 2013 aus drei Vertretern der Wirtschaft, dem Präsidenten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) und Prof. Dr. [[Klaus Thomas]], dem Leiter des [[Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik]] (EMI), der zugleich Sprecher des Fraunhofer-Verbunds für Verteidigungs- und Sicherheitsforschung, Präsidiumsmitglied der [[Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik]] sowie Regierungsberater ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;organisation&amp;quot;&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20141106044918/https://gesa-network.de/organisation.html GESA Organisation] Webseite GESA, archiviert am 06.11.2014, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Eintragung im Vereinsregister beim Amtsgericht Charlottenburg ist der Verein durch Beschluss der Mitglieder zum 30. September 2015 aufgelöst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
Die GESA ist gemeinnütziger (d.h. sich nicht wirtschaftlich betätigender), eingetragener Verein mit Sitz in Berlin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Offizielle Webseite der GESA&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitglieder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitglieder waren [https://gesa-network.de/tl_files/gesa/PDF/Mitgliederliste%20Website-2014-06-30.pdf hier] abrufbar. &lt;br /&gt;
Sie bestanden aus den folgenden Gruppen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Juristische Personen''', u. a.&lt;br /&gt;
**[[Bosch]] Sicherheitssysteme&lt;br /&gt;
**Bundesanstalt für Materialforschung und - prüfung (BAM)&lt;br /&gt;
**[[Deutsches Institut für Normung]] e. V. (DIN)&lt;br /&gt;
**[[Deutsche Telekom]]&lt;br /&gt;
**[[EADS]]&lt;br /&gt;
**[[Siemens]]&lt;br /&gt;
**[[Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie]] e.V. (ZVEI)&lt;br /&gt;
*'''Natürliche Personen''', u.a.&lt;br /&gt;
**[[Erika Mann]], ehem. MdEP,  SPD, Leiterin des Brüsseler Lobbybüros von [[Facebook]], Gründungsmitglied [[Transatlantic Policy Network]]&lt;br /&gt;
**Udo Helmbrecht, Direktor [[European Network and Information Security Agency]] (ENISA), ehem. Präsident [[Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik]] (BSI)&lt;br /&gt;
*'''Parlamentarier'''&lt;br /&gt;
**[[Christian Ehler]], MdEP,  CDU, Mitglied des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) beim Europäischen Parlament, Vorsitzender sowohl der Working-Group für ein neues Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union als auch der fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe zum selben Thema; Vorsitzender [[Transatlantic Legislators' Dialogue]] (TLD); Mitglied [[Atlantik-Brücke]] und [[Cybersicherheitsbeirat Deutschland]] e.V.&lt;br /&gt;
**[[Monika Hohlmeier]], MdEP, CSU, Mitglied des Aufsichtsrats des [[Baywa]] Konzerns, Vorsitzende der Intergroup [[Sky and Space]] und Mitglied der Steuerungsgruppe der Intergroup [[European Parliamentary Financial Services Forum]]&lt;br /&gt;
**[[Alexander Graf Lambsdorff]], MdEP, FDP, Mitglied [[Transatlantic Policy Network]] und [[Atlantik-Brücke]]&lt;br /&gt;
**[[Werner Langen]], MdEP, CDU, Mitglied [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]], Active Member [[European Energy Forum]], Mitglied [[Kangaroo Group]], Mitglied [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
**[[Angelika Niebler]], MdEP, CSU, Active Member [[European Energy Forum]], Governor [[European Internet Foundation]], Mitglied [[Sky and Space]] und ZDF-Fernsehrat&lt;br /&gt;
**René Röspel, MdB, SPD&lt;br /&gt;
**Hans-Peter Uhl, MdB, CSU, Innenpolitischer Sprecher CDU/CSU Fraktion im Bundestag&lt;br /&gt;
**Manfred Weber, MdEP, CSU &lt;br /&gt;
*'''Korrespondierende Mitglieder''', u.a.&lt;br /&gt;
**Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung &lt;br /&gt;
**Ministerium des Innern des Landes Brandenburg&lt;br /&gt;
**Ministerium für Inneres Familie, Frauen und Sport des Saarlandes&lt;br /&gt;
**Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorstand ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Vorstandsmitglied&lt;br /&gt;
|weitere Funktionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nikolaus Breuel]] (Vorsitzender)&lt;br /&gt;
| Beiratsvorsitzender [[Ammers Partners]], Vorsitzender Landesverband Berlin [[Wirtschaftsrat der CDU]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Richard K. Arning]]&lt;br /&gt;
| Vorstand SAPPER AG, zuvor bei [[EADS]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Albrecht Broemme]]&lt;br /&gt;
| Präsident [[Bundesanstalt Technisches Hilfswerk]] (THW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Michael von Foerster]]&lt;br /&gt;
| Leiter Regierungs- und Öffentlichkeitskontakte [[Bosch]] Sicherheitssysteme, Vorsitzender der Koordinierungsstelle Sicherheitswirtschaft im DIN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Klaus Thoma]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.emi.fraunhofer.de/das-institut-im-profil/vita-prof-dr-klaus-thoma/ Vita Klaus Thoma] Webseite Fraunhofer-Institut, abgerufen am 01.08.2014, nicht mehr abrufbar&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ehem. Leiter [[Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik]] (EMI), Vorsitzender des Fraunhofer-Verbunds Verteidigungs- und  Sicherheitsforschung, Mitglied des Forschungs- und Technologiebeirats  [[Bundesministerium der Verteidigung]], Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats zur Sicherheitsforschung [[Bundesministerium für Bildung und Forschung]], ehemaliger Mitarbeiter von [[Messerschmitt-Bölkow-Blohm]] (MBB), Präsidiumsmitglied [[Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Juli 2014) Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;organisation&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschäftsführung ===&lt;br /&gt;
Die Geschäftsführerin des GESA e.V war [[Ulrike Kieper]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
*Von 05/12 bis 01/2013 war [[Edelgard Bulmahn]] (MdB, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, Ex-Bundesbildungsministerin) Mitglied des Vorstandes der GESA.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tillack&amp;quot;&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/tillack/lobbyismus--sicherheitskonzerne-bezahlen-verein-fuer-eu-abgeordnete-6892802.html Sicherheitskonzerne finanzierten Verein für EU-Abgeordnete] Stern vom 13.06.2016, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
===Allgemeine Einschätzung===&lt;br /&gt;
Die Zusammensetzung des Vorstands macht deutlich wie eng Politik, Wirtschaft und Forschung an dieser Stelle verzahnt sind. Der Autor Lars Sobiraj vermutet, dass es sich bei der GESA um nichts anderes als ein Netzwerk handelt um sich Aufträge zuzuschanzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die Strippenzieher&amp;quot;&amp;gt; [http://www.gulli.com/news/17409-die-strippenzieher-wenn-zusammen-kommt-was-nicht-zusammen-gehoert-update-2011-11-24 Die Strippenzieher: Wenn zusammen kommt, was nicht zusammen gehört] gulli.de vom 27.10.2011, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aktivitäten des GESA-Gründungsmitglieds [[Christian Ehler]] (CDU) im EU-Parlament zugunsten der Industrie===&lt;br /&gt;
Der EU-Parlamentarier Christian Ehler, Mitglied der GESA und Mitglied des [[Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie]] (ITRE) beim Europäischen Parlament sowie Berichterstatter für die &amp;quot;Beteiligungsregeln&amp;quot; zum EU-Forschungsrahmenprogramm &amp;quot;Horizon 2020&amp;quot;, hat sich aktiv  für den erleichterten Zugang der Industrie zu Forschungssubventionen der EU eingesetzt. Der Abbau der Kotrolle bei der Subventionsvergabe wird von ihm als die unkomplizierte Förderung innovativer Ideen bezeichnet. In seiner Pressemitteilung vom 22. Juli 2014 zu den Beteiligungsregeln am Programm &amp;quot;Horizont 2020&amp;quot; führt er hierzu aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Horizont 2020 fördert die gesamte Innovationskette - mit dem &amp;quot;Fast Track to Innovation&amp;quot; (FTI) wird dieses Versprechen nach jahrelangen Lippenbekenntnissen nun endlich eingelöst und die EU wird selbst ein kleines bisschen innovativer. Mit dem FTI haben kleine Konsortien nun die Möglichkeit, jederzeit und ohne spezifische vorherige Ausschreibung Projektvorschläge einzureichen, über deren Förderung dann innerhalb von drei bis sechs Monaten entschieden wird. So können zeitkritische, innovative Ideen nun endlich schnell und unkompliziert gefördert werden. Ich bin heilfroh, dass die EU-Kommission inzwischen erkannt hat, dass eine erfolgreiche Innovationsförderung schnell, flexibel und thematisch offen sein muss. Soviel Freiraum brauchen Kreativität und Innovation eben...Das Europäische Parlament..konnte sich in den Verhandlungen zu Horizont 2020 erstmals mit seinen Forderungen nach einem stärkeren Bottom-Up-Ansatz durchsetzen. Für uns ist der FTI deshalb so etwas wie ein &amp;quot;Gamechanger&amp;quot; - er soll langfristig europäische Forschungsförderung verändern.''&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://christian-ehler.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=430 Pressemitteilung] Webseite Christian Ehler vom 22. Juli 2014, abgerufen am 15.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitat==&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Mit Blick auf die Gesamtkonstruktion der GESA ergeben sich aus dem Verhaltenskodex für Mitglieder des Europäischen Parlaments sehr viele Kritikpunkte. Unter anderem die Tatsache, dass Politiker eine Lobbyorganisation gründen, bei denen Mitglieder einen Beitrag einzahlen und die Gründungsmitglieder bei ihren Kollegen in der Politik im Sinne der Mitglieder lobbyieren. Das ist kein alleiniges Handeln im öffentlichen Interesse sondern im Interesse der zahlenden Mitglieder.''&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sander&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitergehende Informationen==&lt;br /&gt;
[https://netzpolitik.org/2013/deutsche-eu-abgeordnete-lobbyieren-fur-sicherheitsindustrie/ Alexander Sander: Deutsche EU-Abgeordnete lobbyieren für die deutsche Sicherheitsindustrie, netzpolitik.org vom 21. Februar 2013]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sicherheitsindustrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Intergroups&amp;diff=36906</id>
		<title>Intergroups</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Intergroups&amp;diff=36906"/>
		<updated>2016-06-14T09:28:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Intergroups''' (dt.: Interfraktionelle Arbeitsgruppen) sind informelle Arbeitsgruppen im [[EU-Parlament]]. Sie werden von Abgeordneten fraktions- und parteiübergreifend zu einem bestimmten Thema gebildet. Sie sind jedoch keine Organe des Parlaments. An den Treffen von Intergroups nehmen neben den Abgeordneten Vertreter von Unternehmen, Organisationen und (Wirtschafts-)Verbänden teil - zum informellen Austausch. Es ist zu unterscheiden zwischen offiziellen, beim EU-Parlament registrierten Intergroups und inoffiziellen, nicht-registrierten Intergroups.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktivitäten der Intergroups werden im Falle von nicht-registrierten Intergroups häufig vollständig, bei registrierten teilweise von den beteiligten Lobbyakteuren finanziert. Kritiker betrachten daher Intergroups oftmals als Vehikel um Lobbyinteressen ins EU-Parlament zu tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Die Möglichkeiten und Bedingungen zur Bildung von Intergroups sind von der Konferenz der Präsidenten am 16. Dezember 1999 geschaffen worden (und wurden zuletzt am 11.09.2014 aktualisiert).&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/aboutparliament/de/00c9d93c87/Intergroups.html Interfraktionelle Arbeitsgruppen], Webseite Europäisches Parlament, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dabei wurde festgelegt unter welchen Bedingungen Intergroups zu Beginn jeder Wahlperiode gebildet werden können, welchen Zweck diese verfolgen und wie sie in ihren Tätigkeiten ausgestaltet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regelung&amp;quot;&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/pdf/intergroupes/2012_Rules_DE.pdf Regelung für die Bildung interfraktioneller Arbeitsgruppen], Webseite Europäisches Parlament, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Intergroups variiert in jeder Legislaturperiode. Derzeit gibt das Europäische Parlament die Zahl der Intergroups auf einer veröffentlichten Liste mit 28 an (Stand: Juni 2016).&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beispiele registrierter Intergroups:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| Climate change, sustainable development and biodiversity&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| [[Digital Agenda]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| [[Creative Industries]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| [[Sky and Space]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| SMEs - Small and Medium-sized enterprises&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings erfasst die Liste nur registrierte Intergroups. Die lobbykritische Nichtregierungsorganisation ''Corporate Europe Observatory'' geht von mindestens 15 nicht registrierten Intergroups in Brüssel aus, schätzt jedoch, dass die tatsächliche Zahl solcher Intergroups noch höher liegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot;&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/lobbying-under-radar Lobbying under the radar], corporateeurope.org vom 24.05.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass sich nicht jede Arbeitsgruppe, in der Abgeordnete verschiedener Fraktionen mit Wirtschaftsvertetern und -lobbyisten informell zusammensitzen, auch offiziell als Intergroup beim Europäischen Parlament registrieren muss. Die diesbezüglichen Regelungen sind nur unzureichend konkretisiert und bieten ausreichend Schlupflöcher. Aus diesem Grund existiert momentan eine unüberschaubare Zahl an Intergroups.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beispiele nicht registrierter Intergroups:&lt;br /&gt;
| Abkürzung&lt;br /&gt;
| dt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[European Internet Forum]]&lt;br /&gt;
| EIF&lt;br /&gt;
| Europäisches Internetforum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[European Energy Forum]]&lt;br /&gt;
| EEF&lt;br /&gt;
| Europäisches Energieforum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[European Parliamentary Financial Services Forum]]&lt;br /&gt;
| EPFSF&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Forum for the Automobile and Society]] &lt;br /&gt;
| FAS&lt;br /&gt;
| Forum Automobil und Gesellschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Forum in the European Parliament for Construction]]  &lt;br /&gt;
| FOCOPE&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  [[Knowledge4Innovation]]&lt;br /&gt;
|  K4I &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rail Forum Europe]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Transatlantic Policy Network]]  &lt;br /&gt;
| TPN&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Intergroups, welche nicht beim Europäischen Parlament registriert sind, unterliegen nicht den Vorgaben des EU-Parlaments und sind deshalb nicht verpflichtet, ihre finanziellen Interessen offenzulegen. Auf den Websites inoffizieller Intergroups werden nur in den seltensten Fällen Angaben über Finanzierung und Ausgaben der Gruppenaktivitäten gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ist keine Transparenz gewährleistet und mögliche finanzielle Vorteilnahme durch politische Entscheidungsträger über solche Gruppen bzw. sonstige materielle Beeinflussungen kann kaum effektiv kontrolliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Arbeitsweise ==&lt;br /&gt;
Um eine offizielle, beim EU-Parlament registrierte Intergroup zu bilden, bedarf es der Unterschriften von Parlamentarier/-innen aus mindestens drei verschiedenen Fraktionen des Parlaments. Dabei ist die Anzahl der jeweiligen Fraktionsabgeordneten, welche zur Gründung einer Intergroup nötig sind, abhängig von einem festgelegten Zusammensetzungsschlüssel, der die Größe der Parlamentsfraktionen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Es gibt keine verbindliche oder einheitliche Organisationsstruktur für offizielle Intergroups. Sie müssen jedoch über eineN VorsitzendeN verfügen und ihre finanziellen Zuwendungen öffentlich machen. Intergoups tagen in der Regel während der Sitzungsperioden des Europäischen Parlaments, dürfen jedoch, da sie keine offiziellen Organe des Parlaments sind, keine rechtsverbindlichen Entscheidungen treffen oder den Eindruck erwecken, sie würden im Namen des Europäischen Parlaments sprechen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regelung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Intergroups finanzieren sich häufig durch eine Mischung aus Geldmitteln, die sich aus EU-Förderprogrammen, Stiftungen oder Mittelzuflüssen durch Spenden und Organisationen zusammensetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europa-digital.de/dschungelbuch/top3/parlament/intergroups.shtml Intergroups im Europäischen Parlament], europa-digital.de vom 30.01.2006, abgerufen am 02.08.2012, nicht mehr abrufbar&amp;lt;/ref&amp;gt; Offizielle Intergroups erhalten auch Unterstützung durch das Europäische Parlament, indem es den verschiedenen Intergroups Konferenzräume zur Verfügung stellt oder die Fraktionen Übersetzer bereitstellen. Inoffizielle Intergroups erhalten keine derartige Unterstützung. Wobei es in den vergangenen Jahren mit der [[Kangaroo Group]] eine nicht-registrierte Intergroup geschafft hatte, ihr Büro eine Zeit lang im Europäischen Parlament unterzubringen (siehe [[Intergroups#Beispiele|Beispiele]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung der einzelnen Intergroups ist zum Teil sehr undurchsichtig. Zwar muss jede Intergroup eine regelmäßig zu aktualisierende Erklärung über finanzielle Interessen beim Präsidenten des Europäischen Parlaments einreichen, welche sodann veröffentlicht wird  - doch erstens ist unklar, ob diese vollständig sind. Zweitens, und hier liegt das größere Problem, finden sich die inoffiziellen Gruppen in dieser Liste über Zahl und Namen aktueller Intergroups nicht wieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einflussnahme und Lobbystrategien==&lt;br /&gt;
Ein typischer Weg der Einflussnahme von Unternehmen und Verbänden auf politische Akteure erfolgt über Veranstaltungen, welche im Rahmen der Intergroups organisiert werden - sogenannte Arbeitsfrühstücke, Mittagessen inklusive Expertenvorträgen, Abendessen samt Themendebatten, Cocktailabende, Exkursionen oder Weiterbildungsseminare für Mitarbeiter der EU-Abgeordneten. Die Kosten dieser Veranstaltungen tragen die Unternehmen und Verbände.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Zuwendungen, die auf eine gewisse Abhängigkeit der Gruppen von ihren Spendern hindeuten, sind zum Beispiel Räumlichkeiten und Sekretariate, die von Verbänden und anderen Lobbyakteuren zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden einige Beispiele solcher Zuwendungen sowohl bei registrierten als auch bei unregistrierten Intergroups aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiele===     &lt;br /&gt;
*Die registrierte Intergroup [[Sky and Space]] (dt. Luft- und Raumfahrt) lässt sich ihr Sekretariat durch den [[Europäischer Verband der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie | Europäischen Verband der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie]] (ASD) bereitstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/pdf/intergroupes/VIII_LEG_DIF_19_Sky_and_Space.pdf Declaration of Financial Interests, Sky and Space], Webseite Europäisches Parlament vom 01.09.2015, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Aktivitäten des [[Forum for the Automobile and Society]] (FAS) (dt. Forum Automobil und Gesellschaft), eine nicht-registrierte Intergroup, werden vom Brüsseler Büro des internationalen Automobilverbandes [[Fédération Internationale de l’Automobile]] (FIA) aus geleitet.&lt;br /&gt;
*Die Intergroup [[European Internet Foundation]] (EIF) ist gleichfalls nicht registriert. In ihr finden sich neben zahlreichen Europaabgeordneten viele Vertreter großer Internetunternehmen wie [[Apple]], [[Google]], [[Amazon]] und [[Facebook]]. Die Intergroup wird nach eigenen Angaben ausschließlich durch die Mitgliedsunternehmen finanziert.&lt;br /&gt;
*Die nicht registrierte [[Kangaroo Group]] ist eine Intergroup, zu deren Mitgliedern ca. 50 Großkonzerne gehören, u.a. [[Goldman Sachs]], [[Philip Morris]], [[Deutsche Bank]], [[Volvo]], [[Deutsche Telekom]], [[ebay]] und [[BP]]. Bis zum Januar 2012 hatte die [[Kangaroo Group]] ihr offizielles Büro in Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments in Brüssel. Erst durch Druck von Seiten des lobbykritischen Netzwerks ''Corporate Europe Oberservatory'' bezog die ursprünglich nicht-registrierte Intergroup ein neues Büro in unmittelbarer Nähe des Parlaments.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/kangaroo-groups-base-parliament-challenged Kangaroo Group's base in Parliament challenged], corporateeurope.org vom 21.11.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Präsident der [[Kangaroo Group]] ist seit Juni 2013 der deutsche Europaabgeordnete [[Michael Gahler]]. Sein Vorgänger war der österreichische Europaabgeordnete [[Othmar Karas]], vier Jahre Präsident der [[Kangaroo Group]] und gleichzeitig seit 2012 Vizepräsident des Europäischen Parlaments. Neben [[Michael Gahler]] und [[Othmar Karas]] sind noch 12 weitere Europaabgeordnete Mitglieder der [[Kangaroo Group]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kangaroogroup.de/who-we-are/kangaroo-board/ The Board of the Kangaroo Group], Kangaroo Group, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beispiele machen deutlich, warum viele kritische NGOs Intergroups als Vehikel sehen, die Unternehmensinteressen ins Europäische Parlament bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seitenwechsler===&lt;br /&gt;
*Die finnische Europaabgeordnete [[Piia-Noora Kauppi]] hatte bis 2008 den Vorsitz der Intergroup [[European Parliamentary Financial Services Forum]] (dt. Finanzdienstleistungen, EPFSF) inne, bis sie 2008, direkt im Anschluss an ihr Ausscheiden aus dem Europäischen Parlament, als Bankenlobbyistin für die [[Federation of Finnish Financial Services]] tätig wurde.&lt;br /&gt;
*Seit Oktober 2011 arbeitet die ehemalige SPD-Europaabgeordnete [[Erika Mann]] für [[Facebook]] im 2011 eröffneten Brüsseler Büro des Konzerns als Lobbyistin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-09/facebook-datenschutz-beauftragte Facebook ernennt Datenschutzbeauftragte], Zeit Online vom 14.09.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2009 war Mann als EU-Abgeordnete u.a. Mitglied der Intergroup [[European Internet Foundation]]. Manns ehemalige Assistentin, [[Eva-Maria Kirschsieper]] arbeitet heute als Lobbyistin für Facebook in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
*Die beiden nicht-registrierten Intergroups [[European Internet Foundation]] und [[Transatlantic Policy Network]] wurden maßgeblich durch [[Peter Linton]], einen Cheflobbyisten der großen PR- und Lobbyagentur [[Burson-Marsteller]] initiiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20160512202710/http://burson-marsteller.be/about/team/senior-consultants/#profile.peter.linton Senior Consultants Profile] Webseite von Burson-Marsteller, archiviert am 12.05.2016, abgerufen am 14.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine weitere nicht beim Europäischen Parlament registrierte Intergroup heißt [[Knowledge4Innovation]] (dt.: Wissen für Innovation) und wurde von der Lobbyagentur [[Strauss &amp;amp; Partners]] gegründet. Strauss &amp;amp; Partners leitet nach eigenen Angaben seitdem diese Intergroup über unternehmenseigene Büros und ist für das Programm der Intergroup sowie die Organisation der Events und Aktivitäten verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.strausspartners.eu/clients Clientse], Webseite von Strauss &amp;amp; Partners, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die nicht registrierte Intergroup [[European Parliamentary Financial Services Forum]] wurde durch die Lobbyagentur [[Houston Associates]] gegründet und eine Zeit lang geführt, bevor die Koordination an den einflussreichen europäischen Bankenverband [[ European Banking Federation]] (EBF) übergeben wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die inoffizielle Intergroup [[Transatlantic Policy Network]] bezahlt sowohl amerikanischen als auch europäischen Politikern die Reisekosten für Besuche intern organisierter Konferenzen sowie andere Ausflüge. Allein für US-Politiker wurden im Zuge dessen, zwischen 2000 und 2015, Kosten in Höhe von 243,129 $ übernommen - für 48 derartige Ereignisse.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.legistorm.com/trip/list/by/sponsor/id/5811/name/Transatlantic_Policy_Network.html Transatlantic Policy Network - Sponsor of Congressional Travel], legistorm.com, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Da es im Rahmen des [[Lobbyregister EU|Lobbyregisters]] des Europäischen Parlaments keine Verpflichtung für inoffizielle Intergroups gibt, derlei Zahlen offenzulegen, sind die Ausgaben für EU-Abgeordnete nicht im Detail bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Im Jahr '''2011''' schrieb der britische EU-Abgeordnete [[Martin Callanan]] eine offizielle parlamentarische Stellungnahme als Reaktion auf den Antrag der Europäischen Kommission hingehend der Energieeffizienzstandards von Automobilen, in welcher er geringere Auflagen für die Industrie empfahl. Seine Empfehlungen entsprachen exakt denen des Verbandes Europäischer Automobilhersteller, von dem viele Mitgliedsunternehmen Vertreter in der Intergroup [[Forum for the Automobile and Society]] (dt. Forum Automobil und Gesellschaft) sitzen haben. Auch Callanan ist Mitglied dieser Intergroup.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der englische Abgeordnete des Europäischen Parlaments [[Giles Chichester]] ist Präsident der Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF) (dt. Europäisches Energieforum), welche von zahlreichen Energie- und Ölkonzernen finanziert wird. In dieser Position ließ sich Chichester, zusammen mit anderen in der Intergroup aktiven EU-Abgeordneten, auf eine Exkursion in die Barentssee durch den norwegischen Ölkonzern [[Statoil]] einladen - diese wurde von Statoil finanziert. Statoil bezweckte mit dieser Fahrt, den Abgeordneten die Sicherheit und Unbedenklichkeit von Ölbohrinseln in empfindlichen Ökosystemen zu demonstrieren. Weiterhin ließ sich Chichester durch den Atomenergiekonzern [[Areva]] eine Reise nach Valencia inklusive des Besuchs einer Etappe des America's Cup bezahlen. Bemerkenswert ist, dass Chichester stets politische Positionen vertritt, welche im Interesse jener großen Energiekonzerne sind, welche das EEF dominieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;confl&amp;quot;&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/conflicts-interests-eu Conflicts of Interests in the EU], corporateeurope.org vom 25.06.2008, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''2005''' haben Abgeordnete des Europäischen Parlaments, welche auch Mitglieder der Intergroup [[European Parliamentary Financial Services Forum]] waren, Änderungsanträge eingebracht um die damals in Vorbereitung befindliche ''Dritte Geldwäsche-Richtlinie'' zu verwässern. Die eingebrachten Änderungsvorschläge waren beinahe identisch mit den von einer Handelsbankengruppe in Umlauf gebrachten Entwürfen. Jene Handelsbankengruppe stellte viele Mitglieder in der genannten Intergroup.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche EU-Abgeordnete [[Elmar Brok]] war dafür verantwortlich, dass '''2004''' in einen Entwurf des Europäischen Parlaments hinsichtlich der zu erreichenden Ziele auf einem damals anstehenden EU-USA-Gipfel, die Hauptforderungen der Intergroup [[Transatlantic Policy Network]] eins zu eins eingegangen sind. Vordergründig ging es darum bis 2015 einen freien und weitestgehend unregulierten Markt zwischen der USA und der EU zu schaffen. Brok war zu diesem Zeitpunkt Vorsitzender der Intergroup.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.corporateeurope.org/tpntabd.html EU-US free trade talks ahead?], corporateeurope.org von Juni 2004, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der britische EU-Parlamentarier [[Malcom Habour]], welcher Vorsitzender der Intergroup [[Forum for the Automobile and Society]] (dt. Forum Automobil und Gesellschaft) ist, hat sich seit dem Jahr '''2004''' 18 Autos und den Besuch diverser Autorennsportereignisse sowie anderer Events von der Automobilindustrie bezahlen lassen. Habour selbst ist als ein energischer Verfechter automobilkonzernfreundlicher Positionen im Europäischen Parlament bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;confl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Kritikpunkte:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Obwohl Intergroups keine Organe des Parlaments sind und aus diesem Grund nicht in dessen Namen sprechen können und dürfen, werden derlei Regeln insbesondere durch inoffizielle Intergroups vorsätzlich unterwandert. Beispielsweise geschieht dies, indem nicht-registrierte und keinerlei Kontrolle durch das EU-Parlament unterliegende Intergroups in ihren Namen die Worte ''European Parliament'' führen - wodurch der Eindruck einer offiziellen Einrichtung der Europäischen Union geweckt wird, was jedoch in keiner Weise zutrifft. Beispiele dafür sind u.a. folgende nicht-registrierte Intergroups: &lt;br /&gt;
**The [[European Parliamentary Financial Services Forum]]&lt;br /&gt;
**The [[European Parliament Ceramics Forum]]&lt;br /&gt;
**The [[Forum in the European Parliament for Construction]] oder&lt;br /&gt;
**The [[Knowledge4Innovation]] Forum of the European Parliament. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtregierungsorganisationen, andere zivilgesellschaftliche Interessengruppen sowie Gewerkschaften sind ganz überwiegend aus den Intergroups ausgeschlossen und dürfen nur in den seltensten Fällen an einzelnen Veranstaltungen teilnehmen. Dies trifft insbesondere auf die inoffiziellen und oft rein durch Mitgliedskonzerne und -verbände finanzierten Intergroups zu. Beispielsweise ist dies gängige Praxis im [[European Energy Forum]] (EEF) und dem [[Rail Forum Europe]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Intergroup]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Intergroups&amp;diff=36905</id>
		<title>Intergroups</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Intergroups&amp;diff=36905"/>
		<updated>2016-06-14T09:27:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Intergroups''' (dt.: Interfraktionelle Arbeitsgruppen) sind informelle Arbeitsgruppen im [[EU-Parlament]]. Sie werden von Abgeordneten fraktions- und parteiübergreifend zu einem bestimmten Thema gebildet. Sie sind jedoch keine Organe des Parlaments. An den Treffen von Intergroups nehmen neben den Abgeordneten Vertreter von Unternehmen, Organisationen und (Wirtschafts-)Verbänden teil - zum informellen Austausch. Es ist zu unterscheiden zwischen offiziellen, beim EU-Parlament registrierten Intergroups und inoffiziellen, nicht-registrierten Intergroups.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktivitäten der Intergroups werden im Falle von nicht-registrierten Intergroups häufig vollständig, bei registrierten teilweise von den beteiligten Lobbyakteuren finanziert. Kritiker betrachten daher Intergroups oftmals als Vehikel um Lobbyinteressen ins EU-Parlament zu tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Die Möglichkeiten und Bedingungen zur Bildung von Intergroups sind von der Konferenz der Präsidenten am 16. Dezember 1999 geschaffen worden (und wurden zuletzt am 11.09.2014 aktualisiert).&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/aboutparliament/de/00c9d93c87/Intergroups.html Interfraktionelle Arbeitsgruppen], Webseite Europäisches Parlament, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dabei wurde festgelegt unter welchen Bedingungen Intergroups zu Beginn jeder Wahlperiode gebildet werden können, welchen Zweck diese verfolgen und wie sie in ihren Tätigkeiten ausgestaltet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regelung&amp;quot;&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/pdf/intergroupes/2012_Rules_DE.pdf Regelung für die Bildung interfraktioneller Arbeitsgruppen], Webseite Europäisches Parlament, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Intergroups variiert in jeder Legislaturperiode. Derzeit gibt das Europäische Parlament die Zahl der Intergroups auf einer veröffentlichten Liste mit 28 an (Stand: Juni 2016).&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beispiele registrierter Intergroups:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| Climate change, sustainable development and biodiversity&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| [[Digital Agenda]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| [[Creative Industries]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| [[Sky and Space]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| SMEs - Small and Medium-sized enterprises&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings erfasst die Liste nur registrierte Intergroups. Die lobbykritische Nichtregierungsorganisation ''Corporate Europe Observatory'' geht von mindestens 15 nicht registrierten Intergroups in Brüssel aus, schätzt jedoch, dass die tatsächliche Zahl solcher Intergroups noch höher liegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot;&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/lobbying-under-radar Lobbying under the radar], corporateeurope.org vom 24.05.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass sich nicht jede Arbeitsgruppe, in der Abgeordnete verschiedener Fraktionen mit Wirtschaftsvertetern und -lobbyisten informell zusammensitzen, auch offiziell als Intergroup beim Europäischen Parlament registrieren muss. Die diesbezüglichen Regelungen sind nur unzureichend konkretisiert und bieten ausreichend Schlupflöcher. Aus diesem Grund existiert momentan eine unüberschaubare Zahl an Intergroups.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beispiele nicht registrierter Intergroups:&lt;br /&gt;
| Abkürzung&lt;br /&gt;
| dt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[European Internet Forum]]&lt;br /&gt;
| EIF&lt;br /&gt;
| Europäisches Internetforum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[European Energy Forum]]&lt;br /&gt;
| EEF&lt;br /&gt;
| Europäisches Energieforum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[European Parliamentary Financial Services Forum]]&lt;br /&gt;
| EPFSF&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Forum for the Automobile and Society]] &lt;br /&gt;
| FAS&lt;br /&gt;
| Forum Automobil und Gesellschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Forum in the European Parliament for Construction]]  &lt;br /&gt;
| FOCOPE&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  [[Knowledge4Innovation]]&lt;br /&gt;
|  K4I &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rail Forum Europe]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Transatlantic Policy Network]]  &lt;br /&gt;
| TPN&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Intergroups, welche nicht beim Europäischen Parlament registriert sind, unterliegen nicht den Vorgaben des EU-Parlaments und sind deshalb nicht verpflichtet, ihre finanziellen Interessen offenzulegen. Auf den Websites inoffizieller Intergroups werden nur in den seltensten Fällen Angaben über Finanzierung und Ausgaben der Gruppenaktivitäten gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ist keine Transparenz gewährleistet und mögliche finanzielle Vorteilnahme durch politische Entscheidungsträger über solche Gruppen bzw. sonstige materielle Beeinflussungen kann kaum effektiv kontrolliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Arbeitsweise ==&lt;br /&gt;
Um eine offizielle, beim EU-Parlament registrierte Intergroup zu bilden, bedarf es der Unterschriften von Parlamentarier/-innen aus mindestens drei verschiedenen Fraktionen des Parlaments. Dabei ist die Anzahl der jeweiligen Fraktionsabgeordneten, welche zur Gründung einer Intergroup nötig sind, abhängig von einem festgelegten Zusammensetzungsschlüssel, der die Größe der Parlamentsfraktionen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Es gibt keine verbindliche oder einheitliche Organisationsstruktur für offizielle Intergroups. Sie müssen jedoch über eineN VorsitzendeN verfügen und ihre finanziellen Zuwendungen öffentlich machen. Intergoups tagen in der Regel während der Sitzungsperioden des Europäischen Parlaments, dürfen jedoch, da sie keine offiziellen Organe des Parlaments sind, keine rechtsverbindlichen Entscheidungen treffen oder den Eindruck erwecken, sie würden im Namen des Europäischen Parlaments sprechen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regelung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Intergroups finanzieren sich häufig durch eine Mischung aus Geldmitteln, die sich aus EU-Förderprogrammen, Stiftungen oder Mittelzuflüssen durch Spenden und Organisationen zusammensetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europa-digital.de/dschungelbuch/top3/parlament/intergroups.shtml Intergroups im Europäischen Parlament], europa-digital.de vom 30.01.2006, abgerufen am 02.08.2012, nicht mehr abrufbar&amp;lt;/ref&amp;gt; Offizielle Intergroups erhalten auch Unterstützung durch das Europäische Parlament, indem es den verschiedenen Intergroups Konferenzräume zur Verfügung stellt oder die Fraktionen Übersetzer bereitstellen. Inoffizielle Intergroups erhalten keine derartige Unterstützung. Wobei es in den vergangenen Jahren mit der [[Kangaroo Group]] eine nicht-registrierte Intergroup geschafft hatte, ihr Büro eine Zeit lang im Europäischen Parlament unterzubringen (siehe [[Intergroups#Beispiele|Beispiele]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung der einzelnen Intergroups ist zum Teil sehr undurchsichtig. Zwar muss jede Intergroup eine regelmäßig zu aktualisierende Erklärung über finanzielle Interessen beim Präsidenten des Europäischen Parlaments einreichen, welche sodann veröffentlicht wird  - doch erstens ist unklar, ob diese vollständig sind. Zweitens, und hier liegt das größere Problem, finden sich die inoffiziellen Gruppen in dieser Liste über Zahl und Namen aktueller Intergroups nicht wieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einflussnahme und Lobbystrategien==&lt;br /&gt;
Ein typischer Weg der Einflussnahme von Unternehmen und Verbänden auf politische Akteure erfolgt über Veranstaltungen, welche im Rahmen der Intergroups organisiert werden - sogenannte Arbeitsfrühstücke, Mittagessen inklusive Expertenvorträgen, Abendessen samt Themendebatten, Cocktailabende, Exkursionen oder Weiterbildungsseminare für Mitarbeiter der EU-Abgeordneten. Die Kosten dieser Veranstaltungen tragen die Unternehmen und Verbände.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Zuwendungen, die auf eine gewisse Abhängigkeit der Gruppen von ihren Spendern hindeuten, sind zum Beispiel Räumlichkeiten und Sekretariate, die von Verbänden und anderen Lobbyakteuren zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden einige Beispiele solcher Zuwendungen sowohl bei registrierten als auch bei unregistrierten Intergroups aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiele===     &lt;br /&gt;
*Die registrierte Intergroup [[Sky and Space]] (dt. Luft- und Raumfahrt) lässt sich ihr Sekretariat durch den [[Europäischer Verband der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie | Europäischen Verband der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie]] (ASD) bereitstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/pdf/intergroupes/VIII_LEG_DIF_19_Sky_and_Space.pdf Declaration of Financial Interests, Sky and Space], Webseite Europäisches Parlament vom 01.09.2015, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Aktivitäten des [[Forum for the Automobile and Society]] (FAS) (dt. Forum Automobil und Gesellschaft), eine nicht-registrierte Intergroup, werden vom Brüsseler Büro des internationalen Automobilverbandes [[Fédération Internationale de l’Automobile]] (FIA) aus geleitet.&lt;br /&gt;
*Die Intergroup [[European Internet Foundation]] (EIF) ist gleichfalls nicht registriert. In ihr finden sich neben zahlreichen Europaabgeordneten viele Vertreter großer Internetunternehmen wie [[Apple]], [[Google]], [[Amazon]] und [[Facebook]]. Die Intergroup wird nach eigenen Angaben ausschließlich durch die Mitgliedsunternehmen finanziert.&lt;br /&gt;
*Die nicht registrierte [[Kangaroo Group]] ist eine Intergroup, zu deren Mitgliedern ca. 50 Großkonzerne gehören, u.a. [[Goldman Sachs]], [[Philip Morris]], [[Deutsche Bank]], [[Volvo]], [[Deutsche Telekom]], [[ebay]] und [[BP]]. Bis zum Januar 2012 hatte die [[Kangaroo Group]] ihr offizielles Büro in Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments in Brüssel. Erst durch Druck von Seiten des lobbykritischen Netzwerks ''Corporate Europe Oberservatory'' bezog die ursprünglich nicht-registrierte Intergroup ein neues Büro in unmittelbarer Nähe des Parlaments.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/kangaroo-groups-base-parliament-challenged Kangaroo Group's base in Parliament challenged], corporateeurope.org vom 21.11.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Präsident der [[Kangaroo Group]] ist seit Juni 2013 der deutsche Europaabgeordnete [[Michael Gahler]]. Sein Vorgänger war der österreichische Europaabgeordnete [[Othmar Karas]], vier Jahre Präsident der [[Kangaroo Group]] und gleichzeitig seit 2012 Vizepräsident des Europäischen Parlaments. Neben [[Michael Gahler]] und [[Othmar Karas]] sind noch 12 weitere Europaabgeordnete Mitglieder der [[Kangaroo Group]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kangaroogroup.de/who-we-are/kangaroo-board/ The Board of the Kangaroo Group], Kangaroo Group, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beispiele machen deutlich, warum viele kritische NGOs Intergroups als Vehikel sehen, die Unternehmensinteressen ins Europäische Parlament bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seitenwechsler===&lt;br /&gt;
*Die finnische Europaabgeordnete [[Piia-Noora Kauppi]] hatte bis 2008 den Vorsitz der Intergroup [[European Parliamentary Financial Services Forum]] (dt. Finanzdienstleistungen, EPFSF) inne, bis sie 2008, direkt im Anschluss an ihr Ausscheiden aus dem Europäischen Parlament, als Bankenlobbyistin für die [[Federation of Finnish Financial Services]] tätig wurde.&lt;br /&gt;
*Seit Oktober 2011 arbeitet die ehemalige SPD-Europaabgeordnete [[Erika Mann]] für [[Facebook]] im 2011 eröffneten Brüsseler Büro des Konzerns als Lobbyistin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-09/facebook-datenschutz-beauftragte Facebook ernennt Datenschutzbeauftragte], Zeit Online vom 14.09.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2009 war Mann als EU-Abgeordnete u.a. Mitglied der Intergroup [[European Internet Foundation]]. Manns ehemalige Assistentin, [[Eva-Maria Kirschsieper]] arbeitet heute als Lobbyistin für Facebook in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
*Die beiden nicht-registrierten Intergroups [[European Internet Foundation]] und [[Transatlantic Policy Network]] wurden maßgeblich durch [[Peter Linton]], einen Cheflobbyisten der großen PR- und Lobbyagentur [[Burson-Marsteller]] initiiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20160512202710/http://burson-marsteller.be/about/team/senior-consultants/#profile.peter.linton Senior Consultants Profile] Webseite von Burson-Marsteller, archiviert am 12.05.2016, abgerufen am 16.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine weitere nicht beim Europäischen Parlament registrierte Intergroup heißt [[Knowledge4Innovation]] (dt.: Wissen für Innovation) und wurde von der Lobbyagentur [[Strauss &amp;amp; Partners]] gegründet. Strauss &amp;amp; Partners leitet nach eigenen Angaben seitdem diese Intergroup über unternehmenseigene Büros und ist für das Programm der Intergroup sowie die Organisation der Events und Aktivitäten verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.strausspartners.eu/clients Clientse], Webseite von Strauss &amp;amp; Partners, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die nicht registrierte Intergroup [[European Parliamentary Financial Services Forum]] wurde durch die Lobbyagentur [[Houston Associates]] gegründet und eine Zeit lang geführt, bevor die Koordination an den einflussreichen europäischen Bankenverband [[ European Banking Federation]] (EBF) übergeben wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die inoffizielle Intergroup [[Transatlantic Policy Network]] bezahlt sowohl amerikanischen als auch europäischen Politikern die Reisekosten für Besuche intern organisierter Konferenzen sowie andere Ausflüge. Allein für US-Politiker wurden im Zuge dessen, zwischen 2000 und 2015, Kosten in Höhe von 243,129 $ übernommen - für 48 derartige Ereignisse.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.legistorm.com/trip/list/by/sponsor/id/5811/name/Transatlantic_Policy_Network.html Transatlantic Policy Network - Sponsor of Congressional Travel], legistorm.com, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Da es im Rahmen des [[Lobbyregister EU|Lobbyregisters]] des Europäischen Parlaments keine Verpflichtung für inoffizielle Intergroups gibt, derlei Zahlen offenzulegen, sind die Ausgaben für EU-Abgeordnete nicht im Detail bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Im Jahr '''2011''' schrieb der britische EU-Abgeordnete [[Martin Callanan]] eine offizielle parlamentarische Stellungnahme als Reaktion auf den Antrag der Europäischen Kommission hingehend der Energieeffizienzstandards von Automobilen, in welcher er geringere Auflagen für die Industrie empfahl. Seine Empfehlungen entsprachen exakt denen des Verbandes Europäischer Automobilhersteller, von dem viele Mitgliedsunternehmen Vertreter in der Intergroup [[Forum for the Automobile and Society]] (dt. Forum Automobil und Gesellschaft) sitzen haben. Auch Callanan ist Mitglied dieser Intergroup.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der englische Abgeordnete des Europäischen Parlaments [[Giles Chichester]] ist Präsident der Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF) (dt. Europäisches Energieforum), welche von zahlreichen Energie- und Ölkonzernen finanziert wird. In dieser Position ließ sich Chichester, zusammen mit anderen in der Intergroup aktiven EU-Abgeordneten, auf eine Exkursion in die Barentssee durch den norwegischen Ölkonzern [[Statoil]] einladen - diese wurde von Statoil finanziert. Statoil bezweckte mit dieser Fahrt, den Abgeordneten die Sicherheit und Unbedenklichkeit von Ölbohrinseln in empfindlichen Ökosystemen zu demonstrieren. Weiterhin ließ sich Chichester durch den Atomenergiekonzern [[Areva]] eine Reise nach Valencia inklusive des Besuchs einer Etappe des America's Cup bezahlen. Bemerkenswert ist, dass Chichester stets politische Positionen vertritt, welche im Interesse jener großen Energiekonzerne sind, welche das EEF dominieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;confl&amp;quot;&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/conflicts-interests-eu Conflicts of Interests in the EU], corporateeurope.org vom 25.06.2008, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''2005''' haben Abgeordnete des Europäischen Parlaments, welche auch Mitglieder der Intergroup [[European Parliamentary Financial Services Forum]] waren, Änderungsanträge eingebracht um die damals in Vorbereitung befindliche ''Dritte Geldwäsche-Richtlinie'' zu verwässern. Die eingebrachten Änderungsvorschläge waren beinahe identisch mit den von einer Handelsbankengruppe in Umlauf gebrachten Entwürfen. Jene Handelsbankengruppe stellte viele Mitglieder in der genannten Intergroup.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche EU-Abgeordnete [[Elmar Brok]] war dafür verantwortlich, dass '''2004''' in einen Entwurf des Europäischen Parlaments hinsichtlich der zu erreichenden Ziele auf einem damals anstehenden EU-USA-Gipfel, die Hauptforderungen der Intergroup [[Transatlantic Policy Network]] eins zu eins eingegangen sind. Vordergründig ging es darum bis 2015 einen freien und weitestgehend unregulierten Markt zwischen der USA und der EU zu schaffen. Brok war zu diesem Zeitpunkt Vorsitzender der Intergroup.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.corporateeurope.org/tpntabd.html EU-US free trade talks ahead?], corporateeurope.org von Juni 2004, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der britische EU-Parlamentarier [[Malcom Habour]], welcher Vorsitzender der Intergroup [[Forum for the Automobile and Society]] (dt. Forum Automobil und Gesellschaft) ist, hat sich seit dem Jahr '''2004''' 18 Autos und den Besuch diverser Autorennsportereignisse sowie anderer Events von der Automobilindustrie bezahlen lassen. Habour selbst ist als ein energischer Verfechter automobilkonzernfreundlicher Positionen im Europäischen Parlament bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;confl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Kritikpunkte:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Obwohl Intergroups keine Organe des Parlaments sind und aus diesem Grund nicht in dessen Namen sprechen können und dürfen, werden derlei Regeln insbesondere durch inoffizielle Intergroups vorsätzlich unterwandert. Beispielsweise geschieht dies, indem nicht-registrierte und keinerlei Kontrolle durch das EU-Parlament unterliegende Intergroups in ihren Namen die Worte ''European Parliament'' führen - wodurch der Eindruck einer offiziellen Einrichtung der Europäischen Union geweckt wird, was jedoch in keiner Weise zutrifft. Beispiele dafür sind u.a. folgende nicht-registrierte Intergroups: &lt;br /&gt;
**The [[European Parliamentary Financial Services Forum]]&lt;br /&gt;
**The [[European Parliament Ceramics Forum]]&lt;br /&gt;
**The [[Forum in the European Parliament for Construction]] oder&lt;br /&gt;
**The [[Knowledge4Innovation]] Forum of the European Parliament. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtregierungsorganisationen, andere zivilgesellschaftliche Interessengruppen sowie Gewerkschaften sind ganz überwiegend aus den Intergroups ausgeschlossen und dürfen nur in den seltensten Fällen an einzelnen Veranstaltungen teilnehmen. Dies trifft insbesondere auf die inoffiziellen und oft rein durch Mitgliedskonzerne und -verbände finanzierten Intergroups zu. Beispielsweise ist dies gängige Praxis im [[European Energy Forum]] (EEF) und dem [[Rail Forum Europe]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Intergroup]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<title>Astroturfing</title>
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		<updated>2016-06-14T09:14:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: /* Unser Revier - Unsere Zukunft - An Rur und Erft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter '''Astroturfing''' versteht man das künstliche Nachahmen einer Bürgerbewegung oder Bürgerinitiative  im Auftrag von Unternehmen, PR-Firmen oder politischen Institutionen. Durch die Illusion einer unabhängigen Massenbewegung soll den eigenen Interessen Legitimität verschafft werden. Bei den künstlich initiierten Bürgerinitiativen werden Unterstützer meist unter falschen Voraussetzungen und ohne Wissen um die wahren Drahtzieher akquiriert. Es handelt sich also um intransparente Kommunikation einer Interessenkoalition von vermeintlich selbstbestimmten, vermeintlich unabhängigen und vermeintlich real existierenden Unterstützern. Insofern der Auftraggeber oder Finanzier offen benannt wird und mit tatsächlich Engagierten gearbeitet wird, gilt das strategische Einbinden von Bürgern in die politische Interessenvertretung als Strategie des [[Grassroots-Lobbying]].&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 23ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Astroturfstrategien haben ihren Ursprung in den 1970er Jahren in den USA und finden erst seit Ende der 1990er Jahre vermehrt in Europa Anwendung.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft == &lt;br /&gt;
Astroturf ist ursprünglich der Name eines Kunstrasenherstellers. Im Englischen ist der Markenname zur allgemeinen Bezeichnung für Kunstrasen geworden, ähnlich wie „Tempo“ auf deutsch synonym mit Taschentuch verwendet wird. Im Englischen ist der Ausdruck für Bürgerbewegungen aus der gesellschaftlichen Basis &amp;quot;grassroots-movement&amp;quot;. Ihr  künstliches Nachahmen wird schlicht mit dem Wort für Kunstrasen bezeichnet - Astroturf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unser Revier - Unsere Zukunft - An Rur und Erft ===&lt;br /&gt;
Der Verein [[Unser Revier]] ist eine Bürgerinitiative die sich laut Satzung für die &amp;quot;Nutzung zuverlässiger heimischer Energien&amp;quot; einsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unser-revier-unsere-zukunft.de/#!satzung/c1vaq Satzung], Webseite von Unser Revier, abgerufen am 20.05.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeint ist damit die Braunkohle, die im rheinischen Braunkohlerevier westlich von Köln in mehreren großen Tagebauen von RWE abgebaut wird. Nach außen betont die Initiative zwar die Unabhängigkeit von RWE, aber es gibt zahlreiche Verbindungen zur Braunkohlelobby. Die relevanten Akteure dabei sind der [[Deutscher Braunkohle Industrieverein|Deutsche Braunkohle Industrieverein]] (DEBRIV) und der [[Ring Deutscher Bergingenieure]] (RDB). Durch die Illusion einer unabhängigen Bewegungen soll hier den Interessen der Braunkohlelobby Legitimität verschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schilderüberwachungsverein (SÜV) ===&lt;br /&gt;
Der [[Schilderüberwachungsverein]] e.V. (SÜV) wurde im Februar 2014 gegründet und ist nach eigenen Angaben ein Verein „mit dem Zweck, die Verkehrssicherheit in Deutschland durch die qualitative Verbesserung der Verkehrsschilder zu erhöhen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schilderueberwachungsverein.de/der-suev/ Wer wir sind], schilderueberwachungsverein.de, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Bürger werden u.a. dazu aufgerufen &amp;quot;schlecht erkennbare Verkehrsschilder aufzuspüren [...], die Öffentlichkeit auf diese hinzuweisen und die Erneuerung der Schilder zu forcieren&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schilderueberwachungsverein.de/der-suev/ Was wir tun], schilderueberwachungsverein.de, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem aufgrund von personellen Verbindungen mit der Werbeagentur [[Die Crew AG]] und inhaltlicher Übereinstimmung mit dem [[Industrieverband Straßenausstattung]] (IVSt), von dem der SÜV sowohl beratend als auch finanziell unterstützt wird liegt die Vermutung nahe, dass hier eine Bürgerinitiative im Auftrag von Unternehmen künstlich nachgeahmt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waste Watchers ===&lt;br /&gt;
Wie der Name vermuten lässt, war Waste Watchers eine vermeintliche NGO im Umweltbereich. Wie der &amp;quot;Spiegel&amp;quot; 1995 enthüllte, war der Initiator der Organistion jedoch der ehemalige Pressesprecher von Tetra Pak Deutschland. Zudem hatten mindestens vier der sechs Gründungsmitglieder berufliche Verbindungen zu Tetra Pak. Ein weiterer war der Schwiegervater des ehemaligen Pressesprechers. Die Organisation setzte sich mit Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit für den Bau und die Akzeptanz von Müllverbrennungsanlagen ein. Den etablierten Organisationen im Umweltbereich wurde der Vorwurf gemacht, dass ihre Ablehnung von Müllverbrennungsanlagen zu einer Zunahme von Müllbergen im öffentlichen Raum führe. Ziel war die Diskreditierung der Arbeit von Organisationen wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Dazu kippten sie auf Umweltmessen eimerweise Müll vor die Stände des BUND. Ebenso wurden Desinformationskampagnen initiiert.Darüber hinaus kam es sogar zur persönlichen Verleumdung des Geschäftsführers BUND Baden-Württemberg. Infolge der Veröffentlichungen des &amp;quot;Spiegels&amp;quot; kam es zu einem erheblichen Imageverlust von Waste Watchers. Danach gelang es der Organisation nicht mehr sich öffentlichkeitwirksam zu präsentieren und zu positionieren.     &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV) ===&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV) tritt nach außen als neutraler, gemeinnütziger Verein auf und behauptet auf ihrer Webseite „unabhängig von Parteien und Interessengruppen“ zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gsv-verkehrundumwelt.de/index.php?id=4 Wir über uns], Webseite des GSV, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; In Wirklichkeit finanziert sich die GSV hauptsächlich über die sogenannte Fördergemeinschaft für umweltgerechte Straßen- und Verkehrsplanung, in deren Vorstand in den letzten Jahren unter anderem die Strabag-Tochter Deutsche Asphalt, der ADAC-Südbayern, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Asphaltverbands und die Asphalt-Mischwerke Oberfranken vertreten waren. Die Mehrheit der Gründungsmitglieder der GSV und der Fördergemeinschaft für umweltgerechte Straßen- und Verkehrsplanung (FSV) sind Unternehmen und Verbände der Straßenbau- und Automobilindustrie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;asphaltlobby&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/04/versteckspiel-der-asphaltlobby-muss-beendet-werden/ Versteckspiel der Asphaltlobby], lobbycontrol.de vom 28.04.2009, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Pro-Straße-Bürgerinitiativen bekommen durch die GSV professionelle Hilfe bei der Pressearbeit und bei der Strategieentwicklung. Die Bürgerinititaiven werden im Bauplanungsrecht geschult und erhalten finanzielle Unterstützung für die Kampagnenarbeit. Das geht so weit, dass Pappschilder für Aktionen, Plakate, Aufkleber und Mustertexte von der GSV zentral bei einer Druckerei in Auftrag gegeben werden. Bürgermeister, Landräte und Straßenbaumeister werden gezielt in die Bürgerinitiativen eingebunden um Kontakte zu Straßenbaubehörden herzustellen und die Straßenbauvorhaben voranzutreiben. In den letzten Jahren war die GSV zudem immer wieder an der Gründung neuer Bürgerinitiativen beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So findet professionalisierte Lobbyarbeit der Straßenbau- und Automobilbranche hinter dem Deckmantel verschiedener Bürgerbewegungen statt. Seit 1980 wurden auf diesem Weg mindestens 150 Bürgerinitiativen von der GSV unterstützt. Die GSV zeigt sich hinsichtliche ihrer Mitglieder und Finanzierung intransparent. Wirtschaftliche Partikularinteressen werden als Gemeinwohlinteressen artikuliert. Letztlich ist die GSV eine Vorfeldorganisation der Asphalt- und Baulobby, um lokale Initiativen für mehr Straßen aufzubauen. Durch den Druck dieser Initiativen soll mehr staatliches Geld in den Straßenbau fließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;asphaltlobby&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) ===&lt;br /&gt;
Der Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) wurde 1995 gegründet. Er ist europaweit mit vielen Partnerorganisationen vernetzt und fördert Bürgerinitiativen in Deutschland, die sich aktiv gegen Windkraft einsetzen. Der Verband stellt Argumentationskataloge, fachkundige Referenten und mehr oder weniger wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung. Dabei wird folgende Argumentation verfolgt: Windkraft zerstöre die Landschaft, sorge für einen Verfall der Grundstückspreise, sei für den Tod von Vögeln verantwortlich und führe zu einer Erhöhung der Energiepreise.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der BLS wird die fließende Grenze zwischen Bürgerengagement und direkter Einflussnahme deutlich. Erklärtes Ziel des Verbandes ist die öffentliche Meinung zu beeinflussen und Druck auf Lokalpolitiker auszuüben. Laut Irmisch macht der BLS sich dabei eine subtile Kombination von Grassrootslobbying und Astroturfing zu nutze. Demnach arbeite er nicht nur mit Metoden der Täuschung wie etwa Waste Watchers, sondern versuche die Bürger gezielt in die Lobbyarbeit einzubinden und so an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Über den finanziellen Hintergund des BLS ist nur wenig bekannt, was typisch für Astroturfing ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Vorgehensweise des BLS 1998 in einem Artikel in &amp;quot;Die Tageszeitung&amp;quot; enttarnt wurde, wurde die Internetpräsenz des BLS aus dem Internet enfernt. Später führte er die Arbeit als Landesverband Landschaftsschutz Niedersachsen fort. Laut BUND handelt es sich dabei um einen &amp;quot;geschickten Schachzug&amp;quot;. Den die Bezeichnung als Landesverband deutet darauf hin, dass es in anderen Bundesländern ebenfalls entsprechende Verbände gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/tricks-der-konzerne.html Tricks der Konzerne], bund.net vom 20.01.2013, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 2015 findet sich unter der Web-Adresse bls-landschaftsschutz.de ein &amp;quot;Landesverband Sachsen des Bundesverbandes Landschaftsschutz e.V.&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bls-landschaftsschutz.de/website/100_impressum/index.php Impressum] bls-landschaftsschutz.de, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele EU ==&lt;br /&gt;
=== Campaign for Creativity (C4C) ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 erhielt die Campaign for Creativity (C4C) den erstmals von [[Corporate Europe Observatory]] in Kooperation mit [[LobbyControl]], [[Friends of the Earth Europe]] und [[Spinwatch]] verliehenen [[Worst EU Lobbying Award]]. Hintergrund war die Inzenierung einer politischen Kampagne als  Grassrootsbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die C4C gab vor, eine [[Grassroots-Lobbying|Grassroots-Lobbyinginitiative]] von Künstlern, Musikern, Designern, Ingenieuren und Software-Entwicklern zu sein. In Wahrheit handelte es sich jedoch um eine strategische Kommunikationsmaßnahme der Public Affairs Agentur Campbell Gentry, deren Auftraggeber einzelne Unternehmen der Software- und Computerbranche, sowie der internationale Verband der Computerindustrie war. Damit bildete er die Speerspitze der Lobby für Software-Patente, die im Europaparlament sehr umstritten waren. Während die grüne Fraktion im Europaparlament im Juni 2005 eine Anhörung mit Patentkritikern zum Patentrecht veranstaltete, verteilte die C4C kostenloses Eis für die Europaabgeordneten. Darauf hatte sie zuvor in einer E-Mail hingewiesen, die an alle Europaabgeordenten verschickt worden war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C4C wird de facto von Simon Gentry betrieben, der in der Vergangenheit auch Lobbyarbeit für SmithKline Beecham (heute GlaxoSmithKline) zur Biopatent-Richtlinie gemacht hat. Die englische C4C-Webseite weist vage darauf hin, dass die Kampagne von Unternehmen wie Microsoft und SAP und dem internationalen Verband der Computerindustrie ComTIA unterstützt wird. Es gibt auf der Webseite keinen Hinweis darauf, dass der Koordinator der Kampagne, Simon Gentry, von der Lobby-Agentur Campbell Gentry kommt. Die deutsche und französische Fassung der Webseite erwähnen nicht einmal die Unterstützung seitens der Unternehmen und CompTIA für die Kampagne.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2005/12/campaign-for-creativity-erhalt-worst-eu-lobbying-award/ “Campaign for Creativity” erhält “Worst EU Lobbying Award”], LobbyControl vom 16.12.2005, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Edelman The Centre und Grassroots Enterprise ===&lt;br /&gt;
[[Edelman|Edelman The Centre]] ist eine der weltweit größten PR-Agenturen. Grassroots Enterprise ist eine offizielle Tochter, die die Organisation von Graswurzelbewegungen anbietet. Diese Dienste werden auch in der Filiale von [[Edelman|Edelman The Centre]] in Brüssel angeboten. [[Edelman|Edelman The Centre]] und Grassroots Enterprise agieren dabei als Netzwerkakteur. Laut eigener Angabe schaffen sie Verbindungen zwischen ähnlich Gesinnten um der geplanten Bewegung den nötigen Hintergrund zu geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://grassroots.com/what/ About], Webseite Grassroots Enterprise, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Agenturen ermöglichen es Unternehmen, die über die nötige Finanzstärke verfügen, eine Bewegung aus der Gesellschaft zu finanzieren. Diese vertritt dann, wenn der Hintergrund unerkannt bleibt, glaubwürdig die Interessen der Finanziers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 organisierte die Agentur eine Aktion vor dem EU-Parlament in Brüssel, bei der eine Verkostung gentechnisch veränderter Lebensmittel im Mittelpunkt stand. &amp;quot;Farmers Biotech-Network&amp;quot; war die bis dato unbekannte Gruppe, über die die Journalisten als Initiator berichteten. Erst im Nachhinein fand man heraus, dass die Aktion von [[EuropaBio]] finanziert wurde. Dabei handelt es sich um eine Kampagne, die von großen Gentech-Unternehmen, wie z.B. Bayer und [[Monsanto]], finanziert wird. EuropaBio versuchte berühmte Persönlichkeiten, wie Bob Geldorf, Kofi Annan oder den französischen Politiker Claude Allègre als Botschafter zu gewinnen, um die Vorzüge der Gentechnik anzupreisen. Auf Nachfrage bestritten diese Personen jedoch als Botschafter für EuropaBio tätig zu sein. Bob Geldorf erklärte [[EuropaBio]] nicht einmal zu kennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/europabio-gentechnik-verband-blamiert-sich-mit-pannen-pr-a-793227.html EuropaBio: Gentechnik-Verband blamiert sich mit Pannen-PR], Spiegel vom 21.10.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele USA ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Brutkastenlüge&amp;quot; von [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] === &lt;br /&gt;
Eines der bekanntesten Beispiele für Astroturfing ist die sogenannte &amp;quot;Brutkastenlüge&amp;quot; der PR-Agentur [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] während des Golfkriegs 1991. Ziel der Aktion war es, die internationale Öffentlichkeit gegen den Irak zu mobilisieren. Zu diesem Zweck wurde die Geschichte verbreitet, dass irakische Soldaten in einem kuwaitischen Krankenhaus Säuglinge aus ihren Brutkästen gerissen hätten. Anschließend habe man die Kinder sich selbst, also dem sicheren Tod überlassen. Der Bericht wurde im Länderbericht Irak des Amnesty International Sekretariats London veröffentlicht. Zudem trat eine vermeintliche Krankenschwester aus Kuwait, die 15järhige Nayirah im amerikanischen Kongress auf und bestätigt die Vorgänge. Es stellte sich jedoch heraus, dass das Mädchen die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA, und die gesamte Geschichte frei erfunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Brutkastenlüge&amp;quot; wurde von der sogenannten kuwaitischen Menschenrechtsorganisation &amp;quot;Citizens for a free Kuwait&amp;quot; verbreitet worden. Diese war kurz nach der irakischen Invasion gegründet worden und wurde durch die kuwaitische Regierung finanziert und gefördert. Hauptgeschäftsführer der Organisation war Craig Fuller, ehemaliger Stabschef von George Bush Senior und später bei [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] beschäftigt. [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] betreute die sogenannte NGO aus dem Hintergrund heraus. Als der Journalist John R. MacArthur die Geschichte enthüllte, führte das zu einem erheblichen Imageschaden für die PR-Agentur, was sich in Mitarbeiterentlassungen und Auftragsflauten niederschlug. Trotzdem ist [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] bis heute eine der weltweit größten, international tätigen Kommunikationsagenturen&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 26f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tea Party Bewegung ===&lt;br /&gt;
Die Tea Party-Bewegung ist eine konservative amerikanische Protestbewegung, die 2009 entstand. In der amerikanischen Öffentlichkeit wird sie vor allem wegen ihrer wirtschaftspolitischen Forderungen wahrgenommen. Die Tea Party setzt sich für Steuersenkungen und eine Reduzierung des Staatsdefizits ein. Die meisten Anhänger der Tea Party lehnen die Politik Barack Obamas und der Demokraten ab. Außerhalb des Kongresses ist die Tea Party ein Sammelsurium verschiedener Gruppierungen, teils straff organisiert, teils lose Netzwerke. Die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, gilt als Symbolfigur der Tea Party.&amp;lt;ref&amp;gt;T. Greven: Die Krise der amerikanischen Demokratie und die Tea-Party-Bewegung, FES (Hg).: Internationale Politikanalysen, Washington 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tea Party steht im Verdacht durch Unternehmen und finanzstarke Unterstützer gesteuert zu werden. George Monbiot spricht in diesem Zusammenhang von einem systematischen Fall von Astroturfing. Viele Teilnehmer der Tea Party Bewegung seien für Freiheit und gegen Eliten und seien fest davon überzeugt, einer unabhängigen Graswurzelbewegung anzugehören. Die Bewegung werde jedoch von genau den Interessen katalysiert und geleitet, die sie eigentlich bekämpfen will.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/cifamerica/2010/oct/25/tea-party-koch-brothers The Tea Party movement: deluded and inspired by billionaires], theguardian.com vom 25.10.2010, abgerufen am 20.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Studie des National Cancer Institute of the National Institute of Health verortet die Wurzeln der Tea Party in den 1980er Jahren. Zu dieser Zeit begannen Tabakkonzerne damit zivilgeslleschfatliche Organisationen zu gründen, um gegen die Besteuerung von Tabak einzutreten und Studien, die einen Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebserkrankungen untersuchten, zu entkräften. Viele gemeinnützige Organisationen, die zur Tea Party gehören, haben weitreichende Verbindungen zur Tabakkonzernen und richten sich gegen Besteuerung und Regulierung der Tabakindustrie. In diesem Kontext sind die beiden wichtigsten Organisationen &amp;quot;Americans for Prosperity&amp;quot; und &amp;quot;Freedomworkers&amp;quot;, die beide die politische Agenda der Tabakkonzeren unterstützen, indem sie lokale Tea Party-Proteste gegen Tabaksteuern und Nichtrauchergesetze organisieren. Beide entstammen der gleichen Ursprungsorganisation, den Citizens for a Sound Economy (CSE), die 1984 von den Millardären Charles und David Koch gegründet wurde. Die Studie enthüllte, dass die erste Tea Party-Webseite von der den CSE erstellt wurde. Zuvor war das öffentliche Bild der Tea-Party, dass sie sich 2009 als Grasswurzelbewegung aus dem Protest gegen Steuern herausgebildet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huffingtonpost.com/brendan-demelle/study-confirms-tea-party-_b_2663125.html Study Confirms Tea Party Was Created by Big Tobacco and Billionaire Koch Brothers], huffingtonpost.com vom 02.11.2013, abgerufen am 21.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile haben sich &amp;quot;Americans for Prosperity&amp;quot; und &amp;quot;Freedomworkers&amp;quot; auf mehrere Bereiche ausgeweitet, in denen sie politische Kampagnenarbeit leisten. Dazu zählen vor allem der Kampf gegen die Gesundheitsreform in den USA und die Ablehnung von Regulierungen im Bezug auf die globale Erwärmung und den Klimawandel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Astroturfing im Internet ==&lt;br /&gt;
=== Persona management software ===&lt;br /&gt;
Ein besonderer Fall von Astroturfing ereignet sich Online in sozialen Netzwerken. Die Werbeagentur Usocial bietet seit 2009 an gegen Bezahlung Facebook-Fans zu verschaffen. So kosten 4.000 Fans 555,30 $. 250.000 kosten 9.000$. Offiziell werden die Fans durch Werbung auf die entsprechenden Seiten aufmerksam gemacht und entscheiden freiwillig ob sie Fan werden oder nicht. Inoffiziell werden Fangruppen generiert, die aus künstlichen Profilen bestehen und professionell gesteuert werden. Aus internen Dokumenten der US Sicherheitsfirma HB Gary Federal geht hervor, dass dazu die sogenannte Persona management software eingesetzt wird, wie durch einen Leak der Hacker-Gruppe Anonymous öffentlich wurde. Die Software meldet künstliche Identitäten bei Twitter und anderen Plattformen an, um sie später für Kampagnen zu nutzen. Dabei können alle Online-Merkmale realer Personen erschaffen werden - Name, Emailadressen, gefälschte IP Adressen und Social-Media Auftritte mit unpolitischen Interessen. Ob ein solches Fake-Profil eingesetzt wurde ist für andere Benutzer und sogar für Facebook selber kaum nachzuvollziehen. Trotzdem können sie Einfluss auf das Verhalten der Nutzer nehmen. Beispielsweise ist die Beliebtheit einer Seite ein Indikator dafür ob jemand Fan wird oder nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/internet/2011-03/astroturfing-facebook-guttenberg Astroturfing auf Facebook], zeit.de vom 08.03.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Astroturfing geht es jedoch nicht nur darum, eine künstliche Basisbewegung für ein bestimmtes Thema zu schaffen. Ebenso lässt sich jegliche konstruktive Debatte im Internet zerstören: Vor allem Blog- und Zeitungsbeiträge zum Klimawandel erfahren oft eine Vielzahl an destruktiven Kommentaren, die jegliche Debatte unmöglich machen und einen aggressiven und diffamierenden Ton haben.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Monsanto und die Bivings Group ===&lt;br /&gt;
Der erste größere Fall von Astroturfing im Internet fand 2002 statt. In verschiedenen Foren kam es zu aggressiven und extremen Kommenatren gegen einen Wissenschaftler, der behauptete in mexikanischem Mais befinden sich zu großen Teilen genmanipulierte Pollen. Die Schmähkommentare gingen von zwei Personen aus, Mary Murphy und Andura Smetacek. In einer Untersuchung zweier Journalisten kam heraus, dass sich die Kommentare von Mary Murphy auf eine Domain der Bivings Group zurückverfolgen lassen. Dabei handelt es sich um eine PR-Firma, die sich auf Internetlobbyismus spezialisiert hat. Sie hatte im Auftrag des Biotechnologieriesen [[Monsanto]] gearbeitet - der Firma, die auch AstroTurf&amp;lt;sup&amp;gt;TM&amp;lt;/sup&amp;gt; (Kunstrasen) entwickelt und patentiert hatte. Zudem fanden die Journalisten heraus, dass die IP-Adresse von Andura Smetacek zum Hauptquartier von [[Monsanto]] in St. Louis, Missouri gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/libertycentral/2010/dec/13/astroturf-libertarians-internet-democracy These astroturf libertarians are the real threat to internet democracy], The Guardian vom 13.12.2010, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.theguardian.com/commentisfree/libertycentral/2010/dec/13/astroturf-libertarians-internet-democracy These astroturf libertarians are the real threat to internet democracy] The Guardian, 13.12.2010.&lt;br /&gt;
* [http://astroturfwars.org/ (Astro)Turf Wars (Film)]&lt;br /&gt;
* [http://www.theguardian.com/world/video/2010/oct/13/americans-for-prosperity-tea-party The Tea Party movement and the oil billionaire] The Guardian. Ausschnitt aus (Astro)Turf Wars.&lt;br /&gt;
* [http://www.newyorker.com/reporting/2010/08/30/100830fa_fact_mayer?currentPage=all The billionaire brothers who are waging a war against Obama.] The New Yorker, 30.08.2010.&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/05/die-buergerinitiative-und-die-braunkohlelobby/ Fallstudie &amp;quot;Unser Revier&amp;quot;: Eine &amp;quot;Bürgerinitiative&amp;quot; der Braunkohlelobby] LobbyControl, 11. Mai 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Astroturfing&amp;diff=36902</id>
		<title>Astroturfing</title>
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		<updated>2016-06-13T14:46:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter '''Astroturfing''' versteht man das künstliche Nachahmen einer Bürgerbewegung oder Bürgerinitiative  im Auftrag von Unternehmen, PR-Firmen oder politischen Institutionen. Durch die Illusion einer unabhängigen Massenbewegung soll den eigenen Interessen Legitimität verschafft werden. Bei den künstlich initiierten Bürgerinitiativen werden Unterstützer meist unter falschen Voraussetzungen und ohne Wissen um die wahren Drahtzieher akquiriert. Es handelt sich also um intransparente Kommunikation einer Interessenkoalition von vermeintlich selbstbestimmten, vermeintlich unabhängigen und vermeintlich real existierenden Unterstützern. Insofern der Auftraggeber oder Finanzier offen benannt wird und mit tatsächlich Engagierten gearbeitet wird, gilt das strategische Einbinden von Bürgern in die politische Interessenvertretung als Strategie des [[Grassroots-Lobbying]].&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 23ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Astroturfstrategien haben ihren Ursprung in den 1970er Jahren in den USA und finden erst seit Ende der 1990er Jahre vermehrt in Europa Anwendung.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft == &lt;br /&gt;
Astroturf ist ursprünglich der Name eines Kunstrasenherstellers. Im Englischen ist der Markenname zur allgemeinen Bezeichnung für Kunstrasen geworden, ähnlich wie „Tempo“ auf deutsch synonym mit Taschentuch verwendet wird. Im Englischen ist der Ausdruck für Bürgerbewegungen aus der gesellschaftlichen Basis &amp;quot;grassroots-movement&amp;quot;. Ihr  künstliches Nachahmen wird schlicht mit dem Wort für Kunstrasen bezeichnet - Astroturf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unser Revier - Unsere Zukunft - An Rur und Erft ===&lt;br /&gt;
Der Verein [[Unser Revier]] ist eine Bürgerinitiative die sich laut Satzung für die &amp;quot;Nutzung zuverlässiger heimischer Energien&amp;quot; einsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unser-revier-unsere-zukunft.de/#!satzung/c1vaq Satzung], Webseite von Unser Revier, abgerufen am 20.05.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeint ist damit die Braunkohle, die im rheinischen Braunkohlerevier westlich von Köln in mehreren großen Tagebauen von RWE abgebaut wird. Nach außen betont die Initiative zwar die Unabhängigkeit von RWE, aber es gibt zahlreiche Verbindungen zur Braunkohlelobby. Die relevanten Akteure dabei sind der [[Deutscher Braunkohle Industrieverein|Deutsche Braunkohle Industrieverein]] (DEBRIV) und der [[Ring Deutscher Bergingenieure]] (RDB). Durch die Illussion einer unabhängigen Bewegungen soll hier den Interessen der Braunkohlelobby Legitimität verschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schilderüberwachungsverein (SÜV) ===&lt;br /&gt;
Der [[Schilderüberwachungsverein]] e.V. (SÜV) wurde im Februar 2014 gegründet und ist nach eigenen Angaben ein Verein „mit dem Zweck, die Verkehrssicherheit in Deutschland durch die qualitative Verbesserung der Verkehrsschilder zu erhöhen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schilderueberwachungsverein.de/der-suev/ Wer wir sind], schilderueberwachungsverein.de, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Bürger werden u.a. dazu aufgerufen &amp;quot;schlecht erkennbare Verkehrsschilder aufzuspüren [...], die Öffentlichkeit auf diese hinzuweisen und die Erneuerung der Schilder zu forcieren&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schilderueberwachungsverein.de/der-suev/ Was wir tun], schilderueberwachungsverein.de, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem aufgrund von personellen Verbindungen mit der Werbeagentur [[Die Crew AG]] und inhaltlicher Übereinstimmung mit dem [[Industrieverband Straßenausstattung]] (IVSt), von dem der SÜV sowohl beratend als auch finanziell unterstützt wird liegt die Vermutung nahe, dass hier eine Bürgerinitiative im Auftrag von Unternehmen künstlich nachgeahmt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waste Watchers ===&lt;br /&gt;
Wie der Name vermuten lässt, war Waste Watchers eine vermeintliche NGO im Umweltbereich. Wie der &amp;quot;Spiegel&amp;quot; 1995 enthüllte, war der Initiator der Organistion jedoch der ehemalige Pressesprecher von Tetra Pak Deutschland. Zudem hatten mindestens vier der sechs Gründungsmitglieder berufliche Verbindungen zu Tetra Pak. Ein weiterer war der Schwiegervater des ehemaligen Pressesprechers. Die Organisation setzte sich mit Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit für den Bau und die Akzeptanz von Müllverbrennungsanlagen ein. Den etablierten Organisationen im Umweltbereich wurde der Vorwurf gemacht, dass ihre Ablehnung von Müllverbrennungsanlagen zu einer Zunahme von Müllbergen im öffentlichen Raum führe. Ziel war die Diskreditierung der Arbeit von Organisationen wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Dazu kippten sie auf Umweltmessen eimerweise Müll vor die Stände des BUND. Ebenso wurden Desinformationskampagnen initiiert.Darüber hinaus kam es sogar zur persönlichen Verleumdung des Geschäftsführers BUND Baden-Württemberg. Infolge der Veröffentlichungen des &amp;quot;Spiegels&amp;quot; kam es zu einem erheblichen Imageverlust von Waste Watchers. Danach gelang es der Organisation nicht mehr sich öffentlichkeitwirksam zu präsentieren und zu positionieren.     &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV) ===&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV) tritt nach außen als neutraler, gemeinnütziger Verein auf und behauptet auf ihrer Webseite „unabhängig von Parteien und Interessengruppen“ zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gsv-verkehrundumwelt.de/index.php?id=4 Wir über uns], Webseite des GSV, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; In Wirklichkeit finanziert sich die GSV hauptsächlich über die sogenannte Fördergemeinschaft für umweltgerechte Straßen- und Verkehrsplanung, in deren Vorstand in den letzten Jahren unter anderem die Strabag-Tochter Deutsche Asphalt, der ADAC-Südbayern, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Asphaltverbands und die Asphalt-Mischwerke Oberfranken vertreten waren. Die Mehrheit der Gründungsmitglieder der GSV und der Fördergemeinschaft für umweltgerechte Straßen- und Verkehrsplanung (FSV) sind Unternehmen und Verbände der Straßenbau- und Automobilindustrie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;asphaltlobby&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/04/versteckspiel-der-asphaltlobby-muss-beendet-werden/ Versteckspiel der Asphaltlobby], lobbycontrol.de vom 28.04.2009, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Pro-Straße-Bürgerinitiativen bekommen durch die GSV professionelle Hilfe bei der Pressearbeit und bei der Strategieentwicklung. Die Bürgerinititaiven werden im Bauplanungsrecht geschult und erhalten finanzielle Unterstützung für die Kampagnenarbeit. Das geht so weit, dass Pappschilder für Aktionen, Plakate, Aufkleber und Mustertexte von der GSV zentral bei einer Druckerei in Auftrag gegeben werden. Bürgermeister, Landräte und Straßenbaumeister werden gezielt in die Bürgerinitiativen eingebunden um Kontakte zu Straßenbaubehörden herzustellen und die Straßenbauvorhaben voranzutreiben. In den letzten Jahren war die GSV zudem immer wieder an der Gründung neuer Bürgerinitiativen beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So findet professionalisierte Lobbyarbeit der Straßenbau- und Automobilbranche hinter dem Deckmantel verschiedener Bürgerbewegungen statt. Seit 1980 wurden auf diesem Weg mindestens 150 Bürgerinitiativen von der GSV unterstützt. Die GSV zeigt sich hinsichtliche ihrer Mitglieder und Finanzierung intransparent. Wirtschaftliche Partikularinteressen werden als Gemeinwohlinteressen artikuliert. Letztlich ist die GSV eine Vorfeldorganisation der Asphalt- und Baulobby, um lokale Initiativen für mehr Straßen aufzubauen. Durch den Druck dieser Initiativen soll mehr staatliches Geld in den Straßenbau fließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;asphaltlobby&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) ===&lt;br /&gt;
Der Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) wurde 1995 gegründet. Er ist europaweit mit vielen Partnerorganisationen vernetzt und fördert Bürgerinitiativen in Deutschland, die sich aktiv gegen Windkraft einsetzen. Der Verband stellt Argumentationskataloge, fachkundige Referenten und mehr oder weniger wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung. Dabei wird folgende Argumentation verfolgt: Windkraft zerstöre die Landschaft, sorge für einen Verfall der Grundstückspreise, sei für den Tod von Vögeln verantwortlich und führe zu einer Erhöhung der Energiepreise.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der BLS wird die fließende Grenze zwischen Bürgerengagement und direkter Einflussnahme deutlich. Erklärtes Ziel des Verbandes ist die öffentliche Meinung zu beeinflussen und Druck auf Lokalpolitiker auszuüben. Laut Irmisch macht der BLS sich dabei eine subtile Kombination von Grassrootslobbying und Astroturfing zu nutze. Demnach arbeite er nicht nur mit Metoden der Täuschung wie etwa Waste Watchers, sondern versuche die Bürger gezielt in die Lobbyarbeit einzubinden und so an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Über den finanziellen Hintergund des BLS ist nur wenig bekannt, was typisch für Astroturfing ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Vorgehensweise des BLS 1998 in einem Artikel in &amp;quot;Die Tageszeitung&amp;quot; enttarnt wurde, wurde die Internetpräsenz des BLS aus dem Internet enfernt. Später führte er die Arbeit als Landesverband Landschaftsschutz Niedersachsen fort. Laut BUND handelt es sich dabei um einen &amp;quot;geschickten Schachzug&amp;quot;. Den die Bezeichnung als Landesverband deutet darauf hin, dass es in anderen Bundesländern ebenfalls entsprechende Verbände gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/tricks-der-konzerne.html Tricks der Konzerne], bund.net vom 20.01.2013, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 2015 findet sich unter der Web-Adresse bls-landschaftsschutz.de ein &amp;quot;Landesverband Sachsen des Bundesverbandes Landschaftsschutz e.V.&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bls-landschaftsschutz.de/website/100_impressum/index.php Impressum] bls-landschaftsschutz.de, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele EU ==&lt;br /&gt;
=== Campaign for Creativity (C4C) ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 erhielt die Campaign for Creativity (C4C) den erstmals von [[Corporate Europe Observatory]] in Kooperation mit [[LobbyControl]], [[Friends of the Earth Europe]] und [[Spinwatch]] verliehenen [[Worst EU Lobbying Award]]. Hintergrund war die Inzenierung einer politischen Kampagne als  Grassrootsbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die C4C gab vor, eine [[Grassroots-Lobbying|Grassroots-Lobbyinginitiative]] von Künstlern, Musikern, Designern, Ingenieuren und Software-Entwicklern zu sein. In Wahrheit handelte es sich jedoch um eine strategische Kommunikationsmaßnahme der Public Affairs Agentur Campbell Gentry, deren Auftraggeber einzelne Unternehmen der Software- und Computerbranche, sowie der internationale Verband der Computerindustrie war. Damit bildete er die Speerspitze der Lobby für Software-Patente, die im Europaparlament sehr umstritten waren. Während die grüne Fraktion im Europaparlament im Juni 2005 eine Anhörung mit Patentkritikern zum Patentrecht veranstaltete, verteilte die C4C kostenloses Eis für die Europaabgeordneten. Darauf hatte sie zuvor in einer E-Mail hingewiesen, die an alle Europaabgeordenten verschickt worden war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C4C wird de facto von Simon Gentry betrieben, der in der Vergangenheit auch Lobbyarbeit für SmithKline Beecham (heute GlaxoSmithKline) zur Biopatent-Richtlinie gemacht hat. Die englische C4C-Webseite weist vage darauf hin, dass die Kampagne von Unternehmen wie Microsoft und SAP und dem internationalen Verband der Computerindustrie ComTIA unterstützt wird. Es gibt auf der Webseite keinen Hinweis darauf, dass der Koordinator der Kampagne, Simon Gentry, von der Lobby-Agentur Campbell Gentry kommt. Die deutsche und französische Fassung der Webseite erwähnen nicht einmal die Unterstützung seitens der Unternehmen und CompTIA für die Kampagne.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2005/12/campaign-for-creativity-erhalt-worst-eu-lobbying-award/ “Campaign for Creativity” erhält “Worst EU Lobbying Award”], LobbyControl vom 16.12.2005, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Edelman The Centre und Grassroots Enterprise ===&lt;br /&gt;
[[Edelman|Edelman The Centre]] ist eine der weltweit größten PR-Agenturen. Grassroots Enterprise ist eine offizielle Tochter, die die Organisation von Graswurzelbewegungen anbietet. Diese Dienste werden auch in der Filiale von [[Edelman|Edelman The Centre]] in Brüssel angeboten. [[Edelman|Edelman The Centre]] und Grassroots Enterprise agieren dabei als Netzwerkakteur. Laut eigener Angabe schaffen sie Verbindungen zwischen ähnlich Gesinnten um der geplanten Bewegung den nötigen Hintergrund zu geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://grassroots.com/what/ About], Webseite Grassroots Enterprise, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Agenturen ermöglichen es Unternehmen, die über die nötige Finanzstärke verfügen, eine Bewegung aus der Gesellschaft zu finanzieren. Diese vertritt dann, wenn der Hintergrund unerkannt bleibt, glaubwürdig die Interessen der Finanziers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 organisierte die Agentur eine Aktion vor dem EU-Parlament in Brüssel, bei der eine Verkostung gentechnisch veränderter Lebensmittel im Mittelpunkt stand. &amp;quot;Farmers Biotech-Network&amp;quot; war die bis dato unbekannte Gruppe, über die die Journalisten als Initiator berichteten. Erst im Nachhinein fand man heraus, dass die Aktion von [[EuropaBio]] finanziert wurde. Dabei handelt es sich um eine Kampagne, die von großen Gentech-Unternehmen, wie z.B. Bayer und [[Monsanto]], finanziert wird. EuropaBio versuchte berühmte Persönlichkeiten, wie Bob Geldorf, Kofi Annan oder den französischen Politiker Claude Allègre als Botschafter zu gewinnen, um die Vorzüge der Gentechnik anzupreisen. Auf Nachfrage bestritten diese Personen jedoch als Botschafter für EuropaBio tätig zu sein. Bob Geldorf erklärte [[EuropaBio]] nicht einmal zu kennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/europabio-gentechnik-verband-blamiert-sich-mit-pannen-pr-a-793227.html EuropaBio: Gentechnik-Verband blamiert sich mit Pannen-PR], Spiegel vom 21.10.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele USA ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Brutkastenlüge&amp;quot; von [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] === &lt;br /&gt;
Eines der bekanntesten Beispiele für Astroturfing ist die sogenannte &amp;quot;Brutkastenlüge&amp;quot; der PR-Agentur [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] während des Golfkriegs 1991. Ziel der Aktion war es, die internationale Öffentlichkeit gegen den Irak zu mobilisieren. Zu diesem Zweck wurde die Geschichte verbreitet, dass irakische Soldaten in einem kuwaitischen Krankenhaus Säuglinge aus ihren Brutkästen gerissen hätten. Anschließend habe man die Kinder sich selbst, also dem sicheren Tod überlassen. Der Bericht wurde im Länderbericht Irak des Amnesty International Sekretariats London veröffentlicht. Zudem trat eine vermeintliche Krankenschwester aus Kuwait, die 15järhige Nayirah im amerikanischen Kongress auf und bestätigt die Vorgänge. Es stellte sich jedoch heraus, dass das Mädchen die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA, und die gesamte Geschichte frei erfunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Brutkastenlüge&amp;quot; wurde von der sogenannten kuwaitischen Menschenrechtsorganisation &amp;quot;Citizens for a free Kuwait&amp;quot; verbreitet worden. Diese war kurz nach der irakischen Invasion gegründet worden und wurde durch die kuwaitische Regierung finanziert und gefördert. Hauptgeschäftsführer der Organisation war Craig Fuller, ehemaliger Stabschef von George Bush Senior und später bei [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] beschäftigt. [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] betreute die sogenannte NGO aus dem Hintergrund heraus. Als der Journalist John R. MacArthur die Geschichte enthüllte, führte das zu einem erheblichen Imageschaden für die PR-Agentur, was sich in Mitarbeiterentlassungen und Auftragsflauten niederschlug. Trotzdem ist [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] bis heute eine der weltweit größten, international tätigen Kommunikationsagenturen&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 26f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tea Party Bewegung ===&lt;br /&gt;
Die Tea Party-Bewegung ist eine konservative amerikanische Protestbewegung, die 2009 entstand. In der amerikanischen Öffentlichkeit wird sie vor allem wegen ihrer wirtschaftspolitischen Forderungen wahrgenommen. Die Tea Party setzt sich für Steuersenkungen und eine Reduzierung des Staatsdefizits ein. Die meisten Anhänger der Tea Party lehnen die Politik Barack Obamas und der Demokraten ab. Außerhalb des Kongresses ist die Tea Party ein Sammelsurium verschiedener Gruppierungen, teils straff organisiert, teils lose Netzwerke. Die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, gilt als Symbolfigur der Tea Party.&amp;lt;ref&amp;gt;T. Greven: Die Krise der amerikanischen Demokratie und die Tea-Party-Bewegung, FES (Hg).: Internationale Politikanalysen, Washington 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tea Party steht im Verdacht durch Unternehmen und finanzstarke Unterstützer gesteuert zu werden. George Monbiot spricht in diesem Zusammenhang von einem systematischen Fall von Astroturfing. Viele Teilnehmer der Tea Party Bewegung seien für Freiheit und gegen Eliten und seien fest davon überzeugt, einer unabhängigen Graswurzelbewegung anzugehören. Die Bewegung werde jedoch von genau den Interessen katalysiert und geleitet, die sie eigentlich bekämpfen will.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/cifamerica/2010/oct/25/tea-party-koch-brothers The Tea Party movement: deluded and inspired by billionaires], theguardian.com vom 25.10.2010, abgerufen am 20.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Studie des National Cancer Institute of the National Institute of Health verortet die Wurzeln der Tea Party in den 1980er Jahren. Zu dieser Zeit begannen Tabakkonzerne damit zivilgeslleschfatliche Organisationen zu gründen, um gegen die Besteuerung von Tabak einzutreten und Studien, die einen Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebserkrankungen untersuchten, zu entkräften. Viele gemeinnützige Organisationen, die zur Tea Party gehören, haben weitreichende Verbindungen zur Tabakkonzernen und richten sich gegen Besteuerung und Regulierung der Tabakindustrie. In diesem Kontext sind die beiden wichtigsten Organisationen &amp;quot;Americans for Prosperity&amp;quot; und &amp;quot;Freedomworkers&amp;quot;, die beide die politische Agenda der Tabakkonzeren unterstützen, indem sie lokale Tea Party-Proteste gegen Tabaksteuern und Nichtrauchergesetze organisieren. Beide entstammen der gleichen Ursprungsorganisation, den Citizens for a Sound Economy (CSE), die 1984 von den Millardären Charles und David Koch gegründet wurde. Die Studie enthüllte, dass die erste Tea Party-Webseite von der den CSE erstellt wurde. Zuvor war das öffentliche Bild der Tea-Party, dass sie sich 2009 als Grasswurzelbewegung aus dem Protest gegen Steuern herausgebildet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huffingtonpost.com/brendan-demelle/study-confirms-tea-party-_b_2663125.html Study Confirms Tea Party Was Created by Big Tobacco and Billionaire Koch Brothers], huffingtonpost.com vom 02.11.2013, abgerufen am 21.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile haben sich &amp;quot;Americans for Prosperity&amp;quot; und &amp;quot;Freedomworkers&amp;quot; auf mehrere Bereiche ausgeweitet, in denen sie politische Kampagnenarbeit leisten. Dazu zählen vor allem der Kampf gegen die Gesundheitsreform in den USA und die Ablehnung von Regulierungen im Bezug auf die globale Erwärmung und den Klimawandel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Astroturfing im Internet ==&lt;br /&gt;
=== Persona management software ===&lt;br /&gt;
Ein besonderer Fall von Astroturfing ereignet sich Online in sozialen Netzwerken. Die Werbeagentur Usocial bietet seit 2009 an gegen Bezahlung Facebook-Fans zu verschaffen. So kosten 4.000 Fans 555,30 $. 250.000 kosten 9.000$. Offiziell werden die Fans durch Werbung auf die entsprechenden Seiten aufmerksam gemacht und entscheiden freiwillig ob sie Fan werden oder nicht. Inoffiziell werden Fangruppen generiert, die aus künstlichen Profilen bestehen und professionell gesteuert werden. Aus internen Dokumenten der US Sicherheitsfirma HB Gary Federal geht hervor, dass dazu die sogenannte Persona management software eingesetzt wird, wie durch einen Leak der Hacker-Gruppe Anonymous öffentlich wurde. Die Software meldet künstliche Identitäten bei Twitter und anderen Plattformen an, um sie später für Kampagnen zu nutzen. Dabei können alle Online-Merkmale realer Personen erschaffen werden - Name, Emailadressen, gefälschte IP Adressen und Social-Media Auftritte mit unpolitischen Interessen. Ob ein solches Fake-Profil eingesetzt wurde ist für andere Benutzer und sogar für Facebook selber kaum nachzuvollziehen. Trotzdem können sie Einfluss auf das Verhalten der Nutzer nehmen. Beispielsweise ist die Beliebtheit einer Seite ein Indikator dafür ob jemand Fan wird oder nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/internet/2011-03/astroturfing-facebook-guttenberg Astroturfing auf Facebook], zeit.de vom 08.03.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Astroturfing geht es jedoch nicht nur darum, eine künstliche Basisbewegung für ein bestimmtes Thema zu schaffen. Ebenso lässt sich jegliche konstruktive Debatte im Internet zerstören: Vor allem Blog- und Zeitungsbeiträge zum Klimawandel erfahren oft eine Vielzahl an destruktiven Kommentaren, die jegliche Debatte unmöglich machen und einen aggressiven und diffamierenden Ton haben.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Monsanto und die Bivings Group ===&lt;br /&gt;
Der erste größere Fall von Astroturfing im Internet fand 2002 statt. In verschiedenen Foren kam es zu aggressiven und extremen Kommenatren gegen einen Wissenschaftler, der behauptete in mexikanischem Mais befinden sich zu großen Teilen genmanipulierte Pollen. Die Schmähkommentare gingen von zwei Personen aus, Mary Murphy und Andura Smetacek. In einer Untersuchung zweier Journalisten kam heraus, dass sich die Kommentare von Mary Murphy auf eine Domain der Bivings Group zurückverfolgen lassen. Dabei handelt es sich um eine PR-Firma, die sich auf Internetlobbyismus spezialisiert hat. Sie hatte im Auftrag des Biotechnologieriesen [[Monsanto]] gearbeitet - der Firma, die auch AstroTurf&amp;lt;sup&amp;gt;TM&amp;lt;/sup&amp;gt; (Kunstrasen) entwickelt und patentiert hatte. Zudem fanden die Journalisten heraus, dass die IP-Adresse von Andura Smetacek zum Hauptquartier von [[Monsanto]] in St. Louis, Missouri gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/libertycentral/2010/dec/13/astroturf-libertarians-internet-democracy These astroturf libertarians are the real threat to internet democracy], The Guardian vom 13.12.2010, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.theguardian.com/commentisfree/libertycentral/2010/dec/13/astroturf-libertarians-internet-democracy These astroturf libertarians are the real threat to internet democracy] The Guardian, 13.12.2010.&lt;br /&gt;
* [http://astroturfwars.org/ (Astro)Turf Wars (Film)]&lt;br /&gt;
* [http://www.theguardian.com/world/video/2010/oct/13/americans-for-prosperity-tea-party The Tea Party movement and the oil billionaire] The Guardian. Ausschnitt aus (Astro)Turf Wars.&lt;br /&gt;
* [http://www.newyorker.com/reporting/2010/08/30/100830fa_fact_mayer?currentPage=all The billionaire brothers who are waging a war against Obama.] The New Yorker, 30.08.2010.&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/05/die-buergerinitiative-und-die-braunkohlelobby/ Fallstudie &amp;quot;Unser Revier&amp;quot;: Eine &amp;quot;Bürgerinitiative&amp;quot; der Braunkohlelobby] LobbyControl, 11. Mai 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Astroturfing&amp;diff=36901</id>
		<title>Astroturfing</title>
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		<updated>2016-06-13T14:27:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: /* Fallbeispiele Deutschland */  SÜV und Unser Revier hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter '''Astroturfing''' versteht man das künstliche Nachahmen einer Bürgerbewegung oder Bürgerinitiative  im Auftrag von Unternehmen, PR-Firmen oder politischen Institutionen. Durch die Illusion einer unabhängigen Massenbewegung soll den eigenen Interessen Legitimität verschafft werden. Bei den künstlich initiierten Bürgerinitiativen werden Unterstützer meist unter falschen Voraussetzungen und ohne Wissen um die wahren Drahtzieher akquiriert. Es handelt sich also um intransparente Kommunikation einer Interessenkoalition von vermeintlich selbstbestimmten, vermeintlich unabhängigen und vermeintlich real existierenden Unterstützern. Insofern der Auftraggeber oder Finanzier offen benannt wird und mit tatsächlich Engagierten gearbeitet wird, gilt das strategische Einbinden von Bürgern in die politische Interessenvertretung als Strategie des [[Grassroots-Lobbying]]&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 23ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Astroturfstrategien haben ihren Ursprung in den 1970er Jahren in den USA und finden erst seit Ende der 1990er Jahre vermehrt in Europa Anwendung.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft == &lt;br /&gt;
Astroturf ist ursprünglich der Name eines Kunstrasenherstellers. Im Englischen ist der Markenname zur allgemeinen Bezeichnung für Kunstrasen geworden, ähnlich wie „Tempo“ auf deutsch synonym mit Taschentuch verwendet wird. Im Englischen ist der Ausdruck für Bürgerbewegungen aus der gesellschaftlichen Basis &amp;quot;grassroots-movement&amp;quot;. Ihr  künstliches Nachahmen wird schlicht mit dem Wort für Kunstrasen bezeichnet - Astroturf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unser Revier - Unsere Zukunft - An Rur und Erft ===&lt;br /&gt;
Der Verein [[Unser Revier]] ist eine Bürgerinitiative die sich laut Satzung für die &amp;quot;Nutzung zuverlässiger heimischer Energien&amp;quot; einsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unser-revier-unsere-zukunft.de/#!satzung/c1vaq Satzung], Webseite von Unser Revier, abgerufen am 20.05.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeint ist damit die Braunkohle, die im rheinischen Braunkohlerevier westlich von Köln in mehreren großen Tagebauen von RWE abgebaut wird. Nach außen betont die Initiative zwar die Unabhängigkeit von RWE, aber es gibt zahlreiche Verbindungen zur Braunkohlelobby. Die relevanten Akteure dabei sind der [[Deutscher Braunkohle Industrieverein|Deutsche Braunkohle Industrieverein]] (DEBRIV) und der [[Ring Deutscher Bergingenieure]] (RDB). Durch die Illussion einer unabhängigen Bewegungen soll hier den Interessen der Braunkohlelobby Legitimität verschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schilderüberwachungsverein (SÜV) ===&lt;br /&gt;
Der [[Schilderüberwachungsverein]] e.V. (SÜV) wurde im Februar 2014 gegründet und ist nach eigenen Angaben ein Verein „mit dem Zweck, die Verkehrssicherheit in Deutschland durch die qualitative Verbesserung der Verkehrsschilder zu erhöhen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schilderueberwachungsverein.de/der-suev/ Wer wir sind], schilderueberwachungsverein.de, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Bürger werden u.a. dazu aufgerufen &amp;quot;schlecht erkennbare Verkehrsschilder aufzuspüren [...], die Öffentlichkeit auf diese hinzuweisen und die Erneuerung der Schilder zu forcieren&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schilderueberwachungsverein.de/der-suev/ Was wir tun], schilderueberwachungsverein.de, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem aufgrund von personellen Verbindungen mit der Werbeagentur [[Die Crew AG]] und inhaltlicher Übereinstimmung mit dem [[Industrieverband Straßenausstattung]] (IVSt), von dem der SÜV sowohl beratend als auch finanziell unterstützt wird liegt die Vermutung nahe, dass hier eine Bürgerinitiative im Auftrag von Unternehmen künstlich nachgeahmt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waste Watchers ===&lt;br /&gt;
Wie der Name vermuten lässt, war Waste Watchers eine vermeintliche NGO im Umweltbereich. Wie der &amp;quot;Spiegel&amp;quot; 1995 enthüllte, war der Initiator der Organistion jedoch der ehemalige Pressesprecher von Tetra Pak Deutschland. Zudem hatten mindestens vier der sechs Gründungsmitglieder berufliche Verbindungen zu Tetra Pak. Ein weiterer war der Schwiegervater des ehemaligen Pressesprechers. Die Organisation setzte sich mit Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit für den Bau und die Akzeptanz von Müllverbrennungsanlagen ein. Den etablierten Organisationen im Umweltbereich wurde der Vorwurf gemacht, dass ihre Ablehnung von Müllverbrennungsanlagen zu einer Zunahme von Müllbergen im öffentlichen Raum führe. Ziel war die Diskreditierung der Arbeit von Organisationen wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Dazu kippten sie auf Umweltmessen eimerweise Müll vor die Stände des BUND. Ebenso wurden Desinformationskampagnen initiiert.Darüber hinaus kam es sogar zur persönlichen Verleumdung des Geschäftsführers BUND Baden-Württemberg. Infolge der Veröffentlichungen des &amp;quot;Spiegels&amp;quot; kam es zu einem erheblichen Imageverlust von Waste Watchers. Danach gelang es der Organisation nicht mehr sich öffentlichkeitwirksam zu präsentieren und zu positionieren.     &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV) ===&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV) tritt nach außen als neutraler, gemeinnütziger Verein auf und behauptet auf ihrer Webseite „unabhängig von Parteien und Interessengruppen“ zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gsv-verkehrundumwelt.de/index.php?id=4 Wir über uns], Webseite des GSV, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; In Wirklichkeit finanziert sich die GSV hauptsächlich über die sogenannte Fördergemeinschaft für umweltgerechte Straßen- und Verkehrsplanung, in deren Vorstand in den letzten Jahren unter anderem die Strabag-Tochter Deutsche Asphalt, der ADAC-Südbayern, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Asphaltverbands und die Asphalt-Mischwerke Oberfranken vertreten waren. Die Mehrheit der Gründungsmitglieder der GSV und der Fördergemeinschaft für umweltgerechte Straßen- und Verkehrsplanung (FSV) sind Unternehmen und Verbände der Straßenbau- und Automobilindustrie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;asphaltlobby&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/04/versteckspiel-der-asphaltlobby-muss-beendet-werden/ Versteckspiel der Asphaltlobby], lobbycontrol.de vom 28.04.2009, abgerufen am 13.06.2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Pro-Straße-Bürgerinitiativen bekommen durch die GSV professionelle Hilfe bei der Pressearbeit und bei der Strategieentwicklung. Die Bürgerinititaiven werden im Bauplanungsrecht geschult und erhalten finanzielle Unterstützung für die Kampagnenarbeit. Das geht so weit, dass Pappschilder für Aktionen, Plakate, Aufkleber und Mustertexte von der GSV zentral bei einer Druckerei in Auftrag gegeben werden. Bürgermeister, Landräte und Straßenbaumeister werden gezielt in die Bürgerinitiativen eingebunden um Kontakte zu Straßenbaubehörden herzustellen und die Straßenbauvorhaben voranzutreiben. In den letzten Jahren war die GSV zudem immer wieder an der Gründung neuer Bürgerinitiativen beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So findet professionalisierte Lobbyarbeit der Straßenbau- und Automobilbranche hinter dem Deckmantel verschiedener Bürgerbewegungen statt. Seit 1980 wurden auf diesem Weg mindestens 150 Bürgerinitiativen von der GSV unterstützt. Die GSV zeigt sich hinsichtliche ihrer Mitglieder und Finanzierung intransparent. Wirtschaftliche Partikularinteressen werden als Gemeinwohlinteressen artikuliert. Letztlich ist die GSV eine Vorfeldorganisation der Asphalt- und Baulobby, um lokale Initiativen für mehr Straßen aufzubauen. Durch den Druck dieser Initiativen soll mehr staatliches Geld in den Straßenbau fließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;asphaltlobby&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) ===&lt;br /&gt;
Der Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) wurde 1995 gegründet. Er ist europaweit mit vielen Partnerorganisationen vernetzt und fördert Bürgerinitiativen in Deutschland, die sich aktiv gegen Windkraft einsetzen. Der Verband stellt Argumentationskataloge, fachkundige Referenten und mehr oder weniger wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung. Dabei wird folgende Argumentation verfolgt: Windkraft zerstöre die Landschaft, sorge für einen Verfall der Grundstückspreise, sei für den Tod von Vögeln verantwortlich und führe zu einer Erhöhung der Energiepreise.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der BLS wird die fließende Grenze zwischen Bürgerengagement und direkter Einflussnahme deutlich. Erklärtes Ziel des Verbandes ist die öffentliche Meinung zu beeinflussen und Druck auf Lokalpolitiker auszuüben. Laut Irmisch macht der BLS sich dabei eine subtile Kombination von Grassrootslobbying und Astroturfing zu nutze. Demnach arbeite er nicht nur mit Metoden der Täuschung wie etwa Waste Watchers, sondern versuche die Bürger gezielt in die Lobbyarbeit einzubinden und so an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Über den finanziellen Hintergund des BLS ist nur wenig bekannt, was typisch für Astroturfing ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Vorgehensweise des BLS 1998 in einem Artikel in &amp;quot;Die Tageszeitung&amp;quot; enttarnt wurde, wurde die Internetpräsenz des BLS aus dem Internet enfernt. Später führte er die Arbeit als Landesverband Landschaftsschutz Niedersachsen fort. Laut BUND handelt es sich dabei um einen &amp;quot;geschickten Schachzug&amp;quot;. Den die Bezeichnung als Landesverband deutet darauf hin, dass es in anderen Bundesländern ebenfalls entsprechende Verbände gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/tricks-der-konzerne.html Tricks der Konzerne], bund.net vom 20.01.2013, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 2015 findet sich unter der Web-Adresse bls-landschaftsschutz.de ein &amp;quot;Landesverband Sachsen des Bundesverbandes Landschaftsschutz e.V.&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bls-landschaftsschutz.de/website/100_impressum/index.php Impressum] bls-landschaftsschutz.de, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele EU ==&lt;br /&gt;
=== Campaign for Creativity (C4C) ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 erhielt die Campaign for Creativity (C4C) den erstmals von [[Corporate Europe Observatory]] in Kooperation mit [[LobbyControl]], [[Friends of the Earth Europe]] und [[Spinwatch]] verliehenen [[Worst EU Lobbying Award]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.worstlobby.eu/2005/nominees/houston.html Worst Lobbying Award 2005: Campaign for Creativity], worstlobby.eu, 2005, abgerufen am 02.08.2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Hintergrund war die Inzenierung einer politischen Kampagne als  Grassrootsbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die C4C gab vor, eine  [[Grassroots-Lobbying|Grassroots-Lobbyinginitiative]] von Künstlern, Musikern, Designern, Ingenieuren und Software-Entwicklern zu sein. In Wahrheit handelte es sich jedoch um eine strategische Kommunikationsmaßnahme der Public Affairs Agentur Campbell Gentry, deren Auftraggeber einzelne Unternehmen der Software- und Computerbranche, sowie der internationale Verband der Computerindustrie war. Damit bildete er die Speerspitze der Lobby für Software-Patente, die im Europaparlament sehr umstritten waren. Während die grüne Fraktion im Europaparlament im Juni 2005 eine Anhörung mit Patentkritikern zum Patentrecht veranstaltete, verteilte die C4C kostenloses Eis für die Europaabgeordneten. Darauf hatte sie zuvor in einer E-Mail hingewiesen, die an alle Europaabgeordenten verschickt worden war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C4C wird de facto von Simon Gentry betrieben, der in der Vergangenheit auch Lobbyarbeit für SmithKline Beecham (heute GlaxoSmithKline) zur Biopatent-Richtlinie gemacht hat. Die englische C4C-Webseite weist vage darauf hin, dass die Kampagne von Unternehmen wie Microsoft und SAP und dem internationalen Verband der Computerindustrie ComTIA unterstützt wird. Es gibt auf der Webseite keinen Hinweis darauf, dass der Koordinator der Kampagne, Simon Gentry, von der Lobby-Agentur Campbell Gentry kommt. Die deutsche und französische Fassung der Webseite erwähnen nicht einmal die Unterstützung seitens der Unternehmen und CompTIA für die Kampagne&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2005/12/campaign-for-creativity-erhalt-worst-eu-lobbying-award/ “Campaign for Creativity” erhält “Worst EU Lobbying Award”], LobbyControl, 16.12.2005, abgerufen am 20.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Edelman The Centre und Grassroots Enterprise ===&lt;br /&gt;
[[Edelman|Edelman The Centre]] ist eine der weltweit größten PR-Agenturen. Grassroots Enterprise ist eine offizielle Tochter, die die Organisation von Grasswurzelbewegungen anbietet. Diese Dienste werden auch in der Filiale von [[Edelman|Edelman The Centre]] in in Brüssel angeboten. [[Edelman|Edelman The Centre]] und Grassroots Enterprise agieren dabei als Netzwerkakteur. Laut eigener Angabe schaffen sie Verbindungen zwischen ähnlich Gesinnten um der geplanten Bewegung den nötigen Hintergrund zu geben&amp;lt;ref&amp;gt;[http://grassroots.com/what/ Grassroots Enterprise, About], abgerufen am 06.08.2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Agenturen ermöglichen es Unternehmen, die über die nötige Finanzstärke verfügen, eine Bewegung aus der Gesellschaft zu finanzieren. Diese vertritt dann, wenn der Hintergrund unerkannt bleibt, glaubwürdig die Interessen der Finanziers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 organisierte die Agentur eine Aktion vor dem EU-Parlament in Brüssel, bei der eine Verkostung gentechnisch veränderter Lebensmittel im Mittelpunkt stand. &amp;quot;Farmers Biotech-Network&amp;quot; war die bis dato unbekannte Gruppe, über die die Journalisten als Initiator berichteten. Erst im Nachhinein fand man heraus, dass die Aktion von [[EuropaBio]] finanziert wurde. Dabei handelt es sich um eine Kampagne, die von großen Gentech-Unternehmen, wie z.B. Bayer und [[Monsanto]], finanziert wird. EuropaBio versuchte berühmte Persönlichkeiten, wie Bob Geldorf, Kofi Annan oder den französischen Politiker Claude Allègre als Botschafter zu gewinnen, um die Vorzüge der Gentechnik anzupreisen. Auf Nachfrage bestritten diese Personen jedoch als Botschafter für EuropaBio tätig zu sein. Bob Geldorf erklärte [[EuropaBio]] nicht einmal zu kennen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/europabio-gentechnik-verband-blamiert-sich-mit-pannen-pr-a-793227.html EuropaBio: Gentechnik-Verband blamiert sich mit Pannen-PR], Spiegel, 21.10.2011, abgerufen am 06.08.2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele USA ==&lt;br /&gt;
=== Brutkastenlüge&amp;quot; von [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] === &lt;br /&gt;
Eines der bekanntesten Beispiele für Astroturfing ist die sogenannte &amp;quot;Brutkastenlüge&amp;quot; der PR-Agentur [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] während des Golfkriegs 1991. Ziel der Aktion war es, die internationale Öffentlichkeit gegen den Irak zu mobilisieren. Zu diesem Zweck wurde die Geschichte verbreitet, dass irakische Soldaten in einem kuwaitischen Krankenhaus Säuglinge aus ihren Brutkästen gerissen hätten. Anschließend habe man die Kinder sich selbst, also dem sicheren Tod überlassen. Der Bericht wurde im Länderbericht Irak des Amnesty International Sekretariats London veröffentlicht. Zudem trat eine vermeintliche Krankenschwester aus Kuwait, die 15järhige Nayirah im amerikanischen Kongress auf und bestätigt die Vorgänge. Es stellte sich jedoch heraus, dass das Mädchen die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA, und die gesamte Geschichte frei erfunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Brutkastenlüge&amp;quot; wurde von der sogenannten kuwaitischen Menschenrechtsorganisation &amp;quot;Citizens for a free Kuwait&amp;quot; verbreitet worden. Diese war kurz nach der irakischen Invasion gegründet worden und wurde durch die kuwaitische Regierung finanziert und gefördert. Hauptgeschäftsführer der Organisation war Craig Fuller, ehemaliger Stabschef von George Bush Senior und später bei [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] beschäftigt. [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] betreute die sogenannte NGO aus dem Hintergrund heraus. Als der Journalist John R. MacArthur die Geschichte enthüllte, führte das zu einem erheblichen Imageschaden für die PR-Agentur, was sich in Mitarbeiterentlassungen und Auftragsflauten niederschlug. Trotzdem ist [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] bis heute eine der weltweit größten, international tätigen Kommunikationsagenturen&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 26f.&amp;lt;/ref&amp;gt;.       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tea Party Bewegung ===&lt;br /&gt;
Die Tea Party-Bewegung ist eine konservative amerikanische Protestbewegung, die 2009 entstand. In der amerikanischen Öffentlichkeit wird sie vor allem wegen ihrer wirtschaftspolitischen Forderungen wahrgenommen. Die Tea Party setzt sich für Steuersenkungen und eine Reduzierung des Staatsdefizits ein. Die meisten Anhänger der Tea Party lehnen die Politik Barack Obamas und der Demokraten ab. Außerhalb des Kongresses ist die Tea Party ein Sammelsurium verschiedener Gruppierungen, teils straff organisiert, teils lose Netzwerke. Die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, gilt als Symbolfigur der Tea Party&amp;lt;ref&amp;gt;T. Greven: Die Krise der amerikanischen Demokratie und die Tea-Party-Bewegung, FES (Hg).: Internationale Politikanalysen, Washington 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tea Party steht im Verdacht durch Unternehmen und finanzstarke Unterstützer gesteuert zu werden. George Monbiot spricht in diesem Zusammenhang von einem systematischen Fall von Astroturfing. Viele Teilnehmer der Tea Party Bewegung seien für Freiheit und gegen Eliten und seien fest davon überzeugt, einer unabhängigen Graswurzelbewegung anzugehören. Die Bewegung werde jedoch von genau den Interessen katalysiert und geleitet, die sie eigentlich bekämpfen will&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/cifamerica/2010/oct/25/tea-party-koch-brothers The Tea Party movement: deluded and inspired by billionaires], theguardian.com vom 25.10.2010, abgerufen am 20.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Studie des National Cancer Institute of the National Institute of Health verortet die Wurzeln der Tea Party in den 1980er Jahren. Zu dieser Zeit begannen Tabakkonzerne damit zivilgeslleschfatliche Organisationen zu gründen, um gegen die Besteuerung von Tabak einzutreten und Studien, die einen Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebserkrankungen untersuchten, zu entkräften. Viele gemeinnützige Organisationen, die zur Tea Party gehören, haben weitreichende Verbindungen zur Tabakkonzernen und richten sich gegen Besteuerung und Regulierung der Tabakindustrie. In diesem Kontext sind die beiden wichtigsten Organisationen &amp;quot;Americans for Prosperity&amp;quot; und &amp;quot;Freedomworkers&amp;quot;, die beide die politische Agenda der Tabakkonzeren unterstützen, indem sie lokale Tea Party-Proteste gegen Tabaksteuern und Nichtrauchergesetze organisieren. Beide entstammen der gleichen Ursprungsorganisation, den Citizens for a Sound Economy (CSE), die 1984 von den Millardären Charles und David Koch gegründet wurde. Die Studie enthüllte, dass die erste Tea Party-Webseite von der den CSE erstellt wurde. Zuvor war das öffentliche Bild der Tea-Party, dass sie sich 2009 als Grasswurzelbewegung aus dem Protest gegen Steuern herausgebildet hatte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huffingtonpost.com/brendan-demelle/study-confirms-tea-party-_b_2663125.html Study Confirms Tea Party Was Created by Big Tobacco and Billionaire Koch Brothers], huffingtonpost.com vom 02.11.2013, abgerufen am 21.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile haben sich &amp;quot;Americans for Prosperity&amp;quot; und &amp;quot;Freedomworkers&amp;quot; auf mehrere Bereiche ausgeweitet, in denen sie politische Kampagnenarbeit leisten. Dazu zählen vor allem der Kampf gegen die Gesundheitsreform in den USA und die Ablehnung von Regulierungen im Bezug auf die globale Erwärmung und den Klimawandel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Astroturfing im Internet ==&lt;br /&gt;
=== Persona management software ===&lt;br /&gt;
Ein besonderer Fall von Astroturfing ereignet sich Online in sozialen Netzwerken. Die Werbeagentur Usocial bietet seit 2009 an gegen Bezahlung Facebook-Fans zu verschaffen. So kosten 4.000 Fans 555,30 $. 250.000 kosten 9.000$. Offiziell werden die Fans durch Werbung auf die entsprechenden Seiten aufmerksam gemacht und entscheiden freiwillig ob sie Fan werden oder nicht. Inoffiziell werden Fangruppen generiert, die aus künstlichen Profilen bestehen und professionell gesteuert werden. Aus internen Dokumenten der US Sicherheitsfirma HB Gary Federal geht hervor, dass dazu die sogenannte Persona management software eingesetzt wird, wie durch einen Leak der Hacker-Gruppe Anonymous öffentlich wurde. Die Software meldet künstliche Identitäten bei Twitter und anderen Plattformen an, um sie später für Kampagnen zu nutzen. Dabei können alle Online-Merkmale realer Personen erschaffen werden - Name, Emailadressen, gefälschte IP Adressen und Social-Media Auftritte mit unpolitischen Interessen. Ob ein solches Fake-Profil eingesetzt wurde ist für andere Benutzer und sogar für Facebook selber kaum nachzuvollziehen. Trotzdem können sie Einfluss auf das Verhalten der Nutzer nehmen. Beispielsweise ist die Beliebtheit einer Seite ein Indikator dafür ob jemand Fan wird oder nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/internet/2011-03/astroturfing-facebook-guttenberg Astroturfing Facebook], zeit.de am 08.03.2011, abgerufen am 25.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Astroturfing geht es jedoch nicht nur darum, eine künstliche Basisbewegung für ein bestimmtes Thema zu schaffen. Ebenso lässt sich jegliche konstruktive Debatte im Internet zerstören: Vor allem Blog- und Zeitungsbeiträge zum Klimawandel erfahren oft eine Vielzahl an destruktiven Kommentaren, die jegliche Debatte unmöglich machen und einen aggressiven und diffamierenden Ton haben.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Monsanto und die Bivings Group ===&lt;br /&gt;
Der erste größere Fall von Astroturfing im Internet fand 2002 statt. In verschiedenen Foren kam es zu aggressiven und extremen Kommenatren gegen einen Wissenschaftler, der behauptete in mexikanischem Mais befinden sich zu großen Teilen genmanipulierte Pollen. Die Schmähkommentare gingen von zwei Personen aus, Mary Murphy und Andura Smetacek. In einer Untersuchung zweier Journalisten kam heraus, dass sich die Kommentare von Mary Murphy auf eine Domain der Bivings Group zurückverfolgen lassen. Dabei handelt es sich um eine PR-Firma, die sich auf Internetlobbyismus spezialisiert hat. Sie hatte im Auftrag des Biotechnologieriesen [[Monsanto]] gearbeitet - der Firma, die auch AstroTurf&amp;lt;sup&amp;gt;TM&amp;lt;/sup&amp;gt; (Kunstrasen) entwickelt und patentiert hatte. Zudem fanden die Journalisten heraus, dass die IP-Adresse von Andura Smetacek zum Hauptquartier von [[Monsanto]] in St. Louis, Missouri gehörte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/libertycentral/2010/dec/13/astroturf-libertarians-internet-democracy These astroturf libertarians are the real threat to internet democracy], The Guardian, 13.12.2010, abgerufen am 31.07.2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.theguardian.com/commentisfree/libertycentral/2010/dec/13/astroturf-libertarians-internet-democracy These astroturf libertarians are the real threat to internet democracy] The Guardian, 13.12.2010.&lt;br /&gt;
* [http://astroturfwars.org/ (Astro)Turf Wars (Film)]&lt;br /&gt;
* [http://www.theguardian.com/world/video/2010/oct/13/americans-for-prosperity-tea-party The Tea Party movement and the oil billionaire] The Guardian. Ausschnitt aus (Astro)Turf Wars.&lt;br /&gt;
* [http://www.newyorker.com/reporting/2010/08/30/100830fa_fact_mayer?currentPage=all The billionaire brothers who are waging a war against Obama.] The New Yorker, 30.08.2010.&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/05/die-buergerinitiative-und-die-braunkohlelobby/ Fallstudie &amp;quot;Unser Revier&amp;quot;: Eine &amp;quot;Bürgerinitiative&amp;quot; der Braunkohlelobby] LobbyControl, 11. Mai 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Intergroups&amp;diff=36900</id>
		<title>Intergroups</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Intergroups&amp;diff=36900"/>
		<updated>2016-06-13T13:14:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mareike: Quellen und kleinere Angaben aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Intergroups''' (dt.: Interfraktionelle Arbeitsgruppen) sind informelle Arbeitsgruppen im [[EU-Parlament]]. Sie werden von Abgeordneten fraktions- und parteiübergreifend zu einem bestimmten Thema gebildet. Sie sind jedoch keine Organe des Parlaments. An den Treffen von Intergroups nehmen neben den Abgeordneten Vertreter von Unternehmen, Organisationen und (Wirtschafts-)Verbänden teil - zum informellen Austausch. Es ist zu unterscheiden zwischen offiziellen, beim EU-Parlament registrierten Intergroups und inoffiziellen, nicht-registrierten Intergroups.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktivitäten der Intergroups werden im Falle von nicht-registrierten Intergroups häufig vollständig, bei registrierten teilweise von den beteiligten Lobbyakteuren finanziert. Kritiker betrachten daher Intergroups oftmals als Vehikel um Lobbyinteressen ins EU-Parlament zu tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Die Möglichkeiten und Bedingungen zur Bildung von Intergroups sind von der Konferenz der Präsidenten am 16. Dezember 1999 geschaffen worden (und wurden zuletzt am 11.09.2014 aktualisiert).&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/aboutparliament/de/00c9d93c87/Intergroups.html Interfraktionelle Arbeitsgruppen], Webseite Europäisches Parlament, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dabei wurde festgelegt unter welchen Bedingungen Intergroups zu Beginn jeder Wahlperiode gebildet werden können, welchen Zweck diese verfolgen und wie sie in ihren Tätigkeiten ausgestaltet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regelung&amp;quot;&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/pdf/intergroupes/2012_Rules_DE.pdf Regelung für die Bildung interfraktioneller Arbeitsgruppen], Webseite Europäisches Parlament, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Intergroups variiert in jeder Legislaturperiode. Derzeit gibt das Europäische Parlament die Zahl der Intergroups auf einer veröffentlichten Liste mit 28 an (Stand: Juni 2016).&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beispiele registrierter Intergroups:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| Climate change, sustainable development and biodiversity&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| [[Digital Agenda]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| [[Creative Industries]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| [[Sky and Space]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;| SMEs - Small and Medium-sized enterprises&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings erfasst die Liste nur registrierte Intergroups. Die lobbykritische Nichtregierungsorganisation ''Corporate Europe Observatory'' geht von mindestens 15 nicht registrierten Intergroups in Brüssel aus, schätzt jedoch, dass die tatsächliche Zahl solcher Intergroups noch höher liegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot;&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/lobbying-under-radar Lobbying under the radar], corporateeurope.org vom 24.05.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass sich nicht jede Arbeitsgruppe, in der Abgeordnete verschiedener Fraktionen mit Wirtschaftsvertetern und -lobbyisten informell zusammensitzen, auch offiziell als Intergroup beim Europäischen Parlament registrieren muss. Die diesbezüglichen Regelungen sind nur unzureichend konkretisiert und bieten ausreichend Schlupflöcher. Aus diesem Grund existiert momentan eine unüberschaubare Zahl an Intergroups.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beispiele nicht registrierter Intergroups:&lt;br /&gt;
| Abkürzung&lt;br /&gt;
| dt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[European Internet Forum]]&lt;br /&gt;
| EIF&lt;br /&gt;
| Europäisches Internetforum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[European Energy Forum]]&lt;br /&gt;
| EEF&lt;br /&gt;
| Europäisches Energieforum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[European Parliamentary Financial Services Forum]]&lt;br /&gt;
| EPFSF&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Forum for the Automobile and Society]] &lt;br /&gt;
| FAS&lt;br /&gt;
| Forum Automobil und Gesellschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Forum in the European Parliament for Construction]]  &lt;br /&gt;
| FOCOPE&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  [[Knowledge4Innovation]]&lt;br /&gt;
|  K4I &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rail Forum Europe]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Transatlantic Policy Network]]  &lt;br /&gt;
| TPN&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Intergroups, welche nicht beim Europäischen Parlament registriert sind, unterliegen nicht den Vorgaben des EU-Parlaments und sind deshalb nicht verpflichtet, ihre finanziellen Interessen offenzulegen. Auf den Websites inoffizieller Intergroups werden nur in den seltensten Fällen Angaben über Finanzierung und Ausgaben der Gruppenaktivitäten gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ist keine Transparenz gewährleistet und mögliche finanzielle Vorteilnahme durch politische Entscheidungsträger über solche Gruppen bzw. sonstige materielle Beeinflussungen kann kaum effektiv kontrolliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Arbeitsweise ==&lt;br /&gt;
Um eine offizielle, beim EU-Parlament registrierte Intergroup zu bilden, bedarf es der Unterschriften von Parlamentarier/-innen aus mindestens drei verschiedenen Fraktionen des Parlaments. Dabei ist die Anzahl der jeweiligen Fraktionsabgeordneten, welche zur Gründung einer Intergroup nötig sind, abhängig von einem festgelegten Zusammensetzungsschlüssel, der die Größe der Parlamentsfraktionen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Es gibt keine verbindliche oder einheitliche Organisationsstruktur für offizielle Intergroups. Sie müssen jedoch über eineN VorsitzendeN verfügen und ihre finanziellen Zuwendungen öffentlich machen. Intergoups tagen in der Regel während der Sitzungsperioden des Europäischen Parlaments, dürfen jedoch, da sie keine offiziellen Organe des Parlaments sind, keine rechtsverbindlichen Entscheidungen treffen oder den Eindruck erwecken, sie würden im Namen des Europäischen Parlaments sprechen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regelung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
Intergroups finanzieren sich häufig durch eine Mischung aus Geldmitteln, die sich aus EU-Förderprogrammen, Stiftungen oder Mittelzuflüssen durch Spenden und Organisationen zusammensetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europa-digital.de/dschungelbuch/top3/parlament/intergroups.shtml Intergroups im Europäischen Parlament], europa-digital.de vom 30.01.2006, abgerufen am 02.08.2012, nicht mehr abrufbar&amp;lt;/ref&amp;gt; Offizielle Intergroups erhalten auch Unterstützung durch das Europäische Parlament, indem es den verschiedenen Intergroups Konferenzräume zur Verfügung stellt oder die Fraktionen Übersetzer bereitstellen. Inoffizielle Intergroups erhalten keine derartige Unterstützung. Wobei es in den vergangenen Jahren mit der [[Kangaroo Group]] eine nicht-registrierte Intergroup geschafft hatte, ihr Büro eine Zeit lang im Europäischen Parlament unterzubringen (siehe [[Intergroups#Beispiele|Beispiele]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung der einzelnen Intergroups ist zum Teil sehr undurchsichtig. Zwar muss jede Intergroup eine regelmäßig zu aktualisierende Erklärung über finanzielle Interessen beim Präsidenten des Europäischen Parlaments einreichen, welche sodann veröffentlicht wird  - doch erstens ist unklar, ob diese vollständig sind. Zweitens, und hier liegt das größere Problem, finden sich die inoffiziellen Gruppen in dieser Liste über Zahl und Namen aktueller Intergroups nicht wieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ep1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einflussnahme und Lobbystrategien==&lt;br /&gt;
Ein typischer Weg der Einflussnahme von Unternehmen und Verbänden auf politische Akteure erfolgt über Veranstaltungen, welche im Rahmen der Intergroups organisiert werden - sogenannte Arbeitsfrühstücke, Mittagessen inklusive Expertenvorträgen, Abendessen samt Themendebatten, Cocktailabende, Exkursionen oder Weiterbildungsseminare für Mitarbeiter der EU-Abgeordneten. Die Kosten dieser Veranstaltungen tragen die Unternehmen und Verbände.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Zuwendungen, die auf eine gewisse Abhängigkeit der Gruppen von ihren Spendern hindeuten, sind zum Beispiel Räumlichkeiten und Sekretariate, die von Verbänden und anderen Lobbyakteuren zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden einige Beispiele solcher Zuwendungen sowohl bei registrierten als auch bei unregistrierten Intergroups aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiele===     &lt;br /&gt;
*Die registrierte Intergroup [[Sky and Space]] (dt. Luft- und Raumfahrt) lässt sich ihr Sekretariat durch den [[Europäischer Verband der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie | Europäischen Verband der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie]] (ASD) bereitstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/pdf/intergroupes/VIII_LEG_DIF_19_Sky_and_Space.pdf Declaration of Financial Interests, Sky and Space], Webseite Europäisches Parlament vom 01.09.2015, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Aktivitäten des [[Forum for the Automobile and Society]] (FAS) (dt. Forum Automobil und Gesellschaft), eine nicht-registrierte Intergroup, werden vom Brüsseler Büro des internationalen Automobilverbandes [[Fédération Internationale de l’Automobile]] (FIA) aus geleitet.&lt;br /&gt;
*Die Intergroup [[European Internet Foundation]] (EIF) ist gleichfalls nicht registriert. In ihr finden sich neben zahlreichen Europaabgeordneten viele Vertreter großer Internetunternehmen wie [[Apple]], [[Google]], [[Amazon]] und [[Facebook]]. Die Intergroup wird nach eigenen Angaben ausschließlich durch die Mitgliedsunternehmen finanziert.&lt;br /&gt;
*Die nicht registrierte [[Kangaroo Group]] ist eine Intergroup, zu deren Mitgliedern ca. 50 Großkonzerne gehören, u.a. [[Goldman Sachs]], [[Philip Morris]], [[Deutsche Bank]], [[Volvo]], [[Deutsche Telekom]], [[ebay]] und [[BP]]. Bis zum Januar 2012 hatte die [[Kangaroo Group]] ihr offizielles Büro in Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments in Brüssel. Erst durch Druck von Seiten des lobbykritischen Netzwerks ''Corporate Europe Oberservatory'' bezog die ursprünglich nicht-registrierte Intergroup ein neues Büro in unmittelbarer Nähe des Parlaments.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/news/kangaroo-groups-base-parliament-challenged Kangaroo Group's base in Parliament challenged], corporateeurope.org vom 21.11.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Präsident der [[Kangaroo Group]] ist seit Juni 2013 der deutsche Europaabgeordnete [[Michael Gahler]]. Sein Vorgänger war der österreichische Europaabgeordnete [[Othmar Karas]], vier Jahre Präsident der [[Kangaroo Group]] und gleichzeitig seit 2012 Vizepräsident des Europäischen Parlaments. Neben [[Michael Gahler]] und [[Othmar Karas]] sind noch 12 weitere Europaabgeordnete Mitglieder der [[Kangaroo Group]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kangaroogroup.de/who-we-are/kangaroo-board/ The Board of the Kangaroo Group], Kangaroo Group, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beispiele machen deutlich, warum viele kritische NGOs Intergroups als Vehikel sehen, die Unternehmensinteressen ins Europäische Parlament bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seitenwechsler===&lt;br /&gt;
*Die finnische Europaabgeordnete [[Piia-Noora Kauppi]] hatte bis 2008 den Vorsitz der Intergroup [[European Parliamentary Financial Services Forum]] (dt. Finanzdienstleistungen, EPFSF) inne, bis sie 2008, direkt im Anschluss an ihr Ausscheiden aus dem Europäischen Parlament, als Bankenlobbyistin für die [[Federation of Finnish Financial Services]] tätig wurde.&lt;br /&gt;
*Seit Oktober 2011 arbeitet die ehemalige SPD-Europaabgeordnete [[Erika Mann]] für [[Facebook]] im 2011 eröffneten Brüsseler Büro des Konzerns als Lobbyistin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-09/facebook-datenschutz-beauftragte Facebook ernennt Datenschutzbeauftragte], Zeit Online vom 14.09.2011, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2009 war Mann als EU-Abgeordnete u.a. Mitglied der Intergroup [[European Internet Foundation]]. Manns ehemalige Assistentin, [[Eva-Maria Kirschsieper]] arbeitet heute als Lobbyistin für Facebook in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbindungen===&lt;br /&gt;
*Die beiden nicht-registrierten Intergroups [[European Internet Foundation]] und [[Transatlantic Policy Network]] wurden maßgeblich durch [[Peter Linton]], einen Cheflobbyisten der großen PR- und Lobbyagentur [[Burson-Marsteller]] initiiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://burson-marsteller.be/about/team/senior-consultants/#profile.peter.linton Senior Consultants Profile] Webseite von Burson-Marsteller, abgerufen am 16.08.2012, nicht mehr abrufbar&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine weitere nicht beim Europäischen Parlament registrierte Intergroup heißt [[Knowledge4Innovation]] (dt.: Wissen für Innovation) und wurde von der Lobbyagentur [[Strauss &amp;amp; Partners]] gegründet. Strauss &amp;amp; Partners leitet nach eigenen Angaben seitdem diese Intergroup über unternehmenseigene Büros und ist für das Programm der Intergroup sowie die Organisation der Events und Aktivitäten verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.strausspartners.eu/clients Clientse], Webseite von Strauss &amp;amp; Partners, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die nicht registrierte Intergroup [[European Parliamentary Financial Services Forum]] wurde durch die Lobbyagentur [[Houston Associates]] gegründet und eine Zeit lang geführt, bevor die Koordination an den einflussreichen europäischen Bankenverband [[ European Banking Federation]] (EBF) übergeben wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die inoffizielle Intergroup [[Transatlantic Policy Network]] bezahlt sowohl amerikanischen als auch europäischen Politikern die Reisekosten für Besuche intern organisierter Konferenzen sowie andere Ausflüge. Allein für US-Politiker wurden im Zuge dessen, zwischen 2000 und 2015, Kosten in Höhe von 243,129 $ übernommen - für 48 derartige Ereignisse.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.legistorm.com/trip/list/by/sponsor/id/5811/name/Transatlantic_Policy_Network.html Transatlantic Policy Network - Sponsor of Congressional Travel], legistorm.com, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Da es im Rahmen des [[Lobbyregister EU|Lobbyregisters]] des Europäischen Parlaments keine Verpflichtung für inoffizielle Intergroups gibt, derlei Zahlen offenzulegen, sind die Ausgaben für EU-Abgeordnete nicht im Detail bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Im Jahr '''2011''' schrieb der britische EU-Abgeordnete [[Martin Callanan]] eine offizielle parlamentarische Stellungnahme als Reaktion auf den Antrag der Europäischen Kommission hingehend der Energieeffizienzstandards von Automobilen, in welcher er geringere Auflagen für die Industrie empfahl. Seine Empfehlungen entsprachen exakt denen des Verbandes Europäischer Automobilhersteller, von dem viele Mitgliedsunternehmen Vertreter in der Intergroup [[Forum for the Automobile and Society]] (dt. Forum Automobil und Gesellschaft) sitzen haben. Auch Callanan ist Mitglied dieser Intergroup.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der englische Abgeordnete des Europäischen Parlaments [[Giles Chichester]] ist Präsident der Intergroup [[European Energy Forum]] (EEF) (dt. Europäisches Energieforum), welche von zahlreichen Energie- und Ölkonzernen finanziert wird. In dieser Position ließ sich Chichester, zusammen mit anderen in der Intergroup aktiven EU-Abgeordneten, auf eine Exkursion in die Barentssee durch den norwegischen Ölkonzern [[Statoil]] einladen - diese wurde von Statoil finanziert. Statoil bezweckte mit dieser Fahrt, den Abgeordneten die Sicherheit und Unbedenklichkeit von Ölbohrinseln in empfindlichen Ökosystemen zu demonstrieren. Weiterhin ließ sich Chichester durch den Atomenergiekonzern [[Areva]] eine Reise nach Valencia inklusive des Besuchs einer Etappe des America's Cup bezahlen. Bemerkenswert ist, dass Chichester stets politische Positionen vertritt, welche im Interesse jener großen Energiekonzerne sind, welche das EEF dominieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;confl&amp;quot;&amp;gt;[http://www.corporateeurope.org/publications/conflicts-interests-eu Conflicts of Interests in the EU], corporateeurope.org vom 25.06.2008, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''2005''' haben Abgeordnete des Europäischen Parlaments, welche auch Mitglieder der Intergroup [[European Parliamentary Financial Services Forum]] waren, Änderungsanträge eingebracht um die damals in Vorbereitung befindliche ''Dritte Geldwäsche-Richtlinie'' zu verwässern. Die eingebrachten Änderungsvorschläge waren beinahe identisch mit den von einer Handelsbankengruppe in Umlauf gebrachten Entwürfen. Jene Handelsbankengruppe stellte viele Mitglieder in der genannten Intergroup.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche EU-Abgeordnete [[Elmar Brok]] war dafür verantwortlich, dass '''2004''' in einen Entwurf des Europäischen Parlaments hinsichtlich der zu erreichenden Ziele auf einem damals anstehenden EU-USA-Gipfel, die Hauptforderungen der Intergroup [[Transatlantic Policy Network]] eins zu eins eingegangen sind. Vordergründig ging es darum bis 2015 einen freien und weitestgehend unregulierten Markt zwischen der USA und der EU zu schaffen. Brok war zu diesem Zeitpunkt Vorsitzender der Intergroup.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.corporateeurope.org/tpntabd.html EU-US free trade talks ahead?], corporateeurope.org von Juni 2004, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der britische EU-Parlamentarier [[Malcom Habour]], welcher Vorsitzender der Intergroup [[Forum for the Automobile and Society]] (dt. Forum Automobil und Gesellschaft) ist, hat sich seit dem Jahr '''2004''' 18 Autos und den Besuch diverser Autorennsportereignisse sowie anderer Events von der Automobilindustrie bezahlen lassen. Habour selbst ist als ein energischer Verfechter automobilkonzernfreundlicher Positionen im Europäischen Parlament bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;confl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Kritikpunkte:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Obwohl Intergroups keine Organe des Parlaments sind und aus diesem Grund nicht in dessen Namen sprechen können und dürfen, werden derlei Regeln insbesondere durch inoffizielle Intergroups vorsätzlich unterwandert. Beispielsweise geschieht dies, indem nicht-registrierte und keinerlei Kontrolle durch das EU-Parlament unterliegende Intergroups in ihren Namen die Worte ''European Parliament'' führen - wodurch der Eindruck einer offiziellen Einrichtung der Europäischen Union geweckt wird, was jedoch in keiner Weise zutrifft. Beispiele dafür sind u.a. folgende nicht-registrierte Intergroups: &lt;br /&gt;
**The [[European Parliamentary Financial Services Forum]]&lt;br /&gt;
**The [[European Parliament Ceramics Forum]]&lt;br /&gt;
**The [[Forum in the European Parliament for Construction]] oder&lt;br /&gt;
**The [[Knowledge4Innovation]] Forum of the European Parliament. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nichtregierungsorganisationen, andere zivilgesellschaftliche Interessengruppen sowie Gewerkschaften sind ganz überwiegend aus den Intergroups ausgeschlossen und dürfen nur in den seltensten Fällen an einzelnen Veranstaltungen teilnehmen. Dies trifft insbesondere auf die inoffiziellen und oft rein durch Mitgliedskonzerne und -verbände finanzierten Intergroups zu. Beispielsweise ist dies gängige Praxis im [[European Energy Forum]] (EEF) und dem [[Rail Forum Europe]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;radar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Intergroup]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mareike</name></author>
		
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