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	<title>Lobbypedia - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Ronald_Pofalla&amp;diff=31714</id>
		<title>Ronald Pofalla</title>
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		<updated>2015-01-16T13:10:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ronald Pofalla''' ''(* 15. Mai 1959 in Weeze, Kreis Kleve)'' CDU, wurde 2009 unter Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] zum Chef des [[Bundeskanzleramt|Bundeskanzleramtes]] und zum Staatsminister für besondere Aufgaben ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Homepage Pofalla&amp;quot;&amp;gt;[http://www.ronald-pofalla.de/index.php?id=23 Webseite Ronald Pofalla] abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zum Jahresende 2013 gab Pofalla bekannt, dass er alle seine politischen Ämter aufgeben werde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus&amp;quot;&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/ronald-pofallla-hoert-auf-der-kanzleramtsminister-geht-merkel-vertrauter-beendet-politische-karriere-bei-cdu_id_3481207.html Merkels Vertrauter gibt auf: Ronald Pofalla zieht sich aus der Politik zurück] Focus.de vom 13.12.2013, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 2014 wurde erstmals berichtet, er werde in den Vorstand der [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]] wechseln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ronald-pofalla-cdu-wird-vorstandsmitglied-bei-der-deutschen-bahn-a-941553.html  Ex-Kanzleramtsminister: Pofalla wechselt in Bahn-Vorstand] Spiegel.de vom 02.01.2014, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 2014 wurde der Wechsel vom Bahn-Chef Grube bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* voraus. ab 2017 Mitglied des Vorstands der [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]]&lt;br /&gt;
* ab 01/2015 zuständig für internationale Geschäftsbeziehungen bei der [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]]&lt;br /&gt;
* 2009–2013 Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben&lt;br /&gt;
* 2005–2009 Generalsekretär der CDU Deutschlands&lt;br /&gt;
* 2004–2005 Stellv. Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag für den Aufgabenbereich Wirtschaft und Arbeit&lt;br /&gt;
* 2002–2004 Justitiar der CDU/CSU-Fraktion&lt;br /&gt;
* seit 2000 Bezirksvorsitzender der CDU Niederrhein&lt;br /&gt;
* seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages für die CDU&lt;br /&gt;
* 1986–1992 Landesvorsitzender der Jungen Union Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
* 1977–1987 Studium der Sozialpädagogik und Studium der Rechtswissenschaft&amp;lt;ref name=&amp;quot;Homepage Pofalla&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
* Von 1995 bis 2010 war Pofalla ehrenamtliches Mitglied im Vorstand der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Bundestagsprofil&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/P/pofalla_ronald.html Homepage des Bundestages] Abgeordnetenprofil Ronald Pofalla, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Er ist stellvertretender, ehrenamtlicher Präsident des Stiftungsrates der [[Stiftung Wissenschaft und Politik]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Bundestagsprofil&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mitglied der Anwaltssozietät [[Holfhoff-Pförtner]], deren Gründer Stephan Holthoff-Pförtner, durch die Vermittlung Pofallas, die Verteidigung von Helmut Kohl in der Spendenaffäre übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/maechtige-von-morgen-ronald-pofalla-cdu-der-versteher-1.792738 Mächtige von morgen (9): Ronald Pofalla, CDU] Sueddeutsche.de vom 16.12.2008, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Momentan ist diese Tätigkeit Pofallas jedoch nicht unter seinen Nebentätigkeiten aufgeführt, wodurch die Anstellung als ruhend betrachtet werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Bundestagsprofil&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Enges Verhältnis zu dem Unternehmer Bernhard Josef Schönmackers, welcher in zu Studienzeiten mit einem Beratervertrag ausstattete, um ihm den finanziellen Rahmen für das Studium zu ermöglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Spiegel&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-32565410.html Der Junge und der Müllbaron] Spiegel.de vom 25.10.2004, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;1996 gewährte ihm Schönmackers ein Darlehen in Höhe von 150.000 DM. Dieses verlangte Pofalla zur Verwunderung Schönmackers in bar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Spiegel&amp;quot;/&amp;gt; Bis zum Jahr 2000 wurde das Darlehen trotz mehrmaliger Erinnerung Schönmackers auf Wunsch von Pofalla noch nicht zurückgezahlt, ob es zum heutigen Zeitpunkt getilgt wurde ist unklar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pofalla Spiegel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
===  Wechsel als Lobbyist zur Bahn ===&lt;br /&gt;
Bei der Bundestagswahl im September 2013 wurde Ronald Pofalla noch per Direktmandat von seinem Wahlkreis in den Bundestag gewählt. Kurze Zeit später ließ er verlauten, dass er vorhabe sein Mandat nicht anzutreten, um sich verstärkt seinem Privatleben zu widmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anfang Januar 2014 berichteten erste Medien von einem Wechsel Pofallas in den Vorstand der Deutschen Bahn AG. Dort solle er ein eigenes Ressort erhalten, welches sich vor allem um die Kontakte zur Politik und die langfristige Unternehmensstrategie kümmern soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ronald-pofalla-kritik-am-wechsel-in-bahn-vorstand-a-941607.html  Ex-Kanzleramtschef: Empörung über Pofallas möglichen Wechsel zur Bahn] Spiegel.de vom 03.01.2014, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; LobbyControl äußerst sich in ihrer Stellungname wie folgt: &amp;quot;Mit Pofalla würde sich die Bahn einen Lobbyisten mit hervorragendem Zugang zu allen politischen Ebenen einkaufen. Und das Kanzleramt sich weiter zu einem Talentepool für Unternehmenslobbyisten entwickeln. Dieser Trend muss endlich gestoppt werden.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/01/pofalla-zur-bahn-der-naechste-brisante-seitenwechsel/ Pofalla zur Bahn - der nächste brisante Seitenwechsel] LobbyControl.de vom 03.01.2014, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 2014 bestätigte Bahn-Chef Grube den Wechsel Pofallas zur [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]]. Ab Januar 2015 soll Pofalla als &amp;quot;Generalbevollmächtigter für politische und internationale Beziehungen&amp;quot; die Kontakte zur Politik pflegen und für internationale Geschäftsbeziehungen zuständig sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutschebahn.com/de/hidden_rss/pi_rss/7187544/h20140618.html Pofalla wird im Januar DB-Generalbevollmächtigter], Presseinformation der DB vom 18.06.2014, abgerufen am 31.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Perspektivisch soll er in den Vorstand der Bahn aufrücken - Medienberichten zufolge schon 2017. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bahn-chef-grube-bestaetigt-personalie-pofalla-wechselt-anfang-zur-bahn-1.2000432 Pofalla wechselt Anfang 2015 zur Bahn ] sueddeutsche.de vom 14.06.2014, abgerufen am 16.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist Pofallas Kritik am Seitenwechsel von Gerhard Schröder Gazprom. Dazu meinte er nach Bekanntwerden der Absicht Schröders 2005: „Jetzt kommen wir an einer rechtlichen Regelung wohl nicht vorbei: Es ist offensichtlich eine Illusion zu glauben, dass der Appell an politischen Anstand alleine ausreicht, um solche Fälle zu verhindern“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mopo&amp;quot;&amp;gt;[http://www.mopo.de/news/international-pofalla-kritisiert-schroeder-scharf,5066732,5920522.html Pofalla kritisiert Schröder scharf] Mopo.de vom 12.12.2005, abgerufen am 08.01.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einsatz für die Deutsche Bahn als Chef des Kanzleramts===&lt;br /&gt;
Kritik erregte Pofallas Wechsel auch, weil Pofalla bereits als Kanzleramtschef ein enges Verhältnis zu Grube hatte und mehrfach mit wichtigen Gesetzesvorhaben für die Deutsche Bahn befasst war. Dazu gehörten das Eisenbahnregulierungsgesetz und das vierte Eisenbahnpaket der EU-Kommission.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BReg-Jan14&amp;quot;&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/002/1800298.pdf Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 13. Januar 2014 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], ab Seite 3. Siehe dazu auch [http://www.rp-online.de/politik/ronald-pofalla-traf-bahn-vorstaende-30-mal-aid-1.3969202 Pofalla traf Bahn-Vorstände 30 Mal], Rheinische Post Online vom 17.1.2014. Beide abgerufen am 31.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Auskunft der Bundesregierungtraf sich Pofalla von 2009 bis 2013 insgesamt 30 Mal mit Bahnchef Rüdiger Grube.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BReg-Jan14&amp;quot;/&amp;gt; Der Stern veröffentlichte Auszüge aus Dokumenten, die zeigen, wie Grube mehrfach Pofalla ansprach, um Interessen der Bahn in der Bundesregierung zu vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/pofalla-wechsel-zur-bahn-wie-der-kanzleramtschef-grubes-interessen-vertrat-2130412.html Wie der Kanzleramtschef Grubes Interessen vertrat], Stern Online vom 12.8.2014, abgerufen am 31.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Unterstützung für Klage von deutschen Atomkonzernen===&lt;br /&gt;
Das ARD-Magazin Monitor berichtete im Januar 2015 von einer Klage bezüglich des Atomausstiegs. Diese beruhe maßgeblich auf einem Schreiben des hessischen Ministerpräsidenten [[Volker Bouffier]]. Nicht in der Klageschrift enthalten war allerdings ein zweites Schreiben, in dem der damalige [[RWE]]-Vorstandsvorsitzende, Jürgen Großmann, dieses Schreiben in einem freundschaftlichen Tonfall anfragt. Dieses wurde in der Sendung zitiert. Danach berief sich Großmann auf ein Gespräch mit Roland Pofalla.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www1.wdr.de/daserste/monitor/extras/monitorpresse-atomkonzerne100.html Politik verhilft Atomkonzernen zu 882-Millionen-Euro-Klagen - Grüne Bundestagsfraktion fasst Untersuchungsausschuss ins Auge],Webseite des WDR, Pressemeldung vom 15.1.2015, abgerufen am 16.1.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Jetzt kommen wir an einer rechtlichen Regelung wohl nicht vorbei: Es ist offensichtlich eine Illusion zu glauben, dass der Appell an politischen Anstand alleine ausreicht, um solche Fälle zu verhindern. Ich könnte mir eine Art Selbstverpflichtung von Regierungsmitgliedern vorstellen, für die Zeit nach Ausscheiden aus dem Amt sich geschäftliche Rücksicht aufzuerlegen. Auch Karenzzeiten halte ich für vorstellbar.“ Ronald Pofalla über den bevorstehenden Einstieg Gerhard Schröders bei dem Unternehmen Gazprom, für deren Bauvorhaben er sich während seiner Kanzlerzeit stark gemacht hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mopo&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ronald-pofalla.de Webseite von Ronald Pofalla]&lt;br /&gt;
* [https://lobbypedia.de/wiki/Portal_seitenwechsel Weitere Informationen zum Thema Seitenwechsel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Martin_J%C3%A4ger&amp;diff=31711</id>
		<title>Martin Jäger</title>
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		<updated>2015-01-16T11:25:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Seitenwechsel-Box}}&lt;br /&gt;
'''Martin Jäger''' ''(* 9. September 1964 in Ulm)'' ist seit Oktober 2014 Pressesprecher des Bundesfinanzministeriums unter Wolfgang Schäuble. Jäger war erst im September 2013 als deutscher Botschafter nach Kabul gegangen. Zuvor arbeitete er als Sprecher des Auswärtigen Amts unter [[Frank Walter Steinmeier]] und als Cheflobbyist für die [[Daimler]] AG. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/eckart-von-klaeden-merkel-vertrauter-wird-daimler-lobbyist-a-902399.html  Staatsminister Klaeden: Merkel-Vertrauter wird Cheflobbyist bei Daimler] Spiegel-Online vom 28.05.2013, abgerufen am 29.05.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
*ab 10/2014 Sprecher des Bundesfinanzministeriums unter Wolfgang Schäuble&lt;br /&gt;
*ab 09/2013-10/2014 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Afghanistan&lt;br /&gt;
*09/2008-2013 Cheflobbyist der [[Daimler|Daimler AG]] (Leiter des Bereiches ''Global External Affairs and Public Policy'')&lt;br /&gt;
*2005-09/2008 Sprecher des Auswärtigen Amts unter Frank Walter Steinmeier&lt;br /&gt;
*2004-2005 Leiter des Referats für Europa-Grundsatzfragen im Kanzleramt &lt;br /&gt;
*2002-2004 Deutsche Botschaft in Prag&lt;br /&gt;
*1998-2002 Leiter des Referats für Europa-Grundsatzfragen im Kanzleramt&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/diplomat-geht-zur-industrie-daimlers-neuer-aussenminister-636471.html Daimlers neuer Außenminister - 31.08.2008] stern.de, letzter Zugriff am 26.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/martin-jaeger-steinmeier-sprecher-wechselt-in-die-wirtschaft-1.571209 Steinmeier-Sprecher wechselt in die Wirtschaft - 08.05.2009] sueddeutsche.de, letzter Zugriff am 26.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen/Netzwerke==&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik]] (DGAP), Mitglied des Gesamtpräsidiums &lt;br /&gt;
*[[Verband der Automobilindustrie]] (VDA), Vorsitzender des Ausschusses für Internationale Handels- und Weltwirtschaftsfragen&lt;br /&gt;
*EU Japan Business Round Tables, Mitglied &amp;lt;ref&amp;gt;[http://veranstaltungen.cducsu.de/referenten/martin-jaeger Veranstaltungen CDU/CSU Referenten], Website CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag, abgerufen am 29. Mai 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Forum Ebenhausen]], Förderverein der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Vorsitz &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2013/12/Lobbyismus-Spitzenbeamte-Konzerne/seite-3 Türöffner und Welterklärer] ZEIT-Online vom 14.03.2013, abgerufen am 12.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Akademie der Technikwissenschaften]] (acatech), Mitglied der Arbeitsgruppe „Anpassungsstrategien in der Klimapolitik“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://veranstaltungen.cducsu.de/referenten/martin-jaeger Veranstaltungen CDU/CSU Referenten], Website CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag, abgerufen am 29. Mai 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufgabengebiete bei Daimler===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Leiter des Bereiches ''Global External Affairs and Public Policy'' gehört es zu Jägers Aufgaben, die politischen Interessen des Konzerns zu definieren und umzusetzen. Die ZEIT-Online berichtete ausführlich über die Arbeit Jägers bei Daimler. Der Artikel beschreibt, wie Daimler, deren Absatz zu großen Teilen im Ausland erzielt wird, Jägers Erfahrung im Auswärtigen Amt und seinen strategischen Blick für international Beziehungen für Kontakte mit der dortigen Politik nutzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2013/12/Lobbyismus-Spitzenbeamte-Konzerne/seite-3 Türöffner und Welterklärer] ZEIT-Online vom 14.03.2013, abgerufen am 12.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sein strategisches Wissen teilte Jäger mit seiner 'political intelligence' Truppe, der er alle sechs Wochen einen Bericht über die wichtigen Felder, in denen er Handlungsbedarf für Daimler sieht, vorlegte. Zusätzlich zu diesem Planungsstab in der Stuttgarter Zentrale hatte Jäger Zugriff auf Büros in Berlin, Brüssel, Washington, Moskau, Peking und Tokio.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;Beispiele dieser strategischen Handlungsfelder sind, unter anderem: die CO₂-Regulierung, das Freihandelsabkommen oder politische Rückendeckung zur Interessenvertretung in wichtigen Exportländern, wie zum Beispiel China.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''CO₂-Regulierung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  CO₂-Regulierung ist ein wichtiges Interessengebiet für den Automobilkonzern Daimler, über welches auf Europäischer Ebene entschieden wird. Jägers langjährige Erfahrung im Kanzleramt als Leiter des Referats für Europa-Grundsatzfragen machte ihn zu Daimlers Experten für Europapolitik. Jäger: ''&amp;quot;Ich weiß, wie Europa funktioniert. Ich habe sozusagen mein methodisches Wissen auf ein neues Arbeitsgebiet übertragen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Interessenvertretung in China'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit anderen Vertretern der deutschen Automobilbauer verschaffte Daimler sich mit Hinblick auf die CO₂-Regulierung im Absatzland China Rückendeckung der Bundesregierung und verwirklichte so erfolgreich seine politischen Interessen auf internationaler Ebene: Die chinesische CO₂-Gesetzgebung wurde Gegenstand der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Freihandel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier verband Jäger einen weiteren seiner zahlreichen Posten mit seiner Position als Cheflobbyist bei Daimler: Als Vorsitzender des Handelsausschusses im Verband der Automobilindustrie vertrat er aktiv die Handelsinteressen des Konzernes und nahm Einfluss in die internationale Handelspolitik. Sowohl in Anhörungen des Bundestages ebenso wie in Amerika habe er mit Nachdruck für das Freihandelsabkommen geworben, berichtet die ZEIT-Oline.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Martin Jäger, das  „Forum Ebenhausen“ und die SWP===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Jäger ist Vorsitzender des von SWP-Direktor Volker Perthes reaktivierten Fördervereins der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Zusammen mit ihm sitzen in dem Förderverein, benannt „Forum Ebenhausen“, der Chef der Alfred Herrhausen Gesellschaft, Thomas Matussek  (ehemaliger UN Botschafter in New York und Neu-Delhi, danach bei der Deutschen Bank), und Thomas Steg von Volkswagen (ehemaliger Regierungssprecher unter Schröder und Merkel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit den Politischen Direktoren und den Planungsstabschefs der deutschen, amerikanischen und britischen Außenministerien  tagen Experten der SWP auch zweimal jährlich im „Daimler Forum“. Daimler finanziert und begrüßt diese Runde als Wissensquelle für Themen, die außenpolitisch diskutiert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Ich bin verpflichtet worden, um für Daimler weltweit politische Interessenvertretung zu organisieren.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Zitat von Jäger über seine Arbeit bei Daimler&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Ein Angebot von diesem spannenden Politiker Schäuble, nach Berlin zu kommen, lehnt man doch nicht ab.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Jäger über seinen neuen Job als Sprecher von Wolfgang Schäuble&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/ressorts/artikel/ein-mann-der-den-wechsel-liebt-15465 Hans Peter Schütz: Ein Mann, der den Wechsel liebt, politik&amp;amp;kommunikation vom 15.01.2015], abgerufen am 16.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
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		<title>Martin Jäger</title>
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		<updated>2015-01-16T11:13:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Seitenwechsel-Box}}&lt;br /&gt;
'''Martin Jäger''' ''(* 9. September 1964 in Ulm)'' ist seit Oktober 2014 Pressesprecher des Bundesfinanzministeriums unter Wolfgang Schäuble. Jäger war erst im September 2013 als deutscher Botschafter nach Kabul gegangen. Zuvor arbeitete er als Sprecher des Auswärtigen Amts unter [[Frank Walter Steinmeier]] und als Cheflobbyist für die [[Daimler]] AG. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/eckart-von-klaeden-merkel-vertrauter-wird-daimler-lobbyist-a-902399.html  Staatsminister Klaeden: Merkel-Vertrauter wird Cheflobbyist bei Daimler] Spiegel-Online vom 28.05.2013, abgerufen am 29.05.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
*ab 10/2014 Sprecher des Bundesfinanzministeriums unter Wolfgang Schäuble&lt;br /&gt;
*ab 09/2013-10/2014 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Afghanistan&lt;br /&gt;
*09/2008-2013 Cheflobbyist der [[Daimler|Daimler AG]] (Leiter des Bereiches ''Global External Affairs and Public Policy'')&lt;br /&gt;
*2005-09/2008 Sprecher des Auswärtigen Amts unter Frank Walter Steinmeier&lt;br /&gt;
*2004-2005 Leiter des Referats für Europa-Grundsatzfragen im Kanzleramt &lt;br /&gt;
*2002-2004 Deutsche Botschaft in Prag&lt;br /&gt;
*1998-2002 Leiter des Referats für Europa-Grundsatzfragen im Kanzleramt&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/diplomat-geht-zur-industrie-daimlers-neuer-aussenminister-636471.html Daimlers neuer Außenminister - 31.08.2008] stern.de, letzter Zugriff am 26.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/martin-jaeger-steinmeier-sprecher-wechselt-in-die-wirtschaft-1.571209 Steinmeier-Sprecher wechselt in die Wirtschaft - 08.05.2009] sueddeutsche.de, letzter Zugriff am 26.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen/Netzwerke==&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik]] (DGAP), Mitglied des Gesamtpräsidiums &lt;br /&gt;
*[[Verband der Automobilindustrie]] (VDA), Vorsitzender des Ausschusses für Internationale Handels- und Weltwirtschaftsfragen&lt;br /&gt;
*EU Japan Business Round Tables, Mitglied &amp;lt;ref&amp;gt;[http://veranstaltungen.cducsu.de/referenten/martin-jaeger Veranstaltungen CDU/CSU Referenten], Website CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag, abgerufen am 29. Mai 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Forum Ebenhausen]], Förderverein der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Vorsitz &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2013/12/Lobbyismus-Spitzenbeamte-Konzerne/seite-3 Türöffner und Welterklärer] ZEIT-Online vom 14.03.2013, abgerufen am 12.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Akademie der Technikwissenschaften]] (acatech), Mitglied der Arbeitsgruppe „Anpassungsstrategien in der Klimapolitik“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://veranstaltungen.cducsu.de/referenten/martin-jaeger Veranstaltungen CDU/CSU Referenten], Website CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag, abgerufen am 29. Mai 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufgabengebiete bei Daimler===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Leiter des Bereiches ''Global External Affairs and Public Policy'' gehört es zu Jägers Aufgaben, die politischen Interessen des Konzerns zu definieren und umzusetzen. Die ZEIT-Online berichtete ausführlich über die Arbeit Jägers bei Daimler. Der Artikel beschreibt, wie Daimler, deren Absatz zu großen Teilen im Ausland erzielt wird, Jägers Erfahrung im Auswärtigen Amt und seinen strategischen Blick für international Beziehungen für Kontakte mit der dortigen Politik nutzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2013/12/Lobbyismus-Spitzenbeamte-Konzerne/seite-3 Türöffner und Welterklärer] ZEIT-Online vom 14.03.2013, abgerufen am 12.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sein strategisches Wissen teilte Jäger mit seiner 'political intelligence' Truppe, der er alle sechs Wochen einen Bericht über die wichtigen Felder, in denen er Handlungsbedarf für Daimler sieht, vorlegte. Zusätzlich zu diesem Planungsstab in der Stuttgarter Zentrale hatte Jäger Zugriff auf Büros in Berlin, Brüssel, Washington, Moskau, Peking und Tokio.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;Beispiele dieser strategischen Handlungsfelder sind, unter anderem: die CO₂-Regulierung, das Freihandelsabkommen oder politische Rückendeckung zur Interessenvertretung in wichtigen Exportländern, wie zum Beispiel China.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''CO₂-Regulierung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  CO₂-Regulierung ist ein wichtiges Interessengebiet für den Automobilkonzern Daimler, über welches auf Europäischer Ebene entschieden wird. Jägers langjährige Erfahrung im Kanzleramt als Leiter des Referats für Europa-Grundsatzfragen machte ihn zu Daimlers Experten für Europapolitik. Jäger: ''&amp;quot;Ich weiß, wie Europa funktioniert. Ich habe sozusagen mein methodisches Wissen auf ein neues Arbeitsgebiet übertragen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Interessenvertretung in China'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit anderen Vertretern der deutschen Automobilbauer verschaffte Daimler sich mit Hinblick auf die CO₂-Regulierung im Absatzland China Rückendeckung der Bundesregierung und verwirklichte so erfolgreich seine politischen Interessen auf internationaler Ebene: Die chinesische CO₂-Gesetzgebung wurde Gegenstand der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Freihandel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier verband Jäger einen weiteren seiner zahlreichen Posten mit seiner Position als Cheflobbyist bei Daimler: Als Vorsitzender des Handelsausschusses im Verband der Automobilindustrie vertrat er aktiv die Handelsinteressen des Konzernes und nahm Einfluss in die internationale Handelspolitik. Sowohl in Anhörungen des Bundestages ebenso wie in Amerika habe er mit Nachdruck für das Freihandelsabkommen geworben, berichtet die ZEIT-Oline.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Martin Jäger, das  „Forum Ebenhausen“ und die SWP===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Jäger ist Vorsitzender des von SWP-Direktor Volker Perthes reaktivierten Fördervereins der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Zusammen mit ihm sitzen in dem Förderverein, benannt „Forum Ebenhausen“, der Chef der Alfred Herrhausen Gesellschaft, Thomas Matussek  (ehemaliger UN Botschafter in New York und Neu-Delhi, danach bei der Deutschen Bank), und Thomas Steg von Volkswagen (ehemaliger Regierungssprecher unter Schröder und Merkel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit den Politischen Direktoren und den Planungsstabschefs der deutschen, amerikanischen und britischen Außenministerien  tagen Experten der SWP auch zweimal jährlich im „Daimler Forum“. Daimler finanziert und begrüßt diese Runde als Wissensquelle für Themen, die außenpolitisch diskutiert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich bin verpflichtet worden, um für Daimler weltweit politische Interessenvertretung zu organisieren.&amp;quot;'' Zitat von Jäger über seine Arbeit bei Daimler&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Sich selbst sieht er »als eine Art Dolmetscher« zwischen der Welt der Wirtschaft und der Welt der Politik.&amp;quot;''  Zitat der ZEIT online über Jäger&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
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		<title>Martin Jäger</title>
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		<updated>2015-01-16T11:12:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: Aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Seitenwechsel-Box}}&lt;br /&gt;
'''Martin Jäger''' ''(* 9. September 1964 in Ulm)'' ist seit Oktober 2014 Pressesprecher des Bundesfinanzministeriums. Jäger war erst im September 2013 als Botschafter nach Kabul gegangen. Zuvor arbeitete er als Sprecher des Auswärtigen Amts unter [[Frank Walter Steinmeier]] und als Cheflobbyist für die [[Daimler]] AG. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/eckart-von-klaeden-merkel-vertrauter-wird-daimler-lobbyist-a-902399.html  Staatsminister Klaeden: Merkel-Vertrauter wird Cheflobbyist bei Daimler] Spiegel-Online vom 28.05.2013, abgerufen am 29.05.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
*ab 10/2014 Sprecher des Bundesfinanzministeriums unter Wolfgang Schäuble&lt;br /&gt;
*ab 09/2013-10/2014 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Afghanistan&lt;br /&gt;
*09/2008-2013 Cheflobbyist der [[Daimler|Daimler AG]] (Leiter des Bereiches ''Global External Affairs and Public Policy'')&lt;br /&gt;
*2005-09/2008 Sprecher des Auswärtigen Amts unter Frank Walter Steinmeier&lt;br /&gt;
*2004-2005 Leiter des Referats für Europa-Grundsatzfragen im Kanzleramt &lt;br /&gt;
*2002-2004 Deutsche Botschaft in Prag&lt;br /&gt;
*1998-2002 Leiter des Referats für Europa-Grundsatzfragen im Kanzleramt&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/diplomat-geht-zur-industrie-daimlers-neuer-aussenminister-636471.html Daimlers neuer Außenminister - 31.08.2008] stern.de, letzter Zugriff am 26.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/martin-jaeger-steinmeier-sprecher-wechselt-in-die-wirtschaft-1.571209 Steinmeier-Sprecher wechselt in die Wirtschaft - 08.05.2009] sueddeutsche.de, letzter Zugriff am 26.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen/Netzwerke==&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik]] (DGAP), Mitglied des Gesamtpräsidiums &lt;br /&gt;
*[[Verband der Automobilindustrie]] (VDA), Vorsitzender des Ausschusses für Internationale Handels- und Weltwirtschaftsfragen&lt;br /&gt;
*EU Japan Business Round Tables, Mitglied &amp;lt;ref&amp;gt;[http://veranstaltungen.cducsu.de/referenten/martin-jaeger Veranstaltungen CDU/CSU Referenten], Website CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag, abgerufen am 29. Mai 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Forum Ebenhausen]], Förderverein der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Vorsitz &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2013/12/Lobbyismus-Spitzenbeamte-Konzerne/seite-3 Türöffner und Welterklärer] ZEIT-Online vom 14.03.2013, abgerufen am 12.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Deutsche Akademie der Technikwissenschaften]] (acatech), Mitglied der Arbeitsgruppe „Anpassungsstrategien in der Klimapolitik“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://veranstaltungen.cducsu.de/referenten/martin-jaeger Veranstaltungen CDU/CSU Referenten], Website CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag, abgerufen am 29. Mai 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==='''Aufgabengebiete bei Daimler'''===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Leiter des Bereiches ''Global External Affairs and Public Policy'' gehört es zu Jägers Aufgaben, die politischen Interessen des Konzerns zu definieren und umzusetzen. Die ZEIT-Online berichtete ausführlich über die Arbeit Jägers bei Daimler. Der Artikel beschreibt, wie Daimler, deren Absatz zu großen Teilen im Ausland erzielt wird, Jägers Erfahrung im Auswärtigen Amt und seinen strategischen Blick für international Beziehungen für Kontakte mit der dortigen Politik nutzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2013/12/Lobbyismus-Spitzenbeamte-Konzerne/seite-3 Türöffner und Welterklärer] ZEIT-Online vom 14.03.2013, abgerufen am 12.11.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sein strategisches Wissen teilte Jäger mit seiner 'political intelligence' Truppe, der er alle sechs Wochen einen Bericht über die wichtigen Felder, in denen er Handlungsbedarf für Daimler sieht, vorlegte. Zusätzlich zu diesem Planungsstab in der Stuttgarter Zentrale hatte Jäger Zugriff auf Büros in Berlin, Brüssel, Washington, Moskau, Peking und Tokio.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;Beispiele dieser strategischen Handlungsfelder sind, unter anderem: die CO₂-Regulierung, das Freihandelsabkommen oder politische Rückendeckung zur Interessenvertretung in wichtigen Exportländern, wie zum Beispiel China.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''CO₂-Regulierung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  CO₂-Regulierung ist ein wichtiges Interessengebiet für den Automobilkonzern Daimler, über welches auf Europäischer Ebene entschieden wird. Jägers langjährige Erfahrung im Kanzleramt als Leiter des Referats für Europa-Grundsatzfragen machte ihn zu Daimlers Experten für Europapolitik. Jäger: ''&amp;quot;Ich weiß, wie Europa funktioniert. Ich habe sozusagen mein methodisches Wissen auf ein neues Arbeitsgebiet übertragen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Interessenvertretung in China'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit anderen Vertretern der deutschen Automobilbauer verschaffte Daimler sich mit Hinblick auf die CO₂-Regulierung im Absatzland China Rückendeckung der Bundesregierung und verwirklichte so erfolgreich seine politischen Interessen auf internationaler Ebene: Die chinesische CO₂-Gesetzgebung wurde Gegenstand der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Freihandel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier verband Jäger einen weiteren seiner zahlreichen Posten mit seiner Position als Cheflobbyist bei Daimler: Als Vorsitzender des Handelsausschusses im Verband der Automobilindustrie vertrat er aktiv die Handelsinteressen des Konzernes und nahm Einfluss in die internationale Handelspolitik. Sowohl in Anhörungen des Bundestages ebenso wie in Amerika habe er mit Nachdruck für das Freihandelsabkommen geworben, berichtet die ZEIT-Oline.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==='''Martin Jäger, das  „Forum Ebenhausen“ und die SWP'''===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Jäger ist Vorsitzender des von SWP-Direktor Volker Perthes reaktivierten Fördervereins der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Zusammen mit ihm sitzen in dem Förderverein, benannt „Forum Ebenhausen“, der Chef der Alfred Herrhausen Gesellschaft, Thomas Matussek  (ehemaliger UN Botschafter in New York und Neu-Delhi, danach bei der Deutschen Bank), und Thomas Steg von Volkswagen (ehemaliger Regierungssprecher unter Schröder und Merkel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit den Politischen Direktoren und den Planungsstabschefs der deutschen, amerikanischen und britischen Außenministerien  tagen Experten der SWP auch zweimal jährlich im „Daimler Forum“. Daimler finanziert und begrüßt diese Runde als Wissensquelle für Themen, die außenpolitisch diskutiert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich bin verpflichtet worden, um für Daimler weltweit politische Interessenvertretung zu organisieren.&amp;quot;'' Zitat von Jäger über seine Arbeit bei Daimler&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Sich selbst sieht er »als eine Art Dolmetscher« zwischen der Welt der Wirtschaft und der Welt der Politik.&amp;quot;''  Zitat der ZEIT online über Jäger&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeitonline&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unvollständig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
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		<title>Viviane Reding</title>
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		<updated>2015-01-16T10:14:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Viviane Reding''' ''(*27.04.1951 in Esch an der Alzette, Luxemburg)'' ist seit Mai 2014 Mitglied des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]]. Gleichzeitig nahm sie mehrere Tätigkeiten in der Privatwirtschaft an. Seit Dezember 2014 ist sie im Aufsichtsrat des Bergbaukonzerns [[Nyrstar]]. Seit Januar 2015 ist sie zudem Mitglied im Aufsichtsrat des belgischen Konzerns [[Agfa-Gevaert]] und im Kuratorium der [[Bertelsmann Stiftung]]. Zuvor war sie rund 15 Jahre als EU-Kommissarin für verschiedene Bereiche zuständig.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Karriere ==&lt;br /&gt;
* seit 05/2014 Mitglied des Europaparlaments für die konservative EVP-Fraktion&lt;br /&gt;
* 2010-2014 EU-Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft&lt;br /&gt;
* 2004-2010 Kommissionvizepräsidentin und EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien&lt;br /&gt;
* 1999-2004 EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Jugend und Sport&lt;br /&gt;
* 1989-1999 Mitglied des Europaparlaments&lt;br /&gt;
* 1979-1989 Mitglied des luxemburgischen Parlaments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
Viviane Reding ist eine äußerst erfahrene Europapolitikerin. Seit 1989 war sie mehrfach für die luxemburgischen Konservativen im Europaparlament. Ab 1999 wechselte sie in die EU-Kommission und wurde unter Romano Prodi Kommissarin für Bildung, Kultur, Medien und Sport. In der Kommission Barroso I war sie zsutändig für die Bereiche Medien und Informationsgesellschaft und in der Kommission Barroso II war sie zuständig für das Ressort Justiz und Vizepräsidentin der Kommission. Trotz ihrers Wechsels in die Privatwirtschaft bleibt Reding Abgeordnete im Europaparlament und dort im handelspolitischen Ausschuss. Damit verfügt Viviane Reding über ein enormes politisches Insiderwissen und beste Kontakte zu den entscheidenen Akteuren auf europäischer Ebene&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/fragwuerdiger-seitenwechsel-eu-kommissarin-wechselt-zur-bertelsmann-stiftung/ Max Bank: Fragwürdiger Seitenwechsel: EU-Kommissarin wechselt zu Bertelsmannstiftung, lobbycontrol.de vom 13.11.2014], abgerufen am 15.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeiten in der Privatwirtschaft ===&lt;br /&gt;
* seit 01/2015 Mitglied im Kuratorium der [[Bertelsmann Stiftung]] &lt;br /&gt;
* seit 01/2015 Mitglied im Aufsichtsrat von [[Agfa-Gevaert]]&lt;br /&gt;
* seit 12/2014 Mitglied im Aufsichtsrat von [[Nyrstar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interessenskonflikte ==&lt;br /&gt;
=== Kuratorium der Bertelsmann Stiftung ===&lt;br /&gt;
Seit Januar 2015 ist Reding Mitglied im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung. Das Kuratorium ist ein Beratungs- und Kontrollgremium, das eng in die strategischen Entscheidungen der Stiftung eingebunden ist. Das Kuratorium gehört nicht direkt zum Unternehmen, ist aber eng mit Bertelsmann verbunden. Die Stiftung hält 77,6 % der Aktien des Bertelsmannskonzerns und das Kuratorium ist personell mit dem Aufsichtsrat der Bertelsmann SE &amp;amp; Co KgaA verzahnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige EU-Kommissarin für Medien und Informationsgesellschaft - und später für Justiz - bringt Reding eine Menge Know-How in den Bereichen Medien, Datenschutz und Bildung mit. Diese Bereiche sind für die Geschäftsfelder von Bertelsmann von hohem Interesse. Zudem war Reding Vizepräsidentin derjenigen Kommission, die [[TTIP]] initiiert hat. Als globales Unternehmen gehört Bertelsmann zu den möglichen Nutznießern des Freihandelsabkommens und unterstützt Lobbygruppen, die sich für TTIP einsetzen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/fragwuerdiger-seitenwechsel-eu-kommissarin-wechselt-zur-bertelsmann-stiftung/ Max Bank: Fragwürdiger Seitenwechsel: EU-Kommissarin wechselt zu Bertelsmannstiftung, lobbycontrol.de vom 13.11.2014], abgerufen am 15.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsichtsräte von Nyrstar und Agfa===&lt;br /&gt;
Auch der Wechsel Redings in die Aufsichtsräte des Bergbaukonzerns Nyrstar und des belgischen Großkonzerns Agfa wirft einen Interessenskonflikt mit ihrer vorherigen Rolle als EU-Kommissarin auf. Als EU-Kommissarin hat Viviane Reding zahlreiche Entscheidungen getroffen, die in direktem Interesse von Nyrstar und Agfa als europäische Konzerne liegen. In ihrer neuen Position als Aufsichtsratsmitglied beider Unternehmen, hat sie die Pflicht im Sinne der Konzerne zu handeln. Dies könnte im Konflikt mit ihren noch bestehenden Verbindungen und Verpflichtungen zur Kommission stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Interessenskonflikt ergibt sich aus ihrer Tätigkeit als Europaabgeordnete. Der Verhaltenskodex als Mitglied des Europaparlaments sieht einen Interessenskonflikt dann als gegeben an, wenn persönliche Interessen die Amtshandlungen eines Abgeordneten beeinflussen. Als Aufsichtsratsmitglied bei Nyrstar und Agfa hat Reding ein persönliches Interesse, das im Konflikt mit ihrer Rolle als Abgeordnete und vor allem als Mitglied im Handelsausschuss des Europaparlaments stehen könnte. Vor allem im Handelsausschuss wird sie Entscheidungen treffen müssen, die eine hohe Relevanz für Nyrstar und Agfa haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/revolvingdoorwatch/cases/viviane-reding CEO: RevolvingDoor Watch - Viviane Reding], abgerufen am 15.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene gibt es eine Karenzzeitregelung von 18 Monaten für ausscheidende EU-Kommissare. Ein sogenanntes “Ethik-Kommittee” spricht demzufolge Empfehlungen hinsichtlich des Umgangs mit möglichen Interessenkonflikten aus. Es scheint so, als hätte das Kommittee Redings Posten nicht infrage gestellt. Vielmehr wurden die Wechsel zu Bertelsmann und Nyrstar bereits im Oktober 2014 durch die Barroso Kommission genehmigt. Damit wurden beide zukünftigen Jobs von ihren ehemaligen Kollegen durchgewunken&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/fragwuerdiger-seitenwechsel-eu-kommissarin-wechselt-zur-bertelsmann-stiftung/ Max Bank: Fragwürdiger Seitenwechsel: EU-Kommissarin wechselt zu Bertelsmannstiftung, lobbycontrol.de vom 13.11.2014], abgerufen am 15.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Wechsel zu Agfa wurde am 10. Dezember 2014 genehmigt. Die Erlaubnis für die Wechsel wurden jeweils an die Auflage geknüpft, dass Reding innerhalb der folgenden 18 Monate keine Lobbytätigkeiten für die drei Unternehmen übernimmt. Die Auflage bezieht sich jedoch lediglich auf die EU-Kommission. Andere EU-Institutionen, wie das Parlament oder der Ministerrat wurden nicht genannt. Zudem hindert sie die Auflage nicht daran, andere Mitarbeiter der Unternehmen hinsichtlich ihrer Lobbyarbeit zu beraten oder auf andere Weise indirektes Lobbying zu betreiben&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!149355/ Eric Bonse: Die Bertelsman-Kommissarin, taz.de vom 21.11.2014], abgerufen am 15.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/1185_DFI_rev0_FR.pdf Interessenerklärung von Viviane Reding], abgerufen am 15.01.2015.&lt;br /&gt;
*[http://corporateeurope.org/sites/default/files/reding_docs_from_com.pdf Dokumente der EU-Kommission zum Wechsel Viviane Redings], abgerufen am 15.01.2015.&lt;br /&gt;
*[http://www.europarl.europa.eu/meps/de/1185/VIVIANE_REDING_home.html Profil von Viviane Reding auf der Webseite des Europaparlaments], abgerufen am 15.05.2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Viviane_Reding&amp;diff=31698</id>
		<title>Viviane Reding</title>
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		<updated>2015-01-15T15:20:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: Die Seite wurde neu angelegt: „'''Viviane Reding''' (*27.April 1951 in Esch an der Alzette, Luxemburg) ist seit Mai 2014 Mitglied des Europaparlaments. Gleichzeitig nahm sie mehrere Tätigke…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Viviane Reding''' (*27.April 1951 in Esch an der Alzette, Luxemburg) ist seit Mai 2014 Mitglied des Europaparlaments. Gleichzeitig nahm sie mehrere Tätigkeiten in der Privatwirtschaft an. Seit Dezember 2014 ist sie im Aufsichtsrat des Bergbaukonzerns Nyrstar. Seit Januar 2015 ist sie zudem Mitglied im Aufsichtsrat des belgischen Konzerns Agfa und im Kuratorium der Bertelsmanstiftung. Zuvor war sie rund 15 Jahre als EU-Kommissarin für verschiedene Bereiche zuständig.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Karriere ==&lt;br /&gt;
* seit Mai 2014 Mitglied des Europaparlaments für die Christlich-Soziale Volkspartei (CSV) &lt;br /&gt;
* 2010 bis 2014 EU-Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft&lt;br /&gt;
* 2004 bis 2010 Kommissionvizepräsidentin und EU-Kommissarin für Informationsgeslleschaft und Medien&lt;br /&gt;
* 1999 bis 2004 EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Jugend und Sport&lt;br /&gt;
* 1995 bis 1999 Stellvertretende Vorsitzende der CSV&lt;br /&gt;
* 1989 bis 1999 Mitglied des Europaparlaments für die CSV&lt;br /&gt;
* 1988 bis 1993 Vorsitzende der Christlich-Sozialen Frauen&lt;br /&gt;
* 1981 bis 1999 Mitglied des Gemeinderates der Stadt Esch an der Alzette&lt;br /&gt;
* 1979 bis 1989 Mitglied des luxemburgischen Parlaments für die CSV&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeiten in der Privatwirtschaft ==&lt;br /&gt;
* seit Januar 2015 Mitglied im Kuratorium der Bertelsman Stiftung &lt;br /&gt;
* seit Januar 2015 Mitglied im Aufsichtsrat von Agfa-Gevaert&lt;br /&gt;
* seit Dezember 2014 Mitglied im Aufsichtsrat von Nyrstar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
Viviane Reding ist eine äußerst erfahrene Europapolitikerin. Seit 1989 war sie mehrfach für die luxemburgischen Konservativen im Europaparlament. Ab 1999 wechselte sie in die EU-Kommission und wurde unter Romano Prodi Kommissarin für Bildung, Kultur, Medien und Sport. In der Kommission Barroso I war sie zsutändig für die Bereiche Medien und Informationsgesellschaft und in der Kommission Barroso II war sie zuständig für das Ressort Justiz und Vizepräsidentin der Kommission. Trotz ihrers Wechsels in die Privatwirtschaft bleibt Reding Abgeordnete im Europaparlament und dort im handelspolitischen Ausschuss. Damit verfügt Viviane Reding über ein enormes politisches Insiderwissen und beste Kontakte zu den entscheidenen Akteuren auf europäischer Ebene&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/fragwuerdiger-seitenwechsel-eu-kommissarin-wechselt-zur-bertelsmann-stiftung/ Max Bank: Fragwürdiger Seitenwechsel: EU-Kommissarin wechselt zu Bertelsmannstiftung, lobbycontrol.de vom 13.11.2014], abgerufen am 15.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interessenskonflikte ==&lt;br /&gt;
=== Kuratorium der Bertelsmann Stiftung ===&lt;br /&gt;
Seit Januar 2015 ist Reding Mitglied im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung. Das Kuratorium ist ein Beratungs- und Kontrollgremium, das eng in die strategischen Entscheidungen der Stiftung eingebunden ist. Das Kuratorium gehört nicht direkt zum Unternehmen, ist aber eng mit Bertelsmann verbunden. Die Stiftung hält 77,6 % der Aktien des Bertelsmannskonzerns und das Kuratorium ist personell mit dem Aufsichtsrat der Bertelsmann SE &amp;amp; Co KgaA verzahnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige EU-Kommissarin für Medien und Informationsgesellschaft - und später für Justiz - bringt Reding eine Menge Know-How in den Bereichen Medien, Datenschutz und Bildung mit. Diese Bereiche sind für die Geschäftsfelder von Bertelsmann von hohem Interesse. Zudem war Reding Vizepräsidentin derjenigen Kommission, die [[TTIP]] initiiert hat. Als globales Unternehmen gehört Bertelsmann zu den möglichen Nutznießern des Freihandelsabkommens und unterstützt Lobbygruppen, die sich für TTIP einsetzen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/fragwuerdiger-seitenwechsel-eu-kommissarin-wechselt-zur-bertelsmann-stiftung/ Max Bank: Fragwürdiger Seitenwechsel: EU-Kommissarin wechselt zu Bertelsmannstiftung, lobbycontrol.de vom 13.11.2014], abgerufen am 15.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsichtsräte von Nyrstar und Agfa===&lt;br /&gt;
Auch der Wechsel Redings in die Aufsichtsräte des Bergbaukonzerns Nyrstar und des belgischen Großkonzerns Agfa wirft einen Interessenskonflikt mit ihrer vorherigen Rolle als EU-Kommissarin auf. Als EU-Kommissarin hat Viviane Reding zahlreiche Entscheidungen getroffen, die in direktem Interesse von Nyrstar und Agfa als europäische Konzerne liegen. In ihrer neuen Position als Aufsichtsratsmitglied beider Unternehmen, hat sie die Pflicht im Sinne der Konzerne zu handeln. Dies könnte im Konflikt mit ihren noch bestehenden Verbindungen und Verpflichtungen zur Kommission stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Interessenskonflikt ergibt sich aus ihrer Tätigkeit als Europaabgeordnete. Der Verhaltenskodex als Mitglied des Europaparlaments sieht einen Interessenskonflikt dann als gegeben an, wenn persönliche Interessen die Amtshandlungen eines Abgeordneten beeinflussen. Als Aufsichtsratsmitglied bei Nyrstar und Agfa hat Reding ein persönliches Interesse, das im Konflikt mit ihrer Rolle als Abgeordnete und vor allem als Mitglied im Handelsausschuss des Europaparlaments stehen könnte. Vor allem im Handelsausschuss wird sie Entscheidungen treffen müssen, die eine hohe Relevanz für Nyrstar und Agfa haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/revolvingdoorwatch/cases/viviane-reding CEO: RevolvingDoor Watch - Viviane Reding], abgerufen am 15.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Auf europäischer Ebene gibt es eine Karenzzeitregelung von 18 Monaten für ausscheidende EU-Kommissare. Ein sogenanntes “Ethik-Kommittee” spricht demzufolge Empfehlungen hinsichtlich des Umgangs mit möglichen Interessenkonflikten aus. Es scheint so, als hätte das Kommittee Redings Posten nicht infrage gestellt. Vielmehr wurden die Wechsel zu Bertelsmann und Nyrstar bereits im Oktober 2014 durch die Barroso Kommission genehmigt. Damit wurden beide zukünftigen Jobs von ihren ehemaligen Kollegen durchgewunken&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/fragwuerdiger-seitenwechsel-eu-kommissarin-wechselt-zur-bertelsmann-stiftung/ Max Bank: Fragwürdiger Seitenwechsel: EU-Kommissarin wechselt zu Bertelsmannstiftung, lobbycontrol.de vom 13.11.2014], abgerufen am 15.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Wechsel zu Agfa wurde am 10. Dezember 2014 genehmigt. Die Erlaubnis für die Wechsel wurden jeweils an die Auflage geknüpft, dass Reding innerhalb der folgenden 18 Monate keine Lobbytätigkeiten für die drei Unternehmen übernimmt. Die Auflage bezieht sich jedoch lediglich auf die EU-Kommission. Andere EU-Institutionen, wie das Parlament oder der Ministerrat wurden nicht genannt. Zudem hindert sie die Auflage nicht daran, andere Mitarbeiter der Unternehmen hinsichtlich ihrer Lobbyarbeit zu beraten oder auf andere Weise indirektes Lobbying zu betreiben&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!149355/ Eric Bonse: Die Bertelsman-Kommissarin, taz.de vom 21.11.2014], abgerufen am 15.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/1185_DFI_rev0_FR.pdf Interessenerklärung von Viviane Reding], abgerufen am 15.01.2015.&lt;br /&gt;
*[http://corporateeurope.org/sites/default/files/reding_docs_from_com.pdf Dokumente der EU-Kommission zum Wechsel Viviane Redings], abgerufen am 15.01.2015.&lt;br /&gt;
*[http://www.europarl.europa.eu/meps/de/1185/VIVIANE_REDING_home.html Profil von Viviane Reding auf der Webseite des Europaparlaments], abgerufen am 15.05.2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=St%C3%A9phane_Beemelmans&amp;diff=31687</id>
		<title>Stéphane Beemelmans</title>
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		<updated>2015-01-12T14:41:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Stéphane Beemelmans''' (* 20. September 1965 in Toulouse) ist seit dem 1. Dezember 2014 neuer Geschäftführer zu der Lobby-Agentur [[EUTOP| EUTOP Berlin]]. Beemelmans ist ein ehemaliger Spitzenbeamter und enger vertrauter von Innenminister Thomas de Maizière. Zuvor war Beemelmans als beamteter Staatsekretär im Bundesverteidigungsministerium beschäftigt. Damit wechselt Beemelmans von einem gut vernetzten politischen Amt in die private Wirtschaft.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* seit 1. Dezember 2014 Geschäftsführer bei der Lobby-Agentur [[EUTOP| EUTOP Berlin]]&lt;br /&gt;
* 2011 bis 2014: beamteter Staatssekretär im Verteidigungsministerium &lt;br /&gt;
* 2009 bis 2011: Abteilungsleiter der Abteilung Grundsatzfragen; EU- und internationale Angelegenheiten; Neue Bundesländer des Bundesinnenministeriums&lt;br /&gt;
* 2005 bis 2009: Büroleiter des Chefs des Bundeskanzleramts&lt;br /&gt;
* Juli bis November 2005: Leitungsbüro im sächischen Innenministerium&lt;br /&gt;
* 2003 bis 2005 Direktor des Staatsbetriebes staatliche Schlösser, Burgen und Gärten&lt;br /&gt;
* 2001 bis 2002 Referatsleiter und Pressesprecher im sächsischen Finanzministerium&lt;br /&gt;
* 1998 bis 2001 persönlicher Referent des damaligen Chefs der sächischen Staatskanzlei&lt;br /&gt;
* 1997 bis 1998 Europarefernt bei der sächsischen Landesvertretung beim Bund&lt;br /&gt;
* 1994 bis 1997 Referent beim sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Familie&lt;br /&gt;
* 1983 bis 1989 Studium der Rechtswissenschaften in Bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
Stéphane Beemelmans war lange Zeit ein enger Mitarbeiter des heutigen Bundesministers des Inneren Thomas de Maizière. Die berufliche Verbindung entstand in den 1990er Jahren, als de Maizière Leiter der sächsichen Staatskanzlei und Beemelmans sein persönlicher Referent war. Von 2005 bis 2009 leitete Beemelmans das Büro des damaligen Kanzleramtschefs de Maizière. Während seiner ersten Amtszeit als Bundesinnenminister berief de Maizière Beemelmans zum Abteilungsleiter im Bundesinnenministerium. 2011 holte er ihn als beamteten Staatssekretär ins Verteidigungsministerium&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/12/verteidigungsministerium-soll-lobbyjob-von-ex-staatssekretaer-untersagen/ Ulrich Müller: Verteidigungsministerium soll Lobbyjob von Ex-Staatssekretär untersagen, LobbyControl vom 01.12.2014], abgerufen am 08.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Wechsel von Ursula von der Leyen ins Verteidigunsministerium wurde Beemelmans im Februar 2014 aus dem Amt des Staatssekretärs entlassen. Vorausgegangen war die Eurohawk-Affäre (siehe unten). Anschließend soll de Maizière versucht haben ihm einen Posten in der sächsischen Landesregierung zu vermitteln. Demnach habe er den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich gebeten, Beemelmans bei der Vergabe der Ämter zu berücksichtigen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2014-11-25/pikanter-seitenwechsel-vertrauter-von-innenminister-de-maiziere-wird-geschaftsfuhrer Martin Rehyer: Pikanter Seitenwechsel, abgeordnetenwatch.de vom 25.11.2014], abgerufen am 07.01.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Eurohawk Affäre ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2013 wurde die Euro-Hawk-Affäre publik. Die Drohne verfügte über kein für den zivilen Luftverkehr zertifiziertes automatisches Antikollisionssystem. Daher wollte die Flugsicherheitsbehörde der EU sie nur für den Flug über unbewohnte Gebiete zertifizieren. Da der nachträgliche Einbau eines solchen Systems sehr teuer geworden wäre, wurde das Projekt im Mai 2013 vom damaligen Bundesverteidigungsminister de Maizière eingestellt. Anschließend setzte der Bundestag einen Untersuchungsausschuss ein. Stépahne Beemelmans übernahm die Verantwortung für die mangelnde Information de Maizières, der nach eigenen Angaben erst im Mai 2013 vom ganzen Ausmaß der Probleme erfuhr. Beemelmans bestätigte den Minister erst am 13. Mai 2013 informiert zu haben&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/politik/deutschland/-euro-hawk-affaere-staatssekretaer-uebernimmt-verantwortung/8568784.html Euro-Hawk-Affäre: Staatssekretär übernimmt Verantwortung, wiwo.de vom 30.07.2013], abgerufen am 08.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Opposition warf de Maizière vor, schon früher vom Scheitern des 668 Millionen teuren Projekts gewusst zu haben. Beemelmans sei demnach lediglich ein Bauernopfer des Ministers gewesen. Der Untersuchungsausschuss konnte de Maizière jedoch nichts vergleichbares nachweisen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/euro-hawk-affaere-de-maiziere-2012-ueber-drohne-informiert-2045082.html Hans-Martin Tillack: De Maizière 2012 über Drohne informiert, stern.de vom 31.07.2013], abgerufen am 08.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgleichzahlung Eurofighter ===&lt;br /&gt;
Im Februar 2014 geriet Beemelmans erneut in die Kritik. Gemeinsam mit dem Staatssekretär Rüdiger Wolf genehmigte er Ende Dezember 2013 eine Ausgleichszahlung an den Turbinenhersteller MTU in Höhe von 55 Millionen Euro für die Reduzierung der Eurofighter-Bestellungen. Laut den Haushaltsregeln muss das Ministerium jede Einzelausgabe von mehr als 25 Millionen Euro vom Haushaltsausschuss genehmigen lassen. Nach der Bundestagswahl war dieser zwar noch nicht wieder eingesetzt, jedoch hätte im Vorfeld der Zahlung eine Benachrichtigung des übergangsweise eingesetzten Hauptauschusses erfolgen müssen.  Als Konsequenz wurde Beemelmans im Februar 2014 von der neuen Verteidigunsministerin Ursula von der Leyen entlassen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/verteidigungsministerium-von-der-leyen-entlaesst-staatssekretaer-beemelmans-12811277.html Von der Leyen entlässt Staatssekretär Beemelmans, faz.net vom 20.02.2014], abgerufen am 08.01.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
       &lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Mit dem Top-Beamten Stéphane Beemelmans wechselt ein echter Insider mit besten Kontakten nach Berlin in eine Lobbytätigkeit. Laut Bundesbeamtengesetz ist ein Beamter dazu verpflichtet, neue Tätigkeiten dem bisherigen Dienstherren fünf Jahre lang zu melden. Werden dienstliche Interseen beeinträchtigt, ist &amp;quot;die Erwerbstätigkeit oder sonstige Beschäftigung [...] zu untersagen&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesetze-im-internet.de/bbg_2009/__105.html Bundesbeamtengesetz § 105], abgerufen am 09.01.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das im Fall Beemelmans zumindest ein potentieller Interessenkonflikt besteht, kann kaum ernsthaft bezweifelt werden. Als ehemaliger hochrangiger Beamter kennt er sowohl die internen Prozesse des Regierungsapparats, als auch die zentralen Akteure. Damit ist er für EUTOP ein besonders guter Türöffner für politische Entscheidungsprozesse&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2014-11-25/pikanter-seitenwechsel-vertrauter-von-innenminister-de-maiziere-wird-geschaftsfuhrer Martin Rehyer: Pikanter Seitenwechsel, abgeordnetenwatch.de vom 25.11.2014], abgerufen am 07.01.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich bietet das Bundesbeamtengesetz eine Handhabe gegen eben solche Seitenwechsel in Lobbyjobs. Angesichts des offensichtlichen Interessenkonflikts stellt sich die Frage, warum das Bundesverteidigunsministerium den Wechsel Beemelmans nicht untersagte. Mit Hinweis auf den Persönlichkeitsschutz verweigert das Ministerium jedoch die Auskunft den Umgang mit dem Seitenwechsel Beemelmans&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2014-12-01/wurde-ein-fruherer-staatssekretar-mit-dem-segen-des-verteidigungsministeriums-chef Martin Reyher: Wurde ein früherer Staatssekretär mit dem Segen des Verteidigungsministerium Chef einer Lobbyagentur?, abgeordnetenwatch.de vom 01.12.2014], abgerufen am 08.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade das Bundesverteidigungsministerium musste besonders häufig entscheiden, ob es Anschlusstätigkeiten seiner ehemaligen Mitarbeiter genehmigt. In den Jahren 2010 bis 2013 prüfte das Ministerium 38 Anträge auf Genehmigung von Anschlussbeschäftigungen - mehr als jedes andere Ministerium. Bislang ist nur ein Fall bekannt , bei dem es einen Seitenwechsel untersagt hat&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/12/verteidigungsministerium-soll-lobbyjob-von-ex-staatssekretaer-untersagen/ Ulrich Müller: Verteidigungsministerium soll Lobbyjob von Ex-Staatssekretär untersagen, LobbyControl vom 01.12.2014], abgerufen am 08.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Für seine mangelnde Information trage ich die Verantwortung. Ich habe ihn informiert, so wie ich es für nötig hielt. Ich habe erfahren, dass er mehr für nötig hielt. (...) Ich sehe auch in der Rückschau keinerlei Holschuld des Ministers. (...) Er ist mein Chef. Wenn er sagt, dass er mehr erwartet von mir (...) dann muss ich die Kritik annehmen und Besserung geloben.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Beemelmans vor dem Untersuchungsausschuss zur Euro-Hawk Affäre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.gesetze-im-internet.de/bbg_2009/__105.html Bundesbeamtengesetz $ 105], aberufen am 09.01.2015.&lt;br /&gt;
*[https://www.lobbycontrol.de/2014/12/verteidigungsministerium-soll-lobbyjob-von-ex-staatssekretaer-untersagen/ Ulrich Müller: Verteidigungsministerium soll Lobbyjob von Ex-Staatssekretär untersagen, LobbyControl vom 01.12.2014], abgerrufen am 08.01.2015.&lt;br /&gt;
*[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/146/1714650.pdf Bericht des Euro-Hawk Untersuchungsausschusses], abgerufen am 09.01.2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=St%C3%A9phane_Beemelmans&amp;diff=31686</id>
		<title>Stéphane Beemelmans</title>
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		<updated>2015-01-12T14:12:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: Die Seite wurde neu angelegt: „''Stéphane Beemelmans'' (* 20. September 1965 in Toulouse) ist seit dem 1. Dezember 2014 neuer Geschäftführer zu der Lobby-Agentur  EUTOP Berlin. …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;''Stéphane Beemelmans'' (* 20. September 1965 in Toulouse) ist seit dem 1. Dezember 2014 neuer Geschäftführer zu der Lobby-Agentur [[EUTOP| EUTOP Berlin]]. Beemelmans ist ein ehemaliger Spitzenbeamter und enger vertrauter von Innenminister Thomas de Maizière. Zuvor war Beemelmans als beamteter Staatsekretär im Bundesverteidigungsministerium beschäftigt. Damit wechselt Beemelmans von einem gut vernetzten politischen Amt in die private Wirtschaft.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* seit 1. Dezember 2014 Geschäftsführer bei der Lobby-Agentur [[EUTOP| EUTOP Berlin]]&lt;br /&gt;
* 2011 bis 2014: beamteter Staatssekretär im Verteidigungsministerium &lt;br /&gt;
* 2009 bis 2011: Abteilungsleiter der Abteilung Grundsatzfragen; EU- und internationale Angelegenheiten; Neue Bundesländer des Bundesinnenministeriums&lt;br /&gt;
* 2005 bis 2009: Büroleiter des Chefs des Bundeskanzleramts&lt;br /&gt;
* Juli bis November 2005: Leitungsbüro im sächischen Innenministerium&lt;br /&gt;
* 2003 bis 2005 Direktor des Staatsbetriebes staatliche Schlösser, Burgen und Gärten&lt;br /&gt;
* 2001 bis 2002 Referatsleiter und Pressesprecher im sächsischen Finanzministerium&lt;br /&gt;
* 1998 bis 2001 persönlicher Referent des damaligen Chefs der sächischen Staatskanzlei&lt;br /&gt;
* 1997 bis 1998 Europarefernt bei der sächsischen Landesvertretung beim Bund&lt;br /&gt;
* 1994 bis 1997 Referent beim sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Familie&lt;br /&gt;
* 1983 bis 1989 Studium der Rechtswissenschaften in Bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
Stéphane Beemelmans war lange Zeit ein enger Mitarbeiter des heutigen Bundesministers des Inneren Thomas de Maizière. Die berufliche Verbindung entstand in den 1990er Jahren, als de Maizière Leiter der sächsichen Staatskanzlei und Beemelmans sein persönlicher Referent war. Von 2005 bis 2009 leitete Beemelmans das Büro des damaligen Kanzleramtschefs de Maizière. Während seiner ersten Amtszeit als Bundesinnenminister berief de Maizière Beemelmans zum Abteilungsleiter im Bundesinnenministerium. 2011 holte er ihn als beamteten Staatssekretär ins Verteidigungsministerium&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/12/verteidigungsministerium-soll-lobbyjob-von-ex-staatssekretaer-untersagen/ Ulrich Müller: Verteidigungsministerium soll Lobbyjob von Ex-Staatssekretär untersagen, LobbyControl vom 01.12.2014], abgerufen am 08.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Wechsel von Ursula von der Leyen ins Verteidigunsministerium wurde Beemelmans im Februar 2014 aus dem Amt des Staatssekretärs entlassen. Vorausgegangen war die Eurohawk-Affäre (siehe unten). Anschließend soll de Maizière versucht haben ihm einen Posten in der sächsischen Landesregierung zu vermitteln. Demnach habe er den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich gebeten, Beemelmans bei der Vergabe der Ämter zu berücksichtigen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2014-11-25/pikanter-seitenwechsel-vertrauter-von-innenminister-de-maiziere-wird-geschaftsfuhrer Martin Rehyer: Pikanter Seitenwechsel, abgeordnetenwatch.de vom 25.11.2014], abgerufen am 07.01.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Eurohawk Affäre ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2013 wurde die Euro-Hawk-Affäre publik. Die Drohne verfügte über kein für den zivilen Luftverkehr zertifiziertes automatisches Antikollisionssystem. Daher wollte die Flugsicherheitsbehörde der EU sie nur für den Flug über unbewohnte Gebiete zertifizieren. Da der nachträgliche Einbau eines solchen Systems sehr teuer geworden wäre, wurde das Projekt im Mai 2013 vom damaligen Bundesverteidigungsminister de Maizière eingestellt. Anschließend setzte der Bundestag einen Untersuchungsausschuss ein. Stépahne Beemelmans übernahm die Verantwortung für die mangelnde Information de Maizières, der nach eigenen Angaben erst im Mai 2013 vom ganzen Ausmaß der Probleme erfuhr. Beemelmans bestätigte den Minister erst am 13. Mai 2013 informiert zu haben&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/politik/deutschland/-euro-hawk-affaere-staatssekretaer-uebernimmt-verantwortung/8568784.html Euro-Hawk-Affäre: Staatssekretär übernimmt Verantwortung, wiwo.de vom 30.07.2013], abgerufen am 08.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Opposition warf de Maizière vor, schon früher vom Scheitern des 668 Millionen teuren Projekts gewusst zu haben. Beemelmans sei demnach lediglich ein Bauernopfer des Ministers gewesen. Der Untersuchungsausschuss konnte de Maizière jedoch nichts vergleichbares nachweisen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/euro-hawk-affaere-de-maiziere-2012-ueber-drohne-informiert-2045082.html Hans-Martin Tillack: De Maizière 2012 über Drohne informiert, stern.de vom 31.07.2013], abgerufen am 08.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgleichzahlung Eurofighter ===&lt;br /&gt;
Im Februar 2014 geriet Beemelmans erneut in die Kritik. Gemeinsam mit dem Staatssekretär Rüdiger Wolf genehmigte er Ende Dezember 2013 eine Ausgleichszahlung an den Turbinenhersteller MTU in Höhe von 55 Millionen Euro für die Reduzierung der Eurofighter-Bestellungen. Laut den Haushaltsregeln muss das Ministerium jede Einzelausgabe von mehr als 25 Millionen Euro vom Haushaltsausschuss genehmigen lassen. Nach der Bundestagswahl war dieser zwar noch nicht wieder eingesetzt, jedoch hätte im Vorfeld der Zahlung eine Benachrichtigung des übergangsweise eingesetzten Hauptauschusses erfolgen müssen.  Als Konsequenz wurde Beemelmans im Februar 2014 von der neuen Verteidigunsministerin Ursula von der Leyen entlassen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/verteidigungsministerium-von-der-leyen-entlaesst-staatssekretaer-beemelmans-12811277.html Von der Leyen entlässt Staatssekretär Beemelmans, faz.net vom 20.02.2014], abgerufen am 08.01.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
       &lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Mit dem Top-Beamten Stéphane Beemelmans wechselt ein echter Insider mit besten Kontakten nach Berlin in eine Lobbytätigkeit. Laut Bundesbeamtengesetz ist ein Beamter dazu verpflichtet, neue Tätigkeiten dem bisherigen Dienstherren fünf Jahre lang zu melden. Werden dienstliche Interseen beeinträchtigt, ist &amp;quot;die Erwerbstätigkeit oder sonstige Beschäftigung [...] zu untersagen&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesetze-im-internet.de/bbg_2009/__105.html Bundesbeamtengesetz § 105], abgerufen am 09.01.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das im Fall Beemelmans zumindest ein potentieller Interessenkonflikt besteht, kann kaum ernsthaft bezweifelt werden. Als ehemaliger hochrangiger Beamter kennt er sowohl die internen Prozesse des Regierungsapparats, als auch die zentralen Akteure. Damit ist er für EUTOP ein besonders guter Türöffner für politische Entscheidungsprozesse&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2014-11-25/pikanter-seitenwechsel-vertrauter-von-innenminister-de-maiziere-wird-geschaftsfuhrer Martin Rehyer: Pikanter Seitenwechsel, abgeordnetenwatch.de vom 25.11.2014], abgerufen am 07.01.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich bietet das Bundesbeamtengesetz eine Handhabe gegen eben solche Seitenwechsel in Lobbyjobs. Angesichts des offensichtlichen Interessenkonflikts stellt sich die Frage, warum das Bundesverteidigunsministerium den Wechsel Beemelmans nicht untersagte. Mit Hinweis auf den Persönlichkeitsschutz verweigert das Ministerium jedoch die Auskunft den Umgang mit dem Seitenwechsel Beemelmans&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2014-12-01/wurde-ein-fruherer-staatssekretar-mit-dem-segen-des-verteidigungsministeriums-chef Martin Reyher: Wurde ein früherer Staatssekretär mit dem Segen des Verteidigungsministerium Chef einer Lobbyagentur?, abgeordnetenwatch.de vom 01.12.2014], abgerufen am 08.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade das Bundesverteidigungsministerium musste besonders häufig entscheiden, ob es Anschlusstätigkeiten seiner ehemaligen Mitarbeiter genehmigt. In den Jahren 2010 bis 2013 prüfte das Ministerium 38 Anträge auf Genehmigung von Anschlussbeschäftigungen - mehr als jedes andere Ministerium. Bislang ist nur ein Fall bekannt , bei dem es einen Seitenwechsel untersagt hat&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/12/verteidigungsministerium-soll-lobbyjob-von-ex-staatssekretaer-untersagen/ Ulrich Müller: Verteidigungsministerium soll Lobbyjob von Ex-Staatssekretär untersagen, LobbyControl vom 01.12.2014], abgerufen am 08.01.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Für seine mangelnde Information trage ich die Verantwortung. Ich habe ihn informiert, so wie ich es für nötig hielt. Ich habe erfahren, dass er mehr für nötig hielt. (...) Ich sehe auch in der Rückschau keinerlei Holschuld des Ministers. (...) Er ist mein Chef. Wenn er sagt, dass er mehr erwartet von mir (...) dann muss ich die Kritik annehmen und Besserung geloben.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Beemelmans vor dem Untersuchungsausschuss zur Euro-Hawk Affäre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.gesetze-im-internet.de/bbg_2009/__105.html Bundesbeamtengesetz $ 105], aberufen am 09.01.2015.&lt;br /&gt;
*[https://www.lobbycontrol.de/2014/12/verteidigungsministerium-soll-lobbyjob-von-ex-staatssekretaer-untersagen/ Ulrich Müller: Verteidigungsministerium soll Lobbyjob von Ex-Staatssekretär untersagen, LobbyControl vom 01.12.2014], abgerrufen am 08.01.2015.&lt;br /&gt;
*[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/146/1714650.pdf Bericht des Euro-Hawk Untersuchungsausschusses], abgerufen am 09.01.2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
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&lt;hr /&gt;
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;EUTOP Logo&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Google Inc.&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Google-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Internetdienstleistungen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Dienstleistungen, Mobile Technologie, Apps, Werbung &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Unter den Linden 21, 10117 Berlin &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Google Belgium, Chaussée d'Etterbeek 180, 1040 Brussels &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/ google.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Google Inc.''' ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das durch seine Internetdienstleistungen, allen voran der Suchmaschine, erfolgreich wurde. Mit einem Börsenwert von 390 Milliarden US-Dollar ist Google heutzutage auf Platz 2 der börsennotierten Unternehmen in den USA und bei der Bearbeitung von Suchanfragen Weltmarktführer.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Hoechster-Boersenwert-Google-arbeitet-sich-an-wertvollsten-Konzern-Apple-heran-3292653 Höchster Börsenwert: Google arbeitet sich an Apple heran], finanzen.net vom 11.02.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Großteil seines Gewinns erwirtschaftet Google mit Werbung, die mehr und mehr mit Benutzerinformationen verknüpft wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren geriet das Unternehmen immer stärker in die öffentliche Kritik, sowie in politische und juristische Auseinandersetzunen. Zum einen wird der Umgang Googles mit Fragen des Datenschutzes sowie des Urheberrechtes bemängelt, zum anderen wird dem Unternehmen vorgeworfen, seine Marktmacht auszunutzen und sich so unfaire Wettbewerbsvorteile zu sichern.Um dieser wachsenden Kritik zu begegnen und das Ansehen in der Öffentlichkeit und in der Politik aktiv zu beeinflussen, hat Google seine Lobbyarbeit immer stärker ausgeweitet.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.washingtonpost.com/politics/how-google-is-transforming-power-and-politicsgoogle-once-disdainful-of-lobbying-now-a-master-of-washington-influence/2014/04/12/51648b92-b4d3-11e3-8cb6-284052554d74_story.html Google, once disdainful of lobbying, now a master of washington influence], washingtonpost online vom 12.04.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde am 4. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet und widmete sich anfangs ausschließlich der Konstruktion einer eigenen Suchmaschine. Am 19. August 2004 an die Börse. Das Unternehmen hat sein Aktionsfeld im Laufe der Zeit ausgedehnt, stellt heute verschiedene Internetdienstleistungen bereit und unterhält weltweit Büros und Vertretungen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des eigenen Geschäfts steht die Vermittlung von Informationen, dies geschieht neben der Suchmaschine durch zahlreiche andere Dienstleistungen, wie beispielsweise Google Earth oder Google Maps.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/business.html Überblick über die Geschäftsmodelle], Google-Webseite, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei beschränkt Google sich nicht darauf die Informationen weiterzuleiten, die Nutzerdaten der Benutzer werden gleichzeitig gesammelt. Das Unternehmen nutzt diese Daten wiederum, um personalisierte Werbung schalten zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-82612679.html Die fanatischen Vier] Spiegel Online vom 05.12.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Weiterleiten und Sammeln von Informationen und Nutzerdaten zentral für das eigene Geschäftsmodel ist,tritt das Unternehmen für eine möglichst schwache staatliche Regulierung des Internets und gegen einen verstärkter Daten- und Urheberrechtsschutz ein. Diese Forderung sollen durch gezielte Lobbyarbeit unterstützt werden,  die eigenen Lobby-Bemühungen wurden in den letzten Jahren durch den Einsatz großer Geldmittel massiv ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in den USA ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus der Lobbyarbeit des Unternehmens liegt auf den USA, wobei die Regierung und die politischen Parteien von besonderem Interesse sind. Einerseits soll die staatliche Regulierung und Gesetzgebung auf nationaler Ebene gezielt beeinflusst werden, andererseits gilt es die eigenen Vorstellungen und Interessen bei den Beziehungen und Verhandlungen zwischen den USA und anderen Nationalstaaten einfließen zu lassen. Beispiele sind hier die Datenschutzverordnung der EU, oder auch die Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen [[TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-01/datenschutztag-datenschutzverordnung-lobbyismus Mit Dollars gegen mehr Datenschutz] Zeit Online vom 28.01.2013, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wachsende Bedeutung der Lobbyarbeit für Google wird besonders deutlich an den verwendeten Geldern. Bis auf einen leichten Rückgang 2013 stiegen die Ausgaben in den letzten 10 Jahren kontinuierlich an. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2014 gab Google allein 9,3 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus und war damit das Unternehmen mit den zweithöchsten Ausgaben in den USA &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbying-in-den-usa-google-investiert-9-millionen-dollar-a-984069.html US-Politik: Nur eine Firma gibt mehr fürs Lobbying aus als Google] Spiegel Online vom 02.08.2014, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr &lt;br /&gt;
! Ausgaben in US-Dollar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| 80 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| 180 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 260 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2006&lt;br /&gt;
| 800 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| 1 520 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
| 2 840 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009&lt;br /&gt;
| 4 030 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| 5 160 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011&lt;br /&gt;
| 9 680 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2012&lt;br /&gt;
| 18 220 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| 15 800 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen besonderen Platz in der Lobbyarbeit von Google in den USA spielen Parteispenden. Über ein Political Action Committee (PAC) werden Gelder für die einzelnen Parteien gesammelt und gespendet. Dabei werden die Spenden relativ ausgeglichen an Republikaner und Demokraten verteilt, 2014 erhielten die Demokraten 359 000 US-Dollar, die Republikaner 371 500 US-Dollar &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/pacs/lookup2.php?strID=C00428623|%20OpenSecrets Google Inc] www.opensecrets.org, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2012 gründete Google mit anderen Internetkonzernen [[The Internet Association]], ein gemeinsamer Lobbyverband Daran beteiligt sind weitere Internentkonzerne, unter anderem [[Facebook]], Ebay und Amazon.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theverge.com/2012/7/25/3186208/google-facebook-amazon-ebay-internet-association-lobbying-group Google, Facebook, Amazon, an Ebay form 'Internet Association' lobbying group] www.theverge.com vom 25.07.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit auf EU-Ebene ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Auch in Europa hat Google seine Lobbyarbeit stetig ausgebaut. Nach eigenen Angaben stiegen die Kosten für die Lobbyarbeit auf EU-Ebene von 600.000 € bis 700.000 € im Jahr 2011 auf 1.250.000 € bis 1.500.000 € im Jahr 2013, festgehalten im EU Transparenzregister. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, aufgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indirekt betreibt das Unternehmen auch Lobbyarbeit über Denkfabriken [Think Tank] und Verbände auf EU-Ebene. Beispielsweise ist Google Unterstützer des [[Lisbon Council]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lisboncouncil.net/about-us/acknowledgements.html Webseite des Lisbon Council], aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer neoliberalen Denkfabrik, die sich für freie Märkte und Deregulierung einsetzt. Das Lisbon Council und Google kooperieren etwa bei der Initiative &amp;quot;S1ngle Market Entrepreneurs&amp;quot;. Ein Imagefilm der Initiative zeigt zahlreiche kleine und mittelgroße Unternehmer, die Google-Dienste verwenden (insbesondere Adwords). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://prezi.com/sg0-tkhbjhyf/single-market-entrepreneurs/?auth_key=f14ece2ef670602ed7d3fd59cc25a2da5f1a3aba Single Market Entrepreneuers Presentation], aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google folgt damit einer Strategie, die darauf abzielt Firmen in die eigene Lobbyarbeit einzubinden. Dabei wird versucht den Eindruck zu erwecken, dass die eigenen politischen Ziele nicht nur dem Interesse Googles entsprechen, sondern auch dem vieler kleinen und mittleren Unternehmen. So wurde beispielsweise in Deutschland im April 2012 eine Auftragsstudie vorgestellt, die den Nutzen von Google für Unternehmensgründer belegen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!91726/ Verkaufen, verkaufen, verkaufen], taz-online vom 18.4.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zudem unterstützt Google die Denkfabrik [[European Centre for International Political Economy]] (ECIPE)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ecipe.org/ European Centre for International Political Economy], abgerufen am 08.09.2014. Siehe auch David Cronin: [http://dvcronin.blogspot.de/2011/01/think-tanks-corporate-lobbyists-posing.html Think tanks: corporate lobbyists posing as experts], Blogbeitrag vom 31.1.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die eine unternehmensfreundliche Handelspolitik propagiert, und ist Mitglied in der [[American Chamber of Commerce to the European Union]] (AmCham EU), der [[The European Digital Media Association]] (EDiMA) und der [[European Internet Foundation]] (EIF).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, Stand 29.03.12, aufgerufenam 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftsfinanzierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem zeigt Google vermehrt Präsenz in Wissenschaft und Forschung und unterstützt Universitäten und Forschungseinrichtungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; So finanziert Google beispielsweise das Berliner [[Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft]] (IIG) mit einer Anschubfinanzierung von 4,5 Millionen Euro über drei Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/institut-fuer-internet-und-gesellschaft-eroeffnet-warum-google-deutsche-internet-erklaerer-braucht-1.1173139 Warum Google deutsche Internet-Erklärer braucht]Süddeutsche online vom 25.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verflechtung geht soweit, das Google bei der Wahl des Kuratoriums ein Vetorecht besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/internet/2011-07/google-uni-institut/seite-2 Die Google-Uni] Zeit online vom 11.06.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der direkte Einfluss lässt starke Zweifel an Unabhängigkeit und Integrität einer solchen Bildungseinrichtung aufkommen. Drittmittelförderungen wie diese gefährden die Neutralität von Forschungsarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!77565/ &amp;quot;Neue Form von Korruption&amp;quot;], taz online vom 07.09.2011, aufgerufen am 09.09.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deep Lobbying ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der direkten Beeinflussung der Politik nimmt auch die Imagepflege einen wichtigen Platz in der Lobbyarbeit von Google ein. Ziel dabei ist es, eine positive Assoziation mit dem Unternehmen in der Öffentlichkeit und in der Politik aufzubauen. Zu diesem Zweck wird unter anderem versucht in der Wissenschaft einen Diskurs zu fördern, der mit dem Unternehmenszielen übereinstimmt. Diese Strategie wird auch Deep Lobbying genannt. Durch die indirekte Beeinflussung erhofft man sich unterbewusste Entscheidungsprozesse beeinflussen zu können. Beispielsweise kann eine positivere Wahrnehmung des Unternehmens dazu verleiten, dass Kunden verstärkt Produkte zu kaufen, Politiker sich für das Unternehmen einsetzen, oder die Medien ein positiveres Bild von Google vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Kontext ist besonders die finanzielle Unterstützung zahlreicher Projekte und Einrichtungen durch Google auffällig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Einrichtung von Programmen an Universitäten, unterstützt Google Vereine und Verbände wie LiquidDemocracy&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Private-Foerderung-fuer-den-18-Sachverstaendigen-der-Internet-Enquete-1283551.html Private Förderung für den 18. Sachverständigen der Internet Enquete] Heise online vom 27.07.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die Speaker's Corner Aktion des Zentrums für politische Schönheit &amp;lt;ref&amp;gt;[https://sites.google.com/site/speakerscornerevent/ Speakers Corner Berlin] offizielle Website des Speakers' Corner Berlin, augerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem gründete das Unternehmen 2010 die Denkfabrik Co:llaboratory, die allein im Jahr 2013 mit 250.000 Euro unterstützt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Jahresbericht_2013. Jahresbericht Collaboratory 2013], aufgerufen am 09.09.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Denkfabrik soll &amp;quot;gemeinsam an Lösungsansätzen zu gesellschaftlichen Fragen rund um das Internet&amp;quot; in einem &amp;quot;Expertenkreis, in dem Akteure aus Wissenschaft, Verbänden, Daten- und Verbraucherschutz sowie aus Internetunternehmen&amp;quot;, arbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite Collaboratory.de] offizielle Website, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlkampfspenden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 stimmte das Europäische Parlament in einer nicht bindenden Resolution für die Aufspaltung des Konzerns. Dabei stand die Forderung im Mittelpunkt, dass Suchergebnisse &amp;quot;frei von Verzerrung und transparent&amp;quot; sein sollen. Zu diesem Zweck soll das Suchmaschinengeschäft von anderen Unternehmensbereichen abgetrennt werden. Der Vorschlag des Europäischen Parlaments führte zu Widerstand bei US-Politikern. Mehrere Mitglieder des US-Kongresses verfassten Briefe an hochrangige Mitglieder der Europäischen Union. Gemeinsamer Tenor war die Beschwerde über &amp;quot;Diskriminierung ausländischer Firmen in Bezug auf Digitalwirtschaft&amp;quot; und die Behinderung von &amp;quot;Innovationen und Investitionen durch US-basierte Internetfirmen&amp;quot;. Wie man bei opensecrets.org nachlesen kann, hat Google neun der siebzehn Briefschreiber in der Wahlkampfperiode 2013/14 mit insgesamt mehr als 260.000 $ finanziert. Die Initiatorin einer der Briefe, die Demokratin Anna Eshoo, erhielt für ihren Wahlkampf 40.000 $ von Google. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Repräsentantenhaus, der Republikaner Bob Goodlatte, hatte schon vor der Abstimmung an diverse Fraktionsvorsitzende des EU-Parlaments geschrieben und seiner Besorgnis ausgedrückt. Laut opensecrets.org hatte Google seinen Wahlkampf mit 31.000 $ unterstützt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-kritiker-des-eu-parlaments-mit-wahlkampfspenden-finanziert-a-1005543.html Kritiker des EU-Parlaments mit Wahlkampfspenden finanziert] spiegel.de vom 28.11.14, abgerufen am 01.12.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenschutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nutzerdaten sind für Google besonders wichtig, um Werbung personalisieren zu können. Dieses einträgliche Geschäft sieht Google durch staatliche Regulierung und verschärften Datenschutz gefährdet. Das Unternehmen versucht daher, die Debatten zu dem Thema zu beeinflussen und besonders bei neuen Gesetzen Einfluss zu nehmen. Dies wurde besonders deutlich bei der neuen EU-Datenschutzverordnung. Die Lobbyabteilungen verschiedener Internetkonzerne, darunter Google, erstellten eigene Papiere und Vorlagen für die neue Verordnung  und versuchten so die Ergebnisse zu ihren Gunsten zu  beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbyplag-zeigt-lobby-einflussname-bei-eu-datenschutz-richtlinie-a-882567.html Datenschutz: Website entlarvt Lobby-Einfluss in Brüssel] Spiegel online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde auch versucht, direkt auf die Mitglieder des EU-Parlaments einzuwirken und diese für eine unternehmensfreundliche Ausgestaltung der Verordnung zu gewinnen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/lobby-einfluss-auf-neue-eu-verordnung-internetkonzerne-schreiben-bei-datenschutzregeln-mit-1.1596560 Internetkonzerne schreiben Datenschutzregeln mit] Süddeutsche online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Streit um Datenschutzfragen wird auch immer häufiger vor Gerichten ausgetragen. 2014 konnten Kläger vor dem Europäischen Gerichtshof erwirken, dass Google zukünftig sensible persönliche Daten in der Ergebnissliste seiner Suchmaschine auf Anfrage löschen muss. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/eugh-raeumt-recht-auf-vergessen-gegenueber-google-ein-12936895.html EuGH stärkt Recht auf Vergessen] Faz online vom 13.05.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google reagierte mit der Einsetzung eines unabhängigen Beirats, der sich mit rechtlichen und organisatorischen Fragen zur Löschung befasst. Mitglied dieses Beirats ist unter anderem die frühere Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/google/google-beruft-leutheusser-schnarrenberger-in-loesch-beirat-13039086.html Google beruft Leutheusser-Schnarrenberger in „Lösch-Beirat“] Faz online vom 10.07.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urheberrecht und Patentstreitigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Datenschutz sind besonders die Bereiche des Urheber- und das Patentrecht von großem Interesse für Google. Darunter fielen in der Vergangenheit auch die Urheberrechtsabkommen [[SOPA]], [[PIPA]] und [[ACTA]] . Ebenso wie beim  Datenschutz setzt sich Google bei diesen Themen für eine möglichst schwache Regulierung durch staatliche Seite ein. Durch Verschärfung von Urheber- und Patentrecht sieht Google das freie Vermitteln von Informationen, also den Wesenskerns seines Geschäftes, bedroht. Um einer möglichen Verschärfung entgegenzuwirken versucht Google auch die Öffentlichkeit für seine Interessen zu gewinnen. Als beispielsweise 2009 über eine Einführung des Leistungsschutzrechts für Verleger debattiert wurde, unterstützte Google  finanziell die Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht (IGEL). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,788810,00.html So führen Microsoft und Google ihren Lobbykrieg], Spiegel online vom 2.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  2012 rief das Unternehmen sogar eine eigene Kampagne unter dem Namen „Verteidige Dein Netz“ gegen das geplante Leistungsschutzrecht ins Leben. Neben einer intensiven Nutzung von Social Media Plattformen und eigenen Videos wurde eine eigene Petition veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[http://www.gruenderszene.de/news/gadgets-google-leistungsschutzrecht Google: &amp;quot;Verteidige dein Netz&amp;quot;] www.gruenderszene.de, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google gelang es sich in der öffentlichen Diskussion einen Namen zu machen; so wurde beispielsweise Dr Arnd Haller (Google Germany GmbH, Legal director north and central Europe) zu einer Anhörung zum Leistungsschutzrecht in den Bundestag eingeladen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://netzpolitik.org/2013/montag-ungeplante-anhorung-zum-leistungsschutzrecht-im-bundestag/ Montag: Ungeplante Anhörung zum Leistungsschutzrecht im Bundestag] netzpolitik.org vom 20.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bemühungen des Unternehmens stellten sich als erfolgreich heraus: Der ursprüngliche Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht sah vor, dass Google für seinen Nachrichtendienst Google News Geld an Zeitungsverleger zahlen soll. Im August 2013 trat das Leistungsschutzrecht in Kraft, mit einer Ausnahme: Die vom Dienst Google News benutzten Snippets wurden von der neuen Gesetzesregelung ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/kultur/medien/tid-29839/google-verleger-und-der-bundestag-neues-leistungsschutzrecht-ein-gesetz-viele-fragen_aid_930403.html Neues Leistungsschutzrecht: Ein Gesetz, viele Fragen], focus online vom 01.03.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Jahr 2014 eskalierte die Auseinandersetzung zwischen Googel und einigen Verlegern, die bei der VG Wort organisiert sind. Anfang Okotober gab Google bekannt, bei diesen Inhalte nur noch die Links und keine Vorschautexte oder Bilder in den Suchergebnissen auszugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/recht/streit-um-das-leistungsschutzrecht-google-zeigt-bei-vg-media-inhalten-nur-noch-ueberschriften_id_4174936.html Streit um das Leistungsschutzrecht: Google zeigt bei VG-Media-Inhalten nur noch Überschriften], Rheinische Post, 1. 10. 2014, zuletzt auggerufen am 2. Oktober 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die gezielte Lobbyarbeit gelang es Google den Gesetzgebungsprozess in einzelnen Ländern, als auch in der EU zu beeinflussen. Dadurch wurden Unternehmensinteressen vor die Interessen der Bürger gestellt und somit der reguläre Prozess der demokratischen Entscheidungsfindung erheblich untergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.&amp;quot; Executive Chairman von Google, Eric Schmidt am 3. Dezember 2012 in einer Sendung des US-Fernsehkanal CNBC&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/netz-strategie-google-will-die-weltherrschaft-a-665813.html Netz-Strategie: Google will die Weltherrschaft] Spiegel online, 8. Dezember 2009, zuletzt aufgerufen am 15.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [http://www.sourcewatch.org/index.php/Google Google bei SourceWatch.org] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IT &amp;amp; Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Google&amp;diff=31327</id>
		<title>Google</title>
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		<updated>2014-12-01T14:48:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: Abschnitt Wahlkampfspenden ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Google Inc.&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Google-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Internetdienstleistungen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Dienstleistungen, Mobile Technologie, Apps, Werbung &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Unter den Linden 21, 10117 Berlin &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Google Belgium, Chaussée d'Etterbeek 180, 1040 Brussels &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/ google.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Google Inc.''' ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das durch seine Internetdienstleistungen, allen voran der Suchmaschine, erfolgreich wurde. Mit einem Börsenwert von 390 Milliarden US-Dollar ist Google heutzutage auf Platz 2 der börsennotierten Unternehmen in den USA und bei der Bearbeitung von Suchanfragen Weltmarktführer.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Hoechster-Boersenwert-Google-arbeitet-sich-an-wertvollsten-Konzern-Apple-heran-3292653 Höchster Börsenwert: Google arbeitet sich an Apple heran], finanzen.net vom 11.02.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Großteil seines Gewinns erwirtschaftet Google mit Werbung, die mehr und mehr mit Benutzerinformationen verknüpft wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren geriet das Unternehmen immer stärker in die öffentliche Kritik, sowie in politische und juristische Auseinandersetzunen. Zum einen wird der Umgang Googles mit Fragen des Datenschutzes sowie des Urheberrechtes bemängelt, zum anderen wird dem Unternehmen vorgeworfen, seine Marktmacht auszunutzen und sich so unfaire Wettbewerbsvorteile zu sichern.Um dieser wachsenden Kritik zu begegnen und das Ansehen in der Öffentlichkeit und in der Politik aktiv zu beeinflussen, hat Google seine Lobbyarbeit immer stärker ausgeweitet.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.washingtonpost.com/politics/how-google-is-transforming-power-and-politicsgoogle-once-disdainful-of-lobbying-now-a-master-of-washington-influence/2014/04/12/51648b92-b4d3-11e3-8cb6-284052554d74_story.html Google, once disdainful of lobbying, now a master of washington influence], washingtonpost online vom 12.04.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde am 4. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet und widmete sich anfangs ausschließlich der Konstruktion einer eigenen Suchmaschine. Am 19. August 2004 an die Börse. Das Unternehmen hat sein Aktionsfeld im Laufe der Zeit ausgedehnt, stellt heute verschiedene Internetdienstleistungen bereit und unterhält weltweit Büros und Vertretungen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des eigenen Geschäfts steht die Vermittlung von Informationen, dies geschieht neben der Suchmaschine durch zahlreiche andere Dienstleistungen, wie beispielsweise Google Earth oder Google Maps.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/business.html Überblick über die Geschäftsmodelle], Google-Webseite, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei beschränkt Google sich nicht darauf die Informationen weiterzuleiten, die Nutzerdaten der Benutzer werden gleichzeitig gesammelt. Das Unternehmen nutzt diese Daten wiederum, um personalisierte Werbung schalten zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-82612679.html Die fanatischen Vier] Spiegel Online vom 05.12.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Weiterleiten und Sammeln von Informationen und Nutzerdaten zentral für das eigene Geschäftsmodel ist,tritt das Unternehmen für eine möglichst schwache staatliche Regulierung des Internets und gegen einen verstärkter Daten- und Urheberrechtsschutz ein. Diese Forderung sollen durch gezielte Lobbyarbeit unterstützt werden,  die eigenen Lobby-Bemühungen wurden in den letzten Jahren durch den Einsatz großer Geldmittel massiv ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in den USA ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus der Lobbyarbeit des Unternehmens liegt auf den USA, wobei die Regierung und die politischen Parteien von besonderem Interesse sind. Einerseits soll die staatliche Regulierung und Gesetzgebung auf nationaler Ebene gezielt beeinflusst werden, andererseits gilt es die eigenen Vorstellungen und Interessen bei den Beziehungen und Verhandlungen zwischen den USA und anderen Nationalstaaten einfließen zu lassen. Beispiele sind hier die Datenschutzverordnung der EU, oder auch die Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen [[TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-01/datenschutztag-datenschutzverordnung-lobbyismus Mit Dollars gegen mehr Datenschutz] Zeit Online vom 28.01.2013, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wachsende Bedeutung der Lobbyarbeit für Google wird besonders deutlich an den verwendeten Geldern. Bis auf einen leichten Rückgang 2013 stiegen die Ausgaben in den letzten 10 Jahren kontinuierlich an. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2014 gab Google allein 9,3 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus und war damit das Unternehmen mit den zweithöchsten Ausgaben in den USA &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbying-in-den-usa-google-investiert-9-millionen-dollar-a-984069.html US-Politik: Nur eine Firma gibt mehr fürs Lobbying aus als Google] Spiegel Online vom 02.08.2014, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr &lt;br /&gt;
! Ausgaben in US-Dollar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| 80 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| 180 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 260 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2006&lt;br /&gt;
| 800 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| 1 520 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
| 2 840 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009&lt;br /&gt;
| 4 030 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| 5 160 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011&lt;br /&gt;
| 9 680 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2012&lt;br /&gt;
| 18 220 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| 15 800 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen besonderen Platz in der Lobbyarbeit von Google in den USA spielen Parteispenden. Über ein Political Action Committee (PAC) werden Gelder für die einzelnen Parteien gesammelt und gespendet. Dabei werden die Spenden relativ ausgeglichen an Republikaner und Demokraten verteilt, 2014 erhielten die Demokraten 359 000 US-Dollar, die Republikaner 371 500 US-Dollar &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/pacs/lookup2.php?strID=C00428623|%20OpenSecrets Google Inc] www.opensecrets.org, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2012 gründete Google mit anderen Internetkonzernen [[The Internet Association]], ein gemeinsamer Lobbyverband Daran beteiligt sind weitere Internentkonzerne, unter anderem [[Facebook]], Ebay und Amazon.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theverge.com/2012/7/25/3186208/google-facebook-amazon-ebay-internet-association-lobbying-group Google, Facebook, Amazon, an Ebay form 'Internet Association' lobbying group] www.theverge.com vom 25.07.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit auf EU-Ebene ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Auch in Europa hat Google seine Lobbyarbeit stetig ausgebaut. Nach eigenen Angaben stiegen die Kosten für die Lobbyarbeit auf EU-Ebene von 600.000 € bis 700.000 € im Jahr 2011 auf 1.250.000 € bis 1.500.000 € im Jahr 2013, festgehalten im EU Transparenzregister. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, aufgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indirekt betreibt das Unternehmen auch Lobbyarbeit über Denkfabriken [Think Tank] und Verbände auf EU-Ebene. Beispielsweise ist Google Unterstützer des [[Lisbon Council]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lisboncouncil.net/about-us/acknowledgements.html Webseite des Lisbon Council], aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer neoliberalen Denkfabrik, die sich für freie Märkte und Deregulierung einsetzt. Das Lisbon Council und Google kooperieren etwa bei der Initiative &amp;quot;S1ngle Market Entrepreneurs&amp;quot;. Ein Imagefilm der Initiative zeigt zahlreiche kleine und mittelgroße Unternehmer, die Google-Dienste verwenden (insbesondere Adwords). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://prezi.com/sg0-tkhbjhyf/single-market-entrepreneurs/?auth_key=f14ece2ef670602ed7d3fd59cc25a2da5f1a3aba Single Market Entrepreneuers Presentation], aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google folgt damit einer Strategie, die darauf abzielt Firmen in die eigene Lobbyarbeit einzubinden. Dabei wird versucht den Eindruck zu erwecken, dass die eigenen politischen Ziele nicht nur dem Interesse Googles entsprechen, sondern auch dem vieler kleinen und mittleren Unternehmen. So wurde beispielsweise in Deutschland im April 2012 eine Auftragsstudie vorgestellt, die den Nutzen von Google für Unternehmensgründer belegen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!91726/ Verkaufen, verkaufen, verkaufen], taz-online vom 18.4.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zudem unterstützt Google die Denkfabrik [[European Centre for International Political Economy]] (ECIPE)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ecipe.org/ European Centre for International Political Economy], abgerufen am 08.09.2014. Siehe auch David Cronin: [http://dvcronin.blogspot.de/2011/01/think-tanks-corporate-lobbyists-posing.html Think tanks: corporate lobbyists posing as experts], Blogbeitrag vom 31.1.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die eine unternehmensfreundliche Handelspolitik propagiert, und ist Mitglied in der [[American Chamber of Commerce to the European Union]] (AmCham EU), der [[The European Digital Media Association]] (EDiMA) und der [[European Internet Foundation]] (EIF).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, Stand 29.03.12, aufgerufenam 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftsfinanzierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem zeigt Google vermehrt Präsenz in Wissenschaft und Forschung und unterstützt Universitäten und Forschungseinrichtungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; So finanziert Google beispielsweise das Berliner [[Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft]] (IIG) mit einer Anschubfinanzierung von 4,5 Millionen Euro über drei Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/institut-fuer-internet-und-gesellschaft-eroeffnet-warum-google-deutsche-internet-erklaerer-braucht-1.1173139 Warum Google deutsche Internet-Erklärer braucht]Süddeutsche online vom 25.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verflechtung geht soweit, das Google bei der Wahl des Kuratoriums ein Vetorecht besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/internet/2011-07/google-uni-institut/seite-2 Die Google-Uni] Zeit online vom 11.06.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der direkte Einfluss lässt starke Zweifel an Unabhängigkeit und Integrität einer solchen Bildungseinrichtung aufkommen. Drittmittelförderungen wie diese gefährden die Neutralität von Forschungsarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!77565/ &amp;quot;Neue Form von Korruption&amp;quot;], taz online vom 07.09.2011, aufgerufen am 09.09.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deep Lobbying ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der direkten Beeinflussung der Politik nimmt auch die Imagepflege einen wichtigen Platz in der Lobbyarbeit von Google ein. Ziel dabei ist es, eine positive Assoziation mit dem Unternehmen in der Öffentlichkeit und in der Politik aufzubauen. Zu diesem Zweck wird unter anderem versucht in der Wissenschaft einen Diskurs zu fördern, der mit dem Unternehmenszielen übereinstimmt. Diese Strategie wird auch Deep Lobbying genannt. Durch die indirekte Beeinflussung erhofft man sich unterbewusste Entscheidungsprozesse beeinflussen zu können. Beispielsweise kann eine positivere Wahrnehmung des Unternehmens dazu verleiten, dass Kunden verstärkt Produkte zu kaufen, Politiker sich für das Unternehmen einsetzen, oder die Medien ein positiveres Bild von Google vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Kontext ist besonders die finanzielle Unterstützung zahlreicher Projekte und Einrichtungen durch Google auffällig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Einrichtung von Programmen an Universitäten, unterstützt Google Vereine und Verbände wie LiquidDemocracy&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Private-Foerderung-fuer-den-18-Sachverstaendigen-der-Internet-Enquete-1283551.html Private Förderung für den 18. Sachverständigen der Internet Enquete] Heise online vom 27.07.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die Speaker's Corner Aktion des Zentrums für politische Schönheit &amp;lt;ref&amp;gt;[https://sites.google.com/site/speakerscornerevent/ Speakers Corner Berlin] offizielle Website des Speakers' Corner Berlin, augerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem gründete das Unternehmen 2010 die Denkfabrik Co:llaboratory, die allein im Jahr 2013 mit 250.000 Euro unterstützt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Jahresbericht_2013. Jahresbericht Collaboratory 2013], aufgerufen am 09.09.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Denkfabrik soll &amp;quot;gemeinsam an Lösungsansätzen zu gesellschaftlichen Fragen rund um das Internet&amp;quot; in einem &amp;quot;Expertenkreis, in dem Akteure aus Wissenschaft, Verbänden, Daten- und Verbraucherschutz sowie aus Internetunternehmen&amp;quot;, arbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite Collaboratory.de] offizielle Website, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlkampfspenden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 stimmte das Europäische Parlament in einer nicht bindenden Resolution für die Aufspaltung des Konzerns. Dabei stand die Forderung im Mittelpunkt, dass Suchergebnisse &amp;quot;frei von Verzerrung und transparent&amp;quot; sein sollen. Zu diesem Zweck soll das Suchmaschinengeschäft von anderen Unternehmensbereichen abgetrennt werden. Der Vorschlag des Europäischen Parlaments führte zu Widerstand bei US-Politikern. Mehrere Mitglieder des US-Kongresses verfassten Briefe an hochrangige Mitglieder der Europäischen Union. Gemeinsamer Tenor war die Beschwerde über &amp;quot;Diskriminierung ausländischer Firmen in Bezug auf Digitalwirtschaft&amp;quot; und die Behinderung von &amp;quot;Innovationen und Investitionen durch US-basierte Internetfirmen&amp;quot;. Wie man bei opensecrets.org nachlesen kann, hat Google neun der siebzehn Briefschreiber in der Wahlkampfperiode 2013/14 mit insgesamt mehr als 260.000 $ finanziert. Die Initiatorin einer der Briefe, die Demokratin Anna Eshoo, erhielt für ihren Wahlkampf 40.000 $ von Google. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Repräsentantenhaus, der Republikaner Bob Goodlatte, hatte schon vor der Abstimmung an diverse Fraktionsvorsitzende des EU-Parlaments geschrieben und seiner Besorgnis ausgedrückt. Laut opensecrets.org hatte Google seinen Wahlkampf mit 31.000 $ unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-kritiker-des-eu-parlaments-mit-wahlkampfspenden-finanziert-a-1005543.html Kritiker des EU-Parlaments mit Wahlkampfspenden finanziert] spiegel.de vom 28.11.14, abgerufen am 01.12.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenschutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nutzerdaten sind für Google besonders wichtig, um Werbung personalisieren zu können. Dieses einträgliche Geschäft sieht Google durch staatliche Regulierung und verschärften Datenschutz gefährdet. Das Unternehmen versucht daher, die Debatten zu dem Thema zu beeinflussen und besonders bei neuen Gesetzen Einfluss zu nehmen. Dies wurde besonders deutlich bei der neuen EU-Datenschutzverordnung. Die Lobbyabteilungen verschiedener Internetkonzerne, darunter Google, erstellten eigene Papiere und Vorlagen für die neue Verordnung  und versuchten so die Ergebnisse zu ihren Gunsten zu  beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbyplag-zeigt-lobby-einflussname-bei-eu-datenschutz-richtlinie-a-882567.html Datenschutz: Website entlarvt Lobby-Einfluss in Brüssel] Spiegel online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde auch versucht, direkt auf die Mitglieder des EU-Parlaments einzuwirken und diese für eine unternehmensfreundliche Ausgestaltung der Verordnung zu gewinnen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/lobby-einfluss-auf-neue-eu-verordnung-internetkonzerne-schreiben-bei-datenschutzregeln-mit-1.1596560 Internetkonzerne schreiben Datenschutzregeln mit] Süddeutsche online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Streit um Datenschutzfragen wird auch immer häufiger vor Gerichten ausgetragen. 2014 konnten Kläger vor dem Europäischen Gerichtshof erwirken, dass Google zukünftig sensible persönliche Daten in der Ergebnissliste seiner Suchmaschine auf Anfrage löschen muss. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/eugh-raeumt-recht-auf-vergessen-gegenueber-google-ein-12936895.html EuGH stärkt Recht auf Vergessen] Faz online vom 13.05.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google reagierte mit der Einsetzung eines unabhängigen Beirats, der sich mit rechtlichen und organisatorischen Fragen zur Löschung befasst. Mitglied dieses Beirats ist unter anderem die frühere Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/google/google-beruft-leutheusser-schnarrenberger-in-loesch-beirat-13039086.html Google beruft Leutheusser-Schnarrenberger in „Lösch-Beirat“] Faz online vom 10.07.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urheberrecht und Patentstreitigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Datenschutz sind besonders die Bereiche des Urheber- und das Patentrecht von großem Interesse für Google. Darunter fielen in der Vergangenheit auch die Urheberrechtsabkommen [[SOPA]], [[PIPA]] und [[ACTA]] . Ebenso wie beim  Datenschutz setzt sich Google bei diesen Themen für eine möglichst schwache Regulierung durch staatliche Seite ein. Durch Verschärfung von Urheber- und Patentrecht sieht Google das freie Vermitteln von Informationen, also den Wesenskerns seines Geschäftes, bedroht. Um einer möglichen Verschärfung entgegenzuwirken versucht Google auch die Öffentlichkeit für seine Interessen zu gewinnen. Als beispielsweise 2009 über eine Einführung des Leistungsschutzrechts für Verleger debattiert wurde, unterstützte Google  finanziell die Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht (IGEL). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,788810,00.html So führen Microsoft und Google ihren Lobbykrieg], Spiegel online vom 2.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  2012 rief das Unternehmen sogar eine eigene Kampagne unter dem Namen „Verteidige Dein Netz“ gegen das geplante Leistungsschutzrecht ins Leben. Neben einer intensiven Nutzung von Social Media Plattformen und eigenen Videos wurde eine eigene Petition veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[http://www.gruenderszene.de/news/gadgets-google-leistungsschutzrecht Google: &amp;quot;Verteidige dein Netz&amp;quot;] www.gruenderszene.de, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google gelang es sich in der öffentlichen Diskussion einen Namen zu machen; so wurde beispielsweise Dr Arnd Haller (Google Germany GmbH, Legal director north and central Europe) zu einer Anhörung zum Leistungsschutzrecht in den Bundestag eingeladen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://netzpolitik.org/2013/montag-ungeplante-anhorung-zum-leistungsschutzrecht-im-bundestag/ Montag: Ungeplante Anhörung zum Leistungsschutzrecht im Bundestag] netzpolitik.org vom 20.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bemühungen des Unternehmens stellten sich als erfolgreich heraus: Der ursprüngliche Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht sah vor, dass Google für seinen Nachrichtendienst Google News Geld an Zeitungsverleger zahlen soll. Im August 2013 trat das Leistungsschutzrecht in Kraft, mit einer Ausnahme: Die vom Dienst Google News benutzten Snippets wurden von der neuen Gesetzesregelung ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/kultur/medien/tid-29839/google-verleger-und-der-bundestag-neues-leistungsschutzrecht-ein-gesetz-viele-fragen_aid_930403.html Neues Leistungsschutzrecht: Ein Gesetz, viele Fragen], focus online vom 01.03.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Jahr 2014 eskalierte die Auseinandersetzung zwischen Googel und einigen Verlegern, die bei der VG Wort organisiert sind. Anfang Okotober gab Google bekannt, bei diesen Inhalte nur noch die Links und keine Vorschautexte oder Bilder in den Suchergebnissen auszugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/recht/streit-um-das-leistungsschutzrecht-google-zeigt-bei-vg-media-inhalten-nur-noch-ueberschriften_id_4174936.html Streit um das Leistungsschutzrecht: Google zeigt bei VG-Media-Inhalten nur noch Überschriften], Rheinische Post, 1. 10. 2014, zuletzt auggerufen am 2. Oktober 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die gezielte Lobbyarbeit gelang es Google den Gesetzgebungsprozess in einzelnen Ländern, als auch in der EU zu beeinflussen. Dadurch wurden Unternehmensinteressen vor die Interessen der Bürger gestellt und somit der reguläre Prozess der demokratischen Entscheidungsfindung erheblich untergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.&amp;quot; Executive Chairman von Google, Eric Schmidt am 3. Dezember 2012 in einer Sendung des US-Fernsehkanal CNBC&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/netz-strategie-google-will-die-weltherrschaft-a-665813.html Netz-Strategie: Google will die Weltherrschaft] Spiegel online, 8. Dezember 2009, zuletzt aufgerufen am 15.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [http://www.sourcewatch.org/index.php/Google Google bei SourceWatch.org] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IT &amp;amp; Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Google&amp;diff=31319</id>
		<title>Google</title>
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		<updated>2014-12-01T10:54:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Google Inc.&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Google-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Branche          = Internetdienstleistungen&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Dienstleistungen, Mobile Technologie, Apps, Werbung &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Unter den Linden 21, 10117 Berlin &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Google Belgium, Chaussée d'Etterbeek 180, 1040 Brussels &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/ google.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Google Inc.''' ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das durch seine Internetdienstleistungen, allen voran der Suchmaschine, erfolgreich wurde. Mit einem Börsenwert von 390 Milliarden US-Dollar ist Google heutzutage auf Platz 2 der börsennotierten Unternehmen in den USA und bei der Bearbeitung von Suchanfragen Weltmarktführer.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Hoechster-Boersenwert-Google-arbeitet-sich-an-wertvollsten-Konzern-Apple-heran-3292653 Höchster Börsenwert: Google arbeitet sich an Apple heran], finanzen.net vom 11.02.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Großteil seines Gewinns erwirtschaftet Google mit Werbung, die mehr und mehr mit Benutzerinformationen verknüpft wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren geriet das Unternehmen immer stärker in die öffentliche Kritik, sowie in politische und juristische Auseinandersetzunen. Zum einen wird der Umgang Googles mit Fragen des Datenschutzes sowie des Urheberrechtes bemängelt, zum anderen wird dem Unternehmen vorgeworfen, seine Marktmacht auszunutzen und sich so unfaire Wettbewerbsvorteile zu sichern.Um dieser wachsenden Kritik zu begegnen und das Ansehen in der Öffentlichkeit und in der Politik aktiv zu beeinflussen, hat Google seine Lobbyarbeit immer stärker ausgeweitet.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.washingtonpost.com/politics/how-google-is-transforming-power-and-politicsgoogle-once-disdainful-of-lobbying-now-a-master-of-washington-influence/2014/04/12/51648b92-b4d3-11e3-8cb6-284052554d74_story.html Google, once disdainful of lobbying, now a master of washington influence], washingtonpost online vom 12.04.2014, aufgerufen am 08.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde am 4. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet und widmete sich anfangs ausschließlich der Konstruktion einer eigenen Suchmaschine. Am 19. August 2004 an die Börse. Das Unternehmen hat sein Aktionsfeld im Laufe der Zeit ausgedehnt, stellt heute verschiedene Internetdienstleistungen bereit und unterhält weltweit Büros und Vertretungen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des eigenen Geschäfts steht die Vermittlung von Informationen, dies geschieht neben der Suchmaschine durch zahlreiche andere Dienstleistungen, wie beispielsweise Google Earth oder Google Maps.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/intl/de/about/corporate/company/business.html Überblick über die Geschäftsmodelle], Google-Webseite, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei beschränkt Google sich nicht darauf die Informationen weiterzuleiten, die Nutzerdaten der Benutzer werden gleichzeitig gesammelt. Das Unternehmen nutzt diese Daten wiederum, um personalisierte Werbung schalten zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-82612679.html Die fanatischen Vier] Spiegel Online vom 05.12.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Weiterleiten und Sammeln von Informationen und Nutzerdaten zentral für das eigene Geschäftsmodel ist,tritt das Unternehmen für eine möglichst schwache staatliche Regulierung des Internets und gegen einen verstärkter Daten- und Urheberrechtsschutz ein. Diese Forderung sollen durch gezielte Lobbyarbeit unterstützt werden,  die eigenen Lobby-Bemühungen wurden in den letzten Jahren durch den Einsatz großer Geldmittel massiv ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit in den USA ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus der Lobbyarbeit des Unternehmens liegt auf den USA, wobei die Regierung und die politischen Parteien von besonderem Interesse sind. Einerseits soll die staatliche Regulierung und Gesetzgebung auf nationaler Ebene gezielt beeinflusst werden, andererseits gilt es die eigenen Vorstellungen und Interessen bei den Beziehungen und Verhandlungen zwischen den USA und anderen Nationalstaaten einfließen zu lassen. Beispiele sind hier die Datenschutzverordnung der EU, oder auch die Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen [[TTIP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-01/datenschutztag-datenschutzverordnung-lobbyismus Mit Dollars gegen mehr Datenschutz] Zeit Online vom 28.01.2013, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wachsende Bedeutung der Lobbyarbeit für Google wird besonders deutlich an den verwendeten Geldern. Bis auf einen leichten Rückgang 2013 stiegen die Ausgaben in den letzten 10 Jahren kontinuierlich an. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2014 gab Google allein 9,3 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus und war damit das Unternehmen mit den zweithöchsten Ausgaben in den USA &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbying-in-den-usa-google-investiert-9-millionen-dollar-a-984069.html US-Politik: Nur eine Firma gibt mehr fürs Lobbying aus als Google] Spiegel Online vom 02.08.2014, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr &lt;br /&gt;
! Ausgaben in US-Dollar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| 80 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| 180 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 260 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2006&lt;br /&gt;
| 800 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| 1 520 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
| 2 840 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009&lt;br /&gt;
| 4 030 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| 5 160 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011&lt;br /&gt;
| 9 680 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2012&lt;br /&gt;
| 18 220 000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| 15 800 000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen besonderen Platz in der Lobbyarbeit von Google in den USA spielen Parteispenden. Über ein Political Action Committee (PAC) werden Gelder für die einzelnen Parteien gesammelt und gespendet. Dabei werden die Spenden relativ ausgeglichen an Republikaner und Demokraten verteilt, 2014 erhielten die Demokraten 359 000 US-Dollar, die Republikaner 371 500 US-Dollar &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opensecrets.org/pacs/lookup2.php?strID=C00428623|%20OpenSecrets Google Inc] www.opensecrets.org, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2012 gründete Google mit anderen Internetkonzernen [[The Internet Association]], ein gemeinsamer Lobbyverband Daran beteiligt sind weitere Internentkonzerne, unter anderem [[Facebook]], Ebay und Amazon.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theverge.com/2012/7/25/3186208/google-facebook-amazon-ebay-internet-association-lobbying-group Google, Facebook, Amazon, an Ebay form 'Internet Association' lobbying group] www.theverge.com vom 25.07.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit auf EU-Ebene ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lobbyismus_EU-Box}}&lt;br /&gt;
Auch in Europa hat Google seine Lobbyarbeit stetig ausgebaut. Nach eigenen Angaben stiegen die Kosten für die Lobbyarbeit auf EU-Ebene von 600.000 € bis 700.000 € im Jahr 2011 auf 1.250.000 € bis 1.500.000 € im Jahr 2013, festgehalten im EU Transparenzregister. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, aufgerufen am 10.04.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indirekt betreibt das Unternehmen auch Lobbyarbeit über Denkfabriken [Think Tank] und Verbände auf EU-Ebene. Beispielsweise ist Google Unterstützer des [[Lisbon Council]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lisboncouncil.net/about-us/acknowledgements.html Webseite des Lisbon Council], aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer neoliberalen Denkfabrik, die sich für freie Märkte und Deregulierung einsetzt. Das Lisbon Council und Google kooperieren etwa bei der Initiative &amp;quot;S1ngle Market Entrepreneurs&amp;quot;. Ein Imagefilm der Initiative zeigt zahlreiche kleine und mittelgroße Unternehmer, die Google-Dienste verwenden (insbesondere Adwords). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://prezi.com/sg0-tkhbjhyf/single-market-entrepreneurs/?auth_key=f14ece2ef670602ed7d3fd59cc25a2da5f1a3aba Single Market Entrepreneuers Presentation], aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google folgt damit einer Strategie, die darauf abzielt Firmen in die eigene Lobbyarbeit einzubinden. Dabei wird versucht den Eindruck zu erwecken, dass die eigenen politischen Ziele nicht nur dem Interesse Googles entsprechen, sondern auch dem vieler kleinen und mittleren Unternehmen. So wurde beispielsweise in Deutschland im April 2012 eine Auftragsstudie vorgestellt, die den Nutzen von Google für Unternehmensgründer belegen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!91726/ Verkaufen, verkaufen, verkaufen], taz-online vom 18.4.2012, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zudem unterstützt Google die Denkfabrik [[European Centre for International Political Economy]] (ECIPE)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ecipe.org/ European Centre for International Political Economy], abgerufen am 08.09.2014. Siehe auch David Cronin: [http://dvcronin.blogspot.de/2011/01/think-tanks-corporate-lobbyists-posing.html Think tanks: corporate lobbyists posing as experts], Blogbeitrag vom 31.1.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die eine unternehmensfreundliche Handelspolitik propagiert, und ist Mitglied in der [[American Chamber of Commerce to the European Union]] (AmCham EU), der [[The European Digital Media Association]] (EDiMA) und der [[European Internet Foundation]] (EIF).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=03181945560-59&amp;amp;isListLobbyistView=true Google] EU-Transparenzregister, Stand 29.03.12, aufgerufenam 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftsfinanzierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem zeigt Google vermehrt Präsenz in Wissenschaft und Forschung und unterstützt Universitäten und Forschungseinrichtungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; So finanziert Google beispielsweise das Berliner [[Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft]] (IIG) mit einer Anschubfinanzierung von 4,5 Millionen Euro über drei Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/institut-fuer-internet-und-gesellschaft-eroeffnet-warum-google-deutsche-internet-erklaerer-braucht-1.1173139 Warum Google deutsche Internet-Erklärer braucht]Süddeutsche online vom 25.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verflechtung geht soweit, das Google bei der Wahl des Kuratoriums ein Vetorecht besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/internet/2011-07/google-uni-institut/seite-2 Die Google-Uni] Zeit online vom 11.06.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der direkte Einfluss lässt starke Zweifel an Unabhängigkeit und Integrität einer solchen Bildungseinrichtung aufkommen. Drittmittelförderungen wie diese gefährden die Neutralität von Forschungsarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!77565/ &amp;quot;Neue Form von Korruption&amp;quot;], taz online vom 07.09.2011, aufgerufen am 09.09.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deep Lobbying ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der direkten Beeinflussung der Politik nimmt auch die Imagepflege einen wichtigen Platz in der Lobbyarbeit von Google ein. Ziel dabei ist es, eine positive Assoziation mit dem Unternehmen in der Öffentlichkeit und in der Politik aufzubauen. Zu diesem Zweck wird unter anderem versucht in der Wissenschaft einen Diskurs zu fördern, der mit dem Unternehmenszielen übereinstimmt. Diese Strategie wird auch Deep Lobbying genannt. Durch die indirekte Beeinflussung erhofft man sich unterbewusste Entscheidungsprozesse beeinflussen zu können. Beispielsweise kann eine positivere Wahrnehmung des Unternehmens dazu verleiten, dass Kunden verstärkt Produkte zu kaufen, Politiker sich für das Unternehmen einsetzen, oder die Medien ein positiveres Bild von Google vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Kontext ist besonders die finanzielle Unterstützung zahlreicher Projekte und Einrichtungen durch Google auffällig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.google.com/university/emea/index.html EMEA University Programs] Google Inc., aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Einrichtung von Programmen an Universitäten, unterstützt Google Vereine und Verbände wie LiquidDemocracy&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Private-Foerderung-fuer-den-18-Sachverstaendigen-der-Internet-Enquete-1283551.html Private Förderung für den 18. Sachverständigen der Internet Enquete] Heise online vom 27.07.2011, aufgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die Speaker's Corner Aktion des Zentrums für politische Schönheit &amp;lt;ref&amp;gt;[https://sites.google.com/site/speakerscornerevent/ Speakers Corner Berlin] offizielle Website des Speakers' Corner Berlin, augerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem gründete das Unternehmen 2010 die Denkfabrik Co:llaboratory, die allein im Jahr 2013 mit 250.000 Euro unterstützt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Jahresbericht_2013. Jahresbericht Collaboratory 2013], aufgerufen am 09.09.2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Denkfabrik soll &amp;quot;gemeinsam an Lösungsansätzen zu gesellschaftlichen Fragen rund um das Internet&amp;quot; in einem &amp;quot;Expertenkreis, in dem Akteure aus Wissenschaft, Verbänden, Daten- und Verbraucherschutz sowie aus Internetunternehmen&amp;quot;, arbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite Collaboratory.de] offizielle Website, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlkampfspenden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 stimmte das Europäische Parlament in einer nicht bindenden Resolution für die Aufspaltung des Konzerns. Dabei stand die Forderung im Mittelpunkt, dass Suchergebnisse &amp;quot;frei von Verzerrung und transparent&amp;quot; sein sollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenschutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nutzerdaten sind für Google besonders wichtig, um Werbung personalisieren zu können. Dieses einträgliche Geschäft sieht Google durch staatliche Regulierung und verschärften Datenschutz gefährdet. Das Unternehmen versucht daher, die Debatten zu dem Thema zu beeinflussen und besonders bei neuen Gesetzen Einfluss zu nehmen. Dies wurde besonders deutlich bei der neuen EU-Datenschutzverordnung. Die Lobbyabteilungen verschiedener Internetkonzerne, darunter Google, erstellten eigene Papiere und Vorlagen für die neue Verordnung  und versuchten so die Ergebnisse zu ihren Gunsten zu  beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/lobbyplag-zeigt-lobby-einflussname-bei-eu-datenschutz-richtlinie-a-882567.html Datenschutz: Website entlarvt Lobby-Einfluss in Brüssel] Spiegel online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde auch versucht, direkt auf die Mitglieder des EU-Parlaments einzuwirken und diese für eine unternehmensfreundliche Ausgestaltung der Verordnung zu gewinnen. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/digital/lobby-einfluss-auf-neue-eu-verordnung-internetkonzerne-schreiben-bei-datenschutzregeln-mit-1.1596560 Internetkonzerne schreiben Datenschutzregeln mit] Süddeutsche online vom 11.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Streit um Datenschutzfragen wird auch immer häufiger vor Gerichten ausgetragen. 2014 konnten Kläger vor dem Europäischen Gerichtshof erwirken, dass Google zukünftig sensible persönliche Daten in der Ergebnissliste seiner Suchmaschine auf Anfrage löschen muss. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/eugh-raeumt-recht-auf-vergessen-gegenueber-google-ein-12936895.html EuGH stärkt Recht auf Vergessen] Faz online vom 13.05.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google reagierte mit der Einsetzung eines unabhängigen Beirats, der sich mit rechtlichen und organisatorischen Fragen zur Löschung befasst. Mitglied dieses Beirats ist unter anderem die frühere Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/google/google-beruft-leutheusser-schnarrenberger-in-loesch-beirat-13039086.html Google beruft Leutheusser-Schnarrenberger in „Lösch-Beirat“] Faz online vom 10.07.2014, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urheberrecht und Patentstreitigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Datenschutz sind besonders die Bereiche des Urheber- und das Patentrecht von großem Interesse für Google. Darunter fielen in der Vergangenheit auch die Urheberrechtsabkommen [[SOPA]], [[PIPA]] und [[ACTA]] . Ebenso wie beim  Datenschutz setzt sich Google bei diesen Themen für eine möglichst schwache Regulierung durch staatliche Seite ein. Durch Verschärfung von Urheber- und Patentrecht sieht Google das freie Vermitteln von Informationen, also den Wesenskerns seines Geschäftes, bedroht. Um einer möglichen Verschärfung entgegenzuwirken versucht Google auch die Öffentlichkeit für seine Interessen zu gewinnen. Als beispielsweise 2009 über eine Einführung des Leistungsschutzrechts für Verleger debattiert wurde, unterstützte Google  finanziell die Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht (IGEL). &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,788810,00.html So führen Microsoft und Google ihren Lobbykrieg], Spiegel online vom 2.10.2011, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  2012 rief das Unternehmen sogar eine eigene Kampagne unter dem Namen „Verteidige Dein Netz“ gegen das geplante Leistungsschutzrecht ins Leben. Neben einer intensiven Nutzung von Social Media Plattformen und eigenen Videos wurde eine eigene Petition veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[http://www.gruenderszene.de/news/gadgets-google-leistungsschutzrecht Google: &amp;quot;Verteidige dein Netz&amp;quot;] www.gruenderszene.de, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Google gelang es sich in der öffentlichen Diskussion einen Namen zu machen; so wurde beispielsweise Dr Arnd Haller (Google Germany GmbH, Legal director north and central Europe) zu einer Anhörung zum Leistungsschutzrecht in den Bundestag eingeladen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://netzpolitik.org/2013/montag-ungeplante-anhorung-zum-leistungsschutzrecht-im-bundestag/ Montag: Ungeplante Anhörung zum Leistungsschutzrecht im Bundestag] netzpolitik.org vom 20.02.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bemühungen des Unternehmens stellten sich als erfolgreich heraus: Der ursprüngliche Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht sah vor, dass Google für seinen Nachrichtendienst Google News Geld an Zeitungsverleger zahlen soll. Im August 2013 trat das Leistungsschutzrecht in Kraft, mit einer Ausnahme: Die vom Dienst Google News benutzten Snippets wurden von der neuen Gesetzesregelung ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/kultur/medien/tid-29839/google-verleger-und-der-bundestag-neues-leistungsschutzrecht-ein-gesetz-viele-fragen_aid_930403.html Neues Leistungsschutzrecht: Ein Gesetz, viele Fragen], focus online vom 01.03.2013, aufgerufen am 09.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Jahr 2014 eskalierte die Auseinandersetzung zwischen Googel und einigen Verlegern, die bei der VG Wort organisiert sind. Anfang Okotober gab Google bekannt, bei diesen Inhalte nur noch die Links und keine Vorschautexte oder Bilder in den Suchergebnissen auszugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/recht/streit-um-das-leistungsschutzrecht-google-zeigt-bei-vg-media-inhalten-nur-noch-ueberschriften_id_4174936.html Streit um das Leistungsschutzrecht: Google zeigt bei VG-Media-Inhalten nur noch Überschriften], Rheinische Post, 1. 10. 2014, zuletzt auggerufen am 2. Oktober 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die gezielte Lobbyarbeit gelang es Google den Gesetzgebungsprozess in einzelnen Ländern, als auch in der EU zu beeinflussen. Dadurch wurden Unternehmensinteressen vor die Interessen der Bürger gestellt und somit der reguläre Prozess der demokratischen Entscheidungsfindung erheblich untergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.&amp;quot; Executive Chairman von Google, Eric Schmidt am 3. Dezember 2012 in einer Sendung des US-Fernsehkanal CNBC&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/netz-strategie-google-will-die-weltherrschaft-a-665813.html Netz-Strategie: Google will die Weltherrschaft] Spiegel online, 8. Dezember 2009, zuletzt aufgerufen am 15.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* [http://www.sourcewatch.org/index.php/Google Google bei SourceWatch.org] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IT &amp;amp; Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
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		<title>Grassroots-Lobbying</title>
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		<updated>2014-11-27T15:06:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Grassroots-Lobbying''' bezeichnet eine Strategie, bei der Unternehmen, Verbände oder sonstige Organisationen verstärkt versuchen ihre eigenen Mitarbeiter und teilweise Kunden für die Lobbyarbeit einzuspannen. Der Name leitet sich dabei vom Bürger als &amp;quot;Graswurzel&amp;quot; (engl.: grassroots) politischer Partizipation ab. Je breiter die Basis tatsächlicher oder potentieller Wähler ist, die ein Unternehmen oder Verband durch Lobbying ansprechen kann, desto größer ist der Druck auf die Politik. Dadurch sollen politische Entscheidungsträger zu spezifischen Handlungen (oder Nicht-Handlungen) bewogen werden. In der Praxis erfolgt Grassroots-Lobbying oftmals über eine großflächige Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld. &amp;lt;br&amp;gt; Zu den klassischen Instrumenten dieser Strategie gehören, neben Leserbriefen und Unterschriftensammlungen, vor allem Postkarten-, Telefon- und Emailaktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale von Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying ist geprägt durch eine emotionale Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit. Im Vergleich zum direkten Lobbying von Entscheidungsträgern stehen dabei nicht Fakten oder Paragrafen im Vordergrund der Diskussion, sondern die Schilderung von Erlebnissen, das Aufzeigen von Einzelfällen, sowie die Verwendung aussagekräftiger Bilder oder Schlagworte. Die Berichterstattung der Medien soll im eigenen Sinne beeinflusst werden, um der Öffentlichkeit durch Grassroots-Lobbying ein bestimmtes Bild zu vermitteln und dieses zu festigen. Durch die Kommunikation der eigenen Forderungen und Ziele besteht die Möglichkeit, dass sich die gesellschaftliche Gruppe der Unterstützer vergrößert, andererseits wird durch die Medien der existierende Druck auf die Politik noch weiter verstärkt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verbände und deren Mitgliedsunternehmen setzen dabei vor allem auf die Einbindung eigener Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld zur Interessenartikulation gegenüber der Politik. Der Impuls zur politischen Einflussnahme geht dabei nicht von den Mitarbeitern selbst aus, sondern die Aktionen sind von der Unternehmensleitung zentral organisiert und oftmals in eine größere Unternehmens- oder Verbandsstrategie eingebettet. Häufig greifen Unternehmen für Grassroots-Lobbying auf externe [[PR-Agenturen|PR-Agenturen]] zurück, die Initiativen ausarbeiten und die Pressearbeit des Unternehmens gegenüber Öffentlichkeit und Politik koordinieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der PR-Experte und ehemalige Pressesprecher des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr, Marco Althaus, vergleicht die zentrale Organisation des Grassroots-Lobbying mit einem Schauspiel: &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;''„Der  Jedermann als Amateurlobbyist erhält eine öffentliche Bühne, der Berufslobbyist wirkt als Produzent und setzt als Regisseur den Dialog mit der Politik in Szene“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur Grassroots-Kampagne und zum Astroturfing ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying darf dabei nicht mit dem Begriff der Grassroots-Kampagne gleichgesetzt werden. Unter einer Grassroots-Kampagne versteht man eine Interessenvertretung bestimmter Gesellschaftsteile (etwa in Form von Bürgerinitiativen, - bewegungen oder Nichtregierungsorganisationen (NGOs)) durch die ein politisches Ziel erreicht werden soll. Dem steht Grassroots-Lobbying als Zusammenschluss aus wirtschaftlichen Motiven zur Beeinflussung der Politik im Unternehmenssinn gegenüber.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lobbyismus und Kampagne unterscheiden sich jedoch nicht nur im Bezug auf die Akteure, sondern durch die Kriterien Organisation, Interessenvertretung (Bürgerinteressen gegenüber Unternehmensinteressen), dem Grad der Transparenz und der Finanzierung (eigenfinanziert gegenüber fremdfinanziert). Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist jedoch der Grad der Abhängigkeit der ausführenden Akteure von der jeweiligen Organisationsebene. Während der Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und die Arbeit von NGOs bei der Grassroots-Kampagne auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruht, greift Grassroots-Lobbying auf ein bestehendes Abhängigkeitsverhältnis zurück. Dies drückt sich etwa zwischen Arbeitgeber und -nehmer, beziehungsweise Auszubildenden aus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind die Akteure von Grassroots-Lobbying nicht klar zu erkennen, handelt es sich um sogenanntes [[Astroturfing]]. Durch intransparente Finanzierung und Steuerung sollen beim [[Astroturfing]] die tatsächlichen Akteure verschleiert und die öffentliche Wahrnehmung manipuliert werden. So verbergen sich beispielsweise hinter der Gründung vermeintlicher Bürgerorganisationen Unternehmen oder Verbände, die von der Öffentlichkeit unentdeckt Lobbyarbeit betreiben wollen. Eine Unterscheidung zwischen Grassroots-Lobbying und [[Astroturfing]] ist auf Grund fließender Übergänge nicht immer sofort möglich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Althaus spricht von [[Astroturfing]], wenn statt Graswurzeln Kunstrasen verlegt werde: &amp;lt;br&amp;gt;''„Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter der vermeintlichen Bewegung nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne!3. Neue Strategien im Grassroots Lobbying für Unternehmen und Verbäde, Berlin 2007, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Astroturfing widerspricht dabei den ethischen Grundsätzen der sieben Selbstverpflichtungen der PR-Branche, da es dem öffentlichen Interesse zuwiederläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Althaus sieht im korporatistischen System der BRD (wie auch in Österreich oder Frankreich) kaum Chancen erfolgreich Lobbyarbeit außerhalb existierender Quasi-Monopole der Interessenvertretung zu betreiben. Organisationen wie Industrie- und Handelskammern, Bauernverbände etc. könnten für sich nahe-exklusive Politikzugänge in Anspruch nehmen und würden breite gesellschaftliche Konsenslösungen vorbereiten, was ein Ausscheren einzelner Verbände oder Unternehmen, sowie privates (nicht-institutionalisiertes) Lobbying nahezu unmöglich mache. &amp;lt;ref&amp;gt; Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 217&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemessen im internationalen Vergleich greifen deutsche Unternehmen aus diesem Grund relativ selten auf Grassroots-Lobbying zurück, da wirtschaftliche Interessenvertretung in diesem Bereich weiterhin über Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern (direktes Lobbying) verwirklicht wird. Nur einzelne Verbände haben Grassroots-Lobbying für sich entdeckt, da Initiativen weniger leicht zu durchschauen sind als beim direkten Lobbying.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in den USA ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying gilt seit den späten 1960er Jahren in den USA als eines der wichtigsten Lobby-Instrumente der Wirtschaft. Althaus führt aus, dass die Mehrheit aller US-Großunternehmen auf Grassroots-Lobbying zurückgreife, von denen viele ihre Mitarbeiter in längerfristigen Grassroots-Programmen organisieren. Begünstigt wird dies im Vergleich zu Deutschland vor allem durch das politische System der USA. Die Stellung der Parteien ist in den USA deutlich schwächer ausgeprägt und eine kaum vorhandene Fraktionsdisziplin sorgt dafür, dass sich im Kongress zu jedem Thema ad-hoc Mehrheiten, auch über Parteigrenzen hinweg, bilden müssen. Der einzelne Abgeordnete erfährt dadurch eine deutliche Aufwertung, was ihn gleichermaßen zu einem begehrten Ansprechpartner für Öffentlichkeit und Lobbyisten macht.&amp;lt;br&amp;gt;Darüber hinaus spielt Grassroots-Lobbying auch bei Wahlkämpfen eine entscheidende Rolle. Der Grund dafür sind die extrem hohen Kosten der US-Wahlkämpfe und - im Gegensatz zu Deutschland - das Verbot von [[Parteispenden|Parteispenden]] juristischer Personen. Unternehmen können den Kandidaten lediglich über sogenannte Political Action Committees finanzielle Mittel zukommen lassen. Hier kommt Grassroots-Lobbying zum Einsatz, wenn es beispielsweise darum geht Privatspenden von Mitarbeitern oder Mitgliedern zu sammeln und an die Kandidaten weiterzuleiten. Althaus gibt diesbezüglich den Trend des &amp;quot;Pay to play&amp;quot; wieder: die Gesprächsbereitschaft von Politikern steige deutlich, wenn diese Wahlkampfspenden erhalten. Dementsprechend kann es sich in den USA kaum ein Unternehmen oder Verband leisten auf Grassroots-Lobbying zur politischen oder finanziellen Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter zu verzichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 35ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problematik ==&lt;br /&gt;
Aus demokratischer Perspektive ist Grassroots-Lobbying fraglich, da es sich nicht um eigenständiges Engagement der Mitarbeiter handelt. Die Aktionen werden vielmehr zentral organisiert und vorbereitet; die Beschäftigten bestimmen weder die Lobbystrategien noch die konkreten Zielsetzungen. Angesichts ihres Status als abhängig Beschäftigte dürfte es schwer fallen, sich an solchen Aktionen nicht zu beteiligen, vor allem, wenn es Vorgaben gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin, 2010, S.131&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie dies in der Praxis aussieht zeigt sich am Beispiel einer Pro-Atom-Demonstration des Energieversorgers [[RWE|RWE]] aus dem Jahr 2009. Die ''taz'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!39770/ taz: Pro-Atomkraft-Demo - RWE lässt demonstrieren, Artikel vom 29.08.2009] aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte darüber berichtet, dass Azubis des Konzerns freigestellt wurden, damit diese mit Bussen zur Demonstration nach Biblis gebracht werden konnten. Der Artikel zeigt dabei sehr deutlich (''„Der Konzern hat die Auszubildenden freigestellt, damit sie zur Demo fahren, nicht damit sie blaumachen&amp;quot;''), dass von den Azubis sehr wohl die Teilnahme an der Demo erwartet wurde. Auch wenn dies von RWE bestritten wurde -  angesichts des Abhängigkeitsverhältnisses der Azubis gegenüber dem Unternehmen kann keinesfalls von einem rein freiwilligem Engagement ausgegangen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/09/rwe-lasst-azubis-demonstrieren/ Statement von LobbyControl zur RWE-Demonstration vom 03.09.2009]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Problem von Grassroots-Lobbying sieht Althaus im Kontrollverlust der Steuerung. Kritisch am Grassroots-Lobbying sei die Tendenz, dass die Medien und die Öffentlichkeit sehr empfindlich reagieren, wenn eine Lobby-Aktion nicht als authentisch wahrgenommen werde, sondern als von einem Unternehmen orchestriert. Dies führe dazu, dass sich das entsprechende Unternehmen, bzw. der entsprechende Verband sehr schnell mit dem Vorwurf der Manipulation und dem Vorspielen falscher Tatsachen konfrontiert sehe. Neben einem massiven Imageverlust des Lobby-Akteurs resultiere dies im Verlust der Glaubwürdigkeit gegenüber der Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Würde für die Kampagne eine neue Organisation oder Kampagnenplattform geschaffen und ist der Initiator nicht sofort ersichtlich, kommt es oft [...] zum Vorwurf der Verschleierung und Maskerade, Irreführung und Intransparenz. [...] Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter den vermeintlichen Bewegungen nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen. Gleichermaßen wird die Legitimität von Initiativen, Vereinen und Verbänden angezweifelt, die als Kampagnenplattform dienen. Sie werden als „front groups“ bezeichnet, hinter denen sich Unternehmen und Verbände verstecken, die die Gruppen inhaltlich kontrollieren und finanzieren.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 151ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
=== Grassroots-Lobbying des Verbands der Privaten Krankenversicherung ===&lt;br /&gt;
* Mitgliedsunternehmen des [[Verband der Privaten Krankenversicherung|Verbands der Privaten Krankenversicherung]] (PKV) hatten im Oktober 2006 mit Hilfe von Grassroots-Lobbying versucht Einfluss auf die geplante Gesundheitsreform zu nehmen. Durch zahlreiche Protestbriefe von Privatversicherten an Bundestagsabgeordnete von Union und SPD sollte Druck auf die Bundesregierung aufgebaut werden. Dadurch sollte sie dazu bewegt werden, die geplanten Änderung für die privaten Krankenversicherungen zurückzunehmen.&amp;lt;br&amp;gt;Der PKV hatte aus diesem Grund sieben Briefvorlagen für unterschiedliche Zielgruppen und thematische Aspekte formuliert und im Internet bereitgestellt, die von den Mitarbeitern der PKV-Unternehmen verschickt werden sollten. &amp;quot;Der Verband selbst hat keinen Zugriff auf die Kunden der Mitgliedsunternehmen. Daher sollte jedes Unternehmen möglichst viele Vertriebs- und Innendienstmitarbeiter dazu bringen, Abgeordnete in eigenem Namen als Versicherte anzuschreiben&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Das angestrebte Ziel der Grassroots-Kampagne war die Zahl von 50.000 Protestbriefen, die von einer breiten   Medienkampagne des PKV begleitet werden sollte. Zwar gingen einige tausend Briefe bei Bundestagsabgeordneten ein, aber auf Rückfrage einiger Abgeordneter an Mitglieder des PKV erhielten diese die überraschte Antwort man habe gar keine Protestschreiben geschickt. Vom ''Spiegel'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/private-krankenkassen-krawall-nach-plan-a-445990.html Der Spiegel: Krawall nach Plan, 03.11.2006], aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde ein interner PKV-Vermerk veröffentlicht, aus dem hervorging, dass die Kampagne darauf ausgerichtet war Unruhe in die Regierungsfraktionen in Bezug auf die geplante Gesundheitsreform zu bringen. Dem PKV wurde daraufhin gezielte Desinformation, Manipulation und Unterschriftenfälschung vorgeworfen. Zwar hatte der PKV mehrmals betont, dass es sich bei den gefälschten Unterschriften um Einzelfälle handele und die Kampagne an sich authentisch sei. Der Imageschaden für den PKV war allerdings enorm.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 164ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2006/10/dubiose-protestaktion-der-privaten-krankenkassen/ Statement von LobbyControl zur PKV-Initiative vom 31. Oktober 2006]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Postkarten-Aktion von Hill+Knowlton ===&lt;br /&gt;
* 2004 entwickelte die PR-Agentur [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] eine Kampagne für den Energiekonzern Vattenfall, um die Regeln für die Zuteilung von Verschmutzungsrechten im Emissionshandel - den sogenannten nationalen Allokationsplan - zugunsten des Unternehmens zu beeinflussen. Vattenfall kämpfte um die Anerkennung von Vorleistungen im Klimaschutz, um keine zusätzlichen Zertifikate kaufen zu müssen. Der damalige Umweltminister Jürgen Trittin positionierte sich klar dagegen. Neben den üblichen Maßnahmen mediale Aufmerksamkeit für das Unternehmen zu gewinnen, entwickelte [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] auch eine Grassrootskampagne. Diese bezog sich auf eine Aussage des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder vom Juni 2003, in einer Rede vor dem Verband der Elektrizitätswirtschaft:&amp;quot;Unternehmen, die schon in der Vergangenheit erheblich in die CO2-Vermeidung investiert haben, müssen und sollen auch dafür belohnt werden.&amp;quot; Als Reaktion organisierte [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] eine Aktion, bei der 50.000 Mitarbeiter von Vattenfall Postkarten an [[Gerhard Schröder|Schröder]] schickten. Die Karten zeigten Mitarbeiter von Vattenfall und waren mit dem Spruch versehen: &amp;quot;Herr Bundeskanzler, können wir uns auf ihr Wort verlassen?&amp;quot; Sie waren vorher an Vattenfall-Mitarbeiter aus Kraftwerken und Berkwerken, deren Familien und Freunde verteilt worden. Die Mitarbeiter gaben die Karten im Betrieb ab, der sie anschließend geschlossen zur Post brachte&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin 2010, S.34.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-ABC]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Grassroots-Lobbying&amp;diff=31298</id>
		<title>Grassroots-Lobbying</title>
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		<updated>2014-11-27T14:58:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Grassroots-Lobbying''' bezeichnet eine Strategie, bei der Unternehmen, Verbände oder sonstige Organisationen verstärkt versuchen ihre eigenen Mitarbeiter und teilweise Kunden für die Lobbyarbeit einzuspannen. Der Name leitet sich dabei vom Bürger als &amp;quot;Graswurzel&amp;quot; (engl.: grassroots) politischer Partizipation ab. Je breiter die Basis tatsächlicher oder potentieller Wähler ist, die ein Unternehmen oder Verband durch Lobbying ansprechen kann, desto größer ist der Druck auf die Politik. Dadurch sollen politische Entscheidungsträger zu spezifischen Handlungen (oder Nicht-Handlungen) bewogen werden. In der Praxis erfolgt Grassroots-Lobbying oftmals über eine großflächige Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld. &amp;lt;br&amp;gt; Zu den klassischen Instrumenten dieser Strategie gehören, neben Leserbriefen und Unterschriftensammlungen, vor allem Postkarten-, Telefon- und Emailaktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale von Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying ist geprägt durch eine emotionale Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit. Im Vergleich zum direkten Lobbying von Entscheidungsträgern stehen dabei nicht Fakten oder Paragrafen im Vordergrund der Diskussion, sondern die Schilderung von Erlebnissen, das Aufzeigen von Einzelfällen, sowie die Verwendung aussagekräftiger Bilder oder Schlagworte. Die Berichterstattung der Medien soll im eigenen Sinne beeinflusst werden, um der Öffentlichkeit durch Grassroots-Lobbying ein bestimmtes Bild zu vermitteln und dieses zu festigen. Durch die Kommunikation der eigenen Forderungen und Ziele besteht die Möglichkeit, dass sich die gesellschaftliche Gruppe der Unterstützer vergrößert, andererseits wird durch die Medien der existierende Druck auf die Politik noch weiter verstärkt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verbände und deren Mitgliedsunternehmen setzen dabei vor allem auf die Einbindung eigener Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld zur Interessenartikulation gegenüber der Politik. Der Impuls zur politischen Einflussnahme geht dabei nicht von den Mitarbeitern selbst aus, sondern die Aktionen sind von der Unternehmensleitung zentral organisiert und oftmals in eine größere Unternehmens- oder Verbandsstrategie eingebettet. Häufig greifen Unternehmen für Grassroots-Lobbying auf externe [[PR-Agenturen|PR-Agenturen]] zurück, die Initiativen ausarbeiten und die Pressearbeit des Unternehmens gegenüber Öffentlichkeit und Politik koordinieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der PR-Experte und ehemalige Pressesprecher des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr, Marco Althaus, vergleicht die zentrale Organisation des Grassroots-Lobbying mit einem Schauspiel: &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;''„Der  Jedermann als Amateurlobbyist erhält eine öffentliche Bühne, der Berufslobbyist wirkt als Produzent und setzt als Regisseur den Dialog mit der Politik in Szene“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur Grassroots-Kampagne und zum Astroturfing ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying darf dabei nicht mit dem Begriff der Grassroots-Kampagne gleichgesetzt werden. Unter einer Grassroots-Kampagne versteht man eine Interessenvertretung bestimmter Gesellschaftsteile (etwa in Form von Bürgerinitiativen, - bewegungen oder Nichtregierungsorganisationen (NGOs)) durch die ein politisches Ziel erreicht werden soll. Dem steht Grassroots-Lobbying als Zusammenschluss aus wirtschaftlichen Motiven zur Beeinflussung der Politik im Unternehmenssinn gegenüber.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lobbyismus und Kampagne unterscheiden sich jedoch nicht nur im Bezug auf die Akteure, sondern durch die Kriterien Organisation, Interessenvertretung (Bürgerinteressen gegenüber Unternehmensinteressen), dem Grad der Transparenz und der Finanzierung (eigenfinanziert gegenüber fremdfinanziert). Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist jedoch der Grad der Abhängigkeit der ausführenden Akteure von der jeweiligen Organisationsebene. Während der Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und die Arbeit von NGOs bei der Grassroots-Kampagne auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruht, greift Grassroots-Lobbying auf ein bestehendes Abhängigkeitsverhältnis zurück. Dies drückt sich etwa zwischen Arbeitgeber und -nehmer, beziehungsweise Auszubildenden aus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind die Akteure von Grassroots-Lobbying nicht klar zu erkennen, handelt es sich um sogenanntes [[Astroturfing]]. Durch intransparente Finanzierung und Steuerung sollen beim [[Astroturfing]] die tatsächlichen Akteure verschleiert und die öffentliche Wahrnehmung manipuliert werden. So verbergen sich beispielsweise hinter der Gründung vermeintlicher Bürgerorganisationen Unternehmen oder Verbände, die von der Öffentlichkeit unentdeckt Lobbyarbeit betreiben wollen. Eine Unterscheidung zwischen Grassroots-Lobbying und [[Astroturfing]] ist auf Grund fließender Übergänge nicht immer sofort möglich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Althaus spricht von [[Astroturfing]], wenn statt Graswurzeln Kunstrasen verlegt werde: &amp;lt;br&amp;gt;''„Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter der vermeintlichen Bewegung nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne!3. Neue Strategien im Grassroots Lobbying für Unternehmen und Verbäde, Berlin 2007, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Astroturfing widerspricht dabei den ethischen Grundsätzen der sieben Selbstverpflichtungen der PR-Branche, da es dem öffentlichen Interesse zuwiederläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Althaus sieht im korporatistischen System der BRD (wie auch in Österreich oder Frankreich) kaum Chancen erfolgreich Lobbyarbeit außerhalb existierender Quasi-Monopole der Interessenvertretung zu betreiben. Organisationen wie Industrie- und Handelskammern, Bauernverbände etc. könnten für sich nahe-exklusive Politikzugänge in Anspruch nehmen und würden breite gesellschaftliche Konsenslösungen vorbereiten, was ein Ausscheren einzelner Verbände oder Unternehmen, sowie privates (nicht-institutionalisiertes) Lobbying nahezu unmöglich mache. &amp;lt;ref&amp;gt; Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 217&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemessen im internationalen Vergleich greifen deutsche Unternehmen aus diesem Grund relativ selten auf Grassroots-Lobbying zurück, da wirtschaftliche Interessenvertretung in diesem Bereich weiterhin über Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern (direktes Lobbying) verwirklicht wird. Nur einzelne Verbände haben Grassroots-Lobbying für sich entdeckt, da Initiativen weniger leicht zu durchschauen sind als beim direkten Lobbying.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in den USA ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying gilt seit den späten 1960er Jahren in den USA als eines der wichtigsten Lobby-Instrumente der Wirtschaft. Althaus führt aus, dass die Mehrheit aller US-Großunternehmen auf Grassroots-Lobbying zurückgreife, von denen viele ihre Mitarbeiter in längerfristigen Grassroots-Programmen organisieren. Begünstigt wird dies im Vergleich zu Deutschland vor allem durch das politische System der USA. Die Stellung der Parteien ist in den USA deutlich schwächer ausgeprägt und eine kaum vorhandene Fraktionsdisziplin sorgt dafür, dass sich im Kongress zu jedem Thema ad-hoc Mehrheiten, auch über Parteigrenzen hinweg, bilden müssen. Der einzelne Abgeordnete erfährt dadurch eine deutliche Aufwertung, was ihn gleichermaßen zu einem begehrten Ansprechpartner für Öffentlichkeit und Lobbyisten macht.&amp;lt;br&amp;gt;Darüber hinaus spielt Grassroots-Lobbying auch bei Wahlkämpfen eine entscheidende Rolle. Der Grund dafür sind die extrem hohen Kosten der US-Wahlkämpfe und - im Gegensatz zu Deutschland - das Verbot von [[Parteispenden|Parteispenden]] juristischer Personen. Unternehmen können den Kandidaten lediglich über sogenannte Political Action Committees finanzielle Mittel zukommen lassen. Hier kommt Grassroots-Lobbying zum Einsatz, wenn es beispielsweise darum geht Privatspenden von Mitarbeitern oder Mitgliedern zu sammeln und an die Kandidaten weiterzuleiten. Althaus gibt diesbezüglich den Trend des &amp;quot;Pay to play&amp;quot; wieder: die Gesprächsbereitschaft von Politikern steige deutlich, wenn diese Wahlkampfspenden erhalten. Dementsprechend kann es sich in den USA kaum ein Unternehmen oder Verband leisten auf Grassroots-Lobbying zur politischen oder finanziellen Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter zu verzichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 35ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problematik ==&lt;br /&gt;
Aus demokratischer Perspektive ist Grassroots-Lobbying fraglich, da es sich nicht um eigenständiges Engagement der Mitarbeiter handelt. Die Aktionen werden vielmehr zentral organisiert und vorbereitet; die Beschäftigten bestimmen weder die Lobbystrategien noch die konkreten Zielsetzungen. Angesichts ihres Status als abhängig Beschäftigte dürfte es schwer fallen, sich an solchen Aktionen nicht zu beteiligen, vor allem, wenn es Vorgaben gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin, 2010, S.131&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie dies in der Praxis aussieht zeigt sich am Beispiel einer Pro-Atom-Demonstration des Energieversorgers [[RWE|RWE]] aus dem Jahr 2009. Die ''taz'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!39770/ taz: Pro-Atomkraft-Demo - RWE lässt demonstrieren, Artikel vom 29.08.2009] aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte darüber berichtet, dass Azubis des Konzerns freigestellt wurden, damit diese mit Bussen zur Demonstration nach Biblis gebracht werden konnten. Der Artikel zeigt dabei sehr deutlich (''„Der Konzern hat die Auszubildenden freigestellt, damit sie zur Demo fahren, nicht damit sie blaumachen&amp;quot;''), dass von den Azubis sehr wohl die Teilnahme an der Demo erwartet wurde. Auch wenn dies von RWE bestritten wurde -  angesichts des Abhängigkeitsverhältnisses der Azubis gegenüber dem Unternehmen kann keinesfalls von einem rein freiwilligem Engagement ausgegangen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/09/rwe-lasst-azubis-demonstrieren/ Statement von LobbyControl zur RWE-Demonstration vom 03.09.2009]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Problem von Grassroots-Lobbying sieht Althaus im Kontrollverlust der Steuerung. Kritisch am Grassroots-Lobbying sei die Tendenz, dass die Medien und die Öffentlichkeit sehr empfindlich reagieren, wenn eine Lobby-Aktion nicht als authentisch wahrgenommen werde, sondern als von einem Unternehmen orchestriert. Dies führe dazu, dass sich das entsprechende Unternehmen, bzw. der entsprechende Verband sehr schnell mit dem Vorwurf der Manipulation und dem Vorspielen falscher Tatsachen konfrontiert sehe. Neben einem massiven Imageverlust des Lobby-Akteurs resultiere dies im Verlust der Glaubwürdigkeit gegenüber der Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Würde für die Kampagne eine neue Organisation oder Kampagnenplattform geschaffen und ist der Initiator nicht sofort ersichtlich, kommt es oft [...] zum Vorwurf der Verschleierung und Maskerade, Irreführung und Intransparenz. [...] Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter den vermeintlichen Bewegungen nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen. Gleichermaßen wird die Legitimität von Initiativen, Vereinen und Verbänden angezweifelt, die als Kampagnenplattform dienen. Sie werden als „front groups“ bezeichnet, hinter denen sich Unternehmen und Verbände verstecken, die die Gruppen inhaltlich kontrollieren und finanzieren.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 151ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
=== Grassroots-Lobbying des Verbands der Privaten Krankenversicherung ===&lt;br /&gt;
* Mitgliedsunternehmen des [[Verband der Privaten Krankenversicherung|Verbands der Privaten Krankenversicherung]] (PKV) hatten im Oktober 2006 mit Hilfe von Grassroots-Lobbying versucht Einfluss auf die geplante Gesundheitsreform zu nehmen. Durch zahlreiche Protestbriefe von Privatversicherten an Bundestagsabgeordnete von Union und SPD sollte Druck auf die Bundesregierung aufgebaut werden. Dadurch sollte sie dazu bewegt werden, die geplanten Änderung für die privaten Krankenversicherungen zurückzunehmen.&amp;lt;br&amp;gt;Der PKV hatte aus diesem Grund sieben Briefvorlagen für unterschiedliche Zielgruppen und thematische Aspekte formuliert und im Internet bereitgestellt, die von den Mitarbeitern der PKV-Unternehmen verschickt werden sollten. &amp;quot;Der Verband selbst hat keinen Zugriff auf die Kunden der Mitgliedsunternehmen. Daher sollte jedes Unternehmen möglichst viele Vertriebs- und Innendienstmitarbeiter dazu bringen, Abgeordnete in eigenem Namen als Versicherte anzuschreiben&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Das angestrebte Ziel der Grassroots-Kampagne war die Zahl von 50.000 Protestbriefen, die von einer breiten   Medienkampagne des PKV begleitet werden sollte. Zwar gingen einige tausend Briefe bei Bundestagsabgeordneten ein, aber auf Rückfrage einiger Abgeordneter an Mitglieder des PKV erhielten diese die überraschte Antwort man habe gar keine Protestschreiben geschickt. Vom ''Spiegel'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/private-krankenkassen-krawall-nach-plan-a-445990.html Der Spiegel: Krawall nach Plan, 03.11.2006], aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde ein interner PKV-Vermerk veröffentlicht, aus dem hervorging, dass die Kampagne darauf ausgerichtet war Unruhe in die Regierungsfraktionen in Bezug auf die geplante Gesundheitsreform zu bringen. Dem PKV wurde daraufhin gezielte Desinformation, Manipulation und Unterschriftenfälschung vorgeworfen. Zwar hatte der PKV mehrmals betont, dass es sich bei den gefälschten Unterschriften um Einzelfälle handele und die Kampagne an sich authentisch sei. Der Imageschaden für den PKV war allerdings enorm.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 164ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2006/10/dubiose-protestaktion-der-privaten-krankenkassen/ Statement von LobbyControl zur PKV-Initiative vom 31. Oktober 2006]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Postkarten-Aktion von Hill+Knowlton ===&lt;br /&gt;
* 2004 entwickelte die PR-Agentur [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] eine Kampagne für den Energiekonzern Vattenfall, um die Regeln für die Zuteilung von Verschmutzungsrechten im Emissionshandel - den sogenannten nationalen Allokationsplan - zugunsten des Unternehmens zu beeinflussen. Vattenfall kämpfte um die Anerkennung von Vorleistungen im Klimaschutz, um keine zusätzlichen Zertifikate kaufen zu müssen. Der damalige Umweltminister Jürgen Trittin positionierte sich klar dagegen. Neben den üblichen Maßnahmen mediale Aufmerksamkeit für das Unternehmen zu gewinnen, entwickelte [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] auch eine Grassrootskampagne. Diese bezog sich auf eine Aussage des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder vom Juni 2003, in einer Rede vor dem Verband der Elektrizitätswirtschaft:&amp;quot;Unternehmen, die schon in der Vergangenheit erheblich in die CO2-Vermeidung investiert haben, müssen und sollen auch dafür belohnt werden.&amp;quot; Als Reaktion organisierte [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] eine Aktion, bei der 50.000 Mitarbeiter von Vattenfall Postkarten an[[Gerhard Schröder|Schröder]] schickten. Die Karten zeigten Mitarbeiter von Vattenfall und waren mit dem Spruch versehen: &amp;quot;Herr Bundeskanzler, können wir uns auf ihr Wort verlassen?&amp;quot; Sie waren vorher an Vattenfall-Mitarbeiter aus Kraftwerken und Berkwerken, deren Familien und Freunde verteilt worden. Die Mitarbeiter gaben die Karten im Betrieb ab, der sie anschließend geschlossen zur Post brachte&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin 2010, S.34.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-ABC]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Grassroots-Lobbying&amp;diff=31297</id>
		<title>Grassroots-Lobbying</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Grassroots-Lobbying&amp;diff=31297"/>
		<updated>2014-11-27T14:45:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Grassroots-Lobbying''' bezeichnet eine Strategie, bei der Unternehmen, Verbände oder sonstige Organisationen verstärkt versuchen ihre eigenen Mitarbeiter und teilweise Kunden für die Lobbyarbeit einzuspannen. Der Name leitet sich dabei vom Bürger als &amp;quot;Graswurzel&amp;quot; (engl.: grassroots) politischer Partizipation ab. Je breiter die Basis tatsächlicher oder potentieller Wähler ist, die ein Unternehmen oder Verband durch Lobbying ansprechen kann, desto größer ist der Druck auf die Politik. Dadurch sollen politische Entscheidungsträger zu spezifischen Handlungen (oder Nicht-Handlungen) bewogen werden. In der Praxis erfolgt Grassroots-Lobbying oftmals über eine großflächige Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld. &amp;lt;br&amp;gt; Zu den klassischen Instrumenten dieser Strategie gehören, neben Leserbriefen und Unterschriftensammlungen, vor allem Postkarten-, Telefon- und Emailaktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale von Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying ist geprägt durch eine emotionale Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit. Im Vergleich zum direkten Lobbying von Entscheidungsträgern stehen dabei nicht Fakten oder Paragrafen im Vordergrund der Diskussion, sondern die Schilderung von Erlebnissen, das Aufzeigen von Einzelfällen, sowie die Verwendung aussagekräftiger Bilder oder Schlagworte. Die Berichterstattung der Medien soll im eigenen Sinne beeinflusst werden, um der Öffentlichkeit durch Grassroots-Lobbying ein bestimmtes Bild zu vermitteln und dieses zu festigen. Durch die Kommunikation der eigenen Forderungen und Ziele besteht die Möglichkeit, dass sich die gesellschaftliche Gruppe der Unterstützer vergrößert, andererseits wird durch die Medien der existierende Druck auf die Politik noch weiter verstärkt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verbände und deren Mitgliedsunternehmen setzen dabei vor allem auf die Einbindung eigener Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld zur Interessenartikulation gegenüber der Politik. Der Impuls zur politischen Einflussnahme geht dabei nicht von den Mitarbeitern selbst aus, sondern die Aktionen sind von der Unternehmensleitung zentral organisiert und oftmals in eine größere Unternehmens- oder Verbandsstrategie eingebettet. Häufig greifen Unternehmen für Grassroots-Lobbying auf externe [[PR-Agenturen|PR-Agenturen]] zurück, die Initiativen ausarbeiten und die Pressearbeit des Unternehmens gegenüber Öffentlichkeit und Politik koordinieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der PR-Experte und ehemalige Pressesprecher des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr, Marco Althaus, vergleicht die zentrale Organisation des Grassroots-Lobbying mit einem Schauspiel: &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;''„Der  Jedermann als Amateurlobbyist erhält eine öffentliche Bühne, der Berufslobbyist wirkt als Produzent und setzt als Regisseur den Dialog mit der Politik in Szene“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur Grassroots-Kampagne und zum Astroturfing ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying darf dabei nicht mit dem Begriff der Grassroots-Kampagne gleichgesetzt werden. Unter einer Grassroots-Kampagne versteht man eine Interessenvertretung bestimmter Gesellschaftsteile (etwa in Form von Bürgerinitiativen, - bewegungen oder Nichtregierungsorganisationen (NGOs)) durch die ein politisches Ziel erreicht werden soll. Dem steht Grassroots-Lobbying als Zusammenschluss aus wirtschaftlichen Motiven zur Beeinflussung der Politik im Unternehmenssinn gegenüber.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lobbyismus und Kampagne unterscheiden sich jedoch nicht nur im Bezug auf die Akteure, sondern durch die Kriterien Organisation, Interessenvertretung (Bürgerinteressen gegenüber Unternehmensinteressen), dem Grad der Transparenz und der Finanzierung (eigenfinanziert gegenüber fremdfinanziert). Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist jedoch der Grad der Abhängigkeit der ausführenden Akteure von der jeweiligen Organisationsebene. Während der Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und die Arbeit von NGOs bei der Grassroots-Kampagne auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruht, greift Grassroots-Lobbying auf ein bestehendes Abhängigkeitsverhältnis zurück. Dies drückt sich etwa zwischen Arbeitgeber und -nehmer, beziehungsweise Auszubildenden aus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind die Akteure von Grassroots-Lobbying nicht klar zu erkennen, handelt es sich um sogenanntes [[Astroturfing]]. Durch intransparente Finanzierung und Steuerung sollen beim [[Astroturfing]] die tatsächlichen Akteure verschleiert und die öffentliche Wahrnehmung manipuliert werden. So verbergen sich beispielsweise hinter der Gründung vermeintlicher Bürgerorganisationen Unternehmen oder Verbände, die von der Öffentlichkeit unentdeckt Lobbyarbeit betreiben wollen. Eine Unterscheidung zwischen Grassroots-Lobbying und [[Astroturfing]] ist auf Grund fließender Übergänge nicht immer sofort möglich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Althaus spricht von [[Astroturfing]], wenn statt Graswurzeln Kunstrasen verlegt werde: &amp;lt;br&amp;gt;''„Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter der vermeintlichen Bewegung nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne!3. Neue Strategien im Grassroots Lobbying für Unternehmen und Verbäde, Berlin 2007, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Astroturfing widerspricht dabei den ethischen Grundsätzen der sieben Selbstverpflichtungen der PR-Branche, da es dem öffentlichen Interesse zuwiederläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Althaus sieht im korporatistischen System der BRD (wie auch in Österreich oder Frankreich) kaum Chancen erfolgreich Lobbyarbeit außerhalb existierender Quasi-Monopole der Interessenvertretung zu betreiben. Organisationen wie Industrie- und Handelskammern, Bauernverbände etc. könnten für sich nahe-exklusive Politikzugänge in Anspruch nehmen und würden breite gesellschaftliche Konsenslösungen vorbereiten, was ein Ausscheren einzelner Verbände oder Unternehmen, sowie privates (nicht-institutionalisiertes) Lobbying nahezu unmöglich mache. &amp;lt;ref&amp;gt; Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 217&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemessen im internationalen Vergleich greifen deutsche Unternehmen aus diesem Grund relativ selten auf Grassroots-Lobbying zurück, da wirtschaftliche Interessenvertretung in diesem Bereich weiterhin über Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern (direktes Lobbying) verwirklicht wird. Nur einzelne Verbände haben Grassroots-Lobbying für sich entdeckt, da Initiativen weniger leicht zu durchschauen sind als beim direkten Lobbying.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in den USA ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying gilt seit den späten 1960er Jahren in den USA als eines der wichtigsten Lobby-Instrumente der Wirtschaft. Althaus führt aus, dass die Mehrheit aller US-Großunternehmen auf Grassroots-Lobbying zurückgreife, von denen viele ihre Mitarbeiter in längerfristigen Grassroots-Programmen organisieren. Begünstigt wird dies im Vergleich zu Deutschland vor allem durch das politische System der USA. Die Stellung der Parteien ist in den USA deutlich schwächer ausgeprägt und eine kaum vorhandene Fraktionsdisziplin sorgt dafür, dass sich im Kongress zu jedem Thema ad-hoc Mehrheiten, auch über Parteigrenzen hinweg, bilden müssen. Der einzelne Abgeordnete erfährt dadurch eine deutliche Aufwertung, was ihn gleichermaßen zu einem begehrten Ansprechpartner für Öffentlichkeit und Lobbyisten macht.&amp;lt;br&amp;gt;Darüber hinaus spielt Grassroots-Lobbying auch bei Wahlkämpfen eine entscheidende Rolle. Der Grund dafür sind die extrem hohen Kosten der US-Wahlkämpfe und - im Gegensatz zu Deutschland - das Verbot von [[Parteispenden|Parteispenden]] juristischer Personen. Unternehmen können den Kandidaten lediglich über sogenannte Political Action Committees finanzielle Mittel zukommen lassen. Hier kommt Grassroots-Lobbying zum Einsatz, wenn es beispielsweise darum geht Privatspenden von Mitarbeitern oder Mitgliedern zu sammeln und an die Kandidaten weiterzuleiten. Althaus gibt diesbezüglich den Trend des &amp;quot;Pay to play&amp;quot; wieder: die Gesprächsbereitschaft von Politikern steige deutlich, wenn diese Wahlkampfspenden erhalten. Dementsprechend kann es sich in den USA kaum ein Unternehmen oder Verband leisten auf Grassroots-Lobbying zur politischen oder finanziellen Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter zu verzichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 35ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problematik ==&lt;br /&gt;
Aus demokratischer Perspektive ist Grassroots-Lobbying fraglich, da es sich nicht um eigenständiges Engagement der Mitarbeiter handelt. Die Aktionen werden vielmehr zentral organisiert und vorbereitet; die Beschäftigten bestimmen weder die Lobbystrategien noch die konkreten Zielsetzungen. Angesichts ihres Status als abhängig Beschäftigte dürfte es schwer fallen, sich an solchen Aktionen nicht zu beteiligen, vor allem, wenn es Vorgaben gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin, 2010, S.131&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie dies in der Praxis aussieht zeigt sich am Beispiel einer Pro-Atom-Demonstration des Energieversorgers [[RWE|RWE]] aus dem Jahr 2009. Die ''taz'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!39770/ taz: Pro-Atomkraft-Demo - RWE lässt demonstrieren, Artikel vom 29.08.2009] aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte darüber berichtet, dass Azubis des Konzerns freigestellt wurden, damit diese mit Bussen zur Demonstration nach Biblis gebracht werden konnten. Der Artikel zeigt dabei sehr deutlich (''„Der Konzern hat die Auszubildenden freigestellt, damit sie zur Demo fahren, nicht damit sie blaumachen&amp;quot;''), dass von den Azubis sehr wohl die Teilnahme an der Demo erwartet wurde. Auch wenn dies von RWE bestritten wurde -  angesichts des Abhängigkeitsverhältnisses der Azubis gegenüber dem Unternehmen kann keinesfalls von einem rein freiwilligem Engagement ausgegangen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/09/rwe-lasst-azubis-demonstrieren/ Statement von LobbyControl zur RWE-Demonstration vom 03.09.2009]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Problem von Grassroots-Lobbying sieht Althaus im Kontrollverlust der Steuerung. Kritisch am Grassroots-Lobbying sei die Tendenz, dass die Medien und die Öffentlichkeit sehr empfindlich reagieren, wenn eine Lobby-Aktion nicht als authentisch wahrgenommen werde, sondern als von einem Unternehmen orchestriert. Dies führe dazu, dass sich das entsprechende Unternehmen, bzw. der entsprechende Verband sehr schnell mit dem Vorwurf der Manipulation und dem Vorspielen falscher Tatsachen konfrontiert sehe. Neben einem massiven Imageverlust des Lobby-Akteurs resultiere dies im Verlust der Glaubwürdigkeit gegenüber der Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Würde für die Kampagne eine neue Organisation oder Kampagnenplattform geschaffen und ist der Initiator nicht sofort ersichtlich, kommt es oft [...] zum Vorwurf der Verschleierung und Maskerade, Irreführung und Intransparenz. [...] Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter den vermeintlichen Bewegungen nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen. Gleichermaßen wird die Legitimität von Initiativen, Vereinen und Verbänden angezweifelt, die als Kampagnenplattform dienen. Sie werden als „front groups“ bezeichnet, hinter denen sich Unternehmen und Verbände verstecken, die die Gruppen inhaltlich kontrollieren und finanzieren.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 151ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
=== Grassroots-Lobbying des Verbands der Privaten Krankenversicherung ===&lt;br /&gt;
* Mitgliedsunternehmen des [[Verband der Privaten Krankenversicherung|Verbands der Privaten Krankenversicherung]] (PKV) hatten im Oktober 2006 mit Hilfe von Grassroots-Lobbying versucht Einfluss auf die geplante Gesundheitsreform zu nehmen. Durch zahlreiche Protestbriefe von Privatversicherten an Bundestagsabgeordnete von Union und SPD sollte Druck auf die Bundesregierung aufgebaut werden. Dadurch sollte sie dazu bewegt werden, die geplanten Änderung für die privaten Krankenversicherungen zurückzunehmen.&amp;lt;br&amp;gt;Der PKV hatte aus diesem Grund sieben Briefvorlagen für unterschiedliche Zielgruppen und thematische Aspekte formuliert und im Internet bereitgestellt, die von den Mitarbeitern der PKV-Unternehmen verschickt werden sollten. &amp;quot;Der Verband selbst hat keinen Zugriff auf die Kunden der Mitgliedsunternehmen. Daher sollte jedes Unternehmen möglichst viele Vertriebs- und Innendienstmitarbeiter dazu bringen, Abgeordnete in eigenem Namen als Versicherte anzuschreiben&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Das angestrebte Ziel der Grassroots-Kampagne war die Zahl von 50.000 Protestbriefen, die von einer breiten   Medienkampagne des PKV begleitet werden sollte. Zwar gingen einige tausend Briefe bei Bundestagsabgeordneten ein, aber auf Rückfrage einiger Abgeordneter an Mitglieder des PKV erhielten diese die überraschte Antwort man habe gar keine Protestschreiben geschickt. Vom ''Spiegel'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/private-krankenkassen-krawall-nach-plan-a-445990.html Der Spiegel: Krawall nach Plan, 03.11.2006], aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde ein interner PKV-Vermerk veröffentlicht, aus dem hervorging, dass die Kampagne darauf ausgerichtet war Unruhe in die Regierungsfraktionen in Bezug auf die geplante Gesundheitsreform zu bringen. Dem PKV wurde daraufhin gezielte Desinformation, Manipulation und Unterschriftenfälschung vorgeworfen. Zwar hatte der PKV mehrmals betont, dass es sich bei den gefälschten Unterschriften um Einzelfälle handele und die Kampagne an sich authentisch sei. Der Imageschaden für den PKV war allerdings enorm.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 164ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2006/10/dubiose-protestaktion-der-privaten-krankenkassen/ Statement von LobbyControl zur PKV-Initiative vom 31. Oktober 2006]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Postkarten-Aktion von Hill+Knowlton ===&lt;br /&gt;
* 2004 entwickelte die PR-Agentur [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] eine Kampagne für den Energiekonzern Vattenfall, um die Regeln für die Zuteilung von Verschmutzungsrechten im Emissionhandel - den sogenannten nationalen Allokationsplan - zugunsten des Unternehmens zu beeinflussen. Vattenfall kämpfte um die Anerkennung von Vorleistungen im Klimaschutz, um keine zusätzlichen Zertifikate kaufen zu müssen. Der damalige Umweltminister Jürgen Trittin positionierte sich klar dagegen. Neben den üblichen Maßnahmen mediale Aufmerksamkeit für das Unternehmen zu gewinnen, entwickelte [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] auch eine Grassrootskampagne. Diese bezog sich auf eine Aussage des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder vom Juni 2003, in einer Rede vor dem Verband der Elektrizitätswirtschaft:&amp;quot;Unternehmen, die schon in der Vergangenheit erheblich in die CO2-Vermeidung investiert haben, müssen und sollen auch dafür belohnt werden.&amp;quot; Als Reaktion organisierte [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] eine Aktion, bei der 50.000 Mitarbeiter von Vattenfall Postkarten an[[Gerhard Schröder|Schröder]] schickten. Die Karten zeigten Mitarbeiter von Vattenfall und waren mit dem Spruch versehen: &amp;quot;Herr Bundeskanzler, können wir uns auf ihr Wort verlassen?&amp;quot; Sie waren vorher an Vattenfall-Mitarbeiter aus Kraftwerken und Berkwerken, deren Familien und Freunde verteilt worden. Die Mitarbeiter gaben die Karten im Betrieb ab, der sie anschließend geschlossen zur Post brachte&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin 2010, S.34.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-ABC]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
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		<title>Grassroots-Lobbying</title>
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		<updated>2014-11-27T14:40:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Grassroots-Lobbying''' bezeichnet eine Strategie, bei der Unternehmen, Verbände oder sonstige Organisationen verstärkt versuchen ihre eigenen Mitarbeiter und teilweise Kunden für die Lobbyarbeit einzuspannen. Der Name leitet sich dabei vom Bürger als &amp;quot;Graswurzel&amp;quot; (engl.: grassroots) politischer Partizipation ab. Je breiter die Basis tatsächlicher oder potentieller Wähler ist, die ein Unternehmen oder Verband durch Lobbying ansprechen kann, desto größer ist der Druck auf die Politik. Dadurch sollen politische Entscheidungsträger zu spezifischen Handlungen (oder Nicht-Handlungen) bewogen werden. In der Praxis erfolgt Grassroots-Lobbying oftmals über eine großflächige Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld. &amp;lt;br&amp;gt; Zu den klassischen Instrumenten dieser Strategie gehören, neben Leserbriefen und Unterschriftensammlungen, vor allem Postkarten-, Telefon- und Emailaktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale von Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying ist geprägt durch eine emotionale Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit. Im Vergleich zum direkten Lobbying von Entscheidungsträgern stehen dabei nicht Fakten oder Paragrafen im Vordergrund der Diskussion, sondern die Schilderung von Erlebnissen, das Aufzeigen von Einzelfällen, sowie die Verwendung aussagekräftiger Bilder oder Schlagworte. Die Berichterstattung der Medien soll im eigenen Sinne beeinflusst werden, um der Öffentlichkeit durch Grassroots-Lobbying ein bestimmtes Bild zu vermitteln und dieses zu festigen. Durch die Kommunikation der eigenen Forderungen und Ziele besteht die Möglichkeit, dass sich die gesellschaftliche Gruppe der Unterstützer vergrößert, andererseits wird durch die Medien der existierende Druck auf die Politik noch weiter verstärkt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verbände und deren Mitgliedsunternehmen setzen dabei vor allem auf die Einbindung eigener Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld zur Interessenartikulation gegenüber der Politik. Der Impuls zur politischen Einflussnahme geht dabei nicht von den Mitarbeitern selbst aus, sondern die Aktionen sind von der Unternehmensleitung zentral organisiert und oftmals in eine größere Unternehmens- oder Verbandsstrategie eingebettet. Häufig greifen Unternehmen für Grassroots-Lobbying auf externe [[PR-Agenturen|PR-Agenturen]] zurück, die Initiativen ausarbeiten und die Pressearbeit des Unternehmens gegenüber Öffentlichkeit und Politik koordinieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der PR-Experte und ehemalige Pressesprecher des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr, Marco Althaus, vergleicht die zentrale Organisation des Grassroots-Lobbying mit einem Schauspiel: &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;''„Der  Jedermann als Amateurlobbyist erhält eine öffentliche Bühne, der Berufslobbyist wirkt als Produzent und setzt als Regisseur den Dialog mit der Politik in Szene“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur Grassroots-Kampagne und zum Astroturfing ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying darf dabei nicht mit dem Begriff der Grassroots-Kampagne gleichgesetzt werden. Unter einer Grassroots-Kampagne versteht man eine Interessenvertretung bestimmter Gesellschaftsteile (etwa in Form von Bürgerinitiativen, - bewegungen oder Nichtregierungsorganisationen (NGOs)) durch die ein politisches Ziel erreicht werden soll. Dem steht Grassroots-Lobbying als Zusammenschluss aus wirtschaftlichen Motiven zur Beeinflussung der Politik im Unternehmenssinn gegenüber.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lobbyismus und Kampagne unterscheiden sich jedoch nicht nur im Bezug auf die Akteure, sondern durch die Kriterien Organisation, Interessenvertretung (Bürgerinteressen gegenüber Unternehmensinteressen), dem Grad der Transparenz und der Finanzierung (eigenfinanziert gegenüber fremdfinanziert). Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist jedoch der Grad der Abhängigkeit der ausführenden Akteure von der jeweiligen Organisationsebene. Während der Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und die Arbeit von NGOs bei der Grassroots-Kampagne auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruht, greift Grassroots-Lobbying auf ein bestehendes Abhängigkeitsverhältnis zurück. Dies drückt sich etwa zwischen Arbeitgeber und -nehmer, beziehungsweise Auszubildenden aus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind die Akteure von Grassroots-Lobbying nicht klar zu erkennen, handelt es sich um sogenanntes [[Astroturfing]]. Durch intransparente Finanzierung und Steuerung sollen beim [[Astroturfing]] die tatsächlichen Akteure verschleiert und die öffentliche Wahrnehmung manipuliert werden. So verbergen sich beispielsweise hinter der Gründung vermeintlicher Bürgerorganisationen Unternehmen oder Verbände, die von der Öffentlichkeit unentdeckt Lobbyarbeit betreiben wollen. Eine Unterscheidung zwischen Grassroots-Lobbying und [[Astroturfing]] ist auf Grund fließender Übergänge nicht immer sofort möglich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Althaus spricht von [[Astroturfing]], wenn statt Graswurzeln Kunstrasen verlegt werde: &amp;lt;br&amp;gt;''„Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter der vermeintlichen Bewegung nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne!3. Neue Strategien im Grassroots Lobbying für Unternehmen und Verbäde, Berlin 2007, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Astroturfing widerspricht dabei den ethischen Grundsätzen der sieben Selbstverpflichtungen der PR-Branche, da es dem öffentlichen Interesse zuwiederläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Althaus sieht im korporatistischen System der BRD (wie auch in Österreich oder Frankreich) kaum Chancen erfolgreich Lobbyarbeit außerhalb existierender Quasi-Monopole der Interessenvertretung zu betreiben. Organisationen wie Industrie- und Handelskammern, Bauernverbände etc. könnten für sich nahe-exklusive Politikzugänge in Anspruch nehmen und würden breite gesellschaftliche Konsenslösungen vorbereiten, was ein Ausscheren einzelner Verbände oder Unternehmen, sowie privates (nicht-institutionalisiertes) Lobbying nahezu unmöglich mache. &amp;lt;ref&amp;gt; Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 217&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemessen im internationalen Vergleich greifen deutsche Unternehmen aus diesem Grund relativ selten auf Grassroots-Lobbying zurück, da wirtschaftliche Interessenvertretung in diesem Bereich weiterhin über Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern (direktes Lobbying) verwirklicht wird. Nur einzelne Verbände haben Grassroots-Lobbying für sich entdeckt, da Initiativen weniger leicht zu durchschauen sind als beim direkten Lobbying.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in den USA ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying gilt seit den späten 1960er Jahren in den USA als eines der wichtigsten Lobby-Instrumente der Wirtschaft. Althaus führt aus, dass die Mehrheit aller US-Großunternehmen auf Grassroots-Lobbying zurückgreife, von denen viele ihre Mitarbeiter in längerfristigen Grassroots-Programmen organisieren. Begünstigt wird dies im Vergleich zu Deutschland vor allem durch das politische System der USA. Die Stellung der Parteien ist in den USA deutlich schwächer ausgeprägt und eine kaum vorhandene Fraktionsdisziplin sorgt dafür, dass sich im Kongress zu jedem Thema ad-hoc Mehrheiten, auch über Parteigrenzen hinweg, bilden müssen. Der einzelne Abgeordnete erfährt dadurch eine deutliche Aufwertung, was ihn gleichermaßen zu einem begehrten Ansprechpartner für Öffentlichkeit und Lobbyisten macht.&amp;lt;br&amp;gt;Darüber hinaus spielt Grassroots-Lobbying auch bei Wahlkämpfen eine entscheidende Rolle. Der Grund dafür sind die extrem hohen Kosten der US-Wahlkämpfe und - im Gegensatz zu Deutschland - das Verbot von [[Parteispenden|Parteispenden]] juristischer Personen. Unternehmen können den Kandidaten lediglich über sogenannte Political Action Committees finanzielle Mittel zukommen lassen. Hier kommt Grassroots-Lobbying zum Einsatz, wenn es beispielsweise darum geht Privatspenden von Mitarbeitern oder Mitgliedern zu sammeln und an die Kandidaten weiterzuleiten. Althaus gibt diesbezüglich den Trend des &amp;quot;Pay to play&amp;quot; wieder: die Gesprächsbereitschaft von Politikern steige deutlich, wenn diese Wahlkampfspenden erhalten. Dementsprechend kann es sich in den USA kaum ein Unternehmen oder Verband leisten auf Grassroots-Lobbying zur politischen oder finanziellen Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter zu verzichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 35ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problematik ==&lt;br /&gt;
Aus demokratischer Perspektive ist Grassroots-Lobbying fraglich, da es sich nicht um eigenständiges Engagement der Mitarbeiter handelt. Die Aktionen werden vielmehr zentral organisiert und vorbereitet; die Beschäftigten bestimmen weder die Lobbystrategien noch die konkreten Zielsetzungen. Angesichts ihres Status als abhängig Beschäftigte dürfte es schwer fallen, sich an solchen Aktionen nicht zu beteiligen, vor allem, wenn es Vorgaben gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin, 2010, S.131&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie dies in der Praxis aussieht zeigt sich am Beispiel einer Pro-Atom-Demonstration des Energieversorgers [[RWE|RWE]] aus dem Jahr 2009. Die ''taz'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!39770/ taz: Pro-Atomkraft-Demo - RWE lässt demonstrieren, Artikel vom 29.08.2009] aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte darüber berichtet, dass Azubis des Konzerns freigestellt wurden, damit diese mit Bussen zur Demonstration nach Biblis gebracht werden konnten. Der Artikel zeigt dabei sehr deutlich (''„Der Konzern hat die Auszubildenden freigestellt, damit sie zur Demo fahren, nicht damit sie blaumachen&amp;quot;''), dass von den Azubis sehr wohl die Teilnahme an der Demo erwartet wurde. Auch wenn dies von RWE bestritten wurde -  angesichts des Abhängigkeitsverhältnisses der Azubis gegenüber dem Unternehmen kann keinesfalls von einem rein freiwilligem Engagement ausgegangen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/09/rwe-lasst-azubis-demonstrieren/ Statement von LobbyControl zur RWE-Demonstration vom 03.09.2009]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Problem von Grassroots-Lobbying sieht Althaus im Kontrollverlust der Steuerung. Kritisch am Grassroots-Lobbying sei die Tendenz, dass die Medien und die Öffentlichkeit sehr empfindlich reagieren, wenn eine Lobby-Aktion nicht als authentisch wahrgenommen werde, sondern als von einem Unternehmen orchestriert. Dies führe dazu, dass sich das entsprechende Unternehmen, bzw. der entsprechende Verband sehr schnell mit dem Vorwurf der Manipulation und dem Vorspielen falscher Tatsachen konfrontiert sehe. Neben einem massiven Imageverlust des Lobby-Akteurs resultiere dies im Verlust der Glaubwürdigkeit gegenüber der Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Würde für die Kampagne eine neue Organisation oder Kampagnenplattform geschaffen und ist der Initiator nicht sofort ersichtlich, kommt es oft [...] zum Vorwurf der Verschleierung und Maskerade, Irreführung und Intransparenz. [...] Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter den vermeintlichen Bewegungen nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen. Gleichermaßen wird die Legitimität von Initiativen, Vereinen und Verbänden angezweifelt, die als Kampagnenplattform dienen. Sie werden als „front groups“ bezeichnet, hinter denen sich Unternehmen und Verbände verstecken, die die Gruppen inhaltlich kontrollieren und finanzieren.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 151ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
=== Grassroots-Lobbying des Verbands der Privaten Krankenversicherung ===&lt;br /&gt;
* Mitgliedsunternehmen des [[Verband der Privaten Krankenversicherung|Verbands der Privaten Krankenversicherung]] (PKV) hatten im Oktober 2006 mit Hilfe von Grassroots-Lobbying versucht Einfluss auf die geplante Gesundheitsreform zu nehmen. Durch zahlreiche Protestbriefe von Privatversicherten an Bundestagsabgeordnete von Union und SPD sollte Druck auf die Bundesregierung aufgebaut werden. Dadurch sollte sie dazu bewegt werden, die geplanten Änderung für die privaten Krankenversicherungen zurückzunehmen.&amp;lt;br&amp;gt;Der PKV hatte aus diesem Grund sieben Briefvorlagen für unterschiedliche Zielgruppen und thematische Aspekte formuliert und im Internet bereitgestellt, die von den Mitarbeitern der PKV-Unternehmen verschickt werden sollten. &amp;quot;Der Verband selbst hat keinen Zugriff auf die Kunden der Mitgliedsunternehmen. Daher sollte jedes Unternehmen möglichst viele Vertriebs- und Innendienstmitarbeiter dazu bringen, Abgeordnete in eigenem Namen als Versicherte anzuschreiben&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Das angestrebte Ziel der Grassroots-Kampagne war die Zahl von 50.000 Protestbriefen, die von einer breiten   Medienkampagne des PKV begleitet werden sollte. Zwar gingen einige tausend Briefe bei Bundestagsabgeordneten ein, aber auf Rückfrage einiger Abgeordneter an Mitglieder des PKV erhielten diese die überraschte Antwort man habe gar keine Protestschreiben geschickt. Vom ''Spiegel'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/private-krankenkassen-krawall-nach-plan-a-445990.html Der Spiegel: Krawall nach Plan, 03.11.2006], aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde ein interner PKV-Vermerk veröffentlicht, aus dem hervorging, dass die Kampagne darauf ausgerichtet war Unruhe in die Regierungsfraktionen in Bezug auf die geplante Gesundheitsreform zu bringen. Dem PKV wurde daraufhin gezielte Desinformation, Manipulation und Unterschriftenfälschung vorgeworfen. Zwar hatte der PKV mehrmals betont, dass es sich bei den gefälschten Unterschriften um Einzelfälle handele und die Kampagne an sich authentisch sei. Der Imageschaden für den PKV war allerdings enorm.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 164ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2006/10/dubiose-protestaktion-der-privaten-krankenkassen/ Statement von LobbyControl zur PKV-Initiative vom 31. Oktober 2006]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Postkarten-Aktion von Hill+Knowlton ===&lt;br /&gt;
* 2004 entwickelte die PR-Agentur [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] eine Kampagne für Vattenfall, um die Regeln für die Zuteilung von Verschmutzungsrechten im Emissionhandel - den sogenannten nationalen Allokationsplan - zugunsten des Unternehmens zu beeinflussen. Vattenfall kämpfte um die Anerkennung von Vorleistungen im Klimaschutz, um keine zusätzlichen Zertifikate kaufen zu müssen. Der damalige Umweltminister Jürgen Trittin positionierte sich klar dagegen. Neben den üblichen Maßnahmen mediale Aufmerksamkeit für das Unternehmen zu gewinnen, wurde entwickelte [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] auch eine Grassrootskampagne. Diese bezog sich auf eine Aussage des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder vom Juni 2003 in einer Rede vor dem Verband der Elektrizitätswirtschaft:&amp;quot;Unternehmen, die schon in der Vergangenheit erheblich in die CO2-Vermeidung investiert haben, müssen und sollen auch dafür belohnt werden.&amp;quot; Als Reaktion organisierte [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] eine Aktion, bei der 50.000 Mitarbeiter von Vattenfall Postkarten an[[Gerhard Schröder|Schröder]] schickten. Die Karten zeigten Mitarbeiter von Vattenfall und waren mit dem Spruch versehen: &amp;quot;Herr Bundeskanzler, können wir uns auf ihr Wort verlassen?&amp;quot; Sie waren vorher an Vattenfall-Mitarbeiter aus Kraftwerken und Berkwerken, deren Familien und Freunde verteilt worden. Die Mitarbeiter gaben die Karten im Betrieb ab, der sie anschließend geschlossen zur Post brachte&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin 2010, S.34.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-ABC]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Grassroots-Lobbying&amp;diff=31295</id>
		<title>Grassroots-Lobbying</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Grassroots-Lobbying&amp;diff=31295"/>
		<updated>2014-11-27T14:34:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Grassroots-Lobbying''' bezeichnet eine Strategie, bei der Unternehmen, Verbände oder sonstige Organisationen verstärkt versuchen ihre eigenen Mitarbeiter und teilweise Kunden für die Lobbyarbeit einzuspannen. Der Name leitet sich dabei vom Bürger als &amp;quot;Graswurzel&amp;quot; (engl.: grassroots) politischer Partizipation ab. Je breiter die Basis tatsächlicher oder potentieller Wähler ist, die ein Unternehmen oder Verband durch Lobbying ansprechen kann, desto größer ist der Druck auf die Politik. Dadurch sollen politische Entscheidungsträger zu spezifischen Handlungen (oder Nicht-Handlungen) bewogen werden. In der Praxis erfolgt Grassroots-Lobbying oftmals über eine großflächige Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld. &amp;lt;br&amp;gt; Zu den klassischen Instrumenten dieser Strategie gehören, neben Leserbriefen und Unterschriftensammlungen, vor allem Postkarten-, Telefon- und Emailaktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale von Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying ist geprägt durch eine emotionale Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit. Im Vergleich zum direkten Lobbying von Entscheidungsträgern stehen dabei nicht Fakten oder Paragrafen im Vordergrund der Diskussion, sondern die Schilderung von Erlebnissen, das Aufzeigen von Einzelfällen, sowie die Verwendung aussagekräftiger Bilder oder Schlagworte. Die Berichterstattung der Medien soll im eigenen Sinne beeinflusst werden, um der Öffentlichkeit durch Grassroots-Lobbying ein bestimmtes Bild zu vermitteln und dieses zu festigen. Durch die Kommunikation der eigenen Forderungen und Ziele besteht die Möglichkeit, dass sich die gesellschaftliche Gruppe der Unterstützer vergrößert, andererseits wird durch die Medien der existierende Druck auf die Politik noch weiter verstärkt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verbände und deren Mitgliedsunternehmen setzen dabei vor allem auf die Einbindung eigener Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld zur Interessenartikulation gegenüber der Politik. Der Impuls zur politischen Einflussnahme geht dabei nicht von den Mitarbeitern selbst aus, sondern die Aktionen sind von der Unternehmensleitung zentral organisiert und oftmals in eine größere Unternehmens- oder Verbandsstrategie eingebettet. Häufig greifen Unternehmen für Grassroots-Lobbying auf externe [[PR-Agenturen|PR-Agenturen]] zurück, die Initiativen ausarbeiten und die Pressearbeit des Unternehmens gegenüber Öffentlichkeit und Politik koordinieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der PR-Experte und ehemalige Pressesprecher des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr, Marco Althaus, vergleicht die zentrale Organisation des Grassroots-Lobbying mit einem Schauspiel: &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;''„Der  Jedermann als Amateurlobbyist erhält eine öffentliche Bühne, der Berufslobbyist wirkt als Produzent und setzt als Regisseur den Dialog mit der Politik in Szene“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur Grassroots-Kampagne und zum Astroturfing ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying darf dabei nicht mit dem Begriff der Grassroots-Kampagne gleichgesetzt werden. Unter einer Grassroots-Kampagne versteht man eine Interessenvertretung bestimmter Gesellschaftsteile (etwa in Form von Bürgerinitiativen, - bewegungen oder Nichtregierungsorganisationen (NGOs)) durch die ein politisches Ziel erreicht werden soll. Dem steht Grassroots-Lobbying als Zusammenschluss aus wirtschaftlichen Motiven zur Beeinflussung der Politik im Unternehmenssinn gegenüber.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lobbyismus und Kampagne unterscheiden sich jedoch nicht nur im Bezug auf die Akteure, sondern durch die Kriterien Organisation, Interessenvertretung (Bürgerinteressen gegenüber Unternehmensinteressen), dem Grad der Transparenz und der Finanzierung (eigenfinanziert gegenüber fremdfinanziert). Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist jedoch der Grad der Abhängigkeit der ausführenden Akteure von der jeweiligen Organisationsebene. Während der Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und die Arbeit von NGOs bei der Grassroots-Kampagne auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruht, greift Grassroots-Lobbying auf ein bestehendes Abhängigkeitsverhältnis zurück. Dies drückt sich etwa zwischen Arbeitgeber und -nehmer, beziehungsweise Auszubildenden aus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind die Akteure von Grassroots-Lobbying nicht klar zu erkennen, handelt es sich um sogenanntes [[Astroturfing]]. Durch intransparente Finanzierung und Steuerung sollen beim [[Astroturfing]] die tatsächlichen Akteure verschleiert und die öffentliche Wahrnehmung manipuliert werden. So verbergen sich beispielsweise hinter der Gründung vermeintlicher Bürgerorganisationen Unternehmen oder Verbände, die von der Öffentlichkeit unentdeckt Lobbyarbeit betreiben wollen. Eine Unterscheidung zwischen Grassroots-Lobbying und [[Astroturfing]] ist auf Grund fließender Übergänge nicht immer sofort möglich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Althaus spricht von [[Astroturfing]], wenn statt Graswurzeln Kunstrasen verlegt werde: &amp;lt;br&amp;gt;''„Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter der vermeintlichen Bewegung nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne!3. Neue Strategien im Grassroots Lobbying für Unternehmen und Verbäde, Berlin 2007, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Astroturfing widerspricht dabei den ethischen Grundsätzen der sieben Selbstverpflichtungen der PR-Branche, da es dem öffentlichen Interesse zuwiederläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Althaus sieht im korporatistischen System der BRD (wie auch in Österreich oder Frankreich) kaum Chancen erfolgreich Lobbyarbeit außerhalb existierender Quasi-Monopole der Interessenvertretung zu betreiben. Organisationen wie Industrie- und Handelskammern, Bauernverbände etc. könnten für sich nahe-exklusive Politikzugänge in Anspruch nehmen und würden breite gesellschaftliche Konsenslösungen vorbereiten, was ein Ausscheren einzelner Verbände oder Unternehmen, sowie privates (nicht-institutionalisiertes) Lobbying nahezu unmöglich mache. &amp;lt;ref&amp;gt; Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 217&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemessen im internationalen Vergleich greifen deutsche Unternehmen aus diesem Grund relativ selten auf Grassroots-Lobbying zurück, da wirtschaftliche Interessenvertretung in diesem Bereich weiterhin über Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern (direktes Lobbying) verwirklicht wird. Nur einzelne Verbände haben Grassroots-Lobbying für sich entdeckt, da Initiativen weniger leicht zu durchschauen sind als beim direkten Lobbying.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in den USA ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying gilt seit den späten 1960er Jahren in den USA als eines der wichtigsten Lobby-Instrumente der Wirtschaft. Althaus führt aus, dass die Mehrheit aller US-Großunternehmen auf Grassroots-Lobbying zurückgreife, von denen viele ihre Mitarbeiter in längerfristigen Grassroots-Programmen organisieren. Begünstigt wird dies im Vergleich zu Deutschland vor allem durch das politische System der USA. Die Stellung der Parteien ist in den USA deutlich schwächer ausgeprägt und eine kaum vorhandene Fraktionsdisziplin sorgt dafür, dass sich im Kongress zu jedem Thema ad-hoc Mehrheiten, auch über Parteigrenzen hinweg, bilden müssen. Der einzelne Abgeordnete erfährt dadurch eine deutliche Aufwertung, was ihn gleichermaßen zu einem begehrten Ansprechpartner für Öffentlichkeit und Lobbyisten macht.&amp;lt;br&amp;gt;Darüber hinaus spielt Grassroots-Lobbying auch bei Wahlkämpfen eine entscheidende Rolle. Der Grund dafür sind die extrem hohen Kosten der US-Wahlkämpfe und - im Gegensatz zu Deutschland - das Verbot von [[Parteispenden|Parteispenden]] juristischer Personen. Unternehmen können den Kandidaten lediglich über sogenannte Political Action Committees finanzielle Mittel zukommen lassen. Hier kommt Grassroots-Lobbying zum Einsatz, wenn es beispielsweise darum geht Privatspenden von Mitarbeitern oder Mitgliedern zu sammeln und an die Kandidaten weiterzuleiten. Althaus gibt diesbezüglich den Trend des &amp;quot;Pay to play&amp;quot; wieder: die Gesprächsbereitschaft von Politikern steige deutlich, wenn diese Wahlkampfspenden erhalten. Dementsprechend kann es sich in den USA kaum ein Unternehmen oder Verband leisten auf Grassroots-Lobbying zur politischen oder finanziellen Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter zu verzichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 35ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problematik ==&lt;br /&gt;
Aus demokratischer Perspektive ist Grassroots-Lobbying fraglich, da es sich nicht um eigenständiges Engagement der Mitarbeiter handelt. Die Aktionen werden vielmehr zentral organisiert und vorbereitet; die Beschäftigten bestimmen weder die Lobbystrategien noch die konkreten Zielsetzungen. Angesichts ihres Status als abhängig Beschäftigte dürfte es schwer fallen, sich an solchen Aktionen nicht zu beteiligen, vor allem, wenn es Vorgaben gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin, 2010, S.131&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie dies in der Praxis aussieht zeigt sich am Beispiel einer Pro-Atom-Demonstration des Energieversorgers [[RWE|RWE]] aus dem Jahr 2009. Die ''taz'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!39770/ taz: Pro-Atomkraft-Demo - RWE lässt demonstrieren, Artikel vom 29.08.2009] aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte darüber berichtet, dass Azubis des Konzerns freigestellt wurden, damit diese mit Bussen zur Demonstration nach Biblis gebracht werden konnten. Der Artikel zeigt dabei sehr deutlich (''„Der Konzern hat die Auszubildenden freigestellt, damit sie zur Demo fahren, nicht damit sie blaumachen&amp;quot;''), dass von den Azubis sehr wohl die Teilnahme an der Demo erwartet wurde. Auch wenn dies von RWE bestritten wurde -  angesichts des Abhängigkeitsverhältnisses der Azubis gegenüber dem Unternehmen kann keinesfalls von einem rein freiwilligem Engagement ausgegangen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/09/rwe-lasst-azubis-demonstrieren/ Statement von LobbyControl zur RWE-Demonstration vom 03.09.2009]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Problem von Grassroots-Lobbying sieht Althaus im Kontrollverlust der Steuerung. Kritisch am Grassroots-Lobbying sei die Tendenz, dass die Medien und die Öffentlichkeit sehr empfindlich reagieren, wenn eine Lobby-Aktion nicht als authentisch wahrgenommen werde, sondern als von einem Unternehmen orchestriert. Dies führe dazu, dass sich das entsprechende Unternehmen, bzw. der entsprechende Verband sehr schnell mit dem Vorwurf der Manipulation und dem Vorspielen falscher Tatsachen konfrontiert sehe. Neben einem massiven Imageverlust des Lobby-Akteurs resultiere dies im Verlust der Glaubwürdigkeit gegenüber der Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Würde für die Kampagne eine neue Organisation oder Kampagnenplattform geschaffen und ist der Initiator nicht sofort ersichtlich, kommt es oft [...] zum Vorwurf der Verschleierung und Maskerade, Irreführung und Intransparenz. [...] Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter den vermeintlichen Bewegungen nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen. Gleichermaßen wird die Legitimität von Initiativen, Vereinen und Verbänden angezweifelt, die als Kampagnenplattform dienen. Sie werden als „front groups“ bezeichnet, hinter denen sich Unternehmen und Verbände verstecken, die die Gruppen inhaltlich kontrollieren und finanzieren.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 151ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
=== Grassroots-Lobbying des Verbands der Privaten Krankenversicherung ===&lt;br /&gt;
* Mitgliedsunternehmen des [[Verband der Privaten Krankenversicherung|Verbands der Privaten Krankenversicherung]] (PKV) hatten im Oktober 2006 mit Hilfe von Grassroots-Lobbying versucht Einfluss auf geplante Gesundheitsreform zu nehmen. Durch das Verschicken zahlreicher Protestbriefe von Privatversicherten an Bundestagsabgeordnete von Union und SPD sollte Druck auf die Bundesregierung aufgebaut werden, wodurch diese die geplanten Änderung für die privaten Krankenversicherungen zurücknehmen sollte.&amp;lt;br&amp;gt;Der PKV hatte aus diesem Grund sieben Briefvorlagen für unterschiedliche Zielgruppen und thematische Aspekte formuliert und im Internet bereitgestellt, die von den Mitarbeitern der PKV-Unternehmen verschickt werden sollten. &amp;quot;Der Verband selbst hat keinen Zugriff auf die Kunden der Mitgliedsunternehmen. Daher sollte jedes Unternehmen möglichst viele Vertriebs- und Innendienstmitarbeiter dazu bringen, Abgeordnete in eigenem Namen als Versicherte anzuschreiben&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Das angestrebte Ziel der Grassroots-Kampagne war die Zahl von 50.000 Protestbriefen, die von einer breiten   Medienkampagne des PKV begleitet werden sollte. Zwar gingen einige tausend Briefe bei Bundestagsabgeordneten ein, aber auf Rückfrage einiger Abgeordneter an Mitglieder des PKV erhielten diese die überraschte Antwort man habe gar keine Protestschreiben geschickt. Vom ''Spiegel'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/private-krankenkassen-krawall-nach-plan-a-445990.html Der Spiegel: Krawall nach Plan, 03.11.2006], aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde ein interner PKV-Vermerk veröffentlicht, aus dem hervorging, dass die Kampagne darauf ausgerichtet war Unruhe in die Regierungsfraktionen in Bezug auf die geplante Gesundheitsreform zu bringen. Dem PKV wurde daraufhin gezielte Desinformation, Manipulation und Unterschriftenfälschung vorgeworfen. Zwar hatte der PKV mehrmals betont, dass es sich bei den gefälschten Unterschriften um Einzelfälle handele und die Kampagne an sich authentisch sei. Der Imageschaden für den PKV war allerdings enorm.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 164ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2006/10/dubiose-protestaktion-der-privaten-krankenkassen/ Statement von LobbyControl zur PKV-Initiative vom 31. Oktober 2006]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Postkarten-Aktion von Hill+Knowlton ===&lt;br /&gt;
* 2004 entwickelte die PR-Agentur [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] eine Kampagne für Vattenfall, um die Regeln für die Zuteilung von Verschmutzungsrechten im Emissionhandel - den sogenannten nationalen Allokationsplan - zugunsten des Unternehmens zu beeinflussen. Vattenfall kämpfte um die Anerkennung von Vorleistungen im Klimaschutz, um keine zusätzlichen Zertifikate kaufen zu müssen. Der damalige Umweltminister Jürgen Trittin positionierte sich klar dagegen. Neben den üblichen Maßnahmen mediale Aufmerksamkeit für das Unternehmen zu gewinnen, wurde entwickelte [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] auch eine Grassrootskampagne. Diese bezog sich auf eine Aussage des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder vom Juni 2003 in einer Rede vor dem Verband der Elektrizitätswirtschaft:&amp;quot;Unternehmen, die schon in der Vergangenheit erheblich in die CO2-Vermeidung investiert haben, müssen und sollen auch dafür belohnt werden.&amp;quot; Als Reaktion organisierte [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] eine Aktion, bei der 50.000 Mitarbeiter von Vattenfall Postkarten an[[Gerhard Schröder|Schröder]] schickten. Die Karten zeigten Mitarbeiter von Vattenfall und waren mit dem Spruch versehen: &amp;quot;Herr Bundeskanzler, können wir uns auf ihr Wort verlassen?&amp;quot; Sie waren vorher an Vattenfall-Mitarbeiter aus Kraftwerken und Berkwerken, deren Familien und Freunde verteilt worden. Die Mitarbeiter gaben die Karten im Betrieb ab, der sie anschließend geschlossen zur Post brachte&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin 2010, S.34.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-ABC]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Grassroots-Lobbying&amp;diff=31294</id>
		<title>Grassroots-Lobbying</title>
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		<updated>2014-11-27T11:57:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Grassroots-Lobbying''' bezeichnet eine Strategie, bei der Unternehmen, Verbände oder sonstige Organisationen verstärkt versuchen ihre eigenen Mitarbeiter und teilweise Kunden für die Lobbyarbeit einzuspannen. Der Name leitet sich dabei vom Bürger als &amp;quot;Graswurzel&amp;quot; (engl.: grassroots) politischer Partizipation ab. Je breiter die Basis tatsächlicher oder potentieller Wähler ist, die ein Unternehmen oder Verband durch Lobbying ansprechen kann, desto größer ist der Druck auf die Politik. Dadurch sollen politische Entscheidungsträger zu spezifischen Handlungen (oder Nicht-Handlungen) bewogen werden. In der Praxis erfolgt Grassroots-Lobbying oftmals über eine großflächige Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld. &amp;lt;br&amp;gt; Zu den klassischen Instrumenten dieser Strategie gehören, neben Leserbriefen und Unterschriftensammlungen, vor allem Postkarten-, Telefon- und Emailaktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale von Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying ist geprägt durch eine emotionale Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit. Im Vergleich zum direkten Lobbying von Entscheidungsträgern stehen dabei nicht Fakten oder Paragrafen im Vordergrund der Diskussion, sondern die Schilderung von Erlebnissen, das Aufzeigen von Einzelfällen, sowie die Verwendung aussagekräftiger Bilder oder Schlagworte. Die Berichterstattung der Medien soll im eigenen Sinne beeinflusst werden, um der Öffentlichkeit durch Grassroots-Lobbying ein bestimmtes Bild zu vermitteln und dieses zu festigen. Durch die Kommunikation der eigenen Forderungen und Ziele besteht die Möglichkeit, dass sich die gesellschaftliche Gruppe der Unterstützer vergrößert, andererseits wird durch die Medien der existierende Druck auf die Politik noch weiter verstärkt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verbände und deren Mitgliedsunternehmen setzen dabei vor allem auf die Einbindung eigener Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld zur Interessenartikulation gegenüber der Politik. Der Impuls zur politischen Einflussnahme geht dabei nicht von den Mitarbeitern selbst aus, sondern die Aktionen sind von der Unternehmensleitung zentral organisiert und oftmals in eine größere Unternehmens- oder Verbandsstrategie eingebettet. Häufig greifen Unternehmen für Grassroots-Lobbying auf externe [[PR-Agenturen|PR-Agenturen]] zurück, die Initiativen ausarbeiten und die Pressearbeit des Unternehmens gegenüber Öffentlichkeit und Politik koordinieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der PR-Experte und ehemalige Pressesprecher des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr, Marco Althaus, vergleicht die zentrale Organisation des Grassroots-Lobbying mit einem Schauspiel: &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;''„Der  Jedermann als Amateurlobbyist erhält eine öffentliche Bühne, der Berufslobbyist wirkt als Produzent und setzt als Regisseur den Dialog mit der Politik in Szene“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur Grassroots-Kampagne und zum Astroturfing ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying darf dabei nicht mit dem Begriff der Grassroots-Kampagne gleichgesetzt werden. Unter einer Grassroots-Kampagne versteht man eine Interessenvertretung bestimmter Gesellschaftsteile (etwa in Form von Bürgerinitiativen, - bewegungen oder Nichtregierungsorganisationen (NGOs)) durch die ein politisches Ziel erreicht werden soll. Dem steht Grassroots-Lobbying als Zusammenschluss aus wirtschaftlichen Motiven zur Beeinflussung der Politik im Unternehmenssinn gegenüber.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lobbyismus und Kampagne unterscheiden sich jedoch nicht nur im Bezug auf die Akteure, sondern durch die Kriterien Organisation, Interessenvertretung (Bürgerinteressen gegenüber Unternehmensinteressen), dem Grad der Transparenz und der Finanzierung (eigenfinanziert gegenüber fremdfinanziert). Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist jedoch der Grad der Abhängigkeit der ausführenden Akteure von der jeweiligen Organisationsebene. Während der Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und die Arbeit von NGOs bei der Grassroots-Kampagne auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruht, greift Grassroots-Lobbying auf ein bestehendes Abhängigkeitsverhältnis zurück. Dies drückt sich etwa zwischen Arbeitgeber und -nehmer, beziehungsweise Auszubildenden aus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind die Akteure von Grassroots-Lobbying nicht klar zu erkennen, handelt es sich um sogenanntes [[Astroturfing]]. Durch intransparente Finanzierung und Steuerung sollen beim [[Astroturfing]] die tatsächlichen Akteure verschleiert und die öffentliche Wahrnehmung manipuliert werden. So verbergen sich beispielsweise hinter der Gründung vermeintlicher Bürgerorganisationen Unternehmen oder Verbände, die von der Öffentlichkeit unentdeckt Lobbyarbeit betreiben wollen. Eine Unterscheidung zwischen Grassroots-Lobbying und [[Astroturfing]] ist auf Grund fließender Übergänge nicht immer sofort möglich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Althaus spricht von [[Astroturfing]], wenn statt Graswurzeln Kunstrasen verlegt werde: &amp;lt;br&amp;gt;''„Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter der vermeintlichen Bewegung nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne!3. Neue Strategien im Grassroots Lobbying für Unternehmen und Verbäde, Berlin 2007, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Astroturfing widerspricht dabei den ethischen Grundsätzen der sieben Selbstverpflichtungen der PR-Branche, da es dem öffentlichen Interesse zuwiederläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Althaus sieht im korporatistischen System der BRD (wie auch in Österreich oder Frankreich) kaum Chancen erfolgreich Lobbyarbeit außerhalb existierender Quasi-Monopole der Interessenvertretung zu betreiben. Organisationen wie Industrie- und Handelskammern, Bauernverbände etc. könnten für sich nahe-exklusive Politikzugänge in Anspruch nehmen und würden breite gesellschaftliche Konsenslösungen vorbereiten, was ein Ausscheren einzelner Verbände oder Unternehmen, sowie privates (nicht-institutionalisiertes) Lobbying nahezu unmöglich mache. &amp;lt;ref&amp;gt; Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 217&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemessen im internationalen Vergleich greifen deutsche Unternehmen aus diesem Grund relativ selten auf Grassroots-Lobbying zurück, da wirtschaftliche Interessenvertretung in diesem Bereich weiterhin über Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern (direktes Lobbying) verwirklicht wird. Nur einzelne Verbände haben Grassroots-Lobbying für sich entdeckt, da Initiativen weniger leicht zu durchschauen sind als beim direkten Lobbying.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in den USA ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying gilt seit den späten 1960er Jahren in den USA als eines der wichtigsten Lobby-Instrumente der Wirtschaft. Althaus führt aus, dass die Mehrheit aller US-Großunternehmen auf Grassroots-Lobbying zurückgreife, von denen viele ihre Mitarbeiter in längerfristigen Grassroots-Programmen organisieren. Begünstigt wird dies im Vergleich zu Deutschland vor allem durch das politische System der USA. Die Stellung der Parteien ist in den USA deutlich schwächer ausgeprägt und eine kaum vorhandene Fraktionsdisziplin sorgt dafür, dass sich im Kongress zu jedem Thema ad-hoc Mehrheiten, auch über Parteigrenzen hinweg, bilden müssen. Der einzelne Abgeordnete erfährt dadurch eine deutliche Aufwertung, was ihn gleichermaßen zu einem begehrten Ansprechpartner für Öffentlichkeit und Lobbyisten macht.&amp;lt;br&amp;gt;Darüber hinaus spielt Grassroots-Lobbying auch bei Wahlkämpfen eine entscheidende Rolle. Der Grund dafür sind die extrem hohen Kosten der US-Wahlkämpfe und - im Gegensatz zu Deutschland - das Verbot von [[Parteispenden|Parteispenden]] juristischer Personen. Unternehmen können den Kandidaten lediglich über sogenannte Political Action Committees finanzielle Mittel zukommen lassen. Hier kommt Grassroots-Lobbying zum Einsatz, wenn es beispielsweise darum geht Privatspenden von Mitarbeitern oder Mitgliedern zu sammeln und an die Kandidaten weiterzuleiten. Althaus gibt diesbezüglich den Trend des &amp;quot;Pay to play&amp;quot; wieder: die Gesprächsbereitschaft von Politikern steige deutlich, wenn diese Wahlkampfspenden erhalten. Dementsprechend kann es sich in den USA kaum ein Unternehmen oder Verband leisten auf Grassroots-Lobbying zur politischen oder finanziellen Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter zu verzichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 35ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problematik ==&lt;br /&gt;
Aus demokratischer Perspektive ist Grassroots-Lobbying fraglich, da es sich nicht um eigenständiges Engagement der Mitarbeiter handelt. Die Aktionen werden vielmehr zentral organisiert und vorbereitet; die Beschäftigten bestimmen weder die Lobbystrategien noch die konkreten Zielsetzungen. Angesichts ihres Status als abhängig Beschäftigte dürfte es schwer fallen, sich an solchen Aktionen nicht zu beteiligen, vor allem, wenn es Vorgaben gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin, 2010, S.131&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie dies in der Praxis aussieht zeigt sich am Beispiel einer Pro-Atom-Demonstration des Energieversorgers [[RWE|RWE]] aus dem Jahr 2009. Die ''taz'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!39770/ taz: Pro-Atomkraft-Demo - RWE lässt demonstrieren, Artikel vom 29.08.2009] aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte darüber berichtet, dass Azubis des Konzerns freigestellt wurden, damit diese mit Bussen zur Demonstration nach Biblis gebracht werden konnten. Der Artikel zeigt dabei sehr deutlich (''„Der Konzern hat die Auszubildenden freigestellt, damit sie zur Demo fahren, nicht damit sie blaumachen&amp;quot;''), dass von den Azubis sehr wohl die Teilnahme an der Demo erwartet wurde. Auch wenn dies von RWE bestritten wurde -  angesichts des Abhängigkeitsverhältnisses der Azubis gegenüber dem Unternehmen kann keinesfalls von einem rein freiwilligem Engagement ausgegangen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/09/rwe-lasst-azubis-demonstrieren/ Statement von LobbyControl zur RWE-Demonstration vom 03.09.2009]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Problem von Grassroots-Lobbying sieht Althaus im Kontrollverlust der Steuerung. Kritisch am Grassroots-Lobbying sei die Tendenz, dass die Medien und die Öffentlichkeit sehr empfindlich reagieren, wenn eine Lobby-Aktion nicht als authentisch wahrgenommen werde, sondern als von einem Unternehmen orchestriert. Dies führe dazu, dass sich das entsprechende Unternehmen, bzw. der entsprechende Verband sehr schnell mit dem Vorwurf der Manipulation und dem Vorspielen falscher Tatsachen konfrontiert sehe. Neben einem massiven Imageverlust des Lobby-Akteurs resultiere dies im Verlust der Glaubwürdigkeit gegenüber der Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Würde für die Kampagne eine neue Organisation oder Kampagnenplattform geschaffen und ist der Initiator nicht sofort ersichtlich, kommt es oft [...] zum Vorwurf der Verschleierung und Maskerade, Irreführung und Intransparenz. [...] Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter den vermeintlichen Bewegungen nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen. Gleichermaßen wird die Legitimität von Initiativen, Vereinen und Verbänden angezweifelt, die als Kampagnenplattform dienen. Sie werden als „front groups“ bezeichnet, hinter denen sich Unternehmen und Verbände verstecken, die die Gruppen inhaltlich kontrollieren und finanzieren.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 151ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
=== Grassroots-Lobbying des Verbands der Privaten Krankenversicherung ===&lt;br /&gt;
* Mitgliedsunternehmen des [[Verband der Privaten Krankenversicherung|Verbands der Privaten Krankenversicherung]] (PKV) hatten im Oktober 2006 mit Hilfe von Grassroots-Lobbying versucht Einfluss auf geplante Gesundheitsreform zu nehmen. Durch das Verschicken zahlreicher Protestbriefe von Privatversicherten an Bundestagsabgeordnete von Union und SPD sollte Druck auf die Bundesregierung aufgebaut werden, wodurch diese die geplanten Änderung für die privaten Krankenversicherungen zurücknehmen sollte.&amp;lt;br&amp;gt;Der PKV hatte aus diesem Grund sieben Briefvorlagen für unterschiedliche Zielgruppen und thematische Aspekte formuliert und im Internet bereitgestellt, die von den Mitarbeitern der PKV-Unternehmen verschickt werden sollten. &amp;quot;Der Verband selbst hat keinen Zugriff auf die Kunden der Mitgliedsunternehmen. Daher sollte jedes Unternehmen möglichst viele Vertriebs- und Innendienstmitarbeiter dazu bringen, Abgeordnete in eigenem Namen als Versicherte anzuschreiben&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Das angestrebte Ziel der Grassroots-Kampagne war die Zahl von 50.000 Protestbriefen, die von einer breiten   Medienkampagne des PKV begleitet werden sollte. Zwar gingen einige tausend Briefe bei Bundestagsabgeordneten ein, aber auf Rückfrage einiger Abgeordneter an Mitglieder des PKV erhielten diese die überraschte Antwort man habe gar keine Protestschreiben geschickt. Vom ''Spiegel'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/private-krankenkassen-krawall-nach-plan-a-445990.html Der Spiegel: Krawall nach Plan, 03.11.2006], aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde ein interner PKV-Vermerk veröffentlicht, aus dem hervorging, dass die Kampagne darauf ausgerichtet war Unruhe in die Regierungsfraktionen in Bezug auf die geplante Gesundheitsreform zu bringen. Dem PKV wurde daraufhin gezielte Desinformation, Manipulation und Unterschriftenfälschung vorgeworfen. Zwar hatte der PKV mehrmals betont, dass es sich bei den gefälschten Unterschriften um Einzelfälle handele und die Kampagne an sich authentisch sei. Der Imageschaden für den PKV war allerdings enorm.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 164ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2006/10/dubiose-protestaktion-der-privaten-krankenkassen/ Statement von LobbyControl zur PKV-Initiative vom 31. Oktober 2006]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Postkarten-Aktion von Hill+Knowlton ===&lt;br /&gt;
* Ein weiteres Beispiel für die Anwendung von Grassroots-Lobbying ist der Versuch der PR-Agentur [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] 2004 durch das Versenden von Postkarten an Bundeskanzler Gerhard Schröder eine Kampagne für den Energieversorger [[Vattenfall|Vattenfall]] zu lancieren. Im Bezug auf die Zuteilung von Verschmutzungsrechten im Emissionshandel (sogenannter Nationaler Allokationsplan) sollten Regeln zu Gunsten des Unternehmens beeinflusst werden.&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin 2010, S.34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-ABC]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
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		<title>Grassroots-Lobbying</title>
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		<updated>2014-11-27T11:17:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: Kurzbeschreibung geändert und korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Grassroots-Lobbying''' bezeichnet eine Strategie, bei der Unternehmen, Verbände oder sonstige Organisationen verstärkt versuchen ihre eigenen Mitarbeiter und teilweise Kunden für die Lobbyarbeit einzuspannen. Der Name leitet sich dabei vom Bürger als &amp;quot;Graswurzel&amp;quot; (engl.: grassroots) politischer Partizipation ab. Je breiter die Basis tatsächlicher oder potentieller Wähler ist, die ein Unternehmen oder Verband durch Lobbying ansprechen kann, desto größer ist der Druck auf die Politik. Dadurch sollen politische Entscheidungsträger zu spezifischen Handlungen (oder Nicht-Handlungen) bewogen werden. In der Praxis erfolgt Grassroots-Lobbying oftmals über eine großflächige Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld. &amp;lt;br&amp;gt; Zu den klassischen Instrumenten dieser Strategie gehören, neben Leserbriefen und Unterschriftensammlungen, vor allem Postkarten-, Telefon- und Emailaktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale von Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying ist geprägt durch eine emotionale Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit. Im Vergleich zum direkten Lobbying von Entscheidungsträgern stehen dabei nicht Fakten oder Paragrafen im Vordergrund der Diskussion, sondern die Schilderung von Erlebnissen, das Aufzeigen von Einzelfällen, sowie die Verwendung aussagekräftiger Bilder oder Schlagworte. Die Berichterstattung der Medien wird dabei genutzt, um der Öffentlichkeit durch Grassroots-Lobbying ein bestimmtes Bild zu vermitteln und dieses zu festigen. Durch die Kommunikation der eigenen Forderungen und Ziele besteht die Möglichkeit, dass sich die gesellschaftliche Gruppe der Unterstützer vergrößert, andererseits wird durch die Medien der existierende Druck auf die Politik noch weiter verstärkt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verbände und deren Mitgliedsunternehmen setzen dabei vor allem auf die Einbindung eigener Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld zur Interessenartikulation gegenüber der Politik. Der Impuls zur politischen Einflussnahme geht dabei nicht von den Mitarbeitern selbst aus, sondern die Aktionen sind von der Unternehmensleitung zentral organisiert und oftmals in eine größere Unternehmens- oder Verbandsstrategie eingebettet. Häufig greifen Unternehmen für Grassroots-Lobbying auf externe [[PR-Agenturen|PR-Agenturen]] zurück, die Initiativen ausarbeiten und die Pressearbeit des Unternehmens gegenüber Öffentlichkeit und Politik koordinieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der PR-Experte und ehemalige Pressesprecher des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr, Marco Althaus, vergleicht die zentrale Organisation des Grassroots-Lobbying mit einem Schauspiel: &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;''„Der  Jedermann als Amateurlobbyist erhält eine öffentliche Bühne, der Berufslobbyist wirkt als Produzent und setzt als Regisseur den Dialog mit der Politik in Szene“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur Grassroots-Kampagne und zum Astroturfing ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying darf dabei nicht mit dem Begriff der Grassroots-Kampagne gleichgesetzt werden. Unter einer Grassroots-Kampagne versteht man eine Interessenvertretung bestimmter Gesellschaftsteile (etwa in Form von Bürgerinitiativen, - bewegungen oder Nichtregierungsorganisationen (NGOs)) durch die ein politisches Ziel erreicht werden soll. Dem steht Grassroots-Lobbying als Zusammenschluss aus wirtschaftlichen Motiven zur Beeinflussung der Politik im Unternehmenssinn gegenüber.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lobbyismus und Kampagne unterscheiden sich jedoch nicht nur im Bezug auf die Akteure, sondern durch die Kriterien Organisation, Interessenvertretung (Bürgerinteressen gegenüber Unternehmensinteressen), dem Grad der Transparenz und der Finanzierung (eigenfinanziert gegenüber fremdfinanziert). Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist jedoch der Grad der Abhängigkeit der ausführenden Akteure von der jeweiligen Organisationsebene. Während der Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und die Arbeit von NGOs bei der Grassroots-Kampagne auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruht, greift Grassroots-Lobbying auf ein bestehendes Abhängigkeitsverhältnis zurück. Dies drückt sich etwa zwischen Arbeitgeber und -nehmer, beziehungsweise Auszubildenden aus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind die Akteure von Grassroots-Lobbying nicht klar zu erkennen, handelt es sich um sogenanntes [[Astroturfing|Astroturfing]]. Durch intransparente Finanzierung und Steuerung sollen beim Astroturfing die tatsächlichen Akteure verschleiert und die öffentliche Wahrnehmung manipuliert werden. So verbergen sich beispielsweise hinter der Gründung vermeintlicher Bürgerorganisationen Unternehmen oder Verbände, die von der Öffentlichkeit unentdeckt Lobbyarbeit betreiben wollen. Eine Unterscheidung zwischen Grassroots-Lobbying und Astroturfing ist auf Grund fließender Übergänge nicht immer sofort möglich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Althaus spricht von Astroturfing, wenn statt Graswurzeln Kunstrasen verlegt werde: &amp;lt;br&amp;gt;''„Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter der vermeintlichen Bewegung nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne!3. Neue Strategien im Grassroots Lobbying für Unternehmen und Verbäde, Berlin 2007, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Astroturfing widerspricht dabei den ethischen Grundsätzen der sieben Selbstverpflichtungen der PR-Branche, da es dem öffentlichen Interesse zuwiederläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Althaus sieht im korporatistischen System der BRD (wie auch in Österreich oder Frankreich) kaum Chancen erfolgreich Lobbyarbeit außerhalb existierender Quasi-Monopole der Interessenvertretung zu betreiben. Organisationen wie Industrie- und Handelskammern, Bauernverbände etc. könnten für sich nahe-exklusive Politikzugänge in Anspruch nehmen und würden breite gesellschaftliche Konsenslösungen vorbereiten, was ein Ausscheren einzelner Verbände oder Unternehmen, sowie privates (nicht-institutionalisiertes) Lobbying nahezu unmöglich mache. &amp;lt;ref&amp;gt; Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 217&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemessen im internationalen Vergleich greifen deutsche Unternehmen aus diesem Grund relativ selten auf Grassroots-Lobbying zurück, da wirtschaftliche Interessenvertretung in diesem Bereich weiterhin über Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern (direktes Lobbying) verwirklicht wird. Nur einzelne Verbände haben Grassroots-Lobbying für sich entdeckt, da Initiativen weniger leicht zu durchschauen sind als beim direkten Lobbying.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in den USA ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying gilt seit den späten 1960er Jahren in den USA als eines der wichtigsten Lobby-Instrumente der Wirtschaft. Althaus führt aus, dass die Mehrheit aller US-Großunternehmen auf Grassroots-Lobbying zurückgreife, von denen viele ihre Mitarbeiter in längerfristigen Grassroots-Programmen organisieren. Begünstigt wird dies im Vergleich zu Deutschland vor allem durch das politische System der USA. Die Stellung der Parteien ist in den USA deutlich schwächer ausgeprägt und eine kaum vorhandene Fraktionsdisziplin sorgt dafür, dass sich im Kongress zu jedem Thema ad-hoc Mehrheiten, auch über Parteigrenzen hinweg, bilden müssen. Der einzelne Abgeordnete erfährt dadurch eine deutliche Aufwertung, was ihn gleichermaßen zu einem begehrten Ansprechpartner für Öffentlichkeit und Lobbyisten macht.&amp;lt;br&amp;gt;Darüber hinaus spielt Grassroots-Lobbying auch bei Wahlkämpfen eine entscheidende Rolle. Der Grund dafür sind die extrem hohen Kosten der US-Wahlkämpfe und - im Gegensatz zu Deutschland - das Verbot von [[Parteispenden|Parteispenden]] juristischer Personen. Unternehmen können den Kandidaten lediglich über sogenannte Political Action Committees finanzielle Mittel zukommen lassen. Hier kommt Grassroots-Lobbying zum Einsatz, wenn es beispielsweise darum geht Privatspenden von Mitarbeitern oder Mitgliedern zu sammeln und an die Kandidaten weiterzuleiten. Althaus gibt diesbezüglich den Trend des &amp;quot;Pay to play&amp;quot; wieder: die Gesprächsbereitschaft von Politikern steige deutlich, wenn diese Wahlkampfspenden erhalten. Dementsprechend kann es sich in den USA kaum ein Unternehmen oder Verband leisten auf Grassroots-Lobbying zur politischen oder finanziellen Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter zu verzichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 35ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problematik ==&lt;br /&gt;
Aus demokratischer Perspektive ist Grassroots-Lobbying fraglich, da es sich nicht um eigenständiges Engagement der Mitarbeiter handelt. Die Aktionen werden vielmehr zentral organisiert und vorbereitet; die Beschäftigten bestimmen weder die Lobbystrategien noch die konkreten Zielsetzungen. Angesichts ihres Status als abhängig Beschäftigte dürfte es schwer fallen, sich an solchen Aktionen nicht zu beteiligen, vor allem, wenn es Vorgaben gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin, 2010, S.131&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie dies in der Praxis aussieht zeigt sich am Beispiel einer Pro-Atom-Demonstration des Energieversorgers [[RWE|RWE]] aus dem Jahr 2009. Die ''taz'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!39770/ taz: Pro-Atomkraft-Demo - RWE lässt demonstrieren, Artikel vom 29.08.2009] aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte darüber berichtet, dass Azubis des Konzerns freigestellt wurden, damit diese mit Bussen zur Demonstration nach Biblis gebracht werden konnten. Der Artikel zeigt dabei sehr deutlich (''„Der Konzern hat die Auszubildenden freigestellt, damit sie zur Demo fahren, nicht damit sie blaumachen&amp;quot;''), dass von den Azubis sehr wohl die Teilnahme an der Demo erwartet wurde. Auch wenn dies von RWE bestritten wurde -  angesichts des Abhängigkeitsverhältnisses der Azubis gegenüber dem Unternehmen kann keinesfalls von einem rein freiwilligem Engagement ausgegangen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/09/rwe-lasst-azubis-demonstrieren/ Statement von LobbyControl zur RWE-Demonstration vom 03.09.2009]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Problem von Grassroots-Lobbying sieht Althaus im Kontrollverlust der Steuerung. Kritisch am Grassroots-Lobbying sei die Tendenz, dass die Medien und die Öffentlichkeit sehr empfindlich reagieren, wenn eine Lobby-Aktion nicht als authentisch wahrgenommen werde, sondern als von einem Unternehmen orchestriert. Dies führe dazu, dass sich das entsprechende Unternehmen, bzw. der entsprechende Verband sehr schnell mit dem Vorwurf der Manipulation und dem Vorspielen falscher Tatsachen konfrontiert sehe. Neben einem massiven Imageverlust des Lobby-Akteurs resultiere dies im Verlust der Glaubwürdigkeit gegenüber der Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Würde für die Kampagne eine neue Organisation oder Kampagnenplattform geschaffen und ist der Initiator nicht sofort ersichtlich, kommt es oft [...] zum Vorwurf der Verschleierung und Maskerade, Irreführung und Intransparenz. [...] Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter den vermeintlichen Bewegungen nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen. Gleichermaßen wird die Legitimität von Initiativen, Vereinen und Verbänden angezweifelt, die als Kampagnenplattform dienen. Sie werden als „front groups“ bezeichnet, hinter denen sich Unternehmen und Verbände verstecken, die die Gruppen inhaltlich kontrollieren und finanzieren.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 151ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
=== Grassroots-Lobbying des Verbands der Privaten Krankenversicherung ===&lt;br /&gt;
* Mitgliedsunternehmen des [[Verband der Privaten Krankenversicherung|Verbands der Privaten Krankenversicherung]] (PKV) hatten im Oktober 2006 mit Hilfe von Grassroots-Lobbying versucht Einfluss auf geplante Gesundheitsreform zu nehmen. Durch das Verschicken zahlreicher Protestbriefe von Privatversicherten an Bundestagsabgeordnete von Union und SPD sollte Druck auf die Bundesregierung aufgebaut werden, wodurch diese die geplanten Änderung für die privaten Krankenversicherungen zurücknehmen sollte.&amp;lt;br&amp;gt;Der PKV hatte aus diesem Grund sieben Briefvorlagen für unterschiedliche Zielgruppen und thematische Aspekte formuliert und im Internet bereitgestellt, die von den Mitarbeitern der PKV-Unternehmen verschickt werden sollten. &amp;quot;Der Verband selbst hat keinen Zugriff auf die Kunden der Mitgliedsunternehmen. Daher sollte jedes Unternehmen möglichst viele Vertriebs- und Innendienstmitarbeiter dazu bringen, Abgeordnete in eigenem Namen als Versicherte anzuschreiben&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Das angestrebte Ziel der Grassroots-Kampagne war die Zahl von 50.000 Protestbriefen, die von einer breiten   Medienkampagne des PKV begleitet werden sollte. Zwar gingen einige tausend Briefe bei Bundestagsabgeordneten ein, aber auf Rückfrage einiger Abgeordneter an Mitglieder des PKV erhielten diese die überraschte Antwort man habe gar keine Protestschreiben geschickt. Vom ''Spiegel'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/private-krankenkassen-krawall-nach-plan-a-445990.html Der Spiegel: Krawall nach Plan, 03.11.2006], aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde ein interner PKV-Vermerk veröffentlicht, aus dem hervorging, dass die Kampagne darauf ausgerichtet war Unruhe in die Regierungsfraktionen in Bezug auf die geplante Gesundheitsreform zu bringen. Dem PKV wurde daraufhin gezielte Desinformation, Manipulation und Unterschriftenfälschung vorgeworfen. Zwar hatte der PKV mehrmals betont, dass es sich bei den gefälschten Unterschriften um Einzelfälle handele und die Kampagne an sich authentisch sei. Der Imageschaden für den PKV war allerdings enorm.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 164ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2006/10/dubiose-protestaktion-der-privaten-krankenkassen/ Statement von LobbyControl zur PKV-Initiative vom 31. Oktober 2006]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Postkarten-Aktion von Hill+Knowlton ===&lt;br /&gt;
* Ein weiteres Beispiel für die Anwendung von Grassroots-Lobbying ist der Versuch der PR-Agentur [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] 2004 durch das Versenden von Postkarten an Bundeskanzler Gerhard Schröder eine Kampagne für den Energieversorger [[Vattenfall|Vattenfall]] zu lancieren. Im Bezug auf die Zuteilung von Verschmutzungsrechten im Emissionshandel (sogenannter Nationaler Allokationsplan) sollten Regeln zu Gunsten des Unternehmens beeinflusst werden.&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin 2010, S.34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-ABC]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
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		<title>Peter Skinner</title>
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		<updated>2014-11-27T10:55:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: Die Seite wurde neu angelegt: „'''Peter Skinner''' ''(* 1. Juni 1959 in Oxford)'' ist ein ehemaliger britischer Politiker der Labour Party und seit November 2014 als Senior Adviser bei dem F…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Peter Skinner''' ''(* 1. Juni 1959 in Oxford)'' ist ein ehemaliger britischer Politiker der Labour Party und seit November 2014 als Senior Adviser bei dem Finanzunternehmen [[Allianz SE]] beschäftigt. Zuvor war Skinner zwanzig Jahre lang EU-Abgeordneter für die Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten &amp;amp; Demokraten. Als solcher war er vor allem im [[Ausschuss für Wirtschaft und Währung]] (ECON) tätig. Er war maßgeblich an den Gesetzgebungsprozessen zur Regulierung der Finanzmärkte - insbesondere auch des Versicherungswesens beteiligt. Während seiner Zeit als Europaparlamentarier baute Skinner ein weitreichendes Netzwerk an Kontakten auf, vor allem zu US-Politikern&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/allianz-holt-ex-versicherungsregulierer-als-lobbyisten/ Allianz holt Ex-Versicherungsregulierer als Lobbyisten], lobbycontrol.de vom 25.11.2014, abgerufen am 26.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Karriere ==&lt;br /&gt;
* seit November 2014 Senior Adviser bei der [[Allianz SE]]&lt;br /&gt;
* Mai 2014 Gründung des Beratungsunternehmens ACEON.&lt;br /&gt;
* 2004 - 2014 Vorstand des [[European Parliamentary Financial Services Forum]]&lt;br /&gt;
* 1999 - 2014 Mitglied der Delegation des EU-Parlaments für die Beziehungen zu den USA&lt;br /&gt;
* 1994 - 2014 Abgeordneter im EU-Parlament&lt;br /&gt;
* Studium der Wirtschaft und Politik an der Bradford University &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstige Tätigkeiten ==&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Parlamentsauschusses des [[Transatlantic Policy Network|Transatlantic Policy Networks]] (TPN)&lt;br /&gt;
* Mitglied in der Arbeitsgruppe Finanzdienstleistungen des Think-Tanks Atlantic Council&lt;br /&gt;
* Parlamentarischer Berater des [[Transatlantic Economic Council]]&lt;br /&gt;
* Parlamentarischer Berichterstatter für die Errichtung der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersvorsorge (EIOPA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
Peter Skinner hat sich über Jahre in der Finanzpolitik profiliert und sich in einem mächtigen transatlantischen Netzwerk etabliert. Während seiner Zeit als Europaparlamentarier baute sich Skinner ein globales Netzwerk an Kontakten auf. Durch seine Tätigkeit in der Delegation des Europäischen Parlaments für die transatlantischen Beziehungen pflegt Skinner enge Kontakte zu US-Politikern. Auch durch seine Arbeit im einflussreichen Think-Tank Atlantic Council knüpfte Skinner, im Rahmen der Arbeitsgruppe Finanzdienstleistungen, enge Kontakte zu hohen US-Beamten und Kongressabgeordneten. Weitere Kontakte entstanden durch seine Tätigkeit als Vorstand des European Parliamentary Financial Services Forum, dass sich aus EU-Parlamentarieren und Vertretern der Finanzindustrie zusammensetzt. Als Grund für die Anstellung Skinners, gibt das Finanzunternehmen [[Allianz SE]] seine gute transatlantische Vernetzung, sowie seinen guten Ruf an. Zwar schreibt die [[Allianz]] Skinner durch eine interne Karenzzeit vor, ein jahr lang keine Kontakte zur EU-Kommission oder dem EU-Parlament aufzunehmen. Die Reglung bleibt jedoch lückenhaft: Denn sie gilt nur für die EU-Institutionen, nicht aber für Skinners zahlreiche Kontakte in die US-Politik.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/allianz-holt-ex-versicherungsregulierer-als-lobbyisten/ Allianz holt Ex-Versicherungsregulierer als Lobbyisten], lobbycontrol.de vom 25.11.2014, abgerufen am 26.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Peter Skinner war während seiner Zeit als Europaparlamentarier 15 Jahre lang Mitglied im [[Ausschuss für Wirtschaft und Währung]] (ECON) und maßgeblich an der Gesetzgebung zur Regulierung der Finanzmärkte beteiligt - insbesondere auch an der Regulierung des Versicherungswesens. Er war federführend bei der sogenannten Solvency-II-Richtlinie, die unter anderem die Mindestkapitalanforderung von Versicherungsunternehmen und deren Risikomanagement regelt. Der Grüne Europaparlamentarier Sven Giegold bezeichnete Skinner in diesem Kontext als &amp;quot;engsten[n] Verbündeten der Versicherungs-Lobby&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sven-giegold.de/2014/solvency-ii-europaparlament-stimmt-entlastung-der-versicherungswirtschaft-um-200-milliarden-euro-zu/ Sven Giegold über Solvency-II-Richtlinien], sven-giegold.de vom 11.03.2014, abgerufen am 26.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem war Skinner an der Schaffung eines Kontrollgremiums für das Versicherungswesen, dem EIOPA, beteiligt. Die Behörde wurde im Rahmen der Eurokrise geschaffen und ist Teil des Europäischen Finanzaufsichtssystems [[European Financial Stability Facility|ESFS]]. Skinner hat die Rahmenbedingungen der Versicherungsbranche also jahrelang mit gestaltet&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/allianz-eu-parlamentarier-skinner-wird-lobbyist-a-1004963.html EU-Parlamentarier Skinner wir Lobbyist], spiegel.de vom 25.11.2014, abgerufen am 26.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als parlamentarischer Berater des [[Transatlantic Economic Council]] war Skinner zudem direkt an den [[TTIP|TTIP-Verhandlungen]] zu einem transatlantischen Freihandelsabkommen beteiligt. Skinner ist Mitglied im Parlamentsausschuss des [[Transatlantic Policy Network|TPN]], einer Lobbyorganisation großer europäischer und US-amerikanischer Unternehmen, wirtschaftsnaher Netzwerke und Politikern. Außerdem war er Mitglied im Think-Tank Atlantic Council. Beide Organisationen setzen sich für Freihandel und ein umfassendes TTIP-Abkommen ein&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2014/11/allianz-holt-ex-versicherungsregulierer-als-lobbyisten/ Allianz holt Ex-Versicherungsregulierer als Lobbyisten], lobbycontrol.de vom 25.11.2014, abgerufen am 26.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;.         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2014/11/allianz-holt-ex-versicherungsregulierer-als-lobbyisten/ Allianz holt Ex-Versicherungsregulierer als Lobbyisten]&lt;br /&gt;
* [http://www.europarl.europa.eu/meps/en/2081/Peter_SKINNER_home.html;jsessionid=C7FBCF5EC65C8C441BBD8C32BA842034.node1 Peter Skinners Tätigkeiten als EU-Abgeordneter auf der Webseite des EU-Parlaments]&lt;br /&gt;
* [http://issuu.com/www.cobcoe.eu/docs/cobcoe_links_final_online/11 Artikel von Peter Skinner über TTIP]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versicherung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Astroturfing&amp;diff=31277</id>
		<title>Astroturfing</title>
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		<updated>2014-11-26T11:44:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: Die Seite wurde neu angelegt: „Unter '''Astroturfing''' versteht man das künstliche Nachahmen einer Bürgerbewegung oder Bürgerinitiative  im Auftrag von Unternehmen, PR-Firmen oder politi…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter '''Astroturfing''' versteht man das künstliche Nachahmen einer Bürgerbewegung oder Bürgerinitiative  im Auftrag von Unternehmen, PR-Firmen oder politischen Institutionen. Durch die Illusion einer unabhängigen Massenbewegung soll den eigenen Interessen Legitimität verschafft werden. Bei den künstlich initiierten Bürgerinitiativen werden Unterstützer meist unter falschen Voraussetzungen und ohne Wissen um die wahren Drahtzieher akquiriert. Es handelt sich also um intransparente Kommunikation einer Interessenkoalition von vermeintlich selbstbestimmten, vermeintlich unabhängigen und vermeintlich real existierenden Unterstützern. Insofern der Auftraggeber oder Finanzier offen benannt wird und mit tatsächlich Engagierten gearbeitet wird, gilt das strategische Einbinden von Bürgern in die politische Interessenvertretung als Strategie des [[Grassroots-Lobbying]]&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 23ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Astroturfstrategien haben ihren Ursprung in den 1970er Jahren in den USA und finden erst seit Ende der 1990er Jahre in Europa Anwendung.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft == &lt;br /&gt;
Astroturf ist ursprünglich der Name eines Kunstrasenherstellers. Im Englischen ist der Markenname zur allgemeinen Bezeichnung für Kunstrasen geworden, ähnlich wie „Tempo“ auf deutsch synonym mit Taschentuch verwendet wird. Im Englischen ist der Ausdruck für Bürgerbewegungen aus der gesellschaftlichen Basis &amp;quot;grassroots-movement&amp;quot;. Ihr  künstliches Nachahmen wird schlicht mit dem Wort für Kunstrasen bezeichnet - Astroturf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zu Grassroots-Lobbying und Grassroots-Campaigning ==&lt;br /&gt;
Astroturfing impliziert das Gegenstück eines originären Bürgerengagements zu sein. Damit wird man der Komplexität des Phänomens jedoch nicht gerecht. Für die Abgrenzung der Begriffe Grassroots-Lobbying, Grassroots-Campaigning und Astroturfing siehe den Artikel zu [[Grassroots-Lobbying]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele ==&lt;br /&gt;
===USA===&lt;br /&gt;
*''&amp;quot;Brutkastenlüge&amp;quot; von [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]]''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eines der bekanntesten Beispiele für Astroturfing ist die sogenannte &amp;quot;Brutkastenlüge&amp;quot; der PR-Agentur [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] während des Golfkriegs 1991. Ziel der Aktion war es, die internationale Öffentlichkeit gegen den Irak zu mobilisieren. Zu diesem Zweck wurde die Geschichte verbreitet, dass irakische Soldaten in einem kuwaitischen Krankenhaus Säuglinge aus ihren Brutkästen gerissen hätten. Anschließend habe man die Kinder sich selbst, also dem sicheren Tod überlassen. Der Bericht wurde im Länderbericht Irak des Amnesty International Sekretariats London veröffentlicht. Zudem trat eine vermeintliche Krankenschwester aus Kuwait, die 15järhige Nayirah im amerikanischen Kongress auf und bestätigt die Vorgänge. Es stellte sich jedoch heraus, dass das Mädchen die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA, und die gesamte Geschichte frei erfunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Brutkastenlüge&amp;quot; wurde von der sogenannten kuwaitischen Menschenrechtsorganisation &amp;quot;Citizens for a free Kuwait&amp;quot; verbreitet worden. Diese war kurz nach der irakischen Invasion gegründet worden und wurde durch die kuwaitische Regierung finanziert und gefördert. Hauptgeschäftsführer der Organisation war Craig Fuller, ehemaliger Stabschef von George Bush Senior und später bei [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] beschäftigt. [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] betreute die sogenannte NGO aus dem Hintergrund heraus. Als der Journalist John R. MacArthur die Geschichte enthüllte, führte das zu einem erheblichen Imageschaden für die PR-Agentur, was sich in Mitarbeiterentlassungen und Auftragsflauten niederschlug. Trotzdem ist [[Hill+Knowlton Strategies|Hill&amp;amp;Knowlton]] bis heute eine der weltweit größten, international tätigen Kommunikationsagenturen&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 26f.&amp;lt;/ref&amp;gt;.       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Tea Party Bewegung ''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tea Party-Bewegung ist eine konservative amerikanische Protestbewegung, die 2009 entstand. In der amerikanischen Öffentlichkeit wird sie vor allem wegen ihrer wirtschaftspolitischen Forderungen wahrgenommen. Die Tea Party setzt sich für Steuersenkungen und eine Reduzierung des Staatsdefizits ein. Die meisten Anhänger der Tea Party lehnen die Politik Barack Obamas und der Demokraten ab. Außerhalb des Kongresses ist die Tea Party ein Sammelsurium verschiedener Gruppierungen, teils straff organisiert, teils lose Netzwerke. Die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, gilt als Symbolfigur der Tea Party&amp;lt;ref&amp;gt;T. Greven: Die Krise der amerikanischen Demokratie und die Tea-Party-Bewegung, FES (Hg).: Internationale Politikanalysen, Washington 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tea Party steht im Verdacht durch Unternehmen und finanzstarke Unterstützer gesteuert zu werden. George Monbiot spricht in diesem Zusammenhang von einem systematischen Fall von Astroturfing. Viele Teilnehmer der Tea Party Bewegung seien für Freiheit und gegen Eliten und seien fest davon überzeugt, einer unabhängigen Graswurzelbewegung anzugehören. Die Bewegung werde jedoch von genau den Interessen katalysiert und geleitet, die sie eigentlich bekämpfen will&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/cifamerica/2010/oct/25/tea-party-koch-brothers The Tea Party movement: deluded and inspired by billionaires], theguardian.com vom 25.10.2010, abgerufen am 20.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Studie des National Cancer Institute of the National Institute of Health verortet die Wurzeln der Tea Party in den 1980er Jahren. Zu dieser Zeit begannen Tabakkonzerne damit zivilgeslleschfatliche Organisationen zu gründen, um gegen die Besteuerung von Tabak einzutreten und Studien, die einen Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebserkrankungen untersuchten, zu entkräften. Viele gemeinnützige Organisationen, die zur Tea Party gehören, haben weitreichende Verbindungen zur Tabakkonzernen und richten sich gegen Besteuerung und Regulierung der Tabakindustrie. In diesem Kontext sind die beiden wichtigsten Organisationen &amp;quot;Americans for Prosperity&amp;quot; und &amp;quot;Freedomworkers&amp;quot;, die beide die politische Agenda der Tabakkonzeren unterstützen, indem sie lokale Tea Party-Proteste gegen Tabaksteuern und Nichtrauchergesetze organisieren. Beide entstammen der gleichen Ursprungsorganisation, den Citizens for a Sound Economy (CSE), die 1984 von den Millardären Charles und David Koch gegründet wurde. Die Studie enthüllte, dass die erste Tea Party-Webseite von der den CSE erstellt wurde. Zuvor war das öffentliche Bild der Tea-Party, dass sie sich 2009 als Grasswurzelbewegung aus dem Protest gegen Steuern herausgebildet hatte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huffingtonpost.com/brendan-demelle/study-confirms-tea-party-_b_2663125.html Study Confirms Tea Party Was Created by Big Tobacco and Billionaire Koch Brothers], huffingtonpost.com vom 02.11.2013, abgerufen am 21.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile haben sich &amp;quot;Americans for Prosperity&amp;quot; und &amp;quot;Freedomworkers&amp;quot; auf mehrere Bereiche ausgeweitet, in denen sie politische Kampagnenarbeit leisten. Dazu zählen vor allem der Kampf gegen die Gesundheitsreform in den USA und die Ablehnung von Regulierungen im Bezug auf die globale Erwärmung und den Klimawandel.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutschland===&lt;br /&gt;
*''Waste Watchers''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie der Name vermuten lässt, war Waste Watchers eine vermeintliche NGO im Umweltbereich. Wie der &amp;quot;Spiegel&amp;quot; 1995 enthüllte, war der Initiator der Organistion jedoch der ehemalige Pressesprecher von Tetra Pak Deutschland. Zudem hatten mindestens vier der sechs Gründungsmitglieder berufliche Verbindungen zu Tetra Pak. Ein weiterer war der Schwiegervater des ehemaligen Pressesprechers. Die Organisation setzte sich mit Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit für den Bau und die Akzeptanz von Müllverbrennungsanlagen ein. Den etablierten Organisationen im Umweltbereich wurde der Vorwurf gemacht, dass ihre Ablehnung von Müllverbrennungsanlagen zu einer Zunahme von Müllbergen im öffentlichen Raum führe. Ziel war die Diskreditierung der Arbeit von Organisationen wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Dazu kippten sie auf Umweltmessen eimerweise Müll vor die Stände des BUND. Ebenso wurden Desinformationskampagnen initiiert.Darüber hinaus kam es sogar zur persönlichen Verleumdung des Geschäftsführers BUND Baden-Württemberg. Infolge der Veröffentlichungen des &amp;quot;Spiegels&amp;quot;, kam es zu einem erheblichen Imageverlust von Waste Watchers. Danach gelang es der Organisation nicht mehr sich öffentlichkeitwirksam zu präsentieren und zu positionieren.      &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*''Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV)''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV) tritt nach außen als neutraler, gemeinnütziger Verein auf und behauptet auf ihrer Webseite „unabhängig von Parteien, Behörden sowie wirtschaftlichen Interessengruppen“ zu sein. In Wirklichkeit finanziert sich die GSV hauptsächlich über die sogenannte Fördergemeinschaft für umweltgerechte Straßen- und Verkehrsplanung, in deren Vorstand in den letzten Jahren unter anderem die Strabag-Tochter Deutsche Asphalt, der ADAC-Südbayern, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Asphaltverbands und die Asphalt-Mischwerke Oberfranken vertreten waren. Die Mehrheit der Gründungsmitglieder der GSV und der Fördergemeinschaft für umweltgerechte Straßen- und Verkehrsplanung (FSV) sind Unternehmen und Verbände der Straßenbau- und Automobilindustrie&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/04/versteckspiel-der-asphaltlobby-muss-beendet-werden/ Versteckspiel der Asphaltlobby], lobbycontrol.de vom 28.04.2009, abgerufen am 22.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Pro-Straße-Bürgerinitiativen bekommen durch die GSV professionelle Hilfe bei der Pressearbeit und bei der Strategieentwicklung. Die Bürgerinititaiven werden im Bauplanungsrecht geschult und erhalten finanzielle Unterstützung für die Kampagnenarbeit. Das geht so weit, dass Pappschilder für Aktionen, Plakate, Aufkleber und Mustertexte von der GSV zentral bei einer Druckerei in Auftrag gegeben werden. Bürgermeister, Landräte und Straßenbaumeister werden gezielt in die Bürgerinitiativen eingebunden um Kontakte zu Straßenbaubehörden herzustellen und die Straßenbauvorhaben voranzutreiben. In den letzten Jahren war die GSV zudem immer wieder an der Gründung neuer Bürgerinitiativen beteiligt&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So findet professionalisierte Lobbyarbeit der Straßenbau- und Automobilbranche hinter dem Deckmantel verschiedener Bürgerbewegungen statt. Seit 1980 wurden auf diesem Weg mindestens 150 Bürgerinitiativen von der GSV unterstützt. Die GSV zeigt sich hinsichtliche ihrer Mitglieder und Finanzierung intransparent. Wirtschaftliche Partikularinteressen werden als Gemeinwohlinteressen artikuliert. Letztlich ist die GSV eine Vorfeldorganisation der Asphalt- und Baulobby, um lokale Initiativen für mehr Straßen aufzubauen. Durch den Druck dieser Initiativen soll mehr staatliches Geld in den Straßenbau fließen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/04/versteckspiel-der-asphaltlobby-muss-beendet-werden/ Versteckspiel der Asphaltlobby], lobbycontrol.de vom 28.04.2009, abgerufen am 22.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Bundesverband Landschaftsschutz (BLS)''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) wurde 1995 gegründet. Er ist europaweit mit vielen Partnerorganisationen vernetzt und fördert Bürgerinitiativen in Deutschland, die sich aktiv gegen Windkraft einsetzen. Der Verband stellt Argumentationskataloge, fachkundige Referenten und mehr oder weniger wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung. Dabei wird folgende Argumentation verfolgt: Windkraft zerstöre die Landschaft, sorge für einen Verfall der Grundstückspreise, sei für den Tod von Vögeln verantwortlich und führe zu einer Erhöhung der Energiepreise&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der BLS ist ein Beispiel, dass die fließende Grenze zwischen Bürgerengagement und direkter Einflussnahme deutlich macht. Erklärtes Ziel des Verbandes ist die öffentliche Meinung zu beeinflussen und Druck auf Lokalpolitiker auszuüben. Laut Irmisch macht der BLS sich dabei eine subtile Kombination von Grassrootslobbying und Astroturfing zu nutze. Demnach arbeite er nicht nur mit Metoden der Täuschung wie etwa Waste Watchers, sondern versuche die Bürger gezielt in die Lobbyarbeit einzubinden und so an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Über den finanziellen Hintergund des BLS ist nur wenig bekannt, was typisch für Astroturfing ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Vorgehensweise des BLS 1998 in einem Artikel in &amp;quot;Die Tageszeitung&amp;quot; enttarnt wurde, wurde die Internetpräsenz des BLS aus dem Internet enfernt. Mittlerweile führt er die Arbeit als Landesverband Landschaftsschutz Niedersachsen fort. Laut BUND handelt es sich dabei um einen &amp;quot;geschickten Schachzug&amp;quot;. Den die Bezeichnung als Landesverband deutet darauf hin, dass es in anderen Bundesländern ebenfalls entsprechende Verbände gibt. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/tricks-der-konzerne.html Tricks der Konzerne], bund.net vom 20.01.2013, abgerufen am 23.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EU===&lt;br /&gt;
*''Campaign for Creativity (C4C)''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 erhielt die Campaign for Creativity (C4C) den erstmals von [[Corporate Europe Observatory]] in Kooperation mit [[LobbyControl]], [[Friends of the Earth Europe]] und [[Spinwatch]] verliehenen [[Worst EU Lobbying Award]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.worstlobby.eu/2005/nominees/houston.html Worst Lobbying Award 2005: Campaign for Creativity], worstlobby.eu, 2005, abgerufen am 02.08.2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Hintergrund war die Inzenierung einer politischen Kampagne als  Grassrootsbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die C4C gab vor, eine  [[Grassroots-Lobbying|Grassroots-Lobbyinginitiative]] von Künstlern, Musikern, Designern, Ingenieuren und Software-Entwicklern zu sein. In Wahrheit handelte es sich jedoch um eine strategische Kommunikationsmaßnahme der Public Affairs Agentur Campbell Gentry, deren Auftraggeber einzelne Unternehmen der Software- und Computerbranche, sowie der internationale Verband der Computerindustrie war. Damit bildete er die Speerspitze der Lobby für Software-Patente, die im Europaparlament sehr umstritten waren. Während die grüne Fraktion im Europaparlament im Juni 2005 eine Anhörung mit Patentkritikern zum Patentrecht veranstaltete, verteilte die C4C kostenloses Eis für die Europaabgeordneten. Darauf hatte sie zuvor in einer E-Mail hingewiesen, die an alle Europaabgeordenten verschickt worden war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C4C wird de facto von Simon Gentry betrieben, der in der Vergangenheit auch Lobbyarbeit für SmithKline Beecham (heute GlaxoSmithKline) zur Biopatent-Richtlinie gemacht hat. Die englische C4C-Webseite weist vage darauf hin, dass die Kampagne von Unternehmen wie Microsoft und SAP und dem internationalen Verband der Computerindustrie ComTIA unterstützt wird. Es gibt auf der Webseite keinen Hinweis darauf, dass der Koordinator der Kampagne, Simon Gentry, von der Lobby-Agentur Campbell Gentry kommt. Die deutsche und französische Fassung der Webseite erwähnen nicht einmal die Unterstützung seitens der Unternehmen und CompTIA für die Kampagne&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2005/12/campaign-for-creativity-erhalt-worst-eu-lobbying-award/ “Campaign for Creativity” erhält “Worst EU Lobbying Award”], LobbyControl, 16.12.2005, abgerufen am 20.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Edelman The Centre und Grassroots Enterprise''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Edelman|Edelman The Centre]] ist eine der weltweit größten PR-Agenturen. Grassroots Enterprise ist eine offizielle Tochter, die die Organisation von Grasswurzelbewegungen anbietet. Diese Dienste werden auch in der Filiale von [[Edelman|Edelman The Centre]] in in Brüssel angeboten. [[Edelman|Edelman The Centre]] und Grassroots Enterprise agieren dabei als Netzwerkakteur. Laut eigener Angabe schaffen sie Verbindungen zwischen ähnlich Gesinnten um der geplanten Bewegung den nötigen Hintergrund zu geben&amp;lt;ref&amp;gt;[http://grassroots.com/what/ Grassroots Enterprise, About], abgerufen am 06.08.2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Agenturen ermöglichen es Unternehmen, die über die nötige Finanzstärke verfügen, eine Bewegung aus der Gesellschaft zu finanzieren. Diese vertritt dann, wenn der Hintergrund unerkannt bleibt, glaubwürdig die Interessen der Finanziers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 organisierte die Agentur eine Aktion vor dem EU-Parlament in Brüssel, bei der eine Verkostung gentechnisch veränderter Lebensmittel im Mittelpunkt stand. &amp;quot;Farmers Biotech-Network&amp;quot; war die bis dato unbekannte Gruppe, über die die Journalisten als Initiator berichteten. Erst im Nachhinein fand man heraus, dass die Aktion von [[EuropaBio]] finanziert wurde. Dabei handelt es sich um eine Kampagne, die von großen Gentech-Unternehmen, wie z.B. Bayer und [[Monsanto]], finanziert wird. EuropaBio versuchte berühmte Persönlichkeiten, wie Bob Geldorf, Kofi Annan oder den französischen Politiker Claude Allègre als Botschafter zu gewinnen, um die Vorzüge der Gentechnik anzupreisen. Auf Nachfrage bestritten diese Personen jedoch als Botschafter für EuropaBio tätig zu sein. Bob Geldorf erklärte [[EuropaBio]] nicht einmal zu kennen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/europabio-gentechnik-verband-blamiert-sich-mit-pannen-pr-a-793227.html EuropaBio: Gentechnik-Verband blamiert sich mit Pannen-PR], Spiegel, 21.10.2011, abgerufen am 06.08.2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Astroturfing im Internet ===&lt;br /&gt;
*''Persona management software''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein besonderer Fall von Astroturfing ereignet sich Online in sozialen Netzwerken. Die Werbeagentur Usocial bietet seit 2009 an gegen Bezahlung Facebook-Fans zu verschaffen. So kosten 4.000 Fans 555,30 $. 250.000 kosten 9.000$. Offiziell werden die Fans durch Werbung auf die entsprechenden Seiten aufmerksam gemacht und entscheiden freiwillig ob sie Fan werden oder nicht. Inoffiziell werden Fangruppen generiert, die aus künstlichen Profilen bestehen und professionell gesteuert werden. Aus internen Dokumenten der US Sicherheitsfirma HB Gary Federal geht hervor, dass dazu die sogenannte Persona management software eingesetzt wird, wie durch einen Leak der Hacker-Gruppe Anonymous öffentlich wurde. Die Software meldet künstliche Identitäten bei Twitter und anderen Plattformen an, um sie später für Kampagnen zu nutzen. Dabei können alle Online-Merkmale realer Personen erschaffen werden - Name, Emailadressen, gefälschte IP Adressen und Social-Media Auftritte mit unpolitischen Interessen. Ob ein solches Fake-Profil eingesetzt wurde ist für andere Benutzer und sogar für Facebook selber kaum nachzuvollziehen. Trotzdem können sie Einfluss auf das Verhalten der Nutzer nehmen. Beispielsweise ist die Beliebtheit einer Seite ein Indikator dafür ob jemand Fan wird oder nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/digital/internet/2011-03/astroturfing-facebook-guttenberg Astroturfing Facebook], zeit.de am 08.03.2011, abgerufen am 25.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Astroturfing geht es jedoch nicht nur darum, eine künstliche Basisbewegung für ein bestimmtes Thema zu schaffen. Ebenso lässt sich jegliche konstruktive Debatte im Internet zerstören: Vor allem Blog- und Zeitungsbeiträge zum Klimawandel erfahren oft eine Vielzahl an destruktiven Kommentaren, die jegliche Debatte unmöglich machen und einen aggressiven und diffamierenden Ton haben.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Monsanto und die Bivings Group''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der erste größere Fall von Astroturfing im Internet fand 2002 statt. In verschiedenen Foren kam es zu aggressiven und extremen Kommenatren gegen einen Wissenschaftler, der behauptete in mexikanischem Mais befinden sich zu großen Teilen genmanipulierte Pollen. Die Schmähkommentare gingen von zwei Personen aus, Mary Murphy und Andura Smetacek. In einer Untersuchung zweier Journalisten kam heraus, dass sich die Kommentare von Mary Murphy auf eine Domain der Bivings Group zurückverfolgen lassen. Dabei handelt es sich um eine PR-Firma, die sich auf Internetlobbyismus spezialisiert hat. Sie hatte im Auftrag des Biotechnologieriesen [[Monsanto]] gearbeitet - der Firma, die auch AstroTurf&amp;lt;sup&amp;gt;TM&amp;lt;/sup&amp;gt; (Kunstrasen) entwickelt und patentiert hatte. Zudem fanden die Journalisten heraus, dass die IP-Adresse von Andura Smetacek zum Hauptquartier von [[Monsanto]] in St. Louis, Missouri gehörte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/libertycentral/2010/dec/13/astroturf-libertarians-internet-democracy These astroturf libertarians are the real threat to internet democracy], The Guardian, 13.12.2010, abgerufen am 31.07.2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.theguardian.com/commentisfree/libertycentral/2010/dec/13/astroturf-libertarians-internet-democracy These astroturf libertarians are the real threat to internet democracy] The Guardian, 13.12.2010.&lt;br /&gt;
* [http://astroturfwars.org/ (Astro)Turf Wars (Film)]&lt;br /&gt;
* [http://www.theguardian.com/world/video/2010/oct/13/americans-for-prosperity-tea-party The Tea Party movement and the oil billionaire] The Guardian. Ausschnitt aus (Astro)Turf Wars.&lt;br /&gt;
* [http://www.newyorker.com/reporting/2010/08/30/100830fa_fact_mayer?currentPage=all The billionaire brothers who are waging a war against Obama.] The New Yorker, 30.08.2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-ABC]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31273</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31273"/>
		<updated>2014-11-26T10:10:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finanzdienstleisters [[AWD]] beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der Swiss Life Holding AG&lt;br /&gt;
* 2009 Ernennung zum Ehrendoktor durch die Universität Hildesheim&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO des [[AWD]] &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an die Swiss Life Holding AG&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender des [[AWD]] &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg beim [[AWD]] und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender der Maschmeyer Group&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative Deutschland - Land der Ideen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, die in der F.A.Z., der Welt und der Welt am Sonntag erschien, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem Parteiengesetz nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära [[Gerhard Schröder|Schröder]] wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge geändert. Ab nun wurden private Zusatzversicherungen staatlich gefördert: die sogenannte [[Riester-Rente]] eröffnete den Finanzkonzernen einen milliardenschweren Markt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an [[Gerhard Schröder|Schröder]] lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu [[Gerhard Schröder|Schröder]] sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und [[Gerhard Schröder|Schröder]], wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und [[Gerhard Schröder|Schröder]] ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit [[Gerhard Schröder|Schröder]] und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit [[Gerhard Schröder|Schröder]] abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen Ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der niedersächsischen Landtagswahl 2007 erschien ein Interview-Buch mit Christian Wulff und dem Autor Hugo Müller-Vogg, mit dem Titel &amp;quot;Besser die Wahrheit&amp;quot;. Darin beschreibt Wulff sein privates und politisches Leben. Wie die &amp;quot;Bild&amp;quot; enthüllte, wurde eine Anzeigenkampgne für das Buch von Carsten Maschmeyer finanziert. Maschmeyer zahlte dafür 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen. Die Rechnung des Verlags Hoffmann und Campe ging zunächst an den AWD. Auf Wunsch Maschmeyers war eine zweite Rechnung an seine Privatadresse geschickt worden. Ebenfalls auf Wunsch Maschmeyers, wurde der Rechnungsgrund von &amp;quot;Anzeigen&amp;quot; auf &amp;quot;Beratungsleistungen&amp;quot; geändert. Die Rechnung wurde erst 15 Wochen nach Versand und drei Wochen nach der Wiederwahl Wulffs zum Ministerpräsidenten beglichen. Nach eigenen Angaben war Christian Wulff nicht bekannt, dass die Anzeigen durch Maschmeyer finanziert wurden. Die CDU erwarb 5.000 Exemplares des Buchs um sie als Wahlwerbung für den Kandidaten Wulff zu verschenken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlt die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2010 hatte sich [[Christian Wulff]] während des Sommerurlaubs in einer Villa Maschmeyers auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Wullf hielt die Laudatio, als die Universität Hildesheim Carsten Maschmeyer im August 2009 zum Ehrendoktor ernannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13932431/Wie-Carsten-Maschmeyer-zum-Doktortitel-kam.html Wie Carsten Maschmeyer zum Doktortitel kam], welt.de vom 20.03.2012, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===[[AWD|AWD/SwissLife]]===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern Swisslife. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer erklärte im Dezember 2011 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der SwissLife Holding AG. Einen Tag zuvor hatte der &amp;quot;Stern&amp;quot; enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Strafuntersuchung gegen Maschmeyer und den AWD vorbereitete, wegen Verdacht auf systematischen Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Strafuntersuchung folgte auf einen Antrag des Vereins für Konsumentenschutz-Information (VKI) Wien, der gleichzeitig fünf zivilrechtliche Sammelklagen im Namen von 2500 Klägerinnen und Klägern gegen den AWD führte. Der Streitwert betrug 40 Millionen Euro. Während des zweijährigen Gerichtsverfahrens, hatte der AWD immer wieder abgestritten Kunden systematisch falsch beraten zu haben. Schließlich einigten sich der VKI und die [[AWD|SwissLife Select]], wie der AWD seit der Namensänderung 2013 heißt, auf einen Vergleich. Demnach muss die [[AWD|SwissLife Select]] sieben Millionen Euro für die geschädigten Anleger zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/wien/1440718/VKIEinigung-mit-AWD-zu-ImmofinanzSammelklagen Sammelklagen gegen AWD], wirtschaftsblatt.at vom 12.08.2013, abgerufen am 19.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete Maschmeyer gemeinsam mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG saßen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungierte Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitete nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Rente]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup oblagen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern lagen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hatte zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Maschmeyer Group===&lt;br /&gt;
Seit seinem Ausstieg aus der SwissLife Select ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater tätig. Seine zahlreichen Investitionen werden unter dem Dach der Maschmeyer Group verwaltet. U.a. finanziert Maschmeyer Start-Up-Unternehmen in den Bereichen Technologie, Internet und Medizintechnik. Die Beteiligungen werden durch verschiedenen, spezialisierte Dachgesellschaften organisiert und verwaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maschmeyer-group.de/home.html Webseite der Maschmeyer Group], maschmeyer-group.de, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Löer, Wigbert und Oliver Schröm: Geld. Macht. Politik. Das Beziehungskonto von Carsten Maschmeyer, Gerhard Schröder und Christian Wulff. November 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31272</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
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		<updated>2014-11-26T10:07:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finanzdienstleisters [[AWD]] beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der Swiss Life Holding AG&lt;br /&gt;
* 2009 Ernennung zum Ehrendoktor durch die Universität Hildesheim&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO des [[AWD]] &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an die Swiss Life Holding AG&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender des [[AWD]] &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg beim [[AWD]] und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender der Maschmeyer Group&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative Deutschland - Land der Ideen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, die in der F.A.Z., der Welt und der Welt am Sonntag erschien, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära [[Gerhard Schröder|Schröder]] wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge geändert. Ab nun wurden private Zusatzversicherungen staatlich gefördert: die sogenannte [[Riester-Rente]] eröffnete den Finanzkonzernen einen milliardenschweren Markt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an [[Gerhard Schröder|Schröder]] lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu [[Gerhard Schröder|Schröder]] sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und [[Gerhard Schröder|Schröder]], wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und [[Gerhard Schröder|Schröder]] ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit [[Gerhard Schröder|Schröder]] und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit [[Gerhard Schröder|Schröder]] abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen Ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der niedersächsischen Landtagswahl 2007 erschien ein Interview-Buch mit Christian Wulff und dem Autor Hugo Müller-Vogg, mit dem Titel &amp;quot;Besser die Wahrheit&amp;quot;. Darin beschreibt Wulff sein privates und politisches Leben. Wie die &amp;quot;Bild&amp;quot; enthüllte, wurde eine Anzeigenkampgne für das Buch von Carsten Maschmeyer finanziert. Maschmeyer zahlte dafür 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen. Die Rechnung des Verlags Hoffmann und Campe ging zunächst an den AWD. Auf Wunsch Maschmeyers war eine zweite Rechnung an seine Privatadresse geschickt worden. Ebenfalls auf Wunsch Maschmeyers, wurde der Rechnungsgrund von &amp;quot;Anzeigen&amp;quot; auf &amp;quot;Beratungsleistungen&amp;quot; geändert. Die Rechnung wurde erst 15 Wochen nach Versand und drei Wochen nach der Wiederwahl Wulffs zum Ministerpräsidenten beglichen. Nach eigenen Angaben war Christian Wulff nicht bekannt, dass die Anzeigen durch Maschmeyer finanziert wurden. Die CDU erwarb 5.000 Exemplares des Buchs um sie als Wahlwerbung für den Kandidaten Wulff zu verschenken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlt die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2010 hatte sich [[Christian Wulff]] während des Sommerurlaubs in einer Villa Maschmeyers auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Wullf hielt die Laudatio, als die Universität Hildesheim Carsten Maschmeyer im August 2009 zum Ehrendoktor ernannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13932431/Wie-Carsten-Maschmeyer-zum-Doktortitel-kam.html Wie Carsten Maschmeyer zum Doktortitel kam], welt.de vom 20.03.2012, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===[[AWD|AWD/SwissLife]]===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern Swisslife. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer erklärte im Dezember 2011 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der SwissLife Holding AG. Einen Tag zuvor hatte der &amp;quot;Stern&amp;quot; enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Strafuntersuchung gegen Maschmeyer und den AWD vorbereitete, wegen Verdacht auf systematischen Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Strafuntersuchung folgte auf einen Antrag des Vereins für Konsumentenschutz-Information (VKI) Wien, der gleichzeitig fünf zivilrechtliche Sammelklagen im Namen von 2500 Klägerinnen und Klägern gegen den AWD führte. Der Streitwert betrug 40 Millionen Euro. Während des zweijährigen Gerichtsverfahrens, hatte der AWD immer wieder abgestritten Kunden systematisch falsch beraten zu haben. Schließlich einigten sich der VKI und die [[AWD|SwissLife Select]], wie der AWD seit der Namensänderung 2013 heißt, auf einen Vergleich. Demnach muss die [[AWD|SwissLife Select]] sieben Millionen Euro für die geschädigten Anleger zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/wien/1440718/VKIEinigung-mit-AWD-zu-ImmofinanzSammelklagen Sammelklagen gegen AWD], wirtschaftsblatt.at vom 12.08.2013, abgerufen am 19.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete Maschmeyer gemeinsam mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG saßen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungierte Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitete nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Rente]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup oblagen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern lagen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hatte zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Maschmeyer Group===&lt;br /&gt;
Seit seinem Ausstieg aus der SwissLife Select ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater tätig. Seine zahlreichen Investitionen werden unter dem Dach der Maschmeyer Group verwaltet. U.a. finanziert Maschmeyer Start-Up-Unternehmen in den Bereichen Technologie, Internet und Medizintechnik. Die Beteiligungen werden durch verschiedenen, spezialisierte Dachgesellschaften organisiert und verwaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maschmeyer-group.de/home.html Webseite der Maschmeyer Group], maschmeyer-group.de, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Löer, Wigbert und Oliver Schröm: Geld. Macht. Politik. Das Beziehungskonto von Carsten Maschmeyer, Gerhard Schröder und Christian Wulff. November 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31271</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
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		<updated>2014-11-26T10:04:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finanzdienstleisters [[AWD]] beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der Swiss Life Holding AG&lt;br /&gt;
* 2009 Ernennung zum Ehrendoktor durch die Universität Hildesheim&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO des [[AWD]] &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an die Swiss Life Holding AG&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender des [[AWD]] &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg beim [[AWD]] und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender der Maschmeyer Group&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative Deutschland - Land der Ideen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, die in der F.A.Z., der Welt und der Welt am Sonntag erschien, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära [[Gerhard Schröder|Schröder]] wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge geändert. Ab nun wurden private Zusatzversicherungen staatlich gefördert: die sogenannte [[Riester-Rente]] eröffnete den Finanzkonzernen einen milliardenschweren Markt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an [[Gerhard Schröder|Schröder]] lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu [[Gerhard Schröder|Schröder]] sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und [[Gerhard Schröder|Schröder]], wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und [[Gerhard Schröder|Schröder]] ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit [[Gerhard Schröder|Schröder]] und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit [[Gerhard Schröder|Schröder]] abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen Ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der niedersächsischen Landtagswahl 2007 erschien ein Interview-Buch mit Christian Wulff und dem Autor Hugo Müller-Vogg, mit dem Titel &amp;quot;Besser die Wahrheit&amp;quot;. Darin beschreibt Wulff sein privates und politisches Leben. Wie die &amp;quot;Bild&amp;quot; enthüllte, wurde eine Anzeigenkampgne für das Buch von Carsten Maschmeyer finanziert. Maschmeyer zahlte dafür 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen. Die Rechnung des Verlags Hoffmann und Campe ging zunächst an den AWD. Auf Wunsch Maschmeyers war eine zweite Rechnung an seine Privatadresse geschickt worden. Ebenfalls auf Wunsch Maschmeyers, wurde der Rechnungsgrund von &amp;quot;Anzeigen&amp;quot; auf &amp;quot;Beratungsleistungen&amp;quot; geändert. Die Rechnung wurde erst 15 Wochen nach Versand und drei Wochen nach der Wiederwahl Wulffs zum Ministerpräsidenten beglichen. Nach eigenen Angaben war Christian Wulff nicht bekannt, dass die Anzeigen durch Maschmeyer finanziert wurden. Die CDU erwarb 5.000 Exemplares des Buchs um sie als Wahlwerbung für den Kandidaten Wulff zu verschenken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlt die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2010 hatte sich [[Christian Wulff]] während des Sommerurlaubs in einer Villa Maschmeyers auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Wullf hielt die Laudatio, als die Universität Hildesheim Carsten Maschmeyer im August 2009 zum Ehrendoktor ernannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13932431/Wie-Carsten-Maschmeyer-zum-Doktortitel-kam.html Wie Carsten Maschmeyer zum Doktortitel kam], welt.de vom 20.03.2012, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===[[AWD|AWD/SwissLife]]===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern Swisslife. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer erklärte im Dezember 2011 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der SwissLife Holding AG. Einen Tag zuvor hatte der &amp;quot;Stern&amp;quot; enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Strafuntersuchung gegen Maschmeyer und den AWD vorbereitete, wegen Verdacht auf systematischen Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Strafuntersuchung folgte auf einen Antrag des Vereins für Konsumentenschutz-Information (VKI) Wien, der gleichzeitig fünf zivilrechtliche Sammelklagen im Namen von 2500 Klägerinnen und Klägern gegen den AWD führte. Der Streitwert betrug 40 Millionen Euro. Während des zweijährigen Gerichtsverfahrens, hatte der AWD immer wieder abgestritten Kunden systematisch falsch beraten zu haben. Schließlich einigten sich der VKI und die [[AWD|SwissLife Select]], wie der AWD seit der Namensänderung 2013 heißt, auf einen Vergleich. Demnach muss die [[AWD|SwissLife Select]] sieben Millionen Euro für die geschädigten Anleger zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/wien/1440718/VKIEinigung-mit-AWD-zu-ImmofinanzSammelklagen Sammelklagen gegen AWD], wirtschaftsblatt.at vom 12.08.2013, abgerufen am 19.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete Maschmeyer gemeinsam mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG saßen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungierte Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitete nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup oblagen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern lagen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hatte zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Maschmeyer Group===&lt;br /&gt;
Seit seinem Ausstieg aus der SwissLife Select ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater tätig. Seine zahlreichen Investitionen werden unter dem Dach der Maschmeyer Group verwaltet. U.a. finanziert Maschmeyer Start-Up-Unternehmen in den Bereichen Technologie, Internet und Medizintechnik. Die Beteiligungen werden durch verschiedenen, spezialisierte Dachgesellschaften organisiert und verwaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maschmeyer-group.de/home.html Webseite der Maschmeyer Group], maschmeyer-group.de, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Löer, Wigbert und Oliver Schröm: Geld. Macht. Politik. Das Beziehungskonto von Carsten Maschmeyer, Gerhard Schröder und Christian Wulff. November 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
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		<title>Grassroots-Lobbying</title>
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		<updated>2014-11-20T13:07:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter '''Grassroots-Lobbying''' versteht man den Prozess, durch den ein Unternehmen, ein [[Verbändeliste|Verband]] oder eine sonstige Organisation eigene Interessen gegenüber der Politik durchzusetzen versucht. Der Name leitet sich dabei vom Bürger als &amp;quot;Graswurzel&amp;quot; (engl.: grassroots) politischer Partizipation ab. Je breiter die Basis tatsächlicher oder potentieller Wähler ist, die ein Unternehmen oder Verband durch Lobbying ansprechen kann, desto größer ist der Druck auf die Politik. Dadurch sollen politische Entscheidungsträger zu spezifischen Handlungen (oder Nicht-Handlungen) bewogen werden sollen. In der Praxis erfolgt Grassroots-Lobbying oftmals über eine großflächige Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld. &amp;lt;br&amp;gt; Zu den klassischen Instrumenten dieser Strategie gehören, neben Leserbriefen und Unterschriftensammlungen, vor allem Postkarten-, Telefon- und Emailaktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale von Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying ist geprägt durch eine emotionale Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit. Im Vergleich zum direkten Lobbying von Entscheidungsträgern stehen dabei nicht Fakten oder Paragrafen im Vordergrund der Diskussion, sondern die Schilderung von Erlebnissen, das Aufzeigen von Einzelfällen, sowie die Verwendung aussagekräftiger Bilder oder Schlagworte. Die Berichterstattung der Medien wird dabei genutzt, um der Öffentlichkeit durch Grassroots-Lobbying ein bestimmtes Bild zu vermitteln und dieses zu festigen. Durch die Kommunikation der eigenen Forderungen und Ziele besteht die Möglichkeit, dass sich die gesellschaftliche Gruppe der Unterstützer vergrößert, andererseits wird durch die Medien der existierende Druck auf die Politik noch weiter verstärkt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verbände und deren Mitgliedsunternehmen setzen dabei vor allem auf die Einbindung eigener Mitarbeiter und deren persönliches Umfeld zur Interessenartikulation gegenüber der Politik. Der Impuls zur politischen Einflussnahme geht dabei nicht von den Mitarbeitern selbst aus, sondern die Aktionen sind von der Unternehmensleitung zentral organisiert und oftmals in eine größere Unternehmens- oder Verbandsstrategie eingebettet. Häufig greifen Unternehmen für Grassroots-Lobbying auf externe [[PR-Agenturen|PR-Agenturen]] zurück, die Initiativen ausarbeiten und die Pressearbeit des Unternehmens gegenüber Öffentlichkeit und Politik koordinieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der PR-Experte und ehemalige Pressesprecher des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr, Marco Althaus, vergleicht die zentrale Organisation des Grassroots-Lobbying mit einem Schauspiel: &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;''„Der  Jedermann als Amateurlobbyist erhält eine öffentliche Bühne, der Berufslobbyist wirkt als Produzent und setzt als Regisseur den Dialog mit der Politik in Szene“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur Grassroots-Kampagne und zum Astroturfing ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying darf dabei nicht mit dem Begriff der Grassroots-Kampagne gleichgesetzt werden. Unter einer Grassroots-Kampagne versteht man eine Interessenvertretung bestimmter Gesellschaftsteile (etwa in Form von Bürgerinitiativen, - bewegungen oder Nichtregierungsorganisationen (NGOs)) durch die ein politisches Ziel erreicht werden soll. Dem steht Grassroots-Lobbying als Zusammenschluss aus wirtschaftlichen Motiven zur Beeinflussung der Politik im Unternehmenssinn gegenüber.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lobbyismus und Kampagne unterscheiden sich jedoch nicht nur im Bezug auf die Akteure, sondern durch die Kriterien Organisation, Interessenvertretung (Bürgerinteressen gegenüber Unternehmensinteressen), dem Grad der Transparenz und der Finanzierung (eigenfinanziert gegenüber fremdfinanziert). Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist jedoch der Grad der Abhängigkeit der ausführenden Akteure von der jeweiligen Organisationsebene. Während der Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und die Arbeit von NGOs bei der Grassroots-Kampagne auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruht, greift Grassroots-Lobbying auf ein bestehendes Abhängigkeitsverhältnis zurück. Dies drückt sich etwa zwischen Arbeitgeber und -nehmer, beziehungsweise Auszubildenden aus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind die Akteure von Grassroots-Lobbying nicht klar zu erkennen, handelt es sich um sogenanntes [[Astroturfing|Astroturfing]]. Durch intransparente Finanzierung und Steuerung sollen beim Astroturfing die tatsächlichen Akteure verschleiert und die öffentliche Wahrnehmung manipuliert werden. So verbergen sich beispielsweise hinter der Gründung vermeintlicher Bürgerorganisationen Unternehmen oder Verbände, die von der Öffentlichkeit unentdeckt Lobbyarbeit betreiben wollen. Eine Unterscheidung zwischen Grassroots-Lobbying und Astroturfing ist auf Grund fließender Übergänge nicht immer sofort möglich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Althaus spricht von Astroturfing, wenn statt Graswurzeln Kunstrasen verlegt werde: &amp;lt;br&amp;gt;''„Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter der vermeintlichen Bewegung nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne!3. Neue Strategien im Grassroots Lobbying für Unternehmen und Verbäde, Berlin 2007, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Astroturfing widerspricht dabei den ethischen Grundsätzen der sieben Selbstverpflichtungen der PR-Branche, da es dem öffentlichen Interesse zuwiederläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Althaus sieht im korporatistischen System der BRD (wie auch in Österreich oder Frankreich) kaum Chancen erfolgreich Lobbyarbeit außerhalb existierender Quasi-Monopole der Interessenvertretung zu betreiben. Organisationen wie Industrie- und Handelskammern, Bauernverbände etc. könnten für sich nahe-exklusive Politikzugänge in Anspruch nehmen und würden breite gesellschaftliche Konsenslösungen vorbereiten, was ein Ausscheren einzelner Verbände oder Unternehmen, sowie privates (nicht-institutionalisiertes) Lobbying nahezu unmöglich mache. &amp;lt;ref&amp;gt; Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 217&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemessen im internationalen Vergleich greifen deutsche Unternehmen aus diesem Grund relativ selten auf Grassroots-Lobbying zurück, da wirtschaftliche Interessenvertretung in diesem Bereich weiterhin über Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern (direktes Lobbying) verwirklicht wird. Nur einzelne Verbände haben Grassroots-Lobbying für sich entdeckt, da Initiativen weniger leicht zu durchschauen sind als beim direkten Lobbying.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in den USA ==&lt;br /&gt;
Grassroots-Lobbying gilt seit den späten 1960er Jahren in den USA als eines der wichtigsten Lobby-Instrumente der Wirtschaft. Althaus führt aus, dass die Mehrheit aller US-Großunternehmen auf Grassroots-Lobbying zurückgreife, von denen viele ihre Mitarbeiter in längerfristigen Grassroots-Programmen organisieren. Begünstigt wird dies im Vergleich zu Deutschland vor allem durch das politische System der USA. Die Stellung der Parteien ist in den USA deutlich schwächer ausgeprägt und eine kaum vorhandene Fraktionsdisziplin sorgt dafür, dass sich im Kongress zu jedem Thema ad-hoc Mehrheiten, auch über Parteigrenzen hinweg, bilden müssen. Der einzelne Abgeordnete erfährt dadurch eine deutliche Aufwertung, was ihn gleichermaßen zu einem begehrten Ansprechpartner für Öffentlichkeit und Lobbyisten macht.&amp;lt;br&amp;gt;Darüber hinaus spielt Grassroots-Lobbying auch bei Wahlkämpfen eine entscheidende Rolle. Der Grund dafür sind die extrem hohen Kosten der US-Wahlkämpfe und - im Gegensatz zu Deutschland - das Verbot von [[Parteispenden|Parteispenden]] juristischer Personen. Unternehmen können den Kandidaten lediglich über sogenannte Political Action Committees finanzielle Mittel zukommen lassen. Hier kommt Grassroots-Lobbying zum Einsatz, wenn es beispielsweise darum geht Privatspenden von Mitarbeitern oder Mitgliedern zu sammeln und an die Kandidaten weiterzuleiten. Althaus gibt diesbezüglich den Trend des &amp;quot;Pay to play&amp;quot; wieder: die Gesprächsbereitschaft von Politikern steige deutlich, wenn diese Wahlkampfspenden erhalten. Dementsprechend kann es sich in den USA kaum ein Unternehmen oder Verband leisten auf Grassroots-Lobbying zur politischen oder finanziellen Mobilisierung der eigenen Mitarbeiter zu verzichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster 2001, S. 35ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problematik ==&lt;br /&gt;
Aus demokratischer Perspektive ist Grassroots-Lobbying fraglich, da es sich nicht um eigenständiges Engagement der Mitarbeiter handelt. Die Aktionen werden vielmehr zentral organisiert und vorbereitet; die Beschäftigten bestimmen weder die Lobbystrategien noch die konkreten Zielsetzungen. Angesichts ihres Status als abhängig Beschäftigte dürfte es schwer fallen, sich an solchen Aktionen nicht zu beteiligen, vor allem, wenn es Vorgaben gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin, 2010, S.131&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie dies in der Praxis aussieht zeigt sich am Beispiel einer Pro-Atom-Demonstration des Energieversorgers [[RWE|RWE]] aus dem Jahr 2009. Die ''taz'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!39770/ taz: Pro-Atomkraft-Demo - RWE lässt demonstrieren, Artikel vom 29.08.2009] aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte darüber berichtet, dass Azubis des Konzerns freigestellt wurden, damit diese mit Bussen zur Demonstration nach Biblis gebracht werden konnten. Der Artikel zeigt dabei sehr deutlich (''„Der Konzern hat die Auszubildenden freigestellt, damit sie zur Demo fahren, nicht damit sie blaumachen&amp;quot;''), dass von den Azubis sehr wohl die Teilnahme an der Demo erwartet wurde. Auch wenn dies von RWE bestritten wurde -  angesichts des Abhängigkeitsverhältnisses der Azubis gegenüber dem Unternehmen kann keinesfalls von einem rein freiwilligem Engagement ausgegangen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/09/rwe-lasst-azubis-demonstrieren/ Statement von LobbyControl zur RWE-Demonstration vom 03.09.2009]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Problem von Grassroots-Lobbying sieht Althaus im Kontrollverlust der Steuerung. Kritisch am Grassroots-Lobbying sei die Tendenz, dass die Medien und die Öffentlichkeit sehr empfindlich reagieren, wenn eine Lobby-Aktion nicht als authentisch wahrgenommen werde, sondern als von einem Unternehmen orchestriert. Dies führe dazu, dass sich das entsprechende Unternehmen, bzw. der entsprechende Verband sehr schnell mit dem Vorwurf der Manipulation und dem Vorspielen falscher Tatsachen konfrontiert sehe. Neben einem massiven Imageverlust des Lobby-Akteurs resultiere dies im Verlust der Glaubwürdigkeit gegenüber der Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Würde für die Kampagne eine neue Organisation oder Kampagnenplattform geschaffen und ist der Initiator nicht sofort ersichtlich, kommt es oft [...] zum Vorwurf der Verschleierung und Maskerade, Irreführung und Intransparenz. [...] Statt einer Vielzahl von Privatpersonen, die sich spontan zusammenschließen und artikulieren, stecken hinter den vermeintlichen Bewegungen nur wenige bezahlte PR-Arbeiter, die Politik und Öffentlichkeit mit dem Schein einer Massenbasis, die es nicht gibt, zu täuschen versuchen. Gleichermaßen wird die Legitimität von Initiativen, Vereinen und Verbänden angezweifelt, die als Kampagnenplattform dienen. Sie werden als „front groups“ bezeichnet, hinter denen sich Unternehmen und Verbände verstecken, die die Gruppen inhaltlich kontrollieren und finanzieren.“ ''&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 151ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Grassroots-Lobbying ==&lt;br /&gt;
=== Grassroots-Lobbying des Verbands der Privaten Krankenversicherung ===&lt;br /&gt;
* Mitgliedsunternehmen des [[Verband der Privaten Krankenversicherung|Verbands der Privaten Krankenversicherung]] (PKV) hatten im Oktober 2006 mit Hilfe von Grassroots-Lobbying versucht Einfluss auf geplante Gesundheitsreform zu nehmen. Durch das Verschicken zahlreicher Protestbriefe von Privatversicherten an Bundestagsabgeordnete von Union und SPD sollte Druck auf die Bundesregierung aufgebaut werden, wodurch diese die geplanten Änderung für die privaten Krankenversicherungen zurücknehmen sollte.&amp;lt;br&amp;gt;Der PKV hatte aus diesem Grund sieben Briefvorlagen für unterschiedliche Zielgruppen und thematische Aspekte formuliert und im Internet bereitgestellt, die von den Mitarbeitern der PKV-Unternehmen verschickt werden sollten. &amp;quot;Der Verband selbst hat keinen Zugriff auf die Kunden der Mitgliedsunternehmen. Daher sollte jedes Unternehmen möglichst viele Vertriebs- und Innendienstmitarbeiter dazu bringen, Abgeordnete in eigenem Namen als Versicherte anzuschreiben&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Das angestrebte Ziel der Grassroots-Kampagne war die Zahl von 50.000 Protestbriefen, die von einer breiten   Medienkampagne des PKV begleitet werden sollte. Zwar gingen einige tausend Briefe bei Bundestagsabgeordneten ein, aber auf Rückfrage einiger Abgeordneter an Mitglieder des PKV erhielten diese die überraschte Antwort man habe gar keine Protestschreiben geschickt. Vom ''Spiegel'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/private-krankenkassen-krawall-nach-plan-a-445990.html Der Spiegel: Krawall nach Plan, 03.11.2006], aufgerufen am 31.07.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde ein interner PKV-Vermerk veröffentlicht, aus dem hervorging, dass die Kampagne darauf ausgerichtet war Unruhe in die Regierungsfraktionen in Bezug auf die geplante Gesundheitsreform zu bringen. Dem PKV wurde daraufhin gezielte Desinformation, Manipulation und Unterschriftenfälschung vorgeworfen. Zwar hatte der PKV mehrmals betont, dass es sich bei den gefälschten Unterschriften um Einzelfälle handele und die Kampagne an sich authentisch sei. Der Imageschaden für den PKV war allerdings enorm.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3. Neue Strategien im Grassroots-Lobbying für Unternehmen und Verbände, Berlin 2007, S. 164ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2006/10/dubiose-protestaktion-der-privaten-krankenkassen/ Statement von LobbyControl zur PKV-Initiative vom 31. Oktober 2006]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Postkarten-Aktion von Hill+Knowlton ===&lt;br /&gt;
* Ein weiteres Beispiel für die Anwendung von Grassroots-Lobbying ist der Versuch der PR-Agentur [[Hill+Knowlton Strategies|Hill+Knowlton]] 2004 durch das Versenden von Postkarten an Bundeskanzler Gerhard Schröder eine Kampagne für den Energieversorger [[Vattenfall|Vattenfall]] zu lancieren. Im Bezug auf die Zuteilung von Verschmutzungsrechten im Emissionshandel (sogenannter Nationaler Allokationsplan) sollten Regeln zu Gunsten des Unternehmens beeinflusst werden.&amp;lt;ref&amp;gt;LobbyPlanet Berlin 2010, S.34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobby-ABC]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31203</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
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		<updated>2014-11-20T11:05:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finanzdienstleisters [[AWD]] beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der Swiss Life Holding A&lt;br /&gt;
* 2009 Ernennung zum Ehrendoktor durch die Universität Hildesheim&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO des [[AWD]] &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an die Swiss Life Holding AG&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender des [[AWD]] &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg beim [[AWD]] und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender der Maschmeyer Group&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative Deutschland - Land der Ideen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer kostspieligen Wahlkampfaktion, einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, in F.A.Z., Welt und Welt am Sonntag, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära [[Gerhard Schröder|Schröder]] wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge zum Teil privatisiert und staatlich gefördert ([[Riester-Rente]]), was der Finanzlobby einen Milliarden schweren neuen Markt eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an [[Gerhard Schröder|Schröder]] lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu [[Gerhard Schröder|Schröder]] sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und [[Gerhard Schröder|Schröder]], wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und [[Gerhard Schröder|Schröder]] ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit [[Gerhard Schröder|Schröder]] und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit [[Gerhard Schröder|Schröder]] abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der niedersächsischen Landtagswahl 2007 erschien ein Interview-Buch mit Christian Wulff und dem Autor Hugo Müller-Vogg, mit dem Titel &amp;quot;Besser die Wahrheit&amp;quot;. Darin beschreibt Wulff sein privates und politisches Leben. Wie die &amp;quot;Bild&amp;quot; enthüllte, wurde eine Anzeigenkampgne für das Buch von Carsten Maschmeyer finanziert. Maschmeyer zahlte dafür 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen. Die Rechnung des Verlags Hoffmann und Campe ging zunächst an den AWD. Auf Wunsch Maschmeyers war eine zweite Rechnung an seine Privatadresse geschickt worden. Ebenfalls auf Wunsch Maschmeyers, wurde der Rechnungsgrund von &amp;quot;Anzeigen&amp;quot; auf &amp;quot;Beratungsleistungen&amp;quot; geändert. Die Rechnung wurde erst 15 Wochen nach Versand und drei Wochen nach der Wiederwahl Wulffs zum Ministerpräsidenten beglichen. Nach eigenen Angaben war Christian Wulff nicht bekannt, dass die Anzeigen durch Maschmeyer finanziert wurden. Die CDU erwarb 5.000 Exemplares des Buchs um sie als Wahlwerbung für den Kandidaten Wulff zu verschenken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlt die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2010 hatte sich [[Christian Wulff]] während des Sommerurlaubs in einer Villa Maschmeyers auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Wullf hielt die Laudatio, als die Universität Hildesheim Carsten Maschmeyer im August 2009 zum Ehrendoktor ernannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13932431/Wie-Carsten-Maschmeyer-zum-Doktortitel-kam.html Wie Carsten Maschmeyer zum Doktortitel kam], welt.de vom 20.03.2012, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===[[AWD|AWD/SwissLife]]===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern Swisslife. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer erklärte im Dezember 2011 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der SwissLife Holding AG. Einen Tag zuvor hatte der &amp;quot;Stern&amp;quot; enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Strafuntersuchung gegen Maschmeyer und den AWD vorbereitete, wegen Verdacht auf systematischen Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Strafuntersuchung folgte auf einen Antrag des Vereins für Konsumentenschutz-Information (VKI) Wien, der gleichzeitig fünf zivilrechtliche Sammelklagen im Namen von 2500 Klägerinnen und Klägern gegen den AWD führte. Der Streitwert betrug 40 Millionen Euro. Während des zweijährigen Gerichtsverfahrens, hatte der AWD immer wieder abgestritten Kunden systematisch falsch beraten zu haben. Schließlich einigten sich der VKI und die [[AWD|SwissLife Select]], wie der AWD seit der Namensänderung 2013 heißt, auf einen Vergleich. Demnach muss die [[AWD|SwissLife Select]] sieben Millionen Euro für die geschädigten Anleger zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/wien/1440718/VKIEinigung-mit-AWD-zu-ImmofinanzSammelklagen Sammelklagen gegen AWD], wirtschaftsblatt.at vom 12.08.2013, abgerufen am 19.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete Maschmeyer gemeinsam mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG saßen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungierte Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitete nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup oblagen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern lagen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hatte zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Maschmeyer Group===&lt;br /&gt;
Seit seinem Ausstieg aus der SwissLife Select ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater tätig. Seine zahlreichen Investitionen werden unter dem Dach der Maschmeyer Group verwaltet. U.a. finanziert Maschmeyer Start-Up-Unternehmen in den Bereichen Technologie, Internet und Medizintechnik. Die Beteiligungen werden durch verschiedenen, spezialisierte Dachgesellschaften organisiert und verwaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maschmeyer-group.de/home.html Webseite der Maschmeyer Group], maschmeyer-group.de, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31202</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31202"/>
		<updated>2014-11-20T11:04:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: interne links eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finanzdienstleisters [[AWD]] beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. [[AWD]] stand für Allgemeiner Wirtschaftsdienst. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der Swiss Life Holding A&lt;br /&gt;
* 2009 Ernennung zum Ehrendoktor durch die Universität Hildesheim&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO des [[AWD]] &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an die Swiss Life Holding AG&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender des [[AWD]] &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg beim [[AWD]] und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender der Maschmeyer Group&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative Deutschland - Land der Ideen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer kostspieligen Wahlkampfaktion, einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, in F.A.Z., Welt und Welt am Sonntag, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära [[Gerhard Schröder|Schröder]] wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge zum Teil privatisiert und staatlich gefördert ([[Riester-Rente]]), was der Finanzlobby einen Milliarden schweren neuen Markt eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an [[Gerhard Schröder|Schröder]] lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu [[Gerhard Schröder|Schröder]] sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und [[Gerhard Schröder|Schröder]], wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und [[Gerhard Schröder|Schröder]] ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit [[Gerhard Schröder|Schröder]] und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit [[Gerhard Schröder|Schröder]] abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der niedersächsischen Landtagswahl 2007 erschien ein Interview-Buch mit Christian Wulff und dem Autor Hugo Müller-Vogg, mit dem Titel &amp;quot;Besser die Wahrheit&amp;quot;. Darin beschreibt Wulff sein privates und politisches Leben. Wie die &amp;quot;Bild&amp;quot; enthüllte, wurde eine Anzeigenkampgne für das Buch von Carsten Maschmeyer finanziert. Maschmeyer zahlte dafür 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen. Die Rechnung des Verlags Hoffmann und Campe ging zunächst an den AWD. Auf Wunsch Maschmeyers war eine zweite Rechnung an seine Privatadresse geschickt worden. Ebenfalls auf Wunsch Maschmeyers, wurde der Rechnungsgrund von &amp;quot;Anzeigen&amp;quot; auf &amp;quot;Beratungsleistungen&amp;quot; geändert. Die Rechnung wurde erst 15 Wochen nach Versand und drei Wochen nach der Wiederwahl Wulffs zum Ministerpräsidenten beglichen. Nach eigenen Angaben war Christian Wulff nicht bekannt, dass die Anzeigen durch Maschmeyer finanziert wurden. Die CDU erwarb 5.000 Exemplares des Buchs um sie als Wahlwerbung für den Kandidaten Wulff zu verschenken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlt die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2010 hatte sich [[Christian Wulff]] während des Sommerurlaubs in einer Villa Maschmeyers auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Wullf hielt die Laudatio, als die Universität Hildesheim Carsten Maschmeyer im August 2009 zum Ehrendoktor ernannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13932431/Wie-Carsten-Maschmeyer-zum-Doktortitel-kam.html Wie Carsten Maschmeyer zum Doktortitel kam], welt.de vom 20.03.2012, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===[[AWD|AWD/SwissLife]]===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern Swisslife. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer erklärte im Dezember 2011 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der SwissLife Holding AG. Einen Tag zuvor hatte der &amp;quot;Stern&amp;quot; enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Strafuntersuchung gegen Maschmeyer und den AWD vorbereitete, wegen Verdacht auf systematischen Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Strafuntersuchung folgte auf einen Antrag des Vereins für Konsumentenschutz-Information (VKI) Wien, der gleichzeitig fünf zivilrechtliche Sammelklagen im Namen von 2500 Klägerinnen und Klägern gegen den AWD führte. Der Streitwert betrug 40 Millionen Euro. Während des zweijährigen Gerichtsverfahrens, hatte der AWD immer wieder abgestritten Kunden systematisch falsch beraten zu haben. Schließlich einigten sich der VKI und die [[AWD|SwissLife Select]], wie der AWD seit der Namensänderung 2013 heißt, auf einen Vergleich. Demnach muss die [[AWD|SwissLife Select]] sieben Millionen Euro für die geschädigten Anleger zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/wien/1440718/VKIEinigung-mit-AWD-zu-ImmofinanzSammelklagen Sammelklagen gegen AWD], wirtschaftsblatt.at vom 12.08.2013, abgerufen am 19.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete Maschmeyer gemeinsam mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG saßen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungierte Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitete nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup oblagen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern lagen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hatte zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Maschmeyer Group===&lt;br /&gt;
Seit seinem Ausstieg aus der SwissLife Select ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater tätig. Seine zahlreichen Investitionen werden unter dem Dach der Maschmeyer Group verwaltet. U.a. finanziert Maschmeyer Start-Up-Unternehmen in den Bereichen Technologie, Internet und Medizintechnik. Die Beteiligungen werden durch verschiedenen, spezialisierte Dachgesellschaften organisiert und verwaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maschmeyer-group.de/home.html Webseite der Maschmeyer Group], maschmeyer-group.de, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31197</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
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		<updated>2014-11-20T10:16:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: interne links eingfügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finanzdienstleisters [[AWD]] beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO von [[AWD]] &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an die [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender der [[AWD]] &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg bei der [[AWD|AWD Holding AG]] und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung [[Neurobionik]] &lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative [[Deutschland - Land der Ideen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer kostspieligen Wahlkampfaktion, einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, in F.A.Z., Welt und Welt am Sonntag, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära [[Gerhard Schröder|Schröder]] wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge zum Teil privatisiert und staatlich gefördert ([[Riester-Rente]]), was der Finanzlobby einen Milliarden schweren neuen Markt eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an [[Gerhard Schröder|Schröder]] lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu [[Gerhard Schröder|Schröder]] sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und [[Gerhard Schröder|Schröder]], wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und [[Gerhard Schröder|Schröder]] ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit [[Gerhard Schröder|Schröder]] und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit [[Gerhard Schröder|Schröder]] abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der niedersächsischen Landtagswahl 2007 erschien ein Interview-Buch mit Christian Wulff und dem Autor Hugo Müller-Vogg, mit dem Titel &amp;quot;Besser die Wahrheit&amp;quot;. Darin beschreibt Wulff sein privates und politisches Leben. Wie die &amp;quot;Bild&amp;quot; enthüllte, wurde eine Anzeigenkampgne für das Buch von Carsten Maschmeyer finanziert. Maschmeyer zahlte dafür 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen. Die Rechnung des Verlags Hoffmann und Campe ging zunächst an den AWD. Auf Wunsch Maschmeyers war eine zweite Rechnung an seine Privatadresse geschickt worden. Ebenfalls auf Wunsch Maschmeyers, wurde der Rechnungsgrund von &amp;quot;Anzeigen&amp;quot; auf &amp;quot;Beratungsleistungen&amp;quot; geändert. Die Rechnung wurde erst 15 Wochen nach Versand und drei Wochen nach der Wiederwahl Wulffs zum Ministerpräsidenten beglichen. Nach eigenen Angaben war Christian Wulff nicht bekannt, dass die Anzeigen durch Maschmeyer finanziert wurden. Die CDU erwarb 5.000 Exemplares des Buchs um sie als Wahlwerbung für den Kandidaten Wulff zu verschenken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlt die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2010 hatte sich [[Christian Wulff]] während des Sommerurlaubs in einer Villa Maschmeyers auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Wullf hielt die Laudatio, als die Universität Hildesheim Carsten Maschmeyer im August 2009 zum Ehrendoktor ernannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13932431/Wie-Carsten-Maschmeyer-zum-Doktortitel-kam.html Wie Carsten Maschmeyer zum Doktortitel kam], welt.de vom 20.03.2012, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===AWD/SwissLife===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern [[Swisslife]]. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer erklärte im Dezember 2011 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der SwissLife Holding AG. Einen Tag zuvor hatte der &amp;quot;Stern&amp;quot; enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Strafuntersuchung gegen Maschmeyer und den AWD vorbereitete, wegen Verdacht auf systematischen Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Strafuntersuchung folgte auf einen Antrag des Vereins für Konsumentenschutz-Information (VKI) Wien, der gleichzeitig fünf zivilrechtliche Sammelklagen im Namen von 2500 Klägerinnen und Klägern gegen den AWD führte. Der Streitwert betrug 40 Millionen Euro. Während des zweijährigen Gerichtsverfahrens, hatte der AWD immer wieder abgestritten Kunden systematisch falsch beraten zu haben. Schließlich einigten sich der VKI und die SwissLife Select, wie der AWD seit der Namensänderung 2013 heißt, auf einen Vergleich. Demnach muss die SwissLife Select sieben Millionen Euro für die geschädigten Anleger zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/wien/1440718/VKIEinigung-mit-AWD-zu-ImmofinanzSammelklagen Sammelklagen gegen AWD], wirtschaftsblatt.at vom 12.08.2013, abgerufen am 19.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete Maschmeyer gemeinsam mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG saßen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungierte Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitete nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup oblagen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern lagen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hatte zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Maschmeyer Group===&lt;br /&gt;
Seit seinem Ausstieg aus der SwissLife Select ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater tätig. Seine zahlreichen Investitionen werden unter dem Dach der Maschmeyer Group verwaltet. U.a. finanziert Maschmeyer Start-Up-Unternehmen in den Bereichen Technologie, Internet und Medizintechnik. Die Beteiligungen werden durch verschiedenen, spezialisierte Dachgesellschaften organisiert und verwaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maschmeyer-group.de/home.html Webseite der Maschmeyer Group], maschmeyer-group.de, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31196</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31196"/>
		<updated>2014-11-20T10:09:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finanzdienstleisters [[AWD]] beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO von AWD &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender der AWD &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg bei AWD Holding AG und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung [[Neurobionik]] &lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative [[Deutschland - Land der Ideen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer kostspieligen Wahlkampfaktion, einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, in F.A.Z., Welt und Welt am Sonntag, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära Schröder wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge zum Teil privatisiert und staatlich gefördert ([[Riester-Rente]]), was der Finanzlobby einen Milliarden schweren neuen Markt eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an Schröder lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu Schröder sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und Schröder, wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und Schröder ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit Schröder und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit Schröder abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der niedersächsischen Landtagswahl 2007 erschien ein Interview-Buch mit Christian Wulff und dem Autor Hugo Müller-Vogg, mit dem Titel &amp;quot;Besser die Wahrheit&amp;quot;. Darin beschreibt Wulff sein privates und politisches Leben. Wie die &amp;quot;Bild&amp;quot; enthüllte, wurde eine Anzeigenkampgne für das Buch von Carsten Maschmeyer finanziert. Maschmeyer zahlte dafür 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen. Die Rechnung des Verlags Hoffmann und Campe ging zunächst an den AWD. Auf Wunsch Maschmeyers war eine zweite Rechnung an seine Privatadresse geschickt worden. Ebenfalls auf Wunsch Maschmeyers, wurde der Rechnungsgrund von &amp;quot;Anzeigen&amp;quot; auf &amp;quot;Beratungsleistungen&amp;quot; geändert. Die Rechnung wurde erst 15 Wochen nach Versand und drei Wochen nach der Wiederwahl Wulffs zum Ministerpräsidenten beglichen. Nach eigenen Angaben war Christian Wulff nicht bekannt, dass die Anzeigen durch Maschmeyer finanziert wurden. Die CDU erwarb 5.000 Exemplares des Buchs um sie als Wahlwerbung für den Kandidaten Wulff zu verschenken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlt die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2010 hatte sich [[Christian Wulff]] während des Sommerurlaubs in einer Villa Maschmeyers auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Wullf hielt die Laudatio, als die Universität Hildesheim Carsten Maschmeyer im August 2009 zum Ehrendoktor ernannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13932431/Wie-Carsten-Maschmeyer-zum-Doktortitel-kam.html Wie Carsten Maschmeyer zum Doktortitel kam], welt.de vom 20.03.2012, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===AWD/SwissLife===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern [[Swisslife]]. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer erklärte im Dezember 2011 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der SwissLife Holding AG. Einen Tag zuvor hatte der &amp;quot;Stern&amp;quot; enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Strafuntersuchung gegen Maschmeyer und den AWD vorbereitete, wegen Verdacht auf systematischen Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Strafuntersuchung folgte auf einen Antrag des Vereins für Konsumentenschutz-Information (VKI) Wien, der gleichzeitig fünf zivilrechtliche Sammelklagen im Namen von 2500 Klägerinnen und Klägern gegen den AWD führte. Der Streitwert betrug 40 Millionen Euro. Während des zweijährigen Gerichtsverfahrens, hatte der AWD immer wieder abgestritten Kunden systematisch falsch beraten zu haben. Schließlich einigten sich der VKI und die SwissLife Select, wie der AWD seit der Namensänderung 2013 heißt, auf einen Vergleich. Demnach muss die SwissLife Select sieben Millionen Euro für die geschädigten Anleger zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/wien/1440718/VKIEinigung-mit-AWD-zu-ImmofinanzSammelklagen Sammelklagen gegen AWD], wirtschaftsblatt.at vom 12.08.2013, abgerufen am 19.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete Maschmeyer gemeinsam mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG saßen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungierte Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitete nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup oblagen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern lagen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hatte zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Maschmeyer Group===&lt;br /&gt;
Seit seinem Ausstieg aus der SwissLife Select ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater tätig. Seine zahlreichen Investitionen werden unter dem Dach der Maschmeyer Group verwaltet. U.a. finanziert Maschmeyer Start-Up-Unternehmen in den Bereichen Technologie, Internet und Medizintechnik. Die Beteiligungen werden durch verschiedenen, spezialisierte Dachgesellschaften organisiert und verwaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maschmeyer-group.de/home.html Webseite der Maschmeyer Group], maschmeyer-group.de, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31194</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31194"/>
		<updated>2014-11-19T17:50:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finanzdienstleisters AWD beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO von AWD &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender der AWD &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg bei AWD Holding AG und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung [[Neurobionik]] &lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative [[Deutschland - Land der Ideen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer kostspieligen Wahlkampfaktion, einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, in F.A.Z., Welt und Welt am Sonntag, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära Schröder wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge zum Teil privatisiert und staatlich gefördert ([[Riester-Rente]]), was der Finanzlobby einen Milliarden schweren neuen Markt eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an Schröder lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu Schröder sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und Schröder, wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und Schröder ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit Schröder und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit Schröder abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der niedersächsischen Landtagswahl 2007 erschien ein Interview-Buch mit Christian Wulff und dem Autor Hugo Müller-Vogg, mit dem Titel &amp;quot;Besser die Wahrheit&amp;quot;. Darin beschreibt Wulff sein privates und politisches Leben. Wie die &amp;quot;Bild&amp;quot; enthüllte, wurde eine Anzeigenkampgne für das Buch von Carsten Maschmeyer finanziert. Maschmeyer zahlte dafür 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen. Die Rechnung des Verlags Hoffmann und Campe ging zunächst an den AWD. Auf Wunsch Maschmeyers war eine zweite Rechnung an seine Privatadresse geschickt worden. Ebenfalls auf Wunsch Maschmeyers, wurde der Rechnungsgrund von &amp;quot;Anzeigen&amp;quot; auf &amp;quot;Beratungsleistungen&amp;quot; geändert. Die Rechnung wurde erst 15 Wochen nach Versand und drei Wochen nach der Wiederwahl Wulffs zum Ministerpräsidenten beglichen. Nach eigenen Angaben war Christian Wulff nicht bekannt, dass die Anzeigen durch Maschmeyer finanziert wurden. Die CDU erwarb 5.000 Exemplares des Buchs um sie als Wahlwerbung für den Kandidaten Wulff zu verschenken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlt die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2010 hatte sich [[Christian Wulff]] während des Sommerurlaubs in einer Villa Maschmeyers auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Wullf hielt die Laudatio, als die Universität Hildesheim Carsten Maschmeyer im August 2009 zum Ehrendoktor ernannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13932431/Wie-Carsten-Maschmeyer-zum-Doktortitel-kam.html Wie Carsten Maschmeyer zum Doktortitel kam], welt.de vom 20.03.2012, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===AWD/SwissLife===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern [[Swisslife]]. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer erklärte im Dezember 2011 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der SwissLife Holding AG. Einen Tag zuvor hatte der &amp;quot;Stern&amp;quot; enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Strafuntersuchung gegen Maschmeyer und den AWD vorbereitete, wegen Verdacht auf systematischen Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Strafuntersuchung folgte auf einen Antrag des Vereins für Konsumentenschutz-Information (VKI) Wien, der gleichzeitig fünf zivilrechtliche Sammelklagen im Namen von 2500 Klägerinnen und Klägern gegen den AWD führte. Der Streitwert betrug 40 Millionen Euro. Während des zweijährigen Gerichtsverfahrens, hatte der AWD immer wieder abgestritten Kunden systematisch falsch beraten zu haben. Schließlich einigten sich der VKI und die SwissLife Select, wie der AWD seit der Namensänderung 2013 heißt, auf einen Vergleich. Demnach muss die SwissLife Select sieben Millionen Euro für die geschädigten Anleger zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/wien/1440718/VKIEinigung-mit-AWD-zu-ImmofinanzSammelklagen Sammelklagen gegen AWD], wirtschaftsblatt.at vom 12.08.2013, abgerufen am 19.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete Maschmeyer gemeinsam mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG saßen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungierte Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitete nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup oblagen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern lagen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hatte zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Maschmeyer Group===&lt;br /&gt;
Seit seinem Ausstieg aus der SwissLife Select ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater tätig. Seine zahlreichen Investitionen werden unter dem Dach der Maschmeyer Group verwaltet. U.a. finanziert Maschmeyer Start-Up-Unternehmen in den Bereichen Technologie, Internet und Medizintechnik. Die Beteiligungen werden durch verschiedenen, spezialisierte Dachgesellschaften organisiert und verwaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maschmeyer-group.de/home.html Webseite der Maschmeyer Group], maschmeyer-group.de, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31192</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31192"/>
		<updated>2014-11-19T15:25:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finanzdienstleisters AWD beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO von AWD &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender der AWD &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg bei AWD Holding AG und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung [[Neurobionik]] &lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative [[Deutschland - Land der Ideen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer kostspieligen Wahlkampfaktion, einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, in F.A.Z., Welt und Welt am Sonntag, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära Schröder wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge zum Teil privatisiert und staatlich gefördert ([[Riester-Rente]]), was der Finanzlobby einen Milliarden schweren neuen Markt eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an Schröder lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu Schröder sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und Schröder, wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und Schröder ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit Schröder und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit Schröder abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der niedersächsischen Landtagswahl 2007 erschien ein Interview-Buch mit Christian Wulff und dem Autor Hugo Müller-Vogg, mit dem Titel &amp;quot;Besser die Wahrheit&amp;quot;. Darin beschreibt Wulff sein privates und politisches Leben. Wie die &amp;quot;Bild&amp;quot; enthüllte, wurde eine Anzeigenkampgne für das Buch von Carsten Maschmeyer finanziert. Maschmeyer zahlte dafür 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen. Die Rechnung des Verlags Hoffmann und Campe ging zunächst an den AWD. Auf Wunsch Maschmeyers war eine zweite Rechnung an seine Privatadresse geschickt worden. Ebenfalls auf Wunsch Maschmeyers, wurde der Rechnungsgrund von &amp;quot;Anzeigen&amp;quot; auf &amp;quot;Beratungsleistungen&amp;quot; geändert. Die Rechnung wurde erst 15 Wochen nach Versand und drei Wochen nach der Wiederwahl Wulffs zum Ministerpräsidenten beglichen. Nach eigenen Angaben war Christian Wulff nicht bekannt, dass die Anzeigen durch Maschmeyer finanziert wurden. Die CDU erwarb 5.000 Exemplares des Buchs um sie als Wahlwerbung für den Kandidaten Wulff zu verschenken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlt die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2010 hatte sich [[Christian Wulff]] während des Sommerurlaubs in einer Villa Maschmeyers auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Wullf hielt die Laudatio, als die Universität Hildesheim Carsten Maschmeyer im August 2009 zum Ehrendoktor ernannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13932431/Wie-Carsten-Maschmeyer-zum-Doktortitel-kam.html Wie Carsten Maschmeyer zum Doktortitel kam], welt.de vom 20.03.2012, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===AWD/SwissLife===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 Unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern [[Swisslife]]. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer erklärte im Dezember 2011 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der SwissLife Holding AG. Einen Tag zuvor hatte der &amp;quot;Stern&amp;quot; enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Strafuntersuchung gegen Maschmeyer und den AWD vorbereitete, wegen Verdacht auf systematischen Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Strafuntersuchung folgte auf einen Antrag des Vereins für Konsumentenschutz-Information(VKI)Wien, der gleichzeitig fünf zivilrechtliche Sammelklagen im Namen von 2500 Klägerinnen und Klägern gegen den AWD führte. Der Streitwert betrug 40 Millionen Euro. Während des zweijährigen Gerichtsverfahrens, hatte der AWD immer wieder abgestritten Kunden systematisch falsch beraten zu haben. Schließlich einigten sich der VKI und die SwissLife Select, wie der AWD seit der Namensänderung 2013 heißt, auf einen Vergleich. Demnach muss die SwissLife Select sieben Millionen Euro für die geschädigten Anleger zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/wien/1440718/VKIEinigung-mit-AWD-zu-ImmofinanzSammelklagen Sammelklagen gegen AWD], wirtschaftsblatt.at vom 12.08.2013, abgerufen am 19.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete Maschmeyer gemeinsam mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG saßen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungierte Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitete nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup oblagen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern lagen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hatte zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Maschmeyer Group===&lt;br /&gt;
Seit seinem Ausstieg aus der SwissLife Select ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater tätig. Seine zahlreichen Investitionen werden unter dem Dach der Maschmeyer Group verwaltet. U.a. finanziert Maschmeyer Start-Up-Unternehmen in den Bereichen Technologie, Internet und Medizintechnik. Die Beteiligungen werden durch verschiedenen, spezialisierte Dachgesellschaften organisiert und verwaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maschmeyer-group.de/home.html Webseite der Maschmeyer Group], maschmeyer-group.de, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31191</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31191"/>
		<updated>2014-11-19T15:15:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: zitat über Maschmeyer entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finansdienstleisters AWD beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO von AWD &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender der AWD &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg bei AWD Holding AG und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung [[Neurobionik]] &lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative [[Deutschland - Land der Ideen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer kostspieligen Wahlkampfaktion, einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, in F.A.Z., Welt und Welt am Sonntag, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära Schröder wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge zum Teil privatisiert und staatlich gefördert ([[Riester-Rente]]), was der Finanzlobby einen Milliarden schweren neuen Markt eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an Schröder lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu Schröder sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und Schröder, wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und Schröder ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit Schröder und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit Schröder abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Während des Wahlkampfes des niedersächsischen Landtagswahl erschien ein Interview-Buch mit Christian Wulff und dem Autor Hugo Müller-Vogg, mit dem Titel &amp;quot;Besser die Wahrheit&amp;quot;. Darin beschreibt Wulff sein privates und politisches Leben. Wie die &amp;quot;Bild&amp;quot; enthüllte, wurde eine Anzeigenkampgne für das Buch von Carsten Maschmeyer finanziert. Maschmeyer zahlte dafür 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen. Die Rechnung des Verlags Hoffmann und Campe ging zunächst an den AWD. Auf Wunsch Maschmeyers war eine zweite Rechnung an seine Privatadresse geschickt worden. Ebenfalls auf Wunsch Maschmeyers, wurde der Rechnungsgrund von &amp;quot;Anzeigen&amp;quot; auf &amp;quot;Beratungsleistungen&amp;quot; geändert. Die Rechnung wurde erst 15 Wochen nach Versand und drei Wochen nach der Wiederwahl Wulffs zum Ministerpräsidenten beglichen. Nach eigenen Angaben war Christian Wulff nicht bekannt, dass die Anzeigen durch Maschmeyer finanziert wurden. Die CDU erwarb 5.000 Exemplares des Buchs um sie als Wahlwerbung für den Kandidaten Wulff zu verschenken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlt die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2010 hatte sich [[Christian Wulff]] während des Sommerurlaubs in einer Villa Maschmeyers auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Wullf hielt die Laudatio, die Universität Hildesheim Carsten Maschmeyer im August 2009 zum Ehrendoktor ernannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13932431/Wie-Carsten-Maschmeyer-zum-Doktortitel-kam.html Wie Carsten Maschmeyer zum Doktortitel kam], welt.de vom 20.03.2012, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===AWD/SwissLife===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 Unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern [[Swisslife]]. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer erklärte im Dezember 2011 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der SwissLife Holding AG. Einen Tag zuvor hatte der &amp;quot;Stern&amp;quot; enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Strafuntersuchung gegen Maschmeyer und den AWD vorbereitete, wegen Verdacht auf systematischen Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Strafuntersuchung folgte auf einen Antrag des Vereins für Konsumentenschutz-Information(VKI)Wien, der gleichzeitig fünf zivilrechtliche Sammelklagen im Namen von 2500 Klägerinnen und Klägern gegen den AWD führte. Der Streitwert betrug 40 Millionen Euro. Während des zweijährigen Gerichtsverfahrens, hatte der AWD immer wieder abgestritten Kunden systematisch falsch beraten zu haben. Schließlich einigten sich der VKI und die SwissLife Select, wie der AWD seit der Namensänderung 2013 heißt, auf einen Vergleich. Demnach muss die SwissLife Select sieben Millionen Euro für die geschädigten Anleger zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/wien/1440718/VKIEinigung-mit-AWD-zu-ImmofinanzSammelklagen Sammelklagen gegen AWD], wirtschaftsblatt.at vom 12.08.2013, abgerufen am 19.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG sitzen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungiert Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitet nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup obliegen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern liegen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hat zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Maschmeyer Group===&lt;br /&gt;
Seit seinem Ausstieg aus der SwissLife Select ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater tätig. Seine zahlreichen Investitionen werden unter dem Dach der Maschmeyer Group verwaltet. U.a. finanziert Maschmeyer Start-Up-Unternehmen in den Bereichen Technologie, Internet und Medizintechnik. Die Beteiligungen werden durch verschiedenen, spezialisierte Dachgesellschaften organisiert und verwaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maschmeyer-group.de/home.html Webseite der Maschmeyer Group], maschmeyer-group.de, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31190</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31190"/>
		<updated>2014-11-19T15:13:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: Abschnitt Maschmeyer Group hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finansdienstleisters AWD beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO von AWD &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender der AWD &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg bei AWD Holding AG und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung [[Neurobionik]] &lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative [[Deutschland - Land der Ideen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer kostspieligen Wahlkampfaktion, einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, in F.A.Z., Welt und Welt am Sonntag, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära Schröder wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge zum Teil privatisiert und staatlich gefördert ([[Riester-Rente]]), was der Finanzlobby einen Milliarden schweren neuen Markt eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an Schröder lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu Schröder sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und Schröder, wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und Schröder ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit Schröder und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit Schröder abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Während des Wahlkampfes des niedersächsischen Landtagswahl erschien ein Interview-Buch mit Christian Wulff und dem Autor Hugo Müller-Vogg, mit dem Titel &amp;quot;Besser die Wahrheit&amp;quot;. Darin beschreibt Wulff sein privates und politisches Leben. Wie die &amp;quot;Bild&amp;quot; enthüllte, wurde eine Anzeigenkampgne für das Buch von Carsten Maschmeyer finanziert. Maschmeyer zahlte dafür 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen. Die Rechnung des Verlags Hoffmann und Campe ging zunächst an den AWD. Auf Wunsch Maschmeyers war eine zweite Rechnung an seine Privatadresse geschickt worden. Ebenfalls auf Wunsch Maschmeyers, wurde der Rechnungsgrund von &amp;quot;Anzeigen&amp;quot; auf &amp;quot;Beratungsleistungen&amp;quot; geändert. Die Rechnung wurde erst 15 Wochen nach Versand und drei Wochen nach der Wiederwahl Wulffs zum Ministerpräsidenten beglichen. Nach eigenen Angaben war Christian Wulff nicht bekannt, dass die Anzeigen durch Maschmeyer finanziert wurden. Die CDU erwarb 5.000 Exemplares des Buchs um sie als Wahlwerbung für den Kandidaten Wulff zu verschenken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlt die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2010 hatte sich [[Christian Wulff]] während des Sommerurlaubs in einer Villa Maschmeyers auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Wullf hielt die Laudatio, die Universität Hildesheim Carsten Maschmeyer im August 2009 zum Ehrendoktor ernannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13932431/Wie-Carsten-Maschmeyer-zum-Doktortitel-kam.html Wie Carsten Maschmeyer zum Doktortitel kam], welt.de vom 20.03.2012, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===AWD/SwissLife===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 Unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern [[Swisslife]]. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer erklärte im Dezember 2011 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der SwissLife Holding AG. Einen Tag zuvor hatte der &amp;quot;Stern&amp;quot; enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Strafuntersuchung gegen Maschmeyer und den AWD vorbereitete, wegen Verdacht auf systematischen Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Strafuntersuchung folgte auf einen Antrag des Vereins für Konsumentenschutz-Information(VKI)Wien, der gleichzeitig fünf zivilrechtliche Sammelklagen im Namen von 2500 Klägerinnen und Klägern gegen den AWD führte. Der Streitwert betrug 40 Millionen Euro. Während des zweijährigen Gerichtsverfahrens, hatte der AWD immer wieder abgestritten Kunden systematisch falsch beraten zu haben. Schließlich einigten sich der VKI und die SwissLife Select, wie der AWD seit der Namensänderung 2013 heißt, auf einen Vergleich. Demnach muss die SwissLife Select sieben Millionen Euro für die geschädigten Anleger zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/wien/1440718/VKIEinigung-mit-AWD-zu-ImmofinanzSammelklagen Sammelklagen gegen AWD], wirtschaftsblatt.at vom 12.08.2013, abgerufen am 19.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG sitzen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungiert Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitet nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup obliegen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern liegen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hat zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Maschmeyer Group===&lt;br /&gt;
Seit seinem Ausstieg aus der SwissLife Select ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater tätig. Seine zahlreichen Investitionen werden unter dem Dach der Maschmeyer Group verwaltet. U.a. finanziert Maschmeyer Start-Up-Unternehmen in den Bereichen Technologie, Internet und Medizintechnik. Die Beteiligungen werden durch verschiedenen, spezialisierte Dachgesellschaften organisiert und verwaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maschmeyer-group.de/home.html Webseite der Maschmeyer Group], maschmeyer-group.de, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate über Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich mag den Mann. Er hat gesagt: Egal was heute reinkommt - ich lege 10 Prozent drauf!“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt; TV-Moderator Thomas Gottschalk über Carsten Maschmeyer in der Spendengala &amp;quot;Ein Herz für Kinder&amp;quot; am 18. Dezember 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31189</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
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		<updated>2014-11-19T15:02:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: Abschnitt Maschmeyer -Wulff ergänzt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finansdienstleisters AWD beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO von AWD &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender der AWD &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg bei AWD Holding AG und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung [[Neurobionik]] &lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative [[Deutschland - Land der Ideen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer kostspieligen Wahlkampfaktion, einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, in F.A.Z., Welt und Welt am Sonntag, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära Schröder wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge zum Teil privatisiert und staatlich gefördert ([[Riester-Rente]]), was der Finanzlobby einen Milliarden schweren neuen Markt eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an Schröder lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu Schröder sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und Schröder, wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und Schröder ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit Schröder und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit Schröder abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Während des Wahlkampfes des niedersächsischen Landtagswahl erschien ein Interview-Buch mit Christian Wulff und dem Autor Hugo Müller-Vogg, mit dem Titel &amp;quot;Besser die Wahrheit&amp;quot;. Darin beschreibt Wulff sein privates und politisches Leben. Wie die &amp;quot;Bild&amp;quot; enthüllte, wurde eine Anzeigenkampgne für das Buch von Carsten Maschmeyer finanziert. Maschmeyer zahlte dafür 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen. Die Rechnung des Verlags Hoffmann und Campe ging zunächst an den AWD. Auf Wunsch Maschmeyers war eine zweite Rechnung an seine Privatadresse geschickt worden. Ebenfalls auf Wunsch Maschmeyers, wurde der Rechnungsgrund von &amp;quot;Anzeigen&amp;quot; auf &amp;quot;Beratungsleistungen&amp;quot; geändert. Die Rechnung wurde erst 15 Wochen nach Versand und drei Wochen nach der Wiederwahl Wulffs zum Ministerpräsidenten beglichen. Nach eigenen Angaben war Christian Wulff nicht bekannt, dass die Anzeigen durch Maschmeyer finanziert wurden. Die CDU erwarb 5.000 Exemplares des Buchs um sie als Wahlwerbung für den Kandidaten Wulff zu verschenken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlt die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 18.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2010 hatte sich [[Christian Wulff]] während des Sommerurlaubs in einer Villa Maschmeyers auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Wullf hielt die Laudatio, die Universität Hildesheim Carsten Maschmeyer im August 2009 zum Ehrendoktor ernannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13932431/Wie-Carsten-Maschmeyer-zum-Doktortitel-kam.html Wie Carsten Maschmeyer zum Doktortitel kam], welt.de vom 20.03.2012, abgerufen am 19.11.2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===AWD/SwissLife===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 Unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern [[Swisslife]]. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer erklärte im Dezember 2011 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der SwissLife Holding AG. Einen Tag zuvor hatte der &amp;quot;Stern&amp;quot; enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Strafuntersuchung gegen Maschmeyer und den AWD vorbereitete, wegen Verdacht auf systematischen Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Strafuntersuchung folgte auf einen Antrag des Vereins für Konsumentenschutz-Information(VKI)Wien, der gleichzeitig fünf zivilrechtliche Sammelklagen im Namen von 2500 Klägerinnen und Klägern gegen den AWD führte. Der Streitwert betrug 40 Millionen Euro. Während des zweijährigen Gerichtsverfahrens, hatte der AWD immer wieder abgestritten Kunden systematisch falsch beraten zu haben. Schließlich einigten sich der VKI und die SwissLife Select, wie der AWD seit der Namensänderung 2013 heißt, auf einen Vergleich. Demnach muss die SwissLife Select sieben Millionen Euro für die geschädigten Anleger zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/wien/1440718/VKIEinigung-mit-AWD-zu-ImmofinanzSammelklagen Sammelklagen gegen AWD], wirtschaftsblatt.at vom 12.08.2013, abgerufen am 19.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG sitzen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungiert Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitet nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup obliegen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern liegen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hat zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate über Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich mag den Mann. Er hat gesagt: Egal was heute reinkommt - ich lege 10 Prozent drauf!“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt; TV-Moderator Thomas Gottschalk über Carsten Maschmeyer in der Spendengala &amp;quot;Ein Herz für Kinder&amp;quot; am 18. Dezember 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31188</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
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		<updated>2014-11-19T14:26:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finansdienstleisters AWD beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO von AWD &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender der AWD &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg bei AWD Holding AG und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung [[Neurobionik]] &lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative [[Deutschland - Land der Ideen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer kostspieligen Wahlkampfaktion, einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, in F.A.Z., Welt und Welt am Sonntag, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära Schröder wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge zum Teil privatisiert und staatlich gefördert ([[Riester-Rente]]), was der Finanzlobby einen Milliarden schweren neuen Markt eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an Schröder lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu Schröder sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und Schröder, wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und Schröder ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit Schröder und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit Schröder abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Der spätere deutsche Bundespräsident [[Christian Wulff]] hat sich im Sommerurlaub Juli 2010 in einer Maschmeyer Villa auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2011 wurde bekannt, dass Maschmeyer im Herbst 2007, während des Landtagswahlkampfs in Niedersachsen, eine Anzeigen-Kampagne im Wert von über 42 000 € für das Buch Wulffs „Besser die Wahrheit“ bezahlt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlte die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 20.12.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===AWD/SwissLife===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 Unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern [[Swisslife]]. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer erklärte im Dezember 2011 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der SwissLife Holding AG. Einen Tag zuvor hatte der &amp;quot;Stern&amp;quot; enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Strafuntersuchung gegen Maschmeyer und den AWD vorbereitete, wegen Verdacht auf systematischen Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Strafuntersuchung folgte auf einen Antrag des Vereins für Konsumentenschutz-Information(VKI)Wien, der gleichzeitig fünf zivilrechtliche Sammelklagen im Namen von 2500 Klägerinnen und Klägern gegen den AWD führte. Der Streitwert betrug 40 Millionen Euro. Während des zweijährigen Gerichtsverfahrens, hatte der AWD immer wieder abgestritten Kunden systematisch falsch beraten zu haben. Schließlich einigten sich der VKI und die SwissLife Select, wie der AWD seit der Namensänderung 2013 heißt, auf einen Vergleich. Demnach muss die SwissLife Select sieben Millionen Euro für die geschädigten Anleger zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/wien/1440718/VKIEinigung-mit-AWD-zu-ImmofinanzSammelklagen Sammelklagen gegen AWD], wirtschaftsblatt.at vom 12.08.2013, abgerufen am 19.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG sitzen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungiert Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitet nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup obliegen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern liegen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hat zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate über Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich mag den Mann. Er hat gesagt: Egal was heute reinkommt - ich lege 10 Prozent drauf!“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt; TV-Moderator Thomas Gottschalk über Carsten Maschmeyer in der Spendengala &amp;quot;Ein Herz für Kinder&amp;quot; am 18. Dezember 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31187</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31187"/>
		<updated>2014-11-19T13:53:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: Abschnitt Wirken ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finansdienstleisters AWD beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO von AWD &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender der AWD &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg bei AWD Holding AG und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung [[Neurobionik]] &lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative [[Deutschland - Land der Ideen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer kostspieligen Wahlkampfaktion, einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, in F.A.Z., Welt und Welt am Sonntag, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära Schröder wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge zum Teil privatisiert und staatlich gefördert ([[Riester-Rente]]), was der Finanzlobby einen Milliarden schweren neuen Markt eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an Schröder lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu Schröder sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und Schröder, wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und Schröder ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit Schröder und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit Schröder abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Der spätere deutsche Bundespräsident [[Christian Wulff]] hat sich im Sommerurlaub Juli 2010 in einer Maschmeyer Villa auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2011 wurde bekannt, dass Maschmeyer im Herbst 2007, während des Landtagswahlkampfs in Niedersachsen, eine Anzeigen-Kampagne im Wert von über 42 000 € für das Buch Wulffs „Besser die Wahrheit“ bezahlt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlte die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 20.12.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===AWD/SwissLife===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 Unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern [[Swisslife]]. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer erklärte im Dezember 2011 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der SwissLife Holding AG. Einen Tag zuvor hatte der &amp;quot;Stern&amp;quot; enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Strafuntersuchung gegen Maschmeyer und den AWD vorbereitete, wegen Verdacht auf systematischen Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Strafuntersuchung folgte auf einen Antrag des Vereins für Konsumentenschutz-Information(VKI)Wien, der gleichzeitig fünf zivilrechtliche Sammelklagen im Namen von 2500 Klägerinnen und Klägern gegen den AWD führte. Der Streitwert betrug 40 Millionen Euro. Während des zweijährigen Gerichtsverfahrens, hatte der AWD immer wieder abgestritten Kunden systematisch falsch beraten zu haben. Schließlich einigten sich der VKI und die SwissLife Select, wie der AWD seit der Namensänderung 2013 heißt, auf einen Vergleich. Demnach muss die SwissLife Select sieben Millionen Euro für die geschädigten anleger zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/wien/1440718/VKIEinigung-mit-AWD-zu-ImmofinanzSammelklagen Sammelklagen gegen AWD], wirtschaftsblatt.at vom 12.08.2013, abgerufen am 19.11.14.&amp;lt;/ref&amp;gt;            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG sitzen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungiert Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitet nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup obliegen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern liegen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hat zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate über Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich mag den Mann. Er hat gesagt: Egal was heute reinkommt - ich lege 10 Prozent drauf!“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt; TV-Moderator Thomas Gottschalk über Carsten Maschmeyer in der Spendengala &amp;quot;Ein Herz für Kinder&amp;quot; am 18. Dezember 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31185</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
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		<updated>2014-11-19T12:35:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finansdienstleisters AWD beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO von AWD &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender der AWD &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg bei AWD Holding AG und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung [[Neurobionik]] &lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative [[Deutschland - Land der Ideen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer kostspieligen Wahlkampfaktion, einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, in F.A.Z., Welt und Welt am Sonntag, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära Schröder wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge zum Teil privatisiert und staatlich gefördert ([[Riester-Rente]]), was der Finanzlobby einen Milliarden schweren neuen Markt eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an Schröder lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu Schröder sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und Schröder, wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und Schröder ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit Schröder und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit Schröder abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Der spätere deutsche Bundespräsident [[Christian Wulff]] hat sich im Sommerurlaub Juli 2010 in einer Maschmeyer Villa auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2011 wurde bekannt, dass Maschmeyer im Herbst 2007, während des Landtagswahlkampfs in Niedersachsen, eine Anzeigen-Kampagne im Wert von über 42 000 € für das Buch Wulffs „Besser die Wahrheit“ bezahlt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlte die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 20.12.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===AWD/SwissLife===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 Unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern [[Swisslife]]. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte.         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG sitzen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungiert Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitet nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup obliegen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern liegen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hat zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate über Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich mag den Mann. Er hat gesagt: Egal was heute reinkommt - ich lege 10 Prozent drauf!“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt; TV-Moderator Thomas Gottschalk über Carsten Maschmeyer in der Spendengala &amp;quot;Ein Herz für Kinder&amp;quot; am 18. Dezember 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31184</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
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		<updated>2014-11-19T12:29:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finansdienstleisters AWD beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html| Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO von AWD &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender der AWD &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg bei AWD Holding AG und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung [[Neurobionik]] &lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative [[Deutschland - Land der Ideen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer kostspieligen Wahlkampfaktion, einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, in F.A.Z., Welt und Welt am Sonntag, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära Schröder wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge zum Teil privatisiert und staatlich gefördert ([[Riester-Rente]]), was der Finanzlobby einen Milliarden schweren neuen Markt eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an Schröder lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu Schröder sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und Schröder, wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und Schröder ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit Schröder und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit Schröder abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Der spätere deutsche Bundespräsident [[Christian Wulff]] hat sich im Sommerurlaub Juli 2010 in einer Maschmeyer Villa auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2011 wurde bekannt, dass Maschmeyer im Herbst 2007, während des Landtagswahlkampfs in Niedersachsen, eine Anzeigen-Kampagne im Wert von über 42 000 € für das Buch Wulffs „Besser die Wahrheit“ bezahlt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlte die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 20.12.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===AWD/SwissLife===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 Unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern [[Swisslife]]. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte.         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG sitzen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungiert Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitet nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup obliegen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern liegen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hat zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate über Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich mag den Mann. Er hat gesagt: Egal was heute reinkommt - ich lege 10 Prozent drauf!“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt; TV-Moderator Thomas Gottschalk über Carsten Maschmeyer in der Spendengala &amp;quot;Ein Herz für Kinder&amp;quot; am 18. Dezember 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Carsten_Maschmeyer&amp;diff=31183</id>
		<title>Carsten Maschmeyer</title>
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		<updated>2014-11-19T12:27:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Veronica_Ferres_und_Carsten_Maschmeyer_Berlinale_2010.jpg|right|thumb|209x138px|Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer]]{{finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
'''Carsten Maschmeyer''' '' (* 8. Mai 1959 in Bremen)'' ist ein deutscher Finanz- und Versicherungsunternehmer und Finanzlobbyist. Maschmeyer war entscheidend am Aufbau des Finansdienstleisters AWD beteiligt und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zudem war er Vorsitzender der MaschmeyerRürup AG, die er 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup gegründet hatte. Mittlerweile ist Maschmeyer hauptsächlich als Investor und Berater im Rahmen der Maschmeyer Group tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschmeyer ist bekannt dafür, zahlreiche Beziehungen zu aktuellen und ehemaligen Politikern auf Landes- und Bundesebene zu pflegen. Zu seinem Netzwerk zählen u.a. [[Gerhard Schröder]], Christian Wulff, Philipp Rösler und Ursula von der Leyen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/carsten-maschmeyer-das-ist-das-netzwerk-des-awd-gruenders-a-1002914.html| Das Netzwerk des AWD-Gründers], spiegel.de vom 14.11.2014, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/45/P-Maschmeyer?page=1 Carsten Maschmeyer - Schein und Sein], zeit.de vom 09.11.2010, abgerufen am 18.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Vorstandsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG &lt;br /&gt;
* 2009-2011 Mitglied des Verwaltungsrats der [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* Sept. 2008–März 2009 Co-CEO von AWD &lt;br /&gt;
* 2007 Verkauf der AWD-Anteile an [[Swiss Life|Swiss Life Holding AG]]&lt;br /&gt;
* 1998 Vorstandsvorsitzender der AWD &lt;br /&gt;
* 1988 Einstieg bei AWD Holding AG und Übernahme der Mehrheit&lt;br /&gt;
* 1983 Landesdirektor der OVB Vermögensberatung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weitere Funktionen===&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Wahlausschusses der AWD-Stiftung Kinderhilfe&lt;br /&gt;
* Vorstandsvorsitzender im Förderverein Internationale Stiftung Neurobionik&lt;br /&gt;
* stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung [[Neurobionik]] &lt;br /&gt;
* Mitglied des Kuratoriums der Standortinitiative [[Deutschland - Land der Ideen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swisslife.com/slcom/de/home/gruppe/organisation/board/maschmeyer.html Carsten Maschmeyer], Swiss Life Organisation, abgerufen am 18. Januar 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Gerhard Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wahlkampfspenden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ARD-Exklusiv unterstützte Maschmeyer den niedersächsischen Wahlkampf des damaligen Ministerpräsidenten [[Gerhard Schröder]] im Jahr 1998 mit einer kostspieligen Wahlkampfaktion, einer Anzeigenkampagne für ca. 650.000 DM. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Informationen des ARD-Magazins Panorama von April 2011 unterstützte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]] auch im folgenden Bundestagswahlkampf. Angeblich soll er über einen Strohmann eine 150.000 Mark teure Anzeige der Wahlinitiative „Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder“, in F.A.Z., Welt und Welt am Sonntag, finanziert haben &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Maschmeyer bestreitet die Spende &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759911,00.html Maschmeyer bestreitet Schröder-Spende], Spiegel-Online vom  01. Mai 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bettina Raddaz, führende Beamtin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, hingegen bestätigt die Aktion gegenüber Panorama und gibt an, sie über ihr Büro abgewickelt zu haben. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Frank Walter Steinmeier]], damals Chef der Staatskanzlei, soll laut Panorama über die anonyme Spende informiert gewesen sein &amp;lt;ref&amp;gt;[http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html Maschmeyer bestreitet anonyme Parteispende], Panorama vom 28. April 2011, abgerufen am 03. Mai 2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dem [[Parteiengesetz]] nach müssen Großspenden über 50.000 € beim Bundestagspräsidenten gemeldet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Riester-Rente''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ära Schröder wurde unter Arbeitsminister [[Walter Riester]] und [[Bert Rürup]] die deutsche Altersvorsorge zum Teil privatisiert und staatlich gefördert ([[Riester-Rente]]), was der Finanzlobby einen Milliarden schweren neuen Markt eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=einmordsfilz&amp;amp;jahr=2011&amp;amp;mon=02&amp;quot;Ein Mordsfilz&amp;quot;, Interview mit Albrecht Müller], Konkret 02/2011 vom 28. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Bundestagswahl 1998 hatte sich [[Gerhard Schröder]] dafür ausgesprochen, künftig private Altersvorsorge staatlich zu fördern. Als die Riester-Rente 2002 im Rahmen des Altersvermögensgesetzes kam, war Carsten Maschmeyer jedoch unzufrieden. Sie sei zu kompliziert und bedürfe einer langen Erklärung durch die Finanzvermittler. Zudem bringe sie nur wenig Provision ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an das Kanzleramt erklärte Maschmeyer im Februar 2002, warum die private Zusatzrente nur mithilfe der Vermittler ein Erfolg werden könne. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich seine Fachleute an Achim Bertuleit wenden werden, der für die Rentenpolitik der damaligen Bundesregierung zuständig war. Aus dem Brief an Schröder lässt sich schließen, dass Maschmeyer zuvor mit dem Bundeskanzler über die Rentenreform gesprochen hatte. Über den persönlichen Kontakt zu Schröder sorgte er somit für einen direkten Zugang seiner Mitarbeiter zu dem zuständigen Referat im Kanzleramt. Während der Saisonabschlussfeier des Fußballclubs Hannover 96 kam  es im Sommer 2003 in Maschmeyers Villa zu einem Gespräch über die Rentenpolitik zwischen Maschmeyer und Schröder, wie der „Stern“ berichtete. Dabei bezieht sich das Magazin  auf einen Brief, den Maschmeyer an Schröders Privatanschrift adressiert hatte. Darin erklärt er, dem Wunsch des Bundeskanzlers nach einem Vorschlag für eine Rentenreform nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut „Stern“ entwickelte sich zwischen Maschmeyer und Schröder ein intensives Vertrauensverhältnis. Im Mai 2004 war [[Gerhard Schröder]] als Gast auf Maschmeyers Geburtstagsfeier  eingeladen. Offenbar kam es währenddessen zu einem Gespräch über eine Rentenreform, wie aus einem Brief Maschmeyers an Sigrid Krampitz, die Büroleiterin des damaligen Kanzlers, hervorgeht.  Darin bittet Maschmeyer um einen Termin für ein geplantes Treffen mit Schröder und Frank-Walter Steinmeier, um über die Rentenreform zu beraten. Zudem kündigt er an in Begleitung eines Fachkundigen Vorstands einer großen Versicherung zu erscheinen, wie es zuvor mit Schröder abgemacht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft, wodurch sechs von elf Kriterien wegfielen die ein Finanzprodukt erfüllen musste, um als Riester-Rente staatlich gefördert zu werden. Somit konnten Versicherungen leichter Riester-Produkte entwerfen und anbieten. Zusätzlich war es nun möglich, die neu eingeführte „Rürup-Rente“ anzubieten, die Freiberufler und Selbständige mit erheblichen Steuervorteilen zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung bewegen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der Folge wurde die private Altersvorsorge zu einem Umsatzschwerpunkt der AWD. In diesem Zusammenhang sprach Maschmeyer von einem „Wachstumsmarkt über Jahrzehnte“ und „dem größten Boom, den sie je erlebte“ für die Finanzdienstleistungsbranche. Im Jahr 2007 erzielte der AWD Rekord-Umsatzerlöse und den höchsten Jahresüberschuss seit Unternehmensgründung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8338NachDenkSeiten: Informationen zu Maschmeyer und dem AWD], nachdenkseiten.de vom 16.02.2011, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aktienkurs der AWD stieg und Maschmeyer verkaufte Anteile für sich und seine Familie im Wert von 235 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechte an Schröders Biographie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der „Stern“ im November 2014 berichtete, zahlte Maschmeyer [[Gerhard Schröder]], nach dessen ausscheiden aus dem Kanzleramt, mehr als zwei Millionen Euro für die Rechte an seiner Autobiographie. 2011 hatte der „Spiegel“ noch von einer bis dato bekannten Zahlung über eine Millionen Euro berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html| Maschmeyer hat Schröder Millionen für Buchrechte gezahlt], spiegel.de vom 04.03.2011, abgerufen am 18.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe wurde Ende 2013 von Carsten Maschmeyer in einem Interview bestätigt. Im selben Interview bezeichnete Maschmeyer den Deal mit Schröder als „sehr gutes Geschäft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/im-gespraech-carsten-maschmeyer-der-milliardaer-der-sich-traut-12711283.html| FAZ-Interview mit Carsten Maschmeyer],faz.net vom 14.12.2013, abgerufen am 18.11.2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts späterer Verkaufszahlen, nennt „Stern“-Reporter Oliver Schröm  die gezahlte Summe jedoch ein „absurd hohes Honorar“. Der Verlag Hoffmann und Campe ließ mittlerweile Verlauten, dass er Maschmeyer für das Werk einen Vorschuss von einer Millionen Euro gezahlt habe. Darüber hinaus seinen keine weiteren Zahlungen mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schroeders-dreister-deal-mit-maschmeyer-a-1003283.html| Schröders dreister Deal mit Maschmeyer], spiegel.de vom 17.11.14, abegrufen am 18.11.14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen mit den Verlagen begannen erst nach dem Regierungswechsel Ende 2005. Maschmeyer trat dabei als Berater auf. Auch die Zahlung der zwei Millionen Euro erfolgte erst, als Schröder nicht mehr im Amt war. Die Übereinkunft zwischen Maschmeyer und Schröder kam, laut „Stern“, im Rahmen eines Handschlaggeschäfts jedoch schon im August 2005 zustande. Zu diesem Zeitpunkt war Schröder noch Bundeskanzler. Erst nach einer Beschwerde des Finanzamts kam es Anfang 2007 nachträglich zu einer vertraglichen Fixierung des Geschäfts.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschmeyer und Christian Wulff===&lt;br /&gt;
Der spätere deutsche Bundespräsident [[Christian Wulff]] hat sich im Sommerurlaub Juli 2010 in einer Maschmeyer Villa auf Mallorca eingemietet. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert diesen Vorgang wie folgt: ''&amp;quot;[...]Ein Bundespräsident aber muss sich aus der Politik in diesem Sinne verabschieden; er definiert sich über Begriffe wie Respekt, Vorbild, Autorität. Der Präsident hat jeden Anschein zu vermeiden, er sei in irgendeiner Form irgendjemandem speziell dienlich - und selbst wenn es nur um einen Freundesdienst geht. Das hat Wulff in Maschmeyers Villa nicht bedacht.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/christian-wulff-und-carsten-maschmeyer-freundesdienste-auf-mallorca-1.982204 Freundesdienste auf Mallorca], Sueddeutsche Zeitung Online vom 30.07.2010, abgerufen am 18.01.2011. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2011 wurde bekannt, dass Maschmeyer im Herbst 2007, während des Landtagswahlkampfs in Niedersachsen, eine Anzeigen-Kampagne im Wert von über 42 000 € für das Buch Wulffs „Besser die Wahrheit“ bezahlt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/so-bezahlte-carsten-maschmeyer-die-anzeigen-fuer-das-wulff-buch-21658234.bild.html Maschmeyer bezahlte die Anzeigen für das Wulff-Buch], bild.de vom 19.12.2011, abgerufen am 20.12.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===AWD/SwissLife===&lt;br /&gt;
Maschmeyer war langjähriger Vorsitzender des Finanz-Dienstleisters [[AWD]], der von seinem späteren Schwager Kai Lange 1987 gegründet wurde. Er stieg 1988 mit 900.000 DM bei der AWD ein und übernahm die Leitung des Unternehmens. 2000 bracht er den AWD an die Börse, wodurch ein Emissionserlös von rund 500 Millionen Euro erzielt werden konnte. Der [[AWD]] steht im Verdacht, tausende Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht zu haben, indem er ihnen u.a. Schrottimmobilien und extrem riskante geschlossene Fonds verkaufte. Neben den Anlagestrategien gerieten auch die Verkaufspraktiken des [[AWD]] und seinen rund 1000 Mitarbeitern in die Kritik. &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot;&amp;gt;[http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/6239032?pageId=&amp;amp;moduleId=799280&amp;amp;categoryId=&amp;amp;goto=&amp;amp;show= Der Drückerkönig und die Politik], daserste.de vom 12.01.2011, abgerufen am 18.01.2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 Unterstützte Maschmeyer als Vorstandsvorsitzender die Übernahme des [[AWD]] durch den Schweizer Renten- und Versicherungskonzern [[Swisslife]]. Die SwissLife bot den Aktionären einen Preis von je 30 Euro pro Aktie. Auch die Familie Maschmeyer verkaufte ihren 30-prozentigen Anteil am [[AWD]]. Gleichzeitig kaufte Maschmeyer Anteile an der SwissLife im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde Maschmeyer mit acht Prozent größter Einzelaktionär der [[Swisslife]]. Anschließend war er bis 2009 als Co-CEO für den AWD tätig, bevor er im Mai 2009 in den Verwaltungsrat der SwissLife wechselte.         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die MaschmeyerRürup AG===&lt;br /&gt;
2010 gründete mit dem ehemaligen &amp;quot;Wirtschaftsweisen&amp;quot; [[Bert Rürup]] die MaschmeyerRürup AG. Das international tätige Unternehmen beriet Banken, Versicherungen und politische Institutionen bei Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge. Nach dem Ausscheiden Rürups 2013 wurde es aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG sitzen u.a. der Finanzwissenschaftler [[Stefan Homburg]], der ehemalige [[Commerzbank]]-Chef [[Klaus-Peter Müller]] und der Ex-[[Allianz]]-Vorstand [[Hansjörg Cramer]]. Als einer der zwölf Berater des Unternehmens fungiert Rentenexperte [[Walter Riester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,703595-2,00.html Maschmeyer Rürup AG - Die Weltverrenter], manager-magazin.de vom 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MaschmeyerRürup AG  arbeitet nach Presseberichten daran, privatisierte Renten-Konzepte wie die [[Riester-Renter]] oder die [[Rürup-Rente]] in Ländern wie Tschechien, China oder der Türkei durchzusetzen. Rürup obliegen demnach konzeptionelle Aufgaben, während Maschmeyers Stärken in der Außendarstellung, Kontaktpflege, dem Vertrieb und der Motivation von Beratern und Verkäufern liegen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;mm1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienministerium unter [[Kristina Schröder]] (CDU) hat zur Vorbereitung des umstrittenen Pflegezeit-Gesetzes eine Machbarkeitsstudie bei der MaschmeyerRürup AG zu Zeitwertkontenmodellen in Auftrag gegeben. Dafür wurden mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Familienministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/newsticker/news3/article112294365/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html Familienministerium zahlte 139.000 Euro für Pflegezeit-Gesetz] Die Welt vom 29.12.12, abgerufen am 03.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MaschmeyerRürup AG arbeitete dabei eng mit der Nürnberger Versicherungsgruppe zusammen, die das Versicherungskonzept mitschrieb. Somit war die profitierende Branche direkt an der Gesetzesentwicklung beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1593369/Versicherung-schrieb-an-Regierungskonzept-mit.html Versicherung schrieb an Regierungskonzept mit] Hamburger Abendblatt vom 9.8.2010, abgerufen am 3.2.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate über Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich mag den Mann. Er hat gesagt: Egal was heute reinkommt - ich lege 10 Prozent drauf!“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt; TV-Moderator Thomas Gottschalk über Carsten Maschmeyer in der Spendengala &amp;quot;Ein Herz für Kinder&amp;quot; am 18. Dezember 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Carsten Maschmeyer==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Entweder sie verdienen ihr Geld mühsam allein, oder sie lassen andere für sich arbeiten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Wenn sie duftende Rosen haben wollen, müssen sie im Herbst stinkende Jauche drauf kippen. Und das komische ist: Je stärker das stinkt, um so schöner duftet das hinterher.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;erste1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Carsten Maschmeyer bei einem Showauftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig, und sie wird sprudeln.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Löer / O. Schröm: Der goldene Handschlag; In: Stern. Nr. 47, 13.11.2014, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt; Carsten Maschmeyer über die Reform der Riester-Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Informationen==&lt;br /&gt;
* ARD-Exklusiv Doku/Reportage [http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,jav8jct6mlwo58k5~cm.asp &amp;quot;Der Drückerkönig und die Politik&amp;quot;] (Erstausstrahlung am 12. Januar 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AWD und Maschmeyer auf YouTube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw Der AWD Millionen-Trick]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZycAV28kUSM&amp;amp;NR=1 Duftende Rosen - Stinkende Jauche]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=9qduOdQCEcQ&amp;amp;NR=1 Maschmeyer und der Magnetismus des Geldes]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=g5TssmhA3dE&amp;amp;feature=related AWD Werbevideo Kundenberater]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=7LGN_fbQ3ko ORF - Report vom 21.10.2008 - über AWD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterK</name></author>
		
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