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	<title>Lobbypedia - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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		<title>WMP Eurocom</title>
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		<updated>2018-12-05T09:41:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = WMP EUROCOM AG&lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Beratung in den Bereichen Wirtschaft, Medien und Politik&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Katharina-Heinroth-Ufer 1, 10787 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = &lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://wmp-ag.de/ wmp-ag.de/]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''WMP EuroCom AG''' ist eine Lobby- und PR-Agentur, die ihren Klienten durch ihr weites Netzwerk aus Kontakten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern verschafft. Gleichzeitig verfügt sie über sehr gute Verbindungen in die deutsche Medienlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Kernpunkt der Lobbyarbeit der WMP EuroCom ist die Vermittlung von exklusiven Treffen der Klienten mit den relevanten politischen Entscheidungsträgern. Hierbei wird dem Kunden die Möglichkeit gegeben, in kleinen und vor allem geschlossenen Kreisen &amp;quot;Überzeugungsarbeit&amp;quot; für das jeweilige Projekt zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben verfügt die WMP dazu über &amp;quot;persönliche und vertrauensvolle Verbindungen zu Entscheidern in Medien, Wirtschaft, Verbänden, Politik und Verwaltung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-gesamtprofil/ WMP - Das Gesamtprofil], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Säule der Lobbyarbeit der WMP ist das Lancieren von wohlgesonnenen Medienberichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Essentiell hierfür ist die hervorragende Vernetzung der WMP, bzw. ihrer Mitarbeiter, mit diversen Leitmedien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Ziel unserer Arbeit ist es, journalistisch interessante Botschaften unserer Partner bzw. Kunden der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir arbeiten mit den Medien zusammen. Wir finden und formulieren diese Botschaften. Dabei geht es weder um Imagekosmetik noch um Illusionsbildung. Als vormalige oder noch aktive leitende Redakteure sowie als Publizisten sind wir strikt journalistischen Grundsätzen und Überzeugungen verpflichtet. Nur so werden wir von den Blattmachern und Sender-Verantwortlichen sowie anderen Ansprechpartnern der Medien akzeptiert.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-know-how/ WMP - Das Know-How], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So werden beispielsweise Kommentare oder ausführliche Portraits in Leitmedien verbreitet, in denen die Kunden die Möglichkeit haben, ihre &amp;quot;Sicht&amp;quot; einer breiten Öffentlichkeit darzulegen und so unter dem Deckmantel eines vermeintlich seriösen Journalismus Kampagnenarbeit zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP-Tochterfirma TV-Media produziert u.a. für den [[MDR]]. So können beispielsweise in Talkshows Kunden oder zumindest deren Interessenvertreter platziert werden. In der von TV-Media produzierten Show „Ein Kessel DDR“ saß zum Beispiel [[Hans-Dietrich Genscher]] als Gast auf dem Sofa. Laut ''Spiegel'' war auch der ehemalige MDR-Intendant [[Udo Reiter]] der WMP über einen persönlichen Beratervertrag verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29341618.html Beraten und Verkauft] Der Spiegel 49/2003, abgerufen am 29.03.2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP verfügt über 2 von der CDU bereitgestellte Hausausweise für den Deutschen Bundestag.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/sites/abgeordnetenwatch.de/files/hausausweisliste_korrigiert.pdf Liste der Hausausweise], S.13, abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 24.03.16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit für Saudi Arabien ===&lt;br /&gt;
Von 2015 bis November 2018 arbeitete WMP Eurocom für Saudi Arabien. Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zahlten die Saudis eine sechsstellige Summe, damit die Agentur das Image des Königreiches in Deutschland verbessere.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut &amp;quot;Tagesspiegel&amp;quot; ist das nur ein Bruchteil dessen, was das Land jedes Jahr in [[Country Branding]] investiert: Auch in Washington, London und Brüssel habe das Königshaus demzufolge zahlreiche PR-Agenturen angeheuert, allein in den USA seit den Terroranschlägen vom 11. September 2011 etwa 100 Millionen Dollar ausgegeben. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/saudi-arabien-und-der-westen-die-lobbyisten-der-saudis/23678834.html Die Lobbyisten der Saudis], Tagesspiegel, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Oktober 2018 bekannt wurde, hatte WMP Dieter Haller als Seniorberater eingestellt. Haller war von 2011 bis 2014 und dann nochmals von 2016 bis zum Juli dieses Jahres deutscher Botschafter in Saudi-Arabien. Mit Hallers Verpflichtung wolle WMP Eurocom „ihr Auslandsgeschäft ankurbeln“, schrieb damals das Fachmagazin „PR Report“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prreport.de/singlenews/uid-885105/dieter-haller-arbeitet-fuer-wmp-eurocom/ Dieter Haller arbeitet für WMP Eurocom], PR Report, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem von Saudi Arabien Mitte Oktober 2018 eingestandenen Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gab es verstärkt Kritik an der Arbeit von WMP für die Golfdiktatur. Im November zitierte die &amp;quot;Bild am Sonntag&amp;quot; aus einem internen WMP-Bericht, der offenbar für seine Kunden bestimmt war. Darin rühmte sich die Agentur ihrer guten Kontakte zu deutschen Journalisten und behauptete, durch ihre Arbeit seien in mindestens einem Fall „positive Artikel“ über Saudi-Arabien erschienen. Zugleich warb die Agentur mit einem Netzwerk, das „einen schnellen Zugang“ zum Kanzleramt, zum Bundespräsidenten, zu Ministerien, dem Deutschen Fußball-Bund oder Wirtschaftskonzernen wie Airbus garantiere. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Medienberichte verkündete WMP im November 2018, seine Arbeit für das saudische Königshaus zu beenden. „Nach der schrecklichen Tat müssen wir heute feststellen, dass sowohl unsere Mittlerrolle als auch die Möglichkeiten, die Reformkräfte zu unterstützen, von der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr gesehen und von uns deshalb nicht vertreten werden können“, begründete WMP-Chef Michael Inacker den Schritt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://meedia.de/2018/11/26/bild-zeitung-hat-genau-jene-unterstuetzung-in-anspruch-genommen-die-sie-jetzt-an-den-pranger-stellt-wmp-chef-inacker-kritisiert-blut-scheich-enthuellung-der-bams/ WMP-Chef Inacker kritisiert “Blut-Scheich”-Enthüllung der BamS], meedia, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehung zum Deutschen Digital Institut ===&lt;br /&gt;
Das [[Deutsche Digital Institut]] (DDI) ist mit der WMP EuroCom eng verbunden: Der Beiratsvorsitzende des DDI, [[Bernd Schiphorst]], ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der WMP. DDI und die WMP haben die gleiche Anschrift, die Domainadresse des DDI gehört der WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.denic.de/webwhois-web20/accepted-angenommen WMP ist Domaininhaber der Webseite des DDI], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen dieser Verflechtungen warf der Stern-Journalist [[Hans-Martin Tillack]] der WMP vor, unter dem Deckmantel eines vermeintlich unabhängigen Forschungsinstituts zu agieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/digital/microsoft-gegen-google---machte-der-us-digitalkonzern-negativ-pr-gegen-den-suchmaschinenbetreiber--6606320.html Ließ Microsoft den Rivalen Google schlechtmachen?], stern vom 16.12.2015, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem finden sich auf der Homepage des DDI [[Google]]-kritische Pressemeldungen wie etwa „Such-Alternativen: Meine Woche ohne Google“ (November 2014) oder „Profilbildung: Datenschützer droht Google mit Zwangsgeld“ (September 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://deutsches-digital-institut.de/presse/ Pressebereich des Deutschen Digital Instituts], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da einer der Kunden der WMP der [[Google]]-Konkurrent [[Microsoft]] ist, entstand der Verdacht der verdeckten PR-Arbeit. Außerdem gab Torsten Fricke, der laut ''Stern'' bei der WMP zuvor den Kunden Microsoft betreute, im April 2015 das Buch &amp;quot;Die Akte Google – Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; heraus, welches sich hauptsächlich der Kritik an der Macht von Google widmet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amazon.de/Die-Akte-Google-missbraucht-manipuliert/dp/3776627638 &amp;quot;Die Akte Google: Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; bei Amazon], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; WMP-Chef Inacker betonte im April 2016 hingegen, dass seine Agentur keine verdeckte PR mache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://prreport.de/home/aktuell/article/10609-da-waeren-wir-mit-dem-klammerbeutel-gepudert/ Interview mit WMP-Chef Michael Inacker], PR Report vom 03.04.2016, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014 und 2015: Rechtsstreit mit dem stern-Journalisten Hans-Martin Tillack===&lt;br /&gt;
Im Herbst 2014 verklagte der damalige WMP-Geschäftsführer [[Hans-Hermann Tiedje]] den stern-Journalisten [[Hans-Martin Tillack]] wegen Verdachts der üblen Nachrede. Tillack hatte zuvor in seinem Blog mögliche Indizien dafür beschrieben, dass die Kampagne &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot; während des Wahlkampfes 2009 ein Beispiel für versteckte Parteienfinanzierung gewesen wäre, bei der auch die WMP mitgewirkt hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/cdu-freundliche-wahlwerbung-das-millionenspiel-mit--tolles-thueringen--3622374.html Das Millionenspiel mit &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot;], Stern vom 29.08.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Tiedje eine Beteiligung der WMP verneinte, griff Tillack diese Aussage ironisch in seinem Blog auf, woraufhin Tiedje Anzeige erstellte. Die Staatsanwaltschaft Berlin stellte die Ermittlungen gegen Tillack im November 2014 ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/11/10/keine-ueble-nachrede-gegen-tiedje-staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-gegen-stern-mann-tillack-ein/ Keine üble Nachrede gegen Tiedje: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen stern-Mann Tillack ein], Meedia am 10.11.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In einem 2. Rechtsstreit zwischen Tiedje und Tillack ging es um Tillacks Aussage, dass die WMP für den französischen Ölkonzern [[Total]] arbeite. Im Mai 2015 einigten sich Tiedje und Tillack auf einen Vergleich und Tillack verpflichtete sich, nicht mehr zu erklären, dass Total zum Kundenkreis der WMP gehöre. Tillack wies darauf hin, diesen Schluss einst gezogen zu haben, da es bei der WMP über Monate einen Betreuer für Total gegeben habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/05/20/tiedje-tillack-und-der-prozess-um-die-total-falschberichterstattung/ Tiedje, Tillack und der Prozess um die „Total-Falschberichterstattung“], Meedia am 20.05.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: Tiedje verteidigt Steinbrück in Bild-Kommentar===&lt;br /&gt;
Nachdem [[Peer Steinbrück]] für seine Einnahmen aus Redneraufträgen in die Kritik geraten war, verteidigte Tiedje ihn in einem Bild-Kommentar. Seiner Meinung nach habe Steinbrück &amp;quot;nichts falsch gemacht&amp;quot;, sondern werde in einer &amp;quot;Gesellschaft des Neides&amp;quot; fälschlicherweise verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/news/standards/bild-kommentar/steinbrueck-und-der-neid-26609834.bild.html Steinbrück und der Neid], Bild vom 08.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei erwähnte Tiedje jedoch nicht, dass die WMP Steinbrück im selben Jahr einen Rednerauftrag der Stufe 3, also in Höhe von über 7.000 Euro, vermittelt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/dokumentation-die-steinbrueck-liste-so-aktiv-war-der-spd-mann_aid_834978.html Die Steinbrück-Liste: Alle Nebenjobs des SPD-Manns], Focus online vom 09.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2009: Lobbying gegen staatliche Unterstützung für Karstadt===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens von [[Karstadt]] betonte [[Eckhard Cordes]], Aufsichtsratsmitglied der WMP, dass Karstadt als Ganzes keine wirtschaftlichen Perspektiven habe. Stattdessen plädierte er für eine Fusion von [[Kaufhof]] und Karstadt und die Bildung einer &amp;quot;Deutschen Warenhaus AG&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/kaufhaeuser-metro-chef-gibt-karstadt-keine-chance_aid_462947.html Metro-Chef gibt Karstadt keine Chance], Focus vom 14.12.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cordes wurde vorgeworfen, in seiner damaligen Funktion als [[Metro]]-Chef mit seinen Vorschlägen nicht eine Branchenlösung anzustreben, sondern eigene Konzerninteressen der Metro-Tochter Galeria Kaufhof zu verfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes-seite-2/5142210-2.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Fusionsidee erhielt er Gehör von Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] sowie vom damaligen Wirtschaftsminister [[Karl-Theodor zu Guttenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/treffen-mit-merkel-metro-erwaegt-karstadt-uebernahme-a-628443.html Treffen mit Merkel: Metro erwägt Karstadt-Übernahme], Spiegel online vom 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/arcandor-krise-guttenberg-favorisiert-karstadt-kaufhof-fusion-a-628466.html Arcandor-Krise: Guttenberg favorisiert Karstadt-Kaufhof-Fusion] Spiegel online am 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus warb Cordes bei seinen Gesprächen mit hochrangigen Politikern erfolgreich dafür, Karstadts Bitte um eine Staatsbürgschaft nicht nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes/5142210.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bundesregierung lehnte die Staatsbürgschaft für Karstadt im Juni 2009 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article3883823/Bund-lehnt-Staatsbuergschaft-fuer-Arcandor-ab.html Bund lehnt Staatsbürgschaft für Arcandor ab], Welt vom 08.06.2009, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Vergabeaffäre der Bundesagentur für Arbeit===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Vergaberecht in der [[Bundesagentur für Arbeit]] (BA) geriet Ende 2003 auch die WMP in die Schlagzeilen. Die BA hatte hier einen 1,3-Millionen-Euro-Auftrag rechtswidrig ohne Ausschreibung an die WMP vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.netzeitung.de/deutschland/270294.html BA-Verwaltungsrat entzieht Gerster Vertrauen] Netzzeitung vom 24. Januar 2004, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde bekannt, dass BA-Chef [[Florian Gerster]] schon vorher mit der WMP zusammengearbeitet und sich mindestens einmal bereiterklärt hatte, angeblich kostenlos, als Gastredner für eine Image-Veranstaltung eines WMP-Kunden aufzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,277249,00.html Bundesanstalt für Arbeit: Gersters teure BMW-Flotte] Spiegel Online vom 06. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerster wurde im Zusammenhang mit der BA-Affäre entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Imagekampagne für die Wirtschaft in Sachsen===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit einer Imagekampagne für das Land Sachsen musste der damalige Vorstand der WMP, [[Hans-Erich Bilges]], im November 2003 vor dem sogenannten Sachsenring-Untersuchungsausschuss aussagen. Die [[Die Linke|PDS]] warf der sächsischen Staatsregierung vor, mit der von der WMP geleiteten PR-Kampagne „Sachsen den Sachsen“ eine versteckte CDU-Wahlkampagne initiiert zu haben und nicht, wie von Seiten der CDU behauptet, eine „Imagekampagne“ für die sächsische Wirtschaft.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Untersuchungsausschuss räumte Bilges ein, er habe sich im Vorfeld der Kampagne mit mehreren Vertretern der Staatsregierung getroffen. Auch wurden die PDS und die [[SPD]] als &amp;quot;Gegner&amp;quot; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,275583,00.html Sachsenring: Gut für die Wirtschaft, schlecht fürs Image] Manager Magazin vom 26. November 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die WMP musste sich allerdings 2003 wieder aus dem mit 200.000 Euro dotierten Beratervertrag zurückziehen, weil bekannt wurde, dass der Vertrag nicht öffentlich ausgeschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/lobbying-bewerber-abgeschossen_aid_198258.html LOBBYING: „Bewerber abgeschossen“] Focus vom 01. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2001: Lobbying für BP bei der Aral-Übernahme und bei der E.on-Ruhrgas-Übernahme ===&lt;br /&gt;
Bei der geplanten Übernahme der Tankstellenkette [[Aral]] durch den Ölkonzern [[BP]] war die WMP involviert. BP plante von [[E.ON]] die Tankstellenkette Aral zu übernehmen und E.ON war im Gegenzug an den BP-Anteilen von [[Ruhrgas]] interessiert. Da die Übernahme von Aral vor dem Kartellamt hätte scheitern können, versuchte BP schon im Vorfeld der Übernahme die öffentliche Wahrnehmung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Hierzu organisierte WMP Gespräche und Treffen zwischen dem BP-Chef [[Lord John Browne]] mit Fraktionsvorsitzenden, Ausschussvorsitzenden und Ministerialbeamten. Auch ein Lunch mit politischen Eliten, inklusive Dinner-Speech von Browne, wurde von WMP initiiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Gleichzeitig lancierte eine Medienkampagne. Hierzu organisierte die WMP ein Interview mit Browne im ''Spiegel'' und ein ausführliches Portrait in der ''Welt am Sonntag''.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um E.ON in der Ruhrgas-Übernahme zu unterstützen, versuchte die WMP ebenfalls über die Medien positive Assoziationen zu generieren. Beispielsweise sprach sich [[Günther Rexrodt]] (FDP), ehemaliger Wirtschaftsminister, in einem Artikel in ''Die Welt'' für die geplante E.ON-Ruhrgas-Übernahme aus. Rexrodt war gleichzeitig Finanzvorstand von WMP, die zu dieser Zeit von BP bezahlt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2000: Übernahme der Bewag durch Vattenfall===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 plante [[Vattenfall]] den Berliner Energieversorger [[Bewag]] zu übernehmen. Der damalige Eigner der Bewag, [[E.ON]], einigte sich mit Vattenfall Anfang August 2000 auf die Übernahme, ohne jedoch das Mitspracherecht des Berliner Senats zu beachten. Hier blockierten die beiden [[CDU]] Senatoren [[Peter Kurth]] und [[Wolfgang Branoer]] die Übernahme durch Vattenfall mit einer einstweiligen Verfügung, weil sich der Senat schon auf einen anderen Investor geeinigt hatte. Daraufhin schaltete Vattenfall die WMP ein. Deren Vorstand, [[Hans-Erich Bilges]], traf sich mit dem damaligen Bürgermeister [[Eberhard Diepgen]] (CDU), der hierauf sagte, alles würde für Vattenfall sprechen. Der Berliner Senat zog auf Druck Diepgens die einstweilige Verfügung zurück. Die WMP arrangierte zusätzlich weitere Treffen zwischen dem Vattenfall-Vorstandschef Josefsson und dem damaligen sächsischen Wirtschaftsminister [[Kajo Schommer]] (CDU) sowie mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister [[Werner Müller]] (parteilos).&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das intensive Lobbying der WMP und die &amp;quot;Empfänglichkeit&amp;quot; der jeweiligen Politiker kam schließlich die Übernahme der Bewag durch Vattenfall zu Stande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
===Unternehmen der Gruppe und Großaktionäre===&lt;br /&gt;
Zur WMP Gruppe gehören die folgenden Unternehmen: WMP EUROCOM AG, WMP FINANZKOMMUNIKATION GMBH,  WMP HEALTHCARE GMBH, GPA GERMAN PUBLIC AFFAIRS GMBH und TV MEDIA MEDIEN MANAGEMENT GMBH. Größte Anteilseigner der Gruppe sind [[Hans-Hermann Tiedje]] und Wendelin Wiedeking.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/die-wmp-story-grosse-persoenlichkeiten-schrieben-die-erfolgsgeschichte/ Große Persönlichkeiten schrieben die Erfolgsgeschichte], wmp-ag.de, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
*[[Michael J. Inacker]], CEO, Mitglied des Vorstands der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik | Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgap.org/de/gesellschaft/ueber-uns/gremien Vorstand der DGAP], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Beirats der [[Atlantische Initiative | Atlantischen Initiative]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://atlantische-initiative.org/ueber-uns/verein/ Beirat der Atlantischen Initiative], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, zuvor u.a. Mitbegründer der &amp;quot;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&amp;quot;, Direktor für Politik und Außenbeziehungen bei [[Daimler]], Leiter der Konzernkommunikation bei der [[Metro]] AG&lt;br /&gt;
*[[Katrin Dahm]], Personalchefin, Prokuristin der Tochterfirmen [[German Public Affairs GmbH]]  und [[TV Media Medien Management GmbH]] zuvor Prokuristin und Leiterin des WMP-Planungsstabes&lt;br /&gt;
*[[Michael Behrens]], Chief Operating Officer (COO), ehem. TV-Journalist und Leiter des Englischen Programms der Deutschen Welle Hörfunk. Zuletzt CEO von Mercedes-Benz Vietnam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: Internetauftritt WMP Eurocom &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Vorstand], wmp-ag.de abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsichtsrat ===&lt;br /&gt;
*[[Hans-Hermann Tiedje]], Vorsitzender, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, zuvor langjähriger Geschäftsführer, Gründer der [[TV Media GmbH]], davor u.a. Chefredakteur bei &amp;quot;Bild&amp;quot; und &amp;quot;Bunte&amp;quot; sowie bei Gruner+Jahr, persönlicher Berater von Helmut Kohl&lt;br /&gt;
*[[Eckhard Cordes]], Ex-Vorstand der [[Daimler]] AG, ehemaliger CEO der [[Metro AG]] und Franz Haniel &amp;amp; Cie. GmbH sowie ehemaliger Vorsitzender des [[Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft|Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Hans Eichel]], Mitglied des Kuratoriums Institute for Law and Finance, Goethe-Universität Frankfurt/Main, Bundesminister der Finanzen a.D., hessischer Ministerpräsident a.D.&lt;br /&gt;
*[[Ulrich Marseille]], Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, der 2010 vom Landgericht Halle wegen Bestechung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.is/9Co0 Oberlandesgericht Naumburg - Pressemitteilung vom 6. Juli 2011], archive.is, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/a-775539.html Ulrich Marseille tritt zurück], manager.magazin vom 20.07.2011, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Bernd Schmidbauer]], Staatsminister im Kabinett Helmut Kohl, i. d. Z. Koordinator der deutschen Geheimdienste&lt;br /&gt;
*[[Kristin Schwarz]], Unternehmerin in der Lebensmittel- und Fleischwarenindustrie (Schwarz Cranz)&lt;br /&gt;
*[[Reinhardt Töpel]], Transport-Unternehmer (ReiCo Logistik)&lt;br /&gt;
*[[Wendelin Wiedeking]], Ex-Vorstandsvorsitzender der Porsche AG&lt;br /&gt;
*[[Rezzo Schlauch]], ehemaliger Fraktionsvorsitzender [[Bündnis 90/Die Grünen]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Mitglieder:&lt;br /&gt;
* bis 2005: [[Hans Erich Bilges]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bis 2006: [[Hans-Dietrich Genscher]] (†)&lt;br /&gt;
* bis 2016: [[Roland Berger]], Gründungsmitglied; Gründer der Roland Berger Holding GmbH, Mitglied des Kuratoriums der [[Alfred Herrhausen Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-herrhausen-gesellschaft.de/de/kuratorium.htm Kuratorium der Alfred Herrhausen Gesellschaft], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://pr-journal.de/nachrichten/agenturen/18059-wmp-eurocom-ag-expandiert-und-uebernimmt-die-cortent-kommunikation-ag.html WMP EuroCom AG expandiert und übernimmt die Cortent Kommunikation AG]] PR Journal am 07.10.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Aufsichtsrat], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Senior Advisors===&lt;br /&gt;
*[[Michael Fuchs]], ist seit Anfang Oktober Senior Advisor für WMP. Der ehemalige Vizechef der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, solle mit seinen politischen Beziehungen, unternehmerischen Erfahrungen und „herausragenden Kontakten zu Wirtschaft, Handel, Banken und Industrie die Netzwerke von WMP verstärken&amp;quot;, teilte die Agentur mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.horizont.net/agenturen/nachrichten/WMP-Eurocom-Bisheriger-Unions-Fraktionsvize-Michael-Fuchs-wird-Agenturmann-161612 Bisheriger Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs wird Agenturmann], Horizont, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
*[[Klaus-Peter Schmidt-Deguelle]], war Chefredakteur bei VOX und als Redaktionsleiter bei ARD-Aktuell für die Tagesschau/ Tagesthemen verantwortlich, 1999-2005 Berater der Bundesregierung, davor Staatssekretär und Regierungssprecher in Hessen, Berater des Bundesfinanzministeriums unter [[Hans Eichel]], Gründer der WMP EuroCom-Tochter TV Media Medien Management GmbH&lt;br /&gt;
*[[Friedrich-Wilhelm Kramer]], vormaliger ARD-Korrespondent in Warschau, Chefredakteur NDR Hörfunk, Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, heute: Lehrbeauftragter für Medien und Politik in Hamburg und Riga&lt;br /&gt;
*[[Matthias Kasper]], Journalist und PR-Berater, zuvor Ressortleiter Welt am Sonntag und Vorstand der Agentur Cortent – u.a. Corporate Publishing und Content Marketing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand November 2018, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Senior Advisors und Büroleitung], wmp-ag.de, abgerufen am 28.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunden (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
'''[[Marseille Kliniken]]''': Nachdem der Journalist [[Günter Wallraff]] in einem Pflegeheim des Marseille-Konzerns verdeckt ermittelt hatte, erstattete der Konzern Anzeige gegen RTL mit dem Vorwurf heimlicher Bild- und Tonaufnahmen. [[Katrin Dahm]], aktuelles Vorstandsmitglied der WMP EuroCom, erklärte im Namen der Marseille Kliniken, man habe &amp;quot;das nicht zuletzt zum Schutz der Bewohner getan&amp;quot;. Laut RTL wurde das Pflegeheim in Oldenburg ausgewählt, weil Wallraff mehrfach auf die Essensqualität in den Häusern der Marseille Kliniken hingewiesen worden wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/wo-wallraff-sich-einschleicht-undercover-in-der-oldenburger-grosskueche_a_29,0,866444952.html Undercover-Recherche in der Oldenburger Großküche], NWZ online vom 09.06.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kleidungskette [[KiK]]''': WMP-Geschäftsführer Inacker sprach davon, dass KiK mit einem innovativen Konzept die Branche verändert habe. Kik waren in der Vergangenheit oft Billiglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen in den Zuliefererländer vorgeworfen worden. Inacker sagte zu der neuen Kommunikationsstrategie für KiK: &amp;quot;KiK ist ein Unternehmen mit einem Gesicht – und zwar einem sympathischen. Das werden wir gemeinsam vermitteln.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/01/27/tiedje-firma-wmp-eurocom-soll-image-vom-billig-klamottenladen-kik-aufpolieren/ Tiedje-Firma WMP-Eurocom soll Image vom Billig-Klamottenladen KiK aufpolieren], Meedia am 27.01.2016, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Katar''': Wie Tiedje 2014 in einem Interview bestätigte, berät die WMP Katar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/09/09/meine-moral-wir-arbeiten-nicht-mit-maedchen-und-waffenhaendlern-zusammen/ „Meine Moral? Wir arbeiten nicht mit Mädchen- und Waffenhändlern zusammen“, Meedia am 09.09.2014], abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Microsoft]]''': Lt. ''stern'' zählt der Software- und Hardwarehersteller Microsoft zur Kundenliste von WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern am 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Krankenkasse KKH''': Die kaufmännische Krankenkasse KKH ist seit 2013 Kunde bei der WMP. Im Jahr zuvor hatte WMP Peer Steinbrück als Redner für ein KKH-Allianz-Forum vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern vom 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Idee zur Gründung der WMP EuroCom entstand auf der Terasse von [[Hans-Dietrich Genscher|Hans-Dietrich Genschers]] Privathaus, welcher selbst als Aktionär und Aufsichtsratschef in die Unternehmung mit einstieg. Der ebenfalls anwesende Bundesbankpräsident a.D., Karl Otto Pöhl, förderte das Vorhaben durch Empfehlungsschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der weiteren Gründer war der ehemalige Chefredakteur der &amp;quot;Bild&amp;quot;, [[Hans-Erich Bilges]], der Ende 2005 ausstieg, um im Januar 2006 die Kommunikationsberatungsfirma [[Consultum Communications]] zu gründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;consult1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.consultum.de/index.php?de_geschaeftsfuehrung Consultum Communications - Geschäftsführung] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Consultum Communications arbeitet allerdings weiterhin eng mit der WMP zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,393296,00.html Hans-Erich Bilges: Ex-&amp;quot;Bild&amp;quot;-Chef gründet Berater-Firma] Manager Magazin vom 03. Januar 2006, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.stern.de/politik/deutschland/tillack/hans-martin-tillack-6823040.html Hans-Martin Tillack: Die geheimen Kunden der Lobbyisten, stern.de vom 07.01.2016]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public Affairs: Das Netz], Zeit online 2002, abgerufen am 05.04.2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PR-Agentur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Michael_Fuchs&amp;diff=66095</id>
		<title>Michael Fuchs</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Michael_Fuchs&amp;diff=66095"/>
		<updated>2018-11-27T15:25:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Michael Fuchs''' ''(* 6. Februar 1949 in Koblenz)'', ist aktuell Senior Advisor bei der Lobbyagentur WMP Eurocom. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.horizont.net/agenturen/nachrichten/WMP-Eurocom-Bisheriger-Unions-Fraktionsvize-Michael-Fuchs-wird-Agenturmann-161612 Bisheriger Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs wird Agenturmann], Horizont, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2017 war er stellvertretender Vorsitzender der [[CDU]]/[[CSU]]-Bundestagsfraktion, ist Multi-Mandatsträger und Vorstandsmitglied der [[Trilaterale Kommission|Trilateralen Kommission]]. Er hält Beteiligungen an der Fuchs Immobilienverwaltungs-GmbH, der Grundstücksverwaltungs- und Beratungs-GmbH und der MK Immobilienverwaltungs-GmbH, jeweils mit Sitz in Koblenz.&amp;lt;br /&amp;gt; Im Januar 2013 wurde bekannt, dass Fuchs jahrelang Geld für „Vorträge“ von dem umstrittenen privaten Nachrichtendienst [[Hakluyt &amp;amp; Company]] bekam (siehe Fallbeispiel unten). Im Juli 2013 veröffentlichte der Bundestag, dass er nun auch im Beirat des Nachrichtendienstes sitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://beta.abgeordnetenwatch.de/blog/2013-07-24/michael-fuchs-beraet-privaten-nachrichtendienst Michael Fuchs berät privaten Nachrichtendienst], Abgeordnetenwatch-Blog vom 24.7.2013, letzter Zugriff am 24.7.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Ausscheiden aus dem Parlament wird Fuchs als Senior Advisor bei der Lobby-Agentur [[WMP Eurocom]] arbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.turi2.de/aktuell/cdu-politiker-michael-fuchs-heuert-bei-lobby-agentur-wmp-an/ CDU-Politiker Fuchs heuert bei Lobby-Agentur WMP an], turi2.de vom 02.10.2017, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* seit 2018 Senior Advisor bei WMP Eurocom&lt;br /&gt;
* 2009-2017 stellv. [[CDU]]/[[CSU]]-Fraktionsvorsitzender &lt;br /&gt;
* 2006-2017 im Bundesvorstand der [[CDU]]&lt;br /&gt;
* 2002-2017 Mitglied des Bundestages &lt;br /&gt;
* 1999–2001 Gründungspräsident der [[Bundesvereinigung Deutscher Handelsverbände]] (BDH)&lt;br /&gt;
* 1992–2001 Präsident des [[Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen]] (BGA)&lt;br /&gt;
* 1992 Präsidiumsmitglied in der  [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA)&lt;br /&gt;
* 1990–2006 Stadtrat von Koblenz &lt;br /&gt;
* 1986 Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Großhandel Rheinland-Pfalz und des Landesverbandes Groß- und Außenhandel Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cdu-fuchs.de/persoenliches/lebenslauf.html Michael Fuchs - Webseite], abgerufen am 07.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Trilaterale Kommission]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wirtschaftsrat der CDU]]&lt;br /&gt;
| bis 07/2015 Mitglied des Präsidiums&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]&lt;br /&gt;
| Mitglied, ehem. Stellv. Vorsitzender&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[ifo Institut]]&lt;br /&gt;
| ehem. Mitglied des Kuratoriums&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels]] (BGA)&lt;br /&gt;
| Ehrenpräsident&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Deutsche Außenhandelskammer Hong Kong&lt;br /&gt;
| Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft&lt;br /&gt;
| Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Taiwan-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft&lt;br /&gt;
| bis 08/2015 Vorsitzender&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Deutsch-Aserbaidschanisches Forum e.V.&lt;br /&gt;
| Mitglied des Kuratoriums&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
| ehem. Vorsitzender des Beirates für Handel und Verbraucherschutz&lt;br /&gt;
| &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.strukturgesellschaft.de/?loc=60 Übersicht der Beiräte] Webseite Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen, abgerufen am 10.08.2014 und am 10.11. 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas,Telekommunikation, Post und Eisenbahnen]]&lt;br /&gt;
| ehem. Stellv. Mitglied des Beirates&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| privater Nachrichtendienst [[Hakluyt &amp;amp; Company]]&lt;br /&gt;
| Mitglied des Beirates&lt;br /&gt;
| &amp;lt;ref&amp;gt;[http://beta.abgeordnetenwatch.de/blog/2013-07-24/michael-fuchs-beraet-privaten-nachrichtendienst Michael Fuchs berät privaten Nachrichtendienst], Abgeordnetenwatch-Blog vom 24.7.2013, abgerufen am 24.7.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| IVG Immobilien AG&lt;br /&gt;
| bis 08/2014 Mitglied des Beirates&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[PKS Kommunikations- und Strategieberatung GmbH]]&lt;br /&gt;
| bis 12/2009 Mitglied des Beirates&lt;br /&gt;
| &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/2012/02/01/cdu-fraktionsvize-verschwieg-jahrelang-nebentatigkeiten CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs verschwieg jahrelang Nebentätigkeiten] abgeordnetenwatch vom 01.02.2012, abgerufen am 10.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: November 2017) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien18/F/fuchs_michael/258340 Biografie], bundestag.de, abgerufen am 10.11.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
===2013: „Vorträge“ für Spionagefirma Hakluyt &amp;amp; Company - jahrelang unbekannt ===&lt;br /&gt;
Im Januar 2013 wurde bekannt, dass Michael Fuchs seit 2008 dreizehn Vorträge für [[Hakluyt &amp;amp; Company]], einen umstrittenen privaten Nachrichtendienst, gehalten hatte. Dabei hat Fuchs mindestens 57.000 Euro erhalten, vermutlich einiges mehr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stern&amp;quot;&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/cdu-fraktionsvize-unter-druck-sein-name-ist-fuchs-michael-fuchs-1951614.html Sein Name ist Fuchs, Michael Fuchs], www.Stern.de vom 09.01.13 abgerufen am 10.01.13&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Idee des von ehemaligen Mitgliedern des MI6 gegründeten Nachrichtendienstes war es, „für die Industrie das zu tun, was wir für die Regierung gemacht hatten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Masters of the great game turn to business. Globalisation and cross border mergers are increasing demand for Hakluyt's brand of intelligence, Financial Times vom 23.3.2000, zitiert nach Eveline Lubbers: Secret Manoeuvres in the Dark. Corporate and Policy Spying on Activists. London 2012, S. 140. Eigene Übersetzung, im Original „the idea was to do for the industry what we had done for the government“&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei beschafft  [[Hakluyt &amp;amp; Company]] hauptsächlich Informationen für Unternehmen und Manager. Zur Informationsbeschaffung setzt das Unternehmen dabei auf ein breites Netzwerk von Informanten und Personen mit Kontakten in hohe Kreise der Politik und Wirtschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Fuchs Aktivitäten für den privaten Nachrichtendienst waren bisher unbekannt: Fuchs Nebentätigkeiten-Angaben auf der Homepage des Bundestags nannten jahrelang die Hakluyt Society anstelle von Hakluyt &amp;amp; Company. Die Hakluyt Society ist ein gemeinnütziger Verein, der hauptsächlich wissenschaftliche Texte über die Entdeckerzeit publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hakluyt.com/ Webseite der Hakluyt Society], www.hakluyt.com angerufen am 10.01.13&amp;lt;/ref&amp;gt;  Auf Anfrage von Abgeordnetenwatch erklärte der Verein, einen Michael Fuchs nicht zu kennen. Erst nach Recherchen von Abgeordnetenwatch und Stern änderte die Bundestagsverwaltung am 07.01.2013 den Namen des Auftraggeber in Hakluyt &amp;amp; Company.&amp;lt;ref name=&amp;quot;abgeordnetenwatch&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.abgeordnetenwatch.de/2013/01/09/michael-fuchs-kassierte-geld-von-nebuloser-beratungsfirma/ Michael Fuchs kassierte Geld von nebulöser Beratungsfirma], www.abgeordnetenwatch.de vom 09.01.13 abgerufen am 10.01.13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fraglich bleibt, warum auf Fuchs’ Abgeordnetenseite der Name Hakluyt Society anstelle der Hakluyt &amp;amp; Company aufgeführt wurde. Dem Stern sagte eine Mitarbeiterin von Parlamentspräsident Norbert Lammert (CDU), das lasse sich nicht mehr rekonstruieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stern&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LobbyControl gegenüber stellt Fuchs den Sachverhalt selbst so dar: “Gegenüber der Verwaltung des Deutschen Bundestages habe ich meine Tätigkeit bei der Firma ‘Hakluyt &amp;amp; Co., London’ ordnungsgemäß zu Beginn der 17. Legislaturperiode angegeben [ab 2009]. In der fortlaufenden Korrespondenz gegenüber der Verwaltung des Deutschen Bundestages war dann jeweils von ‘Hakluyt’ die Rede. Seitens der Verwaltung wurde mir bestätigt, dass ich ‘nie den Begriff »Society« verwendet’ habe.” &amp;lt;ref&amp;gt;E-Mail von Michael Fuchs an LobbyControl am 10. Januar 2013; inhaltliche Fragen zu seiner Tätigkeit beantwortete Fuchs darin nicht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine umfassende Aufklärung der Rolle von Fuchs bei Hakluyt &amp;amp; Company und der fehlerhaften Informationen auf der Bundestagsseite stehen noch aus (Stand: 10.1.2013).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2012: Geld aus Aserbaidschan ===&lt;br /&gt;
Die aserbaidschanische Botschaft zahlte Fuchs im Jahr 2012 ein Vortragshonorar (zwischen 3.500 und 7.000 Euro) und eine Reise in das autoritär regierte Land, das regelmäßig Abgeordnete aus der EU einlädt und mit Gastgeschenken überhäuft, um sein Image aufzupolieren. Zu der genauen Summe sowie zum Programm der Reise wollte Fuchs sich nicht äußern. Er erklärte lediglich, Anlass und Zweck der Reise sei die Förderung des politischen Austauschs zwischen den beiden Ländern. Fuchs ist Mitglied des Kuratoriums des Deutsch-Aserbaidschanischen Forums e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die deutschen Abgeordneten ist es Ermessenssache, ob sie sich einladen lassen. Nach Auffassung von Transparency International sollten Dienstreisen von Abgeordneten nicht auf Kosten des Gastgebers gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/politik/lobbyarbeit-im-bundestag-medien-lindner-lobte-aserbaidschan-als-demokratisches-land/8288564-2.html Claudia von Salzen: Geld aus Aserbaidschan für deutschen Abgeordneten Michael Fuchs, Der Tagesspiegel vom 2. Juni 2013], Webseite Tagesspiegel, abgerufen am 10. August 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2012: Nebentätigkeiten verschwiegen ===&lt;br /&gt;
Jahrelang hat der Bundestagsabgeordnete Michael Fuchs mehrere Nebentätigkeiten verschwiegen, was eine klare Verletzung der Transparenzregeln des Deutschen Bundestages darstellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst durch öffentlichen Druck meldete Fuchs diese Posten nach:&lt;br /&gt;
* Vorstandsmitglied im Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft&lt;br /&gt;
* Vorsitzender im Taiwan-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft&lt;br /&gt;
* Vorstandsmitglied in der German Chamber of Commerce (GCC) in Hongkong&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.abgeordnetenwatch.de/2012/02/01/cdu-fraktionsvize-verschwieg-jahrelang-nebentatigkeiten/ CDU-Fraktionsvize verschwieg jahrelang Nebentätigkeiten] abgeordnetenwatch.de vom 01.02.2012, abgerufen am 09.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
Michael Fuchs in einer Stellungnahme zu den landesweiten Protesten, veröffentlicht auf seiner Website:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Wo stünden wir heute wirtschaftlich, hätte es nach Krieg und Wiedervereinigung allerorts ähnliche Proteste wie jetzt in Stuttgart gegeben? Wir dürften uns nicht auf dem erreichten Wohlstand ausruhen, sondern müssen innovations- und forschungsfreundlich bleiben. Zu groß ist unsere Skepsis gegenüber Zukunftstechnologien. Ich denke hier etwa an die Stärkekartoffel Amflora oder die Bio- und Gentechnik insgesamt. Wir brauchen eine sachliche Abwägung zwischen den Chancen, die neue Technologien bieten, und möglichen Risiken. Nicht alles Neue ist von vornherein gleich schlecht.“'' &amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.cdu-fuchs.de/presse/detailansicht/datum/2010/november/02/artikel/rebellion-gegen-sich-selbst.html Michael Fuchs - Webseite] PM vom 02.11.2010, abgerufen am 15.11.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Informationen ==&lt;br /&gt;
* Der Zeit-Artikel &amp;quot;Ein Freund der Bosse&amp;quot; aus 2010 berichtet über Fuchs enge Verbindungen zu Unternehmen und Wirtschaftsverbänden und Vorwürfen der Klientelpolitik.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2010/41/Portraet-Fuchs?page=2 Ein Freund der Bosse], Zeit-online vom 08.10.2010, abgerufen am 16.11.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nebeneinkünfte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66094</id>
		<title>WMP Eurocom</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66094"/>
		<updated>2018-11-27T15:21:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: /* Senior Advisors */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = WMP EUROCOM AG&lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Beratung in den Bereichen Wirtschaft, Medien und Politik&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Katharina-Heinroth-Ufer 1, 10787 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = &lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://wmp-ag.de/ wmp-ag.de/]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''WMP EuroCom AG''' ist eine Lobby- und PR-Agentur, die ihren Klienten durch ihr weites Netzwerk aus Kontakten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern verschafft. Gleichzeitig verfügt sie über sehr gute Verbindungen zur deutschen Medienlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Kernpunkt der Lobbyarbeit der WMP EuroCom ist die Vermittlung von exklusiven Treffen der Klienten mit den relevanten politischen Entscheidungsträgern. Hierbei wird dem Kunden die Möglichkeit gegeben, in kleinen und vor allem geschlossenen Kreisen &amp;quot;Überzeugungsarbeit&amp;quot; für das jeweilige Projekt zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben verfügt die WMP dazu über &amp;quot;persönliche und vertrauensvolle Verbindungen zu Entscheidern in Medien, Wirtschaft, Verbänden, Politik und Verwaltung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-gesamtprofil/ WMP - Das Gesamtprofil], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Säule der Lobbyarbeit der WMP ist das Lancieren von wohlgesonnenen Medienberichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Essentiell hierfür ist die hervorragende Vernetzung der WMP, bzw. ihrer Mitarbeiter, mit diversen Leitmedien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Ziel unserer Arbeit ist es, journalistisch interessante Botschaften unserer Partner bzw. Kunden der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir arbeiten mit den Medien zusammen. Wir finden und formulieren diese Botschaften. Dabei geht es weder um Imagekosmetik noch um Illusionsbildung. Als vormalige oder noch aktive leitende Redakteure sowie als Publizisten sind wir strikt journalistischen Grundsätzen und Überzeugungen verpflichtet. Nur so werden wir von den Blattmachern und Sender-Verantwortlichen sowie anderen Ansprechpartnern der Medien akzeptiert.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-know-how/ WMP - Das Know-How], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So werden beispielsweise Kommentare oder ausführliche Portraits in Leitmedien verbreitet, in denen die Kunden die Möglichkeit haben, ihre &amp;quot;Sicht&amp;quot; einer breiten Öffentlichkeit darzulegen und so unter dem Deckmantel eines vermeintlich seriösen Journalismus Kampagnenarbeit zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP-Tochterfirma TV-Media produziert u.a. für den [[MDR]]. So können beispielsweise in Talkshows Kunden oder zumindest deren Interessenvertreter platziert werden. In der von TV-Media produzierten Show „Ein Kessel DDR“ saß zum Beispiel [[Hans-Dietrich Genscher]] als Gast auf dem Sofa. Laut ''Spiegel'' war auch der ehemalige MDR-Intendant [[Udo Reiter]] der WMP über einen persönlichen Beratervertrag verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29341618.html Beraten und Verkauft] Der Spiegel 49/2003, abgerufen am 29.03.2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP verfügt über 2 von der CDU bereitgestellte Hausausweise für den Deutschen Bundestag.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/sites/abgeordnetenwatch.de/files/hausausweisliste_korrigiert.pdf Liste der Hausausweise], S.13, abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 24.03.16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit für Saudi Arabien ===&lt;br /&gt;
Von 2015 bis November 2018 arbeitete WMP Eurocom für Saudi Arabien. Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zahlten die Saudis eine sechsstellige Summe, damit die Agentur das Image des Königreiches in Deutschland verbessere.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut &amp;quot;Tagesspiegel&amp;quot; ist das nur ein Bruchteil dessen, was das Land jedes Jahr in Lobbyarbeit investiert: Auch in Washington, London und Brüssel habe das Königshaus demzufolge zahlreiche PR-Agenturen angeheuert, allein in den USA seit den Terroranschlägen vom 11. September 2011 etwa 100 Millionen Dollar ausgegeben. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/saudi-arabien-und-der-westen-die-lobbyisten-der-saudis/23678834.html Die Lobbyisten der Saudis], Tagesspiegel, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Oktober 2018 bekannt wurde, hatte WMP Dieter Haller als Seniorberater eingestellt. Haller war von 2011 bis 2014 und dann nochmals von 2016 bis zum Juli dieses Jahres deutscher Botschafter in Saudi-Arabien. Mit Hallers Verpflichtung wolle WMP Eurocom „ihr Auslandsgeschäft ankurbeln“, schrieb damals das Fachmagazin „PR Report“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prreport.de/singlenews/uid-885105/dieter-haller-arbeitet-fuer-wmp-eurocom/ Dieter Haller arbeitet für WMP Eurocom], PR Report, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem von Saudi Arabien Mitte Oktober 2018 eingestandenen Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gab es verstärkt Kritik an der Arbeit von WMP für die Golfdiktatur. Im November zitierte die &amp;quot;Bild am Sonntag&amp;quot; aus einem internen WMP-Bericht, der offenbar für seine Kunden bestimmt war. Darin rühmte sich die Agentur ihrer guten Kontakte zu deutschen Journalisten und behauptete, durch ihre Arbeit seien in mindestens einem Fall „positive Artikel“ über Saudi-Arabien erschienen. Zugleich warb die Agentur mit einem Netzwerk, das „einen schnellen Zugang“ zum Kanzleramt, zum Bundespräsidenten, zu Ministerien, dem Deutschen Fußball-Bund oder Wirtschaftskonzernen wie Airbus garantiere. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Medienberichte verkündete WMP im November 2018, seine Arbeit für das saudische Königshaus zu beenden. „Nach der schrecklichen Tat müssen wir heute feststellen, dass sowohl unsere Mittlerrolle als auch die Möglichkeiten, die Reformkräfte zu unterstützen, von der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr gesehen und von uns deshalb nicht vertreten werden können“, begründete WMP-Chef Michael Inacker den Schritt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://meedia.de/2018/11/26/bild-zeitung-hat-genau-jene-unterstuetzung-in-anspruch-genommen-die-sie-jetzt-an-den-pranger-stellt-wmp-chef-inacker-kritisiert-blut-scheich-enthuellung-der-bams/ WMP-Chef Inacker kritisiert “Blut-Scheich”-Enthüllung der BamS], meedia, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehung zum Deutschen Digital Institut ===&lt;br /&gt;
Das [[Deutsche Digital Institut]] (DDI) ist mit der WMP EuroCom eng verbunden: Der Beiratsvorsitzende des DDI, [[Bernd Schiphorst]], ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der WMP. DDI und die WMP haben die gleiche Anschrift, die Domainadresse des DDI gehört der WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.denic.de/webwhois-web20/accepted-angenommen WMP ist Domaininhaber der Webseite des DDI], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen dieser Verflechtungen warf der Stern-Journalist [[Hans-Martin Tillack]] der WMP vor, unter dem Deckmantel eines vermeintlich unabhängigen Forschungsinstituts zu agieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/digital/microsoft-gegen-google---machte-der-us-digitalkonzern-negativ-pr-gegen-den-suchmaschinenbetreiber--6606320.html Ließ Microsoft den Rivalen Google schlechtmachen?], stern vom 16.12.2015, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem finden sich auf der Homepage des DDI [[Google]]-kritische Pressemeldungen wie etwa „Such-Alternativen: Meine Woche ohne Google“ (November 2014) oder „Profilbildung: Datenschützer droht Google mit Zwangsgeld“ (September 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://deutsches-digital-institut.de/presse/ Pressebereich des Deutschen Digital Instituts], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da einer der Kunden der WMP der [[Google]]-Konkurrent [[Microsoft]] ist, entstand der Verdacht der verdeckten PR-Arbeit. Außerdem gab Torsten Fricke, der laut ''Stern'' bei der WMP zuvor den Kunden Microsoft betreute, im April 2015 das Buch &amp;quot;Die Akte Google – Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; heraus, welches sich hauptsächlich der Kritik an der Macht von Google widmet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amazon.de/Die-Akte-Google-missbraucht-manipuliert/dp/3776627638 &amp;quot;Die Akte Google: Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; bei Amazon], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; WMP-Chef Inacker betonte im April 2016 hingegen, dass seine Agentur keine verdeckte PR mache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://prreport.de/home/aktuell/article/10609-da-waeren-wir-mit-dem-klammerbeutel-gepudert/ Interview mit WMP-Chef Michael Inacker], PR Report vom 03.04.2016, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014 und 2015: Rechtsstreit mit dem stern-Journalisten Hans-Martin Tillack===&lt;br /&gt;
Im Herbst 2014 verklagte der damalige WMP-Geschäftsführer [[Hans-Hermann Tiedje]] den stern-Journalisten [[Hans-Martin Tillack]] wegen Verdachts der üblen Nachrede. Tillack hatte zuvor in seinem Blog mögliche Indizien dafür beschrieben, dass die Kampagne &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot; während des Wahlkampfes 2009 ein Beispiel für versteckte Parteienfinanzierung gewesen wäre, bei der auch die WMP mitgewirkt hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/cdu-freundliche-wahlwerbung-das-millionenspiel-mit--tolles-thueringen--3622374.html Das Millionenspiel mit &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot;], Stern vom 29.08.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Tiedje eine Beteiligung der WMP verneinte, griff Tillack diese Aussage ironisch in seinem Blog auf, woraufhin Tiedje Anzeige erstellte. Die Staatsanwaltschaft Berlin stellte die Ermittlungen gegen Tillack im November 2014 ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/11/10/keine-ueble-nachrede-gegen-tiedje-staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-gegen-stern-mann-tillack-ein/ Keine üble Nachrede gegen Tiedje: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen stern-Mann Tillack ein], Meedia am 10.11.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In einem 2. Rechtsstreit zwischen Tiedje und Tillack ging es um Tillacks Aussage, dass die WMP für den französischen Ölkonzern [[Total]] arbeite. Im Mai 2015 einigten sich Tiedje und Tillack auf einen Vergleich und Tillack verpflichtete sich, nicht mehr zu erklären, dass Total zum Kundenkreis der WMP gehöre. Tillack wies darauf hin, diesen Schluss einst gezogen zu haben, da es bei der WMP über Monate einen Betreuer für Total gegeben habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/05/20/tiedje-tillack-und-der-prozess-um-die-total-falschberichterstattung/ Tiedje, Tillack und der Prozess um die „Total-Falschberichterstattung“], Meedia am 20.05.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: Tiedje verteidigt Steinbrück in Bild-Kommentar===&lt;br /&gt;
Nachdem [[Peer Steinbrück]] für seine Einnahmen aus Redneraufträgen in die Kritik geraten war, verteidigte Tiedje ihn in einem Bild-Kommentar. Seiner Meinung nach habe Steinbrück &amp;quot;nichts falsch gemacht&amp;quot;, sondern werde in einer &amp;quot;Gesellschaft des Neides&amp;quot; fälschlicherweise verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/news/standards/bild-kommentar/steinbrueck-und-der-neid-26609834.bild.html Steinbrück und der Neid], Bild vom 08.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei erwähnte Tiedje jedoch nicht, dass die WMP Steinbrück im selben Jahr einen Rednerauftrag der Stufe 3, also in Höhe von über 7.000 Euro, vermittelt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/dokumentation-die-steinbrueck-liste-so-aktiv-war-der-spd-mann_aid_834978.html Die Steinbrück-Liste: Alle Nebenjobs des SPD-Manns], Focus online vom 09.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2009: Lobbying gegen staatliche Unterstützung für Karstadt===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens von [[Karstadt]] betonte [[Eckhard Cordes]], Aufsichtsratsmitglied der WMP, dass Karstadt als Ganzes keine wirtschaftlichen Perspektiven habe. Stattdessen plädierte er für eine Fusion von [[Kaufhof]] und Karstadt und die Bildung einer &amp;quot;Deutschen Warenhaus AG&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/kaufhaeuser-metro-chef-gibt-karstadt-keine-chance_aid_462947.html Metro-Chef gibt Karstadt keine Chance], Focus vom 14.12.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cordes wurde vorgeworfen, in seiner damaligen Funktion als [[Metro]]-Chef mit seinen Vorschlägen nicht eine Branchenlösung anzustreben, sondern eigene Konzerninteressen der Metro-Tochter Galeria Kaufhof zu verfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes-seite-2/5142210-2.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Fusionsidee erhielt er Gehör von Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] sowie vom damaligen Wirtschaftsminister [[Karl-Theodor zu Guttenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/treffen-mit-merkel-metro-erwaegt-karstadt-uebernahme-a-628443.html Treffen mit Merkel: Metro erwägt Karstadt-Übernahme], Spiegel online vom 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/arcandor-krise-guttenberg-favorisiert-karstadt-kaufhof-fusion-a-628466.html Arcandor-Krise: Guttenberg favorisiert Karstadt-Kaufhof-Fusion] Spiegel online am 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus warb Cordes bei seinen Gesprächen mit hochrangigen Politikern erfolgreich dafür, Karstadts Bitte um eine Staatsbürgschaft nicht nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes/5142210.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bundesregierung lehnte die Staatsbürgschaft für Karstadt im Juni 2009 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article3883823/Bund-lehnt-Staatsbuergschaft-fuer-Arcandor-ab.html Bund lehnt Staatsbürgschaft für Arcandor ab], Welt vom 08.06.2009, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Vergabeaffäre der Bundesagentur für Arbeit===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Vergaberecht in der [[Bundesagentur für Arbeit]] (BA) geriet Ende 2003 auch die WMP in die Schlagzeilen. Die BA hatte hier einen 1,3-Millionen-Euro-Auftrag rechtswidrig ohne Ausschreibung an die WMP vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.netzeitung.de/deutschland/270294.html BA-Verwaltungsrat entzieht Gerster Vertrauen] Netzzeitung vom 24. Januar 2004, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde bekannt, dass BA-Chef [[Florian Gerster]] schon vorher mit der WMP zusammengearbeitet und sich mindestens einmal bereiterklärt hatte, angeblich kostenlos, als Gastredner für eine Image-Veranstaltung eines WMP-Kunden aufzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,277249,00.html Bundesanstalt für Arbeit: Gersters teure BMW-Flotte] Spiegel Online vom 06. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerster wurde im Zusammenhang mit der BA-Affäre entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Imagekampagne für die Wirtschaft in Sachsen===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit einer Imagekampagne für das Land Sachsen musste der damalige Vorstand der WMP, [[Hans-Erich Bilges]], im November 2003 vor dem sogenannten Sachsenring-Untersuchungsausschuss aussagen. Die [[Die Linke|PDS]] warf der sächsischen Staatsregierung vor, mit der von der WMP geleiteten PR-Kampagne „Sachsen den Sachsen“ eine versteckte CDU-Wahlkampagne initiiert zu haben und nicht, wie von Seiten der CDU behauptet, eine „Imagekampagne“ für die sächsische Wirtschaft.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Untersuchungsausschuss räumte Bilges ein, er habe sich im Vorfeld der Kampagne mit mehreren Vertretern der Staatsregierung getroffen. Auch wurden die PDS und die [[SPD]] als &amp;quot;Gegner&amp;quot; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,275583,00.html Sachsenring: Gut für die Wirtschaft, schlecht fürs Image] Manager Magazin vom 26. November 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die WMP musste sich allerdings 2003 wieder aus dem mit 200.000 Euro dotierten Beratervertrag zurückziehen, weil bekannt wurde, dass der Vertrag nicht öffentlich ausgeschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/lobbying-bewerber-abgeschossen_aid_198258.html LOBBYING: „Bewerber abgeschossen“] Focus vom 01. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2001: Lobbying für BP bei der Aral-Übernahme und bei der E.on-Ruhrgas-Übernahme ===&lt;br /&gt;
Bei der geplanten Übernahme der Tankstellenkette [[Aral]] durch den Ölkonzern [[BP]] war die WMP involviert. BP plante von [[E.ON]] die Tankstellenkette Aral zu übernehmen und E.ON war im Gegenzug an den BP-Anteilen von [[Ruhrgas]] interessiert. Da die Übernahme von Aral vor dem Kartellamt hätte scheitern können, versuchte BP schon im Vorfeld der Übernahme die öffentliche Wahrnehmung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Hierzu organisierte WMP Gespräche und Treffen zwischen dem BP-Chef [[Lord John Browne]] mit Fraktionsvorsitzenden, Ausschussvorsitzenden und Ministerialbeamten. Auch ein Lunch mit politischen Eliten, inklusive Dinner-Speech von Browne, wurde von WMP initiiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Gleichzeitig lancierte eine Medienkampagne. Hierzu organisierte die WMP ein Interview mit Browne im ''Spiegel'' und ein ausführliches Portrait in der ''Welt am Sonntag''.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um E.ON in der Ruhrgas-Übernahme zu unterstützen, versuchte die WMP ebenfalls über die Medien positive Assoziationen zu generieren. Beispielsweise sprach sich [[Günther Rexrodt]] (FDP), ehemaliger Wirtschaftsminister, in einem Artikel in ''Die Welt'' für die geplante E.ON-Ruhrgas-Übernahme aus. Rexrodt war gleichzeitig Finanzvorstand von WMP, die zu dieser Zeit von BP bezahlt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2000: Übernahme der Bewag durch Vattenfall===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 plante [[Vattenfall]] den Berliner Energieversorger [[Bewag]] zu übernehmen. Der damalige Eigner der Bewag, [[E.ON]], einigte sich mit Vattenfall Anfang August 2000 auf die Übernahme, ohne jedoch das Mitspracherecht des Berliner Senats zu beachten. Hier blockierten die beiden [[CDU]] Senatoren [[Peter Kurth]] und [[Wolfgang Branoer]] die Übernahme durch Vattenfall mit einer einstweiligen Verfügung, weil sich der Senat schon auf einen anderen Investor geeinigt hatte. Daraufhin schaltete Vattenfall die WMP ein. Deren Vorstand, [[Hans-Erich Bilges]], traf sich mit dem damaligen Bürgermeister [[Eberhard Diepgen]] (CDU), der hierauf sagte, alles würde für Vattenfall sprechen. Der Berliner Senat zog auf Druck Diepgens die einstweilige Verfügung zurück. Die WMP arrangierte zusätzlich weitere Treffen zwischen dem Vattenfall-Vorstandschef Josefsson und dem damaligen sächsischen Wirtschaftsminister [[Kajo Schommer]] (CDU) sowie mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister [[Werner Müller]] (parteilos).&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das intensive Lobbying der WMP und die &amp;quot;Empfänglichkeit&amp;quot; der jeweiligen Politiker kam schließlich die Übernahme der Bewag durch Vattenfall zu Stande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
===Unternehmen der Gruppe und Großaktionäre===&lt;br /&gt;
Zur WMP Gruppe gehören die folgenden Unternehmen: WMP EUROCOM AG, WMP FINANZKOMMUNIKATION GMBH,  WMP HEALTHCARE GMBH, GPA GERMAN PUBLIC AFFAIRS GMBH und TV MEDIA MEDIEN MANAGEMENT GMBH. Größte Anteilseigner der Gruppe sind [[Hans-Hermann Tiedje]] und Wendelin Wiedeking.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/die-wmp-story-grosse-persoenlichkeiten-schrieben-die-erfolgsgeschichte/ Große Persönlichkeiten schrieben die Erfolgsgeschichte], wmp-ag.de, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
*[[Michael J. Inacker]], CEO, Mitglied des Vorstands der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik | Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgap.org/de/gesellschaft/ueber-uns/gremien Vorstand der DGAP], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Beirats der [[Atlantische Initiative | Atlantischen Initiative]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://atlantische-initiative.org/ueber-uns/verein/ Beirat der Atlantischen Initiative], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, zuvor u.a. Mitbegründer der &amp;quot;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&amp;quot;, Direktor für Politik und Außenbeziehungen bei [[Daimler]], Leiter der Konzernkommunikation bei der [[Metro]] AG&lt;br /&gt;
*[[Katrin Dahm]], Personalchefin, Prokuristin der Tochterfirmen [[German Public Affairs GmbH]]  und [[TV Media Medien Management GmbH]] zuvor Prokuristin und Leiterin des WMP-Planungsstabes&lt;br /&gt;
*[[Michael Behrens]], Chief Operating Officer (COO), ehem. TV-Journalist und Leiter des Englischen Programms der Deutschen Welle Hörfunk. Zuletzt CEO von Mercedes-Benz Vietnam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: Internetauftritt WMP Eurocom &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Vorstand], wmp-ag.de abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsichtsrat ===&lt;br /&gt;
*[[Hans-Hermann Tiedje]], Vorsitzender, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, zuvor langjähriger Geschäftsführer, Gründer der [[TV Media GmbH]], davor u.a. Chefredakteur bei &amp;quot;Bild&amp;quot; und &amp;quot;Bunte&amp;quot; sowie bei Gruner+Jahr, persönlicher Berater von Helmut Kohl&lt;br /&gt;
*[[Eckhard Cordes]], Ex-Vorstand der [[Daimler]] AG, ehemaliger CEO der [[Metro AG]] und Franz Haniel &amp;amp; Cie. GmbH sowie ehemaliger Vorsitzender des [[Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft|Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Hans Eichel]], Mitglied des Kuratoriums Institute for Law and Finance, Goethe-Universität Frankfurt/Main, Bundesminister der Finanzen a.D., hessischer Ministerpräsident a.D.&lt;br /&gt;
*[[Ulrich Marseille]], Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, der 2010 vom Landgericht Halle wegen Bestechung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.is/9Co0 Oberlandesgericht Naumburg - Pressemitteilung vom 6. Juli 2011], archive.is, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/a-775539.html Ulrich Marseille tritt zurück], manager.magazin vom 20.07.2011, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Bernd Schmidbauer]], Staatsminister im Kabinett Helmut Kohl, i. d. Z. Koordinator der deutschen Geheimdienste&lt;br /&gt;
*[[Kristin Schwarz]], Unternehmerin in der Lebensmittel- und Fleischwarenindustrie (Schwarz Cranz)&lt;br /&gt;
*[[Reinhardt Töpel]], Transport-Unternehmer (ReiCo Logistik)&lt;br /&gt;
*[[Wendelin Wiedeking]], Ex-Vorstandsvorsitzender der Porsche AG&lt;br /&gt;
*[[Rezzo Schlauch]], ehemaliger Fraktionsvorsitzender [[Bündnis 90/Die Grünen]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Mitglieder:&lt;br /&gt;
* bis 2005: [[Hans Erich Bilges]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bis 2006: [[Hans-Dietrich Genscher]] (†)&lt;br /&gt;
* bis 2016: [[Roland Berger]], Gründungsmitglied; Gründer der Roland Berger Holding GmbH, Mitglied des Kuratoriums der [[Alfred Herrhausen Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-herrhausen-gesellschaft.de/de/kuratorium.htm Kuratorium der Alfred Herrhausen Gesellschaft], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://pr-journal.de/nachrichten/agenturen/18059-wmp-eurocom-ag-expandiert-und-uebernimmt-die-cortent-kommunikation-ag.html WMP EuroCom AG expandiert und übernimmt die Cortent Kommunikation AG]] PR Journal am 07.10.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Aufsichtsrat], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Senior Advisors===&lt;br /&gt;
*[[Michael Fuchs]], ist seit Anfang Oktober Senior Advisor für WMP. Der ehemalige Vizechef der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, solle mit seinen politischen Beziehungen, unternehmerischen Erfahrungen und „herausragenden Kontakten zu Wirtschaft, Handel, Banken und Industrie die Netzwerke von WMP verstärken&amp;quot;, teilte die Agentur mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.horizont.net/agenturen/nachrichten/WMP-Eurocom-Bisheriger-Unions-Fraktionsvize-Michael-Fuchs-wird-Agenturmann-161612 Bisheriger Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs wird Agenturmann], Horizont, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
*[[Klaus-Peter Schmidt-Deguelle]], war Chefredakteur bei VOX und als Redaktionsleiter bei ARD-Aktuell für die Tagesschau/ Tagesthemen verantwortlich, 1999-2005 Berater der Bundesregierung, davor Staatssekretär und Regierungssprecher in Hessen, Berater des Bundesfinanzministeriums unter [[Hans Eichel]], Gründer der WMP EuroCom-Tochter TV Media Medien Management GmbH&lt;br /&gt;
*[[Friedrich-Wilhelm Kramer]], vormaliger ARD-Korrespondent in Warschau, Chefredakteur NDR Hörfunk, Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, heute: Lehrbeauftragter für Medien und Politik in Hamburg und Riga&lt;br /&gt;
*[[Matthias Kasper]], Journalist und PR-Berater, zuvor Ressortleiter Welt am Sonntag und Vorstand der Agentur Cortent – u.a. Corporate Publishing und Content Marketing&lt;br /&gt;
*(ab 10/2017), [[Michael Fuchs]], bestens vernetzter CDU-Politker, Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.turi2.de/aktuell/cdu-politiker-michael-fuchs-heuert-bei-lobby-agentur-wmp-an/ CDU-Politiker Fuchs heuert bei Lobby-Agentur WMP an], turi2.de vom 02.10.2017, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Senior Advisors und Büroleitung], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunden (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
'''[[Marseille Kliniken]]''': Nachdem der Journalist [[Günter Wallraff]] in einem Pflegeheim des Marseille-Konzerns verdeckt ermittelt hatte, erstattete der Konzern Anzeige gegen RTL mit dem Vorwurf heimlicher Bild- und Tonaufnahmen. [[Katrin Dahm]], aktuelles Vorstandsmitglied der WMP EuroCom, erklärte im Namen der Marseille Kliniken, man habe &amp;quot;das nicht zuletzt zum Schutz der Bewohner getan&amp;quot;. Laut RTL wurde das Pflegeheim in Oldenburg ausgewählt, weil Wallraff mehrfach auf die Essensqualität in den Häusern der Marseille Kliniken hingewiesen worden wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/wo-wallraff-sich-einschleicht-undercover-in-der-oldenburger-grosskueche_a_29,0,866444952.html Undercover-Recherche in der Oldenburger Großküche], NWZ online vom 09.06.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kleidungskette [[KiK]]''': WMP-Geschäftsführer Inacker sprach davon, dass KiK mit einem innovativen Konzept die Branche verändert habe. Kik waren in der Vergangenheit oft Billiglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen in den Zuliefererländer vorgeworfen worden. Inacker sagte zu der neuen Kommunikationsstrategie für KiK: &amp;quot;KiK ist ein Unternehmen mit einem Gesicht – und zwar einem sympathischen. Das werden wir gemeinsam vermitteln.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/01/27/tiedje-firma-wmp-eurocom-soll-image-vom-billig-klamottenladen-kik-aufpolieren/ Tiedje-Firma WMP-Eurocom soll Image vom Billig-Klamottenladen KiK aufpolieren], Meedia am 27.01.2016, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Katar''': Wie Tiedje 2014 in einem Interview bestätigte, berät die WMP Katar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/09/09/meine-moral-wir-arbeiten-nicht-mit-maedchen-und-waffenhaendlern-zusammen/ „Meine Moral? Wir arbeiten nicht mit Mädchen- und Waffenhändlern zusammen“, Meedia am 09.09.2014], abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Microsoft]]''': Lt. ''stern'' zählt der Software- und Hardwarehersteller Microsoft zur Kundenliste von WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern am 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Krankenkasse KKH''': Die kaufmännische Krankenkasse KKH ist seit 2013 Kunde bei der WMP. Im Jahr zuvor hatte WMP Peer Steinbrück als Redner für ein KKH-Allianz-Forum vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern vom 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Idee zur Gründung der WMP EuroCom entstand auf der Terasse von [[Hans-Dietrich Genscher|Hans-Dietrich Genschers]] Privathaus, welcher selbst als Aktionär und Aufsichtsratschef in die Unternehmung mit einstieg. Der ebenfalls anwesende Bundesbankpräsident a.D., Karl Otto Pöhl, förderte das Vorhaben durch Empfehlungsschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der weiteren Gründer war der ehemalige Chefredakteur der &amp;quot;Bild&amp;quot;, [[Hans-Erich Bilges]], der Ende 2005 ausstieg, um im Januar 2006 die Kommunikationsberatungsfirma [[Consultum Communications]] zu gründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;consult1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.consultum.de/index.php?de_geschaeftsfuehrung Consultum Communications - Geschäftsführung] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Consultum Communications arbeitet allerdings weiterhin eng mit der WMP zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,393296,00.html Hans-Erich Bilges: Ex-&amp;quot;Bild&amp;quot;-Chef gründet Berater-Firma] Manager Magazin vom 03. Januar 2006, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.stern.de/politik/deutschland/tillack/hans-martin-tillack-6823040.html Hans-Martin Tillack: Die geheimen Kunden der Lobbyisten, stern.de vom 07.01.2016]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public Affairs: Das Netz], Zeit online 2002, abgerufen am 05.04.2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PR-Agentur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66093</id>
		<title>WMP Eurocom</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66093"/>
		<updated>2018-11-27T15:18:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: /* Senior Advisors */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = WMP EUROCOM AG&lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Beratung in den Bereichen Wirtschaft, Medien und Politik&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Katharina-Heinroth-Ufer 1, 10787 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = &lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://wmp-ag.de/ wmp-ag.de/]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''WMP EuroCom AG''' ist eine Lobby- und PR-Agentur, die ihren Klienten durch ihr weites Netzwerk aus Kontakten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern verschafft. Gleichzeitig verfügt sie über sehr gute Verbindungen zur deutschen Medienlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Kernpunkt der Lobbyarbeit der WMP EuroCom ist die Vermittlung von exklusiven Treffen der Klienten mit den relevanten politischen Entscheidungsträgern. Hierbei wird dem Kunden die Möglichkeit gegeben, in kleinen und vor allem geschlossenen Kreisen &amp;quot;Überzeugungsarbeit&amp;quot; für das jeweilige Projekt zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben verfügt die WMP dazu über &amp;quot;persönliche und vertrauensvolle Verbindungen zu Entscheidern in Medien, Wirtschaft, Verbänden, Politik und Verwaltung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-gesamtprofil/ WMP - Das Gesamtprofil], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Säule der Lobbyarbeit der WMP ist das Lancieren von wohlgesonnenen Medienberichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Essentiell hierfür ist die hervorragende Vernetzung der WMP, bzw. ihrer Mitarbeiter, mit diversen Leitmedien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Ziel unserer Arbeit ist es, journalistisch interessante Botschaften unserer Partner bzw. Kunden der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir arbeiten mit den Medien zusammen. Wir finden und formulieren diese Botschaften. Dabei geht es weder um Imagekosmetik noch um Illusionsbildung. Als vormalige oder noch aktive leitende Redakteure sowie als Publizisten sind wir strikt journalistischen Grundsätzen und Überzeugungen verpflichtet. Nur so werden wir von den Blattmachern und Sender-Verantwortlichen sowie anderen Ansprechpartnern der Medien akzeptiert.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-know-how/ WMP - Das Know-How], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So werden beispielsweise Kommentare oder ausführliche Portraits in Leitmedien verbreitet, in denen die Kunden die Möglichkeit haben, ihre &amp;quot;Sicht&amp;quot; einer breiten Öffentlichkeit darzulegen und so unter dem Deckmantel eines vermeintlich seriösen Journalismus Kampagnenarbeit zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP-Tochterfirma TV-Media produziert u.a. für den [[MDR]]. So können beispielsweise in Talkshows Kunden oder zumindest deren Interessenvertreter platziert werden. In der von TV-Media produzierten Show „Ein Kessel DDR“ saß zum Beispiel [[Hans-Dietrich Genscher]] als Gast auf dem Sofa. Laut ''Spiegel'' war auch der ehemalige MDR-Intendant [[Udo Reiter]] der WMP über einen persönlichen Beratervertrag verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29341618.html Beraten und Verkauft] Der Spiegel 49/2003, abgerufen am 29.03.2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP verfügt über 2 von der CDU bereitgestellte Hausausweise für den Deutschen Bundestag.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/sites/abgeordnetenwatch.de/files/hausausweisliste_korrigiert.pdf Liste der Hausausweise], S.13, abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 24.03.16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit für Saudi Arabien ===&lt;br /&gt;
Von 2015 bis November 2018 arbeitete WMP Eurocom für Saudi Arabien. Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zahlten die Saudis eine sechsstellige Summe, damit die Agentur das Image des Königreiches in Deutschland verbessere.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut &amp;quot;Tagesspiegel&amp;quot; ist das nur ein Bruchteil dessen, was das Land jedes Jahr in Lobbyarbeit investiert: Auch in Washington, London und Brüssel habe das Königshaus demzufolge zahlreiche PR-Agenturen angeheuert, allein in den USA seit den Terroranschlägen vom 11. September 2011 etwa 100 Millionen Dollar ausgegeben. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/saudi-arabien-und-der-westen-die-lobbyisten-der-saudis/23678834.html Die Lobbyisten der Saudis], Tagesspiegel, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Oktober 2018 bekannt wurde, hatte WMP Dieter Haller als Seniorberater eingestellt. Haller war von 2011 bis 2014 und dann nochmals von 2016 bis zum Juli dieses Jahres deutscher Botschafter in Saudi-Arabien. Mit Hallers Verpflichtung wolle WMP Eurocom „ihr Auslandsgeschäft ankurbeln“, schrieb damals das Fachmagazin „PR Report“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prreport.de/singlenews/uid-885105/dieter-haller-arbeitet-fuer-wmp-eurocom/ Dieter Haller arbeitet für WMP Eurocom], PR Report, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem von Saudi Arabien Mitte Oktober 2018 eingestandenen Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gab es verstärkt Kritik an der Arbeit von WMP für die Golfdiktatur. Im November zitierte die &amp;quot;Bild am Sonntag&amp;quot; aus einem internen WMP-Bericht, der offenbar für seine Kunden bestimmt war. Darin rühmte sich die Agentur ihrer guten Kontakte zu deutschen Journalisten und behauptete, durch ihre Arbeit seien in mindestens einem Fall „positive Artikel“ über Saudi-Arabien erschienen. Zugleich warb die Agentur mit einem Netzwerk, das „einen schnellen Zugang“ zum Kanzleramt, zum Bundespräsidenten, zu Ministerien, dem Deutschen Fußball-Bund oder Wirtschaftskonzernen wie Airbus garantiere. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Medienberichte verkündete WMP im November 2018, seine Arbeit für das saudische Königshaus zu beenden. „Nach der schrecklichen Tat müssen wir heute feststellen, dass sowohl unsere Mittlerrolle als auch die Möglichkeiten, die Reformkräfte zu unterstützen, von der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr gesehen und von uns deshalb nicht vertreten werden können“, begründete WMP-Chef Michael Inacker den Schritt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://meedia.de/2018/11/26/bild-zeitung-hat-genau-jene-unterstuetzung-in-anspruch-genommen-die-sie-jetzt-an-den-pranger-stellt-wmp-chef-inacker-kritisiert-blut-scheich-enthuellung-der-bams/ WMP-Chef Inacker kritisiert “Blut-Scheich”-Enthüllung der BamS], meedia, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehung zum Deutschen Digital Institut ===&lt;br /&gt;
Das [[Deutsche Digital Institut]] (DDI) ist mit der WMP EuroCom eng verbunden: Der Beiratsvorsitzende des DDI, [[Bernd Schiphorst]], ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der WMP. DDI und die WMP haben die gleiche Anschrift, die Domainadresse des DDI gehört der WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.denic.de/webwhois-web20/accepted-angenommen WMP ist Domaininhaber der Webseite des DDI], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen dieser Verflechtungen warf der Stern-Journalist [[Hans-Martin Tillack]] der WMP vor, unter dem Deckmantel eines vermeintlich unabhängigen Forschungsinstituts zu agieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/digital/microsoft-gegen-google---machte-der-us-digitalkonzern-negativ-pr-gegen-den-suchmaschinenbetreiber--6606320.html Ließ Microsoft den Rivalen Google schlechtmachen?], stern vom 16.12.2015, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem finden sich auf der Homepage des DDI [[Google]]-kritische Pressemeldungen wie etwa „Such-Alternativen: Meine Woche ohne Google“ (November 2014) oder „Profilbildung: Datenschützer droht Google mit Zwangsgeld“ (September 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://deutsches-digital-institut.de/presse/ Pressebereich des Deutschen Digital Instituts], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da einer der Kunden der WMP der [[Google]]-Konkurrent [[Microsoft]] ist, entstand der Verdacht der verdeckten PR-Arbeit. Außerdem gab Torsten Fricke, der laut ''Stern'' bei der WMP zuvor den Kunden Microsoft betreute, im April 2015 das Buch &amp;quot;Die Akte Google – Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; heraus, welches sich hauptsächlich der Kritik an der Macht von Google widmet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amazon.de/Die-Akte-Google-missbraucht-manipuliert/dp/3776627638 &amp;quot;Die Akte Google: Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; bei Amazon], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; WMP-Chef Inacker betonte im April 2016 hingegen, dass seine Agentur keine verdeckte PR mache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://prreport.de/home/aktuell/article/10609-da-waeren-wir-mit-dem-klammerbeutel-gepudert/ Interview mit WMP-Chef Michael Inacker], PR Report vom 03.04.2016, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014 und 2015: Rechtsstreit mit dem stern-Journalisten Hans-Martin Tillack===&lt;br /&gt;
Im Herbst 2014 verklagte der damalige WMP-Geschäftsführer [[Hans-Hermann Tiedje]] den stern-Journalisten [[Hans-Martin Tillack]] wegen Verdachts der üblen Nachrede. Tillack hatte zuvor in seinem Blog mögliche Indizien dafür beschrieben, dass die Kampagne &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot; während des Wahlkampfes 2009 ein Beispiel für versteckte Parteienfinanzierung gewesen wäre, bei der auch die WMP mitgewirkt hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/cdu-freundliche-wahlwerbung-das-millionenspiel-mit--tolles-thueringen--3622374.html Das Millionenspiel mit &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot;], Stern vom 29.08.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Tiedje eine Beteiligung der WMP verneinte, griff Tillack diese Aussage ironisch in seinem Blog auf, woraufhin Tiedje Anzeige erstellte. Die Staatsanwaltschaft Berlin stellte die Ermittlungen gegen Tillack im November 2014 ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/11/10/keine-ueble-nachrede-gegen-tiedje-staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-gegen-stern-mann-tillack-ein/ Keine üble Nachrede gegen Tiedje: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen stern-Mann Tillack ein], Meedia am 10.11.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In einem 2. Rechtsstreit zwischen Tiedje und Tillack ging es um Tillacks Aussage, dass die WMP für den französischen Ölkonzern [[Total]] arbeite. Im Mai 2015 einigten sich Tiedje und Tillack auf einen Vergleich und Tillack verpflichtete sich, nicht mehr zu erklären, dass Total zum Kundenkreis der WMP gehöre. Tillack wies darauf hin, diesen Schluss einst gezogen zu haben, da es bei der WMP über Monate einen Betreuer für Total gegeben habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/05/20/tiedje-tillack-und-der-prozess-um-die-total-falschberichterstattung/ Tiedje, Tillack und der Prozess um die „Total-Falschberichterstattung“], Meedia am 20.05.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: Tiedje verteidigt Steinbrück in Bild-Kommentar===&lt;br /&gt;
Nachdem [[Peer Steinbrück]] für seine Einnahmen aus Redneraufträgen in die Kritik geraten war, verteidigte Tiedje ihn in einem Bild-Kommentar. Seiner Meinung nach habe Steinbrück &amp;quot;nichts falsch gemacht&amp;quot;, sondern werde in einer &amp;quot;Gesellschaft des Neides&amp;quot; fälschlicherweise verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/news/standards/bild-kommentar/steinbrueck-und-der-neid-26609834.bild.html Steinbrück und der Neid], Bild vom 08.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei erwähnte Tiedje jedoch nicht, dass die WMP Steinbrück im selben Jahr einen Rednerauftrag der Stufe 3, also in Höhe von über 7.000 Euro, vermittelt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/dokumentation-die-steinbrueck-liste-so-aktiv-war-der-spd-mann_aid_834978.html Die Steinbrück-Liste: Alle Nebenjobs des SPD-Manns], Focus online vom 09.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2009: Lobbying gegen staatliche Unterstützung für Karstadt===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens von [[Karstadt]] betonte [[Eckhard Cordes]], Aufsichtsratsmitglied der WMP, dass Karstadt als Ganzes keine wirtschaftlichen Perspektiven habe. Stattdessen plädierte er für eine Fusion von [[Kaufhof]] und Karstadt und die Bildung einer &amp;quot;Deutschen Warenhaus AG&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/kaufhaeuser-metro-chef-gibt-karstadt-keine-chance_aid_462947.html Metro-Chef gibt Karstadt keine Chance], Focus vom 14.12.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cordes wurde vorgeworfen, in seiner damaligen Funktion als [[Metro]]-Chef mit seinen Vorschlägen nicht eine Branchenlösung anzustreben, sondern eigene Konzerninteressen der Metro-Tochter Galeria Kaufhof zu verfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes-seite-2/5142210-2.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Fusionsidee erhielt er Gehör von Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] sowie vom damaligen Wirtschaftsminister [[Karl-Theodor zu Guttenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/treffen-mit-merkel-metro-erwaegt-karstadt-uebernahme-a-628443.html Treffen mit Merkel: Metro erwägt Karstadt-Übernahme], Spiegel online vom 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/arcandor-krise-guttenberg-favorisiert-karstadt-kaufhof-fusion-a-628466.html Arcandor-Krise: Guttenberg favorisiert Karstadt-Kaufhof-Fusion] Spiegel online am 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus warb Cordes bei seinen Gesprächen mit hochrangigen Politikern erfolgreich dafür, Karstadts Bitte um eine Staatsbürgschaft nicht nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes/5142210.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bundesregierung lehnte die Staatsbürgschaft für Karstadt im Juni 2009 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article3883823/Bund-lehnt-Staatsbuergschaft-fuer-Arcandor-ab.html Bund lehnt Staatsbürgschaft für Arcandor ab], Welt vom 08.06.2009, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Vergabeaffäre der Bundesagentur für Arbeit===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Vergaberecht in der [[Bundesagentur für Arbeit]] (BA) geriet Ende 2003 auch die WMP in die Schlagzeilen. Die BA hatte hier einen 1,3-Millionen-Euro-Auftrag rechtswidrig ohne Ausschreibung an die WMP vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.netzeitung.de/deutschland/270294.html BA-Verwaltungsrat entzieht Gerster Vertrauen] Netzzeitung vom 24. Januar 2004, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde bekannt, dass BA-Chef [[Florian Gerster]] schon vorher mit der WMP zusammengearbeitet und sich mindestens einmal bereiterklärt hatte, angeblich kostenlos, als Gastredner für eine Image-Veranstaltung eines WMP-Kunden aufzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,277249,00.html Bundesanstalt für Arbeit: Gersters teure BMW-Flotte] Spiegel Online vom 06. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerster wurde im Zusammenhang mit der BA-Affäre entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Imagekampagne für die Wirtschaft in Sachsen===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit einer Imagekampagne für das Land Sachsen musste der damalige Vorstand der WMP, [[Hans-Erich Bilges]], im November 2003 vor dem sogenannten Sachsenring-Untersuchungsausschuss aussagen. Die [[Die Linke|PDS]] warf der sächsischen Staatsregierung vor, mit der von der WMP geleiteten PR-Kampagne „Sachsen den Sachsen“ eine versteckte CDU-Wahlkampagne initiiert zu haben und nicht, wie von Seiten der CDU behauptet, eine „Imagekampagne“ für die sächsische Wirtschaft.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Untersuchungsausschuss räumte Bilges ein, er habe sich im Vorfeld der Kampagne mit mehreren Vertretern der Staatsregierung getroffen. Auch wurden die PDS und die [[SPD]] als &amp;quot;Gegner&amp;quot; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,275583,00.html Sachsenring: Gut für die Wirtschaft, schlecht fürs Image] Manager Magazin vom 26. November 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die WMP musste sich allerdings 2003 wieder aus dem mit 200.000 Euro dotierten Beratervertrag zurückziehen, weil bekannt wurde, dass der Vertrag nicht öffentlich ausgeschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/lobbying-bewerber-abgeschossen_aid_198258.html LOBBYING: „Bewerber abgeschossen“] Focus vom 01. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2001: Lobbying für BP bei der Aral-Übernahme und bei der E.on-Ruhrgas-Übernahme ===&lt;br /&gt;
Bei der geplanten Übernahme der Tankstellenkette [[Aral]] durch den Ölkonzern [[BP]] war die WMP involviert. BP plante von [[E.ON]] die Tankstellenkette Aral zu übernehmen und E.ON war im Gegenzug an den BP-Anteilen von [[Ruhrgas]] interessiert. Da die Übernahme von Aral vor dem Kartellamt hätte scheitern können, versuchte BP schon im Vorfeld der Übernahme die öffentliche Wahrnehmung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Hierzu organisierte WMP Gespräche und Treffen zwischen dem BP-Chef [[Lord John Browne]] mit Fraktionsvorsitzenden, Ausschussvorsitzenden und Ministerialbeamten. Auch ein Lunch mit politischen Eliten, inklusive Dinner-Speech von Browne, wurde von WMP initiiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Gleichzeitig lancierte eine Medienkampagne. Hierzu organisierte die WMP ein Interview mit Browne im ''Spiegel'' und ein ausführliches Portrait in der ''Welt am Sonntag''.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um E.ON in der Ruhrgas-Übernahme zu unterstützen, versuchte die WMP ebenfalls über die Medien positive Assoziationen zu generieren. Beispielsweise sprach sich [[Günther Rexrodt]] (FDP), ehemaliger Wirtschaftsminister, in einem Artikel in ''Die Welt'' für die geplante E.ON-Ruhrgas-Übernahme aus. Rexrodt war gleichzeitig Finanzvorstand von WMP, die zu dieser Zeit von BP bezahlt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2000: Übernahme der Bewag durch Vattenfall===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 plante [[Vattenfall]] den Berliner Energieversorger [[Bewag]] zu übernehmen. Der damalige Eigner der Bewag, [[E.ON]], einigte sich mit Vattenfall Anfang August 2000 auf die Übernahme, ohne jedoch das Mitspracherecht des Berliner Senats zu beachten. Hier blockierten die beiden [[CDU]] Senatoren [[Peter Kurth]] und [[Wolfgang Branoer]] die Übernahme durch Vattenfall mit einer einstweiligen Verfügung, weil sich der Senat schon auf einen anderen Investor geeinigt hatte. Daraufhin schaltete Vattenfall die WMP ein. Deren Vorstand, [[Hans-Erich Bilges]], traf sich mit dem damaligen Bürgermeister [[Eberhard Diepgen]] (CDU), der hierauf sagte, alles würde für Vattenfall sprechen. Der Berliner Senat zog auf Druck Diepgens die einstweilige Verfügung zurück. Die WMP arrangierte zusätzlich weitere Treffen zwischen dem Vattenfall-Vorstandschef Josefsson und dem damaligen sächsischen Wirtschaftsminister [[Kajo Schommer]] (CDU) sowie mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister [[Werner Müller]] (parteilos).&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das intensive Lobbying der WMP und die &amp;quot;Empfänglichkeit&amp;quot; der jeweiligen Politiker kam schließlich die Übernahme der Bewag durch Vattenfall zu Stande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
===Unternehmen der Gruppe und Großaktionäre===&lt;br /&gt;
Zur WMP Gruppe gehören die folgenden Unternehmen: WMP EUROCOM AG, WMP FINANZKOMMUNIKATION GMBH,  WMP HEALTHCARE GMBH, GPA GERMAN PUBLIC AFFAIRS GMBH und TV MEDIA MEDIEN MANAGEMENT GMBH. Größte Anteilseigner der Gruppe sind [[Hans-Hermann Tiedje]] und Wendelin Wiedeking.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/die-wmp-story-grosse-persoenlichkeiten-schrieben-die-erfolgsgeschichte/ Große Persönlichkeiten schrieben die Erfolgsgeschichte], wmp-ag.de, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
*[[Michael J. Inacker]], CEO, Mitglied des Vorstands der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik | Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgap.org/de/gesellschaft/ueber-uns/gremien Vorstand der DGAP], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Beirats der [[Atlantische Initiative | Atlantischen Initiative]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://atlantische-initiative.org/ueber-uns/verein/ Beirat der Atlantischen Initiative], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, zuvor u.a. Mitbegründer der &amp;quot;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&amp;quot;, Direktor für Politik und Außenbeziehungen bei [[Daimler]], Leiter der Konzernkommunikation bei der [[Metro]] AG&lt;br /&gt;
*[[Katrin Dahm]], Personalchefin, Prokuristin der Tochterfirmen [[German Public Affairs GmbH]]  und [[TV Media Medien Management GmbH]] zuvor Prokuristin und Leiterin des WMP-Planungsstabes&lt;br /&gt;
*[[Michael Behrens]], Chief Operating Officer (COO), ehem. TV-Journalist und Leiter des Englischen Programms der Deutschen Welle Hörfunk. Zuletzt CEO von Mercedes-Benz Vietnam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: Internetauftritt WMP Eurocom &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Vorstand], wmp-ag.de abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsichtsrat ===&lt;br /&gt;
*[[Hans-Hermann Tiedje]], Vorsitzender, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, zuvor langjähriger Geschäftsführer, Gründer der [[TV Media GmbH]], davor u.a. Chefredakteur bei &amp;quot;Bild&amp;quot; und &amp;quot;Bunte&amp;quot; sowie bei Gruner+Jahr, persönlicher Berater von Helmut Kohl&lt;br /&gt;
*[[Eckhard Cordes]], Ex-Vorstand der [[Daimler]] AG, ehemaliger CEO der [[Metro AG]] und Franz Haniel &amp;amp; Cie. GmbH sowie ehemaliger Vorsitzender des [[Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft|Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Hans Eichel]], Mitglied des Kuratoriums Institute for Law and Finance, Goethe-Universität Frankfurt/Main, Bundesminister der Finanzen a.D., hessischer Ministerpräsident a.D.&lt;br /&gt;
*[[Ulrich Marseille]], Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, der 2010 vom Landgericht Halle wegen Bestechung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.is/9Co0 Oberlandesgericht Naumburg - Pressemitteilung vom 6. Juli 2011], archive.is, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/a-775539.html Ulrich Marseille tritt zurück], manager.magazin vom 20.07.2011, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Bernd Schmidbauer]], Staatsminister im Kabinett Helmut Kohl, i. d. Z. Koordinator der deutschen Geheimdienste&lt;br /&gt;
*[[Kristin Schwarz]], Unternehmerin in der Lebensmittel- und Fleischwarenindustrie (Schwarz Cranz)&lt;br /&gt;
*[[Reinhardt Töpel]], Transport-Unternehmer (ReiCo Logistik)&lt;br /&gt;
*[[Wendelin Wiedeking]], Ex-Vorstandsvorsitzender der Porsche AG&lt;br /&gt;
*[[Rezzo Schlauch]], ehemaliger Fraktionsvorsitzender [[Bündnis 90/Die Grünen]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Mitglieder:&lt;br /&gt;
* bis 2005: [[Hans Erich Bilges]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bis 2006: [[Hans-Dietrich Genscher]] (†)&lt;br /&gt;
* bis 2016: [[Roland Berger]], Gründungsmitglied; Gründer der Roland Berger Holding GmbH, Mitglied des Kuratoriums der [[Alfred Herrhausen Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-herrhausen-gesellschaft.de/de/kuratorium.htm Kuratorium der Alfred Herrhausen Gesellschaft], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://pr-journal.de/nachrichten/agenturen/18059-wmp-eurocom-ag-expandiert-und-uebernimmt-die-cortent-kommunikation-ag.html WMP EuroCom AG expandiert und übernimmt die Cortent Kommunikation AG]] PR Journal am 07.10.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Aufsichtsrat], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Senior Advisors===&lt;br /&gt;
*[[Michael Fuchs]], ist seit Anfang Oktober Senior Advisor für WMP. Der ehemalige Vizechef der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, solle mit seinen politischen Beziehungen, unternehmerischen Erfahrungen und „herausragenden Kontakten zu Wirtschaft, Handel, Banken und Industrie die Netzwerke von WMP verstärken&amp;quot;, teilte die Agentur mit.&lt;br /&gt;
*[[Klaus-Peter Schmidt-Deguelle]], war Chefredakteur bei VOX und als Redaktionsleiter bei ARD-Aktuell für die Tagesschau/ Tagesthemen verantwortlich, 1999-2005 Berater der Bundesregierung, davor Staatssekretär und Regierungssprecher in Hessen, Berater des Bundesfinanzministeriums unter [[Hans Eichel]], Gründer der WMP EuroCom-Tochter TV Media Medien Management GmbH&lt;br /&gt;
*[[Friedrich-Wilhelm Kramer]], vormaliger ARD-Korrespondent in Warschau, Chefredakteur NDR Hörfunk, Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, heute: Lehrbeauftragter für Medien und Politik in Hamburg und Riga&lt;br /&gt;
*[[Matthias Kasper]], Journalist und PR-Berater, zuvor Ressortleiter Welt am Sonntag und Vorstand der Agentur Cortent – u.a. Corporate Publishing und Content Marketing&lt;br /&gt;
*(ab 10/2017), [[Michael Fuchs]], bestens vernetzter CDU-Politker, Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.turi2.de/aktuell/cdu-politiker-michael-fuchs-heuert-bei-lobby-agentur-wmp-an/ CDU-Politiker Fuchs heuert bei Lobby-Agentur WMP an], turi2.de vom 02.10.2017, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Senior Advisors und Büroleitung], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunden (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
'''[[Marseille Kliniken]]''': Nachdem der Journalist [[Günter Wallraff]] in einem Pflegeheim des Marseille-Konzerns verdeckt ermittelt hatte, erstattete der Konzern Anzeige gegen RTL mit dem Vorwurf heimlicher Bild- und Tonaufnahmen. [[Katrin Dahm]], aktuelles Vorstandsmitglied der WMP EuroCom, erklärte im Namen der Marseille Kliniken, man habe &amp;quot;das nicht zuletzt zum Schutz der Bewohner getan&amp;quot;. Laut RTL wurde das Pflegeheim in Oldenburg ausgewählt, weil Wallraff mehrfach auf die Essensqualität in den Häusern der Marseille Kliniken hingewiesen worden wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/wo-wallraff-sich-einschleicht-undercover-in-der-oldenburger-grosskueche_a_29,0,866444952.html Undercover-Recherche in der Oldenburger Großküche], NWZ online vom 09.06.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kleidungskette [[KiK]]''': WMP-Geschäftsführer Inacker sprach davon, dass KiK mit einem innovativen Konzept die Branche verändert habe. Kik waren in der Vergangenheit oft Billiglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen in den Zuliefererländer vorgeworfen worden. Inacker sagte zu der neuen Kommunikationsstrategie für KiK: &amp;quot;KiK ist ein Unternehmen mit einem Gesicht – und zwar einem sympathischen. Das werden wir gemeinsam vermitteln.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/01/27/tiedje-firma-wmp-eurocom-soll-image-vom-billig-klamottenladen-kik-aufpolieren/ Tiedje-Firma WMP-Eurocom soll Image vom Billig-Klamottenladen KiK aufpolieren], Meedia am 27.01.2016, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Katar''': Wie Tiedje 2014 in einem Interview bestätigte, berät die WMP Katar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/09/09/meine-moral-wir-arbeiten-nicht-mit-maedchen-und-waffenhaendlern-zusammen/ „Meine Moral? Wir arbeiten nicht mit Mädchen- und Waffenhändlern zusammen“, Meedia am 09.09.2014], abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Microsoft]]''': Lt. ''stern'' zählt der Software- und Hardwarehersteller Microsoft zur Kundenliste von WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern am 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Krankenkasse KKH''': Die kaufmännische Krankenkasse KKH ist seit 2013 Kunde bei der WMP. Im Jahr zuvor hatte WMP Peer Steinbrück als Redner für ein KKH-Allianz-Forum vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern vom 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Idee zur Gründung der WMP EuroCom entstand auf der Terasse von [[Hans-Dietrich Genscher|Hans-Dietrich Genschers]] Privathaus, welcher selbst als Aktionär und Aufsichtsratschef in die Unternehmung mit einstieg. Der ebenfalls anwesende Bundesbankpräsident a.D., Karl Otto Pöhl, förderte das Vorhaben durch Empfehlungsschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der weiteren Gründer war der ehemalige Chefredakteur der &amp;quot;Bild&amp;quot;, [[Hans-Erich Bilges]], der Ende 2005 ausstieg, um im Januar 2006 die Kommunikationsberatungsfirma [[Consultum Communications]] zu gründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;consult1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.consultum.de/index.php?de_geschaeftsfuehrung Consultum Communications - Geschäftsführung] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Consultum Communications arbeitet allerdings weiterhin eng mit der WMP zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,393296,00.html Hans-Erich Bilges: Ex-&amp;quot;Bild&amp;quot;-Chef gründet Berater-Firma] Manager Magazin vom 03. Januar 2006, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.stern.de/politik/deutschland/tillack/hans-martin-tillack-6823040.html Hans-Martin Tillack: Die geheimen Kunden der Lobbyisten, stern.de vom 07.01.2016]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public Affairs: Das Netz], Zeit online 2002, abgerufen am 05.04.2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PR-Agentur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66092</id>
		<title>WMP Eurocom</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66092"/>
		<updated>2018-11-27T15:14:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: /* Lobbyarbeit für Saudi Arabien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = WMP EUROCOM AG&lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Beratung in den Bereichen Wirtschaft, Medien und Politik&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Katharina-Heinroth-Ufer 1, 10787 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = &lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://wmp-ag.de/ wmp-ag.de/]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''WMP EuroCom AG''' ist eine Lobby- und PR-Agentur, die ihren Klienten durch ihr weites Netzwerk aus Kontakten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern verschafft. Gleichzeitig verfügt sie über sehr gute Verbindungen zur deutschen Medienlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Kernpunkt der Lobbyarbeit der WMP EuroCom ist die Vermittlung von exklusiven Treffen der Klienten mit den relevanten politischen Entscheidungsträgern. Hierbei wird dem Kunden die Möglichkeit gegeben, in kleinen und vor allem geschlossenen Kreisen &amp;quot;Überzeugungsarbeit&amp;quot; für das jeweilige Projekt zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben verfügt die WMP dazu über &amp;quot;persönliche und vertrauensvolle Verbindungen zu Entscheidern in Medien, Wirtschaft, Verbänden, Politik und Verwaltung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-gesamtprofil/ WMP - Das Gesamtprofil], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Säule der Lobbyarbeit der WMP ist das Lancieren von wohlgesonnenen Medienberichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Essentiell hierfür ist die hervorragende Vernetzung der WMP, bzw. ihrer Mitarbeiter, mit diversen Leitmedien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Ziel unserer Arbeit ist es, journalistisch interessante Botschaften unserer Partner bzw. Kunden der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir arbeiten mit den Medien zusammen. Wir finden und formulieren diese Botschaften. Dabei geht es weder um Imagekosmetik noch um Illusionsbildung. Als vormalige oder noch aktive leitende Redakteure sowie als Publizisten sind wir strikt journalistischen Grundsätzen und Überzeugungen verpflichtet. Nur so werden wir von den Blattmachern und Sender-Verantwortlichen sowie anderen Ansprechpartnern der Medien akzeptiert.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-know-how/ WMP - Das Know-How], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So werden beispielsweise Kommentare oder ausführliche Portraits in Leitmedien verbreitet, in denen die Kunden die Möglichkeit haben, ihre &amp;quot;Sicht&amp;quot; einer breiten Öffentlichkeit darzulegen und so unter dem Deckmantel eines vermeintlich seriösen Journalismus Kampagnenarbeit zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP-Tochterfirma TV-Media produziert u.a. für den [[MDR]]. So können beispielsweise in Talkshows Kunden oder zumindest deren Interessenvertreter platziert werden. In der von TV-Media produzierten Show „Ein Kessel DDR“ saß zum Beispiel [[Hans-Dietrich Genscher]] als Gast auf dem Sofa. Laut ''Spiegel'' war auch der ehemalige MDR-Intendant [[Udo Reiter]] der WMP über einen persönlichen Beratervertrag verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29341618.html Beraten und Verkauft] Der Spiegel 49/2003, abgerufen am 29.03.2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP verfügt über 2 von der CDU bereitgestellte Hausausweise für den Deutschen Bundestag.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/sites/abgeordnetenwatch.de/files/hausausweisliste_korrigiert.pdf Liste der Hausausweise], S.13, abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 24.03.16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit für Saudi Arabien ===&lt;br /&gt;
Von 2015 bis November 2018 arbeitete WMP Eurocom für Saudi Arabien. Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zahlten die Saudis eine sechsstellige Summe, damit die Agentur das Image des Königreiches in Deutschland verbessere.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut &amp;quot;Tagesspiegel&amp;quot; ist das nur ein Bruchteil dessen, was das Land jedes Jahr in Lobbyarbeit investiert: Auch in Washington, London und Brüssel habe das Königshaus demzufolge zahlreiche PR-Agenturen angeheuert, allein in den USA seit den Terroranschlägen vom 11. September 2011 etwa 100 Millionen Dollar ausgegeben. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/saudi-arabien-und-der-westen-die-lobbyisten-der-saudis/23678834.html Die Lobbyisten der Saudis], Tagesspiegel, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Oktober 2018 bekannt wurde, hatte WMP Dieter Haller als Seniorberater eingestellt. Haller war von 2011 bis 2014 und dann nochmals von 2016 bis zum Juli dieses Jahres deutscher Botschafter in Saudi-Arabien. Mit Hallers Verpflichtung wolle WMP Eurocom „ihr Auslandsgeschäft ankurbeln“, schrieb damals das Fachmagazin „PR Report“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prreport.de/singlenews/uid-885105/dieter-haller-arbeitet-fuer-wmp-eurocom/ Dieter Haller arbeitet für WMP Eurocom], PR Report, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem von Saudi Arabien Mitte Oktober 2018 eingestandenen Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gab es verstärkt Kritik an der Arbeit von WMP für die Golfdiktatur. Im November zitierte die &amp;quot;Bild am Sonntag&amp;quot; aus einem internen WMP-Bericht, der offenbar für seine Kunden bestimmt war. Darin rühmte sich die Agentur ihrer guten Kontakte zu deutschen Journalisten und behauptete, durch ihre Arbeit seien in mindestens einem Fall „positive Artikel“ über Saudi-Arabien erschienen. Zugleich warb die Agentur mit einem Netzwerk, das „einen schnellen Zugang“ zum Kanzleramt, zum Bundespräsidenten, zu Ministerien, dem Deutschen Fußball-Bund oder Wirtschaftskonzernen wie Airbus garantiere. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Medienberichte verkündete WMP im November 2018, seine Arbeit für das saudische Königshaus zu beenden. „Nach der schrecklichen Tat müssen wir heute feststellen, dass sowohl unsere Mittlerrolle als auch die Möglichkeiten, die Reformkräfte zu unterstützen, von der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr gesehen und von uns deshalb nicht vertreten werden können“, begründete WMP-Chef Michael Inacker den Schritt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://meedia.de/2018/11/26/bild-zeitung-hat-genau-jene-unterstuetzung-in-anspruch-genommen-die-sie-jetzt-an-den-pranger-stellt-wmp-chef-inacker-kritisiert-blut-scheich-enthuellung-der-bams/ WMP-Chef Inacker kritisiert “Blut-Scheich”-Enthüllung der BamS], meedia, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehung zum Deutschen Digital Institut ===&lt;br /&gt;
Das [[Deutsche Digital Institut]] (DDI) ist mit der WMP EuroCom eng verbunden: Der Beiratsvorsitzende des DDI, [[Bernd Schiphorst]], ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der WMP. DDI und die WMP haben die gleiche Anschrift, die Domainadresse des DDI gehört der WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.denic.de/webwhois-web20/accepted-angenommen WMP ist Domaininhaber der Webseite des DDI], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen dieser Verflechtungen warf der Stern-Journalist [[Hans-Martin Tillack]] der WMP vor, unter dem Deckmantel eines vermeintlich unabhängigen Forschungsinstituts zu agieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/digital/microsoft-gegen-google---machte-der-us-digitalkonzern-negativ-pr-gegen-den-suchmaschinenbetreiber--6606320.html Ließ Microsoft den Rivalen Google schlechtmachen?], stern vom 16.12.2015, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem finden sich auf der Homepage des DDI [[Google]]-kritische Pressemeldungen wie etwa „Such-Alternativen: Meine Woche ohne Google“ (November 2014) oder „Profilbildung: Datenschützer droht Google mit Zwangsgeld“ (September 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://deutsches-digital-institut.de/presse/ Pressebereich des Deutschen Digital Instituts], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da einer der Kunden der WMP der [[Google]]-Konkurrent [[Microsoft]] ist, entstand der Verdacht der verdeckten PR-Arbeit. Außerdem gab Torsten Fricke, der laut ''Stern'' bei der WMP zuvor den Kunden Microsoft betreute, im April 2015 das Buch &amp;quot;Die Akte Google – Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; heraus, welches sich hauptsächlich der Kritik an der Macht von Google widmet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amazon.de/Die-Akte-Google-missbraucht-manipuliert/dp/3776627638 &amp;quot;Die Akte Google: Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; bei Amazon], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; WMP-Chef Inacker betonte im April 2016 hingegen, dass seine Agentur keine verdeckte PR mache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://prreport.de/home/aktuell/article/10609-da-waeren-wir-mit-dem-klammerbeutel-gepudert/ Interview mit WMP-Chef Michael Inacker], PR Report vom 03.04.2016, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014 und 2015: Rechtsstreit mit dem stern-Journalisten Hans-Martin Tillack===&lt;br /&gt;
Im Herbst 2014 verklagte der damalige WMP-Geschäftsführer [[Hans-Hermann Tiedje]] den stern-Journalisten [[Hans-Martin Tillack]] wegen Verdachts der üblen Nachrede. Tillack hatte zuvor in seinem Blog mögliche Indizien dafür beschrieben, dass die Kampagne &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot; während des Wahlkampfes 2009 ein Beispiel für versteckte Parteienfinanzierung gewesen wäre, bei der auch die WMP mitgewirkt hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/cdu-freundliche-wahlwerbung-das-millionenspiel-mit--tolles-thueringen--3622374.html Das Millionenspiel mit &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot;], Stern vom 29.08.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Tiedje eine Beteiligung der WMP verneinte, griff Tillack diese Aussage ironisch in seinem Blog auf, woraufhin Tiedje Anzeige erstellte. Die Staatsanwaltschaft Berlin stellte die Ermittlungen gegen Tillack im November 2014 ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/11/10/keine-ueble-nachrede-gegen-tiedje-staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-gegen-stern-mann-tillack-ein/ Keine üble Nachrede gegen Tiedje: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen stern-Mann Tillack ein], Meedia am 10.11.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In einem 2. Rechtsstreit zwischen Tiedje und Tillack ging es um Tillacks Aussage, dass die WMP für den französischen Ölkonzern [[Total]] arbeite. Im Mai 2015 einigten sich Tiedje und Tillack auf einen Vergleich und Tillack verpflichtete sich, nicht mehr zu erklären, dass Total zum Kundenkreis der WMP gehöre. Tillack wies darauf hin, diesen Schluss einst gezogen zu haben, da es bei der WMP über Monate einen Betreuer für Total gegeben habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/05/20/tiedje-tillack-und-der-prozess-um-die-total-falschberichterstattung/ Tiedje, Tillack und der Prozess um die „Total-Falschberichterstattung“], Meedia am 20.05.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: Tiedje verteidigt Steinbrück in Bild-Kommentar===&lt;br /&gt;
Nachdem [[Peer Steinbrück]] für seine Einnahmen aus Redneraufträgen in die Kritik geraten war, verteidigte Tiedje ihn in einem Bild-Kommentar. Seiner Meinung nach habe Steinbrück &amp;quot;nichts falsch gemacht&amp;quot;, sondern werde in einer &amp;quot;Gesellschaft des Neides&amp;quot; fälschlicherweise verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/news/standards/bild-kommentar/steinbrueck-und-der-neid-26609834.bild.html Steinbrück und der Neid], Bild vom 08.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei erwähnte Tiedje jedoch nicht, dass die WMP Steinbrück im selben Jahr einen Rednerauftrag der Stufe 3, also in Höhe von über 7.000 Euro, vermittelt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/dokumentation-die-steinbrueck-liste-so-aktiv-war-der-spd-mann_aid_834978.html Die Steinbrück-Liste: Alle Nebenjobs des SPD-Manns], Focus online vom 09.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2009: Lobbying gegen staatliche Unterstützung für Karstadt===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens von [[Karstadt]] betonte [[Eckhard Cordes]], Aufsichtsratsmitglied der WMP, dass Karstadt als Ganzes keine wirtschaftlichen Perspektiven habe. Stattdessen plädierte er für eine Fusion von [[Kaufhof]] und Karstadt und die Bildung einer &amp;quot;Deutschen Warenhaus AG&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/kaufhaeuser-metro-chef-gibt-karstadt-keine-chance_aid_462947.html Metro-Chef gibt Karstadt keine Chance], Focus vom 14.12.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cordes wurde vorgeworfen, in seiner damaligen Funktion als [[Metro]]-Chef mit seinen Vorschlägen nicht eine Branchenlösung anzustreben, sondern eigene Konzerninteressen der Metro-Tochter Galeria Kaufhof zu verfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes-seite-2/5142210-2.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Fusionsidee erhielt er Gehör von Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] sowie vom damaligen Wirtschaftsminister [[Karl-Theodor zu Guttenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/treffen-mit-merkel-metro-erwaegt-karstadt-uebernahme-a-628443.html Treffen mit Merkel: Metro erwägt Karstadt-Übernahme], Spiegel online vom 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/arcandor-krise-guttenberg-favorisiert-karstadt-kaufhof-fusion-a-628466.html Arcandor-Krise: Guttenberg favorisiert Karstadt-Kaufhof-Fusion] Spiegel online am 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus warb Cordes bei seinen Gesprächen mit hochrangigen Politikern erfolgreich dafür, Karstadts Bitte um eine Staatsbürgschaft nicht nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes/5142210.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bundesregierung lehnte die Staatsbürgschaft für Karstadt im Juni 2009 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article3883823/Bund-lehnt-Staatsbuergschaft-fuer-Arcandor-ab.html Bund lehnt Staatsbürgschaft für Arcandor ab], Welt vom 08.06.2009, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Vergabeaffäre der Bundesagentur für Arbeit===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Vergaberecht in der [[Bundesagentur für Arbeit]] (BA) geriet Ende 2003 auch die WMP in die Schlagzeilen. Die BA hatte hier einen 1,3-Millionen-Euro-Auftrag rechtswidrig ohne Ausschreibung an die WMP vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.netzeitung.de/deutschland/270294.html BA-Verwaltungsrat entzieht Gerster Vertrauen] Netzzeitung vom 24. Januar 2004, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde bekannt, dass BA-Chef [[Florian Gerster]] schon vorher mit der WMP zusammengearbeitet und sich mindestens einmal bereiterklärt hatte, angeblich kostenlos, als Gastredner für eine Image-Veranstaltung eines WMP-Kunden aufzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,277249,00.html Bundesanstalt für Arbeit: Gersters teure BMW-Flotte] Spiegel Online vom 06. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerster wurde im Zusammenhang mit der BA-Affäre entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Imagekampagne für die Wirtschaft in Sachsen===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit einer Imagekampagne für das Land Sachsen musste der damalige Vorstand der WMP, [[Hans-Erich Bilges]], im November 2003 vor dem sogenannten Sachsenring-Untersuchungsausschuss aussagen. Die [[Die Linke|PDS]] warf der sächsischen Staatsregierung vor, mit der von der WMP geleiteten PR-Kampagne „Sachsen den Sachsen“ eine versteckte CDU-Wahlkampagne initiiert zu haben und nicht, wie von Seiten der CDU behauptet, eine „Imagekampagne“ für die sächsische Wirtschaft.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Untersuchungsausschuss räumte Bilges ein, er habe sich im Vorfeld der Kampagne mit mehreren Vertretern der Staatsregierung getroffen. Auch wurden die PDS und die [[SPD]] als &amp;quot;Gegner&amp;quot; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,275583,00.html Sachsenring: Gut für die Wirtschaft, schlecht fürs Image] Manager Magazin vom 26. November 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die WMP musste sich allerdings 2003 wieder aus dem mit 200.000 Euro dotierten Beratervertrag zurückziehen, weil bekannt wurde, dass der Vertrag nicht öffentlich ausgeschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/lobbying-bewerber-abgeschossen_aid_198258.html LOBBYING: „Bewerber abgeschossen“] Focus vom 01. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2001: Lobbying für BP bei der Aral-Übernahme und bei der E.on-Ruhrgas-Übernahme ===&lt;br /&gt;
Bei der geplanten Übernahme der Tankstellenkette [[Aral]] durch den Ölkonzern [[BP]] war die WMP involviert. BP plante von [[E.ON]] die Tankstellenkette Aral zu übernehmen und E.ON war im Gegenzug an den BP-Anteilen von [[Ruhrgas]] interessiert. Da die Übernahme von Aral vor dem Kartellamt hätte scheitern können, versuchte BP schon im Vorfeld der Übernahme die öffentliche Wahrnehmung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Hierzu organisierte WMP Gespräche und Treffen zwischen dem BP-Chef [[Lord John Browne]] mit Fraktionsvorsitzenden, Ausschussvorsitzenden und Ministerialbeamten. Auch ein Lunch mit politischen Eliten, inklusive Dinner-Speech von Browne, wurde von WMP initiiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Gleichzeitig lancierte eine Medienkampagne. Hierzu organisierte die WMP ein Interview mit Browne im ''Spiegel'' und ein ausführliches Portrait in der ''Welt am Sonntag''.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um E.ON in der Ruhrgas-Übernahme zu unterstützen, versuchte die WMP ebenfalls über die Medien positive Assoziationen zu generieren. Beispielsweise sprach sich [[Günther Rexrodt]] (FDP), ehemaliger Wirtschaftsminister, in einem Artikel in ''Die Welt'' für die geplante E.ON-Ruhrgas-Übernahme aus. Rexrodt war gleichzeitig Finanzvorstand von WMP, die zu dieser Zeit von BP bezahlt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2000: Übernahme der Bewag durch Vattenfall===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 plante [[Vattenfall]] den Berliner Energieversorger [[Bewag]] zu übernehmen. Der damalige Eigner der Bewag, [[E.ON]], einigte sich mit Vattenfall Anfang August 2000 auf die Übernahme, ohne jedoch das Mitspracherecht des Berliner Senats zu beachten. Hier blockierten die beiden [[CDU]] Senatoren [[Peter Kurth]] und [[Wolfgang Branoer]] die Übernahme durch Vattenfall mit einer einstweiligen Verfügung, weil sich der Senat schon auf einen anderen Investor geeinigt hatte. Daraufhin schaltete Vattenfall die WMP ein. Deren Vorstand, [[Hans-Erich Bilges]], traf sich mit dem damaligen Bürgermeister [[Eberhard Diepgen]] (CDU), der hierauf sagte, alles würde für Vattenfall sprechen. Der Berliner Senat zog auf Druck Diepgens die einstweilige Verfügung zurück. Die WMP arrangierte zusätzlich weitere Treffen zwischen dem Vattenfall-Vorstandschef Josefsson und dem damaligen sächsischen Wirtschaftsminister [[Kajo Schommer]] (CDU) sowie mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister [[Werner Müller]] (parteilos).&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das intensive Lobbying der WMP und die &amp;quot;Empfänglichkeit&amp;quot; der jeweiligen Politiker kam schließlich die Übernahme der Bewag durch Vattenfall zu Stande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
===Unternehmen der Gruppe und Großaktionäre===&lt;br /&gt;
Zur WMP Gruppe gehören die folgenden Unternehmen: WMP EUROCOM AG, WMP FINANZKOMMUNIKATION GMBH,  WMP HEALTHCARE GMBH, GPA GERMAN PUBLIC AFFAIRS GMBH und TV MEDIA MEDIEN MANAGEMENT GMBH. Größte Anteilseigner der Gruppe sind [[Hans-Hermann Tiedje]] und Wendelin Wiedeking.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/die-wmp-story-grosse-persoenlichkeiten-schrieben-die-erfolgsgeschichte/ Große Persönlichkeiten schrieben die Erfolgsgeschichte], wmp-ag.de, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
*[[Michael J. Inacker]], CEO, Mitglied des Vorstands der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik | Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgap.org/de/gesellschaft/ueber-uns/gremien Vorstand der DGAP], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Beirats der [[Atlantische Initiative | Atlantischen Initiative]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://atlantische-initiative.org/ueber-uns/verein/ Beirat der Atlantischen Initiative], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, zuvor u.a. Mitbegründer der &amp;quot;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&amp;quot;, Direktor für Politik und Außenbeziehungen bei [[Daimler]], Leiter der Konzernkommunikation bei der [[Metro]] AG&lt;br /&gt;
*[[Katrin Dahm]], Personalchefin, Prokuristin der Tochterfirmen [[German Public Affairs GmbH]]  und [[TV Media Medien Management GmbH]] zuvor Prokuristin und Leiterin des WMP-Planungsstabes&lt;br /&gt;
*[[Michael Behrens]], Chief Operating Officer (COO), ehem. TV-Journalist und Leiter des Englischen Programms der Deutschen Welle Hörfunk. Zuletzt CEO von Mercedes-Benz Vietnam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: Internetauftritt WMP Eurocom &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Vorstand], wmp-ag.de abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsichtsrat ===&lt;br /&gt;
*[[Hans-Hermann Tiedje]], Vorsitzender, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, zuvor langjähriger Geschäftsführer, Gründer der [[TV Media GmbH]], davor u.a. Chefredakteur bei &amp;quot;Bild&amp;quot; und &amp;quot;Bunte&amp;quot; sowie bei Gruner+Jahr, persönlicher Berater von Helmut Kohl&lt;br /&gt;
*[[Eckhard Cordes]], Ex-Vorstand der [[Daimler]] AG, ehemaliger CEO der [[Metro AG]] und Franz Haniel &amp;amp; Cie. GmbH sowie ehemaliger Vorsitzender des [[Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft|Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Hans Eichel]], Mitglied des Kuratoriums Institute for Law and Finance, Goethe-Universität Frankfurt/Main, Bundesminister der Finanzen a.D., hessischer Ministerpräsident a.D.&lt;br /&gt;
*[[Ulrich Marseille]], Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, der 2010 vom Landgericht Halle wegen Bestechung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.is/9Co0 Oberlandesgericht Naumburg - Pressemitteilung vom 6. Juli 2011], archive.is, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/a-775539.html Ulrich Marseille tritt zurück], manager.magazin vom 20.07.2011, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Bernd Schmidbauer]], Staatsminister im Kabinett Helmut Kohl, i. d. Z. Koordinator der deutschen Geheimdienste&lt;br /&gt;
*[[Kristin Schwarz]], Unternehmerin in der Lebensmittel- und Fleischwarenindustrie (Schwarz Cranz)&lt;br /&gt;
*[[Reinhardt Töpel]], Transport-Unternehmer (ReiCo Logistik)&lt;br /&gt;
*[[Wendelin Wiedeking]], Ex-Vorstandsvorsitzender der Porsche AG&lt;br /&gt;
*[[Rezzo Schlauch]], ehemaliger Fraktionsvorsitzender [[Bündnis 90/Die Grünen]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Mitglieder:&lt;br /&gt;
* bis 2005: [[Hans Erich Bilges]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bis 2006: [[Hans-Dietrich Genscher]] (†)&lt;br /&gt;
* bis 2016: [[Roland Berger]], Gründungsmitglied; Gründer der Roland Berger Holding GmbH, Mitglied des Kuratoriums der [[Alfred Herrhausen Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-herrhausen-gesellschaft.de/de/kuratorium.htm Kuratorium der Alfred Herrhausen Gesellschaft], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://pr-journal.de/nachrichten/agenturen/18059-wmp-eurocom-ag-expandiert-und-uebernimmt-die-cortent-kommunikation-ag.html WMP EuroCom AG expandiert und übernimmt die Cortent Kommunikation AG]] PR Journal am 07.10.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Aufsichtsrat], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Senior Advisors===&lt;br /&gt;
*[[Klaus-Peter Schmidt-Deguelle]], war Chefredakteur bei VOX und als Redaktionsleiter bei ARD-Aktuell für die Tagesschau/ Tagesthemen verantwortlich, 1999-2005 Berater der Bundesregierung, davor Staatssekretär und Regierungssprecher in Hessen, Berater des Bundesfinanzministeriums unter [[Hans Eichel]], Gründer der WMP EuroCom-Tochter TV Media Medien Management GmbH&lt;br /&gt;
*[[Friedrich-Wilhelm Kramer]], vormaliger ARD-Korrespondent in Warschau, Chefredakteur NDR Hörfunk, Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, heute: Lehrbeauftragter für Medien und Politik in Hamburg und Riga&lt;br /&gt;
*[[Matthias Kasper]], Journalist und PR-Berater, zuvor Ressortleiter Welt am Sonntag und Vorstand der Agentur Cortent – u.a. Corporate Publishing und Content Marketing&lt;br /&gt;
*(ab 10/2017), [[Michael Fuchs]], bestens vernetzter CDU-Politker, Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.turi2.de/aktuell/cdu-politiker-michael-fuchs-heuert-bei-lobby-agentur-wmp-an/ CDU-Politiker Fuchs heuert bei Lobby-Agentur WMP an], turi2.de vom 02.10.2017, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Senior Advisors und Büroleitung], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunden (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
'''[[Marseille Kliniken]]''': Nachdem der Journalist [[Günter Wallraff]] in einem Pflegeheim des Marseille-Konzerns verdeckt ermittelt hatte, erstattete der Konzern Anzeige gegen RTL mit dem Vorwurf heimlicher Bild- und Tonaufnahmen. [[Katrin Dahm]], aktuelles Vorstandsmitglied der WMP EuroCom, erklärte im Namen der Marseille Kliniken, man habe &amp;quot;das nicht zuletzt zum Schutz der Bewohner getan&amp;quot;. Laut RTL wurde das Pflegeheim in Oldenburg ausgewählt, weil Wallraff mehrfach auf die Essensqualität in den Häusern der Marseille Kliniken hingewiesen worden wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/wo-wallraff-sich-einschleicht-undercover-in-der-oldenburger-grosskueche_a_29,0,866444952.html Undercover-Recherche in der Oldenburger Großküche], NWZ online vom 09.06.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kleidungskette [[KiK]]''': WMP-Geschäftsführer Inacker sprach davon, dass KiK mit einem innovativen Konzept die Branche verändert habe. Kik waren in der Vergangenheit oft Billiglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen in den Zuliefererländer vorgeworfen worden. Inacker sagte zu der neuen Kommunikationsstrategie für KiK: &amp;quot;KiK ist ein Unternehmen mit einem Gesicht – und zwar einem sympathischen. Das werden wir gemeinsam vermitteln.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/01/27/tiedje-firma-wmp-eurocom-soll-image-vom-billig-klamottenladen-kik-aufpolieren/ Tiedje-Firma WMP-Eurocom soll Image vom Billig-Klamottenladen KiK aufpolieren], Meedia am 27.01.2016, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Katar''': Wie Tiedje 2014 in einem Interview bestätigte, berät die WMP Katar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/09/09/meine-moral-wir-arbeiten-nicht-mit-maedchen-und-waffenhaendlern-zusammen/ „Meine Moral? Wir arbeiten nicht mit Mädchen- und Waffenhändlern zusammen“, Meedia am 09.09.2014], abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Microsoft]]''': Lt. ''stern'' zählt der Software- und Hardwarehersteller Microsoft zur Kundenliste von WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern am 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Krankenkasse KKH''': Die kaufmännische Krankenkasse KKH ist seit 2013 Kunde bei der WMP. Im Jahr zuvor hatte WMP Peer Steinbrück als Redner für ein KKH-Allianz-Forum vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern vom 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Idee zur Gründung der WMP EuroCom entstand auf der Terasse von [[Hans-Dietrich Genscher|Hans-Dietrich Genschers]] Privathaus, welcher selbst als Aktionär und Aufsichtsratschef in die Unternehmung mit einstieg. Der ebenfalls anwesende Bundesbankpräsident a.D., Karl Otto Pöhl, förderte das Vorhaben durch Empfehlungsschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der weiteren Gründer war der ehemalige Chefredakteur der &amp;quot;Bild&amp;quot;, [[Hans-Erich Bilges]], der Ende 2005 ausstieg, um im Januar 2006 die Kommunikationsberatungsfirma [[Consultum Communications]] zu gründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;consult1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.consultum.de/index.php?de_geschaeftsfuehrung Consultum Communications - Geschäftsführung] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Consultum Communications arbeitet allerdings weiterhin eng mit der WMP zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,393296,00.html Hans-Erich Bilges: Ex-&amp;quot;Bild&amp;quot;-Chef gründet Berater-Firma] Manager Magazin vom 03. Januar 2006, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.stern.de/politik/deutschland/tillack/hans-martin-tillack-6823040.html Hans-Martin Tillack: Die geheimen Kunden der Lobbyisten, stern.de vom 07.01.2016]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public Affairs: Das Netz], Zeit online 2002, abgerufen am 05.04.2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PR-Agentur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66091</id>
		<title>WMP Eurocom</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66091"/>
		<updated>2018-11-27T15:10:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: /* Lobbyarbeit für Saudi Arabien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = WMP EUROCOM AG&lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Beratung in den Bereichen Wirtschaft, Medien und Politik&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Katharina-Heinroth-Ufer 1, 10787 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = &lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://wmp-ag.de/ wmp-ag.de/]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''WMP EuroCom AG''' ist eine Lobby- und PR-Agentur, die ihren Klienten durch ihr weites Netzwerk aus Kontakten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern verschafft. Gleichzeitig verfügt sie über sehr gute Verbindungen zur deutschen Medienlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Kernpunkt der Lobbyarbeit der WMP EuroCom ist die Vermittlung von exklusiven Treffen der Klienten mit den relevanten politischen Entscheidungsträgern. Hierbei wird dem Kunden die Möglichkeit gegeben, in kleinen und vor allem geschlossenen Kreisen &amp;quot;Überzeugungsarbeit&amp;quot; für das jeweilige Projekt zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben verfügt die WMP dazu über &amp;quot;persönliche und vertrauensvolle Verbindungen zu Entscheidern in Medien, Wirtschaft, Verbänden, Politik und Verwaltung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-gesamtprofil/ WMP - Das Gesamtprofil], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Säule der Lobbyarbeit der WMP ist das Lancieren von wohlgesonnenen Medienberichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Essentiell hierfür ist die hervorragende Vernetzung der WMP, bzw. ihrer Mitarbeiter, mit diversen Leitmedien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Ziel unserer Arbeit ist es, journalistisch interessante Botschaften unserer Partner bzw. Kunden der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir arbeiten mit den Medien zusammen. Wir finden und formulieren diese Botschaften. Dabei geht es weder um Imagekosmetik noch um Illusionsbildung. Als vormalige oder noch aktive leitende Redakteure sowie als Publizisten sind wir strikt journalistischen Grundsätzen und Überzeugungen verpflichtet. Nur so werden wir von den Blattmachern und Sender-Verantwortlichen sowie anderen Ansprechpartnern der Medien akzeptiert.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-know-how/ WMP - Das Know-How], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So werden beispielsweise Kommentare oder ausführliche Portraits in Leitmedien verbreitet, in denen die Kunden die Möglichkeit haben, ihre &amp;quot;Sicht&amp;quot; einer breiten Öffentlichkeit darzulegen und so unter dem Deckmantel eines vermeintlich seriösen Journalismus Kampagnenarbeit zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP-Tochterfirma TV-Media produziert u.a. für den [[MDR]]. So können beispielsweise in Talkshows Kunden oder zumindest deren Interessenvertreter platziert werden. In der von TV-Media produzierten Show „Ein Kessel DDR“ saß zum Beispiel [[Hans-Dietrich Genscher]] als Gast auf dem Sofa. Laut ''Spiegel'' war auch der ehemalige MDR-Intendant [[Udo Reiter]] der WMP über einen persönlichen Beratervertrag verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29341618.html Beraten und Verkauft] Der Spiegel 49/2003, abgerufen am 29.03.2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP verfügt über 2 von der CDU bereitgestellte Hausausweise für den Deutschen Bundestag.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/sites/abgeordnetenwatch.de/files/hausausweisliste_korrigiert.pdf Liste der Hausausweise], S.13, abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 24.03.16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit für Saudi Arabien ===&lt;br /&gt;
Von 2015 bis November 2018 arbeitete WMP Eurocom für Saudi Arabien. Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zahlten die Saudis eine sechsstellige Summe, damit die Agentur das Image des Königreiches in Deutschland verbessere.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Tagesspiegel ist das nur ein Bruchteil dessen, was das Land jedes Jahr in Lobbyarbeit investiert: Auch in Washington, London und Brüssel habe das Königshaus demzufolge zahlreiche PR-Agenturen angeheuert, allein in den USA seit den Terroranschlägen vom 11. September 2011 etwa 100 Millionen Dollar ausgegeben. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/saudi-arabien-und-der-westen-die-lobbyisten-der-saudis/23678834.html Die Lobbyisten der Saudis], Tagesspiegel, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Oktober 2018 bekannt wurde, hatte WMP Dieter Haller als Seniorberater eingestellt. Haller war von 2011 bis 2014 und dann nochmals von 2016 bis zum Juli dieses Jahres deutscher Botschafter in Saudi-Arabien. Mit Hallers Verpflichtung wolle WMP Eurocom „ihr Auslandsgeschäft ankurbeln“, schrieb damals das Fachmagazin „PR Report“. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prreport.de/singlenews/uid-885105/dieter-haller-arbeitet-fuer-wmp-eurocom/ Dieter Haller arbeitet für WMP Eurocom], PR Report, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem von Saudi Arabien Mitte Oktober 2018 eingestandenen Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gab es verstärkt Kritik an der Arbeit von WMP für die Golfdiktatur. Im Novermber zitierte die Bild am Sonntag aus einem internen WMP-Bericht, der offenbar für seine Kunden bestimmt war. Darin rühmte sich die Agentur ihrer guten Kontakte zu deutschen Journalisten und behauptete, durch ihre Arbeit seien in mindestens einem Fall „positive Artikel“ über Saudi-Arabien erschienen. Zugleich warb die Agentur mit einem Netzwerk, das „einen schnellen Zugang“ zum Kanzleramt, zum Bundespräsidenten, zu Ministerien, dem Deutschen Fußball-Bund oder Wirtschaftskonzernen wie Airbus garantiere. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Medienberichte verkündete WMP im November 2018, seine Arbeit für das saudische Königshaus zu beenden. „Nach der schrecklichen Tat müssen wir heute feststellen, dass sowohl unsere Mittlerrolle als auch die Möglichkeiten, die Reformkräfte zu unterstützen, von der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr gesehen und von uns deshalb nicht vertreten werden können“, begründete WMP-Chef Michael Inacker den Schritt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://meedia.de/2018/11/26/bild-zeitung-hat-genau-jene-unterstuetzung-in-anspruch-genommen-die-sie-jetzt-an-den-pranger-stellt-wmp-chef-inacker-kritisiert-blut-scheich-enthuellung-der-bams/ WMP-Chef Inacker kritisiert “Blut-Scheich”-Enthüllung der BamS], meedia, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehung zum Deutschen Digital Institut ===&lt;br /&gt;
Das [[Deutsche Digital Institut]] (DDI) ist mit der WMP EuroCom eng verbunden: Der Beiratsvorsitzende des DDI, [[Bernd Schiphorst]], ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der WMP. DDI und die WMP haben die gleiche Anschrift, die Domainadresse des DDI gehört der WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.denic.de/webwhois-web20/accepted-angenommen WMP ist Domaininhaber der Webseite des DDI], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen dieser Verflechtungen warf der Stern-Journalist [[Hans-Martin Tillack]] der WMP vor, unter dem Deckmantel eines vermeintlich unabhängigen Forschungsinstituts zu agieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/digital/microsoft-gegen-google---machte-der-us-digitalkonzern-negativ-pr-gegen-den-suchmaschinenbetreiber--6606320.html Ließ Microsoft den Rivalen Google schlechtmachen?], stern vom 16.12.2015, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem finden sich auf der Homepage des DDI [[Google]]-kritische Pressemeldungen wie etwa „Such-Alternativen: Meine Woche ohne Google“ (November 2014) oder „Profilbildung: Datenschützer droht Google mit Zwangsgeld“ (September 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://deutsches-digital-institut.de/presse/ Pressebereich des Deutschen Digital Instituts], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da einer der Kunden der WMP der [[Google]]-Konkurrent [[Microsoft]] ist, entstand der Verdacht der verdeckten PR-Arbeit. Außerdem gab Torsten Fricke, der laut ''Stern'' bei der WMP zuvor den Kunden Microsoft betreute, im April 2015 das Buch &amp;quot;Die Akte Google – Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; heraus, welches sich hauptsächlich der Kritik an der Macht von Google widmet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amazon.de/Die-Akte-Google-missbraucht-manipuliert/dp/3776627638 &amp;quot;Die Akte Google: Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; bei Amazon], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; WMP-Chef Inacker betonte im April 2016 hingegen, dass seine Agentur keine verdeckte PR mache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://prreport.de/home/aktuell/article/10609-da-waeren-wir-mit-dem-klammerbeutel-gepudert/ Interview mit WMP-Chef Michael Inacker], PR Report vom 03.04.2016, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014 und 2015: Rechtsstreit mit dem stern-Journalisten Hans-Martin Tillack===&lt;br /&gt;
Im Herbst 2014 verklagte der damalige WMP-Geschäftsführer [[Hans-Hermann Tiedje]] den stern-Journalisten [[Hans-Martin Tillack]] wegen Verdachts der üblen Nachrede. Tillack hatte zuvor in seinem Blog mögliche Indizien dafür beschrieben, dass die Kampagne &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot; während des Wahlkampfes 2009 ein Beispiel für versteckte Parteienfinanzierung gewesen wäre, bei der auch die WMP mitgewirkt hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/cdu-freundliche-wahlwerbung-das-millionenspiel-mit--tolles-thueringen--3622374.html Das Millionenspiel mit &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot;], Stern vom 29.08.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Tiedje eine Beteiligung der WMP verneinte, griff Tillack diese Aussage ironisch in seinem Blog auf, woraufhin Tiedje Anzeige erstellte. Die Staatsanwaltschaft Berlin stellte die Ermittlungen gegen Tillack im November 2014 ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/11/10/keine-ueble-nachrede-gegen-tiedje-staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-gegen-stern-mann-tillack-ein/ Keine üble Nachrede gegen Tiedje: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen stern-Mann Tillack ein], Meedia am 10.11.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In einem 2. Rechtsstreit zwischen Tiedje und Tillack ging es um Tillacks Aussage, dass die WMP für den französischen Ölkonzern [[Total]] arbeite. Im Mai 2015 einigten sich Tiedje und Tillack auf einen Vergleich und Tillack verpflichtete sich, nicht mehr zu erklären, dass Total zum Kundenkreis der WMP gehöre. Tillack wies darauf hin, diesen Schluss einst gezogen zu haben, da es bei der WMP über Monate einen Betreuer für Total gegeben habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/05/20/tiedje-tillack-und-der-prozess-um-die-total-falschberichterstattung/ Tiedje, Tillack und der Prozess um die „Total-Falschberichterstattung“], Meedia am 20.05.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: Tiedje verteidigt Steinbrück in Bild-Kommentar===&lt;br /&gt;
Nachdem [[Peer Steinbrück]] für seine Einnahmen aus Redneraufträgen in die Kritik geraten war, verteidigte Tiedje ihn in einem Bild-Kommentar. Seiner Meinung nach habe Steinbrück &amp;quot;nichts falsch gemacht&amp;quot;, sondern werde in einer &amp;quot;Gesellschaft des Neides&amp;quot; fälschlicherweise verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/news/standards/bild-kommentar/steinbrueck-und-der-neid-26609834.bild.html Steinbrück und der Neid], Bild vom 08.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei erwähnte Tiedje jedoch nicht, dass die WMP Steinbrück im selben Jahr einen Rednerauftrag der Stufe 3, also in Höhe von über 7.000 Euro, vermittelt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/dokumentation-die-steinbrueck-liste-so-aktiv-war-der-spd-mann_aid_834978.html Die Steinbrück-Liste: Alle Nebenjobs des SPD-Manns], Focus online vom 09.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2009: Lobbying gegen staatliche Unterstützung für Karstadt===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens von [[Karstadt]] betonte [[Eckhard Cordes]], Aufsichtsratsmitglied der WMP, dass Karstadt als Ganzes keine wirtschaftlichen Perspektiven habe. Stattdessen plädierte er für eine Fusion von [[Kaufhof]] und Karstadt und die Bildung einer &amp;quot;Deutschen Warenhaus AG&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/kaufhaeuser-metro-chef-gibt-karstadt-keine-chance_aid_462947.html Metro-Chef gibt Karstadt keine Chance], Focus vom 14.12.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cordes wurde vorgeworfen, in seiner damaligen Funktion als [[Metro]]-Chef mit seinen Vorschlägen nicht eine Branchenlösung anzustreben, sondern eigene Konzerninteressen der Metro-Tochter Galeria Kaufhof zu verfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes-seite-2/5142210-2.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Fusionsidee erhielt er Gehör von Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] sowie vom damaligen Wirtschaftsminister [[Karl-Theodor zu Guttenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/treffen-mit-merkel-metro-erwaegt-karstadt-uebernahme-a-628443.html Treffen mit Merkel: Metro erwägt Karstadt-Übernahme], Spiegel online vom 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/arcandor-krise-guttenberg-favorisiert-karstadt-kaufhof-fusion-a-628466.html Arcandor-Krise: Guttenberg favorisiert Karstadt-Kaufhof-Fusion] Spiegel online am 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus warb Cordes bei seinen Gesprächen mit hochrangigen Politikern erfolgreich dafür, Karstadts Bitte um eine Staatsbürgschaft nicht nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes/5142210.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bundesregierung lehnte die Staatsbürgschaft für Karstadt im Juni 2009 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article3883823/Bund-lehnt-Staatsbuergschaft-fuer-Arcandor-ab.html Bund lehnt Staatsbürgschaft für Arcandor ab], Welt vom 08.06.2009, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Vergabeaffäre der Bundesagentur für Arbeit===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Vergaberecht in der [[Bundesagentur für Arbeit]] (BA) geriet Ende 2003 auch die WMP in die Schlagzeilen. Die BA hatte hier einen 1,3-Millionen-Euro-Auftrag rechtswidrig ohne Ausschreibung an die WMP vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.netzeitung.de/deutschland/270294.html BA-Verwaltungsrat entzieht Gerster Vertrauen] Netzzeitung vom 24. Januar 2004, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde bekannt, dass BA-Chef [[Florian Gerster]] schon vorher mit der WMP zusammengearbeitet und sich mindestens einmal bereiterklärt hatte, angeblich kostenlos, als Gastredner für eine Image-Veranstaltung eines WMP-Kunden aufzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,277249,00.html Bundesanstalt für Arbeit: Gersters teure BMW-Flotte] Spiegel Online vom 06. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerster wurde im Zusammenhang mit der BA-Affäre entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Imagekampagne für die Wirtschaft in Sachsen===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit einer Imagekampagne für das Land Sachsen musste der damalige Vorstand der WMP, [[Hans-Erich Bilges]], im November 2003 vor dem sogenannten Sachsenring-Untersuchungsausschuss aussagen. Die [[Die Linke|PDS]] warf der sächsischen Staatsregierung vor, mit der von der WMP geleiteten PR-Kampagne „Sachsen den Sachsen“ eine versteckte CDU-Wahlkampagne initiiert zu haben und nicht, wie von Seiten der CDU behauptet, eine „Imagekampagne“ für die sächsische Wirtschaft.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Untersuchungsausschuss räumte Bilges ein, er habe sich im Vorfeld der Kampagne mit mehreren Vertretern der Staatsregierung getroffen. Auch wurden die PDS und die [[SPD]] als &amp;quot;Gegner&amp;quot; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,275583,00.html Sachsenring: Gut für die Wirtschaft, schlecht fürs Image] Manager Magazin vom 26. November 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die WMP musste sich allerdings 2003 wieder aus dem mit 200.000 Euro dotierten Beratervertrag zurückziehen, weil bekannt wurde, dass der Vertrag nicht öffentlich ausgeschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/lobbying-bewerber-abgeschossen_aid_198258.html LOBBYING: „Bewerber abgeschossen“] Focus vom 01. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2001: Lobbying für BP bei der Aral-Übernahme und bei der E.on-Ruhrgas-Übernahme ===&lt;br /&gt;
Bei der geplanten Übernahme der Tankstellenkette [[Aral]] durch den Ölkonzern [[BP]] war die WMP involviert. BP plante von [[E.ON]] die Tankstellenkette Aral zu übernehmen und E.ON war im Gegenzug an den BP-Anteilen von [[Ruhrgas]] interessiert. Da die Übernahme von Aral vor dem Kartellamt hätte scheitern können, versuchte BP schon im Vorfeld der Übernahme die öffentliche Wahrnehmung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Hierzu organisierte WMP Gespräche und Treffen zwischen dem BP-Chef [[Lord John Browne]] mit Fraktionsvorsitzenden, Ausschussvorsitzenden und Ministerialbeamten. Auch ein Lunch mit politischen Eliten, inklusive Dinner-Speech von Browne, wurde von WMP initiiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Gleichzeitig lancierte eine Medienkampagne. Hierzu organisierte die WMP ein Interview mit Browne im ''Spiegel'' und ein ausführliches Portrait in der ''Welt am Sonntag''.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um E.ON in der Ruhrgas-Übernahme zu unterstützen, versuchte die WMP ebenfalls über die Medien positive Assoziationen zu generieren. Beispielsweise sprach sich [[Günther Rexrodt]] (FDP), ehemaliger Wirtschaftsminister, in einem Artikel in ''Die Welt'' für die geplante E.ON-Ruhrgas-Übernahme aus. Rexrodt war gleichzeitig Finanzvorstand von WMP, die zu dieser Zeit von BP bezahlt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2000: Übernahme der Bewag durch Vattenfall===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 plante [[Vattenfall]] den Berliner Energieversorger [[Bewag]] zu übernehmen. Der damalige Eigner der Bewag, [[E.ON]], einigte sich mit Vattenfall Anfang August 2000 auf die Übernahme, ohne jedoch das Mitspracherecht des Berliner Senats zu beachten. Hier blockierten die beiden [[CDU]] Senatoren [[Peter Kurth]] und [[Wolfgang Branoer]] die Übernahme durch Vattenfall mit einer einstweiligen Verfügung, weil sich der Senat schon auf einen anderen Investor geeinigt hatte. Daraufhin schaltete Vattenfall die WMP ein. Deren Vorstand, [[Hans-Erich Bilges]], traf sich mit dem damaligen Bürgermeister [[Eberhard Diepgen]] (CDU), der hierauf sagte, alles würde für Vattenfall sprechen. Der Berliner Senat zog auf Druck Diepgens die einstweilige Verfügung zurück. Die WMP arrangierte zusätzlich weitere Treffen zwischen dem Vattenfall-Vorstandschef Josefsson und dem damaligen sächsischen Wirtschaftsminister [[Kajo Schommer]] (CDU) sowie mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister [[Werner Müller]] (parteilos).&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das intensive Lobbying der WMP und die &amp;quot;Empfänglichkeit&amp;quot; der jeweiligen Politiker kam schließlich die Übernahme der Bewag durch Vattenfall zu Stande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
===Unternehmen der Gruppe und Großaktionäre===&lt;br /&gt;
Zur WMP Gruppe gehören die folgenden Unternehmen: WMP EUROCOM AG, WMP FINANZKOMMUNIKATION GMBH,  WMP HEALTHCARE GMBH, GPA GERMAN PUBLIC AFFAIRS GMBH und TV MEDIA MEDIEN MANAGEMENT GMBH. Größte Anteilseigner der Gruppe sind [[Hans-Hermann Tiedje]] und Wendelin Wiedeking.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/die-wmp-story-grosse-persoenlichkeiten-schrieben-die-erfolgsgeschichte/ Große Persönlichkeiten schrieben die Erfolgsgeschichte], wmp-ag.de, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
*[[Michael J. Inacker]], CEO, Mitglied des Vorstands der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik | Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgap.org/de/gesellschaft/ueber-uns/gremien Vorstand der DGAP], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Beirats der [[Atlantische Initiative | Atlantischen Initiative]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://atlantische-initiative.org/ueber-uns/verein/ Beirat der Atlantischen Initiative], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, zuvor u.a. Mitbegründer der &amp;quot;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&amp;quot;, Direktor für Politik und Außenbeziehungen bei [[Daimler]], Leiter der Konzernkommunikation bei der [[Metro]] AG&lt;br /&gt;
*[[Katrin Dahm]], Personalchefin, Prokuristin der Tochterfirmen [[German Public Affairs GmbH]]  und [[TV Media Medien Management GmbH]] zuvor Prokuristin und Leiterin des WMP-Planungsstabes&lt;br /&gt;
*[[Michael Behrens]], Chief Operating Officer (COO), ehem. TV-Journalist und Leiter des Englischen Programms der Deutschen Welle Hörfunk. Zuletzt CEO von Mercedes-Benz Vietnam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: Internetauftritt WMP Eurocom &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Vorstand], wmp-ag.de abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsichtsrat ===&lt;br /&gt;
*[[Hans-Hermann Tiedje]], Vorsitzender, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, zuvor langjähriger Geschäftsführer, Gründer der [[TV Media GmbH]], davor u.a. Chefredakteur bei &amp;quot;Bild&amp;quot; und &amp;quot;Bunte&amp;quot; sowie bei Gruner+Jahr, persönlicher Berater von Helmut Kohl&lt;br /&gt;
*[[Eckhard Cordes]], Ex-Vorstand der [[Daimler]] AG, ehemaliger CEO der [[Metro AG]] und Franz Haniel &amp;amp; Cie. GmbH sowie ehemaliger Vorsitzender des [[Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft|Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Hans Eichel]], Mitglied des Kuratoriums Institute for Law and Finance, Goethe-Universität Frankfurt/Main, Bundesminister der Finanzen a.D., hessischer Ministerpräsident a.D.&lt;br /&gt;
*[[Ulrich Marseille]], Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, der 2010 vom Landgericht Halle wegen Bestechung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.is/9Co0 Oberlandesgericht Naumburg - Pressemitteilung vom 6. Juli 2011], archive.is, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/a-775539.html Ulrich Marseille tritt zurück], manager.magazin vom 20.07.2011, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Bernd Schmidbauer]], Staatsminister im Kabinett Helmut Kohl, i. d. Z. Koordinator der deutschen Geheimdienste&lt;br /&gt;
*[[Kristin Schwarz]], Unternehmerin in der Lebensmittel- und Fleischwarenindustrie (Schwarz Cranz)&lt;br /&gt;
*[[Reinhardt Töpel]], Transport-Unternehmer (ReiCo Logistik)&lt;br /&gt;
*[[Wendelin Wiedeking]], Ex-Vorstandsvorsitzender der Porsche AG&lt;br /&gt;
*[[Rezzo Schlauch]], ehemaliger Fraktionsvorsitzender [[Bündnis 90/Die Grünen]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Mitglieder:&lt;br /&gt;
* bis 2005: [[Hans Erich Bilges]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bis 2006: [[Hans-Dietrich Genscher]] (†)&lt;br /&gt;
* bis 2016: [[Roland Berger]], Gründungsmitglied; Gründer der Roland Berger Holding GmbH, Mitglied des Kuratoriums der [[Alfred Herrhausen Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-herrhausen-gesellschaft.de/de/kuratorium.htm Kuratorium der Alfred Herrhausen Gesellschaft], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://pr-journal.de/nachrichten/agenturen/18059-wmp-eurocom-ag-expandiert-und-uebernimmt-die-cortent-kommunikation-ag.html WMP EuroCom AG expandiert und übernimmt die Cortent Kommunikation AG]] PR Journal am 07.10.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Aufsichtsrat], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Senior Advisors===&lt;br /&gt;
*[[Klaus-Peter Schmidt-Deguelle]], war Chefredakteur bei VOX und als Redaktionsleiter bei ARD-Aktuell für die Tagesschau/ Tagesthemen verantwortlich, 1999-2005 Berater der Bundesregierung, davor Staatssekretär und Regierungssprecher in Hessen, Berater des Bundesfinanzministeriums unter [[Hans Eichel]], Gründer der WMP EuroCom-Tochter TV Media Medien Management GmbH&lt;br /&gt;
*[[Friedrich-Wilhelm Kramer]], vormaliger ARD-Korrespondent in Warschau, Chefredakteur NDR Hörfunk, Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, heute: Lehrbeauftragter für Medien und Politik in Hamburg und Riga&lt;br /&gt;
*[[Matthias Kasper]], Journalist und PR-Berater, zuvor Ressortleiter Welt am Sonntag und Vorstand der Agentur Cortent – u.a. Corporate Publishing und Content Marketing&lt;br /&gt;
*(ab 10/2017), [[Michael Fuchs]], bestens vernetzter CDU-Politker, Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.turi2.de/aktuell/cdu-politiker-michael-fuchs-heuert-bei-lobby-agentur-wmp-an/ CDU-Politiker Fuchs heuert bei Lobby-Agentur WMP an], turi2.de vom 02.10.2017, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Senior Advisors und Büroleitung], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunden (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
'''[[Marseille Kliniken]]''': Nachdem der Journalist [[Günter Wallraff]] in einem Pflegeheim des Marseille-Konzerns verdeckt ermittelt hatte, erstattete der Konzern Anzeige gegen RTL mit dem Vorwurf heimlicher Bild- und Tonaufnahmen. [[Katrin Dahm]], aktuelles Vorstandsmitglied der WMP EuroCom, erklärte im Namen der Marseille Kliniken, man habe &amp;quot;das nicht zuletzt zum Schutz der Bewohner getan&amp;quot;. Laut RTL wurde das Pflegeheim in Oldenburg ausgewählt, weil Wallraff mehrfach auf die Essensqualität in den Häusern der Marseille Kliniken hingewiesen worden wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/wo-wallraff-sich-einschleicht-undercover-in-der-oldenburger-grosskueche_a_29,0,866444952.html Undercover-Recherche in der Oldenburger Großküche], NWZ online vom 09.06.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kleidungskette [[KiK]]''': WMP-Geschäftsführer Inacker sprach davon, dass KiK mit einem innovativen Konzept die Branche verändert habe. Kik waren in der Vergangenheit oft Billiglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen in den Zuliefererländer vorgeworfen worden. Inacker sagte zu der neuen Kommunikationsstrategie für KiK: &amp;quot;KiK ist ein Unternehmen mit einem Gesicht – und zwar einem sympathischen. Das werden wir gemeinsam vermitteln.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/01/27/tiedje-firma-wmp-eurocom-soll-image-vom-billig-klamottenladen-kik-aufpolieren/ Tiedje-Firma WMP-Eurocom soll Image vom Billig-Klamottenladen KiK aufpolieren], Meedia am 27.01.2016, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Katar''': Wie Tiedje 2014 in einem Interview bestätigte, berät die WMP Katar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/09/09/meine-moral-wir-arbeiten-nicht-mit-maedchen-und-waffenhaendlern-zusammen/ „Meine Moral? Wir arbeiten nicht mit Mädchen- und Waffenhändlern zusammen“, Meedia am 09.09.2014], abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Microsoft]]''': Lt. ''stern'' zählt der Software- und Hardwarehersteller Microsoft zur Kundenliste von WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern am 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Krankenkasse KKH''': Die kaufmännische Krankenkasse KKH ist seit 2013 Kunde bei der WMP. Im Jahr zuvor hatte WMP Peer Steinbrück als Redner für ein KKH-Allianz-Forum vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern vom 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Idee zur Gründung der WMP EuroCom entstand auf der Terasse von [[Hans-Dietrich Genscher|Hans-Dietrich Genschers]] Privathaus, welcher selbst als Aktionär und Aufsichtsratschef in die Unternehmung mit einstieg. Der ebenfalls anwesende Bundesbankpräsident a.D., Karl Otto Pöhl, förderte das Vorhaben durch Empfehlungsschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der weiteren Gründer war der ehemalige Chefredakteur der &amp;quot;Bild&amp;quot;, [[Hans-Erich Bilges]], der Ende 2005 ausstieg, um im Januar 2006 die Kommunikationsberatungsfirma [[Consultum Communications]] zu gründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;consult1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.consultum.de/index.php?de_geschaeftsfuehrung Consultum Communications - Geschäftsführung] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Consultum Communications arbeitet allerdings weiterhin eng mit der WMP zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,393296,00.html Hans-Erich Bilges: Ex-&amp;quot;Bild&amp;quot;-Chef gründet Berater-Firma] Manager Magazin vom 03. Januar 2006, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.stern.de/politik/deutschland/tillack/hans-martin-tillack-6823040.html Hans-Martin Tillack: Die geheimen Kunden der Lobbyisten, stern.de vom 07.01.2016]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public Affairs: Das Netz], Zeit online 2002, abgerufen am 05.04.2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PR-Agentur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66090</id>
		<title>WMP Eurocom</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66090"/>
		<updated>2018-11-27T15:01:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: /* Fallbeispiele und Kritik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = WMP EUROCOM AG&lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Beratung in den Bereichen Wirtschaft, Medien und Politik&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Katharina-Heinroth-Ufer 1, 10787 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = &lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://wmp-ag.de/ wmp-ag.de/]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''WMP EuroCom AG''' ist eine Lobby- und PR-Agentur, die ihren Klienten durch ihr weites Netzwerk aus Kontakten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern verschafft. Gleichzeitig verfügt sie über sehr gute Verbindungen zur deutschen Medienlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Kernpunkt der Lobbyarbeit der WMP EuroCom ist die Vermittlung von exklusiven Treffen der Klienten mit den relevanten politischen Entscheidungsträgern. Hierbei wird dem Kunden die Möglichkeit gegeben, in kleinen und vor allem geschlossenen Kreisen &amp;quot;Überzeugungsarbeit&amp;quot; für das jeweilige Projekt zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben verfügt die WMP dazu über &amp;quot;persönliche und vertrauensvolle Verbindungen zu Entscheidern in Medien, Wirtschaft, Verbänden, Politik und Verwaltung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-gesamtprofil/ WMP - Das Gesamtprofil], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Säule der Lobbyarbeit der WMP ist das Lancieren von wohlgesonnenen Medienberichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Essentiell hierfür ist die hervorragende Vernetzung der WMP, bzw. ihrer Mitarbeiter, mit diversen Leitmedien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Ziel unserer Arbeit ist es, journalistisch interessante Botschaften unserer Partner bzw. Kunden der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir arbeiten mit den Medien zusammen. Wir finden und formulieren diese Botschaften. Dabei geht es weder um Imagekosmetik noch um Illusionsbildung. Als vormalige oder noch aktive leitende Redakteure sowie als Publizisten sind wir strikt journalistischen Grundsätzen und Überzeugungen verpflichtet. Nur so werden wir von den Blattmachern und Sender-Verantwortlichen sowie anderen Ansprechpartnern der Medien akzeptiert.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-know-how/ WMP - Das Know-How], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So werden beispielsweise Kommentare oder ausführliche Portraits in Leitmedien verbreitet, in denen die Kunden die Möglichkeit haben, ihre &amp;quot;Sicht&amp;quot; einer breiten Öffentlichkeit darzulegen und so unter dem Deckmantel eines vermeintlich seriösen Journalismus Kampagnenarbeit zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP-Tochterfirma TV-Media produziert u.a. für den [[MDR]]. So können beispielsweise in Talkshows Kunden oder zumindest deren Interessenvertreter platziert werden. In der von TV-Media produzierten Show „Ein Kessel DDR“ saß zum Beispiel [[Hans-Dietrich Genscher]] als Gast auf dem Sofa. Laut ''Spiegel'' war auch der ehemalige MDR-Intendant [[Udo Reiter]] der WMP über einen persönlichen Beratervertrag verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29341618.html Beraten und Verkauft] Der Spiegel 49/2003, abgerufen am 29.03.2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP verfügt über 2 von der CDU bereitgestellte Hausausweise für den Deutschen Bundestag.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/sites/abgeordnetenwatch.de/files/hausausweisliste_korrigiert.pdf Liste der Hausausweise], S.13, abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 24.03.16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit für Saudi Arabien ===&lt;br /&gt;
Von 2015 bis November 2018 arbeitete WMP Eurocom für Saudi Arabien. Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zahlten die Saudis eine sechsstellige Summe, damit die Agentur das Image des Königreiches in Deutschland verbessere.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Tagesspiegel ist das nur ein Bruchteil dessen, was das Land jedes Jahr in Lobbyarbeit investiert: Auch in Washington, London und Brüssel habe das Königshaus demzufolge zahlreiche PR-Agenturen angeheuert, allein in den USA seit den Terroranschlägen vom 11. September 2011 etwa 100 Millionen Dollar ausgegeben. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/saudi-arabien-und-der-westen-die-lobbyisten-der-saudis/23678834.html Die Lobbyisten der Saudis], Tagesspiegel, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gab es verstärkt Kritik an der Arbeit von WMP für Saudi Arabien. Im Novermber zitierte die Bild am Sonntag aus einem internen WMP-Bericht, der offenbar für seine Kunden bestimmt war. Darin rühmte sich die Agentur ihrer guten Kontakte zu deutschen Journalisten und behauptete, durch ihre Arbeit seien in mindestens einem Fall „positive Artikel“ über Saudi-Arabien erschienen. Zugleich warb die Agentur mit einem Netzwerk, das „einen schnellen Zugang“ zum Kanzleramt, zum Bundespräsidenten, zu Ministerien, dem Deutschen Fußball-Bund oder Wirtschaftskonzernen wie Airbus garantiere. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Medienberichte verkündete WMP im November 2018, seine Arbeit für das saudische Königshaus zu beenden. „Nach der schrecklichen Tat müssen wir heute feststellen, dass sowohl unsere Mittlerrolle als auch die Möglichkeiten, die Reformkräfte zu unterstützen, von der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr gesehen und von uns deshalb nicht vertreten werden können“, begründete WMP-Chef Michael Inacker den Schritt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://meedia.de/2018/11/26/bild-zeitung-hat-genau-jene-unterstuetzung-in-anspruch-genommen-die-sie-jetzt-an-den-pranger-stellt-wmp-chef-inacker-kritisiert-blut-scheich-enthuellung-der-bams/ WMP-Chef Inacker kritisiert “Blut-Scheich”-Enthüllung der BamS], meedia, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehung zum Deutschen Digital Institut ===&lt;br /&gt;
Das [[Deutsche Digital Institut]] (DDI) ist mit der WMP EuroCom eng verbunden: Der Beiratsvorsitzende des DDI, [[Bernd Schiphorst]], ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der WMP. DDI und die WMP haben die gleiche Anschrift, die Domainadresse des DDI gehört der WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.denic.de/webwhois-web20/accepted-angenommen WMP ist Domaininhaber der Webseite des DDI], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen dieser Verflechtungen warf der Stern-Journalist [[Hans-Martin Tillack]] der WMP vor, unter dem Deckmantel eines vermeintlich unabhängigen Forschungsinstituts zu agieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/digital/microsoft-gegen-google---machte-der-us-digitalkonzern-negativ-pr-gegen-den-suchmaschinenbetreiber--6606320.html Ließ Microsoft den Rivalen Google schlechtmachen?], stern vom 16.12.2015, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem finden sich auf der Homepage des DDI [[Google]]-kritische Pressemeldungen wie etwa „Such-Alternativen: Meine Woche ohne Google“ (November 2014) oder „Profilbildung: Datenschützer droht Google mit Zwangsgeld“ (September 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://deutsches-digital-institut.de/presse/ Pressebereich des Deutschen Digital Instituts], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da einer der Kunden der WMP der [[Google]]-Konkurrent [[Microsoft]] ist, entstand der Verdacht der verdeckten PR-Arbeit. Außerdem gab Torsten Fricke, der laut ''Stern'' bei der WMP zuvor den Kunden Microsoft betreute, im April 2015 das Buch &amp;quot;Die Akte Google – Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; heraus, welches sich hauptsächlich der Kritik an der Macht von Google widmet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amazon.de/Die-Akte-Google-missbraucht-manipuliert/dp/3776627638 &amp;quot;Die Akte Google: Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; bei Amazon], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; WMP-Chef Inacker betonte im April 2016 hingegen, dass seine Agentur keine verdeckte PR mache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://prreport.de/home/aktuell/article/10609-da-waeren-wir-mit-dem-klammerbeutel-gepudert/ Interview mit WMP-Chef Michael Inacker], PR Report vom 03.04.2016, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014 und 2015: Rechtsstreit mit dem stern-Journalisten Hans-Martin Tillack===&lt;br /&gt;
Im Herbst 2014 verklagte der damalige WMP-Geschäftsführer [[Hans-Hermann Tiedje]] den stern-Journalisten [[Hans-Martin Tillack]] wegen Verdachts der üblen Nachrede. Tillack hatte zuvor in seinem Blog mögliche Indizien dafür beschrieben, dass die Kampagne &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot; während des Wahlkampfes 2009 ein Beispiel für versteckte Parteienfinanzierung gewesen wäre, bei der auch die WMP mitgewirkt hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/cdu-freundliche-wahlwerbung-das-millionenspiel-mit--tolles-thueringen--3622374.html Das Millionenspiel mit &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot;], Stern vom 29.08.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Tiedje eine Beteiligung der WMP verneinte, griff Tillack diese Aussage ironisch in seinem Blog auf, woraufhin Tiedje Anzeige erstellte. Die Staatsanwaltschaft Berlin stellte die Ermittlungen gegen Tillack im November 2014 ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/11/10/keine-ueble-nachrede-gegen-tiedje-staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-gegen-stern-mann-tillack-ein/ Keine üble Nachrede gegen Tiedje: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen stern-Mann Tillack ein], Meedia am 10.11.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In einem 2. Rechtsstreit zwischen Tiedje und Tillack ging es um Tillacks Aussage, dass die WMP für den französischen Ölkonzern [[Total]] arbeite. Im Mai 2015 einigten sich Tiedje und Tillack auf einen Vergleich und Tillack verpflichtete sich, nicht mehr zu erklären, dass Total zum Kundenkreis der WMP gehöre. Tillack wies darauf hin, diesen Schluss einst gezogen zu haben, da es bei der WMP über Monate einen Betreuer für Total gegeben habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/05/20/tiedje-tillack-und-der-prozess-um-die-total-falschberichterstattung/ Tiedje, Tillack und der Prozess um die „Total-Falschberichterstattung“], Meedia am 20.05.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: Tiedje verteidigt Steinbrück in Bild-Kommentar===&lt;br /&gt;
Nachdem [[Peer Steinbrück]] für seine Einnahmen aus Redneraufträgen in die Kritik geraten war, verteidigte Tiedje ihn in einem Bild-Kommentar. Seiner Meinung nach habe Steinbrück &amp;quot;nichts falsch gemacht&amp;quot;, sondern werde in einer &amp;quot;Gesellschaft des Neides&amp;quot; fälschlicherweise verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/news/standards/bild-kommentar/steinbrueck-und-der-neid-26609834.bild.html Steinbrück und der Neid], Bild vom 08.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei erwähnte Tiedje jedoch nicht, dass die WMP Steinbrück im selben Jahr einen Rednerauftrag der Stufe 3, also in Höhe von über 7.000 Euro, vermittelt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/dokumentation-die-steinbrueck-liste-so-aktiv-war-der-spd-mann_aid_834978.html Die Steinbrück-Liste: Alle Nebenjobs des SPD-Manns], Focus online vom 09.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2009: Lobbying gegen staatliche Unterstützung für Karstadt===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens von [[Karstadt]] betonte [[Eckhard Cordes]], Aufsichtsratsmitglied der WMP, dass Karstadt als Ganzes keine wirtschaftlichen Perspektiven habe. Stattdessen plädierte er für eine Fusion von [[Kaufhof]] und Karstadt und die Bildung einer &amp;quot;Deutschen Warenhaus AG&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/kaufhaeuser-metro-chef-gibt-karstadt-keine-chance_aid_462947.html Metro-Chef gibt Karstadt keine Chance], Focus vom 14.12.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cordes wurde vorgeworfen, in seiner damaligen Funktion als [[Metro]]-Chef mit seinen Vorschlägen nicht eine Branchenlösung anzustreben, sondern eigene Konzerninteressen der Metro-Tochter Galeria Kaufhof zu verfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes-seite-2/5142210-2.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Fusionsidee erhielt er Gehör von Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] sowie vom damaligen Wirtschaftsminister [[Karl-Theodor zu Guttenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/treffen-mit-merkel-metro-erwaegt-karstadt-uebernahme-a-628443.html Treffen mit Merkel: Metro erwägt Karstadt-Übernahme], Spiegel online vom 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/arcandor-krise-guttenberg-favorisiert-karstadt-kaufhof-fusion-a-628466.html Arcandor-Krise: Guttenberg favorisiert Karstadt-Kaufhof-Fusion] Spiegel online am 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus warb Cordes bei seinen Gesprächen mit hochrangigen Politikern erfolgreich dafür, Karstadts Bitte um eine Staatsbürgschaft nicht nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes/5142210.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bundesregierung lehnte die Staatsbürgschaft für Karstadt im Juni 2009 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article3883823/Bund-lehnt-Staatsbuergschaft-fuer-Arcandor-ab.html Bund lehnt Staatsbürgschaft für Arcandor ab], Welt vom 08.06.2009, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Vergabeaffäre der Bundesagentur für Arbeit===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Vergaberecht in der [[Bundesagentur für Arbeit]] (BA) geriet Ende 2003 auch die WMP in die Schlagzeilen. Die BA hatte hier einen 1,3-Millionen-Euro-Auftrag rechtswidrig ohne Ausschreibung an die WMP vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.netzeitung.de/deutschland/270294.html BA-Verwaltungsrat entzieht Gerster Vertrauen] Netzzeitung vom 24. Januar 2004, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde bekannt, dass BA-Chef [[Florian Gerster]] schon vorher mit der WMP zusammengearbeitet und sich mindestens einmal bereiterklärt hatte, angeblich kostenlos, als Gastredner für eine Image-Veranstaltung eines WMP-Kunden aufzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,277249,00.html Bundesanstalt für Arbeit: Gersters teure BMW-Flotte] Spiegel Online vom 06. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerster wurde im Zusammenhang mit der BA-Affäre entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Imagekampagne für die Wirtschaft in Sachsen===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit einer Imagekampagne für das Land Sachsen musste der damalige Vorstand der WMP, [[Hans-Erich Bilges]], im November 2003 vor dem sogenannten Sachsenring-Untersuchungsausschuss aussagen. Die [[Die Linke|PDS]] warf der sächsischen Staatsregierung vor, mit der von der WMP geleiteten PR-Kampagne „Sachsen den Sachsen“ eine versteckte CDU-Wahlkampagne initiiert zu haben und nicht, wie von Seiten der CDU behauptet, eine „Imagekampagne“ für die sächsische Wirtschaft.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Untersuchungsausschuss räumte Bilges ein, er habe sich im Vorfeld der Kampagne mit mehreren Vertretern der Staatsregierung getroffen. Auch wurden die PDS und die [[SPD]] als &amp;quot;Gegner&amp;quot; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,275583,00.html Sachsenring: Gut für die Wirtschaft, schlecht fürs Image] Manager Magazin vom 26. November 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die WMP musste sich allerdings 2003 wieder aus dem mit 200.000 Euro dotierten Beratervertrag zurückziehen, weil bekannt wurde, dass der Vertrag nicht öffentlich ausgeschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/lobbying-bewerber-abgeschossen_aid_198258.html LOBBYING: „Bewerber abgeschossen“] Focus vom 01. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2001: Lobbying für BP bei der Aral-Übernahme und bei der E.on-Ruhrgas-Übernahme ===&lt;br /&gt;
Bei der geplanten Übernahme der Tankstellenkette [[Aral]] durch den Ölkonzern [[BP]] war die WMP involviert. BP plante von [[E.ON]] die Tankstellenkette Aral zu übernehmen und E.ON war im Gegenzug an den BP-Anteilen von [[Ruhrgas]] interessiert. Da die Übernahme von Aral vor dem Kartellamt hätte scheitern können, versuchte BP schon im Vorfeld der Übernahme die öffentliche Wahrnehmung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Hierzu organisierte WMP Gespräche und Treffen zwischen dem BP-Chef [[Lord John Browne]] mit Fraktionsvorsitzenden, Ausschussvorsitzenden und Ministerialbeamten. Auch ein Lunch mit politischen Eliten, inklusive Dinner-Speech von Browne, wurde von WMP initiiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Gleichzeitig lancierte eine Medienkampagne. Hierzu organisierte die WMP ein Interview mit Browne im ''Spiegel'' und ein ausführliches Portrait in der ''Welt am Sonntag''.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um E.ON in der Ruhrgas-Übernahme zu unterstützen, versuchte die WMP ebenfalls über die Medien positive Assoziationen zu generieren. Beispielsweise sprach sich [[Günther Rexrodt]] (FDP), ehemaliger Wirtschaftsminister, in einem Artikel in ''Die Welt'' für die geplante E.ON-Ruhrgas-Übernahme aus. Rexrodt war gleichzeitig Finanzvorstand von WMP, die zu dieser Zeit von BP bezahlt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2000: Übernahme der Bewag durch Vattenfall===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 plante [[Vattenfall]] den Berliner Energieversorger [[Bewag]] zu übernehmen. Der damalige Eigner der Bewag, [[E.ON]], einigte sich mit Vattenfall Anfang August 2000 auf die Übernahme, ohne jedoch das Mitspracherecht des Berliner Senats zu beachten. Hier blockierten die beiden [[CDU]] Senatoren [[Peter Kurth]] und [[Wolfgang Branoer]] die Übernahme durch Vattenfall mit einer einstweiligen Verfügung, weil sich der Senat schon auf einen anderen Investor geeinigt hatte. Daraufhin schaltete Vattenfall die WMP ein. Deren Vorstand, [[Hans-Erich Bilges]], traf sich mit dem damaligen Bürgermeister [[Eberhard Diepgen]] (CDU), der hierauf sagte, alles würde für Vattenfall sprechen. Der Berliner Senat zog auf Druck Diepgens die einstweilige Verfügung zurück. Die WMP arrangierte zusätzlich weitere Treffen zwischen dem Vattenfall-Vorstandschef Josefsson und dem damaligen sächsischen Wirtschaftsminister [[Kajo Schommer]] (CDU) sowie mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister [[Werner Müller]] (parteilos).&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das intensive Lobbying der WMP und die &amp;quot;Empfänglichkeit&amp;quot; der jeweiligen Politiker kam schließlich die Übernahme der Bewag durch Vattenfall zu Stande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
===Unternehmen der Gruppe und Großaktionäre===&lt;br /&gt;
Zur WMP Gruppe gehören die folgenden Unternehmen: WMP EUROCOM AG, WMP FINANZKOMMUNIKATION GMBH,  WMP HEALTHCARE GMBH, GPA GERMAN PUBLIC AFFAIRS GMBH und TV MEDIA MEDIEN MANAGEMENT GMBH. Größte Anteilseigner der Gruppe sind [[Hans-Hermann Tiedje]] und Wendelin Wiedeking.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/die-wmp-story-grosse-persoenlichkeiten-schrieben-die-erfolgsgeschichte/ Große Persönlichkeiten schrieben die Erfolgsgeschichte], wmp-ag.de, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
*[[Michael J. Inacker]], CEO, Mitglied des Vorstands der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik | Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgap.org/de/gesellschaft/ueber-uns/gremien Vorstand der DGAP], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Beirats der [[Atlantische Initiative | Atlantischen Initiative]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://atlantische-initiative.org/ueber-uns/verein/ Beirat der Atlantischen Initiative], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, zuvor u.a. Mitbegründer der &amp;quot;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&amp;quot;, Direktor für Politik und Außenbeziehungen bei [[Daimler]], Leiter der Konzernkommunikation bei der [[Metro]] AG&lt;br /&gt;
*[[Katrin Dahm]], Personalchefin, Prokuristin der Tochterfirmen [[German Public Affairs GmbH]]  und [[TV Media Medien Management GmbH]] zuvor Prokuristin und Leiterin des WMP-Planungsstabes&lt;br /&gt;
*[[Michael Behrens]], Chief Operating Officer (COO), ehem. TV-Journalist und Leiter des Englischen Programms der Deutschen Welle Hörfunk. Zuletzt CEO von Mercedes-Benz Vietnam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: Internetauftritt WMP Eurocom &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Vorstand], wmp-ag.de abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsichtsrat ===&lt;br /&gt;
*[[Hans-Hermann Tiedje]], Vorsitzender, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, zuvor langjähriger Geschäftsführer, Gründer der [[TV Media GmbH]], davor u.a. Chefredakteur bei &amp;quot;Bild&amp;quot; und &amp;quot;Bunte&amp;quot; sowie bei Gruner+Jahr, persönlicher Berater von Helmut Kohl&lt;br /&gt;
*[[Eckhard Cordes]], Ex-Vorstand der [[Daimler]] AG, ehemaliger CEO der [[Metro AG]] und Franz Haniel &amp;amp; Cie. GmbH sowie ehemaliger Vorsitzender des [[Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft|Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Hans Eichel]], Mitglied des Kuratoriums Institute for Law and Finance, Goethe-Universität Frankfurt/Main, Bundesminister der Finanzen a.D., hessischer Ministerpräsident a.D.&lt;br /&gt;
*[[Ulrich Marseille]], Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, der 2010 vom Landgericht Halle wegen Bestechung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.is/9Co0 Oberlandesgericht Naumburg - Pressemitteilung vom 6. Juli 2011], archive.is, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/a-775539.html Ulrich Marseille tritt zurück], manager.magazin vom 20.07.2011, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Bernd Schmidbauer]], Staatsminister im Kabinett Helmut Kohl, i. d. Z. Koordinator der deutschen Geheimdienste&lt;br /&gt;
*[[Kristin Schwarz]], Unternehmerin in der Lebensmittel- und Fleischwarenindustrie (Schwarz Cranz)&lt;br /&gt;
*[[Reinhardt Töpel]], Transport-Unternehmer (ReiCo Logistik)&lt;br /&gt;
*[[Wendelin Wiedeking]], Ex-Vorstandsvorsitzender der Porsche AG&lt;br /&gt;
*[[Rezzo Schlauch]], ehemaliger Fraktionsvorsitzender [[Bündnis 90/Die Grünen]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Mitglieder:&lt;br /&gt;
* bis 2005: [[Hans Erich Bilges]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bis 2006: [[Hans-Dietrich Genscher]] (†)&lt;br /&gt;
* bis 2016: [[Roland Berger]], Gründungsmitglied; Gründer der Roland Berger Holding GmbH, Mitglied des Kuratoriums der [[Alfred Herrhausen Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-herrhausen-gesellschaft.de/de/kuratorium.htm Kuratorium der Alfred Herrhausen Gesellschaft], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://pr-journal.de/nachrichten/agenturen/18059-wmp-eurocom-ag-expandiert-und-uebernimmt-die-cortent-kommunikation-ag.html WMP EuroCom AG expandiert und übernimmt die Cortent Kommunikation AG]] PR Journal am 07.10.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Aufsichtsrat], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Senior Advisors===&lt;br /&gt;
*[[Klaus-Peter Schmidt-Deguelle]], war Chefredakteur bei VOX und als Redaktionsleiter bei ARD-Aktuell für die Tagesschau/ Tagesthemen verantwortlich, 1999-2005 Berater der Bundesregierung, davor Staatssekretär und Regierungssprecher in Hessen, Berater des Bundesfinanzministeriums unter [[Hans Eichel]], Gründer der WMP EuroCom-Tochter TV Media Medien Management GmbH&lt;br /&gt;
*[[Friedrich-Wilhelm Kramer]], vormaliger ARD-Korrespondent in Warschau, Chefredakteur NDR Hörfunk, Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, heute: Lehrbeauftragter für Medien und Politik in Hamburg und Riga&lt;br /&gt;
*[[Matthias Kasper]], Journalist und PR-Berater, zuvor Ressortleiter Welt am Sonntag und Vorstand der Agentur Cortent – u.a. Corporate Publishing und Content Marketing&lt;br /&gt;
*(ab 10/2017), [[Michael Fuchs]], bestens vernetzter CDU-Politker, Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.turi2.de/aktuell/cdu-politiker-michael-fuchs-heuert-bei-lobby-agentur-wmp-an/ CDU-Politiker Fuchs heuert bei Lobby-Agentur WMP an], turi2.de vom 02.10.2017, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Senior Advisors und Büroleitung], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunden (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
'''[[Marseille Kliniken]]''': Nachdem der Journalist [[Günter Wallraff]] in einem Pflegeheim des Marseille-Konzerns verdeckt ermittelt hatte, erstattete der Konzern Anzeige gegen RTL mit dem Vorwurf heimlicher Bild- und Tonaufnahmen. [[Katrin Dahm]], aktuelles Vorstandsmitglied der WMP EuroCom, erklärte im Namen der Marseille Kliniken, man habe &amp;quot;das nicht zuletzt zum Schutz der Bewohner getan&amp;quot;. Laut RTL wurde das Pflegeheim in Oldenburg ausgewählt, weil Wallraff mehrfach auf die Essensqualität in den Häusern der Marseille Kliniken hingewiesen worden wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/wo-wallraff-sich-einschleicht-undercover-in-der-oldenburger-grosskueche_a_29,0,866444952.html Undercover-Recherche in der Oldenburger Großküche], NWZ online vom 09.06.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kleidungskette [[KiK]]''': WMP-Geschäftsführer Inacker sprach davon, dass KiK mit einem innovativen Konzept die Branche verändert habe. Kik waren in der Vergangenheit oft Billiglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen in den Zuliefererländer vorgeworfen worden. Inacker sagte zu der neuen Kommunikationsstrategie für KiK: &amp;quot;KiK ist ein Unternehmen mit einem Gesicht – und zwar einem sympathischen. Das werden wir gemeinsam vermitteln.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/01/27/tiedje-firma-wmp-eurocom-soll-image-vom-billig-klamottenladen-kik-aufpolieren/ Tiedje-Firma WMP-Eurocom soll Image vom Billig-Klamottenladen KiK aufpolieren], Meedia am 27.01.2016, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Katar''': Wie Tiedje 2014 in einem Interview bestätigte, berät die WMP Katar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/09/09/meine-moral-wir-arbeiten-nicht-mit-maedchen-und-waffenhaendlern-zusammen/ „Meine Moral? Wir arbeiten nicht mit Mädchen- und Waffenhändlern zusammen“, Meedia am 09.09.2014], abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Microsoft]]''': Lt. ''stern'' zählt der Software- und Hardwarehersteller Microsoft zur Kundenliste von WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern am 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Krankenkasse KKH''': Die kaufmännische Krankenkasse KKH ist seit 2013 Kunde bei der WMP. Im Jahr zuvor hatte WMP Peer Steinbrück als Redner für ein KKH-Allianz-Forum vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern vom 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Idee zur Gründung der WMP EuroCom entstand auf der Terasse von [[Hans-Dietrich Genscher|Hans-Dietrich Genschers]] Privathaus, welcher selbst als Aktionär und Aufsichtsratschef in die Unternehmung mit einstieg. Der ebenfalls anwesende Bundesbankpräsident a.D., Karl Otto Pöhl, förderte das Vorhaben durch Empfehlungsschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der weiteren Gründer war der ehemalige Chefredakteur der &amp;quot;Bild&amp;quot;, [[Hans-Erich Bilges]], der Ende 2005 ausstieg, um im Januar 2006 die Kommunikationsberatungsfirma [[Consultum Communications]] zu gründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;consult1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.consultum.de/index.php?de_geschaeftsfuehrung Consultum Communications - Geschäftsführung] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Consultum Communications arbeitet allerdings weiterhin eng mit der WMP zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,393296,00.html Hans-Erich Bilges: Ex-&amp;quot;Bild&amp;quot;-Chef gründet Berater-Firma] Manager Magazin vom 03. Januar 2006, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.stern.de/politik/deutschland/tillack/hans-martin-tillack-6823040.html Hans-Martin Tillack: Die geheimen Kunden der Lobbyisten, stern.de vom 07.01.2016]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public Affairs: Das Netz], Zeit online 2002, abgerufen am 05.04.2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PR-Agentur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66089</id>
		<title>WMP Eurocom</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66089"/>
		<updated>2018-11-27T15:00:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: /* Fallbeispiele und Kritik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = WMP EUROCOM AG&lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Beratung in den Bereichen Wirtschaft, Medien und Politik&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Katharina-Heinroth-Ufer 1, 10787 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = &lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://wmp-ag.de/ wmp-ag.de/]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''WMP EuroCom AG''' ist eine Lobby- und PR-Agentur, die ihren Klienten durch ihr weites Netzwerk aus Kontakten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern verschafft. Gleichzeitig verfügt sie über sehr gute Verbindungen zur deutschen Medienlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Kernpunkt der Lobbyarbeit der WMP EuroCom ist die Vermittlung von exklusiven Treffen der Klienten mit den relevanten politischen Entscheidungsträgern. Hierbei wird dem Kunden die Möglichkeit gegeben, in kleinen und vor allem geschlossenen Kreisen &amp;quot;Überzeugungsarbeit&amp;quot; für das jeweilige Projekt zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben verfügt die WMP dazu über &amp;quot;persönliche und vertrauensvolle Verbindungen zu Entscheidern in Medien, Wirtschaft, Verbänden, Politik und Verwaltung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-gesamtprofil/ WMP - Das Gesamtprofil], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Säule der Lobbyarbeit der WMP ist das Lancieren von wohlgesonnenen Medienberichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Essentiell hierfür ist die hervorragende Vernetzung der WMP, bzw. ihrer Mitarbeiter, mit diversen Leitmedien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Ziel unserer Arbeit ist es, journalistisch interessante Botschaften unserer Partner bzw. Kunden der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir arbeiten mit den Medien zusammen. Wir finden und formulieren diese Botschaften. Dabei geht es weder um Imagekosmetik noch um Illusionsbildung. Als vormalige oder noch aktive leitende Redakteure sowie als Publizisten sind wir strikt journalistischen Grundsätzen und Überzeugungen verpflichtet. Nur so werden wir von den Blattmachern und Sender-Verantwortlichen sowie anderen Ansprechpartnern der Medien akzeptiert.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-know-how/ WMP - Das Know-How], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So werden beispielsweise Kommentare oder ausführliche Portraits in Leitmedien verbreitet, in denen die Kunden die Möglichkeit haben, ihre &amp;quot;Sicht&amp;quot; einer breiten Öffentlichkeit darzulegen und so unter dem Deckmantel eines vermeintlich seriösen Journalismus Kampagnenarbeit zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP-Tochterfirma TV-Media produziert u.a. für den [[MDR]]. So können beispielsweise in Talkshows Kunden oder zumindest deren Interessenvertreter platziert werden. In der von TV-Media produzierten Show „Ein Kessel DDR“ saß zum Beispiel [[Hans-Dietrich Genscher]] als Gast auf dem Sofa. Laut ''Spiegel'' war auch der ehemalige MDR-Intendant [[Udo Reiter]] der WMP über einen persönlichen Beratervertrag verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29341618.html Beraten und Verkauft] Der Spiegel 49/2003, abgerufen am 29.03.2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP verfügt über 2 von der CDU bereitgestellte Hausausweise für den Deutschen Bundestag.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/sites/abgeordnetenwatch.de/files/hausausweisliste_korrigiert.pdf Liste der Hausausweise], S.13, abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 24.03.16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit für Saudi Arabien ===&lt;br /&gt;
Von 2015 bis November 2018 arbeitete WMP Eurocom für Saudi Arabien. Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zahlten die Saudis eine sechsstellige Summe, damit die Agentur das Image des Königreiches in Deutschland verbessere.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Tagesspiegel ist das nur ein Bruchteil dessen, was das Land jedes Jahr in Lobbyarbeit investiert: Auch in Washington, London und Brüssel habe das Königshaus demzufolge zahlreiche PR-Agenturen angeheuert, allein in den USA seit den Terroranschlägen vom 11. September 2011 etwa 100 Millionen Dollar ausgegeben. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/saudi-arabien-und-der-westen-die-lobbyisten-der-saudis/23678834.html Die Lobbyisten der Saudis], Tagesspiegel, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gab es verstärkt Kritik an der Arbeit von WMP für Saudi Arabien. Im Novermber zitierte die Bild am Sonntag aus einem internen WMP-Bericht, der offenbar für seine Kunden bestimmt war. Darin rühmte sich die Agentur ihrer guten Kontakte zu deutschen Journalisten und behauptete, durch ihre Arbeit seien in mindestens einem Fall „positive Artikel“ über Saudi-Arabien erschienen. Zugleich warb die Agentur mit einem Netzwerk, das „einen schnellen Zugang“ zum Kanzleramt, zum Bundespräsidenten, zu Ministerien, dem Deutschen Fußball-Bund oder Wirtschaftskonzernen wie Airbus garantiere. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Medienberichte verkündete WMP im November 2018, seine Arbeit für das saudische Königshaus zu beenden. „Nach der schrecklichen Tat müssen wir heute feststellen, dass sowohl unsere Mittlerrolle als auch die Möglichkeiten, die Reformkräfte zu unterstützen, von der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr gesehen und von uns deshalb nicht vertreten werden können“, begründete WMP-Chef Michael Inacker den Schritt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://meedia.de/2018/11/26/bild-zeitung-hat-genau-jene-unterstuetzung-in-anspruch-genommen-die-sie-jetzt-an-den-pranger-stellt-wmp-chef-inacker-kritisiert-blut-scheich-enthuellung-der-bams/ WMP-Chef Inacker kritisiert “Blut-Scheich”-Enthüllung der BamS], meedia, abgerufen am 27.11.2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehung zum Deutschen Digital Institut ===&lt;br /&gt;
Das [[Deutsche Digital Institut]] (DDI) ist mit der WMP EuroCom eng verbunden: Der Beiratsvorsitzende des DDI, [[Bernd Schiphorst]], ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der WMP. DDI und die WMP haben die gleiche Anschrift, die Domainadresse des DDI gehört der WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.denic.de/webwhois-web20/accepted-angenommen WMP ist Domaininhaber der Webseite des DDI], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen dieser Verflechtungen warf der Stern-Journalist [[Hans-Martin Tillack]] der WMP vor, unter dem Deckmantel eines vermeintlich unabhängigen Forschungsinstituts zu agieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/digital/microsoft-gegen-google---machte-der-us-digitalkonzern-negativ-pr-gegen-den-suchmaschinenbetreiber--6606320.html Ließ Microsoft den Rivalen Google schlechtmachen?], stern vom 16.12.2015, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem finden sich auf der Homepage des DDI [[Google]]-kritische Pressemeldungen wie etwa „Such-Alternativen: Meine Woche ohne Google“ (November 2014) oder „Profilbildung: Datenschützer droht Google mit Zwangsgeld“ (September 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://deutsches-digital-institut.de/presse/ Pressebereich des Deutschen Digital Instituts], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da einer der Kunden der WMP der [[Google]]-Konkurrent [[Microsoft]] ist, entstand der Verdacht der verdeckten PR-Arbeit. Außerdem gab Torsten Fricke, der laut ''Stern'' bei der WMP zuvor den Kunden Microsoft betreute, im April 2015 das Buch &amp;quot;Die Akte Google – Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; heraus, welches sich hauptsächlich der Kritik an der Macht von Google widmet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amazon.de/Die-Akte-Google-missbraucht-manipuliert/dp/3776627638 &amp;quot;Die Akte Google: Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; bei Amazon], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; WMP-Chef Inacker betonte im April 2016 hingegen, dass seine Agentur keine verdeckte PR mache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://prreport.de/home/aktuell/article/10609-da-waeren-wir-mit-dem-klammerbeutel-gepudert/ Interview mit WMP-Chef Michael Inacker], PR Report vom 03.04.2016, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014 und 2015: Rechtsstreit mit dem stern-Journalisten Hans-Martin Tillack===&lt;br /&gt;
Im Herbst 2014 verklagte der damalige WMP-Geschäftsführer [[Hans-Hermann Tiedje]] den stern-Journalisten [[Hans-Martin Tillack]] wegen Verdachts der üblen Nachrede. Tillack hatte zuvor in seinem Blog mögliche Indizien dafür beschrieben, dass die Kampagne &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot; während des Wahlkampfes 2009 ein Beispiel für versteckte Parteienfinanzierung gewesen wäre, bei der auch die WMP mitgewirkt hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/cdu-freundliche-wahlwerbung-das-millionenspiel-mit--tolles-thueringen--3622374.html Das Millionenspiel mit &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot;], Stern vom 29.08.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Tiedje eine Beteiligung der WMP verneinte, griff Tillack diese Aussage ironisch in seinem Blog auf, woraufhin Tiedje Anzeige erstellte. Die Staatsanwaltschaft Berlin stellte die Ermittlungen gegen Tillack im November 2014 ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/11/10/keine-ueble-nachrede-gegen-tiedje-staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-gegen-stern-mann-tillack-ein/ Keine üble Nachrede gegen Tiedje: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen stern-Mann Tillack ein], Meedia am 10.11.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In einem 2. Rechtsstreit zwischen Tiedje und Tillack ging es um Tillacks Aussage, dass die WMP für den französischen Ölkonzern [[Total]] arbeite. Im Mai 2015 einigten sich Tiedje und Tillack auf einen Vergleich und Tillack verpflichtete sich, nicht mehr zu erklären, dass Total zum Kundenkreis der WMP gehöre. Tillack wies darauf hin, diesen Schluss einst gezogen zu haben, da es bei der WMP über Monate einen Betreuer für Total gegeben habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/05/20/tiedje-tillack-und-der-prozess-um-die-total-falschberichterstattung/ Tiedje, Tillack und der Prozess um die „Total-Falschberichterstattung“], Meedia am 20.05.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: Tiedje verteidigt Steinbrück in Bild-Kommentar===&lt;br /&gt;
Nachdem [[Peer Steinbrück]] für seine Einnahmen aus Redneraufträgen in die Kritik geraten war, verteidigte Tiedje ihn in einem Bild-Kommentar. Seiner Meinung nach habe Steinbrück &amp;quot;nichts falsch gemacht&amp;quot;, sondern werde in einer &amp;quot;Gesellschaft des Neides&amp;quot; fälschlicherweise verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/news/standards/bild-kommentar/steinbrueck-und-der-neid-26609834.bild.html Steinbrück und der Neid], Bild vom 08.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei erwähnte Tiedje jedoch nicht, dass die WMP Steinbrück im selben Jahr einen Rednerauftrag der Stufe 3, also in Höhe von über 7.000 Euro, vermittelt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/dokumentation-die-steinbrueck-liste-so-aktiv-war-der-spd-mann_aid_834978.html Die Steinbrück-Liste: Alle Nebenjobs des SPD-Manns], Focus online vom 09.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2009: Lobbying gegen staatliche Unterstützung für Karstadt===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens von [[Karstadt]] betonte [[Eckhard Cordes]], Aufsichtsratsmitglied der WMP, dass Karstadt als Ganzes keine wirtschaftlichen Perspektiven habe. Stattdessen plädierte er für eine Fusion von [[Kaufhof]] und Karstadt und die Bildung einer &amp;quot;Deutschen Warenhaus AG&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/kaufhaeuser-metro-chef-gibt-karstadt-keine-chance_aid_462947.html Metro-Chef gibt Karstadt keine Chance], Focus vom 14.12.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cordes wurde vorgeworfen, in seiner damaligen Funktion als [[Metro]]-Chef mit seinen Vorschlägen nicht eine Branchenlösung anzustreben, sondern eigene Konzerninteressen der Metro-Tochter Galeria Kaufhof zu verfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes-seite-2/5142210-2.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Fusionsidee erhielt er Gehör von Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] sowie vom damaligen Wirtschaftsminister [[Karl-Theodor zu Guttenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/treffen-mit-merkel-metro-erwaegt-karstadt-uebernahme-a-628443.html Treffen mit Merkel: Metro erwägt Karstadt-Übernahme], Spiegel online vom 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/arcandor-krise-guttenberg-favorisiert-karstadt-kaufhof-fusion-a-628466.html Arcandor-Krise: Guttenberg favorisiert Karstadt-Kaufhof-Fusion] Spiegel online am 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus warb Cordes bei seinen Gesprächen mit hochrangigen Politikern erfolgreich dafür, Karstadts Bitte um eine Staatsbürgschaft nicht nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes/5142210.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bundesregierung lehnte die Staatsbürgschaft für Karstadt im Juni 2009 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article3883823/Bund-lehnt-Staatsbuergschaft-fuer-Arcandor-ab.html Bund lehnt Staatsbürgschaft für Arcandor ab], Welt vom 08.06.2009, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Vergabeaffäre der Bundesagentur für Arbeit===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Vergaberecht in der [[Bundesagentur für Arbeit]] (BA) geriet Ende 2003 auch die WMP in die Schlagzeilen. Die BA hatte hier einen 1,3-Millionen-Euro-Auftrag rechtswidrig ohne Ausschreibung an die WMP vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.netzeitung.de/deutschland/270294.html BA-Verwaltungsrat entzieht Gerster Vertrauen] Netzzeitung vom 24. Januar 2004, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde bekannt, dass BA-Chef [[Florian Gerster]] schon vorher mit der WMP zusammengearbeitet und sich mindestens einmal bereiterklärt hatte, angeblich kostenlos, als Gastredner für eine Image-Veranstaltung eines WMP-Kunden aufzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,277249,00.html Bundesanstalt für Arbeit: Gersters teure BMW-Flotte] Spiegel Online vom 06. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerster wurde im Zusammenhang mit der BA-Affäre entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Imagekampagne für die Wirtschaft in Sachsen===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit einer Imagekampagne für das Land Sachsen musste der damalige Vorstand der WMP, [[Hans-Erich Bilges]], im November 2003 vor dem sogenannten Sachsenring-Untersuchungsausschuss aussagen. Die [[Die Linke|PDS]] warf der sächsischen Staatsregierung vor, mit der von der WMP geleiteten PR-Kampagne „Sachsen den Sachsen“ eine versteckte CDU-Wahlkampagne initiiert zu haben und nicht, wie von Seiten der CDU behauptet, eine „Imagekampagne“ für die sächsische Wirtschaft.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Untersuchungsausschuss räumte Bilges ein, er habe sich im Vorfeld der Kampagne mit mehreren Vertretern der Staatsregierung getroffen. Auch wurden die PDS und die [[SPD]] als &amp;quot;Gegner&amp;quot; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,275583,00.html Sachsenring: Gut für die Wirtschaft, schlecht fürs Image] Manager Magazin vom 26. November 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die WMP musste sich allerdings 2003 wieder aus dem mit 200.000 Euro dotierten Beratervertrag zurückziehen, weil bekannt wurde, dass der Vertrag nicht öffentlich ausgeschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/lobbying-bewerber-abgeschossen_aid_198258.html LOBBYING: „Bewerber abgeschossen“] Focus vom 01. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2001: Lobbying für BP bei der Aral-Übernahme und bei der E.on-Ruhrgas-Übernahme ===&lt;br /&gt;
Bei der geplanten Übernahme der Tankstellenkette [[Aral]] durch den Ölkonzern [[BP]] war die WMP involviert. BP plante von [[E.ON]] die Tankstellenkette Aral zu übernehmen und E.ON war im Gegenzug an den BP-Anteilen von [[Ruhrgas]] interessiert. Da die Übernahme von Aral vor dem Kartellamt hätte scheitern können, versuchte BP schon im Vorfeld der Übernahme die öffentliche Wahrnehmung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Hierzu organisierte WMP Gespräche und Treffen zwischen dem BP-Chef [[Lord John Browne]] mit Fraktionsvorsitzenden, Ausschussvorsitzenden und Ministerialbeamten. Auch ein Lunch mit politischen Eliten, inklusive Dinner-Speech von Browne, wurde von WMP initiiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Gleichzeitig lancierte eine Medienkampagne. Hierzu organisierte die WMP ein Interview mit Browne im ''Spiegel'' und ein ausführliches Portrait in der ''Welt am Sonntag''.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um E.ON in der Ruhrgas-Übernahme zu unterstützen, versuchte die WMP ebenfalls über die Medien positive Assoziationen zu generieren. Beispielsweise sprach sich [[Günther Rexrodt]] (FDP), ehemaliger Wirtschaftsminister, in einem Artikel in ''Die Welt'' für die geplante E.ON-Ruhrgas-Übernahme aus. Rexrodt war gleichzeitig Finanzvorstand von WMP, die zu dieser Zeit von BP bezahlt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2000: Übernahme der Bewag durch Vattenfall===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 plante [[Vattenfall]] den Berliner Energieversorger [[Bewag]] zu übernehmen. Der damalige Eigner der Bewag, [[E.ON]], einigte sich mit Vattenfall Anfang August 2000 auf die Übernahme, ohne jedoch das Mitspracherecht des Berliner Senats zu beachten. Hier blockierten die beiden [[CDU]] Senatoren [[Peter Kurth]] und [[Wolfgang Branoer]] die Übernahme durch Vattenfall mit einer einstweiligen Verfügung, weil sich der Senat schon auf einen anderen Investor geeinigt hatte. Daraufhin schaltete Vattenfall die WMP ein. Deren Vorstand, [[Hans-Erich Bilges]], traf sich mit dem damaligen Bürgermeister [[Eberhard Diepgen]] (CDU), der hierauf sagte, alles würde für Vattenfall sprechen. Der Berliner Senat zog auf Druck Diepgens die einstweilige Verfügung zurück. Die WMP arrangierte zusätzlich weitere Treffen zwischen dem Vattenfall-Vorstandschef Josefsson und dem damaligen sächsischen Wirtschaftsminister [[Kajo Schommer]] (CDU) sowie mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister [[Werner Müller]] (parteilos).&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das intensive Lobbying der WMP und die &amp;quot;Empfänglichkeit&amp;quot; der jeweiligen Politiker kam schließlich die Übernahme der Bewag durch Vattenfall zu Stande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
===Unternehmen der Gruppe und Großaktionäre===&lt;br /&gt;
Zur WMP Gruppe gehören die folgenden Unternehmen: WMP EUROCOM AG, WMP FINANZKOMMUNIKATION GMBH,  WMP HEALTHCARE GMBH, GPA GERMAN PUBLIC AFFAIRS GMBH und TV MEDIA MEDIEN MANAGEMENT GMBH. Größte Anteilseigner der Gruppe sind [[Hans-Hermann Tiedje]] und Wendelin Wiedeking.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/die-wmp-story-grosse-persoenlichkeiten-schrieben-die-erfolgsgeschichte/ Große Persönlichkeiten schrieben die Erfolgsgeschichte], wmp-ag.de, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
*[[Michael J. Inacker]], CEO, Mitglied des Vorstands der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik | Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgap.org/de/gesellschaft/ueber-uns/gremien Vorstand der DGAP], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Beirats der [[Atlantische Initiative | Atlantischen Initiative]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://atlantische-initiative.org/ueber-uns/verein/ Beirat der Atlantischen Initiative], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, zuvor u.a. Mitbegründer der &amp;quot;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&amp;quot;, Direktor für Politik und Außenbeziehungen bei [[Daimler]], Leiter der Konzernkommunikation bei der [[Metro]] AG&lt;br /&gt;
*[[Katrin Dahm]], Personalchefin, Prokuristin der Tochterfirmen [[German Public Affairs GmbH]]  und [[TV Media Medien Management GmbH]] zuvor Prokuristin und Leiterin des WMP-Planungsstabes&lt;br /&gt;
*[[Michael Behrens]], Chief Operating Officer (COO), ehem. TV-Journalist und Leiter des Englischen Programms der Deutschen Welle Hörfunk. Zuletzt CEO von Mercedes-Benz Vietnam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: Internetauftritt WMP Eurocom &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Vorstand], wmp-ag.de abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsichtsrat ===&lt;br /&gt;
*[[Hans-Hermann Tiedje]], Vorsitzender, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, zuvor langjähriger Geschäftsführer, Gründer der [[TV Media GmbH]], davor u.a. Chefredakteur bei &amp;quot;Bild&amp;quot; und &amp;quot;Bunte&amp;quot; sowie bei Gruner+Jahr, persönlicher Berater von Helmut Kohl&lt;br /&gt;
*[[Eckhard Cordes]], Ex-Vorstand der [[Daimler]] AG, ehemaliger CEO der [[Metro AG]] und Franz Haniel &amp;amp; Cie. GmbH sowie ehemaliger Vorsitzender des [[Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft|Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Hans Eichel]], Mitglied des Kuratoriums Institute for Law and Finance, Goethe-Universität Frankfurt/Main, Bundesminister der Finanzen a.D., hessischer Ministerpräsident a.D.&lt;br /&gt;
*[[Ulrich Marseille]], Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, der 2010 vom Landgericht Halle wegen Bestechung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.is/9Co0 Oberlandesgericht Naumburg - Pressemitteilung vom 6. Juli 2011], archive.is, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/a-775539.html Ulrich Marseille tritt zurück], manager.magazin vom 20.07.2011, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Bernd Schmidbauer]], Staatsminister im Kabinett Helmut Kohl, i. d. Z. Koordinator der deutschen Geheimdienste&lt;br /&gt;
*[[Kristin Schwarz]], Unternehmerin in der Lebensmittel- und Fleischwarenindustrie (Schwarz Cranz)&lt;br /&gt;
*[[Reinhardt Töpel]], Transport-Unternehmer (ReiCo Logistik)&lt;br /&gt;
*[[Wendelin Wiedeking]], Ex-Vorstandsvorsitzender der Porsche AG&lt;br /&gt;
*[[Rezzo Schlauch]], ehemaliger Fraktionsvorsitzender [[Bündnis 90/Die Grünen]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Mitglieder:&lt;br /&gt;
* bis 2005: [[Hans Erich Bilges]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bis 2006: [[Hans-Dietrich Genscher]] (†)&lt;br /&gt;
* bis 2016: [[Roland Berger]], Gründungsmitglied; Gründer der Roland Berger Holding GmbH, Mitglied des Kuratoriums der [[Alfred Herrhausen Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-herrhausen-gesellschaft.de/de/kuratorium.htm Kuratorium der Alfred Herrhausen Gesellschaft], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://pr-journal.de/nachrichten/agenturen/18059-wmp-eurocom-ag-expandiert-und-uebernimmt-die-cortent-kommunikation-ag.html WMP EuroCom AG expandiert und übernimmt die Cortent Kommunikation AG]] PR Journal am 07.10.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Aufsichtsrat], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Senior Advisors===&lt;br /&gt;
*[[Klaus-Peter Schmidt-Deguelle]], war Chefredakteur bei VOX und als Redaktionsleiter bei ARD-Aktuell für die Tagesschau/ Tagesthemen verantwortlich, 1999-2005 Berater der Bundesregierung, davor Staatssekretär und Regierungssprecher in Hessen, Berater des Bundesfinanzministeriums unter [[Hans Eichel]], Gründer der WMP EuroCom-Tochter TV Media Medien Management GmbH&lt;br /&gt;
*[[Friedrich-Wilhelm Kramer]], vormaliger ARD-Korrespondent in Warschau, Chefredakteur NDR Hörfunk, Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, heute: Lehrbeauftragter für Medien und Politik in Hamburg und Riga&lt;br /&gt;
*[[Matthias Kasper]], Journalist und PR-Berater, zuvor Ressortleiter Welt am Sonntag und Vorstand der Agentur Cortent – u.a. Corporate Publishing und Content Marketing&lt;br /&gt;
*(ab 10/2017), [[Michael Fuchs]], bestens vernetzter CDU-Politker, Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.turi2.de/aktuell/cdu-politiker-michael-fuchs-heuert-bei-lobby-agentur-wmp-an/ CDU-Politiker Fuchs heuert bei Lobby-Agentur WMP an], turi2.de vom 02.10.2017, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Senior Advisors und Büroleitung], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunden (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
'''[[Marseille Kliniken]]''': Nachdem der Journalist [[Günter Wallraff]] in einem Pflegeheim des Marseille-Konzerns verdeckt ermittelt hatte, erstattete der Konzern Anzeige gegen RTL mit dem Vorwurf heimlicher Bild- und Tonaufnahmen. [[Katrin Dahm]], aktuelles Vorstandsmitglied der WMP EuroCom, erklärte im Namen der Marseille Kliniken, man habe &amp;quot;das nicht zuletzt zum Schutz der Bewohner getan&amp;quot;. Laut RTL wurde das Pflegeheim in Oldenburg ausgewählt, weil Wallraff mehrfach auf die Essensqualität in den Häusern der Marseille Kliniken hingewiesen worden wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/wo-wallraff-sich-einschleicht-undercover-in-der-oldenburger-grosskueche_a_29,0,866444952.html Undercover-Recherche in der Oldenburger Großküche], NWZ online vom 09.06.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kleidungskette [[KiK]]''': WMP-Geschäftsführer Inacker sprach davon, dass KiK mit einem innovativen Konzept die Branche verändert habe. Kik waren in der Vergangenheit oft Billiglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen in den Zuliefererländer vorgeworfen worden. Inacker sagte zu der neuen Kommunikationsstrategie für KiK: &amp;quot;KiK ist ein Unternehmen mit einem Gesicht – und zwar einem sympathischen. Das werden wir gemeinsam vermitteln.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/01/27/tiedje-firma-wmp-eurocom-soll-image-vom-billig-klamottenladen-kik-aufpolieren/ Tiedje-Firma WMP-Eurocom soll Image vom Billig-Klamottenladen KiK aufpolieren], Meedia am 27.01.2016, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Katar''': Wie Tiedje 2014 in einem Interview bestätigte, berät die WMP Katar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/09/09/meine-moral-wir-arbeiten-nicht-mit-maedchen-und-waffenhaendlern-zusammen/ „Meine Moral? Wir arbeiten nicht mit Mädchen- und Waffenhändlern zusammen“, Meedia am 09.09.2014], abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Microsoft]]''': Lt. ''stern'' zählt der Software- und Hardwarehersteller Microsoft zur Kundenliste von WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern am 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Krankenkasse KKH''': Die kaufmännische Krankenkasse KKH ist seit 2013 Kunde bei der WMP. Im Jahr zuvor hatte WMP Peer Steinbrück als Redner für ein KKH-Allianz-Forum vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern vom 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Idee zur Gründung der WMP EuroCom entstand auf der Terasse von [[Hans-Dietrich Genscher|Hans-Dietrich Genschers]] Privathaus, welcher selbst als Aktionär und Aufsichtsratschef in die Unternehmung mit einstieg. Der ebenfalls anwesende Bundesbankpräsident a.D., Karl Otto Pöhl, förderte das Vorhaben durch Empfehlungsschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der weiteren Gründer war der ehemalige Chefredakteur der &amp;quot;Bild&amp;quot;, [[Hans-Erich Bilges]], der Ende 2005 ausstieg, um im Januar 2006 die Kommunikationsberatungsfirma [[Consultum Communications]] zu gründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;consult1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.consultum.de/index.php?de_geschaeftsfuehrung Consultum Communications - Geschäftsführung] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Consultum Communications arbeitet allerdings weiterhin eng mit der WMP zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,393296,00.html Hans-Erich Bilges: Ex-&amp;quot;Bild&amp;quot;-Chef gründet Berater-Firma] Manager Magazin vom 03. Januar 2006, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.stern.de/politik/deutschland/tillack/hans-martin-tillack-6823040.html Hans-Martin Tillack: Die geheimen Kunden der Lobbyisten, stern.de vom 07.01.2016]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public Affairs: Das Netz], Zeit online 2002, abgerufen am 05.04.2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PR-Agentur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
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		<title>WMP Eurocom</title>
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		<updated>2018-11-27T14:59:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: /* Fallbeispiele und Kritik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = WMP EUROCOM AG&lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Beratung in den Bereichen Wirtschaft, Medien und Politik&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Katharina-Heinroth-Ufer 1, 10787 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = &lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://wmp-ag.de/ wmp-ag.de/]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''WMP EuroCom AG''' ist eine Lobby- und PR-Agentur, die ihren Klienten durch ihr weites Netzwerk aus Kontakten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern verschafft. Gleichzeitig verfügt sie über sehr gute Verbindungen zur deutschen Medienlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Kernpunkt der Lobbyarbeit der WMP EuroCom ist die Vermittlung von exklusiven Treffen der Klienten mit den relevanten politischen Entscheidungsträgern. Hierbei wird dem Kunden die Möglichkeit gegeben, in kleinen und vor allem geschlossenen Kreisen &amp;quot;Überzeugungsarbeit&amp;quot; für das jeweilige Projekt zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben verfügt die WMP dazu über &amp;quot;persönliche und vertrauensvolle Verbindungen zu Entscheidern in Medien, Wirtschaft, Verbänden, Politik und Verwaltung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-gesamtprofil/ WMP - Das Gesamtprofil], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Säule der Lobbyarbeit der WMP ist das Lancieren von wohlgesonnenen Medienberichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Essentiell hierfür ist die hervorragende Vernetzung der WMP, bzw. ihrer Mitarbeiter, mit diversen Leitmedien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Ziel unserer Arbeit ist es, journalistisch interessante Botschaften unserer Partner bzw. Kunden der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir arbeiten mit den Medien zusammen. Wir finden und formulieren diese Botschaften. Dabei geht es weder um Imagekosmetik noch um Illusionsbildung. Als vormalige oder noch aktive leitende Redakteure sowie als Publizisten sind wir strikt journalistischen Grundsätzen und Überzeugungen verpflichtet. Nur so werden wir von den Blattmachern und Sender-Verantwortlichen sowie anderen Ansprechpartnern der Medien akzeptiert.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-know-how/ WMP - Das Know-How], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So werden beispielsweise Kommentare oder ausführliche Portraits in Leitmedien verbreitet, in denen die Kunden die Möglichkeit haben, ihre &amp;quot;Sicht&amp;quot; einer breiten Öffentlichkeit darzulegen und so unter dem Deckmantel eines vermeintlich seriösen Journalismus Kampagnenarbeit zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP-Tochterfirma TV-Media produziert u.a. für den [[MDR]]. So können beispielsweise in Talkshows Kunden oder zumindest deren Interessenvertreter platziert werden. In der von TV-Media produzierten Show „Ein Kessel DDR“ saß zum Beispiel [[Hans-Dietrich Genscher]] als Gast auf dem Sofa. Laut ''Spiegel'' war auch der ehemalige MDR-Intendant [[Udo Reiter]] der WMP über einen persönlichen Beratervertrag verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29341618.html Beraten und Verkauft] Der Spiegel 49/2003, abgerufen am 29.03.2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP verfügt über 2 von der CDU bereitgestellte Hausausweise für den Deutschen Bundestag.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/sites/abgeordnetenwatch.de/files/hausausweisliste_korrigiert.pdf Liste der Hausausweise], S.13, abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 24.03.16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit für Saudi Arabien ===&lt;br /&gt;
Von 2015 bis November 2018 arbeitete WMP Eurocom für Saudi Arabien. Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zahlten die Saudis eine sechsstellige Summe, damit die Agentur das Image des Königreiches in Deutschland verbessere.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Tagesspiegel ist das nur ein Bruchteil dessen, was das Land jedes Jahr in Lobbyarbeit investiert: Auch in Washington, London und Brüssel habe das Königshaus demzufolge zahlreiche PR-Agenturen angeheuert, allein in den USA seit den Terroranschlägen vom 11. September 2011 etwa 100 Millionen Dollar ausgegeben. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/saudi-arabien-und-der-westen-die-lobbyisten-der-saudis/23678834.html Die Lobbyisten der Saudis], Tagesspiegel, abgerufen am 27.11.2018 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gab es verstärkt Kritik an der Arbeit von WMP für Saudi Arabien. Im Novermber zitierte die Bild am Sonntag aus einem internen WMP-Bericht, der offenbar für seine Kunden bestimmt war. Darin rühmte sich die Agentur ihrer guten Kontakte zu deutschen Journalisten und behauptete, durch ihre Arbeit seien in mindestens einem Fall „positive Artikel“ über Saudi-Arabien erschienen. Zugleich warb die Agentur mit einem Netzwerk, das „einen schnellen Zugang“ zum Kanzleramt, zum Bundespräsidenten, zu Ministerien, dem Deutschen Fußball-Bund oder Wirtschaftskonzernen wie Airbus garantiere. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Medienberichte verkündete WMP im November 2018, seine Arbeit für das saudische Königshaus zu beenden. „Nach der schrecklichen Tat müssen wir heute feststellen, dass sowohl unsere Mittlerrolle als auch die Möglichkeiten, die Reformkräfte zu unterstützen, von der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr gesehen und von uns deshalb nicht vertreten werden können“, begründete WMP-Chef Michael Inacker den Schritt. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://meedia.de/2018/11/26/bild-zeitung-hat-genau-jene-unterstuetzung-in-anspruch-genommen-die-sie-jetzt-an-den-pranger-stellt-wmp-chef-inacker-kritisiert-blut-scheich-enthuellung-der-bams/ WMP-Chef Inacker kritisiert “Blut-Scheich”-Enthüllung der BamS], meedia, abgerufen am 27.11.2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehung zum Deutschen Digital Institut ===&lt;br /&gt;
Das [[Deutsche Digital Institut]] (DDI) ist mit der WMP EuroCom eng verbunden: Der Beiratsvorsitzende des DDI, [[Bernd Schiphorst]], ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der WMP. DDI und die WMP haben die gleiche Anschrift, die Domainadresse des DDI gehört der WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.denic.de/webwhois-web20/accepted-angenommen WMP ist Domaininhaber der Webseite des DDI], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen dieser Verflechtungen warf der Stern-Journalist [[Hans-Martin Tillack]] der WMP vor, unter dem Deckmantel eines vermeintlich unabhängigen Forschungsinstituts zu agieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/digital/microsoft-gegen-google---machte-der-us-digitalkonzern-negativ-pr-gegen-den-suchmaschinenbetreiber--6606320.html Ließ Microsoft den Rivalen Google schlechtmachen?], stern vom 16.12.2015, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem finden sich auf der Homepage des DDI [[Google]]-kritische Pressemeldungen wie etwa „Such-Alternativen: Meine Woche ohne Google“ (November 2014) oder „Profilbildung: Datenschützer droht Google mit Zwangsgeld“ (September 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://deutsches-digital-institut.de/presse/ Pressebereich des Deutschen Digital Instituts], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da einer der Kunden der WMP der [[Google]]-Konkurrent [[Microsoft]] ist, entstand der Verdacht der verdeckten PR-Arbeit. Außerdem gab Torsten Fricke, der laut ''Stern'' bei der WMP zuvor den Kunden Microsoft betreute, im April 2015 das Buch &amp;quot;Die Akte Google – Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; heraus, welches sich hauptsächlich der Kritik an der Macht von Google widmet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amazon.de/Die-Akte-Google-missbraucht-manipuliert/dp/3776627638 &amp;quot;Die Akte Google: Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; bei Amazon], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; WMP-Chef Inacker betonte im April 2016 hingegen, dass seine Agentur keine verdeckte PR mache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://prreport.de/home/aktuell/article/10609-da-waeren-wir-mit-dem-klammerbeutel-gepudert/ Interview mit WMP-Chef Michael Inacker], PR Report vom 03.04.2016, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014 und 2015: Rechtsstreit mit dem stern-Journalisten Hans-Martin Tillack===&lt;br /&gt;
Im Herbst 2014 verklagte der damalige WMP-Geschäftsführer [[Hans-Hermann Tiedje]] den stern-Journalisten [[Hans-Martin Tillack]] wegen Verdachts der üblen Nachrede. Tillack hatte zuvor in seinem Blog mögliche Indizien dafür beschrieben, dass die Kampagne &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot; während des Wahlkampfes 2009 ein Beispiel für versteckte Parteienfinanzierung gewesen wäre, bei der auch die WMP mitgewirkt hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/cdu-freundliche-wahlwerbung-das-millionenspiel-mit--tolles-thueringen--3622374.html Das Millionenspiel mit &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot;], Stern vom 29.08.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Tiedje eine Beteiligung der WMP verneinte, griff Tillack diese Aussage ironisch in seinem Blog auf, woraufhin Tiedje Anzeige erstellte. Die Staatsanwaltschaft Berlin stellte die Ermittlungen gegen Tillack im November 2014 ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/11/10/keine-ueble-nachrede-gegen-tiedje-staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-gegen-stern-mann-tillack-ein/ Keine üble Nachrede gegen Tiedje: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen stern-Mann Tillack ein], Meedia am 10.11.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In einem 2. Rechtsstreit zwischen Tiedje und Tillack ging es um Tillacks Aussage, dass die WMP für den französischen Ölkonzern [[Total]] arbeite. Im Mai 2015 einigten sich Tiedje und Tillack auf einen Vergleich und Tillack verpflichtete sich, nicht mehr zu erklären, dass Total zum Kundenkreis der WMP gehöre. Tillack wies darauf hin, diesen Schluss einst gezogen zu haben, da es bei der WMP über Monate einen Betreuer für Total gegeben habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/05/20/tiedje-tillack-und-der-prozess-um-die-total-falschberichterstattung/ Tiedje, Tillack und der Prozess um die „Total-Falschberichterstattung“], Meedia am 20.05.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: Tiedje verteidigt Steinbrück in Bild-Kommentar===&lt;br /&gt;
Nachdem [[Peer Steinbrück]] für seine Einnahmen aus Redneraufträgen in die Kritik geraten war, verteidigte Tiedje ihn in einem Bild-Kommentar. Seiner Meinung nach habe Steinbrück &amp;quot;nichts falsch gemacht&amp;quot;, sondern werde in einer &amp;quot;Gesellschaft des Neides&amp;quot; fälschlicherweise verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/news/standards/bild-kommentar/steinbrueck-und-der-neid-26609834.bild.html Steinbrück und der Neid], Bild vom 08.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei erwähnte Tiedje jedoch nicht, dass die WMP Steinbrück im selben Jahr einen Rednerauftrag der Stufe 3, also in Höhe von über 7.000 Euro, vermittelt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/dokumentation-die-steinbrueck-liste-so-aktiv-war-der-spd-mann_aid_834978.html Die Steinbrück-Liste: Alle Nebenjobs des SPD-Manns], Focus online vom 09.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2009: Lobbying gegen staatliche Unterstützung für Karstadt===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens von [[Karstadt]] betonte [[Eckhard Cordes]], Aufsichtsratsmitglied der WMP, dass Karstadt als Ganzes keine wirtschaftlichen Perspektiven habe. Stattdessen plädierte er für eine Fusion von [[Kaufhof]] und Karstadt und die Bildung einer &amp;quot;Deutschen Warenhaus AG&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/kaufhaeuser-metro-chef-gibt-karstadt-keine-chance_aid_462947.html Metro-Chef gibt Karstadt keine Chance], Focus vom 14.12.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cordes wurde vorgeworfen, in seiner damaligen Funktion als [[Metro]]-Chef mit seinen Vorschlägen nicht eine Branchenlösung anzustreben, sondern eigene Konzerninteressen der Metro-Tochter Galeria Kaufhof zu verfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes-seite-2/5142210-2.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Fusionsidee erhielt er Gehör von Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] sowie vom damaligen Wirtschaftsminister [[Karl-Theodor zu Guttenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/treffen-mit-merkel-metro-erwaegt-karstadt-uebernahme-a-628443.html Treffen mit Merkel: Metro erwägt Karstadt-Übernahme], Spiegel online vom 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/arcandor-krise-guttenberg-favorisiert-karstadt-kaufhof-fusion-a-628466.html Arcandor-Krise: Guttenberg favorisiert Karstadt-Kaufhof-Fusion] Spiegel online am 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus warb Cordes bei seinen Gesprächen mit hochrangigen Politikern erfolgreich dafür, Karstadts Bitte um eine Staatsbürgschaft nicht nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes/5142210.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bundesregierung lehnte die Staatsbürgschaft für Karstadt im Juni 2009 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article3883823/Bund-lehnt-Staatsbuergschaft-fuer-Arcandor-ab.html Bund lehnt Staatsbürgschaft für Arcandor ab], Welt vom 08.06.2009, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Vergabeaffäre der Bundesagentur für Arbeit===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Vergaberecht in der [[Bundesagentur für Arbeit]] (BA) geriet Ende 2003 auch die WMP in die Schlagzeilen. Die BA hatte hier einen 1,3-Millionen-Euro-Auftrag rechtswidrig ohne Ausschreibung an die WMP vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.netzeitung.de/deutschland/270294.html BA-Verwaltungsrat entzieht Gerster Vertrauen] Netzzeitung vom 24. Januar 2004, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde bekannt, dass BA-Chef [[Florian Gerster]] schon vorher mit der WMP zusammengearbeitet und sich mindestens einmal bereiterklärt hatte, angeblich kostenlos, als Gastredner für eine Image-Veranstaltung eines WMP-Kunden aufzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,277249,00.html Bundesanstalt für Arbeit: Gersters teure BMW-Flotte] Spiegel Online vom 06. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerster wurde im Zusammenhang mit der BA-Affäre entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Imagekampagne für die Wirtschaft in Sachsen===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit einer Imagekampagne für das Land Sachsen musste der damalige Vorstand der WMP, [[Hans-Erich Bilges]], im November 2003 vor dem sogenannten Sachsenring-Untersuchungsausschuss aussagen. Die [[Die Linke|PDS]] warf der sächsischen Staatsregierung vor, mit der von der WMP geleiteten PR-Kampagne „Sachsen den Sachsen“ eine versteckte CDU-Wahlkampagne initiiert zu haben und nicht, wie von Seiten der CDU behauptet, eine „Imagekampagne“ für die sächsische Wirtschaft.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Untersuchungsausschuss räumte Bilges ein, er habe sich im Vorfeld der Kampagne mit mehreren Vertretern der Staatsregierung getroffen. Auch wurden die PDS und die [[SPD]] als &amp;quot;Gegner&amp;quot; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,275583,00.html Sachsenring: Gut für die Wirtschaft, schlecht fürs Image] Manager Magazin vom 26. November 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die WMP musste sich allerdings 2003 wieder aus dem mit 200.000 Euro dotierten Beratervertrag zurückziehen, weil bekannt wurde, dass der Vertrag nicht öffentlich ausgeschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/lobbying-bewerber-abgeschossen_aid_198258.html LOBBYING: „Bewerber abgeschossen“] Focus vom 01. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2001: Lobbying für BP bei der Aral-Übernahme und bei der E.on-Ruhrgas-Übernahme ===&lt;br /&gt;
Bei der geplanten Übernahme der Tankstellenkette [[Aral]] durch den Ölkonzern [[BP]] war die WMP involviert. BP plante von [[E.ON]] die Tankstellenkette Aral zu übernehmen und E.ON war im Gegenzug an den BP-Anteilen von [[Ruhrgas]] interessiert. Da die Übernahme von Aral vor dem Kartellamt hätte scheitern können, versuchte BP schon im Vorfeld der Übernahme die öffentliche Wahrnehmung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Hierzu organisierte WMP Gespräche und Treffen zwischen dem BP-Chef [[Lord John Browne]] mit Fraktionsvorsitzenden, Ausschussvorsitzenden und Ministerialbeamten. Auch ein Lunch mit politischen Eliten, inklusive Dinner-Speech von Browne, wurde von WMP initiiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Gleichzeitig lancierte eine Medienkampagne. Hierzu organisierte die WMP ein Interview mit Browne im ''Spiegel'' und ein ausführliches Portrait in der ''Welt am Sonntag''.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um E.ON in der Ruhrgas-Übernahme zu unterstützen, versuchte die WMP ebenfalls über die Medien positive Assoziationen zu generieren. Beispielsweise sprach sich [[Günther Rexrodt]] (FDP), ehemaliger Wirtschaftsminister, in einem Artikel in ''Die Welt'' für die geplante E.ON-Ruhrgas-Übernahme aus. Rexrodt war gleichzeitig Finanzvorstand von WMP, die zu dieser Zeit von BP bezahlt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2000: Übernahme der Bewag durch Vattenfall===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 plante [[Vattenfall]] den Berliner Energieversorger [[Bewag]] zu übernehmen. Der damalige Eigner der Bewag, [[E.ON]], einigte sich mit Vattenfall Anfang August 2000 auf die Übernahme, ohne jedoch das Mitspracherecht des Berliner Senats zu beachten. Hier blockierten die beiden [[CDU]] Senatoren [[Peter Kurth]] und [[Wolfgang Branoer]] die Übernahme durch Vattenfall mit einer einstweiligen Verfügung, weil sich der Senat schon auf einen anderen Investor geeinigt hatte. Daraufhin schaltete Vattenfall die WMP ein. Deren Vorstand, [[Hans-Erich Bilges]], traf sich mit dem damaligen Bürgermeister [[Eberhard Diepgen]] (CDU), der hierauf sagte, alles würde für Vattenfall sprechen. Der Berliner Senat zog auf Druck Diepgens die einstweilige Verfügung zurück. Die WMP arrangierte zusätzlich weitere Treffen zwischen dem Vattenfall-Vorstandschef Josefsson und dem damaligen sächsischen Wirtschaftsminister [[Kajo Schommer]] (CDU) sowie mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister [[Werner Müller]] (parteilos).&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das intensive Lobbying der WMP und die &amp;quot;Empfänglichkeit&amp;quot; der jeweiligen Politiker kam schließlich die Übernahme der Bewag durch Vattenfall zu Stande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
===Unternehmen der Gruppe und Großaktionäre===&lt;br /&gt;
Zur WMP Gruppe gehören die folgenden Unternehmen: WMP EUROCOM AG, WMP FINANZKOMMUNIKATION GMBH,  WMP HEALTHCARE GMBH, GPA GERMAN PUBLIC AFFAIRS GMBH und TV MEDIA MEDIEN MANAGEMENT GMBH. Größte Anteilseigner der Gruppe sind [[Hans-Hermann Tiedje]] und Wendelin Wiedeking.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/die-wmp-story-grosse-persoenlichkeiten-schrieben-die-erfolgsgeschichte/ Große Persönlichkeiten schrieben die Erfolgsgeschichte], wmp-ag.de, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
*[[Michael J. Inacker]], CEO, Mitglied des Vorstands der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik | Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgap.org/de/gesellschaft/ueber-uns/gremien Vorstand der DGAP], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Beirats der [[Atlantische Initiative | Atlantischen Initiative]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://atlantische-initiative.org/ueber-uns/verein/ Beirat der Atlantischen Initiative], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, zuvor u.a. Mitbegründer der &amp;quot;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&amp;quot;, Direktor für Politik und Außenbeziehungen bei [[Daimler]], Leiter der Konzernkommunikation bei der [[Metro]] AG&lt;br /&gt;
*[[Katrin Dahm]], Personalchefin, Prokuristin der Tochterfirmen [[German Public Affairs GmbH]]  und [[TV Media Medien Management GmbH]] zuvor Prokuristin und Leiterin des WMP-Planungsstabes&lt;br /&gt;
*[[Michael Behrens]], Chief Operating Officer (COO), ehem. TV-Journalist und Leiter des Englischen Programms der Deutschen Welle Hörfunk. Zuletzt CEO von Mercedes-Benz Vietnam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: Internetauftritt WMP Eurocom &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Vorstand], wmp-ag.de abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsichtsrat ===&lt;br /&gt;
*[[Hans-Hermann Tiedje]], Vorsitzender, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, zuvor langjähriger Geschäftsführer, Gründer der [[TV Media GmbH]], davor u.a. Chefredakteur bei &amp;quot;Bild&amp;quot; und &amp;quot;Bunte&amp;quot; sowie bei Gruner+Jahr, persönlicher Berater von Helmut Kohl&lt;br /&gt;
*[[Eckhard Cordes]], Ex-Vorstand der [[Daimler]] AG, ehemaliger CEO der [[Metro AG]] und Franz Haniel &amp;amp; Cie. GmbH sowie ehemaliger Vorsitzender des [[Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft|Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Hans Eichel]], Mitglied des Kuratoriums Institute for Law and Finance, Goethe-Universität Frankfurt/Main, Bundesminister der Finanzen a.D., hessischer Ministerpräsident a.D.&lt;br /&gt;
*[[Ulrich Marseille]], Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, der 2010 vom Landgericht Halle wegen Bestechung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.is/9Co0 Oberlandesgericht Naumburg - Pressemitteilung vom 6. Juli 2011], archive.is, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/a-775539.html Ulrich Marseille tritt zurück], manager.magazin vom 20.07.2011, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Bernd Schmidbauer]], Staatsminister im Kabinett Helmut Kohl, i. d. Z. Koordinator der deutschen Geheimdienste&lt;br /&gt;
*[[Kristin Schwarz]], Unternehmerin in der Lebensmittel- und Fleischwarenindustrie (Schwarz Cranz)&lt;br /&gt;
*[[Reinhardt Töpel]], Transport-Unternehmer (ReiCo Logistik)&lt;br /&gt;
*[[Wendelin Wiedeking]], Ex-Vorstandsvorsitzender der Porsche AG&lt;br /&gt;
*[[Rezzo Schlauch]], ehemaliger Fraktionsvorsitzender [[Bündnis 90/Die Grünen]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Mitglieder:&lt;br /&gt;
* bis 2005: [[Hans Erich Bilges]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bis 2006: [[Hans-Dietrich Genscher]] (†)&lt;br /&gt;
* bis 2016: [[Roland Berger]], Gründungsmitglied; Gründer der Roland Berger Holding GmbH, Mitglied des Kuratoriums der [[Alfred Herrhausen Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-herrhausen-gesellschaft.de/de/kuratorium.htm Kuratorium der Alfred Herrhausen Gesellschaft], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://pr-journal.de/nachrichten/agenturen/18059-wmp-eurocom-ag-expandiert-und-uebernimmt-die-cortent-kommunikation-ag.html WMP EuroCom AG expandiert und übernimmt die Cortent Kommunikation AG]] PR Journal am 07.10.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Aufsichtsrat], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Senior Advisors===&lt;br /&gt;
*[[Klaus-Peter Schmidt-Deguelle]], war Chefredakteur bei VOX und als Redaktionsleiter bei ARD-Aktuell für die Tagesschau/ Tagesthemen verantwortlich, 1999-2005 Berater der Bundesregierung, davor Staatssekretär und Regierungssprecher in Hessen, Berater des Bundesfinanzministeriums unter [[Hans Eichel]], Gründer der WMP EuroCom-Tochter TV Media Medien Management GmbH&lt;br /&gt;
*[[Friedrich-Wilhelm Kramer]], vormaliger ARD-Korrespondent in Warschau, Chefredakteur NDR Hörfunk, Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, heute: Lehrbeauftragter für Medien und Politik in Hamburg und Riga&lt;br /&gt;
*[[Matthias Kasper]], Journalist und PR-Berater, zuvor Ressortleiter Welt am Sonntag und Vorstand der Agentur Cortent – u.a. Corporate Publishing und Content Marketing&lt;br /&gt;
*(ab 10/2017), [[Michael Fuchs]], bestens vernetzter CDU-Politker, Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.turi2.de/aktuell/cdu-politiker-michael-fuchs-heuert-bei-lobby-agentur-wmp-an/ CDU-Politiker Fuchs heuert bei Lobby-Agentur WMP an], turi2.de vom 02.10.2017, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Senior Advisors und Büroleitung], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunden (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
'''[[Marseille Kliniken]]''': Nachdem der Journalist [[Günter Wallraff]] in einem Pflegeheim des Marseille-Konzerns verdeckt ermittelt hatte, erstattete der Konzern Anzeige gegen RTL mit dem Vorwurf heimlicher Bild- und Tonaufnahmen. [[Katrin Dahm]], aktuelles Vorstandsmitglied der WMP EuroCom, erklärte im Namen der Marseille Kliniken, man habe &amp;quot;das nicht zuletzt zum Schutz der Bewohner getan&amp;quot;. Laut RTL wurde das Pflegeheim in Oldenburg ausgewählt, weil Wallraff mehrfach auf die Essensqualität in den Häusern der Marseille Kliniken hingewiesen worden wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/wo-wallraff-sich-einschleicht-undercover-in-der-oldenburger-grosskueche_a_29,0,866444952.html Undercover-Recherche in der Oldenburger Großküche], NWZ online vom 09.06.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kleidungskette [[KiK]]''': WMP-Geschäftsführer Inacker sprach davon, dass KiK mit einem innovativen Konzept die Branche verändert habe. Kik waren in der Vergangenheit oft Billiglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen in den Zuliefererländer vorgeworfen worden. Inacker sagte zu der neuen Kommunikationsstrategie für KiK: &amp;quot;KiK ist ein Unternehmen mit einem Gesicht – und zwar einem sympathischen. Das werden wir gemeinsam vermitteln.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/01/27/tiedje-firma-wmp-eurocom-soll-image-vom-billig-klamottenladen-kik-aufpolieren/ Tiedje-Firma WMP-Eurocom soll Image vom Billig-Klamottenladen KiK aufpolieren], Meedia am 27.01.2016, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Katar''': Wie Tiedje 2014 in einem Interview bestätigte, berät die WMP Katar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/09/09/meine-moral-wir-arbeiten-nicht-mit-maedchen-und-waffenhaendlern-zusammen/ „Meine Moral? Wir arbeiten nicht mit Mädchen- und Waffenhändlern zusammen“, Meedia am 09.09.2014], abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Microsoft]]''': Lt. ''stern'' zählt der Software- und Hardwarehersteller Microsoft zur Kundenliste von WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern am 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Krankenkasse KKH''': Die kaufmännische Krankenkasse KKH ist seit 2013 Kunde bei der WMP. Im Jahr zuvor hatte WMP Peer Steinbrück als Redner für ein KKH-Allianz-Forum vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern vom 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Idee zur Gründung der WMP EuroCom entstand auf der Terasse von [[Hans-Dietrich Genscher|Hans-Dietrich Genschers]] Privathaus, welcher selbst als Aktionär und Aufsichtsratschef in die Unternehmung mit einstieg. Der ebenfalls anwesende Bundesbankpräsident a.D., Karl Otto Pöhl, förderte das Vorhaben durch Empfehlungsschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der weiteren Gründer war der ehemalige Chefredakteur der &amp;quot;Bild&amp;quot;, [[Hans-Erich Bilges]], der Ende 2005 ausstieg, um im Januar 2006 die Kommunikationsberatungsfirma [[Consultum Communications]] zu gründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;consult1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.consultum.de/index.php?de_geschaeftsfuehrung Consultum Communications - Geschäftsführung] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Consultum Communications arbeitet allerdings weiterhin eng mit der WMP zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,393296,00.html Hans-Erich Bilges: Ex-&amp;quot;Bild&amp;quot;-Chef gründet Berater-Firma] Manager Magazin vom 03. Januar 2006, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.stern.de/politik/deutschland/tillack/hans-martin-tillack-6823040.html Hans-Martin Tillack: Die geheimen Kunden der Lobbyisten, stern.de vom 07.01.2016]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public Affairs: Das Netz], Zeit online 2002, abgerufen am 05.04.2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PR-Agentur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66087</id>
		<title>WMP Eurocom</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66087"/>
		<updated>2018-11-27T14:56:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: /* Fallbeispiele und Kritik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = WMP EUROCOM AG&lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Beratung in den Bereichen Wirtschaft, Medien und Politik&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Katharina-Heinroth-Ufer 1, 10787 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = &lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://wmp-ag.de/ wmp-ag.de/]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''WMP EuroCom AG''' ist eine Lobby- und PR-Agentur, die ihren Klienten durch ihr weites Netzwerk aus Kontakten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern verschafft. Gleichzeitig verfügt sie über sehr gute Verbindungen zur deutschen Medienlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Kernpunkt der Lobbyarbeit der WMP EuroCom ist die Vermittlung von exklusiven Treffen der Klienten mit den relevanten politischen Entscheidungsträgern. Hierbei wird dem Kunden die Möglichkeit gegeben, in kleinen und vor allem geschlossenen Kreisen &amp;quot;Überzeugungsarbeit&amp;quot; für das jeweilige Projekt zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben verfügt die WMP dazu über &amp;quot;persönliche und vertrauensvolle Verbindungen zu Entscheidern in Medien, Wirtschaft, Verbänden, Politik und Verwaltung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-gesamtprofil/ WMP - Das Gesamtprofil], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Säule der Lobbyarbeit der WMP ist das Lancieren von wohlgesonnenen Medienberichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Essentiell hierfür ist die hervorragende Vernetzung der WMP, bzw. ihrer Mitarbeiter, mit diversen Leitmedien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Ziel unserer Arbeit ist es, journalistisch interessante Botschaften unserer Partner bzw. Kunden der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir arbeiten mit den Medien zusammen. Wir finden und formulieren diese Botschaften. Dabei geht es weder um Imagekosmetik noch um Illusionsbildung. Als vormalige oder noch aktive leitende Redakteure sowie als Publizisten sind wir strikt journalistischen Grundsätzen und Überzeugungen verpflichtet. Nur so werden wir von den Blattmachern und Sender-Verantwortlichen sowie anderen Ansprechpartnern der Medien akzeptiert.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-know-how/ WMP - Das Know-How], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So werden beispielsweise Kommentare oder ausführliche Portraits in Leitmedien verbreitet, in denen die Kunden die Möglichkeit haben, ihre &amp;quot;Sicht&amp;quot; einer breiten Öffentlichkeit darzulegen und so unter dem Deckmantel eines vermeintlich seriösen Journalismus Kampagnenarbeit zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP-Tochterfirma TV-Media produziert u.a. für den [[MDR]]. So können beispielsweise in Talkshows Kunden oder zumindest deren Interessenvertreter platziert werden. In der von TV-Media produzierten Show „Ein Kessel DDR“ saß zum Beispiel [[Hans-Dietrich Genscher]] als Gast auf dem Sofa. Laut ''Spiegel'' war auch der ehemalige MDR-Intendant [[Udo Reiter]] der WMP über einen persönlichen Beratervertrag verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29341618.html Beraten und Verkauft] Der Spiegel 49/2003, abgerufen am 29.03.2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP verfügt über 2 von der CDU bereitgestellte Hausausweise für den Deutschen Bundestag.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/sites/abgeordnetenwatch.de/files/hausausweisliste_korrigiert.pdf Liste der Hausausweise], S.13, abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 24.03.16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit für Saudi Arabien ===&lt;br /&gt;
Von 2015 bis November 2018 arbeitete WMP Eurocom für Saudi Arabien. Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zahlten die Saudis eine sechsstellige Summe, damit die Agentur das Image des Königreiches in Deutschland verbessere.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/saudi-arabien-so-werben-deutsche-lobbyisten-fuer-den-saudi-prinzen-58624036,view=conversionToLogin.bild.html So werben deutsche Lobbyisten für den Saudi-Prinzen], Bild am Sonntag, abgerufen am 27.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Das ist laut Tagesspiegel nur ein Bruchteil dessen, was das Land jedes Jahr in Lobbyarbeit investiert: Auch in Washington, London und Brüssel hat das Königshaus zahlreiche PR-Agenturen angeheuert, allein in den USA habe Riad seit den Terroranschlägen vom 11. September 2011 etwa 100 Millionen Dollar ausgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gab es verstärkt Kritik an der Arbeit von WMP für Saudi Arabien. Im Novermber zitierte die Bild am Sonntag aus einem internen WMP-Bericht, der offenbar für seine Kunden bestimmt war. Darin rühmte sich die Agentur ihrer guten Kontakte zu deutschen Journalisten und behauptete, durch ihre Arbeit seien in mindestens einem Fall „positive Artikel“ über Saudi-Arabien erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich warb die Agentur mit einem Netzwerk, das „einen schnellen Zugang“ zum Kanzleramt, zum Bundespräsidenten, zu Ministerien, dem Deutschen Fußball-Bund oder Wirtschaftskonzernen wie Airbus garantiere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Medienberichte verkündete WMP im November 2018, seine Arbeit für das saudische Königshaus zu beenden. „Nach der schrecklichen Tat müssen wir heute feststellen, dass sowohl unsere Mittlerrolle als auch die Möglichkeiten, die Reformkräfte zu unterstützen, von der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr gesehen und von uns deshalb nicht vertreten werden können“, begründete WMP-Chef Michael Inacker den Schritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehung zum Deutschen Digital Institut ===&lt;br /&gt;
Das [[Deutsche Digital Institut]] (DDI) ist mit der WMP EuroCom eng verbunden: Der Beiratsvorsitzende des DDI, [[Bernd Schiphorst]], ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der WMP. DDI und die WMP haben die gleiche Anschrift, die Domainadresse des DDI gehört der WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.denic.de/webwhois-web20/accepted-angenommen WMP ist Domaininhaber der Webseite des DDI], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen dieser Verflechtungen warf der Stern-Journalist [[Hans-Martin Tillack]] der WMP vor, unter dem Deckmantel eines vermeintlich unabhängigen Forschungsinstituts zu agieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/digital/microsoft-gegen-google---machte-der-us-digitalkonzern-negativ-pr-gegen-den-suchmaschinenbetreiber--6606320.html Ließ Microsoft den Rivalen Google schlechtmachen?], stern vom 16.12.2015, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem finden sich auf der Homepage des DDI [[Google]]-kritische Pressemeldungen wie etwa „Such-Alternativen: Meine Woche ohne Google“ (November 2014) oder „Profilbildung: Datenschützer droht Google mit Zwangsgeld“ (September 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://deutsches-digital-institut.de/presse/ Pressebereich des Deutschen Digital Instituts], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da einer der Kunden der WMP der [[Google]]-Konkurrent [[Microsoft]] ist, entstand der Verdacht der verdeckten PR-Arbeit. Außerdem gab Torsten Fricke, der laut ''Stern'' bei der WMP zuvor den Kunden Microsoft betreute, im April 2015 das Buch &amp;quot;Die Akte Google – Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; heraus, welches sich hauptsächlich der Kritik an der Macht von Google widmet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amazon.de/Die-Akte-Google-missbraucht-manipuliert/dp/3776627638 &amp;quot;Die Akte Google: Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; bei Amazon], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; WMP-Chef Inacker betonte im April 2016 hingegen, dass seine Agentur keine verdeckte PR mache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://prreport.de/home/aktuell/article/10609-da-waeren-wir-mit-dem-klammerbeutel-gepudert/ Interview mit WMP-Chef Michael Inacker], PR Report vom 03.04.2016, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014 und 2015: Rechtsstreit mit dem stern-Journalisten Hans-Martin Tillack===&lt;br /&gt;
Im Herbst 2014 verklagte der damalige WMP-Geschäftsführer [[Hans-Hermann Tiedje]] den stern-Journalisten [[Hans-Martin Tillack]] wegen Verdachts der üblen Nachrede. Tillack hatte zuvor in seinem Blog mögliche Indizien dafür beschrieben, dass die Kampagne &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot; während des Wahlkampfes 2009 ein Beispiel für versteckte Parteienfinanzierung gewesen wäre, bei der auch die WMP mitgewirkt hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/cdu-freundliche-wahlwerbung-das-millionenspiel-mit--tolles-thueringen--3622374.html Das Millionenspiel mit &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot;], Stern vom 29.08.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Tiedje eine Beteiligung der WMP verneinte, griff Tillack diese Aussage ironisch in seinem Blog auf, woraufhin Tiedje Anzeige erstellte. Die Staatsanwaltschaft Berlin stellte die Ermittlungen gegen Tillack im November 2014 ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/11/10/keine-ueble-nachrede-gegen-tiedje-staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-gegen-stern-mann-tillack-ein/ Keine üble Nachrede gegen Tiedje: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen stern-Mann Tillack ein], Meedia am 10.11.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In einem 2. Rechtsstreit zwischen Tiedje und Tillack ging es um Tillacks Aussage, dass die WMP für den französischen Ölkonzern [[Total]] arbeite. Im Mai 2015 einigten sich Tiedje und Tillack auf einen Vergleich und Tillack verpflichtete sich, nicht mehr zu erklären, dass Total zum Kundenkreis der WMP gehöre. Tillack wies darauf hin, diesen Schluss einst gezogen zu haben, da es bei der WMP über Monate einen Betreuer für Total gegeben habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/05/20/tiedje-tillack-und-der-prozess-um-die-total-falschberichterstattung/ Tiedje, Tillack und der Prozess um die „Total-Falschberichterstattung“], Meedia am 20.05.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: Tiedje verteidigt Steinbrück in Bild-Kommentar===&lt;br /&gt;
Nachdem [[Peer Steinbrück]] für seine Einnahmen aus Redneraufträgen in die Kritik geraten war, verteidigte Tiedje ihn in einem Bild-Kommentar. Seiner Meinung nach habe Steinbrück &amp;quot;nichts falsch gemacht&amp;quot;, sondern werde in einer &amp;quot;Gesellschaft des Neides&amp;quot; fälschlicherweise verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/news/standards/bild-kommentar/steinbrueck-und-der-neid-26609834.bild.html Steinbrück und der Neid], Bild vom 08.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei erwähnte Tiedje jedoch nicht, dass die WMP Steinbrück im selben Jahr einen Rednerauftrag der Stufe 3, also in Höhe von über 7.000 Euro, vermittelt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/dokumentation-die-steinbrueck-liste-so-aktiv-war-der-spd-mann_aid_834978.html Die Steinbrück-Liste: Alle Nebenjobs des SPD-Manns], Focus online vom 09.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2009: Lobbying gegen staatliche Unterstützung für Karstadt===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens von [[Karstadt]] betonte [[Eckhard Cordes]], Aufsichtsratsmitglied der WMP, dass Karstadt als Ganzes keine wirtschaftlichen Perspektiven habe. Stattdessen plädierte er für eine Fusion von [[Kaufhof]] und Karstadt und die Bildung einer &amp;quot;Deutschen Warenhaus AG&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/kaufhaeuser-metro-chef-gibt-karstadt-keine-chance_aid_462947.html Metro-Chef gibt Karstadt keine Chance], Focus vom 14.12.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cordes wurde vorgeworfen, in seiner damaligen Funktion als [[Metro]]-Chef mit seinen Vorschlägen nicht eine Branchenlösung anzustreben, sondern eigene Konzerninteressen der Metro-Tochter Galeria Kaufhof zu verfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes-seite-2/5142210-2.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Fusionsidee erhielt er Gehör von Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] sowie vom damaligen Wirtschaftsminister [[Karl-Theodor zu Guttenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/treffen-mit-merkel-metro-erwaegt-karstadt-uebernahme-a-628443.html Treffen mit Merkel: Metro erwägt Karstadt-Übernahme], Spiegel online vom 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/arcandor-krise-guttenberg-favorisiert-karstadt-kaufhof-fusion-a-628466.html Arcandor-Krise: Guttenberg favorisiert Karstadt-Kaufhof-Fusion] Spiegel online am 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus warb Cordes bei seinen Gesprächen mit hochrangigen Politikern erfolgreich dafür, Karstadts Bitte um eine Staatsbürgschaft nicht nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes/5142210.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bundesregierung lehnte die Staatsbürgschaft für Karstadt im Juni 2009 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article3883823/Bund-lehnt-Staatsbuergschaft-fuer-Arcandor-ab.html Bund lehnt Staatsbürgschaft für Arcandor ab], Welt vom 08.06.2009, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Vergabeaffäre der Bundesagentur für Arbeit===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Vergaberecht in der [[Bundesagentur für Arbeit]] (BA) geriet Ende 2003 auch die WMP in die Schlagzeilen. Die BA hatte hier einen 1,3-Millionen-Euro-Auftrag rechtswidrig ohne Ausschreibung an die WMP vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.netzeitung.de/deutschland/270294.html BA-Verwaltungsrat entzieht Gerster Vertrauen] Netzzeitung vom 24. Januar 2004, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde bekannt, dass BA-Chef [[Florian Gerster]] schon vorher mit der WMP zusammengearbeitet und sich mindestens einmal bereiterklärt hatte, angeblich kostenlos, als Gastredner für eine Image-Veranstaltung eines WMP-Kunden aufzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,277249,00.html Bundesanstalt für Arbeit: Gersters teure BMW-Flotte] Spiegel Online vom 06. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerster wurde im Zusammenhang mit der BA-Affäre entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Imagekampagne für die Wirtschaft in Sachsen===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit einer Imagekampagne für das Land Sachsen musste der damalige Vorstand der WMP, [[Hans-Erich Bilges]], im November 2003 vor dem sogenannten Sachsenring-Untersuchungsausschuss aussagen. Die [[Die Linke|PDS]] warf der sächsischen Staatsregierung vor, mit der von der WMP geleiteten PR-Kampagne „Sachsen den Sachsen“ eine versteckte CDU-Wahlkampagne initiiert zu haben und nicht, wie von Seiten der CDU behauptet, eine „Imagekampagne“ für die sächsische Wirtschaft.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Untersuchungsausschuss räumte Bilges ein, er habe sich im Vorfeld der Kampagne mit mehreren Vertretern der Staatsregierung getroffen. Auch wurden die PDS und die [[SPD]] als &amp;quot;Gegner&amp;quot; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,275583,00.html Sachsenring: Gut für die Wirtschaft, schlecht fürs Image] Manager Magazin vom 26. November 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die WMP musste sich allerdings 2003 wieder aus dem mit 200.000 Euro dotierten Beratervertrag zurückziehen, weil bekannt wurde, dass der Vertrag nicht öffentlich ausgeschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/lobbying-bewerber-abgeschossen_aid_198258.html LOBBYING: „Bewerber abgeschossen“] Focus vom 01. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2001: Lobbying für BP bei der Aral-Übernahme und bei der E.on-Ruhrgas-Übernahme ===&lt;br /&gt;
Bei der geplanten Übernahme der Tankstellenkette [[Aral]] durch den Ölkonzern [[BP]] war die WMP involviert. BP plante von [[E.ON]] die Tankstellenkette Aral zu übernehmen und E.ON war im Gegenzug an den BP-Anteilen von [[Ruhrgas]] interessiert. Da die Übernahme von Aral vor dem Kartellamt hätte scheitern können, versuchte BP schon im Vorfeld der Übernahme die öffentliche Wahrnehmung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Hierzu organisierte WMP Gespräche und Treffen zwischen dem BP-Chef [[Lord John Browne]] mit Fraktionsvorsitzenden, Ausschussvorsitzenden und Ministerialbeamten. Auch ein Lunch mit politischen Eliten, inklusive Dinner-Speech von Browne, wurde von WMP initiiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Gleichzeitig lancierte eine Medienkampagne. Hierzu organisierte die WMP ein Interview mit Browne im ''Spiegel'' und ein ausführliches Portrait in der ''Welt am Sonntag''.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um E.ON in der Ruhrgas-Übernahme zu unterstützen, versuchte die WMP ebenfalls über die Medien positive Assoziationen zu generieren. Beispielsweise sprach sich [[Günther Rexrodt]] (FDP), ehemaliger Wirtschaftsminister, in einem Artikel in ''Die Welt'' für die geplante E.ON-Ruhrgas-Übernahme aus. Rexrodt war gleichzeitig Finanzvorstand von WMP, die zu dieser Zeit von BP bezahlt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2000: Übernahme der Bewag durch Vattenfall===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 plante [[Vattenfall]] den Berliner Energieversorger [[Bewag]] zu übernehmen. Der damalige Eigner der Bewag, [[E.ON]], einigte sich mit Vattenfall Anfang August 2000 auf die Übernahme, ohne jedoch das Mitspracherecht des Berliner Senats zu beachten. Hier blockierten die beiden [[CDU]] Senatoren [[Peter Kurth]] und [[Wolfgang Branoer]] die Übernahme durch Vattenfall mit einer einstweiligen Verfügung, weil sich der Senat schon auf einen anderen Investor geeinigt hatte. Daraufhin schaltete Vattenfall die WMP ein. Deren Vorstand, [[Hans-Erich Bilges]], traf sich mit dem damaligen Bürgermeister [[Eberhard Diepgen]] (CDU), der hierauf sagte, alles würde für Vattenfall sprechen. Der Berliner Senat zog auf Druck Diepgens die einstweilige Verfügung zurück. Die WMP arrangierte zusätzlich weitere Treffen zwischen dem Vattenfall-Vorstandschef Josefsson und dem damaligen sächsischen Wirtschaftsminister [[Kajo Schommer]] (CDU) sowie mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister [[Werner Müller]] (parteilos).&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das intensive Lobbying der WMP und die &amp;quot;Empfänglichkeit&amp;quot; der jeweiligen Politiker kam schließlich die Übernahme der Bewag durch Vattenfall zu Stande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
===Unternehmen der Gruppe und Großaktionäre===&lt;br /&gt;
Zur WMP Gruppe gehören die folgenden Unternehmen: WMP EUROCOM AG, WMP FINANZKOMMUNIKATION GMBH,  WMP HEALTHCARE GMBH, GPA GERMAN PUBLIC AFFAIRS GMBH und TV MEDIA MEDIEN MANAGEMENT GMBH. Größte Anteilseigner der Gruppe sind [[Hans-Hermann Tiedje]] und Wendelin Wiedeking.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/die-wmp-story-grosse-persoenlichkeiten-schrieben-die-erfolgsgeschichte/ Große Persönlichkeiten schrieben die Erfolgsgeschichte], wmp-ag.de, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
*[[Michael J. Inacker]], CEO, Mitglied des Vorstands der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik | Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgap.org/de/gesellschaft/ueber-uns/gremien Vorstand der DGAP], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Beirats der [[Atlantische Initiative | Atlantischen Initiative]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://atlantische-initiative.org/ueber-uns/verein/ Beirat der Atlantischen Initiative], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, zuvor u.a. Mitbegründer der &amp;quot;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&amp;quot;, Direktor für Politik und Außenbeziehungen bei [[Daimler]], Leiter der Konzernkommunikation bei der [[Metro]] AG&lt;br /&gt;
*[[Katrin Dahm]], Personalchefin, Prokuristin der Tochterfirmen [[German Public Affairs GmbH]]  und [[TV Media Medien Management GmbH]] zuvor Prokuristin und Leiterin des WMP-Planungsstabes&lt;br /&gt;
*[[Michael Behrens]], Chief Operating Officer (COO), ehem. TV-Journalist und Leiter des Englischen Programms der Deutschen Welle Hörfunk. Zuletzt CEO von Mercedes-Benz Vietnam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: Internetauftritt WMP Eurocom &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Vorstand], wmp-ag.de abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsichtsrat ===&lt;br /&gt;
*[[Hans-Hermann Tiedje]], Vorsitzender, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, zuvor langjähriger Geschäftsführer, Gründer der [[TV Media GmbH]], davor u.a. Chefredakteur bei &amp;quot;Bild&amp;quot; und &amp;quot;Bunte&amp;quot; sowie bei Gruner+Jahr, persönlicher Berater von Helmut Kohl&lt;br /&gt;
*[[Eckhard Cordes]], Ex-Vorstand der [[Daimler]] AG, ehemaliger CEO der [[Metro AG]] und Franz Haniel &amp;amp; Cie. GmbH sowie ehemaliger Vorsitzender des [[Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft|Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Hans Eichel]], Mitglied des Kuratoriums Institute for Law and Finance, Goethe-Universität Frankfurt/Main, Bundesminister der Finanzen a.D., hessischer Ministerpräsident a.D.&lt;br /&gt;
*[[Ulrich Marseille]], Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, der 2010 vom Landgericht Halle wegen Bestechung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.is/9Co0 Oberlandesgericht Naumburg - Pressemitteilung vom 6. Juli 2011], archive.is, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/a-775539.html Ulrich Marseille tritt zurück], manager.magazin vom 20.07.2011, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Bernd Schmidbauer]], Staatsminister im Kabinett Helmut Kohl, i. d. Z. Koordinator der deutschen Geheimdienste&lt;br /&gt;
*[[Kristin Schwarz]], Unternehmerin in der Lebensmittel- und Fleischwarenindustrie (Schwarz Cranz)&lt;br /&gt;
*[[Reinhardt Töpel]], Transport-Unternehmer (ReiCo Logistik)&lt;br /&gt;
*[[Wendelin Wiedeking]], Ex-Vorstandsvorsitzender der Porsche AG&lt;br /&gt;
*[[Rezzo Schlauch]], ehemaliger Fraktionsvorsitzender [[Bündnis 90/Die Grünen]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Mitglieder:&lt;br /&gt;
* bis 2005: [[Hans Erich Bilges]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bis 2006: [[Hans-Dietrich Genscher]] (†)&lt;br /&gt;
* bis 2016: [[Roland Berger]], Gründungsmitglied; Gründer der Roland Berger Holding GmbH, Mitglied des Kuratoriums der [[Alfred Herrhausen Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-herrhausen-gesellschaft.de/de/kuratorium.htm Kuratorium der Alfred Herrhausen Gesellschaft], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://pr-journal.de/nachrichten/agenturen/18059-wmp-eurocom-ag-expandiert-und-uebernimmt-die-cortent-kommunikation-ag.html WMP EuroCom AG expandiert und übernimmt die Cortent Kommunikation AG]] PR Journal am 07.10.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Aufsichtsrat], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Senior Advisors===&lt;br /&gt;
*[[Klaus-Peter Schmidt-Deguelle]], war Chefredakteur bei VOX und als Redaktionsleiter bei ARD-Aktuell für die Tagesschau/ Tagesthemen verantwortlich, 1999-2005 Berater der Bundesregierung, davor Staatssekretär und Regierungssprecher in Hessen, Berater des Bundesfinanzministeriums unter [[Hans Eichel]], Gründer der WMP EuroCom-Tochter TV Media Medien Management GmbH&lt;br /&gt;
*[[Friedrich-Wilhelm Kramer]], vormaliger ARD-Korrespondent in Warschau, Chefredakteur NDR Hörfunk, Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, heute: Lehrbeauftragter für Medien und Politik in Hamburg und Riga&lt;br /&gt;
*[[Matthias Kasper]], Journalist und PR-Berater, zuvor Ressortleiter Welt am Sonntag und Vorstand der Agentur Cortent – u.a. Corporate Publishing und Content Marketing&lt;br /&gt;
*(ab 10/2017), [[Michael Fuchs]], bestens vernetzter CDU-Politker, Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.turi2.de/aktuell/cdu-politiker-michael-fuchs-heuert-bei-lobby-agentur-wmp-an/ CDU-Politiker Fuchs heuert bei Lobby-Agentur WMP an], turi2.de vom 02.10.2017, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Senior Advisors und Büroleitung], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunden (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
'''[[Marseille Kliniken]]''': Nachdem der Journalist [[Günter Wallraff]] in einem Pflegeheim des Marseille-Konzerns verdeckt ermittelt hatte, erstattete der Konzern Anzeige gegen RTL mit dem Vorwurf heimlicher Bild- und Tonaufnahmen. [[Katrin Dahm]], aktuelles Vorstandsmitglied der WMP EuroCom, erklärte im Namen der Marseille Kliniken, man habe &amp;quot;das nicht zuletzt zum Schutz der Bewohner getan&amp;quot;. Laut RTL wurde das Pflegeheim in Oldenburg ausgewählt, weil Wallraff mehrfach auf die Essensqualität in den Häusern der Marseille Kliniken hingewiesen worden wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/wo-wallraff-sich-einschleicht-undercover-in-der-oldenburger-grosskueche_a_29,0,866444952.html Undercover-Recherche in der Oldenburger Großküche], NWZ online vom 09.06.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kleidungskette [[KiK]]''': WMP-Geschäftsführer Inacker sprach davon, dass KiK mit einem innovativen Konzept die Branche verändert habe. Kik waren in der Vergangenheit oft Billiglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen in den Zuliefererländer vorgeworfen worden. Inacker sagte zu der neuen Kommunikationsstrategie für KiK: &amp;quot;KiK ist ein Unternehmen mit einem Gesicht – und zwar einem sympathischen. Das werden wir gemeinsam vermitteln.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/01/27/tiedje-firma-wmp-eurocom-soll-image-vom-billig-klamottenladen-kik-aufpolieren/ Tiedje-Firma WMP-Eurocom soll Image vom Billig-Klamottenladen KiK aufpolieren], Meedia am 27.01.2016, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Katar''': Wie Tiedje 2014 in einem Interview bestätigte, berät die WMP Katar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/09/09/meine-moral-wir-arbeiten-nicht-mit-maedchen-und-waffenhaendlern-zusammen/ „Meine Moral? Wir arbeiten nicht mit Mädchen- und Waffenhändlern zusammen“, Meedia am 09.09.2014], abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Microsoft]]''': Lt. ''stern'' zählt der Software- und Hardwarehersteller Microsoft zur Kundenliste von WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern am 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Krankenkasse KKH''': Die kaufmännische Krankenkasse KKH ist seit 2013 Kunde bei der WMP. Im Jahr zuvor hatte WMP Peer Steinbrück als Redner für ein KKH-Allianz-Forum vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern vom 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Idee zur Gründung der WMP EuroCom entstand auf der Terasse von [[Hans-Dietrich Genscher|Hans-Dietrich Genschers]] Privathaus, welcher selbst als Aktionär und Aufsichtsratschef in die Unternehmung mit einstieg. Der ebenfalls anwesende Bundesbankpräsident a.D., Karl Otto Pöhl, förderte das Vorhaben durch Empfehlungsschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der weiteren Gründer war der ehemalige Chefredakteur der &amp;quot;Bild&amp;quot;, [[Hans-Erich Bilges]], der Ende 2005 ausstieg, um im Januar 2006 die Kommunikationsberatungsfirma [[Consultum Communications]] zu gründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;consult1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.consultum.de/index.php?de_geschaeftsfuehrung Consultum Communications - Geschäftsführung] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Consultum Communications arbeitet allerdings weiterhin eng mit der WMP zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,393296,00.html Hans-Erich Bilges: Ex-&amp;quot;Bild&amp;quot;-Chef gründet Berater-Firma] Manager Magazin vom 03. Januar 2006, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.stern.de/politik/deutschland/tillack/hans-martin-tillack-6823040.html Hans-Martin Tillack: Die geheimen Kunden der Lobbyisten, stern.de vom 07.01.2016]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public Affairs: Das Netz], Zeit online 2002, abgerufen am 05.04.2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PR-Agentur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=WMP_Eurocom&amp;diff=66086</id>
		<title>WMP Eurocom</title>
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		<updated>2018-11-27T14:51:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: /* Fallbeispiele und Kritik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = WMP EUROCOM AG&lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = &lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Beratung in den Bereichen Wirtschaft, Medien und Politik&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Katharina-Heinroth-Ufer 1, 10787 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = &lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://wmp-ag.de/ wmp-ag.de/]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''WMP EuroCom AG''' ist eine Lobby- und PR-Agentur, die ihren Klienten durch ihr weites Netzwerk aus Kontakten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern verschafft. Gleichzeitig verfügt sie über sehr gute Verbindungen zur deutschen Medienlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Kernpunkt der Lobbyarbeit der WMP EuroCom ist die Vermittlung von exklusiven Treffen der Klienten mit den relevanten politischen Entscheidungsträgern. Hierbei wird dem Kunden die Möglichkeit gegeben, in kleinen und vor allem geschlossenen Kreisen &amp;quot;Überzeugungsarbeit&amp;quot; für das jeweilige Projekt zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben verfügt die WMP dazu über &amp;quot;persönliche und vertrauensvolle Verbindungen zu Entscheidern in Medien, Wirtschaft, Verbänden, Politik und Verwaltung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-gesamtprofil/ WMP - Das Gesamtprofil], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Säule der Lobbyarbeit der WMP ist das Lancieren von wohlgesonnenen Medienberichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Essentiell hierfür ist die hervorragende Vernetzung der WMP, bzw. ihrer Mitarbeiter, mit diversen Leitmedien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Ziel unserer Arbeit ist es, journalistisch interessante Botschaften unserer Partner bzw. Kunden der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir arbeiten mit den Medien zusammen. Wir finden und formulieren diese Botschaften. Dabei geht es weder um Imagekosmetik noch um Illusionsbildung. Als vormalige oder noch aktive leitende Redakteure sowie als Publizisten sind wir strikt journalistischen Grundsätzen und Überzeugungen verpflichtet. Nur so werden wir von den Blattmachern und Sender-Verantwortlichen sowie anderen Ansprechpartnern der Medien akzeptiert.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/das-know-how/ WMP - Das Know-How], abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So werden beispielsweise Kommentare oder ausführliche Portraits in Leitmedien verbreitet, in denen die Kunden die Möglichkeit haben, ihre &amp;quot;Sicht&amp;quot; einer breiten Öffentlichkeit darzulegen und so unter dem Deckmantel eines vermeintlich seriösen Journalismus Kampagnenarbeit zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP-Tochterfirma TV-Media produziert u.a. für den [[MDR]]. So können beispielsweise in Talkshows Kunden oder zumindest deren Interessenvertreter platziert werden. In der von TV-Media produzierten Show „Ein Kessel DDR“ saß zum Beispiel [[Hans-Dietrich Genscher]] als Gast auf dem Sofa. Laut ''Spiegel'' war auch der ehemalige MDR-Intendant [[Udo Reiter]] der WMP über einen persönlichen Beratervertrag verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29341618.html Beraten und Verkauft] Der Spiegel 49/2003, abgerufen am 29.03.2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WMP verfügt über 2 von der CDU bereitgestellte Hausausweise für den Deutschen Bundestag.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abgeordnetenwatch.de/sites/abgeordnetenwatch.de/files/hausausweisliste_korrigiert.pdf Liste der Hausausweise], S.13, abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 24.03.16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit für Saudi Arabien ===&lt;br /&gt;
Von 2015 bis November 2018 arbeitete WMP Eurocom für Saudi Arabien. Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zahlten die Saudis eine sechsstellige Summe, damit die Agentur das Image des Königreiches in Deutschland verbessere. Das ist laut Tagesspiegel nur ein Bruchteil dessen, was das Land jedes Jahr in Lobbyarbeit investiert: Auch in Washington, London und Brüssel hat das Königshaus zahlreiche PR-Agenturen angeheuert, allein in den USA habe Riad seit den Terroranschlägen vom 11. September 2011 etwa 100 Millionen Dollar ausgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gab es verstärkt Kritik an der Arbeit von WMP für Saudi Arabien. Im Novermber zitierte die Bild am Sonntag aus einem internen WMP-Bericht, der offenbar für seine Kunden bestimmt war. Darin rühmte sich die Agentur ihrer guten Kontakte zu deutschen Journalisten und behauptete, durch ihre Arbeit seien in mindestens einem Fall „positive Artikel“ über Saudi-Arabien erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich warb die Agentur mit einem Netzwerk, das „einen schnellen Zugang“ zum Kanzleramt, zum Bundespräsidenten, zu Ministerien, dem Deutschen Fußball-Bund oder Wirtschaftskonzernen wie Airbus garantiere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Medienberichte verkündete WMP im November 2018, seine Arbeit für das saudische Königshaus zu beenden. „Nach der schrecklichen Tat müssen wir heute feststellen, dass sowohl unsere Mittlerrolle als auch die Möglichkeiten, die Reformkräfte zu unterstützen, von der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr gesehen und von uns deshalb nicht vertreten werden können“, begründete WMP-Chef Michael Inacker den Schritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beziehung zum Deutschen Digital Institut ===&lt;br /&gt;
Das [[Deutsche Digital Institut]] (DDI) ist mit der WMP EuroCom eng verbunden: Der Beiratsvorsitzende des DDI, [[Bernd Schiphorst]], ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der WMP. DDI und die WMP haben die gleiche Anschrift, die Domainadresse des DDI gehört der WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.denic.de/webwhois-web20/accepted-angenommen WMP ist Domaininhaber der Webseite des DDI], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen dieser Verflechtungen warf der Stern-Journalist [[Hans-Martin Tillack]] der WMP vor, unter dem Deckmantel eines vermeintlich unabhängigen Forschungsinstituts zu agieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/digital/microsoft-gegen-google---machte-der-us-digitalkonzern-negativ-pr-gegen-den-suchmaschinenbetreiber--6606320.html Ließ Microsoft den Rivalen Google schlechtmachen?], stern vom 16.12.2015, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem finden sich auf der Homepage des DDI [[Google]]-kritische Pressemeldungen wie etwa „Such-Alternativen: Meine Woche ohne Google“ (November 2014) oder „Profilbildung: Datenschützer droht Google mit Zwangsgeld“ (September 2014).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://deutsches-digital-institut.de/presse/ Pressebereich des Deutschen Digital Instituts], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da einer der Kunden der WMP der [[Google]]-Konkurrent [[Microsoft]] ist, entstand der Verdacht der verdeckten PR-Arbeit. Außerdem gab Torsten Fricke, der laut ''Stern'' bei der WMP zuvor den Kunden Microsoft betreute, im April 2015 das Buch &amp;quot;Die Akte Google – Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; heraus, welches sich hauptsächlich der Kritik an der Macht von Google widmet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amazon.de/Die-Akte-Google-missbraucht-manipuliert/dp/3776627638 &amp;quot;Die Akte Google: Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet&amp;quot; bei Amazon], abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; WMP-Chef Inacker betonte im April 2016 hingegen, dass seine Agentur keine verdeckte PR mache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://prreport.de/home/aktuell/article/10609-da-waeren-wir-mit-dem-klammerbeutel-gepudert/ Interview mit WMP-Chef Michael Inacker], PR Report vom 03.04.2016, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014 und 2015: Rechtsstreit mit dem stern-Journalisten Hans-Martin Tillack===&lt;br /&gt;
Im Herbst 2014 verklagte der damalige WMP-Geschäftsführer [[Hans-Hermann Tiedje]] den stern-Journalisten [[Hans-Martin Tillack]] wegen Verdachts der üblen Nachrede. Tillack hatte zuvor in seinem Blog mögliche Indizien dafür beschrieben, dass die Kampagne &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot; während des Wahlkampfes 2009 ein Beispiel für versteckte Parteienfinanzierung gewesen wäre, bei der auch die WMP mitgewirkt hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/cdu-freundliche-wahlwerbung-das-millionenspiel-mit--tolles-thueringen--3622374.html Das Millionenspiel mit &amp;quot;Tolles Thüringen&amp;quot;], Stern vom 29.08.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Tiedje eine Beteiligung der WMP verneinte, griff Tillack diese Aussage ironisch in seinem Blog auf, woraufhin Tiedje Anzeige erstellte. Die Staatsanwaltschaft Berlin stellte die Ermittlungen gegen Tillack im November 2014 ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/11/10/keine-ueble-nachrede-gegen-tiedje-staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-gegen-stern-mann-tillack-ein/ Keine üble Nachrede gegen Tiedje: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen stern-Mann Tillack ein], Meedia am 10.11.2014, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In einem 2. Rechtsstreit zwischen Tiedje und Tillack ging es um Tillacks Aussage, dass die WMP für den französischen Ölkonzern [[Total]] arbeite. Im Mai 2015 einigten sich Tiedje und Tillack auf einen Vergleich und Tillack verpflichtete sich, nicht mehr zu erklären, dass Total zum Kundenkreis der WMP gehöre. Tillack wies darauf hin, diesen Schluss einst gezogen zu haben, da es bei der WMP über Monate einen Betreuer für Total gegeben habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/05/20/tiedje-tillack-und-der-prozess-um-die-total-falschberichterstattung/ Tiedje, Tillack und der Prozess um die „Total-Falschberichterstattung“], Meedia am 20.05.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: Tiedje verteidigt Steinbrück in Bild-Kommentar===&lt;br /&gt;
Nachdem [[Peer Steinbrück]] für seine Einnahmen aus Redneraufträgen in die Kritik geraten war, verteidigte Tiedje ihn in einem Bild-Kommentar. Seiner Meinung nach habe Steinbrück &amp;quot;nichts falsch gemacht&amp;quot;, sondern werde in einer &amp;quot;Gesellschaft des Neides&amp;quot; fälschlicherweise verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/news/standards/bild-kommentar/steinbrueck-und-der-neid-26609834.bild.html Steinbrück und der Neid], Bild vom 08.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei erwähnte Tiedje jedoch nicht, dass die WMP Steinbrück im selben Jahr einen Rednerauftrag der Stufe 3, also in Höhe von über 7.000 Euro, vermittelt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/dokumentation-die-steinbrueck-liste-so-aktiv-war-der-spd-mann_aid_834978.html Die Steinbrück-Liste: Alle Nebenjobs des SPD-Manns], Focus online vom 09.10.2012, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2009: Lobbying gegen staatliche Unterstützung für Karstadt===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens von [[Karstadt]] betonte [[Eckhard Cordes]], Aufsichtsratsmitglied der WMP, dass Karstadt als Ganzes keine wirtschaftlichen Perspektiven habe. Stattdessen plädierte er für eine Fusion von [[Kaufhof]] und Karstadt und die Bildung einer &amp;quot;Deutschen Warenhaus AG&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/kaufhaeuser-metro-chef-gibt-karstadt-keine-chance_aid_462947.html Metro-Chef gibt Karstadt keine Chance], Focus vom 14.12.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Cordes wurde vorgeworfen, in seiner damaligen Funktion als [[Metro]]-Chef mit seinen Vorschlägen nicht eine Branchenlösung anzustreben, sondern eigene Konzerninteressen der Metro-Tochter Galeria Kaufhof zu verfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes-seite-2/5142210-2.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Fusionsidee erhielt er Gehör von Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] sowie vom damaligen Wirtschaftsminister [[Karl-Theodor zu Guttenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/treffen-mit-merkel-metro-erwaegt-karstadt-uebernahme-a-628443.html Treffen mit Merkel: Metro erwägt Karstadt-Übernahme], Spiegel online vom 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/arcandor-krise-guttenberg-favorisiert-karstadt-kaufhof-fusion-a-628466.html Arcandor-Krise: Guttenberg favorisiert Karstadt-Kaufhof-Fusion] Spiegel online am 04.06.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus warb Cordes bei seinen Gesprächen mit hochrangigen Politikern erfolgreich dafür, Karstadts Bitte um eine Staatsbürgschaft nicht nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/karstadt-kaufhof-die-taktischen-spielchen-von-eick-und-cordes/5142210.html Die taktischen Spielchen von Eick und Cordes], WirtschaftsWoche vom 25.05.2009, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bundesregierung lehnte die Staatsbürgschaft für Karstadt im Juni 2009 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article3883823/Bund-lehnt-Staatsbuergschaft-fuer-Arcandor-ab.html Bund lehnt Staatsbürgschaft für Arcandor ab], Welt vom 08.06.2009, abgerufen am 07.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Vergabeaffäre der Bundesagentur für Arbeit===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Vergaberecht in der [[Bundesagentur für Arbeit]] (BA) geriet Ende 2003 auch die WMP in die Schlagzeilen. Die BA hatte hier einen 1,3-Millionen-Euro-Auftrag rechtswidrig ohne Ausschreibung an die WMP vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.netzeitung.de/deutschland/270294.html BA-Verwaltungsrat entzieht Gerster Vertrauen] Netzzeitung vom 24. Januar 2004, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde bekannt, dass BA-Chef [[Florian Gerster]] schon vorher mit der WMP zusammengearbeitet und sich mindestens einmal bereiterklärt hatte, angeblich kostenlos, als Gastredner für eine Image-Veranstaltung eines WMP-Kunden aufzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,277249,00.html Bundesanstalt für Arbeit: Gersters teure BMW-Flotte] Spiegel Online vom 06. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerster wurde im Zusammenhang mit der BA-Affäre entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2003: Imagekampagne für die Wirtschaft in Sachsen===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit einer Imagekampagne für das Land Sachsen musste der damalige Vorstand der WMP, [[Hans-Erich Bilges]], im November 2003 vor dem sogenannten Sachsenring-Untersuchungsausschuss aussagen. Die [[Die Linke|PDS]] warf der sächsischen Staatsregierung vor, mit der von der WMP geleiteten PR-Kampagne „Sachsen den Sachsen“ eine versteckte CDU-Wahlkampagne initiiert zu haben und nicht, wie von Seiten der CDU behauptet, eine „Imagekampagne“ für die sächsische Wirtschaft.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Untersuchungsausschuss räumte Bilges ein, er habe sich im Vorfeld der Kampagne mit mehreren Vertretern der Staatsregierung getroffen. Auch wurden die PDS und die [[SPD]] als &amp;quot;Gegner&amp;quot; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,275583,00.html Sachsenring: Gut für die Wirtschaft, schlecht fürs Image] Manager Magazin vom 26. November 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die WMP musste sich allerdings 2003 wieder aus dem mit 200.000 Euro dotierten Beratervertrag zurückziehen, weil bekannt wurde, dass der Vertrag nicht öffentlich ausgeschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/lobbying-bewerber-abgeschossen_aid_198258.html LOBBYING: „Bewerber abgeschossen“] Focus vom 01. Dezember 2003, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2001: Lobbying für BP bei der Aral-Übernahme und bei der E.on-Ruhrgas-Übernahme ===&lt;br /&gt;
Bei der geplanten Übernahme der Tankstellenkette [[Aral]] durch den Ölkonzern [[BP]] war die WMP involviert. BP plante von [[E.ON]] die Tankstellenkette Aral zu übernehmen und E.ON war im Gegenzug an den BP-Anteilen von [[Ruhrgas]] interessiert. Da die Übernahme von Aral vor dem Kartellamt hätte scheitern können, versuchte BP schon im Vorfeld der Übernahme die öffentliche Wahrnehmung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Hierzu organisierte WMP Gespräche und Treffen zwischen dem BP-Chef [[Lord John Browne]] mit Fraktionsvorsitzenden, Ausschussvorsitzenden und Ministerialbeamten. Auch ein Lunch mit politischen Eliten, inklusive Dinner-Speech von Browne, wurde von WMP initiiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Gleichzeitig lancierte eine Medienkampagne. Hierzu organisierte die WMP ein Interview mit Browne im ''Spiegel'' und ein ausführliches Portrait in der ''Welt am Sonntag''.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um E.ON in der Ruhrgas-Übernahme zu unterstützen, versuchte die WMP ebenfalls über die Medien positive Assoziationen zu generieren. Beispielsweise sprach sich [[Günther Rexrodt]] (FDP), ehemaliger Wirtschaftsminister, in einem Artikel in ''Die Welt'' für die geplante E.ON-Ruhrgas-Übernahme aus. Rexrodt war gleichzeitig Finanzvorstand von WMP, die zu dieser Zeit von BP bezahlt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2000: Übernahme der Bewag durch Vattenfall===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 plante [[Vattenfall]] den Berliner Energieversorger [[Bewag]] zu übernehmen. Der damalige Eigner der Bewag, [[E.ON]], einigte sich mit Vattenfall Anfang August 2000 auf die Übernahme, ohne jedoch das Mitspracherecht des Berliner Senats zu beachten. Hier blockierten die beiden [[CDU]] Senatoren [[Peter Kurth]] und [[Wolfgang Branoer]] die Übernahme durch Vattenfall mit einer einstweiligen Verfügung, weil sich der Senat schon auf einen anderen Investor geeinigt hatte. Daraufhin schaltete Vattenfall die WMP ein. Deren Vorstand, [[Hans-Erich Bilges]], traf sich mit dem damaligen Bürgermeister [[Eberhard Diepgen]] (CDU), der hierauf sagte, alles würde für Vattenfall sprechen. Der Berliner Senat zog auf Druck Diepgens die einstweilige Verfügung zurück. Die WMP arrangierte zusätzlich weitere Treffen zwischen dem Vattenfall-Vorstandschef Josefsson und dem damaligen sächsischen Wirtschaftsminister [[Kajo Schommer]] (CDU) sowie mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister [[Werner Müller]] (parteilos).&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das intensive Lobbying der WMP und die &amp;quot;Empfänglichkeit&amp;quot; der jeweiligen Politiker kam schließlich die Übernahme der Bewag durch Vattenfall zu Stande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
===Unternehmen der Gruppe und Großaktionäre===&lt;br /&gt;
Zur WMP Gruppe gehören die folgenden Unternehmen: WMP EUROCOM AG, WMP FINANZKOMMUNIKATION GMBH,  WMP HEALTHCARE GMBH, GPA GERMAN PUBLIC AFFAIRS GMBH und TV MEDIA MEDIEN MANAGEMENT GMBH. Größte Anteilseigner der Gruppe sind [[Hans-Hermann Tiedje]] und Wendelin Wiedeking.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/die-wmp-story-grosse-persoenlichkeiten-schrieben-die-erfolgsgeschichte/ Große Persönlichkeiten schrieben die Erfolgsgeschichte], wmp-ag.de, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
*[[Michael J. Inacker]], CEO, Mitglied des Vorstands der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik | Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgap.org/de/gesellschaft/ueber-uns/gremien Vorstand der DGAP], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, Mitglied des Beirats der [[Atlantische Initiative | Atlantischen Initiative]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://atlantische-initiative.org/ueber-uns/verein/ Beirat der Atlantischen Initiative], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, zuvor u.a. Mitbegründer der &amp;quot;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&amp;quot;, Direktor für Politik und Außenbeziehungen bei [[Daimler]], Leiter der Konzernkommunikation bei der [[Metro]] AG&lt;br /&gt;
*[[Katrin Dahm]], Personalchefin, Prokuristin der Tochterfirmen [[German Public Affairs GmbH]]  und [[TV Media Medien Management GmbH]] zuvor Prokuristin und Leiterin des WMP-Planungsstabes&lt;br /&gt;
*[[Michael Behrens]], Chief Operating Officer (COO), ehem. TV-Journalist und Leiter des Englischen Programms der Deutschen Welle Hörfunk. Zuletzt CEO von Mercedes-Benz Vietnam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: Internetauftritt WMP Eurocom &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Vorstand], wmp-ag.de abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsichtsrat ===&lt;br /&gt;
*[[Hans-Hermann Tiedje]], Vorsitzender, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, zuvor langjähriger Geschäftsführer, Gründer der [[TV Media GmbH]], davor u.a. Chefredakteur bei &amp;quot;Bild&amp;quot; und &amp;quot;Bunte&amp;quot; sowie bei Gruner+Jahr, persönlicher Berater von Helmut Kohl&lt;br /&gt;
*[[Eckhard Cordes]], Ex-Vorstand der [[Daimler]] AG, ehemaliger CEO der [[Metro AG]] und Franz Haniel &amp;amp; Cie. GmbH sowie ehemaliger Vorsitzender des [[Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft|Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Hans Eichel]], Mitglied des Kuratoriums Institute for Law and Finance, Goethe-Universität Frankfurt/Main, Bundesminister der Finanzen a.D., hessischer Ministerpräsident a.D.&lt;br /&gt;
*[[Ulrich Marseille]], Aufsichtsratsvorsitzender der [[Marseille Kliniken]] AG, der 2010 vom Landgericht Halle wegen Bestechung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.is/9Co0 Oberlandesgericht Naumburg - Pressemitteilung vom 6. Juli 2011], archive.is, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/a-775539.html Ulrich Marseille tritt zurück], manager.magazin vom 20.07.2011, abgerufen am 09.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Bernd Schmidbauer]], Staatsminister im Kabinett Helmut Kohl, i. d. Z. Koordinator der deutschen Geheimdienste&lt;br /&gt;
*[[Kristin Schwarz]], Unternehmerin in der Lebensmittel- und Fleischwarenindustrie (Schwarz Cranz)&lt;br /&gt;
*[[Reinhardt Töpel]], Transport-Unternehmer (ReiCo Logistik)&lt;br /&gt;
*[[Wendelin Wiedeking]], Ex-Vorstandsvorsitzender der Porsche AG&lt;br /&gt;
*[[Rezzo Schlauch]], ehemaliger Fraktionsvorsitzender [[Bündnis 90/Die Grünen]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Mitglieder:&lt;br /&gt;
* bis 2005: [[Hans Erich Bilges]] &amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2016/11/24/wmp-eurocom-der-ehemalige-gruenen-politiker-rezzo-schlauch-faengt-bei-agentur-von-ex-bild-chef-tiedje-an/ WMP Eurocom: Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch fängt bei Agentur von Ex-Bild-Chef Tiedje an] Meedia.de am 24.11.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bis 2006: [[Hans-Dietrich Genscher]] (†)&lt;br /&gt;
* bis 2016: [[Roland Berger]], Gründungsmitglied; Gründer der Roland Berger Holding GmbH, Mitglied des Kuratoriums der [[Alfred Herrhausen Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-herrhausen-gesellschaft.de/de/kuratorium.htm Kuratorium der Alfred Herrhausen Gesellschaft], abgerufen am 17.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://pr-journal.de/nachrichten/agenturen/18059-wmp-eurocom-ag-expandiert-und-uebernimmt-die-cortent-kommunikation-ag.html WMP EuroCom AG expandiert und übernimmt die Cortent Kommunikation AG]] PR Journal am 07.10.2016, abgerufen am 30.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Aufsichtsrat], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Senior Advisors===&lt;br /&gt;
*[[Klaus-Peter Schmidt-Deguelle]], war Chefredakteur bei VOX und als Redaktionsleiter bei ARD-Aktuell für die Tagesschau/ Tagesthemen verantwortlich, 1999-2005 Berater der Bundesregierung, davor Staatssekretär und Regierungssprecher in Hessen, Berater des Bundesfinanzministeriums unter [[Hans Eichel]], Gründer der WMP EuroCom-Tochter TV Media Medien Management GmbH&lt;br /&gt;
*[[Friedrich-Wilhelm Kramer]], vormaliger ARD-Korrespondent in Warschau, Chefredakteur NDR Hörfunk, Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, heute: Lehrbeauftragter für Medien und Politik in Hamburg und Riga&lt;br /&gt;
*[[Matthias Kasper]], Journalist und PR-Berater, zuvor Ressortleiter Welt am Sonntag und Vorstand der Agentur Cortent – u.a. Corporate Publishing und Content Marketing&lt;br /&gt;
*(ab 10/2017), [[Michael Fuchs]], bestens vernetzter CDU-Politker, Vorstandsmitglied [[Trilaterale Kommission]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.turi2.de/aktuell/cdu-politiker-michael-fuchs-heuert-bei-lobby-agentur-wmp-an/ CDU-Politiker Fuchs heuert bei Lobby-Agentur WMP an], turi2.de vom 02.10.2017, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand Oktober 2017, Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://wmp-ag.de/die-gruppe/der-vorstand/ Senior Advisors und Büroleitung], wmp-ag.de, abgerufen am 06.10.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunden (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
'''[[Marseille Kliniken]]''': Nachdem der Journalist [[Günter Wallraff]] in einem Pflegeheim des Marseille-Konzerns verdeckt ermittelt hatte, erstattete der Konzern Anzeige gegen RTL mit dem Vorwurf heimlicher Bild- und Tonaufnahmen. [[Katrin Dahm]], aktuelles Vorstandsmitglied der WMP EuroCom, erklärte im Namen der Marseille Kliniken, man habe &amp;quot;das nicht zuletzt zum Schutz der Bewohner getan&amp;quot;. Laut RTL wurde das Pflegeheim in Oldenburg ausgewählt, weil Wallraff mehrfach auf die Essensqualität in den Häusern der Marseille Kliniken hingewiesen worden wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/wo-wallraff-sich-einschleicht-undercover-in-der-oldenburger-grosskueche_a_29,0,866444952.html Undercover-Recherche in der Oldenburger Großküche], NWZ online vom 09.06.2015, abgerufen am 29.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kleidungskette [[KiK]]''': WMP-Geschäftsführer Inacker sprach davon, dass KiK mit einem innovativen Konzept die Branche verändert habe. Kik waren in der Vergangenheit oft Billiglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen in den Zuliefererländer vorgeworfen worden. Inacker sagte zu der neuen Kommunikationsstrategie für KiK: &amp;quot;KiK ist ein Unternehmen mit einem Gesicht – und zwar einem sympathischen. Das werden wir gemeinsam vermitteln.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2015/01/27/tiedje-firma-wmp-eurocom-soll-image-vom-billig-klamottenladen-kik-aufpolieren/ Tiedje-Firma WMP-Eurocom soll Image vom Billig-Klamottenladen KiK aufpolieren], Meedia am 27.01.2016, abgerufen am 23.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Katar''': Wie Tiedje 2014 in einem Interview bestätigte, berät die WMP Katar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://meedia.de/2014/09/09/meine-moral-wir-arbeiten-nicht-mit-maedchen-und-waffenhaendlern-zusammen/ „Meine Moral? Wir arbeiten nicht mit Mädchen- und Waffenhändlern zusammen“, Meedia am 09.09.2014], abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Microsoft]]''': Lt. ''stern'' zählt der Software- und Hardwarehersteller Microsoft zur Kundenliste von WMP.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern am 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Krankenkasse KKH''': Die kaufmännische Krankenkasse KKH ist seit 2013 Kunde bei der WMP. Im Jahr zuvor hatte WMP Peer Steinbrück als Redner für ein KKH-Allianz-Forum vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blogs.stern.de/hans-martin_tillack/die-geheimen-kunden-der-lobbyisten/ Die geheimen Kunden der Lobbyisten], stern vom 07.01.2016, abgerufen am 24.03.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Idee zur Gründung der WMP EuroCom entstand auf der Terasse von [[Hans-Dietrich Genscher|Hans-Dietrich Genschers]] Privathaus, welcher selbst als Aktionär und Aufsichtsratschef in die Unternehmung mit einstieg. Der ebenfalls anwesende Bundesbankpräsident a.D., Karl Otto Pöhl, förderte das Vorhaben durch Empfehlungsschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public-Affairs: Das Netz] Die Zeit 50/2002, abgerufen am 01. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der weiteren Gründer war der ehemalige Chefredakteur der &amp;quot;Bild&amp;quot;, [[Hans-Erich Bilges]], der Ende 2005 ausstieg, um im Januar 2006 die Kommunikationsberatungsfirma [[Consultum Communications]] zu gründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;consult1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.consultum.de/index.php?de_geschaeftsfuehrung Consultum Communications - Geschäftsführung] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Consultum Communications arbeitet allerdings weiterhin eng mit der WMP zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,393296,00.html Hans-Erich Bilges: Ex-&amp;quot;Bild&amp;quot;-Chef gründet Berater-Firma] Manager Magazin vom 03. Januar 2006, abgerufen am 01. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.stern.de/politik/deutschland/tillack/hans-martin-tillack-6823040.html Hans-Martin Tillack: Die geheimen Kunden der Lobbyisten, stern.de vom 07.01.2016]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2002/50/Public-Affairs/komplettansicht Public Affairs: Das Netz], Zeit online 2002, abgerufen am 05.04.2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PR-Agentur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=August_von_Finck&amp;diff=66079</id>
		<title>August von Finck</title>
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		<updated>2018-11-26T15:32:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: /* Stiftung Familienunternehmen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''August von Finck junior''' ist ein deutscher Unternehmer, der in der Vergangenheit mehrfach durch hohe Parteispenden und die Unterstützung rechter oder konservativer Parteien und Organisationen aufgefallen ist. Sein Vermögen wird vom Manager Magazin auf 5,5 Mrd. Euro geschätzt, damit liegt er in deren Ranking der reichsten Deutschen auf Platz 22.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MM-Reichenliste&amp;quot;&amp;gt;Manager Magazin: Die 1001 reichsten Deutschen, Sonderheft 2018. S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Forbes-Liste wird er etwas höher auf 8,6 Mrd. US-Dollar und Rang 167 weltweit geschätzt. (Stand: 22.11.2018)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.forbes.com/profile/august-von-finck/#34b444f97327 #167 August von Finck], Forbes, abgerufen am 26.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Firmen-Beteiligungen gehören u.a. Mövenpick, von Roll und SGS.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MM-Reichenliste&amp;quot;/&amp;gt; Über die Custodia Holding AG hält er u.a. Anteile an dem Ölkonzern Royal Dutch Shell, dem finnischen Energieversorger Fortum, dem australischen Baukonzern Cimic und den Unternehmen Allianz, Nestlé und Swiss Re (Stand: Dez 2017).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.custodia-ag.de/Berichte/Geschaeftsberichte/CUSTODIA_GB_2017.pdf Geschäftsbericht 2017], Custodia Holding AG, S. 29f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem besitzt von Finck im größeren Umfang Immobilien und Ländereien.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. u.a. [https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.er-koennte-eine-republik-zum-einstuerzen-bringen-august-baron-von-finck-patriarch-und-phantom-muenchens-heimlicher-herrscher.46c0c9d7-8327-4070-bf76-37913d44887f.html August Baron von Finck: Patriarch und Phantom - Münchens heimlicher Herrscher], Abendzeitung, 18.1.2018, abgerufen am 26.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Unterstützung für Bund Freier Bürger, 90er Jahre ===&lt;br /&gt;
Finck unterstützte nach Informationen der &amp;quot;Süddeutschen Zeitung&amp;quot; die Partei des rechtsgerichteten Manfred Brunner, den Bund Freier Bürger (BFB), von 1992 bis 1998 mit etwa 8,5 Millionen Mark (4,3 Millionen Euro) in bar. Manfred Brunner erklärte einmal, der Baron habe ihn zu einer festen Größe im politischen System Deutschlands machen wollen. Davon ausgehend, dass Brunner keine Parteispenden erhalten habe, sondern geschenktes Geld, erwirkte die Staatsanwaltschaft München I einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung. Brunner akzeptierte die Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung samt der Auflage von 6000 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;Süddeutsche Zeitung: Der freie Bürger und sein Edelmann, 10.10.2002, S.9. Siehe auch: [http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/a-280631-2.html Edelmann ohne Fortune], manager-magazin online, abgerufen am 26.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rechtsextremismusforscher Alexander Häusler bezeichnet den Bund freier Bürger als eine Art „rechte Vorläuferpartei“ der Alternative für Deutschland (AfD) mit „frappierenden Ähnlichkeiten“, insbesondere bezüglich personeller Überschneidungen, der politischer Ausrichtung und inhaltlicher Forderungen.&amp;lt;ref&amp;gt; Alexander Häusler, Rainer Roeser (2015): Die rechten ›Mut‹-Bürger. Entstehung, Entwicklung, Personal &amp;amp; Positionen der »Alternative für Deutschland«. VSA, Hamburg, S. 28–32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Initiative für Haider, 2000 ===&lt;br /&gt;
Als die FPÖ unter Jörg Haider im Jahre 2000 das erste Mal an der österreichischen Regierung beteiligt war, unterstützte von Finck gemeinsam mit der Unternehmerin Christiane Underberg, Rudolf Miele (Mielewerke Güthersloh), Joachim Weinling-Hagenbeck (Tierpark Hamburg) eine Initiative, die sich gegen EU-Sanktionen gegen Österreich wandte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.focus.de/magazin/archiv/eu-sanktionen-wien-wien-bist-nicht-allein_aid_182450.html  Wien, Wien, du bist nicht allein!] focus.de am 26.06.2000, abgerufen am 26.11.18&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EU-14-Staaten hatten als Reaktion auf die Regierungsbeteiligung der FPÖ bilaterale Maßnahmen erlassen: Die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und den 14 restlichen EU-Ländern sollten eingestellt werden und Botschafter nur noch auf einer technischen Ebene empfangen werden. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/1263705581215/EU-Sanktionen-Als-Oesterreich-der-Buhmann-der-EU-war Als Österreich der Buhmann der EU war] derstandard.at, 21.01.2010, abgerufen am 26.11.18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spenden an die CSU, besonders 2002 ===&lt;br /&gt;
Finck spendete lange Jahre große Summen an die CSU. Besonders hoch waren die Spenden 2002, dem Jahr als der CSU-Vorsitzende [[Edmund Stoiber]] als Kanzlerkandidat der Union gegen Schröder antrat. Damals flossen gut 1.6 Mio. Euro über verschieden Firmen aus dem Finck'schen Netzwerk an die CSU. Von 2000 bis 2003 flossen insgesamt 2,3 Mio. Euro an die CSU.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spenden der DSK Grundbesitzverwaltungs GmbH, Mercator Verwaltung GmbH, Pacelli Beteiligungs GmbH &amp;amp; Co. KG, Pacelli Immobilien GmbH, Versicherungs- und Wirtschaftsdienste GmbH laut Lobbypedia-Parteispenden-Datenbank auf Basis des CSU-Rechenschaftberichts 2002. Siehe auch: Süddeutsche Zeitung: Spendables Imperium, 30.01.2009, S.33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterstützung des Bürgerkonvent, 2003 ===&lt;br /&gt;
Finck unterstützte im Jahre 2003 eine millionenschwere Werbekampagne der Vereinigung [[BürgerKonvent]]. Es gab zwar noch weitere Geldgeber, den großen Teil der sechs Millionen Euro finanzierte Finck nach Informationen des Manager Magazins jedoch selbst. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-390197.html Der geheime Finanzier] manager-magazin online vom 14.12.2005, abgerufen am 26.11.18&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bürgerkonvent wurde von Meinhard Miegel und Gerd Langguth gegründet, im Gründungs-Vorstand war zudem der Münchner Anwalt Andreas Busse. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch der Anwalt Brun-Hagen-Hennerkes, der offizieller Stifter der [[Stiftung Familienunternehmen]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rudolf-speth.de/images/pdf/buergerkonvent.pdf Rudolph Speth: Der BürgerKonvent - Kampagnenprotest von oben ohne Transparenz und Bürgerbeteiligung], hrsg. Hans Böckler Stiftung, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; Später wurde die heutige stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion [[Beatrix von Storch]] als Vorstandsmitglied gewählt. Der BürgerKonvent versuchte, in Anlehnung an Bürgerinitiativen über Kampagnen und lokale Organisationen wirtschaftsliberale Positionen populär zu machen. Mit den Kampagnen sollte Druck auf die Politik erzeugt werden, marktradikale Positionen (Deregulierungen, Abbau des Kündigungsschutzes, Privatisierung der Altersvorsorge und des Gesundheitswesens) umzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rudolf-speth.de/images/pdf/buergerkonvent.pdf Rudolph Speth: Der BürgerKonvent - Kampagnenprotest von oben ohne Transparenz und Bürgerbeteiligung], hrsg. Hans Böckler Stiftung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Mövenpick-Spenden&amp;quot;, 2008 und 2009 === &lt;br /&gt;
2008 und 2009 wurden CSU und FDP mit großen Spenden von Finck-Firmen bedacht. Die FDP erhielt nach Spiegel-Informationen binnen eines Jahres 1,1 Millionen Euro von der Düsseldorfer Substantia AG. Diese Summe ist eine der höchsten Parteispenden in der Geschichte der Freidemokraten und wurde 2008 und 2009 in drei Teilspenden überwiesen, 2008 noch unter dem Namen VM Holding AG. Die CSU hatte zwei Großspenden kurz vor der bayrischen Landtagswahl 2008 erhalten: Damals erhielt die CSU eine Spende über 430.000 Euro, eine zweite über 390.000 Euro. Die Spenden waren l&lt;br /&gt;
aut Süddeutscher Zeitung kein Sonderfall: seit 1998 sind insgesamt 3,7 Millionen Euro an die CSU zusammengekommen, überwiesen von mehreren kleinen Firmen, die  zu Fincks Firmenimperium gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hoteliers-und-parteien-grosse-geschenke-erhalten-die-freundschaft-a-672409.html Große Geschenke erhalten die Freundschaft] Spiegel Online vom 16.1.2010, abgerufen am 26.11.18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spenden und ihre Verbindung zu Finck lösten damals eine große Debatte aus: denn CSU und FDP hatten sich in den Koalitionsverhandlungen 2009 für die neue schwarz-gelbe Bundesregierung für eine Senkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen eingesetzt. Die Firma Mövenpick, die von der Familie von Finck kontrolliert wird, betreibt selbst mehrere Hotels.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zu der Debatte u.a. [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hoteliers-und-parteien-grosse-geschenke-erhalten-die-freundschaft-a-672409.html Große Geschenke erhalten die Freundschaft] Spiegel Online vom 16.1.2010 oder [http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/substantia-ag-hotel-unternehmer-spendet-fdp-1-1-millionen-euro-1912513.html Hotel-Unternehmer spendet FDP 1,1 Millionen Euro], FAZ online vom 17.1.2010, alle abgerufen am 26.11.18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ludwig van Mises-Institut, ab 2012 ===&lt;br /&gt;
Das Ludwig van Mises-Institut residiert in München in den gleichen Räumen wie die Finck'sche Hauptverwaltung. Im August 2012 wurde es in den Räumen von Dr. Kleeberg &amp;amp; Partner gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll über die Gründung des Ludwig von Mises Deutschland Institut, S.1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfergesellschaft übernimmt auch die Prüfung von Finck-Firmen wie der Custodia Holding AG.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. http://www.custodia-ag.de/Berichte/Geschaeftsberichte/CUSTODIA_GB_2017.pdf Geschäftsbericht 2017], Custodia Holding AG, S. 29f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Präsident des Instituts ist Thorsten Polleit, Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH (Teil des Finck'schen Firmen-Netzwerks).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.misesde.org/?page_id=63 Webseite des Ludwig van Mises-Instituts], abgerufen am 26.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Institut ist nicht mit dem Mises-Institute in Auburn, Alabama (USA) zu verwechseln, auch wenn es offensichtlich enge Kontakte gibt und z.B. Artikel des Mises-Institute ins Deutsche übersetzt und publiziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Indizien für verdeckte Unterstützung der AfD, 2013 und später ===&lt;br /&gt;
Recherchen von Spiegel und WOZ sowie NDR/ WDR/ SZ legen nahe, dass von Finck mit seinen Beratern in die verdeckte Finanzierung der AfD verwickelt ist. Laut Spiegel gibt es klare Indizien, dass der Milliardär August von Finck über die PR-Agentur Wordstatt 2013 AfD-Veranstaltungen finanziert hat. Zudem war ein Bevollmächtigter Fincks offenbar in die Konzeption des [[Verein_zur_Erhaltung_der_Rechtsstaatlichkeit_und_der_b%C3%BCrgerlichen_Freiheiten#Deutschland-Kurier|Deutschland-Kuriers]] eingebunden, der seit 2017 für die AfD wirbt.&amp;lt;ref&amp;gt;Goldene Zeiten, Spiegel vom 24.11.2018, S.15-22, [https://www.woz.ch/-92ee Spur führt zu Milliardär von Finck], WOZ online vom 23.11.2018 sowie [https://www.tagesschau.de/inland/afd-von-finck-101.html Spur zu Münchner Milliardär?], Tagesschau online vom 23.11.2018, abgerufen am 26.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen und Netzwerke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hayek-Gesellschaft===&lt;br /&gt;
Die von Finck'schen Familiengesellschaften, der unter anderem die Hotelkette Mövenpick und viele andere Gesellschaften gehören, sind Mitglieder der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/inland/afd-boehringer-101.html Islamhetze per Mail] tagesschau.de am 23.01.2018, abgerufen am 26.11.18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stiftung Familienunternehmen ===&lt;br /&gt;
Die Finck'schen Familien-Gesellschaften unterstützten die „Berliner Erklärung der Familienunternehmen zur Krise des Euro“ der [[Stiftung Familienunternehmen]]. Diese Erklärung wurde im Kontext der sogenannten WELT-Währungskonferenz verfasst, welche die Stiftung gemeinsam mit der WELT-Gruppe am 27. Juni 2011“ veranstaltete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.derhauptstadtbrief.de/pdfs/pi_2011-06-27_berliner-erklaerung-der-familienunternehmen-zur_euro_krise_attachment.pdf Berliner Erklärung der Familienunternehmen zur Krise des Euro] (pdf), Webseite des Hauptstadtbriefs, abgerufen am 26.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Degussa und Goldhandel der AfD===&lt;br /&gt;
Finck war er laut Spiegel über seine Firma Degussa Goldhandel an einem lukrativen Goldhandel der Partei (&amp;quot;AfD-Goldshop&amp;quot;) beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt; Der Milliardär und die AfD. Wie geheime Spenden die Rechtspopulisten groß machten, Der Spiegel Heft 48/2018 vom 23. November 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Finck hatte zuvor die Namensrechte des historisch belasteten Degussa-Konzerns erworben, um ihn für seine eigene Firma zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weiteres===&lt;br /&gt;
Fincks Frau Francine engagierte sich in der Stiftung der Strauß-Tochter Monika Hohlmeier. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13679715.html Milliardär in Vaters Schatten] Spiegel Online vom 05.07.1993, abgerufen am 26.11.18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteispenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=August_von_Finck&amp;diff=66078</id>
		<title>August von Finck</title>
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		<updated>2018-11-26T15:31:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: /* Stiftung Familienunternehmen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''August von Finck junior''' ist ein deutscher Unternehmer, der in der Vergangenheit mehrfach durch hohe Parteispenden und die Unterstützung rechter oder konservativer Parteien und Organisationen aufgefallen ist. Sein Vermögen wird vom Manager Magazin auf 5,5 Mrd. Euro geschätzt, damit liegt er in deren Ranking der reichsten Deutschen auf Platz 22.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MM-Reichenliste&amp;quot;&amp;gt;Manager Magazin: Die 1001 reichsten Deutschen, Sonderheft 2018. S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Forbes-Liste wird er etwas höher auf 8,6 Mrd. US-Dollar und Rang 167 weltweit geschätzt. (Stand: 22.11.2018)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.forbes.com/profile/august-von-finck/#34b444f97327 #167 August von Finck], Forbes, abgerufen am 26.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Firmen-Beteiligungen gehören u.a. Mövenpick, von Roll und SGS.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MM-Reichenliste&amp;quot;/&amp;gt; Über die Custodia Holding AG hält er u.a. Anteile an dem Ölkonzern Royal Dutch Shell, dem finnischen Energieversorger Fortum, dem australischen Baukonzern Cimic und den Unternehmen Allianz, Nestlé und Swiss Re (Stand: Dez 2017).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.custodia-ag.de/Berichte/Geschaeftsberichte/CUSTODIA_GB_2017.pdf Geschäftsbericht 2017], Custodia Holding AG, S. 29f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem besitzt von Finck im größeren Umfang Immobilien und Ländereien.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. u.a. [https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.er-koennte-eine-republik-zum-einstuerzen-bringen-august-baron-von-finck-patriarch-und-phantom-muenchens-heimlicher-herrscher.46c0c9d7-8327-4070-bf76-37913d44887f.html August Baron von Finck: Patriarch und Phantom - Münchens heimlicher Herrscher], Abendzeitung, 18.1.2018, abgerufen am 26.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Unterstützung für Bund Freier Bürger, 90er Jahre ===&lt;br /&gt;
Finck unterstützte nach Informationen der &amp;quot;Süddeutschen Zeitung&amp;quot; die Partei des rechtsgerichteten Manfred Brunner, den Bund Freier Bürger (BFB), von 1992 bis 1998 mit etwa 8,5 Millionen Mark (4,3 Millionen Euro) in bar. Manfred Brunner erklärte einmal, der Baron habe ihn zu einer festen Größe im politischen System Deutschlands machen wollen. Davon ausgehend, dass Brunner keine Parteispenden erhalten habe, sondern geschenktes Geld, erwirkte die Staatsanwaltschaft München I einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung. Brunner akzeptierte die Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung samt der Auflage von 6000 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;Süddeutsche Zeitung: Der freie Bürger und sein Edelmann, 10.10.2002, S.9. Siehe auch: [http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/a-280631-2.html Edelmann ohne Fortune], manager-magazin online, abgerufen am 26.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rechtsextremismusforscher Alexander Häusler bezeichnet den Bund freier Bürger als eine Art „rechte Vorläuferpartei“ der Alternative für Deutschland (AfD) mit „frappierenden Ähnlichkeiten“, insbesondere bezüglich personeller Überschneidungen, der politischer Ausrichtung und inhaltlicher Forderungen.&amp;lt;ref&amp;gt; Alexander Häusler, Rainer Roeser (2015): Die rechten ›Mut‹-Bürger. Entstehung, Entwicklung, Personal &amp;amp; Positionen der »Alternative für Deutschland«. VSA, Hamburg, S. 28–32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Initiative für Haider, 2000 ===&lt;br /&gt;
Als die FPÖ unter Jörg Haider im Jahre 2000 das erste Mal an der österreichischen Regierung beteiligt war, unterstützte von Finck gemeinsam mit der Unternehmerin Christiane Underberg, Rudolf Miele (Mielewerke Güthersloh), Joachim Weinling-Hagenbeck (Tierpark Hamburg) eine Initiative, die sich gegen EU-Sanktionen gegen Österreich wandte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.focus.de/magazin/archiv/eu-sanktionen-wien-wien-bist-nicht-allein_aid_182450.html  Wien, Wien, du bist nicht allein!] focus.de am 26.06.2000, abgerufen am 26.11.18&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EU-14-Staaten hatten als Reaktion auf die Regierungsbeteiligung der FPÖ bilaterale Maßnahmen erlassen: Die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und den 14 restlichen EU-Ländern sollten eingestellt werden und Botschafter nur noch auf einer technischen Ebene empfangen werden. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/1263705581215/EU-Sanktionen-Als-Oesterreich-der-Buhmann-der-EU-war Als Österreich der Buhmann der EU war] derstandard.at, 21.01.2010, abgerufen am 26.11.18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spenden an die CSU, besonders 2002 ===&lt;br /&gt;
Finck spendete lange Jahre große Summen an die CSU. Besonders hoch waren die Spenden 2002, dem Jahr als der CSU-Vorsitzende [[Edmund Stoiber]] als Kanzlerkandidat der Union gegen Schröder antrat. Damals flossen gut 1.6 Mio. Euro über verschieden Firmen aus dem Finck'schen Netzwerk an die CSU. Von 2000 bis 2003 flossen insgesamt 2,3 Mio. Euro an die CSU.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spenden der DSK Grundbesitzverwaltungs GmbH, Mercator Verwaltung GmbH, Pacelli Beteiligungs GmbH &amp;amp; Co. KG, Pacelli Immobilien GmbH, Versicherungs- und Wirtschaftsdienste GmbH laut Lobbypedia-Parteispenden-Datenbank auf Basis des CSU-Rechenschaftberichts 2002. Siehe auch: Süddeutsche Zeitung: Spendables Imperium, 30.01.2009, S.33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterstützung des Bürgerkonvent, 2003 ===&lt;br /&gt;
Finck unterstützte im Jahre 2003 eine millionenschwere Werbekampagne der Vereinigung [[BürgerKonvent]]. Es gab zwar noch weitere Geldgeber, den großen Teil der sechs Millionen Euro finanzierte Finck nach Informationen des Manager Magazins jedoch selbst. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-390197.html Der geheime Finanzier] manager-magazin online vom 14.12.2005, abgerufen am 26.11.18&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bürgerkonvent wurde von Meinhard Miegel und Gerd Langguth gegründet, im Gründungs-Vorstand war zudem der Münchner Anwalt Andreas Busse. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch der Anwalt Brun-Hagen-Hennerkes, der offizieller Stifter der [[Stiftung Familienunternehmen]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rudolf-speth.de/images/pdf/buergerkonvent.pdf Rudolph Speth: Der BürgerKonvent - Kampagnenprotest von oben ohne Transparenz und Bürgerbeteiligung], hrsg. Hans Böckler Stiftung, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; Später wurde die heutige stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion [[Beatrix von Storch]] als Vorstandsmitglied gewählt. Der BürgerKonvent versuchte, in Anlehnung an Bürgerinitiativen über Kampagnen und lokale Organisationen wirtschaftsliberale Positionen populär zu machen. Mit den Kampagnen sollte Druck auf die Politik erzeugt werden, marktradikale Positionen (Deregulierungen, Abbau des Kündigungsschutzes, Privatisierung der Altersvorsorge und des Gesundheitswesens) umzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rudolf-speth.de/images/pdf/buergerkonvent.pdf Rudolph Speth: Der BürgerKonvent - Kampagnenprotest von oben ohne Transparenz und Bürgerbeteiligung], hrsg. Hans Böckler Stiftung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Mövenpick-Spenden&amp;quot;, 2008 und 2009 === &lt;br /&gt;
2008 und 2009 wurden CSU und FDP mit großen Spenden von Finck-Firmen bedacht. Die FDP erhielt nach Spiegel-Informationen binnen eines Jahres 1,1 Millionen Euro von der Düsseldorfer Substantia AG. Diese Summe ist eine der höchsten Parteispenden in der Geschichte der Freidemokraten und wurde 2008 und 2009 in drei Teilspenden überwiesen, 2008 noch unter dem Namen VM Holding AG. Die CSU hatte zwei Großspenden kurz vor der bayrischen Landtagswahl 2008 erhalten: Damals erhielt die CSU eine Spende über 430.000 Euro, eine zweite über 390.000 Euro. Die Spenden waren l&lt;br /&gt;
aut Süddeutscher Zeitung kein Sonderfall: seit 1998 sind insgesamt 3,7 Millionen Euro an die CSU zusammengekommen, überwiesen von mehreren kleinen Firmen, die  zu Fincks Firmenimperium gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hoteliers-und-parteien-grosse-geschenke-erhalten-die-freundschaft-a-672409.html Große Geschenke erhalten die Freundschaft] Spiegel Online vom 16.1.2010, abgerufen am 26.11.18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spenden und ihre Verbindung zu Finck lösten damals eine große Debatte aus: denn CSU und FDP hatten sich in den Koalitionsverhandlungen 2009 für die neue schwarz-gelbe Bundesregierung für eine Senkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen eingesetzt. Die Firma Mövenpick, die von der Familie von Finck kontrolliert wird, betreibt selbst mehrere Hotels.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zu der Debatte u.a. [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hoteliers-und-parteien-grosse-geschenke-erhalten-die-freundschaft-a-672409.html Große Geschenke erhalten die Freundschaft] Spiegel Online vom 16.1.2010 oder [http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/substantia-ag-hotel-unternehmer-spendet-fdp-1-1-millionen-euro-1912513.html Hotel-Unternehmer spendet FDP 1,1 Millionen Euro], FAZ online vom 17.1.2010, alle abgerufen am 26.11.18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ludwig van Mises-Institut, ab 2012 ===&lt;br /&gt;
Das Ludwig van Mises-Institut residiert in München in den gleichen Räumen wie die Finck'sche Hauptverwaltung. Im August 2012 wurde es in den Räumen von Dr. Kleeberg &amp;amp; Partner gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll über die Gründung des Ludwig von Mises Deutschland Institut, S.1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfergesellschaft übernimmt auch die Prüfung von Finck-Firmen wie der Custodia Holding AG.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. http://www.custodia-ag.de/Berichte/Geschaeftsberichte/CUSTODIA_GB_2017.pdf Geschäftsbericht 2017], Custodia Holding AG, S. 29f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Präsident des Instituts ist Thorsten Polleit, Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH (Teil des Finck'schen Firmen-Netzwerks).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.misesde.org/?page_id=63 Webseite des Ludwig van Mises-Instituts], abgerufen am 26.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Institut ist nicht mit dem Mises-Institute in Auburn, Alabama (USA) zu verwechseln, auch wenn es offensichtlich enge Kontakte gibt und z.B. Artikel des Mises-Institute ins Deutsche übersetzt und publiziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Indizien für verdeckte Unterstützung der AfD, 2013 und später ===&lt;br /&gt;
Recherchen von Spiegel und WOZ sowie NDR/ WDR/ SZ legen nahe, dass von Finck mit seinen Beratern in die verdeckte Finanzierung der AfD verwickelt ist. Laut Spiegel gibt es klare Indizien, dass der Milliardär August von Finck über die PR-Agentur Wordstatt 2013 AfD-Veranstaltungen finanziert hat. Zudem war ein Bevollmächtigter Fincks offenbar in die Konzeption des [[Verein_zur_Erhaltung_der_Rechtsstaatlichkeit_und_der_b%C3%BCrgerlichen_Freiheiten#Deutschland-Kurier|Deutschland-Kuriers]] eingebunden, der seit 2017 für die AfD wirbt.&amp;lt;ref&amp;gt;Goldene Zeiten, Spiegel vom 24.11.2018, S.15-22, [https://www.woz.ch/-92ee Spur führt zu Milliardär von Finck], WOZ online vom 23.11.2018 sowie [https://www.tagesschau.de/inland/afd-von-finck-101.html Spur zu Münchner Milliardär?], Tagesschau online vom 23.11.2018, abgerufen am 26.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen und Netzwerke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hayek-Gesellschaft===&lt;br /&gt;
Die von Finck'schen Familiengesellschaften, der unter anderem die Hotelkette Mövenpick und viele andere Gesellschaften gehören, sind Mitglieder der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/inland/afd-boehringer-101.html Islamhetze per Mail] tagesschau.de am 23.01.2018, abgerufen am 26.11.18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stiftung Familienunternehmen ===&lt;br /&gt;
Die Finck'schen Familien-Gesellschaften unterstützten die „Berliner Erklärung der Familienunternehmen zur Krise des Euro“ der [[Stiftung Familienunternehmen]]. Diese Erklärung wurde „im Kontext der sogenannten WELT-Währungskonferenz verfasst, die die Stiftung Familienunternehmen gemeinsam mit der WELT-Gruppe am 27. Juni 2011“ veranstaltete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.derhauptstadtbrief.de/pdfs/pi_2011-06-27_berliner-erklaerung-der-familienunternehmen-zur_euro_krise_attachment.pdf Berliner Erklärung der Familienunternehmen zur Krise des Euro] (pdf), Webseite des Hauptstadtbriefs, abgerufen am 26.11.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Degussa und Goldhandel der AfD===&lt;br /&gt;
Finck war er laut Spiegel über seine Firma Degussa Goldhandel an einem lukrativen Goldhandel der Partei (&amp;quot;AfD-Goldshop&amp;quot;) beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt; Der Milliardär und die AfD. Wie geheime Spenden die Rechtspopulisten groß machten, Der Spiegel Heft 48/2018 vom 23. November 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Finck hatte zuvor die Namensrechte des historisch belasteten Degussa-Konzerns erworben, um ihn für seine eigene Firma zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weiteres===&lt;br /&gt;
Fincks Frau Francine engagierte sich in der Stiftung der Strauß-Tochter Monika Hohlmeier. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13679715.html Milliardär in Vaters Schatten] Spiegel Online vom 05.07.1993, abgerufen am 26.11.18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteispenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Friedrich_Merz&amp;diff=65937</id>
		<title>Friedrich Merz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Friedrich_Merz&amp;diff=65937"/>
		<updated>2018-10-29T13:19:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Seitenwechsel-Box}}&lt;br /&gt;
'''Friedrich Merz''' ''(* 11. November 1955 in Brilon)'' ist Rechtsanwalt, Manager und ehemaliger [[CDU]]-Politiker. Seit seinem Ausscheiden aus dem Bundestag im Jahr 2009 hat Merz eine Reihne von Funktionen übernommen. So wurde er 2009 Vorsitzender der „Atlantik-Brücke“, ist Mitglied der Trilateralen Kommission von Europa und seit 2016 Aufsichtsratschef des deutschen Ablegers des weltweit größten Vermögensverwalters BlackRock. Im November 2017 berief ihn die Landesregierung NRW zum &amp;quot;Brexit-Beauftragten&amp;quot; des Landes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===Seitenwechsel===&lt;br /&gt;
Friedrich Merz sprengt den Rahmen des klassischen [[Seitenwechsel|Seitenwechsels]]. Er verbindet in seiner Person die Seiten Politiker, Lobbyist, Freiberufler und Netzwerker. Über weite Strecken seiner politischen Mandatszeit ging er Nebentätigkeiten für Unternehmen und Interessenorganisationen nach, die potentiell an einem guten Draht zur Politik interessiert sind und diesen in Person von Friedrich Merz auch nutzten. So trat Merz beispielsweise im Frühjahr 2006 in einer Sitzung der Landesgruppe NRW offiziell als Anwalt der [[RAG|Ruhrkohle AG]] auf ([http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2006/04/mit-parteispenden-und-mit-merz-die-lobbyarbeit-der-rag/ LobbyControl berichtete]).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ksta.de/html/artikel/1143815190224.shtml Merz tritt als RAG-Anwalt auf], KStA.de, 04. April 2006, abgerufen am 28. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann Merz angesichts seiner früheren Tätigkeit für den [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI) auch als Seitenwechsler von Lobbygruppen in die Politik sehen. Der VCI pflegte lange Zeit eine strategische Personalpolitik: Aufstrebende Leute mit politischen Ambitionen sollten eine Zeitlang im Lobbybereich des VCI arbeiten, bevor sie in die Politik wechselten. Auch der spätere Bundeskanzler [[Helmut Kohl]] war in den 1960er Jahren beim VCI tätig, bevor seine große politische Karriere begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: CDU-Parteikommission „Zusammenhalt stärken – Zukunft der Bürgergesellschaft gestalten“  ===&lt;br /&gt;
2014 wurde Merz Mitglied dieser neuen CDU-Parteikommission&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/cdu-politiker-hoffen-auf-friedrich-merz-anti-afd-strategie-verzweifelt-gesucht/10832154.html Dietmar Neuerer: CDU-Politiker hoffen auf Friedrich Merz, Handelblatt online vom 13. Oktober 2014], abgerufen am 13.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Verkaufsauftrag für die WestLB an Friedrich Merz===&lt;br /&gt;
[[Friedrich Merz]] fungierte ab Juni 2010 auf Betreiben der EU-Wettbewerbskommission als so genannter &amp;quot;Verkaufsbeauftragter&amp;quot; für die [[WestLB]] im Namen ihrer Eigentümer und des Bankenrettungsfonds [[SoFFin]]. Dabei assistierten ihm seine eigene Anwaltskanzlei [[Mayer Brown]] und dazu [[Morgan Stanley]]. Wie &amp;quot;Welt Online&amp;quot; aus Finanzkreisen erfuhr, hat Mayer Brown im Jahr 2010 rund 2 Mio. Euro im Zusammenhang mit Merz' Auftrag von den WestLB-Eigentümern überwiesen bekommen. Merz hatte die WestLB im Herbst 2010 als Ganzes zum Verkauf ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article13415366/Berater-der-WestLB-kassierten-Millionenhonorare.html Berater der WestLB kassierten Millionenhonorare] Welt Online vom 06.06.2011, abgerufen am 31.03.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der angestrebte Komplettverkauf der WestLB blieb erfolglos, da Friedrich Merz trotz intensiver Suche keinen geeigneten Käufer finden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/verfahren/2011/12/besiegelt-eu-gibt-grunes-licht-fur-westlb-zerschlagung-allen-overy-kommt-fur-arbeitsrecht-neu-ins-mandat Besiegelt: EU gibt grünes Licht für WestLB-Zerschlagung] juve.de vom 21.12.2011, abgerufen am 31.03.2013 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die WestLB wurde zum 30.06.2012 aufgespalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tagesspiegel schrieb zum Verkaufsauftrag an Merz:&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Dass Merz mit Unterstützung des CDU-Vorsitzenden Jürgen Rüttgers zum Chef der Abwicklungsbank der WestLB ernannt wurde, ist den Sozialdemokraten in Nordrhein-Westfalen sauer aufgestoßen. [...] Für Merz, der keinen Hehl daraus macht, irgendwann und unter anderen Umständen wieder in die Politik auf Bundesebene zurückzukehren, bietet der neue Job auch eine Chance. Die WestLB ist für den CDU-Mann das trojanische Pferd, um die Kontakte zur Bundespolitik auszubauen und sich im Gespräch zu halten. Das ist allemal besser und effektiver, als kritische Bücher über die Bundesregierung zu schreiben.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/friedrich-merz-soll-westlb-abwickeln/1861990.html Friedrich Merz soll WestLB abwickeln] Der Tagesspiegel vom 18. Juni 2010, abgerufen am 14. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2006: Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen die Veröffentlichung von Nebeneinkünften===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2006 legte März gemeinsam mit 8 weiteren Bundestagsabgeordneten beim [[Bundesverfassungsgericht]] (BVerfG) Klage gegen die Offenlegung ihrer Nebeneinkünfte ein. Am 4. Juli 2007 wies das BVerfG die Klage mit der Begründung zurück, das Grundgesetz gehe von Abgeordneten aus, die unabhängig von Interessengruppen seien. Dabei gehe es nicht zuletzt um Unabhängigkeit von Interessenten, die ihre Sonderinteressen im Parlament mit Anreizen durchzusetzen suchen, die sich an das finanzielle Eigeninteresse von Abgeordneten wenden. Die Wahrung der Unabhängigkeit der Abgeordneten nach dieser Seite hin habe ein besonders hohes Gewicht, da es hier um die Unabhängigkeit gegenüber Einwirkungen gehe, die nicht durch die Entscheidungen des Wählers vermittelt seien. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/2007/7 Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts Nr. 73/2007 vom 4. Juli 2007]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Streit in der Atlantik-Brücke===&lt;br /&gt;
Im Juni 2009 löste Merz den [[EADS]]-Manager [[Thomas Enders]] als Vorsitzender der [[Atlantik-Brücke]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/merz-wird-neuer-chef-der-atlantik-bruecke;2410373 Merz wird neuer Chef der Atlantik-Brücke], Handelsblatt am 30. Juni 2010, abgerufen am 15.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein gilt als &amp;quot;einer der einflussreichsten und exklusivsten Organisationen der Berliner Republik&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/atlantik-bruecke-merz-wieder-am-steuer-1.967672 CDU-Altstar Merz gewinnt die Schlammschlacht], sueddeutsche.de vom 30. Juni 2010, abgerufen am 15. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2010 forderte der Ehrenvorsitzende der Atlantik-Brücke [[Walter Leisler Kiep]] Friedrich Merz auf, von seinem Posten als Vorsitzender des Vereins zurück zu treten. In einem Brief an die Mitglieder sorgte sich Kiep laut Presseberichten um die neuerlichen politischen Aktivitäten des Ex-Vizechefs der CDU/CSU-Fraktion, da diese die Atlantik-Brücke &amp;quot;in nicht unerhebliche Konflikte stürzen&amp;quot; könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.capital.de/politik/:Ruecktrittsgesuch--Merz-steht-vor-dem-Rauswurf-beim-Netzwerk-Atlantik-Bruecke/100030269.html Merz steht vor dem Rauswurf beim Netzwerk Atlantik-Brücke], Capital am 18. Mai 2010, abgerufen am 15. September 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anlass für Kieps Kritik soll das Buch &amp;quot;Was jetzt zu tun&amp;quot; gewesen sein, das Friedrich Merz gemeinsam mit dem früheren SPD-Wirtschaftsminister [[Wolfgang Clement]] geschrieben hat. Die Gegenseite behauptet, dass Merz Sparkurs zur Konsolidierung der Atlantik-Brücke-Finanzen die Reiskosten des Ehrenvorsitzenden empfindlich beschnitten habe, so dass Kiep mit fadenscheinigen Argumenten zum Gegenangriff geblasen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merz konnte den Machtkampf gegen Kiep schließlich für sich gewinnen: Nachdem er am 1. Juni 2010 zunächst doch vom Vorsitz der Atlantik-Brücke zurück getreten war, wurde er am Ende des Monats erneut in den Posten gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/atlantik-bruecke-merz-wieder-am-steuer-1.967672 CDU-Altstar Merz gewinnt die Schlammschlacht], sueddeutsche.de vom 30. Juni 2010, abgerufen am 15. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Position zum Atomausstieg===&lt;br /&gt;
Merz war einer der 40 Erstunterzeichner des Aufrufs &amp;quot;Energiepolitischer Apell&amp;quot;, einer Lobby-Initiative gegen den Atomausstieg, die vor einem vollständigen Verzicht auf Kohle- und Kernenergie warnte. Die, von den 4 großen deutschen Energiekonzerne [[E.ON]], [[RWE]], [[Vattenfall]] und [[EnBW]] initiierte Kampagne mahnte, ein vorzeitiger Atomausstieg würde Milliarden vernichten. Der Energiewandel dürfe Energiekonzerne und Unternehmen nicht stärker belasten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/energiepolitischer-appell-40-manager-greifen-roettgens-politik-an-1643264.html Energiepolitischer Appell: 40 Manager greifen Röttgens Politik an] FAZ, 21. August 2010, abgerufen am 18. 01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2000-2010: Polarisierender Scharfmacher===&lt;br /&gt;
Merz gelang es im Jahre 2000, eine mediale Debatte um &amp;quot;deutsche Leitkultur&amp;quot; anzustoßen,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/welt_print/article2943693/CDU-will-Leitkultur-zum-Thema-im-Wahlkampf-machen.html CDU will Leitkultur zum Thema im Wahlkampf machen] Die Welt, 29. Dezember 2008, abgerufen am 15. September 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; die sich an einer behaupteten &amp;quot;Integrationsunwilligkeit&amp;quot; von Muslimen, Einwanderern etc. abarbeitete. 2008 verteidigte Merz als Gastredner einer FDP-Klausurtagung eine umstrittene Studie, die einen Hartz-IV-Regelsatz von 132 Euro für ausreichend hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/politik/article2433139/Friedrich-Merz-haelt-132-Euro-Hartz-IV-fuer-genug.html Friedrich Merz hält 132 Euro Hartz IV für genug] welt-online.de vom 12. September 2009, abgerufen am 15. September 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner trat er im Juni 2010 mit abfälligen Bemerkungen über Hartz IV-Empfänger/innen und den angeblichen Missbrauch des Sozialstaats hervor,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Friedrich-Merz-laesst-es-krachen-id3344184.html Friedrich Merz lässt es krachen] Der Westen vom 22. Juni 2010, abgerufen am 15. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; die neben einer Verschiebung der Diskurs-Grenzen (in Richtung sozialer Auslese und Ausgrenzung) vermutlich auch helfen sollten, sein neues Buch zu promoten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
Mit seinem Mitstreiter der [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]], [[Wolfgang Clement]], veröffentlichte er im April 2010 das Buch &amp;quot;Was jetzt zu tun ist. Deutschland 2.0&amp;quot;, das allerdings über den Tag hinaus kaum Beachtung fand.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/friedrich-merz-und-wolfgang-clement-zwei-polit-aussteiger-traeumen-von-fuehrung-1562156.html Zwei Polit-Aussteiger träumen von Führung] stern.de vom 28. April 2010, abgerufen am 14.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Merz wurde 2005 in die CDU-interne Männer-Seilschaft &amp;quot;[[Andenpakt]]&amp;quot; aufgenommen, in der beispielsweise auch der ehemalige hessische Ministerpräsident [[Roland Koch]], Bundespräsident [[Christian Wulff]] und der ehemalige Verteidigungsminister [[Franz Josef Jung]] Mitglied sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,382963,00.html &amp;quot;Anden-Pakt&amp;quot; nimmt Friedrich Merz auf] Spiegel.de vom 03.11.2005, abgerufen am 28.04.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 956px; height: 599px;&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''staatliche Mandate und Ämter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''(Neben-)Beruflich'''&amp;lt;br /&amp;gt;(siehe auch &amp;quot;Weitere Funktionen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
*Seit 11/2017 &amp;quot;Brexit-Beauftragter&amp;quot; des Landes NRW&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/nordrhein-westfalen-regierungsjob-fuer-friedrich-merz-1.3739212 Regierungsjob für Friedrich Merz], sueddeutsche.de vom 07.11.2017, abgerufen am 08.11.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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* Seit Frühjahr 2016 Aufsichtsratschef bei [[BlackRock]] Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/blackrock-ueberall-die-finger-drin-1.2888514 Blackrock - Überall die Finger drin], Süddeutsche Zeitung, 2. März 2016, zuletzt aufgerufen am 13. April 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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* Seit 2009 Vorsitzender der [[Atlantik-Brücke]]&lt;br /&gt;
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* Seit 2005 Partner der Anwaltssozietät [[Mayer, Brown, Rowe &amp;amp; Maw|Mayer, Brown, Rowe &amp;amp; Maw]] LLP, Berlin/Frankfurt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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* 2002-2004 Stellv. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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* 2002-2004 Anwalt in der Kölner Kanzlei [[Cornelius Bartenbach Haesemann und Partner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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* 2000-2002 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion&lt;br /&gt;
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* 1998-2000 Stellv. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion&lt;br /&gt;
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Während seiner Mandatszeit im Bundestag hielt Merz bezahlte Vorträge. ZB. für: [[KPMG]], Management Partner GmbH, Markant AG, Pfleiderer AG, Piper Verlag GmbH.&lt;br /&gt;
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* 1994-2009 Mitglied des Deutschen Bundestages&lt;br /&gt;
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* 1989-1994 Mitglied des [[EU-Parlament|EU-Parlaments]]&lt;br /&gt;
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* 1990 Eintritt in die Anwaltssozietät [[Leinen &amp;amp; Derichs|Leinen &amp;amp; Derichs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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* 1986-1989 tätig im [[Verband der Chemischen Industrie]] in Bonn und Frankfurt&lt;br /&gt;
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* 1985-1986 Richter am Amtsgericht Saarbrücken&lt;br /&gt;
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* Seit 1986 Rechtsanwalt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Funktionen=== &lt;br /&gt;
* [[Wirtschaftsrat der CDU]], Mitglied des Präsidiums&lt;br /&gt;
* [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]] (INSM), Gründungsmitglied des Fördervereins&lt;br /&gt;
* [[Stiftung Marktwirtschaft]], Mitglied des &amp;quot;Politischen Beirats&amp;quot; der &amp;quot;Kommission Steuergesetzbuch&amp;quot;&lt;br /&gt;
* [[Trilaterale Kommission]], Mitglied der Europäischen Gruppe&lt;br /&gt;
* [[Council on Public Policy]], Kuratoriumsmitglied&lt;br /&gt;
* [[United Europe]], Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]], Mitglied&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aufsichtsratsmitglied:&lt;br /&gt;
**[[AXA]] Konzern AG, AXA Versicherung AG (bis 2007)&lt;br /&gt;
**[[DBV-Winterthur]] Holding AG&lt;br /&gt;
**[[Deutsche Börse]] AG&lt;br /&gt;
**[[Interseroh]] AG (bis 2009)&lt;br /&gt;
**[[IVG]] Immobilien AG&lt;br /&gt;
**WEPA Industrieholding SE&lt;br /&gt;
**Stadler Rail AG&lt;br /&gt;
**ROCKWOOL Beteiligungs GmbH &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beiratsmitglied:&lt;br /&gt;
**[[AXA]] Konzern AG&lt;br /&gt;
**Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH&lt;br /&gt;
**[[Commerzbank AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwaltungsratsmitglied:&lt;br /&gt;
**[[BASF]] Antwerpen N.V.&lt;br /&gt;
**[[HSBC]] Trinkaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Friedrich Merz==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Von den ersten 200 000 Anträgen auf Elterngeld kamen neun Prozent von berufstätigen Frauen, 54 Prozent von Hartz-IV-Empfängern. Die haben damit Einkünfte über denen arbeitender Geringverdiener.“''&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Kindergärten brauchen wie Schulen und Universitäten eine eigene Kapitalbasis. Da müssen Eltern und Ehemalige eben entsprechend einzahlen, wenn sie die Qualität sichern und erhalten wollen.“''&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„160 Länder weltweit dürfen sich Sozialstaaten nennen, wir gehören zu den vieren, die lebenslänglich für Arbeitslosigkeit zahlen“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Friedrich-Merz-laesst-es-krachen-id3344184.html Friedrich Merz lässt es krachen] Der Westen vom 22. Juni 2010, abgerufen am 15. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Friedrich_Merz&amp;diff=65936</id>
		<title>Friedrich Merz</title>
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		<updated>2018-10-29T10:35:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Seitenwechsel-Box}}&lt;br /&gt;
'''Friedrich Merz''' ''(* 11. November 1955 in Brilon)'' ist Rechtsanwalt, Manager und ehemaliger [[CDU]]-Politiker. Seit seinem Ausscheiden aus dem Bundestag im Jahr 2009 hat MErz eine Reihne von Funktionen übernommen. So wurde er 2009 Vorsitzender der „Atlantik-Brücke“, ist Mitglied der Trilateralen Kommission von Europa und seit 2016 Aufsichtsratschef des deutschen Ablegers des weltweit größten Vermögensverwalters BlackRock. Im November 2017 berief ihn die Landesregierung NRW zum &amp;quot;Brexit-Beauftragten&amp;quot; des Landes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
===Seitenwechsel===&lt;br /&gt;
Friedrich Merz sprengt den Rahmen des klassischen [[Seitenwechsel|Seitenwechsels]]. Er verbindet in seiner Person die Seiten Politiker, Lobbyist, Freiberufler und Netzwerker. Über weite Strecken seiner politischen Mandatszeit ging er Nebentätigkeiten für Unternehmen und Interessenorganisationen nach, die potentiell an einem guten Draht zur Politik interessiert sind und diesen in Person von Friedrich Merz auch nutzten. So trat Merz beispielsweise im Frühjahr 2006 in einer Sitzung der Landesgruppe NRW offiziell als Anwalt der [[RAG|Ruhrkohle AG]] auf ([http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2006/04/mit-parteispenden-und-mit-merz-die-lobbyarbeit-der-rag/ LobbyControl berichtete]).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ksta.de/html/artikel/1143815190224.shtml Merz tritt als RAG-Anwalt auf], KStA.de, 04. April 2006, abgerufen am 28. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann Merz angesichts seiner früheren Tätigkeit für den [[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI) auch als Seitenwechsler von Lobbygruppen in die Politik sehen. Der VCI pflegte lange Zeit eine strategische Personalpolitik: Aufstrebende Leute mit politischen Ambitionen sollten eine Zeitlang im Lobbybereich des VCI arbeiten, bevor sie in die Politik wechselten. Auch der spätere Bundeskanzler [[Helmut Kohl]] war in den 1960er Jahren beim VCI tätig, bevor seine große politische Karriere begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: CDU-Parteikommission „Zusammenhalt stärken – Zukunft der Bürgergesellschaft gestalten“  ===&lt;br /&gt;
2014 wurde Merz Mitglied dieser neuen CDU-Parteikommission&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/cdu-politiker-hoffen-auf-friedrich-merz-anti-afd-strategie-verzweifelt-gesucht/10832154.html Dietmar Neuerer: CDU-Politiker hoffen auf Friedrich Merz, Handelblatt online vom 13. Oktober 2014], abgerufen am 13.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Verkaufsauftrag für die WestLB an Friedrich Merz===&lt;br /&gt;
[[Friedrich Merz]] fungierte ab Juni 2010 auf Betreiben der EU-Wettbewerbskommission als so genannter &amp;quot;Verkaufsbeauftragter&amp;quot; für die [[WestLB]] im Namen ihrer Eigentümer und des Bankenrettungsfonds [[SoFFin]]. Dabei assistierten ihm seine eigene Anwaltskanzlei [[Mayer Brown]] und dazu [[Morgan Stanley]]. Wie &amp;quot;Welt Online&amp;quot; aus Finanzkreisen erfuhr, hat Mayer Brown im Jahr 2010 rund 2 Mio. Euro im Zusammenhang mit Merz' Auftrag von den WestLB-Eigentümern überwiesen bekommen. Merz hatte die WestLB im Herbst 2010 als Ganzes zum Verkauf ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article13415366/Berater-der-WestLB-kassierten-Millionenhonorare.html Berater der WestLB kassierten Millionenhonorare] Welt Online vom 06.06.2011, abgerufen am 31.03.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der angestrebte Komplettverkauf der WestLB blieb erfolglos, da Friedrich Merz trotz intensiver Suche keinen geeigneten Käufer finden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/verfahren/2011/12/besiegelt-eu-gibt-grunes-licht-fur-westlb-zerschlagung-allen-overy-kommt-fur-arbeitsrecht-neu-ins-mandat Besiegelt: EU gibt grünes Licht für WestLB-Zerschlagung] juve.de vom 21.12.2011, abgerufen am 31.03.2013 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die WestLB wurde zum 30.06.2012 aufgespalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tagesspiegel schrieb zum Verkaufsauftrag an Merz:&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Dass Merz mit Unterstützung des CDU-Vorsitzenden Jürgen Rüttgers zum Chef der Abwicklungsbank der WestLB ernannt wurde, ist den Sozialdemokraten in Nordrhein-Westfalen sauer aufgestoßen. [...] Für Merz, der keinen Hehl daraus macht, irgendwann und unter anderen Umständen wieder in die Politik auf Bundesebene zurückzukehren, bietet der neue Job auch eine Chance. Die WestLB ist für den CDU-Mann das trojanische Pferd, um die Kontakte zur Bundespolitik auszubauen und sich im Gespräch zu halten. Das ist allemal besser und effektiver, als kritische Bücher über die Bundesregierung zu schreiben.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/friedrich-merz-soll-westlb-abwickeln/1861990.html Friedrich Merz soll WestLB abwickeln] Der Tagesspiegel vom 18. Juni 2010, abgerufen am 14. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2006: Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen die Veröffentlichung von Nebeneinkünften===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2006 legte März gemeinsam mit 8 weiteren Bundestagsabgeordneten beim [[Bundesverfassungsgericht]] (BVerfG) Klage gegen die Offenlegung ihrer Nebeneinkünfte ein. Am 4. Juli 2007 wies das BVerfG die Klage mit der Begründung zurück, das Grundgesetz gehe von Abgeordneten aus, die unabhängig von Interessengruppen seien. Dabei gehe es nicht zuletzt um Unabhängigkeit von Interessenten, die ihre Sonderinteressen im Parlament mit Anreizen durchzusetzen suchen, die sich an das finanzielle Eigeninteresse von Abgeordneten wenden. Die Wahrung der Unabhängigkeit der Abgeordneten nach dieser Seite hin habe ein besonders hohes Gewicht, da es hier um die Unabhängigkeit gegenüber Einwirkungen gehe, die nicht durch die Entscheidungen des Wählers vermittelt seien. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/2007/7 Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts Nr. 73/2007 vom 4. Juli 2007]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Streit in der Atlantik-Brücke===&lt;br /&gt;
Im Juni 2009 löste Merz den [[EADS]]-Manager [[Thomas Enders]] als Vorsitzender der [[Atlantik-Brücke]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/merz-wird-neuer-chef-der-atlantik-bruecke;2410373 Merz wird neuer Chef der Atlantik-Brücke], Handelsblatt am 30. Juni 2010, abgerufen am 15.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein gilt als &amp;quot;einer der einflussreichsten und exklusivsten Organisationen der Berliner Republik&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/atlantik-bruecke-merz-wieder-am-steuer-1.967672 CDU-Altstar Merz gewinnt die Schlammschlacht], sueddeutsche.de vom 30. Juni 2010, abgerufen am 15. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2010 forderte der Ehrenvorsitzende der Atlantik-Brücke [[Walter Leisler Kiep]] Friedrich Merz auf, von seinem Posten als Vorsitzender des Vereins zurück zu treten. In einem Brief an die Mitglieder sorgte sich Kiep laut Presseberichten um die neuerlichen politischen Aktivitäten des Ex-Vizechefs der CDU/CSU-Fraktion, da diese die Atlantik-Brücke &amp;quot;in nicht unerhebliche Konflikte stürzen&amp;quot; könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.capital.de/politik/:Ruecktrittsgesuch--Merz-steht-vor-dem-Rauswurf-beim-Netzwerk-Atlantik-Bruecke/100030269.html Merz steht vor dem Rauswurf beim Netzwerk Atlantik-Brücke], Capital am 18. Mai 2010, abgerufen am 15. September 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anlass für Kieps Kritik soll das Buch &amp;quot;Was jetzt zu tun&amp;quot; gewesen sein, das Friedrich Merz gemeinsam mit dem früheren SPD-Wirtschaftsminister [[Wolfgang Clement]] geschrieben hat. Die Gegenseite behauptet, dass Merz Sparkurs zur Konsolidierung der Atlantik-Brücke-Finanzen die Reiskosten des Ehrenvorsitzenden empfindlich beschnitten habe, so dass Kiep mit fadenscheinigen Argumenten zum Gegenangriff geblasen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merz konnte den Machtkampf gegen Kiep schließlich für sich gewinnen: Nachdem er am 1. Juni 2010 zunächst doch vom Vorsitz der Atlantik-Brücke zurück getreten war, wurde er am Ende des Monats erneut in den Posten gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/atlantik-bruecke-merz-wieder-am-steuer-1.967672 CDU-Altstar Merz gewinnt die Schlammschlacht], sueddeutsche.de vom 30. Juni 2010, abgerufen am 15. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2010: Position zum Atomausstieg===&lt;br /&gt;
Merz war einer der 40 Erstunterzeichner des Aufrufs &amp;quot;Energiepolitischer Apell&amp;quot;, einer Lobby-Initiative gegen den Atomausstieg, die vor einem vollständigen Verzicht auf Kohle- und Kernenergie warnte. Die, von den 4 großen deutschen Energiekonzerne [[E.ON]], [[RWE]], [[Vattenfall]] und [[EnBW]] initiierte Kampagne mahnte, ein vorzeitiger Atomausstieg würde Milliarden vernichten. Der Energiewandel dürfe Energiekonzerne und Unternehmen nicht stärker belasten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/energiepolitischer-appell-40-manager-greifen-roettgens-politik-an-1643264.html Energiepolitischer Appell: 40 Manager greifen Röttgens Politik an] FAZ, 21. August 2010, abgerufen am 18. 01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2000-2010: Polarisierender Scharfmacher===&lt;br /&gt;
Merz gelang es im Jahre 2000, eine mediale Debatte um &amp;quot;deutsche Leitkultur&amp;quot; anzustoßen,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/welt_print/article2943693/CDU-will-Leitkultur-zum-Thema-im-Wahlkampf-machen.html CDU will Leitkultur zum Thema im Wahlkampf machen] Die Welt, 29. Dezember 2008, abgerufen am 15. September 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; die sich an einer behaupteten &amp;quot;Integrationsunwilligkeit&amp;quot; von Muslimen, Einwanderern etc. abarbeitete. 2008 verteidigte Merz als Gastredner einer FDP-Klausurtagung eine umstrittene Studie, die einen Hartz-IV-Regelsatz von 132 Euro für ausreichend hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/politik/article2433139/Friedrich-Merz-haelt-132-Euro-Hartz-IV-fuer-genug.html Friedrich Merz hält 132 Euro Hartz IV für genug] welt-online.de vom 12. September 2009, abgerufen am 15. September 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner trat er im Juni 2010 mit abfälligen Bemerkungen über Hartz IV-Empfänger/innen und den angeblichen Missbrauch des Sozialstaats hervor,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Friedrich-Merz-laesst-es-krachen-id3344184.html Friedrich Merz lässt es krachen] Der Westen vom 22. Juni 2010, abgerufen am 15. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; die neben einer Verschiebung der Diskurs-Grenzen (in Richtung sozialer Auslese und Ausgrenzung) vermutlich auch helfen sollten, sein neues Buch zu promoten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen==&lt;br /&gt;
Mit seinem Mitstreiter der [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]], [[Wolfgang Clement]], veröffentlichte er im April 2010 das Buch &amp;quot;Was jetzt zu tun ist. Deutschland 2.0&amp;quot;, das allerdings über den Tag hinaus kaum Beachtung fand.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/friedrich-merz-und-wolfgang-clement-zwei-polit-aussteiger-traeumen-von-fuehrung-1562156.html Zwei Polit-Aussteiger träumen von Führung] stern.de vom 28. April 2010, abgerufen am 14.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Merz wurde 2005 in die CDU-interne Männer-Seilschaft &amp;quot;[[Andenpakt]]&amp;quot; aufgenommen, in der beispielsweise auch der ehemalige hessische Ministerpräsident [[Roland Koch]], Bundespräsident [[Christian Wulff]] und der ehemalige Verteidigungsminister [[Franz Josef Jung]] Mitglied sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,382963,00.html &amp;quot;Anden-Pakt&amp;quot; nimmt Friedrich Merz auf] Spiegel.de vom 03.11.2005, abgerufen am 28.04.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karriere==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 956px; height: 599px;&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''staatliche Mandate und Ämter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''(Neben-)Beruflich'''&amp;lt;br /&amp;gt;(siehe auch &amp;quot;Weitere Funktionen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
*Seit 11/2017 &amp;quot;Brexit-Beauftragter&amp;quot; des Landes NRW&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/nordrhein-westfalen-regierungsjob-fuer-friedrich-merz-1.3739212 Regierungsjob für Friedrich Merz], sueddeutsche.de vom 07.11.2017, abgerufen am 08.11.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* Seit Frühjahr 2016 Aufsichtsratschef bei [[BlackRock]] Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/blackrock-ueberall-die-finger-drin-1.2888514 Blackrock - Überall die Finger drin], Süddeutsche Zeitung, 2. März 2016, zuletzt aufgerufen am 13. April 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
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* Seit 2009 Vorsitzender der [[Atlantik-Brücke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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* Seit 2005 Partner der Anwaltssozietät [[Mayer, Brown, Rowe &amp;amp; Maw|Mayer, Brown, Rowe &amp;amp; Maw]] LLP, Berlin/Frankfurt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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* 2002-2004 Stellv. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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* 2002-2004 Anwalt in der Kölner Kanzlei [[Cornelius Bartenbach Haesemann und Partner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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* 2000-2002 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion&lt;br /&gt;
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* 1998-2000 Stellv. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot; rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Während seiner Mandatszeit im Bundestag hielt Merz bezahlte Vorträge. ZB. für: [[KPMG]], Management Partner GmbH, Markant AG, Pfleiderer AG, Piper Verlag GmbH.&lt;br /&gt;
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* 1994-2009 Mitglied des Deutschen Bundestages&lt;br /&gt;
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* 1989-1994 Mitglied des [[EU-Parlament|EU-Parlaments]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* 1990 Eintritt in die Anwaltssozietät [[Leinen &amp;amp; Derichs|Leinen &amp;amp; Derichs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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* 1986-1989 tätig im [[Verband der Chemischen Industrie]] in Bonn und Frankfurt&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1985-1986 Richter am Amtsgericht Saarbrücken&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* Seit 1986 Rechtsanwalt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Funktionen=== &lt;br /&gt;
* [[Wirtschaftsrat der CDU]], Mitglied des Präsidiums&lt;br /&gt;
* [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]] (INSM), Gründungsmitglied des Fördervereins&lt;br /&gt;
* [[Stiftung Marktwirtschaft]], Mitglied des &amp;quot;Politischen Beirats&amp;quot; der &amp;quot;Kommission Steuergesetzbuch&amp;quot;&lt;br /&gt;
* [[Trilaterale Kommission]], Mitglied der Europäischen Gruppe&lt;br /&gt;
* [[Council on Public Policy]], Kuratoriumsmitglied&lt;br /&gt;
* [[United Europe]], Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]], Mitglied&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aufsichtsratsmitglied:&lt;br /&gt;
**[[AXA]] Konzern AG, AXA Versicherung AG (bis 2007)&lt;br /&gt;
**[[DBV-Winterthur]] Holding AG&lt;br /&gt;
**[[Deutsche Börse]] AG&lt;br /&gt;
**[[Interseroh]] AG (bis 2009)&lt;br /&gt;
**[[IVG]] Immobilien AG&lt;br /&gt;
**WEPA Industrieholding SE&lt;br /&gt;
**Stadler Rail AG&lt;br /&gt;
**ROCKWOOL Beteiligungs GmbH &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beiratsmitglied:&lt;br /&gt;
**[[AXA]] Konzern AG&lt;br /&gt;
**Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH&lt;br /&gt;
**[[Commerzbank AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwaltungsratsmitglied:&lt;br /&gt;
**[[BASF]] Antwerpen N.V.&lt;br /&gt;
**[[HSBC]] Trinkaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate von Friedrich Merz==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Von den ersten 200 000 Anträgen auf Elterngeld kamen neun Prozent von berufstätigen Frauen, 54 Prozent von Hartz-IV-Empfängern. Die haben damit Einkünfte über denen arbeitender Geringverdiener.“''&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Kindergärten brauchen wie Schulen und Universitäten eine eigene Kapitalbasis. Da müssen Eltern und Ehemalige eben entsprechend einzahlen, wenn sie die Qualität sichern und erhalten wollen.“''&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„160 Länder weltweit dürfen sich Sozialstaaten nennen, wir gehören zu den vieren, die lebenslänglich für Arbeitslosigkeit zahlen“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Friedrich-Merz-laesst-es-krachen-id3344184.html Friedrich Merz lässt es krachen] Der Westen vom 22. Juni 2010, abgerufen am 15. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Verein_zur_Erhaltung_der_Rechtsstaatlichkeit_und_der_b%C3%BCrgerlichen_Freiheiten&amp;diff=41163</id>
		<title>Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Verein_zur_Erhaltung_der_Rechtsstaatlichkeit_und_der_b%C3%BCrgerlichen_Freiheiten&amp;diff=41163"/>
		<updated>2017-05-18T08:03:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: /* Verbindung zur Agentur Goal AG aus der Schweiz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten&lt;br /&gt;
| Logo              = &lt;br /&gt;
| Rechtsform        = e.V.&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 21.9.2016&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Stuttgart&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = -&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = -&lt;br /&gt;
| Homepage          = rechtundfreiheit.de&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten''' organisiert im großen Umfang Wahlwerbung für die Alternative für Deutschland (AfD), deren Finanzierung intransparent bleibt. Dazu gehören Zeitungen mit Wahlempfehlungen für die AfD („Extrablatt“), Großplakate, Google-Anzeigen und Videos. Die indirekte Wahlwerbung über den Verein umgeht die Transparenzregeln des Parteienrechts. Bis heute bleiben die Finanziers im Dunkeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verdeckte Wahlwerbung begann bei den Landtagswahlen in Rheinland Pfalz und Baden-Württemberg im Jahr 2016, seitdem war der Verein bei jeder Landtagswahl  aktiv. Damals trat als Organisator eine „Vereinigung zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“ auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/alternative-fuer-deutschland/bekommen-wahlkampfhilfe-von-millionaeren-44779754.bild.html 12 Millionäre spendieren der AfD Wahlwerbung], Bild.de vom 03.03.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im September 2016 wurde dann der Verein in Stuttgart gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gründungsprotokoll&amp;quot;&amp;gt;Protokoll über die Gründung des Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten vom 21.9. 2016 samt Anwesenheitsliste im Vereinsregister Stuttgart, VR 722737&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein hat bis heute nur eine Briefkasten-Adresse. Wer den Verein wirklich steuert und die bisherigen Ansprechpartner ausgewählt hat, bleibt dubios.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Parteien gilt das Transparenzgebot des Grundgesetz, dass die Parteien &amp;quot;über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben&amp;quot; müssen (Artikel 21). Im Parteiengesetz ist Wahlwerbung über Dritte aber nicht erfasst. Dadurch bleiben in diesem Fall die  Verbindungen zu Großspendern für die Wählerinnen und Wähler nicht sichtbar. LobbyControl fordert, dass Wahlwerbung durch Dritte ähnlichen Transparenzregeln wie direkte Parteispenden unterliegen soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lc-blog&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2016/09/warum-die-dubiose-afd-wahlkampfhilfe-unaufgeklaert-bleibt-und-was-sich-aendern-muss/ Warum die dubiose AfD-Wahlkampfhilfe unaufgeklärt bleibt – und was sich ändern muss], LobbyControl-Blog vom 5.9.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Erstmals in Erscheinung trat der Verein Anfang 2016, als er vor den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg auf großen Wahlplakaten zur Wahl der AfD aufrief.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verdacht-illegaler-parteispende-bundestagsverwaltung-nimmt-afd-wahlkampfhilfe-ins-visier/13064812.html Bundestagsverwaltung nimmt AfD-Wahlkampfhilfe ins Visier], Handelsblatt Online vom 7.3.2016, abgerufen am 2.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem ließ er ein sogenanntes „Extrablatt“ verteilen, das für die AfD warb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; Das Extrablatt ähnelt der Zeitung „Extrablatt“ der schweizerischen Volkspartei (SVP).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Extrablatt&amp;quot;&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/politik/werbung-fuer-afd-zur-berlin-wahl-schweizer-weltwoche-prueft-rechtliche-schritte-gegen-extrablatt/14511734.html Schweizer &amp;quot;Weltwoche&amp;quot; prüft rechtliche Schritte gegen &amp;quot;Extrablatt&amp;quot;], Tagesspiegel.de vom 07.09.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Inhalt dieser Zeitung waren Kritik an der Flüchtlingspolitik und der Euro-Rettung. Die Landesverbände gaben jeweils an, von dieser Aktion nicht gewusst zu haben und nicht beteiligt gewesen zu sein, Interviews mit den jeweiligen Spitzenkandidaten Jörg Meuthen (Baden-Württemberg) und Uwe Junge (Rheinland-Pfalz) in den Zeitungen stellen diese Behauptungen jedoch infrage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vertreter der Vereinigung trat damals Josef Konrad auf, AfD-Mitglied im Bezirksverband Oberfranken  und Geschäftsführer der Polifakt Medien GmbH mit Sitz in Leipzig, die für die AfD Publikationen, Werbe- und Wahlkampfmaterialien anbietet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.extrablatt-zur-wahl-millionenfache-werbung-fuer-die-afd.27a20463-d0dc-429e-bc69-97d11f4fdd15.html Extrablatt zur Wahl – Millionenfache Werbung für die AfD], Stuttgarter Nachrichten vom 01.03.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Konrad sagte dem Spiegel, hinter der Vereinigung stünden rund zwölf &amp;quot;besorgte Bürgerinnen und Bürger&amp;quot;, die die AfD als &amp;quot;eine konservative Opposition zur herrschenden Politik im Land stärken&amp;quot; wollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-verdacht-auf-illegale-parteispende-a-1080705.html  Hetz-Flyer schüren Verdacht auf illegale Parteispende] Spiegel.de vom 06.03.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Namen hielt er geheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem trat die Vereinigung bei allen Landtagswahlen mit Wahlwerbung zugunsten der AfD in Erscheinung. Diese präsentierte sich öffentlich zeitweise als „e.V.“, ohne tatsächlich im Vereinsregister eingetragen zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AfD-Helfer&amp;quot;&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-mecklenburg-vorpommern/afd-erhaelt-wahlunterstuetzung-von-verein-in-mecklenburg-vorpommern-14398142.html?printPagedArticle=true Die geheimen Helfer der AfD], FAZ vom 21.08.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. September 2016 wurde offiziell ein „Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“ gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gründungsprotokoll&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Der Ansprechpartner der Vereinigung bzw. des Vereins nach außen wechselte mehrfach. Dabei bleibt unklar, welche Rolle diese Ansprechpartner tatsächlich hatten und wer tatsächlich die Wahlwerbung organisierte und finanzierte. Immer mehr Puzzlestücke zeigen inzwischen, dass dabei die Schweizer PR-Agentur Goal AG eine wichtige Rolle spielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die aktuelle Vereins-Struktur ===&lt;br /&gt;
Die Gründungsmitglieder des Vereins&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gründungsprotokoll&amp;quot;/&amp;gt;:&lt;br /&gt;
*  David Bendels (Vorsitzender), Lichtenfels (Oberfranken): ehemaliges CSU-Mitglied; er iniitierte die konservative Gruppe „Konservativer Aufbruch“ in der CSU und trat 2016 aus der CSU aus, nachdem die CSU-Führung ihn dazu gedrängt hatte, einen Termin mit der AfD in Hessen abzusagen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/bayern/streit-ueber-umgang-mit-afd-csu-rebell-bendels-tritt-aus-der-partei-aus-1.3016799 CSU-Rebell Bendels tritt aus der Partei aus], Süddeutsche.de vom 02.06.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*  Karl Dittel und Barbara Hankel aus Stuttgart, Maria Johannson aus Rheinbreitbach, Jutta Müller aus Konstanz und Hans und Rotraud Strobach, Sonthofen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bendels vertritt den Verein als einziger nach außen. Die Rolle der anderen Vereinsmitglieder ist unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Rechtsberater und Moderator war bei der Gründungsversammlung der Rechtsanwalt Rolf Schlierer dabei. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gründungsprotokoll&amp;quot; /&amp;gt;Er saß von 1992-2001 für die (rechtsextremen) Republikaner im Landtag Baden-Württemberg und war von 1994 bis 2014 Bundesvorsitzender der Republikaner. Schlierer war laut der Wochenzeitung Kontext auch bei der ersten Veranstaltung des Vereins gemeinsam mit dem Studienzentrum Weikersheim im März anwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kontextwochenzeitung.de/zeitgeschehen/313/geschichte-klittern-mit-guenther-oettinger-4275.html  Geschichte klittern mit Günther Oettinger], Kontext Wochenzeitung vom 29.03.2017, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein gibt eine Adresse in Stuttgart an. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine Briefkasten-Adresse, die von einer Office Management-Firma betreut wird. Diese leitet laut Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung alle Post ungeöffnet weiter an „ein Postfach in der Schweiz, in Andelfingen“. Auch die Goal AG hat dort ein Postfach.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/machen-auslaendische-nationalisten-werbung-fuer-die-afd-14983480.html?printPagedArticle=true Machen ausländische Nationalisten Werbung für die AfD?] FAZ vom 24.04.2017, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weiterleitung in die Schweiz wird auch durch eine Frontal21-Recherche belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;frontal21&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zdf.de/politik/frontal-21/das-diskrete-helfernetzwerk-der-afd-100.html Fragwürdige Wahlwerbung], Frontal21-Bericht vom 16.5.2017, zuletzt abgerufen am 17.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das legt nahe, dass die Korrespondenz des Vereins in Wirklichkeit von der Goal AG betreut wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Vorläufer-Vereinigung und ihre Vertreter nach außen === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1) Josef Konrad'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der erste Ansprechpartner der Vereinigung war Josef Konrad, selbst AfD-Mitglied und Anfang 2016 noch ehemals stellvertretender AfD-Schatzmeister in Oberfranken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web-beta.archive.org/web/20160113190202/https://www.afdbayern.de/kreis-ortsverbaende/oberfranken/ Kreisverband Oberfranken], AfD-Bayern.de vom 13.01.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Konrad hat insgesamt enge Verbindungen zur AfD in Bayern und in Sachsen. Laut Focus hatte Konrad auch Mail-Kontakt zu Frauke Petry.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/afd-in-deutschland-partei-bekommt-ominoese-spenden_id_6008243.html Das Phantom von Himmelkron], Focus vom 08.10.2016, abgerufen am 04.05.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konrad ist Geschäftsführer bei der Polifakt Medien GmbH in Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe www.polifakt.de/impressum/&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Firma bietet über die Webseite „meine-alternative.de“ für die AfD Publikationen, Werbe- und Wahlkampfmaterialien an. In einem Rundbrief der AfD-Sachsen wurde „meine-alternative.de“ zu den eigenen Online-Plattformen gezählt („Bitte informieren Sie sich auch auf unseren Online-Plattformen: … www.meine-alternative.de … Impressum: V.i.S.d.P.: Dr. Frauke Petry für den Vorstand der AfD Sachsen“).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afdsachsen.de/files/afd/landesverband-sachsen/download/afd-sachsen-aktuell/2016/asa-01-2016.pdf AfD—Sachsen aktuell 01/2016 von Januar 2016], S. 10, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem betreibt Polifakt ein Online-Magazin und gab mehrfach eine Zeitschrift Polifakt als innerparteiliches Medium für die AfD heraus. In der Auseinandersetzung mit Lucke schlug sich Polifakt auf die Seite des Petry-Lagers und machte mit einer Sonderausgabe zum Essener Parteitag 2015 Stimmung gegen Lucke. Konrad war damals auch an der Webseite „Wir halten Kurs“ beteiligt, die Stimmen aus der AfD gegen Lucke sammelte. Daran waren auch der heutige Landesvorsitzende der AfD Bayern, Petr Bystron, und weitere bayerische AfD-Leute beteiligt. Bystron beschrieb im Juni 2016 zudem, dass er mit Konrad zusammen eine Gegen-Anzeige zu einer Anzeige des Autoverleihs Sixt (mit Gauland) erstellt habe: „Die Anzeige wurde bei der AfD inhouse entwickelt. Kreation und Text: Petr Bystron, Art-Direction Josef Konrad.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.is/St5C5#selection-5601.0-5605.37, AfD kontert Sixt-Anzeige mit Gauland] AfD-Webseite vom 09.06.2016, abgerufen am 27.4.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Formulierung „AfD inhouse“ zeigt, dass Bystron Konrad als Teil der AfD und der AfD-Kommunikation sieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konrad hörte bereits Ende April 2016 auf, die Vereinigung nach außen zu vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.blick.ch/news/schweiz/anti-merkel-inserat-geschaltet-afd-unterstuetzer-machen-stimmung-in-der-schweiz-id4958959.html AfD-Unterstützer machen Stimmung in der Schweiz], Blick.ch vom 30.05.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2) Michael Paulwitz'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Konrad übernahm Michael Paulwitz die Außenvertretung des Vereins. Paulwitz war Mitglied der Partei „Die Republikaner“&amp;lt;ref name=&amp;quot;AfD-Helfer&amp;quot;/&amp;gt;  und Mitarbeiter von deren ehemaligem Bundesvorstand Rolf Schlierer.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://keinealternative.blogsport.de/2016/08/19/rechter-aktivist-aus-stuttgart-als-strohmann-fuer-die-unterstuetzung-des-afd-wahlkampfs-in-mv/  Rechter Aktivist aus Stuttgart als Strohmann für die Unterstützung des AfD-Wahlkampfs in MV?], Keinealternative Blog vom 19.08.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist freiberuflicher PR-Berater und schreibt für die rechte „Junge Freiheit“. Früher war er studentische Hilfskraft bei der neu-rechten Zeitschrift Criticon. Daher kennt er wichtige Figuren der neuen Rechten wie Caspar von Schrenck-Notzing und Armin Mohler.&amp;lt;ref&amp;gt;Was mich antreibt. Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalisten: Auszüge aus der Dankesrede des diesjährigen Preisträgers Michael Paulwitz. In: Junge Freiheit vom 25.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Caspar von Schrenck-Notzing gehört zu den Initiatoren der Bibliothek des Konservatismus, die auch von dem AfD-Großspender Folkard Edler unterstützt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Die wollen nicht nur lesen. Spiegel 5/2017, S.44-46&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fazit'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mehrfachen Wechsel der Ansprechpartner werfen Fragen nach deren Rolle auf. Sie sind offensichtlich nicht die eigentlichen Initiatoren der Vereinigung. So sagte Konrad, er fungiere nur als Ansprechpartner. Auch der Name Extrablatt stamme nicht von ihm, sondern sei der Wunsch der auftraggebenden Vereinigung gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aargauerzeitung.ch/ausland/alles-nur-geklaut-das-afd-extrablatt-sieht-dem-svp-original-verdaechtig-aehnlich-130135594 Alles nur geklaut? Das AfD-«Extrablatt» sieht dem SVP-Original verdächtig ähnlich], Aargauer Zeitung.de vom 16.03.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulwitz sagte dem Tagesspiegel, er könne zum &amp;quot;Extrablatt&amp;quot; keine Aussagen machen, da er &amp;quot;mit der Redaktion nicht befasst war&amp;quot;. Im Impressum der Webseite des Vereins sei er als Kontakt aufgeführt, da er diese &amp;quot;beratend unterstützt habe&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Extrablatt&amp;quot; /&amp;gt; Wer wirklich hinter der Gründung der Vereinigung steckt, bleibt unklar. Bemerkenswert ist allerdings die Rolle der Schweizer PR-Agentur Goal AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung zur Agentur Goal AG aus der Schweiz ===&lt;br /&gt;
Die Schweizer PR-Firma Goal AG taucht immer wieder bei den Aktivitäten des Vereins auf. Sie buchte für die Wahlkämpfe in MV und Berlin Plakatwände für den Verein&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schweiz-Connection&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/afd-und-schweiz-connection-wer-die-kampagnen-der-rechten-finanziert-a-1111673.html Die anonymen Gönner der AfD], Spiegel.de vom 09.09.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und kaufte Fotos, die für die Extrablätter verwendet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gmx.net/magazine/politik/afd-terroranschlaegen-stimmung-angela-merkel-31889206 AfD will nach Terroranschlägen Stimmung gegen Angela Merkel machen], GMX.net vom 17.09.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Alexander Segert, Chef des Unternehmens, nahm auch bei der ersten Veranstaltung des Vereins zur Erhaltung der Rechststaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten teil, seine Firma charterte sogar das Boot, mit dem die Gäste über die Spree fuhren und der Rede des ehemaligen tschechischen Ministerpräsidenten Vaclav Klaus folgten. Beide Seiten äußerten sich zu den Mutmaßungen der offensichtlichen Zusammenarbeit jedoch nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schweiz-Connection&amp;quot; /&amp;gt; Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete jüngst, dass auch bei einem Treffen des Vereins mit dem Studienzentrum Weikersheim wohl ein Vertreter eines Schweizer PR-Büros anwesend gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/machen-auslaendische-nationalisten-werbung-fuer-die-afd-14983480.html?printPagedArticle=true machen ausländische Nationalisten Werbung für die AfD?], FAZ vom 24.04.2017, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Segert trat auch als (Ersatz-)Referent bei einem Schulungsseminar für AfD-Politiker auf, das Josef Konrad im November 2016 organisierte.&amp;lt;ref&amp;gt;AfD: Hilfe aus der Schweiz. Spiegel vom 25.03.2017 und Schweizer Schützenhilfe. Wirtschaftswoche vom 21.4.2017, S.34-35. In der Wirtschaftswoche findet sich die Aussage, Segert sei nur als Ersatz eingesprungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Vereinsvorsitzende David Bendels war umgekehrt seit Februar 2017 mindestens viermal in der Schweiz und hat sich dort auch mit Segert und Mitarbeitern der Goal AG getroffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schatten-spender&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/2017/20/afd-finanzierung-verein-nrw-spenden-david-bendels Schatten-Spender], Zeit vom 11.5.2017, zuletzt abgerufen am 17.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Agentur trat bereits durch Kampagnen für die FPÖ in Österreich und die SVP in der Schweiz in Erscheinung. Von der SVP hat die Agentur große Barzahlungen erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/die-partei-die-am-liebsten-bar-zahlt-1.15636010  Die Partei, die am liebsten bar zahlt], Neue Züricher Zeitung.de vom 10.03.2012, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem hat sie Verbindungen zu der Fraktion der rechtspopulistischen Parteien im Europaparlament. Eine Recherche des freien Bloggers Florian Wagner zeigt, dass die Goal AG die Domain »menf.org« angemeldet hat. »MENF« steht für »Movement for a Europe of Nations and Freedom«, die europäische politische Partei, in der sich Front National, FPÖ, Lega Nord und Vlaams Belang zusammengeschlossen haben. Außerdem betreut Segerts Firma die Webseite der Stiftung »FENL - Foundation for a Europe of Nations and Freedom«. Diese gehört zur Fraktion »ENF – Europe of Nations and Freedom« im Europaparlament, der auch Markus Pretzell von der AfD angehört. Beiträge der Seite werden laut Wagners Analyse von einem Autor mit dem Namen »goal-fen1-adm1n« erstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem liegt eine Subdomain der Stiftung FENL auf dem selben Server wie die Webseite des Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten. Laut Wagner handelt es sich bei dem von der Hetzner Online AG gehosteten Server um einen dedizierten Server, d.h. es ist so gut wie ausgeschlossen, dass die beiden Domains zufällig auf derselben Maschine liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://crumblingwalls.net/adaption/80481-afd-nahe-vereinigung-mit-verbindung-zur-foundation-for-a-europe-of-nations-and-freedom AfD-nahe Vereinigung mit Verbindung zur FENL], Crumbling Walls Blog vom 14.09.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Webseite der Goal AG wird von der Hetzner Online AG gehostet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.utrace.de/?query=http%3A%2F%2Fwww.goal.ch%2F Goal AG IP-Adresse] utrace.de vom 04.05.2017, abgerufen am 04.05. 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Verbindungen legen nahe, dass die Webseite von der Goal AG betreut wird. Nachdem am 24. April 2017 die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung über diese Verbindungen berichtete, wurde die Webseite des Vereins auf einen kanadischen Server verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.utrace.de/?query=https%3A%2F%2Fwww.rechtundfreiheit.de%2F RechtundFreiheit.de IP-Adresse] utrace.de vom 04.05.2017, abgerufen am 04.05. 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Das wirft die Frage auf, ob damit die Spuren zur Goal AG verwischt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber LobbyControl bestätigte Segert am 10. Mai, dass die Goal AG den Verein beim „Konzept für das Projekt Hoftrompete“ und „bei der Planung sowie beim Aufbau der Vereinswebsite unterstützt“ habe. Am gleichen Tag war eine Frau bei einer Veranstaltung des Vereins in Köln anwesend, die nach LobbyControl-Erkenntnissen bei der Goal AG arbeitete und dort eventuell immer noch beschäftigt ist &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2017/05/dubiose-wahlwerbung-fuer-die-afd-spur-fuehrt-in-die-schweiz/] Dubiose Wahlwerbung für die AfD – Schweizer Goal AG mischt mit vom 11.05.2017, abgerufen am 11.05. 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Intransparente Finanzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung wurde durch anonyme Großspender angeschoben. Sie konnte aus dem Stand mehrere hunderttausend Euro für Wahlwerbung in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ausgeben, ohne vorher jemals in Erscheinung getreten zu sein. Im März 2016 sagte der damalige Repräsentant der Vereinigung, Josef Konrad, dem Spiegel, dass hinter der Vereinigung rund zwölf &amp;quot;besorgte Bürgerinnen und Bürger&amp;quot; stünden, die die AfD als &amp;quot;eine konservative Opposition zur herrschenden Politik im Land stärken&amp;quot; wollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-verdacht-auf-illegale-parteispende-a-1080705.html Hetz-Flyer schüren Verdacht auf illegale Parteispende], Spiegel Online vom 5.3.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2016 tat der Verein so, als werbe er Spenden von Unterstützern ein. Dabei verfügte er damals noch nicht einmal über ein Konto, wie Focus-Recherchen zeigten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/afd-in-deutschland-partei-bekommt-ominoese-spenden_id_6008243.html  Das Phantom von Himmelkron]. Focus Online vom 8.10.2016 (und Focus 40/2016), zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In ein Spenden-Formular im Internet konnten Name, Email-Adresse und Wunschbetrag eingegeben werden. Wenn man dies tat, wurden aber keine Spenden eingezogen oder Zahlungsaufforderungen verschickt. Zudem versprach die Vereinigung im „Extrablatt“, Spendenbescheinigungen auszustellen, obwohl sie über die dafür notwendige Anerkennung des Finanzamtes gar nicht verfügte. Das war zumindest irreführend. Es legt zudem den Eindruck nahe, dass es für die Vereinigung mehr um die Erweckung des Anscheins einer spendenbasierten Organisation ging als um das reale Einwerben von (kleinen) Spenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende April/ Anfang Mai 2017 behauptet der Verein, er werde über zahlreiche Spenden von 14.000 Unterstützern finanziert. Das ist in verschiedener Sicht fragwürdig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Den Kern der sogenannten „Unterstützer“ bilden die Unterzeichner des Manifests des Vereins. Wenn man das Manifest unterschreibt, heißt es auf der Webseite aber ausdrücklich, dass sich die Unterstützung nur auf den Aufruf beziehe und nicht auf weitere Aktionen des Vereins.&amp;lt;ref&amp;gt;Webseite des Vereins, www.rechtundfreiheit.de/unterstuetzer-werden/, zuletzt abgerufen am 3.5.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist insofern nicht richtig, wenn der Verein diese Unterzeichner nach außen generell als Unterstützer des Vereins bezeichnet. Es handelt sich erstmal nur um Personen, deren Email-Adressen der Verein hat und die er damit anschreiben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Zahl von 14.000 angeblichen „Unterstützern“ erscheint fraglich. Es ist auffällig, dass der Verein nach außen rasch steigende „Unterstützer“-Zahlen präsentiert, aber die Zahl der Unterschriften unter das Manifest nur sehr langsam steigt. Mitte März waren es 8095 Unterschriften und der Verein sprach insgesamt von 10.000 „Unterstützern“.&amp;lt;ref&amp;gt;8095 Unterzeichner am 14.3.2017 laut www.rechtundfreiheit.de/unterstuetzer/. Die Zahl von 10.000 Unterstützern stammt aus einer Mail von David Bendels an LobbyControl vom 16.3.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zum 24. April stieg die Zahl der Unterschriften nur auf 8.133 (plus 38).&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Vereins-Webseite am 24.4.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentierte aber nach außen auf einmal 14.000 angebliche „Unterstützer“.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe der Ankündigung der Wahlwerbung auf www.metropolico.org/2017/04/24/extrablatt-zur-landtagswahl/, 24.4.2017. Siehe auch [http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/rechtspopulistische-zeitung-wirbt-fuer-afd-100.html Rechtspopulistischer Verein wirbt mit Gratis-Zeitungen für die AfD], WDR online vom 2.5.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Natürlich können sich einzelne „Unterstützer“ auch per E-Mail oder Social Media bei dem Verein melden. Aber die große Differenz im Wachstum von Unterzeichnungen und „Unterstützern“ erscheint nicht plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Außerdem muss man bedenken, dass die Spendenquoten bei E-Mailings sehr niedrig sind. Normalerweise kann man mit einem Rücklauf im Promillebereich rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa Peta-Präsentation beim Fundraisingkongress 2014 oder die [https://kindermann-kg.de/response-quote-antwortquote-rucklaufquote-mailing/ Erfahrungswerte der Werbeagentur Kindermann], zuletzt abgerufen am 3.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Natürlich sind dabei Abweichungen möglich. Aber es ist unwahrscheinlich, dass sich aus 8.000 bis 14.000 Mail-Adressen Spenden von mehreren Hunderttausend Euro ergeben, die für die aktuelle Wahlwerbung des Vereins schätzungsweise nötig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein sagt selbst, dass es Großspenden gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;U.a. in [http://orig.www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/landtagswahl_2017/Teure-Wahlkampfhilfe-fuer-die-AfD,afd1092.html Teure Wahlkampfhilfe für die AfD], NDR online vom 19.4.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verweigert aber die Antwort auf die Frage, welchen prozentualen Anteil Großspenden über 10.000 Euro an der Finanzierung haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Telefonat von LobbyControl mit dem Vereinsvorsitzenden David Bendels am 14.3.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  So bleibt die Zusammensetzung der Finanzierung bis heute intransparent. Es ist nur klar, dass Großspender bei der Finanzierung der Wahlwerbung für die AfD eine wichtige Rolle gespielt haben. Um wen es sich dabei handelt, bleibt im Verborgenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Umgehung der Transparenzregeln für Parteien ===&lt;br /&gt;
Die kostenintensiven Plakat- und Zeitungsaktionen, die klar dem Ziel der Wahlhilfe für die AfD verschrieben sind, werfen parteienrechtliche Fragen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Parteispendenrecht-muesste-geaendert-werden,afd1088.html &amp;quot;Parteispendenrecht müsste geändert werden&amp;quot;], Interview mit der Staatsrechtlerin Sophie Schönberger auf NDR online vom 19.4.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; So lagen die Kosten für Druck und Versand allein der Extrablätter für Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bei über einer Million Euro, schätzt der Nordkurier.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nordkurier&amp;quot;&amp;gt;[http://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/verheimlicht-die-afd-die-groesste-parteispende-der-letzten-jahre-0124830009 Verheimlicht die AfD die größte Parteispende der letzten Jahre?], Nordkurier vom 1.9.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kommt die große Anzahl an Großflächenplakaten, deren Kosten die Bild-Zeitung auf bis zu 1200 Euro pro Stück schätzte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; Insgesamt dürfte sich der Geldwert der Maßnahmen in inzwischen sieben Wahlkämpfen auf mehrere Millionen Euro belaufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Summen in dieser Größenordnung sind – zumal bei einer ganz neuen Organisation ohne Massenbasis – nicht ohne Großspender zusammen zu bekommen. Parteien sind verpflichtet, die Herkunft von Großspenden offenzulegen. Sie dürfen laut Parteiengesetz anonyme Spenden nur bis maximal 500 Euro annehmen. Großspenden über 50.000 Euro müssen umgehend mit Namen der Spender veröffentlicht werden, Spenden über 10.000 Euro im jährlichen Rechenschaftsbericht der Partei (siehe [[Parteispenden]]). Im Unterschied zu Parteien müssen Vereine ihre Spender nicht offen legen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Finanzierung von Wahlkampfmaterial über den Verein nutzen die Gönner der AfD eine juristische Grauzone, in der sie anonym bleiben können. Diese Form der Wahlkampfunterstützung wird von den Transparenzvorschriften des Parteiengesetzes nicht eindeutig geregelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bendels bestätigte in der Jungen Freiheit ausdrücklich, der Verein sei „Adressat für Finanziers“, die die AfD „fördern, aber aus geschäftlichen Gründen nicht namentlich mit ihr in Verbindung gebracht werden wollen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;denkfabrik&amp;quot;&amp;gt;Kleine, feine Denkfabrik, Junge Freiheit vom 13.1.2017, online unter www.rechtundfreiheit.de/2017/01/12/kleine-feine-denkfabrik, abgerufen am 2.2.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der Verein räumt damit selbst ein, dass er Großspendern die Möglichkeit bietet, die Transparenzregeln des Parteiengesetzes zu umgehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der derzeitigen Fassung des Parteiengesetzes wären die Wahlkampfhilfen nur dann als Parteispende an die AfD zu werten, wenn die AfD bei der Planung oder Organisation der Maßnahmen involviert war, d. h. Absprachen mit dem Verein getroffen hat etwa darüber, welche Plakate veröffentlicht werden oder wann das „Extrablatt“ verbreitet wird. Sowohl die AfD als auch der Verein leugnen solche Absprachen. Würden Absprachen zwischen dem Verein und der AfD nachgewiesen, müsste die AfD eine hohe Geldstrafe zahlen. Die Bundestagsverwaltung als aufsichtführende Behörde hat jedoch bislang keine rechtliche Befugnis für echte Ermittlungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lc-blog&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen zur AfD ===&lt;br /&gt;
Der Verein und die AfD behaupten, voneinander unabhängig zu sein; jegliche PR-Kampagnen zugunsten der AfD seien ohne Absprache mit der Partei entstanden. Die vorgebliche Parteiunabhängigkeit ermöglicht dem Verein, die AfD indirekt zu finanzieren, ohne die Identität der Geldgeber offenzulegen. Doch die Verflechtung ist immens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So veröffentlichte das „Extrablatt“ in Baden Württemberg und Rheinland-Pfalz Interviews mit den jeweiligen Spitzenkandidaten der AfD-Landesverbände – die spätere Behauptung der  Politiker, den Verein und dessen Aktivitäten nicht zu kennen, kann kaum als glaubwürdig gelten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; Der Vereinsvorsitzende David Bendels teilte sich beim politischen Aschermittwoch der AfD in Sindelfingen das Podium mit AfD-Bundesvorstand Alice Weidel. Beim Neujahrsempfang der hessischen AfD war Bendels sogar Hauptredner, zugleich lagen Überweisungsträger des Vereins aus. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://magazin.spiegel.de/SP/2017/12/150112448/ Geheime Spender], Spiegel 12/2017 vom 18.3.2017, S.33&amp;lt;/ref&amp;gt;Am 4. Mai 2017 ist Bendels zusammen mit dem AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland zu einer Wahlkampfveranstaltung der AfD in Hessen eingeladen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/buedingen/afd-holt-gauland-nach-buedingen_17848885.htm AfD holt Gauland nach Büdingen], Kreis-Anzeiger (Zeitungsgruppe Zentralhessen) vom 28.4.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem stammt der erste Ansprechpartner der Vereinigung, Josef Konrad, aus der AfD und ist dort stark in die Kommunikation sowie die Produktion von Werbe- und Wahlkampfmaterialien involviert (siehe Organisationsstruktur).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brisant ist, dass die Goal AG während des Landtagwahlkampfs in Baden-Württemberg 2016 auch die Webseite von Jörg Meuthen betreute, dem AfD-Bundesvorstand und Spitzenkandidat in Baden-Württemberg. Meuthen räumte im Mai 2017 gegenüber Frontal21 (ZDF) ein, dass er Alexander Segert kenne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schatten-spender&amp;quot;/&amp;gt; Meuthen hat im März 2016 vor der Landtagswahl behauptet, er habe vom  „Extrablatt“ und den Großplakaten nichts gewusst und habe damit nichts zu tun.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe unter anderem [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-143471091.html Alternative Lügenpresse], Spiegel 10/ 2016 vom 5.3.2016, zuletzt abgerufen am 17.5.2017 und [http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verdacht-illegaler-parteispende-die-afd-selbst-haette-so-nicht-plakatiert/13064812-2.html Bundestagsverwaltung nimmt AfD-Wahlkampfhilfe ins Visier], Handelsblatt Online vom 07.03.2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nun stellt sich die Frage, welchen Kontakt er wirkich zu Segert und der Goal AG während des Landtagswahlkampfs hatte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rüge vom Deutschen PR-Rat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deutsche Rat für Public Relations sprach im Dezember 2016 eine Rüge aus, da bei dieser Wahlwerbung &amp;quot;der wahre Absender der politischen Kommunikation nicht hinreichend eindeutig benannt ist und die Quelle der Finanzierung der Kommunikation nicht hinreichend offen gelegt wird&amp;quot;. Die Rüge richtet sich an die unbekannten wahren Auftraggeber hinter dem Verein und die (bis dahin) beteiligten Personen. Der PR-Rat spricht dabei von einer &amp;quot;offensichtlich beabsichtigten Verschleierungstaktik&amp;quot;.&amp;lt;ref name=“PR-Rat“&amp;gt;[http://drpr-online.de/wp-content/uploads/2017/01/DRPR-Ratsbeschluss_Fall-022016.pdf DRPR Ratsbeschluss im Verfahren 02/2016: „Extrablatt“ und Großplakate im Landtagswahlkampf 2016 ] (pdf), zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersicht über die Wahlwerbung seit März 2016 ==&lt;br /&gt;
Seit dem ersten Auftreten hat die Vereinigung mehrere Tausend Großplakate zugunsten der AfD gebucht und die Werbezeitung „Extrablatt“ in Millionenauflage verteilen lassen. Die Kosten dürften sich auf mehrere Millionen Euro belaufen. Die Aufwendungen für Internetwerbung sind nicht seriös schätzbar, da diese Kosten von der effektiv erzielten Reichweite abhängen.&amp;lt;ref&amp;gt;So stellt beispielsweise Youtube die Schaltung eines Werbespots nur in Rechnung, soweit dieser von Besuchern tatsächlich vollständig angeschaut wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Rheinland-Pfalz'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hunderte Großflächenplakate (geschätzte Kosten: bis zu 1200€ pro Stück)&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
* 1,54 Millionen Exemplare „Extrablatt“ - geschätzte Kosten: 39.380€ Druckkosten + 230.640€ Versandkosten = 270.020€ &amp;lt;ref name=&amp;quot;nordkurier-print&amp;quot;&amp;gt;Verheimlicht die AfD eine Millionen-Spende? Nordkurier vom 2.9. 2016, S.7. Es gibt eine kürzere Online-Ausgabe des Artikels, die aber die Zahlen für die verschiedenen Wahlkämpfe nur als Summe nennt: [http://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/verheimlicht-die-afd-die-groesste-parteispende-der-letzten-jahre-0124830009 Verheimlicht die AfD die größte Parteispende der letzten Jahre?], Nordkurier Online vom 1.9.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Baden-Württemberg'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zwei Millionen Exemplare „Extrablatt“ laut BILD, die mindestens 10 Cent pro Stück als Kosten veranschlagt&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Nordkurier gibt auf Basis der Angaben des Vereins, 80 Prozent aller Haushalte wären beliefert worden, 4,13 Millionen Exemplare an. Geschätzte Kosten laut Nordkurier: 104.120€ Druckkosten + 524.680€ Versandkosten = 628.800€&amp;lt;ref name=&amp;quot;nordkurier-print&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anzeige in der NZZ, April 2016'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im April 2016 veröffentlichte die Vereinigung Anzeige in der Neuen Züricher Zeitung für Aufregung, die Angela Merkel als Hütchenspielerin unter der Überschrift „Merkel mogelt weiter“ zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.blick.ch/news/schweiz/anti-merkel-inserat-geschaltet-afd-unterstuetzer-machen-stimmung-in-der-schweiz-id4958959.html AfD-Unterstützer machen Stimmung in der Schweiz], Blick vom 25.4.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Mecklenburg-Vorpommern'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 753.300 Exemplare „Extrablatt“ - geschätzte Kosten: 19.550€ Druckkosten + 128.670€ Versandkosten = 148.220€&amp;lt;ref name=&amp;quot;nordkurier-print&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Außerdem Plakate und ein eigener Wahlometer, das allerdings lediglich Aussagen der AfD präsentiert. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/afd--dieser-wahlometer-ist-versteckte-werbung-fuer-die-rechtspopulisten-7031108.html Versteckte AfD-Werbung: Dieser Wahlometer ist alles andere als neutral], Stern Online vom 29.4.2017, zuletzt abgerufen vom 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Berlin'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Keine Angaben zu Anzahl der Exemplare, es ist allerdings bekannt, dass das Extrablatt verteilt wurde.&lt;br /&gt;
* Es gab auch Großflächenplakate (eigene Sichtung) und Internet-Werbung &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bz-berlin.de/berlin/spd-chef-gabriel-meidet-den-berlin-wahlkampf SPD-Chef Gabriel meidet den Berlin-Wahlkampf], BZ-Berlin vom 19.8.2016, zuletzt abgerufen am 3.5.2017. Es geht um den letzten Abschnitt zur Werbung auf der Facebook-Seite der SPD-Politikerin Franziska Giffey. In der (vergrößerten) Grafik ist der Link auf rechtundfreiheit.de zu erkennen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Saarland'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Laut Verein: 500 000 Exemplare „Extrablatt“ und im Großraum Saarbrücken 100 Großplakate &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/saarbruecken/Saarbruecken-Stuttgart-Buergertum-Landtagswahlen-Vereine-Werbung;art446398,6399414 AfD-Freunde planen massive Werbung vor der Landtagswahl], Saarbrücker Zeitung vom 10.3.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Landtagswahlen NRW und Schleswig-Holstein'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Extrablätter in NRW: ca. 2.600.000; SH: ca. 500.000 &amp;lt;ref&amp;gt;Antwort des Vereins auf eine LobbyControl-Anfrage am 25.4.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Großflächen: 2500, evtl. werden noch weitere dazu gebucht&amp;lt;ref&amp;gt;Telefonat von LobbyControl mit David Bendels, 26.4.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Zeit schätzt die Kosten auf bis zu vier Millionen Euro.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schatten-spender&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfD]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Verein_zur_Erhaltung_der_Rechtsstaatlichkeit_und_der_b%C3%BCrgerlichen_Freiheiten&amp;diff=41128</id>
		<title>Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Verein_zur_Erhaltung_der_Rechtsstaatlichkeit_und_der_b%C3%BCrgerlichen_Freiheiten&amp;diff=41128"/>
		<updated>2017-05-11T13:56:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: /* Verbindung zur Agentur Goal AG aus der Schweiz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten&lt;br /&gt;
| Logo              = &lt;br /&gt;
| Rechtsform        = e.V.&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 21.9.2016&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Stuttgart&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = -&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = -&lt;br /&gt;
| Homepage          = rechtundfreiheit.de&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten''' organisiert im großen Umfang Wahlwerbung für die AfD, deren Finanzierung intransparent bleibt. Dazu gehören Zeitungen mit Wahlempfehlungen für die AfD („Extrablatt“), Großplakate, Google-Anzeigen und Videos. Die indirekte Wahlwerbung über den Verein umgeht die Transparenzregeln des Parteienrechts. Bis heute bleiben die Finanziers im Dunkeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verdeckte Wahlwerbung begann bei den Landtagswahlen in Rheinland Pfalz und Baden-Württemberg im Jahr 2016, seitdem war der Verein bei jeder Landtagswahl  aktiv. Damals trat als Organisator eine „Vereinigung zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“ auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/alternative-fuer-deutschland/bekommen-wahlkampfhilfe-von-millionaeren-44779754.bild.html 12 Millionäre spendieren der AfD Wahlwerbung], Bild.de vom 03.03.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im September 2016 wurde dann der Verein in Stuttgart gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gründungsprotokoll&amp;quot;&amp;gt;Protokoll über die Gründung des Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten vom 21.9. 2016 samt Anwesenheitsliste im Vereinsregister Stuttgart, VR 722737&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein hat bis heute nur eine Briefkasten-Adresse. Wer den Verein wirklich steuert und die bisherigen Ansprechpartner ausgewählt hat, bleibt dubios.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Parteien gilt das Transparenzgebot des Grundgesetz, dass die Parteien &amp;quot;über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben&amp;quot; müssen (Artikel 21). Im Parteiengesetz ist Wahlwerbung über Dritte aber nicht erfasst. Dadurch bleiben in diesem Fall die  Verbindungen zu Großspendern für die Wählerinnen und Wähler nicht sichtbar. LobbyControl fordert, dass Wahlwerbung durch Dritte ähnlichen Transparenzregeln wie direkte Parteispenden unterliegen soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lc-blog&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2016/09/warum-die-dubiose-afd-wahlkampfhilfe-unaufgeklaert-bleibt-und-was-sich-aendern-muss/ Warum die dubiose AfD-Wahlkampfhilfe unaufgeklärt bleibt – und was sich ändern muss], LobbyControl-Blog vom 5.9.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals in Erscheinung trat der Verein Anfang 2016, als er vor den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg auf großen Wahlplakaten zur Wahl der AfD aufrief.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verdacht-illegaler-parteispende-bundestagsverwaltung-nimmt-afd-wahlkampfhilfe-ins-visier/13064812.html Bundestagsverwaltung nimmt AfD-Wahlkampfhilfe ins Visier], Handelsblatt Online vom 7.3.2016, abgerufen am 2.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem ließ er ein sogenanntes „Extrablatt“ verteilen, das für die AfD warb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; Das Extrablatt ähnelt der Zeitung „Extrablatt“ der schweizerischen Volkspartei (SVP).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Extrablatt&amp;quot;&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/politik/werbung-fuer-afd-zur-berlin-wahl-schweizer-weltwoche-prueft-rechtliche-schritte-gegen-extrablatt/14511734.html Schweizer &amp;quot;Weltwoche&amp;quot; prüft rechtliche Schritte gegen &amp;quot;Extrablatt&amp;quot;], Tagesspiegel.de vom 07.09.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Inhalt dieser Zeitung waren Kritik an der Flüchtlingspolitik und der Euro-Rettung. Die Landesverbände gaben jeweils an, von dieser Aktion nicht gewusst zu haben und nicht beteiligt gewesen zu sein, Interviews mit den jeweiligen Spitzenkandidaten Jörg Meuthen (Baden-Württemberg) und Uwe Junge (Rheinland-Pfalz) in den Zeitungen stellen diese Behauptungen jedoch infrage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vertreter der Vereinigung trat damals Josef Konrad auf, AfD-Mitglied im Bezirksverband Oberfranken  und Geschäftsführer der Polifakt Medien GmbH mit Sitz in Leipzig, die für die AfD Publikationen, Werbe- und Wahlkampfmaterialien anbietet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.extrablatt-zur-wahl-millionenfache-werbung-fuer-die-afd.27a20463-d0dc-429e-bc69-97d11f4fdd15.html Extrablatt zur Wahl – Millionenfache Werbung für die AfD], Stuttgarter Nachrichten vom 01.03.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Konrad sagte dem Spiegel, hinter der Vereinigung stünden rund zwölf &amp;quot;besorgte Bürgerinnen und Bürger&amp;quot;, die die AfD als &amp;quot;eine konservative Opposition zur herrschenden Politik im Land stärken&amp;quot; wollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-verdacht-auf-illegale-parteispende-a-1080705.html  Hetz-Flyer schüren Verdacht auf illegale Parteispende] Spiegel.de vom 06.03.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Namen hielt er geheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem trat die Vereinigung bei allen Landtagswahlen mit Wahlwerbung zugunsten der AfD in Erscheinung. Diese präsentierte sich öffentlich zeitweise als „e.V.“, ohne tatsächlich im Vereinsregister eingetragen zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AfD-Helfer&amp;quot;&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-mecklenburg-vorpommern/afd-erhaelt-wahlunterstuetzung-von-verein-in-mecklenburg-vorpommern-14398142.html?printPagedArticle=true Die geheimen Helfer der AfD], FAZ vom 21.08.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. September 2016 wurde offiziell ein „Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“ gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gründungsprotokoll&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ansprechpartner der Vereinigung bzw. des Vereins nach außen wechselte mehrfach. Dabei bleibt unklar, welche Rolle diese Ansprechpartner tatsächlich hatten und wer tatsächlich die Wahlwerbung organisierte und finanzierte. Immer mehr Puzzlestücke zeigen inzwischen, dass dabei die Schweizer PR-Agentur Goal AG eine wichtige Rolle spielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die aktuelle Vereins-Struktur ===&lt;br /&gt;
Die Gründungsmitglieder des Vereins&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gründungsprotokoll&amp;quot;/&amp;gt;:&lt;br /&gt;
*  David Bendels (Vorsitzender), Lichtenfels (Oberfranken): ehemaliges CSU-Mitglied; er iniitierte die konservative Gruppe „Konservativer Aufbruch“ in der CSU und trat 2016 aus der CSU aus, nachdem die CSU-Führung ihn dazu gedrängt hatte, einen Termin mit der AfD in Hessen abzusagen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/bayern/streit-ueber-umgang-mit-afd-csu-rebell-bendels-tritt-aus-der-partei-aus-1.3016799 CSU-Rebell Bendels tritt aus der Partei aus], Süddeutsche.de vom 02.06.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*  Karl Dittel und Barbara Hankel aus Stuttgart, Maria Johannson aus Rheinbreitbach, Jutta Müller aus Konstanz und Hans und Rotraud Strobach, Sonthofen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bendels vertritt den Verein als einziger nach außen. Die Rolle der anderen Vereinsmitglieder ist unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Rechtsberater und Moderator war bei der Gründungsversammlung der Rechtsanwalt Rolf Schlierer dabei. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gründungsprotokoll&amp;quot; /&amp;gt;Er saß von 1992-2001 für die (rechtsextremen) Republikaner im Landtag Baden-Württemberg und war von 1994 bis 2014 Bundesvorsitzender der Republikaner. Schlierer war laut der Wochenzeitung Kontext auch bei der ersten Veranstaltung des Vereins gemeinsam mit dem Studienzentrum Weikersheim im März anwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kontextwochenzeitung.de/zeitgeschehen/313/geschichte-klittern-mit-guenther-oettinger-4275.html  Geschichte klittern mit Günther Oettinger], Kontext Wochenzeitung vom 29.03.2017, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein gibt eine Adresse in Stuttgart an. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine Briefkasten-Adresse, die von einer Office Management-Firma betreut wird. Diese leitet laut Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung alle Post ungeöffnet weiter an „ein Postfach in der Schweiz, in Andelfingen“. Auch die Goal AG hat dort ein Postfach.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/machen-auslaendische-nationalisten-werbung-fuer-die-afd-14983480.html?printPagedArticle=true Machen ausländische Nationalisten Werbung für die AfD?] FAZ vom 24.04.2017, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt die Vermutung, dass die Korrespondenz des Vereins in Wirklichkeit von der Goal AG betreut wird. Bendels bestreitet dies: die Post und die E-Mails würden an ihn weiter geleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Telefonat von LobbyControl mit dem Vereinsvorsitzenden David Bendels am 26.4.2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Vorläufer-Vereinigung und ihre Vertreter nach außen === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1) Josef Konrad'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der erste Ansprechpartner der Vereinigung war Josef Konrad, selbst AfD-Mitglied und Anfang 2016 noch ehemals stellvertretender AfD-Schatzmeister in Oberfranken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web-beta.archive.org/web/20160113190202/https://www.afdbayern.de/kreis-ortsverbaende/oberfranken/ Kreisverband Oberfranken], AfD-Bayern.de vom 13.01.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Konrad hat insgesamt enge Verbindungen zur AfD in Bayern und in Sachsen. Laut Focus hatte Konrad auch Mail-Kontakt zu Frauke Petry.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/afd-in-deutschland-partei-bekommt-ominoese-spenden_id_6008243.html Das Phantom von Himmelkron], Focus vom 08.10.2016, abgerufen am 04.05.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konrad ist Geschäftsführer bei der Polifakt Medien GmbH in Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe www.polifakt.de/impressum/&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Firma bietet über die Webseite „meine-alternative.de“ für die AfD Publikationen, Werbe- und Wahlkampfmaterialien an. In einem Rundbrief der AfD-Sachsen wurde „meine-alternative.de“ zu den eigenen Online-Plattformen gezählt („Bitte informieren Sie sich auch auf unseren Online-Plattformen: … www.meine-alternative.de … Impressum: V.i.S.d.P.: Dr. Frauke Petry für den Vorstand der AfD Sachsen“).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afdsachsen.de/files/afd/landesverband-sachsen/download/afd-sachsen-aktuell/2016/asa-01-2016.pdf AfD—Sachsen aktuell 01/2016 von Januar 2016], S. 10, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem betreibt Polifakt ein Online-Magazin und gab mehrfach eine Zeitschrift Polifakt als innerparteiliches Medium für die AfD heraus. In der Auseinandersetzung mit Lucke schlug sich Polifakt auf die Seite des Petry-Lagers und machte mit einer Sonderausgabe zum Essener Parteitag 2015 Stimmung gegen Lucke. Konrad war damals auch an der Webseite „Wir halten Kurs“ beteiligt, die Stimmen aus der AfD gegen Lucke sammelte. Daran waren auch der heutige Landesvorsitzende der AfD Bayern, Petr Bystron, und weitere bayerische AfD-Leute beteiligt. Bystron beschrieb im Juni 2016 zudem, dass er mit Konrad zusammen eine Gegen-Anzeige zu einer Anzeige des Autoverleihs Sixt (mit Gauland) erstellt habe: „Die Anzeige wurde bei der AfD inhouse entwickelt. Kreation und Text: Petr Bystron, Art-Direction Josef Konrad.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.is/St5C5#selection-5601.0-5605.37, AfD kontert Sixt-Anzeige mit Gauland] AfD-Webseite vom 09.06.2016, abgerufen am 27.4.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Formulierung „AfD inhouse“ zeigt, dass Bystron Konrad als Teil der AfD und der AfD-Kommunikation sieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konrad hörte bereits Ende April 2016 auf, die Vereinigung nach außen zu vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.blick.ch/news/schweiz/anti-merkel-inserat-geschaltet-afd-unterstuetzer-machen-stimmung-in-der-schweiz-id4958959.html AfD-Unterstützer machen Stimmung in der Schweiz], Blick.ch vom 30.05.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2) Michael Paulwitz'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Konrad übernahm Michael Paulwitz die Außenvertretung des Vereins. Paulwitz war Mitglied der Partei „Die Republikaner“&amp;lt;ref name=&amp;quot;AfD-Helfer&amp;quot;/&amp;gt;  und Mitarbeiter von deren ehemaligem Bundesvorstand Rolf Schlierer.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://keinealternative.blogsport.de/2016/08/19/rechter-aktivist-aus-stuttgart-als-strohmann-fuer-die-unterstuetzung-des-afd-wahlkampfs-in-mv/  Rechter Aktivist aus Stuttgart als Strohmann für die Unterstützung des AfD-Wahlkampfs in MV?], Keinealternative Blog vom 19.08.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist freiberuflicher PR-Berater und schreibt für die rechte „Junge Freiheit“. Früher war er studentische Hilfskraft bei der neu-rechten Zeitschrift Criticon. Daher kennt er wichtige Figuren der neuen Rechten wie Caspar von Schrenck-Notzing und Armin Mohler.&amp;lt;ref&amp;gt;Was mich antreibt. Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalisten: Auszüge aus der Dankesrede des diesjährigen Preisträgers Michael Paulwitz. In: Junge Freiheit vom 25.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Caspar von Schrenck-Notzing gehört zu den Initiatoren der Bibliothek des Konservatismus, die auch von dem AfD-Großspender Folkard Edler unterstützt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Die wollen nicht nur lesen. Spiegel 5/2017, S.44-46&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fazit'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mehrfachen Wechsel der Ansprechpartner werfen Fragen nach deren Rolle auf. Sie sind offensichtlich nicht die eigentlichen Initiatoren der Vereinigung. So sagte Konrad, er fungiere nur als Ansprechpartner. Auch der Name Extrablatt stamme nicht von ihm, sondern sei der Wunsch der auftraggebenden Vereinigung gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aargauerzeitung.ch/ausland/alles-nur-geklaut-das-afd-extrablatt-sieht-dem-svp-original-verdaechtig-aehnlich-130135594 Alles nur geklaut? Das AfD-«Extrablatt» sieht dem SVP-Original verdächtig ähnlich], Aargauer Zeitung.de vom 16.03.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulwitz sagte dem Tagesspiegel, er könne zum &amp;quot;Extrablatt&amp;quot; keine Aussagen machen, da er &amp;quot;mit der Redaktion nicht befasst war&amp;quot;. Im Impressum der Webseite des Vereins sei er als Kontakt aufgeführt, da er diese &amp;quot;beratend unterstützt habe&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Extrablatt&amp;quot; /&amp;gt; Wer wirklich hinter der Gründung der Vereinigung steckt, bleibt unklar. Bemerkenswert ist allerdings die Rolle der Schweizer PR-Agentur Goal AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung zur Agentur Goal AG aus der Schweiz ===&lt;br /&gt;
Die Schweizer PR-Firma Goal AG taucht immer wieder bei den Aktivitäten des Vereins auf. Sie buchte für die Wahlkämpfe in MV und Berlin Plakatwände für den Verein&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schweiz-Connection&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/afd-und-schweiz-connection-wer-die-kampagnen-der-rechten-finanziert-a-1111673.html Die anonymen Gönner der AfD], Spiegel.de vom 09.09.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und kaufte Fotos, die für die Extrablätter verwendet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gmx.net/magazine/politik/afd-terroranschlaegen-stimmung-angela-merkel-31889206 AfD will nach Terroranschlägen Stimmung gegen Angela Merkel machen], GMX.net vom 17.09.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Alexander Segert, Chef des Unternehmens, nahm auch bei der ersten Veranstaltung des Vereins zur Erhaltung der Rechststaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten teil, seine Firma charterte sogar das Boot, mit dem die Gäste über die Spree fuhren und der Rede des ehemaligen tschechischen Ministerpräsidenten Vaclav Klaus folgten. Beide Seiten äußerten sich zu den Mutmaßungen der offensichtlichen Zusammenarbeit jedoch nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schweiz-Connection&amp;quot; /&amp;gt; Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete jüngst, dass auch bei einem Treffen des Vereins mit dem Studienzentrum Weikersheim wohl ein Vertreter eines Schweizer PR-Büros anwesend gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/machen-auslaendische-nationalisten-werbung-fuer-die-afd-14983480.html?printPagedArticle=true machen ausländische Nationalisten Werbung für die AfD?], FAZ vom 24.04.2017, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Segert trat auch als (Ersatz-)Referent bei einem Schulungsseminar für AfD-Politiker auf, das Josef Konrad im November 2016 organisierte.&amp;lt;ref&amp;gt;AfD: Hilfe aus der Schweiz. Spiegel vom 25.03.2017 und Schweizer Schützenhilfe. Wirtschaftswoche vom 21.4.2017, S.34-35. In der Wirtschaftswoche findet sich die Aussage, Segert sei nur als Ersatz eingesprungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Agentur trat bereits durch Kampagnen für die FPÖ in Österreich und die SVP in der Schweiz in Erscheinung. Von der SVP hat die Agentur große Barzahlungen erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/die-partei-die-am-liebsten-bar-zahlt-1.15636010  Die Partei, die am liebsten bar zahlt], Neue Züricher Zeitung.de vom 10.03.2012, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem hat sie Verbindungen zu der Fraktion der rechtspopulistischen Parteien im Europaparlament. Eine Recherche des freien Bloggers Florian Wagner zeigt, dass die Goal AG die Domain »menf.org« angemeldet hat. »MENF« steht für »Movement for a Europe of Nations and Freedom«, die europäische politische Partei, in der sich Front National, FPÖ, Lega Nord und Vlaams Belang zusammengeschlossen haben. Außerdem betreut Segerts Firma die Webseite der Stiftung »FENL - Foundation for a Europe of Nations and Freedom«. Diese gehört zur Fraktion »ENF – Europe of Nations and Freedom« im Europaparlament, der auch Markus Pretzell von der AfD angehört. Beiträge der Seite werden laut Wagners Analyse von einem Autor mit dem Namen »goal-fen1-adm1n« erstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem liegt eine Subdomain der Stiftung FENL auf dem selben Server wie die Webseite des Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten. Laut Wagner handelt es sich bei dem von der Hetzner Online AG gehosteten Server um einen dedizierten Server, d.h. es ist so gut wie ausgeschlossen, dass die beiden Domains zufällig auf derselben Maschine liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://crumblingwalls.net/adaption/80481-afd-nahe-vereinigung-mit-verbindung-zur-foundation-for-a-europe-of-nations-and-freedom AfD-nahe Vereinigung mit Verbindung zur FENL], Crumbling Walls Blog vom 14.09.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Webseite der Goal AG wird von der Hetzner Online AG gehostet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.utrace.de/?query=http%3A%2F%2Fwww.goal.ch%2F Goal AG IP-Adresse] utrace.de vom 04.05.2017, abgerufen am 04.05. 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Verbindungen legen nahe, dass die Webseite von der Goal AG betreut wird. Nachdem am 24. April 2017 die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung über diese Verbindungen berichtete, wurde die Webseite des Vereins auf einen kanadischen Server verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.utrace.de/?query=https%3A%2F%2Fwww.rechtundfreiheit.de%2F RechtundFreiheit.de IP-Adresse] utrace.de vom 04.05.2017, abgerufen am 04.05. 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Das wirft die Frage auf, ob damit die Spuren zur Goal AG verwischt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber LobbyControl bestätigte Segert am 10. Mai, dass die Goal AG den Verein beim „Konzept für das Projekt ‚Hoftrompete’“ und „bei der Planung sowie beim Aufbau der Vereinswebsite unterstützt“ habe. Am gleichen Tag war eine Frau bei einer Veranstaltung des Vereins in Kölkn anwesend, die nach LobbyControl-Erkenntnissen bei der Goal AG arbeitete und dort eventuell immer noch beschäftigt ist &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2017/05/dubiose-wahlwerbung-fuer-die-afd-spur-fuehrt-in-die-schweiz/] Dubiose Wahlwerbung für die AfD – Schweizer Goal AG mischt mit vom 11.05.2017, abgerufen am 11.05. 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Intransparente Finanzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung wurde durch anonyme Großspender angeschoben. Sie konnte aus dem Stand mehrere hunderttausend Euro für Wahlwerbung in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ausgeben, ohne vorher jemals in Erscheinung getreten zu sein. Im März 2016 sagte der damalige Repräsentant der Vereinigung, Josef Konrad, dem Spiegel, dass hinter der Vereinigung rund zwölf &amp;quot;besorgte Bürgerinnen und Bürger&amp;quot; stünden, die die AfD als &amp;quot;eine konservative Opposition zur herrschenden Politik im Land stärken&amp;quot; wollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-verdacht-auf-illegale-parteispende-a-1080705.html Hetz-Flyer schüren Verdacht auf illegale Parteispende], Spiegel Online vom 5.3.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2016 tat der Verein so, als werbe er Spenden von Unterstützern ein. Dabei verfügte er damals noch nicht einmal über ein Konto, wie Focus-Recherchen zeigten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/afd-in-deutschland-partei-bekommt-ominoese-spenden_id_6008243.html  Das Phantom von Himmelkron]. Focus Online vom 8.10.2016 (und Focus 40/2016), zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In ein Spenden-Formular im Internet konnten Name, Email-Adresse und Wunschbetrag eingegeben werden. Wenn man dies tat, wurden aber keine Spenden eingezogen oder Zahlungsaufforderungen verschickt. Zudem versprach die Vereinigung im „Extrablatt“, Spendenbescheinigungen auszustellen, obwohl sie über die dafür notwendige Anerkennung des Finanzamtes gar nicht verfügte. Das war zumindest irreführend. Es legt zudem den Eindruck nahe, dass es für die Vereinigung mehr um die Erweckung des Anscheins einer spendenbasierten Organisation ging als um das reale Einwerben von (kleinen) Spenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende April/ Anfang Mai 2017 behauptet der Verein, er werde über zahlreiche Spenden von 14.000 Unterstützern finanziert. Das ist in verschiedener Sicht fragwürdig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Den Kern der sogenannten „Unterstützer“ bilden die Unterzeichner des Manifests des Vereins. Wenn man das Manifest unterschreibt, heißt es auf der Webseite aber ausdrücklich, dass sich die Unterstützung nur auf den Aufruf beziehe und nicht auf weitere Aktionen des Vereins.&amp;lt;ref&amp;gt;Webseite des Vereins, www.rechtundfreiheit.de/unterstuetzer-werden/, zuletzt abgerufen am 3.5.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist insofern nicht richtig, wenn der Verein diese Unterzeichner nach außen generell als Unterstützer des Vereins bezeichnet. Es handelt sich erstmal nur um Personen, deren Email-Adressen der Verein hat und die er damit anschreiben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Zahl von 14.000 angeblichen „Unterstützern“ erscheint fraglich. Es ist auffällig, dass der Verein nach außen rasch steigende „Unterstützer“-Zahlen präsentiert, aber die Zahl der Unterschriften unter das Manifest nur sehr langsam steigt. Mitte März waren es 8095 Unterschriften und der Verein sprach insgesamt von 10.000 „Unterstützern“.&amp;lt;ref&amp;gt;8095 Unterzeichner am 14.3.2017 laut www.rechtundfreiheit.de/unterstuetzer/. Die Zahl von 10.000 Unterstützern stammt aus einer Mail von David Bendels an LobbyControl vom 16.3.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zum 24. April stieg die Zahl der Unterschriften nur auf 8.133 (plus 38).&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Vereins-Webseite am 24.4.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentierte aber nach außen auf einmal 14.000 angebliche „Unterstützer“.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe der Ankündigung der Wahlwerbung auf www.metropolico.org/2017/04/24/extrablatt-zur-landtagswahl/, 24.4.2017. Siehe auch [http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/rechtspopulistische-zeitung-wirbt-fuer-afd-100.html Rechtspopulistischer Verein wirbt mit Gratis-Zeitungen für die AfD], WDR online vom 2.5.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Natürlich können sich einzelne „Unterstützer“ auch per E-Mail oder Social Media bei dem Verein melden. Aber die große Differenz im Wachstum von Unterzeichnungen und „Unterstützern“ erscheint nicht plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Außerdem muss man bedenken, dass die Spendenquoten bei E-Mailings sehr niedrig sind. Normalerweise kann man mit einem Rücklauf im Promillebereich rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa Peta-Präsentation beim Fundraisingkongress 2014 oder die [https://kindermann-kg.de/response-quote-antwortquote-rucklaufquote-mailing/ Erfahrungswerte der Werbeagentur Kindermann], zuletzt abgerufen am 3.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Natürlich sind dabei Abweichungen möglich. Aber es ist unwahrscheinlich, dass sich aus 8.000 bis 14.000 Mail-Adressen Spenden von mehreren Hunderttausend Euro ergeben, die für die aktuelle Wahlwerbung des Vereins schätzungsweise nötig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein sagt selbst, dass es Großspenden gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;U.a. in [http://orig.www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/landtagswahl_2017/Teure-Wahlkampfhilfe-fuer-die-AfD,afd1092.html Teure Wahlkampfhilfe für die AfD], NDR online vom 19.4.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verweigert aber die Antwort auf die Frage, welchen prozentualen Anteil Großspenden über 10.000 Euro an der Finanzierung haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Telefonat von LobbyControl mit dem Vereinsvorsitzenden David Bendels am 14.3.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  So bleibt die Zusammensetzung der Finanzierung bis heute intransparent. Es ist nur klar, dass Großspender bei der Finanzierung der Wahlwerbung für die AfD eine wichtige Rolle gespielt haben. Um wen es sich dabei handelt, bleibt im Verborgenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Umgehung der Transparenzregeln für Parteien ===&lt;br /&gt;
Die kostenintensiven Plakat- und Zeitungsaktionen, die klar dem Ziel der Wahlhilfe für die AfD verschrieben sind, werfen parteienrechtliche Fragen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Parteispendenrecht-muesste-geaendert-werden,afd1088.html &amp;quot;Parteispendenrecht müsste geändert werden&amp;quot;], Interview mit der Staatsrechtlerin Sophie Schönberger auf NDR online vom 19.4.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; So lagen die Kosten für Druck und Versand allein der Extrablätter für Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bei über einer Million Euro, schätzt der Nordkurier.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nordkurier&amp;quot;&amp;gt;[http://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/verheimlicht-die-afd-die-groesste-parteispende-der-letzten-jahre-0124830009 Verheimlicht die AfD die größte Parteispende der letzten Jahre?], Nordkurier vom 1.9.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kommt die große Anzahl an Großflächenplakaten, deren Kosten die Bild-Zeitung auf bis zu 1200 Euro pro Stück schätzte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; Insgesamt dürfte sich der Geldwert der Maßnahmen in inzwischen sieben Wahlkämpfen auf mehrere Millionen Euro belaufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Summen in dieser Größenordnung sind – zumal bei einer ganz neuen Organisation ohne Massenbasis – nicht ohne Großspender zusammen zu bekommen. Parteien sind verpflichtet, die Herkunft von Großspenden offenzulegen. Sie dürfen laut Parteiengesetz anonyme Spenden nur bis maximal 500 Euro annehmen. Großspenden über 50.000 Euro müssen umgehend mit Namen der Spender veröffentlicht werden, Spenden über 10.000 Euro im jährlichen Rechenschaftsbericht der Partei (siehe [[Parteispenden]]). Im Unterschied zu Parteien müssen Vereine ihre Spender nicht offen legen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Finanzierung von Wahlkampfmaterial über den Verein nutzen die Gönner der AfD eine juristische Grauzone, in der sie anonym bleiben können. Diese Form der Wahlkampfunterstützung wird von den Transparenzvorschriften des Parteiengesetzes nicht eindeutig geregelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bendels bestätigte in der Jungen Freiheit ausdrücklich, der Verein sei „Adressat für Finanziers“, die die AfD „fördern, aber aus geschäftlichen Gründen nicht namentlich mit ihr in Verbindung gebracht werden wollen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;denkfabrik&amp;quot;&amp;gt;Kleine, feine Denkfabrik, Junge Freiheit vom 13.1.2017, online unter www.rechtundfreiheit.de/2017/01/12/kleine-feine-denkfabrik, abgerufen am 2.2.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der Verein räumt damit selbst ein, dass er Großspendern die Möglichkeit bietet, die Transparenzregeln des Parteiengesetzes zu umgehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der derzeitigen Fassung des Parteiengesetzes wären die Wahlkampfhilfen nur dann als Parteispende an die AfD zu werten, wenn die AfD bei der Planung oder Organisation der Maßnahmen involviert war, d. h. Absprachen mit dem Verein getroffen hat etwa darüber, welche Plakate veröffentlicht werden oder wann das „Extrablatt“ verbreitet wird. Sowohl die AfD als auch der Verein leugnen solche Absprachen. Würden Absprachen zwischen dem Verein und der AfD nachgewiesen, müsste die AfD eine hohe Geldstrafe zahlen. Die Bundestagsverwaltung als aufsichtführende Behörde hat jedoch bislang keine rechtliche Befugnis für echte Ermittlungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lc-blog&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen zur AfD ===&lt;br /&gt;
Der Verein und die AfD behaupten, voneinander unabhängig zu sein; jegliche PR-Kampagnen zugunsten der AfD seien ohne Absprache mit der Partei entstanden. Die vorgebliche Parteiunabhängigkeit ermöglicht dem Verein, die AfD indirekt zu finanzieren, ohne die Identität der Geldgeber offenzulegen. Doch die Verflechtung ist immens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So veröffentlichte das „Extrablatt“ in Baden Württemberg und Rheinland-Pfalz Interviews mit den jeweiligen Spitzenkandidaten der AfD-Landesverbände – die spätere Behauptung der  Politiker, den Verein und dessen Aktivitäten nicht zu kennen, kann kaum als glaubwürdig gelten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; Der Vereinsvorsitzende David Bendels teilte sich beim politischen Aschermittwoch der AfD in Sindelfingen das Podium mit AfD-Bundesvorstand Alice Weidel. Beim Neujahrsempfang der hessischen AfD war Bendels sogar Hauptredner, zugleich lagen Überweisungsträger des Vereins aus. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://magazin.spiegel.de/SP/2017/12/150112448/ Geheime Spender], Spiegel 12/2017 vom 18.3.2017, S.33&amp;lt;/ref&amp;gt;Am 4. Mai 2017 ist Bendels zusammen mit dem AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland zu einer Wahlkampfveranstaltung der AfD in Hessen eingeladen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/buedingen/afd-holt-gauland-nach-buedingen_17848885.htm AfD holt Gauland nach Büdingen], Kreis-Anzeiger (Zeitungsgruppe Zentralhessen) vom 28.4.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem stammt der erste Ansprechpartner der Vereinigung, Josef Konrad, aus der AfD und ist dort stark in die Kommunikation sowie die Produktion von Werbe- und Wahlkampfmaterialien involviert (siehe Organisationsstruktur). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rüge vom Deutschen PR-Rat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deutsche Rat für Public Relations sprach im Dezember 2016 eine Rüge aus, da bei dieser Wahlwerbung &amp;quot;der wahre Absender der politischen Kommunikation nicht hinreichend eindeutig benannt ist und die Quelle der Finanzierung der Kommunikation nicht hinreichend offen gelegt wird&amp;quot;. Die Rüge richtet sich an die unbekannten wahren Auftraggeber hinter dem Verein und die (bis dahin) beteiligten Personen. Der PR-Rat spricht dabei von einer &amp;quot;offensichtlich beabsichtigten Verschleierungstaktik&amp;quot;.&amp;lt;ref name=“PR-Rat“&amp;gt;[http://drpr-online.de/wp-content/uploads/2017/01/DRPR-Ratsbeschluss_Fall-022016.pdf DRPR Ratsbeschluss im Verfahren 02/2016: „Extrablatt“ und Großplakate im Landtagswahlkampf 2016 ] (pdf), zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersicht über die Wahlwerbung seit März 2016 ==&lt;br /&gt;
Seit dem ersten Auftreten hat die Vereinigung mehrere Tausend Großplakate zugunsten der AfD gebucht und die Werbezeitung „Extrablatt“ in Millionenauflage verteilen lassen. Die Kosten dürften sich auf mehrere Millionen Euro belaufen. Die Aufwendungen für Internetwerbung sind nicht seriös schätzbar, da diese Kosten von der effektiv erzielten Reichweite abhängen.&amp;lt;ref&amp;gt;So stellt beispielsweise Youtube die Schaltung eines Werbespots nur in Rechnung, soweit dieser von Besuchern tatsächlich vollständig angeschaut wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Rheinland-Pfalz'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hunderte Großflächenplakate (geschätzte Kosten: bis zu 1200€ pro Stück)&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
* 1,54 Millionen Exemplare „Extrablatt“ - geschätzte Kosten: 39.380€ Druckkosten + 230.640€ Versandkosten = 270.020€ &amp;lt;ref name=&amp;quot;nordkurier-print&amp;quot;&amp;gt;Verheimlicht die AfD eine Millionen-Spende? Nordkurier vom 2.9. 2016, S.7. Es gibt eine kürzere Online-Ausgabe des Artikels, die aber die Zahlen für die verschiedenen Wahlkämpfe nur als Summe nennt: [http://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/verheimlicht-die-afd-die-groesste-parteispende-der-letzten-jahre-0124830009 Verheimlicht die AfD die größte Parteispende der letzten Jahre?], Nordkurier Online vom 1.9.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Baden-Württemberg'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zwei Millionen Exemplare „Extrablatt“ laut BILD, die mindestens 10 Cent pro Stück als Kosten veranschlagt&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Nordkurier gibt auf Basis der Angaben des Vereins, 80 Prozent aller Haushalte wären beliefert worden, 4,13 Millionen Exemplare an. Geschätzte Kosten laut Nordkurier: 104.120€ Druckkosten + 524.680€ Versandkosten = 628.800€&amp;lt;ref name=&amp;quot;nordkurier-print&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anzeige in der NZZ, April 2016'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im April 2016 veröffentlichte die Vereinigung Anzeige in der Neuen Züricher Zeitung für Aufregung, die Angela Merkel als Hütchenspielerin unter der Überschrift „Merkel mogelt weiter“ zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.blick.ch/news/schweiz/anti-merkel-inserat-geschaltet-afd-unterstuetzer-machen-stimmung-in-der-schweiz-id4958959.html AfD-Unterstützer machen Stimmung in der Schweiz], Blick vom 25.4.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Mecklenburg-Vorpommern'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 753.300 Exemplare „Extrablatt“ - geschätzte Kosten: 19.550€ Druckkosten + 128.670€ Versandkosten = 148.220€&amp;lt;ref name=&amp;quot;nordkurier-print&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Außerdem Plakate und ein eigener Wahlometer, das allerdings lediglich Aussagen der AfD präsentiert. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/afd--dieser-wahlometer-ist-versteckte-werbung-fuer-die-rechtspopulisten-7031108.html Versteckte AfD-Werbung: Dieser Wahlometer ist alles andere als neutral], Stern Online vom 29.4.2017, zuletzt abgerufen vom 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Berlin'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Keine Angaben zu Anzahl der Exemplare, es ist allerdings bekannt, dass das Extrablatt verteilt wurde.&lt;br /&gt;
* Es gab auch Großflächenplakate (eigene Sichtung) und Internet-Werbung &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bz-berlin.de/berlin/spd-chef-gabriel-meidet-den-berlin-wahlkampf SPD-Chef Gabriel meidet den Berlin-Wahlkampf], BZ-Berlin vom 19.8.2016, zuletzt abgerufen am 3.5.2017. Es geht um den letzten Abschnitt zur Werbung auf der Facebook-Seite der SPD-Politikerin Franziska Giffey. In der (vergrößerten) Grafik ist der Link auf rechtundfreiheit.de zu erkennen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Saarland'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Laut Verein: 500 000 Exemplare „Extrablatt“ und im Großraum Saarbrücken 100 Großplakate &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/saarbruecken/Saarbruecken-Stuttgart-Buergertum-Landtagswahlen-Vereine-Werbung;art446398,6399414 AfD-Freunde planen massive Werbung vor der Landtagswahl], Saarbrücker Zeitung vom 10.3.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Landtagswahlen NRW und Schleswig-Holstein'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Extrablätter in NRW: ca. 2.600.000; SH: ca. 500.000 &amp;lt;ref&amp;gt;Antwort des Vereins auf eine LobbyControl-Anfrage am 25.4.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Großflächen: 2500, evtl. werden noch weitere dazu gebucht&amp;lt;ref&amp;gt;Telefonat von LobbyControl mit David Bendels, 26.4.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfD]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Verein_zur_Erhaltung_der_Rechtsstaatlichkeit_und_der_b%C3%BCrgerlichen_Freiheiten&amp;diff=41127</id>
		<title>Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Verein_zur_Erhaltung_der_Rechtsstaatlichkeit_und_der_b%C3%BCrgerlichen_Freiheiten&amp;diff=41127"/>
		<updated>2017-05-11T13:51:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sebastian: /* Verbindung zur Agentur Goal AG aus der Schweiz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten&lt;br /&gt;
| Logo              = &lt;br /&gt;
| Rechtsform        = e.V.&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 21.9.2016&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Stuttgart&lt;br /&gt;
| Lobbybüro         = -&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU      = -&lt;br /&gt;
| Homepage          = rechtundfreiheit.de&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten''' organisiert im großen Umfang Wahlwerbung für die AfD, deren Finanzierung intransparent bleibt. Dazu gehören Zeitungen mit Wahlempfehlungen für die AfD („Extrablatt“), Großplakate, Google-Anzeigen und Videos. Die indirekte Wahlwerbung über den Verein umgeht die Transparenzregeln des Parteienrechts. Bis heute bleiben die Finanziers im Dunkeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verdeckte Wahlwerbung begann bei den Landtagswahlen in Rheinland Pfalz und Baden-Württemberg im Jahr 2016, seitdem war der Verein bei jeder Landtagswahl  aktiv. Damals trat als Organisator eine „Vereinigung zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“ auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bild.de/politik/inland/alternative-fuer-deutschland/bekommen-wahlkampfhilfe-von-millionaeren-44779754.bild.html 12 Millionäre spendieren der AfD Wahlwerbung], Bild.de vom 03.03.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im September 2016 wurde dann der Verein in Stuttgart gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gründungsprotokoll&amp;quot;&amp;gt;Protokoll über die Gründung des Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten vom 21.9. 2016 samt Anwesenheitsliste im Vereinsregister Stuttgart, VR 722737&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein hat bis heute nur eine Briefkasten-Adresse. Wer den Verein wirklich steuert und die bisherigen Ansprechpartner ausgewählt hat, bleibt dubios.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Parteien gilt das Transparenzgebot des Grundgesetz, dass die Parteien &amp;quot;über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben&amp;quot; müssen (Artikel 21). Im Parteiengesetz ist Wahlwerbung über Dritte aber nicht erfasst. Dadurch bleiben in diesem Fall die  Verbindungen zu Großspendern für die Wählerinnen und Wähler nicht sichtbar. LobbyControl fordert, dass Wahlwerbung durch Dritte ähnlichen Transparenzregeln wie direkte Parteispenden unterliegen soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lc-blog&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2016/09/warum-die-dubiose-afd-wahlkampfhilfe-unaufgeklaert-bleibt-und-was-sich-aendern-muss/ Warum die dubiose AfD-Wahlkampfhilfe unaufgeklärt bleibt – und was sich ändern muss], LobbyControl-Blog vom 5.9.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals in Erscheinung trat der Verein Anfang 2016, als er vor den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg auf großen Wahlplakaten zur Wahl der AfD aufrief.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verdacht-illegaler-parteispende-bundestagsverwaltung-nimmt-afd-wahlkampfhilfe-ins-visier/13064812.html Bundestagsverwaltung nimmt AfD-Wahlkampfhilfe ins Visier], Handelsblatt Online vom 7.3.2016, abgerufen am 2.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem ließ er ein sogenanntes „Extrablatt“ verteilen, das für die AfD warb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; Das Extrablatt ähnelt der Zeitung „Extrablatt“ der schweizerischen Volkspartei (SVP).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Extrablatt&amp;quot;&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/politik/werbung-fuer-afd-zur-berlin-wahl-schweizer-weltwoche-prueft-rechtliche-schritte-gegen-extrablatt/14511734.html Schweizer &amp;quot;Weltwoche&amp;quot; prüft rechtliche Schritte gegen &amp;quot;Extrablatt&amp;quot;], Tagesspiegel.de vom 07.09.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Inhalt dieser Zeitung waren Kritik an der Flüchtlingspolitik und der Euro-Rettung. Die Landesverbände gaben jeweils an, von dieser Aktion nicht gewusst zu haben und nicht beteiligt gewesen zu sein, Interviews mit den jeweiligen Spitzenkandidaten Jörg Meuthen (Baden-Württemberg) und Uwe Junge (Rheinland-Pfalz) in den Zeitungen stellen diese Behauptungen jedoch infrage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vertreter der Vereinigung trat damals Josef Konrad auf, AfD-Mitglied im Bezirksverband Oberfranken  und Geschäftsführer der Polifakt Medien GmbH mit Sitz in Leipzig, die für die AfD Publikationen, Werbe- und Wahlkampfmaterialien anbietet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.extrablatt-zur-wahl-millionenfache-werbung-fuer-die-afd.27a20463-d0dc-429e-bc69-97d11f4fdd15.html Extrablatt zur Wahl – Millionenfache Werbung für die AfD], Stuttgarter Nachrichten vom 01.03.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Konrad sagte dem Spiegel, hinter der Vereinigung stünden rund zwölf &amp;quot;besorgte Bürgerinnen und Bürger&amp;quot;, die die AfD als &amp;quot;eine konservative Opposition zur herrschenden Politik im Land stärken&amp;quot; wollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-verdacht-auf-illegale-parteispende-a-1080705.html  Hetz-Flyer schüren Verdacht auf illegale Parteispende] Spiegel.de vom 06.03.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Namen hielt er geheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem trat die Vereinigung bei allen Landtagswahlen mit Wahlwerbung zugunsten der AfD in Erscheinung. Diese präsentierte sich öffentlich zeitweise als „e.V.“, ohne tatsächlich im Vereinsregister eingetragen zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AfD-Helfer&amp;quot;&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-mecklenburg-vorpommern/afd-erhaelt-wahlunterstuetzung-von-verein-in-mecklenburg-vorpommern-14398142.html?printPagedArticle=true Die geheimen Helfer der AfD], FAZ vom 21.08.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. September 2016 wurde offiziell ein „Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“ gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gründungsprotokoll&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur, Personal und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ansprechpartner der Vereinigung bzw. des Vereins nach außen wechselte mehrfach. Dabei bleibt unklar, welche Rolle diese Ansprechpartner tatsächlich hatten und wer tatsächlich die Wahlwerbung organisierte und finanzierte. Immer mehr Puzzlestücke zeigen inzwischen, dass dabei die Schweizer PR-Agentur Goal AG eine wichtige Rolle spielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die aktuelle Vereins-Struktur ===&lt;br /&gt;
Die Gründungsmitglieder des Vereins&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gründungsprotokoll&amp;quot;/&amp;gt;:&lt;br /&gt;
*  David Bendels (Vorsitzender), Lichtenfels (Oberfranken): ehemaliges CSU-Mitglied; er iniitierte die konservative Gruppe „Konservativer Aufbruch“ in der CSU und trat 2016 aus der CSU aus, nachdem die CSU-Führung ihn dazu gedrängt hatte, einen Termin mit der AfD in Hessen abzusagen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/bayern/streit-ueber-umgang-mit-afd-csu-rebell-bendels-tritt-aus-der-partei-aus-1.3016799 CSU-Rebell Bendels tritt aus der Partei aus], Süddeutsche.de vom 02.06.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*  Karl Dittel und Barbara Hankel aus Stuttgart, Maria Johannson aus Rheinbreitbach, Jutta Müller aus Konstanz und Hans und Rotraud Strobach, Sonthofen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bendels vertritt den Verein als einziger nach außen. Die Rolle der anderen Vereinsmitglieder ist unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Rechtsberater und Moderator war bei der Gründungsversammlung der Rechtsanwalt Rolf Schlierer dabei. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gründungsprotokoll&amp;quot; /&amp;gt;Er saß von 1992-2001 für die (rechtsextremen) Republikaner im Landtag Baden-Württemberg und war von 1994 bis 2014 Bundesvorsitzender der Republikaner. Schlierer war laut der Wochenzeitung Kontext auch bei der ersten Veranstaltung des Vereins gemeinsam mit dem Studienzentrum Weikersheim im März anwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kontextwochenzeitung.de/zeitgeschehen/313/geschichte-klittern-mit-guenther-oettinger-4275.html  Geschichte klittern mit Günther Oettinger], Kontext Wochenzeitung vom 29.03.2017, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein gibt eine Adresse in Stuttgart an. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine Briefkasten-Adresse, die von einer Office Management-Firma betreut wird. Diese leitet laut Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung alle Post ungeöffnet weiter an „ein Postfach in der Schweiz, in Andelfingen“. Auch die Goal AG hat dort ein Postfach.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/machen-auslaendische-nationalisten-werbung-fuer-die-afd-14983480.html?printPagedArticle=true Machen ausländische Nationalisten Werbung für die AfD?] FAZ vom 24.04.2017, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt die Vermutung, dass die Korrespondenz des Vereins in Wirklichkeit von der Goal AG betreut wird. Bendels bestreitet dies: die Post und die E-Mails würden an ihn weiter geleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Telefonat von LobbyControl mit dem Vereinsvorsitzenden David Bendels am 26.4.2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Vorläufer-Vereinigung und ihre Vertreter nach außen === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1) Josef Konrad'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der erste Ansprechpartner der Vereinigung war Josef Konrad, selbst AfD-Mitglied und Anfang 2016 noch ehemals stellvertretender AfD-Schatzmeister in Oberfranken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web-beta.archive.org/web/20160113190202/https://www.afdbayern.de/kreis-ortsverbaende/oberfranken/ Kreisverband Oberfranken], AfD-Bayern.de vom 13.01.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Konrad hat insgesamt enge Verbindungen zur AfD in Bayern und in Sachsen. Laut Focus hatte Konrad auch Mail-Kontakt zu Frauke Petry.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/afd-in-deutschland-partei-bekommt-ominoese-spenden_id_6008243.html Das Phantom von Himmelkron], Focus vom 08.10.2016, abgerufen am 04.05.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konrad ist Geschäftsführer bei der Polifakt Medien GmbH in Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe www.polifakt.de/impressum/&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Firma bietet über die Webseite „meine-alternative.de“ für die AfD Publikationen, Werbe- und Wahlkampfmaterialien an. In einem Rundbrief der AfD-Sachsen wurde „meine-alternative.de“ zu den eigenen Online-Plattformen gezählt („Bitte informieren Sie sich auch auf unseren Online-Plattformen: … www.meine-alternative.de … Impressum: V.i.S.d.P.: Dr. Frauke Petry für den Vorstand der AfD Sachsen“).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afdsachsen.de/files/afd/landesverband-sachsen/download/afd-sachsen-aktuell/2016/asa-01-2016.pdf AfD—Sachsen aktuell 01/2016 von Januar 2016], S. 10, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem betreibt Polifakt ein Online-Magazin und gab mehrfach eine Zeitschrift Polifakt als innerparteiliches Medium für die AfD heraus. In der Auseinandersetzung mit Lucke schlug sich Polifakt auf die Seite des Petry-Lagers und machte mit einer Sonderausgabe zum Essener Parteitag 2015 Stimmung gegen Lucke. Konrad war damals auch an der Webseite „Wir halten Kurs“ beteiligt, die Stimmen aus der AfD gegen Lucke sammelte. Daran waren auch der heutige Landesvorsitzende der AfD Bayern, Petr Bystron, und weitere bayerische AfD-Leute beteiligt. Bystron beschrieb im Juni 2016 zudem, dass er mit Konrad zusammen eine Gegen-Anzeige zu einer Anzeige des Autoverleihs Sixt (mit Gauland) erstellt habe: „Die Anzeige wurde bei der AfD inhouse entwickelt. Kreation und Text: Petr Bystron, Art-Direction Josef Konrad.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archive.is/St5C5#selection-5601.0-5605.37, AfD kontert Sixt-Anzeige mit Gauland] AfD-Webseite vom 09.06.2016, abgerufen am 27.4.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Formulierung „AfD inhouse“ zeigt, dass Bystron Konrad als Teil der AfD und der AfD-Kommunikation sieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konrad hörte bereits Ende April 2016 auf, die Vereinigung nach außen zu vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.blick.ch/news/schweiz/anti-merkel-inserat-geschaltet-afd-unterstuetzer-machen-stimmung-in-der-schweiz-id4958959.html AfD-Unterstützer machen Stimmung in der Schweiz], Blick.ch vom 30.05.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2) Michael Paulwitz'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Konrad übernahm Michael Paulwitz die Außenvertretung des Vereins. Paulwitz war Mitglied der Partei „Die Republikaner“&amp;lt;ref name=&amp;quot;AfD-Helfer&amp;quot;/&amp;gt;  und Mitarbeiter von deren ehemaligem Bundesvorstand Rolf Schlierer.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://keinealternative.blogsport.de/2016/08/19/rechter-aktivist-aus-stuttgart-als-strohmann-fuer-die-unterstuetzung-des-afd-wahlkampfs-in-mv/  Rechter Aktivist aus Stuttgart als Strohmann für die Unterstützung des AfD-Wahlkampfs in MV?], Keinealternative Blog vom 19.08.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist freiberuflicher PR-Berater und schreibt für die rechte „Junge Freiheit“. Früher war er studentische Hilfskraft bei der neu-rechten Zeitschrift Criticon. Daher kennt er wichtige Figuren der neuen Rechten wie Caspar von Schrenck-Notzing und Armin Mohler.&amp;lt;ref&amp;gt;Was mich antreibt. Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalisten: Auszüge aus der Dankesrede des diesjährigen Preisträgers Michael Paulwitz. In: Junge Freiheit vom 25.11.2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Caspar von Schrenck-Notzing gehört zu den Initiatoren der Bibliothek des Konservatismus, die auch von dem AfD-Großspender Folkard Edler unterstützt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Die wollen nicht nur lesen. Spiegel 5/2017, S.44-46&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fazit'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mehrfachen Wechsel der Ansprechpartner werfen Fragen nach deren Rolle auf. Sie sind offensichtlich nicht die eigentlichen Initiatoren der Vereinigung. So sagte Konrad, er fungiere nur als Ansprechpartner. Auch der Name Extrablatt stamme nicht von ihm, sondern sei der Wunsch der auftraggebenden Vereinigung gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aargauerzeitung.ch/ausland/alles-nur-geklaut-das-afd-extrablatt-sieht-dem-svp-original-verdaechtig-aehnlich-130135594 Alles nur geklaut? Das AfD-«Extrablatt» sieht dem SVP-Original verdächtig ähnlich], Aargauer Zeitung.de vom 16.03.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulwitz sagte dem Tagesspiegel, er könne zum &amp;quot;Extrablatt&amp;quot; keine Aussagen machen, da er &amp;quot;mit der Redaktion nicht befasst war&amp;quot;. Im Impressum der Webseite des Vereins sei er als Kontakt aufgeführt, da er diese &amp;quot;beratend unterstützt habe&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Extrablatt&amp;quot; /&amp;gt; Wer wirklich hinter der Gründung der Vereinigung steckt, bleibt unklar. Bemerkenswert ist allerdings die Rolle der Schweizer PR-Agentur Goal AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung zur Agentur Goal AG aus der Schweiz ===&lt;br /&gt;
Die Schweizer PR-Firma Goal AG taucht immer wieder bei den Aktivitäten des Vereins auf. Sie buchte für die Wahlkämpfe in MV und Berlin Plakatwände für den Verein&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schweiz-Connection&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/afd-und-schweiz-connection-wer-die-kampagnen-der-rechten-finanziert-a-1111673.html Die anonymen Gönner der AfD], Spiegel.de vom 09.09.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und kaufte Fotos, die für die Extrablätter verwendet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gmx.net/magazine/politik/afd-terroranschlaegen-stimmung-angela-merkel-31889206 AfD will nach Terroranschlägen Stimmung gegen Angela Merkel machen], GMX.net vom 17.09.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Alexander Segert, Chef des Unternehmens, nahm auch bei der ersten Veranstaltung des Vereins zur Erhaltung der Rechststaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten teil, seine Firma charterte sogar das Boot, mit dem die Gäste über die Spree fuhren und der Rede des ehemaligen tschechischen Ministerpräsidenten Vaclav Klaus folgten. Beide Seiten äußerten sich zu den Mutmaßungen der offensichtlichen Zusammenarbeit jedoch nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schweiz-Connection&amp;quot; /&amp;gt; Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete jüngst, dass auch bei einem Treffen des Vereins mit dem Studienzentrum Weikersheim wohl ein Vertreter eines Schweizer PR-Büros anwesend gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/machen-auslaendische-nationalisten-werbung-fuer-die-afd-14983480.html?printPagedArticle=true machen ausländische Nationalisten Werbung für die AfD?], FAZ vom 24.04.2017, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Segert trat auch als (Ersatz-)Referent bei einem Schulungsseminar für AfD-Politiker auf, das Josef Konrad im November 2016 organisierte.&amp;lt;ref&amp;gt;AfD: Hilfe aus der Schweiz. Spiegel vom 25.03.2017 und Schweizer Schützenhilfe. Wirtschaftswoche vom 21.4.2017, S.34-35. In der Wirtschaftswoche findet sich die Aussage, Segert sei nur als Ersatz eingesprungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Agentur trat bereits durch Kampagnen für die FPÖ in Österreich und die SVP in der Schweiz in Erscheinung. Von der SVP hat die Agentur große Barzahlungen erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/die-partei-die-am-liebsten-bar-zahlt-1.15636010  Die Partei, die am liebsten bar zahlt], Neue Züricher Zeitung.de vom 10.03.2012, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem hat sie Verbindungen zu der Fraktion der rechtspopulistischen Parteien im Europaparlament. Eine Recherche des freien Bloggers Florian Wagner zeigt, dass die Goal AG die Domain »menf.org« angemeldet hat. »MENF« steht für »Movement for a Europe of Nations and Freedom«, die europäische politische Partei, in der sich Front National, FPÖ, Lega Nord und Vlaams Belang zusammengeschlossen haben. Außerdem betreut Segerts Firma die Webseite der Stiftung »FENL - Foundation for a Europe of Nations and Freedom«. Diese gehört zur Fraktion »ENF – Europe of Nations and Freedom« im Europaparlament, der auch Markus Pretzell von der AfD angehört. Beiträge der Seite werden laut Wagners Analyse von einem Autor mit dem Namen »goal-fen1-adm1n« erstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem liegt eine Subdomain der Stiftung FENL auf dem selben Server wie die Webseite des Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten. Laut Wagner handelt es sich bei dem von der Hetzner Online AG gehosteten Server um einen dedizierten Server, d.h. es ist so gut wie ausgeschlossen, dass die beiden Domains zufällig auf derselben Maschine liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://crumblingwalls.net/adaption/80481-afd-nahe-vereinigung-mit-verbindung-zur-foundation-for-a-europe-of-nations-and-freedom AfD-nahe Vereinigung mit Verbindung zur FENL], Crumbling Walls Blog vom 14.09.2016, abgerufen am 04.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Webseite der Goal AG wird von der Hetzner Online AG gehostet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.utrace.de/?query=http%3A%2F%2Fwww.goal.ch%2F Goal AG IP-Adresse] utrace.de vom 04.05.2017, abgerufen am 04.05. 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Verbindungen legen nahe, dass die Webseite von der Goal AG betreut wird. Nachdem am 24. April 2017 die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung über diese Verbindungen berichtete, wurde die Webseite des Vereins auf einen kanadischen Server verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.utrace.de/?query=https%3A%2F%2Fwww.rechtundfreiheit.de%2F RechtundFreiheit.de IP-Adresse] utrace.de vom 04.05.2017, abgerufen am 04.05. 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Das wirft die Frage auf, ob damit die Spuren zur Goal AG verwischt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber LobbyControl bestätigte Segert am 10. Mai, dass die Goal AG den Verein beim „Konzept für das Projekt ‚Hoftrompete’“ und „bei der Planung sowie beim Aufbau der Vereinswebsite unterstützt“ habe. Am gleichen Tag war eine Frau bei einer Veranstaltung des Vereins in Kölkn anwesend, die nach LobbyControl-Erkenntnissen bei der Goal AG arbeitete und dort eventuell immer noch beschäftigt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Intransparente Finanzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung wurde durch anonyme Großspender angeschoben. Sie konnte aus dem Stand mehrere hunderttausend Euro für Wahlwerbung in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ausgeben, ohne vorher jemals in Erscheinung getreten zu sein. Im März 2016 sagte der damalige Repräsentant der Vereinigung, Josef Konrad, dem Spiegel, dass hinter der Vereinigung rund zwölf &amp;quot;besorgte Bürgerinnen und Bürger&amp;quot; stünden, die die AfD als &amp;quot;eine konservative Opposition zur herrschenden Politik im Land stärken&amp;quot; wollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-verdacht-auf-illegale-parteispende-a-1080705.html Hetz-Flyer schüren Verdacht auf illegale Parteispende], Spiegel Online vom 5.3.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2016 tat der Verein so, als werbe er Spenden von Unterstützern ein. Dabei verfügte er damals noch nicht einmal über ein Konto, wie Focus-Recherchen zeigten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/afd-in-deutschland-partei-bekommt-ominoese-spenden_id_6008243.html  Das Phantom von Himmelkron]. Focus Online vom 8.10.2016 (und Focus 40/2016), zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; In ein Spenden-Formular im Internet konnten Name, Email-Adresse und Wunschbetrag eingegeben werden. Wenn man dies tat, wurden aber keine Spenden eingezogen oder Zahlungsaufforderungen verschickt. Zudem versprach die Vereinigung im „Extrablatt“, Spendenbescheinigungen auszustellen, obwohl sie über die dafür notwendige Anerkennung des Finanzamtes gar nicht verfügte. Das war zumindest irreführend. Es legt zudem den Eindruck nahe, dass es für die Vereinigung mehr um die Erweckung des Anscheins einer spendenbasierten Organisation ging als um das reale Einwerben von (kleinen) Spenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende April/ Anfang Mai 2017 behauptet der Verein, er werde über zahlreiche Spenden von 14.000 Unterstützern finanziert. Das ist in verschiedener Sicht fragwürdig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Den Kern der sogenannten „Unterstützer“ bilden die Unterzeichner des Manifests des Vereins. Wenn man das Manifest unterschreibt, heißt es auf der Webseite aber ausdrücklich, dass sich die Unterstützung nur auf den Aufruf beziehe und nicht auf weitere Aktionen des Vereins.&amp;lt;ref&amp;gt;Webseite des Vereins, www.rechtundfreiheit.de/unterstuetzer-werden/, zuletzt abgerufen am 3.5.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist insofern nicht richtig, wenn der Verein diese Unterzeichner nach außen generell als Unterstützer des Vereins bezeichnet. Es handelt sich erstmal nur um Personen, deren Email-Adressen der Verein hat und die er damit anschreiben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Zahl von 14.000 angeblichen „Unterstützern“ erscheint fraglich. Es ist auffällig, dass der Verein nach außen rasch steigende „Unterstützer“-Zahlen präsentiert, aber die Zahl der Unterschriften unter das Manifest nur sehr langsam steigt. Mitte März waren es 8095 Unterschriften und der Verein sprach insgesamt von 10.000 „Unterstützern“.&amp;lt;ref&amp;gt;8095 Unterzeichner am 14.3.2017 laut www.rechtundfreiheit.de/unterstuetzer/. Die Zahl von 10.000 Unterstützern stammt aus einer Mail von David Bendels an LobbyControl vom 16.3.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zum 24. April stieg die Zahl der Unterschriften nur auf 8.133 (plus 38).&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Vereins-Webseite am 24.4.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein präsentierte aber nach außen auf einmal 14.000 angebliche „Unterstützer“.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe der Ankündigung der Wahlwerbung auf www.metropolico.org/2017/04/24/extrablatt-zur-landtagswahl/, 24.4.2017. Siehe auch [http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/rechtspopulistische-zeitung-wirbt-fuer-afd-100.html Rechtspopulistischer Verein wirbt mit Gratis-Zeitungen für die AfD], WDR online vom 2.5.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Natürlich können sich einzelne „Unterstützer“ auch per E-Mail oder Social Media bei dem Verein melden. Aber die große Differenz im Wachstum von Unterzeichnungen und „Unterstützern“ erscheint nicht plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Außerdem muss man bedenken, dass die Spendenquoten bei E-Mailings sehr niedrig sind. Normalerweise kann man mit einem Rücklauf im Promillebereich rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa Peta-Präsentation beim Fundraisingkongress 2014 oder die [https://kindermann-kg.de/response-quote-antwortquote-rucklaufquote-mailing/ Erfahrungswerte der Werbeagentur Kindermann], zuletzt abgerufen am 3.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Natürlich sind dabei Abweichungen möglich. Aber es ist unwahrscheinlich, dass sich aus 8.000 bis 14.000 Mail-Adressen Spenden von mehreren Hunderttausend Euro ergeben, die für die aktuelle Wahlwerbung des Vereins schätzungsweise nötig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein sagt selbst, dass es Großspenden gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;U.a. in [http://orig.www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/landtagswahl_2017/Teure-Wahlkampfhilfe-fuer-die-AfD,afd1092.html Teure Wahlkampfhilfe für die AfD], NDR online vom 19.4.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verweigert aber die Antwort auf die Frage, welchen prozentualen Anteil Großspenden über 10.000 Euro an der Finanzierung haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Telefonat von LobbyControl mit dem Vereinsvorsitzenden David Bendels am 14.3.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  So bleibt die Zusammensetzung der Finanzierung bis heute intransparent. Es ist nur klar, dass Großspender bei der Finanzierung der Wahlwerbung für die AfD eine wichtige Rolle gespielt haben. Um wen es sich dabei handelt, bleibt im Verborgenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallbeispiele und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Umgehung der Transparenzregeln für Parteien ===&lt;br /&gt;
Die kostenintensiven Plakat- und Zeitungsaktionen, die klar dem Ziel der Wahlhilfe für die AfD verschrieben sind, werfen parteienrechtliche Fragen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Parteispendenrecht-muesste-geaendert-werden,afd1088.html &amp;quot;Parteispendenrecht müsste geändert werden&amp;quot;], Interview mit der Staatsrechtlerin Sophie Schönberger auf NDR online vom 19.4.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; So lagen die Kosten für Druck und Versand allein der Extrablätter für Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bei über einer Million Euro, schätzt der Nordkurier.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nordkurier&amp;quot;&amp;gt;[http://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/verheimlicht-die-afd-die-groesste-parteispende-der-letzten-jahre-0124830009 Verheimlicht die AfD die größte Parteispende der letzten Jahre?], Nordkurier vom 1.9.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kommt die große Anzahl an Großflächenplakaten, deren Kosten die Bild-Zeitung auf bis zu 1200 Euro pro Stück schätzte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; Insgesamt dürfte sich der Geldwert der Maßnahmen in inzwischen sieben Wahlkämpfen auf mehrere Millionen Euro belaufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Summen in dieser Größenordnung sind – zumal bei einer ganz neuen Organisation ohne Massenbasis – nicht ohne Großspender zusammen zu bekommen. Parteien sind verpflichtet, die Herkunft von Großspenden offenzulegen. Sie dürfen laut Parteiengesetz anonyme Spenden nur bis maximal 500 Euro annehmen. Großspenden über 50.000 Euro müssen umgehend mit Namen der Spender veröffentlicht werden, Spenden über 10.000 Euro im jährlichen Rechenschaftsbericht der Partei (siehe [[Parteispenden]]). Im Unterschied zu Parteien müssen Vereine ihre Spender nicht offen legen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Finanzierung von Wahlkampfmaterial über den Verein nutzen die Gönner der AfD eine juristische Grauzone, in der sie anonym bleiben können. Diese Form der Wahlkampfunterstützung wird von den Transparenzvorschriften des Parteiengesetzes nicht eindeutig geregelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bendels bestätigte in der Jungen Freiheit ausdrücklich, der Verein sei „Adressat für Finanziers“, die die AfD „fördern, aber aus geschäftlichen Gründen nicht namentlich mit ihr in Verbindung gebracht werden wollen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;denkfabrik&amp;quot;&amp;gt;Kleine, feine Denkfabrik, Junge Freiheit vom 13.1.2017, online unter www.rechtundfreiheit.de/2017/01/12/kleine-feine-denkfabrik, abgerufen am 2.2.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der Verein räumt damit selbst ein, dass er Großspendern die Möglichkeit bietet, die Transparenzregeln des Parteiengesetzes zu umgehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der derzeitigen Fassung des Parteiengesetzes wären die Wahlkampfhilfen nur dann als Parteispende an die AfD zu werten, wenn die AfD bei der Planung oder Organisation der Maßnahmen involviert war, d. h. Absprachen mit dem Verein getroffen hat etwa darüber, welche Plakate veröffentlicht werden oder wann das „Extrablatt“ verbreitet wird. Sowohl die AfD als auch der Verein leugnen solche Absprachen. Würden Absprachen zwischen dem Verein und der AfD nachgewiesen, müsste die AfD eine hohe Geldstrafe zahlen. Die Bundestagsverwaltung als aufsichtführende Behörde hat jedoch bislang keine rechtliche Befugnis für echte Ermittlungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lc-blog&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen zur AfD ===&lt;br /&gt;
Der Verein und die AfD behaupten, voneinander unabhängig zu sein; jegliche PR-Kampagnen zugunsten der AfD seien ohne Absprache mit der Partei entstanden. Die vorgebliche Parteiunabhängigkeit ermöglicht dem Verein, die AfD indirekt zu finanzieren, ohne die Identität der Geldgeber offenzulegen. Doch die Verflechtung ist immens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So veröffentlichte das „Extrablatt“ in Baden Württemberg und Rheinland-Pfalz Interviews mit den jeweiligen Spitzenkandidaten der AfD-Landesverbände – die spätere Behauptung der  Politiker, den Verein und dessen Aktivitäten nicht zu kennen, kann kaum als glaubwürdig gelten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; Der Vereinsvorsitzende David Bendels teilte sich beim politischen Aschermittwoch der AfD in Sindelfingen das Podium mit AfD-Bundesvorstand Alice Weidel. Beim Neujahrsempfang der hessischen AfD war Bendels sogar Hauptredner, zugleich lagen Überweisungsträger des Vereins aus. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://magazin.spiegel.de/SP/2017/12/150112448/ Geheime Spender], Spiegel 12/2017 vom 18.3.2017, S.33&amp;lt;/ref&amp;gt;Am 4. Mai 2017 ist Bendels zusammen mit dem AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland zu einer Wahlkampfveranstaltung der AfD in Hessen eingeladen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/buedingen/afd-holt-gauland-nach-buedingen_17848885.htm AfD holt Gauland nach Büdingen], Kreis-Anzeiger (Zeitungsgruppe Zentralhessen) vom 28.4.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem stammt der erste Ansprechpartner der Vereinigung, Josef Konrad, aus der AfD und ist dort stark in die Kommunikation sowie die Produktion von Werbe- und Wahlkampfmaterialien involviert (siehe Organisationsstruktur). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rüge vom Deutschen PR-Rat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deutsche Rat für Public Relations sprach im Dezember 2016 eine Rüge aus, da bei dieser Wahlwerbung &amp;quot;der wahre Absender der politischen Kommunikation nicht hinreichend eindeutig benannt ist und die Quelle der Finanzierung der Kommunikation nicht hinreichend offen gelegt wird&amp;quot;. Die Rüge richtet sich an die unbekannten wahren Auftraggeber hinter dem Verein und die (bis dahin) beteiligten Personen. Der PR-Rat spricht dabei von einer &amp;quot;offensichtlich beabsichtigten Verschleierungstaktik&amp;quot;.&amp;lt;ref name=“PR-Rat“&amp;gt;[http://drpr-online.de/wp-content/uploads/2017/01/DRPR-Ratsbeschluss_Fall-022016.pdf DRPR Ratsbeschluss im Verfahren 02/2016: „Extrablatt“ und Großplakate im Landtagswahlkampf 2016 ] (pdf), zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersicht über die Wahlwerbung seit März 2016 ==&lt;br /&gt;
Seit dem ersten Auftreten hat die Vereinigung mehrere Tausend Großplakate zugunsten der AfD gebucht und die Werbezeitung „Extrablatt“ in Millionenauflage verteilen lassen. Die Kosten dürften sich auf mehrere Millionen Euro belaufen. Die Aufwendungen für Internetwerbung sind nicht seriös schätzbar, da diese Kosten von der effektiv erzielten Reichweite abhängen.&amp;lt;ref&amp;gt;So stellt beispielsweise Youtube die Schaltung eines Werbespots nur in Rechnung, soweit dieser von Besuchern tatsächlich vollständig angeschaut wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Rheinland-Pfalz'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hunderte Großflächenplakate (geschätzte Kosten: bis zu 1200€ pro Stück)&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
* 1,54 Millionen Exemplare „Extrablatt“ - geschätzte Kosten: 39.380€ Druckkosten + 230.640€ Versandkosten = 270.020€ &amp;lt;ref name=&amp;quot;nordkurier-print&amp;quot;&amp;gt;Verheimlicht die AfD eine Millionen-Spende? Nordkurier vom 2.9. 2016, S.7. Es gibt eine kürzere Online-Ausgabe des Artikels, die aber die Zahlen für die verschiedenen Wahlkämpfe nur als Summe nennt: [http://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/verheimlicht-die-afd-die-groesste-parteispende-der-letzten-jahre-0124830009 Verheimlicht die AfD die größte Parteispende der letzten Jahre?], Nordkurier Online vom 1.9.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Baden-Württemberg'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zwei Millionen Exemplare „Extrablatt“ laut BILD, die mindestens 10 Cent pro Stück als Kosten veranschlagt&amp;lt;ref name=&amp;quot;bild-wahlkampfhilfe&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Nordkurier gibt auf Basis der Angaben des Vereins, 80 Prozent aller Haushalte wären beliefert worden, 4,13 Millionen Exemplare an. Geschätzte Kosten laut Nordkurier: 104.120€ Druckkosten + 524.680€ Versandkosten = 628.800€&amp;lt;ref name=&amp;quot;nordkurier-print&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anzeige in der NZZ, April 2016'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im April 2016 veröffentlichte die Vereinigung Anzeige in der Neuen Züricher Zeitung für Aufregung, die Angela Merkel als Hütchenspielerin unter der Überschrift „Merkel mogelt weiter“ zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.blick.ch/news/schweiz/anti-merkel-inserat-geschaltet-afd-unterstuetzer-machen-stimmung-in-der-schweiz-id4958959.html AfD-Unterstützer machen Stimmung in der Schweiz], Blick vom 25.4.2016, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Mecklenburg-Vorpommern'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 753.300 Exemplare „Extrablatt“ - geschätzte Kosten: 19.550€ Druckkosten + 128.670€ Versandkosten = 148.220€&amp;lt;ref name=&amp;quot;nordkurier-print&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Außerdem Plakate und ein eigener Wahlometer, das allerdings lediglich Aussagen der AfD präsentiert. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/afd--dieser-wahlometer-ist-versteckte-werbung-fuer-die-rechtspopulisten-7031108.html Versteckte AfD-Werbung: Dieser Wahlometer ist alles andere als neutral], Stern Online vom 29.4.2017, zuletzt abgerufen vom 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Berlin'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Keine Angaben zu Anzahl der Exemplare, es ist allerdings bekannt, dass das Extrablatt verteilt wurde.&lt;br /&gt;
* Es gab auch Großflächenplakate (eigene Sichtung) und Internet-Werbung &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bz-berlin.de/berlin/spd-chef-gabriel-meidet-den-berlin-wahlkampf SPD-Chef Gabriel meidet den Berlin-Wahlkampf], BZ-Berlin vom 19.8.2016, zuletzt abgerufen am 3.5.2017. Es geht um den letzten Abschnitt zur Werbung auf der Facebook-Seite der SPD-Politikerin Franziska Giffey. In der (vergrößerten) Grafik ist der Link auf rechtundfreiheit.de zu erkennen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wahlkampf Saarland'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Laut Verein: 500 000 Exemplare „Extrablatt“ und im Großraum Saarbrücken 100 Großplakate &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/saarbruecken/Saarbruecken-Stuttgart-Buergertum-Landtagswahlen-Vereine-Werbung;art446398,6399414 AfD-Freunde planen massive Werbung vor der Landtagswahl], Saarbrücker Zeitung vom 10.3.2017, zuletzt abgerufen am 4.5.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Landtagswahlen NRW und Schleswig-Holstein'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Extrablätter in NRW: ca. 2.600.000; SH: ca. 500.000 &amp;lt;ref&amp;gt;Antwort des Vereins auf eine LobbyControl-Anfrage am 25.4.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Großflächen: 2500, evtl. werden noch weitere dazu gebucht&amp;lt;ref&amp;gt;Telefonat von LobbyControl mit David Bendels, 26.4.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfD]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sebastian</name></author>
		
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