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	<title>Lobbypedia - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* FZG-Institut */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{unvollstaendig}}&lt;br /&gt;
'''Bernd Raffelhüschen''' ''(*7.10.1957 in Niebüll/Nordfriesland)'', Professor für Finanzwissenschaft, setzt sich seit Jahren im Interesse der Versicherungswirtschaft für die private Altersvorsorge ein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In seinen Vorträgen und Veröffentlichungen spricht sich Raffelhüschen als scheinbar unabhängiger Rentenexperte stets für eine Förderung der privaten, kapitalgedeckten Rente zu Lasten der gesetzlichen Rentenversicherung aus.  Seine Mandate bei Finanzdienstleistern, seine Vortragstätigkeit für Versicherungen, seine versicherungsnahen Studien und seine Tätigkeit für die Arbeitgeber-Lobbyorganisation [[INSM]] qualifizieren ihn jedoch eher als einen Interessenwahrer (Lobbyisten) der Finanzwirtschaft als einen unabhängigen Wissensvermittler. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raffelhüschen tritt auch für einen Abbau der gesetzliche Pflegeversicherung ein. So etwa in der Studie &amp;quot;Soziale Pflegeversicherung heute und morgen&amp;quot;, die er für das von der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] finanzierte [[Deutsches Institut für Altersvorsorge|Deutsche Institut für Altersvorsorge]] (DIA) erstellt hat. Er schlägt im Pflegefall eine einjährige Karenzzeit vor, in der die Pflegebedürftigen ihre Pflegekosten allein tragen sollen - oder mit Hilfe einer privaten Zusatzversicherung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/raffelhueschen-befuerchtet-pflegekollaps-mit-ansage/4125288.html Raffelhüschen befürchtet Pflegekollaps mit Ansage] Der Tagesspiegel vom 03.05.2011, abgerufen am 01.07.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
*Direktor des [[Forschungszentrum Generationenverträge]] (FZG) an der Uni Freiburg&lt;br /&gt;
*seit 1995 Professur VWL, insb. Finanzwissenschaft, Uni Freiburg&lt;br /&gt;
*1994 Habilitation, venia legendi für Volkswirtschaftslehre, Uni Kiel&lt;br /&gt;
*1989 Doktorat in Finanzwissenschaft, Geldtheorie und Sozialpolitik, Uni Kiel &lt;br /&gt;
*1983 Diplom-Volkswirt, FU Berlin&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=„Bernd Raffelhüschen“&amp;gt;[http://www.fiwi1.uni-freiburg.de/raffelhueschen/lebenslauf.html Profil bei der Uni Freiburg], fiwi1.uni-freiburg.de, abgerufen am 07.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Botschafter&amp;quot; der [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm-oekonomenblog.de/author/berndraffelhueschen/ INSM - Bernd Raffelhüschen] INSM Webseite, abgerufen am 27.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Vorstandsmitglied der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
*(bis 7/2015) Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2015/karen-horn-verlaesst-die-hayek-gesellschaft/ Karen Horn verläßt Hayek-Gesellschaft, Junge Freiheit, 14. Juli 2015], Webseite abgerufen am 19. 07. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der [[Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen]] (SRzG)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.generationengerechtigkeit.de/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=12&amp;amp;Itemid=30#raffelhueschen Wissenschaftlicher Beirat] abgerufen am 25.05.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*seit 11/2007 Aufsichtsrat der Augustinum gGmbH&lt;br /&gt;
*seit 01/2006 Aufsichtsrat der [[ERGO]]-Versicherungsgruppe AG&lt;br /&gt;
*seit 08/2005 Aufsichtsrat der Volksbank Freiburg eG&lt;br /&gt;
*Kurator und Stellv. Vorsitzender der [[Schwäbisch Hall-Stiftung]] (Stifterin: [[Bausparkasse Schwäbisch Hall]], eine Tochtergesellschaft der [[DZ BANK]])&lt;br /&gt;
*Mitglied des Wissenschaftsrats der [[CDU]]&lt;br /&gt;
*Mitglied des Beirats der Walter-Raymond-Stiftung der [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.econ-referenten.de/redner/prof-dr-bernd-raffelhueschen-finanzwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen Econ Referenten Agentur], Website econ-referenten, abgerufen am 25. 05. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=„Bernd Raffelhüschen“&amp;gt;[http://www.fiwi1.uni-freiburg.de/raffelhueschen/lebenslauf.html Profil bei der Uni Freiburg], fiwi1.uni-freiburg.de, abgerufen am 07.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
===FZG-Institut===&lt;br /&gt;
Sein [[Forschungszentrum Generationenverträge|Forschungszentrum Generationenverträge-Institut]] an der Uni Freiburg wird u.a. vom [[Verband der Privaten Krankenversicherung]] mitfinanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fiwi1.uni-freiburg.de/fzg/verein/foerderer.html Förderer], abgerufen am 25.05.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beratungstätigkeit===&lt;br /&gt;
* Lenkungsausschuß &amp;quot;Kommission Steuergesetzbuch&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
* Europäische Kommission, Generaldirektoriat für Wirtschaft und Finanzen    &lt;br /&gt;
* Sozialministerium Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
* Sozial-, Arbeits- und Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
* Mitglied der damaligen [[Rürup-Kommission]] 2002-2003&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=„Bernd Raffelhüschen“&amp;gt;[http://www.fiwi1.uni-freiburg.de/raffelhueschen/lebenslauf.html Profil bei der Uni Freiburg], fiwi1.uni-freiburg.de, abgerufen am 07.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vortragstätigkeit für Versicherungsunternehmen===&lt;br /&gt;
Raffelhüschen hielt z. B. 2004/2005 Vorträge für den Finanzdienstleiter [[MLP]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.competence-site.de/downloads/19/df/i_file_16251/mlp-forum-raffelhueschen-vortrag.pdf Unterhaltung der etwas anderen Art] abgerufen am 01.07.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mlp-ag.de/#/presse/pressemitteilungen/2006/060210-pm Pressemitteilung vom 10. Februar 2006: MLP gewinnt mit den Professoren Miegel und Sinn weitere renommierte Referenten], Website MLP, abgerufen am 17. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2012 für die Gothaer Versicherung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gothaer.de/de/zg/konzern/presse_/pressemitteilungen/110524_brandanschlaege_12.htm Gothaer startet GoFuture Sales Tour, Presseerklärung vom 16.01.2012]&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitwirkung bei den &amp;quot;Journalistenseminaren&amp;quot; der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft veranstaltet Journalistenseminare mit dem Ziel, &amp;quot;Pressevertreter tiefer in die Materie mitzunehmen und die Verbände wie ihre Vertreter als erste Ansprechpartner zu platzieren&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Geschäftsbericht 2010/2011 der vbw, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Seminar zur Zukunft der Sozialsysteme fand mit Raffelhüschen statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Geschäftsbericht, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bernd_Raffelh%C3%BCschen&amp;diff=41347</id>
		<title>Bernd Raffelhüschen</title>
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		<updated>2017-06-27T13:06:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Verbindungen / Netzwerke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{unvollstaendig}}&lt;br /&gt;
'''Bernd Raffelhüschen''' ''(*7.10.1957 in Niebüll/Nordfriesland)'', Professor für Finanzwissenschaft, setzt sich seit Jahren im Interesse der Versicherungswirtschaft für die private Altersvorsorge ein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In seinen Vorträgen und Veröffentlichungen spricht sich Raffelhüschen als scheinbar unabhängiger Rentenexperte stets für eine Förderung der privaten, kapitalgedeckten Rente zu Lasten der gesetzlichen Rentenversicherung aus.  Seine Mandate bei Finanzdienstleistern, seine Vortragstätigkeit für Versicherungen, seine versicherungsnahen Studien und seine Tätigkeit für die Arbeitgeber-Lobbyorganisation [[INSM]] qualifizieren ihn jedoch eher als einen Interessenwahrer (Lobbyisten) der Finanzwirtschaft als einen unabhängigen Wissensvermittler. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raffelhüschen tritt auch für einen Abbau der gesetzliche Pflegeversicherung ein. So etwa in der Studie &amp;quot;Soziale Pflegeversicherung heute und morgen&amp;quot;, die er für das von der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] finanzierte [[Deutsches Institut für Altersvorsorge|Deutsche Institut für Altersvorsorge]] (DIA) erstellt hat. Er schlägt im Pflegefall eine einjährige Karenzzeit vor, in der die Pflegebedürftigen ihre Pflegekosten allein tragen sollen - oder mit Hilfe einer privaten Zusatzversicherung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/raffelhueschen-befuerchtet-pflegekollaps-mit-ansage/4125288.html Raffelhüschen befürchtet Pflegekollaps mit Ansage] Der Tagesspiegel vom 03.05.2011, abgerufen am 01.07.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
*Direktor des [[Forschungszentrum Generationenverträge]] (FZG) an der Uni Freiburg&lt;br /&gt;
*seit 1995 Professur VWL, insb. Finanzwissenschaft, Uni Freiburg&lt;br /&gt;
*1994 Habilitation, venia legendi für Volkswirtschaftslehre, Uni Kiel&lt;br /&gt;
*1989 Doktorat in Finanzwissenschaft, Geldtheorie und Sozialpolitik, Uni Kiel &lt;br /&gt;
*1983 Diplom-Volkswirt, FU Berlin&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=„Bernd Raffelhüschen“&amp;gt;[http://www.fiwi1.uni-freiburg.de/raffelhueschen/lebenslauf.html Profil bei der Uni Freiburg], fiwi1.uni-freiburg.de, abgerufen am 07.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Botschafter&amp;quot; der [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.insm-oekonomenblog.de/author/berndraffelhueschen/ INSM - Bernd Raffelhüschen] INSM Webseite, abgerufen am 27.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Vorstandsmitglied der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
*(bis 7/2015) Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2015/karen-horn-verlaesst-die-hayek-gesellschaft/ Karen Horn verläßt Hayek-Gesellschaft, Junge Freiheit, 14. Juli 2015], Webseite abgerufen am 19. 07. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der [[Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen]] (SRzG)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.generationengerechtigkeit.de/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=12&amp;amp;Itemid=30#raffelhueschen Wissenschaftlicher Beirat] abgerufen am 25.05.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*seit 11/2007 Aufsichtsrat der Augustinum gGmbH&lt;br /&gt;
*seit 01/2006 Aufsichtsrat der [[ERGO]]-Versicherungsgruppe AG&lt;br /&gt;
*seit 08/2005 Aufsichtsrat der Volksbank Freiburg eG&lt;br /&gt;
*Kurator und Stellv. Vorsitzender der [[Schwäbisch Hall-Stiftung]] (Stifterin: [[Bausparkasse Schwäbisch Hall]], eine Tochtergesellschaft der [[DZ BANK]])&lt;br /&gt;
*Mitglied des Wissenschaftsrats der [[CDU]]&lt;br /&gt;
*Mitglied des Beirats der Walter-Raymond-Stiftung der [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.econ-referenten.de/redner/prof-dr-bernd-raffelhueschen-finanzwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen Econ Referenten Agentur], Website econ-referenten, abgerufen am 25. 05. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=„Bernd Raffelhüschen“&amp;gt;[http://www.fiwi1.uni-freiburg.de/raffelhueschen/lebenslauf.html Profil bei der Uni Freiburg], fiwi1.uni-freiburg.de, abgerufen am 07.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
===FZG-Institut===&lt;br /&gt;
Sein [[Forschungszentrum Generationenverträge|Forschungszentrum Generationenverträge-Institut]] an der Uni Freiburg wird u.a. von Versicherungsgesellschaften ([[Verband der Privaten Krankenversicherung]], HDI-Gerling Pensionsmanagement AG, Union Asset Management Holding AG) sowie der Arbeitgeberlobby [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]] mitfinanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fiwi1.uni-freiburg.de/fzg/verein/foerderer.html Förderer], abgerufen am 25.05.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beratungstätigkeit===&lt;br /&gt;
* Lenkungsausschuß &amp;quot;Kommission Steuergesetzbuch&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
* Europäische Kommission, Generaldirektoriat für Wirtschaft und Finanzen    &lt;br /&gt;
* Sozialministerium Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
* Sozial-, Arbeits- und Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
* Mitglied der damaligen [[Rürup-Kommission]] 2002-2003&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=„Bernd Raffelhüschen“&amp;gt;[http://www.fiwi1.uni-freiburg.de/raffelhueschen/lebenslauf.html Profil bei der Uni Freiburg], fiwi1.uni-freiburg.de, abgerufen am 07.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vortragstätigkeit für Versicherungsunternehmen===&lt;br /&gt;
Raffelhüschen hielt z. B. 2004/2005 Vorträge für den Finanzdienstleiter [[MLP]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.competence-site.de/downloads/19/df/i_file_16251/mlp-forum-raffelhueschen-vortrag.pdf Unterhaltung der etwas anderen Art] abgerufen am 01.07.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mlp-ag.de/#/presse/pressemitteilungen/2006/060210-pm Pressemitteilung vom 10. Februar 2006: MLP gewinnt mit den Professoren Miegel und Sinn weitere renommierte Referenten], Website MLP, abgerufen am 17. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2012 für die Gothaer Versicherung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gothaer.de/de/zg/konzern/presse_/pressemitteilungen/110524_brandanschlaege_12.htm Gothaer startet GoFuture Sales Tour, Presseerklärung vom 16.01.2012]&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitwirkung bei den &amp;quot;Journalistenseminaren&amp;quot; der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft veranstaltet Journalistenseminare mit dem Ziel, &amp;quot;Pressevertreter tiefer in die Materie mitzunehmen und die Verbände wie ihre Vertreter als erste Ansprechpartner zu platzieren&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Geschäftsbericht 2010/2011 der vbw, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Seminar zur Zukunft der Sozialsysteme fand mit Raffelhüschen statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Geschäftsbericht, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
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	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bernd_Raffelh%C3%BCschen&amp;diff=41346</id>
		<title>Bernd Raffelhüschen</title>
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		<updated>2017-06-27T12:57:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Verbindungen / Netzwerke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{unvollstaendig}}&lt;br /&gt;
'''Bernd Raffelhüschen''' ''(*7.10.1957 in Niebüll/Nordfriesland)'', Professor für Finanzwissenschaft, setzt sich seit Jahren im Interesse der Versicherungswirtschaft für die private Altersvorsorge ein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In seinen Vorträgen und Veröffentlichungen spricht sich Raffelhüschen als scheinbar unabhängiger Rentenexperte stets für eine Förderung der privaten, kapitalgedeckten Rente zu Lasten der gesetzlichen Rentenversicherung aus.  Seine Mandate bei Finanzdienstleistern, seine Vortragstätigkeit für Versicherungen, seine versicherungsnahen Studien und seine Tätigkeit für die Arbeitgeber-Lobbyorganisation [[INSM]] qualifizieren ihn jedoch eher als einen Interessenwahrer (Lobbyisten) der Finanzwirtschaft als einen unabhängigen Wissensvermittler. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raffelhüschen tritt auch für einen Abbau der gesetzliche Pflegeversicherung ein. So etwa in der Studie &amp;quot;Soziale Pflegeversicherung heute und morgen&amp;quot;, die er für das von der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] finanzierte [[Deutsches Institut für Altersvorsorge|Deutsche Institut für Altersvorsorge]] (DIA) erstellt hat. Er schlägt im Pflegefall eine einjährige Karenzzeit vor, in der die Pflegebedürftigen ihre Pflegekosten allein tragen sollen - oder mit Hilfe einer privaten Zusatzversicherung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/raffelhueschen-befuerchtet-pflegekollaps-mit-ansage/4125288.html Raffelhüschen befürchtet Pflegekollaps mit Ansage] Der Tagesspiegel vom 03.05.2011, abgerufen am 01.07.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
*Direktor des [[Forschungszentrum Generationenverträge]] (FZG) an der Uni Freiburg&lt;br /&gt;
*seit 1995 Professur VWL, insb. Finanzwissenschaft, Uni Freiburg&lt;br /&gt;
*1994 Habilitation, venia legendi für Volkswirtschaftslehre, Uni Kiel&lt;br /&gt;
*1989 Doktorat in Finanzwissenschaft, Geldtheorie und Sozialpolitik, Uni Kiel &lt;br /&gt;
*1983 Diplom-Volkswirt, FU Berlin&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=„Bernd Raffelhüschen“&amp;gt;[http://www.fiwi1.uni-freiburg.de/raffelhueschen/lebenslauf.html Profil bei der Uni Freiburg], fiwi1.uni-freiburg.de, abgerufen am 07.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen / Netzwerke==&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Botschafter&amp;quot; der [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
*Vorstandsmitglied der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
*(bis 7/2015) Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2015/karen-horn-verlaesst-die-hayek-gesellschaft/ Karen Horn verläßt Hayek-Gesellschaft, Junge Freiheit, 14. Juli 2015], Webseite abgerufen am 19. 07. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der [[Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen]] (SRzG)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.generationengerechtigkeit.de/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=12&amp;amp;Itemid=30#raffelhueschen Wissenschaftlicher Beirat] abgerufen am 25.05.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*seit 11/2007 Aufsichtsrat der Augustinum gGmbH&lt;br /&gt;
*seit 01/2006 Aufsichtsrat der [[ERGO]]-Versicherungsgruppe AG&lt;br /&gt;
*seit 08/2005 Aufsichtsrat der Volksbank Freiburg eG&lt;br /&gt;
*Kurator und Stellv. Vorsitzender der [[Schwäbisch Hall-Stiftung]] (Stifterin: [[Bausparkasse Schwäbisch Hall]], eine Tochtergesellschaft der [[DZ BANK]])&lt;br /&gt;
*Mitglied des Wissenschaftsrats der [[CDU]]&lt;br /&gt;
*Mitglied des Beirats der Walter-Raymond-Stiftung der [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.econ-referenten.de/redner/prof-dr-bernd-raffelhueschen-finanzwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen Econ Referenten Agentur], Website econ-referenten, abgerufen am 25. 05. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=„Bernd Raffelhüschen“&amp;gt;[http://www.fiwi1.uni-freiburg.de/raffelhueschen/lebenslauf.html Profil bei der Uni Freiburg], fiwi1.uni-freiburg.de, abgerufen am 07.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
===FZG-Institut===&lt;br /&gt;
Sein [[Forschungszentrum Generationenverträge|Forschungszentrum Generationenverträge-Institut]] an der Uni Freiburg wird u.a. von Versicherungsgesellschaften ([[Verband der Privaten Krankenversicherung]], HDI-Gerling Pensionsmanagement AG, Union Asset Management Holding AG) sowie der Arbeitgeberlobby [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]] mitfinanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fiwi1.uni-freiburg.de/fzg/verein/foerderer.html Förderer], abgerufen am 25.05.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beratungstätigkeit===&lt;br /&gt;
* Lenkungsausschuß &amp;quot;Kommission Steuergesetzbuch&amp;quot; der [[Stiftung Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
* Europäische Kommission, Generaldirektoriat für Wirtschaft und Finanzen    &lt;br /&gt;
* Sozialministerium Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
* Sozial-, Arbeits- und Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
* Mitglied der damaligen [[Rürup-Kommission]] 2002-2003&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=„Bernd Raffelhüschen“&amp;gt;[http://www.fiwi1.uni-freiburg.de/raffelhueschen/lebenslauf.html Profil bei der Uni Freiburg], fiwi1.uni-freiburg.de, abgerufen am 07.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vortragstätigkeit für Versicherungsunternehmen===&lt;br /&gt;
Raffelhüschen hielt z. B. 2004/2005 Vorträge für den Finanzdienstleiter [[MLP]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.competence-site.de/downloads/19/df/i_file_16251/mlp-forum-raffelhueschen-vortrag.pdf Unterhaltung der etwas anderen Art] abgerufen am 01.07.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mlp-ag.de/#/presse/pressemitteilungen/2006/060210-pm Pressemitteilung vom 10. Februar 2006: MLP gewinnt mit den Professoren Miegel und Sinn weitere renommierte Referenten], Website MLP, abgerufen am 17. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2012 für die Gothaer Versicherung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gothaer.de/de/zg/konzern/presse_/pressemitteilungen/110524_brandanschlaege_12.htm Gothaer startet GoFuture Sales Tour, Presseerklärung vom 16.01.2012]&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mitwirkung bei den &amp;quot;Journalistenseminaren&amp;quot; der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft veranstaltet Journalistenseminare mit dem Ziel, &amp;quot;Pressevertreter tiefer in die Materie mitzunehmen und die Verbände wie ihre Vertreter als erste Ansprechpartner zu platzieren&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Geschäftsbericht 2010/2011 der vbw, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Seminar zur Zukunft der Sozialsysteme fand mit Raffelhüschen statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Geschäftsbericht, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Toll_Collect&amp;diff=41329</id>
		<title>Toll Collect</title>
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		<updated>2017-06-21T15:03:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Kosten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Toll Collect GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Mautsysteme&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Linkstraße 4; 10785 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.toll-collect.de/de/ toll-collect.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Toll Collect''' GmbH mit Sitz in Berlin betreibt ein satellitengestütztes Mautsystem für Lastkraftwagen. Gesellschafter sind die [[Deutsche Telekom]] (45 %), die Daimler Financial Services AG (45 %) und die französische Cofiroute (10 %).  Der einmal verlängerte Betreibervertrag läuft am 31. August 2018 aus. Bis zu diesem Zeitpunkt soll die Maut auf alle Bundesstraßen erweitert werden. Der Bund wird den Betrieb des Mautsystems dann erneut ausschreiben. Ende 2016 wurde bekannt, dass die Projektmanagementgesellschaft Deges, die Verkehrsinfrastruktur-Finanzierungsgesellschaft und Toll Collect in einer neuen Autobahngesellschaft aufgehen oder einbezogen werden sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/wirtschaft/article159830491/Warum-uns-jetzt-das-Jahrzehnt-der-Staus-erwartet.html Verkehrsreform: Warum uns jetzt das Jahrzehnt der Staus erwartet], Die Welt, 29. November 2016, zuletzt aufgerufen am 1.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toll Collect ist ein Paradebeispiel für die Probleme, die sich aus der Gründung einer [[Public Private Partnership]] (PPP) ergeben können: Intransparenz, hohe Kosten und lange Dauer von Verfahren bei den Schiedsgerichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 erhielt die Toll Collect den Negativpreis BigBrotherAward von dem Verein Digitalcourage. Laut Digitalcourage e.V. bekam das Unternehmen den Preis wegen der Sammlung und Auswertung von Bewegungsdaten im Bereich Verkehr.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bigbrotherawards.de/2002 bigbrotherawards.de]Preisträger 2002, abgerufen am 09.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Toll Collect:&amp;quot;Public Private Partnership mit Schiedsgerichtsverfahren ==&lt;br /&gt;
Toll Collect hat ein satellitengestütztes Mautsystem für Lastkraftwagen auf der Basis eines [[Public Private Partnership]]-Vertrags etabliert. Das Gemeinschaftsunternehmen erhielt 2002 den Zuschlag. Sowohl die Ausschreibungsunterlagen als auch der Vertrag unterlagen der Geheimhaltung und waren nicht einmal für Bundestagsabgeordnete einsehbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;freitag&amp;quot;&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/big-business-crime/eine-unendlche-geschichte Eine unendliche Geschichte], freitag.de 30.11.2015, abgerufen am 16.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst 2009 wurden wesentliche Bestandteile der Verträge über Wikileaks veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wikileaks.org/wiki/Toll_Collect_Vertraege,_2002 Toll Collect Vertraege, 2002], wikileaks.org 26.11.2009, abgerufen am 17.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einführung der Maut war mit hohen Beratungs- und Verwaltungskosten verbunden. Der verspätete Start des Mautsystems führte zu einer Schadenersatzklage des Bundes. Über die 2005 eingereichte Klage vor einem Schiedsgericht, das nicht-öffentlich tagt, ist immer noch nicht entschieden. Die Kosten für das Schiedsgerichtsverfahrens steigen immer weiter und ein Ende des Verfahrens ist nicht in Sicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schadenersatzanprüche über das Schiedsgerichtsverfahren ==&lt;br /&gt;
Das Mautsystem ist erst mit 16 monatiger Verspätung - und dann zunächst mit eingeschränkter Funktionalität in Betrieb genommen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Entscheidung/DE/Entscheidungen/Vergaberecht/2016/VK2-137-15.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 Beschluss der 2. Vergabekammer des Bundeskartellamtes vom 18. Februar 2016], bundeskartellamt.de, abgerufen am 15.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin verklagte die Bundesregierung im Juli 2005 Toll Collect wegen nicht beglichener Schadenersatzforderungen in Höhe von 7 Mrd. Euro vor einem privaten Schiedsgericht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;freitag&amp;quot;/&amp;gt; Der reine Schadenersatz wurde vom Gericht mit 3,6 Mrd. Euro beziffert, zuzüglich einer Konventionalstrafe von 1,6 Mrd. Euro sowie einer Verzinsung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;freitag&amp;quot;/&amp;gt; Toll Collect erhob eine Gegenklage wegen einbehaltener Vergütungen, die sich auf etwa eine Mrd. Euro beläuft. Das Schiedsgericht, das im Schnitt nur alle zwei Jahre zusammentrat, sah sich mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/toll-collect-null-fortschritt-1.2530728 Kein Fortschritt in Sicht], sueddeutsche.de 21.06.2015, abgerufen am 17.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;  So schied ein Richter aus gesundheitlichen Gründen aus, ein neuer musste vom Verwaltungsgericht bestimmt werden, weil sich die Parteien nicht einigen konnten. Auch über die Bestellung von Gutachtern wird gestritten - mit dem Ergebnis, dass auch schon einmal drei Gutachter mit dem gleichen Auftrag betraut wurden, weil sich die Kontrahenten nicht einigen konnten. Zuletzt stritten sich die Parteien hinter verschlossenen Türen darum, ob überhaupt ein „Fehler“ im Mautsystem vorliegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/lkw-maut-kosten-fuer-schiedsverfahren-explodieren-a-1087972.html Schiedsverfahren: Kosten für Dauerstreit um LKW-Maut explodieren], spiegel.de 19.04.2016, abgerufen am 16.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Zeit sollen Wirtschaftsprüfer im Auftrag des Gerichts klären, ob Toll Collect Leistungen abrechnet, die vom Betreibervertrag nicht abgedeckt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;/&amp;gt; Ein Ende des Verfahrens ist noch nicht in Sicht. Bis Anfang 2016 hat der Bund 168 Mio. Euro für das Verfahren ausgegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kosten ==&lt;br /&gt;
'''Beratungskosten:''' Eine Berater-Gruppe LKW-Maut, zu der auch [[PricewaterhouseCoopers]] (PwC) gehörte, hat  von 1999 bis 2004 insgesamt 15,6 Mio. Euro Honorar erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;magazin&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-280210.html Verdacht der Klüngelwirtschaft], manager-magazin.de von 02.01.2004, abgerufen am 18.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verwaltungskosten:''' 2003 wurde die Verkehrsinfrastruktur-Finanzierungsgesellschaft (VIFG) gegründet, die eigentlich die erwarteten Maut-Einnahmen verwalten sollte. Deren Verwaltungskosten beliefen sich 2003 auf 500 Tsd. Euro, für 2004 waren 1,3 Mio. Euro geplant.&amp;lt;ref name=&amp;quot;magazin&amp;quot;/&amp;gt; Die beiden Geschäftsführer Torsten Böger, zuvor tätig bei [[PricewaterhouseCoopers]] (Pwc), und Karlheinz Schmid, zuvor beim Haushaltsreferat des Verkehrsministeriums tätig, erhielten je 150 Tsd. Euro Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kosten der Klage vor dem Schiedsgericht:''' Bis 2012 hat die Bundesregierung im Zusammenhang mit der Klage gegen Toll Collect 97 Mio. Euro Honorare an Beraterfirmen gezahlt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;freitag&amp;quot;/&amp;gt; Nach Spiegel-Informationen hat der Bund bis Anfang 2016 insgesamt 168 Mio. Euro für das Schiedsgerichtsverfahren ausgegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ermittlungen wegen Betrugverdachts ===&lt;br /&gt;
Am 10. Mai 2017 fand in der Hauptzentrale von Toll Collect eine Razzia statt. Der Grund dafür sind Ermittlungen bezüglich einer Strafanzeige gegen zwei Manager und einen ehemaligen Mitarbeiter der Firma. So sollen bei der Ausweitung der Maut auf vierspurige Bundesstraßen absichtlich zu hohe Betriebskosten geltend gemacht worden sein. &lt;br /&gt;
Interne Dokumente ergeben, dass die jährlichen Zusatzkosten für die Erhebung der Maut auf den großen Bundesstraßen auf fünf Millionen Euro beziffert wurden, obwohl man wusste, dass diese bei lediglich zwei Millionen Euro liegen. Seit 2012 gilt die Maut auf den betroffenen 1100 Kilometern Bundesstraße, jährlich rechnete Toll Collect also drei Millionen Euro zu viel ab, alles zu Lasten der Steuerzahler. Auch in anderen Bereichen soll die Firma zu eigenem Nutzen Dinge abgerechnet haben, die mit dem Verkehrsministerium nicht vereinbart waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[Das Geld liegt auf der Straße] Spiegel Ausgabe 20/2017 vom 13. Mai 2017, abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronologie ==&lt;br /&gt;
* 09/2018: Der Bund wird die Gesellschaftsanteile von Toll Collect an sich ziehen und dann als Inhaber aller Rechte den Betrieb des Mautsystems EU-weit neu ausschreiben. Berater im technischen Bereich: Schweizer Planungs- und Beratungsgruppe Rapp, im rechtlichen Bereich: [[PricewaterhouseCoopers]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.eurotransport.de/news/zwei-milliarden-euro-zusatzeinnahmen-dobrindt-bereitet-maut-auf-bundesstrassen-vor-7486180.html Dobrindt bereitet Maut auf Bundesstraßen vor], eurotransport.de 26.04.2016, abgerufen am 17.07.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 05/2016: Übersendung des [https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2016/0201-0300/281-16.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=1 Entwurfs eines Vierten Gesetz zur Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes] an den Bundesrat. Die Gesetzesänderung regelt die Einführung der LKW-Maut auf allen Bundesstraßen. Mit der technischen Vorbereitung und Durchführung der Mautausweitung wird der Bund in einem freihändigen Verfahren Toll Collect beauftragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 12/2014: Der Betreibervertrag wird über den 31. August 2015 hinaus um drei weitere Jahre verlängert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 06/2011: Neue Rechtsgrundlage für die LKW-Maut: [http://www.gesetze-im-internet.de/bfstrmg/index.html Gesetz über die Erhebung von streckenbezogenen Gebühren für die Benutzung von Bundesautobahnen und Bundesstraßen - Bundesfernstraßenmautgesetz] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 07/2005: Klage vor dem Schiedsgericht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 01/2005: Toll Collect nimmt Tätigkeit auf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 02/2004: Einigung mit den Anteilseignern von Toll Collect&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 02/2004: Kündigung des Betreibervertrags nach gescheiterten Verhandlungen zwischen dem Verkehrsministerium und Toll Collect&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 08/2003: Scheitern der Mauteinführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 09/2002: Unterzeichnung des Betreibervertrags mit vorgesehenem Starttermin 31.08. 2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 06/2002: Toll Collect erhält den Zuschlag für die Errichtung und den Betrieb des Mautsystems &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 04/2002: Inkrafttreten des [http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D'bgbl102s1234.pdf'%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl102s1234.pdf%27%5D__1468522677568  Gesetzes zur Einführung von streckenbezogenen Gebühren für die Benutzung von Bundesautobahnen mit schweren Nutzfahrzeugen] (Rechtsgrundlage für die LKW-Maut bis 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* [[Public Private Partnership]]&lt;br /&gt;
* [https://www.freitag.de/autoren/big-business-crime/eine-unendlche-geschichte Eine unendliche Geschichte], Der Freitag vom 30.11.2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Public_Private_Partnership&amp;diff=41327</id>
		<title>Public Private Partnership</title>
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		<updated>2017-06-21T12:29:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Praxisbeispiele von ÖPP */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Public-Private Partnership (PPP)''', eingedeutscht auch '''öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP)''' genannt, bezeichnen Modelle der Einbeziehung privater Wirtschaftssubjekte bei der Erledigung öffentlicher Aufgaben. Eine einheitliche, allgemein akzeptierte Definition von PPP existiert zur Zeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ökonom Holger Mühlenkamp vermutet in dieser begrifflichen Unschärfe einen Grund für die weit verbreitete Verwendung des Begriffes, denn diese ermöglicht vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Zudem vermittle der Begriff eine positive Botschaft. &amp;quot;Gemeinsames Interesse und kooperative Umgangsformen zwischen öffentlichen und privaten Partnern zum Vorteil aller&amp;quot;. Hauptsächlich wird in der offiziellen Argumentation für PPP die Intention angeführt, dass PPP zu einer effizienteren Erfüllung öffentlicher Aufgaben führen soll, womit Steuerzahler und die öffentliche Hand entlastet würden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mühlenkamp2&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bvoed.de/assets/files/downloads/schriftenreihe_inhaltsverzeichnis/Heft_54.pdf Holger Mühlenkamp, Public Private Partnership aus der Sicht der Transaktionskostenökonomik und der Neuen Politischen Ökonomie], in: Schriftenreihe der Gesellschaft für öffentliche Wirtschaft Herft 54, Baden-Baden 2006, S. 29-50&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidungen ==&lt;br /&gt;
=== Die drei grundlegenden Typen ===&lt;br /&gt;
* Private können an einzelnen Stellen eines mehrstufigen oder mehrteiligen Produktions- und Absatzprozesses öffentlicher Leistungen eingesetzt werden&lt;br /&gt;
* Öffentliche Aufgaben werden vollständig, d.h. über alle Produktionsstufen bzw. -prozesse, in die Hände von privaten gegeben&lt;br /&gt;
* Öffentliche Hand und Private arbeiten auf einzelnen oder allen Produktions- bzw. Prozessstufen zusammen&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;mühlenkamp2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Praxisbeispiele von ÖPP ==&lt;br /&gt;
=== 2007-2013 Arvato in Würzburg ===&lt;br /&gt;
Die [[Bertelsmann SE|Bertelsmann]]-Tochter '''Arvato direct services GmbH''' und die Stadt Würzburg haben im Mai 2007 das Projekt »Würzburg integriert!« vereinbart. Arvato sollte eine zentrale eGovernment-Plattform entwickeln, über die alle Verwaltungsakte mit den Bürgern digital getätigt werden: Kfz- und Einwohneranmeldung, Parkscheine, Geburts- und Ehedokumente, Hundesteuer, Fundbüro, Führerscheinfragen, Registrierung neuer Unternehmen. Damit sollten die amtlichen Vorgänge effizienter werden. Ziel war die Einsparung von 75 Arbeitsplätzen innerhalb von 10 Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Arvato finanzierte das Projekt vor und sollte nur ergebnisabhängig bezahlt werden. Schon 2008 stockte das Ganze, 2010 war es praktisch beendet. Absehbare Probleme des Projekt waren: Nicht alle Bürger haben einen Internetanschluß. Sicherheitslücken beim Zugang und innerhalb der Verwaltung. Außerdem hatten die städtischen Beschäftigten keine Lust, beim Abbau ihrer Arbeitsplätze selbst mitzuwirken.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Arvato kündigte und forderte 4,58 Millionen Euro Schadenersatz. Es folgte das bei ÖPP-Projekten übliche Verfahren: Wie im geheimen Vertragstext vereinbart, dürfen die Vertragspartner bei Streitigkeiten zunächst nicht vor ein öffentliches Gericht gehen, sondern bilden ein privates Schiedsgericht, das ebenfalls geheim tagt. Hier einigte man sich auf einen Berliner Rechtsanwalt als privaten Schlichter. Schließlich kam Ende September 2013 der außergerichtliche Vergleich zustande. Ergebnis: Die Kommune verzichtete auf ihre Forderungen und zahlt an Arvato 535500 Euro. Damit wird das Projekt  endgültig beendet. &amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2013/10-17/023.php Flop mit Signalwirkung] junge welt vom 17.10.2013, abgerufen am 22.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2007-2016 Elbphilharmonie ===&lt;br /&gt;
Im Juli 2005 wurden die Kosten für den Bau der Hamburger Elbphilharmonie erstmals vorgestellt, die ÖPP aus der Stadt Hamburg und dem Baukonzern Hochtief sah eine Beteiligung von 77 Millionen Euro durch die öffentliche Hand vor. Ende 2016 war das Gebäude dann fertiggestellt und für Besucher freigegeben, 7 Jahre später als gedacht und geplagt von etlichen Skandalen rund um die Zusammenarbeit zwischen Hochtief, der Stadt und den beiden Architekten. Die Kosten stiegen bis dahin auf 789 Millionen Euro an - für die öffentliche Hand. Mit Gesamtkosten von 866 Millionen Euro ist die Elbhilharmnoie das zwölfteuerste Gebäude der Welt, vor allem zulasten der Steuerzahler.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien/die-elbphilharmonie-ist-fertig-eine-kurze-chronik-der-hamburger-bau-blamage-14503823.html Schön, teuer, fertig] FAZ vom 4. November 2016, abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Beispiele===&lt;br /&gt;
* [[Infrastrukturgesellschaft Verkehr]] (in Planung)&lt;br /&gt;
* Ausbau der Autobahn A7 zwischen Hannover und Kassel&lt;br /&gt;
* LkW-Autobahnmautsystems [[Toll Collect]]&lt;br /&gt;
* Justizvollzugsanstalt JVA Hünfeld &lt;br /&gt;
* Universitätsklinikum Gießen und Marburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergebnisse der Rechnungshöfe ==&lt;br /&gt;
Die Rechnungshöfe des Bundes und der Länder veröffentlichten im September 2011 ein  gemeinsamen Bericht zu öffentlich-private Partnerschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.brandenburg.de/landesrechnungshof/dokumente/upload/Erfahrungsbericht%20OEPP%202011.pdf Gemeinsamer Erfahrungsbericht zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP-Projekten] abgerufen am 02.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Darin stellten sie fest, dass die dort untersuchten Projekte im Gesamtwert von 3,2 Mrd. Euro sich als eher nachteilig für die öffentlichen Auftraggeber erwiesen. Der Bericht enthält die Forderung, dass die öffentliche Hand Vorhaben, die sie sich aus eigenen Mitteln nicht leisten kann, auch nicht alternativ im Rahmen einer &lt;br /&gt;
ÖPP finanzieren darf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hamburg.de/contentblob/3212796/data/erfahrungsbericht-2011-oepp-pressemitteilung.pdf PM des Rechnungshof Hamburg vom 22.11.2011] abgerufen am 03.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2014 kam der Bundesrechnungshof zum Ergebnis, dass privat gebaute Autobahnen erheblich teurer seien, als eine öffentliche Finanzierung. Die Rechnungsprüfer haben die, bis dahin, sechs im Rahmen der ÖPP realisierten Projekte untersucht. Infolgedessen habe sich bei allein fünf Projekten gezeigt, dass diese um „1,9 Milliarden Euro teurer sind, als eine konventionelle Realisierung“ aus öffentlichen Geldern. Beispielsweise sei das ÖPP-Projekt zum Ausbau der A1 um 28 Prozent teuerer als vorab einkalkuliert. Laut Berechnungen im Vorfeld, hätte der Ausbau ganze 40 Prozent günstiger sein müssen, als die öffentliche Variante. Ein Grund für diese Kostenexplosion seien die Finanzierungskosten, welche für Unternehmen -mit Blick auf die höheren Zinsen- deutlich teuerer seien, als für den Bund.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rechnungspruefer-privater-autobahnbau-lohnt-sich-nicht/10030782.html Privater Autobahnbau lohnt sich nicht], handelsblatt.de vom 12.06.2014, abgerufen am 18.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== PPP-Akteure ==&lt;br /&gt;
Ein großes Eigeninteresse an der Anbahnung von PPP-Projekten haben naturgemäß Unternehmensprüfer, Beraterfirmen und Anwaltskanzleien, da diese mit dem Abfassen von umfangreichen Vertragswerken viel Geld verdienen. PPP-Vertragswerke zeichnen sich i.d.R. dadurch aus, dass sie äußerst kompliziert und seitenstark sind und in ihren weitreichenden Konsequenzen von verantwortlichen Politikern wenn überhaupt nur mit erheblichen Aufwand überblickt werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unternehmensprüfer: [[Freshfields]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*PPP-Anbahnungsinstanzen: [[ÖPP Deutschland AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Interessenverbände: [[Bundesverband Public Private Partnership]] (BPPP)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2014 hat Bundeswirtschaftsminister [[Sigmar Gabriel]] eine [[Expertenkommission zur Stärkung von Investitionen in Deutschland]], zum Beispiel Verkehrswege oder kommunale Infrastruktureinrichtungen, eingesetzt. Augenscheinlich ist diese Kommission mit einer Mehrheit an Profiteuren an ÖPP besetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politiker als Verfechter von PPP ===&lt;br /&gt;
[[Roland Koch]]: Der ehemalige hessische Ministerpräsident gilt als einer der stärksten Verfechter der Public Private Partnerships. Unter seiner Präsidentschaft entwickelte sich Hessen zu dem PPP-freundlichsten Bundesland überhaupt. Vor allem Kochs späterer Arbeitgeber, der zweitgrößte deutsche Baukonzern Bilfinger Berger, profitierte von seinen Bemühungen, PPP zu etablieren. Ein ehemaliger Bilfinger-Manager gab zwar an, Koch sei an Auftragsvergaben nie unmittelbar beteiligt gewesen, dennoch erhielt der Konzern zwischen 2002 und 2010 den Auftrag für 3 von insgesamt 16 ausgeschriebenen Vorhaben, darunter das bislang viertgrößte in Deutschland, das Justizzentrum in Wiesbaden für 128 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/bauindustrie-wem-nuetzt-roland-koch-an-der-spitze-von-bilfinger-berger/5695550.html Wem nützt Roland Koch an der Spitze von Bilfinger Berger?] Wirtschaftswoche vom 09. November 2010, abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2011 bis 2014 war Koch anschließend Vorstandsvorsitzender von Bilfinger-Berger, verließ den Konzern nach starken Gewinneinbrüchen seit Beginn seiner Beschäftigung einvernehmlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/roland-koch-verlaesst-bilfinger-spektakulaer-gescheitert-13081623.html  Spektakulär gescheitert] FAZ vom 04. August 2014, abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Peer Steinbrück]]: Der frühere SPD-Spitzenpolitiker und Kanzlerkandidat half dabei, in Nordrhein-Westfalen PPP salonfähig zu machen. 2010 ließ er sich ein Interview zu PPP mit 7.000 Euro von Bilfinger Berger honorieren, die das Gespräch verschriftlichten und im eigenen Geschäftsbericht abdrucken ließen. Doch das ist kein Einzelfall: Steinbrück ließ sich zwischen 2010 und 2012 für insgesamt fast 100.000 Euro auch von weiteren Unternehmen der Branche buchen, darunter die Beraterfirmen [[Freshfields Bruckhaus Deringer]], Ernst &amp;amp; Young und [[PricewaterhouseCoopers]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5076252/ Der Autobahn-Klau] Taz.de vom 05. Januar 2013, abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es gebe eine ganze Reihe &amp;quot;vorzeigbarer Projekte, mit denen sich nachweisen lässt, dass ÖPP eine Alternative ist, die durchaus stärker genutzt werden sollte&amp;quot;, so Steinbrück in einem der Interviews.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/print/wams/article124667018/Der-verkaufte-Staat.html  Der verkaufte Staat] Welt.de vom 09. Februar 2014, abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verbriefung langfristiger PPP-Verträge'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werner Rügemer kritisiert, dass Banken langfristige PPP-Verträge verbriefen können. Mit den verbrieften PPP-Mieten können die Banken handelbare (spekulative) Wertpapiere machen. Damit käme eine aufgeblähter Finanzkreislauf in Gang:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Bank I, die dem PPP-Investor den Kredit gegeben hat, verkauft die Mietforderungen an die Bank II, die dafür einen Kredit bei der Bank III aufnimmt; die Bank IV kann den verbrieften Kredit von der Bank II kaufen, indem sie bei der Bank V einen Kredit aufnimmt und so weiter - so dreht sich das riskante Karussell der privaten Geldschöpfung&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;rügemer1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2012/02-01/021.php  Die neue Reichtumsmaschine - 01.02.2012] jungewelt.de, letzter Zugriff am 06.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geheimhaltung der Verträge'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder in der Kritik steht auch die Tatsache, dass alle Verträge von PPP-Projekten unter Geheimhaltung stehen. Zur Begründung dafür wird immer wieder das Geschäfts- und Betriebsgeheimnis der beteiligten Unternehmen angeführt. Die Geheimhaltung sei ein maßgebliche Voraussetzung, damit die privaten Unternehmen ihre Gewinninteressen gegenüber der öffentlichen Hand durchsetzen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;attac1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.ppp-irrweg.de/ag-privatisierung/geheimhaltung-schwerpunkt-der-kampagne/?L=2 Geheimhaltung – der Nährboden für PPP] ppp-irrweg.de, letzter Zugriff am 06.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mehr über Public-Private Partnership ==&lt;br /&gt;
* [http://www.attac-netzwerk.de/ag-privatisierung/startseite/ Website PPP-Irrweg (attac)]&lt;br /&gt;
* [http://www.jungewelt.de/2010/01-30/028.php?sstr=Public|Private|Partnership ''Public Private Partnership: Die Plünderung des Staates''], Werner Rügemer in: junge Welt, 31. Januar 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bau- und Immobilienlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41326</id>
		<title>PD – Berater der öffentlichen Hand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41326"/>
		<updated>2017-06-21T11:55:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  Partnerschaft Deutschland - Berater der öffentlichen Hand GmbH &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ÖPP Deutschland-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Gesellschaft mit beschränkter Haftung&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Friedrichstr. 149&lt;br /&gt;
10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.partnerschaften-deutschland.de www.partnerschaften-deutschland.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Partnerschaft Deutschland - Berater der öffentlichen Hand GmbH''' (ehemals '''ÖPP Deutschland AG''') ist eine Agentur, die Städte, Kommunen, Länder und den Bund zu Privatisierungen gemeinschaftlichen Eigentums, der sogenannten &amp;quot;Öffentlich-privaten Partnerschaften&amp;quot; (ÖPP); auch [[Public Private Partnership|Public Private Partnerships (PPP)]] genannt, berät. Seit Dezember 2016 ist der Bund zu 100% alleiniger Gesellschafter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beratungsagentur wurde auf Initiative der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) gegründet, einer Lobbyorganisation der Finanzbranche. Das Ziel war, die PD als eine Art verlässlichen PPP-TÜV mit institutionellem Anstrich zu etablieren, wobei die Beteiligung des [[BMF|Bundesfinanzministeriums]] an der PD sehr hilfreich war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;amp;dig=2012%2F01%2F28%2Fa0128&amp;amp;cHash=2c0ce527c2 Der Wirtschaftstrojaner] taz.de vom 28.01.2012, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die taz zitiert aus einem am 13.02.2007 erstellten Strategiepapier worin es heißt: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schaffung einer von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand getragenen Beratungsgesellschaft für PPP-Projekte - Arbeitstitel 'Partnerschaften Deutschland GmBH (PDG)' - mit maßgeschneidertem Auftrag und Struktur.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&amp;quot;die enge Anbindung an das [[BMF]]&amp;quot; sei &amp;quot;entscheidend&amp;quot;. Daraus ergebe sich eine &amp;quot;abgeleitete Macht: Die PDG muss Schlagkraft erhalten idealerweise durch die Etablierung von ,abgeleitetem' formalem und informellem Einfluss über vom BMF gesteuerte Anreiz- und Sanktionsmechanismen&amp;quot;, heißt es unverhohlen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Strategiepapier erarbeite Klaus Droste im Auftrag der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD). Droste war Topmanager der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] und maßgeblich an der Konzeptionierung der Agentur beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehungsprozess ===&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Kritikpunkt an der ÖPP Deutschland AG ist die Art und Weise des Entscheidungsprozesses für die Gründung der Agentur. Die Beteiligung und Ausarbeitung des Konzepts von Akteuren aus der PPP-Branche, sowie die nahezu identische spätere Umsetzung vom Bund scheint bei einem Projekt solchen Ausmaßes unangemessen. Mit der Kanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] und der Unternehmensberatung [[McKinsey]] sind zwei Akteure beteiligt, die erstmalig die Idee von Public Private Partnerships in Großbritannien ausgearbeitet und daran mitgewirkt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jungw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2012/02-01/021.php Die neue Reichtumsmaschine] jungewelt.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Federführung beauftragt waren Wolfgang Richter und Klaus Droste. Richter war zu dem Zeitpunkt bei der [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] (KfW) für Infrastrukturfinanzierung verantwortlich, Droste gilt als Kapitalmarktspezialist der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;&amp;gt;impulse - Das Magazin für Unternehmer - Geheimsache PPP - Print Ausgabe 02/12&amp;lt;/ref&amp;gt; Involviert in den Ausarbeitungsprozess waren demnach ausschließlich Akteure und Vertreter die im Interesse von Unternehmen arbeiten für die PPP-Projekte ein profitablen Markt darstellen. Die Involvierung der [[IFD]] reiht sich in dieses Bild ein. Droste bezeichnet letztlich den Beschluss zur Umsetzung des Konzepts wie folgt: &amp;quot;Letztlich war es ein Abnicken.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt; So entstand eine Agentur, die sich nach außen hin als &amp;quot;unabhängig&amp;quot; gibt, von ihrer Struktur, Besetzung und Konzipierung jedoch maßgeschneidert auf die Interessen der Industrie ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenkonflikte &amp;amp; personelle Verflechtung ===&lt;br /&gt;
Die personelle Besetzung der ÖPP Deutschland AG, die Verflechtung mit Gesellschaftern derselben sowie mit Ministerien stößt auf weitere Kritik. [[Johannes Schuy]], ehemaliges Vorstandsmitglied ÖPP Deutschland AG, war schon als Vertreter des [[Bundesfinanzministerium]] bei Vorbereitungstreffen zur Gründung der Agentur anwesend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; Er war dort Leiter des Haushaltsbereichs Investitionshaushalte und der Projektarbeitsgruppe ÖPP. Darüber hinaus war er tätig im Aufsichtsrat eines ÖPP-Start-up Unternehmens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt; Das weitere Vorstandsmitglied Bernhard Kulle war zuvor Vorstandsmitglied der [[Hochtief]] Concessions AG, ein Gesellschafter der ÖPP Deutschland AG.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Franz Drey]], der im Aufsichtsrat der ÖPP Deutschland AG sitzt, ist ebenso stellv. Chefredakteur des Behörden Spiegel, eine Zeitschrift für den öffentlichen Dienst mit einer Auflage von ca. 100.000 Exemplaren. Der Behörden Spiegel verleiht den Innovationspreis PPP und berichtete ausführlich darüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich wechseln auch Angestellte des [[Bundesfinanzministerium|Bundesfinanzministeriums]] zwischen der Agentur und dem Ministerium hin und her. Der Sprung in die ÖPP Deutschland AG sei &amp;quot;eine Adelung für die Ministerialien&amp;quot;. [[Karl-Heinz Nöhrbaß]] kam 2009 als Referent aus dem BMF in die Agentur, wurde dort Prokurist und kehrte 2011 wieder als Referatsleiter zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Vorfeld der Gründung der Beratungsagentur gab es auffällige personelle Verflechtungen. Der [[Initiative Finanzstandort Deutschland|IFD]] führte 2008 [[Torsten Albig]] als Kontakt für die &amp;quot;PR-Steuerungsgruppe&amp;quot;. Der heutige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein war gleichzeitig als Pressesprecher für den damaligen Bundesfinanzminister [[Peer Steinbrück]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/35/35074/35074_3.pdf Presseinformation - IFD] heise.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Laut einem Protokoll des IFD wurde unter anderem von Vertretern der öffentlichen Hand empfohlen, Mitarbeiter der Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft an die ÖPP Deutschland AG zu entsenden. Demnach wurde also ein Personalwechsel vorgeschlagen, in dem Mitarbeiter von Unternehmen kommen, die von der Arbeit und den Beratungsempfehlungen der ÖPP Deutschland AG profitieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;  Auf die Frage, wie sicher gestellt wurde, dass Interessenkonflikte ausgeschlossen werden können, antwortete die Bundesregierung darauf wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Rechtskonstruktion der PD [ÖPP, Anm.] wurde so gewählt, dass die privaten Gesellschafter der PD in keine vergaberechtliche unzulässige Projektanstellungen geraten und nicht gemäß § 16 der Vergabeverordnung (VgV - ausgeschlossene Personen) von der Mitwirkung am Vergabeverfahren ausgeschlossen werden. Diese Bedingungen wurden durch eine Reihe von Maßnahmen sichergestellt:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine unmittelbare gesellschaftsrechtliche Beteiligung der   &lt;br /&gt;
           ''Privaten an der PD;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine arbeitsrechtliche Verbundenheit von PD-Mitarbeitern oder &lt;br /&gt;
           ''Aufsichtsräten mit an der BTG beteiligten Firmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Mitarbeiter der PD haben sich schriftlich zur Vertraulichkeit &lt;br /&gt;
           ''verpflichtet. Damit ist die Weitergabe von Insider-Informationen an &lt;br /&gt;
           ''Gesellschafter ausgeschlossen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Schritte und Vorgänge im jeweiligen Vergabeverfahren werden &lt;br /&gt;
           ''ausführlich dokumentiert.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/018/1701824.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/1824 - 21.05.2010] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 23.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftlichkeitsgutachten vs. Rechnungshofberichte ===&lt;br /&gt;
Bevor ein PPP-Projekt durchgeführt wird und die öffentliche Hand sich 30 Jahre an ein oder mehrere private Unternehmen bindet, muss festgestellt werden, dass die Variante tatsächlich günstiger ist, als das Projekt in Eigenregie durch zu führen. Dafür führt die ÖPP Deutschland AG Wirtschaftlichkeitsgutachten durch. Gegenüber dem Magazin &amp;quot;impulse&amp;quot; bewertet der Prof. Holger Mühlenkamp die Wirtschaftlichkeitsgutachen wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Diese sogenannten Nachweise der Wirtschaftlichkeit sind nichts anderes als Modellrechnungen... Meiner Einschätzung nach basieren diese Prognosen großteils auf nicht nachvollziehbaren Annahmen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem würden sich methodische Fehler fast immer zugunsten der Privaten auswirken. Mühlenkamp spricht von &amp;quot;Schönfärberei&amp;quot;. Die ÖPP Deutschland AG hat ein Standardtool für PPP-Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen entwickelt. Dies besteht aus einer Excel-Tabelle mit 300 000 Formeln und man könne damit jedes PPP &amp;quot;wirtschaftlich rechnen&amp;quot;, wenn man an den richtigen Stellschrauben drehe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Schuy beziffert den durchschnittlichen Effizienzvorteil der in der Datenbank der ÖPP Deutschland AG beobachteten Projekte auf 14 Prozent. Eine Einsparung von angeblich rund 1 Mrd. Euro. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; fasst verschiedene Kritikpunkte der unterschiedlichen Rechnungshöfe zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Graue Verschuldung&lt;br /&gt;
*Ausschreibung ohne Wirtschaftlichkeitsuntersuchung&lt;br /&gt;
*Unempfindlichkeit gegenüber den Empfehlungen der Rechnungsprüfer; Kostenverschleierung&lt;br /&gt;
*Berechnungen unzutreffend&lt;br /&gt;
*Teure, aber folgenlose Beratung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/wp-content/uploads/2011/12/FB-02-PPP-Rechnungsh%C3%B6fe-Kurzfassung.pdf GiB - Im Visier der Rechnungshöfe] blog.gemeingut.org, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 2011 veröffentlichen gemeinsamen Erfahrungsbericht der Rechnungshöfe zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP-Projekten heißt es abschließend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Erfahrungen der Rechnungshöfe zeigen, dass beim Wirtschaftlichkeitsvergleich vorrangig die konventionelle Beschaffungsvariante mit hohen Risikokosten belegt wird. Über diese Stellschraube der Risikoübernahme lassen sich die geschätzten Kosten der konventionellen Beschaffungsvariante so zielorientiert festlegen, dass der wirtschaftliche Vorteil augenscheinlich aufseiten des ÖPP-Modells liegt und somit die ÖPP-Variante rechnerische Effizienzgewinne ausweist.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;rch1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.rechnungshof-hessen.de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen_hrh/Gemeinsamer_Erfahrungsbericht_zur_Wirtschaftlichkeit_von_OEPP.pdf Gemeinsamer Erfahrungsbericht zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP - Rechnungshöfe] rechnungshof-hessen.de, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Frage, wie die Bundesregierung die ausschließliche Beratung der ÖPP Deutschland AG in Richtung ÖPP begründet, obwohl ÖPP-Projekte teilweise teurer sind als die Eigenverwirklichung, wurde geantwortet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die PD berät die öffentliche Hand neutral und nicht interessengeleitet. Von unwirtschaftlichen ÖPP-Projekten rät sie konsequent ab.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem widersprechen diverse Fallbeispiele wie sie die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; am 04.01.2012 vorstellten und Christian Salewski in seinem Artikel &amp;quot;Die Selbstbediener&amp;quot; thematisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/2012/01/bilanz-12-jahre-ppp/ GiB - Bilanz-12-Jahre-ppp] blog.gemeingut.org, zuletzt aufgerufen am 29.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: ÖPP Deutschland AG und Open Government===&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG erhielt am 13.01.2012 den Auftrag zu einer Studie zur Umsetzung von Open Government in Deutschland. Die Federführung erhält das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme. Die ÖPP Deutschland AG ist zuständig für die Themen Betreibermodell, Geldleistungsmodelle, Governance und Nachhaltigkeit.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das [[Bundesfinanzministerium]] hat den Auftrag zu der Studie erteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/detail/article/pd-gewinnt-mit-fraunhofer-fokus-und-lorenz-von-stein-institut-auftrag-fuer-open-government-studie/ ÖPP Deutschland AG - Pressemitteilung] partnerschaften-deutschland.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verwaltung-innovativ.de/cln_108/nn_2054980/DE/Presse/PM/PresseArchiv/2012/20120113__open__government__studie.html Verwaltung Innovativ - Auftrag für Open-Government-Studie vergeben] verwaltung-innovativ.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Bundesrechnungshof kritisiert ÖPP-Projekte===&lt;br /&gt;
Bei der Untersuchung von sechs Verkehrsprojekten, die mithilfe öffentlich-privater Partnerschaften realisiert wurden, stellte der Bundesrechnungshof deren angebliche Wirtschaftlichkeit in Frage. So seien allein Fünf der Projekte &amp;quot;um insgesamt über 1,9 Millionen Euro teurer, als es eine konventionelle Realisierung gewesen wäre.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-06/bundesrechnungshof-dobrindt-oeffentlich-private-partnerschaften Privater Autobahnbau lohnt sich nicht], Zeit Online vom 12.06.2014, abgerufen am 10.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch kündigte Verkehrsminister [[Alexander Dobrindt]] an, weitere Verkehrsprojekte durch ÖPP planen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder ==&lt;br /&gt;
Gesellschafter der Partnerschaft Deutschland - Berater der öffentlichen Hand GmbH:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Staat hält 100% der Anteile'''&lt;br /&gt;
Seit Dezember 2016 liegt PD zu 100 Prozent in den Händen öffentlicher Gesellschafter. Gesellschafter der PD sind ausschließlich Körperschaften der öffentlichen Hand oder deren Einrichtungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand/Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable-leftonly&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Bernward Kulle&lt;br /&gt;
||zuletzt Vorstandsmitglied bei der [[Hochtief]] Concessions AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||ab 12/2016 [[Stéphane Beemelmans]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/beemelmans-wird-neuer-vorstand-der-oepp-deutschland-343542161 Beemelmans wird neuer Vorstand der ÖPP Deutschland] P&amp;amp;K, abgerufen am 24.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* zuvor Geschäftsführer der Lobby-Agentur [[EUTOP| EUTOP Berlin]]&lt;br /&gt;
* davor Beamteter Staatsekretär im [[Bundesverteidigungsministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Claus Wechselmann&lt;br /&gt;
||zuvor Manager bei [[IBM]] Deutschland und [[Siemens]] AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Dr. Norbert Ahrend&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Peter-Roman Persch&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Britta Thiel&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Karl-Heinz Heller&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referatsleiter im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Burkhard Landré&lt;br /&gt;
||zuvor Berater der Öffentlichen Hand als Senior Manager bei [[PricewaterhouseCoopers]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.xing.com/profile/Burkhard_Landre Burkhard Landré], Website XING-Netzwerk, abgerufen am 18. 3. 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Senior Manager&lt;br /&gt;
||u.a. Michael Vahlert&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referent im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Januar 2017) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/management/ Geschäftsleitung der ÖPP Deutschland AG], abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die öffentliche Hand&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner Gatzer (Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| [[Bundesfinanzministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Iris Gleicke, [[SPD]]&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Wirtschaft und Energie]], Parlamentarische Staatssekretärin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gunther Adler&lt;br /&gt;
| [[Bundesumweltministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jens-Markus Offermann&lt;br /&gt;
| Hessisches Finanzministerium, Leiter PPP-Kompetenzzentrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verena Göppert&lt;br /&gt;
| [[Deutscher Städtetag]], Beigeordnete&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dr. Katrin Suder&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Verteidigung]] beamtete Staatssekretärin, frühere Unternehmensberaterin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die Privatwirtschaft&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Otto Bernhardt]] (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[PKS Kommunikations- und Strategieberatung]], Partner&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gerhard Becher&lt;br /&gt;
| Becher GmbH &amp;amp; Co KG, Vorsitzender des Beirats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Prof. Dr. Marc Hansmann&lt;br /&gt;
| Stadtwerke Hannover AG, Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Februar 2017 ) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/aufsichtsrat/ Mitglieder des Aufsichtsrats der ÖPP Deutschland AG] abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
*Das Startkapital von 10 Millionen Euro stammt von der Bundesregierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Laut ihrer Selbstdarstellung ist der Geschäftszweck der ÖPP Deutschland AG, den Markt für wirtschaftliche Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) in Deutschland zu öffnen.&lt;br /&gt;
Dazu berät sie ausschließlich öffentliche Auftraggeber (Bund, Länder, Gemeinden u. a.).&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/ ÖPP-Webseite - Wer wir sind] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG wurde am 11. November 2008 gegründet und ist seit Anfang 2009 operativ tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/faq/#c30 ÖPP-Webseite - Häufig gestellte Fragen zur PD] abgerufen am 30.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzlobbyorganisation [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) hatte schon Mitte 2007 ein ausgearbeitetes Konzept für die Agentur, dieses wurde dann 2008 ohne große Änderungen vom Bund umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.impulse.de/unternehmen/:impulse-exklusiv--Wer-von-PPP-Projekten-wirklich-profitiert/1027187.html impulse - Wer von PPP wirklich profitiert] letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[IFD]] beauftrage die Wirtschaftskanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] mit der juristischen Konstruktion der ÖPP Deutschland AG. Die Kanzlei legt am 05.07.2007 ein 229-seitiges Gutachten vor, worin es unter anderem darum geht, wie für die Kommunen die Beratung durch die ÖPP Deutschland AG nahezu zum Zwang wird. Vertreter der kommunalen Spitzenverbände unterzeichnen demnach eine &amp;quot;Rahmenvereinbarung&amp;quot; mit der ÖPP Deutschland AG. Die Kommunen können dann bei allen Partnerprojekten &amp;quot;möglichst unkompliziert und u. U. sehr schnell ohne vorherige, ggf. europaweite Ausschreibung der Beraterleistung auf die PDG zurückgreifen.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freshfields-Gutachten beschreibt, wie die gesetzliche Aufsicht über PPP-Projekte ausgehebelt werden kann. Es schlägt vor, &amp;quot;dass im Falle einer PDG-Beratung keine weiteren Prüf- und Kontrollerfordernisse mehr erforderlich werden&amp;quot;. Auch bezogen auf die Rechnungshöfe gibt es einen Vorschlag: &amp;quot;Danach kann der Bundesrechnungshof nach seinem Ermessen die Prüfung beschränken und Rechnungen ungeprüft lassen. Entsprechende Vorschriften gibt es auf Länderebene.&amp;quot; Die Anregung: &amp;quot;dass der jeweilige Rechnungshof z. B. auf eine Überprüfung der Wirtschaftlichkeitsberechnung … verzichten kann, weil er keinen Anlass für die Fehlerhaftigkeit der Berechnung der PDG sieht und von deren Fehlerlosigkeit ausgeht&amp;quot;. Und zusammenfassend: &amp;quot;Die Zertifizierungswirkung gegenüber den Kommunalaufsichten könnte sich dahingehend entfalten, dass die Kommunalaufsicht bei PPP-Projekten, die von der PDG beraten wurden, ihren Prüfungsmaßstab verringert oder diesen PPP-Projekte grundsätzlich ohne Prüfung zustimmt.&amp;quot; Die Innenministerien der Länder könnten eine Weisung erteilen: &amp;quot;Die Prüfaufsicht könnte also durch Verwaltungsvorschrift beschränkt werden.&amp;quot; &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit (Stand September 2015) gibt es rund 230 PPP-Projekte in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ppp-projektdatenbank.de/index.php?id=9 PPP-Projektdatenbank], abgerufen am 01.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage vom 30.11.2011, hat die ÖPP Deutschland AG im Zeitraum von 2009 bis bis Oktober 2011 insgesamt 21 Projekte im Aufrag des Bundes oder sonstiger Bundeseinrichtungen mit einem Umsatzvolumen von 2.866.739 Euro bearbeitet.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/17/080/1708050.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/8050 - 30.11.2011] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Teil wurden diese Aufträge unter Inanspruchnahme der mit dem Bund geschlossenen Rahmenvereinbarung vergeben, der Rest ging im Wettbewerb an die Agentur. Darüber hinaus heißt es unter anderem zu weiteren Informationen zu den vergebenen Aufträgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Eine genaue Bezeichnung der Aufträge und ihrer Beratungsvolumina stellen schützenswerte Geschäftsgeheimnisse der ÖPP Deutschland AG dar, da sie Konkurrenten Einblicke in die Geschäftsbeziehungen der ÖPP Deutschland AG, ihre Auslastungslage und die interne Kostenkalkulation eröffnen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Unterstützung für die Ausarbeitung eines Konzepts wurde von [[McKinsey]] geleistet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Kritiker sagen, mit der ÖPP Deutschland AG würde erstmals der Staat für den Lobbyismus der Industrie selbst aufkommen“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bau- und Immobilienlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Public_Private_Partnership&amp;diff=41325</id>
		<title>Public Private Partnership</title>
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		<updated>2017-06-21T11:50:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* PPP-Akteure */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Public-Private Partnership (PPP)''', eingedeutscht auch '''öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP)''' genannt, bezeichnen Modelle der Einbeziehung privater Wirtschaftssubjekte bei der Erledigung öffentlicher Aufgaben. Eine einheitliche, allgemein akzeptierte Definition von PPP existiert zur Zeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ökonom Holger Mühlenkamp vermutet in dieser begrifflichen Unschärfe einen Grund für die weit verbreitete Verwendung des Begriffes, denn diese ermöglicht vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Zudem vermittle der Begriff eine positive Botschaft. &amp;quot;Gemeinsames Interesse und kooperative Umgangsformen zwischen öffentlichen und privaten Partnern zum Vorteil aller&amp;quot;. Hauptsächlich wird in der offiziellen Argumentation für PPP die Intention angeführt, dass PPP zu einer effizienteren Erfüllung öffentlicher Aufgaben führen soll, womit Steuerzahler und die öffentliche Hand entlastet würden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mühlenkamp2&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bvoed.de/assets/files/downloads/schriftenreihe_inhaltsverzeichnis/Heft_54.pdf Holger Mühlenkamp, Public Private Partnership aus der Sicht der Transaktionskostenökonomik und der Neuen Politischen Ökonomie], in: Schriftenreihe der Gesellschaft für öffentliche Wirtschaft Herft 54, Baden-Baden 2006, S. 29-50&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidungen ==&lt;br /&gt;
=== Die drei grundlegenden Typen ===&lt;br /&gt;
* Private können an einzelnen Stellen eines mehrstufigen oder mehrteiligen Produktions- und Absatzprozesses öffentlicher Leistungen eingesetzt werden&lt;br /&gt;
* Öffentliche Aufgaben werden vollständig, d.h. über alle Produktionsstufen bzw. -prozesse, in die Hände von privaten gegeben&lt;br /&gt;
* Öffentliche Hand und Private arbeiten auf einzelnen oder allen Produktions- bzw. Prozessstufen zusammen&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;mühlenkamp2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Praxisbeispiele von ÖPP ==&lt;br /&gt;
=== 2007-2013 Arvato in Würzburg ===&lt;br /&gt;
Die [[Bertelsmann SE|Bertelsmann]]-Tochter '''Arvato direct services GmbH''' und die Stadt Würzburg haben im Mai 2007 das Projekt »Würzburg integriert!« vereinbart. Arvato sollte eine zentrale eGovernment-Plattform entwickeln, über die alle Verwaltungsakte mit den Bürgern digital getätigt werden: Kfz- und Einwohneranmeldung, Parkscheine, Geburts- und Ehedokumente, Hundesteuer, Fundbüro, Führerscheinfragen, Registrierung neuer Unternehmen. Damit sollten die amtlichen Vorgänge effizienter werden. Ziel war die Einsparung von 75 Arbeitsplätzen innerhalb von 10 Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Arvato finanzierte das Projekt vor und sollte nur ergebnisabhängig bezahlt werden. Schon 2008 stockte das Ganze, 2010 war es praktisch beendet. Absehbare Probleme des Projekt waren: Nicht alle Bürger haben einen Internetanschluß. Sicherheitslücken beim Zugang und innerhalb der Verwaltung. Außerdem hatten die städtischen Beschäftigten keine Lust, beim Abbau ihrer Arbeitsplätze selbst mitzuwirken.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Arvato kündigte und forderte 4,58 Millionen Euro Schadenersatz. Es folgte das bei ÖPP-Projekten übliche Verfahren: Wie im geheimen Vertragstext vereinbart, dürfen die Vertragspartner bei Streitigkeiten zunächst nicht vor ein öffentliches Gericht gehen, sondern bilden ein privates Schiedsgericht, das ebenfalls geheim tagt. Hier einigte man sich auf einen Berliner Rechtsanwalt als privaten Schlichter. Schließlich kam Ende September 2013 der außergerichtliche Vergleich zustande. Ergebnis: Die Kommune verzichtete auf ihre Forderungen und zahlt an Arvato 535500 Euro. Damit wird das Projekt  endgültig beendet. &amp;lt;ref name=&amp;quot;jw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2013/10-17/023.php Flop mit Signalwirkung] junge welt vom 17.10.2013, abgerufen am 22.10.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Beispiele===&lt;br /&gt;
* [[Infrastrukturgesellschaft Verkehr]] (in Planung)&lt;br /&gt;
* Ausbau der Autobahn A7 zwischen Hannover und Kassel&lt;br /&gt;
* LkW-Autobahnmautsystems [[Toll Collect]]&lt;br /&gt;
* Justizvollzugsanstalt JVA Hünfeld &lt;br /&gt;
* Universitätsklinikum Gießen und Marburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergebnisse der Rechnungshöfe ==&lt;br /&gt;
Die Rechnungshöfe des Bundes und der Länder veröffentlichten im September 2011 ein  gemeinsamen Bericht zu öffentlich-private Partnerschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.brandenburg.de/landesrechnungshof/dokumente/upload/Erfahrungsbericht%20OEPP%202011.pdf Gemeinsamer Erfahrungsbericht zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP-Projekten] abgerufen am 02.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Darin stellten sie fest, dass die dort untersuchten Projekte im Gesamtwert von 3,2 Mrd. Euro sich als eher nachteilig für die öffentlichen Auftraggeber erwiesen. Der Bericht enthält die Forderung, dass die öffentliche Hand Vorhaben, die sie sich aus eigenen Mitteln nicht leisten kann, auch nicht alternativ im Rahmen einer &lt;br /&gt;
ÖPP finanzieren darf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hamburg.de/contentblob/3212796/data/erfahrungsbericht-2011-oepp-pressemitteilung.pdf PM des Rechnungshof Hamburg vom 22.11.2011] abgerufen am 03.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2014 kam der Bundesrechnungshof zum Ergebnis, dass privat gebaute Autobahnen erheblich teurer seien, als eine öffentliche Finanzierung. Die Rechnungsprüfer haben die, bis dahin, sechs im Rahmen der ÖPP realisierten Projekte untersucht. Infolgedessen habe sich bei allein fünf Projekten gezeigt, dass diese um „1,9 Milliarden Euro teurer sind, als eine konventionelle Realisierung“ aus öffentlichen Geldern. Beispielsweise sei das ÖPP-Projekt zum Ausbau der A1 um 28 Prozent teuerer als vorab einkalkuliert. Laut Berechnungen im Vorfeld, hätte der Ausbau ganze 40 Prozent günstiger sein müssen, als die öffentliche Variante. Ein Grund für diese Kostenexplosion seien die Finanzierungskosten, welche für Unternehmen -mit Blick auf die höheren Zinsen- deutlich teuerer seien, als für den Bund.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rechnungspruefer-privater-autobahnbau-lohnt-sich-nicht/10030782.html Privater Autobahnbau lohnt sich nicht], handelsblatt.de vom 12.06.2014, abgerufen am 18.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== PPP-Akteure ==&lt;br /&gt;
Ein großes Eigeninteresse an der Anbahnung von PPP-Projekten haben naturgemäß Unternehmensprüfer, Beraterfirmen und Anwaltskanzleien, da diese mit dem Abfassen von umfangreichen Vertragswerken viel Geld verdienen. PPP-Vertragswerke zeichnen sich i.d.R. dadurch aus, dass sie äußerst kompliziert und seitenstark sind und in ihren weitreichenden Konsequenzen von verantwortlichen Politikern wenn überhaupt nur mit erheblichen Aufwand überblickt werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unternehmensprüfer: [[Freshfields]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*PPP-Anbahnungsinstanzen: [[ÖPP Deutschland AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Interessenverbände: [[Bundesverband Public Private Partnership]] (BPPP)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2014 hat Bundeswirtschaftsminister [[Sigmar Gabriel]] eine [[Expertenkommission zur Stärkung von Investitionen in Deutschland]], zum Beispiel Verkehrswege oder kommunale Infrastruktureinrichtungen, eingesetzt. Augenscheinlich ist diese Kommission mit einer Mehrheit an Profiteuren an ÖPP besetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politiker als Verfechter von PPP ===&lt;br /&gt;
[[Roland Koch]]: Der ehemalige hessische Ministerpräsident gilt als einer der stärksten Verfechter der Public Private Partnerships. Unter seiner Präsidentschaft entwickelte sich Hessen zu dem PPP-freundlichsten Bundesland überhaupt. Vor allem Kochs späterer Arbeitgeber, der zweitgrößte deutsche Baukonzern Bilfinger Berger, profitierte von seinen Bemühungen, PPP zu etablieren. Ein ehemaliger Bilfinger-Manager gab zwar an, Koch sei an Auftragsvergaben nie unmittelbar beteiligt gewesen, dennoch erhielt der Konzern zwischen 2002 und 2010 den Auftrag für 3 von insgesamt 16 ausgeschriebenen Vorhaben, darunter das bislang viertgrößte in Deutschland, das Justizzentrum in Wiesbaden für 128 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/unternehmen/bauindustrie-wem-nuetzt-roland-koch-an-der-spitze-von-bilfinger-berger/5695550.html Wem nützt Roland Koch an der Spitze von Bilfinger Berger?] Wirtschaftswoche vom 09. November 2010, abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2011 bis 2014 war Koch anschließend Vorstandsvorsitzender von Bilfinger-Berger, verließ den Konzern nach starken Gewinneinbrüchen seit Beginn seiner Beschäftigung einvernehmlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/roland-koch-verlaesst-bilfinger-spektakulaer-gescheitert-13081623.html  Spektakulär gescheitert] FAZ vom 04. August 2014, abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Peer Steinbrück]]: Der frühere SPD-Spitzenpolitiker und Kanzlerkandidat half dabei, in Nordrhein-Westfalen PPP salonfähig zu machen. 2010 ließ er sich ein Interview zu PPP mit 7.000 Euro von Bilfinger Berger honorieren, die das Gespräch verschriftlichten und im eigenen Geschäftsbericht abdrucken ließen. Doch das ist kein Einzelfall: Steinbrück ließ sich zwischen 2010 und 2012 für insgesamt fast 100.000 Euro auch von weiteren Unternehmen der Branche buchen, darunter die Beraterfirmen [[Freshfields Bruckhaus Deringer]], Ernst &amp;amp; Young und [[PricewaterhouseCoopers]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5076252/ Der Autobahn-Klau] Taz.de vom 05. Januar 2013, abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es gebe eine ganze Reihe &amp;quot;vorzeigbarer Projekte, mit denen sich nachweisen lässt, dass ÖPP eine Alternative ist, die durchaus stärker genutzt werden sollte&amp;quot;, so Steinbrück in einem der Interviews.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/print/wams/article124667018/Der-verkaufte-Staat.html  Der verkaufte Staat] Welt.de vom 09. Februar 2014, abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verbriefung langfristiger PPP-Verträge'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werner Rügemer kritisiert, dass Banken langfristige PPP-Verträge verbriefen können. Mit den verbrieften PPP-Mieten können die Banken handelbare (spekulative) Wertpapiere machen. Damit käme eine aufgeblähter Finanzkreislauf in Gang:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Bank I, die dem PPP-Investor den Kredit gegeben hat, verkauft die Mietforderungen an die Bank II, die dafür einen Kredit bei der Bank III aufnimmt; die Bank IV kann den verbrieften Kredit von der Bank II kaufen, indem sie bei der Bank V einen Kredit aufnimmt und so weiter - so dreht sich das riskante Karussell der privaten Geldschöpfung&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;rügemer1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2012/02-01/021.php  Die neue Reichtumsmaschine - 01.02.2012] jungewelt.de, letzter Zugriff am 06.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geheimhaltung der Verträge'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder in der Kritik steht auch die Tatsache, dass alle Verträge von PPP-Projekten unter Geheimhaltung stehen. Zur Begründung dafür wird immer wieder das Geschäfts- und Betriebsgeheimnis der beteiligten Unternehmen angeführt. Die Geheimhaltung sei ein maßgebliche Voraussetzung, damit die privaten Unternehmen ihre Gewinninteressen gegenüber der öffentlichen Hand durchsetzen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;attac1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.ppp-irrweg.de/ag-privatisierung/geheimhaltung-schwerpunkt-der-kampagne/?L=2 Geheimhaltung – der Nährboden für PPP] ppp-irrweg.de, letzter Zugriff am 06.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mehr über Public-Private Partnership ==&lt;br /&gt;
* [http://www.attac-netzwerk.de/ag-privatisierung/startseite/ Website PPP-Irrweg (attac)]&lt;br /&gt;
* [http://www.jungewelt.de/2010/01-30/028.php?sstr=Public|Private|Partnership ''Public Private Partnership: Die Plünderung des Staates''], Werner Rügemer in: junge Welt, 31. Januar 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bau- und Immobilienlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41322</id>
		<title>PD – Berater der öffentlichen Hand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41322"/>
		<updated>2017-06-21T10:46:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  Partnerschaft Deutschland - Berater der öffentlichen Hand GmbH &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ÖPP Deutschland-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Gesellschaft mit beschränkter Haftung&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Friedrichstr. 149&lt;br /&gt;
10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.partnerschaften-deutschland.de www.partnerschaften-deutschland.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Partnerschaft Deutschland - Berater der öffentlichen Hand GmbH''' (ehemals '''ÖPP Deutschland AG''') ist eine Agentur, die Städte, Kommunen, Länder und den Bund zu Privatisierungen gemeinschaftlichen Eigentums, der sogenannten &amp;quot;Öffentlich-privaten Partnerschaften&amp;quot; (ÖPP); auch [[Public Private Partnership|Public Private Partnerships (PPP)]] genannt, berät. An der ÖPP Deutschland AG ist der Bund mit der Mehrheit der Anteile beteiligt. Die weiteren Anteile werden von verschiedenen Unternehmen gehalten, die in der PPP-Branche tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beratungsagentur wurde auf Initiative der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) gegründet, einer Lobbyorganisation der Finanzbranche. Das Ziel war, die ÖPP Deutschland AG als eine Art verlässlichen PPP-TÜV mit institutionellem Anstrich zu etablieren, wobei die Beteiligung des [[BMF|Bundesfinanzministeriums]] an der ÖPP Deutschland AG sehr hilfreich war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;amp;dig=2012%2F01%2F28%2Fa0128&amp;amp;cHash=2c0ce527c2 Der Wirtschaftstrojaner] taz.de vom 28.01.2012, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die taz zitiert aus einem am 13.02.2007 erstellten Strategiepapier worin es heißt: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schaffung einer von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand getragenen Beratungsgesellschaft für PPP-Projekte - Arbeitstitel 'Partnerschaften Deutschland GmBH (PDG)' - mit maßgeschneidertem Auftrag und Struktur.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&amp;quot;die enge Anbindung an das [[BMF]]&amp;quot; sei &amp;quot;entscheidend&amp;quot;. Daraus ergebe sich eine &amp;quot;abgeleitete Macht: Die PDG muss Schlagkraft erhalten idealerweise durch die Etablierung von ,abgeleitetem' formalem und informellem Einfluss über vom BMF gesteuerte Anreiz- und Sanktionsmechanismen&amp;quot;, heißt es unverhohlen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Strategiepapier erarbeite Klaus Droste im Auftrag der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD). Droste war Topmanager der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] und maßgeblich an der Konzeptionierung der Agentur beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehungsprozess ===&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Kritikpunkt an der ÖPP Deutschland AG ist die Art und Weise des Entscheidungsprozesses für die Gründung der Agentur. Die Beteiligung und Ausarbeitung des Konzepts von Akteuren aus der PPP-Branche, sowie die nahezu identische spätere Umsetzung vom Bund scheint bei einem Projekt solchen Ausmaßes unangemessen. Mit der Kanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] und der Unternehmensberatung [[McKinsey]] sind zwei Akteure beteiligt, die erstmalig die Idee von Public Private Partnerships in Großbritannien ausgearbeitet und daran mitgewirkt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jungw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2012/02-01/021.php Die neue Reichtumsmaschine] jungewelt.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Federführung beauftragt waren Wolfgang Richter und Klaus Droste. Richter war zu dem Zeitpunkt bei der [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] (KfW) für Infrastrukturfinanzierung verantwortlich, Droste gilt als Kapitalmarktspezialist der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;&amp;gt;impulse - Das Magazin für Unternehmer - Geheimsache PPP - Print Ausgabe 02/12&amp;lt;/ref&amp;gt; Involviert in den Ausarbeitungsprozess waren demnach ausschließlich Akteure und Vertreter die im Interesse von Unternehmen arbeiten für die PPP-Projekte ein profitablen Markt darstellen. Die Involvierung der [[IFD]] reiht sich in dieses Bild ein. Droste bezeichnet letztlich den Beschluss zur Umsetzung des Konzepts wie folgt: &amp;quot;Letztlich war es ein Abnicken.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt; So entstand eine Agentur, die sich nach außen hin als &amp;quot;unabhängig&amp;quot; gibt, von ihrer Struktur, Besetzung und Konzipierung jedoch maßgeschneidert auf die Interessen der Industrie ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenkonflikte &amp;amp; personelle Verflechtung ===&lt;br /&gt;
Die personelle Besetzung der ÖPP Deutschland AG, die Verflechtung mit Gesellschaftern derselben sowie mit Ministerien stößt auf weitere Kritik. [[Johannes Schuy]], ehemaliges Vorstandsmitglied ÖPP Deutschland AG, war schon als Vertreter des [[Bundesfinanzministerium]] bei Vorbereitungstreffen zur Gründung der Agentur anwesend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; Er war dort Leiter des Haushaltsbereichs Investitionshaushalte und der Projektarbeitsgruppe ÖPP. Darüber hinaus war er tätig im Aufsichtsrat eines ÖPP-Start-up Unternehmens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt; Das weitere Vorstandsmitglied Bernhard Kulle war zuvor Vorstandsmitglied der [[Hochtief]] Concessions AG, ein Gesellschafter der ÖPP Deutschland AG.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Franz Drey]], der im Aufsichtsrat der ÖPP Deutschland AG sitzt, ist ebenso stellv. Chefredakteur des Behörden Spiegel, eine Zeitschrift für den öffentlichen Dienst mit einer Auflage von ca. 100.000 Exemplaren. Der Behörden Spiegel verleiht den Innovationspreis PPP und berichtete ausführlich darüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich wechseln auch Angestellte des [[Bundesfinanzministerium|Bundesfinanzministeriums]] zwischen der Agentur und dem Ministerium hin und her. Der Sprung in die ÖPP Deutschland AG sei &amp;quot;eine Adelung für die Ministerialien&amp;quot;. [[Karl-Heinz Nöhrbaß]] kam 2009 als Referent aus dem BMF in die Agentur, wurde dort Prokurist und kehrte 2011 wieder als Referatsleiter zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Vorfeld der Gründung der Beratungsagentur gab es auffällige personelle Verflechtungen. Der [[Initiative Finanzstandort Deutschland|IFD]] führte 2008 [[Torsten Albig]] als Kontakt für die &amp;quot;PR-Steuerungsgruppe&amp;quot;. Der heutige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein war gleichzeitig als Pressesprecher für den damaligen Bundesfinanzminister [[Peer Steinbrück]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/35/35074/35074_3.pdf Presseinformation - IFD] heise.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Laut einem Protokoll des IFD wurde unter anderem von Vertretern der öffentlichen Hand empfohlen, Mitarbeiter der Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft an die ÖPP Deutschland AG zu entsenden. Demnach wurde also ein Personalwechsel vorgeschlagen, in dem Mitarbeiter von Unternehmen kommen, die von der Arbeit und den Beratungsempfehlungen der ÖPP Deutschland AG profitieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;  Auf die Frage, wie sicher gestellt wurde, dass Interessenkonflikte ausgeschlossen werden können, antwortete die Bundesregierung darauf wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Rechtskonstruktion der PD [ÖPP, Anm.] wurde so gewählt, dass die privaten Gesellschafter der PD in keine vergaberechtliche unzulässige Projektanstellungen geraten und nicht gemäß § 16 der Vergabeverordnung (VgV - ausgeschlossene Personen) von der Mitwirkung am Vergabeverfahren ausgeschlossen werden. Diese Bedingungen wurden durch eine Reihe von Maßnahmen sichergestellt:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine unmittelbare gesellschaftsrechtliche Beteiligung der   &lt;br /&gt;
           ''Privaten an der PD;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine arbeitsrechtliche Verbundenheit von PD-Mitarbeitern oder &lt;br /&gt;
           ''Aufsichtsräten mit an der BTG beteiligten Firmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Mitarbeiter der PD haben sich schriftlich zur Vertraulichkeit &lt;br /&gt;
           ''verpflichtet. Damit ist die Weitergabe von Insider-Informationen an &lt;br /&gt;
           ''Gesellschafter ausgeschlossen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Schritte und Vorgänge im jeweiligen Vergabeverfahren werden &lt;br /&gt;
           ''ausführlich dokumentiert.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/018/1701824.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/1824 - 21.05.2010] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 23.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftlichkeitsgutachten vs. Rechnungshofberichte ===&lt;br /&gt;
Bevor ein PPP-Projekt durchgeführt wird und die öffentliche Hand sich 30 Jahre an ein oder mehrere private Unternehmen bindet, muss festgestellt werden, dass die Variante tatsächlich günstiger ist, als das Projekt in Eigenregie durch zu führen. Dafür führt die ÖPP Deutschland AG Wirtschaftlichkeitsgutachten durch. Gegenüber dem Magazin &amp;quot;impulse&amp;quot; bewertet der Prof. Holger Mühlenkamp die Wirtschaftlichkeitsgutachen wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Diese sogenannten Nachweise der Wirtschaftlichkeit sind nichts anderes als Modellrechnungen... Meiner Einschätzung nach basieren diese Prognosen großteils auf nicht nachvollziehbaren Annahmen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem würden sich methodische Fehler fast immer zugunsten der Privaten auswirken. Mühlenkamp spricht von &amp;quot;Schönfärberei&amp;quot;. Die ÖPP Deutschland AG hat ein Standardtool für PPP-Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen entwickelt. Dies besteht aus einer Excel-Tabelle mit 300 000 Formeln und man könne damit jedes PPP &amp;quot;wirtschaftlich rechnen&amp;quot;, wenn man an den richtigen Stellschrauben drehe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Schuy beziffert den durchschnittlichen Effizienzvorteil der in der Datenbank der ÖPP Deutschland AG beobachteten Projekte auf 14 Prozent. Eine Einsparung von angeblich rund 1 Mrd. Euro. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; fasst verschiedene Kritikpunkte der unterschiedlichen Rechnungshöfe zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Graue Verschuldung&lt;br /&gt;
*Ausschreibung ohne Wirtschaftlichkeitsuntersuchung&lt;br /&gt;
*Unempfindlichkeit gegenüber den Empfehlungen der Rechnungsprüfer; Kostenverschleierung&lt;br /&gt;
*Berechnungen unzutreffend&lt;br /&gt;
*Teure, aber folgenlose Beratung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/wp-content/uploads/2011/12/FB-02-PPP-Rechnungsh%C3%B6fe-Kurzfassung.pdf GiB - Im Visier der Rechnungshöfe] blog.gemeingut.org, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 2011 veröffentlichen gemeinsamen Erfahrungsbericht der Rechnungshöfe zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP-Projekten heißt es abschließend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Erfahrungen der Rechnungshöfe zeigen, dass beim Wirtschaftlichkeitsvergleich vorrangig die konventionelle Beschaffungsvariante mit hohen Risikokosten belegt wird. Über diese Stellschraube der Risikoübernahme lassen sich die geschätzten Kosten der konventionellen Beschaffungsvariante so zielorientiert festlegen, dass der wirtschaftliche Vorteil augenscheinlich aufseiten des ÖPP-Modells liegt und somit die ÖPP-Variante rechnerische Effizienzgewinne ausweist.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;rch1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.rechnungshof-hessen.de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen_hrh/Gemeinsamer_Erfahrungsbericht_zur_Wirtschaftlichkeit_von_OEPP.pdf Gemeinsamer Erfahrungsbericht zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP - Rechnungshöfe] rechnungshof-hessen.de, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Frage, wie die Bundesregierung die ausschließliche Beratung der ÖPP Deutschland AG in Richtung ÖPP begründet, obwohl ÖPP-Projekte teilweise teurer sind als die Eigenverwirklichung, wurde geantwortet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die PD berät die öffentliche Hand neutral und nicht interessengeleitet. Von unwirtschaftlichen ÖPP-Projekten rät sie konsequent ab.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem widersprechen diverse Fallbeispiele wie sie die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; am 04.01.2012 vorstellten und Christian Salewski in seinem Artikel &amp;quot;Die Selbstbediener&amp;quot; thematisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/2012/01/bilanz-12-jahre-ppp/ GiB - Bilanz-12-Jahre-ppp] blog.gemeingut.org, zuletzt aufgerufen am 29.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: ÖPP Deutschland AG und Open Government===&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG erhielt am 13.01.2012 den Auftrag zu einer Studie zur Umsetzung von Open Government in Deutschland. Die Federführung erhält das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme. Die ÖPP Deutschland AG ist zuständig für die Themen Betreibermodell, Geldleistungsmodelle, Governance und Nachhaltigkeit.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das [[Bundesfinanzministerium]] hat den Auftrag zu der Studie erteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/detail/article/pd-gewinnt-mit-fraunhofer-fokus-und-lorenz-von-stein-institut-auftrag-fuer-open-government-studie/ ÖPP Deutschland AG - Pressemitteilung] partnerschaften-deutschland.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verwaltung-innovativ.de/cln_108/nn_2054980/DE/Presse/PM/PresseArchiv/2012/20120113__open__government__studie.html Verwaltung Innovativ - Auftrag für Open-Government-Studie vergeben] verwaltung-innovativ.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Bundesrechnungshof kritisiert ÖPP-Projekte===&lt;br /&gt;
Bei der Untersuchung von sechs Verkehrsprojekten, die mithilfe öffentlich-privater Partnerschaften realisiert wurden, stellte der Bundesrechnungshof deren angebliche Wirtschaftlichkeit in Frage. So seien allein Fünf der Projekte &amp;quot;um insgesamt über 1,9 Millionen Euro teurer, als es eine konventionelle Realisierung gewesen wäre.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-06/bundesrechnungshof-dobrindt-oeffentlich-private-partnerschaften Privater Autobahnbau lohnt sich nicht], Zeit Online vom 12.06.2014, abgerufen am 10.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch kündigte Verkehrsminister [[Alexander Dobrindt]] an, weitere Verkehrsprojekte durch ÖPP planen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder ==&lt;br /&gt;
Gesellschafter der Partnerschaft Deutschland - Berater der öffentlichen Hand GmbH:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Staat hält 100% der Anteile'''&lt;br /&gt;
Seit Dezember 2016 liegt PD zu 100 Prozent in den Händen öffentlicher Gesellschafter. Gesellschafter der PD sind ausschließlich Körperschaften der öffentlichen Hand oder deren Einrichtungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand/Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable-leftonly&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Bernward Kulle&lt;br /&gt;
||zuletzt Vorstandsmitglied bei der [[Hochtief]] Concessions AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||ab 12/2016 [[Stéphane Beemelmans]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/beemelmans-wird-neuer-vorstand-der-oepp-deutschland-343542161 Beemelmans wird neuer Vorstand der ÖPP Deutschland] P&amp;amp;K, abgerufen am 24.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* zuvor Geschäftsführer der Lobby-Agentur [[EUTOP| EUTOP Berlin]]&lt;br /&gt;
* davor Beamteter Staatsekretär im [[Bundesverteidigungsministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Claus Wechselmann&lt;br /&gt;
||zuvor Manager bei [[IBM]] Deutschland und [[Siemens]] AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Dr. Norbert Ahrend&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Peter-Roman Persch&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Britta Thiel&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Karl-Heinz Heller&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referatsleiter im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Burkhard Landré&lt;br /&gt;
||zuvor Berater der Öffentlichen Hand als Senior Manager bei [[PricewaterhouseCoopers]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.xing.com/profile/Burkhard_Landre Burkhard Landré], Website XING-Netzwerk, abgerufen am 18. 3. 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Senior Manager&lt;br /&gt;
||u.a. Michael Vahlert&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referent im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Januar 2017) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/management/ Geschäftsleitung der ÖPP Deutschland AG], abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die öffentliche Hand&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner Gatzer (Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| [[Bundesfinanzministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Iris Gleicke, [[SPD]]&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Wirtschaft und Energie]], Parlamentarische Staatssekretärin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gunther Adler&lt;br /&gt;
| [[Bundesumweltministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jens-Markus Offermann&lt;br /&gt;
| Hessisches Finanzministerium, Leiter PPP-Kompetenzzentrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verena Göppert&lt;br /&gt;
| [[Deutscher Städtetag]], Beigeordnete&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dr. Katrin Suder&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Verteidigung]] beamtete Staatssekretärin, frühere Unternehmensberaterin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die Privatwirtschaft&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Otto Bernhardt]] (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[PKS Kommunikations- und Strategieberatung]], Partner&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gerhard Becher&lt;br /&gt;
| Becher GmbH &amp;amp; Co KG, Vorsitzender des Beirats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Prof. Dr. Marc Hansmann&lt;br /&gt;
| Stadtwerke Hannover AG, Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Februar 2017 ) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/aufsichtsrat/ Mitglieder des Aufsichtsrats der ÖPP Deutschland AG] abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
*Das Startkapital von 10 Millionen Euro stammt von der Bundesregierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Laut ihrer Selbstdarstellung ist der Geschäftszweck der ÖPP Deutschland AG, den Markt für wirtschaftliche Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) in Deutschland zu öffnen.&lt;br /&gt;
Dazu berät sie ausschließlich öffentliche Auftraggeber (Bund, Länder, Gemeinden u. a.).&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/ ÖPP-Webseite - Wer wir sind] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG wurde am 11. November 2008 gegründet und ist seit Anfang 2009 operativ tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/faq/#c30 ÖPP-Webseite - Häufig gestellte Fragen zur PD] abgerufen am 30.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzlobbyorganisation [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) hatte schon Mitte 2007 ein ausgearbeitetes Konzept für die Agentur, dieses wurde dann 2008 ohne große Änderungen vom Bund umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.impulse.de/unternehmen/:impulse-exklusiv--Wer-von-PPP-Projekten-wirklich-profitiert/1027187.html impulse - Wer von PPP wirklich profitiert] letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[IFD]] beauftrage die Wirtschaftskanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] mit der juristischen Konstruktion der ÖPP Deutschland AG. Die Kanzlei legt am 05.07.2007 ein 229-seitiges Gutachten vor, worin es unter anderem darum geht, wie für die Kommunen die Beratung durch die ÖPP Deutschland AG nahezu zum Zwang wird. Vertreter der kommunalen Spitzenverbände unterzeichnen demnach eine &amp;quot;Rahmenvereinbarung&amp;quot; mit der ÖPP Deutschland AG. Die Kommunen können dann bei allen Partnerprojekten &amp;quot;möglichst unkompliziert und u. U. sehr schnell ohne vorherige, ggf. europaweite Ausschreibung der Beraterleistung auf die PDG zurückgreifen.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freshfields-Gutachten beschreibt, wie die gesetzliche Aufsicht über PPP-Projekte ausgehebelt werden kann. Es schlägt vor, &amp;quot;dass im Falle einer PDG-Beratung keine weiteren Prüf- und Kontrollerfordernisse mehr erforderlich werden&amp;quot;. Auch bezogen auf die Rechnungshöfe gibt es einen Vorschlag: &amp;quot;Danach kann der Bundesrechnungshof nach seinem Ermessen die Prüfung beschränken und Rechnungen ungeprüft lassen. Entsprechende Vorschriften gibt es auf Länderebene.&amp;quot; Die Anregung: &amp;quot;dass der jeweilige Rechnungshof z. B. auf eine Überprüfung der Wirtschaftlichkeitsberechnung … verzichten kann, weil er keinen Anlass für die Fehlerhaftigkeit der Berechnung der PDG sieht und von deren Fehlerlosigkeit ausgeht&amp;quot;. Und zusammenfassend: &amp;quot;Die Zertifizierungswirkung gegenüber den Kommunalaufsichten könnte sich dahingehend entfalten, dass die Kommunalaufsicht bei PPP-Projekten, die von der PDG beraten wurden, ihren Prüfungsmaßstab verringert oder diesen PPP-Projekte grundsätzlich ohne Prüfung zustimmt.&amp;quot; Die Innenministerien der Länder könnten eine Weisung erteilen: &amp;quot;Die Prüfaufsicht könnte also durch Verwaltungsvorschrift beschränkt werden.&amp;quot; &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit (Stand September 2015) gibt es rund 230 PPP-Projekte in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ppp-projektdatenbank.de/index.php?id=9 PPP-Projektdatenbank], abgerufen am 01.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage vom 30.11.2011, hat die ÖPP Deutschland AG im Zeitraum von 2009 bis bis Oktober 2011 insgesamt 21 Projekte im Aufrag des Bundes oder sonstiger Bundeseinrichtungen mit einem Umsatzvolumen von 2.866.739 Euro bearbeitet.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/17/080/1708050.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/8050 - 30.11.2011] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Teil wurden diese Aufträge unter Inanspruchnahme der mit dem Bund geschlossenen Rahmenvereinbarung vergeben, der Rest ging im Wettbewerb an die Agentur. Darüber hinaus heißt es unter anderem zu weiteren Informationen zu den vergebenen Aufträgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Eine genaue Bezeichnung der Aufträge und ihrer Beratungsvolumina stellen schützenswerte Geschäftsgeheimnisse der ÖPP Deutschland AG dar, da sie Konkurrenten Einblicke in die Geschäftsbeziehungen der ÖPP Deutschland AG, ihre Auslastungslage und die interne Kostenkalkulation eröffnen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Unterstützung für die Ausarbeitung eines Konzepts wurde von [[McKinsey]] geleistet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Kritiker sagen, mit der ÖPP Deutschland AG würde erstmals der Staat für den Lobbyismus der Industrie selbst aufkommen“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bau- und Immobilienlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41321</id>
		<title>PD – Berater der öffentlichen Hand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41321"/>
		<updated>2017-06-21T10:45:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  Partnerschaft Deutschland - Berater der öffentlichen Hand GmbH &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ÖPP Deutschland-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.partnerschaften-deutschland.de www.partnerschaften-deutschland.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Partnerschaft Deutschland - Berater der öffentlichen Hand GmbH''' (ehemals '''ÖPP Deutschland AG''') ist eine Agentur, die Städte, Kommunen, Länder und den Bund zu Privatisierungen gemeinschaftlichen Eigentums, der sogenannten &amp;quot;Öffentlich-privaten Partnerschaften&amp;quot; (ÖPP); auch [[Public Private Partnership|Public Private Partnerships (PPP)]] genannt, berät. An der ÖPP Deutschland AG ist der Bund mit der Mehrheit der Anteile beteiligt. Die weiteren Anteile werden von verschiedenen Unternehmen gehalten, die in der PPP-Branche tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beratungsagentur wurde auf Initiative der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) gegründet, einer Lobbyorganisation der Finanzbranche. Das Ziel war, die ÖPP Deutschland AG als eine Art verlässlichen PPP-TÜV mit institutionellem Anstrich zu etablieren, wobei die Beteiligung des [[BMF|Bundesfinanzministeriums]] an der ÖPP Deutschland AG sehr hilfreich war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;amp;dig=2012%2F01%2F28%2Fa0128&amp;amp;cHash=2c0ce527c2 Der Wirtschaftstrojaner] taz.de vom 28.01.2012, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die taz zitiert aus einem am 13.02.2007 erstellten Strategiepapier worin es heißt: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schaffung einer von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand getragenen Beratungsgesellschaft für PPP-Projekte - Arbeitstitel 'Partnerschaften Deutschland GmBH (PDG)' - mit maßgeschneidertem Auftrag und Struktur.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&amp;quot;die enge Anbindung an das [[BMF]]&amp;quot; sei &amp;quot;entscheidend&amp;quot;. Daraus ergebe sich eine &amp;quot;abgeleitete Macht: Die PDG muss Schlagkraft erhalten idealerweise durch die Etablierung von ,abgeleitetem' formalem und informellem Einfluss über vom BMF gesteuerte Anreiz- und Sanktionsmechanismen&amp;quot;, heißt es unverhohlen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Strategiepapier erarbeite Klaus Droste im Auftrag der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD). Droste war Topmanager der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] und maßgeblich an der Konzeptionierung der Agentur beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehungsprozess ===&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Kritikpunkt an der ÖPP Deutschland AG ist die Art und Weise des Entscheidungsprozesses für die Gründung der Agentur. Die Beteiligung und Ausarbeitung des Konzepts von Akteuren aus der PPP-Branche, sowie die nahezu identische spätere Umsetzung vom Bund scheint bei einem Projekt solchen Ausmaßes unangemessen. Mit der Kanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] und der Unternehmensberatung [[McKinsey]] sind zwei Akteure beteiligt, die erstmalig die Idee von Public Private Partnerships in Großbritannien ausgearbeitet und daran mitgewirkt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jungw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2012/02-01/021.php Die neue Reichtumsmaschine] jungewelt.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Federführung beauftragt waren Wolfgang Richter und Klaus Droste. Richter war zu dem Zeitpunkt bei der [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] (KfW) für Infrastrukturfinanzierung verantwortlich, Droste gilt als Kapitalmarktspezialist der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;&amp;gt;impulse - Das Magazin für Unternehmer - Geheimsache PPP - Print Ausgabe 02/12&amp;lt;/ref&amp;gt; Involviert in den Ausarbeitungsprozess waren demnach ausschließlich Akteure und Vertreter die im Interesse von Unternehmen arbeiten für die PPP-Projekte ein profitablen Markt darstellen. Die Involvierung der [[IFD]] reiht sich in dieses Bild ein. Droste bezeichnet letztlich den Beschluss zur Umsetzung des Konzepts wie folgt: &amp;quot;Letztlich war es ein Abnicken.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt; So entstand eine Agentur, die sich nach außen hin als &amp;quot;unabhängig&amp;quot; gibt, von ihrer Struktur, Besetzung und Konzipierung jedoch maßgeschneidert auf die Interessen der Industrie ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenkonflikte &amp;amp; personelle Verflechtung ===&lt;br /&gt;
Die personelle Besetzung der ÖPP Deutschland AG, die Verflechtung mit Gesellschaftern derselben sowie mit Ministerien stößt auf weitere Kritik. [[Johannes Schuy]], ehemaliges Vorstandsmitglied ÖPP Deutschland AG, war schon als Vertreter des [[Bundesfinanzministerium]] bei Vorbereitungstreffen zur Gründung der Agentur anwesend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; Er war dort Leiter des Haushaltsbereichs Investitionshaushalte und der Projektarbeitsgruppe ÖPP. Darüber hinaus war er tätig im Aufsichtsrat eines ÖPP-Start-up Unternehmens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt; Das weitere Vorstandsmitglied Bernhard Kulle war zuvor Vorstandsmitglied der [[Hochtief]] Concessions AG, ein Gesellschafter der ÖPP Deutschland AG.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Franz Drey]], der im Aufsichtsrat der ÖPP Deutschland AG sitzt, ist ebenso stellv. Chefredakteur des Behörden Spiegel, eine Zeitschrift für den öffentlichen Dienst mit einer Auflage von ca. 100.000 Exemplaren. Der Behörden Spiegel verleiht den Innovationspreis PPP und berichtete ausführlich darüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich wechseln auch Angestellte des [[Bundesfinanzministerium|Bundesfinanzministeriums]] zwischen der Agentur und dem Ministerium hin und her. Der Sprung in die ÖPP Deutschland AG sei &amp;quot;eine Adelung für die Ministerialien&amp;quot;. [[Karl-Heinz Nöhrbaß]] kam 2009 als Referent aus dem BMF in die Agentur, wurde dort Prokurist und kehrte 2011 wieder als Referatsleiter zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Vorfeld der Gründung der Beratungsagentur gab es auffällige personelle Verflechtungen. Der [[Initiative Finanzstandort Deutschland|IFD]] führte 2008 [[Torsten Albig]] als Kontakt für die &amp;quot;PR-Steuerungsgruppe&amp;quot;. Der heutige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein war gleichzeitig als Pressesprecher für den damaligen Bundesfinanzminister [[Peer Steinbrück]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/35/35074/35074_3.pdf Presseinformation - IFD] heise.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Laut einem Protokoll des IFD wurde unter anderem von Vertretern der öffentlichen Hand empfohlen, Mitarbeiter der Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft an die ÖPP Deutschland AG zu entsenden. Demnach wurde also ein Personalwechsel vorgeschlagen, in dem Mitarbeiter von Unternehmen kommen, die von der Arbeit und den Beratungsempfehlungen der ÖPP Deutschland AG profitieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;  Auf die Frage, wie sicher gestellt wurde, dass Interessenkonflikte ausgeschlossen werden können, antwortete die Bundesregierung darauf wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Rechtskonstruktion der PD [ÖPP, Anm.] wurde so gewählt, dass die privaten Gesellschafter der PD in keine vergaberechtliche unzulässige Projektanstellungen geraten und nicht gemäß § 16 der Vergabeverordnung (VgV - ausgeschlossene Personen) von der Mitwirkung am Vergabeverfahren ausgeschlossen werden. Diese Bedingungen wurden durch eine Reihe von Maßnahmen sichergestellt:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine unmittelbare gesellschaftsrechtliche Beteiligung der   &lt;br /&gt;
           ''Privaten an der PD;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine arbeitsrechtliche Verbundenheit von PD-Mitarbeitern oder &lt;br /&gt;
           ''Aufsichtsräten mit an der BTG beteiligten Firmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Mitarbeiter der PD haben sich schriftlich zur Vertraulichkeit &lt;br /&gt;
           ''verpflichtet. Damit ist die Weitergabe von Insider-Informationen an &lt;br /&gt;
           ''Gesellschafter ausgeschlossen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Schritte und Vorgänge im jeweiligen Vergabeverfahren werden &lt;br /&gt;
           ''ausführlich dokumentiert.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/018/1701824.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/1824 - 21.05.2010] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 23.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftlichkeitsgutachten vs. Rechnungshofberichte ===&lt;br /&gt;
Bevor ein PPP-Projekt durchgeführt wird und die öffentliche Hand sich 30 Jahre an ein oder mehrere private Unternehmen bindet, muss festgestellt werden, dass die Variante tatsächlich günstiger ist, als das Projekt in Eigenregie durch zu führen. Dafür führt die ÖPP Deutschland AG Wirtschaftlichkeitsgutachten durch. Gegenüber dem Magazin &amp;quot;impulse&amp;quot; bewertet der Prof. Holger Mühlenkamp die Wirtschaftlichkeitsgutachen wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Diese sogenannten Nachweise der Wirtschaftlichkeit sind nichts anderes als Modellrechnungen... Meiner Einschätzung nach basieren diese Prognosen großteils auf nicht nachvollziehbaren Annahmen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem würden sich methodische Fehler fast immer zugunsten der Privaten auswirken. Mühlenkamp spricht von &amp;quot;Schönfärberei&amp;quot;. Die ÖPP Deutschland AG hat ein Standardtool für PPP-Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen entwickelt. Dies besteht aus einer Excel-Tabelle mit 300 000 Formeln und man könne damit jedes PPP &amp;quot;wirtschaftlich rechnen&amp;quot;, wenn man an den richtigen Stellschrauben drehe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Schuy beziffert den durchschnittlichen Effizienzvorteil der in der Datenbank der ÖPP Deutschland AG beobachteten Projekte auf 14 Prozent. Eine Einsparung von angeblich rund 1 Mrd. Euro. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; fasst verschiedene Kritikpunkte der unterschiedlichen Rechnungshöfe zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Graue Verschuldung&lt;br /&gt;
*Ausschreibung ohne Wirtschaftlichkeitsuntersuchung&lt;br /&gt;
*Unempfindlichkeit gegenüber den Empfehlungen der Rechnungsprüfer; Kostenverschleierung&lt;br /&gt;
*Berechnungen unzutreffend&lt;br /&gt;
*Teure, aber folgenlose Beratung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/wp-content/uploads/2011/12/FB-02-PPP-Rechnungsh%C3%B6fe-Kurzfassung.pdf GiB - Im Visier der Rechnungshöfe] blog.gemeingut.org, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 2011 veröffentlichen gemeinsamen Erfahrungsbericht der Rechnungshöfe zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP-Projekten heißt es abschließend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Erfahrungen der Rechnungshöfe zeigen, dass beim Wirtschaftlichkeitsvergleich vorrangig die konventionelle Beschaffungsvariante mit hohen Risikokosten belegt wird. Über diese Stellschraube der Risikoübernahme lassen sich die geschätzten Kosten der konventionellen Beschaffungsvariante so zielorientiert festlegen, dass der wirtschaftliche Vorteil augenscheinlich aufseiten des ÖPP-Modells liegt und somit die ÖPP-Variante rechnerische Effizienzgewinne ausweist.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;rch1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.rechnungshof-hessen.de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen_hrh/Gemeinsamer_Erfahrungsbericht_zur_Wirtschaftlichkeit_von_OEPP.pdf Gemeinsamer Erfahrungsbericht zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP - Rechnungshöfe] rechnungshof-hessen.de, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Frage, wie die Bundesregierung die ausschließliche Beratung der ÖPP Deutschland AG in Richtung ÖPP begründet, obwohl ÖPP-Projekte teilweise teurer sind als die Eigenverwirklichung, wurde geantwortet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die PD berät die öffentliche Hand neutral und nicht interessengeleitet. Von unwirtschaftlichen ÖPP-Projekten rät sie konsequent ab.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem widersprechen diverse Fallbeispiele wie sie die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; am 04.01.2012 vorstellten und Christian Salewski in seinem Artikel &amp;quot;Die Selbstbediener&amp;quot; thematisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/2012/01/bilanz-12-jahre-ppp/ GiB - Bilanz-12-Jahre-ppp] blog.gemeingut.org, zuletzt aufgerufen am 29.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: ÖPP Deutschland AG und Open Government===&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG erhielt am 13.01.2012 den Auftrag zu einer Studie zur Umsetzung von Open Government in Deutschland. Die Federführung erhält das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme. Die ÖPP Deutschland AG ist zuständig für die Themen Betreibermodell, Geldleistungsmodelle, Governance und Nachhaltigkeit.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das [[Bundesfinanzministerium]] hat den Auftrag zu der Studie erteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/detail/article/pd-gewinnt-mit-fraunhofer-fokus-und-lorenz-von-stein-institut-auftrag-fuer-open-government-studie/ ÖPP Deutschland AG - Pressemitteilung] partnerschaften-deutschland.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verwaltung-innovativ.de/cln_108/nn_2054980/DE/Presse/PM/PresseArchiv/2012/20120113__open__government__studie.html Verwaltung Innovativ - Auftrag für Open-Government-Studie vergeben] verwaltung-innovativ.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Bundesrechnungshof kritisiert ÖPP-Projekte===&lt;br /&gt;
Bei der Untersuchung von sechs Verkehrsprojekten, die mithilfe öffentlich-privater Partnerschaften realisiert wurden, stellte der Bundesrechnungshof deren angebliche Wirtschaftlichkeit in Frage. So seien allein Fünf der Projekte &amp;quot;um insgesamt über 1,9 Millionen Euro teurer, als es eine konventionelle Realisierung gewesen wäre.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-06/bundesrechnungshof-dobrindt-oeffentlich-private-partnerschaften Privater Autobahnbau lohnt sich nicht], Zeit Online vom 12.06.2014, abgerufen am 10.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch kündigte Verkehrsminister [[Alexander Dobrindt]] an, weitere Verkehrsprojekte durch ÖPP planen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder ==&lt;br /&gt;
Gesellschafter der Partnerschaft Deutschland - Berater der öffentlichen Hand GmbH:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Staat hält 100% der Anteile'''&lt;br /&gt;
Seit Dezember 2016 liegt PD zu 100 Prozent in den Händen öffentlicher Gesellschafter. Gesellschafter der PD sind ausschließlich Körperschaften der öffentlichen Hand oder deren Einrichtungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand/Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable-leftonly&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Bernward Kulle&lt;br /&gt;
||zuletzt Vorstandsmitglied bei der [[Hochtief]] Concessions AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||ab 12/2016 [[Stéphane Beemelmans]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/beemelmans-wird-neuer-vorstand-der-oepp-deutschland-343542161 Beemelmans wird neuer Vorstand der ÖPP Deutschland] P&amp;amp;K, abgerufen am 24.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* zuvor Geschäftsführer der Lobby-Agentur [[EUTOP| EUTOP Berlin]]&lt;br /&gt;
* davor Beamteter Staatsekretär im [[Bundesverteidigungsministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Claus Wechselmann&lt;br /&gt;
||zuvor Manager bei [[IBM]] Deutschland und [[Siemens]] AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Dr. Norbert Ahrend&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Peter-Roman Persch&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Britta Thiel&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Karl-Heinz Heller&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referatsleiter im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Burkhard Landré&lt;br /&gt;
||zuvor Berater der Öffentlichen Hand als Senior Manager bei [[PricewaterhouseCoopers]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.xing.com/profile/Burkhard_Landre Burkhard Landré], Website XING-Netzwerk, abgerufen am 18. 3. 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Senior Manager&lt;br /&gt;
||u.a. Michael Vahlert&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referent im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Januar 2017) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/management/ Geschäftsleitung der ÖPP Deutschland AG], abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die öffentliche Hand&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner Gatzer (Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| [[Bundesfinanzministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Iris Gleicke, [[SPD]]&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Wirtschaft und Energie]], Parlamentarische Staatssekretärin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gunther Adler&lt;br /&gt;
| [[Bundesumweltministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jens-Markus Offermann&lt;br /&gt;
| Hessisches Finanzministerium, Leiter PPP-Kompetenzzentrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verena Göppert&lt;br /&gt;
| [[Deutscher Städtetag]], Beigeordnete&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dr. Katrin Suder&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Verteidigung]] beamtete Staatssekretärin, frühere Unternehmensberaterin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die Privatwirtschaft&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Otto Bernhardt]] (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[PKS Kommunikations- und Strategieberatung]], Partner&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gerhard Becher&lt;br /&gt;
| Becher GmbH &amp;amp; Co KG, Vorsitzender des Beirats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Prof. Dr. Marc Hansmann&lt;br /&gt;
| Stadtwerke Hannover AG, Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Februar 2017 ) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/aufsichtsrat/ Mitglieder des Aufsichtsrats der ÖPP Deutschland AG] abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
*Das Startkapital von 10 Millionen Euro stammt von der Bundesregierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Laut ihrer Selbstdarstellung ist der Geschäftszweck der ÖPP Deutschland AG, den Markt für wirtschaftliche Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) in Deutschland zu öffnen.&lt;br /&gt;
Dazu berät sie ausschließlich öffentliche Auftraggeber (Bund, Länder, Gemeinden u. a.).&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/ ÖPP-Webseite - Wer wir sind] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG wurde am 11. November 2008 gegründet und ist seit Anfang 2009 operativ tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/faq/#c30 ÖPP-Webseite - Häufig gestellte Fragen zur PD] abgerufen am 30.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzlobbyorganisation [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) hatte schon Mitte 2007 ein ausgearbeitetes Konzept für die Agentur, dieses wurde dann 2008 ohne große Änderungen vom Bund umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.impulse.de/unternehmen/:impulse-exklusiv--Wer-von-PPP-Projekten-wirklich-profitiert/1027187.html impulse - Wer von PPP wirklich profitiert] letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[IFD]] beauftrage die Wirtschaftskanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] mit der juristischen Konstruktion der ÖPP Deutschland AG. Die Kanzlei legt am 05.07.2007 ein 229-seitiges Gutachten vor, worin es unter anderem darum geht, wie für die Kommunen die Beratung durch die ÖPP Deutschland AG nahezu zum Zwang wird. Vertreter der kommunalen Spitzenverbände unterzeichnen demnach eine &amp;quot;Rahmenvereinbarung&amp;quot; mit der ÖPP Deutschland AG. Die Kommunen können dann bei allen Partnerprojekten &amp;quot;möglichst unkompliziert und u. U. sehr schnell ohne vorherige, ggf. europaweite Ausschreibung der Beraterleistung auf die PDG zurückgreifen.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freshfields-Gutachten beschreibt, wie die gesetzliche Aufsicht über PPP-Projekte ausgehebelt werden kann. Es schlägt vor, &amp;quot;dass im Falle einer PDG-Beratung keine weiteren Prüf- und Kontrollerfordernisse mehr erforderlich werden&amp;quot;. Auch bezogen auf die Rechnungshöfe gibt es einen Vorschlag: &amp;quot;Danach kann der Bundesrechnungshof nach seinem Ermessen die Prüfung beschränken und Rechnungen ungeprüft lassen. Entsprechende Vorschriften gibt es auf Länderebene.&amp;quot; Die Anregung: &amp;quot;dass der jeweilige Rechnungshof z. B. auf eine Überprüfung der Wirtschaftlichkeitsberechnung … verzichten kann, weil er keinen Anlass für die Fehlerhaftigkeit der Berechnung der PDG sieht und von deren Fehlerlosigkeit ausgeht&amp;quot;. Und zusammenfassend: &amp;quot;Die Zertifizierungswirkung gegenüber den Kommunalaufsichten könnte sich dahingehend entfalten, dass die Kommunalaufsicht bei PPP-Projekten, die von der PDG beraten wurden, ihren Prüfungsmaßstab verringert oder diesen PPP-Projekte grundsätzlich ohne Prüfung zustimmt.&amp;quot; Die Innenministerien der Länder könnten eine Weisung erteilen: &amp;quot;Die Prüfaufsicht könnte also durch Verwaltungsvorschrift beschränkt werden.&amp;quot; &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit (Stand September 2015) gibt es rund 230 PPP-Projekte in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ppp-projektdatenbank.de/index.php?id=9 PPP-Projektdatenbank], abgerufen am 01.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage vom 30.11.2011, hat die ÖPP Deutschland AG im Zeitraum von 2009 bis bis Oktober 2011 insgesamt 21 Projekte im Aufrag des Bundes oder sonstiger Bundeseinrichtungen mit einem Umsatzvolumen von 2.866.739 Euro bearbeitet.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/17/080/1708050.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/8050 - 30.11.2011] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Teil wurden diese Aufträge unter Inanspruchnahme der mit dem Bund geschlossenen Rahmenvereinbarung vergeben, der Rest ging im Wettbewerb an die Agentur. Darüber hinaus heißt es unter anderem zu weiteren Informationen zu den vergebenen Aufträgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Eine genaue Bezeichnung der Aufträge und ihrer Beratungsvolumina stellen schützenswerte Geschäftsgeheimnisse der ÖPP Deutschland AG dar, da sie Konkurrenten Einblicke in die Geschäftsbeziehungen der ÖPP Deutschland AG, ihre Auslastungslage und die interne Kostenkalkulation eröffnen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Unterstützung für die Ausarbeitung eines Konzepts wurde von [[McKinsey]] geleistet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Kritiker sagen, mit der ÖPP Deutschland AG würde erstmals der Staat für den Lobbyismus der Industrie selbst aufkommen“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bau- und Immobilienlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41320</id>
		<title>PD – Berater der öffentlichen Hand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41320"/>
		<updated>2017-06-21T10:43:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Struktur, Geschäftsfelder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  ÖPP Deutschland AG &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ÖPP Deutschland-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.partnerschaften-deutschland.de www.partnerschaften-deutschland.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''ÖPP Deutschland AG''' (auch '''Partnerschaften Deutschland''') ist eine Agentur, die Städte, Kommunen, Länder und den Bund zu Privatisierungen gemeinschaftlichen Eigentums, der sogenannten &amp;quot;Öffentlich-privaten Partnerschaften&amp;quot; (ÖPP); auch [[Public Private Partnership|Public Private Partnerships (PPP)]] genannt, berät. An der ÖPP Deutschland AG ist der Bund mit der Mehrheit der Anteile beteiligt. Die weiteren Anteile werden von verschiedenen Unternehmen gehalten, die in der PPP-Branche tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beratungsagentur wurde auf Initiative der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) gegründet, einer Lobbyorganisation der Finanzbranche. Das Ziel war, die ÖPP Deutschland AG als eine Art verlässlichen PPP-TÜV mit institutionellem Anstrich zu etablieren, wobei die Beteiligung des [[BMF|Bundesfinanzministeriums]] an der ÖPP Deutschland AG sehr hilfreich war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;amp;dig=2012%2F01%2F28%2Fa0128&amp;amp;cHash=2c0ce527c2 Der Wirtschaftstrojaner] taz.de vom 28.01.2012, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die taz zitiert aus einem am 13.02.2007 erstellten Strategiepapier worin es heißt: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schaffung einer von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand getragenen Beratungsgesellschaft für PPP-Projekte - Arbeitstitel 'Partnerschaften Deutschland GmBH (PDG)' - mit maßgeschneidertem Auftrag und Struktur.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&amp;quot;die enge Anbindung an das [[BMF]]&amp;quot; sei &amp;quot;entscheidend&amp;quot;. Daraus ergebe sich eine &amp;quot;abgeleitete Macht: Die PDG muss Schlagkraft erhalten idealerweise durch die Etablierung von ,abgeleitetem' formalem und informellem Einfluss über vom BMF gesteuerte Anreiz- und Sanktionsmechanismen&amp;quot;, heißt es unverhohlen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Strategiepapier erarbeite Klaus Droste im Auftrag der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD). Droste war Topmanager der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] und maßgeblich an der Konzeptionierung der Agentur beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehungsprozess ===&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Kritikpunkt an der ÖPP Deutschland AG ist die Art und Weise des Entscheidungsprozesses für die Gründung der Agentur. Die Beteiligung und Ausarbeitung des Konzepts von Akteuren aus der PPP-Branche, sowie die nahezu identische spätere Umsetzung vom Bund scheint bei einem Projekt solchen Ausmaßes unangemessen. Mit der Kanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] und der Unternehmensberatung [[McKinsey]] sind zwei Akteure beteiligt, die erstmalig die Idee von Public Private Partnerships in Großbritannien ausgearbeitet und daran mitgewirkt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jungw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2012/02-01/021.php Die neue Reichtumsmaschine] jungewelt.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Federführung beauftragt waren Wolfgang Richter und Klaus Droste. Richter war zu dem Zeitpunkt bei der [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] (KfW) für Infrastrukturfinanzierung verantwortlich, Droste gilt als Kapitalmarktspezialist der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;&amp;gt;impulse - Das Magazin für Unternehmer - Geheimsache PPP - Print Ausgabe 02/12&amp;lt;/ref&amp;gt; Involviert in den Ausarbeitungsprozess waren demnach ausschließlich Akteure und Vertreter die im Interesse von Unternehmen arbeiten für die PPP-Projekte ein profitablen Markt darstellen. Die Involvierung der [[IFD]] reiht sich in dieses Bild ein. Droste bezeichnet letztlich den Beschluss zur Umsetzung des Konzepts wie folgt: &amp;quot;Letztlich war es ein Abnicken.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt; So entstand eine Agentur, die sich nach außen hin als &amp;quot;unabhängig&amp;quot; gibt, von ihrer Struktur, Besetzung und Konzipierung jedoch maßgeschneidert auf die Interessen der Industrie ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenkonflikte &amp;amp; personelle Verflechtung ===&lt;br /&gt;
Die personelle Besetzung der ÖPP Deutschland AG, die Verflechtung mit Gesellschaftern derselben sowie mit Ministerien stößt auf weitere Kritik. [[Johannes Schuy]], ehemaliges Vorstandsmitglied ÖPP Deutschland AG, war schon als Vertreter des [[Bundesfinanzministerium]] bei Vorbereitungstreffen zur Gründung der Agentur anwesend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; Er war dort Leiter des Haushaltsbereichs Investitionshaushalte und der Projektarbeitsgruppe ÖPP. Darüber hinaus war er tätig im Aufsichtsrat eines ÖPP-Start-up Unternehmens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt; Das weitere Vorstandsmitglied Bernhard Kulle war zuvor Vorstandsmitglied der [[Hochtief]] Concessions AG, ein Gesellschafter der ÖPP Deutschland AG.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Franz Drey]], der im Aufsichtsrat der ÖPP Deutschland AG sitzt, ist ebenso stellv. Chefredakteur des Behörden Spiegel, eine Zeitschrift für den öffentlichen Dienst mit einer Auflage von ca. 100.000 Exemplaren. Der Behörden Spiegel verleiht den Innovationspreis PPP und berichtete ausführlich darüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich wechseln auch Angestellte des [[Bundesfinanzministerium|Bundesfinanzministeriums]] zwischen der Agentur und dem Ministerium hin und her. Der Sprung in die ÖPP Deutschland AG sei &amp;quot;eine Adelung für die Ministerialien&amp;quot;. [[Karl-Heinz Nöhrbaß]] kam 2009 als Referent aus dem BMF in die Agentur, wurde dort Prokurist und kehrte 2011 wieder als Referatsleiter zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Vorfeld der Gründung der Beratungsagentur gab es auffällige personelle Verflechtungen. Der [[Initiative Finanzstandort Deutschland|IFD]] führte 2008 [[Torsten Albig]] als Kontakt für die &amp;quot;PR-Steuerungsgruppe&amp;quot;. Der heutige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein war gleichzeitig als Pressesprecher für den damaligen Bundesfinanzminister [[Peer Steinbrück]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/35/35074/35074_3.pdf Presseinformation - IFD] heise.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Laut einem Protokoll des IFD wurde unter anderem von Vertretern der öffentlichen Hand empfohlen, Mitarbeiter der Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft an die ÖPP Deutschland AG zu entsenden. Demnach wurde also ein Personalwechsel vorgeschlagen, in dem Mitarbeiter von Unternehmen kommen, die von der Arbeit und den Beratungsempfehlungen der ÖPP Deutschland AG profitieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;  Auf die Frage, wie sicher gestellt wurde, dass Interessenkonflikte ausgeschlossen werden können, antwortete die Bundesregierung darauf wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Rechtskonstruktion der PD [ÖPP, Anm.] wurde so gewählt, dass die privaten Gesellschafter der PD in keine vergaberechtliche unzulässige Projektanstellungen geraten und nicht gemäß § 16 der Vergabeverordnung (VgV - ausgeschlossene Personen) von der Mitwirkung am Vergabeverfahren ausgeschlossen werden. Diese Bedingungen wurden durch eine Reihe von Maßnahmen sichergestellt:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine unmittelbare gesellschaftsrechtliche Beteiligung der   &lt;br /&gt;
           ''Privaten an der PD;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine arbeitsrechtliche Verbundenheit von PD-Mitarbeitern oder &lt;br /&gt;
           ''Aufsichtsräten mit an der BTG beteiligten Firmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Mitarbeiter der PD haben sich schriftlich zur Vertraulichkeit &lt;br /&gt;
           ''verpflichtet. Damit ist die Weitergabe von Insider-Informationen an &lt;br /&gt;
           ''Gesellschafter ausgeschlossen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Schritte und Vorgänge im jeweiligen Vergabeverfahren werden &lt;br /&gt;
           ''ausführlich dokumentiert.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/018/1701824.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/1824 - 21.05.2010] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 23.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftlichkeitsgutachten vs. Rechnungshofberichte ===&lt;br /&gt;
Bevor ein PPP-Projekt durchgeführt wird und die öffentliche Hand sich 30 Jahre an ein oder mehrere private Unternehmen bindet, muss festgestellt werden, dass die Variante tatsächlich günstiger ist, als das Projekt in Eigenregie durch zu führen. Dafür führt die ÖPP Deutschland AG Wirtschaftlichkeitsgutachten durch. Gegenüber dem Magazin &amp;quot;impulse&amp;quot; bewertet der Prof. Holger Mühlenkamp die Wirtschaftlichkeitsgutachen wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Diese sogenannten Nachweise der Wirtschaftlichkeit sind nichts anderes als Modellrechnungen... Meiner Einschätzung nach basieren diese Prognosen großteils auf nicht nachvollziehbaren Annahmen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem würden sich methodische Fehler fast immer zugunsten der Privaten auswirken. Mühlenkamp spricht von &amp;quot;Schönfärberei&amp;quot;. Die ÖPP Deutschland AG hat ein Standardtool für PPP-Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen entwickelt. Dies besteht aus einer Excel-Tabelle mit 300 000 Formeln und man könne damit jedes PPP &amp;quot;wirtschaftlich rechnen&amp;quot;, wenn man an den richtigen Stellschrauben drehe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Schuy beziffert den durchschnittlichen Effizienzvorteil der in der Datenbank der ÖPP Deutschland AG beobachteten Projekte auf 14 Prozent. Eine Einsparung von angeblich rund 1 Mrd. Euro. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; fasst verschiedene Kritikpunkte der unterschiedlichen Rechnungshöfe zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Graue Verschuldung&lt;br /&gt;
*Ausschreibung ohne Wirtschaftlichkeitsuntersuchung&lt;br /&gt;
*Unempfindlichkeit gegenüber den Empfehlungen der Rechnungsprüfer; Kostenverschleierung&lt;br /&gt;
*Berechnungen unzutreffend&lt;br /&gt;
*Teure, aber folgenlose Beratung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/wp-content/uploads/2011/12/FB-02-PPP-Rechnungsh%C3%B6fe-Kurzfassung.pdf GiB - Im Visier der Rechnungshöfe] blog.gemeingut.org, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 2011 veröffentlichen gemeinsamen Erfahrungsbericht der Rechnungshöfe zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP-Projekten heißt es abschließend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Erfahrungen der Rechnungshöfe zeigen, dass beim Wirtschaftlichkeitsvergleich vorrangig die konventionelle Beschaffungsvariante mit hohen Risikokosten belegt wird. Über diese Stellschraube der Risikoübernahme lassen sich die geschätzten Kosten der konventionellen Beschaffungsvariante so zielorientiert festlegen, dass der wirtschaftliche Vorteil augenscheinlich aufseiten des ÖPP-Modells liegt und somit die ÖPP-Variante rechnerische Effizienzgewinne ausweist.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;rch1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.rechnungshof-hessen.de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen_hrh/Gemeinsamer_Erfahrungsbericht_zur_Wirtschaftlichkeit_von_OEPP.pdf Gemeinsamer Erfahrungsbericht zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP - Rechnungshöfe] rechnungshof-hessen.de, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Frage, wie die Bundesregierung die ausschließliche Beratung der ÖPP Deutschland AG in Richtung ÖPP begründet, obwohl ÖPP-Projekte teilweise teurer sind als die Eigenverwirklichung, wurde geantwortet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die PD berät die öffentliche Hand neutral und nicht interessengeleitet. Von unwirtschaftlichen ÖPP-Projekten rät sie konsequent ab.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem widersprechen diverse Fallbeispiele wie sie die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; am 04.01.2012 vorstellten und Christian Salewski in seinem Artikel &amp;quot;Die Selbstbediener&amp;quot; thematisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/2012/01/bilanz-12-jahre-ppp/ GiB - Bilanz-12-Jahre-ppp] blog.gemeingut.org, zuletzt aufgerufen am 29.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: ÖPP Deutschland AG und Open Government===&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG erhielt am 13.01.2012 den Auftrag zu einer Studie zur Umsetzung von Open Government in Deutschland. Die Federführung erhält das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme. Die ÖPP Deutschland AG ist zuständig für die Themen Betreibermodell, Geldleistungsmodelle, Governance und Nachhaltigkeit.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das [[Bundesfinanzministerium]] hat den Auftrag zu der Studie erteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/detail/article/pd-gewinnt-mit-fraunhofer-fokus-und-lorenz-von-stein-institut-auftrag-fuer-open-government-studie/ ÖPP Deutschland AG - Pressemitteilung] partnerschaften-deutschland.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verwaltung-innovativ.de/cln_108/nn_2054980/DE/Presse/PM/PresseArchiv/2012/20120113__open__government__studie.html Verwaltung Innovativ - Auftrag für Open-Government-Studie vergeben] verwaltung-innovativ.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Bundesrechnungshof kritisiert ÖPP-Projekte===&lt;br /&gt;
Bei der Untersuchung von sechs Verkehrsprojekten, die mithilfe öffentlich-privater Partnerschaften realisiert wurden, stellte der Bundesrechnungshof deren angebliche Wirtschaftlichkeit in Frage. So seien allein Fünf der Projekte &amp;quot;um insgesamt über 1,9 Millionen Euro teurer, als es eine konventionelle Realisierung gewesen wäre.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-06/bundesrechnungshof-dobrindt-oeffentlich-private-partnerschaften Privater Autobahnbau lohnt sich nicht], Zeit Online vom 12.06.2014, abgerufen am 10.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch kündigte Verkehrsminister [[Alexander Dobrindt]] an, weitere Verkehrsprojekte durch ÖPP planen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder ==&lt;br /&gt;
Gesellschafter der Partnerschaft Deutschland - Berater der öffentlichen Hand GmbH:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Staat hält 100% der Anteile'''&lt;br /&gt;
Seit Dezember 2016 liegt PD zu 100 Prozent in den Händen öffentlicher Gesellschafter. Gesellschafter der PD sind ausschließlich Körperschaften der öffentlichen Hand oder deren Einrichtungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand/Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable-leftonly&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Bernward Kulle&lt;br /&gt;
||zuletzt Vorstandsmitglied bei der [[Hochtief]] Concessions AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||ab 12/2016 [[Stéphane Beemelmans]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/beemelmans-wird-neuer-vorstand-der-oepp-deutschland-343542161 Beemelmans wird neuer Vorstand der ÖPP Deutschland] P&amp;amp;K, abgerufen am 24.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* zuvor Geschäftsführer der Lobby-Agentur [[EUTOP| EUTOP Berlin]]&lt;br /&gt;
* davor Beamteter Staatsekretär im [[Bundesverteidigungsministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Claus Wechselmann&lt;br /&gt;
||zuvor Manager bei [[IBM]] Deutschland und [[Siemens]] AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Dr. Norbert Ahrend&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Peter-Roman Persch&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Britta Thiel&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Karl-Heinz Heller&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referatsleiter im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Burkhard Landré&lt;br /&gt;
||zuvor Berater der Öffentlichen Hand als Senior Manager bei [[PricewaterhouseCoopers]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.xing.com/profile/Burkhard_Landre Burkhard Landré], Website XING-Netzwerk, abgerufen am 18. 3. 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Senior Manager&lt;br /&gt;
||u.a. Michael Vahlert&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referent im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Januar 2017) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/management/ Geschäftsleitung der ÖPP Deutschland AG], abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die öffentliche Hand&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner Gatzer (Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| [[Bundesfinanzministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Iris Gleicke, [[SPD]]&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Wirtschaft und Energie]], Parlamentarische Staatssekretärin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gunther Adler&lt;br /&gt;
| [[Bundesumweltministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jens-Markus Offermann&lt;br /&gt;
| Hessisches Finanzministerium, Leiter PPP-Kompetenzzentrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verena Göppert&lt;br /&gt;
| [[Deutscher Städtetag]], Beigeordnete&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dr. Katrin Suder&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Verteidigung]] beamtete Staatssekretärin, frühere Unternehmensberaterin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die Privatwirtschaft&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Otto Bernhardt]] (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[PKS Kommunikations- und Strategieberatung]], Partner&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gerhard Becher&lt;br /&gt;
| Becher GmbH &amp;amp; Co KG, Vorsitzender des Beirats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Prof. Dr. Marc Hansmann&lt;br /&gt;
| Stadtwerke Hannover AG, Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Februar 2017 ) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/aufsichtsrat/ Mitglieder des Aufsichtsrats der ÖPP Deutschland AG] abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
*Das Startkapital von 10 Millionen Euro stammt von der Bundesregierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Laut ihrer Selbstdarstellung ist der Geschäftszweck der ÖPP Deutschland AG, den Markt für wirtschaftliche Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) in Deutschland zu öffnen.&lt;br /&gt;
Dazu berät sie ausschließlich öffentliche Auftraggeber (Bund, Länder, Gemeinden u. a.).&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/ ÖPP-Webseite - Wer wir sind] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG wurde am 11. November 2008 gegründet und ist seit Anfang 2009 operativ tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/faq/#c30 ÖPP-Webseite - Häufig gestellte Fragen zur PD] abgerufen am 30.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzlobbyorganisation [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) hatte schon Mitte 2007 ein ausgearbeitetes Konzept für die Agentur, dieses wurde dann 2008 ohne große Änderungen vom Bund umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.impulse.de/unternehmen/:impulse-exklusiv--Wer-von-PPP-Projekten-wirklich-profitiert/1027187.html impulse - Wer von PPP wirklich profitiert] letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[IFD]] beauftrage die Wirtschaftskanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] mit der juristischen Konstruktion der ÖPP Deutschland AG. Die Kanzlei legt am 05.07.2007 ein 229-seitiges Gutachten vor, worin es unter anderem darum geht, wie für die Kommunen die Beratung durch die ÖPP Deutschland AG nahezu zum Zwang wird. Vertreter der kommunalen Spitzenverbände unterzeichnen demnach eine &amp;quot;Rahmenvereinbarung&amp;quot; mit der ÖPP Deutschland AG. Die Kommunen können dann bei allen Partnerprojekten &amp;quot;möglichst unkompliziert und u. U. sehr schnell ohne vorherige, ggf. europaweite Ausschreibung der Beraterleistung auf die PDG zurückgreifen.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freshfields-Gutachten beschreibt, wie die gesetzliche Aufsicht über PPP-Projekte ausgehebelt werden kann. Es schlägt vor, &amp;quot;dass im Falle einer PDG-Beratung keine weiteren Prüf- und Kontrollerfordernisse mehr erforderlich werden&amp;quot;. Auch bezogen auf die Rechnungshöfe gibt es einen Vorschlag: &amp;quot;Danach kann der Bundesrechnungshof nach seinem Ermessen die Prüfung beschränken und Rechnungen ungeprüft lassen. Entsprechende Vorschriften gibt es auf Länderebene.&amp;quot; Die Anregung: &amp;quot;dass der jeweilige Rechnungshof z. B. auf eine Überprüfung der Wirtschaftlichkeitsberechnung … verzichten kann, weil er keinen Anlass für die Fehlerhaftigkeit der Berechnung der PDG sieht und von deren Fehlerlosigkeit ausgeht&amp;quot;. Und zusammenfassend: &amp;quot;Die Zertifizierungswirkung gegenüber den Kommunalaufsichten könnte sich dahingehend entfalten, dass die Kommunalaufsicht bei PPP-Projekten, die von der PDG beraten wurden, ihren Prüfungsmaßstab verringert oder diesen PPP-Projekte grundsätzlich ohne Prüfung zustimmt.&amp;quot; Die Innenministerien der Länder könnten eine Weisung erteilen: &amp;quot;Die Prüfaufsicht könnte also durch Verwaltungsvorschrift beschränkt werden.&amp;quot; &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit (Stand September 2015) gibt es rund 230 PPP-Projekte in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ppp-projektdatenbank.de/index.php?id=9 PPP-Projektdatenbank], abgerufen am 01.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage vom 30.11.2011, hat die ÖPP Deutschland AG im Zeitraum von 2009 bis bis Oktober 2011 insgesamt 21 Projekte im Aufrag des Bundes oder sonstiger Bundeseinrichtungen mit einem Umsatzvolumen von 2.866.739 Euro bearbeitet.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/17/080/1708050.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/8050 - 30.11.2011] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Teil wurden diese Aufträge unter Inanspruchnahme der mit dem Bund geschlossenen Rahmenvereinbarung vergeben, der Rest ging im Wettbewerb an die Agentur. Darüber hinaus heißt es unter anderem zu weiteren Informationen zu den vergebenen Aufträgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Eine genaue Bezeichnung der Aufträge und ihrer Beratungsvolumina stellen schützenswerte Geschäftsgeheimnisse der ÖPP Deutschland AG dar, da sie Konkurrenten Einblicke in die Geschäftsbeziehungen der ÖPP Deutschland AG, ihre Auslastungslage und die interne Kostenkalkulation eröffnen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Unterstützung für die Ausarbeitung eines Konzepts wurde von [[McKinsey]] geleistet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Kritiker sagen, mit der ÖPP Deutschland AG würde erstmals der Staat für den Lobbyismus der Industrie selbst aufkommen“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bau- und Immobilienlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41319</id>
		<title>PD – Berater der öffentlichen Hand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41319"/>
		<updated>2017-06-21T10:42:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Struktur, Geschäftsfelder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  ÖPP Deutschland AG &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ÖPP Deutschland-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.partnerschaften-deutschland.de www.partnerschaften-deutschland.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''ÖPP Deutschland AG''' (auch '''Partnerschaften Deutschland''') ist eine Agentur, die Städte, Kommunen, Länder und den Bund zu Privatisierungen gemeinschaftlichen Eigentums, der sogenannten &amp;quot;Öffentlich-privaten Partnerschaften&amp;quot; (ÖPP); auch [[Public Private Partnership|Public Private Partnerships (PPP)]] genannt, berät. An der ÖPP Deutschland AG ist der Bund mit der Mehrheit der Anteile beteiligt. Die weiteren Anteile werden von verschiedenen Unternehmen gehalten, die in der PPP-Branche tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beratungsagentur wurde auf Initiative der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) gegründet, einer Lobbyorganisation der Finanzbranche. Das Ziel war, die ÖPP Deutschland AG als eine Art verlässlichen PPP-TÜV mit institutionellem Anstrich zu etablieren, wobei die Beteiligung des [[BMF|Bundesfinanzministeriums]] an der ÖPP Deutschland AG sehr hilfreich war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;amp;dig=2012%2F01%2F28%2Fa0128&amp;amp;cHash=2c0ce527c2 Der Wirtschaftstrojaner] taz.de vom 28.01.2012, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die taz zitiert aus einem am 13.02.2007 erstellten Strategiepapier worin es heißt: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schaffung einer von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand getragenen Beratungsgesellschaft für PPP-Projekte - Arbeitstitel 'Partnerschaften Deutschland GmBH (PDG)' - mit maßgeschneidertem Auftrag und Struktur.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&amp;quot;die enge Anbindung an das [[BMF]]&amp;quot; sei &amp;quot;entscheidend&amp;quot;. Daraus ergebe sich eine &amp;quot;abgeleitete Macht: Die PDG muss Schlagkraft erhalten idealerweise durch die Etablierung von ,abgeleitetem' formalem und informellem Einfluss über vom BMF gesteuerte Anreiz- und Sanktionsmechanismen&amp;quot;, heißt es unverhohlen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Strategiepapier erarbeite Klaus Droste im Auftrag der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD). Droste war Topmanager der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] und maßgeblich an der Konzeptionierung der Agentur beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehungsprozess ===&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Kritikpunkt an der ÖPP Deutschland AG ist die Art und Weise des Entscheidungsprozesses für die Gründung der Agentur. Die Beteiligung und Ausarbeitung des Konzepts von Akteuren aus der PPP-Branche, sowie die nahezu identische spätere Umsetzung vom Bund scheint bei einem Projekt solchen Ausmaßes unangemessen. Mit der Kanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] und der Unternehmensberatung [[McKinsey]] sind zwei Akteure beteiligt, die erstmalig die Idee von Public Private Partnerships in Großbritannien ausgearbeitet und daran mitgewirkt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jungw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2012/02-01/021.php Die neue Reichtumsmaschine] jungewelt.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Federführung beauftragt waren Wolfgang Richter und Klaus Droste. Richter war zu dem Zeitpunkt bei der [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] (KfW) für Infrastrukturfinanzierung verantwortlich, Droste gilt als Kapitalmarktspezialist der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;&amp;gt;impulse - Das Magazin für Unternehmer - Geheimsache PPP - Print Ausgabe 02/12&amp;lt;/ref&amp;gt; Involviert in den Ausarbeitungsprozess waren demnach ausschließlich Akteure und Vertreter die im Interesse von Unternehmen arbeiten für die PPP-Projekte ein profitablen Markt darstellen. Die Involvierung der [[IFD]] reiht sich in dieses Bild ein. Droste bezeichnet letztlich den Beschluss zur Umsetzung des Konzepts wie folgt: &amp;quot;Letztlich war es ein Abnicken.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt; So entstand eine Agentur, die sich nach außen hin als &amp;quot;unabhängig&amp;quot; gibt, von ihrer Struktur, Besetzung und Konzipierung jedoch maßgeschneidert auf die Interessen der Industrie ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenkonflikte &amp;amp; personelle Verflechtung ===&lt;br /&gt;
Die personelle Besetzung der ÖPP Deutschland AG, die Verflechtung mit Gesellschaftern derselben sowie mit Ministerien stößt auf weitere Kritik. [[Johannes Schuy]], ehemaliges Vorstandsmitglied ÖPP Deutschland AG, war schon als Vertreter des [[Bundesfinanzministerium]] bei Vorbereitungstreffen zur Gründung der Agentur anwesend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; Er war dort Leiter des Haushaltsbereichs Investitionshaushalte und der Projektarbeitsgruppe ÖPP. Darüber hinaus war er tätig im Aufsichtsrat eines ÖPP-Start-up Unternehmens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt; Das weitere Vorstandsmitglied Bernhard Kulle war zuvor Vorstandsmitglied der [[Hochtief]] Concessions AG, ein Gesellschafter der ÖPP Deutschland AG.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Franz Drey]], der im Aufsichtsrat der ÖPP Deutschland AG sitzt, ist ebenso stellv. Chefredakteur des Behörden Spiegel, eine Zeitschrift für den öffentlichen Dienst mit einer Auflage von ca. 100.000 Exemplaren. Der Behörden Spiegel verleiht den Innovationspreis PPP und berichtete ausführlich darüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich wechseln auch Angestellte des [[Bundesfinanzministerium|Bundesfinanzministeriums]] zwischen der Agentur und dem Ministerium hin und her. Der Sprung in die ÖPP Deutschland AG sei &amp;quot;eine Adelung für die Ministerialien&amp;quot;. [[Karl-Heinz Nöhrbaß]] kam 2009 als Referent aus dem BMF in die Agentur, wurde dort Prokurist und kehrte 2011 wieder als Referatsleiter zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Vorfeld der Gründung der Beratungsagentur gab es auffällige personelle Verflechtungen. Der [[Initiative Finanzstandort Deutschland|IFD]] führte 2008 [[Torsten Albig]] als Kontakt für die &amp;quot;PR-Steuerungsgruppe&amp;quot;. Der heutige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein war gleichzeitig als Pressesprecher für den damaligen Bundesfinanzminister [[Peer Steinbrück]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/35/35074/35074_3.pdf Presseinformation - IFD] heise.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Laut einem Protokoll des IFD wurde unter anderem von Vertretern der öffentlichen Hand empfohlen, Mitarbeiter der Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft an die ÖPP Deutschland AG zu entsenden. Demnach wurde also ein Personalwechsel vorgeschlagen, in dem Mitarbeiter von Unternehmen kommen, die von der Arbeit und den Beratungsempfehlungen der ÖPP Deutschland AG profitieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;  Auf die Frage, wie sicher gestellt wurde, dass Interessenkonflikte ausgeschlossen werden können, antwortete die Bundesregierung darauf wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Rechtskonstruktion der PD [ÖPP, Anm.] wurde so gewählt, dass die privaten Gesellschafter der PD in keine vergaberechtliche unzulässige Projektanstellungen geraten und nicht gemäß § 16 der Vergabeverordnung (VgV - ausgeschlossene Personen) von der Mitwirkung am Vergabeverfahren ausgeschlossen werden. Diese Bedingungen wurden durch eine Reihe von Maßnahmen sichergestellt:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine unmittelbare gesellschaftsrechtliche Beteiligung der   &lt;br /&gt;
           ''Privaten an der PD;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine arbeitsrechtliche Verbundenheit von PD-Mitarbeitern oder &lt;br /&gt;
           ''Aufsichtsräten mit an der BTG beteiligten Firmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Mitarbeiter der PD haben sich schriftlich zur Vertraulichkeit &lt;br /&gt;
           ''verpflichtet. Damit ist die Weitergabe von Insider-Informationen an &lt;br /&gt;
           ''Gesellschafter ausgeschlossen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Schritte und Vorgänge im jeweiligen Vergabeverfahren werden &lt;br /&gt;
           ''ausführlich dokumentiert.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/018/1701824.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/1824 - 21.05.2010] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 23.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftlichkeitsgutachten vs. Rechnungshofberichte ===&lt;br /&gt;
Bevor ein PPP-Projekt durchgeführt wird und die öffentliche Hand sich 30 Jahre an ein oder mehrere private Unternehmen bindet, muss festgestellt werden, dass die Variante tatsächlich günstiger ist, als das Projekt in Eigenregie durch zu führen. Dafür führt die ÖPP Deutschland AG Wirtschaftlichkeitsgutachten durch. Gegenüber dem Magazin &amp;quot;impulse&amp;quot; bewertet der Prof. Holger Mühlenkamp die Wirtschaftlichkeitsgutachen wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Diese sogenannten Nachweise der Wirtschaftlichkeit sind nichts anderes als Modellrechnungen... Meiner Einschätzung nach basieren diese Prognosen großteils auf nicht nachvollziehbaren Annahmen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem würden sich methodische Fehler fast immer zugunsten der Privaten auswirken. Mühlenkamp spricht von &amp;quot;Schönfärberei&amp;quot;. Die ÖPP Deutschland AG hat ein Standardtool für PPP-Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen entwickelt. Dies besteht aus einer Excel-Tabelle mit 300 000 Formeln und man könne damit jedes PPP &amp;quot;wirtschaftlich rechnen&amp;quot;, wenn man an den richtigen Stellschrauben drehe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Schuy beziffert den durchschnittlichen Effizienzvorteil der in der Datenbank der ÖPP Deutschland AG beobachteten Projekte auf 14 Prozent. Eine Einsparung von angeblich rund 1 Mrd. Euro. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; fasst verschiedene Kritikpunkte der unterschiedlichen Rechnungshöfe zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Graue Verschuldung&lt;br /&gt;
*Ausschreibung ohne Wirtschaftlichkeitsuntersuchung&lt;br /&gt;
*Unempfindlichkeit gegenüber den Empfehlungen der Rechnungsprüfer; Kostenverschleierung&lt;br /&gt;
*Berechnungen unzutreffend&lt;br /&gt;
*Teure, aber folgenlose Beratung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/wp-content/uploads/2011/12/FB-02-PPP-Rechnungsh%C3%B6fe-Kurzfassung.pdf GiB - Im Visier der Rechnungshöfe] blog.gemeingut.org, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 2011 veröffentlichen gemeinsamen Erfahrungsbericht der Rechnungshöfe zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP-Projekten heißt es abschließend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Erfahrungen der Rechnungshöfe zeigen, dass beim Wirtschaftlichkeitsvergleich vorrangig die konventionelle Beschaffungsvariante mit hohen Risikokosten belegt wird. Über diese Stellschraube der Risikoübernahme lassen sich die geschätzten Kosten der konventionellen Beschaffungsvariante so zielorientiert festlegen, dass der wirtschaftliche Vorteil augenscheinlich aufseiten des ÖPP-Modells liegt und somit die ÖPP-Variante rechnerische Effizienzgewinne ausweist.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;rch1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.rechnungshof-hessen.de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen_hrh/Gemeinsamer_Erfahrungsbericht_zur_Wirtschaftlichkeit_von_OEPP.pdf Gemeinsamer Erfahrungsbericht zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP - Rechnungshöfe] rechnungshof-hessen.de, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Frage, wie die Bundesregierung die ausschließliche Beratung der ÖPP Deutschland AG in Richtung ÖPP begründet, obwohl ÖPP-Projekte teilweise teurer sind als die Eigenverwirklichung, wurde geantwortet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die PD berät die öffentliche Hand neutral und nicht interessengeleitet. Von unwirtschaftlichen ÖPP-Projekten rät sie konsequent ab.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem widersprechen diverse Fallbeispiele wie sie die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; am 04.01.2012 vorstellten und Christian Salewski in seinem Artikel &amp;quot;Die Selbstbediener&amp;quot; thematisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/2012/01/bilanz-12-jahre-ppp/ GiB - Bilanz-12-Jahre-ppp] blog.gemeingut.org, zuletzt aufgerufen am 29.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: ÖPP Deutschland AG und Open Government===&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG erhielt am 13.01.2012 den Auftrag zu einer Studie zur Umsetzung von Open Government in Deutschland. Die Federführung erhält das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme. Die ÖPP Deutschland AG ist zuständig für die Themen Betreibermodell, Geldleistungsmodelle, Governance und Nachhaltigkeit.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das [[Bundesfinanzministerium]] hat den Auftrag zu der Studie erteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/detail/article/pd-gewinnt-mit-fraunhofer-fokus-und-lorenz-von-stein-institut-auftrag-fuer-open-government-studie/ ÖPP Deutschland AG - Pressemitteilung] partnerschaften-deutschland.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verwaltung-innovativ.de/cln_108/nn_2054980/DE/Presse/PM/PresseArchiv/2012/20120113__open__government__studie.html Verwaltung Innovativ - Auftrag für Open-Government-Studie vergeben] verwaltung-innovativ.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Bundesrechnungshof kritisiert ÖPP-Projekte===&lt;br /&gt;
Bei der Untersuchung von sechs Verkehrsprojekten, die mithilfe öffentlich-privater Partnerschaften realisiert wurden, stellte der Bundesrechnungshof deren angebliche Wirtschaftlichkeit in Frage. So seien allein Fünf der Projekte &amp;quot;um insgesamt über 1,9 Millionen Euro teurer, als es eine konventionelle Realisierung gewesen wäre.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-06/bundesrechnungshof-dobrindt-oeffentlich-private-partnerschaften Privater Autobahnbau lohnt sich nicht], Zeit Online vom 12.06.2014, abgerufen am 10.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch kündigte Verkehrsminister [[Alexander Dobrindt]] an, weitere Verkehrsprojekte durch ÖPP planen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder ==&lt;br /&gt;
Gesellschafter der ÖPP Deutschland Aktiengesellschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Staat hält 100% der Anteile'''&lt;br /&gt;
Seit Dezember 2016 liegt PD zu 100 Prozent in den Händen öffentlicher Gesellschafter. Gesellschafter der PD sind ausschließlich Körperschaften der öffentlichen Hand oder deren Einrichtungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand/Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable-leftonly&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Bernward Kulle&lt;br /&gt;
||zuletzt Vorstandsmitglied bei der [[Hochtief]] Concessions AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||ab 12/2016 [[Stéphane Beemelmans]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/beemelmans-wird-neuer-vorstand-der-oepp-deutschland-343542161 Beemelmans wird neuer Vorstand der ÖPP Deutschland] P&amp;amp;K, abgerufen am 24.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* zuvor Geschäftsführer der Lobby-Agentur [[EUTOP| EUTOP Berlin]]&lt;br /&gt;
* davor Beamteter Staatsekretär im [[Bundesverteidigungsministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Claus Wechselmann&lt;br /&gt;
||zuvor Manager bei [[IBM]] Deutschland und [[Siemens]] AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Dr. Norbert Ahrend&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Peter-Roman Persch&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Britta Thiel&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Karl-Heinz Heller&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referatsleiter im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Burkhard Landré&lt;br /&gt;
||zuvor Berater der Öffentlichen Hand als Senior Manager bei [[PricewaterhouseCoopers]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.xing.com/profile/Burkhard_Landre Burkhard Landré], Website XING-Netzwerk, abgerufen am 18. 3. 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Senior Manager&lt;br /&gt;
||u.a. Michael Vahlert&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referent im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Januar 2017) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/management/ Geschäftsleitung der ÖPP Deutschland AG], abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die öffentliche Hand&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner Gatzer (Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| [[Bundesfinanzministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Iris Gleicke, [[SPD]]&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Wirtschaft und Energie]], Parlamentarische Staatssekretärin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gunther Adler&lt;br /&gt;
| [[Bundesumweltministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jens-Markus Offermann&lt;br /&gt;
| Hessisches Finanzministerium, Leiter PPP-Kompetenzzentrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verena Göppert&lt;br /&gt;
| [[Deutscher Städtetag]], Beigeordnete&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dr. Katrin Suder&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Verteidigung]] beamtete Staatssekretärin, frühere Unternehmensberaterin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die Privatwirtschaft&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Otto Bernhardt]] (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[PKS Kommunikations- und Strategieberatung]], Partner&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gerhard Becher&lt;br /&gt;
| Becher GmbH &amp;amp; Co KG, Vorsitzender des Beirats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Prof. Dr. Marc Hansmann&lt;br /&gt;
| Stadtwerke Hannover AG, Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Februar 2017 ) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/aufsichtsrat/ Mitglieder des Aufsichtsrats der ÖPP Deutschland AG] abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
*Das Startkapital von 10 Millionen Euro stammt von der Bundesregierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Laut ihrer Selbstdarstellung ist der Geschäftszweck der ÖPP Deutschland AG, den Markt für wirtschaftliche Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) in Deutschland zu öffnen.&lt;br /&gt;
Dazu berät sie ausschließlich öffentliche Auftraggeber (Bund, Länder, Gemeinden u. a.).&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/ ÖPP-Webseite - Wer wir sind] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG wurde am 11. November 2008 gegründet und ist seit Anfang 2009 operativ tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/faq/#c30 ÖPP-Webseite - Häufig gestellte Fragen zur PD] abgerufen am 30.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzlobbyorganisation [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) hatte schon Mitte 2007 ein ausgearbeitetes Konzept für die Agentur, dieses wurde dann 2008 ohne große Änderungen vom Bund umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.impulse.de/unternehmen/:impulse-exklusiv--Wer-von-PPP-Projekten-wirklich-profitiert/1027187.html impulse - Wer von PPP wirklich profitiert] letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[IFD]] beauftrage die Wirtschaftskanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] mit der juristischen Konstruktion der ÖPP Deutschland AG. Die Kanzlei legt am 05.07.2007 ein 229-seitiges Gutachten vor, worin es unter anderem darum geht, wie für die Kommunen die Beratung durch die ÖPP Deutschland AG nahezu zum Zwang wird. Vertreter der kommunalen Spitzenverbände unterzeichnen demnach eine &amp;quot;Rahmenvereinbarung&amp;quot; mit der ÖPP Deutschland AG. Die Kommunen können dann bei allen Partnerprojekten &amp;quot;möglichst unkompliziert und u. U. sehr schnell ohne vorherige, ggf. europaweite Ausschreibung der Beraterleistung auf die PDG zurückgreifen.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freshfields-Gutachten beschreibt, wie die gesetzliche Aufsicht über PPP-Projekte ausgehebelt werden kann. Es schlägt vor, &amp;quot;dass im Falle einer PDG-Beratung keine weiteren Prüf- und Kontrollerfordernisse mehr erforderlich werden&amp;quot;. Auch bezogen auf die Rechnungshöfe gibt es einen Vorschlag: &amp;quot;Danach kann der Bundesrechnungshof nach seinem Ermessen die Prüfung beschränken und Rechnungen ungeprüft lassen. Entsprechende Vorschriften gibt es auf Länderebene.&amp;quot; Die Anregung: &amp;quot;dass der jeweilige Rechnungshof z. B. auf eine Überprüfung der Wirtschaftlichkeitsberechnung … verzichten kann, weil er keinen Anlass für die Fehlerhaftigkeit der Berechnung der PDG sieht und von deren Fehlerlosigkeit ausgeht&amp;quot;. Und zusammenfassend: &amp;quot;Die Zertifizierungswirkung gegenüber den Kommunalaufsichten könnte sich dahingehend entfalten, dass die Kommunalaufsicht bei PPP-Projekten, die von der PDG beraten wurden, ihren Prüfungsmaßstab verringert oder diesen PPP-Projekte grundsätzlich ohne Prüfung zustimmt.&amp;quot; Die Innenministerien der Länder könnten eine Weisung erteilen: &amp;quot;Die Prüfaufsicht könnte also durch Verwaltungsvorschrift beschränkt werden.&amp;quot; &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit (Stand September 2015) gibt es rund 230 PPP-Projekte in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ppp-projektdatenbank.de/index.php?id=9 PPP-Projektdatenbank], abgerufen am 01.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage vom 30.11.2011, hat die ÖPP Deutschland AG im Zeitraum von 2009 bis bis Oktober 2011 insgesamt 21 Projekte im Aufrag des Bundes oder sonstiger Bundeseinrichtungen mit einem Umsatzvolumen von 2.866.739 Euro bearbeitet.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/17/080/1708050.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/8050 - 30.11.2011] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Teil wurden diese Aufträge unter Inanspruchnahme der mit dem Bund geschlossenen Rahmenvereinbarung vergeben, der Rest ging im Wettbewerb an die Agentur. Darüber hinaus heißt es unter anderem zu weiteren Informationen zu den vergebenen Aufträgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Eine genaue Bezeichnung der Aufträge und ihrer Beratungsvolumina stellen schützenswerte Geschäftsgeheimnisse der ÖPP Deutschland AG dar, da sie Konkurrenten Einblicke in die Geschäftsbeziehungen der ÖPP Deutschland AG, ihre Auslastungslage und die interne Kostenkalkulation eröffnen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Unterstützung für die Ausarbeitung eines Konzepts wurde von [[McKinsey]] geleistet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Kritiker sagen, mit der ÖPP Deutschland AG würde erstmals der Staat für den Lobbyismus der Industrie selbst aufkommen“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bau- und Immobilienlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41318</id>
		<title>PD – Berater der öffentlichen Hand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41318"/>
		<updated>2017-06-21T10:41:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Struktur, Geschäftsfelder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  ÖPP Deutschland AG &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ÖPP Deutschland-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.partnerschaften-deutschland.de www.partnerschaften-deutschland.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''ÖPP Deutschland AG''' (auch '''Partnerschaften Deutschland''') ist eine Agentur, die Städte, Kommunen, Länder und den Bund zu Privatisierungen gemeinschaftlichen Eigentums, der sogenannten &amp;quot;Öffentlich-privaten Partnerschaften&amp;quot; (ÖPP); auch [[Public Private Partnership|Public Private Partnerships (PPP)]] genannt, berät. An der ÖPP Deutschland AG ist der Bund mit der Mehrheit der Anteile beteiligt. Die weiteren Anteile werden von verschiedenen Unternehmen gehalten, die in der PPP-Branche tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beratungsagentur wurde auf Initiative der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) gegründet, einer Lobbyorganisation der Finanzbranche. Das Ziel war, die ÖPP Deutschland AG als eine Art verlässlichen PPP-TÜV mit institutionellem Anstrich zu etablieren, wobei die Beteiligung des [[BMF|Bundesfinanzministeriums]] an der ÖPP Deutschland AG sehr hilfreich war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;amp;dig=2012%2F01%2F28%2Fa0128&amp;amp;cHash=2c0ce527c2 Der Wirtschaftstrojaner] taz.de vom 28.01.2012, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die taz zitiert aus einem am 13.02.2007 erstellten Strategiepapier worin es heißt: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schaffung einer von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand getragenen Beratungsgesellschaft für PPP-Projekte - Arbeitstitel 'Partnerschaften Deutschland GmBH (PDG)' - mit maßgeschneidertem Auftrag und Struktur.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&amp;quot;die enge Anbindung an das [[BMF]]&amp;quot; sei &amp;quot;entscheidend&amp;quot;. Daraus ergebe sich eine &amp;quot;abgeleitete Macht: Die PDG muss Schlagkraft erhalten idealerweise durch die Etablierung von ,abgeleitetem' formalem und informellem Einfluss über vom BMF gesteuerte Anreiz- und Sanktionsmechanismen&amp;quot;, heißt es unverhohlen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Strategiepapier erarbeite Klaus Droste im Auftrag der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD). Droste war Topmanager der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] und maßgeblich an der Konzeptionierung der Agentur beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehungsprozess ===&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Kritikpunkt an der ÖPP Deutschland AG ist die Art und Weise des Entscheidungsprozesses für die Gründung der Agentur. Die Beteiligung und Ausarbeitung des Konzepts von Akteuren aus der PPP-Branche, sowie die nahezu identische spätere Umsetzung vom Bund scheint bei einem Projekt solchen Ausmaßes unangemessen. Mit der Kanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] und der Unternehmensberatung [[McKinsey]] sind zwei Akteure beteiligt, die erstmalig die Idee von Public Private Partnerships in Großbritannien ausgearbeitet und daran mitgewirkt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jungw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2012/02-01/021.php Die neue Reichtumsmaschine] jungewelt.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Federführung beauftragt waren Wolfgang Richter und Klaus Droste. Richter war zu dem Zeitpunkt bei der [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] (KfW) für Infrastrukturfinanzierung verantwortlich, Droste gilt als Kapitalmarktspezialist der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;&amp;gt;impulse - Das Magazin für Unternehmer - Geheimsache PPP - Print Ausgabe 02/12&amp;lt;/ref&amp;gt; Involviert in den Ausarbeitungsprozess waren demnach ausschließlich Akteure und Vertreter die im Interesse von Unternehmen arbeiten für die PPP-Projekte ein profitablen Markt darstellen. Die Involvierung der [[IFD]] reiht sich in dieses Bild ein. Droste bezeichnet letztlich den Beschluss zur Umsetzung des Konzepts wie folgt: &amp;quot;Letztlich war es ein Abnicken.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt; So entstand eine Agentur, die sich nach außen hin als &amp;quot;unabhängig&amp;quot; gibt, von ihrer Struktur, Besetzung und Konzipierung jedoch maßgeschneidert auf die Interessen der Industrie ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenkonflikte &amp;amp; personelle Verflechtung ===&lt;br /&gt;
Die personelle Besetzung der ÖPP Deutschland AG, die Verflechtung mit Gesellschaftern derselben sowie mit Ministerien stößt auf weitere Kritik. [[Johannes Schuy]], ehemaliges Vorstandsmitglied ÖPP Deutschland AG, war schon als Vertreter des [[Bundesfinanzministerium]] bei Vorbereitungstreffen zur Gründung der Agentur anwesend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; Er war dort Leiter des Haushaltsbereichs Investitionshaushalte und der Projektarbeitsgruppe ÖPP. Darüber hinaus war er tätig im Aufsichtsrat eines ÖPP-Start-up Unternehmens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt; Das weitere Vorstandsmitglied Bernhard Kulle war zuvor Vorstandsmitglied der [[Hochtief]] Concessions AG, ein Gesellschafter der ÖPP Deutschland AG.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Franz Drey]], der im Aufsichtsrat der ÖPP Deutschland AG sitzt, ist ebenso stellv. Chefredakteur des Behörden Spiegel, eine Zeitschrift für den öffentlichen Dienst mit einer Auflage von ca. 100.000 Exemplaren. Der Behörden Spiegel verleiht den Innovationspreis PPP und berichtete ausführlich darüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich wechseln auch Angestellte des [[Bundesfinanzministerium|Bundesfinanzministeriums]] zwischen der Agentur und dem Ministerium hin und her. Der Sprung in die ÖPP Deutschland AG sei &amp;quot;eine Adelung für die Ministerialien&amp;quot;. [[Karl-Heinz Nöhrbaß]] kam 2009 als Referent aus dem BMF in die Agentur, wurde dort Prokurist und kehrte 2011 wieder als Referatsleiter zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Vorfeld der Gründung der Beratungsagentur gab es auffällige personelle Verflechtungen. Der [[Initiative Finanzstandort Deutschland|IFD]] führte 2008 [[Torsten Albig]] als Kontakt für die &amp;quot;PR-Steuerungsgruppe&amp;quot;. Der heutige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein war gleichzeitig als Pressesprecher für den damaligen Bundesfinanzminister [[Peer Steinbrück]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/35/35074/35074_3.pdf Presseinformation - IFD] heise.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Laut einem Protokoll des IFD wurde unter anderem von Vertretern der öffentlichen Hand empfohlen, Mitarbeiter der Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft an die ÖPP Deutschland AG zu entsenden. Demnach wurde also ein Personalwechsel vorgeschlagen, in dem Mitarbeiter von Unternehmen kommen, die von der Arbeit und den Beratungsempfehlungen der ÖPP Deutschland AG profitieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;  Auf die Frage, wie sicher gestellt wurde, dass Interessenkonflikte ausgeschlossen werden können, antwortete die Bundesregierung darauf wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Rechtskonstruktion der PD [ÖPP, Anm.] wurde so gewählt, dass die privaten Gesellschafter der PD in keine vergaberechtliche unzulässige Projektanstellungen geraten und nicht gemäß § 16 der Vergabeverordnung (VgV - ausgeschlossene Personen) von der Mitwirkung am Vergabeverfahren ausgeschlossen werden. Diese Bedingungen wurden durch eine Reihe von Maßnahmen sichergestellt:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine unmittelbare gesellschaftsrechtliche Beteiligung der   &lt;br /&gt;
           ''Privaten an der PD;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine arbeitsrechtliche Verbundenheit von PD-Mitarbeitern oder &lt;br /&gt;
           ''Aufsichtsräten mit an der BTG beteiligten Firmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Mitarbeiter der PD haben sich schriftlich zur Vertraulichkeit &lt;br /&gt;
           ''verpflichtet. Damit ist die Weitergabe von Insider-Informationen an &lt;br /&gt;
           ''Gesellschafter ausgeschlossen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Schritte und Vorgänge im jeweiligen Vergabeverfahren werden &lt;br /&gt;
           ''ausführlich dokumentiert.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/018/1701824.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/1824 - 21.05.2010] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 23.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftlichkeitsgutachten vs. Rechnungshofberichte ===&lt;br /&gt;
Bevor ein PPP-Projekt durchgeführt wird und die öffentliche Hand sich 30 Jahre an ein oder mehrere private Unternehmen bindet, muss festgestellt werden, dass die Variante tatsächlich günstiger ist, als das Projekt in Eigenregie durch zu führen. Dafür führt die ÖPP Deutschland AG Wirtschaftlichkeitsgutachten durch. Gegenüber dem Magazin &amp;quot;impulse&amp;quot; bewertet der Prof. Holger Mühlenkamp die Wirtschaftlichkeitsgutachen wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Diese sogenannten Nachweise der Wirtschaftlichkeit sind nichts anderes als Modellrechnungen... Meiner Einschätzung nach basieren diese Prognosen großteils auf nicht nachvollziehbaren Annahmen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem würden sich methodische Fehler fast immer zugunsten der Privaten auswirken. Mühlenkamp spricht von &amp;quot;Schönfärberei&amp;quot;. Die ÖPP Deutschland AG hat ein Standardtool für PPP-Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen entwickelt. Dies besteht aus einer Excel-Tabelle mit 300 000 Formeln und man könne damit jedes PPP &amp;quot;wirtschaftlich rechnen&amp;quot;, wenn man an den richtigen Stellschrauben drehe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Schuy beziffert den durchschnittlichen Effizienzvorteil der in der Datenbank der ÖPP Deutschland AG beobachteten Projekte auf 14 Prozent. Eine Einsparung von angeblich rund 1 Mrd. Euro. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; fasst verschiedene Kritikpunkte der unterschiedlichen Rechnungshöfe zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Graue Verschuldung&lt;br /&gt;
*Ausschreibung ohne Wirtschaftlichkeitsuntersuchung&lt;br /&gt;
*Unempfindlichkeit gegenüber den Empfehlungen der Rechnungsprüfer; Kostenverschleierung&lt;br /&gt;
*Berechnungen unzutreffend&lt;br /&gt;
*Teure, aber folgenlose Beratung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/wp-content/uploads/2011/12/FB-02-PPP-Rechnungsh%C3%B6fe-Kurzfassung.pdf GiB - Im Visier der Rechnungshöfe] blog.gemeingut.org, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 2011 veröffentlichen gemeinsamen Erfahrungsbericht der Rechnungshöfe zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP-Projekten heißt es abschließend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Erfahrungen der Rechnungshöfe zeigen, dass beim Wirtschaftlichkeitsvergleich vorrangig die konventionelle Beschaffungsvariante mit hohen Risikokosten belegt wird. Über diese Stellschraube der Risikoübernahme lassen sich die geschätzten Kosten der konventionellen Beschaffungsvariante so zielorientiert festlegen, dass der wirtschaftliche Vorteil augenscheinlich aufseiten des ÖPP-Modells liegt und somit die ÖPP-Variante rechnerische Effizienzgewinne ausweist.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;rch1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.rechnungshof-hessen.de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen_hrh/Gemeinsamer_Erfahrungsbericht_zur_Wirtschaftlichkeit_von_OEPP.pdf Gemeinsamer Erfahrungsbericht zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP - Rechnungshöfe] rechnungshof-hessen.de, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Frage, wie die Bundesregierung die ausschließliche Beratung der ÖPP Deutschland AG in Richtung ÖPP begründet, obwohl ÖPP-Projekte teilweise teurer sind als die Eigenverwirklichung, wurde geantwortet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die PD berät die öffentliche Hand neutral und nicht interessengeleitet. Von unwirtschaftlichen ÖPP-Projekten rät sie konsequent ab.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem widersprechen diverse Fallbeispiele wie sie die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; am 04.01.2012 vorstellten und Christian Salewski in seinem Artikel &amp;quot;Die Selbstbediener&amp;quot; thematisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/2012/01/bilanz-12-jahre-ppp/ GiB - Bilanz-12-Jahre-ppp] blog.gemeingut.org, zuletzt aufgerufen am 29.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: ÖPP Deutschland AG und Open Government===&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG erhielt am 13.01.2012 den Auftrag zu einer Studie zur Umsetzung von Open Government in Deutschland. Die Federführung erhält das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme. Die ÖPP Deutschland AG ist zuständig für die Themen Betreibermodell, Geldleistungsmodelle, Governance und Nachhaltigkeit.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das [[Bundesfinanzministerium]] hat den Auftrag zu der Studie erteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/detail/article/pd-gewinnt-mit-fraunhofer-fokus-und-lorenz-von-stein-institut-auftrag-fuer-open-government-studie/ ÖPP Deutschland AG - Pressemitteilung] partnerschaften-deutschland.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verwaltung-innovativ.de/cln_108/nn_2054980/DE/Presse/PM/PresseArchiv/2012/20120113__open__government__studie.html Verwaltung Innovativ - Auftrag für Open-Government-Studie vergeben] verwaltung-innovativ.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Bundesrechnungshof kritisiert ÖPP-Projekte===&lt;br /&gt;
Bei der Untersuchung von sechs Verkehrsprojekten, die mithilfe öffentlich-privater Partnerschaften realisiert wurden, stellte der Bundesrechnungshof deren angebliche Wirtschaftlichkeit in Frage. So seien allein Fünf der Projekte &amp;quot;um insgesamt über 1,9 Millionen Euro teurer, als es eine konventionelle Realisierung gewesen wäre.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-06/bundesrechnungshof-dobrindt-oeffentlich-private-partnerschaften Privater Autobahnbau lohnt sich nicht], Zeit Online vom 12.06.2014, abgerufen am 10.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch kündigte Verkehrsminister [[Alexander Dobrindt]] an, weitere Verkehrsprojekte durch ÖPP planen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder ==&lt;br /&gt;
Gesellschafter der ÖPP Deutschland Aktiengesellschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Staat hält 100% der Anteile'''&lt;br /&gt;
Seit Dezember 2016 liegt PD zu 100 Prozent in den Händen öffentlicher Gesellschafter. Gesellschafter der PD sind ausschließlich Körperschaften der öffentlichen Hand oder deren Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand/Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable-leftonly&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Bernward Kulle&lt;br /&gt;
||zuletzt Vorstandsmitglied bei der [[Hochtief]] Concessions AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||ab 12/2016 [[Stéphane Beemelmans]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/beemelmans-wird-neuer-vorstand-der-oepp-deutschland-343542161 Beemelmans wird neuer Vorstand der ÖPP Deutschland] P&amp;amp;K, abgerufen am 24.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* zuvor Geschäftsführer der Lobby-Agentur [[EUTOP| EUTOP Berlin]]&lt;br /&gt;
* davor Beamteter Staatsekretär im [[Bundesverteidigungsministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Claus Wechselmann&lt;br /&gt;
||zuvor Manager bei [[IBM]] Deutschland und [[Siemens]] AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Dr. Norbert Ahrend&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Peter-Roman Persch&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Britta Thiel&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Karl-Heinz Heller&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referatsleiter im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Burkhard Landré&lt;br /&gt;
||zuvor Berater der Öffentlichen Hand als Senior Manager bei [[PricewaterhouseCoopers]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.xing.com/profile/Burkhard_Landre Burkhard Landré], Website XING-Netzwerk, abgerufen am 18. 3. 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Senior Manager&lt;br /&gt;
||u.a. Michael Vahlert&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referent im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Januar 2017) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/management/ Geschäftsleitung der ÖPP Deutschland AG], abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die öffentliche Hand&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner Gatzer (Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| [[Bundesfinanzministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Iris Gleicke, [[SPD]]&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Wirtschaft und Energie]], Parlamentarische Staatssekretärin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gunther Adler&lt;br /&gt;
| [[Bundesumweltministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jens-Markus Offermann&lt;br /&gt;
| Hessisches Finanzministerium, Leiter PPP-Kompetenzzentrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verena Göppert&lt;br /&gt;
| [[Deutscher Städtetag]], Beigeordnete&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dr. Katrin Suder&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Verteidigung]] beamtete Staatssekretärin, frühere Unternehmensberaterin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die Privatwirtschaft&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Otto Bernhardt]] (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[PKS Kommunikations- und Strategieberatung]], Partner&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gerhard Becher&lt;br /&gt;
| Becher GmbH &amp;amp; Co KG, Vorsitzender des Beirats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Prof. Dr. Marc Hansmann&lt;br /&gt;
| Stadtwerke Hannover AG, Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Februar 2017 ) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/aufsichtsrat/ Mitglieder des Aufsichtsrats der ÖPP Deutschland AG] abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
*Das Startkapital von 10 Millionen Euro stammt von der Bundesregierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Laut ihrer Selbstdarstellung ist der Geschäftszweck der ÖPP Deutschland AG, den Markt für wirtschaftliche Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) in Deutschland zu öffnen.&lt;br /&gt;
Dazu berät sie ausschließlich öffentliche Auftraggeber (Bund, Länder, Gemeinden u. a.).&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/ ÖPP-Webseite - Wer wir sind] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG wurde am 11. November 2008 gegründet und ist seit Anfang 2009 operativ tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/faq/#c30 ÖPP-Webseite - Häufig gestellte Fragen zur PD] abgerufen am 30.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzlobbyorganisation [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) hatte schon Mitte 2007 ein ausgearbeitetes Konzept für die Agentur, dieses wurde dann 2008 ohne große Änderungen vom Bund umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.impulse.de/unternehmen/:impulse-exklusiv--Wer-von-PPP-Projekten-wirklich-profitiert/1027187.html impulse - Wer von PPP wirklich profitiert] letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[IFD]] beauftrage die Wirtschaftskanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] mit der juristischen Konstruktion der ÖPP Deutschland AG. Die Kanzlei legt am 05.07.2007 ein 229-seitiges Gutachten vor, worin es unter anderem darum geht, wie für die Kommunen die Beratung durch die ÖPP Deutschland AG nahezu zum Zwang wird. Vertreter der kommunalen Spitzenverbände unterzeichnen demnach eine &amp;quot;Rahmenvereinbarung&amp;quot; mit der ÖPP Deutschland AG. Die Kommunen können dann bei allen Partnerprojekten &amp;quot;möglichst unkompliziert und u. U. sehr schnell ohne vorherige, ggf. europaweite Ausschreibung der Beraterleistung auf die PDG zurückgreifen.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freshfields-Gutachten beschreibt, wie die gesetzliche Aufsicht über PPP-Projekte ausgehebelt werden kann. Es schlägt vor, &amp;quot;dass im Falle einer PDG-Beratung keine weiteren Prüf- und Kontrollerfordernisse mehr erforderlich werden&amp;quot;. Auch bezogen auf die Rechnungshöfe gibt es einen Vorschlag: &amp;quot;Danach kann der Bundesrechnungshof nach seinem Ermessen die Prüfung beschränken und Rechnungen ungeprüft lassen. Entsprechende Vorschriften gibt es auf Länderebene.&amp;quot; Die Anregung: &amp;quot;dass der jeweilige Rechnungshof z. B. auf eine Überprüfung der Wirtschaftlichkeitsberechnung … verzichten kann, weil er keinen Anlass für die Fehlerhaftigkeit der Berechnung der PDG sieht und von deren Fehlerlosigkeit ausgeht&amp;quot;. Und zusammenfassend: &amp;quot;Die Zertifizierungswirkung gegenüber den Kommunalaufsichten könnte sich dahingehend entfalten, dass die Kommunalaufsicht bei PPP-Projekten, die von der PDG beraten wurden, ihren Prüfungsmaßstab verringert oder diesen PPP-Projekte grundsätzlich ohne Prüfung zustimmt.&amp;quot; Die Innenministerien der Länder könnten eine Weisung erteilen: &amp;quot;Die Prüfaufsicht könnte also durch Verwaltungsvorschrift beschränkt werden.&amp;quot; &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit (Stand September 2015) gibt es rund 230 PPP-Projekte in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ppp-projektdatenbank.de/index.php?id=9 PPP-Projektdatenbank], abgerufen am 01.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage vom 30.11.2011, hat die ÖPP Deutschland AG im Zeitraum von 2009 bis bis Oktober 2011 insgesamt 21 Projekte im Aufrag des Bundes oder sonstiger Bundeseinrichtungen mit einem Umsatzvolumen von 2.866.739 Euro bearbeitet.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/17/080/1708050.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/8050 - 30.11.2011] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Teil wurden diese Aufträge unter Inanspruchnahme der mit dem Bund geschlossenen Rahmenvereinbarung vergeben, der Rest ging im Wettbewerb an die Agentur. Darüber hinaus heißt es unter anderem zu weiteren Informationen zu den vergebenen Aufträgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Eine genaue Bezeichnung der Aufträge und ihrer Beratungsvolumina stellen schützenswerte Geschäftsgeheimnisse der ÖPP Deutschland AG dar, da sie Konkurrenten Einblicke in die Geschäftsbeziehungen der ÖPP Deutschland AG, ihre Auslastungslage und die interne Kostenkalkulation eröffnen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Unterstützung für die Ausarbeitung eines Konzepts wurde von [[McKinsey]] geleistet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Kritiker sagen, mit der ÖPP Deutschland AG würde erstmals der Staat für den Lobbyismus der Industrie selbst aufkommen“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bau- und Immobilienlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41317</id>
		<title>PD – Berater der öffentlichen Hand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41317"/>
		<updated>2017-06-21T10:38:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Vorstand/Geschäftsführung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  ÖPP Deutschland AG &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ÖPP Deutschland-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.partnerschaften-deutschland.de www.partnerschaften-deutschland.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''ÖPP Deutschland AG''' (auch '''Partnerschaften Deutschland''') ist eine Agentur, die Städte, Kommunen, Länder und den Bund zu Privatisierungen gemeinschaftlichen Eigentums, der sogenannten &amp;quot;Öffentlich-privaten Partnerschaften&amp;quot; (ÖPP); auch [[Public Private Partnership|Public Private Partnerships (PPP)]] genannt, berät. An der ÖPP Deutschland AG ist der Bund mit der Mehrheit der Anteile beteiligt. Die weiteren Anteile werden von verschiedenen Unternehmen gehalten, die in der PPP-Branche tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beratungsagentur wurde auf Initiative der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) gegründet, einer Lobbyorganisation der Finanzbranche. Das Ziel war, die ÖPP Deutschland AG als eine Art verlässlichen PPP-TÜV mit institutionellem Anstrich zu etablieren, wobei die Beteiligung des [[BMF|Bundesfinanzministeriums]] an der ÖPP Deutschland AG sehr hilfreich war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;amp;dig=2012%2F01%2F28%2Fa0128&amp;amp;cHash=2c0ce527c2 Der Wirtschaftstrojaner] taz.de vom 28.01.2012, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die taz zitiert aus einem am 13.02.2007 erstellten Strategiepapier worin es heißt: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schaffung einer von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand getragenen Beratungsgesellschaft für PPP-Projekte - Arbeitstitel 'Partnerschaften Deutschland GmBH (PDG)' - mit maßgeschneidertem Auftrag und Struktur.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&amp;quot;die enge Anbindung an das [[BMF]]&amp;quot; sei &amp;quot;entscheidend&amp;quot;. Daraus ergebe sich eine &amp;quot;abgeleitete Macht: Die PDG muss Schlagkraft erhalten idealerweise durch die Etablierung von ,abgeleitetem' formalem und informellem Einfluss über vom BMF gesteuerte Anreiz- und Sanktionsmechanismen&amp;quot;, heißt es unverhohlen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Strategiepapier erarbeite Klaus Droste im Auftrag der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD). Droste war Topmanager der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] und maßgeblich an der Konzeptionierung der Agentur beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehungsprozess ===&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Kritikpunkt an der ÖPP Deutschland AG ist die Art und Weise des Entscheidungsprozesses für die Gründung der Agentur. Die Beteiligung und Ausarbeitung des Konzepts von Akteuren aus der PPP-Branche, sowie die nahezu identische spätere Umsetzung vom Bund scheint bei einem Projekt solchen Ausmaßes unangemessen. Mit der Kanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] und der Unternehmensberatung [[McKinsey]] sind zwei Akteure beteiligt, die erstmalig die Idee von Public Private Partnerships in Großbritannien ausgearbeitet und daran mitgewirkt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jungw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2012/02-01/021.php Die neue Reichtumsmaschine] jungewelt.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Federführung beauftragt waren Wolfgang Richter und Klaus Droste. Richter war zu dem Zeitpunkt bei der [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] (KfW) für Infrastrukturfinanzierung verantwortlich, Droste gilt als Kapitalmarktspezialist der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;&amp;gt;impulse - Das Magazin für Unternehmer - Geheimsache PPP - Print Ausgabe 02/12&amp;lt;/ref&amp;gt; Involviert in den Ausarbeitungsprozess waren demnach ausschließlich Akteure und Vertreter die im Interesse von Unternehmen arbeiten für die PPP-Projekte ein profitablen Markt darstellen. Die Involvierung der [[IFD]] reiht sich in dieses Bild ein. Droste bezeichnet letztlich den Beschluss zur Umsetzung des Konzepts wie folgt: &amp;quot;Letztlich war es ein Abnicken.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt; So entstand eine Agentur, die sich nach außen hin als &amp;quot;unabhängig&amp;quot; gibt, von ihrer Struktur, Besetzung und Konzipierung jedoch maßgeschneidert auf die Interessen der Industrie ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenkonflikte &amp;amp; personelle Verflechtung ===&lt;br /&gt;
Die personelle Besetzung der ÖPP Deutschland AG, die Verflechtung mit Gesellschaftern derselben sowie mit Ministerien stößt auf weitere Kritik. [[Johannes Schuy]], ehemaliges Vorstandsmitglied ÖPP Deutschland AG, war schon als Vertreter des [[Bundesfinanzministerium]] bei Vorbereitungstreffen zur Gründung der Agentur anwesend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; Er war dort Leiter des Haushaltsbereichs Investitionshaushalte und der Projektarbeitsgruppe ÖPP. Darüber hinaus war er tätig im Aufsichtsrat eines ÖPP-Start-up Unternehmens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt; Das weitere Vorstandsmitglied Bernhard Kulle war zuvor Vorstandsmitglied der [[Hochtief]] Concessions AG, ein Gesellschafter der ÖPP Deutschland AG.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Franz Drey]], der im Aufsichtsrat der ÖPP Deutschland AG sitzt, ist ebenso stellv. Chefredakteur des Behörden Spiegel, eine Zeitschrift für den öffentlichen Dienst mit einer Auflage von ca. 100.000 Exemplaren. Der Behörden Spiegel verleiht den Innovationspreis PPP und berichtete ausführlich darüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich wechseln auch Angestellte des [[Bundesfinanzministerium|Bundesfinanzministeriums]] zwischen der Agentur und dem Ministerium hin und her. Der Sprung in die ÖPP Deutschland AG sei &amp;quot;eine Adelung für die Ministerialien&amp;quot;. [[Karl-Heinz Nöhrbaß]] kam 2009 als Referent aus dem BMF in die Agentur, wurde dort Prokurist und kehrte 2011 wieder als Referatsleiter zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Vorfeld der Gründung der Beratungsagentur gab es auffällige personelle Verflechtungen. Der [[Initiative Finanzstandort Deutschland|IFD]] führte 2008 [[Torsten Albig]] als Kontakt für die &amp;quot;PR-Steuerungsgruppe&amp;quot;. Der heutige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein war gleichzeitig als Pressesprecher für den damaligen Bundesfinanzminister [[Peer Steinbrück]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/35/35074/35074_3.pdf Presseinformation - IFD] heise.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Laut einem Protokoll des IFD wurde unter anderem von Vertretern der öffentlichen Hand empfohlen, Mitarbeiter der Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft an die ÖPP Deutschland AG zu entsenden. Demnach wurde also ein Personalwechsel vorgeschlagen, in dem Mitarbeiter von Unternehmen kommen, die von der Arbeit und den Beratungsempfehlungen der ÖPP Deutschland AG profitieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;  Auf die Frage, wie sicher gestellt wurde, dass Interessenkonflikte ausgeschlossen werden können, antwortete die Bundesregierung darauf wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Rechtskonstruktion der PD [ÖPP, Anm.] wurde so gewählt, dass die privaten Gesellschafter der PD in keine vergaberechtliche unzulässige Projektanstellungen geraten und nicht gemäß § 16 der Vergabeverordnung (VgV - ausgeschlossene Personen) von der Mitwirkung am Vergabeverfahren ausgeschlossen werden. Diese Bedingungen wurden durch eine Reihe von Maßnahmen sichergestellt:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine unmittelbare gesellschaftsrechtliche Beteiligung der   &lt;br /&gt;
           ''Privaten an der PD;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine arbeitsrechtliche Verbundenheit von PD-Mitarbeitern oder &lt;br /&gt;
           ''Aufsichtsräten mit an der BTG beteiligten Firmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Mitarbeiter der PD haben sich schriftlich zur Vertraulichkeit &lt;br /&gt;
           ''verpflichtet. Damit ist die Weitergabe von Insider-Informationen an &lt;br /&gt;
           ''Gesellschafter ausgeschlossen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Schritte und Vorgänge im jeweiligen Vergabeverfahren werden &lt;br /&gt;
           ''ausführlich dokumentiert.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/018/1701824.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/1824 - 21.05.2010] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 23.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftlichkeitsgutachten vs. Rechnungshofberichte ===&lt;br /&gt;
Bevor ein PPP-Projekt durchgeführt wird und die öffentliche Hand sich 30 Jahre an ein oder mehrere private Unternehmen bindet, muss festgestellt werden, dass die Variante tatsächlich günstiger ist, als das Projekt in Eigenregie durch zu führen. Dafür führt die ÖPP Deutschland AG Wirtschaftlichkeitsgutachten durch. Gegenüber dem Magazin &amp;quot;impulse&amp;quot; bewertet der Prof. Holger Mühlenkamp die Wirtschaftlichkeitsgutachen wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Diese sogenannten Nachweise der Wirtschaftlichkeit sind nichts anderes als Modellrechnungen... Meiner Einschätzung nach basieren diese Prognosen großteils auf nicht nachvollziehbaren Annahmen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem würden sich methodische Fehler fast immer zugunsten der Privaten auswirken. Mühlenkamp spricht von &amp;quot;Schönfärberei&amp;quot;. Die ÖPP Deutschland AG hat ein Standardtool für PPP-Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen entwickelt. Dies besteht aus einer Excel-Tabelle mit 300 000 Formeln und man könne damit jedes PPP &amp;quot;wirtschaftlich rechnen&amp;quot;, wenn man an den richtigen Stellschrauben drehe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Schuy beziffert den durchschnittlichen Effizienzvorteil der in der Datenbank der ÖPP Deutschland AG beobachteten Projekte auf 14 Prozent. Eine Einsparung von angeblich rund 1 Mrd. Euro. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; fasst verschiedene Kritikpunkte der unterschiedlichen Rechnungshöfe zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Graue Verschuldung&lt;br /&gt;
*Ausschreibung ohne Wirtschaftlichkeitsuntersuchung&lt;br /&gt;
*Unempfindlichkeit gegenüber den Empfehlungen der Rechnungsprüfer; Kostenverschleierung&lt;br /&gt;
*Berechnungen unzutreffend&lt;br /&gt;
*Teure, aber folgenlose Beratung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/wp-content/uploads/2011/12/FB-02-PPP-Rechnungsh%C3%B6fe-Kurzfassung.pdf GiB - Im Visier der Rechnungshöfe] blog.gemeingut.org, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 2011 veröffentlichen gemeinsamen Erfahrungsbericht der Rechnungshöfe zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP-Projekten heißt es abschließend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Erfahrungen der Rechnungshöfe zeigen, dass beim Wirtschaftlichkeitsvergleich vorrangig die konventionelle Beschaffungsvariante mit hohen Risikokosten belegt wird. Über diese Stellschraube der Risikoübernahme lassen sich die geschätzten Kosten der konventionellen Beschaffungsvariante so zielorientiert festlegen, dass der wirtschaftliche Vorteil augenscheinlich aufseiten des ÖPP-Modells liegt und somit die ÖPP-Variante rechnerische Effizienzgewinne ausweist.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;rch1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.rechnungshof-hessen.de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen_hrh/Gemeinsamer_Erfahrungsbericht_zur_Wirtschaftlichkeit_von_OEPP.pdf Gemeinsamer Erfahrungsbericht zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP - Rechnungshöfe] rechnungshof-hessen.de, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Frage, wie die Bundesregierung die ausschließliche Beratung der ÖPP Deutschland AG in Richtung ÖPP begründet, obwohl ÖPP-Projekte teilweise teurer sind als die Eigenverwirklichung, wurde geantwortet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die PD berät die öffentliche Hand neutral und nicht interessengeleitet. Von unwirtschaftlichen ÖPP-Projekten rät sie konsequent ab.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem widersprechen diverse Fallbeispiele wie sie die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; am 04.01.2012 vorstellten und Christian Salewski in seinem Artikel &amp;quot;Die Selbstbediener&amp;quot; thematisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/2012/01/bilanz-12-jahre-ppp/ GiB - Bilanz-12-Jahre-ppp] blog.gemeingut.org, zuletzt aufgerufen am 29.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: ÖPP Deutschland AG und Open Government===&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG erhielt am 13.01.2012 den Auftrag zu einer Studie zur Umsetzung von Open Government in Deutschland. Die Federführung erhält das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme. Die ÖPP Deutschland AG ist zuständig für die Themen Betreibermodell, Geldleistungsmodelle, Governance und Nachhaltigkeit.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das [[Bundesfinanzministerium]] hat den Auftrag zu der Studie erteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/detail/article/pd-gewinnt-mit-fraunhofer-fokus-und-lorenz-von-stein-institut-auftrag-fuer-open-government-studie/ ÖPP Deutschland AG - Pressemitteilung] partnerschaften-deutschland.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verwaltung-innovativ.de/cln_108/nn_2054980/DE/Presse/PM/PresseArchiv/2012/20120113__open__government__studie.html Verwaltung Innovativ - Auftrag für Open-Government-Studie vergeben] verwaltung-innovativ.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Bundesrechnungshof kritisiert ÖPP-Projekte===&lt;br /&gt;
Bei der Untersuchung von sechs Verkehrsprojekten, die mithilfe öffentlich-privater Partnerschaften realisiert wurden, stellte der Bundesrechnungshof deren angebliche Wirtschaftlichkeit in Frage. So seien allein Fünf der Projekte &amp;quot;um insgesamt über 1,9 Millionen Euro teurer, als es eine konventionelle Realisierung gewesen wäre.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-06/bundesrechnungshof-dobrindt-oeffentlich-private-partnerschaften Privater Autobahnbau lohnt sich nicht], Zeit Online vom 12.06.2014, abgerufen am 10.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch kündigte Verkehrsminister [[Alexander Dobrindt]] an, weitere Verkehrsprojekte durch ÖPP planen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder ==&lt;br /&gt;
Gesellschafter der ÖPP Deutschland Aktiengesellschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Staat hält 57% der Anteile'''&lt;br /&gt;
*Gesellschafter: Bund, Land Hessen, Land Mecklenburg-Vorpommern, Land Nordrhein-Westfalen, Land Schleswig-Holstein, [[Deutscher Landkreistag]], [[Deutscher Städtetag]], [[Deutscher Städte- und Gemeindebund]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Privatwirtschaft hält 43% der Anteile'''&lt;br /&gt;
*ca. 70 Firmen, u.a.: [[Deutsche Bank]], [[Commerzbank]], [[Deutscher Sparkassen- und Giroverband]], [[Bundesverband Public Private Partnership]], [[Bertelsmann SE|Bertelsmann]]-Tochter Arvato, [[Bilfinger Berger]], [[Dussmann Service]], [[Hochtief]] Concessions AG, [[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/gesellschafter-der-beteiligungsgesellschaft/ ÖPP-Webseite] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand/Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable-leftonly&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Bernward Kulle&lt;br /&gt;
||zuletzt Vorstandsmitglied bei der [[Hochtief]] Concessions AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||ab 12/2016 [[Stéphane Beemelmans]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/beemelmans-wird-neuer-vorstand-der-oepp-deutschland-343542161 Beemelmans wird neuer Vorstand der ÖPP Deutschland] P&amp;amp;K, abgerufen am 24.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* zuvor Geschäftsführer der Lobby-Agentur [[EUTOP| EUTOP Berlin]]&lt;br /&gt;
* davor Beamteter Staatsekretär im [[Bundesverteidigungsministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Claus Wechselmann&lt;br /&gt;
||zuvor Manager bei [[IBM]] Deutschland und [[Siemens]] AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Dr. Norbert Ahrend&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Peter-Roman Persch&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Britta Thiel&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Karl-Heinz Heller&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referatsleiter im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Burkhard Landré&lt;br /&gt;
||zuvor Berater der Öffentlichen Hand als Senior Manager bei [[PricewaterhouseCoopers]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.xing.com/profile/Burkhard_Landre Burkhard Landré], Website XING-Netzwerk, abgerufen am 18. 3. 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Senior Manager&lt;br /&gt;
||u.a. Michael Vahlert&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referent im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Januar 2017) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/management/ Geschäftsleitung der ÖPP Deutschland AG], abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die öffentliche Hand&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner Gatzer (Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| [[Bundesfinanzministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Iris Gleicke, [[SPD]]&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Wirtschaft und Energie]], Parlamentarische Staatssekretärin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gunther Adler&lt;br /&gt;
| [[Bundesumweltministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jens-Markus Offermann&lt;br /&gt;
| Hessisches Finanzministerium, Leiter PPP-Kompetenzzentrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verena Göppert&lt;br /&gt;
| [[Deutscher Städtetag]], Beigeordnete&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dr. Katrin Suder&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Verteidigung]] beamtete Staatssekretärin, frühere Unternehmensberaterin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die Privatwirtschaft&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Otto Bernhardt]] (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[PKS Kommunikations- und Strategieberatung]], Partner&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gerhard Becher&lt;br /&gt;
| Becher GmbH &amp;amp; Co KG, Vorsitzender des Beirats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Prof. Dr. Marc Hansmann&lt;br /&gt;
| Stadtwerke Hannover AG, Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Februar 2017 ) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/aufsichtsrat/ Mitglieder des Aufsichtsrats der ÖPP Deutschland AG] abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
*Das Startkapital von 10 Millionen Euro stammt von der Bundesregierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Laut ihrer Selbstdarstellung ist der Geschäftszweck der ÖPP Deutschland AG, den Markt für wirtschaftliche Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) in Deutschland zu öffnen.&lt;br /&gt;
Dazu berät sie ausschließlich öffentliche Auftraggeber (Bund, Länder, Gemeinden u. a.).&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/ ÖPP-Webseite - Wer wir sind] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG wurde am 11. November 2008 gegründet und ist seit Anfang 2009 operativ tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/faq/#c30 ÖPP-Webseite - Häufig gestellte Fragen zur PD] abgerufen am 30.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzlobbyorganisation [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) hatte schon Mitte 2007 ein ausgearbeitetes Konzept für die Agentur, dieses wurde dann 2008 ohne große Änderungen vom Bund umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.impulse.de/unternehmen/:impulse-exklusiv--Wer-von-PPP-Projekten-wirklich-profitiert/1027187.html impulse - Wer von PPP wirklich profitiert] letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[IFD]] beauftrage die Wirtschaftskanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] mit der juristischen Konstruktion der ÖPP Deutschland AG. Die Kanzlei legt am 05.07.2007 ein 229-seitiges Gutachten vor, worin es unter anderem darum geht, wie für die Kommunen die Beratung durch die ÖPP Deutschland AG nahezu zum Zwang wird. Vertreter der kommunalen Spitzenverbände unterzeichnen demnach eine &amp;quot;Rahmenvereinbarung&amp;quot; mit der ÖPP Deutschland AG. Die Kommunen können dann bei allen Partnerprojekten &amp;quot;möglichst unkompliziert und u. U. sehr schnell ohne vorherige, ggf. europaweite Ausschreibung der Beraterleistung auf die PDG zurückgreifen.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freshfields-Gutachten beschreibt, wie die gesetzliche Aufsicht über PPP-Projekte ausgehebelt werden kann. Es schlägt vor, &amp;quot;dass im Falle einer PDG-Beratung keine weiteren Prüf- und Kontrollerfordernisse mehr erforderlich werden&amp;quot;. Auch bezogen auf die Rechnungshöfe gibt es einen Vorschlag: &amp;quot;Danach kann der Bundesrechnungshof nach seinem Ermessen die Prüfung beschränken und Rechnungen ungeprüft lassen. Entsprechende Vorschriften gibt es auf Länderebene.&amp;quot; Die Anregung: &amp;quot;dass der jeweilige Rechnungshof z. B. auf eine Überprüfung der Wirtschaftlichkeitsberechnung … verzichten kann, weil er keinen Anlass für die Fehlerhaftigkeit der Berechnung der PDG sieht und von deren Fehlerlosigkeit ausgeht&amp;quot;. Und zusammenfassend: &amp;quot;Die Zertifizierungswirkung gegenüber den Kommunalaufsichten könnte sich dahingehend entfalten, dass die Kommunalaufsicht bei PPP-Projekten, die von der PDG beraten wurden, ihren Prüfungsmaßstab verringert oder diesen PPP-Projekte grundsätzlich ohne Prüfung zustimmt.&amp;quot; Die Innenministerien der Länder könnten eine Weisung erteilen: &amp;quot;Die Prüfaufsicht könnte also durch Verwaltungsvorschrift beschränkt werden.&amp;quot; &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit (Stand September 2015) gibt es rund 230 PPP-Projekte in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ppp-projektdatenbank.de/index.php?id=9 PPP-Projektdatenbank], abgerufen am 01.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage vom 30.11.2011, hat die ÖPP Deutschland AG im Zeitraum von 2009 bis bis Oktober 2011 insgesamt 21 Projekte im Aufrag des Bundes oder sonstiger Bundeseinrichtungen mit einem Umsatzvolumen von 2.866.739 Euro bearbeitet.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/17/080/1708050.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/8050 - 30.11.2011] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Teil wurden diese Aufträge unter Inanspruchnahme der mit dem Bund geschlossenen Rahmenvereinbarung vergeben, der Rest ging im Wettbewerb an die Agentur. Darüber hinaus heißt es unter anderem zu weiteren Informationen zu den vergebenen Aufträgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Eine genaue Bezeichnung der Aufträge und ihrer Beratungsvolumina stellen schützenswerte Geschäftsgeheimnisse der ÖPP Deutschland AG dar, da sie Konkurrenten Einblicke in die Geschäftsbeziehungen der ÖPP Deutschland AG, ihre Auslastungslage und die interne Kostenkalkulation eröffnen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Unterstützung für die Ausarbeitung eines Konzepts wurde von [[McKinsey]] geleistet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Kritiker sagen, mit der ÖPP Deutschland AG würde erstmals der Staat für den Lobbyismus der Industrie selbst aufkommen“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bau- und Immobilienlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41316</id>
		<title>PD – Berater der öffentlichen Hand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41316"/>
		<updated>2017-06-21T10:33:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Vorstand/Geschäftsführung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  ÖPP Deutschland AG &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ÖPP Deutschland-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.partnerschaften-deutschland.de www.partnerschaften-deutschland.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''ÖPP Deutschland AG''' (auch '''Partnerschaften Deutschland''') ist eine Agentur, die Städte, Kommunen, Länder und den Bund zu Privatisierungen gemeinschaftlichen Eigentums, der sogenannten &amp;quot;Öffentlich-privaten Partnerschaften&amp;quot; (ÖPP); auch [[Public Private Partnership|Public Private Partnerships (PPP)]] genannt, berät. An der ÖPP Deutschland AG ist der Bund mit der Mehrheit der Anteile beteiligt. Die weiteren Anteile werden von verschiedenen Unternehmen gehalten, die in der PPP-Branche tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beratungsagentur wurde auf Initiative der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) gegründet, einer Lobbyorganisation der Finanzbranche. Das Ziel war, die ÖPP Deutschland AG als eine Art verlässlichen PPP-TÜV mit institutionellem Anstrich zu etablieren, wobei die Beteiligung des [[BMF|Bundesfinanzministeriums]] an der ÖPP Deutschland AG sehr hilfreich war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;amp;dig=2012%2F01%2F28%2Fa0128&amp;amp;cHash=2c0ce527c2 Der Wirtschaftstrojaner] taz.de vom 28.01.2012, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die taz zitiert aus einem am 13.02.2007 erstellten Strategiepapier worin es heißt: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schaffung einer von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand getragenen Beratungsgesellschaft für PPP-Projekte - Arbeitstitel 'Partnerschaften Deutschland GmBH (PDG)' - mit maßgeschneidertem Auftrag und Struktur.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&amp;quot;die enge Anbindung an das [[BMF]]&amp;quot; sei &amp;quot;entscheidend&amp;quot;. Daraus ergebe sich eine &amp;quot;abgeleitete Macht: Die PDG muss Schlagkraft erhalten idealerweise durch die Etablierung von ,abgeleitetem' formalem und informellem Einfluss über vom BMF gesteuerte Anreiz- und Sanktionsmechanismen&amp;quot;, heißt es unverhohlen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Strategiepapier erarbeite Klaus Droste im Auftrag der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD). Droste war Topmanager der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] und maßgeblich an der Konzeptionierung der Agentur beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehungsprozess ===&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Kritikpunkt an der ÖPP Deutschland AG ist die Art und Weise des Entscheidungsprozesses für die Gründung der Agentur. Die Beteiligung und Ausarbeitung des Konzepts von Akteuren aus der PPP-Branche, sowie die nahezu identische spätere Umsetzung vom Bund scheint bei einem Projekt solchen Ausmaßes unangemessen. Mit der Kanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] und der Unternehmensberatung [[McKinsey]] sind zwei Akteure beteiligt, die erstmalig die Idee von Public Private Partnerships in Großbritannien ausgearbeitet und daran mitgewirkt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jungw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2012/02-01/021.php Die neue Reichtumsmaschine] jungewelt.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Federführung beauftragt waren Wolfgang Richter und Klaus Droste. Richter war zu dem Zeitpunkt bei der [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] (KfW) für Infrastrukturfinanzierung verantwortlich, Droste gilt als Kapitalmarktspezialist der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;&amp;gt;impulse - Das Magazin für Unternehmer - Geheimsache PPP - Print Ausgabe 02/12&amp;lt;/ref&amp;gt; Involviert in den Ausarbeitungsprozess waren demnach ausschließlich Akteure und Vertreter die im Interesse von Unternehmen arbeiten für die PPP-Projekte ein profitablen Markt darstellen. Die Involvierung der [[IFD]] reiht sich in dieses Bild ein. Droste bezeichnet letztlich den Beschluss zur Umsetzung des Konzepts wie folgt: &amp;quot;Letztlich war es ein Abnicken.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt; So entstand eine Agentur, die sich nach außen hin als &amp;quot;unabhängig&amp;quot; gibt, von ihrer Struktur, Besetzung und Konzipierung jedoch maßgeschneidert auf die Interessen der Industrie ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenkonflikte &amp;amp; personelle Verflechtung ===&lt;br /&gt;
Die personelle Besetzung der ÖPP Deutschland AG, die Verflechtung mit Gesellschaftern derselben sowie mit Ministerien stößt auf weitere Kritik. [[Johannes Schuy]], ehemaliges Vorstandsmitglied ÖPP Deutschland AG, war schon als Vertreter des [[Bundesfinanzministerium]] bei Vorbereitungstreffen zur Gründung der Agentur anwesend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; Er war dort Leiter des Haushaltsbereichs Investitionshaushalte und der Projektarbeitsgruppe ÖPP. Darüber hinaus war er tätig im Aufsichtsrat eines ÖPP-Start-up Unternehmens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt; Das weitere Vorstandsmitglied Bernhard Kulle war zuvor Vorstandsmitglied der [[Hochtief]] Concessions AG, ein Gesellschafter der ÖPP Deutschland AG.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Franz Drey]], der im Aufsichtsrat der ÖPP Deutschland AG sitzt, ist ebenso stellv. Chefredakteur des Behörden Spiegel, eine Zeitschrift für den öffentlichen Dienst mit einer Auflage von ca. 100.000 Exemplaren. Der Behörden Spiegel verleiht den Innovationspreis PPP und berichtete ausführlich darüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich wechseln auch Angestellte des [[Bundesfinanzministerium|Bundesfinanzministeriums]] zwischen der Agentur und dem Ministerium hin und her. Der Sprung in die ÖPP Deutschland AG sei &amp;quot;eine Adelung für die Ministerialien&amp;quot;. [[Karl-Heinz Nöhrbaß]] kam 2009 als Referent aus dem BMF in die Agentur, wurde dort Prokurist und kehrte 2011 wieder als Referatsleiter zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Vorfeld der Gründung der Beratungsagentur gab es auffällige personelle Verflechtungen. Der [[Initiative Finanzstandort Deutschland|IFD]] führte 2008 [[Torsten Albig]] als Kontakt für die &amp;quot;PR-Steuerungsgruppe&amp;quot;. Der heutige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein war gleichzeitig als Pressesprecher für den damaligen Bundesfinanzminister [[Peer Steinbrück]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/35/35074/35074_3.pdf Presseinformation - IFD] heise.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Laut einem Protokoll des IFD wurde unter anderem von Vertretern der öffentlichen Hand empfohlen, Mitarbeiter der Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft an die ÖPP Deutschland AG zu entsenden. Demnach wurde also ein Personalwechsel vorgeschlagen, in dem Mitarbeiter von Unternehmen kommen, die von der Arbeit und den Beratungsempfehlungen der ÖPP Deutschland AG profitieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;  Auf die Frage, wie sicher gestellt wurde, dass Interessenkonflikte ausgeschlossen werden können, antwortete die Bundesregierung darauf wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Rechtskonstruktion der PD [ÖPP, Anm.] wurde so gewählt, dass die privaten Gesellschafter der PD in keine vergaberechtliche unzulässige Projektanstellungen geraten und nicht gemäß § 16 der Vergabeverordnung (VgV - ausgeschlossene Personen) von der Mitwirkung am Vergabeverfahren ausgeschlossen werden. Diese Bedingungen wurden durch eine Reihe von Maßnahmen sichergestellt:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine unmittelbare gesellschaftsrechtliche Beteiligung der   &lt;br /&gt;
           ''Privaten an der PD;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine arbeitsrechtliche Verbundenheit von PD-Mitarbeitern oder &lt;br /&gt;
           ''Aufsichtsräten mit an der BTG beteiligten Firmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Mitarbeiter der PD haben sich schriftlich zur Vertraulichkeit &lt;br /&gt;
           ''verpflichtet. Damit ist die Weitergabe von Insider-Informationen an &lt;br /&gt;
           ''Gesellschafter ausgeschlossen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Schritte und Vorgänge im jeweiligen Vergabeverfahren werden &lt;br /&gt;
           ''ausführlich dokumentiert.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/018/1701824.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/1824 - 21.05.2010] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 23.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftlichkeitsgutachten vs. Rechnungshofberichte ===&lt;br /&gt;
Bevor ein PPP-Projekt durchgeführt wird und die öffentliche Hand sich 30 Jahre an ein oder mehrere private Unternehmen bindet, muss festgestellt werden, dass die Variante tatsächlich günstiger ist, als das Projekt in Eigenregie durch zu führen. Dafür führt die ÖPP Deutschland AG Wirtschaftlichkeitsgutachten durch. Gegenüber dem Magazin &amp;quot;impulse&amp;quot; bewertet der Prof. Holger Mühlenkamp die Wirtschaftlichkeitsgutachen wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Diese sogenannten Nachweise der Wirtschaftlichkeit sind nichts anderes als Modellrechnungen... Meiner Einschätzung nach basieren diese Prognosen großteils auf nicht nachvollziehbaren Annahmen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem würden sich methodische Fehler fast immer zugunsten der Privaten auswirken. Mühlenkamp spricht von &amp;quot;Schönfärberei&amp;quot;. Die ÖPP Deutschland AG hat ein Standardtool für PPP-Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen entwickelt. Dies besteht aus einer Excel-Tabelle mit 300 000 Formeln und man könne damit jedes PPP &amp;quot;wirtschaftlich rechnen&amp;quot;, wenn man an den richtigen Stellschrauben drehe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Schuy beziffert den durchschnittlichen Effizienzvorteil der in der Datenbank der ÖPP Deutschland AG beobachteten Projekte auf 14 Prozent. Eine Einsparung von angeblich rund 1 Mrd. Euro. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; fasst verschiedene Kritikpunkte der unterschiedlichen Rechnungshöfe zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Graue Verschuldung&lt;br /&gt;
*Ausschreibung ohne Wirtschaftlichkeitsuntersuchung&lt;br /&gt;
*Unempfindlichkeit gegenüber den Empfehlungen der Rechnungsprüfer; Kostenverschleierung&lt;br /&gt;
*Berechnungen unzutreffend&lt;br /&gt;
*Teure, aber folgenlose Beratung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/wp-content/uploads/2011/12/FB-02-PPP-Rechnungsh%C3%B6fe-Kurzfassung.pdf GiB - Im Visier der Rechnungshöfe] blog.gemeingut.org, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 2011 veröffentlichen gemeinsamen Erfahrungsbericht der Rechnungshöfe zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP-Projekten heißt es abschließend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Erfahrungen der Rechnungshöfe zeigen, dass beim Wirtschaftlichkeitsvergleich vorrangig die konventionelle Beschaffungsvariante mit hohen Risikokosten belegt wird. Über diese Stellschraube der Risikoübernahme lassen sich die geschätzten Kosten der konventionellen Beschaffungsvariante so zielorientiert festlegen, dass der wirtschaftliche Vorteil augenscheinlich aufseiten des ÖPP-Modells liegt und somit die ÖPP-Variante rechnerische Effizienzgewinne ausweist.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;rch1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.rechnungshof-hessen.de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen_hrh/Gemeinsamer_Erfahrungsbericht_zur_Wirtschaftlichkeit_von_OEPP.pdf Gemeinsamer Erfahrungsbericht zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP - Rechnungshöfe] rechnungshof-hessen.de, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Frage, wie die Bundesregierung die ausschließliche Beratung der ÖPP Deutschland AG in Richtung ÖPP begründet, obwohl ÖPP-Projekte teilweise teurer sind als die Eigenverwirklichung, wurde geantwortet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die PD berät die öffentliche Hand neutral und nicht interessengeleitet. Von unwirtschaftlichen ÖPP-Projekten rät sie konsequent ab.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem widersprechen diverse Fallbeispiele wie sie die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; am 04.01.2012 vorstellten und Christian Salewski in seinem Artikel &amp;quot;Die Selbstbediener&amp;quot; thematisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/2012/01/bilanz-12-jahre-ppp/ GiB - Bilanz-12-Jahre-ppp] blog.gemeingut.org, zuletzt aufgerufen am 29.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: ÖPP Deutschland AG und Open Government===&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG erhielt am 13.01.2012 den Auftrag zu einer Studie zur Umsetzung von Open Government in Deutschland. Die Federführung erhält das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme. Die ÖPP Deutschland AG ist zuständig für die Themen Betreibermodell, Geldleistungsmodelle, Governance und Nachhaltigkeit.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das [[Bundesfinanzministerium]] hat den Auftrag zu der Studie erteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/detail/article/pd-gewinnt-mit-fraunhofer-fokus-und-lorenz-von-stein-institut-auftrag-fuer-open-government-studie/ ÖPP Deutschland AG - Pressemitteilung] partnerschaften-deutschland.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verwaltung-innovativ.de/cln_108/nn_2054980/DE/Presse/PM/PresseArchiv/2012/20120113__open__government__studie.html Verwaltung Innovativ - Auftrag für Open-Government-Studie vergeben] verwaltung-innovativ.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Bundesrechnungshof kritisiert ÖPP-Projekte===&lt;br /&gt;
Bei der Untersuchung von sechs Verkehrsprojekten, die mithilfe öffentlich-privater Partnerschaften realisiert wurden, stellte der Bundesrechnungshof deren angebliche Wirtschaftlichkeit in Frage. So seien allein Fünf der Projekte &amp;quot;um insgesamt über 1,9 Millionen Euro teurer, als es eine konventionelle Realisierung gewesen wäre.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-06/bundesrechnungshof-dobrindt-oeffentlich-private-partnerschaften Privater Autobahnbau lohnt sich nicht], Zeit Online vom 12.06.2014, abgerufen am 10.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch kündigte Verkehrsminister [[Alexander Dobrindt]] an, weitere Verkehrsprojekte durch ÖPP planen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder ==&lt;br /&gt;
Gesellschafter der ÖPP Deutschland Aktiengesellschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Staat hält 57% der Anteile'''&lt;br /&gt;
*Gesellschafter: Bund, Land Hessen, Land Mecklenburg-Vorpommern, Land Nordrhein-Westfalen, Land Schleswig-Holstein, [[Deutscher Landkreistag]], [[Deutscher Städtetag]], [[Deutscher Städte- und Gemeindebund]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Privatwirtschaft hält 43% der Anteile'''&lt;br /&gt;
*ca. 70 Firmen, u.a.: [[Deutsche Bank]], [[Commerzbank]], [[Deutscher Sparkassen- und Giroverband]], [[Bundesverband Public Private Partnership]], [[Bertelsmann SE|Bertelsmann]]-Tochter Arvato, [[Bilfinger Berger]], [[Dussmann Service]], [[Hochtief]] Concessions AG, [[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/gesellschafter-der-beteiligungsgesellschaft/ ÖPP-Webseite] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand/Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable-leftonly&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Bernward Kulle&lt;br /&gt;
||zuletzt Vorstandsmitglied bei der [[Hochtief]] Concessions AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||ab 12/2016 [[Stéphane Beemelmans]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/beemelmans-wird-neuer-vorstand-der-oepp-deutschland-343542161 Beemelmans wird neuer Vorstand der ÖPP Deutschland] P&amp;amp;K, abgerufen am 24.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* zuvor Geschäftsführer der Lobby-Agentur [[EUTOP| EUTOP Berlin]]&lt;br /&gt;
* davor Beamteter Staatsekretär im [[Bundesverteidigungsministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Claus Wechselmann&lt;br /&gt;
||zuvor Manager bei [[IBM]] Deutschland und [[Siemens]] AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Peter-Roman Persch&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Britta Thiel&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Karl-Heinz Heller&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referatsleiter im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Burkhard Landré&lt;br /&gt;
||zuvor Berater der Öffentlichen Hand als Senior Manager bei [[PricewaterhouseCoopers]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.xing.com/profile/Burkhard_Landre Burkhard Landré], Website XING-Netzwerk, abgerufen am 18. 3. 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Senior Manager&lt;br /&gt;
||Michael Vahlert&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referent im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: September 2016) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/management/ Geschäftsleitung der ÖPP Deutschland AG], abgerufen am 24.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die öffentliche Hand&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner Gatzer (Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| [[Bundesfinanzministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Iris Gleicke, [[SPD]]&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Wirtschaft und Energie]], Parlamentarische Staatssekretärin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gunther Adler&lt;br /&gt;
| [[Bundesumweltministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jens-Markus Offermann&lt;br /&gt;
| Hessisches Finanzministerium, Leiter PPP-Kompetenzzentrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verena Göppert&lt;br /&gt;
| [[Deutscher Städtetag]], Beigeordnete&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dr. Katrin Suder&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Verteidigung]] beamtete Staatssekretärin, frühere Unternehmensberaterin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die Privatwirtschaft&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Otto Bernhardt]] (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[PKS Kommunikations- und Strategieberatung]], Partner&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gerhard Becher&lt;br /&gt;
| Becher GmbH &amp;amp; Co KG, Vorsitzender des Beirats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Prof. Dr. Marc Hansmann&lt;br /&gt;
| Stadtwerke Hannover AG, Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Februar 2017 ) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/aufsichtsrat/ Mitglieder des Aufsichtsrats der ÖPP Deutschland AG] abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
*Das Startkapital von 10 Millionen Euro stammt von der Bundesregierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Laut ihrer Selbstdarstellung ist der Geschäftszweck der ÖPP Deutschland AG, den Markt für wirtschaftliche Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) in Deutschland zu öffnen.&lt;br /&gt;
Dazu berät sie ausschließlich öffentliche Auftraggeber (Bund, Länder, Gemeinden u. a.).&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/ ÖPP-Webseite - Wer wir sind] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG wurde am 11. November 2008 gegründet und ist seit Anfang 2009 operativ tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/faq/#c30 ÖPP-Webseite - Häufig gestellte Fragen zur PD] abgerufen am 30.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzlobbyorganisation [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) hatte schon Mitte 2007 ein ausgearbeitetes Konzept für die Agentur, dieses wurde dann 2008 ohne große Änderungen vom Bund umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.impulse.de/unternehmen/:impulse-exklusiv--Wer-von-PPP-Projekten-wirklich-profitiert/1027187.html impulse - Wer von PPP wirklich profitiert] letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[IFD]] beauftrage die Wirtschaftskanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] mit der juristischen Konstruktion der ÖPP Deutschland AG. Die Kanzlei legt am 05.07.2007 ein 229-seitiges Gutachten vor, worin es unter anderem darum geht, wie für die Kommunen die Beratung durch die ÖPP Deutschland AG nahezu zum Zwang wird. Vertreter der kommunalen Spitzenverbände unterzeichnen demnach eine &amp;quot;Rahmenvereinbarung&amp;quot; mit der ÖPP Deutschland AG. Die Kommunen können dann bei allen Partnerprojekten &amp;quot;möglichst unkompliziert und u. U. sehr schnell ohne vorherige, ggf. europaweite Ausschreibung der Beraterleistung auf die PDG zurückgreifen.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freshfields-Gutachten beschreibt, wie die gesetzliche Aufsicht über PPP-Projekte ausgehebelt werden kann. Es schlägt vor, &amp;quot;dass im Falle einer PDG-Beratung keine weiteren Prüf- und Kontrollerfordernisse mehr erforderlich werden&amp;quot;. Auch bezogen auf die Rechnungshöfe gibt es einen Vorschlag: &amp;quot;Danach kann der Bundesrechnungshof nach seinem Ermessen die Prüfung beschränken und Rechnungen ungeprüft lassen. Entsprechende Vorschriften gibt es auf Länderebene.&amp;quot; Die Anregung: &amp;quot;dass der jeweilige Rechnungshof z. B. auf eine Überprüfung der Wirtschaftlichkeitsberechnung … verzichten kann, weil er keinen Anlass für die Fehlerhaftigkeit der Berechnung der PDG sieht und von deren Fehlerlosigkeit ausgeht&amp;quot;. Und zusammenfassend: &amp;quot;Die Zertifizierungswirkung gegenüber den Kommunalaufsichten könnte sich dahingehend entfalten, dass die Kommunalaufsicht bei PPP-Projekten, die von der PDG beraten wurden, ihren Prüfungsmaßstab verringert oder diesen PPP-Projekte grundsätzlich ohne Prüfung zustimmt.&amp;quot; Die Innenministerien der Länder könnten eine Weisung erteilen: &amp;quot;Die Prüfaufsicht könnte also durch Verwaltungsvorschrift beschränkt werden.&amp;quot; &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit (Stand September 2015) gibt es rund 230 PPP-Projekte in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ppp-projektdatenbank.de/index.php?id=9 PPP-Projektdatenbank], abgerufen am 01.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage vom 30.11.2011, hat die ÖPP Deutschland AG im Zeitraum von 2009 bis bis Oktober 2011 insgesamt 21 Projekte im Aufrag des Bundes oder sonstiger Bundeseinrichtungen mit einem Umsatzvolumen von 2.866.739 Euro bearbeitet.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/17/080/1708050.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/8050 - 30.11.2011] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Teil wurden diese Aufträge unter Inanspruchnahme der mit dem Bund geschlossenen Rahmenvereinbarung vergeben, der Rest ging im Wettbewerb an die Agentur. Darüber hinaus heißt es unter anderem zu weiteren Informationen zu den vergebenen Aufträgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Eine genaue Bezeichnung der Aufträge und ihrer Beratungsvolumina stellen schützenswerte Geschäftsgeheimnisse der ÖPP Deutschland AG dar, da sie Konkurrenten Einblicke in die Geschäftsbeziehungen der ÖPP Deutschland AG, ihre Auslastungslage und die interne Kostenkalkulation eröffnen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Unterstützung für die Ausarbeitung eines Konzepts wurde von [[McKinsey]] geleistet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Kritiker sagen, mit der ÖPP Deutschland AG würde erstmals der Staat für den Lobbyismus der Industrie selbst aufkommen“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bau- und Immobilienlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41315</id>
		<title>PD – Berater der öffentlichen Hand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=PD_%E2%80%93_Berater_der_%C3%B6ffentlichen_Hand&amp;diff=41315"/>
		<updated>2017-06-21T10:30:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Aufsichtsrat */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             =  ÖPP Deutschland AG &lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-ÖPP Deutschland-Logo.png|center]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.partnerschaften-deutschland.de www.partnerschaften-deutschland.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''ÖPP Deutschland AG''' (auch '''Partnerschaften Deutschland''') ist eine Agentur, die Städte, Kommunen, Länder und den Bund zu Privatisierungen gemeinschaftlichen Eigentums, der sogenannten &amp;quot;Öffentlich-privaten Partnerschaften&amp;quot; (ÖPP); auch [[Public Private Partnership|Public Private Partnerships (PPP)]] genannt, berät. An der ÖPP Deutschland AG ist der Bund mit der Mehrheit der Anteile beteiligt. Die weiteren Anteile werden von verschiedenen Unternehmen gehalten, die in der PPP-Branche tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beratungsagentur wurde auf Initiative der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) gegründet, einer Lobbyorganisation der Finanzbranche. Das Ziel war, die ÖPP Deutschland AG als eine Art verlässlichen PPP-TÜV mit institutionellem Anstrich zu etablieren, wobei die Beteiligung des [[BMF|Bundesfinanzministeriums]] an der ÖPP Deutschland AG sehr hilfreich war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;amp;dig=2012%2F01%2F28%2Fa0128&amp;amp;cHash=2c0ce527c2 Der Wirtschaftstrojaner] taz.de vom 28.01.2012, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
Die taz zitiert aus einem am 13.02.2007 erstellten Strategiepapier worin es heißt: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schaffung einer von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand getragenen Beratungsgesellschaft für PPP-Projekte - Arbeitstitel 'Partnerschaften Deutschland GmBH (PDG)' - mit maßgeschneidertem Auftrag und Struktur.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&amp;quot;die enge Anbindung an das [[BMF]]&amp;quot; sei &amp;quot;entscheidend&amp;quot;. Daraus ergebe sich eine &amp;quot;abgeleitete Macht: Die PDG muss Schlagkraft erhalten idealerweise durch die Etablierung von ,abgeleitetem' formalem und informellem Einfluss über vom BMF gesteuerte Anreiz- und Sanktionsmechanismen&amp;quot;, heißt es unverhohlen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Strategiepapier erarbeite Klaus Droste im Auftrag der [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD). Droste war Topmanager der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] und maßgeblich an der Konzeptionierung der Agentur beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehungsprozess ===&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Kritikpunkt an der ÖPP Deutschland AG ist die Art und Weise des Entscheidungsprozesses für die Gründung der Agentur. Die Beteiligung und Ausarbeitung des Konzepts von Akteuren aus der PPP-Branche, sowie die nahezu identische spätere Umsetzung vom Bund scheint bei einem Projekt solchen Ausmaßes unangemessen. Mit der Kanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] und der Unternehmensberatung [[McKinsey]] sind zwei Akteure beteiligt, die erstmalig die Idee von Public Private Partnerships in Großbritannien ausgearbeitet und daran mitgewirkt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jungw1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2012/02-01/021.php Die neue Reichtumsmaschine] jungewelt.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Federführung beauftragt waren Wolfgang Richter und Klaus Droste. Richter war zu dem Zeitpunkt bei der [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] (KfW) für Infrastrukturfinanzierung verantwortlich, Droste gilt als Kapitalmarktspezialist der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;&amp;gt;impulse - Das Magazin für Unternehmer - Geheimsache PPP - Print Ausgabe 02/12&amp;lt;/ref&amp;gt; Involviert in den Ausarbeitungsprozess waren demnach ausschließlich Akteure und Vertreter die im Interesse von Unternehmen arbeiten für die PPP-Projekte ein profitablen Markt darstellen. Die Involvierung der [[IFD]] reiht sich in dieses Bild ein. Droste bezeichnet letztlich den Beschluss zur Umsetzung des Konzepts wie folgt: &amp;quot;Letztlich war es ein Abnicken.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt; So entstand eine Agentur, die sich nach außen hin als &amp;quot;unabhängig&amp;quot; gibt, von ihrer Struktur, Besetzung und Konzipierung jedoch maßgeschneidert auf die Interessen der Industrie ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenkonflikte &amp;amp; personelle Verflechtung ===&lt;br /&gt;
Die personelle Besetzung der ÖPP Deutschland AG, die Verflechtung mit Gesellschaftern derselben sowie mit Ministerien stößt auf weitere Kritik. [[Johannes Schuy]], ehemaliges Vorstandsmitglied ÖPP Deutschland AG, war schon als Vertreter des [[Bundesfinanzministerium]] bei Vorbereitungstreffen zur Gründung der Agentur anwesend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt; Er war dort Leiter des Haushaltsbereichs Investitionshaushalte und der Projektarbeitsgruppe ÖPP. Darüber hinaus war er tätig im Aufsichtsrat eines ÖPP-Start-up Unternehmens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt; Das weitere Vorstandsmitglied Bernhard Kulle war zuvor Vorstandsmitglied der [[Hochtief]] Concessions AG, ein Gesellschafter der ÖPP Deutschland AG.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Franz Drey]], der im Aufsichtsrat der ÖPP Deutschland AG sitzt, ist ebenso stellv. Chefredakteur des Behörden Spiegel, eine Zeitschrift für den öffentlichen Dienst mit einer Auflage von ca. 100.000 Exemplaren. Der Behörden Spiegel verleiht den Innovationspreis PPP und berichtete ausführlich darüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich wechseln auch Angestellte des [[Bundesfinanzministerium|Bundesfinanzministeriums]] zwischen der Agentur und dem Ministerium hin und her. Der Sprung in die ÖPP Deutschland AG sei &amp;quot;eine Adelung für die Ministerialien&amp;quot;. [[Karl-Heinz Nöhrbaß]] kam 2009 als Referent aus dem BMF in die Agentur, wurde dort Prokurist und kehrte 2011 wieder als Referatsleiter zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Vorfeld der Gründung der Beratungsagentur gab es auffällige personelle Verflechtungen. Der [[Initiative Finanzstandort Deutschland|IFD]] führte 2008 [[Torsten Albig]] als Kontakt für die &amp;quot;PR-Steuerungsgruppe&amp;quot;. Der heutige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein war gleichzeitig als Pressesprecher für den damaligen Bundesfinanzminister [[Peer Steinbrück]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/35/35074/35074_3.pdf Presseinformation - IFD] heise.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Laut einem Protokoll des IFD wurde unter anderem von Vertretern der öffentlichen Hand empfohlen, Mitarbeiter der Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft an die ÖPP Deutschland AG zu entsenden. Demnach wurde also ein Personalwechsel vorgeschlagen, in dem Mitarbeiter von Unternehmen kommen, die von der Arbeit und den Beratungsempfehlungen der ÖPP Deutschland AG profitieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;  Auf die Frage, wie sicher gestellt wurde, dass Interessenkonflikte ausgeschlossen werden können, antwortete die Bundesregierung darauf wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Rechtskonstruktion der PD [ÖPP, Anm.] wurde so gewählt, dass die privaten Gesellschafter der PD in keine vergaberechtliche unzulässige Projektanstellungen geraten und nicht gemäß § 16 der Vergabeverordnung (VgV - ausgeschlossene Personen) von der Mitwirkung am Vergabeverfahren ausgeschlossen werden. Diese Bedingungen wurden durch eine Reihe von Maßnahmen sichergestellt:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine unmittelbare gesellschaftsrechtliche Beteiligung der   &lt;br /&gt;
           ''Privaten an der PD;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- es gibt keine arbeitsrechtliche Verbundenheit von PD-Mitarbeitern oder &lt;br /&gt;
           ''Aufsichtsräten mit an der BTG beteiligten Firmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Mitarbeiter der PD haben sich schriftlich zur Vertraulichkeit &lt;br /&gt;
           ''verpflichtet. Damit ist die Weitergabe von Insider-Informationen an &lt;br /&gt;
           ''Gesellschafter ausgeschlossen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''- alle Schritte und Vorgänge im jeweiligen Vergabeverfahren werden &lt;br /&gt;
           ''ausführlich dokumentiert.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/018/1701824.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/1824 - 21.05.2010] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 23.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftlichkeitsgutachten vs. Rechnungshofberichte ===&lt;br /&gt;
Bevor ein PPP-Projekt durchgeführt wird und die öffentliche Hand sich 30 Jahre an ein oder mehrere private Unternehmen bindet, muss festgestellt werden, dass die Variante tatsächlich günstiger ist, als das Projekt in Eigenregie durch zu führen. Dafür führt die ÖPP Deutschland AG Wirtschaftlichkeitsgutachten durch. Gegenüber dem Magazin &amp;quot;impulse&amp;quot; bewertet der Prof. Holger Mühlenkamp die Wirtschaftlichkeitsgutachen wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Diese sogenannten Nachweise der Wirtschaftlichkeit sind nichts anderes als Modellrechnungen... Meiner Einschätzung nach basieren diese Prognosen großteils auf nicht nachvollziehbaren Annahmen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem würden sich methodische Fehler fast immer zugunsten der Privaten auswirken. Mühlenkamp spricht von &amp;quot;Schönfärberei&amp;quot;. Die ÖPP Deutschland AG hat ein Standardtool für PPP-Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen entwickelt. Dies besteht aus einer Excel-Tabelle mit 300 000 Formeln und man könne damit jedes PPP &amp;quot;wirtschaftlich rechnen&amp;quot;, wenn man an den richtigen Stellschrauben drehe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Schuy beziffert den durchschnittlichen Effizienzvorteil der in der Datenbank der ÖPP Deutschland AG beobachteten Projekte auf 14 Prozent. Eine Einsparung von angeblich rund 1 Mrd. Euro. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; fasst verschiedene Kritikpunkte der unterschiedlichen Rechnungshöfe zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Graue Verschuldung&lt;br /&gt;
*Ausschreibung ohne Wirtschaftlichkeitsuntersuchung&lt;br /&gt;
*Unempfindlichkeit gegenüber den Empfehlungen der Rechnungsprüfer; Kostenverschleierung&lt;br /&gt;
*Berechnungen unzutreffend&lt;br /&gt;
*Teure, aber folgenlose Beratung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/wp-content/uploads/2011/12/FB-02-PPP-Rechnungsh%C3%B6fe-Kurzfassung.pdf GiB - Im Visier der Rechnungshöfe] blog.gemeingut.org, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 2011 veröffentlichen gemeinsamen Erfahrungsbericht der Rechnungshöfe zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP-Projekten heißt es abschließend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Erfahrungen der Rechnungshöfe zeigen, dass beim Wirtschaftlichkeitsvergleich vorrangig die konventionelle Beschaffungsvariante mit hohen Risikokosten belegt wird. Über diese Stellschraube der Risikoübernahme lassen sich die geschätzten Kosten der konventionellen Beschaffungsvariante so zielorientiert festlegen, dass der wirtschaftliche Vorteil augenscheinlich aufseiten des ÖPP-Modells liegt und somit die ÖPP-Variante rechnerische Effizienzgewinne ausweist.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;rch1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.rechnungshof-hessen.de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen_hrh/Gemeinsamer_Erfahrungsbericht_zur_Wirtschaftlichkeit_von_OEPP.pdf Gemeinsamer Erfahrungsbericht zur Wirtschaftlichkeit von ÖPP - Rechnungshöfe] rechnungshof-hessen.de, letzter Zugriff am 24.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Frage, wie die Bundesregierung die ausschließliche Beratung der ÖPP Deutschland AG in Richtung ÖPP begründet, obwohl ÖPP-Projekte teilweise teurer sind als die Eigenverwirklichung, wurde geantwortet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die PD berät die öffentliche Hand neutral und nicht interessengeleitet. Von unwirtschaftlichen ÖPP-Projekten rät sie konsequent ab.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem widersprechen diverse Fallbeispiele wie sie die Bürgerinitiative &amp;quot;Gemeingut in BürgerInnenhand&amp;quot; am 04.01.2012 vorstellten und Christian Salewski in seinem Artikel &amp;quot;Die Selbstbediener&amp;quot; thematisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiB1&amp;quot;&amp;gt;[http://blog.gemeingut.org/2012/01/bilanz-12-jahre-ppp/ GiB - Bilanz-12-Jahre-ppp] blog.gemeingut.org, zuletzt aufgerufen am 29.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;impulseprint&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2012: ÖPP Deutschland AG und Open Government===&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG erhielt am 13.01.2012 den Auftrag zu einer Studie zur Umsetzung von Open Government in Deutschland. Die Federführung erhält das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme. Die ÖPP Deutschland AG ist zuständig für die Themen Betreibermodell, Geldleistungsmodelle, Governance und Nachhaltigkeit.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das [[Bundesfinanzministerium]] hat den Auftrag zu der Studie erteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/detail/article/pd-gewinnt-mit-fraunhofer-fokus-und-lorenz-von-stein-institut-auftrag-fuer-open-government-studie/ ÖPP Deutschland AG - Pressemitteilung] partnerschaften-deutschland.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verwaltung-innovativ.de/cln_108/nn_2054980/DE/Presse/PM/PresseArchiv/2012/20120113__open__government__studie.html Verwaltung Innovativ - Auftrag für Open-Government-Studie vergeben] verwaltung-innovativ.de, abgerufen am 12.03.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2014: Bundesrechnungshof kritisiert ÖPP-Projekte===&lt;br /&gt;
Bei der Untersuchung von sechs Verkehrsprojekten, die mithilfe öffentlich-privater Partnerschaften realisiert wurden, stellte der Bundesrechnungshof deren angebliche Wirtschaftlichkeit in Frage. So seien allein Fünf der Projekte &amp;quot;um insgesamt über 1,9 Millionen Euro teurer, als es eine konventionelle Realisierung gewesen wäre.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-06/bundesrechnungshof-dobrindt-oeffentlich-private-partnerschaften Privater Autobahnbau lohnt sich nicht], Zeit Online vom 12.06.2014, abgerufen am 10.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch kündigte Verkehrsminister [[Alexander Dobrindt]] an, weitere Verkehrsprojekte durch ÖPP planen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur, Geschäftsfelder ==&lt;br /&gt;
Gesellschafter der ÖPP Deutschland Aktiengesellschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Staat hält 57% der Anteile'''&lt;br /&gt;
*Gesellschafter: Bund, Land Hessen, Land Mecklenburg-Vorpommern, Land Nordrhein-Westfalen, Land Schleswig-Holstein, [[Deutscher Landkreistag]], [[Deutscher Städtetag]], [[Deutscher Städte- und Gemeindebund]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Privatwirtschaft hält 43% der Anteile'''&lt;br /&gt;
*ca. 70 Firmen, u.a.: [[Deutsche Bank]], [[Commerzbank]], [[Deutscher Sparkassen- und Giroverband]], [[Bundesverband Public Private Partnership]], [[Bertelsmann SE|Bertelsmann]]-Tochter Arvato, [[Bilfinger Berger]], [[Dussmann Service]], [[Hochtief]] Concessions AG, [[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]]&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/gesellschafter-der-beteiligungsgesellschaft/ ÖPP-Webseite] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand/Geschäftsführung===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable-leftonly&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!| &lt;br /&gt;
!|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Bernward Kulle&lt;br /&gt;
||zuletzt Vorstandsmitglied bei der [[Hochtief]] Concessions AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||ab 11/2016 [[Stéphane Beemelmans]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/beemelmans-wird-neuer-vorstand-der-oepp-deutschland-343542161 Beemelmans wird neuer Vorstand der ÖPP Deutschland] P&amp;amp;K, abgerufen am 24.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* zuvor Geschäftsführer der Lobby-Agentur [[EUTOP| EUTOP Berlin]]&lt;br /&gt;
* davor Beamteter Staatsekretär im [[Bundesverteidigungsministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Vorstand&lt;br /&gt;
||Claus Wechselmann&lt;br /&gt;
||zuvor Manager bei [[IBM]] Deutschland und [[Siemens]] AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Peter-Roman Persch&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Mitglied der Geschäftsleitung&lt;br /&gt;
||Britta Thiel&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Karl-Heinz Heller&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referatsleiter im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Direktor&lt;br /&gt;
||Burkhard Landré&lt;br /&gt;
||zuvor Berater der Öffentlichen Hand als Senior Manager bei [[PricewaterhouseCoopers]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.xing.com/profile/Burkhard_Landre Burkhard Landré], Website XING-Netzwerk, abgerufen am 18. 3. 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Senior Manager&lt;br /&gt;
||Michael Vahlert&lt;br /&gt;
||zuvor langjähriger Referent im [[Bundesfinanzministerium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: September 2016) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/management/ Geschäftsleitung der ÖPP Deutschland AG], abgerufen am 24.09.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Aufsichtsrat&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die öffentliche Hand&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Werner Gatzer (Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| [[Bundesfinanzministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Iris Gleicke, [[SPD]]&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Wirtschaft und Energie]], Parlamentarische Staatssekretärin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gunther Adler&lt;br /&gt;
| [[Bundesumweltministerium]], Beamteter Staatssekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jens-Markus Offermann&lt;br /&gt;
| Hessisches Finanzministerium, Leiter PPP-Kompetenzzentrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verena Göppert&lt;br /&gt;
| [[Deutscher Städtetag]], Beigeordnete&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dr. Katrin Suder&lt;br /&gt;
| [[Bundesministerium für Verteidigung]] beamtete Staatssekretärin, frühere Unternehmensberaterin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;für die Privatwirtschaft&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Otto Bernhardt]] (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* [[PKS Kommunikations- und Strategieberatung]], Partner&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gerhard Becher&lt;br /&gt;
| Becher GmbH &amp;amp; Co KG, Vorsitzender des Beirats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Prof. Dr. Marc Hansmann&lt;br /&gt;
| Stadtwerke Hannover AG, Mitglied des Vorstands&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(Stand: Februar 2017 ) Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/aufsichtsrat/ Mitglieder des Aufsichtsrats der ÖPP Deutschland AG] abgerufen am 21.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen ==&lt;br /&gt;
*Das Startkapital von 10 Millionen Euro stammt von der Bundesregierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
Laut ihrer Selbstdarstellung ist der Geschäftszweck der ÖPP Deutschland AG, den Markt für wirtschaftliche Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) in Deutschland zu öffnen.&lt;br /&gt;
Dazu berät sie ausschließlich öffentliche Auftraggeber (Bund, Länder, Gemeinden u. a.).&amp;lt;ref name=&amp;quot;öppag1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/ ÖPP-Webseite - Wer wir sind] abgerufen am 01.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ÖPP Deutschland AG wurde am 11. November 2008 gegründet und ist seit Anfang 2009 operativ tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/faq/#c30 ÖPP-Webseite - Häufig gestellte Fragen zur PD] abgerufen am 30.01.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzlobbyorganisation [[Initiative Finanzstandort Deutschland]] (IFD) hatte schon Mitte 2007 ein ausgearbeitetes Konzept für die Agentur, dieses wurde dann 2008 ohne große Änderungen vom Bund umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.impulse.de/unternehmen/:impulse-exklusiv--Wer-von-PPP-Projekten-wirklich-profitiert/1027187.html impulse - Wer von PPP wirklich profitiert] letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[IFD]] beauftrage die Wirtschaftskanzlei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]] mit der juristischen Konstruktion der ÖPP Deutschland AG. Die Kanzlei legt am 05.07.2007 ein 229-seitiges Gutachten vor, worin es unter anderem darum geht, wie für die Kommunen die Beratung durch die ÖPP Deutschland AG nahezu zum Zwang wird. Vertreter der kommunalen Spitzenverbände unterzeichnen demnach eine &amp;quot;Rahmenvereinbarung&amp;quot; mit der ÖPP Deutschland AG. Die Kommunen können dann bei allen Partnerprojekten &amp;quot;möglichst unkompliziert und u. U. sehr schnell ohne vorherige, ggf. europaweite Ausschreibung der Beraterleistung auf die PDG zurückgreifen.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freshfields-Gutachten beschreibt, wie die gesetzliche Aufsicht über PPP-Projekte ausgehebelt werden kann. Es schlägt vor, &amp;quot;dass im Falle einer PDG-Beratung keine weiteren Prüf- und Kontrollerfordernisse mehr erforderlich werden&amp;quot;. Auch bezogen auf die Rechnungshöfe gibt es einen Vorschlag: &amp;quot;Danach kann der Bundesrechnungshof nach seinem Ermessen die Prüfung beschränken und Rechnungen ungeprüft lassen. Entsprechende Vorschriften gibt es auf Länderebene.&amp;quot; Die Anregung: &amp;quot;dass der jeweilige Rechnungshof z. B. auf eine Überprüfung der Wirtschaftlichkeitsberechnung … verzichten kann, weil er keinen Anlass für die Fehlerhaftigkeit der Berechnung der PDG sieht und von deren Fehlerlosigkeit ausgeht&amp;quot;. Und zusammenfassend: &amp;quot;Die Zertifizierungswirkung gegenüber den Kommunalaufsichten könnte sich dahingehend entfalten, dass die Kommunalaufsicht bei PPP-Projekten, die von der PDG beraten wurden, ihren Prüfungsmaßstab verringert oder diesen PPP-Projekte grundsätzlich ohne Prüfung zustimmt.&amp;quot; Die Innenministerien der Länder könnten eine Weisung erteilen: &amp;quot;Die Prüfaufsicht könnte also durch Verwaltungsvorschrift beschränkt werden.&amp;quot; &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit (Stand September 2015) gibt es rund 230 PPP-Projekte in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ppp-projektdatenbank.de/index.php?id=9 PPP-Projektdatenbank], abgerufen am 01.09.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage vom 30.11.2011, hat die ÖPP Deutschland AG im Zeitraum von 2009 bis bis Oktober 2011 insgesamt 21 Projekte im Aufrag des Bundes oder sonstiger Bundeseinrichtungen mit einem Umsatzvolumen von 2.866.739 Euro bearbeitet.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/17/080/1708050.pdf Kleine Anfrage - Drucksache 17/8050 - 30.11.2011] dip.bundestag.de, letzter Zugriff am 22.02.2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Teil wurden diese Aufträge unter Inanspruchnahme der mit dem Bund geschlossenen Rahmenvereinbarung vergeben, der Rest ging im Wettbewerb an die Agentur. Darüber hinaus heißt es unter anderem zu weiteren Informationen zu den vergebenen Aufträgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Eine genaue Bezeichnung der Aufträge und ihrer Beratungsvolumina stellen schützenswerte Geschäftsgeheimnisse der ÖPP Deutschland AG dar, da sie Konkurrenten Einblicke in die Geschäftsbeziehungen der ÖPP Deutschland AG, ihre Auslastungslage und die interne Kostenkalkulation eröffnen.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;klanf11&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Unterstützung für die Ausarbeitung eines Konzepts wurde von [[McKinsey]] geleistet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Kritiker sagen, mit der ÖPP Deutschland AG würde erstmals der Staat für den Lobbyismus der Industrie selbst aufkommen“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;taz1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bau- und Immobilienlobby]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Philip_Morris&amp;diff=41308</id>
		<title>Philip Morris</title>
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		<updated>2017-06-20T13:14:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Kurzdarstellung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Philip Morris Int.&lt;br /&gt;
| Branche          = Tabakindustrie&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Vertrieb, Produktion&lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = Lausanne, Schweiz&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = PMI Werk Berlin, Neuköllnische Allee 80, 12057 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 51, Rue Montoyer, B-1000 Brüssel, Belgien&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.pmi.com www.pmi.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Philip Morris International ist ein Tabakkonzern, der sowohl in Deutschland, als auch in der EU intensive Lobbyarbeit betreibt. Das Unternehmen ist in den Lobbyregistern der USA und der EU registriert und veröffentlicht freiwillig alle Zahlungen an Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einträge in Lobbyregistern==&lt;br /&gt;
===[[Lobbyregister EU]]===&lt;br /&gt;
In den Jahren 2010 bis 2015 betrugen die Lobbyausgaben des Konzerns zwischen 10,5 und 12 Millionen Euro. Davon fallen allein fünf Millionen Euro auf das Jahr 2013, in dem auch zehn Lobbyisten beauftragt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 2015 gab der Konzern Lobbyausgaben in Höhe von maximal 1 Millionen Euro an, und beschäftigte fünf Lobbyisten, die zusammen zweieinviertel Vollzeitstellen entsprächen. Alle Lobbyisten haben eine Zugangsberechtigung zum EU-Parlament.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/representative/cb85447517124eecb8071373a7a195f3/philip-morris-international-inc Lobbyfacts PMI] lobbyfacts.eu, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Lobbyregister USA]]===&lt;br /&gt;
PMIs Ausgaben für Lobbying für 2016 werden auf 5,11 Millionen US-Dollar beziffert. Das Unternehmen beschäftigte 24 Lobbyisten, davon waren 19 [[Seitenwechsel|Seitenwechsler]] aus der Politik. In den Jahren 2010 bis 2016 gab der Konzern über 41 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opensecrets.org/lobby/clientsum.php?id=D000055403&amp;amp;year=2016 Philip Morris International], OpenSecrets.org, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyfälle und Kritik==&lt;br /&gt;
===Parteispenden und Sponsoring===&lt;br /&gt;
Philip Morris legt auf seiner US-Website freiwillig seine weltweiten Zahlungen an Parteien offen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/eng/about_us/corporate_contributions/pages/archived_contributions.aspx Corporate Contributions] Philip Morris International, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Spenden umfasst dies auch Zuwendungen, die als Sponsoring bezeichnet werden. Damit ist der Konzern transparenter, als die [[Parteisponsoring|deutsche Gesetzgebung]] verlangt. Empfänger der Zahlungen waren jeweils [[FDP]], [[SPD]], [[CDU]] und [[CSU]], sowie deren parteinahe Organisationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/eng/about_us/corporate_contributions/Pages/archived_contributions.aspx Politische Zuwendungen 2008-2015] Internetauftritt Philip Morris, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[LobbyControl]] wertete 2016 die Angaben des Konzerns aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-und-csu-bekommen-besonders-viel-sponsorengelder-von-philip-morris-a-1124456.html Philip Morris sponsert Parteien im großen Stil] Spiegel Online am 05.12.2016, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ Wie der Tabakkonzern Philip Morris die Parteien sponsert] LobbyControl am 05.12.2016, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei bestätigte sich der vermutete Trend, dass Parteisponsoring die Summen der Parteispenden bei weitem übersteigt, weil Sponsoring nicht der Offenlegungspflicht der Parteien unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Parteispenden]]'''[[Datei:PMI_Spenden_vs_Sponsoring_2010_2015.png|thumb|right|border|390x231px| PMI Sponsoring und Spenden 2010-2015.&amp;lt;br /&amp;gt;Quelle: [https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ LobbyControl] und [http://www.pmi.com/eng/about_us/corporate_contributions/Pages/archived_contributions.aspx Philip Morris]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2010 bis 2015 spendete der Konzern insgesamt über 350.000 € an deutsche Parteien. Auffällig ist dabei die Verdopplung der Spendenhöhe im Wahljahr 2013, als an jede Partei ca. 25.000 € gespendet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Parteisponsoring]]'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 2010 und 2015 verbuchte der Konzern 544.000 € an Sponsoringzahlungen an CDU, CSU, SPD und FDP und deren parteinahe Organisationen.&lt;br /&gt;
2010 beliefen sich die Ausgaben für Sponsoring noch auf 27.000 €, 2015 haben sich die Ausgaben im Vergleich dazu verfünffacht, auf über 150.000 €.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist auch die Verteilung der Summen auf die Parteien. Parteispenden wurden großteils gleichmäßig an jede der vier Parteien gespendet. Beim Sponsoring erhielt die CDU knapp die Hälfte aller Zuwendungen, fast ein Drittel erhielt die SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konzern begründet seine finanziellen Zuwendungen damit, &amp;quot;wie viele andere Organisationen auch, am Dialog mit der Gesellschaft&amp;quot; teilzunehmen und sich &amp;quot;im politischen Raum als Gesprächspartner ein[zubringen].&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-und-csu-bekommen-besonders-viel-sponsorengelder-von-philip-morris-a-1124456.html Philip Morris sponsert Parteien im großen Stil] Spiegel Online am 05.12.2016, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ Hier] LobbyControls ausführliche Analyse der Zahlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbying gegen EU-Tabakrichtlinie===&lt;br /&gt;
Philip Morris setzte sich gegen die Verabschiedung der EU-Tabakrichtlinie ''Tobacco Products Directive'' (TPD) ein, die seit 2015 umgesetzt wird. Das Gesetz ist unter anderem für die Einführung von &amp;quot;Schockbildern&amp;quot; auf Zigarettenverpackungen verantwortlich.&lt;br /&gt;
Die Lobbystrategie von Philip Morris umfasste verschiedene Ansatzpunkte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''Europäische Zivilgesellschaft''====&lt;br /&gt;
Um die europäische Zivilgesellschaft von ihren Belangen zu überzeugen, betrieb PMI die Informationsplattform &amp;quot;Was noch?!&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.was-noch.eu/ Was-Noch.eu] PMI: Informationsplattform für Europäische Bürger, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Seite ist mittlerweile nicht mehr zugänglich, und nur über [https://web-beta.archive.org/web/*/http://www.was-noch.eu/ archive.org] abrufbar.&lt;br /&gt;
Auf der Website konnten Bürger vor den Verhandlungen im Europäischen Parlament E-Mails an Abgeordnete senden, um gegen die &amp;quot;EU-Regulierungswut&amp;quot; zu protestieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.horizont.net/marketing/nachrichten/Online-Initiative-Philip-Morris-startet-Aktionsplattform-gegen-EU-Tabakrichtlinie-115983 Philip Morris startet Aktionsplattform gegen EU-Tabakrichtlinie] Horizont.net, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''EU-Parlament''====&lt;br /&gt;
Um die Abstimmung über eine schärfere Tabakregulierung zu verzögern oder inhaltlich zugunsten der Tabakindustrie zu beeinflussen, setzte das Unternehmen 161 Angestellte und Berater ein, berichtete ''The Guardian'' im Juli 2013. Mit 233 Abgeordneten (31 Prozent) des EU-Parlaments fand zwischen Januar und Juni 2012 mindestens ein Treffen statt. Dafür gab PMI Lobbykosten von ca. 1,5 Millionen Euro an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/business/2013/sep/07/tobacco-philip-morris-millions-delay-eu-legislation Tobacco giant Philip Morris 'spent millions in bid to delay EU legislation'] The Guardian am 07.07.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Laut ''Spiegel'' verfügten die 161 Mitarbeiter ingesamt über 500.000 Euro an Spesen für die Organisation der Treffen und Events.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zigarettenhersteller-philip-morris-legt-liste-von-abgeordneten-an-a-924220.html Die Schnüffler von der Tabaklobby] Spiegel Online am 25.09.2015, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Philip Morris bestätigte die Lobby-Arbeit, wies jedoch auf die eingehaltenen Transparenzregeln der EU hin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/eng/media_center/press_releases/pages/201309090402.aspx Stellungnahme PMI am 09.09.2013] abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2013 veröffentlichte ''Le Parisien'' ein firmeninternes Dokument, das die Offenheit von EU-Parlamentariern für die Anliegen der Tabakkonzerne bewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.leparisien.fr/societe/les-fichiers-secrets-du-lobby-du-tabac-21-09-2013-3156603.php Lobby du tabac: Philip Morris fiche les eurodéputés] Le Parisien am 21.09.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Liste umfasst eine Kurzbiographie sowie Hinweise auf Parteizugehörigkeit und Mitgliedschaften in EU-Ausschüssen. Darüber hinaus sind die Abgeordnetendaten farblich unterlegt: Blau für Sympathisanten, Rot für Gegner der Zigarettenindustrie, Grün für unentschiedene Parlamentarier, deren Haltung eine 'dringende Intervention' erforderlich mache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zigarettenhersteller-philip-morris-legt-liste-von-abgeordneten-an-a-924220.html Geheime Liste von Philip Morris: Die Schnüffler von der Tabaklobby] Spiegel Online am 25.09.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''EU-Kommission''====&lt;br /&gt;
PMI suchte direkten Kontakt zu Entscheidungsträgern in der Europäischen Union, unter anderen mit Mitarbeitern des Generalsekretariats [[José Manuel Barroso|José Manuel Barrosos]] und Mitgliedern seines Kabinetts.Laut ''Spiegel'' fanden zwischen Mitarbeitern der EU-Kommission und Vertretern von Tabakkonzernen 14 verheimlichte Treffen statt.&lt;br /&gt;
Der Konzern stellte dem Generalsekretariat außerdem wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
So beauftragte das Unternehmen beispielsweise die Consulting Firma [[Roland Berger]] mit einer Studie zu den wirtschaftlichen Folgen der neuen Regelungen. So sei laut der Studie von Arbeitsplatzabbau und geringeren Steuereinnahmen auszugehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rolandberger.com/publications/publication_pdf/roland_berger_the_new_tobacco_products_directive_potential_economic_impact_20130424.pdf The New Tobacco Products Directive - Potential Economic Impact] Internetauftritt Roland Berger April 2014, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/business/2013/sep/07/tobacco-philip-morris-millions-delay-eu-legislation Tobacco giant Philip Morris 'spent millions in bid to delay EU legislation'] The Guardian am 07.09.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommission bezeichnete die Kontakte zur Tabaklobby &amp;quot;als Teil der normalen Arbeit&amp;quot;, der auch nicht im Widerspruch zur ''Rahmenkonvention der Tabakkontrolle'' (FCTC) stehe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-128239324.html Saubermänner auf Abwegen] Spiegel Online am 21.07.2014, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die FCTC empfiehlt politischen Institutionen, den Kontakt zu Tabaklobbyisten transparent zu gestalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/80510/1/9789241505185_eng.pdf?ua=1 Guidelines for Implementation Article 5.3] WHO Framework Convention on Tobacco Control, 2013, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''Erfolge der Tabaklobby''====&lt;br /&gt;
Verhindert werden konnte die EU-Tabakrichtlinie nicht: sie trat 2014 in Kraft, und ist seit 20. Mai 2016 geltendes Recht in den EU-Mitgliedstaaten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/health/tobacco/products_de Regulierung von Tabakerzeugnissen] Europäische Kommission, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/health/sites/health/files/tobacco/docs/dir_201440_de.pdf Gesetzestext der EU-Tabakrichtlinie] abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;Trotzdem konnte die Tabakindustrie verschiedene Erfolge erzielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verschiebung der Abstimmung des Europäischen Parlaments auf den 8. Oktober 2013,&lt;br /&gt;
* Reduzierung des Anteils der der Zigarettenpackungsoberfläche, der mit abschreckenden Bildern versehen sein muss, von 75 auf 65 Prozent,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/kommentar/kommentar-tabakrichtlinie-101.html Damit kann die Branche gut leben] Tagesschau.de am 16.05.2016, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Verhinderung von Positiv- und Negativlisten für Inhaltsstoffe, die u.a. auch vom Deutschen Krebsforschungszentrum empfohlen wurden,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vzbv.de/sites/default/files/mediapics/eu_tabakrichtlinie_dkfz_empfehlungen_10_2010.pdf Verbesserung des Jugend- und Verbraucherschutzes durch die Überarbeitung der europäischen Tabakprodukt-Richtlinie] Deutsches Krebsforschungszentrum 2010, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ermöglichung langer Übergangsfristen für aromatische Zusatzstoffe (z.B. Menthol).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-128239324.html Saubermänner auf Abwegen] Spiegel Online am 21.07.2014, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://ec.europa.eu/health/tobacco/products/revision/index_en.htm Hier] finden Sie die primären EU-Dokumente zur EU-Tabakrichtlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterstützung von Zigarettenschmuggel===&lt;br /&gt;
2010 warf die EU-Kommission dem Konzern indirekte Unterstützung von Zigarettenschmuggel vor, indem der Konzern systematisch die Märkte in Osteuropa überbeliefert habe.&lt;br /&gt;
Zwei Klagen der EU-Kommission wurden zuvor in den USA zurückgewiesen, eine weitere Klage an einem europäischen Gericht wurde vorbereitet, als die Einigung des Konzerns mit der EU bekannt gegeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/philip-morris-milliarden-dollar-fuer-den-frieden-mit-bruessel-1.825260 1,3 Milliarden Dollar für den Frieden mit Brüssel], Süddeutsche.de, 17.05.2010, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Inhalt der Einigung war neben der Zahlung von 1,25 Milliarden Dollar auch die Beteiligung des Konzerns am Kampf gegen den Schmuggel von Tabakprodukten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/philip-morris-zahlt-eine-milliarde-euro/530284.html Philip Morris zahlt eine Milliarde Euro] Tagesspiegel, 10.07.2004, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ''WOZ'' kritisierte die Einbindung von Konzernen in die Schmuggelbekämpfung. Allein 2012 habe PMI 15 Millionen Euro an Interpol gespendet. Im Gegenzug nutze Interpol ein von der Tabakindustrie entwickeltes Kontrollsystem, dem mangelnde Effizienz vorgeworfen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.woz.ch/1329/interpol/pharmamillionen-fuer-die-internationale-polizeiarbeit Pharmamillionen für die internationale Polizeiarbeit] WOZ am 18.07.2013, abgerufen am 15.12.2016 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einfluss auf die toxikologische Forschung===&lt;br /&gt;
Der Konzern vergab von 2000 bis 2008 über das ''Philip Morris External Research Program'' zielgerichtet Forschungsgelder an kostenintensive Forschungsprogramme über potenzielle Folgen des Rauchens. So versuchte PMI, Einfluss auf dem wenig umkämpften Forschungsfeld zu erlangen.&lt;br /&gt;
Viele Studien wurden wegen ungenehmer Ergebnisse unter Verschluss gehalten, und wurden erst durch die Veröffentlichgungspflicht für Dokumente von US-Tabakkonzernen öffentlich zugänglich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.industrydocumentslibrary.ucsf.edu/tobacco/about/history/ Historie] Industry Documents Library Tobacco, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der deutschen Forschung finanzierte Philip Morris Forscher und Forschungsinstitute:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Elmar Richter]] am Walther-Straub-Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Ludwig-Maximilians-Universität München&lt;br /&gt;
* [[Hans Marquardt]], ehem. Direktor der Abteilung für Toxikologie an der Universität Hamburg; seit 1999 Managing Editor &amp;quot;Toxicology&amp;quot;, dem offiziellen Organ der Britischen und Deutschen Gesellschaften für Toxikologie.&lt;br /&gt;
* Analytisch-Biologische Forschungslabor (ABF) unter der Leitung von [[Gerhard Scherer]]&lt;br /&gt;
* [[Heidi Foth]], Institut für Umwelttoxikologie der Universität Halle-Wittenberg&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wissen/toxikologen-und-die-tabakindustrie-forschen-gegen-die-wahrheit-1.1039469 Forschen gegen die Wahrheit] Süddeutsche.de am 23.12.2010, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.sueddeutsche.de/wissen/toxikologen-und-die-tabakindustrie-forschen-gegen-die-wahrheit-1.1039469 Hier] finden Sie einen auführlichen Bericht der Süddeutschen Zeitung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/ &amp;gt; Auch andere Tabakkonzere verfolgten diese Strategie, einen Bericht dazu finden Sie [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43510688.html hier]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Grassroots-Lobbying]] in den USA===&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren engagierte PMI die Lobbyagentur [[APCO]], Graswurzelbewegungen zu organisieren.&lt;br /&gt;
Dabei wurden vermeintliche Bürgerinitiativen gegründet, die sich dagegen richteten, Passivrauch als krebserregend einzustufen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/environment/2006/sep/19/ethicalliving.g2 The Denial Industry] The Guardian am 19.09.2006, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Jahre später sollte mit der gleichen Strategie im amerikanischen Justizsystem eine ablehnendere Haltung gegenüber dem Prinzip der Produkthaftung durchgesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.industrydocumentslibrary.ucsf.edu/tobacco/docs/#id=ysgn0085 Tort Reform Budget Project] Industry Documents Library, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbying gegen Außenwerbeverbot für Zigaretten ===&lt;br /&gt;
Im April 2016 wurde ein Gesetzesentwurf von Bundesernährungsminister Christian Schmidt vom Bundeskabinett abgesegnet, der ein Außenwerbeverbot für Zigaretten ab 2020 vorsieht. Das Gesetz war im März 2017 jedoch noch immer nicht verabschiedet, da die [[CDU]]/[[CSU]]-Bundestagsfraktion um den Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder den Entwurf nicht auf die Tagesordnung nahm - auch ein Verdienst der Tabaklobby. Während das Vorhaben zunächst abgeschwächt wurde und die Frist für ein Werbeverbot von 2018 auf 2020 verlängert wurde, verhandelten Philip Morris und der [[Deutscher Zigarettenverband|Deutsche Zigarettenverband]] in zahlreichen Treffen mit der Bundesregierung über die Tabakwerbung. In der 18. Legislaturperiode trafen sich die Lobbyisten mindestens 32-mal mit Vertretern der Koalition. Im April 2017 konnte das Gesetz doch noch verabschiedet werden, nur wenige Wochen später hätte der Entwurf in der Legislaturperiode nicht mehr zur Abstimmung kommen können. Deutschland setzte das Verbot als letztes Land der EU um, 7 Jahre nach dem Ende der von der Weltgesundheitsorganisation gesetzten Frist zum Verbot jeglicher Tabakwerbung. Bereits 2004 wurde die sogenannte Tabakrahmenkonvention von Deutschland ratifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/zigarettenlobby-volker-kauder-blockiert-gesetz-gegen-tabakwerbung-a-1137549.html Schöner qualmen auf deutschen Litfaßsäulen] Spiegel Online vom 07. März 2017, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/tabakwerbung-bundesregierung-beschliesst-verbot-ab-2020-a-1088226.html Kabinett beschließt Verbot von Tabakwerbung] Spiegel Online vom 20. April 2017, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitgliedschaften (Auswahl)==&lt;br /&gt;
* [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* [[The American European Community Association]] (AECA)&lt;br /&gt;
* [[International Trademark Association]] (INTA)&lt;br /&gt;
* [[Trans-Atlantic Business Council]] (TABC)&lt;br /&gt;
* [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
* [[European Risk Forum]] (ERF)&lt;br /&gt;
* [[Businesseurope]]&lt;br /&gt;
* [[European Smokeless Tobacco Council]] (ESTOC)&lt;br /&gt;
* [[Public Affairs Council]]&lt;br /&gt;
* [[European Communities Trade Mark Association]] (ECTA)&lt;br /&gt;
* [[American Chamber of Commerce in Germany]]&lt;br /&gt;
* [[Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde|Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde]]&lt;br /&gt;
* [[Europäischer Wirtschaftssenat|Europäischer Wirtschaftssenat]] (EWS)&lt;br /&gt;
* [[Wirtschaftsbeirat Bayern]]&lt;br /&gt;
* [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=51925911965-76 Transparenzregister der Europäischen Union] (Stand: 15.12.2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung==&lt;br /&gt;
PMI vertreibt seine Produkte in über 180 Länder weltweit und beschäftigt rund 80.200 Mitarbeiter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/deu/about_us/company_overview/pages/company_overview.aspx Unternehmensprofil] Homepage Philip Morris, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit [[Marlboro]] vertreibt der Konzern die weltweit meistverkaufte Zigarettenmarke.&lt;br /&gt;
Seit 2008 ist Philip Morris International selbstständig und aus dem Mutterkonzern [[Altria Group]] herausgelöst. Dadurch ist das Unternehmen auch unabhängig von Philip Morris USA, das für die Produktion und den Vertrieb in den Vereinigten Staaten zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/marlboro-hersteller-raucher-bescheren-philip-morris-gewinnplus/7752992.html Raucher bescheren Philip Morris Gewinnplus] Handelsblatt am 07.02.2013, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Umsatz betrug 2016 fast 75 Milliarden US Dollar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pmi.com/investor-relations/overview 2016 Annual Report] Internetauftritt Philip Morris, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beiträge von LobbyControl==&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/12/cdu-parteitag-mit-freundlicher-unterstuetzung-der-industrie/ CDU-Parteitag: Mit freundlicher Unterstützung der Industrie]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ Wie der Tabakkonzern Philip Morris die Parteien sponsert]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/10/ttip-schattenjustiz/ TTIP-Schiedsgerichte: Wie Deutsche Bank, Telekom &amp;amp; Co. sich ihr Paralleluniversum bauen und das Justizmonopol des Staates aushebeln wollen]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2014/09/lobbyfacts-die-groessten-deutschen-lobbyakteure-in-bruessel/ LobbyFacts: Die größten deutschen Lobbyakteure in Brüssel]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2013/10/ein-jahr-dalli-gate-eu-kommission-sitzt-lobbyskandal-aus/ Ein Jahr „Dalli-Gate“ – EU-Kommission sitzt Lobbyskandal aus]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2013/10/geleakte-philip-morris-lobbydokumente-zeigen-unbrauchbarkeit-des-eu-lobbyregisters/ Geleakte Philip Morris-Lobbydokumente zeigen Unbrauchbarkeit des EU-Lobbyregisters]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2013/03/tabaklobbyist-in-eu-ethikkomitee-ombudsmann-folgt-lobbycontrol-beschwerde/ Tabaklobbyist in EU-Ethikkomitee: Ombudsmann folgt LobbyControl-Beschwerde]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sponsoring]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Grassroots-Lobbying]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Parteispenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Philip_Morris&amp;diff=41307</id>
		<title>Philip Morris</title>
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		<updated>2017-06-20T13:06:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Lobbying gegen Außenwerbeverbot für Zigaretten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Philip Morris Int.&lt;br /&gt;
| Branche          = Tabakindustrie&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Vertrieb, Produktion&lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = Lausanne, Schweiz&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = PMI Werk Berlin, Neuköllnische Allee 80, 12057 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 51, Rue Montoyer, B-1000 Brüssel, Belgien&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.pmi.com www.pmi.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Philip Morris International ist ein Tabakkonzern, der sowohl in Deutschland, als auch in der EU intensive Lobbyarbeit betreibt. Das Unternehmen ist in den Lobbyregistern der USA und der EU registriert und veröffentlicht freiwillig alle Zahlungen an Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einträge in Lobbyregistern==&lt;br /&gt;
===[[Lobbyregister EU]]===&lt;br /&gt;
In den Jahren 2010 bis 2015 betrugen die Lobbyausgaben des Konzerns zwischen 10,5 und 12 Millionen Euro. Davon fallen allein fünf Millionen Euro auf das Jahr 2013, in dem auch zehn Lobbyisten beauftragt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 2015 gab der Konzern Lobbyausgaben in Höhe von maximal 1 Millionen Euro an, und beschäftigte fünf Lobbyisten, die zusammen zweieinviertel Vollzeitstellen entsprächen. Alle Lobbyisten haben eine Zugangsberechtigung zum EU-Parlament.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/representative/cb85447517124eecb8071373a7a195f3/philip-morris-international-inc Lobbyfacts PMI] lobbyfacts.eu, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Lobbyregister USA]]===&lt;br /&gt;
PMIs Ausgaben für Lobbying für 2016 werden auf 5,11 Millionen US-Dollar beziffert. Das Unternehmen beschäftigte 24 Lobbyisten, davon waren 19 [[Seitenwechsel|Seitenwechsler]] aus der Politik. In den Jahren 2010 bis 2016 gab der Konzern über 41 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opensecrets.org/lobby/clientsum.php?id=D000055403&amp;amp;year=2016 Philip Morris International], OpenSecrets.org, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyfälle und Kritik==&lt;br /&gt;
===Parteispenden und Sponsoring===&lt;br /&gt;
Philip Morris legt auf seiner US-Website freiwillig seine weltweiten Zahlungen an Parteien offen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/eng/about_us/corporate_contributions/pages/archived_contributions.aspx Corporate Contributions] Philip Morris International, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Spenden umfasst dies auch Zuwendungen, die als Sponsoring bezeichnet werden. Damit ist der Konzern transparenter, als die [[Parteisponsoring|deutsche Gesetzgebung]] verlangt. Empfänger der Zahlungen waren jeweils [[FDP]], [[SPD]], [[CDU]] und [[CSU]], sowie deren parteinahe Organisationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/eng/about_us/corporate_contributions/Pages/archived_contributions.aspx Politische Zuwendungen 2008-2015] Internetauftritt Philip Morris, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[LobbyControl]] wertete 2016 die Angaben des Konzerns aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-und-csu-bekommen-besonders-viel-sponsorengelder-von-philip-morris-a-1124456.html Philip Morris sponsert Parteien im großen Stil] Spiegel Online am 05.12.2016, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ Wie der Tabakkonzern Philip Morris die Parteien sponsert] LobbyControl am 05.12.2016, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei bestätigte sich der vermutete Trend, dass Parteisponsoring die Summen der Parteispenden bei weitem übersteigt, weil Sponsoring nicht der Offenlegungspflicht der Parteien unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Parteispenden]]'''[[Datei:PMI_Spenden_vs_Sponsoring_2010_2015.png|thumb|right|border|390x231px| PMI Sponsoring und Spenden 2010-2015.&amp;lt;br /&amp;gt;Quelle: [https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ LobbyControl] und [http://www.pmi.com/eng/about_us/corporate_contributions/Pages/archived_contributions.aspx Philip Morris]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2010 bis 2015 spendete der Konzern insgesamt über 350.000 € an deutsche Parteien. Auffällig ist dabei die Verdopplung der Spendenhöhe im Wahljahr 2013, als an jede Partei ca. 25.000 € gespendet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Parteisponsoring]]'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 2010 und 2015 verbuchte der Konzern 544.000 € an Sponsoringzahlungen an CDU, CSU, SPD und FDP und deren parteinahe Organisationen.&lt;br /&gt;
2010 beliefen sich die Ausgaben für Sponsoring noch auf 27.000 €, 2015 haben sich die Ausgaben im Vergleich dazu verfünffacht, auf über 150.000 €.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist auch die Verteilung der Summen auf die Parteien. Parteispenden wurden großteils gleichmäßig an jede der vier Parteien gespendet. Beim Sponsoring erhielt die CDU knapp die Hälfte aller Zuwendungen, fast ein Drittel erhielt die SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konzern begründet seine finanziellen Zuwendungen damit, &amp;quot;wie viele andere Organisationen auch, am Dialog mit der Gesellschaft&amp;quot; teilzunehmen und sich &amp;quot;im politischen Raum als Gesprächspartner ein[zubringen].&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-und-csu-bekommen-besonders-viel-sponsorengelder-von-philip-morris-a-1124456.html Philip Morris sponsert Parteien im großen Stil] Spiegel Online am 05.12.2016, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ Hier] LobbyControls ausführliche Analyse der Zahlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbying gegen EU-Tabakrichtlinie===&lt;br /&gt;
Philip Morris setzte sich gegen die Verabschiedung der EU-Tabakrichtlinie ''Tobacco Products Directive'' (TPD) ein, die seit 2015 umgesetzt wird. Das Gesetz ist unter anderem für die Einführung von &amp;quot;Schockbildern&amp;quot; auf Zigarettenverpackungen verantwortlich.&lt;br /&gt;
Die Lobbystrategie von Philip Morris umfasste verschiedene Ansatzpunkte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''Europäische Zivilgesellschaft''====&lt;br /&gt;
Um die europäische Zivilgesellschaft von ihren Belangen zu überzeugen, betrieb PMI die Informationsplattform &amp;quot;Was noch?!&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.was-noch.eu/ Was-Noch.eu] PMI: Informationsplattform für Europäische Bürger, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Seite ist mittlerweile nicht mehr zugänglich, und nur über [https://web-beta.archive.org/web/*/http://www.was-noch.eu/ archive.org] abrufbar.&lt;br /&gt;
Auf der Website konnten Bürger vor den Verhandlungen im Europäischen Parlament E-Mails an Abgeordnete senden, um gegen die &amp;quot;EU-Regulierungswut&amp;quot; zu protestieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.horizont.net/marketing/nachrichten/Online-Initiative-Philip-Morris-startet-Aktionsplattform-gegen-EU-Tabakrichtlinie-115983 Philip Morris startet Aktionsplattform gegen EU-Tabakrichtlinie] Horizont.net, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''EU-Parlament''====&lt;br /&gt;
Um die Abstimmung über eine schärfere Tabakregulierung zu verzögern oder inhaltlich zugunsten der Tabakindustrie zu beeinflussen, setzte das Unternehmen 161 Angestellte und Berater ein, berichtete ''The Guardian'' im Juli 2013. Mit 233 Abgeordneten (31 Prozent) des EU-Parlaments fand zwischen Januar und Juni 2012 mindestens ein Treffen statt. Dafür gab PMI Lobbykosten von ca. 1,5 Millionen Euro an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/business/2013/sep/07/tobacco-philip-morris-millions-delay-eu-legislation Tobacco giant Philip Morris 'spent millions in bid to delay EU legislation'] The Guardian am 07.07.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Laut ''Spiegel'' verfügten die 161 Mitarbeiter ingesamt über 500.000 Euro an Spesen für die Organisation der Treffen und Events.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zigarettenhersteller-philip-morris-legt-liste-von-abgeordneten-an-a-924220.html Die Schnüffler von der Tabaklobby] Spiegel Online am 25.09.2015, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Philip Morris bestätigte die Lobby-Arbeit, wies jedoch auf die eingehaltenen Transparenzregeln der EU hin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/eng/media_center/press_releases/pages/201309090402.aspx Stellungnahme PMI am 09.09.2013] abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2013 veröffentlichte ''Le Parisien'' ein firmeninternes Dokument, das die Offenheit von EU-Parlamentariern für die Anliegen der Tabakkonzerne bewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.leparisien.fr/societe/les-fichiers-secrets-du-lobby-du-tabac-21-09-2013-3156603.php Lobby du tabac: Philip Morris fiche les eurodéputés] Le Parisien am 21.09.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Liste umfasst eine Kurzbiographie sowie Hinweise auf Parteizugehörigkeit und Mitgliedschaften in EU-Ausschüssen. Darüber hinaus sind die Abgeordnetendaten farblich unterlegt: Blau für Sympathisanten, Rot für Gegner der Zigarettenindustrie, Grün für unentschiedene Parlamentarier, deren Haltung eine 'dringende Intervention' erforderlich mache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zigarettenhersteller-philip-morris-legt-liste-von-abgeordneten-an-a-924220.html Geheime Liste von Philip Morris: Die Schnüffler von der Tabaklobby] Spiegel Online am 25.09.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''EU-Kommission''====&lt;br /&gt;
PMI suchte direkten Kontakt zu Entscheidungsträgern in der Europäischen Union, unter anderen mit Mitarbeitern des Generalsekretariats [[José Manuel Barroso|José Manuel Barrosos]] und Mitgliedern seines Kabinetts.Laut ''Spiegel'' fanden zwischen Mitarbeitern der EU-Kommission und Vertretern von Tabakkonzernen 14 verheimlichte Treffen statt.&lt;br /&gt;
Der Konzern stellte dem Generalsekretariat außerdem wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
So beauftragte das Unternehmen beispielsweise die Consulting Firma [[Roland Berger]] mit einer Studie zu den wirtschaftlichen Folgen der neuen Regelungen. So sei laut der Studie von Arbeitsplatzabbau und geringeren Steuereinnahmen auszugehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rolandberger.com/publications/publication_pdf/roland_berger_the_new_tobacco_products_directive_potential_economic_impact_20130424.pdf The New Tobacco Products Directive - Potential Economic Impact] Internetauftritt Roland Berger April 2014, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/business/2013/sep/07/tobacco-philip-morris-millions-delay-eu-legislation Tobacco giant Philip Morris 'spent millions in bid to delay EU legislation'] The Guardian am 07.09.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommission bezeichnete die Kontakte zur Tabaklobby &amp;quot;als Teil der normalen Arbeit&amp;quot;, der auch nicht im Widerspruch zur ''Rahmenkonvention der Tabakkontrolle'' (FCTC) stehe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-128239324.html Saubermänner auf Abwegen] Spiegel Online am 21.07.2014, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die FCTC empfiehlt politischen Institutionen, den Kontakt zu Tabaklobbyisten transparent zu gestalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/80510/1/9789241505185_eng.pdf?ua=1 Guidelines for Implementation Article 5.3] WHO Framework Convention on Tobacco Control, 2013, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''Erfolge der Tabaklobby''====&lt;br /&gt;
Verhindert werden konnte die EU-Tabakrichtlinie nicht: sie trat 2014 in Kraft, und ist seit 20. Mai 2016 geltendes Recht in den EU-Mitgliedstaaten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/health/tobacco/products_de Regulierung von Tabakerzeugnissen] Europäische Kommission, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/health/sites/health/files/tobacco/docs/dir_201440_de.pdf Gesetzestext der EU-Tabakrichtlinie] abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;Trotzdem konnte die Tabakindustrie verschiedene Erfolge erzielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verschiebung der Abstimmung des Europäischen Parlaments auf den 8. Oktober 2013,&lt;br /&gt;
* Reduzierung des Anteils der der Zigarettenpackungsoberfläche, der mit abschreckenden Bildern versehen sein muss, von 75 auf 65 Prozent,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/kommentar/kommentar-tabakrichtlinie-101.html Damit kann die Branche gut leben] Tagesschau.de am 16.05.2016, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Verhinderung von Positiv- und Negativlisten für Inhaltsstoffe, die u.a. auch vom Deutschen Krebsforschungszentrum empfohlen wurden,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vzbv.de/sites/default/files/mediapics/eu_tabakrichtlinie_dkfz_empfehlungen_10_2010.pdf Verbesserung des Jugend- und Verbraucherschutzes durch die Überarbeitung der europäischen Tabakprodukt-Richtlinie] Deutsches Krebsforschungszentrum 2010, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ermöglichung langer Übergangsfristen für aromatische Zusatzstoffe (z.B. Menthol).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-128239324.html Saubermänner auf Abwegen] Spiegel Online am 21.07.2014, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://ec.europa.eu/health/tobacco/products/revision/index_en.htm Hier] finden Sie die primären EU-Dokumente zur EU-Tabakrichtlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterstützung von Zigarettenschmuggel===&lt;br /&gt;
2010 warf die EU-Kommission dem Konzern indirekte Unterstützung von Zigarettenschmuggel vor, indem der Konzern systematisch die Märkte in Osteuropa überbeliefert habe.&lt;br /&gt;
Zwei Klagen der EU-Kommission wurden zuvor in den USA zurückgewiesen, eine weitere Klage an einem europäischen Gericht wurde vorbereitet, als die Einigung des Konzerns mit der EU bekannt gegeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/philip-morris-milliarden-dollar-fuer-den-frieden-mit-bruessel-1.825260 1,3 Milliarden Dollar für den Frieden mit Brüssel], Süddeutsche.de, 17.05.2010, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Inhalt der Einigung war neben der Zahlung von 1,25 Milliarden Dollar auch die Beteiligung des Konzerns am Kampf gegen den Schmuggel von Tabakprodukten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/philip-morris-zahlt-eine-milliarde-euro/530284.html Philip Morris zahlt eine Milliarde Euro] Tagesspiegel, 10.07.2004, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ''WOZ'' kritisierte die Einbindung von Konzernen in die Schmuggelbekämpfung. Allein 2012 habe PMI 15 Millionen Euro an Interpol gespendet. Im Gegenzug nutze Interpol ein von der Tabakindustrie entwickeltes Kontrollsystem, dem mangelnde Effizienz vorgeworfen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.woz.ch/1329/interpol/pharmamillionen-fuer-die-internationale-polizeiarbeit Pharmamillionen für die internationale Polizeiarbeit] WOZ am 18.07.2013, abgerufen am 15.12.2016 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einfluss auf die toxikologische Forschung===&lt;br /&gt;
Der Konzern vergab von 2000 bis 2008 über das ''Philip Morris External Research Program'' zielgerichtet Forschungsgelder an kostenintensive Forschungsprogramme über potenzielle Folgen des Rauchens. So versuchte PMI, Einfluss auf dem wenig umkämpften Forschungsfeld zu erlangen.&lt;br /&gt;
Viele Studien wurden wegen ungenehmer Ergebnisse unter Verschluss gehalten, und wurden erst durch die Veröffentlichgungspflicht für Dokumente von US-Tabakkonzernen öffentlich zugänglich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.industrydocumentslibrary.ucsf.edu/tobacco/about/history/ Historie] Industry Documents Library Tobacco, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der deutschen Forschung finanzierte Philip Morris Forscher und Forschungsinstitute:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Elmar Richter]] am Walther-Straub-Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Ludwig-Maximilians-Universität München&lt;br /&gt;
* [[Hans Marquardt]], ehem. Direktor der Abteilung für Toxikologie an der Universität Hamburg; seit 1999 Managing Editor &amp;quot;Toxicology&amp;quot;, dem offiziellen Organ der Britischen und Deutschen Gesellschaften für Toxikologie.&lt;br /&gt;
* Analytisch-Biologische Forschungslabor (ABF) unter der Leitung von [[Gerhard Scherer]]&lt;br /&gt;
* [[Heidi Foth]], Institut für Umwelttoxikologie der Universität Halle-Wittenberg&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wissen/toxikologen-und-die-tabakindustrie-forschen-gegen-die-wahrheit-1.1039469 Forschen gegen die Wahrheit] Süddeutsche.de am 23.12.2010, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.sueddeutsche.de/wissen/toxikologen-und-die-tabakindustrie-forschen-gegen-die-wahrheit-1.1039469 Hier] finden Sie einen auführlichen Bericht der Süddeutschen Zeitung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/ &amp;gt; Auch andere Tabakkonzere verfolgten diese Strategie, einen Bericht dazu finden Sie [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43510688.html hier]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Grassroots-Lobbying]] in den USA===&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren engagierte PMI die Lobbyagentur [[APCO]], Graswurzelbewegungen zu organisieren.&lt;br /&gt;
Dabei wurden vermeintliche Bürgerinitiativen gegründet, die sich dagegen richteten, Passivrauch als krebserregend einzustufen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/environment/2006/sep/19/ethicalliving.g2 The Denial Industry] The Guardian am 19.09.2006, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Jahre später sollte mit der gleichen Strategie im amerikanischen Justizsystem eine ablehnendere Haltung gegenüber dem Prinzip der Produkthaftung durchgesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.industrydocumentslibrary.ucsf.edu/tobacco/docs/#id=ysgn0085 Tort Reform Budget Project] Industry Documents Library, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbying gegen Außenwerbeverbot für Zigaretten ===&lt;br /&gt;
Im April 2016 wurde ein Gesetzesentwurf von Bundesernährungsminister Christian Schmidt vom Bundeskabinett abgesegnet, der ein Außenwerbeverbot für Zigaretten ab 2020 vorsieht. Das Gesetz war im März 2017 jedoch noch immer nicht verabschiedet, da die [[CDU]]/[[CSU]]-Bundestagsfraktion um den Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder den Entwurf nicht auf die Tagesordnung nahm - auch ein Verdienst der Tabaklobby. Während das Vorhaben zunächst abgeschwächt wurde und die Frist für ein Werbeverbot von 2018 auf 2020 verlängert wurde, verhandelten Philip Morris und der [[Deutscher Zigarettenverband|Deutsche Zigarettenverband]] in zahlreichen Treffen mit der Bundesregierung über die Tabakwerbung. In der 18. Legislaturperiode trafen sich die Lobbyisten mindestens 32-mal mit Vertretern der Koalition. Im April 2017 konnte das Gesetz doch noch verabschiedet werden, nur wenige Wochen später hätte der Entwurf in der Legislaturperiode nicht mehr zur Abstimmung kommen können. Deutschland setzte das Verbot als letztes Land der EU um, 7 Jahre nach dem Ende der von der Weltgesundheitsorganisation gesetzten Frist zum Verbot jeglicher Tabakwerbung. Bereits 2004 wurde die sogenannte Tabakrahmenkonvention von Deutschland ratifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/zigarettenlobby-volker-kauder-blockiert-gesetz-gegen-tabakwerbung-a-1137549.html Schöner qualmen auf deutschen Litfaßsäulen] Spiegel Online vom 07. März 2017, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/tabakwerbung-bundesregierung-beschliesst-verbot-ab-2020-a-1088226.html Kabinett beschließt Verbot von Tabakwerbung] Spiegel Online vom 20. April 2017, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitgliedschaften (Auswahl)==&lt;br /&gt;
* [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* [[The American European Community Association]] (AECA)&lt;br /&gt;
* [[International Trademark Association]] (INTA)&lt;br /&gt;
* [[Trans-Atlantic Business Council]] (TABC)&lt;br /&gt;
* [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
* [[European Risk Forum]] (ERF)&lt;br /&gt;
* [[Businesseurope]]&lt;br /&gt;
* [[European Smokeless Tobacco Council]] (ESTOC)&lt;br /&gt;
* [[Public Affairs Council]]&lt;br /&gt;
* [[European Communities Trade Mark Association]] (ECTA)&lt;br /&gt;
* [[American Chamber of Commerce in Germany]]&lt;br /&gt;
* [[Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde|Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde]]&lt;br /&gt;
* [[Europäischer Wirtschaftssenat|Europäischer Wirtschaftssenat]] (EWS)&lt;br /&gt;
* [[Wirtschaftsbeirat Bayern]]&lt;br /&gt;
* [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=51925911965-76 Transparenzregister der Europäischen Union] (Stand: 15.12.2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung==&lt;br /&gt;
PMI vertreibt seine Produkte in über 180 Länder weltweit und beschäftigt rund 80.200 Mitarbeiter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/deu/about_us/company_overview/pages/company_overview.aspx Unternehmensprofil] Homepage Philip Morris, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit [[Marlboro]] vertreibt der Konzern die weltweit meistverkaufte Zigarettenmarke.&lt;br /&gt;
Seit 2008 ist Philip Morris International selbstständig und aus dem Mutterkonzern [[Altria Group]] herausgelöst. Dadurch ist das Unternehmen auch unabhängig von Philip Morris USA, das für die Produktion und den Vertrieb in den Vereinigten Staaten zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/marlboro-hersteller-raucher-bescheren-philip-morris-gewinnplus/7752992.html Raucher bescheren Philip Morris Gewinnplus] Handelsblatt am 07.02.2013, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Umsatz betrug 2015 fast 74 Milliarden US Dollar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://investors.pmi.com/phoenix.zhtml?c=146476&amp;amp;p=irol-reportsannual 2015 Annual Report] Internetauftritt Philip Morris, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beiträge von LobbyControl==&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/12/cdu-parteitag-mit-freundlicher-unterstuetzung-der-industrie/ CDU-Parteitag: Mit freundlicher Unterstützung der Industrie]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ Wie der Tabakkonzern Philip Morris die Parteien sponsert]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/10/ttip-schattenjustiz/ TTIP-Schiedsgerichte: Wie Deutsche Bank, Telekom &amp;amp; Co. sich ihr Paralleluniversum bauen und das Justizmonopol des Staates aushebeln wollen]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2014/09/lobbyfacts-die-groessten-deutschen-lobbyakteure-in-bruessel/ LobbyFacts: Die größten deutschen Lobbyakteure in Brüssel]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2013/10/ein-jahr-dalli-gate-eu-kommission-sitzt-lobbyskandal-aus/ Ein Jahr „Dalli-Gate“ – EU-Kommission sitzt Lobbyskandal aus]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2013/10/geleakte-philip-morris-lobbydokumente-zeigen-unbrauchbarkeit-des-eu-lobbyregisters/ Geleakte Philip Morris-Lobbydokumente zeigen Unbrauchbarkeit des EU-Lobbyregisters]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2013/03/tabaklobbyist-in-eu-ethikkomitee-ombudsmann-folgt-lobbycontrol-beschwerde/ Tabaklobbyist in EU-Ethikkomitee: Ombudsmann folgt LobbyControl-Beschwerde]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sponsoring]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Grassroots-Lobbying]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Parteispenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Philip_Morris&amp;diff=41306</id>
		<title>Philip Morris</title>
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		<updated>2017-06-20T13:03:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Lobbyfälle und Kritik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Philip Morris Int.&lt;br /&gt;
| Branche          = Tabakindustrie&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Vertrieb, Produktion&lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = Lausanne, Schweiz&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = PMI Werk Berlin, Neuköllnische Allee 80, 12057 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 51, Rue Montoyer, B-1000 Brüssel, Belgien&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.pmi.com www.pmi.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Philip Morris International ist ein Tabakkonzern, der sowohl in Deutschland, als auch in der EU intensive Lobbyarbeit betreibt. Das Unternehmen ist in den Lobbyregistern der USA und der EU registriert und veröffentlicht freiwillig alle Zahlungen an Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einträge in Lobbyregistern==&lt;br /&gt;
===[[Lobbyregister EU]]===&lt;br /&gt;
In den Jahren 2010 bis 2015 betrugen die Lobbyausgaben des Konzerns zwischen 10,5 und 12 Millionen Euro. Davon fallen allein fünf Millionen Euro auf das Jahr 2013, in dem auch zehn Lobbyisten beauftragt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 2015 gab der Konzern Lobbyausgaben in Höhe von maximal 1 Millionen Euro an, und beschäftigte fünf Lobbyisten, die zusammen zweieinviertel Vollzeitstellen entsprächen. Alle Lobbyisten haben eine Zugangsberechtigung zum EU-Parlament.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/representative/cb85447517124eecb8071373a7a195f3/philip-morris-international-inc Lobbyfacts PMI] lobbyfacts.eu, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Lobbyregister USA]]===&lt;br /&gt;
PMIs Ausgaben für Lobbying für 2016 werden auf 5,11 Millionen US-Dollar beziffert. Das Unternehmen beschäftigte 24 Lobbyisten, davon waren 19 [[Seitenwechsel|Seitenwechsler]] aus der Politik. In den Jahren 2010 bis 2016 gab der Konzern über 41 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opensecrets.org/lobby/clientsum.php?id=D000055403&amp;amp;year=2016 Philip Morris International], OpenSecrets.org, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyfälle und Kritik==&lt;br /&gt;
===Parteispenden und Sponsoring===&lt;br /&gt;
Philip Morris legt auf seiner US-Website freiwillig seine weltweiten Zahlungen an Parteien offen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/eng/about_us/corporate_contributions/pages/archived_contributions.aspx Corporate Contributions] Philip Morris International, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Spenden umfasst dies auch Zuwendungen, die als Sponsoring bezeichnet werden. Damit ist der Konzern transparenter, als die [[Parteisponsoring|deutsche Gesetzgebung]] verlangt. Empfänger der Zahlungen waren jeweils [[FDP]], [[SPD]], [[CDU]] und [[CSU]], sowie deren parteinahe Organisationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/eng/about_us/corporate_contributions/Pages/archived_contributions.aspx Politische Zuwendungen 2008-2015] Internetauftritt Philip Morris, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[LobbyControl]] wertete 2016 die Angaben des Konzerns aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-und-csu-bekommen-besonders-viel-sponsorengelder-von-philip-morris-a-1124456.html Philip Morris sponsert Parteien im großen Stil] Spiegel Online am 05.12.2016, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ Wie der Tabakkonzern Philip Morris die Parteien sponsert] LobbyControl am 05.12.2016, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei bestätigte sich der vermutete Trend, dass Parteisponsoring die Summen der Parteispenden bei weitem übersteigt, weil Sponsoring nicht der Offenlegungspflicht der Parteien unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Parteispenden]]'''[[Datei:PMI_Spenden_vs_Sponsoring_2010_2015.png|thumb|right|border|390x231px| PMI Sponsoring und Spenden 2010-2015.&amp;lt;br /&amp;gt;Quelle: [https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ LobbyControl] und [http://www.pmi.com/eng/about_us/corporate_contributions/Pages/archived_contributions.aspx Philip Morris]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2010 bis 2015 spendete der Konzern insgesamt über 350.000 € an deutsche Parteien. Auffällig ist dabei die Verdopplung der Spendenhöhe im Wahljahr 2013, als an jede Partei ca. 25.000 € gespendet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Parteisponsoring]]'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 2010 und 2015 verbuchte der Konzern 544.000 € an Sponsoringzahlungen an CDU, CSU, SPD und FDP und deren parteinahe Organisationen.&lt;br /&gt;
2010 beliefen sich die Ausgaben für Sponsoring noch auf 27.000 €, 2015 haben sich die Ausgaben im Vergleich dazu verfünffacht, auf über 150.000 €.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist auch die Verteilung der Summen auf die Parteien. Parteispenden wurden großteils gleichmäßig an jede der vier Parteien gespendet. Beim Sponsoring erhielt die CDU knapp die Hälfte aller Zuwendungen, fast ein Drittel erhielt die SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konzern begründet seine finanziellen Zuwendungen damit, &amp;quot;wie viele andere Organisationen auch, am Dialog mit der Gesellschaft&amp;quot; teilzunehmen und sich &amp;quot;im politischen Raum als Gesprächspartner ein[zubringen].&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-und-csu-bekommen-besonders-viel-sponsorengelder-von-philip-morris-a-1124456.html Philip Morris sponsert Parteien im großen Stil] Spiegel Online am 05.12.2016, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ Hier] LobbyControls ausführliche Analyse der Zahlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbying gegen EU-Tabakrichtlinie===&lt;br /&gt;
Philip Morris setzte sich gegen die Verabschiedung der EU-Tabakrichtlinie ''Tobacco Products Directive'' (TPD) ein, die seit 2015 umgesetzt wird. Das Gesetz ist unter anderem für die Einführung von &amp;quot;Schockbildern&amp;quot; auf Zigarettenverpackungen verantwortlich.&lt;br /&gt;
Die Lobbystrategie von Philip Morris umfasste verschiedene Ansatzpunkte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''Europäische Zivilgesellschaft''====&lt;br /&gt;
Um die europäische Zivilgesellschaft von ihren Belangen zu überzeugen, betrieb PMI die Informationsplattform &amp;quot;Was noch?!&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.was-noch.eu/ Was-Noch.eu] PMI: Informationsplattform für Europäische Bürger, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Seite ist mittlerweile nicht mehr zugänglich, und nur über [https://web-beta.archive.org/web/*/http://www.was-noch.eu/ archive.org] abrufbar.&lt;br /&gt;
Auf der Website konnten Bürger vor den Verhandlungen im Europäischen Parlament E-Mails an Abgeordnete senden, um gegen die &amp;quot;EU-Regulierungswut&amp;quot; zu protestieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.horizont.net/marketing/nachrichten/Online-Initiative-Philip-Morris-startet-Aktionsplattform-gegen-EU-Tabakrichtlinie-115983 Philip Morris startet Aktionsplattform gegen EU-Tabakrichtlinie] Horizont.net, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''EU-Parlament''====&lt;br /&gt;
Um die Abstimmung über eine schärfere Tabakregulierung zu verzögern oder inhaltlich zugunsten der Tabakindustrie zu beeinflussen, setzte das Unternehmen 161 Angestellte und Berater ein, berichtete ''The Guardian'' im Juli 2013. Mit 233 Abgeordneten (31 Prozent) des EU-Parlaments fand zwischen Januar und Juni 2012 mindestens ein Treffen statt. Dafür gab PMI Lobbykosten von ca. 1,5 Millionen Euro an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/business/2013/sep/07/tobacco-philip-morris-millions-delay-eu-legislation Tobacco giant Philip Morris 'spent millions in bid to delay EU legislation'] The Guardian am 07.07.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Laut ''Spiegel'' verfügten die 161 Mitarbeiter ingesamt über 500.000 Euro an Spesen für die Organisation der Treffen und Events.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zigarettenhersteller-philip-morris-legt-liste-von-abgeordneten-an-a-924220.html Die Schnüffler von der Tabaklobby] Spiegel Online am 25.09.2015, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Philip Morris bestätigte die Lobby-Arbeit, wies jedoch auf die eingehaltenen Transparenzregeln der EU hin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/eng/media_center/press_releases/pages/201309090402.aspx Stellungnahme PMI am 09.09.2013] abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2013 veröffentlichte ''Le Parisien'' ein firmeninternes Dokument, das die Offenheit von EU-Parlamentariern für die Anliegen der Tabakkonzerne bewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.leparisien.fr/societe/les-fichiers-secrets-du-lobby-du-tabac-21-09-2013-3156603.php Lobby du tabac: Philip Morris fiche les eurodéputés] Le Parisien am 21.09.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Liste umfasst eine Kurzbiographie sowie Hinweise auf Parteizugehörigkeit und Mitgliedschaften in EU-Ausschüssen. Darüber hinaus sind die Abgeordnetendaten farblich unterlegt: Blau für Sympathisanten, Rot für Gegner der Zigarettenindustrie, Grün für unentschiedene Parlamentarier, deren Haltung eine 'dringende Intervention' erforderlich mache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zigarettenhersteller-philip-morris-legt-liste-von-abgeordneten-an-a-924220.html Geheime Liste von Philip Morris: Die Schnüffler von der Tabaklobby] Spiegel Online am 25.09.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''EU-Kommission''====&lt;br /&gt;
PMI suchte direkten Kontakt zu Entscheidungsträgern in der Europäischen Union, unter anderen mit Mitarbeitern des Generalsekretariats [[José Manuel Barroso|José Manuel Barrosos]] und Mitgliedern seines Kabinetts.Laut ''Spiegel'' fanden zwischen Mitarbeitern der EU-Kommission und Vertretern von Tabakkonzernen 14 verheimlichte Treffen statt.&lt;br /&gt;
Der Konzern stellte dem Generalsekretariat außerdem wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
So beauftragte das Unternehmen beispielsweise die Consulting Firma [[Roland Berger]] mit einer Studie zu den wirtschaftlichen Folgen der neuen Regelungen. So sei laut der Studie von Arbeitsplatzabbau und geringeren Steuereinnahmen auszugehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rolandberger.com/publications/publication_pdf/roland_berger_the_new_tobacco_products_directive_potential_economic_impact_20130424.pdf The New Tobacco Products Directive - Potential Economic Impact] Internetauftritt Roland Berger April 2014, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/business/2013/sep/07/tobacco-philip-morris-millions-delay-eu-legislation Tobacco giant Philip Morris 'spent millions in bid to delay EU legislation'] The Guardian am 07.09.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommission bezeichnete die Kontakte zur Tabaklobby &amp;quot;als Teil der normalen Arbeit&amp;quot;, der auch nicht im Widerspruch zur ''Rahmenkonvention der Tabakkontrolle'' (FCTC) stehe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-128239324.html Saubermänner auf Abwegen] Spiegel Online am 21.07.2014, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die FCTC empfiehlt politischen Institutionen, den Kontakt zu Tabaklobbyisten transparent zu gestalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/80510/1/9789241505185_eng.pdf?ua=1 Guidelines for Implementation Article 5.3] WHO Framework Convention on Tobacco Control, 2013, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''Erfolge der Tabaklobby''====&lt;br /&gt;
Verhindert werden konnte die EU-Tabakrichtlinie nicht: sie trat 2014 in Kraft, und ist seit 20. Mai 2016 geltendes Recht in den EU-Mitgliedstaaten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/health/tobacco/products_de Regulierung von Tabakerzeugnissen] Europäische Kommission, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/health/sites/health/files/tobacco/docs/dir_201440_de.pdf Gesetzestext der EU-Tabakrichtlinie] abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;Trotzdem konnte die Tabakindustrie verschiedene Erfolge erzielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verschiebung der Abstimmung des Europäischen Parlaments auf den 8. Oktober 2013,&lt;br /&gt;
* Reduzierung des Anteils der der Zigarettenpackungsoberfläche, der mit abschreckenden Bildern versehen sein muss, von 75 auf 65 Prozent,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/kommentar/kommentar-tabakrichtlinie-101.html Damit kann die Branche gut leben] Tagesschau.de am 16.05.2016, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Verhinderung von Positiv- und Negativlisten für Inhaltsstoffe, die u.a. auch vom Deutschen Krebsforschungszentrum empfohlen wurden,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vzbv.de/sites/default/files/mediapics/eu_tabakrichtlinie_dkfz_empfehlungen_10_2010.pdf Verbesserung des Jugend- und Verbraucherschutzes durch die Überarbeitung der europäischen Tabakprodukt-Richtlinie] Deutsches Krebsforschungszentrum 2010, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ermöglichung langer Übergangsfristen für aromatische Zusatzstoffe (z.B. Menthol).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-128239324.html Saubermänner auf Abwegen] Spiegel Online am 21.07.2014, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://ec.europa.eu/health/tobacco/products/revision/index_en.htm Hier] finden Sie die primären EU-Dokumente zur EU-Tabakrichtlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterstützung von Zigarettenschmuggel===&lt;br /&gt;
2010 warf die EU-Kommission dem Konzern indirekte Unterstützung von Zigarettenschmuggel vor, indem der Konzern systematisch die Märkte in Osteuropa überbeliefert habe.&lt;br /&gt;
Zwei Klagen der EU-Kommission wurden zuvor in den USA zurückgewiesen, eine weitere Klage an einem europäischen Gericht wurde vorbereitet, als die Einigung des Konzerns mit der EU bekannt gegeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/philip-morris-milliarden-dollar-fuer-den-frieden-mit-bruessel-1.825260 1,3 Milliarden Dollar für den Frieden mit Brüssel], Süddeutsche.de, 17.05.2010, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Inhalt der Einigung war neben der Zahlung von 1,25 Milliarden Dollar auch die Beteiligung des Konzerns am Kampf gegen den Schmuggel von Tabakprodukten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/philip-morris-zahlt-eine-milliarde-euro/530284.html Philip Morris zahlt eine Milliarde Euro] Tagesspiegel, 10.07.2004, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ''WOZ'' kritisierte die Einbindung von Konzernen in die Schmuggelbekämpfung. Allein 2012 habe PMI 15 Millionen Euro an Interpol gespendet. Im Gegenzug nutze Interpol ein von der Tabakindustrie entwickeltes Kontrollsystem, dem mangelnde Effizienz vorgeworfen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.woz.ch/1329/interpol/pharmamillionen-fuer-die-internationale-polizeiarbeit Pharmamillionen für die internationale Polizeiarbeit] WOZ am 18.07.2013, abgerufen am 15.12.2016 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einfluss auf die toxikologische Forschung===&lt;br /&gt;
Der Konzern vergab von 2000 bis 2008 über das ''Philip Morris External Research Program'' zielgerichtet Forschungsgelder an kostenintensive Forschungsprogramme über potenzielle Folgen des Rauchens. So versuchte PMI, Einfluss auf dem wenig umkämpften Forschungsfeld zu erlangen.&lt;br /&gt;
Viele Studien wurden wegen ungenehmer Ergebnisse unter Verschluss gehalten, und wurden erst durch die Veröffentlichgungspflicht für Dokumente von US-Tabakkonzernen öffentlich zugänglich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.industrydocumentslibrary.ucsf.edu/tobacco/about/history/ Historie] Industry Documents Library Tobacco, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der deutschen Forschung finanzierte Philip Morris Forscher und Forschungsinstitute:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Elmar Richter]] am Walther-Straub-Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Ludwig-Maximilians-Universität München&lt;br /&gt;
* [[Hans Marquardt]], ehem. Direktor der Abteilung für Toxikologie an der Universität Hamburg; seit 1999 Managing Editor &amp;quot;Toxicology&amp;quot;, dem offiziellen Organ der Britischen und Deutschen Gesellschaften für Toxikologie.&lt;br /&gt;
* Analytisch-Biologische Forschungslabor (ABF) unter der Leitung von [[Gerhard Scherer]]&lt;br /&gt;
* [[Heidi Foth]], Institut für Umwelttoxikologie der Universität Halle-Wittenberg&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wissen/toxikologen-und-die-tabakindustrie-forschen-gegen-die-wahrheit-1.1039469 Forschen gegen die Wahrheit] Süddeutsche.de am 23.12.2010, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.sueddeutsche.de/wissen/toxikologen-und-die-tabakindustrie-forschen-gegen-die-wahrheit-1.1039469 Hier] finden Sie einen auführlichen Bericht der Süddeutschen Zeitung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/ &amp;gt; Auch andere Tabakkonzere verfolgten diese Strategie, einen Bericht dazu finden Sie [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43510688.html hier]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Grassroots-Lobbying]] in den USA===&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren engagierte PMI die Lobbyagentur [[APCO]], Graswurzelbewegungen zu organisieren.&lt;br /&gt;
Dabei wurden vermeintliche Bürgerinitiativen gegründet, die sich dagegen richteten, Passivrauch als krebserregend einzustufen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/environment/2006/sep/19/ethicalliving.g2 The Denial Industry] The Guardian am 19.09.2006, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Jahre später sollte mit der gleichen Strategie im amerikanischen Justizsystem eine ablehnendere Haltung gegenüber dem Prinzip der Produkthaftung durchgesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.industrydocumentslibrary.ucsf.edu/tobacco/docs/#id=ysgn0085 Tort Reform Budget Project] Industry Documents Library, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbying gegen Außenwerbeverbot für Zigaretten ===&lt;br /&gt;
Im April 2016 wurde ein Gesetzesentwurf von Bundesernährungsminister Christian Schmidt vom Bundeskabinett abgesegnet, der ein Außenwerbeverbot für Zigaretten ab 2020 vorsieht. Das Gesetz war im März 2017 jedoch noch immer nicht verabschiedet, da die [[CDU]]/[[CSU]]-Bundestagsfraktion um den Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder den Entwurf nicht auf die Tagesordnung nahm - auch ein Verdienst der Tabaklobby. Während das Vorhaben zunächst abgeschwächt wurde und die Frist für ein Werbeverbot von 2018 auf 2020 verlängert wurde, verhandelten Philip Morris und der [[Deutsche Zigarettenverband]] in zahlreichen Treffen mit der Bundesregierung über die Tabakwerbung. In der 18. Legislaturperiode trafen sich die Lobbyisten mindestens 32-mal mit Vertretern der Koalition. Im April 2017 konnte das Gesetz doch noch verabschiedet werden, nur wenige Wochen später hätte der Entwurf in der Legislaturperiode nicht mehr zur Abstimmung kommen können. Deutschland setzte das Verbot als letztes Land der EU um, 7 Jahre nach dem Ende der von der Weltgesundheitsorganisation gesetzten Frist zum Verbot jeglicher Tabakwerbung. Bereits 2004 wurde die sogenannte Tabakrahmenkonvention von Deutschland ratifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/zigarettenlobby-volker-kauder-blockiert-gesetz-gegen-tabakwerbung-a-1137549.html Schöner qualmen auf deutschen Litfaßsäulen] Spiegel Online vom 07. März 2017, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/tabakwerbung-bundesregierung-beschliesst-verbot-ab-2020-a-1088226.html Kabinett beschließt Verbot von Tabakwerbung] Spiegel Online vom 20. April 2017, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitgliedschaften (Auswahl)==&lt;br /&gt;
* [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* [[The American European Community Association]] (AECA)&lt;br /&gt;
* [[International Trademark Association]] (INTA)&lt;br /&gt;
* [[Trans-Atlantic Business Council]] (TABC)&lt;br /&gt;
* [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
* [[European Risk Forum]] (ERF)&lt;br /&gt;
* [[Businesseurope]]&lt;br /&gt;
* [[European Smokeless Tobacco Council]] (ESTOC)&lt;br /&gt;
* [[Public Affairs Council]]&lt;br /&gt;
* [[European Communities Trade Mark Association]] (ECTA)&lt;br /&gt;
* [[American Chamber of Commerce in Germany]]&lt;br /&gt;
* [[Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde|Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde]]&lt;br /&gt;
* [[Europäischer Wirtschaftssenat|Europäischer Wirtschaftssenat]] (EWS)&lt;br /&gt;
* [[Wirtschaftsbeirat Bayern]]&lt;br /&gt;
* [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=51925911965-76 Transparenzregister der Europäischen Union] (Stand: 15.12.2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung==&lt;br /&gt;
PMI vertreibt seine Produkte in über 180 Länder weltweit und beschäftigt rund 80.200 Mitarbeiter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/deu/about_us/company_overview/pages/company_overview.aspx Unternehmensprofil] Homepage Philip Morris, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit [[Marlboro]] vertreibt der Konzern die weltweit meistverkaufte Zigarettenmarke.&lt;br /&gt;
Seit 2008 ist Philip Morris International selbstständig und aus dem Mutterkonzern [[Altria Group]] herausgelöst. Dadurch ist das Unternehmen auch unabhängig von Philip Morris USA, das für die Produktion und den Vertrieb in den Vereinigten Staaten zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/marlboro-hersteller-raucher-bescheren-philip-morris-gewinnplus/7752992.html Raucher bescheren Philip Morris Gewinnplus] Handelsblatt am 07.02.2013, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Umsatz betrug 2015 fast 74 Milliarden US Dollar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://investors.pmi.com/phoenix.zhtml?c=146476&amp;amp;p=irol-reportsannual 2015 Annual Report] Internetauftritt Philip Morris, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beiträge von LobbyControl==&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/12/cdu-parteitag-mit-freundlicher-unterstuetzung-der-industrie/ CDU-Parteitag: Mit freundlicher Unterstützung der Industrie]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ Wie der Tabakkonzern Philip Morris die Parteien sponsert]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/10/ttip-schattenjustiz/ TTIP-Schiedsgerichte: Wie Deutsche Bank, Telekom &amp;amp; Co. sich ihr Paralleluniversum bauen und das Justizmonopol des Staates aushebeln wollen]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2014/09/lobbyfacts-die-groessten-deutschen-lobbyakteure-in-bruessel/ LobbyFacts: Die größten deutschen Lobbyakteure in Brüssel]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2013/10/ein-jahr-dalli-gate-eu-kommission-sitzt-lobbyskandal-aus/ Ein Jahr „Dalli-Gate“ – EU-Kommission sitzt Lobbyskandal aus]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2013/10/geleakte-philip-morris-lobbydokumente-zeigen-unbrauchbarkeit-des-eu-lobbyregisters/ Geleakte Philip Morris-Lobbydokumente zeigen Unbrauchbarkeit des EU-Lobbyregisters]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2013/03/tabaklobbyist-in-eu-ethikkomitee-ombudsmann-folgt-lobbycontrol-beschwerde/ Tabaklobbyist in EU-Ethikkomitee: Ombudsmann folgt LobbyControl-Beschwerde]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sponsoring]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Grassroots-Lobbying]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Parteispenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Philip_Morris&amp;diff=41303</id>
		<title>Philip Morris</title>
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		<updated>2017-06-20T12:41:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Einträge in Lobbyregistern */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Philip Morris Int.&lt;br /&gt;
| Branche          = Tabakindustrie&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Vertrieb, Produktion&lt;br /&gt;
| Hauptsitz        = Lausanne, Schweiz&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = PMI Werk Berlin, Neuköllnische Allee 80, 12057 Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = 51, Rue Montoyer, B-1000 Brüssel, Belgien&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.pmi.com www.pmi.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Philip Morris International ist ein Tabakkonzern, der sowohl in Deutschland, als auch in der EU intensive Lobbyarbeit betreibt. Das Unternehmen ist in den Lobbyregistern der USA und der EU registriert und veröffentlicht freiwillig alle Zahlungen an Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einträge in Lobbyregistern==&lt;br /&gt;
===[[Lobbyregister EU]]===&lt;br /&gt;
In den Jahren 2010 bis 2015 betrugen die Lobbyausgaben des Konzerns zwischen 10,5 und 12 Millionen Euro. Davon fallen allein fünf Millionen Euro auf das Jahr 2013, in dem auch zehn Lobbyisten beauftragt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 2015 gab der Konzern Lobbyausgaben in Höhe von maximal 1 Millionen Euro an, und beschäftigte fünf Lobbyisten, die zusammen zweieinviertel Vollzeitstellen entsprächen. Alle Lobbyisten haben eine Zugangsberechtigung zum EU-Parlament.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobbyfacts.eu/representative/cb85447517124eecb8071373a7a195f3/philip-morris-international-inc Lobbyfacts PMI] lobbyfacts.eu, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Lobbyregister USA]]===&lt;br /&gt;
PMIs Ausgaben für Lobbying für 2016 werden auf 5,11 Millionen US-Dollar beziffert. Das Unternehmen beschäftigte 24 Lobbyisten, davon waren 19 [[Seitenwechsel|Seitenwechsler]] aus der Politik. In den Jahren 2010 bis 2016 gab der Konzern über 41 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opensecrets.org/lobby/clientsum.php?id=D000055403&amp;amp;year=2016 Philip Morris International], OpenSecrets.org, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyfälle und Kritik==&lt;br /&gt;
===Parteispenden und Sponsoring===&lt;br /&gt;
Philip Morris legt auf seiner US-Website freiwillig seine weltweiten Zahlungen an Parteien offen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/eng/about_us/corporate_contributions/pages/archived_contributions.aspx Corporate Contributions] Philip Morris International, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Spenden umfasst dies auch Zuwendungen, die als Sponsoring bezeichnet werden. Damit ist der Konzern transparenter, als die [[Parteisponsoring|deutsche Gesetzgebung]] verlangt. Empfänger der Zahlungen waren jeweils [[FDP]], [[SPD]], [[CDU]] und [[CSU]], sowie deren parteinahe Organisationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/eng/about_us/corporate_contributions/Pages/archived_contributions.aspx Politische Zuwendungen 2008-2015] Internetauftritt Philip Morris, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[LobbyControl]] wertete 2016 die Angaben des Konzerns aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-und-csu-bekommen-besonders-viel-sponsorengelder-von-philip-morris-a-1124456.html Philip Morris sponsert Parteien im großen Stil] Spiegel Online am 05.12.2016, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ Wie der Tabakkonzern Philip Morris die Parteien sponsert] LobbyControl am 05.12.2016, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei bestätigte sich der vermutete Trend, dass Parteisponsoring die Summen der Parteispenden bei weitem übersteigt, weil Sponsoring nicht der Offenlegungspflicht der Parteien unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Parteispenden]]'''[[Datei:PMI_Spenden_vs_Sponsoring_2010_2015.png|thumb|right|border|390x231px| PMI Sponsoring und Spenden 2010-2015.&amp;lt;br /&amp;gt;Quelle: [https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ LobbyControl] und [http://www.pmi.com/eng/about_us/corporate_contributions/Pages/archived_contributions.aspx Philip Morris]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2010 bis 2015 spendete der Konzern insgesamt über 350.000 € an deutsche Parteien. Auffällig ist dabei die Verdopplung der Spendenhöhe im Wahljahr 2013, als an jede Partei ca. 25.000 € gespendet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Parteisponsoring]]'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 2010 und 2015 verbuchte der Konzern 544.000 € an Sponsoringzahlungen an CDU, CSU, SPD und FDP und deren parteinahe Organisationen.&lt;br /&gt;
2010 beliefen sich die Ausgaben für Sponsoring noch auf 27.000 €, 2015 haben sich die Ausgaben im Vergleich dazu verfünffacht, auf über 150.000 €.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist auch die Verteilung der Summen auf die Parteien. Parteispenden wurden großteils gleichmäßig an jede der vier Parteien gespendet. Beim Sponsoring erhielt die CDU knapp die Hälfte aller Zuwendungen, fast ein Drittel erhielt die SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konzern begründet seine finanziellen Zuwendungen damit, &amp;quot;wie viele andere Organisationen auch, am Dialog mit der Gesellschaft&amp;quot; teilzunehmen und sich &amp;quot;im politischen Raum als Gesprächspartner ein[zubringen].&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-und-csu-bekommen-besonders-viel-sponsorengelder-von-philip-morris-a-1124456.html Philip Morris sponsert Parteien im großen Stil] Spiegel Online am 05.12.2016, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ Hier] LobbyControls ausführliche Analyse der Zahlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbying gegen EU-Tabakrichtlinie===&lt;br /&gt;
Philip Morris setzte sich gegen die Verabschiedung der EU-Tabakrichtlinie ''Tobacco Products Directive'' (TPD) ein, die seit 2015 umgesetzt wird. Das Gesetz ist unter anderem für die Einführung von &amp;quot;Schockbildern&amp;quot; auf Zigarettenverpackungen verantwortlich.&lt;br /&gt;
Die Lobbystrategie von Philip Morris umfasste verschiedene Ansatzpunkte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''Europäische Zivilgesellschaft''====&lt;br /&gt;
Um die europäische Zivilgesellschaft von ihren Belangen zu überzeugen, betrieb PMI die Informationsplattform &amp;quot;Was noch?!&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.was-noch.eu/ Was-Noch.eu] PMI: Informationsplattform für Europäische Bürger, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Seite ist mittlerweile nicht mehr zugänglich, und nur über [https://web-beta.archive.org/web/*/http://www.was-noch.eu/ archive.org] abrufbar.&lt;br /&gt;
Auf der Website konnten Bürger vor den Verhandlungen im Europäischen Parlament E-Mails an Abgeordnete senden, um gegen die &amp;quot;EU-Regulierungswut&amp;quot; zu protestieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.horizont.net/marketing/nachrichten/Online-Initiative-Philip-Morris-startet-Aktionsplattform-gegen-EU-Tabakrichtlinie-115983 Philip Morris startet Aktionsplattform gegen EU-Tabakrichtlinie] Horizont.net, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''EU-Parlament''====&lt;br /&gt;
Um die Abstimmung über eine schärfere Tabakregulierung zu verzögern oder inhaltlich zugunsten der Tabakindustrie zu beeinflussen, setzte das Unternehmen 161 Angestellte und Berater ein, berichtete ''The Guardian'' im Juli 2013. Mit 233 Abgeordneten (31 Prozent) des EU-Parlaments fand zwischen Januar und Juni 2012 mindestens ein Treffen statt. Dafür gab PMI Lobbykosten von ca. 1,5 Millionen Euro an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/business/2013/sep/07/tobacco-philip-morris-millions-delay-eu-legislation Tobacco giant Philip Morris 'spent millions in bid to delay EU legislation'] The Guardian am 07.07.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Laut ''Spiegel'' verfügten die 161 Mitarbeiter ingesamt über 500.000 Euro an Spesen für die Organisation der Treffen und Events.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zigarettenhersteller-philip-morris-legt-liste-von-abgeordneten-an-a-924220.html Die Schnüffler von der Tabaklobby] Spiegel Online am 25.09.2015, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Philip Morris bestätigte die Lobby-Arbeit, wies jedoch auf die eingehaltenen Transparenzregeln der EU hin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/eng/media_center/press_releases/pages/201309090402.aspx Stellungnahme PMI am 09.09.2013] abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2013 veröffentlichte ''Le Parisien'' ein firmeninternes Dokument, das die Offenheit von EU-Parlamentariern für die Anliegen der Tabakkonzerne bewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.leparisien.fr/societe/les-fichiers-secrets-du-lobby-du-tabac-21-09-2013-3156603.php Lobby du tabac: Philip Morris fiche les eurodéputés] Le Parisien am 21.09.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Liste umfasst eine Kurzbiographie sowie Hinweise auf Parteizugehörigkeit und Mitgliedschaften in EU-Ausschüssen. Darüber hinaus sind die Abgeordnetendaten farblich unterlegt: Blau für Sympathisanten, Rot für Gegner der Zigarettenindustrie, Grün für unentschiedene Parlamentarier, deren Haltung eine 'dringende Intervention' erforderlich mache.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zigarettenhersteller-philip-morris-legt-liste-von-abgeordneten-an-a-924220.html Geheime Liste von Philip Morris: Die Schnüffler von der Tabaklobby] Spiegel Online am 25.09.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''EU-Kommission''====&lt;br /&gt;
PMI suchte direkten Kontakt zu Entscheidungsträgern in der Europäischen Union, unter anderen mit Mitarbeitern des Generalsekretariats [[José Manuel Barroso|José Manuel Barrosos]] und Mitgliedern seines Kabinetts.Laut ''Spiegel'' fanden zwischen Mitarbeitern der EU-Kommission und Vertretern von Tabakkonzernen 14 verheimlichte Treffen statt.&lt;br /&gt;
Der Konzern stellte dem Generalsekretariat außerdem wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
So beauftragte das Unternehmen beispielsweise die Consulting Firma [[Roland Berger]] mit einer Studie zu den wirtschaftlichen Folgen der neuen Regelungen. So sei laut der Studie von Arbeitsplatzabbau und geringeren Steuereinnahmen auszugehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rolandberger.com/publications/publication_pdf/roland_berger_the_new_tobacco_products_directive_potential_economic_impact_20130424.pdf The New Tobacco Products Directive - Potential Economic Impact] Internetauftritt Roland Berger April 2014, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/business/2013/sep/07/tobacco-philip-morris-millions-delay-eu-legislation Tobacco giant Philip Morris 'spent millions in bid to delay EU legislation'] The Guardian am 07.09.2013, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommission bezeichnete die Kontakte zur Tabaklobby &amp;quot;als Teil der normalen Arbeit&amp;quot;, der auch nicht im Widerspruch zur ''Rahmenkonvention der Tabakkontrolle'' (FCTC) stehe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-128239324.html Saubermänner auf Abwegen] Spiegel Online am 21.07.2014, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die FCTC empfiehlt politischen Institutionen, den Kontakt zu Tabaklobbyisten transparent zu gestalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/80510/1/9789241505185_eng.pdf?ua=1 Guidelines for Implementation Article 5.3] WHO Framework Convention on Tobacco Control, 2013, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====''Erfolge der Tabaklobby''====&lt;br /&gt;
Verhindert werden konnte die EU-Tabakrichtlinie nicht: sie trat 2014 in Kraft, und ist seit 20. Mai 2016 geltendes Recht in den EU-Mitgliedstaaten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/health/tobacco/products_de Regulierung von Tabakerzeugnissen] Europäische Kommission, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/health/sites/health/files/tobacco/docs/dir_201440_de.pdf Gesetzestext der EU-Tabakrichtlinie] abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;Trotzdem konnte die Tabakindustrie verschiedene Erfolge erzielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verschiebung der Abstimmung des Europäischen Parlaments auf den 8. Oktober 2013,&lt;br /&gt;
* Reduzierung des Anteils der der Zigarettenpackungsoberfläche, der mit abschreckenden Bildern versehen sein muss, von 75 auf 65 Prozent,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/kommentar/kommentar-tabakrichtlinie-101.html Damit kann die Branche gut leben] Tagesschau.de am 16.05.2016, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Verhinderung von Positiv- und Negativlisten für Inhaltsstoffe, die u.a. auch vom Deutschen Krebsforschungszentrum empfohlen wurden,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vzbv.de/sites/default/files/mediapics/eu_tabakrichtlinie_dkfz_empfehlungen_10_2010.pdf Verbesserung des Jugend- und Verbraucherschutzes durch die Überarbeitung der europäischen Tabakprodukt-Richtlinie] Deutsches Krebsforschungszentrum 2010, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ermöglichung langer Übergangsfristen für aromatische Zusatzstoffe (z.B. Menthol).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-128239324.html Saubermänner auf Abwegen] Spiegel Online am 21.07.2014, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://ec.europa.eu/health/tobacco/products/revision/index_en.htm Hier] finden Sie die primären EU-Dokumente zur EU-Tabakrichtlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterstützung von Zigarettenschmuggel===&lt;br /&gt;
2010 warf die EU-Kommission dem Konzern indirekte Unterstützung von Zigarettenschmuggel vor, indem der Konzern systematisch die Märkte in Osteuropa überbeliefert habe.&lt;br /&gt;
Zwei Klagen der EU-Kommission wurden zuvor in den USA zurückgewiesen, eine weitere Klage an einem europäischen Gericht wurde vorbereitet, als die Einigung des Konzerns mit der EU bekannt gegeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/philip-morris-milliarden-dollar-fuer-den-frieden-mit-bruessel-1.825260 1,3 Milliarden Dollar für den Frieden mit Brüssel], Süddeutsche.de, 17.05.2010, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Inhalt der Einigung war neben der Zahlung von 1,25 Milliarden Dollar auch die Beteiligung des Konzerns am Kampf gegen den Schmuggel von Tabakprodukten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/philip-morris-zahlt-eine-milliarde-euro/530284.html Philip Morris zahlt eine Milliarde Euro] Tagesspiegel, 10.07.2004, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ''WOZ'' kritisierte die Einbindung von Konzernen in die Schmuggelbekämpfung. Allein 2012 habe PMI 15 Millionen Euro an Interpol gespendet. Im Gegenzug nutze Interpol ein von der Tabakindustrie entwickeltes Kontrollsystem, dem mangelnde Effizienz vorgeworfen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.woz.ch/1329/interpol/pharmamillionen-fuer-die-internationale-polizeiarbeit Pharmamillionen für die internationale Polizeiarbeit] WOZ am 18.07.2013, abgerufen am 15.12.2016 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einfluss auf die toxikologische Forschung===&lt;br /&gt;
Der Konzern vergab von 2000 bis 2008 über das ''Philip Morris External Research Program'' zielgerichtet Forschungsgelder an kostenintensive Forschungsprogramme über potenzielle Folgen des Rauchens. So versuchte PMI, Einfluss auf dem wenig umkämpften Forschungsfeld zu erlangen.&lt;br /&gt;
Viele Studien wurden wegen ungenehmer Ergebnisse unter Verschluss gehalten, und wurden erst durch die Veröffentlichgungspflicht für Dokumente von US-Tabakkonzernen öffentlich zugänglich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.industrydocumentslibrary.ucsf.edu/tobacco/about/history/ Historie] Industry Documents Library Tobacco, abgerufen am 19.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der deutschen Forschung finanzierte Philip Morris Forscher und Forschungsinstitute:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Elmar Richter]] am Walther-Straub-Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Ludwig-Maximilians-Universität München&lt;br /&gt;
* [[Hans Marquardt]], ehem. Direktor der Abteilung für Toxikologie an der Universität Hamburg; seit 1999 Managing Editor &amp;quot;Toxicology&amp;quot;, dem offiziellen Organ der Britischen und Deutschen Gesellschaften für Toxikologie.&lt;br /&gt;
* Analytisch-Biologische Forschungslabor (ABF) unter der Leitung von [[Gerhard Scherer]]&lt;br /&gt;
* [[Heidi Foth]], Institut für Umwelttoxikologie der Universität Halle-Wittenberg&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wissen/toxikologen-und-die-tabakindustrie-forschen-gegen-die-wahrheit-1.1039469 Forschen gegen die Wahrheit] Süddeutsche.de am 23.12.2010, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.sueddeutsche.de/wissen/toxikologen-und-die-tabakindustrie-forschen-gegen-die-wahrheit-1.1039469 Hier] finden Sie einen auführlichen Bericht der Süddeutschen Zeitung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/ &amp;gt; Auch andere Tabakkonzere verfolgten diese Strategie, einen Bericht dazu finden Sie [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43510688.html hier]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Grassroots-Lobbying]] in den USA===&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren engagierte PMI die Lobbyagentur [[APCO]], Graswurzelbewegungen zu organisieren.&lt;br /&gt;
Dabei wurden vermeintliche Bürgerinitiativen gegründet, die sich dagegen richteten, Passivrauch als krebserregend einzustufen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/environment/2006/sep/19/ethicalliving.g2 The Denial Industry] The Guardian am 19.09.2006, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Jahre später sollte mit der gleichen Strategie im amerikanischen Justizsystem eine ablehnendere Haltung gegenüber dem Prinzip der Produkthaftung durchgesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.industrydocumentslibrary.ucsf.edu/tobacco/docs/#id=ysgn0085 Tort Reform Budget Project] Industry Documents Library, abgerufen am 16.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitgliedschaften (Auswahl)==&lt;br /&gt;
* [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* [[The American European Community Association]] (AECA)&lt;br /&gt;
* [[International Trademark Association]] (INTA)&lt;br /&gt;
* [[Trans-Atlantic Business Council]] (TABC)&lt;br /&gt;
* [[European Policy Centre]] (EPC)&lt;br /&gt;
* [[European Risk Forum]] (ERF)&lt;br /&gt;
* [[Businesseurope]]&lt;br /&gt;
* [[European Smokeless Tobacco Council]] (ESTOC)&lt;br /&gt;
* [[Public Affairs Council]]&lt;br /&gt;
* [[European Communities Trade Mark Association]] (ECTA)&lt;br /&gt;
* [[American Chamber of Commerce in Germany]]&lt;br /&gt;
* [[Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde|Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde]]&lt;br /&gt;
* [[Europäischer Wirtschaftssenat|Europäischer Wirtschaftssenat]] (EWS)&lt;br /&gt;
* [[Wirtschaftsbeirat Bayern]]&lt;br /&gt;
* [[Kangaroo Group]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=51925911965-76 Transparenzregister der Europäischen Union] (Stand: 15.12.2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung==&lt;br /&gt;
PMI vertreibt seine Produkte in über 180 Länder weltweit und beschäftigt rund 80.200 Mitarbeiter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pmi.com/deu/about_us/company_overview/pages/company_overview.aspx Unternehmensprofil] Homepage Philip Morris, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit [[Marlboro]] vertreibt der Konzern die weltweit meistverkaufte Zigarettenmarke.&lt;br /&gt;
Seit 2008 ist Philip Morris International selbstständig und aus dem Mutterkonzern [[Altria Group]] herausgelöst. Dadurch ist das Unternehmen auch unabhängig von Philip Morris USA, das für die Produktion und den Vertrieb in den Vereinigten Staaten zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/marlboro-hersteller-raucher-bescheren-philip-morris-gewinnplus/7752992.html Raucher bescheren Philip Morris Gewinnplus] Handelsblatt am 07.02.2013, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Umsatz betrug 2015 fast 74 Milliarden US Dollar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://investors.pmi.com/phoenix.zhtml?c=146476&amp;amp;p=irol-reportsannual 2015 Annual Report] Internetauftritt Philip Morris, abgerufen am 15.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beiträge von LobbyControl==&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/12/cdu-parteitag-mit-freundlicher-unterstuetzung-der-industrie/ CDU-Parteitag: Mit freundlicher Unterstützung der Industrie]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/12/philip-morris/ Wie der Tabakkonzern Philip Morris die Parteien sponsert]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2016/10/ttip-schattenjustiz/ TTIP-Schiedsgerichte: Wie Deutsche Bank, Telekom &amp;amp; Co. sich ihr Paralleluniversum bauen und das Justizmonopol des Staates aushebeln wollen]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2014/09/lobbyfacts-die-groessten-deutschen-lobbyakteure-in-bruessel/ LobbyFacts: Die größten deutschen Lobbyakteure in Brüssel]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2013/10/ein-jahr-dalli-gate-eu-kommission-sitzt-lobbyskandal-aus/ Ein Jahr „Dalli-Gate“ – EU-Kommission sitzt Lobbyskandal aus]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2013/10/geleakte-philip-morris-lobbydokumente-zeigen-unbrauchbarkeit-des-eu-lobbyregisters/ Geleakte Philip Morris-Lobbydokumente zeigen Unbrauchbarkeit des EU-Lobbyregisters]&lt;br /&gt;
* [https://www.lobbycontrol.de/2013/03/tabaklobbyist-in-eu-ethikkomitee-ombudsmann-folgt-lobbycontrol-beschwerde/ Tabaklobbyist in EU-Ethikkomitee: Ombudsmann folgt LobbyControl-Beschwerde]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sponsoring]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Grassroots-Lobbying]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Parteispenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Zigarettenverband&amp;diff=41300</id>
		<title>Deutscher Zigarettenverband</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Zigarettenverband&amp;diff=41300"/>
		<updated>2017-06-20T12:11:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Lobbying gegen Außenwerbeverbot  für Zigaretten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Deutscher Zigarettenverband e.V.&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Rechtsform       = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Interessenvertretung der Zigarettenindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2008&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Unter den Linden 42&amp;lt;br /&amp;gt; 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.zigarettenverband.de/ zigarettenverband.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Zigarettenverband (DZV)''' ist der Interessenverband der Zigarettenhersteller in Deutschland. Zusammen haben die fünf Mitglieder einen Marktanteil von 60 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zigarettenverband.de/de/3/%C3%9Cber_den_DZV Website DZV], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verband macht einerseits Stimmung gegen unliebsame Gesetze. Zugleich versucht er, das Ansehen der Zigarettenindustrie zu steigern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
{{LobbyPlanet-Box}}&lt;br /&gt;
Die Tabakkonzerne versuchen verstärkt, durch karitative Projekte ihre &amp;quot;soziale Unternehmensverantwortung&amp;quot; unter Beweis zu stellen. So vergibt zum Beispiel die Firma Reemstma seit 2007 den ''Liberty Award'', einen Preis für Auslandandskorrespondent/innen, die sich besonders um die Freiheit bemüht haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.liberty-award.de/index.php/liberty-award Reemtsma Liberty Award], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese und andere Fördermaßnahmen werden in großformatigen Anzeigen in Parteizeitungen präsentiert - obwohl Tabakwerbung seit Anfang 2007 in bundesdeutschen Printmedien verboten ist. Die Parteien ignorieren dieses Verbot jedoch mit der Begründung, bei den Inseraten wie dem Liberty Award handele es sich schließlich nicht um Produktwerbung - wie etwa bei der Reemtsma-Reklame für Gauloises (&amp;quot;Liberté toujours&amp;quot;) -, sondern um Imagewerbung für das Unternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/tabakunternehmen-zwischen-werbeverbot-und-meinungsfreiheit/ Tabakunternehmen: Zwischen Werbeverbot und Meinungsfreiheit], Legal Tribute Online, 18.November 2010, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche indirekten Formen der Parteienfinanzierung sind [[Parteisponsoring#Fallbeispiele|gängige Praxis der Tabakunternehmen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel ===&lt;br /&gt;
'''Jan Mücke''': Die Öffentlichkeit erfuhr mit großer Verspätung vom Seitenwechsel des Geschäftsführers und Sprechers Mücke – nämlich kurz nach der Landtagswahl in Mückes Heimat Sachsen. Der ehemalige FDP-Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium trat seinen neuen Job beim DZV bereits am 1. Juli 2014 an - diese Information wurde jedoch aus strategischen Gründen noch zwei Monate lang zurück gehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sz-online.de/nachrichten/ex-fdp-staatssekretaer-jan-muecke-ist-jetzt-tabak-lobbyist-2919680.html Peter Heimann: Ex-FDP-Staatssekretär Jan Mücke ist jetzt Tabak-Lobbyist], Sächsische Zeitung, 3. September 2014, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Der DZV wird von den politischen Kontakten Mückes profitieren, ebenso wie von seinem Insider-Blick auf die Bundesregierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Marianne Tritz''': Bereits in der Vergangenheit hatte der DZV politisches Personal angeworben. 2008 sorgte der neugegründete Verband mit der Präsentation von Marianne Tritz als Geschäftsführerin für Aufsehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5185299/ Die Grüne und die Tabaklobby], taz, 11. März 2008, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ehemalige Umweltaktivistin und [[Bündnis 90/Die Grünen]]-Bundestagsabgeordnete war direkt vor ihrem Wechsel zum DZV Vorstandsreferentin des Grünen-Fraktionsvorsitzenden und Tabakgegners Fritz Kuhn - und geriet deswegen in die Kritik. Die Geschäftsführung der Grünen legte ihr nahe, nicht mehr öffentlich mit grünen Inhalten zu werben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article1803729/Gruene-Tabak-Lobbyistin-bekommt-Millionen.html PR für Zigaretten: Grüne Tabak-Lobbyistin bekommt Millionen], Die Welt, 15. März 2008, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Tritz wurde 2012 als Geschäftsführerin entlassen. Als Grund für die Beendigung der Zusammenarbeit gab der DZV Vorstand die Fokussierung der Verbandsarbeit auf die Überarbeitung der Europäischen Tabakproduktrichtlinie an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zigarettenverband.de/pos-data/page_img/Publikationen/Pressemitteilungen/2012-10-30%20PM%20DZV%20neu.pdf Pressmitteilung], DZV, 30. Oktober 2012, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Inzwischen ist Tritz Geschäftsführerin des Gesamtsverbands Dämmstoffindustrie (GDI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grassroots-Lobbying ===&lt;br /&gt;
'''Entscheiden Sie selbst''': Als Reaktion auf die Tabakproduktrichtlinie der Europäischen Union rief der Zigarettenverband 2010 gemeinsam mit anderen Lobbyorganisationen die Beschäftigten der Branche dazu auf, eine Online-Konsultation der EU dazu zu nutzen, ihren Unmut über die geplante Richtlinie kundzutun. Die von der Tabakindustrie ins Leben gerufene Initiative ''Entscheiden Sie selbst''  verkaufte die Rekordbeteiligung von 85.000 Eingaben als Beleg für einen europaweiten Bürgerprotest.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20120820234700/http://www.entscheiden-sie-selbst.de/aktuelles.html?page=2 Pressemitteilung vom 19.12.2012], Entscheiden Sie Selbst, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei stammten allein 30.000 oft wortgleiche Schreiben von Tabakhändlern aus Italien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/health/tobacco/docs/consultation_report_en.pdf European Comission: Public consultation on the possible revision of the Tobacco Products Directive 2001/37/EC page 6], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bayern sagt Nein''': 2010 wurde in Bayern per Volksentscheid abgestimmt, ob das damalige Rauchverbot in der Gastronomie erheblich verschärft werden sollte. Das Aktionsbündnis ''Bayern sagt Nein'' versuchte, die Öffentlichkeit gegen eine weitere Regulierung zu mobilisieren. Neben anderen Verbänden der Tabakindustrie beteiligte sich auch der DZV am Bündnis und unterstützte es mit 150.000 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutschlandfunk.de/viel-geld-fuer-viel-rauch.862.de.html?dram:article_id=123543 Viel Geld für viel Rauch], Deutschlandfunk vom 01.07.2010, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bericht des Corporate European Observatory enthüllte 2014 weitere Strategien der Tabaklobby. Hier ist die Rede von intensiver, teils aggressiver Lobbyarbeit – von zahlreichen Anrufen, Emails, Einladungen auf Drinks über ungefragten Zustellungen von kostenlosen E-Zigaretten bis zu unangemeldeten Besuchen in den Büros der Abgeordneten. Der Bericht ist [http://corporateeurope.org/lobbycracy/2013/07/tobacco-lobbyists-all-fired-ahead-key-vote hier] einsehbar.   &amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/lobbycracy/2013/07/tobacco-lobbyists-all-fired-ahead-key-vote Tobacco lobbyists all fired up ahead of key-vote], CEO-Bericht vom 8. Juli 2014, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbying gegen Außenwerbeverbot  für Zigaretten ===&lt;br /&gt;
Im April 2016 wurde ein Gesetzesentwurf von Bundesernährungsminister Christian Schmidt, der ein Außenwerbeverbot für Zigaretten ab 2020 vorsieht, vom Bundeskabinett abgesegnet. Das Gesetz war im März 2017 jedoch noch immer nicht verabschiedet, da die [[CDU]]/[[CSU]]-Bundestagsfraktion um den Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder den Entwurf nicht auf die Tagesordnung nahm - auch ein Verdienst der Tabaklobby. Während das Vorhaben zunächst abgeschwächt wurde und die Frist für ein Werbeverbot von 2018 auf 2020 verlängert wurde, verhandelten [[Philip Morris]] und der DZV in zahlreichen Treffen mit der Bundesregierung über die Tabakwerbung. In der 18. Legislaturperiode trafen sich die Lobbyisten mindestens 32-mal mit Vertretern der Koalition. Im April 2017 konnte das Gesetz doch noch verabschiedet werden, nur wenige Wochen später hätte der Entwurf in der Legislaturperiode nicht mehr zur Abstimmung kommen können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/zigarettenlobby-volker-kauder-blockiert-gesetz-gegen-tabakwerbung-a-1137549.html Schöner qualmen auf deutschen Litfaßsäulen] Spiegel Online vom 07. März 2017, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/tabakwerbung-bundesregierung-beschliesst-verbot-ab-2020-a-1088226.html Kabinett beschließt Verbot von Tabakwerbung] Spiegel Online vom 20. April 2017, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Namen seiner fünf Mitglieder tritt der Verband im Bewusstsein der &amp;quot;Verantwortung für die Interessen der Zigarettenindustrie in Deutschland ein.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zigarettenverband.de/de/3/%C3%9Cber_den_DZV Website DZV], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Der DZV bekämpft derzeit vor allem die neue Tabakproduktrichtlinie der Europäischen Union, die abschreckende Bilder auf den Verpackungen, ein Verbot von Mentholzigaretten und andere Maßnahmen zur Tabakkontrolle vorsieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorgängerorganisation===&lt;br /&gt;
Die Vorgängerorganisation des DZV war der '''Verband für Cigarettenindustrie (VdC)'''. Auch dieser machte intensive Lobbyarbeit für Tabak- und Zigarettenindustrie. Der VdC galt über viele Jahrzehnte hinweg als einer der einflussreichsten Branchenvertreter Deutschlands, geriet aber in die Kritik, als bekannt wurde, dass jahrelang vermeintlich neutrale Experten für lobbyfreundliche Studien bezahlt wurden. So zogen Wissenschaftler, die vom VdC mit Forschungsgeldern und anderen Vergünstigungen bedacht wurden, gegenüber der Politik die Gesundheitsgefahren des Rauchens in Zweifel.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5185299/ Die Grüne und die Tabaklobby], taz, 11. März 2008, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; 2007 stieg Philipp Morris aus dem Verband aus - der umsatzstarke Konzern verfolgte andere Positionen als die anderen Mitglieder. Die verbliebenen Konzerne lösten den VdC auf - wohl auch, um Kosten zu sparen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article1803729/Gruene-Tabak-Lobbyistin-bekommt-Millionen.html PR für Zigaretten: Grüne Tabak-Lobbyistin bekommt Millionen], Die Welt, 15. März 2008, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Dann erfolgte die Gründung des noch heute bestehenden Verbands DZV. Dieser gelobte mehr Tansparenz und Verantwortungsbewusstsein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mopo.de/news/tabak-tabaklobby-formiert-sich-neu---gruene-an-der-spitze,5066732,5380380.html Tabaklobby formiert sich neu - Grüne an der Spitze], Hamburger Morgenpost, 14. März 2015,  abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
Im Vorstand sitzt jeweils ein Vertreter der 5 Mitgliedsunternehmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Michael Kaib (Vorsitzender), Vorstandssprecher der [[Reemtsma Cigarettenfabriken]] GmbH Deutschland und General Manager D-A-CH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* George Bletsas (stellv. Vorsitzender),  General Manager von [[JTI]] (Japan Tobacco International) in Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ralf Wittenberg, General Manager [[British American Tobacco Germany]] GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans-Josef Fischer,Geschäftsführer [[Heintz van Landewyck]] GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Marc von Eicken, Geschäftsführer [[Joh. Wilh. von Eicken]] GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: DZV &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zigarettenverband.de/de/61/%C3%9CBER_DEN_DZV/Vorstand Deutscher Zigarettenverband Vorstand]  abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschäftsführung ===&lt;br /&gt;
[[Jan Mücke]] (Geschäftsführer)&lt;br /&gt;
* seit 01.07.2014 Geschäftsführer und Sprecher des DZV&lt;br /&gt;
* 2005–2013 Mitglied des Deutschen Bundestages&lt;br /&gt;
* 2009–2013 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung&lt;br /&gt;
* 2005–2009 Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion und Sprecher für Infrastruktur und Luftfahrt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
Partner des DZV sind:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zigarettenverband.de/de/27/%C3%9Cber_den_DZV/Partner Partner], zigarettenverband.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR)&lt;br /&gt;
* Bundesverband der Zigarrenindustrie e. V. (BdZ)&lt;br /&gt;
* Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenhersteller (BDTA)&lt;br /&gt;
* Bundesverband des Tabakwareneinzelhandels (BTWE)&lt;br /&gt;
* Bundesverband der Deutschen Industrie&lt;br /&gt;
* Bundesverband deutscher Tabakpflanzer e.V. (BdT)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Organisation]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grassroots-Lobbying]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteispenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Zigarettenverband&amp;diff=41299</id>
		<title>Deutscher Zigarettenverband</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Deutscher_Zigarettenverband&amp;diff=41299"/>
		<updated>2017-06-20T12:07:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Lobbystrategien und Einfluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Deutscher Zigarettenverband e.V.&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Rechtsform       = eingetragener Verein&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Interessenvertretung der Zigarettenindustrie&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 2008&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Unter den Linden 42&amp;lt;br /&amp;gt; 10117 Berlin&lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.zigarettenverband.de/ zigarettenverband.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''Deutsche Zigarettenverband (DZV)''' ist der Interessenverband der Zigarettenhersteller in Deutschland. Zusammen haben die fünf Mitglieder einen Marktanteil von 60 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zigarettenverband.de/de/3/%C3%9Cber_den_DZV Website DZV], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verband macht einerseits Stimmung gegen unliebsame Gesetze. Zugleich versucht er, das Ansehen der Zigarettenindustrie zu steigern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss==&lt;br /&gt;
{{LobbyPlanet-Box}}&lt;br /&gt;
Die Tabakkonzerne versuchen verstärkt, durch karitative Projekte ihre &amp;quot;soziale Unternehmensverantwortung&amp;quot; unter Beweis zu stellen. So vergibt zum Beispiel die Firma Reemstma seit 2007 den ''Liberty Award'', einen Preis für Auslandandskorrespondent/innen, die sich besonders um die Freiheit bemüht haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.liberty-award.de/index.php/liberty-award Reemtsma Liberty Award], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese und andere Fördermaßnahmen werden in großformatigen Anzeigen in Parteizeitungen präsentiert - obwohl Tabakwerbung seit Anfang 2007 in bundesdeutschen Printmedien verboten ist. Die Parteien ignorieren dieses Verbot jedoch mit der Begründung, bei den Inseraten wie dem Liberty Award handele es sich schließlich nicht um Produktwerbung - wie etwa bei der Reemtsma-Reklame für Gauloises (&amp;quot;Liberté toujours&amp;quot;) -, sondern um Imagewerbung für das Unternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/tabakunternehmen-zwischen-werbeverbot-und-meinungsfreiheit/ Tabakunternehmen: Zwischen Werbeverbot und Meinungsfreiheit], Legal Tribute Online, 18.November 2010, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche indirekten Formen der Parteienfinanzierung sind [[Parteisponsoring#Fallbeispiele|gängige Praxis der Tabakunternehmen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seitenwechsel ===&lt;br /&gt;
'''Jan Mücke''': Die Öffentlichkeit erfuhr mit großer Verspätung vom Seitenwechsel des Geschäftsführers und Sprechers Mücke – nämlich kurz nach der Landtagswahl in Mückes Heimat Sachsen. Der ehemalige FDP-Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium trat seinen neuen Job beim DZV bereits am 1. Juli 2014 an - diese Information wurde jedoch aus strategischen Gründen noch zwei Monate lang zurück gehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sz-online.de/nachrichten/ex-fdp-staatssekretaer-jan-muecke-ist-jetzt-tabak-lobbyist-2919680.html Peter Heimann: Ex-FDP-Staatssekretär Jan Mücke ist jetzt Tabak-Lobbyist], Sächsische Zeitung, 3. September 2014, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Der DZV wird von den politischen Kontakten Mückes profitieren, ebenso wie von seinem Insider-Blick auf die Bundesregierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Marianne Tritz''': Bereits in der Vergangenheit hatte der DZV politisches Personal angeworben. 2008 sorgte der neugegründete Verband mit der Präsentation von Marianne Tritz als Geschäftsführerin für Aufsehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5185299/ Die Grüne und die Tabaklobby], taz, 11. März 2008, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ehemalige Umweltaktivistin und [[Bündnis 90/Die Grünen]]-Bundestagsabgeordnete war direkt vor ihrem Wechsel zum DZV Vorstandsreferentin des Grünen-Fraktionsvorsitzenden und Tabakgegners Fritz Kuhn - und geriet deswegen in die Kritik. Die Geschäftsführung der Grünen legte ihr nahe, nicht mehr öffentlich mit grünen Inhalten zu werben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article1803729/Gruene-Tabak-Lobbyistin-bekommt-Millionen.html PR für Zigaretten: Grüne Tabak-Lobbyistin bekommt Millionen], Die Welt, 15. März 2008, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Tritz wurde 2012 als Geschäftsführerin entlassen. Als Grund für die Beendigung der Zusammenarbeit gab der DZV Vorstand die Fokussierung der Verbandsarbeit auf die Überarbeitung der Europäischen Tabakproduktrichtlinie an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zigarettenverband.de/pos-data/page_img/Publikationen/Pressemitteilungen/2012-10-30%20PM%20DZV%20neu.pdf Pressmitteilung], DZV, 30. Oktober 2012, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Inzwischen ist Tritz Geschäftsführerin des Gesamtsverbands Dämmstoffindustrie (GDI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grassroots-Lobbying ===&lt;br /&gt;
'''Entscheiden Sie selbst''': Als Reaktion auf die Tabakproduktrichtlinie der Europäischen Union rief der Zigarettenverband 2010 gemeinsam mit anderen Lobbyorganisationen die Beschäftigten der Branche dazu auf, eine Online-Konsultation der EU dazu zu nutzen, ihren Unmut über die geplante Richtlinie kundzutun. Die von der Tabakindustrie ins Leben gerufene Initiative ''Entscheiden Sie selbst''  verkaufte die Rekordbeteiligung von 85.000 Eingaben als Beleg für einen europaweiten Bürgerprotest.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20120820234700/http://www.entscheiden-sie-selbst.de/aktuelles.html?page=2 Pressemitteilung vom 19.12.2012], Entscheiden Sie Selbst, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei stammten allein 30.000 oft wortgleiche Schreiben von Tabakhändlern aus Italien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/health/tobacco/docs/consultation_report_en.pdf European Comission: Public consultation on the possible revision of the Tobacco Products Directive 2001/37/EC page 6], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bayern sagt Nein''': 2010 wurde in Bayern per Volksentscheid abgestimmt, ob das damalige Rauchverbot in der Gastronomie erheblich verschärft werden sollte. Das Aktionsbündnis ''Bayern sagt Nein'' versuchte, die Öffentlichkeit gegen eine weitere Regulierung zu mobilisieren. Neben anderen Verbänden der Tabakindustrie beteiligte sich auch der DZV am Bündnis und unterstützte es mit 150.000 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutschlandfunk.de/viel-geld-fuer-viel-rauch.862.de.html?dram:article_id=123543 Viel Geld für viel Rauch], Deutschlandfunk vom 01.07.2010, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bericht des Corporate European Observatory enthüllte 2014 weitere Strategien der Tabaklobby. Hier ist die Rede von intensiver, teils aggressiver Lobbyarbeit – von zahlreichen Anrufen, Emails, Einladungen auf Drinks über ungefragten Zustellungen von kostenlosen E-Zigaretten bis zu unangemeldeten Besuchen in den Büros der Abgeordneten. Der Bericht ist [http://corporateeurope.org/lobbycracy/2013/07/tobacco-lobbyists-all-fired-ahead-key-vote hier] einsehbar.   &amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/lobbycracy/2013/07/tobacco-lobbyists-all-fired-ahead-key-vote Tobacco lobbyists all fired up ahead of key-vote], CEO-Bericht vom 8. Juli 2014, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbying gegen Außenwerbeverbot  für Zigaretten ===&lt;br /&gt;
Im April 2016 wurde ein Gesetzesentwurf von Bundesernährungsminister Christian Schmidt, der ein Außenwerbeverbot für Zigaretten ab 2020 vorsieht, vom Bundeskabinett abgesegnet. Das Gesetz war im März 2017 jedoch noch immer nicht verabschiedet, da die CDU/CSU-Bundestagsfraktion um den Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder den Entwurf nicht auf die Tagesordnung nahm - auch ein Verdienst der Tabaklobby. Während das Vorhaben zunächst abgeschwächt wurde und die Frist für ein Werbeverbot von 2018 auf 2020 verlängert wurde, verhandelten [[Philip Morris]] und der DZV in zahlreichen Treffen mit der Bundesregierung über die Tabakwerbung. In der 18. Legislaturperiode trafen sich die Lobbyisten mindestens 32-mal mit Vertretern der Koalition. Im April 2017 konnte das Gesetz doch noch verabschiedet werden, nur wenige Wochen später hätte der Entwurf in der Legislaturperiode nicht mehr zur Abstimmung kommen können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/zigarettenlobby-volker-kauder-blockiert-gesetz-gegen-tabakwerbung-a-1137549.html Schöner qualmen auf deutschen Litfaßsäulen] Spiegel Online vom 07. März 2017, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/tabakwerbung-bundesregierung-beschliesst-verbot-ab-2020-a-1088226.html Kabinett beschließt Verbot von Tabakwerbung] Spiegel Online vom 20. April 2017, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Namen seiner fünf Mitglieder tritt der Verband im Bewusstsein der &amp;quot;Verantwortung für die Interessen der Zigarettenindustrie in Deutschland ein.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zigarettenverband.de/de/3/%C3%9Cber_den_DZV Website DZV], abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Der DZV bekämpft derzeit vor allem die neue Tabakproduktrichtlinie der Europäischen Union, die abschreckende Bilder auf den Verpackungen, ein Verbot von Mentholzigaretten und andere Maßnahmen zur Tabakkontrolle vorsieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorgängerorganisation===&lt;br /&gt;
Die Vorgängerorganisation des DZV war der '''Verband für Cigarettenindustrie (VdC)'''. Auch dieser machte intensive Lobbyarbeit für Tabak- und Zigarettenindustrie. Der VdC galt über viele Jahrzehnte hinweg als einer der einflussreichsten Branchenvertreter Deutschlands, geriet aber in die Kritik, als bekannt wurde, dass jahrelang vermeintlich neutrale Experten für lobbyfreundliche Studien bezahlt wurden. So zogen Wissenschaftler, die vom VdC mit Forschungsgeldern und anderen Vergünstigungen bedacht wurden, gegenüber der Politik die Gesundheitsgefahren des Rauchens in Zweifel.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/!5185299/ Die Grüne und die Tabaklobby], taz, 11. März 2008, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; 2007 stieg Philipp Morris aus dem Verband aus - der umsatzstarke Konzern verfolgte andere Positionen als die anderen Mitglieder. Die verbliebenen Konzerne lösten den VdC auf - wohl auch, um Kosten zu sparen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/wirtschaft/article1803729/Gruene-Tabak-Lobbyistin-bekommt-Millionen.html PR für Zigaretten: Grüne Tabak-Lobbyistin bekommt Millionen], Die Welt, 15. März 2008, abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Dann erfolgte die Gründung des noch heute bestehenden Verbands DZV. Dieser gelobte mehr Tansparenz und Verantwortungsbewusstsein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mopo.de/news/tabak-tabaklobby-formiert-sich-neu---gruene-an-der-spitze,5066732,5380380.html Tabaklobby formiert sich neu - Grüne an der Spitze], Hamburger Morgenpost, 14. März 2015,  abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
Im Vorstand sitzt jeweils ein Vertreter der 5 Mitgliedsunternehmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Michael Kaib (Vorsitzender), Vorstandssprecher der [[Reemtsma Cigarettenfabriken]] GmbH Deutschland und General Manager D-A-CH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* George Bletsas (stellv. Vorsitzender),  General Manager von [[JTI]] (Japan Tobacco International) in Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ralf Wittenberg, General Manager [[British American Tobacco Germany]] GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans-Josef Fischer,Geschäftsführer [[Heintz van Landewyck]] GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Marc von Eicken, Geschäftsführer [[Joh. Wilh. von Eicken]] GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: DZV &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zigarettenverband.de/de/61/%C3%9CBER_DEN_DZV/Vorstand Deutscher Zigarettenverband Vorstand]  abgerufen am 15.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschäftsführung ===&lt;br /&gt;
[[Jan Mücke]] (Geschäftsführer)&lt;br /&gt;
* seit 01.07.2014 Geschäftsführer und Sprecher des DZV&lt;br /&gt;
* 2005–2013 Mitglied des Deutschen Bundestages&lt;br /&gt;
* 2009–2013 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung&lt;br /&gt;
* 2005–2009 Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion und Sprecher für Infrastruktur und Luftfahrt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindungen ===&lt;br /&gt;
Partner des DZV sind:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zigarettenverband.de/de/27/%C3%9Cber_den_DZV/Partner Partner], zigarettenverband.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR)&lt;br /&gt;
* Bundesverband der Zigarrenindustrie e. V. (BdZ)&lt;br /&gt;
* Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenhersteller (BDTA)&lt;br /&gt;
* Bundesverband des Tabakwareneinzelhandels (BTWE)&lt;br /&gt;
* Bundesverband der Deutschen Industrie&lt;br /&gt;
* Bundesverband deutscher Tabakpflanzer e.V. (BdT)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seitenwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Organisation]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grassroots-Lobbying]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteispenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Gesellschaft_zur_F%C3%B6rderung_umweltgerechter_Stra%C3%9Fen-_und_Verkehrsplanung&amp;diff=41298</id>
		<title>Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung</title>
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		<updated>2017-06-20T08:27:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Finanzen und Verbindungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name              = Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV)&lt;br /&gt;
| Logo              = &amp;lt;!--[[Bild:&amp;lt;datei&amp;gt;|center]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtsform        = e.V.&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich = Straßenbau&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1980&lt;br /&gt;
| Hauptsitz         = Bonn&lt;br /&gt;
| Homepage          = [http://gsv-verkehrundumwelt.de/index.php?id=2 gsv-verkehrundumwelt.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung''' (GSV) tritt nach außen als neutraler, gemeinnütziger Verein auf und präsentiert sich auf ihrer Webseite als „unabhängig von Parteien und Interessengruppen“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gsv-verkehrundumwelt.de/index.php?id=4 Wir über uns], Webseite des GSV, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; obwohl es zahlreiche Verbindungen zur Straßenbaubranche gibt. Die GSV kombiniert Elemente des [[Astroturfing]] und des [[Grassroots-Lobbying]], da sie einerseits Auftraggeber und Financiers nicht offen benennt aber andererseits bestehende Bürgerinitiativen, also tatsächlich Engagierte unterstützt, statt selbst &amp;quot;künstliche&amp;quot; Bürgerinitiativen zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lobbystrategien und Einfluss ==&lt;br /&gt;
Pro-Straße-Bürgerinitiativen bekommen durch die GSV professionelle Hilfe bei der Pressearbeit und bei der Strategieentwicklung. Die Bürgerinitiativen werden im Bauplanungsrecht geschult und erhalten finanzielle Unterstützung für die Kampagnenarbeit. Das geht so weit, dass Pappschilder für Aktionen, Plakate, Aufkleber und Mustertexte von der GSV zentral bei einer Druckerei in Auftrag gegeben werden. Bürgermeister, Landräte und Straßenbaumeister werden gezielt in die Bürgerinitiativen eingebunden, um Kontakte zu Straßenbaubehörden herzustellen sowie die Straßenbauvorhaben voranzutreiben. In den letzten Jahren war die GSV zudem immer wieder an der Gründung neuer Bürgerinitiativen beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Irmisch: Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland?, Wiesbaden 2011, S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So findet professionalisierte Lobbyarbeit der Straßenbau- und Automobilbranche hinter dem Deckmantel verschiedener Bürgerbewegungen statt. Seit 1980 wurden auf diesem Weg mindestens 150 Bürgerinitiativen von der GSV unterstützt. Die GSV zeigt sich hinsichtlich ihrer Mitglieder und Finanzierung intransparent. Wirtschaftliche Partikularinteressen werden als Gemeinwohlinteressen artikuliert. Letztlich ist die GSV eine Vorfeldorganisation der Asphalt- und Baulobby, um lokale Initiativen für mehr Straßen aufzubauen. Durch den Druck dieser Initiativen soll mehr staatliches Geld in den Straßenbau fließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;asphaltlobby&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzen und Verbindungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die GSV finanziert sich hauptsächlich über die sogenannte Fördergemeinschaft für umweltgerechte Straßen- und Verkehrsplanung, in deren Vorstand in den letzten Jahren unter anderem die Strabag-Tochter Deutsche Asphalt, der ADAC-Südbayern, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Asphaltverbands und die Asphalt-Mischwerke Oberfranken vertreten waren. Die Mehrheit der Gründungsmitglieder der GSV und der Fördergemeinschaft für umweltgerechte Straßen- und Verkehrsplanung (FSV) sind Unternehmen und Verbände der Straßenbau- und Automobilindustrie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;asphaltlobby&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2009/04/versteckspiel-der-asphaltlobby-muss-beendet-werden/ Versteckspiel der Asphaltlobby], lobbycontrol.de vom 28.04.2009, abgerufen am 13.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptteil der jährlichen Einnahmen wird jedoch nicht für die finanzielle Unterstützung von Bürgerinitiativen verwendet. 2013 wurden lediglich 35.335 Euro für die Finanzierung von Bürgerinitiativen bereitgestellt, dies entspricht etwa 25 Prozent der Gesamteinnahmen der GSV. Während für die eigentlichen Kernkompetenzen also nur wenig finanzielle Mittel zu Verfügung stehen, wurden in der Haushaltsbilanz gleichzeitig mehr als 75.000 Euro für die &amp;quot;Werksverträge&amp;quot; des Geschäftsführers Klaus Wild und der fünf ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder verbucht. Bislang bleibt die Bescheinigung der Gemeinnützigkeit aber bestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.strassenplanung-im-land-die-noblen-spender-aus-der-asphaltindustrie.b9ff486b-72de-40ad-bef5-784a33f037e4.html Die noblen Spender aus der Asphaltindustrie] Stuttgarter Zeitung vom 10. Dezember 2015, abgerufen am 20.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astroturfing]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grassroots-Lobbying]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=CETA_-_Comprehensive_Economic_and_Trade_Agreement&amp;diff=41263</id>
		<title>CETA - Comprehensive Economic and Trade Agreement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=CETA_-_Comprehensive_Economic_and_Trade_Agreement&amp;diff=41263"/>
		<updated>2017-06-09T11:48:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Die anstehende Ratifizierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Comprehensive Economic and Trade Agreement''' (CETA, dt. Umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen) ist das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde am 30.10.2016 unterzeichnet. Das Abkommen soll in Kraft treten, nachdem [[EU-Parlament]] und der [[Rat der Europäischen Union]], sowie das kanadische Parlament und die kanadischen Provinzen zugestimmt haben.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Befürworter des Abkommens erwarten ein Wirtschaftswachstum auf beiden Seiten; dafür soll der Marktzugang beiderseits erleichtert und Handelsbarrieren in vielen Bereichen abgebaut werden. Kritiker bezweifeln, dass dieser erhoffte Nutzen in der versprochenen Größenordnung eintritt und dieser sich gerecht verteilt: Sie sehen in erster Linie multinationale Unternehmen als Gewinner. CETA gilt als Blaupause für das [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|Transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU]] (TTIP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kerninhalte==&lt;br /&gt;
Das Freihandelsabkommen sieht vor, dass ein sehr großer Teil der Zölle und weiteren sogenannten nichttarifären Handelshemmnisse zwischen Kanada und der EU abgebaut werden. Als nichttarifäre Handelshemmnisse gelten unter anderem Verbraucherschutzregelungen, technische Standards oder mengenmäßige Importbeschränkungen (sogenannte Importquoten), die ausländischen Produzenten den Marktzugang erschweren. Fallbeipiele können Produkte mit bestimmten Chemikalien oder gentechnisch veränderte Nahrungsmittel sein.Das Abkommen beinhaltet dabei eine vertiefte Kooperation bei Regulierungen und einen Investitionsschutz für Unternehmen. Als Mechanismus zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Staaten und Unternehmen sollen außerstaatliche Schiedsgerichte eingerichtet werden. Damit werden Unternehmen einseitig Klagerechte eingeräumt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-13-911_de.htm Fakten und Zahlen zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada], Pressemitteilung vom 18.10.13, Europäische Kommission, abgerufen am 19. Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können so einen Staat auf Schadensersatzzahlungen verklagen, wenn dieser Gesetze verabschiedet die das Unternehmen benachteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie der CETA-Verhandlungen==&lt;br /&gt;
===Die anstehende Ratifizierung===&lt;br /&gt;
Nachdem das Europäische Parlament CETA im Februar zugestimmt hat, wird das Abkommen im nächsten Schritt von den einzelnen Mitgliedsstaaten ratifiziert. Anfang Juni 2017 hatte neben Handelspartner Kanada lediglich Lettland die Ratifizierung abgeschlossen. Einige andere Staaten, darunter Finnland, Dänemark und Litauen, haben bereits angekündigt, schnellstmöglich zu folgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.euractiv.de/section/finanzen-und-wirtschaft/news/kanadische-ratifizierung-gefaehrdet-macrons-ceta-versprechen/ Kanadische Ratifizierung gefährdet Macrons CETA-Versprechen] Euractiv.de vom 29.05.2017, abgerufen am 07.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Chronologie der Verhandlungen und des Ratifizierungsprozesses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Monat/ Jahr&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! Inhalt&lt;br /&gt;
! Quelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|17. Mai 2017&lt;br /&gt;
|Ratifizierung von CETA durch Kanada&lt;br /&gt;
|CETA soll spätestens einen Monat nach Ratifizierung, also Anfang Juli, vorläufig angewandt werden. Ein genaues Datum wurde aber bisher nicht bekanntgegeben. Auch Handelskommissarin Malmström hat den Termin für die vorläufige Anwendung noch nicht bestätigt. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.euractiv.de/section/finanzen-und-wirtschaft/news/kanadische-ratifizierung-gefaehrdet-macrons-ceta-versprechen/ Kanadische Ratifizierung gefährdet Macrons CETA-Versprechen] Euractiv.de vom 29.05.2017, abgerufen am 07.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webcast.ec.europa.eu/csd-meeting-with-commissioner-for-trade-170529 Zivilgesellschaftlicher Dialog mit Handelskommissarin Malmström] EU-Streaming Service vom 29.05.2017, abgerufen am 07.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16. Mai 2017&lt;br /&gt;
|EuGH beschließt Veto-Recht für Mitgliedsstaaten&lt;br /&gt;
|Durch das gefällte Urteil im Fall des EU-Singapur Freihandelsabkommens muss die EU auch bei Handelsabkommen wie CETA die jeweiligen nationalen Parlamente der Migliedsstaaten mitentscheiden lassen. CETA-Gegner fühlen sich durch das Urteil bestätigt.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/freihandelsabkommen-was-das-eugh-gutachten-fuer-ceta-ttip-und-co-bedeutet/19812372.html Was das EuGH-Gutachten für CETA, TTIP und Co. bedeutet] Tagesspiegel.de vom 18. Mai 2017, abgerufen am 09.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mai 2017&lt;br /&gt;
|Fehlende Arbeitnehmerrechte&lt;br /&gt;
|Im Mai 2017 erklärt der kanadische Handelsminister in einem Schreiben an den EU-Abgeordneten Fabio de Masi, dass Kanada bereit ist, durchsetzbare Arbeitsvorschriften zur Stärkung der Arbeitnehmerrechte in CETA aufzunehmen, die EU-Kommission bremse dies aber.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/handel-kanada-will-durchsetzbare-arbeitnehmerrechte-in-ceta/19793400.html Kanada will durchsetzbare Arbeitnehmerrechte in CETA] Handelsblatt.com vom 12. Mai 2017, abgerufen am 09.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|11. Mai 2017&lt;br /&gt;
|EuG rehabilitiert Bürgerinitiative&lt;br /&gt;
|Die bereits 2014 gegründete Initiative „Stop TTIP“ mit den Zielen, die TTIP Verhandlungen abzubrechen und CETA nicht zu ratifizieren, wurde von der Kommission nicht zugelassen. Das Gericht der europäischen Union (EuG) widersprach dieser Entscheidung mit seinem Urteil, da die Initiative eine &amp;quot;legitime demokratische Debatte&amp;quot; ausgelöst hätte. Insgesamt sammelte das Bündnis über 3,2 Millionen Unterschriften.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Gericht-rehabilitiert-die-Buergerinitiative-gegen-TTIP-und-CETA-3712076.html EU-Gericht rehabilitiert die Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA] Heise.de vom 11. Mai 2017, abgerufen am 06.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15. Februar 2017&lt;br /&gt;
|'''Europäisches Parlament stimmt CETA zu'''&lt;br /&gt;
|Das EU-Parlament stimmt dem Handelsabkommen zu. Durch das Ergebnis der Abstimmung wird die vorläufige Anwendung von CETA erlaubt. Von der vorläufigen Anwendung sind Teilbereiche, wie Schiedsgerichtsbarkeit, ausgenommen. Im Folgenden müssen die EU-Mitgliedsstaaten das Abkommen ratifizieren.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2017/20170215-europaeisches-parlament-stimmt-ceta-zu.html Europäisches Parlament stimmt CETA zu] BMWI-Pressemitteilung vom 15.02.2017, abgerufen am 01.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|24. Januar 2017&lt;br /&gt;
|Handelsausschuss stimmt für CETA&lt;br /&gt;
|25 Abgeordnete stimmten im Handelsausschuss des EU-Parlaments für das Handelsabkommen mit Kanada, 15 dagegen. Das Abkommen kann nun zur Abstimmung ins Plenum des Parlaments.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutschlandfunk.de/freihandelsabkommen-ceta-nimmt-erste-huerde-in-europa.766.de.html?dram:article_id=377178 Freihandelsabkommen CETA nimmt erste Hürde] Deutschlandfunk.com vom 24. Januar 2017, abgerufen am 09.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|23. November 2016&lt;br /&gt;
|Widerstand gegen Schiedsgerichte&lt;br /&gt;
|Eine Gruppe von 89 Abgeordneten legt dem EU-Parlament einen Antrag zu einer Resolution vor, die die in CETA enthaltenen Schiedsgerichte dem Europäischen Gerichtshof zur Überprüfung vorlegen soll, das Parlament lehnt ab. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/eu-parlament-verhindert-pruefung-von-ceta-durch-eugh/ EU-Parlament verhindert Prüfung von CETA durch EuGH] Euractiv.de vom 23. November 2016, abgerufen am 09.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|'''Unterzeichnung von CETA durch EU und Kanada'''&lt;br /&gt;
|Inklusive Zusatzerklärungen und Garantien, sowie der Aufforderung an den EuGH, ein Gutachten zu den umstrittenen Regelungen zur Streitbeilegung zwischen Unternehmen und Staaten zu erstellen. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/politik/freihandelsabkommen-eu-und-kanada-unterzeichnen-ceta/14758712.html EU und Kanada unterzeichnen CETA] Tagesspiegel am 30.10.2016, abgerufen am 04.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|27. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|Widerstand Belgiens&lt;br /&gt;
|Die Bedenken einiger Regionalparlamente, etwa von Wallonien, werden einen Tag später ausgeräumt, der [[Europäischer Rat|Europäische Rat]] unterzeichnet das Abkommen. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/ceta-belgien-kann-ceta-nicht-unterschreiben-a-1118005.html Keine Einigung in Belgien] Spiegel Online am 24.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/ausland/ceta-vertagt-101.html Belgien vertagt CETA-Verhandlungen] tagesschau.de am 26.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-10/europaeischer-rat-stimmt-fuer-ceta Belgien hat unterzeichnet] Zeit Online am&lt;br /&gt;
28.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|Zustimmung des Bundeskabinetts &lt;br /&gt;
|Zuvor hatte Gabriel die Bedingungen des Bundesverfassungsgerichts im Ministerrat der EU durchgesetzt. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=786166.html Pressemitteilung des BMWi am 19.10.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|13. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|'''Eilverfahren des Bundesverfassungsgerichts'''&lt;br /&gt;
|Unter Auflagen darf die Bundesregierung CETA im europäischen Ministerrat zustimmen – dagegen hatten am 31. August 2016 mehrere Initiativen Verfassungsklagen eingereicht.&lt;br /&gt;
Das Gericht verlangt die Möglichkeit eines Ausstiegs aus dem Abkommen, sollte der Verfassungsbeschwerde in der Hauptverhandlung stattgegeben werden, sowie eine Beschränkung der vorläufigen Anwendung von CETA.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-08/ceta-verfassungsklage-aktivisten-buergerklage-ttip Verfassungsklage per Menschenkette] Zeit Online am 31.08.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=785810.html Pressemitteilung des BMWi am 13.10.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bundesverfassungsgericht-zu-ceta-ceta-klaegerin-das-ist-mindestens-ein-prozent-sieg-1.3203995?reduced=true Ceta-Klägerin: &amp;quot;Das ist mindestens ein 70-Prozent-Sieg&amp;quot;] Sueddeutsche.de am 13.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ceta-bundesverfassungsgericht-103.html Karlsruhe billigt CETA - mit Bedingungen] tagesschau.de am 13.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22. September 2016&lt;br /&gt;
|Bundestag stimmt für das Weiterverfolgen von CETA&lt;br /&gt;
|Zustimmung: 71% mit den Stimmen von SPD, CDU/CSU; Ablehnung: 20% durch Die Grünen und Die Linke&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abgeordnetenwatch.de/ceta_weiterverfolgen-1105-816.html Abstimungsverhalten: CETA weiterverfolgen] abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19. September 2016&lt;br /&gt;
|Parteikonvent SPD: Abstimmung für CETA&lt;br /&gt;
|Gabriel hatte die Befragung der Basis zur Bedingung für CETA gemacht.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-09/spd-stimmt-mehrheitlich-fuer-ceta-abkommen SPD stimmt für Ceta-Abkommen]&lt;br /&gt;
Zeit Online am 19.09.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-11/gabriel-ttip-spd Gabriel will SPD um Zustimmung für Investorenschutz bitten] Zeit Online am 29.11.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|05. Juli 2016&lt;br /&gt;
|[[EU-Kommission]] beschließt CETA als gemischtes Abkommen&lt;br /&gt;
|Die Texte umfassen die Unterzeichnung, den Abschluss und die vorläufige Anwendung des Abkommens sowie die Empfehlung an den Rat, CETA als gemischtes Abkommen abzuschließen. Damit müssen auch die nationalen Parlamente das Abkommen ratifizieren.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=772820.html Pressemitteilung des BMWi am 05.07.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|29. Februar 2016&lt;br /&gt;
|Veröffentlichen des fertigen Vertragstextes&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=753666.html Pressemitteilung des BMWi am 29.02.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2012 – 2016&lt;br /&gt;
|Rechtsförmlichkeitsprüfung und Übersetzungen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmwi.de/DE/Themen/Aussenwirtschaft/Freihandelsabkommen/CETA/aktueller-stand.html CETA: Aktueller Stand] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|26. September 2014&lt;br /&gt;
|'''EU-Kanada-Gipfel in Ottawa: Vorstellung des Abkommens'''&lt;br /&gt;
|EU und Kanada verkünden Freihandelspakt und das Ende der Verhandlungen. Inkrafttreten soll CETA demnach 2016.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-09/ceta-abkommen-gauck-kanada Gauck wirbt für Handelsabkommen mit Kanada] Zeit Online, am 25.09.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-09/ceta-eu-kanda-barroso EU und Kanada verkünden Freihandelspakt] Zeit Online am 26.09.2014, abgerufen am 04.11.2016&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22. September 2014&lt;br /&gt;
|Gutachten der Bundesregierung&lt;br /&gt;
|Die von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Gutachten machen deutlich, dass CETA gemischtes Abkommen ist. Dies unterstützt die Position Gabriels, und widerspricht dem Wunsch der EU-Kommission, auf einen Ratifizierungsprozess zu verzichten.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-09/freihandelsabkommen-ceta-ttip-spd Das Verwirrspiel um CETA] Zeit Online am 22.09-2014, abgerufen am 04.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=655700.html &lt;br /&gt;
Pressemitteilung BMWi am 22.09.2014] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 04.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1. August 2014&lt;br /&gt;
|'''Abschluss der technischen Verhandlungen'''&lt;br /&gt;
|Die Bundesregierung erhält die Dokumente das Abkommens (ca. 1520 Seiten). &lt;br /&gt;
Die ''Tagesschau'' veröffentlicht die Texte des Abkommens wenige Tage später. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ceta-101.html Auf dem Weg in die Paralleljustiz] Tagesschau.de am 14.08.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/eu-freihandelsabkommen-mit-kanada-bundestag-soll-ueber-ceta-abstimmen-a-984785.html  &lt;br /&gt;
Regierung will Bundestag abstimmen lassen] Spiegel Online am 06.08.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oktober 2013&lt;br /&gt;
|'''Einigung über CETA'''&lt;br /&gt;
|Verkündung durch EU-Kommissionspräsident [[José Manuel Barroso|Barroso]] und den kanadischen Premierminister [[Stephen Harper|Harper]]. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Handelsabkommen-zwischen-EU-und-Kanada-steht-1982444.html Handelsabkommen zwischen EU und Kanada steht] heise online am 20.10.2013, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Juli 2012&lt;br /&gt;
|Parallelen zwischen CETA und ACTA&lt;br /&gt;
|Teile des gescheiterten ACTA-Abkommens wurden in eine frühe Version des CETA-Vertragstextes übernommen. Die EU-Kommission weist daraufhin, dass die übernommenen Passagen inzwischen gestrichen wurden. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/abkommen-ceta-gleicht-acta-wortwoertlich-a-843826.html Auf Acta folgt Ceta] Spiegel Online am 11.07.2012, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oktober 2011&lt;br /&gt;
|'''Ende der Verhandlungen'''&lt;br /&gt;
|Neun formale Verhandlungsrunden wurden abgeschlossen und eine Übereinkunft in allen Sektoren erzielt.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sice.oas.org/TPD/CAN_EU/CAN_EU_e.ASP Canada - European Union: Background and negotiations] Foreign Trade Information Systems, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|September 2011&lt;br /&gt;
|Investitionsschutz&lt;br /&gt;
|Durch den Vertrag von Lissabon ist nun auch der Investitionsschutz Teil der Verhandlungen.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Themen/Aussenwirtschaft/investitionsschutz.html Investitionsschutz: Situation nach dem Vertrag von Lissabon] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oktober 2009&lt;br /&gt;
|1. Verhandlungsrunde&lt;br /&gt;
| Ottawa (Kanada)&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-09-896_de.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission] europa.eu, am 10.06.2009, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Juni 2009&lt;br /&gt;
|'''Aufnahme der CETA-Verhandlungen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-09-896_de.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission] europa.eu, am 10.06.2009, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|März 2009&lt;br /&gt;
|Report der EU und Kanada&lt;br /&gt;
|Darlegen der erhofften Potenziale eines gemeinsamen Freihandelsabkommens. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2009/march/tradoc_142470.pdf Joint Report on the EU-Canada Scoping Exercise am 05.03.2009], abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2008&lt;br /&gt;
|Studie zu Folgen von CETA&lt;br /&gt;
|Gemeinsame Studie der EU und Kanada, die die Folgen einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit untersucht.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2008/october/tradoc_141032.pdf Assessing the costs and benefits of a closer EU – Canada economic partnership] Europäische Kommission, Kanadische Regierung, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Vorgeschichte&lt;br /&gt;
|Bereits 1976 vereinbarten die EU und Kanada die Vertiefung ihrer wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Seit 2008 streben beide Parteien ein umfassendes Freihandelsabkommen an, das eine Vielzahl einzelner Abkommen ersetzen soll. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/1/2016/DE/1-2016-443-DE-F1-1.PDF Beschluss des Rates über den Abschluss des CETA-Abkommens] Europäische Kommission am 05.07.2016, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteure===&lt;br /&gt;
Auf Seiten der Europäischen Union verhandelte die [[EU-Kommission]]. Die Verhandlungsführer für die EU waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Cecilia Malmström]], EU-Handelskommissarin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/commission/commissioners/2014-2019/malmstrom_en Kommissarin Cecilia Malmström] Europäische Union, abgerufen am 02.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; (der vorherige Kommissar [[Karel De Gucht]] vollzog 2015 einen [[Seitenwechsler auf EU-Ebene|Seitenwechsel]] in die Privatwirtschaft, was die Vermutung eines zum Zeitpunkt der Verhandlungen bestehenden Interessenkonflikts nahelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/04/ttip-seitenwechsel-ex-handelskommissar-de-guchts-fragwuerdiger-wechsel-in-die-privatwirtschaft/ LobbyControl Artikel zum Seitenwechsel von Karel de Gucht], abgerufen am 05.05.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* [[Philipp Dupuis]], Stellv. Hauptverhandlungsführer&lt;br /&gt;
* [[Mauro Petriccione]], Verhandlungsführer des Generaldirektorats Handel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungspartner auf der kanadischen Seite war die Regierung, vertreten von Premierminister [[Stephen Harper]] bzw. seit 2015 [[Justin Trudeau]]. Verhandlungsführer für Kanada waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ed Fast]], Minister für Internationalen Handel&lt;br /&gt;
* [[Steve Verheul]], Hauptverhandlungsführer&lt;br /&gt;
* [[Ana Renart]], stell. Hauptverhandlungsführerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 21 Verhandlungsgruppen bestanden aus den Mitarbeitern der EU-Kommission, in erster Linie vertreten vom Generaldirektorat Handel, und dem Department of Foreign Affairs, Trade and Development Canada (DFATD).&amp;lt;br/&amp;gt; 40 Unterhändler stellte die EU, 60 kamen aus Kanada.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.laquadrature.net/wiki/CETA_negotiators CETA negotiators], La Quadrature du Net Wiki, abgerufen am 01. Juni 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik an CETA==&lt;br /&gt;
Das Abkommen wird von einer Vielzahl von zivilgesellschaftlichen Akteueren von verschiedenen Standpunkten aus kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Allgemein===&lt;br /&gt;
Ein Bündnis aus europäischen und kanadischen NGOs haben in einer gemeinsamen Stellungnahme das Freihandelsabkommen kritisiert, weil dieses die Privatisierung des öffentlichen Sektors vorantreiben und Regulierungen im Gesundheits- sowie Sozialwesen und Umweltschutz schwächen und verhindern würde. Darüber hinaus unterhöhle CETA die demokratischen Rechte von Staaten und besonders die ihrer Bürger. Es wurde die Geheimhaltung der Verhandlungen gegenüber der Öffentlichkeit kritisiert und der bevorrechtigte Zugang zu Informationen für Unternehmen. Während der Verhandlungen hatte die Öffentlichkeit keinerlei Informationen über Inhalt und Stand der Verhandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tradejustice.ca/wp-content/uploads/2013/08/EUCAN_DECLARATION_EN.pdf Free-trade agreement between the European Union and Canada: CORPORATIONS MUST NOT MAKE THE LAW], gemeinsame Stellungnahme von NGOs, Oktober 2011, abgerufen am 17. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt; Eine zweite Stellungnahme wurde am 25. November 2013 veröffentlicht. Diesmal beteiligten sich auch amerikanische NGOs an dem Aufruf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://power-shift.de/wordpress/wp-content/uploads/2014/06/stop_the_corporate_giveaway_-_a_transatlantic_plea_for_sanity_in_the_eu-canada_ceta_negotiations.pdf Stop the Corporate Giveaway! A transatlantic plea for sanity in the EU-Canada CETA negotiations], zweite gemeinsame Stellungnahme von NGOs, November 2013, abgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Kandadische Kritiker weisen auch darauf hin, dass die Entwicklung nach Abschluss des Freihandelsabkommens NAFTA zwischen Kanada und USA als warnendes Beispiel angesehen werden kann. Ihrer Meinung nach sind die Vorteile wie Handelszuwächse nicht eingetreten. Denn beim Freihandel gebe es nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste. Der Havard Ökonom Dani Rodrik hat ausgerechnet, dass die Gewinne von einem Freihandelsabkommen für die USA gering seien. Für 51 Dollar Gewinn gebe es 50 Dollar Verlust aufgrund von Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten. Ebenso ließe sich nicht bestätigen, dass diejenigen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, schnell wieder einen neuen finden. Eher seien Freihandelsabkommen so ausgelegt, Regulierungen und politische Rahmenbedingungen so zu verändern, dass multinationale Konzerne die eigentlichen Gewinner seien. Das gelte besonders vor dem Hintergrund, dass Investoren- sowie Unternehmensrechte ausgebaut und somit gegenüber demokratisch gewählten Regierungen stärker würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.policyalternatives.ca/publications/commentary/ceta-undermines-canada’s-ability-benefit-increased-international-trade CETA undermines Canada’s ability to benefit from increased international trade], von John Jacobs et al., Canadian Centre for Policy Alternatives, 26.03.13, abgerufen am 11. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Kritikpunkt bezieht sich auf Risiken im Bereich der Dienstleistungsliberalisierung. Demnach dürfte die ''kommunale Gestaltungshoheit bei der Daseinsvorsorge'' nicht durch einen Freihandel gefährdet werden. In einem Antrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen werden explizit Bereiche wie der ÖPNV, soziale Dienstleistungen oder die Wasserversorgung genannt, die nicht von einer Liberalisierung betroffen sein dürften. Die Kommission hat den Vorschlag unterbreitet, eine Negativliste aufzustellen, derzufolge gewisse Bereiche ausdrücklich von einer Liberalisierung ausgeschlossen wären. Kritiker bemängeln die fehlende Flexibilität eines solchen Ansatzes, da diese Liste zukünftig nicht mehr erweiterbar sei. Auch könne man dann die Liberalisierung von Marktsektoren nur schwer rückgängig machen. Im Gegenzug wird eine Positivliste verlangt, in der explizit die Bereiche vermerkt werden sollen, für die ein Marktzugang ermöglicht werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/014/1801457.pdf], Antrag der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN: Für ein starkes Primat der Politik – Für fairen Handel ohne Demokratie-Outsourcing , abgerufen am 12.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kanadische Trade Justice Network betont, dass es im Handel zwischen der EU und Kanada bereits jetzt nur wenige Barrieren für den Marktzugang gebe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scott&amp;quot;&amp;gt;[http://www.policyalternatives.ca/sites/default/files/uploads/publications/reports/docs/Negotiating%20From%20Weakness%20EU%20Canada.pdf Negotiating from Weakness: Canada-EU trade treaty threatens Canadian purchasing policies and public services], von Scott Sinclair, Canadian Centre for Policy Alternatives, April 2010, abgerufen am 14. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswirkungen auf Finanzmarkt-Regulierung===&lt;br /&gt;
Das [[Trade Justice Network]] befürchtet, dass durch das Abkommen Regulierungen von Finanzdienstleistungen grundsätzliche in Frage gestellt werden. So könnten diese einer Prüfung auf ihre &amp;quot;Notwendigkeit&amp;quot; unterzogen werden. Sollte diese negativ ausfallen, wären sie von den Regierungen abzuschaffen. Bei der Welthandelsorganisation WTO gibt es eine vergleichbare Regelung: Dort legen die eingesetzten Gremien die Auswirkungen meist gegen die Regulierung aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tradejustice.ca/about-ceta/ceta-and-services/ CETA and Services], von David Robinson, Webseite des Trade Justice Network, abgerufen am 14. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswirkungen auf den Umweltschutz===&lt;br /&gt;
Die Naturschutzorganisation [[WWF]] hat den Vertragstext von der Universität Kassel untersuchen lassen und spricht von einem „umweltpolitischen Alptraum“. Dem Gutachten zufolge lähme CETA die Umweltpolitik der EU immer dort, wo Negativeffekte auf Handel, Investitionen und die Gewinnerwartungen von einzelnen Unternehmen eintreten könnten. Der WWF kritisiert besonders, dass die Staaten damit ihre Souveränität aufgäben, weitere Verbesserungen in der Umweltpolitik zu beschließen. Denn sie müssten die Notwendigkeit von Maßnahmen wie Ökosteuern oder dem Verbot von Chemikalien und Schadstoffen begründen. Komme es zum Streit, bliebe es privaten Schiedsgerichten im Rahmen von ISDS-Verfahren (Investor-State-Dispute-Settlement) vorbehalten, über die Maßnahmen zu entscheiden. Sie können an der ordentlichen Gerichtsbarkeit vorbei Unternehmen Schadensersatz auf Kosten der Steuerzahler zuerkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/2015/maerz/freihandel-auf-kosten-der-umwelt/ Freihandel auf Kosten der Umwelt]Pressemeldung des des WWF, 13. März 2015, zuletzt aufgerufen an 17.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswirkungen auf die Rücknahme von Privatisierungen===&lt;br /&gt;
Laut der ehemaligen Bundesjustitzministerin [[Herta Däubler-Gmelin]] legen die Formulierungen nahe, dass die Rücknahme gescheiterter Privatisierungen deutlich erschwert würden. Zudem gebe es in dem Bereich keine Positiv-Liste, die beschreibt, wo die CETA-Regulierungen gelten würden. Stattdessen gibt es eine Negativ-Liste, in der die Bereiche aufgelistet sind, die nicht von den Regulierungen betroffen sind. Sämtliche Neuentwicklungen würden dann automatisch unter die privatisierungsfreundliche CETA-Regel fallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;daeubler-gmelin2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Intransparente Verhandlungen===&lt;br /&gt;
Bei den Verhandlungen zu einem so umfassenden Abkommen werden unterschiedliche InteressensvertreterInnen angehört. KritikerInnen bemängeln, dass die meisten der Gespräche nur mit Vertretern von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden geführt wurden. Zivilgesellschaftliche Akteure wurden demnach selten angehört. Erschwerend kam hinzu, dass die Treffen zwischen den Unterhändlern und Lobbyisten im Geheimen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tradejustice.ca/about-ceta/ ABOUT CETA], Webseite des Trade Justice Network, abgerufen am 14.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;Laut der kanadischen Regierung wurden im Verlauf der Verhandlungen regelmäßig „key stakeholders (Canadian industry, workers and small businesses)&amp;quot; konsultiert. Ebenfalls gab es direkt im Anschluss an die Verhandlungsrunden kontinuierlich Telefonkonferenzen zwischen dem Hauptverhandlungsführer Verheul und Interessenvertretern. Es ist nicht bekannt, mit wem über was gesprochen wurde. Die kanadische Regierung hebt dessen ungeachtet das besondere Maß an Transparenz gerade bei diesen Verhandlungen hervor. So stellt die kanadische Regierung einen groben Überblick über den Verhandlungsverlauf zur Verfügung und darüber hinaus noch eine 26-seitige Zusammenfassung über die erzielten Vereinbarungen. Doch auch hier fehlt es an Informationen über die einzelnen Verhandlungsrunden und die Namen der Lobbyisten, die angehört wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.international.gc.ca/trade-commerce/trade-agreements-accords-commerciaux/agr-acc/ceta-aecg/index.aspx?lang=eng&amp;amp;_ga=1.34307937.1957695857.1478251691 CETA: Services and Information] Government of Canada, abgerufen am 16.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyeinflüsse===&lt;br /&gt;
Auf beiden Seiten haben vor allem Unternehmenslobbyisten einen einfachen Zugang zu den Verhandlungen. Es gibt mehrere Unternehmerverbände, die aktiv zu einer Unterzeichnung des Abkommens aufrufen und gleichzeitig an den Verhandlungen teilnehmen. So sprach sich der Präsident von [[Businesseurope]], Jürgen R. Thumann, bei einer Veranstaltung der [[kanadischen Handelskammer]] für eine ambitionierte Kooperation bei Regulierungsfragen aus. Nach Auffassung von Thumann sind die kanadischen und europäischen Verhandlungsführer auf unternehmerischen Input angewiesen, weshalb die beiden Lobbygruppen ihre Regierungen bei den komplexen Verhandlungen unterstützen müssten.Ein weiterer Akteur ist das [[European Services Forum]] (ESF). Das ESF fordert unter anderem die Privatisierung der kanadischen Post sowie eine Schwächung der Finanzmarktregulierung in Kanada über das Abkommen. Ein ebenso lautstarker CETA-Unterstützer ist der [[Canada-EU Roundtable for Business]], der sich beispielsweise für die Abschaffung von Handelsbarrieren im Bereich von genmodifizierten Lebensmitteln einsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadians.org/sites/default/files/publications/CETA-corporations-1010.pdf CETA and Corporate Lobbying: A trade deal by – and for – multinational corporations], The Council of Canadians, März 2012, abgerufen am 17. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Akteure, die eine CETA-freundliche Öffentlichkeitsarbeit betreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Projekt [[EU-Canada Partnership]] zielt auf eine Kooperation zwischen lokaler Wirtschaft und CETA-Verhandlern ab, dabei liegt ein Fokus auf dem Aspekt der regulatorischen Kooperation. Die Initiatoren kritisieren das „vociferous lobbying by a few anti-CETA groups&amp;quot; und wollen dem durch eine „media campaign in partnership with Postmedia Network&amp;quot; entgegenwirken. Dabei sollen „success stories&amp;quot; im Mittelpunkt stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-canada.com/about/ Internetpräsenz der EU-Canada Partnership], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kanzlei [[Dentons Canada LLP]] betreibt eine deutlich CETA-freundliche Öffentlichkeitsarbeit. Sie veranstaltet regelmäßig Seminare, die die vermeintlichen Chancen und Gewinne des Abkommens für die lokale Wirtschaft herausstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dentons.com/en/whats-different-about-dentons/connecting-you-to-talented-lawyers-around-the-globe/events/2014/may/29/canada-european-union-comprehensive-economic-and-trade-agreement Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) seminar], dentons.com, 29. Mai 2014, abgerufen am 18. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; V. Peter Harder (Senior Policy Advisor bei Dentons) veröffentlichte zudem diverse Artikel, in denen er eine CETA-freundliche Position einnimmt und die Notwendigkeit eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und Kanada betont. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ipolitics.ca/2012/11/22/never-mind-the-pessimists-we-need-a-trade-deal-with-the-eu/ Never mind the pessimists — we need a trade deal with the EU], Artikel des Dentons-Mitarbeiter V. Peter Harder auf ipolitics.ca, 22. Novmeber 2012, abgerufen am 18. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hilltimes.com/opinion-piece/opinion/2011/03/14/its-time-to-seize-the-moment-in-canada-eu-trade-negotiations/25647 It's time to seize the moment in Canada-EU trade negotiations], Artikel des Dentons-Mitarbeiter V. Peter Harder auf hilltimes.com, 14. März 2011, abgerufen am 18. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kanzlei [[Miller Thomson LLP]] organisiert Veranstaltungen über Themen wie die europäisch-kanadischen Wirtschaftsbeziehungen und CETA.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.millerthomson.com/en/our-services/international-trade-customs-and-commodity/events Veranstaltungshinweise auf der Internetpräsenz von Miller Thomson LLP], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://cictoronto.ca/images/CIC_Canada_EU_final.pdf Veranstaltungshinweis des Canadian International Council], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem ist die Kanzlei ein offizieller Sponsor der [[EU-Canada Partnership]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-canada.com/ Internetpräsenz der EU-Canada Partnership], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auch die Kanzlei [[Blakes]] ist ein offizieller Sponsor der [[EU-Canada Partnership]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-canada.com/ Internetpräsenz der EU-Canada Partnership], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem bietet die Kanzlei ihre Expertise zu rechtlichen Umsetzungsfragen bezüglich CETA an und begrüßt im allgemeinen das Abkommen mit der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.blakes.com/mobile/bulletins/pages/details.aspx?bulletinid=1823 Stellungnahme zu den CETA-Verhandlungen auf der Internetpräsenz der Kanzlei Blakes], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Klagerechte für Unternehmen (ISDS)===&lt;br /&gt;
Wie aus dem CETA-Dokument hervorgeht, beinhaltet das Abkommen ein Kapitel zum Investitionsschutz, dass unter anderem Konzernklagerechte für Unternehmen umfasst, den sogenannten Investor State Dispute Settlement (ISDS). Es bietet Unternehmen die Möglichkeit, gegen Regulationen und Gesetze vorzugehen und dabei die demokratisch legitimierte Rechtssetzung zu umgehen.&lt;br /&gt;
Kritiker sprechen hier von einer Art Auslagerung der Justiz an private Gerichte und sehen Grundrechtsentscheidungen nationaler und europäischer Gerichtshöfe in Gefahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;daeubler-gmelin2&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-09/freihandelsabkommen-ceta-ttip/seite-2 CETA ist nicht zustimmungsfähig. Teil 2 des Gastbeitrags von Herta Däubler-Gmelin in der Zeit], 12. September 2014, zuletzt aufgerufen am 16. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Investitionsschutz für Unternehmen beinhaltet folgende Maßnahmen: Schutz vor Diskriminierung sowie Entschädigung vor direkter (z.B. Verlust von Besitztümern) und indirekter (z.B. Regelungen, Gesetze) Enteignung. Hierbei besteht die Gefahr, dass eine Androhung eines solchen Verfahrens ausreicht, um Gesetze zu verhindern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pia&amp;quot;&amp;gt;[http://www1.wdr.de/radio/podcasts/wdr5/funkhausgespraeche136.html Schöner handeln - Was bringt das Freihandelsabkommen mit den USA?], Podcast, WDR5 Funkhausgespräche, 30.01.14, abgerufen am 11. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Erfahrungen mit dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) zeigen zudem, dass ISDS oftmals von Unternehmen missbraucht wird. Derzeit sieht sich Kanada einer Reihe von Klagen ausgesetzt. Der Staat ist nicht klageberechtigt und kann bei dieser Form der Privatjustiz nur Geld verlieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2014/10/investitionsschutz-schiedsgericht-icsid-schattenjustiz  Schattenjustiz: Im Namen des Geldes], Die Zeit, 10/2014, abgerufen am 11. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinsichtlich des transatlantischen Freihandelsakommens [[TTIP]] hat die EU-Kommission - aufgrund des großen Drucks von Bürgerrechtsbewegungen - die Verhandlungen über ISDS vorerst ausgesetzt. Dessen ungeachtet sind sie im Entwurf des CETA-Textes enthalten. Es kann vermutet werden, dass sich amerikanische Firmen über die „Hintertür“ des CETA entsprechende Rechte in Europa sichern. Der Clou dabei ist, dass die Klagerechte auch für US-Firmen gelten, die einen Ableger in Kanada unterhalten - es ist sogar denkbar, dass sie nur zu diesem Zweck eine Zweigniederlassung gründen. Dadurch wäre durch CETA unerheblich, ob die Kritiker am [[TTIP]]-Abkommen die Aufnahme der Investorenschutz-Regelungen verhindern könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/freihandelsabkommen-angst-vor-zeitbomben-fuer-den-staatshaushalt/9383024.html Freihandelsabkommen: Angst vor „Zeitbomben“ für den Staatshaushalt], von Dietmar Neuerer, Handelsblatt, 25.01.2014, abgerufen am 27. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch in einer Debatte im Europäischen Parlament im September 2014 standen diese Regulierungen im Zentrum der Kritik der Abgeordneten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/news/de/news-room/content/20140912IPR61965/html/Abgeordnete-gespalten-beim-Freihandelsabkommen-mit-Kanada Abgeordnete gespalten beim Freihandelsabkommen mit Kanada] Pressemitteilung des Europäischen Parlaments, 17.9.2014, zuletzt aufgerufen am 1. Oktober 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im März 2016 wurde bekannt, dass sich die beide Seiten grundsätzlich auf die Einrichtung eines Investitionsgerichtshof verständigt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20160324131945/http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/freihandel-weg-mit-den-schiedsgerichten-1.2886059 Ceta bekommt einen Investitionsgerichtshof - ein Vorbild für TTIP?], Süddeutsche Zeitung, 1. März 2016, zuletzt aufgerufen am 24.3.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritiker sehen in den geplanten Änderungen ein 'groß angelegtes Täuschungsmanöver' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Handelsabkommen-Ceta-ueberarbeitet/!5279224/ Handelsabkommen Ceta überarbeitet: Schiedsgerichte light], die tageszeitung, 2. März 2016, zuletzt aufgerufen am 24.3.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; und sehen dadurch keine Änderung der grundsätzlichen Kritik am ISDS-Verfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/47/47569/1.html &amp;quot;Abertausende Akteure könnten mit CETA klagen&amp;quot;], Telepolis - Interview mit Pia Eberhardt, 2. März 2016, zuletzt aufgerufen am 24.3.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Juli 2016 veröffentlichte die Internetseite correctiv.org Dokumente, denen zu Folge die deutsche Regierung im Laufe befürchtete, dass in dem Fall von Staatspleiten bzw. Schuldenschnitten mit ISDS eine Haftung der EU oder ihrer Mitgliedsstaaten eintreten könnten. Per ISDS könnten Finanzinvestoren Verluste aus solchen staatliche Maßnahmen mit Steuergeld ausgleichen. Die zu dieser Frage in den fertigen CETA-Vertrag aufgenommen Formulierungen wurden von Experten als nicht ausreichend beurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://correctiv.org/recherchen/ttip/blog/2016/07/02/haftung-durch-die-hintertuer/ Haftung durch die Hintertür - CETA ist gut für Investoren: Sie könnten bei Staatspleiten künftig die EU verklagen], correctiv.org, 2. Juli 2016, zuletzt aufgerufen am 4.7.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studien==&lt;br /&gt;
===Pro CETA===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|'''Monat/ Jahr'''&lt;br /&gt;
!|'''Studie'''&lt;br /&gt;
!|'''Auftraggeber'''&lt;br /&gt;
!|'''Erstellt von'''&lt;br /&gt;
!|'''Quelle'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||06/2011&lt;br /&gt;
||A Trade SIA Relating to the Negotiation of a Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between the EU and Canada&lt;br /&gt;
||EU-Kommission&lt;br /&gt;
||Colin Kirkpatrick et al.&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2011/september/tradoc_148201.pdf A Trade SIA Relating to the Negotiation of a Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between the EU and Canada], vom Colin Kirkpatrick et al., Juni 2011, abgerufen am 14.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||02/2011&lt;br /&gt;
||The Canada-European Union Comprehensive Economic &amp;amp; Trade Agreement: An Economic Impact Assessment of Proposed Pharmaceutical Intellectual Property Provisions&lt;br /&gt;
||Canadian Generic Pharmaceutical Association (CGPA)&lt;br /&gt;
||Paul Grootendorst und Aidan Hollis&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadiangenerics.ca/en/news/docs/02.07.11CETAEconomicImpactAssessment-FinalEnglish11.pdf The Canada-European Union Comprehensive Economic &amp;amp; Trade Agreement: An Economic Impact Assessment of Proposed Pharmaceutical Intellectual Property Provisions], von Paul Grootendorst und Aidan Hollis, Februar 2011, abgerufen am 17.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2008&lt;br /&gt;
||Assessing the costs and benefits of a closer EU - Canada economic partnership&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||EU-Kommission und Regierung Kanadas&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2008/october/tradoc_141032.pdf Assessing the costs and benefits of a closer EU - Canada economic partnership], gemeinsame Studie der EU-Kommission und der Regierung Kanadas, Oktober 2008, abgerufen am 14.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Contra CETA===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|'''Monat/ Jahr'''&lt;br /&gt;
!|'''Studie'''&lt;br /&gt;
!|'''Auftraggeber'''&lt;br /&gt;
!|'''Erstellt von'''&lt;br /&gt;
!|'''Quelle'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||09/2016&lt;br /&gt;
||Überlegungen   zum   Recht   auf Regulierung („right to reguate“) im CETA&lt;br /&gt;
||[[Foodwatch]]&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. Markus Krajewski&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.foodwatch.org/uploads/media/2016-09-15_Gutachten-Krajewski_Right-to-Regulate.pdf Schriftliche Antwort auf eine Anfrage von Foodwatch], 9. September 2016, aufgerufen am 19. September 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||08/2016&lt;br /&gt;
||Rechtliche Probleme der aktuellen Kommissionsplanung zu Abschluss und vorläufiger Anwendung des CETA&lt;br /&gt;
||[[Mehr Demokratie]] e.V.&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. W. Weiß&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/2016-08_Rechtsgutachten_Weiss_CETA_vorlaeufige_Anwendung.pdf Rechtliche Probleme der aktuellen Kommissionsplanung zu Abschluss und vorläufiger Anwendung des CETA], 11. August 2016, aufgerufen am 24. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||04/2016&lt;br /&gt;
||CETA, TTIP und das europäische Vorsorgeprinzip- Eine Untersuchung zu den Regelungen zu sanitären und phytosanitären  Maßnahmen,  technischen  Handelshemmnissen  und der regulatorischen Kooperation in dem CETA-Abkommen und nach den EU-Vorschlägen für TTIP.&lt;br /&gt;
||Foodwatch&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. iur. Peter-Tobias Stoll, Dr. Wybe Th. Douma, Prof. Dr. Nicolas de Sadeleer und Patrick Abel&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.foodwatch.org/uploads/media/2016-06-21-_Studie_Vorsorgeprinzip_TTIP_CETA.pdf CETA, TTIP und das europäische Vorsorgeprinzip- Eine Untersuchung zu den Regelungen zu sanitären und phytosanitären  Maßnahmen,  technischen  Handelshemmnissen  und der regulatorischen Kooperation in dem CETA-Abkommen und nach den EU-Vorschlägen für TTIP.], April 2016, aufgerufen am 23. Juni 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12/2014&lt;br /&gt;
||Einschätzung der Umweltrisiken des Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA)&lt;br /&gt;
zwischen Kanada und der Europäischen Union&lt;br /&gt;
||[[WWF]] Deutschland&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. Christoph Scherrer, Dr. Stefan Beck&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/CETA_Gutachten_lang__deutsch_.pdf Einschätzung der Umweltrisiken des Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) zwischen Kanada und der Europäischen Union (Deutsch, ausführlich)], aufgerufen am 17. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/CETA-Gutachten-kurz-deutsch.pdf Einschätzung der Umweltrisiken des Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) zwischen Kanada und der Europäischen Union (Deutsch, kurz)], aufgerufen am 17. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/CETA_Gutachten_lang__deutsch_.pdf Assessment of Environmental Risks of the Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between Canada and the European Union], aufgerufen am 17. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||11/2014&lt;br /&gt;
||Verkaufte Demokratie - Wie die CETA-Regeln zum Schutz von Investoren&lt;br /&gt;
das Allgemeinwohl in Kanada und der EU bedrohen&lt;br /&gt;
||15 europäische und kanadische Verbände&lt;br /&gt;
||Pia Eberhardt, Blair Redlin, Cecile Toubeau&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/verkaufte-demokratie.pdf| Verkaufte Demokratie - Wie die CETA-Regeln zum Schutz von Investoren das Allgemeinwohl in Kanada und der EU bedrohen], aufgerufen am 19.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2014&lt;br /&gt;
||Europa- und verfassungsrechtliche Vorgaben für das Comprehensive Economic and Trade Agreement der EU und Kanada&lt;br /&gt;
||[[attac]]&lt;br /&gt;
||Andreas Fischer-Lescano und Johan Horst&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dropbox.com/s/93jvbjietstmxop/CETA-Rechtsgutachten_Oktober%202014_Fischer-Lescano%20Uni%20Bremen.pdf?dl=0| Europa- und verfassungsrechtliche Vorgaben für das Comprehensive Economic and Trade Agreement der EU und Kanada], aufgerufen am 31.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||09/2014&lt;br /&gt;
||Making Sense of the CETA: An Analysis of the Final Text of the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreemen&lt;br /&gt;
||[[Canadian Centre for Policy Alternatives]]&lt;br /&gt;
||Scott Sinclair, Stuart Trew, Hadrian Mertins-Kirkwood&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://power-shift.de/wordpress/wp-content/uploads/2014/09/Making-Sense-of-the-CETA-Analysis-CCPA-and-otherNGOs-25Sept-2014.pdf Making Sense of the CETA: An Analysis of the Final Text of the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement], herausgegeben von von Scott Sinclair, Stuart Trew und Hadrian Mertins-Kirkwood, Canadian Centre for Policy Alternatives, September 2014, abgerufen am 30.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||08/2014&lt;br /&gt;
||Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA): Zusammenfassung und kritische Bewertung&lt;br /&gt;
||[[ver.di]]&lt;br /&gt;
||Thomas Fritz&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epb.uni-hamburg.de/erzwiss/lohmann/Fritz_CETA-Zusammenfassung.pdf], von Thomas Fritz, ver.di, August 2014, zuletzt abgerufen am 01.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2012&lt;br /&gt;
||CETA and Nova Scotia: Who Pays for ‘Free’ Trade?&lt;br /&gt;
||Canadian Centre for Policy Alternatives&lt;br /&gt;
||Angela Giles et al.&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadians.org/sites/default/files/publications/CETA%20and%20Nova%20Scotia.pdf CETA and Nova Scotia: Who Pays for ‘Free’ Trade?], von Angela Giles et al., Canadian Centre for Policy Alternatives, Oktober 2012, abgerufen am 17.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||07/2012&lt;br /&gt;
||The CETA Deception: How the Harper government’s public relations campaign misrepresents the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement&lt;br /&gt;
||The Council of Canadians&lt;br /&gt;
||Stuart Trew&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadians.org/sites/default/files/publications/CETADeceptionreport-finalJuly2012.pdf The CETA Deception: How the Harper government’s public relations campaign misrepresents the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement], von Stuart Trew, Canadian Centre for Policy Alternatives, Juli 2012, abgerufen am 17.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2010&lt;br /&gt;
||Out of Equilibrium: The Impact of EU-Canada Free Trade on the Real Economy&lt;br /&gt;
||Canadian Centre for Policy Alternatives&lt;br /&gt;
||Jim Stanford&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.policyalternatives.ca/sites/default/files/uploads/publications/National%20Office/2010/10/Out_of_Equilibrium.pdf Out of Equilibrium: The Impact of EU-Canada Free Trade on the Real Economy], von Jim Stanford, Canadian Centre for Policy Alternatives, Oktober 2010, abgerufen am 03.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
/* Contra CETA */ &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||04/2010&lt;br /&gt;
||Negotiating from Weakness: Canada-EU trade treaty threatens Canadian purchasing policies and public services&lt;br /&gt;
||Canadian Centre for Policy Alternatives&lt;br /&gt;
||Scott Sinclair&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scott&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Informationen ==&lt;br /&gt;
* Making Sense of CETA – CETA lesen und verstehen. Analyse des EU-Kanada Freihandelsabkommens. Hrsg. v. PowerShift und CCPA u.a. Berlin, Ottawa. 2016 [https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-CETA-Lesen-und-verstehen.pdf Download als PDF]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesetz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CETA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanada]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelspolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=CETA_-_Comprehensive_Economic_and_Trade_Agreement&amp;diff=41262</id>
		<title>CETA - Comprehensive Economic and Trade Agreement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=CETA_-_Comprehensive_Economic_and_Trade_Agreement&amp;diff=41262"/>
		<updated>2017-06-09T11:41:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Chronologie der Verhandlungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Comprehensive Economic and Trade Agreement''' (CETA, dt. Umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen) ist das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde am 30.10.2016 unterzeichnet. Das Abkommen soll in Kraft treten, nachdem [[EU-Parlament]] und der [[Rat der Europäischen Union]], sowie das kanadische Parlament und die kanadischen Provinzen zugestimmt haben.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Befürworter des Abkommens erwarten ein Wirtschaftswachstum auf beiden Seiten; dafür soll der Marktzugang beiderseits erleichtert und Handelsbarrieren in vielen Bereichen abgebaut werden. Kritiker bezweifeln, dass dieser erhoffte Nutzen in der versprochenen Größenordnung eintritt und dieser sich gerecht verteilt: Sie sehen in erster Linie multinationale Unternehmen als Gewinner. CETA gilt als Blaupause für das [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|Transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU]] (TTIP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kerninhalte==&lt;br /&gt;
Das Freihandelsabkommen sieht vor, dass ein sehr großer Teil der Zölle und weiteren sogenannten nichttarifären Handelshemmnisse zwischen Kanada und der EU abgebaut werden. Als nichttarifäre Handelshemmnisse gelten unter anderem Verbraucherschutzregelungen, technische Standards oder mengenmäßige Importbeschränkungen (sogenannte Importquoten), die ausländischen Produzenten den Marktzugang erschweren. Fallbeipiele können Produkte mit bestimmten Chemikalien oder gentechnisch veränderte Nahrungsmittel sein.Das Abkommen beinhaltet dabei eine vertiefte Kooperation bei Regulierungen und einen Investitionsschutz für Unternehmen. Als Mechanismus zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Staaten und Unternehmen sollen außerstaatliche Schiedsgerichte eingerichtet werden. Damit werden Unternehmen einseitig Klagerechte eingeräumt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-13-911_de.htm Fakten und Zahlen zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada], Pressemitteilung vom 18.10.13, Europäische Kommission, abgerufen am 19. Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können so einen Staat auf Schadensersatzzahlungen verklagen, wenn dieser Gesetze verabschiedet die das Unternehmen benachteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie der CETA-Verhandlungen==&lt;br /&gt;
===Die anstehende Ratifizierung===&lt;br /&gt;
Bis CETA in Kraft treten kann, sind weitere Schritte notwendig: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auf Seiten der EU müssen sowohl das [[EU-Parlament]] wie auch der [[EU-Ministerrat]] zustimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/trade/eu-canada-free-trade-deal-opens-news-533400 EU-Canada free trade deal ‘opens door to environmental lawsuits’], EurActiv, 11.02.14, abgerufen am 11.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/trade/policy/in-focus/ceta/ In Focus: Comprehensive Economic and Trade Agreement] ec.europa.eu am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abstimmung im Parlament wird voraussichtlich am 24.1.2017 stattfinden. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/EP_Trade/status/803602857383653377 Meldung des INTA-Aschussses des Europäischen Parlaments], verbreitet über Twitter, 29. November 2016, zuletzt abgerufen am 1.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Danach muss das Abkommen in den Parlamenten der einzelnen Mitgliedstaaten ratifiziert werden, in Deutschland zusätzlich durch den Bundesrat. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/regierung-neben-bundestag-muss-auch-bundesrat-ceta-absegnen-14318832.html Regierung: Neben Bundestag muss auch Bundesrat Ceta absegnen] FAZ.net am 01.07.2016, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Ratifizierung mehrere Jahre dauern kann, ist eine vorläufige Anwendung des Abkommens vorgesehen. &amp;lt;br/&amp;gt;Davon ausgenommen ist der Investorenschutz, er kann erst nach der Zustimmung aller Nationalparlamente angewandt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Chronologie der Verhandlungen und des Ratifizierungsprozesses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Monat/ Jahr&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! Inhalt&lt;br /&gt;
! Quelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|17. Mai 2017&lt;br /&gt;
|Ratifizierung von CETA durch Kanada&lt;br /&gt;
|CETA soll spätestens einen Monat nach Ratifizierung, also Anfang Juli, vorläufig angewandt werden. Ein genaues Datum wurde aber bisher nicht bekanntgegeben. Auch Handelskommissarin Malmström hat den Termin für die vorläufige Anwendung noch nicht bestätigt. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.euractiv.de/section/finanzen-und-wirtschaft/news/kanadische-ratifizierung-gefaehrdet-macrons-ceta-versprechen/ Kanadische Ratifizierung gefährdet Macrons CETA-Versprechen] Euractiv.de vom 29.05.2017, abgerufen am 07.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webcast.ec.europa.eu/csd-meeting-with-commissioner-for-trade-170529 Zivilgesellschaftlicher Dialog mit Handelskommissarin Malmström] EU-Streaming Service vom 29.05.2017, abgerufen am 07.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16. Mai 2017&lt;br /&gt;
|EuGH beschließt Veto-Recht für Mitgliedsstaaten&lt;br /&gt;
|Durch das gefällte Urteil im Fall des EU-Singapur Freihandelsabkommens muss die EU auch bei Handelsabkommen wie CETA die jeweiligen nationalen Parlamente der Migliedsstaaten mitentscheiden lassen. CETA-Gegner fühlen sich durch das Urteil bestätigt.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/freihandelsabkommen-was-das-eugh-gutachten-fuer-ceta-ttip-und-co-bedeutet/19812372.html Was das EuGH-Gutachten für CETA, TTIP und Co. bedeutet] Tagesspiegel.de vom 18. Mai 2017, abgerufen am 09.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mai 2017&lt;br /&gt;
|Fehlende Arbeitnehmerrechte&lt;br /&gt;
|Im Mai 2017 erklärt der kanadische Handelsminister in einem Schreiben an den EU-Abgeordneten Fabio de Masi, dass Kanada bereit ist, durchsetzbare Arbeitsvorschriften zur Stärkung der Arbeitnehmerrechte in CETA aufzunehmen, die EU-Kommission bremse dies aber.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/handel-kanada-will-durchsetzbare-arbeitnehmerrechte-in-ceta/19793400.html Kanada will durchsetzbare Arbeitnehmerrechte in CETA] Handelsblatt.com vom 12. Mai 2017, abgerufen am 09.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|11. Mai 2017&lt;br /&gt;
|EuG rehabilitiert Bürgerinitiative&lt;br /&gt;
|Die bereits 2014 gegründete Initiative „Stop TTIP“ mit den Zielen, die TTIP Verhandlungen abzubrechen und CETA nicht zu ratifizieren, wurde von der Kommission nicht zugelassen. Das Gericht der europäischen Union (EuG) widersprach dieser Entscheidung mit seinem Urteil, da die Initiative eine &amp;quot;legitime demokratische Debatte&amp;quot; ausgelöst hätte. Insgesamt sammelte das Bündnis über 3,2 Millionen Unterschriften.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Gericht-rehabilitiert-die-Buergerinitiative-gegen-TTIP-und-CETA-3712076.html EU-Gericht rehabilitiert die Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA] Heise.de vom 11. Mai 2017, abgerufen am 06.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15. Februar 2017&lt;br /&gt;
|'''Europäisches Parlament stimmt CETA zu'''&lt;br /&gt;
|Das EU-Parlament stimmt dem Handelsabkommen zu. Durch das Ergebnis der Abstimmung wird die vorläufige Anwendung von CETA erlaubt. Von der vorläufigen Anwendung sind Teilbereiche, wie Schiedsgerichtsbarkeit, ausgenommen. Im Folgenden müssen die EU-Mitgliedsstaaten das Abkommen ratifizieren.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2017/20170215-europaeisches-parlament-stimmt-ceta-zu.html Europäisches Parlament stimmt CETA zu] BMWI-Pressemitteilung vom 15.02.2017, abgerufen am 01.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|24. Januar 2017&lt;br /&gt;
|Handelsausschuss stimmt für CETA&lt;br /&gt;
|25 Abgeordnete stimmten im Handelsausschuss des EU-Parlaments für das Handelsabkommen mit Kanada, 15 dagegen. Das Abkommen kann nun zur Abstimmung ins Plenum des Parlaments.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutschlandfunk.de/freihandelsabkommen-ceta-nimmt-erste-huerde-in-europa.766.de.html?dram:article_id=377178 Freihandelsabkommen CETA nimmt erste Hürde] Deutschlandfunk.com vom 24. Januar 2017, abgerufen am 09.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|23. November 2016&lt;br /&gt;
|Widerstand gegen Schiedsgerichte&lt;br /&gt;
|Eine Gruppe von 89 Abgeordneten legt dem EU-Parlament einen Antrag zu einer Resolution vor, die die in CETA enthaltenen Schiedsgerichte dem Europäischen Gerichtshof zur Überprüfung vorlegen soll, das Parlament lehnt ab. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/eu-parlament-verhindert-pruefung-von-ceta-durch-eugh/ EU-Parlament verhindert Prüfung von CETA durch EuGH] Euractiv.de vom 23. November 2016, abgerufen am 09.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|'''Unterzeichnung von CETA durch EU und Kanada'''&lt;br /&gt;
|Inklusive Zusatzerklärungen und Garantien, sowie der Aufforderung an den EuGH, ein Gutachten zu den umstrittenen Regelungen zur Streitbeilegung zwischen Unternehmen und Staaten zu erstellen. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/politik/freihandelsabkommen-eu-und-kanada-unterzeichnen-ceta/14758712.html EU und Kanada unterzeichnen CETA] Tagesspiegel am 30.10.2016, abgerufen am 04.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|27. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|Widerstand Belgiens&lt;br /&gt;
|Die Bedenken einiger Regionalparlamente, etwa von Wallonien, werden einen Tag später ausgeräumt, der [[Europäischer Rat|Europäische Rat]] unterzeichnet das Abkommen. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/ceta-belgien-kann-ceta-nicht-unterschreiben-a-1118005.html Keine Einigung in Belgien] Spiegel Online am 24.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/ausland/ceta-vertagt-101.html Belgien vertagt CETA-Verhandlungen] tagesschau.de am 26.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-10/europaeischer-rat-stimmt-fuer-ceta Belgien hat unterzeichnet] Zeit Online am&lt;br /&gt;
28.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|Zustimmung des Bundeskabinetts &lt;br /&gt;
|Zuvor hatte Gabriel die Bedingungen des Bundesverfassungsgerichts im Ministerrat der EU durchgesetzt. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=786166.html Pressemitteilung des BMWi am 19.10.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|13. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|'''Eilverfahren des Bundesverfassungsgerichts'''&lt;br /&gt;
|Unter Auflagen darf die Bundesregierung CETA im europäischen Ministerrat zustimmen – dagegen hatten am 31. August 2016 mehrere Initiativen Verfassungsklagen eingereicht.&lt;br /&gt;
Das Gericht verlangt die Möglichkeit eines Ausstiegs aus dem Abkommen, sollte der Verfassungsbeschwerde in der Hauptverhandlung stattgegeben werden, sowie eine Beschränkung der vorläufigen Anwendung von CETA.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-08/ceta-verfassungsklage-aktivisten-buergerklage-ttip Verfassungsklage per Menschenkette] Zeit Online am 31.08.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=785810.html Pressemitteilung des BMWi am 13.10.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bundesverfassungsgericht-zu-ceta-ceta-klaegerin-das-ist-mindestens-ein-prozent-sieg-1.3203995?reduced=true Ceta-Klägerin: &amp;quot;Das ist mindestens ein 70-Prozent-Sieg&amp;quot;] Sueddeutsche.de am 13.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ceta-bundesverfassungsgericht-103.html Karlsruhe billigt CETA - mit Bedingungen] tagesschau.de am 13.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22. September 2016&lt;br /&gt;
|Bundestag stimmt für das Weiterverfolgen von CETA&lt;br /&gt;
|Zustimmung: 71% mit den Stimmen von SPD, CDU/CSU; Ablehnung: 20% durch Die Grünen und Die Linke&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abgeordnetenwatch.de/ceta_weiterverfolgen-1105-816.html Abstimungsverhalten: CETA weiterverfolgen] abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19. September 2016&lt;br /&gt;
|Parteikonvent SPD: Abstimmung für CETA&lt;br /&gt;
|Gabriel hatte die Befragung der Basis zur Bedingung für CETA gemacht.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-09/spd-stimmt-mehrheitlich-fuer-ceta-abkommen SPD stimmt für Ceta-Abkommen]&lt;br /&gt;
Zeit Online am 19.09.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-11/gabriel-ttip-spd Gabriel will SPD um Zustimmung für Investorenschutz bitten] Zeit Online am 29.11.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|05. Juli 2016&lt;br /&gt;
|[[EU-Kommission]] beschließt CETA als gemischtes Abkommen&lt;br /&gt;
|Die Texte umfassen die Unterzeichnung, den Abschluss und die vorläufige Anwendung des Abkommens sowie die Empfehlung an den Rat, CETA als gemischtes Abkommen abzuschließen. Damit müssen auch die nationalen Parlamente das Abkommen ratifizieren.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=772820.html Pressemitteilung des BMWi am 05.07.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|29. Februar 2016&lt;br /&gt;
|Veröffentlichen des fertigen Vertragstextes&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=753666.html Pressemitteilung des BMWi am 29.02.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2012 – 2016&lt;br /&gt;
|Rechtsförmlichkeitsprüfung und Übersetzungen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmwi.de/DE/Themen/Aussenwirtschaft/Freihandelsabkommen/CETA/aktueller-stand.html CETA: Aktueller Stand] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|26. September 2014&lt;br /&gt;
|'''EU-Kanada-Gipfel in Ottawa: Vorstellung des Abkommens'''&lt;br /&gt;
|EU und Kanada verkünden Freihandelspakt und das Ende der Verhandlungen. Inkrafttreten soll CETA demnach 2016.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-09/ceta-abkommen-gauck-kanada Gauck wirbt für Handelsabkommen mit Kanada] Zeit Online, am 25.09.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-09/ceta-eu-kanda-barroso EU und Kanada verkünden Freihandelspakt] Zeit Online am 26.09.2014, abgerufen am 04.11.2016&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22. September 2014&lt;br /&gt;
|Gutachten der Bundesregierung&lt;br /&gt;
|Die von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Gutachten machen deutlich, dass CETA gemischtes Abkommen ist. Dies unterstützt die Position Gabriels, und widerspricht dem Wunsch der EU-Kommission, auf einen Ratifizierungsprozess zu verzichten.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-09/freihandelsabkommen-ceta-ttip-spd Das Verwirrspiel um CETA] Zeit Online am 22.09-2014, abgerufen am 04.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=655700.html &lt;br /&gt;
Pressemitteilung BMWi am 22.09.2014] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 04.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1. August 2014&lt;br /&gt;
|'''Abschluss der technischen Verhandlungen'''&lt;br /&gt;
|Die Bundesregierung erhält die Dokumente das Abkommens (ca. 1520 Seiten). &lt;br /&gt;
Die ''Tagesschau'' veröffentlicht die Texte des Abkommens wenige Tage später. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ceta-101.html Auf dem Weg in die Paralleljustiz] Tagesschau.de am 14.08.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/eu-freihandelsabkommen-mit-kanada-bundestag-soll-ueber-ceta-abstimmen-a-984785.html  &lt;br /&gt;
Regierung will Bundestag abstimmen lassen] Spiegel Online am 06.08.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oktober 2013&lt;br /&gt;
|'''Einigung über CETA'''&lt;br /&gt;
|Verkündung durch EU-Kommissionspräsident [[José Manuel Barroso|Barroso]] und den kanadischen Premierminister [[Stephen Harper|Harper]]. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Handelsabkommen-zwischen-EU-und-Kanada-steht-1982444.html Handelsabkommen zwischen EU und Kanada steht] heise online am 20.10.2013, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Juli 2012&lt;br /&gt;
|Parallelen zwischen CETA und ACTA&lt;br /&gt;
|Teile des gescheiterten ACTA-Abkommens wurden in eine frühe Version des CETA-Vertragstextes übernommen. Die EU-Kommission weist daraufhin, dass die übernommenen Passagen inzwischen gestrichen wurden. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/abkommen-ceta-gleicht-acta-wortwoertlich-a-843826.html Auf Acta folgt Ceta] Spiegel Online am 11.07.2012, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oktober 2011&lt;br /&gt;
|'''Ende der Verhandlungen'''&lt;br /&gt;
|Neun formale Verhandlungsrunden wurden abgeschlossen und eine Übereinkunft in allen Sektoren erzielt.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sice.oas.org/TPD/CAN_EU/CAN_EU_e.ASP Canada - European Union: Background and negotiations] Foreign Trade Information Systems, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|September 2011&lt;br /&gt;
|Investitionsschutz&lt;br /&gt;
|Durch den Vertrag von Lissabon ist nun auch der Investitionsschutz Teil der Verhandlungen.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Themen/Aussenwirtschaft/investitionsschutz.html Investitionsschutz: Situation nach dem Vertrag von Lissabon] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oktober 2009&lt;br /&gt;
|1. Verhandlungsrunde&lt;br /&gt;
| Ottawa (Kanada)&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-09-896_de.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission] europa.eu, am 10.06.2009, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Juni 2009&lt;br /&gt;
|'''Aufnahme der CETA-Verhandlungen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-09-896_de.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission] europa.eu, am 10.06.2009, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|März 2009&lt;br /&gt;
|Report der EU und Kanada&lt;br /&gt;
|Darlegen der erhofften Potenziale eines gemeinsamen Freihandelsabkommens. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2009/march/tradoc_142470.pdf Joint Report on the EU-Canada Scoping Exercise am 05.03.2009], abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2008&lt;br /&gt;
|Studie zu Folgen von CETA&lt;br /&gt;
|Gemeinsame Studie der EU und Kanada, die die Folgen einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit untersucht.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2008/october/tradoc_141032.pdf Assessing the costs and benefits of a closer EU – Canada economic partnership] Europäische Kommission, Kanadische Regierung, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Vorgeschichte&lt;br /&gt;
|Bereits 1976 vereinbarten die EU und Kanada die Vertiefung ihrer wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Seit 2008 streben beide Parteien ein umfassendes Freihandelsabkommen an, das eine Vielzahl einzelner Abkommen ersetzen soll. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/1/2016/DE/1-2016-443-DE-F1-1.PDF Beschluss des Rates über den Abschluss des CETA-Abkommens] Europäische Kommission am 05.07.2016, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteure===&lt;br /&gt;
Auf Seiten der Europäischen Union verhandelte die [[EU-Kommission]]. Die Verhandlungsführer für die EU waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Cecilia Malmström]], EU-Handelskommissarin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/commission/commissioners/2014-2019/malmstrom_en Kommissarin Cecilia Malmström] Europäische Union, abgerufen am 02.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; (der vorherige Kommissar [[Karel De Gucht]] vollzog 2015 einen [[Seitenwechsler auf EU-Ebene|Seitenwechsel]] in die Privatwirtschaft, was die Vermutung eines zum Zeitpunkt der Verhandlungen bestehenden Interessenkonflikts nahelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/04/ttip-seitenwechsel-ex-handelskommissar-de-guchts-fragwuerdiger-wechsel-in-die-privatwirtschaft/ LobbyControl Artikel zum Seitenwechsel von Karel de Gucht], abgerufen am 05.05.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* [[Philipp Dupuis]], Stellv. Hauptverhandlungsführer&lt;br /&gt;
* [[Mauro Petriccione]], Verhandlungsführer des Generaldirektorats Handel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungspartner auf der kanadischen Seite war die Regierung, vertreten von Premierminister [[Stephen Harper]] bzw. seit 2015 [[Justin Trudeau]]. Verhandlungsführer für Kanada waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ed Fast]], Minister für Internationalen Handel&lt;br /&gt;
* [[Steve Verheul]], Hauptverhandlungsführer&lt;br /&gt;
* [[Ana Renart]], stell. Hauptverhandlungsführerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 21 Verhandlungsgruppen bestanden aus den Mitarbeitern der EU-Kommission, in erster Linie vertreten vom Generaldirektorat Handel, und dem Department of Foreign Affairs, Trade and Development Canada (DFATD).&amp;lt;br/&amp;gt; 40 Unterhändler stellte die EU, 60 kamen aus Kanada.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.laquadrature.net/wiki/CETA_negotiators CETA negotiators], La Quadrature du Net Wiki, abgerufen am 01. Juni 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik an CETA==&lt;br /&gt;
Das Abkommen wird von einer Vielzahl von zivilgesellschaftlichen Akteueren von verschiedenen Standpunkten aus kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Allgemein===&lt;br /&gt;
Ein Bündnis aus europäischen und kanadischen NGOs haben in einer gemeinsamen Stellungnahme das Freihandelsabkommen kritisiert, weil dieses die Privatisierung des öffentlichen Sektors vorantreiben und Regulierungen im Gesundheits- sowie Sozialwesen und Umweltschutz schwächen und verhindern würde. Darüber hinaus unterhöhle CETA die demokratischen Rechte von Staaten und besonders die ihrer Bürger. Es wurde die Geheimhaltung der Verhandlungen gegenüber der Öffentlichkeit kritisiert und der bevorrechtigte Zugang zu Informationen für Unternehmen. Während der Verhandlungen hatte die Öffentlichkeit keinerlei Informationen über Inhalt und Stand der Verhandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tradejustice.ca/wp-content/uploads/2013/08/EUCAN_DECLARATION_EN.pdf Free-trade agreement between the European Union and Canada: CORPORATIONS MUST NOT MAKE THE LAW], gemeinsame Stellungnahme von NGOs, Oktober 2011, abgerufen am 17. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt; Eine zweite Stellungnahme wurde am 25. November 2013 veröffentlicht. Diesmal beteiligten sich auch amerikanische NGOs an dem Aufruf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://power-shift.de/wordpress/wp-content/uploads/2014/06/stop_the_corporate_giveaway_-_a_transatlantic_plea_for_sanity_in_the_eu-canada_ceta_negotiations.pdf Stop the Corporate Giveaway! A transatlantic plea for sanity in the EU-Canada CETA negotiations], zweite gemeinsame Stellungnahme von NGOs, November 2013, abgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Kandadische Kritiker weisen auch darauf hin, dass die Entwicklung nach Abschluss des Freihandelsabkommens NAFTA zwischen Kanada und USA als warnendes Beispiel angesehen werden kann. Ihrer Meinung nach sind die Vorteile wie Handelszuwächse nicht eingetreten. Denn beim Freihandel gebe es nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste. Der Havard Ökonom Dani Rodrik hat ausgerechnet, dass die Gewinne von einem Freihandelsabkommen für die USA gering seien. Für 51 Dollar Gewinn gebe es 50 Dollar Verlust aufgrund von Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten. Ebenso ließe sich nicht bestätigen, dass diejenigen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, schnell wieder einen neuen finden. Eher seien Freihandelsabkommen so ausgelegt, Regulierungen und politische Rahmenbedingungen so zu verändern, dass multinationale Konzerne die eigentlichen Gewinner seien. Das gelte besonders vor dem Hintergrund, dass Investoren- sowie Unternehmensrechte ausgebaut und somit gegenüber demokratisch gewählten Regierungen stärker würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.policyalternatives.ca/publications/commentary/ceta-undermines-canada’s-ability-benefit-increased-international-trade CETA undermines Canada’s ability to benefit from increased international trade], von John Jacobs et al., Canadian Centre for Policy Alternatives, 26.03.13, abgerufen am 11. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Kritikpunkt bezieht sich auf Risiken im Bereich der Dienstleistungsliberalisierung. Demnach dürfte die ''kommunale Gestaltungshoheit bei der Daseinsvorsorge'' nicht durch einen Freihandel gefährdet werden. In einem Antrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen werden explizit Bereiche wie der ÖPNV, soziale Dienstleistungen oder die Wasserversorgung genannt, die nicht von einer Liberalisierung betroffen sein dürften. Die Kommission hat den Vorschlag unterbreitet, eine Negativliste aufzustellen, derzufolge gewisse Bereiche ausdrücklich von einer Liberalisierung ausgeschlossen wären. Kritiker bemängeln die fehlende Flexibilität eines solchen Ansatzes, da diese Liste zukünftig nicht mehr erweiterbar sei. Auch könne man dann die Liberalisierung von Marktsektoren nur schwer rückgängig machen. Im Gegenzug wird eine Positivliste verlangt, in der explizit die Bereiche vermerkt werden sollen, für die ein Marktzugang ermöglicht werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/014/1801457.pdf], Antrag der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN: Für ein starkes Primat der Politik – Für fairen Handel ohne Demokratie-Outsourcing , abgerufen am 12.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kanadische Trade Justice Network betont, dass es im Handel zwischen der EU und Kanada bereits jetzt nur wenige Barrieren für den Marktzugang gebe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scott&amp;quot;&amp;gt;[http://www.policyalternatives.ca/sites/default/files/uploads/publications/reports/docs/Negotiating%20From%20Weakness%20EU%20Canada.pdf Negotiating from Weakness: Canada-EU trade treaty threatens Canadian purchasing policies and public services], von Scott Sinclair, Canadian Centre for Policy Alternatives, April 2010, abgerufen am 14. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswirkungen auf Finanzmarkt-Regulierung===&lt;br /&gt;
Das [[Trade Justice Network]] befürchtet, dass durch das Abkommen Regulierungen von Finanzdienstleistungen grundsätzliche in Frage gestellt werden. So könnten diese einer Prüfung auf ihre &amp;quot;Notwendigkeit&amp;quot; unterzogen werden. Sollte diese negativ ausfallen, wären sie von den Regierungen abzuschaffen. Bei der Welthandelsorganisation WTO gibt es eine vergleichbare Regelung: Dort legen die eingesetzten Gremien die Auswirkungen meist gegen die Regulierung aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tradejustice.ca/about-ceta/ceta-and-services/ CETA and Services], von David Robinson, Webseite des Trade Justice Network, abgerufen am 14. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswirkungen auf den Umweltschutz===&lt;br /&gt;
Die Naturschutzorganisation [[WWF]] hat den Vertragstext von der Universität Kassel untersuchen lassen und spricht von einem „umweltpolitischen Alptraum“. Dem Gutachten zufolge lähme CETA die Umweltpolitik der EU immer dort, wo Negativeffekte auf Handel, Investitionen und die Gewinnerwartungen von einzelnen Unternehmen eintreten könnten. Der WWF kritisiert besonders, dass die Staaten damit ihre Souveränität aufgäben, weitere Verbesserungen in der Umweltpolitik zu beschließen. Denn sie müssten die Notwendigkeit von Maßnahmen wie Ökosteuern oder dem Verbot von Chemikalien und Schadstoffen begründen. Komme es zum Streit, bliebe es privaten Schiedsgerichten im Rahmen von ISDS-Verfahren (Investor-State-Dispute-Settlement) vorbehalten, über die Maßnahmen zu entscheiden. Sie können an der ordentlichen Gerichtsbarkeit vorbei Unternehmen Schadensersatz auf Kosten der Steuerzahler zuerkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/2015/maerz/freihandel-auf-kosten-der-umwelt/ Freihandel auf Kosten der Umwelt]Pressemeldung des des WWF, 13. März 2015, zuletzt aufgerufen an 17.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswirkungen auf die Rücknahme von Privatisierungen===&lt;br /&gt;
Laut der ehemaligen Bundesjustitzministerin [[Herta Däubler-Gmelin]] legen die Formulierungen nahe, dass die Rücknahme gescheiterter Privatisierungen deutlich erschwert würden. Zudem gebe es in dem Bereich keine Positiv-Liste, die beschreibt, wo die CETA-Regulierungen gelten würden. Stattdessen gibt es eine Negativ-Liste, in der die Bereiche aufgelistet sind, die nicht von den Regulierungen betroffen sind. Sämtliche Neuentwicklungen würden dann automatisch unter die privatisierungsfreundliche CETA-Regel fallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;daeubler-gmelin2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Intransparente Verhandlungen===&lt;br /&gt;
Bei den Verhandlungen zu einem so umfassenden Abkommen werden unterschiedliche InteressensvertreterInnen angehört. KritikerInnen bemängeln, dass die meisten der Gespräche nur mit Vertretern von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden geführt wurden. Zivilgesellschaftliche Akteure wurden demnach selten angehört. Erschwerend kam hinzu, dass die Treffen zwischen den Unterhändlern und Lobbyisten im Geheimen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tradejustice.ca/about-ceta/ ABOUT CETA], Webseite des Trade Justice Network, abgerufen am 14.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;Laut der kanadischen Regierung wurden im Verlauf der Verhandlungen regelmäßig „key stakeholders (Canadian industry, workers and small businesses)&amp;quot; konsultiert. Ebenfalls gab es direkt im Anschluss an die Verhandlungsrunden kontinuierlich Telefonkonferenzen zwischen dem Hauptverhandlungsführer Verheul und Interessenvertretern. Es ist nicht bekannt, mit wem über was gesprochen wurde. Die kanadische Regierung hebt dessen ungeachtet das besondere Maß an Transparenz gerade bei diesen Verhandlungen hervor. So stellt die kanadische Regierung einen groben Überblick über den Verhandlungsverlauf zur Verfügung und darüber hinaus noch eine 26-seitige Zusammenfassung über die erzielten Vereinbarungen. Doch auch hier fehlt es an Informationen über die einzelnen Verhandlungsrunden und die Namen der Lobbyisten, die angehört wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.international.gc.ca/trade-commerce/trade-agreements-accords-commerciaux/agr-acc/ceta-aecg/index.aspx?lang=eng&amp;amp;_ga=1.34307937.1957695857.1478251691 CETA: Services and Information] Government of Canada, abgerufen am 16.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyeinflüsse===&lt;br /&gt;
Auf beiden Seiten haben vor allem Unternehmenslobbyisten einen einfachen Zugang zu den Verhandlungen. Es gibt mehrere Unternehmerverbände, die aktiv zu einer Unterzeichnung des Abkommens aufrufen und gleichzeitig an den Verhandlungen teilnehmen. So sprach sich der Präsident von [[Businesseurope]], Jürgen R. Thumann, bei einer Veranstaltung der [[kanadischen Handelskammer]] für eine ambitionierte Kooperation bei Regulierungsfragen aus. Nach Auffassung von Thumann sind die kanadischen und europäischen Verhandlungsführer auf unternehmerischen Input angewiesen, weshalb die beiden Lobbygruppen ihre Regierungen bei den komplexen Verhandlungen unterstützen müssten.Ein weiterer Akteur ist das [[European Services Forum]] (ESF). Das ESF fordert unter anderem die Privatisierung der kanadischen Post sowie eine Schwächung der Finanzmarktregulierung in Kanada über das Abkommen. Ein ebenso lautstarker CETA-Unterstützer ist der [[Canada-EU Roundtable for Business]], der sich beispielsweise für die Abschaffung von Handelsbarrieren im Bereich von genmodifizierten Lebensmitteln einsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadians.org/sites/default/files/publications/CETA-corporations-1010.pdf CETA and Corporate Lobbying: A trade deal by – and for – multinational corporations], The Council of Canadians, März 2012, abgerufen am 17. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Akteure, die eine CETA-freundliche Öffentlichkeitsarbeit betreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Projekt [[EU-Canada Partnership]] zielt auf eine Kooperation zwischen lokaler Wirtschaft und CETA-Verhandlern ab, dabei liegt ein Fokus auf dem Aspekt der regulatorischen Kooperation. Die Initiatoren kritisieren das „vociferous lobbying by a few anti-CETA groups&amp;quot; und wollen dem durch eine „media campaign in partnership with Postmedia Network&amp;quot; entgegenwirken. Dabei sollen „success stories&amp;quot; im Mittelpunkt stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-canada.com/about/ Internetpräsenz der EU-Canada Partnership], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kanzlei [[Dentons Canada LLP]] betreibt eine deutlich CETA-freundliche Öffentlichkeitsarbeit. Sie veranstaltet regelmäßig Seminare, die die vermeintlichen Chancen und Gewinne des Abkommens für die lokale Wirtschaft herausstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dentons.com/en/whats-different-about-dentons/connecting-you-to-talented-lawyers-around-the-globe/events/2014/may/29/canada-european-union-comprehensive-economic-and-trade-agreement Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) seminar], dentons.com, 29. Mai 2014, abgerufen am 18. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; V. Peter Harder (Senior Policy Advisor bei Dentons) veröffentlichte zudem diverse Artikel, in denen er eine CETA-freundliche Position einnimmt und die Notwendigkeit eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und Kanada betont. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ipolitics.ca/2012/11/22/never-mind-the-pessimists-we-need-a-trade-deal-with-the-eu/ Never mind the pessimists — we need a trade deal with the EU], Artikel des Dentons-Mitarbeiter V. Peter Harder auf ipolitics.ca, 22. Novmeber 2012, abgerufen am 18. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hilltimes.com/opinion-piece/opinion/2011/03/14/its-time-to-seize-the-moment-in-canada-eu-trade-negotiations/25647 It's time to seize the moment in Canada-EU trade negotiations], Artikel des Dentons-Mitarbeiter V. Peter Harder auf hilltimes.com, 14. März 2011, abgerufen am 18. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kanzlei [[Miller Thomson LLP]] organisiert Veranstaltungen über Themen wie die europäisch-kanadischen Wirtschaftsbeziehungen und CETA.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.millerthomson.com/en/our-services/international-trade-customs-and-commodity/events Veranstaltungshinweise auf der Internetpräsenz von Miller Thomson LLP], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://cictoronto.ca/images/CIC_Canada_EU_final.pdf Veranstaltungshinweis des Canadian International Council], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem ist die Kanzlei ein offizieller Sponsor der [[EU-Canada Partnership]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-canada.com/ Internetpräsenz der EU-Canada Partnership], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auch die Kanzlei [[Blakes]] ist ein offizieller Sponsor der [[EU-Canada Partnership]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-canada.com/ Internetpräsenz der EU-Canada Partnership], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem bietet die Kanzlei ihre Expertise zu rechtlichen Umsetzungsfragen bezüglich CETA an und begrüßt im allgemeinen das Abkommen mit der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.blakes.com/mobile/bulletins/pages/details.aspx?bulletinid=1823 Stellungnahme zu den CETA-Verhandlungen auf der Internetpräsenz der Kanzlei Blakes], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Klagerechte für Unternehmen (ISDS)===&lt;br /&gt;
Wie aus dem CETA-Dokument hervorgeht, beinhaltet das Abkommen ein Kapitel zum Investitionsschutz, dass unter anderem Konzernklagerechte für Unternehmen umfasst, den sogenannten Investor State Dispute Settlement (ISDS). Es bietet Unternehmen die Möglichkeit, gegen Regulationen und Gesetze vorzugehen und dabei die demokratisch legitimierte Rechtssetzung zu umgehen.&lt;br /&gt;
Kritiker sprechen hier von einer Art Auslagerung der Justiz an private Gerichte und sehen Grundrechtsentscheidungen nationaler und europäischer Gerichtshöfe in Gefahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;daeubler-gmelin2&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-09/freihandelsabkommen-ceta-ttip/seite-2 CETA ist nicht zustimmungsfähig. Teil 2 des Gastbeitrags von Herta Däubler-Gmelin in der Zeit], 12. September 2014, zuletzt aufgerufen am 16. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Investitionsschutz für Unternehmen beinhaltet folgende Maßnahmen: Schutz vor Diskriminierung sowie Entschädigung vor direkter (z.B. Verlust von Besitztümern) und indirekter (z.B. Regelungen, Gesetze) Enteignung. Hierbei besteht die Gefahr, dass eine Androhung eines solchen Verfahrens ausreicht, um Gesetze zu verhindern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pia&amp;quot;&amp;gt;[http://www1.wdr.de/radio/podcasts/wdr5/funkhausgespraeche136.html Schöner handeln - Was bringt das Freihandelsabkommen mit den USA?], Podcast, WDR5 Funkhausgespräche, 30.01.14, abgerufen am 11. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Erfahrungen mit dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) zeigen zudem, dass ISDS oftmals von Unternehmen missbraucht wird. Derzeit sieht sich Kanada einer Reihe von Klagen ausgesetzt. Der Staat ist nicht klageberechtigt und kann bei dieser Form der Privatjustiz nur Geld verlieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2014/10/investitionsschutz-schiedsgericht-icsid-schattenjustiz  Schattenjustiz: Im Namen des Geldes], Die Zeit, 10/2014, abgerufen am 11. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinsichtlich des transatlantischen Freihandelsakommens [[TTIP]] hat die EU-Kommission - aufgrund des großen Drucks von Bürgerrechtsbewegungen - die Verhandlungen über ISDS vorerst ausgesetzt. Dessen ungeachtet sind sie im Entwurf des CETA-Textes enthalten. Es kann vermutet werden, dass sich amerikanische Firmen über die „Hintertür“ des CETA entsprechende Rechte in Europa sichern. Der Clou dabei ist, dass die Klagerechte auch für US-Firmen gelten, die einen Ableger in Kanada unterhalten - es ist sogar denkbar, dass sie nur zu diesem Zweck eine Zweigniederlassung gründen. Dadurch wäre durch CETA unerheblich, ob die Kritiker am [[TTIP]]-Abkommen die Aufnahme der Investorenschutz-Regelungen verhindern könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/freihandelsabkommen-angst-vor-zeitbomben-fuer-den-staatshaushalt/9383024.html Freihandelsabkommen: Angst vor „Zeitbomben“ für den Staatshaushalt], von Dietmar Neuerer, Handelsblatt, 25.01.2014, abgerufen am 27. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch in einer Debatte im Europäischen Parlament im September 2014 standen diese Regulierungen im Zentrum der Kritik der Abgeordneten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/news/de/news-room/content/20140912IPR61965/html/Abgeordnete-gespalten-beim-Freihandelsabkommen-mit-Kanada Abgeordnete gespalten beim Freihandelsabkommen mit Kanada] Pressemitteilung des Europäischen Parlaments, 17.9.2014, zuletzt aufgerufen am 1. Oktober 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im März 2016 wurde bekannt, dass sich die beide Seiten grundsätzlich auf die Einrichtung eines Investitionsgerichtshof verständigt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20160324131945/http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/freihandel-weg-mit-den-schiedsgerichten-1.2886059 Ceta bekommt einen Investitionsgerichtshof - ein Vorbild für TTIP?], Süddeutsche Zeitung, 1. März 2016, zuletzt aufgerufen am 24.3.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritiker sehen in den geplanten Änderungen ein 'groß angelegtes Täuschungsmanöver' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Handelsabkommen-Ceta-ueberarbeitet/!5279224/ Handelsabkommen Ceta überarbeitet: Schiedsgerichte light], die tageszeitung, 2. März 2016, zuletzt aufgerufen am 24.3.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; und sehen dadurch keine Änderung der grundsätzlichen Kritik am ISDS-Verfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/47/47569/1.html &amp;quot;Abertausende Akteure könnten mit CETA klagen&amp;quot;], Telepolis - Interview mit Pia Eberhardt, 2. März 2016, zuletzt aufgerufen am 24.3.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Juli 2016 veröffentlichte die Internetseite correctiv.org Dokumente, denen zu Folge die deutsche Regierung im Laufe befürchtete, dass in dem Fall von Staatspleiten bzw. Schuldenschnitten mit ISDS eine Haftung der EU oder ihrer Mitgliedsstaaten eintreten könnten. Per ISDS könnten Finanzinvestoren Verluste aus solchen staatliche Maßnahmen mit Steuergeld ausgleichen. Die zu dieser Frage in den fertigen CETA-Vertrag aufgenommen Formulierungen wurden von Experten als nicht ausreichend beurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://correctiv.org/recherchen/ttip/blog/2016/07/02/haftung-durch-die-hintertuer/ Haftung durch die Hintertür - CETA ist gut für Investoren: Sie könnten bei Staatspleiten künftig die EU verklagen], correctiv.org, 2. Juli 2016, zuletzt aufgerufen am 4.7.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studien==&lt;br /&gt;
===Pro CETA===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|'''Monat/ Jahr'''&lt;br /&gt;
!|'''Studie'''&lt;br /&gt;
!|'''Auftraggeber'''&lt;br /&gt;
!|'''Erstellt von'''&lt;br /&gt;
!|'''Quelle'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||06/2011&lt;br /&gt;
||A Trade SIA Relating to the Negotiation of a Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between the EU and Canada&lt;br /&gt;
||EU-Kommission&lt;br /&gt;
||Colin Kirkpatrick et al.&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2011/september/tradoc_148201.pdf A Trade SIA Relating to the Negotiation of a Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between the EU and Canada], vom Colin Kirkpatrick et al., Juni 2011, abgerufen am 14.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||02/2011&lt;br /&gt;
||The Canada-European Union Comprehensive Economic &amp;amp; Trade Agreement: An Economic Impact Assessment of Proposed Pharmaceutical Intellectual Property Provisions&lt;br /&gt;
||Canadian Generic Pharmaceutical Association (CGPA)&lt;br /&gt;
||Paul Grootendorst und Aidan Hollis&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadiangenerics.ca/en/news/docs/02.07.11CETAEconomicImpactAssessment-FinalEnglish11.pdf The Canada-European Union Comprehensive Economic &amp;amp; Trade Agreement: An Economic Impact Assessment of Proposed Pharmaceutical Intellectual Property Provisions], von Paul Grootendorst und Aidan Hollis, Februar 2011, abgerufen am 17.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2008&lt;br /&gt;
||Assessing the costs and benefits of a closer EU - Canada economic partnership&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||EU-Kommission und Regierung Kanadas&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2008/october/tradoc_141032.pdf Assessing the costs and benefits of a closer EU - Canada economic partnership], gemeinsame Studie der EU-Kommission und der Regierung Kanadas, Oktober 2008, abgerufen am 14.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Contra CETA===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|'''Monat/ Jahr'''&lt;br /&gt;
!|'''Studie'''&lt;br /&gt;
!|'''Auftraggeber'''&lt;br /&gt;
!|'''Erstellt von'''&lt;br /&gt;
!|'''Quelle'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||09/2016&lt;br /&gt;
||Überlegungen   zum   Recht   auf Regulierung („right to reguate“) im CETA&lt;br /&gt;
||[[Foodwatch]]&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. Markus Krajewski&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.foodwatch.org/uploads/media/2016-09-15_Gutachten-Krajewski_Right-to-Regulate.pdf Schriftliche Antwort auf eine Anfrage von Foodwatch], 9. September 2016, aufgerufen am 19. September 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||08/2016&lt;br /&gt;
||Rechtliche Probleme der aktuellen Kommissionsplanung zu Abschluss und vorläufiger Anwendung des CETA&lt;br /&gt;
||[[Mehr Demokratie]] e.V.&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. W. Weiß&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/2016-08_Rechtsgutachten_Weiss_CETA_vorlaeufige_Anwendung.pdf Rechtliche Probleme der aktuellen Kommissionsplanung zu Abschluss und vorläufiger Anwendung des CETA], 11. August 2016, aufgerufen am 24. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||04/2016&lt;br /&gt;
||CETA, TTIP und das europäische Vorsorgeprinzip- Eine Untersuchung zu den Regelungen zu sanitären und phytosanitären  Maßnahmen,  technischen  Handelshemmnissen  und der regulatorischen Kooperation in dem CETA-Abkommen und nach den EU-Vorschlägen für TTIP.&lt;br /&gt;
||Foodwatch&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. iur. Peter-Tobias Stoll, Dr. Wybe Th. Douma, Prof. Dr. Nicolas de Sadeleer und Patrick Abel&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.foodwatch.org/uploads/media/2016-06-21-_Studie_Vorsorgeprinzip_TTIP_CETA.pdf CETA, TTIP und das europäische Vorsorgeprinzip- Eine Untersuchung zu den Regelungen zu sanitären und phytosanitären  Maßnahmen,  technischen  Handelshemmnissen  und der regulatorischen Kooperation in dem CETA-Abkommen und nach den EU-Vorschlägen für TTIP.], April 2016, aufgerufen am 23. Juni 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12/2014&lt;br /&gt;
||Einschätzung der Umweltrisiken des Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA)&lt;br /&gt;
zwischen Kanada und der Europäischen Union&lt;br /&gt;
||[[WWF]] Deutschland&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. Christoph Scherrer, Dr. Stefan Beck&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/CETA_Gutachten_lang__deutsch_.pdf Einschätzung der Umweltrisiken des Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) zwischen Kanada und der Europäischen Union (Deutsch, ausführlich)], aufgerufen am 17. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/CETA-Gutachten-kurz-deutsch.pdf Einschätzung der Umweltrisiken des Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) zwischen Kanada und der Europäischen Union (Deutsch, kurz)], aufgerufen am 17. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/CETA_Gutachten_lang__deutsch_.pdf Assessment of Environmental Risks of the Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between Canada and the European Union], aufgerufen am 17. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||11/2014&lt;br /&gt;
||Verkaufte Demokratie - Wie die CETA-Regeln zum Schutz von Investoren&lt;br /&gt;
das Allgemeinwohl in Kanada und der EU bedrohen&lt;br /&gt;
||15 europäische und kanadische Verbände&lt;br /&gt;
||Pia Eberhardt, Blair Redlin, Cecile Toubeau&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/verkaufte-demokratie.pdf| Verkaufte Demokratie - Wie die CETA-Regeln zum Schutz von Investoren das Allgemeinwohl in Kanada und der EU bedrohen], aufgerufen am 19.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2014&lt;br /&gt;
||Europa- und verfassungsrechtliche Vorgaben für das Comprehensive Economic and Trade Agreement der EU und Kanada&lt;br /&gt;
||[[attac]]&lt;br /&gt;
||Andreas Fischer-Lescano und Johan Horst&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dropbox.com/s/93jvbjietstmxop/CETA-Rechtsgutachten_Oktober%202014_Fischer-Lescano%20Uni%20Bremen.pdf?dl=0| Europa- und verfassungsrechtliche Vorgaben für das Comprehensive Economic and Trade Agreement der EU und Kanada], aufgerufen am 31.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||09/2014&lt;br /&gt;
||Making Sense of the CETA: An Analysis of the Final Text of the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreemen&lt;br /&gt;
||[[Canadian Centre for Policy Alternatives]]&lt;br /&gt;
||Scott Sinclair, Stuart Trew, Hadrian Mertins-Kirkwood&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://power-shift.de/wordpress/wp-content/uploads/2014/09/Making-Sense-of-the-CETA-Analysis-CCPA-and-otherNGOs-25Sept-2014.pdf Making Sense of the CETA: An Analysis of the Final Text of the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement], herausgegeben von von Scott Sinclair, Stuart Trew und Hadrian Mertins-Kirkwood, Canadian Centre for Policy Alternatives, September 2014, abgerufen am 30.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||08/2014&lt;br /&gt;
||Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA): Zusammenfassung und kritische Bewertung&lt;br /&gt;
||[[ver.di]]&lt;br /&gt;
||Thomas Fritz&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epb.uni-hamburg.de/erzwiss/lohmann/Fritz_CETA-Zusammenfassung.pdf], von Thomas Fritz, ver.di, August 2014, zuletzt abgerufen am 01.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2012&lt;br /&gt;
||CETA and Nova Scotia: Who Pays for ‘Free’ Trade?&lt;br /&gt;
||Canadian Centre for Policy Alternatives&lt;br /&gt;
||Angela Giles et al.&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadians.org/sites/default/files/publications/CETA%20and%20Nova%20Scotia.pdf CETA and Nova Scotia: Who Pays for ‘Free’ Trade?], von Angela Giles et al., Canadian Centre for Policy Alternatives, Oktober 2012, abgerufen am 17.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||07/2012&lt;br /&gt;
||The CETA Deception: How the Harper government’s public relations campaign misrepresents the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement&lt;br /&gt;
||The Council of Canadians&lt;br /&gt;
||Stuart Trew&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadians.org/sites/default/files/publications/CETADeceptionreport-finalJuly2012.pdf The CETA Deception: How the Harper government’s public relations campaign misrepresents the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement], von Stuart Trew, Canadian Centre for Policy Alternatives, Juli 2012, abgerufen am 17.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2010&lt;br /&gt;
||Out of Equilibrium: The Impact of EU-Canada Free Trade on the Real Economy&lt;br /&gt;
||Canadian Centre for Policy Alternatives&lt;br /&gt;
||Jim Stanford&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.policyalternatives.ca/sites/default/files/uploads/publications/National%20Office/2010/10/Out_of_Equilibrium.pdf Out of Equilibrium: The Impact of EU-Canada Free Trade on the Real Economy], von Jim Stanford, Canadian Centre for Policy Alternatives, Oktober 2010, abgerufen am 03.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
/* Contra CETA */ &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||04/2010&lt;br /&gt;
||Negotiating from Weakness: Canada-EU trade treaty threatens Canadian purchasing policies and public services&lt;br /&gt;
||Canadian Centre for Policy Alternatives&lt;br /&gt;
||Scott Sinclair&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scott&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Informationen ==&lt;br /&gt;
* Making Sense of CETA – CETA lesen und verstehen. Analyse des EU-Kanada Freihandelsabkommens. Hrsg. v. PowerShift und CCPA u.a. Berlin, Ottawa. 2016 [https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-CETA-Lesen-und-verstehen.pdf Download als PDF]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesetz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CETA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanada]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelspolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=CETA_-_Comprehensive_Economic_and_Trade_Agreement&amp;diff=41255</id>
		<title>CETA - Comprehensive Economic and Trade Agreement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=CETA_-_Comprehensive_Economic_and_Trade_Agreement&amp;diff=41255"/>
		<updated>2017-06-08T14:54:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Akteure */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Comprehensive Economic and Trade Agreement''' (CETA, dt. Umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen) ist das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde am 30.10.2016 unterzeichnet. Das Abkommen soll in Kraft treten, nachdem [[EU-Parlament]] und der [[Rat der Europäischen Union]], sowie das kanadische Parlament und die kanadischen Provinzen zugestimmt haben.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Befürworter des Abkommens erwarten ein Wirtschaftswachstum auf beiden Seiten; dafür soll der Marktzugang beiderseits erleichtert und Handelsbarrieren in vielen Bereichen abgebaut werden. Kritiker bezweifeln, dass dieser erhoffte Nutzen in der versprochenen Größenordnung eintritt und dieser sich gerecht verteilt: Sie sehen in erster Linie multinationale Unternehmen als Gewinner. CETA gilt als Blaupause für das [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|Transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU]] (TTIP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kerninhalte==&lt;br /&gt;
Das Freihandelsabkommen sieht vor, dass ein sehr großer Teil der Zölle und weiteren sogenannten nichttarifären Handelshemmnisse zwischen Kanada und der EU abgebaut werden. Als nichttarifäre Handelshemmnisse gelten unter anderem Verbraucherschutzregelungen, technische Standards oder mengenmäßige Importbeschränkungen (sogenannte Importquoten), die ausländischen Produzenten den Marktzugang erschweren. Fallbeipiele können Produkte mit bestimmten Chemikalien oder gentechnisch veränderte Nahrungsmittel sein.Das Abkommen beinhaltet dabei eine vertiefte Kooperation bei Regulierungen und einen Investitionsschutz für Unternehmen. Als Mechanismus zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Staaten und Unternehmen sollen außerstaatliche Schiedsgerichte eingerichtet werden. Damit werden Unternehmen einseitig Klagerechte eingeräumt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-13-911_de.htm Fakten und Zahlen zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada], Pressemitteilung vom 18.10.13, Europäische Kommission, abgerufen am 19. Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können so einen Staat auf Schadensersatzzahlungen verklagen, wenn dieser Gesetze verabschiedet die das Unternehmen benachteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie der CETA-Verhandlungen==&lt;br /&gt;
===Die anstehende Ratifizierung===&lt;br /&gt;
Bis CETA in Kraft treten kann, sind weitere Schritte notwendig: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auf Seiten der EU müssen sowohl das [[EU-Parlament]] wie auch der [[EU-Ministerrat]] zustimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/trade/eu-canada-free-trade-deal-opens-news-533400 EU-Canada free trade deal ‘opens door to environmental lawsuits’], EurActiv, 11.02.14, abgerufen am 11.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/trade/policy/in-focus/ceta/ In Focus: Comprehensive Economic and Trade Agreement] ec.europa.eu am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abstimmung im Parlament wird voraussichtlich am 24.1.2017 stattfinden. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/EP_Trade/status/803602857383653377 Meldung des INTA-Aschussses des Europäischen Parlaments], verbreitet über Twitter, 29. November 2016, zuletzt abgerufen am 1.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Danach muss das Abkommen in den Parlamenten der einzelnen Mitgliedstaaten ratifiziert werden, in Deutschland zusätzlich durch den Bundesrat. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/regierung-neben-bundestag-muss-auch-bundesrat-ceta-absegnen-14318832.html Regierung: Neben Bundestag muss auch Bundesrat Ceta absegnen] FAZ.net am 01.07.2016, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Ratifizierung mehrere Jahre dauern kann, ist eine vorläufige Anwendung des Abkommens vorgesehen. &amp;lt;br/&amp;gt;Davon ausgenommen ist der Investorenschutz, er kann erst nach der Zustimmung aller Nationalparlamente angewandt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Chronologie der Verhandlungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Monat/ Jahr&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! Inhalt&lt;br /&gt;
! Quelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|'''Unterzeichnung von CETA durch EU und Kanada'''&lt;br /&gt;
|Inklusive Zusatzerklärungen und Garantien, sowie der Aufforderung an den EuGH, ein Gutachten zu den umstrittenen Regelungen zur Streitbeilegung zwischen Unternehmen und Staaten zu erstellen. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/politik/freihandelsabkommen-eu-und-kanada-unterzeichnen-ceta/14758712.html EU und Kanada unterzeichnen CETA] Tagesspiegel am 30.10.2016, abgerufen am 04.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|27. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|Widerstand Belgiens&lt;br /&gt;
|Die Bedenken einiger Regionalparlamente, etwa von Wallonien, werden einen Tag später ausgeräumt, der [[Europäischer Rat|Europäische Rat]] unterzeichnet das Abkommen. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/ceta-belgien-kann-ceta-nicht-unterschreiben-a-1118005.html Keine Einigung in Belgien] Spiegel Online am 24.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/ausland/ceta-vertagt-101.html Belgien vertagt CETA-Verhandlungen] tagesschau.de am 26.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-10/europaeischer-rat-stimmt-fuer-ceta Belgien hat unterzeichnet] Zeit Online am&lt;br /&gt;
28.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|Zustimmung des Bundeskabinetts &lt;br /&gt;
|Zuvor hatte Gabriel die Bedingungen des Bundesverfassungsgerichts im Ministerrat der EU durchgesetzt. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=786166.html Pressemitteilung des BMWi am 19.10.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|13. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|'''Eilverfahren des Bundesverfassungsgerichts'''&lt;br /&gt;
|Unter Auflagen darf die Bundesregierung CETA im europäischen Ministerrat zustimmen – dagegen hatten am 31. August 2016 mehrere Initiativen Verfassungsklagen eingereicht.&lt;br /&gt;
Das Gericht verlangt die Möglichkeit eines Ausstiegs aus dem Abkommen, sollte der Verfassungsbeschwerde in der Hauptverhandlung stattgegeben werden, sowie eine Beschränkung der vorläufigen Anwendung von CETA.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-08/ceta-verfassungsklage-aktivisten-buergerklage-ttip Verfassungsklage per Menschenkette] Zeit Online am 31.08.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=785810.html Pressemitteilung des BMWi am 13.10.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bundesverfassungsgericht-zu-ceta-ceta-klaegerin-das-ist-mindestens-ein-prozent-sieg-1.3203995?reduced=true Ceta-Klägerin: &amp;quot;Das ist mindestens ein 70-Prozent-Sieg&amp;quot;] Sueddeutsche.de am 13.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ceta-bundesverfassungsgericht-103.html Karlsruhe billigt CETA - mit Bedingungen] tagesschau.de am 13.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22. September 2016&lt;br /&gt;
|Bundestag stimmt für das Weiterverfolgen von CETA&lt;br /&gt;
|Zustimmung: 71% mit den Stimmen von SPD, CDU/CSU; Ablehnung: 20% durch Die Grünen und Die Linke&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abgeordnetenwatch.de/ceta_weiterverfolgen-1105-816.html Abstimungsverhalten: CETA weiterverfolgen] abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19. September 2016&lt;br /&gt;
|Parteikonvent SPD: Abstimmung für CETA&lt;br /&gt;
|Gabriel hatte die Befragung der Basis zur Bedingung für CETA gemacht.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-09/spd-stimmt-mehrheitlich-fuer-ceta-abkommen SPD stimmt für Ceta-Abkommen]&lt;br /&gt;
Zeit Online am 19.09.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-11/gabriel-ttip-spd Gabriel will SPD um Zustimmung für Investorenschutz bitten] Zeit Online am 29.11.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|05. Juli 2016&lt;br /&gt;
|[[EU-Kommission]] beschließt CETA als gemischtes Abkommen&lt;br /&gt;
|Die Texte umfassen die Unterzeichnung, den Abschluss und die vorläufige Anwendung des Abkommens sowie die Empfehlung an den Rat, CETA als gemischtes Abkommen abzuschließen. Damit müssen auch die nationalen Parlamente das Abkommen ratifizieren.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=772820.html Pressemitteilung des BMWi am 05.07.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|29. Februar 2016&lt;br /&gt;
|Veröffentlichen des fertigen Vertragstextes&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=753666.html Pressemitteilung des BMWi am 29.02.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2012 – 2016&lt;br /&gt;
|Rechtsförmlichkeitsprüfung und Übersetzungen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmwi.de/DE/Themen/Aussenwirtschaft/Freihandelsabkommen/CETA/aktueller-stand.html CETA: Aktueller Stand] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|26. September 2014&lt;br /&gt;
|'''EU-Kanada-Gipfel in Ottawa: Vorstellung des Abkommens'''&lt;br /&gt;
|EU und Kanada verkünden Freihandelspakt und das Ende der Verhandlungen. Inkrafttreten soll CETA demnach 2016.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-09/ceta-abkommen-gauck-kanada Gauck wirbt für Handelsabkommen mit Kanada] Zeit Online, am 25.09.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-09/ceta-eu-kanda-barroso EU und Kanada verkünden Freihandelspakt] Zeit Online am 26.09.2014, abgerufen am 04.11.2016&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22. September 2014&lt;br /&gt;
|Gutachten der Bundesregierung&lt;br /&gt;
|Die von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Gutachten machen deutlich, dass CETA gemischtes Abkommen ist. Dies unterstützt die Position Gabriels, und widerspricht dem Wunsch der EU-Kommission, auf einen Ratifizierungsprozess zu verzichten.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-09/freihandelsabkommen-ceta-ttip-spd Das Verwirrspiel um CETA] Zeit Online am 22.09-2014, abgerufen am 04.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=655700.html &lt;br /&gt;
Pressemitteilung BMWi am 22.09.2014] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 04.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1. August 2014&lt;br /&gt;
|'''Abschluss der technischen Verhandlungen'''&lt;br /&gt;
|Die Bundesregierung erhält die Dokumente das Abkommens (ca. 1520 Seiten). &lt;br /&gt;
Die ''Tagesschau'' veröffentlicht die Texte des Abkommens wenige Tage später. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ceta-101.html Auf dem Weg in die Paralleljustiz] Tagesschau.de am 14.08.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/eu-freihandelsabkommen-mit-kanada-bundestag-soll-ueber-ceta-abstimmen-a-984785.html  &lt;br /&gt;
Regierung will Bundestag abstimmen lassen] Spiegel Online am 06.08.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oktober 2013&lt;br /&gt;
|'''Einigung über CETA'''&lt;br /&gt;
|Verkündung durch EU-Kommissionspräsident [[José Manuel Barroso|Barroso]] und den kanadischen Premierminister [[Stephen Harper|Harper]]. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Handelsabkommen-zwischen-EU-und-Kanada-steht-1982444.html Handelsabkommen zwischen EU und Kanada steht] heise online am 20.10.2013, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Juli 2012&lt;br /&gt;
|Parallelen zwischen CETA und ACTA&lt;br /&gt;
|Teile des gescheiterten ACTA-Abkommens wurden in eine frühe Version des CETA-Vertragstextes übernommen. Die EU-Kommission weist daraufhin, dass die übernommenen Passagen inzwischen gestrichen wurden. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/abkommen-ceta-gleicht-acta-wortwoertlich-a-843826.html Auf Acta folgt Ceta] Spiegel Online am 11.07.2012, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oktober 2011&lt;br /&gt;
|'''Ende der Verhandlungen'''&lt;br /&gt;
|Neun formale Verhandlungsrunden wurden abgeschlossen und eine Übereinkunft in allen Sektoren erzielt.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sice.oas.org/TPD/CAN_EU/CAN_EU_e.ASP Canada - European Union: Background and negotiations] Foreign Trade Information Systems, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|September 2011&lt;br /&gt;
|Investitionsschutz&lt;br /&gt;
|Durch den Vertrag von Lissabon ist nun auch der Investitionsschutz Teil der Verhandlungen.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Themen/Aussenwirtschaft/investitionsschutz.html Investitionsschutz: Situation nach dem Vertrag von Lissabon] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oktober 2009&lt;br /&gt;
|1. Verhandlungsrunde&lt;br /&gt;
| Ottawa (Kanada)&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-09-896_de.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission] europa.eu, am 10.06.2009, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Juni 2009&lt;br /&gt;
|'''Aufnahme der CETA-Verhandlungen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-09-896_de.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission] europa.eu, am 10.06.2009, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|März 2009&lt;br /&gt;
|Report der EU und Kanada&lt;br /&gt;
|Darlegen der erhofften Potenziale eines gemeinsamen Freihandelsabkommens. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2009/march/tradoc_142470.pdf Joint Report on the EU-Canada Scoping Exercise am 05.03.2009], abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2008&lt;br /&gt;
|Studie zu Folgen von CETA&lt;br /&gt;
|Gemeinsame Studie der EU und Kanada, die die Folgen einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit untersucht.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2008/october/tradoc_141032.pdf Assessing the costs and benefits of a closer EU – Canada economic partnership] Europäische Kommission, Kanadische Regierung, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Vorgeschichte&lt;br /&gt;
|Bereits 1976 vereinbarten die EU und Kanada die Vertiefung ihrer wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Seit 2008 streben beide Parteien ein umfassendes Freihandelsabkommen an, das eine Vielzahl einzelner Abkommen ersetzen soll. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/1/2016/DE/1-2016-443-DE-F1-1.PDF Beschluss des Rates über den Abschluss des CETA-Abkommens] Europäische Kommission am 05.07.2016, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteure===&lt;br /&gt;
Auf Seiten der Europäischen Union verhandelte die [[EU-Kommission]]. Die Verhandlungsführer für die EU waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Cecilia Malmström]], EU-Handelskommissarin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/commission/commissioners/2014-2019/malmstrom_en Kommissarin Cecilia Malmström] Europäische Union, abgerufen am 02.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; (der vorherige Kommissar [[Karel De Gucht]] vollzog 2015 einen [[Seitenwechsler auf EU-Ebene|Seitenwechsel]] in die Privatwirtschaft, was die Vermutung eines zum Zeitpunkt der Verhandlungen bestehenden Interessenkonflikts nahelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/04/ttip-seitenwechsel-ex-handelskommissar-de-guchts-fragwuerdiger-wechsel-in-die-privatwirtschaft/ LobbyControl Artikel zum Seitenwechsel von Karel de Gucht], abgerufen am 05.05.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* [[Philipp Dupuis]], Stellv. Hauptverhandlungsführer&lt;br /&gt;
* [[Mauro Petriccione]], Verhandlungsführer des Generaldirektorats Handel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungspartner auf der kanadischen Seite war die Regierung, vertreten von Premierminister [[Stephen Harper]] bzw. seit 2015 [[Justin Trudeau]]. Verhandlungsführer für Kanada waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ed Fast]], Minister für Internationalen Handel&lt;br /&gt;
* [[Steve Verheul]], Hauptverhandlungsführer&lt;br /&gt;
* [[Ana Renart]], stell. Hauptverhandlungsführerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 21 Verhandlungsgruppen bestanden aus den Mitarbeitern der EU-Kommission, in erster Linie vertreten vom Generaldirektorat Handel, und dem Department of Foreign Affairs, Trade and Development Canada (DFATD).&amp;lt;br/&amp;gt; 40 Unterhändler stellte die EU, 60 kamen aus Kanada.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.laquadrature.net/wiki/CETA_negotiators CETA negotiators], La Quadrature du Net Wiki, abgerufen am 01. Juni 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik an CETA==&lt;br /&gt;
Das Abkommen wird von einer Vielzahl von zivilgesellschaftlichen Akteueren von verschiedenen Standpunkten aus kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Allgemein===&lt;br /&gt;
Ein Bündnis aus europäischen und kanadischen NGOs haben in einer gemeinsamen Stellungnahme das Freihandelsabkommen kritisiert, weil dieses die Privatisierung des öffentlichen Sektors vorantreiben und Regulierungen im Gesundheits- sowie Sozialwesen und Umweltschutz schwächen und verhindern würde. Darüber hinaus unterhöhle CETA die demokratischen Rechte von Staaten und besonders die ihrer Bürger. Es wurde die Geheimhaltung der Verhandlungen gegenüber der Öffentlichkeit kritisiert und der bevorrechtigte Zugang zu Informationen für Unternehmen. Während der Verhandlungen hatte die Öffentlichkeit keinerlei Informationen über Inhalt und Stand der Verhandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tradejustice.ca/wp-content/uploads/2013/08/EUCAN_DECLARATION_EN.pdf Free-trade agreement between the European Union and Canada: CORPORATIONS MUST NOT MAKE THE LAW], gemeinsame Stellungnahme von NGOs, Oktober 2011, abgerufen am 17. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt; Eine zweite Stellungnahme wurde am 25. November 2013 veröffentlicht. Diesmal beteiligten sich auch amerikanische NGOs an dem Aufruf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://power-shift.de/wordpress/wp-content/uploads/2014/06/stop_the_corporate_giveaway_-_a_transatlantic_plea_for_sanity_in_the_eu-canada_ceta_negotiations.pdf Stop the Corporate Giveaway! A transatlantic plea for sanity in the EU-Canada CETA negotiations], zweite gemeinsame Stellungnahme von NGOs, November 2013, abgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Kandadische Kritiker weisen auch darauf hin, dass die Entwicklung nach Abschluss des Freihandelsabkommens NAFTA zwischen Kanada und USA als warnendes Beispiel angesehen werden kann. Ihrer Meinung nach sind die Vorteile wie Handelszuwächse nicht eingetreten. Denn beim Freihandel gebe es nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste. Der Havard Ökonom Dani Rodrik hat ausgerechnet, dass die Gewinne von einem Freihandelsabkommen für die USA gering seien. Für 51 Dollar Gewinn gebe es 50 Dollar Verlust aufgrund von Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten. Ebenso ließe sich nicht bestätigen, dass diejenigen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, schnell wieder einen neuen finden. Eher seien Freihandelsabkommen so ausgelegt, Regulierungen und politische Rahmenbedingungen so zu verändern, dass multinationale Konzerne die eigentlichen Gewinner seien. Das gelte besonders vor dem Hintergrund, dass Investoren- sowie Unternehmensrechte ausgebaut und somit gegenüber demokratisch gewählten Regierungen stärker würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.policyalternatives.ca/publications/commentary/ceta-undermines-canada’s-ability-benefit-increased-international-trade CETA undermines Canada’s ability to benefit from increased international trade], von John Jacobs et al., Canadian Centre for Policy Alternatives, 26.03.13, abgerufen am 11. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Kritikpunkt bezieht sich auf Risiken im Bereich der Dienstleistungsliberalisierung. Demnach dürfte die ''kommunale Gestaltungshoheit bei der Daseinsvorsorge'' nicht durch einen Freihandel gefährdet werden. In einem Antrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen werden explizit Bereiche wie der ÖPNV, soziale Dienstleistungen oder die Wasserversorgung genannt, die nicht von einer Liberalisierung betroffen sein dürften. Die Kommission hat den Vorschlag unterbreitet, eine Negativliste aufzustellen, derzufolge gewisse Bereiche ausdrücklich von einer Liberalisierung ausgeschlossen wären. Kritiker bemängeln die fehlende Flexibilität eines solchen Ansatzes, da diese Liste zukünftig nicht mehr erweiterbar sei. Auch könne man dann die Liberalisierung von Marktsektoren nur schwer rückgängig machen. Im Gegenzug wird eine Positivliste verlangt, in der explizit die Bereiche vermerkt werden sollen, für die ein Marktzugang ermöglicht werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/014/1801457.pdf], Antrag der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN: Für ein starkes Primat der Politik – Für fairen Handel ohne Demokratie-Outsourcing , abgerufen am 12.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kanadische Trade Justice Network betont, dass es im Handel zwischen der EU und Kanada bereits jetzt nur wenige Barrieren für den Marktzugang gebe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scott&amp;quot;&amp;gt;[http://www.policyalternatives.ca/sites/default/files/uploads/publications/reports/docs/Negotiating%20From%20Weakness%20EU%20Canada.pdf Negotiating from Weakness: Canada-EU trade treaty threatens Canadian purchasing policies and public services], von Scott Sinclair, Canadian Centre for Policy Alternatives, April 2010, abgerufen am 14. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswirkungen auf Finanzmarkt-Regulierung===&lt;br /&gt;
Das [[Trade Justice Network]] befürchtet, dass durch das Abkommen Regulierungen von Finanzdienstleistungen grundsätzliche in Frage gestellt werden. So könnten diese einer Prüfung auf ihre &amp;quot;Notwendigkeit&amp;quot; unterzogen werden. Sollte diese negativ ausfallen, wären sie von den Regierungen abzuschaffen. Bei der Welthandelsorganisation WTO gibt es eine vergleichbare Regelung: Dort legen die eingesetzten Gremien die Auswirkungen meist gegen die Regulierung aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tradejustice.ca/about-ceta/ceta-and-services/ CETA and Services], von David Robinson, Webseite des Trade Justice Network, abgerufen am 14. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswirkungen auf den Umweltschutz===&lt;br /&gt;
Die Naturschutzorganisation [[WWF]] hat den Vertragstext von der Universität Kassel untersuchen lassen und spricht von einem „umweltpolitischen Alptraum“. Dem Gutachten zufolge lähme CETA die Umweltpolitik der EU immer dort, wo Negativeffekte auf Handel, Investitionen und die Gewinnerwartungen von einzelnen Unternehmen eintreten könnten. Der WWF kritisiert besonders, dass die Staaten damit ihre Souveränität aufgäben, weitere Verbesserungen in der Umweltpolitik zu beschließen. Denn sie müssten die Notwendigkeit von Maßnahmen wie Ökosteuern oder dem Verbot von Chemikalien und Schadstoffen begründen. Komme es zum Streit, bliebe es privaten Schiedsgerichten im Rahmen von ISDS-Verfahren (Investor-State-Dispute-Settlement) vorbehalten, über die Maßnahmen zu entscheiden. Sie können an der ordentlichen Gerichtsbarkeit vorbei Unternehmen Schadensersatz auf Kosten der Steuerzahler zuerkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/2015/maerz/freihandel-auf-kosten-der-umwelt/ Freihandel auf Kosten der Umwelt]Pressemeldung des des WWF, 13. März 2015, zuletzt aufgerufen an 17.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswirkungen auf die Rücknahme von Privatisierungen===&lt;br /&gt;
Laut der ehemaligen Bundesjustitzministerin [[Herta Däubler-Gmelin]] legen die Formulierungen nahe, dass die Rücknahme gescheiterter Privatisierungen deutlich erschwert würden. Zudem gebe es in dem Bereich keine Positiv-Liste, die beschreibt, wo die CETA-Regulierungen gelten würden. Stattdessen gibt es eine Negativ-Liste, in der die Bereiche aufgelistet sind, die nicht von den Regulierungen betroffen sind. Sämtliche Neuentwicklungen würden dann automatisch unter die privatisierungsfreundliche CETA-Regel fallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;daeubler-gmelin2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Intransparente Verhandlungen===&lt;br /&gt;
Bei den Verhandlungen zu einem so umfassenden Abkommen werden unterschiedliche InteressensvertreterInnen angehört. KritikerInnen bemängeln, dass die meisten der Gespräche nur mit Vertretern von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden geführt wurden. Zivilgesellschaftliche Akteure wurden demnach selten angehört. Erschwerend kam hinzu, dass die Treffen zwischen den Unterhändlern und Lobbyisten im Geheimen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tradejustice.ca/about-ceta/ ABOUT CETA], Webseite des Trade Justice Network, abgerufen am 14.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;Laut der kanadischen Regierung wurden im Verlauf der Verhandlungen regelmäßig „key stakeholders (Canadian industry, workers and small businesses)&amp;quot; konsultiert. Ebenfalls gab es direkt im Anschluss an die Verhandlungsrunden kontinuierlich Telefonkonferenzen zwischen dem Hauptverhandlungsführer Verheul und Interessenvertretern. Es ist nicht bekannt, mit wem über was gesprochen wurde. Die kanadische Regierung hebt dessen ungeachtet das besondere Maß an Transparenz gerade bei diesen Verhandlungen hervor. So stellt die kanadische Regierung einen groben Überblick über den Verhandlungsverlauf zur Verfügung und darüber hinaus noch eine 26-seitige Zusammenfassung über die erzielten Vereinbarungen. Doch auch hier fehlt es an Informationen über die einzelnen Verhandlungsrunden und die Namen der Lobbyisten, die angehört wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.international.gc.ca/trade-commerce/trade-agreements-accords-commerciaux/agr-acc/ceta-aecg/index.aspx?lang=eng&amp;amp;_ga=1.34307937.1957695857.1478251691 CETA: Services and Information] Government of Canada, abgerufen am 16.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyeinflüsse===&lt;br /&gt;
Auf beiden Seiten haben vor allem Unternehmenslobbyisten einen einfachen Zugang zu den Verhandlungen. Es gibt mehrere Unternehmerverbände, die aktiv zu einer Unterzeichnung des Abkommens aufrufen und gleichzeitig an den Verhandlungen teilnehmen. So sprach sich der Präsident von [[Businesseurope]], Jürgen R. Thumann, bei einer Veranstaltung der [[kanadischen Handelskammer]] für eine ambitionierte Kooperation bei Regulierungsfragen aus. Nach Auffassung von Thumann sind die kanadischen und europäischen Verhandlungsführer auf unternehmerischen Input angewiesen, weshalb die beiden Lobbygruppen ihre Regierungen bei den komplexen Verhandlungen unterstützen müssten.Ein weiterer Akteur ist das [[European Services Forum]] (ESF). Das ESF fordert unter anderem die Privatisierung der kanadischen Post sowie eine Schwächung der Finanzmarktregulierung in Kanada über das Abkommen. Ein ebenso lautstarker CETA-Unterstützer ist der [[Canada-EU Roundtable for Business]], der sich beispielsweise für die Abschaffung von Handelsbarrieren im Bereich von genmodifizierten Lebensmitteln einsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadians.org/sites/default/files/publications/CETA-corporations-1010.pdf CETA and Corporate Lobbying: A trade deal by – and for – multinational corporations], The Council of Canadians, März 2012, abgerufen am 17. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Akteure, die eine CETA-freundliche Öffentlichkeitsarbeit betreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Projekt [[EU-Canada Partnership]] zielt auf eine Kooperation zwischen lokaler Wirtschaft und CETA-Verhandlern ab, dabei liegt ein Fokus auf dem Aspekt der regulatorischen Kooperation. Die Initiatoren kritisieren das „vociferous lobbying by a few anti-CETA groups&amp;quot; und wollen dem durch eine „media campaign in partnership with Postmedia Network&amp;quot; entgegenwirken. Dabei sollen „success stories&amp;quot; im Mittelpunkt stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-canada.com/about/ Internetpräsenz der EU-Canada Partnership], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kanzlei [[Dentons Canada LLP]] betreibt eine deutlich CETA-freundliche Öffentlichkeitsarbeit. Sie veranstaltet regelmäßig Seminare, die die vermeintlichen Chancen und Gewinne des Abkommens für die lokale Wirtschaft herausstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dentons.com/en/whats-different-about-dentons/connecting-you-to-talented-lawyers-around-the-globe/events/2014/may/29/canada-european-union-comprehensive-economic-and-trade-agreement Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) seminar], dentons.com, 29. Mai 2014, abgerufen am 18. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; V. Peter Harder (Senior Policy Advisor bei Dentons) veröffentlichte zudem diverse Artikel, in denen er eine CETA-freundliche Position einnimmt und die Notwendigkeit eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und Kanada betont. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ipolitics.ca/2012/11/22/never-mind-the-pessimists-we-need-a-trade-deal-with-the-eu/ Never mind the pessimists — we need a trade deal with the EU], Artikel des Dentons-Mitarbeiter V. Peter Harder auf ipolitics.ca, 22. Novmeber 2012, abgerufen am 18. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hilltimes.com/opinion-piece/opinion/2011/03/14/its-time-to-seize-the-moment-in-canada-eu-trade-negotiations/25647 It's time to seize the moment in Canada-EU trade negotiations], Artikel des Dentons-Mitarbeiter V. Peter Harder auf hilltimes.com, 14. März 2011, abgerufen am 18. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kanzlei [[Miller Thomson LLP]] organisiert Veranstaltungen über Themen wie die europäisch-kanadischen Wirtschaftsbeziehungen und CETA.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.millerthomson.com/en/our-services/international-trade-customs-and-commodity/events Veranstaltungshinweise auf der Internetpräsenz von Miller Thomson LLP], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://cictoronto.ca/images/CIC_Canada_EU_final.pdf Veranstaltungshinweis des Canadian International Council], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem ist die Kanzlei ein offizieller Sponsor der [[EU-Canada Partnership]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-canada.com/ Internetpräsenz der EU-Canada Partnership], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auch die Kanzlei [[Blakes]] ist ein offizieller Sponsor der [[EU-Canada Partnership]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-canada.com/ Internetpräsenz der EU-Canada Partnership], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem bietet die Kanzlei ihre Expertise zu rechtlichen Umsetzungsfragen bezüglich CETA an und begrüßt im allgemeinen das Abkommen mit der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.blakes.com/mobile/bulletins/pages/details.aspx?bulletinid=1823 Stellungnahme zu den CETA-Verhandlungen auf der Internetpräsenz der Kanzlei Blakes], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Klagerechte für Unternehmen (ISDS)===&lt;br /&gt;
Wie aus dem CETA-Dokument hervorgeht, beinhaltet das Abkommen ein Kapitel zum Investitionsschutz, dass unter anderem Konzernklagerechte für Unternehmen umfasst, den sogenannten Investor State Dispute Settlement (ISDS). Es bietet Unternehmen die Möglichkeit, gegen Regulationen und Gesetze vorzugehen und dabei die demokratisch legitimierte Rechtssetzung zu umgehen.&lt;br /&gt;
Kritiker sprechen hier von einer Art Auslagerung der Justiz an private Gerichte und sehen Grundrechtsentscheidungen nationaler und europäischer Gerichtshöfe in Gefahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;daeubler-gmelin2&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-09/freihandelsabkommen-ceta-ttip/seite-2 CETA ist nicht zustimmungsfähig. Teil 2 des Gastbeitrags von Herta Däubler-Gmelin in der Zeit], 12. September 2014, zuletzt aufgerufen am 16. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Investitionsschutz für Unternehmen beinhaltet folgende Maßnahmen: Schutz vor Diskriminierung sowie Entschädigung vor direkter (z.B. Verlust von Besitztümern) und indirekter (z.B. Regelungen, Gesetze) Enteignung. Hierbei besteht die Gefahr, dass eine Androhung eines solchen Verfahrens ausreicht, um Gesetze zu verhindern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pia&amp;quot;&amp;gt;[http://www1.wdr.de/radio/podcasts/wdr5/funkhausgespraeche136.html Schöner handeln - Was bringt das Freihandelsabkommen mit den USA?], Podcast, WDR5 Funkhausgespräche, 30.01.14, abgerufen am 11. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Erfahrungen mit dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) zeigen zudem, dass ISDS oftmals von Unternehmen missbraucht wird. Derzeit sieht sich Kanada einer Reihe von Klagen ausgesetzt. Der Staat ist nicht klageberechtigt und kann bei dieser Form der Privatjustiz nur Geld verlieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2014/10/investitionsschutz-schiedsgericht-icsid-schattenjustiz  Schattenjustiz: Im Namen des Geldes], Die Zeit, 10/2014, abgerufen am 11. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinsichtlich des transatlantischen Freihandelsakommens [[TTIP]] hat die EU-Kommission - aufgrund des großen Drucks von Bürgerrechtsbewegungen - die Verhandlungen über ISDS vorerst ausgesetzt. Dessen ungeachtet sind sie im Entwurf des CETA-Textes enthalten. Es kann vermutet werden, dass sich amerikanische Firmen über die „Hintertür“ des CETA entsprechende Rechte in Europa sichern. Der Clou dabei ist, dass die Klagerechte auch für US-Firmen gelten, die einen Ableger in Kanada unterhalten - es ist sogar denkbar, dass sie nur zu diesem Zweck eine Zweigniederlassung gründen. Dadurch wäre durch CETA unerheblich, ob die Kritiker am [[TTIP]]-Abkommen die Aufnahme der Investorenschutz-Regelungen verhindern könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/freihandelsabkommen-angst-vor-zeitbomben-fuer-den-staatshaushalt/9383024.html Freihandelsabkommen: Angst vor „Zeitbomben“ für den Staatshaushalt], von Dietmar Neuerer, Handelsblatt, 25.01.2014, abgerufen am 27. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch in einer Debatte im Europäischen Parlament im September 2014 standen diese Regulierungen im Zentrum der Kritik der Abgeordneten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/news/de/news-room/content/20140912IPR61965/html/Abgeordnete-gespalten-beim-Freihandelsabkommen-mit-Kanada Abgeordnete gespalten beim Freihandelsabkommen mit Kanada] Pressemitteilung des Europäischen Parlaments, 17.9.2014, zuletzt aufgerufen am 1. Oktober 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im März 2016 wurde bekannt, dass sich die beide Seiten grundsätzlich auf die Einrichtung eines Investitionsgerichtshof verständigt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20160324131945/http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/freihandel-weg-mit-den-schiedsgerichten-1.2886059 Ceta bekommt einen Investitionsgerichtshof - ein Vorbild für TTIP?], Süddeutsche Zeitung, 1. März 2016, zuletzt aufgerufen am 24.3.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritiker sehen in den geplanten Änderungen ein 'groß angelegtes Täuschungsmanöver' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Handelsabkommen-Ceta-ueberarbeitet/!5279224/ Handelsabkommen Ceta überarbeitet: Schiedsgerichte light], die tageszeitung, 2. März 2016, zuletzt aufgerufen am 24.3.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; und sehen dadurch keine Änderung der grundsätzlichen Kritik am ISDS-Verfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/47/47569/1.html &amp;quot;Abertausende Akteure könnten mit CETA klagen&amp;quot;], Telepolis - Interview mit Pia Eberhardt, 2. März 2016, zuletzt aufgerufen am 24.3.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Juli 2016 veröffentlichte die Internetseite correctiv.org Dokumente, denen zu Folge die deutsche Regierung im Laufe befürchtete, dass in dem Fall von Staatspleiten bzw. Schuldenschnitten mit ISDS eine Haftung der EU oder ihrer Mitgliedsstaaten eintreten könnten. Per ISDS könnten Finanzinvestoren Verluste aus solchen staatliche Maßnahmen mit Steuergeld ausgleichen. Die zu dieser Frage in den fertigen CETA-Vertrag aufgenommen Formulierungen wurden von Experten als nicht ausreichend beurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://correctiv.org/recherchen/ttip/blog/2016/07/02/haftung-durch-die-hintertuer/ Haftung durch die Hintertür - CETA ist gut für Investoren: Sie könnten bei Staatspleiten künftig die EU verklagen], correctiv.org, 2. Juli 2016, zuletzt aufgerufen am 4.7.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studien==&lt;br /&gt;
===Pro CETA===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|'''Monat/ Jahr'''&lt;br /&gt;
!|'''Studie'''&lt;br /&gt;
!|'''Auftraggeber'''&lt;br /&gt;
!|'''Erstellt von'''&lt;br /&gt;
!|'''Quelle'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||06/2011&lt;br /&gt;
||A Trade SIA Relating to the Negotiation of a Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between the EU and Canada&lt;br /&gt;
||EU-Kommission&lt;br /&gt;
||Colin Kirkpatrick et al.&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2011/september/tradoc_148201.pdf A Trade SIA Relating to the Negotiation of a Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between the EU and Canada], vom Colin Kirkpatrick et al., Juni 2011, abgerufen am 14.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||02/2011&lt;br /&gt;
||The Canada-European Union Comprehensive Economic &amp;amp; Trade Agreement: An Economic Impact Assessment of Proposed Pharmaceutical Intellectual Property Provisions&lt;br /&gt;
||Canadian Generic Pharmaceutical Association (CGPA)&lt;br /&gt;
||Paul Grootendorst und Aidan Hollis&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadiangenerics.ca/en/news/docs/02.07.11CETAEconomicImpactAssessment-FinalEnglish11.pdf The Canada-European Union Comprehensive Economic &amp;amp; Trade Agreement: An Economic Impact Assessment of Proposed Pharmaceutical Intellectual Property Provisions], von Paul Grootendorst und Aidan Hollis, Februar 2011, abgerufen am 17.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2008&lt;br /&gt;
||Assessing the costs and benefits of a closer EU - Canada economic partnership&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||EU-Kommission und Regierung Kanadas&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2008/october/tradoc_141032.pdf Assessing the costs and benefits of a closer EU - Canada economic partnership], gemeinsame Studie der EU-Kommission und der Regierung Kanadas, Oktober 2008, abgerufen am 14.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Contra CETA===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|'''Monat/ Jahr'''&lt;br /&gt;
!|'''Studie'''&lt;br /&gt;
!|'''Auftraggeber'''&lt;br /&gt;
!|'''Erstellt von'''&lt;br /&gt;
!|'''Quelle'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||09/2016&lt;br /&gt;
||Überlegungen   zum   Recht   auf Regulierung („right to reguate“) im CETA&lt;br /&gt;
||[[Foodwatch]]&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. Markus Krajewski&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.foodwatch.org/uploads/media/2016-09-15_Gutachten-Krajewski_Right-to-Regulate.pdf Schriftliche Antwort auf eine Anfrage von Foodwatch], 9. September 2016, aufgerufen am 19. September 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||08/2016&lt;br /&gt;
||Rechtliche Probleme der aktuellen Kommissionsplanung zu Abschluss und vorläufiger Anwendung des CETA&lt;br /&gt;
||[[Mehr Demokratie]] e.V.&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. W. Weiß&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/2016-08_Rechtsgutachten_Weiss_CETA_vorlaeufige_Anwendung.pdf Rechtliche Probleme der aktuellen Kommissionsplanung zu Abschluss und vorläufiger Anwendung des CETA], 11. August 2016, aufgerufen am 24. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||04/2016&lt;br /&gt;
||CETA, TTIP und das europäische Vorsorgeprinzip- Eine Untersuchung zu den Regelungen zu sanitären und phytosanitären  Maßnahmen,  technischen  Handelshemmnissen  und der regulatorischen Kooperation in dem CETA-Abkommen und nach den EU-Vorschlägen für TTIP.&lt;br /&gt;
||Foodwatch&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. iur. Peter-Tobias Stoll, Dr. Wybe Th. Douma, Prof. Dr. Nicolas de Sadeleer und Patrick Abel&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.foodwatch.org/uploads/media/2016-06-21-_Studie_Vorsorgeprinzip_TTIP_CETA.pdf CETA, TTIP und das europäische Vorsorgeprinzip- Eine Untersuchung zu den Regelungen zu sanitären und phytosanitären  Maßnahmen,  technischen  Handelshemmnissen  und der regulatorischen Kooperation in dem CETA-Abkommen und nach den EU-Vorschlägen für TTIP.], April 2016, aufgerufen am 23. Juni 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12/2014&lt;br /&gt;
||Einschätzung der Umweltrisiken des Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA)&lt;br /&gt;
zwischen Kanada und der Europäischen Union&lt;br /&gt;
||[[WWF]] Deutschland&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. Christoph Scherrer, Dr. Stefan Beck&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/CETA_Gutachten_lang__deutsch_.pdf Einschätzung der Umweltrisiken des Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) zwischen Kanada und der Europäischen Union (Deutsch, ausführlich)], aufgerufen am 17. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/CETA-Gutachten-kurz-deutsch.pdf Einschätzung der Umweltrisiken des Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) zwischen Kanada und der Europäischen Union (Deutsch, kurz)], aufgerufen am 17. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/CETA_Gutachten_lang__deutsch_.pdf Assessment of Environmental Risks of the Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between Canada and the European Union], aufgerufen am 17. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||11/2014&lt;br /&gt;
||Verkaufte Demokratie - Wie die CETA-Regeln zum Schutz von Investoren&lt;br /&gt;
das Allgemeinwohl in Kanada und der EU bedrohen&lt;br /&gt;
||15 europäische und kanadische Verbände&lt;br /&gt;
||Pia Eberhardt, Blair Redlin, Cecile Toubeau&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/verkaufte-demokratie.pdf| Verkaufte Demokratie - Wie die CETA-Regeln zum Schutz von Investoren das Allgemeinwohl in Kanada und der EU bedrohen], aufgerufen am 19.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2014&lt;br /&gt;
||Europa- und verfassungsrechtliche Vorgaben für das Comprehensive Economic and Trade Agreement der EU und Kanada&lt;br /&gt;
||[[attac]]&lt;br /&gt;
||Andreas Fischer-Lescano und Johan Horst&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dropbox.com/s/93jvbjietstmxop/CETA-Rechtsgutachten_Oktober%202014_Fischer-Lescano%20Uni%20Bremen.pdf?dl=0| Europa- und verfassungsrechtliche Vorgaben für das Comprehensive Economic and Trade Agreement der EU und Kanada], aufgerufen am 31.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||09/2014&lt;br /&gt;
||Making Sense of the CETA: An Analysis of the Final Text of the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreemen&lt;br /&gt;
||[[Canadian Centre for Policy Alternatives]]&lt;br /&gt;
||Scott Sinclair, Stuart Trew, Hadrian Mertins-Kirkwood&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://power-shift.de/wordpress/wp-content/uploads/2014/09/Making-Sense-of-the-CETA-Analysis-CCPA-and-otherNGOs-25Sept-2014.pdf Making Sense of the CETA: An Analysis of the Final Text of the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement], herausgegeben von von Scott Sinclair, Stuart Trew und Hadrian Mertins-Kirkwood, Canadian Centre for Policy Alternatives, September 2014, abgerufen am 30.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||08/2014&lt;br /&gt;
||Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA): Zusammenfassung und kritische Bewertung&lt;br /&gt;
||[[ver.di]]&lt;br /&gt;
||Thomas Fritz&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epb.uni-hamburg.de/erzwiss/lohmann/Fritz_CETA-Zusammenfassung.pdf], von Thomas Fritz, ver.di, August 2014, zuletzt abgerufen am 01.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2012&lt;br /&gt;
||CETA and Nova Scotia: Who Pays for ‘Free’ Trade?&lt;br /&gt;
||Canadian Centre for Policy Alternatives&lt;br /&gt;
||Angela Giles et al.&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadians.org/sites/default/files/publications/CETA%20and%20Nova%20Scotia.pdf CETA and Nova Scotia: Who Pays for ‘Free’ Trade?], von Angela Giles et al., Canadian Centre for Policy Alternatives, Oktober 2012, abgerufen am 17.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||07/2012&lt;br /&gt;
||The CETA Deception: How the Harper government’s public relations campaign misrepresents the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement&lt;br /&gt;
||The Council of Canadians&lt;br /&gt;
||Stuart Trew&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadians.org/sites/default/files/publications/CETADeceptionreport-finalJuly2012.pdf The CETA Deception: How the Harper government’s public relations campaign misrepresents the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement], von Stuart Trew, Canadian Centre for Policy Alternatives, Juli 2012, abgerufen am 17.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2010&lt;br /&gt;
||Out of Equilibrium: The Impact of EU-Canada Free Trade on the Real Economy&lt;br /&gt;
||Canadian Centre for Policy Alternatives&lt;br /&gt;
||Jim Stanford&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.policyalternatives.ca/sites/default/files/uploads/publications/National%20Office/2010/10/Out_of_Equilibrium.pdf Out of Equilibrium: The Impact of EU-Canada Free Trade on the Real Economy], von Jim Stanford, Canadian Centre for Policy Alternatives, Oktober 2010, abgerufen am 03.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
/* Contra CETA */ &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||04/2010&lt;br /&gt;
||Negotiating from Weakness: Canada-EU trade treaty threatens Canadian purchasing policies and public services&lt;br /&gt;
||Canadian Centre for Policy Alternatives&lt;br /&gt;
||Scott Sinclair&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scott&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Informationen ==&lt;br /&gt;
* Making Sense of CETA – CETA lesen und verstehen. Analyse des EU-Kanada Freihandelsabkommens. Hrsg. v. PowerShift und CCPA u.a. Berlin, Ottawa. 2016 [https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-CETA-Lesen-und-verstehen.pdf Download als PDF]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesetz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CETA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanada]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelspolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=CETA_-_Comprehensive_Economic_and_Trade_Agreement&amp;diff=41208</id>
		<title>CETA - Comprehensive Economic and Trade Agreement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=CETA_-_Comprehensive_Economic_and_Trade_Agreement&amp;diff=41208"/>
		<updated>2017-06-01T08:47:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Akteure */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Comprehensive Economic and Trade Agreement''' (CETA, dt. Umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen) ist das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde am 30.10.2016 unterzeichnet. Das Abkommen soll in Kraft treten, nachdem [[EU-Parlament]] und der [[Rat der Europäischen Union]], sowie das kanadische Parlament und die kanadischen Provinzen zugestimmt haben.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Befürworter des Abkommens erwarten ein Wirtschaftswachstum auf beiden Seiten; dafür soll der Marktzugang beiderseits erleichtert und Handelsbarrieren in vielen Bereichen abgebaut werden. Kritiker bezweifeln, dass dieser erhoffte Nutzen in der versprochenen Größenordnung eintritt und dieser sich gerecht verteilt: Sie sehen in erster Linie multinationale Unternehmen als Gewinner. CETA gilt als Blaupause für das [[Transatlantic Trade and Investment Partnership|Transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU]] (TTIP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kerninhalte==&lt;br /&gt;
Das Freihandelsabkommen sieht vor, dass ein sehr großer Teil der Zölle und weiteren sogenannten nichttarifären Handelshemmnisse zwischen Kanada und der EU abgebaut werden. Als nichttarifäre Handelshemmnisse gelten unter anderem Verbraucherschutzregelungen, technische Standards oder mengenmäßige Importbeschränkungen (sogenannte Importquoten), die ausländischen Produzenten den Marktzugang erschweren. Fallbeipiele können Produkte mit bestimmten Chemikalien oder gentechnisch veränderte Nahrungsmittel sein.Das Abkommen beinhaltet dabei eine vertiefte Kooperation bei Regulierungen und einen Investitionsschutz für Unternehmen. Als Mechanismus zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Staaten und Unternehmen sollen außerstaatliche Schiedsgerichte eingerichtet werden. Damit werden Unternehmen einseitig Klagerechte eingeräumt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-13-911_de.htm Fakten und Zahlen zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada], Pressemitteilung vom 18.10.13, Europäische Kommission, abgerufen am 19. Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können so einen Staat auf Schadensersatzzahlungen verklagen, wenn dieser Gesetze verabschiedet die das Unternehmen benachteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie der CETA-Verhandlungen==&lt;br /&gt;
===Die anstehende Ratifizierung===&lt;br /&gt;
Bis CETA in Kraft treten kann, sind weitere Schritte notwendig: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auf Seiten der EU müssen sowohl das [[EU-Parlament]] wie auch der [[EU-Ministerrat]] zustimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.euractiv.com/trade/eu-canada-free-trade-deal-opens-news-533400 EU-Canada free trade deal ‘opens door to environmental lawsuits’], EurActiv, 11.02.14, abgerufen am 11.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/trade/policy/in-focus/ceta/ In Focus: Comprehensive Economic and Trade Agreement] ec.europa.eu am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abstimmung im Parlament wird voraussichtlich am 24.1.2017 stattfinden. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://twitter.com/EP_Trade/status/803602857383653377 Meldung des INTA-Aschussses des Europäischen Parlaments], verbreitet über Twitter, 29. November 2016, zuletzt abgerufen am 1.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Danach muss das Abkommen in den Parlamenten der einzelnen Mitgliedstaaten ratifiziert werden, in Deutschland zusätzlich durch den Bundesrat. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/regierung-neben-bundestag-muss-auch-bundesrat-ceta-absegnen-14318832.html Regierung: Neben Bundestag muss auch Bundesrat Ceta absegnen] FAZ.net am 01.07.2016, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Ratifizierung mehrere Jahre dauern kann, ist eine vorläufige Anwendung des Abkommens vorgesehen. &amp;lt;br/&amp;gt;Davon ausgenommen ist der Investorenschutz, er kann erst nach der Zustimmung aller Nationalparlamente angewandt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Chronologie der Verhandlungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Monat/ Jahr&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! Inhalt&lt;br /&gt;
! Quelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|'''Unterzeichnung von CETA durch EU und Kanada'''&lt;br /&gt;
|Inklusive Zusatzerklärungen und Garantien, sowie der Aufforderung an den EuGH, ein Gutachten zu den umstrittenen Regelungen zur Streitbeilegung zwischen Unternehmen und Staaten zu erstellen. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/politik/freihandelsabkommen-eu-und-kanada-unterzeichnen-ceta/14758712.html EU und Kanada unterzeichnen CETA] Tagesspiegel am 30.10.2016, abgerufen am 04.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|27. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|Widerstand Belgiens&lt;br /&gt;
|Die Bedenken einiger Regionalparlamente, etwa von Wallonien, werden einen Tag später ausgeräumt, der [[Europäischer Rat|Europäische Rat]] unterzeichnet das Abkommen. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/ceta-belgien-kann-ceta-nicht-unterschreiben-a-1118005.html Keine Einigung in Belgien] Spiegel Online am 24.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/ausland/ceta-vertagt-101.html Belgien vertagt CETA-Verhandlungen] tagesschau.de am 26.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-10/europaeischer-rat-stimmt-fuer-ceta Belgien hat unterzeichnet] Zeit Online am&lt;br /&gt;
28.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|Zustimmung des Bundeskabinetts &lt;br /&gt;
|Zuvor hatte Gabriel die Bedingungen des Bundesverfassungsgerichts im Ministerrat der EU durchgesetzt. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=786166.html Pressemitteilung des BMWi am 19.10.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|13. Oktober 2016&lt;br /&gt;
|'''Eilverfahren des Bundesverfassungsgerichts'''&lt;br /&gt;
|Unter Auflagen darf die Bundesregierung CETA im europäischen Ministerrat zustimmen – dagegen hatten am 31. August 2016 mehrere Initiativen Verfassungsklagen eingereicht.&lt;br /&gt;
Das Gericht verlangt die Möglichkeit eines Ausstiegs aus dem Abkommen, sollte der Verfassungsbeschwerde in der Hauptverhandlung stattgegeben werden, sowie eine Beschränkung der vorläufigen Anwendung von CETA.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-08/ceta-verfassungsklage-aktivisten-buergerklage-ttip Verfassungsklage per Menschenkette] Zeit Online am 31.08.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=785810.html Pressemitteilung des BMWi am 13.10.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bundesverfassungsgericht-zu-ceta-ceta-klaegerin-das-ist-mindestens-ein-prozent-sieg-1.3203995?reduced=true Ceta-Klägerin: &amp;quot;Das ist mindestens ein 70-Prozent-Sieg&amp;quot;] Sueddeutsche.de am 13.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ceta-bundesverfassungsgericht-103.html Karlsruhe billigt CETA - mit Bedingungen] tagesschau.de am 13.10.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22. September 2016&lt;br /&gt;
|Bundestag stimmt für das Weiterverfolgen von CETA&lt;br /&gt;
|Zustimmung: 71% mit den Stimmen von SPD, CDU/CSU; Ablehnung: 20% durch Die Grünen und Die Linke&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abgeordnetenwatch.de/ceta_weiterverfolgen-1105-816.html Abstimungsverhalten: CETA weiterverfolgen] abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19. September 2016&lt;br /&gt;
|Parteikonvent SPD: Abstimmung für CETA&lt;br /&gt;
|Gabriel hatte die Befragung der Basis zur Bedingung für CETA gemacht.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-09/spd-stimmt-mehrheitlich-fuer-ceta-abkommen SPD stimmt für Ceta-Abkommen]&lt;br /&gt;
Zeit Online am 19.09.2016, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-11/gabriel-ttip-spd Gabriel will SPD um Zustimmung für Investorenschutz bitten] Zeit Online am 29.11.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|05. Juli 2016&lt;br /&gt;
|[[EU-Kommission]] beschließt CETA als gemischtes Abkommen&lt;br /&gt;
|Die Texte umfassen die Unterzeichnung, den Abschluss und die vorläufige Anwendung des Abkommens sowie die Empfehlung an den Rat, CETA als gemischtes Abkommen abzuschließen. Damit müssen auch die nationalen Parlamente das Abkommen ratifizieren.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=772820.html Pressemitteilung des BMWi am 05.07.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|29. Februar 2016&lt;br /&gt;
|Veröffentlichen des fertigen Vertragstextes&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=753666.html Pressemitteilung des BMWi am 29.02.2016] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2012 – 2016&lt;br /&gt;
|Rechtsförmlichkeitsprüfung und Übersetzungen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmwi.de/DE/Themen/Aussenwirtschaft/Freihandelsabkommen/CETA/aktueller-stand.html CETA: Aktueller Stand] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|26. September 2014&lt;br /&gt;
|'''EU-Kanada-Gipfel in Ottawa: Vorstellung des Abkommens'''&lt;br /&gt;
|EU und Kanada verkünden Freihandelspakt und das Ende der Verhandlungen. Inkrafttreten soll CETA demnach 2016.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-09/ceta-abkommen-gauck-kanada Gauck wirbt für Handelsabkommen mit Kanada] Zeit Online, am 25.09.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-09/ceta-eu-kanda-barroso EU und Kanada verkünden Freihandelspakt] Zeit Online am 26.09.2014, abgerufen am 04.11.2016&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22. September 2014&lt;br /&gt;
|Gutachten der Bundesregierung&lt;br /&gt;
|Die von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Gutachten machen deutlich, dass CETA gemischtes Abkommen ist. Dies unterstützt die Position Gabriels, und widerspricht dem Wunsch der EU-Kommission, auf einen Ratifizierungsprozess zu verzichten.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-09/freihandelsabkommen-ceta-ttip-spd Das Verwirrspiel um CETA] Zeit Online am 22.09-2014, abgerufen am 04.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=655700.html &lt;br /&gt;
Pressemitteilung BMWi am 22.09.2014] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 04.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1. August 2014&lt;br /&gt;
|'''Abschluss der technischen Verhandlungen'''&lt;br /&gt;
|Die Bundesregierung erhält die Dokumente das Abkommens (ca. 1520 Seiten). &lt;br /&gt;
Die ''Tagesschau'' veröffentlicht die Texte des Abkommens wenige Tage später. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ceta-101.html Auf dem Weg in die Paralleljustiz] Tagesschau.de am 14.08.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/eu-freihandelsabkommen-mit-kanada-bundestag-soll-ueber-ceta-abstimmen-a-984785.html  &lt;br /&gt;
Regierung will Bundestag abstimmen lassen] Spiegel Online am 06.08.2014, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oktober 2013&lt;br /&gt;
|'''Einigung über CETA'''&lt;br /&gt;
|Verkündung durch EU-Kommissionspräsident [[José Manuel Barroso|Barroso]] und den kanadischen Premierminister [[Stephen Harper|Harper]]. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Handelsabkommen-zwischen-EU-und-Kanada-steht-1982444.html Handelsabkommen zwischen EU und Kanada steht] heise online am 20.10.2013, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Juli 2012&lt;br /&gt;
|Parallelen zwischen CETA und ACTA&lt;br /&gt;
|Teile des gescheiterten ACTA-Abkommens wurden in eine frühe Version des CETA-Vertragstextes übernommen. Die EU-Kommission weist daraufhin, dass die übernommenen Passagen inzwischen gestrichen wurden. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/abkommen-ceta-gleicht-acta-wortwoertlich-a-843826.html Auf Acta folgt Ceta] Spiegel Online am 11.07.2012, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oktober 2011&lt;br /&gt;
|'''Ende der Verhandlungen'''&lt;br /&gt;
|Neun formale Verhandlungsrunden wurden abgeschlossen und eine Übereinkunft in allen Sektoren erzielt.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sice.oas.org/TPD/CAN_EU/CAN_EU_e.ASP Canada - European Union: Background and negotiations] Foreign Trade Information Systems, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|September 2011&lt;br /&gt;
|Investitionsschutz&lt;br /&gt;
|Durch den Vertrag von Lissabon ist nun auch der Investitionsschutz Teil der Verhandlungen.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmwi.de/DE/Themen/Aussenwirtschaft/investitionsschutz.html Investitionsschutz: Situation nach dem Vertrag von Lissabon] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oktober 2009&lt;br /&gt;
|1. Verhandlungsrunde&lt;br /&gt;
| Ottawa (Kanada)&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-09-896_de.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission] europa.eu, am 10.06.2009, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Juni 2009&lt;br /&gt;
|'''Aufnahme der CETA-Verhandlungen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-09-896_de.htm Pressemitteilung der Europäischen Kommission] europa.eu, am 10.06.2009, abgerufen am 09.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|März 2009&lt;br /&gt;
|Report der EU und Kanada&lt;br /&gt;
|Darlegen der erhofften Potenziale eines gemeinsamen Freihandelsabkommens. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2009/march/tradoc_142470.pdf Joint Report on the EU-Canada Scoping Exercise am 05.03.2009], abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2008&lt;br /&gt;
|Studie zu Folgen von CETA&lt;br /&gt;
|Gemeinsame Studie der EU und Kanada, die die Folgen einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit untersucht.&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2008/october/tradoc_141032.pdf Assessing the costs and benefits of a closer EU – Canada economic partnership] Europäische Kommission, Kanadische Regierung, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Vorgeschichte&lt;br /&gt;
|Bereits 1976 vereinbarten die EU und Kanada die Vertiefung ihrer wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Seit 2008 streben beide Parteien ein umfassendes Freihandelsabkommen an, das eine Vielzahl einzelner Abkommen ersetzen soll. &lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/1/2016/DE/1-2016-443-DE-F1-1.PDF Beschluss des Rates über den Abschluss des CETA-Abkommens] Europäische Kommission am 05.07.2016, abgerufen am 10.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteure===&lt;br /&gt;
Auf Seiten der Europäischen Union verhandelte die [[EU-Kommission]]. Die Verhandlungsführer für die EU waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Karel de Gucht]], EU-Handelskommissar. (De Gucht vollzog 2015 einen [[Seitenwechsler auf EU-Ebene|Seitenwechsel]] in die Privatwirtschaft, was die Vermutung eines zum Zeitpunkt der Verhandlungen bestehenden Interessenkonflikts nahelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/04/ttip-seitenwechsel-ex-handelskommissar-de-guchts-fragwuerdiger-wechsel-in-die-privatwirtschaft/ LobbyControl Artikel zum Seitenwechsel von Karel de Gucht], abgerufen am 05.05.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* [[Philipp Dupuis]], Stellv. Hauptverhandlungsführer&lt;br /&gt;
* [[Mauro Petriccione]], Verhandlungsführer des Generaldirektorats Handel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungspartner auf der kanadischen Seite war die Regierung, vertreten von Premierminister [[Stephen Harper]] bzw. seit 2015 [[Justin Trudeau]]. Verhandlungsführer für Kanada waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ed Fast]], Minister für Internationalen Handel&lt;br /&gt;
* [[Steve Verheul]], Hauptverhandlungsführer&lt;br /&gt;
* [[Ana Renart]], stell. Hauptverhandlungsführerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 21 Verhandlungsgruppen bestanden aus den Mitarbeitern der EU-Kommission, in erster Linie vertreten vom Generaldirektorat Handel, und dem Department of Foreign Affairs, Trade and Development Canada (DFATD).&amp;lt;br/&amp;gt; 40 Unterhändler stellte die EU, 60 kamen aus Kanada.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.laquadrature.net/wiki/CETA_negotiators CETA negotiators], La Quadrature du Net Wiki, abgerufen am 01. Juni 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik an CETA==&lt;br /&gt;
Das Abkommen wird von einer Vielzahl von zivilgesellschaftlichen Akteueren von verschiedenen Standpunkten aus kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Allgemein===&lt;br /&gt;
Ein Bündnis aus europäischen und kanadischen NGOs haben in einer gemeinsamen Stellungnahme das Freihandelsabkommen kritisiert, weil dieses die Privatisierung des öffentlichen Sektors vorantreiben und Regulierungen im Gesundheits- sowie Sozialwesen und Umweltschutz schwächen und verhindern würde. Darüber hinaus unterhöhle CETA die demokratischen Rechte von Staaten und besonders die ihrer Bürger. Es wurde die Geheimhaltung der Verhandlungen gegenüber der Öffentlichkeit kritisiert und der bevorrechtigte Zugang zu Informationen für Unternehmen. Während der Verhandlungen hatte die Öffentlichkeit keinerlei Informationen über Inhalt und Stand der Verhandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tradejustice.ca/wp-content/uploads/2013/08/EUCAN_DECLARATION_EN.pdf Free-trade agreement between the European Union and Canada: CORPORATIONS MUST NOT MAKE THE LAW], gemeinsame Stellungnahme von NGOs, Oktober 2011, abgerufen am 17. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt; Eine zweite Stellungnahme wurde am 25. November 2013 veröffentlicht. Diesmal beteiligten sich auch amerikanische NGOs an dem Aufruf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://power-shift.de/wordpress/wp-content/uploads/2014/06/stop_the_corporate_giveaway_-_a_transatlantic_plea_for_sanity_in_the_eu-canada_ceta_negotiations.pdf Stop the Corporate Giveaway! A transatlantic plea for sanity in the EU-Canada CETA negotiations], zweite gemeinsame Stellungnahme von NGOs, November 2013, abgerufen am 08.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Kandadische Kritiker weisen auch darauf hin, dass die Entwicklung nach Abschluss des Freihandelsabkommens NAFTA zwischen Kanada und USA als warnendes Beispiel angesehen werden kann. Ihrer Meinung nach sind die Vorteile wie Handelszuwächse nicht eingetreten. Denn beim Freihandel gebe es nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste. Der Havard Ökonom Dani Rodrik hat ausgerechnet, dass die Gewinne von einem Freihandelsabkommen für die USA gering seien. Für 51 Dollar Gewinn gebe es 50 Dollar Verlust aufgrund von Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten. Ebenso ließe sich nicht bestätigen, dass diejenigen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, schnell wieder einen neuen finden. Eher seien Freihandelsabkommen so ausgelegt, Regulierungen und politische Rahmenbedingungen so zu verändern, dass multinationale Konzerne die eigentlichen Gewinner seien. Das gelte besonders vor dem Hintergrund, dass Investoren- sowie Unternehmensrechte ausgebaut und somit gegenüber demokratisch gewählten Regierungen stärker würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.policyalternatives.ca/publications/commentary/ceta-undermines-canada’s-ability-benefit-increased-international-trade CETA undermines Canada’s ability to benefit from increased international trade], von John Jacobs et al., Canadian Centre for Policy Alternatives, 26.03.13, abgerufen am 11. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Kritikpunkt bezieht sich auf Risiken im Bereich der Dienstleistungsliberalisierung. Demnach dürfte die ''kommunale Gestaltungshoheit bei der Daseinsvorsorge'' nicht durch einen Freihandel gefährdet werden. In einem Antrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen werden explizit Bereiche wie der ÖPNV, soziale Dienstleistungen oder die Wasserversorgung genannt, die nicht von einer Liberalisierung betroffen sein dürften. Die Kommission hat den Vorschlag unterbreitet, eine Negativliste aufzustellen, derzufolge gewisse Bereiche ausdrücklich von einer Liberalisierung ausgeschlossen wären. Kritiker bemängeln die fehlende Flexibilität eines solchen Ansatzes, da diese Liste zukünftig nicht mehr erweiterbar sei. Auch könne man dann die Liberalisierung von Marktsektoren nur schwer rückgängig machen. Im Gegenzug wird eine Positivliste verlangt, in der explizit die Bereiche vermerkt werden sollen, für die ein Marktzugang ermöglicht werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/014/1801457.pdf], Antrag der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN: Für ein starkes Primat der Politik – Für fairen Handel ohne Demokratie-Outsourcing , abgerufen am 12.06.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kanadische Trade Justice Network betont, dass es im Handel zwischen der EU und Kanada bereits jetzt nur wenige Barrieren für den Marktzugang gebe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scott&amp;quot;&amp;gt;[http://www.policyalternatives.ca/sites/default/files/uploads/publications/reports/docs/Negotiating%20From%20Weakness%20EU%20Canada.pdf Negotiating from Weakness: Canada-EU trade treaty threatens Canadian purchasing policies and public services], von Scott Sinclair, Canadian Centre for Policy Alternatives, April 2010, abgerufen am 14. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswirkungen auf Finanzmarkt-Regulierung===&lt;br /&gt;
Das [[Trade Justice Network]] befürchtet, dass durch das Abkommen Regulierungen von Finanzdienstleistungen grundsätzliche in Frage gestellt werden. So könnten diese einer Prüfung auf ihre &amp;quot;Notwendigkeit&amp;quot; unterzogen werden. Sollte diese negativ ausfallen, wären sie von den Regierungen abzuschaffen. Bei der Welthandelsorganisation WTO gibt es eine vergleichbare Regelung: Dort legen die eingesetzten Gremien die Auswirkungen meist gegen die Regulierung aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tradejustice.ca/about-ceta/ceta-and-services/ CETA and Services], von David Robinson, Webseite des Trade Justice Network, abgerufen am 14. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswirkungen auf den Umweltschutz===&lt;br /&gt;
Die Naturschutzorganisation [[WWF]] hat den Vertragstext von der Universität Kassel untersuchen lassen und spricht von einem „umweltpolitischen Alptraum“. Dem Gutachten zufolge lähme CETA die Umweltpolitik der EU immer dort, wo Negativeffekte auf Handel, Investitionen und die Gewinnerwartungen von einzelnen Unternehmen eintreten könnten. Der WWF kritisiert besonders, dass die Staaten damit ihre Souveränität aufgäben, weitere Verbesserungen in der Umweltpolitik zu beschließen. Denn sie müssten die Notwendigkeit von Maßnahmen wie Ökosteuern oder dem Verbot von Chemikalien und Schadstoffen begründen. Komme es zum Streit, bliebe es privaten Schiedsgerichten im Rahmen von ISDS-Verfahren (Investor-State-Dispute-Settlement) vorbehalten, über die Maßnahmen zu entscheiden. Sie können an der ordentlichen Gerichtsbarkeit vorbei Unternehmen Schadensersatz auf Kosten der Steuerzahler zuerkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/2015/maerz/freihandel-auf-kosten-der-umwelt/ Freihandel auf Kosten der Umwelt]Pressemeldung des des WWF, 13. März 2015, zuletzt aufgerufen an 17.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auswirkungen auf die Rücknahme von Privatisierungen===&lt;br /&gt;
Laut der ehemaligen Bundesjustitzministerin [[Herta Däubler-Gmelin]] legen die Formulierungen nahe, dass die Rücknahme gescheiterter Privatisierungen deutlich erschwert würden. Zudem gebe es in dem Bereich keine Positiv-Liste, die beschreibt, wo die CETA-Regulierungen gelten würden. Stattdessen gibt es eine Negativ-Liste, in der die Bereiche aufgelistet sind, die nicht von den Regulierungen betroffen sind. Sämtliche Neuentwicklungen würden dann automatisch unter die privatisierungsfreundliche CETA-Regel fallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;daeubler-gmelin2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Intransparente Verhandlungen===&lt;br /&gt;
Bei den Verhandlungen zu einem so umfassenden Abkommen werden unterschiedliche InteressensvertreterInnen angehört. KritikerInnen bemängeln, dass die meisten der Gespräche nur mit Vertretern von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden geführt wurden. Zivilgesellschaftliche Akteure wurden demnach selten angehört. Erschwerend kam hinzu, dass die Treffen zwischen den Unterhändlern und Lobbyisten im Geheimen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tradejustice.ca/about-ceta/ ABOUT CETA], Webseite des Trade Justice Network, abgerufen am 14.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;Laut der kanadischen Regierung wurden im Verlauf der Verhandlungen regelmäßig „key stakeholders (Canadian industry, workers and small businesses)&amp;quot; konsultiert. Ebenfalls gab es direkt im Anschluss an die Verhandlungsrunden kontinuierlich Telefonkonferenzen zwischen dem Hauptverhandlungsführer Verheul und Interessenvertretern. Es ist nicht bekannt, mit wem über was gesprochen wurde. Die kanadische Regierung hebt dessen ungeachtet das besondere Maß an Transparenz gerade bei diesen Verhandlungen hervor. So stellt die kanadische Regierung einen groben Überblick über den Verhandlungsverlauf zur Verfügung und darüber hinaus noch eine 26-seitige Zusammenfassung über die erzielten Vereinbarungen. Doch auch hier fehlt es an Informationen über die einzelnen Verhandlungsrunden und die Namen der Lobbyisten, die angehört wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.international.gc.ca/trade-commerce/trade-agreements-accords-commerciaux/agr-acc/ceta-aecg/index.aspx?lang=eng&amp;amp;_ga=1.34307937.1957695857.1478251691 CETA: Services and Information] Government of Canada, abgerufen am 16.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyeinflüsse===&lt;br /&gt;
Auf beiden Seiten haben vor allem Unternehmenslobbyisten einen einfachen Zugang zu den Verhandlungen. Es gibt mehrere Unternehmerverbände, die aktiv zu einer Unterzeichnung des Abkommens aufrufen und gleichzeitig an den Verhandlungen teilnehmen. So sprach sich der Präsident von [[Businesseurope]], Jürgen R. Thumann, bei einer Veranstaltung der [[kanadischen Handelskammer]] für eine ambitionierte Kooperation bei Regulierungsfragen aus. Nach Auffassung von Thumann sind die kanadischen und europäischen Verhandlungsführer auf unternehmerischen Input angewiesen, weshalb die beiden Lobbygruppen ihre Regierungen bei den komplexen Verhandlungen unterstützen müssten.Ein weiterer Akteur ist das [[European Services Forum]] (ESF). Das ESF fordert unter anderem die Privatisierung der kanadischen Post sowie eine Schwächung der Finanzmarktregulierung in Kanada über das Abkommen. Ein ebenso lautstarker CETA-Unterstützer ist der [[Canada-EU Roundtable for Business]], der sich beispielsweise für die Abschaffung von Handelsbarrieren im Bereich von genmodifizierten Lebensmitteln einsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadians.org/sites/default/files/publications/CETA-corporations-1010.pdf CETA and Corporate Lobbying: A trade deal by – and for – multinational corporations], The Council of Canadians, März 2012, abgerufen am 17. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Akteure, die eine CETA-freundliche Öffentlichkeitsarbeit betreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Projekt [[EU-Canada Partnership]] zielt auf eine Kooperation zwischen lokaler Wirtschaft und CETA-Verhandlern ab, dabei liegt ein Fokus auf dem Aspekt der regulatorischen Kooperation. Die Initiatoren kritisieren das „vociferous lobbying by a few anti-CETA groups&amp;quot; und wollen dem durch eine „media campaign in partnership with Postmedia Network&amp;quot; entgegenwirken. Dabei sollen „success stories&amp;quot; im Mittelpunkt stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-canada.com/about/ Internetpräsenz der EU-Canada Partnership], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kanzlei [[Dentons Canada LLP]] betreibt eine deutlich CETA-freundliche Öffentlichkeitsarbeit. Sie veranstaltet regelmäßig Seminare, die die vermeintlichen Chancen und Gewinne des Abkommens für die lokale Wirtschaft herausstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dentons.com/en/whats-different-about-dentons/connecting-you-to-talented-lawyers-around-the-globe/events/2014/may/29/canada-european-union-comprehensive-economic-and-trade-agreement Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) seminar], dentons.com, 29. Mai 2014, abgerufen am 18. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; V. Peter Harder (Senior Policy Advisor bei Dentons) veröffentlichte zudem diverse Artikel, in denen er eine CETA-freundliche Position einnimmt und die Notwendigkeit eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und Kanada betont. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ipolitics.ca/2012/11/22/never-mind-the-pessimists-we-need-a-trade-deal-with-the-eu/ Never mind the pessimists — we need a trade deal with the EU], Artikel des Dentons-Mitarbeiter V. Peter Harder auf ipolitics.ca, 22. Novmeber 2012, abgerufen am 18. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hilltimes.com/opinion-piece/opinion/2011/03/14/its-time-to-seize-the-moment-in-canada-eu-trade-negotiations/25647 It's time to seize the moment in Canada-EU trade negotiations], Artikel des Dentons-Mitarbeiter V. Peter Harder auf hilltimes.com, 14. März 2011, abgerufen am 18. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kanzlei [[Miller Thomson LLP]] organisiert Veranstaltungen über Themen wie die europäisch-kanadischen Wirtschaftsbeziehungen und CETA.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.millerthomson.com/en/our-services/international-trade-customs-and-commodity/events Veranstaltungshinweise auf der Internetpräsenz von Miller Thomson LLP], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://cictoronto.ca/images/CIC_Canada_EU_final.pdf Veranstaltungshinweis des Canadian International Council], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem ist die Kanzlei ein offizieller Sponsor der [[EU-Canada Partnership]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-canada.com/ Internetpräsenz der EU-Canada Partnership], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auch die Kanzlei [[Blakes]] ist ein offizieller Sponsor der [[EU-Canada Partnership]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu-canada.com/ Internetpräsenz der EU-Canada Partnership], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem bietet die Kanzlei ihre Expertise zu rechtlichen Umsetzungsfragen bezüglich CETA an und begrüßt im allgemeinen das Abkommen mit der EU.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.blakes.com/mobile/bulletins/pages/details.aspx?bulletinid=1823 Stellungnahme zu den CETA-Verhandlungen auf der Internetpräsenz der Kanzlei Blakes], abgerufen am 24. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Klagerechte für Unternehmen (ISDS)===&lt;br /&gt;
Wie aus dem CETA-Dokument hervorgeht, beinhaltet das Abkommen ein Kapitel zum Investitionsschutz, dass unter anderem Konzernklagerechte für Unternehmen umfasst, den sogenannten Investor State Dispute Settlement (ISDS). Es bietet Unternehmen die Möglichkeit, gegen Regulationen und Gesetze vorzugehen und dabei die demokratisch legitimierte Rechtssetzung zu umgehen.&lt;br /&gt;
Kritiker sprechen hier von einer Art Auslagerung der Justiz an private Gerichte und sehen Grundrechtsentscheidungen nationaler und europäischer Gerichtshöfe in Gefahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;daeubler-gmelin2&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-09/freihandelsabkommen-ceta-ttip/seite-2 CETA ist nicht zustimmungsfähig. Teil 2 des Gastbeitrags von Herta Däubler-Gmelin in der Zeit], 12. September 2014, zuletzt aufgerufen am 16. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Investitionsschutz für Unternehmen beinhaltet folgende Maßnahmen: Schutz vor Diskriminierung sowie Entschädigung vor direkter (z.B. Verlust von Besitztümern) und indirekter (z.B. Regelungen, Gesetze) Enteignung. Hierbei besteht die Gefahr, dass eine Androhung eines solchen Verfahrens ausreicht, um Gesetze zu verhindern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pia&amp;quot;&amp;gt;[http://www1.wdr.de/radio/podcasts/wdr5/funkhausgespraeche136.html Schöner handeln - Was bringt das Freihandelsabkommen mit den USA?], Podcast, WDR5 Funkhausgespräche, 30.01.14, abgerufen am 11. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Erfahrungen mit dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) zeigen zudem, dass ISDS oftmals von Unternehmen missbraucht wird. Derzeit sieht sich Kanada einer Reihe von Klagen ausgesetzt. Der Staat ist nicht klageberechtigt und kann bei dieser Form der Privatjustiz nur Geld verlieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2014/10/investitionsschutz-schiedsgericht-icsid-schattenjustiz  Schattenjustiz: Im Namen des Geldes], Die Zeit, 10/2014, abgerufen am 11. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinsichtlich des transatlantischen Freihandelsakommens [[TTIP]] hat die EU-Kommission - aufgrund des großen Drucks von Bürgerrechtsbewegungen - die Verhandlungen über ISDS vorerst ausgesetzt. Dessen ungeachtet sind sie im Entwurf des CETA-Textes enthalten. Es kann vermutet werden, dass sich amerikanische Firmen über die „Hintertür“ des CETA entsprechende Rechte in Europa sichern. Der Clou dabei ist, dass die Klagerechte auch für US-Firmen gelten, die einen Ableger in Kanada unterhalten - es ist sogar denkbar, dass sie nur zu diesem Zweck eine Zweigniederlassung gründen. Dadurch wäre durch CETA unerheblich, ob die Kritiker am [[TTIP]]-Abkommen die Aufnahme der Investorenschutz-Regelungen verhindern könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/freihandelsabkommen-angst-vor-zeitbomben-fuer-den-staatshaushalt/9383024.html Freihandelsabkommen: Angst vor „Zeitbomben“ für den Staatshaushalt], von Dietmar Neuerer, Handelsblatt, 25.01.2014, abgerufen am 27. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch in einer Debatte im Europäischen Parlament im September 2014 standen diese Regulierungen im Zentrum der Kritik der Abgeordneten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/news/de/news-room/content/20140912IPR61965/html/Abgeordnete-gespalten-beim-Freihandelsabkommen-mit-Kanada Abgeordnete gespalten beim Freihandelsabkommen mit Kanada] Pressemitteilung des Europäischen Parlaments, 17.9.2014, zuletzt aufgerufen am 1. Oktober 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im März 2016 wurde bekannt, dass sich die beide Seiten grundsätzlich auf die Einrichtung eines Investitionsgerichtshof verständigt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20160324131945/http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/freihandel-weg-mit-den-schiedsgerichten-1.2886059 Ceta bekommt einen Investitionsgerichtshof - ein Vorbild für TTIP?], Süddeutsche Zeitung, 1. März 2016, zuletzt aufgerufen am 24.3.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritiker sehen in den geplanten Änderungen ein 'groß angelegtes Täuschungsmanöver' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/Handelsabkommen-Ceta-ueberarbeitet/!5279224/ Handelsabkommen Ceta überarbeitet: Schiedsgerichte light], die tageszeitung, 2. März 2016, zuletzt aufgerufen am 24.3.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; und sehen dadurch keine Änderung der grundsätzlichen Kritik am ISDS-Verfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/47/47569/1.html &amp;quot;Abertausende Akteure könnten mit CETA klagen&amp;quot;], Telepolis - Interview mit Pia Eberhardt, 2. März 2016, zuletzt aufgerufen am 24.3.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Juli 2016 veröffentlichte die Internetseite correctiv.org Dokumente, denen zu Folge die deutsche Regierung im Laufe befürchtete, dass in dem Fall von Staatspleiten bzw. Schuldenschnitten mit ISDS eine Haftung der EU oder ihrer Mitgliedsstaaten eintreten könnten. Per ISDS könnten Finanzinvestoren Verluste aus solchen staatliche Maßnahmen mit Steuergeld ausgleichen. Die zu dieser Frage in den fertigen CETA-Vertrag aufgenommen Formulierungen wurden von Experten als nicht ausreichend beurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://correctiv.org/recherchen/ttip/blog/2016/07/02/haftung-durch-die-hintertuer/ Haftung durch die Hintertür - CETA ist gut für Investoren: Sie könnten bei Staatspleiten künftig die EU verklagen], correctiv.org, 2. Juli 2016, zuletzt aufgerufen am 4.7.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studien==&lt;br /&gt;
===Pro CETA===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|'''Monat/ Jahr'''&lt;br /&gt;
!|'''Studie'''&lt;br /&gt;
!|'''Auftraggeber'''&lt;br /&gt;
!|'''Erstellt von'''&lt;br /&gt;
!|'''Quelle'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||06/2011&lt;br /&gt;
||A Trade SIA Relating to the Negotiation of a Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between the EU and Canada&lt;br /&gt;
||EU-Kommission&lt;br /&gt;
||Colin Kirkpatrick et al.&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2011/september/tradoc_148201.pdf A Trade SIA Relating to the Negotiation of a Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between the EU and Canada], vom Colin Kirkpatrick et al., Juni 2011, abgerufen am 14.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||02/2011&lt;br /&gt;
||The Canada-European Union Comprehensive Economic &amp;amp; Trade Agreement: An Economic Impact Assessment of Proposed Pharmaceutical Intellectual Property Provisions&lt;br /&gt;
||Canadian Generic Pharmaceutical Association (CGPA)&lt;br /&gt;
||Paul Grootendorst und Aidan Hollis&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadiangenerics.ca/en/news/docs/02.07.11CETAEconomicImpactAssessment-FinalEnglish11.pdf The Canada-European Union Comprehensive Economic &amp;amp; Trade Agreement: An Economic Impact Assessment of Proposed Pharmaceutical Intellectual Property Provisions], von Paul Grootendorst und Aidan Hollis, Februar 2011, abgerufen am 17.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2008&lt;br /&gt;
||Assessing the costs and benefits of a closer EU - Canada economic partnership&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||EU-Kommission und Regierung Kanadas&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2008/october/tradoc_141032.pdf Assessing the costs and benefits of a closer EU - Canada economic partnership], gemeinsame Studie der EU-Kommission und der Regierung Kanadas, Oktober 2008, abgerufen am 14.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Contra CETA===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;lptable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!|'''Monat/ Jahr'''&lt;br /&gt;
!|'''Studie'''&lt;br /&gt;
!|'''Auftraggeber'''&lt;br /&gt;
!|'''Erstellt von'''&lt;br /&gt;
!|'''Quelle'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||09/2016&lt;br /&gt;
||Überlegungen   zum   Recht   auf Regulierung („right to reguate“) im CETA&lt;br /&gt;
||[[Foodwatch]]&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. Markus Krajewski&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.foodwatch.org/uploads/media/2016-09-15_Gutachten-Krajewski_Right-to-Regulate.pdf Schriftliche Antwort auf eine Anfrage von Foodwatch], 9. September 2016, aufgerufen am 19. September 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||08/2016&lt;br /&gt;
||Rechtliche Probleme der aktuellen Kommissionsplanung zu Abschluss und vorläufiger Anwendung des CETA&lt;br /&gt;
||[[Mehr Demokratie]] e.V.&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. W. Weiß&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/2016-08_Rechtsgutachten_Weiss_CETA_vorlaeufige_Anwendung.pdf Rechtliche Probleme der aktuellen Kommissionsplanung zu Abschluss und vorläufiger Anwendung des CETA], 11. August 2016, aufgerufen am 24. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||04/2016&lt;br /&gt;
||CETA, TTIP und das europäische Vorsorgeprinzip- Eine Untersuchung zu den Regelungen zu sanitären und phytosanitären  Maßnahmen,  technischen  Handelshemmnissen  und der regulatorischen Kooperation in dem CETA-Abkommen und nach den EU-Vorschlägen für TTIP.&lt;br /&gt;
||Foodwatch&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. iur. Peter-Tobias Stoll, Dr. Wybe Th. Douma, Prof. Dr. Nicolas de Sadeleer und Patrick Abel&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.foodwatch.org/uploads/media/2016-06-21-_Studie_Vorsorgeprinzip_TTIP_CETA.pdf CETA, TTIP und das europäische Vorsorgeprinzip- Eine Untersuchung zu den Regelungen zu sanitären und phytosanitären  Maßnahmen,  technischen  Handelshemmnissen  und der regulatorischen Kooperation in dem CETA-Abkommen und nach den EU-Vorschlägen für TTIP.], April 2016, aufgerufen am 23. Juni 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12/2014&lt;br /&gt;
||Einschätzung der Umweltrisiken des Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA)&lt;br /&gt;
zwischen Kanada und der Europäischen Union&lt;br /&gt;
||[[WWF]] Deutschland&lt;br /&gt;
||Prof. Dr. Christoph Scherrer, Dr. Stefan Beck&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/CETA_Gutachten_lang__deutsch_.pdf Einschätzung der Umweltrisiken des Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) zwischen Kanada und der Europäischen Union (Deutsch, ausführlich)], aufgerufen am 17. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/CETA-Gutachten-kurz-deutsch.pdf Einschätzung der Umweltrisiken des Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) zwischen Kanada und der Europäischen Union (Deutsch, kurz)], aufgerufen am 17. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/CETA_Gutachten_lang__deutsch_.pdf Assessment of Environmental Risks of the Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between Canada and the European Union], aufgerufen am 17. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||11/2014&lt;br /&gt;
||Verkaufte Demokratie - Wie die CETA-Regeln zum Schutz von Investoren&lt;br /&gt;
das Allgemeinwohl in Kanada und der EU bedrohen&lt;br /&gt;
||15 europäische und kanadische Verbände&lt;br /&gt;
||Pia Eberhardt, Blair Redlin, Cecile Toubeau&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://corporateeurope.org/sites/default/files/verkaufte-demokratie.pdf| Verkaufte Demokratie - Wie die CETA-Regeln zum Schutz von Investoren das Allgemeinwohl in Kanada und der EU bedrohen], aufgerufen am 19.11.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2014&lt;br /&gt;
||Europa- und verfassungsrechtliche Vorgaben für das Comprehensive Economic and Trade Agreement der EU und Kanada&lt;br /&gt;
||[[attac]]&lt;br /&gt;
||Andreas Fischer-Lescano und Johan Horst&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dropbox.com/s/93jvbjietstmxop/CETA-Rechtsgutachten_Oktober%202014_Fischer-Lescano%20Uni%20Bremen.pdf?dl=0| Europa- und verfassungsrechtliche Vorgaben für das Comprehensive Economic and Trade Agreement der EU und Kanada], aufgerufen am 31.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||09/2014&lt;br /&gt;
||Making Sense of the CETA: An Analysis of the Final Text of the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreemen&lt;br /&gt;
||[[Canadian Centre for Policy Alternatives]]&lt;br /&gt;
||Scott Sinclair, Stuart Trew, Hadrian Mertins-Kirkwood&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://power-shift.de/wordpress/wp-content/uploads/2014/09/Making-Sense-of-the-CETA-Analysis-CCPA-and-otherNGOs-25Sept-2014.pdf Making Sense of the CETA: An Analysis of the Final Text of the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement], herausgegeben von von Scott Sinclair, Stuart Trew und Hadrian Mertins-Kirkwood, Canadian Centre for Policy Alternatives, September 2014, abgerufen am 30.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||08/2014&lt;br /&gt;
||Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA): Zusammenfassung und kritische Bewertung&lt;br /&gt;
||[[ver.di]]&lt;br /&gt;
||Thomas Fritz&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epb.uni-hamburg.de/erzwiss/lohmann/Fritz_CETA-Zusammenfassung.pdf], von Thomas Fritz, ver.di, August 2014, zuletzt abgerufen am 01.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2012&lt;br /&gt;
||CETA and Nova Scotia: Who Pays for ‘Free’ Trade?&lt;br /&gt;
||Canadian Centre for Policy Alternatives&lt;br /&gt;
||Angela Giles et al.&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadians.org/sites/default/files/publications/CETA%20and%20Nova%20Scotia.pdf CETA and Nova Scotia: Who Pays for ‘Free’ Trade?], von Angela Giles et al., Canadian Centre for Policy Alternatives, Oktober 2012, abgerufen am 17.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||07/2012&lt;br /&gt;
||The CETA Deception: How the Harper government’s public relations campaign misrepresents the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement&lt;br /&gt;
||The Council of Canadians&lt;br /&gt;
||Stuart Trew&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.canadians.org/sites/default/files/publications/CETADeceptionreport-finalJuly2012.pdf The CETA Deception: How the Harper government’s public relations campaign misrepresents the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement], von Stuart Trew, Canadian Centre for Policy Alternatives, Juli 2012, abgerufen am 17.03.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10/2010&lt;br /&gt;
||Out of Equilibrium: The Impact of EU-Canada Free Trade on the Real Economy&lt;br /&gt;
||Canadian Centre for Policy Alternatives&lt;br /&gt;
||Jim Stanford&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.policyalternatives.ca/sites/default/files/uploads/publications/National%20Office/2010/10/Out_of_Equilibrium.pdf Out of Equilibrium: The Impact of EU-Canada Free Trade on the Real Economy], von Jim Stanford, Canadian Centre for Policy Alternatives, Oktober 2010, abgerufen am 03.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
/* Contra CETA */ &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||04/2010&lt;br /&gt;
||Negotiating from Weakness: Canada-EU trade treaty threatens Canadian purchasing policies and public services&lt;br /&gt;
||Canadian Centre for Policy Alternatives&lt;br /&gt;
||Scott Sinclair&lt;br /&gt;
||&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scott&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Informationen ==&lt;br /&gt;
* Making Sense of CETA – CETA lesen und verstehen. Analyse des EU-Kanada Freihandelsabkommens. Hrsg. v. PowerShift und CCPA u.a. Berlin, Ottawa. 2016 [https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Studie-CETA-Lesen-und-verstehen.pdf Download als PDF]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesetz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CETA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanada]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelspolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=39711</id>
		<title>Freshfields Bruckhaus Deringer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=39711"/>
		<updated>2017-03-30T12:44:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Weitere Freshfields-Projekte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Freshfields Bruckhaus Deringer LLP&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Jura&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Rechtsberatung und Unternehmensberatung&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = London&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Potsdamer Platz 1, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Bastion Tower, Place du Champ de Mars 5, Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.freshfields.de/ www.freshfields.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Freshfields Bruckhaus Deringer LLP''' (Kurzbezeichnung: '''Freshfields''' oder '''FBD''') ist eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit und einer der Vorreiter beim Einstieg von Anwaltskanzleien in das Lobbygeschäft in Deutschland. Die Kanzlei hat zudem in den letzten Jahren an wichtigen Gesetzen mitgeschrieben, insbesondere in der Finanzkrise. Diese Form des [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer Gesetzesoutsourcing]] wurde immer wieder kritisiert. Zugleich beriet Freshfields zahlreiche Banken, auch bei Anträgen für Mittel aus den Rettungspaketen. Freshfields ist auch bei internationalen Schiedsgerichtsverfahren im Rahmen von Freihandelsabkommen aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der Lobbyorganisation [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Partner der Lobbyorganisation [[True Sale International]]&lt;br /&gt;
* [[Alexander Schaub]] wurde Berater von Freshfiels ab dem 1. Feb­ru­ar 2007 in deren Brüsseler Büro. Er war bis Ju­ni 2006 Generaldirektor Binnenmarkt der [[EU-Kommission]], bevor er in den Ruhestand wechselte. Zuvor war er Generaldirektor Wettbewerb und bekleidete mehrere weitere Po­si­tionen bei der Kommission.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalmeldungen/Freshfields-gewinnt-Ex-Generaldirektor/1089 Freshfields gewinnt Ex-Generaldirektor] politik&amp;amp;kommunikation vom 19. Januar 2007, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005 wurde eine spezielle Abteilung für Public Affairs gegründet. Seit 2016 wird die Abteilung von David Issmer geleitet, der zuvor die Interessen des Freistaates Sachsen im Bereich Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Bund vertrat und als persönlicher Referent des Abgeordneten Carl-Ludwig Thiele im Bundestag gearbeitet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/David_Issmer_Head_of_Public_Affairs/?LangId=1031 Freshfields: David Issmer neuer Head of Public Affairs in Deutschland], Freshfields-Website, abgerufen am &lt;br /&gt;
30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im März 2017 bekam Ex-Finanzkommissar [[Jonathan Hill]] die Erlaubnis der EU-Kommission, zukünftig als Berater für Freshfields Bruckhaus Deringer zu fungieren. Nachdem er im Sommer 2016 nach dem Brexit seine Tätigkeiten niederlegte, muss er die Auflage erfüllen, die darauffolgenden 18 Monate Berührungspunkte mit seiner früheren Arbeit zu vermeiden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Finanzmarktstabilisierungsgesetz===&lt;br /&gt;
Freshfields spielte bei den deutschen Rettungsmaßnahmen in der Finanzkrise eine herausragende Rolle. Die Gesetzesentwürfe und die Verordnung zum [[Finanzmarktstabilisierungsgesetz]] (FMStG), das im Volksmund als „Rettungsschirm“ bekannt wurde, wurden vollständig von Freshfields-Anwälten ausgearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2009/02-25/036.php ''Kanzlei Freshfields schrieb die Gesetzesvorlage zur Hypo Real Estate.]- Ordentliche Enteignung und Insolvenz des maroden Finanzinstituts sollen verhindert werden, junge Welt am 25. Februar 2009, abgerufen am 21.07.2010. [[Report München]]: [http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-banken-wertpapiere-ID1239906872046.xml ''Rettungsschirm für Banken - Bürger gehen leer aus ''], 20. April 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz, das den Weg für eine Enteignung der HypoReal Estate freimachen soll, wurde „in nur wenigen Tagen Dauerarbeit“ geschmiedet und „die Ministerialbürokratien in Berlin haben dann den Gesetzesentwurf nach dem üblichen Procedere abgestimmt“ - so die Süddeutsche Zeitung vom 20.2.2009.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Feuer geschmiedet, SZ, 20.02.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der Verordnung, die die Ausführung des FMStG bestimmt, wurde auf Freshfields zurückgegriffen. Dies bestätigte die Bundesregierung in der Antwort auf eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin (FDP). In der Antwort heißt es,  die „Beratungstätigkeit von Freshfields Bruckhaus Deringer LLP erstreckte sich auf die juristische Prüfung von Einzelfragen und den Entwurf einzelner Formulierungsvorschläge. Die Prüfung und Revision des Verordnungsentwurfs erfolgte ausführlich im Ressortkreis.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610733.pdf  Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Oktober 2008 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Bundestags-Drucksache 16/10733 vom 31.10.2008, S.10F&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen schreibt der Focus: „Der Entwurf für den Verordnungstext ging am Freitagnachmittag von den Computern der Freshfields-Berater Alexander Glos und Gunnar Schuster ans Ministerium. Von dort schickten ihn Beamte ohne Änderung per Mail an Steinbrücks Kabinettskollegen sowie die Spitzen der Koalitionsfraktionen. Bis zur Verabschiedung am darauffolgenden Montagmorgen 8.30 Uhr im Kabinett wurde nur noch wenig geändert.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/rettungsfonds-keiner-weiss-es-genau_aid_343766.html Keiner weiß es genau], Focus, 27.10.2008, abgerufen am 27.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Danach ist es fraglich, ob das zuständige BMF den Verordnungsentwurf wirklich noch „ausführlich“ geprüfen hat - und etwa nicht die Arbeit am Entwurf komplett an Freshfields ausgelagert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Vergabe der Finanzhilfen wurde ebenfalls auf die Beratertätigkeit von Freshfields zurückgegriffen. Freshfields beriet den neu gegründeten [[Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung]] (SoFFin) bei einzelnen Vergabeentscheidungen, wie Recherchen in der Juristen-Datenbank www.juve.de zeigen. Da fast alle führenden Banken der Bundesrepublik zu den Mandanten von Freshfield gehören &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, bestand für die Kanzlei bei dieser Beratungstätigkeit ein Interessenskonflikt. Denn gleichzeitig beriet Freshfields auch die Antragsteller. So war die Kanzlei für den Fall der [[Commerzbank]] und der [[HSH Nordbank]] zuständig, welche 30 Mrd Euro Garantien und eine Absicherung von Ausgabe von HSH-Anleihen vom SoFFin erhielt und betreute den Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/deals/2009/02/mini-soffin-freshfields-begleitet-hsh-white-case-beraet-hamburg-und-schleswig-holstein “Mini-SoFFin”: Freshfields begleitet HSH, White &amp;amp; Case berät Hamburg und Schleswig-Holstein], Juve.de vom 15.01.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei der Absicherung der HSH-Anleihe übernahm für Freshfield die Kanzlei Linklaters die Beratung der SoFFin, die u.a. den Antragssteller HypoReal Estate schon zweimal erfolgreich vertreten hatte. Bei der Bearbeitung von zwei Commerzbank-Anträgen trat die Kanzlei Lovells als Berater der Bundesregierung bzw. des  BMF in Erscheinung, der SoFFin wurde einmal mehr durch Freshfields beraten. Ebenso bei der Vergabe von Bürgschaften in Höhe von 4 Mrd Euro an die [[Aareal Bank]]. Dies ist besonders brisant, da der Freshfields-Partner Gunnar Schuster, hier die [[SoFFin]] beratend, nach Informationen von JUVE in der Vergangenheit in mehreren Fällen für die Aareal Bank tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzlei erhielt für ihre Beratungstätigkeit zwischen Oktober 2008 und Oktober 2009 rund 5,5 Millionen Euro, wie eine Sprecherin der Finanzmarkt-Stabilisierungsanstalt (FMSA) mitteilte. Die FMSA selbst zahlte für die Beratungsleistung eine Million Euro an Freshfields. Die restlichen 4,5 Millionen zahlten der Sprecherin zufolge die Empfänger von SoFFin-Maßnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/beratung-bei-bankenrettung-kanzlei-kassierte-in-steinbrueck-aera-7-3-millionen-euro_aid_925376.html Kanzlei kassierte in Steinbrück-Ära 7,3 Millionen Euro] Focus vom 22.02.2013, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allein für die Beratung des Bundes bei der Rettung der Hypo Real Estate im Herbst 2008 erhielt Freshfields 766.503 Euro. Die Beratungstätigkeit für das Finanzministerium wurden nicht öffentlich ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten Zeitraum 2005-2009, der Amtszeit von [[Peer Steinbrück]] als Finanzminister, erhielt Freshfields rund 1,8 Millionen Euro Beraterhonorar vom Finanzministerium. Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass Steinbrück für ein Vortrag bei der Kanzlei 15.000 Euro erhielt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-12/steinbrueck-honorar-freshfields Finanzministerium zahlte Anwaltskanzlei 1,8 Millionen Euro] Die Zeit vom 18.12.2012, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Volker Wissing von der FDP sagte dazu: Angesichts solcher Summen wird es immer unglaubwürdiger, dass Herr Steinbrück mit den Beratungshonoraren nicht befasst war, wie er im Dezember [2012] erklären ließ&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wirkte Freshfields bei der Erarbeitung des am 29. Juni 2012 von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittelmehrheit gebilligten Gesetzes über den ''Europäischen Stabilitätsmechanismus'' maßgeblich mit. Laut einer Antwort der Bundesregierung, aus der Woche vom 18. Juni 2012, auf eine schriftliche Frage des CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler, hingehend der Einbeziehung Freshfields in die konzeptionelle Erarbeitung des ESM und der Umsetzungsgesetze in Deutschland, wirkte die Kanzlei folgendermaßen mit:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710050.pdf Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 18. Juni 2012 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/10050 vom 22. 06. 2012, abgerufen am 06.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Bundesregierung hatte externen Sachverstand in Form von Gutachten, Studien oder sonstigen Beratungsleistungen zu folgendem Aspekt des so genannten Gesamtpakets zur Sicherung der Finanzstabilität in der Eurozone von der Firma Freshfields Bruckhaus Deringer eingeholt: Europaweite Einführung von Klauseln in die allgemeinen Bedingungen für Staatsanleihen, die eine Änderung der vereinbarten Leistung sowie der Rechte und Pflichten des Schuldners und der Gläubiger (Anleihebedingungen) durch Mehrheitsentscheidungen ermöglicht.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundesregierung legt die dafür aufgewendeten Kosten nicht offen. Dies wird damit begründet, dass der „Gesetzgeber (...) die unbefugte Offenlegung eines Honorars als Betriebs- und Geschäftsgeheimnis mit § 203 Absatz 2 Nummer 1 des Strafgesetzbuchs für Amtsträger unter Strafe gestellt” hat. Es ist somit für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar wie viel Geld die Regierung für externe Beratungen durch private Anbieter, wie Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien, ausgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berliner Sparkassengesetz ===&lt;br /&gt;
Für den Berliner Senat arbeitete Freshfields das Sparkassengesetz von 2005 aus, das die weitgehende Privatisierung der Berliner Sparkasse ermöglichte. Nach einem Bericht von Report Mainz von 2006 war die Kanzlei zugleich über Berateraufträge dem [[Bundesverband deutscher Banken]] (BdB) und vielen Großbanken verbunden. Diese haben ein starkes Interesse an der Privatisierung der Sparkassen. Gegenüber Report Mainz verweigerte die Kanzlei damals ein Interview über mögliche Interessenkonflikte.&amp;lt;ref&amp;gt;Report Mainz vom 20. März 2006, nicht mehr online verfügbar&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement im Bereich Gentechnik ===&lt;br /&gt;
Die Kanzlei ist unter anderem sehr aktiv in Fragen der grünen Gentechnik, also gentechnisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel. Sie beriet die Saatgutfirma KWS und vertrat das Land Sachsen-Anhalt in einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Gentechnik-Gesetz der rot-grünen Bundesregierung. Sachsen-Anhalt wollte die Einschränkungen für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen zu Fall bringen. Nach dem Regierungswechsel 2005 arbeitete Freshfields einen Entwurf für ein Gentechnik-Gesetz aus. Für welchen Auftraggeber ist unbekannt. Die Kanzlei ist nicht bereit, über ihre Lobby-Aktivitäten zu sprechen. (Jazbinsek/Klein/Müller, S. 100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dietmar Jazbinsek, Ulrich Müller, Heidi Klein&amp;quot;&amp;gt;Jazbinsek, Dietmar/ Klein, Heidi/ Müller, Ulrich 2010: [https://www.lobbycontrol.de/lobbyplanet-berlin-reisefuhrer-durch-den-lobbydschungel/ LobbyPlanet Berlin].  Köln. S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgasskandal ===&lt;br /&gt;
Freshfields vertrat während des Abgasskandals die [[Volkswagen AG]] vor US-Gerichten bei Schadensersatzklagen und war zudem für VW und Tochterfirma Audi in beratender Funktion tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/VW_Vergleich_USA/?LangId=-1 Freshfields berät VW bei Vergleichsverhandlungen mit US-Behörden bezüglich Emissionen von Dieselmotoren] Freshfields-Website vom 13.01.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/abgas-skandal-staatsanwaelte-ermitteln-gegen-audi/19497216.html Staatsanwälte ermitteln gegen Audi] Handelsblatt vom 15.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Freshfields-Projekte ===&lt;br /&gt;
*Ausarbeitung des geheimen 17.000-Seiten-[[Toll Collect]]-Vertrags, der die Einrichtung des LKW-Mautsystems auf bundesdeutschen Autobahnen zum Inhalt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Finanzprodukt [[Cross Border Leasing]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29871/1.html Scheinenteignung] Interview Reinhard Jellen mit Werner Rügemer, telepolis am 9. März 2009, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausarbeitung der Rechtskonstruktion der [[ÖPP Deutschland AG]]&lt;br /&gt;
* Vertretung von REWE im Eilrechtsschutzverfahren gegen die Ministererlaubnis zur geplanten Übernahme von Kaiser’s Tengelmann durch EDEKA.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/REWE_OLG_DuesseldorfEil_MinErl/?LangId=-1 Übernahmepläne Edeka-Kaiser’s Tengelmann: Freshfields berät REWE bei erfolgreicher Beschwerde gegen Ministererlaubnis] Freshfields-Website vom 12.07.2016, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vertretung von [[RWE]] bei der Klage gegen den Atomausstieg vor dem Bundesverfassungsgericht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/RWE_Urteil/?LangId=-1 RWE obsiegt mit Freshfields vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Atomausstieg] Freshfields-Website vom 06.12.2016, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer beschäftigt nach eigenen Angaben 2.500 Anwälte in „27 bedeutenden Wirtschaftszentren der Welt“ und berät „internationale Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://freshfields.de/aboutus/ Über uns], Freshfields-Webseite, abgerufen am 28.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015/16 war Freshfields Bruckhaus Deringer nach Umsatz (367 Mio. Euro) die größte Kanzlei Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/rechtsmarkt/umsatzzahlen Kanzleiumsätze 2015/16], Website Juve, abgerufen am 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war man 2016 führender Rechtsberater bei Fusionen und Übernahmen in Europa, Großbritannien und Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/M_A_Markt_2016/?LangId=-1 M&amp;amp;A-Markt 2016: Freshfields erneut führender Berater bei Fusionen und Übernahmen], Freshfields-Website, abgerufen am 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer ist aus einer Reihe von Fusionen hervorgegangen, an denen die Londoner Kanzlei Freshfields und die deutschen Kanzleien Bruckhaus Kreifels Winkhaus &amp;amp; Lieberknecht, Westrick &amp;amp; Eckholt und Deringer &amp;amp; Segememund beteiligt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://community.beck.de/kanzleiprofile/freshfields-bruckhaus-deringer Freshfields Bruckhaus Deringer Beck Community], Website beck-community, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Mai 2008 hat Freshfields ihr Geschäft auf eine englische Limited Liability Parntership (LLP) übertragen, womit die Gesellschafter nur einer beschränkten persönlichen Haftung unterliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.de/aboutus/llp_conversion/ Umwandlung zur LLP], Website Freshfields, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*Weitere Informationen zum Thema [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer|Gesetzesoutsourcing]]&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist im freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU als Beratungsfirma eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=443913019286-78 EU-Lobbyregister], Stand: 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist als Mitgliedsorganisation unter dem Thinktank [[European Policy Centre]] (EPC) gelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=89632641000-47 Register der Interessenvertreter], Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 03.11.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anwaltskanzlei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=39709</id>
		<title>Freshfields Bruckhaus Deringer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=39709"/>
		<updated>2017-03-30T12:04:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Fallstudien und Kritik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Freshfields Bruckhaus Deringer LLP&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Jura&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Rechtsberatung und Unternehmensberatung&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = London&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Potsdamer Platz 1, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Bastion Tower, Place du Champ de Mars 5, Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.freshfields.de/ www.freshfields.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Freshfields Bruckhaus Deringer LLP''' (Kurzbezeichnung: '''Freshfields''' oder '''FBD''') ist eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit und einer der Vorreiter beim Einstieg von Anwaltskanzleien in das Lobbygeschäft in Deutschland. Die Kanzlei hat zudem in den letzten Jahren an wichtigen Gesetzen mitgeschrieben, insbesondere in der Finanzkrise. Diese Form des [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer Gesetzesoutsourcing]] wurde immer wieder kritisiert. Zugleich beriet Freshfields zahlreiche Banken, auch bei Anträgen für Mittel aus den Rettungspaketen. Freshfields ist auch bei internationalen Schiedsgerichtsverfahren im Rahmen von Freihandelsabkommen aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der Lobbyorganisation [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Partner der Lobbyorganisation [[True Sale International]]&lt;br /&gt;
* [[Alexander Schaub]] wurde Berater von Freshfiels ab dem 1. Feb­ru­ar 2007 in deren Brüsseler Büro. Er war bis Ju­ni 2006 Generaldirektor Binnenmarkt der [[EU-Kommission]], bevor er in den Ruhestand wechselte. Zuvor war er Generaldirektor Wettbewerb und bekleidete mehrere weitere Po­si­tionen bei der Kommission.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalmeldungen/Freshfields-gewinnt-Ex-Generaldirektor/1089 Freshfields gewinnt Ex-Generaldirektor] politik&amp;amp;kommunikation vom 19. Januar 2007, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005 wurde eine spezielle Abteilung für Public Affairs gegründet. Seit 2016 wird die Abteilung von David Issmer geleitet, der zuvor die Interessen des Freistaates Sachsen im Bereich Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Bund vertrat und als persönlicher Referent des Abgeordneten Carl-Ludwig Thiele im Bundestag gearbeitet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/David_Issmer_Head_of_Public_Affairs/?LangId=1031 Freshfields: David Issmer neuer Head of Public Affairs in Deutschland], Freshfields-Website, abgerufen am &lt;br /&gt;
30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im März 2017 bekam Ex-Finanzkommissar [[Jonathan Hill]] die Erlaubnis der EU-Kommission, zukünftig als Berater für Freshfields Bruckhaus Deringer zu fungieren. Nachdem er im Sommer 2016 nach dem Brexit seine Tätigkeiten niederlegte, muss er die Auflage erfüllen, die darauffolgenden 18 Monate Berührungspunkte mit seiner früheren Arbeit zu vermeiden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Finanzmarktstabilisierungsgesetz===&lt;br /&gt;
Freshfields spielte bei den deutschen Rettungsmaßnahmen in der Finanzkrise eine herausragende Rolle. Die Gesetzesentwürfe und die Verordnung zum [[Finanzmarktstabilisierungsgesetz]] (FMStG), das im Volksmund als „Rettungsschirm“ bekannt wurde, wurden vollständig von Freshfields-Anwälten ausgearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2009/02-25/036.php ''Kanzlei Freshfields schrieb die Gesetzesvorlage zur Hypo Real Estate.]- Ordentliche Enteignung und Insolvenz des maroden Finanzinstituts sollen verhindert werden, junge Welt am 25. Februar 2009, abgerufen am 21.07.2010. [[Report München]]: [http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-banken-wertpapiere-ID1239906872046.xml ''Rettungsschirm für Banken - Bürger gehen leer aus ''], 20. April 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz, das den Weg für eine Enteignung der HypoReal Estate freimachen soll, wurde „in nur wenigen Tagen Dauerarbeit“ geschmiedet und „die Ministerialbürokratien in Berlin haben dann den Gesetzesentwurf nach dem üblichen Procedere abgestimmt“ - so die Süddeutsche Zeitung vom 20.2.2009.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Feuer geschmiedet, SZ, 20.02.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der Verordnung, die die Ausführung des FMStG bestimmt, wurde auf Freshfields zurückgegriffen. Dies bestätigte die Bundesregierung in der Antwort auf eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin (FDP). In der Antwort heißt es,  die „Beratungstätigkeit von Freshfields Bruckhaus Deringer LLP erstreckte sich auf die juristische Prüfung von Einzelfragen und den Entwurf einzelner Formulierungsvorschläge. Die Prüfung und Revision des Verordnungsentwurfs erfolgte ausführlich im Ressortkreis.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610733.pdf  Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Oktober 2008 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Bundestags-Drucksache 16/10733 vom 31.10.2008, S.10F&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen schreibt der Focus: „Der Entwurf für den Verordnungstext ging am Freitagnachmittag von den Computern der Freshfields-Berater Alexander Glos und Gunnar Schuster ans Ministerium. Von dort schickten ihn Beamte ohne Änderung per Mail an Steinbrücks Kabinettskollegen sowie die Spitzen der Koalitionsfraktionen. Bis zur Verabschiedung am darauffolgenden Montagmorgen 8.30 Uhr im Kabinett wurde nur noch wenig geändert.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/rettungsfonds-keiner-weiss-es-genau_aid_343766.html Keiner weiß es genau], Focus, 27.10.2008, abgerufen am 27.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Danach ist es fraglich, ob das zuständige BMF den Verordnungsentwurf wirklich noch „ausführlich“ geprüfen hat - und etwa nicht die Arbeit am Entwurf komplett an Freshfields ausgelagert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Vergabe der Finanzhilfen wurde ebenfalls auf die Beratertätigkeit von Freshfields zurückgegriffen. Freshfields beriet den neu gegründeten [[Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung]] (SoFFin) bei einzelnen Vergabeentscheidungen, wie Recherchen in der Juristen-Datenbank www.juve.de zeigen. Da fast alle führenden Banken der Bundesrepublik zu den Mandanten von Freshfield gehören &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, bestand für die Kanzlei bei dieser Beratungstätigkeit ein Interessenskonflikt. Denn gleichzeitig beriet Freshfields auch die Antragsteller. So war die Kanzlei für den Fall der [[Commerzbank]] und der [[HSH Nordbank]] zuständig, welche 30 Mrd Euro Garantien und eine Absicherung von Ausgabe von HSH-Anleihen vom SoFFin erhielt und betreute den Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/deals/2009/02/mini-soffin-freshfields-begleitet-hsh-white-case-beraet-hamburg-und-schleswig-holstein “Mini-SoFFin”: Freshfields begleitet HSH, White &amp;amp; Case berät Hamburg und Schleswig-Holstein], Juve.de vom 15.01.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei der Absicherung der HSH-Anleihe übernahm für Freshfield die Kanzlei Linklaters die Beratung der SoFFin, die u.a. den Antragssteller HypoReal Estate schon zweimal erfolgreich vertreten hatte. Bei der Bearbeitung von zwei Commerzbank-Anträgen trat die Kanzlei Lovells als Berater der Bundesregierung bzw. des  BMF in Erscheinung, der SoFFin wurde einmal mehr durch Freshfields beraten. Ebenso bei der Vergabe von Bürgschaften in Höhe von 4 Mrd Euro an die [[Aareal Bank]]. Dies ist besonders brisant, da der Freshfields-Partner Gunnar Schuster, hier die [[SoFFin]] beratend, nach Informationen von JUVE in der Vergangenheit in mehreren Fällen für die Aareal Bank tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzlei erhielt für ihre Beratungstätigkeit zwischen Oktober 2008 und Oktober 2009 rund 5,5 Millionen Euro, wie eine Sprecherin der Finanzmarkt-Stabilisierungsanstalt (FMSA) mitteilte. Die FMSA selbst zahlte für die Beratungsleistung eine Million Euro an Freshfields. Die restlichen 4,5 Millionen zahlten der Sprecherin zufolge die Empfänger von SoFFin-Maßnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/beratung-bei-bankenrettung-kanzlei-kassierte-in-steinbrueck-aera-7-3-millionen-euro_aid_925376.html Kanzlei kassierte in Steinbrück-Ära 7,3 Millionen Euro] Focus vom 22.02.2013, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allein für die Beratung des Bundes bei der Rettung der Hypo Real Estate im Herbst 2008 erhielt Freshfields 766.503 Euro. Die Beratungstätigkeit für das Finanzministerium wurden nicht öffentlich ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten Zeitraum 2005-2009, der Amtszeit von [[Peer Steinbrück]] als Finanzminister, erhielt Freshfields rund 1,8 Millionen Euro Beraterhonorar vom Finanzministerium. Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass Steinbrück für ein Vortrag bei der Kanzlei 15.000 Euro erhielt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-12/steinbrueck-honorar-freshfields Finanzministerium zahlte Anwaltskanzlei 1,8 Millionen Euro] Die Zeit vom 18.12.2012, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Volker Wissing von der FDP sagte dazu: Angesichts solcher Summen wird es immer unglaubwürdiger, dass Herr Steinbrück mit den Beratungshonoraren nicht befasst war, wie er im Dezember [2012] erklären ließ&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wirkte Freshfields bei der Erarbeitung des am 29. Juni 2012 von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittelmehrheit gebilligten Gesetzes über den ''Europäischen Stabilitätsmechanismus'' maßgeblich mit. Laut einer Antwort der Bundesregierung, aus der Woche vom 18. Juni 2012, auf eine schriftliche Frage des CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler, hingehend der Einbeziehung Freshfields in die konzeptionelle Erarbeitung des ESM und der Umsetzungsgesetze in Deutschland, wirkte die Kanzlei folgendermaßen mit:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710050.pdf Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 18. Juni 2012 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/10050 vom 22. 06. 2012, abgerufen am 06.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Bundesregierung hatte externen Sachverstand in Form von Gutachten, Studien oder sonstigen Beratungsleistungen zu folgendem Aspekt des so genannten Gesamtpakets zur Sicherung der Finanzstabilität in der Eurozone von der Firma Freshfields Bruckhaus Deringer eingeholt: Europaweite Einführung von Klauseln in die allgemeinen Bedingungen für Staatsanleihen, die eine Änderung der vereinbarten Leistung sowie der Rechte und Pflichten des Schuldners und der Gläubiger (Anleihebedingungen) durch Mehrheitsentscheidungen ermöglicht.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundesregierung legt die dafür aufgewendeten Kosten nicht offen. Dies wird damit begründet, dass der „Gesetzgeber (...) die unbefugte Offenlegung eines Honorars als Betriebs- und Geschäftsgeheimnis mit § 203 Absatz 2 Nummer 1 des Strafgesetzbuchs für Amtsträger unter Strafe gestellt” hat. Es ist somit für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar wie viel Geld die Regierung für externe Beratungen durch private Anbieter, wie Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien, ausgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berliner Sparkassengesetz ===&lt;br /&gt;
Für den Berliner Senat arbeitete Freshfields das Sparkassengesetz von 2005 aus, das die weitgehende Privatisierung der Berliner Sparkasse ermöglichte. Nach einem Bericht von Report Mainz von 2006 war die Kanzlei zugleich über Berateraufträge dem [[Bundesverband deutscher Banken]] (BdB) und vielen Großbanken verbunden. Diese haben ein starkes Interesse an der Privatisierung der Sparkassen. Gegenüber Report Mainz verweigerte die Kanzlei damals ein Interview über mögliche Interessenkonflikte.&amp;lt;ref&amp;gt;Report Mainz vom 20. März 2006, nicht mehr online verfügbar&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement im Bereich Gentechnik ===&lt;br /&gt;
Die Kanzlei ist unter anderem sehr aktiv in Fragen der grünen Gentechnik, also gentechnisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel. Sie beriet die Saatgutfirma KWS und vertrat das Land Sachsen-Anhalt in einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Gentechnik-Gesetz der rot-grünen Bundesregierung. Sachsen-Anhalt wollte die Einschränkungen für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen zu Fall bringen. Nach dem Regierungswechsel 2005 arbeitete Freshfields einen Entwurf für ein Gentechnik-Gesetz aus. Für welchen Auftraggeber ist unbekannt. Die Kanzlei ist nicht bereit, über ihre Lobby-Aktivitäten zu sprechen. (Jazbinsek/Klein/Müller, S. 100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dietmar Jazbinsek, Ulrich Müller, Heidi Klein&amp;quot;&amp;gt;Jazbinsek, Dietmar/ Klein, Heidi/ Müller, Ulrich 2010: [https://www.lobbycontrol.de/lobbyplanet-berlin-reisefuhrer-durch-den-lobbydschungel/ LobbyPlanet Berlin].  Köln. S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgasskandal ===&lt;br /&gt;
Freshfields vertrat während des Abgasskandals die [[Volkswagen AG]] vor US-Gerichten bei Schadensersatzklagen und war zudem für VW und Tochterfirma Audi in beratender Funktion tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/VW_Vergleich_USA/?LangId=-1 Freshfields berät VW bei Vergleichsverhandlungen mit US-Behörden bezüglich Emissionen von Dieselmotoren] Freshfields-Website vom 13.01.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/abgas-skandal-staatsanwaelte-ermitteln-gegen-audi/19497216.html Staatsanwälte ermitteln gegen Audi] Handelsblatt vom 15.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Freshfields-Projekte ===&lt;br /&gt;
*Ausarbeitung des geheimen 17.000-Seiten-[[Toll Collect]]-Vertrags, der die Einrichtung des LKW-Mautsystems auf bundesdeutschen Autobahnen zum Inhalt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Finanzprodukt [[Cross Border Leasing]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29871/1.html Scheinenteignung] Interview Reinhard Jellen mit Werner Rügemer, telepolis am 9. März 2009, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausarbeitung der Rechtskonstruktion der [[ÖPP Deutschland AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer beschäftigt nach eigenen Angaben 2.500 Anwälte in „27 bedeutenden Wirtschaftszentren der Welt“ und berät „internationale Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://freshfields.de/aboutus/ Über uns], Freshfields-Webseite, abgerufen am 28.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015/16 war Freshfields Bruckhaus Deringer nach Umsatz (367 Mio. Euro) die größte Kanzlei Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/rechtsmarkt/umsatzzahlen Kanzleiumsätze 2015/16], Website Juve, abgerufen am 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war man 2016 führender Rechtsberater bei Fusionen und Übernahmen in Europa, Großbritannien und Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/M_A_Markt_2016/?LangId=-1 M&amp;amp;A-Markt 2016: Freshfields erneut führender Berater bei Fusionen und Übernahmen], Freshfields-Website, abgerufen am 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer ist aus einer Reihe von Fusionen hervorgegangen, an denen die Londoner Kanzlei Freshfields und die deutschen Kanzleien Bruckhaus Kreifels Winkhaus &amp;amp; Lieberknecht, Westrick &amp;amp; Eckholt und Deringer &amp;amp; Segememund beteiligt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://community.beck.de/kanzleiprofile/freshfields-bruckhaus-deringer Freshfields Bruckhaus Deringer Beck Community], Website beck-community, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Mai 2008 hat Freshfields ihr Geschäft auf eine englische Limited Liability Parntership (LLP) übertragen, womit die Gesellschafter nur einer beschränkten persönlichen Haftung unterliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.de/aboutus/llp_conversion/ Umwandlung zur LLP], Website Freshfields, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*Weitere Informationen zum Thema [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer|Gesetzesoutsourcing]]&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist im freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU als Beratungsfirma eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=443913019286-78 EU-Lobbyregister], Stand: 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist als Mitgliedsorganisation unter dem Thinktank [[European Policy Centre]] (EPC) gelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=89632641000-47 Register der Interessenvertreter], Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 03.11.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anwaltskanzlei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=39708</id>
		<title>Freshfields Bruckhaus Deringer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=39708"/>
		<updated>2017-03-30T10:19:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Lobbyarbeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Freshfields Bruckhaus Deringer LLP&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Jura&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Rechtsberatung und Unternehmensberatung&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = London&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Potsdamer Platz 1, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Bastion Tower, Place du Champ de Mars 5, Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.freshfields.de/ www.freshfields.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Freshfields Bruckhaus Deringer LLP''' (Kurzbezeichnung: '''Freshfields''' oder '''FBD''') ist eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit und einer der Vorreiter beim Einstieg von Anwaltskanzleien in das Lobbygeschäft in Deutschland. Die Kanzlei hat zudem in den letzten Jahren an wichtigen Gesetzen mitgeschrieben, insbesondere in der Finanzkrise. Diese Form des [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer Gesetzesoutsourcing]] wurde immer wieder kritisiert. Zugleich beriet Freshfields zahlreiche Banken, auch bei Anträgen für Mittel aus den Rettungspaketen. Freshfields ist auch bei internationalen Schiedsgerichtsverfahren im Rahmen von Freihandelsabkommen aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der Lobbyorganisation [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Partner der Lobbyorganisation [[True Sale International]]&lt;br /&gt;
* [[Alexander Schaub]] wurde Berater von Freshfiels ab dem 1. Feb­ru­ar 2007 in deren Brüsseler Büro. Er war bis Ju­ni 2006 Generaldirektor Binnenmarkt der [[EU-Kommission]], bevor er in den Ruhestand wechselte. Zuvor war er Generaldirektor Wettbewerb und bekleidete mehrere weitere Po­si­tionen bei der Kommission.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalmeldungen/Freshfields-gewinnt-Ex-Generaldirektor/1089 Freshfields gewinnt Ex-Generaldirektor] politik&amp;amp;kommunikation vom 19. Januar 2007, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005 wurde eine spezielle Abteilung für Public Affairs gegründet. Seit 2016 wird die Abteilung von David Issmer geleitet, der zuvor die Interessen des Freistaates Sachsen im Bereich Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Bund vertrat und als persönlicher Referent des Abgeordneten Carl-Ludwig Thiele im Bundestag gearbeitet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/David_Issmer_Head_of_Public_Affairs/?LangId=1031 Freshfields: David Issmer neuer Head of Public Affairs in Deutschland], Freshfields-Website, abgerufen am &lt;br /&gt;
30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im März 2017 bekam Ex-Finanzkommissar [[Jonathan Hill]] die Erlaubnis der EU-Kommission, zukünftig als Berater für Freshfields Bruckhaus Deringer zu fungieren. Nachdem er im Sommer 2016 nach dem Brexit seine Tätigkeiten niederlegte, muss er die Auflage erfüllen, die darauffolgenden 18 Monate Berührungspunkte mit seiner früheren Arbeit zu vermeiden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Finanzmarktstabilisierungsgesetz===&lt;br /&gt;
Freshfields spielte bei den deutschen Rettungsmaßnahmen in der Finanzkrise eine herausragende Rolle. Die Gesetzesentwürfe und die Verordnung zum [[Finanzmarktstabilisierungsgesetz]] (FMStG), das im Volksmund als „Rettungsschirm“ bekannt wurde, wurden vollständig von Freshfields-Anwälten ausgearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2009/02-25/036.php ''Kanzlei Freshfields schrieb die Gesetzesvorlage zur Hypo Real Estate.]- Ordentliche Enteignung und Insolvenz des maroden Finanzinstituts sollen verhindert werden, junge Welt am 25. Februar 2009, abgerufen am 21.07.2010. [[Report München]]: [http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-banken-wertpapiere-ID1239906872046.xml ''Rettungsschirm für Banken - Bürger gehen leer aus ''], 20. April 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz, das den Weg für eine Enteignung der HypoReal Estate freimachen soll, wurde „in nur wenigen Tagen Dauerarbeit“ geschmiedet und „die Ministerialbürokratien in Berlin haben dann den Gesetzesentwurf nach dem üblichen Procedere abgestimmt“ - so die Süddeutsche Zeitung vom 20.2.2009.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Feuer geschmiedet, SZ, 20.02.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der Verordnung, die die Ausführung des FMStG bestimmt, wurde auf Freshfields zurückgegriffen. Dies bestätigte die Bundesregierung in der Antwort auf eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin (FDP). In der Antwort heißt es,  die „Beratungstätigkeit von Freshfields Bruckhaus Deringer LLP erstreckte sich auf die juristische Prüfung von Einzelfragen und den Entwurf einzelner Formulierungsvorschläge. Die Prüfung und Revision des Verordnungsentwurfs erfolgte ausführlich im Ressortkreis.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610733.pdf  Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Oktober 2008 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Bundestags-Drucksache 16/10733 vom 31.10.2008, S.10F&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen schreibt der Focus: „Der Entwurf für den Verordnungstext ging am Freitagnachmittag von den Computern der Freshfields-Berater Alexander Glos und Gunnar Schuster ans Ministerium. Von dort schickten ihn Beamte ohne Änderung per Mail an Steinbrücks Kabinettskollegen sowie die Spitzen der Koalitionsfraktionen. Bis zur Verabschiedung am darauffolgenden Montagmorgen 8.30 Uhr im Kabinett wurde nur noch wenig geändert.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/rettungsfonds-keiner-weiss-es-genau_aid_343766.html Keiner weiß es genau], Focus, 27.10.2008, abgerufen am 27.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Danach ist es fraglich, ob das zuständige BMF den Verordnungsentwurf wirklich noch „ausführlich“ geprüfen hat - und etwa nicht die Arbeit am Entwurf komplett an Freshfields ausgelagert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Vergabe der Finanzhilfen wurde ebenfalls auf die Beratertätigkeit von Freshfields zurückgegriffen. Freshfields beriet den neu gegründeten [[Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung]] (SoFFin) bei einzelnen Vergabeentscheidungen, wie Recherchen in der Juristen-Datenbank www.juve.de zeigen. Da fast alle führenden Banken der Bundesrepublik zu den Mandanten von Freshfield gehören &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, bestand für die Kanzlei bei dieser Beratungstätigkeit ein Interessenskonflikt. Denn gleichzeitig beriet Freshfields auch die Antragsteller. So war die Kanzlei für den Fall der [[Commerzbank]] und der [[HSH Nordbank]] zuständig, welche 30 Mrd Euro Garantien und eine Absicherung von Ausgabe von HSH-Anleihen vom SoFFin erhielt und betreute den Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/deals/2009/02/mini-soffin-freshfields-begleitet-hsh-white-case-beraet-hamburg-und-schleswig-holstein “Mini-SoFFin”: Freshfields begleitet HSH, White &amp;amp; Case berät Hamburg und Schleswig-Holstein], Juve.de vom 15.01.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei der Absicherung der HSH-Anleihe übernahm für Freshfield die Kanzlei Linklaters die Beratung der SoFFin, die u.a. den Antragssteller HypoReal Estate schon zweimal erfolgreich vertreten hatte. Bei der Bearbeitung von zwei Commerzbank-Anträgen trat die Kanzlei Lovells als Berater der Bundesregierung bzw. des  BMF in Erscheinung, der SoFFin wurde einmal mehr durch Freshfields beraten. Ebenso bei der Vergabe von Bürgschaften in Höhe von 4 Mrd Euro an die [[Aareal Bank]]. Dies ist besonders brisant, da der Freshfields-Partner Gunnar Schuster, hier die [[SoFFin]] beratend, nach Informationen von JUVE in der Vergangenheit in mehreren Fällen für die Aareal Bank tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzlei erhielt für ihre Beratungstätigkeit zwischen Oktober 2008 und Oktober 2009 rund 5,5 Millionen Euro, wie eine Sprecherin der Finanzmarkt-Stabilisierungsanstalt (FMSA) mitteilte. Die FMSA selbst zahlte für die Beratungsleistung eine Million Euro an Freshfields. Die restlichen 4,5 Millionen zahlten der Sprecherin zufolge die Empfänger von SoFFin-Maßnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/beratung-bei-bankenrettung-kanzlei-kassierte-in-steinbrueck-aera-7-3-millionen-euro_aid_925376.html Kanzlei kassierte in Steinbrück-Ära 7,3 Millionen Euro] Focus vom 22.02.2013, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allein für die Beratung des Bundes bei der Rettung der Hypo Real Estate im Herbst 2008 erhielt Freshfields 766.503 Euro. Die Beratungstätigkeit für das Finanzministerium wurden nicht öffentlich ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten Zeitraum 2005-2009, der Amtszeit von [[Peer Steinbrück]] als Finanzminister, erhielt Freshfields rund 1,8 Millionen Euro Beraterhonorar vom Finanzministerium. Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass Steinbrück für ein Vortrag bei der Kanzlei 15.000 Euro erhielt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-12/steinbrueck-honorar-freshfields Finanzministerium zahlte Anwaltskanzlei 1,8 Millionen Euro] Die Zeit vom 18.12.2012, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Volker Wissing von der FDP sagte dazu: Angesichts solcher Summen wird es immer unglaubwürdiger, dass Herr Steinbrück mit den Beratungshonoraren nicht befasst war, wie er im Dezember [2012] erklären ließ&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wirkte Freshfields bei der Erarbeitung des am 29. Juni 2012 von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittelmehrheit gebilligten Gesetzes über den ''Europäischen Stabilitätsmechanismus'' maßgeblich mit. Laut einer Antwort der Bundesregierung, aus der Woche vom 18. Juni 2012, auf eine schriftliche Frage des CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler, hingehend der Einbeziehung Freshfields in die konzeptionelle Erarbeitung des ESM und der Umsetzungsgesetze in Deutschland, wirkte die Kanzlei folgendermaßen mit:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710050.pdf Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 18. Juni 2012 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/10050 vom 22. 06. 2012, abgerufen am 06.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Bundesregierung hatte externen Sachverstand in Form von Gutachten, Studien oder sonstigen Beratungsleistungen zu folgendem Aspekt des so genannten Gesamtpakets zur Sicherung der Finanzstabilität in der Eurozone von der Firma Freshfields Bruckhaus Deringer eingeholt: Europaweite Einführung von Klauseln in die allgemeinen Bedingungen für Staatsanleihen, die eine Änderung der vereinbarten Leistung sowie der Rechte und Pflichten des Schuldners und der Gläubiger (Anleihebedingungen) durch Mehrheitsentscheidungen ermöglicht.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundesregierung legt die dafür aufgewendeten Kosten nicht offen. Dies wird damit begründet, dass der „Gesetzgeber (...) die unbefugte Offenlegung eines Honorars als Betriebs- und Geschäftsgeheimnis mit § 203 Absatz 2 Nummer 1 des Strafgesetzbuchs für Amtsträger unter Strafe gestellt” hat. Es ist somit für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar wie viel Geld die Regierung für externe Beratungen durch private Anbieter, wie Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien, ausgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berliner Sparkassengesetz ===&lt;br /&gt;
Für den Berliner Senat arbeitete Freshfields das Sparkassengesetz von 2005 aus, das die weitgehende Privatisierung der Berliner Sparkasse ermöglichte. Nach einem Bericht von Report Mainz von 2006 war die Kanzlei zugleich über Berateraufträge dem [[Bundesverband deutscher Banken]] (BdB) und vielen Großbanken verbunden. Diese haben ein starkes Interesse an der Privatisierung der Sparkassen. Gegenüber Report Mainz verweigerte die Kanzlei damals ein Interview über mögliche Interessenkonflikte.&amp;lt;ref&amp;gt;Report Mainz vom 20. März 2006, nicht mehr online verfügbar&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement im Bereich Gentechnik ===&lt;br /&gt;
Die Kanzlei ist unter anderem sehr aktiv in Fragen der grünen Gentechnik, also gentechnisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel. Sie beriet die Saatgutfirma KWS und vertrat das Land Sachsen-Anhalt in einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Gentechnik-Gesetz der rot-grünen Bundesregierung. Sachsen-Anhalt wollte die Einschränkungen für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen zu Fall bringen. Nach dem Regierungswechsel 2005 arbeitete Freshfields einen Entwurf für ein Gentechnik-Gesetz aus. Für welchen Auftraggeber ist unbekannt. Die Kanzlei ist nicht bereit, über ihre Lobby-Aktivitäten zu sprechen. (Jazbinsek/Klein/Müller, S. 100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dietmar Jazbinsek, Ulrich Müller, Heidi Klein&amp;quot;&amp;gt;Jazbinsek, Dietmar/ Klein, Heidi/ Müller, Ulrich 2010: [https://www.lobbycontrol.de/lobbyplanet-berlin-reisefuhrer-durch-den-lobbydschungel/ LobbyPlanet Berlin].  Köln. S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Freshfields-Projekte ===&lt;br /&gt;
*Ausarbeitung des geheimen 17.000-Seiten-[[Toll Collect]]-Vertrags, der die Einrichtung des LKW-Mautsystems auf bundesdeutschen Autobahnen zum Inhalt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Finanzprodukt [[Cross Border Leasing]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29871/1.html Scheinenteignung] Interview Reinhard Jellen mit Werner Rügemer, telepolis am 9. März 2009, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausarbeitung der Rechtskonstruktion der [[ÖPP Deutschland AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer beschäftigt nach eigenen Angaben 2.500 Anwälte in „27 bedeutenden Wirtschaftszentren der Welt“ und berät „internationale Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://freshfields.de/aboutus/ Über uns], Freshfields-Webseite, abgerufen am 28.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015/16 war Freshfields Bruckhaus Deringer nach Umsatz (367 Mio. Euro) die größte Kanzlei Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/rechtsmarkt/umsatzzahlen Kanzleiumsätze 2015/16], Website Juve, abgerufen am 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war man 2016 führender Rechtsberater bei Fusionen und Übernahmen in Europa, Großbritannien und Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/M_A_Markt_2016/?LangId=-1 M&amp;amp;A-Markt 2016: Freshfields erneut führender Berater bei Fusionen und Übernahmen], Freshfields-Website, abgerufen am 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer ist aus einer Reihe von Fusionen hervorgegangen, an denen die Londoner Kanzlei Freshfields und die deutschen Kanzleien Bruckhaus Kreifels Winkhaus &amp;amp; Lieberknecht, Westrick &amp;amp; Eckholt und Deringer &amp;amp; Segememund beteiligt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://community.beck.de/kanzleiprofile/freshfields-bruckhaus-deringer Freshfields Bruckhaus Deringer Beck Community], Website beck-community, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Mai 2008 hat Freshfields ihr Geschäft auf eine englische Limited Liability Parntership (LLP) übertragen, womit die Gesellschafter nur einer beschränkten persönlichen Haftung unterliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.de/aboutus/llp_conversion/ Umwandlung zur LLP], Website Freshfields, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*Weitere Informationen zum Thema [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer|Gesetzesoutsourcing]]&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist im freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU als Beratungsfirma eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=443913019286-78 EU-Lobbyregister], Stand: 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist als Mitgliedsorganisation unter dem Thinktank [[European Policy Centre]] (EPC) gelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=89632641000-47 Register der Interessenvertreter], Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 03.11.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anwaltskanzlei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=39707</id>
		<title>Freshfields Bruckhaus Deringer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=39707"/>
		<updated>2017-03-30T10:18:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Lobbyarbeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Freshfields Bruckhaus Deringer LLP&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Jura&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Rechtsberatung und Unternehmensberatung&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = London&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Potsdamer Platz 1, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Bastion Tower, Place du Champ de Mars 5, Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.freshfields.de/ www.freshfields.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Freshfields Bruckhaus Deringer LLP''' (Kurzbezeichnung: '''Freshfields''' oder '''FBD''') ist eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit und einer der Vorreiter beim Einstieg von Anwaltskanzleien in das Lobbygeschäft in Deutschland. Die Kanzlei hat zudem in den letzten Jahren an wichtigen Gesetzen mitgeschrieben, insbesondere in der Finanzkrise. Diese Form des [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer Gesetzesoutsourcing]] wurde immer wieder kritisiert. Zugleich beriet Freshfields zahlreiche Banken, auch bei Anträgen für Mittel aus den Rettungspaketen. Freshfields ist auch bei internationalen Schiedsgerichtsverfahren im Rahmen von Freihandelsabkommen aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der Lobbyorganisation [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Partner der Lobbyorganisation [[True Sale International]]&lt;br /&gt;
* [[Alexander Schaub]] wurde Berater von Freshfiels ab dem 1. Feb­ru­ar 2007 in deren Brüsseler Büro. Er war bis Ju­ni 2006 Generaldirektor Binnenmarkt der [[EU-Kommission]], bevor er in den Ruhestand wechselte. Zuvor war er Generaldirektor Wettbewerb und bekleidete mehrere weitere Po­si­tionen bei der Kommission.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalmeldungen/Freshfields-gewinnt-Ex-Generaldirektor/1089 Freshfields gewinnt Ex-Generaldirektor] politik&amp;amp;kommunikation vom 19. Januar 2007, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005 wurde eine spezielle Abteilung für Public Affairs gegründet. Seit 2016 wird die Abteilung von David Issmer geleitet, der zuvor die Interessen des Freistaates Sachsen im Bereich Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Bund vertrat und als persönlicher Referent des Abgeordneten Carl-Ludwig Thiele im Bundestag gearbeitet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/David_Issmer_Head_of_Public_Affairs/?LangId=1031 Freshfields: David Issmer neuer Head of Public Affairs in Deutschland], Freshfields-Webseite, abgerufen am &lt;br /&gt;
30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im März 2017 bekam Ex-Finanzkommissar [[Jonathan Hill]] die Erlaubnis der EU-Kommission, zukünftig als Berater für Freshfields Bruckhaus Deringer zu fungieren. Nachdem er im Sommer 2016 nach dem Brexit seine Tätigkeiten niederlegte, muss er die Auflage erfüllen, die darauffolgenden 18 Monate Berührungspunkte mit seiner früheren Arbeit zu vermeiden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Finanzmarktstabilisierungsgesetz===&lt;br /&gt;
Freshfields spielte bei den deutschen Rettungsmaßnahmen in der Finanzkrise eine herausragende Rolle. Die Gesetzesentwürfe und die Verordnung zum [[Finanzmarktstabilisierungsgesetz]] (FMStG), das im Volksmund als „Rettungsschirm“ bekannt wurde, wurden vollständig von Freshfields-Anwälten ausgearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2009/02-25/036.php ''Kanzlei Freshfields schrieb die Gesetzesvorlage zur Hypo Real Estate.]- Ordentliche Enteignung und Insolvenz des maroden Finanzinstituts sollen verhindert werden, junge Welt am 25. Februar 2009, abgerufen am 21.07.2010. [[Report München]]: [http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-banken-wertpapiere-ID1239906872046.xml ''Rettungsschirm für Banken - Bürger gehen leer aus ''], 20. April 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz, das den Weg für eine Enteignung der HypoReal Estate freimachen soll, wurde „in nur wenigen Tagen Dauerarbeit“ geschmiedet und „die Ministerialbürokratien in Berlin haben dann den Gesetzesentwurf nach dem üblichen Procedere abgestimmt“ - so die Süddeutsche Zeitung vom 20.2.2009.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Feuer geschmiedet, SZ, 20.02.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der Verordnung, die die Ausführung des FMStG bestimmt, wurde auf Freshfields zurückgegriffen. Dies bestätigte die Bundesregierung in der Antwort auf eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin (FDP). In der Antwort heißt es,  die „Beratungstätigkeit von Freshfields Bruckhaus Deringer LLP erstreckte sich auf die juristische Prüfung von Einzelfragen und den Entwurf einzelner Formulierungsvorschläge. Die Prüfung und Revision des Verordnungsentwurfs erfolgte ausführlich im Ressortkreis.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610733.pdf  Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Oktober 2008 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Bundestags-Drucksache 16/10733 vom 31.10.2008, S.10F&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen schreibt der Focus: „Der Entwurf für den Verordnungstext ging am Freitagnachmittag von den Computern der Freshfields-Berater Alexander Glos und Gunnar Schuster ans Ministerium. Von dort schickten ihn Beamte ohne Änderung per Mail an Steinbrücks Kabinettskollegen sowie die Spitzen der Koalitionsfraktionen. Bis zur Verabschiedung am darauffolgenden Montagmorgen 8.30 Uhr im Kabinett wurde nur noch wenig geändert.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/rettungsfonds-keiner-weiss-es-genau_aid_343766.html Keiner weiß es genau], Focus, 27.10.2008, abgerufen am 27.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Danach ist es fraglich, ob das zuständige BMF den Verordnungsentwurf wirklich noch „ausführlich“ geprüfen hat - und etwa nicht die Arbeit am Entwurf komplett an Freshfields ausgelagert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Vergabe der Finanzhilfen wurde ebenfalls auf die Beratertätigkeit von Freshfields zurückgegriffen. Freshfields beriet den neu gegründeten [[Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung]] (SoFFin) bei einzelnen Vergabeentscheidungen, wie Recherchen in der Juristen-Datenbank www.juve.de zeigen. Da fast alle führenden Banken der Bundesrepublik zu den Mandanten von Freshfield gehören &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, bestand für die Kanzlei bei dieser Beratungstätigkeit ein Interessenskonflikt. Denn gleichzeitig beriet Freshfields auch die Antragsteller. So war die Kanzlei für den Fall der [[Commerzbank]] und der [[HSH Nordbank]] zuständig, welche 30 Mrd Euro Garantien und eine Absicherung von Ausgabe von HSH-Anleihen vom SoFFin erhielt und betreute den Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/deals/2009/02/mini-soffin-freshfields-begleitet-hsh-white-case-beraet-hamburg-und-schleswig-holstein “Mini-SoFFin”: Freshfields begleitet HSH, White &amp;amp; Case berät Hamburg und Schleswig-Holstein], Juve.de vom 15.01.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei der Absicherung der HSH-Anleihe übernahm für Freshfield die Kanzlei Linklaters die Beratung der SoFFin, die u.a. den Antragssteller HypoReal Estate schon zweimal erfolgreich vertreten hatte. Bei der Bearbeitung von zwei Commerzbank-Anträgen trat die Kanzlei Lovells als Berater der Bundesregierung bzw. des  BMF in Erscheinung, der SoFFin wurde einmal mehr durch Freshfields beraten. Ebenso bei der Vergabe von Bürgschaften in Höhe von 4 Mrd Euro an die [[Aareal Bank]]. Dies ist besonders brisant, da der Freshfields-Partner Gunnar Schuster, hier die [[SoFFin]] beratend, nach Informationen von JUVE in der Vergangenheit in mehreren Fällen für die Aareal Bank tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzlei erhielt für ihre Beratungstätigkeit zwischen Oktober 2008 und Oktober 2009 rund 5,5 Millionen Euro, wie eine Sprecherin der Finanzmarkt-Stabilisierungsanstalt (FMSA) mitteilte. Die FMSA selbst zahlte für die Beratungsleistung eine Million Euro an Freshfields. Die restlichen 4,5 Millionen zahlten der Sprecherin zufolge die Empfänger von SoFFin-Maßnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/beratung-bei-bankenrettung-kanzlei-kassierte-in-steinbrueck-aera-7-3-millionen-euro_aid_925376.html Kanzlei kassierte in Steinbrück-Ära 7,3 Millionen Euro] Focus vom 22.02.2013, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allein für die Beratung des Bundes bei der Rettung der Hypo Real Estate im Herbst 2008 erhielt Freshfields 766.503 Euro. Die Beratungstätigkeit für das Finanzministerium wurden nicht öffentlich ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten Zeitraum 2005-2009, der Amtszeit von [[Peer Steinbrück]] als Finanzminister, erhielt Freshfields rund 1,8 Millionen Euro Beraterhonorar vom Finanzministerium. Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass Steinbrück für ein Vortrag bei der Kanzlei 15.000 Euro erhielt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-12/steinbrueck-honorar-freshfields Finanzministerium zahlte Anwaltskanzlei 1,8 Millionen Euro] Die Zeit vom 18.12.2012, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Volker Wissing von der FDP sagte dazu: Angesichts solcher Summen wird es immer unglaubwürdiger, dass Herr Steinbrück mit den Beratungshonoraren nicht befasst war, wie er im Dezember [2012] erklären ließ&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wirkte Freshfields bei der Erarbeitung des am 29. Juni 2012 von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittelmehrheit gebilligten Gesetzes über den ''Europäischen Stabilitätsmechanismus'' maßgeblich mit. Laut einer Antwort der Bundesregierung, aus der Woche vom 18. Juni 2012, auf eine schriftliche Frage des CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler, hingehend der Einbeziehung Freshfields in die konzeptionelle Erarbeitung des ESM und der Umsetzungsgesetze in Deutschland, wirkte die Kanzlei folgendermaßen mit:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710050.pdf Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 18. Juni 2012 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/10050 vom 22. 06. 2012, abgerufen am 06.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Bundesregierung hatte externen Sachverstand in Form von Gutachten, Studien oder sonstigen Beratungsleistungen zu folgendem Aspekt des so genannten Gesamtpakets zur Sicherung der Finanzstabilität in der Eurozone von der Firma Freshfields Bruckhaus Deringer eingeholt: Europaweite Einführung von Klauseln in die allgemeinen Bedingungen für Staatsanleihen, die eine Änderung der vereinbarten Leistung sowie der Rechte und Pflichten des Schuldners und der Gläubiger (Anleihebedingungen) durch Mehrheitsentscheidungen ermöglicht.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundesregierung legt die dafür aufgewendeten Kosten nicht offen. Dies wird damit begründet, dass der „Gesetzgeber (...) die unbefugte Offenlegung eines Honorars als Betriebs- und Geschäftsgeheimnis mit § 203 Absatz 2 Nummer 1 des Strafgesetzbuchs für Amtsträger unter Strafe gestellt” hat. Es ist somit für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar wie viel Geld die Regierung für externe Beratungen durch private Anbieter, wie Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien, ausgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berliner Sparkassengesetz ===&lt;br /&gt;
Für den Berliner Senat arbeitete Freshfields das Sparkassengesetz von 2005 aus, das die weitgehende Privatisierung der Berliner Sparkasse ermöglichte. Nach einem Bericht von Report Mainz von 2006 war die Kanzlei zugleich über Berateraufträge dem [[Bundesverband deutscher Banken]] (BdB) und vielen Großbanken verbunden. Diese haben ein starkes Interesse an der Privatisierung der Sparkassen. Gegenüber Report Mainz verweigerte die Kanzlei damals ein Interview über mögliche Interessenkonflikte.&amp;lt;ref&amp;gt;Report Mainz vom 20. März 2006, nicht mehr online verfügbar&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement im Bereich Gentechnik ===&lt;br /&gt;
Die Kanzlei ist unter anderem sehr aktiv in Fragen der grünen Gentechnik, also gentechnisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel. Sie beriet die Saatgutfirma KWS und vertrat das Land Sachsen-Anhalt in einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Gentechnik-Gesetz der rot-grünen Bundesregierung. Sachsen-Anhalt wollte die Einschränkungen für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen zu Fall bringen. Nach dem Regierungswechsel 2005 arbeitete Freshfields einen Entwurf für ein Gentechnik-Gesetz aus. Für welchen Auftraggeber ist unbekannt. Die Kanzlei ist nicht bereit, über ihre Lobby-Aktivitäten zu sprechen. (Jazbinsek/Klein/Müller, S. 100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dietmar Jazbinsek, Ulrich Müller, Heidi Klein&amp;quot;&amp;gt;Jazbinsek, Dietmar/ Klein, Heidi/ Müller, Ulrich 2010: [https://www.lobbycontrol.de/lobbyplanet-berlin-reisefuhrer-durch-den-lobbydschungel/ LobbyPlanet Berlin].  Köln. S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Freshfields-Projekte ===&lt;br /&gt;
*Ausarbeitung des geheimen 17.000-Seiten-[[Toll Collect]]-Vertrags, der die Einrichtung des LKW-Mautsystems auf bundesdeutschen Autobahnen zum Inhalt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Finanzprodukt [[Cross Border Leasing]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29871/1.html Scheinenteignung] Interview Reinhard Jellen mit Werner Rügemer, telepolis am 9. März 2009, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausarbeitung der Rechtskonstruktion der [[ÖPP Deutschland AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer beschäftigt nach eigenen Angaben 2.500 Anwälte in „27 bedeutenden Wirtschaftszentren der Welt“ und berät „internationale Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://freshfields.de/aboutus/ Über uns], Freshfields-Webseite, abgerufen am 28.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015/16 war Freshfields Bruckhaus Deringer nach Umsatz (367 Mio. Euro) die größte Kanzlei Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/rechtsmarkt/umsatzzahlen Kanzleiumsätze 2015/16], Website Juve, abgerufen am 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war man 2016 führender Rechtsberater bei Fusionen und Übernahmen in Europa, Großbritannien und Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/M_A_Markt_2016/?LangId=-1 M&amp;amp;A-Markt 2016: Freshfields erneut führender Berater bei Fusionen und Übernahmen], Freshfields-Website, abgerufen am 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer ist aus einer Reihe von Fusionen hervorgegangen, an denen die Londoner Kanzlei Freshfields und die deutschen Kanzleien Bruckhaus Kreifels Winkhaus &amp;amp; Lieberknecht, Westrick &amp;amp; Eckholt und Deringer &amp;amp; Segememund beteiligt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://community.beck.de/kanzleiprofile/freshfields-bruckhaus-deringer Freshfields Bruckhaus Deringer Beck Community], Website beck-community, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Mai 2008 hat Freshfields ihr Geschäft auf eine englische Limited Liability Parntership (LLP) übertragen, womit die Gesellschafter nur einer beschränkten persönlichen Haftung unterliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.de/aboutus/llp_conversion/ Umwandlung zur LLP], Website Freshfields, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*Weitere Informationen zum Thema [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer|Gesetzesoutsourcing]]&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist im freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU als Beratungsfirma eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=443913019286-78 EU-Lobbyregister], Stand: 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist als Mitgliedsorganisation unter dem Thinktank [[European Policy Centre]] (EPC) gelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=89632641000-47 Register der Interessenvertreter], Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 03.11.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anwaltskanzlei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Jonathan_Hill&amp;diff=39706</id>
		<title>Jonathan Hill</title>
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		<updated>2017-03-30T10:13:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Karriere */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jonathan Hopkin Hill''' ''(*24. Juli 1960 in London)'' war 2014 bis Juni 2016 EU-Kommissar für Finanzmarktstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmärkte. Nach dem Brexit trat er von dieser Position zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill zum Finanz-Kommissar wurde ein Banken-Lobbyist für die Finanzmarktregulierung zuständig. Hill war Mitbegründer und Geschäftsführer der Politikberatungsfirma [[Quiller Consultants]], zu deren Kunden Unternehmen aus der Finanzbranche gehören. Im Zuge des Verkaufs von Quiller an die PR- und Lobby-Agentur [[Huntsworth plc]] ist er deren Gesellschafter geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
* Seit 03/2017 Berater bei [[Freshfields Bruckhaus Deringer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-britisches-ex-mitglied-darf-in-wirtschaft-wechseln/19589858.html Britisches Ex-Mitglied darf in Wirtschaft wechseln] Handelsblatt vom 29.03.2017, abgerufen am 30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 11/2014-06/2016  '''Finanzkommissar der [[EU-Kommission]]'''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/julian-king-beerbt-jonathan-hill-neuer-britischer-eu-kommissar-soll-sich-um-sicherheit-kuemmern/13958496.html Neuer britischer EU-Kommissar soll sich um Sicherheit kümmern] Handelsblatt vom 02.08.2016, abgerufen am 01.12.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013-2014 Leader des House of Lords, Vorsitzender der Konservativen im House of Lords und Chancellor of the Duchy of Lancaster (Minister ohne Geschäftsbereich)&lt;br /&gt;
* 2010-2013 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Bildungsministerium&lt;br /&gt;
* 2006 Verkauf von Quiller an die [[Huntsworth plc]] und im Gegenzug Beteiligung an Huntsworth&lt;br /&gt;
* 1998-2010 (Mit-)Gründung und Direktor der PR-Agentur [[Quiller Consultants]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998 Leitender Berater der [[Bell Pottinger Communications]] (frühere Bezeichung: Bell Communications)&lt;br /&gt;
* 1992-1994 Persönlicher Mitarbeiter von Premierminister [[John Major]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992 Mitarbeiter im Politischen Stab von Premierminister John Major&lt;br /&gt;
* 1989-1991 Lowe Bell Communications&lt;br /&gt;
* Studium der Geschichte am Trinity College in Cambridge&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.debretts.com/people-of-today/profile/2952/Jonathan-Hopkin-Hill-HILL-OF-OAREFORD Biography bei Debretts unter People of Today], Webseite abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== 2015: Hills Lobbytreffen ===&lt;br /&gt;
64 von 77 (83%) von Hills Lobbytreffen fanden mit Vertretern der Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Bankenverbänden, Lobbyverbänden der Finanzindustrie) statt (Zeitraum: November 2014 - Juli 2015). Die häufigsten Treffen hatte er mit dem britischen Börsenunternehmen [[London Stock Exchange]] und dem Europäischen Bankenverband [[European Banking Federation]] (EBF). 4% von Hills Treffen fanden mit der Zivilgesellschaft statt. Dies ist auf der Webseite der [[EU-Kommission]] abrufbar.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2015/07/hill-und-canete-umstrittene-eu-kommissare-auf-dem-pruefstand/ Hill und Canete: Umstrittene EU-Kommissare auf dem Prüfstand!] LobbyControl, abgerufen am 08.07.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret äußert sich diese Nähe zur Finanzindustrie beispielsweise in Hills Versuch, Finanzmarktregulierungen wie die ''Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID 2)'' zu verwässern, die sein Vorgänger als Lehre aus der Weltfinanzkrise eingeführt hatte. Gegenüber der Financial Times ließt er in diesem Zusammenhang verlauten, dass Regulierer offener für die Anliegen der Finanzindustrie sein sollten.       &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ft.com/intl/cms/s/0/bda4e522-9519-11e5-ac15-0f7f7945adba.html#axzz3uIOc6vMl, Brexit would make UK a ‘supplicant’, says Lord Hill], Financial Times, vom 27.11.2015, abgerufen am 16.12.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2014: Lobbyist Hill wird Finanzmarktregulierer ===&lt;br /&gt;
Mit der Ernennung von Hill wird ein Lobbyist für die zentralen Themen der Finanzmarktregulierung zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit im Stab von Premierminister Major wurde Hill im Jahre 1994 leitender Berater bei der Agentur [[Bell Pottinger Communications]], die laut ihrer am 14.09.2014 abgerufenen Website ihre Kunden u.a. darin berät, wie politische und regulatorische Entscheidungen beeinflusst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Hill das Politikberatungsunternehmens [[Quiller Consultants]], zu dessen Kunden auch Akteure aus der Finanzbranche wie die [[HSCB]] Bank und die [[City of London]] Corporation gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sven-giegold.de/2014/hill-als-kom-provokation/ Kommentar von Sven Giegold, EU-Abgeordneter der Grünen vom 10. September 2014 auf seiner Webseite], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.appc.org.uk/wp-content/uploads/MAY-14-REGISTER-1.9.14.pdf Appc Register for 1st March 2014 - 31st May 2014], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Quiller war er bis 2010 Geschäftsführer. Auf seiner am 13. September 2014 abgerufenen Website preist Quiller seine politischen Kontakte wie folgt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''We can offer our clients targeted insight into the political world in Westminster, Brussels and the devolved assemblies, as well as help them to manage relations with the political media.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quiller ist 2006 an die Huntsworth Gruppe verkauft worden, deren Holding die [[Huntsworth plc]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Rahmen dieser Transaktion wurde Hill  Anteilseigner der Huntsworth plc.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Höhe seiner Beteiligung an Huntsworth verweigert er jegliche Auskunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9796803/Lord-Hill-faces-conflict-of-interest-claim-over-shares.html Lord Hill faces 'conflict of interest' claim over shares, The Telegraph online vom 11. Januar 2013], abgerufen am 13.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Register of Interests des britischen Parlaments ist Hill immer noch als Gesellschafter von Huntsworth eingetragen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parliament.uk/biographies/lords/lord-hill-of-oareford/4144 Profil auf www.parliament.uk]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Stand: 3. Oktober 2014). Bei der Anhörung im Europäischen Parlament am 1. Oktober 2014 erklärte Hill, er habe alle Anteile verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/europaparlament-der-hoefliche-herr-hill-muss-nachsitzen-1.2155653 Der höfliche Herr Hill muss nachsitzen, Süddeutsche Zeitung online vom 01.10.2014], abgerufen am 03.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Huntsworth Gruppe gehören PR-Agenturen, die auch Lobbyarbeit - u.a. für [[HSCB]] Bank, die Vereinigten Arabischen Emirate, British Land und Telefonica - betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/politics/2014/jul/15/lord-hill-tories-europe-lobbyist-cameron Rowena Mason: Lord Hill, the former lobbyist pitching for the Tories in Europe, The Guardian online vom 15. Juli 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hunsworth-Unternehmen Citygate wirbt damit, einige der weltweit größten Finanz-Institutionen, Banken und Vermögensverwalter zu beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.huntsworth.com/group-companies/citigate.aspx Profil von Citigate auf der Website von Huntsworth], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Als Beispiele werden [[JPMorgan]] Assett Mangement und die Londoner Börse genannt, die gegen strengere EU-Finanzmarktgesetze kämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-kommission-juncker-spuert-widerstand-gegen-reform-in-bruessel-a-991064.html#ref=veeseoartikel Claus Hecking: Neues Personal in Brüssel: EU-Abgeordnete prangen Junckers Kommissare an, Spiegel online vom 11. September 2014], abgerufen am 16.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Anhörung im Europa-Parlament wurde Hills Berufung abgelehnt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jonathan-hill-britischer-kandidat-fuer-eu-kommission-muss-nachsitzen-a-994939.html Designierter EU-Finanzkommissar Hill: Mr. Lobby muss nachsitzen], Spiegel Online, 1. Oktober 2014, zuletzt aufgerufen am 22.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und erst nach weiteren kritischen Nachfragen bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Benennung von Hill scheint vor allem seine Tätigkeit als Lobbyist den Ausschlag gegeben zu haben. Eine spezifische Qualifikation für das Amt des Finanzmarktkommissars bringt der gelernte Historiker nicht mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/jonathan-hill-ist-der-ueberraschendste-eu-kommissar-13146435.html Werner Mussler: Jonathan Hill Der überraschendste Kommissar, FAZ oline vom 10. September 2014], abgerufen am 12.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Finanzlobby - wie der [[City of London]] Corporation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/oct/31/corporation-london-city-medieval The medieval, unaccountable Corporation of London is ripe for protest, The Guardian online vom 31. Oktober 2011], abgerufen am 14.09.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, die zu den Kunden von Quillers gehört -, wurde die geplante Ernennung des  Bocks zum Gärtner begeistert gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cityoflondon.gov.uk/about-the-city/what-we-do/media-centre/news-releases/2014/Pages/city-welcomes-lord-hill-role.aspx City welcomes Lord Hill´s Commission Role, Webseite City of London],abgerufen am 12.09. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=39705</id>
		<title>Freshfields Bruckhaus Deringer</title>
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		<updated>2017-03-30T10:04:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Freshfields Bruckhaus Deringer LLP&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Jura&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Rechtsberatung und Unternehmensberatung&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = London&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Potsdamer Platz 1, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Bastion Tower, Place du Champ de Mars 5, Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.freshfields.de/ www.freshfields.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Freshfields Bruckhaus Deringer LLP''' (Kurzbezeichnung: '''Freshfields''' oder '''FBD''') ist eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit und einer der Vorreiter beim Einstieg von Anwaltskanzleien in das Lobbygeschäft in Deutschland. Die Kanzlei hat zudem in den letzten Jahren an wichtigen Gesetzen mitgeschrieben, insbesondere in der Finanzkrise. Diese Form des [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer Gesetzesoutsourcing]] wurde immer wieder kritisiert. Zugleich beriet Freshfields zahlreiche Banken, auch bei Anträgen für Mittel aus den Rettungspaketen. Freshfields ist auch bei internationalen Schiedsgerichtsverfahren im Rahmen von Freihandelsabkommen aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der Lobbyorganisation [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Partner der Lobbyorganisation [[True Sale International]]&lt;br /&gt;
* [[Alexander Schaub]] wurde Berater von Freshfiels ab dem 1. Feb­ru­ar 2007 in deren Brüsseler Büro. Er war bis Ju­ni 2006 Generaldirektor Binnenmarkt der [[EU-Kommission]], bevor er in den Ruhestand wechselte. Zuvor war er Generaldirektor Wettbewerb und bekleidete mehrere weitere Po­si­tionen bei der Kommission.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalmeldungen/Freshfields-gewinnt-Ex-Generaldirektor/1089 Freshfields gewinnt Ex-Generaldirektor] politik&amp;amp;kommunikation vom 19. Januar 2007, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005 wurde eine spezielle Abteilung für Public Affairs gegründet. Seit 2016 wird die Abteilung von David Issmer geleitet, der zuvor die Interessen des Freistaates Sachsen im Bereich Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Bund vertrat und als persönlicher Referent des Abgeordneten Carl-Ludwig Thiele im Bundestag gearbeitet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/David_Issmer_Head_of_Public_Affairs/?LangId=1031 Freshfields: David Issmer neuer Head of Public Affairs in Deutschland], Freshfields-Webseite, abgerufen am &lt;br /&gt;
30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Finanzmarktstabilisierungsgesetz===&lt;br /&gt;
Freshfields spielte bei den deutschen Rettungsmaßnahmen in der Finanzkrise eine herausragende Rolle. Die Gesetzesentwürfe und die Verordnung zum [[Finanzmarktstabilisierungsgesetz]] (FMStG), das im Volksmund als „Rettungsschirm“ bekannt wurde, wurden vollständig von Freshfields-Anwälten ausgearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2009/02-25/036.php ''Kanzlei Freshfields schrieb die Gesetzesvorlage zur Hypo Real Estate.]- Ordentliche Enteignung und Insolvenz des maroden Finanzinstituts sollen verhindert werden, junge Welt am 25. Februar 2009, abgerufen am 21.07.2010. [[Report München]]: [http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-banken-wertpapiere-ID1239906872046.xml ''Rettungsschirm für Banken - Bürger gehen leer aus ''], 20. April 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz, das den Weg für eine Enteignung der HypoReal Estate freimachen soll, wurde „in nur wenigen Tagen Dauerarbeit“ geschmiedet und „die Ministerialbürokratien in Berlin haben dann den Gesetzesentwurf nach dem üblichen Procedere abgestimmt“ - so die Süddeutsche Zeitung vom 20.2.2009.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Feuer geschmiedet, SZ, 20.02.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der Verordnung, die die Ausführung des FMStG bestimmt, wurde auf Freshfields zurückgegriffen. Dies bestätigte die Bundesregierung in der Antwort auf eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin (FDP). In der Antwort heißt es,  die „Beratungstätigkeit von Freshfields Bruckhaus Deringer LLP erstreckte sich auf die juristische Prüfung von Einzelfragen und den Entwurf einzelner Formulierungsvorschläge. Die Prüfung und Revision des Verordnungsentwurfs erfolgte ausführlich im Ressortkreis.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610733.pdf  Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Oktober 2008 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Bundestags-Drucksache 16/10733 vom 31.10.2008, S.10F&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen schreibt der Focus: „Der Entwurf für den Verordnungstext ging am Freitagnachmittag von den Computern der Freshfields-Berater Alexander Glos und Gunnar Schuster ans Ministerium. Von dort schickten ihn Beamte ohne Änderung per Mail an Steinbrücks Kabinettskollegen sowie die Spitzen der Koalitionsfraktionen. Bis zur Verabschiedung am darauffolgenden Montagmorgen 8.30 Uhr im Kabinett wurde nur noch wenig geändert.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/rettungsfonds-keiner-weiss-es-genau_aid_343766.html Keiner weiß es genau], Focus, 27.10.2008, abgerufen am 27.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Danach ist es fraglich, ob das zuständige BMF den Verordnungsentwurf wirklich noch „ausführlich“ geprüfen hat - und etwa nicht die Arbeit am Entwurf komplett an Freshfields ausgelagert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Vergabe der Finanzhilfen wurde ebenfalls auf die Beratertätigkeit von Freshfields zurückgegriffen. Freshfields beriet den neu gegründeten [[Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung]] (SoFFin) bei einzelnen Vergabeentscheidungen, wie Recherchen in der Juristen-Datenbank www.juve.de zeigen. Da fast alle führenden Banken der Bundesrepublik zu den Mandanten von Freshfield gehören &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, bestand für die Kanzlei bei dieser Beratungstätigkeit ein Interessenskonflikt. Denn gleichzeitig beriet Freshfields auch die Antragsteller. So war die Kanzlei für den Fall der [[Commerzbank]] und der [[HSH Nordbank]] zuständig, welche 30 Mrd Euro Garantien und eine Absicherung von Ausgabe von HSH-Anleihen vom SoFFin erhielt und betreute den Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/deals/2009/02/mini-soffin-freshfields-begleitet-hsh-white-case-beraet-hamburg-und-schleswig-holstein “Mini-SoFFin”: Freshfields begleitet HSH, White &amp;amp; Case berät Hamburg und Schleswig-Holstein], Juve.de vom 15.01.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei der Absicherung der HSH-Anleihe übernahm für Freshfield die Kanzlei Linklaters die Beratung der SoFFin, die u.a. den Antragssteller HypoReal Estate schon zweimal erfolgreich vertreten hatte. Bei der Bearbeitung von zwei Commerzbank-Anträgen trat die Kanzlei Lovells als Berater der Bundesregierung bzw. des  BMF in Erscheinung, der SoFFin wurde einmal mehr durch Freshfields beraten. Ebenso bei der Vergabe von Bürgschaften in Höhe von 4 Mrd Euro an die [[Aareal Bank]]. Dies ist besonders brisant, da der Freshfields-Partner Gunnar Schuster, hier die [[SoFFin]] beratend, nach Informationen von JUVE in der Vergangenheit in mehreren Fällen für die Aareal Bank tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzlei erhielt für ihre Beratungstätigkeit zwischen Oktober 2008 und Oktober 2009 rund 5,5 Millionen Euro, wie eine Sprecherin der Finanzmarkt-Stabilisierungsanstalt (FMSA) mitteilte. Die FMSA selbst zahlte für die Beratungsleistung eine Million Euro an Freshfields. Die restlichen 4,5 Millionen zahlten der Sprecherin zufolge die Empfänger von SoFFin-Maßnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/beratung-bei-bankenrettung-kanzlei-kassierte-in-steinbrueck-aera-7-3-millionen-euro_aid_925376.html Kanzlei kassierte in Steinbrück-Ära 7,3 Millionen Euro] Focus vom 22.02.2013, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allein für die Beratung des Bundes bei der Rettung der Hypo Real Estate im Herbst 2008 erhielt Freshfields 766.503 Euro. Die Beratungstätigkeit für das Finanzministerium wurden nicht öffentlich ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten Zeitraum 2005-2009, der Amtszeit von [[Peer Steinbrück]] als Finanzminister, erhielt Freshfields rund 1,8 Millionen Euro Beraterhonorar vom Finanzministerium. Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass Steinbrück für ein Vortrag bei der Kanzlei 15.000 Euro erhielt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-12/steinbrueck-honorar-freshfields Finanzministerium zahlte Anwaltskanzlei 1,8 Millionen Euro] Die Zeit vom 18.12.2012, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Volker Wissing von der FDP sagte dazu: Angesichts solcher Summen wird es immer unglaubwürdiger, dass Herr Steinbrück mit den Beratungshonoraren nicht befasst war, wie er im Dezember [2012] erklären ließ&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wirkte Freshfields bei der Erarbeitung des am 29. Juni 2012 von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittelmehrheit gebilligten Gesetzes über den ''Europäischen Stabilitätsmechanismus'' maßgeblich mit. Laut einer Antwort der Bundesregierung, aus der Woche vom 18. Juni 2012, auf eine schriftliche Frage des CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler, hingehend der Einbeziehung Freshfields in die konzeptionelle Erarbeitung des ESM und der Umsetzungsgesetze in Deutschland, wirkte die Kanzlei folgendermaßen mit:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710050.pdf Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 18. Juni 2012 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/10050 vom 22. 06. 2012, abgerufen am 06.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Bundesregierung hatte externen Sachverstand in Form von Gutachten, Studien oder sonstigen Beratungsleistungen zu folgendem Aspekt des so genannten Gesamtpakets zur Sicherung der Finanzstabilität in der Eurozone von der Firma Freshfields Bruckhaus Deringer eingeholt: Europaweite Einführung von Klauseln in die allgemeinen Bedingungen für Staatsanleihen, die eine Änderung der vereinbarten Leistung sowie der Rechte und Pflichten des Schuldners und der Gläubiger (Anleihebedingungen) durch Mehrheitsentscheidungen ermöglicht.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundesregierung legt die dafür aufgewendeten Kosten nicht offen. Dies wird damit begründet, dass der „Gesetzgeber (...) die unbefugte Offenlegung eines Honorars als Betriebs- und Geschäftsgeheimnis mit § 203 Absatz 2 Nummer 1 des Strafgesetzbuchs für Amtsträger unter Strafe gestellt” hat. Es ist somit für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar wie viel Geld die Regierung für externe Beratungen durch private Anbieter, wie Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien, ausgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berliner Sparkassengesetz ===&lt;br /&gt;
Für den Berliner Senat arbeitete Freshfields das Sparkassengesetz von 2005 aus, das die weitgehende Privatisierung der Berliner Sparkasse ermöglichte. Nach einem Bericht von Report Mainz von 2006 war die Kanzlei zugleich über Berateraufträge dem [[Bundesverband deutscher Banken]] (BdB) und vielen Großbanken verbunden. Diese haben ein starkes Interesse an der Privatisierung der Sparkassen. Gegenüber Report Mainz verweigerte die Kanzlei damals ein Interview über mögliche Interessenkonflikte.&amp;lt;ref&amp;gt;Report Mainz vom 20. März 2006, nicht mehr online verfügbar&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement im Bereich Gentechnik ===&lt;br /&gt;
Die Kanzlei ist unter anderem sehr aktiv in Fragen der grünen Gentechnik, also gentechnisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel. Sie beriet die Saatgutfirma KWS und vertrat das Land Sachsen-Anhalt in einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Gentechnik-Gesetz der rot-grünen Bundesregierung. Sachsen-Anhalt wollte die Einschränkungen für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen zu Fall bringen. Nach dem Regierungswechsel 2005 arbeitete Freshfields einen Entwurf für ein Gentechnik-Gesetz aus. Für welchen Auftraggeber ist unbekannt. Die Kanzlei ist nicht bereit, über ihre Lobby-Aktivitäten zu sprechen. (Jazbinsek/Klein/Müller, S. 100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dietmar Jazbinsek, Ulrich Müller, Heidi Klein&amp;quot;&amp;gt;Jazbinsek, Dietmar/ Klein, Heidi/ Müller, Ulrich 2010: [https://www.lobbycontrol.de/lobbyplanet-berlin-reisefuhrer-durch-den-lobbydschungel/ LobbyPlanet Berlin].  Köln. S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Freshfields-Projekte ===&lt;br /&gt;
*Ausarbeitung des geheimen 17.000-Seiten-[[Toll Collect]]-Vertrags, der die Einrichtung des LKW-Mautsystems auf bundesdeutschen Autobahnen zum Inhalt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Finanzprodukt [[Cross Border Leasing]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29871/1.html Scheinenteignung] Interview Reinhard Jellen mit Werner Rügemer, telepolis am 9. März 2009, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausarbeitung der Rechtskonstruktion der [[ÖPP Deutschland AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer beschäftigt nach eigenen Angaben 2.500 Anwälte in „27 bedeutenden Wirtschaftszentren der Welt“ und berät „internationale Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://freshfields.de/aboutus/ Über uns], Freshfields-Webseite, abgerufen am 28.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015/16 war Freshfields Bruckhaus Deringer nach Umsatz (367 Mio. Euro) die größte Kanzlei Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/rechtsmarkt/umsatzzahlen Kanzleiumsätze 2015/16], Website Juve, abgerufen am 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war man 2016 führender Rechtsberater bei Fusionen und Übernahmen in Europa, Großbritannien und Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/M_A_Markt_2016/?LangId=-1 M&amp;amp;A-Markt 2016: Freshfields erneut führender Berater bei Fusionen und Übernahmen], Freshfields-Website, abgerufen am 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer ist aus einer Reihe von Fusionen hervorgegangen, an denen die Londoner Kanzlei Freshfields und die deutschen Kanzleien Bruckhaus Kreifels Winkhaus &amp;amp; Lieberknecht, Westrick &amp;amp; Eckholt und Deringer &amp;amp; Segememund beteiligt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://community.beck.de/kanzleiprofile/freshfields-bruckhaus-deringer Freshfields Bruckhaus Deringer Beck Community], Website beck-community, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Mai 2008 hat Freshfields ihr Geschäft auf eine englische Limited Liability Parntership (LLP) übertragen, womit die Gesellschafter nur einer beschränkten persönlichen Haftung unterliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.de/aboutus/llp_conversion/ Umwandlung zur LLP], Website Freshfields, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*Weitere Informationen zum Thema [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer|Gesetzesoutsourcing]]&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist im freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU als Beratungsfirma eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=443913019286-78 EU-Lobbyregister], Stand: 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist als Mitgliedsorganisation unter dem Thinktank [[European Policy Centre]] (EPC) gelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=89632641000-47 Register der Interessenvertreter], Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 03.11.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anwaltskanzlei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=39704</id>
		<title>Freshfields Bruckhaus Deringer</title>
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		<updated>2017-03-30T09:54:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Weiterführende Informationen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Freshfields Bruckhaus Deringer LLP&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Jura&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Rechtsberatung und Unternehmensberatung&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = London&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Potsdamer Platz 1, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Bastion Tower, Place du Champ de Mars 5, Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.freshfields.de/ www.freshfields.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Freshfields Bruckhaus Deringer LLP''' (Kurzbezeichnung: '''Freshfields''' oder '''FBD''') ist eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit und einer der Vorreiter beim Einstieg von Anwaltskanzleien in das Lobbygeschäft in Deutschland. Die Kanzlei hat zudem in den letzten Jahren an wichtigen Gesetzen mitgeschrieben, insbesondere in der Finanzkrise. Diese Form des [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer Gesetzesoutsourcing]] wurde immer wieder kritisiert. Zugleich beriet Freshfields zahlreiche Banken, auch bei Anträgen für Mittel aus den Rettungspaketen. Freshfields ist auch bei internationalen Schiedsgerichtsverfahren im Rahmen von Freihandelsabkommen aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der Lobbyorganisation [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Partner der Lobbyorganisation [[True Sale International]]&lt;br /&gt;
* [[Alexander Schaub]] wurde Berater von Freshfiels ab dem 1. Feb­ru­ar 2007 in deren Brüsseler Büro. Er war bis Ju­ni 2006 Generaldirektor Binnenmarkt der [[EU-Kommission]], bevor er in den Ruhestand wechselte. Zuvor war er Generaldirektor Wettbewerb und bekleidete mehrere weitere Po­si­tionen bei der Kommission.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalmeldungen/Freshfields-gewinnt-Ex-Generaldirektor/1089 Freshfields gewinnt Ex-Generaldirektor] politik&amp;amp;kommunikation vom 19. Januar 2007, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005 wurde eine spezielle Abteilung für Public Affairs gegründet. Seit 2016 wird die Abteilung von David Issmer geleitet, der zuvor die Interessen des Freistaates Sachsen im Bereich Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Bund vertrat und als persönlicher Referent des Abgeordneten Carl-Ludwig Thiele im Bundestag gearbeitet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/David_Issmer_Head_of_Public_Affairs/?LangId=1031 Freshfields: David Issmer neuer Head of Public Affairs in Deutschland], Freshfields-Webseite, abgerufen am &lt;br /&gt;
30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Finanzmarktstabilisierungsgesetz===&lt;br /&gt;
Freshfields spielte bei den deutschen Rettungsmaßnahmen in der Finanzkrise eine herausragende Rolle. Die Gesetzesentwürfe und die Verordnung zum [[Finanzmarktstabilisierungsgesetz]] (FMStG), das im Volksmund als „Rettungsschirm“ bekannt wurde, wurden vollständig von Freshfields-Anwälten ausgearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2009/02-25/036.php ''Kanzlei Freshfields schrieb die Gesetzesvorlage zur Hypo Real Estate.]- Ordentliche Enteignung und Insolvenz des maroden Finanzinstituts sollen verhindert werden, junge Welt am 25. Februar 2009, abgerufen am 21.07.2010. [[Report München]]: [http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-banken-wertpapiere-ID1239906872046.xml ''Rettungsschirm für Banken - Bürger gehen leer aus ''], 20. April 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz, das den Weg für eine Enteignung der HypoReal Estate freimachen soll, wurde „in nur wenigen Tagen Dauerarbeit“ geschmiedet und „die Ministerialbürokratien in Berlin haben dann den Gesetzesentwurf nach dem üblichen Procedere abgestimmt“ - so die Süddeutsche Zeitung vom 20.2.2009.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Feuer geschmiedet, SZ, 20.02.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der Verordnung, die die Ausführung des FMStG bestimmt, wurde auf Freshfields zurückgegriffen. Dies bestätigte die Bundesregierung in der Antwort auf eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin (FDP). In der Antwort heißt es,  die „Beratungstätigkeit von Freshfields Bruckhaus Deringer LLP erstreckte sich auf die juristische Prüfung von Einzelfragen und den Entwurf einzelner Formulierungsvorschläge. Die Prüfung und Revision des Verordnungsentwurfs erfolgte ausführlich im Ressortkreis.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610733.pdf  Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Oktober 2008 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Bundestags-Drucksache 16/10733 vom 31.10.2008, S.10F&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen schreibt der Focus: „Der Entwurf für den Verordnungstext ging am Freitagnachmittag von den Computern der Freshfields-Berater Alexander Glos und Gunnar Schuster ans Ministerium. Von dort schickten ihn Beamte ohne Änderung per Mail an Steinbrücks Kabinettskollegen sowie die Spitzen der Koalitionsfraktionen. Bis zur Verabschiedung am darauffolgenden Montagmorgen 8.30 Uhr im Kabinett wurde nur noch wenig geändert.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/rettungsfonds-keiner-weiss-es-genau_aid_343766.html Keiner weiß es genau], Focus, 27.10.2008, abgerufen am 27.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Danach ist es fraglich, ob das zuständige BMF den Verordnungsentwurf wirklich noch „ausführlich“ geprüfen hat - und etwa nicht die Arbeit am Entwurf komplett an Freshfields ausgelagert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Vergabe der Finanzhilfen wurde ebenfalls auf die Beratertätigkeit von Freshfields zurückgegriffen. Freshfields beriet den neu gegründeten [[Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung]] (SoFFin) bei einzelnen Vergabeentscheidungen, wie Recherchen in der Juristen-Datenbank www.juve.de zeigen. Da fast alle führenden Banken der Bundesrepublik zu den Mandanten von Freshfield gehören &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, bestand für die Kanzlei bei dieser Beratungstätigkeit ein Interessenskonflikt. Denn gleichzeitig beriet Freshfields auch die Antragsteller. So war die Kanzlei für den Fall der [[Commerzbank]] und der [[HSH Nordbank]] zuständig, welche 30 Mrd Euro Garantien und eine Absicherung von Ausgabe von HSH-Anleihen vom SoFFin erhielt und betreute den Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/deals/2009/02/mini-soffin-freshfields-begleitet-hsh-white-case-beraet-hamburg-und-schleswig-holstein “Mini-SoFFin”: Freshfields begleitet HSH, White &amp;amp; Case berät Hamburg und Schleswig-Holstein], Juve.de vom 15.01.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei der Absicherung der HSH-Anleihe übernahm für Freshfield die Kanzlei Linklaters die Beratung der SoFFin, die u.a. den Antragssteller HypoReal Estate schon zweimal erfolgreich vertreten hatte. Bei der Bearbeitung von zwei Commerzbank-Anträgen trat die Kanzlei Lovells als Berater der Bundesregierung bzw. des  BMF in Erscheinung, der SoFFin wurde einmal mehr durch Freshfields beraten. Ebenso bei der Vergabe von Bürgschaften in Höhe von 4 Mrd Euro an die [[Aareal Bank]]. Dies ist besonders brisant, da der Freshfields-Partner Gunnar Schuster, hier die [[SoFFin]] beratend, nach Informationen von JUVE in der Vergangenheit in mehreren Fällen für die Aareal Bank tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzlei erhielt für ihre Beratungstätigkeit zwischen Oktober 2008 und Oktober 2009 rund 5,5 Millionen Euro, wie eine Sprecherin der Finanzmarkt-Stabilisierungsanstalt (FMSA) mitteilte. Die FMSA selbst zahlte für die Beratungsleistung eine Million Euro an Freshfields. Die restlichen 4,5 Millionen zahlten der Sprecherin zufolge die Empfänger von SoFFin-Maßnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/beratung-bei-bankenrettung-kanzlei-kassierte-in-steinbrueck-aera-7-3-millionen-euro_aid_925376.html Kanzlei kassierte in Steinbrück-Ära 7,3 Millionen Euro] Focus vom 22.02.2013, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allein für die Beratung des Bundes bei der Rettung der Hypo Real Estate im Herbst 2008 erhielt Freshfields 766.503 Euro. Die Beratungstätigkeit für das Finanzministerium wurden nicht öffentlich ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten Zeitraum 2005-2009, der Amtszeit von [[Peer Steinbrück]] als Finanzminister, erhielt Freshfields rund 1,8 Millionen Euro Beraterhonorar vom Finanzministerium. Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass Steinbrück für ein Vortrag bei der Kanzlei 15.000 Euro erhielt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-12/steinbrueck-honorar-freshfields Finanzministerium zahlte Anwaltskanzlei 1,8 Millionen Euro] Die Zeit vom 18.12.2012, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Volker Wissing von der FDP sagte dazu: Angesichts solcher Summen wird es immer unglaubwürdiger, dass Herr Steinbrück mit den Beratungshonoraren nicht befasst war, wie er im Dezember [2012] erklären ließ&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wirkte Freshfields bei der Erarbeitung des am 29. Juni 2012 von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittelmehrheit gebilligten Gesetzes über den ''Europäischen Stabilitätsmechanismus'' maßgeblich mit. Laut einer Antwort der Bundesregierung, aus der Woche vom 18. Juni 2012, auf eine schriftliche Frage des CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler, hingehend der Einbeziehung Freshfields in die konzeptionelle Erarbeitung des ESM und der Umsetzungsgesetze in Deutschland, wirkte die Kanzlei folgendermaßen mit:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710050.pdf Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 18. Juni 2012 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/10050 vom 22. 06. 2012, abgerufen am 06.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Bundesregierung hatte externen Sachverstand in Form von Gutachten, Studien oder sonstigen Beratungsleistungen zu folgendem Aspekt des so genannten Gesamtpakets zur Sicherung der Finanzstabilität in der Eurozone von der Firma Freshfields Bruckhaus Deringer eingeholt: Europaweite Einführung von Klauseln in die allgemeinen Bedingungen für Staatsanleihen, die eine Änderung der vereinbarten Leistung sowie der Rechte und Pflichten des Schuldners und der Gläubiger (Anleihebedingungen) durch Mehrheitsentscheidungen ermöglicht.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundesregierung legt die dafür aufgewendeten Kosten nicht offen. Dies wird damit begründet, dass der „Gesetzgeber (...) die unbefugte Offenlegung eines Honorars als Betriebs- und Geschäftsgeheimnis mit § 203 Absatz 2 Nummer 1 des Strafgesetzbuchs für Amtsträger unter Strafe gestellt” hat. Es ist somit für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar wie viel Geld die Regierung für externe Beratungen durch private Anbieter, wie Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien, ausgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berliner Sparkassengesetz ===&lt;br /&gt;
Für den Berliner Senat arbeitete Freshfields das Sparkassengesetz von 2005 aus, das die weitgehende Privatisierung der Berliner Sparkasse ermöglichte. Nach einem Bericht von Report Mainz von 2006 war die Kanzlei zugleich über Berateraufträge dem [[Bundesverband deutscher Banken]] (BdB) und vielen Großbanken verbunden. Diese haben ein starkes Interesse an der Privatisierung der Sparkassen. Gegenüber Report Mainz verweigerte die Kanzlei damals ein Interview über mögliche Interessenkonflikte.&amp;lt;ref&amp;gt;Report Mainz vom 20. März 2006, nicht mehr online verfügbar&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement im Bereich Gentechnik ===&lt;br /&gt;
Die Kanzlei ist unter anderem sehr aktiv in Fragen der grünen Gentechnik, also gentechnisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel. Sie beriet die Saatgutfirma KWS und vertrat das Land Sachsen-Anhalt in einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Gentechnik-Gesetz der rot-grünen Bundesregierung. Sachsen-Anhalt wollte die Einschränkungen für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen zu Fall bringen. Nach dem Regierungswechsel 2005 arbeitete Freshfields einen Entwurf für ein Gentechnik-Gesetz aus. Für welchen Auftraggeber ist unbekannt. Die Kanzlei ist nicht bereit, über ihre Lobby-Aktivitäten zu sprechen. (Jazbinsek/Klein/Müller, S. 100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dietmar Jazbinsek, Ulrich Müller, Heidi Klein&amp;quot;&amp;gt;Jazbinsek, Dietmar/ Klein, Heidi/ Müller, Ulrich 2010: [https://www.lobbycontrol.de/lobbyplanet-berlin-reisefuhrer-durch-den-lobbydschungel/ LobbyPlanet Berlin].  Köln. S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Freshfields-Projekte ===&lt;br /&gt;
*Ausarbeitung des geheimen 17.000-Seiten-[[Toll Collect]]-Vertrags, der die Einrichtung des LKW-Mautsystems auf bundesdeutschen Autobahnen zum Inhalt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Finanzprodukt [[Cross Border Leasing]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29871/1.html Scheinenteignung] Interview Reinhard Jellen mit Werner Rügemer, telepolis am 9. März 2009, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausarbeitung der Rechtskonstruktion der [[ÖPP Deutschland AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer beschäftigt nach eigenen Angaben 2.500 Anwälte in „27 bedeutenden Wirtschaftszentren der Welt“ und berät „internationale Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://freshfields.de/aboutus/ Über uns], Freshfields-Webseite, abgerufen am 28.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; 2009/10 war Freshfields Bruckhaus Deringer nach Umsatz (335 Mio. Euro) und Zahl der Anwälte die größte Kanzlei Deutschlands.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/namenundnachrichten/2010/07/nl102701?view=print Freshfields: Deutliches Umsatzminus in Deutschland], Website Juve, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer ist aus einer Reihe von Fusionen hervorgegangen, an denen die Londoner Kanzlei Freshfields und die deutschen Kanzleien Bruckhaus Kreifels Winkhaus &amp;amp; Lieberknecht, Westrick &amp;amp; Eckholt und Deringer &amp;amp; Segememund beteiligt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://community.beck.de/kanzleiprofile/freshfields-bruckhaus-deringer Freshfields Bruckhaus Deringer Beck Community], Website beck-community, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Mai 2008 hat Freshfields ihr Geschäft auf eine englische Limited Liability Parntership (LLP) übertragen, womit die Gesellschafter nur einer beschränkten persönlichen Haftung unterliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.de/aboutus/llp_conversion/ Umwandlung zur LLP], Website Freshfields, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*Weitere Informationen zum Thema [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer|Gesetzesoutsourcing]]&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist im freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU als Beratungsfirma eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=443913019286-78 EU-Lobbyregister], Stand: 29.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist als Mitgliedsorganisation unter dem Thinktank [[European Policy Centre]] (EPC) gelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=89632641000-47 Register der Interessenvertreter], Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 03.11.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anwaltskanzlei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<title>Freshfields Bruckhaus Deringer</title>
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		<updated>2017-03-30T09:13:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Lobbyarbeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Freshfields Bruckhaus Deringer LLP&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Jura&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Rechtsberatung und Unternehmensberatung&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = London&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Potsdamer Platz 1, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Bastion Tower, Place du Champ de Mars 5, Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.freshfields.de/ www.freshfields.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Freshfields Bruckhaus Deringer LLP''' (Kurzbezeichnung: '''Freshfields''' oder '''FBD''') ist eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit und einer der Vorreiter beim Einstieg von Anwaltskanzleien in das Lobbygeschäft in Deutschland. Die Kanzlei hat zudem in den letzten Jahren an wichtigen Gesetzen mitgeschrieben, insbesondere in der Finanzkrise. Diese Form des [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer Gesetzesoutsourcing]] wurde immer wieder kritisiert. Zugleich beriet Freshfields zahlreiche Banken, auch bei Anträgen für Mittel aus den Rettungspaketen. Freshfields ist auch bei internationalen Schiedsgerichtsverfahren im Rahmen von Freihandelsabkommen aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der Lobbyorganisation [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Partner der Lobbyorganisation [[True Sale International]]&lt;br /&gt;
* [[Alexander Schaub]] wurde Berater von Freshfiels ab dem 1. Feb­ru­ar 2007 in deren Brüsseler Büro. Er war bis Ju­ni 2006 Generaldirektor Binnenmarkt der [[EU-Kommission]], bevor er in den Ruhestand wechselte. Zuvor war er Generaldirektor Wettbewerb und bekleidete mehrere weitere Po­si­tionen bei der Kommission.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalmeldungen/Freshfields-gewinnt-Ex-Generaldirektor/1089 Freshfields gewinnt Ex-Generaldirektor] politik&amp;amp;kommunikation vom 19. Januar 2007, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005 wurde eine spezielle Abteilung für Public Affairs gegründet. Seit 2016 wird die Abteilung von David Issmer geleitet, der zuvor die Interessen des Freistaates Sachsen im Bereich Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Bund vertrat und als persönlicher Referent des Abgeordneten Carl-Ludwig Thiele im Bundestag gearbeitet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/David_Issmer_Head_of_Public_Affairs/?LangId=1031 Freshfields: David Issmer neuer Head of Public Affairs in Deutschland], Freshfields-Webseite, abgerufen am &lt;br /&gt;
30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Finanzmarktstabilisierungsgesetz===&lt;br /&gt;
Freshfields spielte bei den deutschen Rettungsmaßnahmen in der Finanzkrise eine herausragende Rolle. Die Gesetzesentwürfe und die Verordnung zum [[Finanzmarktstabilisierungsgesetz]] (FMStG), das im Volksmund als „Rettungsschirm“ bekannt wurde, wurden vollständig von Freshfields-Anwälten ausgearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2009/02-25/036.php ''Kanzlei Freshfields schrieb die Gesetzesvorlage zur Hypo Real Estate.]- Ordentliche Enteignung und Insolvenz des maroden Finanzinstituts sollen verhindert werden, junge Welt am 25. Februar 2009, abgerufen am 21.07.2010. [[Report München]]: [http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-banken-wertpapiere-ID1239906872046.xml ''Rettungsschirm für Banken - Bürger gehen leer aus ''], 20. April 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz, das den Weg für eine Enteignung der HypoReal Estate freimachen soll, wurde „in nur wenigen Tagen Dauerarbeit“ geschmiedet und „die Ministerialbürokratien in Berlin haben dann den Gesetzesentwurf nach dem üblichen Procedere abgestimmt“ - so die Süddeutsche Zeitung vom 20.2.2009.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Feuer geschmiedet, SZ, 20.02.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der Verordnung, die die Ausführung des FMStG bestimmt, wurde auf Freshfields zurückgegriffen. Dies bestätigte die Bundesregierung in der Antwort auf eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin (FDP). In der Antwort heißt es,  die „Beratungstätigkeit von Freshfields Bruckhaus Deringer LLP erstreckte sich auf die juristische Prüfung von Einzelfragen und den Entwurf einzelner Formulierungsvorschläge. Die Prüfung und Revision des Verordnungsentwurfs erfolgte ausführlich im Ressortkreis.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610733.pdf  Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Oktober 2008 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Bundestags-Drucksache 16/10733 vom 31.10.2008, S.10F&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen schreibt der Focus: „Der Entwurf für den Verordnungstext ging am Freitagnachmittag von den Computern der Freshfields-Berater Alexander Glos und Gunnar Schuster ans Ministerium. Von dort schickten ihn Beamte ohne Änderung per Mail an Steinbrücks Kabinettskollegen sowie die Spitzen der Koalitionsfraktionen. Bis zur Verabschiedung am darauffolgenden Montagmorgen 8.30 Uhr im Kabinett wurde nur noch wenig geändert.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/rettungsfonds-keiner-weiss-es-genau_aid_343766.html Keiner weiß es genau], Focus, 27.10.2008, abgerufen am 27.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Danach ist es fraglich, ob das zuständige BMF den Verordnungsentwurf wirklich noch „ausführlich“ geprüfen hat - und etwa nicht die Arbeit am Entwurf komplett an Freshfields ausgelagert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Vergabe der Finanzhilfen wurde ebenfalls auf die Beratertätigkeit von Freshfields zurückgegriffen. Freshfields beriet den neu gegründeten [[Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung]] (SoFFin) bei einzelnen Vergabeentscheidungen, wie Recherchen in der Juristen-Datenbank www.juve.de zeigen. Da fast alle führenden Banken der Bundesrepublik zu den Mandanten von Freshfield gehören &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, bestand für die Kanzlei bei dieser Beratungstätigkeit ein Interessenskonflikt. Denn gleichzeitig beriet Freshfields auch die Antragsteller. So war die Kanzlei für den Fall der [[Commerzbank]] und der [[HSH Nordbank]] zuständig, welche 30 Mrd Euro Garantien und eine Absicherung von Ausgabe von HSH-Anleihen vom SoFFin erhielt und betreute den Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/deals/2009/02/mini-soffin-freshfields-begleitet-hsh-white-case-beraet-hamburg-und-schleswig-holstein “Mini-SoFFin”: Freshfields begleitet HSH, White &amp;amp; Case berät Hamburg und Schleswig-Holstein], Juve.de vom 15.01.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei der Absicherung der HSH-Anleihe übernahm für Freshfield die Kanzlei Linklaters die Beratung der SoFFin, die u.a. den Antragssteller HypoReal Estate schon zweimal erfolgreich vertreten hatte. Bei der Bearbeitung von zwei Commerzbank-Anträgen trat die Kanzlei Lovells als Berater der Bundesregierung bzw. des  BMF in Erscheinung, der SoFFin wurde einmal mehr durch Freshfields beraten. Ebenso bei der Vergabe von Bürgschaften in Höhe von 4 Mrd Euro an die [[Aareal Bank]]. Dies ist besonders brisant, da der Freshfields-Partner Gunnar Schuster, hier die [[SoFFin]] beratend, nach Informationen von JUVE in der Vergangenheit in mehreren Fällen für die Aareal Bank tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzlei erhielt für ihre Beratungstätigkeit zwischen Oktober 2008 und Oktober 2009 rund 5,5 Millionen Euro, wie eine Sprecherin der Finanzmarkt-Stabilisierungsanstalt (FMSA) mitteilte. Die FMSA selbst zahlte für die Beratungsleistung eine Million Euro an Freshfields. Die restlichen 4,5 Millionen zahlten der Sprecherin zufolge die Empfänger von SoFFin-Maßnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/beratung-bei-bankenrettung-kanzlei-kassierte-in-steinbrueck-aera-7-3-millionen-euro_aid_925376.html Kanzlei kassierte in Steinbrück-Ära 7,3 Millionen Euro] Focus vom 22.02.2013, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allein für die Beratung des Bundes bei der Rettung der Hypo Real Estate im Herbst 2008 erhielt Freshfields 766.503 Euro. Die Beratungstätigkeit für das Finanzministerium wurden nicht öffentlich ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten Zeitraum 2005-2009, der Amtszeit von [[Peer Steinbrück]] als Finanzminister, erhielt Freshfields rund 1,8 Millionen Euro Beraterhonorar vom Finanzministerium. Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass Steinbrück für ein Vortrag bei der Kanzlei 15.000 Euro erhielt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-12/steinbrueck-honorar-freshfields Finanzministerium zahlte Anwaltskanzlei 1,8 Millionen Euro] Die Zeit vom 18.12.2012, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Volker Wissing von der FDP sagte dazu: Angesichts solcher Summen wird es immer unglaubwürdiger, dass Herr Steinbrück mit den Beratungshonoraren nicht befasst war, wie er im Dezember [2012] erklären ließ&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wirkte Freshfields bei der Erarbeitung des am 29. Juni 2012 von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittelmehrheit gebilligten Gesetzes über den ''Europäischen Stabilitätsmechanismus'' maßgeblich mit. Laut einer Antwort der Bundesregierung, aus der Woche vom 18. Juni 2012, auf eine schriftliche Frage des CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler, hingehend der Einbeziehung Freshfields in die konzeptionelle Erarbeitung des ESM und der Umsetzungsgesetze in Deutschland, wirkte die Kanzlei folgendermaßen mit:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710050.pdf Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 18. Juni 2012 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/10050 vom 22. 06. 2012, abgerufen am 06.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Bundesregierung hatte externen Sachverstand in Form von Gutachten, Studien oder sonstigen Beratungsleistungen zu folgendem Aspekt des so genannten Gesamtpakets zur Sicherung der Finanzstabilität in der Eurozone von der Firma Freshfields Bruckhaus Deringer eingeholt: Europaweite Einführung von Klauseln in die allgemeinen Bedingungen für Staatsanleihen, die eine Änderung der vereinbarten Leistung sowie der Rechte und Pflichten des Schuldners und der Gläubiger (Anleihebedingungen) durch Mehrheitsentscheidungen ermöglicht.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundesregierung legt die dafür aufgewendeten Kosten nicht offen. Dies wird damit begründet, dass der „Gesetzgeber (...) die unbefugte Offenlegung eines Honorars als Betriebs- und Geschäftsgeheimnis mit § 203 Absatz 2 Nummer 1 des Strafgesetzbuchs für Amtsträger unter Strafe gestellt” hat. Es ist somit für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar wie viel Geld die Regierung für externe Beratungen durch private Anbieter, wie Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien, ausgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berliner Sparkassengesetz ===&lt;br /&gt;
Für den Berliner Senat arbeitete Freshfields das Sparkassengesetz von 2005 aus, das die weitgehende Privatisierung der Berliner Sparkasse ermöglichte. Nach einem Bericht von Report Mainz von 2006 war die Kanzlei zugleich über Berateraufträge dem [[Bundesverband deutscher Banken]] (BdB) und vielen Großbanken verbunden. Diese haben ein starkes Interesse an der Privatisierung der Sparkassen. Gegenüber Report Mainz verweigerte die Kanzlei damals ein Interview über mögliche Interessenkonflikte.&amp;lt;ref&amp;gt;Report Mainz vom 20. März 2006, nicht mehr online verfügbar&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement im Bereich Gentechnik ===&lt;br /&gt;
Die Kanzlei ist unter anderem sehr aktiv in Fragen der grünen Gentechnik, also gentechnisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel. Sie beriet die Saatgutfirma KWS und vertrat das Land Sachsen-Anhalt in einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Gentechnik-Gesetz der rot-grünen Bundesregierung. Sachsen-Anhalt wollte die Einschränkungen für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen zu Fall bringen. Nach dem Regierungswechsel 2005 arbeitete Freshfields einen Entwurf für ein Gentechnik-Gesetz aus. Für welchen Auftraggeber ist unbekannt. Die Kanzlei ist nicht bereit, über ihre Lobby-Aktivitäten zu sprechen. (Jazbinsek/Klein/Müller, S. 100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dietmar Jazbinsek, Ulrich Müller, Heidi Klein&amp;quot;&amp;gt;Jazbinsek, Dietmar/ Klein, Heidi/ Müller, Ulrich 2010: [https://www.lobbycontrol.de/lobbyplanet-berlin-reisefuhrer-durch-den-lobbydschungel/ LobbyPlanet Berlin].  Köln. S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Freshfields-Projekte ===&lt;br /&gt;
*Ausarbeitung des geheimen 17.000-Seiten-[[Toll Collect]]-Vertrags, der die Einrichtung des LKW-Mautsystems auf bundesdeutschen Autobahnen zum Inhalt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Finanzprodukt [[Cross Border Leasing]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29871/1.html Scheinenteignung] Interview Reinhard Jellen mit Werner Rügemer, telepolis am 9. März 2009, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausarbeitung der Rechtskonstruktion der [[ÖPP Deutschland AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer beschäftigt nach eigenen Angaben 2.500 Anwälte in „27 bedeutenden Wirtschaftszentren der Welt“ und berät „internationale Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://freshfields.de/aboutus/ Über uns], Freshfields-Webseite, abgerufen am 28.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; 2009/10 war Freshfields Bruckhaus Deringer nach Umsatz (335 Mio. Euro) und Zahl der Anwälte die größte Kanzlei Deutschlands.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/namenundnachrichten/2010/07/nl102701?view=print Freshfields: Deutliches Umsatzminus in Deutschland], Website Juve, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer ist aus einer Reihe von Fusionen hervorgegangen, an denen die Londoner Kanzlei Freshfields und die deutschen Kanzleien Bruckhaus Kreifels Winkhaus &amp;amp; Lieberknecht, Westrick &amp;amp; Eckholt und Deringer &amp;amp; Segememund beteiligt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://community.beck.de/kanzleiprofile/freshfields-bruckhaus-deringer Freshfields Bruckhaus Deringer Beck Community], Website beck-community, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Mai 2008 hat Freshfields ihr Geschäft auf eine englische Limited Liability Parntership (LLP) übertragen, womit die Gesellschafter nur einer beschränkten persönlichen Haftung unterliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.de/aboutus/llp_conversion/ Umwandlung zur LLP], Website Freshfields, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*Weitere Informationen zum Thema [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer|Gesetzesoutsourcing]]&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer hat sich bisher nicht im freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU, als eigenständige Organisation, eintragen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/welcome.do# EU-Lobbyregister], Stand: 24.08.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist als Mitgliedsorganisation unter dem Thinktank [[European Policy Centre]] (EPC) gelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=89632641000-47 Register der Interessenvertreter], Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 03.11.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anwaltskanzlei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=39702</id>
		<title>Freshfields Bruckhaus Deringer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Freshfields_Bruckhaus_Deringer&amp;diff=39702"/>
		<updated>2017-03-30T09:12:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Lobbyarbeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxUnternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Freshfields Bruckhaus Deringer LLP&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Branche          = Jura&lt;br /&gt;
| Geschäftsfelder  = Rechtsberatung und Unternehmensberatung&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = London&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = Potsdamer Platz 1, Berlin&lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = Bastion Tower, Place du Champ de Mars 5, Brüssel&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.freshfields.de/ www.freshfields.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Freshfields Bruckhaus Deringer LLP''' (Kurzbezeichnung: '''Freshfields''' oder '''FBD''') ist eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit und einer der Vorreiter beim Einstieg von Anwaltskanzleien in das Lobbygeschäft in Deutschland. Die Kanzlei hat zudem in den letzten Jahren an wichtigen Gesetzen mitgeschrieben, insbesondere in der Finanzkrise. Diese Form des [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer Gesetzesoutsourcing]] wurde immer wieder kritisiert. Zugleich beriet Freshfields zahlreiche Banken, auch bei Anträgen für Mittel aus den Rettungspaketen. Freshfields ist auch bei internationalen Schiedsgerichtsverfahren im Rahmen von Freihandelsabkommen aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Finanzlobby-box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit==&lt;br /&gt;
{{Lobbyplanet-box}}&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der [[AmCham EU]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Mitglied der Lobbyorganisation [[Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen]]&lt;br /&gt;
* Freshfields ist Partner der Lobbyorganisation [[True Sale International]]&lt;br /&gt;
* [[Alexander Schaub]] wurde Berater von Freshfiels ab dem 1. Feb­ru­ar 2007 in deren Brüsseler Büro. Er war bis Ju­ni 2006 Generaldirektor Binnenmarkt der [[EU-Kommission]], bevor er in den Ruhestand wechselte. Zuvor war er Generaldirektor Wettbewerb und bekleidete mehrere weitere Po­si­tionen bei der Kommission.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politik-kommunikation.de/personalmeldungen/Freshfields-gewinnt-Ex-Generaldirektor/1089 Freshfields gewinnt Ex-Generaldirektor] politik&amp;amp;kommunikation vom 19. Januar 2007, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005 wurde eine spezielle Abteilung für Public Affairs gegründet. Seit 2016 wird die Abteilung von David Issmer geleitet, der zuvor die Interessen des Freistaates Sachsen im Bereich Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Bund vertrat und als persönlicher Referent des Abgeordneten Carl-Ludwig Thiele im Bundestag gearbeitet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.com/de/deals/David_Issmer_Head_of_Public_Affairs/?LangId=1031], Freshfields-Webseite, abgerufen am &lt;br /&gt;
30.03.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallstudien und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Finanzmarktstabilisierungsgesetz===&lt;br /&gt;
Freshfields spielte bei den deutschen Rettungsmaßnahmen in der Finanzkrise eine herausragende Rolle. Die Gesetzesentwürfe und die Verordnung zum [[Finanzmarktstabilisierungsgesetz]] (FMStG), das im Volksmund als „Rettungsschirm“ bekannt wurde, wurden vollständig von Freshfields-Anwälten ausgearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jungewelt.de/2009/02-25/036.php ''Kanzlei Freshfields schrieb die Gesetzesvorlage zur Hypo Real Estate.]- Ordentliche Enteignung und Insolvenz des maroden Finanzinstituts sollen verhindert werden, junge Welt am 25. Februar 2009, abgerufen am 21.07.2010. [[Report München]]: [http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-banken-wertpapiere-ID1239906872046.xml ''Rettungsschirm für Banken - Bürger gehen leer aus ''], 20. April 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz, das den Weg für eine Enteignung der HypoReal Estate freimachen soll, wurde „in nur wenigen Tagen Dauerarbeit“ geschmiedet und „die Ministerialbürokratien in Berlin haben dann den Gesetzesentwurf nach dem üblichen Procedere abgestimmt“ - so die Süddeutsche Zeitung vom 20.2.2009.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Feuer geschmiedet, SZ, 20.02.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der Verordnung, die die Ausführung des FMStG bestimmt, wurde auf Freshfields zurückgegriffen. Dies bestätigte die Bundesregierung in der Antwort auf eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin (FDP). In der Antwort heißt es,  die „Beratungstätigkeit von Freshfields Bruckhaus Deringer LLP erstreckte sich auf die juristische Prüfung von Einzelfragen und den Entwurf einzelner Formulierungsvorschläge. Die Prüfung und Revision des Verordnungsentwurfs erfolgte ausführlich im Ressortkreis.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610733.pdf  Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Oktober 2008 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Bundestags-Drucksache 16/10733 vom 31.10.2008, S.10F&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen schreibt der Focus: „Der Entwurf für den Verordnungstext ging am Freitagnachmittag von den Computern der Freshfields-Berater Alexander Glos und Gunnar Schuster ans Ministerium. Von dort schickten ihn Beamte ohne Änderung per Mail an Steinbrücks Kabinettskollegen sowie die Spitzen der Koalitionsfraktionen. Bis zur Verabschiedung am darauffolgenden Montagmorgen 8.30 Uhr im Kabinett wurde nur noch wenig geändert.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/rettungsfonds-keiner-weiss-es-genau_aid_343766.html Keiner weiß es genau], Focus, 27.10.2008, abgerufen am 27.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Danach ist es fraglich, ob das zuständige BMF den Verordnungsentwurf wirklich noch „ausführlich“ geprüfen hat - und etwa nicht die Arbeit am Entwurf komplett an Freshfields ausgelagert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Vergabe der Finanzhilfen wurde ebenfalls auf die Beratertätigkeit von Freshfields zurückgegriffen. Freshfields beriet den neu gegründeten [[Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung]] (SoFFin) bei einzelnen Vergabeentscheidungen, wie Recherchen in der Juristen-Datenbank www.juve.de zeigen. Da fast alle führenden Banken der Bundesrepublik zu den Mandanten von Freshfield gehören &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, bestand für die Kanzlei bei dieser Beratungstätigkeit ein Interessenskonflikt. Denn gleichzeitig beriet Freshfields auch die Antragsteller. So war die Kanzlei für den Fall der [[Commerzbank]] und der [[HSH Nordbank]] zuständig, welche 30 Mrd Euro Garantien und eine Absicherung von Ausgabe von HSH-Anleihen vom SoFFin erhielt und betreute den Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/deals/2009/02/mini-soffin-freshfields-begleitet-hsh-white-case-beraet-hamburg-und-schleswig-holstein “Mini-SoFFin”: Freshfields begleitet HSH, White &amp;amp; Case berät Hamburg und Schleswig-Holstein], Juve.de vom 15.01.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei der Absicherung der HSH-Anleihe übernahm für Freshfield die Kanzlei Linklaters die Beratung der SoFFin, die u.a. den Antragssteller HypoReal Estate schon zweimal erfolgreich vertreten hatte. Bei der Bearbeitung von zwei Commerzbank-Anträgen trat die Kanzlei Lovells als Berater der Bundesregierung bzw. des  BMF in Erscheinung, der SoFFin wurde einmal mehr durch Freshfields beraten. Ebenso bei der Vergabe von Bürgschaften in Höhe von 4 Mrd Euro an die [[Aareal Bank]]. Dies ist besonders brisant, da der Freshfields-Partner Gunnar Schuster, hier die [[SoFFin]] beratend, nach Informationen von JUVE in der Vergangenheit in mehreren Fällen für die Aareal Bank tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzlei erhielt für ihre Beratungstätigkeit zwischen Oktober 2008 und Oktober 2009 rund 5,5 Millionen Euro, wie eine Sprecherin der Finanzmarkt-Stabilisierungsanstalt (FMSA) mitteilte. Die FMSA selbst zahlte für die Beratungsleistung eine Million Euro an Freshfields. Die restlichen 4,5 Millionen zahlten der Sprecherin zufolge die Empfänger von SoFFin-Maßnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/beratung-bei-bankenrettung-kanzlei-kassierte-in-steinbrueck-aera-7-3-millionen-euro_aid_925376.html Kanzlei kassierte in Steinbrück-Ära 7,3 Millionen Euro] Focus vom 22.02.2013, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allein für die Beratung des Bundes bei der Rettung der Hypo Real Estate im Herbst 2008 erhielt Freshfields 766.503 Euro. Die Beratungstätigkeit für das Finanzministerium wurden nicht öffentlich ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten Zeitraum 2005-2009, der Amtszeit von [[Peer Steinbrück]] als Finanzminister, erhielt Freshfields rund 1,8 Millionen Euro Beraterhonorar vom Finanzministerium. Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass Steinbrück für ein Vortrag bei der Kanzlei 15.000 Euro erhielt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-12/steinbrueck-honorar-freshfields Finanzministerium zahlte Anwaltskanzlei 1,8 Millionen Euro] Die Zeit vom 18.12.2012, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Volker Wissing von der FDP sagte dazu: Angesichts solcher Summen wird es immer unglaubwürdiger, dass Herr Steinbrück mit den Beratungshonoraren nicht befasst war, wie er im Dezember [2012] erklären ließ&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesregierung-die-beamten-fluesterer_aid_426462.html Die Beamten-Flüsterer] Focus vom 17.08.2009, abgerufen am 06.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wirkte Freshfields bei der Erarbeitung des am 29. Juni 2012 von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittelmehrheit gebilligten Gesetzes über den ''Europäischen Stabilitätsmechanismus'' maßgeblich mit. Laut einer Antwort der Bundesregierung, aus der Woche vom 18. Juni 2012, auf eine schriftliche Frage des CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler, hingehend der Einbeziehung Freshfields in die konzeptionelle Erarbeitung des ESM und der Umsetzungsgesetze in Deutschland, wirkte die Kanzlei folgendermaßen mit:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710050.pdf Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 18. Juni 2012 eingegangenen Antworten der Bundesregierung], Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/10050 vom 22. 06. 2012, abgerufen am 06.08.2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Bundesregierung hatte externen Sachverstand in Form von Gutachten, Studien oder sonstigen Beratungsleistungen zu folgendem Aspekt des so genannten Gesamtpakets zur Sicherung der Finanzstabilität in der Eurozone von der Firma Freshfields Bruckhaus Deringer eingeholt: Europaweite Einführung von Klauseln in die allgemeinen Bedingungen für Staatsanleihen, die eine Änderung der vereinbarten Leistung sowie der Rechte und Pflichten des Schuldners und der Gläubiger (Anleihebedingungen) durch Mehrheitsentscheidungen ermöglicht.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundesregierung legt die dafür aufgewendeten Kosten nicht offen. Dies wird damit begründet, dass der „Gesetzgeber (...) die unbefugte Offenlegung eines Honorars als Betriebs- und Geschäftsgeheimnis mit § 203 Absatz 2 Nummer 1 des Strafgesetzbuchs für Amtsträger unter Strafe gestellt” hat. Es ist somit für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar wie viel Geld die Regierung für externe Beratungen durch private Anbieter, wie Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien, ausgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berliner Sparkassengesetz ===&lt;br /&gt;
Für den Berliner Senat arbeitete Freshfields das Sparkassengesetz von 2005 aus, das die weitgehende Privatisierung der Berliner Sparkasse ermöglichte. Nach einem Bericht von Report Mainz von 2006 war die Kanzlei zugleich über Berateraufträge dem [[Bundesverband deutscher Banken]] (BdB) und vielen Großbanken verbunden. Diese haben ein starkes Interesse an der Privatisierung der Sparkassen. Gegenüber Report Mainz verweigerte die Kanzlei damals ein Interview über mögliche Interessenkonflikte.&amp;lt;ref&amp;gt;Report Mainz vom 20. März 2006, nicht mehr online verfügbar&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement im Bereich Gentechnik ===&lt;br /&gt;
Die Kanzlei ist unter anderem sehr aktiv in Fragen der grünen Gentechnik, also gentechnisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel. Sie beriet die Saatgutfirma KWS und vertrat das Land Sachsen-Anhalt in einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Gentechnik-Gesetz der rot-grünen Bundesregierung. Sachsen-Anhalt wollte die Einschränkungen für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen zu Fall bringen. Nach dem Regierungswechsel 2005 arbeitete Freshfields einen Entwurf für ein Gentechnik-Gesetz aus. Für welchen Auftraggeber ist unbekannt. Die Kanzlei ist nicht bereit, über ihre Lobby-Aktivitäten zu sprechen. (Jazbinsek/Klein/Müller, S. 100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dietmar Jazbinsek, Ulrich Müller, Heidi Klein&amp;quot;&amp;gt;Jazbinsek, Dietmar/ Klein, Heidi/ Müller, Ulrich 2010: [https://www.lobbycontrol.de/lobbyplanet-berlin-reisefuhrer-durch-den-lobbydschungel/ LobbyPlanet Berlin].  Köln. S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Freshfields-Projekte ===&lt;br /&gt;
*Ausarbeitung des geheimen 17.000-Seiten-[[Toll Collect]]-Vertrags, der die Einrichtung des LKW-Mautsystems auf bundesdeutschen Autobahnen zum Inhalt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/artikel/38/38349/1.html Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro? - Interview mit Werner Rügemer] Telepolis vom 17.01.2013, abgerufen am 18.01.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Finanzprodukt [[Cross Border Leasing]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29871/1.html Scheinenteignung] Interview Reinhard Jellen mit Werner Rügemer, telepolis am 9. März 2009, abgerufen am 21. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausarbeitung der Rechtskonstruktion der [[ÖPP Deutschland AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer beschäftigt nach eigenen Angaben 2.500 Anwälte in „27 bedeutenden Wirtschaftszentren der Welt“ und berät „internationale Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://freshfields.de/aboutus/ Über uns], Freshfields-Webseite, abgerufen am 28.10.2010&amp;lt;/ref&amp;gt; 2009/10 war Freshfields Bruckhaus Deringer nach Umsatz (335 Mio. Euro) und Zahl der Anwälte die größte Kanzlei Deutschlands.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juve.de/nachrichten/namenundnachrichten/2010/07/nl102701?view=print Freshfields: Deutliches Umsatzminus in Deutschland], Website Juve, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freshfields Bruckhaus Deringer ist aus einer Reihe von Fusionen hervorgegangen, an denen die Londoner Kanzlei Freshfields und die deutschen Kanzleien Bruckhaus Kreifels Winkhaus &amp;amp; Lieberknecht, Westrick &amp;amp; Eckholt und Deringer &amp;amp; Segememund beteiligt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://community.beck.de/kanzleiprofile/freshfields-bruckhaus-deringer Freshfields Bruckhaus Deringer Beck Community], Website beck-community, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Mai 2008 hat Freshfields ihr Geschäft auf eine englische Limited Liability Parntership (LLP) übertragen, womit die Gesellschafter nur einer beschränkten persönlichen Haftung unterliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freshfields.de/aboutus/llp_conversion/ Umwandlung zur LLP], Website Freshfields, abgerufen am 18.5.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*Weitere Informationen zum Thema [[Outsourcing von Gesetzen an Kanzleien und Wirtschaftsprüfer|Gesetzesoutsourcing]]&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer hat sich bisher nicht im freiwilligen [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten|Lobbyregister]] der EU, als eigenständige Organisation, eintragen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/welcome.do# EU-Lobbyregister], Stand: 24.08.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Freshfields Bruckhaus Deringer ist als Mitgliedsorganisation unter dem Thinktank [[European Policy Centre]] (EPC) gelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/consultation/displaylobbyist.do?id=89632641000-47 Register der Interessenvertreter], Webseite der Europäischen Kommission, abgerufen am 03.11.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anwaltskanzlei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖPP]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=39665</id>
		<title>Alternative für Deutschland (AfD)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(AfD)&amp;diff=39665"/>
		<updated>2017-03-23T10:34:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toccolours&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; margin: 0 0 1em 1em; width: 25em; font-size: 90%; clear:right; vertical-align: top; text-align: left; empty-cells:collapse;&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center; background:#EBECEC; color:Black&amp;quot;  | {{{Name|Alternative für Deutschland}}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding: 1em 0; text-align: center;&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Parteivorsitzende&lt;br /&gt;
|{{{Parteivorsitzende|Frauke Petry, Jörg Meuthen}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Schatzmeister&lt;br /&gt;
|{{{Schatzmeister|Klaus-G. Fohrmann}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gründung&lt;br /&gt;
|{{{Gründung|06. Februar 2013, Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Hauptsitz&lt;br /&gt;
|{{{Hauptsitz|Schillstraße 9, 10785 Berlin}}}&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Mitglieder&lt;br /&gt;
|{{{Mitglieder|ca. 25.200}}} &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/politik/deutschland/article140388925/AfD-trotz-Querelen-weiter-mit-Mitgliederzuwachs.html AfD trotz Querelen weiter mit Mitgliederzuwachs], Die Welt , 01.05.2015, abgerufen am 07. July 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Webadresse&lt;br /&gt;
| {{{Webseite|[http://www.alternativefuer.de www.alternative.de]}}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung==&lt;br /&gt;
Die Alternative für Deutschland (AfD) ist 2013 als eurokritische Partei gegründet worden, deren Sprecher zunächst Bernd Lucke, Frauke Petry und Bernd Adam waren. Nach einem parteiinternen Machtkampf wurden 2015 Frauke Petry und Jörg Meuthen als Parteivorsitzende gewählt. Bernd Lucke und weitere Vertreter des wirtschaftsliberalen Flügels traten aus der AfD aus und gründeten die Allianz für Fortschritt und Aufbruch. In ihrem Grundsatzprogramm aus dem Frühjahr 2016 hat die ursprünglich durch die Ablehnung des Euro und der Eurorettung geprägte AfD ihre Zuwendung zu deutlich nationalkonservativeren und auch zuwanderungskritischeren Positionen festgeschrieben. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.diw.de/de/diw_01.c.541624.de/themen_nachrichten/afd_bindet_relativ_viele_nichtwaehlerinnen_und_personen_aus_dem_rechten_lager_an_sich.html Pressemitteilung des DIW zu seiner  AfD-Studie vom 24.08.2016], diw.de, abgerufen am 24.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den radikalsten Forderungen des Grundsatzprogramms gehören - neben der weitreichenden Ablehnung des Islam - u.a.: Strafmündigkeit schon ab 12 Jahren, Sicherungsverwahrung statt Psychiatrie, Abschiebung ausländischer Krimineller, Straftatbestand der Steuerverschwendung, weniger Erinnerung an den Nationalsozialismus, notfalls Austritt aus dem Euro, Rückkehr zum völkischen Abstammungsprinzip, kein Geld mehr für Klimaschutz und Atomausstieg rückgängig machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nach-programmparteitag-so-radikal-will-die-afd-deutschland-umbauen-14210980.html So radikal will die AfD Deutschland umbauen], faz.net vom 02.05.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/wp-content/uploads/sites/7/2016/05/2016-06-27_afd-grundsatzprogramm_web-version.pdf Programm für Deutschland. Das Grundsatzprogramm der Alternative für Deutschland], alternativefuer.de, abgerufen am 24.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Grundsatzprogramm spricht sich die AfD dafür aus, den Lobbyismus einzudämmen (1.6). Sie setzt sich  für ein Lobbyisten-Gesetz mit konkreten Rechten, Pflichten und Sanktionen für Mandatsträger und Lobbyisten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirtschafts- und sozialpolitische Positionen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einer Presserklärung der AfD aus dem Jahr 2015 geht die Wiederherstellung der patriotisch/konservativen Ausrichtung der AfD nicht zu Lasten wirtschaftsliberaler Positionen, weil sie komplementär zu ihnen erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://mittelstandsforum.org/category/presse/ Gemeinsame Presseerklärung der Afd-Partei und des AfD-Mittelstandsforums], mittelstandsforum.org vom 16.06.2015, abgerufen am 26.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dementsprechend ist das AfD-Grundsatzprogramm aus dem Jahr 2016 überwiegend wirtschaftsliberal ausgerichtet. Je mehr Wettbewerb und je geringer die Staatsquote, desto besser für alle (10.1). Über Privatisierungen sollen Bürgerentscheide auf der jeweiligen staatlichen Ebene entscheiden, insbesondere bei der öffentlichen Daseinsfürsorge (10.8). Die Vermögen- und Erbschaftsteuer soll abgeschafft, die Gewerbesteuer überprüft werden (11.4). Der Mindestlohn wird dagegen befürwortet (5.3). Der Klimawandel wird geleugnet, die Senkung von CO2-Emissionen als Beschränkung der Freiheit qualifiziert (12.1), der Ausstieg aus der Kernkraft als sachlich nicht begründet und schädlich bezeichnet (12.6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbindungen zur Pegida-Bewegung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida), tritt seit dem 20. Oktober 2014 durch wöchentliche Demonstrationen gegen eine von ihr angenommene Islamisierung und gegen eine aus ihrer Sicht verfehlte Asyl- und Migrationspolitik an. Politiker und Vertreter von anderen Organisationen warnen im Zusammenhang mit Pegida-Demonstrationen, vor Fremdenfeindlichkeit und teilweise vor Rassismus. Die Verfassungsschutzbehörde warnt zudem vor rechtsextremen Tendenzen bei Ablegern von Pegida in anderen Städten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Patriotische_Europ%C3%A4er_gegen_die_Islamisierung_des_Abendlandes#cite_ref-1 Pegida], Wikipedia-Artikel, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Positionierung im Umgang mit der Pegida-Bewegung ist dabei innerhalb der AfD umstritten. Der Parteivorsitzende Bernd Lucke betonte immer wieder, dass eine Zusammenarbeit ausgeschlossen sei. Andere Parteifunktionäre der AfD, wie beispielsweise Alexander Gauland, beteiligten sich hingegen an Veranstaltungen von verschiedenen Ablegern der Pegida-Bewegung und trafen sich mit Organisatoren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/pegida-gruender-wie-die-afd-den-ruecktritt-bachmanns-beeinflusste-1.2315975 Wie die AfD den Rücktritt Bachmanns beeinflusste], sueddeutsche.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Pressemeldung der Landesvorsitzenden der AfD in Sachsen, Frauke Petry, zum Rücktritt des Pegida-Gründers Lutz Bachmann, führte zur weiteren Diskussion um die Zusammenarbeit zwischen der AfD und dem islamkritischen Bündnis. Die Pressemitteilung vom 21. Januar 2015 zum Rücktritt von Bachmann erschien vor der offiziellen Meldung durch die Pegida, wurde aber nach sieben Minuten wieder zurück gezogen. Das verfrühte Verschicken der Pressemitteilung wurde zunächst als Versehen abgetan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/lutz-bachmann-ruecktritt-pegidas-neue-plaene-a-1014316.html Nach Bachmann-Rücktritt: Pegidas Franchise-Pläne], spiegel.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Frauke Petry erklärte daraufhin, dass es vor dem Rücktritt beratende Gespräche zwischen der Landesvorsitzenden und der Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel gegeben hatte, in denen seitens der AfD, für einen Rücktritt von Bachmann plädiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-beriet-pegida-in-der-hitler-affaere-von-lutz-bachmann-a-1014623.html Skandal um Lutz Bachmann: AfD beriet Pegida in Hitler-Affäre], spiegel.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzierung==&lt;br /&gt;
===Spenden, Mitgliedsbeiträge, Staatliche Finanzierung===&lt;br /&gt;
Zum einen finanziert sich die AfD aus Mitgliedsbeiträge und Spenden: Bis Ende April 2013 soll die Partei rund 600.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen eingenommen haben. Die größte Privatspende bezifferte der damalige Schatzmeister Stenzel auf 5.000 Euro. &amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/alternative-fuer-deutschland-wie-der-wahlkampf-finanziert-werden-soll-a-895539.html Zur Finanzierung ihres Wahlkampfs will die neue Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ Kontaktlisten von CDU-nahen Organisationen nutzen], Spiegel online, 21.04.2013, abgerufen am 13.08.2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum anderen scheint die Partei durch die guten Wahlergebnisse im Gründungsjahr bereits 2014 einen Anspruch Gelder aus der staatlichen Parteienfinanzierung geltend machen zu können. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.das-parlament.de/2013/42-43/Themenausgabe/47417486.html Korrekte Rechenschaft], Götz Hausding in Das Parlament, Nr. 42-43/14.10.2013, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erwartete Summe bezifferten Vertreter der Partei auf vier Millionen Euro. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/afd-rechnet-mit-vier-millionen-euro-staatsfinanzierung-a-928780.html AfD rechnet mit vier Millionen Euro Staatsfinanzierung], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob und in welchem Umfang sie zukünftig von Mitteln von Bund und Ländern profitiert, hängt vom Wahlergebnis ab. Das Wahlergebnis und die selbst eingeworbenen Mittel sind Maßstäbe für die Berechnung der Parteienfinanzierung. So wirbt unter anderem AfD-Mitglied Jens Eckleben für Unterstützung: „Abgesehen davon, daß wir noch keine Gelder aus der Parteienfinanzierung bekommen, werden zukünftig die Gelder maßgeblich von den durch die Partei jetzt eingeworbenen Spenden abhängen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://plus.google.com/115780406608723057410/posts/TZ5tp3MuvRZ Warum die AfD Spenden braucht], Jens Eckleben auf Google+, 06.05.2013, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem 2014 der Partei der Einzug in die Landtage von Sachsen, Brandenburg und Thüringen gelungen ist, stehen ihr laut Focus knapp vier Millionen aus der staatlichen Finanzierung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/knapp-vier-millionen-euro-landtagswahlerfolge-bescheren-der-afdhohe-einnahmen_id_4147691.html Wahlerfolge bescheren der AfD vier Millionen Euro], Focus Online, 21.09.2014, abgerufen am 30. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AfD wird zunehmend mit Spenden aus der Wirtschaft bedacht. Zu den Spendern gehören Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der [[SMS Group]] sowie ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), und Hans Wall, Gründer des Berliner Außenwerbers Wall AG.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-prominente-mittelstaendler-finanzieren-rechtspopulisten-a-997243.html#ref=rss Angriff auf die CDU: Prominente Mittelständler finanzieren rechtspopulistische AfD. Spiegel online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 16. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Angaben von Weiss sind auch Spenden von anderen bekannten Wirtschaftsführern geflossen - allerdings unter der Meldegrenze, sodass sie  nicht im Rechenschaftsbericht erscheinen müssen. Der Stellv. Parteisprecher [[Hans-Olaf Henkel]], ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) erklärte, mehrere Dax-Vorstände und zahlreiche Chefs von Familienunternehmen unterstützten die AfD.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/afd-zuspruch-von-unternehmern-heinrich-weiss-und-hans-wall-13210673.html Prominente Spender Erste Unternehmer nähern sich der AfD, FAZ online vom 15. Oktober 2014], abgerufen am 15. 10. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im März 2015 gab es Berichte über unzureichende Buchhaltung bei der Partei&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt.de/politik/deutschland/article138710052/Lucke-fordert-Geld-von-AfD-Mitgliedern.html Lucke fordert Geld von AfD-Mitgliedern], Die Welt, 24. März 2015, zuletzt besucht am 26.3.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kredite===&lt;br /&gt;
Bereits 2013 wurde in den Medien über einen Kredit an die Partei berichtet. Laut Spiegel gab es zwei Kredite über je 500.000 Euro, die der Partei von dem Hamburger Reeder Folkard Edler gewährt wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder-a-939158.html  Heikler Deal: AfD bekam günstigen Millionenkredit von Hamburger Reeder], Der Spiegel, abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dies veranlasste Parteichef Bernd Lucke zu einer Erwiderung. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/spiegel-online-15-12-13-heikler-deal-afd-bekam-guenstigen-millionenkredit-von-hamburger-reeder/ Stellungnahme Bernd Lucke], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wies darauf hin, dass ein eventuell 2014 entstehender geldwerter Vorteil, als Spende erst im am 30. September 2015 vorzulegenden Rechenschaftsbericht ausgewiesen werden müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Jahr 2014 gab es Berichte über einen Kredit in Höhe von 640.000 Euro. &amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.welt.de/politik/deutschland/article127190958/AfD-setzt-umstrittene-Kreditfinanzierung-fort.html AfD setzt umstrittene Kreditfinanzierung fort], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/alternative-fuer-deutschland-afd-ist-ein-guenstiger-kredit-eine-parteispende-12907366.html Muss AfD günstigen Kredit melden? ], abgerufen am 22. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2014 hat [[Hans-Olaf Henkel]], damals Stellvertretender AfD-Sprecher und Kandidat für die Europawahl, der AfD ein Darlehen mit Laufzeit bis 5/2015 über eine Million Euro zu 2 % Zinsen gewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-04/afd-europawahl-henkel-kredit Europawahlkampf Henkel leiht AfD eine Million, Zeit online vom 30. April 2014], abgerufen am 9. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124823_DFI_rev0_DE.pdf Erklärung der finanziellen Interessen beim Europäischen Parlament vom 24. 6. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Goldhandel===&lt;br /&gt;
Um die volle Höhe der nach ihrem Wahlerfolg bemessenen staatlichen Zuschüsse von 5 Millionen Euro erhalten zu können, hatte sich die AfD, laut Selbstdarstellung, zu einem „innovativen Wege zur Erzielung von Einnahmen“ &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.afd-gold.de/aktion.html Warum sich die AfD im Goldhandel engagiert.], afd-gold.de, abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; entschieden. Denn um Anspruch auf den vollen Umfang der staatlichen Zuschüsse zu erhalten, müssen die weiteren Einnahmen der Partei eben so hoch sein, wie die Zuschüsse selbst. Die Einnahmen der Partei beliefen sich für das Jahr 2014 aber zunächst auf 2,5 Millionen Euro aus Mitgliederbeiträgen und eine halbe Millionen Euro aus Spenden. Die 2 Millionen Euro die fehlten, um Anspruch auf die gesamten staatlichen Zuschüsse zu erhalten, sollten daher durch den Verkauf von Gold erwirtschaftet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/nach-afd-trick-die-heimlichen-goldgruben-der-parteien-13286140.html Nach AfD-Trick Die heimlichen Goldgruben der Parteien], faz.net abgerufen am 30. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundestagsverwaltung prüfte und befand, dass die Einnahmen aus dem Verkauf von Gold als eine Einnahme im Sinne des Parteiengesetzes zu werten sei. Nicht zuletzt aus dem Bundestag machte sich darauf hin Kritik an der Regelung des Parteiengesetzes breit und man erwog, dass Gesetz zu reformieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2014/pm_141121/341758 AfD-Goldhandel: Lammert empfiehlt Änderung des Parteiengesetzes], bundestag.de, abgerufen am 02. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten===&lt;br /&gt;
Die ''Frankfurter Allgemeine Zeitung'' berichtet im August 2016 über die Unterstützung der AfD durch einen Verein. Bei diesem ist weder die Finanzierung transparent, noch stehen die Verantwortlichen für Auskunft zur Verfügung. Der Verein unterstützt mit aufwändigen Plakaten Wahlkämpfe der Partei, so etwa in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern. Verantwortliche Parteileute gaben dazu ebenfalls keine Auskünfte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-mecklenburg-vorpommern/afd-erhaelt-wahlunterstuetzung-von-verein-in-mecklenburg-vorpommern-14398142-p3.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3 Mecklenburg-Vorpommern: Die geheimen Helfer der AfD], FAZ, 21. August 2016, zuletzt aufgerufen am 31.8.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lobbycontrol.de/2016/09/warum-die-dubiose-afd-wahlkampfhilfe-unaufgeklaert-bleibt-und-was-sich-aendern-muss/ Warum die dubiose AfD-Wahlkampfhilfe unaufgeklärt bleibt – und was sich ändern muss], LobbyControl, 5. September 2016, zuletzt aufgerufan am 6.9.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Kurz vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt wurden fast zwei Millionen Exemplare eines Flugblatts mit dem Namen &amp;quot;Extrablatt&amp;quot; verteilt, in dem zur Wahl der AfD aufgerufen wurde. Als Chefredakteur fungierte Josef Konrad, Mitglied des AfD-Bezirksverbandes Oberfranken und Geschäftsführer der Polifakt Medien GmbH in Leipzig ist. Dessen ungeachtet bestritt AfD-Co-Parteichef Jörg Meuthen jegliches Wissen und einen Zusammenhang mit der Partei.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fr-online.de/politik/-extrablatt--afd-wegen-anonymer-spende-unter-druck-,1472596,33925182.html AfD wegen anonymer Spende unter Druck], Frankfurter Rundschau, 8. März 2016, zuletzt aufgerufen am 28.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. September 2016 ist der Verein offiziell als Nachfolgeorganisation einer &amp;quot;losen Vereinigung gleichen Namens&amp;quot; gegründet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rechtundfreiheit.de Gegen Masseneinwanderung: Finanzstarker konservativer Verein gegründet], rechtundfreiheit.de vom 04.10.2016, abgerufen am 28.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein habe über 7.000 Freunde und Förderer, auch aus dem Bereich der mittelständischen Wirtschaft und der Industrie. Zum Vorsitzenden wurde David Bendels gewählt, dem ehemaligen Sprecher der CSU-Basisgruppe „Konservativer Aufbruch“ (KA), der im Juni 2016 aus der CSU ausgetreten und seitdem parteilos ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/csu-spitze-untersagt-auftritt-bei-afd-bendels-verlaesst-partei/ CSU-Spitze untersagt Auftritt bei AfD: Bendels verlässt die Partei], jungefreiheit.de vom 03.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== AfD Parteitag 2015 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2015 wurde der Parteigründer und bisherige Vorsitzende der AfD, Prof. Bernd Lucke von den Mitgliedern der AfD  abgewählt. Mit 60 Prozent wählten die AfD Mitglieder Frauke Petry zur neuen Parteivorsitzenden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-bernd-luckes-abgang-nach-frauke-petrys-sieg-a-1042123.html  Petry übernimmt AfD: Der Lucke geht von Bord], spiegel online abgerufen am 08. Juli 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Parteitag in Essen, war ein Monate langer internen Streit der Parteiführung voraus gegangen. Der Grund für den Streit ist die Frage um die zukünftige  Ausrichtung der Partei. Bernd Lucke steht für eine wirtschaftsliberale Ausrichtung der Partei, im Gegensatz zu Frauke Petry die für eine rechtskonservative Ausrichtung wirbt. Der Streit der beiden Parteiflügel bestimmte in den letzte Monaten die Medienberichte über die AfD und verhinderte zuletzt sogar einen geplanten Parteitag im Mai 2015. Zuletzt geriet Bernd Luck so stark unter Druck das er den Verein „Weckruf“ 2015 gründete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-bernd-lucke-muss-seinen-weckruf-2015-aufloesen-a-1040235.html   Urteil des Schiedsgerichts: AfD-Chef Lucke muss seinen &amp;quot;Weckruf&amp;quot; auflösen], spiegel online abgerufen am 08. Juli 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit diesem  „Weckruf“ wollte Lucke seine Unterstützer mobilisieren und somit Druck auf den rechtskonservativen Flügel ausüben. &lt;br /&gt;
Eben dieser rechtskonservative Flügel setzte sich mit deutlicher Mehrheit auf dem Essener Parteitag durch so das 60 % der Mitglieder Frauke Petry zur Parteivorsitzenden wählten. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-bernd-luckes-abgang-nach-frauke-petrys-sieg-a-1042123.html  Petry übernimmt AfD: Der Lucke geht von Bord], spiegel online abgerufen am 08. Juli 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Abwahl von Lucke, trat Luckes Vertrauter Hans-Olaf Henkel aus der Partei aus. Lucke selbst überlegt derzeit öffentlich über die Gründung einer neuen Partei nach. Auch weitere Anhänger des wirtschaftsliberalen Flügel kündigten den Austritt aus der Partei an. Frauke Petry bittet  um den Verbleib in der Partei. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-frauke-petry-fordert-mitglieder-zum-bleiben-auf-a-1042601.html  Nach dem Parteitag: AfD-Chefin Petry fordert Mitglieder zum Bleiben auf ], spiegel online abgerufen am 08. Juli 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisationsstruktur und Personal==&lt;br /&gt;
===Sprecher, Mitglieder und Unterstützer===&lt;br /&gt;
Da die Partei bis vor kurzem in keinem Parlament vertreten war, konnte sie keinen direkten Einfluss auf Gesetzesinitiativen ausüben und befindet sich nicht im Fokus des Interesses von Lobbyisten und Verbänden. Trotzdem gibt es Personalien in der AfD, die besondere Nähe zu Unternehmen aufweisen, oder als Parteiüberläufer Konfliktpotential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot; &amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;| Sprecher, Mitglieder und Unterstützer&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2; &amp;quot;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hans-Olaf Henkel]]&lt;br /&gt;
| war bis zu seinem Parteiaustritt im April 2015 Stellvertretender Sprecher der AfD. Der ehemaliger Präsident des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI) (1995-2000) und bis vor kurzem Vorsitzender des Vorstands des [[Konvent für Deutschland]] (bis 1/2014) ist Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]. Bis zu seinem Eintritt in die AfD war er Aufsichtsrat/Verwaltungsrat/ Berater einer Vielzahl von Unternehmen, darunter [[Bayer]] AG (Leverkusen), Continental AG (Hannover), [[Daimler]] Luft- und Raumfahrt AG (München), SMS GmbH (Düsseldorf), Ringier AG (Zofingen/Schweiz) und Heliad Equity Partners (Frankfurt/Zürich).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Olaf_Henkel Hans-Olaf Henkel], Wikipedia, abgerufen am 19. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Joachim Starbatty]],&lt;br /&gt;
| emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre mit Verbindungen in wirtschaftsliberale Netzwerke, ist Mitbegründer und Europaabgeordneter der AfD. Der EU-Kritiker klagte erfolglos vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenland-Hilfen und den Euro-Rettungsschirm. Starbatty ist Vorsitzender der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]], Mitglied des Kuratoriums von [[Open Europe Berlin]] und Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]. Im Juli 2015 trat er aus der AfD aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Norbert Stenzel&lt;br /&gt;
| Kritik wird besonders um die vielen Überläufer von anderen Parteien laut. Hervorzuheben ist hier der Fall Stenzel. Norbert Stenzel ist ehemaliges Mitglied des [[Wirtschaftsrat der CDU]] und brüstete sich, aus seiner damaligen Zeit in der CDU ein &amp;quot;dickes Adressbuch&amp;quot; mit zur AfD zu nehmen. Diese Aussage bezog sich auf die Frage, wie die AfD sich langfristig finanzieren wolle. Die CDU bezichtigte ihn darauf des Datenklaus.&amp;lt;ref name=Spiegel&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Beatrix von Storch]]&lt;br /&gt;
| ist Europaabgeordnete der AfD. Mit ihrem Ehemann [[Sven von Storch]] leitet sie Internetplattformen wie [http://www.abgeordneten-check.de Abgeordneten-Check.de] oder [http:///www.freiewelt.net FreieWelt.net] und gilt als eine der einflussreichsten Euro-Kritikerinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cicero.de/berliner-republik/afd-kandidatin-beatrix-von-storch-ihr-hauptberuf-ist-protest/54701 AfD-Kandidatin Beatrix von Storch: Ihr Hauptberuf ist Protest], Cicero online, 12.06.2013, abgerufen am 20. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.afdbayern.de/beatrix-von-storch-in-neumarkt/ AfD Bayern - zur Person von Storch: ], abgerufen am 23. September 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Roland Vaubel]],&lt;br /&gt;
| Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Afd, ist Mitglied des [[Walter Eucken Institut]], Referent bei Veranstaltungen der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], Mitglied des Beirats des &amp;quot;Cato Journal&amp;quot; (Hrsg. [[Cato Institute]]) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Institut für Unternehmerische Freiheit]], zu dessen Visionen die Abschaffung aller staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft und die vollständige Privatisierung des Renten- und Gesundheitswesens gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frank-Christian Hansel&lt;br /&gt;
| ist kommissarischer Bundesgeschäftsführer der AfD bis zum 30. September 2014. Nach seinem Ausscheiden bekleidet er weiterhin die Funktion des Landesschatzmeister der Partei für Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/unruhe-in-der-afd-bundesvorstand-entlaesst-geschaeftsfuehrer-hansel-13023214.html Bundesvorstand entlässt Geschäftsführer Hansel, FAZ.net vom 2. Juli 2014], abgerufen am 16. 7. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bundesfachausschuss Energiepolitik der AfD===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 15 Mitgliedern des „Bundesfachausschusses Energiepolitik“, der für das Thema Klimawandel zuständig ist, gehören nach taz-Recherchen mindestens 12 eindeutig zum Lager der Klimaskeptiker. Darunter ist etwa [[Michael Limburg]], Vizepräsident des [[Europäisches Institut für Klima und Energie|Europäischen Instituts für Klima und Energie]] (EIKE), die wichtigste Stimme der deutschen Klimaleugner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://taz.de/Energieausschuss-der-AfD/!124495/ Sammelbecken der Klimaskeptiker] taz vom 27. 09. 2013, abgerufen am 27.09.2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Afd-Mittelstandsforum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das AfD-Mittelstandsforum bringt nach eigenen Angaben seine fachliche Expertise bei Gesprächen des AfD-Bundesvorstands mit interessierten mittelständischen Unternehmen ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://mittelstandsforum.org/category/presse/ Vorstands-Klausurtagung des AfD-Mittelstandsforums], mittelstandsforum.org vom 17.04.2016, abgerufen am 26.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiteres Ziel ist die gemeinsame Gewinnung von Spenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesvorsitzender des Mittelstandsforums ist [[Hansjörg Müller]], Unternehmensberater aus Ainring und AfD-Direktkandidat für die Bundestagswahl im Wahlkreis Traunstein/Berchtesgadener Land. Müller war Interim Manager der Vermittlungs-Agentur Bridge imp, die auch Führungskräfte mit dem erforderlichen Know-how für ein zielgerichtetes Handeln in Russland vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bridge-imp.com/interim-management/bridge-wissen/blog/artikel/interim-management-russland.html Interim Management in Russland: Die Besonderheit der russischen Geschäftskultur], bridge-imp.com vom 12.12.2013, abgerufen am 26.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Stellvertreter sind: Uwe Kamann, Ralf Glöckner-Goldmann, Dirk Adam. Schatzmeister ist Roland Huwer. Beisitzer sind: Matthias Gellner, Matthias Lieschke, Joachim Keiler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;[http://mittelstandsforum.org/category/presse/ Mittelstandsforum der AfD startet neu durch - harmonisches Vorstands-Neuwahlen in Schweinfurth], mittelstandsforum.org vom 01.11.2015, abgerufen am 26.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beziehungen zu anderen Organisationen==&lt;br /&gt;
===[[Die Familienunternehmer - ASU]]===&lt;br /&gt;
Der Verband der Familienunternehmer hat für die eurokritischen und neoliberalen Positionen der AfD großes Verständnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/afd-familienunternehmer-versus-bdi Andreas Kemper: Familienunternehmer versus BDI, Der Freitag online vom 20. März 2013 Webseite Freitag], abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglieder und Repräsentanten der Familienunternehmer hatten sich bereits vor der Gründung der AfD mit Professoren getroffen, die die Gründung einer neuen Partei in Erwägung zogen. Zum Teil handelte es sich um vertrauliche Kontakte; zum Teil wurde über die gemeinsamen Diskussionen in der Internetzeitung [[FreieWelt.net]] berichtet, die die AfD publizistisch unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freiewelt.net/galerie/podiumsdiskussion-esm-vertrag-der-weg-in-die-schuldenunion-abschaffung-von-demokratie-und-souveranitat-60021/ Podiumsdiskussion der Zivilen Koalition: ESM - Vertrag - Der Weg in die Schuldenunion, FreieWelt.net vom 1. Januar 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; Robin Paulus, Leiter der Abteilung Politik und Wirtschaft der Familienunternehmer, vertrat auf dem [[Forum Freiheit]] 2013 die Auffassung: &amp;quot;Wer eine gute CDU will, muss die AfD wählen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ef-magazin.de/2013/09/19/4516-forum-freiheit-2013-afd-oder-fdp Christian Dorn: Forum Freiheit 2013: AfD oder FDP?, eigentümlich frei vom 19. September 2013], Webseite abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinem Bundeskongress am 8./9. Mai 2014 hat der Verband den AfD-Parteivorsitzenden Bernd Lucke eingeladen, um eine Stunde über den Euro und die Zukunft Europas zu referieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ausserparlamentarische-opposition-familienunternehmen-geben-der-afd-eine-buehne.cf6fce07-5d4d-4505-b2dd-19a8fe6dc1ca.html Familienunternehmen geben der AfD eine Bühne, Stuttgarter Zeitung vom 8. Mai 2014], Webseite Stuttgarter Zeitung, abgerufen am 11. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen möchte der Verband mit der Einladung zeigen, wie unzufrieden er mit der jetzigen Bundesregierung ist. Auch wenn die AfD mit populistischen Thesen gegen Zuwanderung und den freien Handel zu punkten versuche, schrecke dies die Familienunternehmer nicht, das Gespräch zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personelle Verflechtungen gibt es über den Strategischen Beirat der [[Die Familienunternehmer - ASU]]. So sind deren Mitglieder [[Charles B. Blankart]] und [[Günter Ederer]] auch Unterstützer der Afd.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alternativefuer.de/unterstuetzer/ Unterstützer, Webseite AfD]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide sind außerdem Mitglieder der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]], in der auch eine Vielzahl von Repräsentanten der AfD organisiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]===&lt;br /&gt;
Die folgenden Repräsentanten der AfD sind auch Mitglieder/Funktionsträger der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] und der mit ihr verbundenen [[Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft]]. Im Juli 2015 trat ein großer Teil des wirtschaftsliberalen Flügels aus Protest gegen die zunehmende Ideologisierung und Radikalisierung aus der [[Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung|Hayek-Gesellschaft]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Beatrix von Storch]], Europaparlamentarierin der AfD, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] &lt;br /&gt;
*[[Roland Vaubel]], Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der AfD, ist Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominente AfD-Politiker treten in den Hayek-Clubs und  bei den Hayek-Tagen auf, so der ehemalige Sprecher [[Bernd Lucke]] beim Frankfurter Hayek-Club&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/afd-in-frankfurt-lucke-warnt-vor-euro-zentralismus-12926737.html Philip Plickert: AfD in Frankfurt Lucke warnt vor Euro-Zentralismus, FAZ online vom 7. Mai 2014], abgerufen am 14. 5. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei den Hayek-Tagen 2013 in Göttingen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hayekclubberlin.wordpress.com/2013/07/03/hayek-tage-2013-in-gottingen/ Hayek-Tage 2013 in Göttingen], Webseite Hayek-Club Berlin, abgerufen am 16.5.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Lucke hat nach einem Richtungsstreit die Partei inzwischen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.boell-nrw.de/downloads/AFD_Studie_FORENA_HBS_NRW.pdf  Die AfD – eine neue rechtspopulistische Partei? Materialien und Deutungen zur vertiefenden Auseinandersetzung. Studie der Heinrich Böll Stiftung NRW, September 2013 ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bayer&amp;diff=39643</id>
		<title>Bayer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://lobbypedia.de/w/index.php?title=Bayer&amp;diff=39643"/>
		<updated>2017-03-21T12:03:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WMarx: /* Beziehungen zu Verbänden/Denkfabriken/Instituten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{BoxOrganisation&lt;br /&gt;
| Name             = Bayer AG&lt;br /&gt;
| Logo             = [[Bild:158px-Bayer-Logo.png]]&lt;br /&gt;
| Rechtsform       = Aktiengesellschaft&lt;br /&gt;
| Tätigkeitsbereich  = Chemie- &amp;amp; Pharmabranche&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum  = 1863&lt;br /&gt;
| Hauptsitz             = Leverkusen&lt;br /&gt;
| Lobbybüro Deutschland = &lt;br /&gt;
| Lobbybüro EU = &lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.bayer.de www.bayer.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''Bayer AG''' ist ein Chemie- und Pharmaunternehmen. Der Konzern beschäftigte bei einem Umsatz von ca. 40 Mrd. Euro im Jahr 2013 ca. 113 Tsd. Mitarbeiter weltweit.&lt;br /&gt;
{{Lobbyisten_Ministerien-Box}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==&lt;br /&gt;
* Ein Mitarbeiter von Bayer Crop Science ist Mitglied in der Kommission &amp;quot;Pflanzenschutzmittel und ihre Rückstände&amp;quot; des [[Bundesinstitut für Risikobewertung]] (BfR). (Stand: Juni 2015)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bfr.bund.de/de/mitglieder_der_bfr_kommission_fuer_pflanzenschutzmittel_und_ihre_rueckstaende-189320.html Mitglieder der BfR-Kommission für Pflanzenschutzmittel und ihre Rückstände] Webseite BfR, abgerufen am 02.06.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beziehungen zu Verbänden/Denkfabriken/Instituten===&lt;br /&gt;
Bayer ist Mitglied/Förderer der folgenden Organisationen:&lt;br /&gt;
*[[Verband Forschender Arzneimittelhersteller]] (vfa)&lt;br /&gt;
*[[Verband der Chemischen Industrie]] (VCI)&lt;br /&gt;
*[[Industrieverband Agrar]]&lt;br /&gt;
*[[Forum für Zukunftsenergien]]&lt;br /&gt;
*[[European Chemical Industry Council]] (CEFIC)&lt;br /&gt;
*[[European Crop Protection Association]] (ECPA)&lt;br /&gt;
*[[EuropaBio]]&lt;br /&gt;
*[[Businesseurope]]&lt;br /&gt;
*[[European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations]] (EFPIA)&lt;br /&gt;
*[[World Energy Council]]&lt;br /&gt;
*[[Humboldt Forum for Food and Agriculture]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyregister ===&lt;br /&gt;
* Laut dem [[Erläuterung zu Lobbyregister-Daten | frewilligem Lobbyregister der EU]] hat Bayer im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 2.760.000€ in direkte Lobbyarbeit bei den EU-Organe investiert. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=3523776801-85 , Bayer im EU-Lobbyregister ]], http://ec.europa.eu, abgerufen am 20.08.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fallbeispiele und Kritik==&lt;br /&gt;
===2015: Gefälschte Postings in sozialen Medien (Österreich)===&lt;br /&gt;
Am 10. September 2015 hat der österreichische Ethik-Rat für Public Relations eine Rüge gegen den Pharmakonzern BAYER und sechs weitere Unternehmen „wegen planmäßiger Täuschung von Userinnen und Usern in großem Stil durch gefälschte Postings“ ausgesprochen. Ausgeführt wurden diese von der Agentur [[mhoch3]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cbgnetwork.org/6306.html Gefälschte Postings: Ethik-Rat rügt BAYER], Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG), 10. September 2015, zuletzt aufgerufen am 11.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;In seiner Begründung führt der Rat an, dass von professionellen Auftraggebern dieser Größe und Bedeutung zu erwarten gewesen wäre, dass der Modus der Auftragserfüllung bereits vor Auftragserteilung inhaltlich und ethisch hinterfragt wird. Das gilt vor allem für ein Unternehmen im sensiblen Gesundheitsbereich, das besonders strengen Regelungen – auch hinsichtlich der Kommunikation – unterliegt. Die jahrelange und weitreichende Zusammenarbeit mit mhoch3 in sensiblen Themenbereichen wie der Debatte über die umstrittene Hormonspirale Mirena ist daher scharf zu kritisieren.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.prethikrat.at/fileadmin/prethikrat/img/Presseaussendungen/prethikrat-beschwerden/20150910_Verfahren_gegen_mhoch3_Presseinfo.pdf PR-Ethik-Rat rügt Agentur mhoch3 und sieben Kunden. Planmäßige Täuschung von Online-User/innen durch gefälschte Postings], Österreichischer Ethik-Rat für Public Relations (PDF), 10. September 2015, zuletzt aufgerufen am 11.9.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2015: Intransparente Hochschulkooperation===&lt;br /&gt;
Im August 2015 entschied das Oberverwaltungsgericht Münster, dass Bayer keine Einsicht in seinen Kooperationsvertrag mit der Universität zu Köln gewähren muss. Kritiker hatten unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz gefordert, dass Universität und Unternehmen ihren Geheimvertrag offenlegen. Befürchtungen über Auftragsforschungen oder die Vertuschung von Ergebnissen, die sich negativ auf das Unternehmen auswirken könnten, konnten so weder Bayer noch die Universität glaubhaft ausräumen.&amp;lt;ref&amp;gt;[www.spiegel.de/unispiegel/studium/urteil-zum-geheimvertrag-zwischen-der-uni-koeln-und-bayer-a-1048618.html Uni Köln und Bayer dürfen Vertrag geheim halten], Spiegel Online vom 18.08.2015, abgerufen am 25.08.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Frage nach der kommerziellen Verwertung von Forschungsergebnissen und Patenten ist unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lobbyisten in Ministerien===&lt;br /&gt;
Bayer hatte mit Lobbyisten im Umwelt- und Wirtschaftsministerium die Möglichkeit Einfluß auf Gesetzentwürfe nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Umwelt%2C_Naturschutz_und_Reaktorsicherheit Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; width: 10em&amp;quot;|'''Zeitraum'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und November 2006, mindestens im November 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name =&amp;quot;grüne&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/037/1603727.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der Grünen-Fraktion zu &amp;quot;Mitarbeit von Beschäftigten von Verbänden und Wirtschaftsunternehmen in Bundesministerien und in nachgeordneten Bundesbehörden&amp;quot; vom 04.12.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Mitarbeiter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Hospitantin&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Bearbeitete Themen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|EU- und WHO Aktionspläne &amp;quot;Umwelt und Gesundheit&amp;quot;; Forschung auf den Gebieten Umwelt und Gesundheit; gesundheitliche Bewertung von Bauprodukten im Referat &amp;quot;Umwelteinwirkungen auf die menschliche Gesundheit&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 10px;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #608e91;&amp;quot;&amp;gt;'''[http://www.lobbypedia.de/index.php/Lobbyisten_im_Bundesministerium_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Technologie Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie]'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 640px; height: 80px;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f2f2f2;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa; width: 10em&amp;quot;|'''Zeitraum'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|Unbekannte Zeitspanne zwischen 2002 und Oktober 2006&amp;lt;ref name =&amp;quot;monitor&amp;quot;&amp;gt;[http://dip.bundestag.de/btd/16/033/1603395.pdf Antwort der Bundesregierung (pdf)] auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu &amp;quot;'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien&amp;quot; vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Mitarbeiter'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color: #f9f9f9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|'''Bearbeitete Themen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaaaaa;&amp;quot;|k.A.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Struktur und Geschäftsfelder==&lt;br /&gt;
===Tätigkeitsgebiete===&lt;br /&gt;
*Bayer Health Care (Arzneimittel und medizinische Produkte)&lt;br /&gt;
*Bayer CropScience (Pflanzenschutz, Saatgut, Schädlingsbekämpfung im nicht-landwirtschaftlichen Bereich)&lt;br /&gt;
*Bayer Material Science (hochwertige Polymer-Werkstoffe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorstand===&lt;br /&gt;
Mitglieder des Vorstands sind:&lt;br /&gt;
*Marijn Dekkers (Vorsitzender)&lt;br /&gt;
**[[Verband der Chemischen Industrie]], Vizepräsident&lt;br /&gt;
**[[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI), Präsidiumsmitglied &lt;br /&gt;
**[[Business Council]], Mitglied&lt;br /&gt;
**[[Business Roundtable]], Mitglied&lt;br /&gt;
**[[European Roundtable of Industrialists]], Mitglied&lt;br /&gt;
*Werner Baumann&lt;br /&gt;
**[[Deutsches Aktieninstitut]] (DAI), Präsident&lt;br /&gt;
*Michael König&lt;br /&gt;
*Kemal Malik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufsichtsrat===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind [http://www.bayer.de/de/Aufsichtsrat-Fuehrungs-und-Kontrollarbeit.aspx hier] abrufbar.&lt;br /&gt;
===Cheflobbyist in Brüssel===&lt;br /&gt;
* Bernd Halling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzdarstellung und Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Bayer AG ist die Holding-Gesellschaft des 1883 gegründeten Unternehmens, das 1925 in der I.G. Farben aufging. 195o wurde das Unternehmen neu aufgebaut. 2005 wurden im Zuge der Neuorganisation des Bayer-Konzerns die meisten der Chemie- und ca. ein Drittel der Kunststoffaktivitäten ausgegliedert und in den neu gegründeten [[Lanxess]]-Konzern überführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
* Die Webseite des  Vereins [http://www.cbgnetwork.org/1.html Coordination gegen BAYER-Gefahren] bietet viele Informationen über die Geschäftspolitik des Konzerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{spendenbanner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyisten in Ministerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharma]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WMarx</name></author>
		
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