Brunswick Group: Unterschied zwischen den Versionen

(Lobbyarbeit teilweiße aktualisiert, erweitert)
Brunswick Group
Branche PR, Finanz- und Unternehmenskommunikation
Hauptsitz London
Lobbybüro Deutschland Frankfurt, Berlin und München Frankfurt
Lobbybüro EU 27 Avenue des Arts, 1040 Brüssel
Webadresse www.brunswickgroup.com

Die Brunswick Group ist eine international tätige PR-Firma, die sich auf Krisen- und Finanzmanagment spezialisiert hat. Sie wurde 1987 in London gegründet.[1]

Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunswick ist eine PR-Agentur mit ca. 850 700 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, davon sind über 130 rund 100 Partner. In 14 13 Ländern gibt es 23 22 Büros. Vorsitzende und Gründer der Brunswick Group sind Sir Alan Parker, Andrew Fenwick und Louise Luise Charlton.

Es gibt vier fünf Tochterunternehmen, die sich auf einzelne Bereiche spezialisiert haben: Brunswick Arts, MerchantCantos, The Lincoln Centre, Trinity Management Communications und Blaise Projects. Brunswick Arts hat sich beispielsweise auf die Interessen von Kunst, Kultur und Wohlfahrtsorganisationen fokussiert und MerchantCantos kümmert sich um die kreative Kommunikationsstrategien seiner Kunden, Trinity Management bietet Kommunikationstrainings an und MerchantCantos ist für Werbung und Vermarktung zuständig.[2]

Lobbyarbeit: Struktur und Strategien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunswick ist weltweit nahe an den größten politischen Zentren (Washington D.C., Brüssel, Berlin, London, Paris, Beijing, u.a.) angesiedelt. Von dort aus vertritt die Beratungsagentur die Interessen ihrer Klienten, in Deutschland beispielsweiße Großkonzerne wie Rolls Royce, EADS, Bayer und TÜV Rheinland vor der Politik.

Senior Advisor im Berliner Büro Partner und Geschäftsführer der Berliner Zentrale ist Carl Graf von Hohenthal, ein ehemaliger Journalist von Die Welt und FAZ. Hohenthal, der 2006 zur Brunswick Group wechselte, ist Mitglied des Strategischen Beirats der marktliberalen Interessensvertretung Interessenvertretung Die Familienunternehmer - ASU. Als Direktor des Büros arbeitet Sein Kollege ist Dominik Cziesche, der 2012 bei der Brunswick Group anfing, nachdem er bei Spiegel und als Stabschef bei Frank-Walter Steinmeier gearbeitet hatte. Ebenfalls Direktor ist Dr. Joachim Peter, vormals Journalist bei DIE WELT sowie Führungskraft bei der Presseagentur dpad. Auch sein Lebenslauf zeigt eine enge Verbindung zur Politik, 2010 bis 2011 war er Leiter des von Karl-Theodor zu Guttenberg ins Leben gerufenen Referats "strategische Kommunikation" des Verteidigungsministeriums. Das Referat stand in der Kritik allein zur Imagepflege des Ministeriums geschaffen worden zu sein, als dieses wegen eines zweifelhaften Bombardements in Afganistan, bei dem 142 Zivilisten umkamen, sich vor einem Untersuchungsausschuss rechtfertigen musste.[3] Bei der Brunswick Group arbeitet Dr. Peter weiterhin im Bereich der Verteidigungspolitik. Dritte Direktorin in Berlin ist Maria Marques die Kunden aus dem Kunst- und Architekturbereich betreut. Ulrich Deupmann ist Partner und ebenfalls Der dritte Partner ist Ulrich Deupmann, auch ehemaliger Journalist. Er arbeitete vorher für die Süddeutsche Zeitung, Bild am Sonntag, Der Spiegel und die Berliner Zeitung, sowie 2006 als Redenschreiber des damaligen Außenministers und Vizekanzlers als Pressesprecher im Auswärtigen Amt, ebenfalls unter Frank-Walter Steinmeier.[4] Wie viele Interessensvertretungen liegt das Berliner Büro von Brunswick weniger als 2 Kilometer vom Bundestag entfernt.[5] Das Brüsseler Büro konzentriert sich auf "public and regulatory affairs", sowie Medienarbeit und Reputationsverbesserung. Es wirbt mit Sachkompetenz in den Abläufen der EU-Politik und bietet strategische Beratung, sowie Medienkontakte. Ihr "in-house research team" könne für Kunden die Meinungen der wichtigsten politischen und behördlichen Stakeholder ergründen, sowie zeitnah über Trends, die den Wirtschaftssektor des Kunden betreffen, informieren. Dabei arbeite es eng mit anderen Brunswick Büros weltweit zusammen. Unter Tätigkeiten gibt die Gruppe an Lobbyarbeit zu betreiben, um die Gesetzgebung zu beeinflussen. 15 Vertreter der Brunswick Group halten eine dauerhafte Zugangserlaubnis zu den Räumen des Europäischen Parlaments. Nach eigenen Angaben vertreten sie die Interessen ihrer Kunden zu einem enorm breiten Spektrum von Themen, darunter auch Energie, Lebensmittelsicherheit, Gesundheit, Steuern, Umwelt und Verkehr. Kunden sind unter anderen Amazon, Visa Inc., Microsoft, Bank of America und als größter Auftraggeber der Börsenbetreiber Intercontinental Exchange (ICE), der auf den elektronischen Handel von Optionen und Futures auf Elektrizität, Energie- und Agrarrohstoffe sowie Emissionen spezialisiert ist. Sie sind Mitglied bei der britischen sowie der amerikanischen Handelskammer, der "American European Community Association" und dem "Centre for European Policy Studies". Mit seiner Lobbyarbeit in Brüssel macht die Brunswick Group jährlich über 2,5 Millionen Euro Umsatz.[6] Im November 2010, zweieinhalb Jahre nach der Schaffung eines freiwilligen Lobbyregisters durch die EU-Kommission, trug die Brunswick Group sich in dieses sogenannte Transparenzregister ein. 3] Das Büro befindet sich nahe der Friedrichstraße, in bester Lobbygesellschaft. Klienten sind unter anderem Rolls Royce, EADS, Bayer und TÜV Rheinland. [4]

Im Brüsseler Büro sitzen fünf Partner bzw. Direktoren. Besonders viele Kontakte zur EU und Wissen der Strukturen dort hat John-Paul Dryden, ein ehemaliger EU-Abgeordneter für Großbritannien, der vorher als Banker tätig war. Seine größten Klienten bisher sind HSBC, Moody’s, Bank of America Merrill Lynch, Intercontinental Exchange, Peabody Energy, Newedge, BT, Edenred, Sodexo und Chèques Déjeuner.[75]Neil McMillian, ebenfalls ein Direktor im Brüsseler Büro war vorher bei RWE tätig und Chef des Büros für europäische und globale Angelegenheiten des Britischen Primeministers.[86] Die Verflechtungen besonders zum Britischen Parlament sind nicht zu übersehen. Der ehemalige Primeminister Gordon Brown ist der Pate von Alan Parkers Sohn Wiliam. Auch die Frau von Gordon Brown, selbst PR-Managerin, arbeitet eng mit Brunswick zusammen.[97]

Fallbeispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunswick steht der Labour Party in England sehr nahe und hat 1999 ca. 85.000 Euro für Karten für ein Abendessen ausgegeben und 2001 knapp 10.000 Euro für Parteispenden. Ein Spezialgebiet der Brunswick Group ist das Krisenmanagment. So konnten sie beispielsweise BP nach der Deepwater Horizon-Katastrophe auf ihre Klientenliste setzen. Auch für die Bergbauindustrie in Südafrika starteten sie eine Imagekampagne.[108]

Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus[Quelltext bearbeiten]

https://twitter.com/lobbycontrol https://www.facebook.com/lobbycontrol https://www.instagram.com/lobbycontrol https://www.lobbycontrol.de/newsletter-lobbypedia/Vernetzen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website der Firma Brunswick gesehen am 13.03.2014
  2. https://www.brunswickgroup.com/about-us/the-group/
  3. [1] gesehen am 22
  4. Kontakt zu Brunswick gesehen am 13.04.
  5. 2015
  6. 2014
  7. [2]
  8. Dominik Cziesche gesehen am
  9. 22
  10. 12.
  11. 04
  12. 03.
  13. 2015
  14. 2014
  15. [3]
  16. Carl Graf von Hohenthal gesehen am
  17. 22
  18. 13.
  19. 04
  20. 03.
  21. 2015
  22. 2014
  23. [4] gesehen am 22.04.2015
  24. John- Paul Dryden gesehen am 13.03.2014
  25. Neil MCMillian gesehen am 13.03.2014
  26. Verpflechtungen Politik- Brunswick vom 04.04.2008 gesehen am 13.03.2014
  27. sourcewatch.de Parteispenden; vom 24.11.2013 gesehen am 13.03.2014
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        Die '''Brunswick Group''' ist eine international tätige PR-Firma, die sich auf Krisen- und Finanzmanagment spezialisiert hat. Sie wurde 1987 in London gegründet.<ref>[http://www.brunswickgroup.com/ Website der Firma Brunswick] gesehen am 13.03.2014 </ref>
        

        == Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==
        
        Brunswick ist eine PR-Agentur mit ca. 850700 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, davon sind über 130rund 100 Partner. In 1413 Ländern gibt es 2322 Büros. Vorsitzende und Gründer der Brunswick Group sind Sir Alan Parker, Andrew Fenwick und LouiseLuise Charlton.
        

        Es gibt vierfünf Tochterunternehmen, die sich auf einzelne Bereiche spezialisiert haben: [[Brunswick Arts]], [[MerchantCantos]], [[The Lincoln Centre]], [[Trinity Management Communications]] und [[Blaise Projects]]. Brunswick Arts hat sich beispielsweise auf die Interessen von Kunst, Kultur und Wohlfahrtsorganisationen fokussiert und MerchantCantos kümmert sich um die kreative Kommunikationsstrategien seiner Kunden.<ref>https://www.brunswickgroup.com/about-us/the-group/</ref>
            

            ==, Trinity Management bietet Kommunikationstrainings an und MerchantCantos ist für Werbung und Vermarktung zuständig.<ref>[http://www.brunswickgroup.com/contact-us/ Kontakt zu Brunswick] gesehen am 13.04.2014</ref>
            

            == Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==
        Brunswick ist weltweit nahe an den größten politischen Zentren (Washington D.C., Brüssel, Berlin, London, Paris, Beijing, u.a.) angesiedelt. Von dort aus vertritt die Beratungsagentur die Interessen ihrer Klienten, in Deutschland beispielsweiße Großkonzerne wie [[Rolls Royce]], [[EADS]], [[Bayer]] und [[TÜV Rheinland|TÜV Rheinland]] vor der Politik.
            

            Senior Advisor im Berliner BüroPartner und Geschäftsführer der Berliner Zentrale ist [[Carl Graf von Hohenthal]], ein ehemaliger Journalist von [[Die Welt]] und [[FAZ]]. Hohenthal, der 2006 zur Brunswick Group wechselte, ist Mitglied des Strategischen Beirats der marktliberalen Interessensvertretung Interessenvertretung [[Die Familienunternehmer - ASU]]. Als Direktor des Büros arbeitet Sein Kollege ist Dominik Cziesche, der 2012 bei der Brunswick Group anfing, nachdem er bei Spiegel und als Stabschef bei [[Frank-Walter Steinmeier]] gearbeitet hatte. Ebenfalls Direktor ist Dr. Joachim Peter, vormals Journalist bei DIE WELT sowie Führungskraft bei der Presseagentur dpad. Auch sein Lebenslauf zeigt eine enge Verbindung zur Politik, 2010 bis 2011 war er Leiter des von Karl-Theodor zu Guttenberg ins Leben gerufenen Referats "strategische Kommunikation" des Verteidigungsministeriums. Das Referat stand in der Kritik allein zur Imagepflege des Ministeriums geschaffen worden zu sein, als dieses wegen eines zweifelhaften Bombardements in Afganistan, bei dem 142 Zivilisten umkamen, sich vor einem Untersuchungsausschuss rechtfertigen musste.<ref>[http://prreport.de/home/aktuell/news-public/article/5078-verteidigungsministerium-streicht-strategische-kommunikation/] gesehen am 22.04.2015</ref> Bei der Brunswick Group arbeitet Dr. Peter weiterhin im Bereich der Verteidigungspolitik. Dritte Direktorin in Berlin ist Maria Marques die Kunden aus dem Kunst- und Architekturbereich betreut. Ulrich Deupmann ist Partner und ebenfalls Der dritte Partner ist Ulrich Deupmann, auch ehemaliger Journalist. Er arbeitete vorher für die Süddeutsche Zeitung, Bild am Sonntag, Der Spiegel und die Berliner Zeitung, sowie 2006 als Redenschreiber des damaligen Außenministers und VizekanzlersPressesprecher im Auswärtigen Amt, ebenfalls unter Frank-Walter Steinmeier.<ref>[httpshttp://www.brunswickgroup.com/contact-us/berlin/] gesehen am 22.04.2015 </ref> Wie viele Interessensvertretungen liegt das Berliner Büro von Brunswick weniger als 2 Kilometer vom Bundestag entfernt.<ref>[https://www.brunswickgroup.com/contact-us/berlin/] gesehen am 22.04.2015 </ref> 
            

            Das Brüsseler Büro konzentriert sich auf "public and regulatory affairs", sowie Medienarbeit und Reputationsverbesserung. Es wirbt mit Sachkompetenz in den Abläufen der EU-Politik und bietet strategische Beratung, sowie Medienkontakte. Ihr "in-house research team" könne für Kunden die Meinungen der wichtigsten politischen und behördlichen Stakeholder ergründen, sowie zeitnah über Trends, die den Wirtschaftssektor des Kunden betreffen, informieren. Dabei arbeite es eng mit anderen Brunswick Büros weltweit zusammen. Unter Tätigkeiten gibt die Gruppe an Lobbyarbeit zu betreiben, um die Gesetzgebung zu beeinflussen. 15 Vertreter der Brunswick Group halten eine dauerhafte Zugangserlaubnis zu den Räumen des Europäischen Parlaments. Nach eigenen Angaben vertreten sie die Interessen ihrer Kunden zu einem enorm breiten Spektrum von Themen, darunter auch Energie, Lebensmittelsicherheit, Gesundheit, Steuern, Umwelt und Verkehr. Kunden sind unter anderen Amazon, Visa Inc., Microsoft, Bank of America und als größter Auftraggeber der Börsenbetreiber Intercontinental Exchange (ICE), der auf den elektronischen Handel von Optionen und Futures auf Elektrizität, Energie- und Agrarrohstoffe sowie Emissionen spezialisiert ist. Sie sind Mitglied bei der britischen sowie der amerikanischen Handelskammer, der "American European Community Association" und dem "Centre for European Policy Studies". Mit seiner Lobbyarbeit in Brüssel macht die Brunswick Group jährlich über 2,5 Millionen Euro Umsatz.<ref>[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=26255464458-25] gesehen am 22.04.2015</ref> 
            
            Im November 2010, zweieinhalb Jahre nach der Schaffung eines freiwilligen Lobbyregisters durch die EU-Kommission, trug die Brunswick Group sich in dieses sogenannte [[Transparenzregister]] ein. 
            
people/directory/dominik-cziesche/ Dominik Cziesche] gesehen am 12.03.2014 </ref> Das Büro befindet sich nahe der Friedrichstraße, in bester Lobbygesellschaft. Klienten sind unter anderem [[Rolls Royce]], [[EADS]], [[Bayer]] und [[TÜV Rheinland]]. <ref>[http://www.brunswickgroup.com/people/directory/carl-graf-von-hohenthal/ Carl Graf von Hohenthal] gesehen am 13.03.2014 </ref> 
            
Im Brüsseler Büro sitzen fünf Partner bzw. Direktoren. Besonders viele Kontakte zur EU und Wissen der Strukturen dort hat [[John-Paul Dryden]], ein ehemaliger EU-Abgeordneter für Großbritannien, der vorher als Banker tätig war. Seine größten Klienten bisher sind HSBC, Moody’s, Bank of America Merrill Lynch, Intercontinental Exchange, Peabody Energy, Newedge, BT, Edenred, Sodexo und Chèques Déjeuner.<ref>[http://www.brunswickgroup.com/people/directory/john-paul-dryden/ John- Paul Dryden] gesehen am 13.03.2014 </ref> [[Neil McMillian]], ebenfalls ein Direktor im Brüsseler Büro war vorher bei [[RWE]] tätig und Chef des Büros für europäische und globale Angelegenheiten des Britischen Primeministers.<ref>[http://www.brunswickgroup.com/people/directory/neil-mcmillan/ Neil MCMillian] gesehen am 13.03.2014 </ref> 
            Die Verflechtungen besonders zum Britischen Parlament sind nicht zu übersehen. Der ehemalige Primeminister Gordon Brown ist der Pate von Alan Parkers Sohn Wiliam. Auch die Frau von Gordon Brown, selbst  PR-Managerin, arbeitet eng mit Brunswick zusammen.<ref>[http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/1583898/PR-king-Alan-Parker-the-No-10-favourite.html Verpflechtungen Politik- Brunswick] vom 04.04.2008 gesehen am 13.03.2014</ref>
        

        == Fallbeispiele ==
        
        Brunswick steht der Labour Party in England sehr nahe und hat 1999 ca. 85.000 Euro für Karten für ein Abendessen ausgegeben und 2001 knapp 10.000 Euro für Parteispenden.
            Ein Spezialgebiet der Brunswick Group ist das Krisenmanagment. So konnten sie beispielsweise BP nach der Deepwater Horizon-Katastrophe auf ihre Klientenliste setzen. Auch für die Bergbauindustrie in Südafrika starteten sie eine Imagekampagne.<ref>[http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Brunswick_Group sourcewatch.de] Parteispenden; vom 24.11.2013 gesehen am 13.03.2014 </ref>
        

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        == Einzelnachweise ==
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Die '''Brunswick Group''' ist eine international tätige PR-Firma, die sich auf Krisen- und Finanzmanagment spezialisiert hat. Sie wurde 1987 in London gegründet.<ref>[http://www.brunswickgroup.com/ Website der Firma Brunswick] gesehen am 13.03.2014 </ref>
 
Die '''Brunswick Group''' ist eine international tätige PR-Firma, die sich auf Krisen- und Finanzmanagment spezialisiert hat. Sie wurde 1987 in London gegründet.<ref>[http://www.brunswickgroup.com/ Website der Firma Brunswick] gesehen am 13.03.2014 </ref>
   
== Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==
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==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==
Brunswick ist eine PR-Agentur mit ca. 700 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, davon sind rund 100 Partner. In 13 Ländern gibt es 22 Büros. Vorsitzende und Gründer der Brunswick Group sind Sir Alan Parker, Andrew Fenwick und Luise Charlton.
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Brunswick ist eine PR-Agentur mit ca. 850 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, davon sind über 130 Partner. In 14 Ländern gibt es 23 Büros. Vorsitzende und Gründer der Brunswick Group sind Sir Alan Parker, Andrew Fenwick und Louise Charlton.
   
Es gibt fünf Tochterunternehmen, die sich auf einzelne Bereiche spezialisiert haben: [[Brunswick Arts]], [[MerchantCantos]], [[The Lincoln Centre]], [[Trinity Management Communications]] und [[Blaise Projects]]. Brunswick Arts hat sich beispielsweise auf die Interessen von Kunst, Kultur und Wohlfahrtsorganisationen fokussiert, Trinity Management bietet Kommunikationstrainings an und MerchantCantos ist für Werbung und Vermarktung zuständig.<ref>[http://www.brunswickgroup.com/contact-us/ Kontakt zu Brunswick] gesehen am 13.04.2014</ref>
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Es gibt vier Tochterunternehmen, die sich auf einzelne Bereiche spezialisiert haben: [[Brunswick Arts]], [[MerchantCantos]], [[The Lincoln Centre]], und [[Blaise Projects]]. Brunswick Arts hat sich beispielsweise auf die Interessen von Kunst, Kultur und Wohlfahrtsorganisationen fokussiert und MerchantCantos kümmert sich um die kreative Kommunikationsstrategien seiner Kunden.<ref>https://www.brunswickgroup.com/about-us/the-group/</ref>
   
== Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==
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==Lobbyarbeit: Struktur und Strategien==
Partner und Geschäftsführer der Berliner Zentrale ist [[Carl Graf von Hohenthal]], ein ehemaliger Journalist von [[Die Welt]] und [[FAZ]]. Hohenthal, der 2006 zur Brunswick Group wechselte, ist Mitglied des Strategischen Beirats der Interessenvertretung [[Die Familienunternehmer - ASU]]. Sein Kollege ist Dominik Cziesche, der 2012 bei der Brunswick Group anfing, nachdem er bei Spiegel und als Stabschef bei [[Frank-Walter Steinmeier]] gearbeitet hatte. Der dritte Partner ist Ulrich Deupmann, auch ehemaliger Journalist. Er arbeitete vorher für die Süddeutsche Zeitung, Bild am Sonntag, Der Spiegel und Berliner Zeitung, sowie als Pressesprecher im Auswärtigen Amt, ebenfalls unter Frank-Walter Steinmeier.<ref>[http://www.brunswickgroup.com/people/directory/dominik-cziesche/ Dominik Cziesche] gesehen am 12.03.2014 </ref> Das Büro befindet sich nahe der Friedrichstraße, in bester Lobbygesellschaft. Klienten sind unter anderem [[Rolls Royce]], [[EADS]], [[Bayer]] und [[TÜV Rheinland]]. <ref>[http://www.brunswickgroup.com/people/directory/carl-graf-von-hohenthal/ Carl Graf von Hohenthal] gesehen am 13.03.2014 </ref>
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Brunswick ist weltweit nahe an den größten politischen Zentren (Washington D.C., Brüssel, Berlin, London, Paris, Beijing, u.a.) angesiedelt. Von dort aus vertritt die Beratungsagentur die Interessen ihrer Klienten, in Deutschland beispielsweiße Großkonzerne wie [[Rolls Royce]], [[EADS]], [[Bayer]] und [[TÜV Rheinland|TÜV Rheinland]] vor der Politik.
   
Im Brüsseler Büro sitzen fünf Partner bzw. Direktoren. Besonders viele Kontakte zur EU und Wissen der Strukturen dort hat [[John-Paul Dryden]], ein ehemaliger EU-Abgeordneter für Großbritannien, der vorher als Banker tätig war. Seine größten Klienten bisher sind HSBC, Moody’s, Bank of America Merrill Lynch, Intercontinental Exchange, Peabody Energy, Newedge, BT, Edenred, Sodexo und Chèques Déjeuner.<ref>[http://www.brunswickgroup.com/people/directory/john-paul-dryden/ John- Paul Dryden] gesehen am 13.03.2014 </ref> [[Neil McMillian]], ebenfalls ein Direktor im Brüsseler Büro war vorher bei [[RWE]] tätig und Chef des Büros für europäische und globale Angelegenheiten des Britischen Primeministers.<ref>[http://www.brunswickgroup.com/people/directory/neil-mcmillan/ Neil MCMillian] gesehen am 13.03.2014 </ref>  
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Senior Advisor im Berliner Büro ist [[Carl Graf von Hohenthal]], ein ehemaliger Journalist von [[Die Welt]] und [[FAZ]]. Hohenthal, der 2006 zur Brunswick Group wechselte, ist Mitglied des Strategischen Beirats der marktliberalen Interessensvertretung [[Die Familienunternehmer - ASU]]. Als Direktor des Büros arbeitet Dominik Cziesche, der 2012 bei der Brunswick Group anfing, nachdem er bei Spiegel und als Stabschef bei [[Frank-Walter Steinmeier]] gearbeitet hatte. Ebenfalls Direktor ist Dr. Joachim Peter, vormals Journalist bei DIE WELT sowie Führungskraft bei der Presseagentur dpad. Auch sein Lebenslauf zeigt eine enge Verbindung zur Politik, 2010 bis 2011 war er Leiter des von Karl-Theodor zu Guttenberg ins Leben gerufenen Referats "strategische Kommunikation" des Verteidigungsministeriums. Das Referat stand in der Kritik allein zur Imagepflege des Ministeriums geschaffen worden zu sein, als dieses wegen eines zweifelhaften Bombardements in Afganistan, bei dem 142 Zivilisten umkamen, sich vor einem Untersuchungsausschuss rechtfertigen musste.<ref>[http://prreport.de/home/aktuell/news-public/article/5078-verteidigungsministerium-streicht-strategische-kommunikation/] gesehen am 22.04.2015</ref> Bei der Brunswick Group arbeitet Dr. Peter weiterhin im Bereich der Verteidigungspolitik. Dritte Direktorin in Berlin ist Maria Marques die Kunden aus dem Kunst- und Architekturbereich betreut. Ulrich Deupmann ist Partner und ebenfalls ehemaliger Journalist. Er arbeitete für die Süddeutsche Zeitung, Bild am Sonntag, Der Spiegel und die Berliner Zeitung, sowie 2006 als Redenschreiber des damaligen Außenministers und Vizekanzlers Frank-Walter Steinmeier.<ref>[https://www.brunswickgroup.com/contact-us/berlin/] gesehen am 22.04.2015 </ref> Wie viele Interessensvertretungen liegt das Berliner Büro von Brunswick weniger als 2 Kilometer vom Bundestag entfernt.<ref>[https://www.brunswickgroup.com/contact-us/berlin/] gesehen am 22.04.2015 </ref>  
Die Verflechtungen besonders zum Britischen Parlament sind nicht zu übersehen. Der ehemalige Primeminister Gordon Brown ist der Pate von Alan Parkers Sohn Wiliam. Auch die Frau von Gordon Brown, selbst  PR-Managerin, arbeitet eng mit Brunswick zusammen.<ref>[http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/1583898/PR-king-Alan-Parker-the-No-10-favourite.html Verpflechtungen Politik- Brunswick] vom 04.04.2008 gesehen am 13.03.2014</ref>
 
   
== Fallbeispiele ==
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Das Brüsseler Büro konzentriert sich auf "public and regulatory affairs", sowie Medienarbeit und Reputationsverbesserung. Es wirbt mit Sachkompetenz in den Abläufen der EU-Politik und bietet strategische Beratung, sowie Medienkontakte. Ihr "in-house research team" könne für Kunden die Meinungen der wichtigsten politischen und behördlichen Stakeholder ergründen, sowie zeitnah über Trends, die den Wirtschaftssektor des Kunden betreffen, informieren. Dabei arbeite es eng mit anderen Brunswick Büros weltweit zusammen. Unter Tätigkeiten gibt die Gruppe an Lobbyarbeit zu betreiben, um die Gesetzgebung zu beeinflussen. 15 Vertreter der Brunswick Group halten eine dauerhafte Zugangserlaubnis zu den Räumen des Europäischen Parlaments. Nach eigenen Angaben vertreten sie die Interessen ihrer Kunden zu einem enorm breiten Spektrum von Themen, darunter auch Energie, Lebensmittelsicherheit, Gesundheit, Steuern, Umwelt und Verkehr. Kunden sind unter anderen Amazon, Visa Inc., Microsoft, Bank of America und als größter Auftraggeber der Börsenbetreiber Intercontinental Exchange (ICE), der auf den elektronischen Handel von Optionen und Futures auf Elektrizität, Energie- und Agrarrohstoffe sowie Emissionen spezialisiert ist. Sie sind Mitglied bei der britischen sowie der amerikanischen Handelskammer, der "American European Community Association" und dem "Centre for European Policy Studies". Mit seiner Lobbyarbeit in Brüssel macht die Brunswick Group jährlich über 2,5 Millionen Euro Umsatz.<ref>[http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/consultation/displaylobbyist.do?id=26255464458-25] gesehen am 22.04.2015</ref>
Brunswick steht der Labour Party in England sehr nahe und hat 1999 ca. 85.000 Euro für Karten für ein Abendessen ausgegeben und 2001 knapp 10.000 Euro für Parteispenden.
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Im November 2010, zweieinhalb Jahre nach der Schaffung eines freiwilligen Lobbyregisters durch die EU-Kommission, trug die Brunswick Group sich in dieses sogenannte [[Transparenzregister]] ein.
Ein Spezialgebiet der Brunswick Group ist das Krisenmanagment. So konnten sie beispielsweise BP nach der Deepwater Horizon-Katastrophe auf ihre Klientenliste setzen. Auch für die Bergbauindustrie in Südafrika starteten sie eine Imagekampagne.<ref>[http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Brunswick_Group sourcewatch.de] Parteispenden; vom 24.11.2013 gesehen am 13.03.2014 </ref>
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Im Brüsseler Büro sitzen fünf Partner bzw. Direktoren. Besonders viele Kontakte zur EU und Wissen der Strukturen dort hat [[John-Paul Dryden]], ein ehemaliger EU-Abgeordneter für Großbritannien, der vorher als Banker tätig war. Seine größten Klienten bisher sind HSBC, Moody’s, Bank of America Merrill Lynch, Intercontinental Exchange, Peabody Energy, Newedge, BT, Edenred, Sodexo und Chèques Déjeuner.<ref>[http://www.brunswickgroup.com/people/directory/john-paul-dryden/ John- Paul Dryden] gesehen am 13.03.2014 </ref> [[Neil McMillian]], ebenfalls ein Direktor im Brüsseler Büro war vorher bei [[RWE]] tätig und Chef des Büros für europäische und globale Angelegenheiten des Britischen Primeministers.<ref>[http://www.brunswickgroup.com/people/directory/neil-mcmillan/ Neil MCMillian] gesehen am 13.03.2014 </ref>
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Die Verflechtungen besonders zum Britischen Parlament sind nicht zu übersehen. Der ehemalige Primeminister Gordon Brown ist der Pate von Alan Parkers Sohn Wiliam. Auch die Frau von Gordon Brown, selbst PR-Managerin, arbeitet eng mit Brunswick zusammen.<ref>[http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/1583898/PR-king-Alan-Parker-the-No-10-favourite.html Verpflechtungen Politik- Brunswick] vom 04.04.2008 gesehen am 13.03.2014</ref>
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==Fallbeispiele==
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Brunswick steht der Labour Party in England sehr nahe und hat 1999 ca. 85.000 Euro für Karten für ein Abendessen ausgegeben und 2001 knapp 10.000 Euro für Parteispenden.Ein Spezialgebiet der Brunswick Group ist das Krisenmanagment. So konnten sie beispielsweise BP nach der Deepwater Horizon-Katastrophe auf ihre Klientenliste setzen. Auch für die Bergbauindustrie in Südafrika starteten sie eine Imagekampagne.<ref>[http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Brunswick_Group sourcewatch.de] Parteispenden; vom 24.11.2013 gesehen am 13.03.2014 </ref>
   
 
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== Einzelnachweise ==
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==Einzelnachweise==
 
<references/>
 
<references/>
   
 
[[Kategorie:PR-Agentur]]
 
[[Kategorie:PR-Agentur]]

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