Friedrich-Naumann-Stiftung: Unterschied zwischen den Versionen

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Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Rechtsform Stiftung des privaten Rechts
Tätigkeitsbereich Förderung des Wirtschaftsliberalismus
Gründungsdatum 1958
Hauptsitz Karl-Marx-Straße 2, 14482 Potsdam
Lobbybüro
Lobbybüro EU <text>
Webadresse www.freiheit.org


Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ist die parteinahe Stiftung der FDP.
Über ihren Think-Tank Liberales Institut wirkt sie in einer Vielzahl von neoliberalen Netzwerken und Denkfabriken mit.
Das Kuratoriumsmitglied Thomas Straubhaar ist in mehreren marktradikalen Organisationen aktiv.

Kurzdarstellung und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Freiheitsbegriff der Stiftung liegt das Konzept zugrunde, dass die Freiheit der unternehmerischen Betätigung möglichst wenig durch staatliche Maßnahmen zum Schutz von Arbeitnehmern, Konsumenten oder der Umwelt eingeschränkt werden sollte. Sie orientiert sich dabei an den Vorstellungen der Friedrich August von Hayek Stiftung und der Friedrich August von Hayek Gesellschaft. Seit 2011 gibt es einen Hayek-Kreis der Stipendiaten der Stiftung.[1]

Die Stiftung beschäftigt sich mit der Organisation von Seminaren, der Begabtenförderung, der Verwaltung des Archiv des Liberalismus sowie der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die sich "Redaktion der Freiheit" nennt. Über diese werden Veranstaltungen organisiert, Konzepte für die Freiheit entwickelt und Autoren vernetzt und gefördert, die sich mit freiheitlichen Texten öffentlich engagieren. Außerdem wird jährlich ein "Freiheitspreis" verliehen.

In seiner Dankesrede für die Verleihung des Freiheitspreises 2012 definierte der Preisträger Wolfgang Kersting den Markt wie folgt: "Der Markt ist institutionalisierte Menschenliebe"[2]

Organisationsstruktur und Personal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Organigramm der Stiftung findet sich hier

Kuratorium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitglieder sind hier abrufbar. Zu ihnen gehören u.a.

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitglieder sind hier abrufbar. Zu ihnen gehören u. a.

Liberales Institut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lobbystrategien und Einfluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fallstudien und Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010: Friedrich-Naumann-Stiftung unterstützt neoliberale Eliten Thailands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühjahr 2010 war es in Thailand zur blutigen Niederschlagung von demokratischen Massenprotesten durch die Armee gekommen, bei denen über 90 Menschen zu Tode kamen und mehr als 2.000 verletzt worden. Verantwortlich dafür war unter anderen der damalige Ministerpräsident Thailands Abhisit Vejjajiva, der sich seit Dezember 2012 dafür vor Gericht verantworten muss.
Die Friedrich-Naumann-Stiftung kooperiert seit Jahren eng mit Abhisit Vejjajiva, der 'Democrat Party' und den hinter ihr stehenden alten Eliten Thailands. Ende März 2010 etwa führte der Stiftungsvorsitzende, Wolfgang Gerhardt, in Bangkok Gespräche mit dem Finanzminister sowie mit hochrangigen Vertretern der 'Democrat Party'. Zu dieser Zeit hatten nicht nur die Massenproteste, sondern auch die brutale Repression schon begonnen. Am 7. April war eine Delegation der Naumann-Stiftung zu Krisengesprächen im Parlament des Landes eingetroffen, musste es aber, als Demonstranten eindrangen, fluchtartig verlassen. Wenig später begannen die Massaker, über die Menschenrechtsorganisationen heute berichten.
Die Motive der Naumann-Stiftung, in Thailand auf die alten Eliten zu setzen und dafür auch über Putsch und blutige Repression hinwegzusehen, lassen sich zwei Papieren entnehmen, in denen sie im Sommer 2011 berichtete. Darin attackiert der Autor den Plan der neuen Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra, Mindesteinkommen zu garantieren, Subventionen für die Landbevölkerung und das Vorhaben, Erstklässlern in der Schule kostenlos Computer zukommen zu lassen, um die Benachteiligung ärmerer Familien zu lindern. All dies offenbare "ein zutiefst (...) dirigistisches Staatsverständnis", urteilte die Naumann-Stiftung und drang auf neoliberale, für ausländische, insbesondere auch für deutsche Unternehmen günstige Reformen. Grundsätzlich setzt die Naumann-Stiftung weiterhin auf die 'Democrat Party', die jeglichen ökonomischen "Dirigismus" des Staates ablehnt.[7]

Weiterführende Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus[Quelltext bearbeiten]

Vernetzen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hayek-Kreis der FNF-Stipendiaten, Webseite hayekfnf, abgerufen am 26. Juli 2013
  2. Frankfurt: Freiheitspreis 2012 für Wolfgang Kersting, www.freiheit.org, abgerufen am 26. Dezember 2012
  3. Schönhauser Gespräche 2010 Redner/Moderatoren Christian Lindner MdB, Website Bankenverband, abgerufen am 18.Oktober 2012
  4. Dr. Detmar Doering Leiter des Instituts, Website Friedrich-Naumann-Stiftung, abgerufen am 5. Oktober 2012
  5. NZZ Libro Detmar Doering, Website der NZZ, abgerufen am 5. Oktober 2012
  6. John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung, An-Institut der privaten SRH Hochschule Heidelberg
  7. Machtexzesse german-foreign-policy.com vom 12.12.2012, abgerufen am 14.12.2012
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        | Name             = Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
        

        | Rechtsform       = Stiftung des privaten Rechts
        
        | Tätigkeitsbereich  = Förderung des Wirtschaftsliberalismus
        
        | Gründungsdatum  = 1958
        
        | Hauptsitz             = Karl-Marx-Straße 2, 14482 Potsdam
        
        | Lobbybüro Deutschland = <text>
        
        | Lobbybüro EU = <text>
        
        | Homepage         = [http://www.freiheit.org www.freiheit.org]
        
        }}
        

        Die '''Friedrich-Naumann-Stiftung''' für die Freiheit ist die parteinahe Stiftung der FDP.<br />
        
        Über ihren Think-Tank [[Liberales Institut]] wirkt sie in einer Vielzahl von neoliberalen Netzwerken und Denkfabriken mit.<br />
        
        Das Kuratoriumsmitglied [[Thomas Straubhaar]] ist in mehreren marktradikalen Organisationen aktiv.
        

        == Kurzdarstellung und Geschichte==
        
        Dem Freiheitsbegriff der Stiftung liegt das Konzept zugrunde, dass die Freiheit der unternehmerischen Betätigung möglichst wenig durch staatliche Maßnahmen zum Schutz von Arbeitnehmern, Konsumenten oder der Umwelt eingeschränkt werden sollte. Sie orientiert sich dabei an den Vorstellungen der [[Friedrich August von Hayek Stiftung]] und der [[Friedrich_August_von_Hayek_Stiftung#Friedrich_August_von_Hayek_Gesellschaft_e.V.|Friedrich August von Hayek Gesellschaft]]. Seit 2011 gibt es einen Hayek-Kreis der Stipendiaten der Stiftung.<ref>[http://hayekfnf.wordpress.com Hayek-Kreis der FNF-Stipendiaten], Webseite hayekfnf, abgerufen am 26. Juli 2013</ref>
        

        Die Stiftung beschäftigt sich mit der Organisation von Seminaren, der Begabtenförderung, der Verwaltung des Archiv des Liberalismus sowie der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die sich "Redaktion der Freiheit" nennt. Über diese werden Veranstaltungen organisiert, Konzepte für die Freiheit entwickelt und Autoren vernetzt und gefördert, die sich mit freiheitlichen Texten öffentlich engagieren. Außerdem wird jährlich ein "Freiheitspreis" verliehen.
        

        In seiner Dankesrede für die Verleihung des Freiheitspreises 2012 definierte der Preisträger Wolfgang Kersting den Markt wie folgt: "'''Der Markt ist institutionalisierte Menschenliebe'''"<ref>[http://www.freiheit.org/Freiheitspreis/636c23052i1p390/index.html Frankfurt: Freiheitspreis 2012 für Wolfgang Kersting], www.freiheit.org, abgerufen am 26. Dezember 2012</ref>
        

        == Organisationsstruktur und Personal==
        
        Das Organigramm der Stiftung findet sich [http://www.freiheit.org/files/62/20.07.12_Organigramm_FNF2012.pdf hier]
        
        ===Kuratorium===
        
        Die Mitglieder sind [http://www.freiheit.org/webcom/show_article.php/_c-50/i.html hier] abrufbar. Zu ihnen gehören u.a.
        
        *Vorsitzender: Walter Scheel, Bundespräsident a.D.
        
        *[[Hans D. Barbier]]
        
        **Chefredakteur und geschäftsführender Herausgeber der Vierteljahreshefte der Stiftung
        
        **Vorsitzender des Vorstands der [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]
        
        **Mitglied des Kuratoriums des Vereins [[Liberales Netzwerk]]
        
        **Mitglied des Vorstands der [[Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft]]
        
        **Botschafter der [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]]
        
        *Christian Lindner
        
        **Ex-Generalsekretär der FDP
        
        **Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]<ref>[https://www.bankenverband.de/themen/politik-gesellschaft/schoenhauser-gespraeche/2010/die-redner-biografien Schönhauser Gespräche 2010 Redner/Moderatoren Christian Lindner MdB], Website Bankenverband, abgerufen am 18.Oktober 2012</ref>
        
        *[[Hermann Otto Solms]]
        
        **Finanzexperte der FDP und Vizepräsident des Deutschen Bundestages
        
        **Mitglied des Politischen Beirats der Kommission "Steuergesetzbuch" der [[Stiftung Marktwirtschaft]]
        
        **Mitglied des Expertenrats von [[CNC Communications & Network Consulting]]
        
        **Mitglied des Parlamentarischen Beirats des [[Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft|Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft]] (BDWi)
        
        **Mitglied des Beirats der [[Thelen Consult]]
        
        *[[Thomas Straubhaar]]
        
        **Direktor und Geschäftsführer des [[Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut]]
        
        ** Mitglied des Beirats des [[Berlin Manhattan Institut]] (ursprüngliche Bezeichnung: [http://www.thinktanknetworkresearch.net/wiki_ttni_de/index.php?title=Institute_for_Free_Enterprise_(IUF) Institut für unternehmerische  Freiheit])
        
        **Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des [[Wirtschaftsrat der CDU]]
        
        **Botschafter der [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]]
        
        **Mitglied  des Vorstands des [[Wilhelm-Röpke-Institut]]
        
        **Experte für Ökonomie des [[Roman Herzog Institut]]
        
        **Gründungsmitglied der Policy Fellows des [[Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit]] (IZA)
        

        ===Vorstand===
        
        Die Mitglieder sind [http://www.freiheit.org/Vorstand/53c54/index.html hier] abrufbar. Zu ihnen gehören u. a.
        

        *[[Wolfgang Gerhardt]] (Vorsitzender)
        
        **Mitglied des Konventkreises des [[Konvent für Deutschland]]
        
        **Mitglied des Beirats von Versicherungen und des Bundesverbands privater Spielbanken e.V.
        
        *[[Wolf-Dieter Zumpfort]] (Stellvertretender Vorsitzender)
        
        **Leiter der Repräsentanz der TUI AG
        
        **Mitglied im Ausschuss Internationaler Dienstleistungshandel des [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI)
        
        **Mitglied der WTO Working Group von [[Businesseurope]]
        
        **Mitglied des Beirats der [[PKS Kommunikations- und Strategieberatung GmbH]]
        

        ===[[Liberales Institut]]===
        
        *Institutsleiter: [[Detmar Doering]], u. a. Mitglied bzw. Mitglied des Beirats der folgenden Organisationen:
        
        **[[Mont Pelerin Society]]<ref>[http://www.freiheit.org/webcom/show_article.php/_c-157/_nr-2181/i.html Dr. Detmar Doering Leiter des Instituts], Website Friedrich-Naumann-Stiftung, abgerufen am 5. Oktober 2012</ref>
        
        **[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]<ref>[https://www.nzz-libro.ch/index.php/contributor/view/detail/id/45/ NZZ Libro Detmar Doering], Website der NZZ, abgerufen am 5. Oktober 2012</ref>
        
        **[[Berlin Manhattan Institut]]  (ursprüngliche Bezeichnung: Institut für Unternehmerische Freiheit)
        
        **[[Die Familienunternehmer - ASU]]
        
        **[[John Stuart Mill Institut]]<ref>[http://www.fh-heidelberg.de/de/fakultaeten/fakultaet-fuer-wirtschaft/john-stuart-mill-institut-fuer-freiheitsforschung/personen/ John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung], An-Institut der privaten SRH Hochschule Heidelberg</ref>
        

        == Finanzen==
        

        == Lobbystrategien und Einfluss==
        

        == Fallstudien und Kritik ==
        
        ===2010: Friedrich-Naumann-Stiftung unterstützt neoliberale Eliten Thailands===
        
        Im Frühjahr 2010 war es in Thailand zur blutigen Niederschlagung von demokratischen Massenprotesten durch die Armee gekommen, bei denen über 90 Menschen zu Tode kamen und mehr als 2.000 verletzt worden. Verantwortlich dafür war unter anderen der damalige Ministerpräsident Thailands Abhisit Vejjajiva, der sich seit Dezember 2012 dafür vor Gericht verantworten muss.<br />
        
        Die Friedrich-Naumann-Stiftung kooperiert seit Jahren eng mit Abhisit Vejjajiva, der 'Democrat Party' und den hinter ihr stehenden alten Eliten Thailands. Ende März 2010 etwa führte der Stiftungsvorsitzende, [[Wolfgang Gerhardt]], in Bangkok Gespräche mit dem Finanzminister sowie mit hochrangigen Vertretern der 'Democrat Party'. Zu dieser Zeit hatten nicht nur die Massenproteste, sondern auch die brutale Repression schon begonnen.
        
        Am 7. April war eine Delegation der Naumann-Stiftung zu Krisengesprächen im Parlament des Landes eingetroffen, musste es aber, als Demonstranten eindrangen, fluchtartig verlassen. Wenig später begannen die Massaker, über die Menschenrechtsorganisationen heute berichten.<br />
        
        Die Motive der Naumann-Stiftung, in Thailand auf die alten Eliten zu setzen und dafür auch über Putsch und blutige Repression hinwegzusehen, lassen sich zwei Papieren entnehmen, in denen sie im Sommer 2011 berichtete. Darin attackiert der Autor den Plan der neuen Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra, Mindesteinkommen zu garantieren, Subventionen für die Landbevölkerung und das Vorhaben, Erstklässlern in der Schule kostenlos Computer zukommen zu lassen, um die Benachteiligung ärmerer Familien zu lindern. All dies offenbare "ein zutiefst (...) dirigistisches Staatsverständnis", urteilte die Naumann-Stiftung und drang auf neoliberale, für ausländische, insbesondere auch für deutsche Unternehmen günstige Reformen. Grundsätzlich setzt die Naumann-Stiftung  weiterhin auf die 'Democrat Party', die jeglichen ökonomischen "Dirigismus" des Staates ablehnt.<ref>[http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58489 Machtexzesse] german-foreign-policy.com vom 12.12.2012, abgerufen am 14.12.2012</ref>
        

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== Einzelnachweise ==
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