Heckler & Koch: Unterschied zwischen den Versionen

K (Link korrigiert)
(Mexiko: Prozess wird eröffnet)
Heckler & Koch
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Branche Sicherheit und Rüstung
Hauptsitz Oberndorf am Neckar, Deutschland
Lobbybüro Deutschland
Lobbybüro EU
Webadresse www.heckler-koch.com

Heckler & Koch ist ein weltweit agierendes Rüstungsunternehmen mit Sitz in Oberndorf am Neckar. [1] Das Unternehmen arbeitet unter anderem im Auftrag der Bundesregierung Deutschland, sowie weiteren NATO-Staaten.

Heckler & Koch erwirtschaftete im Jahr 2013 einen Umsatz von 171,1 Millionen Euro. 2015 wurde bekannt, dass das von Heckler & Koch hergestellte Gewehr G36 den Qualitätstests des Verteidigungsministerium nicht bestanden hat. Die Bundeswehr erwägt daher in Zukunft auf diese Waffe zu verzichten. Heckler & Koch weist die Vorwürfe des Qualitätsmangels zurück.

Kurzdarstellung und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heckler & Koch wurde 1949 von Edmund Heckler, Theodor Koch und Alex Seidel gegründet. Zunächst als Hersteller von Ersatzteilen für Haushaltsmaschinen und Fahrräder, stellte Heckler & Koch schon bald Waffen für Polizei, Bundesgrenzschutz sowie alliierten Besatzungstruppen her. [2]

Ab 1959 rüstete Heckler & Koch die Bundeswehr mit dem Infanteriegewehr G3 aus. Ab 1991 wurde das Unternehmen von der britischen Royal Ordnance geführt, einem Tochterunternehmen von BAE Systems. 2002 wurde Heckler & Koch von den Unternehmern Andreas Heeschen und Keith Halsey übernommen. [3]

Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesrepublik Deutschland gilt als zweitgrößter Exporteur von Kleinwaffen nach den USA. Im Jahr 2012 wird das Exportvolumen auf ca. 76 Millionen Euro geschätzt. Ein Großteil dieser Kleinwaffen wird von Heckler & Koch produziert.[4]

Über die Eigentümer von Heckler & Koch ist nicht viel bekannt. Der aus Bayern stammende Teilhaber Andreas Heesch gilt als sehr zurückhaltend. Heesch lebt in London und hat Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaft studiert. [5]

Von den Unternehmensanteile an Heckler & Koch hält Andreas Heesch 51 Prozent, Keith Halsey 40 Prozent und Alfred Schefenacker 9 Prozent. Alfred Schefenacker ist der Schwager von Andreas Heesch.

Tochterunternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heckler & Koch GmbH
  • Heckler & Koch Defense
  • NSAF Ltd.
  • Heckler & Koch France SAS
  • Heckler & Koch Sidearms GmbH [6]


H&K legt beim Bundesanzeiger [7] jährliche Abschlussbilanzen vor. Zugänglich sind die Jahresberichte von 2006 (mit Vergleichszahlen von 2005) bis 2013 (in Millionen Euro):

Geschäftsjahr Beschäftigte Umsatz Nettogewinn/-verlust
2005 639 140,1 -14,8
2006 597 140,5 -19,7
2007 588 124 -15,3
2008 638 162,9 -2,3
2009 657 182,1 +4,1
2010 640 203,6 +11,9
2011 626 155,2 -19,5
2012 629 202,8 -5,0
2013 645 171,8

Die Ratingagentur Moody`s Stufte Heckler & Koch im Januar 2014 mit dem Staturs Caa2 ein: das Unternehmen ist nicht für ein Investment geeignet. [8] Auch Standard & Poors kommt zu dem schlechtes Ratingergebnis CCC+ mit negativem Ausblick.

Geschäftsführung und Aufsichtsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2014 ist Heckler & Koch von einer Beteiligungsgesellschaft GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden. [9]

Mehrheitsgesellschafter des Unternehmensanteil Vorsitzender des Aufsichtsrat:

  • Andreas Heesch

stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrat von Heckler & Koch:

  • Norbert Scheuch (Vorsitzender der Geschäftsführung der Werkstattkette A.T.U.)

Geschäftsführung der Heckler & Koch GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Niels Ihloff
  • Martin Lemperle
  • Reinhold Müller , Finanzen Controlling und IT ( war vorher bei Odelo sowie bei Ernst and Young).

Andreas Heesch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Heesch wird in einem Artikel der Zeit [10] von Mitarbeitern vorgeworfen, dass er lediglich Geld durch das Unternehmen verdienen möchte, an dem langfristigen Erfolg von Heckler & Koch aber nicht interessiert sei. Die Befürchtungen rühren aus der Vergangenheit von Andreas Heesch. 2004 übernahm Heesch das Unternehmen Wolf-Garten als Weltmarktführer. 2009 meldete die Wolf-Beteiligungsgesellschaft GmbH, unter der Führung von Heesch, Insolvenz an. Außerdem verkaufte Heesch Ende 2008 den Seifen und Waschmittelhersteller Luhns GmbH. Der Luhns GmbH wurde damals eine existenzbedrohende Situation bescheinigt. Die Mitarbeiter von Heckler & Koch befürchten, das auch ihrem Unternehmen eine ähnliche Zukunft bevorsteht. Wie bereits erwähnt sind auch die Zahlen von Heckler & Koch nicht positiv.

Lobbyarbeit von Heckler & Koch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heckler & Koch ist Mitglied im Förderkreis Deutsches Heer, dem Politiker, hochrangige Militärs und die meisten deutschen Rüstungsunternehmen angehören.

Von 2009 bis 2011 spendete Heckler & Koch 20.000 Euro an den FDP Kreisverband Tuttlingen, dem Ernst Burgbacher angehört. Ernst Burgbacher ist parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, das federführend bei Rüstungsexporten ist. [11]

Seit 2002 hat Heckler & Koch 93.000 Euro an deutsche Parteien gespendet. [12]

Ein Abgeordneter der Linkspartei in Bundestag erklärt die Lobbyarbeit von Heckler & Koch im Verteidigungsministerium so:

"Mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, wo Heckler & Koch aufhört und das Ministerium anfängt. Wenn Rüstungsfirmen die Personalpolitik im Ministerium mitbestimmen, dann ist jede erträgliche Grenze überschritten."

Ein festgehaltenes Gespräch aus dem Ministerium, das der ARD vorliegt, zeigt den großen Einfluss von Heckler & Koch im Verteidigungsministerium. In dem Gespräch zwischen Entwicklungsleiter sowie Geschäftsführern von H&K und Ministeriumsmitarbeitern, kritisieren die Unternehmensvertreter die "Ungleichbehandlung der eigenen Firma bei der Güteprüfung durch die Amtsseite" und beklagten "die Nichteinhaltung von mündlichen Zusagen der Amtsseite“. [13]

Fallbeispiel und Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blackwater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2008 kämpften die Einsatzkräfte der umstrittenen amerikanischen Firma Blackwater mit Waffen von Heckler & Koch im Irak und in Afghanistan. Blackwater ist ein privates Sicherheits- sowie Militärunternehmen. Zunächst bezeichnete Heckler & Koch die Zusammenarbeit mit Blackwater als eine einzigartige und strategische Partnerschaft. Nach öffentlicher Kritik an dieser Zusammenarbeit kündigte die Geschäftsleitung von H&K die Zusammenarbeit. Die Bundesregierung bestritt zunächst, jemals eine Waffenlieferung an Blackwater genehmigt zuhaben. H&K gab darauf hin an, dass eine Tochterfirma für Schulungszwecke Waffen an Blackwater geliefert hatte. [14]

Die Angestellten von Blackwater sind durch Fehlverhalten im Irak und in Afghanistan in die Kritik geraten. Blackwater-Mitarbeiter die zum Schutz von US-Botschaftspersonal eingestellt worden waren, ist nachgewiesen worden, das sie in mehreren Fällen das Feuer auf Zivilisten eröffneten und dabei mindestens 17 Menschen erschossen haben. [15]

Christian Ströbele nannte die Zusammenarbeit "skandalös und nicht hinnehmbar, dass eine deutsche Waffenfirma mit einer solchen Söldnertruppe der Gesetzlosen zusammenarbeitet". [16]

Libyen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 eröffnete die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Verfahren gegen Heckler & Koch wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Im Kampf gegen Muhammad Al Gaddafi konnten die Rebellen auf dutzende G36 Gewehre der Firma Heckler & Koch zurückgreifen. Die Rebellen fanden die Waffen in eroberten Kasernen des Diktators. Die Gewehre waren neu und in Kisten verpackt. Aufgrund eines Handelsembargos hätten keine deutschen Waffen an Gaddafi geliefert werden dürfen.

Kurze Zeit später räumte Heckler & Koch ein, das die Gewehre aus einer Lieferung stamme, die sie 2003 offiziell an das ägyptische Verteidigungsministerium verkauft haben. Dazu, wie die Waffen nach Libyen gekommen sind, habe Heckler & Koch keine Informationen. [17]

Prozess wegen Waffenlieferungen nach Mexiko[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 eröffnete die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein weiteres Verfahren gegen Heckler & Koch. Diesmal ging es um den Tatbestand der Bestechung. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft war, dass Heckler & Koch Beamte mit Bargeldzahlungen in Mexiko bestochen haben, um Lieferaufträge für Waffen zu erhalten. Auch in Deutschland soll Bargeld in diesem Zusammenhang geflossen sein. Schon 2010 wurden Ermittlungen gegen Heckler & Koch aufgenommen bezüglich des Verdachts des Verstoßes gegen das Außenwirtschaft und das Kriegswaffenkontrollgesetz. Heckler & Koch bestreitet die Vorwürfe der Bestechung. [18] Im Mai 2016 ließ das Gericht Landgericht Stuttgart den Prozess zu, angeklagt sind Mitarbeiter und ehemalige Geschäftsführer.[19] Seit 2014 protestieren die Menschen in Mexiko gegen Heckler & Koch. Der Vorwurf lautet, dass das deutsche Unternehmen die als korrupt geltende Polizei in Südmexiko (Guerrero) mit dem Sturmgewehr G36 ausrüstet. Unter anderem wird der Polizei vorgeworfen 43 Studenten ermordet zu haben. Die Bundesregierung erteilte im Jahre 2010 eine eingeschränkte Exportbewilligung für Mexiko, die die Provinzen Chiapas, Chihuahua, Guerrero und Jalisco von Lieferungen ausschloss. 2013 musste Heckler & Koch erstmals zugeben, dass Waffen illegal in die Krisenregionen geliefert wurden. Auch 2014 gibt Heckler und Koch an, dass dringender Tatverdacht gegen zwei langjährige Mitarbeiter bestehe. Die beiden Mitarbeiter sollen Waffenlieferungen in nicht genehmigungsfähige mexikanische Bundesstaaten veranlasst haben. [2019]

Der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele forderte 2015 das Kriegswaffenbuch von Heckler & Koch an. Ströbele entdeckte, dass die Lieferung von Heckler & Koch an Mexiko weit größer war als bisher bekannt. Heckler & Koch lieferte bis dato 10.100 Sturmgewehre des Type G36 in das Krisengebiet. [2120]

Waffenproduktion in Saudi-Arabien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 produziert Heckler und Koch das Sturmgewehr G36 auch in Saudi-Arabien; diese Zusammenarbeit ist wegen der Menschenrechtssituation und Außenpolitik des Landes umstritten. Deswegen hat die Bundesregierung den Export von Teilen verzögert. Im Juni 2016 urteilte nun das Verwaltungsgericht Frankfurt, dass die Bundesregierung schnell über die endgültige Genehmigung entscheiden solle.[2221] In Saudi-Arabien wurde 2014 der Blogger Raif Badawi zu 1.000 Peitschenhieben und zehn Jahren Gefägnis verurteilt, weil er angeblich religiöse Werte verletzt habe.[2322]. Zudem führte Krieg gegen Rebellen im Nachbarland Jemen; für die Kriegsführung wird das Land von der UN scharf angegriffen.[2423].

G36 Affäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das G36, das seit Ende der 1990 Jahre das Standardgewehr der Bundeswehr ist, gilt seit langer Zeit als fehlerhaft. Ein Ergebnis des Verteidigungsministeriums lautet: bei anhaltender Benutzung des Gewehrs wird der Lauf des Gewehres so heiß, dass eine präzise Nutzung unmöglich ist. Trotz dieser festgestellten Mängel erhält die Firma Heckler & Koch Jahr für Jahr Aufträge der Bundesregierung. [2524]

Chronologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 berichten mehrere Medien, unter anderen der Spiegel, erstmals von Mängeln des G36 im Gefecht. Die Bundeswehr widerspricht diesen Meldungen, und erklärt das man diese Erfahrung in Afghanistan nicht gemacht habe. [2625]

2013 erscheinen erneut Berichte, die die Tauglichkeit des G36 Gewehrs hinterfragen. Demnach beschreibt ein ehemaliger Beamter des zuständigen Prüfamts, dass das G36 erhebliche Mängel aufweist. Seine Warnung werden allerdings von Verteidigungsministerium ignoriert. Untersuchungen des Verteidigungsministerium, damals geführt von Verteidigungsminister Thomas de Maiziere, wurden nicht Veröffentlicht. [2726]

Der ermittelnde Beamte der zuständigen Prüfbehörde, gibt an, das er gezielt vom Bundesverteidigungsministerium an den Recherchen zum G36 gehindert wurde. Der Abschlussbericht des Beamten beschreibt „ein Ministerium, das über eine ungesunde Nähe zum Rüstungskonzern Heckler & Koch verfügt, kritischen Berichten nicht angemessen nachgeht und Fehler weg redet“. [2827]

2014 kommt es zum Streit zwischen dem Bundesrechnungshof und Heckler & Koch. Der Bundesrechnungshof führt Kontrollen des G36 durch. Der Bundesrechnungshof stellte fest, dass die Bundeswehr den Problemen mit der Waffe seit Jahren nicht nachgeht. Das G36 hat den Kontrollen zufolge einige erhebliche Mängel. Heckler & Koch wirft dem Bundesrechnungshof Rufschädigung vor. [2928]

Nach erneuten Tests im Jahre 2015 räumt auch das Verteidigungsministerium, unter der Leitung von Ursula von der Leyen ein, dass das Standardgewehr der Bundeswehr G36 nicht treffsicher sei. In einer Pressemitteilung widerspricht das Unternehmen Heckler & Koch den Ergebnissen des Verteidigungsministeriums. Das G36 habe bei "sachgerechtem Gebrauch keine maßgeblichen Einschränkungen der Einsatztauglichkeit" [3029]

Heckler & Koch spricht in einer Pressemitteilung (31.03.2015) von einer gezielten Kampagne gegen sie. Das Unternehmen sei erschüttert über die Vorgehensweise des Verteidigungsministerium. Heckler & Koch kritisiert, dass sie nicht in die Tests und in die Veröffentlichung der Ergebnisse eingebunden wurden. [3130]

Im Skandal um das Sturmgewehr G36 schreiben mehrere Medien (Spiegel, FAZ, Taz, die Zeit) im Mai 2015 von einer Zusammenarbeit zwischen dem Verteidigungsministerium, Heckler & Koch und dem Militärischen Abschirmdienst (MAD). Diese Zusammenarbeit sollte ab Ende 2013 Journalisten behindern, kritisch über das G36 zu berichten. Die Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung (AIN) sollte kritische Berichterstattung über das G36 stoppen und Journalisten ausspähen. [3231] Heckler & Koch und die Rüstungsabteilung des Wehrressorts beim MAD einigten sich, „dass der Geheimdienst mit der „jahrelangen negativen Medienberichterstattung endlich Schluss machen solle“. [3332]

Aufgrund der verdächtigen Zusammenarbeit zwischen Heckler & Koch und dem Verteidigunsministerium, richtet das Verteidigungsministerium am 15.05. eine „Task Force“ ein, die die „Beziehung im Verhältnis der Dienststellen der Bundeswehr zum Unternemen Heckler & Koch“ aufklären soll. [3433]

Auf Anfrage der Fraktion Die Linke im Bundestag musste das Verteidigungsministerium am 23.05.15 zugeben, dass nach dem G36 Gewehr der Firma Heckler & Koch, auch das Maschinengewehr MG5 fehlerhaft ist. Nichtsdestotrotz bestellte das Ministerium am 15.05.2015, 1215 MG5 Maschinengewehre für rund 20 Millionen Euro bei Heckler & Koch.Die Bestellung der neuen Waffen fällt auf den gleichen Tag an dem das Verteidigungsministerium die „Task Force“ einrichtete, die die Beziehungen zwischen Ministerium und Heckler & Koch untersuchen soll. [3534]

Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus[Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heckler & Koch Unternehmen, abgerufen am 29.05.2015
  2. Heckler & Koch Historie, abgerufen am 29.05.2015
  3. Heckler und Koch, abgerufen am 29.05.2015
  4. Rüstungsindustrie: Der Mann in Deckung, Die Zeit vom 29.08.2013, abgerufen am 29.05.2015
  5. Rüstungsindustrie: Der Mann in Deckung, Die Zeit vom 29.08.2013, abgerufen am 29.05.2015
  6. Heckler & Koch Historie, abgerufen am 29.05.2015
  7. Bundesanzeiger Heckler & Koch, abgerufen am 29.05.2015
  8. Rüstungsindustrie: Heckler und Koch such neue Geldgeber Die Welt vom 13.04.2014, abgerufen am 29.05.2015
  9. Heckler & Koch: Beteiligungsgesellschaft wird eine Aktiengesellschaft Heckler & Koch vom 14.04.2014, abgerufen am 29.05.2015
  10. Rüstungsindustrie: Kleinwaffenhersteller Heckler und Koch Die Zeit vom 29.08.2013, abgerufen am 29.05.2015
  11. Parteispenden: Heckler & Koch zahlte an FDP Spiegel Online vom 10.12.2011, abgerufen am 29.05.2015
  12. Parteifinanzen: SPD will keine Spenden mehr von Heckler & Koch Spiegel Online vom 13.12.2011, abgerufen am 29.05.2015
  13. Lobbyisten & Heckler und Koch: Von der Leyen im Visier Bayrischer Rundfunk vom 20.05.2015, abgerufen am 29.05.2015
  14. Waffen: Heckler & Koch macht Geschäfte mit Blackwater Spiegel Online vom 19.02.2008, abgerufen am 29.05.2015
  15. Waffenlieferungen an Blackwater: Deutsche Maschinenpistolen für US-Söldner Süddeutsche Zeitung vom 17.05.2015, abgerufen am 29.05.2015
  16. Waffen: Heckler & Koch macht Geschäfte mit Blackwater Spiegel Online vom 19.02.2008, abgerufen am 29.05.2015
  17. Deutsche Waffen in Libyen: Staatsanwalt ermittelt gegen Heckler & Koch Spiegel Online vom 23.10.2011, abgerufen am 29.05.2015
  18. Verdacht auf illegale Geschäfte: Razzia bei Waffenhersteller Heckler & Koch Spiegel Online vom 10.11.2011, abgerufen am 29.05.2015
  19. Heckler & Koch: Ex-Mitarbeiter wegen Waffenlieferungen vor Gericht, Handelsblatt, 18. Mai 2016, zuletzt aufgerufen am 1.8.2016
  20. Demonstration: Mexikaner protestieren gegen Waffenlieferungen aus Deutschland Spiegel Online vom 25.12.2014, abgerufen am 29.05.2015
  21. Waffenexport: Heckler & Koch lieferte Tausende Sturmgewehre an Mexiko Spiegel Online vom 08.02.2015,abgerufen am 29.05.2015
  22. Urteil im Fall Heckler & Koch: Regierung muss über Waffenexport nach Saudi-Arabien entscheiden, Der Spiegel, 23. Juni 2016, zuletzt aufgerufen am 4. Juli 2016
  23. Saudi-Arabien: Inhaftierter Blogger Badawi tritt in Hungerstreik, Der Spiegel, 11. Dezember 2015, zuletzt aufgerufen am 4. Juli 2016
  24. Jemen-Krieg: Saudi-Arabiens militärisches Debakel, Die Zeit, 26. März 2016, zuletzt aufgerufen am 4.7.2016
  25. VERTEIDIGUNG: Gewehr mit Schwächen Spiegel Online vom 02.04.2015,abgerufen am 29.05.2015
  26. VERTEIDIGUNG: Gewehr mit Schwächen Spiegel vom 02.04.2012,abgerufen am 29.05.2015
  27. VERTEIDIGUNG Auf Handwärme abkühlen Spiegel vom 16.09.2013,abgerufen am 29.05.2015
  28. VERTEIDIGUNG Auf Handwärme abkühlen Spiegel vom 16.09.2013,abgerufen am 29.05.2015
  29. Probleme bei Bundeswehr-Gewehr: Heckler & Koch wirft Rechnungshof Rufschädigung vor Spiegel Online vom 02.07.2014,abgerufen am 29.05.2015
  30. Zweifel am G36: Heckler und Koch widerspricht von der Leyen Spiegel Online vom 30.03.2014,abgerufen am 29.05.2015
  31. [Heckler & Koch GmbH Presseinformation G36 31.03.2015] Heckler & Koch vom 31.03.2015,abgerufen am 29.05.2015
  32. Problemgewehr G36: Geheimdienst MAD sollte kritische Journalisten ausspähen Spiegel Online vom 06.05.2015,abgerufen am 29.05.2015
  33. Affäre um G36-Sturmgewehr: Chaostage bei von der Leyen Spiegel Online vom 08.05.2015,abgerufen am 29.05.2015
  34. Affäre um Gewehr G36: Task Force soll Vetternwirtschaft im Wehrressort aufdecken Spiegel Online vom 15.05.2015,abgerufen am 29.05.2015
  35. Neues Problemgewehr: Von der Leyen hat nun auch Ärger mit dem MG5 Spiegel Online vom 23.05.2015,abgerufen am 29.05.2015
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        Heckler & Koch ist ein weltweit agierendes Rüstungsunternehmen  mit  Sitz  in Oberndorf am Neckar. <ref>[http://www.heckler-koch.com/de/unternehmen/ueber-hk.html Heckler & Koch Unternehmen], abgerufen am 29.05.2015</ref> Das Unternehmen arbeitet unter anderem im Auftrag der Bundesregierung Deutschland, sowie weiteren NATO-Staaten.
        

        Heckler & Koch erwirtschaftete im Jahr 2013 einen Umsatz von 171,1 Millionen Euro.
        
        2015 wurde bekannt, dass das von Heckler & Koch  hergestellte Gewehr G36 den Qualitätstests des Verteidigungsministerium nicht bestanden hat. Die Bundeswehr erwägt daher in Zukunft auf diese Waffe zu verzichten. Heckler & Koch weist die Vorwürfe des Qualitätsmangels zurück. 
        

        ==Kurzdarstellung und Geschichte==
        

        Heckler & Koch wurde 1949 von Edmund Heckler, Theodor Koch und Alex Seidel gegründet. Zunächst als Hersteller von Ersatzteilen für Haushaltsmaschinen und Fahrräder, stellte Heckler & Koch schon bald Waffen für Polizei, Bundesgrenzschutz sowie alliierten Besatzungstruppen her. <ref>[http://www.heckler-koch.com/de/unternehmen/historie.html Heckler & Koch Historie], abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        Ab 1959 rüstete Heckler & Koch die Bundeswehr mit dem Infanteriegewehr G3 aus. Ab 1991 wurde das Unternehmen von der britischen Royal Ordnance geführt, einem Tochterunternehmen von BAE Systems. 2002 wurde Heckler & Koch von den Unternehmern Andreas Heeschen und Keith Halsey übernommen. <ref>[http://www.heckler-koch.com/de/unternehmen/historie.html Heckler und Koch], abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        ==Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen==
        

        Die Bundesrepublik Deutschland gilt als zweitgrößter Exporteur von Kleinwaffen nach den USA. Im Jahr 2012 wird das Exportvolumen auf ca. 76 Millionen Euro geschätzt. Ein Großteil dieser Kleinwaffen wird von Heckler & Koch produziert.<ref>[http://www.zeit.de/2013/35/ruestungsindustrie-kleinwaffenhersteller-heckler-koch Rüstungsindustrie: Der Mann in Deckung], Die Zeit vom 29.08.2013, abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        Über die Eigentümer von Heckler & Koch ist nicht viel bekannt. Der aus Bayern stammende Teilhaber Andreas Heesch gilt als sehr zurückhaltend. Heesch lebt in London und hat Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaft studiert. <ref>[http://www.zeit.de/2013/35/ruestungsindustrie-kleinwaffenhersteller-heckler-koch/seite-2 Rüstungsindustrie: Der Mann in Deckung], Die Zeit vom 29.08.2013, abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        Von den  Unternehmensanteile an Heckler & Koch hält Andreas Heesch 51 Prozent, Keith Halsey 40 Prozent und Alfred Schefenacker 9 Prozent. Alfred Schefenacker ist der Schwager von Andreas Heesch.
        

        ===Tochterunternehmen===  
        

        * Heckler & Koch GmbH
        
        * Heckler & Koch Defense
        
        * NSAF Ltd.
        
        * Heckler & Koch France SAS 
        
        * Heckler & Koch Sidearms GmbH <ref>[http://www.heckler-koch.com/de/unternehmen/historie.html Heckler & Koch Historie], abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        H&K legt beim Bundesanzeiger <ref>[https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?session.sessionid=a8876f7ee1687621b83e1099d90ef812&global_data.designmode=eb&genericsearch_param.fulltext=Heckler+%26+Koch&genericsearch_param.part_id=&%28page.navid%3Dto_quicksearchlist%29=Suchen Bundesanzeiger Heckler & Koch], abgerufen am 29.05.2015</ref> jährliche Abschlussbilanzen vor. Zugänglich sind die Jahresberichte von 2006 (mit Vergleichszahlen von 2005) bis 2013 (in Millionen Euro):
        

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        |-
        
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        |-
        
        |  2012 
        
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        |  202,8
        
        |  -5,0
        
        |- 
        
        |  2013
        
        |  645
        
        |  171,8
        
        |
        
        |}
        

        Die Ratingagentur Moody`s Stufte Heckler & Koch im Januar 2014 mit dem Staturs Caa2 ein: das Unternehmen ist nicht für ein Investment geeignet. <ref>[http://www.welt.de/wirtschaft/article126895269/Heckler-amp-Koch-sucht-neue-Geldgeber.html Rüstungsindustrie: Heckler und Koch such neue Geldgeber] Die Welt vom 13.04.2014, abgerufen am 29.05.2015 </ref> Auch Standard & Poors kommt zu dem schlechtes Ratingergebnis CCC+ mit negativem Ausblick.
        

        ==Geschäftsführung und Aufsichtsrat==
        

        Im April 2014 ist Heckler & Koch von einer Beteiligungsgesellschaft GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden. <ref>[http://www.heckler-koch.com/de/presse/detail/article/heckler-koch-beteiligungsgesellschaft-wird-eine-aktiengesellschaft.html Heckler & Koch: Beteiligungsgesellschaft wird eine Aktiengesellschaft] Heckler & Koch vom 14.04.2014, abgerufen am 29.05.2015 </ref> 
        

        Mehrheitsgesellschafter des Unternehmensanteil
        
        Vorsitzender des Aufsichtsrat:
        

        * Andreas Heesch
        

        stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrat von Heckler & Koch:
        

        * Norbert Scheuch  (Vorsitzender der Geschäftsführung der Werkstattkette A.T.U.) 
        

        ===Geschäftsführung der Heckler & Koch GmbH===
        

        * Niels Ihloff
        
        * Martin Lemperle
        
        * Reinhold Müller , Finanzen Controlling und IT ( war vorher bei Odelo sowie bei Ernst and Young).
        

        ===Andreas Heesch===
        

        Andreas Heesch wird in einem Artikel der Zeit <ref>[http://www.zeit.de/2013/35/ruestungsindustrie-kleinwaffenhersteller-heckler-koch/seite-3 Rüstungsindustrie: Kleinwaffenhersteller Heckler und Koch] Die Zeit vom 29.08.2013, abgerufen am 29.05.2015 </ref> von Mitarbeitern  vorgeworfen, dass er lediglich Geld durch das Unternehmen verdienen möchte, an dem langfristigen Erfolg von Heckler & Koch aber nicht interessiert sei. Die Befürchtungen rühren aus der Vergangenheit von Andreas Heesch.
        
        2004  übernahm Heesch das Unternehmen Wolf-Garten als Weltmarktführer. 2009 meldete die Wolf-Beteiligungsgesellschaft GmbH, unter der Führung von Heesch, Insolvenz an. Außerdem verkaufte Heesch Ende 2008 den Seifen und Waschmittelhersteller Luhns GmbH. Der Luhns GmbH wurde damals eine existenzbedrohende Situation bescheinigt. Die Mitarbeiter von Heckler & Koch befürchten, das auch ihrem Unternehmen eine ähnliche Zukunft bevorsteht. Wie bereits erwähnt sind auch die Zahlen von  Heckler & Koch nicht positiv.
        

        ==Lobbyarbeit von Heckler & Koch==
        

        Heckler & Koch ist Mitglied im [[Förderkreis Deutsches Heer]], dem Politiker, hochrangige Militärs und die meisten deutschen Rüstungsunternehmen angehören. 
        

        Von 2009 bis 2011 spendete Heckler & Koch 20.000 Euro an den FDP Kreisverband Tuttlingen, dem Ernst Burgbacher angehört. Ernst Burgbacher ist parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, das federführend bei Rüstungsexporten ist. <ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/parteispenden-heckler-koch-zahlte-an-fdp-a-802975.html Parteispenden: Heckler & Koch zahlte an FDP] Spiegel Online vom 10.12.2011, abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        Seit 2002 hat Heckler & Koch 93.000 Euro an deutsche Parteien gespendet. <ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/parteifinanzen-spd-will-keine-spenden-mehr-von-heckler-koch-a-803436.html Parteifinanzen: SPD will keine Spenden mehr von Heckler & Koch] Spiegel Online vom 13.12.2011, abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        Ein Abgeordneter der Linkspartei in Bundestag erklärt die Lobbyarbeit von Heckler & Koch im Verteidigungsministerium so:
        

        "Mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, wo Heckler & Koch aufhört und das Ministerium anfängt. Wenn Rüstungsfirmen die Personalpolitik im Ministerium mitbestimmen, dann ist jede erträgliche Grenze überschritten." 
        

        Ein festgehaltenes Gespräch aus dem Ministerium, das der ARD vorliegt, zeigt den großen Einfluss von Heckler & Koch im Verteidigungsministerium. In dem Gespräch zwischen Entwicklungsleiter sowie Geschäftsführern von H&K und Ministeriumsmitarbeitern, kritisieren die Unternehmensvertreter die "Ungleichbehandlung der eigenen Firma bei der Güteprüfung durch die Amtsseite" und beklagten "die Nichteinhaltung von mündlichen Zusagen der Amtsseite“.  <ref>[http://www.br.de/nachrichten/heckler-koch-lobbyismus-100.html Lobbyisten & Heckler und Koch: Von der Leyen im Visier] Bayrischer Rundfunk vom 20.05.2015, abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        ==Fallbeispiel und Kritik== 
        

        ===Blackwater===
        

        Im Jahre 2008 kämpften die Einsatzkräfte der umstrittenen amerikanischen Firma Blackwater mit Waffen von Heckler & Koch im Irak und in Afghanistan. Blackwater ist ein privates Sicherheits- sowie Militärunternehmen. Zunächst bezeichnete Heckler & Koch die Zusammenarbeit mit Blackwater als eine einzigartige und strategische Partnerschaft. Nach öffentlicher Kritik an dieser Zusammenarbeit kündigte die Geschäftsleitung von H&K die Zusammenarbeit. Die Bundesregierung bestritt zunächst, jemals eine Waffenlieferung an Blackwater genehmigt zuhaben. H&K gab darauf hin an, dass eine Tochterfirma für Schulungszwecke Waffen an Blackwater geliefert hatte. <ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/waffen-heckler-koch-macht-geschaefte-mit-blackwater-a-536306.html  Waffen: Heckler & Koch macht Geschäfte mit Blackwater] Spiegel Online vom 19.02.2008, abgerufen am 29.05.2015</ref> 
        

        Die Angestellten von Blackwater sind durch Fehlverhalten im Irak und in Afghanistan in die Kritik geraten. Blackwater-Mitarbeiter die zum Schutz von US-Botschaftspersonal eingestellt worden waren, ist nachgewiesen worden, das sie in mehreren Fällen das Feuer auf Zivilisten eröffneten und dabei mindestens 17 Menschen erschossen haben. <ref>[http://www.sueddeutsche.de/politik/waffenlieferungen-an-blackwater-deutsche-maschinenpistolen-fuer-us-soeldner-1.275402 Waffenlieferungen an Blackwater: Deutsche Maschinenpistolen für US-Söldner] Süddeutsche Zeitung vom 17.05.2015, abgerufen am 29.05.2015</ref> 
        

        Christian Ströbele nannte die Zusammenarbeit "skandalös und nicht hinnehmbar, dass eine deutsche Waffenfirma mit einer solchen Söldnertruppe der Gesetzlosen zusammenarbeitet".  <ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/waffen-heckler-koch-macht-geschaefte-mit-blackwater-a-536306.html  Waffen: Heckler & Koch macht Geschäfte mit Blackwater] Spiegel Online vom 19.02.2008, abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        ===Libyen===
        

        Im Jahr 2011 eröffnete die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Verfahren gegen Heckler & Koch wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Im Kampf gegen Muhammad Al Gaddafi konnten die Rebellen auf dutzende G36 Gewehre der Firma Heckler & Koch zurückgreifen. Die Rebellen fanden die Waffen in  eroberten Kasernen des Diktators. Die Gewehre waren  neu und in Kisten verpackt. Aufgrund eines Handelsembargos hätten keine deutschen Waffen an Gaddafi geliefert werden dürfen. 
        

        Kurze Zeit später räumte Heckler & Koch ein, das die Gewehre aus  einer Lieferung stamme, die sie 2003 offiziell an das ägyptische Verteidigungsministerium verkauft haben. Dazu, wie die Waffen nach Libyen gekommen sind, habe Heckler & Koch keine Informationen. <ref>[http://www.spiegel.de/politik/ausland/deutsche-waffen-in-libyen-staatsanwalt-ermittelt-gegen-heckler-koch-a-793431.html  Deutsche Waffen in Libyen: Staatsanwalt ermittelt gegen Heckler & Koch] Spiegel Online vom 23.10.2011, abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        ===Prozess wegen Waffenlieferungen nach Mexiko===
        

        2011 eröffnete die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein weiteres Verfahren gegen Heckler & Koch. Diesmal ging es um den Tatbestand der Bestechung.  Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft war, dass Heckler & Koch Beamte mit Bargeldzahlungen in Mexiko bestochen haben, um Lieferaufträge für Waffen zu erhalten. Auch in Deutschland soll Bargeld in diesem Zusammenhang geflossen sein. Schon 2010 wurden Ermittlungen gegen Heckler & Koch aufgenommen bezüglich des Verdachts des Verstoßes gegen das Außenwirtschaft und das Kriegswaffenkontrollgesetz. Heckler & Koch bestreitet die Vorwürfe der Bestechung. <ref>[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/verdacht-auf-illegale-geschaefte-razzia-bei-waffenhersteller-heckler-koch-a-796993.html#ref=rss  Verdacht auf illegale Geschäfte: Razzia bei Waffenhersteller Heckler & Koch] Spiegel Online vom 10.11.2011, abgerufen am 29.05.2015</ref> Im Mai 2016 ließ das Gericht Landgericht Stuttgart den Prozess zu, angeklagt sind Mitarbeiter und ehemalige Geschäftsführer.<ref>[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/heckler-und-koch-ex-mitarbeiter-wegen-waffenlieferungen-vor-gericht/13610564.html Heckler & Koch: Ex-Mitarbeiter wegen Waffenlieferungen vor Gericht], Handelsblatt, 18. Mai 2016, zuletzt aufgerufen am 1.8.2016</ref>
            

            Seit 2014 protestieren die Menschen in Mexiko gegen Heckler & Koch. Der Vorwurf lautet, dass das deutsche Unternehmen die als korrupt geltende Polizei in Südmexiko (Guerrero) mit dem Sturmgewehr G36 ausrüstet. Unter anderem wird der Polizei vorgeworfen 43 Studenten ermordet zu haben. Die Bundesregierung erteilte im Jahre 2010 eine eingeschränkte Exportbewilligung für Mexiko, die die Provinzen Chiapas, Chihuahua, Guerrero und Jalisco von Lieferungen ausschloss. 
        
        2013 musste Heckler & Koch erstmals zugeben, dass Waffen illegal in die Krisenregionen geliefert wurden. Auch 2014 gibt Heckler und Koch an, dass dringender Tatverdacht gegen zwei langjährige Mitarbeiter bestehe. Die beiden Mitarbeiter sollen Waffenlieferungen in nicht genehmigungsfähige mexikanische Bundesstaaten veranlasst haben. <ref>[http://www.spiegel.de/panorama/mexiko-protest-gegen-heckler-koch-vor-deutscher-botschaft-a-1010330.html  Demonstration: Mexikaner protestieren gegen Waffenlieferungen aus Deutschland] Spiegel Online vom 25.12.2014, abgerufen am 29.05.2015</ref> 
        

        Der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele forderte 2015 das Kriegswaffenbuch von Heckler & Koch an. Ströbele entdeckte, dass die Lieferung von Heckler & Koch an Mexiko weit größer war als bisher bekannt. Heckler & Koch lieferte bis dato 10.100 Sturmgewehre des Type G36 in das Krisengebiet. <ref>[http://www.spiegel.de/politik/ausland/mexiko-heckler-koch-lieferte-mehr-gewehre-als-bisher-bekannt-a-1017203.html#ref=rss   Waffenexport: Heckler & Koch lieferte Tausende Sturmgewehre an Mexiko] Spiegel Online vom 08.02.2015,abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        === Waffenproduktion in Saudi-Arabien ===
        
        Seit 2006 produziert Heckler und Koch das Sturmgewehr G36 auch in Saudi-Arabien; diese Zusammenarbeit ist wegen der Menschenrechtssituation und Außenpolitik des Landes umstritten. Deswegen hat die Bundesregierung den Export von Teilen verzögert. Im Juni 2016 urteilte nun das Verwaltungsgericht Frankfurt, dass die Bundesregierung schnell über die endgültige Genehmigung entscheiden solle.<ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesregierung-muss-ueber-waffenexport-nach-saudi-arabien-entscheiden-a-1099394.html Urteil im Fall Heckler & Koch: Regierung muss über Waffenexport nach Saudi-Arabien entscheiden], Der Spiegel, 23. Juni 2016, zuletzt aufgerufen am 4. Juli 2016</ref> In Saudi-Arabien wurde 2014 der Blogger Raif Badawi zu 1.000 Peitschenhieben und zehn Jahren Gefägnis verurteilt, weil er angeblich religiöse Werte verletzt habe.<ref>[http://www.spiegel.de/politik/ausland/saudi-arabien-raif-badawi-tritt-in-hungerstreik-a-1067241.html Saudi-Arabien: Inhaftierter Blogger Badawi tritt in Hungerstreik], Der Spiegel, 11. Dezember 2015, zuletzt aufgerufen am 4. Juli 2016</ref>. Zudem führte Krieg gegen Rebellen im Nachbarland Jemen; für die Kriegsführung wird das Land von der UN scharf angegriffen.<ref>[http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-03/jemen-krieg-saudi-arabien-vereinigte-arabische-emirate Jemen-Krieg: Saudi-Arabiens militärisches Debakel], Die Zeit, 26. März 2016, zuletzt aufgerufen am 4.7.2016</ref>.
        

        ==G36 Affäre==
        

        Das G36, das seit Ende der 1990 Jahre das Standardgewehr der Bundeswehr ist, gilt seit langer Zeit als fehlerhaft.  Ein Ergebnis des Verteidigungsministeriums lautet: bei anhaltender Benutzung des Gewehrs wird  der Lauf des Gewehres so heiß,  dass eine präzise Nutzung unmöglich ist. Trotz dieser festgestellten Mängel erhält die Firma Heckler & Koch Jahr für Jahr Aufträge der Bundesregierung. <ref>[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-84631730.html#ref=rss  VERTEIDIGUNG: Gewehr mit Schwächen] Spiegel Online vom 02.04.2015,abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        ===Chronologie=== 
        

        2012 berichten mehrere Medien, unter anderen der Spiegel, erstmals von Mängeln des G36 im Gefecht. Die Bundeswehr widerspricht diesen Meldungen, und erklärt das man diese Erfahrung in Afghanistan nicht gemacht habe.  <ref>[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-84631730.html#ref=rss  VERTEIDIGUNG: Gewehr mit Schwächen] Spiegel  vom 02.04.2012,abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        2013 erscheinen erneut Berichte, die die Tauglichkeit des G36 Gewehrs hinterfragen. Demnach beschreibt ein ehemaliger Beamter des zuständigen Prüfamts, dass das G36 erhebliche Mängel aufweist. Seine Warnung werden allerdings von Verteidigungsministerium ignoriert. Untersuchungen des Verteidigungsministerium, damals geführt von Verteidigungsminister Thomas de Maiziere, wurden nicht Veröffentlicht. <ref>[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-112638320.html  VERTEIDIGUNG Auf Handwärme abkühlen] Spiegel  vom 16.09.2013,abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        Der ermittelnde Beamte der zuständigen Prüfbehörde, gibt an, das er gezielt vom Bundesverteidigungsministerium an den Recherchen zum G36  gehindert wurde.  Der Abschlussbericht des Beamten beschreibt „ein Ministerium, das über eine ungesunde Nähe zum Rüstungskonzern Heckler & Koch verfügt, kritischen Berichten nicht angemessen nachgeht und Fehler weg redet“.  <ref>[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-112638320.html  VERTEIDIGUNG Auf Handwärme abkühlen] Spiegel  vom 16.09.2013,abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        2014 kommt es zum Streit zwischen dem Bundesrechnungshof und Heckler & Koch. Der Bundesrechnungshof führt Kontrollen des G36 durch. Der Bundesrechnungshof stellte fest, dass die Bundeswehr den Problemen mit der Waffe seit Jahren nicht nachgeht. Das G36 hat den Kontrollen zufolge einige erhebliche Mängel. Heckler & Koch wirft dem Bundesrechnungshof Rufschädigung vor. <ref>[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/heckler-koch-wirft-rechnungshof-rufschaedigung-vor-a-978620.html Probleme bei Bundeswehr-Gewehr: Heckler & Koch wirft Rechnungshof Rufschädigung vor] Spiegel Online vom 02.07.2014,abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        Nach erneuten Tests im Jahre 2015 räumt auch das Verteidigungsministerium, unter der Leitung von Ursula von der Leyen ein, dass das Standardgewehr der Bundeswehr G36
        
        nicht treffsicher sei. In einer Pressemitteilung widerspricht das Unternehmen Heckler & Koch den Ergebnissen des Verteidigungsministeriums. Das G36 habe bei  "sachgerechtem Gebrauch keine maßgeblichen Einschränkungen der Einsatztauglichkeit" <ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/g36-heckler-und-koch-wehrt-sich-gegen-vorwuerfe-a-1026365.html Zweifel am G36: Heckler und Koch widerspricht von der Leyen] Spiegel Online  vom 30.03.2014,abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        Heckler & Koch spricht in einer Pressemitteilung (31.03.2015) von einer gezielten Kampagne gegen sie. Das Unternehmen sei erschüttert über die Vorgehensweise des Verteidigungsministerium. Heckler & Koch kritisiert, dass sie nicht in die Tests und in die Veröffentlichung der Ergebnisse eingebunden wurden. <ref>[Heckler & Koch GmbH  Presseinformation G36 31.03.2015] Heckler & Koch vom 31.03.2015,abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        Im Skandal um das Sturmgewehr G36 schreiben mehrere Medien (Spiegel, FAZ, Taz, die Zeit) im Mai 2015 von einer Zusammenarbeit zwischen dem Verteidigungsministerium, Heckler & Koch und dem Militärischen Abschirmdienst (MAD). Diese Zusammenarbeit sollte ab Ende 2013 Journalisten behindern, kritisch über das G36 zu berichten. Die Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung (AIN) sollte kritische Berichterstattung über das G36 stoppen und Journalisten ausspähen. <ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/g36-geheimdienst-mad-sollte-journalisten-ausspaehen-a-1032454.html Problemgewehr G36: Geheimdienst MAD sollte kritische Journalisten ausspähen] Spiegel Online  vom 06.05.2015,abgerufen am 29.05.2015</ref>  Heckler & Koch und die Rüstungsabteilung des Wehrressorts beim MAD einigten sich, „dass der Geheimdienst mit der „jahrelangen negativen Medienberichterstattung endlich Schluss machen solle“. <ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ursula-von-der-leyen-gesteht-chaos-im-eigenen-buero-ein-a-1032921.html  Affäre um G36-Sturmgewehr: Chaostage bei von der Leyen] Spiegel Online  vom 08.05.2015,abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        Aufgrund der verdächtigen Zusammenarbeit zwischen Heckler & Koch und dem Verteidigunsministerium, richtet das Verteidigungsministerium am 15.05. eine „Task Force“ ein, die die „Beziehung im Verhältnis der Dienststellen der Bundeswehr zum Unternemen Heckler & Koch“ aufklären soll. <ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/g36-task-force-soll-vetternwirtschaft-aufdecken-a-1033888.html   Affäre um Gewehr G36: Task Force soll Vetternwirtschaft im Wehrressort aufdecken] Spiegel Online  vom 15.05.2015,abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        Auf Anfrage der Fraktion Die Linke im Bundestag musste das Verteidigungsministerium am  23.05.15 zugeben, dass nach dem G36 Gewehr der Firma Heckler & Koch, auch das Maschinengewehr MG5 fehlerhaft ist. Nichtsdestotrotz bestellte das Ministerium am 15.05.2015, 1215 MG5 Maschinengewehre für rund 20 Millionen Euro bei Heckler & Koch.Die Bestellung der neuen Waffen fällt auf den gleichen Tag an dem das Verteidigungsministerium die „Task Force“ einrichtete, die die Beziehungen zwischen Ministerium und Heckler & Koch untersuchen soll. <ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-von-der-leyen-hat-aerger-mit-dem-mg5-a-1035168.html    Neues Problemgewehr: Von der Leyen hat nun auch Ärger mit dem MG5] Spiegel Online  vom 23.05.2015,abgerufen am 29.05.2015</ref>
        

        {{spendenbanner}}
        

        ==Einzelnachweise==
        
<references />
        

        [[Kategorie:Unternehmen]]
        
        [[Kategorie:Rüstung Sicherheit]]
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Kurze Zeit später räumte Heckler & Koch ein, das die Gewehre aus  einer Lieferung stamme, die sie 2003 offiziell an das ägyptische Verteidigungsministerium verkauft haben. Dazu, wie die Waffen nach Libyen gekommen sind, habe Heckler & Koch keine Informationen. <ref>[http://www.spiegel.de/politik/ausland/deutsche-waffen-in-libyen-staatsanwalt-ermittelt-gegen-heckler-koch-a-793431.html  Deutsche Waffen in Libyen: Staatsanwalt ermittelt gegen Heckler & Koch] Spiegel Online vom 23.10.2011, abgerufen am 29.05.2015</ref>
 
Kurze Zeit später räumte Heckler & Koch ein, das die Gewehre aus  einer Lieferung stamme, die sie 2003 offiziell an das ägyptische Verteidigungsministerium verkauft haben. Dazu, wie die Waffen nach Libyen gekommen sind, habe Heckler & Koch keine Informationen. <ref>[http://www.spiegel.de/politik/ausland/deutsche-waffen-in-libyen-staatsanwalt-ermittelt-gegen-heckler-koch-a-793431.html  Deutsche Waffen in Libyen: Staatsanwalt ermittelt gegen Heckler & Koch] Spiegel Online vom 23.10.2011, abgerufen am 29.05.2015</ref>
   
===Mexiko===
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===Prozess wegen Waffenlieferungen nach Mexiko===
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2011 eröffnete die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein weiteres Verfahren gegen Heckler & Koch. Diesmal ging es um den Tatbestand der Bestechung.  Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft war, dass Heckler & Koch Beamte mit Bargeldzahlungen in Mexiko bestochen haben, um Lieferaufträge für Waffen zu erhalten. Auch in Deutschland soll Bargeld in diesem Zusammenhang geflossen sein. Schon 2010 wurden Ermittlungen gegen Heckler & Koch aufgenommen bezüglich des Verdachts des Verstoßes gegen das Außenwirtschaft und das Kriegswaffenkontrollgesetz. Heckler & Koch bestreitet die Vorwürfe der Bestechung.<ref>[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/verdacht-auf-illegale-geschaefte-razzia-bei-waffenhersteller-heckler-koch-a-796993.html#ref=rss  Verdacht auf illegale Geschäfte: Razzia bei Waffenhersteller Heckler & Koch] Spiegel Online vom 10.11.2011, abgerufen am 29.05.2015</ref> Im Mai 2016 ließ das Gericht Landgericht Stuttgart den Prozess zu, angeklagt sind Mitarbeiter und ehemalige Geschäftsführer.<ref>[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/heckler-und-koch-ex-mitarbeiter-wegen-waffenlieferungen-vor-gericht/13610564.html Heckler & Koch: Ex-Mitarbeiter wegen Waffenlieferungen vor Gericht], Handelsblatt, 18. Mai 2016, zuletzt aufgerufen am 1.8.2016</ref>
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Seit 2014 protestieren die Menschen in Mexiko gegen Heckler & Koch. Der Vorwurf lautet, dass das deutsche Unternehmen die als korrupt geltende Polizei in Südmexiko (Guerrero) mit dem Sturmgewehr G36 ausrüstet. Unter anderem wird der Polizei vorgeworfen 43 Studenten ermordet zu haben. Die Bundesregierung erteilte im Jahre 2010 eine eingeschränkte Exportbewilligung für Mexiko, die die Provinzen Chiapas, Chihuahua, Guerrero und Jalisco von Lieferungen ausschloss.
   
2011 eröffnete die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein weiteres Verfahren gegen Heckler & Koch. Diesmal ging es um den Tatbestand der Bestechung.  Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft war, dass Heckler & Koch Beamte mit Bargeldzahlungen in Mexiko bestochen haben, um Lieferaufträge für Waffen zu erhalten. Auch in Deutschland soll Bargeld in diesem Zusammenhang geflossen sein. Schon 2010 wurden Ermittlungen gegen Heckler & Koch aufgenommen bezüglich des Verdachts des Verstoßes gegen das Außenwirtschaft und das Kriegswaffenkontrollgesetz. Heckler & Koch bestreitet die Vorwürfe der Bestechung. <ref>[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/verdacht-auf-illegale-geschaefte-razzia-bei-waffenhersteller-heckler-koch-a-796993.html#ref=rss  Verdacht auf illegale Geschäfte: Razzia bei Waffenhersteller Heckler & Koch] Spiegel Online vom 10.11.2011, abgerufen am 29.05.2015</ref>
 
Seit 2014 protestieren die Menschen in Mexiko gegen Heckler & Koch. Der Vorwurf lautet, dass das deutsche Unternehmen die als korrupt geltende Polizei in Südmexiko (Guerrero) mit dem Sturmgewehr G36 ausrüstet. Unter anderem wird der Polizei vorgeworfen 43 Studenten ermordet zu haben. Die Bundesregierung erteilte im Jahre 2010 eine eingeschränkte Exportbewilligung für Mexiko, die die Provinzen Chiapas, Chihuahua, Guerrero und Jalisco von Lieferungen ausschloss.
 
 
2013 musste Heckler & Koch erstmals zugeben, dass Waffen illegal in die Krisenregionen geliefert wurden. Auch 2014 gibt Heckler und Koch an, dass dringender Tatverdacht gegen zwei langjährige Mitarbeiter bestehe. Die beiden Mitarbeiter sollen Waffenlieferungen in nicht genehmigungsfähige mexikanische Bundesstaaten veranlasst haben. <ref>[http://www.spiegel.de/panorama/mexiko-protest-gegen-heckler-koch-vor-deutscher-botschaft-a-1010330.html  Demonstration: Mexikaner protestieren gegen Waffenlieferungen aus Deutschland] Spiegel Online vom 25.12.2014, abgerufen am 29.05.2015</ref>  
 
2013 musste Heckler & Koch erstmals zugeben, dass Waffen illegal in die Krisenregionen geliefert wurden. Auch 2014 gibt Heckler und Koch an, dass dringender Tatverdacht gegen zwei langjährige Mitarbeiter bestehe. Die beiden Mitarbeiter sollen Waffenlieferungen in nicht genehmigungsfähige mexikanische Bundesstaaten veranlasst haben. <ref>[http://www.spiegel.de/panorama/mexiko-protest-gegen-heckler-koch-vor-deutscher-botschaft-a-1010330.html  Demonstration: Mexikaner protestieren gegen Waffenlieferungen aus Deutschland] Spiegel Online vom 25.12.2014, abgerufen am 29.05.2015</ref>  
   

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