Hildegard Müller

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Hildegard Müller (* 29. Juni 1967 in Rheine), ist seit Februar 2020 Präsidentin des Verband der Automobilindustrie (VDA). Davor war sie Netzvorstand der RWE International SE und Cheflobbyistin des BDEW. Als Mitglied des Bundesvorstands des Wirtschaftsrat der CDU und Vorstandsmitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung verfügt sie über exzellente Kontakte zur CDU, insbesondere zu deren Wirtschaftsflügel.

Karriere

  • seit 02/2020 Verband der Automobilindustrie, Präsidentin
  • 05/2016-10/2019 RWE International SE (inzwischen umbenannt in Innogy SE), Netzvorstand/Chief Operating Officer Grid
  • 10/2008–01/2016 Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung
  • 2005–2008 Staatsministerin und Beauftragte für die Bund-Länder-Koordination bei Bundeskanzlerin Angela Merkel
  • 2002–2008 Mitglied des Deutschen Bundestages
  • 1998–2008 Mitglied des CDU-Bundesvorstandes
  • 1998–2002 Bundesvorsitzende der Jungen Union
  • 1995–1998 Abteilungsdirektorin bei der Dresdner Bank

Verbindungen/Netzwerke

  • Wirtschaftsrat der CDU, Mitglied des Bundesvorstands
  • Konrad-Adenauer-Stiftung, Mitglied des Vorstands
  • Deutsch-israelische Wirtschaftsvereinigung, Präsidentin
  • Zenralkomitee der deutschen Katholiken, Mitglied des Präsidiums
  • Helmholtzgemeinschaft, Mitglied des Senats
  • Vonovia SE, Mitglied des Aufsichtsrats
  • IK Deutsche Industriebank, Mitglied im Beraterkreis

Stand: 04/2020

Kritik

2016: Wechsel zu RWE

Die ehemalige Kanzleramtschefin wechselte im Mai 2016 vom BDEW in den Vorstand von RWE International SE.[1]

2008: Seitenwechsel zum BDEW

Hildegard Müller übernahm im Oktober 2008 die Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).[2] Zwar gab sie alle politischen Ämter auf, das Problem des nahtlosen Wechsels aus der Politik in einen Lobbyjob besteht dennoch.[3]

Wie wertvoll die direkte Beziehung zur ehemaligen Chefin Merkel sein kann, zeigte sich im August 2010: Im Energiekonzept der Bundesregierung war zunächst eine Kohlesteuer vorgesehen. Nach Informationen des Handelsblattes konnte Müller mit einem Anruf im Kanzleramt das Konzept zu ihren Gunsten beeinflussen. Das Gesetz sieht nun keine Kohlesteuer vor. [4]

2005: Nebeneinkünfte durch Dresdener Bank

Bereits 2005 wurde bekannt, dass die Dresdner Bank Müllers politischen Aufstieg großzügig finanzierte. Neben anderen berichtete der Spiegel über die langjährige finanzielle Förderung ihrer politischen Karriere durch die Dresdener Bank.[5]

Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

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Einzelnachweise

  1. Wechsel in die Wirtschaft: RWE holt sich Hildegard Müller, FAZ vom 11.01.2016, abgerufen am 22.02.2017
  2. Hauptgeschäftsführungbdew.de
  3. "Merkel verliert Vertraute"Süddeutsche Zeitung, 25.07.2008, abgerufen am 30.09.2015
  4. Kanzleramt beendet Planspiele zur Kohle-Steuer, Handelsblatt vom 11.08.10, abgerufen am 26.10.10
  5. Politikerkarrieren - Dresdner Bank förderte Aufstieg von Hildegard Müller Spiegel-Online vom 11. Januar 2005, zuletzt aufgerufen am 9. September 2016

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