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Alan Greenspan

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Alan Greenspan (* 6. März 1926 in New York), US-amerikanischer Ökonom, Lobbyist, langjähriger Leiter der US-Notenbank Federal Reserve System

Ab Januar 2008 war Greenspan Berater des Paulson & Co. Hedge-Fonds. Laut Financial Times wurde vertraglich vereinbart, dass Greenspan ausschließlich für den Paulson & Co. Hedge-Fonds tätig sein wird.[1]

Am 13. August 2007 wurde bekannt, dass Alan Greenspan von der Deutschen Bank als Berater im Bereich Investmentbanking verpflichtet wurde.

Greenspan wurde unter Ronald Reagan im August 1987 als Vorsitzender der Fed eingesetzt und blieb für eine Rekordzeit von 18 Jahren bis zum 31. Januar 2006 im Amt. Wenige Wochen nach seinem Amtsantritt sah er sich mit dem Wall-Street-Crash von 1987 konfrontiert. Als er aus dem Amt ging, begann - von den meisten Analysten in der Bedeutung völlig unterschätzt - der US-Immobilienmarkt abzurutschen - das auslösende Moment für den Weltfinanzcrash von 2007.

Greenspan gilt als glühender Verfechter der freien Marktwirtschaft und Gegner staatlicher Eingriffe in die Wirtschaft. Seine Philosohpie soll, laut der Gale Encyclopedia of U.S. Economic History seit den 1950er Jahren vom "Objektivismus" der Autorin Ayn Rand beeinflusst sein. Über den Einfluss von Rand auf seine Weltsicht soll er gesagt haben: "Sie hat bei mir die Erkenntnis bewirkt, dass Kapitalismus nicht nur effizient und praktikabel ist, sondern auch moralisch."[2]

In den 1950er und 60er Jahren soll er namhafte Firmen wie Alcoa, Capital Cities/ABC, JP Morgan & Co., and Mobil Corporation wirtschaftlich beraten haben.[3]

Karriere

Netzwerke/Verbindungen

Von 1982-88 war Greenspann Direktor des Council on Foreign Relations, eines der einflussreichen Think tanks der Welt.[4]

1968 war Greenspan Berater im Wahlkampfteam des damaligen Präsidentschaftskandidaten Richard Nixon.

Verantwortung für den Weltfinanzcrash?

Nach dem Platzen der IT-dotcom-Blase und den Anschlägen des 11. September 2001 senkte die US-Notenbank unter Greenspans Leitung den Leitzins bis auf ein Prozent und erhöhte damit die im Umlauf befindliche Geldmenge. Die NZZ schriebt dazu: "Der zentrale Vorwurf gegen den ehemaligen Notenbankchef lautet, dass er mit seiner Entscheidung, die Leitzinsen mehrfach drastisch zu senken, den Immobilienboom unnötig anheizte. Aufgrund der niedrigen Zinsen konnten Banken Hypotheken zu günstigen Bedingungen ausgeben, was wenig solvente Amerikaner zu verhängnisvollen Häuserkäufen verleitete."[5]

Laut der Neuen Zürcher Zeitung hat Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman Alan Greenspan im September 2008 als einen der Hauptverantwortlichen für den Weltfinanzcrash von 2007 bezeichnet[6].

James K. Galbraith hat Greenspans Papier[7] über die Krise vom 9. März 2010 als Müll bezeichnet und moniert, dass kein einziges Mal das Wort "Verantwortung" vorkäme.[8] Greenspan wurde zwischenzeitlich vor der Financial Crisis Inquiry Commission[9] als Zeuge gehört.[10]

Fall B

Zitate von Alan Greenspan

„Diejenigen von uns, die sich auf das Eigeninteresse der Finanzinstitute verlassen haben, ihre Aktionäre zu schützen, sind ungläubig und schockiert – besonders ich.“[11]

Zitate über Alan Greenspan

„Als einer der Architekten des heutigen Finanzsystems ist Alan Greenspan in einer einzigartigen Position, um unsere Kunden bei wichtigen risikobezogenen Entscheidungen zu unterstützen.“ Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann 2007.[12]
„Sie haben die Währungspolitik in Zeiten von Börsencrashs, Kriegen, Terroranschlägen und Naturkatastrophen verantwortet. Sie haben einen grossen Beitrag zum Wohlstand der Vereinigten Staaten geleistet, die Nation steht in Ihrer Schuld.“ Der US-Kongressabgeordnete Jim Saxton 2005.[13]


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Einzelnachweise

  1. Greenspan joins NY hedge fund“ - 15. Januar 2008
  2. Greenspan, Alan, Gale Encyclopedia of U.S. Economic History, 1999, abgerufen am 22. September 2010.
  3. Greenspan, Alan, Gale Encyclopedia of U.S. Economic History, 1999, abgerufen am 22. September 2010.
  4. Historical Roster of Directors and Officers, homepage www.cfr.org, abgerufen am 22. September 2010.
  5. Der tiefe Fall des Maestros, NZZ online vom 26. Oktober 2008, abgerufen am 22. September 2010.
  6. Der tiefe Fall des Maestros, NZZ online vom 26. Oktober 2008, abgerufen am 22. September 2010.
  7. The Crisis
  8. Oh Please, Huffington Post vom 25. März 2010, abgerukfen am 22. September 2010.
  9. Financial Crisis Inquiry Commission The New York Times, 6. April 2010.
  10. Committee Takes Up Subprime and Citi’s Troubles. The New York Times, 7. April 2010.
  11. Der tiefe Fall des Maestros, NZZ online vom 26. Oktober 2008, abgerufen am 22. September 2010.
  12. Deutsche Bank verpflichtet 81-Jährigen, focus Money online vom 13.August 2007, abgerufen am 22. September 2010.
  13. Der tiefe Fall des Maestros, NZZ online vom 26. Oktober 2008, abgerufen am 22. September 2010.