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Axel Börsch-Supan

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Axel Börsch-Supan (*28. Dezember 1954 in Darmstadt) ist Direktor des Munich Center for the Economics of Aging (MEA), das 2001 auf Initiative des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gegründet wurde. Der GDV beteiligte sich an der Finanzierung und Steuerung des Instituts. Seit 2011 ist das MEA eine Abteilung des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik.

Börsch-Supan war auch Studien-Hauptlieferant für das Deutsches Institut für Altersvorsorge der Deutsche Bank[1]. Er gehört dem Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie an und ist Mitglied einer Vielzahl von Beratungsgremien sowie Independent Director der Pioneer Global Assett Management.[2]


Karriere

  • seit 2011 Professor, Economics of Aging, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Technische Universität München.
  • seit 2011 Direktor des Munich Center for the Economics of Aging (MEA)
  • 2001 - 2011 Direktor des Mannheimer Forschungsinstitut Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA)
  • 1991 - 2011 Professor (C4) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Makroökonomik und Wirtschaftspolitik, Fakultät für Volkswirtschaftslehre und Statistik, Universität Mannheim,
  • 1989 -1991 Professor (C3) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Makroökonomik, Fakultät für Volkswirtschaftslehre und Statistik, Universität Mannheim,
  • 1988 - 1989 Lehrstuhlvertretung (C4), Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie, insbesondere Stadtökonomie, Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Universität Dortmund,
  • 1987 - 1988 Professor (C2) am Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie, Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Universität Dortmund
  • 1984 - 1987 Assistant Professor of Public Policy an der J.F. Kennedy School of Government, Harvard University
  • 1984 Dissertation in Volkswirtschaftslehre am Massachusetts Institute fo Technology
  • 1976 - 1980 Studium der Mathematik mit Nebenfach Ökonometrie in München (Diplom)
  • 1974 - 1976 Studium der Volkswirtschaftslehre mit Zwischenprüfung in München

Quelle: [3]

Verbindungen / Netzwerke

Quelle: [4]

Wirken

Wie die Versicherungswirtschaft, der er auf vielfältige Weise verbunden ist/war (Berater, Gutachter, langjährige gemeinsame Tätigkeit in der MEA), tritt Börsch-Supan grundsätzlich für eine Erweiterung der privaten Altersvorsorge ein. Deren Nachteile (hohe Verwaltungskosten, Abhängigkeit von der Kapitalmarktentwicklung und Unerschwinglichkeit für Niedrigverdiener) werden allenfalls am Rande erwähnt. Die gesetzliche Rente wird dagegen regelmäßig als unzureichend und problembehaftet gesehen. Andererseits wird deren Ausbau/Stabilisierung abgelehnt. Kritiker vertreten die Meinung, Börsch-Supan sei für eine Senkung der gesetzlichen Rente, damit die Versicherungswirtschaft höhere Anteile an der privaten Altersvorsorge gewinnen könne.[5]

Börsch-Supans Einschätzung der Altersarmut ist nicht einheitlich: Wenn diese als Beleg angeführt werden kann, um die private Vorsorge zu fördern, wird sie eher überzeichnet[6], wenn sie als Grund genommen wird, um gesetzliche Zusatzrenten einzuführen, wird sie verharmlost.[7][8]

Fallbeispiel

Zitate

Weiterführende Informationen


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Einzelnachweise

  1. Holger Balodis/Dagmar Hühne: Die Vorsorgelüge - Wie Politik und private Rentenversicherungen uns in die Altersarmut treiben, Berlin 2012, S. 75
  2. Profil, pioneerinvestments.com, abgerufen am 15.03.2017
  3. Profil, mea.mpisoc.mpg.de, abgerufen am 15.03.2017
  4. Profil, mea.mpisoc.mpg.de, abgerufen am 15.03.2017
  5. Wolfgang Lieb: ZDF Frontal21 macht Stimmung gegen die Rentner, nachdenkseiten vom 6. Mai 2009
  6. Elisabeth Niejahr: Die wahre Rentenlüge. ZEIT vom 11. August 2005
  7. Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vom 18. Dezember 2012: Altersarmut derzeit keine Problem
  8. Wolfgang Lieb: "Armut ist nicht politisch gewollt" - oder:Es kann nicht sein, was nicht sein darf, nachdenkseiten vom 19. Dezember 2012