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Birgit Fischer

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Birgit Fischer (*04.10.1953 in Bochum) wechselte 2007 aus ihrem Mandat als Landtagsabgeordnete der SPD in NRW zur Barmer Ersatzkasse und wurde dort stellvertretende Vorstandsvorsitzende.

Im Mai 2011 wechselte sie zum Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) als Hauptgeschäftsführerin.

Karriere

  • seit Mai 2011 Hauptgeschäftsführerin Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa)
  • 2010-04/2011 Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK
  • 2007–2010 Stellv. Vorstandsvorsitzende der Barmer Ersatzkasse
  • 2005–2006 Stellv. Fraktionsvorsitzende SPD-Landtagsfraktion NRW
  • 2002–2005 Ministerin Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie NRW
  • 2001–2007 Mitglied des Landtags NRW
  • 2001–2010 Stellv. Landesvorsitzende der SPD NRW
  • 1998–2002 Ministerin Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit NRW
  • 1991–1998 Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion NRW
  • 1990–2000 Mitglied des Landtags NRW

Quelle: [1][2]

Verbindungen / Netzwerke

Birgit Fischer hat durch ihre Zeit als Politikerin in NRW und stellvertretende Geschäftsführerin der SPD in NRW sehr gute Kontakte. Schon als Gesundheitsministerin konnte sie gute Beziehungen zur Gesundheitsbranche aufbauen.

Diese Kontakte will sich anscheinend jetzt auch der VFA zunutze machen. „Der Pharmaverband will sich mit Fischer neu ausrichten. Verbandschef Wolfgang Plischke erklärte, mit ihr solle der Dialog des VfA mit allen Akteuren der Gesundheitsbranche intensiviert werden.“[3]

Wirken

Seitenwechsel zur Barmer Ersatzkasse

Birgit Fischer vollzog 2007 einen typischen Seitenwechsel und wurde stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer Ersatzkasse. Sie wechselte aus ihrem laufendem Mandat als Landtagsabgeordnete in die freie Wirtschaft. Besonders pikant ist, dass sie ihre neue berufliche Situation schon ausübte, obwohl sie noch ihr Mandat innehatte (Überschneidungszeitraum 01.01.2007-01.05.2007) [4]

Besondere Qualifikation erreichte Birgit Fischer für die Gesundheitsbranche in ihrer Zeit als Ministerin für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie in NRW. Es ist zu vermuten, dass sie in ihrer neuen Position bei der Barmer Ersatzkasse ihr Wissen über die politischen Strukturen und die Arbeitsweise dieses Ministeriums verwendete und sich zu Nutzen machte.

Seitenwechsel zum VFA

Birgit Fischer wechselte am 01.05.2011 von der Barmer GEK zum Verband forschender Arzneimittelhersteller und löst dort Cornelia Yzer als Hauptgeschäftsführerin ab. Fischer galt zuvor stets als Kritikerin der Pharmaunternehmen.[5] Umso verwunderlicher ist jetzt ihr Wechsel zu diesen. Als Begründung für den Seitenwechsel nennt Fischer „die Notwendigkeit, ein ‚neues gemeinsames Verständnis aller Beteiligten im Gesundheitswesen über Perspektiven und mögliche Problemlösungen‘ zu erzeugen.“[6]

Zitate

„Ich bin jetzt 16 Jahre im Landtag. Ein Wechsel kann da durchaus reizvoll sein. Zum Beispiel die Spielregeln, die in der Politik gemacht werden, auf der anderen Seite umzusetzen. Gesundheitspolitik war immer mein Schwerpunkt. In der Gesundheitspolitik wird viel passieren. Die Krankenkassen werden in Zukunft bei der Gestaltung der Versorgung im Gesundheitswesen eine wichtige Rolle übernehmen.“ Birgit Fischer in einem Interview der TAZ
„Wenn die Chefin der größten Kasse direkt zur Pharmalobby wechsle, sei das ‚moralisch unanständig, sozialpolitisch pervers und Verrat an den Versicherten.‘“ Martina Bunge im Tagesspiegel


Weiterführende Informationen

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Einzelnachweise

  1. Lebenslauf, Webseite von Birgit Fischer, abgerufen am 17.03.2011
  2. Abgeordnete Birgit Fischer, Webseite des Landtages NRW, abgerufen am 17.03.2011
  3. Barmer-Chefin wird oberste Pharma-Lobbyistin, Webseite Spiegel.de vom 17.03.2011, abgerufen am 17.03.2011
  4. Mandatsabgabe am 11.05.2007, Webseite des Landtages NRW, abgerufen am 18.03.2011
  5. Kritikerin geht zur Pharmaindustrie, Webseite des Kölner Stadtanzeiger vom 17.03.2011, abgerufen am 18.03.2011
  6. Fischers Wechsel löst Kritik aus, Webseite des Tagesspiegel vom 18.03.2011, abgerufen am 18.03.2011