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Deutsche Angestellten Krankenkasse

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Dieser Artikel wurde für das Portal Lobbyisten in Ministerien angelegt. Er enthält bislang nur Informationen über externe Mitarbeiter in Ministerien.


Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK)
Rechtsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Tätigkeitsbereich gesetzliche Krankenversicherung
Gründungsdatum 1774
Hauptsitz Hamburg
Lobbybüro
Lobbybüro EU
Webadresse www.DAK.de

Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) ist die zweitgrößte bundesweite Ersatzkasse Deutschlands mit rund 4,7 Millionen Mitgliedern und 6,2 Millionen Versicherten. Sie beschäftigt ca. 12.000 Mitarbeitern und hat 750 Geschäftsstellen. (kein aktueller Stand)

Lobbyisten in Ministerien

LP Lobbyisten in Ministerien.png

Kurzdarstellung und Geschichte

2008 erhielt die DAK den Negativpreis BigBrotherAward von dem Verein Digitalcourage. Laut Digitalcourage e.V. erhielt die Deutsche Angestellten Krankenkasse den Preis wegen der unrechtmäßigen Weitergabe von Patientendaten an eine private Firma.[1]

Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen

Lobbyarbeit: Struktur und Strategien

Fallbeispiele und Kritik

Lobbyisten in Ministerien

Als vertrauliche Dokumente des Gesundheitsministeriums veröffentlicht wurden, wurde bekannt, dass ein Mitarbeiter der DAK im BMG beschäftigt war.

Lobbyisten im Bundesministerium für Gesundheit

Zeitraum Unbekannte Einsatzdauer, wurde im November 2006 fristlos gekündigt[2]
Mitarbeiter k.A.
Bearbeitete Themen k.A., Zugang zu vertraulichen Dokumenten

Weitergabe vertraulicher Dokumente des Bundesgesundheitsministeriums

Im Jahr 2006 entsandte die DAK einen Angestellten ins Gesundheitsministerium, wo er ein eigenes Büro und Kopierer erhielt. Während seiner Zeit im Gesundheitsressort wurden der DAK die Kosten für den Mitarbeiter erstattet. Der Mitarbeiter soll im November 2006 vertrauliche Dokumente zur Gesundheitsreform kopiert und an die DAK weitergeleitet haben. Nachdem diese Dokumente z.T. an die Medien weitergereicht wurden, hat das Gesundheitsministerium den Mitarbeiter entlassen. In einem Bericht der Leipziger Volkszeitung verteidigt die DAK ihr Vorgehen mit der Bemerkung, die Rückkopplung an die entsendenden Krankenkassen gehöre "zum normalen Geschäft" und sei auch politisch gewollt.[3] Diese Aussage dementierte der Ministeriumssprecher Klaus Vater. Die Weitergabe der Dokumente sei auf Druck der DAK zustande gekommen, innerhalb des Ministeriums seien Mitarbeiter zur Verschwiegenheit verpflichtet. Ein Weiterleiten von vertraulichen Papieren sei daher untersagt.[4]

Der Vorfall ist außerdem bemerkenswert, weil die Bundesregierung bis zu dem Eklat den DAK-Mitarbeiter weder auf Anfrage des Monitor noch in der Antwort auf parlamentarische Anfragen aufgelistet hatte.[5]

Weiterführende Informationen

Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

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Einzelnachweise

  1. bigbrotherawards.de Preisträger 2008, abgerufen am 09.05.2017
  2. Mitschrift der Pressekonferenz vom 27.11.2006 mit Fragen zur fristlosen Auflösung der Abordnung eines DAK-Mitarbeiters in das Gesundheitsministerium, Zugriff 16.09.2011
  3. Vertrauliche Papiere aus Gesundheitsministerium weitergegeben / Experte fristlos gekündigt. In: Leipziger Volkszeitung vom 27.11.2007 Onlinezusammenfassung des Artikels auf Presseportal
  4. Pressekonferenz vom 27.11.2006 mit Fragen zur fristlosen Auflösung der Abordnung eines DAK-Mitarbeiters in das Gesundheitsministerium
  5. Bezahlte Lobbyisten in Bundesministerien: Wie die Regierung die Öffentlichkeit täuscht, Monitor-Bericht vom 21.12.2006