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European Private Equity and Venture Capital Association

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European Private Equity and Venture Capital Association
Rechtsform Non-Profit Wirtschaftsverband
Tätigkeitsbereich Interessenvertretung für die Private-Equity- und Risikokapital-Industrie
Gründungsdatum 1983
Hauptsitz Place du Champ de Mars 5, B-1050 Brussels, Belgium
Lobbybüro
Lobbybüro EU Place du Champ de Mars 5, B-1050 Brussels, Belgium
Webadresse http://www.evca.eu

Die European Private Equity and Venture Capital Association ist eine auf EU-Ebene agierende Lobbyorganisation für die Private-Equity- und Risikokapitalindustrie mit Sitz in Brüssel. Sie fiel im Zusammenhang mit dem EU-Entwurf der Richtlinie zu Managern alternativer Investmentfonds (sog. AIFM-Richtlinie) durch irreführende Lobbytaktiken auf. Dies brachte dem Wirtschaftsverband auch eine Nominierung bei den Worst EU Lobbying Awards 2010 ein.[1]

Kurzdarstellung und Geschichte

Organisationsstruktur und Personal

Neue Generalsekretärin der EVCA ist Anfang 2011 Dörte Höppner geworden. Sie war zuvor Geschäftsführerin des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK), des deutschen Pendants zur EVCA.[2]. Höppner ist auch Mitglied in der Forschungsunion, einem Beratungsgremium des Bundesforschungsministeriums.[3]

Verbindungen

Finanzen

EVCA hat nach Angabe im freiwilligem Lobbyregister der EU 2011 840.000 Euro für direkte Lobbyarbeit in Brüssel ausgegeben.[4]. Zusätzlich wurde sie von der Agentur Fleishman-Hillard unterstützt.[5]

Fallstudien und Kritik

Richtlinie zu Managern alternativer Investmentfonds

Im April 2010 erreichte die für Finanzregulierung zuständigen Mitglieder des Europäischen Parlaments ein Brief von Tom B. van Aken, Chef von Avantium Technologies. Im Namen von 700 Klein- und Mittelstandsunternehmern bezog van Aken in diesem ausdrücklich Stellung gegen die geplante Richtlinie und bestätigte die zuvor geäußerten Einwände der Finanzlobby. Recherchen des Corporate Europe Observatory offenbarten jedoch, dass die dem Brief angehangenen Unterschriften nicht nur von der EVCA gesammelt, sondern die unterzeichnenden Unternehmen zum Teil oder sogar komplett von der EVCA finanziert wurden. [6] Obwohl an keiner Stelle im Brief die EVCA erwähnt wird, wurde die Endversion des Briefes von Ross Butler, dem Leiter für Kommunikation der Lobbyorganisation, editiert. [7]

Die dänische Tageszeitung Information.dk forderte im Zuge ihrer Recherchen zum Thema einige dänische Unternehmen zu Aussagen über deren Beteiligung am Brief an das EU-Parlament auf. Lediglich drei Unternehmen antworteten, zwei von ihnen konnten sich aber nicht erklären, wie die Unterschriften ihrer Vorsitzenden im Brief gelandet waren.[8]

Weiterführende Informationen


Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

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Einzelnachweise

  1. Homepage der Worst EU Lobbying Awards 2010
  2. EVCA-Pressemitteilung vom 1.12.2010 (pdf), abgerufen am 2.12.2010
  3. Die Mitglieder der Forschungsunion, abgerufen am 2.12.2010
  4. EU-Lobbyregister, Stand: 24.1.2013
  5. Eintrag von Fleishman-Hillard im EU-Lobbyregister, Stand: 2.12.2010
  6. Corporate Europe Observatory: Venture Ventriloquists, April 2010, abgerufen am 04. Oktober 2010
  7. Downloadbare Version des von Ross Butler bearbeiteten Briefs
  8. Fund Lobby admits masquerade, Corporate Europe Observatory, 5. September 2010, abgerufen am 05. Oktober 2010