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Georg Brunnhuber

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Georg Brunnhuber (* 18.02.1948 in Oberkochen) ist ehemaliger Cheflobbyist der Deutschen Bahn und war zuvor Mitglied des Bundestages für die CDU[1]. Nachdem er schon früher als Befürworter von Stuttgart 21 aufgetreten war,[2] übernahm er nach seinem Ausscheiden bei der Deutschen Bahn den Vereinsvorsitz des Fördervereines des umstrittenen Projekts.[3]

Karriere

  • seit 02/2015 Vereinsvorsitzender des Fördervereines Bahnprojekt Stuttgart–Ulm e.V.
  • seit 01/2011 Cheflobbyist der Deutschen Bahn[2]
    • 07/2010- 12/2010 Sonderbeauftragter für Politik von Bahn-Chef Rüdiger Grube
  • bis 03/2010 Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn
  • 1990-2009 Mitglied des Bundestages, CDU, u.a. im Verkehrsausschuss

Quelle:[1]

Weitere Funktionen:

  • Vorsitzender der Verkehrskommission der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU
  • Stellvertretender verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Quelle:[4]

Verbindungen / Netzwerke

Georg Brunnhuber löste den bisherigen Chef-Lobbyisten Joachim Fried ab. Dieser hatte im September 2010 seinen Komplettrückzug aus gesundheitlichen Gründen angekündigt, ist nun jedoch zuständig für die Einflussnahme auf die europäische Bahnpolitik. Zudem ist er in die Geschäftsführung des Agv MoVe eingetreten, des Arbeitgeberverbands der Bahn.[2]

Rüdiger Grube gab bei seinem Amtsantritt an er wolle die Beraterverträge mit ehemaligen Politikern auflösen, weil er dieses System Mehdorn nicht fortsetzen will. Die Ernennung Brunnhubers zum Cheflobbyisten widerspricht dieser Aussage und ist deshalb scharf zu kritisieren.[5]

Zwischen Cheflobbyist Brunnhuber und dem ehemaligen Bahn-Chef Hartmut Mehdorn besteht ein enger Kontakt.[6] So ist auch nicht verwunderlich, dass Brunnhuber ein Hardliner in Sachen Bahn-Privatisierung ist.
Hierzu berichtete die Umweltorganisation Robin Wood in einer Pressemitteilung vom 31.03.2010:

„[...] Mehrfach tauchten im Zusammenhang mit den umstrittenen Börsenplänen Zweifel an Brunnhubers Loyalität zum Regierungskurs auf. So sprach Brunnhuber sich am 30. Mai 2008 im Namen der Bundesregierung dafür aus, Mehdorn solle nach einer Teilprivatisierung der Bahn Vorstand der neu geschaffenen Holding und der verbleibenden DB AG werden. Die damals zuständigen Bundesminister, Verkehrsminister Tiefensee und Finanzminister Steinbrück, waren düpiert, denn sie hatten sich bereits gegen diese Doppelfunktion ausgesprochen.“

Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

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Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Brunnhuber wechselt zur Deutschen Bahn, Verkehrsrundschau Online vom 23.03.2010, abgerufen am 20.01.2011
  2. 2,0 2,1 2,2 Bahn macht Ex-Aufsichtsrat zum Cheflobbyisten, Financial Times Deutschland vom 10.01.2011, abgerufen am 20.01.2011
  3. Land spricht bei Projekt wieder mit, Stuttgarter Nachrichten, 06. Februar 2015, zuletzt aufgerufen am 28.07.2015
  4. Biographie Georg Brunnhuber, Webseite der CDU/CSU Fraktion, abgerufen am 20.01.2011
  5. Mehdorns Zirkel, Berliner Zeitung Online vom 20.08.2010, zuletzt abgerufen am 2.1.2014
  6. Mehdorn-Freund Georg Brunnhuber soll Berater von Bahnchef Grube werden, Robin Wood - Pressemitteilung vom 31.03.2010, abgerufen am 20.01.2011