Anmelden Anmelden

Georg Funke

Aus Lobbypedia

Wechseln zu: Navigation, Suche

Georg Funke (* 29. Januar 1955 in Gelsenkirchen) war von 2003 an Vorstandsvorsitzender der Hypo Real Estate. Nach der nur knapp abgewendeten Insolvenz der HRE trat er im Oktober 2008 zurück.

Karriere

  • 2003 bis 2008: Vorstandsvorsitzender der Hypo Real Estate
  • 1989–1998: Co-Leiter der Londoner Niederlassung der Hypo-Bank München
  • 1984: Eintritt in die Hypo-Bank München
  • 1975: Abschluss Studium Betriebswirtschaftslehre

Wirken

Der Krisenstab zur Hypo Real Estate Rettung

Laut einem 2009 durch die Financial Times Deutschland publizierten internen Protokoll (pdf), das u.a. von nachdenkseiten.de weiter verbreitet wurde, nahm Bundesbank-Chef Axel Weber als Leiter eines Teams der Deutschen Bundesbank vom 26.-28. September 2008 an den dramatischen Krisengesprächen zur Rettung der angeschlagenen Hypo Real Estate (HRE) in Frankfurt a.M. teil. Mit dabei waren auch Teams der Hypo Real Estate unter der Leitung von Georg Funke, der BaFin unter der Leitung von Jochen Sanio und des Prüfungsverbands deutscher Banken (PdB). Die Deutsche Bank hatte laut Protokoll eigene Experten bei der HRE. Geschwärzt im Protokoll war der volle Name der "Kanzlei S.", die offenbar drei Vertreter in den Krisenstab entsandte. WEiterhin wird eine "Kanzlei L." erwähnt.Zugeschaltet bzw. informiert waren zeitweilig (per email, Telefon, Fax) u.a. Josef Ackermann(Deutsche Bank), Jörg Asmussen (BMF), sowie die Herren Klaus-Peter Müller (BdB-Präsident, ehemals Commerzbank-Chef), Andreas Schmitz (HSBC Trinkhaus&Burkhardt), Wolfgang Sprißler (Hypovereinsbank), Martin Blessing (Commerzbank). [1]

Rücktritt und Klage

Nachdem das zweite Rettungspaket für die Hypo Real Estate beschlossen war, musste Georg Funke am 7. Oktober 2008 auf massiven Druck aus Politik und der Bankenbranche hin den Vorstandsvorsitz niederlegen. Damaliger Finanzminister Peer Steinbrück warf ihm ein „ungeheuerliches“ Management der HRE vor.[2] Nachdem Funke zuerst beteuerte, dass ein Rettungspaket von 35 Milliarden Euro ausreichen würde um die angeschlagene Bank vor der Insolvent zu bewahren, mussten die Bürgschaften wenig später auf 50 Milliarden Euro erhöht werden.

Erneute Kritik erntete der ehemalige Bankenchef als er 2010 die HRE verklagte und ihm noch angeblich zustehende Gehälter in Höhe von 3,5 Millionen Euro einforderte.[3]

Weiterführende Informationen


Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

https://twitter.com/lobbycontrolhttps://www.facebook.com/lobbycontrolhttps://www.lobbycontrol.dehttps://www.lobbycontrol.de/newsletter-lobbypedia/Vernetzen

Einzelnachweise

  1. Zusammenfassung der Gespräche zur Stützung der Hypo Real Estate Gruppe (HRE) vom 26. 09. 2008 - 28.09.2008 im Frankfurter Dienstsitz der BaFin, nachdenkseiten.de vom 9. Juli 2009, abgerufen am 10. Februar 2011
  2. HRE: Bank-Chef Funke tritt zurück Spiegel-online vom 7. Oktober 2008. Abgerufen am 28. Juni 2011
  3. Georg Funke: „Ich war's nicht“ Sueddeutsche.de vom 25. Mai 2011. Abgerufen am 28. Juni 2011