Anmelden Anmelden

Herbert Quandt-Stiftung

Aus Lobbypedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
Herbert Quandt-Stiftung
Hauptsitz Bad Homburg von der Höhe und Berlin
Gründung 1980
Tätigkeitsbereich Förderung von Projekten im Bereich "Bürger und Gesellschaft" und "Trialog der Kulturen"
Mitarbeiter
Etat
Webadresse herbert-quandt-stiftung.de

Kurzdarstellung und Geschichte

Die 1980 nach Herbert Quandt benannte Stiftung setzt sich nach eigenen Angaben für die Stärkung und Fortentwicklung einer freiheitlichen und solidarischen Gesellschaft ein. Ausgangspunkt ihres Handelns sei die Überzeugung, dass die Bindekräfte zwischen den verschiedenen Milieus, Kulturen und Generationen in der Initiativkraft des Einzelnen und der Einsatzbereitschaft für andere begründet sind. Die Stiftung will Menschen jeden Alters und jeder Herkunft anregen, ihre individuellen Begabungen zu entfalten und Verantwortung für sich sowie für das Gemeinwesen zu übernehmen. Schwerpunkte der Stiftung sind die Themenfeldern "Bürger & Gesellschaft" ("Sinclair-Hausgespräche"), "Trialog der Kulturen" (Verständigung zwischen Islam, Judentum und Christentum, Trialog-Schulenwettbewerb) sowie Kunst und Kultur.

Die Stiftung wurde bei ihrer Gründung von der Altana AG, deren Vorstandsvorsitzender Herbert Quandt war, mit einem Stiftungsvermögen von 1 Mio. DM ausgestattet. Im Jahr 2007 erhielt die Stiftung eine Zustiftung über 15 Mio. Euro von der Stiftungsratsvorsitzenden Susanne Klatten, der Tochter von Herbert Quandt. Das Stiftungsvermögen erhöhte sich auf 40 Mio. Euro.

Organisationsstruktur und Personal

Geschäftsführer

Stiftungsrat

  • Susanne Klatten, Tochter von Herbert Quandt, ist Zustifterin und Vorsitzende des Stiftungsrats. Sie gilt als reichste Frau Deutschlands. Klatten ist u.a. Mitglied des Aufsichtsrats von BMW und Altana und Gründerin der Altana Kulturstiftung. Altana und Klatten sind Großspender von CDU und FDP[1][2]
  • Rudolf Steinberg, ehemaliger Präsident der Goethe-Universität Frankfurt
  • Udo di Fabio, Richter des Bundesverfassungsgerichts a.D., CDU-Politiker, 2005 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Leserschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zum Reformer des Jahres gekürt
  • Thomas Gauly, Unternehmensberater, ehemaliger Sprecher der Familie Quandt, ehemaliger Leiter der Stabsstelle "Politische Planung und Sonderaufgaben" beim Generalsekretär der CDU[3]
  • Kaija Landsberg, Gründerin Teach First Deutschland
  • Hermann Schäfer, Ministerialdirektor im Bundeskanzleramt a.D.
  • Ernst-Ludwig Winnacker, Generalsekretär des Europäischen Forschungsrats
  • Bärbel Beinhauer-Köhler, Professorin für evangelische Theologie an der Philipps-Universität Marburg
  • Rainer Klump, Vizepräsident der Goethe-Universität Frankfurt, Mitglied des Walter Eucken Institut, Mitglied des Kuratoriums der Gesellschaft für Kapitalmarktforschung, Träger des Center for Financial Studies (CFS)

Großspenden der Quandt/Klatten-Familie an die CDU kurz nach der Bundestagswahl 2013

Die Großspenden der BMW-Anteilseigner Johanna Quandt und ihrer Kinder Stefan Quandt und Susanne Klatten an die CDU in Höhe von insgesamt 690 Tsd. Euro fast gleichzeitig mit einer politischen Entscheidung über strengere EU-Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Autos wurde von weiten Teilen der Öffentlichkeit kritisiert. Lobbycontrol startete in diesem Zusammenhang eine Aktion zur Begrenzung von Parteispenden[4]

Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

https://twitter.com/lobbycontrolhttps://www.facebook.com/lobbycontrolhttps://plus.google.com/+lobbycontrol/postshttps://www.lobbycontrol.de/unterstutzen/newsletter/Vernetzen

Einzelnachweise

  1. Parteienfinanzierung: CDU erhält Riesenspende von BMW-Großaktionären, Spiegel online vom 15. Oktober 2013, Webseite abgerufen am 5. 12. 2013
  2. Altana AG, Parteispenden, Unklarheiten.de, Webseite abgerufen am 6. 12. 2013
  3. Webseite von Gauly Ditttrich van de Weyer, Webseite abgerufen am 5. 12. 2013
  4. Aktion: "Meine Stimme gegen den Lobbyismus - Für Demokratie" Jetzt mitmachen: Parteispenden begrenzen, Lobbyismus Schranken setzen, Webseite Lobbycontrol, abgerufen am 17. 10. 2013