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MDR-Rundfunkrat

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Der MDR-Rundfunkrat ist das zentrale Entscheidungs-, Überwachungs- und Kontrollorgan des öffentlich-rechtlichen Mitteldeutschen Rundfunks und damit auch Überwacher der "Staatsferne" der Rundfunkanstalt.
Seine Mitglieder sollen die Gesellschaft repräsentieren. Ihm gehören VertreterInnen der Staatsregierungen, der in den Landtagen sitzenden Parteien und kommunale Vertreter an, die ebenfalls zum staatlichen Bereich gehören. Das heißt auch staatsnahe Mitglieder überwachen die "Staatsferne" des Rundfunkrats. Es gilt zu beobachten, ob insbesondere die Parteien zuviel Einfluss innerhalb des MDR-Rundfunkrats und dadurch auch auf den MDR haben.
Daneben gehören dem MDR-Rundfunkrat "gesellschaftlich bedeutsam" eingestuften Organisationen an, die sich bei den Landtagen der 3 Länder um einen Sitz im Rundfunkrat bewerben konnten.


Die Mitglieder des Rundfunkrates werden für jeweils 6 Jahre entsendet. Die aktuelle Amtsperiode ist 2016-2022.
Dem MDR-Rundfunkrat gehören 43 Personen an.

Mitglied Partei/Kommunal Bundesland Funktionen
Steffen Flath (Vorsitzender) CDU Sachsen 2008-2014 Vorsitzender der sächsischen CDU-Landtagsfraktion
Horst Saage (1. Stellvertreter) Sachsen-Anhalt Landesbauernverband
Gabriele Schade (2. Stellvertreterin) Thüringen Bund für Umwelt und Naturschutz
Nicole Anger Sachsen-Anhalt Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V.
Heinz-Joachim Aris Sachsen Jüdische Gemeinde
Andreas Baeckler Sachsen-Anhalt Handwerksverband, Vorsitzender der Landesgruppe Sachsen-Anhalt
Dietrich Bauer Sachsen Evangelisch-Lutherische Kirche
Manfred Böhme Sachsen Landestourismusverband Sachsen
Walter Botschatzki Thüringen Verband der Wirtschaft Thüringens, Vorsitzender der Landesgruppe Thüringen
Thomas Budde Kommunal Thüringen kommunale Spitzenverbände Thüringen, Thüringischer Landkreistag
Andreas Decker Sachsen Landessportbund Sachsen
Jens Dietrich AfD Thüringen AfD Landesverband Thüringen
Susanna Erbring Sachsen-Anhalt Caritasverband
Roland Ermer Sachsen Handwerksverband
Stefan Gebhardt Die Linke Sachsen-Anhalt DIE LINKE Landesverband Sachsen-Anhalt
Sören Herbst Grüne Sachsen-Anhalt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Landesverband Sachsen-Anhalt
Kurt Herzberg Thüringen Arbeitskreis Thüringer Familienorganisationen
Heiko Hilker Die Linke Sachsen Radio T e. V.
Andreas Huhn Sachsen Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft
Anne-Marie Keding CDU Sachsen-Anhalt Landesregierung Sachsen-Anhalt
Wilfried Krätzschmar Sachsen Sächsischer Musikrat
Andreas Kretschmar Kommunal Sachsen Kommunale Spitzenverbände Sachsen
Malte Krückels Die Linke Thüringen Landesregierung Thüringen
Friedrich Kühn Sachsen Filmverband Sachsen e.V.
Wolfgang Ladebeck Sachsen-Anhalt Deutscher Beamtenbund Sachsen-Anhalt
René Lindenberg SPD Thüringen SPD-Landesverband Thüringen
Thomas Malcherek Thüringen Thüringer Handwerkstag
Mike Mohring CDU Thüringen Landesvorsitzender der CDU Thüringen
Frank Nemetz Sachsen Vereinigung der Opfer des Stalinismus
Falk Neubert Die Linke Sachsen DIE LINKE Landesverband Sachsen
Guido Nienhaus Sachsen-Anhalt Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalt
Kai Ostermann Thüringen Landesjugendring Thüringen
Dirk Panter SPD Sachsen SPD-Landesverband Sachsen
Bernd Reisener CDU Sachsen-Anhalt CDU-Landesverband Sachsen-Anhalt
Stephan Rether Sachsen-Anhalt Katholische Kirche
Steffi Schikor Sachsen-Anhalt Landesfrauenrat
Markus Schlimbach Sachsen Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Peter Taeger Thüringen Evangelisch-Lutherische Kirche
Wolfgang Topf Sachsen Industrie- und Handelskammer (IHK), Leipzig, Präsident
Erhard Weimann CDU Sachsen Landesregierung Sachsen, Sächsische Staatskanzlei
Winfried Weinrich Thüringen Katholische Kirche
Sandro Witt Thüringen Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Michael Ziche Kommunal Sachsen-Anhalt Kommunale Spitzenverbände

(Stand: Januar 2016) Quelle: Die Mitglieder des MDR-Rundfunkrates Webseite MDR, abgerufen am 17.01.2016


Zitate über den MDR-Rundfunkrat

  • Tabea Rößner, MdB für Bündnis 90/Die Grünen, Sprecherin für Medien, Kreativwirtschaft und Digitale Infrastruktur: "Karlsruhe hatte am Beispiel des ZDF-Staatsvertrags klar entschieden, dass höchstens ein Drittel der Mitglieder eines Rundfunkrats der politischen Sphäre zuzurechnen sein dürfen. Im neuen MDR-Rundfunkrat sind es aber weiterhin 35 Prozent. Auch auf die Mängel bei Transparenz und dem Geschlechterverhältnis, die das Gericht festgestellt hatte, wurde nicht reagiert. Der neue MDR-Rundfunkrat ist damit im Prinzip verfassungswidrig."[1]


Weiterführende Informationen


Einzelnachweise

  1. MDR-Rundfunkrat: Verfassungswidrige Zusammensetzung Webseite von T. Rößner, abgerufen am 17.01.2016