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Morgan Stanley

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Dieser Artikel wurde für das Portal Lobbyisten in Ministerien angelegt. Er enthält bislang nur Informationen über externe Mitarbeiter in Ministerien.


Morgan Stanley
Rechtsform Aktiengesellschaft
Tätigkeitsbereich Finanzdienstleistungen
Gründungsdatum 1935
Hauptsitz New York, USA
Lobbybüro
Lobbybüro EU
Webadresse www.morganstanley.com/


Morgan Stanley ist eine US-amerikanische Investmentbank.

Lobbyisten in Ministerien

LP Lobbyisten in Ministerien.png

Kurzdarstellung und Geschichte

(Quelle: [1])

Die Morgan Stanley Gruppe ist ein weltweit tätiges Finanzdienstleistungsunternehmen mit den Geschäftsbereichen "Institutional Securities" (Institutioneller Wertpapierhandel wie das Anleihen- und Aktien-Neuemissionsgeschäft sowie das Aktien- und Anleihenhandelsgeschäft), "Global Wealth Management Group" (Verwaltung großer Privatvermögen) und "Asset Management" (Vermögensverwaltung) . Zu den Kunden gehören Unternehmen, Regierungen, Finanzinstitutionen und Privatpersonen. Auf jedem der genannten Tätigkeitsgebiete gehört Morgan Standley zu den weltweiten Marktführern.

Struktur, Geschäftsfelder und Finanzen

Die Konzernobergesellschaft der Morgan Stanley Gruppe ist die Morgan Stanley & Co. International plc mit Sitz in New York. Großaktionär ist Mitsubishi. Morgan Stanley ist eine der größten Banken der Welt, deren Hauptaktivität in der Erbringung von Finanzdienstleistungen für Unternehmen, Regierungen und Finanzinstitutionen besteht. Morgan Stanley gilt als die Wall-Street-Bank mit dem weltgrößten Brokergeschäft. Eine der spektakulärsten Aktionen in jüngster Zeit war der nicht ganz geglückte Facebook-Börsengang vom Mai 2012, bei dem Morgan Stanley die federführende Bank war.[2] 2009 wurde der Geschäftsbereich "Global Wealth Management" von Morgan Stanley mit dem Finanzberater Smith Barney, einer Tochtergesellschaft der Citygroup, in der Morgan Stanley Smith Barney zusammengefasst (Morgan Stanley hält 51 % an dem Gemeinschaftsunternehmen[3], die Citigroup den Rest). Über das inzwischen in Morgan Stanley Wealth Management umbenannte Gemeinschaftsunternehmen verkauft Morgan Stanley Finanzprodukte an vermögende Privatkunden. Der weltweite Umsatz der Morgan Stanley Gruppe belief sich im Jahr 2011 auf 32,403 Mrd. US $; die Mitarbeiterzahl betrug 61.899[4]

Morgan Stanley ist auf dem deutschen und österreichischen Markt über die 1987 gegründete Morgan Stanley Bank AG mit Sitz in Frankfurt/Main aktiv. Sie beschäftigt sich mit Fusionen und Übernahmen, Corporate Finance, Equity- und Debt Capital Markets, Vertriebs- und Handelsaktivitäten sowie Asset Management und Private Wealth Mangagement Services. Im Jahr 2000 wurde ein Büro in München eröffnet. Morgan Stanley brachte u. a. die Postbank an die Börse und beriet die Bundesregierung bei der Verstaatlichung der Hypo Real Estate.


Geschäftsführung der Morgan Stanley & Co. International plc

  • CEO und Präsident: James Gorman
  • Aufsichtsratsvorsitzender: John Mack


Geschäftsführung der Morgan Stanley Bank AG

Vorstand:

  • Oliver Behrens (Vorsitzender)[5]
  • Philipp Lingnau
  • Hanns Christof Siebold
  • Christian Zorn

Vorsitzender des Aufsichtsrats:

Lobbyarbeit: Struktur und Strategien

Dirk Notheis, bis Juli 2012 Vorstandsvorsitzender der Morgan Stanley Bank AG und ehemaliger Beisitzer im Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg, hat im Dezember 2010 mit dem damaligen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Stefan Mappus (CDU) am Landtag vorbei den dubiosen Verkauf der Aktienanteile der Electricité de France an die EnBW eingefädelt. Im Untersuchungsausschuss des Landtags wurde Notheis im Juni 2012 als der eigentliche Strippenzieher entlarvt; Mappus ließ sich wie ein Schauspieler von Notheis steuern.[6] Nachdem die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen Mappus und Notheis eingeleitet hatte, trat Notheis im Juli 2012 als Vorstandsvorsitzender zurück.

Fallbeispiele und Kritik

Morgan Stanley berät u.a. die Bundesregierung bei der Privatisierung der Deutschen Bahn. In einem 2004 erarbeiteten Gutachten rät die Investmentbank zu einem baldigen Börsengang der Deutschen Bahn zusammen mit dem Schienennetz. An einem Gutachten der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton zum Börsengang der Deutschen Bahn im Jahr 2006 war die Bank wieder vertreten. Aufgrund der einseitigen Darstellungen bei der Privatisierung und einem integrierten Börsengang des Unternehmens wurden Zweifel an der Objektivität des Gutachtens laut.[7] Nach seinem Ausscheiden bei der Deutschen Bahn wurde der Ex-Vorstandsvorsitzende Hartmut Mehdorn im Jahr 2009 Berater von Morgan Stanley.[8]


Lobbyisten in Ministerien

Morgan Stanley war zu einem nicht konkret bezeichneten Zeitpunkt mit einem Mitarbeiter im Wirtschaftsministerium vertreten.

Lobbyisten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Zeitraum Unbekannte Einsatzdauer zwischen 2002 und Oktober 2007[9][10]
Mitarbeiter k.A.
Bearbeitete Themen k.A.

Weiterführende Informationen

Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

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Einzelnachweise

  1. Morgan Stanley Director´s Report 2011
  2. Pannen-Börsengang Morgan-Stanley-Chef düpiert Facebook-Käufer, Financial Times Deutschland vom 1. Juni 2012
  3. Morgan Stanley verfügt außerdem über die Option, die restlichen Anteile von der Citygroup zu erwerben
  4. Finanzen.net
  5. Presserklärung vom 12. Januar 2015, Webseite Morgan Stanley, abgerufen am 25. 09. 2015
  6. Rüdiger Soldt: ENBW-Deal Delikate Details, FAZ vom 19. Juni 2012, Website FAZ, abgerufen am 20. 6. 2012
  7. Zweifel am Bahn-Gutachten Handelsblatt, vom 25. Januar 2006. Abgerufen am 11.08.2011
  8. Ex-Bahnchef Mehdorn wird Berater bei Morgan Stanley, Zeit vom 24. September 2009, Website Zeit, abgerufen am 20. Juni 2012
  9. Antwort der Bundesregierung (pdf) auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu "'Monitor' – Bericht über eine neue Art von Lobbyismus in Bundesministerien" vom 13.11.2006, letzter Zugriff 09.09.2011
  10. Antwort des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie auf die Frage nach dem Einsatz von Beschäftigten aus Unternehmen und Verbänden im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie von Lobbycontrol vom 21.11.2007, Stand: 01.11.2007