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Royal Bank of Scotland

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Royal Bank of Scotland
Branche Finanzen
Hauptsitz
Lobbybüro Deutschland
Lobbybüro EU
Webadresse http://www.rbs.com

Die Royal Bank Of Scotland ist eine britische Bank, die zu 70% vom Staat Großbritannien getragen wird. Bis 2007 stellte die zweitgrößte Finanz-Gruppe Großbritanniens und stand weltweit auf Rang 10 der größten Kreditinstitute. Bereits vor der Welt-Finanzkrise, in dessen Verlauf die Bank teilverstaatlicht wurde, besaß sie das seltene Privileg, eigene Geldscheine zu drucken und heraus zu geben.

Die Royal Bank of Scotland hat sich bislang nicht im freiwilligen Lobbyregister der EU eintragen lassen. Bei den Worst EU Lobbying Awards 2010 war die Bank in der Finanzkategorie nominiert, da sie ihre Lobbyarbeit in Brüssel nicht offen legt und zudem durch die Anwerbung des ehemaligen EU-Kommissars Günter Verheugen als Berater Insiderwissen anzapft, was ihr unfaire Wettbewerbsvorteile beschert. [1]

Kurzdarstellung und Geschichte

Im Februar 2009 musste die RBS mit £24 Milliarden den bis dahin größten Unternehmensverlust in der britischen Wirtschaftsgeschichte erklären.[2]

Lobbyarbeit: Struktur und Personal

In Brüssel macht die Lobbyagentur Gplus Lobbyarbeit für RBS.[3] Die RBS ist aber auch eigenständig aktiv, hat sich aber bislang nicht im freiwilligen Lobbyregister der EU eingetragen.

Lobbytätigkeiten in jüngerer Zeit konzentrierten sich auf die Eigenkapitalrichtlinie und neue Regelungen zu Derivaten und Finanzdienstleistungen für Privatkunden.[4]

Verbindungen Die Bank ist (u.a.) Mitglied in den Lobbygruppen Deutsche Derivative-Verband, European Parliament Financial Services Forum, International Swaps and Derivatives Association (ISDA) und European Banking Federation (EBF).

Fallstudien und Kritik

Beschäftigung Günter Verheugens

Im April 2010 wurde bekannt, dass der ehemalige EU-Kommissar für Industrie, Günter Verheugen von der teilverstaatlichten Bank als Berater angeworben wurde.[5] Da Verheugen als Industrie-Kommissar entscheidend an der Reform des europäischen Finanzmarktes beteiligt war, ist seine Tätigkeit bei der Royal Bank of Scotland als klarer Interessenkonflikt zu seinem Posten als EU-Kommissar zu werten. Verheugen beteuert, für die Bank keinerlei Lobbyarbeit zu betreiben, die RBS hingegen hob hervor, dass insbesondere Verheugens Erfahrung in europäischer Politik sowie seine nationalen und internationalen Kontakte "wertvoll" für das Unternehmen sind.[6]

Weiterführende Informationen


Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

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Einzelnachweise

  1. Homepage der Worst EU Lobbying Awards 2010, abgerufen am 26. Oktober 2010.
  2. RBS record losses raise prospect of 95% state ownership, The Guardian, 26. Februar 2009.
  3. Eintrag von Gplus im freiwilligen Lobbyregister der EU, abgerufen am 2.12.2010
  4. Jahresbericht der Royal Bank of Scotland 2009, Homepage RBS, abgerufen am 19. Oktober 2010.
  5. Verheugen berät weitere Bank, manager magazin am 28. April 2010, abgerufen am 16. September 2010
  6. Ex-industry-commissioner takes job with RBS, eu-observer.com am 28. April 2010, abgerufen am 19. September 2010