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Die Anwaltskanzlei wurde 1949 von Alfred Gleiss in Stuttgart gegründet. Damals spezialisierte sie sich noch auf Dekartellierungs- und Wettbewerbsrecht. Seit 1963 hat die Kanzlei ein Büro in Brüssel und seit den Neunzigern weitere Büros in Deutschland. Außerdem erweiterte sie ihre Tätigkeiten auf alle Bereiche des Wirtschafts- und Steuerrechts. Im Jahr 2000 gründete sie eine Allianz mit der englischen Kanzlei Herbert Smith, zu welcher 2002 die niederländische/belgische Kanzlei Stibbe hinzustieß.<ref>[http://www.gleisslutz.com/de/sozietaet/historie.html Gleiss Lutz: Historie]</ref> Durch diesen Zusammenschluss erhielt Gleiss Lutz Kooperationspartner in | Die Anwaltskanzlei wurde 1949 von Alfred Gleiss in Stuttgart gegründet. Damals spezialisierte sie sich noch auf Dekartellierungs- und Wettbewerbsrecht. Seit 1963 hat die Kanzlei ein Büro in Brüssel und seit den Neunzigern weitere Büros in Deutschland. Außerdem erweiterte sie ihre Tätigkeiten auf alle Bereiche des Wirtschafts- und Steuerrechts. Im Jahr 2000 gründete sie eine Allianz mit der englischen Kanzlei Herbert Smith, zu welcher 2002 die niederländische/belgische Kanzlei Stibbe hinzustieß.<ref>[http://www.gleisslutz.com/de/sozietaet/historie.html Gleiss Lutz: Historie]</ref> Durch diesen Zusammenschluss erhielt Gleiss Lutz Kooperationspartner in Europa, Nordamerika und Asien.<ref>[http://www.gleisslutz.com/de/sozietaet/standorte.html Gleiss Lutz: Standorte] Abgerufen am 27. Juni 2011</ref> | ||
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Version vom 29. Juni 2011, 10:09 Uhr
| Gleiss Lutz | |
|---|---|
| Rechtsform | Partnerschaftsgesellschaft |
| Tätigkeitsbereich | Beratung in Wirtschafts- und Steuerrecht |
| Gründungsdatum | 1949 |
| Hauptsitz | Maybachstr.6, 70469 Stuttgart, Tel.: 0711 8997-0 |
| Lobbybüro | |
| Lobbybüro EU | |
| Webadresse | gleisslutz.de |
Gleiss Lutz ist eine der größten Anwaltskanzleien Deutschlands. Die international agierende Sozietät vertritt Unternehmen, Konzerne sowie öffentlich-rechtliche Körperschaften und Institutionen. Im Oktober 2010 sorgte der Wechsel des ehemaligen Bundesrichters Wulf Goette zur Kanzlei für Aufsehen.
Geschichte
Die Anwaltskanzlei wurde 1949 von Alfred Gleiss in Stuttgart gegründet. Damals spezialisierte sie sich noch auf Dekartellierungs- und Wettbewerbsrecht. Seit 1963 hat die Kanzlei ein Büro in Brüssel und seit den Neunzigern weitere Büros in Deutschland. Außerdem erweiterte sie ihre Tätigkeiten auf alle Bereiche des Wirtschafts- und Steuerrechts. Im Jahr 2000 gründete sie eine Allianz mit der englischen Kanzlei Herbert Smith, zu welcher 2002 die niederländische/belgische Kanzlei Stibbe hinzustieß.[1] Durch diesen Zusammenschluss erhielt Gleiss Lutz Kooperationspartner in Europa, Nordamerika und Asien.[2]
Struktur der Kanzlei
Die Anwaltskanzlei beschäftigt insgesamt über 300 Partner in Büros in Berlin, Brüssel, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart.[3] Der jährliche Umsatz der Kanzlei beträgt geschätzte 130 Millionen Euro. Seit 2008 ist Rainer Loges Managing Partner der Kanzlei. Zu den Kunden von Gleiss Lutz gehören unter anderem Infineon, Magna, Credit Suisse, Daimler und E.on.[4]
Seitenwechsel: Wulf Goette
Fünf Jahre lang war Wulf Goette Vorsitzender des zweiten Zivilsenats des Bundesgerichtshof (BGH). Ein halbes Jahr vor dem planmäßigen Ende seiner Amtszeit gab Goette am 30. September 2010 unerwartet den Vorsitz ab.[5] Einen Tag später trat er eine Stelle als enger Berater ('Of Counsel') bei Gleiss Lutz an. Interessant ist, dass Wulf Goette während seiner Zeit als Bundesrichter mit Verfahren zu tun hatte, die unter anderem die Kanzlei Gleiss Lutz betrafen.[6] Außerdem wurde ihm schon damals enger Kontakt zu der Kanzlei nachgewiesen. Goette besuchte als Referent ein Forum, das unter der Tagesleitung eines Gleiss Lutz Partners stand. Auf einer weiteren Veranstaltung des selben Forums trat er zusammen mit fünf Gleiss Lutz Partnern wieder als Referent in Erscheinung. Außerdem lud ihn die Anwaltskanzlei 2006 als Referent zu einer ihrer „Recruitingveranstaltungen“ ein. Es ist nicht bekannt ob Goette dafür bezahlt wurde.[6]
Hartwig Henze, ehemaliger Bundesrichter am zweiten Senat des BGH, kommentierte Goettes Seitenwechsel folgendermaßen: „Ich halte nichts davon, als ehemaliger Bundesrichter eine Tätigkeit in einer Wirtschaftskanzlei aufzunehmen. Tut man das, kann das Bild von der richterlichen Unabhängigkeit beschädigt werden, weil der Eindruck entstehen kann, dass schon während der Amtszeit versucht worden ist, Kontakte zu Kanzleien aufzubauen.“[5]
Ein Befangenheitsgesuch gegen Goette nach seinem Wechsel zu Gleiss Lutz wurde im Zivilsenat abgelehnt, da Goette zu diesem Zeitpunkt selbst kein Richter mehr war.[7]
Einzelnachweise
- ↑ Gleiss Lutz: Historie
- ↑ Gleiss Lutz: Standorte Abgerufen am 27. Juni 2011
- ↑ Gleiss Lutz: Anwälte Abgerufen am 27. Juni 2011
- ↑ Rainer Loges im Interview Handelsblatt von Donnerstag, 30. September 2010. Abgerufen am 27. Juni 2011
- ↑ 5,0 5,1 Kritik an Wechsel von Ex-Bundesrichter Manager Magazin, vom 17. November 2010. Abgerufen am 27. Juni 2011
- ↑ 6,0 6,1 Financial Times Deutschland. Ende einer Amtszeit. Von Dienstag, 11. Januar 2011, Seite 20
- ↑ Bundesgerichtshofbeschluss II ZB 2/10 vom 21. Februar 2011 Abgerufen am 27. Juni 2011