| Stuttgarter Zeitung (StZ) | |
|---|---|
| Branche | Medien, Presse |
| Hauptsitz | Plieninger Straße 150, 70567 Stuttgart, Tel. 0711/ 72050 |
| Lobbybüro Deutschland | |
| Lobbybüro EU | |
| Webadresse | http://www.stuttgarter-zeitung.de |
Die Stuttgarter Zeitung ist neben den Stuttgarter Nachrichten die einzige Stuttgarter Tageszeitung. Beide Blätter gehören zur Südwestdeutschen Medienholding, die somit im Stuttgarter Raum eine marktbeherrschende Stellung inne hat.
Personelle Struktur, Besitzverhältnisse
Redaktion
(Stand Oktober 2010)
- Chefredakteur: Joachim Dorfs, kam am 1. Januar 2008 vom Handelsblatt[1]
- Stellv. Chefredakteure: Michael Maurer, Dr. Joachim Worthmann
Eigentümer
Die Stuttgarter Zeitung gehört zur Südwestdeutschen Medienholding (SWMH). Die FAZ schreibt zu den Besitzverhältnissen der SWMH:
"Hauptgesellschafter der SWMH sind mit je 44,36 Prozent die Medienunion GmbH Ludwigshafen und die Gruppe Württembergischer Verleger. Hinter der Medien Union steht die Verleger-Familie Schaub, der unter anderem die Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ gehört. In der Gruppe Württembergischer Verleger soll der Ulmer Zeitungsverleger Eberhard Ebner den größten Anteil haben. Ebner gibt unter anderem die „Südwest Presse“ in Ulm heraus.[2]
Das Manager-Magazin berichtet über die Eigentümer der Rheinpfalz:
"Nach wie vor aber ist die "Rheinpfalz" im Besitz der fünf Gründer, die die Lizenz 1945 von den Alliierten erhalten haben. Die gleichen Familien halten mittelbar oder unmittelbar die Anteile an der Medien-Union. Neben dem Stamm Schaub als Mehrheitsgesellschafter (50,5 Prozent) sind die Nachfahren der anderen Gründer Arthur Lenk, Hans Wipprecht, Xaver Resch und die Familie Nagel im Handelsregister eingetragen. Welchen Einfluss die Erben der Gründerfamilien gegenwärtig haben, ist nicht bekannt.'""
Aus dem "Stamm Schaub" werden genannt Dieter Schaub und sein Sohn Thomas Schaub.[3].
Stuttgarter Zeitung und Stuttgart 21
Laut Media IVW haben die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten von Juli 2009 bis Juli 2010 2,6% ihrer Abonnenten verloren. Das waren 5.541 Abos. Die verkaufte Gesamtauflage beider Blätter lag somit bei 209.970.[4]
Zitate zu Stuttgart 21
"Ohne die Zustimmung der Stuttgarter Zeitung zu diesem Großprojekt würde, so vermute ich einfach einmal, Stuttgart 21 nie gebaut werden", Adrian Zielke, Ressortleiter Außenpolitik der Stuttgarter Zeitung am 27. Februar 2010[5]
"Die Stuttgarter Zeitung hat schon lange eine klare Haltung zu Stuttgart 21: Wir sehen das Vorhaben positiv, weil wir in dem Ausbau der Schieneninfrastruktur eine große Chance für die Stadt, für die Region und das Land sehen. Zu dieser generellen Einschätzung, die in einer großen und selbstbewussten Redaktion natürlich fast ebenso kontrovers diskutiert wird wie in der Stadt, steht die Stuttgarter Zeitung unverändert.", Michael Maurer, Stuttgarter Zeitung am 1. September 2010[6].
Stuttgarter Zeitung, SWMH und LBBW
Es gibt Berichte, nach denen sich die Südwestdeutsche Medienholding, Mutter der Stuttgarter Zeitung, mit der Übernahme der Süddeutschen Zeitung finanziell übernommen hat und seither bei der Landesbank Baden-Württemberg verschuldet ist. So soll die LBBW ein Darlehen von 300 Millionen gegeben haben. Im Jahr 2009 habe die SWMH Problem gehabt die jährliche Tilgung von 40 Millionen zu leisten.[7]. Die LBBW stellt einen wichtigen Knotenpunkt für Stuttgart 21 dar und könnte somit über Einfluss auf das Blatt verfügen.
SWMH-Geschäftsführer Richard Rebmann saß 2009 im Beirat der Landesbank Baden-Württemberg.[8]
Der Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster wollte Rebmann, nach Angaben von Josef-Otto Freudenreich, in den Verwaltungsrat der LBBW hieven. Auf Druck der Grünen im Gemeinderat soll dieses Vorhaben verhindert worden sein.[9]
Einzelnachweise
- ↑ Dorfs wechselt vom Handelsblatt zur Stuttgarter Zeitung, pressebox.de vom 3. Mai 2007, abgerufen am 16. Oktober 2010
- ↑ [http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E0CC3FEDB5D3148789EACE58F2C3793C9~ATpl~Ecommon~Scontent.html Für mehr als eine halbe Milliarde Euro „Süddeutsche“ geht an Medienholding], FAZ vom 21. Dezember 2007, abgerufen am 16. Oktober 2010.
- ↑ Dieter Schaub - Der mysteriöse Medienmogul, Manager-Magazin vom 11. Mai 2004, abgerufen am 16. Oktober 2010
- ↑ Regionalzeitungen verlieren deutlich homepage IVW Media vom 20. Juli 2010, abgerufen am 16. Oktober 2010.
- ↑ Freudenreich, Josef-Otto: Die Zukunft ist unteridisch, in: Die Taschenspieler, Seite 37, Tübingen 2010.
- ↑ Die Zeitung muss Stellung beziehen, Stuttgarter Zeitung am 1. September 2010, abgerufen am 16. Oktober 2010
- ↑ SWMH hat Geldsorgen - Stuttgarter Zeitung spart, Netzpresse Print vom 5. Oktober 2009, abgerufen am 16. Oktober 2010
- ↑ SWMH hat Geldsorgen - Stuttgarter Zeitung spart, Netzpresse Print vom 5. Oktober 2009, abgerufen am 16. Oktober 2010
- ↑ Freudenreich, Josef-Otto: Die Zukunft ist unteridisch, in: Die Taschenspieler, Seite 36, Tübingen 2010.