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'''Meglena Shtilianova Kuneva''' ''(*22. Juni 1957 in Sofia)'' war bis 2009 EU-Kommissarin für Verbraucherschutz. Im Jahr 2010 wechselte sie zur Geschäftsbank [[BNP Paribas]] und war dort bis 2013 beschäftigt . Kritisch war die Beschäftigung des Lobbyisten [[Pat Cox]] als Sonderberater während ihrer Amtszeit als EU-Kommissarin.<ref name="CEO Website">[http://corporateeurope.org/revolvingdoorwatch/cases/meglena-kuneva CEO Website], abgerufen am 05.08.2014</ref>


Meglena Shtilianova Kuneva (*22. Juni 1957 in Sofia) Rechtswissenschaftlerin und bulgarische Ministerin für Europäische Angelegenheiten, war bis 2009 EU-Kommissarin für Verbraucherschutz. Sie beschäftigte während ihrer Amtszeit den Lobbyisten [[Pat Cox]] als Sonderberater.


== Karriere ==
== Karriere ==
* 2007-2009 EU-Kommissarin für Verbraucherschutz
* 2010–2013 Mitglied des Vorstands der französischen Großbank [[BNP Paribas]]
* Mai 2002 Ernennung zur Ministerin für Europäische Angelegenheiten und zur Chef-Unterhändlerin für die EU
* 2007–2009 '''EU-Kommissarin für Verbraucherschutz'''
* August 2001 stellvertretende Ministerin und Bulgariens Chef-Unterhändlerin für die Europäische Union im Außenministerium
* 05/2002 Ernennung zur Ministerin für Europäische Angelegenheiten und zur Chef-Unterhändlerin für die EU
* Juni 2001 Abgeordnete in der 39. Nationalversammlung
* 08/2001 Stellv. Ministerin und Bulgariens Chef-Unterhändlerin für die EU im Außenministerium
* 1995 Mitglied der bulgarischen Delegation bei der 4. Tagung der UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung
* 1990–2001 Hauptrechtsberaterin der Regierung bei der Ausarbeitung bulgarischer Gesetze in den Bereichen Umwelt, Zugang zu Informationen usw.  
* 1990-2001 Hauptrechtsberaterin der Regierung bei der Ausarbeitung bulgarischer Gesetze in den Bereichen Umwelt, Zugang zu Informationen usw.  
* 01/1987-04/1991 Redakteurin und Präsentatorin beim bulgarischen Rundfunk
* von Januar 1987 bis April 1991 Redakteurin und Präsentatorin beim bulgarischen Rundfunk  
Quellen: <ref>[http://europa.eu/rapid/press-release_IP-06-1485_de.htm?locale=en Website der EU], abgerufen am 05.08.2014</ref><ref>[http://eige.europa.eu/content/meglena-kuneva EIGE Website], abgerufen am 05.08.2014</ref>




== Verbindungen / Netzwerke==
== Verbindungen / Netzwerke==
* Mitglied der Generalversammlung des [[European Policy Centre]]<ref>[http://epc.eu/about_assembly.php Webseite EPC - General Assembly] abgerufen am 10.01.2013</ref>


== Wirken ==
Meglena Kuneva startete ihre politische Karriere im Juni 2001 als Mitglied des Bulgarischen Parlamentes, stellvertretende Ministerin und Bulgariens Chef-Unterhändlerin für die Europäische Unuin im Außenministerium. Im Mai 2002 wurde sie zur Ministerin für Europäische Angelegenheiten und zur Chef-Unterhändlerin für die EU ernannt. Kuneva nahm zudem als Vertreterin der bulgarischen Regierung am Konvent zur Zukunft Europas teil. Im Jahre 2007 übernahm sie im Laufe des EU-Beitritts von Bulgarien das Amt der Kommissarin für Lebensmittelsicherheit.<ref>[http://ec.europa.eu/archives/commission_2004-2009/kuneva/profile_en.htm Website der Europäischen Kommission], abgerufen am 05.08.2014</ref> Von 2010 bis 2013 war Kunvea im Vorstand der ''BNP Paribas''. Nach ihrer Beschäftigung bei der Geschäftsbank fokussierte sie sich erneut auf den nationalen Politikbereich.<ref name="CEO Website"/>


== Wirken ==
In Kunevas Amtszeit als EU-Kommissarin war ihr der Sonderberater [[Pat Cox]] unterstellt. Cox beriet die Kommissarin im Bereich "Communication and Strategy for Consumers on Citizens". Während dieser Zeit war Cox als Lobbyist für Microsoft, Pfizer, Michelin die Beraterfirma [[APCO]] tätig. Zu den Kunden von APCO gehören u. a. Unilever, Coca Cola und Novartis, alles Konzerne, die ein großes Interesse daran haben, Einfluss auf die europäische Politik im Bereich Verbraucherschutz zu nehmen. Die Organisation CEO (Corporate Europe Observatory) schrieb daraufhin einen offenen Brief an Kuneva und forderte sie auf, alle Tätigkeiten von Cox vollständig offen zu legen, da nur auf der Grundlage von Transparenz beurteilt werden kann, ob im Falle von Cox ein [[Interessenkonflikt]] vorliege. <ref>[http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/content/2009/05/pat-coxs-role-questioned Offener Brief an Kuneva], von der Organisation CEO (Corporate Europe Observatory) vom 29.05.2009, abgerufen am 17.9.2010</ref>
Am 07.01.2009 unterzeichnete Kuneva eine Erklärung, in der sie versicherte, dass keine potentielle Gefahr eines Interessenkonflikts bezüglich der Außenaktivitäten Cox und seinen Aufgaben als Sonderberater bestehe.<ref>[http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/content/2010/02/complaint-ombudsman-re-pat-cox Declaration of Assurance of Kuneva], PDF-Dokument auf der Seite von CEO, abgerufen am 17.09.2010</ref>


== Zitate ==
== Fallbeispiele/Kritik==  
===  Wechsel zu BNP Paribas=== 
Im Jahre 2010 wechselte Meglena Kuneva von der [[EU-Kommission]] zur französischen Geschäftsbank [[BNP Paribas]]. Die EU-Kommission genehmigte den Seitenwechsel und appellierte gleichzeitig an ihre Diskretion bezüglich „sensiblen und geheimen Informationen“ aus ihrer Zeit als EU-Kommissarin. Trotz der offensichtlichen Überschneidung mit Kunevas ehemaligem Zuständigkeitsbereich, bekundete das [[Ethik-Komitee der EU-Kommission]], dass Kunevas Seitenwechsel zu keinem Interessenkonflikt führe.<ref name="CEO Website"/>


===  Beschäftigung des Sonderberaters Pat Cox während der Amtszeit===
In Kunevas Amtszeit als EU-Kommissarin war ihr der Sonderberater [[Pat Cox]] unterstellt. Cox beriet die Kommissarin im Bereich "Communication and Strategy for Consumers on Citizens". Während dieser Zeit war Cox als Lobbyist für [[Microsoft]], [[Pfizer]], [[Michelin]] und die Beraterfirma [[APCO]] tätig. Zu den Kunden von APCO gehören u. a. [[Unilever]], [[Coca-Cola]] und [[Novartis]], alles Konzerne, die ein großes Interesse daran haben, Einfluss auf die europäische Politik im Bereich Verbraucherschutz zu nehmen. Die Organisation ''CEO'' schrieb daraufhin einen offenen Brief an Kuneva und forderte sie auf, alle Tätigkeiten von Cox vollständig offen zu legen, da nur auf der Grundlage von Transparenz beurteilt werden kann, ob im Falle von Cox ein Interessenkonflikt vorliege.<ref>[http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/content/2009/05/pat-coxs-role-questioned Offener Brief an Kuneva], von der Organisation CEO (Corporate Europe Observatory) vom 29.05.2009, abgerufen am 17.9.2010</ref>
Am 07.01.2009 unterzeichnete Kuneva eine Erklärung, in der sie versicherte, dass keine potentielle Gefahr eines Interessenkonflikts bezüglich der Außenaktivitäten Cox und seinen Aufgaben als Sonderberater bestehe.<ref>[http://www.corporateeurope.org/lobbycracy/content/2010/02/complaint-ombudsman-re-pat-cox Declaration of Assurance of Kuneva], PDF-Dokument auf der Seite von CEO, abgerufen am 17.09.2010</ref>


== Weiterführende Informationen ==
== Weiterführende Informationen ==
 
*[http://investing.businessweek.com/research/stocks/people/person.asp?personId=107904440&ticker=BNP:FP ''Executive Profile'' von Meglena Kuneva], Businessweek.com 
* [http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/06/1485&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en Kommissionspräsident Barroso stellt die designierte bulgarische Kommissarin vor.], Pressemitteilung vom 26.10.2006, abgerufen am 17.09.2010
*[http://corporateeurope.org/revolvingdoorwatch/cases/meglena-kuneva Informationen zu Meglena Kuneva auf corporateeurope.org], CEO Website
* [http://www.apcoworldwide.com/ APCO homepage]


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
 
<references/>
 


[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:EU]]
[[Kategorie:EU]]

Aktuelle Version vom 30. Januar 2026, 10:54 Uhr

Vorlage:Seitenwechsel-Box Meglena Shtilianova Kuneva (*22. Juni 1957 in Sofia) war bis 2009 EU-Kommissarin für Verbraucherschutz. Im Jahr 2010 wechselte sie zur Geschäftsbank BNP Paribas und war dort bis 2013 beschäftigt . Kritisch war die Beschäftigung des Lobbyisten Pat Cox als Sonderberater während ihrer Amtszeit als EU-Kommissarin.[1]


Karriere

  • 2010–2013 Mitglied des Vorstands der französischen Großbank BNP Paribas
  • 2007–2009 EU-Kommissarin für Verbraucherschutz
  • 05/2002 Ernennung zur Ministerin für Europäische Angelegenheiten und zur Chef-Unterhändlerin für die EU
  • 08/2001 Stellv. Ministerin und Bulgariens Chef-Unterhändlerin für die EU im Außenministerium
  • 1990–2001 Hauptrechtsberaterin der Regierung bei der Ausarbeitung bulgarischer Gesetze in den Bereichen Umwelt, Zugang zu Informationen usw.
  • 01/1987-04/1991 Redakteurin und Präsentatorin beim bulgarischen Rundfunk

Quellen: [2][3]


Verbindungen / Netzwerke

Wirken

Meglena Kuneva startete ihre politische Karriere im Juni 2001 als Mitglied des Bulgarischen Parlamentes, stellvertretende Ministerin und Bulgariens Chef-Unterhändlerin für die Europäische Unuin im Außenministerium. Im Mai 2002 wurde sie zur Ministerin für Europäische Angelegenheiten und zur Chef-Unterhändlerin für die EU ernannt. Kuneva nahm zudem als Vertreterin der bulgarischen Regierung am Konvent zur Zukunft Europas teil. Im Jahre 2007 übernahm sie im Laufe des EU-Beitritts von Bulgarien das Amt der Kommissarin für Lebensmittelsicherheit.[5] Von 2010 bis 2013 war Kunvea im Vorstand der BNP Paribas. Nach ihrer Beschäftigung bei der Geschäftsbank fokussierte sie sich erneut auf den nationalen Politikbereich.[1]


Fallbeispiele/Kritik

Wechsel zu BNP Paribas

Im Jahre 2010 wechselte Meglena Kuneva von der EU-Kommission zur französischen Geschäftsbank BNP Paribas. Die EU-Kommission genehmigte den Seitenwechsel und appellierte gleichzeitig an ihre Diskretion bezüglich „sensiblen und geheimen Informationen“ aus ihrer Zeit als EU-Kommissarin. Trotz der offensichtlichen Überschneidung mit Kunevas ehemaligem Zuständigkeitsbereich, bekundete das Ethik-Komitee der EU-Kommission, dass Kunevas Seitenwechsel zu keinem Interessenkonflikt führe.[1]

Beschäftigung des Sonderberaters Pat Cox während der Amtszeit

In Kunevas Amtszeit als EU-Kommissarin war ihr der Sonderberater Pat Cox unterstellt. Cox beriet die Kommissarin im Bereich "Communication and Strategy for Consumers on Citizens". Während dieser Zeit war Cox als Lobbyist für Microsoft, Pfizer, Michelin und die Beraterfirma APCO tätig. Zu den Kunden von APCO gehören u. a. Unilever, Coca-Cola und Novartis, alles Konzerne, die ein großes Interesse daran haben, Einfluss auf die europäische Politik im Bereich Verbraucherschutz zu nehmen. Die Organisation CEO schrieb daraufhin einen offenen Brief an Kuneva und forderte sie auf, alle Tätigkeiten von Cox vollständig offen zu legen, da nur auf der Grundlage von Transparenz beurteilt werden kann, ob im Falle von Cox ein Interessenkonflikt vorliege.[6] Am 07.01.2009 unterzeichnete Kuneva eine Erklärung, in der sie versicherte, dass keine potentielle Gefahr eines Interessenkonflikts bezüglich der Außenaktivitäten Cox und seinen Aufgaben als Sonderberater bestehe.[7]

Weiterführende Informationen

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 CEO Website, abgerufen am 05.08.2014
  2. ↑ Website der EU, abgerufen am 05.08.2014
  3. ↑ EIGE Website, abgerufen am 05.08.2014
  4. ↑ Webseite EPC - General Assembly abgerufen am 10.01.2013
  5. ↑ Website der Europäischen Kommission, abgerufen am 05.08.2014
  6. ↑ Offener Brief an Kuneva, von der Organisation CEO (Corporate Europe Observatory) vom 29.05.2009, abgerufen am 17.9.2010
  7. ↑ Declaration of Assurance of Kuneva, PDF-Dokument auf der Seite von CEO, abgerufen am 17.09.2010