| Non-Toxic Solar Alliance e.V. (NTSA) | |
|---|---|
| Rechtsform | eingetragener Verein |
| Tätigkeitsbereich | |
| Gründungsdatum | 14. Dezember 2009 |
| Hauptsitz | Karlplatz 7, 10117 Berlin |
| Lobbybüro | |
| Lobbybüro EU | k. A. |
| Webadresse | www.ntsa.eu |
Die Non-Toxic Solar Alliance e.V. (NTSA) wurde 2009 von der Lobbyagentur Bohnen Kallmorgen & Partner gegründet. Offiziell tritt sie auf als eine gemeinnützige Initiative von Zivilgesellschaft, Wissenschaft, und Solarbranche. In ihrer Lobbyarbeit ist unklar, welche Interessen oder Klienten sie vertritt.
Kurzdarstellung und Geschichte
Der Verein Non-Toxic Solar Alliance hat sich am 14. Dezember 2009 in Berlin-Mitte gegründet – in den Räumlichkeiten der Lobby-Agentur Bohnen Kallmorgen & Partner. Zum Vorsitzenden der Initiative wurde bei der Gründungssitzung Jan Kallmorgen gewählt – einer der Partner der Agentur.
Nach außen tritt die Non-Toxic Solar Alliance als zivilgesellschaftliche Non-Profit- Initiative auf. So hieß es auf der von Bohnen Kallmorgen & Partner betriebenen Homepage der NTSA (www.ntsa.eu):
„The Non-Toxic Solar Alliance e.V. (NTSA) is a privately backed, not-for-profit initiative registered in Berlin. Its founders and supporters are scientists, researchers, solar industry representatives and members of the civil society concerned about the use of potentially toxic sub stances in the production of solar photovoltaic (PV) modules and the long-term safety of consumers and the environment.“[1]
Hier wird also angegeben, die Gründer und Unterstützer seien Wissenschaftler und um Umwelt und Verbraucher besorgte Vertreter der Solarindustrie und der Zivilgesellschaft. Dieses Bild ist jedoch irreführend.
Organisationsstruktur und Personal
- Jan Kallmorgen Vereinsvorsitzende
Verbindungen
Finanzen
Es ist unklar, woher die NTSA das Geld nimmt, um ihre Aktivitäten zu bezahlen. Auf ihrer Homepage verweist sie auf ihren Eintrag ins Brüsseler Lobbyregister, den sie am 26. Mai 2010 vorgenommen hat. Dort heißt es, ihr Gesamtbudget betrage 48 000 € und sie beziehe dieses Geld aus Mitgliedsbeiträgen. Ein Widerspruch zu ihrer Homepage, auf der es heißt, sie sei durch private Spenden finanziert. LobbyControl nennt in seiner Studie über die NTSA eine dritte Finanzierungsvariante. So hat Jan Kallmorgen LobbyControl schriftlich mitgeteilt, dass die Kosten für Kommunikations- und Lobbyarbeit von Bohnen Kallmorgen & Partner getragen werden.[2]
Lobbystrategien und Einfluss
Ihre Hauptaktivität konzentriert sich jedoch auf den Widerstand gegen Schwermetalle in der Produktion von Solarzellen. Der US-amerikanische Konkurrent der europäischen Solarbranche, First Solar, benutzt Schwermetalle in der Produktion seiner Solarzellen. Der NTSA wird daher vorgeworfen, primär First Solar schaden zu wollen.
Fallstudien und Kritik
Intransparente und fragwürdige Lobbyarbeit
Die Rolle der Research Group
Weiterführende Informationen
- Webseite der NTSA
- „Die Non Toxic Solar Alliance – die Schöpfung einer Lobbyagentur“ Studie von LobbyControl e.V.
Einzelnachweise
- ↑ So war es in der – inzwischen überarbeiteten – Ursprungsversion ihrer Homepage (29.3.2010) zu lesen.
- ↑ Die Non Toxic Solar Alliance – die Schöpfung einer Lobbyagentur, lobbycontrol.de, abgerufen am 20. Juli 2011