Anshu Jain (*7.1.1963 in Jaipur/Indien) ist Mitglied des Vorstands ("Head of the Corporate & Investment Bank") und Mitglied des "Group Executive Committe" der Deutschen Bank AG.
Jain gilt als außerordentlich erfolgreicher Investmentbanker. Er gehört zu den absoluten Top-Verdienern der Deutschen Finanz-Elite und wird als möglicher Nachfolger des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank Josef Ackermann gehandelt.
Karriere
- Seit Juli 2010 alleiniger Verantwortlicher im Vorstand für das Investmentbanking der Deutschen Bank(der bislang mit zuständige Vorstandskollege Michael Cohrs trat zeitgleich zurück)[1]. Die offizielle Zuständigkeitsbeschreibung lautet:"Corporate Finance, Sales and Trading sowie Transaction Banking"[2]
- April 2009 Ernennung zum ordentlichen Vorstandsmitglied der Deutschen Bank
- 2002 Berufung in das Group Executive Committee als Leiter des Bereichs "Global Markets" mit dem Schwerpunkt Investmentbanking[3]
- 1995 Wechsel zur Deutschen Bank
- Managing Director bei der Investmentbank Merrill Lynch in New York, wo er die erste Hedge Fund Coverage Group einer Investmentbank aufbaute und leitete[4]
- Analyst bei Kidder Peabody & Co., später eine Tochter der UBS[5]
- MBA-Abschluss in Finanzen der University of Massachusetts Amherst[6]
- BA-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften der Universität Delhi[7]
Verbindungen / Netzwerke - Erdöl und Cricket
Neben seiner Tätigkeit bei der Deutschen Bank ist Anshu Jain Aufsichtsratsmitglied bei dem südafrikanischen Öl- und Petrochemie-Konzern Sasol Ltd., der weltweit einen Jahresumsatz von mehr als 11 Mrd. Dollar erzielt und in Deutschland über die Sasol Chemie Germany GmbH, Hamburg, tätig ist[8][9]. Darüber hinaus ist er Mitglied in Arbeitsgruppen, die mit dem Ziel gegründet wurden, die indische Regierung zu ausländischen Investitionen und die britische Regierung zu Finanzdienstleistungen zu beraten[10].Der passionierte Cricketspieler hat dafür gesorgt, dass die Deutsche Bank zu einem wichtigen Sponsor des Lord´s Cricket Ground wurde, wo der Marylebone Cricket Club residiert[11].
Wirken
Aufgrund seiner außergewöhnlichen Erfolge im Investmentbanking sowie seiner starken Stellung im Vorstand wird Anshu Jain in Branchenkreisen und in der Wirtschaftspresse als Nachfolger des Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann gehandelt. Er hat über Jahre bei der Deutschen Bank für den Großteil der Gewinne gesorgt. Im ersten Quartal 2010 entfielen nach Angaben der Süddeutschen Zeitung mehr als 90 Prozent der Gewinne auf das von ihm geleitete Investmentbanking[12].
Anshu Jain gilt als Spitzenverdiener der Deutschen Bank. Seit er Vorstandsmitglied ist, muss sein Gehalt im Geschäftsbericht ausgewiesen werden. Laut Frankfurter Rundschau kassierte Anshu Jain für das Dreivierteljahr, das er im Vorstand saß, knapp 7,8 Mio. Euro[13]. Damit wäre sein Jahresgehalt höher als das des Vorstandsvorsitzenden Ackermann.
Zitate
Einzelnachweise
- ↑ [Biographie, whoiswho.de, abgerufen am 10.1.2011
- ↑ Deutsche Bank Vorstand, Website Deutsche Bank, abgerufen am 10.1.2011
- ↑ [Biographie, whoiswho.de, abgerufen am 10.1.2011
- ↑ Deutsche Bank Vorstand, Website Deutsche Bank, abgerufen am 10.1.2011
- ↑ [Biographie, whoiswho.de, abgerufen am 10.1.2011
- ↑ Deutsche Bank Vorstand, Website Deutsche Bank, abgerufen am 10.1.2011
- ↑ Deutsche Bank Vorstand, Website Deutsche Bank, abgerufen am 10.1.2011
- ↑ Deutsche Bank Vorstand, Website Deutsche Bank, abgerufen am 10.1.2011
- ↑ Geschichte der Sasol, Website der Sasol, abgerufen am 10.1.2011
- ↑ Deutsche Bank Vorstand, Website Deutsche Bank, abgerufen am 10.1.2011
- ↑ [Anshu Jain : Das Geheimnis des Geldmachers der Deutschen Bank-Unternehmen-Management-Köpfe, Handelsblatt vom 9.7.2010, abgerufen am 10.1.2011
- ↑ [Deutsche Bank: Jain für Ackermann? SZ vom 16.11.2010, abgerufen am 10. Januar 2011
- ↑ Der Regenmacher, Frankfurter Rundschau vom 16.6.2010, abgerufen am 9.Januar 2011
