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von Martin J.

Adrian Severin

Adrian Severin, geboren am 28.März 1954, ist ein rumänischer sozialdemokratischer Politiker, ehemaliger Außenminister und Vize-Ministerpräsident und nun Mitglied des Europäischen Parlaments.

Severin war in die im März 2011 aufgedeckte "Cash-for-laws-Affäre" verwickelt, legte aber im Gegensatz zu den beiden anderen an der Affäre beteiligten Mitgliedern des Europäischen Parlaments, Ernst Strasser und Zoran Thaler, nicht sein Mandat nieder. [1] Die Weiterführung seines Mandats stieß auf große Kritik. Im Zuge der Äffare wurde der Verhaltenskodex für EU-Abgeordnete eingeführt.

2012 wurde bekannt, dass Adrian Severin mit gefälschten Rechnungen EU-Gelder in Höhe von 400.000 Euro bezogen haben soll. Daraufhin wurden im Juli 2012 die Ermittlungen der Antikorruptionsbehörde DNA ausgeweitet. In seinem Heimatland wurde Severin wegen Veruntreuung der EU-Gelder angeklagt. [2]


Karriere  [3]

  • seit 2007: Mitglied des Europäischen Parlaments; 2007-2009: Leiter der Delegation der rumänischen Sozialdemokraten; Mitglied im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten
  • 1998-2000: Sonderbeauftragter des Präsidenten Rumäniens für die Initiative für Zusammenarbeit in Südosteuropa
  • 1996-1997: Stellvertretender Ministerpräsident und Außenminister Rumäniens
  • ab 1993: Vertreter bei der Parlamentarischen Versammlung des Europarates
  • 1990-1991: Stellvertretender Ministerpräsident, dabei zuständig für Reform und die Beziehungen zum Parlament
  • 1986: Promotion in Rechtswissenschaften an der Universität Bukarest


Verbindungen / Netzwerke

Wirken

Generelle Beschreibung

Cash-for-Laws

Als Lobbyisten getarnte Investigativreporter der Sunday Times sorgten 2011 für einen Skandal, als sie 60 EU-Parlamentarier mit 100.000 Euro zu bestechen versuchten. Severin war einer von drei, die auf das Angebot eingingen. Für 100.000 € Jahreshonorar sollten die Parlamentarier Gesetze oder Änderungsvorschlage in das Europäische Parlament einbringen. Die beiden anderen bestechlichen Abgeordneten waren der Slowene Zoran Thaler und der Österreicher Ernst Strasser, die unter Protest zurücktraten. [4] Auch von Severin wurde sein Rücktritt gefordert, er kam der Aufforderung aber nicht nach. Er sah sich als Opfer einer "Täuschung" des britischen "Skandalblattes", das dem Europäischen Parlament schaden wolle. Die Aufnahmen, die seine Tätigkeiten belegen, seien "manipuliert" worden, deshalb sehe er keinen Grund zum Rücktritt. [5] Severin trat nach dem Bekanntwerden des Skandals im März 2011 aus der Fraktion der europäischen Sozialdemokraten aus und kam damit einem Auschluss zuvor. Martin Schulz, sein Fraktionsshef, forderte daraufhin wiederum einen völligen Rückzug Severins aus dem Europäischen Parlament. [6] Im April 2011 forderte die Antikorruptionsbehörde DNA die Aufhebung der Immunität Severins, die im Juni 2011 erfolgte. [7]

Zitate

„Nie und nimmer würde ich gegen Bezahlung Gesetze oder Änderungsanträge im EP einbringen, auch habe ich für die Scheinfirma nicht lobbyiert, sondern ihr lediglich Beratung gewährt“ Severin gegenüber dem Nachrichtensender Antena [8]

Weiterführende Informationen

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Einzelnachweise