STARK DEFENCE

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STARK Defence
Branche Technologie und Rüstung
Hauptsitz Berlin, Deutschland
Lobbybüro Deutschland Französische Str. 12, 10117 Berlin
Lobbybüro EU
Webadresse https://stark-defence.com/de

STARK Defence (SKD SE) ist ein 2024 gegründetes deutsches Rüstungsunternehmen mit Hauptsitz in Berlin. Das Start-up entwickelt und produziert vor allem unbemannte militärische Systeme, insbesondere sogenannte ,,Loitering Munitions“, also bewaffnete Drohnen, die ein Ziel über längere Zeit suchen und anschließend selbstständig angreifen können.[1]

Ungewöhnlich ist das rasante Wachstum des noch jungen Unternehmens. Im Jahr 2026 stieg dessenTe Wert auf 3,2 Milliarden Euro. Seine Unternehmensbewertung aus dem Gründungsjahr konnte Stark innerhalb eines halben Jahres verdreifachen. Zu erklären ist dies mit lukrativen Aufträgen, die sich das Unternehmen, insbesondere von der deutschen Bundeswehr sichern konnte. Zudem investierte eine Reihe finanzstarker Risikokapitalgeber in das Unternehmen. Zu Ihnen gehören große Investmentfonds aus dem Silicon-Valley, darunter zwei des Tech-Milliardär Peter Thiel.[2]

Um als junges Start-up auf dem lukrativen Rüstungsmarkt Fuß zu fassen, setzt Stark auf eine enge Anbindung an staatliche Akteure. Dafür lobbyiert das Unternehmen für Änderungen im Planungs- und Beschaffungswesen der deutschen Bundeswehr und nutzt Kontakte eines ehemaligen Abgeordneten (Johannes Arlt, SPD), sowie ehemaliger Mitarbeiter aus Parlaments- und Regierungskreisen.

Geschäftsfelder, Struktur, Finanzen

Nach eigenen Angaben produziert Stark Defence „unbemannte Systeme in mehreren militärischen Dimensionen“, die „KI [Künstliche Intelligenz]-gestützt“ sind. Abnehmer von Stark-Systemen sollen Streitkräfte der NATO-Mitgliedstaaten und deren engste Partner sein. Von ,,Gegnern“ möchte sich das Unternehmen durch ein klares Bekenntnis zu Rechtsstaatlichkeit und Demokratie unterscheiden. Mit ,,Schnelligkeit, Skalierbarkeit und Souveränität“ will sich Stark von traditionellen Verteidigungsunternehmen abgrenzen und einen Beitrag zur ,,Sicherheit Europas“ leisten.[3]

Auftragsentwicklung:

1. 2025: Geteilter Auftrag der deutschen Bundeswehr mit den Konkurrenten Helsing und Rheinmetall

  • Umfang: insgesamt 12000 Drohnen (Anteil Stark unbekannt)
  • Wert für initiale Festbeauftragung für Stark: 268,61 Mio.€[4]
  • System: Drohne Virtus[5]
  • Aufträge zur Erprobung von ,Loitering Munition’ als Grundlage für künftige Beschaffung in größeren Stückzahlen[6]
  • Das Newsportal hartpunkt.de berichtete von einer Änderung der Beschaffungsstrategie des deutschen Verteidigungsministeriums im Jahresverlauf 2025. Anstatt der vorgesehenen Testungen zur Einsatzfähigkeit und Truppentauglichkeit der Strike-Drohnen (auch Loitering Munition genannt), habe man das Beschaffungsverfahren ohne diese Vorgabe, zugunsten der Unternehmen Helsing und Stark abgeschlossen.[7] Die Bundeswehr verkündete ebenfalls eine neue Ära in der Beschaffung von Loitering Munition. Ziel sei es, über ,,besondere vertragliche Mittel“ eine schnelle Beschaffung zu gewährleisten, welche die kurzen Entwicklungszyklen moderner Waffen berücksichtige.[8]
  • Verschiedene Medien berichten über erhebliche Mängel bei Starks Virtus-System. Im Test der Bundeswehr habe die Drohne kein einziges Mal ihr Ziel erreicht. Bei einem weiteren Test, soll die Drohne unkontrolliert über einem bewaldeten Gebiet niedergegangen sein. Ähnliches wurde von einem Drohnen-Test der britischen Armee berichtet. Nach Darstellung der Financial Times seien Stark-Vertreter:innen nach mehreren erfolglosen Tests vorzeitig abgereist.[9] [10]

2. Eigene Erprobung der Virtus-Drohne auf dem Gefechtsfeld in der Ukraine. Stark errichtet R&D-Hub (Research & Development) in der Ukraine und einen neuen Standort in Griechenland.[11]

3. Dezember 2025: In Kooperation mit dem Rüstungsunternehmen TDW (TDW Gesellschaft für verteidigungstechnische Wirksysteme mbH) gelingt erster erfolgreicher ,scharfer’ Schuss mit der Virtus-Drohne. Wie die Zeitung ,Welt’ berichtet, sei es unter kontrollierten Bedingungen gelungen, anhand des integriertem Gefechtskopfs der Firma TDW die Durchschlagskraft des Virtus-Systems zu demonstrieren.[12]

4. 04.02.2026: Vertrag mit unbekannten NATO-Mitgliedstaat. Angaben zu Umfang und Wert des Auftrags sind nicht öffentlich verfügbar. Laut Stark handelt es sich um ein ,Loitering Munition System’.[13]

5. 26.02.2026 Verkündung des Rahmenvertrags mit dem BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr) über die Lieferung des Loitering Systems Virtus. Am 25.02.26 hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags den entsprechenden Vertrag gebilligt.[14]

  • Umfang: 2.200 Virtus-Drohnen
  • Wert: Festbeauftragung im Umfang von 270 Millionen Euro. Der Rahmenvertrag ermöglicht darüber hinaus weitere Abrufe im Umfang von rund 2,9 Milliarden Euro.
  • Der Haushaltsauschuss knüpfte die Bewilligung weiterer Festaufträge an strenge Evaluationsvorgaben[15]
  • Hintergrund der hohen Beschaffungsgeschwindigkeit ist die geplante Stationierung der Panzerbrigade 45 in Litauen. Diese soll mit Loitering Munition ausgerüstet werden. Bis Ende 2027 soll die Einheit voll einsatzbereit sein.

6. 20.08.26: Auslieferung erster ,,Seetaube“ zu Testzwecken. Es handelt sich um Starks maritimer ,,Vanta“-Drohne.[16]

Struktur:

Stark Defence ist die unternehmerische Außenmarke der ,,SKD SE“, einer Europäischen Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE).[17]

Zu SKD SE zählen folgende Tochtergesellschaften (Auflistung nach öffentlich zugänglichen Informationen):

  • 4 Tochterfirmen an denen die SKD SE 100% der Anteile hält (davon 3 öfftentlich bekannt)
    • STARK R&D GmbH[18]
    • STARK Production GmbH
    • SK General Services GmbH[19]

SKD SE steht in Verbindung mit folgenden Gesellschaften, die unter anderem der Beteiligungs-, Holding- und Investmentstruktur des Unternehmens zuzuordnen sind:

  • SKD RO GmbH & Co. KG[20]
  • SK Trustee Holding GmbH[21]
  • SKD EIP GmbH & Co. KG[22]
  • SKD EIP II GmbH & Co. KG21[23]

Durch die Vielzahl der beteiligten Gesellschaften, Rechtsformen und personellen Verflechtungen weist Stark eine hohe gesellschaftsrechtliche Komplexität auf. Die genaue Zuordnung von Eigentums-, Kontroll- und Beteiligungsverhältnissen ist für Außenstehende nicht unmittelbar ersichtlich.

Personeller Aufbau SKD SE:

  • Chief Executive Officer: Uwe Horstmann
  • Geschäftsführer internationales Geschäft: Philip Lockwood[24]
  • Vorstand: Uwe Horstmann, Dr. André Schneider, Johannes Schaback, Jan-Patrick Helmsen, Martin Rost
  • Vorsitzender Aufsichtsrat: Robert Maier[25]
  • Gründer: Florian Seibel, Sven Kruck[26]

Gründung:

Aktivitäten in:

  • Deutschland: Hauptsitz, R&D (Research & Development), Produktion
  • Ukraine: R&D-Hub, operative Präsenz
  • Griechenland: Regionaler Standort[28]
  • Großbritannien: Produktionsstandort[29]
  • Schweden: R&D- / Electronic-Warfare-Standort[30]

Mitarbeitendenzahl:

  • Nach eigenen Angaben: 201-500[31]

Produktionsfläche:

  • insgesamt 18.500 m²[32]

Finanzen:

  • Unternehmensbewertung (2026): 3,2 Milliarden Euro[33]
  • Finanzinvestoren:
    • Sequoia Capital
    • Founders Fund, Thiel Capital (Peter Thiel)
    • In-Q-TEL (CIA)
    • NATO Innovation Fund[34]
    • Doepfner Capital (Moritz Döpfner)
    • Project A (Uwe Horstmann)[35]
    • Air Street Capital
    • 201 Ventures
    • Advent, 8VC (Joe Lonsdale)[36] [37]

Starks Investorenkonsortium besteht u.a. aus wichtigen Risikokapitalgebern aus dem Silicon Valley (Sequoia, Peter Thiel, Joe Lonsdale), militärisch-nachrichtendienstlichen (NATO, CIA) und deutschen, bzw. europäischen Akteuren (Döpfner, Horstmann, Air Street, 201 Ventures).[38] [39] Eine vollständige Übersicht über prozentuale Unternehmensanteile der jeweiligen Anleger ist nicht öffentlich einsehbar.

Lobbystrategien und Einfluss

Lobbyregistereintrag SKD SE

Jährliche finanzielle Aufwendungen im Bereich der Interessenvertretung (2025), nach eigenen Angaben: 310.001 bis 320.000 Euro.

Mitgliedschaften:

  • Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik
  • AFCEA Bonn e.V.
  • BDSV Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie e.V.
  • Bundesverband Deutsche Startups e.V.
  • Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)
  • Wirtschaftsforum der SPD e.V.
  • Wirtschaftsrat der CDU e.V.
  • Förderkreis Deutsches Heer e.V.
  • Bitkom e.V.[40]

Interessenvertreter:innen:

  • Cheflobbyist: Josef Kranawetvogl - Tätigkeit bis 04/24: Referent im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) oder dessen Geschäftsbereich, Senior Vice President bei Stark[41]
  • Mateo Schulze-Vorberg - Tätigkeit bis 03/25: Wissenschaftlicher Mitarbeiter für ein Mitglied des Deutschen Bundestages[42]
  • Johannes Arlt - Tätigkeit bis 03/25: Mitglied des Deutschen Bundestages; Senior Vice President bei Stark[43]

Bis zu seiner Abgeordnetentätigkeit stand Arlt 18 Jahre lang im Dienst der Bundeswehr.[44] Arlt behielt das Rückkehrrecht in seine Tätigkeit als Berufsoffizier der Luftwaffe.[45] In Israel genoss Arlt eine umfassende Drohnenausbildung und wurde zum Tactical Operator für die Drohne Heron 1 ausgebildet.[46] Nach seiner Stabsoffizierausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr wurde Arlt erneut im Kommando Luftwaffe im Referat Internationale Zusammenarbeit eingesetzt.[47]

Im Bundestag war Arlt ordentliches Mitglied im Verteidigungs- und Wirtschaftsausschuss, sowie stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss. Im Verteidiungsauschuss arbeitete Arlt, unter anderem, zu Themen der Luftwaffe und Luftverteidigungssystemen. Im Wirtschaftsausschuss war er für maritime Wirtschaft, Existenzgründungen und Tourismus zuständig.[48] Thematisch überschnitt sich Arlts Zuständigkeit aus dem Verteidigungs- und Wirtschaftsausschuss in Fragen der Beschaffungsmaßnahmen für die Bundeswehr.[49] [50] 2022 befürwortete Arlt eine schnelle und nachhaltige Ausrüstung der Bundeswehr. Dafür sei ein ,,Mentalitätswechsel“ der Beschaffungsbehörden nötig. Ziel sollte es laut Arlt sein, ein ,,breites, modernes und innovationsorientiertes Fähigkeitsspektrum“ zu entwickeln.[51]

Nach dem Scheitern der Ampel-Regierung unterstützte Verteidigungsminister Boris Pistorius Arlt im Wahlkampf. Pistorius nahm auf einer Diskussionsveranstaltung in Arlts Wahlkreis teil.[52] Nach eigenen Aussagen hätten Arlt und Pistorius in den letzten Jahren ,,sehr, sehr eng“ zusammengearbeitet.[53]

Bereits kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Bundestag lobte Arlt Stark-Firmengründer Florian Seibel für seine ,,Innovation“. Nach Arlts Anstellung bei Stark ließ das Unternehmen mitteilen, Arlt solle ,,Partnerschaften und Netzwerke in Europa aus[zu]bauen sowie die Präsenz in den nordischen Märkten stärken“. Dafür sei Arlts ,,sicherheitspoltische Erfahrung aus dem Parlament“ und dessen ,,operative Erfahrung aus der Bundeswehr“ von großem Wert.[54]

  • Uwe Horstmann, CEO von Stark Defence
  • Rebecca Baier
  • Jan-Patrick Helmsen[55]

Weitere Seitenwechsler:

  • Marie Theres Niedermaier

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet im April 2026 von einem bevorstehenden Wechsel der Juristin vom Bundeskanzleramt zum Drohnenhersteller Stark. Als Referentin sowohl der ,Ampel’-, als auch der darauffolgenden ,Schwarz-Roten’- Koalition arbeitete sie zu Fragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Sie war, unter anderem, mit den Themengebieten ,,Risikokapital für Start-ups“ und der ,,European Tech Champions“- Initiative betraut. Die Initiative soll jungen Unternehmen aus Europa bei der Wachstumsfinanzierung Europa helfen. Auf LinkedIn hob Niedermaier ihre gutes Verhältnis zu Interimsfinanzminister Jörg Kukies hervor.[56]

Konkrete Regelungsvorhaben:

  • Gesetz zur beschleunigten Planung und Beschaffung für die Bundeswehr[57]
    • Ziele: ,,Innovationsfreundliche“ Beschaffung und ,,aktive“ Lagerhaltung von Loitering Munition
      • Flexible Vertragsmodelle: sollen ,kontinuierliche’ Aktualisierung ermöglichen
      • Kontingentierte Lagerhaltung: modulare Systeme mit technischer Updatefähigkeit
      • ,,Obsoleszentmanagment als Planungsprinzip“: Vermeidung von technologischer Veralterung als integraler Bestandteil der Logistik- und Beschaffungsplanung
      • Stärkere Rolle für Software und Daten: KI-Modelle und Software-Updates sollen zunehmend ,(Einsatz-) Fähigkeiten’ definieren. Dafür sei eine regelmäßige Pflege und Aktualisierung notwendig.
      • Genehmigung zur Nutzung: Gewährleistet durch regelmäßige Audits des Herstellerbetriebs, Haftung für ,Produktverbesserungen’ beim Bund
      • Mehr Handlungsspielraum für Beschaffungsbeamte
      • Projektleiter:innen sollen nicht mehr persönlich haftbar gemacht werden[58]
  • Stark-CEO Uwe Horstmann war Teil einer Sachverständigen-Anhörung im Bundestag am 20.11.2025. Darin fordert Horstmann neben bekannten Postitionen ein Bürgschaftsprogramm ,,MARS“ zum Ausbau von Produktionskapazitäten und Vorauszahlungen zur Deckung von Kosten, insbesondere für ,,jüngere Firmen“. Insgesamt zeigte sich Horstmann ,,ausdrücklich“ zufrieden mit dem Gesetzentwurf.
  • Das neue Gesetz zur beschleunigten Planung und Beschaffung für die Bundeswehr trat am 13.02.2026 in Kraft.[59]

EU-Interessenvertretung:

Wichtigste anvisierte Strategien oder Legislativvorschläge auf EU-Ebene:

  • Weißbuch zur europäischen Verteidigung - Bereitschaft 2030
  • "ReArm Europe"
  • Omnibus-Vereinfachungspaket zur Verteidigungsbereitschaft
  • "Frieden sichern: Fahrplan für die Verteidigungsbereitschaft 2030"[60]

Netzwerkbeziehungen

Sponsoring Politico Pub der Münchener Sicherheitskonferenz

Gemeinsam mit anderen Unternehmen, darunter Drohnen-Mitkonkurrent Helsing, sponsorte Stark den Politico Pub auf der Münchener Sicherheitskonferenz und sicherte sich damit Zugang zu relevanten Vertreter:innen der globalen sicherheitspolitischen Elite. Nach Angaben Politicos soll der ,Pub’ als ganztägig geöffneter Tagungsort der MSC exklusive Netzwerk-Gelegenheiten für ,,politische Führungskräfte, Politikexpert:innen und globale Einflussnehmer:innen“ ermöglichen. Auf ihrer Website bewirbt die MSC den Pub als geschützen Raum, um ,,Schlagzeilen produzierende Interviews“ zu führen.[61] Auf dem Panel zum Thema ,,Industrial deterrence — Building defense capacity“ sprach Stark-CEO Uwe Horstmann mit Thomas Erndl, Sprecher für Verteidigungspolitik der Unions-Fraktion im Bundestag und Andris Sprūds, Minister für Verteidiung aus Lettland.[62]

UXS Alliance

Stark Defence ist Teil der UXS Alliance. Der strategische Zusammenschluss wurde von Stark, Quantum Systems und anderen Unternehmen für unbemannte Militärsysteme gegründet. Zwischen Stark und Quantum Systems bestehen bereits enge Verbindungen. Stark ging aus demselben personellen Umfeld wie Quantum Systems hervor. Starks Gründer Florian Seibel gehört zum Gründerkreis von Quantum Systems. Mindestens ein weiterer Kooperationspartner Starks ist ebenfalls Teil der UXS Alliance, das Unternehmen ARX Robotics.[63] Weitere Kooperationen sind unbekannt.

Auf ihrer Website erklärt die Allianz, Europa und seine Verbündeten würden von ,,Fremden Mächten“, sowie ,,gesellschaftlichen und ökologischen Aufgaben herausgefordert“. Im ,,Zeitalter der Technologie“ sei die Antwort auf diese Herausforderung die heutige Entwicklung hochmoderner, autonomer und skalierbarer Systeme. Die Entwicklung fortschrittlicher Technologie könne überlegene Verteidigung- und Abschreckungsfähigkeiten sicherstellen.[64] (wörtl. Übersetzungen durch Autor)

Investment Peter Thiel

Anders als der deutsche Drohnenkonkurrent Helsing, dessen Investor:innen überwiegend aus Europa kommen, setzt Stark bei der Finanzierung seines Unternehmes auf Risikokapitalgeber:innen aus den USA. Die Investigativplattform Correctiv schließt daraus auf eine eher transatlantische Ausrichtung des Unternehmens. Stark setze auf Akteure, die tief im sicherheitspolitischen Establishment der USA verankert sind – etwa auf den rechtslibertären Palantir-Gründer Peter Thiel.[65]

In der Berichterstattung über Stark wurde wiederholt über dessen Einfluss auf das Unternehmen spekuliert. Über gleich zwei Risikokapital-Firmen ist Thiel an Stark beteiligt. An Starks ,Schwesterunternehmen’ Quantum Systems hält der deutsch-amerikanische Milliardär ebenfalls Anteile. Thiel ist damit an zwei der aktuell drei milliardenschweren deutschen Defence-Start-ups (Stark, Quantum Systems, Helsing) beteiligt.[66][67][68]

Eine Sprecherin von Stark versicherte, Thiels Anteile befänden sich unter zehn Prozent, dieser habe somit kein Vetorecht. Thiel stünden keinerlei Kontroll- und sonstige Sonderrechte zu.[69] Außerdem bekenne man sich zu ,,maximaler Transparenz“ gegenüber staatlichen Auftraggebern. Dem Bundestag und dem Verteidigungsministerium seien die Unternehmens- und Beteiligungsstruktur bekannt.[70]

Der deutsche Verteidiungsminister Boris Pistorius äußerte kurz vor Starks Großauftrag im Februar 2026 mit einem Gesamtvolumen von 3 Millarden Euro Bedenken an Thiels Einfluss. Der Verteidigungsausschuss des Bundestags diskutierte dazu die Frage, inwiefern mit Unternehmen, die unter erheblichen Einfluss von US-Anteilseignern stünden, überhaupt Aufträge erteilt werden könnten. Insbesondere bei eingekaufter Technologie bestehe die Sorge, diese könne im Ernstfall durch einen ,Kill-Button’ deaktiviert werden.[71] Sebastian Schäfer, Mitglied des Verteidigungsauschusses der Partei die Bündnis 90/ Die Grünen wies diesbezüglich auf die mangelnde Transparenz des Unternehmens hin. Er kommentierte, er habe ,,keine Transparenz über die Gesellschaftsstruktur dieses Unternehmens“. In Bezug auf Thiel wisse er nicht, inwiefern dieser operativen Einfluss auf Stark habe oder nicht.[72]

Springer- / Döpfner-Netzwerk

Moritz Döpfner, Sohn des Axel Springer Chefs Mathias Döpfner, investierte ebenfalls in Unternehmensanteile an Stark Defence. Gegen Ende 2024 begann Döpfner Gelder für seinen kurz zuvor gegründeten Risikokapitalfonds Doepfner Capital einzusammeln. Wie das Manager Magazin berichtet, soll Peter Thiel eine Ankerinvestition in Doepfner Capital im Umfang von rund 50 Millionen US-Dollar getätigt haben. Döpfner und Thiel sind bereits miteinander vertraut. Moritz Döpfner arbeitete bei Thiels persönlichem Investment-Vehikel , ,,Thiel Capital“ als ,Chief of Staff’.[73] [74] Wer die anderen Geldgeber sind, ist derzeit nicht öffentlich bekannt.

Über mögliche Investments entscheidet Moritz Döpfner bei Doepfner Capital alleine. Das ermöglicht die besondere Struktur des Venture-Kaptital-Unternehmens als sog. ,Solo-GP’. Der Fonds wird durch nur einen ,General Partner’ geführt. Das einzig öffentlich bestätigte Investment ist jenes in den Drohnenhersteller Stark Defence.[75] [76] Wer die anderen Geldgeber sind, ist derzeit nicht öffentlich bekannt.

Auf ein geschäftliches Interesse des Axel Springer Konzerns an Stark Defence weist ein Investment des Medienunternehmens in den deutschen Risikokaptialfonds Project A hin. Wie t-online im Jahr 2025 berichtet, habe der Medienkonzern ,,in den vergangen Jahren“ einen dreistelligen Millionenbetrag in Project A angelegt. Project A gehört zum Investorenkreis von Stark Defence. Der Fonds wurde von Uwe Horstmann, dem derzeitigen CEO von Stark, gegründet. Horstmann ist dabei nicht nur Gründer des Venture-Capital-Unternehmens, sondern - trotz seiner Tätigkeit bei Stark - weiterhin ,General Partner’ bei Project A.[77][78] In einem Beitrag auf der Meinungs- und Ideenplattform Medium aus dem Jahr 2022 preist Horstmann den Axel Springer-Konzern als ,,awesome first investor[s]“.[79]== Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus ==

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Einzelnachweise

  1. stark defence, abgerufen am 18.09.2026
  2. rbb24 stark defence, zuletzt abgerufen am 18.09.2026
  3. stark defence, abgerufen am 18.09.2026
  4. wehrtechnik.info abgerufen am 18.09.2026
  5. augengeradeaus.net abgerufen am 18.09.2026
  6. handelsblatt bundeswehr abgerufen am 18.09.2026
  7. hartpunkt.de abgerufen am 18.09.2026
  8. bundeswehr.de abgerufen am 18.09.2026
  9. esut.de abgerufen am 18.09.2026
  10. handelsblatt stark abgerufen am 18.09.2026
  11. stark Defence zuletzt abgerufen am 18.09.2026
  12. welt.de abgerufen am 18.09.2026
  13. stark defence abgerufen am 18.09.2026
  14. stark defence abgerufen am 18.09.2026
  15. suv.report abgerufen am 18.09.2026
  16. defence-network.com abgerufen am 18.09.2026
  17. stark defence abgerufen am 18.09.2026
  18. unternehmensregister.de abgerufen am 18.09.2026
  19. handelsregister abgerufen am 21.09.2026
  20. unternehmensegister.de abgerufen am 21.09.2026
  21. companyhouse.de abgerufen am 21.09.2026
  22. companyhouse.de SKD abgerufen am 21.09.2026
  23. SKD II companyhouse.de2 abgerufen am 21.09.2026
  24. table media abgerufen am 21.09.2026
  25. [stark-defence.de stark-defence.de impressum] abgerufen am 21.09.2026
  26. wiwo abgerufen am 21.09.2026
  27. zeit.de abgerufen am 21.09.2026
  28. stark defence Griechenland abgerufen am 21.09.2026
  29. hartpunkt.de loitering munition abgerufen am 21.09.2026
  30. stark defence schweden abgerufen am 21.09.2026
  31. linkedin stark defence abgerufen am 21.09.2026
  32. stark defence produktionsfläche abgerufen am 21.09.2026
  33. handelsblatt.com1 abgerufen am 21.09.2026
  34. correctiv.org abgerufen am 21.09.2026
  35. t-online.de abgerufen am 21.09.2026
  36. handelsblatt 8vc abgerufen am 21.09.2026
  37. alleywatch.com abgerufen am 21.09.2026
  38. correctiv investments abgerufen am 21.09.2026
  39. stark defence investor abgerufen am 21.09.2026
  40. lobbyregister.de abgerufen am 21.09.2026
  41. droneaviationdefence.com abgerufen am 21.09.2026
  42. lobbyregister Schulze-Vorberg abgerufen am 21.09.2026
  43. hartpunkt.de Arlt abgerufen am 21.09.2026
  44. [1] abgerufen am 21.09.2026
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  50. bundestag abgerufen am 21.09.2026
  51. bundestag stenografischer bericht abgerufen am 21.09.2026
  52. stelitzius.com abgerufen am 21.09.2026
  53. abgeordnetenwatch arlt abgerufen am 21.09.2026
  54. [3] abgerufen am 21.09.2026
  55. lobbyregister skd abgerufen am 21.09.2026
  56. spiegel.de abgerufen am 21.09.2026
  57. lobbyregister regelungsvorhaben abgerufen am 21.09.2026
  58. stellungnahme abgerufen am 21.09.2026
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  62. politico.eu abgerufen am 22.09.2026
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  74. capital.de doepfner abgerufen am 22.09.2026
  75. capital.de doepfner1 abgerufen am 22.09.2026
  76. pipelinroad.com abgerufen am 22.09.2026
  77. businessinsider.de abgerufen am 22.09.2026
  78. springer doepfner abgerufen am 22.09.2026
  79. medium.com abgerufen am 22.09.2026


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