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Lautenschläger war als jüngste Ministerin Deutschlands von [[Roland Koch]] ins hessische Kabinett befördert worden. Als dieser im Jahr 2010 überraschend seinen Rückzug aus der Politik und seinen Eintritt in die Privatwirtschaft bekannt gab, schied auch Lautenschläger aus. Laut Presseberichten soll sie im Kabinett schlecht gelitten gewesen und ohne Kochs Protektion schwer zu halten gewesen sein.
Lautenschläger war als jüngste Ministerin Deutschlands von [[Roland Koch]] ins hessische Kabinett befördert worden. Als dieser im Jahr 2010 überraschend seinen Rückzug aus der Politik und seinen Eintritt in die Privatwirtschaft bekannt gab, schied auch Lautenschläger aus. Laut Presseberichten soll sie im Kabinett schlecht gelitten gewesen und ohne Kochs Protektion schwer zu halten gewesen sein.
Sowohl von Seiten der SPD als auch der Grünen wurde scharfe Kritik an Lautenschlägers Wechsel in die Privatwirtschaft geäußert. Der Wiesbadener Kurier berichtete:
: ''"Die SPD kritisierte den Wechsel, der aber eine "innere Logik" habe. "Frau Lautenschläger stand als Sozialministerin für eine Schwächung der öffentlichen und für eine Stärkung der privaten Daseinsvorsorge - künftig kann sie das ungebremst ausleben", sagte der Abgeordnete Thomas Spies. "Silke Lautenschläger hat sich immer gerühmt, an den Verhandlungen zur vorletzten Gesundheitsreform beteiligt gewesen zu sein", erklärte die Grünen-Abgeordnete Kordula Schulz-Asche. Nun verletze sie die dreijährige Karenzzeit, die beim Wechsel eines Landesministers in die Wirtschaft gelten sollte." ''<ref>[http://www.wiesbadener-kurier.de/nachrichten/politik/hessen/9462257.htm Ex-Ministerin Silke Lautenschläger wechselt in DKV-Vorstand], Wiesbadener Kurer vom 30. September 2010, abgerufen am 23. Dezember 2010.</ref>
[[LobbyControl]] kann sich dieser Kritik nur anschließen. Durch Seitenwechsler_Innen wie Lautenschläger kommt es zu einer problematischen Verzahnung zwischen Interessensgruppen und politischen Entscheidern. Zudem werden Politiker_Innen durch die Aussicht auf spätere lukrative Posten in der Wirtschaft möglicherweise verleitet, schon während ihrer aktiven Zeit in Vorleistung zu treten. ([[Mehr zu den Positionen von LobbyControl|Seitenwechsel]])




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* 2001-2009 Hessische Sozialministerin
* 2001-2009 Hessische Sozialministerin


==Kritik==
Sowohl von Seiten der SPD als auch der Grünen wurde scharfe Kritik an Lautenschlägers Wechsel in die Privatwirtschaft geäußert. Der Wiesbadener Kurier berichtete:
: ''"Die SPD kritisierte den Wechsel, der aber eine "innere Logik" habe. "Frau Lautenschläger stand als Sozialministerin für eine Schwächung der öffentlichen und für eine Stärkung der privaten Daseinsvorsorge - künftig kann sie das ungebremst ausleben", sagte der Abgeordnete Thomas Spies. "Silke Lautenschläger hat sich immer gerühmt, an den Verhandlungen zur vorletzten Gesundheitsreform beteiligt gewesen zu sein", erklärte die Grünen-Abgeordnete Kordula Schulz-Asche. Nun verletze sie die dreijährige Karenzzeit, die beim Wechsel eines Landesministers in die Wirtschaft gelten sollte." ''<ref>[http://www.wiesbadener-kurier.de/nachrichten/politik/hessen/9462257.htm Ex-Ministerin Silke Lautenschläger wechselt in DKV-Vorstand], Wiesbadener Kurer vom 30. September 2010, abgerufen am 23. Dezember 2010.</ref>


[[LobbyControl]] kann sich dieser Kritik nur anschließen. Durch Seitenwechsler_Innen wie Lautenschläger kommt es zu einer problematischen Verzahnung zwischen Interessensgruppen und politischen Entscheidern. Zudem werden Politiker_Innen durch die Aussicht auf spätere lukrative Posten in der Wirtschaft möglicherweise verleitet, schon während ihrer aktiven Zeit in Vorleistung zu treten. ([[Seitenwechsel|Mehr zu den Positionen von LobbyControl]])


==Verbindungen / Netzwerke==
==Verbindungen / Netzwerke==
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==Wirken==
==Wirken==
===Seitenwechsel zur DKV===
===Pizzeria am Online-Pranger===
Ab 1. Januar 2011 wechselt sie in den Vorstand der privaten Krankenversicherung [[DKV]] und wird das Ressort "Leistung und Versorgung" übernehmen.
 


==Zitate==
==Weiterführende Informationen==
==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references/>
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Version vom 23. Dezember 2010, 13:22 Uhr

(* 19. September 1968 in Darmstadt), Juristin, Seitenwechslerin, bis August 2010 war sie Hessische Umweltministerin im Kabinett von Ministerpräsident Roland Koch, davor hessische Sozialministerin und Ministerin für Wissenschaft und Kunst. Ab 1. Januar 2011 wechselt sie in den Vorstand der privaten Krankenversicherung DKV und übernimmt dort das Ressort "Leistung und Versorgung".[1]

Lautenschläger war als jüngste Ministerin Deutschlands von Roland Koch ins hessische Kabinett befördert worden. Als dieser im Jahr 2010 überraschend seinen Rückzug aus der Politik und seinen Eintritt in die Privatwirtschaft bekannt gab, schied auch Lautenschläger aus. Laut Presseberichten soll sie im Kabinett schlecht gelitten gewesen und ohne Kochs Protektion schwer zu halten gewesen sein.


Karriere

  • 2009-2010 Hessische Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
  • 2001-2009 Hessische Sozialministerin

Kritik

Sowohl von Seiten der SPD als auch der Grünen wurde scharfe Kritik an Lautenschlägers Wechsel in die Privatwirtschaft geäußert. Der Wiesbadener Kurier berichtete:

"Die SPD kritisierte den Wechsel, der aber eine "innere Logik" habe. "Frau Lautenschläger stand als Sozialministerin für eine Schwächung der öffentlichen und für eine Stärkung der privaten Daseinsvorsorge - künftig kann sie das ungebremst ausleben", sagte der Abgeordnete Thomas Spies. "Silke Lautenschläger hat sich immer gerühmt, an den Verhandlungen zur vorletzten Gesundheitsreform beteiligt gewesen zu sein", erklärte die Grünen-Abgeordnete Kordula Schulz-Asche. Nun verletze sie die dreijährige Karenzzeit, die beim Wechsel eines Landesministers in die Wirtschaft gelten sollte." [2]

LobbyControl kann sich dieser Kritik nur anschließen. Durch Seitenwechsler_Innen wie Lautenschläger kommt es zu einer problematischen Verzahnung zwischen Interessensgruppen und politischen Entscheidern. Zudem werden Politiker_Innen durch die Aussicht auf spätere lukrative Posten in der Wirtschaft möglicherweise verleitet, schon während ihrer aktiven Zeit in Vorleistung zu treten. (Mehr zu den Positionen von LobbyControl)

Verbindungen / Netzwerke

Lautenschläger gab ihm Jahr 2010 ihre Liason mit dem PR-Berater und ehemaligen Sprecher der hessischen Landesregierung Dirk Metz (CDU) bekannt. Metz war lange Jahre der Spin-Doktor hinter ihrem politischen Ziehvater Roland Koch.[3]

Wirken

Pizzeria am Online-Pranger

Einzelnachweise

  1. ↑ Lautenschläger wechselt in die Wirtschaft, FR-online vom 30.09.2010, aufgerufen am 22.12.2010
  2. ↑ Ex-Ministerin Silke Lautenschläger wechselt in DKV-Vorstand, Wiesbadener Kurer vom 30. September 2010, abgerufen am 23. Dezember 2010.
  3. ↑ Liebesglück auf dem Bauernhof, BILD-online vom 27.11.2010, aufgerufen am 22.12.2010