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von Max Bank

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==Kurzdarstellung==
==Kurzdarstellung==
=== Aufgaben der EZB ===
=== Aufgaben der EZB ===
Die grundlegende Aufgaben der EZB sind<ref>[http://www.ecb.europa.eu/ecb/orga/escb/html/mission_eurosys.en.html Aufgabenbeschreibung auf der Webseite der EZB], ecb.europa.eu, abgerufen am 29.04.2014</ref>:
Die grundlegende Aufgaben der EZB bestehen darin<ref>[https://www.ecb.europa.eu/ecb/tasks/html/index.de.html Aufgaben], ecb.europa.eu, abgerufen am 18.11.2018</ref>,
* die Geldpolitik des Euro-Währungsgebiets: Den Banken Geld zu leihen (mit Wertpapieren als Sicherheit) und dadurch die Geldmenge und Inflation zu steuern. Den Leitzins festlegen.
*die Geldpolitik für das Euro-Währungsgebiet festzulegen und auszuführen,
* Devisengeschäfte durchzuführen
*Devisengeschäfte durchzuführen,
* die Währungsreserven der Mitgliedstaaten zu verwalten  
*die offiziellen Währungsreserven der Mitgliedsstaaten des Eurogebiets zu halten und zu verwalten (Portfoliomanagement)
* das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme zu fördern  
*das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme zu fördern
* wirtschaftliche Statistiken über den Euroraum zu erstellen
* die Banken zu beaufsichtigen
 
Über die [[Dominanz der Finanzbranche in den Expertengruppen der EU]] hat diese einen großen Einfluss auf die Finanzmarkregulierung.


===Bankenaufsicht===
===Bankenaufsicht===
Seit November 2014 ist die EZB im Rahmen der angestrebten Europäischen Bankenunion mit ihrem Einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismus (SSM, [[Single Supervisory Mechanism]]) für die direkte Aufsicht über bedeutende Großbanken zuständig. Ein Kreditinstitut wird als bedeutend eingestuft, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist<ref>[https://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/other/ssmguidebankingsupervision201409de.pdf Leitfaden zur Bankenaufsicht, September 2014]</ref>:
Über die genannten Aufgaben hinaus ist die EZB für besondere Aufgaben im Zusammenhang mit der Aufsicht über Kreditinstitute, die in teilnehmenden Mitgliedsstaaten niedergelassen sind, zuständig.  Diese Aufgaben nimmt die EZB innerhalb eines Einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismus (SSM, [[Single Supervisory Mechanism]]) wahr, der aus der EZB und den nationalen zuständigen Behörden besteht. Erläuterungen zur Bankenaufsicht sind [https://www.bankingsupervision.europa.eu/home/languagepolicy/html/index.de.html hier] abrufbar. Danach ist die EZB für die direkte Aufsicht über 118 bedeutende Banken in den teilnehmenden Ländern zuständig, auf die fast 82 % der Bankaktiva im Euroraum entfallen. Banken, die nicht als bedeutend eingestuft werden, werden weiterhin von den nationalen Aufsichtsbehörden beaufsichtigt, in enger Zusammenarbeit mit der EZB.
*Der Gesamtwert der Vermögenswerte übersteigt 30 Mrd. Euro oder 20 % des Bruttoinlandsprodukts
*Es handelt sich um eines der bedeutendsten Kreditinstitute in einem Mitgliedsstaat
*Es handelt sich um einen Empfänger direkter finanzieller Unterstützung aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus
*Der Gesamtwert der Vermögenswerte übersteigt 5 Mrd Euro und die länderübergreifenden Aktiva/Passiva in mehr als einem der anderen teilnehmenden Mitgliedstaaten im Verhältnis zu den Gesamtaktiva/-passiva übersteigen 20 %
Auch wenn ein Institut die genannten Voraussetzungen nicht erfüllt, kann es als bedeutend eingestuft werden, um die einheitliche Anwendung hoher Aufsichtsstandards zu gewährleisten.


Vor diesem Hintergrund ist die EZB für die direkte Überwachung von 120 Gruppen zuständig, auf die zusammen etwa 85 % des gesamten Bankenvermögens im Euroraum entfallen.
Über die [[Dominanz der Finanzbranche in den Expertengruppen der EU]] hat diese einen großen Einfluss auf die Finanzmarkregulierung.
 
Institute, die weniger bedeutend sind, werden direkt von den nationalen zuständigen Behörden unter Gesamtaufsicht der EZB kontrolliert. In Deutschland sind die zuständigen Behörden die [[Deutsche Bundesbank]] und die [[Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht]] (BaFin).


==Beziehungen zur Finanzwirtschaft==
==Beziehungen zur Finanzwirtschaft==
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| [[Vítor Constâncio]]
| [[Luis de Guindos]]
| Vizepräsident der EZB
| Vizepräsident der EZB
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| frühere Funktionen: Spanischer Wirtschaftsminister, Direktor [[PricewaterhouseCoopers]] (PwC), CEO Iberia von Lehman Brothers
* 1995-2000 Mitglied des Vorstandes des [[Banco Português de Investimento]], des Energieunternehmens [[Energias de Portugal]]
* zweimal Präsident der portugiesischen Zentralbank.


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| [[Sabine Lautenschläger]]
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| Direktoriumsmitglied
| Direktoriumsmitglied
| Seit 2008 Mitglied im [[Basler Ausschuss für Bankenaufsicht]] (BCBS) <ref>[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Lebenslaeufe/lautenschlaeger_sabine.htmk CV Sabine Lautenschläger], abgerufen am 13.03.2015</ref>
| Seit 2014 Stellv. Vorsitzende des Aufsichtsgremiums des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus ([[Single Supervisory Mechanism]] - SSM)
 
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| Direktoriumsmitglied,
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EZB-Chefvolkswirt
EZB-Chefvolkswirt
| 2000-2011 Mitglied des Direktoriums der belgischen Nationalbank
| 2000-2011 Geschäftsführender Direktor der belgischen Nationalbank
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(Stand: März 2015) Quelle: <ref>[http://www.ecb.europa.eu/ecb/orga/decisions/eb/html/index.de.html Das Direktorium] Webseite EZB, abgerufen am 29.04.2014</ref>
(Stand: November 2018) Quelle: <ref>[http://www.ecb.europa.eu/ecb/orga/decisions/eb/html/index.de.html Das Direktorium] Webseite EZB, abgerufen am 18.11.2018</ref>





Version vom 18. November 2018, 16:39 Uhr

Europäische Zentralbank EZB
Hauptsitz Frankfurt a.M.
Gründung 1. Juni 1998
Tätigkeitsbereich
Mitarbeiter
Etat
Webadresse www.ecb.int


Kurzdarstellung

Aufgaben der EZB

Die grundlegende Aufgaben der EZB bestehen darin[1],

  • die Geldpolitik für das Euro-Währungsgebiet festzulegen und auszuführen,
  • Devisengeschäfte durchzuführen,
  • die offiziellen Währungsreserven der Mitgliedsstaaten des Eurogebiets zu halten und zu verwalten (Portfoliomanagement)
  • das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme zu fördern

Bankenaufsicht

Über die genannten Aufgaben hinaus ist die EZB für besondere Aufgaben im Zusammenhang mit der Aufsicht über Kreditinstitute, die in teilnehmenden Mitgliedsstaaten niedergelassen sind, zuständig. Diese Aufgaben nimmt die EZB innerhalb eines Einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismus (SSM, Single Supervisory Mechanism) wahr, der aus der EZB und den nationalen zuständigen Behörden besteht. Erläuterungen zur Bankenaufsicht sind hier abrufbar. Danach ist die EZB für die direkte Aufsicht über 118 bedeutende Banken in den teilnehmenden Ländern zuständig, auf die fast 82 % der Bankaktiva im Euroraum entfallen. Banken, die nicht als bedeutend eingestuft werden, werden weiterhin von den nationalen Aufsichtsbehörden beaufsichtigt, in enger Zusammenarbeit mit der EZB.

Über die Dominanz der Finanzbranche in den Expertengruppen der EU hat diese einen großen Einfluss auf die Finanzmarkregulierung.

Beziehungen zur Finanzwirtschaft

Nähe zur Großbanken

Auf Antrag der "Financial Times" hat die EZB die Terminkalender des gesamten Direktoriums für die Zeit vom August 2014 bis Juli 2015 veröffentlicht. Nach Einschätzung der Süddeutschen Zeitung bestätigt die Lektüre, was man schon immer vermuten durfte: Europas Währungshüter haben einen engen Draht zur globalen Finanzelite. So traf z. B. Mario Draghi am 5. Mai 2015 Vertreter des französischen Versicherungskonzerns Axa, am 6. Mai Vertreter der weltweit größten Fondsgesellschaft Blackrock und am 13. Mai Vertreter des weltweit größten Hedgefond Bridgewater Associates. EZB-Direktor Benoit Coeuré traf sich mit der Großbank BNP Parisbas sogar am Morgen des 4. September 2014, dem Tag, an dem der EZB-Rat eine Senkung der Leitzinsen beschlossen hat. Normalerweise sollten EZB-Banker vor und währen der Ratssitzungen sehr zurückhaltend kommunizieren. In einigen Ländern dürfen führende Notenbanker in der Woche vor einer Zinssitzung grundsätzlich mit keinem Banker aus der Finanzwirtschaft sprechen.

Quelle: [2][3]

Organisationsstruktur und Personal

Direktorium

Mario Draghi Präsident der EZB 2002-2005 Managing Director und stellv. Vorsitzender von Goldman Sachs International [4]
Luis de Guindos Vizepräsident der EZB frühere Funktionen: Spanischer Wirtschaftsminister, Direktor PricewaterhouseCoopers (PwC), CEO Iberia von Lehman Brothers
Benoît Cœuré Direktoriumsmitglied Cœuré arbeitete für das nationale statistische Amt Frankreichs (INSEE) und war Direktor der Agence France Trésor, die Gelder und Schulden des französischen Staates verwaltet.
Sabine Lautenschläger Direktoriumsmitglied Seit 2014 Stellv. Vorsitzende des Aufsichtsgremiums des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism - SSM)
Yves Mersch Direktoriumsmitglied 1998-2012 Präsident der Zentralbank von Luxemburg
Peter Praet Direktoriumsmitglied,

EZB-Chefvolkswirt

2000-2011 Geschäftsführender Direktor der belgischen Nationalbank

(Stand: November 2018) Quelle: [5]


ehem. Mitglied des EZB-Direktoriums:


EZB-Rat

Der Europäische Zentralbankrat ist das wichtigste Beschlussorgan der EZB. Er umfasst:

  • die 6 Mitglieder des Direktoriums sowie
  • die Präsidenten der nationalen Zentralbanken der 17 Eurostaaten.


Market Contact Groups

Die Kontaktgruppen dienen dem Meinungsaustausch zwischen der EZB und Marktteilnehmern. Mitglieder sind in der Regel drei Vertreter der EZB und etwa 20 Vertreter der Finanzwirtschaft. Die Gruppen sind hier abrufbar.

Zum Thema "Market Operations" gibt es die folgenden Gruppen:

  • Bond Market Contact Group (BMCG)
  • Money Market Contact Group (MMCG)
  • Foreign Exchange Contact Group (FXCG)
  • Operations Managers Contact Group (OMCG)

Zum Thema "Payments & Securities" gibt es die folgenden Gruppen:

  • Contact Group on Euro Payments Strategy" (COGEPS)
  • Contact Group on Euro Securities Infrastructures" (COGEST)

Administrative Board of Review

Bei diesem 'Überprüfungsausschuss' können sich Banken beschweren, wenn sie mit Entscheidungen der EZB nicht einverstanden sind.

Mitglieder
F. Javier Arístegui Yáñez former Deputy Governor of the Banco de España
Concetta Brescia Morra Professor of Law
André Camilleri former Director General of the Malta Financial Services Authority
Edgar Meister zuvor u.a. Aufsichtsrat der DWS Investment der Deutschen Bank
Jean-Paul Redouin former First Deputy Governor of the Banque de France and Chair of the Commission Bancaire
Stellvertreter: Kaarlo Jännäri, René Smits

(Stand: April 2015) Quelle: [6]


Seitenwechsel



Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

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Einzelnachweise

  1. ↑ Aufgaben, ecb.europa.eu, abgerufen am 18.11.2018
  2. ↑ Markus Zydra: Pikante Nähe zwischen EZB und Großbanken, Süddeutsche Zeitung.de, 4. 11. 2015, abgerufen am 04. 11. 2015
  3. ↑ Claire Jones: ECB officials met bankers before big policy moves, Financial Review, 03. 11. 2015, abgerufen am 04. 11. 2015
  4. ↑ CV Draghi, ecb.europa.eu, abgerufen am 29.04.2014
  5. ↑ Das Direktorium Webseite EZB, abgerufen am 18.11.2018
  6. ↑ 8 September 2014 - Members of the Administrative Board of Review appointed Pressemitteilung der EZB, abgerufen am 02.04.2015
  7. ↑ From Deutsche Bank to supervisor at the ECB CEO vom 07.11.2014, abgerufen am 02.04.2015
  8. ↑ Kanzlerin beruft Issings Expertengruppe Spiegel-online, 28. Oktober 2008, abgerufen am 14.05.2010