Zuletzt bearbeitet vor 3 Jahren
von Martin J.

Otto Schily

Otto Schily (*20. Juli 1932 in Bochum) seit 2006 Aufsichtsratsmitglied und Anteilseigner bei SAFE ID solutions AG, 1998 bis 2005 Bundesminister des Innern, seit 1989 Mitglied der SPD, Mitbegründer der Partei Die Grünen. Im Juni 2011 wurde er in den Beirat der Nachrichtenagentur dapd berufen.[1] Vorlage:Seitenwechsel-Box

Karriere

  • seit 6/2011 Mitglied im Beirat der Nachrichtenagentur dapd
  • 2009 Umbenennung der Otto Schily Rechtsanwaltsgesellschaft in Tressa Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH
  • 2007 Gründung Unternehmensberatungsfirma German Consult GmbH
  • 2006 Gründung der Otto Schily Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
  • 2005–2009 ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss
  • 1998–2005 Bundesminister des Innern
  • 1998–2002 Mitglied des Richterwahlausschusses, des Vermittlungsausschusses sowie stellv. Mitglied des Innen- und des Rechtsausschusses sowie des gemeinsamen Ausschusses
  • 1994–1998 stellv. Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
  • 1993–1994 Vorsitz des Treuhand-Untersuchungsausschusses
  • 1990–2009 Mitglied im Deutschen Bundestag
  • 1989 Austritt bei Die Grünen, Wechsel zur SPD
  • 1987–1989 Mitglied im Deutschen Bundestag
  • 1983–1986 Mitglied im Deutschen Bundestag
  • 1980–1984 Funktion des Fraktionsvorsitzenden
  • 1980 Mitbegründer der Bundespartei Die Grünen
  • 1971 Wahlverteidiger von Horst Mahler
  • 1963–1968 Rechtsanwalt bei der Kanlzei Neufeldt

Kritik

Seitenwechsel

  • Aufsichtsratmitglied bei Byometric Systems AG und Aufsichtsratmitglied und Anteilseigner bei SAFE-ID Solutions AG: Vom Überwachungsminister zum Überwachungsfirmenaufsichtsrat. In seiner Zeit als Innenminister setzte sich Schily massiv für die Einführung biometrischer Merkmale in Ausweispapieren ein. Nach seiner Ministerzeit wurde er Aufsichtsratsmitglied bei Byometric Systems AG und Aufsichtsratsmitglied und Anteilseigner bei SAFE ID solutions AG - beides Unternehmen, die biometrische Anwendungen herstellen. [2] Über das Vermögen der Byometric Systems AG ist im Juli 2009 das Insolvenzverfahren eröffnet worden.[3]. SAFE ID musste im März 2011 Insolvenz anmelden. Schily halte lediglich "Anteile an der Safe ID Solutions AG in einer sehr geringen Größenordnung".[4]
  • German Consult: Schily gründete 2007 die Unternehmensberatungsfirma German Consult GmbH. Partner war vorübergehend ein alter Bekannter Schilys, der Industriemanager Peter Zühlsdorff, der u.a. bei Wella und Tengelmann tätig war. Als Innenminister beauftragte Schily ihn 2003 mit der Geschäftsführung der Leipziger Bewerbergesellschaft für Olympia 2012.[5]
  • Die Tressa Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft MbH ist Nachfolgerin der Otto Schily Rechtsanwaltsgesellschaft.[6] Über die Tressa GmbH gehört Schily auch die Berliner Unternehmens- und Finanzberatungsfirma Ombrone Consulting. Tressa GmbH hat auch in den SAFE-ID Solutions Growth Fund investiert und ist durch die Insolvenz der SAFE ID Solutions AG nun auch gefährdet.[7]
  • Power Radio GmbH (2005-2010): Im November 2005 erwarb Schily zusammen mit weiteren Investoren wie Michel Friedman und der Familie des Goldman-Sachs-Deutschland-Chefs Alexander Dibelius einen 60-Prozent-Anteil an der Power Radio GmbH in Berlin. Das Unternehmen meldete jedoch 2010 Insolvenz an.
  • DAPD: Im Juni 2011 wurde Schily Mitglied im Beirat der Nachrichtenagentur dapd.[8]
  • Investcorp International Ltd: Schily ist Mitglied im europäischen Beirat (European Advisory Board) des Finanzinvestors.[9]


Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

Vernetzenhttps://www.lobbycontrol.de/newsletter-lobbypedia/https://bsky.app/profile/lobbycontrol.bsky.socialhttps://www.facebook.com/lobbycontrolhttps://www.instagram.com/lobbycontrol

Einzelnachweise

  1. ↑ dapd beruft Otto Schily in den Beirat und verstärkt Vorstand dapd- direkt vom 28. Juni 2011, abgerufen am 07. Juli 2011
  2. ↑ Süddeutsche Zeitung, 17.08.2006, „Schily verteidigt fragwürdigen Nebenjob“
  3. ↑ Eintrag beim Handelsregister B des Amtsgerichts Traunstein vom 28. Juli 2009, HRB 16058
  4. ↑ Spiegel, 1.4.2011, „Top-Aufseher Otto Schily muss Firmenpleite verkraften“, abgerufen am 18.8.2011
  5. ↑ Andreas Förster: Vom Minister zum Firmenjongleur, Berliner Zeitung vom 11. April 2011, Berliner Zeitung online, abgerufen am 2. 2. 2014
  6. ↑ Andreas Förster: Vom Minister zum Firmenjongleur, Berliner Zeitung vom 11. April 2011, Berliner Zeitung online, abgerufen am 2. 2. 2014
  7. ↑ Andreas Förster: Vom Minister zum Firmenjongleur, Berliner Zeitung vom 11. April 2011, Berliner Zeitung online, abgerufen am 2. 2. 2014
  8. ↑ dapd beruft Otto Schily in den Beirat und verstärkt Vorstand dapd- direkt vom 28. Juni 2011, abgerufen am 07. Juli 2011
  9. ↑ Finanzinvestor Investcorp holt sich Expertise von Ex-Kanzler Schüssel Boerse-Express.com vom 15.02.2011, abgerufen am 08.06.2012