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von Max Bank

Jens Weidmann

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Jens Weidmann (*20.April 1968 in Solingen),Dr. rer. pol., parteilos, seit dem 1. Mai 2011 neuer Präsident der Deutschen Bundesbank.
Zusammen mit Jörg Asmussen war er in Folge der Welt-Finanzkrise einer der wichtigsten wirtschafts- und finanzpolitischen Berater der Regierungen unter Kanzlerin Angela Merkel und einer der Hauptakteure bei der Rettung der Hypo Real Estate. Darüber hinaus fungierte er als Chefunterhändler ("Sherpa") der Bundesregierung bei G8- und G20-Gipfeln.[1] Er ist auch Mitglied der Expertengruppe Neue Finanzmarktarchitektur.


Karriere

  • seit Mai 2011 Präsident der Deutschen Bundesbank[2]
  • 2006 - April 2011 Bundeskanzleramt - Leiter der Abteilung IV
  • Bundesbank - stellvertretender Leiter des Zentralbereichs Volkswirtschaft, Leiter der Abteilung für Geldpolitik und monetäre Analyse,[3] Monetarist, supply side, aber Empiriker[4]
  • 1999 - 2003 Generalsekretär des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Die 5 Wirtschaftsweisen"), wo er sich auch mit Fragen der Sozialstaatsfinanzierung befasste.[5][6]
  • 1997 bis 1999 Internationaler Währungsfonds (IWF), vor allem in dessen Afrika-Abteilung.[7]
  • Studium der Volkswirtschaftsleher in Aix-en-Provence, Paris und Bonn u.a. bei Prof. Axel Weber (Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Marktwirtschaft), Promotion beim Geldtheoretiker Manfred Neumann (bis 2011 Mitglied des "Kronberger Kreises" der Stiftung Marktwirtschaft) zum Thema "Geldpolitik im europäischen Währungsraum". Studienaufenthalte bei der Banque de France und der Zentralbank von Ruanda. [8]

Verbindungen

Seilschaft seit Studientagen

Weidmann hat beim späteren Bundesbankdirektor Prof. Axel Weber Volkswirtschaftslehre studiert. Jörg Asmussen und Jens Weidmann trainierten Anfang der 90er Jahre gemeinsam in einer Sporthalle an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Asmussen studierte Ökonomie, Weidmann schrieb an seiner Doktorarbeit über europäische Geldpolitik. Zweitgutachter: Axel Weber.[9][10]

Schattenkabinett mit Weber, Otremba und Asmussen

Als Abteilungsleiter im Bundeskanzleramt soll Weidmann laut Presseberichten mit den Staatssekretären Jörg Asmussen und Walther Otremba sowie Bundesbankchef Axel Weber im Zuge der Weltfinanzkrise eine Art Schattenkabinett gebildet haben.[11]

Wirken

Hartz IV und Niedriglohnsektor

Jens Weidmann trat laut Munzinger-Archiv in seiner Zeit als Generalsekretär der 5 Wirtschaftsweisen als Befürworter eines systematisch geschaffenen staatlich subventionierten Niedriglohnsektors hervor sowie der Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe - Maßnahmen, die mit den Hartz-Gesetzen durch die Regierung Gerhard Schröder-Joschka Fischer durchgesetzt wurden. [12]

Zitate

"In der Finanzkrise und der anschließenden Rezession stieg der parteilose Ökonom zu einem der mächtigsten Männer des Landes auf und organisierte für Merkel unzählige Rettungsaktionen für Banken und Unternehmen - natürlich stets im Hintergrund."

Timo Pache über Weidmann, Financial Times Deutschland vom 10. Februar 2011[13]

Vor allem Asmussen bildete zusammen mit Jens Weidmann, dem wirtschaftspolitischen Berater von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), ein einflussreiches Beamten-Duo, das an allen Schalthebeln des Krisenmanagements saß. Die FDP hatte im Untersuchungsausschuss zur Beinahepleite der Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) mehrfach den Rücktritt Asmussens verlangt. Nicht leichter wird die Personalie für die Liberalen dadurch, dass sich nach FR-Informationen Merkel für ein Festhalten an Asmussen stark gemacht hatte.

Markus Sievers in der Frankfurter Rundschau vom 28. Oktober 2009[14]

Weiterführende Informationen

Einzelnachweise

  1. ↑ Spiegel Online (10.Dezember 2009) "Merkel beruft neuen Super-Sherpa". abgerufen am 15.Juli 2010
  2. ↑ Weidmann gibt den Weber Spiegel-Online vom 02.05.2011, abgerufen am 5.6.2011
  3. ↑ Jens Weidmann: Merkels Ordnungspolitikerftd.de vom 1. Februar 2006, abgerufen am 10. Februar 2011
  4. ↑ ZEIT, Ein Ökonom mit Hang zur Wirklichkeit, Die Zeit 07/2006, abgerufen am 10. Februar 2011
  5. ↑ Jens Weidmann: Merkels Ordnungspolitikerftd.de vom 1. Februar 2006, abgerufen am 10. Februar 2011
  6. ↑ Jens Weidmannmunzinger.de,abgerufen am 10. Februar 2011
  7. ↑ Jens Weidmannmunzinger.de,abgerufen am 10. Februar 2011
  8. ↑ Jens Weidmann: Merkels Ordnungspolitikerftd.de vom 1. Februar 2006, abgerufen am 10. Februar 2011
  9. ↑ Jörg Asmussen und Jens Weidmann Wer uns wirklich regiert, stern.de vom 7. August 2009, abgerufen am 10. Februar 2011
  10. ↑ [http://www.ftd.de/finanzen/:agenda-webers-frustfoul/60009942.html?page=4 Webers Frustfoul Teil 4: Der Favorit für die Nachfolge], ftd.de vom 10. Februar 2011, abgerufen am 10. Februar 2011
  11. ↑ Jörg Asmussen und Jens Weidmann Wer uns wirklich regiert, stern.de vom 7. August 2009, abgerufen am 10. Februar 2011
  12. ↑ Jens Weidmannmunzinger.de,abgerufen am 10. Februar 2011
  13. ↑ [http://www.ftd.de/finanzen/:agenda-webers-frustfoul/60009942.html?page=4 Webers Frustfoul Teil 4, Der Favorit für die Nachfolge], ftd.de vom 10. Februar 2011, abgerufen am 10. Februar 2011
  14. ↑ Schäubles Kröten', Frankfurter Rundschau, Markus Sievers, 28. Oktober 2009, abgerufen am 10. Februar 2011