Andreas Raymond Dombret, in den USA geborener deutsch-amerikanischer Ökonom, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank ehemals hochrangiger Bank-Manager. CDU-Mitglied
Wie die Agentur Dow Jones am 12. März 2010 meldete, sollte Dombret "nach dem Willen der Bundesländer Nachfolger von Hans-Helmut Kotz im Vorstand der Bundesbank werden. Das hat der Finanzausschuss des Bundesrates am Donnerstag einstimmig entschieden."
Dombret war zuvor hochrangiger Manager der Bank of America des damals - gemessen an der Marktkapitalisierung - zweitgrößten Finanzunternehmens der Welt. Die Bank of America übernahm 2008 die bankrotte Investmentbank Merrill Lynch. Dombret hat die Übernahme maßgeblich betreut.[1] [2]
Dow Jones schreibt weiter: "In der aktuellen Zusammensetzung des Bundesbank-Vorstands wäre Dombret der einzige, der Erfahrungen aus der Welt der Geschäftsbanken mitbrächte."[3]
Dombret gilt als Experte für Fusionen und Aufkäufe (Mergers + Aquisitions), einem Thema, in dem er promoviert hat und zu dem er Vorlesungen abhielt. Außerdem lehrte er im Bereich Investmentbanking.
Kritik
Während die Wirtschaftspresse in Deutschland Dombrets Wechsel in den Bundesbank-Vorstand fast einhellig begrüßte, weil die Regulierungsbehörde sich dadurch personellen Sachverstand eingekauft habe, kritisierte LobbyControl, dass die Unabhängigkeit staatlicher Behörden durch eine enge personelle Verflechtung mit der Finanzlobby zusehends verschwunden ist.
Hier wird ein Mitverursacher der Welt-Finanzkrise in jene Behörde gehievt, welche in Zukunft die Hoheit über die deutsche Bankenaufsicht haben wird.[4]
Karriere
- 2009-2010 Lehrtätigkeit an der European Business School in Oestrich-Winkel
- 2005 bis 2009 Bank of America in den Funktionen Vice Chairman Europa und Vorsitzender der Geschäftsleitung für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Zum 30. September 2009 ausgeschieden, ab dann "zunächst voll auf seine Lehrtätigkeit konzentriert".
- 2001 - 2005 Investmentbank Rothschild Managing Director als Co-Sprecher der Geschäftsleitung in Deutschland.
Davor arbeitete Dombret nach Angaben von Dow Jones zehn Jahre für JP Morgan in Frankfurt und London. Dombret startete seine Karriere in der Deutschen Bank.[5]
Netzwerke und Verbindungen
Nach Angaben von Wikipedia war Dombret im Jahr 2010 u.a. in folgende Vereinigungen, Netzwerke und Elite-Zirkel eingebunden:[6]
- Konvent für Deutschland
- Atlantik-Brücke
- Euroforum
- Österreichische Bankwissenschaftliche Gesellschaft
- Mitglied des Auslandbankenausschusses im Bundesverband deutscher Banken
- Ausschuss für Government Relations und Corporate and Business Law der American Chamber of Commerce in Deutschland
- Vorstand Deutsches Aktieninstitut
- Alumninetzwerk der Deutsche BankDeutschen Bank "Deutsche Alumni"
- Mitherausgeber der “Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen”
Aufsichtsrats-Manddate
Dombret sitzt laut wikipedia in diversen Aufsichtsräten. [7]
mehr über Andreas Dombret
- Wikipedia-Artikel Andreas Raymond Dombret', abgerufen am 12. März 2010
Einzelnachweise
- ↑ Investmentbanker vom Fach financial times deutschland, 11. März 2010, abgerufen am 2. Juli 2010.
- ↑ englischer Wikipedia-Eintrag Bank of America, abgerufen am 12 März 2010
- ↑ Dombret soll Nachfolger von Kotz im Bundesbank-Vorstand werden', Dow Jones Deutschland, 12 März 2010
- ↑ Investment-Banker Dombret entert Bundesbank, lobbycontrol.de vom 12. März 2010, abgerufen am 2. Juli 2010.
- ↑ Dombret soll Finanzmarkt kontrollieren Manager Magazin, 2. Mai 2010, abgerufen am 2. Juli 2010
- ↑ Wikipedia-Artikel Andreas Raymond Dombret', abgerufen am 12. März 2010
- ↑ Wikipedia-Artikel Andreas Raymond Dombret', abgerufen am 12. März 2010
