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Heinz Marzi (*1947) ist Geschäftsführer der Lobbyorganisation Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Bis 30. März 2009 war Marzi Generalleutnant der Bundeswehr. Im November 2010 stellte das Verteidigungsministerium einen Interessenkonflikt zwischen seiner neuen Tätigkeit als Lobbyist und seinem ehemaligen Posten bei der Bundeswehr fest und verbot Marzi daraufhin seine Tätigkeit als Geschäftsführer des BDSV.[1].

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Verbindungen / Netzwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tätigkeit als Geschäftsführer beim BDSV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Marzi am 30. März 2009 seinen Posten als Generalleutnant aufgab und in den Ruhestand trat, nahm er bald darauf eine Stelle als Leiter des Ausschusses Verteidigungswirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie an. Nach der Neuorgansiation des BDI wurde er Geschäftsführer des Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Die Abteilung "Ermittlungen in Sonderfällen", die Korruptionsfragen verhandelnde Abteilung des Verteidigungsministeriums, untersagte Marzi jedoch diese Tätigkeit, da Offiziere laut Vorschrift fünf Jahre nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt keine Tätigkeiten in Bereichen annehmen dürfen, in denen sie zuvor dienstlich involviert waren. Marzi selbst bezeichnete seine neue Tätigkeit als Verbandsgeschäftsführer im Vergleich zu seinem bezogen auf seinen früheren Job als Ausschussleiter als "inhaltlich unveränderte Tätigkeit" und klagte daraufhin gegen das Verbot des Verteidigungsministeriums. [3].

Fall B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiterführende Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verteidigungsministerium stoppt Lobbyarbeit von Ex-General, Spiegel-Online vom 06. November 2010, abgerufen am 08. November 2010
  2. Helm ab zum Gebet - großer Zapfenstreich für General Marzi, Homepage des Bundesministeriums der Verteidigung, abgerufen am 08. November 2010
  3. Verteidigungsministerium stoppt Lobbyarbeit von Ex-General, Spiegel-Online vom 06. November 2010, abgerufen am 08. November 2010
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        Heinz Marzi (*1947) ist Geschäftsführer der Lobbyorganisation [[Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie]]. Bis 30. März 2009 war Marzi Generalleutnant der Bundeswehr. Im November 2010 stellte das Verteidigungsministerium einen Interessenkonflikt zwischen seiner neuen Tätigkeit als Lobbyist und seinem ehemaligen Posten bei der Bundeswehr fest und verbot Marzi daraufhin seine Tätigkeit als Geschäftsführer des BDSV.<ref> [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,727674,00.html Verteidigungsministerium stoppt Lobbyarbeit von Ex-General], Spiegel-Online vom 06. November 2010, abgerufen am 08. November 2010 </ref>.
        

        == Karriere ==
        
        * seit 2009: Geschäftsführer des [[Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie| Bundesverbands der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie]]
        
        * bis 30.3.2009: Generalleutnant der Bundeswehr / Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe
        
        * 18.09.2000 - 19.09. 2001: Kommandeur der Offizierschule der Luftwaffe
        
        * 1966: Eintritt in die Bundeswehr <ref> [http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/ministerium/der_minister?yw_contentURL=/C1256F1200608B1B/W27QNAHX045INFODE/content.jsp Helm ab zum Gebet - großer Zapfenstreich für General Marzi], Homepage des Bundesministeriums der Verteidigung, abgerufen am 08. November 2010 </ref>
        


        == Verbindungen / Netzwerke==
        

        == Kritik ==
        

        === Tätigkeit als Geschäftsführer beim BDSV===
        

        Nachdem Marzi am 30. März 2009 seinen Posten als Generalleutnant aufgab und in den Ruhestand trat, nahm er bald darauf eine Stelle als Leiter des Ausschusses Verteidigungswirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie an. Nach der Neuorgansiation des [[BDI]] wurde er Geschäftsführer des [[BDSV| Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie]]. Die Abteilung "Ermittlungen in Sonderfällen", die Korruptionsfragen verhandelnde Abteilung des Verteidigungsministeriums, untersagte Marzi jedoch diese Tätigkeit, da Offiziere laut Vorschrift fünf Jahre nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt keine Tätigkeiten in Bereichen annehmen dürfen, in denen sie zuvor dienstlich involviert waren. Marzi selbst bezeichnete seine neue Tätigkeit als Verbandsgeschäftsführer im Vergleich zu seinem bezogen auf seinen früheren Job als Ausschussleiter als "inhaltlich unveränderte Tätigkeit" und klagte daraufhin gegen das Verbot des Verteidigungsministeriums. <ref> [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,727674,00.html Verteidigungsministerium stoppt Lobbyarbeit von Ex-General], Spiegel-Online vom 06. November 2010, abgerufen am 08. November 2010 </ref>.
        
        === Fall B ===
        

        == Zitate ==
        

        == Weiterführende Informationen ==
        


        == Einzelnachweise ==
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=== Tätigkeit als Geschäftsführer beim BDSV===
 
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Nachdem Marzi am 30. März 2009 seinen Posten als Generalleutnant aufgab und in den Ruhestand trat, nahm er bald darauf eine Stelle als Leiter des Ausschusses Verteidigungswirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie an. Nach der Neuorgansiation des BDI wurde er Geschäftsführer des [[BDSV| Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie]]. Die Abteilung "Ermittlungen in Sonderfällen", die Korruptionsfragen verhandelnde Abteilung des Verteidigungsministeriums, untersagte Marzi jedoch diese Tätigkeit, da Offiziere laut Vorschrift fünf Jahre nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt keine Tätigkeiten in Bereichen annehmen dürfen, in denen sie zuvor dienstlich involviert waren. Marzi selbst bezeichnete seine neue Tätigkeit als Verbandsgeschäftsführer bezogen auf seinen früheren Job als Ausschussleiter als "inhaltlich unveränderte Tätigkeit" und klagte daraufhin gegen das Verbot des Verteidigungsministeriums. <ref> [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,727674,00.html Verteidigungsministerium stoppt Lobbyarbeit von Ex-General], Spiegel-Online vom 06. November 2010, abgerufen am 08. November 2010 </ref>.
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Nachdem Marzi am 30. März 2009 seinen Posten als Generalleutnant aufgab und in den Ruhestand trat, nahm er bald darauf eine Stelle als Leiter des Ausschusses Verteidigungswirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie an. Nach der Neuorgansiation des [[BDI]] wurde er Geschäftsführer des [[BDSV| Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie]]. Die Abteilung "Ermittlungen in Sonderfällen", die Korruptionsfragen verhandelnde Abteilung des Verteidigungsministeriums, untersagte Marzi jedoch diese Tätigkeit, da Offiziere laut Vorschrift fünf Jahre nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt keine Tätigkeiten in Bereichen annehmen dürfen, in denen sie zuvor dienstlich involviert waren. Marzi selbst bezeichnete seine neue Tätigkeit als Verbandsgeschäftsführer im Vergleich zu seinem früheren Job als Ausschussleiter als "inhaltlich unveränderte Tätigkeit" und klagte daraufhin gegen das Verbot des Verteidigungsministeriums. <ref> [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,727674,00.html Verteidigungsministerium stoppt Lobbyarbeit von Ex-General], Spiegel-Online vom 06. November 2010, abgerufen am 08. November 2010 </ref>.
 
=== Fall B ===
 
=== Fall B ===
   

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