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* [[Otmar Issing]], von 1998-2006 Direktoriumsmitglied der EZB, wechselte 2007 als Berater zur [[Goldman Sachs]]<ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,587085,00.html Kanzlerin beruft Issings Expertengruppe] Spiegel-online, 28. Oktober 2008, abgerufen am 14.05.2010</ref> | * [[Otmar Issing]], von 1998-2006 Direktoriumsmitglied der EZB, wechselte 2007 als Berater zur [[Goldman Sachs]]<ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,587085,00.html Kanzlerin beruft Issings Expertengruppe] Spiegel-online, 28. Oktober 2008, abgerufen am 14.05.2010</ref> | ||
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Version vom 29. April 2014, 14:22 Uhr
| Europäische Zentralbank EZB | |
|---|---|
| Hauptsitz | Frankfurt a.M. |
| Gründung | |
| Tätigkeitsbereich | |
| Mitarbeiter | |
| Etat | |
| Webadresse | www.ecb.int |
Organisationsstruktur und Personal
Direktorium
| Mario Draghi | Präsident der EZB | von 2002-2005 Managing Director und stellv. Vorsitzender von Goldman Sachs International[1] |
| Vítor Constâncio | Vizepräsident der EZB | |
| Benoît Cœuré | ||
| Sabine Lautenschläger | ||
| Yves Mersch | ||
| Peter Praet |
(Stand: April 2014) Quelle: [2]
ehem. Mitglied des EZB-Direktoriums:
EZB-Rat
Der Europäische Zentralbankrat ist das wichtigste Beschlussorgan der EZB. Er umfasst:
- die sechs Mitglieder des Direktoriums sowie
- die Präsidenten der nationalen Zentralbanken der 17 Eurostaaten.
Aufgaben
Die grundlegende Aufgaben der EZB sind gemäß Artikel 127 Absatz 2 des AEU Vertrages die Geldpolitik des Euro-Währungsgebiets festzulegen und auszuführen, Devisengeschäfte durchzuführen, die offiziellen Währungsreserven der Mitgliedstaaten zu halten und zu verwalten und das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme zu fördern. Daneben hat die EZB die Aufgabe wirtschaftliche Statistiken über den Euroraum zu erstellen und die Banken zu beaufsichtigen [3].
Geldpolitik
Die Hauptaufgabe der EZB besteht darin, den Banken Geld (mit Wertpapieren als Sicherheit) zu leihen und dadurch die Geldmenge und Inflation zu steuern. Als Bedingung für die Beteiligung an dem Verfahren verlangt die EZB eine Mindestreserve von Seiten der Banken. Die Mindestreserve beträgt 2% der Geldmenge, die bei den Banken in Form von Sichteinlagen (d.h. Konten) angelegt wurde.
Offenmarktgeschäfte
Bei den sogenannten Offenmarktgeschäften trifft sich der EZB-Rat einmal im Monat um anhand makroökonomischer Analysen seines Expertenteams mit einfacher Mehrheit die Leitzinsen festzulegen, aus denen sich der Tagesgeldzinssatz ergibt. Die Leitzinsen setzen sich aus dem Einlagenzinssatz als Untergrenze und dem Spitzenfazilitätszinssatz als Obergrenze zusammen; Ersterer ist der Zinssatz für kurzfristig angelegtes Geld der Banken, Letzerer derjenige für kurzfristig von der EZB geliehenes Geld. Ungefähr in der Mitte dieser beiden Zinssätze liegt der Hauptrefinanzierungszinssatz, zu dem sich die Banken refinanzieren und der in den Medien als Leitzins bezeichnet wird.
Der Hauptrefinanzierungszinssatz wird wöchentlich bestimmt. Dabei gibt die EZB den vom EZB-Rat festgelegten Mindeszinssatz vor und in einer Art Auktion können die Banken einen Zinssatz bieten zu dem sie eine angegebene Geldmenge leihen möchten (wobei sie der EZB dafür Wertpapiere geben). Nach Eingang der Gebote bestimmt die EZB einen marginalen Zinssatz. Banken die einen Zinssatz über dem marginalen Zinssatz geboten haben, bekommen die gesamte gewünschte Geldmenge. Die Banken die den marginalen Zinssatz geboten haben, bekommen Geld nach einem gewissen Kontigent zugeteilt und der Rest geht leer aus. Dieses Verfahren wird als Zinstender bezeichnet und der Hauptrefinanzierungszinssatz ist der marginale Zinssatz.Im Zuge der Welt-Finanzkrise ist die EZB 2008 allerdings zum Mengentender-Verfahren übergegangen um die nötige Liquidität zur Verfügung zu stellen, da auf Grund des Misstrauens die Banken sich Gegenseitig kein Geld mehr geliehen haben. Bei Mengentender-Verfahren bekommen zu einem vorher festgelegten Zinssatz (dem Hauptrefinanzierungszinstaz) alle Banken die verlangte Geldmenge.[4][5]
Ziele der Geldpolitik im Lissabon-Vertrag
Nach Art. 2 Protokoll 4 des Anhanges zum Lissabon Vertrages ist das vorrangige Ziel der EZB, die Preisstabilität zu gewährleisten. Zwar soll sie auch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in der Union unterstützen, darf dies aber nur, sofern dadurch nicht Preisstabilität beeinträchtigt wird.
Ratingagenturen und die Geldpolitik
Die Wertpapiere, welche die EZB von den Banken als Sicherheit nimmt, werden nach den Ratings der Ratingagenturen, bewertet. D.h. wenn die Staatsanleihen von den Ratingagenturen niedriger bewertet werden, werden sie von der EZB nur noch mit Abschlägen als Sicherheit für die Vergabe von Geld an die Banken akzeptiert[6].
Kritik an der Gelpolitik der EZB
Nach einer Studie des Ökonomie-Professors Jörg Bibow im Auftrag der Hans Böckler Stiftung im Jahre 2011 senkt die EZB die Leitzinsen, im Gegensatz zu anderen Notenbanken, meist zu spät wenn die Konjunktur strauchelt und erhöht sie wieder zu früh, wenn sich die Konjunktur noch nicht richtig erholt hat [7].
Der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman meint, dass die Fixierung der EZB auf eine Gesamt-Inflationsrate von 2 % im gesamten Euroraum zu Lasten der Peripherieländer gehe [8].
Kritik an den als von der EZB als Sicherheiten angenommenen Wertpapieren
Nach einer Studie des DGB hat die EZB von 1999 (unter 10%) bis zum Jahre 2010 (über 60 %) immer mehr toxische Papiere als Sicherheiten bei den Wertpapieren akzeptiert. Wohingegen der Anteil von Staatspapieren und ähnlichem von ca 50 % auf unter 20 % gefallen ist. Daher wurde teilweise der Vorwurf erhoben, dass die Banken über die EZB mit "nicht marktfähigen Sicherheiten" an "billiges Geld" gekommen seien.[9]
Seitenwechsel
- Otmar Issing, von 1998-2006 Direktoriumsmitglied der EZB, wechselte 2007 als Berater zur Goldman Sachs[10]
Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

Einzelnachweise
- ↑ CV Draghi, ecb.europa.eu, aufgerufen am 29.04.2014
- ↑ Das Direktorium Webseite EZB, abgerufen am 29.04.2014
- ↑ Aufgabenbeschreibung auf der Webseite der EZB, ecb.europa.eu, aufegrufen am 29.04.2014
- ↑ Olivier Blanchard, Gerhard Illing: Makroökonomie. 5. aktualisierte und erweiterte Auflage. Pearson Studium, München u. a. 2008
- ↑ Preisstabilität:Warum ist sie für dich wichtig?, ecb 2011, aufgerufen am 29.04.2014
- ↑ Lucas Zeise, Das Ende der Party, 2008, PapyRossa Verlag, S. 162
- ↑ EZB: Konjunktur bleibt aussen vor, Böckler Impuls Ausgabe 12/2011
- ↑ European Inflation Targets, Paul Krugmann Blog vom 18.01.2011, aufgerufen am 29.04.2014
- ↑ Krise in Europa EZB im Dienste der Banken, nicht der Staaten, wirtschaftspolitik – standpunkte 03|2011 , arbeiterkammer wien
- ↑ Kanzlerin beruft Issings Expertengruppe Spiegel-online, 28. Oktober 2008, abgerufen am 14.05.2010

