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von Max Bank

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| Von 2000 bis 2011 Mitglied des Direktoriums der [http://de.wikipedia.org/wiki/Belgische_Nationalbank belgischen Nationalbank]
| Von 2000 bis 2011 Mitglied des Direktoriums der [http://de.wikipedia.org/wiki/Belgische_Nationalbank belgischen Nationalbank]
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(Stand: April 2014) Quelle: <ref>[http://www.ecb.europa.eu/ecb/orga/decisions/eb/html/index.de.html Das Direktorium] Webseite EZB, abgerufen am 29.04.2014</ref>
(Stand: März 2015) Quelle: <ref>[http://www.ecb.europa.eu/ecb/orga/decisions/eb/html/index.de.html Das Direktorium] Webseite EZB, abgerufen am 29.04.2014</ref>





Version vom 13. März 2015, 12:09 Uhr

Europäische Zentralbank EZB
Hauptsitz Frankfurt a.M.
Gründung 1. Juni 1998
Tätigkeitsbereich
Mitarbeiter
Etat
Webadresse www.ecb.int

Organisationsstruktur und Personal

Direktorium

Mario Draghi Präsident der EZB Von 2002-2005 Managing Director und stellv. Vorsitzender von Goldman Sachs International.[1]
Vítor Constâncio Vizepräsident der EZB War zwischen 1995 und 2000 Mitglied des Vorstandes des Banco Português de Investimento, des Energieunternehmens Energias de Portugal und zweimal Präsident der portugiesischen Zentralbank.
Benoît Cœuré Direktoriumsmitglied Cœuré arbeitete für das nationale statistische Amt Frankreichs (INSEE) und war Direktor der Agence France Trésor, die Gelder und Schulden des französischen Staates verwaltet.
Sabine Lautenschläger Direktoriumsmitglied Seit 2008 ist sie Mitglied im Basler Ausschuss der Zentralbanken.[2]
Yves Mersch Direktoriumsmitglied War von der Gründung 1998 bis 2012 Präsident der Zentralbank von Luxemburg
Peter Praet Direktoriumsmitglied,

EZB-Chefvolkswirt

Von 2000 bis 2011 Mitglied des Direktoriums der belgischen Nationalbank

(Stand: März 2015) Quelle: [3]


ehem. Mitglied des EZB-Direktoriums:


EZB-Rat

Der Europäische Zentralbankrat ist das wichtigste Beschlussorgan der EZB. Er umfasst:

  • die sechs Mitglieder des Direktoriums sowie
  • die Präsidenten der nationalen Zentralbanken der 17 Eurostaaten.

Aufgaben

Die grundlegende Aufgaben der EZB sind gemäß Artikel 127 Absatz 2 des AEU Vertrages die Geldpolitik des Euro-Währungsgebiets festzulegen und auszuführen, Devisengeschäfte durchzuführen, die offiziellen Währungsreserven der Mitgliedstaaten zu halten und zu verwalten und das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme zu fördern. Daneben hat die EZB die Aufgabe wirtschaftliche Statistiken über den Euroraum zu erstellen und die Banken zu beaufsichtigen [4].

Geldpolitik

Die Hauptaufgabe der EZB besteht darin, den Banken Geld (mit Wertpapieren als Sicherheit) zu leihen und dadurch die Geldmenge und Inflation zu steuern. Als Bedingung für die Beteiligung an dem Verfahren verlangt die EZB eine Mindestreserve von Seiten der Banken. Die Mindestreserve beträgt 2% der Geldmenge, die bei den Banken in Form von Sichteinlagen (d.h. Konten) angelegt wurde.

Offenmarktgeschäfte

Bei den sogenannten Offenmarktgeschäften trifft sich der EZB-Rat einmal im Monat um anhand makroökonomischer Analysen seines Expertenteams mit einfacher Mehrheit die Leitzinsen festzulegen, aus denen sich der Tagesgeldzinssatz ergibt. Die Leitzinsen setzen sich aus dem Einlagenzinssatz als Untergrenze und dem Spitzenfazilitätszinssatz als Obergrenze zusammen; Ersterer ist der Zinssatz für kurzfristig angelegtes Geld der Banken, Letzerer derjenige für kurzfristig von der EZB geliehenes Geld. Ungefähr in der Mitte dieser beiden Zinssätze liegt der Hauptrefinanzierungszinssatz, zu dem sich die Banken refinanzieren und der in den Medien als Leitzins bezeichnet wird.

Der Hauptrefinanzierungszinssatz wird wöchentlich bestimmt. Dabei gibt die EZB den vom EZB-Rat festgelegten Mindeszinssatz vor und in einer Art Auktion können die Banken einen Zinssatz bieten zu dem sie eine angegebene Geldmenge leihen möchten (wobei sie der EZB dafür Wertpapiere geben). Nach Eingang der Gebote bestimmt die EZB einen marginalen Zinssatz. Banken die einen Zinssatz über dem marginalen Zinssatz geboten haben, bekommen die gesamte gewünschte Geldmenge. Die Banken die den marginalen Zinssatz geboten haben, bekommen Geld nach einem gewissen Kontigent zugeteilt und der Rest geht leer aus. Dieses Verfahren wird als Zinstender bezeichnet und der Hauptrefinanzierungszinssatz ist der marginale Zinssatz.Im Zuge der Welt-Finanzkrise ist die EZB 2008 allerdings zum Mengentender-Verfahren übergegangen um die nötige Liquidität zur Verfügung zu stellen, da auf Grund des Misstrauens die Banken sich Gegenseitig kein Geld mehr geliehen haben. Bei Mengentender-Verfahren bekommen zu einem vorher festgelegten Zinssatz (dem Hauptrefinanzierungszinstaz) alle Banken die verlangte Geldmenge.[5][6]

Ziele der Geldpolitik im Lissabon-Vertrag

Nach Art. 2 Protokoll 4 des Anhanges zum Lissabon Vertrages ist das vorrangige Ziel der EZB, die Preisstabilität zu gewährleisten. Zwar soll sie auch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in der Union unterstützen, darf dies aber nur, sofern dadurch nicht Preisstabilität beeinträchtigt wird.

Ratingagenturen und die Geldpolitik

Die Wertpapiere, welche die EZB von den Banken als Sicherheit nimmt, werden nach den Ratings der Ratingagenturen, bewertet. D.h. wenn die Staatsanleihen von den Ratingagenturen niedriger bewertet werden, werden sie von der EZB nur noch mit Abschlägen als Sicherheit für die Vergabe von Geld an die Banken akzeptiert[7].

Kritik an der Gelpolitik der EZB

Nach einer Studie des Ökonomie-Professors Jörg Bibow im Auftrag der Hans Böckler Stiftung im Jahre 2011 senkt die EZB die Leitzinsen, im Gegensatz zu anderen Notenbanken, meist zu spät wenn die Konjunktur strauchelt und erhöht sie wieder zu früh, wenn sich die Konjunktur noch nicht richtig erholt hat [8].

Der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman meint, dass die Fixierung der EZB auf eine Gesamt-Inflationsrate von 2 % im gesamten Euroraum zu Lasten der Peripherieländer gehe [9].

Kritik an den als von der EZB als Sicherheiten angenommenen Wertpapieren

Nach einer Studie des DGB hat die EZB von 1999 (unter 10%) bis zum Jahre 2010 (über 60 %) immer mehr toxische Papiere als Sicherheiten bei den Wertpapieren akzeptiert. Wohingegen der Anteil von Staatspapieren und ähnlichem von ca 50 % auf unter 20 % gefallen ist. Daher wurde teilweise der Vorwurf erhoben, dass die Banken über die EZB mit "nicht marktfähigen Sicherheiten" an "billiges Geld" gekommen seien.[10]

Seitenwechsel


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Einzelnachweise

  1. ↑ CV Draghi, ecb.europa.eu, aufgerufen am 29.04.2014
  2. ↑ [1] CV Lautenschläger, aufgerufen 13.03.15
  3. ↑ Das Direktorium Webseite EZB, abgerufen am 29.04.2014
  4. ↑ Aufgabenbeschreibung auf der Webseite der EZB, ecb.europa.eu, aufegrufen am 29.04.2014
  5. ↑ Olivier Blanchard, Gerhard Illing: Makroökonomie. 5. aktualisierte und erweiterte Auflage. Pearson Studium, München u. a. 2008
  6. ↑ Preisstabilität:Warum ist sie für dich wichtig?, ecb 2011, aufgerufen am 29.04.2014
  7. ↑ Lucas Zeise, Das Ende der Party, 2008, PapyRossa Verlag, S. 162
  8. ↑ EZB: Konjunktur bleibt aussen vor, Böckler Impuls Ausgabe 12/2011
  9. ↑ European Inflation Targets, Paul Krugmann Blog vom 18.01.2011, aufgerufen am 29.04.2014
  10. ↑ Krise in Europa EZB im Dienste der Banken, nicht der Staaten, wirtschaftspolitik – standpunkte 03|2011 , arbeiterkammer wien
  11. ↑ Kanzlerin beruft Issings Expertengruppe Spiegel-online, 28. Oktober 2008, abgerufen am 14.05.2010