| House of Finance | |
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| Rechtsform | nicht rechtsfähige Stiftung |
| Tätigkeitsbereich | wissenschaftliche Begleitung des Finanzstandorts Frankfurt |
| Gründungsdatum | 2008 |
| Hauptsitz | Frankfurt am Main, Goethe-Universität |
| Lobbybüro | |
| Lobbybüro EU | <text> |
| Webadresse | www.hof.uni-frankfurt.de |
Kurzdarstellung und Geschichte
Das House of Finance ist im Jahr 2008 vom Land Hessen und Unternehmen der Finanzwirtschaft als Public Private Partnership gegründet worden, um den Finanzstandort Frankfurt mit seinen Banken, Versicherungen sowie Investment- und Kaptitalanlagegesellschaften wissenschaftlich zu begleiten. Verwalterin des House of Finance als nicht-rechtsfähiger Stiftung ist die Goethe-Universität Frankfurt, die ihre Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen zu Finanzen, Geld und Währung sowie Recht der Unternehmen im House of Finance zusammengefasst hat. Dieses wird sowohl aus Mitteln der Goethe-Universität als auch von Unternehmen der Finanzwirtschaft, Stiftungen und Einzelpersonen finanziert.[1]
Quelle: Broschüre House of Finance, Webseite Uni Frankfurt, abgerufen am 1. September 2013
Im House of Finance sind die folgenden Einrichtungen untergebracht[2]:
- Exzellenzzentrum Sustainable Architecture for Finance in Europe (SAFE)
- Center for Financial Studies
- E-Finance Lab (EFL)
- Goethe Business School (GBS)
- Graduate School of Economics, Finance and Management (GSEFM)
- Institute for Law and Finance (ILF)
- Institute for Monetary and Financial Stability (IMFS)
- International Center for Insurance Regulation (ICIR)
Quelle: Broschüre House of Finance, Webseite Uni Frankfurt, abgerufen am 1. September 2013
House of Finance-Stiftung
Im Frühjahr 2011 hat die Goethe-Universität eine Stiftung zur Förderung der Grundlagenforschung und Weiterbildung im House of Finance geschaffen. Die Anschubfinanzierung in Höhe von 21 Mio. Euro wurde getragen von einer Reihe namhafter Banken wie etwa Deutsche Bank, Dekabank, DZ BANK, Landesbank Hessen-Thüringen und Bankhaus Metzeler sowie dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.[3] Über die Verwendung der Fördermittel entscheidet ein fünfköpfiger Stiftungsbeirat.[4]
Zur Stiftungsprofessur wird in § 1 des Stiftungskodex folgendes ausgeführt: Der (die) Stifter(in) unterstützt normalerweise durch Einrichtung einer Stiftungsprofessur von der Universität beschlossene, mittel- oder langfristig angelegte Strukturmaßnahmen und erwartet in der Regel, dass die einzurichtende Professur seinen(ihren) Namen trägt. Als Zuwendung gilt auch das Sponsering. Wesensmerkmal des Sponsorings ist die in einem Vertrag festgelegte ziel- und projektbezogene Zusammenarbeit zwischen Sponsor(in) und Goethe-Universität mit dem Ziel, eine kommunikative, die eigenen Marketingziele unterstützende Gegenleistung zu erhalten (Verbesserung des Unternehmensimages, Nennung des Labels, Platzierung des Logos etc.).
Einfluss auf die Regulierung der Finanzmärkte
Die Finanzwirtschaft kann die Ausrichtung des House of Finance über die Mitwirkung in deren Gremien und finanzielle Zuwendungen steuern oder zumindest mit beeinflussen. Der Vorsitzende des Kuratoriums, Otmar Issing, ist Botschafter der Arbeitgeber-Lobby Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und Berater von Goldman Sachs. Bei diesen Strukturen ist es der Finanzwirtschaft möglich, über die ihr nahestehenden Repräsentanten des House of Finance in einer Vielzahl politischer Gremien Einfluss auf die Regulierung der Finanzmärkte zu nehmen. Ihren politischen Einfluss beschreibt das House of Finance in der von ihr herausgegebenen Broschüre wie folgt:
"Das House of Finance ist als kompetenter wissenschaftlicher Ansprechpartner für politische Institutionen, Regulierungsbehörden, internationale Organisationen und darüber hinaus auch für Unternehmen gefragt. Seine Wissenschaftler sitzen in zahlreichen prominenten Beiräten und Aufsichtsorganen wie z. B. der Expertengruppe Neue Finanzmarktarchitektur der Bundesregierung („Issing-Kommission“), den Wissenschaftlichen Beiräten des European Systemic Risk Board, der europäischen Versicherungs- und Wertpapieraufsichtsbehörden (eioPa und esMa) sowie des Bundesfinanz- und -Wirtschaftsministeriums, dem Monetary Expert Panel des EU-Parlaments, dem Börsenrat der Deutsche Börse sowie dem Fachbeirat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin)."
Quelle: [5]
Organisationsstruktur und Personal
Mitglieder, Mitgliederorganisationen (Verbände); Organisationsstruktur, Rechtsform, zentrale Entscheidungsgremien, Sitz und Lobbybüros der Organisation; wichtige Personen (aktuell und ehemalig), z.B. Präsidium oder Cheflobbyisten (in Berlin/Brüssel)
Verbindungen
Mitgliedschaften in anderen Organisationen, Kooperationen o.ä.
Finanzen
Finanzierung, Ressourcen, Geldgeber, Kunden
Lobbystrategien und Einfluss
Ziele, Interessen, Ausrichtung (national vs. europ/internat.), Politkfelder; erkennbare Konstanten, Einflussstrategien; Abschätzung des Einflusses; Wichtigkeit des Akteurs
Fallstudien und Kritik
genauere Recherchen zu einzelnen Lobbyprojekten, Kampagnen
Weiterführende Informationen
- …
Einzelnachweise
- ↑ Stiftung Banken fördern House of Finance mit 21 Mio. Euro, Financial Times Deutschland online vom 28. 3. 2011, Webseite Financial Times Deutschland, abgerufen am 1. September 2013
- ↑ Webseite House of Finance, abgerufen am 15. August 2013
- ↑ Goethe-Universität gründet "House of Finance-Stiftung", News Goethe-Universität vom 24. März 2011, Webseite Goethe-Universität Frankfurt, abgerufen am 1. September 2013
- ↑ House of Finance-Stiftung, Webseite House of Finance, abgerufen am 15. August 2013
- ↑ Broschüre House of Finance, S. 33, Webseite House of Finance, abgerufen am 16. August 2013