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von Max Bank

Europäische Zentralbank

Europäische Zentralbank EZB
Hauptsitz Frankfurt a.M.
Gründung 1. Juni 1998
Tätigkeitsbereich
Mitarbeiter
Etat
Webadresse www.ecb.int


Kurzdarstellung

Aufgaben

Die grundlegende Aufgaben der EZB sind:

  • die Geldpolitik des Euro-Währungsgebiets: Den Banken Geld zu leihen (mit Wertpapieren als Sicherheit) und dadurch die Geldmenge und Inflation zu steuern. Den Leitzins festlegen.
  • Devisengeschäfte durchzuführen
  • die Währungsreserven der Mitgliedstaaten zu verwalten
  • das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme zu fördern
  • wirtschaftliche Statistiken über den Euroraum zu erstellen
  • die Banken zu beaufsichtigen

Quelle: [1].


Ziele der Geldpolitik im Lissabon-Vertrag

Nach Art. 2 Protokoll 4 des Anhanges zum Lissabon Vertrages ist das vorrangige Ziel der EZB, die Preisstabilität zu gewährleisten. Zwar soll sie auch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in der Union unterstützen, darf dies aber nur, sofern dadurch nicht Preisstabilität beeinträchtigt wird.

Ratingagenturen und die Geldpolitik

Die Wertpapiere, welche die EZB von den Banken als Sicherheit nimmt, werden nach den Ratings der Ratingagenturen, bewertet. D.h. wenn die Staatsanleihen von den Ratingagenturen niedriger bewertet werden, werden sie von der EZB nur noch mit Abschlägen als Sicherheit für die Vergabe von Geld an die Banken akzeptiert[2].

Organisationsstruktur und Personal

Direktorium

Mario Draghi Präsident der EZB 2002-2005 Managing Director und stellv. Vorsitzender von Goldman Sachs International[3]
Vítor Constâncio Vizepräsident der EZB
Benoît Cœuré Direktoriumsmitglied Cœuré arbeitete für das nationale statistische Amt Frankreichs (INSEE) und war Direktor der Agence France Trésor, die Gelder und Schulden des französischen Staates verwaltet.
Sabine Lautenschläger Direktoriumsmitglied Seit 2008 Mitglied im Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) [4]
Yves Mersch Direktoriumsmitglied 1998-2012 Präsident der Zentralbank von Luxemburg
Peter Praet Direktoriumsmitglied,

EZB-Chefvolkswirt

2000-2011 Mitglied des Direktoriums der belgischen Nationalbank

(Stand: März 2015) Quelle: [5]


ehem. Mitglied des EZB-Direktoriums:


EZB-Rat

Der Europäische Zentralbankrat ist das wichtigste Beschlussorgan der EZB. Er umfasst:

  • die sechs Mitglieder des Direktoriums sowie
  • die Präsidenten der nationalen Zentralbanken der 17 Eurostaaten.



Kritik an den als von der EZB als Sicherheiten angenommenen Wertpapieren

Nach einer Studie des DGB hat die EZB von 1999 (unter 10%) bis zum Jahre 2010 (über 60 %) immer mehr toxische Papiere als Sicherheiten bei den Wertpapieren akzeptiert. Wohingegen der Anteil von Staatspapieren und ähnlichem von ca 50 % auf unter 20 % gefallen ist. Daher wurde teilweise der Vorwurf erhoben, dass die Banken über die EZB mit "nicht marktfähigen Sicherheiten" an "billiges Geld" gekommen seien.[6]

Seitenwechsel


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Einzelnachweise

  1. ↑ Aufgabenbeschreibung auf der Webseite der EZB, ecb.europa.eu, abgerufen am 29.04.2014
  2. ↑ Lucas Zeise, Das Ende der Party, 2008, PapyRossa Verlag, S. 162
  3. ↑ CV Draghi, ecb.europa.eu, aufgerufen am 29.04.2014
  4. ↑ CV Sabine Lautenschläger, abgerufen am 13.03.2015
  5. ↑ Das Direktorium Webseite EZB, abgerufen am 29.04.2014
  6. ↑ Krise in Europa EZB im Dienste der Banken, nicht der Staaten, wirtschaftspolitik – standpunkte 03|2011 , arbeiterkammer wien
  7. ↑ Kanzlerin beruft Issings Expertengruppe Spiegel-online, 28. Oktober 2008, abgerufen am 14.05.2010