| Zeile 25: | Zeile 25: | ||
* 2002 - 2005 [[Investmentbank]] [[Rothschild]] Managing Director als Co-Sprecher der Geschäftsleitung in Deutschland | * 2002 - 2005 [[Investmentbank]] [[Rothschild]] Managing Director als Co-Sprecher der Geschäftsleitung in Deutschland | ||
* 1992 - 2002 Mitglied der Geschäftsleitung von [[JP Morgan]], Frankfurt am Main und London | * 1992 - 2002 Mitglied der Geschäftsleitung von [[JP Morgan]], Frankfurt am Main und London | ||
* 1987 - 1991 Deutsche Bank, Zentrale Frankfurt am Main (Prokurist) | * 1987 - 1991 Deutsche Bank, Zentrale Frankfurt am Main (Prokurist)<ref>[http://www.bundesbank.de/aufgaben/aufgaben_vorstand_dombret.php Vorstand der Deutschen Bundesbank], Website der Bundesbank, abgerufen am 27.10.2010</ref> | ||
===Karriereknicke: Kein Fusions-Chef, keine KfW=== | ===Karriereknicke: Kein Fusions-Chef, keine KfW=== | ||
Version vom 15. März 2011, 11:19 Uhr
Andreas Raymond Dombret (* 16. Januar 1960 in den USA), Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, ehemals hochrangiger Bank-Manager, CDU-Mitglied
Ab dem 1. Mai 2010 war er als Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank zuständig für Finanzstabilität, Märkte und Statistik; ab 1. Dezember 2010 für Finanzstabilität, Statistik und Risiko-Controlling.
Dombret war zuvor hochrangiger Manager der Bank of America des damals - gemessen an der Marktkapitalisierung - zweitgrößten Finanzunternehmens der Welt. Die Bank of America übernahm 2008 die bankrotte Investmentbank Merrill Lynch. Dombret hat die Übernahme maßgeblich betreut.[1] [2]
Dow Jones schreibt weiter: "In der aktuellen Zusammensetzung des Bundesbank-Vorstands wäre Dombret der einzige, der Erfahrungen aus der Welt der Geschäftsbanken mitbrächte."[3]
Dombret gilt als Experte für Fusionen und Aufkäufe (Mergers + Aquisitions), einem Thema, in dem er promoviert hat und zu dem er Vorlesungen abhielt. Außerdem lehrte er im Bereich Investmentbanking.
Kritik
Während die Wirtschaftspresse in Deutschland Dombrets Wechsel in den Bundesbank-Vorstand fast einhellig begrüßte, weil die Regulierungsbehörde sich dadurch personellen Sachverstand eingekauft habe, kritisierte LobbyControl, dass die Unabhängigkeit staatlicher Behörden durch eine enge personelle Verflechtung mit der Finanzlobby durch Seitenwechsel wie diesen zusehends verschwunden sei.
"Hier wird ein Mitverursacher der Welt-Finanzkrise in jene Behörde gehievt, welche in Zukunft die Hoheit über die deutsche Bankenaufsicht haben wird."[4]
Karriere
- seit Mai 2010 Mitglied der Börsensachverständigenkommission des Bundesministeriums der Finanzen (BMF)
- seit Mai 2010 Ständiger Gast beim Zentralen Kapitalmarktausschuss
- seit 1. Mai 2010 Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank zuständig für die Bereiche Finanzstabilität, Märkte und Statistik
- 2009 - 2010 Lehrtätigkeit an der European Business School in Oestrich-Winkel
- 2005 - 2009 Bank of America in den Funktionen Vice Chairman Europa und Vorsitzender der Geschäftsleitung für Deutschland, Österreich und die Schweiz (30. September 2009 ausgeschieden)
- 2002 - 2005 Investmentbank Rothschild Managing Director als Co-Sprecher der Geschäftsleitung in Deutschland
- 1992 - 2002 Mitglied der Geschäftsleitung von JP Morgan, Frankfurt am Main und London
- 1987 - 1991 Deutsche Bank, Zentrale Frankfurt am Main (Prokurist)[5]
Karriereknicke: Kein Fusions-Chef, keine KfW
Nachdem die Übernahme von Merrill Lynch im Jahr 2009 vollzogen war[6] wurde das Deutschlandgeschäft des gemeinschaftlichen Instituts beider Banken nicht Andreas Dombret übertragen, sondern dem Amerikaner Hugh Sullivan. Im Mai 2008 hatte sich Dombret bereits erfolglos um den Chefposten der staatlichen deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau beworben.[7]
Netzwerke und Verbindungen
Dombret ist Mitglied der CDU und hat gute Beziehungen zum hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. Peer Steinbrück soll ihn bei seiner Bewerbung um den Chefposten der staatlichen KfW Bankengruppe unterstützt haben.[8]
Wikipedia-Einträge ohne Quellen
Nach Angaben von Wikipedia aus dem Jahr 2010 soll Dombret in diverse Vereinigungen, Netzwerke und Elite-Zirkel eingebunden gewesen sein. Achtung: Diese Angaben sind bzw. waren ohne Quellen und wurden teilweise - ohne Begründung - aus der Enzyklopädie gelöscht. Sie sind daher mit Vorsicht zu genießen, müssen aber nicht falsch sein. Genannt wurden das Center for Financial Studies an der Universität Frankfurt (Kuratoriums- bzw. Beiratsmitglied), der Konvent für Deutschland, die Atlantikbrücke (u.a. als Schatzmeister), der Förderverein der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, der Vereins für Bankberufsbildung im Bankenverband, das Euroforum, die Österreichische Bankwissenschaftlichen Gesellschaft. Weiter soll er Mitglied des Auslandbankenausschusses im Bankenverband gewesen sein, sowie des Ausschusses für Government Relations und Corporate and Business Law der American Chamber of Commerce in Deutschland, des Vorstandes des Deutschen Aktieninstitutes und des Alumninetzwerkes der Deutschen Bank "Deutsche Alumni" sowie Mitherausgeber der “Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen” [9]. Im Wikipedia-Eintrag vom 4. Dezember 2010 wird er darüber hinaus Mitglied der Börsensachverständigenkommission des Bundesministeriums für Finanzen aufgeführt [10]
weiterführende Informationen
Einzelnachweise
- ↑ Investmentbanker vom Fach financial times deutschland, 11. März 2010, abgerufen am 2. Juli 2010.
- ↑ englischer Wikipedia-Eintrag Bank of America, abgerufen am 12 März 2010
- ↑ Dombret soll Nachfolger von Kotz im Bundesbank-Vorstand werden', Dow Jones Deutschland, 12 März 2010
- ↑ Investment-Banker Dombret entert Bundesbank, lobbycontrol.de vom 12. März 2010, abgerufen am 2. Juli 2010.
- ↑ Vorstand der Deutschen Bundesbank, Website der Bundesbank, abgerufen am 27.10.2010
- ↑ Investmentbanker vom Fach, Financial Times Deutschland, 11. März 2010.
- ↑ Andreas Dombrets doppelte Niederlage, Handelsblatt vom 07. Mai 2009, abgerufen am 17. Juni 2011
- ↑ Andreas Dombrets doppelte Niederlage, Handelsblatt-online vom 07.05.2009, abgerufen am 27.10.2010
- ↑ Wikipedia-Artikel Andreas Raymond Dombret, wikipedia vom 12. März 2010, abgerufen am 17. Januar 2011
- ↑ Wikipedia-Artikel Andreas Dombret, wikipedia vom 4. Dezember 2010, abgerufen am 17. Januar 2011
