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Margareta Wolf

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Margareta Wolf (*26. Mai 1957 in Lennestadt-Meggen), ehemalige Politikerin der Grünen, war Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin. Als Konsequenz aus den internen Streitigkeiten im Bezug auf die Atomdebatte, erklärte Wolf 2008 ihren Austritt aus der Partei und wechselte hauptberuflich zur Beratungsfirma Deekeling Arndt Advisors (DAA), welche u.a. die Interessen der Atomlobby unterstützt.

Karriere

  • 07/2008 Austritt aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen
  • 01/2008 Niederlegung ihres Bundestagsmandats
  • 12/2007 Unternehmensberaterin bei der Strategie- und Beratungsagentur Deekeling Arndt Advisors (DAA)
  • 01/2003-06/2006 Aufsichtsrätin bei der Deutschen Bahn AG
  • 2002-2005 Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium unter Trittin
  • 2001-2002 Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium
  • bis 1994 politischen Geschäftsführerin des Grünen-Landesverbands Hessen
  • 1980 Gründungsmitglied der Partei Die Grünen

Verbindungen / Netzwerke

Frau Wolf ist seit dem 1. Dezember 2007 Senior Advisor bei der Strategie- und Beratungsagentur Deekeling Arndt Advisors. Dort berät die ehemalige parlamentarische Staatssekretärin des Wirtschafts- sowie Umweltministeriums Unternehmen in wirtschafts- und umweltpolitischen Fragen. Parallel dazu war Frau Wolf noch bis zum 4.Januar 2008 Mitglied des Bundestages. Laut dem Unternehmen, sind die Entwicklung von Kommunikationsstrategien im politischen Raum sowie die politische Vernetzungsarbeit einer der wichtigsten Aufgaben von Frau Wolf.[1]

Wirken

Frau Wolf war bei ihrer eigenen Partei in Kritik geraten, weil sie als Mitarbeiterin der Kommunikationsberatung DAA, die auch für den Informationskreis Kernenergie tätig ist, die Interessen der Atomlobby unterstütze. Das Ziel des Informationskreises, zu dem auch die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke gehören, ist u. a. die Verbesserung der Stimmung für eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten.[2] Die Grünen forderten Wolf auf, ihre Arbeit für die Atomlobby zu beenden. Die Grünen-Landesarbeitsgemeinschaft Energie Berlin-Brandenburg forderte sogar den Parteivorstand auf, gegen Wolf ein Parteiausschlussverfahren einzuleiten. Ihren Austritt aus der Partei begründetet Wolf denn auch damit, dass sie nicht Mitglied einer Partei sein könne, die sich anmaße, ihre berufliche Tätigkeit moralisch zu bewerten.[3]

Zitate

„Ich bin seit dem 4.Januar 2008 nicht mehr Mitglied des Deutschen Bundestages, ich habe kein politisches Amt inne, ich bin trotzdem eine politische Person, aber eine Privatperson.”[4]

Weiterführende Informationen


Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

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Einzelnachweise

  1. "Wolfs Profil bei DAA", abgerufen am 02.09.10
  2. "Ex-Grüne Wolf arbeitet jetzt für Atom-Lobby", Artikel vom 17.05.08, abgerufen am 02.09.10
  3. "Margareta Wolf verlässt die Grünen", Artikel aus der FAZ vom , abgerufen am 02.09.10
  4. Welt online, Artikel vom 14.07.08, abgerufen am 02.09.10