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Günter Ederer

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Günter Ederer (*1941 in Fulda), Filmproduzent und Wirtschaftsjournalist, vertritt neoliberale Positionen und unterstützt die Leugner des Klimawandels publizistisch. Vom Umweltbundesamt wird er in einer Broschüre als einer der deutschen Journalisten aufgeführt, die Beiträge verfassen, die nicht mit den Kenntnissen der Klimawissenschaft übereinstimmen.[1] Ederer war ursprünglich einer der Unterstützer der Alternative für Deutschland (AfD) und bis Juni 2017 Mitglied des Kuratoriums der Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft und Mitglied der Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft. Er trat aus beiden Organisationen aus Protest gegen deren Annäherung an AfD-Positionen aus. [2] Seine Filme ließ er sich teilweise von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) finanzieren[3][4], die Ederer-Filme auf ihren Veranstaltungen zeigt.[5] In der "Fuldaer Zeitung" schreibt er regelmäßig die Kolumne "Was Ludwig Erhard dazu sagen würde".

Karriere

Seinen beruflichen Werdegang beschreibt Ederer auf seiner Homepage (abgerufen am 21. 10. 2015) wie folgt:

"Nach sei­nen Lehr­jah­ren bei Tages- und Wochen­zei­tun­gen fand er früh den Weg zum Fernsehen. Zuerst drei Jahre beim Süd­west­funk Baden-Baden, dann ab 1969 beim ZDF, wo er ab 1971 die renom­mierte Wirt­schafts­sen­dung “Bilanz” mit­ge­stal­tete. Von 1984 an berich­tete er als Fern­ost­kor­re­spon­dent des ZDF sechs Jahre aus Tokyo über die Umbrü­che in Asien. 1990 hat sich Gün­ter Ede­rer gemein­sam mit sei­ner Frau Anke selbst­stän­dig gemacht. Als Film­pro­du­zent und Wirt­schafts­pu­bli­zist hat er mitt­ler­weile in 62 Län­dern Filme produziert".

Wirken

Leugner des Klimawandels und Gegner jeglicher Klimapolitik

Unter Berufung auf den "vielfach ausgezeichneten" US-Wissenschaftler Fred Singer leugnet Ederer in seinem Essay "Die große Luftnummer" vom 5. Juli 2011 in der "Welt", dass CO2 das Klima beinflusst.[6] Für ihn gibt es keinen menschengemachten Klimawandel. Die Bepreisung von Co2 habe mit Energiewende und Umweltschutz nichts zu tun. Sie führe nur zu mehr Bürokratie ("babylonischer Turmbau") und zur Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Länder.

Ederer verschweigt, dass Singer seit Jahren an Kampagnen der Industrie und von dieser finanzierten Denkfabriken mitwirkt, die gezielt Unsicherheit über die schädlichen Auswirkungen des Rauchens und den Stand der Klimaforschung verbreiten.[7][8] Das Heartland Institute, das sich durch eine solche Kampagnenarbeit finanziert, zahlte laut einem internen Papier 5.000 Dollar pro Monat an Fred Singer.[9] [10] Auch von den Ölkonzernen ExxonMobil, Shell und Texaco ließ sich Singer bezahlen.[11] Singer ist Mitbegründer der Vereine "Science and Environment Policy Project" und "Nongovernmental International Panel on Climate Change" (NIPCC), deren erklärtes Ziel es ist, den Weltklimarat in Verruf zu bringen. Auch das NIPCC wird vom Heartland Institute gesponsert.

Gegen einen Bericht von Ederer in "Report München", in dem dieser Fred Singer zweimal zu Wort kommen ließ, ohne dessen Verbindungen zur Ölindustrie zu erwähnen, hat LobbyControl bereits in einem Schreiben vom 13. Juli 2007 an den Bayerischen Rundfunk protestiert.[12]

Verbindungen und Netzwerke

Zitate

Weiterführende Informationen

Biographie auf seiner Homepage


Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

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Einzelnachweise

  1. Broschüre "Und sie erwärmt sich doch", S. 112, Webseite Umweltbundesamt, abgerufen am 21. 10. 2015
  2. Die Hayek-Gesellschaft - „Mistbeet der AfD“?, sueddeutsche.de vom 14.07.2017, abgerufen am 17.07.2017
  3. Report München führt Zuschauer in die Irre, LobbyControl vom 13. Juli 2007, Website LobbyControl, abgerufen am 9. Mai 2012
  4. Volker Lilienthal: Drittmittelfernsehen Der HR, Günter Ederer und die deutsche Wirtschaft, epd medien Nr. 37, 14. Mai 2003, web.archive.org
  5. Pressemeldung vom 22. April 2007: Loewe, Bionade, Rodenstock, Webseite INSM, abgerufen am 21. 10. 2015
  6. Günter Ederer: Die große Luftnummer, Die Welt vom 5. Juli 2011, Homepage Ederer, abgerufen am 21. 10. 2015
  7. Cordula Meyer: Die Wissenschaft als Feind, Der Spiegel vom 4. Oktober 2010, Webseite abgerufen am 21. 10. 2015
  8. Kleine Anfrage von Abgeordneten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 3. November 2010, Webseite Deutscher Bundestag, abgerufen am 21. 10. 2015
  9. Anita Blasberg und Kerstin Kohlenberg: Die Klimakrieger, ZEIT online vom 22. November 2012, abgerufen am 21. 1.0. 2015
  10. Marissa Erbich: US-Konzerne spenden an Klimaskeptiker, 22. 02. 2012, Webseite Greenpeace, abgerufen am 21. 1o. 2015
  11. Anita Blasberg und Kerstin Kohlenberg: Die Klimakrieger, ZEIT online vom 22. November 2012, abgerufen am 21. 1.0. 2015
  12. Schreiben LobbControl vom 13. 07. 2007, Webseite LobbyControl, abgerufen am 23. 10. 2015