| Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie | |
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| Hauptsitz | Sekretariat im BMWi: Referat I A 1, 11019 Berlin |
| Gründung | 23. Januar 1948 |
| Tätigkeitsbereich | |
| Mitarbeiter | |
| Etat | |
| Webadresse | (keine eigene) |
Aufgabe des Beirats ist es, den Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) unabhängig in allen Fragen der Wirtschaftspolitik zu beraten.[1]
Fallstudien und Kritik
2018: Sozialen Wohnungsbau zurückfahren
Ein in Auftrag gegebenes Gutachten "Soziale Wohnungspolitik" zur aktuellen Mietsteigerungsproblematik kommt zum Schluss, dass der soziale Wohnungsbau zurückgefahren werden und die Mietpreisbremse ersatzlos gestrichen werden soll. Vielmehr solle das Wohngeld erhöht werden. Einer der Autoren, Friedrich Breyer, sagt: "Nur der Marktmechanismus schafft es, dieses Verteilungsproblem oder das Knappheitsproblem zu lösen. Alle Maßnahmen, mit denen man die Preissteigerungen verhindert, lösen ja das Verteilungsproblem nicht". Auf der Vorschlagliste des Gutachten steht auch die Einführung einer Bodensteuer statt der bestehenden Grundsteuer.[2]
2012: Altersarmut derzeit kein Problem
Der Beirat stellt in einem veröffentlichten Gutachten fest, dass es im Bereich der Altersarmut keinen Handlungsbedarf gibt, denn Armut im Alter gebe es in Deutschland noch vergleichsweise selten. Wirklich arm sei man nur dann, wenn man auch auf Grundsicherung angewiesen ist – und das betreffe derzeit nur 2,6 % der Menschen über 65. Auch der Anteil der armutsgefährdeten Alten liege mit 15,3 % unter der durchschnittlichen Armutsgefährdung der Gesamtbevölkerung, die bei 20 % liege.
Das Fazit der Ökonomenrunde: Sollte die Altersarmut in Zukunft steigen, dann liege das nicht an den Rentenreformen der Vergangenheit, die ja faktisch Rentenkürzungen sind. Vielmehr nehme Altersarmut zu, "wenn Arbeitnehmer die notwendigen Anpassungen an neue Rahmenbedingungen (späterer Renteneintritt und eigene Sparanstrengungen) versäumen".
[3], [4]
2012: Beirat lehnt Mindestlohn ab
Der Wissenschaftliche Beirat des BMWi hat sich in einem Bericht gegen die Einführung eines gesetzlichen flächendeckenden Mindestlohns ausgesprochen. Als Begründung nannte er, dass ein solcher Mindestlohn zum Gegenstand politischer Auseinandersetzungen und zum Spielball politischer Interessen würde.[5]
Organisationsstruktur und Personal
Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats:
| Name | Weitere Funktionen |
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| Hans Gersbach (Vorsitzender) |
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| Christina Gathmann (Stellv. Vorsitzende) |
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| Stefan Bechtold |
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| Charles B. Blankart |
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| Axel Börsch-Supan |
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| Claudia M. Buch (ruhende Mitgliedschaft) |
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| Christoph Engel |
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| Gabriel Felbermayr |
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| Wolfgang Franz |
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| Marcel Fratzscher |
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| Martin Hellwig |
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| Otmar Issing |
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| Günter Knieps |
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| Wernhard Möschel |
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| Hans-Werner Sinn |
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| Roland Vaubel |
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| Carl Christian von Weizsäcker |
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| Achim Wambach (ruhende Mitgliedschaft) |
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| Christian Watrin |
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| Weitere Mitglieder: Hermann Albeck, Peter Bernholz, Norbert Berthold, Knut Borchardt, Friedrich Breyer, Armin Falk, Dietmar Harhoff, Roman Inderst, Eckhard Janeba, Axel Ockenfels, Regina T. Riphahn, Albrecht Ritschl, Klaus Schmidt, Monika Schnitzer, Olaf Sievert, Jürgen von Hagen, Eberhard Wille (ruhende Mitgliedschaft), Ludger Wößmann | |
(Stand: Mai 2018) Quelle: [6]
Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

Einzelnachweise
- ↑ Wissenschaftlicher Beirat BMWi-Webseite, abgerufen am 04.05.2018
- ↑ Regierungsberater: Sozialen Wohnungsbau zurückfahren Deutschlandfunk vom 23.08.2018, abgerufen am 24.08.2018
- ↑ Altersarmut? Selber schuld! telepolis vom 19.12.2012, abgerufen am 19.12.2012
- ↑ PM: Wissenschaftlicher Beirat beim BMWi: Altersarmut derzeit kein Problem Webseite BMWi, abgerufen am 19.12.2012
- ↑ Mindestlohn als Spielball politischer Interessen dradio.de vom 23.08.2012, abgerufen am 18.09.2012
- ↑ Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats Webseite BMWi, abgerufen am 04.05.2018