European Centre for International Political Economy: Unterschied zwischen den Versionen
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| European Centre for International Political Economy (ECIPE) | |
|---|---|
| Rechtsform | Frivillig organisation |
| Tätigkeitsbereich | Europäischer Think Tank |
| Gründungsdatum | 2006 |
| Hauptsitz | Stockholm, Sweden |
| Lobbybüro | |
| Lobbybüro EU | Rue Belliard 4-6, Brüssel |
| Webadresse | ecipe.org |
Das European Centre for International Political Economy (ECIPE) ist ein neoliberaler Think Tank, der Politikforschung zur internationalen Wirtschafts- und Handelspolitik mit europäischer Relevanz betreibt. Er setzt sich für weltweiten Freihandel ein und unterstützt den Abbau von tarifären und nicht-tarifären Handelsbarrieren für den internationalen Austausch von Gütern, Dienstleistungen, Personen und Kapital.
EPICE wird von der Confederation of Swedish Enterprise und der von ihr gegründeten Swedish Free Enterprise Foundation finanziert. Letztere ist auch Finanzier der folgenden Organisationen: Denkfabrik Timbro, Stockholm Free World Forum und Denkfabrik EPICENTER, dem auch die deutsche Denkfabrik Prometheus angehört.
Die Confederation of Swedish Enterprise ist Initiator und einziger Finanzier der im November 2023 gegründeten Initiative Europe Unlocked, die Kampagnen für eine stärkere Fokussierung der neuen EU-Präsidentschaft auf die Wettbewerbsfähigkeit organisiert.[1] An den Kampagnen beteiligen sich auch deutsche Lobbyorganisationen.[2][3]
Inhaltsverzeichnis
Lobbystrategien und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
ECIPE veröffentlicht regelmäßig forschungsorientierte Studien und Publikationen, in denen es die Vorteile internationaler Freihandelsabkommen betont. Somit versucht ECIPE gezielt Einfluss auf die politische und öffentliche Debatte zu nehmen und diese zur Befürwortung einer umfassenden Marktliberalisierung zu bewegen.
Themenfelder und Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Aktive Beeinflussung der WTO Welthandelsrunden (GATT)
- Trans-pazifisches Partnerschaftsabkommen (TPP)
- Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP)
- EU-China Handelsbeziehungen
- weitere groß angelegte bilaterale Handelsabkommen (FTAs) mit Australien, Neu Seeland und Brunei
Quelle:[4]
ProgrammeForschungsprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Es gibt die folgenden Programme:
Das Five Freedoms Project
Das Five Freedoms Project ist ein Netzwerk unterschiedlicher Think Tanks und Forschungsgruppen in der gesamten EU und dient als Plattform für den Austausch von Informationen und Ideen. Diskutiert wird unter anderem, auf welche Weise der Europäische Binnenmarkt umfassend reformiert und in diesem Zuge weiter liberalisiert werden kann. Zu den aktuell 4 Freiheiten des Binnenmarktes soll eine 5. hinzukommen: der Transfer von digitalen Daten.[5] Geschäftsführer des Projekts ist ECIPE-Direktor Fredrik Erixon. Der Projektleiter und Vorsitzende des Beirats, Jacob Wallenberg, ist u.a. Präsident und Vorsitzender der Confederation of Swedish Enterprise. Mitglied des Beirats ist weiterhin der libertäre Milliardär und Trump-Förderer Peter Thiel.
Das Korea Project
Korea als neuer Wachstumsmotor des internationalen Handels und Zentrum kultureller Diversität soll zum Vorbild für die Staaten Europas werden, wie sie mit neuen Konzepten der aktuellen Verunsicherung auf den europäischen Märkten entgegenwirken und und eine lebhaftere Wirtschaftskultur entwickeln können. Aus langfristiger Perspektive gilt die Implementierung eines europäisch-koreanischen Freihandelsabkommens als wahrscheinlich.[6]
Aktivitäten in Brüssel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im europäischen Transparenzregister gibt EPICE an, 2024/25 ca. 450 Tsd. Euro für Lobbyarbeit auszugeben und 12,5 Lobbyist:innen (Vollzeitäquivalent) zu beschäftigen.[57] Das Gesamtbudget beträgt 980 Tsd. Euro. Die Treffen mit Mitgliedern der EU-Kommission sind im EU-Transparenzregister abrufbar.
Fallbeispiele und Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
2016: Angriffe gegen die Anti-TTIP/CETA-Bewegung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Mit einer im September 2016 veröffentlichten Studie „Pferd(e) und Reiter in den Protest-Kampagnen um TTIP in Deutschland und Europa“, äußert Autor Matthias Bauer, Senior Economist bei ECIPE, scharfe Kritik gegenüber der deutschen Medienberichterstattung hinsichtlich der Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Anhand datenbasierter Rechercheergebnisse könne nachgewiesen werden, dass die Deutungshoheit über CETA und TTIP in der deutschen Politik zu Gunsten der Abkommensgegner ungleich verteilt sei. Matthias Bauer spricht weiter von einer „professionell orchestrierten Desinformationskampagne, die bereits vor der Eröffnung der TTIP-Verhandlungen von langjährig supervernetzten Politikern und erfahrenen Kampagnenmanagern verschiedener zivilgesellschaftlicher, umweltpolitischer und kirchlicher Organisationen professionell in Gang gesetzt wurde.“
In polemischer Weise wird den politischen Parteien DIE LINKE, Grünen sowie der SPD unterstellt, insbesondere im Hinblick auf den Bundestagswahlkampf 2017 TTIP-Gegener zu mobilisieren und gemeinsam mit ihren Stiftungen in den vergangenen 3 Jahren „mehrere Millionen Euro in offensiv beworbene Protestkampagnen“ investiert zu haben. Dabei handele es sich um Aktionen, die sich „gegen moderne, diskriminierungsfreie und vor allem politisch bestimmte Globalisierungsregeln richteten."
Im selben Atemzug vergleicht Bauer die Anti-TTIP-Bewegung mit der rechtsgerichteten Pegida-Bewegung. Genau wie diese bedienten sich die Abkommensgegner einer selektiven und simplizifierenden Sprache. Diese diene dazu, „empirisch erwiesene Fakten mittels Spekulationen und gezielt verbreiteten Mythen“ zu verschleiern. In diesem Zusammenhang rät ECIPE, den Stimmen der Abkommenskritiker kein allzu großes Gehör zu schenken.[68]
Organisationsstruktur und Personal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Gründer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Frederik Erixon, Direktor:
- 2010 von der Financial Times als einer der 30 einflussreichsten Personen in Brüssel ausgezeichnet
- ehem. Berater der britischen Regierung und Chedökonom bei der schwedischen wirtschaftsliberalen Denkfabrik Timbro, die Mitglied von EPICENTER ist[79]
- Berater verschiedener Regierungen in und außerhalb von Europa
- arbeitete als Ökonom für die Weltbank und JP Morgan
- Professor an der Lee Kuan Yew School of Public Policy an der National University of Singapore
- Vorsitzender des Institute of Policy Studies in Sri Lanka
- Mitglied der Mont Pelerin Society
- Hayek-Medaillenträger 2011 der Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft
- Tätigkeiten als forschendes und beratendes Mitglied in verschiedenen Think Tanks in den USA, Europa, Asien und Afrika
Lenkungsausschuss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Vorsitzender des „Steering Committee“ ist Patrick Messerlin, em. Professor für Volkswirtschaft am Sciences Po in Paris und Politikberater
Kuratorium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Mitglieder des Kuratoriums sind hier abrufbar. Vorsitzende ist Maria Rankka, Vizepräsidentin von Business Development Takura/Stockholm, Mitglied der Trilateralen Kommission, ehem. CEO der Stockholmer Handelskammer, ehem. Geschäftsführerin der liberalen schwedischen Denkfabrik Timbro, die Mitglied von EPICENTER ist.
Beirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Mitglieder des Advisory Board sind hier abrufbar. Zu ihnen gehören:
- Claude Barfield, Direktorin beim American Enterprise Institute
- Christopher Roberts, Covington & Burlin/European Service Forum
- Brink Lindsey, Vizepräsidentin des Cato Institute
- Rolf J. Langhammer, ehem. Vizepräsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft
Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im europäischen Transparenzregister gibt EPICE an, 2024/25 ca. 450 Tsd. Euro für Lobbyarbeit auszugeben; das Gesamtbudget beträgt 980 Tsd. Euro.[810] Großspender sind: The Free Enterprise Foundation 250 Tsd. Euro, Confederation of Swedish Enterprise 120 Tsd. Euro. Die Swedish Free Enterprise Foundation ist 2003 von der Confederation of Swedish Enterprise (Dachverband von schwedischen Arbeitgeber- und Industrieverbänden) und dem "Näringslivets fond" (der Vorgängerorganisation der Swedish Free Enterprise Foundation) gegründet worden.[911][1012]
Kurzdarstellung und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
ECIPE wurde im Jahr 2006 von Razeen Sally und dem schwedischen Ökonom Frederik Erixon gegründet.
Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus[Quelltext bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Confederation of Swedish Enerprise, transpareny-register.europa, abgerufen am 23.08.2026
- ↑ Turning the Key: Unlocking European Competitiveness, svensktnaringsliv.se vom 31.10.2024, abgerufen am 23.08.2026
- ↑ Act now: Europe needs a competitiveness agenda, arbeitgeber.de vom 18.09.2025, abgerufen am 23.08.2026
- ↑ ECIPE-Research,ECIPE-Webseite, abgerufen am 07.10.2016
- ↑ Five Freedoms Project,ECIPE-Website, abgerufen am 07.10.2016
- ↑ Korea-Project,ECIPE-Website, abgerufen am 07.10.2016
- ↑ EPICE, lobbyfacts.eu vom 03.11.2025, abgerufen am 23.08.2026
- ↑ Esharp: External Action Time to challenge (German-based) anti-TTIP propaganda organisations, Matthias Bauer, September 2016, abgerufen am 12.10.2016
- ↑ Frederrik Erixon, martenscentre.eu, abgerufen am 23.08.2026
- ↑ [https://www.lobbyfacts.eu/datacard/european-centre-for-international-political-economy?rid=954230536257-09 EPICE|, lobbyfacts.eu vom 03.11.2025, abgerufen am 23.08.2026
- ↑ Stiftelsen Fritt Näringsliv, frittnaringsliv.se, abgerufen am 07.11.2016
- ↑ Therefore, the Confederation of Swedish Enterprise, svensktnaringsliv.se, abgerufen am 07.11.2016
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| Name = European Centre for International Political Economy (ECIPE)
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| Rechtsform = Frivillig organisation
| Tätigkeitsbereich = Europäischer Think Tank
| Gründungsdatum = 2006
| Hauptsitz = Stockholm, Sweden
| Lobbybüro =
| Lobbybüro EU = Rue Belliard 4-6, Brüssel
| Homepage = [https://ecipe.org/about-us/ ecipe.org]
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Das '''European Centre for International Political Economy (ECIPE)''' ist ein neoliberaler [[Think Tank]], der Politikforschung zur internationalen Wirtschafts- und Handelspolitik mit europäischer Relevanz betreibt. Er setzt sich für weltweiten Freihandel ein und unterstützt den Abbau von tarifären und nicht-tarifären Handelsbarrieren für den internationalen Austausch von Gütern, Dienstleistungen, Personen und Kapital.
EPICE wird von der Confederation of Swedish Enterprise und der von ihr gegründeten [https://frittnaringsliv.se/the-swedish-free-enterprise-foundation/ Swedish Free Enterprise Foundation] finanziert. Letztere ist auch Finanzier der folgenden Organisationen: Denkfabrik [https://timbro.se/in-english/ Timbro], [https://frivarld.se/about-us/mission/ Stockholm Free World Forum] und Denkfabrik [[EPICENTER]], dem auch die deutsche Denkfabrik [[Prometheus]] angehört.
Die Confederation of Swedish Enterprise ist Initiator und einziger Finanzier der im November 2023 gegründeten [https://pr.euractiv.com/?q=pr/new-business-initiative-forms-push-open-and-competitive-markets-eu-256691 Initiative Europe Unlocked], die Kampagnen für eine stärkere Fokussierung der neuen EU-Präsidentschaft auf die Wettbewerbsfähigkeit organisiert.<ref>[https://transparency-register.europa.eu/search-register-or-update/organisation-detail_de?id=39912257528-48 Confederation of Swedish Enerprise], transpareny-register.europa, abgerufen am 23.08.2026</ref> An den Kampagnen beteiligen sich auch deutsche Lobbyorganisationen.<ref>[https://www.svensktnaringsliv.se/bilder_och_dokument/fox3fx_europe-unlocked-call-to-actionpdf_1223327.html/Europe-Unlocked-Call-To-Action.pdf Turning the Key: Unlocking European Competitiveness], svensktnaringsliv.se vom 31.10.2024, abgerufen am 23.08.2026</ref><ref>[https://arbeitgeber.de/en/act-now-europe-needs-a-competitiveness-agenda/ Act now: Europe needs a competitiveness agenda], arbeitgeber.de vom 18.09.2025, abgerufen am 23.08.2026</ref>
== Lobbystrategien und Ziele ==
ECIPE veröffentlicht regelmäßig forschungsorientierte Studien und Publikationen, in denen es die Vorteile internationaler Freihandelsabkommen betont. Somit versucht ECIPE gezielt Einfluss auf die politische und öffentliche Debatte zu nehmen und diese zur Befürwortung einer umfassenden Marktliberalisierung zu bewegen.
=== Themenfelder und Aktivitäten ===
* Aktive Beeinflussung der WTO Welthandelsrunden (GATT)
* Trans-pazifisches Partnerschaftsabkommen (TPP)
* Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP)
* EU-China Handelsbeziehungen
* weitere groß angelegte bilaterale Handelsabkommen (FTAs) mit Australien, Neu Seeland und Brunei
Quelle:<ref>[http://ecipe.org/research/ ECIPE-Research],ECIPE-Webseite, abgerufen am 07.10.2016</ref>
=== Programme===
Es gibt die folgenden Programme:
*[https://ecipe.org/new-globalisation/ New Globalisation]
*[https://ecipe.org/bridging-frontlines/ Bridging Frontlines]
*[https://ecipe.org/uk-trade-policy-project/ UK Trade Policy Project]
*[https://ecipe.org/dte/ Digital Trade Esmitates Project]
*[https://ecipe.org/eu-mercosur-project/ EU-Mercosur Project]
*[https://ecipe.org/trade-and-ip-project/ Trade and IP Project] Unterstützer: Businesseurope, CropLife, cecimo, efpia, European Service Forum, EuropaBio, FESI
*[https://ecipe.org/five-freedoms/ Five Freedoms Project]
*[httpsForschungsprojekte ===
'''Das Five Freedoms Project'''
Das Five Freedoms Project ist ein Netzwerk unterschiedlicher Think Tanks und Forschungsgruppen in der gesamten EU und dient als Plattform für den Austausch von Informationen und Ideen. Diskutiert wird unter anderem, auf welche Weise der Europäische Binnenmarkt umfassend reformiert und in diesem Zuge weiter liberalisiert werden kann. Zu den aktuell 4 Freiheiten des Binnenmarktes soll eine 5. hinzukommen: der Transfer von digitalen Daten.<ref>[http://ecipe.org/five-freedoms/ Five Freedoms Project],ECIPE-Website, abgerufen am 07.10.2016</ref> Geschäftsführer des Projekts ist ECIPE-Direktor Fredrik Erixon. Der Projektleiter und Vorsitzende des Beirats, [https://www.investorab.com/about-investor/board-management/board-of-directors/jacob-wallenberg/ Jacob Wallenberg], ist u.a. Präsident und Vorsitzender der Confederation of Swedish Enterprise. Mitglied des Beirats ist weiterhin der libertäre Milliardär und Trump-Förderer Peter Thiel.
'''Das Korea Project'''
Korea als neuer Wachstumsmotor des internationalen Handels und Zentrum kultureller Diversität soll zum Vorbild für die Staaten Europas werden, wie sie mit neuen Konzepten der aktuellen Verunsicherung auf den europäischen Märkten entgegenwirken und und eine lebhaftere Wirtschaftskultur entwickeln können. Aus langfristiger Perspektive gilt die Implementierung eines europäisch-koreanischen Freihandelsabkommens als wahrscheinlich.<ref>[http://ecipe.org/korea-project/ Korea -Project]
,ECIPE-Website, abgerufen am 07.10.2016</ref>
==Aktivitäten in Brüssel==
Im europäischen Transparenzregister gibt EPICE an, 2024/25 ca. 450 Tsd. Euro für Lobbyarbeit auszugeben und 12,5 Lobbyist:innen (Vollzeitäquivalent) zu beschäftigen.<ref>[https://www.lobbyfacts.eu/datacard/european-centre-for-international-political-economy?rid=954230536257-09 EPICE], lobbyfacts.eu vom 03.11.2025, abgerufen am 23.08.2026</ref> Das Gesamtbudget beträgt 980 Tsd. Euro. Die Treffen mit Mitgliedern der EU-Kommission sind im EU-Transparenzregister abrufbar.
== Fallbeispiele und Kritik ==
=== 2016: Angriffe gegen die Anti-TTIP/CETA-Bewegung ===
Mit einer im September 2016 veröffentlichten Studie [http://ecipe.org/app/uploads/2016/09/2016_09_01_Pferde-und-Reiter-in-den-Protest-Kampagnen-um-TTIP-ECIPE-Policy-Brief_To_Go_rev-.pdf „Pferd(e) und Reiter in den Protest-Kampagnen um TTIP in Deutschland und Europa“], äußert Autor [[Matthias Bauer]], Senior Economist bei ECIPE, scharfe Kritik gegenüber der deutschen Medienberichterstattung hinsichtlich der Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Anhand datenbasierter Rechercheergebnisse könne nachgewiesen werden, dass die Deutungshoheit über CETA und TTIP in der deutschen Politik zu Gunsten der Abkommensgegner ungleich verteilt sei. Matthias Bauer spricht weiter von einer „professionell orchestrierten Desinformationskampagne, die bereits vor der Eröffnung der TTIP-Verhandlungen von langjährig supervernetzten Politikern und erfahrenen Kampagnenmanagern verschiedener zivilgesellschaftlicher, umweltpolitischer und kirchlicher Organisationen professionell in Gang gesetzt wurde.“
In polemischer Weise wird den politischen Parteien [[Die Linke|DIE LINKE]], [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]] sowie der [[SPD]] unterstellt, insbesondere im Hinblick auf den Bundestagswahlkampf 2017 TTIP-Gegener zu mobilisieren und gemeinsam mit ihren Stiftungen in den vergangenen 3 Jahren „mehrere Millionen Euro in offensiv beworbene Protestkampagnen“ investiert zu haben. Dabei handele es sich um Aktionen, die sich „gegen moderne, diskriminierungsfreie und vor allem politisch bestimmte Globalisierungsregeln richteten."
Im selben Atemzug vergleicht Bauer die Anti-TTIP-Bewegung mit der rechtsgerichteten Pegida-Bewegung. Genau wie diese bedienten sich die Abkommensgegner einer selektiven und simplizifierenden Sprache. Diese diene dazu, „empirisch erwiesene Fakten mittels Spekulationen und gezielt verbreiteten Mythen“ zu verschleiern. In diesem Zusammenhang rät ECIPE, den Stimmen der Abkommenskritiker kein allzu großes Gehör zu schenken.<ref>[http://esharp.eu/debates/external-action/time-to-challenge-german-based-anti-ttip-propaganda-organisations Esharp: External Action]
Time to challenge (German-based) anti-TTIP propaganda organisations, Matthias Bauer, September 2016, abgerufen am 12.10.2016</ref>
== Organisationsstruktur und Personal ==
===Gründer===
[https://www.bloomsbury.com/us/author/fredrik-erixon/ Frederik Erixon], Direktor:
* 2010 von der Financial Times als einer der 30 einflussreichsten Personen in Brüssel ausgezeichnet
* ehem. Berater der britischen Regierung und Chedökonom bei der schwedischen wirtschaftsliberalen Denkfabrik [https://timbro.se/in-english/ Timbro], die Mitglied von [[EPICENTER]] ist<ref>[https://www.martenscentre.eu/article-author/fredrik-erixon/ Frederrik Erixon], martenscentre.eu, abgerufen am 23.08.2026</ref>
* Berater verschiedener Regierungen in und außerhalb von Europa
* arbeitete als Ökonom für die [[Weltbank]] und [[JP Morgan]]
[https://ecipe.org/person/razeen-sally/ Razeen Sally, ehem. Direktor]:
* Professor an der Lee Kuan Yew School of Public Policy an der National University of Singapore
* Vorsitzender des [[Institute of Policy Studies]] in Sri Lanka
* Mitglied der [[Mont Pelerin Society]]
*Hayek-Medaillenträger 2011 der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]
* Tätigkeiten als forschendes und beratendes Mitglied in verschiedenen Think Tanks in den USA, Europa, Asien und Afrika
===Lenkungsausschuss===
Vorsitzender des „Steering Committee“ ist [https://ecipe.org/person/patrick-messerlin/ Patrick Messerlin], em. Professor für Volkswirtschaft am Sciences Po in Paris und Politikberater
===Kuratorium===
Die Mitglieder des Kuratoriums sind [https://ecipe.org/about-us/people/ hier] abrufbar. Vorsitzende ist [https://www.trilateral.org/people/maria-rankka/ Maria Rankka], Vizepräsidentin von Business Development Takura/Stockholm, Mitglied der Trilateralen Kommission, ehem. CEO der Stockholmer Handelskammer, ehem. Geschäftsführerin der liberalen schwedischen Denkfabrik [https://timbro.se/in-english/ Timbro], die Mitglied von [[EPICENTER]] ist.
===Beirat===
Die Mitglieder des Advisory Board sind [https://ecipe.org/about-us/people/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören:
*Claude Barfield, Direktorin beim American Enterprise Institute
*Christopher Roberts, Covington & Burlin/European Service Forum
*Brink Lindsey, Vizepräsidentin des [[Cato Institute]]
*Rolf J. Langhammer, ehem. Vizepräsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft
== Finanzen ==
Im europäischen Transparenzregister gibt EPICE an, 2024/25 ca. 450 Tsd. Euro für Lobbyarbeit auszugeben; das Gesamtbudget beträgt 980 Tsd. Euro.<ref>[https://www.lobbyfacts.eu/datacard/european-centre-for-international-political-economy?rid=954230536257-09 EPICE|, lobbyfacts.eu vom 03.11.2025, abgerufen am 23.08.2026</ref> Großspender sind: The Free Enterprise Foundation 250 Tsd. Euro, Confederation of Swedish Enterprise 120 Tsd. Euro. Die [[Swedish Free Enterprise Foundation]] ist 2003 von der [[Confederation of Swedish Enterprise]] (Dachverband von schwedischen Arbeitgeber- und Industrieverbänden) und dem "Näringslivets fond" (der Vorgängerorganisation der [[Swedish Free Enterprise Foundation]]) gegründet worden.<ref>[http://frittnaringsliv.se/the-swedish-free-enterprise-foundation/ Stiftelsen Fritt Näringsliv], frittnaringsliv.se, abgerufen am 07.11.2016</ref><ref>[https://www.svensktnaringsliv.se/english/member/therefore-the-confederation-of-swedish-enterprise_566130.html Therefore, the Confederation of Swedish Enterprise], svensktnaringsliv.se, abgerufen am 07.11.2016</ref>
== Kurzdarstellung und Geschichte ==
ECIPE wurde im Jahr 2006 von [[Razeen Sally]] und dem schwedischen Ökonom [[Frederik Erixon]] gegründet.
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== Einzelnachweise ==
<references/>
[[Kategorie:Think tank]]
[[Kategorie:EU]]
[[Kategorie:TTIP]]
[[Kategorie:CETA]]
[[Kategorie:Thinktank-EU]]| Zeile 27: | Zeile 27: | ||
Quelle:<ref>[http://ecipe.org/research/ ECIPE-Research],ECIPE-Webseite, abgerufen am 07.10.2016</ref> |
Quelle:<ref>[http://ecipe.org/research/ ECIPE-Research],ECIPE-Webseite, abgerufen am 07.10.2016</ref> |
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+ | === Programme=== |
| − | + | Es gibt die folgenden Programme: |
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| − | + | *[https://ecipe.org/new-globalisation/ New Globalisation] |
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*[https://ecipe.org/bridging-frontlines/ Bridging Frontlines]
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*[https://ecipe.org/uk-trade-policy-project/ UK Trade Policy Project] |
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| − | + |
*[https://ecipe.org/dte/ Digital Trade Esmitates Project]
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| − | + |
*[https://ecipe.org/eu-mercosur-project/ EU-Mercosur Project]
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| − | + |
*[https://ecipe.org/trade-and-ip-project/ Trade and IP Project] Unterstützer: Businesseurope, CropLife, cecimo, efpia, European Service Forum, EuropaBio, FESI
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*[https://ecipe.org/five-freedoms/ Five Freedoms Project]
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*[https://ecipe.org/korea-project/ Korea Project] |
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==Aktivitäten in Brüssel== |
==Aktivitäten in Brüssel== |
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