| Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) | |
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| Branche | Wirtschaftsforschung und Politikberatung |
| Hauptsitz | Hohenzollernstraße 1 - 3, 45128 Essen |
| Lobbybüro Deutschland | <text> |
| Lobbybüro EU | <text> |
| Webadresse | rwi-essen.de |
Kurzdarstellung und Geschichte
Das RWI ist ein als eingetragener Verein organisiertes Forschungsinstitut mit Sitz in Essen, das Wirtschaftsforschung und Politikberatung betreibt. Als Leitmotiv hat es sich die Analyse der „individuellen Prosperität und wirtschaftspolitischen Handlungsmöglichkeiten im demographischen und gesellschaftlichen Wandel“ gewählt.[1] Schwerpunkte der Forschung sind der Arbeitsmarkt, die Bildungsforschung, die Migration sowie die Energie- und Umweltökonomie. Mitglieder des Vereins sind Vertreter von Unternehmen und Verbänden aus Nordrhein-Westfalen, die auch die Mehrheit im Verwaltungsrat stellen. An deren Interessen richten sich die Stellungnahmen des RWI bei Konfliktthemen in der Regel aus. So werden in der Arbeitsmarktpolitik die Positionen der Arbeitgeber vertreten (Lohnzurückhaltung, keine Mindestlöhne, Abbau des Kündigungsschutzes, Erhöhung des Rentenalters auf 70 Jahre).[2][3] Im Rahmen der Energiewende wird die sog. Quotenlösung propagiert, deren Praktizierung den wichtigen Förderer RWE als etablierten Stromanbieter begünstigen und die Anbieter von Ökostrom benachteiligen würde; der Vorschlag wurde in einer Studie für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erarbeitet.[4]
Das RWI hat - teils gemeinsam mit anderen Instituten - allein im Jahr 2012 die folgenden Studien für die Arbeitgeber-Lobbyorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt [5]:
- Demografie und Wachstum, November 2012
- Marktwirtschaftliche Energiewende: Ein Wettbewerbsrahmen für die Stromversorgung mit alternativen Technologien, August 2012 (Projektleiter: Manuel Frondel, regelmäßiger Autor des ÖkonomenBlog der INSM)
- Dashboard - Ein Indikatorensystem zur erweiterten Wohlstandsmessung in der OECD (03/2012 - 9/2012)[6][7]
Der Präsident (Christoph M. Schmidt) und der Vizepräsident (Thomas K. Bauer) sind/waren Mitglied des Aktionsrat Marktwirtschaft der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). Beide sind Research-Fellows des Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA), zu deren Policy-Fellows auch Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) gehört.
Justus Haucap, Vorsitzender des Forschungsbeirats und Mitglied des Verwaltungsrats, ist in marktradikalen Netzwerken (Beispiel: ECONWATCH) und Lobbyorganisationen der Wirtschaft (Beispiel: Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen) aktiv. Weiterhin ist er Autor des ÖkonomenBlog der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).
Struktur und Personal
Vorstand
Mitglieder des Vorstand sind:
- Christoph M. Schmidt, Präsident
- Vorsitzender des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR)
- Mitglied des Beirats des Institute for Health Care Business GmbH (HCB)
- bis 2012 Mitglied des Aktionsrat Marktwirtschaft der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)[8], dessen Vorsitzender Randolf Rodenstock Mitglied des Kuratoriums der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ist
- Research Fellow des Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA)
- ehemaliger Programmdirektor am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA)
- Thomas K. Bauer, Vizepräsident
- Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Wirtschaftsforschung an der Ruhr-Universität Bochum
- Mitglied des Aktionsrat Marktwirtschaft der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)[9], dessen Vorsitzender Randolf Rodenstock Mitglied des Kuratoriums der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ist
- Research Fellow des Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA)
- ehemaliger Programmdirektor am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA)
- Wim Kösters, Mitglied des Vorstands, emeritierter Professor für Theoretische Volkswirtschaftslehre
Verwaltungsrat
Laut Satzung sollen dem von der Mitgliederversammlung des Vereins gewählten Verwaltungsrat mindestens 10, höchstens jedoch 15 Personen angehören. Der Verwaltungsrat besteht aus dem Präsidenten der Gesellschaft der Freunde und Förderer des RWI, dem Vorsitzenden des Betriebsrats, einem Vertreter des Fachressorts der Landes NRW, einem Vertreter des Fachressorts der Bundesregierung, dem Vorsitzenden des Forschungsbeirats und bis zu 10 weiteren Mitgliedern. Die Vertreter der Bundesregierung und des Landes NRW werden von diesen entsandt.
Mitglieder des Verwaltungsrat sind:
- Eberhard Heinke (Vorsitzender)
- ehemaliger Präsident der Landeszentralbank NRW und ehemaliger Vorstandsvorsitzender der WZG Bank
- Mitglied des Aufsichtsrats/Beirats diverser Unternehmen, u.a. von Thyssen Krupp Steel Europe AG und Signal Unfallversicherung a.G.
- Henning Osthues-Albrecht (Stellvertretender Vorsitzender), Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Essen i.R.
- Manfred Breuer (Stellvertretender Vorsitzender)
- Vorsitzender der Geschäftsleitung der Commerzbank AG, Filiale Düsseldorf
- Vorsitzender der Bankenvereinigung NRW
- Mitglied des Aufsichtsrats diverser Unternehmen
- Reinhold Schulte (Stellvertretender Vorsitzender)
- Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna Gruppe
- Vorsitzender des Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV)
- Hans Georg Fabritius
- ehemaliger Vorstand der Deutsche Bundesbank
- Beiratsmitglied von unicorn
- Justus Haucap (siehe Forschungsbeirat)
- Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl
- Thomas Köster, Leiter des Kompetenzzentrums Soziale Marktwirtschaft der Handelskammer Düsseldorf
- Thomas A. Lange, Vorsitzender des Vorstands der National-Bank, Essen
- Martin Lehmann-Stanislowski, Vertreter des Fachressorts der Bundesregierung
- Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB Bezirks NRW
- Hermann Rappen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des RWI
- Reinhard Schulz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dortmund
- Michael H. Wappelhorst, Vertreter des Fachressorts des Landes NRW
Forschungsbeirat
Die Mitglieder des Forschungsbeirat werden von der Mitgliederversammlung berufen. Zu ihnen gehören u.a.
- Justus Haucap (Vorsitzender)
- Direktor des Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE)
- Mitglied der Monopolkommission
- Mitglied im Beirat/Kuratorium/Direktorium
- Forschungsinstitut für Wirtschaftsverfassung und Wettbewerb (FIW)
- Institut für Berg- und Energierecht der Ruhr-Universität Bochum
- Institut für Energiewirtschaftsrecht der Universität Jena
- Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK)
- Mitglied im "Kronberger Kreises" der Stiftung Marktwirtschaft
- Präsident von ECONWATCH (ursprüngliche Bezeichnung: Hayek-Kreis - Gesellschaft für Politikberatung e.V.)
- Mitglied/Förderer der Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen
- Autor des ÖkonomenBlog der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
- Vertrauensdozent der Friedrich-Naumann-Stiftung
- Lars P. Feld
- Leiter des Walter Eucken Institut
- Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
- Mitglied im Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen
- Sprecher des "Kronberger Kreises" der Stiftung Marktwirtschaft
- Mitglied des Kuratoriums von ECONWATCH (ursprüngliche Bezeichnung: Hayek-Kreis - Gesellschaft für Politikberatung e.V.)
- Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung
- Mitglied der Mont Pelerin Society
- Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Wirtschaftsrat der CDU
Gesellschaft der Freunde und Förderer des RWI
Aufgabe der Gesellschaft der Freunde und Förderer des RWI ist es, das RWI finanziell zu unterstützen. Darüber hinaus lädt die Fördergesellschaft regelmäßig zu ihren "Wirtschaftsgesprächen", bei denen aktuelle Forschungsthemen aus dem dem RWI vorgestellt werden.
- Präsident ist Manfred Breuer (siehe Verwaltungsrat)
- Geschäftsführender Vorstands ist Michael T. Krüger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Commerzbank Essen, und Mitglied des Wirtschaftsrat der CDU[10]
- bis Juni 2012 war Rolf Pohlig, Finanzvorstand der RWE AG, Präsident[11]
Finanzen
Das RWi wird zu etwa einem Drittel durch den Bund, das Land NRW und Drittmittel finanziert[12]
Institute for Health Care Business GmbH (HCB)
Die Institute for Health Care Business GmbH (HCB) wurde 2006 als Tochterunternehmen des RWI, der ADMED GmbH Unternehmensberatung Health Care und HPS Research gegründet. Gesellschafter sind neben dem RWI Essen und der ADMED GmbH die folgenden Personen: Boris Augurzky (Leiter des Bereichs Gesundheit beim RWI, Geschäftsführer des HCB), Sebastian Krolop (ehemaliger Geschäftsführer ADMED GmbH) und Hartmut Schmidt (Geschäftsführer von HPS Research und HCB). Die HCB berät stationäre Einrichtungen, deren Geschäftspartner, Träger von Einrichtungen und Investoren, die sich im deutschen Gesundheitsmarkt engagieren wollen.
Geschäftsführer sind
- Boris Augurzky (Gesellschafter und Leiter des Bereichs Gesundheit beim RWI)
- Hartmut Schmidt (Geschäftsführer HPS Research)
Laut Jahresabschluss 2011 beschäftigte das Unternehmen am 3. Mai 2012 außer den Geschäftsführern einen Mitarbeiter.
Lobbyarbeit: Struktur und Strategien
Fallbeispiele und Kritik
Weiterführende Informationen
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Einzelnachweise
- ↑ Über das RWI, Website RWI, abgerufen am 24. April 2013
- ↑ Wirtschaftskrise Haltet den Arbeitsmarkt flexibel, Spiegel online vom 5. 8. 2009 mit einer Kommentierung von Albrecht Müller in den NachDenkseiten
- ↑ Experten für Fortsetzung von Schröders Agenda-Politik, Welt online vom 10. März 2013, Website Welt, abgerufen am 25. April 2013
- ↑ Kampagne gegen die Förderung des Ökostroms
- ↑ Suchergebnisse RWI, Website der INSM, abgerufen am 14. Mai 2013
- ↑ Projekte RWI, Website RWI, abgerufen am 14. April 2013
- ↑ INSM Wohlstand in Zahlen - Eine Bilanz
- ↑ Aktionsrat Marktwirtschaft, Website www.pw.bwl.uni-muenchen.de, abgerufen am 13. April 2013
- ↑ Aktionsrat Marktwirtschaft, Website www.pw.bwl.uni-muenchen.de, abgerufen am 13. April 2013
- ↑ Michael T. Krüger, Website xing, abgerufen am 27. April 2013
- ↑ RWI-Pressemitteilung vom 12. Juni 2012
- ↑ Christoph M. Schmidt, RWI Handelsblatt online vom 18. april 2009, Website handelsblatt, abgerufen am 26. April 2013